Donnerstag, 12. November 2020

Alle Welpen sind wohlauf, auch Chip, der die Nacht gut überstanden hat. Ich nehme ihn wieder mit in den Hausbereich. Das wird gleich mal eine Übungsstunde für ihn, denn er muss mit mir durch alle Bereiche gehen. Das werden wir nun häufiger praktizieren, damit Chip alle Hunde kennenlernt und seine Angst vor dem Unbekannten verliert. 

Die Welpen bekommen Welpentrockenfutter, das auch Amy dem Normaltrockenfutter vorzieht. Amys Welpen werden immer noch gestillt und so kommen sie gut über den Tag. Ivy, Kaya und Mika gehen dann zurück in den Salabereich und Chip kommt mit mir mit auf Säuberungstour. 

Nach Medikamentenvergabe und Fütterung der übrigen Hunde mache ich mich auf den Weg nach Baan Amphur. Ich versorge die Tempelhunde mit Trockenfutter und frischem Wasser. Deva ist wieder nicht an ihrem Platz. Ich suche das ganze Areal um die Sala ab – ohne Erfolg. Es macht mich sehr traurig sie verloren zu haben. 

An der Tempelmauer zum Strand hin entdecke ich drei Hunde, die ich zuvor nie gesehen habe. Es scheint eine Mutter mit ihren beiden weiblichen, etwa drei Monate alten, Welpen zu sein. Die drei Hunde sind scheu, aber in gutem äußerlichen Zustand. Sie halten sich an dem Platz auf, an dem Taro, Akira, Yoko, Rika und Miwa täglich mit Reisfutter versorgt werden. Somit werden auch sie satt. Ich werde versuchen ihr Vertrauen zu gewinnen. Der Mutterhund muss rasch sterilisiert werden. 

Ich hole Wans Hündin aus der Silverlake Klinik und bringe sie zurück auf ein ausgedehntes Gelände in der Nähe des Tesco Lotus. Wan füttert gerade und so sehe ich, dass sich dort mindestens zwanzig Hunde versammeln. Wan und eine Thai kümmern sich um die Hunde, die alle in gutem Zustand sind. Die meisten der Hündinnen sind sterilisiert. 

Am frühen Abend bin ich wieder im Shelter. Ich säubere erneut die Bereiche und das Haus, bereite Reisfutter zu und füttere Amy und alle Welpen. Da es schon stockdunkel ist, lasse ich Chip im großen Kennel. Auch seine Geschwister sowie Amy mit den Welpen haben sich dort für die Nacht bei der Stammbesatzung Lena, Nousha, Pinky und Patty eingerichtet.

Mittwoch, 11. November 2020

Katharina ist schon frühmorgens im Shelter und hat mit den Arbeiten begonnen. Haus und Hausbereich sind bereits sauber und so kann ich mit der Futterzubereitung und der Fütterung von Amy und den Welpen weitermachen. 

Pat kommt am Vormittag mit Nelson, Rosie und Shana. Die drei waren schon lange nicht mehr im Shelter, aber die Hunde kennen sich ja von früher und so gibt es keine Probleme. Nur Mika, Ivy und Kaya bellen die Eindringlinge eine Zeitlang an, die jedoch souverän bleiben. Katharina und Pat füttern; ich verteile Medikamente und säubere die restlichen Bereiche. 

Da Chip seine Schwestern meidet und auch sonst kaum Kontakt zu den Hunden im Haus- oder Salabereich bekommt, nehme ich ihn versuchsweise mit in die beiden hinteren Bereiche. Ich musste die Tür zwischen dem großen und den beiden kleineren Bereichen wieder schließen, da sich Tashi und Tommy Leo ausgeguckt haben. Tashi und Tommy bleiben nun mit Maggie, Mona und Lilly im großen Bereich; Erin, Nuri, Coco und Leo halten sich im vorderen, kleinen Bereich auf und Sita, Ruby und Buffy liegen überwiegend im hintersten Bereich. Ich nehme Chip mit zu ihnen und schließe die Tür. Chip ist ja von der ängstlichen Sorte und hält sich dicht an mich. Ich bleibe so lange bei ihm bis er sich ein wenig zurechtgefunden hat. Die drei Mädel haben nichts gegen seine Anwesenheit. 

Am späten Nachmittag bin ich wieder im Shelter, mache eine Säuberungsrunde und füttere dann zunächst Amy und ihre Welpen und danach Mika, Ivy und Kaya. Danach ist Chip an der Reihe. Er bekommt sein Reisfutter im überdachten Käfig, der im vorderen, kleinen Bereich steht. Ich bringe dann Chip wieder in den hintersten Bereich zu Ruby, Buffy und Sita und schließe die Tür. Chip weint zwar und will mit mir mit, aber er muss die Nacht bei den Mädels bleiben. 

Mika, Ivy und Kaya halten sich nun tagsüber meistens im Salabereich auf und wollen das auch. Nur zur Fütterung hole ich sie in den Behandlungsraum und nachts wollen sie wieder in den Hausbereich. Amy und ihre Welpen haben den großen Käfig verlassen und halten sich nun häufig im großen Kennel auf. Sie liegen vor der Tür zum Behandlungsraum, weil sie wissen, dass es dahinter Futter für sie gibt. 

Dienstag, 10. November 2020

Ich verrichte meine morgendliche Routine mit der Zubereitung von Reisfutter, der Fütterung von Amy und den neun Welpen sowie heute wieder auch Sita und Leo. Pat füttert die übrigen Hunde und Arno mäht Gras. Ich säubere Haus und Bereiche und sorge für frisches Wasser. Amys Welpen machen viel Arbeit; Hauptsache aber ist, dass sie wachsen und gedeihen. In einem Monat werden sie aus den Kinderschuhen heraus sein. Das beobachte ich an den vier großen Welpen, die mittlerweile kaum eine Mehrbelastung darstellen. 

Die drei Mädel Ivy, Kaya und Mika halten sich nun schon oft ganz selbstsicher im großen Salabereich auf. Ivy ist am mutigsten und geht sogar mit in den Talobereich. Chip jedoch ist ein Softy und das wissen die drei Schwestern natürlich und dominieren ihn. Deswegen sieht er sie am liebsten von hinten und zieht es vor allein zu liegen. Ich muss mal schauen, ob ich ihn in den hinteren Bereichen heimisch machen kann. 

Am frühen Abend bekommen Amy und alle Welpen wieder Reisfutter; ich verteile die Medikamente an Nousha und Pinky und gehe noch einmal durch alle Bereiche. Dann lösche ich das Licht und ein langer Sheltertag geht mal wieder zu Ende.

Montag, 9. November 2020

Heute bin ich mal wieder den ganzen Tag allein im Shelter. Ich säubere am Morgen den Hausbereich und bin dann mit Amy und ihren Welpen bei Dr. Oi. Amy und die Welpen werden entwurmt und die Welpen geimpft. Nach unserer Rückkehr füttere ich Amy und die neun Welpen und entwurme die vier großen Welpen. Dann säubere ich die Außenbereiche. Anschließend füttere ich die übrigen Hunde. 

Ich bin dann wieder bei Dr. Oi, dieses Mal mit Pinky. Pinky wird vom Verband befreit, sie muss aber noch einen Kragen tragen und die Medikamente für einige weitere Tage nehmen. Ich füttere Amy und die Welpen erneut und gehe noch einmal durch alle Bereiche. Leo bekommt immer noch täglich Ferric, Tommy und Roshi Fischöl, Sita und Amy Fischöl und Ferric und Nousha weiterhin Predisilone, Vitamin C und Fischöl und nun auch zusätzlich Itraconazole gegen Pilzbefall.

Sonntag, 8. November 2020

Ich bin am frühen Vormittag im Shelter, reinige Haus und alle Bereiche und verteile Medikamente. Anschließend füttere ich Amy und alle Welpen mit Reisfutter. Pat kommt mittags und füttert die übrigen Hunde. Am Nachmittag erledige ich Einkäufe in der Stadt und bin dann wieder im Shelter. Ich verteile die abendlichen Medikamente und füttere alle Welpen erneut.

Samstag, 7. November 2020

Pat bringt heute Morgen wieder Reisfutter für die Welpen mit. Ich bereite Reisfutter für Amy, Leo und Sita zu. Amys Welpen Roxy, Jade. Pearl, Nole und Demi wissen schon, dass sie im Behandlungsraum gefüttert werden und strömen herbei. Nach den Fünfen werden die großen Welpen Chip, Kaya, Mika und Ivy gefüttert. Dann reinige ich und verteile die Medikamente. Pat füttert die übrigen Hunde. Am Nachmittag kommt Arno und mäht Gras. Später dann füttere ich die Welpen und Amy erneut und verteile Medikamente an Pinky und Nousha. 

Freitag, 6. November 2020

Ich schaue morgens als Erstes nach Amara. Sie liegt noch im Baderaum. Amara reagiert noch auf mich aber sie wird immer schwächer. Ich entschließe mich sie heute einschläfern zu lassen. Nachdem ich alle morgendlichen Arbeiten erledigt habe, überlasse ich Pat die Fürsorge über die Hunde und fahre mit Amara zum Tesco Lotus Nord, um eine Hündin, um die sich Wan kümmert, zur Sterilisation abzuholen. Amara liegt wie immer, wenn ich mit ihr fahre, vor dem Beifahrersitz. Ich sehe, dass es bald mit ihr zu Ende geht und möchte sie so schnell wie möglich erlösen. Zwei Minuten jedoch bevor ich die Silverlake Klinik erreiche, bäumt sich Amara ein letztes Mal auf und stirbt. 

Ich gebe Wans Hündin bei Dr. Kwanchai ab und versorge dann die Wat Hunde.  Deva vermisse ich, was mir ein wenig Sorge macht. Deva ist eine liebe Seele und liegt immer allein am Sala. Wenn ich ein Haus hätte, würde ich sie sofort zu mir nehmen. Ich sehe Payu das erste Mal seit er im Tempel lebt, in der Vorhalle auf mich zukommen, obwohl einige der Hunde in der Nähe sind. Etwas Mysteriöses muss passiert sein, denn Bob, der am Strand lebt und den ich nie zuvor in der Vorhalle gesehen habe, ist bei ihm. Payu ist freundlich wie immer und lässt sich streicheln. Er sieht gut aus und es scheint ihm auch gutzugehen. Prince taucht nun auch öfter an der Vorhalle auf. Er ist mit seinen zehn Jahren der älteste Hund, den ich betreue und nun schon ein wenig fragil. Aber er hat immer noch ein gutes Leben. 

Bevor ich zum Shelter zurückkehre, gebe ich Amara in der NPW Klinik zur Einäscherung ab. Ich füttere Amy und alle Welpen. Dodger befreie ich vom Kragen. Ich hoffe, dass seine Wunde nun schnell zuheilt. Tashi und Paco husten und erhalten Bromhexine. Pinky und Nousha bekommen ihre abendlichen Medikamente. Mona hat sich eine kleine Bisswunde zugezogen, die ich mit Anicine behandele. Alle Welpen werden mit jedem Tag selbständiger, was mir meine Arbeit erleichtert. Amys Welpen gedeihen prächtig. Amy stillt immer noch, obwohl die Welpen schon seit einiger Zeit Reisfutter bekommen.

Donnerstag, 5. November 2020

Heute Vormittag verrichten Pat und ich unsere übliche Routine. Pat hat Reisfutter mitgebracht und füttert auch Amy und die neun Welpen. Amara verweigert jegliches Futter. Sie kann kaum noch auf ihren Beinen stehen. Jedoch hat sie noch keine Schmerzen. Es tut mir weh ihr in die Augen zu schauen. Dodgers Vorderlaufwunde wächst allmählich zu. Er muss aber noch immer einen Kragen tragen, damit er sie nicht leckt. Pinky trägt ihren Kragen auch noch und er scheint sie auch nicht sonderlich zu behindern. 

Am frühen Abend bin ich wieder im Shelter. Amara hat sich in eine Box im Baderaum zurückgezogen. Ich füttere Amy und alle Welpen und säubere den Hausbereich erneut. Als ich gehe, schlafen die meisten Hunde schon.

Mittwoch, 4. November 2020

Ich erhalte eine Lieferung Impfstoffe und bin deshalb etwas später im Shelter. Pat hat schon mit der Arbeit begonnen und das Haus gesäubert. Amara hat kaum etwas gefressen oder getrunken und will sofort wieder zurück in ihren Bottich im großen Kennel. Ich bereite das Reisfutter für Amy und die Welpen zu. Pat füttert die übrigen Hunde und ich säubere die Bereiche. Dann impfen wir die vier Welpen Mika, Chip, Ivy und Kaya. 

Mittags bin ich mit Pinky, Amara und Nousha bei Dr. Oi. Noushas Medikation wird geändert. Cephalexin wird abgesetzt, Predisilone jedoch beibehalten. Dazu verordnet Dr. Oi Vitamin C und Itraconazole. Pinkys Ohrmuschel Hämatom wird aufgestochen und ihr Ohr verbunden. Sie bekommt Norfloxacin und Prednisilone verordnet und muss einen Kragen tragen. Amara wird Blut für einen Nierentest entnommen. Dr. Oi hängt sie an einen Tropf. 

Am frühen Abend hole ich Amara wieder ab. Der Test hat einen wiederum stärker erhöhten Creatinine Wert ergeben und liegt nun bei 9.5.  Der obere Grenzwert liegt bei 1.7. Es besteht keine Aussicht auf Besserung. Eine Einschläferung wird unvermeidlich sein. Ich nehme Amara jedoch wieder mit. Sollten ihre Nieren völlig versagen muss rasch gehandelt werden. Ich bin sehr traurig, aber die abendliche Arbeit muss dennoch gemacht werden. Ich füttere Amy und alle Welpen für die Nacht und verteile Medikamente.

