Montag, 31. August 2015

Mittags kommen David und Oum vorbei und liefern wieder eine großzügige Futterspende ab. Kurz darauf besuchen uns Silvio und Dao. Sie wollen schauen wie es Leela geht. Silvio erkundigt sich auch nach Tanisha, der Labradorhündin, die Karin aufgenommen hat. Silvio hatte ja kürzlich seine beiden Labradorhündinnen verloren und ich hatte ihn auf Karins Neuzugang aufmerksam gemacht. Leider ist die Hündin nun zur Behandlung in der Klinik von Dr. Kwanchai, da sich ihr Zustand verschlechtert hat.

Mittlerweile habe ich einen guten Kontakt zu Corazón bekommen. Sie liegt im Esszimmer unter dem Tisch und ruht sich von der Operation aus. Corazón hat immer noch eine leichte Schmierblutung, aber ansonsten macht sie einen zufriedenstellenden Eindruck. Sie bekommt morgens und abends Amoksiklav und Schmerztabletten. Am Nachmittag steht sie auf und läuft ein wenig im Wohnraum herum. Als ich mich setze, kommt sie zu mir und drückt ihren großen Kopf an mein Knie. Sie ist auch wieder eine ganz liebe.

Am späten Nachmittag ruft mich Klaus an, da er sich Sorgen um Nelly macht. Seitdem ihr schwarzer Freund totgefahren wurde, mache sie einen unglücklichen Eindruck. In der Soi Nernplubwan fahren sie wie die Wahnsinnigen und Klaus möchte nicht, dass sie auch noch zum Unfallopfer wird. Ich schlage vor, Nelly mal eine Zeitlang aufzunehmen, um zu sehen ob sie durch das Zusammensein mit den anderen Hunden über den Verlust ihres Freundes besser hinweg kommt. Und sie ist ja ein junger, hübscher Hund; vielleicht finden wir ein neues Zuhause für sie. 

Klaus kommt am frühen Abend mit seiner Frau Li vorbei und bringt Nelly. Wir stecken sie in einen Käfig und schieben den durchs Tor. Mittlerweile läuft die Einführung eines neuen Hundes nach einem vorhersehbaren Muster ab. Zuerst umrunden alle Hunde den Käfig, der Hund im Käfig knurrt ein bisschen; nach einigen Minuten sitzen nur noch ein paar wenige Hunde um den Käfig, wir öffnen die Tür und der Neuankömmling kommt dann früher oder später von selbst heraus und entspannt sich nach einer Weile, da sich niemand für ihn interessiert. So läuft das auch bei Nelly ab. Als ich nach Einbruch der Dunkelheit meinen Rundgang mache, sehe ich Nelly schon zwischen einigen Hunden am Tor liegen.

Sonntag, 30. August 2015

Bunnies Wunde hat sich entzündet und deswegen rufe ich Dr. Sam an. Er verspricht Dr. One zu schicken, sobald sie entbehrlich ist. 

Mittags ruft mich Karin an und bittet mich einen frisch operierten TVT Hund eine Zeit lang aufzunehmen, da ihr TVT Gehege voll ist. Am Nachmittag kommt Bua mit der Hündin. Wir tragen Corazón ins Haus, damit sie erstmal keinen Kontakt zu den Hunden draußen bekommt. Das ist eine Vorsichtsmaßnahme, denn TVT kann ansteckend sein und die Operation verursacht noch Schmierblutungen. 

Dr. One kommt am frühen Abend vorbei und bringt Juma mit. Sie berichtet mir, dass die beiden Hunde von der Soi Wat Bun bereits von Louise und Rani abgeholt wurden. Der verletzte Hinterlauf des einen Hundes sei geröntgt worden. Dr. Sam habe eine Fraktur der Fibula festgestellt, die wohl schon einen Monat zurückliege Ob eine korrektive Behandlung noch erfolgversprechend sei, solle nach der Heilung der Sterilisationswunde besprochen werden. 

Bunnies Wunde wird untersucht und neu versorgt. Sie bekommt eine entzündungshemmende Injektion und ihr wird nun ein Kragen verpasst. Juma bekommt gleich auch einen umgelegt. Danach schaut sich Dr. One Corazón an. Ich nähere mich Corazón vorsichtig, da ich sie zuvor noch nicht berührt hatte. Sie ist aber friedlich und lässt sich willig untersuchen. Dr. One erklärt, dass die Blutung durch eine zu geringe Anzahl von roten Blutplättchen verursacht sein könne und empfiehlt einen Bluttest vornehmen zu lassen, falls das noch nicht gemacht worden sei.

Samstag, 29. August 2015

Ich habe für heute endlich einen Termin zur Reparatur meines Autos bekommen. Das ist die gute Nachricht. Die schlechte Nachricht ist, dass ich es mindestens eine Woche lang nicht zur Verfügung haben werde. 

Nachdem ich die Gartenarbeiten erledigt habe, packe ich Juma ins Auto und fahre sie in die Klinik. Dr. Sam hat mir wieder erlaubt drei Hunde sterilisieren zu lassen. Anschließend fahre ich zur Werkstatt, gebe den Wagen ab und fahre mit dem Songtaeow zurück nach Mabprachan.

Nach einem Besuch bei einem Bekannten, der bei mir in der Nähe wohnt, kontrolliere ich wie jeden Tag die Wunden von Pong, Buffy, Maisha und Bunnie. Bei Bunnie stelle ich eine Verhärtung fest und versorge die Wunde neu. Die Wunden der anderen drei Hunde sehen gut aus.

Skinny kommt nun jeden Nachmittag aus ihrem Kabuff. Heute sehe ich sie ganz entspannt mit Yoshi und Prana spielen und freudig Löcher buddeln. Sie hat auch kein Problem damit, dass Ui in der Nähe den Hof fegt. Sobald sie aber mich wahrnimmt, läuft sie zurück in den inneren Bereich, kommt jedoch wieder in den Hof, nachdem ich ins Haus zurückgehe. 

Lennard läuft nun mit den anderen Hunden zusammen über den gesamten Hof und ist auch zuweilen vor der Küche zu finden. Er ist zwar nicht allzu beliebt weil er einen etwas zweifelhaften Charakter hat, wird aber nun geduldet. Luna ist jetzt meistens allein wenn sie im hinteren Bereich bleibt. Sie kommt auch schon mal in den Hof und würde sicher auch geduldet werden, wenn sie nicht immer weglaufen würde sobald ein Hund auf sie zurennt. Nun heult sie gelegentlich, wenn sie sich verlassen fühlt.

Freitag, 28. August 2015

Am späten Vormittag bekommen wir Besuch von Samira und Ramona. Die beiden hatten mich auf Lek aufmerksam gemacht und ich hatte sie zu uns eingeladen. Ramona und Samira haben selbst Hunde und Katzen und das merkt man ihnen im Umgang mit den Hunden und Leila an. 

Nach gut zwei Stunden bringe ich sie in ihr Hotel an der Naklua Road zurück. Sie hatten mich schon zuvor darauf aufmerksam gemacht, dass sich im Hotelgarten ein Mutterhund mit drei Welpen aufhalte. Wir suchen nach ihnen, können sie jedoch nicht entdecken. Deshalb sprechen wir mit dem Manager, der sich ausgesprochen kooperativ zeigt und mich anrufen will, wenn die Hunde wieder auftauchen. Ich würde sie mir dann gern mal anschauen und die Welpen impfen lassen, wenn sie soweit sind. Eventuell kann die Mutter dann auch schon sterilisiert werden.

