Heute habe ich wieder jede Menge Computerarbeit zu bewältigen und gönne mir einen Haustag. Die Welpen haben Geburtstag. Sie sind nun bereits vier Monate alt und aus dem Gröbsten raus. Sie lassen mich sogar nun morgens mal eine Stunde länger schlafen was meinem körperlichen und psychischen Zustand guttut.
Ich möchte hier beschreiben, wie ich dazu kam mich um Hunde und Katzen zu kümmern, die in Pattayas Straßen, Höfen, Märkten und Brachflächen ihr Dasein fristen. Es ist auch eine Dokumentation über meine Bemühungen und mein Scheitern ihnen zu einem besseren Leben zu verhelfen. Die Ereignisse von 2008 bis 2012 habe ich aus der Erinnerung verfasst. Seit 2012 dokumentiere ich meine Arbeit mit den Tieren täglich.
Montag, 30. Juli 2018
Morgens fahre ich mit Meow und den zwei Hunden in die Chaiyapruek Klinik. Die Klinik bietet auch einen Grooming Service an. Tommy geht es besser, aber Meow
bittet mich Klistier und spezielles Trockenfutter für ihn zu kaufen.
Ansonsten aber ist Tommy glücklich in seiner neuen Umgebung, macht Meow
keine Schwierigkeiten und kommt gut mit den anderen Hunden aus. Er
läuft auch wieder ganz prima, obwohl seine Behinderung noch sichtbar
ist.
Mittags kommt Gerhard zu mir und holt sich Entwurmungstabletten ab. Anschließend fahre ich zu dem Laden, den mir die Schneiderin empfohlen hat. Das Material, das ich suche finde ich allerdings nicht. Ich fahre weiter zur NPW Klinik und hole mir eine CD mit Khaos Röntgenbild ab und bringe sie in die South Pattaya Klinik.
Danach hole ich die beiden Hunde aus der Chaiyapruek Klinik und bringe sie zurück zu Meow. Meow
hat mit diesen beiden Hunden exzellente Arbeit geleistet. Die Hunde
hatten zuvor ihr ganzes Leben in Käfigen verbracht. Die ehemalige
Halterin hatte sie samt Käfigen bei Meow
abgegeben und die Hunde irgendwann vergessen. Beide Hunde waren so
aggressiv, dass niemand auch nur in die Nähe der Käfige treten konnte.
Nun nach mehreren Monaten sind beide ein Teil der Meute und Meow kann sie ohne weiteres auf den Arm nehmen.
Sonntag, 29. Juli 2018
Meow teilt mir mit, dass der Besitzer des Landes, das wir uns angeschaut haben, nur verkaufen will. Er will für die zehn Rai 50 Millionen Baht haben. Das ist uns ein wenig zu viel. ,
Meow bittet mich zwei großen, langhaarige Hunde zum grooming zu bringen. Das wird morgen in Angriff genommen.
Ina, eine Najomtien Residentin, fragt mich um Rat wegen eines Strandwelpens der einen Abszess am Nacken hat. Ich muss sowieso zum Shelter und so fahre ich bei Ina vorbei und bringe sie mit dem Welpen zur Silverlake Klinik. Bua hat die Hunde schon gefüttert. Ich fülle die Container mit 40 kg Trockenfutter auf.
Samstag, 28. Juli 2018
Am Vormittag fahre ich in den Naklua Slum, um Eera für die dritte und vorläufig letzte Chemotherapiebehandlung abzuholen. Die Leute dort teilen mir mit, dass Eera vor zwei Tagen gestorben sei. Ich habe dieser Tage etliche Nackenschläge zu verarbeiten. Heute Morgen hat Daisy einen Gecko umgebracht, der eine Woche lang auf oder unter meinem Schreibtisch gelebt hat und dem gerade ein neues Schwänzchen wuchs. Auch dieser Verlust hat mir weh getan.
Auf Anraten von Gai fahre ich zu einem kleinen Verschlag in der Nähe der Soi Nurnblubwan
in der einen Schneiderin sitzt. Die Frau ist nett und aufgeschlossen
und ich versuche ihr zu erklären was ich von ihr will. Ich zeige ihr
eine Maulschlaufe und sie nennt mir einen Laden, in dem wohl ähnliches
Material zu kaufen ist. Die Schneiderin verspricht mir Beinschützer zu
nähen wenn
ich ihr das passende Material bringe.
