Donnerstag, 8. August 2019

Ronnie hat sich recht gut eingefügt. Der einzige der ihn zuweilen belästigt ist Tommy, aber dessen provokative Art ist ihm nicht auszutreiben und es bleibt meistens auch bei der Provokation. Khiaow hat es irgendwie geschafft aus dem Shelter zu gelangen. Ich nehme an, dass sie den gleichen Weg wie Edith gefunden hat, die ich regelmäßig draußen vorfinde. Wie ich schon mehrfach erwähnte, die Hunde würde alle gern draußen herumstromern, aber das geht nun mal leider nicht. Immerhin haben sie ja genug Auslauf im Shelter, denn ich lasse alle Innentore offen stehen. 

Ronnie hat ebenfalls ein kleines Papilloma entwickelt und nun stelle ich auch an Talos Schnauze eine kleine Warze fest. Ich besorge mir deshalb auf Empfehlung von Karin ein chinesisches Naturheilmittel, mit dem Karin die Papillomas beseitigen konnte. 

Am späten Nachmittag bin ich wieder bei den Hunden am Central Marina. Obwohl der Rüde freundlich ist, ist er dennoch nicht bereit mit mir zu gehen. Die Schwellung ist noch deutlich sichtbar, aber er kann nun doch wieder vorsichtig auftreten, sodass ich davon ausgehen kann, dass der Knochen nicht gebrochen ist. Ich gebe ihm erneut Carprofen. Die TVT Hündin ist auch wieder zugegen. Wenn sie mich sieht, läuft sie davon. Also muss sie gedrartet werden. Abends bin ich wieder im Shelter und verteile Ferric an Ling Ling, Khiaow und Ronnie. Etliche Hunde erhalten Fischöl.

Mittwoch, 7. August 2019

Heute Morgen kann ich Ronnie, den kleinen schwarzen Rüden, überreden zu uns ins Shelter zu kommen. Anfangs hockt Ronnie etwas verängstigt im zum Shelter hin offenen Doppeltorbereich, aber die Hunde nehmen ihn gut auf und ich kann mich an die Säuberung machen. Nach einer Stunde ist Ronnie schon im Haus und scheint sich inmitten der Hunde nicht unwohl zu fühlen. Ich beginne auch mit ihm eine Doxy/Ferric Kur. Ronnie nimmt die in Wurstscheiben verpackten Tabletten gut an, genauso wie es Ling Ling und Khiaow tun. Als ich mittags wieder gehe, sperre ich Ronnie vorsorglich in einen Käfig. 

Am Nachmittag bin ich bei den Chalita Welpen. Von der Schwellung an Sitas Bauch ist nichts mehr zu spüren. Alle Welpen sind munter und scheinen gesund zu sein. Sie wachsen. Anschließend bin ich erneut im Shelter, lasse Ronnie aus dem Käfig und füttere die Hunde. Damit das Chaos nicht überhand nimmt und alle etwas abkriegen, lege ich das Trockenfutter auf 20 Blechen aus und fülle überdies noch 15 Schalen. Außerdem füttere ich Zaza, Jojo, Adrian, Kenzo, Ling Ling und nun auch Ronnie separat. Anschließend bekommt eine Reihe von Hunden eine Mischung aus Ferric und Fischöl eingeflößt. 

Am frühen Abend bin ich wieder am Central Marina und gebe dem Rüden Carprofen. Ich sehe nun, dass er immer noch nicht auftreten kann und so werde ich versuchen ihn morgen röntgen zu lassen. Mal sehen, ob ich ihn eine Box bekomme.

Dienstag, 6. August 2019

Morgens ist im Shelter wieder umfangreiche Säuberung angesagt. Obwohl ich die Hunde nur einmal täglich füttere und zuweilen auch nur alle 36 Stunden, kann ich Tags darauf mindestens drei Haufen pro Hund vom Boden kratzen. Ich mag mir gar nicht vorstellen wie andere Shelter mit dem Kot von hundert, zweihundert oder mehr Hunden klarkommen. Für mich jedenfalls geht die meiste Arbeitszeit mit Säuberung drauf. Die zweimal tägliche Medikamentierung nimmt den Rest der Shelterzeit in Anspruch. Es bleibt dann nur sehr wenig Zeit für die Zuwendung jedes einzelnen Hundes übrig. Immerhin haben mich ja die Hunde wenn ich die Bereich säubere und viele von ihnen folgen mir dann und beschäftigen sich untereinander. Wenn ich mich dann mal zu ihnen setze wird ihre Zuwendung schnell überwältigend und ich muss bald aufstehen um nicht überrollt zu werden. Es ist ein großer Unterschied mit einigen wenigen Hunden zusammenzuleben oder mit so vielen. 

Dass ich nicht jedem einzelnen Hund, der es möchte, meine volle Zuwendung erteilen kann, hinterlässt in mir häufig ein Schuldgefühl. Und gerade dann, wenn ich einen Hund verloren habe bedauere ich es ihm nicht genug gegeben zu haben. 

Am Nachmittag bin ich am Central Marina. Die TVT Hündin sehe ich nicht, jedoch aber den Rüden, dem ich Carprofen verabreiche. Die Schwellung scheint schon ein wenig abzuklingen und ich hoffe, dass sie nach einer weiteren zweimaligen Behandlung Episode sein wird. Ich habe Dr. Kwanchai gebeten Bua versuchen zu lassen die Hündin zu darten. 

SDF hat mich gebeten einige Straßen und Tempel erneut aufzusuchen und eine zweite Zählung durchzuführen. Ich laufe die Pattaya Beach Road und die Jomtien Beach Road entlang und zähle wieder. Danach bin ich im Wat Chai Mongkol. Dort treffe ich nur am Tor zwei Hündinnen an. Im gesamten Tempelbereich kann ich keinen weiteren Hund entdecken. Ich frage nach und man teilt mir mit, dass die City Hall alle Hunde abgeholt habe. Schließlich bin ich noch im Wat Boon Kanchanaram. 

Am frühen Abend bin ich dann wieder im Shelter. Ling Ling scheint sich anscheinend wohl in ihrer neuen Umgebung zu fühlen. Die übrigen Hunde lassen sie in Ruhe, sie ist freundlich zu mir und hört schon auf ihren neuen Namen.

Montag, 5. August 2019

Morgens wieder zuerst Kenzos Augentropfen und dann die Säuberung. Meow teilte mir vor einiger Zeit mit, dass ihr mehrere Hunde anvertraut wurden, die sie nicht mit nach Sakeo nehmen wolle. Einer davon ist eine kleine, Vorderlauf amputierte Hündin, die sich stets abseits hält und an die Meow nicht herankommt. Ich bin bereit die Hündin, ich nenne sie Ling Ling, zu mir zu nehmen. Aber immer wenn sie mich kommen sah, lief sie davon. Ich bat Bua sie einzufangen, aber auch er war dazu nicht in der Lage. Also versuchte ich ihr Vertrauen zu gewinnen und sprach mit ihr immer wenn ich sie sah. Nach einigen Tagen fasste sie ein wenig Vertrauen und bald ließ sie sich von mir streicheln. Heute nun sehe ich eine gute Gelegenheit sie ins Shelter zu nehmen. Ling Ling lässt sich ohne sich zu wehren eine Maulschlaufe anlegen und ich kann sie in einen Käfig sperren. 

Deborah, eine Touristin informiert mich darüber, dass ihr am Central Marina zwei Hunde aufgefallen seien. Eine Hündin habe ein Geschwür an ihrer Hinterseite und ein Rüde hinke. Ich schaue mir die Hunde am Nachmittag an und stelle fest, dass die Hündin an TVT leidet und der Rüde eine Schwellung am linken Hinterlauf aufweist. Der Rüde ist zutraulich, aber die Hündin ist sehr scheu. 

Am Spätnachmittag bin ich erneut im Shelter. Ich lasse Ling Ling aus dem Käfig. Sie findet sich offenbar gut zurecht und die übrigen Hunde behandeln sie nach kurzer Schnüffelei, als sei sie schon immer im Shelter gewesen. Ich füttere die Hunde und verteile weiterhin Ferric. Ich mische es nun mit Fischöl und das bekommen auch alle Hunde, denen es nicht schaden kann.

Sonntag, 4. August 2019

Bevor ich zum Shelter fahre, bin ich bei den Chalita Welpen, verabreiche Sita ihre Medikamente und bringe sie dann zu Dr. Oi. Sita wird ein drittes Mal gelasert. Die Schwellung ist nun kaum noch fühlbar und damit kann die Behandlung vorläufig beendet werden. Ich bringe Sita zurück und verrichte dann meine morgendlichen Shelterarbeiten. 

Sobald sich der erste Begrüßungssturm gelegt hat gehe ich immer zuerst durch alle Bereiche, um sicher zu gehen, dass sie schlangenfrei sind. Im dritten Bereich hält sich nun nur noch Lina auf. Der vierte Bereich ist Auslaufgelände. Alle Hunde sind vollzählig und wohlauf. Möglicherweise ist nur die eine Schlange durch den Zaun geschlüpft. 

Am Spätnachmittag bin ich erneut im Shelter, füttere die Hunde und verteile Ferric. Die Kur ist nun auch für Puschel, Girly, Mee, Jakalen, Nousha, Darla und Roshi beendet. In Behandlung sind nun nur noch Tashi, Nuri und Khiaow.

Samstag, 3. August 2019

Fütterung, Medikation und Säuberung am Morgen. Dann bin ich mit Kenzo bei Dr. Oi um den Fortschritt der Behandlung zu überprüfen. Dr. Oi ist mit dem Fortschritt zufrieden und empfiehlt die Behandlung noch für eine Woche fortzusetzen. 

Nachdem ich Kenzo zurückgebracht habe, bin ich bei den Chalita Welpen. Ich verabreiche Sita Doxy und Prednisilone und bin dann mit ihr für die zweite Laserbehandlung bei Dr. Oi. Die erste Behandlung hat die Schwellung schon merklich schrumpfen lassen und so wird diese Episode wohl bald nach der dritten Laserbehandlung und dem Abschluss der Doxy/Prednisilone vergessen sein. 

Ich bringe Sita zurück und hole 200 kg Trockenfutter bei Khun Apisit. Anschließend kaufe ich 120 kg Reis und liefere Prajuab den Reis sowie 60 kg Trockenfutter. Dann bin ich wieder im Shelter, verstaue 100 kg Trockenfutter und gebe Kenzo Augentropfen. Ich fahre dann nach Baan Amphur, kaufe 45 kg Reis für die Tempelhunde und bezahle Ba Bät. Pema hat sich eine Augenverletzung zugezogen und so bringe ich sie in die Baan Amphur Klinik. Es stellt sich heraus, dass es eine Entzündung ist. Angeblich soll sie in drei Tagen behoben sein. Ich bin dann bei den Vorhallenhunden und fülle die Futterschalen auf. Payu scheint sich wohl entgültig an der Vorhalle eingerichtet zu haben. 

Zum Schluss bin ich bei den Wachleuten in der Thepprasit Soi sechs und liefere ihnen 40 kg Trockenfutter. Bei ihnen ist auch Surya, die ja in Behandlung ist. Ihr scheint es gutzugehen. Allerdings werde ich nach Abschluss ihrer Behandlung einen erneuten Bluttest durchführen lassen, da der Creatine Wert erhöht war. Die Wachleute bitten mich ihnen noch einen weiteren Sack Trockenfutter zu liefern. Das werde ich in Kürze nachholen.

Freitag, 2. August 2019

Kenzo bekommt morgens wieder Augentropfen und nach der Säuberung verteile ich Doxy und Immunplex. Mittags bin ich bei den Chalita Welpen. Klaus hat Trockenfutter da gelassen, das ich an sie verfüttere. Dann nehme ich Sita an Bord und fahre mit ihr zu Dr. Oi. Dr. Oi lasert Sita und ich solle ihr fünf Tage lang Prednisilone verabreichen. Mittags bekommt Kenzo seine Augentropfen verabreicht und ich mache eine erneute Säuberungsrunde. 

Am frühen Abend bin ich wieder im Shelter und verteile Ferric. Ich vermisse dabei Shorty, der sich immer im vorderen Bereich aufhält. Wenn ich einen Hund vermisse, setzt bei mir nun immer gleich leichte Panik ein. Ich suche alle Bereiche ab und finde Shorty schließlich. 

