Donnerstag, 26. Januar 2017

Rhonda kommt heute Morgen und danach auch Annie, Rhondas Bekannte, die gelegentlich vorübergehend Hunde aufnimmt, die zur Adoption vorgesehen sind. 

Nachdem Nut gekommen ist, fahre ich mit Rhonda nach Wong Amat. Das Einfangen der Hündin gestaltet sich als einfach, da ein Taxifahrer sie in die Box bugsiert. Nachdem wir die Hündin in der South Pattaya Klinik abgeliefert haben, bringe ich Rhonda nach Hause. 

Danach fahre ich zum Mabprachan 7/11, um nach Kenji und Sally zu sehen. Sally sehe ich nicht, jedoch aber Suzy und Kenji. Kenjis Wunde sieht furchtbar aus und ich entschließe mich deswegen ihn sofort in die Klinik zu bringen. Überraschenderweise kann ich Kenji aufheben und ein aufmerksamer Ausländer hilft mir ihn in die Box zu schieben. Ich fahre mit Kenji in die NPW Klinik, die so gute Arbeit an Dae geleistet hat. Kenji wird sediert und eine Stunde lang verarztet. Die gesamte Prozedur lang ist er sehr kooperativ. Zu Hause nehme ich ihn in die Küche, da ich ihn erstmal nicht wieder auf die Straße entlassen möchte. Zudem muss ich mit ihm für die kommenden drei Tage in der Klinik zum Verbandwechsel erscheinen. 

Nachdem ich die Hunde gefüttert habe fahre ich erneut in die NPW Klinik, dieses Mal mit Emma und Johnny. Emma ist in den rechten Vorderlauf gebissen worden und humpelt seit einer Woche. Normalerweise verschwinden solche Verletzung von selbst, aber nun möchte ich wissen, ob etwas Ernsthaftes hinter der Verletzung steckt. Deswegen will ich Emma röntgen lassen. Johnnys Schwellung neben der Bisswunde hat sich vergrößert und verhärtet. Eine eingehende Untersuchung ist fällig. Das Ergebnis der Röntgenuntersuchung von Emmas Pfote ist ermutigend. Die Knochen sind heil geblieben und es wird nur eine leichte Sehnenentzündung festgestellt, die nicht weiter behandlungsbedürftig ist. Emma soll nur nicht so viel herumlaufen. Johnnys Schwellung wird geöffnet und ausgeräumt. Auch ihn soll ich wie Kenji die kommenden Tage zum Verbandswechsel wieder in die Klinik bringen.  

Kenji hat sich in der Küche erstklassig benommen und empfängt mich schwanzwedelnd. Johnny nimmt unter meinen Argusaugen Kontakt zu Kenji auf, der das auch freundlich zulässt. Ich gehe aber natürlich kein Risiko ein und nehme Johnny zu mir.

Mittwoch, 25. Januar 2017

Mittags hole ich Manuela ab und wir fahren zurück zum Haus. Manuela leitet eine Hundetagesstätte in Deutschland und hat viel Erfahrung mit Hunden unterschiedlicher Herkunft, die sich in einem Rudel zurechtfinden müssen. Sie erteilt mir etliche Ratschläge wie mit den Hunden stressfreier umzugehen sei. 

Am Spätnachmittag bringe ich Manuela zurück zu ihrem Hotel und fahre mit Johnny in die South Pattaya Klinik. Dort erhält Johnny eine Tollwutimpfung und ihm wird ein Microchip eingepflanzt. 

Nachdem ich Johnny zurückgebracht habe, fahre ich zu Kenji. Seine Wunde sieht immer noch schlimm aus, aber die Schwellung an seinem Hals ist fast verschwunden und die Schwellung auf seinem Nacken ist auch etwas zurückgegangen. Kenji verschmäht Würstchen und auch Hühnerbrust, aber ich kann ihm wieder Prednisilone in Kebab geben.

Dienstag, 24. Januar 2017

Mittags bekomme ich Besuch von Som und Mickey von Green Acres Animal Rescue in Wales. Mickey ist der Einladung von Joe und Som gefolgt und wird in Zukunft die Foundation unterstützen. 

Am Nachmittag besuche ich Jan und Suki, die in der Nähe vom Tempel wohnen und mich unterstützen. Danach fahre ich zum Tempel, erneuere Futter und Wasser. Asa hat sich offensichtlich den linken Vorderlauf verletzt, denn sie humpelt. Ich hoffe, dass sich das wieder von selbst erledigt. 

Auf dem Weg zurück zum Haus halte ich am Mabprachan 7/11, um nach Sally zu schauen. Sie ist wohlauf, aber Kenji hat sich wohl erneut gebissen und wieder Wunden und Schwellung davongetragen. Ich fahre nach Hause und hole Prednisilone und Amoksiklav. Kenji is sanft wie immer aber es dauert bis er schließlich das Prednisilone verpackt in Hähnchenfleisch zu sich nimmt. Das Amoksiklav verweigert er. Ich werde ihn erneut einige Tage behandeln müssen.

Montag, 23. Januar 2017

Heute Morgen finde ich wieder eine Bierflasche im Garten und eine zerschmetterte vor dem Tor. Ohne mein Zutun spricht Gai mit den neuen Thai Mietern auf dem Grundstück gegenüber dem Haus. Die reagieren aggressiv auf ihre Frage, ob sie gesehen haben wer die Flasche gegen das Tor geworfen hat. Somit ist also klar, wer dafür verantwortlich ist. Gai macht ein Foto und will, dass ich eine Anzeige mache. Ich halte das für zwecklos werde aber eine CCTV Kamera am Tor installieren um einen Beweis führen zu können.  

Rhonda kommt und so kann ich Johnny draußen lassen. Er ist ja gern mit den großen Hunden zusammen und wird mit jedem Tag selbständiger. Auf Felix allerdings haben wir immer noch ein Auge, obwohl der sich eigentlich nie aggressive verhält.

Am Nachmittag muss ich einen Baum entsorgen, den der große Regen niedergemacht hat und der nicht mehr anwachsen wollte. Anschließend fahre ich zu der räudigen Hündin und gebe ihr ein weiteres mit Ivermectin gespritztes Stück Hähnchenfleisch. Der Nachbar kommt vorbei und äußert sich erfreut über Erholung des Hundes. Er hatte die Hündin einem Veterinär vorgestellt und der meinte, er könne für den Hund nichts mehr tun. 

Am frühen Abend fahre ich in die South Pattaya Klinik und hole Sally ab. Die TVT Hündin lasse ich noch bis Freitag in der Klink. Sie wird dann die zweite Chemo erhalten. Sally ist froh wieder bei ihren Freunden am 7/11 zu sein. Ich sehe auch Suzy und Kenji, der schon wieder zerbissen ist. Er ist einfach unverbesserlich, aber zumindest hat er gutes Heilfleisch.

Sonntag, 22. Januar 2017

Nachdem Gai gekommen ist, fahre ich mit Yoshi in die South Pattaya Klinik, um ihn einäschern zu lassen. Dr. Kwanchai erklärt, dass die Ursachen für einen Anfall vielfältig sein können. Möglicherweise sei eine unerkannte Nieren- oder Leberfunktionsstörung für den Anfall verantwortlich gewesen. Ich schaue nach Sally und der TVT Hündin. Beide Hündinnen scheinen sich zu erholen. 

Am frühen Abend fahre ich zum Gym, um nach dem kranken Welpen zu schauen. Der Wachmann teilt mir mit, dass der Welpe gestorben sei. Die sogenannte Besitzerin ist auch zugegen und weist den Wachman an nicht weiter mit mir zu sprechen. Ich schaue nach dem Mutterhund und dem anderen Welpen und finde beide schließlich in der Dunkelheit. Um den Mutterhund hatte ich mir keine besonderen Sorgen gemacht und bin froh auch den Welpen gesund und munter anzutreffen. Wollen wir hoffen, dass der Parvo Alarm ein falscher war.

Samstag, 21. Januar 2017

Samstags kommt Gai nicht und überlässt mir die Arbeiten in Hof und Garten. Am Nachmittag fahre zum Mabprachan 7/11, um Sally in die Klinik zu bringen. Sally vertraut mir und ich schaffe sie ohne Probleme in die Box. In der South Pattaya Klinik sperre ich sie in einen Käfig und schaue nach der TVT Hündin von Johny. Dr. Kwanchai teilt mir mit, dass beide Operation gut verlaufen seien und dass die TVT Hündin wohl nach drei Chemotherapiebehandlungen geheilt sein wird. Da die Hündin nicht so leicht einzufangen ist, lasse ich sie bis zur zweiten Chemo in der Klinik. Für die dritte Chemo eine Woche darauf hoffe ich sie dann wieder einfangen zu können. 

Ich teile Dr. Kwanchai mit, dass ich Yoshi habe röntgen lassen und dass Arthrose in seinem Kniegelenk festgestellt wurde. Ich lasse mir ein Mittel dagegen mitgeben, das Dr. Kwanchai empfiehlt. Für Roshis Hunde lasse ich mir Doxycycline geben und für mich auch eine Dose. 

Dann fahre ich zu Roshi und gebe ihr das Medikament und dazu noch Bravecto für Hop und Daeng, die beide Zeckenbefall aufweisen. Anschließend gehe ich in die Jah Klinik, die direkt neben Roshis Village gelegen ist. Dr. Jah teilt mir mit, dass Noi den Welpen zu sich genommen hat. 

Zurück im Haus geht es Yoshi nicht gut. Er hat offensichtlich Schmerzen. Da er am Morgen bereits Carprofen erhalten hat will ich ihm kein weiteres Schmerzmittel mehr geben. Ich setze mich zu ihm. Nach etwa einer Stunde geht es ihm anscheinend besser und er schläft ein. Am späten Abend setzen die Schmerzen wieder ein. Ich nehme Yoshi zu mir ins Schlafzimmer und er legt sich neben mein Bett. Um halb drei wache ich von Geräuschen auf und sehe zu meiner Bestürzung, dass Yoshi einen Anfall hat. Ich fahre mit ihm in die NPW Klinik, die einen Nachtdienst anbietet. Als ich an der Klinik ankomme und Yoshi aus der Box nehmen will, stelle ich fest, dass er bereits gestorben ist. Ich fahre mit ihm wieder nach Hause und verpacke ihn.

Freitag, 20. Januar 2017

Rhonda kommt heute Vormittag und kümmert sich um die Hunde, während ich am Schreibtisch sitze. Johnny ist schon vorher mit mir draußen gewesen und nun auch mit Rhonda. Das Spielen mit den großen Hunden und das Buddeln im Sand gefällt ihm. Als Rhonda geht, kommt Johnny wieder zu mir ins Haus und schläft erschöpft neben meinem Schreibtisch ein.

Am Nachmittag kaufe ich drei Säcke Reis und zwei Sack Trockenfutter. Zwei Säcke Reis und einen Sack Trockenfutter liefere ich bei Ba Hom ab. Sie kümmert sich um zwei Hunde, die ich vor einigen Monaten habe sterilisieren lassen. Ba Hom wohnt bei mir in der Nachbarschaft,  ist sehr arm und hatte mich kürzlich gebeten ihr zu helfen. 

Anschließend fahre ich mit Johnny zur South Pattaya Klinik und lasse ihn zum zweiten Mal impfen. Dann bringe ich die nun sterilisierte läufige Hündin an ihren Platz zurück. Auf dem Wege zurück nach Hause treffe ich Khun Jin, die am Reservoir Hunde füttert und gebe ihr wie versprochen einen Sack Reis und einen Sack Trockenfutter.

Donnerstag, 19. Januar 2017

Mittags bade ich zuerst Toby und dann Hudiao. Anschließend bringe ich Hudiao an ihren Platz zurück. Sie ist froh wieder in ihrer gewohnten Umgebung zu sein. Nut ist mittlerweile gekommen und putzt das Haus. 