Anschließend bin ich bei Adrian,
einem Mitstreiter, auf den ich erst kürzlich aufmerksam wurde, obwohl er
sich auch schon seit Jahren um Straßentiere kümmert und nicht weit von
mir in der Soi Khao Noi
wohnt. Adrian beschäftigt eine Frau, die ein kleines Thai Restaurant im
Erdgeschoss des Hauses betreibt. Im Restaurant halten sich mehrere
Hunde und Katzen auf, darunter auch einige sehr freundliche Pitbulls. Es scheint, dass Adrian und ich auf der gleichen Welle funken und so weiß ich jetzt wo ich hingehen kann, wenn mir nach Thaifood zumute ist.
Freitag, 27. Juli 2018
Tawn
ist häufig draußen im Garten und unterscheidet sich von ihnen nur
dadurch, dass er nicht so schnell auf den Beinen ist. Ich habe Sorge,
dass er sich bei der Rutscherei die Hinterläufe aufschürft und habe mir überlegt, wie
ich seine Haxen am besten schützen kann, ohne dass er in seiner
Bewegungsfreiheit beschränkt ist. Ich habe zwar einen Rollstuhl aber der
kann nur auf ebener, freier Fläche und auch nur unter Aufsicht genutzt werden. Im Garten ist er nicht nur hinderlich für Tawn,
sondern kann auch gefährlich für ihn werden, da er überall anecken
würde und womöglich noch in den Pool fallen könnte. Es gibt zwar
sogenannte drag bags
zu kaufen, die sind aber unpraktisch, da schnell verschmutzt. Ich habe
deshalb nach Beinschützern im Internet geforscht, jedoch nichts Derartiges
gefunden. Das Material muss wasserfest, flexibel und haltbar sein.
Ideal wäre das Nylongewebe, das für die Maulschlaufen Verwendung findet.
Dieses Material muss ich finden und mir dann die Beinschützer nähen
lassen. Klettverschluss habe ich mir schon besorgt.
Am Nachmittag fahre ich mit Al und Dirk und der Hütte auf dem Pick-up zum Shelter. Die Hütte ist recht sperrig und ziemlich schwer und passt nicht durch die Schleusentür.
Deshalb sind drei Mann nötig um sie über den fast zwei Meter hohen Zaun
zu hieven. Wir schaffen das und stellen die Hütte an einer geeigneten
Stelle auf. Mal sehen, welche Hunde sie annehmen werden.
Donnerstag, 26. Juli 2018
Nut kommt heute zum vorläufig letzten Mal. Ich hoffe, dass dann Gai
im kommenden Monat ihre Arbeit übernehmen wird.
Nachdem Nut gefahren
ist, fahre ich zu Ralf, der eine gebrauchte Hundehütte abzugeben hat.
Wir kriegen die sogar auf meinen kleinen Pick-up und ich organisiere den
Transport ins Shelter.
Mittwoch, 25. Juli 2018
In der NPW Klinik kaufe ich Bromhexine und bringe die Tabletten zusammen mit einer Dose Doxycycline zu Meow. Meow hat sich mittlerweile nach dem Besitzer des Landes erkundigt, ist jedoch noch nicht viel weiter gekommen.
Am Nachmittag kommen Tanja und Oliver um nach Talo und Kyra zu schauen. Sie kennen ja mittlerweile die meisten der Hunde, die ich im Haus habe und erkundigen sich auch nach Puschel und Nimnim, die ja wieder im Shelter sind. Tanja und Oliver überlegen immer noch, ob sie sich einen dritten Hund zulegen. Der sollte jedoch ungefähr im Alter von ihren beiden Hunden sein.
Dienstag, 24. Juli 2018
Reza
hat sich während der Nacht durchs Wohnzimmer geschleppt und liegt
regungslos vor der Küchentür. Ich lege ihn auf den Behandlungstisch,
flöße ihm Wasser ein, reibe ihn mit einem feuchten Schwamm ab und
reinige seine Ohren. Die Schwellung an seiner Kehle ist nicht kleiner
geworden. Fressen mag Reza auch nicht. Ich lege ihn auf dem Boden auf
ein Handtuch, auf dem er liegen bleibt. Danach säubere ich Haus und
Garten.
