Donnerstag, 7. Mai 2020

Katharina teilt mir morgens mit, dass sie Panaeng nach einer vier Wochen langen Behandlung mit Doxycyline und Ferric zum Pong Freizeitpark zurückgebracht hat. Katharina wird die Doxy Behandlung dort noch zwei Wochen lang vor Ort fortsetzen und ich werde Panaeng abends Ferric verabreichen. Panaeng hält sich ja am gleichen Platz wie Dodo und Rico auf. 

Pat kommt, nachdem ich gesäubert und Medikamente verteilt habe. Die Fütterung der Welpen und von Leyla fällt aus, da ich die drei Hunde gemeinsam mit Ruby zu Dr. Oi bringe. Ruby hat Fellprobleme entwickelt, Leyla muss Blut für die Untersuchung der Schilddrüse abgenommen werden und Coco und Lilly werden das erste Mal geimpft. Ein scrape test an Ruby ist Räude negativ. Sie wird eine Woche lang mit Cephalexin und Fischöl behandelt werden. Außerdem soll sie Bravecto bekommen. 

Nach meinem Nachmittagsbesuch im Shelter bekommen Dodo und Rico Ferric. Ricos Kopfwunde ist verheilt. Beiden Hunden geht es sichtlich besser und sie freuen sich immer riesig wenn ich komme. Auch Panaeng sehe ich im Freizeitpark auf der anderen Straßenseite. Der Park ist nun wieder für die Öffentlichkeit zugänglich. Panaeng ist von den drei Hunden, mit denen sie immer zusammen ist, wieder aufgenommen worden. Sie hat ordentlich zugenommen und fühlt sich sichtbar besser. Alle vier Hunde werden täglich von Katharina versorgt.

Mittwoch, 6. Mai 2020

Die Barrikade hat gehalten und die Salabereich Hunde haben erstmal das Interesse verloren. Pat kommt heute nicht und so muss ich den Laden allein schmeißen. Nach der Säuberung bin ich mit Bonnie und Mom bei Dr. Oi. Um Bonnies Augen hat sich Schorf gebildet. Räude fängt häufig so an. Ein scrape test jedoch bleibt negativ. Bei näherer Untersuchung stellt Dr. Oi Pilzbefall in den Ohren fest. Der kann topisch behandelt werden. Ich lasse einen Bluttest machen. Moms Zustand hat sich nach acht Tagen Cephalexin Behandlung schon gebessert. Eine zweiwöchige Itraconazole Behandlung soll nun folgen. Dazu soll Mom Fischöl bekommen. Auch ihm wird Blut für einen Test abgenommen. Ich bringe die Hunde zurück und füttere dann. Am Nachmittag säubere ich, füttere Coco und Lilly erneut und verteile Medikamente.

Dienstag, 5. Mai 2020

Kochen, säubern, füttern; das ist die morgendliche Routine und dazu kommt noch die Versorgung der drei Hunde auf der Straße. Maggie läuft wieder völlig normal. Ich verabreiche ihr trotzdem noch einmal Carprofen. Immuplex wird auch weiter verteilt. Im Großen und Ganzen ist der Gesundheitszustand aller Hunde recht gut; kleinere Blessuren und leichte Krankheiten müssen immer wieder behandelt werden. So husten nun Kenzo und Rocco. Das Wetter ist sehr unbeständig und das wird die Ursache sein. Sie erhalten Bromhexine.

Bei meinem Nachmittagsbesuch des Shelters erwarten mich zwei junge Männer, die auf dem Nachbargrundstück Kampfhähne halten. Weil es ja so praktisch ist, haben sie den Hühnerstall direkt am Außenzaun des Shelters errichtet. Bisher war das kein Problem, aber neuerdings krähen die Hähne und das hat die Hunde im Salabereich offenbar neugierig gemacht. Sie haben sich durch den Zaun gearbeitet und einen Hahn herausgeholt. Der hat natürlich nicht überlebt. Die Männer sind nicht glücklich und ich auch nicht. Einmal weil die Hunde nun wissen wo der Hühnerstall ist und zum Anderen weil mir der Hahn leid tut, der ein vorzeitiges Ende seines kurzen Lebens gefunden hat. Die Männer wollen 5,000 Baht für den Hahn haben; wir einigen uns auf 2,000. Außerdem soll eine Mauer auf beiden Seiten des Zaunes im Bereich des Hühnerstalls errichtet werden. Vorsorglich habe ich den defekten Zaun mit Kisten und Paletten verbarrikadiert.

Montag, 4. Mai 2020

Nachdem ich Dodo und Rico versorgt habe, hole ich Ju ab. Ju hat schon lange vor, die Hunde im Shelter zu besuchen. Auf dem Wege zum Schelter versorgen wir noch Cisco. Ju wird wie alle Besucher stets von den Hunden stürmisch begrüßt. Ich bin froh, dass ich mal nicht der Mittelpunkt bin und mache mich an die Arbeit. Pat kommt mit Reisfutter und wir füttern heute zu dritt. Leider bekommen sich bei der Aufregung Mee und Maggie in die Wolle und Maggie scheint sich eine Beinverletzung zugetragen zu haben. Ich behandele sie mit Carprofen und werde sie wohl morgen Dr. Oi vorstellen müssen, wenn sich keine Besserung einstellt. 

Nachdem Pat gegangen ist und ich Ju zurückgebracht habe, bin ich mit Aldo und Merlin bei Dr. Oi. Merlins Bissverletzung ist vollständig verheilt und auch Aldos Behandlung sollte beendet sein. Mom scheint mich zu mögen und das hilft natürlich, denn er muss nun bald gebadet werden und danach muss er auch wieder zu Dr. Oi wenn seine Cephalexin Behandlung vorläufig abgeschlossen ist. Wenn Mom draußen ist und er zurück in seinen Kennel muss, lässt er sich willig von mir hineintragen. Leyla soll noch einige Tage mit Doxycyline und Ferric behandelt werden, bevor ihr Blut für einen Schilddrüsenrest abgenommen wird. Es muss untersucht werden, ob eine Überfunktion vorliegt.

Sonntag, 3. Mai 2020

Heute Morgen wieder die übliche Routine mit Rico, Dodo, Cisco und Reisfutter zubereiten. Mom kann ich nun schon mal für ein paar Momente aus den Augen lassen, wenn er sich im Hausbereich bewegt. Leyla kommt nicht aus ihrem Kennel hervor, obwohl die Tür offen steht. Die Hausbereichhunde kennen sie ja und gehen nicht in ihren Kennel. 

Nach der Fütterung hole ich Dodo in Pong ab und bin mit ihm zur dritten Chemotherapiebehandlung in der Silverlake Klinik. Dr. Kwanchai ist mit dem Erfolg der Therapie zufrieden. Ich nehme die sterilisierte Katze an Bord und liefere dann Dodo auf der Straße und die Katze bei ihren Besitzern ab. Im Shelter verteile ich die abendlichen Medikamente, gehe durch alle Bereiche und präpariere die Medikamente für Cisco, Rico und Dodo.

Samstag, 2. Mai 2020

Nachdem ich Rico, Dodo und Cisco versorgt habe, schaue ich als Erstes nach Mom und Leyla in ihren Kennels. Ich säubere den Hausbereich und öffne dann die Türen der Kennels. Mom kommt heraus aber Leyla bleibt wo sie ist. Immerhin liegt sie nun auf der Bambusbank und nicht mehr darunter. 

Ich koche und füttere die Welpen, Mom und Leyla mit Reisfutter. Pat füttert die übrigen Hunde mit Trockenfutter. Sie hat heute Shana und Rosie mitgebracht. Die beiden Hunde fügen sich nahtlos in die Meute ein und gehen auch in den Salabereich. Sie werden von allen Hunden in beiden Bereichen akzeptiert. Coco und Lilly trauen sich auch schon mal in den Salabereich. Auch sie werden dort akzeptiert. Allerdings fühlen sie sich nur sicher, solange ich in Sichtweite bin. 

Mom bleibt für mehrere Stunden draußen. Er ist ein total lieber Kerl und ein wenig schwach. Auch auf ihn muss ich immer ein Auge haben. Ich bin auch derjenige, dem er am meisten vertraut. Mom ist ja genau wie Leyla Außenseiter und kann attackiert werden, wenn ich nicht zur Stelle bin. Beiden Hunden möchte ich aber dennoch so viel Bewegungsfreiheit wie möglich verschaffen. Um Coco und Lilly mache ich mir gegenwärtig keine Sorgen. Sie sind bereits ein Teil der Meute.

Freitag, 1. Mai 2020

Ich versorge nun jeden Morgen und übrigens auch jeden Abend Dodo, Rico und Cisco mit Doxycyline und Ferric bzw. Cephalexin. Alle drei Hunde sind immer am selben Platz und somit ist diese Übung eine leichte. Die anderen gegenwärtigen Patienten wie Pinky, Toya, Kylie und Tinka, die ich mit Immuplex behandele, sowie Mom, Merlin und auch wieder Leyla, die entweder Cephalexin, Clindamycin oder Doxycyline erhalten, sind natürlich auch stets verfügbar und so bereitet die Medikamentierung keinerlei Probleme. 

Merlins Clindamycin Behandlung ist mit dem morgigen Tag abgeschlossen. Seine Wunden scheinen gut zu verheilen. Ich werde ihn in den kommenden Tagen noch einmal mit zu Dr. Oi nehmen. Mom nimmt das Cephalexin tadellos ein. Er kommt offensichtlich mehr und mehr zurecht, wenn er auch noch, wenn er draußen ist, nach einem Schlupfloch im Zaun sucht. Mom hat recht gut Vertrauen zu mir gefasst und ist ein einfacher Patient. Leylas Bluttestresultat hat noch eine leichte Anämie ergeben, sodass Dr. Oi empfiehlt die Doxy/Ferric Behandlung für zwei Wochen fortzusetzen. Ich lasse sie, genau wie Mom, vorerst in einem der kleinen Kennel. Dort ist sie sicher und gegen das Wetter geschützt. 

Obwohl Pat schon um elf Uhr kommt, geraten wir wieder in einen Regenschauer. Ich koche für die Welpen und Pat sitzt bei den Hunden bis sie die Fütterung der übrigen Hunde beginnen kann. Nachdem Pat gegangen ist, bin ich mit Aldo zur erneuten Laserbehandlung bei Dr. Oi. Aldo wird neu verbunden und soll in drei Tagen ein hoffentlich vorläufig letztes Mal vorgestellt werden. 

Am Nachmittag liefere ich Trockenfutter und Reis für Prajuabs Hunde und am frühen Abend bin ich erneut im Shelter. Merlin, Mom und Leyla erhalten ihre abendlichen Medikamente und Coco und Lilly werden noch einmal gefüttert. Danach sind dann wie jeden Abend noch Cisco, Rico und Dodo dran. Deren Behandlungen werden mehrere Wochen in Anspruch nehmen.

Donnerstag, 30. April 2020

Auf dem Wege zum Shelter bin ich wieder bei Dodo, Rico und Cisco. Im Shelter schaue ich zuerst nach Mom. Er will aus seinem Kennel raus um seine Geschäfte zu machen. Unter meiner Aufsicht läuft er im Hausbereich herum. Nur einige Hunde nähern sich ihm und er geht seines Weges. Mom ist ein ganz ruhiger Typ. Nach einigen Minuten wage ich es ihn vorsichtig zu streicheln und er lässt es geschehen. Ich versuche ihn aufzunehmen und auch das lässt er sich gefallen. So kann ich ihn in seinen Kennel zurücktragen und mich meinen morgendlichen Arbeiten widmen. 

Pat kommt heute früher zur Fütterung. Es ziehen zwar wieder dunkle Wolken auf, aber es bleibt trocken. Arno kommt auch mal wieder vorbei. Mit ihm zusammen schaffe ich es Leyla aus ihrer Box im Doppeltorbereich herauszuholen. Bei Dr. Oi wird sie untersucht und es wird ihr Blut abgenommen. Leyla ist immer noch sehr dünn. Die Untersuchung ergibt keinen offensichtlichen Grund dafür. Sollte der Bluttest keinen Aufschluss geben, empfiehlt Dr. Oi die Schilddrüse auf Überfunktion testen zu lassen. Damit Leyla für die nächste Zeit greifbar ist, lege ich sie in einen der kleinen Kennel. Zaza und Hiro, die dort gern liegen müssen erstmal weichen. 

Am Spätnachmittag bin ich wieder im Shelter. Ich lasse Mom raus, muss aber ein Auge auf ihn haben, da die Meute nur darauf wartet ihn zu attackieren. Wenn ich tagsüber im Shelter bin und nicht auf ihn aufpassen kann, kann er jedoch im Doppeltorbereich bleiben. Dort ist er sicher. Durch die räumliche Trennung in die verschiedenen Bereiche hat sich eindeutiges Territorialverhalten entwickelt. Nur wenigen Hunden wird erlaubt sich in einen Bereich zu begeben, in der er oder sie sich nicht ständig aufhält. Mit der Integration von jungen Welpen hatte ich bisher keine Schwierigkeiten; ausgewachsene Hunde werde ich mit der gegenwärtigen Aufteilung nicht dauerhaft aufnehmen können.

