Sonntag, 7. Juni 2020

Khun Vut kommt heute Vormittag und beginnt mit dem Zaunbau durch den ein weiterer Bereich geschaffen wird. Dieser neue Bereich entsteht am hinteren Ende des Shelters, ist etwa 100 m² groß und mit einer Sala versehen. Wenn sich Avira und Pema mit Talo, Tara, Paco, Toya und Zola anfreunden können, kann dort Leyla versuchsweise untergebracht werden. Der gesamte linke, hintere Bereich kann nun in drei Teilbereiche unterteilt werden, womit ich dann insgesamt über acht Bereiche, sowie den Doppeltorbereich als Notaufnahme, verfüge. Während der Arbeiten bewegen sich Avira und Pema schon im Talo Bereich und scheinen geduldet zu werden. Tashi hat mit Talo Probleme, aber ich hoffe, dass sich in einigen Tagen alle Hunde zurechtfinden werden. 

Am Nachmittag bin ich in Adrians Shelter. Eddie ist da und schert einige Hunde. Ich finde Tawn und Lucky in einem Gehege. Beide Hunde waren bei mir im Haus Nongkraborg. Sie sind, wie viele Hunde bei Adrian, schwerbehindert. Das aber hindert sie nicht total liebenswert zu sein und ich freue mich riesig sie wiederzusehen. Tawn ist mir als Unfallhund gebracht worden und Lucky war mir von Adrian vorübergehend anvertraut worden. 

Adrian führt mich in das Gehege in dem sich neben einigen Hunden auch sechs Ziegen und zwei Zwergschweine aufhalten. Zu den Ziegen bekomme ich keinen Kontakt aber insbesondere zu einem der Schweine einen überraschend guten. Während ich im Schatten sitze, kommt es immer wieder angelaufen und lässt sich von mir knuddeln. Adrian und Eddie haben vor mir morgen Nachmittag einen Gegenbesuch in Takhiantia abzustatten. 

Am Spätnachmittag bin ich wieder im Shelter. Der Zaun ist fast fertig, nur die Tür muss noch eingesetzt werden. Probleme mit den Hunden hat es nicht gegeben. Pema und Avira bewegen sich schon recht sicher in Talos Bereich und die fünf Hunde dort scheinen die beiden zu akzeptieren. Pema und Avira wissen nun auch, dass ich wiederkomme und sind entspannter. Tashi bleibt Außenseiter. Nach der Medikamentenvergabe lasse ich ihn über Nacht in dem neu geschaffenen Bereich.

Samstag, 6. Juni 2020

Nachdem die Welpen und Leyla mit Reis und die übrigen Hunde mit Trockenfutter gefüttert sind und ich die Medikamente verteilt habe, bringen Pat und ich Avira und Pema in den Bereich, in dem momentan Tashi allein lebt. Jede Verlegung birgt ein Risiko in sich, aber da Avira und vermutlich auch Pema längere Zeit im Shelter bleiben müssen, ist ein Aufenthalt in einem Kennel für sie unzumutbar. Avira und Pema verstehen sich untereinander und mit mir sehr gut. Tashi ist ja immer etwas problematisch, aber wird sich arrangieren müssen. Auch zu ihm habe ich ein gutes Verhältnis und versuche es den dreien so leicht wie möglich zu machen. Den Hunden stehen zwei Salas zur Verfügung, die weit genug auseinander stehen, sodass sich Tashi sowie Pema und Avira aus dem Weg gehen können. 

Am Nachmittag bin ich mit Lucy und Lina bei Dr. Oi. Lucy hat Termin. Ihre Schwellung wird erneut punktiert. Flüssigkeit findet Dr. Oi jedoch nicht mehr. Lucy soll den Druckverband noch einige Tage tragen, dann müsste diese Episode auch Geschichte sein. An Lina habe ich eine Haselnuss große Geschwulst an ihrer Flanke entdeckt. Dr. Oi ist nicht der Ansicht, dass die Geschwulst bösartig sei. Ich solle sie mit Doxycyline und Immuplex behandeln. Lina muss einen Kragen tragen, damit sie die Geschwulst nicht leckt.

Das Testergebnis für Pema sieht recht gut aus. Die roten Blutwerte sind im Normbereich, nur die Anzahl der weißen Blutkörperchen und die Anzahl der Blutplättchen sind geringfügig unter dem unteren Limit. Um sie muss ich mir also keine Sorgen machen. Damit sich Avira aber nicht so allein fühlt, werde ich sie bis auf Weiteres im Shelter behalten. 

Am Spätnachmittag säubere ich erneut und verteile Medikamente. Avira und Pema haben sich noch nicht ganz eingelebt, aber das ist normal und ich hoffe, dass sie sich mit Tashi vertragen und die neue Umgebung annehmen.

Freitag, 5. Juni 2020

Avira hat die erste Nacht im Kennel ohne Zwischenfälle verbracht. Sie ist eine ruhige und zurückhaltende Persönlichkeit und eher eine Einzelgängerin. Ihre Zuneigung muss man sich erst erarbeiten. 

Nach der Versorgung aller Hunde fahre ich zum Tempel. Auf dem Tempelmarkt sehe ich Sushi und Nero, nicht jedoch Willie. Ich frage einen der Händler, der offenbar Nero und Sushi öfters füttert nach Wilies Verbleib, aber er weiß auch nichts. Pema finde ich bei den Ständen und ich kann sie ohne Probleme in eine Box bekommen. 

Nachdem ich die Marktfrau, die sich um Avira und Pema kümmert darüber informiert habe, dass Avira erstmal bei mir bleibt und dass ich Pemas Blut untersuchen lassen will, fahre ich direkt zu Dr. Oi. Sie kann nichts Ungewöhnliches an Pema feststellen. Pema wird Blut abgenommen und ich stecke sie zu Avira in den Kennel. 

Jetzt husten Tashi, Tara und Zola. Sie erhalten Bromhexine. Mom hat gar keine Lust mehr aus seinem Kennel herauszukommen. Seine Itraconazole Behandlung wird in einer Woche beendet sein. Dann werde ich ihn zu seinem Platz zurückbringen, wenn Dr. Oi nichts dagegen hat. Ich kann Mom dann weiter mit Fischöl behandeln. Leyla frisst wieder. Lucys Verband hält noch.

Donnerstag, 4. Juni 2020

Nach der morgendlichen Routine kommt Pat mittags und füttert die Hunde. Dr. Oi informiert mich darüber, dass Aviras Bluttest Blutparasiten ergeben hat. Es gehe ihr besser und ich könne sie am Nachmittag abholen. Leyla hat gefressen aber wieder einiges erbrochen. Ich hoffe, dass die Ursache nur der Stress mit den Verlegungen war. Mom ist offensichtlich froh wieder in seine Kennel zu sein. Lucys Verband hält noch.

Am Nachmittag sind Coco und Lilly mit der dritten Kombiimpfung und der Tollwutimpfung dran. Avira sieht erholt aus. Sie ist eine ganz ruhige und macht mir die Arbeit leicht. Ihre roten Blutwerte sehen gar nicht so schlecht aus; nur die Anzahl der Blutplättchen ist tief im Keller und Sorgen machen natürlich die Blutparasiten. Da ich Avira täglich behandeln muss, wird sie mindestens einen Monat lang im Shelter bleiben müssen. Ich befürchte nun, dass auch Pema von Blutparasiten befallen ist. Ihr Gaumen sah zwar rosa aus als ich sie gestern sah, aber ich will sie doch einem Bluttest unterziehen.

Mittwoch, 3. Juni 2020

Da Leyla sich immer noch in ihrer Ecke verkriecht und Mom ständig weint, nehme ich beide zurück in den Hausbereich. Leyla kommt in ihren Kennel und Mom kann draußen herumlaufen, solange ich im Shelter bin. Eine kurze Auseinandersetzung mit Hiro unterbinde ich sofort. Die Hunde sind immer aufgedreht, wenn Pat am Tor erscheint. Ich füttere die Welpen und Pat die übrigen Hunde. 

Am Nachmittag fahre ich auf dem Wege zum Wat in der Jomtien Soi 13 vorbei, um die Hündin, die sterilisiert werden soll, abzuholen. Sie aber bleibt verschwunden. Der Wachmann vom Condominium, vor der sie sich normalerweise aufhält, teilt mir mit, dass sie sich nur abends einfindet. Dann aber ist die Silverlake Klinik schon zu. Ich muss Bua bitten, die Hündin abzuholen. 

Im Wat kaufe ich Reis, bezahle Ba Bät und versorge dann die Hunde. Die Marktfrau, die sich um Avira und Pema kümmert und die Ashi, bevor sie starb, zum Tierarzt gebracht hatte, teilt mir mit, dass nun auch Avira aus der Nase geblutet hat und nichts fressen will. Das waren genau die Symptome, die bei Ashi festgestellt worden waren. 

Glücklicherweise habe ich eine Box dabei und so bringe ich Avira zu Dr. Oi, nachdem ich die monatliche Ration Trockenfutter und Reis bei Prajuab abgeliefert habe. Dr. Oi schließt Staupe nicht aus und testet Avira. Der Test ist negativ. Ich bitte Dr. Oi Avira über Nacht in der Klinik zu lassen, damit sie Kochsalzlösung verabreicht bekommt. Zudem wird Avira Blut abgenommen. Das Testergebnis wird vermutlich mehr Aufschluss ergeben, was mit Avira los ist. 

Ich fahre zu den Shelterhunden. Aldo, Aki und Tinka erhalten Ferric und alle fünf Welpen werden erneut gefüttert. Leyla hat wieder gefressen, aber auch einiges erbrochen. Mom und Lucy kommen über Nacht in ihre Kennel und Tommy übernachtet im Doppeltorbereich. Ich will damit alle möglichen Konfrontationen ausschließen.

Dienstag, 2. Juni 2020

Das Zusammenleben von Tashi, Mom und Leyla kann nicht als Erfolgsstory verbucht werden. Mom und Tashi mögen sich nicht besonders aber kommen halbwegs miteinander aus. Leyla verkriecht sich in eine Ecke, wird aber von Tashi und Mom in Ruhe gelassen. In der Hoffnung, dass sie sich an die neue Zuordnung gewöhnen lasse ich sie erstmal wo sie sind. 

Pat kommt mittags und füttert. Ich muss Leyla aus ihrer Ecke holen und füttere sie mit Reisfutter in dem überdachten Käfig. Mom und Tashi verteilen sich auf die beiden Salas. Mom ist sehr menschenbezogen und fängt an zu weinen, wenn er mich draußen hört. Da er sich jedoch nicht mit Hiro versteht, möchte ich ihn eigentlich mit Tashi zusammen im hinteren Bereich lassen. 

Am frühen Nachmittag bin ich mit Lucy bei Dr. Oi. Lucy hat eine Schwellung an ihrem Hinterteil entwickelt. Die rührt von einer kleinen Bisswunde her, die mir entgangen ist. Sie wird erst sichtbar als die Schwellung rasiert wird. Lucy wird verarztet und kommt in einern der Kennel. Am späten Nachmittag scheint es, dass sich Mom und Tashi vertragen. Leyla jedoch hat es wieder in ihre Ecke gezogen, nachdem ich den Käfig geöffnet habe. Sie hat kaum gefressen und so bekommt Mom ihre Portion. Für die Nacht kommt sie wieder in den Käfig und ich stelle ihr eine Schüssel mit Hähnchenfilets hin. Die Versorgung von Cisco mit Fischöl und Ferric sowie von Rico und Dodo mit Ferric ist weiterhin problemlos.

Montag, 1. Juni 2020

Routine am Morgen. Pat kommt mittags und auch Arno, der die Löcher im Zaun flickt. Ich möchte nicht so lange warten bis der neue Innenzaun gezogen wird und verlege Leyla in den Bereich, der zur Zeit von Nuri und Tashi bewohnt wird. Nuri hat sich mit den Hunden im Nachbarbereich angefreundet und bleibt bei ihnen. Tashi bleibt in seinem Bereich. Zu den beiden lege ich auch Mom, damit er nachts und wenn ich nicht im Shelter bin, nicht immer zurück in seinen Kennel muss. Für die drei Hunde stehen zwei Salas und ein überdachter, geräumiger Käfig zur Verfügung. Außerdem lasse ich die Box da, in der ich Leyla in den Bereich gebracht habe. In ihr füttere ich Leyla auch. Mom und Tashi haben erstmal jeder eine Sala für sich. Ich hoffe, dass sich Leyla draußen besser fühlt und sich besser entwickelt. Energie scheint sie zu haben, denn sie läuft recht flink durch den gesamten Bereich, um mir zu entgehen, als ich sie füttern will. In der Box klappt das dann schließlich. Ich bleibe bis zum späten Nachmittag im Shelter und schaue nach der Säuberung nach den Dreien. Sie scheinen sich zu vertragen und ich hoffe, dass das auch auf Dauer so sein wird oder zumindest so lange bis der Zaun gezogen ist.

