Am Shelter morgens sehe ich Jenny nicht. Die Nachbarin teilt mir mit, dass Jenny von Jutta abgeholt wurde. Ich füttere die beiden verbliebenen Nachbarshunde und beginne dann mit den Säuberungen im Hausbereich. Anschließend verteile ich die morgendlichen Medikamente. Mit Tinka mache ich ein paar Bewegungsübungen und lege sie dann in eine der Salas. Anschließend säubere ich die hinteren Bereiche. Ich bin dann in der Klinik, um nach Tualek und Lai zu schauen. Lai kann am Montag entlassen werden. Am Nachmittag füttere ich die Hunde, säubere danach erneut und verteile danach die abendlichen Medikamente.
Ich möchte hier beschreiben, wie ich dazu kam mich um Hunde und Katzen zu kümmern, die in Pattayas Straßen, Höfen, Märkten und Brachflächen ihr Dasein fristen. Es ist auch eine Dokumentation über meine Bemühungen und mein Scheitern ihnen zu einem besseren Leben zu verhelfen. Die Ereignisse von 2008 bis 2012 habe ich aus der Erinnerung verfasst. Seit 2012 dokumentiere ich meine Arbeit mit den Tieren täglich.
Freitag, 29. September 2023
Nachdem ich morgens im Shelter die Medikamente verteilt habe, die Bereiche gesäubert und Trinkwasser nachgefüllt habe, bin ich mit Dang in der Klinik. Da die Amputationswunde nun vollständig verheilt ist, erlaubt mir Dr. Beam Dang seinen Besitzern zurückzugeben. Ich schaue auch nach Tualek und Lai. Die Wunden beider Hunde verheilen normal.
Ich bringe Dang zu seinen Besitzern zurück und bin dann am Nachmittag wieder im Shelter. Die Nachbarn haben Jenny das Shirt abgenommen. Die Sterilisationswunde ist gut verheilt. Jenny ist offensichtlich froh, die Sterilisation nun endgültig überwunden zu haben und spielt mit Mutter und Schwester. Gop teilt mir mit, dass Jennys Vater ein Pitbull ist. Nun ist mir auch klar, warum sie schon schwerer ist als ihre Mutter. Ich füttere die Hunde, gehe noch einmal säubernd durch alle Bereiche und verteile dann die abendlichen Medikamente.
Donnerstag, 28. September 2023
Auf dem Weg zum Shelter kaufe ich Trockenfutter ein. Jenny hat die Nacht gut überstanden. Auch Tinka hat sich im Doppeltorbereich zurechtgefunden. Ich verstaue das Trockenfutter und verteile die Medikamente. Anschließend säubere ich und erneuere schließlich das Trinkwasser in allen Bereichen. Am Nachmittag füttere ich die Hunde, entsorge Palmwedel, gehe dann noch einmal säubernd durch alle Bereiche und entsorge den Kot. Tinka lege ich in einen der TVT Einheiten und Jenny bleibt bei den Nachbarsleuten.
Mittwoch, 27. September 2023
Morgens versorge ich Tinka und Jenny im Apartment und hole dann Lai bei Khun Kung ab. Khun Kung hat mir mitgeteilt, dass sie Blutspuren am Liegeplatz von Lai entdeckt hat. Da Dr. Beam gerade operiert, instruiere ich eine Assistentin und fahre zum Shelter. Ich verteile dort zunächst die morgendlichen Medikamente, säubere danach und fülle frisches Trinkwasser nach.
Bei einem Abstecher zu meinem Apartment empfängt mich der Besitzer des Resorts und bittet mich Tinka und Jenny zu entfernen. Ich fahre mit ihnen zum Shelter und lasse sie im Doppeltorbereich hinaus. Tinka findet sich schnell zurecht, aber Jenny zieht es nach draußen. Dort legt sie sich wieder unter den Pick-up.
Ich füttere die Hunde und stelle dabei fest, dass Jack wieder einen Weg nach draußen sucht. Ich hatte gehofft, er würde sich gemeinsam mit Mona und Zola einleben. Möglicherweise vermisst er Cookie. Die jedoch ist recht zufrieden im Hausbereich. Ich muss versuchen, morgen eine Lösung für Jack zu finden.
Nachdem ich alle Arbeiten im Shelter beendet habe, fahre ich wieder in die Klinik. Lai ist sterilisiert worden. Auf Anraten von Dr. Beam solle sie für einige Tage in der Klinik verbleiben. Ich sehe auch Tualek. Er schaut zufrieden aus. Der Wundheilungsprozess verläuft normal.
Auf dem Nachhauseweg schaue ich mal wieder bei den Hunden in Pong vorbei. Daria, Masha, Dodo, Rico, Meefoo, Bo und Schnauzi sind alle in guter Verfassung. Sie werden ja jeden Abend von Michael gefüttert.