Mittwoch, 29. April 2020

Auf meinem morgendlichen Weg zum Shelter versorge ich Rico und Dodo mit Doxycyline und Cisco mit Cephalexin. Im Shelter schaue ich wie immer zuerst nach Leyla und dann nach Mom. Mom scheint nicht unzufrieden zu sein und ist sehr ruhig. Ich habe ihm eine Transportbox im Kennel gelassen, in der er sich eingerichtet hat.

Ich koche wieder Reisfutter und füttere die fünf großen und kleinen Welpen, Leyla und Mom. Mom macht gleich zwei Schüsseln leer. Wahrscheinlich hat er noch nie so gut gegessen. Cephalexin und Antihistamin Tabletten nimmt er einwandfrei. Ich denke, Mom hat einen guten Charakter, aber ich will mich ihm dennoch vorsichtig nähern. 

Kurz nachdem Pat gekommen ist, fängt es wieder heftig an zu schütten. Obwohl nach einer Stunde alles unter Wasser steht, verfüttern wir dennoch das mitgebrachte Reisfutter. Da es nun täglich um die Mittagszeit anfängt zu regnen, vereinbaren wir die Fütterung um zwei Stunden vorzuverlegen. 

Am Nachmittag bin ich mit Aldo wieder bei Dr. Oi. Aldo erhält eine weitere Laserbehandlung. Am frühen Abend bin ich dann erneut im Shelter. Mom und Merlin erhalten ihre Medikamente und Coco und Lilly noch ein paar Happen für die Nacht. Auf dem Rückweg bekommen Cisco, Dodo und Rico ebenfalls ihre abendlichen Medikamente. Ich versuche ihnen Fischöl schmackhaft zu machen, allerdings mit geringem Erfolg.

Dienstag, 28. April 2020

Ich versorge morgens Rico und Dodo mit Doxycyline und Cisco mit Cephalexin. Die drei Hunde halten sich ständig am gleichen Platz auf und so macht die Vergabe keine Probleme. Ich schaue erneut nach Mom. Trotz intensiver Suche auf dem Industriegelände und der Hilfe eines Arbeiters ist Mom unauffindbar. 

Im Shelter verrichte ich meine Routine. Die Welpen bekommen Reisfutter. Pat kommt mittags und wir füttern die übrigen Hunde mit Trockenfutter. Am Nachmittag hole ich eine Katze zur Sterilisation aus der Nachbarschaft ab und bringe sie zu Dr. Kwanchai. Ich kaufe Reis für die Tempelhunde und bezahle Ba Bät für den kommenden Monat. Im Tempel treffe ich nach unserem Strandgang auf Tai, die sich ebenfalls seit Jahren um die Strandhunde kümmert. Neung, Nico, Song und Sahm schmiere ich mit einer Sulfur/Kokosnussöl Mischung ein. Sie haben ein paar lichte Stellen auf dem Rücken entwickelt. 

Auf dem Rückweg zum Shelter schaue ich wieder nach Mom und dieses Mal hat der Arbeiter ihn erwischt. Wir stecken ihn in die mitgebrachte Box und ich fahre mit Mom zu Dr. Oi. Die stellt eine Pilzinfektion fest. Als Erstbehandlung soll Mom Cephalexin und Antihistamin erhalten. Da die Medikamente zweimal täglich verabreicht werden müssen, nehme ich Mom ins Shelter. Dort kommt er in einen der kleinen Kennel. Ich verabreiche ihm gleich die erste Dosis und auch Merlin bekommt wieder Clindamycin wie jeden Morgen und Abend gegen seine infizierte Bisswunde. Die verheilt sehr gut.

Montag, 27. April 2020

Ich habe morgens eine neue Aufgabe, Dodo, Rico und Cisco müssen medikamentös versorgt werden. Dodo und Rico bekommen Doxy, Rico zudem Carprofen für drei Tage und Cisco erhält Cephalexin. Die Shelterarbeit beginnt mit der Routinesäuberung, dann der Zubereitung des Reisfutters für Coco, Lilly und Leyla. Tinka, Aki und Aldo müssen sich allmählich an die Standardversorgung der übrigen Hunde gewöhnen. Das fällt ihnen nicht leicht und es drängt sie stets in den Behandlungsraum, aber sie sind nun bereits gut fünf Monate alt und damit aus dem Gröbsten raus. 

Pat hilft heute wieder mit der Fütterung. Sie ist damit eine große Hilfe für mich. Pat füttert ja nicht nur, sondern beschäftigt sich auch mit den Hunden und vier Augen sehen mehr als zwei. An Tommy hat sie eine weiche Schwellung am Nacken entdeckt, die ich mit Carprofen behandele. Eine Carprofen Behandlung dauert normalerweise drei Tage. Ich hoffe, dass das Problem damit gelöst ist. 

Nuri hat seit etlichen Tagen eine oberflächliche Halswunde und nun ist eine erneute hinzugekommen. Nuri ist zwar ein äußerst liebenswerter Hund, aber behandeln lässt sie sich nur unter Schwierigkeiten. Deswegen entschließe ich mich sie von Dr. Oi versorgen zu lassen. Merlin hat eine Bisswunde am Hinterteil, die ebenfalls behandelt werden muss. Nachdem Pat gefahren ist, bin ich also mit den beiden Hunden bei Dr. Oi. Merlin macht keine Schwierigkeiten, aber Nuri, die groß und stark ist, ist selbst von Dr. Oi und zwei Assistenten kaum zu bändigen. Nuri ist nicht aggressiv, aber sie wehrt und windet sich permanent. Schließlich gelingt es Dr. Oi ihr einen Verband anzulegen. 

Auf dem Wege zurück zum Shelter sehe ich in der Vorbeifahrt einen Hund, der anscheinend blutverschmiert ist. Ich drehe und suche nach dem Hund, aber er ist verschwunden. Arbeiter erklären mir, dass er irgendwo auf einem weitläufigen Industriegelände zu finden ist. Es soll Räude haben. Offenbar ein schlimmer Fall, denn er scheint sich blutig gekratzt zu haben. Ich suche alles ab, kann den Hund jedoch nicht finden. Morgen werde ich erneut nach dem Hund suchen. 

Am frühen Abend bin ich wieder im Shelter und versorge Coco und Lilly. Die beiden zieht es auch immer in den Behandlungsraum, aber sie sollen sich frühzeitig an das Leben draußen gewöhnen und so lasse ich sie für die Nacht im offenen Hausbereich zusammen mit den anderen Hunden. Auf dem Rückweg bekommt Cisco die zweite Cephalexin Dosis und dazu noch Fischöl und Ferric. Ich vermische das mit Ziegenmilch und er schlabbert es schließlich auf. Dodo und Rico sind einfache Patienten. Sie kennen bereits mein Auto und laufen herbei. Beide bekommen Ferric, sie aber in Tablettenform.

Sonntag, 26. April 2020

In Pong, auf dem Weg zum Shelter, verabreiche ich Rico Carprofen und Doxy. Dodo erhält Doxy. In Takhiantia gebe ich Cisco Cephalexin, sowie Fishöl und Ferric. Im Shelter koche ich wieder, damit Coco, Lilly, Aldo, Aki, Tinka, Kenzo und Leyla ihre Reisportionen bekommen. Anschließend säubere ich die Bereiche und füttere dann die übrigen Hunde mit Trockenfutter. Pat hat sich heute freigenommen. 

Am frühen Nachmittag bin ich mit Aldo bei Dr. Oi. Aldos Wunde wird erneut gelasert. Wundflüssigkeit findet Dr. Oi heute nicht. Am frühen Abend bin ich wieder im Shelter und füttere Coco und Lilly erneut. Dann verabreiche ich Cisco Cephalexin und zum Schluss noch Rico und Dodo Ferric.

Samstag, 25. April 2020

Cisco hat morgens das Cephalexin verpackt in gekochtem Hähnchenfleisch genommen, aber Fischöl und Ferric verabreicht mit einer Syringe hat ihm nicht gefallen. Ich muss ihm das in anderer Form geben. Heute koche ich kein Reisfutter, da Pat mit mehreren Eimern voll kommt. Nur Coco, Lilly und Leyla bekommen noch etwas von gestern. Die Fütterung mit Trockenfutter geht mittlerweile recht zivil ab, aber wenn es Reis gibt, gibt es zuweilen immer noch Hauereien, die jedoch nie Ausmaße annehmen. Vor Pat haben die Hunde nun auch Respekt da sie mittlerweile gelernt hat, wenn nötig mütterliche Strenge walten zu lassen. 

Am Nachmittag nehme ich Rocco an Bord und hole Rico ab. Rocco braucht eigentlich kein grooming, aber da ich schon mit Rico bei Kook bin, nehme ich ihn mit. Rocco ist ein Border Terrier und Rico ist auch so ein Typ, allerdings langhaariger. Ich gebe die Hunde bei Kook ab und hole dann Khun Leks drei Katzen aus der Silverlake Klinik ab. Da das Grooming dauert, treffe ich mich mit Khun Lek im Wat Nong Ket Yai, in dessen Nähe sie wohnt und übergebe ihr die sterilisierten Katzen. 

Mittlerweile fängt es wieder heftig an zu regnen. Kook ruft mich an, dass ich die Hunde abholen könne. Sie hat nur Rico groomen können, da Rocco sich dagegen gewehrt habe. Ich fahre mit den Hunden zu Dr. Oi und lasse Rico untersuchen. Ihm wird Blut abgenommen und eine kleine Kopfwunde wird versorgt. Rico ist, genau wie Cisco es war, auch ganz lieb und lässt alles über sich ergehen. Ich liefere Rocco im Shelter ab und schaue noch einmal nach dem Rechten. Coco und Lilly werden für die Nacht gefüttert. Da es durch den Regen recht kühl geworden ist, lasse ich sie im Behandlungsraum. 

Mit Rico fahre ich zu Cisco und finde ihn auch trotz Dunkelheit. Ich gebe ihm Cephalexin. Dann bringe ich Rico wieder an seinen Platz und verabreiche ihm Carprofen und Doxy. Auch Dodo bekommt Doxy. Bevor ich Ricos Testergebnis sehe, gehe ich schon mal davon aus, dass die Hunde anämisch sind. Dodo werde ich testen lassen, wenn seine Chemotherapiebehandlung beendet sein wird.

Freitag, 24. April 2020

Ich koche wie gewöhnlich für die fünf Welpen, Kenzo und Leyla. Es folgt die Säuberung. Pat kommt mittags mit Shana und Nelson. Auch Nelson hat keine Anpassungsschwierigkeiten und die Shelterhunde nehmen ihn ebenfalls wohlwollend auf. Wir füttern die restlichen Hunde mit Trockenfutter während Shana und Nelson ihren Ausflug genießen. Pat hat nun vor, Rosie, Shana und Nelson im Wechsel einmal die Woche mitzubringen. 

Nachdem alle Hunde versorgt sind, nehme ich Aldo an Bord. Mir scheint, dass unter der Wundnaht noch ein wenig Flüssigkeit verblieben ist. Unterwegs lade ich Cisco ein. Cisco ist der Rüde mit dem schlechten Fellzustand. Er ist nicht gerade der hübscheste, aber ein liebenswertes Geschöpf zu dem ich seit unserer ersten Begegnung Zugang gefunden habe. Ich vermute, dass Cisco noch nie eine Box von innen gesehen hat, aber er vertraut mir und ich kann ihn einladen. 

Dr. Oi findet wieder einen Zentiliter Flüssigkeit unter Aldos Wundnaht und lasert ihn erneut. Aldo wird neu verbunden und soll in zwei Tagen wieder vorgestellt werden. Cisco verhält sich in der Klinik einwandfrei. Er lässt eine Blutabnahme und einen scrape test klaglos über sich ergehen. Der Test ergibt einen Demodex Befall. Cisco ist nicht mehr der Jüngste und eine Demodex Behandlung bei älteren Hunden führt selten zu vollständiger Heilung. Aber ich möchte doch alles tun, um Cisco zumindest Linderung zu verschaffen. Er soll zunächst eine Woche lange Cephalexin bekommen und zudem Fischöl und Ferric. Das Bluttestresultat wird weiteren Aufschluss darüber geben, welche Medikamentierung zudem nötig sein wird. Die Verabreichung der Medikamente soll morgens und abends erfolgen. Ich hoffe, ich werde Cisco dann auch jeweils erwischen.

Donnerstag, 23. April 2020

Heute kommt Pat zur Fütterung früher, da Khun Lek vom Shelter nebenan mich gebeten hat drei Katzen zur Sterilisation in die Silverlake Klinik zu bringen. Mai und Dodo sind zudem für ihre Chemotherapiebehandlung dran und so ist der Pick-up voll. Für Mai ist es die fünfte und letzte Behandlung und für Dodo die zweite. Sein Tumor ist bereits so weit geschrumpft, dass Dr. Kwanchai nur noch eine weitere Behandlung in zehn Tagen für notwendig hält. 

Mit Mai und Dodo fahre ich zum Tempel. Ich versorge die Hunde, aber der Strandgang muss heute ausfallen, da ich die beiden Hunde nicht so lange warten lassen möchte. Payu, den ich beim vergangenen Besuch vermisst hatte, liegt wieder an seinem gewohnten Platz. 

