Montag, 30. September 2024

Ich nutze mittlerweile verstärkt den neuen, direkten Zugang zum Hausbereich. Die Hunde haben sich bereits an die neue Konstellation gewöhnt. Mein erster Blick gilt Buffy, die in einem der Hauskennel untergebracht ist. Sie ist nicht glücklich dort, aber für die kommenden Tage muss sie sich gedulden, da ich sie alle zwei Tage zum Verbandswechsel in die Klinik bringen muss. Victor dagegen geht mit seiner Situation weit besser um. 

Nachdem ich mich vergewissert habe, dass auch die weiteren Hausbewohner wohlauf sind, mache ich mich an die Säuberung des Hauses, des Hausbereichs und des Doppeltorbereichs. Anschließend verteile ich die morgendlichen Medikamente und säubere auch die hinteren Bereiche. Danach füttere ich zuerst die Hunde in den vorderen Bereichen und anschließend auch die in den hinteren Bereichen. 

Ich mache mich dann an die Beseitigung von Altholz in einigen Bereichen. Weiteres Altholz muss ich morgen beseitigen. Danach entsorge ich defekte Metall-Sheets in einem Schrotthandel. Am späten Nachmittag schließlich verteile ich die abendlichen Medikamente und verabreiche Lena die Infusion. 

Sonntag, 29. September 2024

Ich bin frühmorgens im Shelter und beginne mit den Säuberungsarbeiten. Kurze Zeit später treffen Claudia und Martin ein. Claudia beginnt mit der Fütterung und Martin repariert Kenneltüren, schließt einen Schlauch im Doppeltorbereich an, reinigt Wasserbehälter und versorgt die Hunde mit frischem Trinkwasser. 

Nachdem ich die morgendlichen Medikamente verteilt, die Säuberungen beendet und den Kot entsorgt habe, bin ich in der Klinik. Victor werden die Klammern aus seinem Ohrlappen entfernt und er geht neu verbunden zurück in den Baderaum. Victor erträgt sämtliche Prozeduren mit großer Geduld. Anschließend hole ich Buffy aus der Klinik. Buffy ist ganz außer sich, die Klinik verlassen zu können und geht erstmal in einen der Hauskennel, da ich sie die kommenden Tage zur Wundnachsorge erneut in die Klinik bringen muss. 

Während Claudia und Martin die Arbeiten fortsetzen, fahre ich für zwei Stunden nach Hause und bin dann am Spätnachmittag erneut bei den Hunden. Ich gehe noch einmal kurz säubernd durch die Bereiche, verteile die abendlichen Medikamente und verabreiche danach Lena die Infusion. Lena hat weiter an Gewicht verloren, aber ihre Augen sind noch klar und sie bewegt sich normal.

Samstag, 28. September 2024

Morgens besorge ich als Erstes 120 kg Trockenfutter. Es ziehen wieder schwarze Wolken auf und so schaffe ich es gerade noch, die Säcke trocken ins Shelter zu schaffen. Bei starkem Regen verteile ich die morgendlichen Medikamente und beginne dann mit der Säuberung der Bereiche, nachdem der Regen nachgelassen hat. 

Da es erneut anfängt zu regnen, fahre ich erstmal in die Klinik, um nach Booboo und Buffy zu schauen. Booboo erträgt seine Lage mit Gelassenheit, Buffy jedoch ist ziemlich ungeduldig und verlangt entlassen zu werden. Ich kann beide Hunde aber erst frühstens morgen wieder vorläufig zu mir nehmen. 

Wieder im Shelter fängt während der Fütterung plötzlich mein ganzer Körper an zu jucken. Es ist eine allergische Reaktion, deren Ursache mir verborgen bleibt. Ich kann nicht umhin, mir sofort ein Antihistamin zu besorgen und bleibe dann für eine Stunde zu Hause. Nachdem die Reaktion nachgelassen hat, fahre ich erneut zum Shelter, beende die Fütterung und säubere danach die Bereiche erneut. Anschließend verabreiche ich Lena die Infusion.

Freitag, 27. September 2024

Es hat über Nacht wieder heftig geregnet, sodass im Shelter noch Pfützen stehen und der Boden ist total aufgeweicht. Die Hunde jedoch haben die Regenschauer gut überstanden. Venus und Sita haben sich bereits in der neuen Ecksala eingerichtet. Nachdem ich die Medikamente verteilt, die Bereiche gesäubert und den Kot entsorgt habe, füttere ich. Auch die Hunde draußen vor dem Tor erhalten ihre Portionen. 

Über Mittag lasse ich die Hunde ruhen und bin in der Stadt. Sowohl mein Computer hat ein Problem als auch mein Handy. Der Computer wird repariert, aber das Handy ist ein hoffnungsloser Fall. Ich bin gezwungen, mir ein neues Secondhand-Phone zuzulegen. 

Anschließend bin ich bei Khun Yao. Das Dach des Pick-ups ist immer noch undicht. Wenn die undichte Stelle nicht geschlossen wird, kann das bei dem momentanen Regenwetter fatale Folgen haben. Morgen früh werde ich Khun Yao erneut aufsuchen. Einen Ausfall des Pick-ups kann ich mir nicht leisten. 

Zurück im Shelter muss ich feststellen, dass der Ruhebereich unter Wasser steht. Das Wasser wird vom Boden hochgedrückt, da der Hausbereich nicht unterkellert ist. Nachdem ich die Flut entfernt habe, gehe ich erneut säubernd durch sämtliche Bereiche, verteile die abendlichen Medikamente und verabreiche anschließend Lena die Infusion. 

