Donnerstag, 16. März 2017

Nana und Shima haben sich gut eingefügt. Nana ist sehr mutig und will schon in den Gartenbereich, das verhindere ich aber lieber mal. Shima liegt am Morgen noch im Kennel. Ich füttere die Kleinen und die Rekonvaleszenten und verteile Medikamente. 

Am frühen Vormittag bekomme ich erneut Besuch von Unterbezirksverwaltung. Die Offizielle eröffnet mir, dass meine Eingabe einen Aufschub von 90 Tage zu erlangen zurückgewiesen wird, und dass ich die Hunde bis zum Monatsende zu entfernen habe, andernfalls sie zwangsweise deportiert würden. Ich habe nun fast ein Jahr lang dafür gekämpft, dass die Hunde bis zum Ende des Mietvertrages auf dem Grundstück verbleiben können; jetzt sieht es aber so aus, dass ich den Kampf verliere, denn ich kann ja schlecht gegen die Armee antreten. 

Plan B muss nun also entworfen werden. Wo bringe ich fünfzig Hunde innerhalb von zwei Wochen unter? Ich kann sie ja nicht einfach in der Landschaft aussetzen. Und wenn die Hunde raus müssen, dann gehe ich natürlich auch. Also frage ich meine Freunde, ob sie mir nicht wenigstens einen zeitlich befristeten sicheren Platz anbieten könnten. Bis zum späten Abend ist das nicht der Fall. Es gibt für mich immer noch die Option Phitsanulok. Dort hat Som ein sechs Rai großes Grundstück zur Aufnahme von Hunden eingerichtet. Phitsanulok ist aber acht Fahrtstunden von Pattaya entfernt und alle „meine“ Hunde innerhalb von zwei Wochen dorthin umzusiedeln ist eine logistische Unmöglichkeit. 

Meine tägliche Arbeit muss ich aber trotzdem verrichten und unter anderem auch meine Sterilisationsliste abarbeiten. Auf der stehen noch Mae und Mum, die beiden Mutterhunde von Dina sowie Torro, Nousha, Emma, Hakim, Amal und Binda. Mum und Mae sind zwei der Hunde, die sich nicht anfassen lassen. Am späten Nachmittag mache ich den Versuch sie zu überzeugen mit mir in die Klinik zu fahren – ich scheitere kläglich dabei. Morgen muss ich sie zu sedieren, damit sie mir nicht permanent davon laufen. 

Auf der Liste steht aber auch noch Mika vom Busparkplatz. Mika war sehr scheu als ich sie kennenlernte, hat aber während meiner vergangenen Besuche Vertrauen zu mir gefasst. Das nutze ich gemein aus und verfrachte sie in die mitgebrachte Box. In der South Pattaya Klinik bugsiere ich sie in einen Käfig und hole Dia heraus. 

Dia ist auch ganz lieb und hat die Sterilisation offenbar gut verkraftet. Ich setze sie wieder bei den Marktfrauen ab und Dia bedankt sich artig bei mir, dass ich sie zurückgebracht habe. Mit einer der Marktfrauen vereinbare ich Dam, den TVT Rüden, am Wochenende gemeinsam einzufangen. Die Frauen schärfen mir dabei ein, ja nicht die andere Hündin zu vergessen, die vor zwei Wochen ihre Welpen bekommen hatte. Es ist schön zu sehen wie diese einfachen Leute mitarbeiten wenn sie sehen, dass etwas bewegt wird.

Mittwoch, 15. März 2017

Zwei sind es gewesen. Al ging es in der Nacht zunehmend schlechter und er hat so gelitten, dass ich erneut kein Auge zu bekommen hatte. Um vier Uhr morgens habe ich dann ein wenig Schlaf gefunden, dem aber schon um sechs brutal ein Ende gemacht wurde. Meine freundlichen Nachbarn von gegenüber hatten abends für irgendeine Festlichkeit eine Lautsprecherbatterie aufgebaut und die wurde dann bei Tagesanbruch in Gang gesetzt. 

Al war zu diesem Zeitpunkt mehr tot als lebendig. Aus seinem Körper war jegliche Lebenskraft entschwunden. Zuvor hatte er noch mit dem Schwanz gewedelt, wenn ich ihn ansprach, aber selbst das war ihm nun nicht mehr möglich. Nachdem Gai gekommen ist, fahre ich mit Al in die North Pattaya Klinik. Die Tierärztin empfiehlt einen Staupetest durchzuführen. Zu dem Zeitpunkt denke ich nur an eine schwere Lungenentzündung, willige jedoch ein, den Test zu machen. Zu meiner Bestürzung ist der Test positiv. Das macht meine Situation nicht einfacher. Nun muss ich befürchten, dass Al andere Hunde angesteckt hat. Nicht alle sind geimpft und das muss ich mir nun vorhalten. An einen Fall, dass ein Unfallhund auch noch staupeinfiziert ist habe ich nicht gedacht. Ich fahre mit Al in die South Pattaya Klinik und Dr. Kwanchai erlöst Al. 

Wieder zu Hause reinige ich alle Stellen an denen Al gelegen hat mit Haiter. Ich kann nun nur hoffen, dass ich mir keine Staupeepedemie ins Haus geholt habe. Draußen habe ich ein weiteres Problem. Hana will unbedingt entfliehen. Im hinteren Bereich hat sie sich schon fast durch einen Doppelzaun gewühlt und sie klettert ständig über die Umzäunung vor dem Eingangstor. Ich hole sie sicher ein Dutzend Mal aus der Umzäunung in der Hoffnung, dass sie es endlich aufgibt ständig an Flucht zu denken. Allerdings muss ich diese Hoffnung irgendwann aufgeben und ich entscheide Hana wieder an Khun Soi zurückzugeben. 

Vergessen zu erwähnen habe ich noch, dass während der Nacht wieder drei Schnapsflaschen auf dem Zement vor dem Tor gelandet sind. Die Scherben kehre ich zusammen begleitet von der Rezitation einer Gruppe von Mönchen, die meine freundlichen Nachbarn engagiert haben. Dieser Klangteppich und der extensive Schlafentzug versetzen mich in einen tranceähnlichen Geisteszustand der die vielen Glassplitter als Meditationsobjekte erscheinen lässt. 

Nachdem ich aus der Stadt zurück bin, füttere ich Ivy, Johnny und Dina, die ja morgens und abends etwas bekommen, da sie noch so jung sind, sowie Iang und Lilly, die zu mager sind. Danach verteile ich die Medikamente. Die Operationswunde von Felix sieht recht gut aus und ich verzichte es ihm einen Kragen umzulegen. 

Am frühen Nachmittag lege ich mich für eine Stunde hin. Um vier Uhr bin ich mit Andrew in der Soi Bongkot verabredet. Wir wollen die restlichen zwei Hündinnen zur Sterilisation in die Klinik bringen. Die eine Hündin sehen wir. Sie ist aber recht scheu und die Nachbarin, die meinte sie greifen zu können, erscheint nicht, obwohl sie es zugesagt hatte. Die zweite Hündin können wir nicht entdecken. Also verschieben wir diese Aktion erst einmal. 

Ich fahre danach zu dem Markt, an dem sich der TVT Rüde aufhält und sehe dort die beiden weißen Hündinnen. Die eine, die gerade zwei Welpen hatte und die andere, die trächtig war. Beide Hündinnen sind sehr zutraulich. Einige Marktfrauen kümmern sich um sie. Sie zeigen mir die neugeborenen Welpen der Hündin, die ich noch als trächtig gesehen hatte. Es sind sieben an der Zahl. Von den beiden Welpen der anderen Hündin existiert nur noch einer. Ich nehme ihn und seine Mutter auf und fahre mit ihnen in die South Pattaya Klinik. Der Welpe wird geimpft und die Mutterhündin bleibt für die Sterilisation da. Ich nehme Nana und Shima an Bord, liefere den Welpen wieder bei den Marktfrauen ab und fahre nach Hause. 

Ich habe mich entschlossen die beiden Hunde für ein paar Tage aufzunehmen, bis ich sicher sein kann, dass die Operationswunden gut verheilt sind. Die Hunde kommen vorerst in einem Doppelkennel im hinteren Bereich unter. 

Nach Fütterung und Kotarbeit schnappe ich mir Hana und bringe sie zurück zu Khun Soi. Da sie Hana nicht in ihrem Geschäft halten will, schlage ich vor Hana im Tempel unterzubringen. Dort hat sie dann ihre Freiheit und kann entscheiden entweder zu bleiben oder zu gehen. Khun Soi willigt ein und wir vereinbaren, dass ich Hana in zwei Tagen wieder abhole. 

Weiter geht es in die South Pattaya Klinik, in der ich Anna und Dam abhole. Dam lasse ich an Prajuabs Unterkunft heraus und Anna setze ich wieder an ihren Platz auf der kleinen Terrasse ab. Nana und Shima liegen noch im Kennel. Ich öffne die Kenneltür und Nana kommt heraus und sucht sich sogleich einen Platz unter den Hunden. Shima bleibt im Kennel liegen. Beide Hunde scheinen pflegeleicht zu sein, denn auch am späten Abend vernehme ich keine unguten Geräusche aus dem hinteren Bereich. 

Es ist schon wieder Mitternacht und ich kann fast garnicht glauben, dass ich immer noch hellwach bin. In den vergangenen 64 Stunden habe ich nur 3 Stunden geschlafen.

Dienstag, 14. März 2017

Um ein Uhr morgens, das ist die Zeit, in der ich normalerweise schlafen gehe, wacht Al auf und atmet schwer. Seine Nase ist verstopft. Ich reinige sie so gut es geht und auch seine Augen. Al atmet nun besser und ich lege mich hin. Es vergehen aber keine zehn Minuten und Al meldet sich erneut und ich lege seine Nase wieder frei. Dieses Spiel wiederholt sich bis drei Uhr. Al leidet und ist ganz kraftlos. Seine Nase ist ständig voller Sekret obwohl ich sie regelmäßig tief reinige. Ich nehme Al zu mir ins Schlafzimmer. Meine Anwesenheit beruhigt ihn ein wenig; er jammert jedoch weiterhin alle paar Minuten, sodass ich kein Auge zu bekomme. Ich setze mich zu ihm, da ich befürchte, dass es mit ihm zu Ende geht. 

Um sechs Uhr dann ist seine Nase frei und Al schläft ein. Ziemlich kaputt lege ich mich hin, werde jedoch gleich von Hanas Gejaule aufgeweckt. Es nützt auch nichts, dass ich rausgehe und versuche sie zu beruhigen. Sie will unbedingt aus dem hinteren Bereich raus und wirft sich gegen das Gatter. Nach einer weiteren Stunde lasse ich sie dann heraus. Ich habe zwar Bedenken, dass sie möglicherweise angegangen wird, aber meine Energie schwindet allmählich und ich kapituliere. Allerdings versucht Hana nun in die Umzäunung vor dem Tor zu gelangen und es gelingt ihr auch irgendwie. 

Da ich sowieso nicht schlafen kann, beginne ich mit der Gartenarbeit. Kurz bevor Gai kommt, trage ich Hana wieder in den hinteren Bereich und schärfe Gai ein sie nicht heraus zu lassen. Dann versuche ich ein wenig Schlaf zu bekommen, das ist allerdings wieder nur ein Wunschtraum. Al jammert wieder und Hana macht Radau und steckt auch noch Lilly an, die die ganze Zeit recht still war. Ich trage beide in den überdachten Bereich, in dem normalerweise Mom, Namtarn, Lina, Nura und Aya liegen und verriegele eine Zwischentür. Lilly sucht sich sogleich ein kühles Plätzchen, Hana aber versucht sofort wieder herauszufinden wie sie entkommen kann. Schließlich scheint sie aufzugeben. 

