Mittwoch, 4. März 2020

Ich schaue als Erstes nach Nina und Venus. Beide kommen anscheinend gut zurecht. Heute Morgen bringe ich noch Toto und Sita zu ihnen und verlege Tommy wieder in den Bereich mit Pinky, Alex, Max und den anderen. Venus, Sita und Toto sind Geschwister und immer gut miteinander ausgekommen. 

Pat kommt am Vormittag wieder mit mehreren Eimern Reisfutter, das gleichmäßig an die Hunde in allen Bereichen verteilt wird. Anschließend gibt es noch Trockenfutter, damit auch die letzten noch satt werden. Aldo, Tinka, Aki und Kenzo füttere ich im Behandlungsraum. 

Am Nachmittag liefere ich bestelltes Bravecto bei Anton ab und hole mir dann Trockenfutter und Reis für Prajuab und die Hunde in der Thepprasit Soi sechs, die der Wachmann dort füttert. Nachdem ich das Futter bei Prajuab abgeliefert habe, bin ich wieder im Shelter und verrichte meine abendliche Routine. Toto und Sita scheint die Umsiedelung zu gefallen. Sie und Venus kommen gut mit Nina zurecht. Ich hoffe, dass das auch so bleibt. Lucy und vor allem Rocco ziehen es vor für sich zu bleiben.

Dienstag, 3. März 2020

Ich schaue morgens nach dem Welpen und werde darüber aufgeklärt, dass die Bauarbeiter mit samt dem Welpen in ihre Heimatprovinz abgereist sind. Dass ich ihnen versprochen hatte, den Welpen untersuchen und ggf. behandeln zu lassen, scheinen sie nicht geglaubt zu haben. Dass jemand sein Versprechen hält, ist für sie anscheinend eher unwahrscheinlich. Das ist verständlich. Also mache ich mich wie gewohnt an meine Arbeiten.

Am frühen Nachmittag bin ich im Wat, versorge die Hunde und mache mit ihnen unseren Strandgang. Ich treffe Bua und vereinbare mit ihm uns übermorgen am Wong Amat Strand zu treffen, um Hunde zur Sterilisation einzusammeln. Eine Touristin hatte mich auf sie aufmerksam gemacht.

Am Spätnachmittag bin ich wieder im Shelter. Ich hatte vor zwei Tagen Nuri in den hinteren Bereich gebracht, sie hat sich jedoch dort nicht einleben können und wollte zurück ins Haus. Also habe ich sie zurückgebracht und mit Nina ausgetauscht. Die scheint sich anscheinend eher zurechtzufinden. Das kann sich morgen aber schon wieder ändern. 

Venus war die stärkste der beiden älteren Welpen, ist jedoch in den vergangenen Tagen ängstlich geworden. Unter den sechs Welpen gibt es Rangordnungsauseinandersetzungen. Sita, der zweite weibliche Welpe hat an Selbstvertrauen gewonnen und hält sich meistens im Salabereich auf. Bei den männlichen Welpen gibt Paco den Ton an. Paco war der schwächste der sechs als ich sie fand. Kofi und Oscar kommen gut miteinander aus, aber zwischen Kofi und Paco gibt es häufig Streit. Kofi war übrigens der dominante und größte Welpe und ist es nun nicht mehr. Er dominiert nun nur noch Toto, der bei den vier männlichen Welpen den untersten Rang einnimmt. Ich nehme also Venus auf den Arm und trage sie in einen der hinteren Bereiche, in der sich Tommy, Lucy, Rocco und nun auch Nina aufhalten. Wollen wir mal sehen, ob Venus und Nina auch morgen noch glücklich mit der Umgruppierung sind. Beppe übrigens wollte auch zurück ins Haus und hatte sich unter einem Tor durchgegraben. Mal sehen, ob ich Tashi in den hinteren Bereich bekomme, denn der und Beppe mögen sich überhaupt nicht. Tashi allerdings lässt sich von mir nicht aufnehmen.

Montag, 2. März 2020

Ich mache meinen Vormittagsjob, koche Hähnchenfilets für die Welpen und füttere sie. Danach sind die anderen Hunde mit Trockenfutter dran. Die Bauarbeiter von nebenan zeigen mir einen Welpen, den sie irgendwo gefunden haben. Sie wollen, dass ich ihn zu mir nehme. Ich werde ihn morgen Dr. Oi vorstellen und sein Blut testen lassen. Mein Herz sagt ja immer ja aber mein Verstand sagt nein. So gern ich ein junges Leben retten möchte, eine mögliche Gefährdung der Shelterhunde muss ausgeschlossen werden. Sollte der Welpe behandlungsbedürftig sein, kann ich ja dafür sorgen. Ansonsten kann er erstmal bei den Bauarbeitern bleiben.

Sonntag, 1. März 2020

Ich verrichte meine morgendlichen Arbeiten und bin dann mit Tinka, Aldo und Aki bei Dr. Oi. Die drei erhalten die dritte Kombiimpfung plus die erste Tollwutimpfung. Alle drei haben kräftig zugenommen; am meisten wieder Tinka, die es nun schon auf 9,5 kg bringt. Aldo wiegt 7,5 kg und der kleine Aki nun auch schon 6,5. 

Am Nachmittag verteile ich wieder Immuplex. Papillomas haben sich nicht erneut entwickelt, aber ich hoffe, dass die Behandlung dem Fellzustand der Hunde zugutekommt. Einen sichtbaren Erfolg sehe ich bereits bei Bonnie, die eines meiner Sorgenkinder war.

Samstag, 29. Februar 2020

Pat kommt heute Morgen wieder mit einigen Eimern Reisfutter. Sie füttert zuerst die sechs Welpen im Doppeltorbereich, und ich danach alle anderen Hunde. Anschließend bekommen auch Aldo, Tinka und Aki noch was ab. 

Ich lasse Kenji heute mal in den anderen hinteren Bereich, um zu sehen, ob er weiter allein bleiben will oder die Gesellschaft anderer Hunde akzeptiert. Das scheint der Fall zu sein. Ich bleibe jedoch zur Vorsicht auch mit dabei. Kenji hat im Haus häufig mit Edith zusammengelegten. Edith liegt nun meistens allein im Kennel, den sie sich mit Kenji geteilt hatte. Um herauszufinden, ob Kenji und Edith wieder zusammenliegen wollen, bringe ich Edith zu Kenji. Die beiden begrüßen sich ganz liebevoll und so lasse ich sie am Nachmittag allein zusammen. Als ich am Spätnachmittag wieder im Shelter ankomme, sehe ich, dass Edith Kenjis Bereich verlassen hat und offensichtlich wieder zurück ins Haus will. Also bringe ich sie wieder zurück. Ich werde es in den kommenden Tagen noch einmal mit den beiden versuchen.

Freitag, 28. Februar 2020

Die übliche Routine am Vormittag. Welpen werden gefüttert, Medikamente verteilt sowie Bereiche und Haus gesäubert. Kenjis Bluttestergebnis ist so weit in Ordnung, nur die Anzahl der Blutplättchen ist immer noch unter dem unteren Limit, aber das ist nicht bedenklich. Da ich immer noch eine Trübung der Linse feststelle, bin ich mit ihm nochmal bei Dr. Oi. Sie stellt nun eine kleine Verletzung in der Augenhöhle fest. Das kann die Ursache der Linsentrübung sein. Ich solle die Behandlung mit Doxycycline zwei Wochen lang fortsetzen. 

Am Nachmittag bin ich im Wat Nong Yai. Ein Resident hat mich gebeten nach einem Hund zu schauen, der eine hässliche Wunde am Kopf habe. Mithilfe von Leuten im Tempel finde ich den Hund und stelle fest, dass der Kopf geschoren wurde. Auf Nachfrage teilt man mir mit, dass eine Thai, die sich um die Hunde im Tempel kümmert, den Hund schon zur Behandlung in eine Klinik gebracht habe. Am Spätnachmittag bin ich nochmal im Shelter und mache eine Routinerunde.

Donnerstag, 27. Februar 2020

Als ich heute Vormittag in Kenjis Gehege säubere, stelle ich bei ihm einen leichten Schimmer in seinem rechten Auge fest. Kenji ist ja mittlerweile schon recht betagt und so können Alterserscheinungen einsetzen. Nachdem ich meine Säuberungsrunde beendet, die Welpen gefüttert und Medikamente verteilt habe, hole ich ihn aus seinem Gehege. Um die Begegnung mit den Hunden im hinteren Bereich, dem Salabereich und dem Hausbereich zu vermeiden, verlasse ich mit ihm das Shelter durch die rückwärtige Tür und wir gehen durch das Tapiokafeld zum Auto. Kenji folgt mir tadellos. 

Dr. Oi stellt eine leichte Trübung der Linse fest. Kenji wird abgehört und es wird ein wenig Feuchtigkeit in der Lunge festgestellt. Ich lasse ihm zudem Blut abnehmen, um festzustellen ob ein verborgener Infekt vorliegt. Kenji ist im Juni vergangenen Jahres getestet worden und es waren Blutparasiten gefunden worden. Er hatte danach die übliche, allerdings nur fünfwöchige Doxy/Ferric Behandlung durchlaufen. Bevor das Ergebnis vorliegt, solle ich ihn vorsorglich mit Doxycycline behandeln. 

Ich bringe Kenji zurück, füttere die Hunde und hole danach 300 kg Trockenfutter bei Apisit. Auf dem Rückweg fängt es an zu regnen, was erfreulich ist, mir jedoch garnicht passt. Im Shelter angekommen, bedecke ich die Futtersäcke notdürftig mit einer Plane und warte das Ende des Schauers mit den Hunden im Haus ab. Dann verstaue ich die Säcke im Behandlungsraum und gehe nochmal durch alle Bereiche.

Mittwoch, 26. Februar 2020

Heute Morgen treffe ich Arno im Thai Watsadu. Ich muss einen weiteren Schrank für den Behandlungsraum kaufen. Der, den ich schon habe, ist mittlerweile vollgestopft mit Medikamenten und Zeug. Wir stellen den Schrank auf und anschließend hilft mir Arno noch bei den morgendlichen Arbeiten. 

Kenji und Rocco fühlen sich weiterhin wohl in ihrer neuen Umgebung und die drei Welpen folgen mir auf Schritt und Tritt. Da Arno mir einen Teil der Arbeit abnimmt, habe ich mehr Zeit mich um jeden einzelnen Hund zu kümmern, was den Hunden guttut und mir auch. Am Spätnachmittag bin ich wieder im Shelter und verteile Medikamente und gehe nochmal säubernd durch alle Bereiche.

Dienstag, 25. Februar 2020

Ich gehe nach kurzer Inspektion des Hausbereichs in die hinteren Bereiche und treffe Rocco und Kenji wohlgemut an. Insbesondere Kenji scheint dankbar zu sein einen Platz mit ausreichend Auslauf für sich allein  zu haben. Er springt an mir hoch, wälzt sich im Gras und als Max zur Tür hereinkommt, verscheucht er ihn sofort. Rocco hat sich bei den anderen Hunden eingerichtet und scheint ebenfalls zufrieden mit seiner neuen Umgebung zu sein. Auch er begrüßt mich freudig. Die anderen Hunde haben kein Problem mit ihm. Natürlich sind wieder die Welpen mit dabei, die mit ihrer Energie die Hunde auflockern. Im Hausbereich und im Salabereich ist ebenfalls alles in Ordnung. Es bestätigt sich, dass je mehr ich die Hunde auseinanderhalte, desto entspannter ist das Zusammenleben. 

Am Nachmittag bin ich in Wong Amat bei Mirko, Anja, Hala und Sila und anschließend bei einer Hundefamilie am Wong Amat Strand. Eine Touristin hatte mich auf die Hunde aufmerksam gemacht und heute finde ich Zeit sie aufzusuchen. Ich frage die Strandleute, ob die Hunde schon sterilisiert seien, was verneint wird. Ich will versuchen die Sterilisationen zu organisieren. 

Am Spätnachmittag bin ich wieder im Shelter und verteile Ferric an Nimnim und Immuplex an eine Reihe von Hunden. Kenji und Rocco fühlen sich nach wie vor wohl und auch Hovis hat sich wohl nun endgültig eingelebt. Auch Tommy hat sich mit der Situation abgefunden, obwohl er, wenn er könnte, sich in allen Bereichen tummeln würde. Das allerdings würde nur Unruhe stiften.

Montag, 24. Februar 2020

Nachdem ich meine Routinearbeiten erledigt habe und die drei Welpen gefüttert, trage ich Rocco und anschließend Kenji in die hinteren Bereiche. Rocco und Kenji sind zwei Einzelgänger und haben sich im Haus immer sehr zurückgezogen. Gestern nun ist Rocco angegangen worden als ich in den hinteren Bereichen gearbeitet habe. Es ist ihm nichts passiert, da ich schnell Ordnung geschaffen habe, aber er hatte sich danach unter einer Bank im großen Kennel verkrochen. Kenji hat, seit das Haus fertig ist, in einem der kleinen Kennel gehaust. Die Tür war zwar meistens offen, aber er hat sich selten heraus getraut. Zudem hat Talo ihn häufig belästigt. Vor Monaten, zur der Zeit als alle Bereiche noch für alle Hunde zugänglich waren, habe ich schon mal versucht ihn umzusiedeln, er ist aber ganz schnell wieder in seinen Kennel zurückgelaufen. 