Donnerstag, 26. September 2024

Die Handwerker setzen heute Morgen um acht Uhr die Arbeiten fort. Sie bauen eine neue Außentür ein, damit die Versorgungsgüter nicht mehr durch den Doppeltorbereich ins Haus getragen werden müssen. Ich verteile währenddessen die Medikamente, säubere die Bereiche vom Kot und füttere anschließend. 

Am frühen Nachmittag überrascht uns ein heftiger Gewitterguss, der den Doppeltorbereich komplett unter Wasser setzt. Die Arbeiten müssen eine Stunde lang unterbrochen werden. Nachdem der Einbau der Tür komplett ist, verlegen Chang Wai und sein Helfer Nam eine neue Wasserleitung, damit auch der Doppeltorbereich bequemer mit Trinkwasser versorgt werden kann. Anschließend tauschen die Handwerker noch mehrere demolierte Metal Sheets in Kenjis Bereich aus und verrichten kleinere Reparaturarbeiten an zwei Toren. 

Am späten Abend besuche ich die Struebi Familie, um nach Bobo zu schauen. Bobo hat sein eigenes Bettchen und fühlt sich offensichtlich wohl und geborgen. Sich aufrichten jedoch kann er immer noch nicht. 

Mittwoch, 25. September 2024

Ich bin morgens wieder in aller Frühe im Shelter und beginne mit der Säuberung im Hausbereich und im Doppeltorbereich. Chang Wai und seine beiden Helfer treffen kurz nach acht Uhr ein und setzen die Fertigungen der Salas fort. Claudia trifft wenig später ein und beginnt mit den Vorbereitungen für die Fütterung. 

Nachdem ich die Medikamente verteilt habe, mache ich mich an die Säuberung der hinteren Bereiche. Claudia gelingt es, Buffy in einen Käfig zu locken, den wir gemeinsam zum Pick-up tragen. Buffy verhält sich während der Fahrt und in der Klinik einwandfrei. Es wird ihr Blut abgenommen und sie geht erstmal in einen Käfig. Im Nachbarkäfig liegt Booboo, der sein Schicksal weiterhin geduldig erträgt. Buffy wird voraussichtlich drei Tage lang zur Wundversorgung in Klinik verbleiben müssen. 

Wieder im Shelter ist Claudia bereits bei der Fütterung der Hunde in den hinteren Bereichen. Die Handwerker sind gerade dabei, die Böden der Salas zu fertigen. Sie machen heute etwas früher Schluss und werden morgen früh weitere Arbeiten im Shelter ausführen. Während Claudia die Fütterungen und die Versorgung der Hunde mit Trinkwasser abschließt, verabreiche ich Lena die Infusion und beende danach meine heutige Schicht etwas früher. 

Dienstag, 24. September 2024

Ich bin heute schon sehr früh im Shelter, da sich Chang Wai um acht Uhr angesagt hat. Er kommt mit zwei Helfern und dem Material, während ich schon bei der Säuberung bin. Chang Wai ist mir ja schon seit Jahren eine große Hilfe und einer seiner Helfer war auch schon ein paar mal im Shelter. Der zweite Helfer macht ebenfalls einen sehr guten Eindruck. Alle drei Handwerker kommen gut mit den Hunden klar. Das ist keine Selbstverständlichkeit, denn viele Thai haben Angst vor Straßen- bzw. Shelterhunden. 

Während die Handwerker das Material in die hinteren Bereiche tragen, kontrolliere ich die Hunde. Die meisten von ihnen kennen ja Chang Wai und benehmen sich. Während die Handwerker mit dem Bau der Salas beginnen, mache ich mich an die Verteilung der Medikamente und gehe dann säubernd von Bereich zu Bereich. 

Um die Mittagszeit machen die Handwerker Pause, ich bezahle die Materialrechnung und bin dann in der Klinik, um nach Booboo zu schauen. Dr. Oi erklärt mir, dass sein Heilungsprozess normal verlaufe. Das Ergebnis der Gewebeprobe wird allerdings erst in einigen Tagen vorliegen. Booboo muss aber sowieso noch für die kommenden fünf Tage in der Klinik bleiben. Bisher hält er sich einwandfrei. 

Zurück im Shelter füttere ich die Hunde vor dem Tor. Woody ist unter ihnen. Anschließend sind die Haushunde an der Reihe und dann die Hunde in der TVT Station. Ich habe sie dort eingesperrt, damit die Handwerker ungehindert ein und aus gehen können. Danach füttere ich die Hunde in den hinteren Bereichen. 

Ich setze mich dann in den Bereich von Sita, Buffy und Venus. Dort bauen die Handwerker die Salas. Sita ist immer etwas nervös, wenn Fremde in ihrem Bereich sind und so versuche ich beruhigend auf sie einzuwirken. Buffy hat sich gestern bei einer Auseinandersetzung mit Nuri, Tarik und Tibor verletzt. Sie hat eine Wunde an der Innenseite ihres linken Hinterlaufs davongetragen. Mein Versuch sie heute zu Dr. Oi zu bringen, allerdings schlägt fehl. Ich hoffe, dass ich es mit Claudias Hilfe morgen über die Bühne bringe. Vorerst verabreiche ich Buffy Prednisolone und Doxycycline.