Sonntag, 31. Mai 2020

Das ist offensichtlich nicht der Fall, denn als ich das Tor öffne, kommen beide sofort herausgestürzt und richten sich wieder im Salabereich ein. Während ich noch säubere, erscheinen drei Thai am Tor. Es stellt sich heraus, dass sie sich nach Moms Befinden erkundigen wollen. Sie freuen sich zu sehen, dass es Mom besser geht und Mom freut sich auch sie zu sehen. Die Männer bringen überraschenderweise einen Sack Trockenfutter mit. 

Unerfreulich dagegen ist, dass Talo und Konsorten wieder durch den Zaun gebrochen sind. Angeblich haben sie eine Henne und fünf Küken getötet. Die Unterhaltung mit dem Nachbarn darüber ist nicht sehr erquicklich; dazu sind Tara und Zola verschwunden. Ich finde sie nach einiger Zeit vor dem Tor wieder; sie sind froh zurück zu sein. Tadeln kann ich sie nicht, immerhin ist es draußen aufregender als im Shelter. Die abendliche Doxy Behandlung von Dodo und Rico ist beendet. Sie bekommen von nun an Ferric verabreicht.

Samstag, 30. Mai 2020

Heute bin ich erst mittags im Shelter, da es vormittags anhaltend regnet. Als ich ankomme, begrüßen mich Talo, Paco, Zola und Toya freudestrahlend auf dem Nachbargelände, das zur Zeit glücklicherweise noch nicht bewohnt ist. Die Hühner sind übrigens auch verschwunden. Trotzdem hat es wohl wieder Talo geschafft den Metalsheet Zaun zu durchbrechen. Ich habe nicht die Befürchtung, dass die Hunde weglaufen, aber sie wieder zurück ins Shelter zu bekommen, dauert etwas. Als sie alle wieder drin sind, verrammele ich das Loch im Zaun. 

Danach mache ich mich an meine morgendlichen Routinearbeiten. Durch den Regen wird die Säuberung der Bereiche nicht leichter und dauert seine Zeit. Ich koche dann für Coco, Lilly und Leyla und füttere danach alle anderen Hunde. 

Bei der Fütterung im Salabereich stelle ich fest, dass sich Toto und Merlin unangemessen aggressiv verhalten. Betroffen davon ist vor allem Erin, die eher ein Einzelleben führt. Ich habe sie aus dem Hausbereich in den Salabereich verlegt, da sie sich häufig zickig verhalten hat. Im Salabereich habe ich das bei ihr nicht festgestellt. Toto war immer der Kleinste und Schwächste der sechs Welpen und hat nun ziemlich an Gewicht zugelegt und das hat wohl sein Selbstbewusstsein in fraglicher Weise gestärkt. 

Ich nehme also Merlin und Toto aus dem Salabereich und verlege sie in den Bereich in dem sich Talo, Tara, Toya, Zola und Paco aufhalten. Alle Hunde kennen sich gut, denn sie haben ja monatelang im Salabereich zusammengelebt. Morgen werde ich sehen, ob sich Toto und Merlin in ihre neue Umgebung einfügen können.

Freitag, 29. Mai 2020

Der gestrige Reistag hat mir heute Morgen eine große Scheißerei beschert. Irgendetwas im Reis muss verdorben gewesen sein. Deswegen bekommen nur Coco, Lilly und Leyla Reis, den ich selber koche. Die Reisfütterung werden wir eine Woche lang aussetzen, damit die Hunde ihren Metabolismus wieder in Ordnung bekommen. Nach der umfassenden Säuberung und der Medikamentenvergabe gibt es mittags also Trockenfutter. 

Abends koche ich wie immer Hähnchenfleisch für Coco und Lilly und auch für Leyla und Cisco. Leyla bekommt das Hähnchenfleisch vermischt mit Ferric und Cisco erhält es vermischt mit Fischöl und Ferric. Beide Hunde fressen die Mischung immer mit gutem Appetit.

Donnerstag, 28. Mai 2020

Ich nehme heute Morgen Amara wieder mit in den Behandlungsraum, um ihre Ohren zu behandeln. Auch Bonnies und Rubys Ohren werden behandelt. Amara entscheidet sich im Hausbereich zu bleiben. Eigentlich gehört sie dort nicht hin aber auch im Salabereich fühlt sie sich nicht ganz wohl. 

Heute ist Reistag und so koche ich nur Hähnchenfleisch für Coco, Lilly und Leyla. Pat macht ihre Sache immer sehr gut, hat aber Probleme mit den Hunden im Salabereich, die ihr zu sehr um das Futter rangeln. Deswegen füttere ich die Hunde dort. 

Am Nachmittag bin ich in Jomtien. Daniela hat mich gebeten eine Hündin in der Soi 13 sterilisieren zu lassen. Leider ist die Hündin nicht zu sehen. Ich muss es in einigen Tagen erneut versuchen. Im Tempel versorge ich die Hunde und wir machen unseren Strandgang. Erfreulicherweise sehe ich Payu zum ersten Mal nicht unter der Bank liegen, sondern mit Dotty zusammen herumlaufen. Am Eingangstor zum Tempel treffe ich auf Nero und Sushi. Willie, der immer mit Nero zusammen war, habe ich schon seit Wochen nicht mehr gesehen. Das verheißt nichts Gutes. 

Pema und ihre Mutter Avira begrüßen mich auf dem Marktgelände. Ich vermisse Aisha und eine der Marktfrauen, die Aisha gut kennt, teilt mir mit, dass Aisha gestorben sei. Sie habe aus Maul und Nase geblutet und ihr konnte trotz tierärztlicher Versorgung nicht mehr geholfen werden. 

Auf dem Rückweg in die Stadt liefere ich bei Beppe Bravecto ab. Beppe hat auf seiner Fütterungstour fünf junge Hunde entdeckt, die voller Zecken sind. Da hilft dann auch kein Pulen mehr. Abends bin ich wieder im Shelter, verabreiche Ferric an Aki, Aldo und Tinka und füttere Coco, Lilly und Leyla erneut. Zum Schluss sind dann noch Cisco, Dodo und Rico auf der Straße dran.

Mittwoch, 27. Mai 2020

Während Pat die Hunde füttert, bin ich mit Mom und Leyla bei Dr. Oi. Ich möchte die Hunde untersuchen lassen, um zu wissen, wie sie weiterbehandelt werden müssen. Moms Haut hat sich ja schon etwas erholt, aber er soll noch weitere zwei Wochen Itraconazole bekommen. Leyla hat erstaunliche 600 Gramm zugenommen. Sie sieht eigentlich garnicht so schlecht aus; das ist ja schließlich auch eine Gewichtszunahme von 6 %. 

Ich möchte Leyla gern aus dem Kennel in einen Außenbereich, in dem nur sie sich aufhält, legen. Allerdings sind alle Bereich belegt. Deswegen habe ich vor, einen neuen Bereich zu schaffen, indem ein Teil eines der großen, hinteren Bereiche abgetrennt wird. Ich hoffe, dass ich dafür im kommenden Monat genug Geld auftreiben kann.

Dienstag, 26. Mai 2020

Nach meinen morgendlichen Routinetätigkeiten behandele ich Bonnie, Ruby und nun auch Amara. Amara hat Schorf an ihren Ohrenspitzen entwickelt, eine geringfügige Sache, die aber behandelt werden muss. Amara ist eine von den Scheuen, aber sobald sie im Behandlungsraum ist, wird sie zutraulich. Mit mir hat sie kein Problem, eher mit anderen Hunden. Kenji wird ebenfalls weiter behandelt. Die Augenwunde sieht schon besser aus. 

Arno kommt und hilft mir einen Sonnenschutz für den Bereich, in dem sich Tara, Talo, Toya, Zola und Paco aufhalten, anzubringen. Ciscos Fischölverabreichung zeigt noch keine sichtbaren Erfolge. Ich werde sie aber fortsetzen. Dodo und Rico sind immer ganz aufgedreht, wenn ich komme. Ihre Doxy Behandlung ist in einigen Tagen beendet. Ich werde ihnen danach jedoch noch eine Weile Ferric verabreichen.

Montag, 25. Mai 2020

Ich absolviere die morgendlichen Routinearbeiten. Pat kommt und wir füttern die Hunde, nachdem wir einen Regenschauer abgewartet haben. Kenji hat eine kleine Verletzung am Auge, die er sich mit einer Rangelei mit Tashi zugezogen hatte. Da die Verletzung schwierig zu behandeln ist, nehme ich ihn mit zu Dr. Oi. Sie aber kann jedoch auch nicht mehr machen als mir zu empfehlen Carprofen und Augentropfen zu verabreichen und das Auge sauber zu halten. Kenji hat ja gutes Heilfleisch und so wird er auch diese unangenehme Verletzung überstehen. 

Er ist ja nun wieder allein in seinem kleinen Bereich. Gut verstanden hat er sich eigentlich nur mit Edith, die ich aber nicht zu ihm legen will, da sie sich im Hausbereich wohlfühlt. Bonnies und Rubys Ohren werden weiterhin gegen Pilz behandelt und sehen besser aus. Bonnie bekommt zudem Augentropfen verabreicht. Auch ihre Augen haben sich erholt. Sie fühlt sich sichtbar wohler und kommt im Hausbereich gut klar. Dort wird sie auch bleiben so lange ich sie behandeln muss.

Sonntag, 24. Mai 2020

Morgens die übliche Routine. Ich koche so viel, dass es für die fünf Welpen und Leyla reicht und dass auch noch Mom, Bonnie und Nousha etwas abbekommen. Pat kommt heute mit Reisfutter, sodass auch alle anderen Hunde ihren geliebten Reis bekommen. 

Ich lasse die Tür zwischen den Bereichen in denen sich Tashi und Nuri sowie Dodger, Max, Pinky und die anderen aufhalten, offen. Es entstehen keine Reibereien. Nuri und Tashi bleiben in ihrem Bereich und die anderen Hunde wechseln hin und her. Nuri und Tashi verstehen sich nach wie vor gut, aber glücklich sind sie nicht mit ihrem neuen Platz. Vor allem Nuri vermisst den menschlichen Kontakt. Ich halte mich ja vorwiegend im Hausbereich auf und Pat ist nur zwei Stunden im Shelter. 

Ich versuche Khiaow in dem nun zusammengelegten Bereich heimisch zu machen. Das klappt, solange ich im Shelter bin. Als ich abends gehe, will sie wieder in den Hausbereich und springt über den Zaun. Generell ist es so, dass durch die Separierung der Hunde, Konflikte unter ihnen sehr viel seltener sind. Allerdings sind den meisten von ihnen die menschlichen Kontakte nicht ausreichend. Das gilt nicht für den Hausbereich, aber doch für die anderen Bereiche.

Samstag, 23. Mai 2020

Ich koche nun wieder Reisfutter nicht nur für Coco, Lilly und Leyla, sondern auch wieder regelmäßig für Aki, Aldo und Tinka. Man sieht ihnen ihre Blutprobleme zwar nicht an, aber ich möchte sie doch so optimal wie möglich versorgen, bis sie wieder gesund sind. Da ich so gut wie keine Zecken im Shelter habe und ich auch jetzt keine an ihnen finde, vermutet Dr. Oi, dass sie die Probleme schon mitgebracht haben. 

Pat kommt mittags und füttert die restlichen Hunde. Abends öffne ich die Tür zwischen den beiden großen hinteren Bereichen, um zu sehen, ob sich Nuri und Tashi mit Hovis, Dodger, Max, Alex, Pinky, Lina, Darla, Roshi und Buffy vertragen. Das scheint erstmal der Fall zu sein. Ich werde morgen dann tagsüber die Tür offen lassen um zu sehen, ob das auch dauerhaft funktioniert.

Freitag, 22. Mai 2020

Aki, Aldo und Tinka verhalten sich normal wie immer und auch Coco und Lilly scheinen die zweite Impfung gut überstanden zu haben. Die Behandlungen von Bonnie und Ruby erweisen sich nun auch als problemlos, da es sie immer in den Behandlungsraum zieht. Sie wissen jetzt, dass das Eincremen ihrer Ohren schmerzlos ist. Bonnies Augen erholen sich durch die Tropfenbehandlung ebenfalls.  

Tashi und Nuri verstehen sich in dem großen Bereich, den sie ganz für sich haben, sehr gut. Tommy, den ich versuchsweise zu ihnen gelegt habe, wurde von ihnen nicht akzeptiert und so ist er wieder im Hausbereich, wo er aber auch als störend empfunden wird. Neuerdings haben Mom und Hiro ihre Antipathie entdeckt und so muss ich ein Auge auf sie haben. Leyla frisst weiterhin gut, aber ich sehe nicht, dass sie zunimmt. Rocco hustet immer noch gelegentlich und ist noch auf Bromhexine. Wenn ich abends vom Shelter zurückkomme, erwarten mich Cisco, Dodo und Rico. Die Vergabe der Medikamente an sie ist problemlos.

Donnerstag, 21. Mai 2020

Heute Morgen hole ich Linda und Steve in Pattaya ab und nehme sie mit zum Shelter. Die beiden sind in Asien unterwegs und durch Covid in Pattaya stecken geblieben. Linda war schon mal mit bei den Tempelhunden. Pat kommt mittags und die drei füttern die Hunde gemeinsam. 