Nachdem ich mich von Ramona und Samira verabschiedet habe, fahre ich zum Makro und kaufe Leber sowie eingefrorenes Hundefutter ein. Diese Ration muss eine Woche reichen, da ich morgen nun endlich den Wagen zur Reparatur bringen kann. Die wird dann hoffentlich nicht länger als eine Woche in Anspruch nehmen. 

Für halb sechs verabrede ich mich mit Louise, um die Hündin zur Untersuchung ihres verletzen Hinterlaufs nebst Sterilisierung in die Klinik zu bringen. Da ich Dr. Sam drei Hunde zur Sterilisation bringen kann, fahre ich auf dem Wege an der Nongprue Polizeistation vorbei, in der ich einen Hund gesehen hatte, den ich ebenfalls sterilisieren lassen will. Da ich die Hündin nicht entdecken kann spreche ich zwei Polizisten an, die mir erklären, dass alle Hunde auf dem Gelände nach Plutaluang verbracht worden sind. 

Mit schwerem Herzen fahre ich in die Soi Wat Bun, wo Louise schon auf mich wartet. Sie hat sich in den vergangenen Tagen mit einigen der Hunde an der Feuerwache angefreundet und so bekommen wir die verletzte Hündin und auch eine zweite problemlos in die Käfige. Auch in der Klinik sind die beiden sehr lieb. Bei der Untersuchung des verletzten Laufes stellt Dr. Sam fest, dass vermutlich eine Fraktur vorliegt. Eine Röntgenuntersuchung wird da Klarheit bringen. Dr. Sam möchte die aber erst nach der Sterilisation durchführen. Beide Hunde erhalten die übliche Behandlung gegen Wurm-, Floh- und Zeckenbefall und werden gegen Räude gespritzt, die bei ihnen in leichterer Form vorliegt.

Von der Klinik aus fahre ich zu Ba Bät und liefere 20 kg Reis und ihren Obolus ab. In der Vorhalle fülle ich die noch halb gefüllten Trockenfutterbehälter auf und erneuere das Wasser. Dann gehen wir an den Strand. Alle Hunde, außer Nema die nie mitgeht, sind dabei. Bei den Booten erkenne ich Toby, Rocky und Prince mit Aisha, Roscoe und den anderen Hunden. Am Sala sehe ich Carla und ihren Bruder. 

Als ich aus dem hinteren Tor herausfahre, denke ich an Bonnie und Tessa und dass ich sie vermutlich nie mehr wiedersehen werde. Als ich aber an der Stelle, an der sie sich immer aufgehalten haben, vorbeifahre, sehe ich plötzlich Tessa am Rande der Gasse und gleich darauf auch Bonnie, als ich anhalte. Beide kommen zu mir an die geöffnete Tür und die Wiedersehensfreude ist beiderseitig. Vermutlich ist sie aber größer bei mir, denn Tessa und Bonnie werden sich sicher nicht so viel Sorgen um meine Abwesenheit gemacht haben. Beide Hunde sehen gut aus und tragen noch ihr Halsband. Sie haben offensichtlich eine Futterstelle gefunden. 

Mit nun leichterem Herzen fahre ich in die Thepprasit Road und bringe dem Wachmann, der für Silver und die anderen Hunde sorgt, das monatliche Trockenfutter. Der Wachman an der Pattaya Mail erklärt mir, dass seit einiger Zeit ein Ausländer die Hunde dort versorge und ich ihm kein Futter mehr zu bringen bräuchte. Alle fünf Welpen kommen angerannt und schnuppern an meinen Händen. Sie erwarten wieder mit Wurststückchen gefüttert zu werden, aber dieses Mal habe ich keine dabei. Der Wachman sagt, dass er schon eine deutliche Verbesserung des Räudebefalls um die Augen der Welpen festgestellt habe. Die Behandlung muss aber wöchentlich fortgesetzt werden. 

Der Wachmann erkundigt sich nach Jori. Ich erkläre ihm, dass sie in zwei Wochen wieder zurückkehren könne. Er aber meint, dass er es besser fände, wenn sie bei mir bliebe. 

Ich fahre weiter zu Em und liefere weitere 15 kg Trockenfutter ab. Nora gehe es gut. Sie laufe viel herum und sei mit Mudita und Nicky zusammen. Ich frage Em ob sie wüsste, wo Billy, Buck und Bliss abgeblieben seien. Sie sagt, dass sie Billy und Buck häufig sehe. Die beiden leben nun hinter dem Talat Rung Roht. Bliss habe sie allerdings auch schon lange nicht mehr gesehen.

Jori und Pong haben den ganzen Tag mit den Hunden draußen verbracht. Sie scheinen nun einigermaßen akzeptiert zu sein. Ui möchte sie jedoch über Nacht im Haus wissen, da sie ja beide noch recht anfällig seien und sie sie dort auch besser füttern könne. Ihr Wunsch ist mir Befehl und so liegen die beiden Hunde schlafend neben mir während ich dies hier schreibe.

Donnerstag, 27. August 2015

Heute Vormittag ist intensive Schreibtischarbeit angesagt. Am frühen Nachmittag hole ich Pong und Jori aus der Klinik. Sie sind beide sehr lieb und lassen sich brav in die Käfige verfrachten. Sie, die noch nie unterwegs waren, scheinen die Fahrt zum Haus interessant zu finden, denn immer wenn ich nach ihnen blicke, sitzen sie aufrecht und schauen herum. 

Ui und ich schaffen die Käfige durchs Tor und die übliche Traube bildet sich um die beiden Neuankömmlinge. Jori zeigt überhaupt keine Angst und Pong knurrt nur ein bisschen. Da beide Hunde noch sehr rekonvaleszent sind, bringen wir sie erstmal ins Haus, wo sie sich in Ruhe an die neue Umgebung gewöhnen können. Ui stellt ihnen Trockenfutter und Wasser hin und sie bedienen sich bald darauf. Der Stress scheint sich für sie in Grenzen zu halten. 

Nach einer Stunde möchte Jori hinaus. Der einzige der Jori anbellt ist Lennard, der sich anscheinend mehr und mehr in die Meute integriert. Er läuft nun schon öfters hinter mir her und imitiert Yaya, Prana oder Amy die die Angewohnheit haben mir schon mal freundschaftlich an der Hose zu knibbeln. Jori beeindruckt die Kläfferei wenig und sie kommt dann auch bald wieder ins Haus, nachdem sie ihr Geschäft erledigt hat. 

Für Pong öffne ich die Tür auch, sie allerdings zieht es vor vorerst im Haus zu bleiben. Pong kennt mich ja eigentlich garnicht und so beschäftige ich mich mit ihr etwas mehr als mit Jori. Sie ist sehr freundlich und ich habe schnell ihr Zutrauen erlangt. 

Abends drängelt sich Sparky ins Haus. Sie ist ja auch sehr umgänglich und so liegen zeitweise die drei Hunde und Leila bei mir im Bürozimmer. Leila hat sich mittlerweile an die Hunde, die ab und zu bei mir auftauchen, gewöhnt und fährt nur ihre Krallen aus, wenn ihr einer der Besucher zu Nahe kommt. Das passiert bei jedem Hund gewöhnlich nur einmal, dann haben sie die Lektion gelernt. 

Bei Pong vermute ich, dass sie mit Katzen zusammen gelebt hat, denn sie verhält sich gegenüber Leila völlig entspannt. Von Jori weiß ich, dass es dort, wo sich lebt, keine Katzen gibt. Aber auch sie zeigt Leila gegenüber kein Interesse.

Mittwoch, 26. August 2015

Buffy, Bunnie und Maisha haben die Nacht draußen verbracht und es geht ihnen gut. Bei allen dreien sitzt das Pflaster noch. Nach der morgendlichen Fütterung bekommen sie jeweils Doxicyclin. 

