Dienstag, 17. Mai 2016

Die vergangenen Tage hat es häufig geregnet und wenn sich so eine Sturzflut ergießt, steht der Garten schnell unter Wasser. Sobald der Regen etwas nachlässt sind die Hunde nicht mehr zu halten und toben in Matsch und Pfützen herum. Entsprechend sehen sie dann auch aus. Mir ist es aber lieber sie sind dreckig und haben ihren Spaß als dass sie sauber in Käfigen hocken. 

Mittags kommen Heidi und Rene auf einen Sprung vorbei. Sie haben sich entschlossen sich in Pattaya niederzulassen und ein Haus ganz in der Nähe von uns gefunden. Während wir uns in der Küche unterhalten fängt es wieder an zu schütten. Sobald es aufgehört hat sind die Hunde wieder im Garten. Mit ihnen auch die Welpen, die nun bereits das gesamte Gelände für sich erobert haben und wie die Großen durchs Wasser toben. 

Dr. Kwanchai informiert mich darüber, dass Dang an TVT leidet. Das ist nicht gut für die Kasse, aber an der Behandlung geht natürlich kein Weg vorbei. 

Am frühen Abend treffe ich einen Bekannten in Pattaya und gehe danach an den Amari Beach, um nach Alana und Boss zu sehen. Ich finde die beiden nach einer Weile. Sie freuen sich mich wiederzusehen und ich freue mich vor allem, dass es ihnen offenbar gut geht. Boss und Alana begleiten mich bis kurz vor den Best Supermarket, wo ich dann auch Rudi antreffe. Die Begrüßungen durch die Hunde sind immer rührend.

Montag, 16. Mai 2016

Der heutige Tag fängt ganz friedlich an und ist dann in der Mitte böse und am Ende traurig mit versöhnlichem Ausgang. 

Somchai kommt heute Morgen und setzt einen kleinen Baum um, den der vorgestrige Sturm umgeweht hatte. Rhonda nimmt mir Aufräumarbeiten im hinteren Bereich ab und am späten Vormittag kommt Josie. Sie möchte Fotos von allen Welpen, den großen und den kleinen gemacht haben, um sie zur Adoption ins Netz zu stellen. Da es draußen wieder regnerisch wird, machen wir die Aufnahmen in Uis ehemaligen Zimmer, um jeden Welpen ungestört fotografieren zu können. Die Welpen trage ich jeweils einzeln ins Zimmer und versuche einigermaßen brauchbare Bilder zu machen. Bei dem Raus und Rein sind auch ein paar der größeren Hunde im Haus. 

Als ich wieder einen Welpen ins Zimmer holen will, sehe ich zu meinem Entsetzen einige Hunde um Leila herumstehen. Leila liegt mit dem Rücken auf dem Boden und einer der Hunde hat sie an der Gurgel. Im Nu verjage ich die Hunde und nehme Leila auf. Sie ist ganz weich und nass in meinen Händen und ich befürchte das Schlimmste. Wir lassen alles stehen und liegen und ich fahre mit Leila zu Dr. Sam. Dort wird sie geröntgt, eine Ultraschall Untersuchung vorgenommen und sie wird eingehend abgehört. Äußere Verletzungen sind nicht festzustellen, kein Knochen ist gebrochen und der Ultraschall ergibt auch keine Aufschlüsse, ob Leila eventuell innere Verletzungen davongetragen hat. Augenscheinlich steht sie aber unter Schock. Dr. Sam hängt sie an den Tropf und möchte sie bis zum Abend unter Beobachtung haben. Schließlich hat Leila ja auch noch eine Vergiftung zu verarbeiten, und so wird erst ein Bluttestresultat und ihr Zustand in einigen Tagen Aufschluss geben, ob die beiden Attacken Folgen haben werden. 

Bevor Josie kam hatte ich Prajuab zwei Käfige gebracht, da er versuchen wollte zwei weitere Hündinnen einzufangen. Die Aktion sollte am späten Nachmittag erfolgen. Die Zeit davor nutze ich, um mit Diana zu Dr. Sam zu fahren. Dianas Blut muss auch untersucht werden, um festzustellen ob die Infusionsbehandlung Wirkung gezeigt hat. Außerdem steht für sie die Folgeimpfung an. 

Leila hängt am Tropf und ist ganz brav. Sie scheint sich ein wenig erholt zu haben. Ich mag mich täuschen, aber ich glaube auch, dass die Hunde sie nicht töten wollten. Wenn sie das gewollt hätten, wäre es mit Leila zu Ende gewesen. Was mich wundert, dass weder ich noch Josie Leila oder die Hunde gehört haben, obwohl wir im nächsten Zimmer waren. 

Ich bringe Diana wieder nach Hause und hole Mom Sam und Dang bei Prajuab ab. Dabei händige ich ihm jeweils 15 Einheiten Kombi- und Tollwutimpfstoffe aus, damit er weitere Hunde impfen kann. Mit den beiden Hunde fahre ich zur Silverlake Klinik. 

Unterwegs halte ich an dem Laden an der Soi Huay Yai, da ich Daeng und Nong Da, die beiden Hunde, der wir einer TVT Behandlung unterzogen hatten, am Straßenrand sehe. Die Hunde kommen auf mich zugelaufen und freuen sich mich zu sehen. Eigentlich hatten wir ja garnicht viel miteinander zu tun gehabt und man könnte denken, dass sie mich in keiner guten Erinnerung haben, da ich sie ja immer nur zu einer sicher nicht so angenehmen Behandlung abgeholt hatte. Vielleicht aber haben die Hunde ja einen siebten Sinn und fühlen, dass ich ihnen geholfen habe. 

Gerade als ich mich wieder auf den Weg machen will, kommt eine junge Frau auf mich zu und bittet mich mir einen Hund anzusehen, den sie versorgt. Die Hündin hat eine schlecht heilende Wunde und da sie noch nicht sterilisiert ist, teile ich der Frau mit, dass ich die Hündin bei der nächsten Vorbeifahrt in die Silverlake Klinik bringen werde. 

Dort angekommen, verfrachten wir die Hunde in geräumige Käfige. Das passiert mit Vorsicht, da Prajuab mir gesagt hatte, dass sie eventuell beißen könnten. Ich fahre danach zum Tempel. Am Sala treffe ich Tai, die mehrmals die Woche kommt, um die Hunde dort zu füttern. Sie hat einen guten Kontakt zu den Hunden und so komme ich das erste Mal durch sie auch wieder an Rocky und Toby heran. Ich nutze die Gelegenheit und nehme Toby auf und trage ihn zum Auto. Jetzt, wo er mit mir allein ist, bin ich ihm auch wieder vertraut und er lässt sich willig in den Käfig sperren. Ich möchte ihn untersuchen lassen, da er anscheinend ein paar Hautprobleme hat. 

Tai hat auch guten Kontakt zu der Hündin, die ich vor Wochen an der Vorhalle gesehen hatte und die nach mir geschnappt hatte, als ich sie anfassen wollte. Diese Hündin ist momentan die einzige, die noch nicht sterilisiert ist. Tai erklärt, dass sie sie sterilisieren lassen wird. 

Ich gehe rüber zur Vorhalle, um die Behälter zu füllen und sehe zu meinem Schrecken einen völlig abgemagerten Jimbo an den Toiletten liegen. Als ich ihn aufnehme, stelle ich fest, dass sein Bauch gelblich ist und sein Gaumen curryfarben. All diese Symptome, und die Tatsache, dass er vor einer Woche noch voller Leben war, deuten auf eine Vergiftung hin. Ich nehme Jimbo auf und fahre mit ihm und Toby zu Dr. Sam. Der meint, dass die Vergiftung bereits einige Tage zurückliege und die Überlebenschance gleich Null sei. Nach eingehender Beratung entscheiden wir dann das Unvermeidliche zu tun. Jimbo entschläft sanft während ich seinen Kopf halte und ihm in die Augen schaue. 

Toby wird untersucht und erstmal auf Cephalexin und Ivermectin gesetzt. Natürlich nehme ich ihn mit nach Hause wie auch Leila. Auf dem Weg dorthin gebe ich Jimbo zur Einäscherung in der NPW Klinik ab. 

Zu Hause lasse ich Toby erstmal in der Schleuse und bringe Leila ins Haus. Immer, wenn ich einen neuen Hund einführe, stelle ich ihn der Meute vor. Ich mag mich täuschen, aber die meisten der anwesenden Hunde verstehen, dass ich möchte, dass der Neuankömmling von ihnen aufgenommen wird. Nur Emma, Nousha und Hakim haben eine längere Leitung und benötigen einige mahnende Worte, damit auch sie kapieren, dass die Ankläfferei des Neuen von mir nicht honoriert wird. Toby, der am Strand eigentlich eher zu den Underdogs gehört, kommt schon nach einigen Minuten aus der Schleuse und taucht überraschenderweise schon nach einer halben Stunde vor der Küche auf. Ich hatte mir schon überlegt, ihn in der ersten Nacht im Haus zu halten, aber das erübrigt sich damit. 

In der Küche füttere ich die Welpen und auch Torro quetscht sich durch den Türspalt. Er humpelt, und als ich seinen linken Hinterlauf untersuche, stelle ich eine ordentliche Bisswunde fest. Ich hoffe, dass die Schwellung nach einigen Tagen Cephalexinvergabe wieder abklingt.

Sonntag, 15. Mai 2016

Morgens früh wird mir das Auto gebracht und ich hoffe, dass nachdem alle vier Stoßdämpfer, ein Radlager und die Zündverteilerkappe ersetzt wurden, dass ich nun nicht immer ein Ohr auf seltsame Geräusche haben muss.

Am späten Vormittag holt der Arbeiter den verbleibenden Schrott und Müll ab und ich reinige notdürftig den hinteren Bereich.

Am Nachmittag hole Coffee von der Silverlake Klinik ab und fahre dann zum Pinnacle Hotel am Najomtien Beach. Dina hatte mich gestern darüber informiert, dass auf der Anlage ein Mutterhund mit drei Welpen lebt und Dina befürchtet, dass die Hunde Schaden erleiden, wenn sich niemand um sie kümmert oder sie sogar von der Anlage verjagt werden. Ich finde die Hunde mit Hilfe eines Bekannten von Dina. Die Welpen sind etwa sechs Wochen alt und haben Hautprobleme. Die Mutter ist bei ihnen. Ich verabrede mit Dina, die Welpen in der kommenden Woche untersuchen und impfen zu lassen.

Anschließend bringe ich Coffee wieder an ihren Platz zurück. Coffie ist süß, sie kennt mich ja kaum aber scheint froh und dankbar zu sein sich in ihrer gewohnten Umgebung wiederzufinden. Mu Noi, ihr Begleiter, den mein Bekannter mit Cephalexin und Ivermectin behandelt hatte, ist auch zugegen. Sein Fell sieht nun wesentlich besser aus und die große, schorfige Stelle auf seiner Stirn ist vollkommen zugewachsen.

Ich fahre zum Snoop Dog Shop und hole zwei Sack Trockenfutter, die ich bei Wan Song abliefere. Wan Song ist eine gute Frau, die sich durchs Leben schlägt und für mich die Naklua Hunde füttert. Ich möchte auch, dass das so bleibt und deswegen honoriere ich ihre Arbeit auch schon mal mit Barem, obwohl sie mich noch nie danach gefragt hat.

Samstag, 14. Mai 2016

Gestern hatte der Mechaniker wohl keine Zeit das Auto zu reparieren und heute fehlen Teile, sodass ich auch heute nicht das machen kann, was ich mir vorgenommen hatte. Das Auto ist eminent wichtig für mich und muss laufen und so warte ich lieber zwei Tage und kann mich dann darauf verlassen, dass es auch funktioniert. Ich hoffe, ich habe nun auch endlich einen verlässlichen Mechaniker gefunden. Der letzte hat mich betrogen und außer abkassiert nichts gemacht.