Am frühen Nachmittag bittet mich Nicky nach Hunden in ihrem Village zu sehen. Die Hunde sind durch ein Loch unter der Mauer hineingekommen und die Arbeiter bekommen sie angeblich nicht wieder heraus. Daher sollen die Hunde vergiftet werden. Ich fahre mit Yvonne, die mittlerweile gekommen ist, in das Village, kann jedoch keine Hunde finden. Das Loch muss einfach verschlossen werden und dann ist das Problem gelöst. 

Anschließend fahren wir zu einer Wellblechsiedlung, in der Bauarbeiter aus Myanmar hausen. Eine Hündin hatte dort acht Welpen, von denen allerdings nur drei überlebt haben. Die Mutter muss sterilisiert werden sobald die Welpen abgestillt sind. 

Johnny ist ja kein gewöhnlicher Straßenhund. Yvonne meint, dass er vom Aussehen her und seinem Verhalten einem Pitbull oder einer Pitbullmischung ähnelt. Sollte Johnny adoptiert werden, muss er auf jeden Fall in erfahrene Hände abgegeben werden. Yvonne bietet sich an, ihn bei ihrem nächsten Besuch zu sich zu nehmen. 

Vor meinem Fitness Studio leben zwei Hündinnen. Eine davon hatte kürzlich drei Welpen von denen nur noch zwei übrig sind. Da ich vorhabe die beiden Hündinnen sterilisieren zu lassen, frage ich im Fitness Studio nach, ob sich jemand dort an den Kosten beteiligen könne. Die Managerin ruft bei einer Frau an, die sich angeblich um die Hunde kümmert. Die „Besitzerin“ lehnt es ab, die Hunde sterilisieren zu lassen, will sie lieber ein Verhütungsmittel spritzen lassen.  

Als ich zu meinem Auto gehe spricht mich Noi an, die sich um die beiden Welpen kümmert. Einer der Welpen ist sehr schwach. Wir fahren in die nächstgelegene Klinik, wo der Welpe an einen Tropf gehängt wird. Die diensthabende Veterinärin will eine Parvo Infektion nicht ausschließen. Morgen werde ich erneut in die Klinik fahren, um zu sehen wie es dem Welpen geht.

Mittwoch, 18. Januar 2017

Um ein wenig mehr Platz für die Hunde im hinteren Bereich zu schaffen, bringe ich Kenny und Samlee am Vormittag wieder an ihre Plätze zurück. Kennys Doxycyline Kur ist beendet und Samlee kann schon fast wieder normal laufen. Klaus wird sich wieder um die beiden kümmern. 

Am frühen Nachmittag hole ich Rhonda vom Wong Amat ab und wir fahren in die Silverlake Klinik, wo wir Som und Dr. Kwanchai treffen. Der Foundation ist ein drei Rai großen Stück Land angeboten worden. Das Land ist einen Steinwurf von der Silverlake Klinik entfernt. Wir schauen uns das Grundstück an und Som versucht den Eigentümer zu sprechen. Bisher hatten wir nur mit dem gegenwärtigen Pächter Kontakt. Der Pächter hatte uns versichert, dass das Areal geeignet sei, Hunde aufzunehmen. Der Besitzer allerdings ist da anderer Meinung und so ist Hoffnung Land zu relativ günstigen Konditionen zu pachten, zerstoben. 

Mit Rhonda fahre ich in den Tempel. Rhonda war noch nie dort und so halten wir uns an der Vorhalle und am Sala etwas länger auf. Anschließend machen wir unseren Strandgang. Wie auch bei mir im Haus so sind alle Hunde im Tempel und am Strand sehr freundlich zu Rhonda. 

Nach dem Tempelbesuch fahren wir zum Haus in dem Danny und Dina nun leben. Ich impfe die beiden zum zweiten Mal. Beiden Welpen geht es gut. 

Anschließend fahren wir zurück zum Wong Amat, wo Rhonda sich um eine Hündin mit zwei Welpen kümmert. Auch die beiden werden geimpft. Immer wenn ich mehrere Stunden unterwegs bin, bin ich ein wenig in Sorge, ob im Haus alles in Ordnung ist. Bis auf den Umstand, dass ein kleiner Baum umgefallen ist, ist das heute auch der Fall.

Dienstag, 17. Januar 2017

Mittags fahre ich mit Toby zur North Pattaya Klinik, in der heute wieder die Hautspezialistin aus Bangkok praktiziert. Tobys Nieren- und Blutwerte sind normal. Es wird eine bakterielle Infektion festgestellt, dazu leidet Toby noch an Sarcoptic Räude. Cephalexin und Itraconazole werden ihm für einen Monat verordnet. Dazu hat er Samarin, ein leberunterstüzendes Mittel zu nehmen. Itraconazole längere Zeit genommen, kann die Leberfunktionen beeinträchtigen. 

Nachdem ich Toby zurückgebracht habe, fahre ich in die Soi Bongkot und treffe dort Johny, den Residenten, der die TVT Hündin entdeckt hatte. Mit etwas Geduld gelingt es mir die Hündin einzufangen. Bei der Gelegenheit entdecke ich drei weitere Hündinnen, die sterilisiert werden müssten. Eine davon in läufig. Deswegen nehme ich auch sie gleich mit. Ich liefere die Hunde in der South Pattaya Klinik ab, wo Dr. Kwanchai sie in Empfang nimmt. 

Anschließend fahre ich zu Roshi. Gemeinsam mit Jet an Bord fahren wir in die North Pattaya Klinik. Die Veterinärin erklärt Roshi wie sie die Behandlung für Jet fortsetzen muss und empfiehlt dazu noch eine Doxycycline Kur. 

Am Abend dann treffe ich mich mit Yvonne, Jörg, Josy, Ray und einigen anderen. Yvonne hat uns zum Essen eingeladen.

Montag, 16. Januar 2017

Rhonda kommt heute Morgen und vertritt mich während ich mit Yoshi und Johnny in North Pattaya Klinik fahre. Johnnys Wunde hat sich angeblich innerlich schon geschlossen und muss nun noch äußerlich zuwachsen. Yoshis Hinterlauf wird geröntgt. Es wird Arthrose am Kniegelenk festgestellt. Ich bekomme ein Nahrungsergänzungsmittel mit, das die Entzündung lindern soll. Weiterhin soll ich die Massage fortsetzen. Immerhin weiß ich nun woran ich bin.

Ein Resident aus der Soi Bongkot fragt mich, ob ich einer Hündin helfen könne. Er schickt mir ein Foto auf dem klar zu sehen ist, dass die Hündin an TVT leidet und ihr nur eine Operation helfen kann. Ich ringe dem Residenten das Versprechen ab einen Teil der Kosten zu tragen und frage Manuela, ob sie mir helfen könne. Manuela sagt spontan zu die Operationskosten zu tragen. Die Kosten für die Chemotherapie tragen dann der Resident und ich. 

Später informiert mich Roshi, dass einer der Hunde, für die sie sorgt offenbar an einer Ohrentzündung leidet. Ich verspreche den Hund morgen Nachmittag in der Nord Pattaya Klinik vorzustellen, nachdem ich die TVT Hündin in der South Pattaya Klinik abgeliefert habe. 

Später schaue ich noch nach der räudigen Hündin in meiner Nachbarschaft. Sie frisst wieder das mit Ivermectin präparierte Hähnchenfleisch ohne Probleme. Ich meine erkennen zu können, dass die Behandlung schon ein wenig Wirkung zeigt.

Sonntag, 15. Januar 2017

Marcus und ein Kameramann kommen am Vormittag und schießen Fotos und machen Video Aufnahmen für Hope for Strays. Die Hunde sind ja fremde Besucher gewohnt und gehen nach zehn Minuten ihren gewohnten Beschäftigungen nach, sodass ich mich bei den Aufnahmen völlig zurückhalten kann. Nach etwa einer Stunde fahre ich mit den beiden zu Joes und Soms Haus, wo der zweite Dreh stattfindet.

Gerhard ruft mich an und teilt mir mit, dass Rani sich nun wohl doch an ihr neues Zuhause gewöhnt hat. Sie habe Kontakt zu Gerhard und seiner Frau gefunden und sei zufrieden. 

Die Reha mit Yoshi gestaltet sich weiter als schwierig. Ich möchte wissen, ob mit einer Heilung seines Beines rechnen kann oder nicht. Deswegen werde ich Yoshi morgen röntgen lassen.

Samstag, 14. Januar 2017

Alfonse kommt mich heute Morgen besuchen und hilft mir bei der Gartenarbeit. Gemeinsam verarzten wir Johnny und ich versuche bei Yoshi ein wenig Reha. Die gestaltet sich jedoch als schwierig, da Yoshi sehr verspannt ist und Angst vor jeder Berührung seines operierten Hinterlaufes hat. Ich kann aber nach einer Weile sein stets angezogenes Bein ein wenig lockern und strecken. Trotz seines Widerwillens gegen die Behandlung muss ich sie aber mindestens zweimal täglich fortsetzen. Andernfalls befürchte ich, dass Yoshi sein Bein nie wieder gebrauchen kann. 

Johnnys Wunde ist zwar nicht entzündet, aber schließt sich kaum. Dessen ungeachtet ist Johnny sehr energetisch und anscheinend macht ihm die Verletzung nichts aus. Ich lasse ihn für eine Stunde hinaus und er spielt und rauft mit den großen Hunden. Nur in die Nähe von Felix lasse ich ihn nicht. Ich kann nicht ausschließen, dass Felix Johnny erneut angeht. 

Mittags fahre ich mit Alfonse zu Nicky, die einer Familie einige Kätzchen vermitteln möchte. Nicky und Alfonse haben fünf davon und zwei werden hoffentlich adoptiert werden. Ich bringe Alfonse mit den Kätzchen zu ihm nach Hause und treffe danach Manuela. Manuela leitet eine Tagesstätte für Hunde in Deutschland und bietet mir ihre Hilfe bei der Spendenakquirierung für Hope for Strays an. Wir werden uns in einigen Tagen erneut treffen, wenn Manuela uns besuchen kommt.

Freitag, 13. Januar 2017

Nachdem Gai mittags gegangen ist, kaufe ich Reis ein und liefere 30 kg an Prajuab. Dann fahre ich nach Baan Amphur und liefere weitere 30 kg bei Ba Bät ab. Ich säubere die Behälter in der Vorhalle und im Sala und fülle sie auf. Anschließend machen wir unseren Strandgang auf dem wir die drei Beachhunde treffen. Alle Hunde machen einen guten Eindruck. Anscheinend versucht sich ein neuer Rüde einzugliedern, er wird jedoch mehrmals verjagt. 

Auf meinem Weg zurück in die Stadt schaue ich nach Hunden im Caribbean. Sean aus Taiwan hatte mich gebeten nach ihnen zu sehen. Die kleine Familie ist komplett und liegt bei den Wachleuten am Eingang des Resorts. Der Mutterhund stillt die beiden weiblichen Welpen noch und deshalb muss mit ihrer Sterilisierung noch gewartet werden. Geimpft werden können die Welpen aber schon und das werde ich dann in der kommenden Woche machen. Anschließend schaue ich nach Jade und Jack, den beiden Schützlingen von Stefan. Auch sie machen einen guten Eindruck. 

Ich fahre weiter zur South Pattaya Klinik und hole Hudiao und Jule ab. Hudiao quartiere ich wieder in der Küche ein und Jule kommt zu Dana in den hinteren Bereich.

