Donnerstag, 16. Januar 2020

Meine morgendlichen Säuberungsarbeiten sind von nun an um eine weitere Variante bereichert. Damit Aldo, Tinka und Aki rasch wachsen und kräfitg werden, füttere ich sie ordentlich und was oben reingeht kommt eben unten wieder raus. Im Moment aber gibt es für die Nacht keinen anderen Platz als den Behandlungsraum. Tagsüber lasse ich sie im Doppeltorbereich. Sie mögen auch lieber draußen sein als drinnen.

Am Nachmittag treffe ich Katharina, die sich um vier Hunde auf dem weiträumigen Freizeitpark in Pong kümmert. Zwei der Hunde leiden an einer Bindehautentzündung. Katharina hat ihnen schon versucht Augentropfen zu verabreichen, was aber nur bei einer Hündin geklappt hat. Ich bin erfolgreicher und wir holen dann in der nächsten Apotheke Tobrex, das die Entzündung bei regelmäßiger Gabe beseitigen sollte. Über das Wochenende werde ich die Verabreichung übernehmen. 

Am Spätnachmittag bin ich zurück im Shelter und sehe zu meinem Entsetzen Edda tot in einer Zaunecke liegen. Nun sperre ich schon die meisten Hunde ein- weg- oder aus und trotzdem passiert wieder eine tödliche Beißerei. Es muss kurz bevor ich ankam passiert sein, dann Eddas Körper ist noch ganz warm. Sie weist keine äußerlichen Wunden auf und wird wohl einer Herzattacke erlegen sein. Edda war so ein guter Hund, der nie Probleme gemacht hatte. Sie war ja attackiert worden als Pat im Shelter war und ich in der Klinik. Deshalb hatte ich sie vom Hausbereich in den Salabereich verlegt. Leider war diese Maßnahme auch nicht die richtige. So habe ich zwei Nackenschläge in 24 Stunden zu verkraften; gestern Kenzos Erblindung und heute Eddas Tod. Ich bringe Edda am Abend in die NPW Klinik zur Einäscherung und bin danach mental platt.

Mittwoch, 15. Januar 2020

Heute Morgen ist erstmal wieder intensive Reinigung des Behandlungsraumes angesagt. Die drei Welpen verfrachte ich dafür in den Doppeltorbereich. Dort füttere ich sie dann auch. Anschließend verrichte ich meine Routinearbeiten mit anschließender Medikamentierung. Dann füttere ich die vier Welpen. 

Kenzo hat in den vergangenen Tagen seine Sehkraft verloren. Der grüne Star hat nun auch sein linkes Auge betroffen. Ich nehme ihn deshalb zu Dr. Oi, um mir Gewissheit zu verschaffen. Mit dabei ist auch Dodger, der hin und wieder humpelt sowie Naree, deren obere Wunde erneut ein wenig aufgebrochen ist. Dr. Oi untersucht Kenzo und stellt eine vollständige Erblindung fest. Das ist wirklich tragisch, denn Kenzo hatte sich so gut erholt und hatte Freude am Leben. Nun muss er sich mit seinem Leiden zurechtfinden. Über Nacht lasse ich ihn nun in einem Käfig und am Tage kann er den Käfig verlassen, wenn er will. Glücklicherweise war niemals ein Hund aggressiv zu ihm und so hoffe ich, dass sich Kenzo einrichten wird. Natürlich muss ich auf ihn besonders aufpassen. Dodger kann in der Klinik plötzlich wieder laufen. Dr. Oi empfiehlt die Carprofen Dosis zu erhöhen und gibt mir noch ein Gelenkmittel mit. Naree wird neu verbunden und muss in vier Tagen wieder vorgestellt werden. 

Nachdem ich Naree abgesetzt und Dodger und Kenzo wieder an ihre Plätze im Shelter gebracht habe, fahre ich in die Silverlake Klinik und hole Sita und Venus ab. Auch sie scheinen den Eingriff gut überstanden zu haben. Wieder im Shelter füttere ich die drei Welpen für die Nacht und dann alle anderen Hunde. Anschließend gibt es Ferric.

Dienstag, 14. Januar 2020

Heute Morgen kommt Khun Vut und baut eine Tür in das Tor, das den Doppeltorbereich vom Hausbereich trennt. Damit ist es nun leichter die Hunde davon abzuhalten durch das halb geöffnete Tor zu schlüpfen. Außerdem erhöht Khun Vut das Tor, das den Hausbereich vom Salabereich trennt um einen halben Meter, damit Talo, Khiaow und Elly nicht mehr über das Tor klettern können. Ich habe eigentlich noch vor eine weitere Trennung im dritten und im hintersten Bereich vornehmen zu lassen, aber Khun Vut hat dafür erst in zwei Wochen Zeit. 

Khun Vut und sein Helfer arbeiten bis zum späten Nachmittag und ich fahre dann mit Sita und Venus in die Silverlake Klinik. Dort verfrachte ich sie in einen Käfig und hole Oscar, Kofi, Paco und Toto aus ihren Käfigen. Die Welpen sind schon wach und scheinen die Operation gut überstanden zu haben. Zurück im Shelter nehme ich Aldo, Tinka und Aki, die den Spätnachmittag im Doppeltorbereich verbracht haben, in den Behandlungsraum und füttere sie für die Nacht. Anschließend verteile ich Ferric. Kofi, Paco, Oscar und Toto haben sich schnell wieder zurechtgefunden.

Montag, 13. Januar 2020

Die drei Welpen, ich nenne die beiden männlichen Aldo und Aki und das Mädel Tinka, haben die Nacht im Behandlungsraum gut überstanden. Sie haben natürlich alles vollgeschissen und sind hungrig. Jeder Welpe bekommt erstmal eine Dose Nassfutter. Dann mache ich mich an die Säuberungen. Pat kommt und bringt vier Eimer Reisfutter mit. 

Ich nehme Oscar, Toto, Kofi und Paco an Bord und fahre in die Silverlake Klinik. Pat bleibt bei den Hunden und füttert sie. Nachdem ich die vier Welpen bei Dr. Kwanchai abgeliefert habe, bin ich bei den Hunden im Tempel. Alle Tempelhunde sind vollzählig und wohlauf. Allerdings vermisse ich Nero, Willie und Pema auf dem Markt, aber das muss nichts bedeuten. Da es geregnet hat, fällt heute der Strandgang aus. Ich fülle die Container mit Trockenfutter und frischem Wasser und fahre dann zurück zum Shelter. 

Bis auf eine Reiberei bei der Edda eine oberflächliche Wunde an der Stirn davongetragen hat, ist alles glattgelaufen. Ich füttere Aldo, Aki und Tinka mit Reisfutter und verteile dann die Medikamente. Es ist schon später Nachmittag und deswegen muss die Ferricverteilung wieder ausfallen. Das ist jedoch kein Problem, da ich Ferric nach der Beendigung der Doxy Behandlung noch etwa zwei Wochen lang weiter verabreiche.

Sonntag, 12. Januar 2020

Klaus hatte mich vor einigen Tagen darüber informiert, dass ihm jemand eine Katze in einem Käfig vor die Tür gestellt hatte und er hatte mich gebeten ihm zu helfen jemanden ausfindig zu machen, der den kleinen Kater aufnehmen würde, da seine vier Hunde den Kater nicht akzeptieren würden. Claudia hatte sich dann bereit erklärt den Kater aufzunehmen und ich brachte ihn vorgestern zu ihr. Heute schreibt mir Claudia, dass es dem Kleinen nicht gut gehe. Es kann von der Impfung vorgestern kommen und wir wollen einen Tag lang abwarten, ob er sich von selbst erholt.

Auf dem Weg zum Shelter sehe ich Khun Lek vor ihrem Shelter. Ich frage sie nach Blacky, die ich ja eine Zeit lang nicht gesehen habe. Lek zeigt mir Blacky, die zwei Welpen hat. Zuvor hatte Lek mir erklärt, dass Blacky sterilisiert sei. Immerhin weiß ich nun, wo Blacky abgeblieben ist. Ich frage Lek auch nach Brownie und sie teilt mir mit, dass Brownie sterilisiert sei. Das sind mal zwei gute Nachrichten. 

Im Shelter erlebe ich noch etwas Positives. Dodger war in den linken Vorderlauf gebissen worden und der war angeschwollen. Ich habe ihm daraufhin zwei Tage lang Carprofen verabreicht und heute ist die Schwellung abgeklungen; Dodger läuft schon wieder recht gut. Er scheint sich entschieden zu haben, sich zu den Hunden in den hinteren Bereichen zu gesellen. Pinky, die auch in den hinteren Bereichen besser aufgehoben ist, hatte sich an der Zehe verletzt und läuft nun nach Vergabe von Carprofen auch wieder runder. Ich werde jedoch die Carprofen Behandlung für beide Hunde noch einige Tage lang fortsetzen. 

Nach Verrichtung aller meiner Arbeiten fahre ich auf dem Nachhause Weg an dem gerodeten Gelände in der Nähe des Shelters vorbei, auf dem sich Jack, Deng, Brownie und die Welpen aufhalten. Ich sehe sie dort alle, aber auch einen Winzling, den ich zuvor nie gesehen hatte. Der Welpe ist etwa sieben bis acht Wochen alt und zutraulich. Ein Stückchen weiter entdecke ich seine zwei Geschwister. Bei ihnen sitzt ein junger Mann versunken in sein Smartphone auf seinem Motorbike. Ich frage ihn nach den Welpen und wo die Mutter sei. Er meint, die Welpen seien heute ohne ihre Mutter ausgesetzt worden. Er käme oft vorbei und hätte sie gestern noch nicht gesehen. 

Trotz meines unumstößlichen Vorsatzes keine neuen Hunde mehr aufzunehmen überlege ich nicht lange und bin mit den Welpen bei Dr. Oi. Die werden dort untersucht und entwurmt. Leider hat einer der beiden männlichen Welpen anscheinend einen kleinen Tumor am Auge. Dr. Oi rät, den zu beobachten und evtl. zu entfernen.

Unbekannte Welpen müssen natürlich in Quarantäne genommen werden und so bringe ich sie erstmal für die Nacht im Behandlungsraum unter. Ich füttere die Welpen mit Dosenfutter, das sie gierig verschlingen. Da es mittlerweile schon früher Abend ist, kann ich Ferric verteilen, das ja frühestens sechs Stunden nach Verabreichung von Doxy gegeben werden sollte.

Samstag, 11. Januar 2020

Ich bin heute Morgen sehr früh in meiner Autoreparaturwerkstatt, denn der Dieseltank leckt und muss geschweißt werden. Deshalb bin ich heute mit dem Motorbike unterwegs zum Shelter. Nach der Säuberung verteile ich die Medikamente und danach füttere ich zuerst die Welpen und dann die übrigen Hunde. 

Gerade als ich mit allen Arbeiten fertig bin, fängt es wieder an zu regnen. Das ist nicht gut für meine Fahrt nach Hause, aber gut für den Boden im Shelter, der mittlerweile knochentrocken ist. Der Regen reinigt auch die Luft, die staubgefüllt ist, wenn die Hunde herumtoben. Da ich den Pick-up erst spät wieder abholen kann, fällt die abendliche Medikamentenvergabe für heute aus.

Freitag, 10. Januar 2020

Während ich im Shelter arbeite, fängt es das erste Mal seit Wochen an zu regnen. Ich habe gerade noch Zeit die Außenbereiche zu säubern, die Wassercontainer aufzufüllen, die Welpen zu füttern und die Medikamente zu verteilen. Auf dem Weg nach Hause steht schon wieder alles unter Wasser. Am Spätnachmittag bin ich wieder im Shelter. Die Hunde haben den Regenguss gut überstanden. Ich verteile Ferric und Immuplex.

Donnerstag, 9. Januar 2020

Pat kommt heute Morgen wieder mit Reisfutter, das zuerst an die Welpen, dann die Hunde im Hausbereich, anschließend die Hunde im Salabereich und schließlich an die Hunde in den hinteren Bereichen verfüttert wird. Danach gibt es noch Trockenfutter. Die Hunde mit Fellproblemen füttere ich separat mit Pedigree, in dem angeblich kein Hühnerfleisch enthalten ist. 

Ich lasse nun das Tor, das den Salabereich von den beiden hinteren Bereichen sowie dem kleinen Bereich trennt,  geschlossen und öffne die Tür, die den kleinen Bereich von den beiden hinteren Bereichen trennt, sodass die Hunde im kleinen Bereich sich auch in den beiden hinteren Bereichen frei bewegen können. Die Trennung tut allen Hunden gut, wenn auch Amara darauf besteht, wieder in den Hausbereich gelassen zu werden, nachdem ich sie im kleinen Bereich versucht habe unterzubringen. Auch Beppe zieht es wieder in den Hausbereich zurück. 