Ich liefere zuerst Dodo ab. Mit ihm ist immer Rico, dem ich gern ein Grooming gönnen möchte und ich kann nun für übermorgen einen Termin für ihn bekommen. Ich liefere Mai ab und bin dann im Shelter. Pat hatte Coco und Lilly im Behandlungsraum gelassen. Dort füttere ich sie für die Nacht und auch Leyla bekommt noch eine Ration.

Mittwoch, 22. April 2020

Heute Vormittag koche ich wieder für Aldo, Aki und Tinka und natürlich auch für Coco, Lilly und Leyla. Alles sechs fressen sehr gut. Ich befreie Aldo und Tara von ihren Verbänden. Tara läuft wieder normal und auch Aldos Operationswunde sieht recht gut aus. Ich werde ihn jedoch übermorgen Dr. Oi nochmal vorstellen. Morgen Nachmittag ist erstmal wieder eine Fahrt zur Silverlake Klinik und ein Besuch der Tempelhunde dran. 

Coco und Lilly wachsen mehr und mehr in die Gemeinschaft der Hausbereich- und Salabereichhunde hinein. Es ist nicht immer leicht für sie, denn sie sind ja so winzig gegenüber den anderen Hunden. Zu Shorty und Tinka haben sie einen besonderen Kontakt entwickelt. Tinka geht sehr lieb mit ihnen um; Shorty spielt zuweilen ein wenig zu wild mit ihnen und ich muss ihn dann bremsen. 

Auf dem Weg zum Shelter habe ich Kontakt zu einem Rüden bekommen, der ein ganz schlechtes Fell hat. Ich hatte ihm schon zweimal Ivermectin verabreicht, aber das hat nicht geholfen. Heute habe ich kleine Zecken auf seinem Rücken entdeckt und ihm deshalb Bravecto gegeben. Sobald ich Zeit habe, möchte ich sein Blut testen und einen scrape test vornehmen lassen.

Bevor ich abends fahre, gehe ich wie gewohnt nochmal durch alle Bereiche. Alle Hunde wissen nun wohin sie gehören. Talo ist der einzige der schon mal durch andere Bereiche nomadisiert. Er hört aber mittlerweile sehr gut und trollt sich in den Salabereich, in den er gehört, wenn ich ihm das bedeute. Das Tor zwischen dem Salabereich und dem Hausbereich bleibt, wie alle anderen Tore auch, während der Nacht geschlossen. Coco und Lilly verbringen die Nacht wieder im Hausbereich.

Dienstag, 21. April 2020

Coco und Lilly haben die erste Nacht draußen gut überstanden und begrüßen mich zusammen mit den großen Hunden. Heute Morgen koche ich nur für sie, da Pat mittags mit Reisfutter kommt. Wir füttern gemeinsam und räumen dann auf. Coco und Lilly wollen im Behandlungsraum bleiben, zu ihnen gesellt sich Kenzo. 

Ich fahre zu Prajuab. Wir laden die beiden Hunde mit den Augenprobleme ein und sind dann bei Dr. Oi. Wie schon vermutet hat der eine Hund Glaukom auf beiden Augen entwickelt. Auf Nachfrage erklärt Prajuab, dass die Anfänge schon Monate zurückliegen. Der Hund ist total blind und mehr als die Augen feucht zu halten kann man nicht mehr tun. Der zweite Hund leidet an einem Mass Tumor, der nicht in jedem Fall bösartig sein muss. Dr. Oi empfiehlt eine zweiwöchige konservative Therapie mit hoch dosiertem Prednisilone. 

Ich bringe Prajuab und die zwei Hunde zurück und bin dann wieder im Shelter. Dort füttere ich Coco, Lilly und Leyla erneut und mache dann eine Runde durch alle Bereiche. Coco und Lilly bleiben wieder draußen im Hausbereich.

Montag, 20. April 2020

Nachdem ich Tinka, Aki, Aldo, Coco, Lilly, Kenzo und Leyla mit frisch zubereiteten Reisfutter versorgt und gemeinsam mit Pat die übrigen Hunde mit Trockenfutter gefüttert habe, fahre ich und lasse Coco und Lilly das erste Mal mit den Hunden draußen. Einmal muss immer das erste Mal sein und je früher die Welpen sich daran gewöhnen mit den großen Hunden zusammen zu sein, umso besser. Die Welpen sind ja von den Hausbereichhunden akzeptiert worden und da das Tor zum Salabereich geschlossen bleibt, ist das Risiko, dass ihnen etwas passiert, gering.

Katharina hat Panaeng und auch zwei der drei anderen Spielplatzhunde mit Bravecto versorgt. Ich hole das heute Nachmittag mit dem vierten Hund nach und auch Rico und Dodo bekommen ihre Dosis. 

Auf dem Weg zum Shelter schaue ich erneut nach Jack und Anhang. Jack sehe ich sogleich und auch Whitey und Brownie in der Entfernung. Als ich sie rufe, kommen sie angestürmt. Deng allerdings bleib ungesehen. Ich mache mir um sie jedoch nun keine Sorgen mehr. Sie ist ein erfahrener Ödlandhund. 

Im Shelter ist die Begrüßung wie immer stürmisch und auch Coco und Lilly sagen Hallo. Sie haben den ersten Test bestanden. Als ich gehe, versuche ich sie in den großen Käfig im offenen Hausbereich zu sperren, aber damit sind sie garnicht einverstanden. So entschließe ich mich, sie auch über Nacht draußen zu lassen.

Sonntag, 19. April 2020

Ich halte morgens bei Lek um mich nach Jack und Anhang zu erkundigen. Lek versichert mir, dass die Hunde wohlauf seien. Sie haben nur wegen der Rodungen den Platz gewechselt. Pat kommt mittags und bringt Shana und Rosie mit. Die waren ja nun schon wochenlang nicht mehr im Shelter aber haben keine Anpassungsschwierigkeiten. Alle Hunde außer Aldo, Tinka und Aki kennen sie ja. Pat hat vor auch Nelson beim nächsten Mal mitzubringen, damit alle Hund in Kontakt bleiben. Während der Fütterung fängt es wieder an zu regnen, heute jedoch nicht so stark und so bekommen wir alle Hunde satt. 

Auf der Fahrt nach Hause halte ich bei Dodo und Rico. Dodo scheint es schon viel besser zu gehen. Am frühen Abend bin ich erneut im Shelter und sehe nach dem Rechten. Coco und Llly kommen wieder in einen der Käfige im offenen Hausbereich.

Samstag, 18. April 2020

Ich habe Jack, Deng, Whitey und Brownie einige Tage lang nicht gesehen und fahre heute Morgen auf dem Weg zum Shelter durch das mittlerweile gerodete Ödland um nach ihnen zu schauen. Vor einigen Tagen noch hatte ich Whitey allein dort gesehen. Die Hunde sind wieder nicht zu finden. 

Im Shelter verrichte ich meine Arbeiten. Mittags kommt Pat und wir füttern mit Trockenfutter. Alle Wasserschalen, die durch den Regen schmutzig geworden waren, müssen gereinigt und neu aufgefüllt werden. Die Hunde wühlen ausgiebig im feuchten Boden. Obwohl es vergleichsweise frisch ist, suchen sie sich dennoch gern ein kühles Plätzchen. Die beiden neuen Salas haben sie mittlerweile angenommen. Die nun tägliche Fütterung zur gleichen Zeit scheint den Hunden gutzutun. Auch für mich ist der Ablauf besser planbar. 

Am Spätnachmittag schaue ich erneut nach den Hunden auf dem Ödland – wieder vergebens. Ich muss mit Khun Lek sprechen. Sie füttert die Hunde. Ich mache eine Runde durch alle Bereiche. Coco und Lilly kommen mit einer Schale Ziegenmilch in einen der Käfige im offenen Hausbereich.

Freitag, 17. April 2020

Der Himmel ist zwar bezogen, aber wir bleiben von Regen verschont. Ich füttere wie jeden Morgen die fünf kleinen und großen Welpen mit frisch gekochtem Reisfutter und gehe dann durch die Bereiche. Lucy und Leyla haben ihre Doxy/Ferric Behandlung beendet. Tara läuft wieder besser und wir werden morgen sehen, ob auch Aldo bald seinen Verband loswerden kann. 

Pat kommt mittags mit Reisfutter, das wir an alle Hunde verteilen, die noch nichts abbekommen haben. Im hintersten linken Bereich sind gegenwärtig nur Kenji und Tommy untergebracht. Ich habe versucht ein oder zwei andere Hunde dort zu integrieren, das jedoch hat nicht geklappt. Kenji und Tommy sind zwar nicht die allerbesten Freunde, kommen aber miteinander aus. Kenji ist enorm aufgeblüht, seitdem er aus dem Haus heraus ist. Es tut ihm offensichtlich gut viel Platz zu haben und er zeigt mir jeden Tag wie sehr er das genießt. Kenji und Tommy haben jeweils eine Sala für sich und dazu noch einen geräumigen überdachten Käfig. 

Wenn ich in den hinteren Bereichen bin, kann ich das Tor zu dem Bereich, in dem sich mittlerweile zwölf Hunde befinden, ohne Probleme offen lassen. Insgesamt ist es nun auch so, dass ich von einem Bereich in den anderen gehen kann ohne befürchten zu müssen, dass sich Hunde in fremdes Territorium verirren. Ohne dass ich die Hunde trainiert hätte, hören sie recht gut auf mich. Coco und Lilly machen mir auch keine Sorgen. Sie fressen gut und mischen sich unter die großen Hunde, die die Zwerge nun als zugehörig akzeptiert haben. Leyla ist weiterhin ein Problemfall. Sie traut weder mir noch den Hunden über den Weg, obwohl sie jetzt schon sechs Wochen bei uns ist.

Donnerstag, 16. April 2020

Während ich meine morgendlichen Arbeiten verrichte, kann ich Coco und Lilly schon draußen bei den Hunden lassen. Lilly, die bei 1,7 kg Körpergewicht nur eine Handvoll Hund ist, ist bereits äußerst selbstbewusst und lässt sich nichts bieten. Coco, die größere mit 2,9 kg ist auch nicht ängstlich, aber ein wenig vorsichtiger. Die Welpen laufen schon ganz natürlich im Hausbereich herum und wissen berets wo der Behandlungsraum ist. Beide hören schon auf ihre Namen. 

Kurz bevor Pat kommt, zieht ein Regensturm auf und wir müssen mit der Fütterung warten. Wie gestern auch schon kommt es heftig runter und nach wenigen Minuten steht alles unter Wasser. Wir brauchen den Regen ja dringend, aber die Arbeit wird dadurch nicht leichter, da der Boden total aufgeweicht wird. 

Schließlich sind alle Hunde versorgt und ich fahre bei Katharina vorbei, um mich nach Panaengs Behandlungsfortschritt zu erkundigen. Panaeng nimmt mittlerweile brav die Medikamente und hat bei guter Fütterung schon zugelegt. Am Spätnachmittag bin ich wieder im Shelter, lasse Coco und Lilly raus und füttere noch einmal die beiden sowie Aldo, Tinka und Aki. 

Die Hütte, die ich für Leyla gebaut hatte, war während des Regens vollgelaufen und so habe ich ihr eine neue auf höherem Grund neben dem Balkenstapel, unter dem sie gern liegt, gebaut. Wenn sie die nicht annimmt und es nun täglich schüttet, muss ich Leyla wohl wieder ins Haus nehmen.

Mittwoch, 15. April 2020

Morgens die Routine. Coco und Lilly werden zuerst gefüttert, dann kommen Aldo, Tinka und Aki dran und zum Schluss Leyla. Mittags kommt Pat und wir füttern alle anderen Hunde. Auf dem Nachhauseweg schaue ich nach Jack und Anhang, sehe jedoch nur Whitey. Dann bin ich wieder mal bei Naree und liefere ihren Versorgern Trockenfutter. Naree freut sich wie Bolle mich zu sehen und auch zwei weitere Hunde, die ich durch Naree kennengelernt hatte, sind ganz ausgelassen. 

Prajuiab bittet mich wieder um Hilfe. Glücklicherweise nicht wegen eines neuen Leptospirosis Falls. Nun hat er zwei Hunde mit Augenproblemen. Ich mache Fotos von den Hunden und schicke sie an Dr. Oi. Die hat allerdings ihre Klinik bis Samstag geschlossen. 

Am frühen Abend füttere ich Coco und Lilly erneut und auch die drei Welpen, die jedoch keinen großen Appetit haben. Pat lässt ja niemanden verhungern. Nachdem ich die Medikamente verteilt habe, kommen Coco und Lilly wieder in den großen Käfig. Aki, Tinka, Aldo und Lena zieht es in den Behandlungsraum, aber auch sie müssen draußen bleiben.

Dienstag, 14. April 2020

Coco und Lilly haben die Nacht im Behandlungsraum verbracht, da es durch den Regen recht kühl geworden war. Die Welpen sind guter Laune und ich bringe sie zu den Hunden nach draußen, wo sie wieder ausgelassen im Dreck wühlen. Ich koche Reisfutter und füttere, gehe durch die Bereiche und bin dann mit Tara und Aldo bei Dr. Oi, während Pat Trockenfutter verteilt. Die Wundheilung von Taras Pfotenverletzung und Aldos Nackeneingriff macht weitere Fortschritte. 

