Freitag, 11. Januar 2019

Morgens treffe ich mich mit Paul bei Khun Ood. Wir sammeln weitere zwölf Katzen ein und ich bringe sie in die Silverlake Klinik. Von dort nehme ich sechs sterilisierte Katzen wieder mit und liefere sie bei Khun Ood ab. Ich lasse eine Box bei ihr, damit sie weitere Katzen einsammeln kann.

Gestern habe ich in Pong zufälligerweise Arbeiter gesehen, die an einem kleinen Häuschen werkelten und sie gefragt, ob sie Interesse haben die drei Wände im Hundehaus hochzuziehen. Ich treffe die Vorarbeiterin mittags und wir fahren gemeinsam nach Takhientia, wo ich ihr meine Pläne erläutere. Ob ich dann auch ein Angebot erhalte, werde ich in den kommenden Tagen feststellen. 

Da Meow Probleme hat Asa einzufangen nehme ich sie zur Behandlung mit zu mir. Gerhard teilt mir mit, dass drei sterilisierte Hunde wieder zurück auf der Baustelle sind. Der verletzte Hund bleibt vorerst in der Klinik.

Donnerstag, 10. Januar 2019

Mittags hole ich Brownie aus der South Pattaya Klinik und nehme sie zunächst zu mir nach Haus. Im Gegensatz zu Kylie, die sich immer noch verkriecht, läuft Brownie gleich selbstbewusst in Haus und Garten herum. Die Hunde haben kein Problem mit ihr. 

Am frühen Nachmittag bringe ich sie zurück nach Takhientia. Die Handwerker arbeiten am Zaun. Meow hat zwei behinderte Hunde von Adrian vorübergehend aufgenommen, da Adrians Haus nun endgültig voll ist und sein Shelter noch nicht fertig. Meow kann jedoch nur Panda behalten, da Lucky  querschnittgelähmt ist und im Käfig gehalten werden müsste, da sie sich sonst die Hinterläufe aufscheuern würde. In der vergangenen Nacht jedoch hatte Lucky so ausdauernd geheult, sodass eine andere Lösung für sie gefunden werden muss. Meow bittet mich Lucky in die Thepprasit zu bringen. Dort würde sie aber auch nur in einem Käfig gehalten werden können. Ich vereinbare deshalb mit Adrian Lucky vorübergehend zu mir zu nehmen. Sie ist ausgesprochen lieb und die Hunde im Haus akzeptieren sie schnell. Wollen mal sehen, ob das auch so bleibt. Kylie ist mittlerweile etwas aufgetaut und hat auf dem Sofa Platz genommen. Sie braucht noch eine Weile bis sie sich zurechtgefunden hat. 

Am späten Nachmittag treffe ich Gerhard und Detlef auf der Baustelle an der Third Road. Gemeinsam schaffen wir vier Hunde in die South Pattaya Klinik. Der verletzte Hund ist auch dabei.

Mittwoch, 9. Januar 2019

Mittags bin ich in Takhientia. Dort impfe ich Nang Noi, eine Hündin, die erst kürzlich zugelaufen ist, sowie Rhonda und Rita, zwei der Welpen des Rüden. Ruby, der dritte Welpe kann nicht geimpft werden, da er sich erkältet hat. Danach gebe ich Asa, die erneut Fellprobleme entwickelt hat, Johnny und Kylie eine Dosis Ivermectin. Kylie hat mittelschwere Räude. Ich hatte sich schon vor Wochen mit Ivermectin behandelt, aber der Erfolg blieb aus. Deswegen nehme ich Kylie zu mir, um sie regelmäßig baden zu können. Meow gibt mir auch Brownie mit, die sterilisiert werden muss. 

Da ich meine Mauerpläne fallen lassen musste und auch der stabile Metallbleichzaun nicht zu finanzieren ist, hat Meow angefangen einen 100 Meter langen mit Metalstreben verstärkten Kuhzaun ziehen zu lassen. Der kostet am Meter nur 500 Baht. Billiger ist ein solider Zaun nicht zu haben. 

Mit dem Bau eines Vorratsraumes und eines Behandlungsraumes in einem Teil des Hundehauses bin ich nicht weitergekommen. Ich finde keine Handwerker, die mir die Räume zu vernünftigen Konditionen mauern können. 