Nun versuche ich es mit ihm erneut. Ich trage ihn in eine der Salas und bleibe bei ihm eine ganze Weile sitzen. Rocco setzte ich in einen anderen Sala. Rocco erkundet seine neue Umgebung und scheint seine Angst verloren zu haben. Schließlich kennt er ja die Hunde als diese auch noch den Hausbereich bevölkerten. Auch Kenji taut nach einer Weile auf und schnuppert herum. Ich bekomme das Gefühl, dass beide Hunde froh sind, nun mehr Auslauf zu haben. 

Wenn ich in die hinteren Bereiche gehe, folgen mir stets Aldo, Aki und Tinka. Sie kennen sich dort nun gut aus und werden von allen großen Hunden akzeptiert. Die meisten von ihnen freuen sich die Welpen zu sehen und insbesondere Hovis spielt gern mit ihnen. 

Als ich am frühen Nachmittag gehe, verschließe ich die Bereiche. Kenji bleibt in einem allein. Im zweiten und dritten Bereich halten sich Tommy, Hovis, Beppe, Lucy, Rocco und Lina auf und im Bereich mit den drei Salas Alex, Max, Dodger, Darla, Roshi, Bonnie und Kylie. Die drei Welpen kommen mit mir und folgen mir in den Hausbereich. Das Tor zwischen Hausbereich und Salabereich schließe ich ebenfalls. 

Am Spätnachmittag bin ich wieder im Shelter. Ich öffne wie üblich das Tor zwischen Hausbereich und Salabereich. Nur Toya und Zola verlassen den Salabereich nie. Alle anderen Hunde bewegen sich dann in beiden Bereichen und auch im Doppeltorbereich dessen Innentor ich ebenfalls öffne. Kofi und Oscar halten sich gern dort auf. In den hinteren Bereich öffne ich alle Türen. Rocco richtet sich offenbar bei den Hunden im Drei-Sala Bereich ein und Kenji zieht es vor in seinem Sala liegenzubleiben. Ich habe weiterhin das Gefühl, dass sie mit der Umsiedlung einverstanden sind. Nachdem ich meine abendlichen Arbeiten erledigt habe, schließe ich wieder sämtliche Türen und Tore. Alle Hunde haben trotzdem noch jede Menge Auslauf. Ich hoffe morgen früh auch Kenji und Rocco noch guten Mutes anzutreffen.

Sonntag, 23. Februar 2020

Heute Vormittag verrichte ich meine Routinearbeiten, füttere die Welpen und verteile dann Medikamente. Ich habe mir nochmal Immuplex besorgt. In der Behandlung der Papillomas hat es sehr gut geholfen und ich möchte es nun auch noch eine Weile an den Hunden mit Fellproblemen ausprobieren. 

Am Nachmittag füttere ich alle Hunde mit Trockenfutter und die Welpen für die Nacht ein weiteres Mal. Der Shitzu Hündin, die wir vor drei Tagen gefunden hatten, geht es ja viel besser. Leider gilt das nicht für den Unfallhund. Dr. Kwanchai teilt mir mit, dass der Rüde sehr stark dehydriert ist und dass ein Vorderlauf gebrochen sei. Hoffen wir, dass Dr. Kwanchai den Hund durchbringen kann.

Samstag, 22. Februar 2020

Aldo, Tinka und Aki haben die Nacht in den hinteren Bereichen wohlbehalten überstanden. Khiaow taucht wieder im Hausbereich auf; keine Ahnung wie sie das geschafft hat. Sie kann sich in allen drei Bereichen aufhalten, aber ich möchte sie doch eigentlich in den hinteren Bereichen wissen, da sie anfällig ist für Streitereien mit Nina, die sich im Hausbereich aufhält und Tara die im Salabereich lebt. 

Ich koche Hühnerfleisch und Eier für die drei Welpen, die aber nun auch Puppy Trockenfutter bekommen. Alle drei gedeihen weiterhin gut und es ist eine Freude zu erleben wie sehr sie ihr Leben unter den großen Hunden genießen. Pat kommt um die Mittagszeit und holt Rosie, Nelson und Shana wieder zu sich. Sie haben ja ein Luxusleben bei Pat, aber es ist auch wichtig, dass sie das Shelterleben nicht ganz vergessen.

Freitag, 21. Februar 2020

Nach der Säuberungsroutine bekommt Nimnim Doxy. Dann füttere ich Aldo, Aki und Tinka und anschließend alle anderen Hunde. Rosie, Nelson und Shana halten sich vorsorglich bei der Balgerei um die Bleche zurück und deswegen füttere ich sie separat. Arno kommt vorbei. Er ist auf meine Berichte aufmerksam geworden und bietet mir an mir ab und zu zu helfen. 

Ich bleibe bis zum späten Nachmittag im Shelter und gehe nochmal durch alle Bereiche. Khiaow ist nun öfter bei den Hunden im hinteren Bereich. Sie hat es geschafft mithilfe einer Kiste auf der einen Seite und einer Hütte auf der anderen Seite über den zwei Meter hohen Zaun zu springen. Ich versetzte die Kiste und die Hütte. Mal sehen, ob Khiaow sich in den hinteren Bereichen einrichten kann. Hovis hat sich bereits dort eingelebt; bei Beppe dauert es wohl noch ein wenig länger. Als ich gehe, sind alle drei Welpen ebenfalls im hinteren Bereich und spielen so selbstvergessen, dass ich sie dort auch über die Nacht belasse.

Donnerstag, 20. Februar 2020

Nelson, Rosie und Shana haben sich mit den Hunden im Salabereich gut vertragen und kommen wieder in den Hausbereich, nachdem ich das Tor geöffnet habe. Ich säubere alle Bereiche und das Haus, gebe Nimnim Doxy und koche dann Hähnchenfleisch für Aldo, Tinka und Aki und füttere sie damit. Anschließend füttere ich Rosie, Nelson und Shana ebenfalls. Ich bin mir nicht sicher, ob sie gestern auch etwas abbekommen haben. Die drei verhalten sich, als wären sie nie weg gewesen. 

Am Nachmittag fahre ich um nach Leica zu schauen. Sie liegt an ihrem Platz und scheint zufrieden zu sein. Die Operationswunde ist gut verheilt. Anschließend hole ich Kitty ab und wir machen uns auf den Weg zu den Tempelhunden. Unterwegs bekommt Kitty einen Anruf, dass jemand einen angefahrenen Hund gefunden hat. Wir suchen die Frau auf und werden darüber informiert, dass der Hund bereits vor drei Tagen angefahren wurde. Der Hund kann nicht aufstehen und hat Schmerzen. Wir hieven ihn auf den Rücksitz, da ich keine Box dabei habe. Unterwegs heult der Hund vor Schmerzen wenn er sich bewegt. Dr. Kwanchai nimmt ihn in Empfang und stellt neben mindestens einem Knochenbruch auch fortgeschrittene Dehydrierung fest. Der Hund wird an den Tropf gehängt. Kitty hat mittlerweile schon jemanden gefunden, der die Behandlungskosten übernehmen wird. 

Am Tempel halten wir zuerst bei den Markthunden, finden jedoch nur Avira, Pema und Ashi. Im Tempel sind alle Hunde vollzählig. Auch Prince und Payu haben sich wieder eingefunden. Wir machen unseren Strandgang und sind dann am Sala. Unter dem Sala hat sich ein Hund verborgen, den ich zuvor nie gesehen hatte. Es ist ein Shitzu, der offensichtlich ausgesetzt wurde. Ba Bät teilt uns mit, dass der Hund seit vier Tagen unter dem Sala haust. Kitty will den Hund nicht dort lassen und ruft Bua, der den Shitzu blowdarted. Mit Entsetzen müssen wir feststellen, dass die Hündin völlig verwahrlost ist. Sie ist offensichtlich seit geraumer Zeit nicht mehr versorgt worden, ist stark abgemagert und so verfilzt, wie ich es noch nie zuvor bei einem Hund gesehen habe. Bua bringt die Hündin in die Silverlake Klinik, wo sie erstversorgt wird. Eigentlich war nur ein Besuch bei den Tempelhunden geplant. Dass wir dann auch noch zwei Hunden in großer Not helfen konnten ist Kittys Verdienst.

Mittwoch, 19. Februar 2020

Pat kommt morgens mit Nelson, Rosie und Shana sowie Reisfutter. Pat verreist für einige Tage und so machen die drei einen Abenteuerurlaub. Sie finden sich schnell zurecht und werden freundschaftlich von den übrigen Hunden aufgenommen. Man kennt sich ja. Aldo und Aki allerdings sind da die Ausnahme und bellen vor allem Rosie an. Schließlich haben sie ja Hausrecht.

Nachdem sich alle beruhigt haben füttere ich die drei Welpen und danach die übrigen Hunde zuerst mit Reisfutter und danach mit Trockenfutter. Ich säubere danach und Pat badet Kylie und Beppe. Beide Hunde behandele ich zudem mit dem Kokusnussöl/Sulfur Gemisch.

Pat fährt und ich bin bei Dr. Oi um Muju abzuholen. Muju hat die Nacht nicht überlebt und ist an Nierenversagen gestorben. Ich bringe ihn zu Prajuab zurück und schärfe ihm ein die Gaumen seiner Hunde regelmäßig zu kontrollieren. Dr. Oi empfiehlt monatlich Ivermectin zu verabreichen, um Blutparasitenbefall zu minimieren. Ich werde Prajuab das Ivermectin zur Verfügung stellen und ihn auch mit Doxycycline versorgen, damit er kritische Fälle behandeln kann.

Am Spätnachmittag bin ich wieder im Shelter. Nelson, Shana und Rosie kommen zurecht. Nachdem ich das Tor zum Salabereich geöffnet habe, wechseln sie dort hinüber und bleiben dort auch über Nacht.

Dienstag, 18. Februar 2020

Am Vormittag verrichte ich die üblichen Arbeiten und bin dann am frühen Nachmittag bei Prajuab. Er hat einen kranken Hund und bittet mich ihn in eine Klinik zu bringen. Wir fahren gemeinsam zu Dr. Oi, die bei Muju Blut entnimmt und ihn vorerst für eine Nacht dabehält um ihm Kochsalzlösung zu infundieren. Am Abend erhalte ich das Bluttestergebnis. Die Werte sehen sehr schlecht aus. Muju leidet an Blutparasiten im fortgeschrittenen Stadium und der Nierenwert liegt bei 6.8. Der obere Grenzwert liegt bei 1.7. Normalerweise hat ein Hund nur dann eine Chance, wenn der Wert 2.5 nicht übersteigt.

Da wir schon in der Nähe des Shelters sind, zeige ich Prajuab die Einrichtung und bringe ihn dann zurück zum Mabprachan Reservoir, wo er sich seit Jahren um mehr als siebzig Hunde kümmert. Mit meiner Rückkehr zum Shelter kommt auch der Handwerker von nebenan und repariert die Wasserleitung. Er legt zudem eine Leitung zum Brunnen. Wenn ich ein Problem mit irgendwelchen Bau- oder Installationsarbeiten hätte, könne ich ihn wieder kontaktieren. Der Handwerker baut ja gerade das Haus nebenan.

Montag, 17. Februar 2020

Ich bin frühmorgens im Shelter, damit der Handwerker die Wasserleitung reparieren kann. Der hat jedoch nun keine Zeit und vertröstet mich. Ich säubere alle Bereiche und füttere Aldo, Aki und Tinka. Danach bekommt Nimnim Doxy. Khiaow und Darla haben ihre Dosy/Ferric Behandlung gestern beendet. Abends bekommen dann noch Patty und Zola gemeinsam mit Nimnim Ferric. Die meisten Hunde haben nun eine Behandlung gegen Anämie und Blutparasiten durchlaufen. Eine fortlaufende Kontrolle der Gaumenfarbe aller Hunde ist jedoch weiterhin eine Notwendigkeit. Zeckenbefall habe ich zurzeit keinen und so hoffe ich, dass die Hunde wenigstens von daher gesund bleiben. 

Hovis scheint sich nun einigermaßen in den hinteren Bereichen eingelebt zu haben. Da Beppe und Tashi sich häufig angiften, nehme ich Beppe mit nach hinten. Ich füttere die Hunde und fülle die Behälter mit frischem Wasser auf. Dann bin ich mit Zola bei Dr. Oi. Zolas Rückenwunde ist halb verheilt. Sie soll noch drei Tage einen Kragen tragen und dann könne ich Kragen und Pflaster entfernen. 

