Donnerstag, 21. Januar 2016

Ich dachte ich hätte den Tod von Prana gut verkraftet, aber muss nun doch eingestehen, dass das nicht der Fall ist. Ich denke oft daran wie ich sie gefunden habe und schaue morgens erstmal danach ob auch alle Hunde wohlauf sind und nicht wieder einer tot im Sand liegt. 

Da Moms Gaumen ein wenig blässlich ist, beginne ich bei ihm eine Doxicyclinkur. Lucy und Lucy Song haben die Einmonatskur beendet, Yayas Kur wird in einigen Tagen beendet sein und Snow bleibt noch weitere zwei Wochen auf Doxicyclin. Roccos Kastrationswunde ist gut verheilt. Ich werde ihm aber noch für weitere zwei Wochen auf Doxicyclin lassen. 

Dr. Sam ruft mich an und teilt mir die Bluttestresultate von Sita Song und Anton mit. Sitas Hämatokritwert ist bedenklich niedrig, sodass ein Eingriff nicht in Frage komme. Sie solle mindestens zwei Wochen lang mit Doxicyclin behandelt werden. Danach solle ein erneuter Bluttest vorgenommen werden. Dr. Sam äußert darüber hinaus auch TVT Verdacht bei ihr. Den kann aber nur ein zytologischer Test erhärten. Ich werde Sita also unverrichteter Dinge wieder zu Prajuab zurückbringen müssen. Khao kann operiert werden. 

Antons weiße Blutkörperchen sind enorm angestiegen, was wie erwähnt auf eine starke Entzündung hindeutet. Der Hämatokritwert ist um ein Prozent gesunken, die Anzahl der Blutplättchen konstant geblieben. Dr. Sam empfiehlt Anton noch zwei Tage lang konservativ zu behandeln und dann einen erneuten Bluttest vorzunehmen. Sollten die Blutwerte keine substantiellen Verbesserungen aufweisen, muss ein erneuter Eingriff in Erwägung gezogen werden, um das Blutgerinnsel zu entfernen. 

Am frühen Abend fahre ich in die Klinik und hole Khao und Sita Song ab. Dr. Sam hat bei Khao während des Eingriffs einen Nabelbruch festgestellt, den er gleich mit behoben hat. Ich lasse mir für Rudi leberunterstüzende Medikamente geben und gehe zu Anton. Ich habe ihm das Nassfutter mitgebracht, dass die Welpen so gern mögen und hoffe, dass er wieder mehr frisst, wenn ihm das angeboten wird. Anton sind die Fäden gezogen worden und er muss nun keinen Kragen mehr tragen. Sein Verhalten erscheint mir völlig normal, aber ein erneuter Bluttest muss Aufschluss geben, ob er um einen Eingriff herumkommen wird. 

Ich liefere Khao und Sita Song wieder bei Prajuab ab. Für Sita gebe ich Prajuab eine Monatsration Doxicyclin und für Khao die üblichen zehn Tabletten. Ich frage Prajuab wie viel Hündinnen er noch zu sterilisieren hat und er meint etwa zehn. 

Wieder zu Hause füttere ich die Hunde und gebe Bok Luk, die nun ständig draußen ist, die letzte Dosis Cephalexin und Metronidazole. Ich werde sie morgen zu Dr. Sam bringen, da ich denke, dass die Fäden gezogen werden können. In ihrem Falle will ich es nicht selbst machen.

Mittwoch, 20. Januar 2016

Somchai kommt und macht sich daran den Wildwuchs der Bäume und Sträucher zu beschneiden. Die Hunde haben sich nun alle an ihn gewöhnt, auch Yobo, der etwas länger braucht bis er Fremde auf dem Territorium duldet. 

Rhonda kommt Buddha sei Dank auch und wir sitzen stundenlang und entzecken die Hunde. Die Welpen spraye ich danach mit Frontline ein. 

Um 1 Uhr treffe ich mich mit Joe und seiner Frau Som bei Khun Ohm, um eine gemeinsame Stiftung in Gang zu bringen. Wir gelangen zu einem konstruktiven Ergebnis und hoffen, dass die Angelegenheit nun Fahrt aufnimmt. 

Anschließend fahre ich zum Futterhandel in der Soi Khao Noi und hole einige Sack Trockenfutter und 48 Dosen Nassfutter für die Welpen, die es bei Khun Abisit günstig gibt. Danach bringe ich zwei Käfige zu Prajuab. Am Spätnachmittag hole ich Khao und Sita Song darin ab. Am Tor zur Anlage sehe ich Goott. Ich kriege sie zu fassen und sehe, dass die Wunde gut verheilt ist. Die Fäden sind noch drin. 

Bei der Untersuchung von Sita Song und Khao stellt Dr. Sam bei Sita eine leichte Blutung aus der Nase fest. Er möchte erst ein Bluttestresultat von ihr abwarten um zu sehen, ob eine Sterilisation möglich ist. Khaos Zustand scheint normal zu sein. 

Antons Zustand hat sich nicht verbessert. Dr. Sam nimmt ihm erneut Blut ab. Er vermutet, dass die Hauptursache für die Entzündung ein Blutgerinnsel im Hodensack ist. Das Testergebnis wird morgen Aufschluss geben, ob die Entzündung abklingt oder nicht. Das kann gut an der Veränderung der Anzahl der weißen Blutkörperchen festgestellt werden.

Dienstag, 19. Januar 2016

Heute Morgen mache ich im Garten eine traurige Entdeckung. In einer Sandkuhle liegt Prana - tot. Gestern Abend bei der Fütterung hatte ich den Eindruck, dass es ihr gut geht. Sie hatte sich zwar von der Meute etwas separiert, aber lag doch meistens in der Mitte des Hofes oder im Garten. Sie hatte auch bis zuletzt gefressen. Ihr, wie auch einigen anderen Hunden hatte ich das Futter immer separat gegeben. 

Nachdem ich meine Arbeiten erledigt habe und Fütterung sowie Medizinverteilung beendet sind, empfange ich Rudi, der sich für die Mittagszeit angesagt hatte. Ich hatte für ihn Ivermectin Tabletten besorgt. Normalerweise habe ich verstorbene Hunde immer irgendwo im Wald vergraben, hatte aber nie ein gutes Gefühl dabei. Rudi informiert mich darüber, dass die NPW Klinik einen Einäscherungsservice anbietet. Ich fahre mit Prana in die Klinik und tatsächlich nehmen sie sie mir dort ab. Das ist gut zu wissen, denn ich werde mit weiteren Todesfällen zu rechnen haben. 

Anschließend nehme ich einen lange aufgeschobenen Zahnarzttermin wahr und fahre danach zu Dr. Sam. Antons Zustand ist unverändert; er frisst kein Trockenfutter mehr, sondern nur noch Snacks. Anton hat sich mit seinem Käfigleben abgefunden, möchte aber natürlich immer mit mir gehen. Ein paar Tage wird er in der Klinik noch aushalten, müssen, dann kann ich ihn zu mir nehmen. Zu der Zeit wird dann Bok Luk auch nicht mehr Haus bleiben müssen. Antons Zustand der roten Blutkörperchen ist weiter bedenklich, die Anzahl der Blutplättchen hat sich erhöht und ist nun im Normalbereich, aber die Hämatokritwerte sind runter gegangen. Dr. Sam geht davon aus, dass die Entzündung im Zusammenhang mit der Anämie die Ursache ist oder ein Gerinsel, das nicht abgebaut werden kann. 

Rudis Bluttest liegt auch vor. Er hat ein Leberproblem. Es wird mir nichts anderes übrig bleiben ihn wieder zu mir zu nehmen, da er Infusionen mit Kochsalzlösung bekommen soll und zweimal täglich leberunterstützende Medikamente. 

Auf dem Wege zurück kaufe ich acht Sack Trockenfutter, einige davon gehen an Prajuab. Die nächsten zwei seiner Hunde sind bereits für Donnerstag zur Sterilisation vorgemerkt.

Montag, 18. Januar 2016

Somchai ist da und schneidet wieder Gras. Ich mache den Hof und einiges andere. Danach nehme ich mir Emma, einen der Welpen, vor und stelle mit Entsetzen fest, dass sie viel stärker von Zecken befallen ist als die Tage zuvor. Ich schnappe mir danach Enja und Hakim und auch sie weisen dasselbe Problem auf. Deswegen bade ich alle sieben Welpen mit einem Antizeckenshampoo und versuche dabei so viele Zecken wie möglich zu entfernen. Ich werde wohl nicht darum herumkommen die Welpen mit Fibronil zu behandeln, will aber erst noch abwarten, ob ich mit Rhondas Hilfe und einem eventuellen erneuten Duschbad einen Großteil der Zecken mit der Hand entfernen kann. 

Am Nachmittag habe ich etwas in der Stadt zu erledigen und fahre dabei auch zum Best um Rudi Ivermectin zu geben. Ich stelle fest, dass Rudi an Gewicht verloren hat. Deswegen lade ich ihn in den Käfig und fahre ihn zu Dr. Sam. Der untersucht Rudi mit Ultraschall und nimmt ihm Blut ab. Der Test wird morgen vorliegen. Antons Zustand hat sich leicht verschlechtert. Die Schwellung seines Hodensacks hat wieder etwas zugenommen. Ein weiterer Bluttestbericht wird ebenfalls morgen vorliegen. 

Zu Hause angekommen, steht die Küche unter Wasser. Das ist das Sahnehäubchen des heutigen Tages. Ich vermute zuerst, dass die Waschmaschine ein Leck aufweist, aber das ist bei näherer Untersuchung auszuschließen. Dann stelle ich fest, dass das gerade reparierte Wasserfiltersystem Wasser verliert, wenn es angeschlossen ist. Das Ende der Lernkurve in diesem Haus nimmt kein Ende.

Sonntag, 17. Januar 2016

Bok Luk hat sich sehr brav verhalten und sich mit Leila arrangiert. Solange ich im Haus bin ist sie zufrieden, aber wenn ich etwas länger draußen bin, fängt sie an zu winseln. Sie ist es ja nicht gewohnt allein zu sein und wird schon noch begreifen, dass ich immer wiederkomme. Interessant ist, dass sie sich immer wieder im Spiegel anschaut und der Anblick scheint ihr zu gefallen, denn sie wedelt sich freundlich mit dem Schwanz zu. Das, im Gegensatz zu manch anderen Hunden, die ihr Spiegelbild häufig anknurren. 

Am Nachmittag fahre ich zu Joe, der mit seiner Thaifrau eine sehr ähnliche Sache betreibt wie ich und nicht weit von uns wohnt. Joe hat auch 40 Hunde bei sich aufgenommen und seine Frau füttert dazu noch zweimal täglich etwa 25 Hunde in der Gegend. Joe denkt ebenfalls daran eine Stiftung zu gründen und ich biete ihm an, Khun Ohm zu fragen, ob sie auch ihm behilflich sein kann. Wir verabreden uns für Morgen am frühen Nachmittag bei ihr zu treffen. 

Ich hatte ja Bok Luk im Hause gelassen und in die Küche gesperrt, damit sie keinen Unsinn macht. Allerdings hatte ich nicht vorausgesehen, dass sie die Fliegengitter zerfetzen wird. Das ist nicht das erste Mal, dass mir sowas passiert, aber sauer bin ich doch. Wenn ich in Zukunft das Haus verlasse, werde ich Bok Luk zu Nadia und Skinny sperren und die Zugänge verschließen.

Samstag, 16. Januar 2016

Nach Absolvierung meiner Morgenarbeiten bereite ich eine Paste aus Kokosnussöl und Kreuzkümmelpulver zu. Um größere Schweinereien zu vermeiden trage ich einen der Bottiche in den Vorratsraum und setze zuerst Lucy, dann Jaha und Jira hinein und schmiere ihnen ihre Hautauffälligkeiten mit der Paste ein. Die Hunde sind danach gelb eingefärbt und ich teilweise auch.

Am frühen Vormittag fahre ich mit Sabai zur Klinik von Dr. Kwanchai. Sie soll dort eine Injektion gegen Herzwürmer erhalten. Es ist nur die Assistentin zugegen, die mir erklärt, dass sie die einjährige Herzwurmpropylaxe nicht vorrätig habe, aber die zweimonatige. Ich lasse die Injektion vornehmen. Wieder zurück zu Hause stellt sich heraus, dass Sabai nur eine Ivermectin Injektion erhalten hat, die zwar auch gegen Herzwurmbefall schützt aber nicht die erforderliche Pro Heart SR-12 ist, die eigentlich gespritzt werden sollte. 