Arbeit ist trotzdem genug zu tun. Neben den Routinetätigkeiten, wasche ich Yaya und Nacho, gebe Leila und Diana ihre Infusionen, und habe endlich auch mal Zeit meinen englischen Monatsbericht fertigzustellen.

Die Welpen kommen nun auch schon wie die großen Hunde morgens auf mich zugestürmt, wenn ich aus der Tür trete und laufen in Garten und Hof herum, während ich den Kot einsammele. Dabei geraten sie auch schon mal unter die Räder und Zhenya humpelt ein wenig. Solche Zwischenfälle sind aber unvermeidlich und gehören zur Sozialisation, die die Welpen durchlaufen müssen, um in die Meute aufgenommen zu werden. Natürlich gehe ich immer dazwischen wenn, wenn ich sehe, dass die Raufereien aus dem Ruder laufen, aber meine Augen kann ich nicht immer überall haben.

Die Fütterung der Welpen und Medizinvergabe an sie läuft mittlerweile recht gut. Wenn ich die Welpen rufe, kommen sie alle in die Küche und werden getrennt von den großen Hunden versorgt. Danach trage ich sie wieder nach draußen, wo sie sich ihren Platz im Küchenvorraum suchen. Dort schlafen sie auch nachts.

Freitag, 13. Mai 2016

Das Auto ist mal wieder reparaturbedürftig und so bin ich den ganzen Tag über zu Hause. Mein erster Blick am Morgen gilt Leila. Sie verhält sich normal, frisst, trinkt und verrichtet ihre Geschäfte. 

Die Welpen warten schon auf dem Küchenabsatz und stürmen zusammen mit Bok Luk, Kylie und Jaha in die Küche als ich die Tür öffne. Es gibt wie jeden Morgen Reis mit Nassfutter für sie und für die drei großen Hunde fällt auch noch etwas ab. Kylie hat schon ordentlich an Gewicht zugelegt und muss eigentlich nicht mehr zweimal täglich gefüttert werden. Aber bis ihre Augentropfen aufgebraucht sind bekommt sie eben noch ihre Extraportion. Nachdem alle Hunde satt sind bekommen die Welpen Doxicyclin und Kylie und Bok Luk ihre Tropfen; Bok Luk noch zusätzliche Medikamente. Die Welpen machen viel Freude und sind auch überhaupt nicht aggressive zueinander. Das war beim vorigen Wurf ja ganz anders, hat sich nun aber auch ausgewachsen.

Am frühen Nachmittag wasche ich Chuki, Jaha und Lucy zuerst mit Nano Scrub und danach mit Micro Sebb Shampoo versetzt mit etwas Amitraz. Anschließend ist Silver mit Malaseb dran. 

Gerade als ich mit den Hunden fertig bin, kommt ein Truck der einen Teil des Gerümpels aus dem Vorratsraum und hinterem Bereich entsorgt. Morgen Mittag soll der Rest entsorgt werden. Nachdem der Arbeiter gefahren ist, gebe ich Leila ihre Infusion, die sie bis auf die letzten Milliliter auch willig über sich ergehen lässt.

Mit Einbruch der Dunkelheit füttere ich die Welpen mit Trockenfutter und versorge Bok Luk und Kylie. Das Auto habe ich immer noch nicht wieder.

Donnerstag, 12. Mai 2016

Somchai kommt frühmorgens, heute ausnahmsweise mal am Donnerstag, da er gestern verhindert war. Rhonda kommt ebenfalls und ich hole nach Beendigung meiner morgendlichen Arbeiten Amporn aus Naklua ab. Auf der Fahrt zurück gibt es als Vorboten der kommenden Regenzeit einen kräftigen Regenguss. Es war der erste Regen seit zwei Monaten und er ist hochwillkommen. 

Josie ist mittlerweile auch eingetroffen und wäscht Kylie. Während Rhonda und Josie mit den Hunden arbeiten und Amporn das Haus säubert, gebe ich Leila und Diana Infusionen. Überraschenderweise gestaltet sich die Prozedur mit Leila problemlos. Sie schnurrt sogar während die Lösung in ihren Körper läuft. Den ganzen Tag über schläft sie viel und verhält sich ansonsten ganz normal. Ich werde ihr die kommenden drei Tage Infusionen verabreichen und sie am Montag wieder testen lassen. Wenn, wie vermutet, eine akute Vergiftung vorliegt, müsste der Creatinine Wert dann weiter vermindert sein. 

Am Nachmittag hole ich Entwurmungstabletten und 60 kg Trockenfutter. Anschließend entwurme ich alle großen Hunde. Die Welpen hatte ich ja schon vor zwei Tagen entwurmt. 

Am Spätnachmittag bringe ich Amporn zurück. Am Talat Rung Roht schaue ich nach Bobby und Mom. Es geht ihnen beiden gut. 

Wieder im Haus bekommen die Welpen ihr abendliches Futter. Kylie und Bok Luk lasse ich auch hinein, damit sie ihre Tropfen bekommen. Kylies Augenbehandlung ist so gut wie beendet, aber Bok Luks Behandlung ist weiterhin aufwendig, da sie über den Tag verteilt drei verschiedene Augentropfen, eine Augensalbe und zwei verschiedene Tabletten erhalten muss. Ich werde sie am Montag ebenfalls Dr. Sam vorstellen, um mir eine zweite Meinung über Zustand ihrer Hornhaut einzuholen.

Mittwoch, 11. Mai 2016

Leila scheint es am Morgen besser zu gehen. Am Vormittag allerdings ruft mich Dr. Sam an und teilt mir mit, dass ihr Blut einen extrem hohen Creatinine Wert aufweist. Zum Vergleich, der Normalwert liegt zwischen 1.3 und 2.1 mg%; Leilas Wert liegt bei 13.3 mg%. Das deutet auf eine akute Vergiftung hin. Lenas Haematocrit Wert ist nur leicht verbessert und liegt immer noch bei 24 %. Der Normalwert liegt zwischen 37 und 55 %. 

Dr. Sam rät mir Leila zu ihm zu bringen, damit sie eine erneute Infusion bekommt und anhand eines weiteren Tests die gestrige Therapie evaluiert werden könne. Lena soll für mindestens vier Wochen morgens und abends jeweils 25 mg Doxicyclin erhalten. Ich habe am frühen Nachmittag in Jomtien zu tun und gebe Leila auf dem Wege bei Dr. Sam zur Behandlung ab. 

Nach zwei Stunden bin ich wieder in der Klinik. Dr. Sam hat Leila eine Infusion gegeben, Blut abgenommen und eine Ultraschalluntersuchung der Nieren vorgenommen. Die Untersuchung hat glücklicherweise ergeben, dass die Nieren wohl noch funktionsfähig sind. Ich fahre mit Leila nach Hause und lade die sieben Welpen ein. Sie werden von Dr. Sam ein zweites Mal geimpft und es wird ihnen Blut abgenommen. 

Dr. Sam hat die Testergebnisse schon am frühen Abend vorliegen. Alle Welpen sind anämisch und müssen genau wie Lena vier Wochen lang mit Doxicyclin behandelt werden. Leilas Creatinine Wert ist von 13.3 auf 9.2 % zurückgegangen. Damit ist der Wert immer noch extrem hoch bewegt sich jedoch in die richtige Richtung. 

Mittlerweile bin ich bei der Ursachenforschung für die Vergiftung auf eine noch andere Quelle gekommen. Amporn hatte eine Pflanze mitgebracht, die Katzen angeblich gern fressen. Ich habe Leila die Wurzeln der Pflanze fressen sehen und Amporn vertraut, dass das in Ordnung sei, da sie viel Erfahrung mit Katzen hat. Es kann aber sein, dass die Pflanze Pestizide aufgenommen hat, die sich in der Wurzel angereichert haben und Leila sich damit vergiftet hat. Eine akute Vergiftung ist zwar schlimm aber schlimmer wäre noch ein schleichender Verfall der Nierenfunktion. Morgen hoffe ich Leila eine Infusion geben zu können. Mit Hunden kenne ich mich da aus, mit Katzen allerdings nicht. Wir werden sehen, ob Leila mitspielt.

Dienstag, 10. Mai 2016

Morgens schaue ich als Erstes nach Leila. Ihr Zustand ist unverändert, nicht lebensbedrohlich aber auch nicht zufriedenstellend. Immerhin frisst sie ein wenig und trinkt und macht auch ihr Geschäft. 

Abends koche ich immer braunen Reis für die Welpen, den ich ihnen dann mit Nassfutter vermischt und mit Fischöl angereichert serviere. Sie sind ganz verrückt auf das Zeug und haben dann den Magen bis zum Spätnachmittag voll. 

Lena bekommt die vorläufig letzte Dosis Vibravet, Kylie und Bok Luk ihre morgendlichen Augentropfen und Diana Doxyciclin. Anschließend ist die Gartenarbeit dran und dann werden die großen Hunde gefüttert. 

Am frühen Nachmittag kommt Olga und badet alle sieben Welpen. Danach werden sie von mir entwurmt. 

Nachdem Olga gefahren ist schnappe ich mir Lena und Leila und fahre mit den beiden zu Dr. Sam. Leila wird genau untersucht und auch geröntgt. Auf dem Röntgenbild stellt Dr. Sam eine Verdickung im Dünndarm fest. Dabei kann es sich um einen Haarball handeln oder so etwas wie ein Fadenknäuel. Zur Sicherheit lasse ich Blut abnehmen, um eine mögliche interne Unregelmäßigkeit erkennen zu können. Lena wird ebenfalls Blut abgenommen und sie wird zum zweiten Mal geimpft. Die Testresultate erhalte ich morgen. 

Abends gebe ich Leila ein Laxativ. Sie schläft danach ganz friedlich. Hoffen wir, dass es nur eine vorübergehende Unpässlichkeit ist.

Montag, 9. Mai 2016

Somchai kommt am Morgen und auch Rhonda am frühen Vormittag. Rhonda untersucht die Welpen nach Zecken während ich Diana die Infusion gebe. Einige wenige kleine Zecken findet Rhonda. Das ist auch kein Wunder, denn die Welpen sind ja bisher nicht gegen Zecken behandelt worden. Da wir aber das Zeckenproblem dank Bravecto recht gut im Griff haben, sind die Welpen schnell von den paar Plagegeistern befreit. 

Am frühen Nachmittag fahre zum Haus eines Bekannten, in dessen Nachbarschaft ich zwei Hunde kennengelernt habe. Einen Rüden, der Fellprobleme hat und der nun von meinem Bekannten mit Medikamenten, die ich ihm gegeben hatte, behandelt wird; und dann ist da noch eine Hündin, die Coffee genannt wird. Sie ist noch nicht sterilisiert und deswegen nehme ich sie mit zur Silverlake Klinik. 

Auf dem Wege dorthin halte ich am Straßenrestaurant in Tongklom, wo ich Anika, Cleo und Gatee sehe. Gatee bekommt wieder seine Ration Ivermectin. 

Im Tempel reinige ich die Behälter und fülle sie. Ich lege auch Trockenfutter im Sala aus und fülle die Wasserbehälter für die Hunde dort. Anschließend fahre ich zur Silverlake Klinik, liefere Coffee bei Dr. Kwanchai ab, nehme Jakalen in Empfang und bringe sie zu Khun Prajuab.

Wieder zu Hause muss wie jeden Abend bevor es dunkel wird der Garten gesäubert werden und die Welpen werden zum zweiten Male gefüttert. Leila geht es wieder schlechter. Sie erbricht sie und hat wenig Energie. Ich werde sie also doch morgen Dr. Sam vorstellen müssen.

