Sonntag, 19. Juni 2016

Mittags hole ich die Katze vom Nachbarn ab, um Dr. Sam die Fäden ziehen zu lassen und um sie impfen zu lassen. Die Wunde ist gut verheilt und ich kann die Katze an den Nachbarn übergeben. Ich gehe rüber zu Wan Song weil ich wissen will, wo Sinin ihre Jungen versteckt hat. 

Wir gehen in das Haus des Nachbarn aus dem Wan Sinin öfter hat kommen sehen. Trotz intensiver Suche der oberen, unbewohnten Räume, können wir die Kätzchen nicht entdecken. Wir können uns nur auf das natürliche Pflegeverhalten von Sinin verlassen. Es ist wenig wahrscheinlich, dass sie die Jungen aufgegeben hat. Es ist auch schon ihr zweiter Wurf. 

Ich fahre weiter zum Makro und hole Hähnchenfleisch für Toya und Zola, Gemüse für die sechs Welpen und Suppenknochen für alle großen Hunde. Wenn ich die verteile, sind Kabbeleien nicht zu vermeiden, aber ab und zu müssen die Hunde ja auch mal was zu Beißen haben. Rocco hat sich die Bandage teilweise abgebissen. Ich lege ihm wieder eine Maulschlaufe um und werde ihn morgen in die Silverlake bringen.

Samstag, 18. Juni 2016

Es regnet die ganze Nacht durch und hört erst am späten Vormittag auf. Shana war im Haus und auch Jaha und Rocco. Rocco beißt an seiner Bandage herum, sodass ich sie reparieren und ihm vorübergehend eine Maulschlaufe umlegen muss. Toya und Zola sind aktiv wie immer. Ich lasse Zhenya und Lena nach der Fütterung mit ins Haus, damit sich Toya und Zola an die verschiedenen Hunde gewöhnen. 

Bei Zhenya scheint sich beginnende Räude abzuzeichnen und ich verabreiche ihm 8 mg Ivermectin. Ich kenne die Eltern der Welpen ja nicht und weiß nicht ob die räudig waren. Die Doxycycline Vergabe, die ich vor einigen Tagen für alle sechs Welpen abgeschlossen habe, kann die Darmflora beeinträchtigen und so verabreiche ich Zhenya, der der schwächste der Welpen ist, von heute an Probiotics. 

Yaya, Silver, Nacho, Chuki, Lucy und Jaha bekommen Ivermectin eingeflößt. Nura verliert Fell. Ich gebe ihr Fischöl und Vitamine. Shana leckt an ihrer nackten Schwanzspitze, die sich entzündet. Ich lege ihr einen Kragen um. Anschließend bekommt sie ihre Infusion.

Freitag, 17. Juni 2016

Der Himmel ist vormittags wieder verhangen aber ich fahre dennoch mit Shana zu Dr. Sam. Shanas Schwellung wird mit Ultarschall untersucht und Dr. Sam diagnostiziert einen Abszess. Die Punktierung ergibt keine nennenswerte Flüssigkeit und Dr. Sam empfiehlt zunächst nichts weiter zu tun, da der Abszess natürlich abgebaut werden kann. Shana wird Blut abgenommen und das Resultat ergibt, dass die Anzahl der roten Blutkörperchen fast und die Anzahl der Blutplättchen voll im Normalbereich sind. 

Ich nehme Shana wieder mit nach Hause, lade Hakim und Amal ein und fahre mit ihnen in die Silverlake Klinik. Sie sind mit der Sterilisierung dran. Da Dr. Kwanchai nicht anwesend ist, fahre ich in den Tempel und füttere die Hunde, auch die am Sala. Seitdem Arnie nicht mehr ist und Shana bei uns, vertragen sich die beiden Gruppen besser und ich bekomme guten Kontakt zu Rocky. Mit Sorge sehe ich, dass anscheinend eine Hündin, die hinter den Sandhaufen im Busch lebt, trächtig ist. Sie bildet mit einigen anderen Hunden eine dritte Gruppe. Dieser Gruppe konnte ich nie nahe kommen. Ich mache mit den Vorhallenhunden einen Strandgang und wir treffen auf Samlee, Khao und Nuan denen es gut geht. Sie sind richtige Strandhunde die jedem Wetter trotzen. 

Dr. Kwanchai ist mittlerweile wieder in der Klinik und so fahre ich dort hin, um Rocco, Dam und Khao abzuholen. Da Dam eine leichte Entzündung an den Hoden aufweist, lasse ich ihn noch bis Montag in der Klinik. Ich gehe auch zu Gat, die ihrem Namen alle Ehre macht. Sie lässt sich von mir streicheln beisst mir dann aber urplötzlich in den Unterarm. (gat ist das Thai Wort für Beißen). Die Bisswunde ist allerdings nicht sehr tief und ich kann damit leben. Das nächste Mal bin ich jedoch etwas vorsichtiger im Umgang mit Gat. 

Ich fahre mit Rocco und Khao nach Mabprachan und liefere Khao bei Hom ab. Anschließend lasse ich Rocco im hinteren Bereich frei. Er muss die Bandage noch eine weitere Woche tragen, dann kann sie eventuell abgenommen werden. Toya und Zola erwarten mich im Haus. Sie werden von Tag zu Tag stärker und lieben es miteinander zu raufen. Dabei entwickeln sie schon eine beachtliche Lautstärke, sodass ich sie zuweilen etwas bremsen muss. Es ist aber schön sie sich so prächtig entwickeln zu sehen.

Donnerstag, 16. Juni 2016

Somchai kommt heute Morgen und auch Rhonda. Somchai nimmt mir nun etwas mehr Arbeit ab, sodass ich die Hunde früher versorgen kann. Während Rhonda da ist, kann ich auch mal in Ruhe frühstücken ohne jedes Mal herausrennen zu müssen, wenn die Hunde unruhig sind. Ich nehme Zola und Toya wieder mit nach draußen, aber sie sind froh danach wieder im Haus zu sein. 

Am frühen Nachmittag kommt Nut, um sich um das Hausinnere zu kümmern. Ich mache den zweiten Versuch mit Shana und Torro. Doch auch dieses Mal muss ich die Hunde wieder ausladen, da es erneut anfängt zu regnen. Der Regen hält den ganzen Nachmittag an, sodass ich auch meinen Besuch bei Dr. Sam absagen muss. Der Abend ist Routine, die großen und kleinen Welpen werden gefüttert und Shana bekommt ihre Infusion.

Mittwoch, 15. Juni 2016

Heute Morgen kommt Rhonda und hilft mir im Garten und mit den Hunden. Ich bade Yaya und will das auch mit Lucy tun, aber sie weigert sich. Als ich ihr eine Maulschlaufe umbinden will, schnappt sie nach meiner Hand. So gebe ich ihr nur 24 mg Ivermectin und hoffe, dass sie sich nicht völlig in ihr Schneckenhaus zurückzieht. Immerhin kommt sie, nachdem ich ihr die Tabletten in Würstchenform gegeben habe, und mich dann Isi, Aya, Nadia und Yana widme, kurz zu mir. Ich nehme ihre Entschuldigung an. 

Um Flake mache ich mir auch ein wenig Sorge. Sie ist gebissen worden und deshalb habe ich sie hereingenommen. Flake ist eine ganz liebe, die am liebsten in Ruhe gelassen werden möchte. Zuweilen lädt sie dazu ein attackiert zu werden. Shana ist auch meistens im Haus und es scheint ihr recht gut zu gehen. Toya und Zola lasse ich nur kurzzeitig und unter strenger Aufsicht nach draußen. Sie sind einfach noch zu klein, um schon mal allein herumzulaufen. Die sechs größeren Welpen füttere ich weiterhin morgens und abends und sie scheinen jeden Tag ein Stückchen zu wachsen. 

Am frühen Nachmittag liefere ich 15 kg Trockenfutter bei Em ab und das Katzenfutter, das mir Sandra gegeben hatte, lege ich auf Wan Songs Balkon ab, da sie nicht zu Hause ist. Ich gehe rüber zum Nachbarn, um nach der sterilisierten Katze zu sehen. Die hat noch ihren Kragen um und das Pflaster ist noch an seinem Platz. Sie fresse normal berichtet mir der Mann. 

Am späten Nachmittag mache ich mich mit Shana und Torro auf den Weg in die Silverlake Klinik. Allerdings komme ich nicht weit, denn es fängt an zu regnen und da der Weg in die Klinik weit ist, kehre ich um. Abends füttere ich die acht Welpen und gebe Shana ihre Infusion.

Dienstag, 14. Juni 2016

Mittags bade ich Nacho und beiden letzten Welpen, Lena und Zhenya. Die Welpen wachsen mehr und mehr in die Meute hinein und entwickeln sich prächtig. Sie sind schon mächtig gewachsen und da ihre Eltern vermutlich von der größeren Sorte waren, hilft ihnen dabei ihre Genetik. Zola und Toya sind dagegen recht winzig. Ich hoffe sie werden noch kräftig nachholen, denn ihre Mutter ist ja nicht gerade klein. Ich lasse die beiden mit Shana noch im Haus und nehme sie nur für eine halbe Stunde nach draußen, damit sie sich weiter an die Umgebung und die Hunde gewöhnen.

Am frühen Nachmittag kommt Sandra von Cats4You und bringt mir Spezialfutter für Sinin. Sandra hatte mich gefragt, ob ich eine Katze zur Adoption hätte und so habe ich ihr von Sinin erzählt.

Am späten Nachmittag treffe ich Elena von der Tara Pattana International School. Die Schule hat Spenden für ein Charity Projekt gesammelt und wir erhalten davon eine Futterspende im Werte von 10,000 Baht. Beim Snoop Dog Shop kaufe ich davon 360 kg Trockenfutter, das ich mit Joe und Som teile.

Montag, 13. Juni 2016

Ich habe Somchai gebeten nun schon um sieben Uhr zu kommen und mir wenigstens an einigen Tagen die Kotsammelei abzunehmen. Zola und Toya sind guter Dinge und haben die Nacht mit Shana verbracht. Ich füttere sie als Erstes, dann bereite ich das Futter für die sechs Welpen zu und füttere sie und zum Schluss sind die großen Hunde dran. 

Um neun Uhr kommt Rhonda. Ich bade Chuki, Silver, Yuri und Ilya. Anschließend nehmen wir Zola und Toya für ein gegenseitiges Kennenlernen der Hunde mit nach draußen. Das erste Beschnuppern von so vielen großen Hunde ist für die beiden anfangs einschüchternd, aber wir bleiben dicht bei ihnen und nach zehn Minuten entspannen sich die Welpen etwas. Bunnie und Patty müssen dann natürlich aneinander geraten und die Idylle ist vorüber, sodass wir die Welpen wieder ins Haus nehmen. Ein Anfang aber ist gemacht. 

Nachdem ich etliche Säcke Blattwerk entsorgt habe, halte ich bei Kenji. Seine Halswunde schließt sich weiter, aber die Schwellung unter ihr ist weiter fühlbar. Insgesamt aber ist Kenji über den Berg und hat wieder Energie. Ich treffe auch auf Suzy und entferne ihr das Pflaster. Die Wunde ist gut verheilt. 

Abends bekommen Shana und Diana ihre Infusionen. Zola und Toya folgen mir überall hin. Sie sind guter Dinge und haben wohl schon ihr früheres Leben vergessen. Ich bin so froh, dass ich sie ihrem ungewissen Schicksal entrissen habe.

Sonntag, 12. Juni 2016

Am frühen Vormittag treffe ich Martin, der gestern einen Hund gefunden hatte, der wie er meinte, sterbend sei. Gat, so heißt die Hündin wird von Leuten einer Autowaschanlage gefüttert, kann sich kaum auf den Beinen halten und ist unterernährt. Es scheint mir, dass sie entweder teilweise gelähmt ist oder einen organischen Schaden aufweist. 