Als Zustand ist derweil unverändert und da er nicht mal mehr den Kopf heben mag, flöße ich ihm regelmäßig Wasser mit einer Pipette ein. Immerhin ist nun Ruhe im hinteren Bereich eingekehrt, da Hana sich wohl ausgetobt hat und neben Lilly schläft. Al scheint es ein winziges bisschen besser zu gehen. Er, der gestern garnichts gegessen hat, nimmt zwei kleine Stückchen Hühnerbrust zu sich. Er atmet auch wieder ein wenig freier. Leider nimmt er die Medikamente nicht zu sich; ich muss sie ihm in den Hals schieben. 

Am späten Nachmittag kaufe ich Trockenfutter ein und füttere danach die Hunde. Anschließend lade ich Anna ein und fahre zu Prajuab. Der übergibt mir Dam, die junge Hündin, die ihm kürzlich zugelaufen ist. Ich fahre mit den Hunden in die South Pattaya Klinik und bugsiere sie in die Käfige. Shima wird gerade sterilisiert und Nana für die Operation vorbereitet. Eigentlich wollte ich die beiden schon wieder mitnehmen, aber Dr. Kwanchai war zu beschäftigt sie gestern Abend noch zu sterilisieren. Ich frage ihn um Rat wegen Al. Er sagt, dass meine Entscheidung Al zusätzlich mit Doxycycline zu behandeln richtig sei. 

Auf dem Rückweg halte ich bei den Tantrarak Hunden. Ich sehe Hiro, Aki, Mika und Zaina, die auf dem Busparkplatz schlafen. Mika ist nun so zutraulich, dass ich sie auf meine Liste für diese Woche setze. 

Zurück im Haus gebe ich Felix die abendlichen Medikamente. Er hat sich das Pflaster abgerissen, aber die Wunde sieht noch gut aus. Sollte er sie lecken, muss ich ihm morgen einen Kragen anlegen. 

Als Zustand ist unverändert kritisch. Ich säubere seine Nase und seine Augen und reibe ihn mit einem feuchten Tuch ab. Jetzt da ich dies schreibe, ist es kurz vor elf Uhr abends. Ich bin nun seit 39 Stunden auf den Beinen und über den Punkt müde zu sein hinweg. Irgendwann in den kommenden Stunden wird wohl der Hammer fallen und vielleicht lässt mich Al dann aber doch ein paar Stunden schlafen. Momentan sieht es nicht so aus, denn er wimmert und bellt häufig.

Montag, 13. März 2017

Gai eröffnet mir, dass sie erst morgen wieder zurückkomme und so habe ich wieder den ganzen Vormittag zu tun. Mittags nehme ich Felix und Asa an Bord und fahre mit ihnen in die Huay Yai Klinik. Ich will Felix dort kastrieren lassen, um zu sehen welche Arbeit Dr. Aor macht. 

Nachdem ich Felix abgegeben habe, fahre ich in den Tempel. Auf dem Weg zum Sala sehe ich überraschenderweise Bonnie und Tessa, die ich seit vielen Wochen vermisst habe. Beide sind in gutem Zustand und scheinen zu wissen, wo Futter zu holen ist. An der Vorhalle lasse ich Asa frei. Sie humpelt nicht mehr und ich hoffe, dass sich ihr Fellzustand bald wieder völlig normalisiert. Außer Nema und Satya, die mich beim Säubern und Füllen der Behälter beobachten, sind alle anderen Hund am Strand bei den Fischerbooten, die dort repariert werden. 

Die Tempel- und Strandhunde haben ja drei Gruppen gebildet: das sind die Vorhallenhunde, die Salahunde sowie Neung, Song und Sahm als Gruppe zwischen den beiden größeren Gruppen. Unter den Salahunden gibt es einige, zu denen ich keinen Kontakt habe, denn sie werden von Tai und Åsa betreut. Dabei ist eine weiße Hündin, die mir Gewicht verloren zu haben scheint. Es gelingt mir ihren Gaumen anzusehen, der blass aussieht. Das ist ein ziemlich sicheres Zeichen von Blutparasitenbefall. Ich entschließe mich sie sofort mitzunehmen. Als ich sie jedoch aufheben will, schnappt sie nach mir. Ich rufe deswegen Tai an und einige Minuten später kommt Åsa und bugsiert sie in den Käfig. Åsa teilt mir mit, dass die Hündin Lilly heißt und ich erkläre ihm, dass ich sie einen Monat lang behandeln muss, bevor sie wieder zurück kann. 

Auf dem Weg nach Hause fahre ich bei Em vorbei und liefere bei ihr einen Sack Trockenfutter für die Naklua Slumhunde ab. Zu Hause angekommen wird Lilly zunächst ebenfalls erstmal im hinteren Bereich untergebracht. Nun liegen Lilly und Hana gemeinsam am Gatter. 

Am späten Nachmittag fahre ich nach Huay Yai und hole Felix aus der Klinik. Ich habe einen guten Eindruck von Dr. Aor und werde, wenn ich mit Felix keine Probleme habe, auch Johnny demnächst von Dr. Aor kastrieren lassen. Johnny hat ja auch noch einen Nabelbruch, der dann gleich mit behoben werden kann. 

Ich habe mir für diese Woche ein ordentliches Pensum vorgenommen, das abgearbeitet werden muss: Sterilisiert werden müssen Anna, Mum und Mae, dazu die beiden Hündinnen, die neu zum Mabprachan 7/11 hinzugekommen sind, sowie eine Hündin, die Prajuab kürzlich zugelaufen ist. Dazu kommen noch zwei Hündinnen vom MG Guesthouse, dort wo Iang und Ivy her sind. Auf der Liste steht dann noch der Rüde vom Markland und Dam, der TVT Rüde von der Soi Bongkot. 

Nachdem ich Felix wieder auf die kleine Terrasse gesetzt habe, mache ich mich am frühen Abend noch mal auf, um die beiden 7/11 Hündinnen einzusammeln. Beide sind zutraulich und haben mich schon einige Male gesehen, sodass „Einsammeln“ der richtige Ausdruck ist. Während der Aktion kommt Kenji vorbei. Seine Wunde ist nun vollständig verheilt und auch das Narbengewebe fühlt sich weicher an. Kenji geht es offensichtlich gut. Auch spricht mich ein Farang an und fragt, was ich denn da tue. Er sagt, dass er die Hunde am 7/11 füttere und ist wohl besorgt, dass ich etwas Unsauberes mit ihnen vorhabe. Ich beruhige ihn und lade ihn fürs Wochenende zu uns ein. 

Nachdem ich Shima und Miko, so nenne ich nun die beiden 7/11 Hündinnen, in der South Pattaya Klinik abgeliefert habe, kümmere ich mich zu Hause vorrangig um Hana, Lilly und Al. Hana ist immer noch auf dem Sprung; Lilly jedoch ist nun ganz brav und hat sich in ihr Schicksal ergeben. Al geht es gar nicht gut und er jammert häufig. Schließlich nehme ich ihn ins Haus. Das scheint zu helfen, denn er schläft recht schnell auf dem Lager, das ich ihm bereitet habe, ein.

Sonntag, 12. März 2017

Ich lasse Al nun nicht mehr aus dem hinteren Bereich, da es ihm offensichtlich wieder schlechter geht. Er steht kaum noch auf und liegt häufig mit geschlossenen Augen da ohne zu schlafen. Dafür geht es Iang mit jedem Tag besser. Sie frisst nun all die Hähnchenbrust, die ich ihr gebe und ihre Augen sind viel klarer.

Am frühen Nachmittag fahre ich in die Stadt um die Hündin von Khun Soi, der Frau die sich so lieb um die Amari-Hunde kümmert, zu holen. Es stellt sich heraus, dass Khun Soi wohl Inhaberin eines Jewelierladens an der Walking Street ist. Die Hündin, ich nenne sie Hana, ist ein ganz liebes und sehr schönes Tier. Leider hat Khun Soi sie von der Stadt sterilisieren lassen und die Wunde an ihrer Flanke heilt nicht zu. Ich ziehe Dr. Kwanchai deswegen zu Rate und der erklärt mir, dass wahrscheinlich nur eine Vasektomie vorgenommen wurde. Außerdem sei der Eingriff von der Flanke für das Tier schmerzhafter als vom Unterbauch vorgenommen, da Muskelgewebe durchschnitten werden müsse. Khun Soi allerdings meinte auf meine diesbezügliche Frage, dass der Uterus entfernt worden sei. Ich bringe Hana im hinteren Bereich unter, der allmählich immer voller wird. 

Hana sitzt die ganze Zeit am Gatter und als sie mir in einem unbeobachteten Moment entwischt, sucht sie sogleich am Tor nach einer Möglichkeit zu entkommen. Sie lässt sich jedoch anstandslos zurücktragen und die Hunde lassen sie auch in Ruhe.

Samstag, 11. März 2017

So leid es mir für Kenji tut und auch für Johnny, der einen Freund verloren hat, aber seitdem Kenji aus dem Haus ist und die alte Ordnung wieder hergestellt, habe ich mehr Ruhe in der Meute. Johnny ist mal im vorderen Bereich und mal im hinteren Bereich zusammen mit Dina. Iang und Ivy sind dort auch recht zufrieden. Al zieht es wieder in den vorderen Bereich und ich lasse ihn am Haus liegen. 

Heute Vormittag erwische ich Toby mal und ergreife die Gelegenheit ihn wieder zu baden. Anschließend hole ich Johnny, Ivy und Dina in den Vorratsraum und füttere sie. Danach wasche ich auch Dina. 

Am Nachmittag ruft mich die Frau an, die sich seit Jahren täglich um die Hunde am Amari kümmert. Sie hat eine Hündin aufgenommen, die sie nicht länger bei sich behalten kann. Für diese gute Frau muss ich eine Ausnahme machen und die Hündin aufnehmen. Ich werde versuchen sie im hinteren Bereich zu integrieren.

Freitag, 10. März 2017

Josie kommt mittags und wäscht wie immer zuerst Kylie. Danach waschen wir gemeinsam Asa. Asas Fellprobleme sind noch immer nicht völlig behoben, aber die Haut ist nicht mehr entzündet. Asa kann auch wieder normal auftreten. Sie hat sich einigermaßen zurechtgefunden, aber wird froh sein, wenn ich sie bald wieder zum Tempel zurückbringe.

Am frühen Abend treffe ich die Bewohner des Grand Regent, die sich freitags immer am Pool treffen. Ich habe Johnny, Dina und Tommy mitgebracht. Anfangs lasse ich sie angeleint, aber sie finden sich schnell zurecht und so lasse ich sie frei laufen. Das Treiben mit den vielen Kindern scheint ihnen zu gefallen und ich muss auch keine Sorge haben, dass sie verloren gehen. Die Bewohner haben auf Initiative von Nicky, die mit Alphonse ebenfalls anwesend ist, Geld für die Hunde gesammelt und mir wird die Spendenbox übergeben. 

Ich lerne dabei Sabine und Christian kennen, die Nicky, Alphonse, mich, Tommy, Dina und Johnny in ihr Haus einladen. Sie haben zwei große Hunde, die sich schnell mit Johnny, Dina und Tommy anfreunden. Es schön für mich zu sehen, wie selbstbewusst sich die drei in den neuen Umgebungen bewegen, ohne dass ich ständig ein Auge auf sie haben muss.

Donnerstag, 9. März 2017

Heute kommt Nut um das Haus zu putzen und dafür müssen alle Hunde nach draußen. Ich bringe zuerst Iang und Ivy in den hinteren Bereich. Iang ist offensichtlich froh wieder draußen zu sein, denn sie läuft gleich durch den ganzen Bereich. Ivy ist ja unsere Kleinste und muss noch lernen sich durchzusetzen. Es hilft ihr dabei, dass sie Johnny und Dina gut kennt. Al lasse ich nun nicht mehr aus dem hinteren Bereich. Herumlaufen kann er dort auch. Die Schwellung an Biaows Hinterlauf geht zurück. Eine Medikation scheint nicht vonnöten. 

