Sonntag, 9. August 2020

Heute Morgen hole ich zuerst Amara aus dem Baderaum und verlege sie in einen der Hauskennel. Dann desinfiziere ich den Baderaum sorgfältig und entsorge das mit Haiter vermischte Wasser. Anschließend verabreiche ich die Medikamente an Amara, Lingling und Coco im Haus sowie an Leo und Buffy in den hinteren Bereichen. Ich nehme dann Coco wieder mit nach hinten und lasse die Türen zwischen den drei Bereichen offen. Die Hunde müssen sich zusammenraufen und es scheint auch zu klappen, da nun Kobie, Rosie, Nelson und Shana nicht mehr da sind. 

Pat kommt und füttert. Ich nehme Amara in den Behandlungsraum und verabreiche ihr Kochsalzlösung subkutan. Es ist zwar ein wenig anstrengend Amara daran zu hindern sich zu bewegen, weil sonst die Nadel herausrutscht, aber nach einer halben Stunde habe ich ihr 250ml verabreichen können. Pat geht und ich absolviere den zweiten Säuberungsgang. 

Am Spätnachmittag verabreiche ich die abendlichen Medikamente an die vier Patienten und säubere erneut. Amara scheint sich im Kennel eingerichtet zu haben. Eine erneute Desinfizierung ist nicht erforderlich, da sie sauber geblieben ist.

Samstag, 8. August 2020

Dr. Oi teilt mir am Morgen mit, dass Amaras Leptospirose PCR Test positiv ist. Zudem hat ein erneuter Nierentest eine weitere Verschlechterung ergeben; nun liegt der Wert bei 4.5. Da sich die Kosten der Behandlung mittlerweile auf über 16,000 Baht belaufen und Amara frisst, empfiehlt mir Dr. Oi Amara wieder zu mir zu nehmen. 

Im Shelter bin ich zuerst in den hinteren Bereichen. Leo, Tashi und Nuri scheinen sich vertragen zu haben. In den beiden kleineren Bereichen scheint es auch relativ gut gegangen zu sein. Erin allerdings hat eine kleine Wunde, die ich mit Carprofen behandele und Coco hat sich eine Wunde am Ballen der rechten Vorderpfote zugezogen. Ich kann die Wunde nicht verbinden, da sie sich heftig dagegen wehrt. Deswegen bin ich mit ihr bei Dr. Oi. Ich kann Amara nicht mitnehmen, da mich Anwohner in der Soi Siam Country gebeten haben drei Hunde sterilisieren zu lassen. Ich lasse Coco erstmal im Behandlungsraum, säubere alle Bereiche und bringe dann die drei Hunde in die Silverlake Klinik. Boby teilt mir mit, dass er Rico weiter behandeln lässt. Die Wunde an der Schulter hat sich geschlossen, aber er ist nicht mehr der alte. Das hatte ich ja gestern Abend auch schon bemerkt. 

Nach der Klinik bin ich bei den Tempelhunden. Zu meinem Bedauern muss ich feststellen, dass Asa nicht wieder aufgetaucht ist. So muss ich wohl Abschied von ihr nehmen. Ich habe keine Ahnung was ihr passiert sein könnte. Bei meinen vorigen Besuchen war sie quicklebendig. Auch Payu ist nicht zu sehen. Ich habe aber noch Hoffnung, dass er sich wieder einfindet. 

Zurück im Shelter füttere ich die Hunde und hole dann Amara ab. Leptospirose ist eine bakterielle Infektion die durch Ratten- und Wildtierurin übertragen werden kann. Selbst im Boden und in stehendem Wasser sind die Bakterien nachweisbar. Das Bakterium kann über die Schleimhäute und offene Wunden in den Körper gelangen. Wenn frühzeitig erkannt, kann das Bakterium mit Doxycyline erfolgreich bekämpft werden. Meistens aber sind die Anfangssymptome kaum erkennbar und die Nierenschädigung setzt relativ schnell ein. Leptospirose ist nicht nur für Hunde gefährlich, sondern auch für Menschen. Deswegen ist beim Umgang mit den infizierten Hunden äußerste Vorsicht geboten. Amara muss deshalb von den übrigen Hunden getrennt gehalten werden und ihr Urin muss sorgfältig entsorgt werden. 

Am Shelter angekommen muss ich feststellen, dass sich Amara ordentlich entleert hat. Ich habe keine andere Möglichkeit als sie in der Box am Straßenrand sorgfältig abzuduschen und damit auch die Box zu säubern. Diese Prozedur ist für Amara nicht angenehm, jedoch notwendig. Ich trage Amara dann mit der Box in den Baderaum, der voll gekachelt ist und somit gut sauber zuhalten. Morgen versuche ich ihr Kochsalzlösung unter die Haut zu verabreichen.

Freitag, 7. August 2020

Nachts hatte es wiederholt geregnet, aber alle Hunde sind trocken als ich im Shelter eintreffe. Ich schaue in die hinteren Bereiche. Leo ist froh aus seinem Käfig herausgelassen zu werden. Ich säubere und verteile die Medikamente. Lek vom Shelter nebenan kommt mit einer Frau, die sich als die Besitzerin von Kobie vorstellt. Ich übergebe ihr Kobie. Die Frau erklärt mir, dass sie Kobie aus ihrem Auto gelassen habe, da er sich übergeben hatte. Dann war er im Gelände verschwunden. Ende gut, alles gut. 

Am Nachmittag kommt Pat und holt Nelson, Rosie und Shana wieder zu sich. Die drei haben ihre Ferien genossen und werden ab und zu wiederkommen. Ich bin froh, dass ich für vier Hunde weniger zu sorgen habe. Damit sich Leo wieder einordnet, schließe ich die Tür vom großen Bereich zu den zwei kleineren. Im großen Bereich mit nur einer Sala belasse ich Nuri, Tashi und Leo. In die beiden kleineren Bereichen mit drei Salas bringe ich für die Nacht Tommy, Ruby, Erin, Kylie, Buffy, Coco und Lilly unter.

Donnerstag, 6. August 2020

Ich verrichte meine morgendlichen Routinearbeiten. Wasser wird geliefert. Die Hunde kennen das ja und es gibt keine Komplikationen. Anschließend füttere ich sie. Am frühen Nachmittag bin ich mit einer Hündin in der Silverlake Klinik. Boby hat sie mir in Jomtien zur Sterilisation übergeben.

Danach bin ich bei den Tempelhunden. Ich vermisse Asa und Payu. Um Payu mache ich mir weniger Sorgen, denn er war ja schon öfters abwesend und tauchte immer wieder auf. Asa jedoch war immer an der Vorhalle und das seit Jahren. Ich habe dort schon Nena vor etwa zwei Jahren von einem zum anderen Tag verloren und will nicht hoffen, dass mit Asa das Gleiche passiert ist. Ich versorge die Hunde und wir machen unseren Strandgang. Die Reisfütterung scheint zu funktionieren.

Zurück im Shelter stelle ich fest, dass Leo sich unbeliebt gemacht hat. So lieb wie er vorher war, nachdem es ihm offenbar besser geht, hat er sich mit mehreren Hunden angelegt und dabei den Kürzeren gezogen. Es ist ihm nichts passiert, aber ich stecke ihn für die Nacht vorsorglich in den überdachten Käfig.

Mittwoch, 5. August 2020

Nachdem ich gesäubert, gefüttert und Medikamente verteilt habe, bade ich Kylie und schmiere sie mit der Sulfur Mischung ein. Anschließend bin ich mit Kobie bei Dr. Oi zur Blutabnahme und zum Impfen. Am Nachmittag habe ich etliche Besorgungen in der Stadt zu erledigen und bin am frühen Abend wieder im Shelter. Bei der Verteilung der Medikamente verhält sich Leo recht forsch. Es scheint ihm also schon besser zu gehen. Auch läuft er wieder etwas runder. Erin hat sich im überdachten Käfig eingerichtet. Kylie bringe ich deshalb in den Tommy Bereich. Die Tür zu den beiden anderen Bereichen bleibt aber offen.

Dienstag, 4. August 2020

Ich säubere den Hausbereich und verteile danach die morgendlichen Medikamente. Das Testergebnis von Buffy sieht nicht so schlecht aus. Nur die Anzahl der Blutplättchen ist zu gering. Sie wird vier Wochen lang mit Doxy und Ferric behandelt werden. Dr. Oi teilt mir mit, dass es Amara wohl ein wenig besser gehe. Sie esse normal.

Nelson, Shana und Rosie sind guter Dinge und fühlen sich wohl unter den anderen Hunden. Erin allerdings ist immer noch Außenseiter. Aber das liegt eher an ihr. Manchen Hunden fällt es schwer sich einzuordnen. Beppe ist auch so ein Fall. Ich habe die beiden ja schon in fast allen Bereichen gehabt; überall bekommen sie Schwierigkeiten. Tommy, der auch in diese Kategorie gehört ist nun im hintersten Bereich recht gut aufgehoben. Mein Versuch auch Erin dort unterzubringen, war nicht von Erfolg gekrönt. Innerhalb einer halben Stunde hatte sie sich unter der Tür durchgegraben.

Nachdem ich die Hunde gefüttert habe, fahre ich in das Village in dem Klaus lebt. Er hatte mich gebeten dort einen Mutterhund mit vier Welpen zu impfen. Die Helfer dort haben die Hunde in ein leer stehendes Haus gebracht und können die Hunde kontrollieren. Somit verläuft die Impfung ohne Komplikationen. In einer Woche werde ich den Mutterhund sterilisieren lassen. Die Welpen sind dann in einem Monat dran. Es stellt sich heraus, dass es nur drei sind. Mit dem verbleibenden Impfstoff impfe ich Leo, der mit Sicherheit auch noch nie geimpft wurde.

Ich hatte Rico drei Tage lang vermisst und die Leute vor deren Tür er und Dodo sich meistens aufhalten, sagten mir, dass ein Farang sie in eine Klinik zur Behandlung mitgenommen habe. Heute nun sehe ich Rico wieder. Er ist geschoren worden und hat ein Pflaster auf seiner Schulter. Aber er humpelt nicht mehr. Ich weiß nun auch wer ihn versorgt hat und habe Kontakt zu ihm aufgenommen. Es ist Boby, ein anderer Rescuer. Boby kümmert sich weiter um Ricos Verletzung.

Montag, 3. August 2020

Die wird allerdings verschoben, da Dr. Oi zuvor einen Leptospirose PCR Test vornehmen lassen will. Amara liegt in ihrer Box am Tropf und sieht nicht leidend oder krank aus. Sie ist auch ganz ruhig, wenn auch sie ein wenig besorgt ist. Ich habe oft in die Augen von Hunden geschaut, die bald danach gestorben sind oder eingeschläfert werden mussten. Die Hunde ahnen, dass sie auf der Kippe stehen. Ich will aber keine Kosten scheuen um Amara doch noch durchzubringen. Sie wird weiterhin intravenös behandelt bis das PCR Testresultat vorliegt. 

Mit in die Klinik habe ich Buffy genommen. Ich will nur ihr Blut testen lassen und ihre Nägel müssen geschnitten werden, da sie meistens in einer Sala hockt. Sie hat es mich nicht machen lassen. Ruby habe ich nicht in die Box bekommen. Sie ist neben Elsa, Tashi und Amal diejenige, die mir nicht erlaubt sie aufzunehmen. Alle vier nehmen Medikamente ohne Probleme aber sonstige Behandlungen sind im Shelter fast unmöglich. Dr. Oi rät mir Rubys Infektion fünf Tage lang mit Clindamycin zu behandeln. 

Nelson, Rosie und Shana genießen die Zeit mit den anderen Hunden. Leo ist nun schon fast etabliert und freut sich offensichtlich über die Verbesserung seiner Lebensumstände. Er kann herumlaufen und die übrigen Hunde gehen sorgsam mit ihm um, denn sie wissen natürlich, dass er verletzt ist. 

Zaza hat ihre Doxy Behandlung heute beendet. Ich werde ihr noch eine Woche lang Ferric verabreichen. Ferric verabreiche ich außer an Lingling abends immer noch an Coco, Lilly und Kobie. Kobie werde ich in den kommenden Tagen testen und impfen lassen. Ich gehe davon aus, dass er schon mal geimpft wurde, aber ich weiß natürlich nicht wann es das letzte Mal war.

Sonntag, 2. August 2020

Leo hat die Nacht gut überstanden. Wenn ich bei den Hunden bin, gibt es auch keinerlei Anzeichen, dass sie Probleme mit seiner Anwesenheit haben. Leo ist lieb zu allen Hunden und auch sehr lieb zu mir. Ich kann mich also morgens stressfrei an die Arbeit machen. 

