Freitag, 17. Februar 2017

Ich lasse Kenji und Johnny über Nacht wieder im Haus. Johnny ist schon fast wieder hergestellt und auch Kenji humpelt kaum noch. Ich schaue nach Yuri. Yuri hat sich die ganze Nacht nicht gerührt, hat jedoch offensichtlich keine Schmerzen. Ich füttere ihn mit Roastbeef, in das ich auch die Tabletten wickele. Yuri frisst mit Appetit. Selbst trinken allerdings kann er nicht, da er den Kopf nicht heben kann. So flöße ich ihm Wasser mit einer Pipette ein.

Am Vormittag erhalte ich Besuch von Derek und einem seiner Bekannten, der mir in freundlichem Ton empfiehlt die Hunde doch schnellstens zu entfernen, da sonst das Militär sie wegschaffen würde. Da dieser Mann weder autorisiert ist mir irgendwelche Vorgaben zu machen noch dazu völlig uninformiert über die gegenwärtige Situation ist, lasse ich ihn mit einigen freundlichen Worten stehen. 

Einige Minuten später kommt Rhonda, um nach Yuri zu sehen. Yuris Zustand hat sich leicht gebessert, er kann nun den Kopf heben und frisst Fleisch, das ich ihm gebe. 

Nachdem Rhonda gegangen ist, bade ich Asa. Sie humpelt immer noch leicht und ich gebe ihr weiterhin Carprofen. Um ihre Hautprobleme mache ich mir keine Sorgen. Ich denke, dass die nach einigen weiteren Bädern behoben sein werden. Alex humpelt auch noch leicht und erhält ebenfalls weiter Carprofen. Amy läuft wieder fast normal. 

Da Rocky mit seiner letzten Chemo dran ist und Ba Bät wieder Reis geliefert bekommen muss, fahre ich nach Baan Amphur. Ich versorge Ba Bät mit 30 kg Reis und fahre mit Rocky in die Silverlake Klinik. Nachdem ich ihn am Sala wieder abgeliefert habe, versorge ich die Tempel- und die Beachhunde und wir machen einen Strandgang. 

Anschließend fahre ich zum Anwesen des Norwegers, der Danny und Dina adoptiert hat. Der Norweger wird erst Ende des Jahres zurückkommen und seine Frau wird mit Danny und Dina nicht fertig. Ich handele mit der Frau aus, nur Dina zurückzunehmen. Dina ist sehr lebhaft und dominant und Danny ist eher ein verträglicher Vertreter. Er kann zunächst mal bleiben. 

Auf dem Weg nach Hause liefere ich bei Wan Song 40 kg Trockenfutter ab. Ich bade Dina und nehme sie zunächst einmal mit ins Haus. 

Mit Dr. Kwanchai hatte ich vereinbart ihm den kleinen Yuri abends in der South Pattaya Klinik vorzustellen. Ich möchte wissen, wie er dessen Heilungschancen einschätzt und ob die Medikamente, die ich in der NPW Klinik erhalten habe, die richtigen sind. Zu meiner großen Erleichterung erklärt mir Dr. Kwanchai, dass er eine volle Wiederherstellung von Yuris Bewegungsabläufen nach zwei Wochen erwarte. Ich bekomme ein anderes Medikament für Yuri mit.

Donnerstag, 16. Februar 2017

Ich bin heute Morgen um acht Uhr an der Tantrarak Schule um Ann zu treffen. Auf der gegenüberliegenden Seite des Parkplatzes am Rande des Buschbereichs sehe ich den Stand an dem gebratenes Hühnerfleisch verkauft wird. Daneben entdecke ich den Hund, den Ann mir beschrieben hat. Er hat keine signifikanten Wunden und ist auch relativ wohlgenährt. Während ich ihm Hähnchenfleisch gebe, kommt Ann herüber. Ich erkläre ihr, dass der Hund keiner Behandlung bedürfe und frage sie, ob sie stattdessen die Sterilisation für die zutrauliche Hündin übernehmen wolle. Ann sagt das zu und wir gehen rüber zu den Hunden im Busch. 

Dort treffen wir alle Hunde, die ich gestern schon gesehen hatte. Ich impfe den Welpen und schnappe mir die zutrauliche Hündin und verstaue sie in die mitgebrachte Box. Den Hund mit dem verkrüppelten Vorderlauf entdecke ich ebenfalls. Er lässt sich von mir die Klauen schneiden. Ich verabschiede mich von Ann und fahre Zaina, so nenne ich die Hündin, in die South Pattaya Klinik. 

Wieder zu Hause arbeitet Gai bereits im Garten. Die Schwellung an Johnnys Kehle ist schon ein wenig zurückgegangen. Ich verabreiche ihm die erste der vier Chlorpheniramine Tabletten.  

Rhonda ruft mich an, dass der kleine Yuri, einer der beiden Welpen, die ich vor einigen Tagen geimpft hatte, angefahren worden ist. Ich fahre zum Wong Amat. Yuri hat keine äußeren Verletzungen, aber kann nicht aufstehen, da seine Beine ihm den Dienst versagen. Ich fahre mit ihm in die NPW Klinik, wo Yuri eingehend untersucht wird. Eine genaue Diagnose kann der behandelnde Tierarzt nicht stellen. Er vermutet eine Nervenschädigung im Rückgrat. Yuri erhält zwei Injektionen und ich bekomme Medikamente für eine Woche mit. 

Als ich mit Yuri durchs Tor trete, entbrennt eine üble Auseinandersetzung zwischen Kenji und Yaya. Die beiden sind sich ja seit einiger Zeit nicht grün und dieses Mal verbeißen sie sich regelrecht ineinander, sodass ich Mühe habe sie zu trennen. Nun humpelt Kenji auch genauso wie Amy, Asa und Alex, die sich jedoch auf dem Weg der Besserung befinden. Yaya hat eine Verletzung über dem rechten Auge davongetragen. 

Ich nehme Kenji ins Haus und bereite Yuri ein Lager im Vorratsraum. Er wird eine Woche lang von mir gepflegt werden. Rückgratverletzungen sind häufig irreversibel, aber da Yuri erst vier Monate alt ist, ist eine Wiederherstellung seiner Gesundheit nicht auszuschließen. Johnny war während meiner Abwesenheit im Haus; seine Kehlschwellung ist schon gut abgeklungen.

Mittwoch, 15. Februar 2017

Morgens schreibt mir Ann, eine belgische Residentin, deren Kinder in die Tantrarak Schule in Central Pattaya gehen. Dort sieht Ann morgens immer eine Anzahl von Hunden, die einen Stand am Rande des Schulparkplatzes umlagern, der gebratenes Hähnchenfleisch anbietet. Ann ist dort ein Hund aufgefallen, der mehrere Wunden aufweist. Sie möchte ihn gern behandeln lassen. Ich sage Ann zu, mir den Hund morgen anzuschauen. 

Am Vormittag nehme ich Kenji, Johnny und Amy an Bord. Kenji muss neu verpflastert werden, Amy zieht den rechten Hinterlauf nach und Johnny ist erneut gebissen worden, denn ich entdecke eine Schwellung an seiner Kehle. Bei Amy kann der Vet nichts finden und empfiehlt mir ihren Zustand weiter zu beobachten. Johnny erhält eine Injektion und Chlorpheniramine Tabletten für zwei Tage mit. 

Anschließend liefere ich bei Rani 35 Einheiten Kombiimpfstoffe ab und fahre dann zu Dina und Danny. Die beiden erhalten die dritte Kombiimpfung und eine zusätzliche Injektion gegen Tollwut. Beiden Hunden geht es gut; sie haben sich nun offenbar völlig in ihr neues Zuhause eingelebt. 

Ich fahre weiter, um nach Dam zu schauen. Ich finde ihn auch, aber nun nimmt er schon Reißaus wenn er mich von der Ferne aus sieht. Selbst ein gebratenes Hühnerteil, das ich ihm anbiete, schlägt er aus. Auf dem Markt dort sehe ich zwei sehr freundliche Hündinnen. Beide habe Fellprobleme. Eine von beiden hat offensichtlich Junge und die Marktfrauen führen mich zu ihnen. Es sind zwei weibliche Welpen. Ich werde sie bei meinem nächsten Besuch impfen. Die andere Hündin ist trächtig. Mit Ivermectin kann ich die Hündinnen momentan nicht behandeln, aber ich setze sie auf meine Liste und werde sie auch beizeiten sterilisieren lassen. 

Auf dem Weg nach Hause fahre ich an der Tantrarak Schule vorbei. Ich frage einen Wachmann dort wo sich die Hunde tagsüber aufhalten und er zeigt mir eine Stelle im Busch. Dort sehe ich einige Hunde, die sich am Rande eines Busparkplatzes eingerichtet haben. Es sind vier Rüden und zwei Hündinnen, eine davon mit einem Welpen. Zwei der Rüden sind zutraulich, der eine von ihnen hat einen stark verkrüppelten Vorderlauf, der andere eine kleine Wunde an seinem Rücken. Die Wunde ist nicht behandlungsbedürftig. Der Vorderlauf des anderen Hundes könnte allenfalls amputiert werden, aber ich halte das nicht für notwendig, da der Hund recht gut mit seiner Behinderung klar kommt. Eine der Hündinnen ist ebenfalls zutraulich und kann wohl recht einfach eingefangen werden. Der Welpe müsste geimpft werden. Seine Mutter ist sehr scheu und weicht mir aus.

Dienstag, 14. Februar 2017

Heute Vormittag bekommen wir wieder Besuch von der Pong Verwaltung. Mit dabei sind drei Soldaten. Wieder wird als Grund für die Verfügung Gebell und Hygiene angeführt. Ich führe die Soldaten durch das gesamte Gelände, das in tadellosem Zustand ist. Die Soldaten erkennen an, dass Hygiene kein Problem darstellt. Ich erkläre dem diensthabenden Offizier, dass wir seit Wochen ein geeignetes Stück Land suchen, dass wir aber Zeit benötigen, um etwas Passendes zu finden. Es scheint, dass die Soldaten das verstehen. Die Verwaltungsangestellte übergibt mir dann eine schriftliche Verfügung, die ich sogleich an meinen Anwalt weiterleite. Der erklärt mir, dass eine schriftliche Erwiderung auf die Verfügung erfolgen müsse. Ich bitte ihn sie für mich zu verfassen.
 
Am frühen Nachmittag fahre ich mit Som in die Gegend, in der ich mir gestern das Land angeschaut habe. Som spricht mit einem Anwohner, der Som an jemanden verweist, der Land verkaufen will. Ein Kontakt ist also hergestellt.

Montag, 13. Februar 2017

Während Gai den Garten macht, fahre ich mit Kenji, Alex und Asa in die NPW Klinik. Alex und Asa humpeln seit einigen Tagen und ich möchte wissen, ob etwas Ernstes vorliegt. Die Untersuchung ergibt jedoch nichts Besorgniserregendes. Ich solle beiden Hunden Carprofen für drei Tage verabreichen, um eine mögliche Entzündung zu bekämpfen. Bei Asa wird zudem noch ein Scrape Test durchgeführt, um Demodex auszuschließen, was der Fall ist. Asa solle weiterhin mit Malaseb gegen ihr Fellproblem behandelt werden. Kenji wird neu verpflastert. 

