Montag, 20. Februar 2017

Es hat wieder jemand eine Flasche über das Tor geworfen und ich muss als Allererstes die Tausend Scherben zusammenkehren. Die Hunde schleppen die größeren Scherben durch den ganzen Garten, sodass ich auch später immer wieder noch Scherben finde. Bis jetzt hat sich noch kein Hund verletzt aber es wird wohl nur eine Frage der Zeit sein, wann das passiert. Es wird Zeit, dass eine Kamera installiert wird. Gekauft habe ich mir schon eine. 

Ann schickt mir heute Morgen ein Foto von Hiro, dem zutraulichen Rüden und Zaina. Ann hat auch den Mutterhund gesehen und den Welpen. Sie hat alle vier und auch den Rüden, auf den sie mich anfangs aufmerksam gemacht hatte, und den sie Lucky nennt, mit Hähnchenfleisch gefüttert.

Während Gai den Garten macht, gebe ich Iang und Ivy Reisfutter und verteile die Medikamente. Dina, die die Nacht im hinteren Bereich verbracht hat, jammert und so nehme ich sie ins Haus. Mit ihr hat Yuri dann auch etwas Gesellschaft. Yuris Beweglichkeit macht weiter kleine Fortschritte. Er kann sich nun schon von selbst zum Trinknapf schleppen und frisst ordentlich. Aufstehen allerdings kann er nicht; seine Beine sind noch recht kraftlos. 

Am Vormittag fahre ich zu der räudigen Hündin in der Nachbarschaft und gebe ihr Ivermectin. Eigentlich müsste sie mal mit Malaseb gewaschen werden, aber ich komme nicht an sie heran, da das Tor zum Anwesen, in dem sie sich gemeinsam mit einigen anderen Hunden aufhält, verschlossen ist. 

Kenji und Johnny haben die Nacht im Gartenbereich verbracht und liegen nun auf der großen Terrasse. Beide drängt es ins Haus, aber ich erlaube ihnen nicht mit mir durch die Tür zu gehen. Die anderen Hunde haben schon seit einiger Zeit akzeptiert, dass sie ohne meine Erlaubnis die Küche nicht betreten dürfen. 

Am Nachmittag besucht mich Dirk. Während wir uns unterhalten sehe ich, dass Yuri aufsteht und einige Schritte zu Trinknapf geht. Ich bin so froh ihn wieder gehen zu sehen. Später am Abend, nachdem ich ihn gefüttert und ihm das Medikament gegeben habe, geht er wieder einige Schritte. Das strengt ihn offensichtlich an und er legt sich gleich wieder hin, aber nun bin ich recht optimistisch, dass er seine volle Beweglichkeit wieder erlangen wird.

Sonntag, 19. Februar 2017

Kenji, Johnny, Dina und Yuri waren über Nacht im Haus, allerdings Kenji und Johnny getrennt von Dina und Yuri. Yaya hat sich wohl Kenji unterworfen, aber ich möchte nicht, dass Kenji erneut in eine Auseinandersetzung verwickelt wird wenn ich nicht zugegen bin. Johnnys Verletzungen sind alle verheilt, aber da er nun schon drei Mal gebissen wurde, möchte ich auch beim ihm kein Risiko eingehen. 

Dina fühlt sich in hinteren Bereich doch noch nicht so wohl und Yuri bleibt selbstverständlich solange bei mir bis er wieder vollständig hergestellt ist. Er frisst und trinkt normal, kann jedoch immer noch nicht aufstehen. Er pinkelt sich auch voll und so muss ich ihn häufig mit einem feuchten Tuch abreiben und heute morgen wasche ich ihn auch. Dabei bewegt er sich schon wieder etwas lebhafter um der Dusche zu entfliehen. 

Wenn ich dabei bin lassen sich die vier Hunde in Ruhe; Dina, Kenji und Johnny erkennen wohl, dass Yuri verletzt ist, Kenji ist Dina gegenüber souverän, nur Dina und Johnny müssen sich noch zusammenraufen. 

Am Vormittag sind dann Johnny und Dina im hinteren Bereich und Kenji lasse ich im Gartenbereich wo er sich mit all den anderen Hunden recht gut verträgt. Am Nachmittag kommt Rudy erneut vorbei. Er möchte sich so rasch wie möglich nützlich machen und sammelt Kot ein und danach waschen wir gemeinsam zuerst Asa, dann Nura und auch Zhenya. Anschließend füttern wir gemeinsam die Hunde. Rudy hat vor morgen Nachmittag wiederzukommen. 

