Donnerstag, 28. Juli 2016

Nut kommt heute Mittag und ich muss Steuer und Versicherung fürs Auto erneuern. Klaus ruft mich an, dass sie die andere Hündin einfangen konnten, leider riss sie sich wieder los. Versuchen wir es also am Samstag erneut. Ich fahre zum Makro und kaufe Fleisch und Tatar ein. Das Rawfood tut Anna und Felix gut, sie entwickeln sich prächtig. Allerdings sind sie immer noch recht winzig. Vermutlich sind das ihre Eltern dann wohl auch.

Auf dem Rückweg läuft der Wagen heiß und ich schaffe es gerade noch bis zu einer Tankstelle. Die beiden Lüfter haben ihren Dienst eingestellt. Glücklicherweise habe ich nun einen fähigen Monteur an der Hand, der eine gute Stunde später erscheint, allerdings den Fehler in der Elektrik nicht finden kann. So bringt er mich nach Hause und versucht sein Glück morgen erneut. 

Im Haus ist soweit alles in Ordnung, nur Anna und Felix sind hungrig. Bok Luks Wunde ist wieder ein Stückchen weiter zugewachsen und Alexes Wunde sieht nun auch etwas besser aus. Ich lasse beide Hunde noch im Haus.

Mittwoch, 27. Juli 2016

Klaus erwartet mich um zwei Uhr bei den Hunden am Highway 36. Die Aktion hatte am Montag nicht geklappt und so haben wir sie auf heute verschoben. Die junge Frau kann Samlee, die schwarze Hündin, ohne Schwierigkeiten einfangen. Samlee ist ganz lieb und so bekommen wir sie auch umstandslos in den Käfig. Die schwarz-weiße Hündin entzieht sich den Einfangbemühungen. Wir verabreden es morgen erneut mit ihr zu versuchen. 

Ich liefere Samlee in der Silverlake Klinik ab und fahre zum Tempel. Auf dem Weg dorthin entdecke ich eine winzige, jedoch schon ausgewachsene Hündin die an einem Genitaltumor leidet. Ich frage Leute in der Nachbarschaft ob mir jemand helfen kann sie einzufangen und tatsächlich ist ein junger Mann dazu in der Lage. Mit Ting, so heißt die Hündin, fahre ich zum Tempel und versorge dort die Hunde. 

Am Sala gibt es erneut Zuwachs. Dieses Mal ist es eine Hündin mit vier weiblichen Welpen. Sowohl die Hündin sieht gut aus als auch die Welpen. Hoffen wir, dass es auch so bleibt, versorgt werden die Neuankömmlinge schon werden. 

Ting muss operiert werden und erhält danach mehrere Chemo Behandlungen. Da die Klinik nicht weit von ihrem Platz entfernt ist, werde ich sie für die Chemotherapie jeweils an ihrem Platz abholen und sie nach der Behandlung wieder zurückbringen. Das spart Kosten.

Dienstag, 26. Juli 2016

Mittags kommt Evi und hilft mir bei der Arbeit. Bei einigen Hunden sind Zecken sind wieder ein Thema, bei anderen wiederum überhaupt nicht. Mit “Big Boy” Sascha haben wir einiges zu tun, um seine Ohren von den Viechern zu befreien. 

Lucy bekommt weiterhin Schonfutter; ein Erfolg ist allerdings noch nicht sichtbar. Möglicherweise haben wir es ja bei ihr mit einer Food Allergie zu tun. Nach der Schonfutterphase werde ich es bei ihr mal mit Rawfood versuchen. 

Anna und Felix wachsen und gedeihen. Ich nehme sich heute Nachmittag nach draußen ins Gras. Dort sehen sie mal nicht nur Fliesen und können sich auch an die Hunde gewöhnen und die Hunde an sie. Ich darf sie dabei allerdings nicht aus den Augen lassen. Es ist von keinem der Hunde zu erwarten, dass sie den beiden etwas antun, aber plötzlich entstehende Aggressionen unter ihnen können schnell auch die Welpen treffen. 

Bok Luks Wundheilungsverlauf ist weiterhin zufriedenstellend; allerdings hat sie sich über Nacht des Pflasters entledigt, sodass ich sie nach der Neuversorgung erstmal wieder im Haus behalte.

Montag, 25. Juli 2016

Bis auf eine abendliche Lieferung von Katzenfutter an Wan Song bleibe ich heute den ganzen Tag zuhause und arbeite an Berichten für die Foundation website und der englischsprachigen Facebook Seite. 

Lucy bekommt nun ausschließlich das Schonfutter, das Evi mitgebracht hatte. Ob ihr die Futterumstellung helfen wird, bleibt abzuwarten. Ein Versuch ist es allemal wert. 

Dr. Kwanchai informiert mich über die Behandlungsfortschritte von Chuki und Jaha. Ihre Haut soll nun weicher sein und die räudigen Stellen sind nicht mehr verschorft. Ihre Behandlung wird erstmal in der Klinik fortgesetzt. Wenn sich signifikante Erfolge einstellen, werde ich die Behandlung zuhause fortsetzen. Dann ist auch eine Ernährungsumstellung zu überlegen.

Sonntag, 24. Juli 2016

Am frühen Nachmittag fahre ich zu den Tempelhunden. Nachdem ich die Vorhallenhunde versorgt habe versorge ich auch die Salahunde. Ich vermisse die beiden neuen Welpen. Sie sahen ja ziemlich kränklich aus und könnten gestorben sein.

Ich bin froh, dass sich Zola nun wieder mit Toya verträgt. Sie hat sich nicht mehr aggressiv verhalten und die beiden raufen jetzt wieder wie zuvor. Anna und Felix habe ich nun auf drei Fütterungen pro Tag umgestellt. Ich füttere sie zum überwiegenden Teil mit Tatar vermischt mit einem Eigelb. Ziegenmilch bekommen sie dann danach.

Bok Luks Wunde heilt besser zu als erwartet. Die tägliche Reinigung mit Verbandswechsel tut ihre Wirkung. Alexes Wunde ist immer noch nicht zugeheilt, jedoch trocken. Ich behandele sie mehrmals täglich mit Nano Spray. 

Am späten Nachmittag teilt mir Dr. Kwanchai mit, dass Taro an gestorben sei. Die Todesursache sei auf eine chronische Leberentzündung zurückzuführen.

Samstag, 23. Juli 2016

Rhonda kommt am späten Vormittag und auch Evi, die weitere Dosen Ziegenmilch für Anna und Felix sowie Schonfutter für Lucy mitbringt. 

Am frühen Nachmittag liefere ich eine Transportbox bei Josie ab. Rocky soll in einigen Tagen nach Deutschland fliegen und bei Elena und Lucas ein dauerhaftes Zuhause finden.

Am frühen Abend fahre ich zu den vier Hunden am Highway 36. Die junge Frau, mit der ich telefoniert hatte teilt mir mit, dass sie eine Hündin greifen kann. Wir verabreden uns für Montagnachmittag, um zunächst sie sterilisieren zu lassen. Klaus wird für die Kosten aufkommen. 

Ich versorge Bok Luks und Alexes Wunden. Beide Hunde sind nun wieder ständig draußen. Bok Luk muss im hinteren Bereich bleiben, damit sie nicht in einen der Wasserbottiche springen kann. Toya hat sich auch wieder auf der kleinen Terrasse einrichten können. Zola scheint ihre aggressive Phase ihr gegenüber anscheinend überwunden zu haben.

Freitag, 22. Juli 2016

Prajuab teilt mir am Vormittag mit, dass der junge Hund, der ihm vor einem Monat zugelaufen ist, immer noch nicht recht fressen will und nun auch blutigen Kot ausscheide. Die Doxyciline Kur habe keine sichtbaren Erfolge erbracht. Ich fahre mittags zu Prajuab und schaue mir den Hund an. 

Am frühen Vormittag hole ich ihn dann ab und fahre in die Silverlake Klinik. Dr. Kwanchai nimmt Taro, so nenne ich den Hund, in Empfang und wird zuerst einmal einen Bluttest durchführen. Mit Lesley, der Hündin vom Straßenverkehrsamt, die von Evi betreut wird und die sterilisiert wurde und gegen Anämie sowie Hautproblemen behandelt wurde, fahre ich zurück und liefere sie bei Evi, die vor dem Straßenverkehrsamt auf mich wartet, ab. Rosie und ihr Welpe Bay haben mit Sylvia einen Sponsor gefunden. Die beiden Hunde bleiben vorerst auf dem Klinikgelände, wo sie ausreichenden Auslauf vorfinden. 

Bei der abendlichen Fütterung einiger Hunde, worunter auch Zola und Toya sind, führe ich die beiden versuchsweise zusammen. Bis auf den Versuch einer Attacke von Zola, den ich sofort unterbinde, verstehen sich die beiden überraschend gut und rangeln spielerisch miteinander. Da solche Spielchen im Handumdrehen außer Kontrolle geraten können, habe ich die ganze Zeit ein Auge auf die beiden. Später am Abend zieht es Zola wieder auf die kleine Terrasse und Toya bleibt im Haus. 

Alexes Wunde heilt recht gut zu, aber Bok Luks Wunde sieht noch genauso aus wie gestern. Ich werde sie wohl noch lange Zeit täglich reinigen und verpflastern müssen. 

Klaus hat Kontakt zu der Frau bekommen, die angeblich die beiden Hündinnen am Highway 36 ergreifen kann. Ich telefoniere mit ihr und wir verabreden morgen Nachmittag einen Einfangversuch zu unternehmen.

Donnerstag, 21. Juli 2016

Es hat die Nacht durchgeregnet. Das ist kein Problem für die Hunde draußen, denn es gibt genug geschützte Bereiche für sie. Um acht Uhr regnet es immer noch, aber ich säubere dennoch Hof und Garten nachdem ich Felix und Anna versorgt habe. 

Am frühen Vormittag kommt Evi und macht sich wieder an die Zeckenarbeit während ich Shana ihre Infusion gebe. Danach verpflastern wir Bok Luk gemeinsam. Bok Luk muss weiterhin im Haus bleiben, da sie eine Wasserratte ist und keinen Bottich und keine Pfütze auslässt. Lena kann nun wieder raus aber Alex behalte ich ebenfalls so lange im Haus bis sich die Wunde vollständig geschlossen hat. 

Mittags kommt Josie mit Geoff. Geoff war schon vor einigen Monaten mal bei uns und ist auf dem Weg von Chicago nach Sydney Josie badet Kylie sowie zwei der Welpen und Geoff hilft mir Lucy die fällige Ivermectin Injektion zu verabreichen. 

Am frühen Nachmittag kommt Nut und reinigt das Haus. Ich füttere Anna und Felix erneut. Die Ziegenmilch ist aufgebraucht und das Kilo Tatar auch fast. Ich fange nun an den beiden auch ein wenig sehr klein geschnittenes gebratenes Hühnerbrustfilet zu geben. 

Da Wan Song nun wohl einen Job gefunden hat und erst am späten Abend wieder zu Hause ist, fahre ich um neun Uhr mit Sinin in die South Pattaya Klinik. Ich spreche mit Dr. Kwanchai ab Sinin am Sonntag wieder abzuholen.

Mittwoch, 20. Juli 2016

Nachdem ich alle meine Routinearbeiten erledigt habe, fahre ich mit Bok Luk, Alex und Lena in eine nahe gelegene Klinik, um ihre Wunden untersuchen zu lassen. Bok Luks Wunde sieht ja gewaltig aus, ist aber von frischer Farbe und die Veterinärin erklärt, dass die Wunde bei guter Pflege in etwa zwei Wochen zuheilen würde. Ich müsse die Wunde täglich säubern und frisch verpflastern.

Die Prognose für Alexes Nackenwunde fällt noch günstiger aus. Die unteren Hautschichten sind bereits zugewachsen und die Zusammenheilung der oberen Schichten dürfte in gut einer Woche abgeschlossen sein. Die Sterilisationswunde sieht auch sehr gut aus und bedarf keiner Behandlung. Lenas kleine Naht soll noch einige Tage erhalten bleiben und ihre Sterilisationsnaht sieht sehr gut aus. Um die Rückbildung des noch verbliebenen Abszesses zu beschleunigen, empfiehlt die Veterinärin eine Woche lang Amoksiklav zu geben. Auch Bok Luk soll Amoksiklav erhalten. 