Am Spätnachmittag lade ich zwei Sack Trockenfutter, sowie Reis für die Tempelhunde auf und fahre nach Baan Amphur. Auf dem Wege halte ich in Tongklom, verabreiche Gati Ivermectin und gebe den Frauen 400 Baht Futterhilfe. In Huay Yai halte ich bei Nong Da und Daeng und träufele ihnen Fribronil gegen Zecken auf den Nacken. 

Am Tempelmarkt liefere ich 20 kg Reis bei Ba Bät ab und fahre weiter zur Vorhalle. Alle Hunde sind vollzählig. Ganz besonders freut sich Arnie über meinen Besuch. Er hat sich offenbar sehr gut wieder zurechtgefunden. Nacho ist ganz aufgedreht mich zu sehen und wetzt auf unserem Strandspaziergang hin und her. Auch Arnie ist dabei und von seiner Sehbehinderung ist kaum etwas zu spüren. Als ich zurückfahre, läuft mir Nacho bis zur Sukhumvit hinterher. Ich lasse mich erweichen und nehme ihn wieder mit. 

Wir fahren zur Klinik und ich nehme Bok Luk zu mir vorn ins Auto, da ich nur einen Käfig dabei habe. Nach Absprache mit Yvonne bleibt Anton noch bis zum Fädenziehen in der Klinik. Auf dem Weg zurück halte ich noch bei Em, die die Hunde im Slum versorgt und liefere einen Sack Trockenfutter bei ihr ab. 

Auf Anraten von Dr. Sam nehme ich Bok Luk mit ins Haus, da sie sich nicht großartig bewegen soll. Sie muss auch weiterhin einen Kragen tragen.

Freitag, 15. Januar 2016

Somchai macht den Garten und ich die übrigen Morgenarbeiten. Am Nachmittag komme ich endlich dazu kleinere Reparaturarbeiten am Auto vornehmen zu lassen. Danach muss ich mich um den Papierkram für die Stiftungsgründung kümmern. Anschließend fahre ich in die Klinik. Bok Luk und Anton sind weiterhin auf dem Wege der Besserung. Ich werde noch einen Tag warten und dann entscheiden, ob ich sie nach Hause nehmen kann. Sie sind mittlerweile beide auf orale Medikamente umgestellt worden, die ich ihnen auch zu Hause verabreichen kann.

Donnerstag, 14. Januar 2016

Rhonda ist da und wir entzecken gemeinsam etliche Hunde. Die Welpen scheinen die Zecken nur so anzuziehen und im Grunde könnten wir jeden Tag eine Acht-Stunden-Schicht einlegen, um alle Hunde völlig von Zecken freizuhalten. Natürlich könnte ich vermehrt Fibronil einsetzen, aber erstens ist die Behandlung damit auch keine Garantie für völlige Zeckenfreiheit und zweitens ist das Zeug schließlich ein Gift, dessen Langzeitwirkung nicht abzusehen ist. 

Am Nachmittag fahre ich in die Klinik. Bok Luk und Anton sind auf dem Wege der Besserung, aber ich lasse sie besser noch in der Klinik. Jaha bekommt eine weitere Infusion. Sie hat sich weitgehend erholt, ich werde sie aber noch weitere zwei Tage lang behandeln.

Mittwoch, 13. Januar 2016

Somchai und Rhonda kommen heute Morgen und auch die Handwerker, die die Torschleuse richten sollen. Somchai arbeitet wie stets fleißig und Rhonda macht sich wieder an die Entzeckung. Ich füttere die Hunde, überwache die Torarbeiten, verteile Medizin und gebe danach Jaha die zweite Infusion. Es geht ihr schon wieder etwas besser. 

Wie jeden Tag vergeht die Zeit wie im Fluge und ehe ich mich versehe ist es ein Uhr und Zeit zum Frühstücken. Um zwei Uhr bin ich wegen einer wichtigen Angelegenheit in der Stadt. 

Anschließend fahre ich in die Klinik. Bok Luk ist schon wieder voller Energie, muss aber noch, genauso wie Anton, ein wenig in ihrem Käfig ausharren. Ich will bei ihr wie bei Anton kein Risiko eingehen. Die Bluttestresultate von Anton, Jaha und Snow liegen vor. Antons Blut weist, wie vermutet, eine zu geringe Anzahl von Blutplättchen auf und bei Jaha und Snow sind die Hämatokritwerte zu niedrig. Alle drei Hunde müssen auf Doxicyclin gesetzt werden. 

Von der Klinik aus fahre ich in die Soi Khao Noi und hole sechs Säcke Trockenfutter, eine Patenspende für Prajuab, ab. Seine nächsten Sterilisationen müssen erstmal warten, bis Anton und Bok Luk aus der Klinik sind.

Dienstag, 12. Januar 2016

Jaha geht es nicht besser. Sie schläft die ganze Zeit in ihrem Bottich, frisst aber als es für alle Hunde Futter gibt. Die Arbeiter, die die Torschleuse richten sollen kommen wieder nicht zur verabredeten Zeit. Schließlich taucht ein Handwerker auf und teilt mir mit, dass sie morgen ganz bestimmt kommen würden. 

Bok Luks Wunde hatte sich gestern Abend leicht geöffnet und heute Morgen ist der Spalt etwas weiter geworden. Deswegen nehme ich sie, Jaha, Snow und Torro in die Klinik. Snow und Torro erhalten die dritte Impfung. Für Jaha empfiehlt Dr. Sam eine fünftägige Behandlung mit Kochsalzlösung. Ich veranlasse bei Jaha und Snow einen Bluttest zu machen. Bok Luk muss für eine Nachoperation in der Klinik bleiben. Anton und Rocco kann ich später am Abend abholen. 

Zurück im Haus verabreiche ich Jaha die erste Infusion. Dr. Sam ruft mich an, dass es mit Anton Komplikationen gegeben habe, er habe stark geblutet, ein Zeichen für eine zu geringe Anzahl von Blutplättchen. Mit Rocco ist alles in Ordnung und so nehme ich nur ihn mit und lasse Anton in der Klinik. Ich lasse ihm Blut für einen Test abnehmen.

Montag, 11. Januar 2016

Rhonda ist heute wieder bis zum frühen Nachmittag da und um die Mittagszeit kommt Monika mit ihrer Schwägerin. Monika hat mich schon mehrmals mit Spenden bedacht und besucht ihre erweiterte Familie in Bang Saray. 

Die Arbeiter, die die Torschleuse richten sollen, kommen nicht wie vereinbart. Angeblich sollen sie dann morgen Vormittag erscheinen. 

Wan ruft mich an, dass sie heute Abend keine Zeit habe, die beiden Hunde einzufangen und deshalb fahre ich Anton und Rocco in die Klinik. Nach meiner Rückkehr stelle ich bei Bok Luk eine leichte Entzündung der Sterilisationswunde fest, desinfiziere sie und lege Bok Luk einen Kragen um, damit sie die Wunde nicht lecken kann. 

Anschließend entsorge ich einen Haufen trockener Palmblätter, die Somchai gestern von den Bäumen geholt hatte. Jaha macht mir Sorgen. Sie hat sich erbrochen und ist etwas wackelig auf den Beinen. Ich werde die Medikamente bei ihr erstmal absetzen und ihre Haut äußerlich behandeln. Manche Hunde vertragen das Ivermectin nicht so gut. Das hatte ich auch schon bei Yoshi, der sich nach dem Absetzen jedoch schnell wieder erholt hatte.

Sonntag, 10. Januar 2016

Nachdem ich Garten und Hof gesäubert, die Hunde gefüttert und die Medikamente verteilt habe, fahre ich zum Expat Club Meeting, um dort Tierarztrechnungen einzureichen. Der Pattaya Expat Club ist ja so freundlich und ersetzt mir einen Teil der Behandlungskosten. 

Am Nachmittag bastele ich an der neuen Torschleuse herum, die in ihrer Bauart nicht ganz meinen Vorstellungen entspricht. Einiges kann ich ändern, anderes aber nicht. Deswegen bitte ich Josie die Handwerker nochmal kommen zu lassen. Ich weiß nun genau was ich haben will und wie die Konstruktion verändert werden muss. 

Bok Luk verhält sich so als wäre sie schon immer bei uns; Anton erholt sich von seinen Bissverletzungen, die er sich bei seinem letzten Kampf mit Arnie zugezogen hat; und Sabai freut sich auch ihres Lebens. Die Welpen entwickeln allmählich ihre je eigene Persönlichkeit. Sie hören nun schon alle auf ihre Namen. Torro, der kleinste der drei Rüden, hat mich anscheinend besonders gern. Er läuft häufig hinter mir her und versucht auch immer in die Küche zu gelangen, wenn ich durch die Tür gehe. Meistens schafft er es auch, so flink wie er ist. Silvers Räudebehandlung macht gute Fortschritte, bei Jaha allerdings sehe ich noch keine wesentliche Besserung, obwohl ich sie mit Ivermectin, Cephalexin und Itraconazole behandele.

Samstag, 9. Januar 2016

Somchai kommt am Morgen und arbeitet bis mittags in Garten und Hof. Die Hunde kennen ihn nun schon, umringen ihn wenn er durchs Tor tritt und lassen ihn in Ruhe arbeiten. Der einzige der ihn ab und zu noch anbellt ist Yobo. Er ist aber auch derjenige, der als Erster anschlägt, wenn sich irgendetwas Ungewöhnliches vor dem Tor abspielt. 

Am frühen Nachmittag lade ich Arnie und Nacho ein und fahre mit ihnen nach Baan Amphur. Auf dem Wege halte ich in Tongklom, um Gati Ivermectin zu geben, aber dem geht es wohl nicht gut und ist bei einer der Frauen zu Hause. Bei Nong Da und Daeng halte ich auch. Ihnen geht es bis auf ein paar Zecken im Pelz gut. Die Leute vom Laden sagen, dass sie sie täglich untersuchen aber ich muss daran denken ihnen das nächste Mal Fipronil aufzuträufeln. 

Es ist mir klar, dass Arnie wieder zum Tempel zurückzubringen ein gewisses Risiko darstellt, da an der Vorhalle eine Gasse vorbeiführt, auf der gelegentlich Autos und Motorbikes verkehren. Arnie lebt aber schon über zwei Jahre dort und ich hoffe, dass er weiß wo die Gasse ist. Bei seiner Ankunft läuft er auch sofort überall herum als wäre er nicht blind. Auch an unserem Strandspaziergang nimmt er wie selbstverständlich teil. 

Nacho habe ich mitgenommen, da er sich in den vergangenen Tagen immer in den Vorratsraum zurückgezogen hatte, wenn ich das Fenster offen gelassen hatte. Er hat ja keine akuten Gesundheitsprobleme und ich muss schauen, dass es nicht zu viel Hunde im Haus werden. Der Tempel ist sozusagen meine Außenstelle an die die Hunde zurückgehen, die nicht unbedingt bei mir sein müssen. Jira, Jaha und Yoshi gehören ja eigentlich ebenfalls dahin und werden auch zurückgehen, sobald ihre Behandlung beendet ist.

Susanne hat mir im Futterhandel am Tempel eine Futterspende hinterlassen, die ich abhole. Ich fahre zur Klinik und hole Sita und Goott ab. Beide haben die Operation gut überstanden und müssen auch nicht länger als bis zum Fädenziehen medikamentös behandelt werden. 

Dr. Sam teilt mir mit, dass die Sterilisationen in Zukunft 400 Baht teurer werden, da sein preiswerter Vorrat an Anästhesiemittel aufgebraucht ist. Die Kosten belaufen sich nun auf 900 Baht. Eine Nacht wird mit 250 Baht berechnet. 

Prajuab freut sich die beiden Hunde wieder zu haben und die Hunde freuen sich wieder in ihrer alten Umgebung zu sein. Asta sehe ich auch. Ihr scheint es ebenfalls gut zu gehen. Ich vereinbare mit Prajuab die nächsten Hunde Ende der nächsten Woche sterilisieren zu lassen. Am Montag sind erstmal zwei Hunde vom Pattaya Bazaar, die Wan am Abend einfangen will, dran und Mitte der Woche dann Anton und Rocco. 

Anton ist am Abend viel ruhiger seitdem Arnie nicht mehr da ist. Seine ständige Knurrerei hat er eingestellt.

Freitag, 8. Januar 2016

Heute Morgen empfängt mich Bok Luk schon mit den anderen Hunden und springt genauso vergnügt herum wie sie. Sie ist nun wohl schon ein normales Mitglied der Familie und hoffentlich bleibt das auch so für die Zeit in der sie bei uns ist. 

