Dienstag, 13. Oktober 2020

Heute Morgen kommt Katharina mit ihren Kindern Nele, Maya und Matti und hilft mir bei Säuberung und Fütterung. Die Kinder beschäftigen sich mit den Welpen, die damit lernen, dass es auch noch andere Menschen als Pat und mich gibt. Für sie ist ja jeder Sozialisationstag so wichtig. Kaya haut sich wieder mit Ivy. Ich bekomme die beiden nicht auseinander und muss sie in den großen Wasserbottich werfen. Das hilft. Nach der Fütterung schlafen sie dann schon wieder eng umschlungen in einer mit einem Handtuch ausgelegten Schüssel. 

Während ich in den hinteren Bereichen säubere, springt Maggie auf eine Holzkiste und über den Zaun. Katharina berichtet mir, dass sie gejagt worden sei. Ich schaue draußen nach Maggie und rufe sie, aber sie lässt sich nicht blicken. 

Nachdem Katharina und die Kinder gefahren sind, beendige ich die Fütterung in den hinteren Bereichen und bin dann mit Rocco wieder bei Dr. Oi. Die Insektenbisswunde hat sich an drei Stellen geöffnet und sieht unschön aus. Rocco wird verbunden und bekommt wieder einen Kragen umgelegt. Zurück am Shelter empfängt mich Maggie freudestrahlend vor dem Tor. Ich stecke sie und Rocco in jeweils einen der Hauskennel. Dann füttere ich die Welpen ein zweites Mal und verabreiche Amara ihre Infusion. Anschließend füttere ich auch sie für die Nacht.

Montag, 12. Oktober 2020

Dr. Oi informiert mich am Morgen, dass Nico in der Nacht gestorben sei. Nico ist über zehn Jahre alt geworden und hat in den vergangenen achteinhalb Jahren ein gutes Leben im Wat Amparahm gehabt. Nun sind alle drei Nakluahunde, die ich vor einem leidvollen Leben in Phutaluang gerettet habe, von mir gegangen. Kobie ist nach wenigen Tagen aus dem Tempel verschwunden, Asa vor fünf Wochen und nun ist Nico verstorben. Es waren drei gute Hunde. Insbesondere Asa und Nico werde ich sehr vermissen, denn sie waren ja so lange bei mir. 

Pat hat heute ihren freien Tag und so bin ich von morgens bis abends im Shelter. Die Welpen können sich nun frei im Haus und im Hausbereich bewegen. Ich habe keine Sorge, dass einer der großen Hunde ihnen etwas antut. Nur untereinander sind sie nicht immer friedlich. Das betrifft jedoch nur Kaya und Ivy. War zuvor Ivy meistens der Aggressor ist es nun Kaya, die richtig giftig werden kann. Chip ist ganz souverän und Mika ist eine ganz liebe. Die beiden mögen sich und spielen oft miteinander. Das ist der jetzige Stand der Dinge. Ich habe es allerdings schon mehrfach erlebt, dass sich Beziehungen der Welpen untereinander mit der Zeit ändern können. 

Nach der Fütterung bin ich bei Dr. Oi und hole Nico und Rocco ab. Roccos Schwellung ist zurückgegangen. Er muss aber einen Kragen tragen und bekommt drei Tage lang Clindamycin und Carprofen. Rocco kommt erstmal wieder in einen der Hauskennel. Ich füttere die Welpen und Amara für die Nacht und verabreiche Amara ihre Infusion. Amara frisst weiterhin gut und ihr Gaumen scheint sogar etwas rosiger zu werden. Die Welpen haben sich für die Nacht zu den Hunden im großen Kennel gesellt. Es wird nicht lange dauern bis sie sich an die Shelterroutine gewöhnt haben. Zum Abschluss bringe ich Nico in die NPW Klinik zur Einäscherung.

Sonntag, 11. Oktober 2020

Ich schaue am Morgen als Erstes nach Rocco. Er scheint ok zu sein. Bevor ich ihn in den Salabereich zurückbringe, schaue ich ihn mir aber genau an und entdecke eine rötliche Schwellung an der Innenseite seines rechten Hinterlaufs. Nachdem ich gesäubert habe und Pat mit der Fütterung begonnen hat, füttere ich die Welpen und Amara. Amara bekommt wie jeden Morgen danach Renavast und Ferric. Auch den Welpen und Leo verabreiche ich Ferric. 

Pat bleibt im Shelter und ich fahre mit Rocco zu Dr. Oi. Es scheint, dass Rocco von einem Insekt gebissen worden ist. Es könnte ein Tausendfüßler gewesen sein. Dr. Oi möchte Rocco an den Tropf hängen. 

Ich rufe Pan, die Marktfrau vom Huai Chak Nok an. Sie teilt mir mit, dass sie die läufige Hündin sieht. Also fahre ich zum Reservoir. Pat managed das Shelter für weitere zwei Stunden. Pan hat keine Schwierigkeiten die Hündin in die mitgebrachte Box zu bringen. In der Silverlake Klinik liefere ich die Hündin bei Dr. Kwanchai ab und informiere ihn über eine TVT Hündin, die ich am Reservoir entdeckt hatte. Pan kennt sie, kann sie jedoch nicht einfangen. Dr. Kwanchai will Bua hinschicken, um sie zu blowdarten. 

Im Tempel versorge ich die Hunde mit Trockenfutter und Wasser. Ich vermisse Nico an der Vorhalle und finde ihn am Strand unter einem Auto liegen. Ich sehe sofort, dass er ein Problem hat. Nico reagiert auf mich, kann aber noch nicht mal den Kopf heben. Ich ziehe ihn unter dem Auto hervor. Nico hat keine Körperspannung mehr und ist mehr tot als lebendig. Dr. Oi nimmt an, dass Nierenversagen vorliegt, denn Nico riecht entsprechend. Er wird an den Tropf gehängt. Wenn Nico die Nacht übersteht, soll morgen ein Bluttest Aufschluss bringen, woran er leidet. Im Shelter füttere ich wie jeden Abend die Welpen und gebe Amara ihre Infusion.

Samstag, 10. Oktober 2020

Pat füttert die Hunde und ich die Welpen und Amara. Pat macht mich darauf aufmerksam, dass Rocco sich schon gestern und auch heute unter der großen Sala verkriecht. Ich hole ihn dort heraus und sperre ihn in einen der Hauskennel. Dann bereite ich Reisfutter für ihn und Leo zu. Beide Hunde fressen alles auf. Rocco scheint es nicht schlecht zu gehen. Sein Gaumen ist rosig und er hat nicht an Gewicht verloren. Vielleicht hat er Probleme mit einem der Hunde im großen Salabereich. Ich lasse ihn über Nacht im Kennel. Morgen werde ich ihn zurückbringen und mal schauen, wo das Problem liegt. 

Coco blutet nicht mehr. Meine Vermutung, dass sie läufig war, scheint richtig gewesen zu sein. Amara bekommt am frühen Abend ihre Infusion und danach ihr Futter für die Nacht. Danach füttere ich die Welpen. Da ich keine Anzeichen von Krankheiten bei ihnen feststellen kann, werde ich sie morgen zu den großen Hunden lassen.

Freitag, 9. Oktober 2020

Dr. Oi teilt mir am Morgen das Ergebnis von Leos Blutuntersuchung mit. Leber- und Nierenwerte sind im Normalbereich. Das trifft auch für die weißen Blutwerte zu. Die Infektion ist also überwunden. Die roten Blutwerte allerdings sind zu niedrig. Dr. Oi empfiehlt Doxy abzusetzen und für einige Zeit Ferric zu verabreichen. Ich bringe Leo wieder in die hinteren Bereiche. Pat kommt und füttert und ich füttere Amara und die Welpen. Anschließend säubere ich alle Bereiche. 

Am frühen Abend bin ich wieder im Shelter und verrichte meine Routine. Die Welpen entwickeln sich gut. Das Shelter mit den großen Hunden und mit mir ist nun ihr Zuhause. Die schüchterne Kaya hat aufgeholt und hat sich schon mit Ivy gehauen. Die beiden sind nicht ohne und haben sich heute schon zweimal richtig ineinander verbissen, sodass ich Mühe hatte sie zu trennen. Chip und Mika sind friedlich und raufen nur mal freundschaftlich miteinander. Mika ist allerdings schon einmal von Ivy angegangen worden. Ich muss also ein Auge auf Ivy und Kaya haben um den Anfängen zu wehren. Die großen Hunde haben die Welpen als Mitbewohner im Haus akzeptiert und sind sehr nett zu ihnen.

Donnerstag, 8. Oktober 2020

Es regnet am Vormittag und hört garnicht mehr auf. Ich kann gerade mal den Kot im Hausbereich einsammeln, bevor alles im Schlamm versinkt. In die hinteren Bereiche komme ich überhaupt nicht. Ich füttere die Welpen und Amara; die anderen Hunde müssen warten, bis es einigermaßen trocken ist. Dann verrichte ich liegengebliebene Hausarbeiten und nehme mir die Welpen vor. Einige kleine Zecken finde ich in ihren Pfoten. Ansonsten aber geht es ihnen bestens. Noushas Fell wird wieder fleckig und so bade ich sie und schmiere sie mit dem Sulfur/Kokosnussöl ein.

Die Fahrt in die Silverlake Klinik und zum Tempel fällt aus. Dafür bringe ich Leo für einen Bluttest zu Dr. Oi. Leo hat seit der Kastration an Gewicht verloren und weist einen blassen Gaumen auf, obwohl er vier Wochen lang auf Doxy und Ferric war und nach der Kastration erneut Doxy gegen eine mögliche Infektion erhalten hatte. Bei der Gelegenheit werden ihm auch die Fäden gezogen. Die Wunde ist gut verheilt. 

Am späten Nachmittag lässt der Regen nach und ich füttere die Hunde. Amara und die Welpen werden ein zweites Mal gefüttert und Amara erhält ihre Infusion. Leo lasse ich für die Nacht in einem der Kennel im Haus. Von dem angereicherten Reisfutter, das ich extra für ihn zubereite, bleibt nichts übrig.

Mittwoch, 7. Oktober 2020

Pat füttert die Hunde und ich Amara und die Welpen. Ich habe ihnen Namen gegeben. Der männliche heißt nun Chip und die drei weiblichen Mika, Ivy und Kaya. Mika und Chip sind schon recht forsch. Am zurückhaltendsten ist Kaya. Edith hat sich eine Schwellung zugezogen, die ich mit einem heißen Tuch behandele. Diese Schwellungen sind nach einigen Behandlungen normalerweise verschwunden. Lilly blutet nicht mehr und Coco nur noch ein wenig. Beide verhalten sich ansonsten normal und ihre Wunden sehen gut aus. 

Am Nachmittag bin ich bei den Marktleuten am Huai Chak Nork Reservoir. Ich treffe auf Pan und verabrede mit ihr die läufige Hündin morgen Nachmittag abzuholen. Anschließend bin ich wieder im Shelter, säubere, füttere Amara und die Welpen und verabreiche Amara ihre Infusion.

Dienstag, 6. Oktober 2020

Katharina kommt heute und Pat auch. Katharina schaut mit Pat nach den Hunden und hilft ihr bei der Fütterung. Ich arbeite den Rest ab. Die Welpen haben die Nacht gut überstanden und sind wohlauf. Sie stürzen sich auf das Reisfutter, das Pat mitgebracht hat. 

Leo hat die Kastration sehr gut überstanden. Ich verabreiche ihm dennoch für die kommenden drei Tage weiterhin Doxy, Die Wunden von Coco und Lilly sind auch gut verheilt. Allerdings bluten beide leicht. Die Hormonproduktion stoppt erst nach sieben bis zehn Tagen nach der Entfernung von Gebärmutter und Ovarien. Es kann also sein, dass sie kurz vor der Sterilisation läufig gewesen waren, ohne dass ich das bemerkt hatte. In spätestens einer Woche sollte das Problem behoben sein. 

Kurz nachdem wir alle Arbeiten beendet haben, setzt wieder der tägliche Regen ein. Am frühen Abend bin ich dann wieder im Shelter. Ich füttere Amara und die Welpen und verabreiche Amara ihre Infusion und den Welpen Ferric.

Montag, 5. Oktober 2020

Meine erste Sorge gilt heute Vormittag natürlich den vier Welpen, die ich gestern aufgesammelt habe. Sie haben den Behandlungsraum vollgeschissen, wie Welpen das eben so machen. Ich werte das aber als gutes Zeichen. Ihre Verdauung funktioniert und einige Würmer sind dabei auch herausgekommen. Ich bringe die Vier in den Doppeltorbereich und mache mich an die Säuberung. Dann nehme ich sie mir einzeln vor, bade sie, entferne Zecken und reinige die Ohren. Ihr Fellzustand ist nicht der Allerbeste, wird sich jedoch bald verbessern. Das Frühstück bekommen die Welpen dann in einem der Käfige. Alle vier lange kräftig zu – ein weiteres gutes Zeichen. 

Ich bringe die Welpen wieder in den Doppeltorbereich und mache mich an die Säuberung der hinteren Bereiche. Der Talobereich ist bis auf Zola verlassen. Talo, Tara und Toya haben sich unter dem Zaun zum Nachbargrundstück durchgegraben. Ich finde sie gut gelaunt im angrenzenden Tapiokafeld wieder. Nachdem ich die Welpen in einen Käfig gesteckt habe, hole ich die drei Ausbrecher in den Doppeltorbereich und dichte das Loch unter dem Zaun ab. Dann mache ich mich an die Fütterung. Anschließend bringe ich die drei Ausreißer wieder in ihren Bereich. 

