Donnerstag, 20. September 2012

Ich fahre am frühen Abend zum Talat um nach Arnie zu schauen, finde ihn jedoch nicht. Ich spreche mit dem Wachmann vom Condominium und frage ihn, ob er vielleicht den Hund gesehen hat und ob vielleicht die Hundefänger von der Stadt wieder dort gewesen sind. Er verneint beide Fragen. So bin ich immerhin beruhigt insofern dass Arnie nicht im Auffanglager verschwunden ist.

Am späten Abend fahre ich noch mal zum Haus aber wieder vergeblich.

Mittwoch, 19. September 2012

Ich hole mir um 6 Uhr das Auto und fahre zum Haus. Shana, Prince, Lizzy und Scottie sind anwesend, nicht aber Arnie. Ich füttere die Vier und suche danach zusammen mit Prince und Scottie den Talat ab, kann aber Arnie nicht finden. Auch alles Rufen und Pfeifen nützt nichts. Ich warte noch einige Minuten und versuche dann die Hunde ins Auto zu bekommen. Da sie aber Gefahr wittern, weichen sie mir aus, und da das Tor verschlossen ist, und sie sich durch das Gestänge zwängen können, ich aber nicht, habe ich ein Problem.

Schließlich bekomme ich als erste Lizzy zu fassen und hebe sie über die Mauer, wo sie auf der anderen Seite liegen bleibt, solange bis ich hinübergeklettert bin und sie aufnehmen und ins Auto tragen kann. Das gleiche Spiel gelingt mir mit Shana und Scottie bekomme ich vor dem Tor ohne Probleme zu fassen. Prince aber weicht mir aus und ich kann ihn mir erst schnappen, nachdem ich mit Engelszungen einige Minuten auf ihn eingeredet habe. Arnie ist immer noch nicht zu sehen und deswegen fahre ich los, da ich um 9 Uhr im Büro sein muss.

Fred muss seinen Sohn zur Schule fahren und kommt erst um halb neun zurück. Ich nutze die Zeit um den Hunden wieder Antibiotika zu verabreichen, da ich leider feststellen muss, dass die Operationswunden von Shana, Lizzy und Prince nicht gut aussehen. Sie machen aber mittlerweile nur noch ganz widerwillig mit. Bei der Prozedur spring Lizzy aus dem Wagen und lässt sich nicht mehr einfangen. Erst als Fred eintrifft und seine Hunde, die vor dem Tor liegen anfangen zu bellen, bekomme ich sie zu fassen. Sie wehrt sich angstvoll und beißt um sich, aber nur in die Luft und nicht in meine Hände oder zumindest nur ganz leicht. Es ist erstaunlich, wie viel Geistesgegenwart sie noch hat, obwohl sie total panisch ist.

Fred öffnet das Tor und ich fahre den Wagen in den Innenhof. Die Hunde nun aus dem Auto zu bekommen und in den hinteren Bereich zu tragen ist ein Akt, denn eine ganze Horde Hunde bellen in den Wagen hinein und vier Hunde heraus. Schließlich schaffen wir es Shana, Prince, Lizzy und Scottie in eine abgegrenzte Grünfläche zu tragen, wo ich sie erst mal beruhigen muss, was auch nicht leicht ist, da etliche Hunde am Zaun die Neuankömmlinge mit neugierigem Gebell begrüßen.

Ann ist nun auch dabei. Ich zeige ihr die Operationswunden und gebe ihr die noch verbliebenen Antibiotikatabletten und die Entzündungshemmer. Ich verabschiede mich von den Beiden da es schon 9 Uhr ist ohne zu versäumen Fred meine Unterstützung, nicht nur finanziell sondern auch anderweitig, zu versichern denn ich habe ein gutes Gefühl zu ihm und auch zu seiner Frau Ann.

Ich will versuchen noch heute Abend nach den Hunden zu schauen, sollte es nicht regnen. Spätestens am Wochenende werde ich mehr Zeit finden mit Fred darüber zu sprechen, wie ich ihm am Besten helfen kann. Er gibt mir die Telefonnummer von Tom, der für ihn eine Webseite gamacht hat und auch ein Facebook Account für ihn führt.

Zurück im Talat Rung Roht übergebe ich das Auto an Jörg und fahre danach noch schnell zum Haus, aber Arnie ist immer noch nicht zu sehen.

