Freitag, 20. Mai 2016

Dina schreibt mir, dass sie die Sterilisation des Mutterhundes im Pinnacle bezahlen will. Ob wir den Hund einfangen können, bleibt abzuwarten. 

Am frühen Nachmittag fahre nach Huay Yai, und hole die Hündin mit der schlecht heilenden Wunde ab und bringe sie in die Silverlake Klinik. Anschließend fahre ich zum Tempelmarkt und liefere 15 kg Reis bei Ba Bät ab. Da wieder Schüsseln an der Vorhalle geklaut wurden, kaufe ich einige neue. Ich mache mit den Hunden einen Strandgang und treffe dabei Samlee, Khao und Nuan, denen es offensichtlich gut geht. 

Am Sala lege ich Trockenfutter aus. Ich treffe Tai wieder und sie erklärt mir, dass Chock Di und Mi Chok adoptiert wurden. Sie berichtet mir auch, dass Panjob keines natürlichen Todes gestorben sei, sondern erschlagen wurde. Zu Rocky bekomme ich wieder Kontakt. Am liebsten würde ich ihn auch mal mitnehmen. Ich glaube, er würde auch wieder aufblühen, wie Toby es gerade tut. Mal sehen, ob er damit einverstanden ist. Jira würde ich auch gern mal wieder baden, aber sie hat andere Ideen und entzieht sich mir. Seit ewigen Zeiten bekomme ich auch mal wieder Kontakt zu Prince, allerdings kann ich mich nur zu ihm setzen und mit ihm sprechen. Solange die Vorhallenhunde um mich herum sind, ist er knurrig. 

Nachdem ich die Behälter an der Vorhalle aufgefüllt habe, fahre ich zum Pinnacle. Dina ist wieder unterwegs, aber ich weiß ja nun wo ich die Welpen finden kann und treffe auch alle drei an. Die Mutter kommt vorbei und schaut mich traurig an, als ich die Welpen aufnehme und mit ihnen zum Auto gehe. Sie tut mir leid, aber ich werde ihre Jungen ja morgen wieder zu ihr zurückbringen. 

In der Silverlake Klinik gebe ich die Welpen ab und informiere die Frau von Dr. Kwanchai, dass sie untersucht, gebadet und geimpft werden sollen. Die Impfstoffe habe ich mitgebracht. Dann holen wir Mom Sam aus ihren Zwinger und ich bringe sie zu Prajuab zurück. Auf dem Wege liefere ich bei Em 15 kg Trockenfutter ab. 

Wieder zu Hause füttere ich die Welpen, verteile die abendlichen Medikamente und gebe Diana und Leila ihre Infusionen. Leila ist den ganzen Tag über sehr ruhig gewesen und hat kaum etwas gegessen. Nachdem ich ihr die Infusion gegeben habe, wird sie wieder etwas lebendiger und ich höre wie sie ihre Krallen schärft. Ihr getrübter Augenausdruck allerdings macht mir Sorgen. Während ich dies hier schreibe schläft Leila bei mir auf einem Sessel im Bürozimmer.

Donnerstag, 19. Mai 2016

Josie kommt heute Vormittag und wäscht Kylie und dazu noch Maisha, Rocco und Nura. Um ein Uhr kommt Nut, die die Stelle von Amporn einnimmt. Amporn hat auf Grund des Zwischenfalls mit Leila entschieden nicht mehr putzen zu kommen. Nut putzt seit Jahren bei Josie und wohnt auf der anderen Seite des Reservoirs. So spare ich mir donnerstags zwei Stunden Fahrerei. 

Während Nut das Haus putzt, wasche ich Toby, Silver, Chuki, Jaha und Nacho. Lucy hat dazu keine Lust und entwindet sich mir. So gebe ich ihr Ivermectin in Nassfutter vermischt. Silver, Chuki, Jaha, Yaya und Nacho lassen sich das flüssige Ivermectin oral verabreichen. Nut arbeitet sehr effizient und hat das ganze Haus in drei Stunden durch. Sie teilt mir mit, dass sie nun immer donnerstags kommen wird. 

Am frühen Abend gebe ich Leila und Diana ihre Infusionen. Leila ist nicht mehr die alte, vor der Vergiftung war sie voller Energie und nun ruht sie viel. Diana sieht man ihr Nierenleiden nicht an und bei ihr habe ich auch die Hoffnung den Wert wieder in den Normalbereich zu bekommen. Ob das bei Leila der Fall sein wird ist eher fraglich. Die Welpen machen weiterhin viel Freude. Hoffen wir, dass der kommende Bluttest auch nachweisbar eine Verbesserung ihres Zustandes erbringt. Süss sind aber alle sieben.

Mittwoch, 18. Mai 2016

Wenn man sich als Ausländer länger als drei Monate im Land aufhält, ist man verpflichtet sich nach Ablauf der neunzig Tage bei der Immigration zu melden. Das ist an sich auch kein Problem, da die Meldung schnell erledigt ist, aber seinen Pass sollte man schon bereithalten. Den habe ich immer im Safe und den kriege ich seit zwei Tagen nicht mehr auf. Glücklicherweise mache ich einen fähigen Schlüsseldienst aus, der das Schloss knackt und mir ein neues einsetzt. Nun kann ich mich auch rückmelden. Sollte ich die Frist verpassen ist eine saftige Strafzahlung fällig.

Anschließend fahre ich zu Dr. Sam, um mir die Testergebnisse für Leila und Diana anzusehen und um meine aufgelaufenen Rechnungen zu begleichen. Leilas und Dianas Creatininewerte sind verbessert, aber noch nicht zufriedenstellend. Dr. Sam bittet mich den beiden eine Woche lang täglich eine Infusion zu verabreichen. 

