Donnerstag, 4. Juli 2019

Morgens empfangen mich Kyra, Shorty und Merlin im Doppeltorbereich. Die Hunde haben ein kapitales Loch unter der Schiene des Rolltors gegraben, das ich erstmal wieder flicken muss. Das Graben von Erdlöchern ist eine ihrer Hauptfreizeitbeschäftigungen. Überall trete ich in ein Loch wenn ich nicht aufpasse wohin ich gehe. Kylie hat sich im zweiten Bereich einen Tunnel gegraben, in dem sie überwiegend liegt. 

Ich verteile Doxy, nun auch an Diuduiu, Nimnim, Puschel, Mee, Darla und Roshi. Kenzo bekommt weiterhin täglich zweimal Augentropfen verabreicht. Sein Auge ist nur noch im unteren Bereich getrübt. Insgesamt nimmt seine Entwicklung einen guten Verlauf. Ließ er sich anfangs von Jojo vom Futternapf vertreiben, ist das nun nicht mehr der Fall. Kenzo läuft durch alle Bereiche und hat an Selbstbewusstsein gewonnen. 

Nachdem ich Lena, Edith und Mee ins Shelter geholt hatte, und die sich recht gut zurechtgefunden haben, sind nun immer noch Jakalen und Buffy bei Meow. Ich halte es für besser, dass sie nun auch innerhalb des Shelters leben. Als ich jedoch Jakalen hereinholen will wehrt sie sich und verschwindet in einem Käfig. So trage ich sie im Käfig ins Shelter und lege sie in einen der kleinen Kennel in dem normalerweise Namtarn und Lena liegen. Ich öffne die Käfigtür und lasse Jakalen entscheiden was sie tun möchte. Namtarn übrigens, die sich bei Meow immer verkrochen hatte, läuft nun auch häufig draußen herum, obwohl ihre Augen nicht mehr die Allerbesten sind. 

Am frühen Abend bin ich wieder im Shelter, versorge die Hunde mit Ferric und gebe Scottie seine abendliche Infusion. Ich bin mir nicht im Klaren in welchem Zustand er ist. Die Lebensfreude ist aus seinen Augen gewichen, aber er frisst und nimmt nicht weiter ab. Zwei weitere Tage werde ich ihm noch Infusionen geben; dann wird ein erneuter Bluttest zeigen, ob sich seine Nierenwerte verbessert haben.

Mittwoch, 3. Juli 2019

Morgens die Routinetätigkeiten, einschließlich der Infusion für Scottie. Am Nachmittag habe ich in der Stadt zu tun – ich bezahle die Shelter Stromrechnung, besorge mir Würste für die Vergabe der Medikamente sowie Neurobion, Samarin und Ferric. Dann hole ich mir Reis und liefere den bei Prajuab ab. Am frühen Abend bin ich wieder im Shelter, füttere die Hunde, verteile Medikamente und gebe Scottie die zweite Infusion.

Dienstag, 2. Juli 2019

Ich fahre morgens wieder mit dem Scooter zum Shelter, verrichte meine Routinearbeiten und füttere die Hunde. Die Werkstatt informiert mich, dass die Reparatur der Wasserpumpe vermutlich zwei Tage in Anspruch nehmen wird. 

Mittags kommen die Techniker von 3BB und legen die Internetleitung. Die vergangenen zwei Tage musste ich mit WiFi klarkommen, aber nun habe ich sogar einen wesentlich schnelleren Zugang als zuvor. Zu Beginn war ich nicht gerade begeistert von meiner neuen Bleibe aber nun, da ich mich einigermaßen eingerichtet habe, finde ich es garnicht so übel. 

Ich muss nach Baan Amphur, um Ba Bät zu bezahlen und Reis für die Tempelhunde zu kaufen. Deshalb mache ich einen erneuten Versuch mit dem uralten Pick-up. Um den lenken und bremsen zu können, ist voriges Krafttraining von Nöten. Nachdem ich aber wohlbehalten in Baan Amphur angekommen bin, habe ich mich mit dem Auto angefreundet und weiß wie es zu fahren ist. Für die kommenden Tage wird es also gehen. 

Ich füttere die Hunde und mache mit ihnen unseren Strandgang. Als ich zum Auto zurückgehe, sehe ich Payu mit Dotty an der Vorhalle. Payu ist entspannt und scheint sich recht wohl zu fühlen. Nur als die Meute auftaucht, sucht er das Weite. Ich denke aber, dass er generell zurecht kommt. Am Spätnachmittag bin ich wieder im Shelter, verteile die abendlichen Medikamente und gebe Scottie die zweite Infusion.

Montag, 1. Juli 2019

Bin gestern Nacht nicht ganz mit dem Umzug fertig geworden und so stehe ich ganz früh auf, damit ich vor meiner Shelterarbeit in meine neue Bude eingezogen bin. Auf dem Wege zum Shelter hole ich mir in der Möbelmanufaktur die bestellten vier Bambusbänke ab. Drei kommen in die kleinen Kennels und eine noch in den offenen Raum zwischen den Kennels und dem Baderaum. Ich säubere, verteile Medikamente und gebe Scottie die Infusion. 

Am frühen Nachmittag bin ich mit Bua in Baan Amphur verabredet. Bua will mir helfen die bestellten zwei Käfige zu transportieren und aufzustellen. Auf dem Highway schnellt plötzlich die Temperatur nach oben. Ich halte sofort an. Dummerweise habe ich kein Wasser dabei und so bitte ich Bua mit Wasser zu kommen. Nach einer Stunde kann ich die Fahrt fortsetzen, aber gerade als ich an der Werkstatt ankomme, die die Käfige hergestellt hat, ist die Temperatur wieder oben. Deswegen brechen wir den Käfigtransport ab und ich fahre zu meiner Werkstatt. 

Khun Yao stellt fest, dass die Wasserpumpe leckt. Ich muss den Wagen in der Werkstatt lassen und Khun Yao gibt mir einen von seinen. Der allerdings muss schon mindestens vierzig Jahre alt sein und lässt sich abenteuerlich fahren. Deswegen stelle ich ihn an meiner neuen Bleibe ab und fahre mit dem Scooter zum Shelter. Da es schon spät ist, verschiebe ich die Fütterung auf morgen. Ich verteile die abendlichen Medikamente und verabreiche Scottie seine zweite Infusion. Scottie ist ein sehr geduldiger Patient und macht mir die Arbeit leicht.

Sonntag, 30. Juni 2019

Die morgendlichen Routinearbeiten nehmen drei bis vier Stunden in Anspruch. Scottie erhält seine Infusion und verhält sich normal. Am frühen Nachmittag steht die erste Phase des Umzugs an. Am Spätnachmittag bin ich dann wieder im Shelter und verrichte die abendlichen Routinearbeiten, die normalerweise drei Stunden in Anspruch nehmen. Scottie erhält dabei die abendliche Infusion. Bis in die späte Nacht hinein erledige ich den zweiten Teil des Umzugs sowie die SDF Dokumentation und die Buchhaltung für Juni da ich für die kommenden Tage keinen Internetzugang haben werde.

Samstag, 29. Juni 2019

Nach der Säuberung füttere ich die Hunde. Anschließend verteile ich die Medikamente und danach erhält Scottie die morgendliche Infusion mit Kochsalzlösung. Nun entdecke ich auch an Dodger ein Papilloma. Papillomas sind virusinduzierte kleine Tumore, die jedoch harmlos sind. Allerdings sind sie von Hund zu Hund übertragbar. Es ist möglich, dass sie von selbst verschwinden, müssen jedoch behandelt werden, wenn sie beim Fressen stören. 

Am Nachmittag schaue ich nach Suzy am Mabprachan 7/11. Ihre Rückenwunde ist fast zugeheilt. Suzy ist immer noch recht struppig und mager aber ich denke, sie wird sich bald vollständig erholen. 

Ich muss mir in der Stadt Kochsalzlösung besorgen und fahre bei der Gelegenheit an der Thepprasit Soi 6 vorbei. Dort treffe ich auf einen Hund, der freundlich auf mich zukommt. Es ist Jack, der vor über vier Jahren von einem schrecklichen Tumor geheilt wurde. Ich bin ganz gerührt, dass er mich nach so langer Zeit wieder erkennt. Jack ist alt geworden und auf einem Auge blind, aber sonst geht es ihm gut. Er wird gut von einer Frau, die ein Straßenrestaurant betreibt, versorgt. 

Anschließend halte ich Ausschau nach Silver und Berta. Auch sie werden von einer guten Frau versorgt. Beide Hunde liegen bei ihr im Haus und sehen fantastisch aus. Silver war ja extrem räudig und hat nach vollständiger Heilung auch keinen Rückfall mehr erlitten. 

Am Spätnachmittag bin ich wieder im Shelter, verteile Medikamente und gebe Scottie die zweite Infusion. Leider ist bei ihm Leptospirose festgestellt worden. Ich muss also im Umgang mit ihm aufpassen, denn diese bakterielle Infektion ist auch auf Menschen übertragbar. Die Kombiimpfung sollte gegen die Infektion schützen und ältere Hunde sind im Allgemeinen durch ihr entwickeltes Immunsystem geschützt. Ich kann Scottie nicht isolieren, das würde ihn umbringen. Also muss ich das Beste hoffen und mit dem Schlimmsten rechnen.

Freitag, 28. Juni 2019

Ich finde Scottie heute Morgen unter den anderen Hunden vor und er verhält sich wie sonst auch immer im Wat Amparahm extrem enthusiastisch. Ich mache mich gleich an die Säuberung des Hauses und der Bereiche und verteile danach Doxy. Hovis bekommt weiterhin zusätzlich Sillimarin gegen seine Leberschwäche sowie Carprofen gegen seine Schwellung an der Flanke. Auch Lucy bekommt Carprofen gegen eine Schwellung. Darla und Bonnie erhalten weiterhin Bromhexine. Habe die beiden jedoch nicht mehr husten hören. Kate, Elsa, Amara und Zaza sind die Ersten, die ihre Doxy/Ferric Kur heute beenden.

Am Nachmittag finde ich nach einigem Suchen Trisha unter einem Auto liegen. Sie lässt sich willig in die mitgebrachte Box schieben und ich fahre mit ihr zum Wat Amparahm, wo ich Sadhu und Piak einlade. Diese beiden Rüden habe ich nicht zum Wat gebracht. Sie tauchten irgendwann einmal auf, waren dann bei den Obdachlosen und als die verschwanden, schlossen sie sich den Vorhallenhunden an. Genau wie Trisha hatte ich Sadhu und Piak noch nie hochgehoben, aber auch sie lassen sich überraschenderweise ohne Umstände in je eine Box verfrachten. Mit den drei Hunden bin ich dann in der Silverlake Klinik, wo sie nach der Kastration auch noch einige Tage bleiben werden. 

Auf dem Weg in die Klinik bin ich auf eine Werkstatt gestoßen, die solide Drahtboxen anbietet. Ich bestelle zwei von ihnen. Am Abend bin ich dann wieder im Shelter. Ich verteile Ferric, Sillimarin und Bromhexine. Dann gebe ich Scottie eine erneute Infusion. Er frisst Dosenfutter in das ich ein Vitaminpräparat mische, das Dr. Kwanchai mir mitgegeben hatte. Es soll besser als RenAvast sein. Ich füttere dazu noch Beppe, Jojo, Zaza und Kenzo. Die anderen Hunde müssen bis morgen früh warten, denn es ist schon sehr spät.