Sonntag, 8. Mai 2016

Noch während ich mit der Gartenarbeit beschäftigt sind kommen die Arbeiter und bringen gleich ihre ganze Verwandtschaft mit. Es wird ein Stück Mauer hochgezogen und das Gatter eingepasst. Mittags kommt Cora mit Sohn und Vater noch vorbei und dann auch noch Josie, die die Arbeit begutachtet. Am frühen Nachmittag sind die Arbeiten beendet und ich bringe Josie ein Schweißgerät zurück, dass sie sich von einem Bekannten ausgeliehen hatte. 

Anschließend lade ich Bok Luk ein und fahre mit ihr zur Silverlake Klinik. Die Hornhautentzündung ist ein wenig abgeklungen, aber Dr. Kwanchai empfiehlt die Behandlung noch einen Monat lang fortzuführen. Chukis Haut sieht tatsächlich etwas besser aus. Aber auch ihre Behandlung muss mit einem Shampoo Mix, das Dr. Kwanchai mir mitgibt, eine längere Zeit fortgeführt werden. Nach Jakalen schaue ich ebenfalls. Von der Geschwulst an ihren After ist nichts mehr zu sehen. Da ich aber nur jeweils zwei Hunde ins Auto bekomme, werde ich sie dann morgen abholen.

Samstag, 7. Mai 2016

Sofort nachdem mich die Hunde morgens aus dem Schlaf gerissen haben schaue ich voll Sorge nach Leila. Zu meiner großen Erleichterung hat sie sich offensichtlich erholt. Wie ich vermutete muss sie irgendetwas Ungenießbares zu sich genommen haben. Eine Maus kann es nicht gewesen sein, denn die verspeist sie schon mal ohne Magendrücken. Die einzige Erklärung kann eigentlich nur das Blut von Bok Luk gewesen sein, wovon Leila wohl in der Nacht probiert haben muss. 

Gerade als ich mit meinen morgendlichen Arbeiten fertig bin, kommt der Maurer mit einem Helfer. Da er aber anscheinend etwas vergessen hat mitzubringen, sehe ich ihn erst wieder um die Mittagszeit. Am frühen Nachmittag fangen sie dann an zu arbeiten, aber stellen die Arbeit zwei Stunden später schon wieder ein und wollen morgen weitermachen. 

Die Welpen machen nun schon Ausflüge in den Garten und versuchen die mit Sand gefüllte, einen halben Meter hohe Einfassung vor der Hauswand zu erklimmen. Lena ist dabei genauso aktiv wie ihre Geschwister. Meistens halten sich die Welpen aber auf dem Küchenabsatz auf, sodass ich keine Chance habe ohne sie in die Küche zu gelangen. Das gute Futter tut ihnen sichtlich gut und sie entwickeln sich alle prächtig. Ob sie wirklich gesund sind, kann aber nur ein Bluttest zeigen.

Freitag, 6. Mai 2016

Cora kommt heute Morgen mit dem Maurer. Der scheint sein Fach zu verstehen und macht sich sogleich Notizen welches Baumaterial er benötigt. Anschließend fahren wir zu einer Baustoffhandlung und zwei Stunden später wird uns das Material geliefert. 

Nachdem ich alles verstaut habe, fahre ich zu einem wichtigen Meeting bei mir in der Nähe in dem mir ein Sponsorenkonzept für die Foundation vorgestellt wird. 

Nach meiner Rückkehr kommt Mali wieder mit einem Immobilienmakler, der sich das Haus anschaut. Mali drängt darauf, das Haus zu verkaufen und deutet an, dass sie möchte, dass ich mit den Hunden ausziehe. Das ist allerdings unrealistisch und auch nicht Gegenstand unserer Abmachung gewesen. Ich spreche mit dem Makler und er erklärt mir, dass er garnicht den Versuch machen wird, das Haus auf den Markt zu bringen. Ich habe ja lange genug in Pattaya im Immobilienbereich gearbeitet um einschätzen zu können wie die Chancen stehen das Haus an den Mann zu bringen, dennoch ist die Situation nicht erfreulich.

Leila fühlt sich den ganzen Nachmittag nicht wohl und so fahre ich mit ihr zu einer Tierärztin bei mir in der Nähe. Leila wird untersucht, aber die Ärztin kann nichts Ungewöhnliches feststellen. Abends fühlt sich Leila nicht besser, sie erbricht sich. Es kann sein, dass sie nur etwas Falsches gefressen hat, aber um sicher zu gehen, werde ich sie morgen Dr. Sam vorstellen.

Donnerstag, 5. Mai 2016

Bok Luk habe ich über Nacht im Haus gelassen, da sie gegen Abend häufig durch die Nase geschnauft hat. Kurz nach Mitternacht wache ich von ihrem Schnaufen auf und stelle fest, dass sie aus der Nase blutet. Das Blut hat sie fein säuberlich über den Wohnraum, das Esszimmer und das Bürozimmer verteilt. Ich kann nicht mehr tun als sie vom Blut zu reinigen, was ich alle Stunde tun muss. Gegen vier Uhr morgens hört die Blutung schließlich auf und ich bekomme noch eine Mütze voll Schlaf.

Josie kommt am frühen Morgen, um Kylie zu waschen. Ich hole derweil Amporn aus Naklua ab. Die Welpen halten sich weitgehend im überdachten Küchenvorraum auf und kommen gut mit den großen Hunden zurecht. Anna und Alex, die beiden mutigsten, machen schon mal einen Ausflug in den Bereich in dem sich Skinny, Nadia, Yota und Yana aufhalten. Ihre morgendliche Fütterung ist nun immer meine erste Aufgabe. Sie werden zweimal täglich gefüttert, einmal mit Welpentrockenfutter und einmal mit Reis, vermischt mit Nassfutter. 

Während Amporn das Haus reinigt, wasche ich Silver, Nacho und Jaha mit Malaseb. Den besten Effekt hat die Waschung bei Silver, deren nackte Stellen auf ihrem Rücken allmählich zuwachsen. Auf ihrem Kopf sind allerdings etliche Folikel zerstört und deswegen kann sich das Fell nicht wieder vollständig erneuern. Nach den Waschungen bekommt Diana ihre Infusion. 

Nachdem ich Amporn zurückgebracht habe bezahle ich bei Dr. Sam die Rechnung für Lenas Behandlung und besorge mir anschließend noch Kochsalzlösung und Doxicyclin.

Mittwoch, 4. Mai 2016

Ich habe mal mit Josie darüber gesprochen, dass es sinnvoll wäre die provisorische Absperrung zum hinteren Bereich, in dem sich Skinny, Nadia, Yota und Yana überwiegend aufhalten, durch ein solides Gatter zu ersetzen, damit ich in der Lage bin den Bereich bei Bedarf von Hof und Garten zu separieren. Josie hat ein gebrauchtes Gatter aufgetrieben und auch gleich noch einen Handwerker dazu. 

Der schaut sich das Material an und erklärt, dass das Gatter in eine mit Eisenstreben verstärkte Mauer eingepasst werden müsse. Da er jedoch nicht mauern könne müsse noch ein Maurer organisiert werden. Seine Frau überrascht mich dadurch, dass sie mich in perfektem Deutsch anspricht. Sie hat einen deutschen Vater und ist in Deutschland aufgewachsen. Cora, so heißt sie, verspricht einen Maurer zu organisieren. Es ist ein Segen gute Thai zu kennen und am besten sind die, die im westlichen Ausland aufgewachsen sind.

Die Welpen machen viel zusätzliche Arbeit aber es ist natürlich eine Freude sie um sich zu haben. Lena hat nun ebenso viel Energie wie die anderen sechs, die ich allmählich auseinanderhalten kann. Bei Sascha, Anna, Alex und Lena habe keine Probleme mehr und bei Yuri, Zhenya und Ilya helfen mir ihre Halsbändchen. 

Die Schwellungen bei Selina und Hakim sind nun nach intensiver Behandlung verschwunden. Bok Luk bekommt sechsmal täglich vier verschiedene Augentropfen und einmal täglich Augensalbe verabreicht. Kylie bekommt viermal täglich zwei verschiedene Augentropfen in ihr linkes Auge verabreicht und noch eine antiseptische Salbe in eine kleine Wunde, die von der Augenoperation herrührt, eingerieben. Beiden Hunde geht es ansonsten gut, sie haben sich prima eingelebt. Bok Luk ist ja eine absolut liebenswerte Frohnatur die von den Hunden gemocht wird und Kylie ist richtig aufgeblüht, sodass ich sie schon mal bremsen muss. Sie hört aber, wie normalerweise die anderen Hunde auch, auf mich und es gibt bisher keine Probleme mit ihr.

Dienstag, 3. Mai 2016

Rhonda kommt heute Morgen und später auch Olga mit Freundin. Olga ist damit einverstanden alle Welpen einem Bluttest zu unterziehen. Wir werden das machen, wenn die zweite Impfung ansteht.

Rhonda fährt um die Mittagszeit und ich gehe auf Shopping Tour. Insgesamt kaufe ich 170 kg Trockenfutter, 60 kg Hundereis und 5 kg braunen Reis für die Welpen. 100 kg Trockenfutter und der Reis gehen an Prajuab und 40 kg an Wan Song.

Prajuab hat einen neuen Fall, den ich in die Silverlake Klinik bringe. Dr. Kwanchai diagnostiziert einen Mastdarmvorfall. Die Operation sei schwierig und es könne keine Garantie für einen Erfolg geben. Wir sprechen auch noch über einen Hund mit Hautproblemen und Antibiotika Resistenz. Dr. Kwanchai behandelt den Hund mit einer Mixtur aus Teebaum Shampoo, Haferflocken und Amitraz. Da ich mit Chuki, Jaha, Nacho und Jira nicht mehr weiter weiß, hole ich Chuki aus dem Tempel und stelle sie Dr. Kwanchai vor. Er will mich morgen über seine Diagnose informieren.

Im Tempel suche ich nach Chok Di und Mi Chok, aber sie bleiben verschwunden. Ich fahre wieder in die Stadt und hole Dug Dig und Mae Due aus der Klinik in der South Pattaya Road. Während der Fahrt zu Prajuab versucht Dug Dig sich durch den Käfig zu beißen und zerlegt ihn fast. Ein Albtraum wäre es wenn sich ein Hund aus dem Käfig befreien würde und von einem Auto erfasst würde. Ich habe heute schon zwei überfahrene Hunde am Straßenrand liegen gesehen und so ist die Fahrt extrem stressig, aber wir kommen halbwegs wohlbehalten an.

Montag, 2. Mai 2016

Die Welpen haben die Nacht draußen verbracht und die auch gut überstanden. Lena, die eines der schwächeren Welpen ist, ist zwar nicht besonders aktiv, aber auch nicht besorgniserregend still. Sie reiht sich nun in die Medikamentenvergabe mit Kylie, Bok Luk, Selina, Hakim, Nuan und Diana ein. 

Josie informiert mich, dass sie Eisengatter besorgt hat und auch einen Handwerker, der die anbringen kann. Ich will ein wenig mehr flexibel sein falls Hunde separiert werden müssen. Die Gatter bleiben geöffnet und werden nur geschlossen, wenn ein oder zwei separate Zonen benötigt werden. 

Nachdem Josie und die Handwerker gegangen sind, gebe ich Diana die Infusion, hole Reis und fahre dann mit Nuan nach Baan Amphur und vereinige sie mit Samlee und Khao. Im Markt händige ich Ba Bät den Reis aus und fahre dann zur Vorhalle. Am ehemaligen Sala vermisse ich Chock Di und Mi Chok. Ich will nicht hoffen, dass ihnen etwas passiert ist. 

