Freitag, 10. April 2020

Nachdem ich durch Bereiche gegangen bin, gekocht und die Welpen, Lena, Kenzo und Leyla mit Reisfutter gefüttert habe, bin ich mit Aldo bei Dr. Oi. Aldo wird erneut punktiert und verbunden. Obwohl Dr. Oi wieder einiges an Sekret entnommen hat, ist Aldo ansonsten guter Dinge und so energetisch wie stets. 

Pat kommt mittags und wir füttern die restlichen Hunde mit Trockenfutter. Ich lasse Pat mit den Hunden allein und hole Mai, die TVT Hündin ab und dann auch die Katze bei Claudia. In der Silverlake Klinik erhält Mai die vierte Chemotherapiebehandlung. Die Katze werde ich am Montag abholen. Dr. Kwanchai teilt mir mit, dass der Hund mit der verletzten Pfote wieder an seinen Platz zurückkann. Angeblich soll Pattayas lock down bis zum Dienstag kommender Wochen ausgesetzt werden und so werde ich ihn wohl wieder an seinen Platz zurückbringen können.  

Linda, die mit ihrem Freund durch Südost Asien reist und sich für einen Monat in Pattaya aufhält, hatte mich vor einer Woche gefragt, ob ich tätige Hilfe benötige. Wegen des lock downs hatten wir die Sache vorerst auf Eis gelegt. Ich hatte Linda heute Morgen gefragt, ob sie nach Cora und den Welpen schauen könne, da ich nicht weiß, ob sie versorgt werden. Linda war im Abbruchhaus, hat die Welpen jedoch nicht finden können. Nun mache ich mir Sorgen um Hunde und da ich morgen wohl wieder nach Pattaya reinkommen kann, werde ich Cora und die Welpen vorübergehend zu mir nehmen, wenn ich das Gefühl habe, dass sie nicht versorgt werden, vorausgesetzt, dass ich die Welpen finde. 

Am Spätnachmittag liefere ich Mai wieder ab und bin dann im Shelter. Pat ist mittlerweile gefahren. Ich gehe durch alle Bereiche und verteile die Medikamente an Leyla, Aldo und Lucy. Auf dem Nachhauseweg halte ich bei Dodo und Rico. Dodo geht es gut. Katharinas drei Schützlinge kommen auch vorbei. Die fünf Hunde kennen sich. Ich gebe ihnen Würstchen und gekochtes Hähnchenfleisch um zu sehen, ob sie es nehmen. Ich habe vor, allen Fünfen Bravecto zu geben. Katharina hatte mir mitgeteilt, dass Panaeng Flöhe habe. Sie hat ihr schon Bravecto gegeben und es hat gewirkt. Panaeng hat sich bereits gut eingelebt. Sie kennt ja das Haus in dem Katharina mit Familie lebt von der Zeit nach ihrer Sterilisation.

Donnerstag, 9. April 2020

Heute Mittag kommt Pat wieder mit Reisfutter. Trotz täglicher Fütterung ist es nicht immer leicht, die Hunde auseinanderzuhalten. Bei der Vergabe von Trockenfutter gibt es weniger Zank. 

Nachdem Pat gefahren ist, hole ich den TVT Hund in Pong ab. Ich nenne ihn Dodo. Dodo sehe ich immer mit einem Zottelbär zusammen, der auch schnell gemerkt hat, dass ich ein Hundefreund bin. Ich nenne ihn Rico. Rico müsste mal zum Grooming. Muss ich demnächst einrichten. Mit Dodo fahre ich in die Silverlake Klinik und treffe überraschend auf Dr. Kwanchai, der bereits einen Tag früher aus der Provinz zurück ist. Dodo erhält somit schon heute die erste Chemo und ich kann ihn sofort wieder mitnehmen. 

Katharina hat sich entschlossen, Panaeng für die Zeit der Behandlung zu sich zu nehmen. Eine kontinuierliche Vergabe von Doxy am Morgen und Ferric am Abend kann somit sichergestellt werden. Am frühen Abend bin ich wieder im Shelter. Maggie entwischt mir dabei durchs Tor nach draußen, kommt aber nach einer Stunde Auslauf wieder zurück. Wenn ich im Shelter bin, kommt Leyla nie aus ihrem Verschlag heraus. Ich weiß aber, dass sie ihre Behausung verlässt, wenn ich nicht da bin. Sie ja den 100m² großen Doppeltorbereich dann für sich allein.

Mittwoch, 8. April 2020

Auf dem Wege zum Shelter kaufe ich 225 kg Reis, um bei Versorgungsengpässen in den kommenden Wochen über die Runden zu kommen. Mittags kommt Pat und wir füttern die Hunde. Dann bin ich in der Stadt, um vor der Sperrung noch die Katze aus Jomtien zu holen. 

Ich schaue dabei auch nach Cora und den Welpen, kaufe ihnen gebratenes Hähnchenfleisch und versorge sie mit Wasser. Dann bringe ich die Katze zu Claudia, da Dr. Kwanchai die Klinik für zwei Tage geschlossen hat. Am Spätnachmittag bin ich wieder im Shelter und schaue nach dem Rechten.

Dienstag, 7. April 2020

Glücklicherweise ist es kein Kühlerschaden, sondern nur eine Fehlfunktion der Armaturen. Ich kann das Auto also nutzen und fahre gleich zum Shelter und hole Panang ab. Bei Dr. Oi wird ihr Blut entnommen. Nachdem Pat mittags gekommen ist, fahre ich in die Werkstatt. 

Obwohl das Problem klein ist, ist doch dessen Beseitigung zeitaufwendig. Ich fahre deshalb mit dem Werkstatt-Scooter an den Jomtien Strand. Natürlich sehe ich eine Hündin und als ich sie rufe, kommt sie zu mir. Sie hat volle Zitzen und so muss sie Junge haben. Wir sitzen eine ganze Weile zusammen so zutraulich wird sie. Dann steht sie auf und verschwindet in einem Abbruchhaus auf der gegenüberliegenden Straßenseite. Ich folge ihr und entdecke zwei etwa sechs Wochen alte Welpen in sehr gutem Zustand. Ich hole etwas zu futtern für sie und setze mich zu ihnen. Cora, wie ich die Mutter nenne, ist damit einverstanden. Ich verbringe eine gute Stunde bei den Hunden und habe nun wieder eine neue Verpflichtung. Sobald Cora abgestillt hat, werde ich sie sterilisieren lassen. Zu ihr und den Welpen werde ich Kontakt halten, damit ich auch die beiden weiblichen Welpen sterilisieren lassen kann, wenn sie soweit sind. 

Am späten Nachmittag ist der Pick-up repariert. Der Mechaniker ist ein wirkliches Goldstück und seine Frau ist ebenfalls ein Juwel. Für die Fahrt zum Pick-up und die Reparatur verlangen sie nur 500 Baht. Auf dem Weg zum Shelter schaue ich bei Jack und Anhang vorbei. Deng, Whitey und Brownie sind nun alle versammelt. 

Im Shelter gehe ich kurz durch alle Bereiche und verteile dann die Medikamente. Unter Aldos Wunde hat sich wieder eine Menge Sekret angesammelt und so bringe ich ihn zu Dr. Oi, die ihn erneut punktiert und neu verbindet. Dann fahre ich zum Pong Spielplatz, um nach Panaeng zu sehen. Der Bluttest hat Blutparasiten ergeben. Panaeng muss also sechs Wochen lang täglich behandelt werden. Wollen sehen ob Katharina das hinkriegt. 

Auf der gegenüberliegenden Straßenseite sehe ich zwei freundliche Rüden. Bei einem sehe ich Blut am Penis und stelle rasch fest, dass es sich um TVT handelt. Ich kann ihn am Freitag zu Dr. Kwanchai bringen, wenn nicht bis dahin alle Straßen gesperrt sind.

Montag, 6. April 2020

Nachdem ich meine Routine erledigt habe und die Welpen, Kenzo, Lena und Leyla versorgt habe, bin ich mit Aldo bei Dr. Oi. Unter der Wundnaht hat sich Sekret gebildet. Die wird abpunktiert und Aldo wird neu verbunden. Ab morgen bekommt er Prednisilone. Ansonsten ist er so energetisch wie immer. 

Mittags kommt Pat und wir füttern die Hunde mit Trockenfutter. Am Nachmittag informiert mich Katharina, dass Panaeng, einer der Pong Hunde, die sie versorgt, in letzter Zeit abgenommen habe. Ich schlage vor Panaengs Blut testen zu lassen. Auf dem Wege zum Shelter nehme ich Panaeng, die mich kennt, zu mir ins Auto und wir machen uns auf den Weg zu Dr. Oi. Unterwegs allerdings bleibe ich mit Kühlerproblemen liegen. Dummerweise hatte ich mein Telefon im Shelter vergessen und so bin ich ziemlich aufgeschmissen. Ich kann jedoch jemanden organisieren, der mich mit Panaeng zum Shelter fährt und dann auch noch zu mir nach Hause. Panaeng bringe ich gemeinsam mit Leyla im Doppeltorbereich unter. 

Am frühen Abend bin ich mit dem Scooter wieder im Shelter. Panaeng hat sich wohl verhalten. Ich füttere die Welpen wie jeden Abenden noch mit Trockenfutter und verteile Medikamente. Morgen früh kommt mich mein Mechaniker abholen und sieht sich den Kühlerschaden an. Dann schaun wir mal weiter.

Sonntag, 5. April 2020

Ich koche wie jeden Morgen Reisfutter für die drei Welpen, Kenzo, Lena und Leyla und verteile dann Medikamente. Pat kommt heute Mittag wieder und bringt einige Eimer Reisfutter mit. Pat füttert die Hunde im Hausbereich und ich die Hunde im Salabereich und in den beiden hinteren Bereichen. 

Am Nachmittag bin ich bei den Tempelhunden. Payu, den ich bei meinem vergangenen Besuch nicht gefunden hatte, ist wieder aufgetaucht. Wir machen unseren Strandgang bei dem uns auch Dotty wieder begleitet. 

Auf meinem Rückweg zum Shelter schaue ich nach Brownie und Whitey, die ich auch beide wohlauf finde, nicht jedoch Jack und Deng. Im Shelter verteile ich die abendlichen Medikamente an Lucy und Leyla und bin noch bei den Hunden bis die Dunkelheit hereinbricht.

Samstag, 4. April 2020

Nach meinen morgendlichen Routinearbeiten bin ich mit Aldo und Lena bei Dr. Oi. Aldos Wundheilung macht gute Fortschritte und auch Lenas Löcher sind fast geschlossen. In drei Tagen kann ich den Verband abnehmen. Nach unserer Rückkehr füttere ich die Hunde. 

Tommy der überall Unruhe stiftet, lege ich in Kenjis Bereich. Dort hat er viel Auslauf und es stehen ein zweiter Sala und ein überdachter, geräumiger Käfig für ihn bereit. Kenji liegt im anderen Sala. Er ist ganz lieb, aber Tommy schafft es trotzdem sich auch mit ihm anzulegen. Es passiert nichts und die beiden werden sich schon arrangieren. Ansonsten ist die Stimmung in den hinteren Bereich immer recht friedlich. Nur Tashi und Beppe haben es zum Ritual erhoben sich ab und an anzugiften. 

Der Salabereich ist ganz entspannt, nur im Hausbereich gibt es ab und zu Animositäten, die ich unterbinden muss. Leyla liegt immer noch im Doppeltorbereich, den sie meistens für sich allein hat. Für sie steht ein provisorischer Unterschlupf bereit, den sie selten verlässt. Hunde, die sich gelegentlich im Doppeltorbereich aufhalten, stören sich nicht an ihr.

Freitag, 3. April 2020

Aldos Heilungsprozess macht offensichtlich weitere Fortschritte, denn er ist so energetisch wie immer. Ich koche wie jeden Morgen für die Welpen, Kenzo, Leyla und auch Lena, die sich im Behandlungsraum eingerichtet hat. Danach füttere ich die anderen Hunde. Seitdem wir täglich um die gleiche Zeit füttern, halten sich die Streitereien um die Bleche in Grenzen und damit auch der Stress bei der Fütterung. 

Am Nachmittag kaufe ich Trockenfutter und Reis für Prajuab und liefere frei Haus. Danach bin ich wieder im Shelter. Die Spätnachmittagszeit bis zum Einbruch der Dunkelheit ist immer die angenehmste. Die Hunde sind gut drauf und kann mich ihnen widmen, da nicht viel zu säubern ist und nur Medikamente an Lucy und Leyla zu verteilen sind.

Donnerstag, 2. April 2020

Aldo verhält sich mormal und das durch den ganzen Tag. Nachdem ich meine Arbeiten verrichtet habe, kommt Pat und hilft bei der Fütterung. Am Nachmittag habe ich Besorgungen in der Stadt zu machen. Es gibt ja nichts Schlechtes ohne auch etwas Gutes. Die Straßen sind leer und man kommt gut voran. Der Sprit ist auch so billig wie nie zuvor. Dazu bin ich nun regelmäßig über meine Körpertemperatur auf dem Laufenden. Im Tesco herrscht Maskenzwang und zu den wenigen Kunden dort kann man gut Abstand halten. Am Abend bin ich wieder bei den Hunden. Die halten keinen Abstand und machen mir zurzeit wenig Sorgen.

