Freitag, 26. August 2016

Neung, Song und Sahm haben die Nacht unter den Büschen am Tor verbracht. Sie sind sehr friedfertig und wollen sich anscheinend integrieren, aber einige der Welpen, vor allem Big Boy Sascha, Ilya und Alex bellen die drei häufig an, sodass ich sie zur Ordnung rufen muss. Am morgen kommen die drei unter den Büschen hervor und trocknen sich ihr feuchtes Fell unter den Bäumen in der Nähe des Tores. Ich bin noch unentschieden, ob ich sie behalten oder im Tempel unterbringen soll. 

Am späten Vormittag kommt Rhonda und hilft mir bei der Arbeit. Sie untersucht die Hunde und stellt an Toya eine Entzündung am und vermutlich auch im Ohr fest. Ich wasche Nacho, Chuki, Bok Luk, Lucy Song und Jaha. 

Am frühen Nachmittag fahre ich mit Binda und Toya in den Tempel und treffe dort Tai und Åsa. Gemeinsam schauen wir nach Prince, der sich auf unerklärliche Weise verletzt hat. Wir finden ihn unter einem Auto am Strand liegend. Selbst Tai, die sich gut mit Prince versteht, lässt er nicht an sich heran. Ich halte mich auf Abstand, um Tai die Gelegenheit zu geben Prince zu untersuchen. Der aber entfernt sich und lässt sich auf einem der gestrandeten Boote nieder. Ich gehe zu ihm und kann keine äußeren Verletzungen feststellen. Es kann sein, dass Prince sich einen Nerv verklemmt hat. Wir können ihm heute nicht helfen. 

Am Sala sind drei neue Hunde zurückgelassen worden. Leute wissen, dass sich jemand um die Hunde kümmert und sind froh, dass sie sie dort loswerden können. Tai macht Fotos von den zwei kleinen, die eigentlich die idealen Adoptionshunde sind. 

Ich fahre mit Binda und Toya in die Silverlake Klinik, wo ich Binda zu Emma und Nousha stecke. Die drei sollen heute noch sterilisiert werden. Toya soll auf Anraten von Dr. Kwanchai täglich eine Antibiotikainjektion erhalten. Ich lasse sie also ebenfalls in der Klinik. Dann fahre ich zurück in den Tempel wo ein Mönch Sido nach einiger Suche findet. Sido erhält in der Klinik die vorläufig letzte Chemotherapiebehandlung. 

Ich bringe ihn in den Tempel zurück und schaue nach den drei neuen Verlassenen. Ich kann es nicht übers Herz bringen sie einfach so zurückzulassen und stecke sie in die Käfige, um sie zuhause wenigstens mal zu baden und für ihre Impfung zu sorgen. Während ich den Garten säubere, lasse ich die drei in der Torschleuse und nehme sie danach einzeln ins Bad und wasche sie. Dann lasse ich sie sich in der Küche ein wenig eingewöhnen und füttere sie zusammen mit Anna, Felix, Simba und Zola. Die beiden kleinen tauen schnell auf und vor allem die schwarze Hündin ist ganz aufgedreht und springt dankbar an mir hoch. Anschließend füttere ich alle anderen Hunde. Neung, Song und Sahm bekommen ihr Futter unter den Büschen.

Donnerstag, 25. August 2016

Ich erledige meine Morgenarbeiten und treffe dann Adrian in der Village Soi, in der Neung, Song und Sahm liegen. Alle drei sind anwesend und so verfrachten wir Neung und Sahm in die Käfige und Adrian nimmt auf dem Beifahrersitz mit Song Platz. 

Die drei sind ja recht friedlich und die Hunde im Garten sind Neuankömmlinge gewohnt, jedoch ist diese Integration ein Wagnis, da die drei größer sind als alle Vorhandenen und sie zu dritt leicht ein Dominanzspielchen beginnen könnten. Ich lasse sie deswegen solange in der Torschleuse, bis sich die meisten der anwesenden Hunde beruhigt haben. Dann nehme ich zuerst Sahm heraus, der mir am meisten zugetan ist und auch der freundlichste der drei ist. Sahm bleibt zu Beginn dicht bei mir, aber erkundet schon recht bald Teile des Gartens. Dann läuft er zu Adrian, der vor der Küche auf den Bänken sitzt. 