Am späten Vormittag fahre ich zur Klinik, um mit der Assistentin in die Soi Chaiyapruek zu fahren. Auf dem Wege dorthin erkundige ich mich in der NPW Klinik, ob sie dort einen Blowdart Service mit Hilfe eines Luftdruckgewehrs (blow gun) anbieten. Das Blowdarten mit dem Blasrohr hat nur eine geringe Erfolgsrate, da der Hund nicht weiter als ca. fünf Meter entfernt sein und sich nicht groß bewegen darf. Ein Gewehr hat eine Reichweite von bis zu 25 Metern. 

Ich spreche mit einem der Hundefänger der NPW Klinik. Er erklärt mir, dass der Hund sich in einem kontrollierbaren Zustand befinden müsse, um ihn blowdarten zu können. Das ist genau das, was ich eigentlich nicht hören wollte. Selbst Straßenhunde, die es gewohnt sind mit Menschen zusammenzuleben, werden sofort misstrauisch wenn ein Fremder ihr Territorium betritt und sollte er etwas Ungewöhnliches in der Hand halten, gehen sie sofort auf Abstand. Wenn ein Blowdartversuch daneben geht, ist es ausgesprochen schwierig den Hund, oder auch die Hunde, die bei der missglückten Aktion dabei waren, noch einmal in Reichweite des Blasrohrs zu bekommen. Ein Hund in einem kontrollierbaren Zustand kann im Prinzip auch mit einem Netz gefangen werden. 

Da ich schon mal in der Soi Nernplubwan bin, schaue ich nach Nelly, die ein paar Hundert Meter weiter auf einem Parkplatz liegt und schläft. Jemand hat ihr ein Halsband verpasst. Ich weiß nicht ob sie mich wiedererkennt, aber auf Grund ihres freundlichen Wesens lässt sie sich von mir streicheln und folgt mir als ich nach dem Rüden suche, mit dem ich sie zuvor gesehen hatte. Der aber bleibt verschwunden. Nelly geht es gut und sie läuft wieder völlig normal.

Mit der Assistentin fahre ich zu dem Gelände, auf dem sie die Hündin versorgt. Pong, wie die Hündin heißt, ist sehr lieb und lässt sich ohne Probleme in den Käfig stecken. Sie wird noch heute sterilisiert werden und morgen werde ich sie dann bis zum Fädenziehen zu mir nehmen.

Skinny kommt nun jeden Nachmittag aus ihrer Buchte und liegt im Hof, allerdings immer noch in Reichweite zum hinteren Bereich, in den sie schnell zurücklaufen kann, wenn sie Gefahr wittert.

Am Abend informiert mich Dr. Sam darüber, dass er bei Pong Pyometra, eine hormonell bedingte Gebärmutterentzündung, festgestellt hat. Die Therapie der Wahl ist eine Ovariohysterektomie, das ist die Entfernung der Gebärmutter, der Eierstöcke und der Eileiter. Die Ovariohysterektomie ist auch genau das, was unter der Sterilisation von weiblichen Hunden verstanden werden muss. Die antibiotische Nachbehandlung beim Vorliegen von Pyometra nimmt allerdings normalerweise länger als eine Woche in Anspruch. Die Prognose für eine vollkommene Heilung ist gut.

Der Heilungsprozess der Amputationswunde von Jori schreitet gut voran. Dr. Sam hat heute Nachmittag die Fäden gezogen und mir erlaubt Jori morgen zu mir zu nehmen. K9Aid.org war so freundlich Jori als Fall vorzustellen, damit ich ihre Behandlungskosten decken kann. Hoffen wir, dass das angegebene Spendenziel erreicht wird.

Dienstag, 25. August 2015

Am frühen Nachmittag fahre ich nach Jomtien, um nach Lek zu sehen. Die Resultate des Bluttests und des zytologischen Test liegen zwar noch nicht vor, ich möchte aber feststellen, ob die Schwellung auf Leks Nase nach der Punktierung bleibend zurückgegangen ist. Das ist leider nicht der Fall. 

Ich gebe einem Taxifahrer auf der anderen Straßenseite 14 Kapseln Cephalexin 250 mg und zehn Ivermectin Tabletten. Er hatte mich beim vorigen Mal zu einem Hund geführt, der etliche offene Stellen auf seinem Rücken aufweist. Die Cephalexinbehandlung solle eine Woche lang durchgeführt werden und die Ivermectinbehandlung zwanzig Tage.

Anschließend fahre ich in die Klinik und hole Bunnie, Buffy und Maisha ab. Sie sind ganz erleichtert mich wiederzusehen. Das Tuch hat nur noch für Bunnie gereicht, hoffen wir, dass Buffy und Maisha genauso brav sind wie es Nura und Lina waren und nicht am Pflaster herumknibbeln. 

Dr. Sams Assistentin kann keine Transportmöglichkeit für den Hund, den sie sterilisieren lassen möchte, organisieren und so verabreden wir ihn morgen um 11 Uhr gemeinsam abzuholen.

Am Abend informiert mich Dr. Sam über das Resultat des Bluttests von Lek. Lek leidet an Blutparasiten und weist eine zu niedrige Anzahl von Blutplättchen auf. Die übliche Therapie ist eine wochenlange Behandlung mit Doxicyclin. Da ich der Frau, die sich angeblich um Lek kümmert, nicht zutraue eine zweimal tägliche Verabreichung zu gewährleisten, denke ich daran Lek für die Dauer der Behandlung zu mir zu nehmen. Allerdings möchte ich zuerst das Resultat des zytologischen Tests abwarten.

Montag, 24. August 2015

Sigi schreibt mir gestern, dass Julie, eine Anwohnerin in Süd Pattaya, eine verletzte Hündin ausgemacht hat und darum bittet ihr zu helfen. Ich verabrede mich mit Julie für den späten Vormittag und frage Louise, die in der Soi Wat Bun lebt, in der Julie auch den verletzten Hund und einige andere dort füttert, ob sich mich unterstützen könne. 

Nachdem ich meine Gartenarbeit verrichtet habe, lade ich Bunnie, Buffy und Maisha ins Auto und fahre sie in die Klinik. 

Anschließend treffe ich mich mit Louise und Julie. Wir finden die verletzte Hündin sofort, Louise und ich können ihr jedoch nicht nahe kommen. Zu Julie hat sie Vertrauen, aber Julie hat wenig Erfahrung mit Straßenhunden und kann sie nicht aufnehmen, um sie in einen meiner Käfig zu stecken. Die Hündin kann auf ihrem rechten Hinterlauf nicht auftreten, läuft aber auf drei Beinen noch recht flink und scheint keine Schmerzen zu haben. Julie berichtet, dass die Verletzung wohl schon eine Woche alt sei. 

Wir sehen auf einer großen Freifläche mindestens ein Dutzend Hunde und aus einem Haus am Rande der Fläche kommt eine alte Frau mit zwei Welpen, die verzeckt und räudig sind. Louise nimmt sie in ihren Beiwagen auf und bringt sie in die Chaiyapruek Klink. Zuvor erklärt sie sich bereit, regelmäßig nach den Hunden auf der Freifläche zu schauen und eine Sterilisation der Hündinnen dort zu organisieren. Sie will Sek bitten ihr dabei zu helfen. 

Geld dafür müssen wir noch auftreiben. Falls sich jemand von euch mit einer Spende an dieser Aktion beteiligen möchte, wären Louise und ich euch sehr dankbar. Deutsches, Thai und Paypal Konto findet ihr unter "Ausgaben- und Spendenliste".