Mittwoch, 1. April 2020

Frühmorgens gebe ich Aldo bei Dr. Oi ab. Im Shelter verrichte ich dann meine morgendlichen Arbeiten, einschließlich der Vorabfütterung von Aki, Tinka, Lena, Kenzo und Leyla. Danach ist Medikamentenvergabe. Pat kommt mittags mit Reisfutter, das wir gemeinsam verteilen. 

Am Nachmittag hole ich die Hündin von der Nachbarschaft aus der Silverlake Klinik und bin danach im Tempel. Ich kaufe Reis und bezahle Ba Bät. Nach der Versorgung der Hunde machen wir wieder unseren Strandgang. Danach bin ich bei Daniela in der Jomtien Soi 13. Daniela zeigt mir einige Hunde, die sterilisiert werden müssten. Die leben im Busch und sind ausgesprochen scheu. Sie zu blowdarten dürfte so gut wie unmöglich sein. 

Ich bringe die sterilisierte Hündin an ihren Platz zurück und verrichte danach meine abendlichen Shelterarbeiten. Zum Schluss hole ich Aldo aus der Klinik. Aldo hat den Eingriff vorerst gut überstanden. Es stellte sich heraus, dass es nur eine Zyste war, die sich eingekapselt hatte.

Dienstag, 31. März 2020

Ich koche, füttere Tinka, Aldo, Aki, Kenzo und Leyla und verteile dann Medikamente an Tara, Lena, Leyla und Lucy. Pat kommt und füttert die übrigen Hunde mit Trockenfutter. Ich bin derweil mit Tara, Lena und Aldo bei Dr. Oi. Taras und Lenas Wundheilung machen gute Fortschritte. Aldos Verhärtung ist wieder vergrößert. Dr. Oi empfiehlt einen Eingriff. Der wird morgen früh stattfinden. 

Ich bringe die Hunde wieder nach Hause und gehe säubernd durch die Bereiche. Eine strikte Trennung der Hunde ist mittlerweile vonnöten. Nur wenige Hunde wechseln noch vom Salabereich in den Hausbereich. Einer von ihnen war Merlin, der aber von den Hausbereichhunden angegangen wurde als ich eintraf. Diese Minuten sind immer kritisch, weil die Hunde total aufgedreht sind, wenn sie mich kommen hören und dann verlieren manche den Kopf und hauen sich. Merlin ist glimpflich davongekommen, aber ich lasse ihn nun nicht mehr in den Hausbereich. Im Salabereich ist er sicher. Dort halten sich momentan nur Tara, Talo, Toya und Zola auf. Meistens auch Paco. Die einzigen Hunde die in allen Bereichen herumlaufen können sind Tinka, Aldo und Aki. Sie tun das jedoch nur solange ich bei ihnen bin. Ansonsten halten sie sich im Hausbereich auf.

Am Nachmittag bin ich in der Stadt. Die Stromrechnung ist verloren gegangen und so muss ich zur PEA in Naklua. Dort herrscht nun ein strenges Protokoll. Jeder Kunde muss eine Maske tragen, sonst wird gar nicht erst Fieber gemessen. Dann werden die Kunden auf Stühle verteilt, die in einem Abstand von etwa zwei Metern aufgestellt sind. Sie werden dann einzeln aufgerufen, um ihre Rechnungen zu bezahlen. Diese Prozedur ist wesentlich zeitaufwendiger als die normal Abfertigung, aber ich bin erfreut, dass zumindest die PEA die Abwicklung professionell handhabt. Da die Stadt auffallend leer ist, ist auch der Kundenstrom spärlich und so ist die Angelegenheit in einer guten halben Stunde erledigt. 

Da ich schon mal in Naklua bin, schaue ich nach Mirko, Anja, Sila und Hala in der Soi 12. Sie sind alle wohlauf, wenn auch Anja eine schlimme Gesichtsverletzung überstanden hat, vermutlich verursacht durch einen Kampf. Sie hat dabei das rechte Augenlid eingebüßt. Anschließend schaue ich nach Nalerm in Wong Amat. Nalerm hatte Ende vergangenen Jahres einen Tumor an ihrer Kehle entwickelt, der bereits Metastasen in der Lunge gebildet hatte. Eine Entfernung des Tumors musste ausgeschlossen werden. Nalerm lebt noch und scheint keine Schmerzen zu haben, obwohl der Tumor gewachsen ist. Sie wird gemeinsam mit zwei weiteren Hunden täglich von einer Frau gefüttert, die trotz Viruskrise in Pattaya geblieben ist. Dann bin ich bei den vier Hunden am Wong Amat Strand, die kürzlich von Bua abgeholt und von Dr. Kwanchai sterilisiert worden sind. Vier weitere Hunde sind dort noch zu sterilisieren und ich organisiere die Abholung mit Bua und einer fähigen Frau, die die Hunde kennt. 

Auf dem Rückweg zum Shelter schaue ich erneut nach Jack und Anhang. Zu meiner Freude hat sich Brownie wieder eingefunden. Sie und Whitey scheinen den Eingriff gut überstanden zu haben. Im Shelter verteile ich Medikamente an Tara, Lucy und Leyla und gehe noch einmal kurz durch die Bereiche. Zurzeit bin ich mit dem Verhalten der Hunde untereinander sehr zufrieden. Friede, Freude, Eierkuchen kann ich natürlich von dem wilden Haufen nicht erwarten.

Montag, 30. März 2020

Ich koche wie nun jeden Morgen Reis und Hähnchenfilets. Im Behandlungsraum sind heute wie üblich die drei Welpen sowie Kenzo und als Gast Lena und Zaza. Ins Futter kommt noch jeweils ein Ei, die Brühe von den Filets und ein Schuss Fischöl. Das Menü erfreut sich allgemeiner Beliebtheit. Leyla füttere ich damit im Doppeltorbereich.  

Mittags kommt Pat und füttert die restlichen Hunde in den getrennten Bereichen mit Trockenfutter. Ich fahre derweil mit der TVT Hündin in die Silverlake Klinik für die dritte Chemotherapiebehandlung. Der Tumor ist bereits geschrumpft und nässt nicht mehr. Dr. Kwanchai hält einen operativen Eingriff nicht mehr für notwendig. Nach weiteren zwei Behandlungen in den kommenden drei Wochen sollte Mai geheilt sein. 

Der Hund mit der verletzten Pfote wird weiter behandelt. Dessen Heilung schreitet nur langsam voran. Immerhin kann der Hund die Pfote nun wieder aufsetzen. Der Unfallhund, den ich zusammen mit Kitty vor zwei Monaten in die Klinik gebracht hatte, kann wieder an seinen Platz zurück. Einen der beiden sterilisierten Hunde aus der Nachbarschaft nehme ich an Bord und fahre mit Bua zu dem Platz, an dem wir den Unfallhund gefunden hatten. Wir wissen nicht wie er dort hingelangt ist, denn die Leute, die ihn gefunden hatten, kannten ihn nicht. Nachdem wir ihn ausgesetzt haben, läuft er jedoch schnurstracks hinter das Mimosa. Er scheint von dort gekommen zu sein. 

Ich bringe Mai und den sterilisierten Hund zurück und bin dann wieder im Shelter. Dort verteile ich Medikamente an Lena, Tara und Lucy, säubere erneut und lasse die Hunde dann verdauen.

Sonntag, 29. März 2020

Pat kommt wieder und versorgt die Hunde. Ich bin derweil bei Dr. Oi, dieses Mal mit Tara, Lena und Aldo. Lenas Wunde wird konventionell versorgt und Taras Wunde wird erneut gelasert. Auch Aldos Gewebeverhärtung wird gelasert. Die Laserbehandlung ist zwar nicht billig, aber recht effektiv. Zurück im Shelter verteile ich die drei Hunde auf ihre Plätze und gehe dann säubernd durch alle Bereiche. 

Ich fahre dann zu dem Platz auf dem sich Jack, Deng, Brownie und Whitey aufhalten. Leider sehe ich Brownie nicht, was mir Sorgen bereitet. Sie habe ich immer mit den drei anderen Hunden zusammen gesehen. Am frühen Abend bin ich wieder im Shelter, füttere Leyla und die Welpen und gehe noch einmal durch alle Bereiche.

Samstag, 28. März 2020

Pat kommt heute Mittag mit Reisfutter. Während sie die Hunde füttert, bin ich mit Tara bei Dr. Oi. Tara erhält die zweite Laserbehandlung. Die Wundheilung macht gute Fortschritte. Dae hat die Nacht nicht überlebt. Ich bringe ihn zu Prajuab zurück. Prajuab hat zwei Hunde, die reif für die Sterilisation sind. Da ich nur eine Box mithabe, bringe ich zunächst Tara zurück. 

Pat geht und ich fahre zurück zu Prajuab und nehme die beiden Hunde an Bord. In der Silverlake Klinik wird umgeladen und ich bringe Brownie und Whitey an ihren Platz zurück. Nach einigem Suchen finden wir Jack und Deng und somit ist die kleine Familie wieder vereint. Im Shelter mache ich eine abendliche Säuberungsrunde und verteile Medikamente. Ein langer Tag geht wieder mal zu Ende und ich freue mich auf meine Selbstisolation.

Freitag, 27. März 2020

Pat kommt heute Mittag wieder und hilft mir bei der Fütterung. Natürlich ist nun auch täglich mehr zu säubern, aber entscheidend ist, dass es den Hunden augenscheinlich guttut jeweils, um die gleiche Zeit täglich gefüttert zu werden. 

Am frühen Nachmittag bin ich mit Tara, Lena und Aldo bei Dr. Oi. Tara hatte sich in den Hausbereich verirrt und ist angegangen worden, als ich in den hinteren Bereichen gearbeitet hatte. Sie hatte dabei eine Wunde an ihrem Hinterteil davongetragen. Der Vorteil der Separierung der Hunde ist, dass in den jeweiligen Bereichen die Streitereien abgenommen haben. Der Nachteil allerdings ist, dass ich die getrennten Hunde nicht mehr wie zuvor zusammen lassen kann. Der Vorfall mit Tara war ein besonderer. Wenn ich im Shelter bin, lasse ich das Tor zwischen dem Hausbereich und dem Salabereich geöffnet. Nur wenige Hunde wechseln während dieser Zeit hin und her und daher gibt es wenig Zank. Tara hält sich im Salabereich auf wenn das Tor geschlossen ist und erscheint bei geöffnetem Tor nur selten im Hausbereich. Sie ist mit ihren 28 Kilos zuweilen wenig zu selbstbewusst und das hat dann einigen wohl nicht so gefallen. Ich konnte die Hunde recht schnell trennen, aber eine Bisswunde ist schnell zugezogen. Lenas Loch wird weiter versorgt und Aldos Gewebeverhärtung erneut gelasert. Mit Tara muss ich morgen wieder in die Klinik. 

Wenn ich durch die Bereiche gehe, folgen mir Aldo, Aki und Tinka immer noch. Sie werden überall gern gesehen und etliche der großen Hunde spielen mit ihnen. Kenji ist wieder allein in seinem Bereich. Wenn ich jedoch dort bin, öffne ich das Tor zu dem Bereich mit den zehn Hunden, die dann in Kenjis Bereich laufen. Kenji hat nichts dagegen. Am frühen Abend bin ich wieder im Shelter. Die Hunde haben den Nachmittag verschlafen, sind guter Dinge und viele von ihnen toben herum. Damit belohnen sie mich für die oft harte Arbeit die ich für sie leiste.

Donnerstag, 26. März 2020

Pat versucht nun öfter in der Woche zu kommen, um mir bei der Fütterung zu helfen. Es ist ja nicht einfach nur so, dass das Futter auf die Bleche verteilt werden muss. Wenn die Hunde sich streiten, müssen sie auseinandergehalten werden und es muss sichergestellt werden, dass auch der letzte seinen Anteil bekommt. Pat ist die richtige Person dafür. 

Für mich gibt es immer noch genug zu tun. Es muss gesäubert und gekocht werden und die Medikamente müssen verteilt werden. Die drei Welpen, der blinde Kenzo und die misstrauische Leyla bekommen immer ihr spezielles Reisfutter. Tierarztfahrten müssen absolviert werden und dann sind da noch die Hunde im Wat Amparahm. Jetzt wo Pat mir mehr hilft und auch Arno ab und zu vorbeikommt, habe ich mehr Zeit mich um jeden einzelnen Hund zu kümmern. Das tut mir gut und noch besser ist es für die Hunde. Ich kann nun auch täglich längere Zeit im Shelter bleiben ohne, dass es mich total stresst. Jetzt müssen wir nur noch die Viruskrise überstehen und ein paar neue Sponsoren finden, dann haben wir gute Chancen das Jahr durchzustehen.