Am frühen Abend bin ich erneut im Shelter, füttere Tinka, Aki und Aldo und mache noch eine Säuberungsrunde durch alle Bereiche. Beppe hat sich zu Hovis gesellt. Ich hoffe, er wird sich zurechtfinden. Tommy stänkert offensichtlich immer noch ab und zu herum. Außer Alex mag auch Dodger ihn nicht leiden. Die beiden hatten wohl eine Auseinandersetzung, denn Dodger hat eine kleine Wunde am Ohr, die ich mit Tetravet einsprühe.

Sonntag, 16. Februar 2020

Morgens die Routine, einschließlich der Fütterung der drei Welpen. Die Wasserpumpe zieht Luft und spuckt deswegen und der Druck ist gering. Ich kontrolliere die Wasserleitungen und stelle eine kleine undichte Stelle fest, die ich notdürftig abdichte. Einer der Handwerker von nebenan verspricht morgen früh den Schaden zu beheben. 

Am Nachmittag bin ich in Baan Amphur. Ich kaufe Reis für die kommenden zwei Wochen und bin dann bei den Tempelhunden. Patchy, einer der Salahunde, der von Tai und Åsa betreut wurde, ist verschwunden. Ba Bät hat ihn seit einer Woche nicht mehr gesehen und Tai hat mich schon nach ihm befragt. Auch Prince sehe ich am Sala nicht. Allerdings war er bei meinem vorigen Besuch noch dort. Payu aber, den ich schon beim letzten Mal vermisst habe, ist erneut nicht an seinem gewohnten Platz. Sollte er weiterhin verschwunden bleiben, muss ich beim nächsten Mal den ganzen Tempelbereich nach ihm absuchen. Das geht heute nicht, da die Hunde mir folgen würden. Am frühen Abend bin ich wieder im Shelter, füttere die Welpen für die Nacht und verteile Ferric.

Samstag, 15. Februar 2020

Nach der Säuberung aller Bereiche fahre ich mit Aldo, Tinka und Aki zu Dr. Oi und lasse die Welpen ein zweites Mal impfen. Entwurmt werden sie auch wieder. Zurück im Shelter füttere ich die Welpen und Kenzo mit Reisfutter und verteile dann die fünf Eimer an alle anderen Hunde. 

Der Tank ist schon wieder leer und so kommt der Wassermann. Der Tankwagen kann ins Shelter bis an den Wassertank fahren. Die Hunde kennen sich schon mit der Lieferung aus und so gibt es keine Probleme. Ich fülle alle Wasserbehälter mit frischem Wasser auf und wasche die Futterbleche aus. 

Hovis ist noch bei den Hunden in den hinteren Bereichen. Er weiß aber offenbar nicht so recht wo er hingehört. Gestern, als Mareike und Holger im hinteren Bereich waren, war er ganz nervös und ist dann auch durch die Tür wieder in den Hausbereich geschlüpft. Dort ist er dann konfus herumgerannt und so habe ich ihn wieder in den hinteren Bereich getragen. So richtig Kontakt zu den Hunden dort hat er aber noch nicht bekommen. 

Tommy, der ja nun auch dort lebt, verhält sich recht ordentlich und legt sich nur aus Spaß zuweilen mit Alex an. Der findet das nicht komisch. Es passiert aber nichts. Unter den anderen Hunden ist Tommy einigermaßen gelitten. Er aber scheint sich wohlzufühlen und macht sich nichts aus deren Reserviertheit. Ist eben ein ganz besonderer Kerl.

Freitag, 14. Februar 2020

Ich koche morgens für die drei Welpen und füttere sie. Dann säubere ich und füttere die großen Hunde. Pat kommt mittags mit Reisfutter für morgen. Khiaow, Darla, Kylie, Nimnim, Zola und Bonnie bekommen ihre Medikamente. 

Am Nachmittag bekommen wir unerwarteten Besuch von Mareike und Holger. Sie übergeben mir eine Spende und haben vor mich auch in Zukunft zu unterstützen. Am Spätnachmittag füttere ich die drei Welpen mit Reisfutter und verteile die abendlichen Medikamente.

Donnerstag, 13. Februar 2020

Morgens zuerst die Routinesäuberungen, dann füttere ich Aldo, Aki und Tinka mit Puppy Trockenfutter. Währenddessen koche ich Eier und Hähnchenfilets für sie und füttere sie damit dann auch noch. Wenn ich abends, bevor ich gehe, den Hunden die Wahl lasse die Nacht entweder im Hausbereich oder im Salabereich zu verbringen, entscheiden sich die meisten für den gewohnten Hausbereich. Talo weiß mittlerweile, dass er in den Salabereich muss und trollt sich auch dorthin, wenn ich ihn anspreche. 

Hovis hat sich in den hinteren Bereichen mit den anderen Hunden gut vertragen, ob er aber sich nun endgültig entschieden hat dort zu bleiben, bleibt noch abzuwarten. Tommy sperre ich über Nacht noch in einen der kleinen Bereiche, da er noch die Tendenz hat sich mit Alex anzulegen. Das hat er ja immer im Salabereich gemacht. Alex mag Tommy deswegen ganz und garnicht. Wenn ich die hinteren Bereice säubere, sind die drei Welpen immer dabei. Ich bin immer noch ihre Mutter und sie weinen, wenn ich im Shelter bin, sie mich aber nicht sehen. Ansonsten geht es ihnen prima und sie verstehen sich auch mit den Hunden in den hinteren Bereichen. Nachts schlafen sie im Hausbereich unter den anderen Hunden. Auch Kenzo schläft wieder draußen in einem der Käfige im offenen Haus.

Mittwoch, 12. Februar 2020

Kitty, eine Rescue Freundin, ist heute den ganzen Tag im Shelter. Sie weiß was zu tun ist und hilft mir bei der Arbeit ohne, dass ich ihr etwas erklären müsste. Nebenbei schießt sie eine Menge Vidoes und macht Fotos. Ich kann mich dabei auf meine Arbeiten und die Fütterung der Hunde konzentrieren. 

Mit Zola und Nimnim an Bord fahren wir am Nachmittag in die Dr. Oi Klinik. Nimnims Ohrverletzung heilt ab und er muss keinen Verband mehr tragen. Zolas Rückenwunde heilt ebenfalls ab. Sie bekommt nur noch ein Pflaster verpasst. Allerdings müssen beide Hunde noch einen Kragen tragen, damit sie sich nicht lecken oder kratzen. 

Nachdem ich Kitty zurückgebracht habe, hole ich mir bei Apisit 300 kg Trockenfutter und noch 90 kg Reis für Pat. Ich verstaue das Trockenfutter und den Reis im Shelter und verteile danach noch die notwendigen Medikamente. Hovis hat sich zu den Hunden in den hinteren Bereichen gesellt. Mal abwarten, ob er sich entschlossen hat, mit seinen Brüdern Dodger und Max zusammenzuleben.

Dienstag, 11. Februar 2020

Morgens bin ich wieder in der Slumsiedlung in der Naree lebt um einen erneuten Versuche zu starten, die Hündin einzufangen, die sich bisher entzogen hat. Ich lasse eine Box da, damit die Anwohner sie dort hinein befördern während ich weg bin. 

Im Shelter ist Routine angesagt. Alle Hunde sind wohlauf. Nimnim und Zola tragen noch ihre Kragen. Nimnim, der sich einige Tage versteckt hatte, kommt nun auch wieder hervor. Er ist ein sehr positiver Hund und wird seine Ohrverletzung hoffentlich bald überwunden haben. Allerdings muss er noch einige Wochen gegen Anämie behandelt werden. Aldo, Tinka und Aki machen sich weiterhin gut. 

Am frühen Nachmittag fahre ich in die Slumsiedlung. Die Anwohner haben es nicht geschafft die Hündin in die Box zu bekommen und so muss ich ohne sie in die Silverlake Klinik fahren. Leica, die Hündin, auf die mich der Tourist aufmerksam gemacht hatte, ist mittlerweile von Bua eingefangen und in die Silverlake Klinik gebracht worden. Dr. Kwanchai teilt mir mit, dass sie schon sterilisiert worden war. Immerhin kann sie geimpft und ihr Blut getestet werden. 

Ich bin dann im Wat, versorge die Hunde und mache mit ihnen unseren Strandgang. Dotty ist mit dabei, aber ich vermisse Payu. Am frühen Abend bin ich wieder im Shelter, füttere noch einmal die drei Welpen und verteile die Medikamente an Patty, Nimnim, Khiaow, Darla und Zola.

Montag, 10. Februar 2020

Das Testergebnis von Patty ist fast ideal. Sie soll für einige Zeit Ferric bekommen. Das Ergebnis von Nimnim ist allerdings nicht so gut. Ich überprüfe meine Eintragungen und stelle fest, dass er die Doxy/Ferric Behandlung vor exakt einem Jahr beendet hat. Meine Erinnerung hat mich also getäuscht. Die Zeit vergeht im Fluge. Nimnim wird also eine ganz normale sechswöchige Behandlung durchlaufen müssen. 

Pat kommt mit fünf Eimern Reisfutter und der Wassermann füllt den Tank auf. Nachdem Pat gegangen ist, bin ich mit Zola bei Dr. Oi. Zola hat eine Wunde auf dem Rücken und da sie sie leckt, verheilt sie nicht. Zola wird verbunden und bekommt einen Kragen verpasst. Ich lasse ihr Blut abnehmen und erhalte das Resultat am Abend. Zolas Werte sind fast ideal. Sie solle zwei Wochen lang Ferric bekommen, um die Anzahl der Blutplättchen über den Grenzwert zu bringen. Nach unserer Rückkehr verfüttere ich das Reisfutter. Nachdem ich Bleche und Schüsseln ausgewaschen habe, verteile ich die abendlichen Medikamente.

Sonntag, 9. Februar 2020

Maggie war nicht so glücklich im hinteren Bereich und hat versucht sich durch eine Tür zu beißen. Ich lasse sie nochmal einen Tag dort und wenn sie unbedingt wieder in den Hausbereich will, dann lasse ich sie. Kylie, die sich vor der neuen Aufteilung häufig allein im hintersten Bereich aufgehalten hatte, lege ich zu Tommy. Sie war im Haus nur wohlgelitten. Merlin hat keine Probleme sich in allen Bereichen aufzuhalten und ich lasse ihn hin und herwechseln, wenn er das will. 

Die drei Welpen haben die Nacht draußen gut überstanden und leben sich von Tag zu Tag mehr ein. Sie spielen miteinander und vor allem mit den großen Welpen. Sie werden ausnahmslos von allen großen Hunden akzeptiert. 

Am Nachmittag bin ich mit Patty und Nimnim bei Dr. Oi. Pattys Schwellung ist so gut wie verschwunden. Ihr Verband kann in ein paar Tagen entfernt werden. Nimnims Ohrverletzung heilt auch gut ab, aber der Heilungsprozess wird noch etwa eine Woche lang in Anspruch nehmen. Ich lasse von beiden Hunden eine Blutprobe entnehmen. Sie gehören zu den wenigen Hunden, die ich kürzlich noch nicht getestet hatte. Beide aber haben vor einigen Monaten eine Doxy/Ferric Behandlung durchlaufen und so gehe ich davon aus, dass die Testergebnisse im Rahmen bleiben.

Samstag, 8. Februar 2020

Morgens die übliche Routine mit der intensiven Säuberung von Haus und allen Bereichen. Ich verteile die Medikamente und füttere danach Aki, Aldo und Tinka. Tommy ist glaube ich ganz zufrieden in den hinteren Bereichen, zumal ich ihn zu den anderen Hunden dort lasse, wenn ich im Shelter bin. Tashi allerdings nutzt eine günstige Gelegenheit sich wieder zu den Hausbereichhunden zu gesellen. Dafür bringe ich Maggie in den hinteren Bereich, um sie wieder mit Max und Dodger, ihren Brüdern, zu vereinigen. Ich werde in den kommenden Tagen wohl noch einige Umsiedelungen vornehmen, vorausgesetzt die Hunde kommen damit klar. 

Solange ich im Shelter bin, können sich die Hausbereich- und Salabereichhunde frei in beiden Bereichen und in der Hälfte des dritten Bereichs sowie im Doppeltorbereich und Haus frei bewegen und tun es auch. Die Ausnahme sind Tara, Toya und Zola die sich ständig im Salabereich aufhalten. Wenn ich das Shelter verlasse und damit das Tor zwischen Hausbereich und Salabereich schließe, lasse ich die Hunde entscheiden in welchem der Bereiche sie sich während meiner Abwesenheit aufhalten wollen. Talo allerdings muss dann in den Salabereich, damit er sich nicht mit Kenji anlegt. Ich lasse dann alle Kennel- und Käfigtüren geöffnet, sodass die Hunde sich nach Wahl dort hinlegen können. Kenzo zieht es immer in den Behandlungsraum und ich lasse ihn gewähren. Aldo, Tinka und Aki wollen das auch, aber sie sollen sich an das Leben mit den großen Hunden gewöhnen, auch wenn ich weg bin.