Dienstag, 3. November 2020

Katharina ist schon im Shelter als ich morgens ankomme. Sie säubert das Haus und ich bereite das Reisfutter zu. Wie jeden Morgen nun erhalten Amys Welpen ihre Portionen im Behandlungsraum zuerst, dann ist Amy im großen Käfig dran und dann die vier Welpen. Anschließend versorge ich Leo und Sita. Amys Welpen wissen bereits, dass sie im Behandlungsraum gefüttert werden und versammeln sich vor der Tür. 

Roccos Wunden sind zugewachsen und müssen nicht mehr behandelt werden. Er scheint sich unter den Hunden im Haus recht wohl zu fühlen und so lasse ich ihn erstmal dort. Amara frisst nicht mehr oder nur ganz wenig. Sie rollt sich in einer der Schüsseln im großen Kennel zusammen und mag nicht mehr aufstehen. Es wird wohl nur noch eine Frage der Zeit sein bis sie aufgibt. Nousha hat ihre Cephalexin/Prednisilone Behandlung beendet. Ihr Fellzustand hat sich gebessert. Pinky hat sich ein Hämatom in der Ohrmuschel zugezogen. Ich werde die drei Hunde morgen Dr. Oi vorstellen. 

Da Pat heute nicht kommt, füttern Katharina und ich die übrigen Hunde. Anschließend säubere ich die Bereiche und Katharina beschäftigt sich mit den Hunden im Salabereich und sucht danach Amys Welpen nach Zecken ab, von denen die vier großen Welpen nach der Bravecto Vergabe nun verschont bleiben. Die vier wechseln bereits regelmäßig zwischen Haus- und Salabereich hin und her. 

Am frühen Abend bin ich wieder im Shelter und füttere alle Welpen mit Reisfutter. Danach nehme ich Amara in den Behandlungsraum und biete ihr Reisfutter an. In der Hoffnung, dass sie über Nacht frisst und trinkt, lasse ich sie dort.

Montag, 2. November 2020

Wenn ich morgens das Shelterinnentor öffne, kommen immer etliche Hunde auf mich zugestürmt. Seit einiger Zeit sind auch die vier Welpen dabei und nun auch schon Amy und ihre Welpen, die allerdings bei dem Gedränge fast untergehen. Diese kleinen Geschöpfe lernen so schnell und die beste Sozialisation für sie ist natürlich der Umgang mit vielen verschiedenen Hunden. 

Seitdem all die Welpen im Shelter sind, ist meine morgendliche Routine ein wenig verändert. Zuerst muss ich natürlich den Hausbereich reinigen, denn die Welpen setzen ihren Kot überall ab. Dann bereite ich das Reisfutter zu. Die Mengen werden größer. Ich füttere zuerst die vier Welpen im Behandlungsraum, dann kommen dort die fünf Welpen dran, anschließend füttere ich Amy im großen Käfig und zum Schluss Sita und Leo in den hinteren Bereichen. Amara hat sich in einen der kleinen Käfige zurückgezogen und so füttere ich sie dort. Ich verteile dann die Medikamente, säubere alle Bereiche und da Pat heute nicht kommt füttere ich schließlich die übrigen Hunde mit Trockenfutter. 

Arno kommt und mäht Gras und ich fahre zu den Tempelhunden. Ich kaufe Reis für die kommenden zwei Wochen und bezahle Ba Bät. Anschließend versorge ich die Tempelhunde mit Trockenfutter und frischem Wasser. Dann machen wir unseren Strandgang. Zurück im Shelter füttere ich Amy und alle Welpen wieder mit Reisfutter für die Nacht.

Sonntag, 1. November 2020

Auf dem Wege zum Shelter kaufe ich Nassfutter, Fleisch und Kauknochen. Amy, Leo, Sita und alle neun Welpen füttere ich ja täglich mit Reis, vermischt mit Nassfutter, Eiern und Schweinefleisch. Amy, weil sie immer noch gelegentlich stillt, Leo und Sita, damit sie zunehmen und die Welpen, damit sie in den ersten Lebensmonaten so gut wie möglich genährt werden. Pat kommt mittags und füttert mit Trockenfutter. Zurzeit bevorzuge ich Bok Dok Si Som. Ich weiß zwar nicht, ob ich den Inhaltsangaben vertrauen kann, aber ich bin mit dem Zustand der Hunde im Allgemeinen zufrieden.

Am Nachmittag hole ich bei Apisit bestellte 300 kg ab. Wieder im Shelter verstaue ich die Säcke im Behandlungsraum, säubere die Bereiche und füttere Amy und alle Welpen für die Nacht. Anschließend verabreiche ich Amara die Infusion.

Samstag, 31. Oktober 2020

Morgens beginnt meine Routine mit der Reisfütterung von Amy, allen Welpen, Sita und Leo. Drei der Welpen kann ich jetzt gut unterscheiden, zwei von ihnen sehen allerdings identisch aus. Dennoch habe ich ihnen nun Namen gegeben. Den männlichen Welpen nenne ich Nole, die mit der braunen Färbung Demi, die kleinste schwarze heißt nun Pearl und die übrigen beiden schwarzen Jade und Roxy. Rocco und Dodger behandele ich wieder mit Anicine. Roccos Wunden sind fast verheilt. 

Mein Klinikbesuch mit Dodger muss ausfallen, da es am frühen Nachmittag heftig regnet und am frühen Abend gerät mein Plan durcheinander, da mich bei der Ankunft im Shelter die vier Ausbrecher Talo, Tara, Zola und Toya freudig vor dem Tor begrüßen. Also muss ich zuerst das Loch im Zaun abdichten und sie dann nacheinander zurückbringen. Mit Talo und Tara geht das ganz gut an der Leine und die beiden Schwestern trage ich zurück, da wir durch den Haus- und den Salabereich müssen. 

Pat beendet die Fütterung vor dem Gewitterguss. Ich bleibe bei den Hunden sitzen und genieße eine Stunde Pause in ihrem Kreis. Wie gern würde ich mehr Zeit mit ihnen verbringen, ohne ständig von einem Arbeitsgang zum nächsten hetzen zu müssen. Aber um das Shelter einigermaßen in Ordnung zu halten, geht meine ganze Zeit und Energie mit der Erledigung notwendiger Arbeiten drauf.

Freitag, 30. Oktober 2020

Pat kommt heute später, da sich sie um die Hunde am Siam Country Club kümmert. Ich hatte mit Jintana und Pa Ja vereinbart, den Welpen wieder seiner Mutter zuzuführen. Pat aber teilt mir mit, dass die Mutter an dem Welpen nicht interessiert sei und damit der nicht verloren gehe, habe sie entschieden ihn wieder zu Pa Ja zurückzugeben, solange bis der Mutterhund und die übrigen Welpen eingefangen werden können. 

Ich verrichte derweil meine Routinearbeiten, füttere Amy und ihre Welpen, die vier Welpen, Sita und Leo mit Reisfutter und verteile Medikamente. Anschließend säubere ich den Hausbereich und die offenen Bereiche. Tinka hat die Nacht wohlbehalten im Dodgerbereich verbracht, aber es zieht sie wieder in den Hausbereich zurück. Ich lasse sie gewähren. Roccos zwei Wunden sind fast geschlossen. Ich habe ihm den Kragen abgenommen. Er bleibt jedoch vorerst im Hausbereich. Dodgers Wunden sehen nicht so gut aus. Ich hatte ihm vorübergehend den Kragen abgenommen, aber da er die Wunden leckt und damit auch das Anicine, lege ich ihm wieder einen Kragen um. Ich werde ihn morgen Dr. Oi vorstellen. 

Pat kommt am frühen Nachmittag und füttert mit Trockenfutter. Ich bin am späten Nachmittag wieder im Shelter, verteile die abendlichen Medikamente, füttere Amy und alle Welpen für die Nacht und verabreiche Amara ihre Infusion. Amara frisst ein wenig, aber ich frage mich, wie lange sie wohl noch durchhalten wird.

Donnerstag, 29. Oktober 2020

Heute bin ich mal wieder allein mit den Hunden und den ganzen Tag beschäftigt. Amy und die Welpen bewegen sich unter den übrigen Hunden im Hausbereich. Ich hole die vier Welpen aus dem Salabereich und mache mich dann an die Säuberungen und das Bereiten des Reisfutters. Amy und die Welpen kommen zuerst dran, dann die vier Welpen und Amara und schließlich Leo und Sita. Amara frisst kaum etwas. Ich mache mir große Sorgen um sie. 

Tinka ist nicht besonders glücklich in den hinteren Bereichen, da sie von Sita belästigt wird. Sie folgt mir in den Dodgerbereich und scheint es dort aushalten zu wollen. Roccos Bandage hat sich aufgelöst und auch Dodger hat sich von Verband und Pflaster befreit. Dr. Oi hat mir empfohlen die Wunden mit Anicine, einer Creme auf Aloe Vera Basis weiterzubehandeln. Monas hässliche Wunde ist mittlerweile auf ein 25 Satang großes Loch zusammengewachsen und behindert sie nicht mehr. Mona ist glücklich in den hinteren Bereichen. 

Ich füttere alle Hunde am Nachmittag und säubere dann die Bereiche erneut. Danach füttere ich Amy, Amara und alle Welpen für die Nacht mit Reisfutter. Amara erhält Kochsalzlösung. Am frühen Abend bin ich am Mabprachan 7/11. Susie treffe ich dort öfter an und heute auch Jakalen. Beide Hunde waren ja in Meows Shelter und ich habe sie später wieder zurückgebracht. Jakalen hatte zu mir zuvor kein besonderes Verhältnis. Umso mehr freue ich mich sie nach etwa einem Jahr freundlich auf mich zukommen zu sehen. Jakalen ist gesund und hat sich offenbar auf dem benachbarten kleinen Markt eingelebt.

Mittwoch, 28. Oktober 2020

Pat ruft mich heute Morgen an und teilt mir mit, dass zwei Thai versuchen die Hündin und deren Welpen, die Pat am Siam Country Club füttert, einzufangen. Sie bittet mich zu kommen, um nach dem Rechten zu sehen. Es stellt sich heraus, dass es Bua und Jinatana sind. Bua ist von Pa Ja, die Hunde am Mabprachan Reservoir füttert, gebeten worden die Hündin zu blowdarten, um sie sterilisieren zu lassen. Einen der Welpen haben sie einfangen können. Der Mutterhund allerdings ist sehr scheu und Bua schafft es nicht sie zu darten. Die übrigen Welpen sind im unübersichtlichen Grasland verschwunden. Wir verabreden die Aktion am frühen Abend erneut zu versuchen. Jintana nimmt den Welpen mit zu sich. 

Pat und ich treffen uns im Shelter. Wir gehen unseren Routinearbeiten nach. Ich füttere Amy und die Welpen, die die Nacht problemlos im offenen Käfig verbracht haben. Anschließend bereite ich das Reisfutter für Amara, Sita, Leo und die vier Welpen zu. Weil der Versuch mit ihnen im Salabereich so gut geklappt hat, bringe ich sie wieder zu den Hunden dort. Die Welpen werden erneut gut aufgenommen. Ihre Neugier ist kaum zu bremsen und so begleiten sie mich bei der Säuberung in den Talobereich. Auch dort sind Talo, Tara, Zola und Toya freundlich zu ihnen. 

Ich lasse die Welpen im Salabereich und nehme Tinka auf den Arm und trage sie vom Hausbereich in den hintersten Bereich. Tinka ist nicht besonders glücklich und wird gelegentlich von Khiaow drangsaliert. Ich schließe die Tür; nur Sita ist bei Tinka. Nach der Fütterung der vier Welpen, Leo und Sita erhält auch Tinka Reisfutter. Danach öffne ich die Tür und bald läuft Tinka in allen drei Bereichen herum, ohne behelligt zu werden. Ich denke, auch diese Umsiedelung wird klappen. 

Am Spätnachmittag treffe ich Bua und Pat am Siam Country Club. Ich sehe die Hündin und einen ihrer Welpen. Die verschwinden aber schnell als sie mich ausmachen. Die Hündin kennt Pat ja von der täglichen Fütterung, aber obwohl Pat sie ruft, bleibt sie unsichtbar. Bua sucht das Grasland ab, kann jedoch keinen der Hunde finden. Wir verabreden, die Angelegenheit einige Tage ruhen zu lassen in der Hoffnung, dass die Hündin wieder Vertrauen zu Pat fasst. Jintana wird den Welpen morgen früh zurückbringen und wir hoffen ihn wieder mit seiner Mutter vereinigen zu können. 

Am frühen Abend bin ich dann wieder im Shelter. Amy und alle Welpen werden für die Nacht gefüttert. Chip, Mika, Kaya und Ivy werden die erste Nacht im Salabereich verbringen. Ich hoffe, sie dort dauerhaft heimisch zu machen. Vielleicht werden sie dann auch zwischen beiden Bereichen hin und herwechseln wie es Aki und Aldo tun.

Dienstag, 27. Oktober 2020

Heute in der früh fahre ich zuerst zum Pong Freizeitpark. Mir fällt ein Stein vom Herzen als ich zuerst Meefoo, dann auch Mum, Rodney und Panaeng sehe. Dodo und Rico kommen auch von der anderen Straßenseite rüber auf den Parkplatz. Es nimmt mich immer ziemlich mit, wenn ich Hunde vermisse; habe einfach schon zu viele verloren. 

Katharina kommt heute früh zum Shelter. Ich lasse Amy und die Welpen heraus und mache mich dann an die Reisfutterzubereitung. Katharina reinigt derweil den Hausbereich. Amy ist mittlerweile entspannter gegenüber den anderen Hunden und die Welpen scheinen Gefallen am Umgang mit den Hausbereichshunden zu haben. Sie werden von Tag zu Tag mobiler und laufen im Haus und im Hausbereich herum. Nach der Reinigung füttere ich sie im großen Käfig, in dem sie besser aufgehoben sind als im Kennel. 

