Sonntag, 23. April 2017

Bevor Saek kommt, bekomme ich Candy ohne Schwierigkeiten in eine Box. Big Boy und Yuri allerdings sind zwei große, starke Hunde. Sie haben nicht vor sich freiwillig in Box und Käfig sperren zu lassen. Schließlich haben wir Big Boy im Käfig und als ich mir Yuri schnappen will, versucht Big Boy den Drahtkäfig zu zerlegen und befreit sich halb. Bei dem Gerangel beißt Yuri plötzlich um sich und trennt mir dabei fast das dritte Fingerglied des rechten Zeigefingers ab. 

Ich sehe mit Entsetzen, dass das Fingerglied nur noch von einem Hautfetzen am Finger gehalten wird, lasse alles stehen und liegen und fahre ins Bangkok Pattaya Hospital. Dort wird mir in einer einstündigen Operation das Fingerglied wieder angenäht. Da ein offener Bruch vorliegt, werden die Knochen mit Hilfe von zwei Metallplättchen wieder zusammengefügt. Die Operation kostet mich 58,000 Baht, die ich garnicht habe und so bitte ich Som mir 40,000 Baht zu leihen, damit ich das Hospital verlassen kann. 

Zurück im Haus lade ich Candy ein, die die ganze Zeit in der Box hocken musste. Mit ihr fahre ich zum Shelter und entlasse sie zu den anderen Hunden. Bis auf Yana und Yota sehe ich alle, auch Amal und Yobo. Ich erneuere das Wasser in einigen Behältern und fahre dann zum Haus von Alphonse und Nicky, um die Katzen zu versorgen. 

Im Haus Mabprachan sind nun alle Hunde wieder im vorderen Bereich, sodass ich das Gatter zum hinteren Bereich offenstehen lasse. Mit Saek verabrede ich übermorgen einen erneuten Versuch zu unternehmen. Schließlich müssen ja alle Hunde bis Ende des Monats aus dem Haus sein.

Samstag, 22. April 2017

Frühmorgens kommt Saek. Es gelingt uns Mae und Mum ohne große Probleme einzufangen. Mit den beiden fahre ich zuerst zum Pinnacle Hotel in Najomtien wo ich Mae herauslasse, die sofort in der ausgedehnten Gartenanlage am Strand verschwindet. Danach fahre ich zum Tuk.com und entlasse Mum im Parkhaus wo sie von Figo und Fanta, zwei ihrer Jungen, sowie einigen anderen Hunden, die seit Jahren im Parkhaus leben, freundlich begrüßt wird. 

Mittags kommt Saek erneut und es gelingt uns Yobo und Amal in die Boxen zu bekommen. Mit ihnen fahre ich zum Shelter. Ich öffne das Tor und die Hunde kommen herausgestürmt. Dann öffne ich die Türen der Boxen und lasse Amal und Yobo selbst entscheiden, wann sie herauskommen wollen. Anschließend säubere ich den Hang und fülle Wasser nach. Eigentlich sollte ein Handwerker vorbeikommen, der einen Zaun für Soms Hunde ziehen soll. Der aber erscheint nicht und so fahre ich am Spätnachmittag wieder zurück. 

Zhenya ist bei der heutigen Aktion in den vorderen Bereich entwischt, Big Boy und Yuri sind aber noch im hinteren Bereich eingesperrt. Morgen früh will Saek mir wieder helfen, auch die beiden noch einzufangen.

Freitag, 21. April 2017

Heute Morgen gelingt es mir alle Hunde bis auf Skinny, die in den vorderen Bereich entwischt, in den hinteren Bereich zu locken, wo ich das Futter ausgelegt habe. Nun besteht eine bessere Chance die Hunde ohne zu großen Stress einzufangen. Das kann ich allein allerdings nicht bewerkstelligen und so rufe ich Saek an mir zu helfen. Der allerdings ist in Rayong und kann erst morgen früh zu mir kommen. 

Am Nachmittag fahre ich in die Stadt, um Trockenfutter und Futterbleche zu kaufen. Die Hunde in Bang Saray bekommen das Reisfutter bisher auf Plastiksäcken und Sperrholzbrettern ausgelegt. Das Säubern der Säcke und Bretter ist sehr umständlich, da es kein fließendes Wasser auf dem Gelände gibt. 

