Donnerstag, 8. Dezember 2016

Nut kommt und putzt das Haus und ich mache mich auf zu den Tempelhunden. Die ganze Meute ist vollzählig und ich kann auch mal den Strandhunden etwas näher kommen. Tobys Zustand hat sich verschlechtert und ich muss ihn beim nächsten Besuch wieder mitnehmen. Ich kann auch Prince untersuchen und stelle fest, dass ich mich mit TVT bei ihm wohl geirrt habe. Auch Roscoe lässt mich an sich heran und bei ihm stelle ich nun TVT fest. Vielleicht habe ich die beiden beim vorigen Mal verwechselt. Sie sehen sich sehr ähnlich. Roscoe muss unbedingt in die Klinik, vielleicht sogar operiert werden. 

Mit Neung, Song, Sam, Nico, Asa, Scottie und Panya gehe ich an den Strand. Dort finde ich nur Samlee, nicht aber Nuan und Khao. Das macht mir ein wenig Sorge, denn die drei waren immer zusammen. Nachdem ich Trockenfutter und Wasser erneuert habe, fahre ich in den Tempelbereich, in dem Sido liegt und finde ihn auch. Es scheint ihm gut zu gehen. Ich möchte ich aber auch noch mal untersuchen lassen. Vielleicht klappte es ja in ein paar Tagen ihn und Roscoe in die Boxen zu bekommen. 

Am frühen Abend liefere ich am Mabprachan 7/11 Trockenfutter und Reis bei Khun Jin ab. Ich sehe Kenji, dessen Wunden verheilt sind, Suzy und auch Sally. Sally scheint von Suzy erfahren zu haben, dass sie mir vertrauen kann, denn sie lässt sich von mir nun ausgiebig streicheln und ist garnicht mehr scheu. Ich werde nun öfter die Hunde dort besuchen, um das Band zwischen Sally und mir zu festigen. Dann hoffe ich sie in die Klinik bringen zu können. 

Stephan ruft mich an und ist besorgt, da Jack verschwunden ist. Ich versuche ihn zu beruhigen. Straßenhunde sind schon mal unterwegs. Jade ist sterilisiert worden und ich kann sie morgen Mittag abholen.

Mittwoch, 7. Dezember 2016

Am frühen Nachmittag treffe ich Stephan, einen Touristen aus Österreich, der mich gestern gebeten hatte, nach zwei Hunden in Jomtien zu schauen. Er füttert sie, solange er in Pattaya ist. Es ist eine Hündin und ein Rüde, Jade und Jack. Jade sieht einwandfrei aus und Jack hat kleine Fellprobleme. Beide Hunde sind zutraulich. Ich schlage Stephan vor, beide Hunde sterilisieren zu lassen. Jade kann ich ohne Probleme einfangen und in eine Box verfrachten, aber Jack wehrt sich und läuft schließlich davon. Wir bringen Jade in die South Pattaya Klinik und Stephan verspricht sie nach der Sterilisation medizinisch zu versorgen. Mit Jack will er versuchen sich noch weiter anzufreunden um ihn für ein Bad in seinem Apartment zu überreden. 

In der NPW Klinik schaue ich nach Dae. Seine behandelnde Tierärztin teilt mir mit, dass Dae in zwei Tagen entlassen werden könne. Am Mabprachan 7/11 treffe ich Khun Jin und übergebe ihr 20 kg Trockenfutter. Kenjis Wunden sind gut verheilt. Suzy ist auch zugegen und Sally, die Hündin, der man ihre neugeborenen Welpen weggenommen hatte. Ich versuche mich auch mit ihr anzufreunden, damit ich sie sterilisieren lassen kann.

Dienstag, 6. Dezember 2016

Josie kommt und wäscht Kylie und gemeinsam waschen wir danach Zhenya, Danny und Dina. Anschließend ziehen wir Tommy, Zhenya, Big Boy, Ilya und Yuri die Kastrationsfäden. 