Am Spätnachmittag beenden die Handwerker ihre Arbeit für heute. Ich gehe noch einmal säubernd durch die Bereiche und verabreiche danach Lena die Infusion. Morgen gehen die Arbeiten in aller Frühe weiter.  

Montag, 23. September 2024

Gop ruft mich morgens an und teilt mir mit, dass Woody wieder aufgetaucht sei. Extrem erleichtert treffe ich ihn wohlbehalten auf dem Nachbargrundstück an. Ich war in großer Sorge, da gestern Hunde in der Nachbarschaft vergiftet worden waren. 

Mit einem etwas leichteren Herzen verteile ich die Medikamente und mache mich danach an die Kärrnerarbeit des Säuberns. Alle Hunde sind wohlauf, Victor verbringt geduldig seine Zeit auf einer Liege im Baderaum. 

Am frühen Nachmittag bin ich in der Klinik und warte auf Cindy und Nick, die kurz nach mir eintreffen. Bobo geht mit ihnen. Wir alle hoffen, dass er sich wieder erholen wird. Booboo ist bereits operiert worden. Er scheint den Eingriff gut überstanden zu haben, muss jedoch noch fünf Tage in der Klinik bleiben. Eine Gewebeprobe ist eingeschickt worden; das Ergebnis wird in etwa drei Tagen vorliegen. 

Wieder im Shelter füttere ich, gehe danach noch einmal säubernd durch die Bereiche und entsorge den Kot. Anschließend verabreiche ich Lena wieder die tägliche Infusion. 

Sonntag, 22. September 2024

Ich bin frühmorgens im Shelter, reinige sämtliche Bereiche und entsorge den Kot. Claudia und Martin treffen ein, übernehmen die weiteren Arbeiten und ich verabreiche die Medikamente. Victor hat sich im Baderaum eingerichtet. 

Wir schaffen Booboo in den Käfig auf dem Pick-up. Dr. Oi testet Booboos Blut und obwohl die Ergebnisse nicht alle ideal sind, wird die Operation für morgen terminiert. Booboo verhält sich in der Klinik einwandfrei, er ist ja ein ganz lieber. Bobo scheint in seinem Käfig ganz zufrieden zu sein. Er hat gefressen und verhält sich zu mir normal. Nick und seine Mutter werden ihn morgen am frühen Nachmittag zu sich nehmen. 

Nach einem kurzen Abstecher im Shelter, mache ich mich auf den Weg, um Metal Sheets für die zu errichtenden Salas zu besorgen. Chang Wai hat sich für Dienstag früh angesagt. Auf dem Weg zurück zum Shelter beginnt es stark zu regnen, sodass ich meine Fahrt zunächst zu Hause unterbreche. In der Zwischenzeit haben Claudia und Martin die Hunde wohlversorgt. 

Am frühen Abend bin ich dann im Shelter, verstaue die Metal Sheets, verteile die abendlichen Medikamente und verabreiche danach Lena die Infusion. Ich habe Woody den ganzen Tag über nicht gesehen und mache mir große Sorgen, dass ihm etwas passiert ist. Einer der Arbeiter, die neben dem Shelter hausen, teilt mir auf Nachfrage mit, dass Woody verschwunden sei. Ich bitte Gop morgen nach ihm zu forschen.

Samstag, 21. September 2024

Am Shelter angekommen füttere ich zunächst die vier Hunde vor dem Tor. Danach mache ich mich an die Säuberung der vorderen Bereiche und verteile anschließend die Medikamente. Die Säuberung der hinteren Bereiche schließt sich an. Ich füttere dann zuerst die Hunde in den beiden vorderen Bereichen und arbeite mich danach durch die hinteren Bereiche. 

Bobo macht mir große Sorgen. Er kann nicht mehr selbstständig Futter zu sich nehmen und kaum seinen Kopf heben. Da die Struebi Familie ihn erst am Montag aufnehmen kann, bringe ich ihn zu Dr. Oi. Ich bitte Nick, seine Fürsorgerin zu informieren, dass es Bobo schlecht gehe und er wieder in der Klinik sei. 

Victor ist mittlerweile behandelt und bandagiert worden. Er muss einen Kragen tragen und wird in vier Tagen wieder vorgestellt werden. Ich lege Victor in den Baderaum, der ja nur freigeworden ist. Mit dem Abschluss des Tages verabreiche ich Lena die Infusion.

Freitag, 20. September 2024

Ich bin in aller Frühe im Shelter und beginne mit der Arbeit, da sich Chang Wai angesagt hatte. Claudia und Martin haben sich bereit erklärt, 6.000 Baht für neue Salas beizusteuern. Ich bitte Chang Wai drei Metallgestellsalas zu bauen. Nach und nach müssen auch die anderen Holzgestellsalas durch Metallgestellsalas ersetzt werden. Die Holzsalas werden allmählich morsch und da sie während der Regenzeit häufig im Wasser stehen, werden sie es nicht mehr lange machen. Chang Wai nimmt Maß und wird am kommenden Montag mit der Arbeit beginnen. 

Ich setze die Säuberungsarbeiten fort, verteile die morgendlichen Medikamente und füttere anschließend, nachdem ich den Kot entsorgt habe. Während ich in den hinteren Bereichen arbeite, vernehme ich ungutes Gebelle und laufe rasch in den Bereich der drei Salas, in dem sich Buffy, Venus und Sita aufhalten. Die Tür zum angrenzenden Bereich von Nuri, Shaina, Tibor und Tarik steht immer offen. Tarik und Tibor wechseln zuweilen in den Buffy Bereich und es hatte nie Probleme unter den Hunden gegeben. Nun jedoch stelle ich fest, dass Buffy attackiert wird. Sofort gehe ich zwischen die Hunde und es passiert nichts Ernsthaftes. Aber nun muss ich wohl die Zwischentür zwischen den beiden Bereichen vorerst geschlossen halten. 