Um kein Risiko einzugehen, bringe ich die drei wieder ins Haus. Anschließend erhalten Yaya, Nacho, Zhenya und Silver Ivermectin Injektionen. Lucy ist nicht dazu zu bewegen. Anna und Felix halte ich weiterhin separiert in einem Zimmer. Ab und zu lasse ich Alex, Lena und Toya zu ihnen, damit sie sich an ihre Artgenossen gewöhnen. Lena und Alex jedoch interessieren sich nicht für die Winzlinge. Toya aber spielt gern mit ihnen.

Dienstag, 19. Juli 2016

Morgens versorge ich immer zuerst Anna und Felix, die ja etwa alle fünf bis sechs Stunden gefüttert werden müssen. Danach probiere ich Toya auf die Terrasse zu lassen, aber sie wird sofort von Zola attackiert, sodass ich Toya im Haus lassen muss. 

Lenas Abszess verheilt und das Pflaster auf ihrer Operationswunde hält noch. Um Alexes Wundnaht mache ich mir Sorge, denn dadurch, dass er sich nun mehr bewegt, nässt sie ein wenig. Es wird sicher noch mindestens zwei Wochen dauern bis die Wunde sich schließt. 

Am Vormittag bekommt es Bok Luk trotz Kragens fertig sich des Pflasters auf ihrer Abszesswunde zu entledigen und ich muss festestellen, dass ihre Flanke eine große, allerdings entzündungsfreie offene Stelle aufweist. Ich versorge die Wunde, muss aber morgen sicher noch mal zu einem Tierarzt in der Nähe, um die Wunde neu behandeln zu lassen. Die Wundheilung wird sicher einige Wochen in Anspruch nehmen. 

Am frühen Nachmittag wasche ich Toby, Yaya und Silver, Lucy entzieht sich mir. Am Spätnachmittag fahre ich zu einer Stelle an der Klaus einige Hunde füttert. Er hat mich gebeten nach ihnen zu schauen und wenn möglich die Hündinnen sterilisieren zu lassen. Die vier Hunde scheinen in guter Verfassung zu sein und werden offensichtlich auch noch von Anwohnern gefüttert. Ich spreche mit einer Frau und frage sie ob jemand die Hunde greifen kann. Sie erklärt, dass eine Kollegin die Hunde füttert und die könne womöglich helfen. Morgen werden wir mehr wissen.

Am frühen Abend versuche ich Lena, Bok Luk und Toya den Aufenthalt im hinteren Bereich schmackhaft zu machen, aber das klappt nur bedingt. Toya und Lena muss ich wieder über Nacht ins Haus nehmen, Bok Luk sperre ich in einen Kennel. Anschließend füttere ich Anna und Felix für die Nacht sowie die sechs Welpen und einige weitere Hunde, die alle zweimal täglich ihr Futter bekommen weil sie noch etwas zulegen müssen.

Montag, 18. Juli 2016

Am späten Vormittag kommt Evi um mir bei der Arbeit zu helfen. Natürlich geht sie zuerst zu Anna und Felix, die ihr ans Herz gewachsen sind. Danach hilft sie mir beim Entzecken der Welpen. 

Am frühen Nachmittag fahre ich mit Jaha und Chuki in die Silverlake Klinik. Die beiden sollen dort einer intensiven Waschkur für eine Woche unterzogen werden um festzustellen, ob diese Maßnahme ihnen helfen kann. 

Alex, Lena, Bok Luk, Khao und Song können entlassen werden. Da ich nur zwei Käfige transportieren kann, verfrachte ich Bok Luk, Lena und Alex in den Innenraum und Khao sowie Song lade ich hinten auf. Khao wird als erste wieder zu Ba Bäts Behelfsheim gebracht, dann kommt Bok Luk in den nun freien Käfig und wir fahren nach Hause wo ich Lena, Alex und Bok Luk in die Torschleuse entlasse und mit Song an das Reservoir fahre, wo ich ihn mit Neung und Sahm wiedervereinige. Songs eine Zehe ist zwar immer noch geschwollen aber das Loch unter der Pfote ist verheilt und er läuft schon fast wieder normal. 

Ich fahre zurück nach Hause und nehme die drei Hunde mit ins Haus. Bok Luk hat noch ein dickes Pflaster auf ihrer Wunde und muss einen Kragen tragen. Lenas Abszess ist ausgeräumt worden und die Wunde vernäht. Auf ihrer Sterilisationswunde trägt sie noch ein Pflaster. Alex trägt auch noch ein Pflaster an seiner Sterilisationswunde aber die Nackennaht ist nicht mehr verbunden. Es wird jedoch noch einige Zeit dauern bis die Wunde völlig verheilt ist. Solange muss ich ihn im Haus halten und er darf nicht herumtoben, was er gern mit Lena macht. Deswegen halte ich die beiden getrennt.

Lady und Mom mögen sich garnicht und hatten sich gestern wieder gefetzt. Deswegen ließ ich Mom über Nacht auf der zugesperrten Terrasse und bringe ihn in den hinteren Bereich. Auch Zola und Toya fangen nun an sich zu fetzen. Die Beissereien gehen immer von Zola aus. Ich werde die beiden wohl auch trennen müssen. Über Nacht ist Toya erstmal im Haus und Zola liegt mit Shana und Biaow auf der kleinen Terrasse.

Sonntag, 17. Juli 2016

Heute ist viel Update Arbeit an Blogs und Facebook zu leisten. Am Nachmittag kommt Taro mit Gay. Gay möchte einen Hund adoptieren und sucht sich Patty aus. Patty ist einer der großen Hunde und ich bin mir nicht sicher ob Gay mit ihr fertig werden wird und so fahren wir zusammen zu Gays Haus wie ich meinte. Es stellt sich allerdings heraus, dass Gay in einem Apartmenthaus in Jomtien wohnt und Patty ungehindert auf eine vorbeiführende Soi laufen könnte. Das würde sie auch tun und wir würden sie vermutlich nie wieder sehen wenn ich zulassen würde, dass Gay sie aufnimmt. So fahre ich also mit Patty wieder zurück nach Hause. Nach unserer Rückkehr schaut sie mich fragend an als wollte sie sagen: Was war das denn jetzt?

Samstag, 16. Juli 2016

Josie kommt mittags mit Taro, einem japanischen Bekannten, der einen Thai kennt, der einen oder zwei Hunde adoptieren möchte. Josie meint, dass Zola und Toya geeignete Kandidaten sein könnten. Ich möchte mir jedoch den Thai zuerst ansehen bevor ich mich entscheide einen oder zwei Hunde wegzugeben. 

Josie hat mir auch eine Helferin vermittelt, die sich vorstellt. Sie sollte Vollzeit arbeiten, damit ich ein wenig entlastet bin. Well will am Montag schauen, ob die Arbeit für sie geeignet ist. 

Am Nachmittag habe ich in der Stadt zu tun und am frühen Abend noch ein Treffen mit unserem potentiellen Hauptsponsor.

Freitag, 15. Juli 2016

Evi kommt am frühen Nachmittag und bringt mir Anna und Felix. Die beiden sind ja immer noch winzig, aber müssen nicht mehr flaschengefüttert werden und können aus ihren Näpfen fressen, was schon mal eine Arbeitserleichterung ist. 

Da die Welpen satt ankommen, kann ich sie ohne Bedenken einige Stunden allein lassen. Ich lade zwei Käfige auf und fahre zu Adrians Hunden Neung, Song und Sahm, die sich laut Prajuab an dem Ort eingerichtet haben, an dem wir sie zurückgelassen hatten. Song hatte ja eine Pfotenverletzung und die will ich Dr. Kwanchai untersuchen lassen. Neung und Sahm kommen auf mich zu als kennten wir uns schon lange. Song ist auch freundlich, aber hält sich etwas zurück. Als ich auf ihn zugehe um ihn aufzuheben, entfernt er sich einige Schritte. Deswegen setze ich mich ins Auto und rufe Adrian an, es mit Song morgen erneut zu versuchen. In dem Moment gesellt sich Song zu Neung und Sahm und lässt sich willig aufheben und in den Käfig schieben. 

Ba Bät hatte mich vor einigen Tagen gebeten eine Hündin, die sie aufgenommen hatte, sterilisieren zu lassen. Ich hole Ba Bät vom Tempelmarkt ab und wir fahren in ihre Hütte, anders kann man die Behausung nicht nennen. Khao (ich hatte schon mal erwähnt, dass die Thai außerordentlich kreativ in der Namensgebung von Hunden sind – alle weißen Hunde werden Khao genannt und “khao” heißt nichts anderes als “weiß”) wird in den zweiten Käfig gesteckt und wir fahren in die Silverlake Klinik. 

Song (ach übrigens, neung, song, sahm heißt eins, zwei, drei, was schon auf eine subtilere Namensgebung hinweist) hat ein tiefes Loch in seinem Ballen und muss einige Tage in der Klinik bleiben. Khao wird nur zwei Tage dort bleiben, da Ba Bät die Nachsorge übernehmen kann. Ich schaue nach Alex, Lena und Bok Luk. Alle drei sind auf dem Wege der Besserung und ich kann sie vermutlich am kommenden Montag wieder abholen. Der Hund, der eine Woche unter einem Auto lag ist am Nachmittag an Leberversagen gestorben. Sein Leberwert lag bei 380, der Normwert liegt zwischen 5 und 50. 

So fahre ich also mit leeren Käfigen zum Tempel. Dort treffe ich auf Åsa und Tai. Einer der Sala Hunde, um die sie sich kümmern, hat zwei hässliche Wunden, die behandelt werden müssen. Ich schlage vor, dass ich Åsa und Tai am Montagnachmittag im Tempel treffe und wir dann gemeinsam in die Silverlake Klinik fahren. Es sind am Sala schon wieder zwei Welpen entsorgt worden. Sie sehen krank aus und könnten virusinfiziert sein. Sollten sie durchkommen, müssen wir uns auch um sie kümmern. 

Nachdem ich die Vorhallenhunde versorgt habe, erneuere ich das Wasser im Sala und lege Trockenfutter für die Hunde dort aus. Anschließend fahre ich zum Pinnacle um Bennie zu treffen, der jedoch dienstfrei hat. Wir müssen versuchen Mae, die Mutter (ich bin auch nicht besonders kreativ “mae” heißt “Mutter”) von Zola und Toya einzufangen, um sie sterilisieren zu lassen. 

Wieder zuhause schaue ich als Erstes nach Anna und Felix und bereite dann das Futter für sie zu. Die ersten Welpen die ich vor Jahren mal aufgezogen hatte, hatte ich mit Tatar beigefüttert und das ist ihnen gut bekommen. Deswegen vermische ich Ziegenmilch mit Tatar, was die beiden mit Heißhunger verschlingen. Diese Mischung werde ich einige Tage beibehalten und dann die Ziegenmilch nach und nach weglassen.

Donnerstag, 14. Juli 2016

Nut kommt heute Mittag nachdem sie vergangene Woche ausgesetzt hatte. Ich wasche Zhenya, der sich wieder heftig dagegen wehrt, Jaha, Silver und Chuki. Anschließend widme ich mich der Zeckensuche bei den Welpen Yuri, Sascha, Ilya und Zhenya. Bravecto wirkt immer noch recht gut bei den behandelten Hunden, hat jedoch nur noch eine eingeschränkte Wirkung bei den Welpen. Deswegen appliziere ich ihnen Fibronil nachdem ich die sauberen Pfoten und Ohren mit der Lösung bestehend aus Essigwasser und ätherischen Ölen eingesprüht habe. 