Dienstag, 26. September 2023
Ich versorge morgens wieder Jenny und Tinka bei mir im Apartment. Beide Hunde verhalten sich erstklassig. Tinka läuft wieder einige Schritte mehr, wenn ich sie dazu ermuntere. Ich hole Jutta ab und wir fahren zum Shelter. Am Nachbarshaus lasse ich Jenny aus dem Käfig. Sie verkriecht sich wie gestern schon unter dem Pick-up und sucht keinen Kontakt zu Mutter oder Schwester.
Jutta teilt mir mit, dass sie aus persönlichen Gründen, die Arbeiten nicht mehr fortführen könne, und dass es heute ihr letzter Tag im Shelter sei. Gemeinsam aber verrichten wir noch die heutige Routine. Jutta fährt und ich bin mit Jenny bei Dr. Beam. Die Sterilisationswunde ist gut verheilt, Jenny solle jedoch noch drei Tage lang das Shirt tragen. Tualek wird täglich behandelt, die Wunde ist sauber und kann nun allmählich verheilen. Da sie jedoch sehr tief ist, wird der Heilungsprozess mindestens eine Woche lang in Anspruch nehmen.
Montag, 25. September 2023
Morgens versorge ich Tinka und Jenny und hole dann Jutta ab. Tinka bleibt bei mir im Apartment und Jenny bringe ich zu den Nachbarsleuten des Shelters. Sie jedoch sucht keinen Kontakt zu ihrer Mutter oder ihrer Schwester und bleibt den ganzen Vormittag unter dem Pick-up liegen. Jutta und ich verrichten unsere Routine und beenden die Arbeiten heute mal etwas früher. Jenny geht wieder mit mir. Ich lasse Tinka nach draußen und mache weitere Gehübungen mit ihr. Morgen werde ich sie und Jenny erneut Dr. Beam vorstellen.
Sonntag, 24. September 2023
Ich versorge Tinka und Jenny und gehe dann mit ihnen vor die Tür. Wenn ich Tinka aufrichte, läuft sie einige Schritte und setzt sich dann wieder. Von allein aufstehen kann sie noch nicht. Tinka bleibt im Apartment und Jenny kommt mit mir, um Jutta in ihrer neuen Bleibe abzuholen. Jenny geht zu Mutter und Schwester und Jutta und ich machen uns an unsere Routine.
Wir sind gerade mit unseren Arbeiten fertig, als es am frühen Nachmittag anfängt heftig zu regnen. Ich laufe schnell, um Jenny ins Shelter zu holen und wir warten den Regenguss bei den Hunden sitzend ab. Nach einer Stunde scheint die Sonne wieder und ich bringe Jutta nach Hause; Jenny geht mit mir. Ich nehme Tinka nach draußen und ermuntere sie wieder einige Schritte zu laufen. Es geht jeden Tag ein wenig besser und so hoffe ich, dass sie sich nach einiger Zeit vollständig erholen wird.
Samstag, 23. September 2023
Ich treffe Saek frühmorgens auf dem Tempelgelände. Wenig später trifft auch Michael ein. Wir finden den Hund, der Tualek genannt wird und Saek versucht ihn zu darten, aber verfehlt ihn zweimal. Glücklicherweise kann die Frau, die die Hunde im Tempel versorgt, eine Frau erreichen, die wenig später eintrifft. Sie und ihr Partner schaffen Tualek ohne Probleme in den Käfig.
Ich fahre kurz zu mir, verabreiche Tinka und Jenny die morgendlichen Medikamente und gehe mit Tinka vor die Tür. Erfreulicherweise läuft sie heute Morgen ein paar Schritte mehr als gestern. Jutta trifft ein, ich fahre sie zum Shelter, lasse Jenny raus und bin dann anschließend mit Tualek in der Klinik. Dort ist er dann ganz geduldig. Dr. Beam wird ihn mindestens drei Tage lang behandeln müssen.
Zurück im Shelter hat Jutta bereits mit der Fütterung in den hinteren Bereichen begonnen. Ich kümmere mich um die vorderen Bereiche und füttere dann die Hunde im Hausbereich. Am frühen Nachmittag helfe ich Jutta bei ihrem Umzug in ihre neue Bleibe. Danach bin ich wieder im Shelter. Da es angefangen hat zu regnen, nehme ich Jenny ins Shelter. Die Leute nebenan hat es offenbar nicht interessiert, dass das shirt nass wird und dass damit die Wundheilung beeinträchtigt.
Nachdem ich die abendlichen Medikamente an Luna und Jake verteilt habe, nehme ich Jenny wieder zu mir ins Apartment. Am Abend füttere ich Tinka und Jenny und verabreiche ihnen die Medikamente.