In der Boonsamphan Klinik und in der NPW Klinik lasse ich Impfungen für Sabai nachtragen. Danach fahre ich nach Hause, füttere die Welpen, versorge Kylie und Bok Luk mit Augentropfen und Toby mit Cephalexin. Toby übrigens hat sich prima eingelebt und wird von den anderen Hunden akzeptiert. Er ist ja im Grunde der Typ, der weder dominant noch unterwürfig ist und fühlt sich offenbar wohler bei uns als am Strand, wo er von den Vorhallenhunden belästigt wird.

Dienstag, 17. Mai 2016

Die vergangenen Tage hat es häufig geregnet und wenn sich so eine Sturzflut ergießt, steht der Garten schnell unter Wasser. Sobald der Regen etwas nachlässt sind die Hunde nicht mehr zu halten und toben in Matsch und Pfützen herum. Entsprechend sehen sie dann auch aus. Mir ist es aber lieber sie sind dreckig und haben ihren Spaß als dass sie sauber in Käfigen hocken. 

Mittags kommen Heidi und Rene auf einen Sprung vorbei. Sie haben sich entschlossen sich in Pattaya niederzulassen und ein Haus ganz in der Nähe von uns gefunden. Während wir uns in der Küche unterhalten fängt es wieder an zu schütten. Sobald es aufgehört hat sind die Hunde wieder im Garten. Mit ihnen auch die Welpen, die nun bereits das gesamte Gelände für sich erobert haben und wie die Großen durchs Wasser toben. 

Dr. Kwanchai informiert mich darüber, dass Dang an TVT leidet. Das ist nicht gut für die Kasse, aber an der Behandlung geht natürlich kein Weg vorbei. 

Am frühen Abend treffe ich einen Bekannten in Pattaya und gehe danach an den Amari Beach, um nach Alana und Boss zu sehen. Ich finde die beiden nach einer Weile. Sie freuen sich mich wiederzusehen und ich freue mich vor allem, dass es ihnen offenbar gut geht. Boss und Alana begleiten mich bis kurz vor den Best Supermarket, wo ich dann auch Rudi antreffe. Die Begrüßungen durch die Hunde sind immer rührend.

Montag, 16. Mai 2016

Der heutige Tag fängt ganz friedlich an und ist dann in der Mitte böse und am Ende traurig mit versöhnlichem Ausgang. 

Somchai kommt heute Morgen und setzt einen kleinen Baum um, den der vorgestrige Sturm umgeweht hatte. Rhonda nimmt mir Aufräumarbeiten im hinteren Bereich ab und am späten Vormittag kommt Josie. Sie möchte Fotos von allen Welpen, den großen und den kleinen gemacht haben, um sie zur Adoption ins Netz zu stellen. Da es draußen wieder regnerisch wird, machen wir die Aufnahmen in Uis ehemaligen Zimmer, um jeden Welpen ungestört fotografieren zu können. Die Welpen trage ich jeweils einzeln ins Zimmer und versuche einigermaßen brauchbare Bilder zu machen. Bei dem Raus und Rein sind auch ein paar der größeren Hunde im Haus. 

Als ich wieder einen Welpen ins Zimmer holen will, sehe ich zu meinem Entsetzen einige Hunde um Leila herumstehen. Leila liegt mit dem Rücken auf dem Boden und einer der Hunde hat sie an der Gurgel. Im Nu verjage ich die Hunde und nehme Leila auf. Sie ist ganz weich und nass in meinen Händen und ich befürchte das Schlimmste. Wir lassen alles stehen und liegen und ich fahre mit Leila zu Dr. Sam. Dort wird sie geröntgt, eine Ultraschall Untersuchung vorgenommen und sie wird eingehend abgehört. Äußere Verletzungen sind nicht festzustellen, kein Knochen ist gebrochen und der Ultraschall ergibt auch keine Aufschlüsse, ob Leila eventuell innere Verletzungen davongetragen hat. Augenscheinlich steht sie aber unter Schock. Dr. Sam hängt sie an den Tropf und möchte sie bis zum Abend unter Beobachtung haben. Schließlich hat Leila ja auch noch eine Vergiftung zu verarbeiten, und so wird erst ein Bluttestresultat und ihr Zustand in einigen Tagen Aufschluss geben, ob die beiden Attacken Folgen haben werden. 

Bevor Josie kam hatte ich Prajuab zwei Käfige gebracht, da er versuchen wollte zwei weitere Hündinnen einzufangen. Die Aktion sollte am späten Nachmittag erfolgen. Die Zeit davor nutze ich, um mit Diana zu Dr. Sam zu fahren. Dianas Blut muss auch untersucht werden, um festzustellen ob die Infusionsbehandlung Wirkung gezeigt hat. Außerdem steht für sie die Folgeimpfung an. 

Leila hängt am Tropf und ist ganz brav. Sie scheint sich ein wenig erholt zu haben. Ich mag mich täuschen, aber ich glaube auch, dass die Hunde sie nicht töten wollten. Wenn sie das gewollt hätten, wäre es mit Leila zu Ende gewesen. Was mich wundert, dass weder ich noch Josie Leila oder die Hunde gehört haben, obwohl wir im nächsten Zimmer waren. 

Ich bringe Diana wieder nach Hause und hole Mom Sam und Dang bei Prajuab ab. Dabei händige ich ihm jeweils 15 Einheiten Kombi- und Tollwutimpfstoffe aus, damit er weitere Hunde impfen kann. Mit den beiden Hunde fahre ich zur Silverlake Klinik. 