Evi eröffnet mir, dass sie Anna und Felix nicht mehr bei sich behalten kann, da ihre Hunde eifersüchtig auf sie seien. Sie würde sie mir morgen wieder bringen. Immerhin sind die beiden nun schon zwei Wochen weiter und können allmählich auf festeres Futter umgestellt werden. 

Am Spätnachmittag unterrichtet mich Dr. Kwanchai darüber, dass Daeng fünf Stunden nach dem Eingriff gestorben sei. Das ist mal wieder ein Beispiel dafür, wie Anwohner es fertig bringen aus Faulheit und Geiz einen Straßenhund vor ihren Augen verrecken zu lassen.

Mittwoch, 13. Juli 2016

Dr. Kwanchai teilt mir heute Mittag mit, dass Daeng an schwerer Verstopfung leide, da er sich nicht entleeren könne. Dies sei eine Folge des Unfalls, der seine Hüfte in Mitleidenschaft gezogen habe. Innere Verletzungen könnten nicht ausgeschlossen werden. Ein Eingriff sei unumgänglich, da eine Vergiftung in wenigen Tagen zu Daengs Tode führen würden. 

Bok Luks und Lenas Schwellungen seien Abszesse, die einige Tage behandelt werden müssen. Lena und Alex seien sterilisiert worden. Rosies Tumor ist entfernt worden. Sie könne nach drei Vincristine Behandlungen wieder entlassen werden. 

Am frühen Nachmittag kommt Josie mit Taro, einem Japaner, der sich für einen Bekannten Hunde zur Adoption anschaut. Josie empfiehlt Toya und Zola zu wählen. Ich möchte aber zuerst mal den Bekannten kennenlernen bevor ich die beiden weggebe. 

Eine Stunde später kommt Mali mit einem Interessenten für das Haus. Ich führe ihn herum, lasse ihn aber nicht im Unklaren darüber, dass ich einen Mietvertrag bis Anfang 2018 habe, der auch von einem neuen Eigentümer anerkannt werden muss. Der Interessent versteht das und will in einigen Tagen noch einmal vorbeikommen. 

Da die orale Ivermectinvergabe nicht die erhofften Resultate zeigt, erhalten Chuki, Jaha, Lucy, Zhenya, Yaya, Silver und Nacho nun subkutane Injektionen. Die müssen nur einmal die Woche verabreicht werden. Das spart überdies Mühe und Kosten, da das relativ teure Medikament viel sparsamer verwandt werden kann. Shana bekommt weiterhin jeden zweiten Tag 500 ml Kochsalzlösung infundiert. Das ist dann immer eine Zeit in der wir uns ganz nahe sind.

Dienstag, 12. Juli 2016

Anna und Felix haben die Nacht gut überstanden. Frühmorgens füttere ich sie gleich als erstes. Beide bekommen Ziegenmilch in Fläschchen und danach noch etwas Nassfutter. Evi kommt mittags und holt sie wieder zu sich. Dafür bin ich sehr dankbar, denn so süß sie auch sind, noch mehr Arbeit verkrafte ich nicht. 

Am frühen Nachmittag fahre ich mit Lena, Alex und Bok Luk zu Josie und lade Rosie und ihr einziges Junges ein. Lenas Schwellung an ihrem Hinterteil ist trotz Cephalexin Behandlung nicht kleiner geworden. Alex' Wundnaht will ich Dr. Kwanchai zeigen und Bok Luk hat ja auch eine Schwellung herrührend von einer Beisserei. Rosie leidet an TVT und sieht einer längeren Behandlung entgegen. 

Da Dr. Kwanchai nicht in der Klinik ist, stecke ich Alex, Lena und Bok Luk in einen Kennel und Rosie mit ihrem Jungen in einen anderen. Dann lasse ich mir Long geben, deren Auge so gut wie neu aussieht, und bringe sie zu Prajuab. 

Anschließend fahre ich nach Naklua, um nach dem Hund mit dem aufgeblähten Bauch zu sehen. Es stellt sich heraus, dass er von einem Ladenbesitzer versorgt wird und mit dessen Hilfe bekommen wir Daeng in den Käfig. 

Ich fahre wieder in die Klinik wo Dr. Kwanchai mir eröffnet, dass Alex' Wunde immer noch nicht zufriedenstellend aussieht. Alex soll einige Tage in der Klinik bleiben bis dann die Fäden gezogen werden können. Die Bissschwellungen stellten kein Problem dar. Dr. Kwanchai bietet mir an Lena und Alex gleich mitzusterilisieren. Bok Luk wird dann auch noch einige Tage in der Klinik bleiben. 

Gats Zustand hat sich verschlechtert. Dr. Kwanchai meint, er könne sie noch weiterbehandeln, aber die Prognose sei schlecht. Wir entscheiden das Notwendige zu tun. Der Naklua Hund, den Saek eingefangen hatte, ist geröntgt worden. Erfreulicherweise weist er keine äußeren Verletzungen oder Knochenbrüche auf. Ein Bluttest ist mit dem Resultat durchgeführt worden, dass der Hund anämisch ist. Er kann also in einigen Tagen wieder zurück nach Naklua und Wan Song kann ihn mit Doxycycline versorgen. Das Ergebnis von Deangs Untersuchung erfahre ich morgen.

Montag, 11. Juli 2016

Fahre frühmorgens nach Naklua um nach dem Hund zu sehen. Er liegt immer noch an der gleichen Stelle und hat sich vermutlich nicht bewegt. Als ich mich ihm nähere knurrt er mich an. Da er halb unter einem Auto liegt, habe ich keine Chance ihn aufzunehmen. Ich rufe Saek an und der kommt eine gute Stunde später. Er hat nur eine Schlinge dabei, aber es gelingt uns den Hund in den Käfig, den ich mitgebracht habe, zu bugsieren. 

Um die Ecke sehe ich einen weiteren Rüden, der sehr ausgezehrt ist und einen aufgeblähten Bauch hat. Er ist zugänglicher, aber ich kann ihn nicht auch mitnehmen, da ich nur einen Käfig dabei habe.  Ich schaue ihn mir morgen oder übermorgen erneut an, sobald ich Zeit dafür finde.  

Saek bittet mich nach einem Hund hinter dem Lumpini Condo zu sehen, der wohl gestern angefahren wurde. Gung hatte Saek auf den Hund aufmerksam gemacht. Wir fahren zu der Stelle können den Hund jedoch nicht entdecken. So fahre ich mit dem Hund im Käfig in die South Pattaya Klinik. Dr. Kwanchai, der gerade in Bangkok ist, wird ihn sich wohl noch heute Abend anschauen. 

Zu Hause angekommen, stelle ich fest, dass Bok Luk eine Schwellung an ihrerFlanke hat. Vermutlich ist wieder eine Beisserei dafür verantwortlich. Ich hatte eigentlich vor Bok Luk morgen wieder an den Strand zu bringen. Nun muss ich sie erst noch in der Silverlake Klinik behandeln lassen. 

Am frühen Nachmittag bring mir Evi Anna und Felix, die beiden mutterlosen Welpen, die mir Wan übergeben hatte und für die Evi nun sorgt. Evi hat mich gebeten die Welpen für einen Tag zu mir zu nehmen. Die Welpen sind noch so klein, dass sie alle vier Stunden gefüttert werden müssen. Genug zu tun habe ich also für heute mal wieder.

Sonntag, 10. Juli 2016

Dr. Sam besucht uns heute Morgen um sich Alex' Wunde anzusehen. Alex wird neu verbunden, die Wunde scheint gut zu verheilen. 

Am Nachmittag mache ich meinen ersten Besuch bei Dr. Sams Nachfolgerin, Dr. Ni. Ich hole mir bei ihr weiteres flüssiges Ivermectin. Danach fahre ich zum Makro und anschließend zu Wan Song.  

Wan hat mich informiert, dass sie einen Hund gefunden hat, der offenbar krank ist. Wir schauen uns den Hund an und ich gebe ihm Doxycycline. Möglicherweise ist der Hund auch verletzt. Ich versuche ihn morgen früh in die Klinik zu bringen falls ich ihn noch finde.

Samstag, 9. Juli 2016

Somchai kommt heute Morgen mit seiner Frau. Während sie in Hof und Garten arbeiten wasche ich Lucy, da ich sie dieses Mal zu fassen bekomme. 

Mittags fahre ich zu Em und bringe ihr 15 kg Trockenfutter für die Slumhunde. Anschließend fahre ich zu Wan Song und bringe ihr einen weiteren Käfig für die Katzen. 

Ich fahre weiter zu den Tempelhunden und versorge sie. Dabei treffe ich Åsa und Tai, die häufig die Strandhunde besuchen. Sie kennen einen Thai der sich für Bok Luk interessieren könnte. Ich werde Bok Luk am Dienstag wieder an den Strand bringen. Vielleicht findet sich ja ein Zuhause für sie. Mit den Vorhallenhunden gehe ich an den Strand und treffe auf Samlee, Khao und Nuan. Alle drei Hunde sind in guter Verfassung, obwohl sie fast ständig Wind und Wetter ausgesetzt sind. 

Ich fahre weiter zur Silverlake Klinik wo mir Dr. Kwanchai Gat und Long zeigt. Gats Fortschritte sind wackelig, zuweilen geht es ihr besser, dann wieder weniger gut. Longs Tumor ist entfernt worden und sie wird am Montag die vierte und vorläufig letzte Vincristineinfusion erhalten. Dann kann sie zurück zu Prajuab. Gat werde ich dann auch mitnehmen und im Haus Mabprachan weiter behandeln.

Freitag, 8. Juli 2016

Vor unserem Haus werden Abwasserrohre verlegt und deswegen musste man wohl auch die Stromversorgung unterbrechen. So habe ich den ganzen Tag über keinen Strom und die Hunde bellen die Arbeiter vor dem Haus an.

Am frühen Nachmittag fahre ich zu Wan Song und bringe ihr 40 kg Trockenfutter für die Naklua Hunde sowie Katzenfutter und Katzenstreu für Sinin und ihre Jungen. Wan Song ist schon wieder umgezogen. Für ihr voriges sehr einfaches Apartment musste sie 4,000 Baht Miete bezahlen, nun nur noch 2,500 für ein kleineres Zimmer. Sinins Junge hat sie in einem Käfig untergebracht. Die Kätzchen sind mittlerweile fast sechs Wochen alt und scheinen gesund zu sein.

Donnerstag, 7. Juli 2016

Nut ruft mich an, dass sie heute nicht kommen kann und so ist neben den üblichen Arbeiten und der Entsorgung von zahlreichen Säcken mit Gartenabfällen auch noch ein Hausputz fällig. 

Am Nachmittag bade ich Silver, Zhenya, Chuki, Jaha, Yaya und Nacho. Lucy entzieht sich mir hartnäckig, obwohl ihr das vergangene Bad gut getan hat. Zola und Toya sind nun durchgehend draußen und auch Shana, die schließlich ihren Zuwendungen erlegen ist, zieht nun den Aufenthalt draußen vor. 

Alex ist weiterhin nur drinnen. Zuweilen lasse ich Lena zu ihm, damit er sich nicht allein fühlt. Sobald die beiden aber anfangen herumzutoben, muss ich Lena wieder rausschmeißen, da ich Sorge habe, dass die Wunde sich womöglich wieder öffnet, wenn Alex sich zu wild bewegt.

Mittwoch, 6. Juli 2016

Am späten Vormittag hole ich Franz von Animal Spirit in Jomtien ab. Nachdem sich Franz in Haus Mabprachan und in Soms und Joes Haus, der Residenz von Hope for Strays, umgesehen hat, treffen wir uns mit Dr. Sam und Dr. Wan und impfen acht Hunde an verschiedenen Plätzen in Naklua. Das ist dann auch der letzte Service den die beiden Veterinäre für mich leisten. Sie haben ihre Klinik abgegeben, um einen neuen Lebensabschnitt in den Vereinigten Staaten zu beginnen.