Mit einem Sack Futter fahre ich nach Naklua und liefere ihn bei Em ab. Em informiert mich darüber, dass im Slum wieder eine Hündin zu sterilisieren ist. Sie war trächtig als ich die letzte Hündin dort sterilisiert hatte. Sieben ihrer acht Welpen sind gestorben. Das ist schockierend, aber überrascht mich nicht. In diesem Slum sind schon dutzende Welpen gestorben. Der überlebende Welpe sieht auch nicht allzu gut aus und deswegen werde ich ihn, sobald ich Zeit habe, ebenfalls mit in die Klinik zur Untersuchung nehmen.

Donnerstag, 20. April 2017

Gai kommt und auch die Handwerker, die die Schönheitsreparaturen abschließen sollen. Ich fahre zu Alphonse und Nicky, lade Payu ein und fahre mit ihm in ein Pet Hotel in Nord Pattaya. Nicky und Alphonse nehmen Dotty und Elsa an Bord. Die Hunde sollen für eine Woche im Pet Hotel bleiben, solange Nicky und Alphonse auf Ko Samui sind. 

Um zwei sind die Handwerker mit der Renovierung fertig und ich fahre zu einem Meeting mit Alex. Am Spätnachmittag fahre ich dann nach Bang Saray. Reisfutter haben die Hunde schon bekommen und ich fülle Wasser nach und säubere das Gelände. Es ist schon erstaunlich, wie viel Müll ich wider finde. Das Gelände vor dem Tor ist auch erneut zugemüllt. Das ich vor zwei Tagen den Platz gereinigt hatte, ist nicht mehr zu erkennen. 

Anschließend fahre ich zum Tempel, versorge die Hunde und mache mit ihnen einen Strandgang. Asas Fellzustand hat sich wieder verschlechtert und ich muss sie erneut behandeln. Dagegen sieht Toby überraschend gut aus. 

Die verbliebenen Hunde im Haus verhalten sich einwandfrei. Sie haben sich an die neue Situation gewöhnt. Bald aber müssen sie sich wieder umorientieren, denn bis Anfang nächster Woche möchte ich alle Hunde bis auf Johnny und Kenji aus dem Haus haben.

Mittwoch, 19. April 2017

Chris informiert mich darüber, dass er einen verletzten Hund in Nord Pattaya gefunden habe und bittet mich ihn mir mal anzusehen. Sollte eine Behandlung notwendig sein, wolle er für die Kosten aufkommen. 

Ich finde den Rüden in einem Eingang eines Restaurants und stelle eine böse, offenbar ältere Wunde an seinem linken Vorderlauf fest. Der Rüde nimmt Reißaus als ich mich ihm nähere und verschwindet auf einem Parkplatz neben dem Restaurant. Dort sehe ich vier weitere Hunde, die bis auf einen Junghund sehr scheu sind. Ich kaufe ein paar Spieße Fleisch und beginne die Hunde zu füttern. Auch Jack, wie ich den verletzten Rüden nenne, kommt nun näher und frisst mir schließlich aus der Hand. Weiter nähern allerdings kann ich mich ihm nicht. Ich werde noch einige Male zu den Hunden fahren müssen, um ein wenig mehr Vertrauen von ihnen zu erlangen. Vermutlich muss Jack geblowdarted werden. Das wird sich in den kommenden Tagen erweisen. 

Nach Bang Saray kann ich heute nicht fahren, da in Pattaya die große Wasserschlacht begonnen hat. Die Hunde werden ja mit Reisfutter versorgt und können auch mal einen Tag ohne mich auskommen.

Dienstag, 18. April 2017

Am späten Vormittag kommt Stewart mit Phai. Die beiden holen mich ab, um mir ein Stück Land zu zeigen, das sie angeboten bekommen haben. Das Land liegt zwischen Pattaya und Sri Racha und ist, wie ich ohne Überraschung feststelle, ungeeignet, da es unmittelbar an bewohntes Gebiet grenzt.