Zurück in Pattaya bringe ich Brownie in die South Pattaya Klinik. Kylie wird gebadet und bei der Gelegenheit auch Bonnie. Bonnie hat sich gut eingeführt, Kylie jedoch fremdelt und bekommt keinen Kontakt zu den Hunden. Mit mir hat sie kein Problem, verkriecht sich jedoch im Wohnraum in eine Ecke und will nicht hinaus in den Garten. Ich werde Kylie sicher eine ganze Weile bei mir behalten müssen. Sobald ich Zeit habe, werde ich einen Scratch Test machen lassen.

Dienstag, 8. Januar 2019

Die Hunde haben sich während der Nacht vertragen und kommen auch am Morgen gut miteinander aus. Nachdem ich den Garten gereinigt habe lade ich Daisy und Joe ein, fahre mit ihnen zu Kook und gebe Daisy bei ihr zur Fellpflege ab. Dann fahre ich in die Huay Yai Klinik. Joes Wunde ist immer noch nicht geschlossen. Dr. Aor verschreibt erneut eine Woche bis 10 Tage Amoksiklav. Für heute erhält Joe eine Amoksklavinjektion. 

Detlef, ein Resident, der seit einem halben Jahr in Pattaya lebt, informiert mich darüber, dass einer der Hunde, die er auf einem Bauplatz in der Nähe seines Condominiums füttert, von einem Bagger angefahren wurde. Der Hund sei schwer verletzt. Detlef könne den Hund jedoch nicht transportieren und kenne auch keine Klinik. Ich treffe Detlef und wir fahren zur Baustelle. Leider können wir den verletzten Hund nicht finden. Dafür aber etliche andere Hunde von denen wir gleich zwei in die South Pattaya Klinik zur Sterilisation bringen. Ich mache Detlef mit Gerhard bekannt. Gerhard kennt die Baustelle und wird Detlef helfen weitere Hunde sowie den verletzten Hund zu Dr. Kwanchai zu bringen. 

Während ich unterwegs war scheinen sich die Hunde im Garten vertragen zu haben. Joe behalte ich noch solange im Haus, solange er einen Kragen tragen muss.

Montag, 7. Januar 2019

Ich bin in Takhientia und impfe Noodle und Guitiao das dritte und vorläufig letzte Mal, auch gegen Tollwut. Die beiden Welpen sind immer noch winzig aber scheinen gesund zu sein, denn sie sind voller Energie und fühlen sich wohl unter all den großen Hunden. 

Unsere Idee eine Mauer um ein Areal von vier Rai zu bauen müssen wir fallen lassen. Eine solide Mauer, die nicht bei der geringsten Belastung umfällt, soll pro Meter 1,500 Baht kosten. Wir kämen damit auf über 400,000 Baht. Auch der Meter eines soliden Blechzaunes soll 1,070 Baht kosten. Also bleibt uns nichts anderes übrig als weiter mit gebrauchtem Wellblech zu arbeiten. 

Meow hat schon angefangen die Bleche zur Straßenseite zu erhöhen. Sie ist in Sorge, dass die üblichen Verdächtigen trotz der Verstärkung des Zaunes nach draußen auf die Felder gelangen können. Eine davon ist Lena. Sie hat sich schon in der Thepprasit immer außerhalb des Shelters aufgehalten und kann auch nun nicht im inneren Bereich gehalten werden. Die andere ist Bonnie. Bonnie hat jahrelang im Grasland neben dem Wat Amparahm gelebt; nur zuletzt war sie im Baan Amphur Shelter untergebracht, aus dem sie nicht entweichen konnte. 

Ich sehe Bonnie ganz entfernt durch die Felder streifen, aber als ich sie rufe, kommt sie zu mir, und ich verfrachte sie in eine Box. Dann schnappe ich mir Lena und fahre mit den Hunden zu mir. Mir ist nicht wohl bei dem Gedanken sie integrieren zu müssen, da die Ordnung selbst nach Ellys Neuzugang recht stabil ist. Ich würde es mir jedoch nicht verzeihen, sollten Bonnie und Lena Schaden erleiden weil ich sie nicht aus Takhientia herausgenommen habe; schließlich habe ich sie großgezogen. 

Im Haus lasse ich zuerst Bonnie heraus und etwas später dann auch Lena. Nach einigen Minuten beruhigt sich die Lage und die beiden erkunden den Garten. Ich öffne die Wohnungstür und nach einer Weile gesellen sich auch Bonnie und Lena zu den anderen Hunden, die immer gern im Haus liegen wenn ich da bin. In der Nacht wage ich es Lena und Bonnie wie alle Hunde außer Joe im Garten zu lassen und alles geht gut.