Dienstag, 5. Juli 2016

Mittags fahre ich mit Alex, Lena, Toya und Zola zu Dr. Sam. Alex' Naht wird einer erneuten Überprüfung unterzogen. Es scheint nun, dass die Wunde gut zuheilt. Lena hat eine Geschwulst an ihrem Hinterteil entwickelt, die aber mit einer kurzzeitigen Vergabe von Prednislone und einer zehntägigen Behandlung mit Cephalexin behoben werden kann. Toya und Zola erhalten ihre vorläufig letzte Impfung.

Abends treffe ich mich mit Franz von Animal Spirit, einem österreichischen Zentrum für Tiere in Not. Franz ist für drei Tage in Pattaya und möchte sich über mein Projekt sowie Hope for Stays ein Bild machen.

Montag, 4. Juli 2016

Während ich im Garten arbeite höre ich Lucy mehrfach im hinteren Bereich jammern. Lucy hat sich bisher standhaft einer Waschung entzogen und da sie ähnliche Hautprobleme hat wie Jaha, Chuki und Nacho fühlt sie sich in ihrer Haut sicher nicht wohl. Deswegen gibt es nun kein Pardon mehr und ich trage sie in den Waschraum. Dort verhält sie sich auch einigermaßen und ich entlasse sie dann ins Haus, damit sie sich erholen kann. Im Haus ist sie dann auch wie ausgewechselt und verhält sich tadellos. 

Wan Song ruft mich an, dass sie einen Käfig oder ähnliches benötigt, um die Kätzchen kontrollieren zu können, die nun durch ihr ganzes Apartment laufen und überall Geschenke hinterlassen. Ich rufe Sandra an und sie teilt mir mit, dass sie einen passenden Käfig habe, den ich mir ausleihen könne. 

Da Diana nun wieder an ihren Platz zurück kann, lade ich sie ein, hole den Käfig bei Sandra ab und fahre nach Naklua. Den Käfig stelle ich auf Wans Balkon ab und Diana vereinige ich mit Bobby. Deren Versorgerin ist nicht besonders glücklich Diana wieder zu sehen und will, dass ich auch Bobby mitnehme, aber ich erkläre ihr dass das nicht gehe und sie versteht.

Sonntag, 3. Juli 2016

Adrian steht morgens am Tor. Er versorgt seit vier Jahren drei Rüden in einem kleinen Village am Mabprachan Reservoir. Einige Anwohner stören sich an den Hunden und deswegen hat Adrian schon dreimal versucht sie umzusiedeln, aber sie kamen immer wieder an ihren Platz zurück. Adrian fragt mich um Rat. Aufnehmen kann ich die Hunde natürlich nicht, aber vielleicht kann Prajuab es. Die Rüden sind alle in gutem Zustand bis auf einen, der eine entzündete Pfote hat und sind sterilisiert.

Da die Wunde auf Alex Nacken sich teilweise wieder geöffnet hat fahre ich am frühen Vormittag zu Dr. Sam. Der erklärt mir, dass die Naht vollständig erneuert werden müsse. Alex müsse also erneut operiert werden.

Am Spätnachmittag fahre ich zu Prajuab und liefere hundert Kilo Trockenfutter bei im ab. Ich frage ihn ob er Adrians Hunde aufnehmen könne und er sagt zu. Allerdings glaube er nicht, dass sie bei ihm bleiben, da sie den Damm entlang nach zwei Kilometern ihren alten Platz leicht wiederfinden können. Das habe ich Adrian auch schon gesagt, aber versuchen wollen wir es mal. 

Prajuab zeigt mir die Hunde die noch sterilisiert werden müssen und ich versuche Fotos von ihnen zu machen. Zwei Hündinnen, Daeng und Jakalen, die schon in der Silverlake Klinik waren, kommen dabei auf mich zu. Besonders freue ich mich dabei über Jakalen, die sich von ihrer schweren Operation prima erholt hat.

Am frühen Abend hole ich Alex aus der Klinik. Er ist neu genäht worden und hoffentlich wächst die lange Naht nun zu. Alex darf sich nicht viel bewegen und das fällt ihm schwer. Ich muss ihn bis auf Weiteres im Haus lassen.

Samstag, 2. Juli 2016

Mittags hole ich sieben Säcke Reis, liefere vier Sack bei Prajuab ab und fahre weiter in die Silverlake Klinik wo ich Sida abhole. Long muss für die Augenbehandlung weiter in der Klinik bleiben.

Ich liefere Sida bei Prajuab ab, der mir einen Junghund zeigt, der ihm gestern zugelaufen ist, wahrscheinlich wurde er ausgesetzt. Die junge Hündin hat bisher nichts gegessen und schläft die ganze Zeit und deswegen ist Prajuab besorgt. Der Gaumen der Hündin sieht nicht gut aus und so empfehle ich Prajuab ihr Doxycycline zu geben. Ich werde morgen Nachmittag erneut zu Prajuab fahren um mich nach dem Zustand der Hündin zu erkundigen. Eventuell muss ich sie Dr. Sam vorstellen.

Außerdem wollen wir, wenn das Wetter mitspielt, Fotos von all den Hunden machen, die noch sterilisiert werden müssen.

Freitag, 1. Juli 2016

Für meine tägliche Katastrophe ist heute mal ausnahmsweise weder Hund noch Haus verantwortlich sondern mein Desktop Monitor, der plötzlich seinen Geist aufgibt. Ich muss also, nachdem ich meine morgendlichen Arbeiten erledigt habe, in die Stadt fahren um zu schauen ob er repariert werden kann. Man macht mir Hoffnung, aber die Reparatur kann einige Tage dauern und deswegen muss ich mir einen neuen Monitor besorgen. Das ist wieder eine Ausgabe, die ich mir eigentlich nicht leisten kann, aber was hilfts. 

Alex ist weiter auf dem Wege der Besserung und da er nun hauptsächlich bei mir ist, hat sich unsere Beziehung intensiviert. Dagegen sind Toya und Zola jetzt fast ständig draußen was zur Folge hat, dass sie sich ein wenig von mir entfernt haben. Das ist aber gut so, denn sie sollen ja mit den anderen Hunden leben und nicht mit mir. 

Biaow ist tagsüber im Haus aber nachts mit Shana und den Welpen auf der kleinen Terrasse. Sie verhält sich tadellos und ist eigentlich auch ein ganz liebes Tier. Sie kann halt nicht besonders gut mit anderen Hunden. Ehrlich gesagt weiß ich immer noch nicht was ich mit ihr machen soll. Ich werde morgen mal versuchen sie wieder mit Lina und Nura im hinteren Bereich zu vereinigen. Dort wird sie zumindest nicht attackiert. 

Ich habe den Eindruck, dass Skinny nicht genügend Futter abbekommt und deswegen locke ich sie in den großen Kennel und verschließe ihn, damit sie in Ruhe fressen kann. Ich versperre die offene Buchte, in der sie sonst liegt und hoffe, dass sie sich im Kennel einrichtet. 

Lina, Nura, Lina Song und Silver füttere ich genauso wie die acht Welpen weiterhin morgens und abends, während die anderen großen Hunde nur morgens gefüttert werden. Die vier können alle noch ein wenig an Gewicht zulegen. Silvers Zustand hat sich leicht gebessert und sie fühlt sich auch wieder wohler in ihrer Haut. Ihre Intensivbehandlung muss jedoch sicher noch eine ganze Weile fortgeführt werden.

Donnerstag, 30. Juni 2016

Rhonda kommt und hilft mir bei der Morgenarbeit. Mittags kommt Nut und am frühen Vormittag auch Josie. Wan ruft mich an und berichtet mir, dass ein Mutterhund und zwei 15 Tage alte Welpen verschwunden seien und sie nicht wisse, was sie mit den beiden übrigen Welpen machen solle. Schweren Herzens erkläre ich mich bereit auch diese beiden Welpen aufzunehmen. 

Am Nachmittag fahre ich mit Alex zu Dr. Sam, damit das Wunddressing gewechselt wird. Die Operationsnaht sieht recht gut aus und so kann ich Alex wieder mitnehmen. Ich treffe mich mit Wan und nehme die beiden Winzlinge in Empfang. 

Evi ruft mich an, dass sie Lesley mit Hilfe einer Anwohnerin einfangen konnte und ich bringe ihr eine Box in die Lesley verfrachtet wird. Evi schaut sich Alex an und ich zeige ihr die Welpen. Evi erklärt sich bereit sie vorübergehend aufzunehmen unter der Bedingung, dass ihr Mann mitspielt. Mir fällt ein Stein vom Herzen. 

Zurück zu Hause füttere ich die großen Welpen sowie Toya und Zola, die nun ganz überwiegend draußen sind und bereits Ausflüge in den Garten unternehmen. Shana hat es nun auch akzeptiert draußen zu bleiben. Abends hole ich sie für eine Infusion herein. 

Biaow, die tagsüber auch auf der kleinen Terrasse liegt, ist erneut von der Meute attackiert worden, sodass ich sie wieder ins Haus nehmen muss. Auch Flake ist attackiert worden und deswegen hatte ich sie beide in meiner Abwesenheit von der Meute getrennt. Es sind einfach mittlerweile zu viele Hunde auf dem Gelände und ich muss wohl wieder einige auslagern. Das fällt mir nicht leicht und ich mache mir jedes mal Vorwürfe wenn ihnen draußen etwas passiert, aber auch im Gelände kann ich nicht für jeden Hund garantieren.

Mittwoch, 29. Juni 2016

Alex hat die Nacht gut überstanden und seine Genesung scheint planmäßig zu verlaufen. Somchai kommt am frühen Morgen. Ich füttere die Welpen und danach auch Toby, Silver und Lina im Küchennebenraum. Als ich den Raum verlassen will lässt sich die Tür erneut nicht öffnen, weder von innen noch von außen und ich muss erneut den Schlüsseldienst bestellen. Glücklicherweise kommt Rhonda und kümmert sich um die Hunde draußen, während ich eingesperrt bin. Der Schlüsseldienst kann die Tür öffnen und installiert nun ein neues Schloss. Eingesperrt zu sein ohne Hilfe von draußen kann ich mir nicht leisten. 

Nachdem der Arbeiter gegangen ist, setze ich die Fütterung der Hunde fort, während Rhonda mir im Haus hilft. Anschließend verteile ich die Medikamente. Am frühen Nachmittag wasche ich Silver, Chuki, Jaha und Nacho und schneide ihnen danach die Krallen. 

Danach fahre ich zu Wan Song, um ihr Katzenfutter für Sinin zu bringen. Ihre Jungen hat sie Wan Song immer noch nicht gezeigt, obwohl sie sich gern in Wans Zimmer aufhält. 

Auf dem Talat Rung Roht treffe ich auf Mom. Diesen großen, schönen Rüden zu umarmen ist immer eine Freude. Beim Best kommt Rudi auf mich zu. Auch ihm anzusehen wie er sich freut mich zu sehen ist so schön. 

Abends ruft mich Evi an. Sie will morgen Abend versuchen Lesley, eine Hündin die sie betreut, einzufangen und ich soll ihr dabei helfen. 

Den Tag über war Bieow wieder im Haus und natürlich auch Alex, mit dem es weiter aufwärts geht. Abends lasse ich sie jedoch wieder auf die kleine Terrasse, wo sie mit Shana, Jaha, Zola und Toya die Nacht verbringt. Lena hole ich herein, damit Alex sich nicht so allein fühlt.

Dienstag, 28. Juni 2016

Morgens höre ich Biaow aus dem hinteren Bereich bellen und stelle fest, dass sie ihren Kopf durch das Gitter gesteckt hat. Ich befestige einen Drahtverhau vor der Tür, damit kein Unglück passiert. Ich hatte ja Biaow und ihre beiden Jungen Nura und Lina in den hinteren Bereich gebracht, da sie häufig mit anderen Hunden aneckten. Aber auch im hinteren Bereich sind sie nur wohlgelitten und insbesondere Biaow will da wieder raus. Nun habe ich aber nur zwei Bereiche, den großen Hof- und Gartenbereich und den hinteren Bereich. Vorübergehend nehme ich deshalb Biaow mit ins Haus. Dort fühlt sie sich auch sogleich sicher und wohl und leistet Alex Gesellschaft. 