Am frühen Nachmittag bringe ich Linda und Steve zurück und fahre dann zu den Tempelhunden. Auf dem Rückweg schaue ich nach Leica in der Soi Phratumnak. Leider muss ich feststellen, dass sie mittlerweile TVT entwickelt hat. Ihre Behandlung werde ich organisieren. 

Auf dem Weg zum Shelter bin ich dann noch bei Naree und bringe den Leuten Trockenfutter für deren Hunde. Naree hat ihre Beinverletzung vollständig überwunden und läuft wieder rund. Sie hat zugenommen und ist positiv wie immer. 

Im Shelter schaue ich nach dem Rechten und bin dann mit Coco und Lilly bei Dr. Oi für die zweite Impfung. Ich erhalte die Testergebnisse für Aldo und Aki. Aki leidet wie Tinka an Blutparasiten und Aldo an Anämie. Ich beginne die Doxy/Ferric Behandlung für alle drei Hunde.

Mittwoch, 20. Mai 2020

Mein erster Blick gilt wieder den Hunden in den hinteren Bereichen. Im Salabereich scheint schon Normalität eingekehrt zu sein und Tara, Talo, Zola, Toya und Paco richten sich ein. Tashi ist ein wenig vereinsamt. Da er sich immer gut mit Nuri, die sich im Hausbereich auch schon gelegentlich unbeliebt gemacht hat, verstanden hat, lege ich Nuri zu ihm. 

Tinka ist auffallend ruhig, was mir Sorge macht. Während Pat die Hunde füttert, fahre ich mit ihr, Sita und Tommy zu Dr. Oi. Sitas Bisswunde verheilt gut und sie wird neu bandagiert. Tommys Schwellung ist vollständig abgeklungen. Er wird als geheilt entlassen. Tinka jedoch hat hohes Fieber und ihr Gaumen sieht etwas blass aus. Dr. Oi entnimmt Blut für einen Test und behält sie da um ihr Kochsalzlösung zu geben. 

Vorsichtshalber bringe ich am Spätnachmittag auch Aki und Aldo für einen Bluttest zu Dr. Oi. Tinka hat sich erholt, aber das Testergebnis ergibt Blutparasiten. Das Testergebnis für Aki und Aldo erhalte ich morgen. Vermutlich werde ich auch sie einer Doxy/Ferric Behandlung unterziehen müssen.

Dienstag, 19. Mai 2020

Am Morgen schaue ich als Erstes, ob sich die Hunde auch die Nacht über in ihren neuen Bereichen zurechtgefunden haben. Die fünfzehn Hunde, die nun im Salabereich beherbergt werden sollen, scheinen ihre neue Umgebung als Verbesserung zu empfinden. Talo, Tara, Zola, Toya und Paco zieht es in den Salabereich zurück und sie akzeptieren ihre neue Umgebung mit gedämpften Gefühlen. Das kann daran liegen, dass der Salabereich schattiger ist. Die Hunde können zwar im Schatten unter den Salas liegen, aber ich werde dennoch Sonnensegel anbringen lassen, damit der Boden kühler ist. 

Kenji scheint es in seinem neuen, viel kleineren Bereich besser zu gefallen. Tashi ist ein Problemfall. Er hat sich oft mit Beppe in der Wolle und belästigt auch andere Hunde. Deswegen habe ich ihn nicht mit in den Salabereich genommen. Tashi wird aber nicht von Talo und Tara akzeptiert. Deswegen platziere ich ihn in den alten Kenjibereich.

Pat kommt mittags und füttert mit Trockenfutter. Ich verteile Medikamente. Damit ich den Ohrenpilzbefall bei Ruby und Bonnie in Ruhe behandeln kann, nehme ich sie in den Behandlungsraum. Leylas verlängerte Doxy/Ferric Behandlung ist beendet. Auch Tommys Behandlung mit Clindamycin und Prednisilone ist abgeschlossen. Sita wird weiterhin mit Carprofen und Doxy versorgt. Ruby und Mom bekommen Fischöl. Cisco bekommt auch jeden Abend Fischöl und Dodo und Rico weiterhin Doxycyline. Die sechswöchige Doxy/Ferric Behandlung von Panaeng ist abgeschlossen.

Montag, 18. Mai 2020

Ich habe mich entschlossen eine gewisse Umverlegung der Hunde vorzunehmen. Im Salabereich mit der großen Sala befinden sich ja nur Talo, Tara, Paco, Zola und Toya. In dem großen und dem kleinen Bereich dahinter aber leben Amara, Beppe, Tashi, Sita, Venus, Bum, Rocco, Kylie, Kofi, Toto, Oscar, Erin, Merlin, Nina und Lucy. Sie haben zwar auch viel Platz und vier kleine Salas zur Verfügung, aber ich denke, der große Salabereich ist ein besserer Platz für sie. Mithilfe von Pat und ein wenig Überlegung klappt die Umverlegung auch ganz gut. Kenji kommt vom hintersten Bereich in den kleinen Bereich, sodass die ehemaligen Salabereichhunde sich in zwei großen Bereichen aufhalten können. Der ehemalige Kenjibereich kann bei Bedarf abgetrennt und für weitere eventuelle Umverlegungen genutzt werden. Überraschenderweise nehmen alle Hunde ihre neuen Bereiche nach kurzer Eingewöhnung gut an. Das Reisfutter, das wir nach dieser Aktion verteilen, hilft ihnen offenbar dabei. 

Nachdem Pat gefahren ist, nehme ich Sita an Bord. Sie ist anscheinend gestern in den rechten Vorderlauf gebissen worden und das habe ich erst heute bemerkt. Sita wird bei Dr. Oi verarztet. Komplikationen sind nicht zu erwarten. Ich bleibe bis zum Spätnachmittag im Shelter um zu schauen, ob alles ruhig bleibt. Das ist nach den Fütterungen eigentlich immer der Fall und so ist es auch heute. Bevor ich fahre, müssen Mom und Tommy wieder in ihre Kennels. Auch Bonnie bleibt in ihrem großen Käfig. Dort ist ihre Behandlung problemlos und sie scheint sich im Hausbereich nicht unwohl zu fühlen. Sie hat ja dort auch zuvor lange verbracht.

Sonntag, 17. Mai 2020

Heute ist Routinetag. Ich koche wieder für Coco, Lilly, Leyla und Mom. Bonnie kann ich in ihrem Bereich nicht behandeln. Sobald sie mich mit etwas in der Hand sieht, reißt sie aus. Deshalb habe ich sie in den Hausbereich genommen und zu ihrer Sicherheit in den großen Käfig gesperrt. In den kann ich hineinkriechen und so kann Bonnie mir nicht mehr entkommen. 

Heute wird Mom auch wieder gebadet. Seine Haut sie etwas besser aus, aber es wird wohl noch lange dauern, bis das Fell an den geröteten, nackten Hausstellen wieder nachwächst. Immerhin fühlt sich Mom sichtbar wohler und wenn ich im Shelter bin bewegt er sich im Hausbereich ganz natürlich unter den anderen Hunden.

Samstag, 16. Mai 2020

Heute koche ich nur für Coco, Lilly, Leyla und Mom. Alle anderen Hunde bekommen Trockenfutter. Kurz nachdem wir mit der Fütterung und der Medikamentenvergabe fertig sind, öffnen sich die Schleusen des Himmels wieder. Ich bin mal gezwungen nichts zu tun und sitze eine Stunde bei den Hausbereichshunden während Pat bei den Hunden im hinteren Bereich auf nachlassenden Regen wartet. Wir verlassen die Hunde am frühen Nachmittag und am frühen Abend bin ich wieder bei ihnen, säubere kurz durch und verteile die abendlichen Medikamente. Mom und Tommy kommen wieder in ihre Kennel. Zum Schluss wieder die Versorgung von Dodo, Rico, Cisco und Panaeng.

Freitag, 15. Mai 2020

Vormittags die tägliche Routine mit Säubern, kochen, füttern und Medikamentenvergabe. Diese Arbeiten nehmen normalerweise vier bis fünf Stunden in Anspruch. Am Nachmittag bin ich bei den Tempelhunden. Ich habe die vergangenen Male Nero und Sushi gesehen, nicht aber Willie. Ich gehe den ganzen Markt ab, finde ihn jedoch nicht. Im Tempel sind alle Hunde vollzählig. Nach ihrer Versorgung machen wir wieder unseren Strandgang. Abends bin ich erneut im Shelter und versorge danach die Hunde auf der Straße.

Donnerstag, 14. Mai 2020

Pat kommt heute mit Shana und Rosie. Beide Hunde mischen sich unter die Meute und sind sowohl im Hausbereich als auch im Salabereich akzeptiert. Auch Mom hat sich nun im Hausbereich sehr gut eingelebt während Tommy nur allenfalls wohlgelitten ist. Beide Hunde lasse ich nur raus solange ich im Shelter bin. Um Coco und Lilly muss mich mir gar keine Sorgen machen. Etliche der Hunde mögen sie und spielen oft mit ihnen. Ich koche und verteile Medikamente während Pat die Hunde mit Trockenfutter füttert. 

Am Nachmittag gibt wieder einen heftigen Schauer. Ich bin dann in Jomtien und schaue auch nach Cora - wieder vergeblich. Ich hoffe ihr ist nichts passiert. Ich werde weiter nach ihr schauen, da ich sie sterilisieren lassen möchte. Immerhin werden ihre beiden Welpen gut versorgt und sicher aufwachsen.

Mittwoch, 13. Mai 2020

Ich lasse am Morgen Tommy und Mom aus ihren Kennels und öffne auch wie jeden Morgen Leylas Kenneltür. Sie liegt auf ihrer Bank, Hunde können zu ihr, aber sie kommt nie heraus. Pat kommt mit Reisfutter und wir füttern gemeinsam. Am Nachmittag hole ich 30 Sack Trockenfutter bei Apisit in zwei Fuhren ab. Ich bestelle diese große Menge, um einen besseren Preis zu bekommen. Nach der abendlichen Routine im Shelter bin ich wie jeden Abend bei Cisco, Rico, Dodo und Panaeng. Alle vier Hunde nehmen brav ihre Medikamente.

Dienstag, 12. Mai 2020

Heute sehen die Hunde mal wieder nur mich. Ich lasse mir Zeit mit all den Arbeiten – das tut mir gut und strahlt auch auf die Hunde aus. Wenn ich entspannt bin, sind auch sie entspannt. Und wenn ich ungeduldig werde, nehmen sie das natürlich ebenfalls wahr. Ich muss ja immer mindestens zwei Dinge gleichzeitig erledigen und wenn dann noch zwei weitere hinzukommen, drehe ich schon mal am Rad. Aber die Hunde kennen mich und wissen, dass der Sturm schnell vorüberzieht. Ihr Vertrauen in mich scheint unerschütterlich, denn sie nehmen sie mir nie etwas krumm.
 
Tommy leidet an einem Nervenschaden in seinem linken Vorderlauf. Der wurde vor Jahren schon durch eine Beißerei verursacht. Seitdem Tommy bei mir ist, ist er in zahlreiche Händel verwickelt gewesen, meist von ihm selbst verursacht. Einen Bruch des rechten Hinterlaufs hat er dadurch auch schon davongetragen. Tommy ist sehr provokativ anderen Hunden gegenüber und hat auch schon gelegentlich andere Hunde dazu angestiftet Beißereien anzuzetteln. Keiner der anderen Hunde mag ihn wirklich. Um ihn vor sich selbst zu schützen, habe ich ihn zu Kenji gelegt, der allein friedlich ist, aber besser auch allein bleibt. Die beiden sind zwar nicht die allerbesten Freunde, aber kommen einigermaßen miteinander aus. Sie haben auch genügend Platz, um sich aus dem Weg zu gehen. 
 
Tommy hat nun in den vergangenen Tagen eine Schwellung am Schultergelenk seines geschädigten Vorderlaufs entwickelt. Deshalb bin ich am Nachmittag mit ihm bei Dr. Oi. Zur Vorsicht lasse ich die Schwellung röntgen. Auch lasse ich Blut für einen Test abnehmen. Der ergibt eine erhöhte Anzahl der weißen Blutkörperchen, das Röntgenbild jedoch zeigt keine Abnormalitäten. Es scheint sich also nur um eine Entzündung zu handeln.
 
Dr. Oi bandagiert Tommy und verordnet Clindamycin und Prednisilone. Damit Tommy sich nicht der Bandage entledigt, muss er einen Kragen tragen und damit er nicht so viel herumläuft stecke ich ihn in einen Kennel. In einer Woche sollte Tommy wieder hergestellt sein.

Montag, 11. Mai 2020

Nachdem ich meine morgendliche Routine beendet habe, kommt Pat und füttert. Ich verteile Medikamente und bade dann Mom. Mom ist sicherlich noch nie gebadet worden, aber er macht mir die Arbeit leicht. Er ist einer dieser liebenswerten Straßenhunde, die nie verwöhnt wurden und deshalb jede Aufmerksamkeit schätzen. Mit Pat zusammen bade ich dann Ruby. Sie ist am Anfang störrisch aber scheint dann jedoch die Behandlung zu schätzen. Auch für sie ist es das erste Mal. Beide Hunde kommen in einen Kennel, damit sie sich nicht gleich wieder im Dreck wälzen. Ruby kommt zu Hiro und Mom lege ich zu Leyla. 