Unterwegs halte ich an dem Laden an der Soi Huay Yai, da ich Daeng und Nong Da, die beiden Hunde, der wir einer TVT Behandlung unterzogen hatten, am Straßenrand sehe. Die Hunde kommen auf mich zugelaufen und freuen sich mich zu sehen. Eigentlich hatten wir ja garnicht viel miteinander zu tun gehabt und man könnte denken, dass sie mich in keiner guten Erinnerung haben, da ich sie ja immer nur zu einer sicher nicht so angenehmen Behandlung abgeholt hatte. Vielleicht aber haben die Hunde ja einen siebten Sinn und fühlen, dass ich ihnen geholfen habe. 

Gerade als ich mich wieder auf den Weg machen will, kommt eine junge Frau auf mich zu und bittet mich mir einen Hund anzusehen, den sie versorgt. Die Hündin hat eine schlecht heilende Wunde und da sie noch nicht sterilisiert ist, teile ich der Frau mit, dass ich die Hündin bei der nächsten Vorbeifahrt in die Silverlake Klinik bringen werde. 

Dort angekommen, verfrachten wir die Hunde in geräumige Käfige. Das passiert mit Vorsicht, da Prajuab mir gesagt hatte, dass sie eventuell beißen könnten. Ich fahre danach zum Tempel. Am Sala treffe ich Tai, die mehrmals die Woche kommt, um die Hunde dort zu füttern. Sie hat einen guten Kontakt zu den Hunden und so komme ich das erste Mal durch sie auch wieder an Rocky und Toby heran. Ich nutze die Gelegenheit und nehme Toby auf und trage ihn zum Auto. Jetzt, wo er mit mir allein ist, bin ich ihm auch wieder vertraut und er lässt sich willig in den Käfig sperren. Ich möchte ihn untersuchen lassen, da er anscheinend ein paar Hautprobleme hat. 

Tai hat auch guten Kontakt zu der Hündin, die ich vor Wochen an der Vorhalle gesehen hatte und die nach mir geschnappt hatte, als ich sie anfassen wollte. Diese Hündin ist momentan die einzige, die noch nicht sterilisiert ist. Tai erklärt, dass sie sie sterilisieren lassen wird. 

Ich gehe rüber zur Vorhalle, um die Behälter zu füllen und sehe zu meinem Schrecken einen völlig abgemagerten Jimbo an den Toiletten liegen. Als ich ihn aufnehme, stelle ich fest, dass sein Bauch gelblich ist und sein Gaumen curryfarben. All diese Symptome, und die Tatsache, dass er vor einer Woche noch voller Leben war, deuten auf eine Vergiftung hin. Ich nehme Jimbo auf und fahre mit ihm und Toby zu Dr. Sam. Der meint, dass die Vergiftung bereits einige Tage zurückliege und die Überlebenschance gleich Null sei. Nach eingehender Beratung entscheiden wir dann das Unvermeidliche zu tun. Jimbo entschläft sanft während ich seinen Kopf halte und ihm in die Augen schaue. 

Toby wird untersucht und erstmal auf Cephalexin und Ivermectin gesetzt. Natürlich nehme ich ihn mit nach Hause wie auch Leila. Auf dem Weg dorthin gebe ich Jimbo zur Einäscherung in der NPW Klinik ab. 

Zu Hause lasse ich Toby erstmal in der Schleuse und bringe Leila ins Haus. Immer, wenn ich einen neuen Hund einführe, stelle ich ihn der Meute vor. Ich mag mich täuschen, aber die meisten der anwesenden Hunde verstehen, dass ich möchte, dass der Neuankömmling von ihnen aufgenommen wird. Nur Emma, Nousha und Hakim haben eine längere Leitung und benötigen einige mahnende Worte, damit auch sie kapieren, dass die Ankläfferei des Neuen von mir nicht honoriert wird. Toby, der am Strand eigentlich eher zu den Underdogs gehört, kommt schon nach einigen Minuten aus der Schleuse und taucht überraschenderweise schon nach einer halben Stunde vor der Küche auf. Ich hatte mir schon überlegt, ihn in der ersten Nacht im Haus zu halten, aber das erübrigt sich damit. 

In der Küche füttere ich die Welpen und auch Torro quetscht sich durch den Türspalt. Er humpelt, und als ich seinen linken Hinterlauf untersuche, stelle ich eine ordentliche Bisswunde fest. Ich hoffe, dass die Schwellung nach einigen Tagen Cephalexinvergabe wieder abklingt.

Sonntag, 15. Mai 2016

Morgens früh wird mir das Auto gebracht und ich hoffe, dass nachdem alle vier Stoßdämpfer, ein Radlager und die Zündverteilerkappe ersetzt wurden, dass ich nun nicht immer ein Ohr auf seltsame Geräusche haben muss.

Am späten Vormittag holt der Arbeiter den verbleibenden Schrott und Müll ab und ich reinige notdürftig den hinteren Bereich.

Am Nachmittag hole Coffee von der Silverlake Klinik ab und fahre dann zum Pinnacle Hotel am Najomtien Beach. Dina hatte mich gestern darüber informiert, dass auf der Anlage ein Mutterhund mit drei Welpen lebt und Dina befürchtet, dass die Hunde Schaden erleiden, wenn sich niemand um sie kümmert oder sie sogar von der Anlage verjagt werden. Ich finde die Hunde mit Hilfe eines Bekannten von Dina. Die Welpen sind etwa sechs Wochen alt und haben Hautprobleme. Die Mutter ist bei ihnen. Ich verabrede mit Dina, die Welpen in der kommenden Woche untersuchen und impfen zu lassen.