Pat ist für einige Tage unterwegs und bring Nelson, Rosie und Shana zu mir. Die drei waren bisher immer nur im Hausbereich und zuweilen auch im Salabereich. Ich allerdings halte es für besser sie für die kommenden Tage zu den Hunden in die drei hinteren Bereichen zu bringen. Es scheint eine gute Entscheidung zu sein, denn nach einer kurzen Beschnupperungsphase werden sie von allen Anwesenden gut aufgenommen. Die drei laufen bald mit den anderen Hunden in allen Bereichen herum. Erstaunlicherweise findet Tashi, der schon mal problematisch sein kann, gleich einen guten Draht zu Nelson. Der Einzige, der Außen vor bleibt ist Tommy. Er hat ja Probleme mit Tashi und bleibt in seinem Bereich. 

Nach einer kurzen Pause bin ich am Spätnachmittag wieder im Shelter. Nach der Fütterung sind die Hunde immer schläfrig und die Stimmung ist entspannt. Auch in den hinteren Bereichen ist es friedlich. So hoffe ich, dass die vorübergehende Aufnahme von Nelson, Rosie und Shana keine Probleme aufwerfen wird. 

Ruby hat sich eine kleine, aber recht tiefe Wunde am Bauch zugezogen. Ich gebe ihr Doxy und Carprofen und werde sie Dr. Oi vorstellen. Buffy, deren Blut noch nie getestet wurden will ich ebenfalls mitnehmen. Sie ist nicht auffällig, aber ich möchte mir doch einen Überblick über ihre Werte verschaffen. 

Dr. Oi unterrichtet mich über Amaras Zustand. Leider ist ihr Creatinine Werte weiter angestiegen. Der obere Grenzwert liegt bei 1.7. Der erste Test ergab 2.3, der zweite Test 3.0, der vierte Test 2.9 und der fünfte nun 3.5. Das ist sehr besorgniserregend. Amara frisst allerdings noch. Morgen wird eine Ultraschalluntersuchung ihrer Nieren durchgeführt werden.

Samstag, 1. August 2020

Ich schaue am Morgen zuerst in den Tommy Bereich, den sich Leo die Nacht über mit Tommy und Buffy geteilt hat. Leo ist guter Stimmung und läuft gleich in die beiden anderen Bereiche in denen sich Tashi, Kobie, Ruby, Kylie, Erin, Nuri, Coco und Lilly frei bewegen. Ich bleibe bei den Hunden und beobachte, wie sie mit Leo umgehen. Leo hat ein heiteres Gemüt, das ihm hilft mit den übrigen Hunden gut klarzukommen. Das hat er schon im Hausbereich bewiesen. Seine momentane Behinderung scheint ihn nicht zu stören. Er folgt mir sogar in den Dodger Bereich aus dem ich ihn jedoch rasch wieder heraushole. Auch die Hunde in diesem Bereich sind nicht unfreundlich zu Leo. 

Da ich Leo nicht den ganzen Tag im Tommy Bereich einsperren will, gehe ich das Risiko ein ihn bei den Hunden in den drei zusammenhängenden Bereichen zu lassen. Anschließend mache ich mich an die Arbeit. Pat kommt und füttert. Ich verteile die Medikamente. Leo nimmt sie einwandfrei zu sich. Am späten Nachmittag bin ich wieder im Shelter. Die Hunde haben sich gut mit Leo vertragen. Ich lasse ihn nun mit ihnen zusammen, ohne ihn wieder in den Tommy Bereich zu sperren. Mit einem Restrisiko muss ich leben aber je früher Leo eingegliedert wird, desto besser.

Freitag, 31. Juli 2020

Ich hole Leo aus seinem Kennel und mache mich an die gewohnte Arbeit. Pat kommt und füttert die Hunde. Ich schmiere Pinky und Nousha mit der Sulfur/Kokosnussmischung ein. 

Auf dem Weg nach Baan Amphur fahre ich zuerst bei Naree vorbei und gebe den Leuten einen Sack Trockenfutter für ihre drei Hunde. Dann bin ich bei Dodo und Rico und verabreiche Rico Carprofen. Auf dem Tempelmarkt kaufe ich Reis und treffe den Sohn von Ba Bät. Ich bezahle ihn für August. Ich sehe Avira und Pema. Avira, die zuvor immer relativ reserviert war, ist nun sehr anhänglich. Die Hunde im Tempel sind offensichtlich gut versorgt worden, denn sie stürzen sich nicht auf das Trockenfutter, das ich in die Container verteile. Alle Hunde sind vollzählig und wohlauf. 

Auf dem Wege zurück zum Shelter liefere ich bei Prajuab die August Ration Reis und Trockenfutter ab. Zurück im Shelter säubere ich erneut und verteile die abendlichen Medikamente. Ich bringe Leo in den hintersten Bereich in dem sich Tommy und Buffy ständig aufhalten und schließe die Tür für die Nacht. Leo hält es schlecht in einem Käfig aus. Er ist es ja gewohnt frei auf der Straße zu leben. Bei Tommy und Buffy ist er sicher und hat genügend Freiraum.

Donnerstag, 30. Juli 2020

Nach Verrichtung meiner morgendlichen Arbeiten bin ich mit Leo bei Dr. Oi. Die großflächigen Abschürfungen sehen besser aus und die rektale Untersuchung ergibt, dass Leos Eingeweide vermutlich normal arbeiten. Eine Organverletzung kann wohl ausgeschlossen werden. Leo bewegt sich im Hausbereich auch ganz normal, kommt gut mit den anderen Hunden aus und scheint sich seines Lebens zu freuen. In einen Käfig oder Kennel will er garnicht mehr. Ich bin trotzdem vorsichtig und sperre ihn ein, wenn ich in den hinteren Bereichen arbeite. 

Ein erneuter Nierentest hat für Amara eine leichte Reduzierung des Creatinine Wertes ergeben. Dr. Oi empfiehlt die intravenöse Behandlung für weitere drei Tage fortzuführen. 

Nachdem ich mit Leo zurück bin, füttere ich die Hunde. Heute gibt es für alle nur Trockenfutter. Lingling, mein zweiter Patient frisst gut und auch Coco und Lilly machen sich über das Futter her. Kenji macht mir nun etwas Sorge. Möglicherweise steckt ihm ein Knochenstück irgendwo quer. Pat hatte ihm ja gestern einen Knochen mitgebracht. 

Nachdem ich am Abend Ferric an Zaza, Lingling, Coco, Lilly und Kobie verteilt habe, fahre ich zu den Hunden im Freizeitpart Pong. Rico hat sich offensichtlich gehauen, denn er humpelt. Ich stelle eine kleine Bisswunde an seinem linken Vorderlauf fest. Morgen werde ich ihn mit Carprofen behandeln. Ein erneutes grooming ist auch mal wieder fällig. Dodo geht es gut. Die Schwellung, die ein Angelhaken an Mums Brust verursacht hat, ist stark zurückgegangen. Panaeng, Meefoo und Rodney geht es ebenfalls gut.

Mittwoch, 29. Juli 2020

Ich schaue am Morgen natürlich zuerst nach Leo. Er liegt in seinem Käfig und scheint sich an die neue Umgebung gewöhnt zu haben. Ich lasse ihn heraus und bringe ihn in den Doppeltorbereich, wo er sich erstmal orientieren kann. Nach einigen Minuten öffne ich die Tür und einige Hunde beschnuppern ihn. Das ist nicht mehr so irritierend für ihn und die meisten Hunde interessieren sich auch gar nicht mehr für den Neuling. Ich kann mich also an meine gewohnte morgendliche Arbeit machen. Leo kommt vom Doppeltorbereich in den Hausbereich. Er kann gehen, wenn auch langsam und er zieht den rechten Hinterlauf nach. Aber er scheint seine neue Umgebung zu mögen, hört schon auf seinen Namen und ist sehr zutraulich zu mir. Nach einer guten halben Stunde sperre ich Leo in den großen Käfig, da ich die hinteren Bereiche säubern muss. Ohne Aufsicht will ich ihn vorerst nicht lassen. 

Am späten Vormittag kommt Katharina, um Dana wieder abzuholen. Wir gehen zusammen in den hinteren Bereich in dem Dana mit den Coco, Lilly und einigen der großen Hunde die vergangenen zwei Wochen verbracht hat. Katharina kann sich damit selbst ein Bild davon machen, dass sich Dana gut eingelebt hat. Für die kommenden Tage wird Dana bei Katharina bleiben. 

Pat kommt dann auch und bringt wieder einige Container Reisfutter mit. Ich füttere damit Lingling, Leo, Lucy, Coco und Lilly. Für Kenji hat Pat einen Knochen mitgebracht. Pat füttert und ich säubere danach erneut. Dabei lasse ich Leo wieder nach draußen. Er, der wohl sein ganzes Leben auf der Straße verbracht hat, genießt das Gras und die Erde. 

Am Abend erhalte ich das Resultat seines Bluttests. Seine roten Blutwerte sehen erstaunlich gut aus, aber die Anzahl der weißen Blutkörperchen ist sehr stark erhöht, was auf eine Entzündung hindeutet. Die kann von den relativ großflächigen Abschürfungen herrühren, die er davongetragen hat, aber kann auch eine andere Ursache haben. Leo muss Doxycyline erhalten und dann muss in einigen Tagen eine erneute Untersuchung Aufschluss geben, ob eventuell eine innere Verletzung vorliegt.

Dienstag, 28. Juli 2020

Ich verrichte meine morgendlichen Arbeiten und nachdem Pat gekommen ist, hole ich Leo, so nenne ich unseren Neuzugang, aus der Klinik. Leo ist ein ganz lieber und hat keine Probleme gemacht. Im Shelter trage ich ihn in einen Käfig im Haus. Die gereichten Wurstscheiben mit Carprofen, Calcium und Neurobion frisst Leo problemlos. Auch das Reisfutter, das Pat mitgebracht hat, frisst er mit großem Appetit. Die Haushunde sind ja Neulinge gewohnt und verlieren bald das Interesse an Leo, nachdem sie ihn beäugt haben. Leo kann stehen, legt sich aber nach einer Weile und entspannt sich. Er reagiert schon freundlich, wenn ich ihn anspreche. Am frühen Abend bin ich wieder im Shelter und verteile Medikamente. Leo sieht ganz zufrieden aus.

Montag, 27. Juli 2020

Bei der morgendlichen Medikamentenvergabe muss ich feststellen, dass Amara die Wurstscheiben, in die ich das Doxycyline verpacke, nicht annehmen will. Ihre Doxy/Ferric Behandlung ist zwar fast abgeschlossen, aber ich vermute, dass sich ihre Nierenwerte verschlechtert haben. Ich fahre sofort mit ihr zu Dr. Oi, die Amara Blut abnimmt. Das Ergebnis, das ich am Abend erhalte, bestätigt leider meinen Verdacht. Amaras Nierenwerte bewegen sich nun an einer kritischen Schwelle. Dr. Oi möchte ihr drei Tage lang Kochsalzlösung infundieren. Sollten sich die Werte nicht verbessern, muss ich mit dem Schlimmsten rechnen. Das, obwohl sich die Blutwerte wieder den Normalbereich angenähert haben. 

Ich lasse also Amara in der Klinik zurück und mache mich an die gewohnte morgendliche Arbeit im Shelter. Pat kommt mittags und füttert. Sie hat Reisfutter für Coco, Lilly, Dana und auch für Lingling mitgebracht. Ich nehme Avira und Pema an Bord. Die Blutwerte beider Hunde sind wieder in Ordnung. Auf dem Tempelmarkt lasse ich die Hunde raus und die Marktfrauen freuen sich die beiden wiederzusehen. Avira und Pema sind natürlich auch ganz glücklich wieder in ihrer gewohnten Umgebung zu sein und das zeigen sie mir auch. 

Ich bin dann bei den Tempelhunden. Wir machen unseren gewohnten Strandgang, den die Hunde so sehr lieben und der mir Zeit lässt mal durchzuatmen. Anschließend bin ich bei Ursi um nach Bliss und Puschel zu schauen. Die beiden haben sich komplett eingelebt und Ursi ist ganz glücklich mit ihnen. Ich fahre zurück zum Shelter, säubere erneut und verteile die Medikamente. 

Dann bin ich zurück in Pong. Ich habe keine Waschmaschine und Wäsche wasche ich immer nachts. Auf dem Weg zur Münzmaschine treffe ich häufig zwei Hunde, die ich mittlerweile schon Jahre kenne. Gestern Nacht spricht mich dabei ein Wachmann an, der mir einen Hund zeigt, der offenbar angefahren wurde. Er kann zwar noch laufen, aber scheint doch etwas abbekommen zu haben. Heute Abend schaue ich nach dem Hund und der Wachmann hilft mir ihn in eine mitgebrachte Box zu bekommen. Ich stelle den Rüden Dr. Oi vor, die ihn röntgt. Das Röntgenbild ergibt einen Vierfachbruch der Hüfte. Glücklicherweise besteht die Chance, dass die Brüche bei Ruhigstellung selbst verheilen können. Da der Hund jedoch auf der Straße lebt und sich niemand um ihn kümmert, komme ich nicht umhin ihn aufzunehmen bis er wieder laufen kann. Da es schon spät geworden ist, lasse ich ihn für die Nacht in der Klinik und werde ihn morgen ins Shelter holen.