Sonntag, 6. Januar 2019

Ich habe vor zum Impfen nach Takhientia zu fahren, kann jedoch Meow nicht erreichen. Dr. Kwanchai teilt mir mit, dass der Bau einer Mauer sehr viel teurer kommen wird als erwartet und so muss ich diesen Plan neu überdenken. In meiner Nachbarschaft ist ein solider Blechzaun neben einem Neubau errichtet worden. Die Bauarbeiter teilen mir mit, dass der Handwerker, der den Zaun errichtet hat, morgen früh anwesend sein wird.

Samstag, 5. Januar 2019

Meine 100 Einheiten Kombiimpfstoffe sind schon wieder aufgebraucht und es müssen Welpen in Takhientia geimpft werden. Ich hole mir 10 Einheiten bei Dr. Kwanchai ab. 

Am Nachmittag bin ich mit Joe bei Dr. Aor. Der Verband muss nicht mehr erneuert werden; allerdings muss Joe noch einige Tage einen Kragen tragen. 

In meiner entfernten Nachbarschaft sehe ich in der Vorbeifahrt einen räudigen Rüden. Anwohner helfen mir ihm einen Dosis Ivermectin zu verabreichen. 

Elly verträgt sich weiterhin ganz gut mit den anderen Hunden, springt allerdings, wie es ihre Art ist, über meine Palettenschleuse und quetscht sich durch die Tür nach draußen. Ich habe keine Bedenken, dass sie wegläuft, nur ist es lästig, dass sie vor meinem Auto herläuft wenn ich losfahre. Abgewöhnen kann ich ihr diese Unart wahrscheinlich nicht und so muss ich aufpassen, dass sie mir nicht wieder entwischt.

Freitag, 4. Januar 2019

Am Vormittag bin ich in wieder Takhietia. Meow möchte so schnell wie möglich zumindest einen Teil des Areal ummauert haben. Sie habe nicht eher Ruhe bis sie weiß, dass kein Hund nach draußen gelangen kann. Ich verspreche ihr mich um eine rasche Vorfinanzierung zu bemühen. 

Da der Wellblechzaun für Elly kein Hindernis ist nach draußen zu gelangen, muss Meow sie im Käfig halten. Elly hat ein großes Freiheitsbedürfnis, das sie schon im Baan Amphur Shelter demonstriert hatte. Die zwei Meter hohe Schleuse dort zu überwinden war für sie eine leichte Übung. Ich kann sie nicht im Käfig lassen und nehme sie daher in der Hoffnung mit, dass sie sich mit den Hunden im Haus verträgt. 

Auf dem Rückweg besorge ich mir in Naklua zwei Sack Reis und liefere sie zusammen mit drei Sack Trockenfutter bei Prajuab ab. Am Nachmittag treffe ich mich mit jemandem, um mit ihm eine Vorfinanzierung der Ummauerung zu besprechen. Ich erhalte eine vorläufige Zusage. Bis in die Nacht hinein vertragen sich die Haushunde mit Elly. Joe lasse ich über Nacht im Haus solange er einen Kragen tragen muss.

Donnerstag, 3. Januar 2019

Am Vormittag bin ich mit Manuela in Takhienia. Manuela hat eine kleine Drohne mitgebracht die recht gute Videos liefert. Meow möchte vier der elf Rai einzäunen. Manuela schlägt vor eine solide Mauer zu errichten. Die ist wartungsfrei und dauerhafter als ein solider Maschendrahtzaun und zudem noch preisgünstiger. Manuela will versuchen, für den Mauerbau Spendengelder aufzutreiben. 

Bevor ich Manuela zurückbringe, machen wir noch Zwischenstation bei mir zu Hause. Manuela ist überrascht wie gut Adrian sich entwickelt hat. Sie zeigt mir Fotos von ihm als er gerade ankam. Ich hatte schon vergessen wie übel er damals aussah.

Mittwoch, 2. Januar 2019

Mittags bin ich im Wat Amparahm. Ich suche zuerst nach Nero, Willie und Sushi und finde sie wie auch Avira, Pema und Ashi auf dem verlassenen Marktplatz. Markt wird immer nur an vier Tagen der Woche abgehalten. Am hinteren Ende der Vorhalle sehe ich von den fünf Welpen nur vier. Einer der weißen Welpen fehlt. Beppes zwei Rüden halten sich in der Nähe auf. Nema bleibt verschwunden. Alle anderen Hunde sind vollzählig. Ich fülle die Container auf und mache mit Scottie und Co. unseren gewohnten Strandgang. Auf dem Wege treffen wir Luna, Taco und Boy.