Als nächsten hole ich Song heraus und auch mit ihm gibt es keine Probleme. Werden kleinere Hunde schon mal attackiert, traut sich an Sahm und Song keiner heran. Zum Schluss lassen wir auch Neung aus der Schleuse; er ist der größte der drei und auch deren Leithund. Auch Neung bleibt mit kleinen Hilfen souverän. 

Nut kommt mit Gai. Gai ist eine Bekannte von Nut, die einen Nebenverdienst sucht. Ich habe einen guten Eindruck von ihr und wir vereinbaren, dass sie sich dreimal die Woche stundenweise um den Außenbereich kümmern soll. Gai will am Montag die Arbeit beginnen. 

Adrian lasse ich bei den Hunden, Nut macht das Haus und ich fahre mit Emma und Nousha Richtung Silverlake Klinik. Auf dem Wege dorthin besuche ich Christel, die mich um Rat wegen eines ihrer Hunde gebeten hatte. Da ich Dr. Kwanchai nicht erreichen kann, ersparen wir dem Hund den Transport und ich fahre mit Christel in die Klinik. Dr. Kwanchai teilt mir am Abend mit, dass er in einer dringenden Angelegenheit in Trat war. Ich trage Emma und Nousha in einen leeren Kennel und hole Torro aus einem anderen. Danach bringe ich Christel wieder nach Hause, die später eine andere Klinik in Anspruch nimmt. 

Ich fahre weiter in den Tempel, wo ich zu meiner großen Freude Lucky wohlbehalten wiederfinde. Lucky hat sich überraschend gut eingelebt und läuft ungehindert von anderen Hunde im gesamten Gelände hin und her. Ich erneuere das Wasser im Sala und in der Vorhalle und fülle die Futterbehälter nach. 

Tai hatte mich gestern darüber informiert, dass Prince wohl verletzt sei und ich schaue nach ihm, kann ihn jedoch nicht finden. Später ruft mich Tai an, dass Sie Prince gesehen habe und dass es ihm wohl besser gehe. Er sei jedoch auch vor ihr weggelaufen. Mich kann Prince ja nicht mehr leiden. Da eigentlich heute Sidos Chemotherapie fällig war, werde ich dessen Transport in die Klinik morgen durchführen und dabei Tai am Nachmittag am Sala treffen. Wir wollen versuchen herauszufinden, was mit Prince passiert ist. 

Ich komme noch vor Einbruch der Dunkelheit wieder nach Hause. Neung, Song und Sahm sind die ersten, die mich am Tor begrüßen. Adrian teilt mir mit, dass alle Hunde geschlafen haben und dass es keine Zwischenfälle gegeben habe. Ich bitte Adrian mich zur Autoreparaturwerkstatt zu fahren, damit ich endlich meinen Scooter dort abholen kann. Nachdem wir das erledigt haben, verabschieden wir uns bis zum Wochenende. 

Ich füttere die Hunde, wobei die drei Neuen das Futter verschmähen. Ich denke, dass sie wohl Reisfutter gewohnt sind. Alle drei stehen gut im Futter und können auch mal einen Tag ohne auskommen. Später am Abend fahre ich noch zum Mabprachan 7/11 und gebe Kenji und seinem Kontrahenten Prednisilone.

Mittwoch, 24. August 2016

Gestern hatte ich zum wiederholten Male Neung und Sahm zu Prajuab gebracht. Song wollte nicht mit uns kommen. Deswegen fahre ich mittags in das Village, wo sich die von den Residenten ungeliebten Hunde aufhalten, um auch Song erneut umzusiedeln. Song finde ich nicht, jedoch aber Neung und Sahm, die sich entlang des Reservoirdamms zurück begeben hatten. Wie schon anfangs vermutet, ist die Aktion also fehlgeschlagen. 

Da Adrian Probleme mit den Anwohner aufziehen sieht, möchte er aber die drei Hunde auf jeden Fall umsiedeln. Er unterrichtet mich am Nachmittag, dass Song sich wieder eingefunden hat. Ich sehe eigentlich nur die Möglichkeit die Hunde im Tempel unterzubringen. Song muss aber zunächst an der verletzten Pfote weiterbehandelt werden. Bei einem vergangenen Besuch der Hunde hatte ich die Möglichkeit seine Pfote zu untersuchen und stellte immer noch eine Wunde am Ballen fest. Deswegen  entschließe ich mich Neung, Song und Sahm vorübergehend im Haus unterzubringen, falls das machbar ist. Adrian verspricht mir morgen dabei behilflich zu sein. 

