Freitag, 30. April 2021

Heute Morgen sehe ich außer Brownie und Jingo auch Toto und Beppe vor dem Sheltertor. Meine Einladung zurück ins Shelter zu kommen lehnen sie ab. Kaum bin ich fertig mit dem Säubern da öffnet der Himmel wieder seine Schleusen und es schüttet eine Stunde lang wie aus Kübeln, sodass schon nach Minuten die Außenbereiche einer Seenplatte gleichen. Die vier Hunde draußen müssen sich ein geschütztes Plätzchen suchen und die Haushunde verkriechen sich im Inneren, den Kennels und den Käfigen. Die Hunde in den Außenbereichen haben ja alle genügend Salas zu Verfügung, die ihnen Schutz vor den Sturzfluten bieten. 

Nachdem der Regen nachlässt, bringe ich Beppe und Toto zurück in den großen Salabereich und verbarrikadiere den Zaundurchschlupf, den sie geschaffen hatten. Die übrigen Salabereichshunde hatten offenbar kein Interesse an einem Ausflug. Ich versorge die Hunde mit frischem Wasser und füttere sie dann. Am Nachmittag bin ich wieder im Shelter, säubere erneut und gebe Piak die tägliche Infusion. Auf dem Nachhauseweg schaue ich nach den Ponghunden und versorge Bo mit seinen Medikamenten.

Donnerstag, 29. April 2021

Es regnet schon als ich frühmorgens im Shelter ankomme. Chang Jid und seine Arbeiter kommen kurz darauf. Trotz Dauerregen säubere ich und die Arbeiter kürzen das Dach von drei Metern Höhe auf zwei Meter. Die Arbeiten hätten sie sich sparen können, wenn sie meinen Anweisungen gefolgt wären. Da der Regen nicht nachlässt, werden die Bauarbeiten eingestellt. Übermorgen soll es dann weitergehen. 

Mittags kommt Pat und beginnt mit der Fütterung, nachdem der Himmel sich aufhellt. Am Nachmittag mache ich eine erneute Säuberungsrunde und verabreiche Piak die Infusion. Ich bin nun etwas optimistischer, dass er sich erholen wird, da er zunimmt.

Mittwoch, 28. April 2021

Morgens früh kommt Chang Jid mit Arbeitern. Als Erstes bitte ich ihn eine defekte Wasserleitung zu reparieren, damit wir Wasser haben. Dann muss er ein Gitter über dem Tor zum Doppeltorbereich wieder anschweißen, was vor Wochen abgebrochen war. War nie ein Problem, aber Paco hatte die Angewohnheit entwickelt gelegentlich über das Tor zu klettern und für die Zeit der Arbeiten muss der Doppeltorbereich, in dem die TVT Station entstehen soll, hundefrei bleiben. Katharina kommt mit Francine, die vorhat mir ebenfalls gelegentlich zu helfen. 

Während ich IT-Blocs besorge, beginnen die Arbeiten der Dachkonstruktion. Als ich zurückkomme, muss ich feststellen, dass die Arbeiter das Dach nicht in einer Höhe von zwei Metern, sondern drei Meter hoch angebracht haben. Also muss die Konstruktion morgen wieder abgerissen werden. Katharina und Francine haben alle Bereiche gesäubert und den Hunden frisches Wasser gegeben. Ich füttere die Hunde am Nachmittag und verabreiche Piak die Infusion. 

Auf dem Nachhauseweg schaue ich wie schon die vergangenen zwei Tage auch bei Bo vorbei und verabreiche ihm Prednisilone und Neurobion. Ich glaube nicht, dass damit eine wesentliche Verbesserung seiner Verletzung erreicht werden kann, aber versuchen müssen wir es. Vermutlich werden wir um eine Amputation nicht herumkommen.

Dienstag, 27. April 2021

Heute Vormittag vertritt mich Pat und ich bin mit Chang Jid, dem Handwerker, den ich beauftragt habe die TVT Station zu errichten, im Thai Watsadu wo Chang Jid das Baumaterial aussucht. Morgen Mittag soll die Lieferung erfolgen. Chang Jid will schon morgen früh mit den vorbereitenden Arbeiten beginnen. Ich bin mittags im Shelter und säubere. Pat hat bereits mit der Fütterung begonnen. 

Am frühen Nachmittag beginnt es wie nun jeden Nachmittag an zu regnen. Am Spätnachmittag bin ich dann wieder im Shelter, säubere und verabreiche Piak die Infusion.

Montag, 26. April 2021

Kurz nachdem Pat und ich mit der Arbeit begonnen haben ziehen schwarze Wolken auf und der Himmel öffnet seine Schleusen. Nach wenigen Minuten stehen alle Außenbereiche unter Wasser. Glücklicherweise sind wir gegen ein solches Unwetter gerüstet und alle Hunde finden ein trockenes Plätzchen. Nach gut einer Stunde ist der Boden soweit abgetrocknet, dass Pat mit der Fütterung und ich mit der Säuberung beginnen kann. 

Am Nachmittag hole ich Coco aus der Klinik ab. Coco hat keinen Kragen tragen müssen und ich hoffe, dass der Verband noch ein paar Tage hält. Ich fahre mit Coco zu dem Platz, an dem sich Bo aufhält. Dort verabreiche ich ihm die erste Dosis Prednisilone und Neurobion. Für zwei Stunden nehme ich Coco zu mir ins Resort, in dem ich ja allein lebe. Coco kann dort herumlaufen, da das Resort ummauert ist. Ich arbeite derweil am Computer. Zurück im Shelter wird Coco von den Haushunden begrüßt und es ist offensichtlich, wie froh sie ist wieder unter ihnen zu sein. Nach einer kurzen Säuberungsrunde verabreiche ich Piak die Infusion.