Am Nachmittag bin ich bei einem Nachbarn, dem ich versprochen hatte, seine junge Hündin sterilisieren zu lassen. Es stellt sich heraus, dass sie nun schon sterilisiert wurde. Am frühen Abend bin ich wieder im Shelter und verteile Ferric.

Mittwoch, 8. Januar 2020

Wie jeden Morgen ist die Säuberungsroutine angesagt, heute wieder verbunden mit intensiver Hausreinigung. Danach verteile ich die Medikamente. Elsa hat ihre sechswöchige Doxy Behandlung hinter sich; wird aber weiterhin abends Ferric bekommen. Amara, die ab und zu im Hausbereich drangsaliert wird, quartiere ich in den kleinen Bereich um und Beppe in den Salabereich. Dann füttere ich die Welpen separat. 

Auf dem Weg nach Hause schaue ich nach Jack, Deng, Brownie und den Welpen. Sie alle sind vorhanden bis auf einen der weißen Welpen von Deng. Am frühen Abend bin ich wieder im Shelter. Ich öffne dann immer die Tore zum Dopeltorbereich und zum Salabereich, damit sich die Hunde wieder frei bewegen können.

Dienstag, 7. Januar 2020

Ich schließe nun das Tor zum dritten Bereich und lasse die Tür und das Tor zum hinteren Bereich offen. Lina, Max, Alex, Pinky, Darla, Roshi, Bonnie, Buffy, Kylie und Lucy können sich nun in diesen drei Bereichen bewegen. Im Salabereich halten sich deshalb nun weniger Hunde auf, unter ihnen Tara, Ruby, Toya, Zola, Edda, Merlin und Mee sowie die Welpen Venus, Sita, Oscar, Toto und Paco, die sich aber auch ab und zu im Hausbereich aufhalten. 

Im Haus halten sich so gut wie ständig Kenji, Edith, Rocco, Kenzo, Nousha, Hiro, Diudiu, Hiro, Hanna, Bum, Beppe, Lingling, Tommy, Hovis, Khiaow, Talo, Kyra, Bliss, Erin und Amal auf. Auf dem Gelände vor und neben dem Haus sind Elly, Puschel, Girly, Nimnim, Elsa, Maggie, Patty und Dodger zu finden. Im Doppeltorbereich liegt Kofi und neuerdings auch Amara. Das Tor zum Doppeltorbereich und zum Salabereich bleibt geschlossen, wenn ich nicht im Shelter bin. Tommy ist dann ebenfalls im Doppeltorbereich. Wie ich zuvor schon mal schrieb, verfolgte ich das Ideal von einem Shelter, in dem sich jeder Hund aufhalten kann, wo er will. Damit bin ich gescheitert und sortiere nun die Hunde so um, wie sie am besten zusammenpassen. 

Heute Morgen kommt Pat mit mehreren Eimern Reisfutter. Da einige Hunde Fellprobleme entwickelt haben, verzichten wir nun auf die Beigabe von Hühnerfleisch und wechseln zu Schweinefleisch. Zudem werde ich den betreffenden Hunden nun auch Hühnerfleisch freies Trockenfutter geben. Das ist zwar doppelt so teuer wie das Standard Trockenfutter aber ich muss mal im Ausschlussverfahren vorgehen. Mal sehen, ob eine erhoffte Wirkung eintritt. Nachdem die Welpen gefüttert sind und ich mir zwei Eimer Reisfutter für die Salahunde und die Hunde im kleinen Bereich gesichert habe, bekommen auch die übrigen Hunde im Hausbereich Reis. Pat und ich waschen dann Talo, Patty und Rocco. 

Nachdem Pat gegangen ist, nehme ich Kofi und Darla an Bord und will zu Dr. Oi fahren. Allerdings komme ich nur ein paar Meter - ein Vorderreifen ist platt. Ich weiß zwar wie man einen Reifen wechselt, aber es stellt sich heraus, dass das Bordwerkzeug nicht das Allerbeste ist. Glücklicherweise helfen mir die Arbeiter von nebenan und so bin ich mit einiger Verspätung in der Klinik. Kofi wird erneut Blut abgenommen und Darlas Wunden neu versorgt. Darla wird bald über den Berg sein, denn die Wunden sind nicht so dramatisch und verheilen gut. 

Nachdem ich die Hunde zurückgebracht habe, fahre ich in die Stadt und hole mir zwei neue Vorderreifen, die beide stark abgefahren sind. Der Monteur stellt dann noch fest, dass in einem Hinterreifen zwei Nägel stecken. Dieser Reifen kann jedoch repariert werden. Ich hole mir dann Immuplex in der Chaiyapruek Klinik und Ferric bei Apisit. 

Am frühen Abend bin ich wieder im Shelter, säubere den Hausbereich, fülle dieWassercontainer nach und verteile Ferric, sowie Immuplex an Roshi, Sita, Toto, Oscar, Zaza und Kofi, die alle Papillomas entwickelt haben.

Montag, 6. Januar 2020

Ein Tourist hatte mich gestern Abend angerufen. Er habe einen Hund in mit einer bösen Rückenwunde gefunden, ob ich nicht gleich mal vorbeikommen könne, sonst würde der Hund sterben. Wie es immer bei diesen Notfällen ist, würde der Tourist am kommendenTage Pattaya verlassen. Da ich heute Morgen sowieso in die Stadt muss, treffe ich den Touristen, nicht jedoch den Hund an. Mittlerweile weiß Kitty auch schon von dem Hund und will sich um ihn kümmern. 

Ich bin also mit Verspätung im Shelter, aber alles ist ok. Ich verrichte meine Routine. Während ich die Wassercontainer auswasche und mit frischem Wasser fülle, wird Bonnie von einigen Hunden angegangen. Bonnie hat zuvor im Salabereich gelegen, ist dann jedoch in den Hausbereich gewechselt, wo sie in Ruhe gelassen wurde. Nun, da sie wieder im Salabereich auftaucht, ist sie wohl nicht willkommen. Ich gehe sofort dazwischen und es passiert so gut wie nichts. Da ich jedoch kein Risiko eingehen will, trage ich sie ebenfalls in den kleinen Bereich, wo Bonnie sich in eine der Hütten zurückzieht. 

Ich bleibe bis zum frühen Abend im Shelter. Bonnie hat sich eingerichtet. Alex lebt total auf und die Atmosphäre unter den Hunden im kleinen Bereich ist friedlich. Ich werde wohl oder übel eine vorläufig permanent Trennung der Hunde von den Hunden im Salabereich durchführen müssen. Kitty hat es am Abend geschafft, den verletzten Hund mit Hilfe von Bua einzufangen. Der Hund wird nun in der Silverlake Klinik behandelt.

Sonntag, 5. Januar 2020

Ich säubere den Hausbereich, verteile Medikamente und füttere zuerst die Welpen und danach die übrigen Hunde zuerst im Hausbereich, dann im Salabereich und zum Schluss im kleinen Bereich. Dann quartiere ich auch noch Alex in den kleinen Bereich, der immer mit Darla und Roshi unter der großen Sala gelegen hat und ständig von Tommy, Elsa und Tara belästigt wurde. Alex scheint damit sehr einverstanden zu sein und zeigt mir das deutlich. 

Da nun etliche Hunde im kleinen Bereich untergebracht sind und die Tür vorerst verschlossen bleibt, damit nicht wieder Reibereien entstehen, werde ich in den kommenden Tagen den kleinen Bereich um das Doppelte erweitern. Die Hunde verstehen sich zwar gut, sollen aber etwas mehr Auslauf haben. 

Am frühen Abend bin ich wieder im Shelter, verteile Medikamente und fülle die Wassercontainer auf. Tommy hat die Nacht im Doppeltorbereich verbracht und scheint das zu akzeptieren, denn er steht vor dem Tor als ich gehe. Nachdem Khiaow sowohl Elly als auch Talo gezeigt hat, wie man das Tor überwindet, dass den Hausbereich vom Salabereich trennt, muss ich das Tor einen halben Meter erhöhen. Ich möchte dazu noch ein Schwingtor in das Tor, das den Dopeltorbereich vom Hausbereich trennt, einbauen lassen. Das Schwingtor im äußeren Tor hat sich bewährt.

Samstag, 4. Januar 2020

Nach Säuberung des Hausbereichs und Medikamentenvergabe füttere ich die Welpen, Zaza und Roshi. Anschließend säubere ich die weiteren Bereiche. Dann nehme ich Darla und Khiaow an Bord und bin mit ihnen bei Dr. Oi. Khiaows Schwellung ist stark zurückgegangen. Ihr wird ein neuer Druckverband angelegt. Darlas Wunden werden neu versorgt. Beiden Hunde wird Blut abgenommen. Sie gehören zu den Wenigen noch, deren Blut nie untersucht wurde. Allerdings haben beide kürzlich eine Doxy/Ferric Behandlung abgeschlossen. 
 
Ich bringe die Hunde zurück und quartiere Darla und Roshi in den kleinen Bereich um. Für sie steht die geräumige Hütte, die einst für die Welpen gedacht war und selten benutzt wird, zur Verfügung. 
 
Am Spätnachmittag bin ich wieder im Shelter. Darla und Roshi scheinen sich in ihrer neuen Umgebung wohl zu fühlen. Sie kennen ja Pinky, Lina, Buffy, Lucy und Max gut. Ich verteile die abendlichen Medikamente und Fischöl. 
 
Am Abend erhalte ich die Bluttestergebnisse. Bei Darla ist eine Infektion festgestellt worden, vermutlich ausgelöst durch die Bisswunden. Bei Khiaow sind Hepatozoon gefunden worden. Diese Art von Blutparasiten sind eher selten und werden durch die orale Aufnahme von Zecken verursacht. Da beide Hunde ohnehin schon wieder auf Doxy sind, wird die Behandlung einfach fortgesetzt.

Freitag, 3. Januar 2020

Heute Morgen kommen Khun Vut und Pat. Khun Vut muss ein Loch im Zaun reparieren, dass Talo verursacht hat und Pat bringt drei Eimer mit Reisfutter mit. Während Khun Vut den Zaun repariert, füttert Pat die Welpen sowie Darla und Roshi im Doppeltorbereich. Ich füttere derweil die übrigen Hunde mit Trockenfutter. Nachdem die Welpen satt sind bekommen auch die noch Reisfutter. Anschließend säubere ich, verteile Medikamente und erneuere das Wasser. 

Am Nachmittag bin ich in der Stadt und hole Trockenfutter bei Apisit sowie Reis und liefere das Futter bei Prajuab ab. Am frühen Abend bin ich wieder im Shelter, säubere noch einmal, fülle frisches Wasser nach und verteile Medikamente. 

Tommy sperre ich heute in den Doppeltorbereich. Dort hat er Auslauf und kann keinen Unsinn machen. Darla und Roshi sind für die Nacht wieder im Salabereich. Pinky, Lina, Max, Lucy und Buffy vertragen sich gut im kleinen Bereich und scheinen zufrieden zu sein.

Donnerstag, 2. Januar 2020

Ich säubere den Außenbereich des Hauses, lasse Tommy aus dem Kennel und trage Darla und Roshi in den Doppeltorbereich. Dann verabreiche ich die Medikamente auch an Darla und Khiaow und öffne das Tor zum Salabereich, damit sich die Hunde von Hausbereich und Salabereich wieder durchmischen können. Ich säubere anschließend die hinteren Bereiche. Pinky, Lucy, Buffy, Lina und Max sind nun im kleinen Bereich. Dort sind sie besser aufgehoben, da sie schon mal angegangen werden. 

Seitdem Darla und Roshi nicht mehr unter der großen Sala liegen, ist wieder mehr Ruhe im Salabereich eingekehrt. Tommy, Elsa und Tara hatten sich oft den Spaß geleistet Darla und Alex, der auch normalerweise unter der Sala liegt, anzukläffen – und offensichtlich nicht nur das, wie ich feststellen musste. Ich werde versuchen Darla und Roshi ebenfalls im kleinen Bereich, der ja mehr als einhundert Quadratmeter groß ist, unterzubringen.