Am Nachmittag fahre ich mit Johnny zu Dr. Aor um ihm die Fäden ziehen zu lassen. In der Klinik stelle ich fest, dass er sich am Hodensack verletzt hat. Es kann sein, dass er sich mit dem Kragen verletzt hat. Dr. Aor meint jedoch, dass die Wunde gut verheilen würde. Auch die Nabelnaht sähe gut aus. 

Ich lasse Johnny in der Klinik und fahre weiter zum Shelter. Einige Hunde sind wieder vor dem Tor, aber die meisten halten sich im Gehege auf. Ich mache garnicht mehr den Versuch mich durchs Tor zu quetschen, ohne dass die Hunde heraus können, sondern öffne das Tor und zwanzig Hunde stürmen auf mich ein. Während ich im Gelände arbeite, bleibt das Tor auch geöffnet. Manche Hunde folgen mir den Hang hinauf, manche bleiben unten am Tor und einige streifen vor dem Tor herum. Gop hat wieder Reisfutter ausgelegt und es ist noch genügend Trockenfutter vorhanden. Ich erneuere das Wasser und reinige die Ablagen für das Reisfutter. 

Som hat eine Regelung mit Khun Khao bezüglich des Fütterns mit Reis getroffen. Für 5,000 Baht monatlich werden die Hunde nun täglich mit Reisfutter versorgt. Das wird sie freuen, denn bei mir gab es ja fast nur Trockenfutter. Mich freut es auch, denn ich kann dann auch mal beruhigt einen oder zwei Tage wegbleiben, so wie ich es auch mit den Tempelhunden halte. 

Auf dem Rückweg fahre ich bei Meows Baan Amphur Shelter vorbei. Das Tor ist verschlossen, aber als ich Mom, Namtarn, Anna und Felix rufe kommen sie heran. Es scheint den vieren gut zu gehen. Felix allerdings hinkt leicht und ich informiere Louise darüber. 

In der Klinik lasse ich mir für Johnny einen größeren Kragen geben, damit er sich nicht lecken oder weiter verletzen kann. Im Haus ziehe ich dann Kenji die Fäden. Seine Kastrationswunde ist gut verheilt, nun stelle ich bei ihm aber einige rote Flecken an beiden Brustseiten fest, die ich mit antiseptischer Creme behandele. Was wäre es schön, wenn ich mal einen einzigen Tag erleben könnte, an dem alle Hunde gesund sind.

Montag, 17. April 2017

Heute Morgen kommt Gai mit Handwerkern, die kleinere Schönheitsreparaturen ausführen sollen, damit ich das Haus am Ende des Monats in einwandfreiem Zustand zurücklassen kann. 

Am frühen Nachmittag fahre ich nach Bang Saray und schaue nach den Hunden. Die meisten sind im Gehege, einige tummeln sich außerhalb. Die Hunde können ja rein und raus wie es ihnen beliebt. 

Die Handwerker beenden die Arbeiten am späten Nachmittag vorerst und wollen nach Songkran den Rest erledigen.

Sonntag, 16. April 2017

Am frühen Nachmittag fahre ich wieder zum Shelter. Etliche Hunde laufen mir schon entgegen, als ich mich dem Gelände nähere. Sie haben einen Durchschlupf unter dem Außenzaun gefunden, den ich nun erweitere, da sie wohl hinaus können, jedoch nicht mehr hinein. Khun Khao, die Managerin des Shelters kommt vorbei und hat nichts dagegen, dass ein Teil der Hunde auch draußen herumtobt. „Meine“ Hund kommen mit den anderen Hunden, die in der Nähe des unteren Tores liegen, gut aus. 

Einige Hunde, insbesondere Yana, haben sich im Dreck gesuhlt und sehen entsprechend aus. Ich mache mir aber deswegen keinen Kopf, da ich nicht erwarten kann sie im gleichen Zustand zu sehen wie im Haus. Und Hauptsache ist ja, dass sie sich wohl fühlen. Das ist auch bei Lina und Nura der Fall, die sich im Haus immer nur im hinteren Bereich aufgehalten hatten und nun mit den anderen den Hang hoch und runter stürmen. 