Sonntag, 25. April 2021

Während ich heute Morgen säubere, kommt ein Handwerker, den ich gestern auf dem Weg zur Klinik bemerkt hatte wie er eine Dachkonstruktion erstellte. Ich zeige ihm meinen Plan und erkläre ihm wie ich mir den Bau der TVT Station vorstelle. Dieser Handwerker ist bereits meine achte Option und da er mir vorschlägt das Material selbst zu besorgen und nur seinen Arbeitsaufwand berechnet haben will, werde ich es mit ihm versuchen. Am Dienstag kommender Woche treffen wir uns am Thai Watsadu, um das Material zu bestellen. 

Am Nachmittag versorge ich die Hunde, säubere erneut, fülle frisches Wasser auf und verabreiche dann Piak seine Infusion. Nachdem ich den Erfolg der Infusionen erlebt habe bin ich umso mehr motiviert diese Übung einen weiteren Monat durchzuziehen. 

Samstag, 24. April 2021

Morgens früh bin ich bei Pan und lade drei Hündinnen auf, die sie vor ihrem Haus versorgt. Nachdem ich die Hunde in der Chaiyapruek Klinik abgeliefert habe hole ich Coco aus dem Shelter ab und bringe sie zu Dr. Oi. Wieder im Shelter treffe ich Pat an, die schon mit der Arbeit begonnen hat. Pat füttert und ich säubere. Anschließend verabreiche ich Piak die Infusion und verteile Vitamine an etliche Hunde. 

Pat teilt mir mit, dass sie Bo, den sie gelegentlich versorgt, humpelnd angetroffen hat. Nachdem wir unsere Arbeiten im Shelter beendet haben, treffen wir uns vor dem Haus, an dem Bo gefüttert wird. Es gelingt mir Bo in den Pick-up zu bekommen, wo er ganz artig auf dem Beifahrersitz Platz nimmt. Bo wird bei Dr. Oi geröntgt. Ein Bruch ist nicht die Ursache, sondern leider ein Nervenschaden. Ein Bruch kann normalerweise leicht geheilt werden, wenn der rechtzeitig erkannt wird; ein Nervenschaden jedoch kann nur selten kuriert werden. Versuchen wollen wir es trotzdem. In der Hoffnung, dass sich der Nerv zumindest partiell erholt werde ich Bo für die kommenden zwei Wochen zweimal täglich Prednisilone und Neurobion verabreichen. 

Nachdem ich Bo an seinen Platz zurückgebracht habe, hole ich die drei sterilisierten Hunde aus der Klinik und bringe sie zu Pan zurück. Da die Hunde im Shelter gut versorgt sind, fällt heute der abendliche Besuch aus. Coco bleibt heute Nacht in der Klinik. Sie hat den Eingriff gut überstanden.

Freitag, 23. April 2021

Ich säubere morgens alle Bereiche und erneuere das Wasser. Dann bin ich mit Piak und Coco bei Dr. Oi. Beiden Hunden wird Blut abgenommen. In Bezug auf Piak ist es wichtig zu wissen, ob sich der Creatinine Wert in den vergangenen Wochen verändert hat. Cocos Schwanzwunde ist nicht mehr infiziert aber leider ist das Gewebe der Schwanzspitze verloren gegangen und der nackte Knochen steht heraus. Der Bluttest soll Aufschluss geben, ob sie morgen operiert werden kann. Ich nehme beide Hunde wieder zurück zum Shelter und füttere dann alle Hunde. 
 
Am Nachmittag bin ich in Baan Amphur. Ich liefere 40 kg Trockenfutter in der Tempelkammer ab und mache dann mit den Hunden unseren gewohnten Strandgang. Es ist schön zu sehen wie Tara und Talo das freie Leben guttut. Nachdem der Nagel geschnitten wurde, läuft Tara wieder normal. Deva ist immer noch abwesend und ich kann Khun Kun nicht finden. Auch eine andere Hündin die mit Deva unter dem Boot lag, sehe ich nicht mehr. Als ich wieder fahren will, springt Tara ins Auto. Talo, der mir eigentlich mehr verbunden ist, bleibt bei den anderen Vorhallenhunden liegen. Tara ist ja ein ehemaliger Haushund und ist vermutlich häufig im Auto mitgenommen worden und liebt die Fahrten. Am Spätnachmittag bin ich wieder im Shelter und verabreiche Piak seine Infusion. 
 
Am Abend erhalte ich die Testergebnisse von Dr. Oi. Zu meiner großen Freude haben die Infusionen ihre Wirkung getan. Piaks Creatinine Wert ist von 3,7 auf 2,1 zurückgegangen. Der obere Grenzwert liegt bei gesunden Hunden bei 1,7. Auch hat Piak 1,6 kg zugenommen. Allerdings ist Piak immer noch anämisch. Cocos Werte sind normal und somit kann sie morgen früh operiert werden.

Donnerstag, 22. April 2021

Pat vertritt mich heute Vormittag. Ich muss beide Vorderreifen vom Pick-up erneuern. Die Reifen sind total abgefahren und einen Unfall kann ich mir auf keinen Fall erlauben. Am Nachmittag bin ich dann im Shelter, säubere und versorge die Hunde mit frischem Wasser. Safos Schwellung wird massiert und Piak erhält seine Infusion. 

Mittwoch, 21. April 2021

Katharina arbeitet schon fleißig als ich morgens am Shelter ankomme. Während der gemeinsamen Säuberung stelle ich ihr Ryan's Hunde vor. Die sind nicht so misstrauisch wie manche meiner Straßenhunde und so bekommt Katharina sofort guten Kontakt zu ihnen. 

Ich entdecke an Safos Flanke eine Schwellung. Solche Schwellungen sind nicht ungewöhnlich und können gut durch Massagen mit einem heißen Tuch behandelt werden. Nachdem Katharina gegangen ist, nehme ich mir dann Safo auch gleich vor. Normalerweise lassen die Hunde sich eine solche Behandlung ohne Widerspruch gefallen und auch Safo hält still. Diese Massage muss mehrere Tage wiederholt werden damit die Schwellung schließlich verschwindet. 