Ich nehme Gat kurz mit nach Hause, weil ich Rocco mit in die Silverlake Klinik nehmen möchte. Am 7/11 treffe ich auf Kenji. Seine Halswunde heilt nun zu; allerdings ist die Schwellung noch deutlich zu fühlen. Josie kommt vorbei, um Kylie zu waschen. Sie wäscht danach noch Nura und Bok Luk. 

Ich lade Gat wieder ein und dazu noch Rocco und fahre in die NPW Klinik, wo ich den überfahrenen Hund zur Einäscherung abgebe. In der Silverlake Klinik wird zuerst Rocco untersucht. Er hat zwei aufgescheuerte Stellen unter seiner Bandage. Dr. Kwanchai empfiehlt die Bandage zu erneuern. Bei Gat stellt Dr. Kwanchai einen Nervenschaden im mittleren und unteren Wirbelsäulenbereich fest. Er möchte Gat zunächst für einige Tage konservativ behandeln. Sollte sich keine Verbesserung der Mobilität einstellen, müsse ein chirurgischer Eingriff in Erwägung gezogen werden. Beide Hunde bleiben in der Klinik. 

Ich fahre zum Pinnacle, um die Welpen für die zweite Impfung abzuholen. Unterwegs ruft mich Wan an und berichtet mir, dass Rohita, eine der Hündinnen vom Pattaya Bazaar überfahren wurde und gestorben sei. Rohita war eine der Hündinnen, der ich nie nahe kommen konnte. Sie hatte vor Jahren ein einziges Junges in der Tiefgarage zur Welt gebracht, das ich später vermitteln konnte. Leider kam Jessita eines Tages von einem Spaziergang vor dem Haus ihrer Adoptiveltern nicht mehr zurück. 

Im Pinnacle finde ich weder die Welpen noch Mae, deren Mutter. Ich erkundige mich bei Benny, dem zweiten Manager, der mir nach Befragung seiner Angestellten mitteilt, dass die Welpen in den Najomtien Tempel geschafft wurden. Ich fahre in den Tempel und finde die zwei braunen Welpen. Einer der hilfreichen Mönche erklärt mir, dass der weiße Welpe adoptiert wurde. Mit den beiden braunen Welpen, ich nenne sie Zola und Toya, fahre ich zurück in die Silverlake Klinik, wo sie geimpft werden. Da sie beide in recht gutem Zustand sind, verzichten wir auf eine Waschung. 

Rocco ist mittlerweile neu bandagiert worden. Da er sehr unruhig war, musste Dr. Kwanchai ihn sedieren. Deshalb lasse ich ihn bis Mittwoch in der Klinik. Gats Behandlung wird noch am Abend begonnen. 

Ich hatte heute Morgen drei Thai Frauen abweisen müssen, die mir einige Hunde aufs Auge drücken wollten, aber bei Zola und Toya kann ich nicht anders als sie zu mir zu nehmen. Sobald ich eine Beziehung zu Hunden aufgenommen habe, fühle ich mich für deren Wohlergehen verantwortlich; und die beiden Kleinen im Tempel zurückzulassen, ist für mich keine Option. Ich nehme Zola und Toya mit ins Haus, füttere sie und lasse sie sich orientieren. Die beiden sind völlig unproblematisch, wohl auch deshalb weil sie mich schon kennen. 

Später hole ich Shana herein und gebe ihr die vorläufig letzte Infusion vor einem erneuten Bluttest morgen.

Samstag, 11. Juni 2016

Somchai kommt nach fast drei Wochen Pause wieder und bringt seine Frau mit. Ich habe den Garten einigermaßen in Ordnung halten können, aber nicht so wie Somchai es alle drei Tage tun konnte. Die Hunde haben in der Küche und im Nebenraum über die Wochen etliche Fliegengitter zerfetzt. Somchai nimmt sie zur Reparatur mit. 

Mittags hole ich bei Hom Khao und Dam ab. Eigentlich war nur Khao vorgesehen, aber ich finde im Käfig auch Dam vor und so wird der gleich mit sterilisiert. Ich fahre mit den Hunden in die Silverlake Klinik und nehme von dort Suzy mit, deren Behandlung abgeschlossen ist. Am 7/11 lasse ich sie raus und schaue nach Kenji, der aber immer noch abwesend ist. 

Zu Hause säubere ich die Käfige, lade Rocco ein und fahre mit ihm zu Dr. Sam. Auf dem Wege dorthin hole ich mir die reparierten Fliegengitter bei Somchai ab. Dr. Sam ist mit dem Zustand von Roccos Pfote zufrieden und so kann ich Rocco und die sterilisierte Katze wieder mitnehmen. 

Ich fahre zu Wan Song. Sie erklärt mir, dass Sinin ihre Jungen aus ihrem Raum fortgeschafft hat; Wan Song wisse nicht wohin. Sinin und ein früheres Junges von Sinin sind bei Wan Song. Ich gebe Wan ein flüssiges Antibiotikum und die Katze beim Nachbarn ab. 

Auf dem Wege nach Hause sehe ich einen überfahrenen Hund am Straßenrand liegen. Ich halte und lege ihn in einen Plastiksack. Bis morgen behalte ich ihn in der Kühltruhe. Am frühen Abend bade ich Jaha, Sascha und Alex und danach gebe ich Shana ihre Infusion.

Freitag, 10. Juni 2016

Heute Morgen geht es mir etwas besser und ich kann wieder meine Gartenarbeiten aufnehmen. Bei Rocco entdecke ich, dass seine Pfote unter der Bandage etwas geschwollen ist. Ich fahre mit ihm und Bok Luk, um deren Augen untersuchen zu lassen, morgens zu Dr. Sam. Roccos Bein wird geröntgt, der Bruch scheint gut zu verheilen. Die Bandage wird etwas aufgeschnitten. Ich soll morgen wieder mit ihm vorbeikommen. Bok Luks Hornhautentzündung scheint nach dreiwöchiger Behandlung überwunden zu sein. 

Nachmittags gehe ich zu Hom, die in der Nachbarschaft zwei Hunde füttert. Sie hatte mich vor zwei Tagen gebeten, die Hündin Khao sterilisieren zu lassen. Wir vereinbaren, dass ich Khao morgen Mittag abhole. Einen Käfig werde ich ihr vorher vorbeibringen.

Anschließend bekommt Shana ihre Infusion und ich fahre dann um nach Kenji zu sehen. Der ist jedoch nicht zu sehen.

Donnerstag, 9. Juni 2016

Nach elf Stunden Schlaf fühle ich mich immer noch nicht besonders, aber der Garten muss gesäubert werden und die Hunde gefüttert. Anschließend fahre ich um die Katze von Wangs Nachbarn zu Dr. Sam zu bringen. Bei Wan Song schaue ich mir Sinin mit ihren Kätzchen an. Rhonda kommt und auch Nut am Nachmittag. 

Ich habe, nachdem ich wieder zu Hause bin, den kompletten Zusammenbruch und kann kaum noch sprechen oder gehen. Die Energie ist total weg und ich kann nur noch schlapp im Bett herumliegen. Ich hatte mal vor Jahren auf Phuket eine Dengue Fieber Attacke zu durchleben und mein Zustand heute ist dem von damals sehr ähnlich. Fieber, Kopfschmerzen, Muskelschmerzen am ganzen Körper, weder geistige noch körperliche Energie, keinerlei Appetit, Unwohlsein und Erbrechen. Mein einziger Trost ist, dass solche Attacken normalerweise nach zwei Tagen überwunden sind.

Mittwoch, 8. Juni 2016

Mittags bringe ich einen Käfig zu Wan Song. Sie soll dafür sorgen, dass der Nachbar die Katze in der Nacht dort einsperrt. Auf dem Wege halte ich am Family Mart, an dem Sprite liegt. Ich treffe sie an und untersuche ihre Wunde, die gut aussieht. 

Nachdem ich den Käfig abgeliefert und Wan Song instruiert habe, die Katze nach Mitternacht nicht mehr zu füttern, fahre ich zu Ronny und Jiab, um zu sehen wie es Anna geht. Die scheint sich schon überraschend schnell in ihrer neuen Umgebung zurechtgefunden zu haben und macht keine Anstalten mit mir zu kommen. Ronny lobt Anna in den höchsten Tönen, sie sei gescheit, hört auf Kommandos und geht sogar schon an der Leine. Annas Adoption scheint also erfolgreich zu sein. 

Am Nachmittag und bis in den Abend hinein regnet es wieder. Ich fahre dennoch um nach Kenji zu sehen, finde ihn jedoch nicht. Shana bekommt ihre Infusion. Die liegt dabei ganz ruhig, sodass ich einnicke. Ich fühle mich schon den ganzen Tag ziemlich energielos und gehe deshalb mal ausnahmsweise früher ins Bett.

Dienstag, 7. Juni 2016

Anna ist adoptiert worden. Josie hat über Freunde eine liebevolle Familie für sie gefunden. Ronny und Jiab hatten sich Anna schon bevor sie zu uns kamen aus Fotos, die Josie ihnen geschickt hatte, ausgesucht.

Am Nachmittag gebe ich Shana und Diana ihre Infusionen und am Abend fahre ich zu Kenji. Der scheint wieder recht fit zu sein, allerdings sind seinen Wunden am Hals noch nicht völlig verheilt.

Montag, 6. Juni 2016

Mittags fahre ich zum 7/11 um nach Kenji zu sehen und um zu versuchen Suzy einzufangen. Kenji hat überhaupt keinen Appetit irgendetwas zu sich zu nehmen und so suche ich nach Suzy. Ich finde sie an der Futterschale, die ich für Kenji präpariert hatte. Dort kann ich sie aufnehmen und sie lässt sich ohne Widerstand in den Käfig sperren. 

Ich hole Mike ab und wir fahren über Tongklom, wo ich Gatee Ivermectin gebe und Huay Yai, wo ich Mike Nong Da und Daeng zeige, in die Silverlake Klinik. Dort gebe ich Suzy ab und Mike interviewt Dr. Kwanchai. 

Dr. Kwanchai zeigt mir ein sein Betäubungsgewehr. Die Benutzung ist allerdings nur mit Lizenz erlaubt. Ich vereinbare mit Dr. Kwanchai in den kommenden Tagen zu versuchen Malee, einen TVT Hund von der Thepprastit Road zu betäuben. Vielleicht kommen wir dabei dann auch an den letzten noch nicht sterilisierten Mutterhund vor der Pattaya Mail heran. 

Nachdem Mike sein Interview beendet hat, nehmen wir Sprite an Bord und bringen sie an ihren Platz vor dem Family Mart in der Soi Pothisarn zurück. Sprite ist ein sehr liebenswerter Hund und freut sich riesig wieder "zu Hause" zu sein. Anschließend liefere ich Trockenfutter bei Wan Song ab, die allerdings nicht da ist. So kann ich mir die acht neugeborenen Kätzchen nicht ansehen. 

Ich bringe Mike zurück ins Hotel und fahre nach Hause, wo ich die Welpen füttere und Shana ihre Infusion gebe. Anschließend fahre ich erneut zu Kenji, dem es merklich besser zu gehen scheint, denn er legt sich schon wieder mit anderen Hunden an. Die Schwellung an seinem Hals ist zurückgegangen. Ich verabreiche ihm dennoch 10 mg Prednisilone.

Sonntag, 5. Juni 2016

Morgens wird mein Auto abgeholt, da das linke Radlager gewechselt werden muss. Mittags kommt Nick um sich zu verabschieden. Bevor er zurück auf sein Schiff vor der brasilianischen Küste zurückgeht, muss er in England noch einiges erledigen. 

Am Nachmittag beginnt es stark zu regnen und der Regen, wenn auch weniger stark, hält bis zum späten Abend an. Ich fahre trotzdem am frühen Abend um nach Kenji zu suchen, kann ihn jedoch nicht finden. Suzy aber sehe ich; sie hat sich in eine überdachte Bushaltestelle verkrochen. Ich gebe ihr zu fressen und schärfe ihr ein sich für morgen bereit zu halten.