Am frühen Abend bin ich wieder im Shelter. Lilly und Coco haben den Nachmittag in dem geräumigen Käfig verbracht, in dem Erin immer gelegen hatte. Ich füttere die Welpen erneut. Die Ziegenmilch, die ich für sie gekauft habe, schmeckt ihnen genauso wie die gekochten Eier, Reis und Würstchen. Für die Nacht kommen sie wieder in ihren Käfig. So sind sie ganz in der Nähe der Hunde, die im offenen Innenraum des Hauses schlafen.

Montag, 13. April 2020

Ich hole Coco und Lilly aus ihrem Käfig und füttere sie im Behandlungsraum. Anschließend bereite ich das Futter für Aki, Aldo, Tinka und Leyla zu und füttere auch sie. Gerade als ich die Säuberungsrunde beendet habe, fängt es sintflutartig an zu regnen. Mittags kommt Pat mit Reisfutter und wir füttern im noch leichtem Nieselregen. 

Pat geht und ich fahre nach Jomtien. Gemeinsam mit Linda schaue ich nach Cora – wieder vergebens. Linda begleitet mich zu den Tempelhunden. Wir versorgen die Hunde und machen dann unseren Strandgang. Auf dem Rückweg nach Pattaya halten wir Ausschau nach dem Unfallhund hinter dem Mimosa Entertainment. Auch von ihm finden wir keine Spur. Auf einem freien Gelände halten sich einige Hunde auf, darunter sieben etwa vier Wochen alte Welpen. Leider können wir für die Hunde nichts tun. Nach Einbruch der Dunkelheit schauen wir erneut nach Cora – sie bleibt verschwunden. 

Ich bringe Linda in ihr Hotel zurück und bin dann wieder im Shelter. Alle Welpen werden erneut gefüttert. Da Leylas Behausung dem Regen nicht standgehalten hat, hatte ich ihr am Nachmittag eine neue gebaut. Sie aber zieht es vor unter einem Balkenstapel zu liegen.

Sonntag, 12. April 2020

Coco und Lilly haben die Nacht wohlbehalten im Käfig verbracht und auch das Futter akzeptiert, dass ich ihnen gegeben hatte. Ich erledige meine Routine und fahre dann mit Tara zu Dr. Oi. Tara hat sich bei einer Balgerei die gleiche Pfote verletzt, mit der ich sie verletzt gefunden hatte. Es scheint nur eine geringfügige Wunde zu sein, aber selbst nach drei Tagen Verabreichung von Carprofen, kann Tara immer noch nicht auftreten. Die Wunde wird gesäubert und verbunden und ich solle die Carprofen Behandlung für weitere drei Tage fortsetzen. 

Nach unserer Rückkehr füttere ich die restlichen Hunde mit Trockenfutter. Dann bin ich in der Silverlake Klinik und hole die Katze und den Hund mit der verletzten Pfote ab. Beide Tiere bringe ich zurück an ihren Platz in der Jomtien Soi 13. Anschließen schaue ich nach Cora. Aber selbst nach einer Stunde Suche und Wartezeit taucht sie nicht auf. Angeblich soll sie sich auf einem Platz aufhalten, der durch eine hohe Metalsheetwand gesichert ist. Dieser Platz ist für mich allerdings nicht zugänglich. 

Im Shelter lasse ich Coco und Lilly versuchsweise aus dem Käfig. Unter meiner Aufsicht mischen sie sich unter die Haushunde und nehmen zu ihnen Kontakt auf. Das scheint ein Überlebensinstinkt von Welpen gegenüber ihnen fremden Hunden zu sein. Die allermeisten der Shelterhunde sind von gutem Charakter und die Hausbereich-Hunde nehmen Coco und Lilly wohlwollend auf. Schon nach wenigen Minuten scheinen sie die Welpen sicher zu fühlen und beginnen lebhaft in der feuchten Erde zu buddeln. Shorty, der Welpen liebt, gesellt sich zu ihnen und die drei beginnen zu ausgelassen zu spielen. Es ist eine Freude zu sehen wie sehr die Welpen es genießen sich in der Erde zu wälzen. Sie kannten bisher ja nur Beton und Teppichboden. 

Während die anderen Hunde ihren Geschäften nachgehen und Shorty mit den Welpen spielt, kann ich schon durch die anderen Bereich gehen um zu säubern und nach dem Rechten zu sehen. Erin, die sich häufig mit Bliss gezankt hat, und die ich am Vormittag in den Bereich in dem Venus, Kofi, Tashi, Sita, Bum, Oscar, Kylie, Rocco, Toto, Nina, Lucy und Amara leben verlegt habe, hat ihre Umsiedelung wohl geheißen. Ich hoffe, das bleibt auch so. Bevor ich gehe bekommen Aldo, Aki und Tinka noch eine Portion Trockenfutter. Danach verteile ich die abendlichen Medikament und dann kommen Coco und Lilly wieder in ihren Käfig. Um durch die Nacht zu kommen, gibt es für sie noch Hähnchenfleisch.

Samstag, 11. April 2020

Vormittags die übliche Routine. Mittags hilft Pat wieder bei der Fütterung. Ich fahre nach Jomtien und habe keine Probleme reinzukommen. Im verlassenen Laden kommen mir die beiden Welpen entgegen. Ich bin erleichtert und stecke sie in die mitgebrachte Box. Cora sehe ich nicht. Ich suche die ganze Umgebung ab, kann sie jedoch nicht finden. Damit die Welpen etwas zu fressen haben, kaufe ich ihnen gebratenes Hähnchenfleisch. Nach einer knappen Stunde breche ich die Suche nach Cora ab und fahre mit den Welpen zu Dr. Oi. 

Die Welpen, ich nenne sie Coco und Lilly, werden untersucht und entwurmt. Dr. Oi hat keine Bedenken sie zu mir ins Shelter zu nehmen. Dort kommen sie in einen der geräumigen Käfige im Innenraum des Hauses. So können sie sich geschützt an die neue Umgebung gewöhnen und die Hunde im Haus an sie. Morgen werde ich den Hund mit der verletzten Pfote und die Katze aus der Silverlake Klinik abholen. Beide Tiere haben ihren Platz in der Jomtien Beach Road Soi 13. Bei der Gelegenheit werde ich wieder nach Cora schauen. Ich hoffe, ich kann sie mit ihren Welpen vereinigen.

Freitag, 10. April 2020

Nachdem ich durch Bereiche gegangen bin, gekocht und die Welpen, Lena, Kenzo und Leyla mit Reisfutter gefüttert habe, bin ich mit Aldo bei Dr. Oi. Aldo wird erneut punktiert und verbunden. Obwohl Dr. Oi wieder einiges an Sekret entnommen hat, ist Aldo ansonsten guter Dinge und so energetisch wie stets. 

Pat kommt mittags und wir füttern die restlichen Hunde mit Trockenfutter. Ich lasse Pat mit den Hunden allein und hole Mai, die TVT Hündin ab und dann auch die Katze bei Claudia. In der Silverlake Klinik erhält Mai die vierte Chemotherapiebehandlung. Die Katze werde ich am Montag abholen. Dr. Kwanchai teilt mir mit, dass der Hund mit der verletzten Pfote wieder an seinen Platz zurückkann. Angeblich soll Pattayas lock down bis zum Dienstag kommender Wochen ausgesetzt werden und so werde ich ihn wohl wieder an seinen Platz zurückbringen können.  

Linda, die mit ihrem Freund durch Südost Asien reist und sich für einen Monat in Pattaya aufhält, hatte mich vor einer Woche gefragt, ob ich tätige Hilfe benötige. Wegen des lock downs hatten wir die Sache vorerst auf Eis gelegt. Ich hatte Linda heute Morgen gefragt, ob sie nach Cora und den Welpen schauen könne, da ich nicht weiß, ob sie versorgt werden. Linda war im Abbruchhaus, hat die Welpen jedoch nicht finden können. Nun mache ich mir Sorgen um Hunde und da ich morgen wohl wieder nach Pattaya reinkommen kann, werde ich Cora und die Welpen vorübergehend zu mir nehmen, wenn ich das Gefühl habe, dass sie nicht versorgt werden, vorausgesetzt, dass ich die Welpen finde. 

Am Spätnachmittag liefere ich Mai wieder ab und bin dann im Shelter. Pat ist mittlerweile gefahren. Ich gehe durch alle Bereiche und verteile die Medikamente an Leyla, Aldo und Lucy. Auf dem Nachhauseweg halte ich bei Dodo und Rico. Dodo geht es gut. Katharinas drei Schützlinge kommen auch vorbei. Die fünf Hunde kennen sich. Ich gebe ihnen Würstchen und gekochtes Hähnchenfleisch um zu sehen, ob sie es nehmen. Ich habe vor, allen Fünfen Bravecto zu geben. Katharina hatte mir mitgeteilt, dass Panaeng Flöhe habe. Sie hat ihr schon Bravecto gegeben und es hat gewirkt. Panaeng hat sich bereits gut eingelebt. Sie kennt ja das Haus in dem Katharina mit Familie lebt von der Zeit nach ihrer Sterilisation.

Donnerstag, 9. April 2020

Heute Mittag kommt Pat wieder mit Reisfutter. Trotz täglicher Fütterung ist es nicht immer leicht, die Hunde auseinanderzuhalten. Bei der Vergabe von Trockenfutter gibt es weniger Zank. 

Nachdem Pat gefahren ist, hole ich den TVT Hund in Pong ab. Ich nenne ihn Dodo. Dodo sehe ich immer mit einem Zottelbär zusammen, der auch schnell gemerkt hat, dass ich ein Hundefreund bin. Ich nenne ihn Rico. Rico müsste mal zum Grooming. Muss ich demnächst einrichten. Mit Dodo fahre ich in die Silverlake Klinik und treffe überraschend auf Dr. Kwanchai, der bereits einen Tag früher aus der Provinz zurück ist. Dodo erhält somit schon heute die erste Chemo und ich kann ihn sofort wieder mitnehmen. 

Katharina hat sich entschlossen, Panaeng für die Zeit der Behandlung zu sich zu nehmen. Eine kontinuierliche Vergabe von Doxy am Morgen und Ferric am Abend kann somit sichergestellt werden. Am frühen Abend bin ich wieder im Shelter. Maggie entwischt mir dabei durchs Tor nach draußen, kommt aber nach einer Stunde Auslauf wieder zurück. Wenn ich im Shelter bin, kommt Leyla nie aus ihrem Verschlag heraus. Ich weiß aber, dass sie ihre Behausung verlässt, wenn ich nicht da bin. Sie ja den 100m² großen Doppeltorbereich dann für sich allein.

Mittwoch, 8. April 2020

Auf dem Wege zum Shelter kaufe ich 225 kg Reis, um bei Versorgungsengpässen in den kommenden Wochen über die Runden zu kommen. Mittags kommt Pat und wir füttern die Hunde. Dann bin ich in der Stadt, um vor der Sperrung noch die Katze aus Jomtien zu holen. 

Ich schaue dabei auch nach Cora und den Welpen, kaufe ihnen gebratenes Hähnchenfleisch und versorge sie mit Wasser. Dann bringe ich die Katze zu Claudia, da Dr. Kwanchai die Klinik für zwei Tage geschlossen hat. Am Spätnachmittag bin ich wieder im Shelter und schaue nach dem Rechten.

Dienstag, 7. April 2020

Glücklicherweise ist es kein Kühlerschaden, sondern nur eine Fehlfunktion der Armaturen. Ich kann das Auto also nutzen und fahre gleich zum Shelter und hole Panang ab. Bei Dr. Oi wird ihr Blut entnommen. Nachdem Pat mittags gekommen ist, fahre ich in die Werkstatt. 

Obwohl das Problem klein ist, ist doch dessen Beseitigung zeitaufwendig. Ich fahre deshalb mit dem Werkstatt-Scooter an den Jomtien Strand. Natürlich sehe ich eine Hündin und als ich sie rufe, kommt sie zu mir. Sie hat volle Zitzen und so muss sie Junge haben. Wir sitzen eine ganze Weile zusammen so zutraulich wird sie. Dann steht sie auf und verschwindet in einem Abbruchhaus auf der gegenüberliegenden Straßenseite. Ich folge ihr und entdecke zwei etwa sechs Wochen alte Welpen in sehr gutem Zustand. Ich hole etwas zu futtern für sie und setze mich zu ihnen. Cora, wie ich die Mutter nenne, ist damit einverstanden. Ich verbringe eine gute Stunde bei den Hunden und habe nun wieder eine neue Verpflichtung. Sobald Cora abgestillt hat, werde ich sie sterilisieren lassen. Zu ihr und den Welpen werde ich Kontakt halten, damit ich auch die beiden weiblichen Welpen sterilisieren lassen kann, wenn sie soweit sind. 