Auf dem Rückweg will ich noch Futter kaufen, um es Wan Song zu bringen, bleibe jedoch hoffnungslos im Verkehr stecken. Es wird nicht mehr lange dauern und wir haben in Pattaya Verhältnisse wie in Bangkok. Ich scheue mich schon in die Stadt zu fahren. 

Endlich zu Hause angekommen, füttere ich erneut Kylie sowie die Welpen und verteile Medikamente. Lena macht nun einen recht normalen Eindruck. Um sicher zu gehen, dass die anderen Welpen keine versteckten Defizite haben, werde ich sie alle einem Bluttest unterziehen.

Sonntag, 1. Mai 2016

Während der Nacht habe ich die Welpen ins Esszimmer umquartiert und dort alles ausgeräumt, was angenagt werden kann. Morgens bin ich mit jeder Menge Welpenkacke konfrontiert, die wegzuputzen man sich nichts Schöneres vorstellen kann um den Tag zu beginnen. 

Ich habe extra guten braunen Reis gekauft, den ich gestern gekocht hatte. Den vermische ich mit Nassfutter und die Welpen stürzen sich auf die Schalen. Nachdem alle satt sind, trage ich die Welpen nach draußen. Anfangs sind sie natürlich die Sensation, aber bald widmen sich die Hunde wieder ihren gewohnten Spielen, während ich den Garten säubere. Die Welpen suchen sich ein schattiges Plätzchen unter einem Baum und kuscheln sich dort zusammen. 

Am späten Vormittag kommt Josie und badet Kylie. Zusammen waschen wir dann noch Yaya und Patty. Am frühen Nachmittag besucht uns Olga mit ihrem Freund Leo. Damit Olga sich den Welpen widmen kann, nehmen wir sie wieder ins Haus. Dort fällt uns auf, das einer der beiden weiblichen Welpen, ich nenne sie Lena, ein wenig schlapp ist. Ich messe ihre Temperatur und die ist erhöht. 

Um kein Risiko einzugehen, fahre ich mit Lena zu Dr. Sam nachdem Olga und Leo gefahren sind. Das Fieber ist nicht lebensbedrohend, wird aber mit einer Infusion und einer Injektion herunter gebracht. Da ich jedes Risiko auschließen will, lasse ich Dr. Sam einen Parvotest durchführen, der glücklicherweise negativ ist. Ich lasse auch Blut für einen Test abnehmen. Das Resultat, das ich noch am Abend erhalte, ergibt eine verminderte Anzahl von roten Blutkörperchen. Vorsorglich habe ich mir schon Vibravet mitgeben lassen, von dem ich Lena gleich die erste Dosis verabreiche. Vibravet ist für Welpen verträglicher als Doxicyclin.

Samstag, 30. April 2016

Am frühen Nachmittag fahre ich nach Baan Amphur um mich dort mit Olga zu treffen. Zuvor schaue ich nach den Tempelhunden und stelle mit Verwunderung fest, das vom Sala nur noch die Plattform vorhanden ist. Ich frage einen der Fischer was passiert sei und der teilt mir mit, dass Panjob vor einer Woche gestorben sei. Mir war bei meinem vorigen Strandbesuch aufgefallen, dass er nicht im Sala war, habe mir aber nichts weiter dabei gedacht, denn ansonsten war alles wie sonst. Ich frage den Fischer wer denn nun nach den Strandhunden schaue und er sagt, dass er das mache. Ich werde ihm nun in Zukunft Trockenfutter liefern. Kun, ein Einwohner von Baan Amphur, füttert die Strandhunde ja auch noch jeden Abend mit Reisfutter und füllt Wasser in Behältern nach. 

Da ich bei Bok Luk beim vergangenen Besuch ein Augenproblem festgestellt hatte, lade ich sie in einen der Käfige und treffe mich dann mit Olga, nachdem ich die Vorhallenhunde versorgt habe. In der Silverlake Klinik stellt Dr. Kwanchai bei Bok Luk eine Hornhautentzündung fest, die mehrmals täglich mit Augentropfen behandelt werden muss. Deswegen nehme ich Bok Luk auch zusammen mit den sieben Welpen mit zu uns. Die Welpen sind zweimal gebadet worden, sodass ihr Fellzustand nun recht ordentlich ist. Sie sind zudem entwurmt und geimpft worden. 

Zu Hause lasse ich Bok Luk zu den anderen Hunden, da sie ja zuvor schon einen Monat bei uns war und deshalb gibt es auch keine Probleme mit ihr oder den Hunden. Die Welpen trage ich ins Haus und lasse sie zunächst in der Küche, damit sich akklimatisieren können. Ich füttere sie, stelle ihnen Wasser hin und sie fressen und trinken alle ordentlich. Schon nach einer halben Stunde erkunden sie das Wohnzimmer. Ich lasse Kylie herein, um sie zu füttern und um ihr ihre Medikamente und Augentropfen zu geben. Das tue ich auch, damit sich die Hunde aneinander gewöhnen können. Später kommt Jaha noch dazu und auch Diana. Außer ein paar Knurrereien der großen Hunde gibt es keine Probleme. Als ich mich an den Computer setze kommt zuerst einer der kleinen Rüden zu mir und später auch alle anderen. Wo ich dies jetzt schreibe, schlafen alle sieben friedlich neben meinem Schreibtisch.

Freitag, 29. April 2016

Heute früh morgens treffen Joe und ich Elena um mit ihr zur Tara Pattana International School zu fahren. Die Schule möchte den Kindern anhand von praktischen Beispielen zeigen wie wichtig verantwortliches Verhalten gegenüber der Gemeinschaft ist und wie jeder Einzelne dazu beitragen kann die Lebensverhältnisse von notleidenden Menschen und Tieren zu verbessern. Unsere Vorrednerin berichtet über ihre Arbeit mit Straßenkindern und wir versuchen das Interesse für die Bedürfnisse der Straßenhunde zu wecken.

Am frühen Nachmittag bringe ich Prajuab zwei Käfige, da er vorhat zwei Hündinnen zur Sterilisation einzufangen. Die Aktion klappt und ich bringe Dug Dig und Mae Due zu Dr. Kwanchai.

Donnerstag, 28. April 2016

Rhonda kommt am frühen Vormittag und ich hole Amporn aus Naklua ab. Während Amporn das Haus säubert und Rhonda nach den Hunden schaut, gebe ich Diana die Infusion und wasche anschließend Jaha, Silver und Nacho. 

Kurz nachdem ich Amporn wieder abgesetzt habe, meine ich im Vorbeifahren zwei Hunde in der Nähe des Talat Rung Roht zu entdecken, die vor langer Zeit aus dem Slum verschwunden sind. Ich parke den Wagen, laufe ein Stück Straße zurück und sehe zu meiner großen Freude Billy und Buck. Mit Billy war ich sehr verbunden und hatte ihn zweimal mit üblen Bisswunden in der NPW Klinik. Buck allerdings konnte ich nie nahe kommen. Um ganz sicher zu sein, dass ich mich nicht täusche, spreche ich Billy mit seinem Namen an und er reagiert freundlich verhalten. Auch Buck spreche ich an und er wedelt freundlich mit seinem Schweif. Nun setze ich mich zu Billy und er lässt sich willig von mir streicheln. Beide Hunde sind natürlich älter geworden und in ihrem Äußeren etwas verändert, aber in guter körperlicher Verfassung. Ich glaube ihre Entscheidung den Slum zu verlassen war eine sehr intelligente. Nun habe ich wieder drei Hunde am Talat Rung Roht, Mom, den ich dieses Mal nicht sehe, sowie Billy und Buck. 

Am Best Supermarket sehe ich Rudi und gebe ihm Ivermectin. Rudi geht es ebenfalls gut und sein Fell ist in zufriedenstellendem Zustand.

Mittwoch, 27. April 2016

Am frühen Vormittag kommt Josie um Kylie zu waschen. Kylie macht weiter gute Fortschritte sowohl was ihre körperliche Verfassung angeht als auch ihre psychische. Da sie sich nun offensichtlich wieder recht wohl in ihrem Körper fühlt, ist sie viel gelassener und selbstbewusster. Wenn sie draußen ist, kommt sie gut mit den anderen Hunden klar und im Haus ist sie absolut pflegeleicht. 

Gemeinsam mit Josie bade ich heute noch Binda als letzte der Welpen und Yaya. Um Yayas Fellzustand mache ich mir Sorgen. Er scheint ähnliche Symptome zu entwickeln wie seine Halbgeschwister Jaha, Jira, Chuki und Nacho. Ich behandele ihn schon seit einiger Zeit mit Ivermctin, aber da es keine klassische Räude ist was ihn plagt, ist eine Wirkung nicht zu sehen. Bäder mit Malaseb können hoffentlich einen Fortschritt der Krankheit verhindern. Silvers Hautprobleme dagegen scheinen geringer zu werden. Um sie hatte ich mir wochenlang auch Sorgen gemacht, da sie kahle Stellen auf ihrem Rücken entwickelte. Die wachsen jetzt aber langsam wieder zu. 

Dr. Kwanchai informiert mich, dass Olga und ich die sieben Welpen am kommenden Samstag aus der Qurantäne holen können. Bevor wir sie abholen und erstmal bei uns unterbringen, werden sie noch geimpft und gebadet. Die Welpen werden mindestens so lange bei uns bleiben, bis ihre Hautprobleme überwunden sein werden.

Dienstag, 26. April 2016

Am frühen Nachmittag besuchen uns Lena und Sascha wieder, die auf einem Kurztrip in Thailand sind. Sie bringen uns eine Futterspende mit. 

Später am Nachmittag fahre ich nach Baan Amphur, um nach den Tempel- und Strandhunden zu sehen. Da Jira und Chuki wieder mit einem Bad dran sind und ich ihnen die Fahrt nach Mabprachan ersparen will, bade ich sie in einer Toilette neben der Vorhalle. 

Danach gehen wir an den Strand. Chock Di und Mi Chock gesellen sich wieder zu uns und am Strand dann auch Samlee und Khao. Ich habe den Eindruck, dass die Vorhallenhunde und die Salahunde wohl eigentlich recht gut miteinander auskommen, solange ich nicht dabei bin. Sobald ich aber auftauche verschwinden vor allem Rocky, Toby und Prince. Prince verhält sich mittlerweile schon wie ein fremder Hund zu mir. All die Jahre in denen wir dicke Freunde waren scheinen in seinem Kopf wie ausgelöscht. Ob das wirklich so ist, werde ich erst erfahren wenn ich einmal die Gelegenheit habe mit ihm allein zu sein. Im Moment ist das jedoch nicht möglich.

Montag, 25. April 2016

Kylie macht weiter Fortschritte. Sie fühlt sich nun wohler in der Meute und zeigt auch schon mal die Zähne. Sie ist allerdings immer noch etwas dünn und bekommt deshalb genau wie Nuan eine abendliche Extraportion. Was mich vor allem freut ist, dass es ihr psychisch viel besser geht. Sie hat Vertrauen zu mir gewonnen und kommt zu mir, wenn ich sie rufe. Wenn ich in ihre Augen schaue, sehe ich dass sie zufrieden ist.

Nuan hält sich immer noch überwiegend abseits und ist auf mich fixiert, scheint aber Freundschaft mit Snowy geschlossen zu haben. Ich sehe sie zuweilen miteinander spielen. Snowy ist wie Nuan eher zurückhaltend, ganz im Gegensatz zu Rocco und Nina, die anderen beiden Parvo Überlebenden, die sich zu rechten Raufbolden entwickelt haben.