Am Nachmittag besuche ich Adrian, der ein Rehabilitationszentrum für Hunde in der Nähe des Reservoirs betreibt. Für das kommende Wochenende verabreden wir, dass er uns besucht. 

Später schaue ich noch nach Land und finde auch Grundstücke, die für unsere Zwecke geeignet sein könnten. Ich muss Som bitten sich das Land anzuschauen, um zu erfahren, ob es gekauft oder gepachtet werden kann. 

Kenji und Johnny sind tagsüber wieder draußen und auch Asa hat sich im großen Bereich eingerichtet. Nachmittags lasse ich ja immer das Gatter zwischen dem großen und dem hinteren Bereich offen stehen, sodass die Hunde ein- und ausgehen können. Einige Hunde nehmen das wahr, andere nicht. Iang ist immer noch recht schwächlich und schläft viel. Sie hat sich im hinteren Bereich ihre Plätzchen gesucht und scheint einigermaßen zufrieden zu sein. Ivy bleibt meistens in ihrer Nähe.

Sonntag, 12. Februar 2017

Gai kommt heute Morgen und ich fahre in die South Pattaya Klinik, um Suay abzuholen. Klaus nimmt sie in seinem Village in Empfang.

Am Nachmittag fahre ich mit Som und Joe und schaue mir einige Grundstücke an. Ein etwa vier Rai großes Stück Land in der Nähe von Baan Chang scheint am ehesten für unsere Zwecke geeignet. Es liegt inmitten von Ananas- und Tapiocafeldern, ist von der Straße durch einen Sandweg zu erreichen und hat am hinteren Ende einen Teich. Das Land verfügt über eine Strom- und Wasserversorgung. Allerdings steht es nur zum Verkauf, da es an eine Bank verpfändet ist. Morgen will Som sich noch ein weiteres Grundstück anschauen.

Kenji und Johnny sind nun tagsüber draußen und ich lasse sie heute Nachmittag auch mal allein mit den anderen Hunden im großen Bereich. Bei meiner Rückkehr ist alles in Ordnung, sodass ich die beiden auch über Nacht draußen lasse.

Samstag, 11. Februar 2017

Mittags fahre ich in die Stadt, um Suay abzuholen. Schon auf der Autobahn stecke ich im Stau und breche die Aktion ab. Es schadet nichts wenn Suay noch einen Tag länger in der Klinik bleibt. Am Nachmittag fahre ich mit Kenji wieder in die Klinik. Die NPW Klinik ist in der Dark Side gelegen und so kann ich das Chaos in der Stadt vermeiden.

Kenji und Johnny sind ja nachts immer bei mir im Haus. Wie das so ist mit Hunden, mit denen ich häufig zusammen bin, hat sich auch zwischen uns ein intensives Verhältnis entwickelt. Sogar Farang Kost steht bei ihnen nun oben auf dem Speiseplan. Wenn ich abends mein Käsebrot esse, sind sie immer dabei. Zuerst hat Johnny Geschmack daran gefunden und nun auch Kenji.

Freitag, 10. Februar 2017

Heute habe ich mal ein bisschen Zeit für mich freigeschaufelt und für einen längst fälligen Gang zum Zahnarzt genutzt. Anschließend gönne ich mir eine Stunde Fitness. Vor dem Gym sehe ich den Welpen, der seine beiden Geschwister überlebt hat. Ich habe Impfstoffe vorbereitet und schnappe mir die Kleine und impfe sie. Am Nachmittag bin ich wieder mit Kenji in der NPW Klinik. Die Wunde sieht gut aus, muss aber weiter versorgt werden.

Donnerstag, 9. Februar 2017

Morgens wasche ich Asa. Asa kennt mich ja schon ewig, aber war schon immer etwas störrisch, wenn ich sie aufheben wollte. So musste ich sie im Tempel auch erst mit einer Maulschlaufe versehen, bevor ich sie in die Box bekam. Hier nun ist sie etwas zugänglicher, da ich jetzt der Einzige bin, den sie kennt. So ist auch die Wäsche nicht extrem problematisch.  

Iang ist immer noch ziemlich lethargisch und steht kaum mal auf. Immerhin kann ich ihr die Medikamente verabreichen und darauf hoffen, dass diese bald ihre Wirkung entfalten. Ivy ist sehr lebendig und wird wie Iang auch von den anderen Hunden geduldet. Ich kann morgens das Gatter offen stehen lassen ohne Auseinandersetzungen befürchten zu müssen. Johnny kann ich nun ohne Aufsicht mit den Hunden allein lassen. Auch Kenji kommt draußen einigermaßen klar, zieht es jedoch vor im Haus zu liegen.

Nachdem Nut gekommen ist, fahre ich in das Village, in dem Klaus lebt. Klaus betreut dort eine Hündin, die vor drei Monaten Junge bekommen hatte. Glücklicherweise hatte das Management Verständnis und so konnte die Hündin namens Suay ihre Jungen in Ruhe aufziehen. Alle Welpen konnten dann auch vermittelt werden. Nun ist Suay soweit, sterilisiert zu werden. Wir bringen sie in eine Box und ich fahre mit ihr in die South Pattaya Klinik. Dort hole ich die Hündin vom Caribbean und Bopia ab, fahre zuerst zum Caribbean und bringe dann auch Bopia zu ihrer Besitzerin im Naklua Slum zurück. Em erhält die Monatsration Trockenfutter für die Slumhunde.

Anschließend liefere ich bei Wan Song Hunde- und Katzenfutter sowie Katzenstreu ab. Danach plane ich einen erneuten Versuch mit Dam, dem TVT Rüden. Yavuz allerdings teilt mir mit, dass er für eine Woche in Huahin sei. Ich fahre trotzdem, da ich mit Dam erneut Kontakt aufnehmen will und auch, um den Käfig, den ich in der Hausecke dort gelassen hatte, wieder abzuholen. Dam ist vor Ort, aber läuft davon als er mich sieht. Ich kaufe ihm gebratenes Hühnerfleisch und füttere ihn damit. Das Sedativum ist leider bei Yavuz und so muss ich mir erst wieder neues besorgen und dann versuchen Dam das mit dem Sedativum versetzte Hühnerfleisch schmackhaft zu machen. 

Im Haus füttere ich die Hunde, lade Kenji ein und fahre mit ihm in die Klinik. Auf dem Wege dorthin gebe ich der räudigen Hündin in der Nachbarschaft zwei mit Ivermectin versetzte Hühnerfleischstückchen und übergebe an Khun Jin am Mabprachan 7/11 Trockenfutter und Reis. Dabei lasse ich Kenji aus dem Käfig, damit er seine alte Umgebung mal wiedersieht. Selbstverständlich halte ich ihn an der Leine. Die Leute, die dort ihre Essensstände betreiben, freuen sich Kenji wiederzusehen. Einer der Wachleute vom Village nebenan teilt mir mit, dass er gesehen habe wie Kenji sich mit fünf Hunden angelegt hatte und er deswegen so übel zugerichtet wurde. Auf meine Frage, wer denn die Beisserei begonnen habe deutet er lachend auf Kenji.  

Kenji wird in der Klinik neu verpflastert und ich fahre mit ihm wieder nach Hause. Joe ruft mich an, dass die Unterbezirksverwaltung Nongprue wieder bei ihm war und dass sie sich dieses Mal über mich erkundigen wollten. Nongprue und Pong scheinen sich nun also kurzgeschlossen zu haben um mir den Garaus zu machen. Die Thai Nachbarschaft wird auch zunehmend feindlicher und all das macht meine Arbeit nicht eben leichter.

Mittwoch, 8. Februar 2017

Am frühen Nachmittag fahre ich zu Em, um die Hündin ihrer Nachbarin abzuholen. Mit Bobia fahre ich in die Soi Bongkot und treffe Yavuz. Wir versuchen Dam in die Hausecke zu lotsen, aber er entwischt uns immer wieder. Auch mit Einsatz des Netzes lässt er sich nicht einfangen. Deswegen besorge ich mir in der South Pattaya Klinik ein Sedativum. Ich verstaue Bobia in einen Käfig und schaue nach der Hündin aus dem Caribbean. Sie ist sterilisiert und scheint wohlauf zu sein, dennoch lasse sie noch eine weitere Nacht in der Klinik. 

Ich fahre in zurück in die Soi Bongkot und gebe Yavuz das Sedativum. Morgen soll er es ins Futter mischen, wenn wir die Aktion noch einmal angehen werden. 

Anschließend fahre ich in den Tempel und hole Rocky für seine Chemotherapiebehandlung ab. Nachdem ich ihn zurückgebracht habe, fülle ich die Futter- und Wasserbehälter auf und schnappe mir Asa. Asa will ich mit ins Haus nehmen, damit ich sie waschen kann. Nun hat sie sich auch noch den linken Vorderlauf verletzt, denn sie läuft auf drei Beinen. Sollte sich das nicht in einigen Tagen geben, lasse ich ihr Bein röntgen. Vielleicht ist es ja auch nur eine Sehnenentzündung wie bei Emma, die seit einigen Tagen wieder rund läuft. Ich quartiere Asa in den hinteren Bereich ein. Die Hunde dort sind ja eine gewisse Fluktuation gewohnt und so scheint es vorerst keine Probleme zu geben.

Dienstag, 7. Februar 2017

Mittags fahre ich in die Soi Bongkot, um mir einen Hund anzusehen, den ein neuseeländischer Tourist entdeckt hat. Der Rüde ist sehr scheu, ich kann jedoch mit ziemlicher Sicherheit feststellen, dass er an TVT leidet. An ein Einfangen des Hundes ist nicht zu denken, immerhin bekomme ich ihn soweit, dass er mir aus der Hand frisst. Ich vereinbare mit Yavuz, dem Touristen, den Hund morgen in eine Gebäudeecke zu bekommen, wo ich versuchen werde ihn mit einem Netz einzufangen. 

Anschließend fahre ich in das Caribbean, um die beiden Welpen dort zu impfen und zu versuchen, den Mutterhund in die Klinik zu bringen. Erfreulicherweise teilen mir die Wachleute mit, dass die Welpen ein Zuhause in Bangkok gefunden haben. Ein Wachmann nimmt die Hündin auf und ich bekomme sie problemlos in den Käfig. 

Nachdem ich die Hündin in der South Pattaya Klinik abgeliefert habe, fahre ich nach Hause und nehme Kenji an Bord. Die Prozedur in der NPW Klinik dauert nicht lange und so kann ich die Hunde dann noch im Hellen füttern und danach die letzte Gartensäuberung vornehmen.

Montag, 6. Februar 2017

Heute Morgen geht es mir schon wieder wesentlich besser. Ich kann meine morgendliche Arbeit wie gewohnt verrichten, während Gai den Garten macht. 