Am Nachmittag bin ich wieder im Shelter und füttere. Anschließend ist wieder Säuberung angesagt und danach Piaks Infusion. Piak erhält nach wie vor Reis mit gekochten Hähnchenfilets. Seine Verfassung ist unverändert gut. In zwei Tagen werde ich seine Nieren erneut testen lassen und dann werden wir sehen, ob die täglichen Infusionen tatsächlich etwas gebracht haben. 

Brownie scheint sich nun vor dem Shelter eingerichtet zu haben. Ab und zu kommt auch seine Freundin, die ich Girly nenne, vorbei. Jingo ist guter Dinge. Ihm gefällt das freie Leben mit Brownie und Girly sichtlich besser, als im Shelter eingeschlossen zu sein. Piak ist mir heute auch mal nach draußen entwischt. Ich habe ihn laufen lassen in der Gewissheit, dass er wiederkommen würde. Das war dann auch der Fall.  Meine Beziehung zu Piak war schon immer gut aber sie hat sich durch die tägliche Behandlung intensiviert. Piak ist sehr verständig und erleichtert mir meine Arbeit. Er hat zwar noch keine Freundschaft zu einem der anderen Haushunde geschlossen, wird jedoch von allen respektiert.

Dienstag, 20. April 2021

Pat füttert und ich säubere die Bereiche. Anschließend säubere ich alle Wassercontainer und fülle sie mit frischem Wasser auf. Zu Ryans Hunden habe ich mittlerweile sehr guten Kontakt. Sie freuen sich zu sehen und kommen alle auf mich zu. Die Hunde haben in den zwei Bereichen, die ihnen zur Verfügung stehen, ausreichend Auslauf und scheinen sich in ihrer neuen Umgebung sehr wohl zu fühlen. Ich habe indirekten Kontakt zu Ryan und ihm Fotos von seinen Hunden geschickt. 

Jai, die Apothekerin, erinnert mich daran, dass immer noch zwei Hunde, die vor ihrer Tür liegen, sterilisiert werden müssen. Da die vergangene Aktion erfolglos war, lasse ich Jai zwei Boxe da. Ich hoffe, sie bekommt die Hunde da hinein. Sie auf der Straße einzufangen wird nicht klappen. 

Ich bin dann beim Wachmann in der Thepprasit Soi 6 und bringe ihm zwei Sack Trockenfutter für die Hunde die er in der Soi versorgt. Auf dem Rückweg zum Shelter fahre ich bei Pan vorbei. Pan versorgt etliche Hunde vor ihrem Haus. Drei von ihnen müssen sterilisiert werden. Das wird dann Ende der Woche geschehen. Im Shelter ist nach der Fütterung immer die zweite Säuberungsrunde fällig. Zwischendurch koche ich Hähnchenfleisch für Piak und nach der Säuberung erhält er dann wieder seine Infusion.

Montag, 19. April 2021

Pat vertritt mich heute Vormittag wieder. Am Nachmittag bin ich dann im Shelter und sehe Coco unter den Haushunden. Überraschenderweise ist sie unter ihnen willkommen. Obwohl die Hunde schon vor über einem Jahr getrennt wurden, erinnern sich die meisten wohl noch an Coco und mit den hinzugekommenen Welpen gibt es auch kein Problem. Cocos Wunde sieht besser aus. Die bisherige Verabreichung von Doxycycline und Carprofen scheint zu wirken. Ich säubere, fülle Wasser auf und verteile dann Vitamine an die Hunde mit Fellproblemen. Es scheint, dass die Verabreichung schon eine gewisse Wirkung zeigt. Zum Schluss verabreiche ich Piak die Infusion. 

Sonntag, 18. April 2021

Ich lasse morgens Piak heraus und lege Coco in einen der Hauskennel. Nach der Säuberung und der Versorgung der Hunde mit frischem Wasser fahre ich mit Piak und Coco zur Dr. Oi Klinik. Die allerdings ist über Songkran geschlossen. Deshalb versorge ich Cocos Wunde selbst und belasse sie im Kennel. Die Blutuntersuchung für Piak muss dann auch ein paar Tage warten. 

Am Nachmittag füttere ich die Hunde. Ryans acht Hunde sind in guter Stimmung. Da heute mal die Sonne scheint, kann ich Fotos von ihnen machen. Nach erneuter Säuberung verabreiche ich Pick die Infusion. Piak hat 300 Gramm abgenommen, frisst jedoch gut und verhält sich normal.

Samstag, 17. April 2021

Pat säubert das Haus und ich die Bereiche. Alle Hunde haben den gestrigen stürmischen Tag gut überstanden. Pat macht mich während der Fütterung darauf aufmerksam, dass sich Coco am Schwanzende eine üble Wunde zugezogen hat. Ich nehme Coco in den Behandlungsraum und verarzte sie so gut es geht. Eigentlich müsste sie einen Kragen tragen aber dagegen wehrt sie sich so heftig, sodass ich davon Abstand nehme. Coco bleibt im Behandlungsraum. 

Ich fahre in die Soi Nongmaikaen um die Hündin für die zweite Chemo abzuholen. Die Frau, die sie füttert, teilt mir jedoch mit, dass die Hündin vor fünf Tagen gestorben sei. Die zweite, nur sterilisierte Hündin ist wohlauf. 

Ich fahre weiter nach Baan Amphur, kaufe Reis für die zweite Hälfte des Monats und bezahle Ba Bät. Im Tempel empfangen mich die Vorhallenhunde, unter ihnen auch Tara und Talo. Während unseres Strandganges stelle ich fest, dass Tara auf dem linken Hinterlauf hinkt. Ein zu lang gewachsener Nagel ist die Ursache. Da ich keine Zange zur Hand habe, nehme ich Tara in die Baan Amphur Klinik wo ihr der Nagel geschnitten wird. Ich schaue nach Deva und finde sie wieder nicht. Ich muss versuchen Khun Kun ausfindig zu machen, der Deva versorgt. Prince sehe ich bei den Booten. 