Wie zu erwarten gewesen ist Iang nun nach einer Woche Behandlung lebendiger. Sie läuft nun häufiger herum und scheint sich besser zu fühlen. Zusätzlich zur abendlichen Fütterung gebe ich ihr und Ivy nun morgens Reisfutter; beide sind ja nicht gerade die Kräftigsten. 

Kenji, Johnny und Dina bleiben abends draußen. Dina und Johnny hatte ich nachmittags in den hinteren Bereich verbannt und Kenji lag vor der Küche. Wenn es keine Probleme gibt, will ich die drei auch draußen lassen. Es stellt ein gewisses Risiko mit Johnny und Kenji dar, aber je länger sie sich im Haus aufhalten dürfen, desto schwieriger wird es sein, sie wieder draußen anzusiedeln. Schließlich will ich wenn möglich keine Hunde im Haus haben. Yuri liegt weiterhin bei mir im Büroraum.

Samstag, 18. Februar 2017

Yuri geht es erneut etwas besser. Er kann sich nun schon ein wenig auf seinen Vorderläufen aufrichten und frisst mit Appetit das Fleisch was ich ihm reiche. Später dann frisst er sogar selbständig Trockenfutter aus einem Napf. 

Yuri hat die Nacht zusammen mit Dina verbracht. Ich bringe sie später in den hinteren Bereich. Dort hatte sie ja schon eine Zeitlang verbracht und die Hunde kennen sie. Die Wiedereingliederung scheint keine Probleme zu verursachen. 

Am frühen Nachmittag kommt Rudy vorbei. Er ist immer wieder eine längere Zeit in Pattaya und hat zwei Jahre lang bei Care for Dogs in Chiang Mai mitgeholfen. Rudy hat vor ab und zu vorbeizukommen um mir bei der Arbeit zu helfen. 

Am Nachmittag koche ich Hühnerfleisch für Yuri, das er mit Appetit frisst. Seine Tablette nimmt er auch. Yuri ist nun schon viel lebhafter und kann seinen Kopf gut bewegen. Aufstehen allerdings kann er noch nicht. Kenjis Wunde ist so gut wie verheilt und eine weitere Behandlung ist nicht mehr notwendig. Johnnys Schwellung ist verschwunden. Alex und Asa humpeln noch ein wenig und erhalten weiterhin einmal täglich Carprofen.

Freitag, 17. Februar 2017

Ich lasse Kenji und Johnny über Nacht wieder im Haus. Johnny ist schon fast wieder hergestellt und auch Kenji humpelt kaum noch. Ich schaue nach Yuri. Yuri hat sich die ganze Nacht nicht gerührt,  hat jedoch offensichtlich keine Schmerzen. Ich füttere ihn mit Roastbeef, in das ich auch die Tabletten wickele. Yuri frisst mit Appetit. Selbst trinken allerdings kann er nicht, da er den Kopf nicht heben kann. So flöße ich ihm Wasser mit einer Pipette ein.

Am Vormittag erhalte ich Besuch von Derek und einem seiner Bekannten, der mir in freundlichem Ton empfiehlt die Hunde doch schnellstens zu entfernen, da sonst das Militär sie wegschaffen würde. Da dieser Mann weder autorisiert ist mir irgendwelche Vorgaben zu machen noch dazu völlig uninformiert über die gegenwärtige Situation ist, lasse ich ihn mit einigen freundlichen Worten stehen. 

Einige Minuten später kommt Rhonda, um nach Yuri zu sehen. Yuris Zustand hat sich leicht gebessert, er kann nun den Kopf heben und frisst Fleisch, das ich ihm gebe. 

Nachdem Rhonda gegangen ist, bade ich Asa. Sie humpelt immer noch leicht und ich gebe ihr weiterhin Carprofen. Um ihre Hautprobleme mache ich mir keine Sorgen. Ich denke, dass die nach einigen weiteren Bädern behoben sein werden. Alex humpelt auch noch leicht und erhält ebenfalls weiter Carprofen. Amy läuft wieder fast normal. 