Somchai und Rhonda kommen heute. Während Rhonda nach den Hunden schaut, gebe ich Diana ihre Infusion und bade Rocco, Nousha, Emma, Hakim und Torro. Nach all der Mühe springt Emma wieder in einen Schlammbottich in dem ehemals Wasserpflanzen und Minifische vegetierten. Sie und auch Nina lieben es ein Schlammbad zu nehmen und sehen danach entsprechend aus. Damit das aufhört, mache ich mich daran den Bottich zu entleeren, was eine rechte Schweinerei ist.

Am Nachmittag fahre ich zu Wan Song, um ihr wieder Futter zu bringen und dann zu Josie, die Malaseb braucht, um einen der Welpen zu baden, der unter Hautproblemen leidet.

Hakims Geschwulst ist so gut wie verschwunden, aber ich werde sie noch einige Tage weiter behandeln. Selinas Schwellung verändert ihre Konsistenz, aber weigert sich zurückzugehen. Wenn die Prednisilone Behandlung nicht anschlägt, muss ich es mit einem anderen entzündungshemmenden Mittel versuchen.

Sonntag, 24. April 2016

Am frühen Vormittag kommt Josie, um Kylie zu baden. Kylies Hautprobleme haben sich gebessert und auch ihre emotionale Verfassung. Sie kratzt sich nicht mehr blutig und die offenen Stellen verheilen. Josie bietet mir an nach Kylie noch ein paar mehr Hunde zu baden und so fertigen wir zusammen noch Lucy Song, Diana und Amal ab. Josie wird am Dienstag wiederkommen um Kylie ein weiteres Mal zu baden und wird mir helfen noch ein paar weitere Hunde unter die Dusche zu bekommen. 

Hakims Schwellung ist gut zurückgegangen, aber die Schwellung an Selinas Flanke verändert sich kaum. Ich werde ihr Prednisilone gegen müssen bevor sich die Schwellung verhärtet.

Dr. Kwanchai informiert mich darüber, dass er die Welpen nicht getestet habe, da sie keinerlei Parvo- oder Staupesymptome aufweisen. Damit wir auf der sicheren Seite sind, verbleiben sie jedoch noch einige Tage in Quarantäne.

Samstag, 23. April 2016

Diana bekommt heute das letzte Mal eine tägliche Infusion. Für die kommende Woche werde ich ihr sie nur noch alle zwei Tage behandeln und dann wird ein erneuter Test zeigen, wie wir weiter verfahren müssen. In die Meute hat sich Diana gut eingelebt. Sie, die ich immer als sehr zurückhaltend erlebt habe, hat sich schnell ihren Platz erobert und wird von allen Hunden akzeptiert. 

Ich muss sie sogar bremsen, da sie versucht sich mit Nuan anzulegen, die ein wenig schutzlos ist, da Khao und vor allem Samlee nicht bei ihr sind. Am Abend nehme ich deshalb Nuan zusammen mit Kylie ins Haus. Kylie ist immer noch recht zurückhaltend und hat bisher noch keine Freunde gefunden. Lina dagegen, die sich die ersten Tage separiert hatte, ist nun ein normales Mitglied der Meute und tobt mit den anderen Hunden herum. Seit Sabai weg ist, ist auch Amy wieder frecher geworden und ich muss sie öfter mal ermahnen, wenn sie es zu wild treibt. 

Die Welpen sind ja nun schon sechseinhalb Monate alt und versuchen ihren Platz unter den älteren Hunden zu finden. Rocco und Yobo giften sich zuweilen an aber richtig bösartig wird es immer nur unter den Hündinnen. Da muss ich manchmal schnell reagieren, damit kein Schaden entsteht. Die Schwellung an Selinas Flanke ist eine Folge von solchen Beissereien.

Freitag, 22. April 2016

Kylie geht es merklich besser und ich habe bei ihr bereits gewonnen. Sie kommt morgens vorübergehend mit ins Haus, wo ich sie füttere und ihr ihre Tabletten und Vitamine gebe; sie ist dann aber am Vormittag wieder draußen. Diana, Silver und Jaha drängen nach der Fütterung draußen wieder ins Haus. 

Das Futter geht mal wieder zur Neige und ich habe den Wachleuten an der Thepprasit Road versprochen ihnen ebenfalls drei Säcke zu liefern und so hole ich im Snoop Dog Shop 140 kg Trockenfutter. 

Am frühen Nachmittag liefere ich das Trockenfutter und Ivermectin Tabletten bei den Wachleuten ab und treffe mich danach mit Olga an ihrem Apartment in Pratumnak. Sie hat die Welpen mit in ihr Apartment hochgenommen und gebadet. Ich verteile die Welpen in zwei Käfige und wir fahren mit zwei Autos in die Silverlake Klinik. 

Dr. Kwanchai ist nicht anwesend, aber ich erkläre ihm später, dass er maximal zwei Welpen auf Parvo und Staupe testen solle. Die Testresultate sind dann mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit auf die restlichen fünf Welpen übertragbar, da beide Virentypen hoch ansteckend sind. Hoffen wir, dass die Tests negativ ausfallen. Sollte das der Fall sein, bleiben die Welpen dennoch für maximal zehn Tage in Quarantäne, um jede Unsicherheit auszuschließen. 

Auf dem Wege zurück lade ich Olga ein, die Tempelhunde zu besuchen. Ich untersuche Chock Di und Mi Chock. Ihre Operationswunden sind wunderbar verheilt. Nachdem Olga gefahren ist, gehe ich mit den Hunden an den Strand. Chock Di und Mi Chock begleiten uns dabei. Es sind zwei ausgesprochen liebenswerte und fröhliche Hunde. Unterwegs treffen wir auf Samlee und Khao, die uns dann auch begleiten. Samlee ist wieder ziemlich ruppig, aber das ist wohl ihre Art.

Zurück im Haus behandele ich Kylie, Hakim und Selina. Kylie und Nuan bekommen eine Extraration Trockenfutter.

Donnerstag, 21. April 2016

Kylie hat die Nacht im Haus verbracht. Offensichtlich juckt ihr ganzer Körper, denn sie kratzt sich permanent. Erst als sie zu müde wird hört sie damit auf und schläft bei mir im Büroraum. Morgens finde ich sie im Wohnraum und ich lasse sie zusammen mit Jaha, Diana und Silver raus. Ich säubere den Garten und hole dann Amporn ab. 

Kurz vor Mittag kommt Josie um sich um Kylie zu kümmern. Sie hat Tabletten gegen Juckreiz mitgebracht und badet sie mit Malaseb. Danach fühlt sich Kylie anscheinend besser. Während Amporn das Haus putzt, gebe ich Diana die Infusion. Sie lässt das klaglos über sich ergehen und deshalb ist die Prozedur auch nicht weiter anstrengend. Anschließen bade ich Silver, Jaha, Nacho, Buffy und Yana. Yanas Schwellung ist vollkommen verschwunden, aber dafür entdecke ich bei Selina eine und kann die Behandlung mit Cephalexin gleich fortsetzen. 

Am Spätnachmittag bringe ich Amporn zurück und fahre nach Pratumnak, wo Olga mich gebeten hat nach sieben Welpen zu schauen, deren Mutter vergiftet wurde. Olga hat sich um die Welpen, die etwa acht Wochen alt sind, seit dem Tode deren Mutter gekümmert und befürchtet nun jeden Tag, dass auch die Welpen einem Giftanschlag zum Opfer fallen, da alle weiteren erwachsenen Hunde, die sie zuvor gefüttert hatte, ebenfalls vergiftet wurden. Ich vereinbare mit Olga die Welpen zunächst einmal Dr. Kwanchai vorzustellen, einen oder zwei von ihnen zu testen und wenn die Tests negativ ausfallen, sie für einige Tage in Quarantäne zu nehmen. Danach müssen wir sehen, wie wir weiter verfahren. Die Welpen machen einen recht guten Eindruck wenn man mal von einigen Hautproblemen absieht, die aber wohl mit ein paar Bädern zu beseitigen sind. 

Auf dem Wege zurück halte ich bei den Hunden an der Thepprasit Road. Ich freue mich besonders Nick, Yukka und Surya zu sehen. Es geht allen gut. Nicks Schwellung ist nicht wieder aufgetreten.

Zurück zu Hause gebe ich Nuan und Kylie ihre abendliche Extraportion Reisfutter und Selina nochmal 500 mg Cephalexin. Kylie lasse ich wie auch Jaha, Silver und Diana draußen. Wie die meisten Hunde die neu zu uns kommen, hat sich Kylie bereits recht schnell akklimatisiert. Als ich nach Hause zurückkam, empfing sie mich schon mit den anderen Hunden am Tor.

Mittwoch, 20. April 2016

Am frühen Vormittag treffen Josie und ich uns bei Dr. Kwanchai um Kylie und Nuan, Prajuabs Hund mit der großen, nicht heilenden Wunde am Hinterteil, abzuholen. Kylie ist am linken Auge operiert worden. Sie hat zudem erhebliche Hautprobleme, die ganz langfristig behandelt werden müssen. Nuan ist rekonstruktiv operiert worden und wird hoffentlich bald wieder voll hergestellt sein. Wir bringen Nuan zurück zu Prajuab und Kylie kommt zu uns. Josie wird sich um ihre Behandlung kümmern. 

Am frühen Nachmittag fahre ich in die Silverlake Klinik, hole Chock Di und Mi Chock ab und bringe sie zurück zum Beach Sala. Am Markt halte ich und liefere Ba Bät 15 kg Reis ab. Während ich die beiden Hunde auslade, kommen auch die Vorhallenhunde angerannt. Ich gehe rüber zur Vorhalle und fülle die Behälter nach. Obwohl mich Chock Di und Mi Chock eigentlich garnicht kennen, sind sie total anhänglich und folgen mir wohin ich gehe. Sie springen sogar ins Auto als ich wieder fahren will. 

Auf dem Weg nach Hause liefere ich 15 kg Trockenfutter bei Em ab. Zurück im Haus haben sich Kylie, Jaha und Silver, die ich in der Küche gelassen hatte, offenbar gut vertragen. Ich bugsiere sie nach draußen und gebe Diana ihre Infusionen. Anschließend füttere ich Nuan und Kylie, die offensichtlich recht hungrig ist, ein zweites Mal. Nach Einbruch der Dunkelheit nehme ich Kylie mit ins Haus, damit sie die erste Nacht ungestört verbringen kann.  

Josie schreibt mir, dass sie die drei Welpen aus Dr. Kwanchais Klinik geholt habe. Sie sollen wohl über den Berg sein und gehen zurück an ihren alten Platz.

Dienstag, 19. April 2016

Heute ist der Wahnsinns letzter Tag und meistens auch der schlimmste. Deswegen bleiben wir alle mal hübsch zu Hause und treten etwas kürzer, denn morgen ist wieder viel zu tun. Außer meinen Routinearbeiten entsorge ich nur Äste und Palmwedel, die Somchai geschlagen hatte, sowie das Blattwerk, das er immer zusammenkehrt. Diana bekommt ihre Infusion und Doxyciclin, das auch Nuan bekommt. Nuan gebe ich abends seit einigen Tagen noch eine Portion Reisfutter, da sie immer noch etwas dünn ist. 

Josie teilt mir mit, dass die drei Welpen vom Village die Parvovirose anscheinend überstanden haben. Hoffen wir, dass sie nun aus dem Gröbsten raus sind und nicht neue Überraschungen auf uns warten.

Montag, 18. April 2016

Arnie liegt bis zwei Uhr morgens neben meinem Bett und geht dann ins Wohnzimmer. Die Hunde draußen sind sehr unruhig, sodass ich mehrmals hinaus gehen muss, um sie zu beruhigen. 

Um sechs Uhr fängt das Gekläffe wieder an. Sobald Hunde in der Nachbarschaft anfangen zu bellen oder zu heulen, ist mindestens ein Hund auch dabei und andere fallen ein. So bekomme ich die Nacht über nur sehr wenig Schlaf. 