Sonntag, 23. August 2015

Unsere Geduld mit Skinny zahlt sich allmählich aus. Ui hat sie ja schon öfter im Hof gesehen und ich sie durch das Fenster im hinteren Bereich, aber heute macht mich Ui darauf aufmerksam, dass Skinny im Sandbereich mit Yoshi spielt. Auch während die anderen Hunde um sie herumtoben bleibt sie ganz entspannt liegen und scheint den Trubel zu genießen. 

Lady macht mir zur Zeit etwas Sorge, da sie sich um Bully entwickelt. Sie hatte ja schon einige Zeit Probleme mit Nadia und will nun auch Sparky dominieren. Beide Hunde wollen deshalb tagsüber im Haus bleiben. Sie sind ja beide superlieb und vertragen sich auch mit Leila, aber zum Dauerzustand kann ich das nicht werden lassen.  

Lennard scheint sich ein wenig in die Meute integrieren zu wollen. Er ist mittlerweile recht zutraulich zu mir und lässt sich nicht mehr jagen. Solange Luna nicht Fersengeld gibt, folgen ihr die anderen Hunde auch nicht, sobald sie aber versucht in den hinteren Bereich zu laufen, wird bei der Meute der Jagdinstinkt freigesetzt und fünf, sechs Hunde verfolgen sie, bis sie im inneren Bereich auf eine Arbeitsfläche springt. Zuweilen habe ich das Gefühl, sie versteht das auch als Spiel, denn sie weiß genau, dass die sie verfolgenden Hunde ihr nicht auf die Arbeitsfläche folgen.

Bunny, Buffy und Maisha sind morgen für ihre Sterilisation vorgesehen. Über Nacht separiere ich sie im inneren Bereich, damit sie nichts mehr zu fressen finden können.

Samstag, 22. August 2015

Seitdem Lady wieder zurück ist, ist auch Kami nun zuweilen ein wenig knurrig, insbesondere zu Flake, die allerdings auch nicht ohne ist und zu Amy, die aber erfreulicherweise zurückknurrt. Im Allgemeinen halten sich die Kabbeleien in Grenzen, obwohl ich heute Morgen feststellen muss, dass Lina, die sich normalerweise aus allen Streitereien heraushält, leicht humpelt. Eine Verletzung kann ich allerdings nicht entdecken. 

Sparky liegt auf der kleinen Terrasse und wenn Lady ihr zu nahe kommt, fletscht sie die Zähne. Immer wenn zwei Hunde Probleme miteinander haben nehme ich sie beide dicht zu mir, halte sie und spreche mit ihnen. Da sie es beide gut mit mir halten wollen, sind sie dann auch ganz ruhig und wenn ich sie entlasse, gehen die Streithähne / hennen sich normalerweise erstmal wieder aus dem Wege. 

Am Nachmittag fahre ich zu Khun Bun, um nach Patty und Coco zu schauen und um Patty die Fäden zu ziehen. Pattys Wunde ist gut verheilt. Coco und sie fühlen sich nach wie vor sehr wohl mit Khun Bun in ihrem großen Haus. Sie begrüßen mich wie einen alten Bekannten, aber machen keine Anstalten mit mir zu gehen, als ich mich verabschiede. 

Ich rufe Mario an um zu erfahren wie es ihm mit Kimba geht. Er berichtet, dass Kimba sich gut eingewöhnt hat und sogar an der Leine Gassi geht.

Freitag, 21. August 2015

Mario meldet sich für den Vormittag an. Er teilt mir mit, dass Lady sich nicht einleben will. Sie sei bereits zweimal weggelaufen und liege nun nur noch teilnahmslos in einer Ecke. Mario bittet mich Lady zurückzunehmen und ihm zu erlauben sich einen anderen Hund auszusuchen. Natürlich fällt mir sofort Kimba ein und tatsächlich, als Mario am Tor erscheint und Kimba sieht, will er ihn sofort mitnehmen. Zuerst jedoch nehme ich Lady in Empfang, die sichtbar froh ist wieder bei uns zu sein. Kimba lässt sich willig ein von Mario mitgebrachtes Halsband umlegen und springt von selbst zu Marios Maid ins Auto. Dieses Mal scheint also die Chemie besser zu stimmen, aber ob es wirklich passt, wird sich erst in den kommenden Tagen herausstellen.

Mario fährt mit Kimba davon und Lady wetzt ganz aufgekratzt durch Hof und Garten. Ob wir sie jemals vermitteln können steht wohl nun in den Sternen.

Wan Song hat mich gebeten ihr noch einmal Trockenfutter zu bringen. Das vorige Mal hatte ich ihr Bog Dok 20 % Protein gebracht, das den Hunden nicht so mundet. Die ziehen Apro 15 % mit mehr Balaststoffen vor. Diese Erfahrung habe ich auch schon mit den Hunden im Haus gemacht. Wenn es Bog Dok gibt bleiben die Futterschüsseln halb voll. Damit auch die Proteinzufuhr gewährleistet ist, bitte ich Ui das Apro mit Bog Dok 26 % für kleine Rassen zu mischen.

Bevor ich mich zu Wan Song auf den Weg mache, meldet sich Josie, die sich auch gelegentlich um Straßenhunde kümmert, an. Josy möchte helfen Kimba und Sparky zu vermitteln und ist natürlich ganz überrascht wie schnell Kimba anscheinend ein neues Zuhause gefunden hat. Ich bitte Josie Kami an Kimbas Stelle versuchen zu vermitteln und sie macht etliche Fotos von Sparky und Kami. Josie ist so freundlich uns 60 kg Trockenfutter dazulassen.

Nachdem sie gefahren ist, fahre ich zur Thappraya Road in Jomtien, wo zwei Touristinnen aus Deutschland auf mich warten. Samira und Ramona hatten mir gestern berichtet, dass sie einen Rüden mit einer Geschwulst auf seinem Nasenrücken entdeckt haben. Sie bitten mich mir den Hund mal anzusehen. Ich treffe die beiden an einem sehr einfachen Straßenrestaurant und wir finden den Hund auch gleich. Es stellt sich heraus, dass sich die Betreiberin des Restaurants um ihn kümmert, allerdings nicht so wie es sein sollte. Lek, so heißt der Rüde, weist diese Geschwulst nach Aussagen der Frau schon mehr als ein Jahr lang auf. Zudem trägt er ein verrostetes Kettenhalsband, das seinen Nacken seit Langem aufgeschürft hat. Ich nehme ihm die Kette ab und frage Samira und Ramona ob sie sich an den Kosten für eine Untersuchung beteiligen wollen; sie geben mir 1,000 Baht.

Wir quetschen Lek in die für ihn eigentlich zu kleine Box und ich fahre mit ihm zu Dr. Sam. Die Geschwulst wird punktiert und die Flüssigkeit untersucht. Dr. Sam kann keine Krebszellen entdecken, allerdings aber Sporen, die auf eine Pilzinfektion hindeuten könnten. Eine genaue Diagnose könne nur mittels eines zytologischen Tests gestellt werden. Da Lek räudig ist bekommt er eine Ivermectininjektion und er wird gegen Flöhe und Zecken behandelt. Das Testergebnis wird erst in einigen Tagen vorliegen und deshalb bringe ich Lek erst einmal an seinen alten Platz zurück.

Ein Taxifahrer dort zeigt mir noch einen anderen Hund, der einige offene Stellen auf seinem Rücken aufweist. Ich verspreche dem Taxifahrer in den kommenden Tagen wieder vorbeizukommen. Ich werde ihm dann Cephalexin und Ivermectin Tabletten geben.