Da meine Therapieversuche offensichtlich ohne Erfolg sind,
entschließe ich mich Reza in die NPW Klinik zu bringen. Ich behandele
Edith und Helen wegen ihrer Ringworminfektion; Helen bekommt auf Anraten
von Dr. Juui außer Carprofen auch Amoksiklav gegen die
Knöchelschwellung. Dann nehme ich Karim wie jeden Tag ins Bad und
füttere ihn mit Dosenfutter und verabreiche ihm Doxycycline und
Prednisilone. Anschließend erhält auch Johnny seine Dosis Doxycycline,
eine Muschelkalkkapsel sowie Synoquin. Johnny ist bereits wieder
lebhafter.
Als ich erneut nach Reza schaue, ist er gestorben so wie ich
ihn hingelegt habe. Reza ist nun bereits nach Boss der zweite Hund, der
nach einer anscheinend eher harmlosen Beißerei gestorben ist. Mein
Trauma hat sich wiederholt.
Am frühen Nachmittag bringe ich Reza in die
South Pattaya Klinik zur Einäscherung. Danach fahre ich zu Beppe und
verabreiche seinem Dreibein eine Dosis Ivermectin. Anschließend hole ich
Meow ab und wir fahren zu dem Stück Land, dass Dr. Kwanchai mir gezeigt
hatte. Ich hatte es zuvor nur von außen gesehen, aber nun begehen Meow
und ich das Grundstück und sind ganz begeistert davon, was wir
vorfinden. Das Gelände verfügt über eine Anzahl hoher Bäume, die das
gesamte Areal beschatten. Wir finden etliche Gebäude, die offensichtlich
seit Jahren leer stehen. Das gesamte Grundstück ist mit einer Mauer
umgeben. Meow erklärt mir, das das Land das bei weitem bestgeeignete
ist, was sie bisher gesehen hat. Sie erkundigt sich in einem kleinen
Laden nicht weit vom Gelände. Dort wird ihr erklärt, dass das Grundstück
seit über zehn Jahren leer steht. Der Besitzer ist der Händlerin jedoch
nicht bekannt. Möglicherweise könne der Besitzer aber über das Landamt
ausfindig gemacht werden.
Wenn ich nach Hause komme, bin ich immer ein
wenig in Sorge, dass wieder etwas Schlimmes passiert ist. Alle Hunde
jedoch empfangen mich am Tor gesund und munter. Allerdings mögen sich
Karim und Johnny nicht besonders und auf Karim muss ich ein Auge haben.
Seitdem es ihm wieder besser geht, macht er sich nicht viele Freunde.
Johnny und die Welpen verstehen sich sehr gut.
Montag, 23. Juli 2018
Während der
Nacht hat sich Reza kaum gerührt. Ich bin sehr besorgt, da ich schon
Boss auf eine ähnliche Weise verloren habe. Etliche Male schaue ich nach
ihm, ob er noch lebt. Am Morgen hat sich an seiner Kehle eine ziemliche
Schwellung entwickelt, die ihm das Atmen erschwert. Ich verabreiche ihm
Prednisilone und flöße ihm Wasser mit einer Pipette ein. Während des
Vormittags scheint er sich ein wenig zu erholen. Er richtet sich etwas
auf und trinkt das kalte Wasser, das ich ihm reiche.
Felix kann ich am
Vormittag wieder nach draußen lassen. Mittags nehme ich Khao und Helen
an Bord und fahre mit ihnen in die NPW Klinik. Dr. Juui untersucht Khaos
Lauf und empfiehlt eine Röntgenaufnahme. Die ergibt, dass der Bruch
schlecht verheilt ist. Eine Korrektur sei nicht mehr möglich und
Hydrotherapie wenig sinnvoll, da nicht die Muskeln das Problem seien.
Anschließend lasse ich Helens Knöchel röntgen. Mit großer Erleichterung
stelle ich fest, dass keine Fraktur vorliegt.
Da ich nichts mehr für
Khao tun kann, bringe ich sie zu den Marktfrauen an der Soi Bongkot
zurück. Die empfangen Khao herzlich und auch Khao ist froh wieder zurück
zu sein.
Ich lasse Helen vor dem Tor raus und sehe mit Freude, dass sie
schon wieder auf ihren vier Beinen laufen kann. Diese Episode können
wir also bald abhaken. Nachdem ich meine Runde durch Haus und Garten
gemacht habe und alles in Ordnung ist, fahre ich mit 100 kg
Trockenfutter zum Shelter. Bua hat mich gebeten ihn heute zu vertreten.