Kurz nachdem Pat gegangen ist, fängt es heftig an zu regnen. Ich setze mich zu Mom und Leyla und dann auch zu Hiro und Ruby. Leyla lässt sich immer noch nicht von mir berühren, aber liegt recht entspannt auf der Bambusbank rechts von mir und Mom links von mir. Das Verhältnis zu Mom ist schon so vertraut wie zu den anderen Shelterhunden. Leyla muss schwer traumatisiert sein, dass sie jede Annäherung von mir oder den Hunden verweigert. Mit Mom zusammenzuliegen hat sie jedoch kein Problem. 

Am frühen Abend bekommt Cisco wieder Fischöl mit Hähnchen und Dodo und Rico Doxy mit Wurstscheiben. Panaeng nimmt das Ferric ebenfalls. Ich denke, dass sich diese Routine auch für die kommenden Wochen bewähren wird.

Sonntag, 10. Mai 2020

Ich spare mir nun den morgendlichen Besuch bei Rico und Dodo und verlege die Vergabe von Doxy auf den Abend. Die Vergabe von Ferric muss dann ausfallen. Hunde, zumindest die auf der Straße, kann ich nicht zwingen Medikamente zu nehmen. Aber so lange sie Doxy nehmen, werde ich zufrieden sein. 

Pat kommt mittags, nachdem ich die Welpen gefüttert und die Bereiche gesäubert habe. Während sie füttert, verteile ich die Medikamente. Die nicht mehr ganz neue Routine tut allen gut. Wenn ich am Nachmittag nach Hause fahre, habe ich nun ein gutes Gefühl. Die Hunde verschlafen die paar Stunden bis ich wieder im Shelter bin und empfangen mich relativ ausgeglichen. Ich füttere die Welpen und Leyla und verteile wieder Medikamente. Cisco ist problemlos und auch Rico und Dodo nehmen das Doxy in Wurstscheiben verpackt. Ich hoffe, das bleibt auch so. Ich sehe Katharinas vier Hunde auf dem Parkplatz vom Freizeitpark. Panaeng nimmt das Ferric, das ich ihr nun auch in Wurstscheiben verabreiche.

Samstag, 9. Mai 2020

Heute Morgen habe ich kein Glück mit Dodo. Er verweigert das in Hähnchenfilets verpackte Doxycyline und zieht von dannen. Mit Rico habe ich mehr Glück, aber auch ihn muss ich überreden das Angebotene anzunehmen. Morgens scheinen die Hunde keinen Appetit zu haben. 

Heute kommt Pat etwas später und ich habe mehr Ruhe meine Arbeiten zu verrichten. Langeweile kommt trotzdem nicht auf – die Zeit vergeht immer wie im Fluge. Heute ist mal wieder Reistag. Während die Trockenfutterverteilung mittlerweile recht zivil über die Bühne geht, kriegen sich während der Reisfutterverteilung immer wieder einige Hunde in die Haare. Es passiert nie etwas, aber es ist doch nervig. 

Nachdem Pat gefahren ist, mache ich mich auf den Weg nach Baan Amphur. Nach der Versorgung der Hunde machen wir wieder unseren Strandgang. Alle Hunde, auch die, die nie mit uns gehen sind wohlauf. Ich schaue immer nach ihnen bis ich auch den Letzten gefunden habe. 

Der Pattaya lock-down ist vorerst aufgehoben und so kann ich Einkäufe bei Makro und dem Big C machen. Am frühen Abend bin ich wieder im Shelter. Ich schaue nach dem Rechten, lasse Mom raus und verteile Medikamente. Auf dem Rückweg halte ich bei Cisco. Er nimmt nun das Fischöl vermischt mit Hähnchenfleisch. Mit Dodo und Rico habe ich weniger Glück. Morgen werde ich es mal mit Wurstscheiben versuchen. Die haben eigentlich alle Hunde immer gern genommen. Panaeng hat ihr Ferric bekommen.

Freitag, 8. Mai 2020

Nach Rico und Dodo koche ich für die Welpen. Wenn ich morgens in Richtung Behandlungsraum gehe, folgen mir Coco und Lilly und natürlich auch noch Tinka, Aki und Aldo. Alle fünf Welpen haben ja gelernt, wo es das gute Futter gibt. Außer ihnen bekommen dann noch Leyla und Mom Reisfutter am Morgen. Mom sieht schon besser aus und scheint sich auch besser zu fühlen. Er ist am liebsten draußen und wenn ich im Shelter bin, kann er sich im Hausbereich frei bewegen. Er hat dort schon seinen Lieblingsplatz gefunden. Coco und Lilly wachsen heran. Sie haben ihr Gewicht seit den vergangenen drei Wochen verdoppelt. 

Pat kommt mittags und füttert die Hunde mit Trockenfutter. Ich verteile derweil die Medikamente. Die nachmittägliche Routine besteht wie stets aus der erneuten Säuberung, der Medikamentenvergabe und der abendlichen Fütterung der Welpen. Cisco soll für die kommenden zwei Wochen nur Fischöl bekommen. Ich mische es unter Hühnerfleisch und einem Ei und diese Mischung frisst er. 

Am Pong Freizeitpark empfangen mich Rico und Dodo und auf dem Parkplatz dort Katharinas vier Schützlinge. Auch Panaeng kann ich die Ferric Tablette in Kombination von Hühnerfleisch schmackhaft machen. Natürlich bekommen die anderen drei auch ihren kleinen Anteil.

Donnerstag, 7. Mai 2020

Katharina teilt mir morgens mit, dass sie Panaeng nach einer vier Wochen langen Behandlung mit Doxycyline und Ferric zum Pong Freizeitpark zurückgebracht hat. Katharina wird die Doxy Behandlung dort noch zwei Wochen lang vor Ort fortsetzen und ich werde Panaeng abends Ferric verabreichen. Panaeng hält sich ja am gleichen Platz wie Dodo und Rico auf. 

Pat kommt, nachdem ich gesäubert und Medikamente verteilt habe. Die Fütterung der Welpen und von Leyla fällt aus, da ich die drei Hunde gemeinsam mit Ruby zu Dr. Oi bringe. Ruby hat Fellprobleme entwickelt, Leyla muss Blut für die Untersuchung der Schilddrüse abgenommen werden und Coco und Lilly werden das erste Mal geimpft. Ein scrape test an Ruby ist Räude negativ. Sie wird eine Woche lang mit Cephalexin und Fischöl behandelt werden. Außerdem soll sie Bravecto bekommen. 

Nach meinem Nachmittagsbesuch im Shelter bekommen Dodo und Rico Ferric. Ricos Kopfwunde ist verheilt. Beiden Hunden geht es sichtlich besser und sie freuen sich immer riesig wenn ich komme. Auch Panaeng sehe ich im Freizeitpark auf der anderen Straßenseite. Der Park ist nun wieder für die Öffentlichkeit zugänglich. Panaeng ist von den drei Hunden, mit denen sie immer zusammen ist, wieder aufgenommen worden. Sie hat ordentlich zugenommen und fühlt sich sichtbar besser. Alle vier Hunde werden täglich von Katharina versorgt.

Mittwoch, 6. Mai 2020

Die Barrikade hat gehalten und die Salabereich Hunde haben erstmal das Interesse verloren. Pat kommt heute nicht und so muss ich den Laden allein schmeißen. Nach der Säuberung bin ich mit Bonnie und Mom bei Dr. Oi. Um Bonnies Augen hat sich Schorf gebildet. Räude fängt häufig so an. Ein scrape test jedoch bleibt negativ. Bei näherer Untersuchung stellt Dr. Oi Pilzbefall in den Ohren fest. Der kann topisch behandelt werden. Ich lasse einen Bluttest machen. Moms Zustand hat sich nach acht Tagen Cephalexin Behandlung schon gebessert. Eine zweiwöchige Itraconazole Behandlung soll nun folgen. Dazu soll Mom Fischöl bekommen. Auch ihm wird Blut für einen Test abgenommen. Ich bringe die Hunde zurück und füttere dann. Am Nachmittag säubere ich, füttere Coco und Lilly erneut und verteile Medikamente.

Dienstag, 5. Mai 2020

Kochen, säubern, füttern; das ist die morgendliche Routine und dazu kommt noch die Versorgung der drei Hunde auf der Straße. Maggie läuft wieder völlig normal. Ich verabreiche ihr trotzdem noch einmal Carprofen. Immuplex wird auch weiter verteilt. Im Großen und Ganzen ist der Gesundheitszustand aller Hunde recht gut; kleinere Blessuren und leichte Krankheiten müssen immer wieder behandelt werden. So husten nun Kenzo und Rocco. Das Wetter ist sehr unbeständig und das wird die Ursache sein. Sie erhalten Bromhexine.

Bei meinem Nachmittagsbesuch des Shelters erwarten mich zwei junge Männer, die auf dem Nachbargrundstück Kampfhähne halten. Weil es ja so praktisch ist, haben sie den Hühnerstall direkt am Außenzaun des Shelters errichtet. Bisher war das kein Problem, aber neuerdings krähen die Hähne und das hat die Hunde im Salabereich offenbar neugierig gemacht. Sie haben sich durch den Zaun gearbeitet und einen Hahn herausgeholt. Der hat natürlich nicht überlebt. Die Männer sind nicht glücklich und ich auch nicht. Einmal weil die Hunde nun wissen wo der Hühnerstall ist und zum Anderen weil mir der Hahn leid tut, der ein vorzeitiges Ende seines kurzen Lebens gefunden hat. Die Männer wollen 5,000 Baht für den Hahn haben; wir einigen uns auf 2,000. Außerdem soll eine Mauer auf beiden Seiten des Zaunes im Bereich des Hühnerstalls errichtet werden. Vorsorglich habe ich den defekten Zaun mit Kisten und Paletten verbarrikadiert.

Montag, 4. Mai 2020

Nachdem ich Dodo und Rico versorgt habe, hole ich Ju ab. Ju hat schon lange vor, die Hunde im Shelter zu besuchen. Auf dem Wege zum Schelter versorgen wir noch Cisco. Ju wird wie alle Besucher stets von den Hunden stürmisch begrüßt. Ich bin froh, dass ich mal nicht der Mittelpunkt bin und mache mich an die Arbeit. Pat kommt mit Reisfutter und wir füttern heute zu dritt. Leider bekommen sich bei der Aufregung Mee und Maggie in die Wolle und Maggie scheint sich eine Beinverletzung zugetragen zu haben. Ich behandele sie mit Carprofen und werde sie wohl morgen Dr. Oi vorstellen müssen, wenn sich keine Besserung einstellt. 

Nachdem Pat gegangen ist und ich Ju zurückgebracht habe, bin ich mit Aldo und Merlin bei Dr. Oi. Merlins Bissverletzung ist vollständig verheilt und auch Aldos Behandlung sollte beendet sein. Mom scheint mich zu mögen und das hilft natürlich, denn er muss nun bald gebadet werden und danach muss er auch wieder zu Dr. Oi wenn seine Cephalexin Behandlung vorläufig abgeschlossen ist. Wenn Mom draußen ist und er zurück in seinen Kennel muss, lässt er sich willig von mir hineintragen. Leyla soll noch einige Tage mit Doxycyline und Ferric behandelt werden, bevor ihr Blut für einen Schilddrüsenrest abgenommen wird. Es muss untersucht werden, ob eine Überfunktion vorliegt.

Sonntag, 3. Mai 2020

Heute Morgen wieder die übliche Routine mit Rico, Dodo, Cisco und Reisfutter zubereiten. Mom kann ich nun schon mal für ein paar Momente aus den Augen lassen, wenn er sich im Hausbereich bewegt. Leyla kommt nicht aus ihrem Kennel hervor, obwohl die Tür offen steht. Die Hausbereichhunde kennen sie ja und gehen nicht in ihren Kennel. 

Nach der Fütterung hole ich Dodo in Pong ab und bin mit ihm zur dritten Chemotherapiebehandlung in der Silverlake Klinik. Dr. Kwanchai ist mit dem Erfolg der Therapie zufrieden. Ich nehme die sterilisierte Katze an Bord und liefere dann Dodo auf der Straße und die Katze bei ihren Besitzern ab. Im Shelter verteile ich die abendlichen Medikamente, gehe durch alle Bereiche und präpariere die Medikamente für Cisco, Rico und Dodo.

Samstag, 2. Mai 2020

Nachdem ich Rico, Dodo und Cisco versorgt habe, schaue ich als Erstes nach Mom und Leyla in ihren Kennels. Ich säubere den Hausbereich und öffne dann die Türen der Kennels. Mom kommt heraus aber Leyla bleibt wo sie ist. Immerhin liegt sie nun auf der Bambusbank und nicht mehr darunter. 

Ich koche und füttere die Welpen, Mom und Leyla mit Reisfutter. Pat füttert die übrigen Hunde mit Trockenfutter. Sie hat heute Shana und Rosie mitgebracht. Die beiden Hunde fügen sich nahtlos in die Meute ein und gehen auch in den Salabereich. Sie werden von allen Hunden in beiden Bereichen akzeptiert. Coco und Lilly trauen sich auch schon mal in den Salabereich. Auch sie werden dort akzeptiert. Allerdings fühlen sie sich nur sicher, solange ich in Sichtweite bin. 