Nachdem ich das Gelände gesäubert und die Medikamente verteilt habe, bade ich Rudi, Jira und Jaha. Ich stelle fest, dass Rudi etliche Zecken im Fell hat, die aber bereits tot zu sein scheinen. Trotzdem nehme ich ihn mir vor und habe einiges zu tun. Nachdem ich den Großteil der Viecher entfernt habe, träufele ich ihm Fipronil auf den Nacken, damit er für die kommenden Wochen gewappnet ist. Mit Malaseb gebadet muss er allerdings auch noch etwa einmal die Woche. 

Das Trockenfutter ist vollkommen aufgebraucht und deswegen fahre ich zum Snoop Dog Shop und hole drei Sack sowie Katzenstreu. Dr. Sam ruft mich am Abend an, dass Sita und Goott noch nicht völlig aufgewacht sind und deswegen entscheide ich sie erst morgen aus der Klinik zu holen. Ich informiere Khun Prajuab davon. 

Anton geht Arnie mit seiner ständigen Knurrerei offensichtlich so auf die Nerven, dass die beiden sich ernsthaft hauen. Ich muss sie mit ein paar kräftigen Fußtritten voneinander trennen und sehe, dass sich Anton eine blutige Nase geholt hat, dich ich ihm mit Jod abtupfe. Seinem Dominanzdrang tut die Verletzung aber keinen Abbruch. Ich werde Arnie wieder in den Tempel zurückbringen, um zu sehen wie er dort zurecht kommt. 

Später am Abend verabreiche ich Rudi Ivermectin, lade ihn in den Käfig und fahre ihn wieder zum Best zurück.

Donnerstag, 7. Januar 2016

Somchai kommt am Morgen. Er arbeitet mittlerweile vollkommen selbstständig und ist mir eine große Hilfe. Rhonda kommt auch und nimmt sich einige Hunde vor. Da ich bei Skinny nicht weiterkomme, versucht nun Rhonda sich ihr zu nähern. Sie sagt, dass Skinny es heute zugelassen habe, dass ihre Fingerspitzen vorsichtig Skinnys Pfote berühren konnten. 

Am späten Vormittag kommen Arbeiter und bringen die Torschleuse an. Die ist zwar nicht perfekt aber wird wohl ihren Zweck erfüllen. Ich hole Amporn in Naklua ab. Sie macht das Haus sauber und kocht danach Reisfutter. Mittlerweile ist dann auch endlich der Wassefiltermann gekommen und tauscht die Filter aus. 

Ich bringe die Box und den großen Käfig zu Prajuab und verabrede mit ihm zwei Hunde später abzuholen. Am frühen Abend, nach beendeter Reisschlacht, fahre ich mit Amporn zu Prajuab. Wir laden Siti und Goott ein und ich bringe Amporn nach Hause. Auf dem Weg halten wir an einer traditionellen Apotheke, in der wir ein Kilo gemahlenen Kreuzkümmel kaufen. Die bisherige Behandlung von Jira, Jaha und Nacho erbrachte zwar keine sichtbaren Erfolge, aber ich will doch noch ein wenig mit dem Gewürz herumexperimentieren. 

Anschließend bringe ich Siti und Goott in die Klinik und vereinbare mit Dr. Sam sie morgen wieder abzuholen, wenn es keine Komplikationen geben sollte. Auf dem Weg zurück halte ich beim Best, um nach Rudi zu schauen. Dieses Mal habe ich Glück und treffe ihn an. Ich verfrachte ihn in die Box und nehme ihn mit zu uns. Ich habe vor, ihn einen Tag da zu behalten um ihn zu baden und Ivermectin zu geben.  

Bok Luk hat sich wie erhofft sehr gut eingelebt und scheint es zu genießen unter vielen Hunden zu sein. Sie ist das ja auch gewohnt, denn am Sala rotten sich ja immer etliche Hunde zusammen. Bok Luk hat auch zu mir Vertrauen gefasst und lässt sich gern von mir streicheln.

Mittwoch, 6. Januar 2016

Rhonda kommt heute Vormittag und wir entzecken gemeinsam die Welpen sowie Lucy, Coco, Rocco, Aya und Lucy. Zwischendurch bade ich Prana und Selina. Trotz mehrmaliger Ankündigung kommt der Handwerker, der die Wasserfiltersysteme reparieren soll, nicht. Solche Unzuverlässigkeiten bringen immer meinen ganzen Tagesplan durcheinander und sind anstrengend. ,

Am Spätnachmittag hole ich Asta und Bok Luk aus der Klinik. Asta liefere ich bei Prajuab ab und Bok Luk kommt zu uns ins Haus. Ich lasse sie bei geöffneter Käfigtür im Käfig hocken bis die Hunde ihre Neugier an ihr gestillt haben. Bok Luk knurrt zwar ein wenig aber scheint eher neugierig auf die neue Umgebung zu sein. Mit Einsetzen der Dunkelheit tastet sie sich dann auch aus dem Käfig und am Abend läuft sie schon in der Nähe des Tores herum. Die Hunde scheinen sie zu mögen, denn sie wird nicht belästigt. Nur Coco kommt nicht umhin sie ab und zu anbellen aber das ist bei ihr ein Muss bei jedem Neuankömmling. Am späten Abend gesellt sich Bok Luk schon unter die anderen Hunde und ich kann sie beruhigt die Nacht draußen lassen.

Dienstag, 5. Januar 2016

Die Welpen bekommen seit einigen Tagen täglich einmal Nassfutter. Sie sind so wild darauf, dass ich sie einzeln in den Vorratsraum nehmen muss, damit jeder die gleiche Menge bekommt. Danach gibt es für alle Hunde Trockenfutter. 

Mittags ruft mich Dr. Sam an. Er teilt mir mit, dass er bei Asta einen Leistenbruch festgestellt hat. Dr. Sam empfiehlt nach der Heilung der Sterilisationswunde den Bruch zu operieren. 

Am Nachmittag habe ich etliches in der Stadt zu erledigen und fahre dabei auch zur Klinik. Dr. Sam hat mittlerweile auch Bok Luk sterilisiert und an ihr eine vergrößerte Milz festgestellt. Sie soll einen Monat lang mit Doxicyclin behandelt werden. Da Bok Luk sowieso bis zum Fädenziehen bei uns bleiben muss, da sie gern ins Meer geht, muss ich mal schauen, ob ich sie einen Monat lang behalten muss oder ob der alte Mann ihr die Tabletten geben kann. Ich informiere Prajuab, dass Asta noch einen Tag in der Klinik bleiben wird und ich sie ihm dann morgen Nachmittag zurückbringen werde. 

Bevor die Dunkelheit einsetzt gehe ich, wie jeden Abend, noch einmal durch das ganze Gelände und sammele den Kot auf, den die Hunde am Nachmittag abgesetzt haben und reinige Leilas Katzenklo. Anschließend pudere ich Jira, Lucy, Jaha und Nacho mit Kreuzkümmelpulver ein. Um eine größere Schweinerei zu vermeiden, mache ich das in einem der Bottiche, in denen Aya, Jaha und Yoshi gern liegen. Danach gibt es Trockenfutter. Nachdem ich die Schalen wieder eingesammelt und ausgewaschen habe, lösche ich draußen das Licht und die Hunde begeben sich vorerst zur Ruhe.

Montag, 4. Januar 2016

Morgens kommt Somchai, schneidet Gras, fegt Laub im Sandbereich zusammen und ich mache den Hof. Anschließend erfolgt Fütterung und Medizinvergabe. 

Mittags vereinbare ich mit Dr. Sam einen Sterilisationstermin für Morgen und liefere die Box bei Prajuab ab. Am Spätnachmittag bin ich wieder bei Prajuab. Er hat zusammen mit einer netten Frau Asta eingefangen, die bereits in der Box hockt. Ich fahre mit ihr in die Klinik und da sie ein lieber Hund ist, habe auch kein Problem sie aus der Box zu holen und in einen Käfig zu bugsieren. 

Danach fahre ich nach Baan Amphur, fülle die Behälter für die Hunde an der Vorhalle und gehe mit den Hunden an den Strand. Scottie läuft wieder völlig normal. Nach unserer Rückkehr fahre ich zum Sala und gemeinsam mit dem alten Mann verstauen wir Bok Luk in die Box. Auf dem Weg in die Klinik halte ich noch an der Thepprasit Road und liefere dem Wachmann einen Sack Trockenfutter. Auch Bok Luk verfrachte ich in der Klinik ohne Umstände in einen Käfig. Sie und Asta werden dann morgen sterilisiert.

Sonntag, 3. Januar 2016

Der Garten ist nun weitgehend von Laub und Unkraut befreit. Das erleichtert mir das Entfernen des Kots enorm. Sobald Somchai auch das Gras der Grasflächen kurzgeschnitten hat, geht die Arbeit noch schneller von der Hand. Zeit und Energie, die ich nicht mehr für die Gartenarbeit aufwenden muss, kommen nun den Hunden zugute. 

Am späten Vormittag kommt Josie mit zwei Handwerkern vorbei. Wir denken daran uns eine stabile, aber leicht zu entfernende Torschleuse bauen zu lassen, damit ein ungehinderter Zutritt durchs Tor gewährleistet ist, ohne dass die Hunde entwischen können. Die Finanzierung übernehmen dankenswerterweise Josie und Sigi. 

Am Nachmittag liefere ich einen Sack Trockenfutter bei Wan Song ab und schaue bei der Gelegenheit nach Priao Wan und den Schrottplatzhunden. Von den Vieren noch verbliebenen treffe ich auf Luna (1) und Taco, denen es beiden gut geht. Sie werden von den Anwohnern und Wan Song sehr gut versorgt. Khieow und Yumi sehe ich nicht. Auch Priao Wan wird gut versorgt. 

Im Naklua Slum will ich nach Nora und Nicky schauen, aber sie sind weder im Slum noch am Strand. Em sieht sie jedoch jeden Tag. Es sind wieder zwei Welpen im Slum zurückgelassen worden. Einer ist bereits ca. vier Monate alt und der andere etwa acht Wochen. Ich werde beide so schnell wie möglich untersuchen und impfen lassen. Gegenüber, auf dem Talat Rung Roht treffe ich auf Mom (1). Auch ihm geht es gut. 

Wenn ich zum Haus zurückkehre gibt es immer großes Theater. Fast alle Hunde versammeln sich am Tor, bellen wie blöde, rangeln herum und bestürmen mich. Die Welpen sind jetzt auch immer dabei und ich muss aufpassen, dass ich, herumgeschubst wie ich werde, nicht auf sie trete. Sobald ich aber den Küchenvorplatz erreiche herrscht dann wieder Ruhe und wenn ich im Haus bin, kehrt bis auf gelegentliches Gequietsche und Gegrummel erstmal Stille ein. Die Nachtruhe jedoch wird in letzter Zeit vom spontan einsetzendem Geheule der gesamten Meute gestört. Auslöser sind immer Heulereien von Hunden in der nahen oder entfernten Nachbarschaft.

Samstag, 2. Januar 2016

Somchai und Ladid kommen heute Morgen früh und machen sich an die Arbeit. Somchai schneidet Gras und Ladid fegt Laub zusammen und bringt Hof und Terrasse in Ordnung. Die beiden  arbeiten selbstständig und benötigen nur eine Anweisung, um zu wissen was zu tun ist. 

Ich füttere die Hunde, verteile Medizin und pudere dann Jira, Nacho und Jaha mit Kreuzkümmel ein. Lucy und Yoshi, die beide eine wiederkehrende Pilzinfektion auf dem Nasenrücken haben und schon mit Itraconazole behandelt werden, bekommen auch was auf die Nase. 

Am Nachmittag fahre ich zu Prajuab und bringe ihm 50 kg Reis. Wir vereinbaren im neuen Jahr mit den Sterilisationen seiner Hunde zu beginnen. Sobald ich einen Termin bei Dr. Sam habe, bringe ich Prajuab am Tag davor zwei Käfige. Er fängt die Hunde ein und ich fahre sie in die Klinik, wo sie die Nacht über nüchtern gehalten werden. Wenn die Operationen reibungslos verlaufen kann ich die Hunde noch am selben Tag wieder zu Prajuab zurückbringen. Der versorgt die Hunde dann täglich mit Doxicyclin, das ich ihm liefere. Die Fäden kann Prajuab auch selbst ziehen. Wenn alle Hunde, die eingefangen werden können, sterilisiert sind können wir mit der Impfung beginnen. Die ganze Aktion wird mehrere Wochen in Anspruch nehmen.

