Samstag, 12. Mai 2012

Bellas Welpen liegen am Morgen vor dem Gebäude, in dem ich ihnen den Käfig hineingestellt habe. Sie bevorzugen es offenbar im Sand zu liegen, allerdings ist die Erde trocken. Die Haut sieht bei einigen von ihnen besser aus, bei anderen ist sie noch verkrustet. Bei einem Jungen stelle ich eine Stelle dicht am Auge fest und versuche sie zu säubern.

Das gesamte Areal hinter Tonys Shophaus ist nun eingeebnet. Es sieht so aus, dass das Gebäude, in dem sich der Käfig befindet, nun auch ausgebaut wird.

Shanas Junge sind generell in einem besseren Zustand und auch etwas weiter. Sie entfernen sich schon etliche Meter von Shana und ihrem Stammplatz.

Am Abend leihe ich mir wieder Tonys Pickup, fahre zu Shana, lade Lizzy ein und danach Whitney hinter Tonys Shop. Ich fahre mit ihnen zur Nongprue Klinik um die Fäden ziehen zu lassen. Beide Wunden sind nach Aussage von Boy in Ordnung. Ich lasse Lizzy und Whitney vorübergehend in der Klinik und fahre nach Hause, um Ronnie, Gina und Holly zu holen. Bringe auch sie in die Klinik, und auch ihre Operationswunden, sehen nun recht gut aus. Fahre dann die Drei wieder nach Hause und hole danach Whitney und Lizzy ab, um sie zurück bringen.

Verabrede mit Tony am nächsten Tage Babe, Ronnie, Gina und Holly in den Tempel in Sa Kaeo zu bringen. Fahre dann wieder nach Hause, füttere die Hunde und gebe Holly die letzte 8mg Dosis Ivermectin und auch Ronnie und Gina jeweils 6mg zur Prophylaxe.

Fahre dann um nach den Katzen zu schauen, die ich ja nun schon einige Tage nicht mehr gesehen habe. Als ich ankomme, entdecke ich wieder keine Spur von ihnen und stelle ihnen Futter hin. Als ich schon im Begriff bin wieder zu fahren, sehe ich Paco in einer dunklen Ecke hocken. Als ich ihn aufnehme, fühlt er sich weich und schlapp an. Mit Entsetzen stelle ich fest, dass er wieder starke Staupesymptome aufweist. Ich säubere seine Augen und setze ihn ans Futter aber ist völlig apathisch und frisst nicht. 

Ich hatte gehofft, dass er mit der Infektion leben kann, aber das war offensichtlich eine irrige Annahme. Entweder er überkommt nun diesen Infektionsschub oder er wird auch sterben. 

Old Man geht es auch nicht gut. Ich spreche mit einer Nachbarin, die ihn schon Jahre kennt. Sie erzählt, dass er sich schon seit 10 Jahren in dem Marktgelände aufhält. Das Leben auf der Straße hat wie bei jedem Straßenhund, seine deutlichen Spuren hinterlassen und er wird wohl irgendwann bald auch auf der Straße sterben. Ich habe ihm wieder 16mg Ivermectin unter das Futter gemischt.

Auf dem Weg nach Hause schaue ich in der Toreinfahrt nach ob ich den Securitymann oder den angefahrenen Hund entdecke. Beides Fehlanzeige.

Freitag, 11. Mai 2012

Fahre morgens wie üblich zu Bella und Shana und verteile Knochen. Bellas Welpen sind noch alle da und auch Shanas Junge, von denen ich aber erstmal drei suchen muss. Ich finde sie unter dem Toilettenschreibtisch zusammen mit Lizzy.

Am Abend verteile ich wieder Knochen und treffe mit Tony die Vereinbarung meine Vier am Sonntag nach Sa Kaeo zu bringen.

Auf dem Wege dorthin, als ich an einer Kreuzung warte, sehe ich einen Hund über die Straße laufen, der von einem schnell fahrenden Auto erfasst wird. Es ist immer ­schrecklich so etwas mit ansehen zu müssen. Der Hund scheint aber noch Glück gehabt zu haben und rennt laut schreiend davon. Ich halte hinter der Kreuzung an und entdecke ihn in einer Toreinfahrt kauern. Er zittert am ganzen Körper. Glücklicherweise kann ich keine großen Wunden feststellen, allerdings weiss ich nicht, ob er sich etwas gebrochen hat, denn er lässt sich verständlicherweise nicht von mir anfassen. Ich versuche ihn zu beruhigen, indem ich zu ihm spreche. Ein Securitymann kommt heran und ich frage ihn ob er den Hund kenne. Er verneint. Ich bitte ihn ein Auge auf ihn zu haben was er verspricht zu tun.

Donnerstag, 10. Mai 2012

Heute Morgen ist wieder mal Chaos im Wohnzimmer angesagt. Während die Hunde draußen waren, ist Ronnie wieder seiner Lieblingsbeschäftigung nachgegangen und hat Schuhe aus den umliegenden Häusern geklaut und im Wohnzimmer abgelegt. Zudem ist das ganze Zimmer mit sorgfältig zerfetztem roten Schaumstoff übersät.

Bin morgens vor der Arbeit bei Shana. Sugar hat sich selbstredend das Pflaster abgerissen und ich behandle das Geschwür mit ­Betaisodona.

Mittags rufe ich Tony an, er hat Bella und die Welpen nach unten gebracht und sie sind nun im Käfig im Haus nebenan, wo es trocken ist. Hoffentlich schafft Bella sie nicht wieder unter den Verschlag, wie sie es schon einmal zu Songkran gemacht hat.

Als ich nach Shana schaue, stillt sie gerade und Lizzy liegt auch dicht dabei.

Am Abend liegen Bellas Welpen noch am neuen Platz, den ich noch mit Sichtblenden abdecke und säubere. Es müssten ein paar Bastmatten auf den Beton gelegt werden. Die Hautprobleme sind nicht gelöst und müssen weiter beobachtet werden.

Whitney ist wieder aufgetaucht, humpelt aber ein wenig, hoffe es ist nichts Ernstes. Zu sehen ist nichts.

Ronnie bekommt heute seine letzte ­Antibiotiktablette. Gina und Holly werden noch zwei Tage antibiotisch weiterbehandelt und bekommen weiterhin Entzündungshemmer.

Paco und Lucy habe ich seit vier Tagen nicht mehr gesehen. Stelle ihnen Trockenfutter hin.
Old Man liegt apathisch unter einem Auto als ich komme und frisst nicht was ­ich ihm gebe. Dafür machen sich Bobby und Diana über das Futter her.

Mittwoch, 9. Mai 2012

Stelle bei Holly eine harte Schwellung an der Operationswunde fest, die mir nicht gefällt. Werde heute Abend Tony um den Pickup bitten und mit ihr zur Untersuchung fahren. Kann dann auch gleich Sugar, die ein kleines Geschwür am Bauch hat und das Kleine von Bella, das die Hautunregelmäßigkeiten am Bauch hat, mitnehmen.

Fahre vor der Arbeit bei Bella vorbei, um ihr Knochen zu bringen. Faye, Randy und Foxy bekommen auch einen ab. An den Verschlag komme ich nicht heran, da es in der Nacht heftig geregnet und alles in eine Schlammwüste verwandelt hat.

Ich fahre dann nach Whitney schauen, aber nur Brad ist wieder da. Danach sehe ich nach Shana. Die Welpen halten sich vor dem Verschlag zwischen den Pumprohren der Wassertanks auf. Ich zähle allerdings nur fünf und mache mich auf die Suche nach dem Sechsten. Finde ihn nach einiger Zeit in der Toilette unter einem Schreibtisch liegen. Es ist Sharkey, hat wohl verschlafen. 

Am Abend fahre ich zu Bella, um nach dem Jungen mit den Hautproblemen zu sehen. Ich stelle fest, dass auch noch einige andere Welpen die gleichen Symptome aufweisen. Nehme Tonys Pickup, ­setze ­zwei von Bellas Welpen hinein und fahre zu Shanas Behausung. Dort nehme ich Sugar mit, die ja ein kleines Geschwür am Nabel hat. Dann fahre ich zu mir, lade Ronnie, Gina und Holly in den Wagen und fahre zur Nongprue Klinik.

Ronnie hat keine Probleme, aber laut Doktor Dong sind die Operationswunden von Gina und Holly entzündet. Sie werden gesäubert und verbunden. Dong gibt mir entzündungshemmende Medikamente mit.

Anschließend schaut sich Dong Bellas Welpen an. Sie meint dass sie allergische Reaktionen zeigen, die auf die schmutzigen und feuchten Bedingungen, in denen sie leben zurückzuführen sind. Die Hautstellen werden versorgt und Dong gibt mir ein Spray zur weiteren Behandlung mit. Sie sagt dass die Nabelentzündung von Sugar relativ problemlos sei und mit entzündungshemmender Salbe behandelt werden kann. Ich lade Ronnie, Gina und Holly wieder zu Hause ab, verabreiche ihnen die übliche Antibiotikadosis sowie die Entzündungshemmer.

Da es schon spät ist, kann ich die restlichen Welpen nicht mehr in die Klinik fahren. Ich frage Tony, ob wir nicht die Welpen über seinem Shop unterbringen können. Er stimmt zu und ich trage die Kleinen und danach den Käfig nach oben. Bella folgt mir. Die Welpen brauchen eine Weile, um sich an die neue Umgebung zu gewöhnen und ich setze mich eine halbe Stunde zu ihnen, bis sie nach und nach einschlafen.

Dienstag, 8. Mai 2012

Knochen waren am Abend ausverkauft und so bringe ich vor Arbeitsbeginn Shana, Arnie und Prince Trockenfutter, was sie auch vertilgen. Lizzy ist nicht zu sehen und die Welpen laufen vor dem Verhau herum. Am Vormittag schüttet es wieder heftig. Ich hoffe allen Welpen geht es gut.

Bin in der Mittagspause bei Shana und Bella und stelle ihnen Trockenfutter hin. Shana stillt gerade die Welpen: also alles ok soweit. Stelle allerdings bei einem von Bellas Welpen Hautunregelmäßigkeiten am Bauch fest. Werde es beobachten.

Am Abend hole ich mir Ivermectin von Tony und schaue nach Bella und den Welpen. Anschließend gehe ich Brad und Whitney suchen. Aber nur Brad ist da. Ich rufe Whitney aber sie lässt sich nicht blicken.

Fahre dann nach Hause und versorge die Hunde. Ich entschließe mich, ihnen die Bandagen abzunehmen. Die Operationswunden sehen einigermaßen aus. Ich kann allerdings eine beidseitige Schwellung feststellen. Die Haut ist gerötet und juckt sicher. Ich reibe sie mit Kokosnussöl ein. Werde ein Auge darauf haben.

Anschließend fahre ich noch nach Naklua um Paco und Lucy zu füttern und dann zu Old Man. Habe ihm wieder 16mg Ivermectin unter das Futter gemischt, was er auch gierig verschlingt. Bobby, Diana und Charly bekommen Trockenfutter.