Bei schon einbrechender Dunkelheit treffe ich am Shelter ein und muss feststellen, dass der Strom wieder mal ausgefallen ist. So muss die Infusion für Piak heute ausfallen. Ich lasse Piak und Coco im Behandlungsraum.

Freitag, 16. April 2021

Es tröpfelt schon als ich am Shelter ankomme und bevor ich alle Bereiche gesäubert habe setzt ein gewaltiger Gewittersturm ein, der in wenigen Minuten alles unter Wasser setzt. Selbst in die Salas hinein peitscht der Regen, sodass keiner der Hunde in den hinteren Bereichen völlig trocken bleibt. Ich bin natürlich auch völlig durchnässt da ich das Schlimmste verhüten muss. Nach etwa eineinhalb Stunden lässt der Sturm nach und ich mache eine Inspektionsrunde. Von den Palmen sind die ganzen trockenen Zweige heruntergekommen und häufen sich in den Bereichen. Alles steht unter Wasser aber die Hunde haben das Unwetter gut überstanden. Auch die acht Neuen, die ja in und unter den drei Salas Schutz suchen konnten. 

Auf dem Weg nach Hause um meine Kleider zu wechseln sehe ich, dass der Sturm das Tor von Leks Shelter umgerissen hat. Mindestens zwanzig Hunde tummeln sich auf der Soi davor und im Tapiokafeld daneben. Ich versuche mehrfach Lek zu erreichen, aber sie hat das Telefon abgestellt und meldet sich auch nicht auf Line. Ihre Hunde sind bis zum frühen Abend noch draußen. Sie können jedoch ins Shelter, wenn sie das wollen. Nachdem ich meine Aufräumarbeiten im Shelter beendet habe füttere ich und verabreiche dann Piak die Infusion.

Donnerstag, 15. April 2021

Pat vertritt mich heute Vormittag. Wi hat die siebte Katze gefunden; ich bringe sie zu Claudia. Am Nachmittag schaue ich nach den Freizeitparkhunden. Ich möchte mich vergewissern, dass die Welpen die Impfungen gut verarbeitet haben. Das scheint der Fall zu sein, denn sind so lebendig wie immer. Ein Welpe spielt mit seiner Mutter, den anderen finde ich an der Surferhalle. Damit sie nicht namenlos bleiben nenne ich die Mutter Pam und die Welpen Poppy und Peanut. 

Ich bin dann im Shelter und verrichte meine abendlichen Arbeiten. Alle Hunde sind satt und zufrieden. Damit die acht mehr Auslauf haben, lasse ich sie nun auch in den leeren Zwischenbereich und lege einen Balken vor das Tor, damit sich die Hunde nicht mit den Hunden im Nebenbereich anlegen können. Ich habe mittlerweile die Namen der Hunde bekommen. Es sind Dina, Baam, Bee, Binglee, Jack, Snowey, Maggie und Cookie. Alle acht sind weiterhin guter Dinge. Nachdem ich alle Bereiche gesäubert habe erhält Piak wieder seine Infusion. 

Mittwoch, 14. April 2021

Gerade als ich morgens am Shelter ankomme, fängt es wieder an zu regnen. Gesäubert werden muss trotzdem und so mache ich das in strömendem Regen. Den acht Neulingen geht es gut. Ihnen stehen ja zwei Salas zur Verfügung, sodass sie vor dem Regen geschützt sind. Wasser und Trockenfutter haben sie auch noch. Da ich nach zwei Stunden Arbeit klatschnass bin, fahre ich erstmal wieder nach Hause. Eine Erkältung kann ich mir nicht leisten. 

Am Nachmittag lässt der Regen nach und ich schaue nach den Hunden im Pong Freizeitpark. Ich finde Meefoo, Dodo und Rico. Sie haben die Regentage gut überstanden. An der Surferhalle sehe ich den Mutterhund mit den beiden allerliebsten Welpen. Ich stelle erfreut fest, dass jemand die Mutter kürzlich sterilisiert hat; die Narbe ist gut verheilt. Die beiden Welpen sind in ihrer Nähe; ich verabreiche ihnen ihre erste Impfung. 

Wieder im Shelter füttere ich die Hunde, auch Brownie und Jingo draußen. Ryans acht lasse ich in den leeren Bereich wo sie sich austoben. Nachdem ich alle Bereiche gesäubert habe scheuche ich sie wieder zurück in den hintersten Bereich. Zwischendurch koche ich für Piak füttere auch ihn und verabreiche ihm dann die tägliche Infusion.

Dienstag, 13. April 2021

Ich treffe mich morgens mit Arno und gemeinsam fahren wir zum Haus der acht Hunde. Ich habe vier Boxen mitgebracht und so fahren wir mit den ersten vier Hunden zum Shelter. Wir bringen die Hunde einzeln in den Boxen in den freigewordenen hintersten Bereich, in dem sich zwei Salas befinden und lassen die Hunde frei. Die Hunde kennen mich mittlerweile ausreichend gut und sind nicht verunsichert sich in einer fremden Umgebung wiederzufinden. Schnell laufen sie herum und erkunden ihre neue Bleibe. Ich habe den Eindruck, dass sie sich befreit fühlen, nachdem sie sich mehrere Tage lang in einem engen, betonierten Bereich aufhalten mussten. Die zweite Fuhre gestaltet sich wie die erste und nach vier Stunden haben wir alle acht Hunde untergebracht. 

Der Bereich ist groß genug für sie, sodass ich den angrenzenden Bereich erstmal leer stehen lasse. Dadurch sind die neuen Hunde von den Hunden im Bereich in dem Mona, Venus, Sita, Leo, Coco, Erin, Yuki, Ruby, Toya und Zola untergebracht sind, weiträumig getrennt. Ich versorge die acht neuen Hunde mit Trockenfutter und Wasser während Pat die übrigen Hunde füttert. Anschließend säubere ich die Bereiche während Arno die Schüsseln in allen Bereichen mit frischem Wasser füllt. 

