Montag, 30. November 2020

Meine heutige freie Zeit verbringe ich mit der Dokumentierung des Sterilisationsprojekts und dringenden Besorgungen. Am späten Nachmittag bin ich dann im Shelter. Pat und Katharina haben mich bestens vertreten. Maggie ist immer noch draußen. Pat hatte sie wieder in ihren Bereich gebracht, aber als sie Katharina erblickte, wurde sie panisch und so hat Pat sie wieder rausgelassen. Maggie ist zu mir sehr zutraulich und hat auch mit Pat keine Probleme, bekommt jedoch Panikattacken, wenn sie Fremde sieht. Nachdem ich meine Säuberungsrunde absolviert habe, füttere ich die Hauswelpen und schaue dann nach Maggie. Ich finde sie vor dem Tor, kann sie aufnehmen und stecke sie für die Nacht in einen der Hauskennel. Maggie hat fast zwei Tage lang nichts gefressen und ist sehr hungrig. Ich muss mir morgen überlegen, wo ich sie am besten unterbringe.

Sonntag, 29. November 2020

Heute mache ich die volle Schicht von 10 bis 6. Das Empfangskomitee steht morgens am Tor bereit. Dieses Mal sind Tara, Zola und Toya vertreten. Talo hat wohl das Interesse an den Ausflügen verloren. Die drei Ausbrecher kommen erstmal wieder in den Doppeltorbereich. Reisfutter hatte ich schon gestern vorgekocht und so bekommen zuerst Amys Welpen und danach die vier großen Welpen ihre Portionen. Amys Welpen zu kontrollieren ist ähnlich wie Flöhe hüten aber schließlich habe ich sie aus dem Behandlungsraum und kann mit der Säuberung von Haus und Hausbereich beginnen. 

Anschließend mache ich mich an eine solide Abdichtung des Tunnels, den die Hunde unter dem Zaun im Salabereichs gegraben haben. Danach säubere ich die restlichen Bereiche und entsorge den Kot. Dabei entwischt mir Maggie nach draußen. Maggie ist nicht unbedingt glücklich zusammen mit Tommy, Tashi, Nuri und Lilly. Sie will nicht wieder reinkommen und so lasse ich ihr den Spaß am Ausflug. Weglaufen wird sie nicht. 

Mit der Fütterung beginne ich in den beiden hintersten Bereichen. Ich sperre die großen Hunde in den einen Bereich und füttere die Welpen in dem Nachbarbereich mit Reisfutter. Anschließend verteile ich Trockenfutter an alle Hunde. Mittlerweile kann ich die neuen Welpen auseinanderhalten und so bekommen sie ihre Namen. Meine Annahme, dass es drei männliche und drei weibliche sind, war falsch. Die Verteilung ist 4 zu 2. Die vier Rüden nenne ich Luca, Isco, Jiro und Jingo und die beiden weiblichen Kimi und Yuki. Etwas zutraulicher sind nun schon Isco und die kleinste der Welpen, Yuki. 

Zwischendurch schaue ich nach Maggie, aber sie bleibt verschwunden. Nach der Fütterung gibt es frisches Wasser und anschließen muss ich wieder ran an die Kotsäuberung. Danach verteile ich Fischöl und Ferric und füttere die Hauswelpen ein zweites Mal, dieses Mal mit Welpenfutter. Dann bringe ich Tara, Zola und Toya zurück in ihren Bereich. 

Mittlerweile ist es kurz vor sechs. Den frühen Abend genießen die Hunde immer am meisten. Viele von ihnen tollen herum, unter ihnen nun auch schon Amys Welpen, die von Tag zu Tag selbstständiger werden. Ivy, Kaya und Mika ziehen es vor im Salabereich zu bleiben. Vor dem Tor findet sich Maggie ein. Sie signalisiert mir, dass es ihr gut geht aber dass sie es vorzieht heute Nacht draußen zu bleiben. Pat wird sie morgen wohl wieder einfangen können. Katharina kommt morgen auch und so muss ich nur zur Nachmittagsschicht ins Shelter.