Mittwoch, 25. März 2020

Während Pat die Hunde füttert, bin ich mit Brownie und Whitey in der Silverlake Klinik. Khun Lek hat die beiden schon eingefangen und ich brauche sie nur zu übernehmen. Bua hat mittlerweile den Hund mit der verletzten Pfote eingefangen. Die Verletzung liegt lange zurück. Dr. Kwanchai will versuchen, den Hund schmerzfrei zu bekommen. 

Im Tempel versorge ich die Hunde. Für unseren gewohnten Strandgang ist es zu heiß. Die Hunde sind froh im Schatten oder in der Vorhalle zu liegen und ich habe ja sowieso genügend Auslauf.

Zurück im Shelter schaue ich nach dem Rechten und nachdem Pat gefahren ist, bin ich mit Aldo wieder bei Dr. Oi für eine erneute Laserbehandlung. Dae hängt immer noch am Tropf und es geht ihr schlechter. Ich füttere Leyla noch einmal und verteile Medikamente an Lucy und Lena.

Dienstag, 24. März 2020

Auf dem Wege zum Shelter kaufe ich Reis für Pat. Pat kommt heute Morgen wieder mit Reisfutter. Am Vormittag besucht uns Stefan mit Frau und Kind. Stefan besitzt in Pattaya ein großes Anwesen und möchte sich einen Hund zulegen. Da das Anwesen nicht völlig eingezäunt ist, schlage ich ihm vor, sich mit den beiden Welpen von Jack und Deng vertraut zu machen. Diese Hunde sind es gewohnt sich in unumzäuntem Gelände aufzuhalten, im Gegensatz zu den Hunden im Shelter. Allerdings ist die kleine Familie nicht auffindbar. Ich treffe sie jedoch am frühen Abend wieder an. Whitey und Brownie will ich morgen mithilfe von Lek einfangen und sterilisieren lassen. 

Ich hole Leyla aus dem Käfig und lasse sie im Doppeltorbereich heraus. Dort verkriecht sie sich unter einem Balkenstapel. Ich möchte, dass sie Auslauf hat und sich nach und nach an die anderen Hunde im Hausbereich gewöhnt. Bisher komme ich immer noch nicht an sie heran. 

Am frühen Nachmittag bekommen wir erneuten Besuch. Dieses Mal ohne Anmeldung. Ich geleite den Gast, eine Strahlennatter, mithilfe eines Rechens über den Zaun nach draußen. 

Mit Lena und Aldo fahre ich zu Dr. Oi. Der Knoten an Aldos Genick baut sich nicht ab. Er wird erneut gelasert. Lenas Wunde wird versorgt. Ich lasse sie wieder in einem der kleinen Kennel liegen, wo sie sicher ist und sich nicht das Pflaster abbeißt. 

Am Nachmittag hole ich mir bei Apisit 300 kg Trockenfutter. Khun Apisit weiß nicht, ob er wegen der Viruskrise in den kommenden Wochen Trockenfutter bereitstellen kann. Zurück im Shelter säubere ich noch einmal, verteile Medikamente und schaue, dass Leyla die Nacht im Doppeltorbereich sicher ist.

Montag, 23. März 2020

Ich verlege Leyla in einen der kleinen Kennel. Dort hat sie mehr Platz und ist dennoch durch ein Gatter getrennt mit den Haushunden zusammen. Ich versuche nun die Fütterung der Hunde täglich um ein Uhr durchzuführen. An fünf Tagen in der Woche erhalten sie Trockenfutter und an zwei Tagen Reisfutter. Die drei Welpen, Leyla und Kenzo füttere ich zuvor separat mit angereichertem Reisfutter. 

Nach der Säuberung bin ich mit Lena bei Dr. Oi. Daes Testergebnis hat einen sehr hohen Creatininwert ergeben. Dae ist nun schon der dritte Hund von Prajuab mit der gleichen Diagnose. Dr. Oi vermutet als Ursache eine Leptospiroseinfektion. Ich lasse sie einen PCR Test vornehmen, um darüber Sicherheit zu erlangen. Das Ergebnis wird erst in drei Tagen vorliegen. Solange bleibt Dae in der Klinik. Zurück im Shelter lege ich Lena wieder in einen kleinen Kennel und verrichte meine abendlichen Pflichten.

Sonntag, 22. März 2020

Pat kommt mittags wieder und hilft bei der Fütterung. Ich bin bei dem Handwerker, der mir die Salas gefertigt hatte und bestelle zwei kleine neue. Es hat in den vergangenen Tagen zweimal geregnet und in der Regenzeit müssen alle Hunde über einen Regenschutz verfügen. 

Leyla hat sich im Käfig eingerichtet, aber diese Lösung ist natürlich nicht ideal. Morgen werde ich sie in einen der kleinen Kennel umquartieren. Eigentlich sollte sie einen Auslauf haben, aber alle Bereiche sind schon belegt und ich kann sie noch nicht mit anderen Hunden zusammenlassen. Eine Lösung muss gefunden werden. 

Am Nachmittag bin ich zweimal bei Dr. Oi. Das erste Mal mit Lena, die ein Loch im Pelz hat, das sich entzündet hat. Ich lege sie in einen der kleinen Kennel, da sie morgen wieder in die Klinik muss. Das zweite Mal bin ich mit Dae bei Dr. Oi. Dae ist einer von Prajuabs Hunden. Prajuab hat mich gebeten Dae untersuchen zu lassen, da sie seit drei Tagen das Futter verweigert. Dae wird Blut abgenommen und sie wird über Nacht an den Tropf gehängt. Zurück im Shelter mache ich noch eine Runde, füttere Leyla und die Welpen für die Nacht und verabreiche Ferric an Lucy und Leyla.

Samstag, 21. März 2020

Pat kommt heute Mittag und hilft mir bei der Fütterung. Sie sorgt sich, dass einige Hunde nicht genug abbekommen. Natürlich ist mir jede Hilfe recht. Ich verlege Leyla aus dem Behandlungsraum in einen der Käfige im offenen Hausbereich. Von dort aus kann sie sich weiter mit ihrer neuen Umgebung vertraut machen und die Hunde, die mit ihr bisher nicht in Berührung gekommen sind, lernen den Neuzugang kennen. 

Nachmittags bin ich in Jomtien. Daniela, die für zwei Wochen in Pattaya ist, hat einen Hund mit einer verletzten Pfote entdeckt. Der Hund ist sehr scheu und so kann ich mir die Pfote nicht genau ansehen. Die Verletzung scheint schon zurückzuliegen und ist nicht verheilt. Ich werde Bua bitten, den Hund einzufangen. Anschließen bin ich bei Leica in Phratamnak. Leica liegt wie zuvor immer auch allein und es geht ihr gut. 

Am frühen Abend bin ich wieder im Shelter. Ich verlege Tashi in den hinteren Bereich, da er im Hausbereich öfter andere Hunde aufgemischt hat. Er ist dort wieder mit Beppe zusammen, aber die beiden kläffen sich nur zuweilen an; weiter passiert nichts.

Freitag, 20. März 2020

Nachdem ich die Routinearbeiten am Vormittag erledigt habe, hole ich Mai, die TVT Hündin aus der Nachbarschaft ab und bringe sie für die zweite Chemotherapiebehandlung zu Dr. Kwanchai. Anschließend bin ich bei den Hunden im Tempel, versorge sie und mache mit ihnen unseren Strandgang. 

Im Makro hole ich Hähnchenfilets. Fieber wurde schon zuvor gemessen, aber nun stelle ich fest, dass die Mehrzahl der Kunden Masken tragen. Das ist zwar nicht zu kritisieren, aber das Tragen von Latexhandschuhen wäre eigentlich wichtiger. 

Es ist schon dunkel als ich Mai zurückbringe. Sie ist ein erstaunlicher Hund. Vielleicht ahnt sie, dass ich ihr helfen will. Schon als ich sie abholte, sprang sie an mir hoch obwohl man meinen sollte, dass die langen Fahrten und der Klinikaufenthalt nicht gerade einen angenehmen Eindruck bei ihr hinterlassen hatte. Als ich sie herauslasse, springt sie wieder an mir noch als wollte sie sich bedanken. Mal sehen, ob ich ihr für die kommende Behandlung in guter Erinnerung bleibe. Ich fahre noch zum Shelter füttere die Welpen und Leyla und verabreiche Ferric an Lucy.

Donnerstag, 19. März 2020

Nach einer Säuberungsrunde und der Verteilung der Medikamente bereite ich Reisfutter für die drei Welpen und Leyla zu. Am späten Vormittag kommt Pat wieder mit Reisfutter und alle Hunde werden damit abgefüllt. Pat erklärt sich bereit jetzt regelmäßig zweimal die Woche mit Reis zu kommen. Lucys Krallenverletzung ist nun auch verheilt. Augentropfen gebe ich ihr noch. Am späten Nachmittag bin ich wieder im Shelter, säubere erneut und füttere Leyla und die Welpen für die Nacht.

Mittwoch, 18. März 2020

Nachdem ich meine Säuberungsarbeiten und die Medikamentenvergabe absolviert habe, koche ich Reisfutter für die drei Welpen, Leyla und Kenzo und füttere sie im Behandlungsraum. Die Abwechslung des Menüplans wird freudig begrüßt und so werde ich damit fortfahren. Leylas Verhalten gegenüber mir und den Welpen hat sich nicht sehr verändert. Wenn die Welpen ihr zu nahe komme, knurrt sie sie an; immerhin tut sie das mir gegenüber nicht. 

Khiaows, Lucys und Talos Wunden sind soweit verheilt, dass ich sie voraussichtlich nicht weiter verbinden muss. Lucys Augen machen mir ein wenig Sorge. Ihr rechtes Auge zeigt etwas Ausfluss. Ich verabreiche ihr zweimal täglich Poly-Oph. Am Spätnachmittag bin ich wieder im Shelter, säubere noch einmal und verabreiche die abendlichen Medikamente.

Dienstag, 17. März 2020

Heute koche ich Reis und Hähnchenfilets. Die Filets und Eier bekommen Aldo, Tinka, Aki, Kenzo und Leyla ja jeden Tag, aber da Leyla immer noch ziemlich klapprig ist, werde ich ihr nun täglich auch Reis geben. Nina, Lena und Erin haben sich im Haus wieder eingerichtet. Am besten kommt Erin zurecht, deren Pfote wieder viel besser aussieht. Mit Lena und Nina muss ich mir noch was einfallen lassen. Ich habe die Verbände bei Khiaow und Talo entfernt. Die Wunden sehen recht gut aus. Morgen werde ich sehen, ob sie weiter zuheilen oder ob ich neu verbinden muss. Lucys Verband werde ich morgen entfernen.

Am Nachmittag fahre ich zum neuen Hundeshelter der Stadt. Phutaluang ist aufgelöst worden und nun hat die Stadt im Subbezirk Pong ein neues Shelter für angeblich 600 Hunde eingerichtet. Dr. Kwanchai kümmert sich um die Hunde dort. Ich sehe ihn impfen. Er berichtet mir von Staupefällen. 

Ich kann durch das gesamte Shelter gehen. Es ist eine eher provisorische Einrichtung, aber es wird noch gebaut. Ich sehe etliche Helfer und einige Arbeiter. Die Hunde sehen auf den ersten Blick nicht schlecht aus. Die überwiegende Mehrzahl von ihnen lebt ungetrennt zusammen. Trotz der vielen Hunde ist die Stimmung friedlich und etliche Hunde kommen auf mich zu und ich kann sie streicheln. Es ist genügend Futter und Wasser für sie vorhanden. Allerdings fehlt es an Unterständen, die unbedingt errichtet werden müssen, bevor die Regenzeit einsetzt. Ich bin beruhigt zu sehen, dass Dr. Kwanchai die Sache dort in die Hand genommen hat.

Montag, 16. März 2020

Nach der Säuberung und nachdem ich die Welpen, Kenzo und Leyla im Behandlungsraum gefüttert und die morgendlichen Medikamente verteilt habe, bin ich am frühen Nachmittag im Wat. Ich kaufe Reis für Ba Bät und versorge danach die Tempelhunde. Alle Hunde sind wohlauf. Wir machen unseren Strandgang. Auf dem Tempelmarkt sehe ich Sushi, Nero, Pema und Avira. In der Thepprasit Soi sechs liefere ich 40 kg Trockenfutter beim Wachmann ab. Auch den Hunden bei ihm geht es gut. Am frühen Abend bin ich nochmal im Shelter und sehe nach dem Rechten.

Sonntag, 15. März 2020

Pat kommt am Morgen und hilft bei der Fütterung. Zwei der drei Welpen, die sie vor einer Woche entdeckt hatte, sind verschwunden. Den Dritten hatte sie zu sich genommen, da der Mutterhund den Welpen nicht mehr versorgt hatte. Der Welpe erholt sich allmählich und der verletzte Hinterlauf scheint zu heilen. Ende des Monats kann der Welpe geimpft werden. 