Freitag, 22. September 2023
Frühmorgens bin ich im Wat Pong und treffe Michael. Michael füttert gerade den Hund mit der klaffenden Rückenwunde. Ich spreche mit der Frau, die die Hunde im Tempel versorgt. Sie kann den Hund auch nicht einfangen. Deshalb vereinbare ich mit Michael, dass Saek, der Hundefänger, den Hund morgen früh darten soll.
Zurück im Apartment verabreiche ich die Medikamente an Tinka und Jenny. Jutta kommt und wir fahren mit Jenny zu Dr. Beam. Der versorgt die Operationswunde erneut und legt Jenny ein shirt an, sodass sie rundum eingepackt ist. Wir fahren zum Shelter und beginnen unsere Routine. Jenny geht so lange in einen der Hauskennel. Nachdem wir alle Bereiche gesäubert, das Wasser erneuert und die Hunde gefüttert haben, fahre ich Jutta zu ihrem neuen Haus. Sie erwartet dort die Lieferung einiger Einrichtungsgegenstände.
Ich fahre nach Hause und versorge Tinka und Jenny. Tinkas Zustand bleibt weiterhin unverändert. Nach einigen Schriten klappt sie regelmäßig zusammen. Ihre Hinterläufe sind so kraftlos, dass sie allein nicht aufstehen kann. Jenny ist problemlos.
Am späten Nachmittag bin ich wieder im Shelter. Ich schaue als Erstes nach Jack und Cookie. Die beiden scheinen sich eingerichtet zu haben und sind ganz lieb zu mir. Ich gehe dann säubernd durch die vorderen Bereiche. Dabei lasse ich Dang wieder nach draußen. Anschließend säubere ich die hinteren Bereiche und entsorge den Kot. Bei einbrechender Dunkelheit verteile ich noch Ferric an Jake und Luna. Wieder im Apartment lasse ich Tinka und Jenny nach draußen und verabreiche ihnen dann die abendlichen Medikamente.
Donnerstag, 21. September 2023
Morgens früh hole ich Lai von ihrer Besitzerin ab, nehme dann Tinka an Bord und fahre gemeinsam mit Jutta in die Klinik. Lai wird einer Untersuchung und einem Bluttest unterzogen. Beide Resultate sind positiv. Für Tinka wird die Dosis von Gabapentin erhöht. Jenny ist so weit, dass sie entlassen werden kann. Ich bringe Jutta zum Shelter und liefere dann Lai bei ihrer Besitzerin ab. Tinka kommt wieder zu mir und auch Jenny wird so lange bei mir bleiben, bis die Operationswunde völlig verheilt ist.
Ich lasse die Hunde allein und fahre zum Shelter. Jutta hat bereits den größten Teil der Arbeiten erledigt. Ich verteile die Medikamente und reinige die vorderen Bereiche. Jutta hat in der Stadt zu tun und ich fahre nach Hause und schaue nach Tinka und Jenny. Jenny hat sich trotz Kragen ihres Pflasters entledigt, sodass ich ihr ein Shirt anlege, damit sie die Wunde nicht lecken kann.
Am Spätnachmittag setzt heftiger Regen ein, der bis zum späten Abend anhält. Da die Shelterhunde gut versorgt sind, erspare ich mir eine weitere zu ihnen. Am Abend erhalten die Tinka und Jenny ihre Medikamente. Jenny hat ja ein sehr gutes Verhältnis zu mir, sodass ihre Berherbergung bisher keine Probleme aufwirft.
Mittwoch, 20. September 2023
Ich lasse Tinka morgens vor die Tür und verabreiche ihr dann die Medikamente. Jutta kommt zu mir, wir fahren gemeinsam zum Shelter und beginnen mit unserer täglichen Routine. Ich verteile die Medikamente, säubere Haus, Hausbereich und Doppeltorbereich und Jutta versorgt die Hunde in den hinteren Bereichen. Ich füttere dann auch die Hunde in den vorderen Bereichen und versorge sie mit frischem Wasser.
Jutta fährt nach Hause und ich besorge Trockenfutter in der Stadt. Kurz nachdem ich die Säcke verstaut habe, fängt es sintflutartig an zu regnen. Das gibt mir Gelegenheit auch mal eine Stunde lang bei den Hunden zu sitzen, wofür sonst kaum Zeit bleibt. Dang lebt sich mehr und mehr ein, sodass ich ihn schon mal eine Weile unter Aufsicht in den Hausbereich gehen lassen kann. Solange ich in der Nähe bin, lassen die Haushunde ihn in Ruhe. Nachdem der Regen nachgelassen hat, gehe ich säubernd durch alle Bereich und entsorge zudem eine Anzahl von Palmwedeln, die durch den Regenguss heruntergekommen waren.