Da Rocky mit seiner letzten Chemo dran ist und Ba Bät wieder Reis geliefert bekommen muss, fahre ich nach Baan Amphur. Ich versorge Ba Bät mit 30 kg Reis und fahre mit Rocky in die Silverlake Klinik. Nachdem ich ihn am Sala wieder abgeliefert habe, versorge ich die Tempel- und die Beachhunde und wir machen einen Strandgang. 

Anschließend fahre ich zum Anwesen des Norwegers, der Danny und Dina adoptiert hat. Der Norweger wird erst Ende des Jahres zurückkommen und seine Frau wird mit Danny und Dina nicht fertig. Ich handele mit der Frau aus, nur Dina zurückzunehmen. Dina ist sehr lebhaft und dominant und Danny ist eher ein verträglicher Vertreter. Er kann zunächst mal bleiben. 

Auf dem Weg nach Hause liefere ich bei Wan Song 40 kg Trockenfutter ab. Ich bade Dina und nehme sie zunächst einmal mit ins Haus. 

Mit Dr. Kwanchai hatte ich vereinbart ihm den kleinen Yuri abends in der South Pattaya Klinik vorzustellen. Ich möchte wissen, wie er dessen Heilungschancen einschätzt und ob die Medikamente, die ich in der NPW Klinik erhalten habe, die richtigen sind. Zu meiner großen Erleichterung erklärt mir Dr. Kwanchai, dass er eine volle Wiederherstellung von Yuris Bewegungsabläufen nach zwei Wochen erwarte. Ich bekomme ein anderes Medikament für Yuri mit.

Donnerstag, 16. Februar 2017

Ich bin heute Morgen um acht Uhr an der Tantrarak Schule um Ann zu treffen. Auf der gegenüberliegenden Seite des Parkplatzes am Rande des Buschbereichs sehe ich den Stand an dem gebratenes Hühnerfleisch verkauft wird. Daneben entdecke ich den Hund, den Ann mir beschrieben hat. Er hat keine signifikanten Wunden und ist auch relativ wohlgenährt. Während ich ihm Hähnchenfleisch gebe, kommt Ann herüber. Ich erkläre ihr, dass der Hund keiner Behandlung bedürfe und frage sie, ob sie stattdessen die Sterilisation für die zutrauliche Hündin übernehmen wolle. Ann sagt das zu und wir gehen rüber zu den Hunden im Busch. 

Dort treffen wir alle Hunde, die ich gestern schon gesehen hatte. Ich impfe den Welpen und schnappe mir die zutrauliche Hündin und verstaue sie in die mitgebrachte Box. Den Hund mit dem verkrüppelten Vorderlauf entdecke ich ebenfalls. Er lässt sich von mir die Klauen schneiden. Ich verabschiede mich von Ann und fahre Zaina, so nenne ich die Hündin, in die South Pattaya Klinik. 

Wieder zu Hause arbeitet Gai bereits im Garten. Die Schwellung an Johnnys Kehle ist schon ein wenig zurückgegangen. Ich verabreiche ihm die erste der vier Chlorpheniramine Tabletten.  

Rhonda ruft mich an, dass der kleine Yuri, einer der beiden Welpen, die ich vor einigen Tagen geimpft hatte, angefahren worden ist. Ich fahre zum Wong Amat. Yuri hat keine äußeren Verletzungen, aber kann nicht aufstehen, da seine Beine ihm den Dienst versagen. Ich fahre mit ihm in die NPW Klinik, wo Yuri eingehend untersucht wird. Eine genaue Diagnose kann der behandelnde Tierarzt nicht stellen. Er vermutet eine Nervenschädigung im Rückgrat. Yuri erhält zwei Injektionen und ich bekomme Medikamente für eine Woche mit. 

Als ich mit Yuri durchs Tor trete, entbrennt eine üble Auseinandersetzung zwischen Kenji und Yaya. Die beiden sind sich ja seit einiger Zeit nicht grün und dieses Mal verbeißen sie sich regelrecht ineinander, sodass ich Mühe habe sie zu trennen. Nun humpelt Kenji auch genauso wie Amy, Asa und Alex, die sich jedoch auf dem Weg der Besserung befinden. Yaya hat eine Verletzung über dem rechten Auge davongetragen. 

Ich nehme Kenji ins Haus und bereite Yuri ein Lager im Vorratsraum. Er wird eine Woche lang von mir gepflegt werden. Rückgratverletzungen sind häufig irreversibel, aber da Yuri erst vier Monate alt ist, ist eine Wiederherstellung seiner Gesundheit nicht auszuschließen. Johnny war während meiner Abwesenheit im Haus; seine Kehlschwellung ist schon gut abgeklungen.