Ich verlasse die Hunde, nachdem ich am späten Nachmittag Lena die Infusion gelegt habe. Lenas Zustand ist unverändert. Auch Bobos Zustand ist stabil, jedoch besorgniserregend. Er hat keine Kraft aufzustehen und ich muss ihn im Liegen füttern. Am Abend erhalte ich von der Struebi Familie die Zusicherung, dass sie Bobo am Montag aufnehmen werden.

Donnerstag, 19. September 2024

Ich bin am Morgen in der Werkstatt. Khun Yao eröffnet mir, dass eine umfassende Reparatur notwendig sei, die mehrere Tage in Anspruch nehmen könnte. Eventuell könne er mir für die Zeit der Reparatur einen Ersatzwagen zur Verfügung stellen. Ich bin ja auf die Nutzung des Pick-ups täglich angewiesen. Ich stelle die Reparatur vorerst zurück und fahre zum Shelter. Dort verteile ich die Medikamente und reinige danach die Bereiche. Anschließend füttere ich und erneuere das Trinkwasser, wo es notwendig ist.

Da Bobo selbst mit meiner Hilfe nicht mehr aufstehen kann, frage ich Nick, ob seine Familie ihn aufnehmen kann. Nick kommt gemeinsam mit seiner Mutter Cindy am Nachmittag zum Shelter, um nach Bobo zu schauen. Cindy will mir morgen mitteilen, ob sie Bobo aufnehmen könne. Nachdem die beiden wieder gefahren sind, verabreiche ich Lena die Infusion. 

Mittwoch, 18. September 2024

Claudia arbeitet bereits im Shelter als ich dort eintreffe. Ich verteile die morgendlichen Medikamente, gehe danach säubernd durch die hinteren Bereiche und entsorge den Kot. Claudia füttert derweil. Bobo mag nicht mehr aufstehen. Entweder liegt er in seiner Liege oder auf dem Boden. Er frisst jedoch noch ausreichend und ist ganz lieb. 

Norbu hat sich am Maul verletzt. Er und Paco können es nicht lassen, sich durch das geschlossene Metalsheet-Tor anzugiften. Norbu wird von Dr. Beam versorgt und muss eine Woche lang Prednisolone und Doxycycline erhalten. 

Claudia ist schon gefahren, als ich mit Norbu wieder am Shelter ankomme. Kaum habe ich ihn in die große Sala zurückgebracht, fängt es sintflutartig an zu regnen. Klatschnass wie ich bin, verteile ich noch die abendlichen Medikamente an Bobo und verabreiche dann Lena die Infusion. Nachdem der Regen nachgelassen hat, erhält auch Norbu die erste Medikation. 

Leider muss ich feststellen, dass Khun Yaos Bemühungen, die undichte Stelle im Dach des Pick-ups zu versiegeln, erfolglos geblieben sind. Somit muss ich morgen früh wieder zu ihm. Vermutlich wird eine umfassende Reparatur unumgänglich sein.

Dienstag, 17. September 2024

Ich verteile als Erstes die morgendlichen Medikamente und mache mich dann an die Säuberungen. Anschließend füttere ich. Wieder im Hausbereich höre ich ungutes Gebell aus der TVT Station und sehe, dass Jake von mehreren Hunden attackiert wird. Da ich sofort zwischen die Hunde gehe, passiert Jake nicht viel. Er hat nur zwei unerhebliche Bisswunden davongetragen, die ich versorge. Den Auslöser für die Attacke kann ich mir nicht erklären, denn die Hunde leben ja nun schon monatelang zusammen und Booboo, der neu hinzugekommen war, ist absolut friedlich. 

Ich verschließe das Tor der hinteren TVT Einheit, in der Jake nur mit Satya zusammen liegt. Da alle Hunde gut versorgt sind, kann ich mich auch mal um mich kümmern. Ich plage mich seit einigen Tagen mit einer Entzündung im rechten Ohr herum. Die Ärztin in Pong stellt nur eine Rötung im Gehörgang fest und gibt mir Ohrentropfen mit. 

Am Nachmittag bin ich wieder im Shelter. Dort gehe ich zunächst erneut durch sämtliche Bereiche und säubere sie vom Kot. Ich stelle fest, dass sich Norbu an der Schnauze verletzt hat. Ich verabreiche ihm Carprofen, genauso wie Beppe, der immer noch an seinem ausgerissenen Pfotennagel leidet. Anschließend verteile ich die abendlichen Medikamente auch an die anderen Patienten und verabreiche danach Lena die Infusion.

