Donnerstag, 25. Februar 2016

Samlee, Khao und Nuan habe die vergangenen Stunden gut verbracht. Ich öffne die Gittertüren und widme mich der Gartenarbeit. Samlee, die Furchtloseste von den dreien sehe ich bald unter den anderen Hunden. Sie giftet zwar hier und da, aber an Selbstbewusstsein scheint es ihr nicht zu fehlen. Nuan und vor allem Khao sind etwas schüchterner, erkunden aber auch bald den hinteren Bereich. 

Nachdem ich Futter und Medikamente verteilt habe, hole ich am späten Vormittag Amorn ab. Bei unserer Rückkehr liegen Samlee, Nuan und Khao auf dem Treppenabsatz vor der Küchentür und scheinen von den anderen Hunden akzeptiert zu werden. Die Nacht im Haus scheint ihnen gut gefallen zu haben, denn wenn ich die Tür öffne, wollen alle drei in die Küche, was ich aber nicht zulasse. Samlee scheint mich besonders zu mögen und folgt mir durch den Garten. Sie hört auch auf Entfernung, wenn ich sie rufe. Ich hoffe, dass ihre Art den anderen Hunden nicht übel aufstößt Es wäre ja nicht das erste Mal, dass ein zu selbstbewusster Hund von der Meute zurückgestutzt wird.

Dr. Sam ruft mich an und teilt mir mit, dass Antons Blutprobe nicht zu gebrauchen ist und dass ich Anton noch einmal vorbeibringen solle. Nicks Schwellung ist wieder angewachsen. Seine Blutwerte sind auch nicht die Allerbesten, insbesondere der Hämatokritwert ist bedenklich. Eine erneute Punktierung hält Dr. Sam für nicht sinnvoll und bittet mich Nick mit Amoksiklav und dazu weiterhin mit Doxyciclin zu behandeln.

Am Spätnachmittag bringe ich Amporn zurück und fahre mit Anton in die Klinik, wo ihm erneut Blut abgenommen wird. Anton verhält sich wie immer tadellos wenn wir unterwegs sind. Zurück im Haus erfolgt die abendliche Routine mit Gartenreinigung, Futterverteilung und Medikamentenvergabe. Samlee, Khao und Nuan liegen friedlch auf den Treppenabsatz und scheinen sich schon recht gut zurechtgefunden zu haben. Hilfreich dabei ist, dass die Hunde sie wohl schon als neue Mitglieder des Hauses aufgenommen haben.

Mittwoch, 24. Februar 2016

Rhonda ist wieder da und wir machen die Welpen und Isi. Yvonne benachrichtigt mich, dass sie am Nachmittag vorbeikommen will, um mit Anton in die Klinik zur Abschlussuntersuchung zu fahren. Da Nick nun eine Schwellung an der linken Halsseite entwickelt, werde ich ihn auch mit in die Klinik nehmen. Amal kommt dann ebenfalls mit, da er Hautauffälligkeiten am Bauch entwickelt hat. 

Dr. Sam ruft mich an und erklärt, dass die Blutwerte von Khao, Samlee und Nuan nicht so sind, dass er das Risiko eines Eingriffs eingehen will. Sie müssten mindestens zwei Wochen lang mit Doxicyclin behandelt werden, bevor sie sterilisiert werden könnten. So werde ich sie erstmal mit zu uns nehmen. 

Da Yvonne bis zum Nachmittag zu tun hat, fahre ich mit Anton, Nick und Amal in die Klinik. Antons Untersuchung ergibt, dass das Blutgerinnsel fast ganz verschwunden ist und keine weitere Behandlung notwendig ist. Nicks neue Geschwulst wird punktiert und dabei recht viel blutige Flüssigkeit abgesaugt. Beiden Hunden wird Blut für einen Test entnommen. Amal soll ich mit Malaseb behandeln. Es ist entweder eine bakterielle Entzündung oder ein Pilz. Sollte keine Besserung eintreten, muss er medikamentös behandelt werden. 

Ich bringe die Hunde wieder nach Hause, säubere Box und Käfig und fahre wieder in die Klinik um Samlee, Khao und Nuan abzuholen. Ich habe bereits einen guten Kontakt zu ihnen gefunden. Hilfreich dabei war, dass ich sie immer bei unserem Strandgang angesprochen hatte. Deswegen lassen sie sich problemlos in Box und Käfig verladen und ich fahre mit ihnen nach Hause. 

Mittlerweile ist es bereits dunkel. Ich lasse die drei in der Schleuse heraus und gebe ihnen zu fressen und zu trinken. Nachdem die Hunde das Interesse an den Neuankömmlingen verloren haben, öffne ich die Schleusentür und gehe ins Haus. Neue Hunde in die Meute zu integrieren ist immer heikel, wenn es dunkel ist, wird es schwierig und bei mehr als einem kann ich eigentlich nur von einer kurzen Nachtruhe ausgehen. 

Bis Mitternacht fängt dann auch alle paar Minuten einer der Hunde an zu bellen und ich bin oft draußen um die Ruhe wieder herzustellen. Samlee, Nuan und Khao trauen sich nicht weiter als ein paar Meter aus der Schleuse scheinen aber nicht übermäßig besorgt zu sein. 

Um zwei Uhr wache ich vom Geräusch strömenden Regens auf. Ich gehe raus und hole Samlee, Khao und Nuan nacheinander ins Haus, frottiere sie kräftig ab und gebe ihnen ein paar Snacks zu fressen. Sie verhalten sich nun schon so als würden wir uns ewig kennen und laufen neugierig durchs Haus. Weil ich gern noch ein paar Stunden geschlafen hätte, bringe ich die drei nach zwei Stunden in den hinteren Bereich in dem sich Skinny, Nadia, Yana und Yota aufhalten und der regengeschützt ist. Ich sperre den Bereich ab und lege mich wieder schlafen.

Dienstag, 23. Februar 2016

Rhonda kommt und macht sich an Jori, Maisha, Snowy und Nina verdient. Ich fahre mittags in den Slum wo ich Cat treffe. Sie verfrachtet die beiden Welpen in die Box und wir fahren zu Dr. Sam. Dort werden Suki und Lucy ein zweites Mal geimpft und auch entwurmt. Lucy ist in keinem besonders guten Zustand. Sie leidet an Blutparasiten und ist leicht räudig. Sie bekommt eine Ivermectin Injektion und muss einen Monat lang mit Doxicyclin behandelt werden. Ich liefere Cat und die beiden Welpen wieder im Slum ab und verabrede mit Cat ihr noch heute Abend das Doxyciclin und eine Flasche Malaseb zu bringen. 

Wieder zu Hause lade ich Yoshi und Bok Luk ein und liefere sie im Tempel ab. Bok Luk scheint garnicht mehr zurück zu wollen, aber ich habe ja dem alten Mann versprochen sie wieder zu ihm zurückzubringen und will ja sowieso die Zahl der Hunde im Haus reduzieren. Yoshi findet sich schnell wieder zurecht. Nacho und Jira begrüßen mich ganz stürmisch und sind offensichtlich froh, dass ich sie nicht verlassen habe. 

Anschließend fahre ich zu dem Fischer, der mit Nuan, Khao und Samlee auf mich wartet. Wir laden die drei Welpen ohne Probleme in Box und Käfig und ich fahre mit ihnen in die Klinik. Sie sollen morgen operiert werden, vorausgesetzt die Blutwerte sind in Ordnung. 

Anschließend fahre ich in den Slum und gebe Cat das Doxicyclin und das Malaseb. Lucy soll in einer Woche dann eine zweite Ivermectin Injektion bekommen.

Montag, 22. Februar 2016

Wan Song ruft mich an und bittet mich ihr wieder Trockenfutter für die Naklua Hunde zu bringen. Ich fahre zum Snoop Dog Futterhandel und hole zwei Sack Apro. 

Dann fahre ich zum Naklua Slum, um zu sehen ob Suki, die die zweite Impfung erhalten muss, noch da ist. Ich treffe das junge Mädel, Cat, und sie erklärt, dass der ältere Welpe seine Impfungen schon vollständig erhalten hat. Ich biete ihr an außer Suki auch den anderen jungen Welpen, sie heißt Lucy, mit impfen zu lassen. Wir verabreden uns für morgen Mittag gemeinsam zu Dr. Sam zu fahren. 

Anschließend liefere ich den Sack Apro bei Wan Song ab und fahre zu Dr. Sam um ihm zu avisieren, dass ich morgen mit zwei Welpen zum Impfen bei ihm sein werde. Danach muss ich zum Big C, weil mir die Würste zum Verteilen der Doxycyclin Tabletten ausgegangen sind. 

Dann fahre ich zur NPW Klinik, um die Exportunterlagen für Chok Dee, einem von Malis Hunden, der von Yvonne Ende des Monats zusammen mit Anton nach Deutschland gebracht wird, auf den neuesten Stand zu bringen. Ich hoffe die Unterlagen morgen dann abholen zu können.

Sonntag, 21. Februar 2016

Mittags kommen Michael und Maria mit Stella. Ich lasse die drei erstmal in der Torschleuse, damit sich die Hunde beruhigen und Stella sich an die wilde Meute aus sicherer Entfernung gewöhnen kann. Stella ist nicht mehr so verunsichert wie bei ihrem ersten Besuch bei uns und scheint Interesse an der neuen Situation zu verspüren. Nachdem sich die Hunde beruhigt haben und die meisten wieder ihren gewohnten Spielchen nachgehen, öffne ich das Schleusentor und einige Hunde beschnuppern Stella. Diese Prozedur ist unvermeidlich und jeder Neuankömmling muss sie sich gefallen lassen. Stella kommt damit auch ganz gut klar und hat damit die erste Prüfung bestanden. Aus der sicheren Umzäunung will sie jedoch noch nicht herauskommen, auch nicht als Michael und Maria aus der Schleuse heraustreten. Für die beiden ist aber das erste Etappenziel erreicht und sie verabschieden sich mit Stella nach einer knappen Stunde. Am kommenden Sonntag wollen sie wiederkommen. 

Am Nachmittag habe ich wieder viel am Schreibtisch zu tun. Ich bin dabei eine komprimierte Form meines Blogs in englischer Sprache zu erstellen. Darin sollen die Tagesberichte monatlich zusammengefasst werden. Entsprechend wird dann dazu auch eine FB Seite ähnlich der Tierhilfe Pattaya Seite online gehen. Ich mache mir diese Mühe um nach der Registrierung der Stiftung aussagefähiges Spendensammelmaterial in zwei Sprachen zur Verfügung zu haben. 

Am Spätnachmittag bade ich Jori, Isi, Lady, Silver, Patty, Maisha und Yoshi. Silver kann kommende Woche wieder in die Thepprasit Road zurück. Sie muss nur noch alle zwei Wochen mit flüssigem Ivermectin behandelt werden und dafür muss sie nicht länger bei uns bleiben. Yoshi wird in den Tempel zurück gehen und auch Bok Luk, die in wenigen Tagen ihre Monatskur beendet haben wird.

Samstag, 20. Februar 2016

Momentan habe ich vier Hunde bei mir, die eigentlich in den Tempel gehören. Yoshi hatte ich vor etlichen Wochen wegen einer leichten Pilzinfektion auf dem Nasenrücken zu uns geholt. Die Infektion ist lange verschwunden. Ich habe ihn da gelassen, weil er unauffällig war und keinen leichten Stand in der Tempelmeute hatte. 

Der zweite ist Nacho. Nacho hat es auch nicht leicht im Tempel und schleppt mit sich diese anscheinend unheilbare Hautkrankheit herum. Er war schon zuvor im Haus Naklua und wieder zurück im Tempel und auch schon einmal im Haus Mabprachan. Ich hatte ihn mitgenommen, weil er unbedingt mit mir fahren wollte und zu mir ins Auto sprang. Hier im Haus fühlt er sich aber auch nicht wohl. Er ist öfters durchs offene Fenster in den Vorratsraum gesprungen und hat sich dort verkrochen. Nun weint er und will tagsüber im Haus liegen. Ist er draußen will er durchs Tor. Ich denke, er fühlt sich einfach nicht wohl in seiner Haut und will da irgendwie heraus. Das aber geht nun mal nicht. 

Der dritte Hund ist Jira. Sie will auch immer ins Haus. Durch ihre ebenfalls unheilbare Krankheit, sie ist Nachos Halbschwester und Jahas Schwester, ist sie permanent unglücklich. Jira ist auf Grund ihrer Hautempfindlichkeit tendenziell hysterisch und heult schon auf wenn ihr ein Hund nur zu Nahe kommt. 