Am späten Vormittag kommt Rhonda und holt Yuri zu sich. Es schmerzt ein wenig ihn wieder gehen zu sehen, aber ich kann ihn ja ab und zu besuchen und Rhonda kümmert sich täglich um ihn, seine Mutter und seinen Bruder. Nachdem Rhonda gefahren ist, nehme ich Kenji an Bord und setze ihn am Mabprachan 7/11 ab. Er wird dort von den Standleuten freudig begrüßt und scheint sich sofort wieder zuhause zu fühlen.

Am Nachmittag besuchen mich Alphonse und Nicky. Wir vereinbaren ein Meeting mit den Bewohnern des Grand Regent, die meine Arbeit unterstützen. 

Später kommt Nut und putzt das Haus. Nun, da wieder alles sauber ist und keine Hunde mehr im Haus sind, habe ich einen Stressfaktor weniger. 

Abends fahre ich zu der räudigen Hündin in der Nachbarschaft, um ihr Ivermectin zu geben; sie ist allerdings abwesend. Ich fahre weiter zum Mabprachan 7/11, um nach Kenji zu schauen. Der freut sich mich zu sehen, signalisiert mir jedoch nicht wieder mit mir kommen zu wollen.

Mittwoch, 8. März 2017

Am frühen Morgen muss ich in die Stadt und halte am Busparkplatz. Ich sehe Mika, Hiro, Zaina, Aki und zwei weitere Rüden, die ich zuvor nie bemerkt hatte. Kamiko bleibt verschwunden. 

Auf dem Rückweg kaufe ich im Snoop Dog Shop Trockenfutter ein und schaue erneut nach Hudiao. Ich kann sie wieder nicht entdecken. Eine der Standfrauen allerdings erinnert sich an sie und teilt mir mit, dass ein Japaner oder ein Koreaner sie mitgenommen habe. Ich kenne nur einen Japaner, der dafür in Frage kommen könnte und frage ihn nach Hudiao. Er aber ist es nicht gewesen. Wollen wir hoffen, dass Hudiao nicht in einer koreanischen Küche gelandet ist. 

Ich frage Rhonda, ob sie Yuri wieder zurücknehmen könne. Sie wird ihn morgen abholen. Morgen wird auch der vorläufig letzte Tag für Iang und Ivy im Haus sein. Sie werden dann wieder in den hinteren Bereich gehen. Ich habe mich auch entschlossen einen erneuten Versuch mit Kenji am 7/11 zu machen. Ich kann Yaya nicht ständig auf die Terrasse sperren oder Kenji im Haus halten. Johnny kann die Nächte im hinteren Bereich zusammen mit Dina verbringen. 

Ich muss das Risiko, dass Beissereien entstehen so klein wie möglich halten. Verhindern kann ich die aber nicht völlig. Heute war Biaow das Opfer. Sie war wohl zu frech und das hat einem der Hunde nicht gefallen. Nachdem ich raus gerannt bin, habe ich nur gesehen dass Biaow am Boden lag mit zehn Hunden um sie herum. Glücklicherweise hat sie nur eine Bisswunde am linken Hinterlauf davon getragen, die ich beobachten muss.

Dienstag, 7. März 2017

Heute ist mal wieder so ein Tag der mich wütend und traurig macht. Am Morgen darf ich zum wiederholten Male Glasscherben zusammenfegen. Zwei Flaschen sind über das Tor geworfen worden. Ich muss nun die Aufnahmen der Kamera durchsehen, vielleicht findet sich ja etwas Brauchbares. 

Nach der Routinegartenarbeit hole ich alle trockenen Palmwedel herunter, die ich zu fassen bekomme. Ich habe jemanden bestellt, der sie entsorgen soll. Der allerdings kommt nicht, naja. 

Am Nachmittag informiert mich Alphonse darüber, dass Nicky und er einen ihrer Hunde verloren haben. So ein Verlust ist immer sehr schmerzlich und wirkt nach. Das habe ich häufig selbst erlebt. 

Am Abend schaue ich nach den Hunden vom Busparkplatz. Ann hatte mich darüber informiert, dass sie Kamiko vermisst. Ich hatte gestern Nachmittag auch nach ihr geschaut und überhaupt keinen der Hunde entdecken können. Auf dem Parkplatz sehe ich Hiro, Zaina, Mika, die Mutter von Kamiko und den braunen Rüden, den ich nun Aki nenne. Kamiko sehe ich leider nicht. Mika, die anfangs sehr scheu war ist nun zutraulich und auch Aki lässt sich streicheln. Ich denke, ich habe eine gute Chance Mika für eine Sterilisation einzufangen. 

Später am Abend fahre ich um nach Hudiao zu schauen, die ich nun schon dreimal nicht aufgefunden habe. Auch heute Abend sehe ich sie nicht. Ich frage die Leute, die dort ihre Stände haben, aber ihnen ist die frühere Anwesenheit von Hudiao offensichtlich entgangen. 

Vor dem Gym suche ich vergebens nach dem Welpen, den ich zuvor geimpft hatte. Der Wachmann teilt mir lapidar mit, dass er überfahren wurde. Ziemlich niedergeschlagen halte ich dann noch am Mabprachan 7/11, um nach Suzy und Sally zu schauen. Suzy geht es immer gut und zu meiner Freude geht es auch Sally wieder besser. Sie hat zugenommen. Ich sehe dann noch eine weitere Hündin, die sich seit einiger Zeit am 7/11 eingefunden hat. Obwohl ich sie zuvor nur einmal kurz gesehen hatte, ist sie sehr zutraulich. Ich nenne sie Nana. Ich habe es mit japanischen Namen und Nana heißt „Sieben“. Nana werde ich auch sehr bald sterilisieren lassen.

Montag, 6. März 2017

Gai hat sich für eine Woche frei genommen und so mache ich morgens ihre Arbeit mit. Al muss ich für die Medikamentenvergabe suchen, denn er wechselt häufig seinen Standort. Er liegt dann irgendwo unter den Bäumen oder unter den Büschen; sich bewegen habe ich ihn schon seit gestern nicht mehr, sodass ich nicht weiß, ob er Fortschritte in seinen Bewegungsabläufen macht. 

Kenji und Johnny lasse ich nun tagsüber draußen. Ich sperre dann Yaya auf den Balkon und er bleibt auch dort. Iang geht es anscheinend wieder etwas besser. Sie steht häufiger auf und kommt aus ihrer Ecke hervor. Ich werde sie in ein paar Tage wieder in den hinteren Bereich bringen und schauen wie sie dort zurechtkommt. Ivy geht dann mit ihr und Yuri kann zurück zu Rhonda. Yuri ist zwar noch nicht vollständig wieder hergestellt, aber ich hoffe, dass er in den kommenden Wochen alle Rückstände aufholt.

Sonntag, 5. März 2017

Am Vormittag kommen Alphonse und Nicki. Wir fahren rüber zu Rene und Heidi und borgen uns eine Leiter aus. Anschließend montiert Alphonse die Kamera einen Meter höher und wir beseitigen einige störende Palmwedel. Die Chance einen Flaschenwerfer zu erwischen ist jetzt um einiges höher, zumal die Straßenbeleuchtung repariert wurde und die Infrarotfunktion nun aktiviert ist. 

Al ist nun schon recht mobil. Er bewegt sich durch den ganzen Garten und sucht sich schattige Plätze. Es ist zwar schmerzlich mit anzusehen, wie er sich fortbewegt, aber ich denke, Bewegung tut seinen Knochen gut und es wird sicher jeden Tag ein wenig leichter für ihn werden.

Samstag, 4. März 2017

Am Nachmittag fahre ich nach Baan Amphur und liefere 45 kg Reis bei Ba Bät ab. Die Hunde im Tempel sind vollzählig. Rockys Brandwunde ist gut verheilt. Die Wasserschüssel im Sala ist schon wieder geklaut worden und so stelle ich eine neue an die Tempelmauer. 

Elvira informiert mich, das Nepo, der Rüde vom Markland nicht anwesend ist und so verschieben wir die Aktion auf kommende Woche. Ich muss mir erstmal einen großen, stabilen Käfig besorgen, denn ich habe Sorge, dass sich Nepo, einmal eingefangen unter Umständen durch den Draht beißt.

Freitag, 3. März 2017

Die Glasflaschenwerfer werden nicht müde. Heute Morgen darf ich auch noch die Scherben der Lampen, die auf der Mauer zur Straßenseite angebracht sind, aufkehren. Gai kommt am Vormittag und hilft mir dabei. Glücklicherweise hat sich noch kein Hund einen Glassplitter in die Pfote getreten. Ist aber wohl nur eine Frage der Zeit, wenn die Freundlichkeit meiner Nachbarn anhält. 

Nachdem ich das Gatter zum hinteren Bereich geöffnet habe, kommt Al wieder heraus. Zu meiner Überraschung sehe ich, dass er sich für einen kleinen Augenblick auf seinen Hinterläufen aufrichtet. Der Heilungsprozess scheint also auf gutem Wege zu sein. Ich bin zwar immer noch etwas in Sorge, dass ihm draußen etwas passiert, aber anscheinend haben ihn die Hunde im Gartenbereich akzeptiert. 

Kenji lasse ich aus dem Haus. Ich hatte gestern den Versuch unternommen, Yaya anzuleinen. Der aber hattte sich nach kurzer Zeit des Harness entledigt und war auf dem Wege zu Kenji. Ich musste ihn jedoch nur mal scharf anschauen und er trollte sich wieder. Solange ich im Garten bin, gehen sich die beiden heute aus dem Wege. 

Yuri kräftigt sich durch die Rangeleien mit Johnny und kann wohl bald wieder an seinen Platz zurück. Rhonda wird sich dann weiter um ihn kümmern. Dina hat sich im hinteren Bereich recht gut eingelebt. Sie wagt sich auch schon in den Gartenbereich und hat bereits Freundschaft mit einigen Hunden dort geschlossen. Iang geht es ganz langsam besser. Sie steht nun öfter auf und schaut etwas wacher. 

Am frühen Nachmittag kaufe ich Reis und Trockenfutter ein. 60 kg Reis und 100 kg Trockenfutter geht an Prajuab. Der hat wieder eine Hündin, die sterilisiert werden muss. 

Am frühen Abend fahre ich zum Markland. Elvira und ich wollen versuchen Nepo einzufangen. Nepo ist ein sehr freundlicher aber auch sehr großer und kräftiger Rüde. Sobald wir ihm eine Schlinge umlegen, wehrt er sich heftig. Auch mit Hilfe von zwei Wachleuten, die Nepo kennen, bekommen wir ihn nicht in den Käfig. Die Wachleute wollen uns morgen erneut helfen, wenn wir einen weiteren Versuch unternehmen Nepo in die Klinik zur Untersuchung zu bringen.

Donnerstag, 2. März 2017

Es hat schon wieder jemand eine Glasflasche über das Tor geworfen. Leider konnten die Aufnahmen der Kamera keine Aufschlüsse darüber geben wer es war. Wir müssen die Kamera demnächst etwas höher anbringen.

Al, Dina und Johnny haben die Nacht im hinteren Bereich verbracht. Für Al ist das Leben im Freien ja Gewohnheit und er hat sich schnell ein Plätzchen gesucht. Obwohl stark behindert, robbt er dennoch hin und her und als ich das Gatter öffne, drängt es ihn in den Gartenbereich. Für einen Moment richtet er sich sogar auf seinen Hinterläufen auf, klappt jedoch sofort wieder zusammen. Mir ist nicht ganz wohl bei der Idee ihn im Gartenbereich zu lassen, aber solange ich dort arbeite, lasse ich ihn am Gatter liegen. Al genießt die Sonnenstrahlen und offensichtlich auch das rege Treiben um ihn herum. Nachdem ich die Medikamente verteilt habe, trage ich ihn allerdings wieder in den hinteren Bereich. Nach dem Zwischenfall mit Iang will ich kein Risiko mehr eingehen. 