Samstag, 28. November 2020

Die Salabereichhunde sind nicht wieder ausgebrochen, aber Tara und Zola empfangen mich morgens wieder vor dem Tor. Talo und Toya sind ihnen dieses Mal nicht gefolgt. Pat und ich verrichten unsere gewohnten Arbeiten. 

Ich nehme Venus mit zu den Hunden in den beiden hintersten Bereichen. Venus hat lange im Salabereich verbracht, aber sie war dort die vergangenen Wochen nicht mehr besonders glücklich. Anfangs verkriecht sie sich ein wenig aber das ist normales Verhalten. Später, als Pat mit dem Futter kommt und wir eine Zeitlang bei den Hunden sitzen, entspannt sich Venus sichtlich. Ich sehe keine Probleme mit ihrer Integration. Ich bin froh, dass ich die neuen Welpen aus ihrem Verlies geholt habe. Es ist schön zu sehen wie gut ihnen die Erde, das Gras, die frische Luft und die Sonne tut. Sie brauchen aber noch Zeit bis sie Vertrauen zu Pat und mir gefasst haben. Am frühen Abend bringe ich Tara und Zola zurück in ihren Bereich und füttere die Welpen für die Nacht.

Freitag, 27. November 2020

Tara begrüßt mich wieder vor dem Tor, dieses Mal ohne Anhang. Sie ist ein großer, kräftiger Hund und hat die Palette einfach ein wenig verschoben und ist durch das bestehende Loch im Zaun geschlüpft. Pat kommt und wir beginnen mit unserer Arbeit. Amy und alle Hauswelpen werden im Behandlungsraum mit Reisfutter gefüttert und die übrigen Hunde jeweils in ihren Bereichen mit Trockenfutter. Heute aber bekommen auch die Welpen im hinteren Bereich Reisfutter. Danach ist Säuberung und Wasserverteilung angesagt. 

Ich schließe das Tor, um für meine Nachmittagspause nach Hause zu fahren und sehe zu meiner Überraschung Mika, Ivy, Kaya, Aki und Beppe in der Entfernung auf der Soi herumlaufen. Ich hole sie rasch in den Doppeltorbereich zurück. Die Welpen haben sich unter den Paletten und dem Zaun zum Nachbargrundstück durchgegraben; Beppe und Aki sind ihnen gefolgt. Zum Glück haben die anderen Salabereichhunde davon Abstand genommen. Das Loch ist aber auch ziemlich klein. Ich dichte es mit mehreren Paletten ab. Zur Fütterung der Welpen am Abend sind noch alle Hunde beisammen. 

Donnerstag, 26. November 2020

Tara, Talo, Zola und Toya empfangen mich morgens wieder gutgelaunt vor dem Tor. Ich kann ihnen nicht böse sein; sie betrachten es als Spiel und seit das Haus nebenan für sie nicht mehr zugänglich und der Hühnerstall verlassen ist, können sie keinen Schaden mehr anrichten. Die vier Ausbrecher folgen mir brav in den Doppeltorbereich, in dem ich sie auch bis zum Nachmittag belasse. 

Pat und Katharina haben mich vorzüglich vertreten. Alle Hunde sind wohlauf und guter Laune. Während Pat die Welpen und die großen Hunde füttert, säubere ich die Bereiche. Talo und Co hatten sich hinter eine Palette gezwängt und eine Öffnung im Zaun gefunden. Die dichte ich wieder provisorisch ab. Im Grunde müsste eine Mauer gezogen werden. Als Alternative überlege ich die vier Hunde in den neu zu schaffenden Bereich zu verlegen. Der grenzt dann nicht unmittelbar an das Nachbargrundstück. Dafür müssten dann aber zwei neue Salas gebaut werden, wofür ich kein Geld habe. Ich muss erstmal weiter improvisieren. 