Dannys und Dinas Fellzustand hat sich verbessert. Beide Welpen sind sehr lebhaft und es scheint, dass es ihnen gut gefällt mit so vielen anderen Hunden beisammen zu sein. Auch Mae hat sich gut eingefügt. Samlees Zustand verbessert sich ebenfalls, wenn auch langsam, zunehmend. Sie kann ihre gebrochene Hüfte nun besser belasten und auf lange Sicht werden sich auch die Muskeln im stillgelegten Hinterlauf wieder aufbauen. 

Kenny hat es vorgezogen, sich im großen Hof- und Gartenbereich aufzuhalten. Er ist sehr positiv, wird von den anderen Hunden akzeptiert und läuft nun schon recht geschickt auf seinen drei Beinen. Es gefällt ihm bei uns ganz offensichtlich.

Montag, 5. Dezember 2016

Heute ist der erste Tag für zwei Wochen, an dem ich mal wieder Hof- und Gartenarbeit allein bewerkstelligen muss. Reisfutter für die Kranken, die Rekonvaleszenten, die Kleinen, die immer zu Kurz kommen und natürlich für Danny und Dina, gibt es morgens weiterhin. 

Kenny hat die erste Nacht im hinteren Bereich gut überstanden. Ich finde ihn zwar in der hintersten Ecke, aber er freut sich mich zu sehen und mischt sich dann auch unter die anderen Hunde. Ich kann nun mit ihm ganz normal umgehen und stelle fest, dass er in meinem Beisein offensichtlich die Gesellschaft der anderen Hunde genießt. Sie scheinen ihn auch ohne Umschweife zu akzeptieren. Danny, der im Gegensatz zu Dina recht forsch ist, macht auch schon Bekanntschaft mit Kenny und der lässt es freundlich geschehen.

Ich bin gerade mit allen Arbeiten fertig als Yvonne und Joerg mich am frühen Nachmittag besuchen kommen. Sie bringen mir Medikamente für die Hunde und eine Geldspende mit, die Yvonne von Freunden und Bekannten erhalten hat.

Sonntag, 4. Dezember 2016

Am Nachmittag bin ich mit Nicky und Alfonse geschäftlich unterwegs. Roshi ruft mich an, dass es ihr nicht gut gehe und ob ich Hop mit ihrer Helferin in die Klinik bringen könne. Ich entschließe mich es auch mit Kenny zu versuchen und siehe da, er lässt sich von mir auf den Arm nehmen und in die Box verfrachten, die ich auf Verdacht mit ins Haus genommen hatte. Offensichtlich hat sich Kenny entschlossen mir zu vertrauen, denn auch in der Klinik ist er ganz kooperativ und lässt das Fädenziehen brav über sich ergehen. Nachdem ich Hop wieder entlassen habe bringe ich Kenny in den hinteren Bereich, wo ich ihn vorerst unterbringe. Ich will sehen, wie er mit den anderen Hunden klar kommt und wie die Hunde mit ihm.

Samstag, 3. Dezember 2016

Der gesamte Nachmittag geht mit Besorgungen in der Stadt und der Wartung des Autos drauf. Kenny gewöhnt sich mehr und mehr an mich trotzdem weiß ich immer noch nicht wie ich ihn in die Klinik bringen soll. Die Fäden müssen nun aber bald gezogen werden. Mae weicht mir auch noch aus, aber um sie mache ich mir weniger Sorgen. Irgendwann werde ich sie schon zu fassen bekommen. Das wird bei Mum schwieriger werden, denn an sie komme ich überhaupt nicht heran. Sterilisiert werden muss sie aber auch irgendwann einmal. Gefährlich werden kann es nicht, denn mittlerweile sind alle Rüden außer Felix kastriert.

Freitag, 2. Dezember 2016

Wan Song informiert mich, dass Sinin wieder da ist. Da Wan kein Geld für Medikamente hat, gebe ich ihr 500 Baht damit sie Antibiotika für die Katzen kaufen kann.

Am frühen Nachmittag fahre ich mit Rene und Heidi zu Prajuab. Die beiden denken an eine Spielgefährtin für Lulu. Ich habe ihnen einen von Khaofangs Welpen empfohlen. Da ich die Welpen nicht sehe, rufe ich Prajuab an und er teilt uns mit, dass ausgerechnet der Welpe, den Rene und Heidi adoptieren wollten, überfahren wurde. Prajuab führt uns zu zwei anderen Welpen, die kürzlich jemand am Reservoir zurückgelassen hatte. Für einen der beiden entscheiden sich Rene und Heidi.