Tinka hat sich wieder einwandfrei in meinem Apartment verhalten. Ich füttere sie und verabreiche ihr die abendlichen Medikamente. Ihr Zustand ist weiterhin unverändert. Morgen werde ich sie wieder in die Klinik bringen. Auch Lai ist für eine Nachuntersuchung an der Reihe. Ich hoffe zudem Jenny wieder mitnehmen zu können. Die beiden anderen Nachbarshunde scheinen den Eingriff gut überstanden zu haben. Die Mutter ließ mich überraschenderweise ihre Narbe inspizieren. Ich verabreiche beiden Hunden jedoch noch weiterhin Doxycycline.
Dienstag, 19. September 2023
Ich versorge Tinka am Morgen und bin dann im Wat Pong, um nach dem Hund mit der Rückenwunde zu sehen. Im Wohnbereich der Mönche spreche ich einen Mönch an und führe ihn zu dem Hund. Der Mönch erklärt mir, dass der Hund behandelt werde. Ich werde jedoch in den kommenden Tagen erneut nach dem Hund schauen. Auch Michael wird ein Auge auf den Hund haben.
Ich bin dann im Shelter. Jutta kommt eine Stunde später und wir arbeiten wieder unsere Routine ab. Jutta bearbeitet die hinteren Bereiche, ich verteile die Medikamente und säubere Haus, Hausbereich und Doppeltorbereich. Anschließend füttere ich die beiden Hunde der Nachbarn und verabreiche ihnen Doxycycline. Ihre Wunden scheinen normal zu verheilen. Während Jutta die Hunde in den hinteren Bereichen füttert, versorge ich die Hunde in den vorderen Bereichen.
Ich bin dann kurz zu Hause, kümmere mich um Tinka und bin dann am späten Nachmittag wieder im Shelter. Alle Hunde sind gut versorgt, ich verteile nur die abendlichen Medikamente an Jake und Luna. Wieder zu Hause füttere ich Tinka und verabreiche ihr die abendlichen Medikamente. Ihr Zustand ist unverändert.
Montag, 18. September 2023
Morgens früh versorge ich Tinka und bringe sie nach draußen. Sie ist immer noch sehr geduldig und schläft nachts durch. Ich füttere sie und verabreiche ihr die Medikamente. Dann bin ich im Shelter. Heute ist Pats vorläufig letzter Arbeitstag, bevor sie für gut einen Monat zurück nach Australien reist.
Nachdem ich die Medikamente an Luna, Kenji und Jake verteilt habe, fahre ich in die Sudarat Klinik und hole die drei Nachbarshunde ab. Wieder am Shelter stelle ich bei Jenny fest, dass ihr Wundverband durchnässt ist und die Wunde geschwollen erscheint. Die anderen beiden Hunde scheinen diese Probleme nicht zu haben.
Ich nehme Jenny wieder an Bord und zudem Luna, die eine Woche lang einen Druckverband getragen hat, und fahre mit ihnen in die Klinik. Lunas Schwellung ist behoben und sie kann entlassen werden. Jenny allerdings muss nachoperiert werden. Auf Anraten von Dr. Beam solle sie die kommenden drei Tage in der Klinik verbleiben. Luna geht wieder zurück in den Doppeltorbereich.
Pat hat die Hunde gut versorgt, sodass ich nur noch säubern muss. Tinka hat wieder ohne Probleme den gesamten Tag bei mir im Apartment verbracht. Ich bringe sie nach draußen und ermuntere sie ein paar Schritte zu laufen. Ihre Hinterläufe aber versagen rasch den Dienst und sie klappt zusammen. Immerhin frisst sie normal und scheint nicht unzufrieden zu sein.
Sonntag, 17. September 2023
Tinka hat die Nacht wieder ganz ruhig verbracht. Ich bringe sie nach draußen, wo sie ihr Geschäft erledigt. Ihr Zustand hat sich nicht verändert.
Am Morgen arbeiten Jutta und ich wieder unsere Routine ab. Ich verteile zuerst die Medikamente, säubere danach Haus, Hausbereich und Doppeltorbereich, und versorge anschließend die Hunde dort mit frischem Wasser. Jutta säubert die hinteren Bereiche, füttert dort und versorgt die Hunde mit frischem Wasser.
Am Nachmittag bittet mich Michael nach einem Hund im Wat Pong zu schauen. Michael hatte festgestellt, dass der Hund eine Rückenwunde aufweist, die er ständig lecke. Nach einigem Suchen finde ich den Hund auf dem weitläufigen Gelände. Ich komme jedoch nicht dicht genug an ihn heran, sodass ich nicht feststellen kann, wie schwerwiegend die Wunde ist. Ich werde versuchen, mit dem Mönch Kontakt aufzunehmen, der sich um die Hunde im Tempel kümmert. Anschließend treffe ich Serge, der mich gebeten hat, nach Hunde in der Nähe des Tempels zu schauen. Serge versorgt in einem Waldstück eine Reihe von Hunden und hat dort einen Mutterhund mit Welpen entdeckt. Er hat dem Hund einen Regenschutz aus Palmwedeln hergerichtet. Die Hündin liegt darunter, aber wir sehen nur einen Welpen bei ihr. Serge möchte, dass die Hunde dort sterilisiert werden, aber es sind halbwilde und somit sehr scheu. Selbst blowdarten wird kaum möglich sein.