Iang und Ivy haben sich recht problemlos eingerichtet. Iang lässt sich von mir streicheln und sie nimmt auch die Medikamente an. Ivy kommt mit den großen Hunden gut klar. Ich lasse sie eine erste Bekanntschaft mit Johnny machen, der mir in den hinteren Bereich folgt. Kenji ist auch gern draußen, folgt mir aber immer ins Haus, wenn ich wieder rein gehe. Mittags nehme ich Ivy ins Haus und untersuche sie nach Zecken. Sie hat keine. Danach säubere ich ihr die Ohren und impfe sie. 

Am Nachmittag fahre ich mit Kenji und Johnny in die Klinik. Johnny hat immer noch eine Verdickung neben seiner Bisswunde, die nun vollkommen zugeheilt ist. Ich möchte wissen, ob die Schwellung mit der Zeit von selbst zurückgeht oder ob sie noch behandelt werden muss. Die behandelnde Veterinärin erklärt mir, dass die Verdickung Narbengewebe sei, das nach einer längeren Zeit von selbst verschwinden würde. Kenjis Wunde heilt weiter gut zu; er muss jedoch noch einige Tage weiter behandelt werden.

Sonntag, 5. Februar 2017

In der Nacht habe ich mal wieder einen meiner Totalzusammenbrüche. Ich habe mich zwar noch nie auf eine Dengue Fieber Infektion testen lassen, aber die Symptome sind immer dieselben. Innerhalb kurzer Zeit ist die ganze Energie weg, sämtliche Körperfunktionen sind außer Kontrolle und selbst Stehen geschweige denn Gehen ist nicht mehr möglich. Da ich solche einen Kollaps schon mehrfach erleiden durfte, macht er mir keine Sorgen mehr, da ich weiß, dass die Energie nach etwa 24 Stunden halbwegs wieder da ist. 

Ich bleibe deswegen auch im Bett während Gai den Garten macht und versorge die Hunde medizinisch mal ausnahmsweise am Nachmittag. Dies und die Fütterung kriege ich gerade noch geregelt, ansonsten geht nicht mehr viel. Die täglich Fahrt in die NPW Klinik muss auch ausfallen, da ich nur bedingt fahrtüchtig bin. Frühabends lege ich mich wieder hin, um für morgen wieder fit zu sein.

Samstag, 4. Februar 2017

Mittags fahre ich in die Silverlake Klinik, hole Rocky ab und bringe ihn zurück zum Strand. Die nächste Chemo ist am kommenden Dienstag fällig. Asa muss ich dann auch mal bei Dr. Kwanchai vorstellen. Sie hat Fellprobpleme, die kommen und gehen. 

Nachdem ich die Hunde im Tempel versorgt habe, fahre ich in die South Pattaya Klinik. Iang leidet an Blutarmut und muss täglich behandelt werden. Deswegen muss ich sie ins Haus Mabprachan nehmen. Damit sie nicht so allein ist, fahre ich in die Soi Bongkot und sammele Ivy, ihren einzigen Welpen, ein. Ich bringe Iang und Ivy im hinteren Bereich unter. Die Hunde dort kommen mit Neuankömmlingen immer recht gut klar. Iang ist auch nicht mehr so scheu und so wird die Medikamentenvergabe kein Problem sein. Ivy ist ja auch mit mehreren Hunden groß geworden und hat ihre Mutter um sich einzugewöhnen.

Am Spätnachmittag fahre ich dann wieder mit Kenji in die NPW Klinik. Kenji spring mittlerweile schon auf Aufforderung auf die Ladefläche und geht von selbst in den Käfig. Auf dem Rückweg halte ich bei Hudiao. Sie liegt wie sonst auch immer allein und es scheint ihr gut zu gehen. Hudiao freut sich mich zu sehen und sobald ich Zeit habe, werde ich sie wieder für eine Waschung ins Haus nehmen.

Freitag, 3. Februar 2017

Rhonda kommt heute Vormittag und später auch Annie mit Lolly. Die beiden Frauen haben bei ihren Bekannten um Unterstützung für meine Arbeit geworben und dabei 230 kg Trockenfutter zusammenbekommen. Cindys Angestellte bringen mir dann noch weitere 60 kg vorbei. Zusammen mit den 300 kg die mir Manuela gespendet hat, komme ich damit schon fast über den ganzen Monat. 

Am Spätnachmittag fahre ich mit Kenji wieder in die NPW Klinik. Kenji geht nun schon ganz ordentlich an der Leine und verhält sich in der Klinik tadellos. Allerdings hat meine Hoffnung, dass er sich als Leithund etabliert einen Dämpfer erfahren. Nachdem Yaya seine Vorrangstellung anerkannt hat, wird nun Yobo aufmüpfig und stachelt damit einige weitere Hunde an. Das gefällt Kenji nicht und er verliert seine Souveränität. Als Folge davon lässt er sich auf Händel mit Zhenya und Toby ein. Zhenya ist in der Hierarchie ziemlich weit unten angesiedelt und Toby ebenfalls. Nachdem es ihnen jedoch gesundheitlich etwas besser geht, versuchen sie ihre Position zu verbessern. Das freut mich einerseits, anderseits gerät natürlich das etablierte Gefüge ein wenig in Unordnung. Kenji möchte sich wohl lieber aus allem heraushalten und zieht es vor sich mit Johnny im Haus aufzuhalten. Die beiden sind nun ganz dicke miteinander. 

Johnny allerdings zieht es aber auch nach draußen, da er dort gern mit den Hunden herumtollt. Solange ich im Garten zu tun habe muss ich mir um ihn auch keine Sorgen machen. Die Beisserei mit Felix scheint für beide vergessen zu sein. Möglicherweise mache ich mir unnötig Gedanken, lasse ihn aber im Haus, wenn ich unterwegs bin. 

Binda hat eine Bisswunde am linken Vorderlauf davongetragen, die sich entzündet hat. Ich verbinde die Wunde und gebe ihr Amoksiklav. Auch Toya und Mum haben leichte Bisswunden davongetragen, die aber nicht behandlungsbedürftig sind. Kleinere Beissereien sind offenbar unvermeidlich. Helfen würde da eigentlich nur eine großzügige Zusammenlegung von Hunden, die sich gut vertragen und die Einzelhaltung von den Hunden, die gern andere aufmischen. Das ist jedoch in meiner jetzigen Lage nicht machbar.

Donnerstag, 2. Februar 2017

Die TVT Hündin ist wieder mit der wöchentlichen Chemo dran. Ich fahre am Vormittag in die Soi Bongkot und mit Hilfe von Johny kann ich die Hündin auch einfangen. Es geht ihr allerdings nicht gut und so teilt mir Dr. Kwanchai mit, dass die Chemotherapiebehandlung nicht erfolgen kann. Ich lasse einen Bluttest machen. Morgen wird das Resultat vorliegen und dann wird Dr. Kwanchai entscheiden wie weiter zu verfahren ist. 

Die Hündin aus dem Slum ist gestern sterilisiert worden und so nehme ich sie wieder mit. Im Slum lasse ich sie heraus und spreche mit Em, die ja Nora und Nicky versorgt. Ich bitte Em mich zu informieren sobald eine neue Hündin im Slum auftaucht. Em erklärt mir, dass sich die Leute Hunde heranholen. Das ist natürlich nicht sehr ermutigend, da sie völlig verantwortungslos mit den Hunden umgehen. Em teilt mir mit, dass sie noch von einer weiteren Hündin im Slum weiß, die nicht sterilisiert ist. Darum werde ich mich in der kommenden Woche kümmern. 

Am Nachmittag liefere ich Reis und Trockenfutter bei Prajuab ab. Anschließend füttere ich die Hunde und fahre dann mit Kenji in die NPW Klinik. Kenji hat allmählich keine Lust mehr jeden Tag dieselbe Tour zu machen und ich auch nicht, aber ein paar Tage müssen wir das noch durchhalten. Die Tierärzte und die Helfer in der Klinik sind ganz lieb mit Kenji und das macht uns die Mühe leichter.

Mittwoch, 1. Februar 2017

Ich habe mittlerweile keine Bedenken mehr Kenji zusammen mit Johnny morgens herauszulassen, während ich mich an die Gartenarbeit mache. Während Johnny mit einigen Hunden herumtollt, streift Kenji durch den Garten und inspiziert auch den hinteren Bereich. Es kommt zu einer kleinen Auseinandersetzung zwischen ihm und Yaya, in die ich jedoch nicht eingreife. Yaya muss akzeptieren, dass von nun an Kenji die Leithundstelle eingenommen hat. Er ist mir sogar eine Hilfe indem er dazwischen geht, wenn sich zwei Hunde angehen. Natürlich ist die neue Rangordnung erstmal temporär, aber wenn Kenji dann wirklich unangefochten ist, wäre das für mich eine Erleichterung. Ich lasse ihn und auch Johnny aber zur Zeit noch nicht allein draußen. Das werde ich in den kommenden Tagen Schritt für Schritt in die Wege leiten. 

Mittags fahre ich am Mabprachan 7/11 vorbei, um nach Sally und der Hündin, die sich dort kürzlich eingefunden hat, zu sehen. Sally ist weiterhin nachtragend und weicht mir aus. Bei der anderen Hündin bin ich mir nun nicht mehr so sicher, dass sie trächtig ist. Sie ist sehr zutraulich und so werde ich sie am besten Mal zur Untersuchung in die Klinik bringen. 

Am Gym sehe ich den Mutterhund und dann auch den letzten Überlebenden ihrer drei Welpen. Der Welpe macht einen munteren Eindruck und scheint leben zu wollen. Ich finde ein paar Zecken an ihm, die ich entferne. 

Nach der spätnachmittäglichen Fütterung fahre ich mit Kenji und Johnny wieder zum täglichen Verbandswechsel. Kenjis Wunde heilt zu, aber die behandelnde Veterinärin empfiehlt ihn weiter täglich vorbei zu bringen. Auch die Verabreichung von Amoksiklav solle noch mindestens eine Woche lang fortgesetzt werden, da die Wunde sehr tief sei. Johnny brauche nun nicht mehr zum Verbandswechsel kommen. Ich solle die Wunde weiterhin mit Betadine behandeln und Amoksiklav absetzen.

Dienstag, 31. Januar 2017

Beppe ruft mich frühmorgens an, dass er einen vergifteten Hund hat. Ich teile ihm mit ihn in die South Pattaya Klinik zu bringen. 

Während der Gartenarbeit lasse ich Kenji und Johnny mit nach draußen. Kenji läuft nun frei herum wie Johnny auch. Bis auf Yaya und Big Boy sind auch alle Hunde mit Kenjis Erscheinen einverstanden. Yaya, der durch die anhaltende Behandlung seiner Hautprobleme wieder an Selbstbewusstsein gewonnen hat ist und der sich allmählich eine führende Stellung unter den Rüden eroberte, ist aber der einzige der wohl Kenji angehen könnte. Alle anderen Hunde erkennen ihn anscheinend als Alpha an. 