Sonntag, 26. Juli 2020

Pat füttert die Hunde und ich bin mit Lingling und Dodo bei Dr. Oi. Dodo ist ein Rüde von der Manufaktur bei der ich mir immer die Paletten hole. Ich habe schon einen Hund dort gegen TVT behandeln lassen und habe deswegen ein sehr gutes Verhältnis zu den Hunden. So bringe ich Dodo ohne Umstände in die Box. Dodo läuft seit etwa zwei Wochen nicht mehr rund und da ich einen Hüftschaden vermute, möchte ich ihn röntgen lassen. Die Aufnahme ergibt tatsächlich einen Haarbruch. Dodo soll nicht herumlaufen, aber das wird wohl nicht möglich sein, weil seine Besitzer ihn nicht einsperren wollen. Lingling wird Blut abgenommen. Ich erhalte den Befund am Abend. Lingling leidet an Blutparasiten. Die Behandlung mit Doxy und Ferric beginnt bereits heute und wird sechs Wochen anhalten.

Samstag, 25. Juli 2020

Pat hat heute wieder ihren freien Tag. So bin ich also voll beschäftigt. Alle Hunde sind wohlauf, Lingling macht mir ein wenig Sorge. Sie ist nicht mehr so aktiv, frisst weniger und hat Gewicht verloren. Sollte sich ihr Zustand nicht bessern, werde ich sie morgen von Dr. Oi untersuchen lassen. Die Sulfur/Kokosnussöl Behandlung, die ich Pinky vor drei Tagen verabreicht habe, hat etwas gebracht, aber muss sicher mehrfach wiederholt werden. Es ist schon nicht einfach, alle Hunde ständig gesund und fit zu halten. Am Nachmittag verteile ich die Medikamente und säubere für die Nacht. Edith hat sich im Haus wieder eingeordnet und Ruby hat sich im hinteren Bereich gut eingelebt.

Freitag, 24. Juli 2020

Heute regnet es wieder durchgehend den ganzen Tag. Die Hunde werden bei nachlassendem Regen gefüttert und igeln sich danach ein. Pat hat Rosie und Shana sowie Reisfütter für die drei Welpen im hinteren Bereich mitgebracht. Da es die ganze Zeit regnet, bleiben Shana und Rosie im Hausbereich. Die Hunde kennen die beiden ja und so gibt es keine Probleme. 

Im hinteren Bereich haben sich Coco, Lilly und Dana sehr gut eingelebt. Auch bei starkem Regen brauche ich mir um sie keine Sorgen zu machen. Coco und Lilly können bereits in die Salas springen und Dana findet auch immer ein trockenes Plätzchen. Sie hat ein besonderes Verhältnis zu Kobie entwickelt, der besonders lieb zu den Welpen ist. 

Ich habe mich entschlossen Edith wieder in den Hausbereich zurückzuholen. Sie konnte es mit Kenji aushalten, aber war nicht besonders glücklich mit ihm. Sobald sie wieder im Hausbereich war, kann man ihr ansehen, dass die Entscheidung richtig war.

Donnerstag, 23. Juli 2020

Die nicht allzu ferne Zukunft materialisiert sich schon am heutigen Vormittag. Meine Nachbarn konfrontieren mich mit einem Polizeibeamten, der Fotos vom Hühnerstall macht. Mein Thai reicht aus um ihm zu erklären, dass die Leute meinen den Shelterzaun als Rückwand des Hühnerstalls verwenden zu müssen, was natürlich die Neugier der Hunde weckt. Und dass ich mehrfach ihnen selbst und auch den Landeigentümern nahe gelegt habe, den Hühnerstall auf die andere Seite ihres Grundstücks zu verlegen. Dr. Kwanchai, der ja der Pächter des Landes ist, auf dem der Shelter errichtet ist, hat dies ebenfalls gegenüber den Landeigentümern angemahnt. Passiert ist natürlich nichts. Ich lasse den Polizisten mit Dr. Kwanchai sprechen, gebe ihm meine Nummer und der Polizist geht. Die Sache ist damit natürlich nicht ausgestanden, denn nun habe ich Feinde nebenan. Überrascht bin ich nicht darüber, ich habe das von Anfang an erwartet. 

Ich mache mich dann wie gewohnt an meine Arbeit. Pat kommt heute nicht und so bin ich bis zum Spätnachmittag im Shelter. Die Welpen bekommen heute Reisfutter. Auch organisiere ich eine Wasserlieferung, denn das Brunnenwasser von nebenan, werde ich natürlich nicht mehr benutzen.

Mittwoch, 22. Juli 2020

Ich bin gerade mit der Säuberung und der Medikamentenvergabe fertig und Pat ist gekommen, da öffnet der Himmel wieder seine Schleusen und nach einer Stunde steht mal wieder alles unter Wasser. Pat füttert nachdem der Regen nachlässt und ich bin mit Lucy bei Dr. Oi. Lucy muss keinen Verband mehr tragen, aber immer noch einen Kragen, damit sie sich die heilende Wunde nicht wieder aufkratzt. 

Pat ruft mich in der Klinik an, Talo und Konsorten sind mal wieder durch den Zaun und im Nachbarbereich. Hühner sind glücklicherweise keine mehr zu erwischen und als ich einige Minuten später im Shelter eintreffe, hat Pat die Ausbrecher schon eingefangen und im Doppeltorbereich interniert. Gemeinsam bringen wir sie wieder in ihren Bereich und ich besorge mir eine Anzahl von Paletten mit denen ich den Zaun wieder etwas sicherer mache. Im Grund muss aber eine Mauer mit einem tiefen Fundament gezogen werden, damit die Hunde sich nicht mehr durchgraben oder den Metal Sheet durchbeißen können. Dafür aber habe ich kein Geld. 

Am Abend ist es immer noch regnerisch. Die Zaunbefestigung hat erstmal gehalten. Ich verteile die Medikamente und verabschiede mich. Ich bin zwar sauer wenn so etwas passiert, aber es fällt mir doch schwer richtig böse auf die Hunde zu sein. Ich befürchte aber in nicht allzu ferner Zukunft richtige Probleme mit den Nachbarn und damit auch den Landeigentümern zu bekommen.

Dienstag, 21. Juli 2020

Es regnet heute den ganzen Tag, die Arbeit muss trotzdem gemacht werden. Pat kommt in einer Regenpause und ich hole Tinka, Aldo und Aki aus der Silverlake Klinik. Sie haben die Sterilisation offenbar gut überstanden. Ich werde ihnen dennoch eine Woche lang Doxycyline verabreichen. Wieder im Shelter regnet es immer noch. Ich verteile Ferric und füttere die drei Welpen. Die Hunde verkriechen sich im Haus und in den Salas. Es finden alle ein trockenes Plätzchen.

Montag, 20. Juli 2020

Nachdem Pat gekommen ist, lade ich Tinka, Aki und Aldo ein und bringe sie in die Silverlake Klinik zur Sterilisation. Anschließend bin ich bei den Tempelhunden. Ich treffe den Sohn von Ba Bät, der mir versichert, dass er die Fütterung übernimmt. Ich sehe auch ausgelegtes Reisfutter und die Hunde sind nicht hungrig. Also scheint das zu klappen. 

Ich fahre dann zu Ursi. Bliss und Puschel haben sich augenscheinlich sehr gut eingelebt. Ich zeige Ursi, wie sie den Hunden das Ferric mit einer Syringe verabreichen kann. Bei beiden Hunden hat ja der Bluttest eine zu geringe Anzahl von Blutplättchen ergeben. Als ich gehe, wollen weder Bliss noch Puschel mit mir kommen. Sie haben ihr neues Leben angenommen. 

Ich bin dann in der Jomtien Soi 13 um erneut nach der Hündin zu schauen, die Daniela mich gebeten hat zu sterilisieren. Auf der Suche nach ihr finde ich auf einem weitläufigen Gelände zwischen der Soi 13 und der Soi 14 etwa 20 Hunde, nicht aber die avisierte Hündin. Ich treffe auf eine junge Frau, die die Hunde gerade füttert. Sie ist aufgeschlossen und so verbinde ich sie mit Dr. Kwanchai. Bua kann mit ihrer Hilfe sicher einige der Hündinnen einfangen. 

In der Stadt hole ich mir bei Louise bestelltes Doxycyline ab und bringe dann dem Wachmann an der Thepprasit 40 kg Trockenfutter für die Hunde, die er dort versorgt. Wieder im Shelter säubere ich, verteile Medikamente und füttere Coco, Lilly und Dana für die Nacht. Tommy, Kyra, Hanna, Avira und Pema haben ihre Doxy Behandlung beendet. Ich verabreiche aber noch eine weitere Woche Ferric an sie. Anfang der kommenden Woche werde ich dann Avira und Pema zum Tempelmarkt zurückbringen, wenn es Aviras Testergebnis erlaubt.

Sonntag, 19. Juli 2020

Ich bin morgens mit Lucy bei Dr. Oi zum Verbandswechsel. Trotz Behandlung ist die Schwellung nicht abgeklungen. Lucy bekommt nun einen neuen größeren Kragen verpasst, damit sie keine Gelegenheit hat sich zu kratzen. Auf dem Wege zum Shelter fängt es heftig an zu regnen. Pat kommt deswegen später um die Hunde zu füttern. Ich verteile derweil die Medikamente. Nach der Fütterung säubere ich die Bereiche. Am Nachmittag bin ich wieder im Shelter und verrichte meine Routinearbeiten, einschließlich der Medikamentenvergabe und zweiter Fütterung der Welpen.

Samstag, 18. Juli 2020

Ursi teilt mir morgens mit, dass sich Bliss und Puschel sehr gut eingelebt haben. Ich hatte von Beginn an ein gutes Gefühl mit der Vermittlung der beiden an Ursi und bin ziemlich sicher, dass es dabei bleibt. Pat kommt heute nicht. Ich koche für die Welpen und füttere die übrigen Hunde mit Trockenfutter, nachdem ich die Medikamente verteilt habe. Am Nachmittag bin ich wieder im Shelter, säubere, füttere die Welpen, verteile Medikamente und mache ein paar Videos.

Freitag, 17. Juli 2020

Ich mache meine Arbeit, Pat kommt und ich fahre mit Lucy zum Verbandswechsel. Ich erhalte den PCR Test von Bliss. Er ist wie erwartet negativ. Der Bluttest von Lilly ergibt eine leicht erhöhte Anzahl von weißen Blutkörperchen, ein Anzeichen von einer Entzündung im Körper. Dr. Oi empfiehlt eine einwöchige Doxy Behandlung. Zudem sollen Lilly und Coco Ferric bekommen, da die Anzahl der Blutplättchen etwas zu gering ist. Ich habe die Behandlung für die beiden schon vor einigen Tagen begonnen. 

Als ich mit ihr wiederkomme, ist Pat noch bei der Fütterung. Heute gibt es mal keinen Reis für die Welpen, aber Pat versichert mir, dass sie das Trockenfutter gut gefressen hätten. 

Auf meinem nachmittäglichen Weg zum Shelter ruft mich Sabine an, dass sie einen angefahrenen Hund auf der Straße gefunden hat. Als ich eine Viertelstunde später vor Ort bin, ist der Hund schon gestorben. Ich bringe ihn zur Einäscherung in die NPW Klinik und verrichte dann meine abendlichen Arbeiten im Shelter.

Donnerstag, 16. Juli 2020

Der heutige Arbeitstag bietet mal wieder viel Abwechslung. Pat kommt nicht und so muss ich mich richtig reinhängen, da ich am Nachmittag Puschel und Bliss zu Ursi nach Baan Amphur bringen will. Zuvor aber bin ich mit Lucy, Coco, Lilly und Dana bei Dr. Oi. Lucy wird neu am Ohr verarztet, Dana das zweite Mal geimpft und Coco und Lilly lasse ich Blut abnehmen. Die beiden sind zwar springlebendig, aber ich möchte mir doch einen genauen Überblick über ihren Gesundheitszustand machen. 

Bei Ursi angekommen, lasse ich die Hunde erstmal alles erkunden. Ich gehe mit ihnen durch den weitläufigen Garten und es dauert nicht lange bis sie Zugang zu Ursi gefunden haben. Puschel und Bliss scheint ihre neue Heimat gut zu gefallen und der Abschied von mir ist problemlos. 

Ich bin dann im Wat. Dort berichtet mir Khun Sa, dass sich Ba Bät das Bein gebrochen habe und im Krankenhaus liege. Khun Sa erklärt sich bereit die Hunde bis auf Weiteres zu versorgen. Ich zeige ihr die Vorhallen und die Strandhunde sowie die Stellen, an denen Ba Bät den Reis auslegt. Anschließend machen wir unseren Strandgang. 