Donnerstag, 12. Januar 2017

Elvira ist über Nacht geblieben und hilft mir bei der morgendlichen Arbeit. Gai kommt und macht den Garten und auch Rhonda kommt am Vormittag. Wir versorgen Johnnys Wunde, die immer noch böse aussieht. Elvira und Rhonda waschen Hudiao. 

Am frühen Nachmittag kommt Nut. Elvira und ich fahren mit Hudiao und Jule in die South Pattaya Klinik, um sie sterilisieren zu lassen. Aus der Klinik nehmen wir Boonma, Dia und Daen. Ich setze Elvira in der Stadt ab und fahre zu Prajuab, der die drei sterilisierten Hunde in Empfang nimmt. 

Nachdem ich die Hunde am späten Nachmittag versorgt habe, fahre ich zu Wan Song und liefere bei ihr Trockenfutter für die Hunde und die Katzen ab. Anschließend fahre ich zu Som und händige ihr Doxycycline aus, das ich für sie bestellt hatte.

Mittwoch, 11. Januar 2017

Am frühen Vormittag fahre ich zu Prajuab und hole Dia, Daen und Boonma ab, um sie in die South Pattaya Klinik zur Sterilisation zu bringen. Dia und Daen sind vorläufig die letzten Hündinnen unter Prajuabs Obhut, die noch nicht sterilisiert worden sind. Boonma ist Cocos Schwester und erst kürzlich ausgesetzt worden. Coco ist ja von Rene und Heidi adoptiert worden. Obwohl ich die drei Hunde nicht kenne, gestaltet sich der Transport und die Unterbringung in der Klinik problemlos.

Ksenia und Zaya sind sich nicht sicher, ob sie die Kosten für die Behandlung der Parvo Hunde tragen wollen. Ohne dass die Hunde behandelt werden, wird Dr. Kwanchai sie nicht in der Klinik behalten wollen. Ich schlage deshalb Ksenia und Zaya vor, mich an den Behandlungskosten zu beteiligen und es scheint daraufhin zwischen ihnen und Dr. Kwanchai zu einem Einverständnis gekommen zu sein.

Mittags fahre ich mit Johnny in die North Pattaya Klinik. Die Wunde wird gereinigt und verbunden. In den kommenden Tagen muss ich das dann weiter machen. Johnny muss außerdem fünf Tage lang Amoksiklav bekommen. 

Yoshi macht mir auch zunehmend Sorgen. Wenn ich seinen operierten Hinterlauf bewege, schmerzt es ihn. Die Muskeln sind so gut wie verschwunden, da Yoshi sein Bein nicht belastet. Außerdem finde ich Blut in seinem Kot. Über Nacht nehme ich ihn ins Haus. Auch Hudiao ist im Haus sowie Johnny.

Dienstag, 10. Januar 2017

Es hat die ganze Nacht bis in den späten Vormittag hinein ausgiebig geregnet mit dem Ergebnis, dass der Garten bis zum Mittag unter Wasser steht. Die Hunde haben sich alle ein trockenes Plätzchen gesucht und keiner von ihnen ist zu Schaden gekommen. 

Vor einigen Tagen hat mich Ksenia darüber informiert, dass sie einen Mutterhund mit ihren beiden Welpen aus Phutaluang holen will. Die Hündin hatte ihre Jungen in einem Resort, in dem Ksenia arbeitet, bekommen und Ksenia hatte sich um die Hunde kümmern können. Zwei der ursprünglich vier Welpen konnte sie vermitteln, aber dann ist die Hündin mit den verbliebenen zwei Welpen ohne Ksenias Wissen abgeholt und nach Phutaluang verbracht worden. 

Ksenia hatte mich gebeten einen vorübergehenden Platz für die Hunde zu finden und ich hatte ihr erklärt, dass Hunde aus Phutaluang in Quarantäne genommen werden müssten, da in dem Lager Staupe und Parvo virulent ist. Ksenia hatte dem zugestimmt und ich hatte mit Dr. Kwanchai vereinbart die Hunde in der Silverlake Klinik zu isolieren. Die Umsiedelung war dann für heute Vormittag terminiert. 

Da aber Dr. Kwanchai bis zum Mittag in der South Pattaya Klinik ist, fahre ich in die Silverlake Klinik, um Ksenia mit den Hunden entgegenzunehmen. Als ich dort ankomme, ist Ksenia mit ihrer Freundin Zaya schon da und sie haben neben den drei Hunden noch eine junge, halbtote Katze mitgebracht. Ich sperre die Hunde in einen Kennel, der weit genug von Kennels ist, in denen andere Hunde liegen, und die Katze in einen Nebenraum der Klinik. Gerade als die beiden Frauen gefahren sind, kommt Dr. Kwanchai und ich informiere ihn über Neuzugänge. 

Auf dem Rückweg zum Haus hole ich Elvira ab. Beim Best treffen wir auf Rudi. Seine Geschwulst bildet sich offenbar allmählich zurück. Anschließend fahren wir zum 7/11 am Chaloem Phrakiat und nehmen Hudiao auf. Zu Hause wird sie erstmal gebadet. Hudiao hat am ganzen Körper kleinere Unebenheiten, die wohl mit einigen Waschungen behoben werden können.

Am späten Nachmittag ruft mich Som an und teilt mir mit, dass die Gemeinde auch bei ihr war und sie aufgefordert hat, die Hunde im Haus innerhalb von zwei Wochen zu entfernen. Aber auch ihr wurde keine schriftliche Verfügung ausgehändigt. Ich stelle für sie den Kontakt zu meinem Anwalt her.

Dr. Kwanchai teilt mir mit, dass die kleine Katze bereits gestorben sei und dass alle drei Hunde mit dem Parvovirus infiziert sind. Ich informiere Ksenia darüber. Sie und Zaya wollen sich bis morgen überlegen, ob sie die Hunde behandeln wollen. 

Johnnys Wunde ist ziemlich tief und zeigt keine Besserung. Ich werde ihn wohl morgen wieder in die North Pattaya Klinik bringen müssen.

Montag, 9. Januar 2017

Mir ist das Futter ausgegangen und so muss ich erstmal morgens 120 kg Trockenfutter kaufen. Josie kommt mittags und wir baden Kylie, Zhenya, Nura, Lina, Mom, Tommy und Yaya. Dana und Jule finden sich einigermaßen im hinteren Bereich zurecht. 

Morgens, während ich im Garten arbeite, öffne ich immer das Gatter zum vorderen Bereich, sodass die Hunde sich nicht so eingesperrt fühlen. Allerdings nehmen das normalerweise nur Yana, Yota, Nadia, Samlee, Rocco, Kenny und nun auch Dana und Jule wahr. Dana hat sich ein wenig mehr in die Meute eingefügt, aber nun fängt Jule an sich unbeliebt zu machen. Deswegen verbanne ich sie schnell wieder in den hinteren Bereich bevor etwas Unangenehmes passiert. 

Felix scheint Johnny garnicht zu mögen und stürzt sich wieder auf ihn. Ich bin jedoch ganz in der Nähe und kann das Schlimmste verhindern und Felix bekommt von mir einen kräftigen Einlauf. Leider habe ich nicht verhindern können, dass Johnny eine klaffende Wunde davongetragen hat. 

Zur spät nachmittäglichen Fütterung verschließe ich das Gatter wieder. Dana und Jule müssen sich bis auf Weiteres dort einfügen. Mit ihnen ist dann auch die Aufnahmekapazität im hinteren Bereich erreicht.

Sonntag, 8. Januar 2017

Während Gai den Garten macht, lasse ich Dana, Jule und Johnny hinaus und habe ein Auge auf sie. Dana ist ja ein wenig schwierig und macht sich nicht viele Freunde, Johnny ist allseits akzeptiert, geht aber schon mal im Gewühl unter und ich muss ihn zuweilen etwas schützen. Erstaunlicherweise bewegt sich Jule, die ja im Tempel einen verängstigten Eindruck gemacht hatte, recht selbstbewusst als sich etliche Hunde um sie scharen, um sie zu beschnuppern. Sie läuft bald durch das gesamte Gelände und ich muss nur die üblichen Verdächtigen schon mal ermahnen, ihre Kläfferei herunterzufahren.

Mittags sperre ich alle Hunde, die in den hinteren Bereich gehören einschließlich Dana und Jule dort hinein und Johnny ins Haus. Dann schnappe ich mir Nina und fahre mit ihr zu einem Augen-check-up in die North Pattaya Klinik. Der Augenveterinär erklärt mir, dass es am Besten sei erstmal garnichts zu machen. Für den Fall, dass Nina Juckbeschwerden bekommen sollte, schreibt er mir Augentropfen auf.

Am frühen Nachmittag kommt Marcus, um sich Haus und Gelände für das kommende Videoshooting anzusehen. Anschließend fahre ich mit ihm zu Joe und Som. Dort besprechen wir den Ablauf des Shootings.

Am späten Nachmittag fahre ich mit Alfonse zu Rita und Ernest, um den Kühlschrank abzuholen. Khun Tog folgt uns mit seinem Pick-up. Der Kühlschrank ist ein ziemlicher Brocken und so bekommen wir ihn mit vier Mann gerade mal so auf die Ladefläche. Als wir ihn schließlich bei uns in der Küche haben, sind wir erleichtert. Ich bringe Alfonse zurück nach Hause und füttere die Hunde. Dana und Jule scheinen sich im hinteren Bereich zurechtzufinden und so lasse ich sie über Nacht dort. Johnny schläft bei mir.

Samstag, 7. Januar 2017

Jule hat sich während der Nacht tadellos verhalten und auch Dana verhält sich ihr gegenüber recht ordentlich. Jule hat nun Vertrauen zu mir gefasst und kommt auch schon mal zu mir ins Büro. Sie scheint sich bei uns wohl zu fühlen. Als ich Zhenya in die Küche hole, um ihn separat zu füttern, geht sie ihn schon zusammen mit Dana und Johnny an. Das Haus ist nun das Revier der drei. Das wird sich aber bald ändern. Dana und Jule muss ich dann versuchen in den hinteren Bereich einzugliedern, vielleicht auch schon Johnny zusammen mit den beiden.

Freitag, 6. Januar 2017

Rhonda kommt am Morgen und bleibt bis Elvira und ich mit Rudi und Dana zum Best Supermarket fahren. Rudi wurde zum Problem wie bei seinen vorigen Besuchen auch schon. Die ersten Tage benimmt er sich tadellos, aber dann versucht er sich als Boss aufzuspielen und das lassen sich nicht alle Hunde gefallen. Rudis Behandlung wäre in drei Tagen komplett. Ich muss sie nun vor Ort beenden. 

Dana haben wir mitgenommen in der Hoffnung, dass sie uns beim Einfangen von Jule helfen könnte. Zunächst aber fahren wir zu Gerhard, der Probleme mit Rani hat. Rani sei sehr ängstlich und verkrieche sich. Sie versuche auch sich durch die Umzäunung zu zwängen. Als wir eintreffen ist Rani außer sich vor Freude. Nach einer Weile versuche den Kontakt zwischen ihr und Gerhard zu verbessern. Wir lassen sie auch vor das Haus, wo sie sich ordentlich austobt. Ans Weglaufen denkt sie nicht. Ich gehe zweimal für einige Minuten aus dem Haus und lasse sie mit Gerhard allein. Beim zweiten Mal ist sie schon ruhiger und als wir dann endlich gehen, scheint es ihr in ihrer neuen Umgebung besser zu gehen.

Anschließend fahren wir zu Virdals Haus. Danny und Dina sind dort offensichtlich gut angekommen. Erst nachdem ich sie mehrere Male anspreche, erinnern sie sich an mich. Aber nur Dina scheint sich richtig zu freuen mich zu sehen, Danny hat mich wohl schon vergessen. In einer Woche werde ich die beiden für die zweite Impfung abholen.