Da Alex nicht allein sein kann, habe ich ihm Lena mit an die Seite gegeben. Die beiden verstehen sich gut. Jaha ist ebenfalls im Haus. Ich kann mich ihren inständigen Bitten einfach nicht entziehen. Dafür sind nun Shana, Zola und Toya den ganzen Tag draußen. Shana will zwar auch immer rein, aber mit ihr muss ich hart sein, sonst nimmt es Überhand. Außerdem ist sie sozusagen der Anker für Toya und Zola.

Prajuab ruft mich mittags an, dass er Sida und Long eingefangen hat. Ich fahre die beiden in die Silverlake Klinik. Sida werde ich schon am Samstag wieder abholen können, die Augenbehandlung von Long kann jedoch länger in Anspruch nehmen. 

Von der Klinik aus fahre ich in den Tempel. Ich reinige und fülle die Behälter und erneuere auch das Wasser am Sala. Anschließend mache ich mit den Hunden einen Strandgang. 

Zurück im Haus haben sich Biaow, Alex, Jaha und Lena offenbar gut vertragen, denn die Stimmung ist friedlich und alles ist noch an seinem Platz. Alex ist recht lebhaft und scheint den Eingriff gut überstanden zu haben. Ich füttere die Hunde, lasse Diana, Shana, Toya und Zola herein und gebe Diana und Shana eine Infusion. Anschließend verteile ich die abendlichen Medikamente und geleite Diana, Shana, Toya, Zola und Biaow nach draußen. Alex bleibt die Nacht über bei mir.

Montag, 27. Juni 2016

Somchai kommt frühmorgens und später kommen auch Rhonda und Josie. Rhonda inspiziert alle Welpen und Josie badet Kylie. Ich bringe derzeit Alex zu Dr. Sam der noch heute an der Dermoidzyste operiert werden soll. 

Am frühen Nachmittag informiert mich Dr. Sam, dass der Eingriff erfolgreich verlaufen sei und so fahre ich mit den übrigen Welpen in die Klinik, damit sie die letzte Impfung erhalten. Alex ist dann damit später dran. Die Welpen sind nun schon so groß, dass nicht mehr als fünf in zwei Käfige passen und so nimmt Alex auf dem Beifahrersitz Platz. Er ist immer noch etwas mitgenommen und liegt die gesamte Rückfahrt völlig ruhig auf seinem Platz. Zhenya, Lena, Yuri, Sascha und Ilya lasse ich im Garten raus und Alex trage ich ins Haus, wo er sich sogleich zur Ruhe begibt. 

Bevor es dunkel wird bringe ich Prajuab noch zwei Käfige für Sida und Long, die andere Hündin, die eine Augenverletzung hat.

Sonntag, 26. Juni 2016

Morgens füttere ich die Welpen in einem Raum neben der Küche. Da Toby, Nacho, Silver und Lina Song bei dem Gerangel um das morgendliche Futter stets ein wenig zu kurz kommen, lasse ich sie seit einigen Tagen auch in den Raum wenn die Welpen satt und wieder in den Hof entlassen worden sind. Ob ich nun aus lauter Schusseligkeit den Türknopf innen gedrückt habe oder einer der Hunde gegen die Tür gesprungen ist, nachdem sie fertig gefressen hatten, werde ich nie erfahren; aber Tatsache ist, dass die Hunde nun im Raum eingeschlossen sind und ich keinen Schlüssel für die Tür habe. 

Trotz des heutigen Sonntags gelingt es mir einen Schlüsseldienst aufzutreiben, allerdings hat der gute Mann panische Angst vor Hunden und lässt sich nicht bewegen durchs Tor zu treten. Glücklicherweise ist sein Kollege, den er herbeitelefoniert, bereit den Job zu tun. Der Mann hat zwar auch Angst, aber ist offensichtlich nicht traumatisiert, somit kann ich ihn sozusagen an der Hand durch den Garten führen. Dieser Kollege ist ein richtiger Frickler und schafft es nicht nur die Tür zu öffnen, sondern auch noch einen Schlüssel für das Schloss zurechtzufeilen. So hat dieses Desaster doch noch etwas Gutes. 

Da ich mir durch den permanenten Stress und die Überarbeitung vor einigen Monaten einen Tinnitus zugezogen habe, habe ich mich entschlossen mich einer Akkupunkturbehandlung zu unterziehen. Es war nicht erste in meinem Leben und so kann sie entspannt genießen. 

Anschließend ist ein Meeting des Hope for Strays Vorstandes anberaumt. Es gibt sehr viel zu besprechen und so sind zwei Stunden im Nu verflogen. 

Nach dem Meeting fahre ich zu Prajuab, der mich gebeten hatte mir einen Hund mit einem Augenproblem anzuschauen. Wir treffen zuerst auf Sida, eine Hündin, die schon mal bei Dr. Sam war. Sie hatte allerdings so schlechte Blutwerte, dass sie nicht sterilisiert werden konnte. Die Hündin mit dem Augenproblem kann mir nicht ansehen, da sie sich entzieht. Ich vereinbare mit Prajuab, dass er sie morgen versucht einzufangen und falls das klappt ich sie zusammen mit Sida in die Silverlake Klinik bringe, da ich morgen sowieso nach Baan Amphur fahren muss.

Samstag, 25. Juni 2016

Silvers Zustand hat sich in der vergangenen Woche trotz intensivierter Behandlung stark verschlechtert. Deswegen fahre ich mit ihr und Shana zu Dr. Sam. Dr. Sam empfiehlt ein Original Ivermectin zu probieren. Was ich bisher verwende ist ein Generikum. Es kann sein, dass es nicht die gewünschte Wirkung zeigt. Silver bekommt Advocate appliziert und soll von nun an neben einer täglichen Dosis Ivermectin flüssig Cephalexin erhalten. Ihr und Shana wird Blut abgenommen.

Die Resultate liegen am Abend vor. Bei Silver bewegen sich alle Werte im Normalbereich. Leider hat sich der Creatinine Wert bei Shana trotz der Gabe von Kochsalzlösung jeden zweiten Tag leicht verschlechtert. Ihre Blutwerte haben sich jedoch dank der Gabe von Doxycycline wesentlich verbessert. Die Infusionen müssen fortgesetzt werden.

Am Nachmittag besucht uns Evi und bringt Fischöl und Fischölkapseln mit. Das passt prima, denn mein Fischöl, das ich täglich ins Reisfutter gebe, ist fast aufgebraucht. Kapseln hatte ich schon seit Wochen nicht mehr und kann nun wieder beginnen sie an die Hunde mit den Hautproblemen zu verteilen. 

Am Spätnachmittag muss ich noch zum Einkaufen in die Stadt. Beim Best treffe ich auf Rudi und gebe ihm 24 mg Ivermectin.

Freitag, 24. Juni 2016

Ich muss heute Morgen feststellen, dass sich Amal gebissen hat und nun eine starke Schwellung an seinem rechten Vorderlauf aufweist. Rocco ist ja nun gerade auf dem Weg zur völligen Wiederherstellung seiner Lauffähigkeit und deswegen brauche ich eigentlich keinen nahtlosen Übergang zu einer ähnlichen Verletzung bei Amal. Da Amals Operationswunde immer noch nicht ganz geschlossen ist, erhält er morgens und abends jeweils 500 mg Cephalexin. Cephalexin wirkt auch bei Schwellungen und so hoffe ich, dass nichts gebrochen ist und Amal von einer Bandagierung seines Laufes verschont bleibt. 

Am frühen Nachmittag tritt Amal auch schon wieder auf und die Schwellung ist ein wenig zurückgegangen. Deswegen entschließe ich mich nur mit Alex und Zhenya in die Klinik zu fahren. Bei Zhenya ist es ja ziemlich offensichtlich, dass er räudig ist. Die Tabletten haben keine Wirkung gezeigt und deswegen möchte ich ihm eine Injektion geben lassen. Alex hat eine starke Schwellung an seinem Genick entwickelt. Dr. Sam vermutet eine Dermoidzyste. Solch eine Zyste ist bei Hunden mit einem Richback häufig. Alex ist der einzige der Welpen, der einen Richback aufweist. Eine Dermoidzyste kann sehr tief im Gewebe eingelagert sein und sie zu entfernen ist nur durch einen Eingriff möglich. Wir vereinbaren, dass ich Alex am Montagmorgen in die Klinik bringe.

Anschließend fahre ich in die Thepprasit Road, um den Wachleuten 40 kg Trockenfutter zu bringen. An der Pattaya Mail treffe ich auf Nick, Yukka, Mum, Nicks Bruder, Surya und auch Princess. Ich teile den Wachleuten mit, dass ich Princess in der kommenden Woche sterilisieren lassen werde. Um die Ecke sehe ich auch Malee, ihren Bruder und Berta. Malee soll ja ebenfalls in kommende Woche von Dr. Kwanchai mit dem Gewehr betäubt werden. An der Pattaya Mail gibt es auch noch eine weitere Hündin mit TVT, die dazu noch noch sterilisiert wurde. Wir hoffen auch sie erlegen zu können. Allerdings hat Dr. Kwanchai momentan keine Sedativa und hat sie erst bestellen müssen. Die Aktion kann sich also noch verzögern.

Donnerstag, 23. Juni 2016

Heute kommen Somchai und Rhonda am Vormittag und Nut am frühen Nachmittag. Während Nut das Haus putzt sind alle Hunde draußen, auch Zola und Toya. Ich möchte sie mehr und mehr daran gewöhnen sich draußen aufzuhalten. Sie liegen mit Shana, Lena und Snowy auf der kleinen Terrasse. Nur wenn ich dabei bin oder auch Rhonda trauen sie sich schon mal unter Aufsicht in den Garten. Etliche der großen Hunde kennen die beiden ja schon aber sich unter die Meute zu mischen ist für sie noch zu furchterregend. Bis zum Einbruch der Dunkelheit bleiben die beiden auch mit Shana draußen, dann hole ich sie herein, füttere sie und die sechs großen Welpen und verteile Medikamente an Shana, Hakim und Amal. 

Dr. Kwanchai teilt mir am Abend mit, dass Gat weiter Fortschritte macht und bereits eine Zeitlang stehen kann. Wenn der Genesungsprozess so weiter geht wird eine Operation wohl nicht notwendig sein.

Mittwoch, 22. Juni 2016

Mittags fahre ich nach Naklua. In der Vorbeifahrt sehe ich Billy und Buck am Straßenrand. Ich halte und gehe zu ihnen. Billy ist zuerst nur zögerlich zutraulich, aber als ich ihn streichele drückt seinen Kopf in meine Hand. Buck hält wie stets etwas Abstand. Beiden Hunden scheint es gut zu gehen. Sie sind erfahrene Straßenhunde und kommen wohl ganz gut zurecht.

Von Naklua aus fahre ich in die Thepprasit Road. Einer der Wachleute hatte mir mitgeteilt, dass ein Bekannter, der vor fast zwei Jahren einen der Welpen von dort aufgenommen hatte, nicht mehr mit der Hündin fertig werde und sie wieder an die Pattaya Mail zurückgebracht habe. Princess hatte ich das letzte Mal vor über einem Jahr gesehen und auch damals nur wenig Zeit mit ihr verbracht. Sie kommt aber sofort auf mich zu und ist ganz zutraulich. Einer der Wachleute teilt mir mit, dass Princess noch nicht sterilisiert sei und deswegen muss ich das in den kommenden Tagen erledigen. 

Auf dem Weg zurück nach Hause halte ich am 7/11 und sehe Kenji am Eingang liegen. Die Halsschwellung ist nun völlig abgeklungen und auch alle seine anderen Wunden sind gut verheilt, sodass ich ihn nicht weiter betreuen muss. Selbstverständlich behalte ich ihn im Auge. Er besitzt eine gewisse Aura und ich mag ihn sehr gern.

Zurück im Haus finde ich zerfetztes Plastik im Garten. Amal hat sich seines Kragens entledigt. Ich untersuche seine Operationswunde; sie sieht so aus als könnte sie mit Hilfe der Vergabe von Antibiotika von selbst heilen. Hakim trägt noch seinen Kragen und die Wunde verheilt gut. 