Am frühen Abend bin ich dann wieder im Shelter, füttere Coco, Lilly und Dana erneut und verteile die Medikamente. Ich erkundige mich bei Ursi wie es mit den Hunden geht. Ursi teilt mir mit, dass Puschel und Bliss zufrieden auf der Terrasse liegen. Der erste Schritt einer erfolgreichen Vermittlung ist also getan.

Mittwoch, 15. Juli 2020

Ich koche morgens für Coco, Lilly und Dana, verteile die morgendlichen Medikamente und fange an zu säubern. Pat kommt und füttert mit Trockenfutter und ich füttere die Welpen mit Reis. Nachdem Pat gefahren ist, bade ich Pinky und Nousha. Beide haben die gleichen Fellprobleme. Die Cephalexin Behandlung hat für Pinky nichts gebracht. Ich werde die beiden nun also einmal wöchentlich unter die Dusche nehmen. Am Spätnachmittag bin ich wieder im Shelter, verteile die abendlichen Medikamente und füttere die drei Welpen für die Nacht.

Dienstag, 14. Juli 2020

Dr. Oi teilt mir heute Morgen mit, dass Lina während der Nacht gestorben sei. Sie bittet mich eine Autopsie vornehmen zu dürfen. Dr. Oi stellt ein Lungenemphysem, eine vergrößerte Leber und eine verfärbte Milz fest. Ob die Organveränderungen einen unerkannt chronischen Verlauf genommen haben oder erst kürzlich eingetreten sind kann sie nicht sagen. Linas gesundheitlicher Zustand war die vergangenen Jahre stabil und verschlechterte sich erst in den vergangenen drei Tagen. Die Resultate des letzten Bluttests waren im Normalbereich und können auch keinen Aufschluss über eine definitive Ursache über ihren rapiden gesundheitlichen Verfall geben. 

Nachdem Pat die Hunde gefüttert hat, nehme ich Bliss und Amara mit zu Dr. Oi. Bliss soll ja adoptiert werden und so will ich Aufschluss über ihre Blutwerte erlangen. Ich teile Dr. Oi mit, dass Bliss eine Virusinfektion überlebt hatte, bevor sie vor zwei Jahren zu mir kam. Ob es Parvo oder Staupe oder eine andere Virusinfektion war, konnte ich damals nicht in Erfahrung bringen. Dr. Oi rät mir einen PCR Test vornehmen zu lassen um herauszufinden, ob der Virus noch feststellbar ist. 

Amaras vergangener Bluttest ergab einen leicht erhöhten Nierenwert. Amara wurde daraufhin etliche Male Kochsalzlösung intravenös zugeführt. Ich möchte feststellen, ob weitere Behandlungen erforderlich sind. Am Nachmittag bringe ich Lina in die NPW Klinik zur Einäscherung. Ich fahre danach direkt wieder zum Shelter, säubere und verteile die abendlichen Medikamente. Coco, Lilly und Dana füttere ich für die Nacht erneut.

Montag, 13. Juli 2020

Pat kommt heute mit drei Eimern Reisfutter und füttert die Hunde im Haus- und im Salabereich. Ich koche für Coco, Lilly, Dana und zudem für Lina, die gestern nicht recht fressen wollte. Die drei Welpen haben guten Appetit, Lina jedoch will weder den Reis noch die Wurstscheiben mit dem Doxycyline zu sich nehmen. Da sie nun auch schwer atmet, bringe ich sie zusammen mit Lucy, die eine Verletzung am Ohr hat, zu Dr. Oi. 

Lina wird geröntgt. Dr. Oi stellt fest, dass die Lunge befallen ist. Zudem ist Linas Leber vergrößert und weist einen hellen Fleck auf. Linas Blut ist erst kürzlich vor dem Eingriff getestet worden und alle Werte sahen sehr gut aus. Lina wird die Nacht über an den Tropf gehängt. Lucy Wunde wird gesäubert und verbunden. Sie bekommt Doxycyline und Carprofen verordnet. Wieder im Shelter lege ich ihr einen Kragen an und bringe sie zurück in die drei hinteren Bereiche. Um Lucy mache ich mir keine Sorgen, um Lina aber schon.

Sonntag, 12. Juli 2020

Ruby hat sich in die Gruppe in den drei hinteren Bereichen gut eingefügt. Außer zuweilen bei der Fütterung gibt es unter den Hunden dort keine nennenswerten Reibereien. Coco, Lilly und Dana schwimmen mit den großen Hunden mit. Auch mit Kenji und Edith klappt es weiterhin gut. 

Wenn Pat füttert, dann beschäftigt sie sich auch immer ausgiebig mit den Hunden. Das ist ja so wichtig für deren Wohlbefinden. Während ich die Bereiche säubere, nehme ich mir ebenfalls die Zeit und setze mich zu den Hunden in die Salas. Zudem spreche ich sie stets mit ihrem Namen an, wenn ich an ihnen vorbeigehe. Eine Sheltersituation in der die Hunde nur gefüttert und medizinisch versorgt werden ist für mich nicht akzeptabel. 

Deswegen versuche ich auch die Zahl der Hunde stabil zu halten. Aber wenn ich sehe wie wohl sich Kobie und Dana fühlen bedauere ich nicht die beiden aufgenommen zu haben. Es scheint wohl auch so, dass Ursi, die sich vor einer Woche überlegt hatte Puschel und Bliss zu adoptieren, sich für deren Aufnahme entschieden hat. So bleibt die Anzahl der Hunde konstant.

Samstag, 11. Juli 2020

Kenji und Edith scheinen ihre Beziehung wiederzubeleben. Kenji hat nichts dagegen seine Sala mit Edith zu teilen und Edith macht keine Anstalten aus dem Bereich zu entweichen. Coco und Lilly scheinen nun auch ihre neue Umgebung angenommen zu haben. Sie bewegen sich in allen drei Bereichen und werden von den großen Hunden akzeptiert. Ich habe das Gefühl, dass es ihnen auf der grünen Wiese besser gefällt als im Hausbereich. Dana kommt mit den beiden Welpen auch klar. Insbesondere zu Coco hat sie eine Beziehung entwickelt. 

Weil die Neuordnungen der vergangenen Tage so gut geklappt haben, bringe ich auch Ruby zu den Hunden in den drei Bereichen. Ruby hat sich immer gern in den Doppeltorbereich zurückgezogen und hat dort auch oft die Nacht verbracht. Sie kommt mit den Hausbereichhunden zurecht, aber war wie Edith auch nie vollständig integriert. Am Nachmittag hat sich Ruby schon recht gut eingefügt und ich denke, dass auch für sie die Verlegung positiv ist. 

Kobie hat seinen Platz gefunden. Er geht besonders lieb mit den drei Welpen um. Tashis Augenverletzung ist fast vollständig verheilt. Er muss sich in der neuen Ordnung erstmal zurechtfinden. Tashi ist ab und zu ein wenig unwirsch, aber insgesamt doch recht entspannt. Zu mir hat er einen intensiveren Zugang gefunden. Ich habe den Eindruck, dass die drei Welpen in ihrer jugendliche Unbekümmertheit einen positiven Einfluss auf die großen Hunde haben. Pema zickt zwar ab und zu ein wenig herum und auch Lina, wenn ihr einer der Hunde zu nahe kommt, genauso wie Tommy, der Tashi nicht mag, aber insgesamt bin ich mit dem Zusammenleben der Hunde sehr zufrieden.

Pat hat heute freigenommen und so bin ich den ganzen Tag im Shelter. Ich lasse mir Zeit die Neuordnungen zu beobachten und wenn nötig zu korrigieren. Die Hunde im Salabereich sind abgesehen von der häufigen Zankerei zwischen Merlin und Beppe, unproblematisch. Die Hunde im Talo - und im Dodger Bereich haben jeweils eine stabile Gruppe gebildet. Im Dodger Bereich leben neben Dodger noch seine beiden Brüder Max und Hovis, sowie Alex und dazu noch Darla mit ihrer Tochter Roshi. Im Talo Bereich leben neben Talo noch Tara, Toya, Zola und Paco. In diesen beiden Bereichen gibt es niemals Probleme. Wenn ich nichts Gegenteiliges entdecke, werde ich Coco und Lilly in den hinteren Bereich belassen. Ich werde schauen, dass ich noch eine weitere Sala hinzufügen kann.

Freitag, 10. Juli 2020

Ich schaue am Morgen als Erstes nach Dana. Sie hat die Nacht unter den großen Hunden offensichtlich gut überstanden und ist erleichtert mich zu sehen. Pat füttert die Hunde und ich mache mich an die übrige Arbeit. 

Coco und Lilly haben sich seit ihrer Ankunft im Shelter immer im Hausbereich aufgehalten. Wenn ich das Tor zum Salabereich öffne, schlüpfen  Aldo und Aki stets mit hinein. Aldo folgt mir auch in die anderen Bereich und Aki geht noch mit in den Talo Bereich. Coco und Lilly sind von einem Besuch im Salabereich immer von Sita abgehalten worden, die sich auf sie gestürzt hat wenn sie die Nase hineingesteckt haben. Es ist nie etwas passiert, aber das Erlebnis war für die Welpen nicht angenehm. Heute nehme ich die beiden mit in den hinteren Bereich und führe sie mit Dana zusammen. Die drei Welpen sind ungefähr gleich alt und normalerweise vertragen sich fremde Welpen untereinander gut. Und so gibt es auch keine Probleme. Während Dana sich aber schon ganz natürlich in den drei Bereichen und unter allen großen Hunden bewegt, bleiben Coco und Lilly meistens im alten Leyla Bereich. Gesellschaft leisten ihnen dabei Tommy und Buffy. Coco und Lilly sind ja das Zusammensein mit großen Hunden gewohnt, sie brauchen aber wohl noch einen Tag um sich an die für sie neuen Hunde gewöhnen. Ich lasse sie für die Nacht auch dort und denke, dass sie schon morgen unternehmungslustiger sein werden. Insbesondere die kleine Lilly ist sehr selbstbewusst und wird Coco sicher mitziehen. Die beiden sind ja ein Herz und eine Seele. 

Wenn ich zu Kenji gehe, der ja einen Bereich für sich allein hat, setze ich mich immer gern für eine Weile zu ihm in die Sala. Wir beide haben ein besonderes Verhältnis zueinander. Ich bin mir nicht sicher, ob Kenji immer allein sein will. Im Haus hat er häufig seinen Kennel mit Edith geteilt. Edith kommt im Hausbereich klar, aber zieht sich auch gern zurück. Ich mache heute Nachmittag den Versuch, die beiden wieder zusammenzuführen. Morgen werde ich sehen, ob Edith bei Kenji bleiben will und ob Kenji Edith akzeptiert.

Donnerstag, 9. Juli 2020

Kobie hat sich mit der hübschen Nuri angefreundet. Das passt Tashi garnicht, denn er war zuvor ihr Favorit. Immerhin aber verläuft der Heilungsprozess seiner Augenverletzung recht gut. Pema zickt Kobi auch weiter an, aber er bleibt souverän. Ich habe das Gefühl, dass er sich nun schon recht gut zurechtgefunden hat. Pat füttert und ich verrichte die übrigen Arbeiten. 

Am Nachmittag hole ich Dana aus der Dr. Oi Klinik. Dana hat eine einwöchige Quarantäne absolviert und Dr. Oi erlaubt sie vorübergehend im Shelter unterzubringen. Dana fasst schon auf der Fahrt zum Shelter Vertrauen zu mir und so kann ich sie ohne Weiteres in den hinteren Bereich tragen, in dem sich Avira, Pema, Tashi, Buffy, Lina, Tommy, Erin, Kobie und seit gestern auch Lucy aufhalten. Natürlich ist die neue Umgebung für Dana erst einmal gewöhnungsbedürftig. Ich bleibe insgesamt zwei Stunden bei ihr und lasse alle Hunde Kontakt zu ihr aufnehmen. Dieses Ritual ist nicht besonders angenehm für die Neuen, aber notwendig. Ich zeige Dana die drei zusammenhängenden Bereiche und sie hält sich anfangs immer dicht an mich. Nach einer Stunde wird sie unternehmungslustiger und taut dann völlig auf. Sie läuft herum und nimmt selbst Kontakt zu einigen Hunden auf. Schließlich spielt sie schon mit mir. 

Den besten Kontakt bekommt sie zu Kobie. Der ist aber auch eine Seele von Hund. Kobie und Nuri scheinen sich gesucht und gefunden zu haben. Ich sehe die beiden ausgelassen miteinander spielen. Nuri ist ja sehr sozial, aber die anderen Hunde in dem Bereich sind eher Einzelgänger und so war sie etwas allein. Mit Kobie hat sie nun hoffentlich ihren Prinzen gefunden. Für die Nacht sperre ich Dana nicht weg, sondern lasse alle Türen offen stehen. Das birgt zwar ein gewisses Risiko in sich aber fördert die rasche Integration.