Dienstag, 1. Januar 2019

Die Hunde im Haus haben die Silvesterknallerei dank meines fürsorglichen Zuspruchs gut überstanden. Für die Hunde auf der Straße ist der letzte Tag des Jahres immer die Hölle. Viele laufen in Panik davon und etliche von ihnen finden nie mehr zurück. Ich bleibe den Tag über zu Hause, verrichte Schreibarbeiten und genieße das Zusammensein mit den Hunden.

Montag, 31. Dezember 2018

Den letzten Tag des Jahres bleibe ich zu Hause und widme mich meinen Schreibarbeiten, die am Monatsende jeweils fällig sind. Joe erhält morgens und abends seine Medikamente und scheint sich nicht unwohl zu fühlen. Er ist mittlerweile genauso anhänglich wie Tara, Max, Bliss, Daisy, Merlin, Edda und Adrian. 

Die Hunde machen mir viel Freude und ich bin nun auch entspannter, seitdem ich mir ein wenig mehr Ruhe gönne. Ich bin ja jemand, der sich extrem viel sorgt und hoffe deshalb, dass meine Arbeit im kommenden Jahr nicht nur erfolgreich sein wird, sondern auch freudvoller. Allen von euch, die meine Berichte zuweilen verfolgen, wünsche ich ein gutes Jahr 2019.

Sonntag, 30. Dezember 2018

Am Nachmittag bin ich im Wat Amparahm. Ich kaufe Reis, liefere ihn bei Ba Bät ab und bezahle sie für den Monat Januar. Ba Bät teilt mir auf Nachfrage mit, dass sie Nero, Willie und Sushi auf dem Tempelmarkt gesehen habe. Ich mache mich gleich auf die Suche nach ihnen und finde bald Sushi, die einen verängstigten Eindruck macht und sichtlich erleichtert ist mich zu sehen. Einerseits freue ich mich Sushi wiedergefunden zu haben, andererseits mache ich mir Sorgen um Nero und Willie, denn die drei waren unzertrennlich. 

Nachdem ich vergeblich nach Nero und Willie gefahndet habe, fahre ich in den Tempel. Mein erster Blick gilt dabei immer dem Treppenabsatz auf dem Nema stets gelegen hatte. Der aber bleibt leer. Ich sehe eine Anzahl neuer Welpen und einen Mutterhund. Das sind alles Kandidaten für Sterilisationen. Nelly und die fünf Welpen sind ebenfalls anwesend und auch alle Vorhallen- und alle Strandhunde, einschließlich Taco, Luna und Boy. 

Ich mache einen Strandgang mit den Hunden. Der Strand sieht richtig jungfräulich aus; der ganze Müll ist vom Meer verschluckt worden. Ich wasche die Futtercontainer aus und fülle sie mit Trockenfutter und Wasser auf. Danach fahre ich wieder auf den Tempelmarkt in einem erneuten Versuch Nero und Willie zu finden. Sushi hat sich ängstlich unter einem Pick-up verkrochen. Ich locke sie heraus und gemeinsam machen wir uns auf die Suche nach ihren Gefährten. Und siehe da, zuerst kommt Willie heran gebummelt und dann sehe ich auf die Entfernung auch Nero. Sushi freut sich genauso wie ich die beiden zu sehen und ist nun wieder ganz die Alte. Erleichtert lasse ich die Hunde zurück.

Samstag, 29. Dezember 2018

Ich bringe Joe am frühen Vormittag ins Huay Yai Pet Hospital. Dr. Aor untersucht Joe kurz und bittet mich ihn am späten Nachmittag wieder abzuholen. Joe ist etwas ungehalten als wir wieder zu Hause sind, da er nun erneut einen Kragen tragen muss. Ich hoffe aber, dass die Wunde dann endlich in einer Woche zugeheilt sein wird.

Freitag, 28. Dezember 2018

Joes Blutwerte sind zufriedenstellend; er bekommt grünes Licht von Dr. Aor. Ich könne ihn morgen zur Nachoperation vorbeibringen. 

Am Nachmittag treffe ich Manuela vom Doggyhouse in Offenbach, die wieder in Pattaya ist. Das Doggyhouse unterstützt meine Arbeit mit einem monatlichen Betrag und zusätzlich überreicht mir Manuela eine großzügige Spende, die sie für mich gesammelt hat.