Die Welpen kommen dann in den geräumigen Baderaum, der gut sauber zu halten ist. Die großen Hunde haben sich mittlerweile schon an die Anwesenheit der Welpen gewöhnt und auch die Welpen gewinnen an Sicherheit. Sie scheinen ihre neue Umgebung nicht so übel zu finden und haben mich als Mutterersatz erkoren. Am Spätnachmittag füttere ich sie erneut und sie langen wieder kräftig zu. Ich lasse sie im Baderaum. Durch die Gittertür haben Sichtkontakt zu den Hunden im inneren Hausbereich. 

Ich verteile die Medikamente an Lilly, Leo und Amara und die bekommt dann auch wie jeden Tag ihre Dosis Kochsalzlösung verabreicht. Zu Hause empfängt mich Leila. Sie scheint keine Beschwerden zu verspüren und verhält sich zu mir wie auch vor der Sterilisation. Das Pflaster sitzt noch.

Sonntag, 4. Oktober 2020

Ich verrichte meine morgendlichen Arbeiten und Pat füttert. Lilly bekommt noch Immuplex, obwohl ich keine Papilomas mehr an ihrem Maul entdecken kann. Für Amara bereite ich wie jeden Morgen eine Mischung von Reis, Nassfutter und einem Ei zu, die sie stets mit Appetit verspeist. 

Auf dem Nachhauseweg entdecke ich auf der Zufahrt zum Shelter vier ca. acht Wochen alte Welpen, die ich dort nie zuvor gesehen habe. Ich halte Ausschau nach der Mutter, kann sie jedoch nicht ausmachen. Ganz in der Nähe befindet sich eine Paletten Manufaktur. Ich erkundige mich dort nach den Welpen, aber die Leute sind auch ganz überrascht sie zu sehen. Entweder sind die Welpen dort ausgesetzt worden, oder die Mutter ist gerade abwesend. 

Zu Hause angekommen, empfängt mich Leila, die sich die vergangenen Tage nicht hat blicken lassen. Das Shirt, das ihr Dr. Oi angelegt hatte, trägt sie nicht mehr und die Operationswunde ist unverpflastert, aber noch intakt. Leila trägt nun ein Halsband. Ich fahre mit ihr zu Dr. Oi, die die Fäden zieht. Dr. Oi meint, dass der Heilungsverlauf normal sei und ich das neue Pflaster in einigen Tagen entfernen könne. Ich bringe Leila zu mir ins Resort und lasse sie frei. 

Dann mache ich mich auf den Weg zu den Welpen und finde alle Vier mutterlos am selben Platz. Damit ist für mich klar, dass sie ausgesetzt wurden. Ich bringe sie zu Dr. Oi, die sie untersucht. Einige Zecken müssen entfernt werden und die Welpen werden entwurmt. Sie haben kein Fieber und Anzeichen von Staupe oder Parvo sind nicht zu erkennen. Im Shelter kommen die Welpen erstmal in den Behandlungsraum, wo ich sie füttere. Nach der Fütterung verkriechen sie sich in eine Ecke und schlafen erschöpft ein. Ich behandele Amara derweil und füttere sie für die Nacht. Ihr Zustand ist weiterhin unverändert und anscheinend stabil. 

Wieder im Resort sitzt Leila auf der Mauer zum Nachbargrundstück. Ich kenne das Haus nebenan, aber nicht die Leute, die darin wohnen. Morgen werde ich mal schauen, ob Leila zu dem Haus auf der anderen Seite der Mauer gehört.

Samstag, 3. Oktober 2020

Heute Vormittag regnet es wieder heftig, sodass ich erst mittags im Shelter bin. Pat kommt und füttert und ich verrichte die Restarbeiten. Leo, Coco und Lilly haben die Eingriffe soweit gut überstanden. Am Nachmittag kaufe ich Trockenfutter und Reis für Prajuab und liefere es ihm. Danach bin ich wieder im Shelter. Nimnim und Mona haben ihre Doxy Kur beendet. Ich gebe aber noch für eine weitere Woche Ferric. Lilly bekommt wieder Immuplex. Ein Papiloma ist bereits verschwunden, zwei kleinere werden das wohl auch bald. Amara frisst und erhält ihre Infusion. 

Am frühen Abend ruft mich Katharina an. Sie habe einen bewegungslosen Hund am Freizeitpark gefunden und mit nach Hause genommen. Ich schaue mir den Hund an. Äußere Verletzungen kann ich nicht feststellen. Ich rate Katharina den Hund morgen früh zu Dr. Oi zu bringen.

Freitag, 2. Oktober 2020

Pat kommt heute Vormittag wieder und füttert. Ich säubere und verteile Medikamente. Lilly erhält wieder Immuplex und Mona und Nimnim weiterhin Doxy. Mee und Diudiu erhalten Bravecto. Ich finde bei ihnen zwar nur wenige Zecken, aber den Anfängen muss gewehrt werden. Interessanterweise finde ich Zecken nur bei den Hunden im Hausbereich. 

Obwohl es regnet, bin ich am Nachmittag am Huay Chak Nok Reservoir. Ich finde zwar die Hunde, aber alle Marktstände sind verlassen. Also muss ich den Transport verschieben. Auf dem Wat Amparahm Markt kaufe ich Reis für die Tempelhunde und bezahle Ba Bät. Im Regen versorge ich die Hunde im Tempel und bin dann wieder im Shelter und verrichte meine abendlichen Arbeiten. Amara frisst weiterhin gut.

Donnerstag, 1. Oktober 2020

Morgens früh hole ich Leo, Coco und Lilly aus der Silverlake Klinik und bringe sie zurück zum Shelter. Sie werden von Ruby, Erin, Mona und Tommy empfangen und sind froh wieder in ihrer gewohnten Umgebung zu sein. Ich verrichte meine morgendlichen Arbeiten und bin dann am frühen Nachmittag wieder in der Werkstatt. Einige Teile müssen ersetzt werden. 

Auf dem Rückweg halte ich an dem kleinen Markt am Huay Chak Nok Reservoir. Ich treffe die Marktfrau an und sehe auch die beiden Hündinnen. Da eine davon läufig ist, vereinbare ich mich mit der Frau beide Hunde morgen Nachmittag abzuholen. Zurück im Shelter füttere ich die Hunde und verteile Medikamente. Leo bekommt vorsorglich Doxycycline. Amara erhält ihre Spezialkost und Kochsalzlösung.

Mittwoch, 30. September 2020

Leila hat mir die ganze Nacht den Schlaf geraubt bis ich im Morgengrauen dann schließlich kapituliert und sie rausgelassen habe. Ich hoffe, sie kommt morgen Abend wieder. Heute Morgen habe ich meinen hoffentlich letzten Zahnarzttermin. Wurzelbehandlung und Überkronung sind damit abgeschlossen. Pat managed das Shelter am Vormittag. Ich verteile mittags nur noch die Medikamente. 

Am frühen Nachmittag bin ich am Huay Chak Nok Reservoir. Ich hatte dort vor längerer Zeit mehrere Hunde sterilisieren lassen und sie auch ansonsten medizinisch betreut. Die Marktleute, die sich um die Hunde gekümmert hatten, sind nicht mehr da und auch die Hunde sind verschwunden. Es sind jedoch nun neue dort, unter ihnen zwei Hündinnen. Ich komme mit einer Marktfrau ins Gespräch. Sie kennt die Hunde und meint, sie könne mir helfen sie in eine Box zu bekommen. Als ich an dem Platz ankomme, sehe ich allerdings weder die Marktfrau noch die Hunde. Ich werde die beiden Hündinnen aber im Auge behalten. 

Für den späten Nachmittag bin ich mit Jay verabredet, die mir eine Hündin zur Sterilisation übergeben will. Unterwegs jedoch bekomme ich Probleme mit meinem Pickup und erreiche gerade so noch die Werkstatt, bei der ich das Auto immer warten lasse. Es stellt sich heraus, dass ich wohl das falsche Diesel getankt habe. Der Mechaniker klärt mich darüber auf, dass es seit dem ersten September davon zwei Sorten gibt. Ich hatte offenbar die falsche Sorte getankt und so kam der Motor ans Stottern. 

Der Mechaniker braucht zwei Stunden um das Problem zu beheben und so ist die Silverlake Klink schon geschlossen, als ich dort ankomme. Ich werde Leo, Coco und Lilly dann morgen früh abholen. Es ist schon dunkel, als ich im Shelter ankomme. Die Hunde haben schon geschlafen. Ich verteile noch Ferric an Nimnim und Mona, füttere Amara und verabreiche ihr Kochsalzlösung. Leila ist in der Nacht nicht erschienen.

Dienstag, 29. September 2020

Heute Morgen scheint wieder die Sonne. Katharina kommt und auch Pat. Die Hunde kennen nun Katharina schon und lassen sich von ihr auf Zecken untersuchen. Maggie, Elsa, Lena, Aki und Aldo erhalten Bravecto. Maggie, Elsa und Lena hatten ihre vergangene Dosis vor einem dreiviertel Jahr erhalten; für Aki und Aldo ist es das erste Mal. Pat füttert und später hilft Katharina ihr dabei. 

Am Nachmittag bin ich wieder im Shelter, füttere Amara das zweite Mal, verteile Ferric an Mona und Nimnim und säubere. Anschließend erhält Amara wieder ihre Dosis Kochsalzlösung verabreicht. Ich schließe das Shelter und hole Leila bei Dr. Oi ab. Leila hat die Operation gut überstanden und muss erstmal drei Tage lang bei mir bleiben, damit ich ihr die notwendigen Medikamente verabreichen kann.

Montag, 28. September 2020

Heute regnet es wieder den ganzen Tag und das mehrere Stunden recht heftig. Ich komme am Vormittag gerade dazu das Haus zu säubern, Amara zu füttern und ihr und Nimnim ihre Medikamente zu verabreichen. 

Leila hatte mich heute Morgen besucht und so hatte ich sie eingesperrt. Ich hole sie und bringe sie bei strömenden Regen zu Dr. Oi um sie sterilisieren zu lassen. Leila ist zwar nicht meine Katze und ich weiß auch nicht ob sie jemandem gehört; ich möchte aber nicht, dass sie mich eines Abends trächtig besucht. 

Zurück im Shelter nehme ich Leo, Coco und Lilly an Bord und treffe in Baan Amphur Jay, die mir eine Hündin zur Sterilisation übergibt. Ich gebe die vier Hunde in der Silverlake Klinik ab und nehme die Mabprachan Hündin in Empfang. 

Nachdem ich sie an ihren Platz zurückgebracht habe, bin ich dann wieder im Shelter. Eine Regenpause nutzend füttere ich die Hunde und verabreiche dann Amara Kochsalzlösung. Anschließend füttere ich sie erneut und gebe ihr Renavast und Ferric. Obwohl der Shelterboden total aufgeweicht wurde, sind alle Hunde in ihren Salas und im Haus trocken geblieben.

Sonntag, 27. September 2020

Ich verrichte meine morgendlichen Arbeiten und Pat füttert. Pat bringt seit einer Woche täglich frisch gekochtes Reisfutter mit, das Amara morgens und abends bekommt. Auf Anraten von Dr. Oi sollen wir Protein so weit als möglich weglassen, nur Eier sind erlaubt. Das Nierentrockenfutter, das Amara verschmäht mische ich unter den Reis. 

Tinka wird häufig von Khiaow belästigt und hat eine kleine Wunde an ihrem Hinterteil davongetragen, die ich behandele. Häufig entzünden sich solche Wunden und so werde ich Tinka wohl morgen zu Dr. Oi bringen müssen. Im Allgemeinen jedoch sind alle Hunde in ihren verschiedenen Bereichen zufrieden, wenn auch kleinere Beißereien nicht auszuschließen sind. 

Am Spätnachmittag erledige ich meine Routine. Medikamente werden verteilt, Amara wird ein zweites Mal gefüttert und erhält weiterhin Kochsalzlösung.

Samstag, 26. September 2020

Dr. Oi schickt mir am Morgen das Testergebnis. Leider haben meine Hoffnungen mich getrügt; die roten Blutwerte sind weiter runtergegangen und die Creatinine Werte liegen wieder bei 4.5. Die tägliche Vergabe von Kochsalzlösung hat also nichts gebracht. Amara frisst aber weiterhin gut und solange sie das beibehält, gebe ich die Hoffnung nicht auf. 

Nachdem ich meine morgendlichen Arbeiten erledigt habe und Pat die Hunde gefüttert hat, bringe ich einen Mabprachan Hund zur Sterilisation in die Silverlake Klinik. Kurz vor der Klinik sehe ich einen großen Hund angefahren am Straßenrand liegen. Der Hund ist tot aber noch warm. Auch er ist mit ziemlicher Sicherheit an inneren Blutungen gestorben. Ich nehme den Hund mit in die Klinik, gebe die Hündin ab und liefere dann den Hund bei Bua ab, der ihn vergraben wird. 

Im Wat Amparahm sehe ich alle Hunde außer Prince. Der ist aber schon mal zuweilen unsichtbar. Es sind wieder Leute an der Vorhalle, die Speisen zubereiten und die Hunde bekommen auch alle etwas ab. Das Trockenfutter, dass ich in die Container verteile, bleibt unberührt. Payu hält sich wieder bei den Tempelgästen auf. 

Am Strand hat sich ein Neuzugang eingefunden. Es ist ein alter Rüde, der anscheinend geduldet wird. Ich hatte ihn schon bei meinem vergangenen Besuch gesehen und versucht Kontakt mit ihm aufzunehmen. Er jedoch ist noch recht zurückhaltend und es ist auch nicht sicher, ob er bleiben wird. 

Zurück im Shelter mache ich noch eine Säuberungsrunde und verteile die abendlichen Medikamente. Amara frisst nur wenig, aber sie wurde schon von Pat mittags gefüttert. Ich verabreiche ihr wie jeden Abend Kochsalzlösung. Vermutlich werde ich das noch lange tun müssen, um ihren Zustand stabil zu halten.