Es ist nun ziemlich genau ein Jahr her, dass ich die Hunde nach Takhiantia gebracht habe. Etliche davon sind mittlerweile nicht mehr unter uns. Verloren habe ich: Hakim, Felix, Anna, Aya, Nom, Mom, Big Boy, Pia, Uma, Kito, Biaow, Nura, Selina, Norbu und Yumi. Weggelaufen sind: Helen, Kami, Kimi, Rocky und Nana. Neu im Shelter aufgenommen habe ich: Beppe, Bum, Elsa, Zaza, Jojo, Tashi, Ruby, Diudiu und Khiaow.

Donnerstag, 1. August 2019

Ich gebe morgens früh Kenzo wieder als Erstes die Augentropfen. Dann mache ich mich an die Säuberung. Im hintersten Bereich höre ich plötzlich die Hunde wütend bellen, laufe sofort zu ihnen und sehe sie eine kapitale Schlange umrunden. Einige Hunde versuchen nach ihr zu schnappen und die Schlange wehrt sich natürlich. Ich habe Mühe die Hunde von der Schlange fernzuhalten und sehe keine andere Möglichkeit als sie mit der Kotschaufel zu erledigen. Es tut mir leid das schöne Tier töten zu müssen, aber noch einen toten Hund will ich nicht sehen. 

Nachdem ich die Säuberung beendet habe, mache ich mich an die Fütterung. Neben dem Haus habe ich einen überdachten Käfig aufgestellt und dort stelle ich auch meine Transportboxen ab. Im Käfig und in den Boxen halten sich Lucy, Lena, Yumi, Amara und zuweilen auch Beppe auf. Als ich die Hunde dort füttere, sehe ich Yumi leblos in einer Box liegen. Ich untersuche sie und finde an ihrem Nacken zwei, etwa acht Zentimeter voneinander entfernte, kleine Wunden fest. Ansonsten weist Yumi keine weiteren Wunden auf. Auch sie ist offensichtlich Opfer eines Schlangenbisses geworden, hat sich noch in ihre Box geschleppt und ist dort gestorben. Natürlich weiß ich nicht, ob sie von der Schlange getötet wurde, die ich nun getötet habe und ob es die einzige war, die ins Shelter gelangt war. 

Nach Fütterung und Medikamentierung fahre ich zu den Chalita Welpen und impfe sie das zweite Mal. Sita erhält von mir wieder Carprofen und Doxy. Die Schwellung ist nun härter geworden und gefällt mir gar nicht. Wenn sie nicht zurückgeht, stelle ich Sita morgen erneut Dr. Oi vor. 

Nach der Impfaktion bin ich in der NPW Klinik und gebe Yumi zur Einäscherung ab. Danach bin ich wieder im Shelter und verabreiche Kenzo die nachmittäglichen Augentropfen. Am frühen Abend bin ich erneut im Shelter und verabreiche Ferric und Immunplex. Bei Nimnim scheint es offenbar nicht zu wirken.

Mittwoch, 31. Juli 2019

Morgens gebe ich Kenzo als erstes Augentropfen und mache mich dann an die Säuberungen. Anschließend verteile ich Doxy und Immunplex. Hovis erhält zum vorläufig letzten Mal Samarin. 

Mittags kommt Dr. Kwanchai vorbei um sich über den Zustand des Shelters ein Bild zu machen. Dr. Kwanchai ist ja der offizielle Pächter des Landes und der Landeigentümer besteht auf einer Registrierung des Shelters beim Subbezirksamt in Takhiantia. Dr. Kwanchai ist in Kontakt mit dem Subbezirksamt und es steht zu hoffen, dass das Shelter nach einer Inspektion registriert werden kann. 

Am Nachmittag bin ich bei den Chalita Welpen. Klaus ist auch gerade bei ihnen. Ich verabreiche Sita Doxy und Carprofen. Die Schwellung ist noch deutlich fühlbar, aber es geht Sita relativ gut. Am Spätnachmittag bin ich wieder im Shelter, säubere erneut und verteile Ferric und an Nimnim und Adrian Immunplex. Kenzo erhält ein drittes Mal Augentropfen.

Dienstag, 30. Juli 2019

Heute sehe ich mal ausnahmsweise keinen toten Hund im Gras liegen. Ich bin schon früh morgens im Shelter um Kenzo Augentropfen zu geben. Ich säubere und danach füttere ich die Hunde. Danach fahre ich in die Stadt, bezahle die Stromrechnung, hole mir neues Immunplex und Würste, die mir ausgegangen sind. 

Am Nachmittag bin ich bei den Welpen im Chalita Village. Ich habe die Rüden Kofi, Paco, Toto und Oscar genannt. Die beiden weiblichen Welpen heißen ab nun Sita und Venus. Bei den Welpen zu sitzen ist die reine Freude – sie sind noch so rein und unschuldig. Rein routinemäßig untersuche ich alle und stelle bei Sita eine Schwellung am Unterbauch fest. Kurz entschlossen fahre ich mit ihr zu Dr. Oi. Die schließt einen Leistenbruch aus und verordnet Carprofen für drei Tage und Doxycycline für eine Woche. Zudem erhält Sita eine Entwurmungstablette. Die lasse ich mir für die anderen fünf auch geben und entwurme sie. 

Anschließend bin ich im Shelter und hole die Verabreichung von Doxy und Immunplex nach. Am frühen Abend dann bin ich erneut im Shelter, verteile Ferric und gebe Kenzo Augentropfen.

Montag, 29. Juli 2019

Ich nehme morgens Kenzo wieder mit ins Shelter, da mein Landlord nicht glücklich darüber ist, dass Kenzo in den Hof gekackt hat. Da ich nicht riskieren will, auch aus meinem jetzigen Apartment herausgeworfen zu werden, muss ich meine Sheltertrips so organisieren, dass Kenzo seine Augentropfen zu den erforderlichen Zeiten erhält.

Anscheinend habe ich für diese Woche noch nicht genug gelitten. Wenn ich morgens am Shelter eintreffe, mache ich mich sofort an die Säuberung, nachdem ich festgestellt habe, dass alle Hunde im vorderen Bereich vollzählig sind. Bis auf Bonnie, Darla, Roshi, Toya, Zola und Alex, die sich normalerweise auf und unter dem großen Sala aufhalten, sowie Nura und Lina, die das Sala im dritten Bereich behausen, halten sich alle weiteren Hunde im Haus oder im vorderen Bereich auf. Bei der Säuberung der Bereiche arbeite ich mich vom vorderen Bereich und dem Doppeltorbereich bis zum hintersten Bereich, in dem sich nur zuweilen Kylie aufhält, durch. Als ich im dritten Bereich ankomme, sehe ich schon wieder einen toten Hund im Gras liegen. Es ist Nura. Ich muss annehmen, dass auch sie einem Schlangenbiss zum Opfergefallen ist. Sie hat allerdings eine kreisrunde Wunde am Unterbauch, die jedoch atypisch für eine Hundebisswunde ist. Auch ist sie nie zuvor von anderen Hunden angegriffen oder gejagt worden. Lina, ihre Schwester, mit der sie ihr gesamtes Leben zusammen war, ist unbehelligt geblieben. Ich beende die Säuberung, verteile Medikamente und bringe Nura in die NPW Klinik zur Einäscherung.

Am Nachmittag liefere ich bei Louise Bravecto ab sowie Ferric, um das mich Minnita gebeten hatte. Anschließend bin ich in Peters Restaurant. Peter hebt ja immer Fleischreste für mich auf und teilte mir bei der letzten Abholung mit, dass er einen Straßenhund aufnehmen wird, der entzeckt werden müsse. Ich empfehle Peter außer der Behandlung mit Bravecto auch eine Doxy/Ferric Behandlung durchzuführen und händige ihm die Medikamente aus. 

Am frühen Abend bin ich dann wieder im Shelter. Da es schon dunkel ist, leuchte ich alle Bereiche aus, um eventuell eine Schlange zu erwischen. Nun, da das Grass kurz geschnitten ist, kann sich eine Schlange kaum noch verbergen. Natürlich finde ich keine.

Sonntag, 28. Juli 2019

Heute Morgen bin ich sehr früh im Shelter um die Säuberungsarbeiten in den Bereichen beendet zu haben bevor die Grasschneider kommen. Um acht Uhr kommen sie mit fünf Leuten. Zwei schneiden und drei harken zusammen. Sie beginnen mit den hinteren Bereichen, in denen sich nur Lina und Nura ständig aufhalten und arbeiten sich dann bis in den Doppeltorbereich vor. Ich bin die ganze Zeit dabei, die Hunde von einem Bereich in den nächsten zu bringen. Nach fünf Stunden ist die Arbeit beendet. Ich hoffe, dass sich nun keine Schlangen mehr einschleichen können. 

Am frühen Nachmittag bin ich mit Kenzo bei Dr. Oi. Dr. Oi befürchtet, dass sich trotz der regelmäßigen Behandlung ein Glaukom entwickeln könnte und stellt die Medikamentierung um. Die neuen Augentropfen müssen morgens, mittags und abends zu festgelegten Zeiten verabreicht werden. Deswegen muss ich Kenzo über Nacht zu mir ins Apartment nehmen. Tagsüber kann er im Shelter bleiben. Am frühen Abend bin ich erneut im Shelter füttere die Hunde und verteile Medikamente. Mein Landlord erlaubt mir Kenzo für eine Woche nachts ins Apartment zu nehmen.

Samstag, 27. Juli 2019

Das Schlangentrauma ist halb verarbeitet. Norbu und Selina, die so lange mit mir gingen werden sicher noch wochenlang immer wieder in meinen Gedanken auftauchen, aber ich muss mich auf die noch Lebenden konzentrieren, die meine ganze Aufmerksamkeit und Energie beanspruchen. 

Ich mache mich also wieder an meine Arbeiten und heute Vormittag impfe ich dazu noch Khiaow mit dem Kombinationsimpfstoff und auch Zaza und Jojo, die ich gegen Tollwut impfe. Tashi wäre auch dran gewesen, aber er hatte Anderes im Sinn. Seine zweite Impfung wird nachgeholt. 

Am Nachmittag ist Pick-up Wartung fällig und danach bin ich wieder im Shelter und verteile Ferric und für Adrian und Nimnim Immunplex. Leider wirkt das Medikament bisher nicht so überraschend gut wie bei Dodger und Edith. Ich werde die beiden jedoch noch mindestens eine Woche lang morgens und abends damit behandeln, bevor ich ein Alternativmedikament ausprobiere.

Freitag, 26. Juli 2019

Mit leichtem Herzklopfen öffne ich das Innentor des Doppeltorbereichs und die Hunde stürmen heraus. Ich schaue mich um und sehe erstmal keinen weiteren toten Hund im Gras liegen. Nachdem ich alle Bereiche eingehend inspiziert habe mache ich mich an die ungeliebte Säuberung von Haus und allen Bereichen. Anschließend verteile ich Doxy und Immunplex an Nimnim und Adrian. Bei Dodger und Edith stelle ich kein Rezidiv fest und beende erstmal deren Behandlung. 

Am Nachmittag bin ich im Wat Amparahm. Auf dem Markt treffe ich auf Nero, Willie und Sushi, die dort nun wohl endgültig ihren Platz gefunden haben. An der Vorhalle begrüßen mich Jake, Asa, Panya, Satya, Piak, Sadhu, Nico und Dotty. Payu sehe ich unter einer Bank liegen. Nachdem ich die Hunde mit Trockenfutter und Wasser versorgt habe machen wir unseren Strandgang. Auf dem Rückweg gehe ich zu den Strandhunden am Sala. Taco, Luna, Neung, Song, Sahm, Prince. Taro, Akira, Yoko, Rika und Miwa halten sich alle um das Sala herum auf. Auch einige Vorhallenhunde kommen hinzu und ich nehme mir mal ausnahmsweise eine Stunde Zeit mich zu ihnen zu setzen. Am Spätnachmittag bin ich wieder im Shelter und verteile die abendlichen Medikamente.

Donnerstag, 25. Juli 2019

Mein erster Blick morgens gilt der Stelle, an der ich Norbu gefunden hatte. Zu meinem Entsetzen sehe ich dort wieder einen Hund liegen. Es ist Selina. Auch sie hat keine offenbaren Wunden und wird deshalb auch von einer giftigen Schlange, die auf irgendeine Weise ins Shelter gelangt ist, gebissen worden sein. 

Ich berichte Dr. Oi von den beiden Todesfällen und sie bestätigt mir, dass in den Kokosnusshainen viele Schlangen leben. Ich habe wahrscheinlich Glück gehabt niemals attackiert worden zu sein, wenn ich durch das hohe Gras gelaufen bin. Dr.  Oi empfiehlt mir Feuer zu legen und Lime zu streuen. 