Am späten Nachmittag ist der Pick-up repariert. Der Mechaniker ist ein wirkliches Goldstück und seine Frau ist ebenfalls ein Juwel. Für die Fahrt zum Pick-up und die Reparatur verlangen sie nur 500 Baht. Auf dem Weg zum Shelter schaue ich bei Jack und Anhang vorbei. Deng, Whitey und Brownie sind nun alle versammelt. 

Im Shelter gehe ich kurz durch alle Bereiche und verteile dann die Medikamente. Unter Aldos Wunde hat sich wieder eine Menge Sekret angesammelt und so bringe ich ihn zu Dr. Oi, die ihn erneut punktiert und neu verbindet. Dann fahre ich zum Pong Spielplatz, um nach Panaeng zu sehen. Der Bluttest hat Blutparasiten ergeben. Panaeng muss also sechs Wochen lang täglich behandelt werden. Wollen sehen ob Katharina das hinkriegt. 

Auf der gegenüberliegenden Straßenseite sehe ich zwei freundliche Rüden. Bei einem sehe ich Blut am Penis und stelle rasch fest, dass es sich um TVT handelt. Ich kann ihn am Freitag zu Dr. Kwanchai bringen, wenn nicht bis dahin alle Straßen gesperrt sind.

Montag, 6. April 2020

Nachdem ich meine Routine erledigt habe und die Welpen, Kenzo, Lena und Leyla versorgt habe, bin ich mit Aldo bei Dr. Oi. Unter der Wundnaht hat sich Sekret gebildet. Die wird abpunktiert und Aldo wird neu verbunden. Ab morgen bekommt er Prednisilone. Ansonsten ist er so energetisch wie immer. 

Mittags kommt Pat und wir füttern die Hunde mit Trockenfutter. Am Nachmittag informiert mich Katharina, dass Panaeng, einer der Pong Hunde, die sie versorgt, in letzter Zeit abgenommen habe. Ich schlage vor Panaengs Blut testen zu lassen. Auf dem Wege zum Shelter nehme ich Panaeng, die mich kennt, zu mir ins Auto und wir machen uns auf den Weg zu Dr. Oi. Unterwegs allerdings bleibe ich mit Kühlerproblemen liegen. Dummerweise hatte ich mein Telefon im Shelter vergessen und so bin ich ziemlich aufgeschmissen. Ich kann jedoch jemanden organisieren, der mich mit Panaeng zum Shelter fährt und dann auch noch zu mir nach Hause. Panaeng bringe ich gemeinsam mit Leyla im Doppeltorbereich unter. 

Am frühen Abend bin ich mit dem Scooter wieder im Shelter. Panaeng hat sich wohl verhalten. Ich füttere die Welpen wie jeden Abenden noch mit Trockenfutter und verteile Medikamente. Morgen früh kommt mich mein Mechaniker abholen und sieht sich den Kühlerschaden an. Dann schaun wir mal weiter.

Sonntag, 5. April 2020

Ich koche wie jeden Morgen Reisfutter für die drei Welpen, Kenzo, Lena und Leyla und verteile dann Medikamente. Pat kommt heute Mittag wieder und bringt einige Eimer Reisfutter mit. Pat füttert die Hunde im Hausbereich und ich die Hunde im Salabereich und in den beiden hinteren Bereichen. 

Am Nachmittag bin ich bei den Tempelhunden. Payu, den ich bei meinem vergangenen Besuch nicht gefunden hatte, ist wieder aufgetaucht. Wir machen unseren Strandgang bei dem uns auch Dotty wieder begleitet. 

Auf meinem Rückweg zum Shelter schaue ich nach Brownie und Whitey, die ich auch beide wohlauf finde, nicht jedoch Jack und Deng. Im Shelter verteile ich die abendlichen Medikamente an Lucy und Leyla und bin noch bei den Hunden bis die Dunkelheit hereinbricht.

Samstag, 4. April 2020

Nach meinen morgendlichen Routinearbeiten bin ich mit Aldo und Lena bei Dr. Oi. Aldos Wundheilung macht gute Fortschritte und auch Lenas Löcher sind fast geschlossen. In drei Tagen kann ich den Verband abnehmen. Nach unserer Rückkehr füttere ich die Hunde. 

Tommy der überall Unruhe stiftet, lege ich in Kenjis Bereich. Dort hat er viel Auslauf und es stehen ein zweiter Sala und ein überdachter, geräumiger Käfig für ihn bereit. Kenji liegt im anderen Sala. Er ist ganz lieb, aber Tommy schafft es trotzdem sich auch mit ihm anzulegen. Es passiert nichts und die beiden werden sich schon arrangieren. Ansonsten ist die Stimmung in den hinteren Bereich immer recht friedlich. Nur Tashi und Beppe haben es zum Ritual erhoben sich ab und an anzugiften. 

Der Salabereich ist ganz entspannt, nur im Hausbereich gibt es ab und zu Animositäten, die ich unterbinden muss. Leyla liegt immer noch im Doppeltorbereich, den sie meistens für sich allein hat. Für sie steht ein provisorischer Unterschlupf bereit, den sie selten verlässt. Hunde, die sich gelegentlich im Doppeltorbereich aufhalten, stören sich nicht an ihr.

Freitag, 3. April 2020

Aldos Heilungsprozess macht offensichtlich weitere Fortschritte, denn er ist so energetisch wie immer. Ich koche wie jeden Morgen für die Welpen, Kenzo, Leyla und auch Lena, die sich im Behandlungsraum eingerichtet hat. Danach füttere ich die anderen Hunde. Seitdem wir täglich um die gleiche Zeit füttern, halten sich die Streitereien um die Bleche in Grenzen und damit auch der Stress bei der Fütterung. 

Am Nachmittag kaufe ich Trockenfutter und Reis für Prajuab und liefere frei Haus. Danach bin ich wieder im Shelter. Die Spätnachmittagszeit bis zum Einbruch der Dunkelheit ist immer die angenehmste. Die Hunde sind gut drauf und kann mich ihnen widmen, da nicht viel zu säubern ist und nur Medikamente an Lucy und Leyla zu verteilen sind.

Donnerstag, 2. April 2020

Aldo verhält sich mormal und das durch den ganzen Tag. Nachdem ich meine Arbeiten verrichtet habe, kommt Pat und hilft bei der Fütterung. Am Nachmittag habe ich Besorgungen in der Stadt zu machen. Es gibt ja nichts Schlechtes ohne auch etwas Gutes. Die Straßen sind leer und man kommt gut voran. Der Sprit ist auch so billig wie nie zuvor. Dazu bin ich nun regelmäßig über meine Körpertemperatur auf dem Laufenden. Im Tesco herrscht Maskenzwang und zu den wenigen Kunden dort kann man gut Abstand halten. Am Abend bin ich wieder bei den Hunden. Die halten keinen Abstand und machen mir zurzeit wenig Sorgen.

Mittwoch, 1. April 2020

Frühmorgens gebe ich Aldo bei Dr. Oi ab. Im Shelter verrichte ich dann meine morgendlichen Arbeiten, einschließlich der Vorabfütterung von Aki, Tinka, Lena, Kenzo und Leyla. Danach ist Medikamentenvergabe. Pat kommt mittags mit Reisfutter, das wir gemeinsam verteilen. 

Am Nachmittag hole ich die Hündin von der Nachbarschaft aus der Silverlake Klinik und bin danach im Tempel. Ich kaufe Reis und bezahle Ba Bät. Nach der Versorgung der Hunde machen wir wieder unseren Strandgang. Danach bin ich bei Daniela in der Jomtien Soi 13. Daniela zeigt mir einige Hunde, die sterilisiert werden müssten. Die leben im Busch und sind ausgesprochen scheu. Sie zu blowdarten dürfte so gut wie unmöglich sein. 

Ich bringe die sterilisierte Hündin an ihren Platz zurück und verrichte danach meine abendlichen Shelterarbeiten. Zum Schluss hole ich Aldo aus der Klinik. Aldo hat den Eingriff vorerst gut überstanden. Es stellte sich heraus, dass es nur eine Zyste war, die sich eingekapselt hatte.

Dienstag, 31. März 2020

Ich koche, füttere Tinka, Aldo, Aki, Kenzo und Leyla und verteile dann Medikamente an Tara, Lena, Leyla und Lucy. Pat kommt und füttert die übrigen Hunde mit Trockenfutter. Ich bin derweil mit Tara, Lena und Aldo bei Dr. Oi. Taras und Lenas Wundheilung machen gute Fortschritte. Aldos Verhärtung ist wieder vergrößert. Dr. Oi empfiehlt einen Eingriff. Der wird morgen früh stattfinden. 

Ich bringe die Hunde wieder nach Hause und gehe säubernd durch die Bereiche. Eine strikte Trennung der Hunde ist mittlerweile vonnöten. Nur wenige Hunde wechseln noch vom Salabereich in den Hausbereich. Einer von ihnen war Merlin, der aber von den Hausbereichhunden angegangen wurde als ich eintraf. Diese Minuten sind immer kritisch, weil die Hunde total aufgedreht sind, wenn sie mich kommen hören und dann verlieren manche den Kopf und hauen sich. Merlin ist glimpflich davongekommen, aber ich lasse ihn nun nicht mehr in den Hausbereich. Im Salabereich ist er sicher. Dort halten sich momentan nur Tara, Talo, Toya und Zola auf. Meistens auch Paco. Die einzigen Hunde die in allen Bereichen herumlaufen können sind Tinka, Aldo und Aki. Sie tun das jedoch nur solange ich bei ihnen bin. Ansonsten halten sie sich im Hausbereich auf.

Am Nachmittag bin ich in der Stadt. Die Stromrechnung ist verloren gegangen und so muss ich zur PEA in Naklua. Dort herrscht nun ein strenges Protokoll. Jeder Kunde muss eine Maske tragen, sonst wird gar nicht erst Fieber gemessen. Dann werden die Kunden auf Stühle verteilt, die in einem Abstand von etwa zwei Metern aufgestellt sind. Sie werden dann einzeln aufgerufen, um ihre Rechnungen zu bezahlen. Diese Prozedur ist wesentlich zeitaufwendiger als die normal Abfertigung, aber ich bin erfreut, dass zumindest die PEA die Abwicklung professionell handhabt. Da die Stadt auffallend leer ist, ist auch der Kundenstrom spärlich und so ist die Angelegenheit in einer guten halben Stunde erledigt. 

Da ich schon mal in Naklua bin, schaue ich nach Mirko, Anja, Sila und Hala in der Soi 12. Sie sind alle wohlauf, wenn auch Anja eine schlimme Gesichtsverletzung überstanden hat, vermutlich verursacht durch einen Kampf. Sie hat dabei das rechte Augenlid eingebüßt. Anschließend schaue ich nach Nalerm in Wong Amat. Nalerm hatte Ende vergangenen Jahres einen Tumor an ihrer Kehle entwickelt, der bereits Metastasen in der Lunge gebildet hatte. Eine Entfernung des Tumors musste ausgeschlossen werden. Nalerm lebt noch und scheint keine Schmerzen zu haben, obwohl der Tumor gewachsen ist. Sie wird gemeinsam mit zwei weiteren Hunden täglich von einer Frau gefüttert, die trotz Viruskrise in Pattaya geblieben ist. Dann bin ich bei den vier Hunden am Wong Amat Strand, die kürzlich von Bua abgeholt und von Dr. Kwanchai sterilisiert worden sind. Vier weitere Hunde sind dort noch zu sterilisieren und ich organisiere die Abholung mit Bua und einer fähigen Frau, die die Hunde kennt. 

Auf dem Rückweg zum Shelter schaue ich erneut nach Jack und Anhang. Zu meiner Freude hat sich Brownie wieder eingefunden. Sie und Whitey scheinen den Eingriff gut überstanden zu haben. Im Shelter verteile ich Medikamente an Tara, Lucy und Leyla und gehe noch einmal kurz durch die Bereiche. Zurzeit bin ich mit dem Verhalten der Hunde untereinander sehr zufrieden. Friede, Freude, Eierkuchen kann ich natürlich von dem wilden Haufen nicht erwarten.

Montag, 30. März 2020

Ich koche wie nun jeden Morgen Reis und Hähnchenfilets. Im Behandlungsraum sind heute wie üblich die drei Welpen sowie Kenzo und als Gast Lena und Zaza. Ins Futter kommt noch jeweils ein Ei, die Brühe von den Filets und ein Schuss Fischöl. Das Menü erfreut sich allgemeiner Beliebtheit. Leyla füttere ich damit im Doppeltorbereich.  

Mittags kommt Pat und füttert die restlichen Hunde in den getrennten Bereichen mit Trockenfutter. Ich fahre derweil mit der TVT Hündin in die Silverlake Klinik für die dritte Chemotherapiebehandlung. Der Tumor ist bereits geschrumpft und nässt nicht mehr. Dr. Kwanchai hält einen operativen Eingriff nicht mehr für notwendig. Nach weiteren zwei Behandlungen in den kommenden drei Wochen sollte Mai geheilt sein. 