Donnerstag, 27. Juni 2019

Dr. Oi informiert mich am Morgen, dass Scottie die ganze Nacht geweint habe und dass sie ihn nicht weiter in der Klinik halten könne. Ich verabreiche ihm nach Säuberung und Medikamentenvergabe am Vormittag Kochsalzlösung. Zudem erhält er RenAvast, ein Nierensupplement, sowie Doxy und Ferric

Mittlerweile habe ich 24 Hunde auf der Medikamentenliste. Ich habe mit Namtarn und Amal ebenfalls eine Doxykur begonnen und Darla bekommt noch Bromhexine genauso wie Bonnie, die nun auch angefangen hat zu husten. Am Spätnachmittag füttere ich und es erfolgt die abendliche Medikamentierung. Scottie folgt mir überall hin aber die Hunde akzeptieren ihn nach wie vor. Ich hoffe, er wird sich bald eingewöhnen und der Verdacht, dass sich seine Nierenprobleme durch eine Leptospirose Infektion nicht bestätigen. Ein PCR Test ist durchgeführt worden.

Mittwoch, 26. Juni 2019

Scottie begehrt Auslass, als ich heute Morgen im Shelter ankomme. Überraschenderweise haben die Hunde keinerlei Probleme mit ihm und Scottie begleitet mich bei meiner Säuberungstour durch die Bereiche. Seine massiven Nierenprobleme sieht man ihm nicht an. 

Nach der Medikamentierung nehme ich Selina, Yumi und Edith an Bord. Edith hat mehrere Papilomas am Maul; Yumis und Selinas Blut möchte ich testen lassen. Edith wird bei der Gelegenheit gleich mit getestet. Ich erhalte die Testberichte am Abend. Ediths Blutprofil ist nahezu perfekt. Sie ist ja auch, wie alle ihre Geschwister vor einem Jahr mit Doxy und Ferric behandelt worden. Das gibt Anlass zur Hoffnung, und wird auch allgemein bestätigt, dass solch eine Behandlung die Blutwerte für mindestens ein Jahr im Normalbereich gehalten werden können. Bei Yumi wurden Blutparasiten und eine Hepatozoonose festgestellt. Die Hepatozoonose wird ebenfalls durch Zeckenbisse verursacht. Selina ist anämisch. Edith soll Ferric erhalten, Yumi und Selina Doxy und Ferric. 

Ich berichte Dr. Oi über den Fortgang von Kenzos Augenbehandlung. Die Trübung hat trotz einer mehrtägigen Behandlung mit Cravit keine Besserung erfahren. Zudem befrage ich Dr. Oi auch zur Behandlung von Scottie. Dr. Oi stellt fest, dass eine subkutane Zuführung von Kochsalzlösung bei einem Creatinwert von mehr als 2.5 nicht die erhoffte Wirkung erbringe. Es müsse intravenös infundiert werden. 

Ich bringe Edith, Selina und Yumi zurück und lade Kenzo und Scottie ein. Kenzos Augenbehandlung wird umgestellt. Scottie bleibt in der Klinik und erhält eine intravenöse Infusion. Am Spätnachmittag bin ich wieder im Shelter, versorge die Hunde und säubere ein zweites Mal.

Dienstag, 25. Juni 2019

Die Nacht war kurz. Nun habe ich keine Hunde im Haus und werde trotzdem mitten in der Nacht durch minutenlanges Gebelle und Geknurre aus dem Schlaf gerissen. Ich habe mit drei Hunden Freundschaft geschlossen; es sind Boy und Buddy die Rüden, und Trisha, eine Hündin. Die Hunde kommen regelmäßig zu mir, um sich ihr Trockenfutter abzuholen. Nun ist Trisha läufig und außer Boy und Buddy machen ihr noch zwei weitere Rüden aus der Nachbarschaft Avancen. Ich schaue mir das Getändel ein paar Minuten lang an und nehme dann Trisha in den Vorhof, der durch ein hohes Tor gesichert ist. Um sechs Uhr morgens werde ich wieder geweckt. Einer der Rüden aus der Nachbarschaft ist über das Tor geklettert und war bei Trisha erfolgreich. Nun hängt das Liebespaar zusammen und ist ratlos. Es stellt sich heraus, dass der Rüde nett ist und so beruhige ich die beiden, bis sie sich schließlich nach zwanzig Minuten voneinander lösen können. Dr. Kwanchai ist bis Freitag auf einer Fortbildung in Bangkok. Dann werde ich Trisha in die Silverlake Klinik bringen.

Am Vormittag kommt Khun Vut ins Shelter und schließt das Loch im Zaun, das die Hunde vor zwei Wochen verursacht haben. Seit der Zeit haben keine weiteren Ausbruchsversuche mehr stattgefunden. Lena, Edith und Mee, die sich bis zuletzt noch draußen aufgehalten hatten, scheinen sich an das Shelterleben gewöhnt zu haben. Wichtig ist dabei sicher, dass sie mich zweimal täglich sehen. 3

Am Nachmittag sollte eigentlich der Blitzableiter installiert werden, aber der Techniker sagt kurzfristig ab. Am Spätnachmittag fahre ich zum Wat Amparahm. Ich lade Scottie ein und bringe ihn zum Shelter. Dort platziere ich ihn in einen der Kennel. Da es schon dunkel ist und die Hunde bereits schlafen als wir ankommen, verschiebe ich die erste Infusion auf morgen.

Montag, 24. Juni 2019

Zaza empfängt mich heute Morgen wieder recht agil – das ist die gute Nachricht. Die schlechte Nachricht folgt auf dem Fuße – Scotties Testbericht weist einen besorgniserregend hohen Creatininwert auf. Der Normalbereich bewegt sich zwischen 0.5 und 1.7. Scotties Wert liegt bei 5.5. Ich werde Scottie morgen ins Shelter holen, damit ich ihm täglich Kochsalzlösung geben kann. 

Ich habe schon etliche Hunde im Tempel durch Nierenversagen verloren. Die naheliegendste Erklärung dafür ist Vergiftung. Es liegt so viel Müll am Strand herum und Fischer reparieren ihre Boote – möglicherweise nehmen die Hunde dadurch Gift auf. 

Am Nachmittag bin ich mit dem bevorstehenden erneuten Umzug beschäftigt und bin danach wieder im Shelter und versorge die Hunde mit ihren abendlichen Medikamenten.

Sonntag, 23. Juni 2019

Zaza lebt noch und verhält sich relativ normal, obgleich sie ruhiger ist als sonst. Sie frisst, jedoch eher wie ein Spatz. Ich hoffe, sie hält durch. 

Damit weder die Hunde noch ich selbst durch den Hundekot laufen müssen, ist meine erste Maßnahme die Säuberung der Bereiche. Ich verfüttere an die 54 Hunde, die sich zurzeit im Shelter aufhalten, täglich 20 kg Trockenfutter. Das sind im Schnitt 330 Gramm pro Hund. Heute habe ich mal gezählt wie viele Kothaufen ich zusammengekratzt habe und bin auf die Anzahl von 211 gekommen. Das sind erstaunliche vier Haufen pro Hund, verteilt über einen Rai Land. Wenn ich also lapidar über die Säuberung der Bereiche berichte, steckt dahinter eine gehörige Portion schweißtreibende Arbeit. Mal abgesehen davon, dass die Kratzerei auf die Knochen geht. Häufig beneide ich die Hunde. Sie können so lange schlafen wie sie wollen, werden gefüttert und getränkt, müssen nicht arbeiten, werden medizinisch versorgt und haben sogar jemanden, der ihnen den Dreck wegmacht.

Am Nachmittag bin ich bei den Hunden im Tempel. Auf dem Marktplatz empfangen mich Nero, Sushi, Willie, Pema, Ashi und überraschenderweise auch Neung, der anscheinend einen Ausflug gemacht hat. Ich füttere und tränke die Hunde an der Vorhalle und mache dann mit ihnen unseren Strandgang. Dabei ist auch Dotty. Sie läuft wieder normal. Ich fahnde nach Payu, kann ihn jedoch nicht entdecken. 

Nach unserer Rückkehr nehme ich Scotty an Bord und lasse ihm in der Silverlake Klinik Blut abnehmen. Scotty hat an Gewicht und Selbstbewusstsein verloren und ich möchte wissen, woran das liegt. 

Ich lasse Scotty in der Nähe der Vorhalle wieder heraus und siehe da, Payu liegt mit Dotty an dem Tümpel, der sich zwischen Vorhalle und Strand befindet. Ich setze mich zu den beiden; Jake und Scotty sind auch dabei. Payu scheint sich nun doch zurechtzufinden. Er ist ganz entspannt, auch als Sadhu und Piak vorbeilaufen. Ich bleibe eine halbe Stunde bei den Hunden sitzen – alles bleibt friedlich. Als ich fahre bleibt Payu liegen, Dotty läuft mir ein paar Meter hinterher. Ich hoffe, dass nun wieder Normalität im Tempel einkehrt. 

Am frühen Abend bin ich wieder im Shelter, gebe Jojo, Kenzo, Beppe und Kylie eine Extraportion. Zaza frisst wieder nur ein wenig. Ich gebe ihr Neurobion und Ferric flüssig. Alle Hunde die auf Doxy sind erhalten ebenfalls Ferric, jedoch in Tablettenform.  Darla erhält Bromhexine. Sie ist die einzige, die derzeit noch hustet.

Samstag, 22. Juni 2019

Heute Morgen finde ich Kenji verstört und aggressiv in seinem offenen Kennel während einige Hunde versuchen ihn zu attackieren. Es hat zuvor einen oder mehrere Kämpfe gegeben. Ich kann das am Kot erkennen, der in Kenjis Kennel verteilt ist. Sonstige Folgen kann ich keine erkennen.

Ich säubere den Kennel und bringe Kenji dann zu Johnny, der meistens im kleinen Bereich liegt, in dem zuvor Payu und Dotty untergebracht waren. Kenji wird von Johnny begrüßt und scheint sich zu freuen wieder im Freien zu sein. Ich beginne mit der Säuberung der Bereiche und schaue nach einer halben Stunde nach Kenji. Der hat versucht sich unter der Tür durchzugraben und als ich ihn herauslasse, läuft er schnurstracks wieder zurück zu seinem Kennel. Ich muss ihn allerdings dabei begleiten, da etliche Hunde versuchen ihn zu attackieren. Ich weiß nicht, was die Hunde so gegen Kenji aufgebracht haben. Sein Kennel war immer geöffnet und verschiedene Hunde, darunter immer auch Kenzo lagen bei ihm ohne Probleme. 

Am Nachmittag arbeite ich am Computer. Während der Shelterbauzeit ist vieles liegengeblieben. Am frühen Abend bin ich wieder im Shelter. Ich stelle bei Lucy eine weiche Schwellung an ihrer rechten Flanke fest. Sie erhält wie auch Tommy Carprofen dagegen. Ich säubere die verbliebenen drei hinteren Bereiche, füttere dann die Hunde und verteile danach die Medikamente, hauptsächlich Ferric. Zaza macht mir Sorgen. Sie wollte morgens kein Nassfutter zu sich nehmen und verschmäht ihre Portion auch am Abend. Ändert sich ihr Zustand nicht, muss ich mit ihr in die Dr. Oi Klinik.

Freitag, 21. Juni 2019

Die Blutwerte von Hovis sind fast in Ordnung; allerdings weist sein Testresultat erhöhte Leberwerte auf und wie bei allen Hunden ist die Anzahl der Blutplättchen zu gering. So auch bei Tommy und bei Nina. Ninas sonstige Werte liegen im Normalbereich; Tommys Resultat weist auf Blutparasiten hin. Hätte mich auch sehr gewundert, wenn bei ihm die Werte in Ordnung sind. Seine Beule an der Stirn ist geschrumpft. Carprofen scheint zu wirken. Ansonsten ist Tommy so frech wie jeher. 