Nachdem ich Selina zur Einäscherung in der NPW Klinik abgegeben habe besorge ich mir Lime. Angeblich vermeiden sie Schlangen das Zeug und es ist für die Hunde ungefährlich. Wieder im Shelter streue ich das Lime entlang des Zaunes in dessen Nähe ich Norbu und Selina gefunden habe. Am Spätnachmittag bin ich erneut im Shelter, füttere die Hunde und verteile die Medikamente.

Mittwoch, 24. Juli 2019

Nach der Routine am Morgen bin ich mit Daisy und Ruby bei Dr. Oi. Ruby wird ein letztes Mal gelasert und auch Daisys Wunde wird vorerst ein abschließendes Mal versorgt. Am Spätnachmittag bin ich erneut im Shelter. Bei der Fütterung vermisse ich Norbu. Nach der Fütterung mache ich mich auf die Suche und finde ihn tot im hohen Gras liegen. Ich denke zuerst an eine Beißerei, kann jedoch keine offensichtlichen Wunden an Norbus Körper entdecken. So wird Norbu wie zuvor schon Felix und Big Boy einer Giftschlange zum Opfer gefallen sein. Nachdem ich die Medikamente verteilt habe bringe ich Norbu zur Einäscherung in die NPW Klinik.

Dienstag, 23. Juli 2019

Vormittags bin ich im Shelter, säubere und verteile Medikamente. Nachmittags bin ich in der Stadt, hole mir neues Immunplex, neues Ferric und 200 kg Trockenfutter. Am Spätnachmittag kommt Bua und bringt die Hündin nach Takhiantia zurück. Wir schnappen uns gleich noch eine weitere, die mit Yakum gespritzt wird. 

Anschließend bin ich bei den Welpen im Chalita Village von Klaus. Alle sechs sind sehr zutraulich und es ist eine Freude bei ihnen zu sitzen. Klaus berichtet mir, dass es noch einen siebten Welpen gibt, der mit seiner Mutter zusammen ist. Die ist sehr scheu und das Kleine auch. Eine Impfung dieses Welpen kann ich vergessen. Am frühen Abend bin ich wieder im Shelter und verteile Ferric. Die Kur ist nun auch für Kylie beendet. Nimnim und Adrian erhalten Immunplex.

Montag, 22. Juli 2019

Am späten Vormittag bin ich wieder mit Ruby in der Dr. Oi Klinik. Der Knoten ist kaum noch fühlbar und Ruby muss keinen Kragen mehr tragen. Übermorgen wird Ruby dann noch ein letztes Mal gelasert. Nun, da ich die Hunde nach Papillomas untersuche, werde ich bei Adrian und Nimnim fündig. Ich hoffe, dass Immunplex bei ihnen die gleiche Wirkung zeigt wie bei Edith und Dodger. Muss mir aber morgen erstmal wieder Nachschub besorgen. 

Am Spätnachmittag kommt ein Mann vorbei, der mir das Gras schneiden wird. Er scheint das professionell zu machen, da er mit sechs Leuten kommen wird und die Sache nur drei Stunden dauern soll. Seine Kambodschaner allerdings haben Angst vor Hunden und so wird die Angelegenheit ein gewisses Management erfordern.

Sonntag, 21. Juli 2019

Nachdem ich morgens die Hunde im Shelter versorgt habe fahre ich zu Louise, die mich gebeten hatte ihr zwei Hunde zu Caroline nach Baan Chang zu bringen. Ein zweiter Pick-up ist zur Stelle und so nehme ich nur Elliot an Bord. 

Nachdem wir die Hunde abgeliefert haben, fahren wir zum Wat Amparahm. Wir setzen uns zu den Hunden nachdem ich die Behälter mit frischem Wasser aufgefüllt habe. Außer Piak, Sadhu und Payu sind alle Tempelhunde beisammen. 

Am frühen Abend bin ich wieder im Shelter und bringe Ruby zur zweiten Laserbehandlung zu Dr. Oi. Die noch vor wenigen Tagen Mandarin große Schwellung ist fast völlig abgeklungen. Vermutlich ist nur noch eine weitere Laserbehandlung notwendig.

Samstag, 20. Juli 2019

Hat mit dem Einfangen von Ling Ling nicht geklappt, sie war morgens unterwegs. Nach der Routine bin ich mit Daisy und Ruby bei Dr. Oi. Daisys Wunde wächst recht gut zu und Rubys Knoten wird gelasert. Er ist schon merklich kleiner geworden. 

Am Nachmittag treffe ich Minnita im Wat Khao Bunmee Dararam und übergebe ihr eine Dose Doxy und Carprofen Tabletten. Minnita ist schon im Tempel aktiv gewesen und hat 12 Hündinnen zum Abtransport in die Silverlake Klinik bereit. 

Auf dem Rückweg zum Shelter fahre ich an Uans Platz am Chak Nork Reservoir vorbei. Ich sehe dort Tyra und Sonya. Tyra hat vergangenes Jahr eine Staupeinfektion gut überstanden und Sonya war mit einem Hüftbruch bei mir im Haus Nongkraborg. Sie hat sich erstaunlich gut entwickelt und läuft wieder völlig normal. Im Shelter füttere ich und verteile die Medikamente. Hovis, Nina und Tommy haben nun ebenfalls ihre Doxy/Ferric-Kur beendet.

Freitag, 19. Juli 2019

Nachdem ich morgens meine Arbeiten im Shelter verrichtet habe, fahre ich zu Leuten, denen ich gestern versprochen hatte, eine Straßenhündin, die sie füttern, sterilisieren zu lassen. Ich hatte sie gestern mit ihrem Lover auf frischer Tat ertappt. In der Silverlake Klinik wird sie sterilisiert werden und dann werde ich sie wieder an ihren Platz zurückbringen. 

Anschließend bin ich im Tempel und versorge die Hunde. Dotty und Payu sind auch anwesend. Danach hole ich mir in der Chaiyapruek Klinik weitere 20 Tabletten Immunplex. 10 davon gebe ich Meow, denn Andrew hat ebenfalls Papillomas entwickelt. 

Am Spätnachmittag bin ich wieder im Shelter. Ich hatte Bua gebeten mir beim Einfangen einer Vorderlaufamputierten Hündin, die Meow aufgenommen hatte, zu helfen. Bua bringt sterilisierte Hunde zu Lek zurück und so passte das gut. Leider war Ling Ling unterwegs und verschwand in einem ausgedehnten Tapiokafeld. Morgen werde ich versuchen sie mit einem Netz einzufangen und bei mir einzugliedern.

Donnerstag, 18. Juli 2019

Ich bin mit Daisy nach der Routine wieder bei Dr. Oi. Die Wunde sieht besser aus und muss erst übermorgen wieder versorgt werden. Edith schafft es immer wieder aus einem der kleinen Kennel in Meows Bereich zu klettern. Die Bambusbänke, mit denen ich die Kennels ausgestattet habe, helfen ihr vermutlich dabei. Deswegen konnte ich ihr gestern auch kein Immunplex verabreichen. Heute nun erwische ich sie draußen und bin ganz überrascht, dass die Papillomas an ihrer Lippe vollständig verschwunden sind. Ich untersuche Dodger und finde auch bei ihm nur noch eine kleine Warze. Immunplex hat anscheinend eine Wunderheilung bewirkt. Natürlich setze ich die Behandlung bei beiden Hunden fort, denn so schnell lasse ich mich von positiven Entwicklungen nicht beeindrucken.

Mittwoch, 17. Juli 2019

Nach der Säuberung morgens und der Medikamentenverteilung bin ich mit Daisy bei Dr. Oi. Daisys Wunde wird neu versorgt und das muss auch für die kommenden Tage täglich geschehen. 

Am frühen Nachmittag bin ich bei Klaus in seinem Village am Highway 36. Die Hündin, die Bua mehrfach versucht hatte zu darten, hatte wieder Junge bekommen. Die sind nun etwa sieben Wochen alt und müssen geimpft werden. Es sind vier Rüden und zwei Hündinnen. Sie sind allerliebst und scheinen gesund zu sein. Klaus meint, dass die Mutter sie noch versorgt und er füttert sie bei. Da Klaus sie täglich sieht, haben sie Vertrauen und so verläuft die Impfung problemlos. 

Am späten Nachmittag füttere ich die Hunde und verteile die Medikamente. Shorty, der Fellprobleme entwickelt, bekommt wie auch Kylie täglich Fischöl verabreicht. Rubys Verband hält noch. Sie hat sich recht gut eingewöhnt.

Dienstag, 16. Juli 2019

Wie erwartet kommt der Grasschneider frühmorgens nicht. Der Wassermann bleibt jedoch angeblich am Ball. Ich werde ihm dabei behilflich sein. Ruby war die Nacht über zusammen mit den Hunden und trägt noch ihren Kragen. Auch der Verband sitzt noch. Sie hat zwar die Tendenz wieder nach draußen zu gelangen, aber solange sie behandelt wird, muss sie noch bei uns bleiben. Daisy hat sich eine nicht heilende Bisswunde zugezogen. Deshalb fahre ich mit ihr in die Dr. Oi Klinik in der Daisy versorgt wird. Ich muss mit ihr morgen wieder zum Verbandswechsel. Daisy hat sich etwas zurückgezogen. Deswegen lasse ich sie am Nachmittag im Behandlungsraum ruhen. 

Am frühen Abend geht es Daisy schon besser und sie geht wieder zu den Hunden nach draußen. Wenn ich die Medikamente in die Würste verpacke, um sie den Hunden schmackhaft zu machen, halten sich Jojo und Zaza oft im Behandlungsraum auf. Da ich draußen eine Beißerei vermute, laufe ich schnell hinaus. Jojo ist mittlerweile so gewachsen, dass er sich eine volle Packung Würste vom Tisch schnappt und schwupp ist er entwischt. Draußen macht sich die halbe Meute über die Würste her, sodass ich gerade noch eine retten kann. Der kleine Dieb hat wohl keine abbekommen. 

Die letzte Wurst reicht gerade noch um das Ferric zu verteilen und ich muss abends noch in die Stadt, um Nachschub zu holen, damit ich morgen wieder Doxy an all die Hunde verteilen kann, die noch in Behandlung sind. Dodger hat die Kur heute beendet, aber ich beginne mit der Kur für Daisy. 

Dodger hat wie seine Schwester Edith auch Papillomas entwickelt. Ich verabreiche beiden Hunden Immunplex dagegen. Ob es hilft, bleibt abzuwarten. Dodger, Edith und ihre Geschwister Hovis, Maggie, Max und Simba haben ihre Mutter zu früh verloren und das hat natürlich einen negativen Einfluss auf ihr Immunsystem.

Montag, 15. Juli 2019

Heute Morgen gelingt es mir schließlich Ruby einzufangen. Ruby ist eine von Meows jungen Hündinnen, die mich immer begrüßt, wenn ich am Shelter ankomme. Ruby hat seit zwei Wochen eine Geschwulst an ihrer Kehle. Sie hatte sich bisher jedoch weder von mir noch von Meow einfangen lassen. Ruby folgt mir heute in den Doppeltorbereich und dort habe ich glücklicherweise eine Box stehen. Und siehe da, es gelingt mir sie in die Box zu heben. Bevor ich mich also an die Arbeit im Shelter mache, fahre ich mit Ruby in die Dr. Oi Klinik. Dr. Oi vermutet eine Entzündung der Speicheldrüse und entnimmt soviel Flüssigkeit, dass die Schwellung leicht abklingt. Ruby wird verbunden und muss eine Woche lang Amoksiklav und Prednisilone erhalten. Ich bringe Ruby zurück und sperre sie zunächst in einen Käfig. Danach sind die Routinetätigkeiten an der Reihe. 

Am frühen Nachmittag bin ich im Wat Amparahm. An der Vorhalle treffe ich auf Dotty und auch auf Payu, der unter einer Bank liegt. Beide Hunde machen einen zufriedenen Eindruck. Nach der Auffüllung der Behälter machen wir unseren Standgang. Sadhu und Piak haben sich von der Kastration gut erholt. Ich denke an Scottie, der uns nun nicht mehr auf unseren Strandgängen begleiten kann. Am frühen Abend bin ich wieder im Shelter. Ich lasse Ruby aus dem Käfig und gehe noch einmal durch alle Bereiche und verteile danach die Medikamente.

Sonntag, 14. Juli 2019

Die Fütterung findet heute Morgen statt und anschließend die Medikamentenvergabe. Danach ist Säuberung angesagt. Das Gras ist mittlerweile einen halben Meter hochgewachsen und der Kot daraus nur sehr schwer zu entfernen. Jemand, der mir das Gras schneidet muss her. Ich frage meinen Wasserlieferanten, der mir verspricht übermorgen früh jemanden zu schicken. 