Die vierte im Bunde ist Jaha. Ich habe sie geholt, da sich ihre Hautauffälligkeiten stark verschlechtert hatten. Jaha ist im Gegensatz zu Nacho und Jira psychisch relativ stabil und verhält sich einigermaßen normal, auch wenn sie sich weitgehend zurückzieht. Ihr Zustand hat sich während der Behandlung mit Atopica stabilisiert. 

Yoshi, der monatelang unauffällig war, ist nun zunehmend aggressiv. Wenn Yaya sich ihm nähert, knurrt und bellt er ihn an. Auch hat er sich tagelang in eine der Wannen zurückgezogen und hält sich seit gestern im hinteren Bereich bei Skinny, Yana, Yota und Nadia auf. 

Alles in allem ist es so, dass die vier sich bei uns unwohl fühlen und deswegen schnappe ich mir heute Nachmittag Jira und Nacho und bringe sie zurück in den Tempel. Ich hoffe, dass sich das Verhalten der Meute ihnen, den schwächeren Hunden gegenüber, etwas geändert hat, da Arnie nun blind ist und seinen Einfluss nicht mehr so ungehindert gelten machen kann. 

Auf dem Tempelmarkt liefere ich 15 kg Reis bei Ba Bät ab und als ich Nacho und Jira aus den Käfigen lasse, habe ich den Eindruck, dass sie es positiv aufnehmen. Natürlich ist ihnen die Umgebung sofort wieder vertraut. Die Meute nimmt sie wie selbstverständlich auf und wir gehen alle an den Strand. Sogar Nema, die sonst immer zurückbleibt, begleitet uns. Für den heutigen Tag zumindest habe ich also Jira und Nacho offensichtlich etwas Gutes getan. 

Am Strand treffe ich die Fischersleute, die sich um die drei weiblichen, weißen Welpen kümmern. Ich verabrede mich mit ihnen am kommenden Dienstagnachmittag zu treffen, damit sie mir helfen die Welpen in die Käfige zu bekommen. Ein Sterilisationstermin mit Dr. Sam für Mittwoch ist bereits vereinbart. Hoffen wir, dass ihre Bluttestergebnisse so aussehen, dass sie alle sterilisiert werden können.

Freitag, 19. Februar 2016

Morgens kommt Rhonda und arbeitet mit den Hunden. Am späten Vormittag kommt Josie mit Erwin und Ralf. Ralf sucht eine bezahlte Beschäftigung, die ich ihm allerdings nicht anbieten kann. Nachdem die drei gegangen sind muss ich mich wieder um die Gründung der Stiftung kümmern. Danach ist Schreibtischarbeit angesagt. 

Meine Sorge, dass eventuell einer der übrigen Welpen krank wird hat sich nicht begründet. Die morgendliche und abendliche Verteilung von Doxycycline an die Hunde, die zuvor noch keine Monatskur erhalten hatten, lindert meine Befürchtung morgens womöglich wieder einen weiteren Leichnam aufzufinden.

Donnerstag, 18. Februar 2016

Michael ruft mich an und teilt mir mit, dass Maria nicht die Verantwortung für Lucy übernehmen möchte. Stella ist es gewohnt an der Leine zu gehen und wird regelmäßig ausgeführt. Keiner der Hunde hier hat jemals eine Leine gesehen und deswegen ist die Gefahr zu groß, dass Lucy sich mal losreißt und verschwindet. Maria möchte lieber öfter mal vorbeikommen und hofft, dass Stella sich mit der Zeit an die Hunde gewöhnen wird und Spielgefährten findet.

Am frühen Nachmittag kommt Yvonne vorbei. Wir sitzen zusammen während ich die Welpen untersuche. Yvonne wird Anton und auch Chok Dee, einen von Malis Hunden Ende des Monats mit nach Deutschland nehmen.

Am Spätnachmittag fahre ich nach Baan Amphur, um die Hunde zu besuchen und Ba Bät mit neuem Reis zu versorgen. Allerdings ist heute gerade kein Markt und so muss ich meine Lieferung verschieben. Auf unserem Strandgang sehe ich wieder die drei weißen Welpen, die von Fischersleuten versorgt werden. Die Leute hatten mich schon vor Wochen gefragt, ob ich die Welpen sterilisieren lassen könne. Ich hoffe, die Fischer bald zu treffen, damit wir das organisieren können. 

Auf dem Wege zurück sehe ich zu meiner großen Freude Bonnie und Tessa wieder. Bonnie ist sehr zutraulich und sieht prächtig aus. Tessa macht einen schüchternen Annäherungsversuch, aber als ich sie genauer inspizieren will, da ich vermute, dass es ihr nicht so gut geht, verschwindet sie wieder im Buschdickicht. Immerhin weiß ich, dass sie wohl ganz gut überleben können. Ein bisschen bin ich immer in Sorge, wenn ich sie lange nicht gesehen habe.

Mittwoch, 17. Februar 2016

Rhonda und Somchai haben heute beide abgesagt und so schnappe ich mir am späten Vormittag, nachdem Garten und Hof sauber sind, die Hunde gefüttert und die Medikamente verteilt, zuerst Rudi und danach Anton, schrubbe sie im Bad kräftig ab und untersuche sie dann nach Zecken. Anschließend sprühe ich sie mit meiner Speziallösung ein und Rudi bekommt noch zusätzlich Fipronil aufgetragen. 

Danach untersuche ich die Welpen, die weitgehend sauber sind. Emma, Nousha und Binda, die alle Ringworminfektionen haben, werden wie jeden Morgen zuerst mit einer Lösung und dann mit einer Creme behandelt. Nina ist dann auch noch dran. Sie macht sich immer noch den Spass bei jeder Gelegenheit durch die Tür zu wischen, wenn ich mit einem Hund auf dem Arm in die Küche gehe. 

Am Nachmittag treffe ich einen Deutschen, der angefragt hatte, ob er volontieren könne. Ich habe allerdings keinen guten Eindruck von ihm und sage ihm deshalb ab. 

Auf dem Rückweg fahre ich bei Dr. Sam vorbei und lasse mir Rudis Bluttestresultat erläutern. Der Leberwert hat sich ein wenig erholt, ist aber immer noch außerhalb des Normalbereichs. Rudis Behandlung wird dementsprechend für weitere zwei Wochen fortgesetzt. 

Am späten Nachmittag kommt Michael vorbei. Er und seine Frau Maria haben vor einem Jahr Kira, jetzt Stella, adoptiert. Ich hatte den beiden damals empfohlen auch die identisch aussehende Schwester Darya mit zu adoptieren. Das hatten Michael und Maria nicht gemacht. Michael fragt mich um Rat, da Stella sich offensichtlich sehr langweilt, ob er sie ab und zu vorbeibringen könne, damit sie mit anderen Hunden spielen kann. Ich halte das für keine gute Idee und schlage ihm vor, lieber einen der Hunde hier zu sich zu nehmen, um zu sehen ob Stella und er/sie sich verstehen. Darya ist ja schon vor einigen Monaten adoptiert worden und deswegen hole ich Lucy Song ins Haus. 

Stella war natürlich von der Meute überwältigt und so hat Michael sie erstmal ins Haus getragen. Sie ist mit zwei Monaten aus dem Haus Naklua adoptiert worden und deswegen so viele Hunde auf einmal nicht mehr gewohnt. Mich hat sie aber sofort wieder erkannt und sogar noch auf ihren alten Namen reagiert. Lucy zeigt zwar kein besonderes Interesse an Stella, aber das ist kein Wunder. Sie hat ja viele Spielgefährten. Michael will mit Maria sprechen und dann werden sie entscheiden, ob sie meinen Vorschlag annehmen.

Dienstag, 16. Februar 2016

Rhonda hilft mir heute Vormittag wieder und wir widmen uns erneut der Zeckensuche. Damit es mit den großen Hunden etwas einfacher wird, werde ich sie alle zuvor shampoonieren und kräftig abreiben, damit schon mal ein Großteil der Zecken entfernt wird. 

Ich fange heute mit Bok Luk an. Ihre Wunde ist ja schon seit über einer Woche gut verheilt und sie kann deshalb gebadet werden. Bok Luk ist langfellig und so kann das Entfernen der Zecken frustrierend und langwierig sein. Deswegen schrubbe ich sie mit einer Gummibürste kräftig ab. Die Prozedur im Bad dauert schon mal gleich eine halbe Stunde und danach hat Rhonda noch eine Stunde zu tun, um Bok Luk weitestgehend von den Plagegeistern zu befreien. 

Ich nehme mir derweil die Welpen vor, die weiterhin recht pflegeleicht sind. Nachdem ich Bok Luk auch die Ohren gesäubert habe, bekommt sie ein spot-on mit Fipronil und wird mit meiner Speziallösung besprüht. 

Anschließend nehme ich Nick ins Bad und wiederhole die Prozedur mit ihm. Er hatte von Dr. Sam vor einigen Tagen Fipronil aufgetragen bekommen. Viele von den Zecken, die ich ihm auswasche sind bereits tot, aber nicht alle sind von Fipronil geschafft worden. Nachdem Rhonda gegangen ist, nehme ich mir Nick allein vor. Besonders in den Ohren finde ich noch viele Zecken aber Nick ist recht geduldig und so ist auch er nach einer Stunde in annehmbarem Zustand. 

So wie Bok Luk und Nick werden wir uns nun in der kommenden Zeit alle erwachsenen Hunde vornehmen, aber die Liste ist lang und es wird sicher Wochen dauern bis wir alle durch haben.

Montag, 15. Februar 2016

Somchai kommt, macht den Garten und repariert das Ventil einer Wasserleitung, das die Hunde angeknabbert haben. Es ist wirklich erstaunlich wie attraktiv für sie jede Art von Plastikzeug ist. Sie delektieren sich an den Wannen, in denen einige von ihnen gern liegen und nutzen jede Gelegenheit Plastikschalen anzufressen, wenn ich versäumt habe mal eine einzusammeln. Der ganze Müll wird dann auch wieder fein säuberlich ausgeschieden und ich kann ihn dann zusammen mit dem Kot einsammeln. 

Rhonda kommt auch und wir machen uns wieder gemeinsam an die mühevolle Arbeit des entzeckens. Ich habe mir eine Mischung aus Essigwasser und ätherischen Ölen, Citricidal, Teebaum, Citronella und Lavendel, zusammengestellt, die angeblich zeckenabweisend sein soll. Damit sprühen wir die Welpen sowie Rocco und Lucy ein. Die Welpen sind allmählich in einem Zustand, der erträglich ist. Rocco und Lucy machen allerdings eine Menge Arbeit. Sie sind ja vor etwa drei Wochen mit dem teuren Frontline behandelt worden. Das hat seine Wirkung nun allerdings komplett verloren. Um die Dimension unserer Anstrengungen zu illustrieren sei gesagt, dass Rhonda und ich geschlagene vier Stunden pausenlos am Puhlen sind. 

Am Nachmittag kommen Mali und Derek mit zwei Immobilienmaklern vorbei, die wohl versuchen sollen, das Haus an den Mann oder die Frau zu bringen. Ich habe ja auch mal in dem Gewerbe gearbeitet und so kann ich an der Mimik der beiden ablesen, wie erfolgreich sie dabei sein werden. 

Nachdem der Spuk vorbei ist, fahre ich mit Sabai und Rudi in die Stadt. Sabai bringe ich in die Boonsamphan Klinik in der Soi Khao Noi. Dort erhält sie eine Injektion gegen Herzwürmer und ein spot-on mit Frontline. Weiter gehts zu Dr. Sam wo Rudi Blut abgenommen wird. Er hat gestern seine leberunterstützende Therapie erstmal beendet und wir wollen sehen was sie gebracht hat. Immerhin hat er schon ein halbes Kilo zugenommen. Sehen kann ich das allerdings nicht, er ist immer noch sehr fragil. 

Allerdings hält ihn das nicht ab sich ab und zu mit Anton zu fetzen. Zuweilen liegen sie aber auch Seite an Seite auf der Terrasse und tun sich nichts. Ist wahrscheinlich ein Spielchen was die beiden treiben, wenn es ihnen zu langweilig wird. 