Mittwoch, 8. Juli 2020

Mit Kobie geht es jeden Tag besser. Tashi testet ihn aber Kobie lässt sich nun nichts mehr gefallen. Nach der üblichen Routine mit Säuberung und Medikamentenvergabe füttert Pat die Hunde. Kochen fällt heute aus, da ich am frühen Nachmittag in Baan Amphur sein muss. 

Ich bin etwas angespannt, weil ich weder Dotty noch Payu beim vergangenen Besuch gesehen hatte. Erleichtert stelle ich fest, dass sich Dotty wieder eingefunden hat und später finde ich auch Payu unter einer Bank in der Vorhalle. Solange ich abwesend bin, bewegt sich Payu wohl wie die anderen Hunde auch ungehindert im Tempelbereich. Komme ich mit etlichen Hunden im Schlepptau, verkriecht er sich wieder unter einer der Bänke. 

Das Wetter ist gut und so mache ich heute mal wieder einige Fotos von unserem Strandgang und auch zwei Videos. Am frühen Abend verrichte ich im Shelter meine Routinearbeiten und bin dann noch bei den Hunden im Freizeitgelände von Pong. Rico und Dodo bekommen immer noch Ferric, wenn ich sie besuche.

Dienstag, 7. Juli 2020

Am Morgen regnet es wieder wie aus Kübeln, sodass ich erst spät im Shelter bin.Kobie hat sich in den drei hinteren Bereichen relativ gut zurechtgefunden. Regenschutz ist für alle Hunde genügend vorhanden. Kobie ist erleichtert mich zu sehen. Die Ungewissheit kann ich den neuen Hunden nicht nehmen, solange sie nicht erlebt haben, dass ich immer wieder komme. Das ist dann ja auch während des Tages häufig der Fall. Kobie kommt mit allen Hunden gut aus nur die Zicke Pema keift ihn zuweilen an, vermutlich jedoch nur, wenn ich gerade in den Bereich trete. 

Tashis Augenverletzung hat sich ein wenig gebessert. Er bekommt zweimal täglich Doxycyline. Die Doxy/Ferric Behandlung für Tinka, Aldo und Aki ist beendet. Ich verabreiche dennoch ein paar weitere Tage Ferric am Abend. Tinka und Aki erhalten weiterhin zweimal täglich Immuplex gegen die Papilomas. Auf Doxy und Ferric sind bis auf Weiteres noch Amara, Puschel, Kyra, Zaza, Hanna, Avira, Pema und Tommy. Pinky erhält dazu noch Cephalexin gegen ihre Fellprobleme.

Montag, 6. Juli 2020

Ich habe seit Tagen auf dem Wege zum Shelter einen Rüden mit einem Halsband bemerkt, der sich immer an der gleichen Stelle aufgehalten hat. Heute Morgen halte ich bei ihm an. Der Hund kommt auf mich zu und lässt sich von mir streicheln. Es tauchen in dem Bereich öfter Hunde auf, die jedoch sind alle sehr scheu und laufen davon, wenn ich mich ihnen nähere. Der Rüde ist in ausgezeichnetem Zustand und kastriert. Es ist klar, dass er ausgesetzt worden ist. Es ist ein Leichtes ihn in den Wagen zu heben und mitzunehmen. Im Shelter platziere ich ihn zunächst in einen der Kennel, damit er sich an die Hunde und die neue Umgebung gewöhnen kann. Ich verrichte dann meine gewohnten Arbeiten. 

Pat kommt und füttert. Am Nachmittag bringe ich Kobie, so nenne ich ihn, in die hinteren Bereiche, in denen sich gegenwärtig Tashi, Lina, Tommy, Nuri, Pema, Avira und Erin aufhalten. Diese Bereiche sind zwar trennbar, aber zurzeit stehen die Türen offen. Die acht Hunde haben somit vier Salas zur Verfügung und sehr viel Platz. Kobie ist noch jung, ich schätze keine zwei Jahre alt und sehr gutmütig. Da er recht groß ist, lässt er sich von den Anwesenden nicht einschüchtern. Nur Pema zickt ihn ein wenig an. Das macht Kobie aber nichts aus. Die Eingliederung macht auch deswegen zunächst keine Schwierigkeiten, weil Kobie Vertrauen zu mir hat. 

Ich stelle fest, dass Tashi sich am Auge verletzt hat. Pat meint, dass er sich aggressiv zu den Hunden im Nachbarbereich verhalten hat und sich dabei an einer scharfen Kante unter dem Tor verletzt haben kann. Tashi ist ein schwieriger Patient und so kann ich ihm nur Doxycyline geben und hoffen, dass die Wunde gut wieder zuheilt. Bei Kenji hat das ja gut geklappt. Der ließ sich allerdings auch das Auge säubern und Augentropfen geben. 

Bei meiner abendlichen Verteilung der Medikamente scheinen sich die Hunde mit Kobie zurechtgefunden zu haben. Kobie ist der ideale Adoptionshund. Ich werde versuchen morgen mal ein paar gute Fotos von ihm zu machen.

Sonntag, 5. Juli 2020

Heute Morgen kommen Rita und Ernest mit Ursi, die sich überlegt einen oder zwei Hunde zuzulegen. Rita und Ernest unterstützen mich seit Jahren und haben bereits einen Hund von mir adoptiert. Ich führe die drei Besucher durch einige Bereiche. In einigen Tagen will Ursi mich wissen lassen, ob sie sich für einen oder gar zwei Hunde entscheiden kann. 

Ich bin immer sehr vorsichtig mit der Vermittlung von Hunden, die lange bei mir sind. In die engere Wahl kommen Hunde, die eher ein Einzelleben führen, auch wenn sie mehr oder weniger in Schar der Hunde integriert sind, mit denen sie zusammenleben. Hunde, die sich im Shelter offensichtlich wohlfühlen, würde ich nur ungern aus ihrer gewohnten Umgebung herausreißen. Und manche Hunde sind für eine Vermittlung überhaupt nicht geeignet. Ich achte auch darauf, ob potenzielle neue Besitzer nur auf die Optik eines Hundes achten. Im Falle von Ursi gefällt mir, dass sie zwei Hunde ins Auge gefasst hat, die nicht unbedingt auffallen. Schaun wir mal wie sich die Angelegenheit entwickelt. 

Pat kommt, nachdem die Besucher bereits gegangen sind und füttert mit Trockenfutter. Ich koche wieder für die Welpen. Pinky, Nouscha und Amara. Auch für Kenzo fällt noch eine Schüssel Reis ab. Am Nachmittag beliefere ich Prajuab mit 60 kg Trockenfutter und 120 kg Reis für die etwa 70 Hunde, die er täglich am Mabprachan Reservoir füttert. Danach bin ich wieder im Shelter und erledige meine Routinearbeiten. 

Auf dem Nachhauseweg bin ich noch bei Dodo und Rico, die weiterhin Ferric erhalten, und Katharinas vier Hunden auf dem Pong Freizeitgelände. Die Fischölverabreichung für Cisco habe ich bis auf Weiteres eingestellt, da eine Dauerbehandlung die Leber beeinträchtigen kann. Ciscos Fellzustand hat sich verbessert. Ich werde Ciscos Zustand beobachten und ihn möglicherweise in ein paar Wochen noch einmal Dr. Oi vorstellen.

Samstag, 4. Juli 2020

Heute muss ich ohne Pat's Hilfe auskommen. Gekocht wird trotzdem. Alle Welpen und dazu noch Amara, Nousha und Pinky bekommen Reis mit Schweinegehacktem. Anschließend verteile ich die Medikamente und danach sind alle übrigen Hunde mit Trockenfutter und Wasser dran. Zum Schluss säubere ich das Haus und die Bereiche. All das dauert fünf Stunden. Am Nachmittag säubere ich erneut, verteile wieder Medikamente und mache dann ein Video. In den frühen Abendstunden sind die Hunde immer verspielt und das sieht dann so aus.

Freitag, 3. Juli 2020

Ich koche am Vormittag für die Welpen, Amara, Nousha und Pinky. Die beiden letzteren bekommen anstatt Hähnchenfleisch Schweinegehacktes in den Reis. Ich werde für die kommende Zeit mal ganz auf Gehacktes umstellen. Hühnchen muss ich trotzdem noch kochen, da einige Hunde die Würste verschmähen, in die ich die Tabletten verpacke. 

Pat kommt und füttert mit Trockenfutter. Reisfutter bekommen die Hunde erst wieder, wenn das Grass in allen Bereichen gemäht ist. Ansonsten ist der Boden schwierig sauber zu halten. 

Katharina hat vor vier Wochen einen Welpen in sehr schlechtem Zustand aufgenommen. Der Welpe hat die Kurve gekriegt und ist nun in guter Verfassung. Er ist vor zwei Tagen das erste Mal geimpft worden und wird wahrscheinlich nach vollständiger Impfung vermittelt werden können. Da Katharina für zwei Wochen abwesend ist, hat sie mich gebeten, den Welpen vorübergehend aufzunehmen. Ich kann das jedoch nur nach absolvierter Quarantäne machen. Also bleibt der Welpen für eine Wochen in der Dr. Oi Klinik. Danach werde ich ihn für eine weitere Woche aufnehmen können.

Donnerstag, 2. Juli 2020

Pat kommt heute mit drei Eimern Reisfutter, die sie an die Haus- und die Salahunde verfüttert. Ich koche dazu noch für die fünf Welpen und Amara.

Pinky hat seit Wochen ein dünnes Fell, das ich mit Fischöl und speziellen Vitaminen behandle. Der Erfolg ist allerdings ausgeblieben. Deswegen nehme ich Pinky heute Nachmittag mit zu Dr. Oi. Ein Räudetest bleibt negativ. Pinky hat ein sehr helles Fell und ist rundherum rosig. Deswegen heißt sie auch Pinky. Bei Nousha, die Pinky sehr ähnlich ist, stelle ich die gleichen Symptome fest. Auch sie reagiert nicht auf die Behandlung mit Fischöl und Vitaminen. Dr. Oi schließt nicht aus, dass es eine Allergie sein kann. Das ist immer die Diagnose, wenn die Tierärzte mit ihrem Latein am Ende sind. Aber auch ich bin ratlos und so versuchen wir es mal mit einer Futterumstellung. Hühnchenfleisch ist ja generell weniger empfehlenswert für hautempfindliche Hunde. Und im Trockenfutter ist immer auch Huhn. Also werden Pinky und Nousha ab morgen eine Woche lang Reisfutter mit Schweinefleisch bekommen. Ein Versuch ist das wert. Pinky bekommt zudem Cephalexin verabreicht.

Am späteren Nachmittatg bin ich wieder im Shelter. Ich versuche immer möglichst vor Einbruch der Dunkelheit mit der zweiten Fütterung von Coco und Lilly, mit Säuberung und Medikamentenvergabe fertig zu sein. Licht habe ich nur im Hausbereich und im Salabereich. Im Dunkeln über die Hunde zu stolpern macht nur wenig Spaß.

Mittwoch, 1. Juli 2020

Nachdem ich meine morgendlichen Arbeiten verrichtet habe, kommt Pat mit drei Eimern Reis, die sie an die Hunde in den hinteren Bereichen verfüttert. Die Hunde im Hausbereich bekommen dieses Mal Trockenfutter. 

Während Pat noch füttert, fahre ich mit Lina und Puschel zu Dr. Oi. Lina werden die Fäden gezogen. Sie muss jedoch noch einige Tagen einen Kragen tragen. Puschels Wunde ist komplett zugeheilt. Puschel kommt zurück ins Haus und Lina bringe ich wieder in den ehemaligen Leyla Bereich, den sie sich mit Tommy teilt. 

Am Spätnachmittag bin ich wieder im Shelter, säubere erneut und verteile die abendlichen Medikamente. Gerade als ich damit fertig bin, fängt es wieder an zu regnen. Ich komme aber noch trockenen Fußes nach Hause, was in den vergangenen Tagen häufig nicht der Fall war.

Dienstag, 30. Juni 2020

Nachts hat es wieder heftig geregnet. Die Hunde haben es jedoch gut überstanden. Erin hat sich in den drei hinteren Bereichen, die sie mit Pema, Avira, Buffy, Tommy, Tashi und Nuri teilt, mittlerweile gut zurechtgefunden. Diese Verlegung scheint erfolgreich zu sein. Pat kommt mittags und füttert die Hunde, die ich nicht bekocht habe. 

Am frühen Nachmittag bin ich im Tempel, kaufe Reis für die Hunde dort und bezahle Ba Bät. Nachdem ich die Hunde mit Trockenfutter und frischem Wasser versorgt habe, machen wir unseren Strandgang. Ich vermisse dabei Dotty und auch Payu ist nicht zu sehen. Alle anderen Hunde sind vollzählig. Vor meiner Abfahrt gehe ich durch den Tempel, um nach den Vermissten zu sehen, kann sie jedoch nicht finden. Ich mache mir Sorgen, da Dotty immer zugegen war. Payu war zuweilen abwesend, aber hat sich dann immer wieder angefunden.