Arno kommt auch wieder vorbei und wir transportieren ein kleines Sala aus einem der großen Bereiche in den Bereich, in dem mittlerweile zehn Hunde leben. Sie hatten bisher nur zwei Salas zur Verfügung. Lena habe ich dort nicht zurückgebracht, sie scheint sich in ihrem Käfig neben dem Haus wohler zu fühlen. Nina wollte dort auch wieder raus und ist zurück im Haus. Erin ist auch zurück. Sie ist in die Pfote gebissen worden und so habe ich sie wieder in ihren Käfig gelegt. 

Am frühen Nachmittag bin ich mit Lucy bei Dr. Oi. Lucy hat sich die Daumenkralle verletzt. Ich lasse ihr bei der Gelegenheit Blut abnehmen. Nach meiner Rückkehr fängt es an heftig zu regnen und so bleibe ich bis zum Abend bei den Hunden. Leyla und Kenzo bleiben über Nacht wieder im Behandlungsraum. Lucys Testresultat sieht recht gut aus. Nur die Anzahl der Blutplättchen ist zu gering. Eine vierwöchige Doxy/Ferric Behandlung sollte ausreichend sein.

Samstag, 14. März 2020

Bum scheint meine Entscheidung ihn umzusiedeln gutzuheißen. Er begrüßt mich gut gelaunt im Kreise der anderen Hunde. Sita hat eine kleine Bisswunde an ihrem linken Vorderlauf, die ich versorge. Auch Tala hat eine etwa fünf Baht große, oberflächliche Wunde am Hals, die nicht zuheilen will, da er sie ständig aufkratzt. Deswegen verbinde ich auch sie. Pat kommt mit Reisfutter. Alle Hunde werden bedient. Bei der Säuberung danach sehe ich Blut im großen Kennel und stelle fest, dass Khiaow sich eine Nagelverletzung zugezogen hat. Die kann nur von ihren Eskapaden über den Zaun zu klettern herrühren. Auch Khiaow wird von mir verarztet. Solange es bei diesen Kleinigkeiten bleibt, bin ich es zufrieden. 

Erin zankt sich häufig. Da die Umsiedelung mit Bum so gut geklappt hat, schnappe ich mir auch sie und bringe sie zu den Hunden, die Bum so problemlos aufgenommen haben. Erin allerdings ist nicht so glücklich mit ihnen und so bringe ich sie zu Kenji und Kylie, die einen ganzen Bereich für sich haben. Am Abend scheint sie sich dort eingerichtet zu haben. Leyla lasse ich über Nacht noch im Behandlungsraum. Sie hat nun außer Aldo, Tinka, Aki und Kenzo auch schon Nimnim und Khiaow kennengelernt. Ich spreche sie weiterhin häufig an aber lasse sie sonst in Ruhe. Wenn ich mich ihr nähere, ist ihr Ausdruck nicht mehr ängstlich, aber es ist wohl noch zu früh sie zu berühren. Dazu ist ja auch keine Eile geboten.

Freitag, 13. März 2020

Leyla und Kenzo haben die gemeinsame Nacht gut überstanden. Nimnim nehme ich am Morgen mit in den Behandlungsraum, um ihm das Doxy zu geben. Er verweigert mittlerweile sowohl die Wurstscheiben als auch die Hähnchenfilets. Mit gekochtem Ei bekommt er die Tabletten gerade noch herunter. Er, wie auch Aldo, Tinka oder Aki kümmern sich nicht weiter um Leyla, die aber auch keine Anstalten unternimmt Kontakt zu ihnen aufzunehmen. 

Lena ist über den Zaun gesprungen und ich habe sie draußen wieder in Empfang genommen. Irgendetwas muss sie irritiert haben, denn sie war ganz aufgeregt. Ich habe sie wieder an ihren alten Platz neben dem Haus gelegt, wo sie einen Käfig für ich allein hat. Lena hat zwar in Alex einen Bruder, verhält sich jedoch wie ein Einzelhund. Die werden zuweilen angegangen, wenn die Hunde aufgeregt sind. Das ist manchmal der Fall, wenn sie mich kommen hören. Es passiert dabei nichts Ernstes, da ich sofort für Ordnung sorge, aber um solche Zwischenfälle zu vermeiden, versuche ich die Einzelhunde vor möglicher Gefährdung zu schützen. 

Einer dieser Einzelhunde ist auch Bum. Ich bringe ihn heute Nachmittag in den Bereich, in dem sich die fünf Welpen aufhalten. Bum ist ein verträglicher Charakter und so hoffe ich ihn integrieren zu können.

Donnerstag, 12. März 2020

Routinearbeiten am Morgen mit anschließender Fütterung mit Trockenfutter. Am Nachmittag hole ich den TVT Hund und die kleine, schwarze Hündin aus der Silverlake Klinik und bringe sie zurück an ihre Plätze. Die TVT Hündin hat ihre erste Chemotherapie Behandlung erhalten und ist ebenfalls sterilisiert worden. 

Zurück im Shelter säubere ich erneut und verteile Medikamente. Leyla und die Welpen werden für die Nacht gefüttert. Leyla hat sich ein wenig geöffnet und ist aus ihrer Ecke hervorgekommen. Ich spreche sie häufig an, aber ansonsten lass ich sie in Ruhe. Solange sie frisst und ihre Medikamente nimmt, mache ich mir keine großen Sorgen um sie. Zu ihrer Gesellschaft lasse ich Kenzo mit bei ihr im Behandlungsraum.

Mittwoch, 11. März 2020

Pat kommt heute Vormittag mit Reisfutter. Die übliche Fütterung der sechs Welpen im Doppeltorbereich entfällt nun, da fünf von ihnen gemeinsam in einem der hinteren Bereiche leben. Nur Paco ist nicht dabei; er hält sich überwiegend im Salabereich auf. Ich habe ihm die Möglichkeit gegeben sich zu seinen Geschwistern zu gesellen, aber er wollte wieder zurück in den Salabereich. Venus, Sita, Kofi, Toto und Oscar haben sich jedoch recht gut eingerichtet. Das Reisfutter reicht um die Hunde in allen Bereichen satt zu bekommen. 

Ich habe Leyla aus dem Kennel in den Behandlungsraum verlegt. Dort hat sie Gelegenheit sich mit Aldo, Tinka, Aki und Kenzo anzufreunden, die sich häufig dort aufhalten. Die Verlegung macht es mir auch einfacher sie zu füttern und ihr die notwendigen Medikamente zu verabreichen. Leyla ist immer noch sehr scheu, frisst jedoch gut. Ihre Rekonvaleszenz wird sicherlich etliche Wochen in Anspruch nehmen.

Dienstag, 10. März 2020

Routine am Vormittag. Leyla hat die Nacht gut überstanden und frisst ordentlich. Das Doxy kann ich ihr in Hähnchenfilets geben. Am frühen Nachmittag bin ich mit Nina und Aldo bei Dr. Oi. Ninas Entzündung ist abgeklungen und Aldo wird ein drittes Mal gelasert. Die Nackenschwellung ist so gut wie verschwunden. Für beide Hunde ist keine weitere Behandlung mehr notwendig. 

Die Hunde in den hinteren Bereichen kommen weiterhin gut miteinander zurecht. Dadurch, dass sich im Hausbereich nun weniger Hunde aufhalten, ist es auch dort ruhiger. Kleinere Reibereien hier und dort sind niemals auszuschließen. Aldo, Aki und Tinka folgen mir immer durch alle Bereiche und sind dort gern gesehen. Sie fühlen sich mit allen Hunden wohl, wachsen und gedeihen. 

Am Spätnachmittag bin ich wieder im Shelter und verteile Immuplex. Nimnim der noch für eine weitere Woche auf Doxy ist bekommt Ferric und Leyla, die die Doxy Behandlung heute begonnen hat, erhält ebenfalls Ferric.

Montag, 9. März 2020

Nachdem ich meine morgendlichen Arbeiten im Shelter verrichtet habe, hole ich eine TVT Hündin und eine Hündin die sterilisiert werden muss, aus der Nachbarschaft ab und bringe die Hunde in die Silverlake Klinik. Ich nehme Leyla, die Phratumnak Hündin, mit mir. Leyla muss einer Doxy/Ferric Behandlung unterzogen werden und die kann nur im Shelter erfolgen. Ich bin dann im Wat, versorge die Hunde und mache den Strandgang mit ihnen. 

Zurück im Shelter kommt Leyla in eines der Kennel im Haus. Zu meiner Freude frisst sie schon. Aus dem Kennel heraus kann sie in den offenen Bereich des Hauses schauen und sich schon mal mit der neuen Situation anfreunden. Pat teilt mir mit, dass sie sich weiter um die beiden behinderten Welpen kümmert. Über Nacht sind sie bei ihr und tagsüber bei der Mutter.

Sonntag, 8. März 2020

Oscar und auch Kofi haben sich bereits eingewöhnt und alle Hunde in diesem Bereich kommen gut miteinander aus. Pat hat bei ihrer Fütterungstour am Mabprachan Reservoir einen Mutterhund entdeckt, der zwei behinderte etwa vier Wochen alte Welpen und einen gesunden durchzubringen hat. Wir bringen die beiden behinderten Welpen zu Dr. Oi. Einer der Welpen hat einen verkrüppelten Hinterlauf und der andere einen Hinterlauf der nicht voll entwickelt ist und einen Abzess aufweist. Die Welpen werden gegen Zeckenbefall und Würmern behandelt. Dr. Oi empfiehlt die Welpen tagsüber für die kommenden Tage bei der Mutter zu belassen und nachts hereinzunehmen. Pat wird das übernehmen.  

Aldos Schwellung wird ein zweites Mal gelasert. Die Schwellung ist schon abgeklungen und wir hoffen, dass sie nach zwei weiteren Laserbehandlungen beseitigt sein wird. Zurück im Shelter verrichte ich meine gewohnten Arbeiten und am Spätnachmittag verteile ich dann noch die Medikamente an Nimnim, Aldo und Nina.

Samstag, 7. März 2020

Nina läuft heute Morgen wieder besser, aber die Entzündung ist nicht abgeklungen. Da ich mit Aldo sowieso zu Dr. Oi muss, nehme ich Nina mit. Nina wird verbunden und soll Prednisilone erhalten. Um Aldos Schwellung zu behandeln, empfiehlt Dr. Oi eine Laserbehandlung. Damit hatten wir zuvor schon bei einigen Fällen gute Erfolge.  

Pat kommt mit einigen Eimern Reisfutter. Da ich die Hunde erst gestern gefüttert hatte, warte ich mit der Fütterung bis zum späten Nachmittag. Kofi ist Pats Liebling und sie ist immer besonders um ihn besorgt. Kofi liegt ja meistens im Doppeltorbereich, häufig auch mit Oscar, seinem Bruder. Pat möchte versuchen Kofi in dem Bereich mit Venus, Sita, Toto, Nina, Rocco, Lena, Amara, Beppe und Lena unterzubringen. Die kürzliche Integration von Sita, Venus, Lena und Amara hat ja bisher gut geklappt und alle diese Hunde in diesem Bereich sind eher von der friedlichen Art. Pat bleibt eine Stunde lang bei den Hunden und berichtet mir, dass sich Kofi recht gut eingefügt habe. Ich bringe deshalb auch Oscar in diesem Bereich. Oscar ist anfangs noch etwas unsicher, aber da er alle Hunde gut kennt, wird sich das hoffentlich bald legen.

Freitag, 6. März 2020

Das ist nicht der Fall. Edith ist heute Morgen schon wieder bei den anderen Hunden im hinteren Bereich und will zurück ins Haus. Lena und Amara jedoch haben sich entschlossen zu bleiben. 

Ich koche für die drei Welpen und füttere sie und füttere danach alle anderen Hunde. Ich verteile weiterhin Immuplex und heute auch wieder Fischöl. Ich sehe Nina humpeln. Sie hat eine Entzündung an einer Liegeschwiele. Ich gebe ihr Carprofen. Dr. Oi ist heute nicht in der Klinik und so muss ich mit Aldo erst morgen wieder zur Untersuchung. 

Am Nachmittag bin ich bei Jack, Deng und den beiden Welpen. Sie liegen mir im Magen, da sie sterilisiert werden müssten, aber sie sind recht scheu. Ich füttere sie mit Hähnchenfilets und so kommen sie ein Stückchen weiter an mich heran. Ich muss das häufig wiederholen, vielleicht kann ich mir dann schnappen. Brownies zwei Welpen sind noch scheuer und rennen schon weg, wenn sie mich sehen. Ich würde die Krise kriegen, wenn sie Junge bekämen. Ich bin dann noch mal wieder bei Naree und bringe den Leuten Trockenfutter. Naree läuft nun wieder ganz normal. Sie freut sich riesig mich zu sehen und ich freue mich auch total. Naree ist ein so liebenswerter Hund.