Die neuen Welpen wagen sich nun schon in den anderen kleinen Bereich und zwei von ihnen sehe ich sogar schon in Talos und Taras Bereich. Sie sind so klein, dass sie unter dem Tor durch krabbeln können. Ruby und jetzt auch Buffy haben sich der Welpen angenommen.

Mittwoch, 25. November 2020

Pat und Katharina haben mich heute wieder verpflichtet vom Shelter fernzubleiben. Ganz ohne Arbeit aber kann ich es nicht aushalten und da ein Besuch bei den Tempelhunden ansteht, nutze ich die stressfreie Zeit, um mich ihnen ausgiebig zu widmen. Zu meiner großen Freude finde ich Deva und Prince wieder, die ich beide vermisst hatte. Ich versorge die Hunde mit Trockenfutter und frischem Wasser und dann mache ich mit Dotty, Piak, Sadhu, Jake, Panya und Satya unseren gewohnten Strandgang. Der Mutterhund mit den beiden Welpen ist wieder verschwunden. Dafür jedoch hat sich ein einzelner Welpe bei den Leuten, die Boote am Strand reparieren, eingefunden. Der Welpe ist in gutem Zustand und im Gegensatz zu den drei vorigen Hunden, sehr zutraulich. Er hat anscheinend schon Kontakt zu den Strandhunden aufgenommen und fühlt sich sichtlich wohl. Wenn er bleibt, nehme ich ihn in die Meute mit auf. 

Auf dem Rückweg fahre ich bei Ursi vorbei. Puschel und Bliss sind ganz überschwänglich. Sie haben ihren Platz bei Ursi gefunden und werden erstklassig versorgt. Bei Apisit hole ich dann noch bestellte 200 kg Trockenfutter ab und damit ist mein freier Tag, genau so wie meine normalen Arbeitstage, wie im Fluge vergangen.

Dienstag, 24. November 2020

Ich füttere die Welpen mit Trockenfutter und bereite das Reisfutter für den Abend. Danach säubere ich die Bereiche. Arno kommt und dichtet in Talos und Taras Bereich einige Meter Zaun mit Paletten ab. Den neuen Welpen geht es im hintersten Bereich offensichtlich gut. Die mutigsten wagen sogar schon einen Blick in den anderen kleinen Bereich. Ich lasse sie in Ruhe, damit sie sich an meine Anwesenheit gewöhnen. Mit den Hunden haben sie keine Probleme. Ruby liegt häufig bei ihnen. 

Amys Welpen werden von Tag zu Tag selbstständiger. Ich sehe einige von ihnen schon mit den großen Welpen spielen. Das beste Verhältnis unter den großen Hunden haben sie zu Pinky. Pinky hat stets ein Faible für Welpen gehabt. Amy ist unter den großen Hunden etabliert. Sie hat keinerlei Probleme damit, wenn die Welpen sich frei unter den anderen Hunden im Hausbereich bewegen. 

Am Nachmittag bin ich mit Merlin bei Dr. Oi. Merlins Wunde hat sich trotz dreitägiger Behandlung mit Doxycycline und Amicin nicht geschlossen. Dr. Oi versorgt die Wunde und empfiehlt anstatt Doxycyclin Cephalexin sowie Prednisilone zu verabreichen. Merlin muss für einige Tage einen Kragen tragen, damit er sich nicht kratzt. Nachdem ich mit Merlin zurück bin, füttere ich die die großen Hunde mit Trockenfutter, die neuen Welpen mit Reisfutter und Welpenfutter und dann Amy und alle neun Welpen mit Reisfutter.