Freitag, 25. September 2020

Das Wunder ist ausgeblieben; Dr. Oi informiert mich frühmorgens, dass Cisco die Nacht nicht überlebt hat. Ich muss von einer weiteren guten Seele Abschied nehmen. Pat kommt und füttert und ich säubere. 

Nachdem Pat gegangen ist, bin ich mit Amara bei Dr. Oi. Amara, die heute Morgen wieder gut gefressen hat, wird Blut abgenommen. Ich habe die Hoffnung, dass die fortdauernden Infusionen und Amaras wiedergewonnener Appetit den Creatinine Wert in die richtige Richtung gelenkt haben. Die zweimal tägliche Vergabe von Ferric sollte zudem eine Erholung der roten Blutwerte und eine erhöhte Anzahl der Blutplättchen zur Folge haben. Das Testergebnis wird morgen vorliegen. Erfreulich ist, dass Amara wieder leicht zugenommen hat. Sie bewegt sich immer noch zwei Kilogramm unter ihrem Normalgewicht, aber der Aufwärtstrend macht Mut. 

Ich nehme Ciscos sterbliche Überreste an Bord und bringe sie, nachdem ich Amara wieder im Shelter abgeliefert habe, in die NPW Klinik zur Einäscherung. Am frühen Abend bin ich erneut im Shelter, verteile Ferric an Nimnim und Mona sowie Immuplex an Lilly. Anschließend verabreiche Amara wieder Kochsalzlösung und füttere sie für die Nacht.

Donnerstag, 24. September 2020

Khun Dtu, die Landeigentümerin des Shelters informiert mich heute Morgen, dass einer der Hunde, die sie vor ihrem Haus füttert, angefahren wurde. Ich mache mich schnell auf den Weg und wir finden den Hund etwa 500 Meter von der Straße entfernt in einem Maisfeld. Es stellt sich heraus, dass es Cisco ist. Cisco ist von mir gegen Blutparasiten und Fellproblemen behandelt worden und ich habe weiter guten Kontakt zu ihm gehalten. So können wir Cisco ohne Probleme zu mir ins Auto tragen. 

In der Dr. Oi Klinik wird Cisco geröntgt. Außer einem Haarriss im Becken hat er keine Knochenverletzungen davongetragen. Allerdings vermutet Dr. Oi interne Verletzungen. Ein Blasenkatheter wird gelegt. Leider ergibt die Entnahme Blut anstatt Urin, was auf einen Blasenbruch hindeutet. Um festzustellen, ob die Blase noch intakt ist, wird Cisco an einen Tropf gehängt. Die erneute Untersuchung nach einer Stunde ergibt das gleiche Resultat. Dr. Oi empfiehlt einen Eingriff, um festzustellen, ob tatsächliche Verletzungen von inneren Organen vorliegt. 

Am Abend liegt das Resultat des Eingriffs vor. Die Milz ist gerissen, die Blase gebrochen und der Magen ist verletzt. Cisco hat reichlich Blut verloren und Dr. Oi gibt ihm nur eine 50-prozentige Chance die Nacht zu überstehen. Cisco ist ein ausgesprochen liebenswerter Hund, der trotz seiner schweren Verletzungen den Transport und die Prozeduren in der Klinik tapfer über sich ergehen hat lassen. Ich hoffe, es geschieht ein Wunder und er durchsteht diese Krise.

Tagsüber bin ich wie immer im Shelter beschäftigt. Pat kommt heute nicht und so füttere ich die Hunde. Amara bekommt morgens und abends wieder ihr angereichertes Reisfutter, das sie bis auf den letzten Happen zu sich nimmt. Abends erhält sie ihre gewohnte Dosis Kochsalzlösung, Renavast und Ferric. Obwohl sie nun ausreichend frisst und eine mehrwöchige Doxy Behandlung hinter sich hat, ist ihr Gaumen sehr blass. Das macht mir etwas Sorge. Morgen werde ich sie deswegen, und um den Creatinine Wert zu kontrollieren, erneut testen lassen.

Leila stattet mir heute Abend nach zweitägiger Abwesenheit wieder einen Besuch ab. Sie bleibt zwei Stunden und geht dann wieder. Leila ist so vertrauensvoll zu mir als sei sie schon immer bei mir gewesen. Nach so viel Leiden tagsüber ist das ein Highlight zu Abschluss. 

Mittwoch, 23. September 2020

Heute Morgen habe ich wieder einen Zahnarzttermin und Pat übernimmt meine Arbeiten. Es regnet als ich am frühen Nachmittag im Shelter ankomme. Ich verteile die Medikamente und säubere. Da der Regen stärker wird, ziehe ich Amaras Behandlung vor und bin heute ausnahmsweise schon am späten Nachmittag auf dem Nachhauseweg.

Dienstag, 22. September 2020

Heute Morgen kommt Katharina wieder, um mir bei anfallenden Arbeiten zu helfen. Katharina untersucht die Hunde nach Zecken und wir schneiden Nägel. Tashi, Nuri und Leo haben sich offenbar im hintersten Bereich eingerichtet und die Hunde in den beiden Bereichen davor scheinen auch zufrieden zu sein. Pat kommt und füttert. Dabei findet Talo wohl wieder eine Lücke im Zaun und ist mit Tara im Bereich der großen Sala. Es passiert nichts und ich dichte das Loch ab. 

Am frühen Abend bin ich wieder im Shelter. Nimnim und Mona, die beide noch auf Doxy sind, bekommen Ferric. Amara erhält ihre tägliche Dosis Kochsalzlösung. Pat hatte ihr Reisfutter mitgebracht, das sie mittags gefressen hatte und nach ihrer Behandlung frisst sie noch Nassfutter. Ich entdecke einige kleine Zecken an ihr und verabreiche ihr Bravecto.

Montag, 21. September 2020

Nach Säuberung und Medikamentenvergabe bin ich bei den Tempelhunden. Alle Hunde sind wohlauf und ich sehe auch wieder Payu. Ich kaufe 160 kg Trockenfutter und bin dann wieder im Shelter. Zuerst fülle ich alle Wasserbehälter auf und füttere dann die Hunde. 

Pat hat gestern den Vorschlag gemacht Tashi, Leo und Nuri in den hintersten Bereich zu verlegen und die Tür zwischen den beiden anderen hinteren Bereichen offenzulassen. Sie befürchtet, dass Leo sonst dem Regen ausgesetzt bleibt. Den Hunden stehen damit jeweils zwei Salas zur Verfügung; Ruby, Tommy, Erin, Buffy, Mona, Coco und Lilly zudem noch eine Hütte und ein überdachter geräumiger Käfig. Ich schaue mehrfach nach den drei Hunden und sehe, dass Leo nun schon in der Lage ist in einen der Salas zu springen. Nach der Fütterung ist noch einmal Säuberung angesagt und die abendliche Verabreichung von Kochsalzlösung an Amara.

Sonntag, 20. September 2020

Heute regnet es den ganzen Tag. Pat und ich arbeiten im Regen und die Hunde igeln sich ein. Am frühen Abend lässt der Regen nach und ich bin wieder im Shelter. Ich füttere Amara erneut und verabreiche ihr Kochsalzlösung. Amaras Zustand ist weiterhin stabil und sie frisst recht gut. Leila besucht mich nun auch schon mal tagsüber und abends ist sie immer in der Nähe. Ich lasse eine Tür auf, sodass sie ein und ausgehen kann.

Samstag, 19. September 2020

Pat kommt mittags und füttert während ich meine Arbeiten verrichte. Amara bekommt wieder ihr Spezialfutter bestehend aus Reis vermischt mit gekochtem Schweinefleisch, Nassfuttter und Eigelb. Abends bekommt sie das Gleiche nochmal und dazu noch Renavast und Ferric. Amara frisst nun ganz normal und so hoffe ich, dass sie bald wieder etwas zunimmt. Die tägliche Infusion werde ich noch eine Woche lang fortsetzen und dann einen neuen Test vornehmen lassen.

Leila erwartet mich abends wieder vor meiner Apartmenttür. Sie verhält sich mittlerweile so als sei sie schon immer bei mir gewesen. Hungrig ist sie nie, also wird sie tagsüber irgendwo in der Nachbarschaft versorgt. Leila ist eine rechte Quasselstrippe und hält selten mal die Klappe. Aber so weiß ich wenigstens immer, wo sie gerade ist.

Freitag, 18. September 2020

Pat kommt mittags, nachdem ich bereits den Großteil meiner Arbeiten verrichtet habe. Ihre Hilfe ist so wichtig für mich, denn sie erspart mir eine gute Stunde Arbeit und Pat schaut auch nach den Hunden und macht mich auf Verletzungen oder Unpässlichkeiten aufmerksam. Die nachmittägliche Arbeit ist wieder Routine. 

Seit drei Tagen bekomme ich abends in meinem Apartment Besuch von einer Katze. Sie ähnelt auffallend Leila, der einzigen Katze, die ich vor Jahren aufgenommen hatte, seitdem ich mich nur noch um Hunde kümmere. Leila starb vor fünf Jahren an einer Pflanzenvergiftung und seitdem hatte ich mit Katzen nichts mehr zu tun. 

Ich lebe seit über einem Jahr in einem kleinen Resort, in dem ich seit der Covid Krise der einzige Bewohner bin. Auf der Soi vor dem Resort habe ich einige Hundefreunde, eine Katze jedoch hatte ich zuvor an oder in dem Resort nie gesehen. Die neue Leila war von Anfang an sehr zutraulich und heute Abend saß sie schon vor meiner Tür als ich eintraf. Ich gehe davon aus, dass sie einen Besitzer in der Nachbarschaft hat, denn sie ist gut genährt und sehr gepflegt. Schon am zweiten Tag ist sie mir in mein Apartment gefolgt und hatte sich auf meinem Bett eingerichtet. Ich hoffe, Leila wird mich noch öfter besuchen.

Donnerstag, 17. September 2020

Nachdem ich meine morgendlichen Reinigungsarbeiten erledigt habe und Medikamente verteilt, bin ich mit Alex wieder bei Dr. Oi. Die Wunde sollte in drei Tagen Geschichte sein. Ich füttere dann die Hunde. Amara bekommt Reisfutter und frisst ein wenig. Insgesamt aber scheint es ihr viel besser zu gehen. Sie hält sich nun überwiegend in einem der Käfige im Haus auf und wird in Ruhe gelassen. Am Spätnachmittag säubere ich erneut und verteile Medikamente. Amara erhält wie jeden Abend Kochsalzlösung und Rico zum letzten Mal Prednisilone. Damit ist diese Episode auch abgeschlossen.

Mittwoch, 16. September 2020

Morgens bis ich wieder bei Rico, dann beim Zahnarzt und mittags im Shelter. Pat hat schon einen Großteil der Arbeit erledigt und ist bei der Fütterung. Ich verteile die Medikamente. Amara frisst das von Pat mitgebrachte Reisfutter vermischt mit Nassfutter. Am frühen Abend verrichte ich meine gewohnten Arbeiten und verabreiche Amara Kochsalzlösung. Amara ist immer sehr geduldig und so ist die Prozedur normalerweise nach zwanzig Minuten erledigt. Rico erhält noch einmal Prednisilone.

Dienstag, 15. September 2020

Heute Vormittag regnet es wieder so heftig, dass ich erst mittags im Shelter bin, nachdem ich Rico versorgt habe. Pat kommt zur gleichen Zeit. Sie füttert und ich verteile Medikamente. Pat hat Reisfutter mitgebracht und zu meiner Freude macht Amara zwei kleine Schüsseln leer. Nachdem Pat gefahren ist, bin ich mit Alex erneut bei Dr. Oi. Seine Wunde wird neu versorgt. Ich bringe ihn zurück, säubere und fülle die Behälter mit frischem Wasser auf. 

Dann bin ich in Baan Amphur, kaufe die halbmonatliche Ration Reis für Ba Bät, lade 160 kg Trockenfutter auf und versorge die Tempelhunde. Zu meiner Freude sehe ich Nero wieder. Auf meinem Weg zurück zum Shelter liefere ich 60 kg Trockenfutter bei den Wachleuten an der Soi Thepprasit ab. Im Shelter verteile ich die abendlichen Medikamente und verabreiche Amara Kochsalzlösung. Sie frisst erneut von dem Reisfutter. Es scheint ihr besser zu gehen. Am Abend bin ich wieder bei den Hunden am Pong Freizeitpark und verabreiche Rico Prednisilone.

Montag, 14. September 2020

Dr. Kwanchai informiert mich am Morgen, dass die angefahrene Hündin gestorben sei. Das tut mir sehr leid. In der Stunde in der ich ihr beistand, hatte ich ein starkes Gefühl zu ihr entwickelt. Ich hätte sie gern zu mir genommen. 

Rico erhält wieder Prednisilone. Im Shelter bin ich heute den ganzen Tag, nur unterbrochen von einer Fahrt in die Stadt bei der ich mir Kochsalzlösung und Medikamente besorge und einer Fahrt mit Alex zur Dr. Oi. Alex hatte vor Jahren am Nacken operiert werden müssen, da eine Haarwurzel nach innen gewachsen war. Es war eine ziemliche Narbe zurückgeblieben, die jedoch nie Probleme verursacht hatte. Nun hat sich eine entzündliche Schwellung entwickelt, die trotz zweitägiger Behandlung nicht zurückging. Alex wird versorgt und muss morgen erneut vorgestellt werden. 

Ich füttere die Hunde am Nachmittag und bin dann am frühen Abend wieder im Shelter. Amara liegt jetzt zusammen mit den anderen Hunden im Hausbereich. Sie frisst wenig und erbricht sich gelegentlich. Ich verabreiche ihr wie jeden Abend 200 ml Kochsalzlösung. Alex erhält Clindamycine und Carprofen. Rico bekommt wieder Prednisilone.