Am Nachmittag treffe ich Minnita. Sie zeigt mir hot spots entlang der Thepprasit Soi 9 und der Tungklom-Talman Soi 10. Dabei entdecken wir einen kleinen Tempel in Huai Yai, der mir bisher verborgen geblieben war. Der freundliche Abt teilt uns mit, dass sich dort etwa 30 Hunde aufhalten, die eingefangen werden können. Der Tempel kommt auf die Liste.

Samstag, 13. Juli 2019

Morgens werden als Erstes die Hunde gefüttert. Das beinhaltet auch die Säuberung der Wasserschalen und deren Füllung mit frischem Wasser. Anschließend verteile ich Doxy. Hovis erhält auch immer noch Samarine und Kenzo Augentropfen. Die Trübung ist weiter zurückgegangen und scheint Kenzo nicht mehr zu behindern, aber ich hoffe, sie wird auf lange Sicht ganz verschwinden. Talos Doxykur ist beendet. 

Am Nachmittag sollte ein Treffen mit Minnita stattfinden, die mir zwei hot spots zeigen will. Das funktioniert nicht, dafür aber ein Treffen mit Adrian, der mir mehrere hot spots in Najomtien zeigt. Auf ausgedehnten Ödlandflächen leben wohl hunderte von Hunden. Ich wähle einige aus, um sie in die SDF Zählung mit einzubeziehen. Für die Zählung haben wir zehn Straßen/Sois, zehn Tempel und zehn hot spots vorgesehen.

Freitag, 12. Juli 2019

Morgens wie immer im Shelter. Am Nachmittag treffe ich Adrian. Adrian zeigt mir Grünflächen und Slums in der Nähe der Soi Khao Noi in denen sich viele Hunde aufhalten. Ich möchte 10 dieser hot spots ausfindig machen, damit die von SDF geforderte Hundezählung eine gewisse Relevanz aufweist. Morgen sind hot spots im Jomtien Bereich dran. Abends bin ich wieder im Shelter und verteile Medikamente.

Donnerstag, 11. Juli 2019

Ich bin wie jeden Morgen im Shelter und verrichte meine Routinearbeiten. Am frühen Nachmittag bin ich in der Stadt. Ich hole vier Dosen Doxycyline bei Louise ab, die sie für mich bestellt hatte. Dann hole ich mir 200 kg Trockenfutter bei Khun Apisit. Am frühen Abend dann wieder die Routine mit Fütterung und Ferricverteilung.

Mittwoch, 10. Juli 2019

Scottie trinkt morgens nicht. Er möchte nach draußen und ich lasse ihn in den Hof vor dem Apartment. Dort liegt er im Schatten und mag nicht mehr aufstehen. Ich fahre mit ihm zu Dr. Oi und ich entscheide schweren Herzens seinem Leiden ein Ende zu bereiten. Ich empfehle Scottie Buddha Amitabha und bringe ihn in die NPW Klinik zur Einäscherung. 

Auf dem Weg zurück zum Shelter besorge ich mir weiteres Ferric. Ich säubere Haus und Bereiche und füttere die Hunde. Anschließend verteile ich Doxy. Tashi behauptet sich weiterhin. Er legt sich mit Amal und Merlin an, sodass ich ihn zusammen mit einigen anderen Hunde in den großen Kennel sperre, bevor ich fahre. 

Am Nachmittag bin ich wieder im Shelter. Tashi hat mir die Wegsperrung nicht übel genommen und begrüßt mich freundlich. Ich säubere noch einmal und verteile dann Ferric.

Dienstag, 9. Juli 2019

Ich bringe Scottie morgens zur nächsten Infusion in die Dr. Oi Klinik. Anschließend füttere ich die Hunde, verteile die Medikamente und säubere danach die Bereiche und das Haus. 

Am frühen Nachmittag bin ich mit Jay in der Silverklinik verabredet. Wir wollen herausfinden, wo einige verschwundene Hunde abgeblieben sind. Angeblich sollen zwei von ihnen im Bang Saray Municipality Shelter sein. Dort sollen sie jedoch nicht angekommen sein. 

Anschließend bin ich im Tempel und versorge die Hunde. Piak und Sadhu sind ok. Dottie begleitet uns auf dem Strandgang, Payu jedoch sehe ich nicht. 

In der Thepprasit Soi 6 übergebe ich an Khun Daeng zwei Packungen Bravecto. Khun Daeng kümmert sich nun um Silver, Berta, Jorie und Surya. Surya macht mir einen lethargischen Eindruck und ich vermute, dass sie an Blutparasiten leidet. Ich werde sie sobald als mögliche testen lassen. Khun Daeng kann sie dann behandeln. 

Am Spätnachmittag hole ich Scottie aus der Dr. Oi Klinik. Sein Zustand hat sich verschlechtert. Offenbar helfen die intravenösen Infusionen auch nicht mehr. Ich nehme ihn deshalb zu mir ins Apartment, nachdem ich im Shelter die abendlichen Medikamente verteilt habe. Falls Scottie die Nacht nicht übersteht, möchte ich bei ihm sein. Auf dem Weg nach Hause lasse ich noch spezielles Reisfutter für ihn kochen. Das allerdings rührt er nicht an. Er trinkt jedoch. Bis kurz vor zwei Uhr morgens ist Scottie noch ansprechbar und hat auch keine Schmerzen.

Montag, 8. Juli 2019

Nach der Säuberung der Bereiche bringe ich Scottie zu Dr. Oi. Wir wollen erneut versuchen ihn intravenös zu infundieren. Dr. Oi macht mir allerdings wenig Hoffnung, dass sich der Creatinine Wert wieder normalisiert. Wahrscheinlich sind Scotties Nieren schon stark geschädigt. 

Zurück im Shelter verteile ich die morgendlichen Medikamente. Kate, Amara, Elsa, Kenji, Zaza, Jojo, Kenzo und Hiro haben die Kur beendet. Weitere 19 Hunde sind noch in Behandlung. 

Am Spätnachmittag teilt mir Dr. Oi mit, dass es Scottie nicht mehr aushält. Ich nehme ihn für die Nacht wieder ins Shelter. Morgen früh bringe ich ihn erneut zur intravenösen Infusion in die Klinik. Wenn Scottie das durchhält werden wir das einige Tage lang durchziehen und dann erneut testen.

Sonntag, 7. Juli 2019

Mein erster Blick morgens im Shelter gilt Tashi. Er benimmt sich weiterhin als wäre er schon immer ein Teil der Meute. Ich impfe ihn und starte ebenfalls eine Doxy/Ferric Kur mit ihm. 

Nachdem ich die Routinearbeiten erledigt habe, bringe ich Scottie zu Dr. Oi um den zweiten Bluttest vornehmen zu lassen. Dr. Oi teilt mir am Abend das Resultat mit. Leider haben sich die Werte verschlechtert. Der Creatinine Wert liegt nun bei 6.7. Die subkutanen Infusionen haben also entgegen aller Hoffnung nichts bewirkt. 

Am Nachmittag transportiere ich mithilfe von Bua zwei neue Käfige zum Shelter. Ich hatte sie vor einer Woche in einer Werkstatt an der Sukhumvit entdeckt. Nachdem wir die Käfige aufgestellt haben, füttere ich die Hunde und verteile die abendlichen Medikamente. Zurück im Apartment schaue ich nach Boy, Buddy und Trisha. Sie freuen mich zu sehen und besonders Trisha stürzt sich auf das Trockenfutter das ich auslege.

Samstag, 6. Juli 2019

Bei der Medikamentenvergabe habe ich heute Morgen Jakalen mit einbezogen. Meow teilt mir mit, dass sich Buffy wieder bei ihr eingefunden hat. Wie sie das gemacht hat bleibt ihr Geheimnis. Ein Loch im Zaun konnte ich nicht entdecken. Meow hat aber nichts dagegen, dass Buffy bei ihr bleibt, da sie keine Probleme bereitet. Jakalen ist aus ihrem Käfig heraus und bewegt sich recht natürlich unter den anderen Hunden. Sie hat zwar die Tendenz wieder nach draußen zu gelangen, aber das wird sich mit der Zeit geben. 

Am Nachmittag bin ich in der Silverlake Klinik und bringe zuerst Piak und Sadhu zurück zum Wat. Danach hole ich Trisha ab und bringe sie zurück zum Benwadee Resort. Auf dem Wege dorthin halte ich bei Tamara. Ihr ist wieder ein Besitzerhund zugelaufen. Wahrscheinlich ist ihr Restaurant nun die Entsorgungsstelle für Besitzer, die ihre Hunde loswerden wollen. Ich hatte ja schon Tara und Beppe von Tamara bekommen und hatte ihr gesagt, dass wenn wieder ein Besitzerhund bei ihr auftauche, ich ihn mir anschauen wolle. Hunde, die es gewohnt sind in einer sicheren Umgebung zu leben, haben ja auf der Straße kaum eine Chance. Der Hund ist noch jung, in gutem Zustand und sehr zutraulich. Obwohl ich ja Neuzugänge so gut als möglich vermeiden möchte, überlege ich nicht zweimal und nehme Tashi, so nenne ich ihn, mit. 

Nachdem ich Trisha abgeliefert habe, fahre ich sogleich zum Shelter. Dort sperre ich Tashi erstmal in einen der Käfige im Innenraum. Dann füttere ich die Hunde und verteile danach die Medikamente. Anschließend bekommt Scottie die vorerst letzte Infusion. Morgen werde ich seine Nieren erneut testen lassen.

Freitag, 5. Juli 2019

Heute Morgen regnet es, sodass sich die Fütterung als etwas schwierig erweist. Normalerweise lege ich etliche Futterbleche draußen aus, das ist nun nicht möglich. Die meisten Hunde liegen im Haus in dem ich das Futter in Schüsseln verteile, im großen Sala und in den kleinen Salas verteile ich das Futter auf Blechen. Adrian muss ich immer in einen Kennel sperren, da er sonst von Futternapf zu Futternapf eilt und andere Hunde beim Fressen stört. Jojo, Kenzo und Zaza werden im Behandlungsraum gefüttert. Ich lege Futter an vielen verschiedenen Stellen aus und wenn sich die Hunde benehmen würden, könnten auch alle in Ruhe fressen, aber es gibt immer wieder Reibereien, weil sie meinen sie würden zu kurz kommen. 

Jakelen hat sich in dem Käfig, in dem ich sie gebracht hatte, in einem der Kennel eingerichtet in dem auch Lena und Namtarn liegt. Edith liegt nun zusammen mit Kenji in einem anderen Kennel. Ich hole nun auch Buffy aus Meows Bereich. Buffy kennt ja die meisten Hunde und hat so wenig Probleme sich zurechtzufinden. Sie muss sich nur noch ihren Platz suchen. Bei Meow hat sie immer in einem Käfig gelegen. Ich denke, ich kaufe noch ein paar dieser einfachen Drahtkäfige für Hunde, die gern darin liegen. 

Am Nachmittag hole ich mir meinen Pick-up wieder ab. Es sind einige Teile ausgetauscht worden, aber kulanterweise kostenfrei. Am frühen Abend bin ich wieder im Shelter, verteile Ferric und gebe Scottie die zweite Infusion.

Donnerstag, 4. Juli 2019

Morgens empfangen mich Kyra, Shorty und Merlin im Doppeltorbereich. Die Hunde haben ein kapitales Loch unter der Schiene des Rolltors gegraben, das ich erstmal wieder flicken muss. Das Graben von Erdlöchern ist eine ihrer Hauptfreizeitbeschäftigungen. Überall trete ich in ein Loch wenn ich nicht aufpasse wohin ich gehe. Kylie hat sich im zweiten Bereich einen Tunnel gegraben, in dem sie überwiegend liegt. 

Ich verteile Doxy, nun auch an Diuduiu, Nimnim, Puschel, Mee, Darla und Roshi. Kenzo bekommt weiterhin täglich zweimal Augentropfen verabreicht. Sein Auge ist nur noch im unteren Bereich getrübt. Insgesamt nimmt seine Entwicklung einen guten Verlauf. Ließ er sich anfangs von Jojo vom Futternapf vertreiben, ist das nun nicht mehr der Fall. Kenzo läuft durch alle Bereiche und hat an Selbstbewusstsein gewonnen. 