Anschließend bringe ich Coffee wieder an ihren Platz zurück. Coffie ist süß, sie kennt mich ja kaum aber scheint froh und dankbar zu sein sich in ihrer gewohnten Umgebung wiederzufinden. Mu Noi, ihr Begleiter, den mein Bekannter mit Cephalexin und Ivermectin behandelt hatte, ist auch zugegen. Sein Fell sieht nun wesentlich besser aus und die große, schorfige Stelle auf seiner Stirn ist vollkommen zugewachsen.

Ich fahre zum Snoop Dog Shop und hole zwei Sack Trockenfutter, die ich bei Wan Song abliefere. Wan Song ist eine gute Frau, die sich durchs Leben schlägt und für mich die Naklua Hunde füttert. Ich möchte auch, dass das so bleibt und deswegen honoriere ich ihre Arbeit auch schon mal mit Barem, obwohl sie mich noch nie danach gefragt hat.

Samstag, 14. Mai 2016

Gestern hatte der Mechaniker wohl keine Zeit das Auto zu reparieren und heute fehlen Teile, sodass ich auch heute nicht das machen kann, was ich mir vorgenommen hatte. Das Auto ist eminent wichtig für mich und muss laufen und so warte ich lieber zwei Tage und kann mich dann darauf verlassen, dass es auch funktioniert. Ich hoffe, ich habe nun auch endlich einen verlässlichen Mechaniker gefunden. Der letzte hat mich betrogen und außer abkassiert nichts gemacht.

Arbeit ist trotzdem genug zu tun. Neben den Routinetätigkeiten, wasche ich Yaya und Nacho, gebe Leila und Diana ihre Infusionen, und habe endlich auch mal Zeit meinen englischen Monatsbericht fertigzustellen.

Die Welpen kommen nun auch schon wie die großen Hunde morgens auf mich zugestürmt, wenn ich aus der Tür trete und laufen in Garten und Hof herum, während ich den Kot einsammele. Dabei geraten sie auch schon mal unter die Räder und Zhenya humpelt ein wenig. Solche Zwischenfälle sind aber unvermeidlich und gehören zur Sozialisation, die die Welpen durchlaufen müssen, um in die Meute aufgenommen zu werden. Natürlich gehe ich immer dazwischen wenn, wenn ich sehe, dass die Raufereien aus dem Ruder laufen, aber meine Augen kann ich nicht immer überall haben.

Die Fütterung der Welpen und Medizinvergabe an sie läuft mittlerweile recht gut. Wenn ich die Welpen rufe, kommen sie alle in die Küche und werden getrennt von den großen Hunden versorgt. Danach trage ich sie wieder nach draußen, wo sie sich ihren Platz im Küchenvorraum suchen. Dort schlafen sie auch nachts.

Freitag, 13. Mai 2016

Das Auto ist mal wieder reparaturbedürftig und so bin ich den ganzen Tag über zu Hause. Mein erster Blick am Morgen gilt Leila. Sie verhält sich normal, frisst, trinkt und verrichtet ihre Geschäfte. 

Die Welpen warten schon auf dem Küchenabsatz und stürmen zusammen mit Bok Luk, Kylie und Jaha in die Küche als ich die Tür öffne. Es gibt wie jeden Morgen Reis mit Nassfutter für sie und für die drei großen Hunde fällt auch noch etwas ab. Kylie hat schon ordentlich an Gewicht zugelegt und muss eigentlich nicht mehr zweimal täglich gefüttert werden. Aber bis ihre Augentropfen aufgebraucht sind bekommt sie eben noch ihre Extraportion. Nachdem alle Hunde satt sind bekommen die Welpen Doxicyclin und Kylie und Bok Luk ihre Tropfen; Bok Luk noch zusätzliche Medikamente. Die Welpen machen viel Freude und sind auch überhaupt nicht aggressive zueinander. Das war beim vorigen Wurf ja ganz anders, hat sich nun aber auch ausgewachsen.

Am frühen Nachmittag wasche ich Chuki, Jaha und Lucy zuerst mit Nano Scrub und danach mit Micro Sebb Shampoo versetzt mit etwas Amitraz. Anschließend ist Silver mit Malaseb dran. 

Gerade als ich mit den Hunden fertig bin, kommt ein Truck der einen Teil des Gerümpels aus dem Vorratsraum und hinterem Bereich entsorgt. Morgen Mittag soll der Rest entsorgt werden. Nachdem der Arbeiter gefahren ist, gebe ich Leila ihre Infusion, die sie bis auf die letzten Milliliter auch willig über sich ergehen lässt.

Mit Einbruch der Dunkelheit füttere ich die Welpen mit Trockenfutter und versorge Bok Luk und Kylie. Das Auto habe ich immer noch nicht wieder.

Donnerstag, 12. Mai 2016

Somchai kommt frühmorgens, heute ausnahmsweise mal am Donnerstag, da er gestern verhindert war. Rhonda kommt ebenfalls und ich hole nach Beendigung meiner morgendlichen Arbeiten Amporn aus Naklua ab. Auf der Fahrt zurück gibt es als Vorboten der kommenden Regenzeit einen kräftigen Regenguss. Es war der erste Regen seit zwei Monaten und er ist hochwillkommen. 