Am Nachmittag liefere ich zwei Flaschen Ferric bei Beppe ab. Seine fünf Welpen müssen ebenfalls einer Doxy/Ferric Kur unterzogen werden. Anschließend hole ich mir bei Apisit 200 kg Trockenfutter. Am Spätnachmittag bin ich wieder im Shelter, säubere noch einmal, füttere und tränke die Hunde und verteile nun auch an Nina, Tommy und Hovis Medikamente.

Donnerstag, 20. Juni 2019

Mittlerweile habe ich nun seit einigen Tagen auch Mee, Edith und Lena im Shelter. Die Erhöhung der beiden Außentore hat sich bewährt. Selbst Elly kann die Tore nicht mehr überwinden. Draußen bei Meow ist nun nur noch Jakalen. Mee und Edith haben sich bereits unter die anderen Hunde gemischt. Lena liegt meistens in einem der Kennel. 

Ich füttere morgens und verteile Medikamente. Dann impfe ich Zaza ein drittes und Jojo ein zweites Mal. Zaza scheint nun tatsächlich zu überleben. Sie und Jojo entwickeln sich gut. Beide Welpen werden von den großen Hunden akzeptiert und fühlen sich wohl unter ihnen.

Mittags bin ich mit Tommy, Hovis und Nina in der Dr. Oi Klinik. Tommy hat sich eine Beule zugezogen, Hovis scheint ein Lipom entwickelt zu haben und Nina nehme ich mit, weil sie in letzter Zeit abgenommen hat. Wie üblich lasse ich von allen drei Hunden einen Bluttest durchführen. 

Am Nachmittag bestelle ich weitere vier Bambuspritschen. Die müssen angefertigt werden, da sie von den Standardmaßen abweichen. Drei von ihnen werden in die drei kleinen Kennel kommen und eine wird entlang der Hausseite unter einem Dachvorsprung aufgestellt werden. Die meisten Hunde halten sich im Haus auf und es soll sich jeder seinen Platz suchen können. 

Abends bin ich wieder im Shelter und verteile Ferric und an die hustenden Darla, Suki und Rocco Bromhexine. Nina und Tommy werden in die Ferricverteilung schon einbezogen. Es würde mich wundern, wenn deren Blutwerte normal sind. Tommy erhält zudem Carprofen. Hovis hat gemeinsam mit Max, Dodger, Maggie und Simba seine erste Doxy Kur vor genau einem Jahr beendet. Sein Resultat und das von Nina und Tommy wird morgen vorliegen. Bin auf das von Hovis gespannt.

Mittwoch, 19. Juni 2019

Morgens verrichte ich die Routinearbeiten im Shelter. Mittags besorge ich zwei Bambusbänke, von denen ich eine Bank im offenen Raum unterbringe die zweite im nun großen Kennel. Eine weitere hat im offenen Raum Platz und die drei kleinen Kennels möchte ich auch mit kleineren Bänken, die ich anfertigen lassen muss, ausstatten. Abends bin ich wieder wie üblich im Shelter.

Dienstag, 18. Juni 2019

Ich habe in den vergangenen Wochen nun schon so viele Hunde verloren und heute Morgen sehe ich Kito tot im Sand liegen. Woran er gestorben ist, weiß ich nicht. Gebissen ist er nicht worden und er wurde auch vorher nie attackiert. Gestern noch hatte Kito gefressen, wenn auch nicht seine ganze Portion. Auch die Medikamente hatte er genommen. Zugenommen hatte er ebenfalss in letzter Zeit, auch wenn er durch seine Staupeerkrankung schwächlich war. Kito war ein liebenswerter Kerl. Ich werde seine Blicke nicht vergessen. 

Nachdem ich die Hunde versorgt und die Bereiche und das Haus gesäubert habe, bringe ich Kito zur Einäscherung in die NPW Klinik. Am Nachmittag bis zum frühen Abend bin ich dann wieder im Shelter, füttere die Hunde und säubere erneut. Jetzt, wo die Handwerker nicht mehr jeden Tag im Shelter sind, ist die Arbeit erfreulicher und nicht mehr so stressig.

Montag, 17. Juni 2019

Ich hole morgens wieder die Handwerker ab. Sie sollen die beiden Tore des Doppeltorsystems um 40 cm erhöhen, damit keiner der Hunde mehr eines der Tore überwinden kann. Wir kaufen Eisenstäbe, die die Handwerker zu einem Gitterwerk zusammenschweißen und auf den Toren anbringen. 

Als ich mittags wie sonst auch das Mittagessen für die Leute hole, sehe ich wie schon häufig Suzy auf der Straße, nicht weit von Shelter entfernt, entlang laufen. Sonst immer verzog sie sich wenn ich anhielt, um sie aufzunehmen; dieses Mal aber entschließt sie sich mitzukommen. Ich bringe sie zum Mabprachan 7/11 zurück. Suzy hat stark abgenommen und eine eitrige Wunde davongetragen. Sie hat auch ein Halsband und einen Strick um den Hals. Es hat sie wohl jemand halten wollen, aber Suzy liebt ihre Freiheit und hat sich losgerissen. 

Die Handwerker haben am Nachmittag ihre Arbeit soweit abgeschlossen. Nun muss nur noch ein Blitzableiter installiert und Fundamente an den Toren gelegt werden. Für die Installation des Blitzableiters werde ich mir einen Elektriker besorgen. Die Fundamente können warten. Wenn alle Bereich zugänglich sind graben sich die Hunde nicht unter den Toren hindurch.

Sonntag, 16. Juni 2019

Ich bin den ganzen Vormittag im Shelter. Die meisten Hunde liegen gern im Haus und haben eine Menge Sand hineingeschleppt. Eine gründliche Reinigung ist also angesagt. Den Nachmittag verbringe ich am Computer um einen Teil meiner Dokumentationen, die ich seit Wochen vernachlässigt habe, aufzuarbeiten. Am frühen Abend bin ich dann wieder im Shelter, füttere Zaza, Jojo, Kenzo, Kito und nun auch Beppe ein zweites Mal und verteile danach die Medikamente.

Samstag, 15. Juni 2019

Morgens verrichte ich meine Routinearbeiten mit der Reinigung des Hauses, der Säuberung der Bereiche, der Versorgung mit frischem Wasser, der Mediamentenvergabe sowie der morgendlichen Fütterung von Zaza, Jojo, Kenzo und Kito. 

Am frühen Nachmittag bin ich erneut im Shelter und füttere alle Hunde. Am Spätnachmittag verteile ich dann wieder Medikamente. Danach fahre ich zum Wat Amparahm und kaufe Reis für die zweite Hälfte des Monats. 

Von der Vorhalle aus sehe ich Payu und Dotty an der Strandtempelmauer liegen. Als aber die Meute mich entdeckt, macht sie Jagd auf Payu, der im Busch verschwindet. Dotty kommt zu mir. Immerhin kann ich nun davon ausgehen, dass sich Payu im Tempelbereich aufhält und wohl auch in Ruhe gelassen wird, solange ich nicht erscheine. Mit den Vorhallenhunden, einschließlich Dotty, die sich zu ihnen gesellt hat, mache ich unseren Strandgang. Dotty hinkt noch ein wenig, kann jedoch schon wieder recht gut laufen.

Freitag, 14. Juni 2019

Ich bin morgens früh in der Silverlake Klinik. Khun Bern und Dr. Ala machen einen erneuten Inspektionsbesuch. Anwesend ist außer Dr. Kwanchai auch Khun Pam. Khun Bern erlaubt uns die Zählung der Hunde bis zum Ende des Monats zu verschieben und Dr. Ala sichert die Finanzierung des Sterilisationsprojekts bis Ende des Jahres zu. 

Auf dem Rückweg bin ich im Wat. Ich sehe Dotty die aufgrund einer Bisswunde leicht hinkt, nicht jedoch Payu. Es ist allerdings Mittagszeit und heute ist es wieder recht heiß. Es kann sein, dass Payu sich in den Busch zurückgezogen hat. Ich versorge die Hunde mit Trockenfutter und Wasser und dann machen wir unseren gewohnten Strandgang. Dotty begleitet uns. 

Im Shelter füttere ich die Hunde und säubere danach Haus und Bereiche und verteile Medikamente. Anschließend bin ich mit Dodger in der Dr. Oi Klinik. Dodger hat eine Geschwulst an seiner linken Achsel entwickelt. Es scheint ein vergrößerter Lymphknoten zu sein. Dodger muss einen Kragen tragen, damit er nicht lecken kann und bekommt Amoksiklav und Prednisilone verordnet.

Donnerstag, 13. Juni 2019

Die Zementarbeiten werden fortgeführt. Ich bleibe den ganzen Tag im Shelter und habe auch mal Zeit mich mit den Hunden intensiver zu beschäftigen. Mittlerweile behandele ich zwölf Hunde mit Doxycycline und Ferric. Neun der Hunde habe ich testen lassen und alle haben entweder Blutparasiten oder mangelhafte Blutwerte. Es sind Kenji, Elsa, Hiro, Kate, Kenzo, Talo, Amara, Zaza und Jojo. Bums Werte sind fast normal, er erhält nur Ferric. Kito und Beppe werden demnächst getestet. Sie behandele ich schon mal vorsorglich. Idealerweise müsste ich alle Hunde testen lassen, aber das geht ins Geld. Jeder Test in der Dr. Oi Klinik kostet mich 600 Baht. 

Am Nachmittag sind die Zementarbeiten um das Haus herum nahezu abgeschlossen und ich bringe die Handwerker zurück. Ich fahre weiter zum Wat Amparahm, um Sahm abzuholen und ich die Dr. Aor Klinik zu bringen. Die Biopsie hat ein Lipom ergeben, das normalerweise harmlos ist. Dr. Aor möchte sich trotzdem noch einmal die Operationswunde anschauen. Ich schaue natürlich auch nach Payu und sehe ihn in der Entfernung aus einem Busch in Strandnähe herausspähen. Die Hunde, die mich begleiten, allerdings jagen ihn sofort in den Busch zurück. Immerhin weiß ich nun, dass Payu in der Nähe ist. 

Dr. Aor ist mit der Wundheilung zufrieden und ich bringe Sahm zurück zum Tempel. Dort empfangen mich Payu und Dottie als ich den Pick-up abstelle. Als ich aussteige attackiert Piak Payu und einige weitere Hunde mischen mit. Ich bekomme sie jedoch schnell auseinander und gehe mit Payu und Dottie zur Vorhalle wo wir uns auf eine Ablage setzen. Payu ist froh mich zu sehen und ich bin erleichtert, dass er wohlbehalten ist. Ich hoffe, dass er nun bleiben wird. 

Obwohl es schon relativ spät ist, fahre ich noch zum Shelter. Die abendlichen Medikamente müssen verteilt werden und Kito, Kenzo, Zaza und Jojo ein zweites Mal gefüttert werden. Die anderen Hunde sind morgen früh wieder dran.

Mittwoch, 12. Juni 2019

Heute ist das Wetter sonnig und die Handwerker beginnen mit den Zementarbeiten um das Haus herum. Ich bleibe bis zum Mittag bei den Hunden und passe auf, dass sie nicht über den frischen Zement laufen. Die meisten von ihnen habe ich in die drei hinteren Bereiche verbannt, deren Tore geöffnet sind. Einige aber lasse ich im vorderen Bereich und einige weitere halten sich im Vorratsraum und in den Kennels auf. Die Hunde kennen ja die Handwerker mittlerweile gut und so haben wir nur wenig Probleme. 

Am frühen Nachmittag fahre ich in die Stadt und besorge mir einen Schrank für den Behandlungsraum, in dem ich die Medikamente aufbewahren kann. Ein Kühlschrank wird in den kommenden Tagen die vorläufige Ausrüstung komplettieren. Ich bringe die Arbeiter zurück und bin dann erneut im Shelter um die Hunde zu versorgen.