Meine erste Arbeit ist erstmal wieder den Hang nach Kot und weiterem verstecktem Müll abzusuchen und ich mache dabei wiederum zwei große Säcke voll. Gop kommt mittlerweile und füttert die Hunde mit Reis. Trockenfutter ist noch von gestern genügend vorhanden, sodass ich nur die Wasserbehälter nachfüllen muss. 

Zum Schluss sammele ich auch noch Müll im angrenzenden Bereich auf. Ich kann den Anblick von zugemülltem Gras- und Buschland einfach nicht ertragen. Bis die nähere Umgebung des Hanges vom Müll befreit ist, werde ich allerdings noch etliche Runden machen müssen.

Samstag, 15. April 2017

Josie kommt am Morgen mit zwei Leuten, die Interesse an dem Haus zeigen. Ich führe sie herum und teile ihnen Kontaktdaten mit.

Am frühen Nachmittag nehme ich Namtarn an Bord. Skinny versuche ich ebenfalls einzufangen aber sie entzieht sich mir. Ich fahre zuerst zu Nongs Shelter und impfe Luca. Danach fahre ich mit Namtarn zu Khun Meow in die Thepprasit Road. Namtarn ist ja der rechte Hinterlauf amputiert worden und so wäre für sie der Aufenthalt im Bang Saray Shelter sehr mühsam, weil das Gelände schwierig ist. Sie ist bei Meow besser aufgehoben. Skinny will ich dort auch unterbringen und dazu noch Mom, der ja eine verkrüppelte Vorderpfote hat. Mom ist bereits im Shelter, liegt jedoch im unteren Bereich und müsste, wenn Soms Hunde eintreffen, auch in den oberen Bereich des Hanges, was ihm schwerfallen würde. Skinny ist, wie Mom und Namtarn auch, nie so richtig von der Meute akzeptiert worden und ich hoffe, dass sie sich unter Meows Hunden, unter denen es viele Welpen gibt, besser einfügen wird. Skinny werde ich dann mit Saeks Hilfe einfangen und zu Meows Platz in Baan Amphur bringen. 

Da ich nicht genau weiß, wo Meow sich in Baan Amphur eingerichtet hat, fährt sie und auch Louise mit mir. An Bord nehmen wir noch zwei Katzen, die in der Silverlake Klinik sterilisiert werden sollen. Zunächst aber zeigen wir Namtarn ihre neue Bleibe und auch ich schaue mich um. Meows neues Sanctuary ist ummauert und bietet genug Platze für ca. dreißig Hunde. Die meisten von ihnen sind Welpen. Felix und Anna leben auch dort. Beide fühlen sich offensichtlich wohl und freuen sich mich zu sehen. Auch Namtarn scheint der Platz zu gefallen. 

Weiter geht es zur Silverlake Klinik, in der Dr. Kwanchai uns sein neues Katzenhaus zeigt. Etliche neue Hundezwinger sind noch im Bau. Mit Meow und Louise fahre ich anschließend zum Shelter. Einige Hunde empfangen mich vor dem Tor. Der Zaun, der um das gesamte Shelter gezogen wurde, ist offenbar durchlässig und es macht den Hunden Spaß durch das angrenzende Gras- und Buschgelände zu streifen. Zu meiner Freude haben sich auch Yana und Yota wieder eingefunden. Gop hat schon wieder Reis- und Trockenfutter ausgelegt. Das Reisfutter ist aufgefressen und von dem Trockenfutter sammele ich wieder einen guten Teil ein. Nachdem ich das Wasser erneuert habe, fahren wir wieder mit dem Gefühl, dass es den Hunden gutgeht.

Am frühen Abend rufe ich Khun Hong an, um zu erfahren wie es dem Welpen geht. Es gehe ihm etwas besser, er fräße und trinke etwas. Die kommenden Tage werden erweisen, ob er genug Lebenswillen besitzt, um die Krankheit zu besiegen.