In Naklua kaufe ich schnell einen 20 kg Sack Apro und bringe ihn zu Wan Song. Anschließend fahre ich wieder in die Klinik, um Tara abzuholen. Mit etwas Geschick bringen wir sie in die Box und ich fahre sie zu den Slumleuten. Dem alten Mann, der sich um die Hunde dort kümmert, gebe ich 10 Doxicyclintabletten und schärfe ihm ein, Tara täglich eine zu verabreichen. Ich hoffe, dass das Shirt dieses Mal ein paar Tage lang hält, sodass es keine Probleme mit der Wundheilung geben wird.

Zurück im Haus berichtet mir Ui, dass sich Lady mit Sparky angelegt hat und dass sie Sparky deshalb zu sich genommen hat. Ich denke, dass wir das Problem morgen im Laufe des Tages in den Griff bekommen werden.

Donnerstag, 20. August 2015

Carlas und Nuras Operationswunden sind nun zugeheilt und ich ziehe ihnen die Fäden. Chukis Behandlung ist auch vorläufig abgeschlossen und da ich Karin versprochen habe Kimba und Sparky für eine gewisse Zeit aufzunehmen, lade ich Carla und Chuki auf und fahre mit ihnen zum Wat.

Carla läuft sogleich zum Sala und wird vom Obdachlosen und ihrem Bruder freundlich begrüßt. Sie kommt aber schnell zu Wagen zurück gerade als ich Chuki entlasse. Carla scheint ein wenig hin und hergerissen, wird sich aber sicher schnell wieder an ihre alte Umgebung gewöhnen. Außerdem sehen wir uns ja alle paar Tage. Chuki verhält sich wie zuvor Jira und ist sofort wieder eingewöhnt. Sie begleitet uns auf dem Strandgang und die Vorhallenhunde nehmen sie nur zu Kenntnis. Erfreulich ist, dass uns auch Satya begleitet. Ich fülle die nur halb leeren Futterbehälter auf und erneuere das Wasser.

Dann fahre ich direkt nach Hause, um Rudi und Silver zurückzubringen. Rudi ist schon öfters hin und hergebracht worden und so ist die Rückführung für ihn Routine. Silver war ja etliche Wochen weg und so beschnuppern sie die anderen Hunde erstmal, bevor sie wieder aufgenommen wird. Malee verweigert auch dieses Mal das Ivermectin, allerdings hat sich ihre Räude überraschend gebessert. Ihr Bruder frisst die Wurststückchen. Sein Zustand scheint stabil zu sein.

Ich gehe rüber zu den Welpen an der Pattaya Mail und gebe Vieren von ihnen Ivermectin. Der schwarze männliche Welpe taucht auf und verschwindet gleich wieder. Der braune Rüde ist nach wie vor scheu, aber frisst das hingeworfene Wurststückchen. Der schwarze und der schwarz-weiße weibliche Welpe sind nun recht zutraulich und fressen mir wie auch der schwarz-weiße Rüde aus der Hand.

Von der Thepprasit aus fahre ich zum Makro und hole die wöchentliche Ration Hundefutter. Anschließend geht es weiter zur Klinik. Nelly läuft nun völlig normal und so entschließe ich mich sie zur Soi Nernplubwan zurückzubringen. Tara werde ich dann morgen den Slumleuten zurückgeben. Joris Zustand ist den Umständen entsprechend zufriedenstellend. Sie frisst, ist ruhig und geduldig.

Ich fahre mit Nelly zu dem Parkplatz auf dem Klaus sie gefunden hatte und vereinige sie mit dem freundlichen Rüden, der mit ihr zusammen ist. Ich spreche eine junge Frau an, die in einem Container am Parkplatz sitzt und frage sie nach Hunden. Sie erklärt mir, dass die beiden und ein schwarzer Rüde von jemandem ausgesetzt wurde und dass sie nun von ein paar Leuten versorgt werden. Klaus hatte mir zuvor berichtet, dass ein schwarzer Hund vom Parkplatz totgefahren wurde. Das Puzzle setzt sich also zusammen und nun scheint auch klar zu sein, dass Nelly von ihrem einstigen Besitzer sterilisiert wurde.

Zuhause angekommen, benachrichtige ich Karin, dass Bua nun Kimba und Sparky bringen könne. Bua kommt ein paar Minuten später und wir schieben die Boxen durchs Tor. Mit der Eingliederung der beiden Hunde erwarte ich keine Probleme. Sie sind es gewohnt sowohl bei Mali in Tha Mai als auch bei Karin mit vielen Hunden zusammenzuleben.

Kimba und Sparky kommen auch sofort aus den Boxen hervor nachdem wir deren Türen geöffnet haben und erkunden die neue Umgebung mit einer Selbstverständlichkeit, die die Haushunde offensichtlich verblüfft. Die größeren Hunde stehen um Kimba und Sparky herum oder folgen ihnen mit Abstand. Nach einer Weile fangen die Kleinen, das sind vor allem Leela, Maisha, Darya und Yobo an zu bellen, auch Lennard und Luna stimmen bald darauf ein. Diese nervige Bellerei dauert über eine Stunde, ohne dass sich Kimba oder Sparky aus der Ruhe bringen lassen. Selbstverständlich stauchen Ui und ich die lästigen Kläffer ein paar mal zusammen, aber die Wirkung hält nicht lange an.

Kimba und Sparky sind sowohl zu mir als auch zu Ui sehr zutraulich und kommen immer wieder zu uns. Ich laufe mit ihnen ein paar mal ums Haus und sie folgen mir ohne jegliche Ängste. Nach Einbruch der Dunkelheit ist dann endlich durchgehend Ruhe und auf meinem abschließenden Rundgang sehe ich, dass Kimba und Sparky schon ihren Platz für die Nacht gefunden haben.

Mittwoch, 19. August 2015

Carla und Amy haben die Nacht draußen verbracht, Selina durfte noch bei Ui im Zimmer schlafen. Amy ist nun voll akzeptiert und tollt schon mit den anderen Hunden herum, während ich meine morgendlichen Arbeiten verrichte. 

Am frühen Vormittag fahre ich in die Klinik. Dr. Sam hat mir angeboten, bei den Sterilisationen von Tara und Nelly dabei zu sein. Nelly ist als erste dran, sie wird narkotisiert und ihr Bauch rasiert. Dabei stellt Dr. Sam eine Narbe fest, die exakt einer Sterilisationsnarbe entspricht. Nelly ist also schon sterilisiert worden. Sie wird wieder in ihren Käfig gelegt und Tara wird für die Operation vorbereitet. Der Schnitt ist nur drei Zentimeter lang. Dr. Sam entnimmt die Ovarien und den Uterus, vernäht von innen und von außen. Die Operation dauert etwa 45 Minuten und wird von Dr. Sam sehr geschickt und routiniert vorgenommen. Tara bekommt ein Shirt angelegt und wird in ihren Käfig zurückgebracht. Beide Hunde bleiben bis morgen in der Klinik. 

Mittlerweile weiß ich auch wer Ann ist. Ich hatte sie zusammen mit einigen anderen Hunden von der Thepprasit Road sterilisieren lassen und sie damals Jori genannt. Sie ist die Mutter von Cosmo, der Staupe überlebt hatte und später abhanden kam. Jori ist mir irgendwie vom Radar gerutscht, sodass ich sie nicht mehr wiedererkannte. Jori erholt sich weiterhin in der Klinik von der Amputation und bleibt auch auf Anraten von Dr. Sam noch so lange dort, bis die Fäden gezogen werden können. 

Ich rufe Klaus an um ihn zu fragen, ob er sich nach einem möglichen Besitzer von Nelly erkundigen kann. Er sagt zu das zu tun. Dr. Sams neue Assistentin fragt mich, ob ich nicht auch einen Hund sterilisieren lassen könne, für den sie auf der Straße sorgt. Ich sage zu und sie wird den Hund am Wochenende in die Klinik bringen. 