Nachdem ich Lena, Edith und Mee ins Shelter geholt hatte, und die sich recht gut zurechtgefunden haben, sind nun immer noch Jakalen und Buffy bei Meow. Ich halte es für besser, dass sie nun auch innerhalb des Shelters leben. Als ich jedoch Jakalen hereinholen will wehrt sie sich und verschwindet in einem Käfig. So trage ich sie im Käfig ins Shelter und lege sie in einen der kleinen Kennel in dem normalerweise Namtarn und Lena liegen. Ich öffne die Käfigtür und lasse Jakalen entscheiden was sie tun möchte. Namtarn übrigens, die sich bei Meow immer verkrochen hatte, läuft nun auch häufig draußen herum, obwohl ihre Augen nicht mehr die Allerbesten sind. 

Am frühen Abend bin ich wieder im Shelter, versorge die Hunde mit Ferric und gebe Scottie seine abendliche Infusion. Ich bin mir nicht im Klaren in welchem Zustand er ist. Die Lebensfreude ist aus seinen Augen gewichen, aber er frisst und nimmt nicht weiter ab. Zwei weitere Tage werde ich ihm noch Infusionen geben; dann wird ein erneuter Bluttest zeigen, ob sich seine Nierenwerte verbessert haben.

Mittwoch, 3. Juli 2019

Morgens die Routinetätigkeiten, einschließlich der Infusion für Scottie. Am Nachmittag habe ich in der Stadt zu tun – ich bezahle die Shelter Stromrechnung, besorge mir Würste für die Vergabe der Medikamente sowie Neurobion, Samarin und Ferric. Dann hole ich mir Reis und liefere den bei Prajuab ab. Am frühen Abend bin ich wieder im Shelter, füttere die Hunde, verteile Medikamente und gebe Scottie die zweite Infusion.

Dienstag, 2. Juli 2019

Ich fahre morgens wieder mit dem Scooter zum Shelter, verrichte meine Routinearbeiten und füttere die Hunde. Die Werkstatt informiert mich, dass die Reparatur der Wasserpumpe vermutlich zwei Tage in Anspruch nehmen wird. 

Mittags kommen die Techniker von 3BB und legen die Internetleitung. Die vergangenen zwei Tage musste ich mit WiFi klarkommen, aber nun habe ich sogar einen wesentlich schnelleren Zugang als zuvor. Zu Beginn war ich nicht gerade begeistert von meiner neuen Bleibe aber nun, da ich mich einigermaßen eingerichtet habe, finde ich es garnicht so übel. 

Ich muss nach Baan Amphur, um Ba Bät zu bezahlen und Reis für die Tempelhunde zu kaufen. Deshalb mache ich einen erneuten Versuch mit dem uralten Pick-up. Um den lenken und bremsen zu können, ist voriges Krafttraining von Nöten. Nachdem ich aber wohlbehalten in Baan Amphur angekommen bin, habe ich mich mit dem Auto angefreundet und weiß wie es zu fahren ist. Für die kommenden Tage wird es also gehen. 

Ich füttere die Hunde und mache mit ihnen unseren Strandgang. Als ich zum Auto zurückgehe, sehe ich Payu mit Dotty an der Vorhalle. Payu ist entspannt und scheint sich recht wohl zu fühlen. Nur als die Meute auftaucht, sucht er das Weite. Ich denke aber, dass er generell zurecht kommt. Am Spätnachmittag bin ich wieder im Shelter, verteile die abendlichen Medikamente und gebe Scottie die zweite Infusion.

Montag, 1. Juli 2019

Bin gestern Nacht nicht ganz mit dem Umzug fertig geworden und so stehe ich ganz früh auf, damit ich vor meiner Shelterarbeit in meine neue Bude eingezogen bin. Auf dem Wege zum Shelter hole ich mir in der Möbelmanufaktur die bestellten vier Bambusbänke ab. Drei kommen in die kleinen Kennels und eine noch in den offenen Raum zwischen den Kennels und dem Baderaum. Ich säubere, verteile Medikamente und gebe Scottie die Infusion. 

Am frühen Nachmittag bin ich mit Bua in Baan Amphur verabredet. Bua will mir helfen die bestellten zwei Käfige zu transportieren und aufzustellen. Auf dem Highway schnellt plötzlich die Temperatur nach oben. Ich halte sofort an. Dummerweise habe ich kein Wasser dabei und so bitte ich Bua mit Wasser zu kommen. Nach einer Stunde kann ich die Fahrt fortsetzen, aber gerade als ich an der Werkstatt ankomme, die die Käfige hergestellt hat, ist die Temperatur wieder oben. Deswegen brechen wir den Käfigtransport ab und ich fahre zu meiner Werkstatt. 

Khun Yao stellt fest, dass die Wasserpumpe leckt. Ich muss den Wagen in der Werkstatt lassen und Khun Yao gibt mir einen von seinen. Der allerdings muss schon mindestens vierzig Jahre alt sein und lässt sich abenteuerlich fahren. Deswegen stelle ich ihn an meiner neuen Bleibe ab und fahre mit dem Scooter zum Shelter. Da es schon spät ist, verschiebe ich die Fütterung auf morgen. Ich verteile die abendlichen Medikamente und verabreiche Scottie seine zweite Infusion. Scottie ist ein sehr geduldiger Patient und macht mir die Arbeit leicht.

Sonntag, 30. Juni 2019

Die morgendlichen Routinearbeiten nehmen drei bis vier Stunden in Anspruch. Scottie erhält seine Infusion und verhält sich normal. Am frühen Nachmittag steht die erste Phase des Umzugs an. Am Spätnachmittag bin ich dann wieder im Shelter und verrichte die abendlichen Routinearbeiten, die normalerweise drei Stunden in Anspruch nehmen. Scottie erhält dabei die abendliche Infusion. Bis in die späte Nacht hinein erledige ich den zweiten Teil des Umzugs sowie die SDF Dokumentation und die Buchhaltung für Juni da ich für die kommenden Tage keinen Internetzugang haben werde.

Samstag, 29. Juni 2019

Nach der Säuberung füttere ich die Hunde. Anschließend verteile ich die Medikamente und danach erhält Scottie die morgendliche Infusion mit Kochsalzlösung. Nun entdecke ich auch an Dodger ein Papilloma. Papillomas sind virusinduzierte kleine Tumore, die jedoch harmlos sind. Allerdings sind sie von Hund zu Hund übertragbar. Es ist möglich, dass sie von selbst verschwinden, müssen jedoch behandelt werden, wenn sie beim Fressen stören. 

Am Nachmittag schaue ich nach Suzy am Mabprachan 7/11. Ihre Rückenwunde ist fast zugeheilt. Suzy ist immer noch recht struppig und mager aber ich denke, sie wird sich bald vollständig erholen. 

Ich muss mir in der Stadt Kochsalzlösung besorgen und fahre bei der Gelegenheit an der Thepprasit Soi 6 vorbei. Dort treffe ich auf einen Hund, der freundlich auf mich zukommt. Es ist Jack, der vor über vier Jahren von einem schrecklichen Tumor geheilt wurde. Ich bin ganz gerührt, dass er mich nach so langer Zeit wieder erkennt. Jack ist alt geworden und auf einem Auge blind, aber sonst geht es ihm gut. Er wird gut von einer Frau, die ein Straßenrestaurant betreibt, versorgt. 

Anschließend halte ich Ausschau nach Silver und Berta. Auch sie werden von einer guten Frau versorgt. Beide Hunde liegen bei ihr im Haus und sehen fantastisch aus. Silver war ja extrem räudig und hat nach vollständiger Heilung auch keinen Rückfall mehr erlitten. 

Am Spätnachmittag bin ich wieder im Shelter, verteile Medikamente und gebe Scottie die zweite Infusion. Leider ist bei ihm Leptospirose festgestellt worden. Ich muss also im Umgang mit ihm aufpassen, denn diese bakterielle Infektion ist auch auf Menschen übertragbar. Die Kombiimpfung sollte gegen die Infektion schützen und ältere Hunde sind im Allgemeinen durch ihr entwickeltes Immunsystem geschützt. Ich kann Scottie nicht isolieren, das würde ihn umbringen. Also muss ich das Beste hoffen und mit dem Schlimmsten rechnen.

Freitag, 28. Juni 2019

Ich finde Scottie heute Morgen unter den anderen Hunden vor und er verhält sich wie sonst auch immer im Wat Amparahm extrem enthusiastisch. Ich mache mich gleich an die Säuberung des Hauses und der Bereiche und verteile danach Doxy. Hovis bekommt weiterhin zusätzlich Sillimarin gegen seine Leberschwäche sowie Carprofen gegen seine Schwellung an der Flanke. Auch Lucy bekommt Carprofen gegen eine Schwellung. Darla und Bonnie erhalten weiterhin Bromhexine. Habe die beiden jedoch nicht mehr husten hören. Kate, Elsa, Amara und Zaza sind die Ersten, die ihre Doxy/Ferric Kur heute beenden.

Am Nachmittag finde ich nach einigem Suchen Trisha unter einem Auto liegen. Sie lässt sich willig in die mitgebrachte Box schieben und ich fahre mit ihr zum Wat Amparahm, wo ich Sadhu und Piak einlade. Diese beiden Rüden habe ich nicht zum Wat gebracht. Sie tauchten irgendwann einmal auf, waren dann bei den Obdachlosen und als die verschwanden, schlossen sie sich den Vorhallenhunden an. Genau wie Trisha hatte ich Sadhu und Piak noch nie hochgehoben, aber auch sie lassen sich überraschenderweise ohne Umstände in je eine Box verfrachten. Mit den drei Hunden bin ich dann in der Silverlake Klinik, wo sie nach der Kastration auch noch einige Tage bleiben werden. 

Auf dem Weg in die Klinik bin ich auf eine Werkstatt gestoßen, die solide Drahtboxen anbietet. Ich bestelle zwei von ihnen. Am Abend bin ich dann wieder im Shelter. Ich verteile Ferric, Sillimarin und Bromhexine. Dann gebe ich Scottie eine erneute Infusion. Er frisst Dosenfutter in das ich ein Vitaminpräparat mische, das Dr. Kwanchai mir mitgegeben hatte. Es soll besser als RenAvast sein. Ich füttere dazu noch Beppe, Jojo, Zaza und Kenzo. Die anderen Hunde müssen bis morgen früh warten, denn es ist schon sehr spät.

Donnerstag, 27. Juni 2019

Dr. Oi informiert mich am Morgen, dass Scottie die ganze Nacht geweint habe und dass sie ihn nicht weiter in der Klinik halten könne. Ich verabreiche ihm nach Säuberung und Medikamentenvergabe am Vormittag Kochsalzlösung. Zudem erhält er RenAvast, ein Nierensupplement, sowie Doxy und Ferric

Mittlerweile habe ich 24 Hunde auf der Medikamentenliste. Ich habe mit Namtarn und Amal ebenfalls eine Doxykur begonnen und Darla bekommt noch Bromhexine genauso wie Bonnie, die nun auch angefangen hat zu husten. Am Spätnachmittag füttere ich und es erfolgt die abendliche Medikamentierung. Scottie folgt mir überall hin aber die Hunde akzeptieren ihn nach wie vor. Ich hoffe, er wird sich bald eingewöhnen und der Verdacht, dass sich seine Nierenprobleme durch eine Leptospirose Infektion nicht bestätigen. Ein PCR Test ist durchgeführt worden.

Mittwoch, 26. Juni 2019

Scottie begehrt Auslass, als ich heute Morgen im Shelter ankomme. Überraschenderweise haben die Hunde keinerlei Probleme mit ihm und Scottie begleitet mich bei meiner Säuberungstour durch die Bereiche. Seine massiven Nierenprobleme sieht man ihm nicht an. 

Nach der Medikamentierung nehme ich Selina, Yumi und Edith an Bord. Edith hat mehrere Papilomas am Maul; Yumis und Selinas Blut möchte ich testen lassen. Edith wird bei der Gelegenheit gleich mit getestet. Ich erhalte die Testberichte am Abend. Ediths Blutprofil ist nahezu perfekt. Sie ist ja auch, wie alle ihre Geschwister vor einem Jahr mit Doxy und Ferric behandelt worden. Das gibt Anlass zur Hoffnung, und wird auch allgemein bestätigt, dass solch eine Behandlung die Blutwerte für mindestens ein Jahr im Normalbereich gehalten werden können. Bei Yumi wurden Blutparasiten und eine Hepatozoonose festgestellt. Die Hepatozoonose wird ebenfalls durch Zeckenbisse verursacht. Selina ist anämisch. Edith soll Ferric erhalten, Yumi und Selina Doxy und Ferric. 