Mika, Kaya, Ivy und Chip sind neugierig was sich hinter dem Tor zu den hinteren Bereichen verbirgt. So lasse ich das Tor einen Spalt offen und sie schlüpfen in den Salabereich. Natürlich bin ich dicht bei ihnen als die großen Hunde sie begutachten. Nach kurzer Zeit aber ist dieses Ritual beendet und die Welpen laufen mutig im ganzen Bereich herum, während ich säubere. Nach einer halben Stunde bringe ich sie in den Hausbereich zurück. Ich werde sie in den kommenden Tagen immer wieder in den Salabereich lassen, bis die Salabereichshunde sie genauso akzeptiert haben wie Aldo und Aki, die sich auch in diesen beiden Bereichen frei bewegen. Aldo ist übrigens der einzige, der auch im Talobereich und im Dodgerbereich willkommen ist. 

Pat kommt und füttert die Hunde mit Trockenfutter während Katharina ein paar Löcher zuschüttet und danach eine Bambusbank repariert. Währenddessen steht die Tür des großen Käfigs offen, sodass Amy und die Welpen ein und ausgehen können. Je früher sie sich an die Abläufe gewöhnen, desto besser. 

Am Spätnachmittag bin ich wieder im Shelter. Ich füttere Amy und die großen und kleinen Welpen, säubere erneut, verteile Medikamente und verabreiche zum Schluss Amara ihre Infusion. Amy und ihre Welpen bleiben im großen Käfig; ich lasse die Tür offen. Die großen Welpen verteilen sich im Hausbereich unter den anderen Hunden. Heute waren sie artig und Chip hat sich von seinem gestrigen Schock erholt.

Montag, 26. Oktober 2020

Pat ist heute Vormittag schon im Shelter als ich ankomme und hat mit der Säuberung des offenen Hausbereichs angefangen. Ich lasse Amy und die Welpen heraus und bereite Reisfutter zu. Amy stillt noch aber die Welpen beginnen sich nun auch schon für das Reisfutter zu interessieren. Mika, Chip, Ivy und Kaya werden danach gefüttert und zum Schluss bekommen Leo und Sita ebenfalls Reisfutter. Die übrigen Hunde werden von Pat mit Trockenfutter versorgt und ich verteile Medikamente. Anschließend säubere ich alle Außenbereiche und versorge die Hunde mit frischem Wasser. Pat findet im Bad einen 30 cm langen Tausendfüßler. Ich muss ihm leider den Garaus machen. Diese Viecher sind hochgiftig. 

Am Spätnachmittag bin ich wieder im Shelter, lasse Amy und die Hunde raus, gehe durch alle Bereiche und verteile Medikamente an Dodger, Rocco, Amara und Nousha. Amara bleibt heute den ersten Tag seit vielen Wochen von der abendlichen Infusion verschont. Die kommenden zwei Wochen erhält sie nur noch jeden zweiten Tag Kochsalzlösung verabreicht. Amy behandele ich mit einer Mischung aus Fischöl und Ferric. Die vier Welpen; Leo und Sita erhalten Ferric. 

Die vergangenen Tage war es friedlich unter den vier Welpen. Heute Nachmittag aber fallen Kaya und Ivy über Chip her. Chip und Mika sind ja ganz lieb im Gegensatz zu Kaya und Ivy. Besonders Kaya hat ein Aggressionspotential, das ich noch selten bei Welpen erlebt habe. Chip ist ganz verstört und ich muss ihn erstmal trösten. Für die Nacht separiere ich ihn von den drei anderen Welpen. Mika, Kaya und Ivy verbringen die Nacht im Behandlungsraum. Nach der Fütterung schlafen sie beisammen ein. Amy und die Welpen schlafen in ihrem Kennel. 

Auf dem Weg nach Hause fahre ich bei den Hunden im Freizeitpark vorbei. Ich sehe Dodo, Rico und Meefoo, nicht jedoch Panaeng, Mum und Rodney. Ich werde morgen früh erneut nach ihnen schauen. Wenn ich Hunde nicht an ihrem gewohnten Platz antreffe, beschleicht mich immer ein ungutes Gefühl. 

Am späten Abend teilt mir Katharina mit, dass sie die Hunde seit drei Tagen nicht mehr gesehen habe. Damit ist für mich klar, dass sie weggeschaft wurden. Morgen werde ich im Pong Shelter nach ihnen suchen.

Sonntag, 25. Oktober 2020

Ich lasse morgens als Erstes Amy und ihre Welpen raus in den Doppeltorbereich. Die Welpen sind nun schon recht mobil und Amy beobachtet sie entspannt. Pat hilft bei der Säuberung und füttert dann. Ich füttere Amy, Amara und die vier Welpen; anschließend verteile ich die Medikamente. Noushas Fellzustand hat sich in letzter Zeit verschlechtert. Ich bade sie. Sita läuft nun schon ganz selbstverständlich durch alle drei Bereiche. Ich lasse die Türen offen. 

Am Nachmittag bin ich mit Dodger, Rocco und Nousha bei Dr. Oi. Rocco hat nun nur noch ein Loch in seiner Leiste. Dr. Oi meint, dass das Pflaster in einigen Tagen entfernt werden könne. Einen Kragen müsse Rocco jedoch weiterhin tragen. Dodgers zwei Wunden werden versorgt. Auch er muss weiterhin einen Kragen tragen. Nousha wird auf Sarcoptic getestet mit negativem Resultat. Sie solle weiterhin Fischöl erhalten und zudem Cephalexin. 

Bei meiner Rückkehr lasse ich Amy und die Welpen wieder heraus. Dabei lasse ich das Tor zum Hausbereich offen, sodass die großen Hunde und die vier Welpen Kontakt zu den Neulingen aufnehmen können. Die Hausbereichshunde sind ja mittlerweile Neuzugänge gewohnt und sind nett zu den Welpen und auch zu Amy. Amy allerdings, und das ist normal und verständlich, knurrt schon mal, wenn ihr einer der Hunde zu nahe kommt. Ich bin aber immer in der Nähe und kann sie schnell beruhigen. 

Mika, Kaya, Chip und Ivy sind bereits voll integriert und es bilden sich zwischen ihnen und einigen der großen Hunde bereits Beziehungen heraus. Aki, Shorty und Pinky sind immer besonders an Welpen interessiert. Das Verhältnis der Welpen untereinander ist nun auch friedlicher. Ich hoffe, dass ich Amy und ihre Welpen bald häufiger draußen lassen kann, damit auch deren Integration rasch erfolgt. Eine weitere Quarantäne halte ich für nicht erforderlich.

Samstag, 24. Oktober 2020

Ich hole Amy und die Welpen morgens als Erstes aus dem Kennel und bringe sie in den Doppeltorbereich. Die Welpen erweitern bereits ihre Kreise und ich kann sie mit Amy allein lassen während ich meinen Arbeiten nachgehe. 

Mittags bringe ich die Hunde wieder in ihren Kennel zurück und mache mich auf den Weg nach Baan Amphur. Ich habe Khun Gaeb etliche Male erfolglos versucht zu erreichen und gebe nun auf. Es tut mir leid, dass ich der TVT Hündin nicht helfen kann. Heute ist das Wetter gut und so kann ich mit einigen der Tempelhunde wieder unseren gewohnten Strandgang aufnehmen. Ich habe auch mal Zeit mich zu den Hunden am Sala zu setzen und aufs Meer zu schauen, während die Hunde am Strand spielen. 

Zurück im Shelter lasse ich Amy und die Welpen noch einmal raus, füttere Amara und die vier Welpen und verteile die abendlichen Medikamente. Danach erhält Amara wieder ihre Infusion.

Freitag, 23. Oktober 2020

Ich bin schon frühmorgens im Shelter. Mutter, ich nenne sie Amy, und Welpen haben die Nacht unter freiem Himmel gut überstanden. Das Wetter war ja gut. Ich bringe die Hunde nun jedoch in einen der Kennel, lege dort Decken aus und füttere Amy. Die Welpen sind wohlgenährt. Amy sorgt gut für sie. Nach einer Stillung schlafen sie zufrieden ein. Die Hunde im Haus sind natürlich neugierig und wenn sie zu nahe an die Gittertür kommen, knurrt Amy sie an. Zu mir jedoch ist sie sehr zutraulich und ich kann ihre Welpen berühren, ohne dass sie es stört. 

Maggie hat sich in den hinteren Bereichen sehr gut eingelebt. Sie kommt nun aus dem hintersten Bereich heraus und läuft durch alle drei Bereiche. Die Hunde in diesen Bereichen akzeptieren das, auch Nuri nun. Ich füttere Amara und die vier Welpen, die mit jedem Tag selbstsicherer werden. Danach bereite ich Reisfutter für Leo und Sita zu. Da ich den Eindruck habe, dass ihr ein Bereichswechsel gut täte, nehme ich sie in den hintersten Bereich, schließe die Tür und füttere sie. Wenn Hunde in einen für sie neuen Bereich kommen, ist das für sie immer etwas stressig. Ich bleibe deshalb bei Sita noch eine Weile sitzen bis ich Tashi und Maggie hereinlasse. Die beiden nehmen nach kurzer Beschnüffelung kaum Notiz von ihr. Die Hunde haben ja eine Zeitlang zusammengelebt als das Shelter noch nicht so unterteilt war wie das jetzt der Fall ist. Da Hunde ein sehr gutes Gedächtnis haben, nehme ich an, dass die drei sich noch von früher kennen. Nur als ich auch Leo, Coco und Lilly hereinlasse, knurrt Sita sie an. Die drei sind jedoch ganz friedlich, sodass sich Sita ziemlich schnell entspannt. Am Nachmittag habe ich den Eindruck, dass Sita, genau wie zuvor Maggie, die Umsiedelung gutheißt. 

Im Laufe des Tages versuche ich Khun Gaeb mehrfach wegen der TVT Hündin zu erreichen – ohne Erfolg. Ich verschiebe deshalb die Baan Amphur Fahrt auf morgen. Arno kommt, mäht Gras und füttert die Hunde. Ich bin derweil mit Rocco und Dodger bei Dr. Oi. Roccos Verband wird gewechselt und Dodgers Wunden werden versorgt. Dodger war noch nie bei einem Tierarzt und so bleibe ich während der Wundversorgung bei ihm. Er ist ja mit seinen fast 28 Kilo ein ziemlicher Brocken und kann natürlich reagieren, wenn er Schmerzen verspürt. Dodger aber verhält sich tadellos und lässt sich im Shelter auch problemlos einen Kragen verpassen. 

Nach einer kurzen Pause bin ich am frühen Abend wieder im Shelter. Arno hat Amy und den Welpen ein wenig Auslauf im Doppeltorbereich verschafft. Ich füttere Amy, Ivy, Mika, Chip, Kaya und Amara für die Nacht. Rocco bekommt weiterhin Clindamycin und Dodger Clindamycin und Prednisilone. Amara erhält ihre Infusion. Obwohl ich sie zweimal täglich füttere, wird sie dünner und dünner. Aber sie ist noch wachsam und liegt überwiegend mit etlichen der anderen Hunde im großen Kennel. Ihr Verhalten ist immer noch völlig normal.

Donnerstag, 22. Oktober 2020

Ich hole am Vormittag 200 kg Trockenfutter bei Apisit ab und bin dann im Shelter. Pat ist schon bei der Fütterung. Ich bereite Reisfutter für Amara, die Welpen, Sita und Leo zu. Rocco und Dodger erhalten Clindamycin, Nousha, Pinky, Tommy und Roshi Fischöl. Anschließend erfolgt die übliche Säuberung. Am Nachmittag kommen die Frauen jedoch ohne TVT Hund. Morgen muss ich auf jeden Fall nach Baan Amphur zu den Tempelhunden. Ich hoffe, dass ich den TVT Hund dann zu Dr. Kwanchai bringen kann. 

Während ich abends gerade Amara ihre Infusion verabreiche, kommt Arno mit einem Mutterhund und ihren fünf etwa vier Wochen alten Welpen vorbei. Die Hündin hatte ihre Welpen unter einer kleinen Bühne zur Welt gebracht und die Hunde sollten dort schleunigst verschwinden. Wir bringen die Hunde für die Nacht im Doppeltorbereich unter. Die Welpen scheinen gesund zu sein und die Mutter ist zutraulich. Ich muss mir morgen überlegen, wo ich die Neuzugänge sparat unterbringen kann, 

Leila kommt mich nun jeden Abend besuchen. Sie scheint mich zu mögen und ich freue mich sie bei mir zu haben, solange sie nicht auf meiner Tastatur herumspaziert während ich am Computer arbeite.

Mittwoch, 21. Oktober 2020

Ich bin heute früh im Shelter, da Katharina morgens kommt, um mir wie jetzt jede Woche einmal täglich zu helfen. Pat kommt auch und so habe ich Zeit mit Rocco zu Dr. Oi zu fahren, nachdem ich meine Routinearbeiten erledigt habe. Roccos Heilungsprozess schreitet voran, er muss aber immer noch einen Kragen tragen, damit er sich den Verband nicht abbeißt. Katharina hilft Pat bei der Fütterung während ich für die Welpen, Amara und Leo Reisfutter bereite. Auch Sita erhält nun Reisfutter. Ich finde, dass sie etwas zunehmen kann. Entwurmt habe ich sie schon. Pat allerdings meint, dass sie normal fresse. 

Katharina entdeckt an Dogder eine weitere kleine Bisswunde. Ich verabreiche ihm deshalb Clindamycin, damit sich die beiden Wunden nicht entzünden. Roshi wird von Katharina gebadet. Sie entwickelt leichte Fellprobleme. Ich werde ihr nun auch Fischöl verabreichen. 

Am frühen Abend bin ich wieder im Shelter und füttere die Welpen und Amara für die Nacht. Auf Anraten von Dr. Oi werde ich ihr ab der kommenden Woche nur noch jeden zweiten Tag Kochsalzlösung verabreichen. Nach weiteren zwei Wochen soll ihre Nierenfunktion dann erneut getestet werden. 

Zwei Frauen erscheinen später am Abend am Sheltertor. Sie übergeben mir einen Sack Trockenfutter und bitten mich nach einer TVT Hündin in ihrer Nachbarschaft zu schauen. Ich habe zwar schon genug zu tun, aber TVT Hunde sind mir immer ein Anliegen. Es ist ermutigend zu erleben, dass einige Thai Residenten nun allmählich auch Schritte unternehmen, um Krebshunden zu helfen.