Donnerstag, 5. März 2020

Ich stelle heute Morgen fest, dass Aldo einen Abszess auf dem Nacken entwickelt hat. Nachdem ich die dringendsten Arbeiten erledigt habe, bin ich mit ihm bei Dr. Oi. Aldo wird versorgt und ich muss morgen mit ihm wiederkommen. 

Wieder zurück, bringe ich Lena, Amara und Edith in den hinteren Bereich. Lena hat sich immer neben dem Haus in einem Käfig aufgehalten und Amara häufig im Doppeltorbereich oder bei Lena. Beide Hunde waren nicht besonders glücklich und meistens allein. Ich lege Lena und Amara zu Nina, Rocco, Venus, Toto, Sita und Lucy. Mit Edith mache ich einen erneuten Versuch, sie bei Kenji und Kylie unterzubringen. Lena und Amara scheint die Verlegung zu gefallen, bei Edith bin ich mir nicht so sicher. 

Am frühen Nachmittag bin ich in Phratumnak. Lee, ein Resident, hat mich gebeten nach Hunden zu schauen, die er füttert. Einer von ihnen sei offensichtlich krank. Ich verabrede mich mit Kitty, die in dem Gebiet arbeitet und Hunde dort kennt. Wir treffen Lee und er zeigt uns einige Hunde, von denen wir allerdings nicht wissen, ob sie schon sterilisiert sind. Das müssen wir in Erfahrung bringen. Wir finden den kranken Hund und Bua kann ihn einfangen. 

Anschließend bin ich mit Bua am Wong Amat Strand. Dort sammeln wir mithilfe von Strandverkäufern die vier weiblichen Hunde zur Sterilisation ein, auf die mich eine Touristin aufmerksam gemachte hatte. Vier weitere Hündinnen wird Bua einsammeln, wenn er die ersten vier zurückbringt. Am frühen Abend bin ich wieder im Shelter. Lena und Amara begrüßen mich gemeinsam mit den anderen Hunde. Edith scheint sich nicht schlüssig zu sein, ob sie bei Kenji bleiben will.

Mittwoch, 4. März 2020

Ich schaue als Erstes nach Nina und Venus. Beide kommen anscheinend gut zurecht. Heute Morgen bringe ich noch Toto und Sita zu ihnen und verlege Tommy wieder in den Bereich mit Pinky, Alex, Max und den anderen. Venus, Sita und Toto sind Geschwister und immer gut miteinander ausgekommen. 

Pat kommt am Vormittag wieder mit mehreren Eimern Reisfutter, das gleichmäßig an die Hunde in allen Bereichen verteilt wird. Anschließend gibt es noch Trockenfutter, damit auch die letzten noch satt werden. Aldo, Tinka, Aki und Kenzo füttere ich im Behandlungsraum. 

Am Nachmittag liefere ich bestelltes Bravecto bei Anton ab und hole mir dann Trockenfutter und Reis für Prajuab und die Hunde in der Thepprasit Soi sechs, die der Wachmann dort füttert. Nachdem ich das Futter bei Prajuab abgeliefert habe, bin ich wieder im Shelter und verrichte meine abendliche Routine. Toto und Sita scheint die Umsiedelung zu gefallen. Sie und Venus kommen gut mit Nina zurecht. Ich hoffe, dass das auch so bleibt. Lucy und vor allem Rocco ziehen es vor für sich zu bleiben.

Dienstag, 3. März 2020

Ich schaue morgens nach dem Welpen und werde darüber aufgeklärt, dass die Bauarbeiter mit samt dem Welpen in ihre Heimatprovinz abgereist sind. Dass ich ihnen versprochen hatte, den Welpen untersuchen und ggf. behandeln zu lassen, scheinen sie nicht geglaubt zu haben. Dass jemand sein Versprechen hält, ist für sie anscheinend eher unwahrscheinlich. Das ist verständlich. Also mache ich mich wie gewohnt an meine Arbeiten.

Am frühen Nachmittag bin ich im Wat, versorge die Hunde und mache mit ihnen unseren Strandgang. Ich treffe Bua und vereinbare mit ihm uns übermorgen am Wong Amat Strand zu treffen, um Hunde zur Sterilisation einzusammeln. Eine Touristin hatte mich auf sie aufmerksam gemacht.

Am Spätnachmittag bin ich wieder im Shelter. Ich hatte vor zwei Tagen Nuri in den hinteren Bereich gebracht, sie hat sich jedoch dort nicht einleben können und wollte zurück ins Haus. Also habe ich sie zurückgebracht und mit Nina ausgetauscht. Die scheint sich anscheinend eher zurechtzufinden. Das kann sich morgen aber schon wieder ändern. 

Venus war die stärkste der beiden älteren Welpen, ist jedoch in den vergangenen Tagen ängstlich geworden. Unter den sechs Welpen gibt es Rangordnungsauseinandersetzungen. Sita, der zweite weibliche Welpe hat an Selbstvertrauen gewonnen und hält sich meistens im Salabereich auf. Bei den männlichen Welpen gibt Paco den Ton an. Paco war der schwächste der sechs als ich sie fand. Kofi und Oscar kommen gut miteinander aus, aber zwischen Kofi und Paco gibt es häufig Streit. Kofi war übrigens der dominante und größte Welpe und ist es nun nicht mehr. Er dominiert nun nur noch Toto, der bei den vier männlichen Welpen den untersten Rang einnimmt. Ich nehme also Venus auf den Arm und trage sie in einen der hinteren Bereiche, in der sich Tommy, Lucy, Rocco und nun auch Nina aufhalten. Wollen wir mal sehen, ob Venus und Nina auch morgen noch glücklich mit der Umgruppierung sind. Beppe übrigens wollte auch zurück ins Haus und hatte sich unter einem Tor durchgegraben. Mal sehen, ob ich Tashi in den hinteren Bereich bekomme, denn der und Beppe mögen sich überhaupt nicht. Tashi allerdings lässt sich von mir nicht aufnehmen.

Montag, 2. März 2020

Ich mache meinen Vormittagsjob, koche Hähnchenfilets für die Welpen und füttere sie. Danach sind die anderen Hunde mit Trockenfutter dran. Die Bauarbeiter von nebenan zeigen mir einen Welpen, den sie irgendwo gefunden haben. Sie wollen, dass ich ihn zu mir nehme. Ich werde ihn morgen Dr. Oi vorstellen und sein Blut testen lassen. Mein Herz sagt ja immer ja aber mein Verstand sagt nein. So gern ich ein junges Leben retten möchte, eine mögliche Gefährdung der Shelterhunde muss ausgeschlossen werden. Sollte der Welpe behandlungsbedürftig sein, kann ich ja dafür sorgen. Ansonsten kann er erstmal bei den Bauarbeitern bleiben.

Sonntag, 1. März 2020

Ich verrichte meine morgendlichen Arbeiten und bin dann mit Tinka, Aldo und Aki bei Dr. Oi. Die drei erhalten die dritte Kombiimpfung plus die erste Tollwutimpfung. Alle drei haben kräftig zugenommen; am meisten wieder Tinka, die es nun schon auf 9,5 kg bringt. Aldo wiegt 7,5 kg und der kleine Aki nun auch schon 6,5. 

Am Nachmittag verteile ich wieder Immuplex. Papillomas haben sich nicht erneut entwickelt, aber ich hoffe, dass die Behandlung dem Fellzustand der Hunde zugutekommt. Einen sichtbaren Erfolg sehe ich bereits bei Bonnie, die eines meiner Sorgenkinder war.

Samstag, 29. Februar 2020

Pat kommt heute Morgen wieder mit einigen Eimern Reisfutter. Sie füttert zuerst die sechs Welpen im Doppeltorbereich, und ich danach alle anderen Hunde. Anschließend bekommen auch Aldo, Tinka und Aki noch was ab. 

Ich lasse Kenji heute mal in den anderen hinteren Bereich, um zu sehen, ob er weiter allein bleiben will oder die Gesellschaft anderer Hunde akzeptiert. Das scheint der Fall zu sein. Ich bleibe jedoch zur Vorsicht auch mit dabei. Kenji hat im Haus häufig mit Edith zusammengelegten. Edith liegt nun meistens allein im Kennel, den sie sich mit Kenji geteilt hatte. Um herauszufinden, ob Kenji und Edith wieder zusammenliegen wollen, bringe ich Edith zu Kenji. Die beiden begrüßen sich ganz liebevoll und so lasse ich sie am Nachmittag allein zusammen. Als ich am Spätnachmittag wieder im Shelter ankomme, sehe ich, dass Edith Kenjis Bereich verlassen hat und offensichtlich wieder zurück ins Haus will. Also bringe ich sie wieder zurück. Ich werde es in den kommenden Tagen noch einmal mit den beiden versuchen.

Freitag, 28. Februar 2020

Die übliche Routine am Vormittag. Welpen werden gefüttert, Medikamente verteilt sowie Bereiche und Haus gesäubert. Kenjis Bluttestergebnis ist so weit in Ordnung, nur die Anzahl der Blutplättchen ist immer noch unter dem unteren Limit, aber das ist nicht bedenklich. Da ich immer noch eine Trübung der Linse feststelle, bin ich mit ihm nochmal bei Dr. Oi. Sie stellt nun eine kleine Verletzung in der Augenhöhle fest. Das kann die Ursache der Linsentrübung sein. Ich solle die Behandlung mit Doxycycline zwei Wochen lang fortsetzen. 

Am Nachmittag bin ich im Wat Nong Yai. Ein Resident hat mich gebeten nach einem Hund zu schauen, der eine hässliche Wunde am Kopf habe. Mithilfe von Leuten im Tempel finde ich den Hund und stelle fest, dass der Kopf geschoren wurde. Auf Nachfrage teilt man mir mit, dass eine Thai, die sich um die Hunde im Tempel kümmert, den Hund schon zur Behandlung in eine Klinik gebracht habe. Am Spätnachmittag bin ich nochmal im Shelter und mache eine Routinerunde.

Donnerstag, 27. Februar 2020

Als ich heute Vormittag in Kenjis Gehege säubere, stelle ich bei ihm einen leichten Schimmer in seinem rechten Auge fest. Kenji ist ja mittlerweile schon recht betagt und so können Alterserscheinungen einsetzen. Nachdem ich meine Säuberungsrunde beendet, die Welpen gefüttert und Medikamente verteilt habe, hole ich ihn aus seinem Gehege. Um die Begegnung mit den Hunden im hinteren Bereich, dem Salabereich und dem Hausbereich zu vermeiden, verlasse ich mit ihm das Shelter durch die rückwärtige Tür und wir gehen durch das Tapiokafeld zum Auto. Kenji folgt mir tadellos. 

Dr. Oi stellt eine leichte Trübung der Linse fest. Kenji wird abgehört und es wird ein wenig Feuchtigkeit in der Lunge festgestellt. Ich lasse ihm zudem Blut abnehmen, um festzustellen ob ein verborgener Infekt vorliegt. Kenji ist im Juni vergangenen Jahres getestet worden und es waren Blutparasiten gefunden worden. Er hatte danach die übliche, allerdings nur fünfwöchige Doxy/Ferric Behandlung durchlaufen. Bevor das Ergebnis vorliegt, solle ich ihn vorsorglich mit Doxycycline behandeln. 

Ich bringe Kenji zurück, füttere die Hunde und hole danach 300 kg Trockenfutter bei Apisit. Auf dem Rückweg fängt es an zu regnen, was erfreulich ist, mir jedoch garnicht passt. Im Shelter angekommen, bedecke ich die Futtersäcke notdürftig mit einer Plane und warte das Ende des Schauers mit den Hunden im Haus ab. Dann verstaue ich die Säcke im Behandlungsraum und gehe nochmal durch alle Bereiche.

Mittwoch, 26. Februar 2020

Heute Morgen treffe ich Arno im Thai Watsadu. Ich muss einen weiteren Schrank für den Behandlungsraum kaufen. Der, den ich schon habe, ist mittlerweile vollgestopft mit Medikamenten und Zeug. Wir stellen den Schrank auf und anschließend hilft mir Arno noch bei den morgendlichen Arbeiten. 

Kenji und Rocco fühlen sich weiterhin wohl in ihrer neuen Umgebung und die drei Welpen folgen mir auf Schritt und Tritt. Da Arno mir einen Teil der Arbeit abnimmt, habe ich mehr Zeit mich um jeden einzelnen Hund zu kümmern, was den Hunden guttut und mir auch. Am Spätnachmittag bin ich wieder im Shelter und verteile Medikamente und gehe nochmal säubernd durch alle Bereiche.

Dienstag, 25. Februar 2020

Ich gehe nach kurzer Inspektion des Hausbereichs in die hinteren Bereiche und treffe Rocco und Kenji wohlgemut an. Insbesondere Kenji scheint dankbar zu sein einen Platz mit ausreichend Auslauf für sich allein  zu haben. Er springt an mir hoch, wälzt sich im Gras und als Max zur Tür hereinkommt, verscheucht er ihn sofort. Rocco hat sich bei den anderen Hunden eingerichtet und scheint ebenfalls zufrieden mit seiner neuen Umgebung zu sein. Auch er begrüßt mich freudig. Die anderen Hunde haben kein Problem mit ihm. Natürlich sind wieder die Welpen mit dabei, die mit ihrer Energie die Hunde auflockern. Im Hausbereich und im Salabereich ist ebenfalls alles in Ordnung. Es bestätigt sich, dass je mehr ich die Hunde auseinanderhalte, desto entspannter ist das Zusammenleben. 

