Sonntag, 25. Juni 2017

Ann schreibt mir, dass sie einen angefahrenen Chihuahua in ihrem Village gefunden hat. Sie hat ihn in die nächste Klinik in der Soi Khao Noi gebracht in der die kleine Hündin erstversorgt wird. Ann hat in ihrem Village nach dem Besitzer des Hundes gefahndet, war jedoch erfolglos.  

Ann bittet mich, mir den Hund anzusehen. Wir treffen uns in der Klinik. Die Tierärztin hat den Chihuahua an einen Tropf gehängt und notwendige Medikamente gegen Schock und Entzündung verabreicht. Sie hat die Hinterlaufverletzung noch nicht geröntgt, ist sich jedoch sicher dass der Lauf gebrochen ist. Die Tierärztin sagt, dass eine Richtung des Bruches unumgänglich sei, dass sie jedoch die Operation in der kleinen Klinik nicht vornehmen könne. Sie will einen Kostenvoranschlag einer Bangkok Klinik einholen.  

Ann und ich stimmen dem Vorschlag zu, da der Preis für die Operation noch heute Abend vorliegen solle. Am frühen Abend teilt mir Ann mit, dass sie den Besitzer des Hundes ausfindig machen konnte. Er lässt die notwendigen Behandlungen vornehmen. Damit ist uns eine große Sorge genommen worden.

Samstag, 24. Juni 2017

Louise teilt mir mit, dass einer von Meows Hunden erkrankt sei und dass wohl schnelle Hilfe notwendig sei. Da ich Meow sowieso noch weitere Medikamente bringen wollte, fahre ich schnell rüber zu Meow. Wir schauen uns den Hund an, der ganz ruhig auf seinem Lager liegt. Er hat vor Kurzem eine Doxy Kur hinter sich und war gestern noch agil. Wir stellen Flüssigkeitsansammlungen in seinen Hinterläufen fest und seine Atmung hört sich schwer an. Louise und ich entscheiden den Hund zur South Pattaya Klinik zu bringen, sobald Dr. Kwanchai dort eingetroffen ist.

Am frühen Abend fahre ich erneut zu Meow. Louise, die den Hund namens Khun Chai gut kennt, trägt ihn die Box die ich mitgebracht habe und wir fahren zur South Pattaya Klinik. Dr. Kwanchai stellt innere Blutungen fest, wodurch herbeigeführt ist nicht klar. Da Khun Chai die Symptome erst Stunden zuvor entwickelte ist Vergiftung die wahrscheinlichste Ursache.

Khun Chai bleibt in der Klinik, ich bringe Louise zurück und fahre in die NPW Klinik, um nach Tayo zu sehen. Tayo ist in einem geräumigen Käfig untergebracht und freut sich offenbar mich zu sehen. Er ist zutraulich und lässt sich von mir streicheln. Die Schwellung an seinem Hinterlauf scheint zurückgegangen zu sein.

Freitag, 23. Juni 2017

Meow ruft mich an, dass sie einen Hund habe der mit kochendem Wasser übergossen wurde und bittet mich um Medikamente. Meow weiß auch, wer das getan hat. Es ist der gleiche Slumbewohner, der schon etliche Katzen getötet hat. Die Polizei ist dort gewesen und hat den Mann verwarnt. Genutzt hat es nichts. 

Tiger, der Kater der von einem Ausflug mit einer riesigen Wunde zurückkam und den ich in der NPW Klinik habe behandeln lassen, ist auf dem Weg der Besserung. Eine läufige Katze muss unbedingt sterilisiert werden. Meow bittet mich die Kosten dafür zu tragen. Sie kann Katzen recht preisgünstig sterilisieren lassen. Ich teile ihr mit, dass ich ihr wahrscheinlich einige Katzen vom Wat Pong bringen werde. Felix und Anna geht es sehr gut. Beide fühlen sich bei Meow wohler als noch im Haus Mabprachan. Ihre Doxycycline Kur wird fortgesetzt.

