Zunächst füttere ich die Hunde vor dem Sheltertor und lasse Billy nach draußen. Dann verteile ich die Medikamente und beginne mit den Reinigungsarbeiten. Nachdem ich den Kot entsorgt habe, füttere ich und fülle die Wasserschalen auf. Alle Hunde sind wohlauf und entspannt. Bevor ich gehe, bringe ich Billy für die Nacht zurück in die Küche.
Ich möchte hier beschreiben, wie ich dazu kam mich um Hunde und Katzen zu kümmern, die in Pattayas Straßen, Höfen, Märkten und Brachflächen ihr Dasein fristen. Es ist auch eine Dokumentation über meine Bemühungen und mein Scheitern ihnen zu einem besseren Leben zu verhelfen. Die Ereignisse von 2008 bis 2012 habe ich aus der Erinnerung verfasst. Seit 2012 dokumentiere ich meine Arbeit mit den Tieren täglich.
Donnerstag, 27. Februar 2025
Heute ist wieder ein Routinetag. Nachdem ich die vier Hunde draußen vor dem Sheltertor versorgt habe, mache ich mich an die Reinigung der vorderen Bereiche und arbeite mich dann wieder auch durch die hinteren Bereiche und entsorge den Kot. Nach der Fütterung und einem weiteren Säuberungsgang fülle ich die Trinkwasserbehälter auf. Alle Hunde sind wohlauf. Billy zieht es wieder in die Küche, in der er sich sicher fühlt und in der er seine Ruhe hat.
Am Spätnachmittag kann ich meinen reparierten Pick-up abholen. Die Reparatur hat mich viel Geld gekostet, aber ich bin erleichtert, dass ich meine notwendigen Fahrten nicht mehr mit dem Motorbike machen muss.
Mittwoch, 26. Februar 2025
Am Shelter angekommen, versorge ich zuerst die vier Hunde draußen und beginne danach mit der Reinigung sämtlicher Bereiche. Anschließend versorge ich zunächst die Hunde in den vorderen Bereichen und arbeite mich danach auch durch die hinteren Bereiche. Eine kleinere Zaunreparatur ist notwendig und einige Palmwedel sind noch zu entsorgen. Die Hunde sind friedlich und so kann ich sie am Nachmittag guten Gewissens bis morgen allein lassen.
Dienstag, 25. Februar 2025
Gestern Abend benachrichtigte mich Titus, dass er einen verletzten Hund aufgenommen hat und ob ich den eventuell aufnehmen kann. Am Morgen suche ich Titus auf und stelle fest, dass der Hund bereits professionell versorgt wurde. Titus erklärt mir, dass er den Rüden seit etwa einem Jahr auf seinen Spaziergängen am Mabprachan Reservoir betreut und dass er ihn vor zwei Tagen verletzt aufgefunden hat. Er habe ihn in die NPW Klinik gebracht, in der man einen Doppelbruch des linken Vorderlaufs festgestellt habe. Mittlerweile habe sich nun aber Titus entschlossen, den Hund vorläufig bei sich zu behalten, bis der Bruch verheilt ist. Somit habe ich erstmal eine Sorge weniger.
Ich bin dann bei Leo. Leo hat sich entschlossen, Johnny zurückzugeben, da er ihm zu viel Arbeit bereitet. Josie erklärt sich nach Rücksprache bereit, Johnny wieder aufzunehmen, und die Übergabe findet am späten Vormittag statt.
Mittags bin ich dann schließlich im Shelter und stürze mich auf meine Routinearbeiten. Nachdem ich sämtliche Bereiche gesäubert und das Trinkwasser erneuert habe, füttere ich. Anschließend gehe ich erneut säubernd durch die Bereiche und entsorge den Kot. Am späten Nachmittag verlasse ich die wohlversorgten Hunde.
Montag, 24. Februar 2025
Die Küche und der Ruheraum sind heute trocken geblieben, obwohl es im Shelterbereich anscheinend wieder geregnet hat. Ich mache mich sogleich an die Säuberungen und die Kotentsorgung. Nach der Fütterung und der Auffüllung der Trinkwasserbehälter gehe ich erneut säubernd durch die Bereiche und verlasse dann die wohlversorgten Hunde für die Nacht.