Nachdem Rene und Heidi mit dem Welpen zur Untersuchung in die Nord Pattaya Klinik gefahren sind, liefere ich 100 kg Trockenfutter und 60 kg Reis bei Prajuab ab. Ich mache dabei noch ein Foto von dem anderen Welpen in der Hoffnung auch ihn vermitteln zu können.

Donnerstag, 1. Dezember 2016

Gai kommt heute Morgen und ich verteile am Abend zuvor gekochtes Reisfutter an Kenny, Tommy, Simba, Anna, Toya, Zola, Biaow, Samlee,Yana, Dina und Danny. Yana bekommt zusätzlich noch gebratenes Hühnerfleisch. Ich werde sie mal eine Woche lang vollständig auf Hühnerbrust umstellen, um zu sehen, ob es ihrer Verdauung gut tut. Kenny ist wieder etwas zutraulicher geworden und lässt mich seinen Kopf streicheln. Er liegt nun schon an der Schwelle meines Bürozimmers, während ich am Computer arbeite.

Am Nachmittag treffe ich Nicky und Alfonse. Wir tauschen uns über unsere Schützlinge aus und ich darf mal zwei Stunden lang nichts tun.

Janin, eine Touristin, die sich mit einem Hund angefreundet hat, bittet mich um Rat da sie den Hund eventuell adoptieren und nach Deutschland bringen möchte. Allerdings muss ich ihr mitteilen, dass die Ausfuhr/Einfuhr von Hunden in kurzer Zeit nicht möglich ist. Ob Janin dann auch wirklich den Hund adoptieren wird, wenn sie weiß, dass es Zeit und Geld kostet bleibt abzuwarten.

Wan Song informiert mich, dass eine weitere Katze gestorben sei und zwei erkrankt seien. Sinin sei seit einigen Tagen nicht mehr erschienen.

Mittwoch, 30. November 2016

Mae und ihre Babys haben sich nun gut eingelebt. Danny und Dina sind sehr agil und laufen im gesamten hinteren Bereich herum. Sie versuchen zu allen Hunden lieb sein und haben nun selbst Isi herumgekriegt, die sie anfangs häufig angekläfft hatte. Zu Nadia haben sie ein besonderes Verhältnis entwickelt und liegen oft bei ihr. Danny und Dina wissen bereits wo sie ihr Reisfutter bekommen und folgen mir, wenn ich mit den Schüsseln anrücke. 

Alles in Allem ist der hintere Bereich viel friedlicher als der Hauptbereich. In Hof und Garten geht häufig die wilde Jagd ab und manchmal wird aus Spiel Ernst und ich muss die Raufbolde ermahnen.

Kenny ist immer noch im Haus und Tommy zuweilen auch. Kenny ist ja nicht einfach und sein Vertrauen zu erlangen ist keine leichte Sache. Immerhin lässt er mich nun schon vorsichtig seinen Kopf streicheln. Seine Augen aber sind immer noch wachsam und eine falsche Bewegung kann meine ganzen Bemühungen zunichte machen. Kenny ist nun eigentlich soweit, dass ihm die Fäden gezogen werden können. Ob ich es aber schaffe ihn so bald wieder zu Dr. Kwanchai zu schaffen bleibt abzuwarten. 

Die Fäden bei Tommy, Ilya, Yuri, Big Boy und Zhenya kann ich selber ziehen. Allerdings brauche ich dabei jemanden der mir hilft die Hunde zu halten.

Dienstag, 29. November 2016

Ich koche nun für eine Reihe von Hunden jeden Tag Reisfutter. Versorgt werden damit morgens Kenny, Tommy, Simba, Anna, Felix, Toya, Zola, Yana, Namtarn, Samlee sowie Mae und ihre Jungen. Kenny, Yana, Mae und ihre Jungen bekommen, neben dem Trockenfutter, das alle Hunde bekommen, außerdem auch abends Reisfutter. Kenny und Mae sind ja ausschließlich Reisfutter gewohnt und Yana will einfach nicht zunehmen, obwohl sie gut frisst. Ihre Blutwerte waren ja beim letzten Test in Ordnung und entwurmt ist sie auch.

