Montag, 7. Dezember 2020

Heute Morgen empfangen mich Tara, Talo und Zola wieder vor dem Sheltertor. Toya sammele ich ein Stückchen weiter auch wieder ein. Alle Hunde folgen mir willig in den Doppeltorbereich. In Talos Augen lese ich: Du bist uns doch nicht böse, oder? Draußen ist es viel interessanter als im Shelter eingesperrt zu sein. Ich verstehe die Hunde und lasse sie erstmal im Doppeltorbereich. Dann schaue ich wo sie wieder durchgebrochen sind. Sie haben einfach zwei metal sheets auseinandergebogen. Mittlerweile sind sie erfahrene Ausbrecher und der metal sheet Zaun ist kein Hindernis mehr für sie. 

Ich mache mich an die Säuberung und Pat füttert zuerst die Welpen im Haus, dann die großen Hunde und zum Schluss die neuen Welpen. Zwei von ihnen haben auch schon einen Weg nach draußen gefunden, sie sind aber schnell wieder zurück als sie mich sehen um Toya abzuholen. Am Nachmittag fahre ich kurz nach Hause und bei meiner Rückkehr liegen Talo und Co noch im Doppeltorbereich. Dort lasse ich sie auch für die Nacht.

Sonntag, 6. Dezember 2020

Heute Vormittag kommt Khun Vut mit Mitarbeiter und arbeitet weiter an der Unterteilung des großen, hinteren Bereichs. Nach Fertigstellung der Einzäunung haben Dodger, Hovis, Darla, Roshi und Alex mehr Auslauf. Der Bereich von Tashi, Tommy, Lilly, Nuri und Maggie wird dadurch kleiner, ist aber immer noch groß genug. Die Hunde halten sich ohnehin stets am Sala auf und haben die gesamte Fläche nie genutzt. Ein dritter Bereich entsteht, der flexibel genutzt werden kann. Eine größere Sala wird für diesen Bereich neu gebaut. Dieser Bereich ist dann von den beiden anderen neu geschaffenen Bereich zugänglich, kann aber auch entweder von dem einen, dem anderen oder beiden Bereichen je nach Bedarf getrennt werden. 

Mit dieser neuen Unterteilung stehen den Hunden dann neun Bereiche zur Verfügung und damit ist dann auch die Gesamtuntereilung komplett. Khun Vut arbeitet den ganzen Tag an Zaun und Türen wird jedoch bis zum Abend nicht damit fertig. Die Fertigstellung wird abgeschlossen werden, sobald das neue Sala im hintersten, neuen Bereich steht. Die Hunde haben keine Probleme mit den Handwerkern und ich kann in Ruhe meinen Arbeiten nachgehen. Da Pat heute nicht kommt, habe ich damit auch den ganzen Tag zu tun. Alle Welpen bekommen heute wieder Reisfutter, die Hauswelpen zweimal. Dazu gibt es für alle Hunde noch Trockenfutter; für die neuen Welpen auch Welpenfutter.

Samstag, 5. Dezember 2020

Pat und ich treffen zur selben Zeit am Shelter ein und machen uns an die gewohnte Arbeit. Pat hat wieder Reisfutter mitgebracht und mit zusammen mit dem von mir vorgekochtem Reisfutter werden alle 15 Welpen satt. Anschließend sind die großen Hunde dran. Talo, Tara, Toya und Zola sind in ihrem neuen Bereich geblieben. Allerdings scheinen sie sich nicht mehr so gut zu vertragen und ich muss wohl Toya und Zola im zweiten hinteren Bereich unterbringen und das Tor zum ehemaligen Talo Bereich wieder schließen. Am späten Nachmittag bin ich wieder im Shelter und füttere die Hauswelpen mit Welpenfutter für die Nacht. 

Freitag, 4. Dezember 2020

Tara, Talo, Toya und Zola haben sich unter der Tür durchgegraben und sind wieder in ihrem Bereich, dort allerdings nicht wieder ausgebrochen. Vermutlich gab es ausreichend Unterhaltung durch die Hunde und Welpen in den zwei Bereichen. Es scheinen sich alle recht gut vertragen zu haben, denn ich sehe keine verängstigten Hunde. Wenn die Hunde es wollen wühlen sie sich überall durch und so sichere ich die Tür zum hintersten Bereich auf jeder Seite mit einer Palette ab. Eine davon muss ich eingraben, damit die Tür geöffnet werden kann. Nachdem ich das fertiggebracht habe, bringe ich Talo und Co. wieder in den hintersten Bereich. Ich weiß, es ist ihnen auch dort langweilig, aber momentan sehe ich keine andere Lösung. 

Während ich die Grabungsarbeiten erledige, reinigt Pat das Haus, füttert die Hausbereichwelpen und später die übrigen Hunde. Der Bereich in dem Talo und Co bisher lebte, ist etwas größer als die beiden hintersten Bereiche zusammen, sodass die neuen Welpen sowie Erin, Coco, Ruby, Mona, Leo, Sita und Venus mehr Platz haben. Ihnen stehen vier Salas zur Verfügung. Im hintersten Bereich teilen sich Talo, Tara, Toya und Zola zwei Salas. 

Pat bekommt allmählich besseren Kontakt zu den neuen Welpen. Kimi und Yuki verlassen nicht mehr die Sala, wenn Pat sich zu ihnen setzt. Heute gelingt es ihr Yukis Vertrauen so weit zu gewinnen, dass sie sie auf den Arm nehmen kann. Wenn mich die großen Hunde umrunden ist Isco häufig mit dabei und schnuppert schon mal an meiner hin gereichten Hand. Luca, Jingo und Jiro sind weiterhin sehr vorsichtig und brauchen noch Zeit, die wir ihnen auch lassen.

Donnerstag, 3. Dezember 2020

Pat und ich verrichten unsere morgendlichen Routinearbeiten. Pat bringt nun immer einen Eimer Reisfutter mit, den sie an die Hauswelpen und die neuen Welpen verteilt. Danach füttert sie die großen Hunde, ich versorge die Hunde mit frischem Wasser und säubere dann alle Bereiche. 

Da Tara und Zola und zuweilen auch Talo und Toya die vergangenen Tage immer wieder ein Schlupfloch im Zaun gefunden haben, verlege ich sie in den hintersten Bereich und öffne das Tor, das den Talobereich vom zweiten hinteren Bereich trennt. So haben die sieben großen Hunde und die sechs Welpen einen weitaus größeren Bereich zur Verfügung. Talo, Tara, Toya und Zola müssen sich nun mit einem kleineren Bereich begnügen, haben aber zwei Salas zur Verfügung. 

Am Nachmittag liefere ich Bravecto bei Alex, der vier Schäferhunde hat, ab und kaufe dann drei Sack Trockenfutter und Welpenfutter bei Apisit ein. Anschließend kaufe ich acht Sack Reis und liefere Reis und Trockenfutter bei Prajuab ab. Dann bin ich wieder im Shelter. Ich hatte schon Reisfutter vorgekocht, das ich an die Hauswelpen verteile.

Mittwoch, 2. Dezember 2020

Pat ist schon im Shelter als ich eintreffe. Sie hat das Haus gereinigt und die Hauswelpen mit Reisfutter versorgt. Ich reinige die Außenbereiche und versorge die Hunde mit frischem Wasser. Pat füttert die großen Hunde mit Trockenfutter und die neuen Welpen mit Reisfutter. 

Am Nachmittag erwarte ich eine Lieferung Bravecto und muss nach Hause fahren. Ich treffe mich mit Arno und gemeinsam fahren wir in die Holzhandlung und holen Holz für den Bau einer neuen Sala im neuzuschaffenden Bereich. Nachdem ich das Holz verstaut habe, mache ich mich an die abendliche Säuberung und danach gibt es noch einmal Reisfutter für die Hauswelpen.

Dienstag, 1. Dezember 2020

Maggie hat die Nacht im Hauskennel gut überstanden. Ivy allerdings scheint mit ihrer Anwesenheit nicht einverstanden zu sein und kläfft sie so lange an bis ich die Geduld verliere und sie in den Salabereich verbanne. Nachdem ich den Haus- und den Salabereich gereinigt habe, koche ich Reis und Fleisch und füttere alle Hauswelpen und Amy. Ihre Welpen sind bereits entwöhnt aber Amy kann ruhig noch etwas zulegen. 

Nach der Reinigung der restlichen Bereiche bringe ich Maggie zurück an ihren gewohnten Platz. Sie ist ganz ruhig und hat keine Probleme mit Tashi, Tommy, Nuri oder Lilly. Irgendetwas muss in ihr passieren wenn sie einen ihr nicht vertrauten Farang sieht. Luca, Jiro, Dingo, Yuki, Isco und Kimi wechseln nun ständig in den Talo Bereich und dort füttere ich sie auch. Sie sind alle noch so klein, dass sie unter dem verschlossenen Tor hindurchkriechen können. Wenn ich in den Talo Bereich gehe folgen mir häufig Chip, Ivy, Mika, Kaya, Aldo und Aki. So können sich die älteren Welpen mit den Neuen anfreunden. Tara, Zola und Toya akzeptieren die Eindringlinge in ihren Bereich. 

Am frühen Nachmittag füttere ich alle Hunde, fülle die Wasserbehälter und mache noch eine Säuberungsrunde danach. Am späten Nachmittag bin ich in Baan Amphur, kaufe Reis auf dem Tempelmarkt und bezahle Ba Bät. Bei ihr sehe ich überraschend Neung und Sahm. Ba Bät teilt mir mit, dass die beiden häufig an Markttagen einen Ausflug machen. Ich sehe auch Pema und Avira. Der Markttrubel macht den Hunden sichtlich Spaß. 

An der Vorhalle sind alle Hunde vollzählig, Neung und Sahm finden sich auch wieder ein. Ich verteile Trockenfutter und fülle frisches Wasser auf. An der Strandmauer sehe ich Prince und die fünf Geschwister. Deva hat sich wieder hinter dem Sala versteckt. Ich freue mich den neuen Welpen wiederzusehen. Er scheint sich einzuleben. Luna sehe ich nicht, aber es dämmert schon und so kann ich sie leicht übersehen. Da es schon spät ist, fahre ich nicht mehr zum Shelter, die Hunde sind ja gut versorgt.

Montag, 30. November 2020

Meine heutige freie Zeit verbringe ich mit der Dokumentierung des Sterilisationsprojekts und dringenden Besorgungen. Am späten Nachmittag bin ich dann im Shelter. Pat und Katharina haben mich bestens vertreten. Maggie ist immer noch draußen. Pat hatte sie wieder in ihren Bereich gebracht, aber als sie Katharina erblickte, wurde sie panisch und so hat Pat sie wieder rausgelassen. Maggie ist zu mir sehr zutraulich und hat auch mit Pat keine Probleme, bekommt jedoch Panikattacken, wenn sie Fremde sieht. Nachdem ich meine Säuberungsrunde absolviert habe, füttere ich die Hauswelpen und schaue dann nach Maggie. Ich finde sie vor dem Tor, kann sie aufnehmen und stecke sie für die Nacht in einen der Hauskennel. Maggie hat fast zwei Tage lang nichts gefressen und ist sehr hungrig. Ich muss mir morgen überlegen, wo ich sie am besten unterbringe.

Sonntag, 29. November 2020

Heute mache ich die volle Schicht von 10 bis 6. Das Empfangskomitee steht morgens am Tor bereit. Dieses Mal sind Tara, Zola und Toya vertreten. Talo hat wohl das Interesse an den Ausflügen verloren. Die drei Ausbrecher kommen erstmal wieder in den Doppeltorbereich. Reisfutter hatte ich schon gestern vorgekocht und so bekommen zuerst Amys Welpen und danach die vier großen Welpen ihre Portionen. Amys Welpen zu kontrollieren ist ähnlich wie Flöhe hüten aber schließlich habe ich sie aus dem Behandlungsraum und kann mit der Säuberung von Haus und Hausbereich beginnen. 

Anschließend mache ich mich an eine solide Abdichtung des Tunnels, den die Hunde unter dem Zaun im Salabereichs gegraben haben. Danach säubere ich die restlichen Bereiche und entsorge den Kot. Dabei entwischt mir Maggie nach draußen. Maggie ist nicht unbedingt glücklich zusammen mit Tommy, Tashi, Nuri und Lilly. Sie will nicht wieder reinkommen und so lasse ich ihr den Spaß am Ausflug. Weglaufen wird sie nicht. 

Mit der Fütterung beginne ich in den beiden hintersten Bereichen. Ich sperre die großen Hunde in den einen Bereich und füttere die Welpen in dem Nachbarbereich mit Reisfutter. Anschließend verteile ich Trockenfutter an alle Hunde. Mittlerweile kann ich die neuen Welpen auseinanderhalten und so bekommen sie ihre Namen. Meine Annahme, dass es drei männliche und drei weibliche sind, war falsch. Die Verteilung ist 4 zu 2. Die vier Rüden nenne ich Luca, Isco, Jiro und Jingo und die beiden weiblichen Kimi und Yuki. Etwas zutraulicher sind nun schon Isco und die kleinste der Welpen, Yuki. 

Zwischendurch schaue ich nach Maggie, aber sie bleibt verschwunden. Nach der Fütterung gibt es frisches Wasser und anschließen muss ich wieder ran an die Kotsäuberung. Danach verteile ich Fischöl und Ferric und füttere die Hauswelpen ein zweites Mal, dieses Mal mit Welpenfutter. Dann bringe ich Tara, Zola und Toya zurück in ihren Bereich. 

Mittlerweile ist es kurz vor sechs. Den frühen Abend genießen die Hunde immer am meisten. Viele von ihnen tollen herum, unter ihnen nun auch schon Amys Welpen, die von Tag zu Tag selbstständiger werden. Ivy, Kaya und Mika ziehen es vor im Salabereich zu bleiben. Vor dem Tor findet sich Maggie ein. Sie signalisiert mir, dass es ihr gut geht aber dass sie es vorzieht heute Nacht draußen zu bleiben. Pat wird sie morgen wohl wieder einfangen können. Katharina kommt morgen auch und so muss ich nur zur Nachmittagsschicht ins Shelter.