Donnerstag, 22. Juni 2017

Am Vormittg fahre ich zum Pinnacle. Der freundliche Mann vom Strand findet sich nach einiger Zeit ein und es gelingt ihm Tayo aufzunehmen und zu mir zu tragen. Gemeinsam verfrachten wir Tayo in eine große Box und ich fahre mit ihm in die NPW Klinik. Tayo ist dort recht umgänglich und es gibt keine Schwierigkeiten bei der Erstversorgung. Da die Schwellung an seinem Kniegelenk recht groß ist, entscheidet Dr. Juui eine Röntgenuntersuchung erst zu unternehmen, wenn die Entzündung abgeklungen ist. Tayos Verletzung muss täglich versorgt werden und so entscheide ich Tayo vorerst in der Klinik zu lassen.

Ich fahre weiter zum Bongkot Markt, um Dia eine weitere Dosis Acepromacine zu verabreichen. Das Nasenbluten ist nicht wieder aufgetreten und so kann die Doxycycline Kur für sie beginnen. Ich frage nach Juen. Die Marktfrau teilt mir mit, dass Juen überfahren wurde und starb. Wieder muss ich von einem liebenswerten Hund Abschied nehmen.

Mittwoch, 21. Juni 2017

Mittags fahre ich um Wan abzuholen. Wan kümmert sich um Hunde am Amari Hotel und die sind verschwunden. Sie hat keine klare Information darüber bekommen, ob sie von der Stadt abgeholt worden sind. Dennoch hat sie mich gebeten mit ihr nach Phutaluang zu fahren um nachzuforschen, ob die Hunde in das Lager dort verbracht wurden.

Das Lager in Phutaluang hat ja nicht den besten Ruf um es so zu sagen. Ich war häufig dort und habe mindestens ein Dutzend Hunde dort herausgeholt. Es kursierten Gerüchte, dass sich die Verhältnisse dort verschlechtert hätten, aber alle Hundefreunde die ich kenne, waren entweder nie oder schon lange nicht mehr im Lager gewesen. Etliche Freunde, die versucht hatten die Verhältnisse für die internierten Hunde dort zu verbessern, hatten irgendwann frustriert aufgegeben. Ich fahre also mit keinen guten Gefühlen nach Phutaluang; für Wan ist es der erste Besuch dort.

Am Zufahrtsweg zum Lager sehe ich, dass die Hinweisschilder geändert wurden und der Platz nun von einer Stiftung unterhalten wird. Vom verschlossenen Tor aus sehe ich, dass der Vorhof aufgeräumter aussieht. Ein Angestellter lässt uns herein und wir stellen uns bei einem Mann vor, der wie der Lagerleiter aussieht. Wan erklärt dem Mann ihr Anliegen. Ich gehe derweil durch das gesamte Lager, das ich ja gut kenne. Zu meiner Freude stelle ich fest, dass sich die Verhältnisse für die Hunde erheblich gebessert haben. Neue Gehege und Bauten sind entstanden, die Hunde haben mehr Freiraum und die meisten sind in offenen Gehegen untergebracht. Auf den ersten Blick scheinen die Hunde in weit besserem Zustand zu sein als bei meinen vergangenen Besuchen im Lager. Ich sehe nur einen Hund, dem es anscheinend nicht gut geht. Offensichtlich räudige Hunde sehe ich garnicht.

Nach meinem Rundgang teile ich dem Mann mit, dass ich einen anscheinend kranken Hund entdeckt habe. Der Mann sagt, dass der Hund behandelt werde. Da ich ihn fragend anschaue, sagte der Mann dass er Tierarzt sei, sein Name sei Kom. Wan und Khun Kom scheinen sich gut zu verstehen und Khun Kom berichtet ein wenig über seine Arbeit und zeigt uns eine Reihe von Medikamenten und Test Kits, die er verwendet um Parvo und Staupe zu erkennen. Er sterilisiere alle Hunde die ins Lager gebracht werden. Meine Frage, ob die Stadt Pattaya regelmäßig Hunde im Lager abliefere und ob es Tonys Foundation sei, bejaht er. Die Stadt liefere auch weiterhin Trockenfutter. Ich schaue ins Futterhaus und sehe an die hundert 20 Kilo Säcke gelagert. Auch Wan hat den Eindruck, dass die Hunde recht gut genährt sind. Zurzeit sollen 1,600 Hunde im Lager leben.

Wir fahren mit etwas erleichterten Gefühlen. Meine schlimmen Erwartungen jedenfalls sind nicht berechtigt gewesen. Dennoch bleibt ein bitterer Nachgeschmack, denn obwohl es den Hunden in Phutaluang nun etwas besser geht, müssen sie dennoch bis zu ihrem Ende in einem Gefängnis leben, wenn sie nicht das Glück haben adoptiert zu werden.