Pat bleibt noch und ich bringe Arno zurück in die Stadt. Von Claudia höre ich, dass sich Ryan, der Besitzer der Hunde und Katzen, um seine Tiere kümmern will, sobald er die Möglichkeit dazu hat. Wollen wir hoffen, dass sich in naher Zukunft eine Lösung für ihn abzeichnet, die es ihm erlaubt die Tiere wieder zu sich zu nehmen. 

Wieder im Shelter schaue ich nach den acht Neuen. Sie scheinen sich zurechtzufinden und freuen sich mich zu sehen. Ich mache einen erneuten Säuberungsgang und verabreiche dann Piak seine tägliche Dosis Kochsalzlösung.

Montag, 12. April 2021

Ich säubere morgens alle Bereiche und das Haus, füttere die Welpen sowie Brownie und Jingo draußen und koche dann für Piak. Anschließend verabreiche ich ihm die tägliche Infusion und füttere auch ihn. Pat kommt am frühen Nachmittag und füttert alle anderen Hunde. 

Ich fahre in den Tempel, liefere Trockenfutter ab und bin dann bei den Vorhallenhunden. Talo und Tara haben sich offensichtlich bestens zurechtgefunden. Besonders Talo, der mir besonders zugetan ist, begrüßt mich stürmisch. Wasser ist noch ausreichend vorhanden und so gehen wir alle gemeinsam an den Strand. Tara und Talo laufen mit uns als wären sie schon immer dabei gewesen. Auf dem Rückweg finde ich Bob, Luna und Prince, die ich gestern nicht entdeckt hatte. Deva, allerdings, die sonst immer unter dem aufgebockten Boot liegt, ist wieder nicht an ihrem Platz. 

Ich lasse Tara und Talo mit einem guten Gefühl zurück und fahre dann zu dem Haus mit den acht Hunden. Wi, die Hausbesitzerin, teilt mir mit, dass eine Gruppe von Studenten, die ein mehrmonatiges Praktikum in Pattaya absolvieren müssen, einziehen wollen sobald das Haus wieder in einen vermietbaren Zustand gebracht worden ist. Die Hunde also müssen weichen und so entschließe ich mich sie erstmal im Shelter unterzubringen. Zwei Bereiche sind ja durch die Umsiedelung von Tara und Talo frei geworden. 

Zurück im Shelter absolviere ich meine nachmittäglichen Arbeiten und verabreiche Piak Kochsalzlösung. Piaks Zustand ist unverändert stabil. Wenn er nicht an Gewicht verloren hätte würde ich ihm seinen Nierenschaden nicht anmerken, denn er verhält sich völlig normal.

Sonntag, 11. April 2021

Ich sammele morgens Tara und Talo vor dem Shelter ein, wo sie sich mit Brownie und Jingo aufhalten und fahre mit ihnen zum Wat Amparahm. Die Vorhallenhunde scheinen keine Einwände gegenüber den beiden zu haben und so orientieren sich Tara und Talo rasch in der neuen Umgebung. Gemeinsam mit Saddhu, Jake, Panya, Satya und Neung mache ich mit ihnen unseren ersten Strandgang. Talo und Tara waren sicher nie zuvor am Meer und finden offensichtlich Gefallen daran ungehindert umherlaufen zu können. Sie, wie die übrigen Hunde folgen mir dann auch wieder willig zurück in die Vorhalle, wo ich mich von ihnen verabschiede. Sie laufen nur ein paar Meter hinter dem Auto her und bewegen sich dann zurück in die Vorhalle. Morgen werde ich wieder nach ihnen sehen. Ich hoffe, ich habe ihnen einen Gefallen getan und ich habe im Shelter eine Sorge weniger. 

Dort angekommen mache ich mich an die Säuberung. Arno kommt, um mir bei Reparaturarbeiten zu helfen. Allerdings fängt es bald heftig an zu regnen, dass daraus nichts wird. Es schüttet vier Stunden lang wie aus Kübeln. Arno und ich sitzen bei den Hunden. Alle Arbeiten sind eingestellt. Kurz vor Einbruch der Dunkelheit lässt der Regen nach und ich kann die Hunde füttern. Anschließend behandele ich Piak wie schon jeden Tag zuvor.

Samstag, 10. April 2021

Pat und ich treffen gemeinsam am Shelter ein. Pat füttert Brownie und Jingo an den Boxen und ich mache mich an die Säuberung. In den hinteren Bereichen angelangt, stelle ich fest, dass Talo und Tara wieder ausgebrochen sind. Ich verschließe den Zaun provisorisch; dabei ziehe ich mir eine tiefe Schnittwunde am rechten Ringfinger zu. Fluchen hilft nicht und so sammele die beiden Hunde vor dem Außentor wieder ein und bringe sie zurück in ihren Bereich. Das ist immer etwas problematisch, da ich sie erst durch den Dogder Bereich und dann durch den Tashi Bereich führen muss, aber das klappt normalerweise.  

Pat füttert sämtliche Hunde, ich verabreiche Medikamente und dann Piak seine Dosis Kochsalzlösung. Gerade als ich gehen will um nach den Hunden im aufgegebenen Haus sehen will, stelle ich fest, dass Talo und Tara wieder ausgebrochen sind. Sie laufen ja nicht weg, aber die Rückführung gestaltet sich dieses Mal als problematisch, da Dodger Tara angreift. Ich habe Tara an der Leine kann jedoch nicht verhindern, dass sie sich beißen. Der Notleidende allerdings ist keiner der beiden, sondern ich. Tara beißt mich unabsichtlich recht heftig in die linke Wade und am rechten Handgelenk bekomme ich auch noch einen Kratzer ab. Talo, der vor dem hinteren Tor gewartet hat, verschwindet bei dem Chaos. 