Es regnet zum Büroschluss nicht und so mache ich mich schnell auf den Weg nach Huay Yai. Bis zu Freds Hundeasyl sind es ja 23 Kilometer und es dämmert bereits um viertel nach sechs. Fred führt mich zu Shana, Prince, Lizzy und Scottie, die immer noch in der begrünten Abzäunung gehalten werden. Die Abzäunung grenzt an ein Seitengebäude in dem sich eine Reihe von gemauerten Buchten befinden in die sich die Vier zurückziehen können. Die Hunde begüßen mich herzlich; ich habe aber dennoch das Gefühl dass sie verunsichert sind seitdem sie von der Stadt in das Auffanglager verfrachtet wurden. Fred versichert mir jedoch dass sich sich gut einführen und es geht ihnen soweit recht gut. Ich begutachte die Operationswunden, die noch geschwollen sind und offensichtlich entzündet. Die Hunde werden weiterhin von Ann antibiotisch behandelt.

Ich fahre danach noch mal zum Talat Rung Roht und zum Haus um nach Arnie zu sehen, finde aber nur Bobby und Diana vor, die wohl überrascht sind mich in letzter Zeit so häufig zu sehen. Ich kann mich ja jetzt auch wieder ein wenig mehr um sie kümmern.

Ich stelle fest, dass offensichtlich jemand im Haus gewesen ist, denn die Wassertöpfe vor dem Haus sind geleert worden und das Vorhängeschloss entfernt, sodass das Tor wieder geöffnet werden kann. Anscheinend habe ich die Hunde gerade noch rechtzeitig herausgeholt. Hoffe nur dass sie Arnie nicht geschnappt haben.

Anschließend fahre ich noch nach Tonys Hunden schauen. Als sie mich in der Dunkelheit ausmachen, kommen Bella, Faye, Randy und Foxy auf mich zugelaufen und sind offensichtlich happy mich zu sehen. Selbst Faye und Foxy lassen sich streicheln.

Von Coco und Bessie sehe ich aber nichts. Dann mache ich an der anderen Seite des Geländes in der Nähe des Shops die Silhouette eines jungen Hundes aus und ich gehe mit den Hunden auf sie zu. Gegenüber des Shops an der Straße befindet sich ein leestehendes Shophaus, in dem ich Coco und zu meiner Überraschung auch Saddam finde. Bessie ist nicht zu sehen. Ich setze mich zu ihnen und besonders Saddam schmiegt sich ganz eng an mich. Er scheint wie die anderen körperlich einigermaßen in Ordnung zu sein, wenn auch Bella und Foxy leicht humpeln.

Nach einigen Minuten kommt der Wachmann, mit dem ich zuvor Probleme hatte mit seiner Frau nach draußen und als er mich sieht, fängt er wieder an mich zu beschimpfen. Seine Frau versucht ihn zu beruhigen aber er hält sich dran. Da ich keine Lust auf eine Auseinadersetzung habe, gehe ich wieder zum hinteren Bereich des Geländes, und da die großen Hunde mir folgen, setze ich mich noch ein Weilchen zu ihnen. Besonders Bella hat wohl einen Nachholbedarf an Streicheleinheiten und bleibt dicht bei mir sitzen.

Dann fahre ich noch mal zum Haus aber Arnie ist immer noch nicht zu sehen. Zum Schluss schaue ich noch nach Kobi, Nico, Serena und Rhonda.

Das war mal wieder ein langer Tag, aber mit halbwegs glücklichem Ende. Hoffe nur dass ich Arnie noch finde.

Dienstag, 18. September 2012

Da es ausnahmsweise mal nach Büroschluss nicht regnet rufe ich Fred an, ob ich mir seine Anlage heute Abend anschauen kann. Er sagt zu und ich fahre mit dem Bike nach Huay Yai, wo er mich an einem Treffpunkt abholt, da sein Haus nicht leicht zu finden ist.

Schon vor der Anlage laufen einige Hunde herum und als Fred das Metalltor öffnet umringen mich mindestens ein Dutzend von ihnen, darunter zwei die wohl ebenso viel wiegen wie ich und mich fast umwerfen, als sie an mir hochspringen.

Fred zeigt mir kurz Teile der Anlage, die einen geräumigen und gepflegten Eindruck macht. In der Nähe des Wohnhauses sehe ich auch Ann, Freds Frau, die ebenfalls eine Schar von Hunden um sich hat. Fred erklärt mir, dass er mittlerweile ungefähr 150 Hunde in Pflege genommen hat und dass die Anlage ihr Fassungsvermögen schon überschritten hat. Da spare ich mir meine Frage ob er meine Fünfe auch noch aufnehmen kann erst mal auf.