Der Hund mit der verletzten Pfote wird weiter behandelt. Dessen Heilung schreitet nur langsam voran. Immerhin kann der Hund die Pfote nun wieder aufsetzen. Der Unfallhund, den ich zusammen mit Kitty vor zwei Monaten in die Klinik gebracht hatte, kann wieder an seinen Platz zurück. Einen der beiden sterilisierten Hunde aus der Nachbarschaft nehme ich an Bord und fahre mit Bua zu dem Platz, an dem wir den Unfallhund gefunden hatten. Wir wissen nicht wie er dort hingelangt ist, denn die Leute, die ihn gefunden hatten, kannten ihn nicht. Nachdem wir ihn ausgesetzt haben, läuft er jedoch schnurstracks hinter das Mimosa. Er scheint von dort gekommen zu sein. 

Ich bringe Mai und den sterilisierten Hund zurück und bin dann wieder im Shelter. Dort verteile ich Medikamente an Lena, Tara und Lucy, säubere erneut und lasse die Hunde dann verdauen.

Sonntag, 29. März 2020

Pat kommt wieder und versorgt die Hunde. Ich bin derweil bei Dr. Oi, dieses Mal mit Tara, Lena und Aldo. Lenas Wunde wird konventionell versorgt und Taras Wunde wird erneut gelasert. Auch Aldos Gewebeverhärtung wird gelasert. Die Laserbehandlung ist zwar nicht billig, aber recht effektiv. Zurück im Shelter verteile ich die drei Hunde auf ihre Plätze und gehe dann säubernd durch alle Bereiche. 

Ich fahre dann zu dem Platz auf dem sich Jack, Deng, Brownie und Whitey aufhalten. Leider sehe ich Brownie nicht, was mir Sorgen bereitet. Sie habe ich immer mit den drei anderen Hunden zusammen gesehen. Am frühen Abend bin ich wieder im Shelter, füttere Leyla und die Welpen und gehe noch einmal durch alle Bereiche.

Samstag, 28. März 2020

Pat kommt heute Mittag mit Reisfutter. Während sie die Hunde füttert, bin ich mit Tara bei Dr. Oi. Tara erhält die zweite Laserbehandlung. Die Wundheilung macht gute Fortschritte. Dae hat die Nacht nicht überlebt. Ich bringe ihn zu Prajuab zurück. Prajuab hat zwei Hunde, die reif für die Sterilisation sind. Da ich nur eine Box mithabe, bringe ich zunächst Tara zurück. 

Pat geht und ich fahre zurück zu Prajuab und nehme die beiden Hunde an Bord. In der Silverlake Klinik wird umgeladen und ich bringe Brownie und Whitey an ihren Platz zurück. Nach einigem Suchen finden wir Jack und Deng und somit ist die kleine Familie wieder vereint. Im Shelter mache ich eine abendliche Säuberungsrunde und verteile Medikamente. Ein langer Tag geht wieder mal zu Ende und ich freue mich auf meine Selbstisolation.

Freitag, 27. März 2020

Pat kommt heute Mittag wieder und hilft mir bei der Fütterung. Natürlich ist nun auch täglich mehr zu säubern, aber entscheidend ist, dass es den Hunden augenscheinlich guttut jeweils, um die gleiche Zeit täglich gefüttert zu werden. 

Am frühen Nachmittag bin ich mit Tara, Lena und Aldo bei Dr. Oi. Tara hatte sich in den Hausbereich verirrt und ist angegangen worden, als ich in den hinteren Bereichen gearbeitet hatte. Sie hatte dabei eine Wunde an ihrem Hinterteil davongetragen. Der Vorteil der Separierung der Hunde ist, dass in den jeweiligen Bereichen die Streitereien abgenommen haben. Der Nachteil allerdings ist, dass ich die getrennten Hunde nicht mehr wie zuvor zusammen lassen kann. Der Vorfall mit Tara war ein besonderer. Wenn ich im Shelter bin, lasse ich das Tor zwischen dem Hausbereich und dem Salabereich geöffnet. Nur wenige Hunde wechseln während dieser Zeit hin und her und daher gibt es wenig Zank. Tara hält sich im Salabereich auf wenn das Tor geschlossen ist und erscheint bei geöffnetem Tor nur selten im Hausbereich. Sie ist mit ihren 28 Kilos zuweilen wenig zu selbstbewusst und das hat dann einigen wohl nicht so gefallen. Ich konnte die Hunde recht schnell trennen, aber eine Bisswunde ist schnell zugezogen. Lenas Loch wird weiter versorgt und Aldos Gewebeverhärtung erneut gelasert. Mit Tara muss ich morgen wieder in die Klinik. 

Wenn ich durch die Bereiche gehe, folgen mir Aldo, Aki und Tinka immer noch. Sie werden überall gern gesehen und etliche der großen Hunde spielen mit ihnen. Kenji ist wieder allein in seinem Bereich. Wenn ich jedoch dort bin, öffne ich das Tor zu dem Bereich mit den zehn Hunden, die dann in Kenjis Bereich laufen. Kenji hat nichts dagegen. Am frühen Abend bin ich wieder im Shelter. Die Hunde haben den Nachmittag verschlafen, sind guter Dinge und viele von ihnen toben herum. Damit belohnen sie mich für die oft harte Arbeit die ich für sie leiste.

Donnerstag, 26. März 2020

Pat versucht nun öfter in der Woche zu kommen, um mir bei der Fütterung zu helfen. Es ist ja nicht einfach nur so, dass das Futter auf die Bleche verteilt werden muss. Wenn die Hunde sich streiten, müssen sie auseinandergehalten werden und es muss sichergestellt werden, dass auch der letzte seinen Anteil bekommt. Pat ist die richtige Person dafür. 

Für mich gibt es immer noch genug zu tun. Es muss gesäubert und gekocht werden und die Medikamente müssen verteilt werden. Die drei Welpen, der blinde Kenzo und die misstrauische Leyla bekommen immer ihr spezielles Reisfutter. Tierarztfahrten müssen absolviert werden und dann sind da noch die Hunde im Wat Amparahm. Jetzt wo Pat mir mehr hilft und auch Arno ab und zu vorbeikommt, habe ich mehr Zeit mich um jeden einzelnen Hund zu kümmern. Das tut mir gut und noch besser ist es für die Hunde. Ich kann nun auch täglich längere Zeit im Shelter bleiben ohne, dass es mich total stresst. Jetzt müssen wir nur noch die Viruskrise überstehen und ein paar neue Sponsoren finden, dann haben wir gute Chancen das Jahr durchzustehen.

Mittwoch, 25. März 2020

Während Pat die Hunde füttert, bin ich mit Brownie und Whitey in der Silverlake Klinik. Khun Lek hat die beiden schon eingefangen und ich brauche sie nur zu übernehmen. Bua hat mittlerweile den Hund mit der verletzten Pfote eingefangen. Die Verletzung liegt lange zurück. Dr. Kwanchai will versuchen, den Hund schmerzfrei zu bekommen. 

Im Tempel versorge ich die Hunde. Für unseren gewohnten Strandgang ist es zu heiß. Die Hunde sind froh im Schatten oder in der Vorhalle zu liegen und ich habe ja sowieso genügend Auslauf.

Zurück im Shelter schaue ich nach dem Rechten und nachdem Pat gefahren ist, bin ich mit Aldo wieder bei Dr. Oi für eine erneute Laserbehandlung. Dae hängt immer noch am Tropf und es geht ihr schlechter. Ich füttere Leyla noch einmal und verteile Medikamente an Lucy und Lena.

Dienstag, 24. März 2020

Auf dem Wege zum Shelter kaufe ich Reis für Pat. Pat kommt heute Morgen wieder mit Reisfutter. Am Vormittag besucht uns Stefan mit Frau und Kind. Stefan besitzt in Pattaya ein großes Anwesen und möchte sich einen Hund zulegen. Da das Anwesen nicht völlig eingezäunt ist, schlage ich ihm vor, sich mit den beiden Welpen von Jack und Deng vertraut zu machen. Diese Hunde sind es gewohnt sich in unumzäuntem Gelände aufzuhalten, im Gegensatz zu den Hunden im Shelter. Allerdings ist die kleine Familie nicht auffindbar. Ich treffe sie jedoch am frühen Abend wieder an. Whitey und Brownie will ich morgen mithilfe von Lek einfangen und sterilisieren lassen. 

Ich hole Leyla aus dem Käfig und lasse sie im Doppeltorbereich heraus. Dort verkriecht sie sich unter einem Balkenstapel. Ich möchte, dass sie Auslauf hat und sich nach und nach an die anderen Hunde im Hausbereich gewöhnt. Bisher komme ich immer noch nicht an sie heran. 

Am frühen Nachmittag bekommen wir erneuten Besuch. Dieses Mal ohne Anmeldung. Ich geleite den Gast, eine Strahlennatter, mithilfe eines Rechens über den Zaun nach draußen. 

Mit Lena und Aldo fahre ich zu Dr. Oi. Der Knoten an Aldos Genick baut sich nicht ab. Er wird erneut gelasert. Lenas Wunde wird versorgt. Ich lasse sie wieder in einem der kleinen Kennel liegen, wo sie sicher ist und sich nicht das Pflaster abbeißt. 

Am Nachmittag hole ich mir bei Apisit 300 kg Trockenfutter. Khun Apisit weiß nicht, ob er wegen der Viruskrise in den kommenden Wochen Trockenfutter bereitstellen kann. Zurück im Shelter säubere ich noch einmal, verteile Medikamente und schaue, dass Leyla die Nacht im Doppeltorbereich sicher ist.

Montag, 23. März 2020

Ich verlege Leyla in einen der kleinen Kennel. Dort hat sie mehr Platz und ist dennoch durch ein Gatter getrennt mit den Haushunden zusammen. Ich versuche nun die Fütterung der Hunde täglich um ein Uhr durchzuführen. An fünf Tagen in der Woche erhalten sie Trockenfutter und an zwei Tagen Reisfutter. Die drei Welpen, Leyla und Kenzo füttere ich zuvor separat mit angereichertem Reisfutter. 

Nach der Säuberung bin ich mit Lena bei Dr. Oi. Daes Testergebnis hat einen sehr hohen Creatininwert ergeben. Dae ist nun schon der dritte Hund von Prajuab mit der gleichen Diagnose. Dr. Oi vermutet als Ursache eine Leptospiroseinfektion. Ich lasse sie einen PCR Test vornehmen, um darüber Sicherheit zu erlangen. Das Ergebnis wird erst in drei Tagen vorliegen. Solange bleibt Dae in der Klinik. Zurück im Shelter lege ich Lena wieder in einen kleinen Kennel und verrichte meine abendlichen Pflichten.

Sonntag, 22. März 2020

Pat kommt mittags wieder und hilft bei der Fütterung. Ich bin bei dem Handwerker, der mir die Salas gefertigt hatte und bestelle zwei kleine neue. Es hat in den vergangenen Tagen zweimal geregnet und in der Regenzeit müssen alle Hunde über einen Regenschutz verfügen. 

Leyla hat sich im Käfig eingerichtet, aber diese Lösung ist natürlich nicht ideal. Morgen werde ich sie in einen der kleinen Kennel umquartieren. Eigentlich sollte sie einen Auslauf haben, aber alle Bereiche sind schon belegt und ich kann sie noch nicht mit anderen Hunden zusammenlassen. Eine Lösung muss gefunden werden. 

Am Nachmittag bin ich zweimal bei Dr. Oi. Das erste Mal mit Lena, die ein Loch im Pelz hat, das sich entzündet hat. Ich lege sie in einen der kleinen Kennel, da sie morgen wieder in die Klinik muss. Das zweite Mal bin ich mit Dae bei Dr. Oi. Dae ist einer von Prajuabs Hunden. Prajuab hat mich gebeten Dae untersuchen zu lassen, da sie seit drei Tagen das Futter verweigert. Dae wird Blut abgenommen und sie wird über Nacht an den Tropf gehängt. Zurück im Shelter mache ich noch eine Runde, füttere Leyla und die Welpen für die Nacht und verabreiche Ferric an Lucy und Leyla.

Samstag, 21. März 2020

Pat kommt heute Mittag und hilft mir bei der Fütterung. Sie sorgt sich, dass einige Hunde nicht genug abbekommen. Natürlich ist mir jede Hilfe recht. Ich verlege Leyla aus dem Behandlungsraum in einen der Käfige im offenen Hausbereich. Von dort aus kann sie sich weiter mit ihrer neuen Umgebung vertraut machen und die Hunde, die mit ihr bisher nicht in Berührung gekommen sind, lernen den Neuzugang kennen. 

Nachmittags bin ich in Jomtien. Daniela, die für zwei Wochen in Pattaya ist, hat einen Hund mit einer verletzten Pfote entdeckt. Der Hund ist sehr scheu und so kann ich mir die Pfote nicht genau ansehen. Die Verletzung scheint schon zurückzuliegen und ist nicht verheilt. Ich werde Bua bitten, den Hund einzufangen. Anschließen bin ich bei Leica in Phratamnak. Leica liegt wie zuvor immer auch allein und es geht ihr gut. 

Am frühen Abend bin ich wieder im Shelter. Ich verlege Tashi in den hinteren Bereich, da er im Hausbereich öfter andere Hunde aufgemischt hat. Er ist dort wieder mit Beppe zusammen, aber die beiden kläffen sich nur zuweilen an; weiter passiert nichts.