Iang liegt weiterhin im Haus. Ich sehe sie schon mal aufstehen, aber meistens liegt sie eingerollt in einer Ecke. Ich denke, dass ihr Leiden nun mehr psychisch als physisch ist, denn die Bisswunden verheilen gut. Die Therapie gegen Blutparasiten ist nicht unterbrochen worden und wird noch zwei Wochen lang fortgeführt. Danach wird ein weiterer Bluttest Aufschluss über ihren Zustand erlauben. 

Ivy ist häufig in ihrer Nähe. Sie ist ja ähnlich zartgliedrig wie ihre Mutter und offensichtlich sehr empfindsam. Yuris Zustand hat sich nicht wesentlich verändert. Er leidet nicht mehr unter Bewegungstörungen, ist aber doch noch recht fragil. Wenn Johnny es will, wirft er ihn einfach über den Haufen. Johnny ist sehr gewachsen und anhand seiner starken Nackenmuskulatur ist erkennbar, dass er sich wohl zu einem kraftvollen Rüden entwickeln wird. 

Kenji verbringt die meiste Zeit im Haus. Wenn ich ihn rauslasse, sperre ich Yaya auf die große Terrasse. Die Hunde können sich allerdings durch die Säulen der Balustrade zwängen und nach außen gelangen. Kaum ist Kenji draußen legt sich dann auch Yaya mit ihm an. Er ist nun eindeutig derjenige, der den Streit beginnt. Da ich dabei bin, gehe ich sofort zwischen die beiden und es passiert nichts. Wenn es nicht anders geht, muss ich Yaya einen Harness anlegen und ihn auf der Terrasse anleinen, solange Kenji draußen ist. 

Kenjis Nackenwunde, die durch die Beissereien wieder aufgebrochen war,  heilt nun allmählich zu. Auch Yayas Pfote ist nur noch leicht geschwollen und er läuft normal. Beide Hunde erhalten jedoch weiterhin Amoksiklav.

Mittwoch, 1. März 2017

Iang frisst, trinkt und steht auch schon mal auf, meistens aber liegt sie in einer Ecke des Esszimmers. Al habe ich mal versuchsweise in den hinteren Bereich gebracht. Er jammert auch dort schon mal ab und zu, aber es scheint ihm draußen besser zu gefallen. Da er ja recht groß ist, lassen ihn die Hunde in Ruhe. 

Ich habe nach über drei Monaten wieder Zugang zu meinem deutschen Konto. Die Bank, bei der ich das Konto vor Jahren eröffnet hatte, wurde aufgekauft und die neue Bank war nicht in der Lage mir trotz endloser Telefonate und einem permanenten Brief- und Emailverkehr ein neues Passwort zukommen zu lassen. Den gesamten Nachmittag verbringe ich nun meine Blogs zu aktualisieren. 

Abends fahre ich in die South Pattaya Klinik und hole Nori ab. Am Amari erwartet uns Elvira. Nori verschwindet schnell in den Büschen vor dem Hotel. Dort sehen wir auch die Hunde, die dort in den Kellergewölben hausen. Elvira macht mich auf einen Rüden aufmerksam, den sie am Markland entdeckt hat. Es sieht so aus, als leide er an TVT. Wir wollen versuchen ihn in den nächsten Tagen einzufangen und zur Untersuchung in die South Pattaya Klinik zu bringen.

Dienstag, 28. Februar 2017

Am Morgen schaue ich als Erstes nach Iang. Immer noch schmutzig und blutverschmiert liegt sie in einer Ecke des Bürozimmers. Ich nehme sie ins Bad und wasche sie vorsichtig. Wieder eingermaßen sauber legt sie sich gleich wieder hin, aber sie regt sich ein wenig mehr und ich glaube, dass sie sich nun etwas wohler fühlt. 

Ich lasse Johnny nach draußen und sperre ihn zu Dina in den hinteren Bereich. Kenji hat keine Lust herauszugehen, er ist wohl des Kämpfens müde. Al liegt weiterhin im Wohnraum und Yuri und Ivy teilen sich nach der morgendlichen Fütterung der Verletzten, Geschwächten und Rekonvaleszenten sowie nach der Medikamentenvergabe das Bürozimmer mit mir und leisten Iang Gesellschaft. Insbesondere 

Ivy ist um ihre Mutter besorgt und geht immer wieder zu ihr. Ich kann Iang ihre Medikamente geben, fressen aber mag sie nicht. Da sie auch nicht trinkt, flöße ich ihr Wasser mit einer Pipette ein. Am Abend scheint sie sich wieder ein wenig besser zu fühlen. Sie liegt nicht mehr so da als wollte sie sterben. Ich bin eigentlich guter Hoffnung, dass sie sich erholt, aber es wird wohl einige Zeit benötigen.

Montag, 27. Februar 2017

Während ich vormittags am Computer sitze, höre ich aus dem Garten ein ungutes Gebell. Ich laufe schnell hinaus und dabei entwischt mir Kenji durch die Tür. Am hinteren Ende des Gartens sehe ich wie sich eine Anzahl von Hunden über ein am Boden liegendes Opfer hermachen. Für eine Sekunde vermute ich dass es Toby ist, muss dann jedoch feststellen, dass Iang irgendwie an die Mauer zur Straße hin gelangt ist. Iang liegt reglos und blutend am Boden und selbst als ich die meisten Hunde verscheucht habe, versuchen noch einige einen letzten Biss anzubringen. 

Im selben Moment fangen Kenji und Yaya an übereinander herzufallen. Sie verbeißen sich wieder ineinander und selbst als ich mit der Kotschaufel auf sie einprügele, lassen sie nicht voneinander. Im selben Moment fallen wieder einige Hunde über die immer noch am Boden liegende Iang her. Ich werfe mit allem was ich zu fassen kriege nach den Hunden die Iang attackieren und versuche gleichzeitig die beiden wild kämpfenden Kontrahenten zu trennen, ohne mich selbst zu verletzen. Nach einer gefühlten Ewigkeit kann ich Yaya und Kenji separieren und mich um die leblose Iang kümmern. 

Ich hebe das blutverschmierte und verdreckte Häufchen Elend auf und trage Iang ins Haus. Kenji folgt mir. Im Bürozimmer verkriecht sich Iang in eine Ecke und rollt sich zusammen. Eine kurze Untersuchung ergibt, dass sie einige heftige Bisswunden und eine Schwellung an der Kehle davongetragen hat. Da Iang nur Schmierblutungen aufweist, lasse ich sie erstmal in Ruhe. Was sie am meisten mitgenommen hat ist wohl die Todesangst die sie erleiden musste und dieser Schock braucht eine Weile um verarbeitet zu werden.

Ivy ist nicht ganz gesund; sie schnieft seit zwei Tagen. Ich vermute, dass sie sich leicht erkältet hat und messe Fieber. Ihre Temperatur ist erhöht und deswegen fahre ich mit ihr zu Dr. Kwanchai. Zu dem muss ich sowieso, da er noch ein Formular für Johnnys Antikörperbestimmung ausfüllen muss. Auf dem Weg in die Klinik lasse ich Johnnys Blutprobe zentrifugieren. Für die Antikörperbestimmung muss ein Serum eingereicht werden. Dr. Kwanchai empfiehlt Ivy mit Doxycycline zu behandeln. 

Am frühen Abend fahre ich zum Amari Strand und treffe mich mit Elvira. Die läufige Hündin, die ich Nori nenne, ist anwesend. Elvira hat Hähnchenteile mitgebracht in die ich Acepromazine Maleate, ein flüssiges Sedativum, injiziere. Nori frisst brav das Hähnchenfleisch und die sedierende Wirkung lässt nicht lange auf sich warten. In einem günstigen Moment werfe ich ein Netz über Nori und wir verfrachten sie in eine Box. In der South Pattaya Klinik befreien Dr. Kwanchai und ich Nori aus dem Netz und bugsieren sie in einen Käfig. In zwei Tagen kann ich sie dann wieder abholen. 

Elvira ist noch einige Tage in Pattaya und wir vereinbaren auch die Hündin der vier Welpen einzufangen. Jedenfalls wollen wir es versuchen.

Sonntag, 26. Februar 2017

Nach der morgendlichen Routine und der speziellen Versorgung von Al fahre ich am frühen Nachmittag mit Johnny in die Silverlake Klinik. Dort beratschlagen Joe, Som, Dr. Kwanchai und ich wie wir gemeinsam die Belastung die durch einen Ankauf von Land in Baan Chang entstehen würde, stemmen können. Es wird eine vorläufige Vereinbarung erzielt, die realistisch erscheint. Die erfolgreiche Umsetzung allerdings ist nicht nur von uns allein abhängig. 

Bei der Gelegenheit wird Johnny Blut für eine Tollwutantikörperbestimmung abgenommen. Wieder zu Hause besucht mich Yvonne. Eigentlich wollte sie die Probe schon mitnehmen, aber es muss noch ein Formblatt ausgefüllt werden und so verschieben wir die Angelegenheit. 

Am Abend treffe ich mich mit Elvira am Amari Strand. Elvira hat dort einen Mutterhund mit vier Welpen ausgemacht. Die Hunde sind sehr scheu und es wird schwer sein an sie heranzukommen. Elvira zeigt mir ebenfalls eine einzelne Hündin, die anscheinend läufig ist. Wir kommen überein sie morgen Abend einzufangen. 

Boss, Alana und einen großen Rüden, den ich mal zusammen mit Alana, Satya und Panya aus Phutaluang gerettet hatte, sind auch zugegen. Den Rüden hatte ich bestimmt schon zwei Jahre nicht mehr gesehen, aber wir haben uns noch wiedererkannt.

Samstag, 25. Februar 2017

Al hat die Nacht offenbar recht gut verbracht, denn als ich morgens früh nach ihm schaue, liegt er noch am gleichen Platz an den ich ihn gelegt hatte und schläft. 

Yaya hatte ich mit einigen anderen Hunden, die gern auf der großen Terrasse liegen, für die Nacht dort eingesperrt, damit er sich nicht wieder mit Kenji anlegt, der die Nacht im Garten verbracht hat. Nun muss ich feststellen, dass Yaya sich an der rechten Hinterpfote verletzt hat. Keine Ahnung wie das passiert sein könnte. Ich gebe ihm ein entzündungshemmendes Medikament. 

Nachdem ich den Garten gemacht habe, fahre ich zu Wan Song, um ihr Geld für die Impfungen ihrer sechs Katzen zu bringen. Wan Song hat einen bei der Stadt arbeitenden Tierarzt organisiert, der die recht teure Impfung leicht preisreduziert bei ihr im Apartment durchführt. Im Big C kaufe ich danach Würste sowie Hähnchenfleisch ein und hole mir dann beim Snoop Dog Food Shop noch 80 kg Trockenfutter. 

Am Nachmittag besucht mich Adrian, der kürzlich in Mabprachan ein Rehabilitätszentrum für Tiere eröffnet hat. Zur Zeit behandelt Adrian Hunde und Pferde. Ich frage Adrian um Rat, was ich mit Kenji machen solle. Zurück zum 7/11 kann er nicht, denn es ist abzusehen, wann er dort in die nächste Beisserei gerät. Bleiben kann er auch nicht, so gern ich ihn auch mag, denn ich kann nicht erlauben, dass er sich mit Rüden im Garten anlegt. Obwohl er sich im Haus tadellos aufführt, ist eine Bleibe dort auf Dauer auch kein Zustand. Adrian und ich wollen versuchen, ihn bei den Vorhallenhunden einzuführen, sobald seine Nackenwunde völlig verheilt ist. Adrian hat Erfahrung mit der Integration von Hunden in fremde Rudel und wird mir bei der Eingliederung von Kenji helfen. 