In einer ruhigen Minute beschreibt Fred kurz seine gegenwärtige Situation: Er bringt monatlich ca. 150,000 Baht aus eigener Tasche auf. Alle Versuche, Spendengelder aufzutreiben, waren bis dato erfolglos. Fred hat deswegen schon ein Haus verkaufen müssen, um seine Kosten begleichen zu können.

Bevor ich fahre, fasse ich mir ein Herz und erkläre ihm, dass ich die Hunde schon aus dem Pattaya Auffanglager geholt habe und Angst habe, dass sie dort noch einmal landen, wenn ich sie länger im Haus belasse, und frage ihn ob er sie aufnehmen könne.

Nach Rücksprache mit Ann erklärt sich Fred dazu bereit und ich versichere ihm ihn mit mindestens 3,000 Baht monatlich zu unterstützen. Er lacht, für ihn ist das nur ein Tropfen auf den heißen Stein. Mal sehen, vielleicht kann ich ja auch etwas mehr aufbringen oder ihm anderweitig helfen. Fred erklärt sich sogar bereit die Hunde mit seinem Pick-up abzuholen und wir verabreden, uns am frühen Morgen im Talat Rung Roht zu treffen.

Da ich nach meiner Rückfahrt noch etwas mit Jörg zu besprechen habe, frage ich ihn, ob ich am frühen Morgen sein Auto haben könne. Ich glaube es würde sonst wohl schwierig werden alle Hunde davon zu überzeugen mit einem Fremden in einem Fahrzeug, das wohl so ähnlich für sie aussähe wie das, in dem sie von der Stadt abtransportiert worden waren, mitzufahren. Jörg sagt mir sein Auto zu und ich informiere Fred, dass ich ihm die Hunde am frühen Morgen bringen werde.

Montag, 17. September 2012

Ich will direkt nach der Arbeit nach Huay Yai fahren aber es regnet wieder. Muss mal abwarten, dass sich das Wetter zum Besseren ändert.

Erfreulicherweise sind am Abend wieder alle Hunde beisammen und wohlauf. Ich verabreiche Shana, Prince und Scottie Antibiotika und Entzündungshemmer, Lizzy bekomme ich nicht zu fassen. Prince gefällt die Behandlung auch nicht aber es muss sein. Ich werde morgen Lizzy die Mittel wohl zwangsweise verabreichen müssen.

Sonntag, 16. September 2012

Fahre heute Vormittag zum Haus. Alle Hunde sind noch vorhanden und einigermaßen ok. Ich verabreiche allen außer Arnie den Rest des Antibiotikums, den ich noch hatte und Augentropfen an Lizzy und Shana. Da es regnet, bleibe ich ca. eine Stunde bei den Hunden sitzen, die ruhig schlafen.

Als der Regen aufhört, fahre ich zur North Pattaya Klinik an der Sukhumvit und lasse mir Antibiotika und Entzündungshemmer geben. Kostenpunkt 1,100 Baht, aber es muss sein. Zu Hause löse ich einen Teil der Tabletten in Wasser auf und dosiere sie in Fläschchen um sie so einfach wie möglich verabreichen zu können.

Danach nehme ich Kontakt mit dem Hundeasyl in Huay Yai auf. Fred, der Initiator des privaten Asyls lädt mich ein ihn zu besuchen, was ich auch gleich machen will, aber es fängt wieder an zu regnen.

Am frühen Abend, nachdem der Regen mal eine Pause macht, fahre ich zum Haus. Lizzy ist schon wieder unterwegs und empfängt mich auf der Zufahrt. Shana und Scottie sind im Haus, von Arnie und Prince ist nichts zu sehen. Nachdem ich die Näpfe aufgefüllt habe bekommen Shana, Lizzy und Scottie Antibiotika und Entzündungshemmer verabreicht. Danach mache ich mich zu Fuß auf um Arnie und Prince aufzuspüren, kann sie jedoch auf dem gesamten Talat nicht entdecken. Diana und Charly sind da, Bobby jedoch nicht.

Um die Ecke haben sich zwei Hunde eingerichtet, die ich von einem einfachen Restaurant nebenan her kenne, das aber mittlerweile dichtgemacht hat. Ursprünglich waren es vier, nun sind nur noch der mit dem amputierten Hinterlauf und ein kleiner Dicker übrig.