Samstag, 28. November 2020

Die Salabereichhunde sind nicht wieder ausgebrochen, aber Tara und Zola empfangen mich morgens wieder vor dem Tor. Talo und Toya sind ihnen dieses Mal nicht gefolgt. Pat und ich verrichten unsere gewohnten Arbeiten. 

Ich nehme Venus mit zu den Hunden in den beiden hintersten Bereichen. Venus hat lange im Salabereich verbracht, aber sie war dort die vergangenen Wochen nicht mehr besonders glücklich. Anfangs verkriecht sie sich ein wenig aber das ist normales Verhalten. Später, als Pat mit dem Futter kommt und wir eine Zeitlang bei den Hunden sitzen, entspannt sich Venus sichtlich. Ich sehe keine Probleme mit ihrer Integration. Ich bin froh, dass ich die neuen Welpen aus ihrem Verlies geholt habe. Es ist schön zu sehen wie gut ihnen die Erde, das Gras, die frische Luft und die Sonne tut. Sie brauchen aber noch Zeit bis sie Vertrauen zu Pat und mir gefasst haben. Am frühen Abend bringe ich Tara und Zola zurück in ihren Bereich und füttere die Welpen für die Nacht.

Freitag, 27. November 2020

Tara begrüßt mich wieder vor dem Tor, dieses Mal ohne Anhang. Sie ist ein großer, kräftiger Hund und hat die Palette einfach ein wenig verschoben und ist durch das bestehende Loch im Zaun geschlüpft. Pat kommt und wir beginnen mit unserer Arbeit. Amy und alle Hauswelpen werden im Behandlungsraum mit Reisfutter gefüttert und die übrigen Hunde jeweils in ihren Bereichen mit Trockenfutter. Heute aber bekommen auch die Welpen im hinteren Bereich Reisfutter. Danach ist Säuberung und Wasserverteilung angesagt. 

Ich schließe das Tor, um für meine Nachmittagspause nach Hause zu fahren und sehe zu meiner Überraschung Mika, Ivy, Kaya, Aki und Beppe in der Entfernung auf der Soi herumlaufen. Ich hole sie rasch in den Doppeltorbereich zurück. Die Welpen haben sich unter den Paletten und dem Zaun zum Nachbargrundstück durchgegraben; Beppe und Aki sind ihnen gefolgt. Zum Glück haben die anderen Salabereichhunde davon Abstand genommen. Das Loch ist aber auch ziemlich klein. Ich dichte es mit mehreren Paletten ab. Zur Fütterung der Welpen am Abend sind noch alle Hunde beisammen. 

Donnerstag, 26. November 2020

Tara, Talo, Zola und Toya empfangen mich morgens wieder gutgelaunt vor dem Tor. Ich kann ihnen nicht böse sein; sie betrachten es als Spiel und seit das Haus nebenan für sie nicht mehr zugänglich und der Hühnerstall verlassen ist, können sie keinen Schaden mehr anrichten. Die vier Ausbrecher folgen mir brav in den Doppeltorbereich, in dem ich sie auch bis zum Nachmittag belasse. 

Pat und Katharina haben mich vorzüglich vertreten. Alle Hunde sind wohlauf und guter Laune. Während Pat die Welpen und die großen Hunde füttert, säubere ich die Bereiche. Talo und Co hatten sich hinter eine Palette gezwängt und eine Öffnung im Zaun gefunden. Die dichte ich wieder provisorisch ab. Im Grunde müsste eine Mauer gezogen werden. Als Alternative überlege ich die vier Hunde in den neu zu schaffenden Bereich zu verlegen. Der grenzt dann nicht unmittelbar an das Nachbargrundstück. Dafür müssten dann aber zwei neue Salas gebaut werden, wofür ich kein Geld habe. Ich muss erstmal weiter improvisieren. 

Die neuen Welpen wagen sich nun schon in den anderen kleinen Bereich und zwei von ihnen sehe ich sogar schon in Talos und Taras Bereich. Sie sind so klein, dass sie unter dem Tor durch krabbeln können. Ruby und jetzt auch Buffy haben sich der Welpen angenommen.

Mittwoch, 25. November 2020

Pat und Katharina haben mich heute wieder verpflichtet vom Shelter fernzubleiben. Ganz ohne Arbeit aber kann ich es nicht aushalten und da ein Besuch bei den Tempelhunden ansteht, nutze ich die stressfreie Zeit, um mich ihnen ausgiebig zu widmen. Zu meiner großen Freude finde ich Deva und Prince wieder, die ich beide vermisst hatte. Ich versorge die Hunde mit Trockenfutter und frischem Wasser und dann mache ich mit Dotty, Piak, Sadhu, Jake, Panya und Satya unseren gewohnten Strandgang. Der Mutterhund mit den beiden Welpen ist wieder verschwunden. Dafür jedoch hat sich ein einzelner Welpe bei den Leuten, die Boote am Strand reparieren, eingefunden. Der Welpe ist in gutem Zustand und im Gegensatz zu den drei vorigen Hunden, sehr zutraulich. Er hat anscheinend schon Kontakt zu den Strandhunden aufgenommen und fühlt sich sichtlich wohl. Wenn er bleibt, nehme ich ihn in die Meute mit auf. 

Auf dem Rückweg fahre ich bei Ursi vorbei. Puschel und Bliss sind ganz überschwänglich. Sie haben ihren Platz bei Ursi gefunden und werden erstklassig versorgt. Bei Apisit hole ich dann noch bestellte 200 kg Trockenfutter ab und damit ist mein freier Tag, genau so wie meine normalen Arbeitstage, wie im Fluge vergangen.

Dienstag, 24. November 2020

Ich füttere die Welpen mit Trockenfutter und bereite das Reisfutter für den Abend. Danach säubere ich die Bereiche. Arno kommt und dichtet in Talos und Taras Bereich einige Meter Zaun mit Paletten ab. Den neuen Welpen geht es im hintersten Bereich offensichtlich gut. Die mutigsten wagen sogar schon einen Blick in den anderen kleinen Bereich. Ich lasse sie in Ruhe, damit sie sich an meine Anwesenheit gewöhnen. Mit den Hunden haben sie keine Probleme. Ruby liegt häufig bei ihnen. 

Amys Welpen werden von Tag zu Tag selbstständiger. Ich sehe einige von ihnen schon mit den großen Welpen spielen. Das beste Verhältnis unter den großen Hunden haben sie zu Pinky. Pinky hat stets ein Faible für Welpen gehabt. Amy ist unter den großen Hunden etabliert. Sie hat keinerlei Probleme damit, wenn die Welpen sich frei unter den anderen Hunden im Hausbereich bewegen. 

Am Nachmittag bin ich mit Merlin bei Dr. Oi. Merlins Wunde hat sich trotz dreitägiger Behandlung mit Doxycycline und Amicin nicht geschlossen. Dr. Oi versorgt die Wunde und empfiehlt anstatt Doxycyclin Cephalexin sowie Prednisilone zu verabreichen. Merlin muss für einige Tage einen Kragen tragen, damit er sich nicht kratzt. Nachdem ich mit Merlin zurück bin, füttere ich die die großen Hunde mit Trockenfutter, die neuen Welpen mit Reisfutter und Welpenfutter und dann Amy und alle neun Welpen mit Reisfutter.

Montag, 23. November 2020

Heute Morgen erscheint jemand am Tor und teilt mir mit, dass das Shelter verlegt werden müsse, da das Land verkauft werde. Ich lasse ihn mit Dr. Kwanchai sprechen, der der Pächter des Landes ist, auf dem ich das Shelter gebaut habe. Dr. Kwanchai kann mir auf Nachfrage nichts Plausibles erklären. Das Land kann garnicht verkauft werden, da es nur bewirtschaftet und von Generation zu Generation weitergereicht werden darf (SorPorKor Land). Ich vermute, dieser Jemand ist interessiert in das Haus nebenan einzuziehen und will deshalb das Shelter verlegt haben. 

Pat füttert die Welpen und die übrigen Hunde und ich säubere alle Bereiche. Im Haus nebenan wird weiter gebaut. Das weckt das Interesse von Talo und Tara. Mit Zola und Toya im Schlepptau brechen sie durch den Zaun. Mittlerweile ist das Haus nebenan für sie nicht mehr zugänglich, da zwei Tore installiert wurden. So kann ich die Hunde ein paar hundert Meter die Soi entlang wieder einsammeln. Die finden das lustig und folgen mir brav in den Doppeltorbereich, von wo aus ich sie in ihren Bereich zurückbringe und das Loch abdichte. 

Am Spätnachmittag empfangen mich die vier wieder vor dem Shelter. Die provisorische Abdichtung hat nicht gehalten. Also wiederholen wir die Übung noch einmal. Die Rückholaktion klappt mit jedem Mal besser. Talo und Tara führe ich an der Leine durch Haus- und Salabereich und Zola und Toya trage ich zurück. Dieses Mal verrammele ich das Loch mit drei Paletten. Dann füttere ich die Welpen und impfe Nole, Demi, Pearl, Roxy und Jade ein zweites Mal.

Sonntag, 22. November 2020

Pat hat schon mit der morgendlichen Routine begonnen als ich im Shelter eintreffe. Ich stelle ihr die neuen Welpen vor und sie schlägt die Hände über dem Kopf zusammen, dass ich schon wieder Hunde aufgenommen habe. Ich versichere ihr, dass es das letzte Mal war, aber sie glaubt mir nicht. 

Nachdem wir mit allen Arbeiten fertig sind, kommt überraschend Khun Vut mit einem Arbeiter, um mit den Zaunarbeiten zu beginnen. Ich sage ihm, dass ich gar kein Geld für seine Arbeiten habe, aber er meint, dass ich mir keine Sorgen machen solle, da er kommende Woche sowieso keine Zeit hat, um die Arbeiten fertigzustellen. Bis zum späten Nachmittag hat er dann auch nur das Gestänge für einen Bereich errichtet. 

Am frühen Abend füttere ich die Welpen mit Reisfutter. Erfreulicherweise entwickeln sich alle neun Welpen bestens. Amys Welpen hören nun auch schon auf ihre Namen. Da sie neugierig sind, was sich hinter dem Tor zum Salabereich tut, lasse ich sie dort mal schnuppern. Diese Übung werden wir in den kommenden Tagen nun öfter durchziehen bis ich sie wie auch die großen Welpen Mika, Ivy, Chip und Kaya unbesorgt zwischen Haus- und Salabereich hin und herwechseln lassen kann.

Samstag, 21. November 2020

Nachdem ich Haus und Hausbereich gesäubert habe, kommt Khun Vut, der den Zaun im Shelter errichtet hat. Ich hatte ihn gebeten mir einen Kostenvoranschlag für die Dreiteilung des großen, hinteren Bereichs sowie für die Metallarbeiten einer Isolierstation zu erstellen. Khun Vut nimmt Maß und wird mich in Kürze informieren, womit ich rechnen muss.  

Ich füttere Amy und ihre Welpen sowie die vier Welpen mit Reisfutter und die neuen Welpen mit Trockenfutter. Die Hunde in den beiden kleinen hinteren Bereichen haben die Welpen akzeptiert, und Ruby kümmert sich um sie. Mir gegenüber sind die Welpen immer noch sehr skeptisch. Sie werden jedoch nicht mehr panisch, wenn ich erscheine. Ich lasse ihnen Zeit sich an mich zu gewöhnen. Ich versorge sie mit soviel Trockenfutter, dass sie genug zu fressen haben, selbst wenn die Hunde aus dem anderen Bereich sich auch davon bedienen. 

Am frühen Nachmittag bringe ich den großen Käfig, in dem ich die Hunde zum Shelter gebracht hatte, zu Bua in die Silverlake Klinik zurück. Wieder im Shelter füttere ich die großen Hunde und die Welpen mit Trockenfutter. Merlin hat sich eine entzündliche Wunde unter dem rechten Ohr zugezogen, die ich mit Doxycyline und Amicin behandele.

Freitag, 20. November 2020

Die neuen Welpen haben die Nacht im großen Käfig gut überstanden. Sie haben gefressen, getrunken und sich ordentlich entleert. Ich verlege sie in einen der Kennel und beginne mit den intensiven Säuberungsarbeiten. Am späten Vormittag kommt Katharina mit Alison. Alison überlegt sich Chip zu adoptieren und will sich erstmal das Shelter ansehen. 

Nachdem ich alle Bereiche gesäubert habe, bringe ich die neuen Welpen in den hintersten Bereich zu Sita, Buffy und Ruby. Die Welpen sind mir gegenüber verängstigt; zu den Hunden scheinen sie eher Vertrauen zu fassen. Damit sie nicht überwältigt werden, lasse ich die Tür zum anderen kleinen Bereich erstmal verschlossen. 

Am Nachmittag bekommen wir weiteren Besuch. Es sind Glen und Pom. Glen hatte mich vor einigen Tagen kontaktiert und sagte, er könne sich vorstellen mich zu unterstützen. Ich führe Glen und Pom durch alle Bereiche. Da sie beide hundeerfahren sind, klappt das wunderbar. Im hintersten Bereich verstecken sich die Welpen vor uns. Es wird sicher einige Tage dauern bis sie auch zu Menschen vertrauen fassen. 

Nachdem die Besucher gegangen sind, füttere ich die großen Hunde. Ich lasse nun die Tür zum anderen kleinen Bereich offen und gehe meinen Beschäftigungen nach. Leo. Nuri, Coco, Lilly und Erin schauen sich die Welpen an und gehen dann wieder. Im hintersten Bereich stehen zwei Salas. Da deren Böden für die Welpen nicht erreichbar sind, statte ich sie mit Behelfstreppchen aus, sodass die Welpen sich sowohl am Boden als auch in den Salas aufhalten können. Ich sehe einige von ihnen das Trockenfutter fressen, das ich auf Blechen sowohl in den Salas als auch am Boden bereitstelle. Ich bin ziemlich sicher, dass sich alle Welpen in wenigen Tagen eingewöhnt haben. Ihr Vertrauen allerdings muss ich mir erstmal erarbeiten.