Arnie liegt noch im Wohnzimmer und rührt sich kaum. Er reagiert jedoch schwach als ich ihn anspreche. Arnie riecht streng. Das kommt daher, dass die Abbauprodukte aus dem Blut nicht mehr ausgefiltert werden und die Niere vermutlich kollabiert ist. Ich gehe nach draußen, säubere Hof und Garten vom Kot und lasse Somchai rein. 

Um zehn Uhr kommt Rhonda. Sie ist aus Australien zurück. Mit Arnie geht es zu Ende. Rhonda und ich sitzen bei ihm und nehmen Abschied. Mittags verstirbt Arnie. Am frühen Nachmittag fahre ich mit ihm in die NPW Klinik, um ihn einäschern zu lassen.

Sonntag, 17. April 2016

Arnie hat die Nacht im Haus verbracht. Er ist sehr wackelig auf den Beinen, reagiert aber noch auf mich. Während des Vormittags erbricht er sich einige Male und steht kaum noch auf. Ich befürchte, dass er bereits neurologische Schäden erlitten hat.

Am frühen Nachmittag verschlechtert sich sein Zustand, zuweilen steht er mehrere Minuten auf einer Stelle und ich habe den Eindruck, dass er nicht mehr weiß, was um ihn herum vorgeht. Ich trage ihn nach draußen, da es dort nun kühler ist als im Haus. Wenn er sich im Liegen erbricht, dann über seine Vorderpfoten und ich wasche in mehrmals ab. Er liegt in dem absperrbaren Bereich, in dem auch Skinny liegt. Nur Nadia kommt dort noch hinein, denn sie ist die Einzige die über die Mauer klettert, aber sie stört Arnie nicht.

Dr. Sam ruft mich an und teilt mir die Testergebnisse für Arnie und Diana mit. Arnies Werte sind außerordentlich schlecht. Seine Nierenwerte liegen bei 21. Der Normalwert liegt zwischen 0.4 und 1.5. Der Leberwert liegt bei 100. Der obere Grenzwert liegt bei 50. Dr. Sam befürchtet, dass es mit Arnie jede Stunde zu Ende gehen kann.

Dianas Nierenwert hat sich etwas verbessert. Er lag vor den Infusionen bei 4.1 und liegt nun bei 3.7. Die Infusionen müssen noch mindestens zwei Wochen lang fortgesetzt werden und selbst dann gibt es keine Gewähr, dass sich Dianas Nieren langfristig erholen. Arnie hatte sich ja auch vorübergehend erholt und hat nun einen Rückfall erlitten.

Am Spätnachmittag holt Mali Sabai ab. Es tut mir leid, dass Sabai nicht mehr bei uns bleiben kann, denn sie ist ein sehr liebenswerter Hund. Während sie seit gestern im Haus war, hat sie sich tadellos verhalten. Lady kann ich ebenfalls nicht tadeln. Sie hat mit sonst keinem der anderen Hunde ein Problem. Manchmal passen einfach zwei Hunde nicht zusammen.

Nach Einbruch der Dunkelheit hole ich Arnie herein. Während ich ihn beim Namen nenne, wedelt er mit seinem Schweif und lässt sich willig von mir aufnehmen. In der Küche lasse ich ihn runter und er sucht sich seinen Platz im Esszimmer. Ich setze mich zu ihm und spreche mit ihm. Das ist das Einzige was ich noch für ihn tun kann. Später am Abend kommt Arnie zu mir ins Bürozimmer und auch ins Schlafzimmer. Er scheint meine Nähe zu suchen.

Samstag, 16. April 2016

Es hat während der Nacht keine Probleme zwischen Lady und Sabai gegeben, aber Sabai drängt es wieder ins Haus nachdem Lady sie erneut attackiert hat. Silver, Nacho, Diana, Jaha und Arnie, der die Nacht überlebt hat, lasse ich auch wieder herein. 

Da ich nicht garantieren kann, dass es zwischen Lady und Sabai nicht wieder zu Auseinandersetzungen kommt, entscheidet Sigi, Sabai wieder in Thamai unterzubringen. Sabai bleibt damit im Haus bis Mali sie morgen abholt. 

Im Laufe des Tages geht es Arnie mal schlechter und mal weniger gut. Am frühen Nachmittag ist er so schwach, dass ich ihm keine Infusion geben mag. Diana geht es weiterhin überraschend gut. Sie lässt die Infusionen über sich ergehen, obwohl es manchmal nicht einfach ist auf ihrem Rücken weiches Gewebe zu finden. Ist das Gewebe zu hart tröpfelt die Lösung nur und es würde Stunden dauern ihr zumindest einen halben Liter zu verabreichen. 

Da ich um Arnies Leben fürchte rufe ich Dr. Sam an. Ihn zu ihm zu bringen möchte ich Arnie nicht zumuten. Dr. Sam verspricht nach Praxisschluss vorbei zu kommen. Überraschend scheint es Arnie am Spätnachmittag etwas besser zu gehen, denn er steht auf und läuft herum. Deswegen verabreiche ich ihm dann doch die Infusion. Dr. Sam kommt am späten Abend vorbei. Er möchte ein Ultraschall Untersuchung durchführen, aber Arnie ist so unruhig, dass das nicht klappt. So wird ihm nur Blut abgenommen und bei der Gelegenheit Diana auch. Ich möchte wissen, ob die Infusionen Wirkung zeigen. 

Dr. Sam will nach dem Bluttestresultat entscheiden, womit Arnie noch zu helfen ist. Seine Prognose aber ist sehr düster. Ich glaube allerdings nicht, dass Arnie so bald sterben wird. Auf jeden Fall tue ich was ich kann, um ihn wieder zu stabilisieren. Das morgige Testresultat wird vermutlich mehr Erkenntnisse bringen.

Freitag, 15. April 2016

Ich mache mir Sorgen um Arnies Zustand. Zwar lief er heute Morgen ein wenig herum aber wenn ich ihm etwas zu fressen anbiete, verweigert er es. Allerdings trinkt er. Während ich den Kot im Garten einsammele ist Arnie auch draußen. Er ist sehr schwach und kann kaum ordentlich sein Geschäft verrichten. Nach einer Weile zieht er sich zurück und als ich nach ihm schaue sehe ich, dass er Wasser und Schleim erbrochen hat. Ich nehme ihn wieder ins Haus und er liegt zusammen mit Silver und Jaha in der Küche. Diana ist auch wieder mit ins Haus gekommen und liegt neben meinem Schreibtisch. 

Während ich im Garten arbeite, kommt es wieder zu einer Hauerei zwischen Lady und Sabai. Ich kann dieses Mal aber sofort dazwischengehen und es passiert nichts weiter. Sabai allerdings zieht sich wieder ans Tor zurück. Ladys Verletzung ist nicht mehr sichtbar und sie läuft wieder normal.  

Nuan kommt mir ohne ihre Schwestern etwas verloren vor. Sie hält sich deswegen an mich. Um sie mache ich mir aber keine Sorgen. Sie kann sie gut einfügen und ihr jetziger Aufenthalt bei uns ist ja auf nur etwa drei Wochen begrenzt. 

Mittags bekommen Arnie und Diana ihre Infusionen. Arnie geht es schlecht und ich befürchte, dass er nicht durchkommt. Diana geht es recht gut. 

Am frühen Nachmittag bereiten Joe, Elena und ich eine Präsentation für Schüler der Tara Pattana International School vor. Elena ist eine der Lehrerinnen dort. Dabei kommt Sabai mit ins Haus und bleibt dort auch erstmal. 

Am Spätnachmittag fahre ich über Tongklom nach Baan Amphur. Erneut sehe ich am Straßenrestaurant weder Menschen-  noch Hundeseele. 

Am Sala hole zwei von Panjobs Hunden ab und bringe sie in Dr. Kwanchais Silver Lake Klinik, die nicht weit von Baan Amphur gelegen ist. Die beiden Hunde sind pflegeleicht und lassen sich ohne Probleme in die Käfige stecken und auch aus den Käfigen wieder herausholen. Panjob hat sie Chock Di und Mi Chock genannt. Die beiden sollen morgen sterilisiert werden. Ich werde sie in der Klinik lassen bis der Songkran Wahnsinn sich ausgetobt hat. 

Zurück im Haus werfe ich alle Hunde hinaus. Die einzige die etwas dagegen hat ist Sabai. Sie hat offensichtlich Angst erneut attackiert zu werden. 

Vielleicht ist es dem einen oder anderen aufmerksamen Leser aufgefallen, dass ich abends nicht mehr füttere. Nachdem ich morgens den Garten sehr häufig mit Häufchen überseht vorgefunden haben, eines morgens habe ich mal gezählt und bin auf über 200 gekommen, habe ich die Futterzufuhr gekappt. Beschwerden hat es bisher keine gegeben.

Donnerstag, 14. April 2016

Arnie hat die Nacht überstanden aber ist immer noch sehr schwach auf den Beinen. Diana geht es dagegen viel besser. Ihre Nierenprobleme sieht man ihr nicht an.

Ich hole Amporn in Naklua ab und spreche auch mit Wan Song, die ihren Job verloren hat und deswegen die Miete nicht mehr bezahlen kann. Wan Song hat für mich über zwei Jahre lang Hunde in Naklua versorgt und füttert zur Zeit ca. zwanzig von ihnen.

Während Amporn das Haus putzt, bade ich Jira und Isi. Danach verabreiche ich Arnie und Diana Infusionen. Ich erkundige mich bei Dr. Kwanchai, ob ich Prajuabs Hund mit der großen Wunde am Hinterteil abholen könne. Der muss allerdings noch ein paar Tage in der Klinik bleiben. Nach Songkran könne ich ihn wieder zu Prajuab zurückbringen.

Ladys Gelenkverletzung bessert sich. Sie kann wieder leicht auftreten und die Schwellung ist zurückgegangen. Sabai hält sich noch etwas abseits, aber scheint den Schock schon einigermaßen verarbeitet zu haben. 

Am Spätnachmittag lade verabreiche ich Jira und Chuki Ivermectin und lade sie ins Auto. Beide Hunde, speziell Jira, fühlen sich nicht besonders wohl bei uns und sind am Strand besser aufgehoben. Am kommenden Mittwoch werde ich sie dort wieder abholen damit sie am Donnerstag erneut gebadet werden können. Amporn sagt, sie wolle die beiden, sowie Nacho und Jaha, einem Spezialbad unterziehen. Das wird vermutlich ein Kreuzkümmelbad sein, verraten wollte sie aber nichts. 

Auf dem Weg nach Baan Amphur halte ich bei Dr. Sam, um mich zu erkundigen was ich noch für Arnie tun kann. Dr. Sam empfiehlt außer Kochsalzlösung erneut Doxyciclin einzusetzen. 

In Baan Amphur fahre ich zuerst zu dem Strandabschnitt an dem sich Samlee, Khao und Nuan aufhalten. Dort entlasse ich Jira und Chuki und lade Nuan ein. Mit ihr fahre ich zur Vorhalle und fülle die Behälter auf. Die Hunde sind nicht zu sehen und wohl am Strand. Ich treffe nur auf die schüchterne Hündin, die sich von mir streicheln lässt, aber nach mir schnappt, als ich versuche sie aufzunehmen. Mit ein wenig Geduld werde ich es aber wohl bald schaffen sie in eine Klinik zu bringen. 

Am Sala treffe ich auf eine Menge Hunde und auch die Vorhallenhunde kommen angerannt. Ich teile Panjob mit, dass ich einen Sterilisationstermin vereinbart habe und zwei von seinen Hunde morgen in die Klinik bringen werde. Zurück im Haus lasse ich Silver, Nacho, Jaha und Diana hinaus. Arnie bleibt vorerst über Nacht bei mir.