Ich berichte Dr. Oi über den Fortgang von Kenzos Augenbehandlung. Die Trübung hat trotz einer mehrtägigen Behandlung mit Cravit keine Besserung erfahren. Zudem befrage ich Dr. Oi auch zur Behandlung von Scottie. Dr. Oi stellt fest, dass eine subkutane Zuführung von Kochsalzlösung bei einem Creatinwert von mehr als 2.5 nicht die erhoffte Wirkung erbringe. Es müsse intravenös infundiert werden. 

Ich bringe Edith, Selina und Yumi zurück und lade Kenzo und Scottie ein. Kenzos Augenbehandlung wird umgestellt. Scottie bleibt in der Klinik und erhält eine intravenöse Infusion. Am Spätnachmittag bin ich wieder im Shelter, versorge die Hunde und säubere ein zweites Mal.

Dienstag, 25. Juni 2019

Die Nacht war kurz. Nun habe ich keine Hunde im Haus und werde trotzdem mitten in der Nacht durch minutenlanges Gebelle und Geknurre aus dem Schlaf gerissen. Ich habe mit drei Hunden Freundschaft geschlossen; es sind Boy und Buddy die Rüden, und Trisha, eine Hündin. Die Hunde kommen regelmäßig zu mir, um sich ihr Trockenfutter abzuholen. Nun ist Trisha läufig und außer Boy und Buddy machen ihr noch zwei weitere Rüden aus der Nachbarschaft Avancen. Ich schaue mir das Getändel ein paar Minuten lang an und nehme dann Trisha in den Vorhof, der durch ein hohes Tor gesichert ist. Um sechs Uhr morgens werde ich wieder geweckt. Einer der Rüden aus der Nachbarschaft ist über das Tor geklettert und war bei Trisha erfolgreich. Nun hängt das Liebespaar zusammen und ist ratlos. Es stellt sich heraus, dass der Rüde nett ist und so beruhige ich die beiden, bis sie sich schließlich nach zwanzig Minuten voneinander lösen können. Dr. Kwanchai ist bis Freitag auf einer Fortbildung in Bangkok. Dann werde ich Trisha in die Silverlake Klinik bringen.

Am Vormittag kommt Khun Vut ins Shelter und schließt das Loch im Zaun, das die Hunde vor zwei Wochen verursacht haben. Seit der Zeit haben keine weiteren Ausbruchsversuche mehr stattgefunden. Lena, Edith und Mee, die sich bis zuletzt noch draußen aufgehalten hatten, scheinen sich an das Shelterleben gewöhnt zu haben. Wichtig ist dabei sicher, dass sie mich zweimal täglich sehen. 3

Am Nachmittag sollte eigentlich der Blitzableiter installiert werden, aber der Techniker sagt kurzfristig ab. Am Spätnachmittag fahre ich zum Wat Amparahm. Ich lade Scottie ein und bringe ihn zum Shelter. Dort platziere ich ihn in einen der Kennel. Da es schon dunkel ist und die Hunde bereits schlafen als wir ankommen, verschiebe ich die erste Infusion auf morgen.

Montag, 24. Juni 2019

Zaza empfängt mich heute Morgen wieder recht agil – das ist die gute Nachricht. Die schlechte Nachricht folgt auf dem Fuße – Scotties Testbericht weist einen besorgniserregend hohen Creatininwert auf. Der Normalbereich bewegt sich zwischen 0.5 und 1.7. Scotties Wert liegt bei 5.5. Ich werde Scottie morgen ins Shelter holen, damit ich ihm täglich Kochsalzlösung geben kann. 

Ich habe schon etliche Hunde im Tempel durch Nierenversagen verloren. Die naheliegendste Erklärung dafür ist Vergiftung. Es liegt so viel Müll am Strand herum und Fischer reparieren ihre Boote – möglicherweise nehmen die Hunde dadurch Gift auf. 

Am Nachmittag bin ich mit dem bevorstehenden erneuten Umzug beschäftigt und bin danach wieder im Shelter und versorge die Hunde mit ihren abendlichen Medikamenten.

Sonntag, 23. Juni 2019

Zaza lebt noch und verhält sich relativ normal, obgleich sie ruhiger ist als sonst. Sie frisst, jedoch eher wie ein Spatz. Ich hoffe, sie hält durch. 

Damit weder die Hunde noch ich selbst durch den Hundekot laufen müssen, ist meine erste Maßnahme die Säuberung der Bereiche. Ich verfüttere an die 54 Hunde, die sich zurzeit im Shelter aufhalten, täglich 20 kg Trockenfutter. Das sind im Schnitt 330 Gramm pro Hund. Heute habe ich mal gezählt wie viele Kothaufen ich zusammengekratzt habe und bin auf die Anzahl von 211 gekommen. Das sind erstaunliche vier Haufen pro Hund, verteilt über einen Rai Land. Wenn ich also lapidar über die Säuberung der Bereiche berichte, steckt dahinter eine gehörige Portion schweißtreibende Arbeit. Mal abgesehen davon, dass die Kratzerei auf die Knochen geht. Häufig beneide ich die Hunde. Sie können so lange schlafen wie sie wollen, werden gefüttert und getränkt, müssen nicht arbeiten, werden medizinisch versorgt und haben sogar jemanden, der ihnen den Dreck wegmacht.

Am Nachmittag bin ich bei den Hunden im Tempel. Auf dem Marktplatz empfangen mich Nero, Sushi, Willie, Pema, Ashi und überraschenderweise auch Neung, der anscheinend einen Ausflug gemacht hat. Ich füttere und tränke die Hunde an der Vorhalle und mache dann mit ihnen unseren Strandgang. Dabei ist auch Dotty. Sie läuft wieder normal. Ich fahnde nach Payu, kann ihn jedoch nicht entdecken. 

Nach unserer Rückkehr nehme ich Scotty an Bord und lasse ihm in der Silverlake Klinik Blut abnehmen. Scotty hat an Gewicht und Selbstbewusstsein verloren und ich möchte wissen, woran das liegt. 

Ich lasse Scotty in der Nähe der Vorhalle wieder heraus und siehe da, Payu liegt mit Dotty an dem Tümpel, der sich zwischen Vorhalle und Strand befindet. Ich setze mich zu den beiden; Jake und Scotty sind auch dabei. Payu scheint sich nun doch zurechtzufinden. Er ist ganz entspannt, auch als Sadhu und Piak vorbeilaufen. Ich bleibe eine halbe Stunde bei den Hunden sitzen – alles bleibt friedlich. Als ich fahre bleibt Payu liegen, Dotty läuft mir ein paar Meter hinterher. Ich hoffe, dass nun wieder Normalität im Tempel einkehrt. 

Am frühen Abend bin ich wieder im Shelter, gebe Jojo, Kenzo, Beppe und Kylie eine Extraportion. Zaza frisst wieder nur ein wenig. Ich gebe ihr Neurobion und Ferric flüssig. Alle Hunde die auf Doxy sind erhalten ebenfalls Ferric, jedoch in Tablettenform.  Darla erhält Bromhexine. Sie ist die einzige, die derzeit noch hustet.

Samstag, 22. Juni 2019

Heute Morgen finde ich Kenji verstört und aggressiv in seinem offenen Kennel während einige Hunde versuchen ihn zu attackieren. Es hat zuvor einen oder mehrere Kämpfe gegeben. Ich kann das am Kot erkennen, der in Kenjis Kennel verteilt ist. Sonstige Folgen kann ich keine erkennen.

Ich säubere den Kennel und bringe Kenji dann zu Johnny, der meistens im kleinen Bereich liegt, in dem zuvor Payu und Dotty untergebracht waren. Kenji wird von Johnny begrüßt und scheint sich zu freuen wieder im Freien zu sein. Ich beginne mit der Säuberung der Bereiche und schaue nach einer halben Stunde nach Kenji. Der hat versucht sich unter der Tür durchzugraben und als ich ihn herauslasse, läuft er schnurstracks wieder zurück zu seinem Kennel. Ich muss ihn allerdings dabei begleiten, da etliche Hunde versuchen ihn zu attackieren. Ich weiß nicht, was die Hunde so gegen Kenji aufgebracht haben. Sein Kennel war immer geöffnet und verschiedene Hunde, darunter immer auch Kenzo lagen bei ihm ohne Probleme. 

Am Nachmittag arbeite ich am Computer. Während der Shelterbauzeit ist vieles liegengeblieben. Am frühen Abend bin ich wieder im Shelter. Ich stelle bei Lucy eine weiche Schwellung an ihrer rechten Flanke fest. Sie erhält wie auch Tommy Carprofen dagegen. Ich säubere die verbliebenen drei hinteren Bereiche, füttere dann die Hunde und verteile danach die Medikamente, hauptsächlich Ferric. Zaza macht mir Sorgen. Sie wollte morgens kein Nassfutter zu sich nehmen und verschmäht ihre Portion auch am Abend. Ändert sich ihr Zustand nicht, muss ich mit ihr in die Dr. Oi Klinik.

Freitag, 21. Juni 2019

Die Blutwerte von Hovis sind fast in Ordnung; allerdings weist sein Testresultat erhöhte Leberwerte auf und wie bei allen Hunden ist die Anzahl der Blutplättchen zu gering. So auch bei Tommy und bei Nina. Ninas sonstige Werte liegen im Normalbereich; Tommys Resultat weist auf Blutparasiten hin. Hätte mich auch sehr gewundert, wenn bei ihm die Werte in Ordnung sind. Seine Beule an der Stirn ist geschrumpft. Carprofen scheint zu wirken. Ansonsten ist Tommy so frech wie jeher. 

Am Nachmittag liefere ich zwei Flaschen Ferric bei Beppe ab. Seine fünf Welpen müssen ebenfalls einer Doxy/Ferric Kur unterzogen werden. Anschließend hole ich mir bei Apisit 200 kg Trockenfutter. Am Spätnachmittag bin ich wieder im Shelter, säubere noch einmal, füttere und tränke die Hunde und verteile nun auch an Nina, Tommy und Hovis Medikamente.

Donnerstag, 20. Juni 2019

Mittlerweile habe ich nun seit einigen Tagen auch Mee, Edith und Lena im Shelter. Die Erhöhung der beiden Außentore hat sich bewährt. Selbst Elly kann die Tore nicht mehr überwinden. Draußen bei Meow ist nun nur noch Jakalen. Mee und Edith haben sich bereits unter die anderen Hunde gemischt. Lena liegt meistens in einem der Kennel. 

Ich füttere morgens und verteile Medikamente. Dann impfe ich Zaza ein drittes und Jojo ein zweites Mal. Zaza scheint nun tatsächlich zu überleben. Sie und Jojo entwickeln sich gut. Beide Welpen werden von den großen Hunden akzeptiert und fühlen sich wohl unter ihnen.

Mittags bin ich mit Tommy, Hovis und Nina in der Dr. Oi Klinik. Tommy hat sich eine Beule zugezogen, Hovis scheint ein Lipom entwickelt zu haben und Nina nehme ich mit, weil sie in letzter Zeit abgenommen hat. Wie üblich lasse ich von allen drei Hunden einen Bluttest durchführen. 

Am Nachmittag bestelle ich weitere vier Bambuspritschen. Die müssen angefertigt werden, da sie von den Standardmaßen abweichen. Drei von ihnen werden in die drei kleinen Kennel kommen und eine wird entlang der Hausseite unter einem Dachvorsprung aufgestellt werden. Die meisten Hunde halten sich im Haus auf und es soll sich jeder seinen Platz suchen können. 

Abends bin ich wieder im Shelter und verteile Ferric und an die hustenden Darla, Suki und Rocco Bromhexine. Nina und Tommy werden in die Ferricverteilung schon einbezogen. Es würde mich wundern, wenn deren Blutwerte normal sind. Tommy erhält zudem Carprofen. Hovis hat gemeinsam mit Max, Dodger, Maggie und Simba seine erste Doxy Kur vor genau einem Jahr beendet. Sein Resultat und das von Nina und Tommy wird morgen vorliegen. Bin auf das von Hovis gespannt.

Mittwoch, 19. Juni 2019

Morgens verrichte ich die Routinearbeiten im Shelter. Mittags besorge ich zwei Bambusbänke, von denen ich eine Bank im offenen Raum unterbringe die zweite im nun großen Kennel. Eine weitere hat im offenen Raum Platz und die drei kleinen Kennels möchte ich auch mit kleineren Bänken, die ich anfertigen lassen muss, ausstatten. Abends bin ich wieder wie üblich im Shelter.