Heute habe ich zwei Schlangen im Shelter. Eine kleinere im Salabereich und eine größere im Doppeltorbereich. Es sind die eher harmlosen grünen Baumschlangen. Der kleinen Schlange im Salabereich eine Möglichkeit zum Entweichen zu geben ist nicht so einfach mit einem Dutzend Hunden um mich herum, aber schließlich findet sie ein Schlupfloch und ist draußen. Mit der größeren Schlange habe ich weniger Schwierigkeiten, da nur Darla und Roshi neugierig auf sie ist. Auch sie kann ich schließlich bewegen sich zu entfernen.

Auf dem Weg zum Wat Amparahm schaue ich nach den Hunden, die nun auf dem gerodeten Gelände leben. Ich treffe auf Jack und Deng und sehe auch Dengs drei Welpen und zweihundert Meter weiter sehe ich Brownie mit ihren beiden Welpen. Die Hunde werden von Lek gefüttert und scheinen alle in gutem Zustand zu sein. Bei Jack und Deng bin ich mir dessen sicher, da ich sie untersuchen kann.

In der Vorhalle des Wats kommt Payu das erste Mal auf mich zu, obwohl einige Hunde um mich herum sind. Sadhu wird zwar lästig, aber das scheint Payu nicht zu stören. Er scheint wohl nun Frieden mit seinem neuen Leben gemacht zu haben. Dotty begleitet uns wieder auf unserem Strandgang, den die Hunde so sehr lieben.

Am frühen Abend bin ich wieder im Shelter, verteile Medikamente und füttere die Welpen. Die halten sich nachts nun lieber zusammen mit Talo, Tara, Mee, Toya, Zola, Alex und Ruby im Salabereich auf.

Mittwoch, 1. Januar 2020

Die Hunde haben die Sylvesterknallerei offensichtlich gut überstanden. Ich säubere, verteile die Medikamente und nehme dann Khiaow und Darla an Bord. Khiaow hatte eine unerhebliche Bisswunde an der Schulter, die gut verheilte. Es bildete sich jedoch eine Schwellung darunter, die trotz der Vergabe von Carprofen nicht kleiner wurde. Darla wurde offensichtlich ebenfalls gebissen ohne, dass ich das bemerkt hatte. Sie liegt ja normalerweise unter der großen Sala und so habe ich ihre Wunde am Unterbauch übersehen. 

Mit Darla und Khiaow fahre ich zu Naree und gemeinsam sind wir dann bei Dr. Oi. Khiaows Schwellung wird punktiert und es wird ihr ein Druckverband mit einem Shirt verpasst. Darlas Wunde verbunden und Narees Wunde ebenfalls noch einmal versorgt. Ihre Sterilisationswunde sieht normal aus. 

Ich stecke Darla zusammen mit ihrer Tochter Roshi in einen Kennel, damit sie sich ihren Verband nicht versaut. Anschließend füttere ich zunächst die Welpen mit Reisfutter, danach die übrigen Hunde mit Trockenfutter und schließlich mit den Resten des Reisfutters. Darla, Roshi und einige andere Hunde bekommen Reisfutter separat. Mit Einbruch der Dunkelheit verteile ich Ferric an die Hunde, die noch auf Doxy sind sowie Doxy und Prednisilone an Darla und Khiaow.

Dienstag, 31. Dezember 2019

Pat ist aus Australien zurück und hat mehrere Eimer Reisfutter zubereitet. Alle Welpen werden damit separat im Doppeltorbereich gefüttert; auf die Reste stürzt sich dann die ganze Meute. Drei Eimer sichere ich mir und verfüttere einen davon an Bonnie, Roshi, Lingling, Bessie, Kenzo und Zaza. 

Während Pat bei den Hunden bleibt, hole ich mir eine stabile Holzbox und zwei Paletten. Talo hat sich wieder durch den Zaun gebissen und dabei die schon halb morsche alte Holzbox auch gleich zerlegt. Ich dichte das Loch noch einmal provisorisch ab. 

Pat fährt am frühen Nachmittag und nimmt Shana, Nelson und Rosie wieder für zwei Tage zu sich. Ich fahre in das nun gerodete Gelände und finde Jack gemeinsam mit dem Mutterhund, den ich nun Deng nenne, sowie ihre drei Welpen. Brownie finde ich auch, sehe jedoch nur den schwarzen ihrer Welpen. Blacky bleibt weiter verschwunden. 

Am Spätnachmittag bin ich in Wong Amat und treffe die Taxifrau, die sich um Nalerm kümmert. Ich gebe ihr Medikamente für die kommenden zehn Tage. Danach soll Nalerm Dr. Oi noch einmal vorgestellt werden. Die Taxifrau allerdings teilt mir mit, dass es unmöglich sei Nalerm am Fressen zu hindern. Zu viele Touristen geben ihr immer wieder etwas. Folglich hat Nalerm nicht abgenommen. 

Ich fahre noch einmal zum Shelter und verteile Ferric. Hoffentlich hält sich die Knallerei in Grenzen, sodass die Hunde nicht aufgeschreckt werden. 

Allen häufigen und gelegentlichen Lesern meiner Tagesberichte wünsche ich ein gutes Neues Jahr und auch den Tieren, die sich in ihrer Obhut befinden. Ich hoffe, dass mir Gelegenheit gegeben wird für ein weiteres Jahr für die Hunde, für die ich mich verantwortlich fühle, zu sorgen und auch für die, die mir ab und an über den Weg laufen.

Montag, 30. Dezember 2019

Auf dem Weg zum Shelter erwische ich Cisco und verabreiche ihm Ivermectin sowie Fischöl. Cisco ist wieder sehr freundlich und kooperativ. Anschließend schaue ich nach Naree. Ihr geht es gut. 

Im Shelter säubere ich den Hausbereich, verteile Medikamente und füttere die Welpen. Danach sind die übrigen Hunde dran. Anschließend säubere ich die übrigen Bereiche und das Haus. 

Auf dem Weg zurück zu meinem Apartment halte ich an dem Platz an dem Jack und Blacky immer lagen. Ich habe die beiden seit Tagen nicht mehr gesehen und fahre deshalb in den Buschbereich an der Straße. Dort sehe ich, dass weite Flächen gerodet sind. Ich fahre weiter in das Gelände und da begrüßen mich Jack und eine Hündin, die mehrere Welpen hatte und genau wie Blacky von Lek sterilisiert worden war. Nun sehe ich auch drei ihrer Welpen, die aber sehr scheu sind. 

Kurze Zeit später finde ich auch die braune Hündin, die ich nun Brownie nenne. Sie hatte ja mehrere Welpen, die immer weniger wurden. Zwei von ihnen aber haben überlebt und sind bei Brownie. Brownie, die immer sehr scheu war, lässt sich nun von mir streicheln und so eröffnet sich mir hoffentlich die Gelegenheit, auch sie sterilisieren zu lassen. Blacky bleibt leider verschwunden.

Sonntag, 29. Dezember 2019

Heute bin ich bis zum späten Nachmittag im Shelter. Ich verrichte meine Routinearbeiten, füttere die Welpen sowie Bonnie und Roshi und bade Roshi dann auch gleich. Obwohl die Tore mit einem Fundament versehen sind, schaffen es einige Hunde doch immer wieder sich neben den Fundamenten durchzubuddeln. Heute musste ich feststellen, dass sie zudem noch einen Durchschlupf durch den Zaun neben dem Tor, dass den Hausbereich vom Salabereich trennt, verschafft haben, den ich notdürftig abdichte. Ich muss wohl bald wieder Khun Vut kommen lassen, damit er einiges repariert. Bevor ich die Hunde wieder allein lasse, gibt es noch Ferric, Fischöl und Vitamine.

Samstag, 28. Dezember 2019

Vormittags Säuberung, danach Fütterung der großen Hunde und zwischendurch der Welpen separat. Bonnie und Roshi bekommen wieder eine Extraportion. Nach der Auffüllung aller Wasserschüsseln lasse ich die Hunde ruhen und fahre in die Silverlake Klinik. 

Naree ist mittags sterilisiert worden und noch etwas wackelig auf den Beinen. Sie ist es ja gewohnt im Auto zu sitzen und legt sich sogleich zur Ruhe. Ich fahre zu den Tempelhunden, fülle die Behälter auf und mache dann mit Sadhu, Piak, Asa, Nico, Jake, Panya und Satya unseren Strandgang. Allen übrigen Hunden geht es auch gut. Naree hat die ganze Zeit im Auto geschlafen und verschläft auch die Fahrt zurück nach Takhiantia, wo ich sie wieder an ihrem Platz absetze. Im Shelter verteile ich dann noch Ferric und an einige Hunde Fischöl bzw. Vitamine fürs Fell.

Freitag, 27. Dezember 2019

Ich verrichte meine morgendlichen Arbeiten und bringe danach Naree in die Silverlake Klinik. Ihr Bluttestergebnis ist einwandfrei. Am Spätnachmittag bin ich wieder im Shelter, säubere erneut und füttere die Welpen, sowie Bonnie und Roshi mit Dosenfutter wie zuvor die vergangenen Tage auch. Anschließend gibt es Ferric.

Donnerstag, 26. Dezember 2019

Nach der Säuberung bade ich Kylie und Bonnie. Anschließend bin ich mit Naree bei Dr. Oi zum Verbandswechsel. Ich lasse ebenfalls einen Bluttest machen, da ich sie morgen zur Sterilisation in die Silverlake Klinik bringen will. 

Ganz in der Nähe von Narees Platz habe ich einen stark räudigen Hund entdeckt, dem ich mich heute nähern kann. Es stellt sich heraus, dass er freundlich und zutraulich ist. Die Anwohner erklären mir, dass er keinen Besitzer habe. Ich nenne ihn Cisco und werde ihn behandeln. 

Am Nachmittag hole ich mir bei Apisit 240 kg Trockenfutter. Am Spätnachmittag bin ich wieder im Shelter säubere erneut und füttere dann zunächst die Welpen und danach die übrigen Hunde.

Mittwoch, 25. Dezember 2019

Wie jeden Morgen säubere ich zunächst, füttere dann, verteile Medikamente, säubere erneut und tränke. Am Nachmittag bin ich im Wat. Ich versorge die Hunde mit Trockenfutter und Wasser und mache dann mit einigen von ihnen unseren Strandgang. Alle Hunde sind wohlauf und Payu hat sich auch wieder eingefunden. Er mischt sich unter die Leute, die gerade für eine Tempelfeierlichkeit kochen und scheint entspannt zu sein. Dotty hat sich ein wenig zurückgezogen und folgt uns nicht mehr an den Strand. Probleme jedoch scheint es nicht zu geben.

Dienstag, 24. Dezember 2019

Ich säubere, füttere die Welpen, verteile Medikamente, füttere und tränke die übrigen Hunde und säubere erneut. Auf dem Rückweg gebe ich Naree Nexguard, da Dr. Oi vorgestern zwei Zecken an ihr entdeckt hat. Am Nachmittag arbeite ich an den Blogs, die nun allmählich up-to-date sind. Am frühen Abend bin ich wieder im Shelter, verteile Ferric, umarme die Hunde, die ich zu fassen bekomme und wünsche ihnen eine Frohe Weihnacht.

Montag, 23. Dezember 2019

Am Vormittag verrichte ich meine Routinearbeiten mit der Fütterung der Welpen und der Vergabe von Doxycyclin. Bum bekommt von nun an nur noch Ferric am Abend, da alle seine Werte nun im Normalbereich sind. Am Nachmittag schließe ich meine Arbeiten an der SDF Dokumentation ab. Nachdem nun der Pattaya City Bereich eine viermal so große Fläche aufweist als bei meiner vergangenen Zählung hat sich das Verhältnis der sterilisierten Hunde die aus Pattaya bzw. Banglamung stammen, stark verschoben. Aus dem Pattaya City Bereich wurden 3,448 Hunde zu Dr. Kwanchai gebracht, 727 kamen aus Banglamung und 25 stammen von außerhalb des Distrikts. Die Verteilung ist einzusehen in der SDSPP Google map.

Sonntag, 22. Dezember 2019

Heute bin ich den ganzen Tag im Shelter, säubere, füttere, tränke und mache großen Hausputz. Zwischendurch bin ich mit Bum und Naree bei Dr. Oi. Bum hat ja eine gefährliche Babesia Infektion überlebt und ist sechs Wochen lang mit Doxy, Ferric und Pharmarine behandelt worden. Sein Blut muss nun erneut untersucht werden. Naree wird neu verbunden. Sie hatte ich eine Woche lang mit Doxy und drei Tage lang mit Carprofen behandelt. Ihre zweite Wunde heilt nun allmählich zu und ist nur noch Fingerglied groß. In vier Tagen soll ich Naree wieder vorstellen. 