Nach Phutaluang fahren wir zum Bang Saray Shelter. Äußerlich sieht der Platz nicht viel besser aus, aber die Hunde haben den Vorteil sich auch außerhalb der Gehege zu bewegen und können verschwinden, sollten sie nicht bleiben wollen. Wan kennt etliche „meiner“ Hunde und sie erkennen auch sie wieder. Ich zeige Wan das Gelände und sie ist überrascht wie groß der Platz ist auf dem die Hunde sich aufhalten können.

Wir fahren weiter zum Wat Amparahm. Wan hatte mich vor einigen Jahren auf den Tempel aufmerksam gemacht und es mir ermöglicht, dort Hunde unterzubringen. Nachdem wir die Hunde versorgt haben fahre ich mit Wan zum Pinnacle, um nach Tayo zu sehen. Wir finden ihn auch, er läuft aber weg als er mich sieht. Glücklicherweise treffen wir auf einen Mann der am Strand arbeitet, der uns mitteilt, dass er Tayo wohl einfangen könne. Ich verabrede mit ihm morgen Vormittag einen erneuten Versuch zu unternehmen.

Dienstag, 20. Juni 2017

Louise bittet mich sie zu Meows Shelter in Huay Yai zu fahren. Sie will dort alle Welpen und jungen Hunde erneut impfen. Ich hole zuerst Meow in der Thepprasit ab und dann Louise. Mit den beiden fahre zum Shelter und dann weiter nach Bang Saray. 

Leider sind Dana, Jule, Dina, Snowy und Yobo weiterhin abwesend. Ich muss jetzt wohl die Hoffnung aufgeben sie wiederzufinden. Allen anderen Hunden geht es gut. Die einzige, die mir etwas Sorgen macht ist Toya, die immer wenn ich komme unter dem Tank liegt. Dort lagen auch stets Biaow, Lina und Nura. Die drei haben sich jetzt aber in das Gehege nebenan begeben. Dort scheint es ihnen besser zu gefallen. In den Hundehäusern oben am Hang, in denen etwa ein Dutzend Shelterhunde gelegen hatten, liegen nun nur noch vier von ihnen. Die meisten “meiner” Hunde halten sich entweder in der Hütte in der Nähe des Tores auf oder im Gelände vor dem Tor.

Montag, 19. Juni 2017


Am Vormittag fahre ich zum Bongkot Markt und verabreiche Dia Acepromacine. Juen ist unterwegs, aber es solle ihr wieder recht gut gehen. 

Für den frühen Nachmittag vereinbare ich mit den NPW Hundefängern Tayo einzufangen. Die Hundefänger kommen mit zweistündiger Verspätung. Mit Hilfe von zwei Angestellten des Pinnacle, die in einer Strandbar arbeiten und Tayo kennen, gelingt es den Hund zu fixieren. Leider reißt sich Tayo wieder los bevor die Fänger ihn in einen Käfig bekommen und die Aktion endet mit einem Fehlschlag. Ich vereinbare mit den Fängern es noch einmal in den kommenden Tagen zu versuchen Tayo einzufangen.

Sonntag, 18. Juni 2017

Ann teilte mir mit, dass sie weiterhin Hiro, Zaina, Mika und Aki vermisse. Ich fahre zur Tantrarak Schule und finde nach einigem Suchen Hiro. Von den anderen Hunden finde ich keine Spur. 

Anschließend fahre ich bei Ivy und Iang vorbei. Ivy ist nun soweit bald sterilisiert zu werden. Ich fahre weiter zum Bongkot Markt. Juen geht es sichtbar besser, aber Dia hat Nasenbluten. Ich informiere mich bei Dr. Kwanchai was der Grund sein könnte und er teilt mir mit, dass es wohl eine Kombination von zu hohem Blutdruck und Blutparasiten sei. Um den Blutdruck herunter zu bekommen solle ich eine Woche lang alle zwei Tage 1mg Acepromacine geben und danach solle die Doxycycline Therapie beginnen.