Nachdem ich meine Arbeiten dort erledigt und alle Hunde gesund und
munter vorgefunden habe, liefere ich dem Wachmann an der Thepprasit Soi 6
40 kg Trockenfutter. Bei ihm begrüßen mich Jorie, Surya, Yuka und
Princess. Allen Hunden geht es sehr gut.
Zurück im Haus sehe ich Helen
schon wieder herumtollen. Reza allerdings geht es nicht gut. Er steht
zwar schon wieder auf seinen vier Beinen, aber fressen will er nicht.
Ich verabreiche ihm Prednisilone. Die hat bei Karims Schwellungen Wunder
gewirkt und so hoffe ich, dass ich auch Reza wieder hinkriege.
Sonntag, 22. Juli 2018
Mittags bin ich bei Meow um nach den Hunden zu schauen. Leider
ist sie nicht da und da mein Handy in den Pool gefallen ist und ich
damit alle Nummern verloren habe, kann ich sie heute nicht erreichen, um
mit ihr zu verabreden zu dem Stück Land zu fahren, das mir Dr. Kwanchai
gezeigt hat.
Ich komme nach Hause und sehe schon, dass wieder
irgendetwas vorgefallen ist. Felix empfängt mich am Tor, was er sonst
nie macht. Sein Fell ist nass. Bei einer schnellen Untersuchung finde
ich keine Bisswunden. Dann entdecke ich, dass Reza gebissen wurde. Er
hat eine Wunde an der Kehle, die jedoch nicht dramatisch aussieht.
Anschließend stelle ich fest, dass Felix offensichtlich in den Pool
gejagt wurde, denn ich finde am Poolboden Kot. Ich schaue mir alle
anderen Hunde an und muss feststellen, dass auch Helen gebissen wurde.
Sie hat Bisswunden an beiden Vorderläufen, der linke ist stark
geschwollen.
Ich nehme alle drei Hunde mit ins Haus und untersuche sie
erneut genauer. Bei Felix kann ich nichts feststellen, bei Helen die
beiden Bisswunden und bei Reza noch eine kleine Wunde am linken Ohr. Ich
behandele die offenen Wunden mit Betadine und verabreiche Helen
Carprofen in der Hoffnung, dass der Knöchel nicht gebrochen ist.
Reza
hat die Beißerei psychisch am meisten mitgenommen. Er ist ja
ausgesprochen schmächtig und sehr sensibel. Nun lasse ich Kenji immer im
Schlafzimmer wenn ich weg bin und wochenlang ist ja draußen alles
gutgegangen. Es passiert auch nie etwas wenn ich im Haus bin, aber ich
kann nicht alle Risiken ausschließen, wenn ich außer Haus bin. Ich lasse
Reza, Felix und Helen über Nacht im Haus.
Samstag, 21. Juli 2018
Freitag, 20. Juli 2018
Die Doxy/Ferric Behandlung für Kimi ist gestern beendet worden. Dafür starte ich nun diese Behandlung für Johnny. Johnny ist auffallend ruhig und das gefällt mir nicht. Verantwortlich dafür könnte auch sein, dass ich ihn nicht mehr mit Kenji nachts rauslasse. Für die beiden und auch für Zola war das immer das Highlight des Tages. Mein Nachbar Brice, der panische Angst vor Hunden hat, hatte mich gebeten die Hunde nicht mehr herauszulassen. Außerdem laufen im Gelände vor dem Haus Katzen herum und ich will nicht, dass ihnen etwas zustößt. Wenn ich Kenji aus dem Haus lasse, sitzt er immer vor dem Tor und es tut mir leid ihn nicht rauslassen zu dürfen. Auch die Beziehung zwischen Johnny und ihm hat darunter gelitten. Zuvor waren sie die besten Freunde und nun haben sie nichts mehr miteinander zu tun. Kenji will sich im Haus aufhalten und Johnny zieht sich hinter die Poolmauer zurück. Bloodparasiten sind allerdings auch nicht auszuschließen und deswegen die Doxy/Ferric Kur, die nicht schaden kann.