Am Nachmittag bin ich in Wong Amat bei Mirko, Anja, Hala und Sila und anschließend bei einer Hundefamilie am Wong Amat Strand. Eine Touristin hatte mich auf die Hunde aufmerksam gemacht und heute finde ich Zeit sie aufzusuchen. Ich frage die Strandleute, ob die Hunde schon sterilisiert seien, was verneint wird. Ich will versuchen die Sterilisationen zu organisieren. 

Am Spätnachmittag bin ich wieder im Shelter und verteile Ferric an Nimnim und Immuplex an eine Reihe von Hunden. Kenji und Rocco fühlen sich nach wie vor wohl und auch Hovis hat sich wohl nun endgültig eingelebt. Auch Tommy hat sich mit der Situation abgefunden, obwohl er, wenn er könnte, sich in allen Bereichen tummeln würde. Das allerdings würde nur Unruhe stiften.

Montag, 24. Februar 2020

Nachdem ich meine Routinearbeiten erledigt habe und die drei Welpen gefüttert, trage ich Rocco und anschließend Kenji in die hinteren Bereiche. Rocco und Kenji sind zwei Einzelgänger und haben sich im Haus immer sehr zurückgezogen. Gestern nun ist Rocco angegangen worden als ich in den hinteren Bereichen gearbeitet habe. Es ist ihm nichts passiert, da ich schnell Ordnung geschaffen habe, aber er hatte sich danach unter einer Bank im großen Kennel verkrochen. Kenji hat, seit das Haus fertig ist, in einem der kleinen Kennel gehaust. Die Tür war zwar meistens offen, aber er hat sich selten heraus getraut. Zudem hat Talo ihn häufig belästigt. Vor Monaten, zur der Zeit als alle Bereiche noch für alle Hunde zugänglich waren, habe ich schon mal versucht ihn umzusiedeln, er ist aber ganz schnell wieder in seinen Kennel zurückgelaufen. 

Nun versuche ich es mit ihm erneut. Ich trage ihn in eine der Salas und bleibe bei ihm eine ganze Weile sitzen. Rocco setzte ich in einen anderen Sala. Rocco erkundet seine neue Umgebung und scheint seine Angst verloren zu haben. Schließlich kennt er ja die Hunde als diese auch noch den Hausbereich bevölkerten. Auch Kenji taut nach einer Weile auf und schnuppert herum. Ich bekomme das Gefühl, dass beide Hunde froh sind, nun mehr Auslauf zu haben. 

Wenn ich in die hinteren Bereiche gehe, folgen mir stets Aldo, Aki und Tinka. Sie kennen sich dort nun gut aus und werden von allen großen Hunden akzeptiert. Die meisten von ihnen freuen sich die Welpen zu sehen und insbesondere Hovis spielt gern mit ihnen. 

Als ich am frühen Nachmittag gehe, verschließe ich die Bereiche. Kenji bleibt in einem allein. Im zweiten und dritten Bereich halten sich Tommy, Hovis, Beppe, Lucy, Rocco und Lina auf und im Bereich mit den drei Salas Alex, Max, Dodger, Darla, Roshi, Bonnie und Kylie. Die drei Welpen kommen mit mir und folgen mir in den Hausbereich. Das Tor zwischen Hausbereich und Salabereich schließe ich ebenfalls. 

Am Spätnachmittag bin ich wieder im Shelter. Ich öffne wie üblich das Tor zwischen Hausbereich und Salabereich. Nur Toya und Zola verlassen den Salabereich nie. Alle anderen Hunde bewegen sich dann in beiden Bereichen und auch im Doppeltorbereich dessen Innentor ich ebenfalls öffne. Kofi und Oscar halten sich gern dort auf. In den hinteren Bereich öffne ich alle Türen. Rocco richtet sich offenbar bei den Hunden im Drei-Sala Bereich ein und Kenji zieht es vor in seinem Sala liegenzubleiben. Ich habe weiterhin das Gefühl, dass sie mit der Umsiedlung einverstanden sind. Nachdem ich meine abendlichen Arbeiten erledigt habe, schließe ich wieder sämtliche Türen und Tore. Alle Hunde haben trotzdem noch jede Menge Auslauf. Ich hoffe morgen früh auch Kenji und Rocco noch guten Mutes anzutreffen.

Sonntag, 23. Februar 2020

Heute Vormittag verrichte ich meine Routinearbeiten, füttere die Welpen und verteile dann Medikamente. Ich habe mir nochmal Immuplex besorgt. In der Behandlung der Papillomas hat es sehr gut geholfen und ich möchte es nun auch noch eine Weile an den Hunden mit Fellproblemen ausprobieren. 

Am Nachmittag füttere ich alle Hunde mit Trockenfutter und die Welpen für die Nacht ein weiteres Mal. Der Shitzu Hündin, die wir vor drei Tagen gefunden hatten, geht es ja viel besser. Leider gilt das nicht für den Unfallhund. Dr. Kwanchai teilt mir mit, dass der Rüde sehr stark dehydriert ist und dass ein Vorderlauf gebrochen sei. Hoffen wir, dass Dr. Kwanchai den Hund durchbringen kann.

Samstag, 22. Februar 2020

Aldo, Tinka und Aki haben die Nacht in den hinteren Bereichen wohlbehalten überstanden. Khiaow taucht wieder im Hausbereich auf; keine Ahnung wie sie das geschafft hat. Sie kann sich in allen drei Bereichen aufhalten, aber ich möchte sie doch eigentlich in den hinteren Bereichen wissen, da sie anfällig ist für Streitereien mit Nina, die sich im Hausbereich aufhält und Tara die im Salabereich lebt. 

Ich koche Hühnerfleisch und Eier für die drei Welpen, die aber nun auch Puppy Trockenfutter bekommen. Alle drei gedeihen weiterhin gut und es ist eine Freude zu erleben wie sehr sie ihr Leben unter den großen Hunden genießen. Pat kommt um die Mittagszeit und holt Rosie, Nelson und Shana wieder zu sich. Sie haben ja ein Luxusleben bei Pat, aber es ist auch wichtig, dass sie das Shelterleben nicht ganz vergessen.

Freitag, 21. Februar 2020

Nach der Säuberungsroutine bekommt Nimnim Doxy. Dann füttere ich Aldo, Aki und Tinka und anschließend alle anderen Hunde. Rosie, Nelson und Shana halten sich vorsorglich bei der Balgerei um die Bleche zurück und deswegen füttere ich sie separat. Arno kommt vorbei. Er ist auf meine Berichte aufmerksam geworden und bietet mir an mir ab und zu zu helfen. 

Ich bleibe bis zum späten Nachmittag im Shelter und gehe nochmal durch alle Bereiche. Khiaow ist nun öfter bei den Hunden im hinteren Bereich. Sie hat es geschafft mithilfe einer Kiste auf der einen Seite und einer Hütte auf der anderen Seite über den zwei Meter hohen Zaun zu springen. Ich versetzte die Kiste und die Hütte. Mal sehen, ob Khiaow sich in den hinteren Bereichen einrichten kann. Hovis hat sich bereits dort eingelebt; bei Beppe dauert es wohl noch ein wenig länger. Als ich gehe, sind alle drei Welpen ebenfalls im hinteren Bereich und spielen so selbstvergessen, dass ich sie dort auch über die Nacht belasse.

Donnerstag, 20. Februar 2020

Nelson, Rosie und Shana haben sich mit den Hunden im Salabereich gut vertragen und kommen wieder in den Hausbereich, nachdem ich das Tor geöffnet habe. Ich säubere alle Bereiche und das Haus, gebe Nimnim Doxy und koche dann Hähnchenfleisch für Aldo, Tinka und Aki und füttere sie damit. Anschließend füttere ich Rosie, Nelson und Shana ebenfalls. Ich bin mir nicht sicher, ob sie gestern auch etwas abbekommen haben. Die drei verhalten sich, als wären sie nie weg gewesen. 

Am Nachmittag fahre ich um nach Leica zu schauen. Sie liegt an ihrem Platz und scheint zufrieden zu sein. Die Operationswunde ist gut verheilt. Anschließend hole ich Kitty ab und wir machen uns auf den Weg zu den Tempelhunden. Unterwegs bekommt Kitty einen Anruf, dass jemand einen angefahrenen Hund gefunden hat. Wir suchen die Frau auf und werden darüber informiert, dass der Hund bereits vor drei Tagen angefahren wurde. Der Hund kann nicht aufstehen und hat Schmerzen. Wir hieven ihn auf den Rücksitz, da ich keine Box dabei habe. Unterwegs heult der Hund vor Schmerzen wenn er sich bewegt. Dr. Kwanchai nimmt ihn in Empfang und stellt neben mindestens einem Knochenbruch auch fortgeschrittene Dehydrierung fest. Der Hund wird an den Tropf gehängt. Kitty hat mittlerweile schon jemanden gefunden, der die Behandlungskosten übernehmen wird. 

Am Tempel halten wir zuerst bei den Markthunden, finden jedoch nur Avira, Pema und Ashi. Im Tempel sind alle Hunde vollzählig. Auch Prince und Payu haben sich wieder eingefunden. Wir machen unseren Strandgang und sind dann am Sala. Unter dem Sala hat sich ein Hund verborgen, den ich zuvor nie gesehen hatte. Es ist ein Shitzu, der offensichtlich ausgesetzt wurde. Ba Bät teilt uns mit, dass der Hund seit vier Tagen unter dem Sala haust. Kitty will den Hund nicht dort lassen und ruft Bua, der den Shitzu blowdarted. Mit Entsetzen müssen wir feststellen, dass die Hündin völlig verwahrlost ist. Sie ist offensichtlich seit geraumer Zeit nicht mehr versorgt worden, ist stark abgemagert und so verfilzt, wie ich es noch nie zuvor bei einem Hund gesehen habe. Bua bringt die Hündin in die Silverlake Klinik, wo sie erstversorgt wird. Eigentlich war nur ein Besuch bei den Tempelhunden geplant. Dass wir dann auch noch zwei Hunden in großer Not helfen konnten ist Kittys Verdienst.

Mittwoch, 19. Februar 2020

Pat kommt morgens mit Nelson, Rosie und Shana sowie Reisfutter. Pat verreist für einige Tage und so machen die drei einen Abenteuerurlaub. Sie finden sich schnell zurecht und werden freundschaftlich von den übrigen Hunden aufgenommen. Man kennt sich ja. Aldo und Aki allerdings sind da die Ausnahme und bellen vor allem Rosie an. Schließlich haben sie ja Hausrecht.

Nachdem sich alle beruhigt haben füttere ich die drei Welpen und danach die übrigen Hunde zuerst mit Reisfutter und danach mit Trockenfutter. Ich säubere danach und Pat badet Kylie und Beppe. Beide Hunde behandele ich zudem mit dem Kokusnussöl/Sulfur Gemisch.

Pat fährt und ich bin bei Dr. Oi um Muju abzuholen. Muju hat die Nacht nicht überlebt und ist an Nierenversagen gestorben. Ich bringe ihn zu Prajuab zurück und schärfe ihm ein die Gaumen seiner Hunde regelmäßig zu kontrollieren. Dr. Oi empfiehlt monatlich Ivermectin zu verabreichen, um Blutparasitenbefall zu minimieren. Ich werde Prajuab das Ivermectin zur Verfügung stellen und ihn auch mit Doxycycline versorgen, damit er kritische Fälle behandeln kann.

Am Spätnachmittag bin ich wieder im Shelter. Nelson, Shana und Rosie kommen zurecht. Nachdem ich das Tor zum Salabereich geöffnet habe, wechseln sie dort hinüber und bleiben dort auch über Nacht.

Dienstag, 18. Februar 2020

Am Vormittag verrichte ich die üblichen Arbeiten und bin dann am frühen Nachmittag bei Prajuab. Er hat einen kranken Hund und bittet mich ihn in eine Klinik zu bringen. Wir fahren gemeinsam zu Dr. Oi, die bei Muju Blut entnimmt und ihn vorerst für eine Nacht dabehält um ihm Kochsalzlösung zu infundieren. Am Abend erhalte ich das Bluttestergebnis. Die Werte sehen sehr schlecht aus. Muju leidet an Blutparasiten im fortgeschrittenen Stadium und der Nierenwert liegt bei 6.8. Der obere Grenzwert liegt bei 1.7. Normalerweise hat ein Hund nur dann eine Chance, wenn der Wert 2.5 nicht übersteigt.