Sonntag, 23. Februar 2025
Vergangene Nacht scheint es in Takhiantia heftig geregnet zu haben, denn die Küche und der Ruheraum im Haus stehen unter Wasser. Da das Haus nicht unterkellert ist, drückt das gesättigte Grundwasser durch den Boden und verursacht die Überflutung. Es kostet mich eine geraume Zeit, die Räume wieder trocken zu legen. Der Hausbereich, in dem sich die Mehrzahl der Hunde aufhält, ist glücklicherweise trocken geblieben und den Hunden hat die Überschwemmung nichts ausgemacht.
Nachdem ich das Haus wieder in einen vorzeigbaren Zustand gebracht und die Medikamente verteilt habe, mache ich mich an die Säuberung der Außenbereiche. Auch dort haben die Hunde den nächtlichen Regen gut überstanden. Ich fülle die Trinkwasserbehälter auf und beginne dann mit der Fütterung. Anschließend gehe ich noch einmal säubernd durch die Bereiche und verlasse danach die Hunde für die Nacht.
Samstag, 22. Februar 2025
Vor dem Sheltertor begrüßt mich Sahm; die drei anderen frei laufenden Hunde treiben sich in der Nähe herum. Die Haushunde sind guter Stimmung. Ich lasse Billy aus der Küche und beginne mit der Reinigung des Hauses und arbeite mich danach durch sämtliche weiteren Bereiche. Nachdem ich den Kot entsorgt, die Medikamente verteilt und die Trinkwasserbehälter aufgefüllt habe, beginne ich mit der Fütterung. Ich sammele die Futterbehälter wieder ein, gehe ich noch einmal säubernd durch die Bereiche und beende dann die Arbeiten am späten Nachmittag.
Freitag, 21. Februar 2025
Ich bin heute Morgen wieder mit Motorbike zum Shelter unterwegs. Pat ist bereits bei der Arbeit und hat Maria mitgebracht. Maria hat Erfahrung im Umgang mit Shelterhunden und so haben die Hunde keine Probleme mit ihrer Anwesenheit. Pat und Maria haben bereits die vorderen Bereiche gereinigt, und Pat hat mit der Fütterung begonnen. Ich reinige die hinteren Bereiche, entsorge den Kot und überlasse danach Pat die Arbeiten abzuschließen.
Donnerstag, 20. Februar 2025
Nachdem ich am Morgen das Motorbike zum Check-up in eine nahegelegene Werkstatt gebracht habe, bin ich bei Leo. Johnny ist spring lebendig und versteht sich gut mit Serafin. Vor dem Shelter treffe ich auf die üblichen Verdächtigen, die sämtlich in guter Laune sind. Auch im Shelter sind alle Hunde bei guter Stimmung. Ich verteile die Medikamente und mache mich dann an die Säuberungen. Nach Beendigung der Fütterung absolviere ich eine erneute Säuberungsrunde und entsorge den Kot. Vor Einbruch der Dunkelheit verlasse ich die gut versorgten Hunde und mache mich auf den Heimweg.
Mittwoch, 19. Februar 2025
Pat versorgt die Hunde heute wieder. Ich bin nur kurz im Shelter und verteile Medikamente. Anschließend bringe ich den Pick-up zu Khun Yao. Die Regenzeit setzt ein und die undichte Stelle im Dach muss nun dringend repariert werden. Khun Yao teilt mir mit, dass die Reparatur eine Woche in Anspruch nehmen wird. Ich lasse mich mit einem Taxi zurückbringen und bin dann am Nachmittag mit dem Motorbike wieder im Shelter. Pat hat wie stets die Hunde gut versorgt. Ich gehe noch einmal reinigend durch die Bereiche und entsorge den Kot.