Ich fahre zu dem Haus mit den acht Hunden. Dort ist gestern tagsüber eingebrochen worden und ein Großbild TV gestohlen worden. Wi, die Hausbesitzerin ist immer noch am Großreinemachen. Die Hunde sind im Nebenbereich eingesperrt. Sie haben genug Futter und Wasser aber wir lassen sie heraus, um ihren Bereich zu säubern. Anschließend bringen wir sie wieder zurück was recht unproblematisch verläuft. 

Auf dem Wege zurück zum Shelter informiert mich Pat, dass sie Talo und Tara in den Doppeltorbereich gesperrt habe. Tara war augenscheinlich ein drittes Mal ausgebrochen und Talo trieb sich ja noch draußen herum. Am Shelter angekommen treffe ich die beiden Hunde gutgelaunt vor dem Tor an. Sie haben den Metal Sheet Zaun locker aufgebrochen. Um sie sich ihren Freiheitsdrang ausleben zu lassen, verzichte ich auf eine erneute Rückführung, die sowieso zwecklos wäre. 

Talo und Tara können offensichtlich nicht im Shelter gehalten werden. Sie sind die beiden einzigen die ständig ausbrechen und das nun insgesamt mindestens ein Dutzend mal. Es sind ja zwei wunderbare Hunde und ansonsten habe ich auch keine Probleme mit ihnen und sie auch nicht mit mir. Aber ich muss akzeptieren, dass ich ihren Freiheitsdrang nicht bremsen kann. Deswegen werde ich sie morgen in den Tempel bringen, wo sie den Auslauf haben werden, den sie offensichtlich brauchen.  Dass sie im Tempel unter die Räder kommen befürchte ich nicht, sie sind ja große, starke Hunde, die sich hoffentlich recht schnell integrieren werden. 

Freitag, 9. April 2021

Brownie und Jingo scheinen Freundshaft geschlossen zu haben, denn ich sehe sie nun immer zusammen. Ich lasse wieder das Außentor geöffnet, aber weder Brownie noch Jingo kommen ins Shelter. Ich säubere und versorge die Hunde dann mit frischem Wasser. Anschließend füttere ich und säubere erneut. Danach erhält Piak seine Infusion mit Kochsalzlösung. Piaks Zustand ist unverändert. In einigen Tagen werden seine Nieren erneut getestet.

Donnerstag, 8. April 2021

Pat und ich treffen gemeinsam am Shelter ein. Brownie und Jingo sitzen an den Boxen. Jingo macht wieder einen Abgang. Pat stellt Futter für die beiden in die Boxen. Ich lade zwei weitere Boxen auf und fahre an das Huai Chak Nok Reservoir. Mithilfe der netten Anwohnerin bringen wir Deng und Dam in die Boxen und ich fahre mit ihnen in die Chaiyapruek Klinik. Beide Hunde werden sterilisiert und Dam erhält die erste Chemo Injektion. Ich hoffe sie nimmt mir die Behandlung nicht übel, da ich sie in einer Woche wieder abholen muss. Die Anwohnerin hatte sie zuvor nie aufgenommen und zu mir hatte Dam Vertrauen. Das muss jedoch in der kommenden Wochen nicht so sein. Unterwegs sehe ich eine weitere TVT Hündin. Hoffentlich habe ich mit Loe Glück, dass wir so bald als möglich mit dem Bau der Station anfangen können. 

Am frühen Nachmittag bin ich mit Claudia im Haus der verlassenen Tiere. Claudia hat sich entschlossen einige Katzen aufzunehmen. Wir haben überall herumgefragt, ob jemand bereit ist die Hunde aufzunehmen. Alle Shelter sind voll. Caroline hat angeboten die Hunde zu vermitteln. Dafür braucht sie gute Fotos von ihnen. Die Umgebung ist zwar ungünstig, da recht eng, aber einige Bilder sind brauchbar. Claudia nimmt sechs Katzen mit, die siebte bleibt verschwunden. 

Nachdem ich Claudia nach Hause gebracht habe, hole ich die Hunde aus der Klinik. Beide sind sterilisiert worden und Dam hat die erste Vincristine Injektion erhalten. Ich bringe die Hunde an ihren Platz zurück und bin dann im Shelter. Brownie und Jingo liegen bei den Boxen. Ich mache eine Säuberungsrunde, verabreiche Piak dann seine Medikamente und die tägliche Dosis Kochsalzlösung.

Mittwoch, 7. April 2021

Die Wasserleitung zwischen Wassertank und Schlauch ist gebrochen und so muss ich erstmal jemanden finden der mir die Leitung repariert, da wir sonst keine Wasser im Shelter haben. Bei der Gelegenheit erfahre ich, dass der Handwerker, der versprochen hatte mir ein Angebot für den Bau der TVT Station zu machen, nun einem anderen Job den Vorzug gibt. Ich fahre zu Claudia, die einen weiteren Handwerker an der Hand hat. Der ist in den Staaten aufgewachsen und so funktioniert die Kommunikation quasi von Farang zu Farang. Ich bringe ihn zum Shelter wo er gleich die gebrochene Leitung repariert. Er will mir in den kommenden Tagen ein Angebot machen. 

Nachdem ich Loe zurückgebracht habe, bin ich bei den verlassenen Tieren. Wee, die Hausbesitzerin ist im Haus. Wir finden nur noch drei der sieben Katzen. Gemeinsam sperren wir die Hunde in einen Nebenbereich, damit das Haus gesäubert werden kann. 

Anschließend bin ich am Huai Chak Nok Reservoir. Eine Frau hatte mich gestern gebeten, nach zwei Hunden zu schauen. Eine Hündin soll sterilisiert werden und eine zweite hat TVT. Ich werde die Hunde morgen früh in die Klinik bringen. Dann bin ich in der Autowerkstatt. Eine kleine Reparatur muss erledigt werden. 