Montag, 29. Juni 2020

Es regnet vormittags wieder aber Pat kommt trotzdem. Nachdem der Regen nachlässt, beginnt sie mit der Fütterung und ich fahre mit Amara zu Dr. Oi für eine weitere intravenöse Behandlung. Ich komme zurück zum Shelter und es regnet immer noch. Die notwendigen Arbeiten müssen dennoch verrichtet werden, obwohl schon wieder alles unter Wasser steht. 

Erin hat sich in die große Sala Gruppe nie richtig integriert. Deswegen mache ich den Versuch, sie in die Gruppe von Tommy, Tashi, Buffy, Pema, Avira und Nuri einzufügen. Diese Gruppe der Hunde hat drei Bereiche zur Verfügung und somit ist für die Hunde viel Platz vorhanden, sich aus dem Wege zu gehen. Ich bleibe eine Zeit lang bei Erin und das hilft ihr sich an die neue Umgebung zu gewöhnen. Sie kennt ja auch alle Hunde außer Avira und Pema. Am Nachmittag habe ich das Gefühl, dass Erin sich mit ihrer neuen Umgebung anfreunden kann. 

Als ich am Spätnachmittag zurück im Shelter bin, sehe ich Talo, Tara, Paco, Toya und Zola im großen Salabereich. Sie haben sich unter dem Innenzaun durchgegraben. Glücklicherweise blieben die Begegnungen der Hunde untereinander friedlich. Ich führe die fünf Eindringlinge zurück in ihren Bereich und verstopfe das Loch mit Erde und zwei Paletten. Dadurch, dass es nun täglich regnet, ist der Boden total aufgeweicht und wenn es den Hunden Spaß macht, können sie ohne Mühe tiefe Löcher graben. 

Am frühen Abend hole ich Amara wieder aus der Klinik und schaue dann noch auf dem Nachhauseweg nach Dodo, Rico und Katharinas vier Hunden auf dem Freizeitgelände in Pong.

Sonntag, 28. Juni 2020

Ich koche für die Welpen. Die Schüssel für Leyla bekommt nun Amara. Amara, die ja einen erhöhten Nierenwert aufweist, geht es anscheinend gut. Wie gut wirklich wird erst ein weiterer Test ergeben, der nach einer erneuten intravenösen Verabreichung mit Kochsalzlösung, vorgenommen werden wird. An Aki und Tinka stelle ich Papilomas fest. Sie werden nun außer Doxy und Ferric auch zweimal täglich Immuplex erhalten.

Die vor- und nachmittägliche Verabreichung von Medikamenten hat mittlerweile wieder gewisse Ausmaße angenommen. Am Nachmittag hole ich die zweite 300 kg Ladung Trockenfutter bei Apisit ab. Ich hoffe, dass die 700 kg, die ich nun auf Lager habe, für den kommenden Monat ausreichen werden.

Samstag, 27. Juni 2020

Nachdem Pat gekommen ist, bin ich mit Kyra und Puschel bei Dr. Oi. Kyra wird als geheilt entlassen und Puschel neu verbunden. Leyla hat gestern ihren Reis nicht gefressen und auch nicht das Hähnchenfleisch, dass ich ihr abends in ihre Hütte gestellt hatte. Heute sehe ich sie in der Ecke ihres Bereichs liegen. Es geht ihr offensichtlich schlecht. Ich fahre mit ihr zu Dr. Oi, die Leyla in eine Sauerstoffkabine legt und an den Tropf hängt. Nach einer Stunde informiert mich Dr. Oi, dass Leyla gestorben sei. Ich habe in den vergangenen Monaten alles versucht sie wieder auf die Beine zu bekommen, aber es hat letztlich nicht gereicht. Nachdem ich meine nachmittägliche Routine im Shelter erledigt habe, bringe ich Leyla in die NPW Klinik zur Einäscherung.

Freitag, 26. Juni 2020

Pat kommt heute nicht und so habe ich morgens wieder mehr zu tun. Ich bringe Amara in die Klinik für eine weitere intravenöse Behandlung. Am Nachmittag hole ich 300 kg Trockenfutter bei Apisit ab. Nach der Verstauung verrichte ich meine abendliche Routine und hole danach Amara aus der Klinik.

Donnerstag, 25. Juni 2020

Ich bin morgens früh mit Lina und Puschel bei Dr. Oi. Puschel hat eine kleine Wunde auf dem Rücken, die sich entzündet hat. Puschel wird verarztet und ihm wird bei der Gelegenheit auch Blut abgenommen. Lina bleibt in der Klinik und mit Puschel bin ich zurück im Shelter und verrichte ich meine Routinearbeiten. Pat kommt mittags und füttert mit Trockenfutter. 

Am Nachmittag hole ich die Mähmaschine aus der Reparatur und verteile danach die abendlichen Medikamente. Dann hole ich Lina aus der Klinik. Sie hat den kleinen Eingriff gut überstanden. Im Shelter lege ich ihr einen Kragen an und sperre sie in einen der Kennel. Anschließend säubere ich noch einmal. Ich sehe Leyla zum ersten Mal unter ihrem Sala liegen. Das ist ein kleiner aber nicht unbedeutender Fortschritt in ihrer Eingliederung.

Mittwoch, 24. Juni 2020

Pat kommt mit der zweiten Lage Reisfutter, die sie an die Hunde in den hinteren Bereichen verfüttert. Ich säubere und verteile die Medikamente. Dann nehme ich Amara, Kyra und Lina an Bord. Amara wird wieder an den Tropf gehängt. Die Schwellung an ihrem Hals ist stark zurückgegangen. Es ist nun klar, dass es eine Lymphdrüsenschwellung ist. Kyra wird neu verbunden und Lina einer erneuten Blutabnahme unterzogen. Dr. Oi möchte sichergehen, dass vor dem kleinen Eingriff die Blutwerte in Ordnung sind. 

Lina ist mit dem heutigen Tage drei Wochen lang mit Immuplex und Doxycyline behandelt worden. Die kleineren Geschwulste sind verschwunden, aber die große muss entfernt werden. Ich bringe Kyra und Lina zurück und hole dann am Spätnachmittag auch Amara wieder ab. Ich füttere sie und die Welpen mit Reisfutter und verteile danach die abendlichen Medikamente. Dr. Oi teilt mir mit, dass Linas Werte in Ordnung seien. Ich solle Lina morgen früh zu ihr bringen.

Dienstag, 23. Juni 2020

Morgens die Routine. Mittags kommt Pat und füttert die Hausbereichhunde mit Reisfutter und die Hunde im Salabereich und in den hinteren Bereich mit Trockenfutter. Da die Reisfütterung immer ziemlich nervig ist, hat Pat vorgeschlagen, sie auf zwei aufeinanderfolgende Tage zu verteilen.

Am Nachmittag bin ich im Tempel. Ich fülle die Trockenfutterbehälter und die Wasserschüsseln auf. Ba Bät kommt auch und verteilt Reisfutter. Wir machen unseren Strandgang; allen Hunden geht es gut. Am frühen Abend bin ich wieder im Shelter und verrichte meine abendliche Routine. Auf dem Nachhauseweg versorge ich Cisco, Rico und Dodo.

Montag, 22. Juni 2020

Ich bekomme am Vormittag das Testergebnis für Hanna. Anscheinend war sie nur ein paar Tage lang unpässlich, denn ihre Werte sind bis auf die zu geringe Anzahl der Blutplättchen alle im Normalbereich. Das aber ist auch fast normal. Von den in diesem Jahr getesteten 31 Hunde hatten 21 eine zu geringe Anzahl von Blutplättchen. 

Pat kommt heute nicht und so dauert meine Shelterarbeit eine Stunde länger. Bevor ich nachmittags wieder im Shelter bin, bringe ich dem Arbeiter, der Mom versorgt, drei Syringes gefüllt mit Ferric und Fischöl. Er solle sie alle zwei Tage Mom verabreichen. Ich hoffe, das klappt. Der Abend im Shelter ist Routine.

Sonntag, 21. Juni 2020

Es war keine gute Idee Amara im Behandlungsraum zu lassen, denn sie hat sich durch die Tür gearbeitet, die nun ein Loch aufweist, das geflickt werden muss. Amara finde ich unversehrt draußen auf. 

Ich nehme sie und Hanna an Bord. Amara wieder für eine intravenöse Behandlung und Hanna für einen Bluttest. Hanna hat seit zwei Tagen blutigen Durchfall. Kyras Testergebnis sieht nicht schlecht aus. Sie hat eine leichte Entzündung, hervorgerufen durch die Bisswunde und die Anzahl der Blutplättchen ist etwas zu niedrig. Zazas Testergebnis weist Blutparasiten nach. Die roten Blutwerte sind viel zu niedrig und die Anzahl der Blutplättchen ist auch zu gering. Die Leber- und Nierenwerte der Hunde sind in Ordnung. Beide Hunde werden auf Doxy und Ferric gesetzt. Kyra für vier Wochen und Zaza für sechs. 

Pat kommt mittags und füttert die Hunde. Ich hole mir weitere Paletten. Die Hunde buddeln viel und am liebsten an Türen und Toren. Um zu verhindern, dass sie sich unter den Rahmen durchbuddeln, grabe ich die Paletten an beiden Seiten von gefährdeten Türen und Toren ein. 

Ich bleibe bis zum Spätnachmittag im Shelter, füttere noch einmal Coco und Lilly und verteile dann die Medikamente. Ich hatte mal die Hoffnung irgendwann einmal eine Zeitlang ohne die Vergabe von Medikamente auszukommen. Diese Hoffnung ist gestorben. Seitdem ich das Shelter habe, ist nicht ein Tag vergangen, an dem nicht irgendein Hund medizinisch versorgt werden musste.

Samstag, 20. Juni 2020

Morgens bin ich wieder mit Amara in der Klinik zur zweiten Behandlung mit Kochsalzlösung. Mit an Bord ist Zaza, deren Blut getestet wird und Kyra, die an einer Entzündung einer kleinen, aber tiefen Bisswunde leidet. Ich lasse ihr ebenfalls Blut für einen Test abnehmen. Amara bleibt für den Tag in der Klinik; Zaza und Kyra kommen zurück ins Shelter. 

Anschließend ist wieder Routine mit Kochen für die Welpen und Leyla, Medikamentenvergabe und Säuberung aller Bereiche angesagt. Pat kommt mittags und füttert die übrigen Hunde. Nachdem die Hunde versorgt sind, bin ich in der Stadt, kaufe Reis und liefere noch zwei Sack bei Prajuab ab. 

Am frühen Abend bin ich wieder im Shelter, säubere erneut und verteile Medikamente. Coco und Lilly bekommen noch Reisfutter für die Nacht. Danach hole ich Amara aus der Klinik. Sie bleibt über Nacht im Behandlungsraum.

Freitag, 19. Juni 2020

Ich bringe morgens Amara in die Dr. Oi Klinik, wo sie tagsüber Kochsalzlösung intravenös verabreicht bekommt. Der obere Creatinine Grenzwert liegt bei 17; Amaras Wert bei 23. Eine sofortige und intensive Behandlung kann den Wert wieder in den Normalbereich zurückbringen. Die Schwellung an Amaras Hals ist etwas abgeklungen. Als ich sie am frühen Abend aus der Klinik hole, ist sie neu verbunden worden. 

Talo, Tara, Paco, Zola und Toya haben sich unter dem Türrahmen zu Kenjis Bereich durchgegraben und haben Kenji attackiert. Kenji hat einige leichte Bisswunden davongetragen. Er ist ja schon ziemlich alt und hat kaum noch Zähne im Maul. So kann er sich nicht mehr so wehren wie vor Jahren noch als ich ihn kennenlernte. Damals hatte er es locker mit mehreren Hunden gleichzeitig aufgenommen. Ich desinfiziere die Wunden und verabreiche Carprofen. Dann schütte ich das gegrabene Loch zu und bringe einen Sichtschutz an der Tür an, damit sich die Hunde nicht mehr sehen können.

Donnerstag, 18. Juni 2020

Heute Morgen ist im Shelter alles in Ordnung. Alle Hunde haben das Unwetter gut überstanden. Sie haben ja auch genügend Salas die sie vor dem Regen schützen. Die Hunde im Haus haben es ja noch komfortabler. Ich koche wie jeden Morgen, Pat kommt und füttert die Hunde in den Bereichen. In der Medikamentenvergabe ist nun auch Amara eingeschlossen. Ihr Bluttestergebnis sieht nicht besonders gut aus. Ihre roten Blutwerte sind ziemlich runter und die Anzahl der weißen Blutkörperchen ist leicht erhöht. Eher besorgniserregend ist allerdings ein leicht erhöhter Creatinine Wert, ein Hinweis auf ein Nierenproblem. Amara frisst jedoch gut. Sie bekommt, wie auch die Welpen und Leyla frisch gekochtes Reisfutter. Am Spätnachmittag bin ich wieder im Shelter, verteile die Medikamente und bin dann auf dem Nachhauseweg noch bei Cisco, Dodo und Rico.