Freitag, 7. Februar 2020

Heute ist der erste Tag mit der neuen Shelteraufteilung. Sie ist für die Hunde und auch für mich gewöhnungsbedürftig. Nachdem ich den Hausbereich vom Kot befreit habe, öffne ich das Tor zum Salabereich, sodass die Hunde sich in beiden Bereichen, sowie der Hälfte des dritten Bereichs, der zum Salabereich auch über Nacht geöffnet bleibt, frei bewegen können. Aldo, Tinka, Aki und Kenzo haben die Nacht draußen verbracht und die drei Welpen laufen in allen ihnen zugänglichen Bereichen herum. Insbesondere Tinka und Aldo lieben es alle Ecken zu erkunden. Aki zieht es noch vor im Hausbereich zu bleiben. 

Nachdem ich die Medikamente verteilt habe, säubere ich die weiteren Bereiche. Tommy und Tashi, die die Nacht im nun hälftigen Teil des hintersten Bereichs verbracht haben, lasse ich zu Dodger, Max, Lina, Lucy, Darla, Roshi, Buffy, Pinky und Alex, die sich im kleinen Bereich, dem neu geschaffenen zweiten kleinen Bereich sowie der anderen Hälfte des hintersten Bereichs aufhalten. Damit können sich diese Hunde in allen vier Bereichen frei bewegen. 

Am frühen Nachmittag bin ich mit Nimnim wieder bei Dr. Oi. Wenn ich nicht im Shelter bin, schließe ich das Tor zum Doppeltorbereich und zum Salabereich. Die Hunde in den hinteren Bereichen bleiben von den Hunden im Salabereich getrennt. Nachdem ich mit Nimnim zurück bin, füttere ich alle Hunde und verteile danach die Medikamente.

Donnerstag, 6. Februar 2020

Khun Vut und Pat kommen zur selben Zeit. Damit ist Chaosmanagement erforderlich. Die Hunde verbinden Pats Ankunft mit Reisfütterung und versammeln sich in Scharen am Tor, dass den Hausbereich vom Doppeltorbereich trennt. Khun Vut aber muss mit Arbeitsmaterialien und Werkzeugen vom Dopeltorbereich zu den hinteren Bereichen. Die Hunde, die sich normalerweise im Hausbereich befinden in Schach zu halten ist keine leichte Aufgabe. 

Schließlich füttert Pat zunächst die sechs Welpen, Khun Vut macht sich an die Reparaturarbeiten in den hinteren Bereichen und ich füttere Aldo, Tinka, Aki sowie Kenzo im Behandlungsraum. Nachdem die sechs Welpen satt sind, lassen wir die Hausbereichhunde in den Doppeltorbereich, wo auch sie mit Reis gefüttert werden. Zwei Eimer rette ich für die Hunde im Salabereich und die Hunde im neu geschaffenen Bereich, der den kleinen Bereich mit der Hälfte des hintersten Bereichs verbindet.

Nimnim hat die Nacht in einem der Kennel verbracht. Er hat sich zwar des Kragens entledigt, aber der Verband ist noch intakt. Pattys Verband sitzt auch noch und Aldo scheint es viel besser zu gehen, denn er hustet nicht mehr und ist wieder aktiv.

Nach der Fütterung setzt ein hrftiger Platzregen ein, der das Gelände teilweise unter Wasser setzt. Pat und ich sitzen im Haus mit den Hunden um uns herum. Für mich ist solch eine Unterbrechung angenehm, denn ich bin gezwungen mal die Hände ruhen zu lassen und kann mich den Hunden widmen, die zu mir kommen. Das ist auch für etliche von ihnen eine gute Gelegenheit mal intensiver getätschelt und umarmt zu werden. Sie kommen ja sonst regelmäßig zu kurz, da ich immer alle Hände voll habe.

Nach dem großen Regen beendet Khun Vut seine Arbeiten und Pat verlässt uns ebenfalls. Ich fahre mit Nimnim zu Dr. Oi, wo er neu versorgt wird. Die Ohrwunde ist hässlich und erfordert intensive Behandlung. Nach unserer Rückkehr verteile ich die abendlichen Medikamente an Khiaow, Darla, Patty und Nimnim und füttere Tinka, Aldo und Aki für die Nacht.

Mittwoch, 5. Februar 2020

Khun Vut kommt wieder am morgen, dieses Mal allein. Bis zum frühen Abend beendet er die meisten Arbeiten, nur kleinere Reparaturen sind morgen noch fällig. Ich bin den ganzen Tag bei den Hunden und verrichte meine Arbeiten. 

Aldo macht mir etwas Sorgen. Er hustet immer noch ein wenig und schläft viel. Allerdings frisst er zwischendurch. An Nimnim stelle ich eine Ohrverletzung fest. Die muss von selben Beißerei herrühren, von der Patty die Schwellung davongetragen hat. Ich habe Nimnims Verletzung zuvor nicht bemerkt. 

Nachdem Khun Vut gefahren ist, bin ich mit Nimnim, Patty und Aldo bei Dr. Oi. Aldo wird abgehört. Dr. Oi stellt eine leichte Feuchtigkeit in der Lunge fest. Leichtes Fieber hat Aldo auch. Er bekommt eine fiebersenkende Injektion und Doxy, Bromhexine sowie Neurobion verschrieben. Nimnims Ohr wird gesäubert und er bekommt einen Verband sowie einen Kragen verpasst. Er bekommt Doxy und Carprofen verschrieben. Pattys Schwellung ist abgeklungen. Sie bekommt dennoch wieder einen Druckverband angelegt und soll weiter Clindamycin und dazu noch Prednisilone bekommen. Nimnim lege ich in einen Kennel, damit er keine Probleme mit dem Kragen bekommt. Patty kann weiter im Haus bleiben und Aldo bleibt wieder mit Aki, Tinka und Kenzo im Behandlungsraum. Es scheint ihm besser zu gehen, denn er frisst Hähnchenfleisch und legt sich auch schon wieder mit Tinka an.

Dienstag, 4. Februar 2020

Khun Vut und sein Helfer arbeiten heute den ganzen Tag an den Türen. Die Hunde sind natürlich neugierig was passiert und so lasse ich einige von ihnen in die neu geschaffenen Bereiche. Ich füttere die Hunde mit dem Reisfutter, das Pat gestern gebracht hatte und auch noch mit Trockenfutter. 

Nachdem die Arbeiter gefahren sind, bin ich in Baan Amphur, kaufe Reis und bezahle Ba Bät. Alle Hunde sind vollzählig und wir machen unseren Strandgang, nachdem ich sie mit Trockenfutter und Wasser versorgt habe. 

Am frühen Abend bin ich wieder im Shelter, füttere die Welpen für die Nacht und verteile Medikamente an Khiaow, Darla und Patty. Die Welpen lasse ich heute Abend zusammen mit Kenzo im Behandlungsraum, da es nachts recht kühl ist und Aldo schon ein wenig hustet. Ich verabreiche ihm vorsorglich eine geringe Dosis Bromhexine.

Montag, 3. Februar 2020

Pat kommt am morgen mit zwei Eimern Reisfutter und kurz danach auch Khun Vut mit seinem Helfer. Während Pat bei den Hunden bleibt, hole ich Lukus in der Dr. Oi Klinik ab. Lukus unternimmt gegenwärtig eine 60tägige Spendensammeltour, in der er zahlreiche Sheltereinrichtungen in ganz Thailand aufsucht. Siehe hierzu https://www.facebook.com/events/2442245179337318/. 

Lukus nimmt sich mehrere Stunden Zeit für die Hunde und mich und macht Videos und Fotos. Unser Gedankenaustausch ist interessant und anregend. Nachdem ich Lukus wieder zurückgebracht habe und Pat gegangen ist, beendet auch Khun Vut die Arbeiten. Der Innenzaun ist gesetzt. Nun müssen noch vier Türen eingesetzt werden und einige Reparaturarbeiten an alten Zäunen und an Toren durchgeführt werden.

Sonntag, 2. Februar 2020

Ich bin heute wieder den ganzen Tag im Shelter um die Hunde in Schach zu halten während Khun Vut und sein Helfer weiter an der Errichtung der Innenzäune arbeiten. Zwischendurch erledige ich auch noch alle meine Routinearbeiten. 

Nachdem die Handwerker am späten Nachmittag gefahren sind, bin ich mit Patty bei Dr. Oi. Patty hat eine recht große Schwellung an ihrer Flanke entwickelt, die anscheinend von einer Beißerei herrührt, die ich nicht bemerkt hatte. Die Schwellung wird punktiert und ein Druckverband wird angelegt. Patty soll drei Tage lang Carprofen erhalten und fünf Tage lang Clindamycin. Sie bekommt ein Shirt verpasst, damit sie sich den Verband nicht abreißen kann. Die Medikamente nimmt sie nach unserer Rückkehr ins Shelter ohne Probleme. 

Khiaow und Darla erhalten Ferric und Tinka, Aki und Aldo werden für die Nacht gefüttert. Danach lasse ich sie nach draußen. Kenzo möchte nachts im Behandlungsraum bleiben. Er scheint sich mit seiner Blindheit zurechtzufinden und zeigt kein verändertes emotionales Verhalten. Er ist so liebenswert wie zuvor auch.

Samstag, 1. Februar 2020

Heute Morgen kommt Khun Vut mit einem Helfer und beginnt mit der Innenzaunerrichtung. Durch die neue Separierung werden zwei neue, geräumige Bereiche kreiert. In sie integriert ist der kleine Bereich. Alle drei Bereiche sind durch Türen miteinander verbunden, sodass sie entweder als drei geschlossene Bereiche, zwei Bereiche oder als ein großer Bereich genutzt werden können. Durch die Teilung wird der hinterste Bereich besser genutzt und kann dann auch zur Hälfte wieder für die Hunde im Salabereich zugänglich gemacht werden. Aus den bisher sechs Bereichen entstehen nun acht, die alle von den übrigen sieben Bereichen abtrennbar sind und über eigene Zugänge verfügen, aber auch mit Nachbarbereichen zusammengelegt werden können. 

Während der Arbeiten verrichte ich meine Routine. Die Hunde kennen bereits Khun Vut und sind ja sowieso auch gegenüber fremden Besuchern freundlich und so stören sie kaum bei den Zaunarbeiten. Khun Vut fährt am Spätnachmittag. Die Arbeiten werden morgen früh fortgesetzt. 

Ich fahre in die Stadt, um Leica für eine Blutentnahme und die erste Impfung in die Dr. Oi Klinik zu bringen. Leica finde ich an gewohnter Stelle und sie ist freundlich. Als ich sie jedoch aufnehmen will, wird sie total panisch und wehrt sich heftig, sodass ich sie laufen lassen muss. Sie in dem Zustand in eine Box zu bekommen ist sowieso nicht ratsam. Wenn Zlatko, der Tourist, sie sterilisieren lassen will - und das ist ja angesagt - muss Leica wohl von Bua gedartet werden. Am frühen Abend bin ich erneut im Shelter, verteile Medikamente, füttere Aldo, Tinka und Aki für die Nacht und fülle nochmal die Wasserbehälter auf.

Freitag, 31. Januar 2020

Nach der Säuberung des Hausbereichs koche ich für Aldo, Tinka und Aki Hähnchenfilets und Eier und füttere sie damit. Danach säubere ich die anderen Bereiche und füttere die großen Hunde. Nach der Auffüllung aller Wasserbehälter fahre ich mit den drei Welpen zu Dr. Oi und lasse sie das erste Mal impfen. Wieder im Shelter entwurme ich die Welpen erneut. 

Ich verteile Doxy an Khiaow und Darla sowie Immuplex an Oscar, Sita, Zaza, Roshi, Kylie, Bonnie, Toto und Kofi. Die Papillomas an den Welpen sind so gut wie verschwunden. Ob Kylies und Bonnies Behandlung Wirkung zeigt, werde ich in zwei Wochen mal sehen. Immerhin geht es beiden Hunden trotz ihrer Fellprobleme recht gut. Heute Nachmittag entferne ich dann auch die Fäden bei Oscar, Toto, Kofi und Paco. Sie haben die Kastration nun überstanden. Anschließend füttere ich die drei Welpen für die Nacht. Bevor ich fahre, verteile ich noch Ferric an Khiaow und Darla und Fischöl an alle Hunde.

Donnerstag, 30. Januar 2020

Morgens wieder die Routine mit ausgiebiger Säuberung aller Bereiche und des Hauses. Da die drei Welpen das Dosenfutter verschmähen, füttere ich sie nun mit gekochten Hähnchenfilets und hart gekochten Eiern. Besser esse ich auch nicht. Hauptsache sie bleiben gesund und werden groß und stark. Bei den sechs Welpen habe ich das ja ganz gut hingekriegt und so bin ich guter Hoffnung, dass sich Tinka, Aki und Aldo auch gut entwickeln werden. 