Dina, Ivy und Johnny, die zusammen mit Kenji und Yuri nachmittags im Haus waren, bringe ich am frühen Abend zurück in den hinteren Bereich. Ivy gesellt sich wieder zu Iang und Dina und Johnny scheinen sich gesucht und gefunden zu haben. Beide sind dominant und haben sich nach anfänglichen Streitereien offenbar zusammengerauft. Iang geht es wesentlich besser. Sie liegt nicht mehr kraftlos danieder, sondern läuft nun im hinteren Bereich herum und hat sich sogar schon durchs Gatter in den Gartenbereich getraut. Asa geht es ebenfalls besser. Sie humpelt nur noch wenn sie daran denkt, und die Hautstellen entlang ihres Rückgrats heilen nach zweimaliger Waschung allmählich zu. Auch Yuris Zustand ist schon recht zufriedenstellend und er macht mir keinerlei Arbeit. 

Am Spätnachmittag fängt Al an zu jammern. Es scheint mir, dass er sich verlassen fühlt und auch dass er Schmerzen hat, wenn er sich bewegt. Ich lasse die Tür zum Gästezimmer auf und nach einer Weile kommt Al herausgekrochen. Dabei achte ich ein wenig auf Kenjis Reaktion, aber der zeigt keinerlei Aggression gegenüber Al, den er ja zuvor im Haus noch nicht gesehen hatte. Vermutlich kennen sich die beiden Hunde aber, da der Tempel und der 7/11 ganz nah aneinander liegen. Nachdem Al sich ausgiebig entleert hat, geht es ihm besser und er will auch nicht mehr ins Gästezimmer zurück. Wie es auch für Yuri der Fall ist, denke ich, dass das Zusammensein mit den anderen Hunden seinen Heilungsprozess günstig beeinflussen könnte.

Freitag, 24. Februar 2017

Frühmorgens kommen Gai und Alphonse. Gai macht den Garten und wir bringen nun schließlich auch die Kamera an. 

Am späten Vormittag kommt Rhonda und schaut nach Yuri. Der macht jeden Tag kleine Fortschritte, aber zuweilen versagen ihm seine Hinterläufe noch den Dienst und er klappt unvermittelt zusammen. Yuri stört das nicht besonders und ich denke er fühlt sich recht wohl. 

Als Mittags der große Regen einsetzt, hole ich Dina und Ivy ins Haus und wasche beide. Am Nachmittag liefere ich wieder Impfstoffe bei Rani ab. Sie sind wie die zuvor gelieferten für Louise bestimmt, die dabei ist 45 Hunde zu impfen. 

Anschließend fahre ich zu Beppe, dem 85-jährigen Italiener, der jeden Tag an die einhundert Hunde füttert. Beppe hatte mir mitgeteilt, dass er ein Grundstück entdeckt hat und das schauen wir uns an. Es ist allerdings wie die meisten, die wir uns angeschaut haben, ungeeignet, da es zu nah an bewohntes Gebiet grenzt. 

Danach fahre ich in die NPW Klinik um zu erfahren wie es um Al, den angefahrenen Rüden, steht. Eine Veterinärin zeigt mir ein Röntgenbild, das einen Beckenbruch aufweist. Die Tierärztin erklärt mir, dass die NPW Klinik Al nicht behandeln könne. Ich fahre deshalb zu Dr. Kwanchai in die South Pattaya Klinik. Der teilt mir mit, dass eine Operation sehr schwierig sei und vermutlich auch garnicht notwendig. Eine ähnliche Verletzung hatte auch Samlee davongetragen und deren Beckenbruch ist nach mehreren Wochen von selbst verheilt. Da ich schon das Schlimmste für Al befürchtet hatte, bin ich für die aufmunternde Diagnose dankbar. Ich erhalte ein den Heilungsprozess unterstützendes Medikament mit und fahre mit Al nach Hause. Dort quartiere ich ihn zunächst in eines der Gästezimmer ein.  

Ivy und Yuri lasse ich bei mir, Yaya sperre ich auf der großen Terrasse ein, sodass ich Kenji mit Johnny draußen lassen kann. Dina bringe ich zurück in den hinteren Bereich.

Donnerstag, 23. Februar 2017

Alphonse kommt morgens um an der Installation der Überwachungskamera weiter zu arbeiten. Uns fehlen aber immer noch einige Komponenten und so müssen wir die Fertigstellung auf morgen verschieben. Rudy kommt am Vormittag kurz vorbei und auch Josie. Gemeinsam baden wir Kylie, Yaya, Mom und Lina. Nut kommt am frühen Nachmittag und putzt das Haus.

Am Abend ruft mich Khun Jin an. Ganz in der Nähe des Mabprachan 7/11 ist der Wat Khao Phothong gelegen. Dort ist ein Hund, den sie füttert, angefahren worden. Da es schon spät ist, bringe ich den Rüden in die NPW Klinik und lasse ihn über Nacht zur Untersuchung dort.

Mittwoch, 22. Februar 2017

Yvonne kommt heute Morgen und immer wenn jemand am Tor steht, mich eingeschlossen, werden die Hunde unruhig und kleinere Raufereien sind dann nicht selten. Heute aber fallen Kenji und Yaya so übereinander her, dass ich sie erst nach zwei Minuten auseinander habe. Ich hatte ja geglaubt, dass die Auseinandersetzung zwischen den beiden zugunsten von Kenji entschieden ist, aber das war ein Trugschluss. Beide Hunde haben sich natürlich bei dem Kampf verletzt; Yaya wieder über dem Auge und an allen vier Läufen und Kenji hauptsächlich am Nacken, an dem die kaum verheilte alte Wunde wieder aufgebrochen ist. 

Um weitere Kämpfe zwischen den beiden zu vermeiden, bin ich gezwungen Yaya in den hinteren Bereich zu verbannen, was ihm garnicht behagt. Will morgen mal einen Wechsel ausprobieren. 

Am Vormittag kommt Rudy und hilft mir im Garten. Heute bekomme ich Toby zu fassen als ich ihm seine Medikamente gebe. Gemeinsam waschen wir ihn und ich gebe ihm zusätzlich Ivermectin. 

Am Nachmittag kommt Alphonse. Alphonse hilft mir eine Überwachungskamera im Garten zu installieren. Ich möchte wissen, wer ständig Flaschen über das Tor wirft. Wir hoffen, dass wir morgen die Installation beenden können. 

Yaya ist abends am Jammern und möchte wieder in den Gartenbereich, was ich jedoch nicht zulassen kann. Dina ist ebenfalls im hinteren Bereich und ich geselle Johnny zu ihr. Yuri bleibt weiter bei mir im Haus. Er läuft nun schon recht viel herum und ist etwas kräftiger auf den Beinen. Eine völlige Wiederherstellung seiner vollen Beweglichkeit wird aber sicher noch etliche Tage beanspruchen.

Dienstag, 21. Februar 2017

Yuris Genesung macht weiter gute Fortschritte. Er läuft nun öfter herum, wenn auch noch ein wenig wackelig. Ich hole Dina und Ivy ins Haus und füttere sie. Dazu kommt dann auch noch Johnny. Alle vier Welpen bleiben auch bei mir als Rudy kommt. Ich möchte, dass sie sich aneinander gewöhnen. Das geht am besten, wenn sie eng beieinander sind. Später lassen sie sich dann auch draußen in Ruhe oder freunden sich sogar an.  

Evi ist informiert worden, dass Dae sich wohl am Maul verletzt hat. Sie schaut nach ihm, kann jedoch keine offensichtliche Wunde feststellen. Ann hat wieder nach den Hunden an der Tantrarak Schule geschaut. Sie hat Reisfutter aus der Kantine organisiert und die Hunde gefüttert.

Am Nachmittag ist eigentlich der Kliniktermin für Toby dran. Die Hautärztin ist wieder einmal in der North Pattaya Klinik. Allerdings läuft Toby ständig davon und ich bekomme ihn nicht zu fassen. Vermutlich ist er ängstlich weil Rudy da ist. Ich werde die begonnene Therapie erst einmal fortsetzen. 

Nach der nachmittäglichen Fütterung bringe ich Ivy und Dina zurück in den hinteren Bereich. Später gesellt sich auch Johnny zu ihnen. Yuri bleibt bei mir.

Montag, 20. Februar 2017

Es hat wieder jemand eine Flasche über das Tor geworfen und ich muss als Allererstes die Tausend Scherben zusammenkehren. Die Hunde schleppen die größeren Scherben durch den ganzen Garten, sodass ich auch später immer wieder noch Scherben finde. Bis jetzt hat sich noch kein Hund verletzt aber es wird wohl nur eine Frage der Zeit sein, wann das passiert. Es wird Zeit, dass eine Kamera installiert wird. Gekauft habe ich mir schon eine. 

Ann schickt mir heute Morgen ein Foto von Hiro, dem zutraulichen Rüden und Zaina. Ann hat auch den Mutterhund gesehen und den Welpen. Sie hat alle vier und auch den Rüden, auf den sie mich anfangs aufmerksam gemacht hatte, und den sie Lucky nennt, mit Hähnchenfleisch gefüttert.

Während Gai den Garten macht, gebe ich Iang und Ivy Reisfutter und verteile die Medikamente. Dina, die die Nacht im hinteren Bereich verbracht hat, jammert und so nehme ich sie ins Haus. Mit ihr hat Yuri dann auch etwas Gesellschaft. Yuris Beweglichkeit macht weiter kleine Fortschritte. Er kann sich nun schon von selbst zum Trinknapf schleppen und frisst ordentlich. Aufstehen allerdings kann er nicht; seine Beine sind noch recht kraftlos. 

Am Vormittag fahre ich zu der räudigen Hündin in der Nachbarschaft und gebe ihr Ivermectin. Eigentlich müsste sie mal mit Malaseb gewaschen werden, aber ich komme nicht an sie heran, da das Tor zum Anwesen, in dem sie sich gemeinsam mit einigen anderen Hunden aufhält, verschlossen ist. 

Kenji und Johnny haben die Nacht im Gartenbereich verbracht und liegen nun auf der großen Terrasse. Beide drängt es ins Haus, aber ich erlaube ihnen nicht mit mir durch die Tür zu gehen. Die anderen Hunde haben schon seit einiger Zeit akzeptiert, dass sie ohne meine Erlaubnis die Küche nicht betreten dürfen. 

Am Nachmittag besucht mich Dirk. Während wir uns unterhalten sehe ich, dass Yuri aufsteht und einige Schritte zu Trinknapf geht. Ich bin so froh ihn wieder gehen zu sehen. Später am Abend, nachdem ich ihn gefüttert und ihm das Medikament gegeben habe, geht er wieder einige Schritte. Das strengt ihn offensichtlich an und er legt sich gleich wieder hin, aber nun bin ich recht optimistisch, dass er seine volle Beweglichkeit wieder erlangen wird.

Sonntag, 19. Februar 2017

Kenji, Johnny, Dina und Yuri waren über Nacht im Haus, allerdings Kenji und Johnny getrennt von Dina und Yuri. Yaya hat sich wohl Kenji unterworfen, aber ich möchte nicht, dass Kenji erneut in eine Auseinandersetzung verwickelt wird wenn ich nicht zugegen bin. Johnnys Verletzungen sind alle verheilt, aber da er nun schon drei Mal gebissen wurde, möchte ich auch beim ihm kein Risiko eingehen. 

Dina fühlt sich in hinteren Bereich doch noch nicht so wohl und Yuri bleibt selbstverständlich solange bei mir bis er wieder vollständig hergestellt ist. Er frisst und trinkt normal, kann jedoch immer noch nicht aufstehen. Er pinkelt sich auch voll und so muss ich ihn häufig mit einem feuchten Tuch abreiben und heute morgen wasche ich ihn auch. Dabei bewegt er sich schon wieder etwas lebhafter um der Dusche zu entfliehen. 