Auf dem Weg nach Hause halte ich beim Snoop Dog Futterhandel und kaufe 90 kg Trockenfutter. Mali kommt und bringt uns 250 kg Reis. Der wird wieder für ein paar Wochen langen. 

Stewart hatte sich für den Nachmittag angesagt und kommt mit seiner Frau Phai vorbei. Die beiden haben 8 Hunde aufgenommen und insbesondere Stewart ist ein sehr engagierter Hundefreund. Wir tauschen uns lange aus und nachdem die beiden gegangen sind, schnappe ich mir Luna und massiere ihren Abszess mit einem heißen Tuch. Anschließend wird sie gebadet, genauso wie Rudi, Leela, Silver, Chuki und Nacho, die danach dran sind. 

Bei Einbruch der Dunkelheit zieht sich der Himmel zu und recht stürmischer Wind kommt auf. Ich hoffe auf Regen, aber der bleibt aus.

Dienstag, 18. August 2015

In der Nacht entscheiden sich Carla und Amy nochmal für einen Platzwechsel und schlafen bis um sechs Uhr bei mir im Zimmer. Ich nehme beide mit nach draußen und mache mich an die Gartenarbeit. Obwohl Carla es vorzieht im Haus zu bleiben, kommt sie jedoch auch mit den Hunden draußen gut zurecht. Amy versucht sich mit allen Hunden anzufreunden und die sind auch recht nett zu ihr. 

Um neun Uhr lade ich die Box und einen Käfig auf und verfrachte Lina und Luna darin. Wir fahren zum Wat Kao Magok, wo ich Christine 20 Einheiten Detick gebe. Anschließend fahren wir in die Klinik. Dr. Sam betastet Lunas Abszess und meint, dass heiße Massagen die restliche Schwellung vermutlich verschwinden lassen werden. Die Infektion an Linas Wunde ist geringfügig. Er zieht ihr die Fäden und verpflastert die Wunde noch einmal. Danach bringe ich die beiden wieder nach Hause.

Vor ein paar Tagen war ich mal wieder bei Sita, Titan und Nero, die in einem Slum zwischen Baan Amphur und Bang Saray leben. Sita hatte ich schon vor gut einem Jahr sterilisieren lassen, Titan und Nero sind Rüden. Ich hatte die Leute gefragt, ob sie mittlerweile wieder eine Hündin haben, die sterilisiert werden sollte und sie sagten, sie hätten eine. Ich hatte den Leuten zugesagt die Hündin heute abzuholen. 

Gerade als ich mich auf den Weg machen will, ruft mich Klaus an, der in der Soi Nernplubwan eine junge Hündin gefunden habe, die vermutlich angefahren worden sei. Ich lade Jira auf, die ich wieder zum Wat bringen will, da ihre Kehlwunde nun völlig verheilt ist, und fahre zu Klaus. Er zeigt mir die Hündin, die ganz lieb ist. Eine offensichtliche Verletzung kann ich an ihrem Hinterlauf nicht ausmachen. Ich nehme sie auf und bringe sie in die Klinik. Dr. Sam ist gerade beschäftigt und so fahre ich direkt weiter zum Wat. 

Jira ist glaube ich ganz froh wieder in ihrer alten Umgebung zu sein, die anderen Hunde akzeptieren sie sofort, als wäre sie nie weg gewesen und sie begleitet uns auch auf unserem Strandgang, nachdem ich die Behälter gesäubert und gefüllt habe. Im Wat selbst schaue ich nach Bonnie und Tessa, finde aber keine Spur von ihnen. 

Anschließend fahre ich zu den Slumleuten und einer der Männer dort bugsiert die Hündin, die ich Tara nenne, in die Box. Das verläuft nicht ganz problemlos, aber schließlich schaffen wir es doch die Boxentür zu verschließen. 

In der Klinik kommt zuerst Nelly, die Hündin von der Soi Nernplubwan, auf den Behandlungstisch. Auch Dr. Sam kann keine offensichtliche Verletzung feststellen und nachdem wir Nelly wieder auf den Boden gesetzt haben, läuft sie eigentlich ganz normal. Vielleicht hat sie nur einen leichten Schlag abbekommen oder ist gezwackt worden. Zuweilen humpeln die Hunde danach eine Weile und dann ist es wieder gut. Wir entscheiden uns Nelly morgen erst mal zu sterilisieren und dann noch mal nach ihrem Hinterlauf zu schauen. 

Da ich Tara überhaupt nicht kenne und nicht weiß wie sie sich verhält wenn ich sie anfasse, hebe ich den Deckel der Box ab und nähere mich ihr vorsichtig. Nachdem ich sie aber berührt habe, merke ich dass sie gutmütig ist, nehme sie auf den Arm und trage sie ins Behandlungszimmer. So wie Nelly zuvor wird sie untersucht, entwurmt und gegen Zecken behandelt Auch sie hat keine offensichtlichen gesundheitlichen Probleme und kann wie Nelly morgen Vormittag sterilisiert werden.

Montag, 17. August 2015

Amy hat die Nacht im Wohnraum verbracht und ist immer noch recht scheu. Während ich im Garten arbeite, sitzt sie auf der kleinen Terrasse, die in den Hof und den Garten schaut. Die Hunde kommen und beschnuppern sie und keiner von ihnen ist ihr gegenüber feindselig. Trotzdem zieht es Amy vor allein zu sein. Sie ist offensichtlich mental nicht so robust wie es Leela, Flake oder auch Kami ist. Wir müssen wohl ein wenig Geduld mit ihr haben.

Um acht Uhr bin ich bei Karin und wir fahren gemeinsam zum Wat Kao Magok. Das ist einer dieser vielen buddhistischen Tempel, die man hier in Pattaya finden kann, und in jedem von ihnen gibt es Hunde und Katzen, die sich dort eingefunden haben, dort abgegeben wurden oder die dort geboren wurden. Wir treffen Christine, die sich so gut es geht um die Hunde dort kümmert. Besonders die Welpen sind voller Zecken und so machen sich Karin und Bua daran die Tierchen zu entfernen, eine Arbeit, die sehr viel Geduld erfordert. Ich verspreche Christine Zeckenschutzmittel zu besorgen. Ich hatte bei Dr. Sam 30 Einheiten bestellt und könne ihr 20 Einheiten abgeben. 

Vom Wat aus fahre ich nach Hause, lade Amy ein und wir fahren in die Klinik. Dr. Sam untersucht, impft und entwurmt sie und sie bekommt eine Ivermectin Injektion. Von einem Staupe- und einem Parvo Test sieht er ab, da Amy keinerlei Anzeichen der Krankheiten aufweist.  

Anns Amputation ist problemlos verlaufen. Sie ist wach und ruhig. Ihr linkes Auge weist eine abnormale Verengung auf, die noch weiter untersucht werden soll. Ann wird auf jeden Fall noch einige Tage in der Klinik bleiben bis ich sie zu uns holen kann. 

Dr. Sam händigt mir das Antizeckenmittel aus und ich kaufe noch Itraconazole. Er empfiehlt mir Luna vorzustellen, da er sich den Abszess einmal ansehen möchte. Bei diesen Knoten ist ja immer die Gefahr, dass sie sich bösartig entwickeln. Gerade ist Malis Popeye wieder in der Klinik. Er hatte ja den ganzen Körper voll dieser Knoten, die nach mehreren Runden Chemotherapie verschwunden waren. Nun haben sich einige wieder zurückgemeldet. 