Donnerstag, 19. November 2020

Pat kommt heute etwas später und so habe ich die meisten Arbeiten schon erledigt. Pat füttert die Hunde und ich besorge den Rest. 

Um vier Uhr treffe ich Bua am Tuk.com Parkhaus. Mit tätiger Hilfe des jungen Wachmanns holt Bua alle sechs Welpen aus dem dunklen Loch. Die Mutter allerdings entwischt bei der Aktion. Dazu erscheint noch ein Rüde aus der Dunkelheit. Ich vermute, es ist der Vater der Welpen. Die Tür zu dem Verlies wird nun verschlossen gehalten, sodass sich weder Mutter noch Vater der Welpen erneut dort einrichten können. Ich werde nach den beiden Hunden in einigen Tagen schauen, da der Mutterhund sterilisiert werden muss. 

Als ich im Shelter ankomme, ist es schon dunkel, sodass ich die sechs Neuankömmlinge erstmal im großen Käfig im Haus unterbringe. Morgen werde ich schauen, ob ich sie im hintersten Bereich häuslich machen kann. Die Welpen haben noch nie Erde unter ihren Pfoten gehabt und das wird ihnen guttun. Amy und die Welpen hatten am morgen Trockenfutter bekommen und sind hungrig. Sie bekommen Reisfutter. Anschließend stillt Amy ihre Welpen.

Mittwoch, 18. November 2020

Pat und Katharina hatten vergangenen Mittwoch beschlossen mir heute einen freien Tag zu verschaffen. Es ist der erste seit über acht Jahren und ich genieße ihn. Natürlich geht der nicht ganz ohne Arbeit und Hunde ab. Ich erledige liegengebliebene Computerarbeit und bin dann im Tuk.com um meine Kamera überprüfen zu lassen. 

Im Parkhaus des Tuk.com habe ich vor Jahren etliche Hunde sterilisieren lassen. Drei von ihnen begrüßen mich schwanzwedelnd. Es ist schon erstaunlich wie sie mich nach so langer Zeit auf Anhieb wieder erkannt haben. Im Untergrund des Parkhauses hatten sich schon damals Hunde eingerichtet, die ich nie einfangen konnte. Nun sehe ich erst einen und dann einen zweiten Welpen aus einem winzigen Mauerdurchbruch nach draußen kommen. Eine kleine Tür, die sonst immer geöffnet war, ist nun verschlossen worden. Sollte die Mutter der Welpen sich noch in dem Loch befinden, kann sie nicht nach draußen gelangen und muss jämmerlich verhungern. Das kann ich natürlich nicht zulassen. 

Ich frage einen jungen Mann, der an der Schranke arbeitet, wer den Schlüssel zu der Tür hat. Erst nach hartnäckigem Drängen schließt er die Tür auf. Ich krieche in den mit Müll übersäten Untergrund und sehe die Mutter und insgesamt sechs, etwa zwei Monate alte, Welpen. Alle Hunde sind sehr scheu. Der junge Mann teilt mir mit, dass das Management die Tür verschlossen habe. Ihm sei das auch nicht recht, aber er könne daran nichts ändern. Wenn die Tür wieder geöffnet würde, würde er Probleme bekommen. Das Problem habe nun ich. Ich versichere dem Mann, morgen wiederzukommen um die Angelegenheit zu regeln. Die Hunde müssen dort raus, allein kann ich das jedoch nicht schaffen. Da ich Bua heute nicht erreichen konnte, werde ich das morgen erneut versuchen. Die Mutter muss sterilisiert und mit den Welpen umgesiedelt werden. 

Am Abend bin ich seit einer Woche mal wieder bei Dodo und Rico. Sie kennen natürlich mein Auto und kommen von der anderen Straßenseite auf den Parkplatz des Freizeitparks hinübergerannt. Die beiden stecken immer zusammen und sind die besten Freunde. Sie sind nie aggressiv oder zanken sich. Auch zu Panaeng, Meefoo, Rodney und Mum sind sie stets freundlich. Die vier schlafen schon als ich im Park mit Dodo und Rico ankomme. Auch ihnen geht es gut. Katharina sorgt ja für sie. 

Der heutige Tag muss mir wirklich gutgetan haben, denn ein großer, flauschiger Rüde aus der Nachbarschaft meines Apartments, der sich mir sonst stetes neutral gegenüber verhalten hat, ist ausnehmend zutraulich und folgt mir bis zu meinem Apartment. Kurz darauf kommt auch Leila wieder, aber die besucht mich ja nun jeden Abend.

Dienstag, 17. November 2020

Morgens bekommen Amy und alle Welpen Welpenfutter und sind damit erstmal abgefertigt. Ich mache mich an die Säuberung von Haus und allen Bereichen. Pat kommt heute nicht, da ich jedoch nach Baan Amphur muss, verschiebe ich die Fütterung der übrigen Hunde auf den Nachmittag. Auf dem Tempelmarkt kaufe ich Reis und bezahle Ba Bät für die zweite Hälfte des Monats. Ich sehe Pema und Avira; beiden geht es gut. Im Tempel versorge ich die Hunde mit Trockenfutter und frischem Wasser. Ich schaue nach Deva – wieder vergebens. Auch Prince vermisse ich. Er war ja bei meinem vergangenen Besuch etwas wackelig auf den Beinen. Ich hoffe nicht, dass ich auch ihn verloren habe. 

Auf dem Weg zurück zum Shelter treffe ich Glen in Jomtien. Er und seine Freundin wollen in zwei Tagen die Hunde im Shelter besuchen. Im Shelter füttere ich zunächst die großen Hunde, absolviere danach eine Säuberungsrunde, verteile Ferric und Fischöl und füttere danach Amy und die Welpen mit Reisfutter. Nousha erhält bis auf Weiteres Itraconazole.

Montag, 16. November 2020

Pat und ich verrichten wieder unsere morgendliche Routine. Zu zweit ist die Arbeit gut zu schaffen und weit weniger stressig wie, wenn ich alles allein machen muss. Den Hunden kommt das auch zugute. Sie sind ja wie kleine Kinder, die nichts anderes im Kopf haben als Fressen, Spielen, Schlafen und sich zanken. Natürlich bekommen sie mit, wenn ich grantig werde und mucksen sich nicht mehr. Aber sie tun mir dann leid, denn sie sind ja nur in wenigen Fällen die direkte Ursache meine Rappel. Ich werde immer nur dann ungeduldig, wenn ich überarbeitet bin, meine Energie nachlässt und dann noch irgendein Blödsinn passiert. Das Schöne ist, dass die Hunde mir nichts nachtragen. Sie sind ja auch gelegentlich genervt und verstehen mich anscheinend irgendwie. 

Für heute Nachmittag ist der Reis schon vorgekocht und so dauert die Fütterung der Welpen nicht allzu lange. Danach gibt es für Amys Welpen noch eine Portion Muttermilch. Amy ist eine erfahrene Mutter, die vermutlich schon oft Welpen gehabt hat. So wartet sie geduldig bis auch der letzte Tropfen abgesaugt ist. Es ist erfreulich, dass Amy die Welpen immer noch stillt, denn dadurch wird deren Immunsystem für ihr gesamtes Leben gestärkt.

Sonntag, 15. November 2020

Pat und ich verrichten gemeinsam die morgendliche Routine. Ich füttere Amy und alle Welpen und Pat die übrigen Hunde. Ich verteile die Medikamente und danach folgt die übliche Säuberungstour. Chip begleitet mich wieder dabei. Mithilfe von Pat schneide ich Kenji die Krallen. Am Nachmittag gehe ich wie immer noch einmal säubernd durch alle Bereich und füttere Amy und alle Welpen erneut. Leila besucht mich nun jede Nacht und bleibt stundenlang. Sie verhält sich wie meine Hauskatze. 

Samstag, 14. November 2020

Pat hat für Shorty ein gutes Wort eingelegt und so versuchen wir es noch mal mit ihm. Heute war er auch vergleichsweise artig. Chip hatte sich gestern entschlossen im Salabereich zu bleiben und hat sich gut mit seinen Geschwistern vertragen. Ich fordere ihn nun immer auf mit mir durch die anderen Bereiche zu gehen, wenn ich säubere und er folgt mir meistens. Es scheint, dass er sich ein wenig gefangen hat. Ich bin jedoch immer noch sein bevorzugter Kontakt. 

Amy erholt sich zusehends von Trächtigkeit und Stillzeit. Durch die zweimal tägliche Fütterung sieht man ihre Rippen nicht mehr. Ihre Welpen haben die erste Impfung gut überstanden und entwickeln sich normal. Ich finde keine Zecken mehr an ihnen. Amy hatte vor einigen Tagen Bravecto erhalten und sie scheinen eine Dosis über die Muttermilch erhalten zu haben. Die Welpen bewegen sich mittlerweile ganz natürlich im Haus- und Doppeltorbereich. Am mutigsten sind Nole und Demi. Die Welpen haben keine Angst vor den großen Hunden und diese haben sie voll akzeptiert. 

Kaya, Ivy und Mika halten sich nun tagsüber vorwiegend im Salabereich auf; Chip meistens auch. Auch sie sind dort akzeptiert und bewegen sich natürlich unter den Salabereichshunden. Ivy kommt immer mit in den Talobereich und seit heute auch Kaya. Pinkys Ohrbehandlung ist abgeschlossen. Nousha erhält noch Itraconazole und Vitamine. Ihr Fellzustand hat sich verbessert. Beide Hunde erhalten zudem noch Fischöl. Eine Mischung aus Fischöl und Ferric erhalten auch Tommy, Roshi, Sita und Amy. Am Nachmittag füttere ich Amy und die Welpen erneut mit Reisfutter.

Freitag, 13. November 2020

Ich säubere morgens Haus und Hausbereich und füttere dann Amy und alle Welpen mit Welpentrockenfutter. Anschließend bringe ich die vier Welpen in den Salabereich. Amys Welpen schlafen wieder im großen Kennel. Pat kommt und füttert und ich säubere die restlichen Bereiche. 

Am Spätnachmittag bin ich wieder im Shelter, gehe noch einmal durch alle Bereiche und füttere dann Amy und die Welpen mit Reisfutter. Shorty legt sich häufig mit anderen Hunden im Haus an. Es ist nichts Ernstes, aber es nervt zuweilen. Ich stecke ihn deshalb in einen der Kennel. Während ich im Behandlungsraum bin, höre ich ungutes Gebell und sehe, dass Shorty versucht hat durch die Gitterstäbe nach draußen zu gelangen und weder vor noch zurückkann. Ich muss einen Gitterstab aufbrechen, damit er wieder frei kommt. Da Shortys Verhalten seit Wochen Unruhe verbreitet, werde ich versuchen ihn morgen in einen der hinteren Bereiche zu verlegen. 

Donnerstag, 12. November 2020

Alle Welpen sind wohlauf, auch Chip, der die Nacht gut überstanden hat. Ich nehme ihn wieder mit in den Hausbereich. Das wird gleich mal eine Übungsstunde für ihn, denn er muss mit mir durch alle Bereiche gehen. Das werden wir nun häufiger praktizieren, damit Chip alle Hunde kennenlernt und seine Angst vor dem Unbekannten verliert. 

Die Welpen bekommen Welpentrockenfutter, das auch Amy dem Normaltrockenfutter vorzieht. Amys Welpen werden immer noch gestillt und so kommen sie gut über den Tag. Ivy, Kaya und Mika gehen dann zurück in den Salabereich und Chip kommt mit mir mit auf Säuberungstour. 

Nach Medikamentenvergabe und Fütterung der übrigen Hunde mache ich mich auf den Weg nach Baan Amphur. Ich versorge die Tempelhunde mit Trockenfutter und frischem Wasser. Deva ist wieder nicht an ihrem Platz. Ich suche das ganze Areal um die Sala ab – ohne Erfolg. Es macht mich sehr traurig sie verloren zu haben. 

An der Tempelmauer zum Strand hin entdecke ich drei Hunde, die ich zuvor nie gesehen habe. Es scheint eine Mutter mit ihren beiden weiblichen, etwa drei Monate alten, Welpen zu sein. Die drei Hunde sind scheu, aber in gutem äußerlichen Zustand. Sie halten sich an dem Platz auf, an dem Taro, Akira, Yoko, Rika und Miwa täglich mit Reisfutter versorgt werden. Somit werden auch sie satt. Ich werde versuchen ihr Vertrauen zu gewinnen. Der Mutterhund muss rasch sterilisiert werden. 

Ich hole Wans Hündin aus der Silverlake Klinik und bringe sie zurück auf ein ausgedehntes Gelände in der Nähe des Tesco Lotus. Wan füttert gerade und so sehe ich, dass sich dort mindestens zwanzig Hunde versammeln. Wan und eine Thai kümmern sich um die Hunde, die alle in gutem Zustand sind. Die meisten der Hündinnen sind sterilisiert. 

Am frühen Abend bin ich wieder im Shelter. Ich säubere erneut die Bereiche und das Haus, bereite Reisfutter zu und füttere Amy und alle Welpen. Da es schon stockdunkel ist, lasse ich Chip im großen Kennel. Auch seine Geschwister sowie Amy mit den Welpen haben sich dort für die Nacht bei der Stammbesatzung Lena, Nousha, Pinky und Patty eingerichtet.

Mittwoch, 11. November 2020

Katharina ist schon frühmorgens im Shelter und hat mit den Arbeiten begonnen. Haus und Hausbereich sind bereits sauber und so kann ich mit der Futterzubereitung und der Fütterung von Amy und den Welpen weitermachen. 