Wir fahren weiter zum Tempel. Roscoe, den wir für die dritte Chemo in die Silverlake Klinik bringen müssen ist anwesend wie alle anderen Hunde auch. Jule allerdings sehen wir nicht. Ich lasse Elvira im Tempel und fahre zu Rita und Ernest, die mir einen Kühlschrank vermachen möchten. Der ist allerdings ein größeres Teil, das ich mir erstmal anschauen möchte, damit ich weiß wie ich ihn transportieren kann. In meinen kleinen Pick-up geht er nicht rein.

Elvira hat den ganzen Strand abgesucht, konnte Jule aber nicht entdecken. Ich suche nun den gesamten Tempelbereich ab. Dabei stoße ich auf Rob und Jay, die sich um einen Mutterhund mit vier etwa drei Monate alten Welpen kümmern. Ich sehe sogleich, dass die Hündin an TVT leidet und Rob teilt mir mit, dass sie bereits mehrere Chemotherapiebehandlungen hinter sich hat. Der Tumor allerdings ist immer noch gewaltig, da er nicht operiert wurde. Deshalb schlage ich Rob vor die Hündin Dr. Kwanchai vorzustellen. 

Danach setze ich meine Suche nach Jule fort und finde sie schließlich an der Tempelmauer. Sie läuft allerdings vor mir fort als die Vorhallenhunde angestürmt kommen. Glücklicherweise treiben sie Jule in eine Ecke in der sie sich mir ergibt. Wir verfrachten sie in eine Box, fahren zum Sala, laden Roscoe ein und dann fahren wir mit Rob, Jay und der TVT Hündin im Schlepptau in die Silverlake Klinik. 

Dr. Kwanchai teilt uns mit, dass er für einige Tage in Khon Kaen zu tun hat und so nehmen Rob und Jay die Hündin erstmal wieder mit. Roscoe erhält seine dritte und vorerst letzte Chemo. Dann bringen wir ihn an den Strand zurück. Anschließend holen wir Dana und Jule von der Klinik ab und ich setze Elvira in der Stadt ab. 

Zurück im Haus entlasse ich Dana und Jule in die Küche, wo uns Johnny schon sehnsüchtig erwartet. Im Gegensatz zu ihrem Verhalten im Tempel ist Jule nun sehr zugänglich. Dana zickt zwar mit ihr herum, aber das scheint sie gewohnt zu sein, denn es stört sie nicht sonderlich. Auch Johnny meint schon sein Hausrecht gegenüber Jule herauskehren zu müssen. Deshalb lasse ich Jule die erste Nacht für sie allein in einem Raum schlafen.

Donnerstag, 5. Januar 2017

Heute Morgen hat mal wieder jemand eine Glasflasche über die Mauer geworfen und die Hunde spielen mit den Scherben. Dass sich dabei noch nie ein Hund verletzt hat ist ein Wunder. Dana kann nur im Haus gehalten werden. Sie meint eine Sonderstellung einnehmen zu können und legt sich draußen mit verschiedenen Hunden an. Sie weiß noch nicht wie böse das für sie ausgehen kann, wenn sich mal zehn Hunde auf sie stürzen. Morgen wollen wir sie mal mit in den Tempel nehmen, um mit ihrer Hilfe zu versuchen Jule einzufangen. Roscoe ist dann auch wieder mit seiner Chemo dran.

Mittags bekomme ich Impfstoffe geliefert und bringe 50 Einheiten davon zu Joe. Anschließend fahre ich zu der räudigen Hündin, die ich bei mir in der Nachbarschaft entdeckt habe. Sie haust in einem verlassenen Haus mit einigen anderen Hunden, die recht gut aussehen. Graham, ein Anwohner des verlassenen Hauses teilt mir mit, dass die Hunde von einem anderen Engländer gefüttert werden. Ich gebe der Hündin Ivermectin injiziert in Hühnchenfleisch. Die Räude sieht nach Sarcopitc aus und somit ist die Behandlungsperspektive recht gut, obwohl die Hündin schon recht betagt ist. Einen weiteren Hund habe ich in der Nachbarschaft entdeckt, der voller Zecken ist. Ich gebe ihm Bravecto.

Am frühen Abend fahren Elvira und ich mit Yoshi in die South Pattaya Klinik. Dr. Kwanchai untersucht Yoshi und zieht die Fäden. Yoshi muss mit einer Gesundungsphase von noch mehreren Wochen rechnen, aber ich bin zuversichtlich, dass er schließlich seinen Hinterlauf wieder voll belasten kann.

Mittwoch, 4. Januar 2017

Gai kommt heute Morgen und auch Rhonda. Elvira hat bei uns übernachtet und hilft bei allen anfallenden Arbeiten. Rhonda untersucht wie stets die Hunde nach versteckten Wunden oder Parasitenbefall. Rocco weist einige Zecken auf und bekommt Bravecto. Im hinteren Bereich scheinen Zecken überlebt zu haben. Ich hatte schon zuvor einige bei Nura und bei Lina gefunden. Beiden hatte ich Bravecto gegeben. 

Bei Yoshi, der noch immer schwer hinkt, entdeckt Rhonda Parasiten, die ich zuvor noch nicht gesehen habe. Am Nachmittag bade ich deshalb Yoshi. 

Danach liefere ich bei Em 15 kg Trockenfutter ab und schaue im Slum nach Nora und Nicky. Beiden Hunden geht es gut soweit es das Slumleben erlaubt. Ich sehe zwei weibliche Junghunde, die etwa fünf Monate alt sind. Sie kommen auf meine Sterilisationsliste. 

Darauf stehen momentan auch Hudiao, die einohrige Hündin am Chaloem Phrakiat 7/11, die ich vermutlich selbst aufnehmen kann; zwei Hündinnen an meinem Fitness Studio, die der dortige Wachmann wohl einfangen kann, zumindest sagte er es mir; Sally vom Mabprachan 7/11, die hoffentlich mit mir gehen wird; sowie zwei von Prajuabs Hündinnen. 

Ich habe auch eine räudige Hündin wiedergefunden, der ich schon mal in ein Hühnchenteil mit  Ivermectin verabreicht hatte. Sie ist immer noch schwer räudig, aber nun da ich weiß, wo sie sich gewöhnlich aufhält, kann ich sie wohl weiter behandeln.

Dienstag, 3. Januar 2017

Morgens kommt Josie mit Khun Tug, der die Grasflächen trimmt. Gai säubert Hof und Garten und ich bade mit Josie Kylie, Toby und Rudi.

Mittags hole ich Elvira ab, die nach den Hunden schaut, während ich in die Stadt muss, um Besorgungen zu erledigen. Anschließend kaufe ich Trockenfutter für die Hunde im Haus und für Prajuabs Hunde ein. Danach liefere ich an Prajuab wie jeden Monat 100 kg Trockenfutter und 60 kg Reis.

Montag, 2. Januar 2017

Bei der nächtlichen Fütterung ist Johnny ohne mein Wissen durch den Zaun, der das Geisterhäuschen umgibt, geschlüpft und von Felix schwer attackiert worden. Für Johnny war das ein echter Schock und er schrie noch eine ganze Weile in meinen Armen. Johnny hatte ja bisher nur gute Erfahrungen mit den Hunden gemacht, aber mit Felix, der selten aus dem Geisterhäuschenbereich herauskommt, hatte er noch keine Bekanntschaft gemacht und die erste war dann für Johnny nicht sehr erfreulich. Auf den ersten Blick war die Begegnung auch relativ glimpflich verlaufen, aber am Morgen sah ich dann, dass Johnny eine Bisswunde an der Kehle hat.

Außer, dass ich bis zwei Uhr morgens von zwei Seiten mit Thai Musik bombardiert wurde, war die Nacht relativ stressfrei, da Feuerwerkerei verboten worden war. Dana, Rani und Johnny waren im Haus. Ich bin schon früh raus, reinige die Wohnung und fange dann mit der Gartenarbeit an, bis Gai mich ablöst. Dana und Rani sind dabei draußen. Johnny ist nicht so lebendig wie sonst und deswegen lasse ich ihn im Haus. Einigen Hunden gebe ich wie jeden Morgen ihre Reisportion und verteile danach die notwendigen Medikamente. 

Mittags muss ich Dana und Rani hineinnehmen, da sie sich vor die Küchentür gelegt haben und von einigen Hunden ständig angebellt werden. An Johnnys Kehle bildet sich eine Geschwulst, die ich behandeln lassen muss. Ich fahre mit ihm in die North Pattaya Klinik. Seine Kehle wird dort untersucht und ich bekomme etliche Medikamente für die Behandlung mit. 

Am frühen Nachmittag fahre ich zu Joe und Som, um ein Meeting mit Marcus für ein Video shooting vorzubereiten. Som erhält währenddessen die Mitteilung, dass am Futterladen in der Chaiyapornvithee ein Hund im Sterben liegt. Wir fahren gemeinsam dorthin, müssen aber feststellen, dass der Hund bereits verendet ist. Ich nehme ihn in die NPW Klinik zur Einäscherung. 

Ich fahre weiter zum Best Supermarket, um nach Rudi zu schauen. Den treffe ich auch an. Ich hatte an ihm vor einigen Tagen eine Geschwulst an seiner Flanke feststellen müssen und bin nicht sicher wie die zu behandeln ist. Deswegen fahre ich mit ihm erneut in die North Pattaya Klinik. Die Geschwulst wird punktiert, allerdings kann keine Flüssigkeit entnommen werden. Rudi bekommt ähnliche Medikamente wie Johnny verschrieben und ich nehme ihn mit zu uns ins Haus. Rudi ist nun schon das dritte oder vierte Mal bei uns und kennt sich aus. Etliche der neuen Hunde kennen ihn zwar nicht aber nach ein wenig Bellerei, die Rudi nicht im Geringsten interessiert, beruhigt sich sie Szene und ich kann mit der abendlichen Fütterung beginnen. 

Da Rudi ein Demodexpatient ist, bekommt er gleich mal wieder eine Dosis Ivermectin verpasst. Nach der Fütterung gebe ich ihm wie auch Johnny die verschriebenen Medikamente. Die Geschwulst an Johnnys Kehle ist schon ein wenig zurückgegangen und der kleine Kerl ist auch wieder besser drauf. 

Rani hatte den Nachmittag draußen verbracht und scheint sich nun allmählich unter den Hunden im großen Bereich wohl zu fühlen. Dana dagegen ist kaum nach draußen zu bringen und so lasse ich sie erneut zusammen mit Johnny im Haus.

Sonntag, 1. Januar 2017

Dana, Rani und Johnny waren über Nacht wieder im Haus. Rani habe ich mal versucht im hinteren Bereich unterzubringen, aber dort war sie offensichtlich nicht glücklich und heulte zuweilen. Dana geht überhaupt nicht gern hinaus und auf Johnny muss ich natürlich schon noch ein Auge haben. Aber wenn ich schon ein wenig mehr Arbeit mit Hunden im Haus habe, so ist es doch auch schön sie um mich zu haben, insbesondere da Rani und Dana wunderschöne Tiere sind und Johnny natürlich schon mein Liebling geworden ist. 

Gai kommt und macht den Garten und ich verteile Reisfutter an die Kleinen, die Rekonvaleszenten und die, die es sonst noch nötig haben. Yana Zustand ist nun schon fast als normal zu betrachten, Samlee läuft auch jeden Tag etwas runder, nur Yoshi belastet seinen Hinterlauf immer noch nicht. Er hat durch seine Verletzung auch an Gewicht verloren und wird deswegen zweimal täglich gefüttert.