Mom bleibt für mehrere Stunden draußen. Er ist ein total lieber Kerl und ein wenig schwach. Auch auf ihn muss ich immer ein Auge haben. Ich bin auch derjenige, dem er am meisten vertraut. Mom ist ja genau wie Leyla Außenseiter und kann attackiert werden, wenn ich nicht zur Stelle bin. Beiden Hunden möchte ich aber dennoch so viel Bewegungsfreiheit wie möglich verschaffen. Um Coco und Lilly mache ich mir gegenwärtig keine Sorgen. Sie sind bereits ein Teil der Meute.

Freitag, 1. Mai 2020

Ich versorge nun jeden Morgen und übrigens auch jeden Abend Dodo, Rico und Cisco mit Doxycyline und Ferric bzw. Cephalexin. Alle drei Hunde sind immer am selben Platz und somit ist diese Übung eine leichte. Die anderen gegenwärtigen Patienten wie Pinky, Toya, Kylie und Tinka, die ich mit Immuplex behandele, sowie Mom, Merlin und auch wieder Leyla, die entweder Cephalexin, Clindamycin oder Doxycyline erhalten, sind natürlich auch stets verfügbar und so bereitet die Medikamentierung keinerlei Probleme. 

Merlins Clindamycin Behandlung ist mit dem morgigen Tag abgeschlossen. Seine Wunden scheinen gut zu verheilen. Ich werde ihn in den kommenden Tagen noch einmal mit zu Dr. Oi nehmen. Mom nimmt das Cephalexin tadellos ein. Er kommt offensichtlich mehr und mehr zurecht, wenn er auch noch, wenn er draußen ist, nach einem Schlupfloch im Zaun sucht. Mom hat recht gut Vertrauen zu mir gefasst und ist ein einfacher Patient. Leylas Bluttestresultat hat noch eine leichte Anämie ergeben, sodass Dr. Oi empfiehlt die Doxy/Ferric Behandlung für zwei Wochen fortzusetzen. Ich lasse sie, genau wie Mom, vorerst in einem der kleinen Kennel. Dort ist sie sicher und gegen das Wetter geschützt. 

Obwohl Pat schon um elf Uhr kommt, geraten wir wieder in einen Regenschauer. Ich koche für die Welpen und Pat sitzt bei den Hunden bis sie die Fütterung der übrigen Hunde beginnen kann. Nachdem Pat gegangen ist, bin ich mit Aldo zur erneuten Laserbehandlung bei Dr. Oi. Aldo wird neu verbunden und soll in drei Tagen ein hoffentlich vorläufig letztes Mal vorgestellt werden. 

Am Nachmittag liefere ich Trockenfutter und Reis für Prajuabs Hunde und am frühen Abend bin ich erneut im Shelter. Merlin, Mom und Leyla erhalten ihre abendlichen Medikamente und Coco und Lilly werden noch einmal gefüttert. Danach sind dann wie jeden Abend noch Cisco, Rico und Dodo dran. Deren Behandlungen werden mehrere Wochen in Anspruch nehmen.

Donnerstag, 30. April 2020

Auf dem Wege zum Shelter bin ich wieder bei Dodo, Rico und Cisco. Im Shelter schaue ich zuerst nach Mom. Er will aus seinem Kennel raus um seine Geschäfte zu machen. Unter meiner Aufsicht läuft er im Hausbereich herum. Nur einige Hunde nähern sich ihm und er geht seines Weges. Mom ist ein ganz ruhiger Typ. Nach einigen Minuten wage ich es ihn vorsichtig zu streicheln und er lässt es geschehen. Ich versuche ihn aufzunehmen und auch das lässt er sich gefallen. So kann ich ihn in seinen Kennel zurücktragen und mich meinen morgendlichen Arbeiten widmen. 

Pat kommt heute früher zur Fütterung. Es ziehen zwar wieder dunkle Wolken auf, aber es bleibt trocken. Arno kommt auch mal wieder vorbei. Mit ihm zusammen schaffe ich es Leyla aus ihrer Box im Doppeltorbereich herauszuholen. Bei Dr. Oi wird sie untersucht und es wird ihr Blut abgenommen. Leyla ist immer noch sehr dünn. Die Untersuchung ergibt keinen offensichtlichen Grund dafür. Sollte der Bluttest keinen Aufschluss geben, empfiehlt Dr. Oi die Schilddrüse auf Überfunktion testen zu lassen. Damit Leyla für die nächste Zeit greifbar ist, lege ich sie in einen der kleinen Kennel. Zaza und Hiro, die dort gern liegen müssen erstmal weichen. 

Am Spätnachmittag bin ich wieder im Shelter. Ich lasse Mom raus, muss aber ein Auge auf ihn haben, da die Meute nur darauf wartet ihn zu attackieren. Wenn ich tagsüber im Shelter bin und nicht auf ihn aufpassen kann, kann er jedoch im Doppeltorbereich bleiben. Dort ist er sicher. Durch die räumliche Trennung in die verschiedenen Bereiche hat sich eindeutiges Territorialverhalten entwickelt. Nur wenigen Hunden wird erlaubt sich in einen Bereich zu begeben, in der er oder sie sich nicht ständig aufhält. Mit der Integration von jungen Welpen hatte ich bisher keine Schwierigkeiten; ausgewachsene Hunde werde ich mit der gegenwärtigen Aufteilung nicht dauerhaft aufnehmen können.

Mittwoch, 29. April 2020

Auf meinem morgendlichen Weg zum Shelter versorge ich Rico und Dodo mit Doxycyline und Cisco mit Cephalexin. Im Shelter schaue ich wie immer zuerst nach Leyla und dann nach Mom. Mom scheint nicht unzufrieden zu sein und ist sehr ruhig. Ich habe ihm eine Transportbox im Kennel gelassen, in der er sich eingerichtet hat.

Ich koche wieder Reisfutter und füttere die fünf großen und kleinen Welpen, Leyla und Mom. Mom macht gleich zwei Schüsseln leer. Wahrscheinlich hat er noch nie so gut gegessen. Cephalexin und Antihistamin Tabletten nimmt er einwandfrei. Ich denke, Mom hat einen guten Charakter, aber ich will mich ihm dennoch vorsichtig nähern. 

Kurz nachdem Pat gekommen ist, fängt es wieder heftig an zu schütten. Obwohl nach einer Stunde alles unter Wasser steht, verfüttern wir dennoch das mitgebrachte Reisfutter. Da es nun täglich um die Mittagszeit anfängt zu regnen, vereinbaren wir die Fütterung um zwei Stunden vorzuverlegen. 

Am Nachmittag bin ich mit Aldo wieder bei Dr. Oi. Aldo erhält eine weitere Laserbehandlung. Am frühen Abend bin ich dann erneut im Shelter. Mom und Merlin erhalten ihre Medikamente und Coco und Lilly noch ein paar Happen für die Nacht. Auf dem Rückweg bekommen Cisco, Dodo und Rico ebenfalls ihre abendlichen Medikamente. Ich versuche ihnen Fischöl schmackhaft zu machen, allerdings mit geringem Erfolg.

Dienstag, 28. April 2020

Ich versorge morgens Rico und Dodo mit Doxycyline und Cisco mit Cephalexin. Die drei Hunde halten sich ständig am gleichen Platz auf und so macht die Vergabe keine Probleme. Ich schaue erneut nach Mom. Trotz intensiver Suche auf dem Industriegelände und der Hilfe eines Arbeiters ist Mom unauffindbar. 

Im Shelter verrichte ich meine Routine. Die Welpen bekommen Reisfutter. Pat kommt mittags und wir füttern die übrigen Hunde mit Trockenfutter. Am Nachmittag hole ich eine Katze zur Sterilisation aus der Nachbarschaft ab und bringe sie zu Dr. Kwanchai. Ich kaufe Reis für die Tempelhunde und bezahle Ba Bät für den kommenden Monat. Im Tempel treffe ich nach unserem Strandgang auf Tai, die sich ebenfalls seit Jahren um die Strandhunde kümmert. Neung, Nico, Song und Sahm schmiere ich mit einer Sulfur/Kokosnussöl Mischung ein. Sie haben ein paar lichte Stellen auf dem Rücken entwickelt. 

Auf dem Rückweg zum Shelter schaue ich wieder nach Mom und dieses Mal hat der Arbeiter ihn erwischt. Wir stecken ihn in die mitgebrachte Box und ich fahre mit Mom zu Dr. Oi. Die stellt eine Pilzinfektion fest. Als Erstbehandlung soll Mom Cephalexin und Antihistamin erhalten. Da die Medikamente zweimal täglich verabreicht werden müssen, nehme ich Mom ins Shelter. Dort kommt er in einen der kleinen Kennel. Ich verabreiche ihm gleich die erste Dosis und auch Merlin bekommt wieder Clindamycin wie jeden Morgen und Abend gegen seine infizierte Bisswunde. Die verheilt sehr gut.

Montag, 27. April 2020

Ich habe morgens eine neue Aufgabe, Dodo, Rico und Cisco müssen medikamentös versorgt werden. Dodo und Rico bekommen Doxy, Rico zudem Carprofen für drei Tage und Cisco erhält Cephalexin. Die Shelterarbeit beginnt mit der Routinesäuberung, dann der Zubereitung des Reisfutters für Coco, Lilly und Leyla. Tinka, Aki und Aldo müssen sich allmählich an die Standardversorgung der übrigen Hunde gewöhnen. Das fällt ihnen nicht leicht und es drängt sie stets in den Behandlungsraum, aber sie sind nun bereits gut fünf Monate alt und damit aus dem Gröbsten raus. 

Pat hilft heute wieder mit der Fütterung. Sie ist damit eine große Hilfe für mich. Pat füttert ja nicht nur, sondern beschäftigt sich auch mit den Hunden und vier Augen sehen mehr als zwei. An Tommy hat sie eine weiche Schwellung am Nacken entdeckt, die ich mit Carprofen behandele. Eine Carprofen Behandlung dauert normalerweise drei Tage. Ich hoffe, dass das Problem damit gelöst ist. 

Nuri hat seit etlichen Tagen eine oberflächliche Halswunde und nun ist eine erneute hinzugekommen. Nuri ist zwar ein äußerst liebenswerter Hund, aber behandeln lässt sie sich nur unter Schwierigkeiten. Deswegen entschließe ich mich sie von Dr. Oi versorgen zu lassen. Merlin hat eine Bisswunde am Hinterteil, die ebenfalls behandelt werden muss. Nachdem Pat gefahren ist, bin ich also mit den beiden Hunden bei Dr. Oi. Merlin macht keine Schwierigkeiten, aber Nuri, die groß und stark ist, ist selbst von Dr. Oi und zwei Assistenten kaum zu bändigen. Nuri ist nicht aggressiv, aber sie wehrt und windet sich permanent. Schließlich gelingt es Dr. Oi ihr einen Verband anzulegen. 

Auf dem Wege zurück zum Shelter sehe ich in der Vorbeifahrt einen Hund, der anscheinend blutverschmiert ist. Ich drehe und suche nach dem Hund, aber er ist verschwunden. Arbeiter erklären mir, dass er irgendwo auf einem weitläufigen Industriegelände zu finden ist. Es soll Räude haben. Offenbar ein schlimmer Fall, denn er scheint sich blutig gekratzt zu haben. Ich suche alles ab, kann den Hund jedoch nicht finden. Morgen werde ich erneut nach dem Hund suchen. 

Am frühen Abend bin ich wieder im Shelter und versorge Coco und Lilly. Die beiden zieht es auch immer in den Behandlungsraum, aber sie sollen sich frühzeitig an das Leben draußen gewöhnen und so lasse ich sie für die Nacht im offenen Hausbereich zusammen mit den anderen Hunden. Auf dem Rückweg bekommt Cisco die zweite Cephalexin Dosis und dazu noch Fischöl und Ferric. Ich vermische das mit Ziegenmilch und er schlabbert es schließlich auf. Dodo und Rico sind einfache Patienten. Sie kennen bereits mein Auto und laufen herbei. Beide bekommen Ferric, sie aber in Tablettenform.

Sonntag, 26. April 2020

In Pong, auf dem Weg zum Shelter, verabreiche ich Rico Carprofen und Doxy. Dodo erhält Doxy. In Takhiantia gebe ich Cisco Cephalexin, sowie Fishöl und Ferric. Im Shelter koche ich wieder, damit Coco, Lilly, Aldo, Aki, Tinka, Kenzo und Leyla ihre Reisportionen bekommen. Anschließend säubere ich die Bereiche und füttere dann die übrigen Hunde mit Trockenfutter. Pat hat sich heute freigenommen. 

Am frühen Nachmittag bin ich mit Aldo bei Dr. Oi. Aldos Wunde wird erneut gelasert. Wundflüssigkeit findet Dr. Oi heute nicht. Am frühen Abend bin ich wieder im Shelter und füttere Coco und Lilly erneut. Dann verabreiche ich Cisco Cephalexin und zum Schluss noch Rico und Dodo Ferric.