Schließlich bin ich dann am Nachmittag im Shelter. Pat hat die Hunde schon gefüttert. Ich brauche nur noch zu säubern und gebe dann Piak die tägliche Dosis Kochsalzlösung. Brownie mit Jingo im Schlepptau hat sich wieder vor dem Shelter eingefunden. Ich stelle zwei Transportboxen neben das Tor, damit sie dort bei Regen unterkriechen können. Futter und Wasser stelle ich in die Boxen. Jingo wird nicht weglaufen und so habe ich die Hoffnung, dass er irgendwann ins Shelter zurückzukehrt. Vielleicht aber auch entschließt er sich mit seinem Mentor zusammen in Freiheit zu leben.

Dienstag, 6. April 2021

Gemeinsam mit Claudia treffe ich heute Morgen die Besitzerin am Haus mit den verlassenen Hunden und Katzen. Sie hat die richtigen Schlüssel dabei und so finden wir Einlass. Ich kümmere mich um die Hunde, die sich noch an mich erinnern und Claudia um die Katzen. Es ist traurig mit anzusehen wie die Tiere unter der Nachlässigkeit ihres Eigentümers leiden müssen. Dessen Freundin will mit den Tieren nichts zu tun haben und nur ihre Habseligkeiten aus dem Haus schaffen. Das einzig Positive an der Sache ist, dass die Hausbesitzerin einen recht vernünftigen Eindruck macht. Sie macht mir das Angebot bei stark reduzierter Miete einzuziehen. Ich aber bin mit meiner derartigen Wohnsituation zufrieden und kann mir nicht noch mehr aufladen. Sollte kein neuer Mieter gefunden werden, bin ich jedoch bereit die Tiere vorübergehend zu versorgen. 

Jai, die Apothekerin ruft mich an, dass ich zwei Hündinnen, die vor ihrem Laden liegen, abholen könne. Als ich dort ankomme, stellt sich allerdings heraus, dass die Hunde damit nicht einverstanden sind. Ich schlage vor sie beim nächsten Versuch mit Combistress, das ins Futter gemischt werden kann, zu sedieren. 

Ich fahre weiter in den Tempel. Tai, die die Hunde dort seit Jahren besucht, hatte mich darüber informiert, dass es Satya nicht gutgehe. Zudem ist Taco mit der vierten Chemo dran. Satya hatte ich erst vor drei Tagen gesehen und mir war nichts Ungewöhnliches an ihr aufgefallen. Natürlich mache ich mir Sorgen und bin total erleichtert Satya gesund und munter anzutreffen. Ich schaue mir ihren Gaumen an, um etwaige Anzeichen von Anamie zu entdecken; der jedoch sieht vollkommen rosig aus. 

Für Taco muss ich nur die Tür öffnen und er springt ins Auto. Die Injektionen haben seiner Freude an den Fahrten keinen Abbruch getan. Der Tumor ist kaum noch sichtbar. Dr. Sudarat empfiehlt Taco zu einer weiteren Untersuchung in zwei Wochen wieder vorzustellen. Ich bringe Taco wieder zurück in den Tempel und versorge die Hunde mit frischem Wasser. 

Vor dem Sheltertor sehe ich Brownie zusammen mit Jingo. Brownie wird täglich von Pat gefüttert und hat irgendwann herausgefunden, wohin sie nach der Fütterung verschwindet. Brownie war von unserer ersten Begegnung an absolut zutraulich und ist damit ganz das Gegenteil zu Jingo, der sofort eine Biege macht als er mich sieht. Ich lasse das Außentor zum Doppeltorbereich offen stehen und stelle Futter und Wasser bereit in der Hoffnung, dass Jingo sich wieder einfindet. Das ist heute allerdings nicht der Fall. 

Ich mache mich an die Säuberung und danach an die Fütterung der Hunde. Piak bekommt wieder Hähnchenfilets, nachdem er die subkutane Verabreichung von Kochsalzlösung brav hat über sich ergehen lassen.

Montag, 5. April 2021

Heute Morgen kaufe ich die Monatsration Reis für Prajuabs Hunde ein und bin dann bei Claudia um mir die Schlüssel für das Haus mit den herrenlosen Hunden und Katzen abzuholen. Am Haus angekommen muss ich allerdings feststellen, dass die Schlösser ausgetauscht wurden. Claudia informiert die Hauseigentümerin, die morgen nach Pattaya kommen will, um nach dem Rechten zu sehen. 

Ich liefere den Reis bei Prajuab ab und bin dann im Shelter. Pat ist schon bei der Arbeit, obwohl es leicht regnet. Sie füttert und ich säubere. Jingo hat sich mit seinem Kragen verheddert. Den wieder zu richten lässt er nicht zu und beißt mich schließlich in die Wade. Damit er sich mal austoben kann, setze ich ihn vor die Tür. Er wird in Gnaden wieder aufgenommen werden, wenn er sich entschließt ins Shelter zurückzukehren. 

Talo und Tara haben nicht vor im hinteren Areal zu bleiben. Sie finden wieder einen Weg nach draußen, kommen aber nach einer Stunde von selbst zurück.  Wenn sie sich in den beiden hinteren Bereichen aufhalten können, scheinen sie es zufrieden zu sein. Am späten Nachmittag bin ich bei den Hunden, die Klaus versorgt. Jemand hat ihnen Reisfutter hingestellt; Wasser und Trockenfutter ist auch noch vorhanden.

Sonntag, 4. April 2021

Kurz nachdem ich morgens im Shelter eintreffe ziehen schwarze Wolken auf und der Himmel öffnet seine Schleusen bevor ich mit der Säuberung beginnen kann. Ich füttere Piak und die Welpen und säubere danach das Haus. 