Da Kimis Behandlung beendet und auch Kamis Wunde vollständig verheilt ist, bringe ich die beiden Hunde mittags zum Shelter zurück. Danach bin ich in der Silverlake Klinik und hole die zwei sterilisierten weiblichen Hunde ab und bringe sie zum Wat Amparahm. Der Rüde muss noch einige Tage in der Klinik bleiben. Wan erwartet mich im Tempel zusammen mit Bua. Die beiden haben weitere vier Hunde, die im Terminal 21 Komplex nicht mehr bleiben können, zum Tempel geschafft. Sie werden in dem Bereich untergebracht, in dem auch Nelly und die Mutter mit den fünf Welpen nun leben. Das Tempelgelände ist ja sehr weitläufig und so stören sie sich weder mit Nero, Willie und Sushi, die sich eher am Tempeltor aufhalten, noch mit den Hunden an der Vorhalle.
Ich gehe wieder mit den Hunden an den Strand. Taco und Luna liegen noch an der Hütte der Obdachlosen. Tacos Schwanzverletzung scheint zu heilen, denn er trägt seine Rute wieder etwas höher. Leider muss ich einen Knoten am Knöchel von Panya feststellen. Deswegen fahre ich mit ihr noch einmal in die Silverlake Klinik. Dr. Kwanchai vermutet einen Tumor, der beobachtet werden müsse.
Donnerstag, 19. Juli 2018
Nut kommt heute und ich arbeite in Haus, Garten und am Computer und habe auch Zeit für die Hunde.
Nachdem Nut gefahren ist, lade ich Edith und Helen ein und fahre mit ihnen zu Dr. Praew, die ihre Praxis in der Soi Khao Talo betreibt. Ich möchte von ihr wissen, ob die beiden Welpen eine Ringworminfektion entwickelt haben. Ringworm ist bei Welpen nicht selten und muss behandelt werden. Dr. Praew bestätigt meinen Verdacht und gibt mir Tinktur und Creme gegen die Infektion mit. Die Welpen müssen zweimal täglich damit behandelt werden.
Mittwoch, 18. Juli 2018
Heute ist Buas freier Tag. Ich säubere das Shelter, fülle erneut die Container auf und füttere die Hunde. Es ist erfreulich zu sehen, dass es ihnen allen recht gut geht. Darla und Nousha haben kleinere Wunden an ihren Ohren, die ich mit Betadine behandele.
Im Wat Amparahm sind ebenfalls alle Hunde beisammen und wohlauf. Ich händige den Obdachlosen einen 20 kg Sack Trockenfutter aus. Damit füttern sie Taco, Luna, Bob und Rocky. Rocky, den ich gestern nicht entdeckt hatte, ist in überraschend gutem Zustand. Er läuft auch nicht, wie bisher immer, vor den Vorhallenhunden weg, die mich überall hin begleiten, sodass ich ihn streicheln kann.
Zu Hause ist auch soweit alles in Ordnung. Die Welpen wachsen heran und kabbeln sich gelegentlich. Insbesondere Dodger legt sich schon mal mit Simba, Hovis oder auch Maggie an. Da keiner von denen klein beigibt, muss ich dann dazwischengehen. Tawn lasse ich nun öfter draußen. Er wird von den anderen Hunden geduldet. Mit den Welpen hat er guten Kontakt.
Auch Adrian, der eigentlich immer allein sein will, hat vor den Welpen kapituliert. Sie können durch ein Gitter in seinen Bereich und haben sich von seinem Geknurre nicht einschüchtern lassen. Insbesondere Edith lässt sich so leicht nicht beeindrucken und ist auch die einzige, die von Kenji geduldet wird. Ich habe sie schon dutzende Male nach draußen befördert, aber sobald ich die Türe auch nur einen Spalt öffne, schlüpft sie wieder ins Haus. Sie ist ein rechter Charakter.
Myra rennt immer noch vor mir davon, ist aber ein wenig entspannter. Mit den anderen Hunden scheint sie keine Probleme zu haben. Mittlerweile weiß ich auch wo ich sie zu füttern habe, ohne dass sie von den Welpen gestört wird. Khao geht es eigentlich recht gut. Sie zieht es vor allein zu liegen und läuft herum, wenn ihr danach ist, allerdings immer noch auf drei Beinen. Sobald ich Zeit und Geld dafür habe, werde ich sie in die NPW Klinik zur Hydrotherapie bringen.