Rocco will immer in den großen Bereich und läuft auch schon wieder recht gut, aber ich lasse ihn noch bei den Hunden im hinteren Bereich, da er sehr energetisch ist und sich gern mit anderen Hunden anlegt. Ich will jedes Risiko ausschließen, dass er womöglich wieder mit einem größeren Hund aneinander gerät. 

Bieow, Lina und Nura lasse ich ebenfalls im hinteren Bereich. Sie sind dort zwar auch nicht übermäßig glücklich aber besser aufgehoben als unter den Bänken vor der Küche. Auf den Bänken haben sich nun Bunnie und überraschenderweise auch Sascha eingerichtet. Sascha ist mit seinen drei Monaten schon fast so groß wie die Welpen der ersten Generation und auch viel größer als seine Geschwister. Da er braun ist und seine Geschwister alle schwarz wird er wohl einen anderen Vater haben.

Dienstag, 21. Juni 2016

Mittags fahre ich in die Stadt, da ich einen größeren Kragen für Amal besorgen muss. Trotz Kragen kommt er an seine Wunde heran und hat sie geleckt. Natürlich ist sie nun entzündet und ich muss ihm Antibiotika geben. 

Auf dem Wege halte ich in Naklua, um nach den Schrottplatzhunden zu sehen. Khiaow, Taco, Luna und Yumi sind alle beisammen und die Wiedersehensfreude ist allseits. Sie und die Hunde bei Jason, sowie die sechs Welpen müssen Ende des Monats ihre Wiederholungsimpfung bekommen. Ich habe mit Dr. Wan, der Frau von Dr. Sam, vereinbart die Hunde vor Ort zu impfen.

Am Nachmittag ist großer Badetag angesagt. Ich nehme mir Chuki, Jaha, Yaya, Nacho, Toby, Zhenya, Silver und Nura vor. Währenddessen lasse ich Shana, Toya und Zola auf die kleine Terrasse. Die Welpen sind ja seit Tagen mit Shana im Haus zusammen und weichen ihr nicht von der Seite. Shana ist zwar keine treusorgende Tante, aber ihre Anwesenheit beruhigt die Welpen. Ab und zu kommen Hunde hoch auf die Terrasse, aber die Lage bleibt friedlich.

Später allerdings muss ich wieder eine wilde Hauerei schlichten in der Biaow von einigen Hunden attackiert wird. Nachdem sich die Situation beruhigt hat, nehme ich Bieow sowie ihre beiden Jungen Nura und Lina ins Haus. Am Abend verlege ich sie in den hinteren Bereich, wo ich sie über Nacht in den großen Kennel sperre. Rocco ist auch noch im hinteren Bereich und gewöhnt ich allmählich wieder auf vier Beinen zu laufen. Er hat bis heute Nachmittag noch einen Kragen getragen, da er an der aufgescheuerten Stelle geleckt hatte. Die ist nun aber soweit verheilt, sodass ich ihm den Kragen abnehmen kann. Jaha und Silver hatte ich nach der Waschung ebenfalls ins Haus gelassen. Silver ist nun wieder im großen Bereich und Jaha bringe ich in den hinteren Bereich, wo sie sich mit ihrer Schwester Chuki zusammentut.

Montag, 20. Juni 2016

Somchai kommt heute Morgen und auch Rhonda. Ich fahre in einen Baumarkt, um einige Ytong Steine zu kaufen. Der Regen hat vor einigen Tagen einen Teil der Umfassungsmauer am Haus weggespült und Somchai kann das reparieren. 

Am 7/11 treffe ich auf Kenji und Suzy. Kenjis Wunden sind nun verheilt und die Schwellung an seinem Hals ist so gut wie verschwunden. Suzys Sterilisationswunde ist ebenfalls prima verheilt. 

Rocco hatte ich die Nacht über einen Kragen angelegt, damit er sich nicht noch mehr von der Bandage wegbeißen kann. Ich fahre mit ihm am frühen Vormittag in die Silverlake Klinik. Dort nimmt Dr. Kwanchai ihm die Bandage ab und erklärt mir, dass Rocco nun sein Bein wieder gebrauchen könne. Dams Entzündung ist abgeklungen und so fahre ich mit Rocco und ihm wieder zurück nach Mabprachan und liefere Dam bei Hom ab, die mit Khao vor ihrer Unterkunft wartet. Hom ist dankbar, dass sie nun zwei Sorgen weniger hat. Anschließend trage ich Rocco ins Haus. Ich lasse ihn noch den Kragen tragen, damit er nicht am Bein leckt und auch damit er noch nicht so viel herumläuft. 

Am frühen Nachmittag besucht mich Martin und hilft mit einem Betrag für Gats Behandlung. Am Spätnachmittag fahre ich erneut in die Silverlake Klinik und hole Hakim und Amal ab. Zu Hause lege ich ihnen Kragen an, damit sie nicht an ihren Operationswunden lecken. Bei Rüden kann es leicht zu Entzündungen kommen, wenn man nicht achtsam ist. Man kann ihnen ja kein Shirt umlegen.

Am Abend benachrichtigt mich Joe, dass Som nun endlich die Registrierungsurkunde für die Stiftung erhalten hat. 

Sonntag, 19. Juni 2016

Mittags hole ich die Katze vom Nachbarn ab, um Dr. Sam die Fäden ziehen zu lassen und um sie impfen zu lassen. Die Wunde ist gut verheilt und ich kann die Katze an den Nachbarn übergeben. Ich gehe rüber zu Wan Song weil ich wissen will, wo Sinin ihre Jungen versteckt hat. 

Wir gehen in das Haus des Nachbarn aus dem Wan Sinin öfter hat kommen sehen. Trotz intensiver Suche der oberen, unbewohnten Räume, können wir die Kätzchen nicht entdecken. Wir können uns nur auf das natürliche Pflegeverhalten von Sinin verlassen. Es ist wenig wahrscheinlich, dass sie die Jungen aufgegeben hat. Es ist auch schon ihr zweiter Wurf. 

Ich fahre weiter zum Makro und hole Hähnchenfleisch für Toya und Zola, Gemüse für die sechs Welpen und Suppenknochen für alle großen Hunde. Wenn ich die verteile, sind Kabbeleien nicht zu vermeiden, aber ab und zu müssen die Hunde ja auch mal was zu Beißen haben. Rocco hat sich die Bandage teilweise abgebissen. Ich lege ihm wieder eine Maulschlaufe um und werde ihn morgen in die Silverlake bringen.

Samstag, 18. Juni 2016

Es regnet die ganze Nacht durch und hört erst am späten Vormittag auf. Shana war im Haus und auch Jaha und Rocco. Rocco beißt an seiner Bandage herum, sodass ich sie reparieren und ihm vorübergehend eine Maulschlaufe umlegen muss. Toya und Zola sind aktiv wie immer. Ich lasse Zhenya und Lena nach der Fütterung mit ins Haus, damit sich Toya und Zola an die verschiedenen Hunde gewöhnen. 

Bei Zhenya scheint sich beginnende Räude abzuzeichnen und ich verabreiche ihm 8 mg Ivermectin. Ich kenne die Eltern der Welpen ja nicht und weiß nicht ob die räudig waren. Die Doxycycline Vergabe, die ich vor einigen Tagen für alle sechs Welpen abgeschlossen habe, kann die Darmflora beeinträchtigen und so verabreiche ich Zhenya, der der schwächste der Welpen ist, von heute an Probiotics. 

Yaya, Silver, Nacho, Chuki, Lucy und Jaha bekommen Ivermectin eingeflößt. Nura verliert Fell. Ich gebe ihr Fischöl und Vitamine. Shana leckt an ihrer nackten Schwanzspitze, die sich entzündet. Ich lege ihr einen Kragen um. Anschließend bekommt sie ihre Infusion.

Freitag, 17. Juni 2016

Der Himmel ist vormittags wieder verhangen aber ich fahre dennoch mit Shana zu Dr. Sam. Shanas Schwellung wird mit Ultarschall untersucht und Dr. Sam diagnostiziert einen Abszess. Die Punktierung ergibt keine nennenswerte Flüssigkeit und Dr. Sam empfiehlt zunächst nichts weiter zu tun, da der Abszess natürlich abgebaut werden kann. Shana wird Blut abgenommen und das Resultat ergibt, dass die Anzahl der roten Blutkörperchen fast und die Anzahl der Blutplättchen voll im Normalbereich sind. 

Ich nehme Shana wieder mit nach Hause, lade Hakim und Amal ein und fahre mit ihnen in die Silverlake Klinik. Sie sind mit der Sterilisierung dran. Da Dr. Kwanchai nicht anwesend ist, fahre ich in den Tempel und füttere die Hunde, auch die am Sala. Seitdem Arnie nicht mehr ist und Shana bei uns, vertragen sich die beiden Gruppen besser und ich bekomme guten Kontakt zu Rocky. Mit Sorge sehe ich, dass anscheinend eine Hündin, die hinter den Sandhaufen im Busch lebt, trächtig ist. Sie bildet mit einigen anderen Hunden eine dritte Gruppe. Dieser Gruppe konnte ich nie nahe kommen. Ich mache mit den Vorhallenhunden einen Strandgang und wir treffen auf Samlee, Khao und Nuan denen es gut geht. Sie sind richtige Strandhunde die jedem Wetter trotzen. 

Dr. Kwanchai ist mittlerweile wieder in der Klinik und so fahre ich dort hin, um Rocco, Dam und Khao abzuholen. Da Dam eine leichte Entzündung an den Hoden aufweist, lasse ich ihn noch bis Montag in der Klinik. Ich gehe auch zu Gat, die ihrem Namen alle Ehre macht. Sie lässt sich von mir streicheln beisst mir dann aber urplötzlich in den Unterarm. (gat ist das Thai Wort für Beißen). Die Bisswunde ist allerdings nicht sehr tief und ich kann damit leben. Das nächste Mal bin ich jedoch etwas vorsichtiger im Umgang mit Gat. 

Ich fahre mit Rocco und Khao nach Mabprachan und liefere Khao bei Hom ab. Anschließend lasse ich Rocco im hinteren Bereich frei. Er muss die Bandage noch eine weitere Woche tragen, dann kann sie eventuell abgenommen werden. Toya und Zola erwarten mich im Haus. Sie werden von Tag zu Tag stärker und lieben es miteinander zu raufen. Dabei entwickeln sie schon eine beachtliche Lautstärke, sodass ich sie zuweilen etwas bremsen muss. Es ist aber schön sie sich so prächtig entwickeln zu sehen.

Donnerstag, 16. Juni 2016

Somchai kommt heute Morgen und auch Rhonda. Somchai nimmt mir nun etwas mehr Arbeit ab, sodass ich die Hunde früher versorgen kann. Während Rhonda da ist, kann ich auch mal in Ruhe frühstücken ohne jedes Mal herausrennen zu müssen, wenn die Hunde unruhig sind. Ich nehme Zola und Toya wieder mit nach draußen, aber sie sind froh danach wieder im Haus zu sein. 

Am frühen Nachmittag kommt Nut, um sich um das Hausinnere zu kümmern. Ich mache den zweiten Versuch mit Shana und Torro. Doch auch dieses Mal muss ich die Hunde wieder ausladen, da es erneut anfängt zu regnen. Der Regen hält den ganzen Nachmittag an, sodass ich auch meinen Besuch bei Dr. Sam absagen muss. Der Abend ist Routine, die großen und kleinen Welpen werden gefüttert und Shana bekommt ihre Infusion.

Mittwoch, 15. Juni 2016

Heute Morgen kommt Rhonda und hilft mir im Garten und mit den Hunden. Ich bade Yaya und will das auch mit Lucy tun, aber sie weigert sich. Als ich ihr eine Maulschlaufe umbinden will, schnappt sie nach meiner Hand. So gebe ich ihr nur 24 mg Ivermectin und hoffe, dass sie sich nicht völlig in ihr Schneckenhaus zurückzieht. Immerhin kommt sie, nachdem ich ihr die Tabletten in Würstchenform gegeben habe, und mich dann Isi, Aya, Nadia und Yana widme, kurz zu mir. Ich nehme ihre Entschuldigung an. 

