Am späten Vormittag kommt Klaus zu mir. Ich hatte ihn gebeten mich zu den Tempelhunden zu fahren. Wir laden einen Sack Trockenfutter ein und fahren zum Wat Amparahm. Als wir ankommen füttert Ba Bät die Hunde gerade mit Reisfutter. Ich fülle die Behälter auf und gehe mit den Hunden an den Strand.
Anschließend fahren wir zu dem Slum in dem Sita,
Titan, Nero und Tara leben. Ich habe vor, Tara die Fäden zu ziehen,
aber da keiner der Anwohner da ist um mir zu helfen und Tara nicht sehr
freundlich zu mir ist, muss ich das auf meinen nächsten Besuch dort
verschieben.
Wir fahren weiter nach Plutaluang. Ich will mal schauen, ob ich die Hündin von der Nongprue
Polizeistation wiederfinde. Ich suche alle Gehege ab, kann sie jedoch
nicht ausmachen. Allerdings habe ich sie ja auch nur zweimal gesehen und
es kann sein, dass ich sie unter den achthundert Hunden dort übersehen
habe. Da ich aber nicht ohne Hund aus Plutaluang fahren will, suche ich mir eine Hündin aus, die Bliss sehr ähnlich sieht. Bliss
habe ich seit ihrer Sterilisation nicht mehr gesehen. Die Hündin ist
sehr freundlich und da ich nicht alle Hunde aus dem Lager dort
herausholen kann, will ich wenigstens einer eine Chance auf ein besseres
Leben geben. Allerdings wird mir bedeutet, dass ich zuerst die
Erlaubnis der zuständigen Behörde einholen müsse.
Das Lager macht nun
einen wesentlichen besseren Eindruck als zuvor. Es sind Gehege erneuert
worden, die Hunde scheinen genug zu fressen zu bekommen, denn ich sehe
Trockenfutter in vielen Gehegen. Ich kann auch keine unterernährten
Hunde mehr ausmachen. Die meisten von ihnen sind in recht gutem Zustand;
ich sehe nur wenige räudige Hunde. Die Anlage wird nun besser sauber
gehalten; Arbeiter säubern das Gelände während ich nach dem Hund suche
und es gibt sogar nun einen Wachmann, der anscheinend seine Arbeit ernst
nimmt. Im Gehege für die Neuankömmlinge sehe ich vier Hunde. Bei meinen
vorigen Besuchen war dieses Gehege immer brechend voll. Das kann natürlich Zufall sein. Immerhin ist der Bestand nach meiner Schätzung bei achthundert Hunden in etwa konstant geblieben.
Zurück im Haus schaue ich zuerst nach meinen Sorgenkindern. Die Wunden von Maisha, Juma, Pong und Buffy sehen weiterhin gut aus. Bunnies Wunde ist weniger stark entzündet. Ich habe ihr nun Amoksiklav gegeben und da sie noch den Kragen trägt, kann sie an der Wunde nicht mehr lecken, was die Entzündung ausgelöst hat.
Corazón liegt weiterhin getrennt von den anderen Hunden im Esszimmer. Sie hat immer noch eine leichte Schmierblutung, kann aber aufstehen und ihre Geschäfte erledigen.
Nelly hat sich wie erwartet sehr gut eingefügt. Sie ist zwar nicht die größte und stärkste gehört aber zu den Hunden, die sich ihren Platz in der Gruppe schnell erobern. Ein Außenstehender würde sie nicht als gerade neu Angekommene ausmachen können.