Dienstag, 11. Juni 2019

Eigentlich hatte ich geplant die Bauarbeiten wieder aufzunehmen, aber die Himmel sieht düster aus und es fängt auch an zu regnen, als ich im Shelter ankomme. Ich verteile Medikamente und säubere Haus und Gelände nachdem der Regen nachlässt. Anschließend muss ich meine Kotkarre reparieren lassen. Beide Reifen haben ihren Geist aufgegeben. Wahrscheinlich waren die Lasten zu schwer. 

Mittags bin ich kurz zu Hause und bringe die Sterilisationsdokumentation auf den neuesten Stand. Unser erste Ziel von 2,400 Sterilisationen haben wir sehr bald erreicht. 

Zurück im Shelter füttere ich die Hunde und verteile am Spätnachmittag erneut Medikamente. Dann fahre ich zum Wat Amparahm. Ich schaue nach Sahm, Dotty und Payu. Sahms Pflaster klebt noch. Dotty scheint sich allmählich zurechtzufinden. Payu allerdings finde ich nicht. Ich mache mit den Vorhallenhunden unseren Strandgang und erfreulicherweise begleitet uns Dotty dabei. Sie hat noch gemischte Gefühle; einerseits genießt sie die neue Freiheit, andererseits fühlt sie sich noch nicht ganz sicher. Es wird noch einige Tage dauern, bis sie von den Vorhallenhunden aufgenommen sein wird. Auf dem schon geschlossenen Tempelmarkt suche ich noch nach Payu, aber auch dort scheint er nicht zu sein. Ich treffe aber auf Avira, Pema, Aisha, Nero, Sushi und Willie.

Montag, 10. Juni 2019

Rhonda, die mir über lange Zeit mit den Hunden geholfen hat, ist mal wieder in Thailand. Ich hole Rhonda morgens in der Stadt ab und während ich im Shelter meine morgendlichen Arbeiten verrichte, trifft sie alte Bekannte und macht Freundschaft auch mit den Hunden, die hinzugekommen sind. 

Nachdem ich Rhonda am Nachmittag wieder in ihr Hotel gebracht habe, bin ich bei Alex und impfe seine beiden Welpen. Danach impfe ich Beppes fünf Welpen. Alle Welpen erhalten die dritte Kombiimpfung und einen Tollwutschutz.

Sonntag, 9. Juni 2019

Das Wetter ist immer noch nicht gut genug um die abschließenden Zementarbeiten durchzuführen. Ich bin morgens im Shelter, füttere die Hunde, säubere das Gelände und das Haus. Danach verteile ich die Medikamente. Big Boy hat nichts gefressen und leidet. Der halbe Brustbereich ist nun infiziert und wird nekrotisch. Ich bringe ihn in die Dr. Oi Klinik. Wir wollen bis zum Abend warten, ob wir Big Boy retten können. 

Mittags bin ich mit Sahm in der Dr. Aor Klinik. Die Fäden werden gezogen und die Wunde noch einmal neu verpflastert. Ich bringe Sahm zum Wat Amparahm zurück. Dort treffe ich alle Hunde an, auch Prince, den ich seit einer Woche vermisste hatte. Ich schaue nach Payu und Dotty. Dotty finde ich, nicht jedoch Payu. Ich informiere Adrian, der später nach ihm schauen will. 

Eigentlich ist heute die dritte Impfung von Alexes und Beppes Welpen dran, aber ich kann weder Alex noch Beppe erreichen. Immerhin kann ich den von Randy adoptierten Welpen impfen. 

Am frühen Abend bin ich wieder in der Dr. Oi Klinik. Dr. Oi und ich kommen zu dem Entschluss Big Boys Leiden ein Ende zu bereiten. Ich verabschiede mich von Big Boy während er eingeschläfert wird. Mit ihm fahre ich in die NPW Klinik und gebe ihn dort zur Einäscherung ab.

Samstag, 8. Juni 2019

Da Big Boy Trockenfutter nicht fressen will, kaufe ich für ihn Khao Phat Gai ein. Dr. Oi teilte mir mit, dass er Thai Food vorziehe. Das will er aber auch nicht fressen. Ich verrichte meine Routinearbeiten, lade Payu ein und treffe mich mit Adrian. 

Im Wat Amparahm führt Adrian Payu eine Stunde an der Leine herum und wir machen Payu mit den Tempel- und den Strandhunden bekannt. Nachdem wir mit ihm und den üblichen Verdächtigen einen Strandgang gemacht haben, lässt Adrian Payu von der Leine. Der läuft nun neugierig herum während wir ihn im Auge behalten. Ich fülle die Behälter mit Trockenfutter und Wasser nach und bevor ich nach einer weiteren halben Stunde fahre. Da Payu sich ordentlich verhält entscheidet Adrian ihn nicht wieder ins Shelter zurückzubringen. Ich fahre und Adrian bleibt noch. Adrian wird morgen nach Payu sehen und ich auch, wenn es meine Zeit zulässt. 

Bei Apisit kaufe ich 10 Sack Trockenfutter ein und fahre dann zurück zum Shelter. Big Boy hat seine Medikamente leider immer noch nicht gefressen und auch nicht den Reis. Ich säubere wieder das Areal.

Adrian ruft mich an, dass sich Payu ganz verloren fühlt und dass es besser sei ihn wieder mit Dotty zusammenzuführen. Also nehme ich Dotty an Bord und bringe sie zum Tempel. Adrian wartet dort schon und wir verbringen eine gute Stunde mit all den Hunden, während Payu und Dotty gemeinsam das Gelände erkunden. Spät Nachts fahre ich dann wieder und Adrian bleibt noch bei den Hunden.

Freitag, 7. Juni 2019

Heute regnet es schon am Morgen und da Zementarbeiten um das Hundehaus herum durchgeführt werden müssen, unterbreche ich die Arbeiten für einige Tage bis das Wetter wieder besser wird. 

Als ich im Shelter ankomme, muss ich feststellen, dass wieder ein Loch durch den Zaun gebissen wurde, dieses Mal in Meows Bereich. Elsa und Nimnim sind draußen und ich fange sie wieder ein. Ich vermute, dass Elsa es war, die gestern öfter vor dem Tor gestanden hatte mit dem offensichtlichen Wunsch nach draußen zu gelangen. Ich dichte das Loch ab, verteile Medikamente und mache mich an die Säuberungsarbeiten. Danach bin ich mit Talo in der Dr. Oi Klinik. Glücklicherweise ist der Lauf nicht gebrochen und wird gelasert. 

Am Nachmittag teilt mir Adrian mit, dass die Arbeit mit Payu im Wat Amparahm morgen begonnen werden kann. Es wird auch Zeit Payu aus dem Kennel zu entlassen. Ich hoffe, dass Payu sich nach zwei Traningssessions im Wat integrieren wird. 

Am Spätnachmittag füttere ich die Hunde, nachdem der Regen nachgelassen hat. Anschließend verteile ich frisches Wasser, säubere noch einmal und verteile die abendlichen Medikamente. Danach bin ich wieder in der Dr. Oi Klinik und hole Big Boy ab. Big Boy muss aufgrund seiner Leptospirose von den anderen Hunde getrennt gehalten werden. Auch ich muss aufpassen, dass ich nicht mit seinem Urin in Berührung komme. Da etliche Hunde im noch leeren Vorratsraum Platz genommen haben, lege ich Big Boy in den Behandlungsraum, der auch noch weitgehend leer ist und somit gut zu säubern.

Donnerstag, 6. Juni 2019

Die Handwerker installieren die Flutlichter für den ersten und den zweiten Bereich. Ein Blitzableiter wird besorgt, damit uns die Hütte nicht mal nachts abbrennt. 

Am Nachmittag bin ich mit Hiro und Kenzo in der Dr. Oi Klinik. Hiro hat eine Schwellung am rechten Hinterlauf und Kenzos linkes Auge hat sich getrübt. Bei beiden Hunden lasse ich einen Bluttest durchführen. 

Kurz bevor ich die Fütterung beginne, bekommen sich Adrian und Talo in die Wolle. Adrian ist ja ständig am Stänkern und Talo hat davon wohl die Schnauze voll. Ich habe Mühe die Hunde zu trennen und muss schließlich mit einem 5 Kilo Zementsack auf sie einschlagen, damit sie voneinander lassen. Adrian blutet stark und hat sich unter dem linken Auge eine Bisswunde zugezogen. Talo ist in den rechten Vorderlauf gebissen worden. Morgen werde ich feststellen können, ob ich sie in die Klinik bringen muss. Bei der Aktion habe ich jede Menge Zement verstreut. Es kostet mich fast eine Stunde den Boden wieder sauber zu bekommen. Die Fütterung findet deshalb erst nach Einbruch der Dunkelheit statt. Das Flutlicht funktioniert einwandfrei und erleichtert mir die Arbeit erheblich.

Mittwoch, 5. Juni 2019

Bin mit den Handwerkern wieder im Thai Watsadu. Wir kaufen Beleuchtung für den vorderen und den zweiten Bereich. Dann bin ich mit Jojo und Zaza bei Dr. Oi. Jojo wird das erste Mal geimpft und bei Zaza ein Staupetest vorgenommen. Der ist erstmal negativ. 

Bei meiner Rückkehr zum Shelter gibt es einen heftigen Gewitterguss. Ein Blitz schlägt ein und es gibt einen Kabelbrand. Es muss dringend ein Blitzableiter installiert werden. Die beiden vorderen Bereich stehen unter Wasser und die große Sala ist trotz Markisen nicht ganz regenfest. So lasse ich die Hunde ins Haus was nicht optimal für die Handwerker ist, aber die Hunde gehen vor. 

Sahm macht es Elly nach und entwischt zweimal, indem er mühelos das fast 2 Meter hohe Tor überwindet. Meow bringt ihn mir jedes Mal zurück. Nachdem der Regen aufgehört hat, füttere ich die Hunde. Ich bleibe den ganzen Nachmittag im Shelter und medikamentiere bevor ich die Handwerker zurückbringe.

Dienstag, 4. Juni 2019

Heute Morgen finde ich Mom tot auf. Er ist vergangene hoffentlich friedlich Nacht verstorben. Die Handwerker machen den zweiten Teil des Bodens und ich säubere die Bereiche. 

Die Mehrzahl der Hunde bewegt sich frei in den hinteren drei Bereichen und im kleinen Bereich. Dotty ist unter ihnen und auch Uma und Zaza, die sich wohl entschlossen haben zu überleben. Mittags bringe ich Mom in die NPW Klinik zum Einäschern. Dr. Kwanchai bietet diesen Service nicht mehr an. 

Am Nachmittag bin ich in der Dr. Aor Klinik und hole Sahm und Jojo ab. Sahm muss eine Woche lang täglich Amoksiklav und Carprofen verabreicht werden und bei Jojo ist eine mittelschwere Anämie festgestellt worden. Auch er muss täglich medikamentiert werden. Deshalb nehme ich beide Hunde zu mir ins Shelter. Die Handwerker haben den Boden fertiggestellt und ich bringe sie nach Hause. 

Zurück im Shelter finde ich Uma in schlechtem Zustand vor. Hatte sie am Morgen noch mit Zaza gespielt, liegt sie nun wimmernd im Sand. Ich bringe sie sofort zu Dr. Oi die einen Staupetest vornimmt. Der ist leider positiv. Uma muss eingeschläfert werden. 

Zurück im Shelter verteile ich die abendlichen Medikamente, auch an Jojo und Sahm. Sahm sperre ich ins Bad und Jojo in einen Kennel. Da Jojo und Zaza getrennt bleiben müssen, verbringt Zaza die Nacht im Vorratsraum. Nun, da ich bereits Pia und Uma verloren habe, muss ich mich darauf vorbereiten auch Zaza zu verlieren. Sie ist zwar noch sehr lebendig, aber das kann sich rasch ändern wie ich das bei Pia und Uma erleben musste.