Naree ist der sonnigste Hund den man sich vorstellen kann. Wenn ich sie abhole, brauche ich nur die Tür zu öffnen und schon springt sie auf den Beifahrersitz. Sie genießt es ganz offensichtlich mal aus dem Gewohnten raus zu sein und es ist eine Freude sie bei sich zu haben. 

Ich setze sie wieder an ihrem Platz ab und bringe Bum zurück zum Shelter, wo ich meine Arbeiten fortsetzte. Heute fülle ich meinen Tank das erste Mal aus dem Brunnen. Das klappt auch erstaunlich gut, sodass ich auch gleich drei große Wannen, in denen sich die Hunde abkühlen können, mit frischem Wasser fülle. Bevor ich am Abend fahre, verteile ich noch Ferric an die Hunde die auf Doxy sind.

Samstag, 21. Dezember 2019

Morgens als Erstes wieder die Säuberung. Wie üblich warten wieder Hunderte Kothaufen auf mich. Ich würde ja gern jemanden beschäftigen, der mir diese unschöne Arbeit abnimmt, aber wer wird wohl in Staub und Hitze Hundescheiße zusammenkratzen wollen während Fliegen seinen Kopf umkreisen? Richtig – niemand. Also muss der Farang die Arbeit machen. 
 
Ich füttere die Welpen, die großen Hunde bekommen morgen wieder was. Dann fahre ich wie schon die vergangenen Tag auch zu Naree und gebe ihr Doxycyclin. Morgen ist dann wieder Untersuchung und Verbandswechsel dran. Am Nachmittag arbeite ich weiter an der SDF Dokumentation und abends bin ich nochmal bei den Hunden, die sich mittlerweile an die Trennung, während ich weg bin, gewöhnt haben.

Freitag, 20. Dezember 2019

Wenn ich gefüttert habe, ist tags darauf der gesamte Außenbereich voller Kothaufen. Damit die Arbeit nicht so langweilig wird, zähle ich heute mal wie viel Haufen ich zusammenkratze und komme auf 430. Das sind 7,167 Haufen pro Hund. Und das, obwohl man munkelt, dass die Hunde in meiner Obhut nicht genügend Futter bekommen.

Am Nachmittag hole ich mir bei Apisit Trockenfutter und fülle mein Lager im Shelter auf. Anschließend ist erneute Säuberung und das Auffüllen der Wassercontainer angesagt. Danach gibt’s Ferric. Am Abend arbeite ich weiter an der SDF Dokumentation.

Donnerstag, 19. Dezember 2019

Ich säubere, füttere die Welpen und danach die übrigen Hunde. Danach werden die Medikamente verteilt. Zusätzlich gibt’s mal wieder Fischöl für alle. Am Nachmittag arbeite ich an der Sterilisationsdokumentation. Es stellt sich heraus, dass ich den Pattaya City Anteil innerhalb des Banglamung Bezirks viel zu eng gefasst habe. Folglich muss ich die Zuordnung der Fälle neu bestimmen. Das kostet einiges an Zeit. Am frühen Abend dann bin ich froh vom Schreibtisch wegzukommen und wieder bei den Hunden zu sein.

Mittwoch, 18. Dezember 2019

Morgens erstmal wieder die ausgiebige, anstrengende und zeitraubende Arbeit der Säuberung der Außenbereiche. Es macht sich keiner eine Vorstellung wie viel Kothaufen 60 Hunde produzieren können. Und entsorgt werden müssen die auch noch. Dazu schiebe ich eine Karre beladen mit acht großen Farbeimern zu der Grube in den Bereich, den Meow früher gemietet hatte und der nun ein Tapiocafeld ist. Gut, dass ich dazu noch einigermaßen fit bin, sonst hätte ich ein weiteres Problem. 

Nachdem die Kärrnerarbeit erledigt ist, füttere ich die Welpen im Behandlungsraum, damit ich sicher gehe, dass sie alle ausreichend bekommen, wenn ich die großen Hunde füttere. Obwohl sie nun schon ordentlich gewachsen sind, würden sie im Verteilungskampf noch untergehen. Anschließend ist die Verteilung der Medikamente dran. Am Nachmittag arbeite ich an meinen Blogs, die auf den neuesten Stand gebracht werden müssen und am Abend bin ich dann erneut bei den Hunden.

Dienstag, 17. Dezember 2019

Zuerst die Säuberungen, danach Fütterung der Welpen und dann sind die übrigen Hunde an der Reihe. Nachdem ich eine zweite Säuberungsrunde absolviert habe, fahre ich zu Prajuab um Jakalen für einen Bluttest abzuholen. Prajuab jedoch teilt mir mit, dass Jakalen wieder gefressen habe. Ich rate ihm Jakalen zu beobachten und mich zu informieren wenn sie kränklich wird. 

Ich fahre dann mal wieder beim Mabprachan 7/11 vorbei um nach Suzie und der anderen Jakalen, die ich vom Shelter wieder zurückgebracht hatte, zu schauen. Beide Hunde halten sich in der Nähe des Ladens auf. Sie sehen gut aus und Jakalen freut sich sogar mich zu sehen, obwohl sie im Shelter immer recht zurückhaltend war. 

Am Abend bin ich dann wieder im Shelter und verteile Ferric. Dr. Kwanchai hat uns geraten die Vergabe von Doxy und Ferric auf 6 Wochen auszudehnen. Neuere Forschungsergebnisse legen das nahe. Ich habe die Doxy Vergabe sowieso immer schon auf 5 Wochen ausgedehnt und Ferric häufig noch länger verteilt. Somit stellt die Neuerung keine große Umstellung dar.

Montag, 16. Dezember 2019

Dr. Oi teilt mir morgens mit, dass Dukdük gestorben sei. Ihre Nieren haben versagt. Nach Säuberung und Fütterung der Welpen hole ich Dukdük ab und bringe sie zurück zu Prajuab. Prajuab ist sehr besorgt. Kürzlich hatte er ja schon einen Hund verloren und nun Dukdük. Er zeigt mir Jakalen, die vor Jahren eine erfolgreiche TVT Behandlung durchlaufen hatte. Jakalen habe ebenfalls seit Tagen nicht gefressen. Sie allerdings habe nicht an Gewicht verloren. Prajuab bittet mich sie testen zu lassen. Das werde ich morgen machen lassen. 

Ich fahre weiter zum Wat Amparahm, kaufe Reis für die Tempelhunde und schaue nach den Markthunden. Ich finde Avira mit ihren beiden Jungen Aisha und Pema, sowie Nero und Willie. Sushi sehe ich heute nicht, habe sie jedoch beim letzten Marktbesuch angetroffen. Im Tempel sind alle Hunde außer Payu vorhanden. Ich versorge sie mit Trockenfutter und frischem Wasser und mache dann mit ihnen unseren gewohnten Strandgang. 

Anschließend bin ich in der Silverlake Klinik und hole die TVT Hündin von Mabtato ab. Die Hündin hat eine sechs Wochen lange Behandlung hinter sich und ist geheilt. Ich bringe sie am Abend an ihren Platz zurück.

Sonntag, 15. Dezember 2019

Nach der Säuberung füttere ich die Hunde wie gewohnt. Anschließend wird das Haus gereinigt. Dr. Oi bittet mich in die Klinik zu kommen. Der Bluttest von Dukdük hat einen stark erhöhten Nierenwert ergeben. Der kann von einer Infektion stammen, die ebenfalls festgestellt wurde oder von einem Leptospirose Befall. Dr. Oi möchte die Lunge röntgen und falls der Befund negativ ist, einen PCR Test durchführen. Am Abend bin ich wieder im Shelter und erledige die Routine.

Samstag, 14. Dezember 2019

Nach der vormittäglichen Routine bin ich mit Toto zur vierten Laserbehandlung in der Dr. Oi Klinik. Ein Pressverband wird angelegt und soll für einige Tage verbleiben. Sollte noch eine Schwellung vorhanden sein, kann sie mit einem heißen Tuch weiterbehandelt werden.  

Prajuab bittet mich Dukdük, einen seiner Hunde, untersuchen zu lassen. Dukdük hat, wie der Hund, der vor einigen Tagen bei Prajuab gestorben ist, seit Tagen nicht mehr gefressen. Ich kenne Dukdük und sie mag mich. So gibt es keine Probleme sie in die Dr. Oi Klinik zu bringen. Ihr wird Blut abgenommen und sie wird abgehört. Dr. Oi stellt Lungenfeuchtigkeit fest. Dukdük wird an den Tropf gehängt und bleibt über Nacht in der Klinik. Am Abend treffe ich Daniel, der sich über meine Arbeit informiert und vorhat mich in Zukunft zu unterstützen.

Freitag, 13. Dezember 2019

Nach der Säuberung der Bereiche und der Medikamentierung füttere ich zuerst die Welpen sowie die weiteren Bedürftigen und dann alle anderen Hunde. Anschließend säubere ich erneut und lasse dann die Hunde schlafen. Ich arbeite derweil weiter an der Statistik. Am Abend habe ich das Ergebnis. Bis zum heutigen Tag sind 4,187 Hunde sterilisiert worden, 1,501 in Pattaya und 2,686 im Banglamung Bezirk außerhalb von Pattaya. Am späteren Abend bin ich dann wieder im Shelter und verteile Ferric an die Hunde, die gegenwärtig einer Doxycycline Behandlung unterzogen werden.

Donnerstag, 12. Dezember 2019

Vormittags die Routine mit der Fütterung der Welpen sowie Kenzo, Roshi, Zaza, Bliss und auch Bonnie, die mir etwas lustlos erscheint und die ich deshalb noch eine Zeit lang im Behandlungsraum lasse. Dort erholt sie sich dann aber. Allerdings bin ich mit ihrem Fellzustand nicht zufrieden, obwohl ich ihr schon eine Zeit lang Fischöl und Vitamine verabreiche. Bonnie hat im vergangenen Monat eine Doxy/Ferric Behandlung abgeschlossen. 

Am frühen Nachmittag bin ich mit Toto und Naree bei Dr. Oi. Toto wird erneut gelasert und Naree neu verbunden. Anschließend arbeite ich an einer Projektstatistik. SDF möchte wissen, wie viel Hunde in Pattaya und wie viel in Banglamung sterilisiert wurden. Am Abend bin ich dann wieder im Shelter, säubere noch einmal und verteile dann Ferric.

Mittwoch, 11. Dezember 2019

Morgens die Routine einschließlich der Fütterung, wobei die Welpen sowie Zaza, Roshi, Bless und Kenzo wieder separat versorgt werden. Anschließend erneute Säuberung. 

Am Nachmittag liefere ich Doxycyclin, Pharmarine und Ferric bei der Taxifrau in Wong Amat ab. Nalerm ist unfreundlich zu mir, verständlich nach der Kliniktour. Ich hole mir dann bei Apisit 200 kg Trockenfutter und liefere 40 kg davon beim Wachmann in der Thepprasit Soi sechs ab. Den Hunden dort geht es gut. 

Am frühen Abend bin ich wieder im Shelter, verstaue das Trockenfutter, säubere noch einmal, fülle Wasser auf und verteile Ferric.

Dienstag, 10. Dezember 2019

Heute Morgen findet das SDF Meeting in einem Restaurant am Mabprachan Reservoir statt. Am späten Vormittag bin ich dann im Shelter. Während ich noch füttere, kommt ein vom Landeigentümer bestellter Arbeiter und schlägt die reifen Kokosnüsse. Die Hunde sind nicht sehr erfreut darüber und ich auch nicht. 

Am Nachmittag bin ich mit Toto zur zweiten Laserbehandlung bei Dr. Oi. Danach ist noch einmal Säuberung und Medikamentenvergabe angesagt. Nalerms Testergebnis ist nicht so schlecht. Nur die Anzahl der Blutplättchen ist viel zu gering. Sie muss einer Doxy/Ferric Behandlung unterzogen werden. Ich hoffe, die Taxifrau wird das hinkriegen. Sie scheint recht anstellig zu sein.

Montag, 9. Dezember 2019

Dr. Kwanchai informiert mich frühmorgens, dass das erste SDF Meeting auf den Vormittag verlegt wurde. Ich fahre deshalb früher als sonst zum Shelter und verrichte meine Arbeiten, einschließlich der Fütterung aller Hunde. Das Meeting findet in der Silverlake Klinik statt und dient der Vorbereitung des morgigen Meetings mit all den Helfern, die zum Erfolg des Sterilisationsprojekts beigetragen haben. 