Montag, 23. November 2020

Heute Morgen erscheint jemand am Tor und teilt mir mit, dass das Shelter verlegt werden müsse, da das Land verkauft werde. Ich lasse ihn mit Dr. Kwanchai sprechen, der der Pächter des Landes ist, auf dem ich das Shelter gebaut habe. Dr. Kwanchai kann mir auf Nachfrage nichts Plausibles erklären. Das Land kann garnicht verkauft werden, da es nur bewirtschaftet und von Generation zu Generation weitergereicht werden darf (SorPorKor Land). Ich vermute, dieser Jemand ist interessiert in das Haus nebenan einzuziehen und will deshalb das Shelter verlegt haben. 

Pat füttert die Welpen und die übrigen Hunde und ich säubere alle Bereiche. Im Haus nebenan wird weiter gebaut. Das weckt das Interesse von Talo und Tara. Mit Zola und Toya im Schlepptau brechen sie durch den Zaun. Mittlerweile ist das Haus nebenan für sie nicht mehr zugänglich, da zwei Tore installiert wurden. So kann ich die Hunde ein paar hundert Meter die Soi entlang wieder einsammeln. Die finden das lustig und folgen mir brav in den Doppeltorbereich, von wo aus ich sie in ihren Bereich zurückbringe und das Loch abdichte. 

Am Spätnachmittag empfangen mich die vier wieder vor dem Shelter. Die provisorische Abdichtung hat nicht gehalten. Also wiederholen wir die Übung noch einmal. Die Rückholaktion klappt mit jedem Mal besser. Talo und Tara führe ich an der Leine durch Haus- und Salabereich und Zola und Toya trage ich zurück. Dieses Mal verrammele ich das Loch mit drei Paletten. Dann füttere ich die Welpen und impfe Nole, Demi, Pearl, Roxy und Jade ein zweites Mal.

Sonntag, 22. November 2020

Pat hat schon mit der morgendlichen Routine begonnen als ich im Shelter eintreffe. Ich stelle ihr die neuen Welpen vor und sie schlägt die Hände über dem Kopf zusammen, dass ich schon wieder Hunde aufgenommen habe. Ich versichere ihr, dass es das letzte Mal war, aber sie glaubt mir nicht. 

Nachdem wir mit allen Arbeiten fertig sind, kommt überraschend Khun Vut mit einem Arbeiter, um mit den Zaunarbeiten zu beginnen. Ich sage ihm, dass ich gar kein Geld für seine Arbeiten habe, aber er meint, dass ich mir keine Sorgen machen solle, da er kommende Woche sowieso keine Zeit hat, um die Arbeiten fertigzustellen. Bis zum späten Nachmittag hat er dann auch nur das Gestänge für einen Bereich errichtet. 

Am frühen Abend füttere ich die Welpen mit Reisfutter. Erfreulicherweise entwickeln sich alle neun Welpen bestens. Amys Welpen hören nun auch schon auf ihre Namen. Da sie neugierig sind, was sich hinter dem Tor zum Salabereich tut, lasse ich sie dort mal schnuppern. Diese Übung werden wir in den kommenden Tagen nun öfter durchziehen bis ich sie wie auch die großen Welpen Mika, Ivy, Chip und Kaya unbesorgt zwischen Haus- und Salabereich hin und herwechseln lassen kann.

Samstag, 21. November 2020

Nachdem ich Haus und Hausbereich gesäubert habe, kommt Khun Vut, der den Zaun im Shelter errichtet hat. Ich hatte ihn gebeten mir einen Kostenvoranschlag für die Dreiteilung des großen, hinteren Bereichs sowie für die Metallarbeiten einer Isolierstation zu erstellen. Khun Vut nimmt Maß und wird mich in Kürze informieren, womit ich rechnen muss.  

Ich füttere Amy und ihre Welpen sowie die vier Welpen mit Reisfutter und die neuen Welpen mit Trockenfutter. Die Hunde in den beiden kleinen hinteren Bereichen haben die Welpen akzeptiert, und Ruby kümmert sich um sie. Mir gegenüber sind die Welpen immer noch sehr skeptisch. Sie werden jedoch nicht mehr panisch, wenn ich erscheine. Ich lasse ihnen Zeit sich an mich zu gewöhnen. Ich versorge sie mit soviel Trockenfutter, dass sie genug zu fressen haben, selbst wenn die Hunde aus dem anderen Bereich sich auch davon bedienen. 