Rudi erhält nun wie auch Lady, Nadia, Bunnie, Jori, Nick und Sabai morgens und abends 100 mg Doxicyclin. Die kleineren Hunde wie Buffy, Aya, Lucy, Jaha, Jira, Selina, Silver, Bieow, Isi, Yobo, Yota, Yana, Nura, Nacho, Bok Luk und die Welpen erhalten nur morgens 100 mg. Mom, Snowy, Amy, Anton, Maisha, Yoshi, Yaya, Lina und Lucy Song haben ihre Kur bereits beendet. Mum ist vorerst nicht dazu zu bewegen mir eine Tablette abzunehmen und bei Skinny muss ich trickreich vorgehen, um auch sie mit Doxicyclin zu versorgen. Glücklicherweise sind aber alle anderen so gierig, dass sie mir fast die Finger abbeißen, wenn ich ihnen die Wurststückchen reiche.

Sonntag, 14. Februar 2016

Am Vormittag mache ich mich wieder über die Welpen sowie Nina und Snowy her. Die Welpen habe jetzt sozusagen den Zustand der Grundreinigung erreicht, während bei Nina und Snowy noch eine Menge Arbeit anliegt. So ist auch im Nu der frühe Nachmittag erreicht und ich kann endlich mal was essen. 

Am Spätnachmittag fahre ich in die Stadt, um dringende Besorgungen zu machen. Wenn ich mittlerweile die Hunde für einige Stunden sich selbst überlasse, kann ich das gut vertreten. Auch die Welpen wissen nun, dass ich zurückkomme und scheinen nicht sonderlich besorgt zu sein, wenn ich mich durch das Tor von ihnen verabschiede. Selbst wenn ich erst nach Einbruch der Dunkelheit zurückkehre, verhalten sich die Hunde recht ordentlich und freuen sich, dass sie mich wiederhaben. Dass dann auch immer noch die abendliche Fütterung stattfindet ist natürlich auch wichtig.

Samstag, 13. Februar 2016

Enya ist vergangene Nacht exakt um Null Uhr gestorben. Ich war in ihren letzten Stunden bei ihr und hoffe, dass ich ihr noch ein wenig Wärme geben konnte. 

Nachdem ich meine Arbeiten erledigt habe sowie Zweige und Blattwerk entsorgt habe, fahre ich mit ihr in die NPW Klinik, um sie zur Einäscherung abzugeben. 

Nachmittags bin ich wieder mit Fund-raising Arbeiten beschäftigt. Es ist sehr zeitraubend aussagefähige Präsentationen zu erarbeiten, aber notwendig. Das Spendenaufkommen muss erheblich gesteigert werden, damit ich meine Arbeit weiterführen kann. Im vergangenen Jahr habe ich 8,000 Euro aus der eigenen Tasche bezahlt. Das wird dieses Jahr nicht mehr mögliche sein. 

Ich bin sehr dankbar allen, die mich zur Zeit regelmäßig oder gelegentlich unterstützen; wenn es noch einige mehr werden wäre mir das allerdings eine große Hilfe.

Freitag, 12. Februar 2016

Enya, die seit zwei Tagen nicht sehr lebendig ist, aber gestern noch gut gefressen hat, liegt verdächtig ruhig unter einem Busch. Ich nehme sie auf und stelle fest, dass sie aus dem Gaumen blutet. Deswegen fahre ich sie gleich morgens in die Klinik. Dr. Sam gibt Enya eine intravenöse Infusion und nimmt ihr Blut ab. Er vermutete Blutparasiten als Ursache ihrer Schwäche. 

Dr. Sam ruft mich am frühen Vormittag an und eröffnet mir, dass das Testergebnis nicht gut aussieht. Alle Blutwerte sind runter und die Leber ist ebenfalls angegriffen. Enyas Überlebensprognose ist schlecht. 

Das Bluttestresultat für Nick liegt auch vor. Der Hämatokritwert ist auch nicht so wie er sein sollte und deswegen kann der Eingriff nicht erfolgen. Ich muss ihn wieder nach Hause nehmen und ihn mindestens zwei Wochen lang mit Doxicyclin behandeln. 

Um nicht das Gleiche zu erleben wie mit Enya, nehme ich Hakim mit in die Klinik, um ihn untersuchen zu lassen. Hakim ist nach Enya der schwächste der Welpen. Bei ihm liegt allerdings kein Befund vor. Dr. Sam rät mir aber alle Welpen prophylaktisch mit Doxicyclin zu behandeln. Ich nehme Enya, Hakim und Nick wieder mit nach Hause. Sollte Enya die Nacht nicht überleben, will ich sie wenigstens bei mir haben. 

Am frühen Abend nehme ich mir wieder alle Welpen vor und befreie sie von Zecken. Vor allem bei Torro habe ich viel zu tun. Es sitzen ihnen wieder etliche tief in den Ohren. Anschließend bekommen alle 50 mg Doxicyclin verabreicht. 

Ich habe mir alle Fläschchen Fipronil, die Dr. Sam vorrätig hatte, mitgeben lassen, damit ich auch alle großen Hunde spot-on behandeln kann. Dr. Sam hat mir davon abgeraten Fipronil Spray zu benutzen, da es nicht auszuschließen ist, dass die Hunde es sich ablecken. Trotz der spot-on Behandlung ist allerdings immer noch Zeckenpuhlerei notwendig.

Donnerstag, 11. Februar 2016

Am Vormittag hole ich Amporn ab, die das Haus wieder in Ordnung bringt. Sie kocht auch Reisfutter für die Hunde, die diese Abwechslung lieben. Ich arbeite derweil an einer fund-raising Präsentation. 

Am Nachmittag bringe ich Amporn zurück nach Naklua und fahre mit Nick in die Klinik. Die Geschwulst ist recht schön zurückgegangen, aber eine von einem Follikel verursachten Verdickung muss operativ entfernt werden. Nick wird dann mindestens einen Tag noch in der Klinik bleiben, damit ich sicher sein kann, dass die Wunde gut verheilt.

Mittwoch, 10. Februar 2016

Ich fahre zu Prajuab, um zu erfahren wieviel Hunde er noch zu sterilisieren hat. Josie hat angeboten für die restlichen Hunde Geld aufzutreiben. Dafür möchte sie vorab Fotos von den Hunden haben sowie Infos über sie. Prajuab hat eine Kamera, sodass er Fotos liefern kann. Angaben wird er dann von jedem einzelnen Hund machen können. Ich werde die Infos zusammenstellen und Josie zugehen lassen. 

Anschließend fahre ich zu Khun Ohm um weitere Formalitäten bezüglich der Stiftungsgründung zu erledigen. Zum Arzt muss ich dann auch mal weil ich seit zwei Wochen eine Sehnenentzündung am rechten Ellbogen mit mir herumschleppe, die mir die Gartenarbeit erschwert. Danach fahre ich zu Dr. Preaw und hole mir eine Creme gegen Ringwormbefall, den Emma und Binda entwickelt haben.

Wieder zu Hause erledige ich die tägliche nachmittägliche Kotseinsammlung, füttere die Hunde am frühen Abend und gebe die abendlichen Medikamente für Anton, Amy, Emma, Rudi und Nick aus. Nicks Geschwulst ist immer noch stark fühlbar; Emmas Gelenkentzündung scheint abgeklungen zu sein und Rudis Zustand wird erst durch einen neuen Bluttest, der in einigen Tagen durchgeführt wird, erhellt werden. Anton und Amy erhalten morgens und abends Doxicyclin.

Dienstag, 9. Februar 2016

Mittags fahre ich zum Reisladen in Pong und hole mir 60 kg sogenannten Hundereis. Das ist die billigste Sorte; ein 15 kg Beutel kostet 190 Baht. Anschließend fahre ich zum Snoop Dog Futterladen und hole 150 kg Trockenfutter. Zwei Sack sowie drei Beutel Reis liefere ich bei Prajuab ab. 

Dann fahre ich zu Khun Ohm um das weitere Vorgehen in Sachen Stiftungsgründung zu besprechen. 

Einem Schweizer Ehepaar, Rita und Ernest, ist in der Nähe von Baan Amphur, wo sie ein Haus besitzen, eine Hündin zugelaufen. Das Ehepaar geht im März für sechs Monate zurück in die Schweiz und sucht für Mayo, so haben sie die Hündin genannt, eine vorübergehende Bleibe. Sollten sie keine andere Lösung finden, könnte ich Mayo mal probeweise aufnehmen, um zu sehen ob die Hunde sie akzeptieren. 

Ich fahre weiter zum Tempel und wir machen in der Dunkelheit unseren Strandgang, nachdem ich die Hunde mit Trockenfutter und Wasser versorgt habe. Der ist für sie um Längen wichtiger als die neu gefüllten Futterschüsseln. Ba Bät versorgt die Hunde demnach wohl weiterhin gut.

Montag, 8. Februar 2016

Mittags besuchen uns Jennifer und Maxine. Jennifer ist eine Veterinärin aus New York und Maxine betreut Straßenhunde auf Korfu. Jennifers Mann nimmt am Big Bike Wochenende in Pattaya teil und Jennifer hat angeboten, kostenlose Sterilisationen vorzunehmen. Ich habe Dr. Sam gefragt ob sie in seiner Klinik arbeiten könne, aber er hat darauf hingewiesen, dass ausländische Veterinäre nur mit einer besonderen Erlaubnis in Thailand arbeiten dürften. Das gelte auch für unentgeltliche Tätigkeiten. 

So erkundigt Jennifer sich über meine Arbeit und ich stelle ihr einige Hunde vor. Insbesondere frage ich sie um Rat wegen der Hautprobleme von Nacho, Jira und Jaha. Jennifer vermutet genauso wie Dr. Sam, dass es sich entweder um ein genetisches Problem handelt oder eine Allergie. Beide Krankheitsbilder seien außerordentlich schwierig in den Griff zu bekommen, allenfalls eine Linderung der Symptome kann erreicht werden. Ich versuche es seit zwei Wochen mit Ciclosporin, das mir Tordis aus Norwegen mitgebracht hatte. Eine gewisse Besserung der Symptome ist erkennbar. Ob die aber auch langfristig ist, bleibt abzuwarten. 

Am Nachmittag kommt Nick, der Sohn von Cindy. Er besucht die Regent School und die verlangt von ihren Schülern den Nachweis von Praktika während der Schulferienzeit. Nick wird dann wohl also für etwa vier Wochen einige Tage die Woche zu uns kommen, um zu volontieren. 

Am Spätnachmittag ruft mich Wan an und bittet mich am frühen Abend zum Pattaya Bazaar zu fahren, da sie vorhat zwei Hunde einzufangen. Allerdings bleibt unsere Aktion erfolglos, da die Hunde trotz der hochdosierten Vergabe von Acepromazine kaum betäubt sind und sich unseren Annäherungsversuchen entziehen.

Sonntag, 7. Februar 2016

Am frühen Vormittag bin ich beim Ex Pat Club um mir einen Zuschuss zu den Tierarztrechnungen abzuholen. Anschließend besuche ich mal wieder Boss, dem es offensichtlich am Amari Strand recht gut geht. Bei meinem letzten Besuch war er ja ein wenig reserviert, aber heute freut er sich mich zu sehen. 

Beim Best schaue ich zu wiederholten Male nach Rudi und finde ihn nun endlich. Ich nehme ihn mit nach Hause und gebe ihm gleich die ersten Dosis seiner leberunterstützenden Medizin. Anton ist allerdings nicht sehr erfreut über Rudis Ankunft; er knurrt und bellt ihn permanent an. Ich hoffe, dass sich dieses Gehabe bald gibt, sonst bezieht er irgendwann von Rudi Prügel. 

Nick ist nun dauerhaft draußen und hat sich dort auch einigermaßen eingerichtet. Er wird von den anderen Hunden akzeptiert. Sie können offensichtlich sehr schnell erkennen, wer einen angenehmen Charakter besitzt. Nicks Schwellung ist etwas zurückgegangen und fühlt sich weicher an. Ob sie durch eine konservative Behandlung vollständig beseitigt werden kann bleibt abzuwarten. Ansonsten wird ein Eingriff notwendig sein.

Emma nehme ich den Verband ab. Die Schwellung ist abgeklungen aber noch fühlbar. Die medikamentöse Behandlung wird hoffentlich die Infektion beseitigen.

Samstag, 6. Februar 2016

Nick ist weiterhin sehr brav. Ich bringe ihn nach draußen, wo er sich mit Isi auf der kleinen Terrasse aufhält, während ich den Garten mache. Mittags habe ich ein Meeting in der Stadt.

Am Nachmittag nehme ich mir wieder die Welpen vor und Nura, die mit ihrem langhaarigen, schwarzen Fell eine echte Herausforderung ist. Ich wasche sie zuerst und mache mich dann an das Entfernen der Zecken. Anschließend behandele ich sie mit Fipronil.