Freitag, 1. Januar 2016

Amporn ruft mich morgens früh an und gibt Entwarnung. Der Mann ist ohne Befund wieder zu Hause. Sie vereinbart mit der Tochter die Kosten für die Reparatur des Motorbikes zu übernehmen. Das wird wohl keine Unsumme werden. 

Nachdem ich meine morgendlichen Arbeiten erledigt habe, fahre ich mit Sabai zur South Pattaya Klinik, da Dr. Sams Klinik für heute geschlossen ist. Dr. Kwanchai untersucht Sabai und kann keine Abnormalität an ihr feststellen. 

Am Nachmittag halte ich auf dem Weg nach Baan Amphur in Tongklom. Das Straßenrestaurant liegt verlassen da und auch die Hunde sind nicht zu sehen. Im Tempelmarkt gebe ich Ba Bät Reis und ihren Obolus und fahre weiter zu den Hunden an der Vorhalle. Ich fülle die Behälter und wir gehen an den Strand. Dieses Mal begleitet uns auch Nema, der es sichtlich gut geht. Scottie, der sich die rechte Pfote verletzt hatte, läuft schon wieder fast normal. 

Auf dem Rückweg halte ich an der Thepprasit Road, wo ich an der Pattaya Mail Yuka, ihre beiden Brüder, Mum (1), Surya und einen unbenannten Rüden antreffe. Alle diese Hunde sind mittlerweile sehr zutraulich. Yukas Sterilisationswunde ist prima verheilt und die Narbe nicht mehr fühlbar. Leider können wir ihre Mutter nicht einfangen. Sie ist die Einzige, die in diesem Areal noch nicht sterilisiert ist und so wird es leider wohl irgendwann mal wieder Nachwuchs geben. 

Ich fahre rüber zum Wachmann und gebe dem Rüden Ivermectin. Er sieht etwas besser aus. Malee ist nicht zu sehen. Der Wachmann fragt mich nach Ivermectin und ich gebe ihm zwei Schachteln. Zurück im Haus füttere ich die Hunde und beschließe damit den ersten Tag des neuen Jahres.

Donnerstag, 31. Dezember 2015

Somchai und Ladid kommen heute Morgen, um mir bei der Gartenarbeit zu helfen. Sie erledigen nun das, was ich immer habe liegen lassen müssen, da ich genug mit den Hunden zu tun hatte. Ein Gelände, in dem sich 40 Hunde tummeln, in Schuss zu halten erfordert eine Menge Arbeit und ich bin froh, dass ich dafür nun auf absehbare Zeit eine Hilfe habe. 

Rhonda hat sich ebenfalls für heute angesagt. Nachdem ich die Hunde gefüttert und mit Medikamenten versorgt habe, machen wir uns wieder gemeinsam ans Zeckenpuhlen. Außer den Welpen nehmen wir uns einige der großen Hunde vor, die wir am Montag nicht geschafft hatten. Große Hunde zu entzecken geht auch allein, aber zu zweit ist es viel leichter, geht schneller und ist auch angenehmer für die Hunde. 

Um elf Uhr hole ich Amporn ab. Wir machen einen Abstecher zum Best, weil ich Rudi einsammeln möchte, um ihn zu duschen aber er macht offensichtlich einen Ausflug. Somchai und Ladid gehen so gegen zwölf. Der Garten sieht schon etwas aufgeräumter aus, aber es ist noch einiges für sie zu tun. Rhonda verabschiedet sich am frühen Nachmittag und will am kommenden Montag wiederkommen. 

Amporn kocht am Nachmittag Reis und füttert die Hunde. Die sind so wild auf den Reis, dass die Hölle losbricht als Amporn das Futter verteilt. Das ist bei mir auch nicht viel anders, wenn auch die Hunde ein wenig mehr Respekt vor mir haben, sodass dann die übelsten Übergriffe ausbleiben. 

Nachdem Amporn den verschütteten Reis zusammengefegt hat, reibt sie Nacho, Jira und Jaha mit Kreuzkümmelpulver ein, den sie mitgebracht hat. Sie sagt, dass bei regelmäßiger Anwendung alle Hautkrankheiten verschwinden werden. Ich bin skeptisch, aber ein Versuch ist es wert. 

Mit Einbruch der Dunkelheit verabschiedet sich Amporn von den Hunden und insbesondere von Mom und wir gehen zum Tor. Ich öffne es und gehe voran. Amporn bleibt dicht hinter mir wird aber von Sabai zu Seite gedrückt, die sich auch an mir vorbei zwängt. Sabai läuft freudig auf die Gasse vor dem Tor und wird im selben Moment von einem schnell fahrenden Motorcyclefahrer angefahren. Der Zusammenprall ist heftig. Der Fahrer stürzt und Sabai rennt davon. Sofort tauchen wie aus dem Nichts mindestens zehn Leute auf und begaffen die Szene. Der Fahrer sitzt auf der Straße, blutet am Kopf, an der Hand und hat sich auch das Knie aufgeschlagen. Ich bin kurz vor dem Abheben und Amporn muss mich erstmal wieder runterholen. Eine Ambulanz wird gerufen und der Mann wird ins Hospital gebracht. Amporn und ich fahren hinterher. 

Amporn hat den Umstehenden erzählt, dass Sabai ihr Hund sei und so ist das erstmal eine Thai - Thai Angelegenheit. Der diensthabende Arzt im Hospital stellt keine Brüche oder sonstige schwere Verletzungen fest und Amporn vereinbart mit dem Mann ihm ein Schmerzensgeld von 1,000 Baht zu geben. Ambulanz und Behandlung sind umsonst. 

Ich fahre Amporn nach Hause und zurück nach Mabprachan, um nach Sabai zu suchen. Erstaunlicherweise finde ich sie unversehrt auf dem Nachbargrundstück und trage sie ins Haus. Verwandte des Mannes tauchen auf und erklären, dass der Fall noch nicht erledigt sei, da die Kopfverletzung weiter untersucht werden müsse. Dies könne nur in Sri Racha gemacht werden. Amporn ruft mich in der Nacht an und sagt, dass wohl eine innere Blutung festgestellt worden sei. Es ist wohl überflüssig zu erwähnen, dass der Mann keinen Helm getragen hatte. 

Ich nehme Sabai für die Nacht mit zu mir, um sie weiter zu beobachten, kann aber keine Probleme an ihr feststellen. Sigi, die ich inzwischen informiert habe, möchte sicher gehen, dass keine verborgene Verletzung vorliegt und bittet mich Sabai morgen zur Untersuchung in eine Klinik zu bringen. 

Wollen wir mal hoffen, dass das Jahr 2016 ein wenig stressärmer werden wird als das zu Ende gehende Jahr mit dem Sahnehäubchen am weniger guten Schluss.

Mittwoch, 30. Dezember 2015

Heute Morgen fahre ich frühmorgens nach Bangkok, um mir ein polizeiliches Führungszeugnis zu besorgen. Dies benötige um als Vorstandsmitglied einer Stiftung eingetragen werden zu können. Ein deutsches Führungszeugnis habe ich bereits erhalten. Leider erweist es sich, dass ich falsch informiert wurde und nur die Stiftung selbst für ein ausländisches Vorstandsmitglied ein Thai Führungszeugnis beantragen kann. Somit ist der ganze Aufwand erstmal vergebens, aber immerhin weiß ich nun wie und wo ich dieses Führungszeugnis erhalten kann. 

Ich bin erst kurz vor Einbruch im Haus zurück. Alle Hunde sind gesund und munter und scheinen meine lange Abwesenheit gut verarbeitet zu haben. Ich mache mich noch an die Säuberung des Geländes bevor es dunkel ist und füttere dann die Hunde. Anschließend bekommen Snow, Torro und Jaha ihre abendliche Medizin.

Dienstag, 29. Dezember 2015

Rhonda kommt heute Morgen wieder um mir zu helfen. Nachdem wir die Hunde gefüttert haben und ich die Medikamente verteilt habe, nehmen wir uns gemeinsam die Welpen vor und auch Nina, Lucy, Snow, Coco, Jori sowie Lady. 

Skinny ist ja nun schon monatelang bei uns, hat aber immer noch furchtbare Angst vor mir. Wenn ich mich zu ihr setze läuft sie davon und an eine Berührung ist überhaupt nicht zu denken. Deswegen bitte ich Rhonda auf sie einzughen wenn sie da ist. Mit Rhonda verbindet Skinny ja nicht das traumatische Erlebnis, das sie offensichtlich mit mir hatte. Vielleicht findet Rhonda ja einen Weg Skinny nahezukommen. 

Am frühen Nachmittag informiert mich Mali, dass ihr Fahrer die Impfstoffe abholen werde. Eigentlich wollte ich wieder zum Tempel fahren, aber muss das nun verschieben. Ich warte bis zum Spätnachmittag, aber der Fahrer erscheint nicht. Deswegen stecke ich sechs Welpen in Box und Käfig und fahre mit ihnen zu Dr. Praew für die dritte Impfung. Torro lasse ich zurück, da er immer noch medikamentös behandelt wird. 

Wieder zu Hause kommt dann endlich auch der Fahrer und nimmt mir Malis Impfstoffe ab.

Montag, 28. Dezember 2015

Klaus erbarmt sich erneut und fährt mich nach Baan Amphur. Bei Nissan findet sich ein Mechaniker, der mit dem nötigen Werkzeug das Rad wechselt. Da mich Sascha schon darauf aufmerksam gemacht hatte, dass meine Reifen so abgefahren sind, dass mein Auto Deutschland sofort stillgelegt werden würde, entschließe ich mich Nägel mit Köpfen (ein Wortspiel ist nicht beabsichtigt) zu machen und mir einen Satz neue Reifen zuzulegen. 

Diese Angelegenheit dauert etwas länger und so bin ich erst am Spätnachmittag wieder zu Hause. Ich versorge die Hunde und fahre wieder zum Tempel. Ba Bät hatte mir mitgeteilt, dass ein Teil der letzten Reislieferung verdorben sei und ich will die Hündin vom Sala in die Klinik bringen. Zudem habe ich bei Jaha zunehmende Hautprobleme festgestellt, die ich nur in Mabprachan behandeln kann. Jaha ist ja Jiras Schwester und ist bisher ganz gut zurechtgekommen. Nun aber ist eine kombinierte Behandlung mit Ivermectin, Cephalexin und Itraconazole unumgänglich. 

Auf dem Weg zum Tempel halte ich an dem kleinen Laden, an dem Nong Da und Daeng liegen. Überraschenderweise freuen sich beide Hunde mich zu sehen und lassen sich ausgiebig streicheln. Überrascht bin ich deswegen, weil ich sie ja immer nur zur Chemotherapiebehandlung abgeholt hatte. Diese Prozedur scheinen sie mir also nicht übel genommen zu haben. 

Im Tempelmarkt treffe ich Ba Bät und liefere bei ihr 15 kg frischen Reis ab. Als ich an der Vorhalle ankomme ist es schon dunkel. Ich schnappe mir Jaha und verfrachte sie in die Box. Dann gehe ich zum Sala. Die Hündin ist zwar da, nicht aber der alte Mann. Die Hündin ist zwar freundlich aber greifen kann ich sie nicht. Da Nacho schon auf der Ladefläche auf mich wartet, nehme ich ihn stattdessen mit. Bonnie und Tessa hatte ich seit Wochen nicht gesehen und eigentlich hatte ich sie schon abgeschrieben. Zu meiner großen Freude treffe ich sie aber an der Tempelmauer. Sie sind beide in gutem Zustand. Ich vermute, dass sie Futter im Tempel finden. 

Zurück im Haus gebe ich Snow und Torro ihre Medikamente und beginne auch bei Jaha mit der Behandlung.

Sonntag, 27. Dezember 2015

Morgens habe ich zur Abwechslung mal Wasser im Haus aber keins im Garten. So kann ich den Grasbereich und den Hof nur notdürftig säubern. 

Mike, der mich vor einigen Monaten schon mal besucht hat, ist für einige Tage in Pattaya und möchte die Hunde im Tempel wiedersehen. Ich hole ihn am frühen Nachmittag ab und wir fahren nach Baan Amphur. Mike ist schwer körperbehindert und kann sich nur im Rollstuhl fortbewegen. Da aber die Zufahrt zum Strand zementiert ist kann er sich relativ frei bewegen und wir bleiben bis zum Spätnachmittag bei den Hunden an der Vorhalle und am Sala. 