Mittwoch, 17. Juni 2020

Der heutige Tag ist komplett verregnet. Ich bin erst kurz vor mittags in einer Regenpause im Shelter. Pat füttert die Hunde und ich verrichte meine Routinearbeiten. Nachdem Pat gefahren ist, bin ich mit Amara bei Dr. Oi. Ich habe eine Geschwulst an ihrem Hals entdeckt, die ich zuvor nicht bemerkt hatte. Amara wird Flüssigkeit und zudem Blut für einen Test entnommen. Sie soll eine Woche lang Clindamycin und Prednisilone erhalten. In zwei Tagen soll ich sie wieder vorstellen. Ich kann Amara gerade noch trocken zurückbringen bevor es wieder anfängt heftig zu regnen. Der Regen dauert bis in die Nacht an, sodass ich mir den abendlichen Besuch im Shelter erspare.

Dienstag, 16. Juni 2020

Auf dem Wege zum Shelter bin ich erst wieder bei Mom. Der ziert sich die Fischöl/Ferric-Kombination zu sich zu nehmen, gibt aber schließlich nach. Pat kommt heute nicht und so habe ich mehr Arbeit. Ich koche trotzdem, damit die Patienten gut versorgt werden. Anschließend sind die übrigen Hunde dran und danach verteile ich die Medikamente. Gesäubert werden muss auch noch und ich versuche immer auch auf jeden einzelnen Hund einzugehen. So sind am Vormittag immer schnell mal fünf Stunden im Fluge vergangen. Am Nachmittag gehe ich wieder durch alle Bereiche und verteile dann die abendlichen Medikamente.

Montag, 15. Juni 2020

Nachdem alle Hunde versorgt sind, öffne ich die Tür die Leylas von Tashis Bereich trennt. So können Tashi, Avira, Pema, Buffy, Lina, und Tommy in beide Bereiche wechseln. Natürlich gilt das auch für Leyla, aber immer wenn ich in ihren Bereich trete, hockt sie in ihrer Hütte. 

Am Nachmittag bin ich in Baan Amphur. Ich kaufe Reis für Ba Bät und versorge die Tempelhunde. Ich sehe Nero im Eingangsbereich des Tempels. Er hat sich anderen Hunden angeschlossen. Das bedeutet, dass Willie nicht mehr lebt. Dass ihn jemand mitgenommen hat, ist unwahrscheinlich. Sushi sehe ich nicht. Im Tempel sind alle Hunde vollzählig. Wir machen unseren Strandgang. Heute sind etliche Leute anlässlich einer Zeremonie in dem Bereich in dem die Hunde liegen. Das gefällt Payu, der immer auftaut, wenn viele Menschen zugegen sind. Im Gegensatz zu Dotty begleitet er uns allerdings nie auf unserem Strandgang. 

Kurz vor Einbruch der Dunkelheit bin ich wieder im Shelter. Ich säubere kurz und verteile dann Ferric, Immuplex an Lina und Bromhexine an Tashi und Elsa, die immer noch oder schon wieder etwas husten. Auf dem Weg nach Hause bin ich bei Cisco, Dodo und Rico. Ich schaue auch nach Katharinas vier Hunden im Freizeit Park. Mit ihnen ist neuerdings ein sehr schöner, gefleckter, freundlicher Rüde. Alle sieben Hunde haben ein sehr gutes Leben. Sie sind in gutem Zustand, werden gefüttert, medizinisch versorgt und können laufen, wohin sie wollen.

Sonntag, 14. Juni 2020

Auf dem Wege zum Shelter halte ich bei Mom und verabreiche ihm Fischöl und Ferric. Ich koche Reisfutter für die fünf Welpen, Amara, Leyla, Tommy und Lina. Danach ist die Medikamentenvergabe dran. Pat kommt und füttert die übrigen Hunde mit Trockenfutter. Avira und Pema kommen gut mit Tashi und Buffy zurecht. Ich werde noch eine Sala bauen lassen, damit sich die Hunde zwei Salas und den überdachten Käfig teilen können. 

Die Sonnenschutzkonstruktion in Leylas Bereich bietet nun genug Schatten für Lina, Leyla und Tommy. Den drei Hunden stehen zwei Salas zur Verfügung. Am frühen Abend gehe ich wieder durch alle Bereiche und säubere. Danach bekommen Aki, Aldo, Tinka, Tommy, Avira, Pema und Lina, all die, die zur Zeit auf Doxy sind, Ferric verabreicht.

Samstag, 13. Juni 2020

Heute kommt Pat wieder mit Reisfutter. Die Welpen, Leyla, Lina, und Tommy bekommen es noch angereichert mit Hackfleisch und Hähnchenfleisch. Avira und Pema haben sich die vergangenen Tage bei Talo, Tara und Co. recht gut eingerichtet, aber heute Morgen sehe ich, dass Avira am Tor von Tara angegangen wird. Ich verlege deshalb Avira und Pema zu Tashi und Buffy in den Bereich, der sich vor Leylas Bereich befindet. In Leylas Bereich wird eine neue Sala aufgestellt und ein Sonnenschutz angebracht. Am Nachmittag scheinen sich Pema und Avira zurechtgefunden haben und Tashi scheint nichts gegen ihre Anwesenheit zu haben. Buffy ist sowieso sehr verträglich.

Freitag, 12. Juni 2020

Als ich morgens eintreffe, wird Tommy kurz in die Mangel genommen. Es passiert nichts, da ich sofort dazwischengehe. Tommy ist ja nicht allseits beliebt und wenn ich komme müssen die Hunde erstmal ihre überschüssige Energie loswerden und das mündet dann häufig in kleinere Raufereien. Ich sperre Tommy erstmal weg. Pat kommt und füttert die Hunde. Die Welpen, Leyla und Lina habe ich schon mit Reisfutter versorgt und die Medikamente auch verteilt. 

Ich schnappe mir also Mom und Tommy, der meiner Meinung nach einen etwas blassen Gaumen aufweist. Bei Dr. Oi wird ihm Blut abgenommen. Moms Itraconazole Behandlung ist beendet. Bevor ich ihn nach Hause entlasse, will ich noch Dr. Ois Meinung zu seinem Heilungsverlauf hören. Dr. Oi ist erfreut über Moms Heilungsfortschritte, empfiehlt mir aber ihn weiter mit Fischöl und Ferric zu versorgen. Das kann ich gut machen, denn er lebt ja nicht weit vom Shelter entfernt. 

Ich entlasse also Mom und der ist erfreut wieder in seine gewohnte Umgebung zurückzukehren. Tommy bringe ich in Leylas Bereich. Dort kann er keinen Unsinn anstellen und Leyla hat einen weiteren Mitbewohner. Lina hat sich noch nicht ganz eingelebt, ist aber nicht unglücklich dort. Ich werde noch eine weitere Sala bauen lassen und sun shade zwischen den Salas anbringen, damit die Hunde genug Schatten haben. In Leylas Bereich steht ja keine Palme.

Donnerstag, 11. Juni 2020

Leyla hockt in ihrer Hütte. Dass sie jedoch auch mal draußen ist, sehe ich am abgesetzten Kot. Ich werde noch ein Sonnensegel anbringen, damit sie sich öfter außerhalb der Sala aufhält. 

Lina ist mit ihrem Kragen, der sie daran hindern soll die Wucherungen zu lecken unzufrieden – verständlich. Sie verkriecht sich unter den Salas und muss damit wohl ihre Mitbewohner irritiert haben, denn die attackieren sie als ich dabei bin. Ich verlege Lina deshalb in Leylas Bereich. Lina und Leyla werden sich vertragen und vielleicht ist es auch gut für Leyla ständig einen Hund in ihrer Nähe zu haben. Ich habe ja schon einiges mit Leyla versucht, mal sehen ob Lina die Lösung ist. Lina ist wie Leyla Einzelgängerin. 

Am Spätnachmittag gehe ich wieder durch alle Bereiche. Es herrscht Frieden, auch zwischen Lina und Leyla. Leyla liegt in ihrer Hütte und Lina im Sala vor Leylas Hütte.

Mittwoch, 10. Juni 2020

Leyla scheint ihre neue Behausung angenommen zu haben. Ich hoffe, dass sie sich nun auch mal draußen aufhält, wenn sie weiß, dass sie immer wieder in ihrer Hütte verschwinden kann. Avira und Pema sind nun auch etwas mehr etabliert und wollen mir nicht mehr immer folgen, wenn ich ihren Bereich verlasse. Talo und Co. sind aber auch recht nett zu den beiden. 

Ich verrichte meine morgendlichen Arbeiten, Pat kommt und füttert. Nach der mittäglichen Fütterung sind die Hunde immer schläfrig, sodass ich beruhigt für zwei Stunden nach Hause fahren kann. Am Spätnachmittag bin ich dann wieder im Shelter. Die Hunde sind vom Mittagsschlaf erfrischt und wenn es nicht gerade regnet nutzen insbesondere die jungen Hunde die frühen Abendstunden zum Spielen und Herumtoben. Ich verteile die abendlichen Medikamente und versorge dann Cisco, Dodo und Rico.

Dienstag, 9. Juni 2020

Ich mache einen Gang durch alle Bereiche. Dabei öffene ich das Tor, das die Bereiche trennt in denen sich Tashi und Buffy sowie Talo, Tara, Toya, Zola, Paco und nun auch Avira und Pema aufhalten. Der Bereich dahinter bleibt Leyla vorbehalten. Leyla liegt noch immer unter der Sperrholzplatte. Damit sie sich im Sala sicher fühlt, bekommt sie dort hinein noch eine Hütte, in der sie sich verkriechen kann. Pat kommt und ich koche. Es fängt wieder stark an zu regnen. Wir warten den Schauer ab und füttern danach. Anschließend ist Medikamentenvergabe. 

Am Spätnachmittag bin ich wieder im Shelter. Tashi und Buffy liegen noch in ihrem Bereich, aber die Hunde aus dem Nachbarbereich können dort auch noch hinein und es gibt erstmal keine Probleme. Avira und Pema gefällt der größere Auslauf auch.

Montag, 8. Juni 2020

Heute Morgen kommt ein Angestellter des Landeigentümers und erntet Kokosnüsse ab. Ich begleite ihn durch alle Bereich und halte die Hunde von ihm ab. Probleme gibt es keine, außer dass wieder metal sheets demoliert werden. 

Pat kommt heute nicht und so habe ich reichlich zu tun. Ich koche wieder regelmäßig für alle Welpen und Leyla. Die transportiere ich in den neu geschaffenen Bereich. Sie hat dort ein Sala ganz für sich, verzieht sich jedoch wieder in eine Ecke. Avira und Pema wissen immer noch nicht wo sie bleiben wollen. Ich versuche sie sich mit Tashi und Buffy im Bereich vor Leylas Bereich anzufreunden. 

Buffy ist überraschenderweise zweimal im Bereich nebenan attackiert worden. Monatelang hatte sie mit Pinky, Dodger, Hovis, Darla, Roshi, Max und Lina zusammengelebt, ohne dass etwas vorgefallen war. Ich habe sie herausgenommen und zu Tashi gelegt. Avira und Pema sind sehr auf mich fixiert und folgen mir überall hin. Am besten geht es ihnen bei Talo, Tara, Toya, Zola und Paco und ich hoffe sie werden sich dort einrichten. 

Am Nachmittag kommen Adrian und Eddie. Eddie schneidet einigen Hunden die Nägel. Bei Buffy scheint er sich zu vertun und so beißt sie mich recht heftig in die rechte Hand. Ich bin nicht übermäßig glücklich darüber und damit ist die Nägelschneideaktion beendet. Nachdem ich die Wunde notdürftig versorgt habe, geht die Arbeit weiter. Ich hoffe, dass ich von einer Infektion verschont bleibe. 

Bis zum Einbruch der Dunkelheit bleibe ich im Shelter, säubere noch einmal und verteile Medikamente. Ich schaue nach Pema, Avira und Leyla. Leyla liegt noch in ihrer Ecke. Durch eine Sperrholzplatte ist sie vor Regen geschützt, sollte sie sich nicht in die Sala flüchten. Pema und Avira habe sich etwas abseits der drei Salas eingegraben. 

Linas Bluttestergebnis sieht nicht allzu schlecht aus. Nur die Anzahl der Blutplättchen ist viel zu gering. Lina wird bis auf Weiteres mit Doxy, Ferric und Immuplex behandelt und danach mehrere Wochen lang mit Ferric. Ob ein Eingriff erforderlich sein wird, wird in einer Woche entschieden.