Um Flake mache ich mir auch ein wenig Sorge. Sie ist gebissen worden und deshalb habe ich sie hereingenommen. Flake ist eine ganz liebe, die am liebsten in Ruhe gelassen werden möchte. Zuweilen lädt sie dazu ein attackiert zu werden. Shana ist auch meistens im Haus und es scheint ihr recht gut zu gehen. Toya und Zola lasse ich nur kurzzeitig und unter strenger Aufsicht nach draußen. Sie sind einfach noch zu klein, um schon mal allein herumzulaufen. Die sechs größeren Welpen füttere ich weiterhin morgens und abends und sie scheinen jeden Tag ein Stückchen zu wachsen. 

Am frühen Nachmittag liefere ich 15 kg Trockenfutter bei Em ab und das Katzenfutter, das mir Sandra gegeben hatte, lege ich auf Wan Songs Balkon ab, da sie nicht zu Hause ist. Ich gehe rüber zum Nachbarn, um nach der sterilisierten Katze zu sehen. Die hat noch ihren Kragen um und das Pflaster ist noch an seinem Platz. Sie fresse normal berichtet mir der Mann. 

Am späten Nachmittag mache ich mich mit Shana und Torro auf den Weg in die Silverlake Klinik. Allerdings komme ich nicht weit, denn es fängt an zu regnen und da der Weg in die Klinik weit ist, kehre ich um. Abends füttere ich die acht Welpen und gebe Shana ihre Infusion.

Dienstag, 14. Juni 2016

Mittags bade ich Nacho und beiden letzten Welpen, Lena und Zhenya. Die Welpen wachsen mehr und mehr in die Meute hinein und entwickeln sich prächtig. Sie sind schon mächtig gewachsen und da ihre Eltern vermutlich von der größeren Sorte waren, hilft ihnen dabei ihre Genetik. Zola und Toya sind dagegen recht winzig. Ich hoffe sie werden noch kräftig nachholen, denn ihre Mutter ist ja nicht gerade klein. Ich lasse die beiden mit Shana noch im Haus und nehme sie nur für eine halbe Stunde nach draußen, damit sie sich weiter an die Umgebung und die Hunde gewöhnen.

Am frühen Nachmittag kommt Sandra von Cats4You und bringt mir Spezialfutter für Sinin. Sandra hatte mich gefragt, ob ich eine Katze zur Adoption hätte und so habe ich ihr von Sinin erzählt.

Am späten Nachmittag treffe ich Elena von der Tara Pattana International School. Die Schule hat Spenden für ein Charity Projekt gesammelt und wir erhalten davon eine Futterspende im Werte von 10,000 Baht. Beim Snoop Dog Shop kaufe ich davon 360 kg Trockenfutter, das ich mit Joe und Som teile.

Montag, 13. Juni 2016

Ich habe Somchai gebeten nun schon um sieben Uhr zu kommen und mir wenigstens an einigen Tagen die Kotsammelei abzunehmen. Zola und Toya sind guter Dinge und haben die Nacht mit Shana verbracht. Ich füttere sie als Erstes, dann bereite ich das Futter für die sechs Welpen zu und füttere sie und zum Schluss sind die großen Hunde dran. 

Um neun Uhr kommt Rhonda. Ich bade Chuki, Silver, Yuri und Ilya. Anschließend nehmen wir Zola und Toya für ein gegenseitiges Kennenlernen der Hunde mit nach draußen. Das erste Beschnuppern von so vielen großen Hunde ist für die beiden anfangs einschüchternd, aber wir bleiben dicht bei ihnen und nach zehn Minuten entspannen sich die Welpen etwas. Bunnie und Patty müssen dann natürlich aneinander geraten und die Idylle ist vorüber, sodass wir die Welpen wieder ins Haus nehmen. Ein Anfang aber ist gemacht. 

Nachdem ich etliche Säcke Blattwerk entsorgt habe, halte ich bei Kenji. Seine Halswunde schließt sich weiter, aber die Schwellung unter ihr ist weiter fühlbar. Insgesamt aber ist Kenji über den Berg und hat wieder Energie. Ich treffe auch auf Suzy und entferne ihr das Pflaster. Die Wunde ist gut verheilt. 

Abends bekommen Shana und Diana ihre Infusionen. Zola und Toya folgen mir überall hin. Sie sind guter Dinge und haben wohl schon ihr früheres Leben vergessen. Ich bin so froh, dass ich sie ihrem ungewissen Schicksal entrissen habe.

Sonntag, 12. Juni 2016

Am frühen Vormittag treffe ich Martin, der gestern einen Hund gefunden hatte, der wie er meinte, sterbend sei. Gat, so heißt die Hündin wird von Leuten einer Autowaschanlage gefüttert, kann sich kaum auf den Beinen halten und ist unterernährt. Es scheint mir, dass sie entweder teilweise gelähmt ist oder einen organischen Schaden aufweist. 

Ich nehme Gat kurz mit nach Hause, weil ich Rocco mit in die Silverlake Klinik nehmen möchte. Am 7/11 treffe ich auf Kenji. Seine Halswunde heilt nun zu; allerdings ist die Schwellung noch deutlich zu fühlen. Josie kommt vorbei, um Kylie zu waschen. Sie wäscht danach noch Nura und Bok Luk. 

Ich lade Gat wieder ein und dazu noch Rocco und fahre in die NPW Klinik, wo ich den überfahrenen Hund zur Einäscherung abgebe. In der Silverlake Klinik wird zuerst Rocco untersucht. Er hat zwei aufgescheuerte Stellen unter seiner Bandage. Dr. Kwanchai empfiehlt die Bandage zu erneuern. Bei Gat stellt Dr. Kwanchai einen Nervenschaden im mittleren und unteren Wirbelsäulenbereich fest. Er möchte Gat zunächst für einige Tage konservativ behandeln. Sollte sich keine Verbesserung der Mobilität einstellen, müsse ein chirurgischer Eingriff in Erwägung gezogen werden. Beide Hunde bleiben in der Klinik. 

Ich fahre zum Pinnacle, um die Welpen für die zweite Impfung abzuholen. Unterwegs ruft mich Wan an und berichtet mir, dass Rohita, eine der Hündinnen vom Pattaya Bazaar überfahren wurde und gestorben sei. Rohita war eine der Hündinnen, der ich nie nahe kommen konnte. Sie hatte vor Jahren ein einziges Junges in der Tiefgarage zur Welt gebracht, das ich später vermitteln konnte. Leider kam Jessita eines Tages von einem Spaziergang vor dem Haus ihrer Adoptiveltern nicht mehr zurück. 

Im Pinnacle finde ich weder die Welpen noch Mae, deren Mutter. Ich erkundige mich bei Benny, dem zweiten Manager, der mir nach Befragung seiner Angestellten mitteilt, dass die Welpen in den Najomtien Tempel geschafft wurden. Ich fahre in den Tempel und finde die zwei braunen Welpen. Einer der hilfreichen Mönche erklärt mir, dass der weiße Welpe adoptiert wurde. Mit den beiden braunen Welpen, ich nenne sie Zola und Toya, fahre ich zurück in die Silverlake Klinik, wo sie geimpft werden. Da sie beide in recht gutem Zustand sind, verzichten wir auf eine Waschung. 

Rocco ist mittlerweile neu bandagiert worden. Da er sehr unruhig war, musste Dr. Kwanchai ihn sedieren. Deshalb lasse ich ihn bis Mittwoch in der Klinik. Gats Behandlung wird noch am Abend begonnen. 

Ich hatte heute Morgen drei Thai Frauen abweisen müssen, die mir einige Hunde aufs Auge drücken wollten, aber bei Zola und Toya kann ich nicht anders als sie zu mir zu nehmen. Sobald ich eine Beziehung zu Hunden aufgenommen habe, fühle ich mich für deren Wohlergehen verantwortlich; und die beiden Kleinen im Tempel zurückzulassen, ist für mich keine Option. Ich nehme Zola und Toya mit ins Haus, füttere sie und lasse sie sich orientieren. Die beiden sind völlig unproblematisch, wohl auch deshalb weil sie mich schon kennen. 

Später hole ich Shana herein und gebe ihr die vorläufig letzte Infusion vor einem erneuten Bluttest morgen.

Samstag, 11. Juni 2016

Somchai kommt nach fast drei Wochen Pause wieder und bringt seine Frau mit. Ich habe den Garten einigermaßen in Ordnung halten können, aber nicht so wie Somchai es alle drei Tage tun konnte. Die Hunde haben in der Küche und im Nebenraum über die Wochen etliche Fliegengitter zerfetzt. Somchai nimmt sie zur Reparatur mit. 

Mittags hole ich bei Hom Khao und Dam ab. Eigentlich war nur Khao vorgesehen, aber ich finde im Käfig auch Dam vor und so wird der gleich mit sterilisiert. Ich fahre mit den Hunden in die Silverlake Klinik und nehme von dort Suzy mit, deren Behandlung abgeschlossen ist. Am 7/11 lasse ich sie raus und schaue nach Kenji, der aber immer noch abwesend ist. 

Zu Hause säubere ich die Käfige, lade Rocco ein und fahre mit ihm zu Dr. Sam. Auf dem Wege dorthin hole ich mir die reparierten Fliegengitter bei Somchai ab. Dr. Sam ist mit dem Zustand von Roccos Pfote zufrieden und so kann ich Rocco und die sterilisierte Katze wieder mitnehmen. 

Ich fahre zu Wan Song. Sie erklärt mir, dass Sinin ihre Jungen aus ihrem Raum fortgeschafft hat; Wan Song wisse nicht wohin. Sinin und ein früheres Junges von Sinin sind bei Wan Song. Ich gebe Wan ein flüssiges Antibiotikum und die Katze beim Nachbarn ab. 

Auf dem Wege nach Hause sehe ich einen überfahrenen Hund am Straßenrand liegen. Ich halte und lege ihn in einen Plastiksack. Bis morgen behalte ich ihn in der Kühltruhe. Am frühen Abend bade ich Jaha, Sascha und Alex und danach gebe ich Shana ihre Infusion.

Freitag, 10. Juni 2016

Heute Morgen geht es mir etwas besser und ich kann wieder meine Gartenarbeiten aufnehmen. Bei Rocco entdecke ich, dass seine Pfote unter der Bandage etwas geschwollen ist. Ich fahre mit ihm und Bok Luk, um deren Augen untersuchen zu lassen, morgens zu Dr. Sam. Roccos Bein wird geröntgt, der Bruch scheint gut zu verheilen. Die Bandage wird etwas aufgeschnitten. Ich soll morgen wieder mit ihm vorbeikommen. Bok Luks Hornhautentzündung scheint nach dreiwöchiger Behandlung überwunden zu sein. 

Nachmittags gehe ich zu Hom, die in der Nachbarschaft zwei Hunde füttert. Sie hatte mich vor zwei Tagen gebeten, die Hündin Khao sterilisieren zu lassen. Wir vereinbaren, dass ich Khao morgen Mittag abhole. Einen Käfig werde ich ihr vorher vorbeibringen.

Anschließend bekommt Shana ihre Infusion und ich fahre dann um nach Kenji zu sehen. Der ist jedoch nicht zu sehen.

Donnerstag, 9. Juni 2016

Nach elf Stunden Schlaf fühle ich mich immer noch nicht besonders, aber der Garten muss gesäubert werden und die Hunde gefüttert. Anschließend fahre ich um die Katze von Wangs Nachbarn zu Dr. Sam zu bringen. Bei Wan Song schaue ich mir Sinin mit ihren Kätzchen an. Rhonda kommt und auch Nut am Nachmittag. 