Der alte Mann, der im Sala haust, macht mich auf eine neue Hündin aufmerksam, die er sterilisiert haben möchte. Er sagt, dass er sie einfangen könne. Ich verspreche ihm sie in den kommenden Tagen abzuholen. 

Als wir uns auf den Rückweg machen wollen, müssen wir feststellen, dass ein Hinterreifen platt ist. Ein Nagel hat sich in den Reifen gebohrt. Der Kreuzschlüssel passt nicht auf die Schrauben und so ist guter Rat teuer. Es ist Sonntag und die Dunkelheit ist nur noch eine halbe Stunde entfernt. Ich laufe nach Baan Amphur und frage Leute, ob noch eine Werkstatt in der Nähe aufhat. Den Zahn kann ich mir allerdings ziehen. Nun stehe ich da mit Mike im Rollstuhl und Nacho im Schlepptau, der mir nicht von der Seite weicht und wieder nach Mabprachan will. Es bleibt mir nichts anderes übrig als Klaus zu bitten uns abzuholen und er erbarmt sich. Er bringt zuerst Mike wieder ins Hotel und anschließend mich nach Hause, wo die hungrige Meute auf mich wartet.

Samstag, 26. Dezember 2015

Wan hat mich vor einigen Tagen gefragt, ob ich immer noch eine Hilfe brauche, da sie jemanden habe, der unter Umständen in Frage käme. Da ich seit nun fast zwei Monaten auch ganz gut allein klarkomme, möchte ich keine Vollkraft mehr aber eine Hilfe für Hof und Garten wäre nicht schlecht. 

Um halb acht morgens steht Somchai mit seiner Frau Ladid vor dem Tor. Ich erkläre ihnen, dass ich mir vorstellen könne sie dreimal die Woche jeweils morgens die Hof- und Gartenarbeit machen zu lassen und sie sind einverstanden. An zwei Tagen will Somchai kommen und den dritten Tag Ladid. Heute Morgen arbeiten die Beiden drei Stunden lang und machen ihre Sache recht gut. Deswegen erkläre ich Somchai, dass er am kommenden Montag wiederkommen könne. 

Am frühen Nachmittag nehme ich mir die Welpen vor und untersuche sie nach Zecken. Anschließend dusche ich Jira, Nura, Lina, Anton, Silver, Prana und Sabai. Danach entsorge ich etliche Säcke Laub, das Somchai und Ladit zusammengekehrt haben. Auf dem Rückweg halte ich an dem Haus, in dem der vergiftete Hund gehalten wird. Leider hat auch er die heimtückische Attacke letztlich nicht überlebt. Ich mache mir Sorgen um Rika und Ryo, die vor dem Beauty Saloon gegenüber liegen. Bisher ist ihnen aber noch nichts passiert. Beide Hunde sind mir nun sehr zugetan und ich halte oft bei ihnen und streichele sie. 

Am frühen Abend versorge ich die Hunde im Haus. Snow und Torro bekommen ihre Abendmedizin.

Freitag, 25. Dezember 2015

Heute Morgen haben wir mal wieder Stromausfall. Das bedeutet, dass die Pumpe ausfällt und damit haben wir auch kein Wasser im Haus. Immerhin gibt es aus dem zweiten Kreislauf noch Wasser im Garten und so kann ich wenigstens einen Teil des Geländes säubern. 

Nachdem die Hunde gefüttert und mit Medikamenten versorgt sind, nutze ich die Gunst der Stunde um endlich mal die kaputte Leitung zum Außenwaschbecken zu reparieren. Das ist nicht so einfach für mich da ich nicht gerade ein handwerkliches Genie bin. Schließlich schaffe ich auch diese Hürde. 

Am frühen Nachmittag haben wir dann endlich wieder Strom und ich kann die Säuberung des Hofes vollenden. Die Wasserleitung hält einem Testlauf Stand. 

Da Torros Verhalten mir seit gestern nicht gefällt da er ähnliche Symptome wie Snow zeigt, nehme ich beide ins Auto und fahre mit ihnen zu Dr. Sam. Der hat gerade zu tun und so bringe ich die Hunde in einem Käfig unter und fahre zum Wat. Auf dem Weg dorthin ruft mich ein Kurier an, der wissen will wohin er Impfstoffe bringen kann, die ich vor zwei Tagen für Malis und Prajuabs Hunde bestellt habe. Ich versorge die Hunde rasch und fahre zurück in die Stadt, wo ich den Kurier treffe und die Impfstoffe übernehme. 

Danach fahre ich wieder in die Klinik. Snow und Torro bekommen gerade eine Nebulizer Behandlung. Snow geht es laut Dr. Sam schon wesentlich besser und für Torro bekomme ich ein Kombipräparat mit, dass ich ihm die kommenden Tage einflößen muss. Es scheint, dass sich beide Hunde nur erkältet haben.

Donnerstag, 24. Dezember 2015

Nachdem ich die Hunde gefüttert und den Garten oberflächlich gesäubert habe, fahre ich zum Snoop Dog Shop und hole fünf Sack Trockenfutter, die Sigi für Prajuab gespendet hat. Prajuab sorgt am Mabprachan Reservoir in einem ausgedehnten Areal für etwa sechzig Hunde. Karin hat ihn unterstützt und mich gebeten mich nun um ihn zu kümmern. 

Um neun Uhr kommt Rhonda um mir zu helfen. Um zehn Uhr holt Bua mich ab und zeigt mir, wo ich Prajuab finden kann. Ich übergebe Prajuab die fünf Sack und erkläre ihm, dass er mich anrufen könne, wenn Hunde zu sterilisieren sind oder er andere Probleme habe. Karin hat mir Geld für einige Behandlungen da gelassen. 

Anschließend hole ich Amporn ab und fahre mit ihr zurück ins Haus. Rhonda hat schon den Hof gefegt und entzeckt gerade die Welpen. Um zwölf Uhr kommt Klaus und holt sich Ivermectin Tabletten ab. Er hat eine räudige Hündin bei sich in der Nähe entdeckt, die er seit einiger Zeit füttert und er will sie nun behandeln. Ui kommt auch noch vorbei, um nach den Hunden zu schauen. Sie sagt, dass sie ihre Klamotten in einer Woche abholen wird. Rhonda fährt um ein Uhr und will am Montag wiederkommen. Amporn kocht Reis und füttert die Hunde am Nachmittag. 

Dr. Sam ruft mich an und gibt mir die Resultate der Bluttests von Sabai und Snow durch. Sabais Werte sind alle im Normbereich, aber Snows Werte sind bedenklich. Sie leidet an Anämie. Ich fahre Amporn zurück nach Naklua und weiter zum Best wo ich Rudi Flüssigivermectin verabreiche. Sein Fellzustand hat sich durch die bisherige Behandlung bereits verbessert.

Mittwoch, 23. Dezember 2015

Ich füttere die Hunde morgens schnell und mache mich dann auf den Weg nach Sri Racha. Anschließend habe ich noch bis zum frühen Nachmittag in Chonburi zu tun. 

Zurück im Haus verrichte ich die liegengebliebene Gartenarbeit und fahre anschließend mit Sabai und Snow zu Dr. Sam. Sabai wird Blut abgenommen und sie erhält eine Ivermectin Injektion. Snows Zustand wird von Dr. Sam als kritisch betrachtet. Es wird ein Staupetest vorgenommen, der allerdings negativ ist. Da der Test aber nur zu 90% sicher ist, wird Snow noch Blut für einen PCR Test abgenommen. Um ihr Schniefen und Sekretieren zu lindern erhält sie für eine halbe Stunde eine Nebulizer Behandlung. Die soll auch für einige Tage fortgeführt werden. Bis die Ergebnisse des Bluttests und des PCR Tests vorliegen, soll Snow mit Amoksiklav und Doxicyclin behandelt werden.

Dienstag, 22. Dezember 2015

Heute Vormittag fahre ich in einer dringenden Angelegenheit nach Sri Racha. Leider ist die Person, die ich dort treffen will, nicht da wo sie sein sollte und ich muss es morgen früh noch einmal versuchen sie zu treffen. 

Zurück in Pattaya erledige ich einige andere Angelegenheiten und besuche Günter, der Said, Mums Welpen aus ihrem zweiten mir bekannten Wurf, adoptiert hat. Said hat mich ein halbes Jahr nicht gesehen und erkennt mich anfangs nicht. Nach einer halben Stunde Beobachtung scheint es ihm zu dämmern und plötzlich weiß er wer ich bin, kommt freudig auf mich zu und legt seine Pfoten auf meinen Schoß. Als ich gehe, begleitet er mich zu Tor und schaut mir über die Mauer nach. Es ist schön zu wissen, wieder einmal einem Hund ein gutes Leben verschafft zu haben. 

Von Günter aus fahre ich in die Klinik um Selina und Lucy abzuholen. Dr. Sam teilt mir mit, dass beide eine vergrößerte Milz aufweisen und bittet mich sie mit Doxicyclin zu behandeln. 

Bei Snow habe ich gestern einen kleinen Schnitt am linken Auge festgestellt und behandelt. Die Heilung macht gute Fortschritte aber nun schnieft Snow als hätte sie eine Erkältung. Ich werde sie morgen gemeinsam mit Sabai in die Klinik bringen. Sigi möchte bei Sabai einen Bluttest und einen Herzwurmtest vornehmen lassen.

Montag, 21. Dezember 2015

Rhonda kommt am Vormittag und wir entzecken gemeinsam die Welpen und weitere fünfzehn Hunde. Kurz nachdem Rhonda gefahren ist kommt uns Naree besuchen. Naree habe ich vor ein paar Jahren in der Naklua Klinik kennengelernt und wir haben lose Kontakt gehalten. Naree hat zur Zeit 35 Hunde bei sich in Nakhon Nayok aufgenommen und kümmert sich um weitere Hunde in ihrer Umgebung. 

Am Spätnachmittag bringe ich Lucy und Selina zum Sterilisieren in die Klinik von Dr. Sam der seit gestern von seinem Amerika Aufenthalt zurück ist. Der vergiftete Nachbarhund erholt sich langsam wieder. Infusionen sind nun nicht mehr notwendig. Hoffen wir, dass er sich wieder vollkommen erholt. 

Silver, die sich weiter gut erholt, hat einen Sponsor gefunden. Sponsorhunde wie auch Coco und Snow stehen eigentlich ja nur symbolisch für den Spendenerhalt, denn die Spende geht ja auch an die anderen Hunde. Sie sind aber doch herausgehoben, da ihre Sponsoren updates über ihren Zustand erhalten.

Sonntag, 20. Dezember 2015

Ich lasse morgens Sabai raus und sie mischt sich sofort unter die anderen Hunde. Während ich meinen morgendlichen Arbeiten verrichte, läuft sie herum und erkundet das Gelände. Die morgendlichen Stunden sind immer die intensivsten mit den Hunden. Alle sind unterwegs, buddeln im Sand, rennen herum, balgen sich oder liegen faul in der Sonne. Ich denke sie genießen ihre Freiheit und sind trotzdem froh, dass ich da bin. 

Mittags kommen Matthias und Christine, die einen Hund adoptieren möchten. Eigentlich sollte es ein Jack Russel sein, aber damit kann ich ja nicht dienen. Die Einzige, die einem Jack Russel ähnlich sieht ist Lucy und Christine kann sich auch für sie erwärmen, aber auch Coco mögen die beiden und so können sie sich nicht entschließen entweder Lucy oder Coco mitzunehmen. Ich rate ihnen auch sich eine Adoption gut zu überlegen, denn eine Spontanentscheidung kann falsch sein und ich möchte nicht schon wieder einen Hund zurücknehmen müssen. Matthias und Christine verabschieden sich mit dem Versprechen, sich bald wieder zu melden.

Sabai macht sich weiter gut. Sie ist ein ausgesprochen positiver Charakter und freut sich offensichtlich bei uns zu sein. Bisher kommt sie mit allen Hunden gut aus und ich hoffe, dass sie bald ihren Platz in der Meute finden wird.

Samstag, 19. Dezember 2015

Am späten Vormittag kommt Mali vorbei und bringt Sabai mit. Sabai ist eine Hündin, die Sigi aus Plutaluang geholt hat und die seither bei Mali untergekommen ist. Sigi möchte, dass ich mich nun um Sabai kümmere. Sabai ist ein ganz liebenswerter, lebendiger Hund, der sogleich Zutrauen zu mir fasst und zunächst einmal keine Anpassungsschwierigkeiten zu haben scheint. 