Am Mabprachan 7/11 sehe ich Kenji. Er hat sich offensichtlich schon wieder geprügelt, denn sein linkes Ohr ist blutig. Eine von den Standbetreiberinnen macht mich auf seinen Opponenten aufmerksam, der etliche Bisswunden und Schwellung aufweist. Ich fahre nach Hause und hole Prednisilone, das ich noch von der Schlangenbissbehandlung übrig hatte und verteile die Tabletten an die beiden Streithähne. Normalerweise müssten drei Behandlungen reichen, um die Hunde wieder herzustellen. 

Zurück im Haus findet die nachmittägliche Fütterung statt mit anschließender erneuter Gartensäuberung. Am frühen Abend kommt Evi, die preiswert Hühnerfleisch erstanden hat. Ich füttere damit Anna und Felix und alle anderen Hunde im Haus bekommen auch etwas davon ab, einschließlich Zola und Toya. Anschließend hole ich Trocken- und Katzenfutter und liefere die Säcke bei Wan Song in Naklua ab.

Dienstag, 23. August 2016

Louise hatte mich vor einigen Tagen gebeten einen Platz für Lucky, eine Hündin, die sie in erbärmlichen Zustand in einem Village aufgefunden und zu sich genommen hatte. Nachdem Lucky sich erholt hatte kam es zu Beissereien mit anderen Hunden, die Louise aufgenommen hatte und so war die Situation in Louises Haus unhaltbar geworden. Ich konnte Louise nur vorschlagen zu versuchen Lucky im Wat Amparahm unterzubringen. 

Mit Torro im Gepäck fahre ich zunächst zur NPW Klinik und gebe Shana zur Einäscherung ab. Dann hole ich Louise und Lucky in Jomtien ab. Lucky ist ein ganz liebenswerter und schöner Hund und ich bekomme gleich guten Kontakt zu ihr.

Im Tempel stelle ich Lucky den Vorhallenhunden vor, die sich aber nur oberflächlich für sie interessieren. Louise und ich bleiben bei Lucky die sich neugierig umschaut und wir gehen zu den Salahunden. Auch die interessieren sich nicht für den Neuzugang. 

Ich lasse Louise bei den Hunden und fahre mit Torro in die Silverlake Klinik. Torro soll dort kastriert werden. Ich hole Snowy aus einem der Käfige und fahre mit ihr wieder zum Tempel. Lucky hat sich stets in der Nähe von Louise aufgehalten; Zwischenfälle gab es nicht. 

Ich hatte ja schon mehrmals versucht Jira einzufangen aber sie entwischte mir immer. Heute habe ich Glück und stecke sie in den zweiten Käfig. Anschließend gehen Louise und ich mit den Hunden an den Strand. Lucky kommt mit uns und selbst die Begegnung mit Samlee, Khao und Nuan verläuft friedlich. Zurück im Tempel schaffen wir es nach mehreren erfolglosen Versuchen das Gelände zu verlassen ohne dass uns Lucky folgt. 

Ich bringe Louise nach Hause und entlasse Snowy in den Garten, wo sie von den anderen Hunden aufgenommen wird. Jira trage ich ins Haus und dusche sie erst einmal, da sie recht schmutzig ist. Dann vereinige ich sie mit ihren Schwestern Jaha und Chuki. Anschließend ist auch noch Bok Luk mit einer Dusche dran. Ihr Fellzustand scheint sich wieder leicht verbessert zu haben und deswegen werde ich sie noch ein paar Tage bei mir behalten, damit ich sie weiter waschen kann.

Montag, 22. August 2016

Josie kommt heute und auch Evi mit ihrer Bekannten Wiebke. Josie wäscht Kylie und hilft in Haus und Garten. Nachdem meine Helfer gegangen sind, setze ich meine Gartengrundreinigung fort. Damit bin ich den gesamten Nachmittag beschäftigt. 