Mittwoch, 15. Februar 2017

Morgens schreibt mir Ann, eine belgische Residentin, deren Kinder in die Tantrarak Schule in Central Pattaya gehen. Dort sieht Ann morgens immer eine Anzahl von Hunden, die einen Stand am Rande des Schulparkplatzes umlagern, der gebratenes Hähnchenfleisch anbietet. Ann ist dort ein Hund aufgefallen, der mehrere Wunden aufweist. Sie möchte ihn gern behandeln lassen. Ich sage Ann zu, mir den Hund morgen anzuschauen. 

Am Vormittag nehme ich Kenji, Johnny und Amy an Bord. Kenji muss neu verpflastert werden, Amy zieht den rechten Hinterlauf nach und Johnny ist erneut gebissen worden, denn ich entdecke eine Schwellung an seiner Kehle. Bei Amy kann der Vet nichts finden und empfiehlt mir ihren Zustand weiter zu beobachten. Johnny erhält eine Injektion und Chlorpheniramine Tabletten für zwei Tage mit. 

Anschließend liefere ich bei Rani 35 Einheiten Kombiimpfstoffe ab und fahre dann zu Dina und Danny. Die beiden erhalten die dritte Kombiimpfung und eine zusätzliche Injektion gegen Tollwut. Beiden Hunden geht es gut; sie haben sich nun offenbar völlig in ihr neues Zuhause eingelebt. 

Ich fahre weiter, um nach Dam zu schauen. Ich finde ihn auch, aber nun nimmt er schon Reißaus wenn er mich von der Ferne aus sieht. Selbst ein gebratenes Hühnerteil, das ich ihm anbiete, schlägt er aus. Auf dem Markt dort sehe ich zwei sehr freundliche Hündinnen. Beide habe Fellprobleme. Eine von beiden hat offensichtlich Junge und die Marktfrauen führen mich zu ihnen. Es sind zwei weibliche Welpen. Ich werde sie bei meinem nächsten Besuch impfen. Die andere Hündin ist trächtig. Mit Ivermectin kann ich die Hündinnen momentan nicht behandeln, aber ich setze sie auf meine Liste und werde sie auch beizeiten sterilisieren lassen. 

Auf dem Weg nach Hause fahre ich an der Tantrarak Schule vorbei. Ich frage einen Wachmann dort wo sich die Hunde tagsüber aufhalten und er zeigt mir eine Stelle im Busch. Dort sehe ich einige Hunde, die sich am Rande eines Busparkplatzes eingerichtet haben. Es sind vier Rüden und zwei Hündinnen, eine davon mit einem Welpen. Zwei der Rüden sind zutraulich, der eine von ihnen hat einen stark verkrüppelten Vorderlauf, der andere eine kleine Wunde an seinem Rücken. Die Wunde ist nicht behandlungsbedürftig. Der Vorderlauf des anderen Hundes könnte allenfalls amputiert werden, aber ich halte das nicht für notwendig, da der Hund recht gut mit seiner Behinderung klar kommt. Eine der Hündinnen ist ebenfalls zutraulich und kann wohl recht einfach eingefangen werden. Der Welpe müsste geimpft werden. Seine Mutter ist sehr scheu und weicht mir aus.

Dienstag, 14. Februar 2017

Heute Vormittag bekommen wir wieder Besuch von der Pong Verwaltung. Mit dabei sind drei Soldaten. Wieder wird als Grund für die Verfügung Gebell und Hygiene angeführt. Ich führe die Soldaten durch das gesamte Gelände, das in tadellosem Zustand ist. Die Soldaten erkennen an, dass Hygiene kein Problem darstellt. Ich erkläre dem diensthabenden Offizier, dass wir seit Wochen ein geeignetes Stück Land suchen, dass wir aber Zeit benötigen, um etwas Passendes zu finden. Es scheint, dass die Soldaten das verstehen. Die Verwaltungsangestellte übergibt mir dann eine schriftliche Verfügung, die ich sogleich an meinen Anwalt weiterleite. Der erklärt mir, dass eine schriftliche Erwiderung auf die Verfügung erfolgen müsse. Ich bitte ihn sie für mich zu verfassen.
 