Samstag, 4. Juni 2016

Morgens mische ich unter das Reisfutter sautiertes Gemüse und die Welpen scheinen die Mischung zu mögen, denn ihre Schalen sind nach kurzer Zeit alle leer. Eigentlich möchte ich auch von der täglichen Trockenfuttervergabe an die großen Hunde wegkommen, aber der Arbeitsaufwand Reisfutter zuzubereiten ist hoch und momentan nicht zu leisten. Sobald wir die Foundation registriert bekommen haben, möchte ich eine Vollzeitkraft oder zwei Halbtagskräfte einstellen. Dann kann die Futtervergabe variiert werden.

Am frühen Nachmittag fahre ich mit Diana zu Dr. Sam und lasse ihr Blut für einen Test abnehmen. Ich möchte wissen, ob ich ihr weiterhin Infusionen geben muss oder ob der Creatinine Wert wieder im Normalbereich ist. Ich lasse Diana bei Dr. Sam und fahre zum Wat, um Shana abzuholen. Shana lässt sich willig in den Käfig sperren und wir fahren zurück in die Klinik.

Dort wird sie untersucht und es wird ihr ebenfalls Blut abgenommen. Anschließend lade ich beide Hunde wieder ein und wir fahren nach Hause. Shana hat keine großen Probleme sich zurechtzufinden. Anfangs orientiert sie sich natürlich an mir, aber später läuft sie schon im Hof herum. Sie ist ja die erste Hündin an der Vorhalle und somit recht souverän.

Am frühen Abend fahre ich wieder zu Kenji und sehe auch die junge Hündin. Ich nenne sie Suzy. Kenji frisst wieder brav das mit Amoksiklav und Doxyciclin versetzte Futter. Leider muss ich feststellen, dass sich eine Schwellung unter der Risswunde gebildet hat. Ich werde Kenji nun zusätzlich Prednisilone geben müssen.

Freitag, 3. Juni 2016

Mike, der mich schon zweimal aus Sydney besucht hat ist wieder in Pattaya, um mehr über das Leben von Straßenhunden zu erfahren. Er ist Veterinärhelfer und mehr interessiert an Hunden, die sich durchs Leben schlagen, als an Hunden denen es häufig besser geht als Menschen. 

Ich hole Mike am frühen Nachmittag in der Stadt ab und wir fahren zum Wat. Mike kennt die Hunde dort schon und fragt nach jedem einzelnen. Ich muss ihm berichten, dass Rashid, Lizzy, Arnie und Jimbo vergiftet wurden. Während wir uns mit den Hunden beschäftigen stelle ich fest, dass Shana eine Schwellung an ihrer linken Flanke aufweist. Sie bewegt sich auch kaum und trinkt viel Wasser, was sie zum Teil wieder erbricht. All diese Symptome sprechen für Nierenprobleme. Da ich keinen Käfig mitgebracht habe, nehme ich mir vor Shana morgen Dr. Sam vorzustellen und einen Bluttest machen zu lassen. 

Auf dem Weg zurück sehe ich einen kleinen Shitzu Mischling, der räudig ist. Ich gebe ihm Ivermectin und einer Frau, die ihn füttert weitere Tabletten, mit denen sie den Hund einen Monat lang behandeln kann. 

Wir fahren weiter zum Pinnacle, wo ich die drei Welpen und Mae antreffe. Die Welpen scheinen sich schon an mich zu erinnern, denn als ich sie rufe, kommen sie angerannt. Ihnen und Mae geht es gut. 

Mike bittet mich zum Makro zu fahren, da er Frischfleisch für die Hunde in Mabprachan kaufen möchte. Ich kaufe zudem noch Blattgemüse und Karotten. Das Gemüse will ich unter das Reisfutter für die Welpen mischen. 

Ich bin nach Einbruch der Dunkelheit wieder zu Hause, versorge die Welpen mit Trockenfutter und Doxyciclin. Anschließend fahre ich zu Kenji. Dort treffe ich auch auf eine junge Hündin, die sehr zutraulich ist. Ich entschließe mich, sie bei der nächsten Gelegenheit sterilisieren zu lassen. Kenjis Zustand macht weiter Fortschritte, aber die Behandlung muss fortgesetzt werden. Insbesondere macht mir der Riss an seiner linken Halsseite Sorgen. Ich behandele ihn mit antiseptischer Salbe und antibiotischen Puder, aber die Wunde will nicht trocknen. Die Schwellung an seinem linken Hinterlauf ist ebenfalls noch nicht völlig zurückgegangen.

Donnerstag, 2. Juni 2016

Rhonda kommt heute um mir zu helfen, danach auch Josie, die sich um Kylie kümmert. Kylie hat sich von dem bedauernswerten Zustand in dem sie zu uns kam erstaunlich gut erholt und bewegt sich nun in der Meute sehr selbstbewusst und kraftvoll. Sie tobt mit den jungen Hunden herum und fletscht schon mal die Zähne, wenn ihr was nicht passt. Ich hoffe, dass sie auch ihre Grenzen kennt, damit sie nicht das gleiche Schicksal erleidet wie Sabai, die zu arrogant wurde und dann von der Meute so in ihre Schranken verwiesen wurde, dass sie sich nicht mehr halten konnte. 

Am späten Vormittag erleben wir einen heftigen Regenguss und nehmen die Welpen ins Haus, wo sie dann auch ihr Mittagsschläfchen halten. 

Am frühen Nachmittag kommt Nut und reinigt das Haus. Nut arbeitet wieder sehr effizient und ist nach drei Stunden mit allen Räumen durch. 

Am frühen Abend fahre ich wieder zu Kenji. Er liegt am selben Platz wie gestern und frisst das mit Medikamenten vermischte Nassfutter ganz auf. Heute Abend behandele ich seine noch offenen Bisswunden mit antiseptischer Creme und antibiotischem Puder. Ich glaube, es geht ihm schon wieder recht gut. Er hat sicher schon häufig schlimme Bisswunden überwunden. Ist eben ein alter Kämpfer.

Mittwoch, 1. Juni 2016

Zum Monatswechsel ist immer viel Schreibarbeit zu erledigen. Ich sitze fast den ganzen Tag am Computer und fahre tagsüber nur raus, um Prajuab seine Monatsration Reis und Trockenfutter zu liefern. 

Am Spätnachmittag fahre ich wieder zu Kenji. Das Nassfutter mit den Medikamenten frisst er vollständig auf. Während ich bei Kenji sitze, spricht mich eine Frau an. Sie kenne Kenji schon lange und hat ihn oft zerbissen gesehen. Vor einer Woche habe sie ihn im Gebüsch liegen sehen und hatte schon befürchtet, dass er es dieses Mal nicht schaffen würde wieder gesund zu werden. Die Frau teilt mir mit, dass sie etliche Hunde in der Gegend füttere aber kein Geld für tierärztliche Behandlungen habe. Ich gebe ihr meine Telefonnummer und sage ihr, dass sie mich informieren solle, wenn ein Hund tierärztlicher Hilfe bedürfe.

Dienstag, 31. Mai 2016

Ich fahre am Vormittag zum 7/11 um Kenji die Medikamente zu bringen, aber erneut kann ich ihn nirgendwo entdecken. 

Mittags fahre ich in die Soi Pothisarn, wo Rhonda mit Sprite auf mich wartet. Rhonda hatte Sprite an einem Family Mart angetroffen und sich mit ihr angefreundet. Wir hatten verabredet Sprite sobald als möglich sterilisieren zu lassen. Sprite ist ein liebenswerter und sehr freundlicher Hund und ich habe keine Probleme sie auf den Arm zu nehmen und in einen Käfig zu tragen. Auch in der Silverlake Klinik lässt sich Sprite willig aufnehmen und in einen Kennel sperren. 

Dang dagegen, deren TVT Behandlung erfolgreich abgeschlossen ist, ist nicht so nett und ich muss sie mit einer Schlinge aus dem Kennel ziehen und in den Käfig bugsieren. Im Käfig ist Dang dann wieder friedlich. 

Ich fahre mit ihr nach Baan Amphur, kaufe 20 kg Trockenfutter und versorge die Vorhallen Hunde sowie die Hunde am Sala. Ba Bät kommt auch vorbei und so kann ich ihr gleich das Monatsgeld geben. Ich bitte sie die Hunde am Sala ebenfalls mit Reisfutter zu versorgen. Dafür gebe ich ihr dann monatlich 30 kg Reis zusätzlich. 

Vom Tempel aus fahre ich zum Pinnacle. Mae und ihre drei Welpen haben sich einen neuen Liegeplatz gesucht und sind guter Dinge. Die Nebensaison hat eingesetzt und so halten sich nur wenige Gäste im Hotel auf. Hoffen wir, dass die Hunde an ihrem neuen Platz geduldet werden. 

Ich liefere Dang bei Prajuab ab und wir verabreden Fotos von den Hunden zu machen, die mit Sterilisationen an der Reihe sind. Die Kosten dafür und insbesondere wenn ein TVT Fall dabei ist, sind für mich auf die Dauer nicht zu tragen. Wenn einer von euch einem Hund helfen möchte, dann ist er mit 40 Euro oder 1,600 Baht für eine Sterilisation, bzw. mit 175 Euro oder 7,000 Baht für eine TVT (Genitalkrebs) Behandlung dabei. Die Heilungsrate bei TVT liegt bei nahezu 100%.

Nachdem ich mich von Prajuab verabschiedet habe, sehe ich auf dem Gelände Jakalen zusammen mit einigen anderen Hunden. Sie hat ordentlich zugenommen und scheint die Operation schon vergessen zu haben. Es ist schön zu sehen, wie sie sich an ihrem neuen Leben erfreut. 

Nachdem ich die Welpen abends gefüttert und mit Doxicyclin versorgt habe, mache ich mich noch einmal zum 7/11 auf. Zu meiner Erleichterung sehe ich Kenji auf einer Parkfläche neben dem Laden liegen. Nach einigem Zureden frisst er das Nassfutter, in das ich das Amoksiklav und das Doxicyclin gemischt hatte, vollständig auf. Die Entzündungen an Hals, Nacken und Hinterlauf sind weiter zurückgegangen und es scheint auch, dass Kenji wieder etwas mehr Energie hat. Ich denke, dass ich ihn wieder hinkriege.

Montag, 30. Mai 2016

Nachdem ich alle meine Routinetätigkeiten erledigt habe, entferne ich einige verbliebene Gegenstände aus dem hinteren, überdachten Bereich und säubere ihn. Ich habe nun drei verschließbare Kennel und drei Buchten in denen sich die Hunde aus dem abgesperrten Bereich zurückziehen können. 

Ich bringe danach Chuki und ihre Schwester Jaha dort hin. Beide Hunde waren nicht recht glücklich in der Meute und so will ich herausfinden, ob es ihnen getrennt von der Mehrzahl der Hunde besser geht. Überraschenderweise werden Chuki und Jaha gleich von Yana, Yota, Aya und Isi akzeptiert. Skinny hat dazu keine Meinung. Natürlich kennen sich alle gut aber es ist nie gesagt, dass sich Hunde auch untereinander arrangieren. Da es mit Chuki und Jaha so gut geklappt hat, bringe ich auch noch Toby in den hinteren Bereich. Auch ihm gefällt es anscheinend dort besser. 

Am späten Vormittag kommt Josie um Kylie zu waschen. Sie wäscht danach noch Chuki und Toby. Nachdem Josie gefahren ist, nehme ich mir die Welpen vor und entferne einige Zecken aus Pfoten und Ohren. Danach gebe ich Diana ihre Infusion. 

Ich schaue, ob es Toby, Jaha und Chuki hinten noch gefällt. Chuki möchte dableiben, aber Toby möchte wieder zu den anderen Hunden und Jaha bittet mich inständig sie wieder in die Küche zu lassen. Ich folge ihren Wünschen wenn ich auch Bedenken habe, Jaha immer im Haus zu lassen. Aber nur dort geht es ihr offensichtlich gut und sie verhält sich auch tadellos. 