Ich fahre danach zu Shana. In den Verhau hat es hineingeregnet und ich hänge die Bastmatte und das Badetuch zum Trocknen auf. Die Welpen halten sich nun wohl hauptsächlich vor dem Verschlag auf.

Ich fahre dann noch mal nach Whitney schauen, finde sie jedoch nicht.

Mir kommt die Idee, den Käfig, den ich für Bella und die Jungen aufgestellt hatte, den sie aber während der Songkran Chaostage verlassen hat, im Verschlag, unter dem die Hunde nun hausen, aufzustellen. Ich richte alles so gut als möglich her und stelle Sichtblenden auf, damit sich die Hunde geschützt fühlen. Werde morgen mal sehen, ob sie die neue Bleibe annehmen.

Montag, 7. Mai 2012

Habe heute einen freien Tag und kann deswegen am Morgen wieder eine Runde mit Babe, Whitney und Ronnie durch die Siedlung machen. Whitney ist sehr anhänglich und springt nach wie vor ständig an mir hoch. Babe beäugt das mit einer gewissen Reserve und ich muss ihr ab und zu ein paar extra Streicheleinheiten zukommen lassen. Gina, Holly und Ronnie kommen natürlich auch nicht zu kurz. Aber es ist schon seltsam, wie unterschiedlich die Hunde alle sind. Gina und Holly haben zu mir nie den Draht bekommen, den Whitney nach schon so kurzer Zeit bekam. Sie springen auch an mir hoch und begrüßen mich immer stürmisch, wenn ich nach Haus komme, aber sind nie so anhänglich oder so vertraut mit mir wie es auch Babe und Ronnie sind. Die Erfahrungen der ersten Lebenswochen scheinen doch sehr prägend zu sein, und die waren ja wohl alles andere als angenehm für die Beiden.

Ab und zu muss ich auch Streit und Beißereien zwischen Whitney und den anderen schlichten. Als Gina in mein Schlafzimmer geht, fällt Whitney sie an und sie verbeißen sich ineinander. Als ich dazwischen gehe, beißt mich Whitney aus Versehen in den Finger und mein Blut spritzt. Einige Minuten später dann gibt es dann noch mal eine Beißerei zwischen Whitney und Babe; da bin ich dann etwas vorsichtiger und brülle die Beiden nur kräftig an, bis sie voneinander lassen. Erstaunlicherweise entdecke ich mal selten eine Bisswunde nach einem Kampf zwischen Hunden; nur ich bin mal wieder der Dumme. Will hoffen, dass ich nicht an Tollwut verende. Soll kein schöner Tod sein.

Am Nachmittag fahre ich bei Tony vorbei, um nach Bella, den Kleinen, Faye und Brad zu sehen. Mit dabei sind auch immer Foxy und Randy, zwei Rüden, die von Tony versorgt werden.

Brad muss sich wohl im Schlamm gewälzt haben, denn er starrt vor Dreck. Ich borge mir Tonys Pickup und fahre Brad zu mir. Nachdem ich Babe, Ronnie, Gina und Holly in die Küche gesperrt habe, lasse ich Whitney auf die Terrasse und Brad aus dem Auto. Die beiden begrüßen sich herzlich. Dann nehme ich Brad ins Bad und er wird ausgiebig eingeschäumt. Anschließend fahre ich ihn zusammen mit Whitney zurück und nachdem sich Whitney wieder in ihrem gewohnten Gebiet orientiert hat, fahre ich zu Shana, deren Jungen sich nun schon einige Meter vom Verschlag entfernen.

Am Abend schlage ich Tony vor, für Bella und die Jungen auch einen wetterfesten Verschlag bauen zu lassen. Die Regenzeit hat nun eingesetzt und ich befürchte, dass bei einem kräftigen Regenguss Wasser unter den Verhau, unter dem sie nun hausen, laufen kann.

Sonntag, 6. Mai 2012

Die Arbeiter haben nun den gesamten Platz hinter Tonys Shop eingeebnet, glücklicherweise allerdings den Verschlag mit Bellas Welpen verschont. Ich nehme an, dass sie einige gesehen haben, als sie sich vor dem Verschlag aufhielten. Dass sie unter den Betonblöcken, die Fayes Höhle gebildet haben, das Junge nicht gesehen haben, ist zu verstehen.

Shanas Junge lasse ich am Mittag wieder auf die Wiese heraus. Sie entwickeln sich gut und balgen sich schon. Lizzy kümmert sich liebevoll um sie wenn Shana unterwegs ist. Ich befürchte schon dass Shana das Milchgeben aufgibt, wenn Lizzy zu sehr die Mutterrolle übernimmt, stelle aber fest, dass das nicht der Fall ist.

Am Abend schaue ich noch mal nach Shana. Die Welpen, die ich nun mit Namen versehen habe - Sammy, der Graue, Spike mit der Falte auf der Stirn, Solo, der Schwarze, Sharkey, der Dicke, der immer schläft, Scotty, der kleine Braune und schließlich Sugar, das Mädel mit der schwarzen Schnauze - krabbeln vor dem Verschlag herum. Als ich sie wieder hineinsetze, krabbeln sie wieder heraus. Als ich gehe, schlafen dann alle im Verschlag.

Arnie und Prinz sind auch immer dabei, sie gehen ganz selbstverständlich mit den Jungen um und ich muss mir keine Sorge machen, dass sie ihnen etwas antun. Besonders Arnie scheint mich sehr zu mögen, er ist sehr anhänglich und freut sich immer besonders mich zu sehen.

Im Haus lasse ich nun Whitney zusammen mit den anderen Vieren heraus und wir machen gemeinsam Spaziergänge durch die Siedlung. Allerdings sind nur Babe und Ronnie mit dabei. Wenn wir uns etwas weiter vom Haus entfernen, laufen Gina und Holly zurück. Besonders Holly ist immer noch ziemlich ängstlich, kann allerdings auch aggressiv werden wenn es um die Verteidigung eines Knochens oder gegenüber Whitney eines Zimmers geht.

Samstag, 5. Mai 2012

Ich war über die Kragenmethode nicht sehr erfreut und bat deshalb Dong, die diensthabende Ärztin, Whitney mit einer stabilen Bandage zu versorgen, was sie auch tat. Die Tapemethode, die ich bei Gina und Holly angewendet hatte, muss natürlich professionell erneuert werden.

Deshalb fahre ich heute Morgen mit Gina, Holly und Ronnie wieder in die Klinik, wo Doktor Boy Dienst hat. Ich erkläre ihm, dass mich die Kragenmethode nicht überzeugt und bei Hunden, die nach einigen Tagen wieder auf die Straße gelassen werden müssen, völlig ungeeignet ist. Er meint, dass die Klinik die Kragenmethode bevorzugt. Ich erkläre ihm wie auch schon zuvor Dong, dass ich die Ganzkörperstoffmethode für die Beste halte. Er meint, dass er diese Methode kenne, aber kein Baumwolltuch zur Verfügung habe. Werde ich dann wohl besorgen müssen.

Boy bandagiert Gina und Holly professionell und versorgt auch ihre Wunden neu. Ronnie bekommt nach der Versorgung seiner Wunde nur wieder ein neues Pflaster aufgeklebt, da er es sich offensichtlich nicht abreißt.

In der Nacht hat es stark geregnet und ich habe mir Sorgen um all die Welpen gemacht. Als ich bei Shana ankomme, sehe ich das jemand ihnen einen provisorischen Wetterschutz gebaut hat. Ich lasse die Welpen auf die Wiese und verteile an Shana, Lizzy, Arnie und Prinz Knochen. Lizzy wird von Shana im neuen Unterstand geduldet.

Bei Tony angekommen schaue ich zuerst nach Bellas Welpen, die sich alle draußen herumtummeln. Es ist nun klar, dass eines nicht überlebt hat, denn seit Tagen zähle ich immer nur neun. Auf mein Rufen hin kommt Bella. Einige der Welpen nagen auch schon an den Knochen. Alles scheint in Ordnung zu sein.

Dann gehe ich nach Faye schauen, muss aber zu meinem Entsetzen feststellen, dass ein Bagger Fayes Höhle platt gemacht hat und von Faye keine Spur zu entdecken ist. Ich rufe sie bestimmt zehn Minuten aber sehe sie nicht. Nachdem ich noch mal zu Bellas Welpen gehe um danach zu fahren, kommt Faye auf mich zu. Ich gehe mit ihr zu dem Platz, wo die Höhle war, aber sie heult nur kurz und läuft dann davon. Das Junge ist wohl verschüttet worden.

Freitag, 4. Mai 2012

Hole am Abend Ronnie und Whitney von der Klinik ab. Beide scheinen die Operation gut überstanden zu haben, allerdings sind beide auch etwas verängstigt und ich muss sie erst mal beruhigen bevor ich sie in den Pickup tragen kann. Zu Hause angekommen gibt es erst mal eine lebhafte Begrüßung von Babe, Gina und Holly. Nach einer Stunde nehme ich auch Ronnie den Kragen ab und riskiere es ihn nicht zu bandagieren in der Hoffnung, dass er sich das Wundpflaster nicht abreißt.

Whitney sperre ich erst mal in mein Schlafzimmer, hole sie dann aber, nachdem ich die anderen versorgt habe auf die Terrasse heraus. Ich setze mich zu ihr, rede mit ihr und streichele sie. Nach einer Weile lasse ich Ronnie heraus, da er sich schon mit den zehn anderen Hunden, die ich zeitweise bei mir hatte, am Besten vertragen hat. Natürlich halte ich Whitney und Ronnie auseinander damit sie sich nach und nach aneinander gewöhnen können.


Nach einer viertel Stunde entspannen sie sich allmählich und Ronnie verschwindet auf die Gasse. Ich bleibe weiter bei Whitney während Gina und Holly durch die Gittertür nach draußen schauen. Sie sind am Wenigsten bereit, Neuankömmlinge im Haus zu dulden. Babe schaut sich alles aus der Entfernung an. Ich denke immer, dass sie viel mehr versteht als Gina, Holly und vor allem Ronnie, der zwar sehr lieb ist aber immer ein wenig dumm aus der Wäsche schaut. In der Nacht nehme ich Whitney zu mir ins Zimmer.

Donnerstag, 3. Mai 2012

Hole mir nach der Arbeit den Pickup von Tony und verfrachte Whitney darin. Sie ist natürlich verwirrt, da sie noch nie ein Auto von innen gesehen hat, und auch Brad versteht nicht was passiert und will mit. Während der Fahrt in die Klinik beruhigt sich Whitney aber, da ich sie ständig tätschele und mit ihre spreche.

Nachdem ich sie in der Klinik abgeladen habe, hole ich Ronnie von zu Hause und fahre wieder in die Klinik. Nachdem auch er eine Box zugewiesen bekommen hat und ich mich von beiden verabschiede, gehe ich Gina und Holly holen.