Wieder zurück im Haus meldet sich Mario, ein in Pattaya ansässiger Österreicher. Er möchte gern einen großen Hund adoptieren und entschließt sich ziemlich schnell Lady zu sich zu nehmen. Sie sei einem seiner gestorbenen Hunde ähnlich. Ich nehme Lady auf den Arm und trage sie in den Transporter, wo sie von Marios Hausmädchen in Empfang genommen wird. Morgen werde ich mich bei Mario erkundigen, ob Lady sich einleben kann.

Eigentlich sollten Selina, Jira und Carla heute Nacht draußen bleiben. Jira tut das auch, aber Carla und Selina quetschen sich wieder durch die halb-geöffnete Tür. Selina leidet etwas darunter, dass Coco nicht mehr da ist. Die beiden hatten ein enges Verhältnis zueinander. Deswegen zieht es Selina immer in Uis Zimmer, während Carla eher bei mir am Schreibtisch liegt. Nun haben wir aber auch Amy bei uns und die scheint mehr Vertrauen zu Ui zu haben als zu mir. Schlussendlich landen alle drei bei Ui im Zimmer und nur Leila bleibt mir treu. Freut mich vor allem für Amy, die morgen dann hoffentlich etwas aufgeschlossener sein wird.

Sonntag, 16. August 2015

Mittags fahre ich mit Leela in die Klinik, damit sie ihre wöchentliche Ivermectin Injektion bekommt. Dr. Sam bereitet Ann gerade für die Operation vor. 

Auf dem Weg zurück fahre ich bei Khun Bun und Steve vorbei, vor allem um mir Pattys Operationswunde anzusehen. Ich finde Patty und Coco, wie sie bei Khun Bun sitzen, die im Garten arbeitet. Pattys Wunde sieht gut aus. Sie und Coco scheinen sich bereits gut eingelebt zu haben. Sie kommen zwar zu mir aber gehen nach kurzer Zeit wieder zu Khun Bun zurück und folgen mir auch nicht als ich gehe.

Am Nachmittag kommt wie verabredet Khun Sek. Ich hatte ihn gebeten mit mir zum Tuk.com zu fahren, um die Mutter von Said und die andere Hündin, die wir letztes Mal nicht erwischen konnten, zu blowdarten. Khun Sek bittet mich jedoch zuerst in die Naklua Soi 18/1 zu fahren, da dort ein Thai warte, der eine Hündin sterilisierten lassen möchte. Die Hündin lebt auf der Straße und hatte vor fünf Monaten Junge bekommen. Zwei hat der Thai selbst genommen und eines vermitteln können. Das vierte Junge konnte kein zuhause finden. 

Es dauert mehr als eine Stunde bis der Mutterhund präpariertes Futter frisst und dann allmählich zu torkeln anfängt. Sek fängt den Hund mit einem Netz und wir bugsieren ihn in einen der Käfige, die ich mitgebracht hatte. Ich frage den Thai, was mit dem Welpen geschieht und er zuckt nur mit den Achseln. Also nehme ich die Kleine auch mit und wir fahren in eine Klinik in Jomtien, wo die Mutter sterilisiert werden soll. 

Da es schon spät geworden ist, schlage ich vor, zuerst in die Thepprasit Road zu fahren, um zu versuchen Malee einzufangen. Als aber Sek dann schließlich sein Blasrohr geladen hat, ist Malee verschwunden. Um keine Zeit zu verlieren beenden wir die Suche rasch und fahren zum Tuk.com. Leider haben wir dort auch kein Glück. Die beiden Hunde kommen nie in die Reichweite, um einen halbwegs sicheren Schuss abzugeben. 

Da es mittlerweile schon zu spät ist um zu Dr. Sam zu fahren, nehme ich Amy, so nenne ich den Welpen, erstmal mit nach Hause. Ich trage sie in der Box ins Hausinnere und öffne die Tür, sodass sie selbst entscheiden kann, ob und wann sie die Box verlassen möchte. Nach etwa einer Stunde liegt Amy vor der Box und verbringt dort auch die Nacht.

Samstag, 15. August 2015

Gerade als Ui und ich bei der morgendlichen Fütterung sind, schlagen die Hunde an, da jemand am Tor ist. Es stellt sich heraus, dass es Khun Bun ist, die mit Steven, ihrem amerikanischen Mann, schon mal einen von Malis Hunden adoptiert hat. Da einer ihrer beiden Hunde gestorben ist, möchte sie gern wieder einen neuen adoptieren. Khun Bun wirft ziemlich schnell ein Auge auf Coco. Da ihr aber auch Patty gefällt, ruft sie ihren Mann an, ob sie zwei Hunde nehmen könne. Der ist einverstanden und so fahren Ui mit Coco in Khun Buns Auto und ich mit Patty zum gemeinsamen Anwesen von Khun Bun und Steven. 

Ui und ich bleiben eine halbe Stunde, um zu sehen, wie sich die Hunde verhalten. Patty war ja erst vor zwei Tagen sterilisiert worden und ich habe Anfangs Bedenken sie vor dem Fädenziehen wegzugeben. Aber da das Haus von Steven und Khun Bun nur fünf Minuten von uns entfernt liegt und ich Khun Bun genau erkläre, wie sie Patty behandeln muss und ihr für sieben Tage Doxicyclin gebe, entschließe ich mich Khun Buns Spontaneität zu folgen und ihr Patty sofort zu überlassen. Wer weiß, ob sie noch einer Woche genauso fühlt wie heute und Patty ist ja äußerlich nicht gerade der ideale Adoptionshund. 

Khun Bun geht sehr liebevoll mit Coco und Patty um. Patty, habe ich den Eindruck, findet sich schnell in der neuen Umgebung zurecht. Bei Coco bin ich mir nicht so sicher. Sie ist ja total auf Ui fixiert und als wir gehen, möchte sie auch wieder mit ihr gehen. Ui ruft später Khun Bun an, und die sagt ihr, dass sich Coco schon mit Satang, dem Bang Kaew Mischling des Hauses anfreundet. Sollte es irgendwelche Probleme geben, können wir ja auch jederzeit rüberfahren.

Wieder zu Hause versuche ich Carla zu überreden mal nach draußen zu kommen. Sie hatte ja gestern schon eine Zeitlang auf der kleinen Terrasse gesessen und so ist ihr die neue Umgebung nicht ganz fremd. Nach einigem Zögern folgt mir Carla auf die Terrasse. Yaya, Yana, Yota, Luna und natürlich auch Prana kommen und beschnuppern sie. Außer Carlas leichtem Zähnefletschen passiert nicht viel. Nach einigen Minuten lasse ich die Hunde allein und mache mich an ein paar Gartenarbeiten. Schließlich kommt Carla von der Terrasse und begleitet mich. Sie folgt mir auch in den hinteren und den inneren Bereich. Da Carla recht groß und kräftig ist, haben die anderen Hunde einen gewissen Respekt vor ihr und sogar Leela, die immer die erste ist, wenn es gilt Unsinn anzustellen, ist recht brav zu ihr. Zurück im Hof löst sich Carla von mir und erkundet das Gelände. Sie läuft auch in den Küchenvorbereich, wo etliche der Hunde häufig liegen. Es scheint so, dass Carla nun einigermaßen akzeptiert ist und eine halbe Stunde später sehe ich sie schon auf der großen Terrasse inmitten der anderen Hunde.

Während ich dies hier schreibe, höre ich einige Hunde anschlagen und schaue aus dem Bürofenster, aus dem ich den Teil des inneren Bereiches einsehen kann, der an den Hof grenzt. Ich sehe Lennard und Luna vorbeilaufen und dann auch Skinny, die neugierig in den Hof schaut. Als Yaya an der halboffenen Absperrung auftaucht, läuft sie wieder in den inneren Bereich, kommt aber sofort zurück. Skinny bewegt sich  völlig normal mit aufgestelltem Schweif und und ist äußerlich nicht mehr von einem gesunden Hund zu unterscheiden. 