Dienstag, 18. Februar 2025
Heute Vormittag besorge ich 280 kg Trockenfutter und verstaue die Säcke im Vorratsraum. Anschließend verteile ich die Medikamente und beginne danach mit der Säuberung. Nachdem ich den Kot entsorgt habe, füttere ich. Ich gehe danach noch einmal säubernd durch die Bereiche und verlasse dann die Hunde für die Nacht. Billy zieht es wieder in die Küche.
Montag, 17. Februar 2025
Sonntag, 16. Februar 2025
Nach der Säuberung und der Medikamentenverteilung im Shelter lasse ich die Hunde dort vorerst allein und fahre zu den Hunden im Tempel. Ich deponiere wieder einen Sack Trockenfutter im Futterladen und kaufe Reis für Ba Baet. An der Vorhalle treffe ich auf Victor, Dahn und Talib. Ich versorge Victor mit Eigelb vermischter Ziegenmilch. Sein Fellzustand hat sich seit seiner vorigen Behandlung bereits gebessert. Bei den Booten entdecke ich sämtliche Strandhunde und weiter hinten am Strand auch Kofi und Toto. Alle Hunde befinden sich in gutem Zustand.
Zurück im Shelter füttere ich und gehe anschließend erneut säubernd durch die Bereiche und entsorge den Kot. Ich verlasse die Hunde am späten Nachmittag und besuche Leo. Johnny fühlt sich offensichtlich wohl in seiner neuen Umgebung und spielt bereits mit Serafin.
Samstag, 15. Februar 2025
Heute Vormittag bin ich mit Leo bei Josie. Überraschenderweise entwickelt sich eine spontane Beziehung zwischen Johnny und Leo, sodass Leo sich entscheidet, Johnny zu sich zu nehmen. Die nächsten Tage werden ergeben, ob sich Johnny bei Leo und Serafin, dem Welpen, den Leo zuvor aufgenommen hatte, einleben kann. Der erste Kontakt zu Serafin verläuft sehr positiv. Obwohl der winzige Johnny offenbar nur sehr geringe Erfahrungen mit Artgenossen gesammelt hat, geht er stets sehr mutig auf ihm fremde Hunde zu.
Am frühen Nachmittag bin ich dann im Shelter. Alle Hunde sind wohlauf und so beginne ich mit der Säuberung, nachdem ich die Medikamente verteilt habe. Anschließend füttere ich und entsorge den Kot, nachdem ich erneut säubernd durch die Bereiche gegangen bin. Am Abend erkundige ich mich bei Leo, wie es mit Johnny gegangen ist. Es scheint, dass er seine neue Umgebung angenommen hat und auch mit Serafin klarkommt.
Freitag, 14. Februar 2025
Johnny wird mit jedem Tag kräftiger und somit scheint es die rechte Zeit zu sein, ihn mit etwa gleichaltrigen Welpen zusammenzubringen, damit er sich artgerecht entwickeln kann. Am frühen Nachmittag bin ich mit ihm im Shelter. Pat füttert gerade die Hunde und ich gehe reinigend durch sämtliche Bereiche.
Pat schließt die Arbeiten ab und ich fahre mit Johnny zu Josie. Johnny wird erst einmal separat in einem Käfig untergebracht. Unter den vielen Hunden, die Josie versorgt, sehe ich auch Bee, die ich Josie vor über einem Jahr zur Pflege übergeben hatte. Bee befindet sich in einem ausgezeichneten Zustand und die Wiedersehensfreude ist beidseitig.
Am späten Nachmittag bin ich dann bei Leo. Leo hat kürzlich einen Welpen aufgenommen und möchte sich noch einen Zweiten zulegen. Wir vereinbaren morgen gemeinsam zu Josie zu fahren. Vielleicht wird er in ihrem Shelter fündig.
Donnerstag, 13. Februar 2025
Ich bin morgens mit Johnny wieder bei Dr. Oi. Sie entwurmt Johnny erneut und hat keine Bedenken, ihn an Josie weiterzugeben. Johnny hat es in einer Woche von 600 Gramm auf ein Gewicht von 1,000 Gramm gebracht. Ich bringe Johnny zu mir zurück, versorge ihn, und bin dann im Shelter.