Nachdem also alles wieder in der Reihe ist, fahre ich in die Silverlake Klinik und hole Coco, Milo und Pipa ab. Das sind die drei Welpen, um die sich Josie kümmert. Sie hatten ja eine Parvo Infektion überstanden und leben nun bei einem der Bauleiter aus dem Village in dem Josie wohnt. Der Mann wohnt nicht weit von Mabprachan entfernt und hat noch drei andere Hunde aufgenommen. Ich bekomme auch mit ihnen guten Kontakt und behandele einen mit Ivermectin. 

Auf dem Rückweg fahre ich am 7/11 vorbei an dem Kenji normalerweise liegt. Allerdings suche ich ihn vergeblich. In der Nacht fahre ich noch einmal um ihn zu suchen, aber finde ihn wieder nicht.

Sonntag, 29. Mai 2016

Die Veranstaltung auf dem Nachbargrundstück ist immer noch in vollem Gange. Die Boxen waren bis drei Uhr morgens aufgedreht und die Anlage wurde dann um fünf Uhr erneut angeworfen, sodass ich gerade mal zwei Stunden Schlaf finden konnte. 

Rocco ist immer noch bei mir im Haus und ich werde ihn einstweilen auch dort belassen. Zuweilen, wenn er sich ungeschickt bewegt, hat er Schmerzen und ich will nicht riskieren, dass er viel herumläuft und damit die Heilung gefährden könnte. 

Toby hat sich während der vergangenen Woche gut eingefügt und scheint sich auch inmitten der Meute recht wohl zu fühlen. Allerdings hat er noch keine Freundschaften geschlossen und ich muss ihn separat füttern, damit er auch etwas abkriegt. 

Isi und Aya, die immer auf der kleinen Terrasse gelegen haben, bringe ich in den nun permanent abgesperrten hinteren Bereich, wo sie bei Yana, Yota, Nadia und Skinny besser aufgehoben sind.

Am späten Vormittag ruft mich Rene an. Heidi und er haben eine Kühltruhe für mich und wollen auch noch mit mir zum Snoop Dog Shop fahren, um Futter für die Hunde zu kaufen. Ihre Futterspende ist sehr großzügig und die Kühltruhe werde ich wohl in näherer Zukunft gut gebrauchen können.

Auf dem Wege zum Shop halten wir bei Kenji. Der liegt vor dem 7/11 Eingang und ich schaffe es mit gutem Zureden ihn ein wenig abseits zu lotsen, aber er hat absolut keine Lust etwas zu sich zu nehmen. Deswegen fahren wir weiter zum Futterladen und ich transportiere nach dem Einkauf das Futter nach Hause.

Am späten Nachmittag werden endlich die Boxen abgebaut und wir finden etwas Ruhe. Ich fahre erneut zu Kenji. Er liegt wieder vor dem Eingang und rührt sich anfangs nicht. Ich habe nun die Amoksiklav und Doxicyclin Tabletten zerkleinert unter Nassfutter vermischt. Schließlich lässt sich Kenji erweichen und folgt mir einige Schritte. Ich stelle ihm die Schale hin und er frisst das Futter restlos auf. Anschließend gebe ich ihm zu trinken und nun lässt mich Kenji an sich heran. Ich kann ihn ausgiebig streicheln und er schmiegt sich an mich. Kenji reagiert nun auch schon auf seinen neuen Namen. Ich glaube, ich habe einen neuen Freund gewonnen.

Samstag, 28. Mai 2016

Ich habe einen neuen Patienten. Gestern Abend informierte mich Alex, dass er einen Hund mit mehreren Wunden am Siam Country 7/11 gesehen habe. Ich kenne diesen Hund. Er ist einer derjenigen, die sich dort eingerichtet haben und häufig vor dem Eingang liegen. Saek, der Hundefänger hatte mich mal vor Monaten gebeten ihn in eine Klinik zu bringen, da ihm jemand mit einem scharfen Gegenstand eine zehn Zentimeter lange Wunde auf der Stirn beigebracht hatte. Die Wunde war allerdings nicht so besorgniserregend tief, dass eine Behandlung notwendig gewesen wäre und sie heilte auch nach einer Woche von selbst zu. 

Der Hund, ich nenne ihn nun Kenji, ist ein alter Kämpfer mit einem von Narben übersäten Körper. Zu Menschen aber scheint er friedlich zu sein und so kann ich mich ihm nähern. Ich stelle fest, dass Kenji eine tiefe Wunde auf seinem Nacken hat, die aber schon behandelt wurde, da der Bereich rasiert ist. Am Hals weist er zusätzliche kleinere Wunden auf. Was ihm aber wohl am meisten zu schaffen macht, ist eine Infektion an seinem linken Hinterlauf. 

Ich setze mich zu Kenji, spreche zu ihm und berühre dann ganz vorsichtig seinen Kopf. Dann biete ich ihm mit Amoksiklav versehenen Wurststückchen an, die Kenji aber nicht fressen mag. Ich habe vorsichtshalber noch Nassfutter mitgebracht und so kann ich ihm eine Initialdosis von 1,000 mg geben. Diese hohe Dosis wird der Entzündung Einhalt gebieten und ich habe vor, ihm nun zweimal täglich 500 mg zu verabreichen. Kenji ist ziemlich lethargisch. Das kann an Blutparasiten liegen. Nach der Wundbehandlung werde ich ihm wohl auch Doxicyclin geben müssen, sofern er mir das erlaubt.

Freitag, 27. Mai 2016

Rocco ist sehr geduldig und hat die Nacht ohne Klagen verbracht. Er ist ja ein absolut liebenswerter Kerl, und wie alle Tiere wenn sie verletzt oder krank sind, nun sehr anhänglich. 

Am frühen Nachmittag fahre ich zu Wan Song und bringe ihr Ivermectin. Zwei der Hunde, die sie versorgt, sind räudig. Anschließend hole ich Bobby ab, der für die Folgeimpfung fällig ist, die Dr. Sam vornimmt. Ich liefere Bobby wieder an seinem Platz ab und fahre zurück nach Hause. Dort treffe ich Nick an, der auf mich wartet. Gemeinsam laden wir die Welpen ein und fahren wieder in die Klinik von Dr. Sam, wo alle sieben ein drittes Mal geimpft werden; dieses Mal auch gegen Tollwut. 

Wieder zurück zu Hause sehe ich wie auf dem Nachbargrundstück eine gewaltige PA Anlage aufgebaut wird, die vermutlich in der Lage ist Wände einstürzen zu lassen. Wie ich höre, ist morgen eine Veranstaltung geplant. Die Hunde werden dann wieder stundenlang bellen und ich kann mich darauf einrichten, mein eigenes Wort nicht mehr verstehen zu können. Aber auch dieser Kelch wird dann irgendwann geleert sein.

Donnerstag, 26. Mai 2016

Die Arbeiter kommen erneut und werkeln weiter an der Installation. Mittags kommt Nut, die das Haus putzt. Ich bade Jaha und Chuki. 

Am Nachmittag fahre ich zu Wan Song und bringe ihr Leilas Wanne, Katzenfutter und Katzenstreu. Sinin ist schon etwas zutraulich zu mir. Sie weiß offenbar, dass Wan und ich ihr helfen wollen. Bei Tom hole ich eine Metalltür ab, die Josie aufgetrieben hat. 

Ich hatte heute Morgen gesehen, dass Rocco sich den rechten Vorderlauf verletzt hat. Normalerweise rühren diese Verletzungen von Beißereien her und Rocco ist schon ein rechter Raufbold. Dass Hunde dann eine Weile humpelnd umherlaufen ist normal und nicht weiter besorgniserregend. Nachdem ich nach Hause zurückgekehrt bin und Rocco immer noch immer nicht auftreten kann, schaue ich mir sein Bein genauer an und sehe eine winzige Bisswunde. Ich bewege das Gelenk hin und her, kann aber nichts Ungewöhnliches feststellen. Allerdings macht mich stutzig, dass die Pfote etwas baumelt. Da ich nun eine Nervenverletzung befürchte, fahre ich noch am Abend zu Dr. Sam. Auch der kann beim Betasten des Beines keinen Bruch feststellen und der Kneiftest ergibt, dass Roccos Nerven noch intakt sind. Rocco wird geröntgt und nun ist ersichtlich, dass ein Bruch der Speiche vorliegt. Da der Bruch glatt ist, wird das Bein nur bandagiert und Rocco muss nun erstmal zwei Wochen lang die Bandage tragen. Ich lasse ihn in der Nacht im Haus.

Mittwoch, 25. Mai 2016

Mein Computer fährt nicht mehr hoch und deswegen hole ich Harald frühmorgens aus Jomtien ab, der das Problem hoffentlich lösen kann. Harald arbeitet fünf Stunden um den Computer wieder ans Laufen zu bekommen. 

Am Vormittag kommen auch die Arbeiter, die ein paar Kennel herrichten für den Fall, dass Hunde separiert werden müssen. Josie kommt und wäscht Kylie. 

Ich bringe Harald zurück und liefere 40 kg Trockenfutter bei Wan Song ab. Wan Song hat eine hochträchtige Katze aufgenommen. Die hat sich zudem am rechten Vorderlauf verletzt. Wir werden abwarten bis sie ihre Jungen bekommen hat, um uns mit dieser Verletzung zu beschäftigen. Vielleicht renkt die sich auch wieder von selbst ein.

Dienstag, 24. Mai 2016

Rhonda kommt erneut und nimmt sich die Welpen vor. Sie findet an ihnen immer wieder ein paar Zecken und säubert ihnen die Ohren. Die Welpen spielen nun wie die großen Hunde im Sand und da staubt es schon mal, wenn sie umher rennen. 

Mittags fahre ich nach Bang Saen um Michael zu besuchen. Er ist der Mann "who rescues dogs" und eine kleine FB Berühmtheit mit über 125,000 Likes. Wir hatten uns zuvor einige Male ausgetauscht, aber ich wollte ihn mal persönlich kennenlernen. Michael lädt mich in sein Haus ein, in dem er etliche Hunde beherbergt. Wir tauschen uns aus und verstehen uns sehr gut.

Montag, 23. Mai 2016

Rhonda kommt heute Morgen und hilft mir bei der Arbeit. Sie findet immer mal wieder ein paar Zecken, vor allem bei den Welpen, aber die sind schnell entfernt. 

Bevor ich Mittags Nick abhole, fahre ich kurz zu Wolfgang, um ihm Doxicyclin und Prednisilone für Lily zu bringen. Ihr Blutbild zeigt einen Mangel an roten Blutkörperchen und eine vermehrte Anzahl von weißen Blutkörperchen an. Das sind Anzeichen für Blutparasiten und eine unspezifische Entzündung. 

Mit Nick fahre ich zuerst nach Tongklom, wo ich ihm Anika, Cleo und Gatee vorstelle, dem ich wieder Ivermectin gebe. Anschließend fahren wir zu dem kleinen Straßenladen in Huay Yai, wo wir Nong Da und Daeng antreffen. Wir fahren weiter zum Tempel und während ich die Hunde versorge, schaut sich Nick um. Nachdem wir zu den Hunden am Sala gegangen sind, machen wir mit den Vorhallenhunden einen Strandgang. 

Weiter geht es zum Pinnacle. Dort sehen wir zuerst die Mutter und dann kommen uns die Welpen aus ihrem Loch unter dem Fundament hervor, als ich sie rufe. Der Mutterhund kommt hinzu und stillt die Welpen. Alle vier Hunde freuen sich offensichtlich uns zu sehen. 

Vom Pinnacle aus fahren wir zur Silverlake Klinik und holen Ying ab. Wir bringen sie wieder an ihren Platz in der Pflanzenhandlung zurück. Dann fahren wir zu Josie und mit ihr zu Jason, der die drei Parvo Welpen aufgenommen hat. Wir laden sie ein und nachdem ich Nick und Josie an einem Taxi Stand abgesetzt habe, fahre ich mit den Welpen erneut zur Silverlake Klinik, wo sie sterilisiert werden sollen. Zurück im Haus füttere ich die Welpen und versorge Toby, Kylie und Bok Luk mit Medikamenten.