Ich mache ein paar Fotos von Darla und ihrer Tochter Roshi, die sich mir bisher entzogen hatten. Ich hatte Darla mit sechs Neugeborenen im Busch gefunden. Leider haben Roshis Geschwister nicht überlebt. Am Spätnachmittag bin ich dann wieder im Shelter und verrichte meine Abendroutine. Die drei Welpen werden ein zweites Mal gefüttert.

Mittwoch, 29. Januar 2020

Morgens die Routine mit Medikamentenvergabe und der Fütterung aller Hunde. Aldo, Tinka und Aki füttere ich immer noch separat im Behandlungsraum zusammen mit Kenzo. Bei der Fütterung der übrigen Hunde bleiben die Tore geschlossen, damit sich die Hauerei um die Bleche in Grenzen hält. Am Nachmittag hole ich mir bei Khun Apisit 200 kg Trockenfutter. Die Säcke werden wie bisher im Behandlungsraum verstaut. Eigentlich brauche ich noch einen Vorratsraum und einen Raum für die Gartengeräte, aber dafür ist momentan kein Geld vorhanden. Zuerst müssen mal die neuen Gehege gebaut werden.

Dienstag, 28. Januar 2020

Ich verrichte meine Shelterroutine und bin dann in der Slumsiedlung, in der ich die Hündin zur Sterilisation abholen soll. Leider erweist sich die Versicherung, dass der Hund eingefangen werden kann als Flop und so fahre ich mit leerer Box in die Silverlake Klinik und hole die sterilisierte Hündin ab, die mit Naree zusammenlebt. 

Am frühen Nachmittag bin ich beim Zahnarzt in Naklua und schaue anschließend nach Mirko, Anja, Sila und Hala, die auf der Straße leben, jedoch von Anwohnern gut versorgt werden. Ich finde sie alle vier in gutem Zustand vor und unsere Wiedersehensfreude ist groß, da ich sie schon etliche Wochen nicht mehr besucht hatte. 

Am Spätnachmittag bin ich wieder im Shelter. Pat kommt mit vier Eimern Reisfutter und Familie, die derzeit Urlaub in Pattaya macht. Die Hunde sind ja immer sehr freundlich zu Besuchern und so haben alle ihren Spaß. Natürlich stehen Tinka, Aldo und Aki im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit, aber auch die großen Hunde bekommen ihre Streicheleinheiten. Nachdem der Besuch gegangen ist, verfüttere ich das Reisfutter. Die drei Welpen bekommen dann noch separat Hähnchenfilets für die Nacht.

Montag, 27. Januar 2020

Ich bin heute Morgen als Erstes an dem Platz, an dem die Hündin liegt, die sterilisiert werden soll. Die Besitzerin jedoch ist nicht zugegen. Ich spreche mit einem Nachbarn, der mir mitteilt, dass wohl noch einige andere Hündinnen in der Slumsiedlung sterilisiert werden sollten. 

Im Shelter verteile ich die Medikamente, füttere zuerst die drei Welpen, danach die sechs und anschließend alle anderen Hunde. Danach ist Säuberung angesagt. 

Am frühen Nachmittag fahre ich nach Wong Amat, um Nalerm abzuholen. Mithilfe der Taxifrau kriegen wir sie auch in die Box. Sie ist ja ein Schwergewicht von 29 Kilo. Bei Dr. Oi aber ist sie ganz lieb und kooperativ. Dr. Oi ist sehr skeptisch, ob ein Eingriff sinnvoll ist. Der sei risikoreich. Wir fahren mit Nalerm in Dr. Ois zweite Klink in der Nalerm geröntgt wird. Das Ergebnis ist leider ernüchternd. Die Geschwulst ist tatsächlich ein Tumor, der bereits Metastasen in der Lunge gebildet hat. Eine Operation sei deswegen auszuschließen. Ich bringe Nalerm an ihren Platz zurück und informiere die Taxifrau von dem Befund. Nalerm soll ihre verbleibende Zeit in ihrer gewohnten Umgebung verbringen und sollte es mit ihr rapide abwärts gehen, bitte ich die Frau mich anzurufen.

Wieder zurück im Shelter, säubere ich noch einmal, füttere Aldo, Tinka und Aki für die Nacht und koche noch Hähnchenfilets und Eier für ihr morgiges Frühstück. Das Dosenfutter ist nicht besonders beliebt bei ihnen. Khiaow und Darla bekommen Ferric. Kenzo, der in der Zeit, in der ich unterwegs war, zusammen mit den drei Welpen im Behandlungsraum war, bekommt ebenfalls ein paar Happen. Er hat sich ein wenig an seine Blindheit gewöhnt, aber verdient natürlich meine besondere Aufmerksamkeit.

Sonntag, 26. Januar 2020

Am Morgen will ich nach dem Hund mit dem Abszess schauen. Die Besitzerin allerdings eröffnet mir, dass der Hund in der Nacht gestorben sei. Sie habe jedoch noch eine Hündin, die sterilisiert werden müsse. Die aber ist unauffindbar. Morgen muss ich die sterilisierte Hündin, die mit Naree zusammenlebt, aus der Silverlake Klinik holen. Ich werde versuchen, diese Hündin dann mitzunehmen.

Im Shelter verrichte ich die übliche Routine. Aldo, Tinka und Aki habe ihre erste Nacht unter den großen Hunden im Haus unbeschadet verbracht. Ich wiege sie heute und stelle fest, dass sie ihr Gewicht fast verdoppelt haben, seit dem Tag an dem ich sie gefunden hatte.

Vor einigen Tagen hat mich Zlatko, ein Tourist aus Deutschland, gebeten, nach einer Hündin zu schauen, mit der er sich während seiner Urlaubszeit in Pattaya angefreundet hatte. Heute Nachmittag komme ich dazu. Ich finde Leica in einer Hauseinfahrt. Sie scheint in gutem Zustand und zufrieden zu sein. Ich sehe einen Container mit Futter. Gefüttert also wird sie ebenfalls. Ich werde Zlatko vorschlagen Leicas Blut zu testen und sie dann sterilisieren zu lassen. Die Anwohner scheinen nichts gegen ihre Anwesenheit zu haben und so bleibt sie besser wo sie ist.

Da ich außer den Papillomas Welpen Zaza, Oscar, Sita, Roshi, Toto und Kofi nun auch Kylie und Bonnie mit Immuplex behandele, gehen die Tabletten zur Neige und ich hole mir noch vier Dosen bei Khun Apisit. Eigentlich will ich noch nach Nalerm schauen, aber es wird schon wieder dunkel und ich fahre direkt zum Shelter. Die Kastrationswunden bei Sita und Venus sind verheilt, sodass ich die Doxy Behandlung beende. Die Wunden bei Oscar, Kofi, Toto und Paco sehen auch recht gut aus, aber ich werde deren Behandlung noch drei Tage lang fortsetzen bis ich die Fäden ziehen kann. Das ist bei Venus und Sita nicht notwendig, da deren Nähte absorbierbar sind.

Samstag, 25. Januar 2020

Ich lasse die Hunde aus den Kennels und dem Behandlungsraum und säubere den Hausbereich. Dann verteile ich die Medikamente. Anschließend füttere ich die Welpen separat und danach alle übrigen Hunde. Dann säubere ich die anderen Bereiche. 

Nachdem alle satt und zufrieden sind und Haus und Gelände sauber, fahre ich zu Naree. Die Hündin, die sterilisiert werden soll, ist nun auch da und mithilfe der Anwohnerin bringen wir sie ohne Probleme in die Box. Ich entferne Narees Verband. Die Wunde ist bis auf einen kleinen Rest verheilt. Die Anwohnerin führt mich zu einem der anderen Behelfsbehausungen, in der sie mir einen Hund zeigt, der sich unter einem Stapel Brettern verbirgt. Der Hund habe einen Abszess. Ich kann den Hund jedoch nur mithilfe seines Besitzers in die Klinik bringen. Muss das auf morgen verschieben.

Ich gebe die Hündin bei Dr. Kwanchai ab und bin dann im Wat. Dort versorge ich die Hunde und mache mit ihnen unseren Strandgang. Alle Hunde sind wohlauf. Auf dem Tempelmarkt sehe ich auch Nero, Willie, Sushi, Pema und Ashi, denen es ebenfalls gut geht.

Am frühen Abend bin ich dann wieder im Shelter, verteile die Medikamente, füttere Aldo, Tinka und Aki erneut und trenne dann die Hunde wieder. Khun Vut teilt mir mit, dass er mit den Shelterarbeiten am kommenden Samstag beginnen wird.

Freitag, 24. Januar 2020

Nachdem ich die Hunde rausgelassen und die Welpen gefüttert habe, fängt es heftig an zu regnen, sodass ich mit den Säuberungen der Bereich nicht fertig werde. Der Boden steht unter Wasser und die Scheiße schwimmt eine Runde. Wenn alles nass ist, sind die Hunde auch nicht sehr erfreut und ich habe alle Hände voll zu tun sie einigermaßen ruhig zu halten. Für Aldo, Tinka und Aki ist es der erste Regen ihres jungen Lebens und dieses Erlebnis ängstigt sie ein wenig. 

Als der Regen nachlässt, verteile ich die Medikamente auch an Darla, Roshi, Dodger und Bonnie, die ich während des Regengusses garnicht erreichen konnte. Dodger läuft nun offenbar wieder normal. 

Klatschnass wie ich bin, fahre ich erstmal nach Hause. Am frühen Nachmittag fahre ich bei Naree vorbei. Die Leute, die sie versorgen, hatten mir eine Hündin avisiert, die sterilisiert werden soll. Die ist heute allerdings unauffindbar. So besorge ich mir Hähnchenfleisch, Dosenfutter, Würste, Eier und Trockenfutter in der Stadt und bin am Spätnachmittag wieder im Shelter. Ich füttere Aki, Aldo und Tinka ein zweites Mal und verteile Medikamente. Tinka bleibt bei den Hunden im Haus, während Aldo und Aki es vorziehen im Behandlungsraum zu übernachten. Im Doppeltorbereich sind Tommy, Amara und Elly. Das Tor zwischen dem Hausbereich und dem Salabereich bleibt geschlossen, genauso wie Kenjis Kenneltür.

Donnerstag, 23. Januar 2020

Dodger läuft heute Morgen wieder normal. Das Röntgen hat offenbar seine Wirkung getan. Ich hole Kenzo aus dem Behandlungsraum. Er ist ein guter Hund und verrichtet seine Geschäfte, sobald er draußen ist. Dann gehe ich durch den Hausbereich und den Salabereich und füttere zuerst die drei und danach die sechs Welpen. Anschließend verteile ich die Medikamente und dann füttere und tränke ich alle übrigen Hunde. 

Am Spätnachmittag bin ich wieder im Shelter. Tinka und Aldo waren im Hausbereich und Aki hatte es vorgezogen seine Zeit im Doppeltorbereich gemeinsam mit Amara, Venus und Oscar zu verbringen. Ich füttere die drei noch einmal für die Nacht und verteile Ferric an Khiaow und Darla, die beide noch auf Doxy sind.

Mittwoch, 22. Januar 2020

Zuerst bekommen die drei hungrigen Welpen etwas zu futtern. Dann säubere ich den Hausbereich und verteile Medikamente. Ich gebe nun auch Kylie Immuplex fürs Fell. Die Tabletten sind zwar teuer, aber ich möchte nichts unversucht lassen den Fellproblemen beizukommen. Nachdem ich Wasser aufgefüllt habe, säubere ich die hinteren Bereiche. Tinka, Aldo und Aki halten sich nun sowohl im Doppeltorbereich als auch im Hausbereich auf. Sie wissen auch schon genau wo der Behandlungsraum ist. 

Ich nehme Dodger an Bord und hole Naree ab. Dann fahren wir in die zweite Klinik von Dr. Oi, in der Dr. Beam arbeitet. Dodger wird geröntgt, aber auch auf dem Röntgenbild ist keine Abnormalität des Gelenks auszumachen. In der Klinik läuft Dodger auch wieder recht gut. Dadurch, dass er den linken Vorderlauf wenig gebraucht, haben sich allerdings die Muskeln etwas zurückgebildet. Dodger muss einfach wieder auf allen Vieren laufen damit es besser wird. Naree wird neu bandagiert. Die Wunde ist nun nur noch winzig und ich könne den Verband in drei Tagen entfernen. 