Montag, 16. September 2024

Wie jeden Morgen begrüße ich die Hunde vor dem Tor oder auf der Straße vor der Freifläche. Woody kommt mittlerweile prima mit Noona, Soda und Mee aus. Sahm hält sich von den Dreien allerdings noch fern. Im Doppeltorbereich begrüßen mich Booboo und Lizzy stets ganz enthusiastisch. Khiaow, Tinka, Chip und Luna sind etwas zurückhaltender; Satya und Jake treffe ich meistens in der hinteren Einheit der TVT Station an. Das Tor zum Hausbereich blockieren häufig Pinky, Carla und Cora, sodass ich mir erstmal Zugang verschaffen muss. Die weiteren Hausbereichshunde verteilen sich meistens im Haus. Mein erster Blick dort gilt stets Bobo. Sein Zustand ist unverändert und er scheint zufrieden zu sein. Unter meiner Aufsicht lasse ich schon mal die Tür zum Baderaum, in dem er liegt, offen stehen. Mittlerweile haben sich die Hausbereichshunde an seine Anwesenheit gewöhnt. Herauskommen jedoch möchte Bobo nicht.

Nachdem ich die morgendlichen Medikamente verteilt habe, säubere ich das Haus, den Hausbereich und den Doppeltorbereich. Ich erneuere das Trinkwasser und mache mich dann an die Säuberung der hinteren Bereiche. Claudia hatte mich darauf aufmerksam gemacht, dass sich Beppe eine Pfotenverletzung zugezogen habe. Ich stelle fest, dass er sich einen Nagel aus der linken Vorderpfote gerissen hat. Das muss wohl passiert sein, als er sich mit Tashi durch das geschlossene Tor angelegt hat. Meine Behandlungsversuche wehrt er ab. Somit werde ich morgen mit ihm zu Dr. Oi fahren müssen.

Nachdem ich den Kot entsorgt, die Hunde gefüttert und in einigen Bereichen die Trinkwasserbehälter aufgefüllt habe, verlasse ich die Hunde am frühen Nachmittag. Anlässlich des gestrigen Gewittergusses ist wieder Wasser ins Wageninnere eingedrungen. Das Leck im Dach hatte Khun Yao schon einmal versucht abzudichten, das jedoch war offensichtlich nicht vollständig gelungen. Somit bin ich also wieder in der Werkstatt und Khun Yao macht einen erneuten Versuch, die undichte Stelle zu schließen. Zurück im Shelter säubere ich erneut sämtliche Bereiche, verteile dann die abendlichen Medikamente und verabreiche schließlich Lena die Infusion. 

Sonntag, 15. September 2024

Claudia und Martin arbeiten schon im Shelter als ich dort morgens eintreffe. Mein erster Blick gilt meinen Patienten Sahm, Booboo und Bobo. Sahm fühlt sich wohl am Nachbarhaus, Booboo ist in guter Stimmung und Bobo scheint ebenfalls zufrieden zu sein. 

Nachdem ich die Medikamente verteilt habe, mache ich mich auf den Weg zu den Tempelhunden. Ich entdecke alle Hunde in oder an der Tempelhalle und bei den Booten am Strand. Sie sind gut genährt und auch die kleinen Fellprobleme, die einige von ihnen aufweisen, verschwinden allmählich. Deva finde ich in ihrem Verschlag an der Tempelmauer. Mit Victor, Talib und Dahn mache ich unseren Strandgang. Am hinteren Ende des Strandes vermisse ich Kofi und Toto. Ich finde sie jedoch etwas abseits vom Strand unter einem riesigen Baum liegen. 

Nachdem ich einige Einkäufe in der Stadt erledigt habe, bin ich wieder im Shelter. Claudia teilt mir mit, dass die Wasserversorgung zum Erliegen gekommen ist, da der Tank leer sei. Die Pumpe scheint ihren Dienst versagt zu haben. Ich organisiere einen Handwerker, der den Fehler findet. Am Spätnachmittag gehe ich säubernd durch sämtliche Bereiche und entsorge den Kot. Claudia und Martin haben die Hunde gut versorgt. Abschließend verteile ich die abendlichen Medikamente und verabreiche Lena die Infusion. 

Samstag, 14. September 2024

Morgens verteile ich als Erstes wieder die Medikamente. Alle Patienten nehmen ihre Tabletten ohne Widerspruch. Sahm liegt draußen vor dem Tor und scheint bleiben zu wollen. Bobo liegt im Baderaum und macht einen zufriedenen Eindruck. Booboo hat sich vollkommen in die Doppeltorbereichshunde integriert und liegt nun häufig in der TVT Station. 

Nachdem ich das Haus, den Hausbereich und den Doppeltorbereich mit der TVT Station gereinigt habe, füttere ich. In einigen Bereichen muss ich das Trinkwasser erneuern. Anschließend säubere ich auch die hinteren Bereiche. Danach harke ich das gemähte Gras im vorderen Teil des Bereichs der großen Sala zusammen und entsorge es in der Kotgrube. 

Der Abschluss des arbeitsreichen Tages besteht in der Verabreichung der Infusion an Lena und der abendlichen Medikamentenvergabe an Lena, Sahm, Bobo, Booboo und Diudiu. Billy, Merlin, Kylie und Jake erhalten weiterhin Augentropfen. 

Freitag, 13. September 2024

Meine erste Maßnahme heute Morgen ist wieder die Medikamentenvergabe. Anschließend gehe ich säubernd durch sämtliche Bereiche. Nachdem ich das gemähte Gras im restlichen Teil des Hausbereichs zusammengeharkt habe, beginne ich mit der Fütterung im Hausbereich und im Doppeltorbereich. Anschließend füttere ich die Hunde in den hinteren Bereichen. 

Nach einer kurzen Pause verteile ich die abendlichen Medikamente und verabreiche danach Lena die Infusion. Bobo liegt weiterhin im Baderaum. Unter meiner Aufsicht lasse ich die Tür zum Hausbereich vorübergehend offenstehen, damit sich die Hausbereichshunde allmählich an seine Anwesenheit gewöhnen. 