Josie ist mittlerweile auch eingetroffen und wäscht Kylie. Während Rhonda und Josie mit den Hunden arbeiten und Amporn das Haus säubert, gebe ich Leila und Diana Infusionen. Überraschenderweise gestaltet sich die Prozedur mit Leila problemlos. Sie schnurrt sogar während die Lösung in ihren Körper läuft. Den ganzen Tag über schläft sie viel und verhält sich ansonsten ganz normal. Ich werde ihr die kommenden drei Tage Infusionen verabreichen und sie am Montag wieder testen lassen. Wenn, wie vermutet, eine akute Vergiftung vorliegt, müsste der Creatinine Wert dann weiter vermindert sein. 

Am Nachmittag hole ich Entwurmungstabletten und 60 kg Trockenfutter. Anschließend entwurme ich alle großen Hunde. Die Welpen hatte ich ja schon vor zwei Tagen entwurmt. 

Am Spätnachmittag bringe ich Amporn zurück. Am Talat Rung Roht schaue ich nach Bobby und Mom. Es geht ihnen beiden gut. 

Wieder im Haus bekommen die Welpen ihr abendliches Futter. Kylie und Bok Luk lasse ich auch hinein, damit sie ihre Tropfen bekommen. Kylies Augenbehandlung ist so gut wie beendet, aber Bok Luks Behandlung ist weiterhin aufwendig, da sie über den Tag verteilt drei verschiedene Augentropfen, eine Augensalbe und zwei verschiedene Tabletten erhalten muss. Ich werde sie am Montag ebenfalls Dr. Sam vorstellen, um mir eine zweite Meinung über Zustand ihrer Hornhaut einzuholen.

Mittwoch, 11. Mai 2016

Leila scheint es am Morgen besser zu gehen. Am Vormittag allerdings ruft mich Dr. Sam an und teilt mir mit, dass ihr Blut einen extrem hohen Creatinine Wert aufweist. Zum Vergleich, der Normalwert liegt zwischen 1.3 und 2.1 mg%; Leilas Wert liegt bei 13.3 mg%. Das deutet auf eine akute Vergiftung hin. Lenas Haematocrit Wert ist nur leicht verbessert und liegt immer noch bei 24 %. Der Normalwert liegt zwischen 37 und 55 %. 

Dr. Sam rät mir Leila zu ihm zu bringen, damit sie eine erneute Infusion bekommt und anhand eines weiteren Tests die gestrige Therapie evaluiert werden könne. Lena soll für mindestens vier Wochen morgens und abends jeweils 25 mg Doxicyclin erhalten. Ich habe am frühen Nachmittag in Jomtien zu tun und gebe Leila auf dem Wege bei Dr. Sam zur Behandlung ab. 

Nach zwei Stunden bin ich wieder in der Klinik. Dr. Sam hat Leila eine Infusion gegeben, Blut abgenommen und eine Ultraschalluntersuchung der Nieren vorgenommen. Die Untersuchung hat glücklicherweise ergeben, dass die Nieren wohl noch funktionsfähig sind. Ich fahre mit Leila nach Hause und lade die sieben Welpen ein. Sie werden von Dr. Sam ein zweites Mal geimpft und es wird ihnen Blut abgenommen. 

Dr. Sam hat die Testergebnisse schon am frühen Abend vorliegen. Alle Welpen sind anämisch und müssen genau wie Lena vier Wochen lang mit Doxicyclin behandelt werden. Leilas Creatinine Wert ist von 13.3 auf 9.2 % zurückgegangen. Damit ist der Wert immer noch extrem hoch bewegt sich jedoch in die richtige Richtung. 

Mittlerweile bin ich bei der Ursachenforschung für die Vergiftung auf eine noch andere Quelle gekommen. Amporn hatte eine Pflanze mitgebracht, die Katzen angeblich gern fressen. Ich habe Leila die Wurzeln der Pflanze fressen sehen und Amporn vertraut, dass das in Ordnung sei, da sie viel Erfahrung mit Katzen hat. Es kann aber sein, dass die Pflanze Pestizide aufgenommen hat, die sich in der Wurzel angereichert haben und Leila sich damit vergiftet hat. Eine akute Vergiftung ist zwar schlimm aber schlimmer wäre noch ein schleichender Verfall der Nierenfunktion. Morgen hoffe ich Leila eine Infusion geben zu können. Mit Hunden kenne ich mich da aus, mit Katzen allerdings nicht. Wir werden sehen, ob Leila mitspielt.

Dienstag, 10. Mai 2016

Morgens schaue ich als Erstes nach Leila. Ihr Zustand ist unverändert, nicht lebensbedrohlich aber auch nicht zufriedenstellend. Immerhin frisst sie ein wenig und trinkt und macht auch ihr Geschäft. 

Abends koche ich immer braunen Reis für die Welpen, den ich ihnen dann mit Nassfutter vermischt und mit Fischöl angereichert serviere. Sie sind ganz verrückt auf das Zeug und haben dann den Magen bis zum Spätnachmittag voll. 

Lena bekommt die vorläufig letzte Dosis Vibravet, Kylie und Bok Luk ihre morgendlichen Augentropfen und Diana Doxyciclin. Anschließend ist die Gartenarbeit dran und dann werden die großen Hunde gefüttert. 

Am frühen Nachmittag kommt Olga und badet alle sieben Welpen. Danach werden sie von mir entwurmt. 

Nachdem Olga gefahren ist schnappe ich mir Lena und Leila und fahre mit den beiden zu Dr. Sam. Leila wird genau untersucht und auch geröntgt. Auf dem Röntgenbild stellt Dr. Sam eine Verdickung im Dünndarm fest. Dabei kann es sich um einen Haarball handeln oder so etwas wie ein Fadenknäuel. Zur Sicherheit lasse ich Blut abnehmen, um eine mögliche interne Unregelmäßigkeit erkennen zu können. Lena wird ebenfalls Blut abgenommen und sie wird zum zweiten Mal geimpft. Die Testresultate erhalte ich morgen. 