Ich gehe zum Haus zurück und setze mich zusammen mit Scottie auf die Terasse in der heimlichen Erwartung Arnie und Prince doch noch zu sehen, aber vergeblich.

Einerseits bin ich froh, dass alle soweit wieder in Ordnung sind, andererseits möchte ich nicht, dass sie sich wieder auf dem Talat oder sonstwo herumtreiben und dann womöglich wieder aufgegriffen werden. Sobald das Wetter es erlaubt, werde ich mich zum Huay Yai Asyl aufmachen und versuchen die Hunde dort unterzubringen. Es stresst mich sonst zu sehr wenn ich nicht alle Hunde beisammen sehe.

Samstag, 15. September 2012

Jörg leiht mir sein Auto und ich fahre direkt nach der Arbeit am frühen Nachmittag zum Auffanglager für Pattayas Straßentiere. Offiziell heißt das Lager 'Putaluang Animal Shelter'. Der Ort Putaluang ist ca. 40 Kilometer von Pattaya entfernt und liegt versteckt über einen Feldweg zugänglich mitten in der Pampa.

Als ich dort eintreffe, sehe ich drei Männer offenbar einen Hund unter primitivsten Verhältnissen sterilisieren. Ich bedeute ihnen, dass ich selbst nach den Hunden suchen kann. Da wir immer noch Regenzeit haben und es täglich regnet sind die Zugangswege zu den Gehegen aufgeweicht und auch der Boden der Gehege selbst. Ich werde mit wütendem Gebell von Hunderten von Hunden, die in den Gehegen vegetieren, empfangen.
Ich suche eine Reihe von Gehegen ab, kann aber die Hunde nicht ausmachen. Ich schaue auch ob ich nicht Solo, Spike oder vielleicht doch noch Blacky entdecken kann, aber auch das ist Fehlanzeige.

Nach einer Viertelstunde kommt der wohl offensichtlich Verantwortliche auf mich zu und fragt mich, wie viele Hunde ich suche, ob es Rüden oder Hündinnen sind, ob sie sterilisiert waren und wo und wann sie aufgegriffen wurden. Ich teile es ihm mit und er führt mich zu einem Gehege in dem ich Shana, Lizzy, Prince und Scottie zusammenliegen sehe. Sie scheinen verstört zu sein, und obwohl ich alle mit Namen rufe kommt, nur Scottie angerannt.

Ich gehe mit dem Mann in das Gehege und sehe, dass Prince, Lizzy und Shana ganz apathisch sind und selbst als ich sie streichele kaum reagieren. Dann sehe ich dass Shana und Lizzy Operationswunden an jeweils ihrer rechten Flanke aufweisen und frage den Mann was das zu bedeuten habe. Er sagt, dass alle Hunde die im Lage landen, sterilisiert werden. Ich sage ihm, dass die Hündinnen schon sterilisiert waren und ob er das nicht festgestellt hat. Er zuckt nur mit den Schultern.

Ich bin mal wieder scheißwütend, umarme die Hunde und sage dem Mann, dass ich sie nun mitnehmen werde. Egal ob er einverstanden ist oder nicht, ich öffne die Gehegetür und die Hunde folgen mir zum Auto. Dort muss ich unterschreiben, dass ich sie mitgenommen habe und der Mann verlangt sage und schreibe 3,900 Baht von mir für die Sterilisationen. Ich sage ihm, dass ich nicht zahlen werde, und erkläre ihm, dass die Stadt für Sterilisationen 500 und 300 Baht verlangt. Die Kanaille erwiedert ich solle abhauen.

Ich lade die Hunde ein und fahre zurück zum Talat Rung Roht wo ich die Hunde wieder im Haus einquartiere. Da Shana sich nicht mehr durch das Tor zwängen kann oder will, nehme ich sie auf den Arm und hebe sie über die Begrenzungsmauer. Dann füttere ich die Hunde mit Spareribs, die ich vorher besorgt hatte und sie stürzen sich gierig darauf. Offenbar sind sie auch nicht ausreichend gefüttert worden, wenn überhaupt.

Da alle Vier offensichtlich traumatisiert sind, bleibe ich eine Stunde bei ihnen, spreche mit ihnen und streichele und halte sie. Das tut ihnen offenbar gut denn sie werden schnell wieder zutraulich. Am wenigsten scheint Scottie gelitten zu haben und am Meisten Lizzy. Sie zittert und hat offensichtlich Schmerzen wie Shana auch die aber widerstandsfähiger ist. Nach einer Weile fängt Lizzy an zu wimmern und krümmt sich und ich ahne Schlimmes. Sie verlässt den Raum und versucht im Garten Grünzeug zu fressen und scharrt sich eine Kuhle. Offenbar möchte sie sich kühlen.