Donnerstag, 12. September 2024

Ich sehe Sahm neben dem Sheltertor liegen. Er ist mir nun ganz vertraut und ich fühle mich für sein Wohlergehen verantwortlich. Im Doppeltorbereich begrüßen mich die Hunde in guter Stimmung. Auch Booboo ist mir mittlerweile vollkommen vertraut. Im Hausbereich ist die Begrüßung wie immer stürmisch. Besonders Paco, der Raufbold, verlangt seine Streicheleinheiten. Bobo liegt ungestört im Baderaum. Er ist ja auch ein ganz lieber. Ich setze mich eine Weile zu ihm. 

Nach dieser emotionalen Einlage beginnt wieder die Kärrnerarbeit. Nachdem ich das Haus, den Hausbereich und TVT Bereich gesäubert habe, verteile ich die morgendlichen Medikamente. Anschließend gehe ich säubernd durch die hinteren Bereiche. Dabei setze ich mich jeweils zu den Hunden in die Salas. Sie brauchen zuweilen meine Nähe und ich brauche ihre auch. Trinkwasser ist noch in sämtlichen Bereichen vorhanden und so bleibt mir nur die Trockenfutterversorgung. 

Am Spätnachmittag verabreiche ich Lena die Infusion und verteile anschließend die abendlichen Medikamente. Nach einer erneuten Säuberung vom Haus und vom Doppeltorbereich verabschiede ich mich von den Hunden, von denen sich einige schon zur Ruhe gelegt haben. 

Mittwoch, 11. September 2024

Claudia arbeitet schon im Shelter, als ich dort mittags eintreffe. Sie hat bereits die vorderen Bereiche gesäubert und mit der Fütterung begonnen. Ich verteile die Medikamente auch an Sahm draußen. Bobo fühlt sich offenbar wohl im Baderaum. Er ist freundlich und zugänglich. Booboo verhält sich, als wäre er schon seit jeher bei uns. Es ist für mich immer eine Freude, diesen großen Kerl in meine Arme zu nehmen. 

Während Claudia füttert und Trinkwasser erneuert, säubere ich die hinteren Bereiche und entsorge den Kot. Anschließend verabreiche ich Lena die Infusion, harke danach weiterhin Gras im Hausbereich zusammen und entsorge es in der Kotgrube. Nachdem Claudia gefahren ist, verabreiche ich die abendlichen Medikamente. 

Dienstag, 10. September 2024

Ich verteile als Erstes die Medikamente an die Shelterhunde und an Sahm draußen vor dem Tor. Auch Woody kommt vorbei, er ist glücklich in seiner neuen Umgebung und kommt gut mit seinen neuen Freunden zurecht. Booboo fühlt sich ebenfalls sichtbar wohl. Er hat nun seinen Platz in der vorderen Einheit der TVT Station gefunden, ist jedoch auch oft draußen im Doppeltorbereich. 

Bobo scheint mit seiner Verlegung in den Baderaum einverstanden zu sein. Er frisst gut und ist sehr zutraulich. Allerdings mache ich mir Sorgen um seinen gesundheitlichen Zustand. Bedingt durch seine offensichtliche Hirnschädigung offenbart er massive Bewegungsstörungen und klappt zuweilen regelrecht zusammen. 

Nachdem ich sämtliche Bereiche gesäubert und den Kot entsorgt habe, füttere ich. Nach einer Pause bin ich am Nachmittag wieder im Shelter. Ich gehe erneut reinigend durch die Bereiche und harke danach das im Hausbereich gemähte Gras zusammen. Das ist recht mühsam und es wird einige Tage in Anspruch nehmen, bis ich damit durch das gesamte Shelter bin. Ich verteile dann die abendlichen Medikamente und verabreiche Lena die Infusion. 

Montag, 9. September 2024

Heute Vormittag strahlt die Sonne wieder vom Himmel. Ich säubere die vorderen Bereiche und verteile dann die Medikamente. Anschließend verabreiche ich Lena die Infusion. Bobo hat die Nacht im Baderaum ohne Probleme verbracht und scheint sich wohlzufühlen. Ich gehe dann durch sämtliche hinteren Bereiche und säubere. Die Arbeit ist nun viel leichter, nachdem das Gras kurzgeschnitten wurde. Nachdem ich den Kot entsorgt habe, füttere ich. Bobo frisst gut. Am späten Nachmittag versorge ich Hunde, die es nötig haben, mit Ferric. Akut macht mir gegenwärtig nur Diudiu Sorgen. Obwohl sie auf Doxy und Ferric ist und normal frisst, nimmt sie nicht zu. Ich werde ihre Blutwerte erneut testen lassen müssen. 

Sonntag, 8. September 2024

Ich bin schon frühmorgens im Shelter, da sich Khun Nut zum Grasmähen angemeldet hat. Das Gras ist bereits wieder kniehoch gewachsen. Den Hunden macht das nichts aus, aber den Kot aus dem hohen Gras zu klauben ist mühsam. 

Während sich Khun Nut an die Arbeit macht, treffen Claudia und Martin ein. Ich verteile die Medikamente, die beiden übernehmen die Organisation und ich bin dann mit Booboo bei Dr. Oi. Das Ergebnis des erneuten Bluttests macht eine weitere zweiwöchige Behandlung mit Doxycycline und Ferric erforderlich, bevor ein Eingriff in Aussicht genommen werden kann. Booboo ist während der Fahrten und in der Klinik kooperativ. Er ist ein wirklich sehr liebenswerter Zeitgenosse. 