Sie hocken beide gemeinsam in einem Käfig und scheinen nicht sehr glücklich zu sein. Ich muss sie regelrecht aus der Box ziehen und trage sie nacheinander in den Pickup. Sie tragen beide einen Plastikkragen, der etwas zu groß ist und sie stark behindert. Bin nicht glücklich über diese Lösung und trage Doktor Dong auf, Whitney zu bandagieren, was sie verspricht zu tun. Ich überlege, Gina und Holly morgen die Kragen abzunehmen und sie zu bandagieren. 

Die Toilettenfrau, sie heißt But, erzählt mir, dass Lizzy am Tage als sie ihre Jungen bekommen sollte von wohl fürchterliche Schmerzen bekam und stundenlang geheult hatte. Einige von den Bargirls versuchten herauszufinden, was mit ihr los sei, und informierten die Barbesitzerin. Die lud kurz entschlossen Lizzy in ihr Auto und fuhr mit ihr in die Klinik, wo der Tierarzt die gestorbenen Jungen aus Lizzys Leib entfernte und sie gleich sterilisierte. But sagt, dass die Frau für die Behandlung 4,500 Baht bezahlt hat.  Als ich Lizzy untersuche, stelle ich tatsächlich eine Operationswunde fest.


Ich finde es erstaunlich und hochanerkennenswert, dass eine Barfrau so etwas macht und frage But wo ich diese Frau treffen könne. Sie verweist mich an eine Bar und die Frauen dort teilen mir mit, dass die Besitzerin Alana heiße und nur ab und zu vorbeikäme, da sie noch eine andere Bar habe. Ich denke, dass ich sie schon noch einmal treffen werde, damit ich mich bei ihr bedanken kann.

Mittwoch, 2. Mai 2012

Mache wie jeden Morgen meine kleine Runde, zuerst zu Tonys Laden in dessen Nähe sich Bella, Randy, Foxy, Brad, Whitney und Faye aufhalten, danach zu Shanas Verschlag und schließlich in die Tiefgarage in dem Gebäude, in dem das Büro untergebracht ist, in dem ich arbeite. Dort treffe ich dann Arnie, Prinz und Lizzy.

Jeder Hund bekommt von mir einen Knochen, solange der Vorrat reicht. Weil ich heute ein wenig früher dran bin, lasse ich kurz Shanas Welpen heraus, von denen einige schon ein paar Meter auf Erkundungstour sind. Lizzy folgt mir auf dem Weg ins Büro und die Gebäudeangestellten rufen hinter ihr her. Ich versuche ihr zu bedeuten, dass sie besser wieder in die Tiefgarage zurückkehrt, denn ich bin besorgt, dass sie auch noch vergiftet wird, wie Harry schon der ab und zu direkt vor dem Büro auftauchte.

Da ich Faye gestern Abend nicht gesehen habe, versuche ich einen Blick in ihre Höhle zu werfen. Tatsächlich sehe ich einen gefleckten Welpen von der gleichen Größe wie die Welpen von Bella und Shana. Ich bin beruhigt, denn zuvor hatte nichts von ihnen sehen können. Faye taucht dann auch auf, als ich sie rufe.
  
Bin heute in der Mittagspause bei Shana. Der Himmel ist stark bewölkt und es donnert ab und zu. Deswegen schaue ich nach, ob die Kleinen noch im Trockenen sind. Die Toilettenfrau hat sie jedoch schon in den Vorraum einer Nebentoiliette umquartiert. Ich nehme sie heraus und setze sie ins Gras.

Lizzy findet sich ein und spielt Mutter. Sie wird nun von Shana nicht mehr daran gehindert sich um die Kleinen zu kümmern, die auch versuchen an ihr zu säugen. Lizzy geht es schon wieder besser und der Umgang mit Shanas Welpen tut ihr gut.


Habe gestern meine letzten Schulden von 2,500 Baht bei Naree beglichen. Sie schreibt mir, dass sie mir Geld zurück überweisen wolle, um mich zu unterstützen. Schaue heute Abend in mein Konto und stelle fest, dass sie mir 3,000 Baht überwiesen hat. Ich bin sehr dankbar dafür, denn nun stehen die Sterilisationen für Gina, Holly, Ronnie und Whitney an.

Tony leiht mir seinen Pickup und ich bringe Gina und Holly in die Nongprue Klinik. Wie vereinbart gebe ich dem Tierarzt, Khun Boy, 5,000 Baht, damit wir Rabatt bekommen. Eigentlich war vereinbart worden 10,000 Baht im Voraus zu bezahlen und im Gegenzug einen Voucher zu erhalten, den wir nach und nach, je nach Bedarf, nutzen können. Tony verspricht mir, morgen auch noch etwas Geld aufzutreiben.

Dienstag, 1. Mai 2012

Lasse nun seit zwei Tagen abends Shanas Welpen auf die Wiese vor ihrem Verschlag. Sie laufen nun schon recht sicher herum und scheinen sich im Gras wohlzufühlen.
Chatree antwortet mir auf meine Frage, ob er wisse, wo Lizzy ist, dass ihre Jungen bei der Geburt gestorben seien. 

Später am Abend findet sich Lizzy zusammen mit Arnie und Prinz beim Welpenverschlag ein und sie scheint um ihre Jungen zu trauern. Lizzy versucht mit den Welpen zu spielen aber Shana ist davon nicht begeistert und knurrt sie weg. Arnie und Prinz beschnuppern die Kleinen auch, und obwohl ich ein wenig besorgt bin, greife ich nicht ein und es passiert auch nichts.

Bellas Welpen kommen nun schon vereinzelt aus ihrem Versteck hervor. Da ich gestern nur fünf gezählt und auch nichts von den anderen gehört habe, bin ich heute erleichtert neun von ihnen zu sehen. Ich hoffe, dass der zehnte Welpe es auch geschafft hat.

Montag, 30. April 2012

Die Welpen von Shana und Bella scheinen sich gut zu entwickeln. Bellas Welpen krabbeln nach Anbruch der Dunkelheit schon aus ihrem Versteck hervor und Shana's Welpen versuchen auch über die Umrandung zu klettern, die ich errichtet habe, damit sie nicht von dem Betonsockel fallen, auf dem sie mit Shana hausen.

Heute Morgen, als ich nach ihnen schaue, sind sie verschwunden aber ich finde sie sogleich in einer angrenzenden Toilette auf dem Fußboden herumkrabbeln und auch Shana findet sich schnell ein, um sich ihren Knochen abzuholen. Die Toilettenfrau wird sie umquartiert zu haben.

Lizzy habe ich seit zwei Tagen nicht mehr gesehen. Sonst hängt sie ja immer mit Arnie und Prinz ab, die sich stets in der Nähe befinden. Ich vermute, sie hat ihre Junge irgendwo schon bekommen.

Sonntag, 29. April 2012

Heute war wie an jedem Samstag Badetag für die Hunde. Dieses Mal waren nur Holly, Gina und Ronnie dran. Alle drei sträuben sich so gut sie können, aber ergeben sich dann schließlich in ihr Schicksal und sind dann auch ganz ausgelassen, nachdem ich sie trocken gerieben und entlassen habe.

Holly hat heute ihre vierte Ivermection 8mg bekommen und auch Old Man seine 16mg in Pulverform unter das Nassfutter gemischt. Sein Zustand hat sich nicht verbessert und auch Holly's kahle Stellen wachsen nicht recht zu.

Donnerstag, 26. April 2012

Als ich heute Abend bei Shana vorbeischaue, entdecke ich nur 4 Welpen. Zwei von ihnen sind von dem Betonsockel, auf dem sie zwischen 2 Wassertanks liegen, heruntergefallen. Ich versuche mit ein paar Brettern eine Umrandung zu basteln. Mal sehen, ob morgen noch alle da sind; allmählich fangen sie ja an zu krabbeln.

Bella und Faye, genau wie Shana und Lizzy bekommen nun von mir jeden Morgen und jeden Abend ein oder zwei Knochen. Ich weiß ja, wie wichtig eine gute Ernährung für die Mutterhunde ist, damit die Welpen einen guten Start ins Leben haben. 

Mittwoch, 25. April 2012

Habe heute Morgen einen Schreck bekommen als ich nach Shana und den Welpen schaue: Shana ist da, aber die Welpen sind weg. In der Nacht hat es geregnet und ich befürchte das Schlimmste. Ich suche den angrenzenden Platz ab und schaue in die verschlossene Toilette, aber von den Welpen keine Spur. 

Während der Mittagspause gehe ich wieder zu Shanas Platz und sehe, wie die Toilettenfrau mit den Kleinen spielt. Sie hat sie während des Regens in die Toilette genommen.

Faye und Bella genau wie Shana bekommen nun jeden Morgen und jeden Abend einen oder zwei Knochen. Faye kommt schon immer aus ihrer Höhle, wenn sie das Motorengeräusch meines Scooters hört aber Bella muss ich lange rufen, bis sie erscheint. Ich schaue unter den Verschlag, kann aber keine Welpen entdecken, allerdings höre ich eines quieken. Ich hoffe, dass noch alle wohlauf sind. 

Old Man bekommt nun von mir jeden Abend Dosenfutter mit Reis vermischt. Er ist ein dankbarer Abnehmer, Arnie Prince und Lizzy sind von dem Menü nicht so begeistert. Ich denke sie finden in der Umgebung immer etwas zu fressen.

Sonntag, 22. April 2012

Habe wieder die große Runde gemacht und mich lange bei Shana und den Welpen aufgehalten. Habe Fotos gemacht. Old Man habe ich 16mg Ivermectin unter das Nassfutter gemischt, das er hungrig runterschlingt.

Samstag, 21. April 2012

Bella hat ihre Jungen wegen des Songkran-Chaos aus dem Käfig geholt und unter einem Verschlag versteckt. Ich hoffe es geht ihnen gut, ich höre sie noch quieken, kann sie aber nicht mehr sehen. Ich muss einfach darauf vertrauen, dass Bella sie gut versorgt. ­Bringe ­ihr und Faye ein paar Knochen und füttere auch Whitney und Brad.

Tony teilt mir mit, dass eines der zwei Jungtiere, die er versorgt, von einem Motorrad angefahren worden ist. Der Motorradfahrer, offenbar ein Ausländer, hat den Hund mitgenommen und hoffentlich in eine Klinik gebracht. Er ist allerdings auch nicht mehr zurückgekommen. Wenn es ein Ausländer ist, wie Tony vermutet, hat er wahrscheinlich die Befürchtung Schwierigkeiten mit Thais zu bekommen und bleibt deshalb weg.

Khun Chatree zeigt mir heute Abend den neuen Platz von Shana. Sie hat ihre Jungen, sechs an der Zahl, fünf Rüden und eine Hündin, zu ihm gebracht und er hat ihr einen Platz neben der Toilette hergerichtet. Die Jungen sind allerliebst und in sehr gutem Zustand.
Lizzy ist ja auch trächtig und deswegen bekommt sie von mir immer eine Extraration genau wie Shana. Aber auch Arnie und Prince bekommen immer etwas ab. 