Sonntag, 22. Mai 2016

Heute Morgen fahre ich mit einem Bekannten sowie Joe und Som um uns ein Stück Land anzusehen. Die Foundation benötigt in der Zukunft ein drittes Standbein, um Hunde aufnehmen zu können, die in Qurantäne genommen werden müssen, die einer Krebsbehandlung unterzogen werden oder anderweitig behandelt werden müssen. Sowohl Joes und Soms Haus ist voll wie meines auch. Das Stück Land würde sich eignen, über die Konditionen muss noch verhandelt werden. Die Finanzierung ist auch noch nicht gesichert. 

Wolfgang ruft mich an, dass er seinen Hund untersuchen lassen möchte und ich fahre mit ihm zu Dr. Sam. Lily ist mal kein Straßenhund, sondern ein Schäferhund mit Stammbaum. Ich kenne Lily gut und so haben wir kein Problem in der Klinik. Es wird ihr Blut abgenommen und das Resultat wird morgen vorliegen. 

Leila hat die Nacht in der Kühltruhe verbracht und ich fahre mit ihr zur NPW Klinik, um sie zur Einäscherung abzugeben. 

Am Nachmittag kommt Josie mit einem Arbeiter, um Maße für einige weitere Absperrungen zu nehmen. Anschließend kommt Nick mich besuchen. Wir verabreden morgen gemeinsam zum Tempel, zum Pinnacle und zur Silverlake Klinik zu fahren.

Samstag, 21. Mai 2016

Leila geht es nicht gut. Sie hat sich einen Platz in einer der Gästetoiletten gesucht und liegt dort bewegungslos auf einer Matte. Sie frisst und trinkt nicht, reagiert aber noch auf mich. Ihr Bauch ist geschwollen.

Leonie, Evis Tochter hatte mich gestern angerufen und mich gebeten mir zwei Hündinnen an der Regent School anzusehen. Wir finden nur eine. Sie ist scheu und lässt sich zwar von Leonie füttern, jedoch nicht anzufassen. Um sie sterilisieren zu können, müssen wir sie wohl sedieren. Die zweite Hündin finden wir nicht. Sie wird Leonie aber wohl aufnehmen können. 

Mittags kommt Josie mit Gabriel und Roland, die sich das Haus ansehen wollen. Gabriel ist möglicherweise daran interessiert das Haus zu kaufen, wenn Mali mit dem Preis runter geht. 

Anschließend fahre ich mit Leila zu Dr. Sam. Ich lasse sie bei ihm und fahre in die Silverlake Klinik, um die drei Pinnacle Welpen abzuholen. Die sind gebadet, entwurmt und geimpft worden. Ich bringe sie zu ihrer Mutter zurück, die sich freut ihre Jungen wieder zu haben und die Welpen stürzen sich auch gleich auf sie um zu trinken. Ich treffe dann auch Dina, die mir verspricht die Sterilisation der Mutter zu bezahlen. Die ist aber noch nicht angesagt, da die Welpen noch nicht entwöhnt sind.

Ich fahre zurück zu Dr. Sam. Der gibt eine düstere Prognose ab und fragt mich, ob er einen Explorationseingriff vornehmen könne. Er vermutet, dass sich Flüssigkeit im Bauchraum angesammelt hat und die muss entfernt werden. Außerdem kann er sich dann Blase und Nieren anschauen. Der Eingriff sei ein Risiko aber die einzige Möglichkeit um Leila noch retten zu können.

Dr. Sam stellt fest, dass der Bauchraum mit Urin gefüllt und der Harnleiter blockiert ist. Eine Niere hat ihre Funktion eingestellt und die andere ist ebenfalls beeinträchtigt. Leila hat keine Überlebenschance und so entscheiden wir sie zu erlösen. Ich hätte nie für möglich gehalten, dass ein Tier im Haus vergiftet werden könnte, bin aber nun um eine Erfahrung reicher. Sicher hat auch die Attacke der Hunde dazu beigetragen, dass Leila sich nicht mehr erholen konnte. Sie wird mir sehr fehlen.

Freitag, 20. Mai 2016

Dina schreibt mir, dass sie die Sterilisation des Mutterhundes im Pinnacle bezahlen will. Ob wir den Hund einfangen können, bleibt abzuwarten. 

Am frühen Nachmittag fahre nach Huay Yai, und hole die Hündin mit der schlecht heilenden Wunde ab und bringe sie in die Silverlake Klinik. Anschließend fahre ich zum Tempelmarkt und liefere 15 kg Reis bei Ba Bät ab. Da wieder Schüsseln an der Vorhalle geklaut wurden, kaufe ich einige neue. Ich mache mit den Hunden einen Strandgang und treffe dabei Samlee, Khao und Nuan, denen es offensichtlich gut geht. 

Am Sala lege ich Trockenfutter aus. Ich treffe Tai wieder und sie erklärt mir, dass Chock Di und Mi Chok adoptiert wurden. Sie berichtet mir auch, dass Panjob keines natürlichen Todes gestorben sei, sondern erschlagen wurde. Zu Rocky bekomme ich wieder Kontakt. Am liebsten würde ich ihn auch mal mitnehmen. Ich glaube, er würde auch wieder aufblühen, wie Toby es gerade tut. Mal sehen, ob er damit einverstanden ist. Jira würde ich auch gern mal wieder baden, aber sie hat andere Ideen und entzieht sich mir. Seit ewigen Zeiten bekomme ich auch mal wieder Kontakt zu Prince, allerdings kann ich mich nur zu ihm setzen und mit ihm sprechen. Solange die Vorhallenhunde um mich herum sind, ist er knurrig. 

Nachdem ich die Behälter an der Vorhalle aufgefüllt habe, fahre ich zum Pinnacle. Dina ist wieder unterwegs, aber ich weiß ja nun wo ich die Welpen finden kann und treffe auch alle drei an. Die Mutter kommt vorbei und schaut mich traurig an, als ich die Welpen aufnehme und mit ihnen zum Auto gehe. Sie tut mir leid, aber ich werde ihre Jungen ja morgen wieder zu ihr zurückbringen. 

In der Silverlake Klinik gebe ich die Welpen ab und informiere die Frau von Dr. Kwanchai, dass sie untersucht, gebadet und geimpft werden sollen. Die Impfstoffe habe ich mitgebracht. Dann holen wir Mom Sam aus ihren Zwinger und ich bringe sie zu Prajuab zurück. Auf dem Wege liefere ich bei Em 15 kg Trockenfutter ab. 

Wieder zu Hause füttere ich die Welpen, verteile die abendlichen Medikamente und gebe Diana und Leila ihre Infusionen. Leila ist den ganzen Tag über sehr ruhig gewesen und hat kaum etwas gegessen. Nachdem ich ihr die Infusion gegeben habe, wird sie wieder etwas lebendiger und ich höre wie sie ihre Krallen schärft. Ihr getrübter Augenausdruck allerdings macht mir Sorgen. Während ich dies hier schreibe schläft Leila bei mir auf einem Sessel im Bürozimmer.

Donnerstag, 19. Mai 2016

Josie kommt heute Vormittag und wäscht Kylie und dazu noch Maisha, Rocco und Nura. Um ein Uhr kommt Nut, die die Stelle von Amporn einnimmt. Amporn hat auf Grund des Zwischenfalls mit Leila entschieden nicht mehr putzen zu kommen. Nut putzt seit Jahren bei Josie und wohnt auf der anderen Seite des Reservoirs. So spare ich mir donnerstags zwei Stunden Fahrerei. 

Während Nut das Haus putzt, wasche ich Toby, Silver, Chuki, Jaha und Nacho. Lucy hat dazu keine Lust und entwindet sich mir. So gebe ich ihr Ivermectin in Nassfutter vermischt. Silver, Chuki, Jaha, Yaya und Nacho lassen sich das flüssige Ivermectin oral verabreichen. Nut arbeitet sehr effizient und hat das ganze Haus in drei Stunden durch. Sie teilt mir mit, dass sie nun immer donnerstags kommen wird. 

Am frühen Abend gebe ich Leila und Diana ihre Infusionen. Leila ist nicht mehr die alte, vor der Vergiftung war sie voller Energie und nun ruht sie viel. Diana sieht man ihr Nierenleiden nicht an und bei ihr habe ich auch die Hoffnung den Wert wieder in den Normalbereich zu bekommen. Ob das bei Leila der Fall sein wird ist eher fraglich. Die Welpen machen weiterhin viel Freude. Hoffen wir, dass der kommende Bluttest auch nachweisbar eine Verbesserung ihres Zustandes erbringt. Süss sind aber alle sieben.

Mittwoch, 18. Mai 2016

Wenn man sich als Ausländer länger als drei Monate im Land aufhält, ist man verpflichtet sich nach Ablauf der neunzig Tage bei der Immigration zu melden. Das ist an sich auch kein Problem, da die Meldung schnell erledigt ist, aber seinen Pass sollte man schon bereithalten. Den habe ich immer im Safe und den kriege ich seit zwei Tagen nicht mehr auf. Glücklicherweise mache ich einen fähigen Schlüsseldienst aus, der das Schloss knackt und mir ein neues einsetzt. Nun kann ich mich auch rückmelden. Sollte ich die Frist verpassen ist eine saftige Strafzahlung fällig.

Anschließend fahre ich zu Dr. Sam, um mir die Testergebnisse für Leila und Diana anzusehen und um meine aufgelaufenen Rechnungen zu begleichen. Leilas und Dianas Creatininewerte sind verbessert, aber noch nicht zufriedenstellend. Dr. Sam bittet mich den beiden eine Woche lang täglich eine Infusion zu verabreichen. 

In der Boonsamphan Klinik und in der NPW Klinik lasse ich Impfungen für Sabai nachtragen. Danach fahre ich nach Hause, füttere die Welpen, versorge Kylie und Bok Luk mit Augentropfen und Toby mit Cephalexin. Toby übrigens hat sich prima eingelebt und wird von den anderen Hunden akzeptiert. Er ist ja im Grunde der Typ, der weder dominant noch unterwürfig ist und fühlt sich offenbar wohler bei uns als am Strand, wo er von den Vorhallenhunden belästigt wird.

Dienstag, 17. Mai 2016

Die vergangenen Tage hat es häufig geregnet und wenn sich so eine Sturzflut ergießt, steht der Garten schnell unter Wasser. Sobald der Regen etwas nachlässt sind die Hunde nicht mehr zu halten und toben in Matsch und Pfützen herum. Entsprechend sehen sie dann auch aus. Mir ist es aber lieber sie sind dreckig und haben ihren Spaß als dass sie sauber in Käfigen hocken. 

Mittags kommen Heidi und Rene auf einen Sprung vorbei. Sie haben sich entschlossen sich in Pattaya niederzulassen und ein Haus ganz in der Nähe von uns gefunden. Während wir uns in der Küche unterhalten fängt es wieder an zu schütten. Sobald es aufgehört hat sind die Hunde wieder im Garten. Mit ihnen auch die Welpen, die nun bereits das gesamte Gelände für sich erobert haben und wie die Großen durchs Wasser toben. 

Dr. Kwanchai informiert mich darüber, dass Dang an TVT leidet. Das ist nicht gut für die Kasse, aber an der Behandlung geht natürlich kein Weg vorbei. 

Am frühen Abend treffe ich einen Bekannten in Pattaya und gehe danach an den Amari Beach, um nach Alana und Boss zu sehen. Ich finde die beiden nach einer Weile. Sie freuen sich mich wiederzusehen und ich freue mich vor allem, dass es ihnen offenbar gut geht. Boss und Alana begleiten mich bis kurz vor den Best Supermarket, wo ich dann auch Rudi antreffe. Die Begrüßungen durch die Hunde sind immer rührend.

Montag, 16. Mai 2016

Der heutige Tag fängt ganz friedlich an und ist dann in der Mitte böse und am Ende traurig mit versöhnlichem Ausgang. 