Am frühen Abend kann ich endlich mein Auto abholen und wieder etwas einkaufen. Seit gestern füttere ich die Hunde nicht mehr am Vormittag sondern erst am Nachmittag. Das verschafft mir morgens etwas mehr Zeit Garten- und Hausarbeiten in Ruhe durchzuführen und ich kann meine Nachmittagsfahrten früher beginnen. Anna und Felix sowie die Hautproblemhunde, die sich im Haus befinden, werden allerdings auch schon morgens gefüttert.

Sonntag, 21. August 2016

Der heutige Sonntag ist mit intensiver Gartenarbeit ausgefüllt. Das Gras ist zwar getrimmt aber ich muss noch einmal mit dem Rasenmäher über die Grasflächen gehen, damit die wieder einigermaßen ordentlich aussehen. Anschließend fege ich Berge von Laub und Gras zusammen. Für die Hunde ist das ein Spaß, ich bin tüchtig am schwitzen. Somchai wird wohl nicht mehr kommen und den Garten in Ordnung halten und so muss ich seine Arbeit mit übernehmen.

Mittags besuchen uns Rene und Heidi mit ihren Besuchern Mario und Janette aus der Schweiz. Heidi und Rene überlegen, einen oder zwei Hunde zu adoptieren.  

Zolas Bisswunde ist völlig verheilt und sie läuft wieder normal. Biaow ist nun die älteste Hündin auf der kleinen Terrasse auf der sich Zola, Toya, Anna und Felix zusammen mit Selina, Lena und Alex überwiegend aufhalten. Simba hat mittlerweile mit den anderen Hunden Freundschaft geschlossen und hält sich mit ihnen meistens im Bereich vor der Küche auf.

Samstag, 20. August 2016

Die Schwellung an Zolas Pfote ist stark zurück gegangen. Zola kann wieder auftreten. Prednisilone hat gut gewirkt. 

Nach der Versorgung der Hunde mache ich mich an die mühsame Arbeit wuchernde Gewächse zu beschneiden. Anna und Felix laufen dabei nun schon durch den ganzen Garten. Auch Simba hat schon den gesamten Bereich erkundet. 

Am Nachmittag fahre ich in die Reparaturwerkstatt. Man arbeitet noch am Auto und angeblich soll es am Montag Abend fertig sein.  

Die Behandlung von Chuki, Jaha, Nacho und Lucy mit Waschungen und Kokosnussöl führe ich weiter fort. Momentan sieht besonders Nacho schlimm aus. Bei Jaha sehe ich kleine Fortschritte, bei Chuki und Lucy, die ich nur partiell einschmieren kann, kann ich keine Fortschritte erkennen.

Freitag, 19. August 2016

Nachdem ich wie jeden Morgen zuerst Anna und Felix und dann Jaha, Chuki und Lucy mit dem Spezialfutter versorgt habe, hole ich Shana und Zola herein. Shana flöße ich wieder die angereicherte Ziegenmilch ein und lasse sie dann im Esszimmer ruhen. Zolas Pfote ist nun stärker geschwollen. Ich versorge die Wunde und gebe Zola Amoksiklav. 

Nach Gartensäuberung und Fütterung wasche ich Bok Luk und Chuki. Nacho und Jaha erhalten eine Ganzkörperbehandlung mit Kokosnussöl. 

Am Nachmittag kommt ein Arbeiter, den Josie mir besorgt hatte, mit einem Trimmer und mäht das hohe Gras. Danach erledige noch einige Trimmarbeiten an Büschen und harke Gras und Blattwerk zusammen. 

Am frühen Abend fahre ich in die South Pattaya Klinik um bestelltes Ivermectin und die Zusatznahrung für Shana abzuholen. Dr. Kwanchai gibt mir auch Prednisilone für Zola mit. Ich bin erst lange nach Anbruch der Dunkelheit zurück und verabreiche zuerst Zola das Prednisilone und füttere dann Anna und Felix. 

Dann schaue ich nach Shana. Sie liegt unter den Bäumen und es geht ihr augenscheinlich nicht gut. Ich nehme sie herein und bereite ihre Nahrung zu. Shana ist aber so schwach, dass ich ihr die Verabreichung nicht zumuten möchte. So bleibe ich bei ihr sitzen und streichele sie. Ich habe den Eindruck, dass sie heute Nacht sterben wird. 