Abends gebe ich Leila ein Laxativ. Sie schläft danach ganz friedlich. Hoffen wir, dass es nur eine vorübergehende Unpässlichkeit ist.

Montag, 9. Mai 2016

Somchai kommt am Morgen und auch Rhonda am frühen Vormittag. Rhonda untersucht die Welpen nach Zecken während ich Diana die Infusion gebe. Einige wenige kleine Zecken findet Rhonda. Das ist auch kein Wunder, denn die Welpen sind ja bisher nicht gegen Zecken behandelt worden. Da wir aber das Zeckenproblem dank Bravecto recht gut im Griff haben, sind die Welpen schnell von den paar Plagegeistern befreit. 

Am frühen Nachmittag fahre zum Haus eines Bekannten, in dessen Nachbarschaft ich zwei Hunde kennengelernt habe. Einen Rüden, der Fellprobleme hat und der nun von meinem Bekannten mit Medikamenten, die ich ihm gegeben hatte, behandelt wird; und dann ist da noch eine Hündin, die Coffee genannt wird. Sie ist noch nicht sterilisiert und deswegen nehme ich sie mit zur Silverlake Klinik. 

Auf dem Wege dorthin halte ich am Straßenrestaurant in Tongklom, wo ich Anika, Cleo und Gatee sehe. Gatee bekommt wieder seine Ration Ivermectin. 

Im Tempel reinige ich die Behälter und fülle sie. Ich lege auch Trockenfutter im Sala aus und fülle die Wasserbehälter für die Hunde dort. Anschließend fahre ich zur Silverlake Klinik, liefere Coffee bei Dr. Kwanchai ab, nehme Jakalen in Empfang und bringe sie zu Khun Prajuab.

Wieder zu Hause muss wie jeden Abend bevor es dunkel wird der Garten gesäubert werden und die Welpen werden zum zweiten Male gefüttert. Leila geht es wieder schlechter. Sie erbricht sie und hat wenig Energie. Ich werde sie also doch morgen Dr. Sam vorstellen müssen.

Sonntag, 8. Mai 2016

Noch während ich mit der Gartenarbeit beschäftigt sind kommen die Arbeiter und bringen gleich ihre ganze Verwandtschaft mit. Es wird ein Stück Mauer hochgezogen und das Gatter eingepasst. Mittags kommt Cora mit Sohn und Vater noch vorbei und dann auch noch Josie, die die Arbeit begutachtet. Am frühen Nachmittag sind die Arbeiten beendet und ich bringe Josie ein Schweißgerät zurück, dass sie sich von einem Bekannten ausgeliehen hatte. 

Anschließend lade ich Bok Luk ein und fahre mit ihr zur Silverlake Klinik. Die Hornhautentzündung ist ein wenig abgeklungen, aber Dr. Kwanchai empfiehlt die Behandlung noch einen Monat lang fortzuführen. Chukis Haut sieht tatsächlich etwas besser aus. Aber auch ihre Behandlung muss mit einem Shampoo Mix, das Dr. Kwanchai mir mitgibt, eine längere Zeit fortgeführt werden. Nach Jakalen schaue ich ebenfalls. Von der Geschwulst an ihren After ist nichts mehr zu sehen. Da ich aber nur jeweils zwei Hunde ins Auto bekomme, werde ich sie dann morgen abholen.

Samstag, 7. Mai 2016

Sofort nachdem mich die Hunde morgens aus dem Schlaf gerissen haben schaue ich voll Sorge nach Leila. Zu meiner großen Erleichterung hat sie sich offensichtlich erholt. Wie ich vermutete muss sie irgendetwas Ungenießbares zu sich genommen haben. Eine Maus kann es nicht gewesen sein, denn die verspeist sie schon mal ohne Magendrücken. Die einzige Erklärung kann eigentlich nur das Blut von Bok Luk gewesen sein, wovon Leila wohl in der Nacht probiert haben muss. 

Gerade als ich mit meinen morgendlichen Arbeiten fertig bin, kommt der Maurer mit einem Helfer. Da er aber anscheinend etwas vergessen hat mitzubringen, sehe ich ihn erst wieder um die Mittagszeit. Am frühen Nachmittag fangen sie dann an zu arbeiten, aber stellen die Arbeit zwei Stunden später schon wieder ein und wollen morgen weitermachen. 

Die Welpen machen nun schon Ausflüge in den Garten und versuchen die mit Sand gefüllte, einen halben Meter hohe Einfassung vor der Hauswand zu erklimmen. Lena ist dabei genauso aktiv wie ihre Geschwister. Meistens halten sich die Welpen aber auf dem Küchenabsatz auf, sodass ich keine Chance habe ohne sie in die Küche zu gelangen. Das gute Futter tut ihnen sichtlich gut und sie entwickeln sich alle prächtig. Ob sie wirklich gesund sind, kann aber nur ein Bluttest zeigen.

Freitag, 6. Mai 2016

Cora kommt heute Morgen mit dem Maurer. Der scheint sein Fach zu verstehen und macht sich sogleich Notizen welches Baumaterial er benötigt. Anschließend fahren wir zu einer Baustoffhandlung und zwei Stunden später wird uns das Material geliefert. 

Nachdem ich alles verstaut habe, fahre ich zu einem wichtigen Meeting bei mir in der Nähe in dem mir ein Sponsorenkonzept für die Foundation vorgestellt wird. 