Somchai kommt heute Morgen und setzt einen kleinen Baum um, den der vorgestrige Sturm umgeweht hatte. Rhonda nimmt mir Aufräumarbeiten im hinteren Bereich ab und am späten Vormittag kommt Josie. Sie möchte Fotos von allen Welpen, den großen und den kleinen gemacht haben, um sie zur Adoption ins Netz zu stellen. Da es draußen wieder regnerisch wird, machen wir die Aufnahmen in Uis ehemaligen Zimmer, um jeden Welpen ungestört fotografieren zu können. Die Welpen trage ich jeweils einzeln ins Zimmer und versuche einigermaßen brauchbare Bilder zu machen. Bei dem Raus und Rein sind auch ein paar der größeren Hunde im Haus. 

Als ich wieder einen Welpen ins Zimmer holen will, sehe ich zu meinem Entsetzen einige Hunde um Leila herumstehen. Leila liegt mit dem Rücken auf dem Boden und einer der Hunde hat sie an der Gurgel. Im Nu verjage ich die Hunde und nehme Leila auf. Sie ist ganz weich und nass in meinen Händen und ich befürchte das Schlimmste. Wir lassen alles stehen und liegen und ich fahre mit Leila zu Dr. Sam. Dort wird sie geröntgt, eine Ultraschall Untersuchung vorgenommen und sie wird eingehend abgehört. Äußere Verletzungen sind nicht festzustellen, kein Knochen ist gebrochen und der Ultraschall ergibt auch keine Aufschlüsse, ob Leila eventuell innere Verletzungen davongetragen hat. Augenscheinlich steht sie aber unter Schock. Dr. Sam hängt sie an den Tropf und möchte sie bis zum Abend unter Beobachtung haben. Schließlich hat Leila ja auch noch eine Vergiftung zu verarbeiten, und so wird erst ein Bluttestresultat und ihr Zustand in einigen Tagen Aufschluss geben, ob die beiden Attacken Folgen haben werden. 

Bevor Josie kam hatte ich Prajuab zwei Käfige gebracht, da er versuchen wollte zwei weitere Hündinnen einzufangen. Die Aktion sollte am späten Nachmittag erfolgen. Die Zeit davor nutze ich, um mit Diana zu Dr. Sam zu fahren. Dianas Blut muss auch untersucht werden, um festzustellen ob die Infusionsbehandlung Wirkung gezeigt hat. Außerdem steht für sie die Folgeimpfung an. 

Leila hängt am Tropf und ist ganz brav. Sie scheint sich ein wenig erholt zu haben. Ich mag mich täuschen, aber ich glaube auch, dass die Hunde sie nicht töten wollten. Wenn sie das gewollt hätten, wäre es mit Leila zu Ende gewesen. Was mich wundert, dass weder ich noch Josie Leila oder die Hunde gehört haben, obwohl wir im nächsten Zimmer waren. 

Ich bringe Diana wieder nach Hause und hole Mom Sam und Dang bei Prajuab ab. Dabei händige ich ihm jeweils 15 Einheiten Kombi- und Tollwutimpfstoffe aus, damit er weitere Hunde impfen kann. Mit den beiden Hunde fahre ich zur Silverlake Klinik. 

Unterwegs halte ich an dem Laden an der Soi Huay Yai, da ich Daeng und Nong Da, die beiden Hunde, der wir einer TVT Behandlung unterzogen hatten, am Straßenrand sehe. Die Hunde kommen auf mich zugelaufen und freuen sich mich zu sehen. Eigentlich hatten wir ja garnicht viel miteinander zu tun gehabt und man könnte denken, dass sie mich in keiner guten Erinnerung haben, da ich sie ja immer nur zu einer sicher nicht so angenehmen Behandlung abgeholt hatte. Vielleicht aber haben die Hunde ja einen siebten Sinn und fühlen, dass ich ihnen geholfen habe. 

Gerade als ich mich wieder auf den Weg machen will, kommt eine junge Frau auf mich zu und bittet mich mir einen Hund anzusehen, den sie versorgt. Die Hündin hat eine schlecht heilende Wunde und da sie noch nicht sterilisiert ist, teile ich der Frau mit, dass ich die Hündin bei der nächsten Vorbeifahrt in die Silverlake Klinik bringen werde. 

Dort angekommen, verfrachten wir die Hunde in geräumige Käfige. Das passiert mit Vorsicht, da Prajuab mir gesagt hatte, dass sie eventuell beißen könnten. Ich fahre danach zum Tempel. Am Sala treffe ich Tai, die mehrmals die Woche kommt, um die Hunde dort zu füttern. Sie hat einen guten Kontakt zu den Hunden und so komme ich das erste Mal durch sie auch wieder an Rocky und Toby heran. Ich nutze die Gelegenheit und nehme Toby auf und trage ihn zum Auto. Jetzt, wo er mit mir allein ist, bin ich ihm auch wieder vertraut und er lässt sich willig in den Käfig sperren. Ich möchte ihn untersuchen lassen, da er anscheinend ein paar Hautprobleme hat. 

Tai hat auch guten Kontakt zu der Hündin, die ich vor Wochen an der Vorhalle gesehen hatte und die nach mir geschnappt hatte, als ich sie anfassen wollte. Diese Hündin ist momentan die einzige, die noch nicht sterilisiert ist. Tai erklärt, dass sie sie sterilisieren lassen wird. 

Ich gehe rüber zur Vorhalle, um die Behälter zu füllen und sehe zu meinem Schrecken einen völlig abgemagerten Jimbo an den Toiletten liegen. Als ich ihn aufnehme, stelle ich fest, dass sein Bauch gelblich ist und sein Gaumen curryfarben. All diese Symptome, und die Tatsache, dass er vor einer Woche noch voller Leben war, deuten auf eine Vergiftung hin. Ich nehme Jimbo auf und fahre mit ihm und Toby zu Dr. Sam. Der meint, dass die Vergiftung bereits einige Tage zurückliege und die Überlebenschance gleich Null sei. Nach eingehender Beratung entscheiden wir dann das Unvermeidliche zu tun. Jimbo entschläft sanft während ich seinen Kopf halte und ihm in die Augen schaue. 

Toby wird untersucht und erstmal auf Cephalexin und Ivermectin gesetzt. Natürlich nehme ich ihn mit nach Hause wie auch Leila. Auf dem Weg dorthin gebe ich Jimbo zur Einäscherung in der NPW Klinik ab. 

Zu Hause lasse ich Toby erstmal in der Schleuse und bringe Leila ins Haus. Immer, wenn ich einen neuen Hund einführe, stelle ich ihn der Meute vor. Ich mag mich täuschen, aber die meisten der anwesenden Hunde verstehen, dass ich möchte, dass der Neuankömmling von ihnen aufgenommen wird. Nur Emma, Nousha und Hakim haben eine längere Leitung und benötigen einige mahnende Worte, damit auch sie kapieren, dass die Ankläfferei des Neuen von mir nicht honoriert wird. Toby, der am Strand eigentlich eher zu den Underdogs gehört, kommt schon nach einigen Minuten aus der Schleuse und taucht überraschenderweise schon nach einer halben Stunde vor der Küche auf. Ich hatte mir schon überlegt, ihn in der ersten Nacht im Haus zu halten, aber das erübrigt sich damit. 

In der Küche füttere ich die Welpen und auch Torro quetscht sich durch den Türspalt. Er humpelt, und als ich seinen linken Hinterlauf untersuche, stelle ich eine ordentliche Bisswunde fest. Ich hoffe, dass die Schwellung nach einigen Tagen Cephalexinvergabe wieder abklingt.

Sonntag, 15. Mai 2016

Morgens früh wird mir das Auto gebracht und ich hoffe, dass nachdem alle vier Stoßdämpfer, ein Radlager und die Zündverteilerkappe ersetzt wurden, dass ich nun nicht immer ein Ohr auf seltsame Geräusche haben muss.

Am späten Vormittag holt der Arbeiter den verbleibenden Schrott und Müll ab und ich reinige notdürftig den hinteren Bereich.

Am Nachmittag hole Coffee von der Silverlake Klinik ab und fahre dann zum Pinnacle Hotel am Najomtien Beach. Dina hatte mich gestern darüber informiert, dass auf der Anlage ein Mutterhund mit drei Welpen lebt und Dina befürchtet, dass die Hunde Schaden erleiden, wenn sich niemand um sie kümmert oder sie sogar von der Anlage verjagt werden. Ich finde die Hunde mit Hilfe eines Bekannten von Dina. Die Welpen sind etwa sechs Wochen alt und haben Hautprobleme. Die Mutter ist bei ihnen. Ich verabrede mit Dina, die Welpen in der kommenden Woche untersuchen und impfen zu lassen.

Anschließend bringe ich Coffee wieder an ihren Platz zurück. Coffie ist süß, sie kennt mich ja kaum aber scheint froh und dankbar zu sein sich in ihrer gewohnten Umgebung wiederzufinden. Mu Noi, ihr Begleiter, den mein Bekannter mit Cephalexin und Ivermectin behandelt hatte, ist auch zugegen. Sein Fell sieht nun wesentlich besser aus und die große, schorfige Stelle auf seiner Stirn ist vollkommen zugewachsen.

Ich fahre zum Snoop Dog Shop und hole zwei Sack Trockenfutter, die ich bei Wan Song abliefere. Wan Song ist eine gute Frau, die sich durchs Leben schlägt und für mich die Naklua Hunde füttert. Ich möchte auch, dass das so bleibt und deswegen honoriere ich ihre Arbeit auch schon mal mit Barem, obwohl sie mich noch nie danach gefragt hat.

Samstag, 14. Mai 2016

Gestern hatte der Mechaniker wohl keine Zeit das Auto zu reparieren und heute fehlen Teile, sodass ich auch heute nicht das machen kann, was ich mir vorgenommen hatte. Das Auto ist eminent wichtig für mich und muss laufen und so warte ich lieber zwei Tage und kann mich dann darauf verlassen, dass es auch funktioniert. Ich hoffe, ich habe nun auch endlich einen verlässlichen Mechaniker gefunden. Der letzte hat mich betrogen und außer abkassiert nichts gemacht.

Arbeit ist trotzdem genug zu tun. Neben den Routinetätigkeiten, wasche ich Yaya und Nacho, gebe Leila und Diana ihre Infusionen, und habe endlich auch mal Zeit meinen englischen Monatsbericht fertigzustellen.

Die Welpen kommen nun auch schon wie die großen Hunde morgens auf mich zugestürmt, wenn ich aus der Tür trete und laufen in Garten und Hof herum, während ich den Kot einsammele. Dabei geraten sie auch schon mal unter die Räder und Zhenya humpelt ein wenig. Solche Zwischenfälle sind aber unvermeidlich und gehören zur Sozialisation, die die Welpen durchlaufen müssen, um in die Meute aufgenommen zu werden. Natürlich gehe ich immer dazwischen wenn, wenn ich sehe, dass die Raufereien aus dem Ruder laufen, aber meine Augen kann ich nicht immer überall haben.

Die Fütterung der Welpen und Medizinvergabe an sie läuft mittlerweile recht gut. Wenn ich die Welpen rufe, kommen sie alle in die Küche und werden getrennt von den großen Hunden versorgt. Danach trage ich sie wieder nach draußen, wo sie sich ihren Platz im Küchenvorraum suchen. Dort schlafen sie auch nachts.

Freitag, 13. Mai 2016

Das Auto ist mal wieder reparaturbedürftig und so bin ich den ganzen Tag über zu Hause. Mein erster Blick am Morgen gilt Leila. Sie verhält sich normal, frisst, trinkt und verrichtet ihre Geschäfte. 