Für den späten Nachmittag haben mich Alfonse und Nicky zum Essen eingeladen. Mit Einbruch der Dunkelheit komme ich zurück nach Hause und füttere die Hunde. Ich hoffe, dass ich im neuen Jahr halbwegs gesund bleibe und sich meine finanzielle Situation verbessert, damit ich weiterhin einigen Tieren ein lebenswerteres Leben verschaffen kann. Mein Wunsch ist, dass es uns allen besser gehen solle.

Samstag, 31. Dezember 2016

Rani, Dana und Johnnyboy haben sich die Nacht über gut vertragen und bleiben auch im Haus als Elvira und ich über Tungklom, wo wir die Hunde wieder nicht antreffen, zu Ba Pen fahren, die uns zum Grundstück von Kanitta führt. Ich hatte Kanitta von meinem Besuch erzählt und sie bot mir an mir mal ihr Grundstück in Huay Yai anzuschauen, ob es eventuell hilfreich für meine Zwecke sein könnte. Kanitta teilt mir später jedoch am Telefon mit, dass sie dort auch schon Hunde habe weggeben müssen, nachdem es zu viele wurden. 

Im Tempelmarkt gebe ich Ba Bät ihren Obulus und 45 kg Reis für die kommenden zwei Wochen. Im Tempel suchen wir zuerst nach Sido, können ihn jedoch nicht finden. In der Nähe der Vorhalle finden wir Jule, die nun sehr eingeschüchtert ist, aber wir können ihr wieder nicht nahe kommen, da uns die anderen Hunde ständig umrunden. 

Am Strand sammele ich Roscoe ein. Er erhält in der Silverlake Klinik seine zweite Chemo. Die Kastrationsfäden werden ebenfalls gezogen. Roscoe ist ja ein großer Kerl, aber er verhält sich wieder tadellos und lässt die Behandlung klaglos über sich ergehen. 

Ich bringe Elvira in ihr Hotel zurück. Sie ist ganz in der Nähe des Amari abgestiegen und so schauen wir nach Boss und Alana, die wir auch beide schnell finden. Beiden Hunden geht es gut. Nun, da Elvira weiß, wo sie liegen, wird sie sich ab und zu um sie kümmern, solange sie in Pattaya ist.

Dana, Rani und Johnny haben sich im Haus recht ordentlich verhalten und ich lasse sie zur Fütterung heraus. Dana und Rani sind es offenbar gewohnt sich im Haus aufzuhalten. Sie sind sicher Besitzerhunde wie Jule auch. Ich muss sie jedoch allmählich daran gewöhnen sich auch in der Meute zurechtzufinden. Johnny ist bereits akzeptiert und ich muss ihn draußen nicht ständig unter Beobachtung halten. Er wird offensichtlich von der Meute gemocht und spielt häufig mit etlichen der Hunde.

Freitag, 30. Dezember 2016

Die vergangene Nacht war sehr kurz. Nachdem mich die Hunde draußen um drei Uhr aus dem Schlaf gerissen hatten, konnte ich nicht wieder einschlafen. Natürlich geht mir nun vieles durch den Kopf wie ich die neue Situation meistern kann. 

Johnnyboy und Rani haben sich prima verhalten und insbesondere Rani scheint der perfekte Hund zu sein. Sie ist nicht nur ausnehmend hübsch, sondern auch sehr ruhig und verständig. Schon nach zweimaliger Ansprache hört sie auf ihren neuen Namen.

Gai kommt und ich öffne das Gatter zum hinteren Bereich. Johnnyboy begleitet mich und tritt nun schon recht selbstbewusst gegenüber den anderen Hunden auf. Rani lasse ich noch im Haus. 

Mittags fahre ich zur Unterbezirksverwaltung, um mir die Verfügung abzuholen. Die ist aber immer noch nicht zur Hand und soll erst in der ersten Januarwoche verfügbar sein. 

Ich trage Rani in den hinteren Bereich und schließe das Gatter. Rani scheint sich recht gut zurechtzufinden. In der Stadt hole ich Elvira ab und wir fahren zu Gerhard nach Jomtien. Gerhards Hund ist vor einiger Zeit gestorben und er möchte sich einen neuen zulegen. Wir vereinbaren, dass er uns in der ersten Januarwoche besuchen kommt. 

Im Tempel versuchen wir Jule einzufangen, was uns jedoch nicht gelingen will. Mittlerweile ist Dr. Kwanchai nicht mehr in der Silverlake Klinik und so müssen wir Roscoes Chemotherapiebehandlung auf morgen verschieben. Dana aber können wir aus der Klinik holen und ich nehme sie wie Rani auch für die erste Nacht mit ins Haus. Auch Johnny bleibt vorerst nachts über im Haus.

Donnerstag, 29. Dezember 2016

Johnboy hat die Nacht völlig ruhig neben meinem Bett verbracht und mich erst kurz bevor der Wecker klingelt sanft geweckt. Ich füttere ihn und gehe dann raus und mache mich an die Gartenarbeit. 

Um neun Uhr kommt Gai und übernimmt. Ich nehme Johnboy mit hinaus und stelle ihn der Meute vor. Er ist ja noch so winzig aber ist nicht besonders eingeschüchtert von den zwanzig Hunde, die ihn umrunden und beschnuppern. Nach fünf Minuten nehme ich ihn wieder auf und er folgt mir schon durchs ganze Haus, während ich mein Frühstück zubereite. 

Um zehn kommt Rhonda und ich nehme John wieder mit hinaus. Nun kennen die Hunde ihn schon und nur noch eine Handvoll interessiert sich für ihn, sodass ich mit ihm schon einige Schritte durch den Garten gehen kann. Es ist schön zu sehen wie mutig er sich inmitten der Hunde bewegt und wie er schon versucht Freundschaft mit ihnen zu schließen.

Am frühen Nachmittag bekomme ich Besuch von der Unterbezirksverwaltung Pong. Es erscheinen sechs Personen; ich und das Anwesen werden von außen fotografiert und mir wird eröffnet, dass ich unverzüglich die Hunde zu entfernen habe. Ich ringe der diensthabenden Beamtin erstmal 30 Tage ab und frage nach einer schriftlichen Verfügung. Die ist nicht zur Hand, ich könne sie mir morgen in der Verwaltung abholen. Ich informiere meinen Anwalt; der will sich die Verfügung anschauen und mir dann aufzeigen, wie ich weiter zu verfahren habe. 

Derweil muss ich aber auf jeden Fall nach einer zumindest zeitweiligen Lösung Ausschau halten. Deswegen werde ich bis auf Weiteres meine normalen Tätigkeiten einschränken und mich um einem geeigneten Ausweichplatz kümmern.

Am späten Nachmittag fahre ich in die South Pattaya Klinik und hole die Hündin aus der Slumsiedlung sowie Rani ab. Johnboy fährt mit mir, er ist nun total auf mich fixiert und jammert, wenn er mich nicht sieht. Während der Fahrt sitzt er bei mir auf dem Schoß oder legt sich auf den Beifahrersitz. Ich bringe die Hündin zurück an ihren Platz im Slum und gebe der Frau, die sich um sie kümmert, Doxycyline für die Hündin, für Namtarn, eine weitere Hündin sowie für einen weiblichen Welpen. 

Danach fahre ich wieder nach Hause und bringe zuerst Johnny ins Haus und danach Rani. Rani ist schon sehr zutraulich und auch sie verhält sich tadellos. Heute Nacht bleiben beide Hunde im Haus und morgen werde ich versuchen sie in den hinteren Bereich einzugliedern.

Mittwoch, 28. Dezember 2016

Som bittet mich am Vormittag mit ihr in einen Slumsiedlung zu fahren in der sie einen Hund mit einem schlimmen Abszess entdeckt hat. Der Hund wird zusammen mit einer Anzahl anderer Hunde von einer dort wohnenden tierliebenden Frau gefüttert. Der Rüde ist recht lieb, aber wir bekommen ihn trotzdem nicht in die Box, um ihn in NPW Klinik zu bringen. Um ihn an uns zu gewöhnen und um ihn wenigstens vor Ort behandeln zu können, hole ich von zu Hause Prednisilone und erkläre der Frau wie es zu verabreichen ist. 

Einer der anderen Hunde ist läufig und so entschließen wir uns wenigstens sie zum Sterilisieren zu bringen. Mit einiger Überredung bringen wir sie auch in die Box und ich fahre sie in die South Pattaya Klinik, wo Dr. Kwanchai sie in Empfang nimmt. 

Während ich mit Som unterwegs bin, hat Elvira eine große Menge Reisfutter zubereitet, das wir mittags verteilen.

Am Nachmittag fahre ich mit Elvira nach Tungklom, um Anika Bravecto und Ivermectin zu verabreichen. Die Leute an dem kleinen Straßenrestaurant sind allerdings fort und auch die Hunde nicht zu sehen. 

Wir fahren weiter zum Tempel und treffen auf Ba Bät die gerade die Hunde füttert. Zu meiner Überraschung sehe ich zuerst einen neuen jungen Hund, dann einen zweiten und einen dritten. Zwei der Hunde scheinen Geschwister zu sein. Alle drei Hunde sind in äußerlich sehr gutem Zustand und recht zutraulich. Ba Bät teilt mir mit, dass sie sich seit drei Tagen an der Vorhalle aufhalten. Sie wurden augenscheinlich von den Vorhallenhunden dort geduldet und die beiden Geschwister scheinen sich schon mit ihnen angefreundet zu haben. 

Wir machen unseren gewohnten Strandgang mit den Vorhallenhunden und treffen auf Samlee, Khao und Nuan, denen es gut geht. Die Fischersleute, die gerade ihre Netze flicken, bitten mich einen Welpen aufzunehmen den sie bei sich haben. Sie berichten mir, dass er der letzte aus einem Wurf sei und dass alle seine Geschwister bereits aufgenommen wurden. Sie könnten ihn nicht behalten. Offenbar haben die Fischer schon darauf spekuliert mir den Welpen anzuvertrauen.

Ich kann natürlich nicht nein sagen und so wir nehmen ihn mit. Da ich einen Käfig mit dabei habe versuche ich gleich die beiden Geschwister einzufangen und in die Silverlake Klinik zu bringen, um sie sterilisieren zu lassen. Bei Dana gelingt es mir, nicht aber bei ihrer Schwester Jule. So fahren wir mit dem Welpen, den wir Johnboy getauft haben und Dana in die Klinik. Allerdings ist weder Dr. Kwanchai noch seine Frau in der Klinik und so sperre ich Dana in eine der Kennels und wir fahren zurück zum Tempel. 

Es gelingt mir dort Rani, die dritte Hündin einzufangen. Nachdem ich Trockenfutter und Wasser aufgefüllt habe, fahren wir in die South Pattaya Klinik. Dort treffen wir Dr. Kwanchai an, der gerade die Hündin aus der Slumsiedlung operiert. Ich sperre Rani in einen Käfig und Johnboy wird geimpft sowie entwurmt. Dann setze ich Elvira in ihrem Hotel ab und fahre mit Johnboy nach Hause. Der verhält sich vorbildlich und schläft die ganze Zeit vor dem Beifahrersitz. Zu Hause angekommen nehme ich ihn ins Haus, füttere ihn und danach die ganze Meute noch einmal.

Dienstag, 27. Dezember 2016

Gai setzt die Aufräumarbeiten im Garten fort und organisiert einen Mann, der die Wasserleitung im Garten an zwei Stellen repariert. Die Hunde hatten ein Ventil zerbissen. 

Später kommt Rhonda. Sie macht mich auf eine Bauchverletzung bei Nina aufmerksam. Es ist ein Zwei-Baht großes Loch, das nässt. Ich säubere die Wunde und da sie am Abend immer noch nässt gebe ich Nina Prednisilone. Nina ist ja eigentlich ein rechter Bully und hat sich öfter mit Kylie angelegt. Nun habe ich aber einige Male gesehen, dass Kylie zurück gebissen hat und die Wunde wird wohl die Folge davon sein. 