Dort verrichte ich meine regulären Reinigungsarbeiten, verabreiche die Medikamente und füttere danach. Anschließend gehe ich noch einmal reinigend durch die Bereiche und fülle Trinkwasser auf. Alle Hunde sind wohlauf und haben sich am Spätnachmittag bereits zur Ruhe gelegt.
Nachdem ich nach den Pongparkhunden geschaut habe, bin ich bei mir im Resort. Johnny war wieder brav und ich versorge ihn sogleich mit Ziegenmilch. Am späten Abend legt er sich zur Ruhe und ich kann mich auch etwas entspannen.
Mittwoch, 12. Februar 2025
Nachdem ich Johnny morgens versorgt habe, bin ich am Vormittag im Shelter. Alle Hunde sind wohlauf und so mache ich mich sogleich an die Säuberungsarbeiten. Nach der Medikamentenverteilung und der Auffüllung der Trinkwasserbehälter füttere ich. Anschließend gehe ich erneut reinigend durch die Bereiche und entsorge den Kot. Zurück im Apartment versorge ich Johnny. Johnny, der nun bereits seit einer Woche bei mir ist, ist lebhaft und scheint sich normal zu entwickeln. Morgen früh werde ich ihn zu einem erneuten Check-up zu Dr. Oi bringen.
Dienstag, 11. Februar 2025
Johnny hat die Nacht wieder gut überstanden. Er hat alle vier Stunden seine Milch bekommen und auch morgens wieder mehrere Portionen. Die tägliche Verabreichung von Vibravet scheint nun auch gegen seine Atemwegsprobleme zu helfen. Ich kann ihn unbesorgt allein lassen und fahre mittags zum Shelter.
Pat ist bereits bei der Arbeit, hat die vorderen Bereiche gereinigt und ist bei der Fütterung. Ich verteile die Medikamente, reinige die restlichen Bereiche und entsorge den Kot. Pat beendet die Arbeiten und ich erledige den Rest.
Auf dem Rückweg halte ich bei den Parkhunden. Einige finde ich auf, andere sind unterwegs. Johnny hat den Tag offenbar gut verbracht. Ich versorge ihn wieder mit Ziegenmilch und heute auch mit etwas gekochtem Fleisch, das er gut annimmt. Johnny ist ja mittlerweile so weit, dass er zwischendurch auch feste Nahrung zu sich nehmen kann.
Montag, 10. Februar 2025
Johnny entwickelt sich von Tag zu Tag besser. Er gewinnt an Selbstvertrauen und scheint mittlerweile Gefallen an seinem Dasein zu finden. Ich kann ihn heute problemlos für mehrere Stunden allein lassen, während ich im Shelter arbeite.
Auch dort sind die Hunde guter Dinge und so geht die Arbeit leichter von der Hand. Ich verteile die Medikamente, säubere und fülle Trinkwasser nach. Nachdem ich den Kot entsorgt habe, beginne ich mit der Fütterung. Nach einem erneuten Säuberungsdurchgang verlasse ich die Hunde bei einbrechender Dunkelheit.
Zu Hause empfängt mich der frohgemute Johnny. Er hat seine Milch getrunken und so versorge ich ihn sogleich mit einer weiteren Portion. Johnny wird nun auch mutiger und so hoffe ich, dass er seine erste kritische Lebensphase gut überstanden hat.
Sonntag, 9. Februar 2025
Johnny hatte die gestrige Nacht relativ gut durchgeschlafen, ich musste ihn nur einmal innerhalb von sechs Stunden mit Milch versorgen. Am Morgen schläft er dann noch eine Runde, nachdem er seine Portion Milch aufgenommen und ich ihm erneut Vibravet verabreicht habe.
Claudia ruft mich an, dass sie im Shelter kein Strom haben, sie und Martin aber dennoch die notwendigen Arbeiten verrichten könnten. Ich treffe am frühen Nachmittag am Shelter ein, kurz bevor sie sich auf den Nachhauseweg machen. Da auch die Nachbarn keinen Strom haben, gehe ich davon aus, dass das Problem ein örtliches ist.