Freitag, 14. April 2017

Bis Mitternacht herrschte absolute Ruhe unter den verbliebenen Hunden im Garten. Und nach Mitternacht haben selbst fünfzig Hunde kaum Laut gegeben. Trotzdem müssen Gai und ich am morgen wieder Glasscherben aufkehren. Den Leuten, die die Flaschen in den Hof werfen, scheint es egal zu sein ob Hunde bellen oder nicht; sie wollen offensichtlich einfach nur ihre leer gesoffenen Schnapsflaschen los werden.

Mittags kaufe ich Trockenfutter ein und fahre nach Baan Amphur. Dort kaufe ich Reis für die Tempelhunde und liefere ihn bei Ba Bät ab. Gestern hatte mich Khun Hong vom Tempel aus angerufen. Er habe einen kranken Hund, den er mir zeigen wolle. Khun Hong kommt mir mit einem Welpen im Arm entgegen und ich stelle alle Anzeichen von Staupe fest. Ich rate Khun Hong den Welpen zu isolieren, ihn zu pflegen und zu versorgen. Viel kann man in dem Falle nicht tun. In einigen Tagen werden wir wissen, ob der Welpe überleben wird. 

Ich versorge die Hunde an der Vorhalle und am Sala und fahre dann weiter zum Shelter. Vor dem unteren Tor empfangen mich Lady und Torro, die irgendwie nach draußen gelangt sind. Von den im Gelände versammelten Hunden vermisse ich Yana und Yota. Sie tauchen auch nicht auf bis ich wieder fahre. Ich mache mir um sie jedoch keine Sorgen. Sie sind ja sterilisiert und geimpft und werden sich wohl nicht weit entfernt haben, da sie wissen wo es Futter und Wasser gibt.  

Khun Gop hat bereits die Hunde mit Reisfutter versorgt und auch Trockenfutter ausgelegt. Das aber in solchen Mengen, dass ich einen großen Teil wieder einsammele. Wie viel die Hunde pro Tag benötigen, ohne sich zu überfressen weiß ich ja. Danach reinige ich den unteren Bereich und erneuere Wasser in verschiedenen Behältern. Ich habe nach wie vor den Eindruck, dass die meisten Hunde den Platz angenommen haben. Als ich das obere Tor für sie öffne, stürmen sie alle nach draußen und erkunden den Nachbarbereich, was ihnen sichtlich Spaß macht und ich habe Mühe sie alle wieder ins Gelände zu bekommen. Außer Yana und Yota hat aber wohl keiner der anderen Hunde die Absicht wegzulaufen.

Donnerstag, 13. April 2017

Am Vormittag lade ich Yana, Yota und Johnny und fahre mit ihnen zunächst in die Huay Yai Klinik. Mir gefällt Johnnys Nabelbruchwunde nicht und ich möchte sie von Dr. Aor untersuchen lassen. Die aber gibt Entwarnung. Die Ausstülpung sei nur Fettgewebe, das sich allmählich zurückbilden werde. Die Wunde sähe gut aus und auch die Kastrationswunde habe ein normales Aussehen. 

Ich lasse Johnny in der Klinik und fahre mit Yana und Yota zum Shelter und führe sie den anderen Hunden zu. Die sind hoch erfreut mich zu sehen. Eine gewisse Sorge, dass ich nicht mehr wiederkomme, hatten sie vielleicht. Nun aber sind sie beruhigt und verhalten sich so wie sie es im Haus gewohnt waren. 

Auf dem Rückweg halte ich im Tempel. Dort wasche ich die Boxen aus und erneuere das Wasser. Das Trockenfutter ist aufgebraucht und der Futterhandel am Tempel hat wegen Songkran geschlossen. Ich wollte aber sowieso noch mal zum Shelter fahren und kann dann einen Sack mitnehmen. 

Anschließend hole ich Johnny ab und wir fahren wieder nach Hause. Dort ist es nun angenehm ruhig. Ab und zu bellt mal einer der noch anwesenden Hunde aber ich denke, dass die Nachbarn nun keinen Grund mehr haben sich zu beschweren. 