Die Welpen warten schon auf dem Küchenabsatz und stürmen zusammen mit Bok Luk, Kylie und Jaha in die Küche als ich die Tür öffne. Es gibt wie jeden Morgen Reis mit Nassfutter für sie und für die drei großen Hunde fällt auch noch etwas ab. Kylie hat schon ordentlich an Gewicht zugelegt und muss eigentlich nicht mehr zweimal täglich gefüttert werden. Aber bis ihre Augentropfen aufgebraucht sind bekommt sie eben noch ihre Extraportion. Nachdem alle Hunde satt sind bekommen die Welpen Doxicyclin und Kylie und Bok Luk ihre Tropfen; Bok Luk noch zusätzliche Medikamente. Die Welpen machen viel Freude und sind auch überhaupt nicht aggressive zueinander. Das war beim vorigen Wurf ja ganz anders, hat sich nun aber auch ausgewachsen.

Am frühen Nachmittag wasche ich Chuki, Jaha und Lucy zuerst mit Nano Scrub und danach mit Micro Sebb Shampoo versetzt mit etwas Amitraz. Anschließend ist Silver mit Malaseb dran. 

Gerade als ich mit den Hunden fertig bin, kommt ein Truck der einen Teil des Gerümpels aus dem Vorratsraum und hinterem Bereich entsorgt. Morgen Mittag soll der Rest entsorgt werden. Nachdem der Arbeiter gefahren ist, gebe ich Leila ihre Infusion, die sie bis auf die letzten Milliliter auch willig über sich ergehen lässt.

Mit Einbruch der Dunkelheit füttere ich die Welpen mit Trockenfutter und versorge Bok Luk und Kylie. Das Auto habe ich immer noch nicht wieder.

Donnerstag, 12. Mai 2016

Somchai kommt frühmorgens, heute ausnahmsweise mal am Donnerstag, da er gestern verhindert war. Rhonda kommt ebenfalls und ich hole nach Beendigung meiner morgendlichen Arbeiten Amporn aus Naklua ab. Auf der Fahrt zurück gibt es als Vorboten der kommenden Regenzeit einen kräftigen Regenguss. Es war der erste Regen seit zwei Monaten und er ist hochwillkommen. 

Josie ist mittlerweile auch eingetroffen und wäscht Kylie. Während Rhonda und Josie mit den Hunden arbeiten und Amporn das Haus säubert, gebe ich Leila und Diana Infusionen. Überraschenderweise gestaltet sich die Prozedur mit Leila problemlos. Sie schnurrt sogar während die Lösung in ihren Körper läuft. Den ganzen Tag über schläft sie viel und verhält sich ansonsten ganz normal. Ich werde ihr die kommenden drei Tage Infusionen verabreichen und sie am Montag wieder testen lassen. Wenn, wie vermutet, eine akute Vergiftung vorliegt, müsste der Creatinine Wert dann weiter vermindert sein. 

Am Nachmittag hole ich Entwurmungstabletten und 60 kg Trockenfutter. Anschließend entwurme ich alle großen Hunde. Die Welpen hatte ich ja schon vor zwei Tagen entwurmt. 

Am Spätnachmittag bringe ich Amporn zurück. Am Talat Rung Roht schaue ich nach Bobby und Mom. Es geht ihnen beiden gut. 

Wieder im Haus bekommen die Welpen ihr abendliches Futter. Kylie und Bok Luk lasse ich auch hinein, damit sie ihre Tropfen bekommen. Kylies Augenbehandlung ist so gut wie beendet, aber Bok Luks Behandlung ist weiterhin aufwendig, da sie über den Tag verteilt drei verschiedene Augentropfen, eine Augensalbe und zwei verschiedene Tabletten erhalten muss. Ich werde sie am Montag ebenfalls Dr. Sam vorstellen, um mir eine zweite Meinung über Zustand ihrer Hornhaut einzuholen.

Mittwoch, 11. Mai 2016

Leila scheint es am Morgen besser zu gehen. Am Vormittag allerdings ruft mich Dr. Sam an und teilt mir mit, dass ihr Blut einen extrem hohen Creatinine Wert aufweist. Zum Vergleich, der Normalwert liegt zwischen 1.3 und 2.1 mg%; Leilas Wert liegt bei 13.3 mg%. Das deutet auf eine akute Vergiftung hin. Lenas Haematocrit Wert ist nur leicht verbessert und liegt immer noch bei 24 %. Der Normalwert liegt zwischen 37 und 55 %. 

Dr. Sam rät mir Leila zu ihm zu bringen, damit sie eine erneute Infusion bekommt und anhand eines weiteren Tests die gestrige Therapie evaluiert werden könne. Lena soll für mindestens vier Wochen morgens und abends jeweils 25 mg Doxicyclin erhalten. Ich habe am frühen Nachmittag in Jomtien zu tun und gebe Leila auf dem Wege bei Dr. Sam zur Behandlung ab. 

Nach zwei Stunden bin ich wieder in der Klinik. Dr. Sam hat Leila eine Infusion gegeben, Blut abgenommen und eine Ultraschalluntersuchung der Nieren vorgenommen. Die Untersuchung hat glücklicherweise ergeben, dass die Nieren wohl noch funktionsfähig sind. Ich fahre mit Leila nach Hause und lade die sieben Welpen ein. Sie werden von Dr. Sam ein zweites Mal geimpft und es wird ihnen Blut abgenommen. 

Dr. Sam hat die Testergebnisse schon am frühen Abend vorliegen. Alle Welpen sind anämisch und müssen genau wie Lena vier Wochen lang mit Doxicyclin behandelt werden. Leilas Creatinine Wert ist von 13.3 auf 9.2 % zurückgegangen. Damit ist der Wert immer noch extrem hoch bewegt sich jedoch in die richtige Richtung. 

Mittlerweile bin ich bei der Ursachenforschung für die Vergiftung auf eine noch andere Quelle gekommen. Amporn hatte eine Pflanze mitgebracht, die Katzen angeblich gern fressen. Ich habe Leila die Wurzeln der Pflanze fressen sehen und Amporn vertraut, dass das in Ordnung sei, da sie viel Erfahrung mit Katzen hat. Es kann aber sein, dass die Pflanze Pestizide aufgenommen hat, die sich in der Wurzel angereichert haben und Leila sich damit vergiftet hat. Eine akute Vergiftung ist zwar schlimm aber schlimmer wäre noch ein schleichender Verfall der Nierenfunktion. Morgen hoffe ich Leila eine Infusion geben zu können. Mit Hunden kenne ich mich da aus, mit Katzen allerdings nicht. Wir werden sehen, ob Leila mitspielt.

Dienstag, 10. Mai 2016

Morgens schaue ich als Erstes nach Leila. Ihr Zustand ist unverändert, nicht lebensbedrohlich aber auch nicht zufriedenstellend. Immerhin frisst sie ein wenig und trinkt und macht auch ihr Geschäft. 

Abends koche ich immer braunen Reis für die Welpen, den ich ihnen dann mit Nassfutter vermischt und mit Fischöl angereichert serviere. Sie sind ganz verrückt auf das Zeug und haben dann den Magen bis zum Spätnachmittag voll. 

Lena bekommt die vorläufig letzte Dosis Vibravet, Kylie und Bok Luk ihre morgendlichen Augentropfen und Diana Doxyciclin. Anschließend ist die Gartenarbeit dran und dann werden die großen Hunde gefüttert. 

Am frühen Nachmittag kommt Olga und badet alle sieben Welpen. Danach werden sie von mir entwurmt. 

Nachdem Olga gefahren ist schnappe ich mir Lena und Leila und fahre mit den beiden zu Dr. Sam. Leila wird genau untersucht und auch geröntgt. Auf dem Röntgenbild stellt Dr. Sam eine Verdickung im Dünndarm fest. Dabei kann es sich um einen Haarball handeln oder so etwas wie ein Fadenknäuel. Zur Sicherheit lasse ich Blut abnehmen, um eine mögliche interne Unregelmäßigkeit erkennen zu können. Lena wird ebenfalls Blut abgenommen und sie wird zum zweiten Mal geimpft. Die Testresultate erhalte ich morgen. 

Abends gebe ich Leila ein Laxativ. Sie schläft danach ganz friedlich. Hoffen wir, dass es nur eine vorübergehende Unpässlichkeit ist.

Montag, 9. Mai 2016

Somchai kommt am Morgen und auch Rhonda am frühen Vormittag. Rhonda untersucht die Welpen nach Zecken während ich Diana die Infusion gebe. Einige wenige kleine Zecken findet Rhonda. Das ist auch kein Wunder, denn die Welpen sind ja bisher nicht gegen Zecken behandelt worden. Da wir aber das Zeckenproblem dank Bravecto recht gut im Griff haben, sind die Welpen schnell von den paar Plagegeistern befreit. 

Am frühen Nachmittag fahre zum Haus eines Bekannten, in dessen Nachbarschaft ich zwei Hunde kennengelernt habe. Einen Rüden, der Fellprobleme hat und der nun von meinem Bekannten mit Medikamenten, die ich ihm gegeben hatte, behandelt wird; und dann ist da noch eine Hündin, die Coffee genannt wird. Sie ist noch nicht sterilisiert und deswegen nehme ich sie mit zur Silverlake Klinik. 

Auf dem Wege dorthin halte ich am Straßenrestaurant in Tongklom, wo ich Anika, Cleo und Gatee sehe. Gatee bekommt wieder seine Ration Ivermectin. 

Im Tempel reinige ich die Behälter und fülle sie. Ich lege auch Trockenfutter im Sala aus und fülle die Wasserbehälter für die Hunde dort. Anschließend fahre ich zur Silverlake Klinik, liefere Coffee bei Dr. Kwanchai ab, nehme Jakalen in Empfang und bringe sie zu Khun Prajuab.

Wieder zu Hause muss wie jeden Abend bevor es dunkel wird der Garten gesäubert werden und die Welpen werden zum zweiten Male gefüttert. Leila geht es wieder schlechter. Sie erbricht sie und hat wenig Energie. Ich werde sie also doch morgen Dr. Sam vorstellen müssen.

Sonntag, 8. Mai 2016

Noch während ich mit der Gartenarbeit beschäftigt sind kommen die Arbeiter und bringen gleich ihre ganze Verwandtschaft mit. Es wird ein Stück Mauer hochgezogen und das Gatter eingepasst. Mittags kommt Cora mit Sohn und Vater noch vorbei und dann auch noch Josie, die die Arbeit begutachtet. Am frühen Nachmittag sind die Arbeiten beendet und ich bringe Josie ein Schweißgerät zurück, dass sie sich von einem Bekannten ausgeliehen hatte. 

Anschließend lade ich Bok Luk ein und fahre mit ihr zur Silverlake Klinik. Die Hornhautentzündung ist ein wenig abgeklungen, aber Dr. Kwanchai empfiehlt die Behandlung noch einen Monat lang fortzuführen. Chukis Haut sieht tatsächlich etwas besser aus. Aber auch ihre Behandlung muss mit einem Shampoo Mix, das Dr. Kwanchai mir mitgibt, eine längere Zeit fortgeführt werden. Nach Jakalen schaue ich ebenfalls. Von der Geschwulst an ihren After ist nichts mehr zu sehen. Da ich aber nur jeweils zwei Hunde ins Auto bekomme, werde ich sie dann morgen abholen.

Samstag, 7. Mai 2016

Sofort nachdem mich die Hunde morgens aus dem Schlaf gerissen haben schaue ich voll Sorge nach Leila. Zu meiner großen Erleichterung hat sie sich offensichtlich erholt. Wie ich vermutete muss sie irgendetwas Ungenießbares zu sich genommen haben. Eine Maus kann es nicht gewesen sein, denn die verspeist sie schon mal ohne Magendrücken. Die einzige Erklärung kann eigentlich nur das Blut von Bok Luk gewesen sein, wovon Leila wohl in der Nacht probiert haben muss. 

Gerade als ich mit meinen morgendlichen Arbeiten fertig bin, kommt der Maurer mit einem Helfer. Da er aber anscheinend etwas vergessen hat mitzubringen, sehe ich ihn erst wieder um die Mittagszeit. Am frühen Nachmittag fangen sie dann an zu arbeiten, aber stellen die Arbeit zwei Stunden später schon wieder ein und wollen morgen weitermachen. 