Pat kommt am Vormittag mit Nelson, Rosie und Shana. Die drei waren schon lange nicht mehr im Shelter, aber die Hunde kennen sich ja von früher und so gibt es keine Probleme. Nur Mika, Ivy und Kaya bellen die Eindringlinge eine Zeitlang an, die jedoch souverän bleiben. Katharina und Pat füttern; ich verteile Medikamente und säubere die restlichen Bereiche. 

Da Chip seine Schwestern meidet und auch sonst kaum Kontakt zu den Hunden im Haus- oder Salabereich bekommt, nehme ich ihn versuchsweise mit in die beiden hinteren Bereiche. Ich musste die Tür zwischen dem großen und den beiden kleineren Bereichen wieder schließen, da sich Tashi und Tommy Leo ausgeguckt haben. Tashi und Tommy bleiben nun mit Maggie, Mona und Lilly im großen Bereich; Erin, Nuri, Coco und Leo halten sich im vorderen, kleinen Bereich auf und Sita, Ruby und Buffy liegen überwiegend im hintersten Bereich. Ich nehme Chip mit zu ihnen und schließe die Tür. Chip ist ja von der ängstlichen Sorte und hält sich dicht an mich. Ich bleibe so lange bei ihm bis er sich ein wenig zurechtgefunden hat. Die drei Mädel haben nichts gegen seine Anwesenheit. 

Am späten Nachmittag bin ich wieder im Shelter, mache eine Säuberungsrunde und füttere dann zunächst Amy und ihre Welpen und danach Mika, Ivy und Kaya. Danach ist Chip an der Reihe. Er bekommt sein Reisfutter im überdachten Käfig, der im vorderen, kleinen Bereich steht. Ich bringe dann Chip wieder in den hintersten Bereich zu Ruby, Buffy und Sita und schließe die Tür. Chip weint zwar und will mit mir mit, aber er muss die Nacht bei den Mädels bleiben. 

Mika, Ivy und Kaya halten sich nun tagsüber meistens im Salabereich auf und wollen das auch. Nur zur Fütterung hole ich sie in den Behandlungsraum und nachts wollen sie wieder in den Hausbereich. Amy und ihre Welpen haben den großen Käfig verlassen und halten sich nun häufig im großen Kennel auf. Sie liegen vor der Tür zum Behandlungsraum, weil sie wissen, dass es dahinter Futter für sie gibt. 

Dienstag, 10. November 2020

Ich verrichte meine morgendliche Routine mit der Zubereitung von Reisfutter, der Fütterung von Amy und den neun Welpen sowie heute wieder auch Sita und Leo. Pat füttert die übrigen Hunde und Arno mäht Gras. Ich säubere Haus und Bereiche und sorge für frisches Wasser. Amys Welpen machen viel Arbeit; Hauptsache aber ist, dass sie wachsen und gedeihen. In einem Monat werden sie aus den Kinderschuhen heraus sein. Das beobachte ich an den vier großen Welpen, die mittlerweile kaum eine Mehrbelastung darstellen. 

Die drei Mädel Ivy, Kaya und Mika halten sich nun schon oft ganz selbstsicher im großen Salabereich auf. Ivy ist am mutigsten und geht sogar mit in den Talobereich. Chip jedoch ist ein Softy und das wissen die drei Schwestern natürlich und dominieren ihn. Deswegen sieht er sie am liebsten von hinten und zieht es vor allein zu liegen. Ich muss mal schauen, ob ich ihn in den hinteren Bereichen heimisch machen kann. 

Am frühen Abend bekommen Amy und alle Welpen wieder Reisfutter; ich verteile die Medikamente an Nousha und Pinky und gehe noch einmal durch alle Bereiche. Dann lösche ich das Licht und ein langer Sheltertag geht mal wieder zu Ende.

Montag, 9. November 2020

Heute bin ich mal wieder den ganzen Tag allein im Shelter. Ich säubere am Morgen den Hausbereich und bin dann mit Amy und ihren Welpen bei Dr. Oi. Amy und die Welpen werden entwurmt und die Welpen geimpft. Nach unserer Rückkehr füttere ich Amy und die neun Welpen und entwurme die vier großen Welpen. Dann säubere ich die Außenbereiche. Anschließend füttere ich die übrigen Hunde. 

Ich bin dann wieder bei Dr. Oi, dieses Mal mit Pinky. Pinky wird vom Verband befreit, sie muss aber noch einen Kragen tragen und die Medikamente für einige weitere Tage nehmen. Ich füttere Amy und die Welpen erneut und gehe noch einmal durch alle Bereiche. Leo bekommt immer noch täglich Ferric, Tommy und Roshi Fischöl, Sita und Amy Fischöl und Ferric und Nousha weiterhin Predisilone, Vitamin C und Fischöl und nun auch zusätzlich Itraconazole gegen Pilzbefall.

Sonntag, 8. November 2020

Ich bin am frühen Vormittag im Shelter, reinige Haus und alle Bereiche und verteile Medikamente. Anschließend füttere ich Amy und alle Welpen mit Reisfutter. Pat kommt mittags und füttert die übrigen Hunde. Am Nachmittag erledige ich Einkäufe in der Stadt und bin dann wieder im Shelter. Ich verteile die abendlichen Medikamente und füttere alle Welpen erneut.

Samstag, 7. November 2020

Pat bringt heute Morgen wieder Reisfutter für die Welpen mit. Ich bereite Reisfutter für Amy, Leo und Sita zu. Amys Welpen Roxy, Jade. Pearl, Nole und Demi wissen schon, dass sie im Behandlungsraum gefüttert werden und strömen herbei. Nach den Fünfen werden die großen Welpen Chip, Kaya, Mika und Ivy gefüttert. Dann reinige ich und verteile die Medikamente. Pat füttert die übrigen Hunde. Am Nachmittag kommt Arno und mäht Gras. Später dann füttere ich die Welpen und Amy erneut und verteile Medikamente an Pinky und Nousha. 

Freitag, 6. November 2020

Ich schaue morgens als Erstes nach Amara. Sie liegt noch im Baderaum. Amara reagiert noch auf mich aber sie wird immer schwächer. Ich entschließe mich sie heute einschläfern zu lassen. Nachdem ich alle morgendlichen Arbeiten erledigt habe, überlasse ich Pat die Fürsorge über die Hunde und fahre mit Amara zum Tesco Lotus Nord, um eine Hündin, um die sich Wan kümmert, zur Sterilisation abzuholen. Amara liegt wie immer, wenn ich mit ihr fahre, vor dem Beifahrersitz. Ich sehe, dass es bald mit ihr zu Ende geht und möchte sie so schnell wie möglich erlösen. Zwei Minuten jedoch bevor ich die Silverlake Klinik erreiche, bäumt sich Amara ein letztes Mal auf und stirbt. 

Ich gebe Wans Hündin bei Dr. Kwanchai ab und versorge dann die Wat Hunde.  Deva vermisse ich, was mir ein wenig Sorge macht. Deva ist eine liebe Seele und liegt immer allein am Sala. Wenn ich ein Haus hätte, würde ich sie sofort zu mir nehmen. Ich sehe Payu das erste Mal seit er im Tempel lebt, in der Vorhalle auf mich zukommen, obwohl einige der Hunde in der Nähe sind. Etwas Mysteriöses muss passiert sein, denn Bob, der am Strand lebt und den ich nie zuvor in der Vorhalle gesehen habe, ist bei ihm. Payu ist freundlich wie immer und lässt sich streicheln. Er sieht gut aus und es scheint ihm auch gutzugehen. Prince taucht nun auch öfter an der Vorhalle auf. Er ist mit seinen zehn Jahren der älteste Hund, den ich betreue und nun schon ein wenig fragil. Aber er hat immer noch ein gutes Leben. 

Bevor ich zum Shelter zurückkehre, gebe ich Amara in der NPW Klinik zur Einäscherung ab. Ich füttere Amy und alle Welpen. Dodger befreie ich vom Kragen. Ich hoffe, dass seine Wunde nun schnell zuheilt. Tashi und Paco husten und erhalten Bromhexine. Pinky und Nousha bekommen ihre abendlichen Medikamente. Mona hat sich eine kleine Bisswunde zugezogen, die ich mit Anicine behandele. Alle Welpen werden mit jedem Tag selbständiger, was mir meine Arbeit erleichtert. Amys Welpen gedeihen prächtig. Amy stillt immer noch, obwohl die Welpen schon seit einiger Zeit Reisfutter bekommen.

Donnerstag, 5. November 2020

Heute Vormittag verrichten Pat und ich unsere übliche Routine. Pat hat Reisfutter mitgebracht und füttert auch Amy und die neun Welpen. Amara verweigert jegliches Futter. Sie kann kaum noch auf ihren Beinen stehen. Jedoch hat sie noch keine Schmerzen. Es tut mir weh ihr in die Augen zu schauen. Dodgers Vorderlaufwunde wächst allmählich zu. Er muss aber noch immer einen Kragen tragen, damit er sie nicht leckt. Pinky trägt ihren Kragen auch noch und er scheint sie auch nicht sonderlich zu behindern. 

Am frühen Abend bin ich wieder im Shelter. Amara hat sich in eine Box im Baderaum zurückgezogen. Ich füttere Amy und alle Welpen und säubere den Hausbereich erneut. Als ich gehe, schlafen die meisten Hunde schon.

Mittwoch, 4. November 2020

Ich erhalte eine Lieferung Impfstoffe und bin deshalb etwas später im Shelter. Pat hat schon mit der Arbeit begonnen und das Haus gesäubert. Amara hat kaum etwas gefressen oder getrunken und will sofort wieder zurück in ihren Bottich im großen Kennel. Ich bereite das Reisfutter für Amy und die Welpen zu. Pat füttert die übrigen Hunde und ich säubere die Bereiche. Dann impfen wir die vier Welpen Mika, Chip, Ivy und Kaya. 

Mittags bin ich mit Pinky, Amara und Nousha bei Dr. Oi. Noushas Medikation wird geändert. Cephalexin wird abgesetzt, Predisilone jedoch beibehalten. Dazu verordnet Dr. Oi Vitamin C und Itraconazole. Pinkys Ohrmuschel Hämatom wird aufgestochen und ihr Ohr verbunden. Sie bekommt Norfloxacin und Prednisilone verordnet und muss einen Kragen tragen. Amara wird Blut für einen Nierentest entnommen. Dr. Oi hängt sie an einen Tropf. 

Am frühen Abend hole ich Amara wieder ab. Der Test hat einen wiederum stärker erhöhten Creatinine Wert ergeben und liegt nun bei 9.5.  Der obere Grenzwert liegt bei 1.7. Es besteht keine Aussicht auf Besserung. Eine Einschläferung wird unvermeidlich sein. Ich nehme Amara jedoch wieder mit. Sollten ihre Nieren völlig versagen muss rasch gehandelt werden. Ich bin sehr traurig, aber die abendliche Arbeit muss dennoch gemacht werden. Ich füttere Amy und alle Welpen für die Nacht und verteile Medikamente.

Dienstag, 3. November 2020

Katharina ist schon im Shelter als ich morgens ankomme. Sie säubert das Haus und ich bereite das Reisfutter zu. Wie jeden Morgen nun erhalten Amys Welpen ihre Portionen im Behandlungsraum zuerst, dann ist Amy im großen Käfig dran und dann die vier Welpen. Anschließend versorge ich Leo und Sita. Amys Welpen wissen bereits, dass sie im Behandlungsraum gefüttert werden und versammeln sich vor der Tür. 

Roccos Wunden sind zugewachsen und müssen nicht mehr behandelt werden. Er scheint sich unter den Hunden im Haus recht wohl zu fühlen und so lasse ich ihn erstmal dort. Amara frisst nicht mehr oder nur ganz wenig. Sie rollt sich in einer der Schüsseln im großen Kennel zusammen und mag nicht mehr aufstehen. Es wird wohl nur noch eine Frage der Zeit sein bis sie aufgibt. Nousha hat ihre Cephalexin/Prednisilone Behandlung beendet. Ihr Fellzustand hat sich gebessert. Pinky hat sich ein Hämatom in der Ohrmuschel zugezogen. Ich werde die drei Hunde morgen Dr. Oi vorstellen. 

Da Pat heute nicht kommt, füttern Katharina und ich die übrigen Hunde. Anschließend säubere ich die Bereiche und Katharina beschäftigt sich mit den Hunden im Salabereich und sucht danach Amys Welpen nach Zecken ab, von denen die vier großen Welpen nach der Bravecto Vergabe nun verschont bleiben. Die vier wechseln bereits regelmäßig zwischen Haus- und Salabereich hin und her. 

Am frühen Abend bin ich wieder im Shelter und füttere alle Welpen mit Reisfutter. Danach nehme ich Amara in den Behandlungsraum und biete ihr Reisfutter an. In der Hoffnung, dass sie über Nacht frisst und trinkt, lasse ich sie dort.

Montag, 2. November 2020

Wenn ich morgens das Shelterinnentor öffne, kommen immer etliche Hunde auf mich zugestürmt. Seit einiger Zeit sind auch die vier Welpen dabei und nun auch schon Amy und ihre Welpen, die allerdings bei dem Gedränge fast untergehen. Diese kleinen Geschöpfe lernen so schnell und die beste Sozialisation für sie ist natürlich der Umgang mit vielen verschiedenen Hunden. 

Seitdem all die Welpen im Shelter sind, ist meine morgendliche Routine ein wenig verändert. Zuerst muss ich natürlich den Hausbereich reinigen, denn die Welpen setzen ihren Kot überall ab. Dann bereite ich das Reisfutter zu. Die Mengen werden größer. Ich füttere zuerst die vier Welpen im Behandlungsraum, dann kommen dort die fünf Welpen dran, anschließend füttere ich Amy im großen Käfig und zum Schluss Sita und Leo in den hinteren Bereichen. Amara hat sich in einen der kleinen Käfige zurückgezogen und so füttere ich sie dort. Ich verteile dann die Medikamente, säubere alle Bereiche und da Pat heute nicht kommt füttere ich schließlich die übrigen Hunde mit Trockenfutter. 