Der Regen lässt nur allmählich nach und so schnappe ich mir Safo und fahre zu Dr. Oi. Da bei Safo vor sechs Wochen Blutparasiten festgestellt wurden und er eine vierwöchige Doxy/Ferric Behandlung absolviert hat, soll ein erneuter Bluttest Aufschluss geben, ob die Behandlung erfolgreich war. Ich bekomme am Abend den Befund; Safos Werte sind wieder im Normalbereich und Blutparasiten nicht mehr nachweisbar. Jingo kann ich auch wieder mitnehmen. Die Operationswunde ist noch nicht ganz verheilt, aber nicht mehr entzündet. Jingo muss noch drei Tage einen Kragen tragen. Damit die Wunde trocken bleibt, sperre ich ihn in einen der Kennel. 

Der Regen hat mittlerweile aufgehört und so mache ich mich an die Säuberung. Das Unwetter hat etliche Zweige von den Palmen geholt und die müssen auch entsorgt werden. Nach der Säuberung füttere ich und säubere erneut. Danach verabreiche ich Piak Kochsalzlösung. Piak macht mir die Arbeit weiterhin leicht.

Samstag, 3. April 2021

Nachdem ich meine morgendlichen Arbeiten im Shelter absolviert habe, bin ich mittags im Wat Amparahm und deponiere in der Tempelkammer wieder 40 kg Trockenfutter. Alle Hunde sind vollzählig; ich sehe auch wieder Sadhu, Prince und Payu. Taco will mit mir fahren, aber er muss noch einige Tage warten, bis ich ihn wieder in die Klinik bringe. 

Bei Apisit hole ich wieder 15 Säcke Trockenfutter ab und bringe davon drei zu Prajuab. Claudia fragt mich, ob ich jemanden wüsste, der acht Hunde und sieben Katzen aufnehmen könne. Die Tiere leben in einem großen Haus auf einem geräumigen Grundstück. Der Eigentümer muss das Land verlassen. Jemanden dafür zu finden, der auch noch das Haus übernehmen könnte, ist natürlich so gut wie aussichtslos. Um mir ein Bild von der Lage zu machen, fahre ich mit Claudia zu dem Haus. Die acht Hunde halten sich auf dem Vorplatz des Hauses auf. Sie sind gutem Zustand und freundlich. Die Katzen befinden sich im geräumigen Hausinneren. Auch sie sind in gutem Zustand. Während Claudia die Tiere füttert,  komme ich mit einigen der Hunde in Kontakt. Ich werde in einigen Tagen noch einmal nach ihnen schauen. 

Wieder im Shelter verstaue ich die nächsten 15 Säcke, versorge die Hunde mit frischem Wasser und füttere danach. Bevor die Dunkelheit einbricht, gehe ich noch einmal säubernd durch alle Bereiche.

Freitag, 2. April 2021

Heute Vormittag säubere ich und verteile dann die Medikamente. Jingo und Isco selbst zu untersuchen und zu behandeln gebe ich schnell auf. Ich bekomme sie aber beide in Boxen und bin mit ihnen bei Dr. Oi. Jingo ist ein richtig schwieriger Fall und es dauert bis Dr. Oi ihn sedieren kann. Mit Isco geht es etwas leichter. Aber auch er wird sediert. Jingos Wunde ist entzündet. Sie wird desinfiziert und Jingo bekommt einen Kragen verpasst. Dr. Oi möchte ihn für zwei Tage in der Klink behalten. Iscos Wunde sieht eigentlich nicht so übel aus. Auch er wird versorgt und bekommt einen Kragen angelegt. Ihn jedoch kann ich wieder mitnehmen. Isco muss nur noch drei Tage den Kragen tragen; dann wird die Wunde verheilt sein. 

Am frühen Nachmittag hole ich bei Apisit 15 der bestellten 30 Sack Trockenfutter ab und verstaue sie im Shelter. Danach füttere ich die Hunde und säubere erneut. Am Spätnachmittag bin ich bei den Hunden, die Klaus versorgt. Ich stelle ihnen Trockenfutter und Wasser in ihre Hütte. Heute sehe ich außer den drei Welpen auch die Mutter. Alle Hunde aber sind mir gegenüber sehr scheu. 

Auf dem Nachhauseweg schaue ich nach den Hunden im Pong Freizeitpark. Panaeng, Meefoo, Mum und Rodney liegen zusammen und überraschenderweise auch Dodo und Rico bei ihnen. Nicht weit von ihnen entfernt entdecke ich die beiden Welpen, die nun scheinbar auch ihren Platz gefunden haben. Ihre Mutter allerdings sehe ich nicht. Die Welpen sind allerliebst und sehr zutraulich. Es wird mir keine Mühe bereiten, sie in einigen Wochen sterilisieren zu lassen. Impfen werde ich sie auch.

Donnerstag, 1. April 2021

Pat vertritt mich heute Vormittag wieder und ich sitze schon früh am Morgen am Computer um die monatliche Dokumentation meiner Arbeit und die halbmonatliche Dokumentation für das Sterilisationsprojekt zu fertigen. Bis zum Nachmittag bin ich immer noch nicht ganz fertig und froh mich wieder körperlich zu betätigen. 

Pat hat die Hunde wieder gut versorgt, alle sind froh und erfreuen sich ihres Lebens. Allerdings muss ich feststellen, dass die Operationswunden von Isco und Jingo trotz täglicher Doxyvergabe immer noch nicht ganz verheilt sind. Rüden sind häufig problematisch, weil sie sich lecken, was Hündinnen in der Regel nicht tun. Isco und insbesondere Jingo sind immer noch sehr scheu und es ist äußerst schwierig sie zu behandeln. Sie müssten beide einen Kragen tragen. Mal sehen, ob ich das morgen hinkriege. 

Piak dagegen ist vollkommen unproblematisch. Ich kann ihm ohne Mühe die zweite subkutane Injektion verabreichen. Die Medikamente, verpackt in gekochte Hähnchenbrust nimmt er ebenfalls problemlos. Amys fünf Welpen haben die Sterilisation prima überstanden. Die Pflaster bei Pearl, Demi, Jade und Roxy halten noch. Nole ist von einer Infektion verschont geblieben. Die vier weiblichen Welpen erhalten noch für drei Tage Doxycycline.