Dienstag, 20. Oktober 2020

Ich bin heute etwas später im Shelter, da ich eine Lieferung Bravecto abwarten muss. Nach Beendigung der Routinearbeiten, erhalten die Welpen Mika, Ivy, Kaya und Chip ihre Dosis. In den vergangenen Wochen musste ich sie täglich herannehmen, um sie trotz ihres Unwillens von kleinen Zecken in ihre Pfoten zu befreien. Das kann ich mir nun hoffentlich in den kommenden Wochen ersparen. Die großen Hunde sind nicht derart befallen. Wenn einer der Hunde vermehrt Befall aufweist, erhält er ebenfalls Bravecto. Eine andere Möglichkeit der Zeckenplage Herr zu werden sehe ich nicht. 

Ich bin heute wieder bis zum Abend im Shelter. Das Haus und alle Bereiche müssen gesäubert werden und die Hunde gefüttert. Amara und die Welpen erhalten wie jeden Tag spezielles Reisfutter, das nun auch Leo bekommt. 

Tashi und Maggie vertragen sich im hintersten Bereich sehr gut. Maggie ist immer ganz enthusiastisch, wenn sie mich sieht. Es scheint, als wolle sie sich bei mir bedanken, dass ich sie aus dem Hausbereich herausgenommen habe. Nur Nuri mag Maggie nicht und ich darf sie nicht unbeaufsichtigt zusammen lassen, wenn ich die Tür vom hintersten Bereich öffne. Tashi läuft dann unbehelligt durch alle drei Bereiche und auch wieder zurück in seinen Bereich, wenn ich ihm das bedeute. 

Nuri, Ruby, Leo, Mona, Buffy, Tommy, Coco und Lilly, die die beiden anderen hinteren Bereiche unter sich aufteilen, kommen gut miteinander aus. Dodger schlüpft zuweilen in deren Bereiche, ohne dass es Probleme gibt. Er ist mir jedoch heute auch in den großen Salabereich entkommen und sofort von mehreren Hunden angegangen worden. Dodger hat eine Baht-große Wunde an seinem linken Vorderlauf dabei davongetragen, die ich behandeln muss. Es wird ihm hoffentlich eine Lehre sein, das nicht noch einmal zu versuchen. 

Am Spätnachmittag füttere ich Amara und die Welpen für die Nacht und verabreiche Amara ihre tägliche Infusion. Mittlerweile geht das ganz prima, wenn ich Amara an einem Treat kauen lasse. Die Welpen sind auch ganz scharf darauf und gut damit beschäftigt. 

Montag, 19. Oktober 2020

Heute bin ich mal wieder den ganzen Tag im Shelter. Ausnahmsweise regnet es nicht. Bevor ich mit den Säuberungen beginne, füttere ich die Welpen und Amara. Leo bekommt ebenfalls Reisfutter. Mittags bin ich mit Rocco bei Dr. Oi. Die Schwellung ist völlig abgeklungen und die Löcher in der Leiste sind kleiner geworden. Rocco geht es insgesamt recht gut, wenn auch seine Laune nicht die Allerbeste ist, da er weiterhin einen Kragen tragen muss. Nachdem wir zurück sind, füttere ich alle übrigen Hunde. Anschließend noch einmal die Welpen und Amara, die danach ihre tägliche Infusion verabreicht bekommt. 

Sonntag, 18. Oktober 2020

Ich säubere morgens Hausbereich und Haus, füttere die Welpen und Amara und verteile Medikamente an Rocco, Amara, Nousha und Pinky, die beide Fischöl bekommen. Kenzos Augenverletzung hat sich gebessert. Ich reinige sein Augenumfeld wieder mit Kochsalzlösung. Amara und Leo erhalten Entwurmungstabletten. Leo hat weiter an Gewicht verloren. Ich mache mir jedoch keine großen Sorgen um ihn, denn sein Blutbild war ja in Ordnung. Leo hat sein ganzes bisheriges Leben auf der Straße verbracht und hat von Reisfutterabfällen gelebt. Ich füttere ihm deshalb mit Reisfutter und werde das auch fortführen. Das Trockenfutter scheint ihm nicht zu schmecken. 

Pat kommt und füttert. Ich säubere die übrigen Bereiche. Am Nachmittag kommt Arno vorbei und hilft mir bei der Zaunbefestigung im Talobereich. Meine provisorischen Reparaturen haben Talo, Tara, Zola und Toya von erneuten Ausbrüchen abgehalten, aber ich möchte den Zaun in der ganzen Länge mit Paletten befestigen. Nebenan wird gelegentlich weiter am Haus gewerkelt. Zwei Tore sind installiert worden. Khun Dtu hat mir erlaubt wieder Wasser vom Brunnen zu entnehmen. Das erleichtert mir die Arbeit und ich spare das Geld für Wasserlieferungen. 

Ich bin bis zum frühen Abend im Shelter, füttere Amara und Welpen erneut und verabreiche Amara ihre Infusion. Die Welpen schlafen mit etlichen der großen Hunde im großen Kennel in dem es wärmer ist als im offenen Hausbereich. Sie können in Plastikbottichen schlafen, die ich mit Handtüchern ausgelegt habe. Auch etliche der großen Hunde finden daran Gefallen. Werde deshalb noch einige mehr anschaffen. 

Samstag, 17. Oktober 2020

Pat und ich kommen heute Vormittag noch vor dem einsetzenden Regen, aber während wir noch arbeiten, fängt der wieder an und hält sich bis in den Nachmittag hinein. Kenzo hat sich eine Verletzung am rechten Auge zugezogen. Kenzo ist ja blind und so weiß ich nicht, ob es von einer Auseinandersetzung herrührt oder ob er sich irgendwo gestoßen hat. Ich reinige die beiden kleinen Wunden mehrfach mit Kochsalzlösung. Mehr kann ich nicht tun, da es Augenlidverletzungen sind. Rocco hat sich anscheinend in sein Los gefügt noch einige Tage einen Kragen tragen zu müssen. Er liegt meist in einem offenen Käfig, kann sich jedoch frei im Haus bewegen. 

Über Mittag lasse ich die Welpen und Kenzo im Behandlungsraum, da es recht kühl ist und der Regen anhält. Ich fahre in die Silverlake Klinik und hole die sterilisierte Hündin vom Huai Chak Nok Reservoir ab. Dann bin ich im Wat, kaufe Reis ein und bezahle Ba Bät. Da es immer noch regnet fällt der Strandgang wieder aus. Ich kaufe Trockenfutter ein, liefere die Hündin ab und bin dann wieder im Shelter. Nach der Fütterung der Welpen verabreiche ich Amara ihre Infusion und füttere sie dann ebenfalls für die Nacht.

Freitag, 16. Oktober 2020

Pat und ich verrichten unsere morgendlichen Routinearbeiten. Ich fahre mit Rocco zu Dr. Oi. Rocco wird neu verbunden. Der Heilungsprozess wird recht lange dauern, da die giftigen Bisse tiefe Löcher in Roccos Leistenbereich verursacht haben. Am Vormittag beginnt es heftig zu regnen und der Regen hält den ganzen Tag an. 

Meine geplante Fahrt in die Silverlake Klinik und zum Tempel muss ausfallen. Die Landeigentümerin Khun Dtu teilt mir mit, dass in den Brunnen am Haus nebenan wieder eine Pumpe installiert worden ist. Ich muss nur die Stromversorgung gewährleisten, dann kann ich von dort wieder Wasser entnehmen. Dafür besorge ich mir ein wetterfestes Kabel in der Stadt. Zudem hat mein Telefon seinen Geist aufgegeben. Glücklicherweise finde ich im Tuk.com einen kompetenten Mann, der es wieder ans Laufen bringt. 

Da es immer noch regnet, fällt mein abendlicher Shelterbesuch nur kurz aus. Ich füttere die Welpen und Amara und gebe ihr ihre Infusion. Später in der Nacht taucht Leila mal wieder auf. Ihre Operationswunde ist sehr gut verheilt und sie ist ganz die alte.

Donnerstag, 15. Oktober 2020

Wie nun jeden Morgen füttere ich die Welpen und Amara und Pat füttert die übrigen Hunde, außer Leo, der von mir ebenfalls Reisfutter bekommt, damit er wieder zunimmt. Amara bleibt trotz zweimaliger Fütterung weiterhin sehr dünn. Rocco erhält Clindamycin und Carprofen, die Welpen, Amara und Leo Ferric, Nousha und Pinky Fischöl. Maggie hat die Nacht mit Tashi wohlbehalten verbracht. Die beiden scheinen sich zu mögen. 

Am Nachmittag gesellt sich Leo zu ihnen. Ich schließe wieder die Tür zu den beiden anderen hinteren Bereichen in denen sich Mona, Tommy, Coco, Lilly, Nuri, Ruby und Nuri aufhalten. Die verstehen sich gut untereinander. Amara erhält ihre Infusion und wird für die Nacht gefüttert, genauso wie die Welpen.

Mittwoch, 14. Oktober 2020

Pat ist schon im Shelter als ich ankomme. Sie muss heute früher gehen. Während sie füttert, füttere ich die Welpen und Amara. Dann säubere ich die Bereiche. 

Anschließend bringe ich Maggie in die drei zusammenhängenden Bereiche und bleibe bei ihr. Alle Hunde sind ganz nett zu ihr und so fühlt sie sich bald recht wohl. Als ich mich jedoch kurz entferne, geht Nuri sie an und so bringe ich sie in den hintersten Bereich, in dem momentan Tashi allein lebt. Während ich aber präsent bin, öffne ich die Tür und Tashi kann in alle drei Bereiche laufen. Tashi und Maggie scheinen sich gut zu vertragen und so lasse ich die beiden allein, als ich mittags gehe. 

Rocco liegt noch im Hausbereich, jedoch nun in einem der Käfige. Die Tür bleibt offen, sodass er ein und ausgehen kann, was trotz Kragen gut klappt. Die Welpen haben sich im großen Kennel zusammen mit Patty, Amara, Nousha, Lena und Pinky eingerichtet. Die großen Hunde liegen auf zwei Bänken und die Welpen in Schüsseln, die ich mit Handtüchern ausgelegt habe. Ich habe sie heute erneut entwurmt. Nach einer Einkaufstour in der Stadt bin ich am frühen Abend wieder im Shelter. Ich füttere die Welpen und Amara und verabreiche ihr die tägliche Infusion.

Dienstag, 13. Oktober 2020

Heute Morgen kommt Katharina mit ihren Kindern Nele, Maya und Matti und hilft mir bei Säuberung und Fütterung. Die Kinder beschäftigen sich mit den Welpen, die damit lernen, dass es auch noch andere Menschen als Pat und mich gibt. Für sie ist ja jeder Sozialisationstag so wichtig. Kaya haut sich wieder mit Ivy. Ich bekomme die beiden nicht auseinander und muss sie in den großen Wasserbottich werfen. Das hilft. Nach der Fütterung schlafen sie dann schon wieder eng umschlungen in einer mit einem Handtuch ausgelegten Schüssel. 

Während ich in den hinteren Bereichen säubere, springt Maggie auf eine Holzkiste und über den Zaun. Katharina berichtet mir, dass sie gejagt worden sei. Ich schaue draußen nach Maggie und rufe sie, aber sie lässt sich nicht blicken. 

Nachdem Katharina und die Kinder gefahren sind, beendige ich die Fütterung in den hinteren Bereichen und bin dann mit Rocco wieder bei Dr. Oi. Die Insektenbisswunde hat sich an drei Stellen geöffnet und sieht unschön aus. Rocco wird verbunden und bekommt wieder einen Kragen umgelegt. Zurück am Shelter empfängt mich Maggie freudestrahlend vor dem Tor. Ich stecke sie und Rocco in jeweils einen der Hauskennel. Dann füttere ich die Welpen ein zweites Mal und verabreiche Amara ihre Infusion. Anschließend füttere ich auch sie für die Nacht.

Montag, 12. Oktober 2020

Dr. Oi informiert mich am Morgen, dass Nico in der Nacht gestorben sei. Nico ist über zehn Jahre alt geworden und hat in den vergangenen achteinhalb Jahren ein gutes Leben im Wat Amparahm gehabt. Nun sind alle drei Nakluahunde, die ich vor einem leidvollen Leben in Phutaluang gerettet habe, von mir gegangen. Kobie ist nach wenigen Tagen aus dem Tempel verschwunden, Asa vor fünf Wochen und nun ist Nico verstorben. Es waren drei gute Hunde. Insbesondere Asa und Nico werde ich sehr vermissen, denn sie waren ja so lange bei mir. 

Pat hat heute ihren freien Tag und so bin ich von morgens bis abends im Shelter. Die Welpen können sich nun frei im Haus und im Hausbereich bewegen. Ich habe keine Sorge, dass einer der großen Hunde ihnen etwas antut. Nur untereinander sind sie nicht immer friedlich. Das betrifft jedoch nur Kaya und Ivy. War zuvor Ivy meistens der Aggressor ist es nun Kaya, die richtig giftig werden kann. Chip ist ganz souverän und Mika ist eine ganz liebe. Die beiden mögen sich und spielen oft miteinander. Das ist der jetzige Stand der Dinge. Ich habe es allerdings schon mehrfach erlebt, dass sich Beziehungen der Welpen untereinander mit der Zeit ändern können. 

Nach der Fütterung bin ich bei Dr. Oi und hole Nico und Rocco ab. Roccos Schwellung ist zurückgegangen. Er muss aber einen Kragen tragen und bekommt drei Tage lang Clindamycin und Carprofen. Rocco kommt erstmal wieder in einen der Hauskennel. Ich füttere die Welpen und Amara für die Nacht und verabreiche Amara ihre Infusion. Amara frisst weiterhin gut und ihr Gaumen scheint sogar etwas rosiger zu werden. Die Welpen haben sich für die Nacht zu den Hunden im großen Kennel gesellt. Es wird nicht lange dauern bis sie sich an die Shelterroutine gewöhnt haben. Zum Abschluss bringe ich Nico in die NPW Klinik zur Einäscherung.