Bevor ich fahre, bringe ich Kenji und Johnny in die Küche zurück. Dann treffe ich Beppe, dem ich zwei Sack Trockefutter mitbringe. Beppe zeigt mir einige Hunde im Busch, die er versorgt und lädt mich danach in sein Haus ein, in dem er zehn Hunde und vier Katzen beherbergt. Der angefahrene Welpe ist wieder zurück aus der Klinik und erholt sich bei Freunden von Beppe, die am Busch hausen. 

Anschließend fahre ich zu Ba Bät, liefere Reis bei ihr ab und fahre dann weiter zu den Tempelhunden. Dort stelle ich fest, dass Rocky offenbar einen TVT Rückfall hat. Ich bringe ihn in die Silverlake Klinik. 

Mich hat ein Anruf von einer Anwohnerin im Talat Rung Roht in Naklua erreicht, dass dort in dem verlassenen Haus, in dem ich vor Jahren mal einige Monate Hunde untergebracht hatte, eine Hündin fünf Welpen hat. Zwei der Welpen sehe ich, die drei anderen verschwinden mit Mutter, Vater und einer weiteren Junghündin im Busch. Alle Hunde sind sehr scheu. Sie werden von der Anwohnerin und einer alten Frau, die ich dort antreffe, gefüttert. Die Hunde jedoch einzufangen wird sehr schwierig sein. Selbst wenn man sie blowdarted verschwinden sie auf Nimmerwiedersehen im Bush. Auf dem Talat treffe ich auch Mom, dem es gut geht. 

Ich gehe rüber in den Slum, wo ich nach den zwei Junghündinnen schauen will, die sterilisiert werden müssen. Zu meiner Verzweiflung sehe ich eine andere junge Hündin die trächtig ist. Diese Hündin hatte ich zuvor nicht bemerkt. Eine der anderen Hündinnen ist angeblich gestorben. Die Leute im Slum sind ein hoffnungsloses Volk. Hängen in ihrem Müll rum, fressen, quatschen, saufen und kümmern sich einen Dreck was um sie herum passiert. Die wissen genau, dass ich alle Hunde sterilisieren lasse, aber sie informieren mich nicht wenn eine neue Hündin dazugekommen ist. Ich lade also die noch hoffentlich nicht trächtige Hündin ein und bringe sie in die South Pattaya Klinik. Dem vergifteten Hund geht es besser. Dr. Kwanchai teilt mir mit, dass Beppe ihn wieder zurücknehmen kann.

Montag, 30. Januar 2017

Morgens entwischt mir Kenji zusammen mit Johnny durch die Küchentür. Ich bin natürlich hellwach, aber es passiert nichts. Einige Hunde bellen ihn immer noch an, aber Kenji ist vollkommen souverän und geht seiner Wege. Nach einer halben Stunde nehme ich ihn und Johnny wieder ins Haus. 

Rhonda vertritt mich über den Mittag, während ich mit Manuela zum Snoop Dog Food Store fahre. Manuela kauft für die Hunde 300 kg Trockenfutter und einige andere Kleinigkeiten. Als ich Manuela zu ihrem Hotel zurückbringe, fahre ich in einen Nagel und die Reifenreparatur kostet mich den halben Nachmittag. 

Am Spätnachmittag fahre ich mit Johnny und Kenji wieder zum Verbandswechsel in die NPW Klinik. Kenjis Wunde sieht nun schon viel besser aus und auch die Geschwulst an Johnnys Hals ist geschrumpft. Kenji läuft jetzt schon ganz selbstverständlich durch die Hunde und auch bei unserer Rückkehr in der Dunkelheit folgt er mir zusammen mit Johnny zum Haus und verschwindet ohne Aufforderung in der Küche.

Sonntag, 29. Januar 2017

Am Morgen ruft mich Beppe, der nette Italiener an und bittet mich um Hilfe. Er hat einen verletzten Welpen gefunden und möchte ihn behandeln lassen. Ich lasse ihn den Welpen in die South Pattaya Klinik bringen. 

Mittags kommt Josie und badet Kylie und Toby. Gemeinsam mit Josie versuchen wir Kenji an die Hunde draußen zu gewöhnen. Ich lege Kenji einen Harnes um und führe ihn an der Leine durch den Garten. Die Hunde sind natürlich neugierig, schnüffeln und bellen, aber Kenji lässt sich kaum beeindrucken. 

Am Spätnachmittag geht es wieder mit ihm und Johnny in die NPW Klinik zum Verbandwechsel. Anschließend hole ich die Hündin aus der South Pattaya Klinik, die Andrew für mich eingefangen hatte. Dr. Kwanchai zeigt mir den Welpen, den Beppe eingeliefert hat. Die Röntgenuntersuchung hat ergeben, dass keine Knochenbrüche vorliegen. Der Welpe macht auch schon wieder einen recht munteren Eindruck. Hoffentlich ist er mit ein paar Prellungen davongekommen. Ich bringe die sterilisierte Hündin zum Guesthouse in der Soi Bongkot zurück.  

Kenji kann ich nun schon an der Leine vom Tor aus zurück ins Haus führen, ohne dass es zu Zwischenfällen kommt. Von der Leine lassen möchte ich ihn allerdings nicht.

Samstag, 28. Januar 2017

Alphonse kommt am Morgen und wir treffen uns am späten Vormittag mit Alex, um Geschäftliches zu bereden. 

Anschließend fahre ich zum Mabprachan 7/11, um nach Sally zu schauen, die ich dort auch finde. Es scheint ihr gut zu gehen, aber sie ist nicht sehr freundlich zu mir. Ich sehe auf den Stufen des Geschäfts eine neue Hündin liegen. Eine der Frauen, die dort am Laden ihren Stand betreibt teilt mir mit, dass die Hündin sich erst kürzlich eingefunden habe und dass sie trächtig sei. Ein neues Problem wartet also auf mich. 

Am Nachmittag ist wieder der tägliche Verbandswechsel für Kenji und Johnny dran. Anschließend hole ich Mae, Rhondas Schützling, aus der South Pattaya Klinik und liefere sie bei Rhonda am Wong Amat ab.

Freitag, 27. Januar 2017

Am Vormittag fahre ich zu Klaus, der eine räudige Hündin betreut und bringe ihm flüssiges Ivermectin. Ich zeige Klaus wie das Ivermectin zu applizieren ist und wir hoffen, dass wir der Hündin Linderung verschaffen können, wenn Klaus sie einige Wochen lang behandelt. Auf dem Wege zu der Hündin halten wir an dem Platz, an dem Samlee zusammen mit Jakalen und Dodo lebt. Allen dreien geht es gut. Sie werden von Klaus und einer Anwohnerin versorgt. Die Anwohnerin zeigt mir eine weitere Hündin, die ich ebenfalls mit Ivermectin behandele. Kenny finden wir nicht, ich denke aber dass es ihm gut geht.

Mittags treffe ich mich mit Alphonse und Golf, um Geschäftliches zu besprechen. Am Nachmittag fahre ich mit Johnny und Kenji in die NPW Klinik zum täglichen Verbandswechsel. Kenji und Johnny kann ich nun beisammen lassen. Sie verstehen sich gut und sind ganz nett zueinander. Insbesondere Kenji macht mir viel Freude. Wenn ich ihn in die Klinik bringe geht er an der Leine und lässt sich auch von mir das morgendliche und abendliche Amoksiklav in den Schlund schieben. Da er auf Kommandos hört, vermute ich dass er eventuell ausgesetzt wurde. 

Am Spätnachmittag hole ich die TVT Hündin von der Soi Bonkot aus der South Pattaya Klinik. Johny empfängt sie und ich lerne auch Andrew kennen, der vor dem Guesthouse mit einer Hündin sitzt, die ich ebenfalls sterilisieren lassen wollte. Selbstverständlich lasse ich mir die gute Gelegenheit nicht entgehen und bringe die Hündin in die Klinik. Nun sind noch zwei Hündinnen um das Guesthouse herum nicht sterilisiert und ich hoffe mit Hilfe von Andrew und einer Anwohnerin auch diese beiden in die Klinik schaffen zu können. 

Am Abend fahre ich dann noch zu Wan Song und bringe ihr Trockenfutter für die Hunde und Katzenfutter. Gerhard schickt mir in der Nacht eine Email mit Fotos von Rani, die sich wohl mittlerweile gut eingelebt hat.

Donnerstag, 26. Januar 2017

Rhonda kommt heute Morgen und danach auch Annie, Rhondas Bekannte, die gelegentlich vorübergehend Hunde aufnimmt, die zur Adoption vorgesehen sind. 

Nachdem Nut gekommen ist, fahre ich mit Rhonda nach Wong Amat. Das Einfangen der Hündin gestaltet sich als einfach, da ein Taxifahrer sie in die Box bugsiert. Nachdem wir die Hündin in der South Pattaya Klinik abgeliefert haben, bringe ich Rhonda nach Hause. 

Danach fahre ich zum Mabprachan 7/11, um nach Kenji und Sally zu sehen. Sally sehe ich nicht, jedoch aber Suzy und Kenji. Kenjis Wunde sieht furchtbar aus und ich entschließe mich deswegen ihn sofort in die Klinik zu bringen. Überraschenderweise kann ich Kenji aufheben und ein aufmerksamer Ausländer hilft mir ihn in die Box zu schieben. Ich fahre mit Kenji in die NPW Klinik, die so gute Arbeit an Dae geleistet hat. Kenji wird sediert und eine Stunde lang verarztet. Die gesamte Prozedur lang ist er sehr kooperativ. Zu Hause nehme ich ihn in die Küche, da ich ihn erstmal nicht wieder auf die Straße entlassen möchte. Zudem muss ich mit ihm für die kommenden drei Tage in der Klinik zum Verbandwechsel erscheinen. 

Nachdem ich die Hunde gefüttert habe fahre ich erneut in die NPW Klinik, dieses Mal mit Emma und Johnny. Emma ist in den rechten Vorderlauf gebissen worden und humpelt seit einer Woche. Normalerweise verschwinden solche Verletzung von selbst, aber nun möchte ich wissen, ob etwas Ernsthaftes hinter der Verletzung steckt. Deswegen will ich Emma röntgen lassen. Johnnys Schwellung neben der Bisswunde hat sich vergrößert und verhärtet. Eine eingehende Untersuchung ist fällig. Das Ergebnis der Röntgenuntersuchung von Emmas Pfote ist ermutigend. Die Knochen sind heil geblieben und es wird nur eine leichte Sehnenentzündung festgestellt, die nicht weiter behandlungsbedürftig ist. Emma soll nur nicht so viel herumlaufen. Johnnys Schwellung wird geöffnet und ausgeräumt. Auch ihn soll ich wie Kenji die kommenden Tage zum Verbandswechsel wieder in die Klinik bringen.  

Kenji hat sich in der Küche erstklassig benommen und empfängt mich schwanzwedelnd. Johnny nimmt unter meinen Argusaugen Kontakt zu Kenji auf, der das auch freundlich zulässt. Ich gehe aber natürlich kein Risiko ein und nehme Johnny zu mir.