Da wir schon in der Nähe des Shelters sind, zeige ich Prajuab die Einrichtung und bringe ihn dann zurück zum Mabprachan Reservoir, wo er sich seit Jahren um mehr als siebzig Hunde kümmert. Mit meiner Rückkehr zum Shelter kommt auch der Handwerker von nebenan und repariert die Wasserleitung. Er legt zudem eine Leitung zum Brunnen. Wenn ich ein Problem mit irgendwelchen Bau- oder Installationsarbeiten hätte, könne ich ihn wieder kontaktieren. Der Handwerker baut ja gerade das Haus nebenan.

Montag, 17. Februar 2020

Ich bin frühmorgens im Shelter, damit der Handwerker die Wasserleitung reparieren kann. Der hat jedoch nun keine Zeit und vertröstet mich. Ich säubere alle Bereiche und füttere Aldo, Aki und Tinka. Danach bekommt Nimnim Doxy. Khiaow und Darla haben ihre Dosy/Ferric Behandlung gestern beendet. Abends bekommen dann noch Patty und Zola gemeinsam mit Nimnim Ferric. Die meisten Hunde haben nun eine Behandlung gegen Anämie und Blutparasiten durchlaufen. Eine fortlaufende Kontrolle der Gaumenfarbe aller Hunde ist jedoch weiterhin eine Notwendigkeit. Zeckenbefall habe ich zurzeit keinen und so hoffe ich, dass die Hunde wenigstens von daher gesund bleiben. 

Hovis scheint sich nun einigermaßen in den hinteren Bereichen eingelebt zu haben. Da Beppe und Tashi sich häufig angiften, nehme ich Beppe mit nach hinten. Ich füttere die Hunde und fülle die Behälter mit frischem Wasser auf. Dann bin ich mit Zola bei Dr. Oi. Zolas Rückenwunde ist halb verheilt. Sie soll noch drei Tage einen Kragen tragen und dann könne ich Kragen und Pflaster entfernen. 

Am frühen Abend bin ich erneut im Shelter, füttere Tinka, Aki und Aldo und mache noch eine Säuberungsrunde durch alle Bereiche. Beppe hat sich zu Hovis gesellt. Ich hoffe, er wird sich zurechtfinden. Tommy stänkert offensichtlich immer noch ab und zu herum. Außer Alex mag auch Dodger ihn nicht leiden. Die beiden hatten wohl eine Auseinandersetzung, denn Dodger hat eine kleine Wunde am Ohr, die ich mit Tetravet einsprühe.

Sonntag, 16. Februar 2020

Morgens die Routine, einschließlich der Fütterung der drei Welpen. Die Wasserpumpe zieht Luft und spuckt deswegen und der Druck ist gering. Ich kontrolliere die Wasserleitungen und stelle eine kleine undichte Stelle fest, die ich notdürftig abdichte. Einer der Handwerker von nebenan verspricht morgen früh den Schaden zu beheben. 

Am Nachmittag bin ich in Baan Amphur. Ich kaufe Reis für die kommenden zwei Wochen und bin dann bei den Tempelhunden. Patchy, einer der Salahunde, der von Tai und Åsa betreut wurde, ist verschwunden. Ba Bät hat ihn seit einer Woche nicht mehr gesehen und Tai hat mich schon nach ihm befragt. Auch Prince sehe ich am Sala nicht. Allerdings war er bei meinem vorigen Besuch noch dort. Payu aber, den ich schon beim letzten Mal vermisst habe, ist erneut nicht an seinem gewohnten Platz. Sollte er weiterhin verschwunden bleiben, muss ich beim nächsten Mal den ganzen Tempelbereich nach ihm absuchen. Das geht heute nicht, da die Hunde mir folgen würden. Am frühen Abend bin ich wieder im Shelter, füttere die Welpen für die Nacht und verteile Ferric.

Samstag, 15. Februar 2020

Nach der Säuberung aller Bereiche fahre ich mit Aldo, Tinka und Aki zu Dr. Oi und lasse die Welpen ein zweites Mal impfen. Entwurmt werden sie auch wieder. Zurück im Shelter füttere ich die Welpen und Kenzo mit Reisfutter und verteile dann die fünf Eimer an alle anderen Hunde. 

Der Tank ist schon wieder leer und so kommt der Wassermann. Der Tankwagen kann ins Shelter bis an den Wassertank fahren. Die Hunde kennen sich schon mit der Lieferung aus und so gibt es keine Probleme. Ich fülle alle Wasserbehälter mit frischem Wasser auf und wasche die Futterbleche aus. 

Hovis ist noch bei den Hunden in den hinteren Bereichen. Er weiß aber offenbar nicht so recht wo er hingehört. Gestern, als Mareike und Holger im hinteren Bereich waren, war er ganz nervös und ist dann auch durch die Tür wieder in den Hausbereich geschlüpft. Dort ist er dann konfus herumgerannt und so habe ich ihn wieder in den hinteren Bereich getragen. So richtig Kontakt zu den Hunden dort hat er aber noch nicht bekommen. 

Tommy, der ja nun auch dort lebt, verhält sich recht ordentlich und legt sich nur aus Spaß zuweilen mit Alex an. Der findet das nicht komisch. Es passiert aber nichts. Unter den anderen Hunden ist Tommy einigermaßen gelitten. Er aber scheint sich wohlzufühlen und macht sich nichts aus deren Reserviertheit. Ist eben ein ganz besonderer Kerl.

Freitag, 14. Februar 2020

Ich koche morgens für die drei Welpen und füttere sie. Dann säubere ich und füttere die großen Hunde. Pat kommt mittags mit Reisfutter für morgen. Khiaow, Darla, Kylie, Nimnim, Zola und Bonnie bekommen ihre Medikamente. 

Am Nachmittag bekommen wir unerwarteten Besuch von Mareike und Holger. Sie übergeben mir eine Spende und haben vor mich auch in Zukunft zu unterstützen. Am Spätnachmittag füttere ich die drei Welpen mit Reisfutter und verteile die abendlichen Medikamente.

Donnerstag, 13. Februar 2020

Morgens zuerst die Routinesäuberungen, dann füttere ich Aldo, Aki und Tinka mit Puppy Trockenfutter. Währenddessen koche ich Eier und Hähnchenfilets für sie und füttere sie damit dann auch noch. Wenn ich abends, bevor ich gehe, den Hunden die Wahl lasse die Nacht entweder im Hausbereich oder im Salabereich zu verbringen, entscheiden sich die meisten für den gewohnten Hausbereich. Talo weiß mittlerweile, dass er in den Salabereich muss und trollt sich auch dorthin, wenn ich ihn anspreche. 

Hovis hat sich in den hinteren Bereichen mit den anderen Hunden gut vertragen, ob er aber sich nun endgültig entschieden hat dort zu bleiben, bleibt noch abzuwarten. Tommy sperre ich über Nacht noch in einen der kleinen Bereiche, da er noch die Tendenz hat sich mit Alex anzulegen. Das hat er ja immer im Salabereich gemacht. Alex mag Tommy deswegen ganz und garnicht. Wenn ich die hinteren Bereice säubere, sind die drei Welpen immer dabei. Ich bin immer noch ihre Mutter und sie weinen, wenn ich im Shelter bin, sie mich aber nicht sehen. Ansonsten geht es ihnen prima und sie verstehen sich auch mit den Hunden in den hinteren Bereichen. Nachts schlafen sie im Hausbereich unter den anderen Hunden. Auch Kenzo schläft wieder draußen in einem der Käfige im offenen Haus.

Mittwoch, 12. Februar 2020

Kitty, eine Rescue Freundin, ist heute den ganzen Tag im Shelter. Sie weiß was zu tun ist und hilft mir bei der Arbeit ohne, dass ich ihr etwas erklären müsste. Nebenbei schießt sie eine Menge Vidoes und macht Fotos. Ich kann mich dabei auf meine Arbeiten und die Fütterung der Hunde konzentrieren. 

Mit Zola und Nimnim an Bord fahren wir am Nachmittag in die Dr. Oi Klinik. Nimnims Ohrverletzung heilt ab und er muss keinen Verband mehr tragen. Zolas Rückenwunde heilt ebenfalls ab. Sie bekommt nur noch ein Pflaster verpasst. Allerdings müssen beide Hunde noch einen Kragen tragen, damit sie sich nicht lecken oder kratzen. 

Nachdem ich Kitty zurückgebracht habe, hole ich mir bei Apisit 300 kg Trockenfutter und noch 90 kg Reis für Pat. Ich verstaue das Trockenfutter und den Reis im Shelter und verteile danach noch die notwendigen Medikamente. Hovis hat sich zu den Hunden in den hinteren Bereichen gesellt. Mal abwarten, ob er sich entschlossen hat, mit seinen Brüdern Dodger und Max zusammenzuleben.

Dienstag, 11. Februar 2020

Morgens bin ich wieder in der Slumsiedlung in der Naree lebt um einen erneuten Versuche zu starten, die Hündin einzufangen, die sich bisher entzogen hat. Ich lasse eine Box da, damit die Anwohner sie dort hinein befördern während ich weg bin. 

Im Shelter ist Routine angesagt. Alle Hunde sind wohlauf. Nimnim und Zola tragen noch ihre Kragen. Nimnim, der sich einige Tage versteckt hatte, kommt nun auch wieder hervor. Er ist ein sehr positiver Hund und wird seine Ohrverletzung hoffentlich bald überwunden haben. Allerdings muss er noch einige Wochen gegen Anämie behandelt werden. Aldo, Tinka und Aki machen sich weiterhin gut. 

Am frühen Nachmittag fahre ich in die Slumsiedlung. Die Anwohner haben es nicht geschafft die Hündin in die Box zu bekommen und so muss ich ohne sie in die Silverlake Klinik fahren. Leica, die Hündin, auf die mich der Tourist aufmerksam gemacht hatte, ist mittlerweile von Bua eingefangen und in die Silverlake Klinik gebracht worden. Dr. Kwanchai teilt mir mit, dass sie schon sterilisiert worden war. Immerhin kann sie geimpft und ihr Blut getestet werden. 

Ich bin dann im Wat, versorge die Hunde und mache mit ihnen unseren Strandgang. Dotty ist mit dabei, aber ich vermisse Payu. Am frühen Abend bin ich wieder im Shelter, füttere noch einmal die drei Welpen und verteile die Medikamente an Patty, Nimnim, Khiaow, Darla und Zola.

Montag, 10. Februar 2020

Das Testergebnis von Patty ist fast ideal. Sie soll für einige Zeit Ferric bekommen. Das Ergebnis von Nimnim ist allerdings nicht so gut. Ich überprüfe meine Eintragungen und stelle fest, dass er die Doxy/Ferric Behandlung vor exakt einem Jahr beendet hat. Meine Erinnerung hat mich also getäuscht. Die Zeit vergeht im Fluge. Nimnim wird also eine ganz normale sechswöchige Behandlung durchlaufen müssen. 

Pat kommt mit fünf Eimern Reisfutter und der Wassermann füllt den Tank auf. Nachdem Pat gegangen ist, bin ich mit Zola bei Dr. Oi. Zola hat eine Wunde auf dem Rücken und da sie sie leckt, verheilt sie nicht. Zola wird verbunden und bekommt einen Kragen verpasst. Ich lasse ihr Blut abnehmen und erhalte das Resultat am Abend. Zolas Werte sind fast ideal. Sie solle zwei Wochen lang Ferric bekommen, um die Anzahl der Blutplättchen über den Grenzwert zu bringen. Nach unserer Rückkehr verfüttere ich das Reisfutter. Nachdem ich Bleche und Schüsseln ausgewaschen habe, verteile ich die abendlichen Medikamente.

Sonntag, 9. Februar 2020

Maggie war nicht so glücklich im hinteren Bereich und hat versucht sich durch eine Tür zu beißen. Ich lasse sie nochmal einen Tag dort und wenn sie unbedingt wieder in den Hausbereich will, dann lasse ich sie. Kylie, die sich vor der neuen Aufteilung häufig allein im hintersten Bereich aufgehalten hatte, lege ich zu Tommy. Sie war im Haus nur wohlgelitten. Merlin hat keine Probleme sich in allen Bereichen aufzuhalten und ich lasse ihn hin und herwechseln, wenn er das will. 

Die drei Welpen haben die Nacht draußen gut überstanden und leben sich von Tag zu Tag mehr ein. Sie spielen miteinander und vor allem mit den großen Welpen. Sie werden ausnahmslos von allen großen Hunden akzeptiert. 

Am Nachmittag bin ich mit Patty und Nimnim bei Dr. Oi. Pattys Schwellung ist so gut wie verschwunden. Ihr Verband kann in ein paar Tagen entfernt werden. Nimnims Ohrverletzung heilt auch gut ab, aber der Heilungsprozess wird noch etwa eine Woche lang in Anspruch nehmen. Ich lasse von beiden Hunden eine Blutprobe entnehmen. Sie gehören zu den wenigen Hunden, die ich kürzlich noch nicht getestet hatte. Beide aber haben vor einigen Monaten eine Doxy/Ferric Behandlung durchlaufen und so gehe ich davon aus, dass die Testergebnisse im Rahmen bleiben.