Da ich noch flüssiges Antibiotikum und entzündungshemmendes Mittel im Kühlschrank habe, fahre ich um es zu holen und verabreiche Lizzy und Shana je eine Dosis. Da sie beide auch Augenausfluss haben, verabreiche ich ihnen noch Augentropfen und schmiere ihre Wunden und auch die von Scottie und Prince mit Betaisadona ein.

Lizzy liegt regungslos und mit geschlossenen Augen im Grass an der Hauswand. Ich befürchte, dass sie sterben wird. Ich lasse die Hunde im Haus zurück. Mehr kann ich im Moment nicht für sie tun. Ich hoffe, dass sie sich im geschützten Raum wieder erholen werden.

Am späten Abend fahre ich wieder zum Haus. Zu meiner Freude begrüßt mich Arnie als ich mein Bike abstelle. Ich bin so glücklich ihn wohlbehalten wiederzusehen. Auch Prince und Scottie kommen auf mich zu. Im Haus suche ich nach Shana und Lizzy, sehe beide aber nicht. Doch dann kommt mir Lizzy aus dem Garten entgegen gelaufen. Offensichtlich hat sie das Schlimmste überwunden. Nun sehe ich auch Shana, die sich wieder durch das Torgestänge nach draußen gezwängt hatte. Ich hebe sie wieder über die Mauer.
Alle Vier und auch Arnie machen sich über das Trockenfutter her. Ich freue mich dass auch Shana und Lizzy wieder Appetit haben.

Ich bleibe noch ein Weilchen bei ihnen und lasse sie zurück, nachdem sie sich alle hingelegt haben. Ich hoffe sie bleiben im Haus. Möglicherweise haben sie ja eine Lektion gelernt und laufen nicht mehr so viel herum. Ich weiß nicht, ob ich sie noch einmal aus dem Lager herausbekomme.

Ich mache mir auch den ganzen Tage Gedanken eine andere Bleibe für sie zu finden und fahre in Naklua herum um etwas Passendes zu finden, aber ohne Erfolg. Ich werde morgen mal in ein Hundeasyl in Huay Yai, am Stadtrand von Pattaya fahren um zu sehen, ob es eine Möglichkeit gibt sie dort unterzubringen.

Freitag, 14. September 2012

Fahre vor der Arbeit zur Cityhall um zu erfahren, wer für die Hundefängeraktionen verantwortlich ist. Nachdem man mich von Tür zu Tür geschickt hat, teilt man mir schließlich mit, dass die fragliche Abteilung in der Soi Buakhao angesiedelt ist.

Fahre dort in der Mittagspause hin und werde schließlich zu meiner Überraschung am hinteren Ende des Gebäudekomplexes zur Tierstation geführt. Glücklicherweise ist die Angestellte, die mir die Ivermectinspritzen zubereitet hatte, anwesend. Nach mehreren Nachfragen und Anrufen teilt sie mir mit, dass die Hunde höchstwahrscheinlich in Tonys Hundeasyl in Putaluang gelandet sind.

Ich hoffe, dass mir morgen Mittag nach der Arbeit Jörg sein Auto leiht, sodass ich mich im Asyl umschauen kann.

Fahre am frühen Abend zum Talat, von Arnie ist jedoch nichts zu sehen. Allerdings kommt Diana mit Bobby im Schlepptau angetrabt. Wenigstens ihn haben sie nicht geschnappt. Fahre am späten Abend noch mal zum Hause aber wieder vergeblich. Ich kontrolliere einen Futternapf, den ich präpariert habe, und stelle fest, dass ein Teil des Futters verschwunden ist. Entweder ist Arnie noch in der Gegend und zeigt sich nicht oder Vögel, die immer im Haus herumschwirren, haben sich bedient.

Donnerstag, 13. September 2012

Am heutigen Tage sind etliche unangenehme und traurige Ereignisse zusammengekommen. Es fing damit an, dass Khun Deng, der Verwalter des Pattaya Bazaar, mit einer Knarre in der Hand in die Kanzlei kommt. Als ich unsere Sekretärin frage was er damit mache sagt sie, dass er damit auf Hunde schieße.