Am Abend bin ich noch bei Paco, der auch wohl mit seiner Krankheit leben kann. Sobald ich Geld habe, werde ich mal sein Blut untersuchen lassen. Mir scheint, dass Lucy trächtig ist, habe sie vorgestern gesehen und sie sah recht füllig aus. Kann mich aber auch täuschen.
 
Habe bei Old Man Fellverlust festgestellt. Könnte Räude sein. Ich werde morgen Ivermectin unter sein Nassfutter mischen und das die nächsten Wochen wiederholen. Bin gespannt, ob sich sein Zustand verbessert. Er sieht wirklich nicht gut aus, müsste auch mal gebadet werden.

Derek ruft mich an und teilt mir mit dass Mem drei Welpen zur Welt gebracht hat. Mit dieser Überraschung hat er nicht gerechnet und auch ich habe bei Mem keine Mutterfreuden vorausgesehen.

Mittwoch, 18. April 2012

Ich mache nun eine morgendliche und eine abendliche Runde zu Bella, Faye, Brad und Whitney, dann zu Shana, Lizzy, Arnie und Prince. Dort an dem Barkomplex mit der Bühne treffe ich den Khun Chatree. Er hat einen neuen Job als Toilettenmann angenommen. Shana, Lizzy, Arnie und Prince sind ihm sehr zugetan. Ich glaube nun tatsächlich, daß er einer der wenigen Thais ist, der sich wirklich selbstlos um Straßenhunde kümmert. Ich werde ihn weiterhin unterstützen so gut ich kann.
  
Anschließend fahre ich alle zwei Tage zu Paco und Lucy. Beide waren zu unterschiedlichen Tagen nicht zu sehen, und insbesondere als Paco mehrere Tage mich nicht begrüßen kommt, machte ich mir Sorge, aber heute Abend sind sie beide wieder da. Nach den Katzen fahre ich dann zu Old Man, Diana und Bobby. Charly bekommt auch immer etwas ab, obwohl er mir gegenüber nach wie vor scheu ist. Ich denke, dass Diana die Sterilisation gut verkraftet hat, sie ist nach wie vor die Alte. 

Old Man gebe ich jetzt immer auch Nassfutter vermischt mit Reis zu fressen, denn er ist doch sehr dünn. Habe mir einen Reiskocher zugelegt und mache nun jeden Morgen eine große Portion für die Hunde im Haus und es bleibt dann noch genug für andere Abnehmer übrig. Brad und Whitney sind wohl ziemlich ausgehungert, denn sie haben sich wie wild auf das Futter gestürzt.

Sonntag, 15. April 2012

Ich gehe nun jeden Tag nach Bella und Faye sehen. Am Tage bringe ich Faye Trockenfutter und abends einen oder zwei Knochen. Bella wird tagsüber versorgt.

Heute Abend begegne ich in der Dunkelheit zwei Hunden, die mich auf dem Wege zu Faye anbellen. Nachdem ich kurze Zeit zu ihnen gesprochen habe, tauen sie auf.
Es ist ein Rüde und eine Hündin. Beides sehr hübsche junge Tiere, die auf dem Hinterhof von halb fertig aufgegebenen Shophäusern leben. Ich habe sie Brad und Whitney getauft.

Holly hat von mir die zweite blaue Pille bekommen. Ihr Zustand ist unverändert, allerdings übergibt sie sich manchmal.

Derek holt Mem, den verbliebenen Mutterhund ab.

Samstag, 14. April 2012

Ich frage Tony, wo Faye abgeblieben ist. Sie ist auch trächtig und ich erwarte ihren Wurf in Kürze. Tony sagt mir, dass er letzte Nacht mitbekommen habe, wo sie sich versteckt hält. Es ist eine Höhle zwischen zerschlagenen Betonblöcken in der sie ihre Jungen zur Welt gebracht hat. Ich kann nicht feststellen wie viele es sind und habe sie auch nicht sehen können.

Freitag, 13. April 2012

Tony teilt mir mit, dass eine seiner Hündinnen, Bella, auch ihre Jungen bekommen habe. Sie hat sie in einer Betonröhre zur Welt gebracht und ich befürchte dass dort nicht genügend Platz für sie sind denn sie hat 10 Würmchen um sich herum wimmeln.

Ich schlage Tony vor, einen Käfig zu kaufen und sie an einem trockenen Platz unterzubringen. Da alle passende Käfige zu teuer sind und das Geld knapp, bringe ich meinen Käfig, der das Zuhause von Babe und den Kleinen in der Klinik war, zu Tony und wir quartieren Bella mit ihren Jungen um. Nachdem wir eine schützende Umrandung angebracht haben, nimmt Bella den neuen Platz an.

Donnerstag, 12. April 2012

Habe Shana seit vier Tagen nicht mehr gesehen und bin deshalb zu Khun Chatree gegangen um ihn zu fragen, ob er wisse wo sie sei. Er sagt mir, dass sie bereits ihre Jungen bekommen habe und dass sie sie unter der Bühne einer Transvestiten Show versteckt halte. Ich bin sogleich hin und rufe sie. Sie kommt unter der Bühne hervorgekrochen und ich gebe ihr etwas zu fressen. Die Junge sehe ich nicht, da es unter der Bühne dunkel ist und die Plattform nur etwa 20 Centimeter über dem Boden angebracht ist.

Montag, 9. April 2012

Heute Morgen um 6 Uhr kommt ein Ehepaar um die Hunde abzuholen. Tony hat einen großen Käfig gekauft und auf seinem Pick-up verzurrt. Wir können 10 Hunde darin unterbringen, alle lassen sich von mir hineintragen und ich verabschiede mich von ihnen mit einem Kloß im Hals. Tony und ich werden sie in einigen Wochen besuchen fahren.
 
Mem, einer der Mutterhunde geht nicht mit, da Derek sie haben will.

Sonntag, 8. April 2012

Ich arbeite heute nur für drei Stunden. Bin danach bei Tony, um mit ihm die Situation zu besprechen. Er verspricht zu versuchen schnell eine Lösung zu finden. Eva ist am Nachmittag bei mir und hat Louise mitgebracht, die sich ebenfalls in Jomtien um Hunde kümmert. Sie schlagen vor die Hunde in den Tempel Wat Boon Kanchanaram zu bringen.

Gegen Abend ruft mich Tony an und teilt mir mit, dass er einen Platz in Sa Kaeo, 150 km von Pattaya entfernt, gefunden hat. Es ist ein Tempel schon etliche Hunde aufgenommen hat. 

Holly verliert weiterhin ihr Fell und auch die wochenlange Behandlung mit einem Antipilzmittel und einem Antipilzshampoo zeigt keine Wirkung.

Ich entschließe mich noch mal eine ­Ivermectinbehandlung zu versuchen. Habe mich ausführlich von einer Tierärztin in der Nongprue Klinik in der Soi Siam Country über das Mittel aufklären lassen. Die Dosierung ist Pi mal Daumen 1mg pro Kilogram Körpergewicht. Die blauen Pillen sind jeweils 8mg und da Holly ca. 9 Kilogramm wiegt ist eine Pille pro Woche die korrekte Dosis.

Die Ärztin empfiehlt auch eine Vitaminkombination zu verabreichen. 20 Kapseln kosten 350 Baht, hoffentlich hilfts. Zwischendurch bekommen Holly und Gina auch Omega 3 Kapseln von mir.

Ginas Fell sieht mittlerweile wieder einwandfrei aus und auch Ronnies Fell scheint gesund zu sein. Bei ihnen hat die Behandlung mit Medikamenten und Shampoos offensichtlich Wirkung gezeigt.

Samstag, 7. April 2012

Bin den ganzen Tag mit den Hunden beschäftigt, ist viel Arbeit aber auch viel Freude, vor allem der Umgang mit den Welpen, die bis auf die Kleinste, sehr zutraulich sind, macht viel Spaß. Aber auch mit den ausgewachsenen Hunden habe ich guten Kontakt. Solange ich genügend Zeit zur Verfügung habe, ist die Situation für mich auch beherrschbar. Allerdings muss schnell eine Lösung für eine Umsiedlung gefunden werden.

Freitag, 6. April 2012

Als ich von der Arbeit nach Hause komme, ist der Wohnraum völlig verdreckt und das Fliegengitter an der Eingangtür zerfetzt, aber sonst ist alles noch im grünen Bereich. Die Hunde sind froh mich wieder zu sehen und auch meine Vier gebärden sich ganz wild, als ich sie aus dem Zimmer hole. Sie wussten ja alle nicht was passieren würde.

Nachdem ich die Wohnung gereinigt habe und alle gefüttert, lasse ich sie auf die Straße und sie kommen auch alle nach einer Weile brav zurück. Babe wühlt ich knurrend durch die Neuen und auch Ronnie wagt sich heraus. Nur Gina und Holly bleiben mal vorsichtshalber im Schlafzimmer und bellen von dort aus die Neuankömmlinge an.

Die Nacht ist nur kurz für mich und besteht aus 2 mal 2 Stunden Schlaf. Danach fordern alle wieder rausgelassen zu werden. Glücklicherweise brauche ich wegen eines offiziellen Feiertages nicht zur Arbeit.

Donnerstag, 5. April 2012

Tony ruft mich am Abend an und bittet um meine dringende Hilfe. Derek Doyle hat ihm seinen Pick-up mit 11 Hunden vor die Tür gestellt. Derek hat einen Anruf erhalten, dass ein Grundstück, auf dem die Hunde lebten, vom Besitzer geräumt werde und dass dieser verlangt habe die Hunde zu entfernen, wenn sie nicht vergiftet werden sollen.

Tony und ich überlegen, was zu tun sei und nachdem wir etliche Möglichkeiten ausgeschlossen haben, erkläre ich mich bereit, die Hunde für ein paar Tage aufzunehmen, bis wir einen Platz für sie gefunden haben.

Babe, Ronnie, Gina und Holly sind absolut nicht begeistert über den Besuch und versuchen die Neuankömmlinge zu verscheuchen. Ich quartiere sie schließlich in mein Schlafzimmer ein und ziehe in das andere Schlafzimmer um. Die Neuen richten sich im Wohnraum und der Küche ein. Glücklicherweise sind sie alle gutmütig und gewöhnen sich schnell an die neue Umgebung und an mich. Es sind vier Mutterhunde, ein Rüde und sechs ca. vier Monate alte Welpen.

Samstag, 31. März 2012

Einer von den drei Hunden mit denen Shana abhängt ist eine Hündin, die Shana imitierend, sich auch immer ganz wild gebärdet, wenn sie mich in der Tiefgarage sieht. Ich habe sie Lizzy genannt. Mit im Klub sind noch zwei Rüden, ich nenne sie Arnie und Prince, die sich auch freuen und zutraulich sind aber nicht jedes Mal ein Riesenspektakel aufführen. Wenn ich sie treffe, bekommen alle was von mir. 