Freitag, 20. März 2020

Nachdem ich die Routinearbeiten am Vormittag erledigt habe, hole ich Mai, die TVT Hündin aus der Nachbarschaft ab und bringe sie für die zweite Chemotherapiebehandlung zu Dr. Kwanchai. Anschließend bin ich bei den Hunden im Tempel, versorge sie und mache mit ihnen unseren Strandgang. 

Im Makro hole ich Hähnchenfilets. Fieber wurde schon zuvor gemessen, aber nun stelle ich fest, dass die Mehrzahl der Kunden Masken tragen. Das ist zwar nicht zu kritisieren, aber das Tragen von Latexhandschuhen wäre eigentlich wichtiger. 

Es ist schon dunkel als ich Mai zurückbringe. Sie ist ein erstaunlicher Hund. Vielleicht ahnt sie, dass ich ihr helfen will. Schon als ich sie abholte, sprang sie an mir hoch obwohl man meinen sollte, dass die langen Fahrten und der Klinikaufenthalt nicht gerade einen angenehmen Eindruck bei ihr hinterlassen hatte. Als ich sie herauslasse, springt sie wieder an mir noch als wollte sie sich bedanken. Mal sehen, ob ich ihr für die kommende Behandlung in guter Erinnerung bleibe. Ich fahre noch zum Shelter füttere die Welpen und Leyla und verabreiche Ferric an Lucy.

Donnerstag, 19. März 2020

Nach einer Säuberungsrunde und der Verteilung der Medikamente bereite ich Reisfutter für die drei Welpen und Leyla zu. Am späten Vormittag kommt Pat wieder mit Reisfutter und alle Hunde werden damit abgefüllt. Pat erklärt sich bereit jetzt regelmäßig zweimal die Woche mit Reis zu kommen. Lucys Krallenverletzung ist nun auch verheilt. Augentropfen gebe ich ihr noch. Am späten Nachmittag bin ich wieder im Shelter, säubere erneut und füttere Leyla und die Welpen für die Nacht.

Mittwoch, 18. März 2020

Nachdem ich meine Säuberungsarbeiten und die Medikamentenvergabe absolviert habe, koche ich Reisfutter für die drei Welpen, Leyla und Kenzo und füttere sie im Behandlungsraum. Die Abwechslung des Menüplans wird freudig begrüßt und so werde ich damit fortfahren. Leylas Verhalten gegenüber mir und den Welpen hat sich nicht sehr verändert. Wenn die Welpen ihr zu nahe komme, knurrt sie sie an; immerhin tut sie das mir gegenüber nicht. 

Khiaows, Lucys und Talos Wunden sind soweit verheilt, dass ich sie voraussichtlich nicht weiter verbinden muss. Lucys Augen machen mir ein wenig Sorge. Ihr rechtes Auge zeigt etwas Ausfluss. Ich verabreiche ihr zweimal täglich Poly-Oph. Am Spätnachmittag bin ich wieder im Shelter, säubere noch einmal und verabreiche die abendlichen Medikamente.

Dienstag, 17. März 2020

Heute koche ich Reis und Hähnchenfilets. Die Filets und Eier bekommen Aldo, Tinka, Aki, Kenzo und Leyla ja jeden Tag, aber da Leyla immer noch ziemlich klapprig ist, werde ich ihr nun täglich auch Reis geben. Nina, Lena und Erin haben sich im Haus wieder eingerichtet. Am besten kommt Erin zurecht, deren Pfote wieder viel besser aussieht. Mit Lena und Nina muss ich mir noch was einfallen lassen. Ich habe die Verbände bei Khiaow und Talo entfernt. Die Wunden sehen recht gut aus. Morgen werde ich sehen, ob sie weiter zuheilen oder ob ich neu verbinden muss. Lucys Verband werde ich morgen entfernen.

Am Nachmittag fahre ich zum neuen Hundeshelter der Stadt. Phutaluang ist aufgelöst worden und nun hat die Stadt im Subbezirk Pong ein neues Shelter für angeblich 600 Hunde eingerichtet. Dr. Kwanchai kümmert sich um die Hunde dort. Ich sehe ihn impfen. Er berichtet mir von Staupefällen. 

Ich kann durch das gesamte Shelter gehen. Es ist eine eher provisorische Einrichtung, aber es wird noch gebaut. Ich sehe etliche Helfer und einige Arbeiter. Die Hunde sehen auf den ersten Blick nicht schlecht aus. Die überwiegende Mehrzahl von ihnen lebt ungetrennt zusammen. Trotz der vielen Hunde ist die Stimmung friedlich und etliche Hunde kommen auf mich zu und ich kann sie streicheln. Es ist genügend Futter und Wasser für sie vorhanden. Allerdings fehlt es an Unterständen, die unbedingt errichtet werden müssen, bevor die Regenzeit einsetzt. Ich bin beruhigt zu sehen, dass Dr. Kwanchai die Sache dort in die Hand genommen hat.

Montag, 16. März 2020

Nach der Säuberung und nachdem ich die Welpen, Kenzo und Leyla im Behandlungsraum gefüttert und die morgendlichen Medikamente verteilt habe, bin ich am frühen Nachmittag im Wat. Ich kaufe Reis für Ba Bät und versorge danach die Tempelhunde. Alle Hunde sind wohlauf. Wir machen unseren Strandgang. Auf dem Tempelmarkt sehe ich Sushi, Nero, Pema und Avira. In der Thepprasit Soi sechs liefere ich 40 kg Trockenfutter beim Wachmann ab. Auch den Hunden bei ihm geht es gut. Am frühen Abend bin ich nochmal im Shelter und sehe nach dem Rechten.

Sonntag, 15. März 2020

Pat kommt am Morgen und hilft bei der Fütterung. Zwei der drei Welpen, die sie vor einer Woche entdeckt hatte, sind verschwunden. Den Dritten hatte sie zu sich genommen, da der Mutterhund den Welpen nicht mehr versorgt hatte. Der Welpe erholt sich allmählich und der verletzte Hinterlauf scheint zu heilen. Ende des Monats kann der Welpe geimpft werden. 

Arno kommt auch wieder vorbei und wir transportieren ein kleines Sala aus einem der großen Bereiche in den Bereich, in dem mittlerweile zehn Hunde leben. Sie hatten bisher nur zwei Salas zur Verfügung. Lena habe ich dort nicht zurückgebracht, sie scheint sich in ihrem Käfig neben dem Haus wohler zu fühlen. Nina wollte dort auch wieder raus und ist zurück im Haus. Erin ist auch zurück. Sie ist in die Pfote gebissen worden und so habe ich sie wieder in ihren Käfig gelegt. 

Am frühen Nachmittag bin ich mit Lucy bei Dr. Oi. Lucy hat sich die Daumenkralle verletzt. Ich lasse ihr bei der Gelegenheit Blut abnehmen. Nach meiner Rückkehr fängt es an heftig zu regnen und so bleibe ich bis zum Abend bei den Hunden. Leyla und Kenzo bleiben über Nacht wieder im Behandlungsraum. Lucys Testresultat sieht recht gut aus. Nur die Anzahl der Blutplättchen ist zu gering. Eine vierwöchige Doxy/Ferric Behandlung sollte ausreichend sein.

Samstag, 14. März 2020

Bum scheint meine Entscheidung ihn umzusiedeln gutzuheißen. Er begrüßt mich gut gelaunt im Kreise der anderen Hunde. Sita hat eine kleine Bisswunde an ihrem linken Vorderlauf, die ich versorge. Auch Tala hat eine etwa fünf Baht große, oberflächliche Wunde am Hals, die nicht zuheilen will, da er sie ständig aufkratzt. Deswegen verbinde ich auch sie. Pat kommt mit Reisfutter. Alle Hunde werden bedient. Bei der Säuberung danach sehe ich Blut im großen Kennel und stelle fest, dass Khiaow sich eine Nagelverletzung zugezogen hat. Die kann nur von ihren Eskapaden über den Zaun zu klettern herrühren. Auch Khiaow wird von mir verarztet. Solange es bei diesen Kleinigkeiten bleibt, bin ich es zufrieden. 

Erin zankt sich häufig. Da die Umsiedelung mit Bum so gut geklappt hat, schnappe ich mir auch sie und bringe sie zu den Hunden, die Bum so problemlos aufgenommen haben. Erin allerdings ist nicht so glücklich mit ihnen und so bringe ich sie zu Kenji und Kylie, die einen ganzen Bereich für sich haben. Am Abend scheint sie sich dort eingerichtet zu haben. Leyla lasse ich über Nacht noch im Behandlungsraum. Sie hat nun außer Aldo, Tinka, Aki und Kenzo auch schon Nimnim und Khiaow kennengelernt. Ich spreche sie weiterhin häufig an aber lasse sie sonst in Ruhe. Wenn ich mich ihr nähere, ist ihr Ausdruck nicht mehr ängstlich, aber es ist wohl noch zu früh sie zu berühren. Dazu ist ja auch keine Eile geboten.

Freitag, 13. März 2020

Leyla und Kenzo haben die gemeinsame Nacht gut überstanden. Nimnim nehme ich am Morgen mit in den Behandlungsraum, um ihm das Doxy zu geben. Er verweigert mittlerweile sowohl die Wurstscheiben als auch die Hähnchenfilets. Mit gekochtem Ei bekommt er die Tabletten gerade noch herunter. Er, wie auch Aldo, Tinka oder Aki kümmern sich nicht weiter um Leyla, die aber auch keine Anstalten unternimmt Kontakt zu ihnen aufzunehmen. 

Lena ist über den Zaun gesprungen und ich habe sie draußen wieder in Empfang genommen. Irgendetwas muss sie irritiert haben, denn sie war ganz aufgeregt. Ich habe sie wieder an ihren alten Platz neben dem Haus gelegt, wo sie einen Käfig für ich allein hat. Lena hat zwar in Alex einen Bruder, verhält sich jedoch wie ein Einzelhund. Die werden zuweilen angegangen, wenn die Hunde aufgeregt sind. Das ist manchmal der Fall, wenn sie mich kommen hören. Es passiert dabei nichts Ernstes, da ich sofort für Ordnung sorge, aber um solche Zwischenfälle zu vermeiden, versuche ich die Einzelhunde vor möglicher Gefährdung zu schützen. 

Einer dieser Einzelhunde ist auch Bum. Ich bringe ihn heute Nachmittag in den Bereich, in dem sich die fünf Welpen aufhalten. Bum ist ein verträglicher Charakter und so hoffe ich ihn integrieren zu können.

Donnerstag, 12. März 2020

Routinearbeiten am Morgen mit anschließender Fütterung mit Trockenfutter. Am Nachmittag hole ich den TVT Hund und die kleine, schwarze Hündin aus der Silverlake Klinik und bringe sie zurück an ihre Plätze. Die TVT Hündin hat ihre erste Chemotherapie Behandlung erhalten und ist ebenfalls sterilisiert worden. 

Zurück im Shelter säubere ich erneut und verteile Medikamente. Leyla und die Welpen werden für die Nacht gefüttert. Leyla hat sich ein wenig geöffnet und ist aus ihrer Ecke hervorgekommen. Ich spreche sie häufig an, aber ansonsten lass ich sie in Ruhe. Solange sie frisst und ihre Medikamente nimmt, mache ich mir keine großen Sorgen um sie. Zu ihrer Gesellschaft lasse ich Kenzo mit bei ihr im Behandlungsraum.

Mittwoch, 11. März 2020

Pat kommt heute Vormittag mit Reisfutter. Die übliche Fütterung der sechs Welpen im Doppeltorbereich entfällt nun, da fünf von ihnen gemeinsam in einem der hinteren Bereiche leben. Nur Paco ist nicht dabei; er hält sich überwiegend im Salabereich auf. Ich habe ihm die Möglichkeit gegeben sich zu seinen Geschwistern zu gesellen, aber er wollte wieder zurück in den Salabereich. Venus, Sita, Kofi, Toto und Oscar haben sich jedoch recht gut eingerichtet. Das Reisfutter reicht um die Hunde in allen Bereichen satt zu bekommen. 

Ich habe Leyla aus dem Kennel in den Behandlungsraum verlegt. Dort hat sie Gelegenheit sich mit Aldo, Tinka, Aki und Kenzo anzufreunden, die sich häufig dort aufhalten. Die Verlegung macht es mir auch einfacher sie zu füttern und ihr die notwendigen Medikamente zu verabreichen. Leyla ist immer noch sehr scheu, frisst jedoch gut. Ihre Rekonvaleszenz wird sicherlich etliche Wochen in Anspruch nehmen.

Dienstag, 10. März 2020

Routine am Vormittag. Leyla hat die Nacht gut überstanden und frisst ordentlich. Das Doxy kann ich ihr in Hähnchenfilets geben. Am frühen Nachmittag bin ich mit Nina und Aldo bei Dr. Oi. Ninas Entzündung ist abgeklungen und Aldo wird ein drittes Mal gelasert. Die Nackenschwellung ist so gut wie verschwunden. Für beide Hunde ist keine weitere Behandlung mehr notwendig. 