Anschließend bin ich im Wat und mache Fotos von den Vorhallen- und den Strandhunden. Am frühen Nachmittag bin ich dann im Wong Amat und treffe dort Tinka und Aki, die beiden finnischen Touristen, die Nalerm helfen wollen. Mit der freundlichen Hilfe einer Taxifrau, der Nalerm vertraut, können wir sie in die Box bringen und gemeinsam fahren wir zu Dr. Oi. Dr. Oi empfiehlt einen Bluttest, Leber- und Blutsupport und eine Diät, da Nalerm zu fett für eine sofortige Operation ist. Nalerm soll innerhalb des kommenden Monats zwei bis drei Kilo abnehmen. Aki und Tinka übergeben mir 6,200 Baht, die die Operationskosten abdecken sollen. Wir bringen Nalerm wieder zu ihrem Platz zurück und ich informiere die Taxifrau und Sofia, ihre Fütterfrau, Nalerm auf Diät zu setzen. 

Am frühen Abend bin ich dann wieder im Shelter und verteile Ferric. Edith hat fast normale Blutwerte und soll nur Ferric bekommen.

Sonntag, 8. Dezember 2019

Die Leute nebenan werkeln fleißig. Es scheint ein größeres Anwesen zu werden. Ein Brunnen ist schon gebohrt. Mir wird angeboten mein Wasser von dort zu beziehen. Dazu muss jedoch eine Leitung zum Wassertank gelegt werden. Das ist momentan nicht dringlich. 

Nach der Säuberung der Außenbereiche bin ich mit Edith und Toto bei Dr. Oi. Edith wird routinemäßig Blut abgenommen und Toto erhält eine Laserbehandlung, die die Schwellung beseitigen soll. 

Nachdem ich die beiden zurückgebracht habe, bin ich in der Silverlake Klinik. Dr. Ala und Khun Bern von der Soi Dog Foundation werden morgen Abend kommen um sich mit Dr. Kwanchai und mir zu treffen. Übermorgen wird dann ein größeres Meeting von Thai und Farang Rescuern unter der Leitung von Dr. Ala stattfinden. 

Anschließend bin ich im Wat Amparahm. Auf dem Marktgelände treffe ich auf Avira, Pema, Aisha, Sushi, Nero und Willie. Alle Hunde sind wohlauf und gut genährt. Dann bin ich an der Vorhalle und fülle die Container mit Trockenfutter und Wasser auf. Anschließend machen wir unseren Strandgang. Dotty ist wieder dabei. Allen Hunden geht es gut. 

Am Spätnachmittag bin ich wieder im Shelter und füttere die Welpen sowie Roshi und Zaza. Roshi, die mit ihrer Mutter Darla im Salabereich lebt, braucht ein paar Extraportionen, obwohl sie kein Welpe mehr ist. Zaza hat sich nach Überwindung einer kritischen Phase recht gut entwickelt, ist jedoch mittlerweile zierlicher als die neun Welpen.

Samstag, 7. Dezember 2019

Am Vormittag die Routine; anschließend bin ich in Wong Amat. Ein finnisches Touristenpaar hat eine Hündin mit einer riesigen Schwellung im Kehlbereich entdeckt und mich um Hilfe gebeten. Als ich ankomme, wird Nalerm gerade gefüttert. Nalerm ist eine wohlgenährte 25 Kilo Dame, sehr freundlich, aber auch sehr vorsichtig. Es gelingt uns nicht sie in die mitgebrachte Box zu bekommen. Sofie, die die Hunde füttert, will eine Farang Frau bitten, das zu tun. Sie könne das angeblich. Wir verschieben die Aktion deshalb auf kommende Woche. 

Am Nachmittag bin ich dann wieder im Shelter und füttere zuerst die Welpen und auch Roshi und Zaza separat und danach die übrigen Hunde. Anschließend gibt’s die Medikamente. Tommy ist wie erwartet anämisch und beginnt seine Doxy/Ferric Behandlung.

Freitag, 6. Dezember 2019

Routine am Vormittag und anschließend bin ich mit Tommy bei Dr. Oi. Tommy hat wiederkehrende Fellprobleme, läuft nicht mehr rund und ich möchte auch sein Blut testen lassen. Dr. Oi empfiehlt Bravecto, Calcium und Neurobion. In einer Woche soll ich ihn wieder vorstellen. Auf dem Wege zurück zum Shelter halte ich bei Naree und verabreiche ihr Carprofen und Doxy. Am frühen Abend verteile ich dann wie üblich die Medikamente.

Donnerstag, 5. Dezember 2019

Nach Säuberung der Außenbereiche und der Medikamentenvergabe ist mal wieder gründliche Hausreinigung angesagt. Am Spätnachmittag nehme ich mir die Zeit, um noch einige Fotos zu machen. 

Ich spreche mit dem Mann, der das Haus für seine Familie bauen will. Die Leute haben den ganzen Tag das Shelterleben hautnah miterlebt und das ist nicht immer ganz friedlich insbesondere, wenn gefüttert wird. Mir wird jedoch versichert, dass sich niemand gestört fühle - die Familie habe selber Hunde. Für die Zukunft allerdings bin ich da sehr skeptisch.

Mittwoch, 4. Dezember 2019

Heute Morgen erfüllen sich meine düsteren Erwartungen; die Bauarbeiten nebenan beginnen. Die Hunde scheinen sich noch nicht sonderlich gestört zu fühlen, obwohl sich nun etliche Leute und auch einige Kinder in unmittelbarer Nähe des Shelters aufhalten. Die älteren Hunde haben ja den Bau des Shelters monatelang über sich ergehen lassen müssen und sind den Baulärm gewohnt. 

Ich verrichte meine Arbeiten und füttere die Hunde. Kofis Bluttestergebnis zeigt sich leicht verbessert. Dennoch empfiehlt Dr. Oi die Doxy/Ferric Behandlung fortzusetzen. 

Am Spätnachmittag bin ich bei Naree und gebe ihr Doxy und Carprofen. Damit soll die Wundheilung beschleunigt werden. Doxy soll sie eine Woche lang bekommen und Carprofen drei Tage. Naree ist wie stets gut drauf und bewegt ihren lädierten Hinterlauf bereits etwas besser. Nach Naree bin ich wieder im Shelter, säubere noch einmal und verteile dann Ferric.

Dienstag, 3. Dezember 2019

Nach ausgiebiger vormittäglicher Arbeit bin ich mit Kofi, Toto und Naree bei Dr. Oi. Kofi war ja Mitte Oktober aufgrund von zwei Arten von Blutparasiten gerade noch mal mit dem Leben davon gekommen und sein Bluttestergebnis nach einer einmonatigen Doxy/Ferric Behandlung Mitte November wies keine Blutparasiten mehr auf. Ich habe die Behandlung weitergeführt und ein nochmaliger Test wird zeigen, ob eine fortgesetzte Behandlung notwendig sein wird. 

Eine von Narees großen Wunden ist nun fast zugeheilt; die zweite ist noch etwa so groß wie ein 10 Baht Stück. Ein regelmäßiges Wunddressing ist für mindestens zwei weitere Wochen notwendig. Totos Schwellung ist etwas verkleinert aber hat sich auch verhärtet was normal ist. Die Behandlung wird von Carprofen auf Prednisilone umgestellt. 

Ich bringe die Hunde zurück, füttere alle Welpen und gehe noch einmal säubernd durch alle Bereiche. Danach verteile ich die abendlichen Medikamente. Die Integration von Rosie, Shana und Nelson geht voran. Nun toben schon alle drei mit den anderen Hunden in den hinteren Bereichen herum, während ich die Kotschaufel schwinge.

Montag, 2. Dezember 2019

Nach teilweiser Säuberung versorge ich die Hunde mit Trockenfutter und frischem Wasser. Anschließend wird weiter gesäubert. Rosie, Nelson und Shana verhalten sich weiterhin problemlos. Sie werden von den großen Hunden und den anderen Welpen akzeptiert. 

Am Nachmittag hole ich mir bei Apisit 200 kg Trockenfutter und im Reisladen 150 kg Reis. 60 kg Trockenfutter und 120 kg Reis gehen an Prajuab, 40 kg Trockenfutter halte ich für den Wachmann an der Thepprasit Soi sechs zurück und mit 100 kg fahre ich zum Shelter. Dort säubere ich erneut und verteile Medikamente. 

Das Bluttestergebnis von Hovis ist nicht so schlecht, nur die Anzahl der Blutplättchen ist zu gering. Dr. Oi verordnet auch ihm eine einmonatige Doxy/Ferric Behandlung. Das Resultat für Toto zeigt sich leicht verbessert, ist jedoch immer noch nicht ideal. Er erhält weiterhin Ferric. Sein Shirt und der Verband sitzen noch, aber die Schwellung hat wieder zugenommen. Ich werde ihn morgen wieder Dr. Oi vorstellen müssen.

Sonntag, 1. Dezember 2019

Heute sehe ich erneut keinerlei Aktivität nebenan. Dr. Kwanchai hat mit den Landeigentümern gesprochen und ihnen meine Besorgnis mitgeteilt. Ihm wurde versichert, dass wenn es zu einem Konflikt kommen sollte, zu meinen Gunsten entschieden wird. Soweit die Theorie. 
 
Ich erledige meine Arbeiten und fahre dann mit Hovis und Toto zu Dr. Oi. Hovis ist der Bruder von Max und deswegen will ich sein Blut untersuchen lassen. Toto hat heute Morgen eine große Schwellung an seiner Flanke entwickelt. Eine Wunde ist nicht zu entdecken. Es kann ein Insektenbiss sein. Totos Schwellung wird punktiert und ein Pressverband wird angelegt. Ein Shirt soll vermeiden, dass Toto den Verband entfernt. Er solle drei Tage lang Carprofen bekommen. Damit Toto sich besser erholen kann, lasse ich ihn vorerst im Behandlungsraum. 
 
Rosie, Shana und Nelson haben sich weiter eingelebt. Rosie liebt den Umgang mit den großen Hunden, Nelson hat sich mit Nuri angefreundet und Shana hält sich am liebsten bei den anderen Welpen im Doppeltorbereich auf. Es ist ja eine Umstellung für sie, die sie die meiste Zeit ihres jungen Lebens beschützt bei Pat verbracht haben, aber sie machen sich recht gut.

Samstag, 30. November 2019

Heute erscheint niemand um die Aufräumarbeiten weiterzuführen. Ich hoffe, das ist ein gutes Zeichen. Vielleicht haben die Hunde mit ihrer Bellerei geholfen ein gewisses Umdenken zu bewirken. 
 
Pat kommt am späten Vormittag nachdem ich die Hunde gefüttert habe und bringt Nelson, Shana und Rosie sowie einige Eimer Reisfutter mit. Zuerst werden die Welpen damit gefüttert und dann stürzt sich die Hausbereichmeute auf die Reste. Einen Eimer verteile ich an die Salabereichhunde. Rosie, Nelson und Shana bleiben und Pat verlässt uns für einen Monat, um Angelegenheiten in Australien zu erledigen. Die drei Welpen sind ja nun schon oft im Shelter gewesen und zumindest Rosie und Nelson haben anscheinend keine Probleme sich schnell wieder zurechtzufinden. Shana ist nicht so begeistert und so lasse ich sie zusammen mit Kofi, Toto und Sita im Doppeltorbereich zurück als ich mich auf den Weg nach Baan Amphur mache. 
 
In der Silverlake Klinik informiere ich Dr. Kwanchai über die neue Situation und bitte ihn auf die Landeigentümer einzuwirken den geplanten Hausbau neben dem Shelter noch einmal zu überdenken. Auf dem Tempelmarkt kaufe ich Reis für die kommenden zwei Wochen und bezahle Ba Bät. Dann versorge ich die Tempelhunde und mache mit ihnen unseren Strandgang. 
 
Am frühen Abend bin ich wieder im Shelter. Shana ist froh mich wiederzusehen, Rosie und Nelson spielen mit den anderen Hunden. Ich gehe noch einmal durch alle Bereiche, säubere und verteile danach die Medikamente an Rocco, Elsa, Bum und Max. Das Testresultat von Max hat Blutparasitenbefall ergeben. Die sonstigen Blutwerte sehen nicht so schlecht aus und so habe ich Hoffnung, dass es Max nach einer einmonatigen Doxy/Ferric Behandlung wieder besser gehen wird.