Mittwoch, 25. Januar 2017

Mittags hole ich Manuela ab und wir fahren zurück zum Haus. Manuela leitet eine Hundetagesstätte in Deutschland und hat viel Erfahrung mit Hunden unterschiedlicher Herkunft, die sich in einem Rudel zurechtfinden müssen. Sie erteilt mir etliche Ratschläge wie mit den Hunden stressfreier umzugehen sei. 

Am Spätnachmittag bringe ich Manuela zurück zu ihrem Hotel und fahre mit Johnny in die South Pattaya Klinik. Dort erhält Johnny eine Tollwutimpfung und ihm wird ein Microchip eingepflanzt. 

Nachdem ich Johnny zurückgebracht habe, fahre ich zu Kenji. Seine Wunde sieht immer noch schlimm aus, aber die Schwellung an seinem Hals ist fast verschwunden und die Schwellung auf seinem Nacken ist auch etwas zurückgegangen. Kenji verschmäht Würstchen und auch Hühnerbrust, aber ich kann ihm wieder Prednisilone in Kebab geben.

Dienstag, 24. Januar 2017

Mittags bekomme ich Besuch von Som und Mickey von Green Acres Animal Rescue in Wales. Mickey ist der Einladung von Joe und Som gefolgt und wird in Zukunft die Foundation unterstützen. 

Am Nachmittag besuche ich Jan und Suki, die in der Nähe vom Tempel wohnen und mich unterstützen. Danach fahre ich zum Tempel, erneuere Futter und Wasser. Asa hat sich offensichtlich den linken Vorderlauf verletzt, denn sie humpelt. Ich hoffe, dass sich das wieder von selbst erledigt. 

Auf dem Weg zurück zum Haus halte ich am Mabprachan 7/11, um nach Sally zu schauen. Sie ist wohlauf, aber Kenji hat sich wohl erneut gebissen und wieder Wunden und Schwellung davongetragen. Ich fahre nach Hause und hole Prednisilone und Amoksiklav. Kenji is sanft wie immer aber es dauert bis er schließlich das Prednisilone verpackt in Hähnchenfleisch zu sich nimmt. Das Amoksiklav verweigert er. Ich werde ihn erneut einige Tage behandeln müssen.

Montag, 23. Januar 2017

Heute Morgen finde ich wieder eine Bierflasche im Garten und eine zerschmetterte vor dem Tor. Ohne mein Zutun spricht Gai mit den neuen Thai Mietern auf dem Grundstück gegenüber dem Haus. Die reagieren aggressiv auf ihre Frage, ob sie gesehen haben wer die Flasche gegen das Tor geworfen hat. Somit ist also klar, wer dafür verantwortlich ist. Gai macht ein Foto und will, dass ich eine Anzeige mache. Ich halte das für zwecklos werde aber eine CCTV Kamera am Tor installieren um einen Beweis führen zu können.  

Rhonda kommt und so kann ich Johnny draußen lassen. Er ist ja gern mit den großen Hunden zusammen und wird mit jedem Tag selbständiger. Auf Felix allerdings haben wir immer noch ein Auge, obwohl der sich eigentlich nie aggressive verhält.

Am Nachmittag muss ich einen Baum entsorgen, den der große Regen niedergemacht hat und der nicht mehr anwachsen wollte. Anschließend fahre ich zu der räudigen Hündin und gebe ihr ein weiteres mit Ivermectin gespritztes Stück Hähnchenfleisch. Der Nachbar kommt vorbei und äußert sich erfreut über Erholung des Hundes. Er hatte die Hündin einem Veterinär vorgestellt und der meinte, er könne für den Hund nichts mehr tun. 

Am frühen Abend fahre ich in die South Pattaya Klinik und hole Sally ab. Die TVT Hündin lasse ich noch bis Freitag in der Klink. Sie wird dann die zweite Chemo erhalten. Sally ist froh wieder bei ihren Freunden am 7/11 zu sein. Ich sehe auch Suzy und Kenji, der schon wieder zerbissen ist. Er ist einfach unverbesserlich, aber zumindest hat er gutes Heilfleisch.

Sonntag, 22. Januar 2017

Nachdem Gai gekommen ist, fahre ich mit Yoshi in die South Pattaya Klinik, um ihn einäschern zu lassen. Dr. Kwanchai erklärt, dass die Ursachen für einen Anfall vielfältig sein können. Möglicherweise sei eine unerkannte Nieren- oder Leberfunktionsstörung für den Anfall verantwortlich gewesen. Ich schaue nach Sally und der TVT Hündin. Beide Hündinnen scheinen sich zu erholen. 

Am frühen Abend fahre ich zum Gym, um nach dem kranken Welpen zu schauen. Der Wachmann teilt mir mit, dass der Welpe gestorben sei. Die sogenannte Besitzerin ist auch zugegen und weist den Wachman an nicht weiter mit mir zu sprechen. Ich schaue nach dem Mutterhund und dem anderen Welpen und finde beide schließlich in der Dunkelheit. Um den Mutterhund hatte ich mir keine besonderen Sorgen gemacht und bin froh auch den Welpen gesund und munter anzutreffen. Wollen wir hoffen, dass der Parvo Alarm ein falscher war.

Samstag, 21. Januar 2017

Samstags kommt Gai nicht und überlässt mir die Arbeiten in Hof und Garten. Am Nachmittag fahre zum Mabprachan 7/11, um Sally in die Klinik zu bringen. Sally vertraut mir und ich schaffe sie ohne Probleme in die Box. In der South Pattaya Klinik sperre ich sie in einen Käfig und schaue nach der TVT Hündin von Johny. Dr. Kwanchai teilt mir mit, dass beide Operation gut verlaufen seien und dass die TVT Hündin wohl nach drei Chemotherapiebehandlungen geheilt sein wird. Da die Hündin nicht so leicht einzufangen ist, lasse ich sie bis zur zweiten Chemo in der Klinik. Für die dritte Chemo eine Woche darauf hoffe ich sie dann wieder einfangen zu können. 

Ich teile Dr. Kwanchai mit, dass ich Yoshi habe röntgen lassen und dass Arthrose in seinem Kniegelenk festgestellt wurde. Ich lasse mir ein Mittel dagegen mitgeben, das Dr. Kwanchai empfiehlt. Für Roshis Hunde lasse ich mir Doxycycline geben und für mich auch eine Dose. 

Dann fahre ich zu Roshi und gebe ihr das Medikament und dazu noch Bravecto für Hop und Daeng, die beide Zeckenbefall aufweisen. Anschließend gehe ich in die Jah Klinik, die direkt neben Roshis Village gelegen ist. Dr. Jah teilt mir mit, dass Noi den Welpen zu sich genommen hat. 

Zurück im Haus geht es Yoshi nicht gut. Er hat offensichtlich Schmerzen. Da er am Morgen bereits Carprofen erhalten hat will ich ihm kein weiteres Schmerzmittel mehr geben. Ich setze mich zu ihm. Nach etwa einer Stunde geht es ihm anscheinend besser und er schläft ein. Am späten Abend setzen die Schmerzen wieder ein. Ich nehme Yoshi zu mir ins Schlafzimmer und er legt sich neben mein Bett. Um halb drei wache ich von Geräuschen auf und sehe zu meiner Bestürzung, dass Yoshi einen Anfall hat. Ich fahre mit ihm in die NPW Klinik, die einen Nachtdienst anbietet. Als ich an der Klinik ankomme und Yoshi aus der Box nehmen will, stelle ich fest, dass er bereits gestorben ist. Ich fahre mit ihm wieder nach Hause und verpacke ihn.

Freitag, 20. Januar 2017

Rhonda kommt heute Vormittag und kümmert sich um die Hunde, während ich am Schreibtisch sitze. Johnny ist schon vorher mit mir draußen gewesen und nun auch mit Rhonda. Das Spielen mit den großen Hunden und das Buddeln im Sand gefällt ihm. Als Rhonda geht, kommt Johnny wieder zu mir ins Haus und schläft erschöpft neben meinem Schreibtisch ein.

Am Nachmittag kaufe ich drei Säcke Reis und zwei Sack Trockenfutter. Zwei Säcke Reis und einen Sack Trockenfutter liefere ich bei Ba Hom ab. Sie kümmert sich um zwei Hunde, die ich vor einigen Monaten habe sterilisieren lassen. Ba Hom wohnt bei mir in der Nachbarschaft,  ist sehr arm und hatte mich kürzlich gebeten ihr zu helfen. 

Anschließend fahre ich mit Johnny zur South Pattaya Klinik und lasse ihn zum zweiten Mal impfen. Dann bringe ich die nun sterilisierte läufige Hündin an ihren Platz zurück. Auf dem Wege zurück nach Hause treffe ich Khun Jin, die am Reservoir Hunde füttert und gebe ihr wie versprochen einen Sack Reis und einen Sack Trockenfutter.

Donnerstag, 19. Januar 2017

Mittags bade ich zuerst Toby und dann Hudiao. Anschließend bringe ich Hudiao an ihren Platz zurück. Sie ist froh wieder in ihrer gewohnten Umgebung zu sein. Nut ist mittlerweile gekommen und putzt das Haus. 

Am frühen Nachmittag bittet mich Nicky nach Hunden in ihrem Village zu sehen. Die Hunde sind durch ein Loch unter der Mauer hineingekommen und die Arbeiter bekommen sie angeblich nicht wieder heraus. Daher sollen die Hunde vergiftet werden. Ich fahre mit Yvonne, die mittlerweile gekommen ist, in das Village, kann jedoch keine Hunde finden. Das Loch muss einfach verschlossen werden und dann ist das Problem gelöst. 

Anschließend fahren wir zu einer Wellblechsiedlung, in der Bauarbeiter aus Myanmar hausen. Eine Hündin hatte dort acht Welpen, von denen allerdings nur drei überlebt haben. Die Mutter muss sterilisiert werden sobald die Welpen abgestillt sind. 

Johnny ist ja kein gewöhnlicher Straßenhund. Yvonne meint, dass er vom Aussehen her und seinem Verhalten einem Pitbull oder einer Pitbullmischung ähnelt. Sollte Johnny adoptiert werden, muss er auf jeden Fall in erfahrene Hände abgegeben werden. Yvonne bietet sich an, ihn bei ihrem nächsten Besuch zu sich zu nehmen. 

Vor meinem Fitness Studio leben zwei Hündinnen. Eine davon hatte kürzlich drei Welpen von denen nur noch zwei übrig sind. Da ich vorhabe die beiden Hündinnen sterilisieren zu lassen, frage ich im Fitness Studio nach, ob sich jemand dort an den Kosten beteiligen könne. Die Managerin ruft bei einer Frau an, die sich angeblich um die Hunde kümmert. Die „Besitzerin“ lehnt es ab, die Hunde sterilisieren zu lassen, will sie lieber ein Verhütungsmittel spritzen lassen.  

Als ich zu meinem Auto gehe spricht mich Noi an, die sich um die beiden Welpen kümmert. Einer der Welpen ist sehr schwach. Wir fahren in die nächstgelegene Klinik, wo der Welpe an einen Tropf gehängt wird. Die diensthabende Veterinärin will eine Parvo Infektion nicht ausschließen. Morgen werde ich erneut in die Klinik fahren, um zu sehen wie es dem Welpen geht.