Arno kommt und mäht Gras und ich fahre zu den Tempelhunden. Ich kaufe Reis für die kommenden zwei Wochen und bezahle Ba Bät. Anschließend versorge ich die Tempelhunde mit Trockenfutter und frischem Wasser. Dann machen wir unseren Strandgang. Zurück im Shelter füttere ich Amy und alle Welpen wieder mit Reisfutter für die Nacht.

Sonntag, 1. November 2020

Auf dem Wege zum Shelter kaufe ich Nassfutter, Fleisch und Kauknochen. Amy, Leo, Sita und alle neun Welpen füttere ich ja täglich mit Reis, vermischt mit Nassfutter, Eiern und Schweinefleisch. Amy, weil sie immer noch gelegentlich stillt, Leo und Sita, damit sie zunehmen und die Welpen, damit sie in den ersten Lebensmonaten so gut wie möglich genährt werden. Pat kommt mittags und füttert mit Trockenfutter. Zurzeit bevorzuge ich Bok Dok Si Som. Ich weiß zwar nicht, ob ich den Inhaltsangaben vertrauen kann, aber ich bin mit dem Zustand der Hunde im Allgemeinen zufrieden.

Am Nachmittag hole ich bei Apisit bestellte 300 kg ab. Wieder im Shelter verstaue ich die Säcke im Behandlungsraum, säubere die Bereiche und füttere Amy und alle Welpen für die Nacht. Anschließend verabreiche ich Amara die Infusion.

Samstag, 31. Oktober 2020

Morgens beginnt meine Routine mit der Reisfütterung von Amy, allen Welpen, Sita und Leo. Drei der Welpen kann ich jetzt gut unterscheiden, zwei von ihnen sehen allerdings identisch aus. Dennoch habe ich ihnen nun Namen gegeben. Den männlichen Welpen nenne ich Nole, die mit der braunen Färbung Demi, die kleinste schwarze heißt nun Pearl und die übrigen beiden schwarzen Jade und Roxy. Rocco und Dodger behandele ich wieder mit Anicine. Roccos Wunden sind fast verheilt. 

Mein Klinikbesuch mit Dodger muss ausfallen, da es am frühen Nachmittag heftig regnet und am frühen Abend gerät mein Plan durcheinander, da mich bei der Ankunft im Shelter die vier Ausbrecher Talo, Tara, Zola und Toya freudig vor dem Tor begrüßen. Also muss ich zuerst das Loch im Zaun abdichten und sie dann nacheinander zurückbringen. Mit Talo und Tara geht das ganz gut an der Leine und die beiden Schwestern trage ich zurück, da wir durch den Haus- und den Salabereich müssen. 

Pat beendet die Fütterung vor dem Gewitterguss. Ich bleibe bei den Hunden sitzen und genieße eine Stunde Pause in ihrem Kreis. Wie gern würde ich mehr Zeit mit ihnen verbringen, ohne ständig von einem Arbeitsgang zum nächsten hetzen zu müssen. Aber um das Shelter einigermaßen in Ordnung zu halten, geht meine ganze Zeit und Energie mit der Erledigung notwendiger Arbeiten drauf.

Freitag, 30. Oktober 2020

Pat kommt heute später, da sich sie um die Hunde am Siam Country Club kümmert. Ich hatte mit Jintana und Pa Ja vereinbart, den Welpen wieder seiner Mutter zuzuführen. Pat aber teilt mir mit, dass die Mutter an dem Welpen nicht interessiert sei und damit der nicht verloren gehe, habe sie entschieden ihn wieder zu Pa Ja zurückzugeben, solange bis der Mutterhund und die übrigen Welpen eingefangen werden können. 

Ich verrichte derweil meine Routinearbeiten, füttere Amy und ihre Welpen, die vier Welpen, Sita und Leo mit Reisfutter und verteile Medikamente. Anschließend säubere ich den Hausbereich und die offenen Bereiche. Tinka hat die Nacht wohlbehalten im Dodgerbereich verbracht, aber es zieht sie wieder in den Hausbereich zurück. Ich lasse sie gewähren. Roccos zwei Wunden sind fast geschlossen. Ich habe ihm den Kragen abgenommen. Er bleibt jedoch vorerst im Hausbereich. Dodgers Wunden sehen nicht so gut aus. Ich hatte ihm vorübergehend den Kragen abgenommen, aber da er die Wunden leckt und damit auch das Anicine, lege ich ihm wieder einen Kragen um. Ich werde ihn morgen Dr. Oi vorstellen. 

Pat kommt am frühen Nachmittag und füttert mit Trockenfutter. Ich bin am späten Nachmittag wieder im Shelter, verteile die abendlichen Medikamente, füttere Amy und alle Welpen für die Nacht und verabreiche Amara ihre Infusion. Amara frisst ein wenig, aber ich frage mich, wie lange sie wohl noch durchhalten wird.

Donnerstag, 29. Oktober 2020

Heute bin ich mal wieder allein mit den Hunden und den ganzen Tag beschäftigt. Amy und die Welpen bewegen sich unter den übrigen Hunden im Hausbereich. Ich hole die vier Welpen aus dem Salabereich und mache mich dann an die Säuberungen und das Bereiten des Reisfutters. Amy und die Welpen kommen zuerst dran, dann die vier Welpen und Amara und schließlich Leo und Sita. Amara frisst kaum etwas. Ich mache mir große Sorgen um sie. 

Tinka ist nicht besonders glücklich in den hinteren Bereichen, da sie von Sita belästigt wird. Sie folgt mir in den Dodgerbereich und scheint es dort aushalten zu wollen. Roccos Bandage hat sich aufgelöst und auch Dodger hat sich von Verband und Pflaster befreit. Dr. Oi hat mir empfohlen die Wunden mit Anicine, einer Creme auf Aloe Vera Basis weiterzubehandeln. Monas hässliche Wunde ist mittlerweile auf ein 25 Satang großes Loch zusammengewachsen und behindert sie nicht mehr. Mona ist glücklich in den hinteren Bereichen. 

Ich füttere alle Hunde am Nachmittag und säubere dann die Bereiche erneut. Danach füttere ich Amy, Amara und alle Welpen für die Nacht mit Reisfutter. Amara erhält Kochsalzlösung. Am frühen Abend bin ich am Mabprachan 7/11. Susie treffe ich dort öfter an und heute auch Jakalen. Beide Hunde waren ja in Meows Shelter und ich habe sie später wieder zurückgebracht. Jakalen hatte zu mir zuvor kein besonderes Verhältnis. Umso mehr freue ich mich sie nach etwa einem Jahr freundlich auf mich zukommen zu sehen. Jakalen ist gesund und hat sich offenbar auf dem benachbarten kleinen Markt eingelebt.

Mittwoch, 28. Oktober 2020

Pat ruft mich heute Morgen an und teilt mir mit, dass zwei Thai versuchen die Hündin und deren Welpen, die Pat am Siam Country Club füttert, einzufangen. Sie bittet mich zu kommen, um nach dem Rechten zu sehen. Es stellt sich heraus, dass es Bua und Jinatana sind. Bua ist von Pa Ja, die Hunde am Mabprachan Reservoir füttert, gebeten worden die Hündin zu blowdarten, um sie sterilisieren zu lassen. Einen der Welpen haben sie einfangen können. Der Mutterhund allerdings ist sehr scheu und Bua schafft es nicht sie zu darten. Die übrigen Welpen sind im unübersichtlichen Grasland verschwunden. Wir verabreden die Aktion am frühen Abend erneut zu versuchen. Jintana nimmt den Welpen mit zu sich. 

Pat und ich treffen uns im Shelter. Wir gehen unseren Routinearbeiten nach. Ich füttere Amy und die Welpen, die die Nacht problemlos im offenen Käfig verbracht haben. Anschließend bereite ich das Reisfutter für Amara, Sita, Leo und die vier Welpen zu. Weil der Versuch mit ihnen im Salabereich so gut geklappt hat, bringe ich sie wieder zu den Hunden dort. Die Welpen werden erneut gut aufgenommen. Ihre Neugier ist kaum zu bremsen und so begleiten sie mich bei der Säuberung in den Talobereich. Auch dort sind Talo, Tara, Zola und Toya freundlich zu ihnen. 

Ich lasse die Welpen im Salabereich und nehme Tinka auf den Arm und trage sie vom Hausbereich in den hintersten Bereich. Tinka ist nicht besonders glücklich und wird gelegentlich von Khiaow drangsaliert. Ich schließe die Tür; nur Sita ist bei Tinka. Nach der Fütterung der vier Welpen, Leo und Sita erhält auch Tinka Reisfutter. Danach öffne ich die Tür und bald läuft Tinka in allen drei Bereichen herum, ohne behelligt zu werden. Ich denke, auch diese Umsiedelung wird klappen. 

Am Spätnachmittag treffe ich Bua und Pat am Siam Country Club. Ich sehe die Hündin und einen ihrer Welpen. Die verschwinden aber schnell als sie mich ausmachen. Die Hündin kennt Pat ja von der täglichen Fütterung, aber obwohl Pat sie ruft, bleibt sie unsichtbar. Bua sucht das Grasland ab, kann jedoch keinen der Hunde finden. Wir verabreden, die Angelegenheit einige Tage ruhen zu lassen in der Hoffnung, dass die Hündin wieder Vertrauen zu Pat fasst. Jintana wird den Welpen morgen früh zurückbringen und wir hoffen ihn wieder mit seiner Mutter vereinigen zu können. 

Am frühen Abend bin ich dann wieder im Shelter. Amy und alle Welpen werden für die Nacht gefüttert. Chip, Mika, Kaya und Ivy werden die erste Nacht im Salabereich verbringen. Ich hoffe, sie dort dauerhaft heimisch zu machen. Vielleicht werden sie dann auch zwischen beiden Bereichen hin und herwechseln wie es Aki und Aldo tun.

Dienstag, 27. Oktober 2020

Heute in der früh fahre ich zuerst zum Pong Freizeitpark. Mir fällt ein Stein vom Herzen als ich zuerst Meefoo, dann auch Mum, Rodney und Panaeng sehe. Dodo und Rico kommen auch von der anderen Straßenseite rüber auf den Parkplatz. Es nimmt mich immer ziemlich mit, wenn ich Hunde vermisse; habe einfach schon zu viele verloren. 

Katharina kommt heute früh zum Shelter. Ich lasse Amy und die Welpen heraus und mache mich dann an die Reisfutterzubereitung. Katharina reinigt derweil den Hausbereich. Amy ist mittlerweile entspannter gegenüber den anderen Hunden und die Welpen scheinen Gefallen am Umgang mit den Hausbereichshunden zu haben. Sie werden von Tag zu Tag mobiler und laufen im Haus und im Hausbereich herum. Nach der Reinigung füttere ich sie im großen Käfig, in dem sie besser aufgehoben sind als im Kennel. 

Mika, Kaya, Ivy und Chip sind neugierig was sich hinter dem Tor zu den hinteren Bereichen verbirgt. So lasse ich das Tor einen Spalt offen und sie schlüpfen in den Salabereich. Natürlich bin ich dicht bei ihnen als die großen Hunde sie begutachten. Nach kurzer Zeit aber ist dieses Ritual beendet und die Welpen laufen mutig im ganzen Bereich herum, während ich säubere. Nach einer halben Stunde bringe ich sie in den Hausbereich zurück. Ich werde sie in den kommenden Tagen immer wieder in den Salabereich lassen, bis die Salabereichshunde sie genauso akzeptiert haben wie Aldo und Aki, die sich auch in diesen beiden Bereichen frei bewegen. Aldo ist übrigens der einzige, der auch im Talobereich und im Dodgerbereich willkommen ist. 

Pat kommt und füttert die Hunde mit Trockenfutter während Katharina ein paar Löcher zuschüttet und danach eine Bambusbank repariert. Währenddessen steht die Tür des großen Käfigs offen, sodass Amy und die Welpen ein und ausgehen können. Je früher sie sich an die Abläufe gewöhnen, desto besser. 

Am Spätnachmittag bin ich wieder im Shelter. Ich füttere Amy und die großen und kleinen Welpen, säubere erneut, verteile Medikamente und verabreiche zum Schluss Amara ihre Infusion. Amy und ihre Welpen bleiben im großen Käfig; ich lasse die Tür offen. Die großen Welpen verteilen sich im Hausbereich unter den anderen Hunden. Heute waren sie artig und Chip hat sich von seinem gestrigen Schock erholt.

Montag, 26. Oktober 2020

Pat ist heute Vormittag schon im Shelter als ich ankomme und hat mit der Säuberung des offenen Hausbereichs angefangen. Ich lasse Amy und die Welpen heraus und bereite Reisfutter zu. Amy stillt noch aber die Welpen beginnen sich nun auch schon für das Reisfutter zu interessieren. Mika, Chip, Ivy und Kaya werden danach gefüttert und zum Schluss bekommen Leo und Sita ebenfalls Reisfutter. Die übrigen Hunde werden von Pat mit Trockenfutter versorgt und ich verteile Medikamente. Anschließend säubere ich alle Außenbereiche und versorge die Hunde mit frischem Wasser. Pat findet im Bad einen 30 cm langen Tausendfüßler. Ich muss ihm leider den Garaus machen. Diese Viecher sind hochgiftig. 

Am Spätnachmittag bin ich wieder im Shelter, lasse Amy und die Hunde raus, gehe durch alle Bereiche und verteile Medikamente an Dodger, Rocco, Amara und Nousha. Amara bleibt heute den ersten Tag seit vielen Wochen von der abendlichen Infusion verschont. Die kommenden zwei Wochen erhält sie nur noch jeden zweiten Tag Kochsalzlösung verabreicht. Amy behandele ich mit einer Mischung aus Fischöl und Ferric. Die vier Welpen; Leo und Sita erhalten Ferric. 