Am frühen Nachmittag kommt Klaus und bringt Peter mit, der für einige Monate Urlaub im schönen Pattaya macht. Peter ist ein FB Freund und hat durch seinen Kontakt zu Sigi zu mir gefunden. 

Sabai macht bis zum frühen Abend keine Probleme und lässt ganz souverän gelegentliche Anbellereien von Coco, Nina und Maisha an sich abperlen. Am Abend nehme ich sie mit ins Haus, damit sie sich weiter an mich gewöhnen kann. Sabai ist ganz aufgekratzt und lässt mich kaum am Computer arbeiten. Mit Snow, die auch im Haus ist, weil sie eine Verletzung am Auge hat, und mit Leila hat sie keine Probleme. Sabai ist offensichtlich sehr menschbezogen, denn ihr Fokus bin ich.

Freitag, 18. Dezember 2015

Am frühen Nachmittag treffe ich mich mit Karin, Klaus, Joseph, Sylvia und Christine an der Regent School und wir fahren zu dem Haus, das Karin für Khun Bua angemietet hat, damit er dort ihre Hunde, die sie nicht mit in die Schweiz mitnehmen kann, versorgen kann. Es sind insgesamt 23 Hunde die Bua nun in Obhut hat und er wohnt auch in dem Haus. 

Von dort aus fahre ich weiter, um meine Autoversicherung für ein weiteres Jahr zu verlängern. Anschließend muss ich nochmal in die Werkstatt, um mir einen neuen Seitenspiegel anbringen zu lassen. 

Nachdem das erledigt ist, fahre ich nach Baan Amphur und liefere 20 kg Reis bei Ba Bät ab und versorge dann die Hunde an der Vorhalle. Wir machen unseren Strandspaziergang bei dem auch Nacho wieder dabei ist. Nema bleibt wie immer zurück und Satya gesellt sich zu uns von der Sala, an der sie normalerweise liegt. 

Im Haus zurück werden die Hunde gefüttert, die Schalen danach eingesammelt und ausgewaschen. So geht wieder ein langer Tag zu Ende.

Donnerstag, 17. Dezember 2015

Da ich mir nun schließlich Rudis Macho Blödsinn nicht mehr länger anschauen will, schnappe ich ihn mir und verfrachte ihn in die Box. Während ich im Garten arbeitete, hatte ich ihn in den Bereich gesperrt, in dem Skinny und Nadia liegen, aber er ist einfach über die Mauer gesprungen und trieb weiter seine Spielchen. 

Um zehn Uhr muss ich Amporn abholen und so kann ich Rudi auf dem Wege beim Best ausladen. Ivermectin kann ich ihm geben wenn ich in der Stadt bin und einmal die Woche kann ich ihn zum Baden ins Haus holen. 

Kurz nachdem wir wieder zu Hause sind, kommt Josie wie verabredet. Sie bringt eine Bekannte mit. Ich habe die 200 kg Trockenfutter und die 48 Dosen Nassfutter hübsch aufgebaut und Josie macht Fotos, die sie ihrer Familie zeigen will. 

Anton ist sichtlich erleichtert, dass Rudi nun weg ist und die Gesamtlage hat sich auch deutlich beruhigt, wenn auch nun Yaya seine Chance wittert wieder mehr ins Geschehen einzugreifen. Mom macht sich ganz gut, wenn er auch wohl ein wenig Heimweh hat. Als Amporn ging stand er ganz traurig am Tor. Silver macht erstaunliche Fortschritte. Ihr Fell wächst schon wieder nach und sie hat auch viel mehr Energie. Sie liegt nun zuweilen noch auf der Terrasse aber wechselt auch in den Hof oder buddelt im Sand. Die Welpen sind nicht mehr so aggressiv zueinander. Zuweilen artet ihre Spielerei etwas aus aber sie hören nun auf mich und lassen dann voneinander ab. Von ihren Beißereien haben alle ziemliche Narben davongetragen. Ich hoffe, dass die sich noch auswachsen werden.

Mittwoch, 16. Dezember 2015

Um halb zehn kommt Rhonda. Nachdem sie sich ein wenig mit allen Hunden beschäftigt hat, weise ich sie in die Zeckenarbeit ein. Ich zeige ihr an Enya wie ich den ganzen Körper des Welpen systematisch untersuche, die Zecken mit einer Pinzette entferne und anschließend die Ohren mit Essigwasser säubere. 

Danach lasse ich Rhonda allein, da ich vor zwölf Uhr im Memorial Hospital sein muss. Die Hautärztin schließt Krätze aus und stellt stattdessen eine allergische Reaktion fest. Ich bekomme eine Lotion, spezielle Seife und Tabletten verordnet. 

Wieder zurück im Haus hat Rhonda bereits die Welpen sowie Coco verarbeitet und ist gerade mit Lucy Song dran. Probleme hat es keine gegeben. Am frühen Nachmittag fährt Rhonda und verspricht am Montag wiederzukommen. 

Der Abend wird stressig, denn auf dem Nachbargrundstück wird eine Geburtstagsfeier zelebriert. Wie bei Thais so üblich lassen sie alle Anwohner im Umkreis von zwei Kilometern daran teilhaben und ich muss befürchten, dass die Schalldruckwellen meine Küchenfensterscheiben herausdrücken. Den größten Stress aber haben wohl die Hunde, die das ohrenbetäubende Crescendo stundenlang anbellen. Nachdem ein paar Besoffene noch ein schräges Ständchen dargebracht haben, kehrt dann endlich um ein Uhr wieder Ruhe ein.

Dienstag, 15. Dezember 2015

Während ich im Haus die Medikamentenvergabe vorbereite höre, ich das verzweifelte Schreien eines Welpen. Nousha hat es geschafft ihr Köpfchen durch das Gitter einer massiven Eisentür zu stecken und bekommt es nicht wieder heraus. Glücklicherweise habe ich in der Küche eine Brechstange und so hebele ich die Gitterstäbe ein wenig auseinander und Nousha ist erlöst. 

Ich habe seit einigen Tagen heftig juckende Ausschläge am Bauch, den Armen und am Rücken. Ich bin es ja gewohnt jeden Tag mehrfach von Moskitos gestochen zu werden und kann mich schon gar nicht mehr erinnern wie es ist keinen Juckreiz zu verspüren aber dieser Juckreiz ist von einer anderen Qualität. Es kann sein, dass ich mir Krätze eingefangen habe. Verwunderlich wäre das nicht, da Krätze beim Menschen dasselbe ist wie Räude beim Hund. Ein starkes Immunsystem wehrt die Milbenattacken spurlos ab, aber mein Immunsystem ist offensichtlich momentan nicht das Allerstärkste, was auf den unterschwelligen Dauerstress zurückzuführen ist. 

Da seit Tagen keine wesentliche Besserung zu beobachten ist, entschließe ich mich mal einen Dermatologen aufzusuchen. Ich klappere drei Krankenhäuser ab, aber ein Dermatologe ist nicht aufzutreiben. Hautkrankheiten scheinen in Thailand relativ unbekannt zu sein, denn ich erfahre im Banglamung Hospital, dass ein Hautarzt dort nur wenige Stunden pro Woche praktiziert, im Memorial Hospital immerhin dreimal die Woche jeweils drei Stunden und im neuen Pattaya City Hospital gibt es überhaupt keinen Dermatologen. Morgen soll im Memorial ein Hautarzt von 9 bis 12 dienstbereit sein. Mal sehen ob ich es einrichten kann ihn aufzusuchen. 

Um zwei Uhr bin ich mal wieder bei Nissan. Mein altes Auto benötigt eine neue Zündeinstellung, die Batterie ist schwach auf der Brust und beim Einschlagen des Lenkrades höre ich ein schleifendes Geräusch. Die Reparatur dauert eine Stunde und ist zu meiner Überraschung kostenlos. 

Anschließend fahre ich zum Makro um günstig 48 Dosen Nassfutter einzukaufen, die Josies Familie mir zusammen mit 200 kg Trockenfutter spendiert hat, die ich im Snoop Dog Futterhandel erstehe. 

Umringt von der Hundeschar, in die sich nun auch Mom gesellt, verfrachte ich die Futterspende im Vorratsraum. Danach verteile ich Trockenfutter. Heute Abend sind die Hunde ausgesprochen hungrig und ich muss schauen, dass alle etwas abbekommen und deshalb gibt es Nachschlag. Rudi und Anton vertragen sich anscheinend etwas besser, dafür erhöhen die Welpen bei ihren wilden Spielen den Lärmpegel. Sie hören aber mittlerweile etwas besser auf mich und es kommt auch nicht mehr vor, dass sie sich ineinander verbeißen. Trotzdem kommt es bei ihnen regelmäßig zu Bisswunden. Hakim hat ein ziemlich tiefes Loch an seiner Kopfseite, das ich regelmäßig mit Jod beträufele. Glücklicherweise heilen all solche Wunden bei Welpen recht gut von selbst.

Montag, 14. Dezember 2015

Die Hunde schmeißen mich mit ihrem spielerischen Gebell schon um kurz nach Tagesanbruch aus dem Bett. Da sie sich abends erheblich früher zur Ruhe begeben als ich, sind sie zuweilen auch schon mal kurz nach Mitternacht aktiv bis ich sie zur Ordnung rufe, und dann spätestens wenn der Morgen graut. Wenn ich aus der Tür trete bestürmen sie mich, als hätten sie mich wochenlang nicht gesehen. Sobald ich aber Schaufel und Kehrblech in die Hand nehme, widmen sie sich wieder ihren gelegentlich wilden Spielen. 

Das Einsammeln des Hundekots und des Fallobstes dauert mehr als eine Stunde. Danach fege ich den Hof und spritze ihn ab. Anschließend sprenge ich den Grasbereich und säubere die beiden Terrassen. Zweimal die Woche muss ich den Grasbereich vom Laub befreien. Wenn Hof und Garten wieder in annehmbarem Zustand sind, fülle ich etwa 30 Schalen mit Trockenfutter und verteile sie so, dass jeder Hund Zugang zu ihnen hat. Sobald alle Hunde satt sind, sammele ich die Schalen wieder ein und wasche sie aus. Danach ist die Medikamentenvergabe dran und das Katzenklo muss auch noch gesäubert werden. All diese Arbeiten nehmen etwa vier Stunden in Anspruch. Die Hunde sind dabei die gesamte Zeit um mich herum, wühlen im Sand, tollen im Gras umher oder jagen über den Hof. In diesen Stunden habe ich auch immer den intensivsten Kontakt zu ihnen und kann ihr Verhalten korrigieren, wenn das notwendig ist. 

Ich sehe, dass Mom seinen Beobachterstatus aufgegeben hat, sich aktiv unter die Meute mischt und sogar mit Amy spielt. Silver verlässt die Terrasse um ihr Geschäft zu machen und kehrt an ihren Platz zurück. Rudi und Anton setzen ihre Machospielchen fort. Sollte sich das nicht in den kommenden Tagen geben, muss ich Rudi wieder zum Best zurückbringen und versuchen ihn dort so gut als möglich zu behandeln. So gegen elf Uhr nehmen die Hunde normalerweise ihr Nickerchen und ich kann frühstücken.

Heute allerdings haben sich Annie und Rhonda für elf Uhr angesagt und so fallen Nickerchen und Frühstück erstmal aus. Rhonda will sich erkundigen, ob sie sich vorstellen kann mir gelegentlich bei der Arbeit zu helfen. Alle meine Hunde sind ja sehr freundlich und viele ausgesprochen kontaktfreudig. Rhonda bekommt auch sofort einen guten Draht zu einigen von ihnen und nachdem wir uns zusammengesetzt haben, erklärt sie sich bereit, zweimal die Woche vorbeizukommen, um mir ein wenig zur Hand zu gehen. Rhonda sagt, dass sie gern Zecken puhlt. Da findet sie hier ein reiches Betätigungsfeld vor.

Nachdem Annie und Rhonda gegangen sind, suchen sich die Hunde ihre Plätze um sich zur Ruhe zu begeben. Ich hole mein Frühstück nach und setze mich dann an den Computer um meine Berichte zu schreiben, die Abrechnung zu machen, den Blog zu aktualisieren, sowie Emails und FB messages zu beantworten. Am Spätnachmittag suche ich das Gelände nochmal nach Kot ab, entsorge den Abfall, der sich durch die Gartenarbeiten angesammelt hat, und verteile danach erneut Trockenfutter und säubere die Schalen. Gegen neunzehn Uhr hören dann die Welpen schließlich damit auf Krawall zu machen und alle Hunde begeben sich zur Nachtruhe. Mit diesem Bericht ist dann auch im Wesentlichen meine tägliche Routine umschrieben.