Sonntag, 13. September 2020

Heute Morgen erreicht mich ein Anruf von einem Residenten in der Soi Nernplubwan. Ein Straßenhund sei angefahren worden und benötige Hilfe. Ich rufe Dr. Kwanchai an und bitte ihn Bua vorbeizuschicken. Der Resident hat den Hund von der Straße genommen und an einen schattigen Platz gelegt. Die Hündin atmet schwer und liegt relativ bewegungslos unter einem Baum. Ich kann sie berühren und versuche sie zu beruhigen. Außer einem leicht geschwollenen Hinterlauf kann ich keine Verletzungen feststellen. Ich befürchte allerdings, dass sich die Hündin innere Verletzungen zugezogen hat. Sie ist sehbehindert und möglicherweise blind. Der Resident berichtet, dass sie am Rande der Soi gelegen habe. Ein Auto sei gekommen und habe vor ihr gehalten. Als die Hündin aufstand, gab der Fahrer Gas und fuhr sie über den Haufen. 

Bua lässt etwas auf sich warten und so sitze ich etwa eine Stunde neben der Hündin. Es ist häufig so, dass verletzte Hunde aus Angst vor weiteren Schmerzen zuschnappen wenn man sie berührt, die Hündin jedoch ist ganz friedlich und macht es mir leicht ihr ein wenig von dem Schock zu nehmen. Bua kommt und bringt sie zu Dr. Kwanchai. Ich hoffe, dass die Hündin überlebt. Sollte das der Fall sein, werde ich sie nicht wieder auf die Straße zurückbringen, sondern im Shelter aufnehmen, damit sie nicht erneut angefahren wird. 

Auf dem Weg zum Shelter halte ich bei Rico und verabreiche ihm Prednisilone. Im Shelter angekommen hat Pat schon die meiste Arbeit erledigt und ist bei der Fütterung. Ich verteile die Medikamente und gehe dann noch einmal säubernd durch die Bereiche. 

Am frühen Abend bin ich wieder bei den Hunden, verteile die abendlichen Medikamente und verabreiche Amara Kochsalzlösung. Rico erhält erneut Prednisilone. Die Hodenschwellung geht nun endlich allmählich zurück. Sie behindert Rico nicht mehr.

Samstag, 12. September 2020

Morgens bin ich zuerst bei Rico und verabreiche ihm Prednisilone. Im Shelter säubere ich und verteile Medikamente. Da mein Futtervorrat aufgebraucht ist, verschiebe ich die Fütterung auf den Nachmittag. Ich kaufe Trockenfutter in Baan Amphur und versorge die Hunde im Wat Amparahm. Neung schmiere ich mit der Sulfur/Kokosnuss Mischung ein. Er hat ein paar lichte Stellen auf dem Rücken entwickelt. 

Ich bin dann bei Ursi und besuche Puschel und Bliss. Beide Hunde sind glücklich in ihrer neuen Heimat; Ursi verwöhnt sie. Zurück im Shelter füttere ich und verrichte dann meine abendliche Routine. Danach verabreiche ich Amara Kochsalzlösung. Rico erhält am Abend wieder Prednisilone.

Freitag, 11. September 2020

Ich lasse als Erstes Amara aus ihrem Kennel. Die Hunde im Hausbereich haben kein Problem mit ihr, aber sie verzieht sich schnell in einen der Käfige. Ich desinfiziere Amaras Kennel vorläufig zum letzten Mal und mache mich dann an die Säuberung der Bereiche. Pat kommt und füttert und ich verteile Medikamente. 

Alex hat sich eine Nackenschwellung zugezogen. Er wurde vor Jahren am Nacken operiert, da ein Haarfolikel nach innen gewachsen war. Seither sah man eine Narbe aber die Schwellung ist neu. Ich verabreiche Alex Clindamycin. Tashi hustet immer noch ein wenig und nun auch Elsa und Rocco. Alle drei erhalten Bromhexine. Elsa hat sich zudem eine Liegeschwellengentzündung zugezogen, die ich mit Clindamycin behandele. Mona ist nun noch die Einzige, die morgens Doxy erhält. Amara erhält am Morgen Renavast und abends weiterhin Kochsalzlösung. Mona, Amara, Buffy, Lingling und Leo bekommen abends Ferric. 

Am Nachmittag bin ich mit Toto und Maggie bei Dr. Oi. Totos Wunde wird noch einmal verbunden, ist jedoch so gut wie verheilt. Maggie hat sich die Daumenkralle an ihrer linken Pfote halb abgerissen. Dr. Oi entfernt die Kralle. Am frühen Abend verabreiche ich wieder die Medikamente und Amara erhält ihre Infusion. Sie hat das Fleisch, dass ich ihr am Mittag gegeben hatte nicht angerührt aber frisst erfreulicherweise nun Trockenfutter. Sie ist ja nur noch Haut und Knochen. Mal sehen, ob sie vielleicht nun auch wieder Reis oder Nassfuttter zu sich nimmt. 

Ich habe erneut Dr. Oi um Rat wegen Rico gebeten und sie hat mir empfohlen ihm zweimal täglich Prednisilone zu verabreichen. Ich beginne damit am Abend.

Donnerstag, 10. September 2020

Am Vormittag ziehen dunkle Wolken auf und so muss ich mich beeilen die Außenbereiche schnell zu säubern. Die Medikamente müssen noch verteilt werden und dann setzt schon der Regen ein. Ich säubere das Haus, desinfiziere Amaras Kennel und füttere sie mit Schweinefleisch, das Einzige was sie frisst. Da der Regen nicht nachlässt, verschiebe ich die Fütterung der restlichen Hunde auf den Nachmittag. 

Dr. Oi informiert mich, dass Amaras PCR Test ein negatives Ergebnis erbracht hat. Amara ist also nun nicht mehr ansteckend. Ich lasse sie am Abend, nachdem ich ihr wieder Kochsalzlösung subkutan verabreicht habe, dennoch für die Nacht in ihrem Kennel. Am Freizeitpark verabreiche ich Rico erneut Clindamycin. Morgen werde ich ihn Dr. Kwanchai zur Nachuntersuchung vorstellen.

Mittwoch, 9. September 2020

Ich habe heute Morgen wieder einen Hühnertermin in der Stadtverwaltung. Mein Anwalt Khun Ekachai begleitet mich dabei. Allerdings erscheinen die ehemaligen Nachbarn nicht zu dem anberaumten Termin. Sie hatten jedoch gegenüber dem zuständigen Beamten erklärt, dass die Beweismittel zu ihrer Behauptung, dass die Hunde 26 Hühner getötet hatten, vorlegen werden. Khun Ekachai wird informiert werden, sobald das der Fall sein wird.

Zurück im Shelter ist Pat bei der Fütterung der Hunde. Sie hat ebenfalls schon einen Teil meiner morgendlichen Arbeiten erledigt. So muss ich nur noch die Medikamente verteilen und Amaras Kennel säubern. Am frühen Abend bin ich dann wieder im Shelter und bei Rico.

Dienstag, 8. September 2020

Katharina hat angeboten mir einmal die Woche bei der Arbeit zu helfen. Heute ist ihr erster Tag. Die Hunde sind ja gegenüber Fremden immer sehr aufgeschlossen und so findet Katharina schnell Kontakt zu den meisten im Hausbereich. Ich habe selten Zeit jeden einzelnen Hund genau zu inspizieren und bitte Katharina nach versteckten Wunden und Zeckenbefall zu forschen. Zudem bitte ich sie mir zu sagen ob Nägel geschnitten werden müssen. Pat kommt auch und übernimmt die Fütterung. Ich mache mich derweil an meine gewohnten Arbeiten. 

Nachdem Pat und Katharina gefahren sind, bin ich mit Toto bei Dr. Oi. Toto wird neu verbunden. Am Nachmittag gehe ich säubernd durch die Bereiche und verteile dann Medikamente. Mona ist nun völlig aufgetaut. Sie fühlt sich offensichtlich wohl unter den Hunden im hinteren Bereich und hat zu mir völliges Vertrauen gefasst. Ihre Wunden heilen allmählich zu. Monas Bluttestresultat weist eine leichte Anämie auf; Blutparasiten sind nicht festgestellt worden. Amara frisst weiterhin recht gut und hat sich nicht erbrochen. Ich verabreiche ihr wieder Kochsalzlösung subkutan. Am Abend versorge ich Rico wieder mit Clindamycin.

Montag, 7. September 2020

Am Freizeitpark nehme ich Rico an Bord. Die Hodenschwellung ist zwar etwas abgeklungen, aber es scheint, dass nur ein Hoden bei der Kastration entnommen wurde. Das möchte ich von Dr. Oi überprüfen lassen. Im Hausbereich des Shelters stolpere ich über eine tote Schlange. Obwohl fast zwei Meter lang, haben die Hunde sie erledigt. Offenbar war es keine giftige, denn ich sehe keinen toten Hund im Gras liegen. Die Schlange wird von mir über den Zaun ins angrenzende Tapiokafeld entsorgt. Ich mache mich an die morgendliche Hausbereichssäuberung und bin dann mit Amara, Rico und Toto bei Dr. Oi. 

Amara soll heute noch einmal intravenös behandelt werden und Totos kleine Bisswunde hat sich entzündet. Dr. Oi nimmt Kontakt zu Dr. Kwanchai auf. Der teilt ihr mit, dass ich ihm Rico erneut vorstellen solle, falls in den nächsten Tagen keine Besserung eintrete. Amara wird wieder für den ganzen Tag an den Tropf gehängt. Es wird ihr Blut für einen weiteren Test sowie Urin für einen PCR Test abgenommen. Das Ergebnis des Bluttests erhalte ich als ich sie abends wieder abhole. Die roten Blutwerte und die Anzahl der Blutplättchen sind immer noch im kritischen Bereich. Die weißen Blutwerte haben sich stabilisiert und der Creatinine Wert ist erfreulicherweise von 4.1 auf 3.7 zurückgegangen. Dieser Wert ist weiterhin kritisch aber macht doch wieder etwas Mut. 

Ich bringe Rico zurück und bin dann mit Toto wieder im Shelter. Pat füttert schon. Toto bekommt einen Kragen verpasst und muss erstmal in einen Kennel. Nachdem Pat gegangen ist, folgt die übliche Routine mit Säuberung und der Versorgung der Hunde mit frischem Wasser. Am frühen Abend hole ich Amara aus der Klinik, füttere sie und verteile die abendlichen Medikamente. Tashi hustet immer noch und nun auch Hanna. Beide erhalten Bromhexine. Auf dem Heimweg halte ich dann noch wieder bei Rico und Dodo.

Sonntag, 6. September 2020

Bevor ich mich an meine morgendlichen Arbeiten mache, bringe ich Amara wieder zu Dr. Oi. Amara soll noch einmal eine dreitägige intravenöse Behandlung erhalten. Zurück im Shelter nehme ich Mona in den hinteren Bereich zu Tommy und Buffy und verschließe erstmal die Tür zu dem Bereich, in dem sich momentan Ruby und Erin aufhalten. Kylie ist wieder im Hausbereich. Die Tür zum großen Bereich, in dem sich Tashi, Nuri und Leo aufhalten bleibt geschlossen. Nur Coco und Lilly dürfen hin und herwechseln. Pat hat heute wieder frei und so füttere ich die Hunde. 

Am Nachmittag besorge ich die Monatsration Trockenfutter und Reis für die Mabprachan Hunde und liefere sie bei Prajuab ab. Nachdem ich gesäubert und die Medikamente verteilt habe, hole ich Amara aus der Klinik. Amara hat nun bereits eine sechswöchige Doxy Behandlung durchlaufen. Normalerweise sind die Leptospirose Bakterien nach spätestens einem Monat eliminiert. Nach Absprache mit Dr. Oi möchte ich Amara deshalb nach dem vorläufigen Abschluss der intravenösen Behandlung und einem weiteren Test wieder mit den übrigen Hunden zusammenführen. Ich hoffe, dass sie dann zunehmend erholt. Ricos Hodeninfektion macht mir Sorgen. Trotz einer mittlerweile zwölftägigen Behandlung will sie nicht abklingen. Ich werde Rico morgen früh Dr. Oi vorstellen.

Samstag, 5. September 2020

Regen am Vormittag. Pat kommt mittags und füttert. Ich verrichte die übrigen Arbeiten. Mona liegt im Hausbereich zusammen mit den anderen Hunden. Aufgrund früherer Erfahrungen kann das eine lange Zeit gut gehen und plötzlich kippen. Deshalb behalte ich Mona im Auge. Amara frisst zwar, aber erbricht sich immer wieder gelegentlich. Sie verliert zunehmend an Gewicht. Ihre Körperspannung jedoch ist noch gut und sie reagiert ganz normal auf mich. Tashi und Merlin husten und erhalten Bromhexine. Toto weist eine kleine, aber tiefe Bisswunde an seinem Hinterteil auf. Ich behandele sie mit Betdadine, Carprofen und Clindamycin. Buffys Doxy Behandlung ist beendet. Sie erhält jedoch noch eine weitere Woche Ferric. 

Am Nachmittag gehe ich wieder durch die aufgeweichten Bereiche. Der Regen aber macht mir keine Sorgen, denn es stehen ja für alle Hunde genügend trockene Plätze zur Verfügung. Amara erhält heute Abend vorerst die letzte Infusion unter die Haut. Morgen werde ich sie wieder Dr. Oi vorstellen. Später dann bin ich wieder bei den Hunden am Freizeitpark. Es geht allen gut, aber Ricos Behandlung muss fortgesetzt werden.