Die vergangenen Tage war es friedlich unter den vier Welpen. Heute Nachmittag aber fallen Kaya und Ivy über Chip her. Chip und Mika sind ja ganz lieb im Gegensatz zu Kaya und Ivy. Besonders Kaya hat ein Aggressionspotential, das ich noch selten bei Welpen erlebt habe. Chip ist ganz verstört und ich muss ihn erstmal trösten. Für die Nacht separiere ich ihn von den drei anderen Welpen. Mika, Kaya und Ivy verbringen die Nacht im Behandlungsraum. Nach der Fütterung schlafen sie beisammen ein. Amy und die Welpen schlafen in ihrem Kennel. 

Auf dem Weg nach Hause fahre ich bei den Hunden im Freizeitpark vorbei. Ich sehe Dodo, Rico und Meefoo, nicht jedoch Panaeng, Mum und Rodney. Ich werde morgen früh erneut nach ihnen schauen. Wenn ich Hunde nicht an ihrem gewohnten Platz antreffe, beschleicht mich immer ein ungutes Gefühl. 

Am späten Abend teilt mir Katharina mit, dass sie die Hunde seit drei Tagen nicht mehr gesehen habe. Damit ist für mich klar, dass sie weggeschaft wurden. Morgen werde ich im Pong Shelter nach ihnen suchen.

Sonntag, 25. Oktober 2020

Ich lasse morgens als Erstes Amy und ihre Welpen raus in den Doppeltorbereich. Die Welpen sind nun schon recht mobil und Amy beobachtet sie entspannt. Pat hilft bei der Säuberung und füttert dann. Ich füttere Amy, Amara und die vier Welpen; anschließend verteile ich die Medikamente. Noushas Fellzustand hat sich in letzter Zeit verschlechtert. Ich bade sie. Sita läuft nun schon ganz selbstverständlich durch alle drei Bereiche. Ich lasse die Türen offen. 

Am Nachmittag bin ich mit Dodger, Rocco und Nousha bei Dr. Oi. Rocco hat nun nur noch ein Loch in seiner Leiste. Dr. Oi meint, dass das Pflaster in einigen Tagen entfernt werden könne. Einen Kragen müsse Rocco jedoch weiterhin tragen. Dodgers zwei Wunden werden versorgt. Auch er muss weiterhin einen Kragen tragen. Nousha wird auf Sarcoptic getestet mit negativem Resultat. Sie solle weiterhin Fischöl erhalten und zudem Cephalexin. 

Bei meiner Rückkehr lasse ich Amy und die Welpen wieder heraus. Dabei lasse ich das Tor zum Hausbereich offen, sodass die großen Hunde und die vier Welpen Kontakt zu den Neulingen aufnehmen können. Die Hausbereichshunde sind ja mittlerweile Neuzugänge gewohnt und sind nett zu den Welpen und auch zu Amy. Amy allerdings, und das ist normal und verständlich, knurrt schon mal, wenn ihr einer der Hunde zu nahe kommt. Ich bin aber immer in der Nähe und kann sie schnell beruhigen. 

Mika, Kaya, Chip und Ivy sind bereits voll integriert und es bilden sich zwischen ihnen und einigen der großen Hunde bereits Beziehungen heraus. Aki, Shorty und Pinky sind immer besonders an Welpen interessiert. Das Verhältnis der Welpen untereinander ist nun auch friedlicher. Ich hoffe, dass ich Amy und ihre Welpen bald häufiger draußen lassen kann, damit auch deren Integration rasch erfolgt. Eine weitere Quarantäne halte ich für nicht erforderlich.

Samstag, 24. Oktober 2020

Ich hole Amy und die Welpen morgens als Erstes aus dem Kennel und bringe sie in den Doppeltorbereich. Die Welpen erweitern bereits ihre Kreise und ich kann sie mit Amy allein lassen während ich meinen Arbeiten nachgehe. 

Mittags bringe ich die Hunde wieder in ihren Kennel zurück und mache mich auf den Weg nach Baan Amphur. Ich habe Khun Gaeb etliche Male erfolglos versucht zu erreichen und gebe nun auf. Es tut mir leid, dass ich der TVT Hündin nicht helfen kann. Heute ist das Wetter gut und so kann ich mit einigen der Tempelhunde wieder unseren gewohnten Strandgang aufnehmen. Ich habe auch mal Zeit mich zu den Hunden am Sala zu setzen und aufs Meer zu schauen, während die Hunde am Strand spielen. 

Zurück im Shelter lasse ich Amy und die Welpen noch einmal raus, füttere Amara und die vier Welpen und verteile die abendlichen Medikamente. Danach erhält Amara wieder ihre Infusion.

Freitag, 23. Oktober 2020

Ich bin schon frühmorgens im Shelter. Mutter, ich nenne sie Amy, und Welpen haben die Nacht unter freiem Himmel gut überstanden. Das Wetter war ja gut. Ich bringe die Hunde nun jedoch in einen der Kennel, lege dort Decken aus und füttere Amy. Die Welpen sind wohlgenährt. Amy sorgt gut für sie. Nach einer Stillung schlafen sie zufrieden ein. Die Hunde im Haus sind natürlich neugierig und wenn sie zu nahe an die Gittertür kommen, knurrt Amy sie an. Zu mir jedoch ist sie sehr zutraulich und ich kann ihre Welpen berühren, ohne dass sie es stört. 

Maggie hat sich in den hinteren Bereichen sehr gut eingelebt. Sie kommt nun aus dem hintersten Bereich heraus und läuft durch alle drei Bereiche. Die Hunde in diesen Bereichen akzeptieren das, auch Nuri nun. Ich füttere Amara und die vier Welpen, die mit jedem Tag selbstsicherer werden. Danach bereite ich Reisfutter für Leo und Sita zu. Da ich den Eindruck habe, dass ihr ein Bereichswechsel gut täte, nehme ich sie in den hintersten Bereich, schließe die Tür und füttere sie. Wenn Hunde in einen für sie neuen Bereich kommen, ist das für sie immer etwas stressig. Ich bleibe deshalb bei Sita noch eine Weile sitzen bis ich Tashi und Maggie hereinlasse. Die beiden nehmen nach kurzer Beschnüffelung kaum Notiz von ihr. Die Hunde haben ja eine Zeitlang zusammengelebt als das Shelter noch nicht so unterteilt war wie das jetzt der Fall ist. Da Hunde ein sehr gutes Gedächtnis haben, nehme ich an, dass die drei sich noch von früher kennen. Nur als ich auch Leo, Coco und Lilly hereinlasse, knurrt Sita sie an. Die drei sind jedoch ganz friedlich, sodass sich Sita ziemlich schnell entspannt. Am Nachmittag habe ich den Eindruck, dass Sita, genau wie zuvor Maggie, die Umsiedelung gutheißt. 

Im Laufe des Tages versuche ich Khun Gaeb mehrfach wegen der TVT Hündin zu erreichen – ohne Erfolg. Ich verschiebe deshalb die Baan Amphur Fahrt auf morgen. Arno kommt, mäht Gras und füttert die Hunde. Ich bin derweil mit Rocco und Dodger bei Dr. Oi. Roccos Verband wird gewechselt und Dodgers Wunden werden versorgt. Dodger war noch nie bei einem Tierarzt und so bleibe ich während der Wundversorgung bei ihm. Er ist ja mit seinen fast 28 Kilo ein ziemlicher Brocken und kann natürlich reagieren, wenn er Schmerzen verspürt. Dodger aber verhält sich tadellos und lässt sich im Shelter auch problemlos einen Kragen verpassen. 

Nach einer kurzen Pause bin ich am frühen Abend wieder im Shelter. Arno hat Amy und den Welpen ein wenig Auslauf im Doppeltorbereich verschafft. Ich füttere Amy, Ivy, Mika, Chip, Kaya und Amara für die Nacht. Rocco bekommt weiterhin Clindamycin und Dodger Clindamycin und Prednisilone. Amara erhält ihre Infusion. Obwohl ich sie zweimal täglich füttere, wird sie dünner und dünner. Aber sie ist noch wachsam und liegt überwiegend mit etlichen der anderen Hunde im großen Kennel. Ihr Verhalten ist immer noch völlig normal.

Donnerstag, 22. Oktober 2020

Ich hole am Vormittag 200 kg Trockenfutter bei Apisit ab und bin dann im Shelter. Pat ist schon bei der Fütterung. Ich bereite Reisfutter für Amara, die Welpen, Sita und Leo zu. Rocco und Dodger erhalten Clindamycin, Nousha, Pinky, Tommy und Roshi Fischöl. Anschließend erfolgt die übliche Säuberung. Am Nachmittag kommen die Frauen jedoch ohne TVT Hund. Morgen muss ich auf jeden Fall nach Baan Amphur zu den Tempelhunden. Ich hoffe, dass ich den TVT Hund dann zu Dr. Kwanchai bringen kann. 

Während ich abends gerade Amara ihre Infusion verabreiche, kommt Arno mit einem Mutterhund und ihren fünf etwa vier Wochen alten Welpen vorbei. Die Hündin hatte ihre Welpen unter einer kleinen Bühne zur Welt gebracht und die Hunde sollten dort schleunigst verschwinden. Wir bringen die Hunde für die Nacht im Doppeltorbereich unter. Die Welpen scheinen gesund zu sein und die Mutter ist zutraulich. Ich muss mir morgen überlegen, wo ich die Neuzugänge sparat unterbringen kann, 

Leila kommt mich nun jeden Abend besuchen. Sie scheint mich zu mögen und ich freue mich sie bei mir zu haben, solange sie nicht auf meiner Tastatur herumspaziert während ich am Computer arbeite.

Mittwoch, 21. Oktober 2020

Ich bin heute früh im Shelter, da Katharina morgens kommt, um mir wie jetzt jede Woche einmal täglich zu helfen. Pat kommt auch und so habe ich Zeit mit Rocco zu Dr. Oi zu fahren, nachdem ich meine Routinearbeiten erledigt habe. Roccos Heilungsprozess schreitet voran, er muss aber immer noch einen Kragen tragen, damit er sich den Verband nicht abbeißt. Katharina hilft Pat bei der Fütterung während ich für die Welpen, Amara und Leo Reisfutter bereite. Auch Sita erhält nun Reisfutter. Ich finde, dass sie etwas zunehmen kann. Entwurmt habe ich sie schon. Pat allerdings meint, dass sie normal fresse. 

Katharina entdeckt an Dogder eine weitere kleine Bisswunde. Ich verabreiche ihm deshalb Clindamycin, damit sich die beiden Wunden nicht entzünden. Roshi wird von Katharina gebadet. Sie entwickelt leichte Fellprobleme. Ich werde ihr nun auch Fischöl verabreichen. 

Am frühen Abend bin ich wieder im Shelter und füttere die Welpen und Amara für die Nacht. Auf Anraten von Dr. Oi werde ich ihr ab der kommenden Woche nur noch jeden zweiten Tag Kochsalzlösung verabreichen. Nach weiteren zwei Wochen soll ihre Nierenfunktion dann erneut getestet werden. 

Zwei Frauen erscheinen später am Abend am Sheltertor. Sie übergeben mir einen Sack Trockenfutter und bitten mich nach einer TVT Hündin in ihrer Nachbarschaft zu schauen. Ich habe zwar schon genug zu tun, aber TVT Hunde sind mir immer ein Anliegen. Es ist ermutigend zu erleben, dass einige Thai Residenten nun allmählich auch Schritte unternehmen, um Krebshunden zu helfen.

Dienstag, 20. Oktober 2020

Ich bin heute etwas später im Shelter, da ich eine Lieferung Bravecto abwarten muss. Nach Beendigung der Routinearbeiten, erhalten die Welpen Mika, Ivy, Kaya und Chip ihre Dosis. In den vergangenen Wochen musste ich sie täglich herannehmen, um sie trotz ihres Unwillens von kleinen Zecken in ihre Pfoten zu befreien. Das kann ich mir nun hoffentlich in den kommenden Wochen ersparen. Die großen Hunde sind nicht derart befallen. Wenn einer der Hunde vermehrt Befall aufweist, erhält er ebenfalls Bravecto. Eine andere Möglichkeit der Zeckenplage Herr zu werden sehe ich nicht. 

Ich bin heute wieder bis zum Abend im Shelter. Das Haus und alle Bereiche müssen gesäubert werden und die Hunde gefüttert. Amara und die Welpen erhalten wie jeden Tag spezielles Reisfutter, das nun auch Leo bekommt. 

Tashi und Maggie vertragen sich im hintersten Bereich sehr gut. Maggie ist immer ganz enthusiastisch, wenn sie mich sieht. Es scheint, als wolle sie sich bei mir bedanken, dass ich sie aus dem Hausbereich herausgenommen habe. Nur Nuri mag Maggie nicht und ich darf sie nicht unbeaufsichtigt zusammen lassen, wenn ich die Tür vom hintersten Bereich öffne. Tashi läuft dann unbehelligt durch alle drei Bereiche und auch wieder zurück in seinen Bereich, wenn ich ihm das bedeute. 

Nuri, Ruby, Leo, Mona, Buffy, Tommy, Coco und Lilly, die die beiden anderen hinteren Bereiche unter sich aufteilen, kommen gut miteinander aus. Dodger schlüpft zuweilen in deren Bereiche, ohne dass es Probleme gibt. Er ist mir jedoch heute auch in den großen Salabereich entkommen und sofort von mehreren Hunden angegangen worden. Dodger hat eine Baht-große Wunde an seinem linken Vorderlauf dabei davongetragen, die ich behandeln muss. Es wird ihm hoffentlich eine Lehre sein, das nicht noch einmal zu versuchen. 

Am Spätnachmittag füttere ich Amara und die Welpen für die Nacht und verabreiche Amara ihre tägliche Infusion. Mittlerweile geht das ganz prima, wenn ich Amara an einem Treat kauen lasse. Die Welpen sind auch ganz scharf darauf und gut damit beschäftigt. 