Wenn ich dabei bin lassen sich die vier Hunde in Ruhe; Dina, Kenji und Johnny erkennen wohl, dass Yuri verletzt ist, Kenji ist Dina gegenüber souverän, nur Dina und Johnny müssen sich noch zusammenraufen. 

Am Vormittag sind dann Johnny und Dina im hinteren Bereich und Kenji lasse ich im Gartenbereich wo er sich mit all den anderen Hunden recht gut verträgt. Am Nachmittag kommt Rudy erneut vorbei. Er möchte sich so rasch wie möglich nützlich machen und sammelt Kot ein und danach waschen wir gemeinsam zuerst Asa, dann Nura und auch Zhenya. Anschließend füttern wir gemeinsam die Hunde. Rudy hat vor morgen Nachmittag wiederzukommen. 

Wie zu erwarten gewesen ist Iang nun nach einer Woche Behandlung lebendiger. Sie läuft nun häufiger herum und scheint sich besser zu fühlen. Zusätzlich zur abendlichen Fütterung gebe ich ihr und Ivy nun morgens Reisfutter; beide sind ja nicht gerade die Kräftigsten. 

Kenji, Johnny und Dina bleiben abends draußen. Dina und Johnny hatte ich nachmittags in den hinteren Bereich verbannt und Kenji lag vor der Küche. Wenn es keine Probleme gibt, will ich die drei auch draußen lassen. Es stellt ein gewisses Risiko mit Johnny und Kenji dar, aber je länger sie sich im Haus aufhalten dürfen, desto schwieriger wird es sein, sie wieder draußen anzusiedeln. Schließlich will ich wenn möglich keine Hunde im Haus haben. Yuri liegt weiterhin bei mir im Büroraum.

Samstag, 18. Februar 2017

Yuri geht es erneut etwas besser. Er kann sich nun schon ein wenig auf seinen Vorderläufen aufrichten und frisst mit Appetit das Fleisch was ich ihm reiche. Später dann frisst er sogar selbständig Trockenfutter aus einem Napf. 

Yuri hat die Nacht zusammen mit Dina verbracht. Ich bringe sie später in den hinteren Bereich. Dort hatte sie ja schon eine Zeitlang verbracht und die Hunde kennen sie. Die Wiedereingliederung scheint keine Probleme zu verursachen. 

Am frühen Nachmittag kommt Rudy vorbei. Er ist immer wieder eine längere Zeit in Pattaya und hat zwei Jahre lang bei Care for Dogs in Chiang Mai mitgeholfen. Rudy hat vor ab und zu vorbeizukommen um mir bei der Arbeit zu helfen. 

Am Nachmittag koche ich Hühnerfleisch für Yuri, das er mit Appetit frisst. Seine Tablette nimmt er auch. Yuri ist nun schon viel lebhafter und kann seinen Kopf gut bewegen. Aufstehen allerdings kann er noch nicht. Kenjis Wunde ist so gut wie verheilt und eine weitere Behandlung ist nicht mehr notwendig. Johnnys Schwellung ist verschwunden. Alex und Asa humpeln noch ein wenig und erhalten weiterhin einmal täglich Carprofen.

Freitag, 17. Februar 2017

Ich lasse Kenji und Johnny über Nacht wieder im Haus. Johnny ist schon fast wieder hergestellt und auch Kenji humpelt kaum noch. Ich schaue nach Yuri. Yuri hat sich die ganze Nacht nicht gerührt, hat jedoch offensichtlich keine Schmerzen. Ich füttere ihn mit Roastbeef, in das ich auch die Tabletten wickele. Yuri frisst mit Appetit. Selbst trinken allerdings kann er nicht, da er den Kopf nicht heben kann. So flöße ich ihm Wasser mit einer Pipette ein.

Am Vormittag erhalte ich Besuch von Derek und einem seiner Bekannten, der mir in freundlichem Ton empfiehlt die Hunde doch schnellstens zu entfernen, da sonst das Militär sie wegschaffen würde. Da dieser Mann weder autorisiert ist mir irgendwelche Vorgaben zu machen noch dazu völlig uninformiert über die gegenwärtige Situation ist, lasse ich ihn mit einigen freundlichen Worten stehen. 

Einige Minuten später kommt Rhonda, um nach Yuri zu sehen. Yuris Zustand hat sich leicht gebessert, er kann nun den Kopf heben und frisst Fleisch, das ich ihm gebe. 

Nachdem Rhonda gegangen ist, bade ich Asa. Sie humpelt immer noch leicht und ich gebe ihr weiterhin Carprofen. Um ihre Hautprobleme mache ich mir keine Sorgen. Ich denke, dass die nach einigen weiteren Bädern behoben sein werden. Alex humpelt auch noch leicht und erhält ebenfalls weiter Carprofen. Amy läuft wieder fast normal. 

Da Rocky mit seiner letzten Chemo dran ist und Ba Bät wieder Reis geliefert bekommen muss, fahre ich nach Baan Amphur. Ich versorge Ba Bät mit 30 kg Reis und fahre mit Rocky in die Silverlake Klinik. Nachdem ich ihn am Sala wieder abgeliefert habe, versorge ich die Tempel- und die Beachhunde und wir machen einen Strandgang. 

Anschließend fahre ich zum Anwesen des Norwegers, der Danny und Dina adoptiert hat. Der Norweger wird erst Ende des Jahres zurückkommen und seine Frau wird mit Danny und Dina nicht fertig. Ich handele mit der Frau aus, nur Dina zurückzunehmen. Dina ist sehr lebhaft und dominant und Danny ist eher ein verträglicher Vertreter. Er kann zunächst mal bleiben. 

Auf dem Weg nach Hause liefere ich bei Wan Song 40 kg Trockenfutter ab. Ich bade Dina und nehme sie zunächst einmal mit ins Haus. 

Mit Dr. Kwanchai hatte ich vereinbart ihm den kleinen Yuri abends in der South Pattaya Klinik vorzustellen. Ich möchte wissen, wie er dessen Heilungschancen einschätzt und ob die Medikamente, die ich in der NPW Klinik erhalten habe, die richtigen sind. Zu meiner großen Erleichterung erklärt mir Dr. Kwanchai, dass er eine volle Wiederherstellung von Yuris Bewegungsabläufen nach zwei Wochen erwarte. Ich bekomme ein anderes Medikament für Yuri mit.

Donnerstag, 16. Februar 2017

Ich bin heute Morgen um acht Uhr an der Tantrarak Schule um Ann zu treffen. Auf der gegenüberliegenden Seite des Parkplatzes am Rande des Buschbereichs sehe ich den Stand an dem gebratenes Hühnerfleisch verkauft wird. Daneben entdecke ich den Hund, den Ann mir beschrieben hat. Er hat keine signifikanten Wunden und ist auch relativ wohlgenährt. Während ich ihm Hähnchenfleisch gebe, kommt Ann herüber. Ich erkläre ihr, dass der Hund keiner Behandlung bedürfe und frage sie, ob sie stattdessen die Sterilisation für die zutrauliche Hündin übernehmen wolle. Ann sagt das zu und wir gehen rüber zu den Hunden im Busch. 

Dort treffen wir alle Hunde, die ich gestern schon gesehen hatte. Ich impfe den Welpen und schnappe mir die zutrauliche Hündin und verstaue sie in die mitgebrachte Box. Den Hund mit dem verkrüppelten Vorderlauf entdecke ich ebenfalls. Er lässt sich von mir die Klauen schneiden. Ich verabschiede mich von Ann und fahre Zaina, so nenne ich die Hündin, in die South Pattaya Klinik. 

Wieder zu Hause arbeitet Gai bereits im Garten. Die Schwellung an Johnnys Kehle ist schon ein wenig zurückgegangen. Ich verabreiche ihm die erste der vier Chlorpheniramine Tabletten.  

Rhonda ruft mich an, dass der kleine Yuri, einer der beiden Welpen, die ich vor einigen Tagen geimpft hatte, angefahren worden ist. Ich fahre zum Wong Amat. Yuri hat keine äußeren Verletzungen, aber kann nicht aufstehen, da seine Beine ihm den Dienst versagen. Ich fahre mit ihm in die NPW Klinik, wo Yuri eingehend untersucht wird. Eine genaue Diagnose kann der behandelnde Tierarzt nicht stellen. Er vermutet eine Nervenschädigung im Rückgrat. Yuri erhält zwei Injektionen und ich bekomme Medikamente für eine Woche mit. 

Als ich mit Yuri durchs Tor trete, entbrennt eine üble Auseinandersetzung zwischen Kenji und Yaya. Die beiden sind sich ja seit einiger Zeit nicht grün und dieses Mal verbeißen sie sich regelrecht ineinander, sodass ich Mühe habe sie zu trennen. Nun humpelt Kenji auch genauso wie Amy, Asa und Alex, die sich jedoch auf dem Weg der Besserung befinden. Yaya hat eine Verletzung über dem rechten Auge davongetragen. 

Ich nehme Kenji ins Haus und bereite Yuri ein Lager im Vorratsraum. Er wird eine Woche lang von mir gepflegt werden. Rückgratverletzungen sind häufig irreversibel, aber da Yuri erst vier Monate alt ist, ist eine Wiederherstellung seiner Gesundheit nicht auszuschließen. Johnny war während meiner Abwesenheit im Haus; seine Kehlschwellung ist schon gut abgeklungen.

Mittwoch, 15. Februar 2017

Morgens schreibt mir Ann, eine belgische Residentin, deren Kinder in die Tantrarak Schule in Central Pattaya gehen. Dort sieht Ann morgens immer eine Anzahl von Hunden, die einen Stand am Rande des Schulparkplatzes umlagern, der gebratenes Hähnchenfleisch anbietet. Ann ist dort ein Hund aufgefallen, der mehrere Wunden aufweist. Sie möchte ihn gern behandeln lassen. Ich sage Ann zu, mir den Hund morgen anzuschauen. 

Am Vormittag nehme ich Kenji, Johnny und Amy an Bord. Kenji muss neu verpflastert werden, Amy zieht den rechten Hinterlauf nach und Johnny ist erneut gebissen worden, denn ich entdecke eine Schwellung an seiner Kehle. Bei Amy kann der Vet nichts finden und empfiehlt mir ihren Zustand weiter zu beobachten. Johnny erhält eine Injektion und Chlorpheniramine Tabletten für zwei Tage mit. 

Anschließend liefere ich bei Rani 35 Einheiten Kombiimpfstoffe ab und fahre dann zu Dina und Danny. Die beiden erhalten die dritte Kombiimpfung und eine zusätzliche Injektion gegen Tollwut. Beiden Hunden geht es gut; sie haben sich nun offenbar völlig in ihr neues Zuhause eingelebt. 

Ich fahre weiter, um nach Dam zu schauen. Ich finde ihn auch, aber nun nimmt er schon Reißaus wenn er mich von der Ferne aus sieht. Selbst ein gebratenes Hühnerteil, das ich ihm anbiete, schlägt er aus. Auf dem Markt dort sehe ich zwei sehr freundliche Hündinnen. Beide habe Fellprobleme. Eine von beiden hat offensichtlich Junge und die Marktfrauen führen mich zu ihnen. Es sind zwei weibliche Welpen. Ich werde sie bei meinem nächsten Besuch impfen. Die andere Hündin ist trächtig. Mit Ivermectin kann ich die Hündinnen momentan nicht behandeln, aber ich setze sie auf meine Liste und werde sie auch beizeiten sterilisieren lassen. 