Am frühen Abend bin ich wieder im Shelter, füttere zunächst die drei und danach die sechs Welpen. Danach ist nochmal Medikamentenvergabe. Kenzo bleibt wieder im Behandlungsraum und Tommy geht in den Doppeltorbereich zusammen mit Amara, Oscar, Aki und Tinka. Aldo will partout wieder in den Hausbereich. Kenji sperre ich zusammen mit Edith ein. Die beiden liegen immer zusammen im gleichen Kennel. Talo bleibt im großen Kennel zusammen mit Nousha, Kylie, Beppe und Hovis. Das Tor zwischen Hausbereich und Salabereich bleibt geschlossen. Dies wird auch von den Hunden im Salabereich akzeptiert. Das Tor zwischen Salabereich und drittem Bereich mit dem kleinen Bereich bleibt ebenfalls geschlossen. Auch das wird sowohl von den Hunden im Salabereich als auch den Hunden in den hinteren Bereichen akzeptiert. Das Tor zum hintersten Bereich, in dem sich auch Dodger aufhält, bleibt geöffnet. 

So habe ich die Hunde so gut als möglich getrennt und auch auf ihre Vorlieben Rücksicht genommen. Ich hoffe, dass Khun Vut in der kommenden Wochen Zeit hat weitere Separierungen vorzunehmen. Platz genug habe ich ja und die Hunde so gut als möglich zu verteilen scheint mir die beste Lösung zu sein um etwaigen Streitereien zu vorzubeugen.

Dienstag, 21. Januar 2020

Kenzo hat sich im Behandlungsraum wohl verhalten, will aber nun wieder zu den Hunden im Haus. Aldo, Aki und Tinka ist es mit Tommy und Amara im Doppeltorbereich auch gut ergangen. Ich säubere den Haus- und den Salabereich. Dann kommt Pat mit Reisfutter. Die sechs Welpen werden zuerst gefüttert und dann die drei Welpen. Anschließend verteile ich das Reisfutter auf die Hunde im Salabereich und die hinteren Bereiche. Danach verabreiche ich die Medikamente. Pat hat heute Morgen Rosie, Shana und Nelson in die Silverlake Klinik zur Sterilisation gebracht und wird sie heute Abend schon wieder abholen können.

Die drei Welpen mischen sich unter die Hunde. Probleme gibt es keine. Im Gegenteil, alle drei scheinen die Kontakte zu genießen. Wenn es ein wenig zu anstrengend für sie wird, nehme ich sie für eine Weile in den Doppeltorbereich. 

Nachdem Pat gefahren ist, bade ich Kylie und Bonnie und schmiere sie mit der Sulfur/Kokosnussöl Paste ein. Anschließend säubere ich das Haus und gehe danach noch einmal durch alle Bereiche um Kot einzusammeln. Nach einer kurzen Pause zu Hause bin ich am frühen Abend noch einmal im Shelter, füttere die drei Welpen erneut und verteile Ferric.

Pat teilt mir am Abend mit, dass sie die drei Welpen wieder zu Hause hat. Sie haben die Sterilisation offenbar gut überstanden und schlafen. Genau wie die sechs Welpen werden sie eine Woche lang auf Doxy gesetzt. 

Montag, 20. Januar 2020

Katharina übernimmt wieder die Pong Hunde und so fahre ich direkt zum Shelter. Ich säubere die zwei vorderen Bereiche einschließlich dem Doppeltorbereich und füttere dann Aldo, Tinka und Aki. Danach sind die sechs Welpen dran und anschließend füttere ich die übrigen Hunde. Dann verteile ich die Medikamente. Die sechs Welpen sind ja für eine Woche auf Doxy und Toto, Sita, Oscar, Kofi sowie Zaza und Roshi noch auf Immuplex. Ich verabreiche Bonnie seit einigen Tagen ebenfalls Immuplex. Sie hat zwar keine Papillomas, aber das Präparat soll auch die Hautfunktion verbessern. 

Dann säubere ich die hinteren Bereiche und fülle frisches Wasser nach. Tinka, Aki und Aldo lasse ich im Doppeltorbereich, dessen Tür zum Hausbereich geöffnet bleibt. So können die großen Hunde Kontakt mit den Welpen in dem Bereich, den sie mittlerweile kennen, aufnehmen. Die Hunde kommen mit den Welpen gut klar. Sie hatten ja auch die sechs Welpen sowie Zaza aufgenommen. Und die drei Welpen werden ihre neue Umgebung in den kommenden Tagen erkunden. Natürlich habe ich ein Auge auf die Integration, da manche Hunde etwas übermütig sein und die Winzlinge als Spielzeug betrachten könnten. 

Ich fahre am frühen Nachmittag und lasse die Welpen zusammen mit Tommy und Amara im Doppeltorbereich. Tommy hat dort mehr Freiraum als im großen Kennel und Amara hält sich vorzugsweise sowieso meistens dort auf. In Wongamat schaue ich nach Nalerm. Sie hat ja eine gewaltige Geschwulst an der Brust und sollte auf Anraten von Dr. Oi abspecken, damit möglicherweise operiert werden kann. Leider scheint Nalerm nicht wesentlich abgenommen zu haben, die Geschwulst jedoch hat sich vergrößert. Ich werde morgen Dr. Oi befragen, was zu machen sein wird. 

Am frühen Abend bin ich dann wieder im Shelter. Tommy und Amara haben sich mit den Welpen vertragen. Ich füttere sie für die Nacht und lasse sie dann zu den anderen Hunden. Kenzo hatte ich versuchsweise zu den Hunden in den hinteren Bereichen gebracht. Dort hatte er sich jedoch nicht wohlgefühlt. So habe ich ihn wieder mit ins Haus genommen. Über die Nacht lasse ich ihn im Behandlungsraum. Dort ist er geschützt und kann herumlaufen, wenn ihm danach ist. Für die Zukunft muss ich eine permanente Lösung für ihn finden. Kenzo ist mein erster blinder Hund und so muss auch ich erstmal schauen, wie ich mit der neuen Herausforderung klarkomme. Die drei Welpen sperre ich wieder mit Tommy und Amara in den Doppeltorbereich.

Sonntag, 19. Januar 2020

Auf dem Wege zum Shelter bin ich wieder bei den Hunden in Pong. Ich kann keine wesentliche Verbesserung der Bindehautentzündung feststellen und werde Katharina bitten ab morgen die Tropfen dreimal täglich zu verabreichen. 

Aldo, Aki und Tinka entwickeln sich normal. Ab morgen kann ich sie aus der einwöchigen Quarantäne entlassen. Ich nehme sie wieder in den Behandlungsraum und füttere sie als Erstes. Danach ist wieder Säuberung und Medikamentenvergabe angesagt. Die drei Welpen gehen zurück in den Dopeltorbereich. Morgen werde ich sie den Hunden vorstellen. 

Auf dem Weg nach Hause schaue ich nach den Hunden auf dem gerodeten Gelände. Ich sehe alle von ihnen bis auf den einen weißen Welpen von Deng, der verschwunden zu sein scheint. 

Am Spätnachmittag bin ich wieder im Shelter und säubere erneut und verteile Ferric. Dodger tritt mit seinem Vorderlauf trotz intensiver Medikation immer noch nicht auf. Schmerzen scheint er keine zu haben, selbst wenn ich das Gelenk bewege. Ich werde ihn wohl röntgen lassen müssen. Am frühen Abend bin ich noch einmal bei den Pong Hunden und verabreiche Tobrex.

Samstag, 18. Januar 2020

Morgens verabreiche ich den beiden Pong Hunden Tobrex und bin dann im Shelter. Pat kommt mit vier Eimern Reisfutter. Ich nehme Aldo, Tinka und Aki in den Behandlungsraum und füttere sie mit Nassfutter und Hähnchenfleisch. Pat füttert derweil die Welpen im Doppeltorbereich und ich die übrigen Hunde mit Trockenfutter und mit Reisfutter. Pat säubert danach die Futterbleche und Wasserschüsseln und ich die äußeren Bereiche. Nachdem Pat gegangen ist, säubere ich dann noch das Haus. Am Spätnachmittag bin ich dann wieder im Shelter und verteile die Medikamente. Zum Schluss bin ich dann erneut bei den Pong Hunden und verabreiche Tobrex.

Freitag, 17. Januar 2020

Ich lasse Tommy aus dem Doppeltorbereich und bringe Aldo, Aki und Tinka dort hinein. Danach säubere ich den Hausbereich und den Behandlungsraum. Anschließend verteile ich die Medikamente. Max und Hovis haben ihre Doxy Behandlung nun auch beendet; Tommy wird sie morgen beenden. Für weitere zwei Wochen bekommen sie noch Ferric. Oscar, Toto, Kofi, Paco, Sita und Venus merkt man ihre Sterilisation nicht an. Sie alle bekommen dennoch Doxy am Morgen und Ferric am Abend. 

Dodger humpelt immer noch oder immer wieder und bekommt Carprofen, das Gelenkmittel sowie Neurobion. Zaza, Toto, Roshi, Sita, Kofi und Oscar erhalten zudem Immuplex gegen die Papillomas. Khiaows und Darlas Doxy/Ferric Behandlung wird bis Mitte Ferbruar fortgeführt. Aldo und Aki haben unerhebliche Ringwurminfektionen. Das ist nicht dramatisch und kommt bei Welpen häufig vor. Auch sie behandele ich natürlich. Ein Shelterleben ohne eine permanente Medikamentierung von immer wieder anderen Hunden kann ich mir garnicht mehr vorstellen. 

Ich befreie die weiteren äußeren Bereich vom Kot und fülle die Wassercontainer auf. Anschließend füttere ich Aldo, Tinka und Aki mit gekochten Hühnerfilets. Ich bin erleichtert, dass es ihnen anscheinend gut geht. Sie hören mittlerweile auf ihre Namen und haben mich als ihre Mutter akzeptiert. 

Nachdem ich die Hunde sorgfältig getrennt und auseinandergesperrt habe, kommen die drei Welpen wieder in den Dopeltorbereich. Ich fahre dann zum Wat Amparahm, kaufe Reis für Ba Bät und versorge die Tempelhunde. Am Strand treffe ich auf Asa und Tai, die sich gelegentlich um die Strandhunde kümmern. Ich mache mit den üblichen Verdächtigen unseren Strandgang und auf dem Rückweg begegnen wir Asa und Tai mit den Strandhunden, die niemals mit mir gehen. Natürlich kennen sich alle Hunde bestens und es ist erstaunlich mit anzusehen wie nach der Begegnung sich die Hunde wieder hübsch trennen und „meine“ Hunde weiter mit mir gehen und die anderen Hunde Asa und Tai folgen. 

Zurück im Shelter fülle ich noch einmal die Wasserbehälter auf und verteile Ferric. Auf dem Freizeitgelände in Pong finde ich alle vier Hunde, die von Katharina versorgt werden. Ich kann den beiden Hunden, die ihre Bindehaut entzündet haben, das Tobrex ohne Schwierigkeiten verabreichen.

Donnerstag, 16. Januar 2020

Meine morgendlichen Säuberungsarbeiten sind von nun an um eine weitere Variante bereichert. Damit Aldo, Tinka und Aki rasch wachsen und kräfitg werden, füttere ich sie ordentlich und was oben reingeht kommt eben unten wieder raus. Im Moment aber gibt es für die Nacht keinen anderen Platz als den Behandlungsraum. Tagsüber lasse ich sie im Doppeltorbereich. Sie mögen auch lieber draußen sein als drinnen.

Am Nachmittag treffe ich Katharina, die sich um vier Hunde auf dem weiträumigen Freizeitpark in Pong kümmert. Zwei der Hunde leiden an einer Bindehautentzündung. Katharina hat ihnen schon versucht Augentropfen zu verabreichen, was aber nur bei einer Hündin geklappt hat. Ich bin erfolgreicher und wir holen dann in der nächsten Apotheke Tobrex, das die Entzündung bei regelmäßiger Gabe beseitigen sollte. Über das Wochenende werde ich die Verabreichung übernehmen. 

Am Spätnachmittag bin ich zurück im Shelter und sehe zu meinem Entsetzen Edda tot in einer Zaunecke liegen. Nun sperre ich schon die meisten Hunde ein- weg- oder aus und trotzdem passiert wieder eine tödliche Beißerei. Es muss kurz bevor ich ankam passiert sein, dann Eddas Körper ist noch ganz warm. Sie weist keine äußerlichen Wunden auf und wird wohl einer Herzattacke erlegen sein. Edda war so ein guter Hund, der nie Probleme gemacht hatte. Sie war ja attackiert worden als Pat im Shelter war und ich in der Klinik. Deshalb hatte ich sie vom Hausbereich in den Salabereich verlegt. Leider war diese Maßnahme auch nicht die richtige. So habe ich zwei Nackenschläge in 24 Stunden zu verkraften; gestern Kenzos Erblindung und heute Eddas Tod. Ich bringe Edda am Abend in die NPW Klinik zur Einäscherung und bin danach mental platt.

Mittwoch, 15. Januar 2020

Heute Morgen ist erstmal wieder intensive Reinigung des Behandlungsraumes angesagt. Die drei Welpen verfrachte ich dafür in den Doppeltorbereich. Dort füttere ich sie dann auch. Anschließend verrichte ich meine Routinearbeiten mit anschließender Medikamentierung. Dann füttere ich die vier Welpen. 