Damit Bobo mehr Platz zur Verfügung steht, quartieren wir ihn in den Baderaum um. Von dort hat er ebenfalls Sichtkontakt in den Hausbereich, sodass er sich allmählich an die Haushunde gewöhnen kann und sie sich an ihn. 

Claudia und Martin beenden die Arbeiten am späten Nachmittag und ich mache mich dann kurze Zeit danach wieder auf zum Shelter. Auf dem Wege dorthin gerate ich einen heftigen Wolkenbruch. Im Shelter angekommen regnet es immer noch stark, sodass ich die 120 kg Trockenfutter von der Ladefläche nur in den Doppeltorbereich schaffen kann. Dort verstaue ich die sechs Säcke provisorisch in den beiden Salas. Klatschnass wie ich bin, verschiebe ich sämtliche weiteren Arbeiten auf morgen Vormittag.

Samstag, 7. September 2024

Nachdem ich die vorderen Bereiche gereinigt und das Trinkwasser dort erneuert habe, verteile ich die Medikamente. Anschließend gehe ich säubernd durch die hinteren Bereiche und erneuere auch dort das Trinkwasser. Ich lasse Bobo unter Aufsicht aus seinem Kennel, muss jedoch feststellen, dass die Haushunde nicht besonders freundlich zu ihm sind. Immerhin nimmt Bobo seine Medikamente und frisst gut. Nach der Fütterung auch der übrigen Hunde gehe ich erneut säubernd durch die Bereiche und verabreiche danach Lena die Infusion. 

Auf dem Rückweg halte ich bei den Parkhunden. Ich sehe alle von ihnen. Sharkey, Bella und Randy vergnügen sich in den Grünanlagen. Mit dabei ist auch Old Man, dem es anscheinend recht gut geht. Er läuft jedoch immer noch vor mir weg. 

Freitag, 6. September 2024

Ich treffe Sahm vor dem Sheltertor und Woody auf dem Gelände neben dem Shelter. Beide Hunde erhalten Doxy. Für Woody ist es heute das letzte Mal; Sahms Behandlung wird noch eine weitere Woche weitergeführt werden. 

Im Shelter reinige ich die vorderen Bereiche und beginne dann mit der Fütterung. Zwischendurch verteile ich die Medikamente und erneuere das Trinkwasser, wo es notwendig ist. Nachdem ich auch die hinteren Bereiche gesäubert und den Kot entsorgt habe, verabreiche ich Lena die Infusion. 

Ich bin dann bei Dr. Oi und hole Bobo ab. Er ist Staubnegativ getestet worden, sodass ich ihn für die weitere Behandlung vorerst im Shelter unterbringen kann. Dr. Beam informiert darüber, dass er ab sofort monatlich bis zu zehn Hunde kostenlos sterilisieren werde. Ich unterrichte Lek davon; sie hat immer wieder Zuwachse in ihrem Shelter. Sämtliche Hunde, die mir bekannt sind, sind bereits sterilisiert. Die Ausnahme bilden Booboo und Bobo. Ihre Sterilisation wird allerdings erst einmal aufgeschoben. 

Donnerstag, 5. September 2024

Auf dem Wege zum Shelter schaue ich nach den Hunden im Pong Park, kann jedoch keinen von ihnen entdecken. Am Sheltertor empfängt mich Sahm, der nun ganz zutraulich zu mir ist. Meine Shelterarbeit beginnt mit der Säuberung der vorderen Bereiche. Anschließend verteile ich die Medikamente, auch an Sahm und Woody draußen vor dem Tor. Danach mache ich mich an die Säuberung der hinteren Bereiche und entsorge den Kot. Nachdem ich die Hunde gefüttert habe, verabreiche ich Lena die Infusion.  

Mittwoch, 4. September 2024

Claudia arbeitet bereits im Shelter als ich morgens dort ankomme. Ich verteile die Medikamente an Booboo, Diudiu, Luna, Woody und Sahm. Sahm hat nun Vertrauen zu mir gefasst wie Booboo zuvor schon, sodass die Verabreichung der Medikamente keine Probleme verursacht. Woodys Beziehung zu mir war schon seit jeher gut. Während Claudia das Haus und die vorderen Bereiche reinigt, und die Fütterung vorbereitet, säubere ich die hinteren Bereiche, entsorge den Kot und verabreiche dann die Infusion an Lena. Ich verlasse dann das Shelter etwas früher, während Claudia die Fütterung auch in den hinteren Bereichen abschließt. 

Dienstag, 3. September 2024

Auf meinem Wege zum Shelter fängt es stark und nachhaltig an zu regnen. Im nachlassenden Regen verabreiche zuerst die Medikamente, auch an Sahm und Woody draußen vor dem Tor und mache mich dann an die Säuberung. Das Shelter steht teilweise unter Wasser, der gesamte Doppeltorbereich ist überschwemmt. Auch in den hinteren Bereichen versinke ich zuweilen im Matsch. Die Hunde jedoch haben alle ein trockenes Plätzchen gefunden. Shaina allerdings hat sich wieder in Kenjis Bereich verirrt. Ich kann sie aber relativ problemlos zurückführen. 