Mittwoch, 18. Januar 2017

Um ein wenig mehr Platz für die Hunde im hinteren Bereich zu schaffen, bringe ich Kenny und Samlee am Vormittag wieder an ihre Plätze zurück. Kennys Doxycyline Kur ist beendet und Samlee kann schon fast wieder normal laufen. Klaus wird sich wieder um die beiden kümmern. 

Am frühen Nachmittag hole ich Rhonda vom Wong Amat ab und wir fahren in die Silverlake Klinik, wo wir Som und Dr. Kwanchai treffen. Der Foundation ist ein drei Rai großen Stück Land angeboten worden. Das Land ist einen Steinwurf von der Silverlake Klinik entfernt. Wir schauen uns das Grundstück an und Som versucht den Eigentümer zu sprechen. Bisher hatten wir nur mit dem gegenwärtigen Pächter Kontakt. Der Pächter hatte uns versichert, dass das Areal geeignet sei, Hunde aufzunehmen. Der Besitzer allerdings ist da anderer Meinung und so ist Hoffnung Land zu relativ günstigen Konditionen zu pachten, zerstoben. 

Mit Rhonda fahre ich in den Tempel. Rhonda war noch nie dort und so halten wir uns an der Vorhalle und am Sala etwas länger auf. Anschließend machen wir unseren Strandgang. Wie auch bei mir im Haus so sind alle Hunde im Tempel und am Strand sehr freundlich zu Rhonda. 

Nach dem Tempelbesuch fahren wir zum Haus in dem Danny und Dina nun leben. Ich impfe die beiden zum zweiten Mal. Beiden Welpen geht es gut. 

Anschließend fahren wir zurück zum Wong Amat, wo Rhonda sich um eine Hündin mit zwei Welpen kümmert. Auch die beiden werden geimpft. Immer wenn ich mehrere Stunden unterwegs bin, bin ich ein wenig in Sorge, ob im Haus alles in Ordnung ist. Bis auf den Umstand, dass ein kleiner Baum umgefallen ist, ist das heute auch der Fall.

Dienstag, 17. Januar 2017

Mittags fahre ich mit Toby zur North Pattaya Klinik, in der heute wieder die Hautspezialistin aus Bangkok praktiziert. Tobys Nieren- und Blutwerte sind normal. Es wird eine bakterielle Infektion festgestellt, dazu leidet Toby noch an Sarcoptic Räude. Cephalexin und Itraconazole werden ihm für einen Monat verordnet. Dazu hat er Samarin, ein leberunterstüzendes Mittel zu nehmen. Itraconazole längere Zeit genommen, kann die Leberfunktionen beeinträchtigen. 

Nachdem ich Toby zurückgebracht habe, fahre ich in die Soi Bongkot und treffe dort Johny, den Residenten, der die TVT Hündin entdeckt hatte. Mit etwas Geduld gelingt es mir die Hündin einzufangen. Bei der Gelegenheit entdecke ich drei weitere Hündinnen, die sterilisiert werden müssten. Eine davon in läufig. Deswegen nehme ich auch sie gleich mit. Ich liefere die Hunde in der South Pattaya Klinik ab, wo Dr. Kwanchai sie in Empfang nimmt. 

Anschließend fahre ich zu Roshi. Gemeinsam mit Jet an Bord fahren wir in die North Pattaya Klinik. Die Veterinärin erklärt Roshi wie sie die Behandlung für Jet fortsetzen muss und empfiehlt dazu noch eine Doxycycline Kur. 

Am Abend dann treffe ich mich mit Yvonne, Jörg, Josy, Ray und einigen anderen. Yvonne hat uns zum Essen eingeladen.

Montag, 16. Januar 2017

Rhonda kommt heute Morgen und vertritt mich während ich mit Yoshi und Johnny in North Pattaya Klinik fahre. Johnnys Wunde hat sich angeblich innerlich schon geschlossen und muss nun noch äußerlich zuwachsen. Yoshis Hinterlauf wird geröntgt. Es wird Arthrose am Kniegelenk festgestellt. Ich bekomme ein Nahrungsergänzungsmittel mit, das die Entzündung lindern soll. Weiterhin soll ich die Massage fortsetzen. Immerhin weiß ich nun woran ich bin.

Ein Resident aus der Soi Bongkot fragt mich, ob ich einer Hündin helfen könne. Er schickt mir ein Foto auf dem klar zu sehen ist, dass die Hündin an TVT leidet und ihr nur eine Operation helfen kann. Ich ringe dem Residenten das Versprechen ab einen Teil der Kosten zu tragen und frage Manuela, ob sie mir helfen könne. Manuela sagt spontan zu die Operationskosten zu tragen. Die Kosten für die Chemotherapie tragen dann der Resident und ich. 

Später informiert mich Roshi, dass einer der Hunde, für die sie sorgt offenbar an einer Ohrentzündung leidet. Ich verspreche den Hund morgen Nachmittag in der Nord Pattaya Klinik vorzustellen, nachdem ich die TVT Hündin in der South Pattaya Klinik abgeliefert habe. 

Später schaue ich noch nach der räudigen Hündin in meiner Nachbarschaft. Sie frisst wieder das mit Ivermectin präparierte Hähnchenfleisch ohne Probleme. Ich meine erkennen zu können, dass die Behandlung schon ein wenig Wirkung zeigt.

Sonntag, 15. Januar 2017

Marcus und ein Kameramann kommen am Vormittag und schießen Fotos und machen Video Aufnahmen für Hope for Strays. Die Hunde sind ja fremde Besucher gewohnt und gehen nach zehn Minuten ihren gewohnten Beschäftigungen nach, sodass ich mich bei den Aufnahmen völlig zurückhalten kann. Nach etwa einer Stunde fahre ich mit den beiden zu Joes und Soms Haus, wo der zweite Dreh stattfindet.

Gerhard ruft mich an und teilt mir mit, dass Rani sich nun wohl doch an ihr neues Zuhause gewöhnt hat. Sie habe Kontakt zu Gerhard und seiner Frau gefunden und sei zufrieden. 

Die Reha mit Yoshi gestaltet sich weiter als schwierig. Ich möchte wissen, ob mit einer Heilung seines Beines rechnen kann oder nicht. Deswegen werde ich Yoshi morgen röntgen lassen.

Samstag, 14. Januar 2017

Alfonse kommt mich heute Morgen besuchen und hilft mir bei der Gartenarbeit. Gemeinsam verarzten wir Johnny und ich versuche bei Yoshi ein wenig Reha. Die gestaltet sich jedoch als schwierig, da Yoshi sehr verspannt ist und Angst vor jeder Berührung seines operierten Hinterlaufes hat. Ich kann aber nach einer Weile sein stets angezogenes Bein ein wenig lockern und strecken. Trotz seines Widerwillens gegen die Behandlung muss ich sie aber mindestens zweimal täglich fortsetzen. Andernfalls befürchte ich, dass Yoshi sein Bein nie wieder gebrauchen kann. 

Johnnys Wunde ist zwar nicht entzündet, aber schließt sich kaum. Dessen ungeachtet ist Johnny sehr energetisch und anscheinend macht ihm die Verletzung nichts aus. Ich lasse ihn für eine Stunde hinaus und er spielt und rauft mit den großen Hunden. Nur in die Nähe von Felix lasse ich ihn nicht. Ich kann nicht ausschließen, dass Felix Johnny erneut angeht. 

Mittags fahre ich mit Alfonse zu Nicky, die einer Familie einige Kätzchen vermitteln möchte. Nicky und Alfonse haben fünf davon und zwei werden hoffentlich adoptiert werden. Ich bringe Alfonse mit den Kätzchen zu ihm nach Hause und treffe danach Manuela. Manuela leitet eine Tagesstätte für Hunde in Deutschland und bietet mir ihre Hilfe bei der Spendenakquirierung für Hope for Strays an. Wir werden uns in einigen Tagen erneut treffen, wenn Manuela uns besuchen kommt.

Freitag, 13. Januar 2017

Nachdem Gai mittags gegangen ist, kaufe ich Reis ein und liefere 30 kg an Prajuab. Dann fahre ich nach Baan Amphur und liefere weitere 30 kg bei Ba Bät ab. Ich säubere die Behälter in der Vorhalle und im Sala und fülle sie auf. Anschließend machen wir unseren Strandgang auf dem wir die drei Beachhunde treffen. Alle Hunde machen einen guten Eindruck. Anscheinend versucht sich ein neuer Rüde einzugliedern, er wird jedoch mehrmals verjagt. 

Auf meinem Weg zurück in die Stadt schaue ich nach Hunden im Caribbean. Sean aus Taiwan hatte mich gebeten nach ihnen zu sehen. Die kleine Familie ist komplett und liegt bei den Wachleuten am Eingang des Resorts. Der Mutterhund stillt die beiden weiblichen Welpen noch und deshalb muss mit ihrer Sterilisierung noch gewartet werden. Geimpft werden können die Welpen aber schon und das werde ich dann in der kommenden Woche machen. Anschließend schaue ich nach Jade und Jack, den beiden Schützlingen von Stefan. Auch sie machen einen guten Eindruck. 

Ich fahre weiter zur South Pattaya Klinik und hole Hudiao und Jule ab. Hudiao quartiere ich wieder in der Küche ein und Jule kommt zu Dana in den hinteren Bereich.

Donnerstag, 12. Januar 2017

Elvira ist über Nacht geblieben und hilft mir bei der morgendlichen Arbeit. Gai kommt und macht den Garten und auch Rhonda kommt am Vormittag. Wir versorgen Johnnys Wunde, die immer noch böse aussieht. Elvira und Rhonda waschen Hudiao. 

Am frühen Nachmittag kommt Nut. Elvira und ich fahren mit Hudiao und Jule in die South Pattaya Klinik, um sie sterilisieren zu lassen. Aus der Klinik nehmen wir Boonma, Dia und Daen. Ich setze Elvira in der Stadt ab und fahre zu Prajuab, der die drei sterilisierten Hunde in Empfang nimmt. 

Nachdem ich die Hunde am späten Nachmittag versorgt habe, fahre ich zu Wan Song und liefere bei ihr Trockenfutter für die Hunde und die Katzen ab. Anschließend fahre ich zu Som und händige ihr Doxycycline aus, das ich für sie bestellt hatte.

Mittwoch, 11. Januar 2017

Am frühen Vormittag fahre ich zu Prajuab und hole Dia, Daen und Boonma ab, um sie in die South Pattaya Klinik zur Sterilisation zu bringen. Dia und Daen sind vorläufig die letzten Hündinnen unter Prajuabs Obhut, die noch nicht sterilisiert worden sind. Boonma ist Cocos Schwester und erst kürzlich ausgesetzt worden. Coco ist ja von Rene und Heidi adoptiert worden. Obwohl ich die drei Hunde nicht kenne, gestaltet sich der Transport und die Unterbringung in der Klinik problemlos.