Als ich nach der Arbeit mein Bike abstelle, müllt mich der österreichische Idiot wie üblich von seinem Balkon im dritten Stock aus an. Ich kümmere mich wie zuvor auch nicht darum, er geht mir aber allmählich auf den Senkel.

Ich fahre zum Haus und finde nur Arnie vor. Alles Suchen und Rufen nach den anderen Vieren ist vergeblich. Ich warte noch eine Zeit lang und fahre dann auf einen Markt, um mir ein paar Bananen zu holen. Dort läuft mir der Deutsche, der Blacky auf dem Gewissen hat, über den Weg. Er lächelt nur sparsam, als ich ihn anstarre. Scheint sich wohl nicht mehr so stark zu fühlen, wo er allein ist. Auf dem Rückweg sehe ich Bobby und Diana und halte an um sie zu begrüßen.

Fahre dann zurück zum Apartmenthaus und stelle mein Bike ab. Wieder labert mich der Österreicher vom Balkon aus an und dieses Mal, einigermaßen geladen, rufe ich ihm zu, dass er die Fresse halten soll. Als ich zu meinem Zimmer gehe, das auf der gleichen Etage liegt wie seins, kommt er mir mit einem baseballschlägerartigen Knüppel entgegen und versucht mich zu attackieren. Da kommt er mir gerade recht. Ich greife nach dem Knüppel, den er krampfhaft festhält, und haue ihn ein paarmal gegen die Wand, danach trete ich ihm zweimal in die Eier und als er immer noch nicht nachgibt, trete ich ihm ein Bein weg und er liegt auf dem Rücken. Ich haue ihm eine runter und würde ihm am liebsten richtig in die Fresse hauen, halte mich aber zurück.

Mittlerweile kommen der Securitymann und der Mann von der Rezeption angelaufen und ich übergebe ihnen das Arschloch. Sie haben aber Mühe ihn festzuhalten und er will sich wieder auf mich stürzen. Ich gehe nach unten und lass die beiden weiter machen.

Pat, die Frau an der Rezeption, will mich dazu überreden in die fünfte Etage umzuziehen, ich habe aber keine Lust dazu und versichere ihr, dass sie sich keine Sorgen um mich machen solle. Insgeheim freue ich mich schon auf die nächste Keilerei, war das Highlight des Tages.

Fahre danach noch mal zum Talat Rung Roht. Nun ist auch Arnie nicht mehr zu sehen. Ich laufe den ganzen Talat ab kann ihn aber nicht finden, nur Diana und Charlie sind noch da, Bobby ist auch verschwunden. Ich frage den Securitymann vom Condominium, wo die zwei Hunde sind, die immer dort waren. Er sagt, dass die Stadt mit zwei Hundefängerwagen da war und alle Hunde, die sie zu fassen bekommen haben, eingesammelt haben. Laut seiner Aussage ist die Aktion aufgrund von Beschwerden von Ausländern, die im Condominium wohnen, erfolgt.

Nun ist genau das eingetroffen, was ich immer befürchtet hatte. Laut Aussage des Wächters werden die Hunde nach Bangkok geschafft. Ich werde morgen Mittag zur Cityhall fahren und mich erkundigen, wo die Hunde abgeblieben sein könnten. Wenn ich weiß, wo sie hingeschafft worden sind, werde ich dort hinfahren.

Zum guten Schluss noch eine kleine Enttäuschung: Auf dem Wege zurück sehe ich das Mütterchen, das seit Jahren die Straßentiere versorgt. Ich frage sie, ob sie wisse, wo die Hunde hingeschaffte werden, die von der Straße verschwinden. Sie sagt, dass sie es nicht wisse, dreht sich um und schiebt ihre Karre weiter. Ich hatte eigentlich vor sie mit Ivermectin zu versorgen aber das kann ich mir jetzt wohl auch schenken. Ein trauriger Tag geht zu Ende und ich frage mich, wofür das wohl alles gut sein soll.

Montag, 10. September 2012

Die Hunde im Haus sind alle noch vorhanden, gesund und munter. Prince humpelte gestern zwar ein wenig aber das scheint heute behoben zu sein. Die Verletzung an seinem Ohr verheilt auch.

Auf dem Rückweg schleiche ich mich an Bobby und Diana heran. Ich muss ja immer vorsichtig sein, um zu vermeiden, dass Prince und Arnie unvermittelt auftauchen, da es dann eine Keilerei zwischen ihnen und Bobby gibt. Diana und Bobby freuen sich sichtbar mich zu sehen, springen an mir hoch und lassen sich von mir knuddeln. Beide sind wohlgenährt da sie ja wohl genug von den Essensständen zu futtern bekommen.