Am späten Nachmittag habe ich Glück und fange Lady ein. Ich versuche es auch mit Candy, scheitere jedoch. Das untere Tor in unserem Bereich geht intelligenterweise nach außen auf und ist außerdem noch schwer zugänglich. Als ich Lady durchs Tor bugsieren will, fallen zehn Hunde über mich her und draußen sind sie. Nach ein paar Minuten aber wollen alle wieder hinein außer Aya, die einen etwas weitläufigeren Ausflug unternimmt. 

Lady findet sich schnell zurecht und ich mache mich an die Arbeit. Futter und Wasser muss verteilt werden, die Bleche auf denen Reisfutter ausgelegt wird und die noch nie gesäubert wurden, müssen gereinigt werden, und der Kot muss entfernt werden, was auf dem abschüssigen Gelände nicht so einfach ist. Die meisten Hunde haben sich in der Nähe des unteren Tores eingerichtet, einige liegen in den Büschen am Fuß des Hanges. In den Hütten sehe ich keinen von ihnen. Das wird sich aber wohl ändern, sobald Soms Hunde eintreffen. Som will dann den unteren Bereich vom oberen Hang abtrennen, damit ihre Hunde von meinen separiert sind. Ich halte das für keine so gute Idee, aber es kann natürlich sein, dass sich die Hunde nicht vertragen.

Mittwoch, 12. April 2017

Bua kommt am morgen mit einem Lastwagen. Der wäre groß genug um alle Hunde aufzunehmen, aber wir haben nicht genug Käfige. Ich kann ja nicht Hunde wahllos zueinander sperren und muss mir genau überlegen, wer mit wem im selben Käfig gut auskommt. Zudem sind die Hunde natürlich über den Abtransport besorgt und einige kann ich garnicht einfangen. Stewart hilft mir beim Transport mit seinem Hundeauto, in das wir vier Hunde unterbringen. So fahren wir also mit insgesamt dreißig Hunden nach Bang Saray. 

Nachdem ich sie alle im unteren Bereich habe und mich von Bua und Stewart verabschiedet habe, führe ich die Hunde den Hang hinauf und zeige ihnen ihre neue Heimat. Die Hunde haben ihre Besorgnis abgelegt und stöbern in den Büschen herum. An den Hütten zeigen sie wenig Interesse. Nur als ich mich in sie setze machen sie ein paar höfliche Anstrengungen und hüpfen zu mir hinauf. Insgesamt habe ich das Gefühl, dass sie den Umzug akzeptieren und versuchen das Beste daraus zu machen. 

So kann ich sie also erstmal beruhigt allein lassen, denn ich muss einen Käfig in die Silverlake Klinik zurückbringen und neue Behälter für Futter und Wasser besorgen. Die Hunde sind es ja gewohnt für Stunden allein gelassen zu werden und so versammeln sich auch alle am Tor als ich zurückkehre. Ich verteile die Behälter auf die sechs Hütten und fülle sie mit Trockenfutter und Wasser. Am Spätnachmittag kommt Gop, das Shelterfaktotum, und verteilt Reisfutter, auf das sich die Hunde gierig stürzen. Das Trockenfutter bleibt erstmal unberührt. Am frühen Abend verabschiede ich mich von den Hunden mit dem Gefühl sie morgen vollzählig wiederzusehen. 

Am späten Abend fahre ich mit Yaya in die NPW Klinik zum Verbandswechsel. Am Mabprachan 7/11 gebe ich Goro Carprofen. Die Schwellung an seinem Hinterlauf ist abgeklungen und Goro läuft wieder normal. Suzy, Sally und Nana sehe auch aber ich vermisse Shima, und das schon seit einigen Tagen.

Dienstag, 11. April 2017

Heute Morgen fahre ich als erstes zu Khun Nong um zu erfahren, ob ich mir ihren Pick-up für morgen ausleihen kann. Nongs Pick-up ist sehr gut für den Transport der Hunde geeignet, da die Ladefläche voll vergittert ist. Danach fahre ich in die Silverlake Klinik und lade einen von Dr. Kwanchais stabilen Käfigen auf. In diesen Käfigen können mehrere Hunde transportiert werden. Zwei weitere Käfige sollen am Nachmittag geliefert werden. Dann rufe ich Bua an, um ihn zu bitten den großen Transporter zu organisieren. Am Nachmittag organisiere ich mit Gai eine Gartenhilfe für Sylvia und Sepp. 