Am Nachmittag kommt Elvira. Die meisten Hunde haben sie schon an sie gewöhnt. Elvira hilft mir in Garten und Haus. Sie bietet mir an für dem morgigen Tag eine große Menge Reisfutter zuzubereiten, um den Hunden mal Abwechslung von dem ewigen Trockenfutter zu bieten. Wir gehen auf den lokalen Markt und kaufen dafür Süsskartoffeln, Möhren und Hühnerherzen ein.

Montag, 26. Dezember 2016

Gai kommt und macht sich daran Hof und Garten wieder in einen vorzeigbaren Zustand zu bringen. Elvira, die in Deutschland im Tierschutz arbeitet und für einige Wochen in Pattaya ist, bietet mir an als Volontärin mitzuarbeiten. Sie ist den ganzen Nachmittag bei uns und macht sich mit der Hundeschar vertraut. 

Klaus bietet sich an Kenny an dessen alten Platz zu versorgen, sollte Kenny nicht mehr glücklich bei uns sein. Sollte dies vor Ablauf der Doxycycline Kur der Fall sein, kann Klaus die Kur fortsetzen.

Sonntag, 25. Dezember 2016

Gai ruft mich an und teilt mir mit, dass sie ab morgen wieder kommt um mir in Hof und Garten zu helfen. Das ist eine sehr gute Nachricht. Da ich morgens nun immer für etliche Hunde Reisfutter koche und einzeln verteile,  tut mir eine Entlastung gut. 

Yana macht sich weiter gut und auch Yoshi scheint sich einzugewöhnen. Mit ihm hatte ich etwas Bedenken, da er sich beim letzten Besuch hier nicht so wohl gefühlt hatte. Dafür macht mir Kenny ein wenig Sorgen. Er ist kürzlich mal attackiert worden und ist dadurch etwas verängstigt und möchte am liebsten zu mir ins Haus. Wenn ich außer Haus bin sperre ich ihn deshalb in den hinteren Bereich. Bevor ich ihn an seinen Platz zurückbringe, möchte ich jedoch die Doxycycline Kur für ihn beenden. 

Samstag, 24. Dezember 2016

Auf dem Weg zum Makro fahre ich wieder bei Virdals Haus vorbei und schaue nach Danny und Dina. Beiden geht es gut und sie freuen sich mich zu sehen. Erfreulicherweise orientieren sie sich schon an Virdals Frau und laufen mir nicht hinterher als ich wieder gehe. 

Mae hat den Verlust ihrer Welpen anscheinend auch verkraftet. Sie hat Freundschaft mit Isi geschlossen und bewegt sich überwiegend im großen Bereich, ohne von den anderen Hunden belästigt zu werden. Mit Samlee geht es ebenfalls aufwärts. Sie belastet ihr schwaches Bein zunehmend und kann schon wieder recht gut laufen.

Freitag, 23. Dezember 2016

Rhonda ist aus Australien zurück und hilft mir bei der Zubereitung des Reisfutters, das Wan mitgebracht hatte. Es kommt eine riesige Schüssel zusammen und trotzdem reicht es nicht alle Hunde damit zu versorgen. Immerhin bekommen sämtliche Problemfälle etwas ab und auch noch einige andere. 

Yanas Zustand hat sich erstaunlicherweise rasch verbessert. Ich hatte das Glück sie beim Kotabsetzen zu erwischen und der sah schon recht fest aus. Auch ihre Knochen sieht man nicht mehr so deutlich aus ihrem Fell hervorragen. 

Bevor ich am frühen Nachmittag in die Silverlake Klinik fahre, bade ich noch rasch Toby. Aus der Klinik hole ich zuerst Roscoe und bringe ihn zurück an den Strand. Seine nächste Chemo ist am kommenden Freitag fällig. 

Anschließend hole ich Yoshi und Rainbow ab. Josie hatte mich gebeten Rainbow, die ebenfalls an TVT leidet, in die Boonsamphan Klinik zu verlegen. Yoshi Operationsnaht sieht gut aus, es wird jedoch mindestens sechs Wochen dauern, bis er hoffentlich wieder normal laufen kann. Sein Allgemeinzustand ist gut. 

Auf dem Rückweg in die Stadt halte ich an der Thepprasit Road und liefere zwanzig Kilo Trockenfutter beim Wachmann ab. Nicks bisher namenlosen Bruder habe ich nun Nero getauft. Alle Hunde, die ich betreue sollen schließlich einen Namen tragen. 

Zurück im Haus quartiere ich Yoshi in den hinteren Bereich ein. Dort habe ich die Gewissheit, dass auch Neuankömmlinge relativ unbelästigt bleiben. Solange Yoshi rekonvaleszent ist, wird er dort auch bleiben. Allerdings öffne ich immer das Gatter, solange ich im Garten bin. So wird er sich nicht eingesperrt fühlen. Er ist es ja gewohnt im Tempelgelände frei herumlaufen zu können.

Donnerstag, 22. Dezember 2016

Wan kommt mich mittags besuchen und bringt eine Menge Reisfutter mit. Biaow, die sie vor Jahren versorgt hatte und die sie mit mir zusammen mit gebrochenem Hinterlauf in die NPW Klinik gebracht hatte, erkennt sie wieder und es ist rührend zu sehen wie beide ihr Wiedersehen bewegt. Wan ist erstaunt wie groß Felix und Anna bereits sind, die sie mir vor einem halben Jahr als mutterlose zwei Wochen alte Welpen zur Pflege überlassen hatte. Es ist zwar fast unglaublich, aber auch Felix und Anna gehen auf Wan zu so wie sie es sonst nie mit fremden Menschen tun. Je mehr ich mit den Hunden erlebe, desto mehr Hochachtung bekomme ich für ihre mentalen Fähigkeiten.

Während Josie und Nut kommen, fahre ich nach Pattaya, um einen Kollegen aus dem Anwaltsbüro, in dem ich mit ihm mehrere Jahre zusammengearbeitet habe, zu treffen. Anschließend schaue ich in der Nord Pattaya Klinik vorbei, um mich nach dem Ergebnis der Biopsie von Ninas Auge zu erkundigen. Ein Tumor kann glücklicherweise ausgeschlossen werden. Gegen eine Entzündung erhalte ich Medikamente für drei Tage. 

Am späten Nachmittag gibt es mal anstatt des üblichen Trockenfutters Reisfutter für alle. Um die Balgerei darum in Grenzen zu halten, füttere ich die Hunde separat und in Etappen.

Mittwoch, 21. Dezember 2016

Wegen Danny und Dina habe ich keine Ruhe. Sie sind ja noch so jung und ich möchte wissen, ob sie sich in der neuen Umgebung wohlfühlen. Meine Sorge ist jedoch erstmal unbegründet. Bei meiner Ankunft spielen sie gerade miteinander und kommen auf mich zugerannt als sie mich entdecken. Da ich nicht sicher bin, ob sie auch tatsächlich geimpft werden, nehme ich sie kurzerhand mit in die Silverlake Klinik und lasse dort von Dr. Kwanchai die erste Impfung vornehmen. 

Yoshi und Roscoe scheint es gut zu gehen. Ich vereinbare mit Dr. Kwanchai Roscoe am Freitag zurück an den Strand zu bringen und vielleicht auch schon Yoshi mit zu mir zu nehmen.

Ich bringe Dina und Danny zurück und fahre kurz bei Stewart vorbei, der nur einen Steinwurf von Virdals Haus entfernt wohnt. Stewart hat nun bereits auch schon neun Hunde aufgenommen. 

Weiter geht es zur Thepprasit Road, wo ich vor der Pattaya Mail Yukka, Nick, seinen namenlosen Bruder und Princess antreffe. Beim Wachmann sehe ich Malee, ihren Sohn, Silver, Berta und Surya. Silvers Räude scheint geheilt zu sein. Ihr Bruder allerdings ist überfahren worden. Ich lasse Ivermectin Tabletten für Malee beim Wachmann und werde ihm am Freitag einen Sack Trockenfutter bringen.

Dienstag, 20. Dezember 2016

Am frühen Nachmittag fahre ich mit Danny und Dina nach Süd Pattaya und treffe Virdal und seine Thai Frau in der Soi Chaiyapruek. Sie lotsen mich zu ihrem Haus, das etwas versteckt am Ende einer kleinen Gasse liegt. Danny und Dina haben die Fahrt gut überstanden und erkunden nach einer Weile ihre neue Umgebung. Es ist ein Gelände von eineinhalb Rai mit einem großen Fischteich auf dem schon drei ältere Hunde leben. Ich setze mich zu den Welpen und Danny klettert auf meinen Schoß, was er zuvor nie getan hatte. Aus seinen kleinen Knopfaugen schaut er mich fragend an und es fällt mir schwer die beiden zurückzulassen. In einigen Tagen werde ich wieder nach ihnen schauen. 

Stephan hatte mich gestern vor seinem Abflug darüber informiert, dass das Management vom Tree Tops Condominum, an dessen Zufahrt Jade und Jack sich häufig aufhalten, die Hunde von der City Hall entfernen lassen will. Stephan macht sich große Sorgen um die beiden und bittet mich die Angelegenheit zu klären. Ich spreche mit dem Management und man versichert mir, dass wenn es keine Beschwerden gäbe, die Hunde erstmal unbehelligt zu lassen. Ich lasse meine Telefonnummer da, damit das Management mich erreichen kann, sollte es Probleme geben.

Montag, 19. Dezember 2016

Am späten Vormittag hole ich mir meinen neuen Pass im Konsulat ab und fahre danach zur Immigration, um mein Jahresvisum übertragen zu lassen. Es herrscht mal wieder totales Chaos auf der Behörde und es hat sich eine zwanzig Meter lange Schlange vor dem Eingang gebildet. Da ich weder Zeit noch Lust habe mich hinten einzureihen lasse ich mal meine mitteleuropäische Zurückhaltung für einen Moment beiseite und verkürze dadurch die Bearbeitung um eine Stunde. Morgen Nachmittag kann ich angeblich meinen neuen Pass, versehen mit dem Jahresvisum, abholen. 

Nach dieser Prozedur fahre ich ins Grande Caribbean Resort, um nach ein paar Welpen zu schauen. Sean McCormack vom Pack Sanctuary in Taiwan http://thesanctuarytaiwan.org hatte mich gestern angeschrieben und mich gebeten nach den Hunden zu sehen und die Welpen eventuell aufzunehmen. Sean befürchtet, dass die Welpen möglicherweise entsorgt werden könnten. Es stellt sich jedoch heraus, dass Mutter und Vater der Welpen vom Resort Management geduldet werden und die Welpen wohl von einem Angestellten aufgenommen werden. Der Mutterhund allerdings sollte sterilisiert werden und ich werde in der kommenden Woche darüber noch einmal mit dem Management sprechen. Anschließend hole ich die Medikamente für Yana in der South Pattaya Klinik ab.

Josie hat möglicherweise eine Familie für Dina und Danny gefunden. Ich vereinbare mit den fraglichen neuen Besitzern ihnen die Welpen morgen Nachmittag zu zeigen. Ich will natürlich die Leute kennenlernen und auch die mögliche neue Umgebung für die Welpen.

Sonntag, 18. Dezember 2016

Gai eröffnet mir, dass sie noch eine weitere Woche Urlaub macht und so ist meine Vorfreude auf ein wenig Entlastung dahin. Mittags besucht mich Wolfgang und bringt mir eine Barspende mit. 

Dr. Kwanchai teilt mir mit, dass Yoshi und Roscoe operiert worden sind und dass es keine Komplikationen gegeben habe. Er empfiehlt Yoshi eine Woche in der Klinik zu lassen und Roscoe für einige Tage.