Mittwoch, 13. April 2016

Sabai hat sich die Nacht über brav verhalten und ich lasse sie am frühen Morgen hinaus. Ich untersuche erneut Ladys Bisswunde. Das Gelenk lässt sich frei bewegen und Lady scheint auch keine Schmerzen zu haben. Solche Beißereien können, so wie ich die Hunde halte, immer mal vorkommen. Meistens gehen sie glimpflich aus aber wenn der Blutrausch einsetzt und ich nicht sofort dazwischen gehe, kann es zu Verletzungen kommen. 

Yana behandele ich seit einigen Tagen ebenfalls wegen einer Schwellung, die sie sich ohne mein Wissen zugezogen hatte. Yana und ihre Schwester Yota haben ja ihr Revier hinter dem Haus und es kommt zuweilen zu Auseinandersetzungen mit Hunden, die sie nicht in ihren Bereich dulden. 

Manche Animositäten zwischen Hunden sind stabil andere wiederum ändern sich. Es kann sich auch die Rollenverteilung ändern. Amy zum Beispiel hat eine ganze Weile andere Hunde aufgemischt bis es Sabai wohl zuviel wurde und sie Amy verprügelte. Sofort hatte die ihre Opferrolle weg und auch andere Hunde attackierten sie bei Gelegenheit. Ich musste Amy dann solange schützen, bis sie wieder halbwegs zu ihrer alten Stärke zurückgefunden hatte. Sabai ist ja zusammen mit Lady der größte Hund und war eine ganze Zeit lang ziemlich bossig. Das hat Lady anscheinend nicht mehr gefallen und so kam es wohl zu der Beißerei. Nun muss ich Sabai wieder aufrichten. 

Diese Auseinandersetzungen sind jedoch keine Positionskämpfe, denn eine Hierarchie besteht unter den Hunden eher nicht. Dazu sind sie zu sehr zusammengewürfelt. Es geht wohl eher darum, dass sich nicht ein Hund zu bossig verhält. Er wird dann von den anderen irgendwann zurechtgestutzt. Die einzige Ausnahmen bildeten Rudi und Arnie, die ich mir dann ab und zu zur Brust nehmen musste. 

Nachdem ich Diana die tägliche Infusion gegeben habe, fahre nach Tongklom, um Gatee mit Ivermectin zu versorgen. Allerdings bekomme ich nur Cleo zu Gesicht und auch keinen der Saufbolde, die dort immer im Lattenverschlag hocken. 

An der Vorhalle im Wat kommen mir nur Jimbo und Nema entgegen und dann auch Arnie, der sehr wackelig auf den Beinen ist und an Gewicht verloren hat. Sofort gehe ich zum Strand runter, sehe dann aber zu meiner Erleichterung Jake, Shana, Nico, Scottie, Asa, Jira und Panya angerannt kommen. Am Sala sehe ich auch Satya, Yoshi, Toby, Rocky, Bok Luk, Carla, Aisha, Rosco und einige andere Hunde. 

An der Sala scheint es eine kleine Party zu geben. Zwei auch nicht gerade eben wohlhabend erscheinende Freunde von Ponjab haben sich eingefunden und Ponjab ist stockbesoffen. Er beschimpft mich, dass ich nicht schon die zwei Hunde zum Sterilisieren abgeholt habe. Ich hoffe, ich schaffe das morgen. 

Mit den Vorhallenhunden mache ich unseren Strandgang und treffe dabei auf Samlee, Nuan und Khao. Eigentlich wollte ich Nuan und Jira heute mitnehmen, aber da Arnie nun ein Notfall ist, muss Nuan noch zwei Tage warten. Die drei Welpen begleiten uns bis zum Tempeleingang und Khao sogar bis zur Vorhalle. Dort sehe ich auch eine junge Hündin, die sehr verschüchtert ist. Am Verhalten der anderen Hunde erkenne ich, dass sie sich wohl schon einige Tage an der Vorhalle aufhält. 

Ich fülle die Behälter auf und fahre nach Hause. Dort nehme ich Arnie mit ins Haus, werfe Nacho, Sabai, Jaha und Silver hinaus und gebe Arnie eine Infusion. Ich vermute, dass Arnies Nierenwerte wieder gekippt sind und um die Nieren wieder in Gang zu bekommen ist eine tägliche Infusion mit Kochsalzlösung die beste Hilfe. Ich hoffe, ich bekomme ihn auch dieses Mal wieder durch.

Dienstag, 12. April 2016

Nach meinen vormittäglichen Routinearbeiten bade ich Chuki, Silver, Nacho und Jaha.  

Josy teilt mir mit, dass wie von mir befürchtet, auch die anderen drei Welpen infiziert sind. Sie haben aber laut Dr. Kwanchai eine gute Überlebenschance. Der vierte Welpe, der von Josie in die Klinik gebracht wurde, hat nur eine geringe Chance zu überleben. 

Am Nachmittag bekomme ich Impfstoffe geliefert und 3BB versucht meinen stolpernden Internetzugang in den Griff zu bekommen, allerdings erfolglos. 

In der Nacht werde ich von wütendem Gebell geweckt. Sabai ist von etlichen Hunden attackiert worden und ist nun völlig verängstigt. Ich nehme sie ins Haus, kann aber außer ein paar Kratzern keine Verletzungen feststellen. Anschließend schaue ich mir alle anderen Hunde an und sehe, dass Lady auf nur drei Beinen läuft. An ihrem linken Vorderlauf stelle ich eine Bisswunde fest. Ich nehme sie in den Vorratsraum und untersuche die Wunde. Gebrochen ist nichts, aber das Gelenk ist angeschwollen. Ich verabreiche Lady eine entzündungshemmende Tablette. Sabai lasse ich über Nacht im Haus.

Montag, 11. April 2016

Heute Morgen klingelt mich Josie ganz früh aus dem Bett. Noel, die morgens immer die Hunde im Village füttert hat festgestellt, dass einer der vier Welpen lethargisch ist und Schaum vor dem Maul hat. Wegen der Vorfälle in den vergangenen Tagen vermutet Josie, dass der Welpe vergiftet worden ist. Dr. Kwanchai allerdings stellt keine Vergiftung, sondern eine Parvovirose fest. 

Da ich befürchte, dass die drei anderen Welpen ebenfalls infiziert sind, vereinbare ich mit Josie auch sie zu Dr. Kwanchai zu bringen, um sie dort testen und beobachten zu lassen falls die Tests negativ ausfallen. Dr. Kwanchai ist einverstanden die Welpen eine Woche in Quarantäne zu nehmen. 

Nachdem bei uns im Haus ein Elektriker einen durchgebrannten Ventilator ersetzt hat, muss ich mich um Nacharbeiten für die Registrierung der Stiftung kümmern. Der Antrag liegt immer noch in Banglamung und die Durchsicht der Papiere verlangt stetig Ergänzungen die erbracht werden müssen. Wir hoffen, dass nun alles beisammen ist und der Antrag noch vor Songkran auf dem Schreibtisch des Verantwortlichen in Chonburi landet.

Sonntag, 10. April 2016

Diana ist tagsüber draußen und arrangiert sich recht gut mit den anderen Hunden. Ähnlich wie Lina am Anfang hält sie sich abseits und beobachtet die Lage. Außer Hakim, einer der Welpen, der Diana zuweilen anbellt, kümmern sich die anderen Hunde nicht um sie. Natürlich hält Diana sich an mich, wenn ich draußen bin und will am liebsten auch mit ins Haus wenn ich wieder hineingehe. Ich lasse sie dann mit hinein, denn sie ist ja auch eine von den kranken Hühnern. Hoffen wir, dass sie mit Hilfe der Infusionen und Doxicyclin wieder auf die Beine kommt. Äußerlich und von ihrem Verhalten her ist ihr das Nierenproblem nicht anzusehen. 

Am späten Vormittag fahre ich zum Expat Club Treffen und bekomme wieder einen Teil meiner Tierarztrechnungen ersetzt. Danach hole ich 40 kg Trockenfutter und liefere die bei Wan Song ab. Songkran ist ja nicht mehr weit und so gilt es vorzusorgen.

Samstag, 9. April 2016

Josie informiert mich am Morgen, dass angeblich das Management ihres Village angewiesen habe Gift auszulegen. Ich fahre ins Village, kann aber auf dem sehr weitläufigen noch unbebauten Gelände auf dem die Hunde leben, keinen Hund ausmachen. Es ist allerdings brütend heiß und so ist es nicht verwunderlich, dass sich die Hunde verkriechen falls sie noch leben. Da ich keine Kadaver finde entscheide ich nicht das Management aufzusuchen, denn ohne einen Beweis zu liefern wäre das unvernünftig. Immerhin wissen nun einige Anwohner, die direkt am unbebauten Gelände ihre Häuser haben von einer möglichen Gefahr und können mich informieren. Das Tierschutzgesetz sieht für solcherart Vergehen Strafen mit bis zu zwei Jahren Haft vor. 

Von Josie aus fahre ich zu Dr. Kwanchai um Kylie abzuholen. Dr. Kwanchai erklärt mir, dass sich Kylie eine Operationsnaht entfernt habe und somit noch einige Tage länger in der Klinik bleiben müsse. 

Ich fahre weiter nach Naklua und hole Diana ab. Bobby scheint auch mitzuwollen, aber ich lasse ihn lieber an seinem Platz, da er sehr energetisch ist und vermutlich zu einem Problem werden würde. Diana ist ja eine ganz liebe und lässt sich von mir willig zum Auto tragen. Ich nehme sie erstmal mit ins Haus, wo sie sich mit Silver, Nacho, Jaha und auch Emma, die sich wieder mit hineingeschlichen hat, anfreunden kann. Während ich dies hier schreibe, liegt Diana ganz zufrieden neben meinem Schreibtisch.Morgen dann wird sie die erste subkutane Infusion erhalten, die ihre Nierenfunktion hoffentlich stabilisiert.

Freitag, 8. April 2016

Mom ist wieder bei uns. Amporn ruft mich morgens an und bittet mich Mom wieder zu mir zu nehmen. Sie kann ihn nicht bei sich halten, da er immer auf die Straße will und das ist zu gefährlich. Ich fahre also nach Naklua und hole Mom wieder ab. Bei uns ist er ja auch nicht so ganz glücklich, aber was sollen wir sonst mit ihm machen. Sein angestammter Platz existiert ja nicht mehr. 

Eigentlich hatte ich mit Josie verabredet Kylie am Nachmittag von Dr. Kwanchai abzuholen aber wegen eines Sponsor Treffens und anschließender Besorgungen verpenne ich den Termin total. So werde ich Kylie morgen Vormittag aus der Klinik holen und versuchen sie bei uns zu integrieren. Das wird wieder ein Balanceakt, den ich kenne sie garnicht. 

Dr. Sam gibt mir die Bluttestresultate von Bobby und Diana durch. Bobbys Werte sind einwandfrei, aber Diana hat ausgesprochen schlechte Nierenwerte und deswegen werde ich sie ebenfalls zu mir nehmen. Sie benötigt tägliche Infusionen und genau wie Nuan, die ebenfalls zurückkommen wird, zweimal täglich Doxicyclin.

Donnerstag, 7. April 2016

Ich hole Amporn am späten Vormittag ab und wir fahren zum Best, wo ich Rudi Ivermectin flüssig verabreiche. Gegen Mittag fahre ich mit Sabai in die NPW Klinik, um sie impfen zu lassen. Amporn putzt und hütet derweil das Haus. 