Emma machte gestern den Eindruck, dass sie die Bissverletzung überstanden hatte, aber heute fängt sie wieder an zu humpeln und die Schwellung ist verhärtet. Deswegen fahre ich mit ihr am Spätnachmittag noch in die Klinik. Dr. Sam befürchtet eine Infektion des Kniegelenks und spritzt sie. Ich solle sie für fünf Tage weiterbehandeln.

Freitag, 5. Februar 2016

Am Morgen sehe ich, dass Emma schon wieder auftreten kann. Die Schwellung ist zwar noch vorhanden, aber ihr Schmerzempfinden ist verringert. Ich sehe deshalb davon ab sie in die Klinik zu bringen. 

Leider hat mein Auto schon wieder einen Defekt. Gestern Nacht hörte ich ungute Geräusche aus dem Motorraum und stelle heute Morgen fest, dass einer der Ventilatoren des Kühlers seinen Geist aufgegeben hat. Um keine Risiken einzugehen fahre ich deshalb am späten Vormittag in eine Werkstatt. Der Austausch des Ventilators und die Suche nach der Ursache des Geräusches sowie dessen Behebung dauert einige Stunden. 

Zwischendurch fahre ich mit einem Motorbike Taxi zu Khun Ohms Büro wo ich mich mit Joe und Som treffe. Ohm ist allerdings in dringenden Angelegenheiten auf der Polizeiwache in der Soi 9 und so geben wir die ausgefüllten Formulare einem Angestellten. Bin mal gespannt wieviel Steine uns bei der Antragstellung in den Weg gelegt werden. Wir hörten da so einiges. 

Nachdem ich mein Auto endlich wieder habe, fahre ich in die Thepprasit Road und hole Nick, den Rüden mit der Geschwulst im Nacken, ab. Nick ist ein äußerst freundlicher und ruhiger Geselle, der alle Prozeduren in der Klinik gelassen über sich ergehen lässt. Die Geschwulst wird punktiert und danach wird Nick ein Druckverband angelegt. Damit ich Nick zweimal täglich behandeln kann, nehme ich ihn mit nach Hause wo er zunächst auch die Nacht innen verbringt. Auch im Haus beträgt Nick sich tadellos.

Donnerstag, 4. Februar 2016

Am frühen Nachmittag kommt uns Cindy mit Sohn und Tochter besuchen. Nick will für ein Schulprojekt ein paar Mal die Hunde besuchen und bringt vielleicht auch noch einige Mitschüler mit. Cindy bietet mir an mir ein wenig bei der Arbeit mit den Hunden zu helfen sobald sie Zeit dafür hat. Sie wohnt nur wenige Minuten von Mabprachan entfernt. 

Am Spätnachmittag fahre ich in den Naklua Slum, liefere bei Em einen Sack Trockenfutter ab und nehme einen Welpen an Bord. Zwei andere Welpen hat ein junges Mädchen schon impfen lassen. 

Von Dr. Sam aus fahre ich in die NPW Klinik, hole Impfbücher für Mali ab und kaufe Acepromazine für Wan. Auf dem Rückweg in den Naklua Slum halte ich beim Best, kann aber Rudi wieder nicht entdecken. 

Zu Hause angekommen sehe ich, dass Emma sich den rechten Vorderlauf verletzt hat. Es sieht wie eine Bisswunde aus. Wenn morgen die Schwellung nicht abgeklungen ist und sie wieder vorsichtig auftreten kann, muss ich sie wohl Dr. Sam vorstellen.

Mittwoch, 3. Februar 2016

Somchai widmet sich wieder der Gartengestaltung, ich sammele den Kot ein, füttere die Hunde und gebe Medikamente aus. Anschließend nehme ich mir wieder die Welpen vor. Binda und Emma haben Ringwurm entwickelt, der ebenfalls behandelt werden muss. Danach wasche ich Jira, Jaha und Nacho. 

Am Nachmittag fahre ich zum Pattaya Bazaar und sammele Wans Welpen ein. Es sind zwei weibliche und zwei männliche. Ich nenne sie Nelly, Cathy, Sam und Jim. Alle vier sind ausnehmend hübsch. Dr. Sam untersucht und impft sie. Nelly, die größte und offenbar kein Geschwister der drei anderen, leidet an einem Nabelbruch, der operiert werden muss. Das wird nach der zweiten Impfung in einem Monat der Fall sein. Nelly ist älter als Cathy, Sam und Jim und erhält außer der Kombiimpfung auch eine Tollwutimpfung. Cathy, Sam und Jim erhalten drei Kombiimpfungen im Abstand von jeweils zwei Wochen und mit der letzten dann auch die Tollwutimpfung. Die Untersuchung von Cathy erbringt, dass sie etwas Feuchtigkeit in der Lunge hat. Das kann durch das kalte Wetter in den vergangenen Tagen verursacht worden sein und ist erstmal nicht behandlungsbedürftig. 

Ich bringe die Welpen an ihren Platz zurück und fahre rüber zum Best, um nach Rudi zu sehen. Mir wird mitgeteilt, dass er sich abends oft in einer Nachbar Soi aufhält. Allerdings kann ich ihn dort nicht entdecken.

Dienstag, 2. Februar 2016

Bok Luk war wieder die Nacht im Haus und hat sich gut betragen. Ich lasse sie morgens raus während ich den Garten mache. Ihre Wunde sieht zwar gut aus, aber ich will kein Risiko eingehen und nehme sie später wieder rein. Nacho jammert draußen und will auch ins Haus. Er fühlt sich nicht wohl in seiner Haut was verständlich ist. Ich behandele ihn wie auch Jaha und Jira seit einer Woche mit einem Antibiotikum, das unspezifische Hautleiden angehen soll. Bei Jira und Jaha sehe ich Erfolge, bei Nacho leider nicht. Nacho ist also auch im Haus und macht es sich auf einem Sessel bequem. 

Am späten Vormittag fahre ich als Erstes um den defekten Reifen auszutauschen. Danach schaue ich nach den Hunden in der Thepprasit Road. Bei einem der mittlerweile ausgewachsenen Welpen, die vor dem Büro der Pattaya Mail liegen, stelle ich eine Geschwulst am Nacken fest. Ich werde ihn Dr. Sam vorstellen. Malees räudiger Bruder sieht wieder recht ordentlich aus. Er leidet an Sarcoptic Räude, die relative gut behandelbar ist. Ich gebe ihm und Malee Ivermectin. 

Anschließend fahre weiter um in der Soi Pattaya Park nach Jacky und Lek zu sehen. Beiden Hunden geht es gut. Ich verabrede mit Harald Jacky noch diese Woche Dr. Kwanchai vorzustellen. Der Tumor konnte ja von ihm nicht ganz entfernt werden. Leks Geschwulst auf dem Nasenrücken ist nicht wieder aufgetreten. Auch sein Kopf fühlt sich völlig normal an. Der war ja zuvor ebenfalls angeschwollen. 

In der Soi Khao Noi hole ich bei Abisit Trockenfutter und Dosenfutter für die Welpen. Danach fahre ich zum Best. Zu meiner großen Freude teilt mir eine der Frauen dort mit, dass Rudi am Morgen erschienen ist. Nun hoffe ich ihn irgendwann erwischen zu können, damit ich ihn behandeln kann. 

Bo, der Hund von den Supermarktbesitzern, freut sich immer ganz toll wenn er mich sieht. Wenn ich zu Fuß unterwegs bin begleitet er mich dann stets. So auch heute als ich über das Trümmerfeld, das einstmals der Pattaya Bazaar war, gehe um nach Wans Welpen zu schauen. Sie hocken noch am gleichen Platz und sind ganz zutraulich. Ich nehme sie einzeln auf, um zu sehen ob sie äußerlich gesund aussehen. Bei dem etwas größeren Welpen stelle ich eine walnussgroße weiche Geschwulst am Bauch fest. Ich glaube aber nicht, dass es etwas Ernstes ist. 

Auf dem Rückweg liefere ich drei Sack Trockenfutter und 15 kg Reis bei Prajuab ab. Zurück im Haus war Nacho ganz artig, Bok Luk allerdings hat sich wieder am Fliegengitter in der Küche zu schaffen gemacht. Das hatte ich natürlich noch nicht repariert. Solange ich im Haus bin verhält sich Bok Luk tadellos, wenn ich aber weg bin, will sie nach draußen und dann sind ihr die Fliegengitter im Wege.

Montag, 1. Februar 2016

Birgit ruft mich an und teilt mir mit, dass sich Coco schon recht gut eingelebt hat. Das wundert mich nicht, denn sie war ja schon mal vermittelt worden und ist recht anpassungsfähig. 

Den frühen Nachmittag verbringe ich wieder mit Zeckenpuhlen. Frontline kann nur die schlimmsten Angriffe verhüten und deshalb muss ich nacharbeiten. Bok Luk ist für einige Stunden draußen, trägt aber noch den Kragen. Sie wird noch für drei Tage Medikamente schlucken müssen und dann sollte die Sache endlich ausgestanden sein. 

Am Spätnachmittag entsorge ich zwei Wagenladungen Busch- und Astwerk, das Somchai die vergangenen Tage geschlagen hatte. Anschließend fahre ich nach Baan Amphur und liefere Geld und Reis bei Ba Bät ab. 

Arnie und Nema haben sich gut von den Giftanschlägen erholt. Beide haben an Gewicht zugelegt. Auch Chukis Fell sieht erstaunlicherweise wieder besser aus. Sie ist wie auch die anderen Hunde voller Energie. Es ist so schön zu sehen wie sie gesund und glücklich am Strand hin und her wetzen und im Wasser tollen. Auch eine gelungene Abwechslung, wo ich sonst doch meistens mit Krankheiten und Wundversorgung zu tun habe.

Auf dem Rückweg über die Dörfer verfahre ich mich an einer Baustelle und schlitze mir einen Reifen an einem Stahlteil auf. Natürlich passt der Kreuzschüssel nicht auf die Spezialmuttern und ich habe ein Problem. Glücklicherweise finde ich nach einiger Suche noch eine schon geschlossene Werkstatt und ein freundlicher Mechaniker mit passendem Werkzeug wechselt mir den Reifen. 

Ich habe schon seit Tagen Rika und Ryo, die immer vor dem Beauty Saloon bei mir in der Nähe lagen, nicht mehr gesehen. Mir schwant nichts Gutes und tatsächlich teilt mir die junge Frau, die für die Hunde gesorgt hat mit, dass sie vergiftet wurden. Mit Wut im Bauch kehre ich nach Haus zurück. Nun sind schon vier Hunde in der unmittelbaren Nachbarschaft einem und vermutlich demselben Unmenschen zum Opfer gefallen. Rika und Ryo waren zwei außerordentlich liebenswerte, schöne und gesunde Hunde, die ich nun jedes mal wenn ich am Beauty Saloon vorbeifahre, vermissen werde.

Sonntag, 31. Januar 2016

Am frühen Nachmittag kommt Birgit mit ihren zwei Kindern. Sie hat sich noch nicht für einen der Hunde entschieden und will auch ihre Kinder mitbestimmen lassen. Die Wahl fällt schließlich auf Coco. 

Am Spätnachmittag fahre ich wieder zum Best. Ich frage den Mann, der dort auf dem Parkplatz jeden Abend Pad Thai verkauft, ob er Rudi gesehen hat. Aber auch er hat kann mir keine positive Antwort geben. 

Auf dem mittlerweile fast total abgerissenen Pattaya Bazaar treffe ich Wan. Sie füttert nach wie vor die Hunde dort. Es sind vier Welpen dazu gekommen, die ich in der kommenden Woche Dr. Sam vorstellen möchte. Sollten sie gesund sein, werden sie auch geimpft werden. Wan teilt mir mit, dass sie eine Hündin wahrscheinlich einfangen könne. Die wird dann sterilisiert werden. 

Anschließend fahre ich in die Klinik und hole Bok Luk ab. Damit sich ihre Wunde nicht erneut infiziert, muss sie für ein paar Tage im Haus bleiben.

Samstag, 30. Januar 2016

Nach meiner Morgenarbeit nehme ich mir wieder die Welpen vor, und danach Coco, Rocco, Snow und Lucy Song. Trotz der Frontline Behandlung finde ich bei dem einen Hund mehr und bei dem anderen Hund weniger Zecken. Insgesamt aber ist es kein Vergleich zu der nicht mehr zu bewältigenden Plage vor der Behandlung. Insbesondere die Ohren bleiben weitgehend von neuem Befall verschont.