Montag, 3. Juni 2019

Mithilfe von einem der Handwerker hole ich Payu aus seinem Bereich und platziere ihn in einen der Kennel. Die Handwerker beginnen mit der Zementierung des Bereiches zwischen den Kennels und dem Vorratsraum. Der Wassertank wird gefüllt und nun haben wir auch fließend Wasser. Khun Vut kommt ebenfalls und dichtet das Loch ab das Payu und Dotty verursacht haben. 

Dotty kommt mittlerweile gut unter den anderen Hunden zurecht. Ich lasse die Tür zu dem kleineren Bereich in dem sich bisher Payu und Dotty aufgehalten haben offen und der Bereich wird sofort von einigen Hunden okkupiert. Mom geht es nicht gut. Er nimmt zwar noch seine Medikamente aber frisst nicht mehr viel. Ich lege ihn in den Baderaum, damit er ungestört und kühl liegen kann. Mom ist zwar aufgrund seiner Behinderung nie viel herumgelaufen, liegt aber seit einer Woche und bewegt sich kaum von der Stelle. 

Dr. informiert mich darüber, dass sie nun sicher sei, dass Big Boy von einer Giftschlange gebissen wurde. Die Schwellung an seiner linken Vorderpfote geht zwar zurück, aber es hat sich nekrotisches Gewebe gebildet. Big Boy muss allerdings nicht mehr im Käfig liegen, sondern kann sich im Käfigraum frei bewegen. Ich bringe die Handwerker zurück und bin dann noch einmal im Shelter, um die Hunde mit Futter, Wasser und Medikamenten zu versorgen.

Sonntag, 2. Juni 2019

Die Handwerker machen heute den Boden für die drei Kennels. Ich fahre nach Baan Amphur und hole Sahm und Jojo, den Welpen, ab und bringe beide Hunde zu Dr. Aor. Die vermutet einen Tumor bei Sahm. Der wird entfernt und eine Biopsie vorgenommen. Jojo hat vermutlich Blutparasiten und Eiterstellen am Bauch. Ich lasse für beide Hunde einen Bluttest vornehmen. Sie bleiben vorerst eine Nacht bei Dr. Aor. 

Dr. Oi informiert mich, dass Kenjis Bluttest Blutparasiten ergeben hat. Er wird ab Morgen ebenfalls einer Doxy/Ferric Kur unterzogen. Am Nachmittag bin ich wieder im Shelter. Die Kennelböden sind gemacht, ein Abwasserrohr ist gelegt und der Boden für die Zementierung zwischen Shelterwand und Zaun zum zweiten Bereich ist geebnet. Ich bringe die Handwerker zurück und bin danach wieder im Shelter. Dort füttere ich die Hunde, medikamentiere sie erneut und säubere noch einmal alle Bereiche.

Samstag, 1. Juni 2019

Ich fahre mit den Handwerkern zum Thai Watsadu und anschließend noch in einen Baumarkt in Pong. Heute wird die Kachelung von Behandlungsraum und Baderaum fertiggestellt. Das Waschbecken im Behandlungsraum und die Handdusche des Beckens im Baderaum werden mit dem Wassertank verbunden. Die Wasserpumpe wird angeschlossen. 

Nach der Säuberung aller Bereiche und der Medikamentierung fahre ich mit Nura und Kenji in die Dr. Oi Klinik. Nura hat nur noch eine kleinere Wunde am Nacken die versorgt wird. Kenji wird Blut für einen Test abgenommen. 

Am Nachmittag füttere ich die Hunde und kurz bevor ich die Handwerker zurückbringe medikamentiere ich das zweite Mal. Morgens gibt es Doxy und abends Ferric. 

Bei Apisit hole ich mir 200 kg Trockenfutter und fahre danach nach Baan Amphur. Ba Bät wird bezahlt und Reis für die Tempelhunde gekauft. Ich finde alle Hunde außer Sushi vor. Dafür aber finde ich einen ausgesetzten Welpen am Strand. Der findet sich anscheinend recht gut unter den großen Hunden zurecht. Ich will versuchen ihn morgen zu impfen. Sahm hat einen daumengroßen Abszess an seiner rechten Flanke entwickelt. Wenn es die Zeit erlaubt, werde ich ihn zu Dr. Aor bringen. 

Auf dem Wege zurück nach Hause bringe ich noch 40 kg Trockenfutter beim Thepprasit Wachmann vorbei sowie 60 kg bei Prajuab.

Freitag, 31. Mai 2019

Nachdem ich die Handwerker zum Shelter gebracht habe bin ich gleich wieder in der Dr. Oi Klinik. Aya ist am frühen Morgen gestorben. Dr. Oi veranlasst eine Untersuchung ob Tollwut vorliegt. Das Ergebnis liegt am Abend vor. Tollwut wurde glücklicherweise nicht festgestellt, aber eine stark infizierte und vergrößerte Niere. Aya ist also an akutem Nierenversagen verstorben. Warum der Test weder eine Infektion noch einen abnormalen Nierenwert ergeben hat, kann Dr. Oi mir auch nicht erklären. Sie vermutet eine schwere Harnröhreninfektion, die die Niere hat kollabieren lassen. Nichts Genaues weiß man nicht. Dr. Oi hat eine weitere schlechte Nachricht für mich. Big Boys Bluttest hat einen stark erhöhten Nierenwert ergeben. Dr. Oi will einen PCR Test machen lassen, um die Ursache herauszufinden.

Donnerstag, 30. Mai 2019

Ich hole die Arbeiter im Regen ab und der hört auch im Shelter nicht auf. Zum Wetter passt, dass sich Ayas Zustand stark verschlechtert hat. Ich fahre mit ihr zu Dr. Oi. Sie wird dort an den Tropf gehängt. Zwei Stunden nachdem ich aus der Klinik raus bin, ruft mich Dr. Oi an, dass Pia gestorben sei. 

Am frühen Nachmittag bin ich wieder in der Immigration, dieses Mal mit Sirin, der Frau von meinem Mechaniker. Die hat die Prozedur schon mehrfach erledigt, trotzdem brauchen wir zwei Stunden bis wir die Wohnsitzbescheinigung haben. 

Als ich wieder im Shelter bin, empfängt mich Khun Chalerm schon vor dem Tor. Ich erkundige mich bei ihm, ob mit den Hunden alles in Ordnung sei und er bestätigt mir das. Ich gehe hinein und sehe mit Schrecken, dass sich Dotty unter den anderen Hunden bewegt. Sie scheint damit keine Probleme zu haben aber dennoch setzt Panik bei mir ein, denn wenn Dotty ausbrechen konnte, dann auch Payu. Ich finde Payu im zweiten Bereich zusammen mit etlichen Hunden zusammenstehen. Dann sehe ich auch ein Loch im Zaun, der den Bereich von Payu und Dotty vom zweiten Bereich trennt und der mit dem ersten Bereich verbunden ist. Sofort schnappe ich mir Payu und dann auch Dotty und dichte das Loch mit Paletten ab. Dann schaue ich nach den anderen Hunden, ob es Tote und Verletzte gegeben hat. Erstaunlicherweise ist das nicht der Fall. Payu war ja super aggressiv zu mehreren Hunden aber anscheinend friedlich unter den vielen. 

Ich bringe die Handwerker zurück und bin dann sogleich wieder im Shelter. Die Paletten sind noch an ihrem Platz. Ich schaue erneut nach allen Hunden in den beiden vorderen Bereichen – es scheint keine Kämpfe gegeben zu haben. 

Nachdem ich die Hunde versorgt habe, bin ich in der Dr. Oi Klinik. Ayas Zustand hat sich weiter verschlechtert. Da die Verschlechterung so rapide ist, möchte Dr. Oi Tollwut nicht ausschließen, denn Nieren- und Leberwerte lagen vor einigen Tagen noch im Normalbereich.

Mittwoch, 29. Mai 2019

Khun Chalerm eröffnet mir in der Soi Khao Talo, dass die Arbeiter heute blau machen. Ich fahre also allein zum Shelter, säubere die Bereiche, versorge und medikamentiere die Hunde. 

Am späten Vormittag hole ich Adrian Sinna in Pong ab. Adrian macht sich mit Payu vertraut, ist bereit mit ihm zu arbeiten und will ein Programm für ihn ausarbeiten. 

Ich fahre in die Stadt und bezahle die Stromrechnung für das Shelter. Anschließend bin ich auf der Immigration um mir eine Wohnbescheinigung zu besorgen. Die benötige ich, um meinen Nissan NV gegen einen Pick-up einzutauschen. Dafür jedoch ist ein Kaufvertrag notwendig, den ich noch nicht habe. Morgen mache ich einen erneuten Versuch. 

Am Spätnachmittag bin ich wieder im Shelter, füttere die Hunde, säubere erneut und bin danach mit Nura, Aya und Pia in der Dr. Oi Klinik. Nuras Wunden werden versorgt, Aya hat weiter abgenommen, kann aber wieder auf ihrem rechten Hinterlauf stehen. Allerdings scheint eine Nervenschädigung vorzuliegen. Pia hat seit zwei Tagen nicht gefressen und hat ebenfalls abgenommen. Leider ergibt ein Test eine Parvoinfektion. Pia muss in der Klinik bleiben. Zaza und Uma halten sich schon den ganzen Tag im Vorratsraum auf und dort müssen sie nun auch vorerst bleiben. Bei ihnen sind keine Symptome festzustellen. 

Big Boy liegt brav in seinem Käfig und hängt weiterhin am Tropf. Sein linker Vorderlauf ist immer noch sehr stark geschwollen. Ich hoffe, dass mir Aya, Pia und Big Boy erhalten bleiben.

Dienstag, 28. Mai 2019

Ich hole die Handwerker wie jeden Morgen aus der Khao Talo ab und verrichte meine Routinearbeiten im Shelter. Meow macht mich darauf aufmerksam, dass etwas mit Big Boy passiert sei. Ich stelle eine starke Schwellung an seinem linken Vorderlauf und im Brustbereich fest. Es sieht so aus, als sei er entweder von einem größeren Insekt oder einer Schlange gebissen worden. Big Boy hat Schmerzen und lässt sich nicht von mir anfassen. Glücklicherweise flüchtet er in einen der Käfige, die noch auf Meows Land herumstehen. Ich kann ihm einen Maulkorb anlegen, aber in eine Box bekomme ich ihn nicht. Dr. Wim, der mit Dr. Oi zusammenarbeitet sediert Big Boy und wir schaffen ihn in die Klinik. 

Am Spätnachmittag bin ich mit Nura wieder in der Dr. Oi Klinik. Sie wird neu verbunden und laserbehandelt. Big Boy hängt am Tropf und es scheint ihm einigermaßen zu gehen. Dr. Wim vermutet, dass er von einer Giftschlange gebissen wurde. Wir hoffen, dass er durchkommen wird. Big Boy wird vorerst in der Klinik bleiben. Bei Elsa wurden keine Blutparasiten festgestellt, allerdings ist die Anzahl der Blutplättchen zu gering. Sie wird ebenfalls einer Doxy/Ferric Kur unterzogen.

Montag, 27. Mai 2019

Ich bin morgens wieder mit den Handwerkern im Thai Watsadu, wir kaufen Kacheln für den Baderaum und den Behandlungsraum. Ich habe mich entschlossen auch den Boden des Behandlungsraumes zu kacheln. Das Becken ist gemauert und auch Ummauerung für die Wasserpumpe. Mittags wird der Wassertank geliefert. 