Samstag, 25. April 2020

Cisco hat morgens das Cephalexin verpackt in gekochtem Hähnchenfleisch genommen, aber Fischöl und Ferric verabreicht mit einer Syringe hat ihm nicht gefallen. Ich muss ihm das in anderer Form geben. Heute koche ich kein Reisfutter, da Pat mit mehreren Eimern voll kommt. Nur Coco, Lilly und Leyla bekommen noch etwas von gestern. Die Fütterung mit Trockenfutter geht mittlerweile recht zivil ab, aber wenn es Reis gibt, gibt es zuweilen immer noch Hauereien, die jedoch nie Ausmaße annehmen. Vor Pat haben die Hunde nun auch Respekt da sie mittlerweile gelernt hat, wenn nötig mütterliche Strenge walten zu lassen. 

Am Nachmittag nehme ich Rocco an Bord und hole Rico ab. Rocco braucht eigentlich kein grooming, aber da ich schon mit Rico bei Kook bin, nehme ich ihn mit. Rocco ist ein Border Terrier und Rico ist auch so ein Typ, allerdings langhaariger. Ich gebe die Hunde bei Kook ab und hole dann Khun Leks drei Katzen aus der Silverlake Klinik ab. Da das Grooming dauert, treffe ich mich mit Khun Lek im Wat Nong Ket Yai, in dessen Nähe sie wohnt und übergebe ihr die sterilisierten Katzen. 

Mittlerweile fängt es wieder heftig an zu regnen. Kook ruft mich an, dass ich die Hunde abholen könne. Sie hat nur Rico groomen können, da Rocco sich dagegen gewehrt habe. Ich fahre mit den Hunden zu Dr. Oi und lasse Rico untersuchen. Ihm wird Blut abgenommen und eine kleine Kopfwunde wird versorgt. Rico ist, genau wie Cisco es war, auch ganz lieb und lässt alles über sich ergehen. Ich liefere Rocco im Shelter ab und schaue noch einmal nach dem Rechten. Coco und Lilly werden für die Nacht gefüttert. Da es durch den Regen recht kühl geworden ist, lasse ich sie im Behandlungsraum. 

Mit Rico fahre ich zu Cisco und finde ihn auch trotz Dunkelheit. Ich gebe ihm Cephalexin. Dann bringe ich Rico wieder an seinen Platz und verabreiche ihm Carprofen und Doxy. Auch Dodo bekommt Doxy. Bevor ich Ricos Testergebnis sehe, gehe ich schon mal davon aus, dass die Hunde anämisch sind. Dodo werde ich testen lassen, wenn seine Chemotherapiebehandlung beendet sein wird.

Freitag, 24. April 2020

Ich koche wie gewöhnlich für die fünf Welpen, Kenzo und Leyla. Es folgt die Säuberung. Pat kommt mittags mit Shana und Nelson. Auch Nelson hat keine Anpassungsschwierigkeiten und die Shelterhunde nehmen ihn ebenfalls wohlwollend auf. Wir füttern die restlichen Hunde mit Trockenfutter während Shana und Nelson ihren Ausflug genießen. Pat hat nun vor, Rosie, Shana und Nelson im Wechsel einmal die Woche mitzubringen. 

Nachdem alle Hunde versorgt sind, nehme ich Aldo an Bord. Mir scheint, dass unter der Wundnaht noch ein wenig Flüssigkeit verblieben ist. Unterwegs lade ich Cisco ein. Cisco ist der Rüde mit dem schlechten Fellzustand. Er ist nicht gerade der hübscheste, aber ein liebenswertes Geschöpf zu dem ich seit unserer ersten Begegnung Zugang gefunden habe. Ich vermute, dass Cisco noch nie eine Box von innen gesehen hat, aber er vertraut mir und ich kann ihn einladen. 

Dr. Oi findet wieder einen Zentiliter Flüssigkeit unter Aldos Wundnaht und lasert ihn erneut. Aldo wird neu verbunden und soll in zwei Tagen wieder vorgestellt werden. Cisco verhält sich in der Klinik einwandfrei. Er lässt eine Blutabnahme und einen scrape test klaglos über sich ergehen. Der Test ergibt einen Demodex Befall. Cisco ist nicht mehr der Jüngste und eine Demodex Behandlung bei älteren Hunden führt selten zu vollständiger Heilung. Aber ich möchte doch alles tun, um Cisco zumindest Linderung zu verschaffen. Er soll zunächst eine Woche lange Cephalexin bekommen und zudem Fischöl und Ferric. Das Bluttestresultat wird weiteren Aufschluss darüber geben, welche Medikamentierung zudem nötig sein wird. Die Verabreichung der Medikamente soll morgens und abends erfolgen. Ich hoffe, ich werde Cisco dann auch jeweils erwischen.

Donnerstag, 23. April 2020

Heute kommt Pat zur Fütterung früher, da Khun Lek vom Shelter nebenan mich gebeten hat drei Katzen zur Sterilisation in die Silverlake Klinik zu bringen. Mai und Dodo sind zudem für ihre Chemotherapiebehandlung dran und so ist der Pick-up voll. Für Mai ist es die fünfte und letzte Behandlung und für Dodo die zweite. Sein Tumor ist bereits so weit geschrumpft, dass Dr. Kwanchai nur noch eine weitere Behandlung in zehn Tagen für notwendig hält. 

Mit Mai und Dodo fahre ich zum Tempel. Ich versorge die Hunde, aber der Strandgang muss heute ausfallen, da ich die beiden Hunde nicht so lange warten lassen möchte. Payu, den ich beim vergangenen Besuch vermisst hatte, liegt wieder an seinem gewohnten Platz. 

Ich liefere zuerst Dodo ab. Mit ihm ist immer Rico, dem ich gern ein Grooming gönnen möchte und ich kann nun für übermorgen einen Termin für ihn bekommen. Ich liefere Mai ab und bin dann im Shelter. Pat hatte Coco und Lilly im Behandlungsraum gelassen. Dort füttere ich sie für die Nacht und auch Leyla bekommt noch eine Ration.

Mittwoch, 22. April 2020

Heute Vormittag koche ich wieder für Aldo, Aki und Tinka und natürlich auch für Coco, Lilly und Leyla. Alles sechs fressen sehr gut. Ich befreie Aldo und Tara von ihren Verbänden. Tara läuft wieder normal und auch Aldos Operationswunde sieht recht gut aus. Ich werde ihn jedoch übermorgen Dr. Oi nochmal vorstellen. Morgen Nachmittag ist erstmal wieder eine Fahrt zur Silverlake Klinik und ein Besuch der Tempelhunde dran. 

Coco und Lilly wachsen mehr und mehr in die Gemeinschaft der Hausbereich- und Salabereichhunde hinein. Es ist nicht immer leicht für sie, denn sie sind ja so winzig gegenüber den anderen Hunden. Zu Shorty und Tinka haben sie einen besonderen Kontakt entwickelt. Tinka geht sehr lieb mit ihnen um; Shorty spielt zuweilen ein wenig zu wild mit ihnen und ich muss ihn dann bremsen. 

Auf dem Weg zum Shelter habe ich Kontakt zu einem Rüden bekommen, der ein ganz schlechtes Fell hat. Ich hatte ihm schon zweimal Ivermectin verabreicht, aber das hat nicht geholfen. Heute habe ich kleine Zecken auf seinem Rücken entdeckt und ihm deshalb Bravecto gegeben. Sobald ich Zeit habe, möchte ich sein Blut testen und einen scrape test vornehmen lassen.

Bevor ich abends fahre, gehe ich wie gewohnt nochmal durch alle Bereiche. Alle Hunde wissen nun wohin sie gehören. Talo ist der einzige der schon mal durch andere Bereiche nomadisiert. Er hört aber mittlerweile sehr gut und trollt sich in den Salabereich, in den er gehört, wenn ich ihm das bedeute. Das Tor zwischen dem Salabereich und dem Hausbereich bleibt, wie alle anderen Tore auch, während der Nacht geschlossen. Coco und Lilly verbringen die Nacht wieder im Hausbereich.

Dienstag, 21. April 2020

Coco und Lilly haben die erste Nacht draußen gut überstanden und begrüßen mich zusammen mit den großen Hunden. Heute Morgen koche ich nur für sie, da Pat mittags mit Reisfutter kommt. Wir füttern gemeinsam und räumen dann auf. Coco und Lilly wollen im Behandlungsraum bleiben, zu ihnen gesellt sich Kenzo. 

Ich fahre zu Prajuab. Wir laden die beiden Hunde mit den Augenprobleme ein und sind dann bei Dr. Oi. Wie schon vermutet hat der eine Hund Glaukom auf beiden Augen entwickelt. Auf Nachfrage erklärt Prajuab, dass die Anfänge schon Monate zurückliegen. Der Hund ist total blind und mehr als die Augen feucht zu halten kann man nicht mehr tun. Der zweite Hund leidet an einem Mass Tumor, der nicht in jedem Fall bösartig sein muss. Dr. Oi empfiehlt eine zweiwöchige konservative Therapie mit hoch dosiertem Prednisilone. 

Ich bringe Prajuab und die zwei Hunde zurück und bin dann wieder im Shelter. Dort füttere ich Coco, Lilly und Leyla erneut und mache dann eine Runde durch alle Bereiche. Coco und Lilly bleiben wieder draußen im Hausbereich.

Montag, 20. April 2020

Nachdem ich Tinka, Aki, Aldo, Coco, Lilly, Kenzo und Leyla mit frisch zubereiteten Reisfutter versorgt und gemeinsam mit Pat die übrigen Hunde mit Trockenfutter gefüttert habe, fahre ich und lasse Coco und Lilly das erste Mal mit den Hunden draußen. Einmal muss immer das erste Mal sein und je früher die Welpen sich daran gewöhnen mit den großen Hunden zusammen zu sein, umso besser. Die Welpen sind ja von den Hausbereichhunden akzeptiert worden und da das Tor zum Salabereich geschlossen bleibt, ist das Risiko, dass ihnen etwas passiert, gering.

Katharina hat Panaeng und auch zwei der drei anderen Spielplatzhunde mit Bravecto versorgt. Ich hole das heute Nachmittag mit dem vierten Hund nach und auch Rico und Dodo bekommen ihre Dosis. 

Auf dem Weg zum Shelter schaue ich erneut nach Jack und Anhang. Jack sehe ich sogleich und auch Whitey und Brownie in der Entfernung. Als ich sie rufe, kommen sie angestürmt. Deng allerdings bleib ungesehen. Ich mache mir um sie jedoch nun keine Sorgen mehr. Sie ist ein erfahrener Ödlandhund. 

Im Shelter ist die Begrüßung wie immer stürmisch und auch Coco und Lilly sagen Hallo. Sie haben den ersten Test bestanden. Als ich gehe, versuche ich sie in den großen Käfig im offenen Hausbereich zu sperren, aber damit sind sie garnicht einverstanden. So entschließe ich mich, sie auch über Nacht draußen zu lassen.

Sonntag, 19. April 2020

Ich halte morgens bei Lek um mich nach Jack und Anhang zu erkundigen. Lek versichert mir, dass die Hunde wohlauf seien. Sie haben nur wegen der Rodungen den Platz gewechselt. Pat kommt mittags und bringt Shana und Rosie mit. Die waren ja nun schon wochenlang nicht mehr im Shelter aber haben keine Anpassungsschwierigkeiten. Alle Hunde außer Aldo, Tinka und Aki kennen sie ja. Pat hat vor auch Nelson beim nächsten Mal mitzubringen, damit alle Hund in Kontakt bleiben. Während der Fütterung fängt es wieder an zu regnen, heute jedoch nicht so stark und so bekommen wir alle Hunde satt. 

Auf der Fahrt nach Hause halte ich bei Dodo und Rico. Dodo scheint es schon viel besser zu gehen. Am frühen Abend bin ich erneut im Shelter und sehe nach dem Rechten. Coco und Llly kommen wieder in einen der Käfige im offenen Hausbereich.

Samstag, 18. April 2020

Ich habe Jack, Deng, Whitey und Brownie einige Tage lang nicht gesehen und fahre heute Morgen auf dem Weg zum Shelter durch das mittlerweile gerodete Ödland um nach ihnen zu schauen. Vor einigen Tagen noch hatte ich Whitey allein dort gesehen. Die Hunde sind wieder nicht zu finden. 

Im Shelter verrichte ich meine Arbeiten. Mittags kommt Pat und wir füttern mit Trockenfutter. Alle Wasserschalen, die durch den Regen schmutzig geworden waren, müssen gereinigt und neu aufgefüllt werden. Die Hunde wühlen ausgiebig im feuchten Boden. Obwohl es vergleichsweise frisch ist, suchen sie sich dennoch gern ein kühles Plätzchen. Die beiden neuen Salas haben sie mittlerweile angenommen. Die nun tägliche Fütterung zur gleichen Zeit scheint den Hunden gutzutun. Auch für mich ist der Ablauf besser planbar. 

Am Spätnachmittag schaue ich erneut nach den Hunden auf dem Ödland – wieder vergebens. Ich muss mit Khun Lek sprechen. Sie füttert die Hunde. Ich mache eine Runde durch alle Bereiche. Coco und Lilly kommen mit einer Schale Ziegenmilch in einen der Käfige im offenen Hausbereich.