Am Nachmittag habe ich in der Stadt Besorgungen zu machen und suche wieder erfolglos nach Rudi. Danach fahre ich in die Klinik. Dr. Sam empfiehlt Bok Luk noch einen Tag länger da zu behalten. Morgen könne ich sie aber abholen, wenn der Heilungsprozess normal verlaufe. 

Antons Blutwerte sind bis auf die Leberwerte fast wieder normal. Es ist aber zu erwarten, dass wenn die Medikamente abgesetzt werden, sie sich von selbst normalisieren. Ab Morgen bekommt Anton dann nur noch Doxicyclin.

Freitag, 29. Januar 2016

Während Somchai im Garten arbeitet, nehme ich mir wieder die Welpen, Lucy Song, Snow, Coco und Rocco vor und untersuche sie nach Zecken. Ich finde bei den Hunden nur noch wenige neue und ein paar ganz tief in den Ohren sitzende, die ich gestern übersehen hatte. 

Am Nachmittag bringe ich Anton und Bok Luk in die Klinik. Anton bekommt Blut abgenommen und Bok Luks Wunde sieht immer noch nicht so aus wie sie sollte. Zur Sicherheit bleibt sie für zwei Tage in der Klinik. 

Am Spätnachmittag fahre ich erneut in die Klinik und hole Dueng und Dam ab. Der Bluttest der beiden hat keine besorgniserregenden Resultate erbracht und die Eingriffe sind normal verlaufen. Bei Dueng hat Dr. Sam eine leicht vergrößerte Milz festgestellt. Deswegen muss Prajuab sie nicht nur zehn Tage, sondern einen Monat mit Doxicyclin behandeln. Prajuab erklärt mir, dass die Operationswunden der Hunde, die bisher sterilisiert wurden, gut verheilt sind und dass er morgen bei diesen Hunden die Fäden ziehen wird. Er wird mich benachrichtigen sobald er wieder Hunde bereit zur Sterilisation hat.

Donnerstag, 28. Januar 2016

Somchai macht den Garten und ich hole am späten Vormittag Amporn in Naklua ab. Auf dem Rückweg halten wir beim Best. Rudi ist erneut unauffindbar. Ich frage die Angestellten und sie teilen mir mit, dass sie Rudi seit Tagen nicht gesehen haben. Nun mache ich mir allmählich wirklich Sorgen um ihn. 

Wir halten auch bei Prajuab und liefern zwei Käfige ab. Prajuab will versuchen zwei weitere Hunde einzufangen, die morgen sterilisiert werden sollen. Ein Termin mit Dr. Sam ist vereinbart. 

Ich nehme mir alle sieben Welpen vor. Silvio hat auch Binda und Emma mit Frontline behandelt und die Behandlung zeigt Wirkung. Ich puhle aber immer noch Zecken aus den Pfoten, die Ohren allerdings sehen recht gut aus. 

Am frühen Nachmittag kommt Evi und bringt eine Sach- und eine Geldspende mit. Ihre Freundin Birgit möchte gern einen Hund adoptieren. Evis Vorauswahl fällt auf Coco, Lucy Song und Rocco. Sie macht ein paar Fotos, um Birgit die Wahl zu erleichtern. 

Am Spätnachmittag fahre ich mit Amporn zu Prajuab. Er hat wieder zwei Hunde einfangen können. Ich frage Prajuab, ob er den Hunden schon die Fäden gezogen hat. Er will es in den kommenden Tagen machen. Ich bringe Amporn nach Hause und die Hunde in die Klinik. Dr. Sam fragt mich, ob Prajuab die Doxicyclin Tabletten auch täglich verabreicht hat. Das kann ich natürlich nicht beantworten, ich werde Prajuab morgen danach fragen. 

Um Anton noch zum Blut abnehmen zu bringen ist es schon zu spät; ich werde der morgen nachholen. Auf dem Weg nach Hause schaue ich erneut nach Rudi, aber es ist wieder nicht an seinem Platz.

Mittwoch, 27. Januar 2016

Die Hunde haben auch diese recht kühle Nacht überstanden; hoffen wir, dass es die vorläufig letzte war. 

Am frühen Nachmittag kommt Silvio und bringt Binda und Emma wieder zurück. Die Welpen sind offensichtlich erleichtert wieder in ihrer gewohnten Umgebung zu sein und springen an mir hoch. Die Hunde beschnuppern sie und nach wenigen Minuten verhalten sich die beiden Welpen als wären sie nie weg gewesen. 

Nachdem Silvio gefahren ist, fahre ich zu den Hunden im Tempel. Ich fülle die Behälter auf und wir gehen an den Strand. Es sind außer Nema und Chuki, die zurückbleiben, alle dabei. Panya dominiert die beiden, sodass sie es vorziehen uns nicht zu begleiten. Arnie hat sich wohl anstandslos seinen Platz zurückerobert und wird auch trotz seiner Blindheit weder von Scottie, Jake, Jimbo oder Nico herausgefordert. 

Am Strand, abseits von den anderen Hunden die sich am Sala oder bei den Booten aufhalten, leben drei etwa fünf Monate alte weibliche Welpen in einem Bretterverschlag. Sie sehen gesund aus und werden von Leuten, die dort mit kleinen Booten aufs Meer zum Fischen fahren, versorgt. Die Fischer haben mich gebeten, die Welpen sterilisieren zu lassen und nun ist es bald Zeit das in Angriff zu nehmen. 

Auf dem Rückweg fahre zum wiederholten Male beim Best vorbei, um Rudi mitzunehmen. Er ist aber wieder nicht da. Anton bekommt morgens und abends einen Medikamentencocktail und die Behandlung zeigt Wirkung. Die Schwellung ist nun völlig zurückgegangen, allerdings ist das Gerinnsel noch deutlich fühlbar. Morgen ist ein weiterer Bluttest geplant.

Dienstag, 26. Januar 2016

Heute Morgen muss ich mich bei der Gartenarbeit warm anziehen, denn es ist sehr kalt, zumindest für Pattaya Verhältnisse, denn das Thermometer zeigt 19 Grad an. Die Hunde haben die Nacht gut überstanden aber die ersten Sonnenstrahlen tun uns allen gut. 

Nach Fütterung und Medikamentenvergabe nehme ich mir alle neun Hunde vor, die wir gestern mit Frontline behandelt haben. Es ist offensichtlich, dass keine neuen Zecken hinzugekommen sind und so versuche ich alle noch vorhandenen Viecher restlos zu entfernen. Die kommenden Tage werden erweisen, ob Frontline wirklich hält was es verspricht. Teuer genug ist es ja. 

Am Nachmittag schmiere ich Jaha, Jira, Lucy und Nacho mit der Kokosnussöl/Kreuzkümmel Paste ein. Ist eine schöne Schweinerei und die Hunde mögen es garnicht, aber ich versuche es weiter mit dieser Methode.

Montag, 25. Januar 2016

Somchai arbeitet in Hof und Garten und Rhonda und ich machen uns wieder ans entzecken. Wir müssen allerdings nun endgültig kapitulieren. Deswegen fahre ich noch am Vormittag und besorge Frontline. Die fünf verbliebenen Welpen sowie Snow, Lucy Song, Coco und Nina werden behandelt. Wenn der Erfolg gut ist, werden auch noch die großen Hunde behandelt, die so mit Zecken befallen sind, dass es schwer ist diese per Hand zu entfernen. 

Kurz nachdem Rhonda und ich die Prozedur beendet haben, kommen Josie und Tordis. Josie bringt einen gebrauchten Drucker für mich mit. Nachdem die beiden gegangen sind, fahre ich zur NPW Klinik, um Export Papiere für Sabai und zwei von Malis Hunden auf den neuesten Stand zu bringen. 

Anschließend fahre ich zur Klinik und hole Anton ab, der nun von mir weiterbehandelt werden kann. Er soll allerdings in vier Tagen einem erneuten Bluttest unterzogen werden. Anton freut sich sichtlich den Klinikaufenthalt hinter sich zu haben und fügt sich sofort wieder in die Meute ein. 

Silvio ruft mich an und teilt mir mit, das Binda und Emma sich bisher allen Versuchen, sie an die neue Umgebung zu gewöhnen, entzogen haben. Silvio möchte noch zwei Tage lang versuchen sie einzugewöhnen. Falls das nicht klappen sollte, möchte er die Welpen wieder zurückbringen.

Sonntag, 24. Januar 2016

Auch heute bleibe ich zu Hause. Am Nachmittag kommt Silvio. Er hat sich entschlossen zwei der Welpen zu adoptieren. Silvio entscheidet sich für Binda und Emma. Sie werden wenn alles glatt geht in einem komfortablen Haus in Bangkok aufwachsen. 

Dr. Sam informiert mich über die Resultate des Blut- und Urintests. Dass die Therapie nun anschlägt zeigen der stark angestiegene Hämatokritwert und die Anzahl der weißen Blutkörperchen, die sich wieder im Normalbereich bewegt. Der Urintest weist eine Entzündung nach, aber der Urin sehe heute sehr viel klarer aus. Anton wird nun auf orale Medikation umgestellt und wenn sein Zustand auch morgen noch stabil ist, werde ich ihn mit nach Hause nehmen können. Das Gerinnsel muss aber weiter angegangen werden und es kann einige Zeit dauern bis es abgebaut sei.

Samstag, 23. Januar 2016

Heute bleibe ich den ganzen Tag zu Hause. Die Welpen sind wieder stärker von Zecken befallen und es wird mir wohl nichts anderes übrig bleiben sie mit Frontline zu behandeln, wenn es morgen nicht besser wird. 

Ich informiere mich telefonisch über Antons Zustand. Dr. Sam erklärt mir, dass er einen erneuten Bluttest vornehmen wird und auch einen Urintest, da der Urin sehr dunkel ist. Die Schwellung sei aber leicht zurückgegangen und wenn die Testresultate in die richtige Richtung deuten, könne wohl von einem Eingriff abgesehen werden.

Freitag, 22. Januar 2016

Somchai kommt und macht den Garten. Mittags kommen Josie und Tordis. Tordis hat aus Norwegen Medikamente und eine Spende mitgebracht. 

Am Nachmittag fahre ich mit Bok Luk in die Klinik. Der zweite Eingriff ist nun neun Tage her und somit können die Fäden gezogen werden. Dr. Sam empfiehlt Bok Luk den Kragen noch weitere zwei Tage tragen zu lassen. Anton geht es weiter besser, aber er ist noch nicht über den Berg. 

Auf der Rückfahrt halte ich beim Best, um Rudi aufzunehmen. Der ist allerdings wieder unterwegs.

Donnerstag, 21. Januar 2016

Ich dachte ich hätte den Tod von Prana gut verkraftet, aber muss nun doch eingestehen, dass das nicht der Fall ist. Ich denke oft daran wie ich sie gefunden habe und schaue morgens erstmal danach ob auch alle Hunde wohlauf sind und nicht wieder einer tot im Sand liegt. 

Da Moms Gaumen ein wenig blässlich ist, beginne ich bei ihm eine Doxicyclinkur. Lucy und Lucy Song haben die Einmonatskur beendet, Yayas Kur wird in einigen Tagen beendet sein und Snow bleibt noch weitere zwei Wochen auf Doxicyclin. Roccos Kastrationswunde ist gut verheilt. Ich werde ihm aber noch für weitere zwei Wochen auf Doxicyclin lassen. 

Dr. Sam ruft mich an und teilt mir die Bluttestresultate von Sita Song und Anton mit. Sitas Hämatokritwert ist bedenklich niedrig, sodass ein Eingriff nicht in Frage komme. Sie solle mindestens zwei Wochen lang mit Doxicyclin behandelt werden. Danach solle ein erneuter Bluttest vorgenommen werden. Dr. Sam äußert darüber hinaus auch TVT Verdacht bei ihr. Den kann aber nur ein zytologischer Test erhärten. Ich werde Sita also unverrichteter Dinge wieder zu Prajuab zurückbringen müssen. Khao kann operiert werden. 

Antons weiße Blutkörperchen sind enorm angestiegen, was wie erwähnt auf eine starke Entzündung hindeutet. Der Hämatokritwert ist um ein Prozent gesunken, die Anzahl der Blutplättchen konstant geblieben. Dr. Sam empfiehlt Anton noch zwei Tage lang konservativ zu behandeln und dann einen erneuten Bluttest vorzunehmen. Sollten die Blutwerte keine substantiellen Verbesserungen aufweisen, muss ein erneuter Eingriff in Erwägung gezogen werden, um das Blutgerinnsel zu entfernen. 