Sonntag, 11. Oktober 2020

Ich schaue am Morgen als Erstes nach Rocco. Er scheint ok zu sein. Bevor ich ihn in den Salabereich zurückbringe, schaue ich ihn mir aber genau an und entdecke eine rötliche Schwellung an der Innenseite seines rechten Hinterlaufs. Nachdem ich gesäubert habe und Pat mit der Fütterung begonnen hat, füttere ich die Welpen und Amara. Amara bekommt wie jeden Morgen danach Renavast und Ferric. Auch den Welpen und Leo verabreiche ich Ferric. 

Pat bleibt im Shelter und ich fahre mit Rocco zu Dr. Oi. Es scheint, dass Rocco von einem Insekt gebissen worden ist. Es könnte ein Tausendfüßler gewesen sein. Dr. Oi möchte Rocco an den Tropf hängen. 

Ich rufe Pan, die Marktfrau vom Huai Chak Nok an. Sie teilt mir mit, dass sie die läufige Hündin sieht. Also fahre ich zum Reservoir. Pat managed das Shelter für weitere zwei Stunden. Pan hat keine Schwierigkeiten die Hündin in die mitgebrachte Box zu bringen. In der Silverlake Klinik liefere ich die Hündin bei Dr. Kwanchai ab und informiere ihn über eine TVT Hündin, die ich am Reservoir entdeckt hatte. Pan kennt sie, kann sie jedoch nicht einfangen. Dr. Kwanchai will Bua hinschicken, um sie zu blowdarten. 

Im Tempel versorge ich die Hunde mit Trockenfutter und Wasser. Ich vermisse Nico an der Vorhalle und finde ihn am Strand unter einem Auto liegen. Ich sehe sofort, dass er ein Problem hat. Nico reagiert auf mich, kann aber noch nicht mal den Kopf heben. Ich ziehe ihn unter dem Auto hervor. Nico hat keine Körperspannung mehr und ist mehr tot als lebendig. Dr. Oi nimmt an, dass Nierenversagen vorliegt, denn Nico riecht entsprechend. Er wird an den Tropf gehängt. Wenn Nico die Nacht übersteht, soll morgen ein Bluttest Aufschluss bringen, woran er leidet. Im Shelter füttere ich wie jeden Abend die Welpen und gebe Amara ihre Infusion.

Samstag, 10. Oktober 2020

Pat füttert die Hunde und ich die Welpen und Amara. Pat macht mich darauf aufmerksam, dass Rocco sich schon gestern und auch heute unter der großen Sala verkriecht. Ich hole ihn dort heraus und sperre ihn in einen der Hauskennel. Dann bereite ich Reisfutter für ihn und Leo zu. Beide Hunde fressen alles auf. Rocco scheint es nicht schlecht zu gehen. Sein Gaumen ist rosig und er hat nicht an Gewicht verloren. Vielleicht hat er Probleme mit einem der Hunde im großen Salabereich. Ich lasse ihn über Nacht im Kennel. Morgen werde ich ihn zurückbringen und mal schauen, wo das Problem liegt. 

Coco blutet nicht mehr. Meine Vermutung, dass sie läufig war, scheint richtig gewesen zu sein. Amara bekommt am frühen Abend ihre Infusion und danach ihr Futter für die Nacht. Danach füttere ich die Welpen. Da ich keine Anzeichen von Krankheiten bei ihnen feststellen kann, werde ich sie morgen zu den großen Hunden lassen.

Freitag, 9. Oktober 2020

Dr. Oi teilt mir am Morgen das Ergebnis von Leos Blutuntersuchung mit. Leber- und Nierenwerte sind im Normalbereich. Das trifft auch für die weißen Blutwerte zu. Die Infektion ist also überwunden. Die roten Blutwerte allerdings sind zu niedrig. Dr. Oi empfiehlt Doxy abzusetzen und für einige Zeit Ferric zu verabreichen. Ich bringe Leo wieder in die hinteren Bereiche. Pat kommt und füttert und ich füttere Amara und die Welpen. Anschließend säubere ich alle Bereiche. 

Am frühen Abend bin ich wieder im Shelter und verrichte meine Routine. Die Welpen entwickeln sich gut. Das Shelter mit den großen Hunden und mit mir ist nun ihr Zuhause. Die schüchterne Kaya hat aufgeholt und hat sich schon mit Ivy gehauen. Die beiden sind nicht ohne und haben sich heute schon zweimal richtig ineinander verbissen, sodass ich Mühe hatte sie zu trennen. Chip und Mika sind friedlich und raufen nur mal freundschaftlich miteinander. Mika ist allerdings schon einmal von Ivy angegangen worden. Ich muss also ein Auge auf Ivy und Kaya haben um den Anfängen zu wehren. Die großen Hunde haben die Welpen als Mitbewohner im Haus akzeptiert und sind sehr nett zu ihnen.

Donnerstag, 8. Oktober 2020

Es regnet am Vormittag und hört garnicht mehr auf. Ich kann gerade mal den Kot im Hausbereich einsammeln, bevor alles im Schlamm versinkt. In die hinteren Bereiche komme ich überhaupt nicht. Ich füttere die Welpen und Amara; die anderen Hunde müssen warten, bis es einigermaßen trocken ist. Dann verrichte ich liegengebliebene Hausarbeiten und nehme mir die Welpen vor. Einige kleine Zecken finde ich in ihren Pfoten. Ansonsten aber geht es ihnen bestens. Noushas Fell wird wieder fleckig und so bade ich sie und schmiere sie mit dem Sulfur/Kokosnussöl ein.

Die Fahrt in die Silverlake Klinik und zum Tempel fällt aus. Dafür bringe ich Leo für einen Bluttest zu Dr. Oi. Leo hat seit der Kastration an Gewicht verloren und weist einen blassen Gaumen auf, obwohl er vier Wochen lang auf Doxy und Ferric war und nach der Kastration erneut Doxy gegen eine mögliche Infektion erhalten hatte. Bei der Gelegenheit werden ihm auch die Fäden gezogen. Die Wunde ist gut verheilt. 

Am späten Nachmittag lässt der Regen nach und ich füttere die Hunde. Amara und die Welpen werden ein zweites Mal gefüttert und Amara erhält ihre Infusion. Leo lasse ich für die Nacht in einem der Kennel im Haus. Von dem angereicherten Reisfutter, das ich extra für ihn zubereite, bleibt nichts übrig.

Mittwoch, 7. Oktober 2020

Pat füttert die Hunde und ich Amara und die Welpen. Ich habe ihnen Namen gegeben. Der männliche heißt nun Chip und die drei weiblichen Mika, Ivy und Kaya. Mika und Chip sind schon recht forsch. Am zurückhaltendsten ist Kaya. Edith hat sich eine Schwellung zugezogen, die ich mit einem heißen Tuch behandele. Diese Schwellungen sind nach einigen Behandlungen normalerweise verschwunden. Lilly blutet nicht mehr und Coco nur noch ein wenig. Beide verhalten sich ansonsten normal und ihre Wunden sehen gut aus. 

Am Nachmittag bin ich bei den Marktleuten am Huai Chak Nork Reservoir. Ich treffe auf Pan und verabrede mit ihr die läufige Hündin morgen Nachmittag abzuholen. Anschließend bin ich wieder im Shelter, säubere, füttere Amara und die Welpen und verabreiche Amara ihre Infusion.

Dienstag, 6. Oktober 2020

Katharina kommt heute und Pat auch. Katharina schaut mit Pat nach den Hunden und hilft ihr bei der Fütterung. Ich arbeite den Rest ab. Die Welpen haben die Nacht gut überstanden und sind wohlauf. Sie stürzen sich auf das Reisfutter, das Pat mitgebracht hat. 

Leo hat die Kastration sehr gut überstanden. Ich verabreiche ihm dennoch für die kommenden drei Tage weiterhin Doxy, Die Wunden von Coco und Lilly sind auch gut verheilt. Allerdings bluten beide leicht. Die Hormonproduktion stoppt erst nach sieben bis zehn Tagen nach der Entfernung von Gebärmutter und Ovarien. Es kann also sein, dass sie kurz vor der Sterilisation läufig gewesen waren, ohne dass ich das bemerkt hatte. In spätestens einer Woche sollte das Problem behoben sein. 

Kurz nachdem wir alle Arbeiten beendet haben, setzt wieder der tägliche Regen ein. Am frühen Abend bin ich dann wieder im Shelter. Ich füttere Amara und die Welpen und verabreiche Amara ihre Infusion und den Welpen Ferric.

Montag, 5. Oktober 2020

Meine erste Sorge gilt heute Vormittag natürlich den vier Welpen, die ich gestern aufgesammelt habe. Sie haben den Behandlungsraum vollgeschissen, wie Welpen das eben so machen. Ich werte das aber als gutes Zeichen. Ihre Verdauung funktioniert und einige Würmer sind dabei auch herausgekommen. Ich bringe die Vier in den Doppeltorbereich und mache mich an die Säuberung. Dann nehme ich sie mir einzeln vor, bade sie, entferne Zecken und reinige die Ohren. Ihr Fellzustand ist nicht der Allerbeste, wird sich jedoch bald verbessern. Das Frühstück bekommen die Welpen dann in einem der Käfige. Alle vier lange kräftig zu – ein weiteres gutes Zeichen. 

Ich bringe die Welpen wieder in den Doppeltorbereich und mache mich an die Säuberung der hinteren Bereiche. Der Talobereich ist bis auf Zola verlassen. Talo, Tara und Toya haben sich unter dem Zaun zum Nachbargrundstück durchgegraben. Ich finde sie gut gelaunt im angrenzenden Tapiokafeld wieder. Nachdem ich die Welpen in einen Käfig gesteckt habe, hole ich die drei Ausbrecher in den Doppeltorbereich und dichte das Loch unter dem Zaun ab. Dann mache ich mich an die Fütterung. Anschließend bringe ich die drei Ausreißer wieder in ihren Bereich. 

Die Welpen kommen dann in den geräumigen Baderaum, der gut sauber zu halten ist. Die großen Hunde haben sich mittlerweile schon an die Anwesenheit der Welpen gewöhnt und auch die Welpen gewinnen an Sicherheit. Sie scheinen ihre neue Umgebung nicht so übel zu finden und haben mich als Mutterersatz erkoren. Am Spätnachmittag füttere ich sie erneut und sie langen wieder kräftig zu. Ich lasse sie im Baderaum. Durch die Gittertür haben Sichtkontakt zu den Hunden im inneren Hausbereich. 

Ich verteile die Medikamente an Lilly, Leo und Amara und die bekommt dann auch wie jeden Tag ihre Dosis Kochsalzlösung verabreicht. Zu Hause empfängt mich Leila. Sie scheint keine Beschwerden zu verspüren und verhält sich zu mir wie auch vor der Sterilisation. Das Pflaster sitzt noch.

Sonntag, 4. Oktober 2020

Ich verrichte meine morgendlichen Arbeiten und Pat füttert. Lilly bekommt noch Immuplex, obwohl ich keine Papilomas mehr an ihrem Maul entdecken kann. Für Amara bereite ich wie jeden Morgen eine Mischung von Reis, Nassfutter und einem Ei zu, die sie stets mit Appetit verspeist. 

Auf dem Nachhauseweg entdecke ich auf der Zufahrt zum Shelter vier ca. acht Wochen alte Welpen, die ich dort nie zuvor gesehen habe. Ich halte Ausschau nach der Mutter, kann sie jedoch nicht ausmachen. Ganz in der Nähe befindet sich eine Paletten Manufaktur. Ich erkundige mich dort nach den Welpen, aber die Leute sind auch ganz überrascht sie zu sehen. Entweder sind die Welpen dort ausgesetzt worden, oder die Mutter ist gerade abwesend. 

Zu Hause angekommen, empfängt mich Leila, die sich die vergangenen Tage nicht hat blicken lassen. Das Shirt, das ihr Dr. Oi angelegt hatte, trägt sie nicht mehr und die Operationswunde ist unverpflastert, aber noch intakt. Leila trägt nun ein Halsband. Ich fahre mit ihr zu Dr. Oi, die die Fäden zieht. Dr. Oi meint, dass der Heilungsverlauf normal sei und ich das neue Pflaster in einigen Tagen entfernen könne. Ich bringe Leila zu mir ins Resort und lasse sie frei. 

Dann mache ich mich auf den Weg zu den Welpen und finde alle Vier mutterlos am selben Platz. Damit ist für mich klar, dass sie ausgesetzt wurden. Ich bringe sie zu Dr. Oi, die sie untersucht. Einige Zecken müssen entfernt werden und die Welpen werden entwurmt. Sie haben kein Fieber und Anzeichen von Staupe oder Parvo sind nicht zu erkennen. Im Shelter kommen die Welpen erstmal in den Behandlungsraum, wo ich sie füttere. Nach der Fütterung verkriechen sie sich in eine Ecke und schlafen erschöpft ein. Ich behandele Amara derweil und füttere sie für die Nacht. Ihr Zustand ist weiterhin unverändert und anscheinend stabil. 

Wieder im Resort sitzt Leila auf der Mauer zum Nachbargrundstück. Ich kenne das Haus nebenan, aber nicht die Leute, die darin wohnen. Morgen werde ich mal schauen, ob Leila zu dem Haus auf der anderen Seite der Mauer gehört.

Samstag, 3. Oktober 2020

Heute Vormittag regnet es wieder heftig, sodass ich erst mittags im Shelter bin. Pat kommt und füttert und ich verrichte die Restarbeiten. Leo, Coco und Lilly haben die Eingriffe soweit gut überstanden. Am Nachmittag kaufe ich Trockenfutter und Reis für Prajuab und liefere es ihm. Danach bin ich wieder im Shelter. Nimnim und Mona haben ihre Doxy Kur beendet. Ich gebe aber noch für eine weitere Woche Ferric. Lilly bekommt wieder Immuplex. Ein Papiloma ist bereits verschwunden, zwei kleinere werden das wohl auch bald. Amara frisst und erhält ihre Infusion. 