Nachdem es mir drei Tage lang nicht gut ging, bin ich heute wieder bei den Katzen in der Soi 14 und den Hunden im Talat Rung Roht.

Paco und Lucy geht es gut, sie kommen ja auch ohne mich durch, haben sich aber doch wie immer auf das Trockenfutter gestürzt. Ich weiß nicht ob ich mich damals getäuscht habe als ich meinte bei Lucy auch Staupe festzustellen, ihre Augen sehen nun ganz normal aus. 

Im Talat Rung Roht füttere ich ja Old Man mit Trockenfutter, da er Knochen nicht mehr beißen kann. Er muss aber mal ein bisschen mehr Speck auf die Rippen bekommen und deswegen werde ich ihm im nächsten Monat mal auch Nassfutter vermischt mit Reis geben. Er wird ja, wie alle anderen Hunde dort, von den Essensständen und Nachbarn versorgt, aber das hält ihn vermutlich gerade am Leben.

Diana und ihr neuer Freund Bobby haben sich tierisch gefreut mich wieder zu sehen. Neuerdings kriegt auch Charly einen Knochen. Ich kenne ihn schon eine Weile, er hat sich aber nicht gut mit Blacky vertragen und ihn immer böse angebellt, bis ihn Blacky mal verprügelte. Seither ging er mir aus dem Wege und nun freunden wir uns wieder etwas an.

Dienstag, 27. März 2012

Shana, die Freundin von Harry, ist trächtig. Ich wollte sie eigentlich sterilisieren lassen, hatte aber nicht genügend Geld. Nun müssen wir mit den Folgen klarkommen.

Shana ist immer ganz verrückt, wenn sie mich sieht und ich kann sie kaum halten, wenn sie an mir hochspringt. Sie hat nun auch ein paar Freunde in die Tiefgarage mitgebracht, denen sie offenbar von mir erzählt hat. Sie sind nun auch ganz enthusiastisch, wenn sie mich sehen.

Samstag, 24. März 2012

Ich bin heute bei Diana, sie hat den Eingriff offenbar gut überstanden.

Freitag, 23. März 2012

Ich habe von Tony Geld bekommen um Diana sterilisieren zu lassen. Bringe sie heute in die Tierklinik in der South Pattaya Road. Sie verhält völlig problemlos.

Sonntag, 18. März 2012

Habe mich heute mit Eva getroffen. Sie kümmert sich in Jomtien um Straßenhunde. Wir haben uns lange unterhalten und können vermutlich zusammenarbeiten.

Mittwoch, 14. März 2012

Heute teilt mir unsere Büro Putzfrau mit, daß sie gesehen hat daß Harry vergifted worden ist und starb. Ich verstehe nicht wie Menschen so etwas tun können. Harry war ein so freundlicher und problemloser Hund. Ich werde ihn vermissen.

Sonntag, 11. März 2012

Gina und Holly werden wieder in der Mabyailia Klinik gespritzt. Mittlerweile weiß ich das das Mittel Ivermectin ist. Auch Tonys blaue Pillen sind Ivermectin. Die Ivermectinbehandlung hat als Nebenwirkung zur Folge dass das Zeckenproblem weitgehend gelöst zu sein scheint. 

Ronnie stelle ich in der South Pattaya Klinik vor. Der Tierarzt schaut sich das Röntgenbild an und inspiziert Ronnies Bein. Er fragt mich, wo ich habe operieren lassen und teilt mir mit, dass er von der Naklua Klinik häufig Fälle zugewiesen bekommt. Ronnies Fall war leider nicht darunter. Er vermutet, dass durch die Auskugelung des Hüftgelenks Nerven geschädigt wurden und da die Operation bereits mehr als drei Monate zurückliege, könne er nichts mehr für Ronnie machen. 

Habe heute Tonys Dog Shelter in Putaluang einen Besuch abgestattet um zu erfahren ob Blacky und vielleicht auch Doggy dort gelandet sind. Man führt mich zu allen Zwingern die ich sehen will aber von den beiden gibt es keine Spur. Etliche Zwinger sind überfüllt und die ganze Anlage macht einen ungepflegten Eindruck. Die Hunde vegetieren im Grunde genommen dort nur vor sich hin. Allerdings war ich auf das Schlimmste vorbereitet und bin erleichtert, wenigstens keine offensichtlich verletzten oder kranken Tiere zu sehen.

Auf dem Wege dorthin mache ich auch einen Abstecher zum Dog Hotel in Bang Saray http://pattayadoghotel.com/. Die Anlage ist sehr weitläufig und beherbergt nur wenig Hunde, die meisten davon in Einzelzwingern. Der Betreiber, der Amerikaner Ken Yaker, ist seit mehr als einem Monat abwesend und seine Frau Tong versorgt gerade die Hunde als ich eintreffe. Sie ist so freundlich mir den Weg zu Tonys Dog Shelter zu zeigen.

Sonntag, 4. März 2012

Bin in der Mabyailia Klinik in der Soi Nernplubwan gewesen und habe dort Holly, Gina und Ronnie vorgestellt. Die Tierärztin konnte bei keinem der Hunde Demodikose feststellen. Holly und Gina werden routinemäßig gegen Sarcoptes gespritzt. Möglicherweise sind beide mit einem Pilz befallen. Habe ein Shampoo dagegen bekommen und ein Medikament sowie auch ein Shampoo gegen Milben für Ronnie. Alle drei werden nun wieder zwei Mal die Woche gebadet. Um Ronnie's Bein zu begutachten hat mich die Ärztin an eine andere Klinik in der South Pattaya Road verwiesen.

Freitag, 2. März 2012

Bin gestern wie üblich bei den Katzen gewesen. Paco schnieft ab und an und sein linkes Auge reinige ich regelmäßig, aber ansonsten scheint er in Ordnung zu sein. Bis heute glaubte ich dass Lucy von der Staupeepedemie verschont geblieben ist. Sie war ja neben Paco die Einzige, die regelmäßig zum Füttern auftauchte. Heute habe ich mit Schrecken feststellen müssen, dass ihr linkes Auge entzündet ist. Ich bin frustriert.  

Blacky ist nun schon seit ca. drei Wochen nicht mehr aufgetaucht und ich glaube auch nicht mehr, dass er zurückkommt. Nun versorge ich noch Diana und Old Man und eine neue Hündin, die auch die Räude hat. Ich habe ihr eine von Tonys blauen Pillen verabreicht, die auch schon Räudi, einer bemitleidenswerten Hündin, geholfen haben. Räudi hat offensichtlich das Revier gewechselt, denn ich habe sie schon eine Weile nicht mehr gesehen. Ihr Fell sah aber beim letzten Mal besser aus. 

Heute Nacht habe ich die Entscheidung getroffen, den Mietvertrag für das Haus nicht zu verlängern und auch kein neues Haus zu suchen. Die Ereignisse der vergangenen Wochen und die Tatsache, dass sich Hollys Zustand verschlechtert und nun auch Gina Fell verliert und dass ich sehr viel Zeit, Energie und Geld aufwenden, muss um den gegenwärtigen Zustand aufrechtzuerhalten, haben mich zu diesem Entschluss geführt. Ich versuche wieder im JamJun House ein Apartment zu bekommen und für die Hunde muss sich etwas ergeben. Wenn ich so weiter mache wie bisher werde ich mit Sicherheit ausbrennen und das hilft niemandem.

Mittwoch, 29. Februar 2012

Bin zur verabredeten Zeit in der Soi Khao Talo um Lyndy abzuholen. Da sie nicht in der Lobby ist, rufe ich sie an, aber sie meldet sich nicht. Ich probiere es nach 10 Minuten noch einmal und es meldet sich eine Frau, die sich als eine Bekannte von ihr vorstellt. Sie teilt mir mit dass Lyndy verstorben sei, vermutlich schon am Sonntag oder Montag. Man hat sie in ihrem Bett aufgefunden, anscheinend friedlich entschlafen.

Montag, 27. Februar 2012

Bin wieder mit Holly und Gina in der Klinik. Hollys Zustand hat sich verschlechtert. Die mikroskopische Behandlung ergibt, dass sie auch Demodikose hat. Die Behandlungen für Holly und Ronnie werden fortgesetzt.

Lyndy teilt mir mit, dass ich sie am 28. Februar in einem Hotel in der Soi Khao Talo abholen soll.

Sonntag, 26. Februar 2012

Lyndy ist bei mir zu Haus und behandelt Ronnie. Da sie sehr vorsichtig und geduldig mit ihm umgeht, lässt er die Behandlung nach einer gewissen Gewöhnungsphase über sich ergehen. Lyndy will die Behandlung am 27. Februar fortsetzen.

Montag, 20. Februar 2012

Bin mit allen vieren in der Klinik gewesen, Holly und Gina sind ein zweites Mal gespritzt worden und haben Antibiotika verordnet bekommen. Für Ronnie habe ich zwei Medikamente mitbekommen, die er täglich verabreicht bekommen soll. Babe wird vorsorglich gegen Räude behandelt.

Sonntag, 19. Februar 2012

Habe Lyndy Moore Eggleton kennengelernt. Sie stellt sich mir als Cranio-Sacral-Therapeutin vor und sagt, dass sie Kontakt zu Leuten sucht, die sich um Straßentiere kümmern. Ich erzähle ihr von Ronnies Problem und sie sagt, dass sie sich das Bein gern mal ansehen kann, möglicherweise könne sie helfen.

Montag, 13. Februar 2012

Bin mit Holly, Gina und Ronnie in der Klinik. Alle drei werden mikroskopisch untersucht worden und es wird festgestellt, dass Holly und Gina die Sarcoptes-Räude und Ronnie eine Demodikose hat. Holly und Gina wird eine Spritze verpasst und mir werden eine Reihe von Medikamenten mitgegeben. Holly und Gina müssen am nächsten Wochenende wieder in die Klinik zur Untersuchung und für die nächste Spritze.

Es wird auch diskutiert, wie das Bein von Ronnie wieder mehr bewegungsfähig gemacht werden könne. Die Steifheit wird auf die Bandagierung zurückgeführt und kann möglicherweise durch sanftes Streching gemildert werden. Mir wird ein Medikament mitgegeben, das ich Ronnie 30 Minuten vor der Behandlung eingeben soll. Es soll auch einen beruhigen Effekt haben neben dem Muskelentspannenden.

Am Abend machte ich den ersten Versuch und scheitere daran, dass sich Ronnie heftig wehrt und nach mir schnappt. Selbst nach Anlegen einer Maulschlaufe lässt er sich kaum halten. Ich versuche es morgen noch mal.

Freitag, 10. Februar 2012

Nachdem ich gestern bei Paco war, Lucy habe ich schon seit Tagen nicht mehr gesehen und auch die anderen nicht, bin ich in den Talat Rung Roht um nach den Hunden zu sehen. Old Man geht es nach seinem Unfall eigentlich wieder recht gut und die Verletzung an und in seinem Auge ist verheilt. Allerdings wird er wohl eine ­Sehbeinträchtigung zurückbehalten.