Sonntag, 13. Dezember 2015

Silver hat die Nacht problemlos auf der Terrasse verbracht. Sie ist ja eine ganz liebe und versucht sich so gut es geht einzurichten. Silver wird von den anderen Hunden, die nachts auf der großen Terrasse liegen, akzeptiert. Mom scheint sich nun im Sandbereich eingerichtet zu haben. Er schaut dem bunten Treiben gelassen zu und scheint mit seiner Umsiedlung gut klarzukommen. Sicher hilft es ihm, dass er mich schon jahrelang kennt. 

Nachdem ich meine Garten- und Hofarbeiten beendet habe, füttere ich die hungrige Meute. Da es unmöglich ist, 30 mit Reisfutter gefüllte Schalen gleichzeitig zu verteilen, gibt es natürlich Chaos und Keiferei. Ich versuche die Welpen zuerst zu bedienen, aber einige der großen Hunde sind genauso gierig und so wird kräftig um die Schalen gerangelt. Silver guckt sich die Sache nur an und da ich ihr auch etwas zukommen lassen möchte, trage ich sie in den Vorratsraum und füttere sie dort. Schließlich bin ich ziemlich sicher, dass alle etwas abbekommen haben und lege noch etwas Trockenfutter aus für die, die zu kurz gekommen sein könnten.

Am Nachmittag nehme ich mir wieder die Welpen vor und untersuche sie nach Zecken. Es entwickeln sich alle gut; sie werden noch von Mum gestillt. Ich habe ihnen bereits Namen gegeben; die Rüden habe ich Amal, Hakim und Torro genannt und die Hündinnen Enya, Binda, Nousha und Emma. Amal und Hakim sind von weißer Farbe und ähnlich groß, der braune Torro ist erheblich kleiner. Nousha, Enya und Emma sind auch von weißer Farbe. Nousha und Emma sind fast so groß wie Amal und Harkim, Enya ist kleiner und von etwa gleicher Größe wie Torro und Binda, die auch von brauner Farbe ist. 

Den ganzen Nachmittag giften sich Anton und Rudi an bis mir der Geduldsfaden reißt und ich mit der Kette schmeißen muss. Danach ist Ruhe im Karton. Wenn ich diese Spielereien zwischen den beiden nicht unterbinde übertragen sich die Aggressionen auf die anderen Hunde und dann ist es schwer wieder Ordnung in den Laden zu kriegen. 

Die Trockenfutterverteilung am Abend läuft wieder halbwegs zivilisiert ab. Die Welpen balgen sich noch eine halbe Stunde und dann kehrt endlich Ruhe ein.

Samstag, 12. Dezember 2015

Morgens schaue ich als Erstes nach Silver und Mom. Silver liegt noch am Tor und hat sich unter Büsche verzogen. Ich nehme sie auf und trage sie auf die Terrasse, auf der sie bei ihrem letzten Aufenthalt bei uns immer gelegen hat. Sie richtet sich dort auch sofort ein. Mom hat sich vom Tor wegbewegt und hält sich im Sandbereich auf. Er ist ja einer von der ganz ruhigen und freundlichen Sorte und wird von den anderen Hunden in Ruhe gelassen. Dabei hilft ihm sicher, dass er ausgesprochen wohlgenährt ist. Sein gelähmter Vorderlauf ist ihm keine Behinderung. Ich kenne ihn auch nur dreibeinig laufen. 

Rudi hätte an sich auch keine Schwierigkeiten sich wieder einzugewöhnen, würde ihn Anton nicht ständig stellen und anknurren. Es kommt zu keiner Beißerei, aber nur weil Rudi ausgesprochen geduldig mit Anton ist. Ich glaube, Anton fürchtet um seine vermeintliche Vorzugsbehandlung, denn er ist ziemlich auf mich fixiert. Er kann es vertragen, wenn ich mich den anderen Hunden zuwende, aber bei Rudi akzeptiert er das nicht. Sicher geht es auch um das Streben nach Dominanz unter den Rüden. Arnie wehrt sich nur wenn er angegriffen wird und Yaya ist von mir zurückgestutzt worden, da er zu frech geworden war. Yoshi und Yobo halten sich aus Dominanzkämpfen heraus so gut es geht. So steht Anton also nur noch Rudi im Wege und deswegen arbeitet er sich an ihm ab. Vorbei wird er aber an ihm nicht kommen.

Nach der Trockenfutterverteilung bekommt Maisha Doxycyclin, Lucy weiterhin ein leberunterstützendes Medikament und bei Rudi und Silver beginne ich heute  mit der Vergabe von flüssigem Ivermectin. Enya wird weiterhin gegen Ringwurm behandelt. Glücklicherweise ist sie die Einzige, die infiziert wurde. Es kann sein, dass ihr Immunsystem nicht stark genug war, um die Infektion abzuwehren. Mittags bade ich Silver und Rudi mit Malaseb. Beide haben diese Prozedur früher ja schon öfter über sich ergehen lassen müssen und machen mir keine Schwierigkeiten. 

Am Nachmittag koche ich Reis und Leber für morgen. Ich bereite dieses Mal die doppelte Menge zu. Die Welpen sind nun größer und ich habe ja nun 38 Hunde bei mir. Mom kommt schon zum Küchenvorbereich und trinkt aus dem Wasserbecken. Silver ist auf der Terrasse geblieben. Bei der abendlichen Futterverteilung muss ich allerdings darauf achten, dass auch sie etwas bekommt. Mom bringe ich seine Ration in den Sandbereich.

Freitag, 11. Dezember 2015

Nachdem ich mich wieder meiner geliebten, mehrstündigen Hof- und Gartenarbeit gewidmet habe und Futter sowie Medikamente verteilt habe, schnappe ich mir Nema und Nacho und verfrachte sie in Box und Käfig. Ich habe mich entschieden Nacho anstatt von Jira wieder zum Wat zurückzubringen, da ich Jira noch einige Male baden möchte und Nacho sich zunehmend an Dominanzkämpfen beteiligt. Da ich heute noch zwei weitere Rüden aufnehme, habe ich somit einen Konfliktfaktor weniger in der Meute. 

Auf dem Wege zum Tempel halte ich in Tongklom und verabreiche Gati Ivermectin. Zwei Schachteln gebe ich einer Frau, die zu Hause räudige Hunde hat. Nema und Nacho finden sich an der Vorhalle natürlich sofort zurecht und scheinen sich zu freuen wieder zurück zu sein. Nacho begleitet uns auch auf unserem Strandgang; Nema bleibt wie zuvor auch schon immer an der Vorhalle zurück. Da sich alle Hunde gut kennen, gibt es keine Konflikte. Nacho legt sich ein wenig mit Scottie an, aber das sehe ich positiv, denn es zeigt mir, dass er seinen Underdog Status nicht mehr einnehmen will. 

Auf dem Weg zurück in die Stadt halte ich an der Thepprasit Road. Ich gebe dem Rüden Ivermectin und lade Silver ein. Danach fahre ich zu den Hunden an der Pattaya Mail, um zu sehen ob Yukas Wunde gut vernarbt ist. Das ist der Fall. Bei einem ihrer Brüder stelle ich eine Verhärtung am Nacken fest. Ich werde ihn Dr. Sam vorstellen, sobald der zurück ist. 

Weiter geht es zum Best. Ich treffe Rudi an und lade auch ihn ein. Rudi und Silver sind ja beide schon im Haus Mabprachan gewesen und so habe ich keine Schwierigkeiten sie durchs Tor zu kriegen. Zuerst ist Rudi dran, der ja die Ruhe weg hat und sich von der Meute nicht beeindrucken lässt. Interessanterweise scheint ihn Arnie, der ihn ja nicht kennt, zu akzeptieren. Yaya ist mit Rudi befreundet und freut sich ihn zu wieder zu sehen. Anton allerdings bellt Rudi dauerhaft an. Wenn ich ihn zur Ordnung rufe, springt er an mir hoch und wenn ich mich wieder Rudi zuwende, bellt er den an. Rudi lässt sich allerdings von Antons Gehabe nicht beeindrucken und geht seiner Wege. 

Silver ist von den vielen neuen Hunden eingeschüchtert. Sie hatte sich ja bei ihrem letzten Aufenthalt hier recht gut mit allen vertragen. Nun aber verkriecht sie sich hinter einer Palme. Belästigt allerdings wird sie nicht. 

Nachdem ich die Hunde gefüttert habe, ruft mich Amporn an und bittet mich Mom abzuholen. Wir finden ihn auch nach einiger Suche in einem Gewirr von Stahlträgern liegen und ich nehme ihn auf und trage ihn in den Käfig. Auch Mom bekomme ich ohne Probleme durchs Tor nachdem ich die Meute beruhigt habe. Zuvor muss ich mir aber ansehen wie Rudi mit Anton die Geduld verliert und ihn verprügelt. Dass das so kommen würde hatte ich Anton prophezeit, aber er wollte mir nicht glauben. Passiert ist nichts und hoffentlich merkt sich Anton die Lektion. 

Später am Abend mache ich noch eine Runde durchs Gelände, um nach Silver und Mom zu sehen. Beide halten sich in der Nähe des Tores auf, werden sich aber morgen wohl unter die anderen Hunde mischen. Das hat Rudi bereits getan.

Donnerstag, 10. Dezember 2015

Am späten Vormittag hole ich Amporn wieder für die Hausreinigung ab. Sie sorgt für Mom, einen Rüden, den ich seit Jahren vom Pattaya Bazaar her kenne. Mom hat, solange Amporn einen Marktstand am Pattaya Bazaar hatte, bei ihr gelebt und war sehr beliebt auch bei den anderen Marktleuten. Der Pattaya Bazaar wird zur Zeit komplet abgerissen und macht wohl Platz für ein Hotel. Mom kann deswegen nicht mehr dort bleiben und Amporn kann ihn nicht zu sich nehmen, da sie schon mehrere Katzen in ihrem kleinen Häuschen hat. Da Mom Teil meiner großen Hundefamilie ist, nehme ich ihn natürlich auf wenn er nicht woanders bleiben kann. 

Weil Silver und Rudi auch noch zumindest vorübergehend einquartiert werden müssen, wird es allmählich eng bei uns und deswegen überlege ich Jira und Nema, die sich gut erholt hat, wieder zum Tempel zurückzubringen. Ich werde in den kommenden Tagen wohl auch Yoshi und Nacho zurückbringen. Ich hatte die beiden ja nur zur Therapie da und sie sind dann geblieben. Vielleicht kann ich auch Arnie wieder auslagern. Das muss allerdings der kommende Bluttest zeigen. 

Arnie hat sich ja mit seiner Blindheit überraschend gut arrangiert und erweist sich als zunehmend dominant. Heute Morgen musste ich ihn, Yaya, Yoshi und Anton voneinander trennen, da sie recht kräftig aufeinander losgingen. Wenn Mom und Rudi noch dazu kommen, kann die Lage leicht unübersichtlich werden. 

Am frühen Nachmittag besucht mich Gerhard. Er lebt in Deutschland und überwintert seit vielen Jahren in Thailand. Wir kennen uns schon lange, er war auch schon im Naklua Haus und kennt etliche meiner Hunde. Gerhard schaut mir dabei zu wie ich die Welpen, Coco, Prana und Jira entzecke und beschäftigt sich dann mit den großen Hunden während ich Jira und Prana bade und Arnie eine Infusion gebe. Am frühen Abend fahre ich Amporn und Gerhard wieder zurück in die Stadt.

Mittwoch, 9. Dezember 2015

Heute Vormittag kommt die Tierärztin, die Anton zuvor behandelt hatte, um ihm für einen Titertest Blut abzunehmen. Anton ist ja sehr zutraulich zu mir und so lässt er sich willig in der Küche eine Maulschlaufe umlegen und er bleibt auch ganz ruhig bei der Blutabnahme. 

Damit die Folge meiner täglichen Katastrophen keine Unterbrechung erlebt, bricht mir beim Abspritzen des Hofes der Wasserhahn ab und ich brauche eine Weile, bis ich den Schaden provisorisch behoben habe. Zur vollständigen Reparatur muss ich mir neue Rohrleitungsteile besorgen, da das gebrochene Rohr auch noch zwei andere Hähne versorgt. Dafür muss ich erstmal Zeit finden. 