Freitag, 29. November 2019

Die Aufräumarbeiten nebenan gehen voran. Um die Mittagszeit wird mir Bier angeboten, das ich dankend ablehne. Ich verrichte meine Arbeiten und fahre am frühen Nachmittag mit Max zu Dr. Oi. Max sondert sich ab und ist sehr ruhig. Ich lasse ihm Blut für einen Test abnehmen. Am frühen Abend bin ich wieder im Shelter und verteile Medikamente.

Donnerstag, 28. November 2019

Heute Morgen sehe ich Leute, die den Restmüll neben dem Shelter entfernen, den Meow hinterlassen hat. Erfahrungsgemäß bedeutet das nichts Gutes und das bestätigt sich auch als ich mich nach Beweggründen erkundige. Mir wird eröffnet, dass direkt neben dem Shelter ein Wohnhaus errichtet wird. Das ausgerechnet dort gebaut werden soll, kann nur einen Grund haben. Es gibt einen Stromanschluss für den ich 40,000 Baht bezahlt habe. Noch sind die Leute freundlich, aber das wird sich bald ändern, spätestens wenn sie eingezogen sind und sich wundern, dass sechzig Hunde auch mal laut werden können. Probleme sind also vorprogrammiert und auf Einsicht werde ich nicht hoffen können.

Mittwoch, 27. November 2019

Pat kommt heute Morgen wieder mit Reisfutter, das wir hauptsächlich an die Welpen und die Hunde verfüttern, die beim Reisfutter meistens zu kurz kommen. Anschließend hilft mir Pat bei der Säuberung der Bereiche und der Haussäuberung. Während sie noch bei den Hunden bleibt, bin ich mit Naree in der Dr. Oi Klinik zum Verbandswechsel. Ich lasse den Leuten, die für Naree und einige andere Hunde sorgen, einen Sack Trockenfutter zurück. Am Spätnachmittag bin ich nochmal im Shelter und erledige die Routinearbeiten.

Dienstag, 26. November 2019

Nach kurzer Säuberung der Außenbereiche füttere ich die Hunde wieder separiert im Hausbereich und im Salabereich. Die Welpen bekommen ihr Futter im Doppeltorbereich. Danach ist Medikamentenvergabe und die Säuberung des Hauses angesagt. Ein Freund bittet mich nach einem Hund in Jomtien zu sehen, der anscheinend sehr schwach ist. Ich vermute Blutparasiten. Leider können wir den Hund nicht finden und versuchen es am frühen Abend noch einmal mit demselben Erfolg.

Montag, 25. November 2019

Pat kommt heute Morgen wieder mit einigen Eimern Reisfutter. Sie füttert zuerst die Welpen und dann ist auch noch genug für die meisten der übrigen Hunde übrig. Elsa geht es anscheinend schon wieder besser. Ich hatte sie vorsichtshalber zusammen mit Kofi und Toto die Nacht über im Doppeltorbereich gelassen und nun mischt sie sich schon wieder unter die anderen Hunde. Sie und auch Bum genießen nun meine besondere Pflege. 
 
Am Nachmittag bin ich wieder im Shelter und mache Fotos. Ich versuche von jedem Hund ein annehmbares Einzelbild zu machen, was ich für meine Database und meine Präsentation brauchen kann. Vor Einbruch der Dunkelheit bekommen Bum, Rocco und Elsa wieder Ferric verabreicht.

Sonntag, 24. November 2019

Die Doxy/Ferric Behandlung der Welpen ist nach nun sechs Wochen vorläufig abgeschlossen. Paco, Toto und Venus verschmähen mittlerweile auch die Wurstscheiben, in die ich das Doxycyclin verpacke. Rocco und Bum sind weiterhin in Behandlung und nun auch Elsa. Mit der Verabreichung der Medikamente an die drei Hunde habe ich keine Probleme; alle drei fressen die Wurstscheiben. Heute ist auch mal wieder für alle Hunde eine Fischölrunde dran. Keiner der Hunde hat akute Fellprobleme; die Verabreichung dient der Gesunderhaltung.

Samstag, 23. November 2019

Säuberung der Bereiche, danach Medikamentierung. Anschließend bin ich mit Naree und Elsa bei Dr. Oi. Naree wird neu verbunden. Ihre großflächigen Wunden verheilen, aber es wird noch Wochen dauern bis sie völlig zugeheilt sind. Immerhin muss Naree keinen Kragen mehr tragen. Elsas Blut wird getestet. Elsas Zustand hat sich in den vergangenen Tagen verschlechtert. Sie hat abgenommen und sich zurückgezogen. Das Ergebnis bekomme ich am Abend. Sie ist von Blutparasiten befallen und ihre Behandlung beginnt sofort. Elsas vergangener Bluttest vom Juni zeigte noch einwandfreie Resultate. 

Nachdem ich Naree und Elsa wieder zurückgebracht habe, fahre ich zum Wat. Dort versorge ich die Hunde und mache mit ihnen unseren gewohnten Strandgang, den sie immer so genießen. Am Spätnachmittag bin ich dann wieder im Shelter, füttere die Hunde und medikamentiere sie.

Freitag, 22. November 2019

Pat kommt heute Morgen wieder mit zwei Eimern Reisfutter, das teilweise an die Welpen im Doppeltorbereich und dann an die übrigen Hunde verfüttert wird. Anschließend bekommen alle Hunde noch die übliche Ration Trockenfutter. 

Nachdem Pat gegangen ist, fahre ich mit Nuri zur Boonsamphan Klinik wo ihr rechter Hinterlauf eingegipst wird. Ich nehme Nuri für zwei Stunden zu mir ins Apartment. Sie ruht sich aus und ich arbeite am Computer. Am Spätnachmittag sind wir dann wieder im Shelter. Ich verrichte meine Arbeiten, verteile Ferric und separiere dann die Hunde für die Nacht.

Donnerstag, 21. November 2019

Die morgendlichen Routinearbeiten werden erledigt, danach ist Medikamentenvergabe. Die sechs Welpen erhalten weiterhin Doxy am Morgen. Bum und Rocco haben ihre Monatskur noch nicht beendet und werden ebenfalls weiter behandelt. 

Am Nachmittag teilt mir Dr. Oi mit, dass weder Dr. Beam noch Dr. Kwanchai Zeit für einen Eingriff an Nuri haben. Sie schickt mir das Röntgenbild zu. Ich rufe die Dr. Aor Klinik an. Dr. Aor allerdings hat für drei Tage dienstfrei genommen. Ich bin mir auch nicht sicher, ob ein Eingriff wirklich notwendig ist. Ich hatte etliche Knochenbrüche, die schlimmer aussahen als die Knochabsplitterung an Nuris Hinterlauf, von der NPW Klinik schienen lassen und die Hunde konnten anschließend wieder normal laufen. Morgen Nachmittag werde ich mit Nuri in der NPW Klinik vorsprechen. 

Abends wieder die übliche Separierung. Die Hunde wissen mittlerweile wo sie sich für die Nacht einrichten wollen. Nur bei Talo muss ich immer noch ein wenig nachhelfen, damit er sich in den Salabereich trollt.

Mittwoch, 20. November 2019

Pat bringt heute Morgen wieder Reisfutter mit. Sie füttert die Welpen im Doppeltorbereich und ich die übrigen Hunde, wie mittlerweile üblich, getrennt im Hausbereich und im Salabereich. Es ist auch noch genügend Reisfutter für die großen Hunde übrig, nachdem die Welpen gesättigt sind. 

Dr. Oi teilt mir die Testergebnisse der Welpen mit. Sie sind im Wesentlichen in Ordnung. Nur ist bei Rosie eine erhöhte Anzahl von weißen Blutkörperchen festgestellt worden. Das ist ein Anzeichen einer Infektion, die auch die Leberwerte in die Höhe getrieben haben. Rosie muss mindestens zwei Wochen lang weiter behandelt werden. Erfreulicherweise konnten bei keinem der Welpen Blutparasiten festgestellt werden. Nelsons Werte sind wieder im Normalbereich. 

Nachdem Pat gegangen ist, nehme ich mir mal Zeit einige Fotos zu machen. Ich habe vor eine aktuelle Präsentation zu erarbeiten, um neue Unterstützer anzusprechen. Einige meiner Langzeitsponsoren haben ihre Beiträge gekürzt, sodass ich meine anfallenden Kosten nicht mehr decken kann. 

Nach meinen Routinearbeiten im Shelter bin ich am frühen Abend bei Dr. Oi. Eine Operation an Nuris Anbruch wird ins Auge gefasst. Wer sie machen wird, soll innerhalb der kommenden Tage entschieden werden.

Dienstag, 19. November 2019

Nachdem ich meine morgendlichen Arbeiten erledigt habe, kommt Pat mit Kofi, der im Shelter bleibt und wir fahren mit Oscar, Venus, Sita, Toto, Paco, Shana, Nelson und Rosie für einen Bluttest zur zweiten Klinik von Dr. Oi in der Dr. Beam arbeitet. Alle Welpen haben eine fünfwöchige Doxy/Ferric Kur durchlaufen und wir wollen feststellen, ob eine weitere Behandlung notwendig ist. Pat nimmt Nelson, Shana und Rosie wieder mit zu sich und ich liefere die übrigen Welpen im Shelter ab. 

Anschließend fahre ich mit Nuri zu Dr. Beam um festzustellen ob der Anbruch abheilt. Leider ist das nicht der Fall. Die Röntgenaufnahme ergibt, dass sich die Anbruchstelle nicht geschlossen hat. Eventuell muss eine Operation ins Auge gefasst werden. Ich werde Nuri morgen Dr. Oi vorstellen.

Montag, 18. November 2019

Pat kommt heute Morgen mit Shana, Rosie, Nelson und zwei Eimern Reisfutter. Während sie die Welpen im Doppeltorbereich füttert, füttere ich die übrigen Hunde separat im Hausbereich und im Salabereich mit Trockenfutter. Anschließend bekommen auch sie noch Reisfutter. 

Pat lässt heute die drei Welpen im Shelter und nimmt dafür Kofi für einen Tag zu sich. Morgen sind wir für den frühen Nachmittag verabredet, um alle neun Welpen testen zu lassen. 

Am späten Nachmittag bin ich wieder im Shelter. Rosie, Nelson und Shana haben den Nachmittag im Salabereich verbracht. Rosie macht wieder Freund mit allen Hunden und genießt offensichtlich die Zeit im Shelter. Shana und Nelson sind nicht so begeistert und halten sich zurück. Schwierigkeiten mit den übrigen Hunden aber gibt es nicht. Als ich für die Nacht gehe, ziehen die drei den Hausbereich vor. Talo und Tara müssen wie jede Nacht in den Salabereich, die übrigen Hunde können wählen in welchem Bereich sie schlafen wollen.

Sonntag, 17. November 2019

Heute Morgen kommt ein Mann vorbei, der mich offenbar kennt und der mir seinen Tata verhökern möchte. Ich lehne dankend ab und frage ihn stattdessen, ob er jemanden kenne, der stundenweise im Shelter arbeiten würde. Der Mann hat offensichtlich Mitgefühl mit dem Farang und teilt mir mit einem entwaffnendem Lächeln mit, dass die Leute in der Umgebung des Shelters an schwerer, schmutziger Arbeit nicht interessiert seien. Außerdem hätten viele Angst vor Hunden. Also mache ich mich wieder an meine Kärrnerarbeit und hoffe, dass wenigstens der Mann, der das Gras geschnitten hat, sich noch einmal erbarmt.  

Nuri, Maggie und Talo, die kürzlich Bissverletzungen davongetragen haben, laufen wieder rund. Nun stelle ich aber bei Amal eine Schwellung an seiner Flanke fest. Amal ist der einzige Hund, der mir ständig ausweicht, wenn ich mich ihm nähere. Er nimmt zwar das angebotene Carprofen, aber ich möchte ihn doch kommende Woche untersuchen lassen. Ich muss dazu mal eine günstige Gelegenheit abpassen, um ihn mir greifen zu können. Nach der Medikamentenvergabe verabreiche den Hunden Fischöl. Den meisten kann ich es mithilfe einer Syringe ins Maul spritzen, einige andere schlecken es von einem dargereichten Teller ab. Nur wenige vermeiden es völlig. 

Am Spätnachmittag gibt es wieder Ferric. Normalweise verabreiche ich es noch einige weitere Tage lang nach Beendigung der Doxykur. Auf Doxy sind zurzeit nun nur noch die Welpen, Bum, Alex und Rocco.