Ich rufe Wan Song an und frage, wie es den Katzen geht. Sie sagt, dass sie Antibiotika verabreiche, dass aber ein weiteres Kätzchen Symptome aufweise. Das ist nicht überraschend. Antibiotika können den Virus nicht bekämpfen, allenfalls Sekundärsymptome lindern. Tiere mit schwachem Immunsystem sterben bald nachdem sie infiziert wurden. Bei Tieren mit stärkerem Immunsystem verzögert sich der Ausbruch der Krankheit oder sie überleben. Wan teilt mir mit, dass sie die Katzen nun getrennt habe. Das allerdings ist zu spät, da sie mit Sicherheit bereits alle den Virus in sich tragen.

Am Nachmittag fahre ich in die NPW Klinik um nach Dae zu schauen. Seine behandelnde Tierärztin teilt mir mit, dass Dae in etwa einer Woche entlassen werden könne. Die Wunde sei dann soweit zugeheilt, dass eine Infektion nicht mehr zu befürchten sei.

Am Abend fahre ich zum 7/11 und treffe dort Khun Jin, der ich 20 kg Trockenfutter und 15 kg Reis gebe. Sie bestätigt, was ich schon vermutete. Wie sie sagt, sei Kenji zu Loy Krathong von einem Mann mit einer Machete attackiert worden. Glücklicherweise hat Kenji auch diese verabscheuungswürdige Tat halbwegs unbeschadet überstanden. Kennengelernt habe ich ihn ja als er schon mal mit einer Machete übel zugerichtet worden war. Jemand hatte sie ihm über den Schädel gezogen und einen langen Schnitt verursacht. Dabei ist Kenji ein ganz lieber. Er sieht zwar ein wenig wild aus, ist aber zu mir immer freundlich gewesen und wie ich gesehen habe, ist er das auch zu anderen. Allerdings nicht immer zu jedem anderen Hund und vielleicht auch nicht zu Soziopathen.

Montag, 28. November 2016

Josie kommt mittags und badet Kylie. Gemeinsam baden wir danach Dina und Danny sowie Zhenya und Yaya. Da die beiden Welpen verfloht sind, gebe ich Mai eine Dosis Bravecto. Mae entzieht sich mir noch und so ist eine Waschung keine Option. Ansonsten geht es unseren drei neuen Gästen gut. Danny und Dina sind nun meist draußen bei den anderen Hunden und erkunden den hinteren Bereich.

Gai lässt mich wissen, dass sie ab nächsten Montag für zwei Wochen nicht kommen könne. Das bedeutet dann wieder erhebliche Mehrarbeit. Ich rufe Wan Song an, um mich nach dem Zustand der Katzen zu erkundigen. Wan erklärt, dass sie weiterhin keine Symptome aufweisen und bittet mich die Fäden zu ziehen. Das werde ich jedoch tunlichst sein lassen, denn die Ansteckungsgefahr selbst bei gesund aussehenden Tieren ist hoch. Die Fäden können ohne Weiteres noch ein bis zwei Wochen verbleiben ohne dass es den Katzen schadet. Wan erklärt dann, dass sie nicht mehr in der Klinik von Dr. Kwanchai arbeiten werde. Sie meint, dass sie den Virus von dort eingeschleppt habe. 

Ich rufe daraufhin Dr. Kwanchai an und er bestätigt mir, dass er Staupefälle in seiner Klinik habe. Sie seien zwar separiert, aber eine Kontaminierung könne nicht ausgeschlossen werden. Zudem hat Wan auch die Käfige der befallenen Tiere gereinigt. Offenbar ist sie von Dr. Kwanchai nicht ausreichend über die Ansteckungsgefahr belehrt worden und hat ihre Arbeitskleidung nicht desinfiziert. Ich bin nun in Sorge, dass womöglich Kenny den Virus mit sich trägt. Leider kann ich ihn nicht waschen, einmal weil er das nicht zulässt und zum Anderen wegen seiner Wunden. Er ist ja auch sterilisiert worden. Ich hatte erwogen ihn bald herauszulassen, werde damit aber nun warten.