Ich habe drei Neuankömmlinge beobachtet, eine davon ist in schlechtem Fellzustand und ich versuche Jörg zu überzeugen, dass er sich mich in seinem Bad mit Spezialshampoo behandeln lassen wird.

Wenn ich von Tony eine Spende bekomme, lasse ich Diana an diesem Wochenende sterilisieren.

Doggy habe ich ja nun schon seit Monaten nicht mehr gesehen und nun ist auch Blacky seit einer Woche nicht mehr aufgetaucht. 

Ich habe mit Harry aus der Tiefgarage Freundschaft geschlossen. Er ist ein großer Rüde mit sehr freundlichem Wesen. Neuerdings ist eine Hündin bei ihm und seinem Rivalen, der mit ihm zusammen in der Tiefgarage lebt. Sie ist aus unerfindlichen Gründen seit der ersten Begegnung außerordentlich erfreut mich zu sehen und springt immer ganz außer sich vor Freude an mir hoch. Ich werden sie wohl auch sterilisieren lassen müssen, damit nicht das Gleiche wie mit Cora passiert, die in der Tiefgarage 7 Junge bekam, von denen ich vorgestern, als ich beim Khun Chatree war, um ihm 10kg Reis zu bringen, noch zwei wiedererkannt habe.

Mittwoch, 8. Februar 2012

Ronnies Wunden am Bein sind verheilt, aber die Operation scheint gründlich misslungen zu sein. Er kann sein Kniegelenk nicht beugen und zieht beim Laufen das Bein nach. Ich werde am nächsten Wochenende wieder mit ihm in die Klinik müssen, um zu sehen, was man machen kann.

Gina und Holly sind wohlauf und wachsen von Tag zu Tag. Sie sind aber sehr an das Haus gebunden. War vor einigen Tagen mit allen vieren am Grasplatz, aber es scheint nur Babe gefallen zu haben. Sie ist ja häufig im Viertel unterwegs und ich mache mir wegen ihr keine Sorgen, da sie die Straße gewohnt ist. Ronnie, Gina und Holly sind richtige Haushunde geworden.

Gestern habe ich Gina und Holly von etlichen kleinen Zecken befreit, die sich in ihre Pfoten verbeißen. Es ist eine rechte Plage. Ronnie lässt sich nicht behandeln und schnappt nach mir, wenn ich mich mit seinen Pfoten beschäftigen will. Ich muss mir einen Maulkorb für ihn besorgen. Babe ist auch nicht begeistert von der Zeckenbehandlung und entwindet sich. Es ist unmöglich sie unter Kontrolle zu halten, um die Zecken zu entfernen.
Holly hat einen Ausschlag ab Bauch, habe ihn mit Shampoo behandelt, hilft aber nicht, gehe mit ihr am Wochenende in die Klinik.

Ich gehe nun noch jeden zweiten Tag in die Soi 14. Paco begrüßt mich immer sehr enthusiastisch. Seine Augen sehen nun besser aus, die Bindehaut ist nicht mehr gerötet und ich höre ihn nicht mehr so oft schnaufen. Ich werde ihn weiter beobachten und dann in ein paar Wochen in die Klinik zur Untersuchung bringen. Paco ist sehr anhänglich und will wohl, dass ich ihn mitnehme, aber das geht leider nicht.

Sonntag, 5. Februar 2012

Bin nach etlicher Zeit mal wieder beim Wächter gewesen, der sich in der verlassenen Markthalle am Pattaya Bazaar um eine ganze Schar von Hunden kümmert. Er heißt Khun Chatree. Habe ihm 10kg Reis gebracht.

Einer seiner Hündinnen hat Junge, er erzählte mir, dass er noch zwei hat retten können, die anderen vier oder fünf hat er nur tot gefunden.

Die Hunde sind immer sehr ausgelassen, wenn sie mich sehen, selbst wenn ich mal einen Monat nicht da war. Ich hoffe Khun Chatree bald helfen zu können, wenn wir mit Tony was auf die Beine stellen.

Montag, 23. Januar 2012

Bin wieder mit Ronnie in der Klinik gewesen. Sein Bein wurde geröntgt und die Ärztin meint, dass der Gips nun runter kann. Das Bein ist an drei Stellen aufgescheuert und wird versorgt. Der Wundverband kann zwei Tage später wieder runter. Ronnie ist wie immer sehr geduldig und nun habe ich eine Sorge weniger wenn Babe mit ihm rumtollt. Hoffentlich wird durch die spielerischen Bewegungen das Bein wieder gekräftigt und das Gelenk wieder flexibel. Allerdings hat sich Ronnie durch die Stilllegung des Beins eine Schonhaltung zugelegt, die wieder rückgängig gemacht werden muss. Ich werde, wenn er es zulässt auch sein Bein massieren.

Holly hat sich wieder mit Appetit über das Trockenfutter hergemacht, habe ihr auch einen Knochen gegeben, den sie wütend gegenüber Gina verteidigt. Sie scheint also wieder gesund zu sein.

Sonntag, 22. Januar 2012

Tony hat mir 2,710 Baht aus seiner Donationbox ausgehändigt.

Samstag, 21. Januar 2012

Holly hat sich den Magen verdorben und liegt meistens in einer Ecke. Ich lasse sie in Ruhe, sie frisst auch nicht, aber das ist ja gut so.

Mittwoch, 18. Januar 2012

Von den Katzen sind ja nur Paco und Lucy übrig geblieben. Lady habe ich schon lange nicht mehr gesehen und Pico scheint wohl gestorben sein. Heute ist allerdings Meow wieder aufgetaucht. Sein linkes Auge, das beim letzten Erscheinen noch entzündet war, scheint wieder in Ordnung zu sein. Er kam aber nicht zu mir, wartete auf dem Dach.

Da die Anwohner wohl überwiegend dagegen sind, dass ich die Katzen weiter füttere, sind die Futternäpfe häufig verschwunden. Ich füttere die Katzen nun in einem Verschlag und stelle dann die Näpfe auf das Dach des Verschlages.

Sonntag, 15. Januar 2012

Habe nun endlich eine Donationbox bei Jörg im Laden aufgestellt. Als Einlage habe ich 800 Baht hineingelegt. Pat hat spontan 100 Baht gespendet.

Samstag, 14. Januar 2012

Bin wieder mit Ronnie in der Klinik gewesen; er hat einen neuen Gipsverband angelegt bekommen.

Sonntag, 8. Januar 2012

Bin mit Tony und Richie, der Derek auch weiterhin hilft das Tierasyl zu promoten hilft, im Asyl gewesen. Derek, obwohl schon 80 Jahre alt, ist sehr alert und witzig. Er hat ca. 70 Hunde in Obhut und wird im Wesentlichen von seiner Thaifrau unterstützt. Wir vereinbaren in den nächsten Wochen auch seine Zweigstelle in Thamai zu besuchen.

Dienstag, 3. Januar 2012

Bin wieder in der Klinik gewesen, Ronnie hat nun eine Art Gipsverband bekommen, der das Bein ruhigstellt. Die Ärztin hat mir eingeschärft Ronnie nicht so viel herumlaufen zu lassen und ich halte ihn nun im Haus. Damit sind auch unsere täglichen Gänge zum Grasplatz ad acta gelegt.

Gina und Holly entwickeln sich weiter gut und nun ist auch Hollys Fell nachgewachsen, allerdings leidet sie immer noch unter einigen schorfigen Stellen. Ich versuche die Kabbelei zwischen Ronnie und den anderen so gut wie möglich zu unterbinden, ist aber nicht immer möglich. Insbesondere wenn Babe so richtig übermütig ist und Ronnie umschmeißt, kriege ich immer Angst, dass sein Bein was abkriegt. Ich versuche mit Beginn des neuen Jahres auch eine Kontrolle darüber zu bekommen, was ich für die Tiere ausgebe und schreibe alles auf.

Habe von Tony 3,500 Baht und von Manfred Rupert 500 Baht Spendengeld erhalten.
Am kommenden Sonntag wollen Tony und ich gemeinsam mit Richy, Derek Doyle's Tierasyl am Mabprachen Lake besuchen. Richy ist Mitglied eines Motorrad Klubs, der kürzlich im Rahmen einer Wochenendaktion 200,000 Baht zugunsten Dereks Asyl aufgebracht hat.

Donnerstag, 29. Dezember 2011

Ronnies Bein ist schlecht verheilt und er zieht es heftig nach. Vielleicht habe ich ihn zu früh zu viel rumlaufen lassen, aber ihn ständig im Käfig zu halten ist einfach nicht möglich.
Gina entwickelt sich prächtig und ist quietschfidel. Ihr Fell ist so gut wie vollständig nachgewachsen und fühlt sich gut an. Sie ist total süß.


Hollys Haut ist noch nicht glatt, aber ist auch schon viel besser. Das Fell wächst auch allmählich nach. Sie ist ja eine Nachzüglerin und viel ängstlicher als Gina, traut sich aber auch mehr und mehr.

Ronnie hat vor allem Gina nun voll angenommen und spielt auch manchmal mit Holly, aber sie ist einfach noch zu klein. Gina kabbelt sich schon ordentlich mit Ronnie lässt sich nicht viel bieten und schnappt häufig zurück. Sie wird ein ganz selbstbewusster, schöner Hund werden.

Samstag, 24. Dezember 2011

Gina und Holly haben sich nun endgültig eingelebt und werden nun auch von Babe ab und zu mit einer Aufmerksamkeit bedacht. Die beiden Kleinen allerdings scheinen sie trotz Babes reserviertem Verhalten als Ersatzmutter zu betrachten und nähern sich ihr oft. Ich versuche natürlich ihnen so viel Wärme wie möglich zu geben, aber sie sind doch sehr scheu und orientieren sich eher an Babe und vor allem an Ronnie, der ihnen freundlich gesinnt ist. 

Freitag, 16. Dezember 2011

Gina und Holly freunden sich allmählich mit der neuen Umgebung an. Babe scheint nicht besonders glücklich über die Neuzugänge aber akzeptiert die neue Situation. Ronnie ist froh neue Spielgefährten bekommen zu haben und ist freundlicher zu Gina und Holly. Sie werden nun von mir alle vier Tage gebadet, was sie gar nicht mögen aber schließlich über sich ergehen lassen müssen.

Dienstag, 13. Dezember 2011

Von den drei Kätzchen Ricky, Paco und Lula hat es nur Paco geschafft. Er hat zwar noch immer Augenprobleme, aber er scheint über den Berg zu sein. Lucy hat sich als Einzige nicht angesteckt. Heute habe ich das erste Mal auch wieder Meow zu Gesicht bekommen. Er ist auch befallen, sein linkes Auge ist entzündet, aber er ist nicht abgemagert. Lady scheint sich vollkommen erholt zu haben. Das größte Problemkind ist Pico, er ist stark befallen und abgemagert, aber möglicherweise wird er sich erholen. Seine Augen sehen nicht gut aus, aber ich komme nicht an ihn heran. Ich muss andauernd den Futterplatz wechseln, da die Anwohner die Katzen als Plage betrachten und mich darauf hinweisen, dass sie überall hinscheißen. Empathie ist eben nicht das hervorstechende Merkmal der Thai.