Ich bin dann wieder im Shelter und füttere die Hunde im Hausbereich und im Doppeltorbereich. Anschließend gehe ich säubernd durch alle Bereiche und verteile die Medikamente. Kenjis Wunde ist noch nicht ganz verheilt, aber er läuft wieder auf allen Vieren.
Samstag, 16. September 2023
Tinka hat die Nacht wieder ganz ruhig verbracht. Am frühen Morgen nehme ich sie nach draußen und helfe ihr ein paar Schritte zu laufen. Anschließend füttere ich sie und verabreiche ihr die Medikamente. Ihr Zustand gegenüber gestern ist unverändert.
Jutta kommt und gemeinsam fahren wir zum Shelter und verrichten unsere Routinearbeiten. Ich verteile die Medikamente, säubere Haus und Doppeltorbereich, während Jutta die hinteren Bereiche säubert, Wasser erneuert und die Hunde dort füttert. Ich füttere die Hunde im Hausbereich und im Doppeltorbereich und erneuere dort auch das Wasser. Dang liegt weiterhin im Baderaum und scheint recht zufrieden zu sein.
Nachdem alle Hunde gut versorgt sind, fahre ich mit Jutta zu ihrem neuen Haus. Ein Mietvertrag wird abgeschlossen und weitere Formalitäten erledigt. Jutta bewohnt jedoch noch ihr Condo in Jomtien und wird erst nach und nach umziehen.
Tinka hat den Tag problemlos bei mir verbracht. Ich nehme sie mit nach draußen und ermuntere sie wieder einige Schritte zu laufen. Tinka ist ein allerliebster Hund und so habe ich sie gern bei mir. Am Abend füttere ich sie und verabreiche ihr die Medikamente.
Freitag, 15. September 2023
Tinka hat die ganze Nacht sehr ruhig verbracht. Am Morgen füttere ich sie und verabreiche ihr Gabapentin und Vitamin B Komplex, Medikamente, die mir Dr. Beam mitgegeben hatte. Ich bin dann im Shelter, beginne mit der Säuberung und verteile die morgendlichen Medikamente. Pat trifft ein und schafft es, den Mutterhund und den braunen Welpen von nebenan in den Käfig zu bekommen. Ich nehme Jenny, den dritten Welpen zu mir ins Wageninnere und fahre mit den drei Hunden zur Dr. Sudarat Klinik. Sie werden dort sterilisiert werden und drei Tage lang in der Klinik verbleiben.
Dann bin ich im Wat Amparahm, um für Ba Bät 30 kg Reis und 20 kg Trockenfutter bereitzustellen. Zudem übergebe ich 30 kg Reis und 20 kg Trockenfutter an die Leute, die die Strandhunde versorgen. Bei meinem Strandgang mit den Hunden treffe ich auf Toto und Kofi. Beiden Hunden geht es gut. Auch die Vorhallenhunde sind in guter Verfassung. Deva, die ich bei meinem vergangenen Besuch nicht aufgefunden hatte, sehe ich ebenfalls in der Nähe der Vorhalle. Sie allerdings ist mit Zecken übersät. Ich fahre zur Dr. Sudarat Klinik, hole den Käfig ab und kaufe eine Packung Bravecto. Zurück im Wat verabreiche ich Deva das Medikament. Sie wird die Zecken nach wenigen Stunden los sein.
Nachdem ich bei Khun Apisit 120 kg Trockenfutter eingekauft habe, bin ich zurück im Apartment, um nach Tinka zu schauen. Sie hat sich nicht von ihrem Platz bewegt. Ich richte sie auf und sie steht einige Sekunden, um sich wieder zu setzen. Ich richte sie erneut auf und ermutige sie einige Schritte zu gehen und das klappt auch. Nun habe ich die Hoffnung, dass sie im Laufe der nächsten Tage bei einigem Training die Schwäche in ihren Hinterläufen überwinden kann.
Am Spätnachmittag bin ich wieder im Shelter und verstaue die sechs Sack Trockenfutter. Kaum habe ich die vorderen Bereiche gesäubert und die abendlichen Medikamente verteilt, fängt es an wie aus Kübeln zu schütten, sodass ich die Hunde allein lassen muss. Sie sind ja gut versorgt und können alle ein trockenes Plätzchen finden. Tinka verabreiche ich ihre Medikamente, nachdem ich sie gefüttert habe. Sie ist ein sehr geduldiger Patient.