Am frühen Nachmittag fahre ich mit Som in die Gegend, in der ich mir gestern das Land angeschaut habe. Som spricht mit einem Anwohner, der Som an jemanden verweist, der Land verkaufen will. Ein Kontakt ist also hergestellt.

Montag, 13. Februar 2017

Während Gai den Garten macht, fahre ich mit Kenji, Alex und Asa in die NPW Klinik. Alex und Asa humpeln seit einigen Tagen und ich möchte wissen, ob etwas Ernstes vorliegt. Die Untersuchung ergibt jedoch nichts Besorgniserregendes. Ich solle beiden Hunden Carprofen für drei Tage verabreichen, um eine mögliche Entzündung zu bekämpfen. Bei Asa wird zudem noch ein Scrape Test durchgeführt, um Demodex auszuschließen, was der Fall ist. Asa solle weiterhin mit Malaseb gegen ihr Fellproblem behandelt werden. Kenji wird neu verpflastert. 

Am Nachmittag besuche ich Adrian, der ein Rehabilitationszentrum für Hunde in der Nähe des Reservoirs betreibt. Für das kommende Wochenende verabreden wir, dass er uns besucht. 

Später schaue ich noch nach Land und finde auch Grundstücke, die für unsere Zwecke geeignet sein könnten. Ich muss Som bitten sich das Land anzuschauen, um zu erfahren, ob es gekauft oder gepachtet werden kann. 

Kenji und Johnny sind tagsüber wieder draußen und auch Asa hat sich im großen Bereich eingerichtet. Nachmittags lasse ich ja immer das Gatter zwischen dem großen und dem hinteren Bereich offen stehen, sodass die Hunde ein- und ausgehen können. Einige Hunde nehmen das wahr, andere nicht. Iang ist immer noch recht schwächlich und schläft viel. Sie hat sich im hinteren Bereich ihre Plätzchen gesucht und scheint einigermaßen zufrieden zu sein. Ivy bleibt meistens in ihrer Nähe.

Sonntag, 12. Februar 2017

Gai kommt heute Morgen und ich fahre in die South Pattaya Klinik, um Suay abzuholen. Klaus nimmt sie in seinem Village in Empfang.

Am Nachmittag fahre ich mit Som und Joe und schaue mir einige Grundstücke an. Ein etwa vier Rai großes Stück Land in der Nähe von Baan Chang scheint am ehesten für unsere Zwecke geeignet. Es liegt inmitten von Ananas- und Tapiocafeldern, ist von der Straße durch einen Sandweg zu erreichen und hat am hinteren Ende einen Teich. Das Land verfügt über eine Strom- und Wasserversorgung. Allerdings steht es nur zum Verkauf, da es an eine Bank verpfändet ist. Morgen will Som sich noch ein weiteres Grundstück anschauen.

Kenji und Johnny sind nun tagsüber draußen und ich lasse sie heute Nachmittag auch mal allein mit den anderen Hunden im großen Bereich. Bei meiner Rückkehr ist alles in Ordnung, sodass ich die beiden auch über Nacht draußen lasse.

Samstag, 11. Februar 2017

Mittags fahre ich in die Stadt, um Suay abzuholen. Schon auf der Autobahn stecke ich im Stau und breche die Aktion ab. Es schadet nichts wenn Suay noch einen Tag länger in der Klinik bleibt. Am Nachmittag fahre ich mit Kenji wieder in die Klinik. Die NPW Klinik ist in der Dark Side gelegen und so kann ich das Chaos in der Stadt vermeiden.

Kenji und Johnny sind ja nachts immer bei mir im Haus. Wie das so ist mit Hunden, mit denen ich häufig zusammen bin, hat sich auch zwischen uns ein intensives Verhältnis entwickelt. Sogar Farang Kost steht bei ihnen nun oben auf dem Speiseplan. Wenn ich abends mein Käsebrot esse, sind sie immer dabei. Zuerst hat Johnny Geschmack daran gefunden und nun auch Kenji.

Freitag, 10. Februar 2017

Heute habe ich mal ein bisschen Zeit für mich freigeschaufelt und für einen längst fälligen Gang zum Zahnarzt genutzt. Anschließend gönne ich mir eine Stunde Fitness. Vor dem Gym sehe ich den Welpen, der seine beiden Geschwister überlebt hat. Ich habe Impfstoffe vorbereitet und schnappe mir die Kleine und impfe sie. Am Nachmittag bin ich wieder mit Kenji in der NPW Klinik. Die Wunde sieht gut aus, muss aber weiter versorgt werden.