Danach fahre ich zu Tonys Hunden. Nun ist außer Coco von den Welpen auch Bessie wieder da. Der Knubbel auf ihrem Rücken ist verschwunden. Sie ist ganz anhänglich und auch Coco sucht meine Nähe, hat aber auch irgendeinen Knacks weg wie zuvor Saddam auch, der offenbar nicht mehr von der Partie ist. Coco wird anscheinend von Randy gemobbt. Bella und Faye haben immer noch die Fäden in der Operationswunde, vielleicht schaffe ich es ja bei Bella sie zu entfernen, Faye ist zwar freundlich wie immer, aber lässt sich von mir nicht streicheln. Das Gleiche gilt für Foxy, er freut sich zwar auch wenn er mich sieht, weicht aber meiner Hand aus.

Ich habe heute mal wieder festgestellt, wie sehr doch die Augen der Hunde ihre Gefühle ausdrücken. In ihnen ist Freude zu sehen, Wohlbefinden, Zutrauen, Sorge, Verwirrung, Erstaunen, Ärger, Frage und Zufriedenheit. Bei den Katzen sind deren Gefühle nicht so leicht von den Augen abzulesen, sie kommunizieren allerdings auch mit den Augen. Wenn sie ausdrücken wollen, dass sie einen erkennen oder zu verstehen geben wollen, dass sie verstanden haben, dass man sie anspricht, blinzeln sie.

Serena ist ja total schmusig aber auch Rhonda lässt sich jetzt von mir streicheln und erkennt mich auf Entfernung, wenn ich sie rufe. Sahib ist auch zutraulicher geworden. Er kommt allerdings nur unregelmäßig zur Fütterung.

Freitag, 7. September 2012

Schaffe es heute in der Mittagspause in die Tierstation zu fahren. Dort gibt man mir 5 gefüllte Spritzen. Ich frage nach dem Inhalt und man teilt mir mit dass es Ivermectin ist. Auf meine Frage was Frontline kostet antwortet mir die Angestellte, dass sie mir das erst am Montagmorgen mitteilen kann, auch den Preis für Ivermectin Tabletten kennt sie nicht. Dafür teilt sie mir die Preise für Sterilisationen mit: 500 Baht für weibliche Tiere und 300 Baht für männliche. Das ist natürlich viel billiger als die Preise, die in den privaten Kliniken aufgerufen werden. Die Spritzen können länger aufbewahrt werden. Da ich den Hunden die vorige Ivermectin Dosis am 14. August verabreicht habe, warte ich mit den Injektionen noch eine Woche. Prince hat sich bei einer Prügelei am Ohr verletzt. Ich werde ihm morgen Betaisodona draufschmieren.

Mittwoch, 5. September 2012

Kann heute in der Mittagspause nicht weg und daher nicht zur Tierstation fahren, versuche es morgen hinzukriegen. Arnie ist wieder da, ich bin erleichtert.

Dienstag, 4. September 2012

Auf der tierärztlichen Station hatten sie das Antizeckenmittel nicht besorgt, angeblich kann ich es morgen bekommen.

Am Abend kommt Arnie nicht zur Fütterung, normalerweise sind er und Prince immer zusammen, Prince und die anderen sind da.

Montag, 3. September 2012

Fahre in der Mittagspause in die städtische Tierstation um mich zu erkundigen, ob ich dort Frontline günstiger bekommen kann. Man teilt mir mit, dass sie mir dort ein Antizeckenmittel geben können, das subkutan gespritzt werden muss und das nur 50 Baht per Verabreichung kostet. Ich könne es morgen abholen.

Am späten Abend sind nur Shana, Lizzy und Scottie am Haus. Arnie und Prince scheinen nun wohl nachts immer unterwegs zu sein. Ich hoffe sie verwickeln sich nicht in Revierkämpfe. Bei Prince habe ich schon ein paar Schrammen am Kopf festestellen können.

Samstag, 1. September 2012

Auf dem Wege zum Haus am späten Nachmittag treffe ich die Frau, die ab und zu auch die Hunde versorgt und frage sie wo sie wohnt, für den Fall, dass ich mal ausfalle. Da sie mir keine genaue Auskunft gibt, gebe ich ihr meine Visitenkarte, damit sie mich anrufen kann.