Ich bin dann wieder in Pong und treffe Lin und ihre Buben Jake und Steve im Futterladen. Kurz darauf erhalte ich eine großzügige Überweisung von Will. Ich schaue dann nach Johnny und füttere ihn.
Am späten Nachmittag bin ich wieder im Shelter. Wir haben wieder Strom. Ich schaue in allen Bereichen nach dem Rechten und verlasse dann die Hunde bis morgen früh.
Johnny hat den Tag ohne Probleme verbracht. Pat schreibt mir, dass Josie bereit sei ihn kommende Woche zu sich zu nehmen, wenn gewährleistet sei, dass er Parvo und Staupe negativ ist. Ich werde Johnnys Behandlung die kommenden Tage fortsetzen und ihn dann erneut Dr. Oi vorstellen.
Samstag, 8. Februar 2025
Gestern Nacht habe ich Johnny nur zweimal füttern müssen und dann wieder am frühen Morgen. Er trinkt nun recht gut und scheint sich zu entwickeln. Als offenbar einziger Überlebender, nachdem seine Mutter gestorben war, scheint er einen starken Überlebenswillen zu besitzen. Johnny schnieft zwar immer noch, aber mit der täglichen Vibravet-Dosis hoffe ich seine Atemwegsbeschwerden in den Griff zu bekommen.
Ich nehme ihn wieder mit zum Shelter und beginne dann dort mit den Säuberungen und der Medikamentenverteilung. Anschließend füttere ich und fülle Trinkwasser auf, wo es notwendig ist. Nach einer erneuten Reinigungsrunde und der Kotentsorgung verlasse ich die Hunde und bin mit Johnny wieder bei mir.
Freitag, 7. Februar 2025
Johnny hat die Nacht überlebt, viel Schlaf habe ich allerdings nicht bekommen. Die ersten Tage und Nächte sind ja immer die anstrengendsten, durchgebracht habe ich aber bisher immer alle Welpen und so hoffe ich, dass ich auch Johnny den Weg ins Leben ebnen kann. Ich biete ihm Ziegenmilch an, von der er etwas aufnimmt. Er kann ja mit seinen 600 Gramm Lebendgewicht gegenwärtig nur geringe Mengen verdauen. Dazu erhält er die zweite Dosis Vibravet.
Nachdem ich meine morgendlichen Aufgaben erledigt habe, nehme ich Johnny an Bord und fahre mit ihm zum Shelter. Dort bringe ihn erstmal in der Küche unter. Pat ist bereits bei der Arbeit und will sich umhören, ob jemand Johnny aufnehmen kann. Einige Tage allerdings werde ich ihn noch bei mir behalten können. Während Pat füttert, reinige ich die Bereiche.
Pat schließt die Arbeiten ab und ich fahre mit Johnny wieder zu mir. Die ihm angebotene Ziegenmilch nimmt er nun besser auf und er reagiert schon ein wenig auf meine Ansprache. Die ersten Monate ohne Mutter und Geschwistern ist für Welpen ja alles andere als ideal, aber ich versuche Johnny so viel Nähe wie möglich zu vermitteln, damit er sich nicht nur körperlich, sondern auch psychisch einigermaßen normal entwickeln kann.
Donnerstag, 6. Februar 2025
Heute Vormittag erhalte ich einen Notruf von Beppe – Rambo gehe seit gestern schlecht. Vor einem Monat waren wir mit Rambo bei Dr. Oi. Dort wurde bei einer Ultraschall-Untersuchung festgestellt, dass Rambos Leber vergrößert sei. Mithilfe intensiver Medikation hatte sich Rambos Zustand in den folgenden Wochen stabilisiert. Ich suche Beppe auf und treffe auf einen kraftlosen Rambo. Vermutlich ist die eingeschränkte Leberfunktion die Ursache seines Leidens und ich empfehle Beppe Rambo weiterhin mit Samarin zu behandeln.