Donnerstag, 9. Februar 2017

Morgens wasche ich Asa. Asa kennt mich ja schon ewig, aber war schon immer etwas störrisch, wenn ich sie aufheben wollte. So musste ich sie im Tempel auch erst mit einer Maulschlaufe versehen, bevor ich sie in die Box bekam. Hier nun ist sie etwas zugänglicher, da ich jetzt der Einzige bin, den sie kennt. So ist auch die Wäsche nicht extrem problematisch.  

Iang ist immer noch ziemlich lethargisch und steht kaum mal auf. Immerhin kann ich ihr die Medikamente verabreichen und darauf hoffen, dass diese bald ihre Wirkung entfalten. Ivy ist sehr lebendig und wird wie Iang auch von den anderen Hunden geduldet. Ich kann morgens das Gatter offen stehen lassen ohne Auseinandersetzungen befürchten zu müssen. Johnny kann ich nun ohne Aufsicht mit den Hunden allein lassen. Auch Kenji kommt draußen einigermaßen klar, zieht es jedoch vor im Haus zu liegen.

Nachdem Nut gekommen ist, fahre ich in das Village, in dem Klaus lebt. Klaus betreut dort eine Hündin, die vor drei Monaten Junge bekommen hatte. Glücklicherweise hatte das Management Verständnis und so konnte die Hündin namens Suay ihre Jungen in Ruhe aufziehen. Alle Welpen konnten dann auch vermittelt werden. Nun ist Suay soweit, sterilisiert zu werden. Wir bringen sie in eine Box und ich fahre mit ihr in die South Pattaya Klinik. Dort hole ich die Hündin vom Caribbean und Bopia ab, fahre zuerst zum Caribbean und bringe dann auch Bopia zu ihrer Besitzerin im Naklua Slum zurück. Em erhält die Monatsration Trockenfutter für die Slumhunde.

Anschließend liefere ich bei Wan Song Hunde- und Katzenfutter sowie Katzenstreu ab. Danach plane ich einen erneuten Versuch mit Dam, dem TVT Rüden. Yavuz allerdings teilt mir mit, dass er für eine Woche in Huahin sei. Ich fahre trotzdem, da ich mit Dam erneut Kontakt aufnehmen will und auch, um den Käfig, den ich in der Hausecke dort gelassen hatte, wieder abzuholen. Dam ist vor Ort, aber läuft davon als er mich sieht. Ich kaufe ihm gebratenes Hühnerfleisch und füttere ihn damit. Das Sedativum ist leider bei Yavuz und so muss ich mir erst wieder neues besorgen und dann versuchen Dam das mit dem Sedativum versetzte Hühnerfleisch schmackhaft zu machen. 

Im Haus füttere ich die Hunde, lade Kenji ein und fahre mit ihm in die Klinik. Auf dem Wege dorthin gebe ich der räudigen Hündin in der Nachbarschaft zwei mit Ivermectin versetzte Hühnerfleischstückchen und übergebe an Khun Jin am Mabprachan 7/11 Trockenfutter und Reis. Dabei lasse ich Kenji aus dem Käfig, damit er seine alte Umgebung mal wiedersieht. Selbstverständlich halte ich ihn an der Leine. Die Leute, die dort ihre Essensstände betreiben, freuen sich Kenji wiederzusehen. Einer der Wachleute vom Village nebenan teilt mir mit, dass er gesehen habe wie Kenji sich mit fünf Hunden angelegt hatte und er deswegen so übel zugerichtet wurde. Auf meine Frage, wer denn die Beisserei begonnen habe deutet er lachend auf Kenji.  

Kenji wird in der Klinik neu verpflastert und ich fahre mit ihm wieder nach Hause. Joe ruft mich an, dass die Unterbezirksverwaltung Nongprue wieder bei ihm war und dass sie sich dieses Mal über mich erkundigen wollten. Nongprue und Pong scheinen sich nun also kurzgeschlossen zu haben um mir den Garaus zu machen. Die Thai Nachbarschaft wird auch zunehmend feindlicher und all das macht meine Arbeit nicht eben leichter.