Samstag, 17. Juni 2017

Am Nachmittag haben Joe, Som, Rani und ich ein Foundation Meeting. Anschließend fahre ich zum Pinnacle. Erneut hat mich ein Gast dort gebeten nach einem Hund zu sehen. Ich treffe Joachim, der mit dem Rüden am Strand sitzt. Der Rüde hat eine böse Verletzung am rechten Hinterlauf, vermutlich eine alte Bisswunde, die sich entzündet hat. Da ich mit verletzten Hunden, die mich nicht kennen, sehr vorsichtig bin und Joachim sich auch scheut den Hund aufzuheben, teile ich Joachim mit, dass ich die NPW Hundefänger am Montag bitten werde den Hund einzufangen. Joachim erklärt sich bereit die Kosten für die Behandlung zu übernehmen.

Freitag, 16. Juni 2017

Auf dem Wege nach Bang Saray halte ich wieder am Tungklom Straßenrestaurant, um Gatie dieses Mal zu erwischen, aber der Platz liegt wieder verlassen da. Im Baan Amphur Futterladen kaufe ich Trockenfutter und liefere danach 30 kg Reis bei Ba Bät ab. 

Im Tempel versorge ich die Hunde. Da ich beim vergangenen Besuch festgestellt habe, dass einer von Aviras Welpen einen Nabelbruch aufweist, fahre ich mit ihm in die Silverlake Klinik. Dr. Kwanchai rät den Nabelbruch zu operieren wenn der Welpen sterilisiert wird. Nachdem ich den Welpen zu Avira zurückgebracht habe, entferne ich bei ihm etliche Zecken aus Pfoten und Ohren und nehme mir dann seine beiden Schwestern ebenfalls vor. Das werde ich nun öfter machen müssen. Normalerweise weisen die Tempelhunde keinen Zeckenbefall auf, aber Welpen sind eben besonders gefährdet. 

Ich fahre weiter zu der Frau mit den acht Welpen, um diese zu impfen. Die Frau hat sich aber mittlerweile den Arm gebrochen und so gestaltet sich die Einfangaktion als schwierig. Schließlich gelingt es mir fünf der acht Welpen zu impfen. 

Im Shelter werde ich wie immer ausnehmend stürmisch empfangen. Alle Hunde wollen mich begrüßen und springen dabei an mir hoch. Das geht nie ohne Kratzer ab. Nachdem sich der Sturm gelegt hat suche ich nach den Hunden, die ich bei meinen vorigen Besuchen vermisst hatte. Leider sehe ich weder Dana, Jule oder Zhenya und Dina und auch Snowy bleibt verschwunden. Ich spreche mit Gop, ob er vielleicht diese Hunde im großen Shelter gesehen hat und schaue mich auch nach ihnen dort um. Aber weder hat Gop neue Hunde dort gesehen noch kann ich einen der Vermissten entdecken. Bis auf Zhenya waren alle diese Hunde in gutem Zustand und so hoffe ich, dass sie ein anderes Plätzchen gefunden haben.

Donnerstag, 15. Juni 2017

Nut kommt und ich fahre nach Tungklom, um Gatie die zweite Dosis Ivermectin zu verabreichen. Die Straßenrestaurantleute allerdings sind abwesend und Gatie auch. Ich fahre weiter zu Räudi. Sie finde ich und gebe ihr Ivermectin. Ich hatte Räudi schon einmal wochenlang behandelt und sie zeigte Besserung. Nun aber hat sie einen Rückfall erlitten und ich muss es noch einmal mit ihr versuchen. 

Weiter geht es zu Prajuab bei dem ich Muen abhole. Dieses Mal fahre ich mit ihm allein in die NPW Klinik, denn wir sind Freunde geworden. Muen ist ein großes Baby und sehr geduldig. In der Klinik macht er keinerlei Probleme und er und Prajuab sind glücklich sich wieder zu sehen als ich ihn zurückbringe. 

Am Nachmittag ruft mich die Bongkot Marktfrau an und teilt mir mit, dass es Juen nicht besser gehe. Ich fahre mit Juen wieder in die South Pattaya Klinik. Da Juens Gaumen fahl aussieht gehen wir davon aus, dass sie an Blutparasiten leidet. Ich lasse mir Doxycyline und Blut Support geben und erkläre der Marktfrau wie sie die Medikamente zu verabreichen hat.

Mittwoch, 14. Juni 2017

Heute Morgen kommt meine Gartenhilfe und schneidet Gras, beschneidet Büsche und Palmen und wir entrümpeln den kleinen Pond in dem sich etliche Frösche tummeln. 