Donnerstag, 14. September 2023
Ich bin heute allein mit den Hunden im Shelter und beginne mit der Säuberung des Hauses und der vorderen Bereiche. Anschließend verteile ich die morgendlichen Medikamente. Kenjis Wunden verheilen allmählich, aber ich stelle einen blassen Gaumen an ihm fest und beginne mit einer Doxy/ Ferric Kur. Auch Merlins Wunden verheilen nun. Ich werde ihm dennoch für die kommenden drei Tage weiterhin Clindamycine und Prednisilone verabreichen.
Am frühen Nachmittag lasse ich die Hunde allein, nachdem ich sämtliche Bereiche gesäubert habe. Zwei Studen später füttere ich die Hunde und verteile die abendlichen Medikamente. Anschließend gehe ich noch einmal säubernd durch alle Bereiche.
Am
frühen Abend bin ich in der Klinik, um nach Tinka zu schauen. Sie
kann immer noch nicht stehen oder gehen. Dr. Beam aber meint, dass es
besser sei sie zu mir zu nehmen. Gerade als wir fahren wollen,
fängt es sintflutartig an zu regnen. Trotz katastrophaler
Sichtverhältnisse schaffe es dennoch wohlbehalten im Resort
anzukommen. Ich werde Tinka vorerst bei mir behalten, in der Hoffnung, dass
sie sich in sicherer Umgebung bald erholen wird.
Mittwoch, 13. September 2023
Pat hat bereits mit der Arbeit begonnen, als ich morgens am Shelter eintreffe. Während Pat die Fütterungen vorbereitet, verteile ich die Medikamente. Dann bin ich mit Darla in der Klinik. Dr. Beam stellt fest, dass die Vernarbung ihrer Wunden abgeschlossen ist und Darla als geheilt entlassen werden kann. Tinka hängt noch am Tropf. Sie liegt ganz geduldig in ihrem Käfig. Dr. Beam teilt mir mit, dass ihr Zustand es zulassen wird, dass ich sie morgen wieder abholen könne. Dr. Beam zeigt mir eine Stichwunde an Tinkas Flanke, die mir zuvor entgangen war. Wir sind nun ziemlich sicher, dass Tinka von einem Skorpion gestochen wurde.
Zurück im Shelter beginne ich mit der Reinigung, während Pat die Hunde in den hinteren Bereichen füttert. Außer der täglichen Entsorgung des Kots fällt heute zudem die Entsorgung von etlichen Palmwedeln an. Dazu erneuere ich das Trinkwasser für die Hunde in den hinteren Bereichen. Die Hunde in den vorderen Bereichen hat Pat bereits mit frischem Wasser versorgt.
Dang liegt weiterhin allein im Baderaum. Sie ist recht zufrieden mit ihrer gegenwärtigen Unterkunft und entwickelt sich gut. Die Amputationswunde schließt sich nun allmählich.
Dienstag, 12. September 2023
Jutta kommt zu mir und wir fahren zum Shelter. Während Jutta die hinteren Bereiche säubert, Wasser erneuert und mit der Fütterung dort beginnt, verteile ich die Medikamente, säubere Haus, Hausbereich und Doppeltorbereich. Anschließend füttere ich die Hunde dort. Jutta lässt sich mit einem Bolt Taxi nach Hause fahren und ich gehe nach den Fütterungen noch einmal säubernd durch alle Bereiche.
Am Nachmittag bin ich in der Klinik, um nach Tinka zu schauen. Sie hängt noch am Tropf, aber es geht ihr bereits wieder besser. Dr. Beam teilt mir mit, dass ich sie vermutlich schon morgen wieder abholen könne.
Montag, 11. September 2023
Heute Vormittag ruft mich Pat an und teilt mir mit, dass sie Tinka sitzend aufgefunden habe und dass sie offensichtlich Mühe habe aufzustehen. Ich habe gestern bereits bemerkt, dass Tinka Mühe hatte eine kleine Einfassung zu überwinden. Ich fahre zum Shelter wo Pat Tinka in eine TVT Einheit geholt hat. Außer, dass Tinka kaum stehen kann, verhält sie sich normal. Sie weist keinerlei äußerliche Wunden auf. Ich fahre mit ihr in die Klinik, wo Dr. Beam sie röntgt, um eine Rückgratverletzung auszuschließen. Der Befund ist negativ. Dr. Ben schließt eine Vergiftung nicht aus, alle anderen Hunde im Doppeltorbereich allerdings weisen keinerlei Symptome auf. Möglicherweise ist Tinka von einem Skorpion gebissen worden. Tinka wird an den Tropf gehängt und medikamentös versorgt. Sie solle für drei Tage zur Beobachtung in der Klinik bleiben.