Am frühen Abend fahre ich in die Klinik und hole Khao und Sita Song ab. Dr. Sam hat bei Khao während des Eingriffs einen Nabelbruch festgestellt, den er gleich mit behoben hat. Ich lasse mir für Rudi leberunterstüzende Medikamente geben und gehe zu Anton. Ich habe ihm das Nassfutter mitgebracht, dass die Welpen so gern mögen und hoffe, dass er wieder mehr frisst, wenn ihm das angeboten wird. Anton sind die Fäden gezogen worden und er muss nun keinen Kragen mehr tragen. Sein Verhalten erscheint mir völlig normal, aber ein erneuter Bluttest muss Aufschluss geben, ob er um einen Eingriff herumkommen wird. 

Ich liefere Khao und Sita Song wieder bei Prajuab ab. Für Sita gebe ich Prajuab eine Monatsration Doxicyclin und für Khao die üblichen zehn Tabletten. Ich frage Prajuab wie viel Hündinnen er noch zu sterilisieren hat und er meint etwa zehn. 

Wieder zu Hause füttere ich die Hunde und gebe Bok Luk, die nun ständig draußen ist, die letzte Dosis Cephalexin und Metronidazole. Ich werde sie morgen zu Dr. Sam bringen, da ich denke, dass die Fäden gezogen werden können. In ihrem Falle will ich es nicht selbst machen.

Mittwoch, 20. Januar 2016

Somchai kommt und macht sich daran den Wildwuchs der Bäume und Sträucher zu beschneiden. Die Hunde haben sich nun alle an ihn gewöhnt, auch Yobo, der etwas länger braucht bis er Fremde auf dem Territorium duldet. 

Rhonda kommt Buddha sei Dank auch und wir sitzen stundenlang und entzecken die Hunde. Die Welpen spraye ich danach mit Frontline ein. 

Um 1 Uhr treffe ich mich mit Joe und seiner Frau Som bei Khun Ohm, um eine gemeinsame Stiftung in Gang zu bringen. Wir gelangen zu einem konstruktiven Ergebnis und hoffen, dass die Angelegenheit nun Fahrt aufnimmt. 

Anschließend fahre ich zum Futterhandel in der Soi Khao Noi und hole einige Sack Trockenfutter und 48 Dosen Nassfutter für die Welpen, die es bei Khun Abisit günstig gibt. Danach bringe ich zwei Käfige zu Prajuab. Am Spätnachmittag hole ich Khao und Sita Song darin ab. Am Tor zur Anlage sehe ich Goott. Ich kriege sie zu fassen und sehe, dass die Wunde gut verheilt ist. Die Fäden sind noch drin. 

Bei der Untersuchung von Sita Song und Khao stellt Dr. Sam bei Sita eine leichte Blutung aus der Nase fest. Er möchte erst ein Bluttestresultat von ihr abwarten um zu sehen, ob eine Sterilisation möglich ist. Khaos Zustand scheint normal zu sein. 

Antons Zustand hat sich nicht verbessert. Dr. Sam nimmt ihm erneut Blut ab. Er vermutet, dass die Hauptursache für die Entzündung ein Blutgerinnsel im Hodensack ist. Das Testergebnis wird morgen Aufschluss geben, ob die Entzündung abklingt oder nicht. Das kann gut an der Veränderung der Anzahl der weißen Blutkörperchen festgestellt werden.

Dienstag, 19. Januar 2016

Heute Morgen mache ich im Garten eine traurige Entdeckung. In einer Sandkuhle liegt Prana - tot. Gestern Abend bei der Fütterung hatte ich den Eindruck, dass es ihr gut geht. Sie hatte sich zwar von der Meute etwas separiert, aber lag doch meistens in der Mitte des Hofes oder im Garten. Sie hatte auch bis zuletzt gefressen. Ihr, wie auch einigen anderen Hunden hatte ich das Futter immer separat gegeben. 

Nachdem ich meine Arbeiten erledigt habe und Fütterung sowie Medizinverteilung beendet sind, empfange ich Rudi, der sich für die Mittagszeit angesagt hatte. Ich hatte für ihn Ivermectin Tabletten besorgt. Normalerweise habe ich verstorbene Hunde immer irgendwo im Wald vergraben, hatte aber nie ein gutes Gefühl dabei. Rudi informiert mich darüber, dass die NPW Klinik einen Einäscherungsservice anbietet. Ich fahre mit Prana in die Klinik und tatsächlich nehmen sie sie mir dort ab. Das ist gut zu wissen, denn ich werde mit weiteren Todesfällen zu rechnen haben. 

Anschließend nehme ich einen lange aufgeschobenen Zahnarzttermin wahr und fahre danach zu Dr. Sam. Antons Zustand ist unverändert; er frisst kein Trockenfutter mehr, sondern nur noch Snacks. Anton hat sich mit seinem Käfigleben abgefunden, möchte aber natürlich immer mit mir gehen. Ein paar Tage wird er in der Klinik noch aushalten, müssen, dann kann ich ihn zu mir nehmen. Zu der Zeit wird dann Bok Luk auch nicht mehr Haus bleiben müssen. Antons Zustand der roten Blutkörperchen ist weiter bedenklich, die Anzahl der Blutplättchen hat sich erhöht und ist nun im Normalbereich, aber die Hämatokritwerte sind runter gegangen. Dr. Sam geht davon aus, dass die Entzündung im Zusammenhang mit der Anämie die Ursache ist oder ein Gerinsel, das nicht abgebaut werden kann. 

Rudis Bluttest liegt auch vor. Er hat ein Leberproblem. Es wird mir nichts anderes übrig bleiben ihn wieder zu mir zu nehmen, da er Infusionen mit Kochsalzlösung bekommen soll und zweimal täglich leberunterstützende Medikamente. 

Auf dem Wege zurück kaufe ich acht Sack Trockenfutter, einige davon gehen an Prajuab. Die nächsten zwei seiner Hunde sind bereits für Donnerstag zur Sterilisation vorgemerkt.

Montag, 18. Januar 2016

Somchai ist da und schneidet wieder Gras. Ich mache den Hof und einiges andere. Danach nehme ich mir Emma, einen der Welpen, vor und stelle mit Entsetzen fest, dass sie viel stärker von Zecken befallen ist als die Tage zuvor. Ich schnappe mir danach Enja und Hakim und auch sie weisen dasselbe Problem auf. Deswegen bade ich alle sieben Welpen mit einem Antizeckenshampoo und versuche dabei so viele Zecken wie möglich zu entfernen. Ich werde wohl nicht darum herumkommen die Welpen mit Fibronil zu behandeln, will aber erst noch abwarten, ob ich mit Rhondas Hilfe und einem eventuellen erneuten Duschbad einen Großteil der Zecken mit der Hand entfernen kann. 

Am Nachmittag habe ich etwas in der Stadt zu erledigen und fahre dabei auch zum Best um Rudi Ivermectin zu geben. Ich stelle fest, dass Rudi an Gewicht verloren hat. Deswegen lade ich ihn in den Käfig und fahre ihn zu Dr. Sam. Der untersucht Rudi mit Ultraschall und nimmt ihm Blut ab. Der Test wird morgen vorliegen. Antons Zustand hat sich leicht verschlechtert. Die Schwellung seines Hodensacks hat wieder etwas zugenommen. Ein weiterer Bluttestbericht wird ebenfalls morgen vorliegen. 

Zu Hause angekommen, steht die Küche unter Wasser. Das ist das Sahnehäubchen des heutigen Tages. Ich vermute zuerst, dass die Waschmaschine ein Leck aufweist, aber das ist bei näherer Untersuchung auszuschließen. Dann stelle ich fest, dass das gerade reparierte Wasserfiltersystem Wasser verliert, wenn es angeschlossen ist. Das Ende der Lernkurve in diesem Haus nimmt kein Ende.

Sonntag, 17. Januar 2016

Bok Luk hat sich sehr brav verhalten und sich mit Leila arrangiert. Solange ich im Haus bin ist sie zufrieden, aber wenn ich etwas länger draußen bin, fängt sie an zu winseln. Sie ist es ja nicht gewohnt allein zu sein und wird schon noch begreifen, dass ich immer wiederkomme. Interessant ist, dass sie sich immer wieder im Spiegel anschaut und der Anblick scheint ihr zu gefallen, denn sie wedelt sich freundlich mit dem Schwanz zu. Das, im Gegensatz zu manch anderen Hunden, die ihr Spiegelbild häufig anknurren. 

Am Nachmittag fahre ich zu Joe, der mit seiner Thaifrau eine sehr ähnliche Sache betreibt wie ich und nicht weit von uns wohnt. Joe hat auch 40 Hunde bei sich aufgenommen und seine Frau füttert dazu noch zweimal täglich etwa 25 Hunde in der Gegend. Joe denkt ebenfalls daran eine Stiftung zu gründen und ich biete ihm an, Khun Ohm zu fragen, ob sie auch ihm behilflich sein kann. Wir verabreden uns für Morgen am frühen Nachmittag bei ihr zu treffen. 

Ich hatte ja Bok Luk im Hause gelassen und in die Küche gesperrt, damit sie keinen Unsinn macht. Allerdings hatte ich nicht vorausgesehen, dass sie die Fliegengitter zerfetzen wird. Das ist nicht das erste Mal, dass mir sowas passiert, aber sauer bin ich doch. Wenn ich in Zukunft das Haus verlasse, werde ich Bok Luk zu Nadia und Skinny sperren und die Zugänge verschließen.

Samstag, 16. Januar 2016

Nach Absolvierung meiner Morgenarbeiten bereite ich eine Paste aus Kokosnussöl und Kreuzkümmelpulver zu. Um größere Schweinereien zu vermeiden trage ich einen der Bottiche in den Vorratsraum und setze zuerst Lucy, dann Jaha und Jira hinein und schmiere ihnen ihre Hautauffälligkeiten mit der Paste ein. Die Hunde sind danach gelb eingefärbt und ich teilweise auch.

Am frühen Vormittag fahre ich mit Sabai zur Klinik von Dr. Kwanchai. Sie soll dort eine Injektion gegen Herzwürmer erhalten. Es ist nur die Assistentin zugegen, die mir erklärt, dass sie die einjährige Herzwurmpropylaxe nicht vorrätig habe, aber die zweimonatige. Ich lasse die Injektion vornehmen. Wieder zurück zu Hause stellt sich heraus, dass Sabai nur eine Ivermectin Injektion erhalten hat, die zwar auch gegen Herzwurmbefall schützt aber nicht die erforderliche Pro Heart SR-12 ist, die eigentlich gespritzt werden sollte. 

Am Spätnachmittag lade ich zwei Sack Trockenfutter, sowie Reis für die Tempelhunde auf und fahre nach Baan Amphur. Auf dem Wege halte ich in Tongklom, verabreiche Gati Ivermectin und gebe den Frauen 400 Baht Futterhilfe. In Huay Yai halte ich bei Nong Da und Daeng und träufele ihnen Fribronil gegen Zecken auf den Nacken. 

Am Tempelmarkt liefere ich 20 kg Reis bei Ba Bät ab und fahre weiter zur Vorhalle. Alle Hunde sind vollzählig. Ganz besonders freut sich Arnie über meinen Besuch. Er hat sich offenbar sehr gut wieder zurechtgefunden. Nacho ist ganz aufgedreht mich zu sehen und wetzt auf unserem Strandspaziergang hin und her. Auch Arnie ist dabei und von seiner Sehbehinderung ist kaum etwas zu spüren. Als ich zurückfahre, läuft mir Nacho bis zur Sukhumvit hinterher. Ich lasse mich erweichen und nehme ihn wieder mit. 

Wir fahren zur Klinik und ich nehme Bok Luk zu mir vorn ins Auto, da ich nur einen Käfig dabei habe. Nach Absprache mit Yvonne bleibt Anton noch bis zum Fädenziehen in der Klinik. Auf dem Weg zurück halte ich noch bei Em, die die Hunde im Slum versorgt und liefere einen Sack Trockenfutter bei ihr ab. 

Auf Anraten von Dr. Sam nehme ich Bok Luk mit ins Haus, da sie sich nicht großartig bewegen soll. Sie muss auch weiterhin einen Kragen tragen.

Freitag, 15. Januar 2016

Somchai macht den Garten und ich die übrigen Morgenarbeiten. Am Nachmittag komme ich endlich dazu kleinere Reparaturarbeiten am Auto vornehmen zu lassen. Danach muss ich mich um den Papierkram für die Stiftungsgründung kümmern. Anschließend fahre ich in die Klinik. Bok Luk und Anton sind weiterhin auf dem Wege der Besserung. Ich werde noch einen Tag warten und dann entscheiden, ob ich sie nach Hause nehmen kann. Sie sind mittlerweile beide auf orale Medikamente umgestellt worden, die ich ihnen auch zu Hause verabreichen kann.