Nach meiner Rückkehr kommt Mali wieder mit einem Immobilienmakler, der sich das Haus anschaut. Mali drängt darauf, das Haus zu verkaufen und deutet an, dass sie möchte, dass ich mit den Hunden ausziehe. Das ist allerdings unrealistisch und auch nicht Gegenstand unserer Abmachung gewesen. Ich spreche mit dem Makler und er erklärt mir, dass er garnicht den Versuch machen wird, das Haus auf den Markt zu bringen. Ich habe ja lange genug in Pattaya im Immobilienbereich gearbeitet um einschätzen zu können wie die Chancen stehen das Haus an den Mann zu bringen, dennoch ist die Situation nicht erfreulich.

Leila fühlt sich den ganzen Nachmittag nicht wohl und so fahre ich mit ihr zu einer Tierärztin bei mir in der Nähe. Leila wird untersucht, aber die Ärztin kann nichts Ungewöhnliches feststellen. Abends fühlt sich Leila nicht besser, sie erbricht sich. Es kann sein, dass sie nur etwas Falsches gefressen hat, aber um sicher zu gehen, werde ich sie morgen Dr. Sam vorstellen.

Donnerstag, 5. Mai 2016

Bok Luk habe ich über Nacht im Haus gelassen, da sie gegen Abend häufig durch die Nase geschnauft hat. Kurz nach Mitternacht wache ich von ihrem Schnaufen auf und stelle fest, dass sie aus der Nase blutet. Das Blut hat sie fein säuberlich über den Wohnraum, das Esszimmer und das Bürozimmer verteilt. Ich kann nicht mehr tun als sie vom Blut zu reinigen, was ich alle Stunde tun muss. Gegen vier Uhr morgens hört die Blutung schließlich auf und ich bekomme noch eine Mütze voll Schlaf.

Josie kommt am frühen Morgen, um Kylie zu waschen. Ich hole derweil Amporn aus Naklua ab. Die Welpen halten sich weitgehend im überdachten Küchenvorraum auf und kommen gut mit den großen Hunden zurecht. Anna und Alex, die beiden mutigsten, machen schon mal einen Ausflug in den Bereich in dem sich Skinny, Nadia, Yota und Yana aufhalten. Ihre morgendliche Fütterung ist nun immer meine erste Aufgabe. Sie werden zweimal täglich gefüttert, einmal mit Welpentrockenfutter und einmal mit Reis, vermischt mit Nassfutter. 

Während Amporn das Haus reinigt, wasche ich Silver, Nacho und Jaha mit Malaseb. Den besten Effekt hat die Waschung bei Silver, deren nackte Stellen auf ihrem Rücken allmählich zuwachsen. Auf ihrem Kopf sind allerdings etliche Folikel zerstört und deswegen kann sich das Fell nicht wieder vollständig erneuern. Nach den Waschungen bekommt Diana ihre Infusion. 

Nachdem ich Amporn zurückgebracht habe bezahle ich bei Dr. Sam die Rechnung für Lenas Behandlung und besorge mir anschließend noch Kochsalzlösung und Doxicyclin.

Mittwoch, 4. Mai 2016

Ich habe mal mit Josie darüber gesprochen, dass es sinnvoll wäre die provisorische Absperrung zum hinteren Bereich, in dem sich Skinny, Nadia, Yota und Yana überwiegend aufhalten, durch ein solides Gatter zu ersetzen, damit ich in der Lage bin den Bereich bei Bedarf von Hof und Garten zu separieren. Josie hat ein gebrauchtes Gatter aufgetrieben und auch gleich noch einen Handwerker dazu. 

Der schaut sich das Material an und erklärt, dass das Gatter in eine mit Eisenstreben verstärkte Mauer eingepasst werden müsse. Da er jedoch nicht mauern könne müsse noch ein Maurer organisiert werden. Seine Frau überrascht mich dadurch, dass sie mich in perfektem Deutsch anspricht. Sie hat einen deutschen Vater und ist in Deutschland aufgewachsen. Cora, so heißt sie, verspricht einen Maurer zu organisieren. Es ist ein Segen gute Thai zu kennen und am besten sind die, die im westlichen Ausland aufgewachsen sind.

Die Welpen machen viel zusätzliche Arbeit aber es ist natürlich eine Freude sie um sich zu haben. Lena hat nun ebenso viel Energie wie die anderen sechs, die ich allmählich auseinanderhalten kann. Bei Sascha, Anna, Alex und Lena habe keine Probleme mehr und bei Yuri, Zhenya und Ilya helfen mir ihre Halsbändchen. 

Die Schwellungen bei Selina und Hakim sind nun nach intensiver Behandlung verschwunden. Bok Luk bekommt sechsmal täglich vier verschiedene Augentropfen und einmal täglich Augensalbe verabreicht. Kylie bekommt viermal täglich zwei verschiedene Augentropfen in ihr linkes Auge verabreicht und noch eine antiseptische Salbe in eine kleine Wunde, die von der Augenoperation herrührt, eingerieben. Beiden Hunde geht es ansonsten gut, sie haben sich prima eingelebt. Bok Luk ist ja eine absolut liebenswerte Frohnatur die von den Hunden gemocht wird und Kylie ist richtig aufgeblüht, sodass ich sie schon mal bremsen muss. Sie hört aber, wie normalerweise die anderen Hunde auch, auf mich und es gibt bisher keine Probleme mit ihr.

Dienstag, 3. Mai 2016

Rhonda kommt heute Morgen und später auch Olga mit Freundin. Olga ist damit einverstanden alle Welpen einem Bluttest zu unterziehen. Wir werden das machen, wenn die zweite Impfung ansteht.