Dienstag, 17. Juli 2018
Am frühen Nachmittag bin ich bei Meow und bringe ihr Bromhexine, ein Mittel gegen Atemwegsbeschwerden. Durch die kühle und regnerische Witterung haben sich einige Hunde erkältet und husten. Kami hatte bei mir ebenfalls gehustet und nach Vergabe des Medikamentes war sie nach drei Tagen beschwerdefrei.
Anschließend bin ich im Shelter. Bua war schon da gewesen und so säubere ich noch, was zu säubern ist und fülle die Futtercontainer wieder auf. Ich kaufe dann Reis für Ba Bät auf dem Tempelmarkt. Dabei treffe ich Avira, Ashi und Pema, die immer aus dem Tempel kommen, wenn Markt ist.
Im Tempel treffe ich dann zuerst auf Nero, Willie und Sushi, denen es offensichtlich sehr gut geht. Weiter hinten im Tempel sehe ich dann auch Nelly. Ihre Operationswunde ist gut verheilt. An der Vorhalle empfangen mich Scottie, Jale, Nico, Nema, Panya, Saddhu und Asa. Mit ihnen mache ich einen Strandgang, auf dem wir auf Åsa und Tai treffen, die mit Neung, Sahm, Satya und Betty unterwegs sind.
Bei den Obdachlosen, die sich nun am Strand eine Hütte gebaut haben, finde ich Taco und Luna. Sie scheinen sich bei ihnen eingerichtet zu haben. Die Obdachlosen bitten mich um Futter für sie. Ich werde ihnen morgen einen Sack vorbeibringen.
Anschließend bin ich im Shelter. Bua war schon da gewesen und so säubere ich noch, was zu säubern ist und fülle die Futtercontainer wieder auf. Ich kaufe dann Reis für Ba Bät auf dem Tempelmarkt. Dabei treffe ich Avira, Ashi und Pema, die immer aus dem Tempel kommen, wenn Markt ist.
Im Tempel treffe ich dann zuerst auf Nero, Willie und Sushi, denen es offensichtlich sehr gut geht. Weiter hinten im Tempel sehe ich dann auch Nelly. Ihre Operationswunde ist gut verheilt. An der Vorhalle empfangen mich Scottie, Jale, Nico, Nema, Panya, Saddhu und Asa. Mit ihnen mache ich einen Strandgang, auf dem wir auf Åsa und Tai treffen, die mit Neung, Sahm, Satya und Betty unterwegs sind.
Bei den Obdachlosen, die sich nun am Strand eine Hütte gebaut haben, finde ich Taco und Luna. Sie scheinen sich bei ihnen eingerichtet zu haben. Die Obdachlosen bitten mich um Futter für sie. Ich werde ihnen morgen einen Sack vorbeibringen.
Montag, 16. Juli 2018
Gai ist gerade gekommen und da fangen Simba und Dodger an sich zu prügeln. Gai
geht unvorsichtigerweise dazwischen und wird gebissen. Die Wunden sind
nicht tief, aber die Zähne der Welpen sind scharf und so fließt Blut.
Ich schicke Gai nach Hause, damit sie die Wunden behandeln lassen kann.
Am Nachmittag helfe ich Wan drei Hunde vom nun fast fertigen Terminal 21 in die Silverlake Klinik zu bringen. Die Hunde werden sterilisiert und dann im Wat Amparahm untergebracht. Wan hat ja einen guten Draht zum tierliebenden Abt dort. In einigen Tagen werde ich weitere Hunde vom Terminal 21 zum Wat bringen müssen. Zuvor müssen sie von Bua eingefangen werden.
In der Silverlake Klinik schaue ich nach Dodo und Eera. Dr. Kwanchai teilt mir mit, dass Dodo entlassen werden kann. Eera hat die zweite Chemo erhalten. Ich nehme ihn deswegen auch mit. Für die dritte und vermutlich letzte Chemo kann ich ihn in die South Pattaya Klinik bringen. Nachdem ich Eera den Leuten im Naklua Slum übergeben habe, fahre ich mit Dodo zu seinem Platz am Highway 36. Samlee und Jakalen sind noch im Garten der Taxifahrerin eingesperrt. Die Taxifahrerin nimmt Dodo in Empfang. Ich hoffe, dass damit das Problem vorerst erledigt ist.