Am frühen Nachmittag bringe ich den großen Käfig, in dem ich die Hunde zum Shelter gebracht hatte, zu Bua in die Silverlake Klinik zurück. Wieder im Shelter füttere ich die großen Hunde und die Welpen mit Trockenfutter. Merlin hat sich eine entzündliche Wunde unter dem rechten Ohr zugezogen, die ich mit Doxycyline und Amicin behandele.

Freitag, 20. November 2020

Die neuen Welpen haben die Nacht im großen Käfig gut überstanden. Sie haben gefressen, getrunken und sich ordentlich entleert. Ich verlege sie in einen der Kennel und beginne mit den intensiven Säuberungsarbeiten. Am späten Vormittag kommt Katharina mit Alison. Alison überlegt sich Chip zu adoptieren und will sich erstmal das Shelter ansehen. 

Nachdem ich alle Bereiche gesäubert habe, bringe ich die neuen Welpen in den hintersten Bereich zu Sita, Buffy und Ruby. Die Welpen sind mir gegenüber verängstigt; zu den Hunden scheinen sie eher Vertrauen zu fassen. Damit sie nicht überwältigt werden, lasse ich die Tür zum anderen kleinen Bereich erstmal verschlossen. 

Am Nachmittag bekommen wir weiteren Besuch. Es sind Glen und Pom. Glen hatte mich vor einigen Tagen kontaktiert und sagte, er könne sich vorstellen mich zu unterstützen. Ich führe Glen und Pom durch alle Bereiche. Da sie beide hundeerfahren sind, klappt das wunderbar. Im hintersten Bereich verstecken sich die Welpen vor uns. Es wird sicher einige Tage dauern bis sie auch zu Menschen vertrauen fassen. 

Nachdem die Besucher gegangen sind, füttere ich die großen Hunde. Ich lasse nun die Tür zum anderen kleinen Bereich offen und gehe meinen Beschäftigungen nach. Leo. Nuri, Coco, Lilly und Erin schauen sich die Welpen an und gehen dann wieder. Im hintersten Bereich stehen zwei Salas. Da deren Böden für die Welpen nicht erreichbar sind, statte ich sie mit Behelfstreppchen aus, sodass die Welpen sich sowohl am Boden als auch in den Salas aufhalten können. Ich sehe einige von ihnen das Trockenfutter fressen, das ich auf Blechen sowohl in den Salas als auch am Boden bereitstelle. Ich bin ziemlich sicher, dass sich alle Welpen in wenigen Tagen eingewöhnt haben. Ihr Vertrauen allerdings muss ich mir erstmal erarbeiten.

Donnerstag, 19. November 2020

Pat kommt heute etwas später und so habe ich die meisten Arbeiten schon erledigt. Pat füttert die Hunde und ich besorge den Rest. 

Um vier Uhr treffe ich Bua am Tuk.com Parkhaus. Mit tätiger Hilfe des jungen Wachmanns holt Bua alle sechs Welpen aus dem dunklen Loch. Die Mutter allerdings entwischt bei der Aktion. Dazu erscheint noch ein Rüde aus der Dunkelheit. Ich vermute, es ist der Vater der Welpen. Die Tür zu dem Verlies wird nun verschlossen gehalten, sodass sich weder Mutter noch Vater der Welpen erneut dort einrichten können. Ich werde nach den beiden Hunden in einigen Tagen schauen, da der Mutterhund sterilisiert werden muss. 

Als ich im Shelter ankomme, ist es schon dunkel, sodass ich die sechs Neuankömmlinge erstmal im großen Käfig im Haus unterbringe. Morgen werde ich schauen, ob ich sie im hintersten Bereich häuslich machen kann. Die Welpen haben noch nie Erde unter ihren Pfoten gehabt und das wird ihnen guttun. Amy und die Welpen hatten am morgen Trockenfutter bekommen und sind hungrig. Sie bekommen Reisfutter. Anschließend stillt Amy ihre Welpen.