Rhonda fährt um die Mittagszeit und ich gehe auf Shopping Tour. Insgesamt kaufe ich 170 kg Trockenfutter, 60 kg Hundereis und 5 kg braunen Reis für die Welpen. 100 kg Trockenfutter und der Reis gehen an Prajuab und 40 kg an Wan Song.

Prajuab hat einen neuen Fall, den ich in die Silverlake Klinik bringe. Dr. Kwanchai diagnostiziert einen Mastdarmvorfall. Die Operation sei schwierig und es könne keine Garantie für einen Erfolg geben. Wir sprechen auch noch über einen Hund mit Hautproblemen und Antibiotika Resistenz. Dr. Kwanchai behandelt den Hund mit einer Mixtur aus Teebaum Shampoo, Haferflocken und Amitraz. Da ich mit Chuki, Jaha, Nacho und Jira nicht mehr weiter weiß, hole ich Chuki aus dem Tempel und stelle sie Dr. Kwanchai vor. Er will mich morgen über seine Diagnose informieren.

Im Tempel suche ich nach Chok Di und Mi Chok, aber sie bleiben verschwunden. Ich fahre wieder in die Stadt und hole Dug Dig und Mae Due aus der Klinik in der South Pattaya Road. Während der Fahrt zu Prajuab versucht Dug Dig sich durch den Käfig zu beißen und zerlegt ihn fast. Ein Albtraum wäre es wenn sich ein Hund aus dem Käfig befreien würde und von einem Auto erfasst würde. Ich habe heute schon zwei überfahrene Hunde am Straßenrand liegen gesehen und so ist die Fahrt extrem stressig, aber wir kommen halbwegs wohlbehalten an.

Montag, 2. Mai 2016

Die Welpen haben die Nacht draußen verbracht und die auch gut überstanden. Lena, die eines der schwächeren Welpen ist, ist zwar nicht besonders aktiv, aber auch nicht besorgniserregend still. Sie reiht sich nun in die Medikamentenvergabe mit Kylie, Bok Luk, Selina, Hakim, Nuan und Diana ein. 

Josie informiert mich, dass sie Eisengatter besorgt hat und auch einen Handwerker, der die anbringen kann. Ich will ein wenig mehr flexibel sein falls Hunde separiert werden müssen. Die Gatter bleiben geöffnet und werden nur geschlossen, wenn ein oder zwei separate Zonen benötigt werden. 

Nachdem Josie und die Handwerker gegangen sind, gebe ich Diana die Infusion, hole Reis und fahre dann mit Nuan nach Baan Amphur und vereinige sie mit Samlee und Khao. Im Markt händige ich Ba Bät den Reis aus und fahre dann zur Vorhalle. Am ehemaligen Sala vermisse ich Chock Di und Mi Chok. Ich will nicht hoffen, dass ihnen etwas passiert ist. 

Auf dem Rückweg will ich noch Futter kaufen, um es Wan Song zu bringen, bleibe jedoch hoffnungslos im Verkehr stecken. Es wird nicht mehr lange dauern und wir haben in Pattaya Verhältnisse wie in Bangkok. Ich scheue mich schon in die Stadt zu fahren. 

Endlich zu Hause angekommen, füttere ich erneut Kylie sowie die Welpen und verteile Medikamente. Lena macht nun einen recht normalen Eindruck. Um sicher zu gehen, dass die anderen Welpen keine versteckten Defizite haben, werde ich sie alle einem Bluttest unterziehen.

Sonntag, 1. Mai 2016

Während der Nacht habe ich die Welpen ins Esszimmer umquartiert und dort alles ausgeräumt, was angenagt werden kann. Morgens bin ich mit jeder Menge Welpenkacke konfrontiert, die wegzuputzen man sich nichts Schöneres vorstellen kann um den Tag zu beginnen. 

Ich habe extra guten braunen Reis gekauft, den ich gestern gekocht hatte. Den vermische ich mit Nassfutter und die Welpen stürzen sich auf die Schalen. Nachdem alle satt sind, trage ich die Welpen nach draußen. Anfangs sind sie natürlich die Sensation, aber bald widmen sich die Hunde wieder ihren gewohnten Spielen, während ich den Garten säubere. Die Welpen suchen sich ein schattiges Plätzchen unter einem Baum und kuscheln sich dort zusammen. 

Am späten Vormittag kommt Josie und badet Kylie. Zusammen waschen wir dann noch Yaya und Patty. Am frühen Nachmittag besucht uns Olga mit ihrem Freund Leo. Damit Olga sich den Welpen widmen kann, nehmen wir sie wieder ins Haus. Dort fällt uns auf, das einer der beiden weiblichen Welpen, ich nenne sie Lena, ein wenig schlapp ist. Ich messe ihre Temperatur und die ist erhöht. 

Um kein Risiko einzugehen, fahre ich mit Lena zu Dr. Sam nachdem Olga und Leo gefahren sind. Das Fieber ist nicht lebensbedrohend, wird aber mit einer Infusion und einer Injektion herunter gebracht. Da ich jedes Risiko auschließen will, lasse ich Dr. Sam einen Parvotest durchführen, der glücklicherweise negativ ist. Ich lasse auch Blut für einen Test abnehmen. Das Resultat, das ich noch am Abend erhalte, ergibt eine verminderte Anzahl von roten Blutkörperchen. Vorsorglich habe ich mir schon Vibravet mitgeben lassen, von dem ich Lena gleich die erste Dosis verabreiche. Vibravet ist für Welpen verträglicher als Doxicyclin.