Mit Amporn und Mom, den Amporn wieder zu sich nimmt, fahre ich am Spätnachmittag nach Naklua, setze die beiden ab und fahre ein Stückchen weiter, um nach Bobby und Diana zu schauen. Da sie mir immer noch vertrauen, kann ich sie aufnehmen und mit ihnen zu Dr. Sam fahren, wo sie untersucht und geimpft werden. Die Untersuchung fällt ermutigend aus. Beide Hunde scheinen gesund zu sein obwohl sie schon recht alt sind. Ich lasse ihnen dennoch Blut abnehmen, da ich mich über ihren Zustand genauer informieren möchte. 

Nuan Testergebnis fällt vermischt aus. Ihre Leberwerte sind wieder im Normalbereich aber der RBC Wert (red blood cells) ist trotz der einmonatigen Doxycyclin Kur immer noch zu niedrig. Deswegen werde ich sie am Wochenende noch einmal zu mir holen, um sie weiter behandeln zu können. 

Josie schreibt mir, dass sie wahrscheinlich Dora und einen ihrer Welpen vermitteln kann. Eine Freundin hat sich bereit erklärt die Hunde zu adoptieren. Das ist eine wirklich gute Nachricht.

Mittwoch, 6. April 2016

Heute ist mal wieder Badetag. Ich nehme mir Silver, Nacho, Jaha und Chuki sowie Yaya und Amal vor.

Am Nachmittag ruft mich Badit, der Fischer an und fragt mich, ob ich nur zwei Hunde zurückgebracht habe. Er habe nur Khao und Nuan gesehen. Ich vermute, dass Samlee sich noch oder schon wieder an der Vorhalle herumtreibt. Die Hunde habe ja gestern Abend gesehen, dass es dort Trockenfutter und Wasser gibt. Am Wochenende werde ich wieder nach den Hunden dort schauen. Hoffentlich sehe ich dann auch Yoshi wieder.

Dienstag, 5. April 2016

Leider hat sich meine Hoffnung zerschlagen, denn Dora heult die ganze Nacht und damit sind auch die übrigen Hunde sehr unruhig. Meine Nachtruhe ist damit im Eimer. Morgens scheint Dora ein wenig Vertrauen zu mir gefasst zu haben, aber als ich versuche ihr das Medikament zu geben sind mindestens zehn Hunde um mich herum und das Projekt scheitert. 

Da ich befürchten muss, dass sich Doras Verhalten auf die Schnelle nicht ändern wird, bitte ich Josie Dora wieder zu sich zu nehmen. Noel, die Nachbarin, die Josie schon mal für einen Tag aufgenommen hatte, erklärt sich bereit es noch einmal mit Dora zu versuchen. Als Noel und Josie eintreffen ist Dora augenscheinlich erleichtert und gemeinsam zu Noels Haus. Dort empfängt uns ihr Mann Jean-Pierre sowie deren riesiger Rüde Aldo und Vivette, eine Straßenhündin die vor kurzem sterilisiert wurde. Dora fühlt sich sofort zu Hause und die drei Hunde verstehen sich erstmal gut. Josie ist erleichtert und ich auch. 

Da ich nicht genügend Impfstoffe mehr habe, um Prajuabs sechs Welpen impfen zu können, fahre ich zu Rani und hole mir die, die sie noch übrig hat. Bei Prajuab schaffen wir es fünf der sechs Welpen einzufangen und zu impfen. Den sechsten Welpen will Prajuabs Gefährtin mit Hilfe eines Anwohners, bei dem sich die Welpen aufhalten, noch schnappen. 

Ich fahre zurück nach Hause und befreie Samlee, Nuan, Khao und Nina von ihrer Verpackung und ziehe den Hunden die Fäden. Alle Operationswunden sind prima verheilt. Ich lade die Hunde ein und fahre mit ihnen zu Dr. Sam, um sie abschließend begutachten zu lassen, sie zu impfen und Nuan für einen Test Blut abzunehmen. Dann fahre ich mit ihnen zu ihrem Platz am Baan Amphur Strand und lasse sie frei. 

Anschließend liefere ich bei Ba Bät 30 kg Reis und 2,000 Baht ab. Ich fahre weiter zu den Vorhallenhunden und fülle die Behälter. Dabei vermisse ich Yoshi. Anschließend mache ich mit den Hunden einen nächtlichen Strandspaziergang. Samlee, Nuan und Khao sind ganz kirre als sie mich so schnell wiedersehen und folgen uns. Unerwarteterweise gibt es keine Konflikte mit den Vorhallenhunden und Samlee und Khao folgen uns bis zur Vorhalle. Ich will eigentlich Jira mitnehmen aber kann sie nun nicht mehr finden. Sie ist mal wieder für ein Bad fällig.  

Panjob, der alte Mann, der sich im Sala einquartiert hat, hat schon wieder zwei neue Hunde. Offenbar glauben Leute ihre Hunde bei ihm loswerden zu können. Ich werde versuchen zwei von ihnen am Freitag zum Sterilisieren in die Klinik zu bringen. Bei der Gelegenheit gelingt es mir nach langer Zeit auch mal wieder Rocky und Toby nahe zu kommen. Ich würde sie gern zur Untersuchung zu mir nehmen. Vielleicht ergibt sich demnächst eine Gelegenheit.

Montag, 4. April 2016

Josie ruft mich am Morgen an und bittet mich Dora vorübergehend aufzunehmen. Dora ist ja von Dr. Kwanchai sterilisiert worden und sollte in der Nachsorgezeit bei einer Nachbarin von Josie untergebracht werden. Deren Hund und Dora kamen aber nicht miteinander klar und so erkläre ich mich bereit Dora bei uns unterzubringen. 

Josie kommt kurz vor Mittag mit Dora vorbei. Nachdem die übliche Einführungsrunde beendet ist, nimmt Josie Dora ins Haus wo ich ihr ein Shirt verpasse. Ich lasse Dora noch eine Stunde im Haus und bringe sie dann nach draußen, wo sie sich erstmal unter einem der Büsche verkriecht.

Nachdem ich Boxen und Käfige in denen ich Rambo und Bag transportiert hatte sorgfältig desinfiziert habe, fahre ich am frühen Nachmittag zum Reisladen in Pong und hole mir 7 fünfzehn Kilo Säcke Reis. Vier Säcke liefere ich bei Prajuab ab und fahre dann zu Dr. Kwanchai und bezahle die Rechnungen für Daengs TVT Behandlung sowie die Tests und Behandlungen von Rambo und Bag. Bag ist leider vergangene Nacht von uns gegangen. 

Im Snoop Dog Futterhandel kaufe ich 100 kg Apro für Prajuabs Hunde und liefere die bei ihm ab. Auf dem Wege zu seiner Unterkunft entdecke ich fünf Welpen im gleichen Alter wie Rambo und Bag, allerdings etwa 300 m Luftlinie von deren Platz entfernt. Da ich keine Impfstoffe mehr habe bitte ich Rani mir morgen die zu geben, die sie noch hat. Wir verabreden uns morgen bei ihr zu treffen. Mit Prajuab vereinbare ich die Welpen am Nachmittag zu impfen. 

Ich kehre kurz vor Einbruch der Dunkelheit nach Hause zurück und sehe, dass Dora sich mittlerweile bis zum Sandplatz vor getastet hat. Am späteren Abend höre ich sie allerdings ab und zu heulen. Ich hoffe, dass sie sich im Laufe des morgigen Tages etwas eingewöhnt hat, denn ich muss ihr ja Antibiotika geben.

Sonntag, 3. April 2016

Um halb neun ist die Party zu Ende. Ich fahre um zehn Uhr zum Expat Club sonntags Meeting, um mir wieder einige Tierarzt Rechnungen erstatten zu lassen. Leider ist nicht genug Geld in der Kasse und so muss ich es am kommenden Sonntag noch einmal versuchen. 

Auf dem Rückweg fahre ich nach Naklua, um nach Bobby und Diana zu sehen. Die beiden sind von mir lange Zeit auf dem Talat Rung Roht zusammen mit Mom, der dort immer noch lebt, versorgt worden. Sie waren eines Tages verschwunden und ich hatte mir große Sorgen um ihren Verbleib gemacht. Ich bin nach Plutaluang gefahren um sie dort zu suchen, fand sie jedoch nicht. Nach Wochen wurde ich von Anwohnern darauf aufmerksam gemacht, dass sie auf der anderen Straßenseite von einer Frau aufgenommen wurden. Ich besuche sie ab und zu und hatte der Frau versprochen, Bobby und Diana zur jährlichen Nachimpfung abzuholen. Das werde ich kommende Woche nachholen. Die Hunde und ich freuen uns wieder zu sehen, Diana und Bobby geht es gut.

Samstag, 2. April 2016

Dr. Kwanchai teilt mir heute Morgen mit, dass Rambo gestorben sei. Ich bitte ihn Rambo einäschern zu lassen. 

Nun bin ich schwer in Sorge, dass der andere Welpe, der immer mit Rambo zusammen war, ebenfalls infiziert ist. Deshalb fahre ich zu Prajuab. Der kann Bag, so heißt der Welpe, aber nicht einfangen und so fahre ich zunächst zu Wan Song und bringe ihr 40 kg Trockenfutter. Wir fahren gemeinsam zu einer ihrer Futterstellen und ich mache ein paar Fotos. 

Anschließend fahre ich zu dem Musikpavillon ein paar Meter weiter, wo Shira sich nun aufhält, nachdem alle ihre Freunde vergiftet wurden. Als Mirko, Anja und Sila mein Auto hören, kommen auch sie angerannt. Sie leben 200 Meter weiter an einer kleinen Häuserzeile. Shira hat ein paar Hautprobleme, die Wan Song behandeln kann, Mirko, Anja und Sila geht es sehr gut und Anja ist richtig rundlich geworden. 

Prajuab ruft mich an, dass er Bag einfangen konnte und so hole ich ihn ab und fahre mit ihm zu Dr. Sam um ihn testen zu lassen. Wie befürchtet ist der Staupetest positiv und da Dr. Sam keine Quarantänestation hat, bringe ich Bag zu Dr. Kwanchai. Der teilt mir mit, dass Bag keine Überlebenschance hat. Ich lasse Bag bei ihm und lasse mir Daeng bringen, deren TVT Behandlung beendet ist. Daeng bringe ich an ihren Platz zurück und informiere Prajuab davon, dass sie zurück ist, dass aber Bag nicht zurückkehren wird.

Auf dem Nachbargrundstück findet seit den Mittagsstunden eine Party statt mit entsprechend ohrenbetäubender Musik. Die Party ist um drei Uhr nachts noch in vollem Gange und ich werde schon um fünf Uhr morgens wieder geweckt, da meine Fensterscheiben immer noch klirren. Für die Hunde ist der Stress noch größer, sie bellen bis zum Morgengrauen ununterbrochen.

Freitag, 1. April 2016

Prajuab ruft mich morgens an und teilt mir mit, dass es Rambo wieder schlechter geht und dass er noch eine Hündin mit einer nicht heilen wollenden Wunde habe. Nachdem ich alle Arbeiten im Haus erledigt habe, die Hunde gefüttert und die Medikamente verteilt habe, fahre ich zu Prajuab. Ich frage ihn wieviel Hunde er geimpft habe und er teilt mir mit, dass er alle Impfstoffe aufgebraucht habe. Prajuab fängt die beiden Hunde ein und ich fahre mit ihnen zu Dr. Kwanchai. Da der nicht da ist, informiere ich seine Assistentin und lasse die Hunde in Box und Käfig in der Klinik. 

Am Nachmittag teil mir Dr. Kwanchai mit, dass Rambo auch noch an Staupe leide und keine Überlebenschance habe. Der Hund mit der großen Wunde benötige einen rekonstruktiven Eingriff und müsse für eine Woche in der Klinik bleiben.