Mittwoch, 18. November 2020

Pat und Katharina hatten vergangenen Mittwoch beschlossen mir heute einen freien Tag zu verschaffen. Es ist der erste seit über acht Jahren und ich genieße ihn. Natürlich geht der nicht ganz ohne Arbeit und Hunde ab. Ich erledige liegengebliebene Computerarbeit und bin dann im Tuk.com um meine Kamera überprüfen zu lassen. 

Im Parkhaus des Tuk.com habe ich vor Jahren etliche Hunde sterilisieren lassen. Drei von ihnen begrüßen mich schwanzwedelnd. Es ist schon erstaunlich wie sie mich nach so langer Zeit auf Anhieb wieder erkannt haben. Im Untergrund des Parkhauses hatten sich schon damals Hunde eingerichtet, die ich nie einfangen konnte. Nun sehe ich erst einen und dann einen zweiten Welpen aus einem winzigen Mauerdurchbruch nach draußen kommen. Eine kleine Tür, die sonst immer geöffnet war, ist nun verschlossen worden. Sollte die Mutter der Welpen sich noch in dem Loch befinden, kann sie nicht nach draußen gelangen und muss jämmerlich verhungern. Das kann ich natürlich nicht zulassen. 

Ich frage einen jungen Mann, der an der Schranke arbeitet, wer den Schlüssel zu der Tür hat. Erst nach hartnäckigem Drängen schließt er die Tür auf. Ich krieche in den mit Müll übersäten Untergrund und sehe die Mutter und insgesamt sechs, etwa zwei Monate alte, Welpen. Alle Hunde sind sehr scheu. Der junge Mann teilt mir mit, dass das Management die Tür verschlossen habe. Ihm sei das auch nicht recht, aber er könne daran nichts ändern. Wenn die Tür wieder geöffnet würde, würde er Probleme bekommen. Das Problem habe nun ich. Ich versichere dem Mann, morgen wiederzukommen um die Angelegenheit zu regeln. Die Hunde müssen dort raus, allein kann ich das jedoch nicht schaffen. Da ich Bua heute nicht erreichen konnte, werde ich das morgen erneut versuchen. Die Mutter muss sterilisiert und mit den Welpen umgesiedelt werden. 

Am Abend bin ich seit einer Woche mal wieder bei Dodo und Rico. Sie kennen natürlich mein Auto und kommen von der anderen Straßenseite auf den Parkplatz des Freizeitparks hinübergerannt. Die beiden stecken immer zusammen und sind die besten Freunde. Sie sind nie aggressiv oder zanken sich. Auch zu Panaeng, Meefoo, Rodney und Mum sind sie stets freundlich. Die vier schlafen schon als ich im Park mit Dodo und Rico ankomme. Auch ihnen geht es gut. Katharina sorgt ja für sie. 

Der heutige Tag muss mir wirklich gutgetan haben, denn ein großer, flauschiger Rüde aus der Nachbarschaft meines Apartments, der sich mir sonst stetes neutral gegenüber verhalten hat, ist ausnehmend zutraulich und folgt mir bis zu meinem Apartment. Kurz darauf kommt auch Leila wieder, aber die besucht mich ja nun jeden Abend.

Dienstag, 17. November 2020

Morgens bekommen Amy und alle Welpen Welpenfutter und sind damit erstmal abgefertigt. Ich mache mich an die Säuberung von Haus und allen Bereichen. Pat kommt heute nicht, da ich jedoch nach Baan Amphur muss, verschiebe ich die Fütterung der übrigen Hunde auf den Nachmittag. Auf dem Tempelmarkt kaufe ich Reis und bezahle Ba Bät für die zweite Hälfte des Monats. Ich sehe Pema und Avira; beiden geht es gut. Im Tempel versorge ich die Hunde mit Trockenfutter und frischem Wasser. Ich schaue nach Deva – wieder vergebens. Auch Prince vermisse ich. Er war ja bei meinem vergangenen Besuch etwas wackelig auf den Beinen. Ich hoffe nicht, dass ich auch ihn verloren habe. 