Sonntag, 11. Dezember 2011

Gina und Holly
Nun bin ich also nur noch mit Babe und Ronnie im Haus. Ronnie hat sich recht gut mit seiner unangenehmen Situation abgefunden und läuft auf drei Beinen herum. Ich bin mit ihm einmal wöchentlich in der Klinik zum Bandagenwechsel. Der Bruch scheint gut zu verheilen, allerdings macht mir die Steifheit seines Beines Sorgen. Oi meint, dass die Flexibilität wieder zurückkommt, wenn der Verband nicht mehr nötig sei.

Am 12. Dezember macht mich Mike, ein englischer Freund, darauf aufmerksam, dass jemand vor einigen Tagen einen Plastikkorb mit zwei ca. einen Monat alten Welpen in der Nähe des Verkaufsstandes seiner Frau zurückgelassen hat. Er sagt mir, dass sich eigentlich niemand um sie kümmert und dass sie sich in einem bedauernswerten Zustand befinden.

Ich schaue mir die Welpen an und stelle fest, dass sie großflächig Fell verloren haben und in ihrem Dreck wohl nicht überleben würden. Ich bringe sie in die Naklua Klinik und stelle sie Oi vor. Sie empfiehlt die beiden 2-mal wöchentlich mit einem Spezialshampoo zu waschen. Ich nehme die Welpen mit nach Hause und bade sie. Das Größere nenne ich Gina und das Kleinere Holly. Ich entschließe mich sie eine Weile bei mir zu behalten, schließlich habe ich ja nun die Möglichkeit dazu.

Donnerstag, 8. Dezember 2011

Das Haus in der Soi Nernplubwan
Die Klinik gibt mir nun noch eine Woche, dann müssen auch die übrigen Vier eine neue Bleibe finden. Ich kalkuliere meine Kosten und komme zu dem Ergebnis, dass ich mir ein Haus nur leisten kann, wenn ich persönliche Ausgaben radikal einschränke. Aber was ist die Alternative? Ich klappere alle infrage kommenden Siedlungen ab und entdecke ein Schild „Zu vermieten“ vor einem Haus. Die Bewohnerin erklärt mir allerdings, dass nicht ihr Haus zu vermieten ist, sondern ein anderes, das sie mir zeigen könne.

Kurz entschlossen miete ich es für sechs Monate und ziehe am 20. November mit Babe, Ronnie, Ruby und Robbie ein.

Ich räume alle Möbel aus dem Wohnzimmer in eines der Schlafzimmer, stelle den Küchentisch und einen Stuhl ins Wohnzimmer und quartiere mich im anderen Schlafzimmer ein. Die Hunde gewöhnen sich schnell ein und toben durch die Räume und der kleine Garten wird stellenweise umgepflügt.

Die kleine Terrasse wird durch ein Tor von der Gasse getrennt, auf die ich die Hunde jedoch nicht herauslasse. Erst nach einigen Tagen gehe ich mit den Vieren durch die Siedlung und wir finden am Rande ein Stück Brachland, auf dem die Hunde nach Herzenslust herumtoben können.

Nachdem wir einige Tage zweimal täglich die Wiese aufsuchen und ich sicher sein kann das alle auch allein wieder zurückfinden, lasse ich sie auch schon mal vor dem Tor liegen. Als ich sie einmal für einen Moment aus den Augen lasse, höre ich einen von ihnen aufheulen, und als ich nach draußen stürze, sehe ich dass ein Autofahrer, wohl in der Annahme, die Hunde würden davonlaufen, wenn er sich mit dem Wagen nähert, Ronnie überfahren hat.

Ich bin rasend und versuche den Mann aus dem Auto zu ziehen, er verriegelt jedoch zu seinem Glück und zu meinem auch die Tür und fährt weiter. Ich kümmere mich um Ronnie und fahre ihn in die nächste Klinik, wo eine Röntgenaufnahme gemacht wird. Das Bild zeigt einen Oberschenkelbruch. Kosten der notwendigen Operation sollen ca. 20,000 Baht, das sind 500 Euro sein. Ronnie wird bandagiert und ich fahre mit ihm in die Naklua Klinik. Dort wird für eine Operation 5,000 Baht veranschlagt. Ich lasse Ronnie dort und als ich ihn am kommenden Tag aufsuche, ist er schon operiert worden. Ich nehme ihn mit nach Hause.

Ich bekomme im Abstand von wenigen Tagen zwei Anrufe von der Klinik. Es besteht eine Anfrage für Ruby und eine für Robbie. Mit Robbie geht es ganz schnell. Ein Engländer mit seiner Thaifrau interessiert sich für ihn. Ich treffe ihn in der Klinik und wir fahren in seinem SUV zum Haus, wo ich Robbie mit ihm bekannt mache. Robbie hat verständlicherweise keine Lust mit ihm zu gehen und so fahre ich mit ihm auf dem Schoß wieder in die Klinik. Auf dem Wege dorthin versuche ich ihn zu beruhigen und in der Klinik angekommen, übergebe ich ihn der Thaifrau, die ihn im Arm hält, als ich mich von ihm verabschiede. Es fällt mir nicht leicht.

Zwei Tage später meldet sich ein Italiener, der gern Ruby für seine Freundin adoptieren möchte. Ich lade ihn und seine Freundin ein, sich Ruby aus der Nähe anzusehen, denn sie kennen sie ja nur von dem Foto auf dem Anschlag. Sie kommen nach einer Woche und nehmen Ruby mit. Ich denke, dass auch sie gute Leute sind, die liebevoll nach ihr schauen werden.

Mittlerweile bin ich auch schon wieder bei Patty gewesen. Die neue Besitzerin lädt mich freundlich ein, sie zu sehen und Patty scheint zufrieden mit dem neuen Zuhause zu sein.

Ich erkundige mich nach einer Woche sowohl beim Engländer als auch beim Italiener nach den Hunden und beide versichern mir, dass sie wohlauf sind und sich gut eingelebt haben.

Sonntag, 4. Dezember 2011

Staupe im Katzenapartment
Ich gehe nun jeden Abend in das Katzenapartment, säubere es und füttere die Katzen hauptsächlich mit Fisch über den sie sich hermachen, nachdem sie sich alle eingefunden haben. Gewöhnlich kommt auch Catherine, wenn ich sie rufe, selten aber Mimi, die von einer Nachbarin adoptiert wurde. Auch Catherine hält sich häufig im Haus einer anderen Nachbarin auf, ich sehe sie jedoch meistens auf der Gasse unter einem Auto liegen.

Da ich sie gelegentlich mit einem jungen Kater zusammen sehe, entschließe ich mich sie sterilisieren zu lassen. In den ersten Wochen verschwinden Paco, Ricky und Lula immer im Inneren des Sofas, das als einziges Möbelstück das Apartment ‘schmückt’. Später dann sehe ich sie auf dem Sofa sitzen, wenn ich komme und insbesondere Ricky aber mit Abstrichen auch Lula werden allmählich zutraulicher. Nur Paco flitzt schnell nach draußen und versteckt sich in einem Abflussrohr.

Zwei Monate lang scheint alles seinen Gang zu gehen und ich richte mich auf eine längere Anmietung des Apartments ein, zahle die Miete allerdings nur von Monat zu Monat.

In der zweiten Septemberwoche stelle ich bei Johnny eine Bindehautentzündung an einem Auge fest. Als die Entzündung nach zwei Tagen auch auf das andere Auge übergreift, bringe ich Johnny zur Klinik. Dort wird ein Bluttest vorgenommen und die Tierärztin macht mir die betrübliche Mitteilung, dass sie bei Johnny Staupe festgestellt hat. Sie klärt mich darüber auf, dass eine Behandlung langwierig und sehr teuer und dass Staupe unheilbar sei. Johnny muss von den anderen Katzen separiert werden, da Staupe hochansteckend ist. Die Ärztin schließt nicht aus, dass sich andere Katzen im Apartment schon angesteckt haben und ich solle diese auf Symptome hin beobachten.

Ich bin am Boden zerstört und denke, dass wenn ich die Katzen aus der Soi 2 nicht umgesiedelt hätte, hätte sich Johnny nicht angesteckt.

Außerdem stehe ich nun vor dem Problem Johnny von den anderen Katzen fernzuhalten. Ich habe zwar zwei getrennte Zimmer in dem Apartment zur Verfügung und füttere die Katzen im Flur, aber nachdem ich Johnny einen Tag in einem der Zimmer gelassen habe, dreht er vollkommen durch und versucht mit aller Gewalt zu entweichen.

Ich weiß nicht was ich tun soll. Nach einem weiteren Tag in Isolationshaft und einer weiteren Verschlechterung seines Zustandes, entschließe ich mich Johnny zu mir ins Apartment zu nehmen.

Ich muss ihn heimlich hineinschmuggeln, da mein Vermieter die Anwesenheit von Pipo gerade noch hingenommen hat, mir aber bei Johnny die rote Karte zeigen würde.

Im Apartment lasse ich Johnny frei herumlaufen und er beruhigt sich allmählich, nachdem er seine neue Umgebung erforscht hat. Ich habe nun auch die Möglichkeit ihm die Medikamente zu verabreichen, die ich für ihn in der Klinik erhalten habe.

Ich gehe nun jeden Abend ins Katzenapartment mit der Befürchtung, Symptome auch an anderen Katzen feststellen zu müssen.

Allerdings sehen alle nach wie vor gesund aus und verhalten sich normal. In mir keimt die Hoffnung auf, dass sich vielleicht nur Johnny irgendwo angesteckt haben könnte, allerdings war er neben den drei Jungen der Einzige, der sich selten außer Haus bewegte.

Johnny schläft viel, ich verabreiche ihm seine Medizin und bringe ihn nach zwei Wochen wieder zur Untersuchung in die Klinik. Er hat abgenommen und ist apathisch. Allerdings ist die Bindehautentzündung stark zurückgegangen. Ein weiterer Bluttest erbringt das gleiche Resultat wie der Erste.

In der folgenden Woche frisst Johnny kaum noch etwas und wird zunehmend klappriger.

Am 14. Oktober muss ich für einen Tag nach Bangkok, und da ich Johnny in seinem Zustand nicht allein lassen möchte, bringe ich ihn in die Klinik. Als ich ihn am nächsten Tag abholen will, teilt mir die Ärztin mit, dass Johnny in der Nacht gestorben sei.

Am 16. Oktober stelle ich bei Lula eine Bindehautentzündung fest und tags darauf auch bei Ricky. Meow und Lady sehe ich nicht und auch nicht Pico. Ich bin nun in großer Sorge, dass alle nach und nach sterben werden.

