Heute Morgen wecken mich Nina und Isi, die um halb sieben schon putzmunter sind, während ich mich mit halb geschlossenen
Augen durch sie hindurch navigiere. Normalerweise legen sie sich und
die anderen Hunde spätestens so gegen acht Uhr zur Ruhe; ich allerdings
der ich ein Nachtmensch bin, komme selten vor ein Uhr ins Bett.
Während
ich Hof und Garten säubere, sehe ich zu meiner großen Freude Nadia
versteckt in einer Ecke neben dem Geisterhäuschen liegen. Sie ist immer
noch eingeschüchtert und bringe ich ihr das Futter später an den Platz,
an den sie sich zurückgezogen hat. Heute gibt es keinen Reis und auf
Weiteres erstmal auch nicht. Mal eine reine Trockenfutterkur schadet
sicher nicht, die meisten Hunde sind sowieso zu fett. Mum und die Welpen bringe ich wieder nach draußen und schmeiße auch Arnie, Nina, Rocco und Isi
raus, um in Ruhe die Innenräume säubern zu können.
Um zwölf Uhr bin ich
endlich mit allen Arbeiten fertig und fahre in die Stadt. Da der Himmel
klar ist und auch die Wettervorhersage keinen Regen verspricht, lasse
ich Mum und die Welpen draußen. Ich fahre in die Klinik und erkundige mich nach Snows Befinden. Dr. Sam teilt mir mit, dass der Genesungsprozess zufriedenstellend voranschreitet. Da Snow in ihrem Käfig schläft störe ich sie nicht und fahre weiter, um mich mit Rani für einen Gedankenaustausch zu treffen. Danach habe ich eigentlich vor, zu Ba Bät
zu fahren, um ihr den Reis und ihre Vergütung zu bringen. Allerdings
fängt es an zu regnen und so fahre ich zurück nach Hause, um die Welpen
ins Trockene zu bringen. Glücklicherweise hat es in Mabprachan nicht stark geregnet, sodass die Welpen so gut wie trocken geblieben sind.
Anschließend mache ich mich auf den Weg zum Wat, halte aber zunächst in Tongklom, wo ich Ivermectin an die Hunde verteile. Anika und Cleo erhalten eine Erhaltungsdosis und der Rüde 24 mg. Weiter geht es zu dem kleinen Laden in dem I Daeng und Nong Da
versorgt werden, die ja aber momentan bei Karin behandelt werden. Ich
informiere die Leute, dass die Hunde operiert wurden und nun mindestens
sechs Wochen lang chemotherapiert werden. Im Restaurant nebenan schaue ich nach Som Song und Koo.
Beide seien wohlauf. Ich erkläre den Leuten, dass die Fäden gezogen
werden können, wenn die Wunden gut verheilt sind. Ansehen kann ich mir
die Wunden nicht, da die Hunde nicht greifbar sind.
Auf dem Tempelmarkt treffe ich Ba Bät und versorge sie mit Reis und Obolus Dann fahre ich zur Vorhalle. Asa ist wieder bei den Hunden, aber Lizzy
sehe ich nicht. Da es wieder anfängt stark zu regnen, kann ich nicht
nach ihr suchen.
Ich komme im Regen zu Hause an und suche als Erstes
nach Nadia,
die immer noch an der gleichen Stelle liegt. Da sie offenbar Angst hat
herauszukommen um sich ein trockenes Plätzchen zu suchen, nehme ich sie
mit ins Haus. Nadia zeigt mir wie dankbar sie dafür ist. Nun habe ich also Isi, Arnie, Nadia, Rocco und Nina bei mir liegen. Alle schlafen friedlich während ich mich noch eine Weile am Computer entspannen kann.