Samstag, 8. Februar 2020

Morgens die übliche Routine mit der intensiven Säuberung von Haus und allen Bereichen. Ich verteile die Medikamente und füttere danach Aki, Aldo und Tinka. Tommy ist glaube ich ganz zufrieden in den hinteren Bereichen, zumal ich ihn zu den anderen Hunden dort lasse, wenn ich im Shelter bin. Tashi allerdings nutzt eine günstige Gelegenheit sich wieder zu den Hausbereichhunden zu gesellen. Dafür bringe ich Maggie in den hinteren Bereich, um sie wieder mit Max und Dodger, ihren Brüdern, zu vereinigen. Ich werde in den kommenden Tagen wohl noch einige Umsiedelungen vornehmen, vorausgesetzt die Hunde kommen damit klar. 

Solange ich im Shelter bin, können sich die Hausbereich- und Salabereichhunde frei in beiden Bereichen und in der Hälfte des dritten Bereichs sowie im Doppeltorbereich und Haus frei bewegen und tun es auch. Die Ausnahme sind Tara, Toya und Zola die sich ständig im Salabereich aufhalten. Wenn ich das Shelter verlasse und damit das Tor zwischen Hausbereich und Salabereich schließe, lasse ich die Hunde entscheiden in welchem der Bereiche sie sich während meiner Abwesenheit aufhalten wollen. Talo allerdings muss dann in den Salabereich, damit er sich nicht mit Kenji anlegt. Ich lasse dann alle Kennel- und Käfigtüren geöffnet, sodass die Hunde sich nach Wahl dort hinlegen können. Kenzo zieht es immer in den Behandlungsraum und ich lasse ihn gewähren. Aldo, Tinka und Aki wollen das auch, aber sie sollen sich an das Leben mit den großen Hunden gewöhnen, auch wenn ich weg bin.

Freitag, 7. Februar 2020

Heute ist der erste Tag mit der neuen Shelteraufteilung. Sie ist für die Hunde und auch für mich gewöhnungsbedürftig. Nachdem ich den Hausbereich vom Kot befreit habe, öffne ich das Tor zum Salabereich, sodass die Hunde sich in beiden Bereichen, sowie der Hälfte des dritten Bereichs, der zum Salabereich auch über Nacht geöffnet bleibt, frei bewegen können. Aldo, Tinka, Aki und Kenzo haben die Nacht draußen verbracht und die drei Welpen laufen in allen ihnen zugänglichen Bereichen herum. Insbesondere Tinka und Aldo lieben es alle Ecken zu erkunden. Aki zieht es noch vor im Hausbereich zu bleiben. 

Nachdem ich die Medikamente verteilt habe, säubere ich die weiteren Bereiche. Tommy und Tashi, die die Nacht im nun hälftigen Teil des hintersten Bereichs verbracht haben, lasse ich zu Dodger, Max, Lina, Lucy, Darla, Roshi, Buffy, Pinky und Alex, die sich im kleinen Bereich, dem neu geschaffenen zweiten kleinen Bereich sowie der anderen Hälfte des hintersten Bereichs aufhalten. Damit können sich diese Hunde in allen vier Bereichen frei bewegen. 

Am frühen Nachmittag bin ich mit Nimnim wieder bei Dr. Oi. Wenn ich nicht im Shelter bin, schließe ich das Tor zum Doppeltorbereich und zum Salabereich. Die Hunde in den hinteren Bereichen bleiben von den Hunden im Salabereich getrennt. Nachdem ich mit Nimnim zurück bin, füttere ich alle Hunde und verteile danach die Medikamente.

Donnerstag, 6. Februar 2020

Khun Vut und Pat kommen zur selben Zeit. Damit ist Chaosmanagement erforderlich. Die Hunde verbinden Pats Ankunft mit Reisfütterung und versammeln sich in Scharen am Tor, dass den Hausbereich vom Doppeltorbereich trennt. Khun Vut aber muss mit Arbeitsmaterialien und Werkzeugen vom Dopeltorbereich zu den hinteren Bereichen. Die Hunde, die sich normalerweise im Hausbereich befinden in Schach zu halten ist keine leichte Aufgabe. 

Schließlich füttert Pat zunächst die sechs Welpen, Khun Vut macht sich an die Reparaturarbeiten in den hinteren Bereichen und ich füttere Aldo, Tinka, Aki sowie Kenzo im Behandlungsraum. Nachdem die sechs Welpen satt sind, lassen wir die Hausbereichhunde in den Doppeltorbereich, wo auch sie mit Reis gefüttert werden. Zwei Eimer rette ich für die Hunde im Salabereich und die Hunde im neu geschaffenen Bereich, der den kleinen Bereich mit der Hälfte des hintersten Bereichs verbindet.

Nimnim hat die Nacht in einem der Kennel verbracht. Er hat sich zwar des Kragens entledigt, aber der Verband ist noch intakt. Pattys Verband sitzt auch noch und Aldo scheint es viel besser zu gehen, denn er hustet nicht mehr und ist wieder aktiv.

Nach der Fütterung setzt ein hrftiger Platzregen ein, der das Gelände teilweise unter Wasser setzt. Pat und ich sitzen im Haus mit den Hunden um uns herum. Für mich ist solch eine Unterbrechung angenehm, denn ich bin gezwungen mal die Hände ruhen zu lassen und kann mich den Hunden widmen, die zu mir kommen. Das ist auch für etliche von ihnen eine gute Gelegenheit mal intensiver getätschelt und umarmt zu werden. Sie kommen ja sonst regelmäßig zu kurz, da ich immer alle Hände voll habe.

Nach dem großen Regen beendet Khun Vut seine Arbeiten und Pat verlässt uns ebenfalls. Ich fahre mit Nimnim zu Dr. Oi, wo er neu versorgt wird. Die Ohrwunde ist hässlich und erfordert intensive Behandlung. Nach unserer Rückkehr verteile ich die abendlichen Medikamente an Khiaow, Darla, Patty und Nimnim und füttere Tinka, Aldo und Aki für die Nacht.

Mittwoch, 5. Februar 2020

Khun Vut kommt wieder am morgen, dieses Mal allein. Bis zum frühen Abend beendet er die meisten Arbeiten, nur kleinere Reparaturen sind morgen noch fällig. Ich bin den ganzen Tag bei den Hunden und verrichte meine Arbeiten. 

Aldo macht mir etwas Sorgen. Er hustet immer noch ein wenig und schläft viel. Allerdings frisst er zwischendurch. An Nimnim stelle ich eine Ohrverletzung fest. Die muss von selben Beißerei herrühren, von der Patty die Schwellung davongetragen hat. Ich habe Nimnims Verletzung zuvor nicht bemerkt. 

Nachdem Khun Vut gefahren ist, bin ich mit Nimnim, Patty und Aldo bei Dr. Oi. Aldo wird abgehört. Dr. Oi stellt eine leichte Feuchtigkeit in der Lunge fest. Leichtes Fieber hat Aldo auch. Er bekommt eine fiebersenkende Injektion und Doxy, Bromhexine sowie Neurobion verschrieben. Nimnims Ohr wird gesäubert und er bekommt einen Verband sowie einen Kragen verpasst. Er bekommt Doxy und Carprofen verschrieben. Pattys Schwellung ist abgeklungen. Sie bekommt dennoch wieder einen Druckverband angelegt und soll weiter Clindamycin und dazu noch Prednisilone bekommen. Nimnim lege ich in einen Kennel, damit er keine Probleme mit dem Kragen bekommt. Patty kann weiter im Haus bleiben und Aldo bleibt wieder mit Aki, Tinka und Kenzo im Behandlungsraum. Es scheint ihm besser zu gehen, denn er frisst Hähnchenfleisch und legt sich auch schon wieder mit Tinka an.

Dienstag, 4. Februar 2020

Khun Vut und sein Helfer arbeiten heute den ganzen Tag an den Türen. Die Hunde sind natürlich neugierig was passiert und so lasse ich einige von ihnen in die neu geschaffenen Bereiche. Ich füttere die Hunde mit dem Reisfutter, das Pat gestern gebracht hatte und auch noch mit Trockenfutter. 

Nachdem die Arbeiter gefahren sind, bin ich in Baan Amphur, kaufe Reis und bezahle Ba Bät. Alle Hunde sind vollzählig und wir machen unseren Strandgang, nachdem ich sie mit Trockenfutter und Wasser versorgt habe. 

Am frühen Abend bin ich wieder im Shelter, füttere die Welpen für die Nacht und verteile Medikamente an Khiaow, Darla und Patty. Die Welpen lasse ich heute Abend zusammen mit Kenzo im Behandlungsraum, da es nachts recht kühl ist und Aldo schon ein wenig hustet. Ich verabreiche ihm vorsorglich eine geringe Dosis Bromhexine.

Montag, 3. Februar 2020

Pat kommt am morgen mit zwei Eimern Reisfutter und kurz danach auch Khun Vut mit seinem Helfer. Während Pat bei den Hunden bleibt, hole ich Lukus in der Dr. Oi Klinik ab. Lukus unternimmt gegenwärtig eine 60tägige Spendensammeltour, in der er zahlreiche Sheltereinrichtungen in ganz Thailand aufsucht. Siehe hierzu https://www.facebook.com/events/2442245179337318/. 

Lukus nimmt sich mehrere Stunden Zeit für die Hunde und mich und macht Videos und Fotos. Unser Gedankenaustausch ist interessant und anregend. Nachdem ich Lukus wieder zurückgebracht habe und Pat gegangen ist, beendet auch Khun Vut die Arbeiten. Der Innenzaun ist gesetzt. Nun müssen noch vier Türen eingesetzt werden und einige Reparaturarbeiten an alten Zäunen und an Toren durchgeführt werden.

Sonntag, 2. Februar 2020

Ich bin heute wieder den ganzen Tag im Shelter um die Hunde in Schach zu halten während Khun Vut und sein Helfer weiter an der Errichtung der Innenzäune arbeiten. Zwischendurch erledige ich auch noch alle meine Routinearbeiten. 

Nachdem die Handwerker am späten Nachmittag gefahren sind, bin ich mit Patty bei Dr. Oi. Patty hat eine recht große Schwellung an ihrer Flanke entwickelt, die anscheinend von einer Beißerei herrührt, die ich nicht bemerkt hatte. Die Schwellung wird punktiert und ein Druckverband wird angelegt. Patty soll drei Tage lang Carprofen erhalten und fünf Tage lang Clindamycin. Sie bekommt ein Shirt verpasst, damit sie sich den Verband nicht abreißen kann. Die Medikamente nimmt sie nach unserer Rückkehr ins Shelter ohne Probleme. 

Khiaow und Darla erhalten Ferric und Tinka, Aki und Aldo werden für die Nacht gefüttert. Danach lasse ich sie nach draußen. Kenzo möchte nachts im Behandlungsraum bleiben. Er scheint sich mit seiner Blindheit zurechtzufinden und zeigt kein verändertes emotionales Verhalten. Er ist so liebenswert wie zuvor auch.

Samstag, 1. Februar 2020

Heute Morgen kommt Khun Vut mit einem Helfer und beginnt mit der Innenzaunerrichtung. Durch die neue Separierung werden zwei neue, geräumige Bereiche kreiert. In sie integriert ist der kleine Bereich. Alle drei Bereiche sind durch Türen miteinander verbunden, sodass sie entweder als drei geschlossene Bereiche, zwei Bereiche oder als ein großer Bereich genutzt werden können. Durch die Teilung wird der hinterste Bereich besser genutzt und kann dann auch zur Hälfte wieder für die Hunde im Salabereich zugänglich gemacht werden. Aus den bisher sechs Bereichen entstehen nun acht, die alle von den übrigen sieben Bereichen abtrennbar sind und über eigene Zugänge verfügen, aber auch mit Nachbarbereichen zusammengelegt werden können. 

Während der Arbeiten verrichte ich meine Routine. Die Hunde kennen bereits Khun Vut und sind ja sowieso auch gegenüber fremden Besuchern freundlich und so stören sie kaum bei den Zaunarbeiten. Khun Vut fährt am Spätnachmittag. Die Arbeiten werden morgen früh fortgesetzt. 

Ich fahre in die Stadt, um Leica für eine Blutentnahme und die erste Impfung in die Dr. Oi Klinik zu bringen. Leica finde ich an gewohnter Stelle und sie ist freundlich. Als ich sie jedoch aufnehmen will, wird sie total panisch und wehrt sich heftig, sodass ich sie laufen lassen muss. Sie in dem Zustand in eine Box zu bekommen ist sowieso nicht ratsam. Wenn Zlatko, der Tourist, sie sterilisieren lassen will - und das ist ja angesagt - muss Leica wohl von Bua gedartet werden. Am frühen Abend bin ich erneut im Shelter, verteile Medikamente, füttere Aldo, Tinka und Aki für die Nacht und fülle nochmal die Wasserbehälter auf.