Freitag, 17. April 2020

Der Himmel ist zwar bezogen, aber wir bleiben von Regen verschont. Ich füttere wie jeden Morgen die fünf kleinen und großen Welpen mit frisch gekochtem Reisfutter und gehe dann durch die Bereiche. Lucy und Leyla haben ihre Doxy/Ferric Behandlung beendet. Tara läuft wieder besser und wir werden morgen sehen, ob auch Aldo bald seinen Verband loswerden kann. 

Pat kommt mittags mit Reisfutter, das wir an alle Hunde verteilen, die noch nichts abbekommen haben. Im hintersten linken Bereich sind gegenwärtig nur Kenji und Tommy untergebracht. Ich habe versucht ein oder zwei andere Hunde dort zu integrieren, das jedoch hat nicht geklappt. Kenji und Tommy sind zwar nicht die allerbesten Freunde, kommen aber miteinander aus. Kenji ist enorm aufgeblüht, seitdem er aus dem Haus heraus ist. Es tut ihm offensichtlich gut viel Platz zu haben und er zeigt mir jeden Tag wie sehr er das genießt. Kenji und Tommy haben jeweils eine Sala für sich und dazu noch einen geräumigen überdachten Käfig. 

Wenn ich in den hinteren Bereichen bin, kann ich das Tor zu dem Bereich, in dem sich mittlerweile zwölf Hunde befinden, ohne Probleme offen lassen. Insgesamt ist es nun auch so, dass ich von einem Bereich in den anderen gehen kann ohne befürchten zu müssen, dass sich Hunde in fremdes Territorium verirren. Ohne dass ich die Hunde trainiert hätte, hören sie recht gut auf mich. Coco und Lilly machen mir auch keine Sorgen. Sie fressen gut und mischen sich unter die großen Hunde, die die Zwerge nun als zugehörig akzeptiert haben. Leyla ist weiterhin ein Problemfall. Sie traut weder mir noch den Hunden über den Weg, obwohl sie jetzt schon sechs Wochen bei uns ist.

Donnerstag, 16. April 2020

Während ich meine morgendlichen Arbeiten verrichte, kann ich Coco und Lilly schon draußen bei den Hunden lassen. Lilly, die bei 1,7 kg Körpergewicht nur eine Handvoll Hund ist, ist bereits äußerst selbstbewusst und lässt sich nichts bieten. Coco, die größere mit 2,9 kg ist auch nicht ängstlich, aber ein wenig vorsichtiger. Die Welpen laufen schon ganz natürlich im Hausbereich herum und wissen berets wo der Behandlungsraum ist. Beide hören schon auf ihre Namen. 

Kurz bevor Pat kommt, zieht ein Regensturm auf und wir müssen mit der Fütterung warten. Wie gestern auch schon kommt es heftig runter und nach wenigen Minuten steht alles unter Wasser. Wir brauchen den Regen ja dringend, aber die Arbeit wird dadurch nicht leichter, da der Boden total aufgeweicht wird. 

Schließlich sind alle Hunde versorgt und ich fahre bei Katharina vorbei, um mich nach Panaengs Behandlungsfortschritt zu erkundigen. Panaeng nimmt mittlerweile brav die Medikamente und hat bei guter Fütterung schon zugelegt. Am Spätnachmittag bin ich wieder im Shelter, lasse Coco und Lilly raus und füttere noch einmal die beiden sowie Aldo, Tinka und Aki. 

Die Hütte, die ich für Leyla gebaut hatte, war während des Regens vollgelaufen und so habe ich ihr eine neue auf höherem Grund neben dem Balkenstapel, unter dem sie gern liegt, gebaut. Wenn sie die nicht annimmt und es nun täglich schüttet, muss ich Leyla wohl wieder ins Haus nehmen.

Mittwoch, 15. April 2020

Morgens die Routine. Coco und Lilly werden zuerst gefüttert, dann kommen Aldo, Tinka und Aki dran und zum Schluss Leyla. Mittags kommt Pat und wir füttern alle anderen Hunde. Auf dem Nachhauseweg schaue ich nach Jack und Anhang, sehe jedoch nur Whitey. Dann bin ich wieder mal bei Naree und liefere ihren Versorgern Trockenfutter. Naree freut sich wie Bolle mich zu sehen und auch zwei weitere Hunde, die ich durch Naree kennengelernt hatte, sind ganz ausgelassen. 

Prajuiab bittet mich wieder um Hilfe. Glücklicherweise nicht wegen eines neuen Leptospirosis Falls. Nun hat er zwei Hunde mit Augenproblemen. Ich mache Fotos von den Hunden und schicke sie an Dr. Oi. Die hat allerdings ihre Klinik bis Samstag geschlossen. 

Am frühen Abend füttere ich Coco und Lilly erneut und auch die drei Welpen, die jedoch keinen großen Appetit haben. Pat lässt ja niemanden verhungern. Nachdem ich die Medikamente verteilt habe, kommen Coco und Lilly wieder in den großen Käfig. Aki, Tinka, Aldo und Lena zieht es in den Behandlungsraum, aber auch sie müssen draußen bleiben.

Dienstag, 14. April 2020

Coco und Lilly haben die Nacht im Behandlungsraum verbracht, da es durch den Regen recht kühl geworden war. Die Welpen sind guter Laune und ich bringe sie zu den Hunden nach draußen, wo sie wieder ausgelassen im Dreck wühlen. Ich koche Reisfutter und füttere, gehe durch die Bereiche und bin dann mit Tara und Aldo bei Dr. Oi, während Pat Trockenfutter verteilt. Die Wundheilung von Taras Pfotenverletzung und Aldos Nackeneingriff macht weitere Fortschritte. 

Am frühen Abend bin ich wieder im Shelter. Lilly und Coco haben den Nachmittag in dem geräumigen Käfig verbracht, in dem Erin immer gelegen hatte. Ich füttere die Welpen erneut. Die Ziegenmilch, die ich für sie gekauft habe, schmeckt ihnen genauso wie die gekochten Eier, Reis und Würstchen. Für die Nacht kommen sie wieder in ihren Käfig. So sind sie ganz in der Nähe der Hunde, die im offenen Innenraum des Hauses schlafen.

Montag, 13. April 2020

Ich hole Coco und Lilly aus ihrem Käfig und füttere sie im Behandlungsraum. Anschließend bereite ich das Futter für Aki, Aldo, Tinka und Leyla zu und füttere auch sie. Gerade als ich die Säuberungsrunde beendet habe, fängt es sintflutartig an zu regnen. Mittags kommt Pat mit Reisfutter und wir füttern im noch leichtem Nieselregen. 

Pat geht und ich fahre nach Jomtien. Gemeinsam mit Linda schaue ich nach Cora – wieder vergebens. Linda begleitet mich zu den Tempelhunden. Wir versorgen die Hunde und machen dann unseren Strandgang. Auf dem Rückweg nach Pattaya halten wir Ausschau nach dem Unfallhund hinter dem Mimosa Entertainment. Auch von ihm finden wir keine Spur. Auf einem freien Gelände halten sich einige Hunde auf, darunter sieben etwa vier Wochen alte Welpen. Leider können wir für die Hunde nichts tun. Nach Einbruch der Dunkelheit schauen wir erneut nach Cora – sie bleibt verschwunden. 

Ich bringe Linda in ihr Hotel zurück und bin dann wieder im Shelter. Alle Welpen werden erneut gefüttert. Da Leylas Behausung dem Regen nicht standgehalten hat, hatte ich ihr am Nachmittag eine neue gebaut. Sie aber zieht es vor unter einem Balkenstapel zu liegen.

Sonntag, 12. April 2020

Coco und Lilly haben die Nacht wohlbehalten im Käfig verbracht und auch das Futter akzeptiert, dass ich ihnen gegeben hatte. Ich erledige meine Routine und fahre dann mit Tara zu Dr. Oi. Tara hat sich bei einer Balgerei die gleiche Pfote verletzt, mit der ich sie verletzt gefunden hatte. Es scheint nur eine geringfügige Wunde zu sein, aber selbst nach drei Tagen Verabreichung von Carprofen, kann Tara immer noch nicht auftreten. Die Wunde wird gesäubert und verbunden und ich solle die Carprofen Behandlung für weitere drei Tage fortsetzen. 

Nach unserer Rückkehr füttere ich die restlichen Hunde mit Trockenfutter. Dann bin ich in der Silverlake Klinik und hole die Katze und den Hund mit der verletzten Pfote ab. Beide Tiere bringe ich zurück an ihren Platz in der Jomtien Soi 13. Anschließen schaue ich nach Cora. Aber selbst nach einer Stunde Suche und Wartezeit taucht sie nicht auf. Angeblich soll sie sich auf einem Platz aufhalten, der durch eine hohe Metalsheetwand gesichert ist. Dieser Platz ist für mich allerdings nicht zugänglich. 

Im Shelter lasse ich Coco und Lilly versuchsweise aus dem Käfig. Unter meiner Aufsicht mischen sie sich unter die Haushunde und nehmen zu ihnen Kontakt auf. Das scheint ein Überlebensinstinkt von Welpen gegenüber ihnen fremden Hunden zu sein. Die allermeisten der Shelterhunde sind von gutem Charakter und die Hausbereich-Hunde nehmen Coco und Lilly wohlwollend auf. Schon nach wenigen Minuten scheinen sie die Welpen sicher zu fühlen und beginnen lebhaft in der feuchten Erde zu buddeln. Shorty, der Welpen liebt, gesellt sich zu ihnen und die drei beginnen zu ausgelassen zu spielen. Es ist eine Freude zu sehen wie sehr die Welpen es genießen sich in der Erde zu wälzen. Sie kannten bisher ja nur Beton und Teppichboden. 

Während die anderen Hunde ihren Geschäften nachgehen und Shorty mit den Welpen spielt, kann ich schon durch die anderen Bereich gehen um zu säubern und nach dem Rechten zu sehen. Erin, die sich häufig mit Bliss gezankt hat, und die ich am Vormittag in den Bereich in dem Venus, Kofi, Tashi, Sita, Bum, Oscar, Kylie, Rocco, Toto, Nina, Lucy und Amara leben verlegt habe, hat ihre Umsiedelung wohl geheißen. Ich hoffe, das bleibt auch so. Bevor ich gehe bekommen Aldo, Aki und Tinka noch eine Portion Trockenfutter. Danach verteile ich die abendlichen Medikament und dann kommen Coco und Lilly wieder in ihren Käfig. Um durch die Nacht zu kommen, gibt es für sie noch Hähnchenfleisch.

Samstag, 11. April 2020

Vormittags die übliche Routine. Mittags hilft Pat wieder bei der Fütterung. Ich fahre nach Jomtien und habe keine Probleme reinzukommen. Im verlassenen Laden kommen mir die beiden Welpen entgegen. Ich bin erleichtert und stecke sie in die mitgebrachte Box. Cora sehe ich nicht. Ich suche die ganze Umgebung ab, kann sie jedoch nicht finden. Damit die Welpen etwas zu fressen haben, kaufe ich ihnen gebratenes Hähnchenfleisch. Nach einer knappen Stunde breche ich die Suche nach Cora ab und fahre mit den Welpen zu Dr. Oi. 

Die Welpen, ich nenne sie Coco und Lilly, werden untersucht und entwurmt. Dr. Oi hat keine Bedenken sie zu mir ins Shelter zu nehmen. Dort kommen sie in einen der geräumigen Käfige im Innenraum des Hauses. So können sie sich geschützt an die neue Umgebung gewöhnen und die Hunde im Haus an sie. Morgen werde ich den Hund mit der verletzten Pfote und die Katze aus der Silverlake Klinik abholen. Beide Tiere haben ihren Platz in der Jomtien Beach Road Soi 13. Bei der Gelegenheit werde ich wieder nach Cora schauen. Ich hoffe, ich kann sie mit ihren Welpen vereinigen.

Freitag, 10. April 2020

Nachdem ich durch Bereiche gegangen bin, gekocht und die Welpen, Lena, Kenzo und Leyla mit Reisfutter gefüttert habe, bin ich mit Aldo bei Dr. Oi. Aldo wird erneut punktiert und verbunden. Obwohl Dr. Oi wieder einiges an Sekret entnommen hat, ist Aldo ansonsten guter Dinge und so energetisch wie stets. 

Pat kommt mittags und wir füttern die restlichen Hunde mit Trockenfutter. Ich lasse Pat mit den Hunden allein und hole Mai, die TVT Hündin ab und dann auch die Katze bei Claudia. In der Silverlake Klinik erhält Mai die vierte Chemotherapiebehandlung. Die Katze werde ich am Montag abholen. Dr. Kwanchai teilt mir mit, dass der Hund mit der verletzten Pfote wieder an seinen Platz zurückkann. Angeblich soll Pattayas lock down bis zum Dienstag kommender Wochen ausgesetzt werden und so werde ich ihn wohl wieder an seinen Platz zurückbringen können.  