Donnerstag, 14. Januar 2016

Rhonda ist da und wir entzecken gemeinsam etliche Hunde. Die Welpen scheinen die Zecken nur so anzuziehen und im Grunde könnten wir jeden Tag eine Acht-Stunden-Schicht einlegen, um alle Hunde völlig von Zecken freizuhalten. Natürlich könnte ich vermehrt Fibronil einsetzen, aber erstens ist die Behandlung damit auch keine Garantie für völlige Zeckenfreiheit und zweitens ist das Zeug schließlich ein Gift, dessen Langzeitwirkung nicht abzusehen ist. 

Am Nachmittag fahre ich in die Klinik. Bok Luk und Anton sind auf dem Wege der Besserung, aber ich lasse sie besser noch in der Klinik. Jaha bekommt eine weitere Infusion. Sie hat sich weitgehend erholt, ich werde sie aber noch weitere zwei Tage lang behandeln.

Mittwoch, 13. Januar 2016

Somchai und Rhonda kommen heute Morgen und auch die Handwerker, die die Torschleuse richten sollen. Somchai arbeitet wie stets fleißig und Rhonda macht sich wieder an die Entzeckung. Ich füttere die Hunde, überwache die Torarbeiten, verteile Medizin und gebe danach Jaha die zweite Infusion. Es geht ihr schon wieder etwas besser. 

Wie jeden Tag vergeht die Zeit wie im Fluge und ehe ich mich versehe ist es ein Uhr und Zeit zum Frühstücken. Um zwei Uhr bin ich wegen einer wichtigen Angelegenheit in der Stadt. 

Anschließend fahre ich in die Klinik. Bok Luk ist schon wieder voller Energie, muss aber noch, genauso wie Anton, ein wenig in ihrem Käfig ausharren. Ich will bei ihr wie bei Anton kein Risiko eingehen. Die Bluttestresultate von Anton, Jaha und Snow liegen vor. Antons Blut weist, wie vermutet, eine zu geringe Anzahl von Blutplättchen auf und bei Jaha und Snow sind die Hämatokritwerte zu niedrig. Alle drei Hunde müssen auf Doxicyclin gesetzt werden. 

Von der Klinik aus fahre ich in die Soi Khao Noi und hole sechs Säcke Trockenfutter, eine Patenspende für Prajuab, ab. Seine nächsten Sterilisationen müssen erstmal warten, bis Anton und Bok Luk aus der Klinik sind.

Dienstag, 12. Januar 2016

Jaha geht es nicht besser. Sie schläft die ganze Zeit in ihrem Bottich, frisst aber als es für alle Hunde Futter gibt. Die Arbeiter, die die Torschleuse richten sollen kommen wieder nicht zur verabredeten Zeit. Schließlich taucht ein Handwerker auf und teilt mir mit, dass sie morgen ganz bestimmt kommen würden. 

Bok Luks Wunde hatte sich gestern Abend leicht geöffnet und heute Morgen ist der Spalt etwas weiter geworden. Deswegen nehme ich sie, Jaha, Snow und Torro in die Klinik. Snow und Torro erhalten die dritte Impfung. Für Jaha empfiehlt Dr. Sam eine fünftägige Behandlung mit Kochsalzlösung. Ich veranlasse bei Jaha und Snow einen Bluttest zu machen. Bok Luk muss für eine Nachoperation in der Klinik bleiben. Anton und Rocco kann ich später am Abend abholen. 

Zurück im Haus verabreiche ich Jaha die erste Infusion. Dr. Sam ruft mich an, dass es mit Anton Komplikationen gegeben habe, er habe stark geblutet, ein Zeichen für eine zu geringe Anzahl von Blutplättchen. Mit Rocco ist alles in Ordnung und so nehme ich nur ihn mit und lasse Anton in der Klinik. Ich lasse ihm Blut für einen Test abnehmen.

Montag, 11. Januar 2016

Rhonda ist heute wieder bis zum frühen Nachmittag da und um die Mittagszeit kommt Monika mit ihrer Schwägerin. Monika hat mich schon mehrmals mit Spenden bedacht und besucht ihre erweiterte Familie in Bang Saray. 

Die Arbeiter, die die Torschleuse richten sollen, kommen nicht wie vereinbart. Angeblich sollen sie dann morgen Vormittag erscheinen. 

Wan ruft mich an, dass sie heute Abend keine Zeit habe, die beiden Hunde einzufangen und deshalb fahre ich Anton und Rocco in die Klinik. Nach meiner Rückkehr stelle ich bei Bok Luk eine leichte Entzündung der Sterilisationswunde fest, desinfiziere sie und lege Bok Luk einen Kragen um, damit sie die Wunde nicht lecken kann. 

Anschließend entsorge ich einen Haufen trockener Palmblätter, die Somchai gestern von den Bäumen geholt hatte. Jaha macht mir Sorgen. Sie hat sich erbrochen und ist etwas wackelig auf den Beinen. Ich werde die Medikamente bei ihr erstmal absetzen und ihre Haut äußerlich behandeln. Manche Hunde vertragen das Ivermectin nicht so gut. Das hatte ich auch schon bei Yoshi, der sich nach dem Absetzen jedoch schnell wieder erholt hatte.

Sonntag, 10. Januar 2016

Nachdem ich Garten und Hof gesäubert, die Hunde gefüttert und die Medikamente verteilt habe, fahre ich zum Expat Club Meeting, um dort Tierarztrechnungen einzureichen. Der Pattaya Expat Club ist ja so freundlich und ersetzt mir einen Teil der Behandlungskosten. 

Am Nachmittag bastele ich an der neuen Torschleuse herum, die in ihrer Bauart nicht ganz meinen Vorstellungen entspricht. Einiges kann ich ändern, anderes aber nicht. Deswegen bitte ich Josie die Handwerker nochmal kommen zu lassen. Ich weiß nun genau was ich haben will und wie die Konstruktion verändert werden muss. 

Bok Luk verhält sich so als wäre sie schon immer bei uns; Anton erholt sich von seinen Bissverletzungen, die er sich bei seinem letzten Kampf mit Arnie zugezogen hat; und Sabai freut sich auch ihres Lebens. Die Welpen entwickeln allmählich ihre je eigene Persönlichkeit. Sie hören nun schon alle auf ihre Namen. Torro, der kleinste der drei Rüden, hat mich anscheinend besonders gern. Er läuft häufig hinter mir her und versucht auch immer in die Küche zu gelangen, wenn ich durch die Tür gehe. Meistens schafft er es auch, so flink wie er ist. Silvers Räudebehandlung macht gute Fortschritte, bei Jaha allerdings sehe ich noch keine wesentliche Besserung, obwohl ich sie mit Ivermectin, Cephalexin und Itraconazole behandele.

Samstag, 9. Januar 2016

Somchai kommt am Morgen und arbeitet bis mittags in Garten und Hof. Die Hunde kennen ihn nun schon, umringen ihn wenn er durchs Tor tritt und lassen ihn in Ruhe arbeiten. Der einzige der ihn ab und zu noch anbellt ist Yobo. Er ist aber auch derjenige, der als Erster anschlägt, wenn sich irgendetwas Ungewöhnliches vor dem Tor abspielt. 

Am frühen Nachmittag lade ich Arnie und Nacho ein und fahre mit ihnen nach Baan Amphur. Auf dem Wege halte ich in Tongklom, um Gati Ivermectin zu geben, aber dem geht es wohl nicht gut und ist bei einer der Frauen zu Hause. Bei Nong Da und Daeng halte ich auch. Ihnen geht es bis auf ein paar Zecken im Pelz gut. Die Leute vom Laden sagen, dass sie sie täglich untersuchen aber ich muss daran denken ihnen das nächste Mal Fipronil aufzuträufeln. 

Es ist mir klar, dass Arnie wieder zum Tempel zurückzubringen ein gewisses Risiko darstellt, da an der Vorhalle eine Gasse vorbeiführt, auf der gelegentlich Autos und Motorbikes verkehren. Arnie lebt aber schon über zwei Jahre dort und ich hoffe, dass er weiß wo die Gasse ist. Bei seiner Ankunft läuft er auch sofort überall herum als wäre er nicht blind. Auch an unserem Strandspaziergang nimmt er wie selbstverständlich teil. 

Nacho habe ich mitgenommen, da er sich in den vergangenen Tagen immer in den Vorratsraum zurückgezogen hatte, wenn ich das Fenster offen gelassen hatte. Er hat ja keine akuten Gesundheitsprobleme und ich muss schauen, dass es nicht zu viel Hunde im Haus werden. Der Tempel ist sozusagen meine Außenstelle an die die Hunde zurückgehen, die nicht unbedingt bei mir sein müssen. Jira, Jaha und Yoshi gehören ja eigentlich ebenfalls dahin und werden auch zurückgehen, sobald ihre Behandlung beendet ist.

Susanne hat mir im Futterhandel am Tempel eine Futterspende hinterlassen, die ich abhole. Ich fahre zur Klinik und hole Sita und Goott ab. Beide haben die Operation gut überstanden und müssen auch nicht länger als bis zum Fädenziehen medikamentös behandelt werden. 

Dr. Sam teilt mir mit, dass die Sterilisationen in Zukunft 400 Baht teurer werden, da sein preiswerter Vorrat an Anästhesiemittel aufgebraucht ist. Die Kosten belaufen sich nun auf 900 Baht. Eine Nacht wird mit 250 Baht berechnet. 

Prajuab freut sich die beiden Hunde wieder zu haben und die Hunde freuen sich wieder in ihrer alten Umgebung zu sein. Asta sehe ich auch. Ihr scheint es ebenfalls gut zu gehen. Ich vereinbare mit Prajuab die nächsten Hunde Ende der nächsten Woche sterilisieren zu lassen. Am Montag sind erstmal zwei Hunde vom Pattaya Bazaar, die Wan am Abend einfangen will, dran und Mitte der Woche dann Anton und Rocco. 

Anton ist am Abend viel ruhiger seitdem Arnie nicht mehr da ist. Seine ständige Knurrerei hat er eingestellt.

Freitag, 8. Januar 2016

Heute Morgen empfängt mich Bok Luk schon mit den anderen Hunden und springt genauso vergnügt herum wie sie. Sie ist nun wohl schon ein normales Mitglied der Familie und hoffentlich bleibt das auch so für die Zeit in der sie bei uns ist. 

Nachdem ich das Gelände gesäubert und die Medikamente verteilt habe, bade ich Rudi, Jira und Jaha. Ich stelle fest, dass Rudi etliche Zecken im Fell hat, die aber bereits tot zu sein scheinen. Trotzdem nehme ich ihn mir vor und habe einiges zu tun. Nachdem ich den Großteil der Viecher entfernt habe, träufele ich ihm Fipronil auf den Nacken, damit er für die kommenden Wochen gewappnet ist. Mit Malaseb gebadet muss er allerdings auch noch etwa einmal die Woche. 

Das Trockenfutter ist vollkommen aufgebraucht und deswegen fahre ich zum Snoop Dog Shop und hole drei Sack sowie Katzenstreu. Dr. Sam ruft mich am Abend an, dass Sita und Goott noch nicht völlig aufgewacht sind und deswegen entscheide ich sie erst morgen aus der Klinik zu holen. Ich informiere Khun Prajuab davon. 

Anton geht Arnie mit seiner ständigen Knurrerei offensichtlich so auf die Nerven, dass die beiden sich ernsthaft hauen. Ich muss sie mit ein paar kräftigen Fußtritten voneinander trennen und sehe, dass sich Anton eine blutige Nase geholt hat, dich ich ihm mit Jod abtupfe. Seinem Dominanzdrang tut die Verletzung aber keinen Abbruch. Ich werde Arnie wieder in den Tempel zurückbringen, um zu sehen wie er dort zurecht kommt. 

Später am Abend verabreiche ich Rudi Ivermectin, lade ihn in den Käfig und fahre ihn wieder zum Best zurück.

Donnerstag, 7. Januar 2016

Somchai kommt am Morgen. Er arbeitet mittlerweile vollkommen selbstständig und ist mir eine große Hilfe. Rhonda kommt auch und nimmt sich einige Hunde vor. Da ich bei Skinny nicht weiterkomme, versucht nun Rhonda sich ihr zu nähern. Sie sagt, dass Skinny es heute zugelassen habe, dass ihre Fingerspitzen vorsichtig Skinnys Pfote berühren konnten. 