Sonntag, 7. Juni 2020

Khun Vut kommt heute Vormittag und beginnt mit dem Zaunbau durch den ein weiterer Bereich geschaffen wird. Dieser neue Bereich entsteht am hinteren Ende des Shelters, ist etwa 100 m² groß und mit einer Sala versehen. Wenn sich Avira und Pema mit Talo, Tara, Paco, Toya und Zola anfreunden können, kann dort Leyla versuchsweise untergebracht werden. Der gesamte linke, hintere Bereich kann nun in drei Teilbereiche unterteilt werden, womit ich dann insgesamt über acht Bereiche, sowie den Doppeltorbereich als Notaufnahme, verfüge. Während der Arbeiten bewegen sich Avira und Pema schon im Talo Bereich und scheinen geduldet zu werden. Tashi hat mit Talo Probleme, aber ich hoffe, dass sich in einigen Tagen alle Hunde zurechtfinden werden. 

Am Nachmittag bin ich in Adrians Shelter. Eddie ist da und schert einige Hunde. Ich finde Tawn und Lucky in einem Gehege. Beide Hunde waren bei mir im Haus Nongkraborg. Sie sind, wie viele Hunde bei Adrian, schwerbehindert. Das aber hindert sie nicht total liebenswert zu sein und ich freue mich riesig sie wiederzusehen. Tawn ist mir als Unfallhund gebracht worden und Lucky war mir von Adrian vorübergehend anvertraut worden. 

Adrian führt mich in das Gehege in dem sich neben einigen Hunden auch sechs Ziegen und zwei Zwergschweine aufhalten. Zu den Ziegen bekomme ich keinen Kontakt aber insbesondere zu einem der Schweine einen überraschend guten. Während ich im Schatten sitze, kommt es immer wieder angelaufen und lässt sich von mir knuddeln. Adrian und Eddie haben vor mir morgen Nachmittag einen Gegenbesuch in Takhiantia abzustatten. 

Am Spätnachmittag bin ich wieder im Shelter. Der Zaun ist fast fertig, nur die Tür muss noch eingesetzt werden. Probleme mit den Hunden hat es nicht gegeben. Pema und Avira bewegen sich schon recht sicher in Talos Bereich und die fünf Hunde dort scheinen die beiden zu akzeptieren. Pema und Avira wissen nun auch, dass ich wiederkomme und sind entspannter. Tashi bleibt Außenseiter. Nach der Medikamentenvergabe lasse ich ihn über Nacht in dem neu geschaffenen Bereich.

Samstag, 6. Juni 2020

Nachdem die Welpen und Leyla mit Reis und die übrigen Hunde mit Trockenfutter gefüttert sind und ich die Medikamente verteilt habe, bringen Pat und ich Avira und Pema in den Bereich, in dem momentan Tashi allein lebt. Jede Verlegung birgt ein Risiko in sich, aber da Avira und vermutlich auch Pema längere Zeit im Shelter bleiben müssen, ist ein Aufenthalt in einem Kennel für sie unzumutbar. Avira und Pema verstehen sich untereinander und mit mir sehr gut. Tashi ist ja immer etwas problematisch, aber wird sich arrangieren müssen. Auch zu ihm habe ich ein gutes Verhältnis und versuche es den dreien so leicht wie möglich zu machen. Den Hunden stehen zwei Salas zur Verfügung, die weit genug auseinander stehen, sodass sich Tashi sowie Pema und Avira aus dem Weg gehen können. 

Am Nachmittag bin ich mit Lucy und Lina bei Dr. Oi. Lucy hat Termin. Ihre Schwellung wird erneut punktiert. Flüssigkeit findet Dr. Oi jedoch nicht mehr. Lucy soll den Druckverband noch einige Tage tragen, dann müsste diese Episode auch Geschichte sein. An Lina habe ich eine Haselnuss große Geschwulst an ihrer Flanke entdeckt. Dr. Oi ist nicht der Ansicht, dass die Geschwulst bösartig sei. Ich solle sie mit Doxycyline und Immuplex behandeln. Lina muss einen Kragen tragen, damit sie die Geschwulst nicht leckt.

Das Testergebnis für Pema sieht recht gut aus. Die roten Blutwerte sind im Normbereich, nur die Anzahl der weißen Blutkörperchen und die Anzahl der Blutplättchen sind geringfügig unter dem unteren Limit. Um sie muss ich mir also keine Sorgen machen. Damit sich Avira aber nicht so allein fühlt, werde ich sie bis auf Weiteres im Shelter behalten. 

Am Spätnachmittag säubere ich erneut und verteile Medikamente. Avira und Pema haben sich noch nicht ganz eingelebt, aber das ist normal und ich hoffe, dass sie sich mit Tashi vertragen und die neue Umgebung annehmen.

Freitag, 5. Juni 2020

Avira hat die erste Nacht im Kennel ohne Zwischenfälle verbracht. Sie ist eine ruhige und zurückhaltende Persönlichkeit und eher eine Einzelgängerin. Ihre Zuneigung muss man sich erst erarbeiten. 

Nach der Versorgung aller Hunde fahre ich zum Tempel. Auf dem Tempelmarkt sehe ich Sushi und Nero, nicht jedoch Willie. Ich frage einen der Händler, der offenbar Nero und Sushi öfters füttert nach Wilies Verbleib, aber er weiß auch nichts. Pema finde ich bei den Ständen und ich kann sie ohne Probleme in eine Box bekommen. 

Nachdem ich die Marktfrau, die sich um Avira und Pema kümmert darüber informiert habe, dass Avira erstmal bei mir bleibt und dass ich Pemas Blut untersuchen lassen will, fahre ich direkt zu Dr. Oi. Sie kann nichts Ungewöhnliches an Pema feststellen. Pema wird Blut abgenommen und ich stecke sie zu Avira in den Kennel. 

Jetzt husten Tashi, Tara und Zola. Sie erhalten Bromhexine. Mom hat gar keine Lust mehr aus seinem Kennel herauszukommen. Seine Itraconazole Behandlung wird in einer Woche beendet sein. Dann werde ich ihn zu seinem Platz zurückbringen, wenn Dr. Oi nichts dagegen hat. Ich kann Mom dann weiter mit Fischöl behandeln. Leyla frisst wieder. Lucys Verband hält noch.

Donnerstag, 4. Juni 2020

Nach der morgendlichen Routine kommt Pat mittags und füttert die Hunde. Dr. Oi informiert mich darüber, dass Aviras Bluttest Blutparasiten ergeben hat. Es gehe ihr besser und ich könne sie am Nachmittag abholen. Leyla hat gefressen aber wieder einiges erbrochen. Ich hoffe, dass die Ursache nur der Stress mit den Verlegungen war. Mom ist offensichtlich froh wieder in seine Kennel zu sein. Lucys Verband hält noch.

Am Nachmittag sind Coco und Lilly mit der dritten Kombiimpfung und der Tollwutimpfung dran. Avira sieht erholt aus. Sie ist eine ganz ruhige und macht mir die Arbeit leicht. Ihre roten Blutwerte sehen gar nicht so schlecht aus; nur die Anzahl der Blutplättchen ist tief im Keller und Sorgen machen natürlich die Blutparasiten. Da ich Avira täglich behandeln muss, wird sie mindestens einen Monat lang im Shelter bleiben müssen. Ich befürchte nun, dass auch Pema von Blutparasiten befallen ist. Ihr Gaumen sah zwar rosa aus als ich sie gestern sah, aber ich will sie doch einem Bluttest unterziehen.

Mittwoch, 3. Juni 2020

Da Leyla sich immer noch in ihrer Ecke verkriecht und Mom ständig weint, nehme ich beide zurück in den Hausbereich. Leyla kommt in ihren Kennel und Mom kann draußen herumlaufen, solange ich im Shelter bin. Eine kurze Auseinandersetzung mit Hiro unterbinde ich sofort. Die Hunde sind immer aufgedreht, wenn Pat am Tor erscheint. Ich füttere die Welpen und Pat die übrigen Hunde. 

Am Nachmittag fahre ich auf dem Wege zum Wat in der Jomtien Soi 13 vorbei, um die Hündin, die sterilisiert werden soll, abzuholen. Sie aber bleibt verschwunden. Der Wachmann vom Condominium, vor der sie sich normalerweise aufhält, teilt mir mit, dass sie sich nur abends einfindet. Dann aber ist die Silverlake Klinik schon zu. Ich muss Bua bitten, die Hündin abzuholen. 

Im Wat kaufe ich Reis, bezahle Ba Bät und versorge dann die Hunde. Die Marktfrau, die sich um Avira und Pema kümmert und die Ashi, bevor sie starb, zum Tierarzt gebracht hatte, teilt mir mit, dass nun auch Avira aus der Nase geblutet hat und nichts fressen will. Das waren genau die Symptome, die bei Ashi festgestellt worden waren. 

Glücklicherweise habe ich eine Box dabei und so bringe ich Avira zu Dr. Oi, nachdem ich die monatliche Ration Trockenfutter und Reis bei Prajuab abgeliefert habe. Dr. Oi schließt Staupe nicht aus und testet Avira. Der Test ist negativ. Ich bitte Dr. Oi Avira über Nacht in der Klinik zu lassen, damit sie Kochsalzlösung verabreicht bekommt. Zudem wird Avira Blut abgenommen. Das Testergebnis wird vermutlich mehr Aufschluss ergeben, was mit Avira los ist. 

Ich fahre zu den Shelterhunden. Aldo, Aki und Tinka erhalten Ferric und alle fünf Welpen werden erneut gefüttert. Leyla hat wieder gefressen, aber auch einiges erbrochen. Mom und Lucy kommen über Nacht in ihre Kennel und Tommy übernachtet im Doppeltorbereich. Ich will damit alle möglichen Konfrontationen ausschließen.

Dienstag, 2. Juni 2020

Das Zusammenleben von Tashi, Mom und Leyla kann nicht als Erfolgsstory verbucht werden. Mom und Tashi mögen sich nicht besonders aber kommen halbwegs miteinander aus. Leyla verkriecht sich in eine Ecke, wird aber von Tashi und Mom in Ruhe gelassen. In der Hoffnung, dass sie sich an die neue Zuordnung gewöhnen lasse ich sie erstmal wo sie sind. 

Pat kommt mittags und füttert. Ich muss Leyla aus ihrer Ecke holen und füttere sie mit Reisfutter in dem überdachten Käfig. Mom und Tashi verteilen sich auf die beiden Salas. Mom ist sehr menschenbezogen und fängt an zu weinen, wenn er mich draußen hört. Da er sich jedoch nicht mit Hiro versteht, möchte ich ihn eigentlich mit Tashi zusammen im hinteren Bereich lassen. 

Am frühen Nachmittag bin ich mit Lucy bei Dr. Oi. Lucy hat eine Schwellung an ihrem Hinterteil entwickelt. Die rührt von einer kleinen Bisswunde her, die mir entgangen ist. Sie wird erst sichtbar als die Schwellung rasiert wird. Lucy wird verarztet und kommt in einern der Kennel. Am späten Nachmittag scheint es, dass sich Mom und Tashi vertragen. Leyla jedoch hat es wieder in ihre Ecke gezogen, nachdem ich den Käfig geöffnet habe. Sie hat kaum gefressen und so bekommt Mom ihre Portion. Für die Nacht kommt sie wieder in den Käfig und ich stelle ihr eine Schüssel mit Hähnchenfilets hin. Die Versorgung von Cisco mit Fischöl und Ferric sowie von Rico und Dodo mit Ferric ist weiterhin problemlos.

Montag, 1. Juni 2020

Routine am Morgen. Pat kommt mittags und auch Arno, der die Löcher im Zaun flickt. Ich möchte nicht so lange warten bis der neue Innenzaun gezogen wird und verlege Leyla in den Bereich, der zur Zeit von Nuri und Tashi bewohnt wird. Nuri hat sich mit den Hunden im Nachbarbereich angefreundet und bleibt bei ihnen. Tashi bleibt in seinem Bereich. Zu den beiden lege ich auch Mom, damit er nachts und wenn ich nicht im Shelter bin, nicht immer zurück in seinen Kennel muss. Für die drei Hunde stehen zwei Salas und ein überdachter, geräumiger Käfig zur Verfügung. Außerdem lasse ich die Box da, in der ich Leyla in den Bereich gebracht habe. In ihr füttere ich Leyla auch. Mom und Tashi haben erstmal jeder eine Sala für sich. Ich hoffe, dass sich Leyla draußen besser fühlt und sich besser entwickelt. Energie scheint sie zu haben, denn sie läuft recht flink durch den gesamten Bereich, um mir zu entgehen, als ich sie füttern will. In der Box klappt das dann schließlich. Ich bleibe bis zum späten Nachmittag im Shelter und schaue nach der Säuberung nach den Dreien. Sie scheinen sich zu vertragen und ich hoffe, dass das auch auf Dauer so sein wird oder zumindest so lange bis der Zaun gezogen ist.