Während der nächsten zwei Stunden werde ich Zeuge wie allmählich das Leben aus Shana entweicht. Ich spreche viel mit ihr, halte und streichele sie. Schließlich bäumt sie sich noch einmal auf und verstirbt. Ich lasse Shana noch eine Weile liegen, säubere sie und lege sie eingewickelt in die Kühltruhe. Sobald ich das Auto wieder zur Verfügung habe, werde ich sie zur Einäscherung in die NPW Klinik bringen.

Donnerstag, 18. August 2016

Rhonda kommt heute Morgen wieder und auch Nut. Rhonda untersucht die Hunde nach Zecken und stellt bei Zola eine Schwellung des Zehs der linken Hinterpfote fest. Ich untersuche die Wunde und entdecke zwei kleine Wunden, die wie eine Bisswunde aussehen. Möglicherweise ist Zola von einer kleinen Schlange attackiert worden. Glücklicherweise war es keine giftige, sonst wäre Zola wahrscheinlich schon tot. Ich reinige die Wunde und gebe Zola Amoksiklav nach der Fütterung. 

Shana wird von mir wieder mit einer Syringe gefüttert. Ich habe den Eindruck, dass sie durch die Nahrungszufuhr etwas mehr Energie bekommt. Zumindest geht sie von der Terrasse in den Garten und legt sich in den Schatten der Bäume. 

Da mein Auto immer noch nicht repariert ist und die nächste Chemo für Ting und Sido ansteht, bitte ich Som mir beim Transport der beiden Hunde in die Silverlake Klinik behilflich zu sein. Da Snowy läufig ist und Torro noch nicht sterilisiert, frage ich Rhonda ob sie mit uns fahren kann. Som kann in ihrem Juke nur eine Box transportieren. 

So fahren wir am frühen Nachmittag mit zwei Wagen zuerst zu Tings Platz, laden sie in Soms Auto und fahren in die Klinik. Dort gebe ich Snowy bei Dr. Kwanchai ab und Ting erhält ihre vierte und vorläufig letzte Chemo. Rhonda fährt zurück nach Pattaya und Som und ich holen Sido im Tempel ab und fahren erneut in die Klinik, wo Sido seine dritte Chemo erhält. Anschließend bringen wir Sido wieder zurück in den Tempel.

Ich befrage Dr. Kwanchai, was ich mit Shana machen könne. Er rät mir hoch konzentrierte Zusatznahrung in die Ziegenmilch zu mischen. Ich könne die Dosen morgen in der South Pattaya Klinik abholen. 

Zurück im Haus kümmere ich mich zuerst um Shana und Zola. Shana liegt noch im Garten. Ich nehme sie ins Haus und versuche ihr etwas angereicherte Ziegenmilch einzuflößen. Da sie nicht wieder hinaus möchte, lasse ich sie im Esszimmer ruhen. 

Zolas Zeh ist etwas mehr angeschwollen und sie humpelt nun herum. Schmerzen hat sie aber wohl nur, wenn die Pfote berührt wird. Wenn die Schwellung nicht zurückgeht werde ich mir Prednisilone besorgen. In eine Klinik bringen kann ich sie ja zur Zeit nicht.

Mittwoch, 17. August 2016

Es scheint, dass Nacho schon eine gewisse Linderung verspürt. Ich behandele nun auch Yaya, der eigentlich nur am Kopf Probleme aufweist und Toby. 

Josie kommt am Vormittag und wäscht Kylie und Jaha ich nehme mir Chuki vor. Lucy ist wieder nicht zu einem Bad zu bewegen. 

Shanas Zustand ist unverändert. Da nicht zu erwarten ist, dass sie noch von selbst Nahrung zu sich nimmt beginne ich bei ihr mit Zwangsernährung. Ich mische Ziegenmilch mit Gehacktem und einem Eigelb und flöße ihr ein wenig von der Mischung ein. Danach gebe ich ihr noch ein paar Zentiliter Ziegenmilch. Wenn ihr Metabolismus noch funktioniert müsste sie bei mehrmaliger Gabe pro Tag allmählich wieder zu Kräften kommen. Wenn das nicht der Fall sein sollte und Shana sich entschlossen hat diesem Leben zu entsagen, habe ich zumindest mein Möglichstes getan. 