Auf dem Weg nach Hause fahre ich an der Tantrarak Schule vorbei. Ich frage einen Wachmann dort wo sich die Hunde tagsüber aufhalten und er zeigt mir eine Stelle im Busch. Dort sehe ich einige Hunde, die sich am Rande eines Busparkplatzes eingerichtet haben. Es sind vier Rüden und zwei Hündinnen, eine davon mit einem Welpen. Zwei der Rüden sind zutraulich, der eine von ihnen hat einen stark verkrüppelten Vorderlauf, der andere eine kleine Wunde an seinem Rücken. Die Wunde ist nicht behandlungsbedürftig. Der Vorderlauf des anderen Hundes könnte allenfalls amputiert werden, aber ich halte das nicht für notwendig, da der Hund recht gut mit seiner Behinderung klar kommt. Eine der Hündinnen ist ebenfalls zutraulich und kann wohl recht einfach eingefangen werden. Der Welpe müsste geimpft werden. Seine Mutter ist sehr scheu und weicht mir aus.

Dienstag, 14. Februar 2017

Heute Vormittag bekommen wir wieder Besuch von der Pong Verwaltung. Mit dabei sind drei Soldaten. Wieder wird als Grund für die Verfügung Gebell und Hygiene angeführt. Ich führe die Soldaten durch das gesamte Gelände, das in tadellosem Zustand ist. Die Soldaten erkennen an, dass Hygiene kein Problem darstellt. Ich erkläre dem diensthabenden Offizier, dass wir seit Wochen ein geeignetes Stück Land suchen, dass wir aber Zeit benötigen, um etwas Passendes zu finden. Es scheint, dass die Soldaten das verstehen. Die Verwaltungsangestellte übergibt mir dann eine schriftliche Verfügung, die ich sogleich an meinen Anwalt weiterleite. Der erklärt mir, dass eine schriftliche Erwiderung auf die Verfügung erfolgen müsse. Ich bitte ihn sie für mich zu verfassen.
 
Am frühen Nachmittag fahre ich mit Som in die Gegend, in der ich mir gestern das Land angeschaut habe. Som spricht mit einem Anwohner, der Som an jemanden verweist, der Land verkaufen will. Ein Kontakt ist also hergestellt.

Montag, 13. Februar 2017

Während Gai den Garten macht, fahre ich mit Kenji, Alex und Asa in die NPW Klinik. Alex und Asa humpeln seit einigen Tagen und ich möchte wissen, ob etwas Ernstes vorliegt. Die Untersuchung ergibt jedoch nichts Besorgniserregendes. Ich solle beiden Hunden Carprofen für drei Tage verabreichen, um eine mögliche Entzündung zu bekämpfen. Bei Asa wird zudem noch ein Scrape Test durchgeführt, um Demodex auszuschließen, was der Fall ist. Asa solle weiterhin mit Malaseb gegen ihr Fellproblem behandelt werden. Kenji wird neu verpflastert. 

Am Nachmittag besuche ich Adrian, der ein Rehabilitationszentrum für Hunde in der Nähe des Reservoirs betreibt. Für das kommende Wochenende verabreden wir, dass er uns besucht. 

Später schaue ich noch nach Land und finde auch Grundstücke, die für unsere Zwecke geeignet sein könnten. Ich muss Som bitten sich das Land anzuschauen, um zu erfahren, ob es gekauft oder gepachtet werden kann. 

Kenji und Johnny sind tagsüber wieder draußen und auch Asa hat sich im großen Bereich eingerichtet. Nachmittags lasse ich ja immer das Gatter zwischen dem großen und dem hinteren Bereich offen stehen, sodass die Hunde ein- und ausgehen können. Einige Hunde nehmen das wahr, andere nicht. Iang ist immer noch recht schwächlich und schläft viel. Sie hat sich im hinteren Bereich ihre Plätzchen gesucht und scheint einigermaßen zufrieden zu sein. Ivy bleibt meistens in ihrer Nähe.

Sonntag, 12. Februar 2017

Gai kommt heute Morgen und ich fahre in die South Pattaya Klinik, um Suay abzuholen. Klaus nimmt sie in seinem Village in Empfang.

Am Nachmittag fahre ich mit Som und Joe und schaue mir einige Grundstücke an. Ein etwa vier Rai großes Stück Land in der Nähe von Baan Chang scheint am ehesten für unsere Zwecke geeignet. Es liegt inmitten von Ananas- und Tapiocafeldern, ist von der Straße durch einen Sandweg zu erreichen und hat am hinteren Ende einen Teich. Das Land verfügt über eine Strom- und Wasserversorgung. Allerdings steht es nur zum Verkauf, da es an eine Bank verpfändet ist. Morgen will Som sich noch ein weiteres Grundstück anschauen.

Kenji und Johnny sind nun tagsüber draußen und ich lasse sie heute Nachmittag auch mal allein mit den anderen Hunden im großen Bereich. Bei meiner Rückkehr ist alles in Ordnung, sodass ich die beiden auch über Nacht draußen lasse.

Samstag, 11. Februar 2017

Mittags fahre ich in die Stadt, um Suay abzuholen. Schon auf der Autobahn stecke ich im Stau und breche die Aktion ab. Es schadet nichts wenn Suay noch einen Tag länger in der Klinik bleibt. Am Nachmittag fahre ich mit Kenji wieder in die Klinik. Die NPW Klinik ist in der Dark Side gelegen und so kann ich das Chaos in der Stadt vermeiden.

Kenji und Johnny sind ja nachts immer bei mir im Haus. Wie das so ist mit Hunden, mit denen ich häufig zusammen bin, hat sich auch zwischen uns ein intensives Verhältnis entwickelt. Sogar Farang Kost steht bei ihnen nun oben auf dem Speiseplan. Wenn ich abends mein Käsebrot esse, sind sie immer dabei. Zuerst hat Johnny Geschmack daran gefunden und nun auch Kenji.

Freitag, 10. Februar 2017

Heute habe ich mal ein bisschen Zeit für mich freigeschaufelt und für einen längst fälligen Gang zum Zahnarzt genutzt. Anschließend gönne ich mir eine Stunde Fitness. Vor dem Gym sehe ich den Welpen, der seine beiden Geschwister überlebt hat. Ich habe Impfstoffe vorbereitet und schnappe mir die Kleine und impfe sie. Am Nachmittag bin ich wieder mit Kenji in der NPW Klinik. Die Wunde sieht gut aus, muss aber weiter versorgt werden.

Donnerstag, 9. Februar 2017

Morgens wasche ich Asa. Asa kennt mich ja schon ewig, aber war schon immer etwas störrisch, wenn ich sie aufheben wollte. So musste ich sie im Tempel auch erst mit einer Maulschlaufe versehen, bevor ich sie in die Box bekam. Hier nun ist sie etwas zugänglicher, da ich jetzt der Einzige bin, den sie kennt. So ist auch die Wäsche nicht extrem problematisch.  

Iang ist immer noch ziemlich lethargisch und steht kaum mal auf. Immerhin kann ich ihr die Medikamente verabreichen und darauf hoffen, dass diese bald ihre Wirkung entfalten. Ivy ist sehr lebendig und wird wie Iang auch von den anderen Hunden geduldet. Ich kann morgens das Gatter offen stehen lassen ohne Auseinandersetzungen befürchten zu müssen. Johnny kann ich nun ohne Aufsicht mit den Hunden allein lassen. Auch Kenji kommt draußen einigermaßen klar, zieht es jedoch vor im Haus zu liegen.

Nachdem Nut gekommen ist, fahre ich in das Village, in dem Klaus lebt. Klaus betreut dort eine Hündin, die vor drei Monaten Junge bekommen hatte. Glücklicherweise hatte das Management Verständnis und so konnte die Hündin namens Suay ihre Jungen in Ruhe aufziehen. Alle Welpen konnten dann auch vermittelt werden. Nun ist Suay soweit, sterilisiert zu werden. Wir bringen sie in eine Box und ich fahre mit ihr in die South Pattaya Klinik. Dort hole ich die Hündin vom Caribbean und Bopia ab, fahre zuerst zum Caribbean und bringe dann auch Bopia zu ihrer Besitzerin im Naklua Slum zurück. Em erhält die Monatsration Trockenfutter für die Slumhunde.

Anschließend liefere ich bei Wan Song Hunde- und Katzenfutter sowie Katzenstreu ab. Danach plane ich einen erneuten Versuch mit Dam, dem TVT Rüden. Yavuz allerdings teilt mir mit, dass er für eine Woche in Huahin sei. Ich fahre trotzdem, da ich mit Dam erneut Kontakt aufnehmen will und auch, um den Käfig, den ich in der Hausecke dort gelassen hatte, wieder abzuholen. Dam ist vor Ort, aber läuft davon als er mich sieht. Ich kaufe ihm gebratenes Hühnerfleisch und füttere ihn damit. Das Sedativum ist leider bei Yavuz und so muss ich mir erst wieder neues besorgen und dann versuchen Dam das mit dem Sedativum versetzte Hühnerfleisch schmackhaft zu machen. 

Im Haus füttere ich die Hunde, lade Kenji ein und fahre mit ihm in die Klinik. Auf dem Wege dorthin gebe ich der räudigen Hündin in der Nachbarschaft zwei mit Ivermectin versetzte Hühnerfleischstückchen und übergebe an Khun Jin am Mabprachan 7/11 Trockenfutter und Reis. Dabei lasse ich Kenji aus dem Käfig, damit er seine alte Umgebung mal wiedersieht. Selbstverständlich halte ich ihn an der Leine. Die Leute, die dort ihre Essensstände betreiben, freuen sich Kenji wiederzusehen. Einer der Wachleute vom Village nebenan teilt mir mit, dass er gesehen habe wie Kenji sich mit fünf Hunden angelegt hatte und er deswegen so übel zugerichtet wurde. Auf meine Frage, wer denn die Beisserei begonnen habe deutet er lachend auf Kenji.  

Kenji wird in der Klinik neu verpflastert und ich fahre mit ihm wieder nach Hause. Joe ruft mich an, dass die Unterbezirksverwaltung Nongprue wieder bei ihm war und dass sie sich dieses Mal über mich erkundigen wollten. Nongprue und Pong scheinen sich nun also kurzgeschlossen zu haben um mir den Garaus zu machen. Die Thai Nachbarschaft wird auch zunehmend feindlicher und all das macht meine Arbeit nicht eben leichter.

Mittwoch, 8. Februar 2017

Am frühen Nachmittag fahre ich zu Em, um die Hündin ihrer Nachbarin abzuholen. Mit Bobia fahre ich in die Soi Bongkot und treffe Yavuz. Wir versuchen Dam in die Hausecke zu lotsen, aber er entwischt uns immer wieder. Auch mit Einsatz des Netzes lässt er sich nicht einfangen. Deswegen besorge ich mir in der South Pattaya Klinik ein Sedativum. Ich verstaue Bobia in einen Käfig und schaue nach der Hündin aus dem Caribbean. Sie ist sterilisiert und scheint wohlauf zu sein, dennoch lasse sie noch eine weitere Nacht in der Klinik. 

Ich fahre in zurück in die Soi Bongkot und gebe Yavuz das Sedativum. Morgen soll er es ins Futter mischen, wenn wir die Aktion noch einmal angehen werden. 

Anschließend fahre ich in den Tempel und hole Rocky für seine Chemotherapiebehandlung ab. Nachdem ich ihn zurückgebracht habe, fülle ich die Futter- und Wasserbehälter auf und schnappe mir Asa. Asa will ich mit ins Haus nehmen, damit ich sie waschen kann. Nun hat sie sich auch noch den linken Vorderlauf verletzt, denn sie läuft auf drei Beinen. Sollte sich das nicht in einigen Tagen geben, lasse ich ihr Bein röntgen. Vielleicht ist es ja auch nur eine Sehnenentzündung wie bei Emma, die seit einigen Tagen wieder rund läuft. Ich quartiere Asa in den hinteren Bereich ein. Die Hunde dort sind ja eine gewisse Fluktuation gewohnt und so scheint es vorerst keine Probleme zu geben.