Ksenia und Zaya sind sich nicht sicher, ob sie die Kosten für die Behandlung der Parvo Hunde tragen wollen. Ohne dass die Hunde behandelt werden, wird Dr. Kwanchai sie nicht in der Klinik behalten wollen. Ich schlage deshalb Ksenia und Zaya vor, mich an den Behandlungskosten zu beteiligen und es scheint daraufhin zwischen ihnen und Dr. Kwanchai zu einem Einverständnis gekommen zu sein.

Mittags fahre ich mit Johnny in die North Pattaya Klinik. Die Wunde wird gereinigt und verbunden. In den kommenden Tagen muss ich das dann weiter machen. Johnny muss außerdem fünf Tage lang Amoksiklav bekommen. 

Yoshi macht mir auch zunehmend Sorgen. Wenn ich seinen operierten Hinterlauf bewege, schmerzt es ihn. Die Muskeln sind so gut wie verschwunden, da Yoshi sein Bein nicht belastet. Außerdem finde ich Blut in seinem Kot. Über Nacht nehme ich ihn ins Haus. Auch Hudiao ist im Haus sowie Johnny.

Dienstag, 10. Januar 2017

Es hat die ganze Nacht bis in den späten Vormittag hinein ausgiebig geregnet mit dem Ergebnis, dass der Garten bis zum Mittag unter Wasser steht. Die Hunde haben sich alle ein trockenes Plätzchen gesucht und keiner von ihnen ist zu Schaden gekommen. 

Vor einigen Tagen hat mich Ksenia darüber informiert, dass sie einen Mutterhund mit ihren beiden Welpen aus Phutaluang holen will. Die Hündin hatte ihre Jungen in einem Resort, in dem Ksenia arbeitet, bekommen und Ksenia hatte sich um die Hunde kümmern können. Zwei der ursprünglich vier Welpen konnte sie vermitteln, aber dann ist die Hündin mit den verbliebenen zwei Welpen ohne Ksenias Wissen abgeholt und nach Phutaluang verbracht worden. 

Ksenia hatte mich gebeten einen vorübergehenden Platz für die Hunde zu finden und ich hatte ihr erklärt, dass Hunde aus Phutaluang in Quarantäne genommen werden müssten, da in dem Lager Staupe und Parvo virulent ist. Ksenia hatte dem zugestimmt und ich hatte mit Dr. Kwanchai vereinbart die Hunde in der Silverlake Klinik zu isolieren. Die Umsiedelung war dann für heute Vormittag terminiert. 

Da aber Dr. Kwanchai bis zum Mittag in der South Pattaya Klinik ist, fahre ich in die Silverlake Klinik, um Ksenia mit den Hunden entgegenzunehmen. Als ich dort ankomme, ist Ksenia mit ihrer Freundin Zaya schon da und sie haben neben den drei Hunden noch eine junge, halbtote Katze mitgebracht. Ich sperre die Hunde in einen Kennel, der weit genug von Kennels ist, in denen andere Hunde liegen, und die Katze in einen Nebenraum der Klinik. Gerade als die beiden Frauen gefahren sind, kommt Dr. Kwanchai und ich informiere ihn über Neuzugänge. 

Auf dem Rückweg zum Haus hole ich Elvira ab. Beim Best treffen wir auf Rudi. Seine Geschwulst bildet sich offenbar allmählich zurück. Anschließend fahren wir zum 7/11 am Chaloem Phrakiat und nehmen Hudiao auf. Zu Hause wird sie erstmal gebadet. Hudiao hat am ganzen Körper kleinere Unebenheiten, die wohl mit einigen Waschungen behoben werden können.

Am späten Nachmittag ruft mich Som an und teilt mir mit, dass die Gemeinde auch bei ihr war und sie aufgefordert hat, die Hunde im Haus innerhalb von zwei Wochen zu entfernen. Aber auch ihr wurde keine schriftliche Verfügung ausgehändigt. Ich stelle für sie den Kontakt zu meinem Anwalt her.

Dr. Kwanchai teilt mir mit, dass die kleine Katze bereits gestorben sei und dass alle drei Hunde mit dem Parvovirus infiziert sind. Ich informiere Ksenia darüber. Sie und Zaya wollen sich bis morgen überlegen, ob sie die Hunde behandeln wollen. 

Johnnys Wunde ist ziemlich tief und zeigt keine Besserung. Ich werde ihn wohl morgen wieder in die North Pattaya Klinik bringen müssen.

Montag, 9. Januar 2017

Mir ist das Futter ausgegangen und so muss ich erstmal morgens 120 kg Trockenfutter kaufen. Josie kommt mittags und wir baden Kylie, Zhenya, Nura, Lina, Mom, Tommy und Yaya. Dana und Jule finden sich einigermaßen im hinteren Bereich zurecht. 

Morgens, während ich im Garten arbeite, öffne ich immer das Gatter zum vorderen Bereich, sodass die Hunde sich nicht so eingesperrt fühlen. Allerdings nehmen das normalerweise nur Yana, Yota, Nadia, Samlee, Rocco, Kenny und nun auch Dana und Jule wahr. Dana hat sich ein wenig mehr in die Meute eingefügt, aber nun fängt Jule an sich unbeliebt zu machen. Deswegen verbanne ich sie schnell wieder in den hinteren Bereich bevor etwas Unangenehmes passiert. 

Felix scheint Johnny garnicht zu mögen und stürzt sich wieder auf ihn. Ich bin jedoch ganz in der Nähe und kann das Schlimmste verhindern und Felix bekommt von mir einen kräftigen Einlauf. Leider habe ich nicht verhindern können, dass Johnny eine klaffende Wunde davongetragen hat. 

Zur spät nachmittäglichen Fütterung verschließe ich das Gatter wieder. Dana und Jule müssen sich bis auf Weiteres dort einfügen. Mit ihnen ist dann auch die Aufnahmekapazität im hinteren Bereich erreicht.

Sonntag, 8. Januar 2017

Während Gai den Garten macht, lasse ich Dana, Jule und Johnny hinaus und habe ein Auge auf sie. Dana ist ja ein wenig schwierig und macht sich nicht viele Freunde, Johnny ist allseits akzeptiert, geht aber schon mal im Gewühl unter und ich muss ihn zuweilen etwas schützen. Erstaunlicherweise bewegt sich Jule, die ja im Tempel einen verängstigten Eindruck gemacht hatte, recht selbstbewusst als sich etliche Hunde um sie scharen, um sie zu beschnuppern. Sie läuft bald durch das gesamte Gelände und ich muss nur die üblichen Verdächtigen schon mal ermahnen, ihre Kläfferei herunterzufahren.

Mittags sperre ich alle Hunde, die in den hinteren Bereich gehören einschließlich Dana und Jule dort hinein und Johnny ins Haus. Dann schnappe ich mir Nina und fahre mit ihr zu einem Augen-check-up in die North Pattaya Klinik. Der Augenveterinär erklärt mir, dass es am Besten sei erstmal garnichts zu machen. Für den Fall, dass Nina Juckbeschwerden bekommen sollte, schreibt er mir Augentropfen auf.

Am frühen Nachmittag kommt Marcus, um sich Haus und Gelände für das kommende Videoshooting anzusehen. Anschließend fahre ich mit ihm zu Joe und Som. Dort besprechen wir den Ablauf des Shootings.

Am späten Nachmittag fahre ich mit Alfonse zu Rita und Ernest, um den Kühlschrank abzuholen. Khun Tog folgt uns mit seinem Pick-up. Der Kühlschrank ist ein ziemlicher Brocken und so bekommen wir ihn mit vier Mann gerade mal so auf die Ladefläche. Als wir ihn schließlich bei uns in der Küche haben, sind wir erleichtert. Ich bringe Alfonse zurück nach Hause und füttere die Hunde. Dana und Jule scheinen sich im hinteren Bereich zurechtzufinden und so lasse ich sie über Nacht dort. Johnny schläft bei mir.

Samstag, 7. Januar 2017

Jule hat sich während der Nacht tadellos verhalten und auch Dana verhält sich ihr gegenüber recht ordentlich. Jule hat nun Vertrauen zu mir gefasst und kommt auch schon mal zu mir ins Büro. Sie scheint sich bei uns wohl zu fühlen. Als ich Zhenya in die Küche hole, um ihn separat zu füttern, geht sie ihn schon zusammen mit Dana und Johnny an. Das Haus ist nun das Revier der drei. Das wird sich aber bald ändern. Dana und Jule muss ich dann versuchen in den hinteren Bereich einzugliedern, vielleicht auch schon Johnny zusammen mit den beiden.

Freitag, 6. Januar 2017

Rhonda kommt am Morgen und bleibt bis Elvira und ich mit Rudi und Dana zum Best Supermarket fahren. Rudi wurde zum Problem wie bei seinen vorigen Besuchen auch schon. Die ersten Tage benimmt er sich tadellos, aber dann versucht er sich als Boss aufzuspielen und das lassen sich nicht alle Hunde gefallen. Rudis Behandlung wäre in drei Tagen komplett. Ich muss sie nun vor Ort beenden. 

Dana haben wir mitgenommen in der Hoffnung, dass sie uns beim Einfangen von Jule helfen könnte. Zunächst aber fahren wir zu Gerhard, der Probleme mit Rani hat. Rani sei sehr ängstlich und verkrieche sich. Sie versuche auch sich durch die Umzäunung zu zwängen. Als wir eintreffen ist Rani außer sich vor Freude. Nach einer Weile versuche den Kontakt zwischen ihr und Gerhard zu verbessern. Wir lassen sie auch vor das Haus, wo sie sich ordentlich austobt. Ans Weglaufen denkt sie nicht. Ich gehe zweimal für einige Minuten aus dem Haus und lasse sie mit Gerhard allein. Beim zweiten Mal ist sie schon ruhiger und als wir dann endlich gehen, scheint es ihr in ihrer neuen Umgebung besser zu gehen.

Anschließend fahren wir zu Virdals Haus. Danny und Dina sind dort offensichtlich gut angekommen. Erst nachdem ich sie mehrere Male anspreche, erinnern sie sich an mich. Aber nur Dina scheint sich richtig zu freuen mich zu sehen, Danny hat mich wohl schon vergessen. In einer Woche werde ich die beiden für die zweite Impfung abholen.

Wir fahren weiter zum Tempel. Roscoe, den wir für die dritte Chemo in die Silverlake Klinik bringen müssen ist anwesend wie alle anderen Hunde auch. Jule allerdings sehen wir nicht. Ich lasse Elvira im Tempel und fahre zu Rita und Ernest, die mir einen Kühlschrank vermachen möchten. Der ist allerdings ein größeres Teil, das ich mir erstmal anschauen möchte, damit ich weiß wie ich ihn transportieren kann. In meinen kleinen Pick-up geht er nicht rein.

Elvira hat den ganzen Strand abgesucht, konnte Jule aber nicht entdecken. Ich suche nun den gesamten Tempelbereich ab. Dabei stoße ich auf Rob und Jay, die sich um einen Mutterhund mit vier etwa drei Monate alten Welpen kümmern. Ich sehe sogleich, dass die Hündin an TVT leidet und Rob teilt mir mit, dass sie bereits mehrere Chemotherapiebehandlungen hinter sich hat. Der Tumor allerdings ist immer noch gewaltig, da er nicht operiert wurde. Deshalb schlage ich Rob vor die Hündin Dr. Kwanchai vorzustellen. 