Kenzo hat in den vergangenen Tagen seine Sehkraft verloren. Der grüne Star hat nun auch sein linkes Auge betroffen. Ich nehme ihn deshalb zu Dr. Oi, um mir Gewissheit zu verschaffen. Mit dabei ist auch Dodger, der hin und wieder humpelt sowie Naree, deren obere Wunde erneut ein wenig aufgebrochen ist. Dr. Oi untersucht Kenzo und stellt eine vollständige Erblindung fest. Das ist wirklich tragisch, denn Kenzo hatte sich so gut erholt und hatte Freude am Leben. Nun muss er sich mit seinem Leiden zurechtfinden. Über Nacht lasse ich ihn nun in einem Käfig und am Tage kann er den Käfig verlassen, wenn er will. Glücklicherweise war niemals ein Hund aggressiv zu ihm und so hoffe ich, dass sich Kenzo einrichten wird. Natürlich muss ich auf ihn besonders aufpassen. Dodger kann in der Klinik plötzlich wieder laufen. Dr. Oi empfiehlt die Carprofen Dosis zu erhöhen und gibt mir noch ein Gelenkmittel mit. Naree wird neu verbunden und muss in vier Tagen wieder vorgestellt werden. 

Nachdem ich Naree abgesetzt und Dodger und Kenzo wieder an ihre Plätze im Shelter gebracht habe, fahre ich in die Silverlake Klinik und hole Sita und Venus ab. Auch sie scheinen den Eingriff gut überstanden zu haben. Wieder im Shelter füttere ich die drei Welpen für die Nacht und dann alle anderen Hunde. Anschließend gibt es Ferric.

Dienstag, 14. Januar 2020

Heute Morgen kommt Khun Vut und baut eine Tür in das Tor, das den Doppeltorbereich vom Hausbereich trennt. Damit ist es nun leichter die Hunde davon abzuhalten durch das halb geöffnete Tor zu schlüpfen. Außerdem erhöht Khun Vut das Tor, das den Hausbereich vom Salabereich trennt um einen halben Meter, damit Talo, Khiaow und Elly nicht mehr über das Tor klettern können. Ich habe eigentlich noch vor eine weitere Trennung im dritten und im hintersten Bereich vornehmen zu lassen, aber Khun Vut hat dafür erst in zwei Wochen Zeit. 

Khun Vut und sein Helfer arbeiten bis zum späten Nachmittag und ich fahre dann mit Sita und Venus in die Silverlake Klinik. Dort verfrachte ich sie in einen Käfig und hole Oscar, Kofi, Paco und Toto aus ihren Käfigen. Die Welpen sind schon wach und scheinen die Operation gut überstanden zu haben. Zurück im Shelter nehme ich Aldo, Tinka und Aki, die den Spätnachmittag im Doppeltorbereich verbracht haben, in den Behandlungsraum und füttere sie für die Nacht. Anschließend verteile ich Ferric. Kofi, Paco, Oscar und Toto haben sich schnell wieder zurechtgefunden.

Montag, 13. Januar 2020

Die drei Welpen, ich nenne die beiden männlichen Aldo und Aki und das Mädel Tinka, haben die Nacht im Behandlungsraum gut überstanden. Sie haben natürlich alles vollgeschissen und sind hungrig. Jeder Welpe bekommt erstmal eine Dose Nassfutter. Dann mache ich mich an die Säuberungen. Pat kommt und bringt vier Eimer Reisfutter mit. 

Ich nehme Oscar, Toto, Kofi und Paco an Bord und fahre in die Silverlake Klinik. Pat bleibt bei den Hunden und füttert sie. Nachdem ich die vier Welpen bei Dr. Kwanchai abgeliefert habe, bin ich bei den Hunden im Tempel. Alle Tempelhunde sind vollzählig und wohlauf. Allerdings vermisse ich Nero, Willie und Pema auf dem Markt, aber das muss nichts bedeuten. Da es geregnet hat, fällt heute der Strandgang aus. Ich fülle die Container mit Trockenfutter und frischem Wasser und fahre dann zurück zum Shelter. 

Bis auf eine Reiberei bei der Edda eine oberflächliche Wunde an der Stirn davongetragen hat, ist alles glattgelaufen. Ich füttere Aldo, Aki und Tinka mit Reisfutter und verteile dann die Medikamente. Es ist schon später Nachmittag und deswegen muss die Ferricverteilung wieder ausfallen. Das ist jedoch kein Problem, da ich Ferric nach der Beendigung der Doxy Behandlung noch etwa zwei Wochen lang weiter verabreiche.

Sonntag, 12. Januar 2020

Klaus hatte mich vor einigen Tagen darüber informiert, dass ihm jemand eine Katze in einem Käfig vor die Tür gestellt hatte und er hatte mich gebeten ihm zu helfen jemanden ausfindig zu machen, der den kleinen Kater aufnehmen würde, da seine vier Hunde den Kater nicht akzeptieren würden. Claudia hatte sich dann bereit erklärt den Kater aufzunehmen und ich brachte ihn vorgestern zu ihr. Heute schreibt mir Claudia, dass es dem Kleinen nicht gut gehe. Es kann von der Impfung vorgestern kommen und wir wollen einen Tag lang abwarten, ob er sich von selbst erholt.

Auf dem Weg zum Shelter sehe ich Khun Lek vor ihrem Shelter. Ich frage sie nach Blacky, die ich ja eine Zeit lang nicht gesehen habe. Lek zeigt mir Blacky, die zwei Welpen hat. Zuvor hatte Lek mir erklärt, dass Blacky sterilisiert sei. Immerhin weiß ich nun, wo Blacky abgeblieben ist. Ich frage Lek auch nach Brownie und sie teilt mir mit, dass Brownie sterilisiert sei. Das sind mal zwei gute Nachrichten. 

Im Shelter erlebe ich noch etwas Positives. Dodger war in den linken Vorderlauf gebissen worden und der war angeschwollen. Ich habe ihm daraufhin zwei Tage lang Carprofen verabreicht und heute ist die Schwellung abgeklungen; Dodger läuft schon wieder recht gut. Er scheint sich entschieden zu haben, sich zu den Hunden in den hinteren Bereichen zu gesellen. Pinky, die auch in den hinteren Bereichen besser aufgehoben ist, hatte sich an der Zehe verletzt und läuft nun nach Vergabe von Carprofen auch wieder runder. Ich werde jedoch die Carprofen Behandlung für beide Hunde noch einige Tage lang fortsetzen. 

Nach Verrichtung aller meiner Arbeiten fahre ich auf dem Nachhause Weg an dem gerodeten Gelände in der Nähe des Shelters vorbei, auf dem sich Jack, Deng, Brownie und die Welpen aufhalten. Ich sehe sie dort alle, aber auch einen Winzling, den ich zuvor nie gesehen hatte. Der Welpe ist etwa sieben bis acht Wochen alt und zutraulich. Ein Stückchen weiter entdecke ich seine zwei Geschwister. Bei ihnen sitzt ein junger Mann versunken in sein Smartphone auf seinem Motorbike. Ich frage ihn nach den Welpen und wo die Mutter sei. Er meint, die Welpen seien heute ohne ihre Mutter ausgesetzt worden. Er käme oft vorbei und hätte sie gestern noch nicht gesehen. 

Trotz meines unumstößlichen Vorsatzes keine neuen Hunde mehr aufzunehmen überlege ich nicht lange und bin mit den Welpen bei Dr. Oi. Die werden dort untersucht und entwurmt. Leider hat einer der beiden männlichen Welpen anscheinend einen kleinen Tumor am Auge. Dr. Oi rät, den zu beobachten und evtl. zu entfernen.

Unbekannte Welpen müssen natürlich in Quarantäne genommen werden und so bringe ich sie erstmal für die Nacht im Behandlungsraum unter. Ich füttere die Welpen mit Dosenfutter, das sie gierig verschlingen. Da es mittlerweile schon früher Abend ist, kann ich Ferric verteilen, das ja frühestens sechs Stunden nach Verabreichung von Doxy gegeben werden sollte.

Samstag, 11. Januar 2020

Ich bin heute Morgen sehr früh in meiner Autoreparaturwerkstatt, denn der Dieseltank leckt und muss geschweißt werden. Deshalb bin ich heute mit dem Motorbike unterwegs zum Shelter. Nach der Säuberung verteile ich die Medikamente und danach füttere ich zuerst die Welpen und dann die übrigen Hunde. 

Gerade als ich mit allen Arbeiten fertig bin, fängt es wieder an zu regnen. Das ist nicht gut für meine Fahrt nach Hause, aber gut für den Boden im Shelter, der mittlerweile knochentrocken ist. Der Regen reinigt auch die Luft, die staubgefüllt ist, wenn die Hunde herumtoben. Da ich den Pick-up erst spät wieder abholen kann, fällt die abendliche Medikamentenvergabe für heute aus.

Freitag, 10. Januar 2020

Während ich im Shelter arbeite, fängt es das erste Mal seit Wochen an zu regnen. Ich habe gerade noch Zeit die Außenbereiche zu säubern, die Wassercontainer aufzufüllen, die Welpen zu füttern und die Medikamente zu verteilen. Auf dem Weg nach Hause steht schon wieder alles unter Wasser. Am Spätnachmittag bin ich wieder im Shelter. Die Hunde haben den Regenguss gut überstanden. Ich verteile Ferric und Immuplex.

Donnerstag, 9. Januar 2020

Pat kommt heute Morgen wieder mit Reisfutter, das zuerst an die Welpen, dann die Hunde im Hausbereich, anschließend die Hunde im Salabereich und schließlich an die Hunde in den hinteren Bereichen verfüttert wird. Danach gibt es noch Trockenfutter. Die Hunde mit Fellproblemen füttere ich separat mit Pedigree, in dem angeblich kein Hühnerfleisch enthalten ist. 

Ich lasse nun das Tor, das den Salabereich von den beiden hinteren Bereichen sowie dem kleinen Bereich trennt,  geschlossen und öffne die Tür, die den kleinen Bereich von den beiden hinteren Bereichen trennt, sodass die Hunde im kleinen Bereich sich auch in den beiden hinteren Bereichen frei bewegen können. Die Trennung tut allen Hunden gut, wenn auch Amara darauf besteht, wieder in den Hausbereich gelassen zu werden, nachdem ich sie im kleinen Bereich versucht habe unterzubringen. Auch Beppe zieht es wieder in den Hausbereich zurück. 

Am Nachmittag bin ich bei einem Nachbarn, dem ich versprochen hatte, seine junge Hündin sterilisieren zu lassen. Es stellt sich heraus, dass sie nun schon sterilisiert wurde. Am frühen Abend bin ich wieder im Shelter und verteile Ferric.

Mittwoch, 8. Januar 2020

Wie jeden Morgen ist die Säuberungsroutine angesagt, heute wieder verbunden mit intensiver Hausreinigung. Danach verteile ich die Medikamente. Elsa hat ihre sechswöchige Doxy Behandlung hinter sich; wird aber weiterhin abends Ferric bekommen. Amara, die ab und zu im Hausbereich drangsaliert wird, quartiere ich in den kleinen Bereich um und Beppe in den Salabereich. Dann füttere ich die Welpen separat. 

Auf dem Weg nach Hause schaue ich nach Jack, Deng, Brownie und den Welpen. Sie alle sind vorhanden bis auf einen der weißen Welpen von Deng. Am frühen Abend bin ich wieder im Shelter. Ich öffne dann immer die Tore zum Dopeltorbereich und zum Salabereich, damit sich die Hunde wieder frei bewegen können.

Dienstag, 7. Januar 2020

Ich schließe nun das Tor zum dritten Bereich und lasse die Tür und das Tor zum hinteren Bereich offen. Lina, Max, Alex, Pinky, Darla, Roshi, Bonnie, Buffy, Kylie und Lucy können sich nun in diesen drei Bereichen bewegen. Im Salabereich halten sich deshalb nun weniger Hunde auf, unter ihnen Tara, Ruby, Toya, Zola, Edda, Merlin und Mee sowie die Welpen Venus, Sita, Oscar, Toto und Paco, die sich aber auch ab und zu im Hausbereich aufhalten. 

Im Haus halten sich so gut wie ständig Kenji, Edith, Rocco, Kenzo, Nousha, Hiro, Diudiu, Hiro, Hanna, Bum, Beppe, Lingling, Tommy, Hovis, Khiaow, Talo, Kyra, Bliss, Erin und Amal auf. Auf dem Gelände vor und neben dem Haus sind Elly, Puschel, Girly, Nimnim, Elsa, Maggie, Patty und Dodger zu finden. Im Doppeltorbereich liegt Kofi und neuerdings auch Amara. Das Tor zum Doppeltorbereich und zum Salabereich bleibt geschlossen, wenn ich nicht im Shelter bin. Tommy ist dann ebenfalls im Doppeltorbereich. Wie ich zuvor schon mal schrieb, verfolgte ich das Ideal von einem Shelter, in dem sich jeder Hund aufhalten kann, wo er will. Damit bin ich gescheitert und sortiere nun die Hunde so um, wie sie am besten zusammenpassen. 