Am frühen Abend kommt Bua mit einem Angestellten von Dr. Kwanchai und bringt einen weiteren Käfig. Den dritten Käfig will Bua morgen früh auf dem Truck mitbringen. Anschließend fahre ich mit Yaya in die NPW Klinik. Der Verband wird gewechselt und ich soll mit ihm die folgenden zwei Tage wieder kommen. Auf dem Weg nach Hause halte ich bei Nong. Sie weiß immer noch nicht, ob ich ihren Pick-up morgen haben kann. 

Am späten Abend ruft mich Adrian an. Adrian füttert die Hunde am Mabprachan 7/11. Goro habe eine Bisswunde an seinem rechten Hinterlauf. Ich fahre runter zu den Hunden und sehe, dass Goro zwar verletzt ist und humpelt, aber ansonsten wohlauf ist. Ich verabreiche ihm Carprofen, das die Schwellung abklingen lassen sollte. Die kommenden zwei Tage muss diese Medikation wiederholt werden.

Montag, 10. April 2017

Gai ist wieder zurück und macht den Garten. Ich fahre mittags nach Bang Saray, um den Abschluss der Arbeiten dort zu begutachten. Es sind nun fünf Shelter mit insgesamt 18 Einheiten fertiggestellt und die Arbeiten errichten gerade die sechste Hütte mit drei Einheiten. Es liegt noch einiges an uraltem Müll herum, den ich aufsammele. Nochmals kommen sechs Säcke zusammen, denn ich finde immer wieder halb vergrabenes Plastik. Die Arbeiten sind am Spätnachmittag vorläufig abgeschlossen und ich räume auf, was die Arbeiter hinterlassen haben. Danach ist das Gelände in einem Zustand der es erlaubt die Hunde dort unterzubringen. Schattenplätze sind durch den Baumbestand ausreichend vorhanden und sollte es regnen, haben die Hunde einen Unterschlupf. 

Die Unterbringung ist nicht ideal, aber zur Zeit gibt es keine Alternative und wir werden uns alle einrichten müssen. Eine Separierung wie im Haus Mabprachan wird es vorläufig nicht geben. Alle Hunde müssen sich ihre Plätze suchen und miteinander auskommen. Das wird sicher nicht ohne Blessuren abgehen, aber wir leben nun mal in keiner idealen Welt.

Sonntag, 9. April 2017

Am frühen Morgen fahre ich mit Johnny in die Huay Yai Klinik, um ihn von Dr. Aor sterilisieren zu lassen und um seinen Nabelbruch zu beheben. Außerdem hat er eine Geschwulst an seiner Schulter, die sich Dr. Aor auch ansehen soll. Am Vormittag kommt Josie mit Khun Meow und Pick-up. Meow hat sich mittlerweile eine kleine Bleibe eingerichtet und kann Kühlschrank, Kühltruhe und Matratze, die ich ihr gebe, gut gebrauchen. 

Mittags fahre ich mit Yaya und Zola in die NPW Klinik. Yaya hat sich, während die Sachen verfrachtet wurden, mit Kenji wieder in die Wolle gekriegt und eine Bisswunde am rechten Vorderlauf davongetragen. Zola werden die Fäden der Bisswunde, die gut verheilt ist, gezogen und Yaya wird verarztet. 

Nachdem ich die beiden wieder zu Hause abgeliefert habe, fahre ich zum Tempel und versorge die Hunde dort. Ich kaufe Trockenfutter ein und hole anschließend Johnny aus der Huay Yai Klinik. 

Beppe ruft mich an und teilt mir mit, dass er seit drei Tagen im Krankenhaus liegt. Er bittet mich die Hunde an der South Pattaya Road zu füttern. Also fahre ich zu zwei Stellen an denen Beppe füttert und verteile Trockenfutter. Wie die Straßenhunde so sind, haben sie sich wohl während der vergangenen drei Tage selbst versorgt, denn richtig ausgehungert sind sie nicht. Wieder zu Hause, lasse ich Johnny zusammen mit Kenji im Haus und füttere die Hunde draußen.