Kami hat mittlerweile ihren Platz gefunden und sich glücklicherweise nicht zu einem Bully entwickelt. Sie ist nun ein ganz normales Mitglied der Meute wie Leela und Flake auch. Ich bade noch schnell Rudi und Leela und fahre dann nach Tongklom, um dem Rüden Ivermectin zu geben. 

Anschließend fahre ich zu Ba Bät und bringe ihr 20 kg Reis. An der Vorhalle werde ich von allen Hunden empfangen. Satya ist auch wieder aufgetaucht. Ich berichte dem Obdachlosen, dass Carla bereits sterilisiert wurde und sich bei uns wohlfühle. Nachdem ich die Behälter gesäubert und aufgefüllt habe, gehe ich mit den Vorhallenhunden an den Strand. Auf dem Rückweg bekomme ich kurz Kontakt zu Prince und Rocky, die noch immer genauso zutraulich zu mir sind wie früher. Leider sehe ich Bonnie und Tessa wieder nicht. 

Ich fahre weiter, um mich mal wieder um Happy und Lucky, die beiden Hunde, die Jos und Pla adoptiert haben, zu kümmern. Obwohl die beiden nicht mehr wiederzuerkennen sind, so sind sie gewachsen, freuen sie sich sehr mich zu sehen. Es geht ihnen gut und sie werden prima von Jos und Pla auf deren großen Anwesen versorgt. Mittlerweile ist noch ein Rüde dazugekommen und vier Kätzchen, die Jos ausgesetzt gefunden hat. 

Auf dem Rückweg in die Stadt halte ich an der Thepprasit Road, um Malee und ihrem Bruder Ivermectin zu geben. Malee verschmäht die Wurststückchen erneut, aber ihr Bruder frisst sie. Ich gehe weiter zu den Welpen an der Pattaya Mail und verteile an sie ebenfalls Ivermectin. 

Ein Wachmann macht mich auf eine Hündin aufmerksam, die von einem Auto angefahren wurde. Es sieht so aus, als sei die linke Vorderpfote gebrochen. Der Unfall sei schon vor 14 Tagen passiert. Obwohl ich dem einen Wachmann meine Telefonnummer gegeben hatte, hat er mich nicht benachrichtigt als der Unfall passierte. Zur Sicherheit gebe ich dem anderen Wachmann nun auch meine Nummer, nehme die Hündin hoch und lege sie in den Käfig, den ich glücklicherweise dabei habe. 

In der Klinik stellt Dr. Sam fest, dass kein Bruch vorliegt, sondern eine Nervenverletzung. Ich sehe nun auch, dass die Oberseite der Pfote aufgeschürft ist. Es liegt der gleiche Fall wie bei Boss und Jina vor, die mir ja leider entwischt ist und die Klaus bisher am Wat Huay Yai noch nicht wiedergesehen hat. Da die Hündin, die ich Ann nenne, die Pfote nicht mehr gebrauchen kann, schlägt Dr. Sam eine Amputation vor, damit Ann die Pfote nicht über den Boden schleift. Ich stimme zu mit der Erfahrung, dass es Boss mit drei Beinen besser geht, als mit einem gelähmten Bein, dass er nicht mehr gebrauchen kann.

Freitag, 14. August 2015

Nach Erledigung der morgendlichen Arbeiten und der Medizinvergabe, treffe ich mittags Werner, einen Schweitzer, der nicht weit von Mabprachan ebenfalls Straßenhunde bei sich aufgenommen hat. Mir war von seiner Existenz bis dato nichts bekannt. Werner hatte sich an Soi Dog gewandt, da in seiner Gegend mehrere Hunde vergiftet worden waren. Soi Dog hatte Karin kontaktiert und so kam die Begegnung zustande.

Wie sich herausstellt, ist Werners Anwesen direkt am Chak Nork Reservoir gelegen und nicht leicht zu finden. Er hat etwa 85 Hunde und etliche Katzen bei sich aufgenommen. Die Hunde laufen wie bei mir frei auf dem Gelände herum, allerdings in mehrere Gruppen getrennt. Nur Hunde, die besonderer Pflege bedürfen oder in einer der Gruppen gefährdet wären, sind separiert. Die Katzen hat er in verschiedenen Räumen seines großen Hauses untergebracht. Da ich es gewohnt bin mit vielen Hunden gleichzeitig umzugehen, ist es für mich kein Problem mich unter Werners Hunde zu mischen und ich bekomme auch ziemlich schnell Kontakt zu einigen von ihnen. Werner hat viel zu erzählen und so vergeht die Zeit wie im Fluge. Als ich mich von ihm verabschiede sind fünf Stunden vergangen.

Meinen vier frisch Operierten geht es gut. Die leichten Infektionen bei Nura und Lina sind beseitigt; Patty trägt noch ihr Shirt und das Pflaster sitzt, genauso wie das von Carla. Patty habe ich die Nacht über bei den anderen Hunden gelassen und Carla hat wieder bei mir im Büro zusammen mit Selina und Leila übernachtet. Alle vier Hunde haben ja einen eher sanften Charakter und so machen sie mir die kritische Woche nach der Operation leicht. Lunas Abszess ist noch fühlbar und wird weiter behandelt.

Donnerstag, 13. August 2015

Am Vormittage fahre ich zum Makro um Nachschub für die hungrigen Mäuler zu besorgen. Anschließend hole ich Patty und Carla aus der Klinik ab. Beiden scheint es den Umständen entsprechend gut zu gehen. 

Im Hof mischt sich Patty sofort problemlos unter die anderen Hunde und Carla nehme ich mit ins Haus. Sie ist nun sehr zutraulich zu mir und liegt bald bei mir am Schreibtisch. Zwischendurch lasse ich sie schon mal einen Blick nach draußen werfen aber sie zieht meine Gesellschaft die der anderen Hunde vor.

Mittwoch, 12. August 2015

Lina und Patty haben die Nacht in den Käfigen verbracht, gefallen hat ihnen die Einkerkerung allerdings nicht. Linas Pflaster ist noch dran und so lasse ich sie heraus. Patty nehme ich mit nach drinnen. Um halb neun fahre ich mit ihr dann in die Klinik. Carla, wie ich die Hündin vom Sala genannt habe, hat die Nacht ebenfalls ohne Probleme verbracht. Sie ist ruhig und zutraulich. Beide Hunde werden noch am Vormittag sterilisiert.

Zurück im Haus erwartet mich viel Arbeit. Ich muss ja heute Morgen Uis Part mit übernehmen. Sie kommt zurück, gerade als ich mittags mit der Morgenarbeit fertig bin und so kann ich endlich frühstücken. Coco, die gestern öfter vor dem Tor gesessen und auf Ui gewartet hatte, bringt sich fast um vor Freude als sie Ui sieht. Ich bin auch froh sie wiederzusehen, denn allein ist die Arbeit kaum zu schaffen. 

Die tägliche Behandlung mit Itraconazole bei Leela, Yaya, Chuki, Nacho, Rudi, Lucy und Yoshi wird fortgesetzt, ebenso wie Rudis, Yayas und Silvers zweimal wöchentliche Behandlung mit Ivermectin. Einer der kleinen, festen Abszesse an Lunas Flanke ist nicht mehr fühlbar. Der Abszess an der anderen Seite ist nun weicher und etwas größer. Lunas Behandlung muss voraussichtlich noch einige Tage fortgesetzt werden.

Ich rufe Dr. Sam an, um mich zu erkundigen wie es Carla und Patty nach dem Eingriff gehe. Sie seien ok sagt er. Ich werde sie dann morgen abholen.