Am frühen Nachmittag bin ich mit Elsa, Nura und Aya in der Dr. Oi Klinik. Elsa und Nura haben bei der Beißerei doch etwas abbekommen und werden geröntgt. Aya sehe ich heute Morgen den rechten Hinterlauf nachziehen. Auch sie wird geröntgt. Bei Elsa und Nura können keine Knochenbrüche festgestellt werden und bei Aya keine Auskugelung. Ich verlege die drei in einen der drei Kennel, wo sie sich ungestört erholen können. Sie werden medikamentös behandelt. Nura allerdings muss morgen erneut zum Verbandswechsel. Der Bluttest von Bum zeigt normale Werte, die drei Welpen sind leicht anämisch und erhalten eine Doxy/Ferric Kur. 

Nachdem ich die Handwerker zurückgebracht habe, fahre ich erneut zum Shelter und verteile Ferric an all die Hunde, die nun auf Doxy sind. Damit ich ungestört die Würste mit den Medikamenten präparieren kann, habe ich meinen Behandlungstisch mitgebracht und erstmal im Vorratsraum aufgestellt. Zuvor hatte ich keinen Platz zur Vorbereitung der Medikamentierung und das war stressig.

Sonntag, 26. Mai 2019

Die Handwerker beginnen mit der Herrichtung des Waschraumes. Ein geräumiges Becken in dem auch die größten Hunde Platz finden wird gemauert und eine Umfassung für die Wasserpumpe. Nach Säuberung und Fütterung bin ich erneut bei Dr. Oi. Dieses Mal mit Bum und den drei Welpen.

Ich kann nun Dotty ohne sichtbare Probleme mit Johnny, Tommy, Nura und Lina zusammen lassen. Die Hunde habe genug Platz in den zwei hinteren Gehegen, deren Verbindungstor ich offen lasse.
Payu allerdings kann ich nicht mit anderen Hunden außer Dotty zusammenbringen. Gestern hat er sich sogar auf Elsa gestürzt mit der er mehrere Jahre bei Nicky und Alphonse zusammengelebt hatte. Ich vereinbare mit Nicky ihn bei Adrian Sinna rehabilitieren zu lassen. 

Nachdem ich die Handwerker zurückgebracht habe, bin ich bei Beppe und impfe seine fünf Welpen ein zweites Mal. Danach bin ich noch bei Alex und impfe die zwei Welpen, die er noch bei sich hat. Einen wird er behalten, für den zweiten weiblichen Welpen sucht er noch ein neues Zuhause. Mit Alex fahre ich dann noch zu Randy, der einen Welpen aufgenommen hat. Der Welpe hat ein sehr schönes Zuhause gefunden. Ich impfe auch ihn ein zweites Mal.

Samstag, 25. Mai 2019

Auf dem Weg mit den Handwerkern zum Shelter sehe ich einen Pick-up mit Markisen. Ich lasse drei Markisen am großen Sala anbringen, damit die Hunde mehr Schatten und auch mehr Schutz vor Regenfällen haben. Die Handwerker beginnen nun mit der Zementierung der Böden im Behandlungsraum und im Vorratsraum. 

Nachdem ich das Areal gesäubert habe fahre ich mit Amara und Kate für einen Bluttest zu Dr. Oi. Amara hat Hautprobleme und nimmt nicht zu; Kate ist mir ein wenig zu ruhig. Die Tests ergeben Blutparasiten bei Amara und eine zu geringe Anzahl von Blutplättchen bei Kate. Beide Hunde werden ab nun mit Doxycycline und Ferric behandelt.

Freitag, 24. Mai 2019

Heute ist mal wieder mein Glückstag. Morgens will ich die Handwerker abholen und muss feststellen, dass ich keinen Gang einlegen kann. An meinem Scooter funktioniert die Elektrik nicht, ich kann aber mit ihm in die Autowerkstatt fahren. Ich sage den Handwerkern für heute ab und der Mechaniker ist so freundlich zu mir nach Pong zu fahren und erneuert das Getriebeöl. Anschließend lasse ich meinen Scooter reparieren. Das ist eine größere Sache, da sich herausstellt, dass viele Kabel durchgebissen wurden. 

Erst mittags bin ich im Shelter. Meine unterschwellige Sorge um die Welpen stellt sich als unbegründet heraus. Ihre Eingliederung scheint reibungslos zu klappen. Auch alle anderen Hunde sind wohlauf. Ich verteile die täglichen Medikamente an Mom, Aya, Adrian und Payu und versorge kleinere Blessuren. 

Danach säubere ich die Anlage und fahre anschließend mit Amara und Kate in die Dr. Oi Klinik und lasse beiden Blut abnehmen. Bei Amara wird dazu noch ein Scrape Test vorgenommen, der jedoch negativ ist. Sie hat ähnliche Hautprobleme wie Kylie. Sobald mein Baderaum fertig ist, werde ich beide Hunde regelmäßig mit Malaseb behandeln. Bevor ich die Hunde verlasse, versorge ich sie mit Futter und Wasser und säubere die Gehege ein weiteres Mal.

Donnerstag, 23. Mai 2019

Jeden Tag geht es ein wenig weiter. Nun sind auch die Außenwände verputzt, die Decken im Behandlungsraum und im Vorratsraum gestrichen, die Metalltüren gestrichen, ein Zementsockel für den Wassertank angefertigt und ein Deckenventilator im offenen Raum zwischen den Kennels und dem Vorratsraum bzw. dem Duschraum ist angebracht worden. Die Handwerker mauern nun einen Sockel für die Wasserpumpe und ein Becken, in dem die Hunde geduscht werden können. Sie arbeiten selbstständig und haben ab und zu ganz gute Ideen auf die ich nicht komme, weil ich viel zu sehr mit der Routinearbeit und der Grasharkerei zu tun habe. 

Die drei weiblichen Welpen, denen ich die Namen Pia, Uma und Zaza gegeben habe, halten sich den ganzen Tag unter den anderen Hunden auf und das macht ihnen offensichtlich Spaß. Selbst Zaza, die zuvor ängstlich war, taut zunehmend auf. Ich impfe Pia, die sich vor zwei Tagen entzogen hatte. 

Nachdem ich die Maurer zurückgebracht habe, bin ich wieder im Shelter und versorge die Hunde. Ich gehe das Risiko ein, die Welpen auch über Nacht unter den anderen Hunde zu lassen.

Mittwoch, 22. Mai 2019

Marjon kommt heute Morgen vorbei und hilft mir Gras zusammenzuharken. Fertig bin ich damit immer noch nicht. 

Khun Lek teilt mir mit, dass sie alle drei Welpen in der Box hat. Ich hole sie ab und lasse sie erstmal in der Box, da ich nicht hinter ihnen herlaufen möchte, wenn sie im Freien sind. Am frühen Nachmittag trage ich die Box in einen der Kennel und lasse die Welpen heraus. Überraschenderweise sind sie gar nicht mehr so ängstlich. Ich setze mich zu ihnen und bald schon nähert sich der mutigste der drei. Der zweite Welpe hält noch ein wenig auf Distanz, aber ich kann ihn auch schon berühren, nur der dritte ist noch ein wenig scheu. Ich habe aber den Eindruck, dass auch er sich entspannt und nachdem die drei gefressen haben begeben sie sich zur Ruhe. Sie schlafen als ich mit den Handwerkern das Shelter verlasse. 

Abends treffe ich mich mit Marjon, Ba Ja, Jay, Bobby und Serge und wir verteilen die Aufgaben, die für den SDF Survey zu erfüllen sind.

Dienstag, 21. Mai 2019

Ich kaufe eine Wasserpumpe und Farbe. Der Behandlungsraum wird weiß gestrichen und auch die Decke im Vorratsraum. Die Handwerker dichten den freien Raum des Hundehauses mit Sperrholzplatten ab, damit der Boden gemacht werden kann. 

Ich säubere derweil das Gelände. Jetzt, wo das Gras gemäht ist, ist die Arbeit damit leichter. Allerdings muss ich nun im gesamten Areal das gemähte Gras zusammenharken. Das ist bei der brutalen Hitze schweißtreibend. 

Die drei Welpen, die Beppe bei Khun Lek untergebracht hat, müssen ein zweites Mal geimpft werden. Die Welpen sind allerdings sehr verängstigt, sodass Khun Lek nur zwei von ihnen erwischen kann. Da ich den Eindruck habe, dass es den Welpen nicht gut geht, entscheide ich mich sie zu mir zu nehmen und wenn möglich auch ihre Mutter, die sich außerhalb des Shelters von Khun Lek aufhält. Ich lasse Khun Lek eine Box da und hoffe, dass sie die Welpen einfangen kann. 

Ich lasse Payu und Dottie wieder in den großen, freien Bereich, der an ihren kleineren Bereich angrenzt. Payu sperre ich danach wieder weg und lasse Dottie in den Bereich in dem sich Johnny, Lina und Nura aufhalten. Es gibt, wie erwartet, keine Probleme unter ihnen. Mit Payu werde ich mit der Zusammenführung noch ein wenig warten.

Am frühen Abend treffe ich mich mit Marjon und Serge. Die beiden wollen mir beim SDF Survey helfen. Morgen ist ein weiteres Treffen geplant. Anschließend bin ich nochmal im Shelter und schaue nach den Hunden.

Montag, 20. Mai 2019

Die Handwerker werkeln weiter am Hundehaus und haben bereits die Decken für den Behandlungsraum und den Vorratsraum eingezogen. Am Vormittag kommen überraschenderweise auch die Grasschneider und haben bis zum späten Nachmittag zu tun alle vier Bereiche vom hohen Gras zu befreien. Während sie schneiden überrascht uns ein Gewitterguss, der wie gerufen kommt. Die Temperaturen sinken um zwei Grad und der Regen wird helfen frisches Gras sprießen zu lassen.

Sonntag, 19. Mai 2019

Die Handwerker lassen ihre Arbeit für heute ruhen. Nachdem ich nach Hunden in der Third Road, die zur Sterilsation vorgemerkt waren, geschaut habe, kaufe ich im Thai Watsadu noch einiges an Material ein. Dann bin ich im Shelter, füttere die Hunde und säubere die Anlage. 

Wie schon gestern auch lasse ich Payu und Dottie in das große Gehege, nachdem ich alle anderen Hunde dort ausgesperrt habe. Dottie und Payu sollen sich nach und nach an ihre neue Heimat gewöhnen ohne zu sehr durch den Kontakt mit anderen Hunden gestört zu werden.

Samstag, 18. Mai 2019

Nachdem ich die Handwerker abgeholt und zum Shelter gebracht habe, füttere ich die Hunde und säubere die Anlage anschließend. Ich bringe am Nachmittag die Handwerker zurück und bin danach im Wat Amparahm, kaufe 30 kg Reis für die Tempelhunde, versorge sie mit Trockenfutter und frischem Wasser und mache dann mit ihnen einen Strandgang. 

Die Hunde genießen ihre Freiheit, laufen ins Meer und tollen herum. Bessere Verhältnisse kann ich mir für Straßenhunde nicht vorstellen. Sie werden gefüttert, haben Schutz vor Sonne und Regen und können sich ungehindert bewegen. Dass sie mit ihrem Leben zufrieden sind sieht man ihnen auch an. Leider kann ich den Shelterhunden diese optimalen Verhältnisse nicht bieten. Ich versuche aber das Bestmögliche für sie machbar zu machen und hoffe, dass unter ihnen mehr Ruhe und Zufriedenheit einkehren wird, wenn die Bauarbeiten  erst mal beendet sein werden.

Freitag, 17. Mai 2019

Die elektrische Installation ist soweit komplett und der erste Anstrich des Behandlungsraumes ausgeführt. Nun beginnen die Handwerker mit dem Einziehen der Decken für den Vorratsraum und den Behandlungsraum. Sie sind zwar nicht ganz billig, dafür aber können sie alle notwendigen Arbeiten verrichten und ich kann sicher auch in Zukunft auf sie zurückgreifen. 