Am Abend fahre ich erneut zum Mabprachan 7/11 und schaue nach Kenji. Er wird gerade von einer Frau gefüttert, die ich vor Monaten schon mal dort getroffen hatte. Sie fragt mich, ob ich ihr Trockenfutter geben könne, sie habe wenig Geld. Natürlich mache ich das. Menschen, die tagein tagaus für Straßenhunde sorgen werden von mir immer unterstützt. Wir verabreden uns für morgen um die gleiche Zeit. Bei der Gelegenheit jubele ich Kenji auch drei Prednisilone Tabletten unter.

Sonntag, 27. November 2016

Meine Befürchtung, dass weitere Katzen sterben, erweist sich zunächst als unbegründet. Wan erklärt, dass die verbliebenen sechs Katzen und auch Sinin keine Krankheitssymptome aufweisen. Das ist mal eine gute Nachricht, allerdings mit Vorsicht zu genießen, da die Krankheit noch Tage später ausbrechen kann, wenn das Immunsystem gut entwickelt ist, aber schließlich doch dem Virus erliegt.

Am Nachmittag fahre ich zum Mabprachan 7/11 um nach Kenji zu schauen. Er ist auch anwesend aber verweigert erneut die Behandlung seiner Wunden. Auch verschmäht er das in Wurstscheiben verpackte Prednisilone. Es scheint Kenji jedoch nicht so schlecht zu gehen. Er ist freundlich wie immer und bewegt sich kraftvoll. Suzy sehe ich auch. Sie ist nach der Verabreichung von Bravecto nun vollständig zeckenfrei. Dabei ist ebenfalls die Hündin, der man ihre Jungen weggenommen hatte. Sie muss unbedingt sterilisiert werden, lässt mich aber nicht an sich heran.

Kenny liegt weiterhin im Wohnraum. Der Heilungsprozess seiner Schulter verläuft normal. Kenny ist ein wenig zutraulicher geworden, aber streicheln lässt er sich von mir noch immer nicht. Mae und ihre Jungen richten sich allmählich im hinteren Bereich ein und werden von den anwesenden Hunden akzeptiert. Nadia spielt sogar mit Danny und Dina, ohne das Mae etwas dagegen hätte. Nadia hatte ja drei Junge als ich sie fand. Alle drei sind an Staupe gestorben.

Samstag, 26. November 2016

Ich bekomme zu Kenny allmählich einen besseren Kontakt, hilfreich dabei ist, dass ich ihn mit leckerem Reisfutter versorge und auch sonst noch mit Leckereien. Die Antibiotika nimmt er verpackt entweder in Wurstscheiben oder gebratenem Hühnerfleisch ohne Probleme. Tagsüber schläft er meistens. Was anderes kann er auch kaum tun.

Auf meiner FB Timeline finde ich von Saek ein Video von einem Hund mit einer schlimmen Nackenwunde. Ich vermute, dass es Kenji ist und fahre am Nachmittag zum Mabprachan 7/11, an dem er immer liegt. Ich finde Kenji auch und begutachte seine Wunde, die an einer Stelle sehr tief ist. Sie sieht nicht nach einer Bisswunde aus und kann von einem scharfen Gegenstand verursacht worden sein. Es wäre ja nicht das erste Mal, dass Kenji von einem Gestörten attackiert worden wäre. Kenji ist wie immer freundlich zu mir lässt mich aber seine Wunden nicht versorgen. Auch das in Wurstscheiben verpackte Prednisilone lehnt er dankend ab und trollt sich. Kenji ist ja ein Kämpfer und die Wunden scheinen ihm nichts auszumachen. Zumindest verhält er sich völlig normal. Ich werde morgen wieder versuchen ihm zumindest das Prednisilone zu verabreichen. 

Wan Song teilt mir mit, dass außer den zwei Katerchen die bereits gestorben sind, keine weiteren Kätzchen Symptome aufweisen. Die kommenden Tage werden zeigen, ob die anderen sechs Katzen und Sinin die Virusattacke abwehren konnten.