Zurück im Shelter ist Pat noch bei der Fütterung und ich mache mich an die Säuberungen, nachdem ich die Medikamente verteilt habe. Dang bleibt weiterhin im Baderaum. Die Tür zum Behandlungsraum bleibt wieder offen, sodass sich die Hausbereichshunde dort als auch im Ruheraum aufhalten können.
Sonntag, 10. September 2023
Samstag, 9. September 2023
Frühmorgens bin ich mit dem Scooter im Shelter, säubere Haus und die vorderen Bereiche und verteile die morgendlichen Medikamente. Mit einem Bolt Taxi bin ich dann bei Khun Yao in seiner Werkstatt und hole den reparierten Pick-up ab. Anschließend hole ich Jutta in Najomtien ab und gemeinsam fahren wir zu Khun Apisit und kaufen 240 kg Trockenfutter.
Während ich die Futtersäcke verstaue, beginnt Jutta mit der Säuberung. Ich nehme Darla und Luna an Bord und fahre mit ihnen in die Klinik. Die Nähte an Darlas enormer Wunde haben gehalten. Sie kann ohne Verband vorläufig entlassen werden. An Luna hatte ich gestern eine beträchtliche Schwellung an ihrer linken Schulter ausgemacht. Die Schwellung wird punktiert und es wird eine größere Menge Blut entnommen. Luna wird ein Pressverband angelegt. Für eine weitere Untersuchung muss sie in einer Woche wieder vorgestellt werden. Sie soll fünf Tage lang mit Prednisilon behandelt werden. Ihre Doxycycline-Behandlung wird fortgesetzt.
Dang ist nun auch so weit, dass ich ihn wieder mitnehmen kann. Luna und Darla gehen in ihre Bereiche zurück und Dang bringe ich erstmal im Baderaum unter. Ich möchte ihn einige Tage unter Beobachtung halten. Jutta hat alle Bereiche gesäubert und die Hunde in den hinteren Bereichen gefüttert. Ich füttere die Hunde im Hausbereich und verteile dann die abendlichen Medikamente. Merlin erhält weiterhin Clindamycine und Prednisilone.
Freitag, 8. September 2023
Ich bin wieder frühmorgens mit dem Scooter im Shelter und beginne mit den Säuberungen. Claudia und Martin treffen ein. Sie bringen drei Sack Futter mit, die wir gestern Nachmittag noch besorgt hatten. Ein Sack geht zu Gop. Martin tauscht den angebissenen Wasserhahn im Bereich der großen Sala aus und bringt einen Schlauch an. Claudia, die mir in letzter Zeit tatkräftig geholfen hatte, wird für sechs Wochen nach Deutschland reisen.
Pat trifft ein und mit ihr kommt Dorothea. Ich verteile die Medikamente und Pat beginnt mit der Fütterung. Mona, deren Wunde verheilt ist, geht zu Zola in den Pat Bereich. Da mir das Doxycycline ausgegangen ist, hatte ich Josie gebeten mir eine Anzahl Tabletten zu geben.
Am Nachmittag hole ich sie bei Khun Apisit ab und bin dann anschließend bei Khun Yao in der Werkstatt. Der teilt mir mit, ich könne den Pick-up morgen früh abholen. Am frühen Abend erhalte ich mehrere gebrauchte Käfige, die mir Rainer freundlicherweise zur Verfügung stellt und zum Shelter anliefern lässt.
Donnerstag, 7. September 2023
Mittwoch, 6. September 2023
Ich bin heute Morgen wieder mit dem Scooter im Shelter. Pat hat mit den Arbeiten bereits begonnen. Während ich die Medikamente verteile, säubert Pat das Haus und beginnt danach mit der Fütterung. Ich säubere die Außenbereiche, entsorge den Kot und Palmwedel. Solange ich den Pick-up nicht zur Verfügung habe, bleibt Dang in der Klinik. Darla ist zurück in ihrem Bereich, in dem sie sich wohler fühlt als im Doppeltorbereich. Mona lasse ich vorerst noch dort. Da die Hunde gut versorgt sind, erspare ich mir heute die nachmittägliche Fahrt zum Shelter.
Dienstag, 5. September 2023
Claudia und Jutta arbeiten bereits im Shelter, als ich mit dem Scooter dort ankomme. Ich verteile die Medikamente und gemeinsam arbeiten wir die Routine ab. Nach der Fütterung säubere ich die Bereiche und fülle in einigen Bereichen das Trinkwasser nach. Am Nachmittag bin ich wieder in der Werkstatt. Es müssen etliche Teile am Pick-up ersetzt werden, die jedoch erst morgen besorgt werden können.