Mittwoch, 8. Februar 2017

Am frühen Nachmittag fahre ich zu Em, um die Hündin ihrer Nachbarin abzuholen. Mit Bobia fahre ich in die Soi Bongkot und treffe Yavuz. Wir versuchen Dam in die Hausecke zu lotsen, aber er entwischt uns immer wieder. Auch mit Einsatz des Netzes lässt er sich nicht einfangen. Deswegen besorge ich mir in der South Pattaya Klinik ein Sedativum. Ich verstaue Bobia in einen Käfig und schaue nach der Hündin aus dem Caribbean. Sie ist sterilisiert und scheint wohlauf zu sein, dennoch lasse sie noch eine weitere Nacht in der Klinik. 

Ich fahre in zurück in die Soi Bongkot und gebe Yavuz das Sedativum. Morgen soll er es ins Futter mischen, wenn wir die Aktion noch einmal angehen werden. 

Anschließend fahre ich in den Tempel und hole Rocky für seine Chemotherapiebehandlung ab. Nachdem ich ihn zurückgebracht habe, fülle ich die Futter- und Wasserbehälter auf und schnappe mir Asa. Asa will ich mit ins Haus nehmen, damit ich sie waschen kann. Nun hat sie sich auch noch den linken Vorderlauf verletzt, denn sie läuft auf drei Beinen. Sollte sich das nicht in einigen Tagen geben, lasse ich ihr Bein röntgen. Vielleicht ist es ja auch nur eine Sehnenentzündung wie bei Emma, die seit einigen Tagen wieder rund läuft. Ich quartiere Asa in den hinteren Bereich ein. Die Hunde dort sind ja eine gewisse Fluktuation gewohnt und so scheint es vorerst keine Probleme zu geben.

Dienstag, 7. Februar 2017

Mittags fahre ich in die Soi Bongkot, um mir einen Hund anzusehen, den ein neuseeländischer Tourist entdeckt hat. Der Rüde ist sehr scheu, ich kann jedoch mit ziemlicher Sicherheit feststellen, dass er an TVT leidet. An ein Einfangen des Hundes ist nicht zu denken, immerhin bekomme ich ihn soweit, dass er mir aus der Hand frisst. Ich vereinbare mit Yavuz, dem Touristen, den Hund morgen in eine Gebäudeecke zu bekommen, wo ich versuchen werde ihn mit einem Netz einzufangen. 

Anschließend fahre ich in das Caribbean, um die beiden Welpen dort zu impfen und zu versuchen, den Mutterhund in die Klinik zu bringen. Erfreulicherweise teilen mir die Wachleute mit, dass die Welpen ein Zuhause in Bangkok gefunden haben. Ein Wachmann nimmt die Hündin auf und ich bekomme sie problemlos in den Käfig. 

Nachdem ich die Hündin in der South Pattaya Klinik abgeliefert habe, fahre ich nach Hause und nehme Kenji an Bord. Die Prozedur in der NPW Klinik dauert nicht lange und so kann ich die Hunde dann noch im Hellen füttern und danach die letzte Gartensäuberung vornehmen.

Montag, 6. Februar 2017

Heute Morgen geht es mir schon wieder wesentlich besser. Ich kann meine morgendliche Arbeit wie gewohnt verrichten, während Gai den Garten macht. 

Iang und Ivy haben sich recht problemlos eingerichtet. Iang lässt sich von mir streicheln und sie nimmt auch die Medikamente an. Ivy kommt mit den großen Hunden gut klar. Ich lasse sie eine erste Bekanntschaft mit Johnny machen, der mir in den hinteren Bereich folgt. Kenji ist auch gern draußen, folgt mir aber immer ins Haus, wenn ich wieder rein gehe. Mittags nehme ich Ivy ins Haus und untersuche sie nach Zecken. Sie hat keine. Danach säubere ich ihr die Ohren und impfe sie. 

Am Nachmittag fahre ich mit Kenji und Johnny in die Klinik. Johnny hat immer noch eine Verdickung neben seiner Bisswunde, die nun vollkommen zugeheilt ist. Ich möchte wissen, ob die Schwellung mit der Zeit von selbst zurückgeht oder ob sie noch behandelt werden muss. Die behandelnde Veterinärin erklärt mir, dass die Verdickung Narbengewebe sei, das nach einer längeren Zeit von selbst verschwinden würde. Kenjis Wunde heilt weiter gut zu; er muss jedoch noch einige Tage weiter behandelt werden.