Samstag, 16. November 2019

Ich schaue heute Morgen wieder nach den Buschwelpen; sie bleiben jedoch verschwunden. Die Mutter ist aber wieder da und ein Stückchen weiter sehe ich in der Entfernung zwei Welpen, allerdings nicht die, die ich vermisse. Die zwei Welpen sind sehr scheu und verschwinden schnell im hohen Gras als ich mich ihnen nähere. 

Im Shelter säubere ich und verteile Medikamente. Kenji und Talo hauen sich mal wieder und da sie sich nicht trennen, haue ich so lange mit dem Kehrblech auf Talo ein bis er Kenji loslässt und das Kehrblech in seine Einzelteile zerlegt ist. Kenji bleibt unverletzt aber Talo hat sich eine Bisswunde am rechten Vorderlauf zugezogen, die allerdings nicht besorgniserregend ist. Vielleicht legt er sich nun nicht mehr so dreist mit Kenji an. 

Pat kommt mit zwei Eimern Reisfutter. Die Welpen und Zaza werden von ihr im Doppeltorbereich gefüttert. Nachdem die Welpen satt sind, öffne ich das Tor und die Meute stürzt sich auf die Reste. Anschließend füttere ich die Hunde mit Trockenfutter und separiere die Hunde wieder, nachdem wir alles gesäubert und zusammengeräumt haben. Am Spätnachmittag bin ich erneut im Shelter und verrichte meine abendlichen Arbeiten.

Freitag, 15. November 2019

Ich schaue heute Morgen nach den Buschwelpen, finde jedoch keinen mehr. Erst waren es fünf, dann noch vier, zuletzt noch zwei und nun sind alle weg. Auch die Mutter kann ich nicht entdecken. Im Shelter ist erstmal wieder Säuberung der Bereiche angesagt, dann verteile ich die Medikamente und danach erneuere ich das Wasser. 

Am frühen Nachmittag fahre ich bei Naree vorbei und gebe ihr Ferric. Danach fahre ich in die Stadt  und hole mir 200 kg Trockenfutter bei Khun Apisit. Zurück im Shelter verstaue ich die Säcke, mache eine erneute Säuberungsrunde und verteile dann die Medikamente.

Donnerstag, 14. November 2019

Nach der morgendlichen Säuberung aller Bereiche füttere ich die Hunde jeweils im Hausbereich und im Salabereich. Damit auch alle etwas abkriegen, dann auch noch die Welpen und die, die immer etwas zu kurz kommen, separat im großen Kennel und im Behandlungsraum. Anschließend ist Medikamentenvergabe.  

Maggie hat sich von der Bissverletzung gut erholt und prügelt sich schon wieder. Normalerweise sehe ich solch ein Verhalten nicht gern, aber in diesem Falle freut es mich. Kofi hat eine dieser Schwellungen entwickelt, die häufig auftreten und harmlos sind. Ich behandle sie mit Carprofen und wenn die Hunde sich das gefallen lassen, massiere ich die Stellen mit einem heißen Tuch. Bum ist weiterhin erstaunlich lebendig und frisst gut. Nuri kann schon wieder recht gut laufen. Sie ist ja jung und so verheilen Anbrüche recht schnell. 

Am Nachmittag bin ich im Tempel. Ich kaufe Reis für Ba Bät und verteile Fischöl an Nero und Sushi auf dem Markt und an die Vorhallen- und die Strandhunde. Anschließend machen wir unseren Strandgang. Am frühen Abend bin ich wieder im Shelter. Ich säubere noch einmal und lasse alle Hunde zusammenkommen. Anschließend verteile ich die Medikamente. Bonnie und Maggie haben ihre Doxy/Ferric Behandlung beendet.

Mittwoch, 13. November 2019

Ich schaue heute Morgen zuerst nach Naree und gebe ihr Ferric. Der Verband hält noch und der Kragen ist auch noch dran. Dann bin ich bei Jack und Blacky und bei den Welpen. Leider sehe ich nur noch zwei von ihnen. Ich suche nach den anderen, aber sie bleiben verschwunden. Die Mutter ist noch in der Nähe. 

Pat kommt mit Rosie, Shana und Nelson, die nun auch schon schön gewachsen sind. Die drei freuen sich offensichtlich immer wenn sie auf die Shelterhunde treffen und wollen ganicht mehr gehen. Sie werden jedoch noch in Pats Obhut bleiben bis sie Angang Dezember wieder für ein paar Wochen in Australien sein wird. 

Pat bleibt und ich fahre mit Nuri und Maggie zu Dr. Oi wo die beiden neu versorgt werden. Kaum ist Maggie wieder unter den Hunden wird sie erneut gebissen, dieses Mal in den Vorderlauf. Ich kühle die Wunde und lasse Maggie im Behandlungsraum. Am Abend gebe ich Maggie Carprofen und denke, dass die Wunde recht schnell verheilen wird. 

Kenzo werden weiterhin morgens und abends Augentropfen verabreicht. Er kann sich wieder orientieren, wenn auch seine Sehfähigkeit eingeschränkt ist. Bum geht es weiterhin recht gut. Alle Welpen haben nun bereits eine einmonatige Doxy/Ferric Behandlung durchlaufen. Wir setzen jedoch die Behandlung bis in die kommende Woche fort. Dann werden alle Welpen getestet.

Dienstag, 12. November 2019

Kofis Testresultat weist keine Blutparasiten mehr auf, er ist jedoch immer noch leicht anämisch und muss weiter behandelt werden. Roccos Resultat ist recht zufriedenstellend, nur die Anzahl der Blutplättchen ist zu gering. Er wird einer einmonatigen Doxy/Ferric Behandlung unterzogen. 

Heute Morgen füttere ich die Welpen nicht separat. Sie sind nun schon fast sechs Monate alt, kennen die Abläufe und sollen sich allmählich am Überlebenstraining beteiligen. Am Spätnachmittag bin ich wieder im Shelter. Die Zeit vor dem Einbruch der Dunkelheit ist immer die schönste des Tages. Während ich noch einmal durch alle Bereiche gehe und säubere, sind alle Tore offen und viele Hunde spielen ausgelassen miteinander. Besonders freut mich immer wenn ich sehe, dass sich neue Kombinationen ergeben oder dass Hunde, die zuvor zurückhaltend waren, von der Energie der anderen mitgerissen werden. Im Grunde kommen alle recht gut miteinander aus und es gibt auch keine Rivalitäten zwischen den Hausbereichhunden und den Salahunden. Das bedeutet jedoch nicht, dass aus Spiel innerhalb von Sekunden Ernst werden kann oder dass es keine Animositäten unter einzelnen Hunden gibt. Meine Aufgabe ist es etwaige Konflikte sofort im Keim zu ersticken.

Montag, 11. November 2019

Heute Morgen halte ich auf dem Wege zum Shelter bei Blacky und Jack und den vier Welpen. Ihre Mutter liegt in der Nähe. Den Welpen geht es soweit ganz gut, ich muss sie aber im Auge behalten. Der Kontakt zu ihnen ist zudem wichtig um sie später impfen und sterilisieren zu können. 

Khun Vut kommt und repariert die Tür im hintersten Bereich, die aus den Angeln geraten ist. Kurz danach kommt Pat mit zwei Eimern Reisfutter. Ich beende die Säuberung aller Bereiche. Nachdem Pat gefahren ist, lade ich Rocco, Kofi, Nuri, Alex und Maggie ein und bringe sie zu Dr. Oi. Rocco muss sich einem Routinebluttest unterziehen, Kofi wird ebenfalls Blut abgenommen, da er mittlerweile eine Doxy/Ferric Behandlung durchlaufen hat. Nuris Bruch wird untersucht und die Bisswunde neu verbunden. Nuri setzt das verletzte Bein schon wieder auf.

Die Wunde von Alex verheilt gut; sie muss nur noch weiterhin mit Betadine behandelt werden. Maggie ist ebenfalls gebissen worden. Die Wunde an ihrem rechten Hinterlauf wird versorgt. Da Narees Wunde ebenfalls heute versorgt werden muss, das Auto aber schon voll war, fahre ich mit ihr ebenfalls zu Dr. Oi, nachdem ich die fünf versorgten Hunde wieder im Shelter abgeliefert habe. Narees Wunde verheilt gut muss jedoch weiter versorgt werden.

Sonntag, 10. November 2019

Der Trockenfuttervorrat ist zur Neige gegangen und deswegen muss ich heute Morgen zunächst für Nachschub sorgen. Ich bin deshalb etwas später im Shelter, aber es ist alles in Ordnung. Bum geht es weiterhin recht gut. Ich mache mich an die Säuberungsarbeiten im Hausbereich und öffne dann das Tor zum Salabereich. Die Trennung der Hunde klappt mittlerweile ganz gut und selbst Talo weiß nun, dass er in den Salabereich muss, wenn ich gehe. Ich füttere die Hunde und säubere danach die hinteren Bereiche. Dort halten sich normalerweise nur Simba, Max und Buffy auf. Wenn ich jedoch dort arbeite, kommen viele andere Hunde mit mir und toben in dem weiträumigen hintersten Bereich herum.

Samstag, 9. November 2019

Ich bin heute Morgen wieder als Erstes bei Naree und verabreiche ihr Ferric und auch Carprofen wie schon die vergangenen zwei Tage zuvor. Dann schaue ich auf dem Weg zum Shelter nach Blacky und Jack mit denen ich mich angefreundet habe. Anschließend bin ich bei den Welpen von denen ich nur noch vier sehe. Sie kommen aus dem Busch hervor als sie meine Stimme hören. 

Im Shelter säubere ich den Hausbereich und öffne dann das Tor zum Salabereich. Danach ist Medikamentenvergabe. Pat kommt und bringt einen Eimer Reisfutter mit. Heute lässt sie Rosie, Shana und Nelson zu Hause. Die Welpen fühlen sich offensichtlich wohl bei ihr. Die Shelterwelpen werden im Doppeltorbereich gefüttert und dann lasse ich die großen Hunde hinein, die sich auf die Bleche stürzen. Einen Teil des Reisfutters kann ich noch für die Salahunde retten. Pat macht sich an die Zeckenpflege und ich mich an den Rest der Säuberungsarbeiten. 

Am Nachmittag bin ich in der Silverlake Klinik. Ich habe mich dort mit Katharina verabredet. Wir laden die vier Hunde ein und bringen sie zu Katharinas Haus. Katharina hat vorgeschlagen sie so lange bei sich und ihrer Familie zu aufzunehmen bis die Loy Kratong Feierlichkeiten am Reservoir beendet sind. 

Ich fahre zum Shelter und verabreiche die abendlichen Medikamente. Bum und Nuri geht es vergleichsweise gut. Insbesondere freut mich, dass Bum gut frisst. Seine katastrophalen Blutwerte merkt man ihm kaum an.

Freitag, 8. November 2019

Talo läuft wieder einigermaßen rund, aber Nuris Bissverletzung schwillt nicht ab. Nachdem ich die notwendigen Arbeiten erledigt habe, fahre ich mit ihr zu Dr. Oi. Eine Röntgenaufnahme ergibt einen Knochenanbruch. Nuris Vorderlauf wird bandagiert. Es ist zu hoffen, dass der Bruch wieder problemlos zusammenwächst. Ich schaue nach Bum. Er hat gefressen und hängt noch am Tropf. Ich bringe Nuri zurück und stecke sie in einen Käfig, da sie sich nicht so viel bewegen soll. 

Dann fahre ich in die Stadt, um Futter zu kaufen. Leider ist meine Standardsorte ausverkauft und so muss ich mit einer Notration vorlieb nehmen. Ich fahre zurück zur Dr. Oi Klinik. Bums Bluttest sieht nicht ermutigend aus. Die roten Blutwerte sind im Keller und die weißen Blutwerte viel zu hoch. Das bedeutet, dass Bum mit einer Infektion zu kämpfen hat. Zudem ist seine Leber angegriffen. Ich kann Bum aber mit zum Shelter nehmen und beginne morgen eine erneute Doxy Kur mit ihm. Dazu erhält er für zehn Tage eine Leberbehandlung. Ich füttere die Hunde bei schon einbrechender Dunkelheit und verabreiche danach die abendlichen Medikamente. Bum sperre ich sicherheitshalber in einen geräumigen Käfig.