Die Welpen machen nun schon Ausflüge in den Garten und versuchen die mit Sand gefüllte, einen halben Meter hohe Einfassung vor der Hauswand zu erklimmen. Lena ist dabei genauso aktiv wie ihre Geschwister. Meistens halten sich die Welpen aber auf dem Küchenabsatz auf, sodass ich keine Chance habe ohne sie in die Küche zu gelangen. Das gute Futter tut ihnen sichtlich gut und sie entwickeln sich alle prächtig. Ob sie wirklich gesund sind, kann aber nur ein Bluttest zeigen.

Freitag, 6. Mai 2016

Cora kommt heute Morgen mit dem Maurer. Der scheint sein Fach zu verstehen und macht sich sogleich Notizen welches Baumaterial er benötigt. Anschließend fahren wir zu einer Baustoffhandlung und zwei Stunden später wird uns das Material geliefert. 

Nachdem ich alles verstaut habe, fahre ich zu einem wichtigen Meeting bei mir in der Nähe in dem mir ein Sponsorenkonzept für die Foundation vorgestellt wird. 

Nach meiner Rückkehr kommt Mali wieder mit einem Immobilienmakler, der sich das Haus anschaut. Mali drängt darauf, das Haus zu verkaufen und deutet an, dass sie möchte, dass ich mit den Hunden ausziehe. Das ist allerdings unrealistisch und auch nicht Gegenstand unserer Abmachung gewesen. Ich spreche mit dem Makler und er erklärt mir, dass er garnicht den Versuch machen wird, das Haus auf den Markt zu bringen. Ich habe ja lange genug in Pattaya im Immobilienbereich gearbeitet um einschätzen zu können wie die Chancen stehen das Haus an den Mann zu bringen, dennoch ist die Situation nicht erfreulich.

Leila fühlt sich den ganzen Nachmittag nicht wohl und so fahre ich mit ihr zu einer Tierärztin bei mir in der Nähe. Leila wird untersucht, aber die Ärztin kann nichts Ungewöhnliches feststellen. Abends fühlt sich Leila nicht besser, sie erbricht sich. Es kann sein, dass sie nur etwas Falsches gefressen hat, aber um sicher zu gehen, werde ich sie morgen Dr. Sam vorstellen.

Donnerstag, 5. Mai 2016

Bok Luk habe ich über Nacht im Haus gelassen, da sie gegen Abend häufig durch die Nase geschnauft hat. Kurz nach Mitternacht wache ich von ihrem Schnaufen auf und stelle fest, dass sie aus der Nase blutet. Das Blut hat sie fein säuberlich über den Wohnraum, das Esszimmer und das Bürozimmer verteilt. Ich kann nicht mehr tun als sie vom Blut zu reinigen, was ich alle Stunde tun muss. Gegen vier Uhr morgens hört die Blutung schließlich auf und ich bekomme noch eine Mütze voll Schlaf.

Josie kommt am frühen Morgen, um Kylie zu waschen. Ich hole derweil Amporn aus Naklua ab. Die Welpen halten sich weitgehend im überdachten Küchenvorraum auf und kommen gut mit den großen Hunden zurecht. Anna und Alex, die beiden mutigsten, machen schon mal einen Ausflug in den Bereich in dem sich Skinny, Nadia, Yota und Yana aufhalten. Ihre morgendliche Fütterung ist nun immer meine erste Aufgabe. Sie werden zweimal täglich gefüttert, einmal mit Welpentrockenfutter und einmal mit Reis, vermischt mit Nassfutter. 

Während Amporn das Haus reinigt, wasche ich Silver, Nacho und Jaha mit Malaseb. Den besten Effekt hat die Waschung bei Silver, deren nackte Stellen auf ihrem Rücken allmählich zuwachsen. Auf ihrem Kopf sind allerdings etliche Folikel zerstört und deswegen kann sich das Fell nicht wieder vollständig erneuern. Nach den Waschungen bekommt Diana ihre Infusion. 

Nachdem ich Amporn zurückgebracht habe bezahle ich bei Dr. Sam die Rechnung für Lenas Behandlung und besorge mir anschließend noch Kochsalzlösung und Doxicyclin.

Mittwoch, 4. Mai 2016

Ich habe mal mit Josie darüber gesprochen, dass es sinnvoll wäre die provisorische Absperrung zum hinteren Bereich, in dem sich Skinny, Nadia, Yota und Yana überwiegend aufhalten, durch ein solides Gatter zu ersetzen, damit ich in der Lage bin den Bereich bei Bedarf von Hof und Garten zu separieren. Josie hat ein gebrauchtes Gatter aufgetrieben und auch gleich noch einen Handwerker dazu. 

Der schaut sich das Material an und erklärt, dass das Gatter in eine mit Eisenstreben verstärkte Mauer eingepasst werden müsse. Da er jedoch nicht mauern könne müsse noch ein Maurer organisiert werden. Seine Frau überrascht mich dadurch, dass sie mich in perfektem Deutsch anspricht. Sie hat einen deutschen Vater und ist in Deutschland aufgewachsen. Cora, so heißt sie, verspricht einen Maurer zu organisieren. Es ist ein Segen gute Thai zu kennen und am besten sind die, die im westlichen Ausland aufgewachsen sind.

Die Welpen machen viel zusätzliche Arbeit aber es ist natürlich eine Freude sie um sich zu haben. Lena hat nun ebenso viel Energie wie die anderen sechs, die ich allmählich auseinanderhalten kann. Bei Sascha, Anna, Alex und Lena habe keine Probleme mehr und bei Yuri, Zhenya und Ilya helfen mir ihre Halsbändchen. 

Die Schwellungen bei Selina und Hakim sind nun nach intensiver Behandlung verschwunden. Bok Luk bekommt sechsmal täglich vier verschiedene Augentropfen und einmal täglich Augensalbe verabreicht. Kylie bekommt viermal täglich zwei verschiedene Augentropfen in ihr linkes Auge verabreicht und noch eine antiseptische Salbe in eine kleine Wunde, die von der Augenoperation herrührt, eingerieben. Beiden Hunde geht es ansonsten gut, sie haben sich prima eingelebt. Bok Luk ist ja eine absolut liebenswerte Frohnatur die von den Hunden gemocht wird und Kylie ist richtig aufgeblüht, sodass ich sie schon mal bremsen muss. Sie hört aber, wie normalerweise die anderen Hunde auch, auf mich und es gibt bisher keine Probleme mit ihr.

Dienstag, 3. Mai 2016

Rhonda kommt heute Morgen und später auch Olga mit Freundin. Olga ist damit einverstanden alle Welpen einem Bluttest zu unterziehen. Wir werden das machen, wenn die zweite Impfung ansteht.

Rhonda fährt um die Mittagszeit und ich gehe auf Shopping Tour. Insgesamt kaufe ich 170 kg Trockenfutter, 60 kg Hundereis und 5 kg braunen Reis für die Welpen. 100 kg Trockenfutter und der Reis gehen an Prajuab und 40 kg an Wan Song.

Prajuab hat einen neuen Fall, den ich in die Silverlake Klinik bringe. Dr. Kwanchai diagnostiziert einen Mastdarmvorfall. Die Operation sei schwierig und es könne keine Garantie für einen Erfolg geben. Wir sprechen auch noch über einen Hund mit Hautproblemen und Antibiotika Resistenz. Dr. Kwanchai behandelt den Hund mit einer Mixtur aus Teebaum Shampoo, Haferflocken und Amitraz. Da ich mit Chuki, Jaha, Nacho und Jira nicht mehr weiter weiß, hole ich Chuki aus dem Tempel und stelle sie Dr. Kwanchai vor. Er will mich morgen über seine Diagnose informieren.

Im Tempel suche ich nach Chok Di und Mi Chok, aber sie bleiben verschwunden. Ich fahre wieder in die Stadt und hole Dug Dig und Mae Due aus der Klinik in der South Pattaya Road. Während der Fahrt zu Prajuab versucht Dug Dig sich durch den Käfig zu beißen und zerlegt ihn fast. Ein Albtraum wäre es wenn sich ein Hund aus dem Käfig befreien würde und von einem Auto erfasst würde. Ich habe heute schon zwei überfahrene Hunde am Straßenrand liegen gesehen und so ist die Fahrt extrem stressig, aber wir kommen halbwegs wohlbehalten an.

Montag, 2. Mai 2016

Die Welpen haben die Nacht draußen verbracht und die auch gut überstanden. Lena, die eines der schwächeren Welpen ist, ist zwar nicht besonders aktiv, aber auch nicht besorgniserregend still. Sie reiht sich nun in die Medikamentenvergabe mit Kylie, Bok Luk, Selina, Hakim, Nuan und Diana ein. 

Josie informiert mich, dass sie Eisengatter besorgt hat und auch einen Handwerker, der die anbringen kann. Ich will ein wenig mehr flexibel sein falls Hunde separiert werden müssen. Die Gatter bleiben geöffnet und werden nur geschlossen, wenn ein oder zwei separate Zonen benötigt werden. 

Nachdem Josie und die Handwerker gegangen sind, gebe ich Diana die Infusion, hole Reis und fahre dann mit Nuan nach Baan Amphur und vereinige sie mit Samlee und Khao. Im Markt händige ich Ba Bät den Reis aus und fahre dann zur Vorhalle. Am ehemaligen Sala vermisse ich Chock Di und Mi Chok. Ich will nicht hoffen, dass ihnen etwas passiert ist. 

Auf dem Rückweg will ich noch Futter kaufen, um es Wan Song zu bringen, bleibe jedoch hoffnungslos im Verkehr stecken. Es wird nicht mehr lange dauern und wir haben in Pattaya Verhältnisse wie in Bangkok. Ich scheue mich schon in die Stadt zu fahren. 

Endlich zu Hause angekommen, füttere ich erneut Kylie sowie die Welpen und verteile Medikamente. Lena macht nun einen recht normalen Eindruck. Um sicher zu gehen, dass die anderen Welpen keine versteckten Defizite haben, werde ich sie alle einem Bluttest unterziehen.

Sonntag, 1. Mai 2016

Während der Nacht habe ich die Welpen ins Esszimmer umquartiert und dort alles ausgeräumt, was angenagt werden kann. Morgens bin ich mit jeder Menge Welpenkacke konfrontiert, die wegzuputzen man sich nichts Schöneres vorstellen kann um den Tag zu beginnen. 

Ich habe extra guten braunen Reis gekauft, den ich gestern gekocht hatte. Den vermische ich mit Nassfutter und die Welpen stürzen sich auf die Schalen. Nachdem alle satt sind, trage ich die Welpen nach draußen. Anfangs sind sie natürlich die Sensation, aber bald widmen sich die Hunde wieder ihren gewohnten Spielen, während ich den Garten säubere. Die Welpen suchen sich ein schattiges Plätzchen unter einem Baum und kuscheln sich dort zusammen. 

Am späten Vormittag kommt Josie und badet Kylie. Zusammen waschen wir dann noch Yaya und Patty. Am frühen Nachmittag besucht uns Olga mit ihrem Freund Leo. Damit Olga sich den Welpen widmen kann, nehmen wir sie wieder ins Haus. Dort fällt uns auf, das einer der beiden weiblichen Welpen, ich nenne sie Lena, ein wenig schlapp ist. Ich messe ihre Temperatur und die ist erhöht. 

Um kein Risiko einzugehen, fahre ich mit Lena zu Dr. Sam nachdem Olga und Leo gefahren sind. Das Fieber ist nicht lebensbedrohend, wird aber mit einer Infusion und einer Injektion herunter gebracht. Da ich jedes Risiko auschließen will, lasse ich Dr. Sam einen Parvotest durchführen, der glücklicherweise negativ ist. Ich lasse auch Blut für einen Test abnehmen. Das Resultat, das ich noch am Abend erhalte, ergibt eine verminderte Anzahl von roten Blutkörperchen. Vorsorglich habe ich mir schon Vibravet mitgeben lassen, von dem ich Lena gleich die erste Dosis verabreiche. Vibravet ist für Welpen verträglicher als Doxicyclin.