Am Nachmittag fahre ich zu Lucy um den Katzen die Fäden zu ziehen. Allerdings bekommen wir keine der Kätzchen zu sehen. Ich fahre weiter zu Prajuab, um mich nach Muens Befinden zu erkundigen. Seine kleinen Wunden sind alle gut verheilt, aber die große an seiner Schulter sieht nicht gut aus. Ich vereinbare mit Prajuab Muen morgen Vormittag wieder in die Klinik zu bringen.

Dienstag, 13. Juni 2017

Am Nachmittag fahre ich zum Bongkot Markt. Khaos Welpen müssen geimpft werden. Leider teilt mir die Marktfrau, die sich um die Markthunde kümmert, dass einer der Welpen tot gebissen wurde. 

Ich impfe den noch verbliebenen zweiten und schaue nach Dias Welpen Juen, der laut Aussage der Marktfrau krank ist. Um den Juen untersuchen zu lassen, fahre ich mit ihm in die South Pattaya Klinik. Dort untersucht Dr. Kwanchai den Hund kann aber keine Symptome feststellen. Allerdings ist das linke Auge verletzt und tränt deswegen. Ich kaufe noch Doxycycline und das Blut-stärkende Mittel, da ich die Hunde im Haus einer einmonatigen Therapie unterziehen möchte. Der Marktfrau teile ich mit, dass sie das Auge regelmäßig säubern und Juen die kommenden zwei Tage beobachten solle. Sollte keine Besserung erfolgen werde ich einen Bluttest machen lassen. 

Anschließend fahre ich zum Tuk.com Parkhaus. Dort treffe ich nun auf alle Hunde einschließlich Mum und Fanta. Die Welpen sind aus ihrem Karton heraus und liegen unter einem geparkten Auto. Das ist nicht der ideale Aufenthaltsort für sie, die Situation ist aber im Moment nicht zu ändern. Abends beginne ich mit der Doxy Therapie für die Hunde im Haus.

Montag, 12. Juni 2017

Ich fahre am Nachmittag in die NPW Klinik und hole Muen ab. Seine Wunden sind zwar noch nicht alle vollständig geschlossen, aber ich erhalte Medikamente und Verbandsmaterial damit Prajuab die Behandlung zu Ende führen kann. Meiner Erfahrung nach müsste auch die größte Wunde an Muens Flanke innerhalb einer Woche zuheilen. 

Louise hat mich gebeten einen Kontakt zu K9Aid herzustellen. Cindy erklärt sich bereit Louise fallweise zu unterstützen. Für alle, die die K9Aid website noch nicht kennen, hier der Link: http://k9aid.org/cause/

Lucy teilt mir mit, dass die Verdickung am Rücken des schwarzen Kätzchen verschwunden sei. Allerdings sei sie nicht sicher, ob die Fäden noch gezogen werden müssten. Ich schaue mir das in den nächsten Tagen mal an. 

Ann hat mich gebeten nach den Hunden an der Tantrarak Schule zu schauen. Sie hat die Hunde seit einiger Zeit nicht mehr gesehen. Ich schaue mich auf dem Busparkplatz neben der Schule um, sehe jedoch keinen der Hunde. Schließlich entdecke ich Hiro vor einem der Massage Shops um die Ecke. Zaina, Aki und Mika bleiben verschwunden.

Sonntag, 11. Juni 2017

Heute ist Sonntag und ich gönne mir mal einen Tag nur zu Hause. Zolas Wunde ist nun vollständig zugeheilt. Im Garten gibt es ein gemauertes Becken, das mit Regenwasser gefüllt ist und in dem sich Kaulquappen tummeln. Johnny kann stundenlang am Beckenrand sitzen und das Treiben beobachten und springt auch schon mal ins Becken. Alle drei Hunde verhalten sich mit kleinen Abstrichen tadellos und es ist eine Freude sie bei mir zu haben. 

Wenn Besucher kommen muss ich allerdings Kenji an die Kandare nehmen. Als mich abends Peter, den Kenji nicht kennt, besucht, baut sich Kenji vor Peter auf und schnappt nach ihm. So etwas habe ich bei ihm im Haus Mabprachan nicht erlebt, ist aber letztlich nicht überraschend, denn dort war Kenji ja einer von vielen und das neue Haus betrachtet er als sein Revier. Außerdem ist er ja kein gewöhnlicher Straßenhund.