Adrians Hunde Neung, Song und Sahm sind wieder in die Village Soi zurückgelaufen aus der wir sie zu Prajuabs Platz gebracht hatten. Adrian hatte sie erneut zu Prajuab gebracht und kurz danach waren sie wieder im Village. Ich bin in den vergangenen Tagen zweimal bei ihnen gewesen. Es ging ihnen gut und sie waren kaum hungrig. Heute fahre ich wieder zu ihnen, um sie zu füttern. Das ist wahrscheinlich falsch, aber Adrian hat Sorge, dass sie die Mülltonnen plündern wenn sie hungrig sind und das mögen die Anwohner nicht so gern. Sobald ich das Auto wieder habe, werde ich sie erneut an das Reservoir bringen und sie dort ein paar Tage lang füttern, um zu sehen, ob sie dort bleiben wenn sie wissen, dass ich komme.

Simba ist nun, genauso wie Anna und Felix fast die ganze Zeit draußen bei den anderen Hunden. Er hat sich von der kleinen Terrasse entfernt und hält sich nun auf dem Hof auf oder auf der großen Terrasse. Gestört nur durch einen kleinen Zwischenfall bei dem Torro sich auf Simba stürzt, schreitet dessen Integration weiter gut voran. So klein und zart wie Simba ist, scheint er doch ein mutiges Herz zu besitzen.

Dienstag, 16. August 2016

Simba hat die Nacht draußen anstandslos verbracht. Ich bin in der Nacht noch einmal bei den Hunden gewesen und da war er schon mitten unter ihnen. Das neue Leben scheint ihm zu gefallen.

Rene und Heidi kommen am Morgen und wir fahren zum Snoop Dog Shop, wo ich 150 kg Trockenfutter einkaufe. Bei der Gelegenheit drückt mir Heidi noch eine Spende in die Hand.

Am frühen Nachmittag wasche ich Bok Luk, Toby, Nacho und Yaya. Yaya weigert sich immer wenn ich ihn aufnehmen will und macht sich ganz schwer. Damit er nicht nach mir schnappt, muss ich ihm eine Maulschlaufe umlegen. Im Bad ist er dann aber recht umgänglich. 

Anschließend fahre ich mit dem Bike nach Baan Amphur, kaufe auf dem Tempelmarkt dort 30 kg Reis ein und liefere die Beutel bei Ba Bät ab. Danach kaufe ich 20 kg Trockenfutter und fahre zu den Hunden an der Vorhalle. Da kein Wasser aus der Leitung kommt, gehe ich zu den Mönchen rüber. Es ist unvermeidlich, dass die Hunde mir folgen und so kommt es zu einem Clash mit den Tempelhunden. Dabei ist auch Sido, der kräftig mitmischt. Im gesamten Tempel gibt es kein Wasser aber an der Vorhalle steht noch ein Wassertank und so kann ich die Hunde mit Wasser versorgen. Ich gehe zum Sala rüber und fülle auch dort den Wasserkanister auf. 

Danach machen wir mal wieder einen Strandgang auf dem wir Samlee, Khao und Nuan treffen, denen es prächtig geht. Die drei werden von einem netten Fischer versorgt. 

Zurück im Haus ist die Welt halbwegs in Ordnung. Simba ist eine Vorzeigeeingliederung, Anna und Felix werden immer selbstbewusster, Shana ist geistig noch voll da, obwohl sie nun die Nahrungsaufnahme vollständig eingestellt hat. Durch die Kokosnussölbehandlung von Chuki, Jaha, Lucy und seit heute auch von Nacho keimt bei mir ein wenig Hoffnung auf, den Hunden wenigstens eine Linderung ihres Leidens zu verschaffen.

Montag, 15. August 2016

Ich habe das Gefühl, dass Simba allmählich ankommt. Er schaut mich freundlich an und lässt sich von mir streicheln. Ich spreche viel mit ihm und er folgt mir schon dann und wann durchs Haus. Zola und Toya haben wieder auf der Terrasse übernachtet und sind offenbar mittlerweile von all den Hunden im großen Bereich akzeptiert worden. Shana lebt noch und ist geistig da. 