Montag, 19. Oktober 2020

Heute bin ich mal wieder den ganzen Tag im Shelter. Ausnahmsweise regnet es nicht. Bevor ich mit den Säuberungen beginne, füttere ich die Welpen und Amara. Leo bekommt ebenfalls Reisfutter. Mittags bin ich mit Rocco bei Dr. Oi. Die Schwellung ist völlig abgeklungen und die Löcher in der Leiste sind kleiner geworden. Rocco geht es insgesamt recht gut, wenn auch seine Laune nicht die Allerbeste ist, da er weiterhin einen Kragen tragen muss. Nachdem wir zurück sind, füttere ich alle übrigen Hunde. Anschließend noch einmal die Welpen und Amara, die danach ihre tägliche Infusion verabreicht bekommt. 

Sonntag, 18. Oktober 2020

Ich säubere morgens Hausbereich und Haus, füttere die Welpen und Amara und verteile Medikamente an Rocco, Amara, Nousha und Pinky, die beide Fischöl bekommen. Kenzos Augenverletzung hat sich gebessert. Ich reinige sein Augenumfeld wieder mit Kochsalzlösung. Amara und Leo erhalten Entwurmungstabletten. Leo hat weiter an Gewicht verloren. Ich mache mir jedoch keine großen Sorgen um ihn, denn sein Blutbild war ja in Ordnung. Leo hat sein ganzes bisheriges Leben auf der Straße verbracht und hat von Reisfutterabfällen gelebt. Ich füttere ihm deshalb mit Reisfutter und werde das auch fortführen. Das Trockenfutter scheint ihm nicht zu schmecken. 

Pat kommt und füttert. Ich säubere die übrigen Bereiche. Am Nachmittag kommt Arno vorbei und hilft mir bei der Zaunbefestigung im Talobereich. Meine provisorischen Reparaturen haben Talo, Tara, Zola und Toya von erneuten Ausbrüchen abgehalten, aber ich möchte den Zaun in der ganzen Länge mit Paletten befestigen. Nebenan wird gelegentlich weiter am Haus gewerkelt. Zwei Tore sind installiert worden. Khun Dtu hat mir erlaubt wieder Wasser vom Brunnen zu entnehmen. Das erleichtert mir die Arbeit und ich spare das Geld für Wasserlieferungen. 

Ich bin bis zum frühen Abend im Shelter, füttere Amara und Welpen erneut und verabreiche Amara ihre Infusion. Die Welpen schlafen mit etlichen der großen Hunde im großen Kennel in dem es wärmer ist als im offenen Hausbereich. Sie können in Plastikbottichen schlafen, die ich mit Handtüchern ausgelegt habe. Auch etliche der großen Hunde finden daran Gefallen. Werde deshalb noch einige mehr anschaffen. 

Samstag, 17. Oktober 2020

Pat und ich kommen heute Vormittag noch vor dem einsetzenden Regen, aber während wir noch arbeiten, fängt der wieder an und hält sich bis in den Nachmittag hinein. Kenzo hat sich eine Verletzung am rechten Auge zugezogen. Kenzo ist ja blind und so weiß ich nicht, ob es von einer Auseinandersetzung herrührt oder ob er sich irgendwo gestoßen hat. Ich reinige die beiden kleinen Wunden mehrfach mit Kochsalzlösung. Mehr kann ich nicht tun, da es Augenlidverletzungen sind. Rocco hat sich anscheinend in sein Los gefügt noch einige Tage einen Kragen tragen zu müssen. Er liegt meist in einem offenen Käfig, kann sich jedoch frei im Haus bewegen. 

Über Mittag lasse ich die Welpen und Kenzo im Behandlungsraum, da es recht kühl ist und der Regen anhält. Ich fahre in die Silverlake Klinik und hole die sterilisierte Hündin vom Huai Chak Nok Reservoir ab. Dann bin ich im Wat, kaufe Reis ein und bezahle Ba Bät. Da es immer noch regnet fällt der Strandgang wieder aus. Ich kaufe Trockenfutter ein, liefere die Hündin ab und bin dann wieder im Shelter. Nach der Fütterung der Welpen verabreiche ich Amara ihre Infusion und füttere sie dann ebenfalls für die Nacht.

Freitag, 16. Oktober 2020

Pat und ich verrichten unsere morgendlichen Routinearbeiten. Ich fahre mit Rocco zu Dr. Oi. Rocco wird neu verbunden. Der Heilungsprozess wird recht lange dauern, da die giftigen Bisse tiefe Löcher in Roccos Leistenbereich verursacht haben. Am Vormittag beginnt es heftig zu regnen und der Regen hält den ganzen Tag an. 

Meine geplante Fahrt in die Silverlake Klinik und zum Tempel muss ausfallen. Die Landeigentümerin Khun Dtu teilt mir mit, dass in den Brunnen am Haus nebenan wieder eine Pumpe installiert worden ist. Ich muss nur die Stromversorgung gewährleisten, dann kann ich von dort wieder Wasser entnehmen. Dafür besorge ich mir ein wetterfestes Kabel in der Stadt. Zudem hat mein Telefon seinen Geist aufgegeben. Glücklicherweise finde ich im Tuk.com einen kompetenten Mann, der es wieder ans Laufen bringt. 

Da es immer noch regnet, fällt mein abendlicher Shelterbesuch nur kurz aus. Ich füttere die Welpen und Amara und gebe ihr ihre Infusion. Später in der Nacht taucht Leila mal wieder auf. Ihre Operationswunde ist sehr gut verheilt und sie ist ganz die alte.

Donnerstag, 15. Oktober 2020

Wie nun jeden Morgen füttere ich die Welpen und Amara und Pat füttert die übrigen Hunde, außer Leo, der von mir ebenfalls Reisfutter bekommt, damit er wieder zunimmt. Amara bleibt trotz zweimaliger Fütterung weiterhin sehr dünn. Rocco erhält Clindamycin und Carprofen, die Welpen, Amara und Leo Ferric, Nousha und Pinky Fischöl. Maggie hat die Nacht mit Tashi wohlbehalten verbracht. Die beiden scheinen sich zu mögen. 

Am Nachmittag gesellt sich Leo zu ihnen. Ich schließe wieder die Tür zu den beiden anderen hinteren Bereichen in denen sich Mona, Tommy, Coco, Lilly, Nuri, Ruby und Nuri aufhalten. Die verstehen sich gut untereinander. Amara erhält ihre Infusion und wird für die Nacht gefüttert, genauso wie die Welpen.

Mittwoch, 14. Oktober 2020

Pat ist schon im Shelter als ich ankomme. Sie muss heute früher gehen. Während sie füttert, füttere ich die Welpen und Amara. Dann säubere ich die Bereiche. 

Anschließend bringe ich Maggie in die drei zusammenhängenden Bereiche und bleibe bei ihr. Alle Hunde sind ganz nett zu ihr und so fühlt sie sich bald recht wohl. Als ich mich jedoch kurz entferne, geht Nuri sie an und so bringe ich sie in den hintersten Bereich, in dem momentan Tashi allein lebt. Während ich aber präsent bin, öffne ich die Tür und Tashi kann in alle drei Bereiche laufen. Tashi und Maggie scheinen sich gut zu vertragen und so lasse ich die beiden allein, als ich mittags gehe. 

Rocco liegt noch im Hausbereich, jedoch nun in einem der Käfige. Die Tür bleibt offen, sodass er ein und ausgehen kann, was trotz Kragen gut klappt. Die Welpen haben sich im großen Kennel zusammen mit Patty, Amara, Nousha, Lena und Pinky eingerichtet. Die großen Hunde liegen auf zwei Bänken und die Welpen in Schüsseln, die ich mit Handtüchern ausgelegt habe. Ich habe sie heute erneut entwurmt. Nach einer Einkaufstour in der Stadt bin ich am frühen Abend wieder im Shelter. Ich füttere die Welpen und Amara und verabreiche ihr die tägliche Infusion.

Dienstag, 13. Oktober 2020

Heute Morgen kommt Katharina mit ihren Kindern Nele, Maya und Matti und hilft mir bei Säuberung und Fütterung. Die Kinder beschäftigen sich mit den Welpen, die damit lernen, dass es auch noch andere Menschen als Pat und mich gibt. Für sie ist ja jeder Sozialisationstag so wichtig. Kaya haut sich wieder mit Ivy. Ich bekomme die beiden nicht auseinander und muss sie in den großen Wasserbottich werfen. Das hilft. Nach der Fütterung schlafen sie dann schon wieder eng umschlungen in einer mit einem Handtuch ausgelegten Schüssel. 

Während ich in den hinteren Bereichen säubere, springt Maggie auf eine Holzkiste und über den Zaun. Katharina berichtet mir, dass sie gejagt worden sei. Ich schaue draußen nach Maggie und rufe sie, aber sie lässt sich nicht blicken. 

Nachdem Katharina und die Kinder gefahren sind, beendige ich die Fütterung in den hinteren Bereichen und bin dann mit Rocco wieder bei Dr. Oi. Die Insektenbisswunde hat sich an drei Stellen geöffnet und sieht unschön aus. Rocco wird verbunden und bekommt wieder einen Kragen umgelegt. Zurück am Shelter empfängt mich Maggie freudestrahlend vor dem Tor. Ich stecke sie und Rocco in jeweils einen der Hauskennel. Dann füttere ich die Welpen ein zweites Mal und verabreiche Amara ihre Infusion. Anschließend füttere ich auch sie für die Nacht.

Montag, 12. Oktober 2020

Dr. Oi informiert mich am Morgen, dass Nico in der Nacht gestorben sei. Nico ist über zehn Jahre alt geworden und hat in den vergangenen achteinhalb Jahren ein gutes Leben im Wat Amparahm gehabt. Nun sind alle drei Nakluahunde, die ich vor einem leidvollen Leben in Phutaluang gerettet habe, von mir gegangen. Kobie ist nach wenigen Tagen aus dem Tempel verschwunden, Asa vor fünf Wochen und nun ist Nico verstorben. Es waren drei gute Hunde. Insbesondere Asa und Nico werde ich sehr vermissen, denn sie waren ja so lange bei mir. 

Pat hat heute ihren freien Tag und so bin ich von morgens bis abends im Shelter. Die Welpen können sich nun frei im Haus und im Hausbereich bewegen. Ich habe keine Sorge, dass einer der großen Hunde ihnen etwas antut. Nur untereinander sind sie nicht immer friedlich. Das betrifft jedoch nur Kaya und Ivy. War zuvor Ivy meistens der Aggressor ist es nun Kaya, die richtig giftig werden kann. Chip ist ganz souverän und Mika ist eine ganz liebe. Die beiden mögen sich und spielen oft miteinander. Das ist der jetzige Stand der Dinge. Ich habe es allerdings schon mehrfach erlebt, dass sich Beziehungen der Welpen untereinander mit der Zeit ändern können. 

Nach der Fütterung bin ich bei Dr. Oi und hole Nico und Rocco ab. Roccos Schwellung ist zurückgegangen. Er muss aber einen Kragen tragen und bekommt drei Tage lang Clindamycin und Carprofen. Rocco kommt erstmal wieder in einen der Hauskennel. Ich füttere die Welpen und Amara für die Nacht und verabreiche Amara ihre Infusion. Amara frisst weiterhin gut und ihr Gaumen scheint sogar etwas rosiger zu werden. Die Welpen haben sich für die Nacht zu den Hunden im großen Kennel gesellt. Es wird nicht lange dauern bis sie sich an die Shelterroutine gewöhnt haben. Zum Abschluss bringe ich Nico in die NPW Klinik zur Einäscherung.

Sonntag, 11. Oktober 2020

Ich schaue am Morgen als Erstes nach Rocco. Er scheint ok zu sein. Bevor ich ihn in den Salabereich zurückbringe, schaue ich ihn mir aber genau an und entdecke eine rötliche Schwellung an der Innenseite seines rechten Hinterlaufs. Nachdem ich gesäubert habe und Pat mit der Fütterung begonnen hat, füttere ich die Welpen und Amara. Amara bekommt wie jeden Morgen danach Renavast und Ferric. Auch den Welpen und Leo verabreiche ich Ferric. 

Pat bleibt im Shelter und ich fahre mit Rocco zu Dr. Oi. Es scheint, dass Rocco von einem Insekt gebissen worden ist. Es könnte ein Tausendfüßler gewesen sein. Dr. Oi möchte Rocco an den Tropf hängen. 

Ich rufe Pan, die Marktfrau vom Huai Chak Nok an. Sie teilt mir mit, dass sie die läufige Hündin sieht. Also fahre ich zum Reservoir. Pat managed das Shelter für weitere zwei Stunden. Pan hat keine Schwierigkeiten die Hündin in die mitgebrachte Box zu bringen. In der Silverlake Klinik liefere ich die Hündin bei Dr. Kwanchai ab und informiere ihn über eine TVT Hündin, die ich am Reservoir entdeckt hatte. Pan kennt sie, kann sie jedoch nicht einfangen. Dr. Kwanchai will Bua hinschicken, um sie zu blowdarten. 

Im Tempel versorge ich die Hunde mit Trockenfutter und Wasser. Ich vermisse Nico an der Vorhalle und finde ihn am Strand unter einem Auto liegen. Ich sehe sofort, dass er ein Problem hat. Nico reagiert auf mich, kann aber noch nicht mal den Kopf heben. Ich ziehe ihn unter dem Auto hervor. Nico hat keine Körperspannung mehr und ist mehr tot als lebendig. Dr. Oi nimmt an, dass Nierenversagen vorliegt, denn Nico riecht entsprechend. Er wird an den Tropf gehängt. Wenn Nico die Nacht übersteht, soll morgen ein Bluttest Aufschluss bringen, woran er leidet. Im Shelter füttere ich wie jeden Abend die Welpen und gebe Amara ihre Infusion.