Mittags bringe ich Mom und Aya in die Dr. Oi Klinik. Aya hat abgenommen und Mom ist mir zu ruhig. Abends informiert mich Dr. Oi über das Testresultat. Beide Hunde sind anämisch. Morgen beginne ich mit ihrer und auch Payus Behandlung. Bei ihm wurden vor der Kastration ebenfalls Blutparasiten festgestellt. Nachdem ich die Handwerker zurückgebracht habe bin ich erneut im Shelter und versorge die Hunde.

Donnerstag, 16. Mai 2019

Ich habe seit Jahren Rückenprobleme und alle paar Monate ist deren Management nicht mehr möglich. Seit drei Tagen bin ich so schwer behindert, dass ich mir eine Spritze geben lassen muss, nachdem ich die Arbeiter abgeliefert und die Hunde gefüttert versorgt habe. Eigentlich bräuchte ich mal einen Tag Ruhe, aber das wird eine Illusion bleiben. 

Die Handwerker haben am Nachmittag die Installation der Elektrik fertiggestellt. Payu und Dottie bleiben in ihrem Bereich. Ich schaue mehrere Male nach ihnen. Natürlich sind sie nicht glücklich mit der neuen Situation, freuen sich aber immer sehr, wenn ich zu ihnen gehe. 

Am Spätnachmittag schaue ich erneut nach Biaow. Es begleiten mich dieses Mal Dodo, Lena und Edith. Biaow bleibt weiter ungesehen aber Lena spürt einen etwa vier Monate alten Welpen auf, der sich anscheinend allein in einem der Tapiokafeldern aufhält. Ich muss Lena davon abhalten ihn zu attackieren, und sie folgt uns schließlich auch wieder bis zum Shelter. 

Die drei Hunde genießen den Gang durch die Felder. Ich denke die meisten Hunde, die nun im Shelter leben, würden die Freiheit nach Belieben herumstreunern zu können, auch vorziehen. Wenn es nach mir ginge, würde ich die Tore des Shelters öffnen, sodass die Hunde ein und aus gehen könnten. Das aber ist leider nicht möglich, denn der Landbesitzer würde mich rausschmeißen, wenn die Hunde durch die Felder streifen. Zudem würden die Hunde wohl nicht lange überleben, da sie vergiftet, erschlagen oder in Fallen geraten würden. Ich bin schon in eine geschickt angelegte Falle getreten. Ein Hund würde vermutlich darin verenden. 

Am frühen Abend bin ich in der Najomtien Klinik und bezahle die Rechnung für Handsomes Behandlung. Meow hat ihn wieder zu sich genommen.

Mittwoch, 15. Mai 2019

Bin frühmorgens mit den Arbeitern im Thai Watsadu. Das Material für die elektrische Versorgung des Hundehauses wird eingekauft. Ich säubere die Anlage, versorge die Hunde und bin dann in der NPW Klinik. Joe hat die Nacht nicht überstanden. Ich bringe ihn zu Dr. Kwanchai um ihn einäschern zu lassen. 

Am Nachmittag hole ich Payu und Dottie aus dem Pet Hotel und bringe sie im neu errichteten Bereich unter. Dort werden sie erst einmal bleiben bis ich es wagen kann zuerst Dottie an die Hunde zu gewöhnen. Nachdem ich die Arbeiter zurückgebracht habe, bin ich erneut im Shelter. Ich fülle nochmal frisches Wasser nach und schaue insbesondere nach Payu und Dottie.

Dienstag, 14. Mai 2019

Die Verputzarbeiten im Innenbereich werden heute abgeschlossen. Auch die Errichtung des Zaunes für den neuen Bereich und die meisten Reparaturarbeiten an den Ecken des Zaunes sind beendet. 

Mittags mache ich einen erneuten Versuch Biaow zu finden. Bei meiner Suche begleiten mich Choclolate, Panaeng, Jenny und Milo, vier von Meows jungen Hunden. Erfolglos wieder zurück, sehe ich etliche meiner Hunde auf der Soi vor dem Shelter. Beide Tore stehen sperrangelweit offen. Ich muss etwa 40 Hunde wieder mühsam einsammeln. Die Frage, wer für die offenen Tore verantwortlich ist, erübrigt sich, da sinnlos. 

Nachdem ich die Maurer zurückgebracht habe, bin ich in der Najomtien Klinik. Handsome scheint es etwas besser zu gehen. Er reagiert positiv auf mich. Anschließend bin ich bei Joe in der NPW Klinik. Sein Zustand hat sich verschlechtert. Er hat starkes Fieber und reagiert nicht auf mich. Ich denke, dass seine Tage gezählt sind.

Montag, 13. Mai 2019

Khun Charlerm und seine Helfer verputzen weiter und Khun Vut kommt um den Zaun für den Bereich, in dem Payu und Dottie untergebracht werden sollen, zu errichten. Das Loch im Zaun, das immer größer geworden ist, wird ebenfalls geflickt. Ich lasse nun alle Ecken, durch die die Hunde sich durchbeißen können, verstärken. 

Meine bisherige vergebliche Suche nach jemandem, der mir das Gras schneidet, wird schließlich von Erfolg gekrönt. Allerdings hat der Mann erst am kommenden Montag Zeit dafür. Ich sehe Big Boy und Edith, nicht aber Kimi und Biaow, obwohl ich nach ihnen suche.

Sonntag, 12. Mai 2019

Ich muss die drei hinteren Bereich zusammenlegen, da sich einige Hunde durch das Metal Sheet neben den Toren durchgebissen haben. Der vordere Bereich muss verschlossen bleiben, damit die Maurer nicht allzu sehr gestört werden. Mittlerweile kommen sie gut mit den Hunden, die sich im vorderen Bereich aufhalten, klar. Die Verputzarbeiten kommen weiter voran. Nur der Vorratsraum und der Behandlungsraum sind noch unverputzt. 

Ich mache mich erneut auf die Suche nach Biaow. Dieses Mal ziehe ich meine Kreise weiter und laufe auch durch die angrenzenden Tapiokafelder. Biaow finde ich nicht, dafür jedoch findet mich Kimi, die ich seit Wochen vermisst hatte. Die Wiedersehensfreude ist riesig und beiderseitig. Kimi begleitet mich durch die Felder bis schließlich zum Shelter. Ich lasse sie aber lieber draußen zurück. Sie hat sich anscheinend gut durchgeschlagen und sieht prima aus. 

Wenn ich sie so sehe, kommen mir wieder starke Zweifel, ob das Leben für die Hunde im Shelter das Ideale ist. Manche von ihnen kommen damit gut klar, andere würden das Leben in Freiheit vorziehen. Ein gutes Beispiel ist Edith, die sich tagsüber irgendwo in den Feldern aufhält und abends zum Futterfassen erscheint. Sie freut sich mich zu sehen, aber obwohl ich sie greifen könnte, lasse ich ihr ihre Freiheit. 

Nachdem ich die Maurer zurückgebracht habe impfe ich zuerst die drei Welpen von Alex und danach die fünfe von Beppe. Anschließend bin ich wieder bei Thai Watsadu und hole mir ein flood light, damit die Maurer beim Verputzen des Vorratsraumes und des Behandlungsraumes etwas sehen können. Da ein Waschbecken für den Behandlungsraum im Angebot ist, nehme ich auch noch gleich eins mit.

Samstag, 11. Mai 2019

Nachdem ich die Arbeiter im Shelter abgeliefert habe, das Gelände gesäubert und die Hunde mit frischem Wasser versorgt habe, mache ich mich erneut auf die Suche nach Biaow und Big Boy. Erfreulicherweise ist Big Boy zurückgekommen, will mir jedoch nicht ins Shelter folgen. Von Biaow fehlt immer noch jede Spur. 

Mittags bin ich im Pet Hotel und schaue nach Payu, Dottie, Cooky, Giny und Giorgio. Hunde und Katzen sind wohlauf. Ich hoffe, dass ich Payu und Dottie Anfang kommender Woche zu mir ins Shelter nehmen kann. 

Nachdem ich die Maurer nach Hause gebracht habe bin ich bei Thai Watsadu und bestelle einen Wassertank. Danach besuche ich Handsome in der Najomtien Klinik. Handsome hat keine Schmerzen mehr und der TA gibt mir Hoffnung, dass Handsome wieder auf die Beine kommt. Anschließend hole ich mir bei Dr. Kwanchai 25 Einheiten Impfstoffe. Beppes fünf Welpen und Alexes drei Welpen müssen geimpft werden. 

Dann bin ich noch in der NPW Klinik um nach Joe zu schauen. Joes Zustand ist unverändert kritisch. Es ist zudem noch eine Blasenentzündung festgestellt worden. Er hängt noch immer am Tropf und reagiert nicht auf meine Ansprache. Abends bin ich wieder im Shelter und füttere die Hunde.

Freitag, 10. Mai 2019

Auf die nächste Katastophe muss ich nicht lange warten. Nachdem die Maurer ihre Arbeit aufgenommen haben, gehe ich zu den Hunden in den hinteren Bereichen. Im hintersten Bereich vermisse ich Biaow. Lina und Nura liegen an ihrem gewohnten Platz. Ich suche den ganzen Bereich ab und dann auch die anderen Bereiche und das mehrmals. Biaow bleibt verschwunden. Es gibt keine neuen Löcher im Zaun durch die sie nach draußen gelangen könnte. Außerdem sind Biaow und ihre beiden Töchter Lina und Nura unzertrennlich. Trotzdem suche ich auch das Gelände außerhalb des Zaunes ab – vergeblich. 

Am Nachmittag suche ich erneut den engeren und weiteren Bereich des Shelters nach Biaows Verbleib ab – wieder ohne Erfolg. Ich schaue ebenfalls nach Big Boy, auch er bleibt verschwunden.  

Wenn Biaow und Big Boy sich nicht wieder einfinden, habe in Takhiantia bereits neun Hunde verloren. Rocky, Helen und Suzy schon am ersten Tag; Suzy allerdings treibt sich noch in der Nähe herum. Ich sehe sie ab und zu, aber sie läuft davon, wenn ich anhalte. Nana ist nach drei Tagen verschwunden. Nach mehreren Wochen im Shelter verschwanden auch Kami, Kimi und Anna. Anna wurde von Meow tot aufgefunden. Einige Wochen später wurde Hakim zerbissen und starb. Das gleiche Schicksal hat nun auch Felix erlitten. Edith treibt sich hoffentlich draußen herum. Ich habe sie gestern noch außerhalb des Shelter gesehen. Im geschlossenen Shelter scheint sie es nicht auszuhalten.

Donnerstag, 9. Mai 2019

Die Maurer verputzen weiter und ich säubere die Anlage. Die meisten Hunde sind nun in den hinteren Bereichen um die Verputzarbeiten nicht zu stören. Ich hole Kenji und Mee aus Meows Bereich. Kenji kommt erstmal in eine der fertig verputzten Buchten. Nun sind nur noch Edith und Big Boy draußen. Ich weiß nun auch wie Edith nach draußen gekommen ist – sie hat sich durch den Zaun gebissen. Ich verschließe das Loch mit Mauersteinen. Big Boy habe ich seit zwei Tagen nicht mehr gesehen. Er war ja nun allein, nachdem Amal sich entschlossen hatte, zu uns zu kommen. 

Bei den Säuberungsarbeiten im hintersten Bereich mache ich eine böse Entdeckung. Ich finde Felix tot auf. Er muss durch das Loch ins Innere gelangt sein und ist totgebissen worden. Warum er nicht in Meows Bereich, in dem er sich auskannte, zurückging ist mir ein Rätsel. 