Ich erledige die Gartenarbeit und versorge die Hunde. Dann nehme ich Simba mit nach draußen auf die kleine Terrasse. Natürlich kommen die meisten Hunde sofort hoch und Simba wird ausgiebig beschnüffelt. Alle außer Hakim sind freundlich zu Simba was ihm offensichtlich Mut macht, nachdem ich Hakim zur Ordnung gerufen habe. Als ich in den Garten heruntergehe folgt mir Simba mit einem Rattenschwanz von einem Dutzend Hunden an seinen Fersen, was ihn aber erstaunlicherweise wenig stört. Natürlich bleibe ich immer in Eingreifweite während Simba einen kleinen Teil des Gartens erkundet. Da solche Situation fast immer umkippen, warte ich nur darauf bis Hakim an Simba nibbelt und gehe mit Simba wieder auf die Terrasse, wo ich ihn erstmal lasse, während ich im Haus arbeite. Ich kann ja mittlerweile an der Art des Gekläffs oder des Gebells ausmachen, wer die Ursache ist und ob es notwendig ist einzugreifen. Auf der Terrasse aber bleibt alles ruhig. 

Am frühen Nachmittag muss ich in die Stadt, zur Immigration und um mich um meine Finanzen zu kümmern. An der Autowerkstatt fahre ich ebenfalls vorbei und bekomme zu hören, dass ich das Auto nicht vor dem Wochenende wiederbekomme. Ohne Auto bin aber ziemlich aufgeschmissen und so muss ich Rene bitten morgen einen Futtertransport zu übernehmen. 

Seitdem Simba draußen war, ist er wie ausgewechselt. Wieder im Haus läuft er ausgelassen hin und her und versucht mit Anna und Felix zu spielen, die aber lieber miteinander raufen. Sie sind ja nun schon die “Alten” und lassen es Simba merken. Dafür bellt Toya Simba nicht mehr an und von Zola gibt es schon mal ein Küsschen. Die Integration von Simba scheint also zu gelingen.

Sonntag, 14. August 2016

Toya und Zola haben die Nacht prima überstanden und Shana lebt noch. Da sie noch trinkt, scheint ihr Körper alle wesentlichen Funktion aufrechtzuerhalten. Shana ist auch noch geistig voll dabei und nimmt an ihrer Umwelt teil, wenn sie auch meistens liegt und schläft. Auf mich regiert sie mit anscheinend wissender Sanftmut. 

Simba hockt immer noch in der Küche, aber traut sich schon mal in den Wohnraum vor. Er schaut mich zuweilen aus seinen hübschen braunen Augen an, kann sich aber noch nicht überwinden zu mir zu kommen.

Am frühen Vormittag treffe ich in der Stadt David, einen früheren Klienten, der mich seither dann und wann unterstützt. Wieder zuhause ist Simba aus der Küche verschwunden. Da das Haus ja sehr groß ist, kann er über all sein und ich mache mir keine Sorgen um seinen Verbleib. Raus kann er ja nicht. Nachdem ich mich um Garten und Hunde gekümmert habe, suche ich nach Simba, kann ihn jedoch nirgendwo finden. Deswegen hole ich Toya rein und gehe mit ihr durch alle Zimmer. Sie müsste ihn ja entdecken, wenn ich es schon nicht kann. Aber auch sie findet Simba nicht. Da Simba recht zierlich ist kann er sich irgendwo versteckt haben, wo ich ihn noch nicht gesucht habe. Ich öffne all Schränke, schaue unter alle Betten und das alles mehrmals – vergeblich. Simba bleibt bis in den Abend hinein verschwunden. Obwohl er eigentlich nicht nach draußen gelangt sein kann, suche ich auch mehrmals den Garten ab und leuchte sogar draußen vor dem Tor alles ab. 

Jedes mal wenn ich anfange etwas zu tun, breche ich Arbeit nach kurzer Zeit wieder ab und suche erneut. Schließlich gehe ich wiederum in ein Zimmer, das ich zuvor mir Toya, Felix und Anna abgesucht hatte und siehe da, Simba liegt unter einem Sessel, der mit Polstern und Kartons verbarrikadiert ist und ich bin froh, dass ich in meinem Weltbild nicht die Existenz von Aliens oder Geistwesen unterbringen muss. 