Kaum bin ich wieder zu Hause, erreicht mich ein Anruf von Touristen, die einen winzigen, etwa vier Wochen alten Welpen neben seiner toten Mutter aufgefunden haben. Ich überantworte den Winzling Dr. Oi und fahre dann zum Shelter. Nachdem ich einen Reinigungsdurchgang absolviert habe, füttere ich und versorge die Hunde mit frischem Trinkwasser. Am späten Nachmittag bin ich erneut in der Klinik. Johnny, wie ich den Welpen nenne, ist erstversorgt worden – ich nehme ihn vorerst zu mir. Die kommenden Stunden und Tage werden erweisen, ob der kleine Kerl die Kraft zum Überleben aufbringen wird.
Mittwoch, 5. Februar 2025
Mein erster Arbeitsgang heute Morgen besteht wieder in der Reinigung des Hauses, des Hausbereichs und des Doppeltorbereichs. Billy, der die Nacht draußen verbracht hat, bringe ich in die Küche, in der er sicher ist. Billy hat zwar keine Probleme mit den Haushunden, aber er ist doch schon ziemlich alt, hat ein schweres Leben gehabt, bevor er zu uns kam und verdient eine Sonderbehandlung. Ich verteile die Medikamente und nachdem ich auch die Reinigung der hinteren Bereiche abgeschlossen habe, füttere ich. Anschließend gehe ich noch einmal reinigend durch die Bereiche und entsorge den Kot. Am späten Nachmittag verlasse ich die Hunde.
Dienstag, 4. Februar 2025
Am Shelter angekommen ist Pat bereits an der Arbeit. Sie hat den Hausbereich gereinigt und bereitet die Fütterungen vor. Ich reinige den Doppeltorbereich und arbeite mich anschließend durch die hinteren Bereiche. Nachdem ich den Kot entsorgt habe, überlasse ich Pat die Erledigung der restlichen Arbeiten. Am späten Nachmittag bin ich erneut im Shelter. Die Hunde sind satt und zufrieden. Ich gehe noch einmal reinigend durch sämtliche Bereiche und verlasse dann die Hunde für die Nacht.
Montag, 3. Februar 2025
Ich versorge heute Morgen Dodo und Booboo wiederum mit Augentropfen. Deren Augen sind nun soweit klar, dass ich die Anwendung bis auf Weiteres aussetzen werde. Die Shelterhunde sind guter Dinge und so mache ich mich sogleich an die Säuberungen und verteile die Medikamente. Nachdem ich das Trinkwasser aufgefüllt und den Kot entsorgt habe, beginne ich mit der Fütterung in den vorderen Bereichen und versorge anschließend auch die Hunde in den hinteren Bereichen.
Am späten Abend besuche ich die Pong-Park-Hunde und treffe auf Michael, der die Hunde wie jeden Abend mit Spezialitäten versorgt.
Sonntag, 2. Februar 2025
Nachdem ich Dodo und Booboo mit Augentropfen versorgt habe, beginne ich nach der Medikamentenvergabe mit den Reinigungsarbeiten im Shelter. Während ich die Hunde füttere, trifft Pat ein und übernimmt die Reinigungsarbeiten in den vorderen Bereichen. Ich reinige die hinteren Bereiche und entsorge dann den Kot. Pat fährt und ich schließe die Arbeiten ab. Die Hunde sind wohlversorgt und begeben sich zur Ruhe.
Samstag, 1. Februar 2025
Heute Morgen reinige ich das gesamte Shelter und fülle Trinkwasser auf. Anschließend füttere ich und fahre danach zu den Tempelhunden. Ich bestelle 30 kg Reis und hinterlasse ihr einen 20-kg-Sack Trockenfutter. Im Tempelbereich und bei den Booten finde ich sämtliche Hunde gut versorgt vor. Auch Kofi und Toto begrüßen mich auf meinem Strandgang.
Nach einem Kurzbesuch bei Rita und Ernest bin ich am Nachmittag wieder im Shelter. Ich gehe erneut reinigend durch die Bereiche und entsorge dann den Kot. Kurz vor Einbruch der Dunkelheit verlasse ich die Hunde, die sich bereits zur Ruhe gelegt haben.