Ich entschließe mich das Apartment aufzugeben, was ich mit Ende des Monats auch tue. Lady kommt nach einigen Tagen zurück und hat sich offensichtlich angesteckt. Paco mittlerweile auch. Ricky ist verschwunden und Lula geht es von Tag zu Tag schlechter. Pico geht es am schlechtesten und ich kann ihm noch nicht einmal die Augen säubern, da ich nicht an ihn herankomme. Er ist stark abgemagert und macht es sicher nicht mehr lange. Paco taucht nach ein paar Tagen mit stark geschwollenen Augen auf, lässt sie mich aber säubern. Meow sehe ich Mitte November einmal aus der Entfernung, ein Auge scheint entzündet zu sein.

Am 24. November teilt mir am Abend eine Anwohnerin mit, dass Lula gestorben sei und dass sie sie entsorgt habe. Übrig sind nun nur noch Paco, dessen Zustand sich stabilisiert hat und Lucy, die sich womöglich gar nicht angesteckt hat; sie zeigt zumindest keine sichtbaren Symptome. Hoffentlich kommt auch Paco durch. Er ist nun sehr anhänglich und lässt sich, wenn auch widerstrebend immer, wenn ich abends Trockenfutter für die beiden bringe, die Augen säubern, die von Woche zu Woche besser aussehen. Auch wächst Paco und das lässt mich hoffen, dass er mit der Infektion leben kann.

Samstag, 3. Dezember 2011

Babes Nachwuchs
Wenn ich nach dem Besuch im Katzenapartment in den Talat Rung Roht gehe um nach den Hunden zu sehen, finde ich Babe immer vor dem gleichen Hauseingang liegen. Ich setze mich zu ihr und entferne die Zecken, die allmählich weniger werden. Auch die Verschorfung der Haut bessert sich.

Babe und Blacky scheinen aneinander Gefallen gefunden zu haben und ich befürchte, dass sie womöglich Nachwuchs produzieren werden. Bevor ich mich entschließe, Babe sterilisieren zu lassen, ist es dann offenbar passiert. Babes Leibesfülle nimmt spürbar zu und ich gebe ihr extra Rationen zu futtern.

Mitte August ist Babe plötzlich für einige Tage verschwunden.

Als ich am 20. August die Anwohnerin, vor deren Haus Babe sonst lag, daraufhin anspreche, teilt diese mir mit, dass Babe tags zuvor ihre Jungen bekommen hat. Die Frau zeigt mir die Stelle wo Babe liegt und ich versuche sie im Dunkeln eines Betonunterstandes, der voller Plastikmüll ist, auszumachen.

Es ist zu dieser Jahreszeit sehr heiß und selbst des Nachts fällt die Temperatur selten unter die 30-Grad-Marke. Ich organisiere eine Plane, die ich versuche unter Babe und die Jungen zu schieben. Da es stockdunkel ist, besorge ich mir eine Kerze, um in die Höhle hineinzuleuchten. Prompt fällt die um und setzt den Müll in Brand, den ich mit bloßen Händen hinauswerfe. Das Resultat sind ein paar nette Brandblasen an den Fingern, aber die Hunde sind wohlauf.

Als ich am nächsten Abend nach Babe und den Jungen schaue, kommt sie aus der Höhle hervor und ich kann mich in den Müllberg zwängen, um zu sehen, wie viele Welpen es denn sind. Ich entdecke fünfe, allerdings ist ein Welpe schon tot. Die anderen sind schwer am Hecheln, denn es ist drückend heiß in dem Loch. Ich hole alle fünf heraus, lasse die Lebenden bei Babe, wickele das Tote in ein Tuch und entsorge es. Dann gehe ich zurück, nehme die vier Überlebenden in mein T-Shirt und bedeute Babe mir zu folgen.

Ich entschließe mich die Hunde vorübergehend in die Naklua Klinik zu geben, da ich keinen anderen Platz für sie weiß. In ihrem Loch würden sie es höchstwahrscheinlich nicht lange machen.

Ich halte ein Pickup-Taxi an, und da ich keine Hand freihabe, muss ich mich darauf verlassen, dass Babe mir folgt. Sie springt auch auf die Ladefläche und wir fahren zur Klinik.

Ich fahre nun in jeder Mittagspause und nach der Arbeit in die Klinik um nach Babe und den Kleinen zu sehen. Da der Käfig, den die Klinik zu Verfügung gestellt hat bald zu klein ist, kaufe ich einen größeren und später noch einen weiteren.

In den kommenden Wochen entwickeln sich die Welpen prächtig, da sie von Babe ausreichend gestillt werden. Wenn ich Babe mittags und abends in den an die Klinik angrenzenden Grasplatz herauslasse, bekommt sie von mir dann auch noch extra gutes Futter, wie rohes Fleisch und Suppenknochen, damit sie genügend Milch produzieren kann.

Sobald die Welpen die Augen geöffnet haben, nehme ich sie auch mit heraus und sie tummeln sich auf dem Grasplatz, nachdem ich sie mit rohem Fleisch gefüttert habe.

Die Wochen vergehen und die Routine bleibt die Gleiche. Die Klinik bedeutet mir, dass ich die Hunde nun bald umquartieren müsse, aber ich wohne ja in einem kleinen Apartment und meine finanziellen Mittel erlauben es mir kaum ein passendes Haus für mich und die Hunde zu mieten.

Meine Hoffnung ist, Adoptivfamilien für die Kleinen zu finden und Babe müsste dann wieder auf die Straße.

Ende Oktober teilt mir die Ärztin Oi mit, dass ein Obstbauer aus der Provinz Interesse an der Übernahme der Welpen geäußert hat. Sie kennt ihn schon seit Jahren und verbürgt sich für ihn. Mein Problem scheint gelöst. Ich schaue mir den Interessenten an. Es ist ein junger Mann, dessen Charakter in Ordnung zu sein scheint. Wir vereinbaren, dass er am darauf folgenden Wochenende die vier Welpen, es sind zwei Rüden, Robbie und Ronnie und zwei Hündinnen, Ruby und Patty.

Am Samstag warte ich auf den Bauern und auch am Sonntag kommt er nicht. Ich frage Oi und sie sagt, dass er noch ein oder zwei Wochen warten möchte, bevor er die Hunde holt. Der Grund sei, dass das Hochwasser, das bereits große Teile Thailands bedroht, nun auch in Richtung auf seine Farm zukommt und er unter Umständen evakuieren muss.

Einige Tage später meldet sich jemand anderes auf den Anschlag, den ich an die Glasfront der Klinik geklebt habe. Es ist eine Thai, die nach Aussage von Oi ein Haus mit einem großen Garten hat, in dem schon etliche Hunde leben.

Ich vertraue dem Urteil von Oi und als ich am folgenden Tag nach den Hunden schaue, ist Patty schon vergeben. Am Tag darauf suche ich die neue Besitzerin auf und stelle beruhigt fest, dass es Patty wohl ganz gut getroffen hat.

Freitag, 2. Dezember 2011

Chatree
Ich fahre jeden Morgen mit meinem Scooter zur Arbeit und stelle ihn in der Tiefgarage des Gebäudes, in dem ich arbeite, ab. Eines Morgens Anfang August bellt mich eine Hündin an, die ich zuvor gelegentlich gesehen habe. Ich gehe auf sie zu, aber sie bellt nur noch wütender.

Am Abend, nach Büroschluss, als ich zu meinem Scooter gehe, sehe ich sie wieder nervös herumlaufen und bemerke einen Welpen, der hinter einer Wandverschalung verschwindet. Nun wird mir ihr Verhalten klar. Ich versuche hinter die Verschalung zu schauen, aber es ist zu dunkel um etwas auszumachen.

In den nächsten Tagen schaue ich immer mal nach ob Welpen aus der Wand hervorgekrochen sind. Cora, wie ich die Mutter nun nenne, wird etwas zutraulicher und lässt mich näher an sich heran.

Eines Morgens sehe ich zwei tote Welpen neben einem geparkten Auto liegen und zwei Welpen in der Verschalung verschwinden. Ich informiere den Verwalter des Gebäudes und bitte ihn die toten Welpen zu entsorgen.

Am Abend gehe ich nachschauen und sehe weder die toten Welpen noch Cora oder ihre hoffentlich noch lebenden Jungen. Ein älterer Thai, der sich in der Nähe aufhält, verhält sich in meinen Augen verdächtig und ich spreche ihn auf die Hunde an. Er druckst erst herum, bedeutet mir dann aber ihm zu folgen. Der Thai führt mich zu einer an das Gebäude angrenzenden riesigen, verlassenen Markthalle und dort zu einem Holzverschlag, um den herum sich ein ganzes Rudel Hunde einfindet, als ich eintreffe.

Aus dem Verschlag kommt ein anderer Thai heraus, der mich freundlich anlächelt. Er sagt mir, dass er vier Welpen aufgenommen hat und dass er nicht möchte, dass der Verwalter davon erfährt, da der keine Hunde in seinem Gebäude duldet und auch eigentlich nicht möchte, dass Hunde in der Markthalle versorgt werden. Selbstverständlich versichere ich dem Mann, der sich mir als Chatree vorstellt, dem Verwalter nichts zu sagen.

Ich frage Chatree wieviel Hunde er wohl versorgt und er sagt so gegen zwanzig. Er hat einen Reiskocher in seinem Verschlag und ich sage ihm, dass ich ihm von nun ab regelmäßig einige Kilo Reis vorbeibringen werde. Etliche der Hunde schnappen sich auch ab und zu etwas, was ihnen aus den Garküchen am Gebäude zufällt. Chatree erhält von dort auch Küchenabfälle für die Hunde.

Schon bei meinem ersten Besuch umrunden mich die meisten von ihnen recht freundlich und bei meinen späteren Besuchen, wenn ich Chatree Reis bringe, werde ich von ihnen immer enthusiastisch begrüßt. Ist schon interessant, denn sie, kennen mich ja kaum und es liegen häufig Wochen zwischen meinen Besuchen.

Donnerstag, 1. Dezember 2011

Paco, Lula und Ricky
Ohne dass ich es gemerkt habe, hat Lady wieder Junge bekommen. Ihr Bauch ist mittlerweile so ausgeleiert, dass sie eine Schwangerschaft gut verbergen kann.

Ich werde auf die Jungen auch nur deshalb aufmerksam, weil ich eines Abends eines von ihnen jämmerlich von einem Balkon miauen höre. Da das Haus momentan nicht bewohnt ist, kann ich den Bewohner der dritten Etage nicht aufsuchen. Ich besorge mir nach einigem Suchen eine lange Leiter und überrede einen jungen Thai sich für 100 Baht vom Balkon im zweiten Stock, der mit der Leiter erreichbar ist, zum dritten Stock hochzuhangeln und das Kätzchen herunterzulassen. Ein zweites Junges finde ich auf der Terrasse eines anderen Hauses und ein drittes Kätzchen im Gerümpel eines weiteren Abbruchhauses.

Ich bringe sie alle drei in das Katzenapartment und hoffe, dass sich Lady um sie kümmert. Die beiden Katerchen bekommen von mir den Namen Ricky and Paco und das Kätzchen nenne ich Lula.