Montag, 4. September 2023
Ich bin frühmorgens mit dem Scooter im Shelter und beginne mit der Säuberung. Pat trifft ein und übernimmt. Ich verteile noch die morgendlichen Medikamente und bin dann in der Werkstatt. Ich frage Khun Yao, ob er mir einen preisgünstigen Pick-up für die kommenden Tage anbieten könne, aber er hat nur einen, den ich mir momentan nicht leisten kann. Wir vereinbaren, dass Khun Yao den Pick-up zunächst fahrtüchtig macht und dass die Blechschäden später angegangen werden. Wenn keine unerwarteten Probleme auftreten, könne ich den Wagen übermorgen abholen.
Pat hat bis zum frühen Nachmittag das Haus gereinigt und die Hunde gefüttert. Ich säubere die Bereiche und verteile anschließend die abendlichen Medikamente. Merlins Behandlung muss warten, bis ich den Pick-up wieder zur Verfügung habe. Ich setze seine Medikamentierung fort.
Sonntag, 3. September 2023
Ich bin morgens früh im Shelter und beginne mit der Säuberung des Hause. Kurze Zeit später trifft Claudia mit Jutta ein. Während sie übernehmen, verteile ich die morgendlichen Medikamente und bringe dann den Pick-up in die Werkstatt zu Khun Yao. Der sieht sich den Schaden an und beginnt mit den Reparaturarbeiten.
Ich lasse mich mit einem Bolt Taxi zu mir nach Hause fahren und bin dann mit dem Scooter im Shelter. Claudia und Jutta haben bereits die Bereiche gesäubert, die Hunde gefüttert und das Wasser erneuert. Ich gehe noch einmal säubernd durch alle Bereiche, entsorge Kot und Palmwedel und verteile die abendlichen Medikamente.
Meine Hoffnung, dass sich Merlins Bisswunden mit der Verabreichung von Clindamycine und Prednisilone schließen würden, haben sich nicht erfüllt. Ich hoffe, ich kann ihn morgen früh mithilfe von Pat in die Klinik bringen. Mona und Darla, die beide noch einen Kragen tragen, sind von den Doppeltorhunden akzeptiert worden. Ich hoffe, dass der Pick-up so schnell wie möglich repariert werden kann, denn ich brauche ihn dringend für Klinikfahrten.
Samstag, 2. September 2023
Morgens früh kommt Chang Wai mit seiner Helferin und repariert zunächst defekte Zäune und Türen und legt anschließend Wasserleitungen im Bereich von Kenj, von Zola, im Bereich der großen Sala und im Dodger-Bereich. Während der Arbeiten säubere ich die Bereiche.
In der Mittagspause bin ich kurz zu Hause und habe auf der Rückfahrt zum Shelter ein alptraumhaftes Erlebnis. In einem Moment der Unkonzentriertheit fahre ich auf einen vor mir bremsenden Mercedes auf. Glücklicherweise entsteht nur Blechschaden, aber der ist schlimm genug. Beide Fahrzeuge sind noch fahrbereit und so fahren wir auf Vorschlag des Geschädigten in ein naheliegendes Restaurant. Eine Stunde später erscheint der Versicherungsvertreter des Geschädigten und nimmt den Schaden auf. Anschließend ist er bei mir und wir vervollständigen die Formalitäten.
Mit dem Scooter bin ich dann wieder im Shelter. Chang Wai hat die Arbeiten fast beendet. Ich füttere die Hunde, fülle frisches Wasser auf und verteile die abendlichen Medikamente. Mona und Darla scheinen sich mit den Hunden im Doppeltorbereich zu vertragen und so lasse ich die Türen der TVT Station offen.
Freitag, 1. September 2023
Am frühen Morgen hole ich Dang ab, um ihn zum Verbandswechsel in die Klinik zu bringen. Allerdings stelle ich fest, dass der Verband nicht mehr an seinem Platze ist. Dr. Beam ist besorgt, dass Dang, wie schon einmal zuvor in der Klinik, den Verband gefressen hat. Ich lasse Dang vorerst in der Klinik, damit eine eingehende Untersuchung Klarheit bringen kann.
Darla kann ich wieder mitnehmen; ich bringe sie in der hinteren Einheit der TVT Station unter. Während Pat füttert, verteile ich die morgendlichen Medikamente und säubere anschließend die vorderen Bereiche.
Ich bin dann bei den Tempelhunden in Baan Amphur. 30 kg Reis gehen an Ba Bät und weitere 30 kg gebe ich den Leuten, die die Strandhunde füttern. Außer den Strandhunden sehe ich auch Kofi und Toto. Deva allerdings vermisse ich trotz eingehender Suche.
Am Nachmittag bin ich wieder in der Klinik. Dr. Beam zeigt mir die Röntgenbilder von Dangs Verdauungstrakt. Der Verbandsmull ist klar sichtbar. Wir hoffen, dass Dang sich des Materials auf natürliche Weise entledigen kann. Um ihn jedoch observieren zu können, bleibt er vorerst in der Klinik. Wieder im Shelter säubere ich sämtliche Bereiche und verteile danach die abendlichen Medikamente.