Dienstag, 18. Juni 2019

Ich habe in den vergangenen Wochen nun schon so viele Hunde verloren und heute Morgen sehe ich Kito tot im Sand liegen. Woran er gestorben ist, weiß ich nicht. Gebissen ist er nicht worden und er wurde auch vorher nie attackiert. Gestern noch hatte Kito gefressen, wenn auch nicht seine ganze Portion. Auch die Medikamente hatte er genommen. Zugenommen hatte er ebenfalss in letzter Zeit, auch wenn er durch seine Staupeerkrankung schwächlich war. Kito war ein liebenswerter Kerl. Ich werde seine Blicke nicht vergessen. 

Nachdem ich die Hunde versorgt und die Bereiche und das Haus gesäubert habe, bringe ich Kito zur Einäscherung in die NPW Klinik. Am Nachmittag bis zum frühen Abend bin ich dann wieder im Shelter, füttere die Hunde und säubere erneut. Jetzt, wo die Handwerker nicht mehr jeden Tag im Shelter sind, ist die Arbeit erfreulicher und nicht mehr so stressig.

Montag, 17. Juni 2019

Ich hole morgens wieder die Handwerker ab. Sie sollen die beiden Tore des Doppeltorsystems um 40 cm erhöhen, damit keiner der Hunde mehr eines der Tore überwinden kann. Wir kaufen Eisenstäbe, die die Handwerker zu einem Gitterwerk zusammenschweißen und auf den Toren anbringen. 

Als ich mittags wie sonst auch das Mittagessen für die Leute hole, sehe ich wie schon häufig Suzy auf der Straße, nicht weit von Shelter entfernt, entlang laufen. Sonst immer verzog sie sich wenn ich anhielt, um sie aufzunehmen; dieses Mal aber entschließt sie sich mitzukommen. Ich bringe sie zum Mabprachan 7/11 zurück. Suzy hat stark abgenommen und eine eitrige Wunde davongetragen. Sie hat auch ein Halsband und einen Strick um den Hals. Es hat sie wohl jemand halten wollen, aber Suzy liebt ihre Freiheit und hat sich losgerissen. 

Die Handwerker haben am Nachmittag ihre Arbeit soweit abgeschlossen. Nun muss nur noch ein Blitzableiter installiert und Fundamente an den Toren gelegt werden. Für die Installation des Blitzableiters werde ich mir einen Elektriker besorgen. Die Fundamente können warten. Wenn alle Bereich zugänglich sind graben sich die Hunde nicht unter den Toren hindurch.

Sonntag, 16. Juni 2019

Ich bin den ganzen Vormittag im Shelter. Die meisten Hunde liegen gern im Haus und haben eine Menge Sand hineingeschleppt. Eine gründliche Reinigung ist also angesagt. Den Nachmittag verbringe ich am Computer um einen Teil meiner Dokumentationen, die ich seit Wochen vernachlässigt habe, aufzuarbeiten. Am frühen Abend bin ich dann wieder im Shelter, füttere Zaza, Jojo, Kenzo, Kito und nun auch Beppe ein zweites Mal und verteile danach die Medikamente.

Samstag, 15. Juni 2019

Morgens verrichte ich meine Routinearbeiten mit der Reinigung des Hauses, der Säuberung der Bereiche, der Versorgung mit frischem Wasser, der Mediamentenvergabe sowie der morgendlichen Fütterung von Zaza, Jojo, Kenzo und Kito. 

Am frühen Nachmittag bin ich erneut im Shelter und füttere alle Hunde. Am Spätnachmittag verteile ich dann wieder Medikamente. Danach fahre ich zum Wat Amparahm und kaufe Reis für die zweite Hälfte des Monats. 

Von der Vorhalle aus sehe ich Payu und Dotty an der Strandtempelmauer liegen. Als aber die Meute mich entdeckt, macht sie Jagd auf Payu, der im Busch verschwindet. Dotty kommt zu mir. Immerhin kann ich nun davon ausgehen, dass sich Payu im Tempelbereich aufhält und wohl auch in Ruhe gelassen wird, solange ich nicht erscheine. Mit den Vorhallenhunden, einschließlich Dotty, die sich zu ihnen gesellt hat, mache ich unseren Strandgang. Dotty hinkt noch ein wenig, kann jedoch schon wieder recht gut laufen.

Freitag, 14. Juni 2019

Ich bin morgens früh in der Silverlake Klinik. Khun Bern und Dr. Ala machen einen erneuten Inspektionsbesuch. Anwesend ist außer Dr. Kwanchai auch Khun Pam. Khun Bern erlaubt uns die Zählung der Hunde bis zum Ende des Monats zu verschieben und Dr. Ala sichert die Finanzierung des Sterilisationsprojekts bis Ende des Jahres zu. 

Auf dem Rückweg bin ich im Wat. Ich sehe Dotty die aufgrund einer Bisswunde leicht hinkt, nicht jedoch Payu. Es ist allerdings Mittagszeit und heute ist es wieder recht heiß. Es kann sein, dass Payu sich in den Busch zurückgezogen hat. Ich versorge die Hunde mit Trockenfutter und Wasser und dann machen wir unseren gewohnten Strandgang. Dotty begleitet uns. 

Im Shelter füttere ich die Hunde und säubere danach Haus und Bereiche und verteile Medikamente. Anschließend bin ich mit Dodger in der Dr. Oi Klinik. Dodger hat eine Geschwulst an seiner linken Achsel entwickelt. Es scheint ein vergrößerter Lymphknoten zu sein. Dodger muss einen Kragen tragen, damit er nicht lecken kann und bekommt Amoksiklav und Prednisilone verordnet.

Donnerstag, 13. Juni 2019

Die Zementarbeiten werden fortgeführt. Ich bleibe den ganzen Tag im Shelter und habe auch mal Zeit mich mit den Hunden intensiver zu beschäftigen. Mittlerweile behandele ich zwölf Hunde mit Doxycycline und Ferric. Neun der Hunde habe ich testen lassen und alle haben entweder Blutparasiten oder mangelhafte Blutwerte. Es sind Kenji, Elsa, Hiro, Kate, Kenzo, Talo, Amara, Zaza und Jojo. Bums Werte sind fast normal, er erhält nur Ferric. Kito und Beppe werden demnächst getestet. Sie behandele ich schon mal vorsorglich. Idealerweise müsste ich alle Hunde testen lassen, aber das geht ins Geld. Jeder Test in der Dr. Oi Klinik kostet mich 600 Baht. 

Am Nachmittag sind die Zementarbeiten um das Haus herum nahezu abgeschlossen und ich bringe die Handwerker zurück. Ich fahre weiter zum Wat Amparahm, um Sahm abzuholen und ich die Dr. Aor Klinik zu bringen. Die Biopsie hat ein Lipom ergeben, das normalerweise harmlos ist. Dr. Aor möchte sich trotzdem noch einmal die Operationswunde anschauen. Ich schaue natürlich auch nach Payu und sehe ihn in der Entfernung aus einem Busch in Strandnähe herausspähen. Die Hunde, die mich begleiten, allerdings jagen ihn sofort in den Busch zurück. Immerhin weiß ich nun, dass Payu in der Nähe ist. 

Dr. Aor ist mit der Wundheilung zufrieden und ich bringe Sahm zurück zum Tempel. Dort empfangen mich Payu und Dottie als ich den Pick-up abstelle. Als ich aussteige attackiert Piak Payu und einige weitere Hunde mischen mit. Ich bekomme sie jedoch schnell auseinander und gehe mit Payu und Dottie zur Vorhalle wo wir uns auf eine Ablage setzen. Payu ist froh mich zu sehen und ich bin erleichtert, dass er wohlbehalten ist. Ich hoffe, dass er nun bleiben wird. 

Obwohl es schon relativ spät ist, fahre ich noch zum Shelter. Die abendlichen Medikamente müssen verteilt werden und Kito, Kenzo, Zaza und Jojo ein zweites Mal gefüttert werden. Die anderen Hunde sind morgen früh wieder dran.

Mittwoch, 12. Juni 2019

Heute ist das Wetter sonnig und die Handwerker beginnen mit den Zementarbeiten um das Haus herum. Ich bleibe bis zum Mittag bei den Hunden und passe auf, dass sie nicht über den frischen Zement laufen. Die meisten von ihnen habe ich in die drei hinteren Bereiche verbannt, deren Tore geöffnet sind. Einige aber lasse ich im vorderen Bereich und einige weitere halten sich im Vorratsraum und in den Kennels auf. Die Hunde kennen ja die Handwerker mittlerweile gut und so haben wir nur wenig Probleme. 

Am frühen Nachmittag fahre ich in die Stadt und besorge mir einen Schrank für den Behandlungsraum, in dem ich die Medikamente aufbewahren kann. Ein Kühlschrank wird in den kommenden Tagen die vorläufige Ausrüstung komplettieren. Ich bringe die Arbeiter zurück und bin dann erneut im Shelter um die Hunde zu versorgen.

Dienstag, 11. Juni 2019

Eigentlich hatte ich geplant die Bauarbeiten wieder aufzunehmen, aber die Himmel sieht düster aus und es fängt auch an zu regnen, als ich im Shelter ankomme. Ich verteile Medikamente und säubere Haus und Gelände nachdem der Regen nachlässt. Anschließend muss ich meine Kotkarre reparieren lassen. Beide Reifen haben ihren Geist aufgegeben. Wahrscheinlich waren die Lasten zu schwer. 

Mittags bin ich kurz zu Hause und bringe die Sterilisationsdokumentation auf den neuesten Stand. Unser erste Ziel von 2,400 Sterilisationen haben wir sehr bald erreicht. 

Zurück im Shelter füttere ich die Hunde und verteile am Spätnachmittag erneut Medikamente. Dann fahre ich zum Wat Amparahm. Ich schaue nach Sahm, Dotty und Payu. Sahms Pflaster klebt noch. Dotty scheint sich allmählich zurechtzufinden. Payu allerdings finde ich nicht. Ich mache mit den Vorhallenhunden unseren Strandgang und erfreulicherweise begleitet uns Dotty dabei. Sie hat noch gemischte Gefühle; einerseits genießt sie die neue Freiheit, andererseits fühlt sie sich noch nicht ganz sicher. Es wird noch einige Tage dauern, bis sie von den Vorhallenhunden aufgenommen sein wird. Auf dem schon geschlossenen Tempelmarkt suche ich noch nach Payu, aber auch dort scheint er nicht zu sein. Ich treffe aber auf Avira, Pema, Aisha, Nero, Sushi und Willie.

Montag, 10. Juni 2019

Rhonda, die mir über lange Zeit mit den Hunden geholfen hat, ist mal wieder in Thailand. Ich hole Rhonda morgens in der Stadt ab und während ich im Shelter meine morgendlichen Arbeiten verrichte, trifft sie alte Bekannte und macht Freundschaft auch mit den Hunden, die hinzugekommen sind. 

Nachdem ich Rhonda am Nachmittag wieder in ihr Hotel gebracht habe, bin ich bei Alex und impfe seine beiden Welpen. Danach impfe ich Beppes fünf Welpen. Alle Welpen erhalten die dritte Kombiimpfung und einen Tollwutschutz.

Sonntag, 9. Juni 2019

Das Wetter ist immer noch nicht gut genug um die abschließenden Zementarbeiten durchzuführen. Ich bin morgens im Shelter, füttere die Hunde, säubere das Gelände und das Haus. Danach verteile ich die Medikamente. Big Boy hat nichts gefressen und leidet. Der halbe Brustbereich ist nun infiziert und wird nekrotisch. Ich bringe ihn in die Dr. Oi Klinik. Wir wollen bis zum Abend warten, ob wir Big Boy retten können. 

Mittags bin ich mit Sahm in der Dr. Aor Klinik. Die Fäden werden gezogen und die Wunde noch einmal neu verpflastert. Ich bringe Sahm zum Wat Amparahm zurück. Dort treffe ich alle Hunde an, auch Prince, den ich seit einer Woche vermisste hatte. Ich schaue nach Payu und Dotty. Dotty finde ich, nicht jedoch Payu. Ich informiere Adrian, der später nach ihm schauen will. 

Eigentlich ist heute die dritte Impfung von Alexes und Beppes Welpen dran, aber ich kann weder Alex noch Beppe erreichen. Immerhin kann ich den von Randy adoptierten Welpen impfen. 

Am frühen Abend bin ich wieder in der Dr. Oi Klinik. Dr. Oi und ich kommen zu dem Entschluss Big Boys Leiden ein Ende zu bereiten. Ich verabschiede mich von Big Boy während er eingeschläfert wird. Mit ihm fahre ich in die NPW Klinik und gebe ihn dort zur Einäscherung ab.