Freitag, 4. September 2020

Kurz nachdem ich gesäubert habe, bricht wieder ein heftiger Gewittersturm los. Nach wenigen Minuten stehen die Bereiche unter Wasser. Die Hunde aber bleiben trocken und das Wasser versickert nach und nach. Pat kommt und füttert. Ich hole die Hündin, die Wan mir anvertraut hatte aus der Silverlake Klinik und bin dann bei den Tempelhunden. Nachdem ich die sterilisierte Hündin an ihren Platz zurückgebracht habe, bin ich am Spätnachmittag wieder im Shelter und verrichte meine abendliche Routine. Rico bekommt weiterhin Clindamycin.

Donnerstag, 3. September 2020

Heute bin ich wieder den ganzen Tag im Shelter, da Pat ihren freien Tag hat. Mona finde ich wohlbehalten im großen, offenen Käfig und die Zäune haben gehalten. Nach der Säuberung und der Desinfektion von Amaras Kennel verteile ich die morgendlichen Medikamente. Dann füttere ich. Amara und Mona bekommen wieder Hühnchenfleisch. Monas Wunden heilen weiter zu. An Edith entdecke ich einige Zecken und gebe ihr deshalb Bravecto. Tashi hustet und bekommt Bromhexine. Am Spätnachmittag gehe ich wieder durch alle Bereiche und säubere. Danach verteile ich die abendlichen Medikamente. Rico bekommt dann noch Clindamycin.

Mittwoch, 2. September 2020

Ich habe heute Morgen wieder einen Zahnarzttermin, aber Pat kommt etwas früher und Arno auch. Talo ist nicht durch den reparierten Zaun gekommen, ist jedoch über ihn gesprungen. Arno erhöht den Zaun wieder auf die ursprüngliche Höhe von zwei Metern und repariert auch den Zaun im hintersten Bereich, durch den sich Zola und Toya gestern gearbeitet hatten. Amara hat das Trockenfutter, dass sie gestern zu sich genommen hatte, wieder erbrochen. Das angebotene Hühnerfleisch frisst sie jedoch. 

Mona hatte sich die vergangenen zwei Tage im großen Käfig, dessen Tür tagsüber offen steht, aufgehalten. Nun liegt sie zusammen mit Lena, Nousha, Patty und Pinky im großen Kennel, dessen Tür zum offenen Hausbereich ebenfalls offen steht. Ein Risiko bei einer Integration von neuen Hunden besteht immer, aber ich will Mona nicht wochenlang in einem Käfig halten. Zu mir ist sie sehr lieb und die übrigen Hunde haben offenbar kein Problem mit ihr.

Am Nachmittag schaue ich als Erstes nach den Ausbrechern. Alle vier sind noch vorhanden. Der Zaun hat gehalten. Kenzo zieht es mal wieder vor im Doppeltorbereich zu übernachten und ich lasse ihn gewähren. Als Regenschutz verfügt er über eine Transportbox. Ich behandele Monas Wunden, die bereits viel besser aussehen. Danach wird Amara behandelt. Beide Hunde bekommen noch einmal Hähnchenfleisch. Am frühen Abend bin ich dann wieder bei den Freizeitparkhunden. Ich verabreiche Rico nun 150 mg Clindamycin, anstatt wie bisher 100 mg Doxycycline, um die Hodenschwellung in den Griff zu bekommen.

Dienstag, 1. September 2020

Talo und Tara schauen in ihren Kennels etwas unglücklich aus, aber sie haben die Nacht überstanden. Die provisorische Zaunbefestigung im Bereich, in dem sich Zola und Toya aufhalten, hat gehalten. Da aber der Zaun komplett repariert werden muss, bringe ich die beiden in den Tommy Bereich. Es dauert jedoch nur eine Stunde bis sie sich auch dort durch den Zaun gegraben haben. Ich lasse sie erstmal draußen. Arno kommt und macht sich an die Zaunreparatur. Die Metalsheets werden mit stabilen Querstangen verstärkt und zusätzlich mit Sperrholzplatten gesichert. 

Pat kommt und füttert und ich verrichte meine Routinearbeiten. Amara und Mona werden wieder separat mit Fleisch versorgt. Am Nachmittag bringe ich Talo, Tara, Zola und Toya wieder in ihren hoffentlich nun sicheren Bereich zurück. Dann verabreiche ich Amara Kochsalzlösung. Nach der Behandlung frisst sie zum ersten Mal auch wieder Trockenfutter. Ich werte das als ermunterndes Zeichen. Im Pong Freizeitpark sehe ich alle sechs Hunde und auch Surat. Rico bekommt wieder Doxy.

Montag, 31. August 2020

Ich quartiere Amara in einen der Käfige um und öffne Monas Käfigtür. Die Hausbereichhunde kennen sie ja mittlerweile und kümmern sich nicht um sie. Mona bleibt im Käfig liegen. Nach der Hausbereichreinigung und der Desinfektion von Amaras Kennel, füttere ich Amara und Mona mit gekochtem Hühnchenfleisch. Amara kommt wieder zurück in ihren Kennel. Mona legt sich in den großen, offenen Kennel unter eine Bank. Sie wird dort geduldet. Ich verteile die Medikamente. Leo hat eine einmonatige Behandlung beendet. Ich werde ihn in den kommenden Tagen erneut testen lassen. Pat kommt und füttert. Ich säubere die restlichen Bereiche. 

Danach fahre ich nach Baan Amphur. Ba Bät ist aus dem Krankenhaus entlassen worden und nimmt ihre Arbeit wieder auf. Ich bezahle sie für September und kaufe Reis für die Tempelhunde. Avira und Pema begrüßen mich auf dem Tempelmarkt. Nero sehe ich jedoch nicht. Die Tempelhunde sind vollzählig. Ich sehe auch Payu, der am hinteren Ende der Vorhalle von Leuten gefüttert wird. Er sucht die Nähe der Thai, die sich häufig an der Vorhalle aufhalten. 

Ich kaufe Trockenfutter ein und fahre dann das erste Mal über die neue Autobahn zurück zum Shelter. Ein Baan Amphur Zubringer ist nun geöffnet worden. So spare ich etwa 15 Minuten Fahrzeit zwischen Shelter und Tempel. Am Shelter begrüßen mich wieder Talo und Gefährten. Der Zaun ist nun so hinüber, dass er komplett erneuert werden muss. Zola und Toya kommen zurück in ihren Bereich und ich dichte wieder ab. Talo und Tara folgen mir in den Doppeltorbereich und ich stecke sie in jeweils einen Kennel im Haus. Ich hoffe, dass ich morgen jemanden finde der den Zaun neu errichtet. Ich werden mal versuchen, ob ich Talo, Tara, Zola und Toya im hintersten Bereich unterbringen kann. Der ist zwar kleiner, aber verfügt über zwei Salas. Abends bin ich wieder bei Rico und verabreiche ihm Doxycycline.

Sonntag, 30. August 2020

Kaum bin ich im Shelter, fegt ein Gewittersturm über uns hinweg. Ich nehme Amara und Mona aus den ihren Kennels und verlege sie jeweils in einen der Käfige. Nach der Säuberung des Hauses füttere ich Amara und Mona mit Fleisch und behandele Monas Wunde. Danach bekommen beide sowie Lingling auch ihre Medikamente. Als der Regen nachlässt gehe ich nach draußen. Talo und Konsorten kommen mir wieder gut gelaunt entgegen. Es dauert eine Weile bis ich sie in ihrem Bereich und das neue Loch im Zaun abgedichtet habe. Dabei stelle ich fest, dass der Zaunbereich, der kürzlich von einem Traktor niedergerissen und danach repariert worden war, sehr notdürftig zusammengeschustert wurde. Ich dichte nun alles mit Sperrholzplatten ab. Aber das ist ja auch nur provisorisch und muss unbedingt ausbruchssicher gemacht werden. Ich füttere die Hunde und säubere danach alle Bereiche. 

Am Spänachmittag bin ich wieder im Shelter, säubere erneut und verteile die abendlichen Medikamente. Als ich schon bei Dunkelheit das Tor zusperre, kommen mir Talo und Toya wieder entgegen. Als Talo mich sieht, verschwindet er sofort durch das Loch in seinen Bereich; Toya muss ich wieder zurücktragen. Mit einer weiteren Sperrholzplatte versuche ich den Zaun so sicher wie möglich zu machen. 

Ich bin dann noch wieder bei den Freizeitparkhunden und verabreiche Rico Doxycycline. Dr. Oi schickt mir das Testresultat von Mona. Die roten Blutwerte sehen garnicht so schlecht aus, Nieren und Leber sind in Ordnung. Allerdings ist die Anzahl der weißen Blutkörperchen erhöht. Das ist jedoch nicht verwunderlich. Ich werde Mona auf jeden Fall noch so lange behalten bis die Wunden vollständig verheilt sind.

Samstag, 29. August 2020

Als ich morgens am Shelter eintreffe, begrüßt mich Talo vor dem Tor. Ich bringe ihn in den Doppeltorbereich und stelle fest, dass er sich wieder durch den Zaun gearbeitet hat. Immerhin sind Tara, Zola und Toya ihm dieses Mal nicht gefolgt. Ich dichte den Spalt mit einer Palette ab und bringe Talo dann zurück. 

Mona hat die Nacht in ihrem Kennel gut überstanden. Sie lässt sich von mir streicheln und ich kann sie auf die Bank heben. Sie hat also schon ein gewisses Vertrauen zu mir entwickelt. Pat kommt und füttert. Ich fahre mit Mona zu Dr. Oi. Ich kann Mona nun schon auf dem Arm tragen. Vorsichtshalber binde ich ihr dabei noch eine Maulschlaufe um, während ich sie durch die Hunde hindurch zum Auto trage. Sie bleibt aber recht ruhig. Auch in der Klinik lässt sie die Behandlung ohne Probleme über sich ergehen. Die Wunde beginnt zu verheilen und bleibt unverbunden. Auch die Sterilisationswunde sieht gut aus. Ich lasse einen Bluttest vornehmen. 

Zurück im Shelter kommt Mona wieder in ihren Kennel. Sie frisst weiterhin gut. Auch Amara frisst und übergibt sich nicht mehr. Leo, mein dritter Patient, bewegt sich auch viel besser und fühlt sich zusammen mit Tashi, Nuri, Coco und Lilly wohl. Das Tor zu den beiden anderen hinteren Bereichen lasse ich geschlossen, damit Ruby. Erin, Tommy, Kylie und Buffy nicht von Tashi, Leo und Nuri aufgemischt werden. Coco und Lilly dürfen zu ihnen, ziehen es jedoch vor, bei Leo zu bleiben. 

Am frühen Abend bin ich wieder bei Rico und Dodo. Rico bekommt Doxy. Seine Hoden sind abgeschwollen und es geht ihm gut. Ich treffe auch auf Surat. Es geht ihm augenscheinlich besser. Pat hat ihm ein reflektierendes Halsband umgelegt.

Freitag, 28. August 2020

Boby kommt heute Morgen zum Shelter und bringt Mona mit. Mona ist kürzlich sterilisiert worden, leidet jedoch an einer hässlichen Bisswunde an ihrem Hinterteil. Boby kann Mona nicht aufnehmen, da sein Haus bereits voll ist. Mona muss jedoch behandelt werden und so habe ich mich bereiterklärt sie vorübergehend aufzunehmen. Mona kommt erstmal in einen Kennel, damit sie sich mit ihrer neuen Situation anfreunden kann. Die Fleischstückchen, die ich ihr gebe, frisst sie und auch Wurstscheiben mit Bravecto versehen nimmt sie ohne Probleme. Mona ist voller Zecken und die wird sie morgen los sein. Ich werde sie dann morgen auch Dr. Oi vorstellen, wenn sie das zulässt. 

Amara frisst heute Morgen auch wieder recht gut. Ihr Zustand scheint sich stabilisiert zu haben. Pat kommt und füttert und ich mache das Übrige. Am Spätnachmittag bin ich wieder im Shelter. Mona liegt immer noch unter ihrer Bank im Kennel, aber ich denke, sie fühlt sich nicht unwohl. Sie reagiert bereits auf ihren Namen. Ich gehe durch alle Bereiche und verteile dann die Medikamente. Danach verabreiche ich Amara Kochsalzlösung. Als ich fahre, setzt ein heftiger Gewittersturm ein, sodass ich nicht mehr zum Freizeitpark komme. Ich verabreiche Rico das Doxy später am Abend.

Donnerstag, 27. August 2020

Pat kommt heute nicht und so arbeite ich mein Pensum allein ab. Zwischendurch bringe ich Amara für die dritte Infusion in dieser Woche zu Dr. Oi. Da es mittags brutal heiß ist, verschiebe ich die Fütterung auf den Nachmittag. Anschließend hole ich Amara aus der Klinik und verteile die Medikamente. Amara frisst erfreulicherweise wieder etwas mehr. 

Am Freizeitpark verabreiche ich Rico wieder Doxy. Seine Hoden sind immer noch stark geschwollen. Katharina hat Panaeng, Rodney, Meefoo und Mum reflektierende Halsbänder umgelegt, die mir Dr. Kwanchai gegeben hatte. Surat wird auch noch eines bekommen. Pat berichtet mir, dass es Surat schon besser gehe. Allerdings ist der Freund der Restaurantbesitzerin dagegen, dass hinter dem Haus ein Gehege errichtet wird. Deshalb müssen die beiden anderen Hunde dort angeleint bleiben. Immerhin kümmert sich Pat um sie.