Ich habe, nachdem ich wieder zu Hause bin, den kompletten Zusammenbruch und kann kaum noch sprechen oder gehen. Die Energie ist total weg und ich kann nur noch schlapp im Bett herumliegen. Ich hatte mal vor Jahren auf Phuket eine Dengue Fieber Attacke zu durchleben und mein Zustand heute ist dem von damals sehr ähnlich. Fieber, Kopfschmerzen, Muskelschmerzen am ganzen Körper, weder geistige noch körperliche Energie, keinerlei Appetit, Unwohlsein und Erbrechen. Mein einziger Trost ist, dass solche Attacken normalerweise nach zwei Tagen überwunden sind.

Mittwoch, 8. Juni 2016

Mittags bringe ich einen Käfig zu Wan Song. Sie soll dafür sorgen, dass der Nachbar die Katze in der Nacht dort einsperrt. Auf dem Wege halte ich am Family Mart, an dem Sprite liegt. Ich treffe sie an und untersuche ihre Wunde, die gut aussieht. 

Nachdem ich den Käfig abgeliefert und Wan Song instruiert habe, die Katze nach Mitternacht nicht mehr zu füttern, fahre ich zu Ronny und Jiab, um zu sehen wie es Anna geht. Die scheint sich schon überraschend schnell in ihrer neuen Umgebung zurechtgefunden zu haben und macht keine Anstalten mit mir zu kommen. Ronny lobt Anna in den höchsten Tönen, sie sei gescheit, hört auf Kommandos und geht sogar schon an der Leine. Annas Adoption scheint also erfolgreich zu sein. 

Am Nachmittag und bis in den Abend hinein regnet es wieder. Ich fahre dennoch um nach Kenji zu sehen, finde ihn jedoch nicht. Shana bekommt ihre Infusion. Die liegt dabei ganz ruhig, sodass ich einnicke. Ich fühle mich schon den ganzen Tag ziemlich energielos und gehe deshalb mal ausnahmsweise früher ins Bett.

Dienstag, 7. Juni 2016

Anna ist adoptiert worden. Josie hat über Freunde eine liebevolle Familie für sie gefunden. Ronny und Jiab hatten sich Anna schon bevor sie zu uns kamen aus Fotos, die Josie ihnen geschickt hatte, ausgesucht.

Am Nachmittag gebe ich Shana und Diana ihre Infusionen und am Abend fahre ich zu Kenji. Der scheint wieder recht fit zu sein, allerdings sind seinen Wunden am Hals noch nicht völlig verheilt.

Montag, 6. Juni 2016

Mittags fahre ich zum 7/11 um nach Kenji zu sehen und um zu versuchen Suzy einzufangen. Kenji hat überhaupt keinen Appetit irgendetwas zu sich zu nehmen und so suche ich nach Suzy. Ich finde sie an der Futterschale, die ich für Kenji präpariert hatte. Dort kann ich sie aufnehmen und sie lässt sich ohne Widerstand in den Käfig sperren. 

Ich hole Mike ab und wir fahren über Tongklom, wo ich Gatee Ivermectin gebe und Huay Yai, wo ich Mike Nong Da und Daeng zeige, in die Silverlake Klinik. Dort gebe ich Suzy ab und Mike interviewt Dr. Kwanchai. 

Dr. Kwanchai zeigt mir ein sein Betäubungsgewehr. Die Benutzung ist allerdings nur mit Lizenz erlaubt. Ich vereinbare mit Dr. Kwanchai in den kommenden Tagen zu versuchen Malee, einen TVT Hund von der Thepprastit Road zu betäuben. Vielleicht kommen wir dabei dann auch an den letzten noch nicht sterilisierten Mutterhund vor der Pattaya Mail heran. 

Nachdem Mike sein Interview beendet hat, nehmen wir Sprite an Bord und bringen sie an ihren Platz vor dem Family Mart in der Soi Pothisarn zurück. Sprite ist ein sehr liebenswerter Hund und freut sich riesig wieder "zu Hause" zu sein. Anschließend liefere ich Trockenfutter bei Wan Song ab, die allerdings nicht da ist. So kann ich mir die acht neugeborenen Kätzchen nicht ansehen. 

Ich bringe Mike zurück ins Hotel und fahre nach Hause, wo ich die Welpen füttere und Shana ihre Infusion gebe. Anschließend fahre ich erneut zu Kenji, dem es merklich besser zu gehen scheint, denn er legt sich schon wieder mit anderen Hunden an. Die Schwellung an seinem Hals ist zurückgegangen. Ich verabreiche ihm dennoch 10 mg Prednisilone.

Sonntag, 5. Juni 2016

Morgens wird mein Auto abgeholt, da das linke Radlager gewechselt werden muss. Mittags kommt Nick um sich zu verabschieden. Bevor er zurück auf sein Schiff vor der brasilianischen Küste zurückgeht, muss er in England noch einiges erledigen. 

Am Nachmittag beginnt es stark zu regnen und der Regen, wenn auch weniger stark, hält bis zum späten Abend an. Ich fahre trotzdem am frühen Abend um nach Kenji zu suchen, kann ihn jedoch nicht finden. Suzy aber sehe ich; sie hat sich in eine überdachte Bushaltestelle verkrochen. Ich gebe ihr zu fressen und schärfe ihr ein sich für morgen bereit zu halten.

Samstag, 4. Juni 2016

Morgens mische ich unter das Reisfutter sautiertes Gemüse und die Welpen scheinen die Mischung zu mögen, denn ihre Schalen sind nach kurzer Zeit alle leer. Eigentlich möchte ich auch von der täglichen Trockenfuttervergabe an die großen Hunde wegkommen, aber der Arbeitsaufwand Reisfutter zuzubereiten ist hoch und momentan nicht zu leisten. Sobald wir die Foundation registriert bekommen haben, möchte ich eine Vollzeitkraft oder zwei Halbtagskräfte einstellen. Dann kann die Futtervergabe variiert werden.

Am frühen Nachmittag fahre ich mit Diana zu Dr. Sam und lasse ihr Blut für einen Test abnehmen. Ich möchte wissen, ob ich ihr weiterhin Infusionen geben muss oder ob der Creatinine Wert wieder im Normalbereich ist. Ich lasse Diana bei Dr. Sam und fahre zum Wat, um Shana abzuholen. Shana lässt sich willig in den Käfig sperren und wir fahren zurück in die Klinik.

Dort wird sie untersucht und es wird ihr ebenfalls Blut abgenommen. Anschließend lade ich beide Hunde wieder ein und wir fahren nach Hause. Shana hat keine großen Probleme sich zurechtzufinden. Anfangs orientiert sie sich natürlich an mir, aber später läuft sie schon im Hof herum. Sie ist ja die erste Hündin an der Vorhalle und somit recht souverän.

Am frühen Abend fahre ich wieder zu Kenji und sehe auch die junge Hündin. Ich nenne sie Suzy. Kenji frisst wieder brav das mit Amoksiklav und Doxyciclin versetzte Futter. Leider muss ich feststellen, dass sich eine Schwellung unter der Risswunde gebildet hat. Ich werde Kenji nun zusätzlich Prednisilone geben müssen.

Freitag, 3. Juni 2016

Mike, der mich schon zweimal aus Sydney besucht hat ist wieder in Pattaya, um mehr über das Leben von Straßenhunden zu erfahren. Er ist Veterinärhelfer und mehr interessiert an Hunden, die sich durchs Leben schlagen, als an Hunden denen es häufig besser geht als Menschen. 

Ich hole Mike am frühen Nachmittag in der Stadt ab und wir fahren zum Wat. Mike kennt die Hunde dort schon und fragt nach jedem einzelnen. Ich muss ihm berichten, dass Rashid, Lizzy, Arnie und Jimbo vergiftet wurden. Während wir uns mit den Hunden beschäftigen stelle ich fest, dass Shana eine Schwellung an ihrer linken Flanke aufweist. Sie bewegt sich auch kaum und trinkt viel Wasser, was sie zum Teil wieder erbricht. All diese Symptome sprechen für Nierenprobleme. Da ich keinen Käfig mitgebracht habe, nehme ich mir vor Shana morgen Dr. Sam vorzustellen und einen Bluttest machen zu lassen. 

Auf dem Weg zurück sehe ich einen kleinen Shitzu Mischling, der räudig ist. Ich gebe ihm Ivermectin und einer Frau, die ihn füttert weitere Tabletten, mit denen sie den Hund einen Monat lang behandeln kann. 

Wir fahren weiter zum Pinnacle, wo ich die drei Welpen und Mae antreffe. Die Welpen scheinen sich schon an mich zu erinnern, denn als ich sie rufe, kommen sie angerannt. Ihnen und Mae geht es gut. 

Mike bittet mich zum Makro zu fahren, da er Frischfleisch für die Hunde in Mabprachan kaufen möchte. Ich kaufe zudem noch Blattgemüse und Karotten. Das Gemüse will ich unter das Reisfutter für die Welpen mischen. 

Ich bin nach Einbruch der Dunkelheit wieder zu Hause, versorge die Welpen mit Trockenfutter und Doxyciclin. Anschließend fahre ich zu Kenji. Dort treffe ich auch auf eine junge Hündin, die sehr zutraulich ist. Ich entschließe mich, sie bei der nächsten Gelegenheit sterilisieren zu lassen. Kenjis Zustand macht weiter Fortschritte, aber die Behandlung muss fortgesetzt werden. Insbesondere macht mir der Riss an seiner linken Halsseite Sorgen. Ich behandele ihn mit antiseptischer Salbe und antibiotischen Puder, aber die Wunde will nicht trocknen. Die Schwellung an seinem linken Hinterlauf ist ebenfalls noch nicht völlig zurückgegangen.

Donnerstag, 2. Juni 2016

Rhonda kommt heute um mir zu helfen, danach auch Josie, die sich um Kylie kümmert. Kylie hat sich von dem bedauernswerten Zustand in dem sie zu uns kam erstaunlich gut erholt und bewegt sich nun in der Meute sehr selbstbewusst und kraftvoll. Sie tobt mit den jungen Hunden herum und fletscht schon mal die Zähne, wenn ihr was nicht passt. Ich hoffe, dass sie auch ihre Grenzen kennt, damit sie nicht das gleiche Schicksal erleidet wie Sabai, die zu arrogant wurde und dann von der Meute so in ihre Schranken verwiesen wurde, dass sie sich nicht mehr halten konnte. 

Am späten Vormittag erleben wir einen heftigen Regenguss und nehmen die Welpen ins Haus, wo sie dann auch ihr Mittagsschläfchen halten. 

Am frühen Nachmittag kommt Nut und reinigt das Haus. Nut arbeitet wieder sehr effizient und ist nach drei Stunden mit allen Räumen durch. 

Am frühen Abend fahre ich wieder zu Kenji. Er liegt am selben Platz wie gestern und frisst das mit Medikamenten vermischte Nassfutter ganz auf. Heute Abend behandele ich seine noch offenen Bisswunden mit antiseptischer Creme und antibiotischem Puder. Ich glaube, es geht ihm schon wieder recht gut. Er hat sicher schon häufig schlimme Bisswunden überwunden. Ist eben ein alter Kämpfer.

Mittwoch, 1. Juni 2016

Zum Monatswechsel ist immer viel Schreibarbeit zu erledigen. Ich sitze fast den ganzen Tag am Computer und fahre tagsüber nur raus, um Prajuab seine Monatsration Reis und Trockenfutter zu liefern. 

Am Spätnachmittag fahre ich wieder zu Kenji. Das Nassfutter mit den Medikamenten frisst er vollständig auf. Während ich bei Kenji sitze, spricht mich eine Frau an. Sie kenne Kenji schon lange und hat ihn oft zerbissen gesehen. Vor einer Woche habe sie ihn im Gebüsch liegen sehen und hatte schon befürchtet, dass er es dieses Mal nicht schaffen würde wieder gesund zu werden. Die Frau teilt mir mit, dass sie etliche Hunde in der Gegend füttere aber kein Geld für tierärztliche Behandlungen habe. Ich gebe ihr meine Telefonnummer und sage ihr, dass sie mich informieren solle, wenn ein Hund tierärztlicher Hilfe bedürfe.