Dienstag, 7. Februar 2017

Mittags fahre ich in die Soi Bongkot, um mir einen Hund anzusehen, den ein neuseeländischer Tourist entdeckt hat. Der Rüde ist sehr scheu, ich kann jedoch mit ziemlicher Sicherheit feststellen, dass er an TVT leidet. An ein Einfangen des Hundes ist nicht zu denken, immerhin bekomme ich ihn soweit, dass er mir aus der Hand frisst. Ich vereinbare mit Yavuz, dem Touristen, den Hund morgen in eine Gebäudeecke zu bekommen, wo ich versuchen werde ihn mit einem Netz einzufangen. 

Anschließend fahre ich in das Caribbean, um die beiden Welpen dort zu impfen und zu versuchen, den Mutterhund in die Klinik zu bringen. Erfreulicherweise teilen mir die Wachleute mit, dass die Welpen ein Zuhause in Bangkok gefunden haben. Ein Wachmann nimmt die Hündin auf und ich bekomme sie problemlos in den Käfig. 

Nachdem ich die Hündin in der South Pattaya Klinik abgeliefert habe, fahre ich nach Hause und nehme Kenji an Bord. Die Prozedur in der NPW Klinik dauert nicht lange und so kann ich die Hunde dann noch im Hellen füttern und danach die letzte Gartensäuberung vornehmen.

Montag, 6. Februar 2017

Heute Morgen geht es mir schon wieder wesentlich besser. Ich kann meine morgendliche Arbeit wie gewohnt verrichten, während Gai den Garten macht. 

Iang und Ivy haben sich recht problemlos eingerichtet. Iang lässt sich von mir streicheln und sie nimmt auch die Medikamente an. Ivy kommt mit den großen Hunden gut klar. Ich lasse sie eine erste Bekanntschaft mit Johnny machen, der mir in den hinteren Bereich folgt. Kenji ist auch gern draußen, folgt mir aber immer ins Haus, wenn ich wieder rein gehe. Mittags nehme ich Ivy ins Haus und untersuche sie nach Zecken. Sie hat keine. Danach säubere ich ihr die Ohren und impfe sie. 

Am Nachmittag fahre ich mit Kenji und Johnny in die Klinik. Johnny hat immer noch eine Verdickung neben seiner Bisswunde, die nun vollkommen zugeheilt ist. Ich möchte wissen, ob die Schwellung mit der Zeit von selbst zurückgeht oder ob sie noch behandelt werden muss. Die behandelnde Veterinärin erklärt mir, dass die Verdickung Narbengewebe sei, das nach einer längeren Zeit von selbst verschwinden würde. Kenjis Wunde heilt weiter gut zu; er muss jedoch noch einige Tage weiter behandelt werden.

Sonntag, 5. Februar 2017

In der Nacht habe ich mal wieder einen meiner Totalzusammenbrüche. Ich habe mich zwar noch nie auf eine Dengue Fieber Infektion testen lassen, aber die Symptome sind immer dieselben. Innerhalb kurzer Zeit ist die ganze Energie weg, sämtliche Körperfunktionen sind außer Kontrolle und selbst Stehen geschweige denn Gehen ist nicht mehr möglich. Da ich solche einen Kollaps schon mehrfach erleiden durfte, macht er mir keine Sorgen mehr, da ich weiß, dass die Energie nach etwa 24 Stunden halbwegs wieder da ist. 

Ich bleibe deswegen auch im Bett während Gai den Garten macht und versorge die Hunde medizinisch mal ausnahmsweise am Nachmittag. Dies und die Fütterung kriege ich gerade noch geregelt, ansonsten geht nicht mehr viel. Die täglich Fahrt in die NPW Klinik muss auch ausfallen, da ich nur bedingt fahrtüchtig bin. Frühabends lege ich mich wieder hin, um für morgen wieder fit zu sein.

Samstag, 4. Februar 2017

Mittags fahre ich in die Silverlake Klinik, hole Rocky ab und bringe ihn zurück zum Strand. Die nächste Chemo ist am kommenden Dienstag fällig. Asa muss ich dann auch mal bei Dr. Kwanchai vorstellen. Sie hat Fellprobpleme, die kommen und gehen. 

Nachdem ich die Hunde im Tempel versorgt habe, fahre ich in die South Pattaya Klinik. Iang leidet an Blutarmut und muss täglich behandelt werden. Deswegen muss ich sie ins Haus Mabprachan nehmen. Damit sie nicht so allein ist, fahre ich in die Soi Bongkot und sammele Ivy, ihren einzigen Welpen, ein. Ich bringe Iang und Ivy im hinteren Bereich unter. Die Hunde dort kommen mit Neuankömmlingen immer recht gut klar. Iang ist auch nicht mehr so scheu und so wird die Medikamentenvergabe kein Problem sein. Ivy ist ja auch mit mehreren Hunden groß geworden und hat ihre Mutter um sich einzugewöhnen.

Am Spätnachmittag fahre ich dann wieder mit Kenji in die NPW Klinik. Kenji spring mittlerweile schon auf Aufforderung auf die Ladefläche und geht von selbst in den Käfig. Auf dem Rückweg halte ich bei Hudiao. Sie liegt wie sonst auch immer allein und es scheint ihr gut zu gehen. Hudiao freut sich mich zu sehen und sobald ich Zeit habe, werde ich sie wieder für eine Waschung ins Haus nehmen.

Freitag, 3. Februar 2017

Rhonda kommt heute Vormittag und später auch Annie mit Lolly. Die beiden Frauen haben bei ihren Bekannten um Unterstützung für meine Arbeit geworben und dabei 230 kg Trockenfutter zusammenbekommen. Cindys Angestellte bringen mir dann noch weitere 60 kg vorbei. Zusammen mit den 300 kg die mir Manuela gespendet hat, komme ich damit schon fast über den ganzen Monat. 

Am Spätnachmittag fahre ich mit Kenji wieder in die NPW Klinik. Kenji geht nun schon ganz ordentlich an der Leine und verhält sich in der Klinik tadellos. Allerdings hat meine Hoffnung, dass er sich als Leithund etabliert einen Dämpfer erfahren. Nachdem Yaya seine Vorrangstellung anerkannt hat, wird nun Yobo aufmüpfig und stachelt damit einige weitere Hunde an. Das gefällt Kenji nicht und er verliert seine Souveränität. Als Folge davon lässt er sich auf Händel mit Zhenya und Toby ein. Zhenya ist in der Hierarchie ziemlich weit unten angesiedelt und Toby ebenfalls. Nachdem es ihnen jedoch gesundheitlich etwas besser geht, versuchen sie ihre Position zu verbessern. Das freut mich einerseits, anderseits gerät natürlich das etablierte Gefüge ein wenig in Unordnung. Kenji möchte sich wohl lieber aus allem heraushalten und zieht es vor sich mit Johnny im Haus aufzuhalten. Die beiden sind nun ganz dicke miteinander. 

Johnny allerdings zieht es aber auch nach draußen, da er dort gern mit den Hunden herumtollt. Solange ich im Garten zu tun habe muss ich mir um ihn auch keine Sorgen machen. Die Beisserei mit Felix scheint für beide vergessen zu sein. Möglicherweise mache ich mir unnötig Gedanken, lasse ihn aber im Haus, wenn ich unterwegs bin. 

Binda hat eine Bisswunde am linken Vorderlauf davongetragen, die sich entzündet hat. Ich verbinde die Wunde und gebe ihr Amoksiklav. Auch Toya und Mum haben leichte Bisswunden davongetragen, die aber nicht behandlungsbedürftig sind. Kleinere Beissereien sind offenbar unvermeidlich. Helfen würde da eigentlich nur eine großzügige Zusammenlegung von Hunden, die sich gut vertragen und die Einzelhaltung von den Hunden, die gern andere aufmischen. Das ist jedoch in meiner jetzigen Lage nicht machbar.

Donnerstag, 2. Februar 2017

Die TVT Hündin ist wieder mit der wöchentlichen Chemo dran. Ich fahre am Vormittag in die Soi Bongkot und mit Hilfe von Johny kann ich die Hündin auch einfangen. Es geht ihr allerdings nicht gut und so teilt mir Dr. Kwanchai mit, dass die Chemotherapiebehandlung nicht erfolgen kann. Ich lasse einen Bluttest machen. Morgen wird das Resultat vorliegen und dann wird Dr. Kwanchai entscheiden wie weiter zu verfahren ist. 

Die Hündin aus dem Slum ist gestern sterilisiert worden und so nehme ich sie wieder mit. Im Slum lasse ich sie heraus und spreche mit Em, die ja Nora und Nicky versorgt. Ich bitte Em mich zu informieren sobald eine neue Hündin im Slum auftaucht. Em erklärt mir, dass sich die Leute Hunde heranholen. Das ist natürlich nicht sehr ermutigend, da sie völlig verantwortungslos mit den Hunden umgehen. Em teilt mir mit, dass sie noch von einer weiteren Hündin im Slum weiß, die nicht sterilisiert ist. Darum werde ich mich in der kommenden Woche kümmern. 

Am Nachmittag liefere ich Reis und Trockenfutter bei Prajuab ab. Anschließend füttere ich die Hunde und fahre dann mit Kenji in die NPW Klinik. Kenji hat allmählich keine Lust mehr jeden Tag dieselbe Tour zu machen und ich auch nicht, aber ein paar Tage müssen wir das noch durchhalten. Die Tierärzte und die Helfer in der Klinik sind ganz lieb mit Kenji und das macht uns die Mühe leichter.

Mittwoch, 1. Februar 2017

Ich habe mittlerweile keine Bedenken mehr Kenji zusammen mit Johnny morgens herauszulassen, während ich mich an die Gartenarbeit mache. Während Johnny mit einigen Hunden herumtollt, streift Kenji durch den Garten und inspiziert auch den hinteren Bereich. Es kommt zu einer kleinen Auseinandersetzung zwischen ihm und Yaya, in die ich jedoch nicht eingreife. Yaya muss akzeptieren, dass von nun an Kenji die Leithundstelle eingenommen hat. Er ist mir sogar eine Hilfe indem er dazwischen geht, wenn sich zwei Hunde angehen. Natürlich ist die neue Rangordnung erstmal temporär, aber wenn Kenji dann wirklich unangefochten ist, wäre das für mich eine Erleichterung. Ich lasse ihn und auch Johnny aber zur Zeit noch nicht allein draußen. Das werde ich in den kommenden Tagen Schritt für Schritt in die Wege leiten. 

Mittags fahre ich am Mabprachan 7/11 vorbei, um nach Sally und der Hündin, die sich dort kürzlich eingefunden hat, zu sehen. Sally ist weiterhin nachtragend und weicht mir aus. Bei der anderen Hündin bin ich mir nun nicht mehr so sicher, dass sie trächtig ist. Sie ist sehr zutraulich und so werde ich sie am besten Mal zur Untersuchung in die Klinik bringen. 

Am Gym sehe ich den Mutterhund und dann auch den letzten Überlebenden ihrer drei Welpen. Der Welpe macht einen munteren Eindruck und scheint leben zu wollen. Ich finde ein paar Zecken an ihm, die ich entferne. 

Nach der spätnachmittäglichen Fütterung fahre ich mit Kenji und Johnny wieder zum täglichen Verbandswechsel. Kenjis Wunde heilt zu, aber die behandelnde Veterinärin empfiehlt ihn weiter täglich vorbei zu bringen. Auch die Verabreichung von Amoksiklav solle noch mindestens eine Woche lang fortgesetzt werden, da die Wunde sehr tief sei. Johnny brauche nun nicht mehr zum Verbandswechsel kommen. Ich solle die Wunde weiterhin mit Betadine behandeln und Amoksiklav absetzen.