Die Hunde in den hinteren Bereichen kommen weiterhin gut miteinander zurecht. Dadurch, dass sich im Hausbereich nun weniger Hunde aufhalten, ist es auch dort ruhiger. Kleinere Reibereien hier und dort sind niemals auszuschließen. Aldo, Aki und Tinka folgen mir immer durch alle Bereiche und sind dort gern gesehen. Sie fühlen sich mit allen Hunden wohl, wachsen und gedeihen. 

Am Spätnachmittag bin ich wieder im Shelter und verteile Immuplex. Nimnim der noch für eine weitere Woche auf Doxy ist bekommt Ferric und Leyla, die die Doxy Behandlung heute begonnen hat, erhält ebenfalls Ferric.

Montag, 9. März 2020

Nachdem ich meine morgendlichen Arbeiten im Shelter verrichtet habe, hole ich eine TVT Hündin und eine Hündin die sterilisiert werden muss, aus der Nachbarschaft ab und bringe die Hunde in die Silverlake Klinik. Ich nehme Leyla, die Phratumnak Hündin, mit mir. Leyla muss einer Doxy/Ferric Behandlung unterzogen werden und die kann nur im Shelter erfolgen. Ich bin dann im Wat, versorge die Hunde und mache den Strandgang mit ihnen. 

Zurück im Shelter kommt Leyla in eines der Kennel im Haus. Zu meiner Freude frisst sie schon. Aus dem Kennel heraus kann sie in den offenen Bereich des Hauses schauen und sich schon mal mit der neuen Situation anfreunden. Pat teilt mir mit, dass sie sich weiter um die beiden behinderten Welpen kümmert. Über Nacht sind sie bei ihr und tagsüber bei der Mutter.

Sonntag, 8. März 2020

Oscar und auch Kofi haben sich bereits eingewöhnt und alle Hunde in diesem Bereich kommen gut miteinander aus. Pat hat bei ihrer Fütterungstour am Mabprachan Reservoir einen Mutterhund entdeckt, der zwei behinderte etwa vier Wochen alte Welpen und einen gesunden durchzubringen hat. Wir bringen die beiden behinderten Welpen zu Dr. Oi. Einer der Welpen hat einen verkrüppelten Hinterlauf und der andere einen Hinterlauf der nicht voll entwickelt ist und einen Abzess aufweist. Die Welpen werden gegen Zeckenbefall und Würmern behandelt. Dr. Oi empfiehlt die Welpen tagsüber für die kommenden Tage bei der Mutter zu belassen und nachts hereinzunehmen. Pat wird das übernehmen.  

Aldos Schwellung wird ein zweites Mal gelasert. Die Schwellung ist schon abgeklungen und wir hoffen, dass sie nach zwei weiteren Laserbehandlungen beseitigt sein wird. Zurück im Shelter verrichte ich meine gewohnten Arbeiten und am Spätnachmittag verteile ich dann noch die Medikamente an Nimnim, Aldo und Nina.

Samstag, 7. März 2020

Nina läuft heute Morgen wieder besser, aber die Entzündung ist nicht abgeklungen. Da ich mit Aldo sowieso zu Dr. Oi muss, nehme ich Nina mit. Nina wird verbunden und soll Prednisilone erhalten. Um Aldos Schwellung zu behandeln, empfiehlt Dr. Oi eine Laserbehandlung. Damit hatten wir zuvor schon bei einigen Fällen gute Erfolge.  

Pat kommt mit einigen Eimern Reisfutter. Da ich die Hunde erst gestern gefüttert hatte, warte ich mit der Fütterung bis zum späten Nachmittag. Kofi ist Pats Liebling und sie ist immer besonders um ihn besorgt. Kofi liegt ja meistens im Doppeltorbereich, häufig auch mit Oscar, seinem Bruder. Pat möchte versuchen Kofi in dem Bereich mit Venus, Sita, Toto, Nina, Rocco, Lena, Amara, Beppe und Lena unterzubringen. Die kürzliche Integration von Sita, Venus, Lena und Amara hat ja bisher gut geklappt und alle diese Hunde in diesem Bereich sind eher von der friedlichen Art. Pat bleibt eine Stunde lang bei den Hunden und berichtet mir, dass sich Kofi recht gut eingefügt habe. Ich bringe deshalb auch Oscar in diesem Bereich. Oscar ist anfangs noch etwas unsicher, aber da er alle Hunde gut kennt, wird sich das hoffentlich bald legen.

Freitag, 6. März 2020

Das ist nicht der Fall. Edith ist heute Morgen schon wieder bei den anderen Hunden im hinteren Bereich und will zurück ins Haus. Lena und Amara jedoch haben sich entschlossen zu bleiben. 

Ich koche für die drei Welpen und füttere sie und füttere danach alle anderen Hunde. Ich verteile weiterhin Immuplex und heute auch wieder Fischöl. Ich sehe Nina humpeln. Sie hat eine Entzündung an einer Liegeschwiele. Ich gebe ihr Carprofen. Dr. Oi ist heute nicht in der Klinik und so muss ich mit Aldo erst morgen wieder zur Untersuchung. 

Am Nachmittag bin ich bei Jack, Deng und den beiden Welpen. Sie liegen mir im Magen, da sie sterilisiert werden müssten, aber sie sind recht scheu. Ich füttere sie mit Hähnchenfilets und so kommen sie ein Stückchen weiter an mich heran. Ich muss das häufig wiederholen, vielleicht kann ich mir dann schnappen. Brownies zwei Welpen sind noch scheuer und rennen schon weg, wenn sie mich sehen. Ich würde die Krise kriegen, wenn sie Junge bekämen. Ich bin dann noch mal wieder bei Naree und bringe den Leuten Trockenfutter. Naree läuft nun wieder ganz normal. Sie freut sich riesig mich zu sehen und ich freue mich auch total. Naree ist ein so liebenswerter Hund.

Donnerstag, 5. März 2020

Ich stelle heute Morgen fest, dass Aldo einen Abszess auf dem Nacken entwickelt hat. Nachdem ich die dringendsten Arbeiten erledigt habe, bin ich mit ihm bei Dr. Oi. Aldo wird versorgt und ich muss morgen mit ihm wiederkommen. 

Wieder zurück, bringe ich Lena, Amara und Edith in den hinteren Bereich. Lena hat sich immer neben dem Haus in einem Käfig aufgehalten und Amara häufig im Doppeltorbereich oder bei Lena. Beide Hunde waren nicht besonders glücklich und meistens allein. Ich lege Lena und Amara zu Nina, Rocco, Venus, Toto, Sita und Lucy. Mit Edith mache ich einen erneuten Versuch, sie bei Kenji und Kylie unterzubringen. Lena und Amara scheint die Verlegung zu gefallen, bei Edith bin ich mir nicht so sicher. 

Am frühen Nachmittag bin ich in Phratumnak. Lee, ein Resident, hat mich gebeten nach Hunden zu schauen, die er füttert. Einer von ihnen sei offensichtlich krank. Ich verabrede mich mit Kitty, die in dem Gebiet arbeitet und Hunde dort kennt. Wir treffen Lee und er zeigt uns einige Hunde, von denen wir allerdings nicht wissen, ob sie schon sterilisiert sind. Das müssen wir in Erfahrung bringen. Wir finden den kranken Hund und Bua kann ihn einfangen. 

Anschließend bin ich mit Bua am Wong Amat Strand. Dort sammeln wir mithilfe von Strandverkäufern die vier weiblichen Hunde zur Sterilisation ein, auf die mich eine Touristin aufmerksam gemachte hatte. Vier weitere Hündinnen wird Bua einsammeln, wenn er die ersten vier zurückbringt. Am frühen Abend bin ich wieder im Shelter. Lena und Amara begrüßen mich gemeinsam mit den anderen Hunde. Edith scheint sich nicht schlüssig zu sein, ob sie bei Kenji bleiben will.

Mittwoch, 4. März 2020

Ich schaue als Erstes nach Nina und Venus. Beide kommen anscheinend gut zurecht. Heute Morgen bringe ich noch Toto und Sita zu ihnen und verlege Tommy wieder in den Bereich mit Pinky, Alex, Max und den anderen. Venus, Sita und Toto sind Geschwister und immer gut miteinander ausgekommen. 

Pat kommt am Vormittag wieder mit mehreren Eimern Reisfutter, das gleichmäßig an die Hunde in allen Bereichen verteilt wird. Anschließend gibt es noch Trockenfutter, damit auch die letzten noch satt werden. Aldo, Tinka, Aki und Kenzo füttere ich im Behandlungsraum. 

Am Nachmittag liefere ich bestelltes Bravecto bei Anton ab und hole mir dann Trockenfutter und Reis für Prajuab und die Hunde in der Thepprasit Soi sechs, die der Wachmann dort füttert. Nachdem ich das Futter bei Prajuab abgeliefert habe, bin ich wieder im Shelter und verrichte meine abendliche Routine. Toto und Sita scheint die Umsiedelung zu gefallen. Sie und Venus kommen gut mit Nina zurecht. Ich hoffe, dass das auch so bleibt. Lucy und vor allem Rocco ziehen es vor für sich zu bleiben.

Dienstag, 3. März 2020

Ich schaue morgens nach dem Welpen und werde darüber aufgeklärt, dass die Bauarbeiter mit samt dem Welpen in ihre Heimatprovinz abgereist sind. Dass ich ihnen versprochen hatte, den Welpen untersuchen und ggf. behandeln zu lassen, scheinen sie nicht geglaubt zu haben. Dass jemand sein Versprechen hält, ist für sie anscheinend eher unwahrscheinlich. Das ist verständlich. Also mache ich mich wie gewohnt an meine Arbeiten.

Am frühen Nachmittag bin ich im Wat, versorge die Hunde und mache mit ihnen unseren Strandgang. Ich treffe Bua und vereinbare mit ihm uns übermorgen am Wong Amat Strand zu treffen, um Hunde zur Sterilisation einzusammeln. Eine Touristin hatte mich auf sie aufmerksam gemacht.

Am Spätnachmittag bin ich wieder im Shelter. Ich hatte vor zwei Tagen Nuri in den hinteren Bereich gebracht, sie hat sich jedoch dort nicht einleben können und wollte zurück ins Haus. Also habe ich sie zurückgebracht und mit Nina ausgetauscht. Die scheint sich anscheinend eher zurechtzufinden. Das kann sich morgen aber schon wieder ändern. 

Venus war die stärkste der beiden älteren Welpen, ist jedoch in den vergangenen Tagen ängstlich geworden. Unter den sechs Welpen gibt es Rangordnungsauseinandersetzungen. Sita, der zweite weibliche Welpe hat an Selbstvertrauen gewonnen und hält sich meistens im Salabereich auf. Bei den männlichen Welpen gibt Paco den Ton an. Paco war der schwächste der sechs als ich sie fand. Kofi und Oscar kommen gut miteinander aus, aber zwischen Kofi und Paco gibt es häufig Streit. Kofi war übrigens der dominante und größte Welpe und ist es nun nicht mehr. Er dominiert nun nur noch Toto, der bei den vier männlichen Welpen den untersten Rang einnimmt. Ich nehme also Venus auf den Arm und trage sie in einen der hinteren Bereiche, in der sich Tommy, Lucy, Rocco und nun auch Nina aufhalten. Wollen wir mal sehen, ob Venus und Nina auch morgen noch glücklich mit der Umgruppierung sind. Beppe übrigens wollte auch zurück ins Haus und hatte sich unter einem Tor durchgegraben. Mal sehen, ob ich Tashi in den hinteren Bereich bekomme, denn der und Beppe mögen sich überhaupt nicht. Tashi allerdings lässt sich von mir nicht aufnehmen.

Montag, 2. März 2020

Ich mache meinen Vormittagsjob, koche Hähnchenfilets für die Welpen und füttere sie. Danach sind die anderen Hunde mit Trockenfutter dran. Die Bauarbeiter von nebenan zeigen mir einen Welpen, den sie irgendwo gefunden haben. Sie wollen, dass ich ihn zu mir nehme. Ich werde ihn morgen Dr. Oi vorstellen und sein Blut testen lassen. Mein Herz sagt ja immer ja aber mein Verstand sagt nein. So gern ich ein junges Leben retten möchte, eine mögliche Gefährdung der Shelterhunde muss ausgeschlossen werden. Sollte der Welpe behandlungsbedürftig sein, kann ich ja dafür sorgen. Ansonsten kann er erstmal bei den Bauarbeitern bleiben.

Sonntag, 1. März 2020

Ich verrichte meine morgendlichen Arbeiten und bin dann mit Tinka, Aldo und Aki bei Dr. Oi. Die drei erhalten die dritte Kombiimpfung plus die erste Tollwutimpfung. Alle drei haben kräftig zugenommen; am meisten wieder Tinka, die es nun schon auf 9,5 kg bringt. Aldo wiegt 7,5 kg und der kleine Aki nun auch schon 6,5. 

Am Nachmittag verteile ich wieder Immuplex. Papillomas haben sich nicht erneut entwickelt, aber ich hoffe, dass die Behandlung dem Fellzustand der Hunde zugutekommt. Einen sichtbaren Erfolg sehe ich bereits bei Bonnie, die eines meiner Sorgenkinder war.