Am frühen Abend ruft mich Katharina an. Sie habe einen bewegungslosen Hund am Freizeitpark gefunden und mit nach Hause genommen. Ich schaue mir den Hund an. Äußere Verletzungen kann ich nicht feststellen. Ich rate Katharina den Hund morgen früh zu Dr. Oi zu bringen.

Freitag, 2. Oktober 2020

Pat kommt heute Vormittag wieder und füttert. Ich säubere und verteile Medikamente. Lilly erhält wieder Immuplex und Mona und Nimnim weiterhin Doxy. Mee und Diudiu erhalten Bravecto. Ich finde bei ihnen zwar nur wenige Zecken, aber den Anfängen muss gewehrt werden. Interessanterweise finde ich Zecken nur bei den Hunden im Hausbereich. 

Obwohl es regnet, bin ich am Nachmittag am Huay Chak Nok Reservoir. Ich finde zwar die Hunde, aber alle Marktstände sind verlassen. Also muss ich den Transport verschieben. Auf dem Wat Amparahm Markt kaufe ich Reis für die Tempelhunde und bezahle Ba Bät. Im Regen versorge ich die Hunde im Tempel und bin dann wieder im Shelter und verrichte meine abendlichen Arbeiten. Amara frisst weiterhin gut.

Donnerstag, 1. Oktober 2020

Morgens früh hole ich Leo, Coco und Lilly aus der Silverlake Klinik und bringe sie zurück zum Shelter. Sie werden von Ruby, Erin, Mona und Tommy empfangen und sind froh wieder in ihrer gewohnten Umgebung zu sein. Ich verrichte meine morgendlichen Arbeiten und bin dann am frühen Nachmittag wieder in der Werkstatt. Einige Teile müssen ersetzt werden. 

Auf dem Rückweg halte ich an dem kleinen Markt am Huay Chak Nok Reservoir. Ich treffe die Marktfrau an und sehe auch die beiden Hündinnen. Da eine davon läufig ist, vereinbare ich mich mit der Frau beide Hunde morgen Nachmittag abzuholen. Zurück im Shelter füttere ich die Hunde und verteile Medikamente. Leo bekommt vorsorglich Doxycycline. Amara erhält ihre Spezialkost und Kochsalzlösung.

Mittwoch, 30. September 2020

Leila hat mir die ganze Nacht den Schlaf geraubt bis ich im Morgengrauen dann schließlich kapituliert und sie rausgelassen habe. Ich hoffe, sie kommt morgen Abend wieder. Heute Morgen habe ich meinen hoffentlich letzten Zahnarzttermin. Wurzelbehandlung und Überkronung sind damit abgeschlossen. Pat managed das Shelter am Vormittag. Ich verteile mittags nur noch die Medikamente. 

Am frühen Nachmittag bin ich am Huay Chak Nok Reservoir. Ich hatte dort vor längerer Zeit mehrere Hunde sterilisieren lassen und sie auch ansonsten medizinisch betreut. Die Marktleute, die sich um die Hunde gekümmert hatten, sind nicht mehr da und auch die Hunde sind verschwunden. Es sind jedoch nun neue dort, unter ihnen zwei Hündinnen. Ich komme mit einer Marktfrau ins Gespräch. Sie kennt die Hunde und meint, sie könne mir helfen sie in eine Box zu bekommen. Als ich an dem Platz ankomme, sehe ich allerdings weder die Marktfrau noch die Hunde. Ich werde die beiden Hündinnen aber im Auge behalten. 

Für den späten Nachmittag bin ich mit Jay verabredet, die mir eine Hündin zur Sterilisation übergeben will. Unterwegs jedoch bekomme ich Probleme mit meinem Pickup und erreiche gerade so noch die Werkstatt, bei der ich das Auto immer warten lasse. Es stellt sich heraus, dass ich wohl das falsche Diesel getankt habe. Der Mechaniker klärt mich darüber auf, dass es seit dem ersten September davon zwei Sorten gibt. Ich hatte offenbar die falsche Sorte getankt und so kam der Motor ans Stottern. 

Der Mechaniker braucht zwei Stunden um das Problem zu beheben und so ist die Silverlake Klink schon geschlossen, als ich dort ankomme. Ich werde Leo, Coco und Lilly dann morgen früh abholen. Es ist schon dunkel, als ich im Shelter ankomme. Die Hunde haben schon geschlafen. Ich verteile noch Ferric an Nimnim und Mona, füttere Amara und verabreiche ihr Kochsalzlösung. Leila ist in der Nacht nicht erschienen.

Dienstag, 29. September 2020

Heute Morgen scheint wieder die Sonne. Katharina kommt und auch Pat. Die Hunde kennen nun Katharina schon und lassen sich von ihr auf Zecken untersuchen. Maggie, Elsa, Lena, Aki und Aldo erhalten Bravecto. Maggie, Elsa und Lena hatten ihre vergangene Dosis vor einem dreiviertel Jahr erhalten; für Aki und Aldo ist es das erste Mal. Pat füttert und später hilft Katharina ihr dabei. 

Am Nachmittag bin ich wieder im Shelter, füttere Amara das zweite Mal, verteile Ferric an Mona und Nimnim und säubere. Anschließend erhält Amara wieder ihre Dosis Kochsalzlösung verabreicht. Ich schließe das Shelter und hole Leila bei Dr. Oi ab. Leila hat die Operation gut überstanden und muss erstmal drei Tage lang bei mir bleiben, damit ich ihr die notwendigen Medikamente verabreichen kann.

Montag, 28. September 2020

Heute regnet es wieder den ganzen Tag und das mehrere Stunden recht heftig. Ich komme am Vormittag gerade dazu das Haus zu säubern, Amara zu füttern und ihr und Nimnim ihre Medikamente zu verabreichen. 

Leila hatte mich heute Morgen besucht und so hatte ich sie eingesperrt. Ich hole sie und bringe sie bei strömenden Regen zu Dr. Oi um sie sterilisieren zu lassen. Leila ist zwar nicht meine Katze und ich weiß auch nicht ob sie jemandem gehört; ich möchte aber nicht, dass sie mich eines Abends trächtig besucht. 

Zurück im Shelter nehme ich Leo, Coco und Lilly an Bord und treffe in Baan Amphur Jay, die mir eine Hündin zur Sterilisation übergibt. Ich gebe die vier Hunde in der Silverlake Klinik ab und nehme die Mabprachan Hündin in Empfang. 

Nachdem ich sie an ihren Platz zurückgebracht habe, bin ich dann wieder im Shelter. Eine Regenpause nutzend füttere ich die Hunde und verabreiche dann Amara Kochsalzlösung. Anschließend füttere ich sie erneut und gebe ihr Renavast und Ferric. Obwohl der Shelterboden total aufgeweicht wurde, sind alle Hunde in ihren Salas und im Haus trocken geblieben.

Sonntag, 27. September 2020

Ich verrichte meine morgendlichen Arbeiten und Pat füttert. Pat bringt seit einer Woche täglich frisch gekochtes Reisfutter mit, das Amara morgens und abends bekommt. Auf Anraten von Dr. Oi sollen wir Protein so weit als möglich weglassen, nur Eier sind erlaubt. Das Nierentrockenfutter, das Amara verschmäht mische ich unter den Reis. 

Tinka wird häufig von Khiaow belästigt und hat eine kleine Wunde an ihrem Hinterteil davongetragen, die ich behandele. Häufig entzünden sich solche Wunden und so werde ich Tinka wohl morgen zu Dr. Oi bringen müssen. Im Allgemeinen jedoch sind alle Hunde in ihren verschiedenen Bereichen zufrieden, wenn auch kleinere Beißereien nicht auszuschließen sind. 

Am Spätnachmittag erledige ich meine Routine. Medikamente werden verteilt, Amara wird ein zweites Mal gefüttert und erhält weiterhin Kochsalzlösung.

Samstag, 26. September 2020

Dr. Oi schickt mir am Morgen das Testergebnis. Leider haben meine Hoffnungen mich getrügt; die roten Blutwerte sind weiter runtergegangen und die Creatinine Werte liegen wieder bei 4.5. Die tägliche Vergabe von Kochsalzlösung hat also nichts gebracht. Amara frisst aber weiterhin gut und solange sie das beibehält, gebe ich die Hoffnung nicht auf. 

Nachdem ich meine morgendlichen Arbeiten erledigt habe und Pat die Hunde gefüttert hat, bringe ich einen Mabprachan Hund zur Sterilisation in die Silverlake Klinik. Kurz vor der Klinik sehe ich einen großen Hund angefahren am Straßenrand liegen. Der Hund ist tot aber noch warm. Auch er ist mit ziemlicher Sicherheit an inneren Blutungen gestorben. Ich nehme den Hund mit in die Klinik, gebe die Hündin ab und liefere dann den Hund bei Bua ab, der ihn vergraben wird. 

Im Wat Amparahm sehe ich alle Hunde außer Prince. Der ist aber schon mal zuweilen unsichtbar. Es sind wieder Leute an der Vorhalle, die Speisen zubereiten und die Hunde bekommen auch alle etwas ab. Das Trockenfutter, dass ich in die Container verteile, bleibt unberührt. Payu hält sich wieder bei den Tempelgästen auf. 

Am Strand hat sich ein Neuzugang eingefunden. Es ist ein alter Rüde, der anscheinend geduldet wird. Ich hatte ihn schon bei meinem vergangenen Besuch gesehen und versucht Kontakt mit ihm aufzunehmen. Er jedoch ist noch recht zurückhaltend und es ist auch nicht sicher, ob er bleiben wird. 

Zurück im Shelter mache ich noch eine Säuberungsrunde und verteile die abendlichen Medikamente. Amara frisst nur wenig, aber sie wurde schon von Pat mittags gefüttert. Ich verabreiche ihr wie jeden Abend Kochsalzlösung. Vermutlich werde ich das noch lange tun müssen, um ihren Zustand stabil zu halten.

Freitag, 25. September 2020

Das Wunder ist ausgeblieben; Dr. Oi informiert mich frühmorgens, dass Cisco die Nacht nicht überlebt hat. Ich muss von einer weiteren guten Seele Abschied nehmen. Pat kommt und füttert und ich säubere. 

Nachdem Pat gegangen ist, bin ich mit Amara bei Dr. Oi. Amara, die heute Morgen wieder gut gefressen hat, wird Blut abgenommen. Ich habe die Hoffnung, dass die fortdauernden Infusionen und Amaras wiedergewonnener Appetit den Creatinine Wert in die richtige Richtung gelenkt haben. Die zweimal tägliche Vergabe von Ferric sollte zudem eine Erholung der roten Blutwerte und eine erhöhte Anzahl der Blutplättchen zur Folge haben. Das Testergebnis wird morgen vorliegen. Erfreulich ist, dass Amara wieder leicht zugenommen hat. Sie bewegt sich immer noch zwei Kilogramm unter ihrem Normalgewicht, aber der Aufwärtstrend macht Mut. 

Ich nehme Ciscos sterbliche Überreste an Bord und bringe sie, nachdem ich Amara wieder im Shelter abgeliefert habe, in die NPW Klinik zur Einäscherung. Am frühen Abend bin ich erneut im Shelter, verteile Ferric an Nimnim und Mona sowie Immuplex an Lilly. Anschließend verabreiche Amara wieder Kochsalzlösung und füttere sie für die Nacht.

Donnerstag, 24. September 2020

Khun Dtu, die Landeigentümerin des Shelters informiert mich heute Morgen, dass einer der Hunde, die sie vor ihrem Haus füttert, angefahren wurde. Ich mache mich schnell auf den Weg und wir finden den Hund etwa 500 Meter von der Straße entfernt in einem Maisfeld. Es stellt sich heraus, dass es Cisco ist. Cisco ist von mir gegen Blutparasiten und Fellproblemen behandelt worden und ich habe weiter guten Kontakt zu ihm gehalten. So können wir Cisco ohne Probleme zu mir ins Auto tragen. 

In der Dr. Oi Klinik wird Cisco geröntgt. Außer einem Haarriss im Becken hat er keine Knochenverletzungen davongetragen. Allerdings vermutet Dr. Oi interne Verletzungen. Ein Blasenkatheter wird gelegt. Leider ergibt die Entnahme Blut anstatt Urin, was auf einen Blasenbruch hindeutet. Um festzustellen, ob die Blase noch intakt ist, wird Cisco an einen Tropf gehängt. Die erneute Untersuchung nach einer Stunde ergibt das gleiche Resultat. Dr. Oi empfiehlt einen Eingriff, um festzustellen, ob tatsächliche Verletzungen von inneren Organen vorliegt. 

Am Abend liegt das Resultat des Eingriffs vor. Die Milz ist gerissen, die Blase gebrochen und der Magen ist verletzt. Cisco hat reichlich Blut verloren und Dr. Oi gibt ihm nur eine 50-prozentige Chance die Nacht zu überstehen. Cisco ist ein ausgesprochen liebenswerter Hund, der trotz seiner schweren Verletzungen den Transport und die Prozeduren in der Klinik tapfer über sich ergehen hat lassen. Ich hoffe, es geschieht ein Wunder und er durchsteht diese Krise.

Tagsüber bin ich wie immer im Shelter beschäftigt. Pat kommt heute nicht und so füttere ich die Hunde. Amara bekommt morgens und abends wieder ihr angereichertes Reisfutter, das sie bis auf den letzten Happen zu sich nimmt. Abends erhält sie ihre gewohnte Dosis Kochsalzlösung, Renavast und Ferric. Obwohl sie nun ausreichend frisst und eine mehrwöchige Doxy Behandlung hinter sich hat, ist ihr Gaumen sehr blass. Das macht mir etwas Sorge. Morgen werde ich sie deswegen, und um den Creatinine Wert zu kontrollieren, erneut testen lassen.