Linda, die mit ihrem Freund durch Südost Asien reist und sich für einen Monat in Pattaya aufhält, hatte mich vor einer Woche gefragt, ob ich tätige Hilfe benötige. Wegen des lock downs hatten wir die Sache vorerst auf Eis gelegt. Ich hatte Linda heute Morgen gefragt, ob sie nach Cora und den Welpen schauen könne, da ich nicht weiß, ob sie versorgt werden. Linda war im Abbruchhaus, hat die Welpen jedoch nicht finden können. Nun mache ich mir Sorgen um Hunde und da ich morgen wohl wieder nach Pattaya reinkommen kann, werde ich Cora und die Welpen vorübergehend zu mir nehmen, wenn ich das Gefühl habe, dass sie nicht versorgt werden, vorausgesetzt, dass ich die Welpen finde. 

Am Spätnachmittag liefere ich Mai wieder ab und bin dann im Shelter. Pat ist mittlerweile gefahren. Ich gehe durch alle Bereiche und verteile die Medikamente an Leyla, Aldo und Lucy. Auf dem Nachhauseweg halte ich bei Dodo und Rico. Dodo geht es gut. Katharinas drei Schützlinge kommen auch vorbei. Die fünf Hunde kennen sich. Ich gebe ihnen Würstchen und gekochtes Hähnchenfleisch um zu sehen, ob sie es nehmen. Ich habe vor, allen Fünfen Bravecto zu geben. Katharina hatte mir mitgeteilt, dass Panaeng Flöhe habe. Sie hat ihr schon Bravecto gegeben und es hat gewirkt. Panaeng hat sich bereits gut eingelebt. Sie kennt ja das Haus in dem Katharina mit Familie lebt von der Zeit nach ihrer Sterilisation.

Donnerstag, 9. April 2020

Heute Mittag kommt Pat wieder mit Reisfutter. Trotz täglicher Fütterung ist es nicht immer leicht, die Hunde auseinanderzuhalten. Bei der Vergabe von Trockenfutter gibt es weniger Zank. 

Nachdem Pat gefahren ist, hole ich den TVT Hund in Pong ab. Ich nenne ihn Dodo. Dodo sehe ich immer mit einem Zottelbär zusammen, der auch schnell gemerkt hat, dass ich ein Hundefreund bin. Ich nenne ihn Rico. Rico müsste mal zum Grooming. Muss ich demnächst einrichten. Mit Dodo fahre ich in die Silverlake Klinik und treffe überraschend auf Dr. Kwanchai, der bereits einen Tag früher aus der Provinz zurück ist. Dodo erhält somit schon heute die erste Chemo und ich kann ihn sofort wieder mitnehmen. 

Katharina hat sich entschlossen, Panaeng für die Zeit der Behandlung zu sich zu nehmen. Eine kontinuierliche Vergabe von Doxy am Morgen und Ferric am Abend kann somit sichergestellt werden. Am frühen Abend bin ich wieder im Shelter. Maggie entwischt mir dabei durchs Tor nach draußen, kommt aber nach einer Stunde Auslauf wieder zurück. Wenn ich im Shelter bin, kommt Leyla nie aus ihrem Verschlag heraus. Ich weiß aber, dass sie ihre Behausung verlässt, wenn ich nicht da bin. Sie ja den 100m² großen Doppeltorbereich dann für sich allein.

Mittwoch, 8. April 2020

Auf dem Wege zum Shelter kaufe ich 225 kg Reis, um bei Versorgungsengpässen in den kommenden Wochen über die Runden zu kommen. Mittags kommt Pat und wir füttern die Hunde. Dann bin ich in der Stadt, um vor der Sperrung noch die Katze aus Jomtien zu holen. 

Ich schaue dabei auch nach Cora und den Welpen, kaufe ihnen gebratenes Hähnchenfleisch und versorge sie mit Wasser. Dann bringe ich die Katze zu Claudia, da Dr. Kwanchai die Klinik für zwei Tage geschlossen hat. Am Spätnachmittag bin ich wieder im Shelter und schaue nach dem Rechten.

Dienstag, 7. April 2020

Glücklicherweise ist es kein Kühlerschaden, sondern nur eine Fehlfunktion der Armaturen. Ich kann das Auto also nutzen und fahre gleich zum Shelter und hole Panang ab. Bei Dr. Oi wird ihr Blut entnommen. Nachdem Pat mittags gekommen ist, fahre ich in die Werkstatt. 

Obwohl das Problem klein ist, ist doch dessen Beseitigung zeitaufwendig. Ich fahre deshalb mit dem Werkstatt-Scooter an den Jomtien Strand. Natürlich sehe ich eine Hündin und als ich sie rufe, kommt sie zu mir. Sie hat volle Zitzen und so muss sie Junge haben. Wir sitzen eine ganze Weile zusammen so zutraulich wird sie. Dann steht sie auf und verschwindet in einem Abbruchhaus auf der gegenüberliegenden Straßenseite. Ich folge ihr und entdecke zwei etwa sechs Wochen alte Welpen in sehr gutem Zustand. Ich hole etwas zu futtern für sie und setze mich zu ihnen. Cora, wie ich die Mutter nenne, ist damit einverstanden. Ich verbringe eine gute Stunde bei den Hunden und habe nun wieder eine neue Verpflichtung. Sobald Cora abgestillt hat, werde ich sie sterilisieren lassen. Zu ihr und den Welpen werde ich Kontakt halten, damit ich auch die beiden weiblichen Welpen sterilisieren lassen kann, wenn sie soweit sind. 

Am späten Nachmittag ist der Pick-up repariert. Der Mechaniker ist ein wirkliches Goldstück und seine Frau ist ebenfalls ein Juwel. Für die Fahrt zum Pick-up und die Reparatur verlangen sie nur 500 Baht. Auf dem Weg zum Shelter schaue ich bei Jack und Anhang vorbei. Deng, Whitey und Brownie sind nun alle versammelt. 

Im Shelter gehe ich kurz durch alle Bereiche und verteile dann die Medikamente. Unter Aldos Wunde hat sich wieder eine Menge Sekret angesammelt und so bringe ich ihn zu Dr. Oi, die ihn erneut punktiert und neu verbindet. Dann fahre ich zum Pong Spielplatz, um nach Panaeng zu sehen. Der Bluttest hat Blutparasiten ergeben. Panaeng muss also sechs Wochen lang täglich behandelt werden. Wollen sehen ob Katharina das hinkriegt. 

Auf der gegenüberliegenden Straßenseite sehe ich zwei freundliche Rüden. Bei einem sehe ich Blut am Penis und stelle rasch fest, dass es sich um TVT handelt. Ich kann ihn am Freitag zu Dr. Kwanchai bringen, wenn nicht bis dahin alle Straßen gesperrt sind.

Montag, 6. April 2020

Nachdem ich meine Routine erledigt habe und die Welpen, Kenzo, Lena und Leyla versorgt habe, bin ich mit Aldo bei Dr. Oi. Unter der Wundnaht hat sich Sekret gebildet. Die wird abpunktiert und Aldo wird neu verbunden. Ab morgen bekommt er Prednisilone. Ansonsten ist er so energetisch wie immer. 

Mittags kommt Pat und wir füttern die Hunde mit Trockenfutter. Am Nachmittag informiert mich Katharina, dass Panaeng, einer der Pong Hunde, die sie versorgt, in letzter Zeit abgenommen habe. Ich schlage vor Panaengs Blut testen zu lassen. Auf dem Wege zum Shelter nehme ich Panaeng, die mich kennt, zu mir ins Auto und wir machen uns auf den Weg zu Dr. Oi. Unterwegs allerdings bleibe ich mit Kühlerproblemen liegen. Dummerweise hatte ich mein Telefon im Shelter vergessen und so bin ich ziemlich aufgeschmissen. Ich kann jedoch jemanden organisieren, der mich mit Panaeng zum Shelter fährt und dann auch noch zu mir nach Hause. Panaeng bringe ich gemeinsam mit Leyla im Doppeltorbereich unter. 

Am frühen Abend bin ich mit dem Scooter wieder im Shelter. Panaeng hat sich wohl verhalten. Ich füttere die Welpen wie jeden Abenden noch mit Trockenfutter und verteile Medikamente. Morgen früh kommt mich mein Mechaniker abholen und sieht sich den Kühlerschaden an. Dann schaun wir mal weiter.

Sonntag, 5. April 2020

Ich koche wie jeden Morgen Reisfutter für die drei Welpen, Kenzo, Lena und Leyla und verteile dann Medikamente. Pat kommt heute Mittag wieder und bringt einige Eimer Reisfutter mit. Pat füttert die Hunde im Hausbereich und ich die Hunde im Salabereich und in den beiden hinteren Bereichen. 

Am Nachmittag bin ich bei den Tempelhunden. Payu, den ich bei meinem vergangenen Besuch nicht gefunden hatte, ist wieder aufgetaucht. Wir machen unseren Strandgang bei dem uns auch Dotty wieder begleitet. 

Auf meinem Rückweg zum Shelter schaue ich nach Brownie und Whitey, die ich auch beide wohlauf finde, nicht jedoch Jack und Deng. Im Shelter verteile ich die abendlichen Medikamente an Lucy und Leyla und bin noch bei den Hunden bis die Dunkelheit hereinbricht.

Samstag, 4. April 2020

Nach meinen morgendlichen Routinearbeiten bin ich mit Aldo und Lena bei Dr. Oi. Aldos Wundheilung macht gute Fortschritte und auch Lenas Löcher sind fast geschlossen. In drei Tagen kann ich den Verband abnehmen. Nach unserer Rückkehr füttere ich die Hunde. 

Tommy der überall Unruhe stiftet, lege ich in Kenjis Bereich. Dort hat er viel Auslauf und es stehen ein zweiter Sala und ein überdachter, geräumiger Käfig für ihn bereit. Kenji liegt im anderen Sala. Er ist ganz lieb, aber Tommy schafft es trotzdem sich auch mit ihm anzulegen. Es passiert nichts und die beiden werden sich schon arrangieren. Ansonsten ist die Stimmung in den hinteren Bereich immer recht friedlich. Nur Tashi und Beppe haben es zum Ritual erhoben sich ab und an anzugiften. 

Der Salabereich ist ganz entspannt, nur im Hausbereich gibt es ab und zu Animositäten, die ich unterbinden muss. Leyla liegt immer noch im Doppeltorbereich, den sie meistens für sich allein hat. Für sie steht ein provisorischer Unterschlupf bereit, den sie selten verlässt. Hunde, die sich gelegentlich im Doppeltorbereich aufhalten, stören sich nicht an ihr.

Freitag, 3. April 2020

Aldos Heilungsprozess macht offensichtlich weitere Fortschritte, denn er ist so energetisch wie immer. Ich koche wie jeden Morgen für die Welpen, Kenzo, Leyla und auch Lena, die sich im Behandlungsraum eingerichtet hat. Danach füttere ich die anderen Hunde. Seitdem wir täglich um die gleiche Zeit füttern, halten sich die Streitereien um die Bleche in Grenzen und damit auch der Stress bei der Fütterung. 

Am Nachmittag kaufe ich Trockenfutter und Reis für Prajuab und liefere frei Haus. Danach bin ich wieder im Shelter. Die Spätnachmittagszeit bis zum Einbruch der Dunkelheit ist immer die angenehmste. Die Hunde sind gut drauf und kann mich ihnen widmen, da nicht viel zu säubern ist und nur Medikamente an Lucy und Leyla zu verteilen sind.

Donnerstag, 2. April 2020

Aldo verhält sich mormal und das durch den ganzen Tag. Nachdem ich meine Arbeiten verrichtet habe, kommt Pat und hilft bei der Fütterung. Am Nachmittag habe ich Besorgungen in der Stadt zu machen. Es gibt ja nichts Schlechtes ohne auch etwas Gutes. Die Straßen sind leer und man kommt gut voran. Der Sprit ist auch so billig wie nie zuvor. Dazu bin ich nun regelmäßig über meine Körpertemperatur auf dem Laufenden. Im Tesco herrscht Maskenzwang und zu den wenigen Kunden dort kann man gut Abstand halten. Am Abend bin ich wieder bei den Hunden. Die halten keinen Abstand und machen mir zurzeit wenig Sorgen.

Mittwoch, 1. April 2020

Frühmorgens gebe ich Aldo bei Dr. Oi ab. Im Shelter verrichte ich dann meine morgendlichen Arbeiten, einschließlich der Vorabfütterung von Aki, Tinka, Lena, Kenzo und Leyla. Danach ist Medikamentenvergabe. Pat kommt mittags mit Reisfutter, das wir gemeinsam verteilen. 

Am Nachmittag hole ich die Hündin von der Nachbarschaft aus der Silverlake Klinik und bin danach im Tempel. Ich kaufe Reis und bezahle Ba Bät. Nach der Versorgung der Hunde machen wir wieder unseren Strandgang. Danach bin ich bei Daniela in der Jomtien Soi 13. Daniela zeigt mir einige Hunde, die sterilisiert werden müssten. Die leben im Busch und sind ausgesprochen scheu. Sie zu blowdarten dürfte so gut wie unmöglich sein. 

Ich bringe die sterilisierte Hündin an ihren Platz zurück und verrichte danach meine abendlichen Shelterarbeiten. Zum Schluss hole ich Aldo aus der Klinik. Aldo hat den Eingriff vorerst gut überstanden. Es stellte sich heraus, dass es nur eine Zyste war, die sich eingekapselt hatte.