Samstag, 17. Dezember 2016

Am frühen Nachmittag fahre ich nach Baan Amphur. Ba Bät muss wieder Reis erhalten und ich nehme mir vor Roscoe und Sido in die Silverlake Klinik zu bringen. Leider muss ich feststellen, dass die scheue Hündin, die bisher nicht eingefangen werden konnte, schon wieder trächtig ist. Von ihrem letzten Wurf gab es zwei Überlebende, die sich mittlerweile zu den Strandhunden gesellt haben. 

Bevor mich die Vorhallenhunde entdecken, kann ich mich für einige Minuten mit Prince beschäftigen, der fast wieder der so zutraulich zu mir ist, wie er mal war. Sobald aber die Vorhallenunde auftauchen entzieht er sich mir wieder. Immerhin bin ich nun ziemlich sicher, dass nicht er, sondern Roscoe TVT verdächtig ist. 

Ba Bät kommt und füttert die Hunde mit Reis. Zuerst sind die Hunde an der Vorhalle dran und dann die Hunde am Sala. Ich erneuere das Wasser am Sala und in der Vorhalle und fülle die Trockenfutterschüsseln auf. Währenddessen findet sich Roscoe am Sala ein und ich versuche ihn zu überreden in einen Käfig zu gehen. Roscoe ist ja nicht einer der Hunde, dich ich in den Tempel gebracht habe und wir sind uns deshalb nicht so vertraut. Ich habe ihn erst kürzlich mal streicheln können und deshalb gehe ich ganz vorsichtig auf ihn zu. Zu meiner Überraschung lässt Roscoe mich an sich heran und nachdem ich fünf Minuten mit ihm gesprochen habe, darf ich ihn aufnehmen und in den Käfig sperren. Ich hatte schon beim letzten Besuch geglaubt wahrzunehmen, dass er mich um Hilfe bitten wollte. Klingt ein wenig versponnen, aber ich fühle mich durch sein kooperatives Verhalten nun bestätigt. 

Mit Roscoe also fahre ich in den Tempelbereich in dem sich Sido normalerweise aufhält, kann ihn jedoch nicht entdecken und auch keinen der jungen Mönche, die mir immer geholfen hatten ihn in den Käfig zu bekommen. So fahre ich also weiter und sehe Yoshi, der stark humpelt. Yoshi hat sich von Vorhallenhunden entfernt und lebt nun im großen Tempelbereich. Dort habe ich ihn allerdings immer allein gesehen. Yoshi kennt mich ja gut, aber es kostet mich doch einiges an Zureden bis ich in den zweiten Käfig bekomme. Ich möchte wissen, ob seine Verletzung behandlungsbedürftig ist. 

In der Silverlake Klinik wird zuerst Rosco von Dr. Kwanchai untersucht und danach Yoshi. Roscoe leidet tatsächlich an TVT und wird auch kastriert werden. Bei Yoshi stellt Dr. Kwanchai einen Bänderriss fest, der ebenfalls operativ behoben werden muss. Beide Hunde müssen für einige Tage in der Klinik bleiben. 

Ich fahre zurück an den Strand und schnappe mir Toby. Tobys Hautprobleme haben sich nicht gebessert und so möchte ich ihn der Hautärztin aus Bangkok, die in einer Woche wieder in der Nord Pattaya Klinik praktiziert, vorstellen. Toby bringe ich im hinteren Bereich unter.

Am Abend informiert mich Yvonne über das Kotprobenresultat. Yana leidet an einer bakteriellen und Pilzinfektion. Ich kann die empfohlenen Medikamente morgen in der South Pattaya Klinik abholen.

Freitag, 16. Dezember 2016

Alfonse fährt mittags mit mir zum Snoop Dog Food Shop wo ich einige Säcke Trockenfutter kaufe, damit ich die nächsten Tage über die Runden komme. Wir fahren auch zum Reisladen in Pong müssen aber feststellen, dass der nicht mehr existiert und so versuchen wir einen in Nongprue zu finden. Nach einigem Suchen finden wir auch einen der Hundereis verkauft. 

Am frühen Abend ist dann auch tatsächlich das Auto fertig und wird mir vor die Tür gestellt.

Donnerstag, 15. Dezember 2016

Nut kommt und ich gehe rüber zu Heidi und Rene um mir das Futter abzuholen und natürlich auch um nach Lulu und Coco zu schauen. Beide Hunde verstehen sich gut und Coco hat sich ohne Probleme eingelebt.

Mittwoch, 14. Dezember 2016

Josie kommt mittags und gemeinsam waschen wir Kylie, Zhenya, Kenny und Yaya. Anschließend fahre ich in die Autoreparaturwerkstatt, um nach dem Reparaturfortschritt zu schauen. Wie schon vermutet ist der Wagen nicht fertig und ich könne ihn angeblich am Freitag abholen. 

Nicky teilt mir mit, dass sie einen zehn Kilo Sack Trockenfutter bei Rene und Heidi abgegeben hat. Sie macht Werbung für mich und hat das Futter als Spende erhalten. Das passt gut, denn allmählich geht mir das Futter aus und ohne Auto kann ich auch keines besorgen.

Dienstag, 13. Dezember 2016

Noch in der Nacht schaue ich nach Yana und kann eine Kotprobe von ihr einsammeln. Ich bringe Yana in den hinteren Bereich zurück und säubere den Raum.

Am Nachmittag kommt Yvonne und holt die Kotprobe ab. Yvonne fliegt schon heute Nacht, sodass das Resultat sicher nicht lange auf sich warten lässt.

Ich lasse das Gatter zum hinteren Bereich mehrere Stunden offen und die Hunde vertragen sich recht gut. Dina und Danny drängt es beide in den großen Bereich und sie wollen garnicht mehr in den hinteren Bereich zurück. Dina ist noch so klein, dass sie sich durch das Gatter zwängen kann und sie geht ein und aus nachdem ich die beiden Bereiche wieder getrennt habe. Später dann schlafen Danny und Dina erschöpft bei Mae, Nadia und Yana. 

Samlee läuft nun schon auf dreieinhalb Beinen und durch den normaleren Bewegungsablauf ist auch ihr Torso schon fast wieder gerade. Muskeln jedoch muss sie noch enorm viele aufbauen und auch an Gewicht sollte sie zulegen. Ich hoffe, dass ihr die zweimal tägliche Fütterung dabei zugute kommt.

Montag, 12. Dezember 2016

Ich bringe morgens das Auto in die Reparaturwerkstatt. Der Mechaniker eröffnet mir, dass die Reparatur drei Tage dauern wird. Ohne Auto bin ich ziemlich aufgeschmissen, aber die drei Tage werde ich wohl auch ohne durchstehen. 

Dina und Danny bekommen weiterhin morgens und abends Reisfutter. Die Welpen sind nun im hinteren Bereich etabliert und erfreuen sich ihres Lebens. Ich lasse schon mal das Gatter zu Hof und Garten offen stehen, damit sich die Hunde im großen Bereich auch an die Welpen gewöhnen können.

Am frühen Abend fahre ich zum Mabprachan 7/11 in der Hoffnung, dass vielleicht mein Führerschein und meine Bankkarte von jemanden gefunden und an sich genommen wurde. Ich spreche mit den Leuten, die vor dem Laden ihre Stände betreiben und die mich kennen. Von ihnen bekomme ich jedoch eine negative Auskunft. Ein Wachmann vom Resort nebenan aber kommt vorbei und siehe da, er hat den gesamten Brieftascheninhalt in seiner Hand, ausgenommen selbstverständlich das Bargeld. Ich bin aber heilfroh meine Bankkarte und meinen Führerschein zurückzubekommen. Das Bargeld wird als Spende an jemand abgebucht der es hoffentlich sinnvoll verwendet.

Später am Abend nehme ich Yana aus dem hinteren Bereich und sperre sie in den leeren Raum neben der Küche. Ich hoffe, dass ich so eine gute Kotprobe von ihr erhalten kann.

Sonntag, 11. Dezember 2016

Mittags habe ich einen Termin in der Nord Pattaya Klinik. Ein Augenspezialist aus Bangkok praktiziert dort einmal monatlich und ich möchte die Verletzung an Ninas Auge diagnostiziert haben. Der Spezialist teilt mir mit, dass es sich nicht um eine Verletzung handelt, sondern entweder um ein sogenanntes Cherry Eye, ein Auswuchs, das auch als drittes Lid bezeichnet wird oder im weniger wahrscheinlichen Fall um einen Tumor. Um einen Tumor auszuschließen, empfiehlt der Tierarzt eine Biopsie vorzunehmen. Ein kleiner Teil des Auswuchses wird entnommen und das Resultat soll in einer Woche vorliegen. 

Stephan ruft mich an und teilt mir mit, dass Jade die Tabletten nicht annehmen will. Das kann bei den Antibiotika verschmerzt werden aber das blutunterstützende Medikament muss Jade schon nehmen. Irgendeine Lösung muss gefunden werden. Ich schlage Stephan vor, die Tabletten zu zerkleinern und ins Nassfutter zu mischen.  

Am Abend bin ich zusammen mit Yvonne und Joerg bei Josie und Ray zum Essen eingeladen. Yvonne schlägt vor eine Kotprobe von Yana mit nach Deutschland zu nehmen. Sie arbeitet dort in einer Tierklinik.

Samstag, 10. Dezember 2016

Ich habe viel in Haus und Garten zu tun und muss auch mal wieder Buschwerk und Palmwedel entsorgen. Auf dem Weg zurück halte ich am Mabprachan 7/11 und füttere Kenji, Suzy und Sally mit gebratenem Fleisch. Dabei rutscht mir unbemerkt meine Brieftasche aus der Hose als ich bei den Hunden sitze. Darin befanden sich einige Tausend Baht, mein Führerschein und die Bankkarte. Erst Stunden später bemerke ich den Verlust und finde nur noch die zerbissene Brieftasche verstreut an dem Platz, an dem ich mit den Hunden gesessen habe. 

Der Ersatz von Bankkarte und Führerschein führt wieder zu Laufereien und der Geldverlust schmerzt. Wie heißt es doch so schön: No good deed goes unpunished.

Freitag, 9. Dezember 2016

Ich weiß ja, dass mir Dinge passieren werden – und die sind dann auch passiert – an die ich im Traum nicht gedacht habe. So ein unglaubliches Ding gab es heute mal wieder. Ich sitze beim Frühstück und die Hunde bellen und wollen nicht aufhören. Schließlich gehe ich hinaus und sehe einen Thai am Tor stehen. Er meint, ich solle doch mal herauskommen. Ich bekomme kaum das Tor auf, weil ein demoliertes Motorrad mit Beiwagen davor und direkt hinter meinem geparkten Auto liegt. Auf der anderen Straßenseite sitzt ein alter Mann mit blutigen Schrammen an den Beinen. Ich frage ihn was denn passiert sei und er stammelt, dass es nicht seine Schuld sei. Nun sehe ich auch, dass er voll in mein Auto gefahren ist, besser gesagt, dass Motorrad ist mit ihm in mein Auto gefahren. Wie sich herausstellt, brach der Seitenwagen fünf Meter vor dem Auto halb vom Motorrad weg und der alte Mann war danach nur noch Passagier und raste voll ins geparkte Auto. 

Da ich vereinbart hatte zwei Hunde aus zwei Kliniken abzuholen und endlose Debatten mit den Thai erwarte, bin ich nicht sehr amüsiert. Der erste Verwandte der eintrudelt ist recht kooperativ, will aber zunächst den Alten ins Krankenhaus schaffen. Dann kommt eine zweite Verwandte in einem brandneuen Pick-up angerauscht und die meint, dass der alte Mann kein Geld habe, um mir den Schaden zu bezahlen. Das macht mich erst recht sauer und ich rufe die Polizei. 