Heute Morgen kommt Pat mit mehreren Eimern Reisfutter. Da einige Hunde Fellprobleme entwickelt haben, verzichten wir nun auf die Beigabe von Hühnerfleisch und wechseln zu Schweinefleisch. Zudem werde ich den betreffenden Hunden nun auch Hühnerfleisch freies Trockenfutter geben. Das ist zwar doppelt so teuer wie das Standard Trockenfutter aber ich muss mal im Ausschlussverfahren vorgehen. Mal sehen, ob eine erhoffte Wirkung eintritt. Nachdem die Welpen gefüttert sind und ich mir zwei Eimer Reisfutter für die Salahunde und die Hunde im kleinen Bereich gesichert habe, bekommen auch die übrigen Hunde im Hausbereich Reis. Pat und ich waschen dann Talo, Patty und Rocco. 

Nachdem Pat gegangen ist, nehme ich Kofi und Darla an Bord und will zu Dr. Oi fahren. Allerdings komme ich nur ein paar Meter - ein Vorderreifen ist platt. Ich weiß zwar wie man einen Reifen wechselt, aber es stellt sich heraus, dass das Bordwerkzeug nicht das Allerbeste ist. Glücklicherweise helfen mir die Arbeiter von nebenan und so bin ich mit einiger Verspätung in der Klinik. Kofi wird erneut Blut abgenommen und Darlas Wunden neu versorgt. Darla wird bald über den Berg sein, denn die Wunden sind nicht so dramatisch und verheilen gut. 

Nachdem ich die Hunde zurückgebracht habe, fahre ich in die Stadt und hole mir zwei neue Vorderreifen, die beide stark abgefahren sind. Der Monteur stellt dann noch fest, dass in einem Hinterreifen zwei Nägel stecken. Dieser Reifen kann jedoch repariert werden. Ich hole mir dann Immuplex in der Chaiyapruek Klinik und Ferric bei Apisit. 

Am frühen Abend bin ich wieder im Shelter, säubere den Hausbereich, fülle dieWassercontainer nach und verteile Ferric, sowie Immuplex an Roshi, Sita, Toto, Oscar, Zaza und Kofi, die alle Papillomas entwickelt haben.

Montag, 6. Januar 2020

Ein Tourist hatte mich gestern Abend angerufen. Er habe einen Hund in mit einer bösen Rückenwunde gefunden, ob ich nicht gleich mal vorbeikommen könne, sonst würde der Hund sterben. Wie es immer bei diesen Notfällen ist, würde der Tourist am kommendenTage Pattaya verlassen. Da ich heute Morgen sowieso in die Stadt muss, treffe ich den Touristen, nicht jedoch den Hund an. Mittlerweile weiß Kitty auch schon von dem Hund und will sich um ihn kümmern. 

Ich bin also mit Verspätung im Shelter, aber alles ist ok. Ich verrichte meine Routine. Während ich die Wassercontainer auswasche und mit frischem Wasser fülle, wird Bonnie von einigen Hunden angegangen. Bonnie hat zuvor im Salabereich gelegen, ist dann jedoch in den Hausbereich gewechselt, wo sie in Ruhe gelassen wurde. Nun, da sie wieder im Salabereich auftaucht, ist sie wohl nicht willkommen. Ich gehe sofort dazwischen und es passiert so gut wie nichts. Da ich jedoch kein Risiko eingehen will, trage ich sie ebenfalls in den kleinen Bereich, wo Bonnie sich in eine der Hütten zurückzieht. 

Ich bleibe bis zum frühen Abend im Shelter. Bonnie hat sich eingerichtet. Alex lebt total auf und die Atmosphäre unter den Hunden im kleinen Bereich ist friedlich. Ich werde wohl oder übel eine vorläufig permanent Trennung der Hunde von den Hunden im Salabereich durchführen müssen. Kitty hat es am Abend geschafft, den verletzten Hund mit Hilfe von Bua einzufangen. Der Hund wird nun in der Silverlake Klinik behandelt.

Sonntag, 5. Januar 2020

Ich säubere den Hausbereich, verteile Medikamente und füttere zuerst die Welpen und danach die übrigen Hunde zuerst im Hausbereich, dann im Salabereich und zum Schluss im kleinen Bereich. Dann quartiere ich auch noch Alex in den kleinen Bereich, der immer mit Darla und Roshi unter der großen Sala gelegen hat und ständig von Tommy, Elsa und Tara belästigt wurde. Alex scheint damit sehr einverstanden zu sein und zeigt mir das deutlich. 

Da nun etliche Hunde im kleinen Bereich untergebracht sind und die Tür vorerst verschlossen bleibt, damit nicht wieder Reibereien entstehen, werde ich in den kommenden Tagen den kleinen Bereich um das Doppelte erweitern. Die Hunde verstehen sich zwar gut, sollen aber etwas mehr Auslauf haben. 

Am frühen Abend bin ich wieder im Shelter, verteile Medikamente und fülle die Wassercontainer auf. Tommy hat die Nacht im Doppeltorbereich verbracht und scheint das zu akzeptieren, denn er steht vor dem Tor als ich gehe. Nachdem Khiaow sowohl Elly als auch Talo gezeigt hat, wie man das Tor überwindet, dass den Hausbereich vom Salabereich trennt, muss ich das Tor einen halben Meter erhöhen. Ich möchte dazu noch ein Schwingtor in das Tor, das den Dopeltorbereich vom Hausbereich trennt, einbauen lassen. Das Schwingtor im äußeren Tor hat sich bewährt.

Samstag, 4. Januar 2020

Nach Säuberung des Hausbereichs und Medikamentenvergabe füttere ich die Welpen, Zaza und Roshi. Anschließend säubere ich die weiteren Bereiche. Dann nehme ich Darla und Khiaow an Bord und bin mit ihnen bei Dr. Oi. Khiaows Schwellung ist stark zurückgegangen. Ihr wird ein neuer Druckverband angelegt. Darlas Wunden werden neu versorgt. Beiden Hunde wird Blut abgenommen. Sie gehören zu den Wenigen noch, deren Blut nie untersucht wurde. Allerdings haben beide kürzlich eine Doxy/Ferric Behandlung abgeschlossen. 
 
Ich bringe die Hunde zurück und quartiere Darla und Roshi in den kleinen Bereich um. Für sie steht die geräumige Hütte, die einst für die Welpen gedacht war und selten benutzt wird, zur Verfügung. 
 
Am Spätnachmittag bin ich wieder im Shelter. Darla und Roshi scheinen sich in ihrer neuen Umgebung wohl zu fühlen. Sie kennen ja Pinky, Lina, Buffy, Lucy und Max gut. Ich verteile die abendlichen Medikamente und Fischöl. 
 
Am Abend erhalte ich die Bluttestergebnisse. Bei Darla ist eine Infektion festgestellt worden, vermutlich ausgelöst durch die Bisswunden. Bei Khiaow sind Hepatozoon gefunden worden. Diese Art von Blutparasiten sind eher selten und werden durch die orale Aufnahme von Zecken verursacht. Da beide Hunde ohnehin schon wieder auf Doxy sind, wird die Behandlung einfach fortgesetzt.

Freitag, 3. Januar 2020

Heute Morgen kommen Khun Vut und Pat. Khun Vut muss ein Loch im Zaun reparieren, dass Talo verursacht hat und Pat bringt drei Eimer mit Reisfutter mit. Während Khun Vut den Zaun repariert, füttert Pat die Welpen sowie Darla und Roshi im Doppeltorbereich. Ich füttere derweil die übrigen Hunde mit Trockenfutter. Nachdem die Welpen satt sind bekommen auch die noch Reisfutter. Anschließend säubere ich, verteile Medikamente und erneuere das Wasser. 

Am Nachmittag bin ich in der Stadt und hole Trockenfutter bei Apisit sowie Reis und liefere das Futter bei Prajuab ab. Am frühen Abend bin ich wieder im Shelter, säubere noch einmal, fülle frisches Wasser nach und verteile Medikamente. 

Tommy sperre ich heute in den Doppeltorbereich. Dort hat er Auslauf und kann keinen Unsinn machen. Darla und Roshi sind für die Nacht wieder im Salabereich. Pinky, Lina, Max, Lucy und Buffy vertragen sich gut im kleinen Bereich und scheinen zufrieden zu sein.

Donnerstag, 2. Januar 2020

Ich säubere den Außenbereich des Hauses, lasse Tommy aus dem Kennel und trage Darla und Roshi in den Doppeltorbereich. Dann verabreiche ich die Medikamente auch an Darla und Khiaow und öffne das Tor zum Salabereich, damit sich die Hunde von Hausbereich und Salabereich wieder durchmischen können. Ich säubere anschließend die hinteren Bereiche. Pinky, Lucy, Buffy, Lina und Max sind nun im kleinen Bereich. Dort sind sie besser aufgehoben, da sie schon mal angegangen werden. 

Seitdem Darla und Roshi nicht mehr unter der großen Sala liegen, ist wieder mehr Ruhe im Salabereich eingekehrt. Tommy, Elsa und Tara hatten sich oft den Spaß geleistet Darla und Alex, der auch normalerweise unter der Sala liegt, anzukläffen – und offensichtlich nicht nur das, wie ich feststellen musste. Ich werde versuchen Darla und Roshi ebenfalls im kleinen Bereich, der ja mehr als einhundert Quadratmeter groß ist, unterzubringen.

Heute habe ich zwei Schlangen im Shelter. Eine kleinere im Salabereich und eine größere im Doppeltorbereich. Es sind die eher harmlosen grünen Baumschlangen. Der kleinen Schlange im Salabereich eine Möglichkeit zum Entweichen zu geben ist nicht so einfach mit einem Dutzend Hunden um mich herum, aber schließlich findet sie ein Schlupfloch und ist draußen. Mit der größeren Schlange habe ich weniger Schwierigkeiten, da nur Darla und Roshi neugierig auf sie ist. Auch sie kann ich schließlich bewegen sich zu entfernen.

Auf dem Weg zum Wat Amparahm schaue ich nach den Hunden, die nun auf dem gerodeten Gelände leben. Ich treffe auf Jack und Deng und sehe auch Dengs drei Welpen und zweihundert Meter weiter sehe ich Brownie mit ihren beiden Welpen. Die Hunde werden von Lek gefüttert und scheinen alle in gutem Zustand zu sein. Bei Jack und Deng bin ich mir dessen sicher, da ich sie untersuchen kann.

In der Vorhalle des Wats kommt Payu das erste Mal auf mich zu, obwohl einige Hunde um mich herum sind. Sadhu wird zwar lästig, aber das scheint Payu nicht zu stören. Er scheint wohl nun Frieden mit seinem neuen Leben gemacht zu haben. Dotty begleitet uns wieder auf unserem Strandgang, den die Hunde so sehr lieben.

Am frühen Abend bin ich wieder im Shelter, verteile Medikamente und füttere die Welpen. Die halten sich nachts nun lieber zusammen mit Talo, Tara, Mee, Toya, Zola, Alex und Ruby im Salabereich auf.

Mittwoch, 1. Januar 2020

Die Hunde haben die Sylvesterknallerei offensichtlich gut überstanden. Ich säubere, verteile die Medikamente und nehme dann Khiaow und Darla an Bord. Khiaow hatte eine unerhebliche Bisswunde an der Schulter, die gut verheilte. Es bildete sich jedoch eine Schwellung darunter, die trotz der Vergabe von Carprofen nicht kleiner wurde. Darla wurde offensichtlich ebenfalls gebissen ohne, dass ich das bemerkt hatte. Sie liegt ja normalerweise unter der großen Sala und so habe ich ihre Wunde am Unterbauch übersehen. 

Mit Darla und Khiaow fahre ich zu Naree und gemeinsam sind wir dann bei Dr. Oi. Khiaows Schwellung wird punktiert und es wird ihr ein Druckverband mit einem Shirt verpasst. Darlas Wunde verbunden und Narees Wunde ebenfalls noch einmal versorgt. Ihre Sterilisationswunde sieht normal aus. 

Ich stecke Darla zusammen mit ihrer Tochter Roshi in einen Kennel, damit sie sich ihren Verband nicht versaut. Anschließend füttere ich zunächst die Welpen mit Reisfutter, danach die übrigen Hunde mit Trockenfutter und schließlich mit den Resten des Reisfutters. Darla, Roshi und einige andere Hunde bekommen Reisfutter separat. Mit Einbruch der Dunkelheit verteile ich Ferric an die Hunde, die noch auf Doxy sind sowie Doxy und Prednisilone an Darla und Khiaow.