Nachdem ich die Hunde gefüttert habe und alle satt und zufrieden sind, fahre ich total durchnässt in die Klinik, um nach Bobo zu schauen. Dr. Oi möchte ihn eigentlich entlassen, aber ich ringe ihr noch einen Tag ab. Da das Wetter so schlecht ist, möchte ich Bobo nicht zum Reservoir zurückbringen, wo er dem Regen ziemlich schutzlos ausgesetzt ist. Ins Shelter kann ich ihn auch nicht nehmen, da er möglicherweise Staupe-Positiv ist. 

Zu all den Problemen, die ich habe, finde ich eine undichte Stelle im Dach des Pick-ups. Wasser ist tröpfchenweise eingetreten und hat sich im Fahrersitz gesammelt. Deswegen fahre ich am frühen Nachmittag in die Werkstatt. Khun Yao hat Zeit und dichtet die Leckstelle mit Silikon ab. Ich hoffe, dass damit das Problem erstmal gelöst ist. 

Wieder in Pong treffe ich mich mit Sylvia. Wir fahren zu dem Platz, an dem sich Khun Kung niederlassen will. Sie hat sich eine zeltartige Unterkunft gebaut, vor der Lai liegt. Es ist niederschmetternd zu sehen, in welchen Verhältnissen die mittellosen Thai leben müssen. Ich erkläre Khun Kung wie sie das Prednisolone und die Augentropfen verabreichen muss. Lais betroffenes Auge sieht schon wieder etwas besser aus. Sylvia wird sich ebenfalls um Lai kümmern. 

Ich bin dann wieder im Shelter, säubere die Bereiche und verabreiche Lena die Infusion. Es steht noch Wasser an etlichen Stellen und der Boden ist total aufgeweicht. Hoffentlich ist das Wetter morgen besser, sodass der Boden abtrocknen kann. Auf dem Rückweg halte ich am Pong-Park. Alle Hunde sind zugegen. Sharkey ist schon ganz wieder der alte, aber ich setze die Verabreichung mit Ferric fort.  

Montag, 2. September 2024

Heute Morgen bekomme ich Kontakt zu Khun Kung. Lai ist bei ihr. Mit Sylvia vereinbare ich, mich am Nachmittag  mit ihr zu treffen, damit die Medikamente an Khun Kung gehen können. Ich treffe mich dann am Mabprachan Reservoir mit Nick. Nick hat dort einen behandlungsbedürftigen Hund aufgefunden. Wir finden Bobo bei seiner Versorgerin, einer mittellosen Frau, die ganz in der Nähe des Reservoirs in einer ärmlichen Hütte haust. Bobo ist ein liebes Tier und verursacht keinerlei Probleme, ihn zu Dr. Oi zu schaffen. Bobos Blut wird getestet. Außer den üblichen Abweichungen von den Idealwerten sieht das Ergebnis gar nicht so schlecht aus. Allerdings kann Staupe nicht ausgeschlossen werden, sodass ein PCR Test vorgenommen werden muss. Das Ergebnis wird in drei Tagen vorliegen. Bobo bleibt vorerst in der Klinik.

Ich bin danach im Pattaya International Hospital. Meine Augenprobleme und meine Fußbeschwerden müssen diagnostiziert werden. Ein Katarakt und drei degenerierte Rückenwirbel werden festgestellt. Dagegen ist nicht viel zu machen und ich werde damit leben müssen. Mir wird empfohlen, schwere Arbeiten und Stress zu vermeiden. Das wird wohl eher nicht möglich sein.

Am Spätnachmittag bin ich dann schließlich bei den Hunden im Shelter. Bevor die Dunkelheit einbricht, versuche ich noch so viel wie möglich zu reinigen, verteile dann die Medikamente und verabreiche schließlich Lena die Infusion. Mit dem heutigen Tage hat Lena damit die 154ste Infusion erhalten. Ich hoffe, wir werden noch weitere 150 folgen lassen können. Am Abend kontaktiere ich Sylvia. Wir werden morgen versuchen, Lai aufzufinden, um ihr ihre Medikamente zu verabreichen. 

Sonntag, 1. September 2024

Claudia und Martin arbeiten bereits im Shelter, als ich dort morgens ankomme. Ich verteile die Medikamente und bin dann im Wat. Wie alle zwei Wochen stelle ich Ba Bät Trockenfutter und Reis zur Verfügung und schaue dann nach den Hunden. Ich treffe auf Victor, Dahn und Talib an der Tempelhalle, Deva finde ich in ihrem Verschlag und die Strandhunde bei den Booten. Alle Hunde sehen gut versorgt aus. Am Strand allerdings halte ich vergeblich Ausschau nach Kofi und Toto. 

Wieder zurück in Pattaya hole ich Lai aus der Klinik. Ihre Rückführung erweist sich als etwas problematisch, da Khun Kung umgezogen ist und ihre bisherige Unterkunft in Trümmern liegt. Ich fahre mit Lai zu Khun Kungs neuer Behausung, aber die sieht auch nicht besser aus und niemand ist anwesend. Ich bitte Khun Kung Lai abzuholen, aber sie erscheint nicht. 

Mittlerweile ist Sylvia vom Village nebenan erschienen. Sylvia kennt Lai und so gebe ich ihr die Medikamente und weise sie an, wie sie zu verteilen sind. Am Nachmittag bin ich dann erneut im Shelter. Claudia und Dieter haben die Hunde gut versorgt. Ich gehe noch einmal durch die Bereiche und entsorge den Kot. Anschließend verabreiche ich Lena die Infusion.