Samstag, 8. Juni 2019

Da Big Boy Trockenfutter nicht fressen will, kaufe ich für ihn Khao Phat Gai ein. Dr. Oi teilte mir mit, dass er Thai Food vorziehe. Das will er aber auch nicht fressen. Ich verrichte meine Routinearbeiten, lade Payu ein und treffe mich mit Adrian. 

Im Wat Amparahm führt Adrian Payu eine Stunde an der Leine herum und wir machen Payu mit den Tempel- und den Strandhunden bekannt. Nachdem wir mit ihm und den üblichen Verdächtigen einen Strandgang gemacht haben, lässt Adrian Payu von der Leine. Der läuft nun neugierig herum während wir ihn im Auge behalten. Ich fülle die Behälter mit Trockenfutter und Wasser nach und bevor ich nach einer weiteren halben Stunde fahre. Da Payu sich ordentlich verhält entscheidet Adrian ihn nicht wieder ins Shelter zurückzubringen. Ich fahre und Adrian bleibt noch. Adrian wird morgen nach Payu sehen und ich auch, wenn es meine Zeit zulässt. 

Bei Apisit kaufe ich 10 Sack Trockenfutter ein und fahre dann zurück zum Shelter. Big Boy hat seine Medikamente leider immer noch nicht gefressen und auch nicht den Reis. Ich säubere wieder das Areal.

Adrian ruft mich an, dass sich Payu ganz verloren fühlt und dass es besser sei ihn wieder mit Dotty zusammenzuführen. Also nehme ich Dotty an Bord und bringe sie zum Tempel. Adrian wartet dort schon und wir verbringen eine gute Stunde mit all den Hunden, während Payu und Dotty gemeinsam das Gelände erkunden. Spät Nachts fahre ich dann wieder und Adrian bleibt noch bei den Hunden.

Freitag, 7. Juni 2019

Heute regnet es schon am Morgen und da Zementarbeiten um das Hundehaus herum durchgeführt werden müssen, unterbreche ich die Arbeiten für einige Tage bis das Wetter wieder besser wird. 

Als ich im Shelter ankomme, muss ich feststellen, dass wieder ein Loch durch den Zaun gebissen wurde, dieses Mal in Meows Bereich. Elsa und Nimnim sind draußen und ich fange sie wieder ein. Ich vermute, dass Elsa es war, die gestern öfter vor dem Tor gestanden hatte mit dem offensichtlichen Wunsch nach draußen zu gelangen. Ich dichte das Loch ab, verteile Medikamente und mache mich an die Säuberungsarbeiten. Danach bin ich mit Talo in der Dr. Oi Klinik. Glücklicherweise ist der Lauf nicht gebrochen und wird gelasert. 

Am Nachmittag teilt mir Adrian mit, dass die Arbeit mit Payu im Wat Amparahm morgen begonnen werden kann. Es wird auch Zeit Payu aus dem Kennel zu entlassen. Ich hoffe, dass Payu sich nach zwei Traningssessions im Wat integrieren wird. 

Am Spätnachmittag füttere ich die Hunde, nachdem der Regen nachgelassen hat. Anschließend verteile ich frisches Wasser, säubere noch einmal und verteile die abendlichen Medikamente. Danach bin ich wieder in der Dr. Oi Klinik und hole Big Boy ab. Big Boy muss aufgrund seiner Leptospirose von den anderen Hunde getrennt gehalten werden. Auch ich muss aufpassen, dass ich nicht mit seinem Urin in Berührung komme. Da etliche Hunde im noch leeren Vorratsraum Platz genommen haben, lege ich Big Boy in den Behandlungsraum, der auch noch weitgehend leer ist und somit gut zu säubern.

Donnerstag, 6. Juni 2019

Die Handwerker installieren die Flutlichter für den ersten und den zweiten Bereich. Ein Blitzableiter wird besorgt, damit uns die Hütte nicht mal nachts abbrennt. 

Am Nachmittag bin ich mit Hiro und Kenzo in der Dr. Oi Klinik. Hiro hat eine Schwellung am rechten Hinterlauf und Kenzos linkes Auge hat sich getrübt. Bei beiden Hunden lasse ich einen Bluttest durchführen. 

Kurz bevor ich die Fütterung beginne, bekommen sich Adrian und Talo in die Wolle. Adrian ist ja ständig am Stänkern und Talo hat davon wohl die Schnauze voll. Ich habe Mühe die Hunde zu trennen und muss schließlich mit einem 5 Kilo Zementsack auf sie einschlagen, damit sie voneinander lassen. Adrian blutet stark und hat sich unter dem linken Auge eine Bisswunde zugezogen. Talo ist in den rechten Vorderlauf gebissen worden. Morgen werde ich feststellen können, ob ich sie in die Klinik bringen muss. Bei der Aktion habe ich jede Menge Zement verstreut. Es kostet mich fast eine Stunde den Boden wieder sauber zu bekommen. Die Fütterung findet deshalb erst nach Einbruch der Dunkelheit statt. Das Flutlicht funktioniert einwandfrei und erleichtert mir die Arbeit erheblich.

Mittwoch, 5. Juni 2019

Bin mit den Handwerkern wieder im Thai Watsadu. Wir kaufen Beleuchtung für den vorderen und den zweiten Bereich. Dann bin ich mit Jojo und Zaza bei Dr. Oi. Jojo wird das erste Mal geimpft und bei Zaza ein Staupetest vorgenommen. Der ist erstmal negativ. 

Bei meiner Rückkehr zum Shelter gibt es einen heftigen Gewitterguss. Ein Blitz schlägt ein und es gibt einen Kabelbrand. Es muss dringend ein Blitzableiter installiert werden. Die beiden vorderen Bereich stehen unter Wasser und die große Sala ist trotz Markisen nicht ganz regenfest. So lasse ich die Hunde ins Haus was nicht optimal für die Handwerker ist, aber die Hunde gehen vor. 

Sahm macht es Elly nach und entwischt zweimal, indem er mühelos das fast 2 Meter hohe Tor überwindet. Meow bringt ihn mir jedes Mal zurück. Nachdem der Regen aufgehört hat, füttere ich die Hunde. Ich bleibe den ganzen Nachmittag im Shelter und medikamentiere bevor ich die Handwerker zurückbringe.

Dienstag, 4. Juni 2019

Heute Morgen finde ich Mom tot auf. Er ist vergangene hoffentlich friedlich Nacht verstorben. Die Handwerker machen den zweiten Teil des Bodens und ich säubere die Bereiche. 

Die Mehrzahl der Hunde bewegt sich frei in den hinteren drei Bereichen und im kleinen Bereich. Dotty ist unter ihnen und auch Uma und Zaza, die sich wohl entschlossen haben zu überleben. Mittags bringe ich Mom in die NPW Klinik zum Einäschern. Dr. Kwanchai bietet diesen Service nicht mehr an. 

Am Nachmittag bin ich in der Dr. Aor Klinik und hole Sahm und Jojo ab. Sahm muss eine Woche lang täglich Amoksiklav und Carprofen verabreicht werden und bei Jojo ist eine mittelschwere Anämie festgestellt worden. Auch er muss täglich medikamentiert werden. Deshalb nehme ich beide Hunde zu mir ins Shelter. Die Handwerker haben den Boden fertiggestellt und ich bringe sie nach Hause. 

Zurück im Shelter finde ich Uma in schlechtem Zustand vor. Hatte sie am Morgen noch mit Zaza gespielt, liegt sie nun wimmernd im Sand. Ich bringe sie sofort zu Dr. Oi die einen Staupetest vornimmt. Der ist leider positiv. Uma muss eingeschläfert werden. 

Zurück im Shelter verteile ich die abendlichen Medikamente, auch an Jojo und Sahm. Sahm sperre ich ins Bad und Jojo in einen Kennel. Da Jojo und Zaza getrennt bleiben müssen, verbringt Zaza die Nacht im Vorratsraum. Nun, da ich bereits Pia und Uma verloren habe, muss ich mich darauf vorbereiten auch Zaza zu verlieren. Sie ist zwar noch sehr lebendig, aber das kann sich rasch ändern wie ich das bei Pia und Uma erleben musste.

Montag, 3. Juni 2019

Mithilfe von einem der Handwerker hole ich Payu aus seinem Bereich und platziere ihn in einen der Kennel. Die Handwerker beginnen mit der Zementierung des Bereiches zwischen den Kennels und dem Vorratsraum. Der Wassertank wird gefüllt und nun haben wir auch fließend Wasser. Khun Vut kommt ebenfalls und dichtet das Loch ab das Payu und Dotty verursacht haben. 

Dotty kommt mittlerweile gut unter den anderen Hunden zurecht. Ich lasse die Tür zu dem kleineren Bereich in dem sich bisher Payu und Dotty aufgehalten haben offen und der Bereich wird sofort von einigen Hunden okkupiert. Mom geht es nicht gut. Er nimmt zwar noch seine Medikamente aber frisst nicht mehr viel. Ich lege ihn in den Baderaum, damit er ungestört und kühl liegen kann. Mom ist zwar aufgrund seiner Behinderung nie viel herumgelaufen, liegt aber seit einer Woche und bewegt sich kaum von der Stelle. 

Dr. informiert mich darüber, dass sie nun sicher sei, dass Big Boy von einer Giftschlange gebissen wurde. Die Schwellung an seiner linken Vorderpfote geht zwar zurück, aber es hat sich nekrotisches Gewebe gebildet. Big Boy muss allerdings nicht mehr im Käfig liegen, sondern kann sich im Käfigraum frei bewegen. Ich bringe die Handwerker zurück und bin dann noch einmal im Shelter, um die Hunde mit Futter, Wasser und Medikamenten zu versorgen.

Sonntag, 2. Juni 2019

Die Handwerker machen heute den Boden für die drei Kennels. Ich fahre nach Baan Amphur und hole Sahm und Jojo, den Welpen, ab und bringe beide Hunde zu Dr. Aor. Die vermutet einen Tumor bei Sahm. Der wird entfernt und eine Biopsie vorgenommen. Jojo hat vermutlich Blutparasiten und Eiterstellen am Bauch. Ich lasse für beide Hunde einen Bluttest vornehmen. Sie bleiben vorerst eine Nacht bei Dr. Aor. 

Dr. Oi informiert mich, dass Kenjis Bluttest Blutparasiten ergeben hat. Er wird ab Morgen ebenfalls einer Doxy/Ferric Kur unterzogen. Am Nachmittag bin ich wieder im Shelter. Die Kennelböden sind gemacht, ein Abwasserrohr ist gelegt und der Boden für die Zementierung zwischen Shelterwand und Zaun zum zweiten Bereich ist geebnet. Ich bringe die Handwerker zurück und bin danach wieder im Shelter. Dort füttere ich die Hunde, medikamentiere sie erneut und säubere noch einmal alle Bereiche.

Samstag, 1. Juni 2019

Ich fahre mit den Handwerkern zum Thai Watsadu und anschließend noch in einen Baumarkt in Pong. Heute wird die Kachelung von Behandlungsraum und Baderaum fertiggestellt. Das Waschbecken im Behandlungsraum und die Handdusche des Beckens im Baderaum werden mit dem Wassertank verbunden. Die Wasserpumpe wird angeschlossen. 

Nach der Säuberung aller Bereiche und der Medikamentierung fahre ich mit Nura und Kenji in die Dr. Oi Klinik. Nura hat nur noch eine kleinere Wunde am Nacken die versorgt wird. Kenji wird Blut für einen Test abgenommen. 

Am Nachmittag füttere ich die Hunde und kurz bevor ich die Handwerker zurückbringe medikamentiere ich das zweite Mal. Morgens gibt es Doxy und abends Ferric. 

Bei Apisit hole ich mir 200 kg Trockenfutter und fahre danach nach Baan Amphur. Ba Bät wird bezahlt und Reis für die Tempelhunde gekauft. Ich finde alle Hunde außer Sushi vor. Dafür aber finde ich einen ausgesetzten Welpen am Strand. Der findet sich anscheinend recht gut unter den großen Hunden zurecht. Ich will versuchen ihn morgen zu impfen. Sahm hat einen daumengroßen Abszess an seiner rechten Flanke entwickelt. Wenn es die Zeit erlaubt, werde ich ihn zu Dr. Aor bringen. 

Auf dem Wege zurück nach Hause bringe ich noch 40 kg Trockenfutter beim Thepprasit Wachmann vorbei sowie 60 kg bei Prajuab.