Abends lasse ich Felix, Anna, Zola und Toya erneut herein und auch Shana. Ich habe Reisfutter zubereitet und alle fressen mit Appetit, auch Simba, nur Shana verweigert sich wieder. Später am Abend, nachdem die Hunde wieder auf der Terrasse sind, kommt Simba zu mir ins Bürozimmer. Während der Nacht schläft er bei mir im Schlafzimmer.

Samstag, 13. August 2016

Vor einigen Tagen hatte mich Maria aus Dänemark gebeten, ob ich nicht einen Welpen, den sie während ihrer sechsmonatigen Zeit in Pattaya aufgenommen hatte, und der seit einem Monat bei einem Tierarzt untergebracht ist, für einige Zeit aufzunehmen. Maria will bis zum Oktober erreichen, dass sie Simba mit nach Dänemark nehmen kann. Simba würde, wenn sich keiner seiner erbarmte vom Tierarzt auf die Straße gesetzt werden. 

Da ich ja kein Auto zur Verfügung habe, bitte ich Som mir beim Transport behilflich zu sein. Som fährt mich zu der Klinik in Naklua und ich hole Simba aus seinem Käfig, in dem er seit vier Wochen hockt. Simba ist sehr zierlich und scheu, aber von liebenswertem Charakter. Er lässt sich von mir auf den Arm nehmen und würde wahrscheinlich mit jedem mitgehen, nur um das Käfigleben hinter sich zu lassen. 

Im Haus verkriecht sich Simba erstmal in eine Ecke und damit er sich ein wenig vertraut machen kann, lasse ich Felix und Anna herein. Die aber interessieren sich nicht für Simba und so lasse ich ihn erstmal allein. Später lasse ich zur abendlichen Fütterung noch Zola und Toya herein, aber das nimmt Simba auch nicht seine Scheu zumal Toya ihn verbellt. Die Nacht verbringt Simba in der Küche, die zum Wohnraum offen ist. 

Ich behandele nun die betroffenen Hautpartien von Chuki, Jaha und Lucy alle zwei Tage mit jungem Kokosnussöl. Jaha und Chuki lassen sich das ohne Probleme gefallen, Lucys Haut jedoch scheint sehr empfindlich zu sein und so muss ich überaus vorsichtig mit ihr umgehen, damit sie mir nicht vom Tisch springt. Ich kann froh sein, dass sie sich überhaupt einschmieren lässt. 

Obwohl ich Shana mittlerweile wirklich alle Futtervarianten angeboten habe frisst sie, wenn überhaupt, nur ganz wenig und magert dementsprechend weiter ab. Da sie sich auf der kleinen Terrasse aufhalten will, lasse ich sie dort zusammen mit Zola, Toya, Biaow, Lena und Selina liegen. 

Meistens sind auch Anna und Felix auf der Terrasse und heute will ich sie auch mal dort übernachten lassen.

Freitag, 12. August 2016

Heute muss ich mich mit der Morgenarbeit beeilen, denn Heidi und Rene haben mich zu einem Hauseinweihungsmittagessen eingeladen. 

Am Nachmittag fahre ich zu Natacha. Natacha hat eine angefahrene Hündin zu sich genommen und für deren medizinische Versorgung gesorgt. Namtarn musste der rechte Hinterlauf amputiert worden, was in der NPW Klinik vorgenommen wurde. Natacha studiert in Bangkok und kommt nur am Wochenende und auch nur wegen Namtarn in ihr Haus nach Pattaya. Sie hat extra eine Hilfe organisiert, die Namtarn während der Woche versorgt. Namtarn ist schon recht alt und deswegen verläuft der Heilungsprozess verlangsamt. 

Während ich mit Natacha beratschlage was wir für Namtarn tun können, kommen zwei Kräfte der NPW Klinik vorbei und versorgen Namtarns Wunde. Namtarn kann auf keinen Fall zurück auf die Straße und ich kann sie zumindest zur Zeit auch nicht aufnehmen. Ich vereinbare mit Natacha, dass Namtarn vorerst bei ihr bleibt. Wenn sie wieder laufen kann, müssen wir neu überlegen was wir für sie tun können. 

Nachdem ich am frühen Abend die Welpen und Shana versorgt habe, fahre ich noch einmal zu Heidi und Rene in das von ihnen kürzlich bezogene Haus, wo ich mit Nicky und Alfons alte Bekannte aus der Rescue Szene wiedertreffe.