Leila stattet mir heute Abend nach zweitägiger Abwesenheit wieder einen Besuch ab. Sie bleibt zwei Stunden und geht dann wieder. Leila ist so vertrauensvoll zu mir als sei sie schon immer bei mir gewesen. Nach so viel Leiden tagsüber ist das ein Highlight zu Abschluss. 

Mittwoch, 23. September 2020

Heute Morgen habe ich wieder einen Zahnarzttermin und Pat übernimmt meine Arbeiten. Es regnet als ich am frühen Nachmittag im Shelter ankomme. Ich verteile die Medikamente und säubere. Da der Regen stärker wird, ziehe ich Amaras Behandlung vor und bin heute ausnahmsweise schon am späten Nachmittag auf dem Nachhauseweg.

Dienstag, 22. September 2020

Heute Morgen kommt Katharina wieder, um mir bei anfallenden Arbeiten zu helfen. Katharina untersucht die Hunde nach Zecken und wir schneiden Nägel. Tashi, Nuri und Leo haben sich offenbar im hintersten Bereich eingerichtet und die Hunde in den beiden Bereichen davor scheinen auch zufrieden zu sein. Pat kommt und füttert. Dabei findet Talo wohl wieder eine Lücke im Zaun und ist mit Tara im Bereich der großen Sala. Es passiert nichts und ich dichte das Loch ab. 

Am frühen Abend bin ich wieder im Shelter. Nimnim und Mona, die beide noch auf Doxy sind, bekommen Ferric. Amara erhält ihre tägliche Dosis Kochsalzlösung. Pat hatte ihr Reisfutter mitgebracht, das sie mittags gefressen hatte und nach ihrer Behandlung frisst sie noch Nassfutter. Ich entdecke einige kleine Zecken an ihr und verabreiche ihr Bravecto.

Montag, 21. September 2020

Nach Säuberung und Medikamentenvergabe bin ich bei den Tempelhunden. Alle Hunde sind wohlauf und ich sehe auch wieder Payu. Ich kaufe 160 kg Trockenfutter und bin dann wieder im Shelter. Zuerst fülle ich alle Wasserbehälter auf und füttere dann die Hunde. 

Pat hat gestern den Vorschlag gemacht Tashi, Leo und Nuri in den hintersten Bereich zu verlegen und die Tür zwischen den beiden anderen hinteren Bereichen offenzulassen. Sie befürchtet, dass Leo sonst dem Regen ausgesetzt bleibt. Den Hunden stehen damit jeweils zwei Salas zur Verfügung; Ruby, Tommy, Erin, Buffy, Mona, Coco und Lilly zudem noch eine Hütte und ein überdachter geräumiger Käfig. Ich schaue mehrfach nach den drei Hunden und sehe, dass Leo nun schon in der Lage ist in einen der Salas zu springen. Nach der Fütterung ist noch einmal Säuberung angesagt und die abendliche Verabreichung von Kochsalzlösung an Amara.

Sonntag, 20. September 2020

Heute regnet es den ganzen Tag. Pat und ich arbeiten im Regen und die Hunde igeln sich ein. Am frühen Abend lässt der Regen nach und ich bin wieder im Shelter. Ich füttere Amara erneut und verabreiche ihr Kochsalzlösung. Amaras Zustand ist weiterhin stabil und sie frisst recht gut. Leila besucht mich nun auch schon mal tagsüber und abends ist sie immer in der Nähe. Ich lasse eine Tür auf, sodass sie ein und ausgehen kann.

Samstag, 19. September 2020

Pat kommt mittags und füttert während ich meine Arbeiten verrichte. Amara bekommt wieder ihr Spezialfutter bestehend aus Reis vermischt mit gekochtem Schweinefleisch, Nassfuttter und Eigelb. Abends bekommt sie das Gleiche nochmal und dazu noch Renavast und Ferric. Amara frisst nun ganz normal und so hoffe ich, dass sie bald wieder etwas zunimmt. Die tägliche Infusion werde ich noch eine Woche lang fortsetzen und dann einen neuen Test vornehmen lassen.

Leila erwartet mich abends wieder vor meiner Apartmenttür. Sie verhält sich mittlerweile so als sei sie schon immer bei mir gewesen. Hungrig ist sie nie, also wird sie tagsüber irgendwo in der Nachbarschaft versorgt. Leila ist eine rechte Quasselstrippe und hält selten mal die Klappe. Aber so weiß ich wenigstens immer, wo sie gerade ist.

Freitag, 18. September 2020

Pat kommt mittags, nachdem ich bereits den Großteil meiner Arbeiten verrichtet habe. Ihre Hilfe ist so wichtig für mich, denn sie erspart mir eine gute Stunde Arbeit und Pat schaut auch nach den Hunden und macht mich auf Verletzungen oder Unpässlichkeiten aufmerksam. Die nachmittägliche Arbeit ist wieder Routine. 

Seit drei Tagen bekomme ich abends in meinem Apartment Besuch von einer Katze. Sie ähnelt auffallend Leila, der einzigen Katze, die ich vor Jahren aufgenommen hatte, seitdem ich mich nur noch um Hunde kümmere. Leila starb vor fünf Jahren an einer Pflanzenvergiftung und seitdem hatte ich mit Katzen nichts mehr zu tun. 

Ich lebe seit über einem Jahr in einem kleinen Resort, in dem ich seit der Covid Krise der einzige Bewohner bin. Auf der Soi vor dem Resort habe ich einige Hundefreunde, eine Katze jedoch hatte ich zuvor an oder in dem Resort nie gesehen. Die neue Leila war von Anfang an sehr zutraulich und heute Abend saß sie schon vor meiner Tür als ich eintraf. Ich gehe davon aus, dass sie einen Besitzer in der Nachbarschaft hat, denn sie ist gut genährt und sehr gepflegt. Schon am zweiten Tag ist sie mir in mein Apartment gefolgt und hatte sich auf meinem Bett eingerichtet. Ich hoffe, Leila wird mich noch öfter besuchen.

Donnerstag, 17. September 2020

Nachdem ich meine morgendlichen Reinigungsarbeiten erledigt habe und Medikamente verteilt, bin ich mit Alex wieder bei Dr. Oi. Die Wunde sollte in drei Tagen Geschichte sein. Ich füttere dann die Hunde. Amara bekommt Reisfutter und frisst ein wenig. Insgesamt aber scheint es ihr viel besser zu gehen. Sie hält sich nun überwiegend in einem der Käfige im Haus auf und wird in Ruhe gelassen. Am Spätnachmittag säubere ich erneut und verteile Medikamente. Amara erhält wie jeden Abend Kochsalzlösung und Rico zum letzten Mal Prednisilone. Damit ist diese Episode auch abgeschlossen.

Mittwoch, 16. September 2020

Morgens bis ich wieder bei Rico, dann beim Zahnarzt und mittags im Shelter. Pat hat schon einen Großteil der Arbeit erledigt und ist bei der Fütterung. Ich verteile die Medikamente. Amara frisst das von Pat mitgebrachte Reisfutter vermischt mit Nassfutter. Am frühen Abend verrichte ich meine gewohnten Arbeiten und verabreiche Amara Kochsalzlösung. Amara ist immer sehr geduldig und so ist die Prozedur normalerweise nach zwanzig Minuten erledigt. Rico erhält noch einmal Prednisilone.

Dienstag, 15. September 2020

Heute Vormittag regnet es wieder so heftig, dass ich erst mittags im Shelter bin, nachdem ich Rico versorgt habe. Pat kommt zur gleichen Zeit. Sie füttert und ich verteile Medikamente. Pat hat Reisfutter mitgebracht und zu meiner Freude macht Amara zwei kleine Schüsseln leer. Nachdem Pat gefahren ist, bin ich mit Alex erneut bei Dr. Oi. Seine Wunde wird neu versorgt. Ich bringe ihn zurück, säubere und fülle die Behälter mit frischem Wasser auf. 

Dann bin ich in Baan Amphur, kaufe die halbmonatliche Ration Reis für Ba Bät, lade 160 kg Trockenfutter auf und versorge die Tempelhunde. Zu meiner Freude sehe ich Nero wieder. Auf meinem Weg zurück zum Shelter liefere ich 60 kg Trockenfutter bei den Wachleuten an der Soi Thepprasit ab. Im Shelter verteile ich die abendlichen Medikamente und verabreiche Amara Kochsalzlösung. Sie frisst erneut von dem Reisfutter. Es scheint ihr besser zu gehen. Am Abend bin ich wieder bei den Hunden am Pong Freizeitpark und verabreiche Rico Prednisilone.

Montag, 14. September 2020

Dr. Kwanchai informiert mich am Morgen, dass die angefahrene Hündin gestorben sei. Das tut mir sehr leid. In der Stunde in der ich ihr beistand, hatte ich ein starkes Gefühl zu ihr entwickelt. Ich hätte sie gern zu mir genommen. 

Rico erhält wieder Prednisilone. Im Shelter bin ich heute den ganzen Tag, nur unterbrochen von einer Fahrt in die Stadt bei der ich mir Kochsalzlösung und Medikamente besorge und einer Fahrt mit Alex zur Dr. Oi. Alex hatte vor Jahren am Nacken operiert werden müssen, da eine Haarwurzel nach innen gewachsen war. Es war eine ziemliche Narbe zurückgeblieben, die jedoch nie Probleme verursacht hatte. Nun hat sich eine entzündliche Schwellung entwickelt, die trotz zweitägiger Behandlung nicht zurückging. Alex wird versorgt und muss morgen erneut vorgestellt werden. 

Ich füttere die Hunde am Nachmittag und bin dann am frühen Abend wieder im Shelter. Amara liegt jetzt zusammen mit den anderen Hunden im Hausbereich. Sie frisst wenig und erbricht sich gelegentlich. Ich verabreiche ihr wie jeden Abend 200 ml Kochsalzlösung. Alex erhält Clindamycine und Carprofen. Rico bekommt wieder Prednisilone.

Sonntag, 13. September 2020

Heute Morgen erreicht mich ein Anruf von einem Residenten in der Soi Nernplubwan. Ein Straßenhund sei angefahren worden und benötige Hilfe. Ich rufe Dr. Kwanchai an und bitte ihn Bua vorbeizuschicken. Der Resident hat den Hund von der Straße genommen und an einen schattigen Platz gelegt. Die Hündin atmet schwer und liegt relativ bewegungslos unter einem Baum. Ich kann sie berühren und versuche sie zu beruhigen. Außer einem leicht geschwollenen Hinterlauf kann ich keine Verletzungen feststellen. Ich befürchte allerdings, dass sich die Hündin innere Verletzungen zugezogen hat. Sie ist sehbehindert und möglicherweise blind. Der Resident berichtet, dass sie am Rande der Soi gelegen habe. Ein Auto sei gekommen und habe vor ihr gehalten. Als die Hündin aufstand, gab der Fahrer Gas und fuhr sie über den Haufen. 

Bua lässt etwas auf sich warten und so sitze ich etwa eine Stunde neben der Hündin. Es ist häufig so, dass verletzte Hunde aus Angst vor weiteren Schmerzen zuschnappen wenn man sie berührt, die Hündin jedoch ist ganz friedlich und macht es mir leicht ihr ein wenig von dem Schock zu nehmen. Bua kommt und bringt sie zu Dr. Kwanchai. Ich hoffe, dass die Hündin überlebt. Sollte das der Fall sein, werde ich sie nicht wieder auf die Straße zurückbringen, sondern im Shelter aufnehmen, damit sie nicht erneut angefahren wird. 

Auf dem Weg zum Shelter halte ich bei Rico und verabreiche ihm Prednisilone. Im Shelter angekommen hat Pat schon die meiste Arbeit erledigt und ist bei der Fütterung. Ich verteile die Medikamente und gehe dann noch einmal säubernd durch die Bereiche. 

Am frühen Abend bin ich wieder bei den Hunden, verteile die abendlichen Medikamente und verabreiche Amara Kochsalzlösung. Rico erhält erneut Prednisilone. Die Hodenschwellung geht nun endlich allmählich zurück. Sie behindert Rico nicht mehr.

Samstag, 12. September 2020

Morgens bin ich zuerst bei Rico und verabreiche ihm Prednisilone. Im Shelter säubere ich und verteile Medikamente. Da mein Futtervorrat aufgebraucht ist, verschiebe ich die Fütterung auf den Nachmittag. Ich kaufe Trockenfutter in Baan Amphur und versorge die Hunde im Wat Amparahm. Neung schmiere ich mit der Sulfur/Kokosnuss Mischung ein. Er hat ein paar lichte Stellen auf dem Rücken entwickelt. 

Ich bin dann bei Ursi und besuche Puschel und Bliss. Beide Hunde sind glücklich in ihrer neuen Heimat; Ursi verwöhnt sie. Zurück im Shelter füttere ich und verrichte dann meine abendliche Routine. Danach verabreiche ich Amara Kochsalzlösung. Rico erhält am Abend wieder Prednisilone.

Freitag, 11. September 2020

Ich lasse als Erstes Amara aus ihrem Kennel. Die Hunde im Hausbereich haben kein Problem mit ihr, aber sie verzieht sich schnell in einen der Käfige. Ich desinfiziere Amaras Kennel vorläufig zum letzten Mal und mache mich dann an die Säuberung der Bereiche. Pat kommt und füttert und ich verteile Medikamente. 

Alex hat sich eine Nackenschwellung zugezogen. Er wurde vor Jahren am Nacken operiert, da ein Haarfolikel nach innen gewachsen war. Seither sah man eine Narbe aber die Schwellung ist neu. Ich verabreiche Alex Clindamycin. Tashi hustet immer noch ein wenig und nun auch Elsa und Rocco. Alle drei erhalten Bromhexine. Elsa hat sich zudem eine Liegeschwellengentzündung zugezogen, die ich mit Clindamycin behandele. Mona ist nun noch die Einzige, die morgens Doxy erhält. Amara erhält am Morgen Renavast und abends weiterhin Kochsalzlösung. Mona, Amara, Buffy, Lingling und Leo bekommen abends Ferric. 