Mit Hilfe des Polizisten überzeuge ich die Verwandten für den Schaden aufzukommen. Ein Mechaniker kommt vorbei, begutachtet den Schaden und schätzt ihn auf 6,000 Baht. Am Montag soll der Wagen repariert werden. 

Nachdem diese Angelegenheit geregelt ist, fahre ich in die South Pattaya Klinik und hole Jade ab. Jades Anzahl der Blutplättchen ist zu gering und deswegen bekomme ich neben den Antibiotika auch ein blutbildendes Mittel mit. Stephan nimmt Jade in Empfang und ich erkläre ihm, wie er die Medikamente zu verabreichen hat. Jack ist übrigens wieder aufgetaucht, ist aber nach der missglückten Einfangaktion Stephan gegenüber skeptisch geworden. Mit Jade ist aber immerhin ein weiterer Straßenhund sterilisiert worden.

Nach dieser Aktion fahre ich in die NPW Klinik und hole Dae ab. Der ist garnicht mehr so unfreundlich und so verläuft die Fahrt zu seinem Zuhause am Highway 36 problemlos. Ich liefere Dae bei den Leuten dort ab und Dae ist nach sechswöchigem Klinikaufenthalt naturgemäß überaus froh wieder zurück an seinem Platz zu sein. An der Regent School treffe ich auf Evi, die für seine Unterbringung gesorgt hatte und Dae ist ganz eng mit ihr, obwohl er sie garnicht kennt. Wahrscheinlich hat er einen siebten Sinn und spürt, wer ihm geholfen hat.

Donnerstag, 8. Dezember 2016

Nut kommt und putzt das Haus und ich mache mich auf zu den Tempelhunden. Die ganze Meute ist vollzählig und ich kann auch mal den Strandhunden etwas näher kommen. Tobys Zustand hat sich verschlechtert und ich muss ihn beim nächsten Besuch wieder mitnehmen. Ich kann auch Prince untersuchen und stelle fest, dass ich mich mit TVT bei ihm wohl geirrt habe. Auch Roscoe lässt mich an sich heran und bei ihm stelle ich nun TVT fest. Vielleicht habe ich die beiden beim vorigen Mal verwechselt. Sie sehen sich sehr ähnlich. Roscoe muss unbedingt in die Klinik, vielleicht sogar operiert werden. 

Mit Neung, Song, Sam, Nico, Asa, Scottie und Panya gehe ich an den Strand. Dort finde ich nur Samlee, nicht aber Nuan und Khao. Das macht mir ein wenig Sorge, denn die drei waren immer zusammen. Nachdem ich Trockenfutter und Wasser erneuert habe, fahre ich in den Tempelbereich, in dem Sido liegt und finde ihn auch. Es scheint ihm gut zu gehen. Ich möchte ich aber auch noch mal untersuchen lassen. Vielleicht klappte es ja in ein paar Tagen ihn und Roscoe in die Boxen zu bekommen. 

Am frühen Abend liefere ich am Mabprachan 7/11 Trockenfutter und Reis bei Khun Jin ab. Ich sehe Kenji, dessen Wunden verheilt sind, Suzy und auch Sally. Sally scheint von Suzy erfahren zu haben, dass sie mir vertrauen kann, denn sie lässt sich von mir nun ausgiebig streicheln und ist garnicht mehr scheu. Ich werde nun öfter die Hunde dort besuchen, um das Band zwischen Sally und mir zu festigen. Dann hoffe ich sie in die Klinik bringen zu können. 

Stephan ruft mich an und ist besorgt, da Jack verschwunden ist. Ich versuche ihn zu beruhigen. Straßenhunde sind schon mal unterwegs. Jade ist sterilisiert worden und ich kann sie morgen Mittag abholen.

Mittwoch, 7. Dezember 2016

Am frühen Nachmittag treffe ich Stephan, einen Touristen aus Österreich, der mich gestern gebeten hatte, nach zwei Hunden in Jomtien zu schauen. Er füttert sie, solange er in Pattaya ist. Es ist eine Hündin und ein Rüde, Jade und Jack. Jade sieht einwandfrei aus und Jack hat kleine Fellprobleme. Beide Hunde sind zutraulich. Ich schlage Stephan vor, beide Hunde sterilisieren zu lassen. Jade kann ich ohne Probleme einfangen und in eine Box verfrachten, aber Jack wehrt sich und läuft schließlich davon. Wir bringen Jade in die South Pattaya Klinik und Stephan verspricht sie nach der Sterilisation medizinisch zu versorgen. Mit Jack will er versuchen sich noch weiter anzufreunden um ihn für ein Bad in seinem Apartment zu überreden. 

In der NPW Klinik schaue ich nach Dae. Seine behandelnde Tierärztin teilt mir mit, dass Dae in zwei Tagen entlassen werden könne. Am Mabprachan 7/11 treffe ich Khun Jin und übergebe ihr 20 kg Trockenfutter. Kenjis Wunden sind gut verheilt. Suzy ist auch zugegen und Sally, die Hündin, der man ihre neugeborenen Welpen weggenommen hatte. Ich versuche mich auch mit ihr anzufreunden, damit ich sie sterilisieren lassen kann.

Dienstag, 6. Dezember 2016

Josie kommt und wäscht Kylie und gemeinsam waschen wir danach Zhenya, Danny und Dina. Anschließend ziehen wir Tommy, Zhenya, Big Boy, Ilya und Yuri die Kastrationsfäden. 

Dannys und Dinas Fellzustand hat sich verbessert. Beide Welpen sind sehr lebhaft und es scheint, dass es ihnen gut gefällt mit so vielen anderen Hunden beisammen zu sein. Auch Mae hat sich gut eingefügt. Samlees Zustand verbessert sich ebenfalls, wenn auch langsam, zunehmend. Sie kann ihre gebrochene Hüfte nun besser belasten und auf lange Sicht werden sich auch die Muskeln im stillgelegten Hinterlauf wieder aufbauen. 

Kenny hat es vorgezogen, sich im großen Hof- und Gartenbereich aufzuhalten. Er ist sehr positiv, wird von den anderen Hunden akzeptiert und läuft nun schon recht geschickt auf seinen drei Beinen. Es gefällt ihm bei uns ganz offensichtlich.

Montag, 5. Dezember 2016

Heute ist der erste Tag für zwei Wochen, an dem ich mal wieder Hof- und Gartenarbeit allein bewerkstelligen muss. Reisfutter für die Kranken, die Rekonvaleszenten, die Kleinen, die immer zu Kurz kommen und natürlich für Danny und Dina, gibt es morgens weiterhin. 

Kenny hat die erste Nacht im hinteren Bereich gut überstanden. Ich finde ihn zwar in der hintersten Ecke, aber er freut sich mich zu sehen und mischt sich dann auch unter die anderen Hunde. Ich kann nun mit ihm ganz normal umgehen und stelle fest, dass er in meinem Beisein offensichtlich die Gesellschaft der anderen Hunde genießt. Sie scheinen ihn auch ohne Umschweife zu akzeptieren. Danny, der im Gegensatz zu Dina recht forsch ist, macht auch schon Bekanntschaft mit Kenny und der lässt es freundlich geschehen.

Ich bin gerade mit allen Arbeiten fertig als Yvonne und Joerg mich am frühen Nachmittag besuchen kommen. Sie bringen mir Medikamente für die Hunde und eine Geldspende mit, die Yvonne von Freunden und Bekannten erhalten hat.

Sonntag, 4. Dezember 2016

Am Nachmittag bin ich mit Nicky und Alfonse geschäftlich unterwegs. Roshi ruft mich an, dass es ihr nicht gut gehe und ob ich Hop mit ihrer Helferin in die Klinik bringen könne. Ich entschließe mich es auch mit Kenny zu versuchen und siehe da, er lässt sich von mir auf den Arm nehmen und in die Box verfrachten, die ich auf Verdacht mit ins Haus genommen hatte. Offensichtlich hat sich Kenny entschlossen mir zu vertrauen, denn auch in der Klinik ist er ganz kooperativ und lässt das Fädenziehen brav über sich ergehen. Nachdem ich Hop wieder entlassen habe bringe ich Kenny in den hinteren Bereich, wo ich ihn vorerst unterbringe. Ich will sehen, wie er mit den anderen Hunden klar kommt und wie die Hunde mit ihm.

Samstag, 3. Dezember 2016

Der gesamte Nachmittag geht mit Besorgungen in der Stadt und der Wartung des Autos drauf. Kenny gewöhnt sich mehr und mehr an mich trotzdem weiß ich immer noch nicht wie ich ihn in die Klinik bringen soll. Die Fäden müssen nun aber bald gezogen werden. Mae weicht mir auch noch aus, aber um sie mache ich mir weniger Sorgen. Irgendwann werde ich sie schon zu fassen bekommen. Das wird bei Mum schwieriger werden, denn an sie komme ich überhaupt nicht heran. Sterilisiert werden muss sie aber auch irgendwann einmal. Gefährlich werden kann es nicht, denn mittlerweile sind alle Rüden außer Felix kastriert.

Freitag, 2. Dezember 2016

Wan Song informiert mich, dass Sinin wieder da ist. Da Wan kein Geld für Medikamente hat, gebe ich ihr 500 Baht damit sie Antibiotika für die Katzen kaufen kann.

Am frühen Nachmittag fahre ich mit Rene und Heidi zu Prajuab. Die beiden denken an eine Spielgefährtin für Lulu. Ich habe ihnen einen von Khaofangs Welpen empfohlen. Da ich die Welpen nicht sehe, rufe ich Prajuab an und er teilt uns mit, dass ausgerechnet der Welpe, den Rene und Heidi adoptieren wollten, überfahren wurde. Prajuab führt uns zu zwei anderen Welpen, die kürzlich jemand am Reservoir zurückgelassen hatte. Für einen der beiden entscheiden sich Rene und Heidi.

Nachdem Rene und Heidi mit dem Welpen zur Untersuchung in die Nord Pattaya Klinik gefahren sind, liefere ich 100 kg Trockenfutter und 60 kg Reis bei Prajuab ab. Ich mache dabei noch ein Foto von dem anderen Welpen in der Hoffnung auch ihn vermitteln zu können.

Donnerstag, 1. Dezember 2016

Gai kommt heute Morgen und ich verteile am Abend zuvor gekochtes Reisfutter an Kenny, Tommy, Simba, Anna, Toya, Zola, Biaow, Samlee,Yana, Dina und Danny. Yana bekommt zusätzlich noch gebratenes Hühnerfleisch. Ich werde sie mal eine Woche lang vollständig auf Hühnerbrust umstellen, um zu sehen, ob es ihrer Verdauung gut tut. Kenny ist wieder etwas zutraulicher geworden und lässt mich seinen Kopf streicheln. Er liegt nun schon an der Schwelle meines Bürozimmers, während ich am Computer arbeite.

Am Nachmittag treffe ich Nicky und Alfonse. Wir tauschen uns über unsere Schützlinge aus und ich darf mal zwei Stunden lang nichts tun.

Janin, eine Touristin, die sich mit einem Hund angefreundet hat, bittet mich um Rat da sie den Hund eventuell adoptieren und nach Deutschland bringen möchte. Allerdings muss ich ihr mitteilen, dass die Ausfuhr/Einfuhr von Hunden in kurzer Zeit nicht möglich ist. Ob Janin dann auch wirklich den Hund adoptieren wird, wenn sie weiß, dass es Zeit und Geld kostet bleibt abzuwarten.

Wan Song informiert mich, dass eine weitere Katze gestorben sei und zwei erkrankt seien. Sinin sei seit einigen Tagen nicht mehr erschienen.