Louise informiert mich darüber, dass Meow Handsome in die Najomtien Klinik gebracht hat. Handsome war ja unter meinem Auto als ich anfuhr. Es stellt sich nun heraus, dass er eine Fraktur des Rückgrats erlitten hat. Das ist der zweite Nackenschlag des Tages. Den dritten erlebe ich in der NPW Klinik. Joe hat zwar keinen neuen Anfall erlitten, aber reagiert nicht auf mich als ich ihn anspreche. Er hängt noch am Tropf und hat einen Katheter gesetzt bekommen. 

Manche Tage sind nur schwer zu verkraften und ich frage mich häufig warum ich mir das alles zumute. Es ist mein Pflicht- und Verantwortungsgefühl was mich weitermachen lässt meine noch halbwegs geistige Gesundheit täglich aufs Spiel zu setzen. Jedes Mal wenn ich in eine neue Phase eintrete, hoffe ich, dass die Arbeitsbelastung und der emotionale Stress geringer werden. Allerdings hat sich das stets als Illusion herausgestellt. Nun hoffe ich wiederum, wenn das Shelter fertiggestellt ist, ich ein wenig mehr Zeit für mich und die Hunde haben werde und nicht immer nur funktionieren muss. Wahrscheinlich ist diese Hoffnung erneut trügerisch und es warten neue Katastrophen auf mich.

Mittwoch, 8. Mai 2019

Hole wie nun jeden Morgen Khun Chalerm und seine Helfer ab und bringe sie zum Shelter. Sie beginnen mit dem Verputzen der drei Buchten und machen das sehr ordentlich. 

Ich will mit Khun Chalerm zu TOA fahren, fahre kurz an und höre einen Hund schreien. Handsome hat unter dem Auto gelegen. Ich bringe ihn sofort in die Klinik wo er durchgecheckt wird. Ich hoffe, er wird sich bald wieder von dem Schock erholen. 

Nachdem ich die Maurer mit ihrem täglichen Mittagessen versorgt habe, fahre ich zum Wat Amparahm. Alle 27 Hunde, um die ich mich im Wat kümmere, sind vollzählig und wohlauf. Ich versorge sie und mache dann mit ihnen unseren Strandgang. Dann bin ich wieder im Shelter, füttere die Hunde und bringe danach die Maurer zurück.

Dienstag, 7. Mai 2019

Ich hole frühmorgens Zola und Kylie bei Louise ab und danach die Maurer. Meow informiert mich darüber, dass Joe wieder einen Anfall gehabt hat. Ich finde ihn in einer Sandkuhle und lege ihn in eine der Buchten. Joe kann nicht aufstehen und seine Vorderläufe sind recht steif. Ich flöße ihm Wasser ein und reiche ihm Wurstscheiben mit einer Tablette Phenobarb. Auf Nachfrage teilt mir Dr. Kwanchai mit, dass ich die Phenobarb Dosis auf zwei Tabletten pro Tag erhöhen solle. 

Am frühen Nachmittag kommt Khun Vut. Ich bitte ihn die zerbeulten Metal Sheets im Dach zu erneuern. Sie haben der Wucht des Aufpralls von kapitalen Kokosnüssen nicht standgehalten. Die Wände sind nun hochgezogen und morgen wird mit dem Verputzen begonnen.

Da Joe bis zum Abend immer noch nicht aufstehen will, bringe ich ihn in die NPW Klinik. Ein Bluttest ergibt Anämie. Das ist immerhin eine gute Nachricht, denn die Anämie kann die Ursache der Anfälle sein und ist behandelbar. Joe wird an einen Tropf gehängt und bleibt vorerst und solange in der Klinik bis er wieder laufen kann.

Montag, 6. Mai 2019

Frühmorgens hole ich Beppe bei Louise ab und anschließend die Maurer aus der Soi Khao Talo. Beppe ist ja der liebenswerteste Hund den man sich vorstellen kann und das erkennen wohl auch die Hunde im Shelter, sodass seine Eingewöhnung nur kurze Zeit in Anspruch nimmt. Beppe fühlt sich offensichtlich gleich sehr wohl unter den Hunden, freundet sich sofort mit Nuri an, die ebenfalls allerliebst ist, rennt herum und buddelt schon nach einer halben Stunde. 

Khun Chalerm und seine beiden Helfer arbeiten fleißig und sind dabei die Mauern für den Waschraum hochzuziehen. Die Türen für Waschraum und Vorratsraum sind fertiggestellt. 

Louise bittet mich Zola und Kylie wieder zu mir zu nehmen. Die Hautprobleme der beiden sind noch nicht behoben, aber der Heilungsprozess ist im Gange. Ich werde die beiden morgen früh abholen. 

Ich bin fast den ganzen Tag im Shelter nur unterbrochen um Reis und Trockenfutter für Prajuab zu kaufen. Am Spätnachmittag liefere ich ihm wie stets 120 kg Reis und 60 kg Trockenfutter. Am frühen Abend bin ich wieder im Shelter und versorge die Hunde.

Sonntag, 5. Mai 2019

Heute hat Khun Chalerm nur einen Helfer dabei aber die Arbeiten gehen dennoch recht gut voran. Der Grasschneider den Khun Lek mir besorgen sollte ist nicht erschienen. Vielleicht klappt das dann morgen. 

Am Vormittag hole ich Nickys drei Katzen ab und bringe sie ins Pet Hotel. Nicky scheint einen Käufer für ihr Haus gefunden zu haben und so müssen alle Tiere erstmal einen anderen Platz finden. Ich nehme Payu den Kragen ab, da die Kastrationswunde nun vollständig verheilt ist. 

Bis zum Nachmittag bleibe ich im Shelter. Ich hole Namtarn aus Meows Bereich. Nun sind nur noch Kenji, Johnny und Big Boy dort. Big Boy versuche ich in meinen Bereich zu locken, aber er ziert sich noch. Kenji und Johnny will ich erstmal bei Meow lassen, solange die Bauarbeiten nicht beendet sind. 

Nachdem ich die Maurer zurückgebracht habe, bin ich bei Louise um nach Zola, Kylie und Beppe zu schauen. Louise bittet mich Beppe wieder zu mir zu nehmen, da ihn einer der Rüden nicht mag und er deshalb ständig im Käfig bleiben muss.

Samstag, 4. Mai 2019

Khun Chalerms Sohn kann schweißen und macht den Vorschlag die Buchtentüren und die Tür zum Waschraum der Hunde anstatt mit Maschendraht mit Gitterstäben zu versehen. Ich finde den Vorschlag gut und so fahre ich mit Khun Chalerm erneut in das TOA Lager und wir bekommen den Stahl für die Stäbe geliefert.  

Beppes Mutterhund mit ihren drei Welpen ist von Khun Lek, die ein Stück des Landes von Meow erhalten hat, aufgenommen worden. Ich lerne Khun Lek heute kennen, da ich ihr Futter für Beppes Hunde bringe. Khun Lek schaut sich mein Shelter an und meint, sie könne mir jemanden besorgen, der das Gras schneidet.  

Yumi, Buffy und Edith, die ich bereits im Shelter hatte, sind irgendwie wieder herausgelangt. Yumi und Buffy bringe ich wieder rein; Edith verbirgt sich. Hiro, der bei Meow immer mit Gom und Duidui zusammen war und der nun mit Duidui bei mir ist, vermisst Gom. Gom hat genauso wie Duidui mit mir nichts am Hut und so lasse ich Hiro und Duidui hinaus, damit sie mit Gom zusammen wiederkommen und das klappt auch. Nun sind die drei wieder beisammen. 

Die Türen der drei Buchten sind mit Gitterstäben versehen und auch die Waschraumtür ist in Arbeit. Nun werden die Innenmauern für den Behandlungsraum, den Vorratsraum und den Waschraum hochgezogen.

Freitag, 3. Mai 2019

Frühmorgens hole ich wieder Khun Chalerm und seine beiden Helfer aus der Soi Khao Talo ab und bringe sie zum Shelter. Dann bin ich mit Khun Chalerm wieder bei TOA und wir kaufen weitere Mauersteine, Sand und Stahl ein. Wieder zurück im Shelter mache ich mich an die Säuberung. Das Gras ist mittlerweile einen halben Meter hoch und den Kot daraus zu entfernen ist mehr als mühsam. Das Gras muss unbedingt geschnitten werden. 

Am Nachmittag kommen Leute und schneiden Kokosnüsse. Wenn die herunterfallen können sie bei Mensch, Tier und Dach großen Schaden anrichten. Während der Arbeiten sucht uns eine Schlange heim. Natürlich sind die Hunde neugierig und ich habe Mühe sie von der Schlange fernzuhalten. Da sie nicht entfliehen kann, müssen wir sie leider töten. Sie ist ein kapitales Biest von zwei Metern. 

Die Arbeiten im Haus kommen weiter gut voran. Es werden drei Buchten gemauert, die als Rückzug, privater Raum oder als Bereich für rekonvaleszente Hunde genutzt werden können.

Donnerstag, 2. Mai 2019

Ich bin heute von morgens früh bis abends spät im Shelter. Die Außenwände für den Behandlungsraum und den Vorratsraum sind hochgezogen und mit vier Kippfenstern versehen. Ich habe meine Planung leicht verändert und lasse drei Buchten, die mit Maschendrahttüren verschlossen werden können, an dem Behandlungsraum gegenüberliegenden Ende errichten. Zwei davon werden Kenji und Johnny vorbehalten sein, sofern sie das Angebot einer gewissen Privatheit annehmen. 

Am frühen Nachmittag kommen die Holzhandwerker und stellen die überdachte, geräumige Plattform im zweiten Bereich fertig. Ich bin gespannt, ob die Hunde sie annehmen werden. Während die Holzhandwerker an der Plattform arbeiten, hole ich Payu und Dottie in Nickys Haus ab und bringe sie wieder ins Pet Hotel. Dort werden sie solange bleiben müssen bis sie ins fertige Shelter einziehen können. 

Am Spätnachmittag hole ich Beppe aus der South Pattaya Klinik, nachdem ich die Maurer zurückgebracht habe. Beppe ist unverändert zutraulich und scheint die Kastration gut überstanden zu haben. Er wird zunächst bei Louise bleiben.

Mittwoch, 1. Mai 2019

Ich hole Khun Chalerm und seine beiden Helfer frühmorgens ab. Die Arbeit im Hundehaus geht voran. Am frühen Vormittag kommen auch die Holzhandwerker und beginnen mit dem Aufbau des kleineren Hundehauses. Während die Arbeiten an beiden Projekten vorangehen, säubere ich die Anlage, verteile Medikamente und kümmere mich um die Eingliederung der Hunde. Das ist heute besonders herausfordernd, da die Holzhandwerker mit drei Pick-ups in der Anlage sind. Ich bleibe bis zum späten Nachmittag im Shelter. Die Holzhandwerker werden mit dem Aufbau des Hundehauses nicht fertig und kommen morgen wieder, um die Arbeiten zu beenden. 

Ich bringe die Maurer zurück nach Hause und fahre dann zu Tamara, die wieder einen ausgesetzten Hund vor ihrem Restaurant gefunden hat. Es ist ein gut erzogener, liebenswerter Rüde den Tamara über Nacht wegen ihrer Katzen nicht im Haus halten kann. So frage ich Louise, ob sie Beppe, so nenne ich den Rüden, nicht für einige Tage aufnehmen kann. Beppe muss, bevor ich ihn aufnehmen kann, kastriert und geimpft werden. Louise sagt dankenswerterweise zu und so bringe ich Beppe zu ihr. Mit Einbruch der Dunkelheit bin ich wieder im Shelter und versorge die Hunde.