Am Nachmittag bin ich mit Toto und Maggie bei Dr. Oi. Totos Wunde wird noch einmal verbunden, ist jedoch so gut wie verheilt. Maggie hat sich die Daumenkralle an ihrer linken Pfote halb abgerissen. Dr. Oi entfernt die Kralle. Am frühen Abend verabreiche ich wieder die Medikamente und Amara erhält ihre Infusion. Sie hat das Fleisch, dass ich ihr am Mittag gegeben hatte nicht angerührt aber frisst erfreulicherweise nun Trockenfutter. Sie ist ja nur noch Haut und Knochen. Mal sehen, ob sie vielleicht nun auch wieder Reis oder Nassfuttter zu sich nimmt. 

Ich habe erneut Dr. Oi um Rat wegen Rico gebeten und sie hat mir empfohlen ihm zweimal täglich Prednisilone zu verabreichen. Ich beginne damit am Abend.

Donnerstag, 10. September 2020

Am Vormittag ziehen dunkle Wolken auf und so muss ich mich beeilen die Außenbereiche schnell zu säubern. Die Medikamente müssen noch verteilt werden und dann setzt schon der Regen ein. Ich säubere das Haus, desinfiziere Amaras Kennel und füttere sie mit Schweinefleisch, das Einzige was sie frisst. Da der Regen nicht nachlässt, verschiebe ich die Fütterung der restlichen Hunde auf den Nachmittag. 

Dr. Oi informiert mich, dass Amaras PCR Test ein negatives Ergebnis erbracht hat. Amara ist also nun nicht mehr ansteckend. Ich lasse sie am Abend, nachdem ich ihr wieder Kochsalzlösung subkutan verabreicht habe, dennoch für die Nacht in ihrem Kennel. Am Freizeitpark verabreiche ich Rico erneut Clindamycin. Morgen werde ich ihn Dr. Kwanchai zur Nachuntersuchung vorstellen.

Mittwoch, 9. September 2020

Ich habe heute Morgen wieder einen Hühnertermin in der Stadtverwaltung. Mein Anwalt Khun Ekachai begleitet mich dabei. Allerdings erscheinen die ehemaligen Nachbarn nicht zu dem anberaumten Termin. Sie hatten jedoch gegenüber dem zuständigen Beamten erklärt, dass die Beweismittel zu ihrer Behauptung, dass die Hunde 26 Hühner getötet hatten, vorlegen werden. Khun Ekachai wird informiert werden, sobald das der Fall sein wird.

Zurück im Shelter ist Pat bei der Fütterung der Hunde. Sie hat ebenfalls schon einen Teil meiner morgendlichen Arbeiten erledigt. So muss ich nur noch die Medikamente verteilen und Amaras Kennel säubern. Am frühen Abend bin ich dann wieder im Shelter und bei Rico.

Dienstag, 8. September 2020

Katharina hat angeboten mir einmal die Woche bei der Arbeit zu helfen. Heute ist ihr erster Tag. Die Hunde sind ja gegenüber Fremden immer sehr aufgeschlossen und so findet Katharina schnell Kontakt zu den meisten im Hausbereich. Ich habe selten Zeit jeden einzelnen Hund genau zu inspizieren und bitte Katharina nach versteckten Wunden und Zeckenbefall zu forschen. Zudem bitte ich sie mir zu sagen ob Nägel geschnitten werden müssen. Pat kommt auch und übernimmt die Fütterung. Ich mache mich derweil an meine gewohnten Arbeiten. 

Nachdem Pat und Katharina gefahren sind, bin ich mit Toto bei Dr. Oi. Toto wird neu verbunden. Am Nachmittag gehe ich säubernd durch die Bereiche und verteile dann Medikamente. Mona ist nun völlig aufgetaut. Sie fühlt sich offensichtlich wohl unter den Hunden im hinteren Bereich und hat zu mir völliges Vertrauen gefasst. Ihre Wunden heilen allmählich zu. Monas Bluttestresultat weist eine leichte Anämie auf; Blutparasiten sind nicht festgestellt worden. Amara frisst weiterhin recht gut und hat sich nicht erbrochen. Ich verabreiche ihr wieder Kochsalzlösung subkutan. Am Abend versorge ich Rico wieder mit Clindamycin.

Montag, 7. September 2020

Am Freizeitpark nehme ich Rico an Bord. Die Hodenschwellung ist zwar etwas abgeklungen, aber es scheint, dass nur ein Hoden bei der Kastration entnommen wurde. Das möchte ich von Dr. Oi überprüfen lassen. Im Hausbereich des Shelters stolpere ich über eine tote Schlange. Obwohl fast zwei Meter lang, haben die Hunde sie erledigt. Offenbar war es keine giftige, denn ich sehe keinen toten Hund im Gras liegen. Die Schlange wird von mir über den Zaun ins angrenzende Tapiokafeld entsorgt. Ich mache mich an die morgendliche Hausbereichssäuberung und bin dann mit Amara, Rico und Toto bei Dr. Oi. 

Amara soll heute noch einmal intravenös behandelt werden und Totos kleine Bisswunde hat sich entzündet. Dr. Oi nimmt Kontakt zu Dr. Kwanchai auf. Der teilt ihr mit, dass ich ihm Rico erneut vorstellen solle, falls in den nächsten Tagen keine Besserung eintrete. Amara wird wieder für den ganzen Tag an den Tropf gehängt. Es wird ihr Blut für einen weiteren Test sowie Urin für einen PCR Test abgenommen. Das Ergebnis des Bluttests erhalte ich als ich sie abends wieder abhole. Die roten Blutwerte und die Anzahl der Blutplättchen sind immer noch im kritischen Bereich. Die weißen Blutwerte haben sich stabilisiert und der Creatinine Wert ist erfreulicherweise von 4.1 auf 3.7 zurückgegangen. Dieser Wert ist weiterhin kritisch aber macht doch wieder etwas Mut. 

Ich bringe Rico zurück und bin dann mit Toto wieder im Shelter. Pat füttert schon. Toto bekommt einen Kragen verpasst und muss erstmal in einen Kennel. Nachdem Pat gegangen ist, folgt die übliche Routine mit Säuberung und der Versorgung der Hunde mit frischem Wasser. Am frühen Abend hole ich Amara aus der Klinik, füttere sie und verteile die abendlichen Medikamente. Tashi hustet immer noch und nun auch Hanna. Beide erhalten Bromhexine. Auf dem Heimweg halte ich dann noch wieder bei Rico und Dodo.

Sonntag, 6. September 2020

Bevor ich mich an meine morgendlichen Arbeiten mache, bringe ich Amara wieder zu Dr. Oi. Amara soll noch einmal eine dreitägige intravenöse Behandlung erhalten. Zurück im Shelter nehme ich Mona in den hinteren Bereich zu Tommy und Buffy und verschließe erstmal die Tür zu dem Bereich, in dem sich momentan Ruby und Erin aufhalten. Kylie ist wieder im Hausbereich. Die Tür zum großen Bereich, in dem sich Tashi, Nuri und Leo aufhalten bleibt geschlossen. Nur Coco und Lilly dürfen hin und herwechseln. Pat hat heute wieder frei und so füttere ich die Hunde. 

Am Nachmittag besorge ich die Monatsration Trockenfutter und Reis für die Mabprachan Hunde und liefere sie bei Prajuab ab. Nachdem ich gesäubert und die Medikamente verteilt habe, hole ich Amara aus der Klinik. Amara hat nun bereits eine sechswöchige Doxy Behandlung durchlaufen. Normalerweise sind die Leptospirose Bakterien nach spätestens einem Monat eliminiert. Nach Absprache mit Dr. Oi möchte ich Amara deshalb nach dem vorläufigen Abschluss der intravenösen Behandlung und einem weiteren Test wieder mit den übrigen Hunden zusammenführen. Ich hoffe, dass sie dann zunehmend erholt. Ricos Hodeninfektion macht mir Sorgen. Trotz einer mittlerweile zwölftägigen Behandlung will sie nicht abklingen. Ich werde Rico morgen früh Dr. Oi vorstellen.

Samstag, 5. September 2020

Regen am Vormittag. Pat kommt mittags und füttert. Ich verrichte die übrigen Arbeiten. Mona liegt im Hausbereich zusammen mit den anderen Hunden. Aufgrund früherer Erfahrungen kann das eine lange Zeit gut gehen und plötzlich kippen. Deshalb behalte ich Mona im Auge. Amara frisst zwar, aber erbricht sich immer wieder gelegentlich. Sie verliert zunehmend an Gewicht. Ihre Körperspannung jedoch ist noch gut und sie reagiert ganz normal auf mich. Tashi und Merlin husten und erhalten Bromhexine. Toto weist eine kleine, aber tiefe Bisswunde an seinem Hinterteil auf. Ich behandele sie mit Betdadine, Carprofen und Clindamycin. Buffys Doxy Behandlung ist beendet. Sie erhält jedoch noch eine weitere Woche Ferric. 

Am Nachmittag gehe ich wieder durch die aufgeweichten Bereiche. Der Regen aber macht mir keine Sorgen, denn es stehen ja für alle Hunde genügend trockene Plätze zur Verfügung. Amara erhält heute Abend vorerst die letzte Infusion unter die Haut. Morgen werde ich sie wieder Dr. Oi vorstellen. Später dann bin ich wieder bei den Hunden am Freizeitpark. Es geht allen gut, aber Ricos Behandlung muss fortgesetzt werden.

Freitag, 4. September 2020

Kurz nachdem ich gesäubert habe, bricht wieder ein heftiger Gewittersturm los. Nach wenigen Minuten stehen die Bereiche unter Wasser. Die Hunde aber bleiben trocken und das Wasser versickert nach und nach. Pat kommt und füttert. Ich hole die Hündin, die Wan mir anvertraut hatte aus der Silverlake Klinik und bin dann bei den Tempelhunden. Nachdem ich die sterilisierte Hündin an ihren Platz zurückgebracht habe, bin ich am Spätnachmittag wieder im Shelter und verrichte meine abendliche Routine. Rico bekommt weiterhin Clindamycin.

Donnerstag, 3. September 2020

Heute bin ich wieder den ganzen Tag im Shelter, da Pat ihren freien Tag hat. Mona finde ich wohlbehalten im großen, offenen Käfig und die Zäune haben gehalten. Nach der Säuberung und der Desinfektion von Amaras Kennel verteile ich die morgendlichen Medikamente. Dann füttere ich. Amara und Mona bekommen wieder Hühnchenfleisch. Monas Wunden heilen weiter zu. An Edith entdecke ich einige Zecken und gebe ihr deshalb Bravecto. Tashi hustet und bekommt Bromhexine. Am Spätnachmittag gehe ich wieder durch alle Bereiche und säubere. Danach verteile ich die abendlichen Medikamente. Rico bekommt dann noch Clindamycin.

Mittwoch, 2. September 2020

Ich habe heute Morgen wieder einen Zahnarzttermin, aber Pat kommt etwas früher und Arno auch. Talo ist nicht durch den reparierten Zaun gekommen, ist jedoch über ihn gesprungen. Arno erhöht den Zaun wieder auf die ursprüngliche Höhe von zwei Metern und repariert auch den Zaun im hintersten Bereich, durch den sich Zola und Toya gestern gearbeitet hatten. Amara hat das Trockenfutter, dass sie gestern zu sich genommen hatte, wieder erbrochen. Das angebotene Hühnerfleisch frisst sie jedoch. 

Mona hatte sich die vergangenen zwei Tage im großen Käfig, dessen Tür tagsüber offen steht, aufgehalten. Nun liegt sie zusammen mit Lena, Nousha, Patty und Pinky im großen Kennel, dessen Tür zum offenen Hausbereich ebenfalls offen steht. Ein Risiko bei einer Integration von neuen Hunden besteht immer, aber ich will Mona nicht wochenlang in einem Käfig halten. Zu mir ist sie sehr lieb und die übrigen Hunde haben offenbar kein Problem mit ihr.

Am Nachmittag schaue ich als Erstes nach den Ausbrechern. Alle vier sind noch vorhanden. Der Zaun hat gehalten. Kenzo zieht es mal wieder vor im Doppeltorbereich zu übernachten und ich lasse ihn gewähren. Als Regenschutz verfügt er über eine Transportbox. Ich behandele Monas Wunden, die bereits viel besser aussehen. Danach wird Amara behandelt. Beide Hunde bekommen noch einmal Hähnchenfleisch. Am frühen Abend bin ich dann wieder bei den Freizeitparkhunden. Ich verabreiche Rico nun 150 mg Clindamycin, anstatt wie bisher 100 mg Doxycycline, um die Hodenschwellung in den Griff zu bekommen.

Dienstag, 1. September 2020

Talo und Tara schauen in ihren Kennels etwas unglücklich aus, aber sie haben die Nacht überstanden. Die provisorische Zaunbefestigung im Bereich, in dem sich Zola und Toya aufhalten, hat gehalten. Da aber der Zaun komplett repariert werden muss, bringe ich die beiden in den Tommy Bereich. Es dauert jedoch nur eine Stunde bis sie sich auch dort durch den Zaun gegraben haben. Ich lasse sie erstmal draußen. Arno kommt und macht sich an die Zaunreparatur. Die Metalsheets werden mit stabilen Querstangen verstärkt und zusätzlich mit Sperrholzplatten gesichert. 

Pat kommt und füttert und ich verrichte meine Routinearbeiten. Amara und Mona werden wieder separat mit Fleisch versorgt. Am Nachmittag bringe ich Talo, Tara, Zola und Toya wieder in ihren hoffentlich nun sicheren Bereich zurück. Dann verabreiche ich Amara Kochsalzlösung. Nach der Behandlung frisst sie zum ersten Mal auch wieder Trockenfutter. Ich werte das als ermunterndes Zeichen. Im Pong Freizeitpark sehe ich alle sechs Hunde und auch Surat. Rico bekommt wieder Doxy.