Donnerstag, 7. November 2019

Ich bin heute Morgen wieder als Erstes bei Naree. Dr. Oi hat ihr Carprofen verordnet, das ich ihr in Hähnchenfleisch verpackt reiche. Zudem gebe ich ihr Ferric. Im Shelter säubere ich zuerst den Hausbereich und öffne dann das Tor zum Salabereich. Leider muss ich feststellen, dass sich Talo und Nuri wohl gebissen haben, denn beide humpeln. Ich gebe ihnen ebenfalls Carprofen. Danach ist die Medikamentenvergabe auch für die anderen Hunde dran. Anschließend säubere ich die restlichen Außenbereiche und schließlich das Haus. Danach füttere ich die Welpen. 

Ich stelle fest, dass Bum recht apathisch ist und untersuche seinen Gaumen. Der sieht sehr blass aus. Ich fahre mit Bum zu Dr. Oi, die ihm eine Doxycycline Injektion verabreicht und an den Tropf hängt. Bum bleibt die Nacht über in der Klinik. Bum hatte seine Doxy/Ferric Behandlung im April beendet und ist im Mai mit gutem Ergebnis getestet worden. Morgen wird sein neues Testergebnis vorliegen. Am frühen Abend bin ich wieder in Shelter, verrichte meine Arbeiten und verabreiche Medikamente.

Mittwoch, 6. November 2019

Ich halte am Morgen bei Naree und verabreiche ihr Ferric, was ich gestern versäumt hatte. Naree ist heute wieder dran mit Verbandswechsel. Der alte Verband ist noch an Ort und Stelle. Ein paar hundert Meter weiter in Richtung Shelter halte ich häufig bei Hunden am Straßenrand. Es ist ein Rüde und eine Hündin. Beide Hunde vertrauen mir mittlerweile und ich habe vor die Hündin sterilisieren zu lassen. Heute Morgen höre ich plötzlich Welpen fiepen und finde fünf von ihnen auf der anderen Straßenseite im Busch. Ich hatte zuvor schon eine milchgebende Hündin dort gesehen, die allerdings sehr scheu ist. 

Lek kommt vorbei. Sie hat ja hundert Meter entfernt von meinem Platz ebenfalls ein Shelter. Lek bringt Futter für alle Hunde mit und zeigt mir eine andere Hündin, die ebenfalls fünf Welpen zur Welt gebracht hat. Die sind jedoch schon entwöhnt. Während die Hündin sehr zutraulich ist, sind ihre Welpen allerdings sehr scheu. Lek hat die Hündin bereits sterilisieren lassen. Lek teilt mir mit, dass auch die Hündin, mit der ich mich angefreundet habe, bereits sterilisiert ist. Vielleicht können wir noch etwas für die anderen Hunde tun. 

Im Shelter ist Säuberung angesagt und dann kommt auch schon Pat mit Shana und einem Eimer Reisfutter. Pat füttert die Welpen im Doppeltorbereich und ich die anderen Hunde im Haus- und im Salabereich. Während Pat bei den Hunden bleibt, fahre ich mit Alex und Kenzo zu Naree und gemeinsam fahren wir zu Dr. Oi. Kenzos Augenproblematik hat sich ein wenig entspannt. Es scheint, dass die Behandlung einen Teil seiner Sehfähigkeit zurückgeholt hat. Naree und Alex werden neu verbunden. Ich setze Naree wieder an ihrem Platz ab und bin dann mit Alex und Kenzo wieder im Shelter. Alex ist wie ausgewechselt seitdem er im Haus ist. Es scheint ihm dort besser zu gefallen als im Salabereich. Nachdem seine Wunde ausgeheilt ist, kann er dann auch im Haus bleiben, wenn er das so will. 

Seitdem ich die Hunde, über Nacht und solange ich nicht im Shelter bin, zwischen Haus- und Salabereich aufteile, treten Reibereien seltener auf. Die Trennung ist nicht strikt für alle Hunde. Manche können sich in beiden Bereichen aufhalten, manche allerdings trenne ich konsequent voneinander. So sind Talo und Tara immer im Salabereich. Sie sind die größten Hunde und können schon mal störend wirken. Neuerdings halten sich auch die Welpen gerne im Salabereich auf und es gibt damit keine Probleme. Die Hunde im Haus haben nun mehr Platz und das trägt ebenfalls zur Entspannung bei. Nun muss ich Kenji nicht immer wegsperren, wenn ich abwesend bin. Er und Talo giften sich ja stets an, sobald sie sich nahe kommen. 

Am Nachmittag treffe ich Katharina in Pong und wir laden die vier Hunde ein, was problemlos abläuft. Alle vier sind wirklich goldig. Ich nehme drei in Boxen an Bord und Katharina folgt mir mit dem Vierten. Nachdem wir die Hunde bei Dr. Kwanchai abgegeben haben, fahre ich zu den Tempelhunden. Ich versorge sie mit Trockenfutter und frischem Wasser und dann machen wir unseren Strandgang. Am frühen Abend bin ich dann wieder im Shelter und verrichte meine abendliche Arbeit.

Dienstag, 5. November 2019

Alex scheint sich recht gut im Haus eingelebt zu haben. Die Haushunde akzeptieren ihn, sodass er vom großen Kennel in einen der Käfige hin und herwechseln kann. Der Kragen ist noch dran und auch das Wundpflaster. 
 
Khun Vut kommt am Vormittag und beendet die Arbeiten an den beiden Abflüssen im hinteren Bereich und im kleinen Bereich. Ich verrichte derweil meine Arbeiten und verteile Medikamente. Elly und Mee haben ihre Doxykur beendet. Ich füttere die Welpen und stelle dabei fest, dass Paco recht still ist und keinen großen Appetit hat. Sofort denke ich an Kofis Babesia Infektion und fahre mit Paco zu Dr. Oi, wo ihm Blut abgenommen wird. Am Abend bin ich erleichtert als Dr. Oi Entwarnung gibt. Es sind keine Blutparasiten festgestellt worden; Paco ist nur leicht anämisch und muss weiter behandelt werden. 
 
Nachdem ich die abendlichen Medikamente im Shelter verteilt habe, fahre ich noch bei Naree vorbei und verabreiche ihr Ferric. Naree ist wie stets gut drauf und der Verband hält noch.

Montag, 4. November 2019

Alex hat sich gut mit den Hunden im großen Kennel vertragen, sich jedoch ein Loch in den Verband gebissen und die Wunde geleckt, was ihr garnicht gutgetan hat. Khun Suan lässt sich wieder nicht blicken. Ich muss davon ausgehen, dass er über Nacht reich geworden ist. Dafür aber kommt Khun Vut mit Helfern. An den tiefsten Stellen im hinteren Bereich haben die starken Regenfälle den Zaun unterspült. Ich habe die Stellen notdürftig abgedichtet und Khun Vut baut nun dort jeweils ein Auffangbecken mit Abfluss nach draußen. 

Ich mache mich derweil wieder an meine Arbeiten und verteile auch Fischöl, mit dem ich so guten Erfolg habe. Pat kommt am Vormittag mit einem Eimer Reisfutter. Um den Behandlungsraum einigermaßen sauberzuhalten, werden die Welpen nun im Doppeltorbereich gefüttert. Nachdem die Welpen satt sind, öffne ich das Tor und die Reste verschlingen die großen Hunde. Anschließend füttere ich sie mit Trockenfutter. Danach reinige ich die Wasserschüsseln und fülle sie. Bevor ich mit Alex zu Dr. Oi fahre, mache ich noch eine Säuberungsrunde. Alex wird neu verbunden und bekommt nun einen kleineren Kragen. Im Shelter stecke ich ihn in einen der Käfige. 

Am Nachmittag treffe ich Katharina. Sie füttert seit einigen Wochen vier Hunde in Pong und möchte sie sterilisieren lassen. Wir schauen uns die Hunde zusammen an. Alle vier sind sehr zutraulich und so hoffen wir sie in zwei Tagen zu Dr. Kwanchai bringen zu können. 

Bis zum Abend hat Alex Kragen und Wundverband freundlicherweise unberührt gelassen. Ich lasse Alex heraus und er geht danach von selbst wieder in den Käfig. Vielleicht haben wir ja nun eine Lösung des Problems gefunden.

Sonntag, 3. November 2019

Ich sehe morgens, dass sich Alex seines Kragens und seiner Wundversorgung entledigt hat. Ich lasse ihn aus dem Kennel, schaue aber, dass er im Hausbereich bleibt. Khun Suan lässt sich nicht blicken und so mache ich mich an die gewohnten Arbeiten, die jeweils einige Stunden in Anspruch nehmen. Nebenbei habe ich immer ein wenig Zeit mich um die Hunde zu kümmern, die mich bei der Arbeit begleiten. 

Kofi, Paco, Venus, Sita, Oscar und Toto entwickeln sich prächtig und sind schon kräftig gewachsen. Sie genießen ihr junges Leben und auch die großen Hunde sind momentan recht ausgeglichen. Kleinere Reibereien gibt es immer, aber das ist bei so vielen Hunden normal. 

Am Nachmittag bin ich mit Alex bei Dr. Oi. Wir versuchen es mit einem neuen Kragen und einem Strechverband über dem Wunddressing. Ich stecke Alex in den großen Kennel. Die Stammbesatzung akzeptiert ihn dort. Am Spätnachmittag beginnt es heftig zu regnen, sodass ich erst später am Abend bei den Hunden sein kann. Alex hat sich schon wieder seines Kragens entledigt, der Verband jedoch hält noch. Ich verteile die Medikamente.

Samstag, 2. November 2019

Khun Suan meldet sich heute mal telefonisch ab. Ich fahre morgens bei Naree vorbei und stelle fest, dass sie sich ihres Verbandes halb entledigt hat. Im Shelter mache ich mich an meine Routinearbeiten. Immerhin ist das Zusammenkratzen des Kots nicht mehr ganz so mühsam seit das Gras gemäht ist, aber dauert doch immer seine Zeit. Nach der Säuberung füttere ich zunächst die Welpen im Doppeltorbereich und danach zuerst die Hunde im Hausbereich und zum Schluss die Hunde im Salabereich. Einige Hunde bekommen ihr Futter in den Käfigen und den Kennels. Mit der getrennten Fütterung vermeide ich die größten Hauereien und alle bekommen etwas ab. 

Nachdem ich die morgendlichen Medikamente verteilt habe, nehme ich Alex an Bord. Alex hockt häufig unter dem großen Sala und heute Morgen sehe ich bei der Vergabe von Doxy, dass er ein Loch im Hinterteil hat, das behandelt werden muss. Er ist vermutlich vor einigen Tagen bei irgendeiner Rauferei gebissen worden und ich habe seine Wunde nicht bemerkt. Mit Alex fahre ich zu Naree und mit beiden zu Dr. Oi. Naree wird neu verbunden und aus Alex' Wunde heraus fischt Dr. Oi etliche Maden. Ich bringe Naree wieder an ihren Platz und stecke Alex dann in einen der drei Kennels. Morgen muss er wieder zu Dr. Oi. 

Einige Hunde haben die Angewohnheit sich auf die Käfige zu legen und weil sie zu faul sind sich herunterzubemühen, schiffen sie dann in die hinein. Deshalb lasse ich mir solide Sperrholzplatten zuschneiden und decke die Käfige damit ab. Ich gehe noch einmal durch alle Bereiche, fülle Wasser nach und fahre dann für zwei Stunden. Am Abend bin ich wieder im Shelter und verteile Medikamente.

Freitag, 1. November 2019

Khun Suan lässt sich heute Morgen nicht blicken und so mache ich mich wieder an meine gewohnte Arbeit. Pat kommt mit den Welpen. Von den dreien freut sich Rosie am meisten wieder im Shelter zu sein und begrüßt etliche Hunde. Am zurückhaltendsten ist Nelson. Shana mischt sich auch unter die Hunde und als ich den hinteren Bereich säubere, tobt sie mit Rosie und den Hunden herum. Pat füttert derweil die sechs Welpen mit Reisfutter und untersucht sie nach Zecken. 

Am Nachmittag kommt Khun Suan und bringt die Maschine zurück. Ich reinige das Haus und fahre dann zum Wat Amparahm, nachdem Pat mit den drei Welpen gefahren ist. Auf dem Tempelmarkt sehe ich Pema, Avira, Ashi, Nero und Willie. Ich kaufe Reis für Ba Bät und bezahle sie für den Monat. Im Tempel finde ich alle Hunde wohlauf. Wir machen unseren Strandgang und danach fülle ich die Container mit Trockenfutter und frischem Wasser auf. Auf dem Weg zurück zum Shelter kaufe ich Trockenfutter und Reis und liefere die Monatsration bei Prajuab ab. Im Shelter verabreiche ich dann wieder die abendlichen Medikamente.