Alle Hunde sind im Haus und schlafen, als ich ankomme. Es ist noch genügend Trockenfutter vorhanden, offenbar finden sie genug woanders, schließlich sind die Großen ja alle erfahrene Straßenhunde und Scottie wird angelernt. Scottie wird in ein paar Tagen 5 Monate alt und ist nun schon fast so hochgewachsen wie Lizzy.

Ich untersuche alle Hunde, bis auf Lizzy, die ich nicht überreden kann, auf Zeckenbefall und stelle fest, dass sie alle einige davon zwischen den Zehen haben. Scottie hat auch welche in den Ohren. Die Mistviecher an den Pfoten entferne ich, aber an die in Scotties Ohren komme ich nicht heran. Ich werde kommende Woche Frontline kaufen und alle Hunde behandeln.

Kobi hat einige schorfige Stellen auf dem Rücken, die ich nun seit ein paar Tagen einschmiere. Die Behandlung wirkt und ich denke in spätestens zwei Wochen wird sein Fell genauso schön sein wie das von Nico, der nun richtig gut aussieht.

Die drei Katzen kommen nun regelmäßig zur Fütterung und Serena ist meistens dabei und begrüßt mich mit einem "Miau" wenn sie mich sieht. Rhonda hat nun wohl auch Zutrauen zu mir gefasst und lässt sich streicheln. Den braun-schwarzen Kater werde ich mal Sahib nennen.

Freitag, 31. August 2012

Heute Abend sehe ich nur Shana, Lizzy und Scottie, Arnie und Prince scheinen unterwegs zu sein. Dieses Mal nehme ich mir vor mir keine Sorgen zu machen.

Donnerstag, 30. August 2012

Fahre nach der Fütterung der Hunde im Haus, um nach Tonys Hunden zu schauen. Von den Welpen ist nur noch Coco vorhanden. Saddam und Bessie scheinen wohl wegegeben worden zu sein, vermutlich in den Wat Tamphetphosai.

Dienstag, 28. August 2012

Heute Abend sehe ich nur Lizzy und Scottie hinter mir herlaufen als ich über den Talat Rung Roht zum Haus fahre. Ich gehe zu Fuß zurück um nach Arnie, Prince und Shana zu schauen, finde sie aber nicht. Da sie sonst immer alle zusammen sind mache ich mir Sorgen.

Ich gehe zum Haus zurück, füttere Scottie und Lizzy und versuche mich schon mit dem Gedanken abzufinden, dass auch sie weggefangen worden sind. Nachdem ich mich eine viertel Stunde mit Lizzy und Scottie tröste, sehe ich die Drei antraben. Mir fällt ein Stein vom Herzen und ich knuddele alle Fünfe ganz lange.

Samstag, 25. August 2012

Es waren Arbeiter im Haus und haben den Garten platt gemacht und auch das Gebüsch außerhalb der Begrenzungsmauer gelichtet. Vermutlich waren sie auch im Haus aber Näpfe, Wasserschüssel und Wasserflasche sind noch vorhanden. Den Hunden geht es gut.

Freitag, 24. August 2012

Heute Abend ist das Tor wieder mit einer Kette gesichert und ich muss, um ins Haus zu gelangen, wieder über die Mauer klettern. Buddha sei Dank sind die Futternäpfe und die Wasserschüssel noch vorhanden. 

Den Hunden geht es gut, wenn auch alle nass sind, denn es hatte zuvor geregnet und sie waren offensichtlich außer Haus. Aber da ich Knochen mitgebracht habe, kommt die Wärme dann von innen.

Donnerstag, 23. August 2012

Ich habe die Antibiotikumbehandlung bei Arnie eingestellt. Ich denke, die Episode kann nun abgehakt werden.

Bin später am Abend wieder mal bei Tonys Hunden gewesen. Die Begrüßung war überschwänglich. Saddam war nicht aufzufinden, aber Coco und Bessie scheint es wie Bella, Faye, Randy und Foxy gut zu gehen. Allerdings haben Bella und Faye immer noch nicht die Fäden gezogen bekommen, obwohl ich Tony schon mehrfach darauf hingewiesen habe. Anscheinend werden die Hunde nur noch gefüttert und ansonsten kümmert sich niemand mehr um sie. Auf Bessies Rücken habe ich eine Geschwulst festgestellt, die wohl keine Schmerzen verursacht, es fühlt sich wie ein Lipom an.