Mittwoch, 26. August 2020

Ich habe heute Morgen einen Zahnarzttermin und deshalb kommt Pat schon früher. Mittags bin ich dann im Shelter. Pat hat schon gefüttert. Ich fahre mit Amara zu Dr. Oi. Amara bekommt wieder eine intravenöse Infusion. Ihr gestriger Test ergab eine geringe Reduzierung des Creatinine Wertes von 4.3 auf 4.1. Das ist immer noch weit oberhalb des Grenzwertes aber macht doch etwas Mut. Zurück im Shelter säubere ich nach der Fütterung und desinfiziere Amaras Kennel. Danach verteile ich die Medikamente. 

Am Spätnachmittag säubere ich erneut, verteile die abendlichen Medikamente, nun nur noch an Lingling, Roshi, Buffy und Leo. Leo und Tashi haben Freundschaft geschlossen. Coco und Lilly bleiben am liebsten bei Leo. Ich lasse die Tür zu den beiden kleineren Bereichen geschlossen, damit Tashi und Nuri Tommy und Erin in Ruhe lassen. Buffy und Kylie halten sich aus den Kabbeleien raus. 

Am frühen Abend hole ich Amara aus der Klinik. Erfreulicherweise frisst sie nun etwas besser und nimmt ihre Medikamente ohne Probleme. Vielleicht geht es ja doch wieder aufwärts mit ihr. Auf dem Nachhauseweg bin ich dann noch bei Dodo und Rico. Ich treffe Jay und Boby bei ihnen. Rico hat eine Infektion entwickelt; ich denke aber, dass ich die mit der täglichen Vergabe von Doxycycline in den Griff bekommen werde. Mit Hilfe von Boby ziehe ich Dodo die Fäden.

Dienstag, 25. August 2020

Ich erledige meine Arbeiten und bin dann mit Amara und Roshi bei Dr. Oi. Amara erhält wieder eine intravenöse Behandlung und Roshis Maulwunde wird untersucht. Die Wunde sieht trocken aus und scheint zu verheilen. Eine weitere dreitägige Clindamycin Behandlung muss allerdings noch folgen. Pat kommt und füttert. Ich fahre derweil in die Silverlake Klinik und hole Rico ab. Mit ihm bin ich dann bei den Tempelhunden. Alle Hunde sind vollzählig und wohlauf. Der Sohn von Ba Bät kommt und verteilt Reisfutter. Ich fülle die Container und dann machen wir unseren Strandgang. Nachdem ich Rico bei Dodo abgeliefert habe, hole ich Amara aus der Klinik, säubere die Bereiche und verteile die abendlichen Medikamente. Dann bin ich nochmal bei Rico und verabreiche ihm Doxycycline.

Montag, 24. August 2020

Wieder die normale Arbeit am Vormittag. Pat kommt mittags und füttert. Am Nachmittag treffen wir uns gegenüber dem Pong Freizeitpark. Pat kümmert sich dort um einige Hunde. Zwei von ihnen sind ständig angekettet und Pat möchte das ändern. Wir sprechen mit der Eigentümerin, die damit einverstanden ist, ein Gehege für die Hunde zu errichten. Pat will für die Finanzierung sorgen. Ein dritter Hund frisst seit einigen Tagen nicht mehr richtig. Ich kenne ihn von der Versorgung von Dodo und Rico. Deswegen weiß ich, dass er die Wurstscheiben frisst. Ich beginne mit der Verabreichung von Doxycycline, da ich vermute, dass Surat, so nenne ich nun, an Blutparasiten leidet. Pat will die weitere Verabreichung übernehmen. Wenn Surat es zulässt, werde ich sein Blut testen lassen. Am Spätnachmittag bin ich wieder im Shelter, säubere, verteile Medikamente und verabreiche Amara Kochsalzlösung.

Sonntag, 23. August 2020

Ich verrichte meine normale morgendliche Shelterarbeit. Da Pat heute nicht kommt, füttere ich auch die Hunde. Roshi kommt wieder zurück zu ihrer Mutter. Die Maulschwellung ist abgeklungen, aber es wird wohl eine Weile dauern bis die Wunde sich schließt. Toto und Venus haben sich ihrer Pflaster entledigt. Die Wunden sind nun nur noch oberflächlich. Ich behandele sie mit Betadine. 

Am Nachmittag bin ich mit Rico in der Silverlake Klinik. Dort nehme ich die vier sterilisierten Hündinnen entgegen und liefere bei Boby und Jay ab. Einer der Hündinnen leidet an einem fortgeschrittenen Genitaltumor. Boby übernimmt deren weitere Versorgung. Auf dem Weg zurück zum Shelter kaufe ich noch 120 kg Trockenfutter und eine neue Tür für den Behandlungsraum. Die bisherige ist einer Beißattacke zum Opfer gefallen. Im Shelter dann wieder die übliche Abendarbeit mit der Vergabe von Kochsalzlösung an Amara.

Samstag, 22. August 2020

Morgens wieder die übliche Arbeit. Pat kommt und füttert die Hunde. Sie macht mich auf eine Maulverletzung von Roshi aufmerksam. Ich habe feststellen müssen, dass sich Roshi aggressiv gegenüber Hovis, der viel größer als sie ist, verhalten hat. Sie scheint wohl bei einer Rauferei etwas abbekommen zu haben. Ich bin mit Roshi bei Dr. Oi, die mir erklärt, dass die Verletzung nach Behandlung in einigen Tagen verheilt sein wird. Ich solle die Wunde mit Nanospray einsprühen und Clindamycin verabreichen. Damit die Wunde sauber bleibt, belasse ich Roshi in einem der Hauskäfige. 

Meine Nachmittagspause fällt aus, da ich mir wieder einen Nagel in einen Reifen gefahren habe. Nach der Reparatur bin ich wieder im Shelter, verteile die abendlichen Medikamente und verabreiche Amara ihre tägliche Dosis Kochsalzlösung. Ich hatte ihr morgens ein Reisfertiggericht angeboten, von dem sie etwas gefressen hatte. Amara ist sehr geduldig bei den Infusionen und bei der Verabreichung der Medikamente, die ich ihr in den Schlung schieben muss, da sie die Aufnahme von Fleisch- oder Wurststückchen verweigert.

Freitag, 21. August 2020

Ich verrichte die übliche Vormittagsarbeit. Pat kommt und füttert die Hunde. Ich impfe noch Kylie und Leo. Am frühen Nachmittag bin ich in Baan Amphur und nehme vier Hündinnen an Bord, die Jay in Phratumnak aufgesammelt hat. Da Jay den Kontakt zu Dr. Kwanchai abgebrochen hat und Louise keine Zeit hat die Hunde in der Silverlake Klinik abzuliefern, habe ich den Job übernommen. 

Ich bin dann bei den Tempelhunden und impfe Neung, Song, Sahm, Jake, Dotty, Nico, Satya, Panya, Deva und Taco. Der Sohn von Ba Bät kommt und füttert mit Reisfutter. Dann treffe ich Wan an der Second Road. Sie versorgt dort Hunde. Einer von ihnen hat sich eine böse Pfotenverletzung zugezogen. Da Wan kein Auto hat, bringe ich den Hund in die Naklua Klinik. Nach dessen Versorgung liefere ich den Hund wieder bei Wan ab, die ihn weiter medizinisch versorgen wird. 

Ich bin dann wieder im Shelter, verteile die abendlichen Medikamente und verabreiche Amara erneut Kochsalzlösung.

Donnerstag, 20. August 2020

Ich bin heute den ganzen Tag mit nur einer kurzen Essenspause im Shelter. Das Haus muss gesäubert werden, Amaras Kennel desinfiziert und alle Bereiche vom Kot befreit. Mittags bin ich mit Erin, Venus und Toto bei Dr. Oi. Die Wunden aller drei Hunde sind fast verheilt und werden ein letztes Mal verbunden. In drei Tagen werde ich die Verbände entfernen können. Cocos Wunde ist verheilt und ich nehme ihr den Pfotenverband ab. Pat kommt heute nicht und so füttere ich die Hunde. Anschließend säubere ich die Wasserschalen und fülle sie mit frischem Wasser. Danach ist ein weiterer Säuberungsgang notwendig. 

Amara bekommt wieder Kochsalzlösung verabreicht und dann verteile ich die abendlichen Medikamente. Amara ist nun bei der Behandlung recht anstellig und geduldig. Sie weiß offenbar, dass etwas mit ihr nicht in Ordnung ist und verhält sich auch im Kennel ruhig. Es ist sicher keine angenehme Zeit für sie, aber wenn sie eine Überlebenschance haben soll, müssen wir die gegenwärtige Prozedur noch weitere drei Wochen beibehalten. Das spezielle Nierenfutter rührt sie nicht an. Ich habe ihr wieder gekochtes Schweinefleisch angeboten, von dem sie einige Happen frisst. Renavast, Neurobion und Doxy muss ich ihr in den Hals stecken. Amara hat an Gewicht verloren, jedoch nicht signifikant. Ansonsten scheint es ihr nicht so schlecht zu gehen.

Nebenan wird an der Fertigstellung des Hauses gearbeitet. Ich will nicht hoffen, dass ich nun andere Nachbarn mit ähnlichen Problemen bekomme.

Mittwoch, 19. August 2020

Pat kommt mittags, nachdem ich meine morgendlichen Arbeiten erledigt habe. Sie teilt mir mit, dass sie nun die braune Hündin am Siam Country Club füttert. Die ist jedoch immer noch sehr ausweichend. Der angefahrene Hund hat sich wohl beim August Restaurant wieder eingefunden. Jack, der Betreiber des Restaurants, will versuchen ihn einzufangen. 

Nachdem Pat gegangen ist und ich erneut gesäubert habe, bin ich bei den Tempelhunden. Außer Asa sind alle vollzählig. Auf unseren Strandgang verzichten wir heute, da es brutal heiß ist. Zurück im Shelter verabreiche ich Amara Kochsalzlösung und verteile die abendlichen Medikamente. Ich habe für Amara spezielles Nierenfutter gekauft, dass sie jedoch nicht anrührt. Auch das Hähnchenfleisch lässt sie liegen. Ich muss ihr die notwendigen Medikamente in den Schlund stecken. Auf dem Rückweg nach Hause bin ich noch bei Hunden im Pong Freizeitpark. Dodo hat die Kastration gut überstanden. Er, Rico und die anderen Vier sind alle wohlauf.

Dienstag, 18. August 2020

Morgens die übliche Routine mit der Säuberung aller Bereiche, der Desinfektion von Amaras Kennel und der Medikamentenvergabe. Pat füttert die Hunde und ich verabreiche Amara Kochsalzlösung. Am Nachmittag muss ich feststellen, dass sie sich erbrochen hat. Das ist kein gutes Zeichen. Sie ist auch ruhiger als in den vergangenen Tagen. Ihre Augen aber sind noch klar. 

Leos Heilungsprozess macht Fortschritte. Er läuft schon wieder recht flink herum und kommt nun wohl mit den anderen Hunden zurecht. Insbesondere mit Coco spielt er häufig. Deren Pfotenverletzung scheint verheilt zu sein. Ich werde morgen den Verband entfernen. Die Bisswundenheilungen von Erin, Venus und Toto machen ebenfalls Fortschritte. Ich hoffe, dass ich diesen Monat von weiteren hohen Tierarztkosten verschont bleiben werde, denn mittlerweile sind schon über 30,000 Baht aufgelaufen.

Montag, 17. August 2020

Ich habe am Freitagnachmittag ein behördliches Schreiben ausgehändigt bekommen, das einen Polizeireport sowie eine Vorladung zum Bezirksbeüro für heute Morgen beinhaltet. Ich habe immer noch einen guten Kontakt zu meinem ehemaligen Kollegen in der Rechtsanwaltskanzlei, in der wir jahrelang zusammengearbeitet hatten. Der Anwalt teilt mir mit, dass ich angezeigt wurde, da Shelterhunde angeblich 26 Hühner getötet haben. Ich muss dazu sagen, dass die Leute nebenan einen Hühnerstall unmittelbar neben dem Shelter errichtet hatten und dabei meinen Metalsheet Zaun als Rückwand des Stalls zweckentfremdet hatten. 

Da ich ohne einen rechtlichen Beistand nicht erscheinen wollte, bin ich am Morgen im Bezirksbüro um eine Verschiebung der Vorladung zu erwirken. Im Umgang mit den Behörden hier habe ich noch nie Schwierigkeiten gehabt, da ich ausreichend Thai spreche, um meine Position zu vertreten zu können. So ist auch dieses Mal eine Terminverschiebung kein Problem. Der Termin wird im kommenden Monat erneut anberaumt werden. 

Ich bin relativ früh im Shelter und verrichte meine morgendlichen Arbeiten. Pat kommt mittags und ich bin mit Erin, Venus und Toto bei Dr. Oi. Bei allen dreien werden die Verbände gewechselt. Mit den Hunden wieder im Shelter verteile ich die Medikamente. Hiro, Kenzo und Dodger erhalten zudem Bravecto. 

Am Nachmittag bin ich in Baan Amphur und kaufe Reis für die Tempelhunde. Im Tempel läuft Sido auf mich zu. Ich sehe ihn nur ganz selten, aber er hat mich nicht vergessen. Ich habe Sido vor Jahren von einem Schwerst-TVT befreit. Ein blindes Auge hat er davon zurückbehalten, aber ansonsten geht es ihm gut. Ich versorge die Hunde und wir machen unseren Strandgang. Auf dem Tempelmarkt treffe ich auf Pema. Augenscheinlich hat ihr die Frau, die sich um sie und Avira kümmert, das Clindamycin verabreicht, das ich ihr gegeben hatte, denn die Wunde an Pemas Flanke ist recht gut verheilt. 

Zurück im Shelter gehe ich noch mal säubernd durch alle Bereiche und verteile dann die abendlichen Medikamente. Amara füttere ich erneut für die Nacht. Am Pong Freizeitpark gebe ich Dodo ein letztes Mal Doxy. Dodo ist von einer Hodeninfektion, die nach einer Kastration häufiger auftreten kann, verschont geblieben. Er und auch Rico sind wieder ganz die alten.