Am Nachmittag besucht mich John. Er lebt in Pattaya und Goa und kümmert sich hier und in Indien um Straßenhunde. Der Kontakt ist durch meinen Vortrag im Expat Club zustande gekommen. John hat in Indien einige gut wirkende Medikamente entdeckt, die in Thailand nicht zu bekommen sind. Er schwört auf ein Shampoo mit dem er wie er sagt, auch Demodex Räude heilen kann. Natürlich bin ich daran interessiert und John wird mir von seiner nächsten Reise einige Flaschen mitbringen.

Dienstag, 8. Dezember 2015

Ich habe viel im Garten zu tun. Es scheint so etwas wie Herbst zu sein, denn die Blätter fallen und auch Hunderte von Chompu (Rosenapfel) Früchte fallen täglich vom Baum. Bevor ich damit beginne streue ich schon mal etwas Trockenfutter aus, damit die Welpen ihren ersten Hunger stillen können. 

Nachdem ich mit der Gartenarbeit fertig bin, verteile ich Reisfutter. Der Zuspruch ist überwältigend und ich muss etliche Male die Hunde zur Ordnung rufen. Wenn ich die doppelte Menge verteilen würde, wäre die auch im Nu vernichtet. 

Mittags verlade ich die Welpen und fahre mit ihnen zu Dr. Praew. Dort erhalten sie die zweite Impfung. Meine unterschwellige Sorge, dass sich die Welpen vielleicht durch eventuell Parvo verseuchtes Erdreich infizieren, lässt allmählich nach. Alle Welpen sind sehr lebhaft und zeigen absolut keine Anzeichen von einer Infektion. Richtig entspannen kann ich allerdings erst zwei Wochen nach der dritten Impfung, wenn die Welpen dann auch schon drei Monate alt sind. 

Am Nachmittag habe ich einen wichtigen Termin in der Stadt, der ausnahmsweise mal nichts mit Hunden zu tun hat. Ich komme nach Einbruch der Dunkelheit zurück, füttere die Hunde erneut und behandele Enya, die solange im Haus bleibt bis die Salbe eingezogen ist.

Montag, 7. Dezember 2015

Am frühen Nachmittag kommen uns Sascha und Lena besuchen und bringen den Hunden drei Sack Trockenfutter mit. Ich habe sie durch meinen früheren Job kennengelernt und da sie auch Tierliebhaber sind, zu uns eingeladen.

Am Spätnachmittag fahre ich nach Jomtien, um Harald zu treffen. Wir wollen Jacky zu Dr. Kwanchai bringen, um zu erfahren wie sein gegenwärtiger Zustand ist, und ob weiter behandelt werden muss. Dr. Kwanchai ist erfreut zu sehen, dass sich der Tumor nicht weiter durch den oberen Gaumen durchgefressen hat. Er empfiehlt eine letzte Chemoinfusion, die Jacky auch sofort erhält. Jackys Fellzustand hat sich ebenfalls gebessert. Er erhält noch einmal eine Ivermectininjektion. Die Doxikur soll kompletiert werden und dann soll Jacky nochmal in einigen Wochen vorgestellt werden. Ich gebe Harald zwei Schachteln Ivermectintabletten, die entsprechend dosiert für fünf Wochen gut sind.

Auf dem Rückweg schaue ich bei den Hunden an der Thepprasit Road vorbei und verteile Ivermectin. Silvers Zustand hat sich wieder verschlechtert und so werde ich sie, wie auch Rudi, wieder für einige Zeit zu mir nehmen müssen.

Sonntag, 6. Dezember 2015

Am Vormittag suche ich die Welpen wieder nach Zecken ab. Nun untersuche ich sie ja jeden Tag und finde immer noch einige in den Pfoten. Einige der großen Hunde sind danach dran. Enya behandele ich morgens und abends und die befallenen Stellen sehen besser aus. 

Am frühen Nachmittag steht Ui vor dem Tor. Offenbar hat sie die Sehnsucht nach den Hunden hergetrieben. Sie bleibt für zwei Stunden und beschäftigt sich mit ihnen. Ui fragt mich, ob sie einmal die Woche die Hunde besuchen kommen darf. Natürlich habe ich nichts dagegen solange sie nicht im Haus ist. Ihre Klamotten wird sie dann wohl Ende des Monats abholen, sagt sie zumindest.

Samstag, 5. Dezember 2015

Nachdem ich die morgendliche Routine absolviert habe, nehme ich mir wieder die Welpen vor, sowie Buffy, Lina, Jori, Lady, Nacho, Anton, Yaya, Flake und Selina. Eigentlich mache ich diese Arbeit ganz gern. Ich nehme die Hunde mit ins Haus, setze mich in einen Sessel an einem Tisch auf dem zwei Schälchen mit Essigwasser stehen. Ich setze mir die Hunde auf den Schoß, was bei den großen Hunden wie Lady und Jori zuweilen einem Ringkampf gleicht, und puhle ihnen mit einer Pinzette die Zecken aus Pfoten und Ohren. Anschließend reinige ich die Ohren mit einem in Essigwasser getränkte Wattebäuschchen. Die meisten Hunde mögen das und halten ganz still. Trotzdem sind sie erleichtert, wenn die gesamte Prozedur vorüber ist.

Am Nachmittag fahre ich zu Wan Song und Em und liefere je einen Sack Trockenfutter ab. Priao Wan ziehe ich die Fäden. Sie wird ganz liebevoll von ihrer neuen Pflegemutter versorgt. 

Anschließend fahre ich zum Best und treffe dort Rudi an. Ich gebe ihm 24 mg Ivermectin. Sein Fellzustand hat sich wieder verschlechtert. Ich werde ihn wohl wieder eine Weile zu mir nehmen müssen, damit er in kürzeren Abständen Flüssigivermectin bekommen kann. Allerdings weiß ich nicht, ob er sich mit Arnie und Anton, die er ja nicht kennt, vertragen wird.

Freitag, 4. Dezember 2015

Die heutige Morgenarbeit verrichte ich im Nieselregen. Den Hunden macht der Regen ja nichts aus und so laufen sie umher, spielen miteinander, balgen sich, und zuweilen fetzen sie sich auch so, dass ich sie zur Ordnung rufen muss. Die Welpen haben nun das gesamte Gelände für sich erobert. Ich sehe heute zum ersten Mal, dass sie Löcher buddeln. 

Mum stillt sie immer noch aber den Hauptteil ihrer Nahrung nehmen sie über Trockenfutter auf. Da es bei der Reisfutterverteilung leicht mal zu Reibereien kommt, nehme ich Mum und die Welpen in die Küche und lasse sie dort in Ruhe den Reis fressen. Anschließend sind die Snow, Lucy Song, Nina und Rocco an der Reihe. Danach füttere ich die großen Hunde und verteile die Medikamente. Enya wird versorgt und danach kann ich dann auch mal frühstücken. 

Am Nachmittag bekommt Arnie eine Infusion und danach Rippchen. Er hat deutlich zugelegt; ob sich seine Nierenwerte normalisiert haben wird der nächste Bluttest zeigen. Nach Arnie ist die Zeckensuche bei den Welpen dran. Da ich sie nun täglich untersuche, finde ich nur einige wenige. Anschließend nehme ich mir Rocco, Lucy Song, Nina, Snow, Nura und Bunnie vor. Ich gehe davon aus, dass die Ivermectinvergabe ihre Wirkung tut, denn der Zeckenbefall ist moderat. Die Ohren allerdings müssen bei allen Hunden einer gründlichen Reinigung unterzogen werden.

Donnerstag, 3. Dezember 2015

Für den Morgen hat sich Ahmed angesagt. Er lebt seit zwei Jahren in Pattaya und sucht noch eine Nebenbeschäftigung. Ich brauche ja eine Hilfe, weiß aber nicht ob ihm das, was ich ihm anbieten kann, zusagt. 

Bei der täglichen Zeckensuche an den Welpen stelle ich nun mit ziemlicher Sicherheit fest, dass keiner der anderen Welpen von Pilzen befallen ist. Enya, so habe ich den weiblichen Welpen genannt, wird von mir morgens und abends mit einer Lösung sowie einer Creme behandelt. Maisha, Lucy Song und Anton erhalten ebenfalls weiter ihre Medikamente. 

Am Nachmittag muss ich die Hunde allein lassen, da ich jemand treffen muss. Außerdem muss ich mal wieder zum Makro. Ich kaufe dort Leber, eingefrorenes Hundefutter und Rippchen ein. Ich will den Hunden von morgen an wieder zweimal die Woche Reisfutter geben.

Mittwoch, 2. Dezember 2015

Damit es nicht langweilig wird habe ich einen neuen Patienten. Einer der Welpen, der mit dem vormals entzündeten Auge, hat augenscheinlich eine Ringwurminfektion. Das ist eine Pilzinfektion, die ich bei Welpen häufig beobachtet habe und die sonst immer ohne Behandlung verschwunden ist. Bei diesem Welpen muss ich wohl aber von einem behandlungsbedürftigen Befall ausgehen. 

Deshalb nehme ich ihn mit nach Huay Yai wo ich I Daeng und Nong Da zur vorläufig letzten Chemoinfusion abhole. Ich will den Welpen Dr. Praew vorstellen. Die Chemotherapiebehandlung läuft wieder komplikationslos ab und nachdem ich die Hunde zum letzten Mal abgeliefert habe, fahre ich zur Dr. Praew Klinik. Der Welpe wird behandelt und Dr. Praew gibt mir eine pilztötende Lösung mit, die ich zweimal täglich auftragen muss. Da Ringwurm ansteckend ist, muss der Welpe separiert werden. Eigentlich wollte ich ja keine Hunde mehr im Haus haben, aber nun muss der Welpe doch bei mir bleiben. 

Es ist übrigens derjenige, der sich am unvorteilhaftesten bei den Beißereien hervorgetan hat. Im Auto aber hat er schon die ganze Zeit auf meinem Schoß gelegen und im Haus ist er auch wieder ganz klein und lieb. Ich lasse ihn für kurze Zeit nach draußen um Muttermilch zu tanken, damit sein Immunsystem weiter gestärkt wird. Es kann sein, dass es durch die Augenentzündung und/oder die Behandlung der Entzündung geschwächt worden ist. Bisher habe ich bei den anderen Welpen keine Symptome feststellen können. Da ich sie sowieso jeden Tag auf Zeckenbefall untersuchen muss, kann ich sofort erste Anzeichen ausmachen.

Dienstag, 1. Dezember 2015

Lucy war die vergangene Nacht draußen und hat auch nicht mehr geheult. Wenn ich morgens aus der Tür gehe, bestürmen mich die Hunde und nun auch die Welpen, sodass ich kaum treten kann. Ich fülle einen großen Bottich mit Wasser, sodass die Hunde sich abkühlen können. Recht praktisch erweist der sich auch, dass wenn zwei Welpen sich ineinander verbeißen, was immer noch mal vorkommt, ich sie als Pärchen ins Wasser werfen kann. Die Wirkung ist augenblicklich und hoffentlich auch auf Dauer. Die Welpen sind nun schon so groß, dass sie mühelos allein aus dem Bottich krabbeln können. 

Mittags habe ich in Sri Racha zu tun. Als ich wiederkomme stillt Mum gerade die Welpen. Ich gebe ihnen nun auch zwischendurch Trockenfutter, denn sie haben eigentlich immer Hunger. Dadurch, dass sie größer werden und sich nicht mehr nur untereinander beschäftigen, sondern auch die größeren Hunde als Spielgefährten entdecken, ergeben sich in der Meute neue Konstellationen. Auch Anton macht natürlich seinen Einfluss geltend und ich muss ihn schon mal zur Ordnung rufen. Arnie findet trotz seiner Erblindung allmählich wieder zu seiner gewohnten Rolle zurück. Er ist zwar meistens allein unterwegs oder liegt mit Isi auf der kleinen Terrasse, lässt sich aber von den anderen Rüden nichts bieten. Das mussten Nacho, Yobo, Yaya und auch Anton schon mal erfahren.  

Maisha macht mir ein wenig Sorgen, sie, die sonst immer sehr frech war, liegt meistens etwas gedrückt in einer Ecke. Es kann sein, dass sie mal Prügel bezogen hat als ich nicht da war. Ich untersuche ihren Gaumen und der ist ein wenig gräulich. Deswegen beginne ich bei ihr mit einer Doxicyclinkur. Die Kur für Rika und Ryo ist beendet. Rika hat sechs Wochen lang täglich Doxi bekommen und Ryo vier Wochen lang. Lucy bekommt weiterhin ihre blutstärkenden Tabletten und für einige Tage ein Antidurchfallmittel. Anton ist bis auf Weiteres auf Doxi, sowie blut- und leberstärkenden Tabletten.