Sonntag, 15. Juli 2018
Heute ist Haustag. Gai
hat ihren freien Tag und ich muss mich um all die liegengebliebenen
Arbeiten kümmern. Ich nehme mir auch wieder die Welpen vor, schaue nach
Zecken und reinige ihre Ohren. Das Zeckenproblem scheint unter Kontrolle zu sein, ich finde nur ganz wenige. Dieses Mal lassen sich auch Talo und Kyra untersuchen und willig die Ohren reinigen.
Am Nachmittag bin ich bei Meow. Ich bringe ihr Carprofen mit. Tommy geht es weiterhin sehr gut bei ihr. Die abendliche Fütterung ist immer ziemlich chaotisch, obwohl ich vier große Bleche und mehrere Schalen für alle gleichzeitig
auslege. Die Welpen müssen noch lernen sich bei Tisch zu benehmen.
Samstag, 14. Juli 2018
Ich habe mit Gai
vereinbart, dass sie fünf Tage die Woche kommt um mir zu helfen.
Dadurch ist es nicht mehr notwendig, dass Nut jeden Donnerstag das Haus durchputzt. Sie wird stattdessen das Haus von Rene und Heidi besorgen.
Eigentlich hatte ich vor am Nachmittag Meow
das Land zu zeigen, bin jedoch so todmüde, dass ich mich den Hunden in
ihrer nachmittäglichen Siesta anschließe.
Die abendliche
Medikamentenvergabe ist nun nicht mehr so umfangreich und endlich auch
hat sich Karim entschlossen davon nicht mehr wegzulaufen. Da er etliche Schwellungen an den Gelenken hat, gebe ich ihm seit drei Tagen Carprofen und seit heute Abend auch Prednislone. Karim
geht es schon sichtlich besser, seitdem er gegen Blutparasiten
behandelt und zweimal täglich gefüttert wird. Ich hoffe, dass ich ihn
bald so wieder hinkriege, dass er in gutem Zustand zurück ins Shelter kann. Johnny erhält weiterhin die Muschelkalkkapseln zur Förderung seiner Gelenkmobilität und zudem seit zwei Tagen Synoquin, was angeblich Wunder wirken soll. Da ich die gleichen Probleme bei Reza feststelle erhält auch er Synoquin.
Freitag, 13. Juli 2018
Ich fülle am Nachmittag die Container im Shelter mit 80 kg Trockenfutter auf. Täglich verfüttert Bua dort etwa 10 kg und die Tempelhunde bekommen 10 kg alle zwei Tage. Sie werden ja täglich noch von Ba Bät mit Reisfutter versorgt.
Dann bin ich in der Silverlake Klinik und schaue nach Dodo und Eera. Dodo muss sich noch von der Kastration erholen und Eeras Chemotherapiebehandlung beginnt.
Dr. Kwanchai zeigt mir ein Stück Land, dass er ausgemacht hat und das eventuell gepachtet werden kann. Ich werde es in den kommenden Tagen Meow zeigen. Sie wird sich dann herausfinden müssen wer
der Besitzer des Landes ist. Das Land steht seit Jahren zum Verkauf,
eine Telefonnummer aber ist nicht angegeben.
Tommy scheint es bei Meow zu gefallen. Meow
berichtet mir, dass er sich gut eingelebt habe und ich stelle fest,
dass er schon etwas zugenommen hat. Auch allen anderen Hunden, die ich
bei Meow untergebracht habe, geht es gut.
Donnerstag, 12. Juli 2018
Am Nachmittag kommt Nut und ich hole die bestellten 600 kg Trockenfutter bei Khun Apisit ab. Ich kontaktiere Khun Uan und bringe Sonya zurück zu ihrem Platz am Chak Nork Reservoir. Sonya
ist anfangs ein wenig verschüchtert, sie war ja lange weg, aber die
Hunde dort sind alle sehr lieb und so findet sie sich bald zurecht.
Später dann nehme ich Khao an Bord und fahre mit ihr in die South Pattaya Klinik. Dr. Kwanchai meint, er könne nichts weiter für sie tun. Ich werde deswegen mal Wassertherapie in der NPW Klinik versuchen. Khao muss ja irgendwann wieder an ihren Platz zurück. Sie läuft zwar
mittlerweile recht gut auf drei Beinen, aber das kann ja keine
Dauerlösung sein.
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