Sonntag, 16. August 2020

Pat bittet mich mir einen Hund am Mabprachan Reservoir anzusehen, der anscheinend angefahren wurde. Wir finden den Hund jedoch nicht und versuchen es am Abend noch einmal. Vor einigen Tagen wurde ich informiert, dass ein Hund nicht weit vom Reservoir möglicherweise ausgesetzt wurde. Wir schauen nach dem Hund und finden ihn auch an der angegebenen Stelle. Die Hündin ist in gutem Zustand. Pat wird nach ihr schauen und versuchen sich mit ihr anzufreunden. 

Im Shelter nehme ich Amara an Bord und bringe sie für eine weitere intravenöse Behandlung zu Dr. Oi. Danach mache ich mich an meine Arbeit. Da Pat heute nicht kommt, füttere ich die Hunde ebenfalls. Paco hat sich weiterhin recht gut eingelebt und scheint von den Haushunden akzeptiert zu werden.

Am Spätnachmittag hole ich Amara aus der Klinik und füttere sie. Dann gehe ich durch alle Bereiche und verteile Ferric an Lingling, Leo, Coco, Lilly und Buffy. Anschließend verabreiche ich Amara ihre abendlichen Medikamente. Amara hält sich weiterhin gut. Ihre intravenöse Behandlung ist vorerst beendet. Ich werde ihr in den kommenden Wochen die Kochsalzlösung subkutan verabreichen. Die Behandlung gegen Leptospirose muss noch mindestens drei Wochen lang fortgesetzt werden. Solange muss Amara auch konsequent separat gehalten werden. Einen erneuten Creatinine Test werde ich kommende Wochen vornehmen lassen. 

Pat hat abends nochmal nach dem angefahrenen Hund gefahndet, ihn jedoch nicht finden können. Ich bin noch bei Dodo und Rico und verabreiche Dodo Doxycycline. 

Samstag, 15. August 2020

Paco hat sich recht gut im Hausbereich eingerichtet und so lasse ich ihn erstmal dort. Er kann sich in den großen Käfig zurückziehen, wenn ihm danach ist. Pat kommt, nachdem ich meine Routinearbeiten verrichtet habe. 

Während sie die Hunde füttert, bringe ich Amara, Venus, Toto, Coco und Erin mit zwei Fahrten zu Dr. Oi. Amara wird wieder an den Tropf gehängt und den anderen Vieren werden die Wunden versorgt. Cocos Wunde ist fast verheilt aber Venus, Toto und Erin müssen in zwei Tagen erneut verbunden werden. Am Nachmittag hole ich Amara wieder ab, füttere sie und gebe ihr wie auch den anderen Patienten die abendlichen Medikamente. 

Am frühen Abend bin ich dann wieder bei den Hunden am Pong Freizeitpark. Rico geht es wieder viel besser. Er hat seine Lebensfreude zurück. Dodo erhält Doxy und den Vieren Panaeng, Rodney, Meefoo und Mum geht es auch gut.

Freitag, 14. August 2020

Ich säubere zunächst alle Bereiche und desinfiziere dann Amaras Kennel. Danach verteile ich die morgendlichen Medikamente. Ich bringe Toto und Venus zurück in den Salabereich und Paco in den Talo Bereich. Die Harmonie dort jedoch scheint gestört. Talo dominiert Paco sofort wieder, sodass ich Paco gleich herausnehme. Ich versuche ihn dann im Salabereich unterzubringen, aber auch dort stürzen sich Kofi und Bum auf ihn. Danach versuche ich es mit Kenji, aber Paco versucht sofort aus dem Bereich auszubrechen. Also nehme ich ihn wieder in den Hausbereich und setze ihn bei geöffneter Tür in den großen Käfig. Nun legt er sich mit Hunden an, die sich seinem Käfig nähern. Also schließe ich die Tür erstmal wieder. Morgen muss ich schauen, wo ich ihn am besten unterbringen kann. Die drei hinteren Bereiche sind ja auch noch eine Option. 

Pat kommt und ich fahre in die Silverlake Klinik und bringe die sterilisierte Hündin ins Chalita Village zurück. Dann bin ich wieder im Shelter. Kurz nachdem ich die Medikamente verteilt habe, fängt es an heftig zu regnen. Ich verabreiche Amara Kochsalzlösung und bin dann noch bei Dodo und verabreiche ihm Doxycycline. Boby hat auf meine Anregung hin Ricos Blut testen lassen. Alles Werte sind normal. Dennoch hat Boby Rico zu sich genommen, um ihn wieder zu Kräften kommen zu lassen.

Donnerstag, 13. August 2020

Morgens verrichte ich meine übliche Routine, die nun auch immer die Desinfektion von Amaras Kennel beinhaltet. Dann bin ich zuerst mit Amara und Venus bei Dr. Oi und danach mit Toto und Paco. Amara wird wieder an den Tropf gehängt, die Bisswunden von Venus, Toto und Paco werden versorgt. Zurück im Shelter stecke ich Venus, Toto und Paco erstmal in den großen Käfig, da es nun nachmittags wieder regnet. Die Verbände müssen trocken bleiben. Die drei vertragen sich gut. Es sind ja Geschwister. 

Da Pat heute nicht kommt, füttere ich die Hunde und gehe danach nochmal durch alle Bereiche. Am Spätnachmittag hole ich Amara ab und füttere sie mit gekochtem Schweinefleisch. Amara verhält sich weiterhin normal und zeigt keinerlei Krankheitssymptome. 

Am frühen Abend bin ich bei Dodo und Rico. Dodo bekommt Doxy und Rico auch ein Wurststückchen. Er ist aber noch nicht wieder der alte. Deswegen bitte ich Boby, der Dodo und Rico täglich füttert, einen Bluttest vornehmen zu lassen.

Mittwoch, 12. August 2020

Ich koche mal wieder Hähnchenfleisch da Amara und Erin die Wurstscheiben, in die ich die Medikamente verpacke, verschmähen. Mit den Hähnchenteilen funktioniert die Verabreichung. Erin und Coco bringe ich wieder in die hinteren Bereiche und säubere dann. Pat kommt und füttert die Hunde. 

Ich muss morgens immer auch Amaras Kennel sehr sorgfältig desinfizieren. Amara macht sich weiterhin gut. Ich verabreiche ihr wieder 250 ml Kochsalzlösung. Mittlerweile funktioniert das recht passabel. Auch frisst sie die Hähnchenteile mit Appetit. Ab morgen ist wieder eine dreitägige intravenöse Injektion fällig. Ich nehme Amara dann jedoch abends wieder aus der Klinik. 

Die Palmen im Shelter machen mir ein wenig Sorge. Heute sind wieder zehn braune Wedel heruntergekommen. Ich hoffe, dass das jahreszeitlich bedingt ist. Außerhalb des Shelters sehen manche Palmen ähnlich aus, andere jedoch weisen nicht so viele braune Wedel auf. 

Am späten Nachmittag säubere ich erneut und erneuere das Wasser. Dann verteile ich die Medikamente. Erin und Coco geht es recht gut, aber ich muss feststellen, dass sowohl Toto, Venus und Pace kleine, aber leicht entzündete Bisswunden aufweisen. Ich gebe allen dreien Doxycycline und desinfiziere die Wunden mit Betadine. Morgen muss ich schauen, ob ich sie in die Klink bringen muss. Auf dem Rückweg nach Hause schaue ich nach Dodo und Rico. Beiden geht es besser. Dodo bekommt von mir Doxycycline verabreicht.

Dienstag, 11. August 2020

Ich bin heute früher im Shelter und verrichte meine morgendlichen Arbeiten bevor Pat um 10 Uhr kommt. Während sie die Hunde füttert, beginne ich schon mal mit der Impfaktion im Hausbereich. Kaum habe ich die ersten Hunde geimpft, fällt prompt der Strom aus. Also muss ich mich sehr beeilen so viel Hunde wie möglich zu erwischen. Die meisten der 25 Hausbereich-Hunde impfe ich ohne große Schwierigkeiten. Amal und Elsa sind generelle Problemfälle und Mee entwischt mir auch immer gern. Zusammen mit Pat gehen wir dann durch die anderen Bereiche, in denen ich ebenfalls die meisten Hunde im Akkord impfe. 

Ich bin zusätzlich unter Zeitdruck, da ich einen Hund von Klaus um 14 Uhr abholen muss, den ich in der Silverlake Klinik zur Sterilisation abliefere. Ich nehme den sterilisierten Dodo in Empfang und bin dann bei den Tempelhunden. Payu hat sich wieder eingefunden, aber Asa werde ich wohl nicht mehr wiedersehen. Immerhin hat sie noch einige Jahre in Freiheit und bei guter Versorgung genießen können. Nachdem ich die Container gefüllt habe, machen wir unseren gewohnten Strandgang. Auf dem Tempelmarkt begrüßen mich Avira und Pema. Pema hat eine Wunde, die nicht zu heilen scheint. Ich gebe der Marktfrau, die sich um die beiden Hunde kümmert, Clindamycin für fünf Tage. 

Auf dem Rückweg zum Shelter bringe ich Dodo wieder an seinen Platz und verabreiche ihm Doxycycline. Boby hat Rico zurückgebracht. Es scheint ihm wieder besser zu gehen. Im Shelter nehme ich Erin und Coco an Bord. Cocos Verband muss gewechselt werden und Erin hat mehrere Bisswunden erlitten, die sich entzündet haben. Ich lasse beide Hunde für die Nacht im Haus. Zu guter Letzt verabreiche ich Amara noch Kochsalzlösung und verteile die abendlichen Medikamente.

Montag, 10. August 2020

Meine Landeigentümern reißt mich frühmorgens aus dem Tiefschlaf und teilt mir mit, dass bei Erdarbeiten nebenan der Shelterzaun im Talo Bereich beschädigt worden sei. Ich mache mich sofort auf den Weg und muss feststellen, dass der Zaun auf etwa acht Metern niedergerissen wurde. Talo, Tara, Paco, Toya und Zola sind natürlich entflohen. Vier von ihnen habe ich ziemlich schnell im Doppeltorbereich und Tara findet sich nach einer halben Stunde auch ein. Ein Handwerker kommt und ersetzt die defekten Metalsheets. Somit kann ich nach zwei Stunden alle fünf Hunde wieder in ihren Bereich zurückbringen. 

Die gute Nachricht aber ist, dass der Bau des Hauses nebenan nicht weitergeführt wird. Die Landeigentümern teilt mir mit, dass den Leuten das Geld ausgegangen sei und sie das Land zurückgegeben hätten. Mir fällt ein Stein vom Herzen, denn Leben nebenan wäre ein weiterer Stressfaktor gewesen. Ich hoffe, das niemand anderes das Haus übernehmen wird. 

Pat kommt und füttert, nachdem ich alle meine Routinearbeiten erledigt habe. Am Nachmittag erhalte ich eine Lieferung Impfstoffe. Morgen werde ich mit Pats Hilfe eine Reihe von Hunden impfen, deren deren Termine schon eine Zeit zurückliegen. Insbesondere Leptospirose macht mir Sorgen seitdem Amara damit positiv ist. Zurück im Shelter verabreiche ich Amara erneut 250 ml Kochsalzlösung subkutan. Amara ist davon immer noch nicht begeistert, aber es klappt heute besser als gestern.

Sonntag, 9. August 2020

Heute Morgen hole ich zuerst Amara aus dem Baderaum und verlege sie in einen der Hauskennel. Dann desinfiziere ich den Baderaum sorgfältig und entsorge das mit Haiter vermischte Wasser. Anschließend verabreiche ich die Medikamente an Amara, Lingling und Coco im Haus sowie an Leo und Buffy in den hinteren Bereichen. Ich nehme dann Coco wieder mit nach hinten und lasse die Türen zwischen den drei Bereichen offen. Die Hunde müssen sich zusammenraufen und es scheint auch zu klappen, da nun Kobie, Rosie, Nelson und Shana nicht mehr da sind. 

Pat kommt und füttert. Ich nehme Amara in den Behandlungsraum und verabreiche ihr Kochsalzlösung subkutan. Es ist zwar ein wenig anstrengend Amara daran zu hindern sich zu bewegen, weil sonst die Nadel herausrutscht, aber nach einer halben Stunde habe ich ihr 250ml verabreichen können. Pat geht und ich absolviere den zweiten Säuberungsgang. 

Am Spätnachmittag verabreiche ich die abendlichen Medikamente an die vier Patienten und säubere erneut. Amara scheint sich im Kennel eingerichtet zu haben. Eine erneute Desinfizierung ist nicht erforderlich, da sie sauber geblieben ist.

Samstag, 8. August 2020

Dr. Oi teilt mir am Morgen mit, dass Amaras Leptospirose PCR Test positiv ist. Zudem hat ein erneuter Nierentest eine weitere Verschlechterung ergeben; nun liegt der Wert bei 4.5. Da sich die Kosten der Behandlung mittlerweile auf über 16,000 Baht belaufen und Amara frisst, empfiehlt mir Dr. Oi Amara wieder zu mir zu nehmen. 

Im Shelter bin ich zuerst in den hinteren Bereichen. Leo, Tashi und Nuri scheinen sich vertragen zu haben. In den beiden kleineren Bereichen scheint es auch relativ gut gegangen zu sein. Erin allerdings hat eine kleine Wunde, die ich mit Carprofen behandele und Coco hat sich eine Wunde am Ballen der rechten Vorderpfote zugezogen. Ich kann die Wunde nicht verbinden, da sie sich heftig dagegen wehrt. Deswegen bin ich mit ihr bei Dr. Oi. Ich kann Amara nicht mitnehmen, da mich Anwohner in der Soi Siam Country gebeten haben drei Hunde sterilisieren zu lassen. Ich lasse Coco erstmal im Behandlungsraum, säubere alle Bereiche und bringe dann die drei Hunde in die Silverlake Klinik. Boby teilt mir mit, dass er Rico weiter behandeln lässt. Die Wunde an der Schulter hat sich geschlossen, aber er ist nicht mehr der alte. Das hatte ich ja gestern Abend auch schon bemerkt. 