Samstag, 10. Oktober 2020

Pat füttert die Hunde und ich die Welpen und Amara. Pat macht mich darauf aufmerksam, dass Rocco sich schon gestern und auch heute unter der großen Sala verkriecht. Ich hole ihn dort heraus und sperre ihn in einen der Hauskennel. Dann bereite ich Reisfutter für ihn und Leo zu. Beide Hunde fressen alles auf. Rocco scheint es nicht schlecht zu gehen. Sein Gaumen ist rosig und er hat nicht an Gewicht verloren. Vielleicht hat er Probleme mit einem der Hunde im großen Salabereich. Ich lasse ihn über Nacht im Kennel. Morgen werde ich ihn zurückbringen und mal schauen, wo das Problem liegt. 

Coco blutet nicht mehr. Meine Vermutung, dass sie läufig war, scheint richtig gewesen zu sein. Amara bekommt am frühen Abend ihre Infusion und danach ihr Futter für die Nacht. Danach füttere ich die Welpen. Da ich keine Anzeichen von Krankheiten bei ihnen feststellen kann, werde ich sie morgen zu den großen Hunden lassen.

Freitag, 9. Oktober 2020

Dr. Oi teilt mir am Morgen das Ergebnis von Leos Blutuntersuchung mit. Leber- und Nierenwerte sind im Normalbereich. Das trifft auch für die weißen Blutwerte zu. Die Infektion ist also überwunden. Die roten Blutwerte allerdings sind zu niedrig. Dr. Oi empfiehlt Doxy abzusetzen und für einige Zeit Ferric zu verabreichen. Ich bringe Leo wieder in die hinteren Bereiche. Pat kommt und füttert und ich füttere Amara und die Welpen. Anschließend säubere ich alle Bereiche. 

Am frühen Abend bin ich wieder im Shelter und verrichte meine Routine. Die Welpen entwickeln sich gut. Das Shelter mit den großen Hunden und mit mir ist nun ihr Zuhause. Die schüchterne Kaya hat aufgeholt und hat sich schon mit Ivy gehauen. Die beiden sind nicht ohne und haben sich heute schon zweimal richtig ineinander verbissen, sodass ich Mühe hatte sie zu trennen. Chip und Mika sind friedlich und raufen nur mal freundschaftlich miteinander. Mika ist allerdings schon einmal von Ivy angegangen worden. Ich muss also ein Auge auf Ivy und Kaya haben um den Anfängen zu wehren. Die großen Hunde haben die Welpen als Mitbewohner im Haus akzeptiert und sind sehr nett zu ihnen.

Donnerstag, 8. Oktober 2020

Es regnet am Vormittag und hört garnicht mehr auf. Ich kann gerade mal den Kot im Hausbereich einsammeln, bevor alles im Schlamm versinkt. In die hinteren Bereiche komme ich überhaupt nicht. Ich füttere die Welpen und Amara; die anderen Hunde müssen warten, bis es einigermaßen trocken ist. Dann verrichte ich liegengebliebene Hausarbeiten und nehme mir die Welpen vor. Einige kleine Zecken finde ich in ihren Pfoten. Ansonsten aber geht es ihnen bestens. Noushas Fell wird wieder fleckig und so bade ich sie und schmiere sie mit dem Sulfur/Kokosnussöl ein.

Die Fahrt in die Silverlake Klinik und zum Tempel fällt aus. Dafür bringe ich Leo für einen Bluttest zu Dr. Oi. Leo hat seit der Kastration an Gewicht verloren und weist einen blassen Gaumen auf, obwohl er vier Wochen lang auf Doxy und Ferric war und nach der Kastration erneut Doxy gegen eine mögliche Infektion erhalten hatte. Bei der Gelegenheit werden ihm auch die Fäden gezogen. Die Wunde ist gut verheilt. 

Am späten Nachmittag lässt der Regen nach und ich füttere die Hunde. Amara und die Welpen werden ein zweites Mal gefüttert und Amara erhält ihre Infusion. Leo lasse ich für die Nacht in einem der Kennel im Haus. Von dem angereicherten Reisfutter, das ich extra für ihn zubereite, bleibt nichts übrig.

Mittwoch, 7. Oktober 2020

Pat füttert die Hunde und ich Amara und die Welpen. Ich habe ihnen Namen gegeben. Der männliche heißt nun Chip und die drei weiblichen Mika, Ivy und Kaya. Mika und Chip sind schon recht forsch. Am zurückhaltendsten ist Kaya. Edith hat sich eine Schwellung zugezogen, die ich mit einem heißen Tuch behandele. Diese Schwellungen sind nach einigen Behandlungen normalerweise verschwunden. Lilly blutet nicht mehr und Coco nur noch ein wenig. Beide verhalten sich ansonsten normal und ihre Wunden sehen gut aus. 

Am Nachmittag bin ich bei den Marktleuten am Huai Chak Nork Reservoir. Ich treffe auf Pan und verabrede mit ihr die läufige Hündin morgen Nachmittag abzuholen. Anschließend bin ich wieder im Shelter, säubere, füttere Amara und die Welpen und verabreiche Amara ihre Infusion.

Dienstag, 6. Oktober 2020

Katharina kommt heute und Pat auch. Katharina schaut mit Pat nach den Hunden und hilft ihr bei der Fütterung. Ich arbeite den Rest ab. Die Welpen haben die Nacht gut überstanden und sind wohlauf. Sie stürzen sich auf das Reisfutter, das Pat mitgebracht hat. 

Leo hat die Kastration sehr gut überstanden. Ich verabreiche ihm dennoch für die kommenden drei Tage weiterhin Doxy, Die Wunden von Coco und Lilly sind auch gut verheilt. Allerdings bluten beide leicht. Die Hormonproduktion stoppt erst nach sieben bis zehn Tagen nach der Entfernung von Gebärmutter und Ovarien. Es kann also sein, dass sie kurz vor der Sterilisation läufig gewesen waren, ohne dass ich das bemerkt hatte. In spätestens einer Woche sollte das Problem behoben sein. 

Kurz nachdem wir alle Arbeiten beendet haben, setzt wieder der tägliche Regen ein. Am frühen Abend bin ich dann wieder im Shelter. Ich füttere Amara und die Welpen und verabreiche Amara ihre Infusion und den Welpen Ferric.

Montag, 5. Oktober 2020

Meine erste Sorge gilt heute Vormittag natürlich den vier Welpen, die ich gestern aufgesammelt habe. Sie haben den Behandlungsraum vollgeschissen, wie Welpen das eben so machen. Ich werte das aber als gutes Zeichen. Ihre Verdauung funktioniert und einige Würmer sind dabei auch herausgekommen. Ich bringe die Vier in den Doppeltorbereich und mache mich an die Säuberung. Dann nehme ich sie mir einzeln vor, bade sie, entferne Zecken und reinige die Ohren. Ihr Fellzustand ist nicht der Allerbeste, wird sich jedoch bald verbessern. Das Frühstück bekommen die Welpen dann in einem der Käfige. Alle vier lange kräftig zu – ein weiteres gutes Zeichen. 

Ich bringe die Welpen wieder in den Doppeltorbereich und mache mich an die Säuberung der hinteren Bereiche. Der Talobereich ist bis auf Zola verlassen. Talo, Tara und Toya haben sich unter dem Zaun zum Nachbargrundstück durchgegraben. Ich finde sie gut gelaunt im angrenzenden Tapiokafeld wieder. Nachdem ich die Welpen in einen Käfig gesteckt habe, hole ich die drei Ausbrecher in den Doppeltorbereich und dichte das Loch unter dem Zaun ab. Dann mache ich mich an die Fütterung. Anschließend bringe ich die drei Ausreißer wieder in ihren Bereich. 

Die Welpen kommen dann in den geräumigen Baderaum, der gut sauber zu halten ist. Die großen Hunde haben sich mittlerweile schon an die Anwesenheit der Welpen gewöhnt und auch die Welpen gewinnen an Sicherheit. Sie scheinen ihre neue Umgebung nicht so übel zu finden und haben mich als Mutterersatz erkoren. Am Spätnachmittag füttere ich sie erneut und sie langen wieder kräftig zu. Ich lasse sie im Baderaum. Durch die Gittertür haben Sichtkontakt zu den Hunden im inneren Hausbereich. 

Ich verteile die Medikamente an Lilly, Leo und Amara und die bekommt dann auch wie jeden Tag ihre Dosis Kochsalzlösung verabreicht. Zu Hause empfängt mich Leila. Sie scheint keine Beschwerden zu verspüren und verhält sich zu mir wie auch vor der Sterilisation. Das Pflaster sitzt noch.

Sonntag, 4. Oktober 2020

Ich verrichte meine morgendlichen Arbeiten und Pat füttert. Lilly bekommt noch Immuplex, obwohl ich keine Papilomas mehr an ihrem Maul entdecken kann. Für Amara bereite ich wie jeden Morgen eine Mischung von Reis, Nassfutter und einem Ei zu, die sie stets mit Appetit verspeist. 

Auf dem Nachhauseweg entdecke ich auf der Zufahrt zum Shelter vier ca. acht Wochen alte Welpen, die ich dort nie zuvor gesehen habe. Ich halte Ausschau nach der Mutter, kann sie jedoch nicht ausmachen. Ganz in der Nähe befindet sich eine Paletten Manufaktur. Ich erkundige mich dort nach den Welpen, aber die Leute sind auch ganz überrascht sie zu sehen. Entweder sind die Welpen dort ausgesetzt worden, oder die Mutter ist gerade abwesend. 

Zu Hause angekommen, empfängt mich Leila, die sich die vergangenen Tage nicht hat blicken lassen. Das Shirt, das ihr Dr. Oi angelegt hatte, trägt sie nicht mehr und die Operationswunde ist unverpflastert, aber noch intakt. Leila trägt nun ein Halsband. Ich fahre mit ihr zu Dr. Oi, die die Fäden zieht. Dr. Oi meint, dass der Heilungsverlauf normal sei und ich das neue Pflaster in einigen Tagen entfernen könne. Ich bringe Leila zu mir ins Resort und lasse sie frei. 

Dann mache ich mich auf den Weg zu den Welpen und finde alle Vier mutterlos am selben Platz. Damit ist für mich klar, dass sie ausgesetzt wurden. Ich bringe sie zu Dr. Oi, die sie untersucht. Einige Zecken müssen entfernt werden und die Welpen werden entwurmt. Sie haben kein Fieber und Anzeichen von Staupe oder Parvo sind nicht zu erkennen. Im Shelter kommen die Welpen erstmal in den Behandlungsraum, wo ich sie füttere. Nach der Fütterung verkriechen sie sich in eine Ecke und schlafen erschöpft ein. Ich behandele Amara derweil und füttere sie für die Nacht. Ihr Zustand ist weiterhin unverändert und anscheinend stabil. 

Wieder im Resort sitzt Leila auf der Mauer zum Nachbargrundstück. Ich kenne das Haus nebenan, aber nicht die Leute, die darin wohnen. Morgen werde ich mal schauen, ob Leila zu dem Haus auf der anderen Seite der Mauer gehört.

Samstag, 3. Oktober 2020

Heute Vormittag regnet es wieder heftig, sodass ich erst mittags im Shelter bin. Pat kommt und füttert und ich verrichte die Restarbeiten. Leo, Coco und Lilly haben die Eingriffe soweit gut überstanden. Am Nachmittag kaufe ich Trockenfutter und Reis für Prajuab und liefere es ihm. Danach bin ich wieder im Shelter. Nimnim und Mona haben ihre Doxy Kur beendet. Ich gebe aber noch für eine weitere Woche Ferric. Lilly bekommt wieder Immuplex. Ein Papiloma ist bereits verschwunden, zwei kleinere werden das wohl auch bald. Amara frisst und erhält ihre Infusion. 

Am frühen Abend ruft mich Katharina an. Sie habe einen bewegungslosen Hund am Freizeitpark gefunden und mit nach Hause genommen. Ich schaue mir den Hund an. Äußere Verletzungen kann ich nicht feststellen. Ich rate Katharina den Hund morgen früh zu Dr. Oi zu bringen.

Freitag, 2. Oktober 2020

Pat kommt heute Vormittag wieder und füttert. Ich säubere und verteile Medikamente. Lilly erhält wieder Immuplex und Mona und Nimnim weiterhin Doxy. Mee und Diudiu erhalten Bravecto. Ich finde bei ihnen zwar nur wenige Zecken, aber den Anfängen muss gewehrt werden. Interessanterweise finde ich Zecken nur bei den Hunden im Hausbereich. 

Obwohl es regnet, bin ich am Nachmittag am Huay Chak Nok Reservoir. Ich finde zwar die Hunde, aber alle Marktstände sind verlassen. Also muss ich den Transport verschieben. Auf dem Wat Amparahm Markt kaufe ich Reis für die Tempelhunde und bezahle Ba Bät. Im Regen versorge ich die Hunde im Tempel und bin dann wieder im Shelter und verrichte meine abendlichen Arbeiten. Amara frisst weiterhin gut.

Donnerstag, 1. Oktober 2020

Morgens früh hole ich Leo, Coco und Lilly aus der Silverlake Klinik und bringe sie zurück zum Shelter. Sie werden von Ruby, Erin, Mona und Tommy empfangen und sind froh wieder in ihrer gewohnten Umgebung zu sein. Ich verrichte meine morgendlichen Arbeiten und bin dann am frühen Nachmittag wieder in der Werkstatt. Einige Teile müssen ersetzt werden. 

Auf dem Rückweg halte ich an dem kleinen Markt am Huay Chak Nok Reservoir. Ich treffe die Marktfrau an und sehe auch die beiden Hündinnen. Da eine davon läufig ist, vereinbare ich mich mit der Frau beide Hunde morgen Nachmittag abzuholen. Zurück im Shelter füttere ich die Hunde und verteile Medikamente. Leo bekommt vorsorglich Doxycycline. Amara erhält ihre Spezialkost und Kochsalzlösung.