Am späten Vormittag kommen Arbeiter und bringen die Torschleuse an. Die ist zwar nicht perfekt aber wird wohl ihren Zweck erfüllen. Ich hole Amporn in Naklua ab. Sie macht das Haus sauber und kocht danach Reisfutter. Mittlerweile ist dann auch endlich der Wassefiltermann gekommen und tauscht die Filter aus. 

Ich bringe die Box und den großen Käfig zu Prajuab und verabrede mit ihm zwei Hunde später abzuholen. Am frühen Abend, nach beendeter Reisschlacht, fahre ich mit Amporn zu Prajuab. Wir laden Siti und Goott ein und ich bringe Amporn nach Hause. Auf dem Weg halten wir an einer traditionellen Apotheke, in der wir ein Kilo gemahlenen Kreuzkümmel kaufen. Die bisherige Behandlung von Jira, Jaha und Nacho erbrachte zwar keine sichtbaren Erfolge, aber ich will doch noch ein wenig mit dem Gewürz herumexperimentieren. 

Anschließend bringe ich Siti und Goott in die Klinik und vereinbare mit Dr. Sam sie morgen wieder abzuholen, wenn es keine Komplikationen geben sollte. Auf dem Weg zurück halte ich beim Best, um nach Rudi zu schauen. Dieses Mal habe ich Glück und treffe ihn an. Ich verfrachte ihn in die Box und nehme ihn mit zu uns. Ich habe vor, ihn einen Tag da zu behalten um ihn zu baden und Ivermectin zu geben.  

Bok Luk hat sich wie erhofft sehr gut eingelebt und scheint es zu genießen unter vielen Hunden zu sein. Sie ist das ja auch gewohnt, denn am Sala rotten sich ja immer etliche Hunde zusammen. Bok Luk hat auch zu mir Vertrauen gefasst und lässt sich gern von mir streicheln.

Mittwoch, 6. Januar 2016

Rhonda kommt heute Vormittag und wir entzecken gemeinsam die Welpen sowie Lucy, Coco, Rocco, Aya und Lucy. Zwischendurch bade ich Prana und Selina. Trotz mehrmaliger Ankündigung kommt der Handwerker, der die Wasserfiltersysteme reparieren soll, nicht. Solche Unzuverlässigkeiten bringen immer meinen ganzen Tagesplan durcheinander und sind anstrengend. ,

Am Spätnachmittag hole ich Asta und Bok Luk aus der Klinik. Asta liefere ich bei Prajuab ab und Bok Luk kommt zu uns ins Haus. Ich lasse sie bei geöffneter Käfigtür im Käfig hocken bis die Hunde ihre Neugier an ihr gestillt haben. Bok Luk knurrt zwar ein wenig aber scheint eher neugierig auf die neue Umgebung zu sein. Mit Einsetzen der Dunkelheit tastet sie sich dann auch aus dem Käfig und am Abend läuft sie schon in der Nähe des Tores herum. Die Hunde scheinen sie zu mögen, denn sie wird nicht belästigt. Nur Coco kommt nicht umhin sie ab und zu anbellen aber das ist bei ihr ein Muss bei jedem Neuankömmling. Am späten Abend gesellt sich Bok Luk schon unter die anderen Hunde und ich kann sie beruhigt die Nacht draußen lassen.

Dienstag, 5. Januar 2016

Die Welpen bekommen seit einigen Tagen täglich einmal Nassfutter. Sie sind so wild darauf, dass ich sie einzeln in den Vorratsraum nehmen muss, damit jeder die gleiche Menge bekommt. Danach gibt es für alle Hunde Trockenfutter. 

Mittags ruft mich Dr. Sam an. Er teilt mir mit, dass er bei Asta einen Leistenbruch festgestellt hat. Dr. Sam empfiehlt nach der Heilung der Sterilisationswunde den Bruch zu operieren. 

Am Nachmittag habe ich etliches in der Stadt zu erledigen und fahre dabei auch zur Klinik. Dr. Sam hat mittlerweile auch Bok Luk sterilisiert und an ihr eine vergrößerte Milz festgestellt. Sie soll einen Monat lang mit Doxicyclin behandelt werden. Da Bok Luk sowieso bis zum Fädenziehen bei uns bleiben muss, da sie gern ins Meer geht, muss ich mal schauen, ob ich sie einen Monat lang behalten muss oder ob der alte Mann ihr die Tabletten geben kann. Ich informiere Prajuab, dass Asta noch einen Tag in der Klinik bleiben wird und ich sie ihm dann morgen Nachmittag zurückbringen werde. 

Bevor die Dunkelheit einsetzt gehe ich, wie jeden Abend, noch einmal durch das ganze Gelände und sammele den Kot auf, den die Hunde am Nachmittag abgesetzt haben und reinige Leilas Katzenklo. Anschließend pudere ich Jira, Lucy, Jaha und Nacho mit Kreuzkümmelpulver ein. Um eine größere Schweinerei zu vermeiden, mache ich das in einem der Bottiche, in denen Aya, Jaha und Yoshi gern liegen. Danach gibt es Trockenfutter. Nachdem ich die Schalen wieder eingesammelt und ausgewaschen habe, lösche ich draußen das Licht und die Hunde begeben sich vorerst zur Ruhe.

Montag, 4. Januar 2016

Morgens kommt Somchai, schneidet Gras, fegt Laub im Sandbereich zusammen und ich mache den Hof. Anschließend erfolgt Fütterung und Medizinvergabe. 

Mittags vereinbare ich mit Dr. Sam einen Sterilisationstermin für Morgen und liefere die Box bei Prajuab ab. Am Spätnachmittag bin ich wieder bei Prajuab. Er hat zusammen mit einer netten Frau Asta eingefangen, die bereits in der Box hockt. Ich fahre mit ihr in die Klinik und da sie ein lieber Hund ist, habe auch kein Problem sie aus der Box zu holen und in einen Käfig zu bugsieren. 

Danach fahre ich nach Baan Amphur, fülle die Behälter für die Hunde an der Vorhalle und gehe mit den Hunden an den Strand. Scottie läuft wieder völlig normal. Nach unserer Rückkehr fahre ich zum Sala und gemeinsam mit dem alten Mann verstauen wir Bok Luk in die Box. Auf dem Weg in die Klinik halte ich noch an der Thepprasit Road und liefere dem Wachmann einen Sack Trockenfutter. Auch Bok Luk verfrachte ich in der Klinik ohne Umstände in einen Käfig. Sie und Asta werden dann morgen sterilisiert.

Sonntag, 3. Januar 2016

Der Garten ist nun weitgehend von Laub und Unkraut befreit. Das erleichtert mir das Entfernen des Kots enorm. Sobald Somchai auch das Gras der Grasflächen kurzgeschnitten hat, geht die Arbeit noch schneller von der Hand. Zeit und Energie, die ich nicht mehr für die Gartenarbeit aufwenden muss, kommen nun den Hunden zugute. 

Am späten Vormittag kommt Josie mit zwei Handwerkern vorbei. Wir denken daran uns eine stabile, aber leicht zu entfernende Torschleuse bauen zu lassen, damit ein ungehinderter Zutritt durchs Tor gewährleistet ist, ohne dass die Hunde entwischen können. Die Finanzierung übernehmen dankenswerterweise Josie und Sigi. 

Am Nachmittag liefere ich einen Sack Trockenfutter bei Wan Song ab und schaue bei der Gelegenheit nach Priao Wan und den Schrottplatzhunden. Von den Vieren noch verbliebenen treffe ich auf Luna (1) und Taco, denen es beiden gut geht. Sie werden von den Anwohnern und Wan Song sehr gut versorgt. Khieow und Yumi sehe ich nicht. Auch Priao Wan wird gut versorgt. 

Im Naklua Slum will ich nach Nora und Nicky schauen, aber sie sind weder im Slum noch am Strand. Em sieht sie jedoch jeden Tag. Es sind wieder zwei Welpen im Slum zurückgelassen worden. Einer ist bereits ca. vier Monate alt und der andere etwa acht Wochen. Ich werde beide so schnell wie möglich untersuchen und impfen lassen. Gegenüber, auf dem Talat Rung Roht treffe ich auf Mom (1). Auch ihm geht es gut. 

Wenn ich zum Haus zurückkehre gibt es immer großes Theater. Fast alle Hunde versammeln sich am Tor, bellen wie blöde, rangeln herum und bestürmen mich. Die Welpen sind jetzt auch immer dabei und ich muss aufpassen, dass ich, herumgeschubst wie ich werde, nicht auf sie trete. Sobald ich aber den Küchenvorplatz erreiche herrscht dann wieder Ruhe und wenn ich im Haus bin, kehrt bis auf gelegentliches Gequietsche und Gegrummel erstmal Stille ein. Die Nachtruhe jedoch wird in letzter Zeit vom spontan einsetzendem Geheule der gesamten Meute gestört. Auslöser sind immer Heulereien von Hunden in der nahen oder entfernten Nachbarschaft.

Samstag, 2. Januar 2016

Somchai und Ladid kommen heute Morgen früh und machen sich an die Arbeit. Somchai schneidet Gras und Ladid fegt Laub zusammen und bringt Hof und Terrasse in Ordnung. Die beiden  arbeiten selbstständig und benötigen nur eine Anweisung, um zu wissen was zu tun ist. 

Ich füttere die Hunde, verteile Medizin und pudere dann Jira, Nacho und Jaha mit Kreuzkümmel ein. Lucy und Yoshi, die beide eine wiederkehrende Pilzinfektion auf dem Nasenrücken haben und schon mit Itraconazole behandelt werden, bekommen auch was auf die Nase. 

Am Nachmittag fahre ich zu Prajuab und bringe ihm 50 kg Reis. Wir vereinbaren im neuen Jahr mit den Sterilisationen seiner Hunde zu beginnen. Sobald ich einen Termin bei Dr. Sam habe, bringe ich Prajuab am Tag davor zwei Käfige. Er fängt die Hunde ein und ich fahre sie in die Klinik, wo sie die Nacht über nüchtern gehalten werden. Wenn die Operationen reibungslos verlaufen kann ich die Hunde noch am selben Tag wieder zu Prajuab zurückbringen. Der versorgt die Hunde dann täglich mit Doxicyclin, das ich ihm liefere. Die Fäden kann Prajuab auch selbst ziehen. Wenn alle Hunde, die eingefangen werden können, sterilisiert sind können wir mit der Impfung beginnen. Die ganze Aktion wird mehrere Wochen in Anspruch nehmen.

Freitag, 1. Januar 2016

Amporn ruft mich morgens früh an und gibt Entwarnung. Der Mann ist ohne Befund wieder zu Hause. Sie vereinbart mit der Tochter die Kosten für die Reparatur des Motorbikes zu übernehmen. Das wird wohl keine Unsumme werden. 

Nachdem ich meine morgendlichen Arbeiten erledigt habe, fahre ich mit Sabai zur South Pattaya Klinik, da Dr. Sams Klinik für heute geschlossen ist. Dr. Kwanchai untersucht Sabai und kann keine Abnormalität an ihr feststellen. 

Am Nachmittag halte ich auf dem Weg nach Baan Amphur in Tongklom. Das Straßenrestaurant liegt verlassen da und auch die Hunde sind nicht zu sehen. Im Tempelmarkt gebe ich Ba Bät Reis und ihren Obolus und fahre weiter zu den Hunden an der Vorhalle. Ich fülle die Behälter und wir gehen an den Strand. Dieses Mal begleitet uns auch Nema, der es sichtlich gut geht. Scottie, der sich die rechte Pfote verletzt hatte, läuft schon wieder fast normal. 

Auf dem Rückweg halte ich an der Thepprasit Road, wo ich an der Pattaya Mail Yuka, ihre beiden Brüder, Mum (1), Surya und einen unbenannten Rüden antreffe. Alle diese Hunde sind mittlerweile sehr zutraulich. Yukas Sterilisationswunde ist prima verheilt und die Narbe nicht mehr fühlbar. Leider können wir ihre Mutter nicht einfangen. Sie ist die Einzige, die in diesem Areal noch nicht sterilisiert ist und so wird es leider wohl irgendwann mal wieder Nachwuchs geben. 

Ich fahre rüber zum Wachmann und gebe dem Rüden Ivermectin. Er sieht etwas besser aus. Malee ist nicht zu sehen. Der Wachmann fragt mich nach Ivermectin und ich gebe ihm zwei Schachteln. Zurück im Haus füttere ich die Hunde und beschließe damit den ersten Tag des neuen Jahres.