Nach der Klinik bin ich bei den Tempelhunden. Zu meinem Bedauern muss ich feststellen, dass Asa nicht wieder aufgetaucht ist. So muss ich wohl Abschied von ihr nehmen. Ich habe keine Ahnung was ihr passiert sein könnte. Bei meinen vorigen Besuchen war sie quicklebendig. Auch Payu ist nicht zu sehen. Ich habe aber noch Hoffnung, dass er sich wieder einfindet. 

Zurück im Shelter füttere ich die Hunde und hole dann Amara ab. Leptospirose ist eine bakterielle Infektion die durch Ratten- und Wildtierurin übertragen werden kann. Selbst im Boden und in stehendem Wasser sind die Bakterien nachweisbar. Das Bakterium kann über die Schleimhäute und offene Wunden in den Körper gelangen. Wenn frühzeitig erkannt, kann das Bakterium mit Doxycyline erfolgreich bekämpft werden. Meistens aber sind die Anfangssymptome kaum erkennbar und die Nierenschädigung setzt relativ schnell ein. Leptospirose ist nicht nur für Hunde gefährlich, sondern auch für Menschen. Deswegen ist beim Umgang mit den infizierten Hunden äußerste Vorsicht geboten. Amara muss deshalb von den übrigen Hunden getrennt gehalten werden und ihr Urin muss sorgfältig entsorgt werden. 

Am Shelter angekommen muss ich feststellen, dass sich Amara ordentlich entleert hat. Ich habe keine andere Möglichkeit als sie in der Box am Straßenrand sorgfältig abzuduschen und damit auch die Box zu säubern. Diese Prozedur ist für Amara nicht angenehm, jedoch notwendig. Ich trage Amara dann mit der Box in den Baderaum, der voll gekachelt ist und somit gut sauber zuhalten. Morgen versuche ich ihr Kochsalzlösung unter die Haut zu verabreichen.

Freitag, 7. August 2020

Nachts hatte es wiederholt geregnet, aber alle Hunde sind trocken als ich im Shelter eintreffe. Ich schaue in die hinteren Bereiche. Leo ist froh aus seinem Käfig herausgelassen zu werden. Ich säubere und verteile die Medikamente. Lek vom Shelter nebenan kommt mit einer Frau, die sich als die Besitzerin von Kobie vorstellt. Ich übergebe ihr Kobie. Die Frau erklärt mir, dass sie Kobie aus ihrem Auto gelassen habe, da er sich übergeben hatte. Dann war er im Gelände verschwunden. Ende gut, alles gut. 

Am Nachmittag kommt Pat und holt Nelson, Rosie und Shana wieder zu sich. Die drei haben ihre Ferien genossen und werden ab und zu wiederkommen. Ich bin froh, dass ich für vier Hunde weniger zu sorgen habe. Damit sich Leo wieder einordnet, schließe ich die Tür vom großen Bereich zu den zwei kleineren. Im großen Bereich mit nur einer Sala belasse ich Nuri, Tashi und Leo. In die beiden kleineren Bereichen mit drei Salas bringe ich für die Nacht Tommy, Ruby, Erin, Kylie, Buffy, Coco und Lilly unter.

Donnerstag, 6. August 2020

Ich verrichte meine morgendlichen Routinearbeiten. Wasser wird geliefert. Die Hunde kennen das ja und es gibt keine Komplikationen. Anschließend füttere ich sie. Am frühen Nachmittag bin ich mit einer Hündin in der Silverlake Klinik. Boby hat sie mir in Jomtien zur Sterilisation übergeben.

Danach bin ich bei den Tempelhunden. Ich vermisse Asa und Payu. Um Payu mache ich mir weniger Sorgen, denn er war ja schon öfters abwesend und tauchte immer wieder auf. Asa jedoch war immer an der Vorhalle und das seit Jahren. Ich habe dort schon Nena vor etwa zwei Jahren von einem zum anderen Tag verloren und will nicht hoffen, dass mit Asa das Gleiche passiert ist. Ich versorge die Hunde und wir machen unseren Strandgang. Die Reisfütterung scheint zu funktionieren.

Zurück im Shelter stelle ich fest, dass Leo sich unbeliebt gemacht hat. So lieb wie er vorher war, nachdem es ihm offenbar besser geht, hat er sich mit mehreren Hunden angelegt und dabei den Kürzeren gezogen. Es ist ihm nichts passiert, aber ich stecke ihn für die Nacht vorsorglich in den überdachten Käfig.

Mittwoch, 5. August 2020

Nachdem ich gesäubert, gefüttert und Medikamente verteilt habe, bade ich Kylie und schmiere sie mit der Sulfur Mischung ein. Anschließend bin ich mit Kobie bei Dr. Oi zur Blutabnahme und zum Impfen. Am Nachmittag habe ich etliche Besorgungen in der Stadt zu erledigen und bin am frühen Abend wieder im Shelter. Bei der Verteilung der Medikamente verhält sich Leo recht forsch. Es scheint ihm also schon besser zu gehen. Auch läuft er wieder etwas runder. Erin hat sich im überdachten Käfig eingerichtet. Kylie bringe ich deshalb in den Tommy Bereich. Die Tür zu den beiden anderen Bereichen bleibt aber offen.

Dienstag, 4. August 2020

Ich säubere den Hausbereich und verteile danach die morgendlichen Medikamente. Das Testergebnis von Buffy sieht nicht so schlecht aus. Nur die Anzahl der Blutplättchen ist zu gering. Sie wird vier Wochen lang mit Doxy und Ferric behandelt werden. Dr. Oi teilt mir mit, dass es Amara wohl ein wenig besser gehe. Sie esse normal.

Nelson, Shana und Rosie sind guter Dinge und fühlen sich wohl unter den anderen Hunden. Erin allerdings ist immer noch Außenseiter. Aber das liegt eher an ihr. Manchen Hunden fällt es schwer sich einzuordnen. Beppe ist auch so ein Fall. Ich habe die beiden ja schon in fast allen Bereichen gehabt; überall bekommen sie Schwierigkeiten. Tommy, der auch in diese Kategorie gehört ist nun im hintersten Bereich recht gut aufgehoben. Mein Versuch auch Erin dort unterzubringen, war nicht von Erfolg gekrönt. Innerhalb einer halben Stunde hatte sie sich unter der Tür durchgegraben.

Nachdem ich die Hunde gefüttert habe, fahre ich in das Village in dem Klaus lebt. Er hatte mich gebeten dort einen Mutterhund mit vier Welpen zu impfen. Die Helfer dort haben die Hunde in ein leer stehendes Haus gebracht und können die Hunde kontrollieren. Somit verläuft die Impfung ohne Komplikationen. In einer Woche werde ich den Mutterhund sterilisieren lassen. Die Welpen sind dann in einem Monat dran. Es stellt sich heraus, dass es nur drei sind. Mit dem verbleibenden Impfstoff impfe ich Leo, der mit Sicherheit auch noch nie geimpft wurde.

Ich hatte Rico drei Tage lang vermisst und die Leute vor deren Tür er und Dodo sich meistens aufhalten, sagten mir, dass ein Farang sie in eine Klinik zur Behandlung mitgenommen habe. Heute nun sehe ich Rico wieder. Er ist geschoren worden und hat ein Pflaster auf seiner Schulter. Aber er humpelt nicht mehr. Ich weiß nun auch wer ihn versorgt hat und habe Kontakt zu ihm aufgenommen. Es ist Boby, ein anderer Rescuer. Boby kümmert sich weiter um Ricos Verletzung.

Montag, 3. August 2020

Die wird allerdings verschoben, da Dr. Oi zuvor einen Leptospirose PCR Test vornehmen lassen will. Amara liegt in ihrer Box am Tropf und sieht nicht leidend oder krank aus. Sie ist auch ganz ruhig, wenn auch sie ein wenig besorgt ist. Ich habe oft in die Augen von Hunden geschaut, die bald danach gestorben sind oder eingeschläfert werden mussten. Die Hunde ahnen, dass sie auf der Kippe stehen. Ich will aber keine Kosten scheuen um Amara doch noch durchzubringen. Sie wird weiterhin intravenös behandelt bis das PCR Testresultat vorliegt. 

Mit in die Klinik habe ich Buffy genommen. Ich will nur ihr Blut testen lassen und ihre Nägel müssen geschnitten werden, da sie meistens in einer Sala hockt. Sie hat es mich nicht machen lassen. Ruby habe ich nicht in die Box bekommen. Sie ist neben Elsa, Tashi und Amal diejenige, die mir nicht erlaubt sie aufzunehmen. Alle vier nehmen Medikamente ohne Probleme aber sonstige Behandlungen sind im Shelter fast unmöglich. Dr. Oi rät mir Rubys Infektion fünf Tage lang mit Clindamycin zu behandeln. 

Nelson, Rosie und Shana genießen die Zeit mit den anderen Hunden. Leo ist nun schon fast etabliert und freut sich offensichtlich über die Verbesserung seiner Lebensumstände. Er kann herumlaufen und die übrigen Hunde gehen sorgsam mit ihm um, denn sie wissen natürlich, dass er verletzt ist. 

Zaza hat ihre Doxy Behandlung heute beendet. Ich werde ihr noch eine Woche lang Ferric verabreichen. Ferric verabreiche ich außer an Lingling abends immer noch an Coco, Lilly und Kobie. Kobie werde ich in den kommenden Tagen testen und impfen lassen. Ich gehe davon aus, dass er schon mal geimpft wurde, aber ich weiß natürlich nicht wann es das letzte Mal war.

Sonntag, 2. August 2020

Leo hat die Nacht gut überstanden. Wenn ich bei den Hunden bin, gibt es auch keinerlei Anzeichen, dass sie Probleme mit seiner Anwesenheit haben. Leo ist lieb zu allen Hunden und auch sehr lieb zu mir. Ich kann mich also morgens stressfrei an die Arbeit machen. 

Pat ist für einige Tage unterwegs und bring Nelson, Rosie und Shana zu mir. Die drei waren bisher immer nur im Hausbereich und zuweilen auch im Salabereich. Ich allerdings halte es für besser sie für die kommenden Tage zu den Hunden in die drei hinteren Bereichen zu bringen. Es scheint eine gute Entscheidung zu sein, denn nach einer kurzen Beschnupperungsphase werden sie von allen Anwesenden gut aufgenommen. Die drei laufen bald mit den anderen Hunden in allen Bereichen herum. Erstaunlicherweise findet Tashi, der schon mal problematisch sein kann, gleich einen guten Draht zu Nelson. Der Einzige, der Außen vor bleibt ist Tommy. Er hat ja Probleme mit Tashi und bleibt in seinem Bereich. 

Nach einer kurzen Pause bin ich am Spätnachmittag wieder im Shelter. Nach der Fütterung sind die Hunde immer schläfrig und die Stimmung ist entspannt. Auch in den hinteren Bereichen ist es friedlich. So hoffe ich, dass die vorübergehende Aufnahme von Nelson, Rosie und Shana keine Probleme aufwerfen wird. 

Ruby hat sich eine kleine, aber recht tiefe Wunde am Bauch zugezogen. Ich gebe ihr Doxy und Carprofen und werde sie Dr. Oi vorstellen. Buffy, deren Blut noch nie getestet wurden will ich ebenfalls mitnehmen. Sie ist nicht auffällig, aber ich möchte mir doch einen Überblick über ihre Werte verschaffen. 

Dr. Oi unterrichtet mich über Amaras Zustand. Leider ist ihr Creatinine Werte weiter angestiegen. Der obere Grenzwert liegt bei 1.7. Der erste Test ergab 2.3, der zweite Test 3.0, der vierte Test 2.9 und der fünfte nun 3.5. Das ist sehr besorgniserregend. Amara frisst allerdings noch. Morgen wird eine Ultraschalluntersuchung ihrer Nieren durchgeführt werden.

Samstag, 1. August 2020

Ich schaue am Morgen zuerst in den Tommy Bereich, den sich Leo die Nacht über mit Tommy und Buffy geteilt hat. Leo ist guter Stimmung und läuft gleich in die beiden anderen Bereiche in denen sich Tashi, Kobie, Ruby, Kylie, Erin, Nuri, Coco und Lilly frei bewegen. Ich bleibe bei den Hunden und beobachte, wie sie mit Leo umgehen. Leo hat ein heiteres Gemüt, das ihm hilft mit den übrigen Hunden gut klarzukommen. Das hat er schon im Hausbereich bewiesen. Seine momentane Behinderung scheint ihn nicht zu stören. Er folgt mir sogar in den Dodger Bereich aus dem ich ihn jedoch rasch wieder heraushole. Auch die Hunde in diesem Bereich sind nicht unfreundlich zu Leo. 

Da ich Leo nicht den ganzen Tag im Tommy Bereich einsperren will, gehe ich das Risiko ein ihn bei den Hunden in den drei zusammenhängenden Bereichen zu lassen. Anschließend mache ich mich an die Arbeit. Pat kommt und füttert. Ich verteile die Medikamente. Leo nimmt sie einwandfrei zu sich. Am späten Nachmittag bin ich wieder im Shelter. Die Hunde haben sich gut mit Leo vertragen. Ich lasse ihn nun mit ihnen zusammen, ohne ihn wieder in den Tommy Bereich zu sperren. Mit einem Restrisiko muss ich leben aber je früher Leo eingegliedert wird, desto besser.