Freitag, 25. November 2016

Ich hatte Tommy über Nacht mit ins Haus genommen, da ich noch immer unter Schock stehe, was mit Randy passiert ist. Tommy ist zwar besser integriert, aber ich will nicht, dass er ein weiteres Opfer der Meute wird. 

Tommy hat die Nacht mit Kenny im Wohnraum verbracht. Kenny geht es den Umständen entsprechen gut. Er läuft noch ein wenig unsicher auf seinen drei Beinen, aber hat wohl keine Schmerzen. Ich füttere ihn und verabreiche ihm Amoxiklav. Amoxiklav bekommen auch noch Tommy, Ilya, Yuri, Zhenya und Big Boy. Die Sterilisationswunden sind bei allen fünf Hunden nun recht gut zugeheilt. Mae, ihre Jungen sowie Yana, Samlee und Namtarn füttere ich mit Reisfutter. Danach öffne ich die Käfigtür, sodass Mae, Danny und Dina sich umschauen können.

Am frühen Nachmittag fahre ich zu den Tempelhunden und danach zu Rita und Ernest, die sich nun dauerhaft in Thailand niedergelassen haben. Auf dem Wege zurück ruft mich Wan Song an, dass zwei der Kätzchen sehr krank seien. Aus ihrer Beschreibung der Symptome folgere ich, dass es sich wohl um Staupe handelt. Da Staupe hochansteckend ist und fast immer tödlich verläuft, werden wohl alle acht Katzen sterben. Möglicherweise hat Sinin, die Mutter, den Virus eingeschleppt. Ich biete Wan an die beiden Katzen zu Dr. Kwanchai zu bringen, aber Wan meint, dass es für sie schon zu spät sei.

Am frühen Abend fahre ich zu Roshi. Wir laden Hop ein und fahren in die South Pattaya Klinik. Dort erhält Hop die zweite Chemo. Dr. Kwanchai bestätigt mir, dass Wans Katzen an Staupe erkrankt sind. Er könne da auch nichts mehr machen.

Donnerstag, 24. November 2016

Nachdem Gai gekommen ist, fahre ich mit Randy in die South Pattaya Klinik und gebe ihn zur Einäscherung ab. Da ich gestern nicht mehr dazu gekommen bin Kenny aus der Klinik zu holen, nehme ich ihn nun zu mir. Kenny musste von Dr. Kwanchai jeweils sediert werden, damit er ihm die notwendigen Medikamente verabreichen konnte. Auch heute Morgen ist Randy nur halb wach und wir bekommen ihn problemlos aus dem Käfig in die mitgebrachte Box. 

Wieder zu Hause bitte ich Gai mir zu helfen, ihn ins Haus zu schaffen. Das gelingt auch und Kenny schaut sich in Küche und Wohnraum um. Ich gebe ihm zuerst einige Wurstscheiben zu fressen, lasse ihn trinken und biete ihm danach Reisfutter an, das er mit gutem Appetit frisst. Danach legt er sich schlafen. 

Am Nachmittag fahre ich nach Jomtien ins Pinnacle Hotel. Lisbeth, ein Gast des Hotels hatte mich gebeten nach einer Hündin und ihren zwei Jungen zu sehen. Auf dem mitgeschickten Foto erkenne ich Mae, die Mutter von Zola und Toya. Nachdem ich Zola und Toya zu mir genommen hatte, habe ich die Hotelleitung gebeten Mae einzufangen, damit ich sie sterilisieren lassen kann. Das ist jedoch nie passiert und so ist Mae wieder trächtig geworden. 

Lisbeth hatte die Hotelleitung darüber informiert, dass ich Mae und ihre Jungen abholen würde und so schaffe ich es mit Hilfe eines Angestellten die drei Hunde in eine Box zu bekommen. Zu Hause bringe ich Mae und ihre Jungen, ich nenne den weiblichen Welpen Dina und den männlichen Danny, im hinteren Bereich in einem Kennel unter. 

Kenny ist nach wie vor skeptisch aber frisst das abendliche Reisfutter wieder mit Appetit. Danach legt er sich wieder schlafen. Mae bekommt ebenfalls Reisfutter und auch die Jungen fressen schon mit.