Danach setze ich meine Suche nach Jule fort und finde sie schließlich an der Tempelmauer. Sie läuft allerdings vor mir fort als die Vorhallenhunde angestürmt kommen. Glücklicherweise treiben sie Jule in eine Ecke in der sie sich mir ergibt. Wir verfrachten sie in eine Box, fahren zum Sala, laden Roscoe ein und dann fahren wir mit Rob, Jay und der TVT Hündin im Schlepptau in die Silverlake Klinik. 

Dr. Kwanchai teilt uns mit, dass er für einige Tage in Khon Kaen zu tun hat und so nehmen Rob und Jay die Hündin erstmal wieder mit. Roscoe erhält seine dritte und vorerst letzte Chemo. Dann bringen wir ihn an den Strand zurück. Anschließend holen wir Dana und Jule von der Klinik ab und ich setze Elvira in der Stadt ab. 

Zurück im Haus entlasse ich Dana und Jule in die Küche, wo uns Johnny schon sehnsüchtig erwartet. Im Gegensatz zu ihrem Verhalten im Tempel ist Jule nun sehr zugänglich. Dana zickt zwar mit ihr herum, aber das scheint sie gewohnt zu sein, denn es stört sie nicht sonderlich. Auch Johnny meint schon sein Hausrecht gegenüber Jule herauskehren zu müssen. Deshalb lasse ich Jule die erste Nacht für sie allein in einem Raum schlafen.

Donnerstag, 5. Januar 2017

Heute Morgen hat mal wieder jemand eine Glasflasche über die Mauer geworfen und die Hunde spielen mit den Scherben. Dass sich dabei noch nie ein Hund verletzt hat ist ein Wunder. Dana kann nur im Haus gehalten werden. Sie meint eine Sonderstellung einnehmen zu können und legt sich draußen mit verschiedenen Hunden an. Sie weiß noch nicht wie böse das für sie ausgehen kann, wenn sich mal zehn Hunde auf sie stürzen. Morgen wollen wir sie mal mit in den Tempel nehmen, um mit ihrer Hilfe zu versuchen Jule einzufangen. Roscoe ist dann auch wieder mit seiner Chemo dran.

Mittags bekomme ich Impfstoffe geliefert und bringe 50 Einheiten davon zu Joe. Anschließend fahre ich zu der räudigen Hündin, die ich bei mir in der Nachbarschaft entdeckt habe. Sie haust in einem verlassenen Haus mit einigen anderen Hunden, die recht gut aussehen. Graham, ein Anwohner des verlassenen Hauses teilt mir mit, dass die Hunde von einem anderen Engländer gefüttert werden. Ich gebe der Hündin Ivermectin injiziert in Hühnchenfleisch. Die Räude sieht nach Sarcopitc aus und somit ist die Behandlungsperspektive recht gut, obwohl die Hündin schon recht betagt ist. Einen weiteren Hund habe ich in der Nachbarschaft entdeckt, der voller Zecken ist. Ich gebe ihm Bravecto.

Am frühen Abend fahren Elvira und ich mit Yoshi in die South Pattaya Klinik. Dr. Kwanchai untersucht Yoshi und zieht die Fäden. Yoshi muss mit einer Gesundungsphase von noch mehreren Wochen rechnen, aber ich bin zuversichtlich, dass er schließlich seinen Hinterlauf wieder voll belasten kann.

Mittwoch, 4. Januar 2017

Gai kommt heute Morgen und auch Rhonda. Elvira hat bei uns übernachtet und hilft bei allen anfallenden Arbeiten. Rhonda untersucht wie stets die Hunde nach versteckten Wunden oder Parasitenbefall. Rocco weist einige Zecken auf und bekommt Bravecto. Im hinteren Bereich scheinen Zecken überlebt zu haben. Ich hatte schon zuvor einige bei Nura und bei Lina gefunden. Beiden hatte ich Bravecto gegeben. 

Bei Yoshi, der noch immer schwer hinkt, entdeckt Rhonda Parasiten, die ich zuvor noch nicht gesehen habe. Am Nachmittag bade ich deshalb Yoshi. 

Danach liefere ich bei Em 15 kg Trockenfutter ab und schaue im Slum nach Nora und Nicky. Beiden Hunden geht es gut soweit es das Slumleben erlaubt. Ich sehe zwei weibliche Junghunde, die etwa fünf Monate alt sind. Sie kommen auf meine Sterilisationsliste. 

Darauf stehen momentan auch Hudiao, die einohrige Hündin am Chaloem Phrakiat 7/11, die ich vermutlich selbst aufnehmen kann; zwei Hündinnen an meinem Fitness Studio, die der dortige Wachmann wohl einfangen kann, zumindest sagte er es mir; Sally vom Mabprachan 7/11, die hoffentlich mit mir gehen wird; sowie zwei von Prajuabs Hündinnen. 

Ich habe auch eine räudige Hündin wiedergefunden, der ich schon mal in ein Hühnchenteil mit  Ivermectin verabreicht hatte. Sie ist immer noch schwer räudig, aber nun da ich weiß, wo sie sich gewöhnlich aufhält, kann ich sie wohl weiter behandeln.

Dienstag, 3. Januar 2017

Morgens kommt Josie mit Khun Tug, der die Grasflächen trimmt. Gai säubert Hof und Garten und ich bade mit Josie Kylie, Toby und Rudi.

Mittags hole ich Elvira ab, die nach den Hunden schaut, während ich in die Stadt muss, um Besorgungen zu erledigen. Anschließend kaufe ich Trockenfutter für die Hunde im Haus und für Prajuabs Hunde ein. Danach liefere ich an Prajuab wie jeden Monat 100 kg Trockenfutter und 60 kg Reis.

Montag, 2. Januar 2017

Bei der nächtlichen Fütterung ist Johnny ohne mein Wissen durch den Zaun, der das Geisterhäuschen umgibt, geschlüpft und von Felix schwer attackiert worden. Für Johnny war das ein echter Schock und er schrie noch eine ganze Weile in meinen Armen. Johnny hatte ja bisher nur gute Erfahrungen mit den Hunden gemacht, aber mit Felix, der selten aus dem Geisterhäuschenbereich herauskommt, hatte er noch keine Bekanntschaft gemacht und die erste war dann für Johnny nicht sehr erfreulich. Auf den ersten Blick war die Begegnung auch relativ glimpflich verlaufen, aber am Morgen sah ich dann, dass Johnny eine Bisswunde an der Kehle hat.

Außer, dass ich bis zwei Uhr morgens von zwei Seiten mit Thai Musik bombardiert wurde, war die Nacht relativ stressfrei, da Feuerwerkerei verboten worden war. Dana, Rani und Johnny waren im Haus. Ich bin schon früh raus, reinige die Wohnung und fange dann mit der Gartenarbeit an, bis Gai mich ablöst. Dana und Rani sind dabei draußen. Johnny ist nicht so lebendig wie sonst und deswegen lasse ich ihn im Haus. Einigen Hunden gebe ich wie jeden Morgen ihre Reisportion und verteile danach die notwendigen Medikamente. 

Mittags muss ich Dana und Rani hineinnehmen, da sie sich vor die Küchentür gelegt haben und von einigen Hunden ständig angebellt werden. An Johnnys Kehle bildet sich eine Geschwulst, die ich behandeln lassen muss. Ich fahre mit ihm in die North Pattaya Klinik. Seine Kehle wird dort untersucht und ich bekomme etliche Medikamente für die Behandlung mit. 

Am frühen Nachmittag fahre ich zu Joe und Som, um ein Meeting mit Marcus für ein Video shooting vorzubereiten. Som erhält währenddessen die Mitteilung, dass am Futterladen in der Chaiyapornvithee ein Hund im Sterben liegt. Wir fahren gemeinsam dorthin, müssen aber feststellen, dass der Hund bereits verendet ist. Ich nehme ihn in die NPW Klinik zur Einäscherung. 

Ich fahre weiter zum Best Supermarket, um nach Rudi zu schauen. Den treffe ich auch an. Ich hatte an ihm vor einigen Tagen eine Geschwulst an seiner Flanke feststellen müssen und bin nicht sicher wie die zu behandeln ist. Deswegen fahre ich mit ihm erneut in die North Pattaya Klinik. Die Geschwulst wird punktiert, allerdings kann keine Flüssigkeit entnommen werden. Rudi bekommt ähnliche Medikamente wie Johnny verschrieben und ich nehme ihn mit zu uns ins Haus. Rudi ist nun schon das dritte oder vierte Mal bei uns und kennt sich aus. Etliche der neuen Hunde kennen ihn zwar nicht aber nach ein wenig Bellerei, die Rudi nicht im Geringsten interessiert, beruhigt sich sie Szene und ich kann mit der abendlichen Fütterung beginnen. 

Da Rudi ein Demodexpatient ist, bekommt er gleich mal wieder eine Dosis Ivermectin verpasst. Nach der Fütterung gebe ich ihm wie auch Johnny die verschriebenen Medikamente. Die Geschwulst an Johnnys Kehle ist schon ein wenig zurückgegangen und der kleine Kerl ist auch wieder besser drauf. 

Rani hatte den Nachmittag draußen verbracht und scheint sich nun allmählich unter den Hunden im großen Bereich wohl zu fühlen. Dana dagegen ist kaum nach draußen zu bringen und so lasse ich sie erneut zusammen mit Johnny im Haus.

Sonntag, 1. Januar 2017

Dana, Rani und Johnny waren über Nacht wieder im Haus. Rani habe ich mal versucht im hinteren Bereich unterzubringen, aber dort war sie offensichtlich nicht glücklich und heulte zuweilen. Dana geht überhaupt nicht gern hinaus und auf Johnny muss ich natürlich schon noch ein Auge haben. Aber wenn ich schon ein wenig mehr Arbeit mit Hunden im Haus habe, so ist es doch auch schön sie um mich zu haben, insbesondere da Rani und Dana wunderschöne Tiere sind und Johnny natürlich schon mein Liebling geworden ist. 

Gai kommt und macht den Garten und ich verteile Reisfutter an die Kleinen, die Rekonvaleszenten und die, die es sonst noch nötig haben. Yana Zustand ist nun schon fast als normal zu betrachten, Samlee läuft auch jeden Tag etwas runder, nur Yoshi belastet seinen Hinterlauf immer noch nicht. Er hat durch seine Verletzung auch an Gewicht verloren und wird deswegen zweimal täglich gefüttert.

Für den späten Nachmittag haben mich Alfonse und Nicky zum Essen eingeladen. Mit Einbruch der Dunkelheit komme ich zurück nach Hause und füttere die Hunde. Ich hoffe, dass ich im neuen Jahr halbwegs gesund bleibe und sich meine finanzielle Situation verbessert, damit ich weiterhin einigen Tieren ein lebenswerteres Leben verschaffen kann. Mein Wunsch ist, dass es uns allen besser gehen solle.