Auf dem Weg zurück zum Shelter treffe ich Glen in Jomtien. Er und seine Freundin wollen in zwei Tagen die Hunde im Shelter besuchen. Im Shelter füttere ich zunächst die großen Hunde, absolviere danach eine Säuberungsrunde, verteile Ferric und Fischöl und füttere danach Amy und die Welpen mit Reisfutter. Nousha erhält bis auf Weiteres Itraconazole.

Montag, 16. November 2020

Pat und ich verrichten wieder unsere morgendliche Routine. Zu zweit ist die Arbeit gut zu schaffen und weit weniger stressig wie, wenn ich alles allein machen muss. Den Hunden kommt das auch zugute. Sie sind ja wie kleine Kinder, die nichts anderes im Kopf haben als Fressen, Spielen, Schlafen und sich zanken. Natürlich bekommen sie mit, wenn ich grantig werde und mucksen sich nicht mehr. Aber sie tun mir dann leid, denn sie sind ja nur in wenigen Fällen die direkte Ursache meine Rappel. Ich werde immer nur dann ungeduldig, wenn ich überarbeitet bin, meine Energie nachlässt und dann noch irgendein Blödsinn passiert. Das Schöne ist, dass die Hunde mir nichts nachtragen. Sie sind ja auch gelegentlich genervt und verstehen mich anscheinend irgendwie. 

Für heute Nachmittag ist der Reis schon vorgekocht und so dauert die Fütterung der Welpen nicht allzu lange. Danach gibt es für Amys Welpen noch eine Portion Muttermilch. Amy ist eine erfahrene Mutter, die vermutlich schon oft Welpen gehabt hat. So wartet sie geduldig bis auch der letzte Tropfen abgesaugt ist. Es ist erfreulich, dass Amy die Welpen immer noch stillt, denn dadurch wird deren Immunsystem für ihr gesamtes Leben gestärkt.

Sonntag, 15. November 2020

Pat und ich verrichten gemeinsam die morgendliche Routine. Ich füttere Amy und alle Welpen und Pat die übrigen Hunde. Ich verteile die Medikamente und danach folgt die übliche Säuberungstour. Chip begleitet mich wieder dabei. Mithilfe von Pat schneide ich Kenji die Krallen. Am Nachmittag gehe ich wie immer noch einmal säubernd durch alle Bereich und füttere Amy und alle Welpen erneut. Leila besucht mich nun jede Nacht und bleibt stundenlang. Sie verhält sich wie meine Hauskatze. 

Samstag, 14. November 2020

Pat hat für Shorty ein gutes Wort eingelegt und so versuchen wir es noch mal mit ihm. Heute war er auch vergleichsweise artig. Chip hatte sich gestern entschlossen im Salabereich zu bleiben und hat sich gut mit seinen Geschwistern vertragen. Ich fordere ihn nun immer auf mit mir durch die anderen Bereiche zu gehen, wenn ich säubere und er folgt mir meistens. Es scheint, dass er sich ein wenig gefangen hat. Ich bin jedoch immer noch sein bevorzugter Kontakt. 

Amy erholt sich zusehends von Trächtigkeit und Stillzeit. Durch die zweimal tägliche Fütterung sieht man ihre Rippen nicht mehr. Ihre Welpen haben die erste Impfung gut überstanden und entwickeln sich normal. Ich finde keine Zecken mehr an ihnen. Amy hatte vor einigen Tagen Bravecto erhalten und sie scheinen eine Dosis über die Muttermilch erhalten zu haben. Die Welpen bewegen sich mittlerweile ganz natürlich im Haus- und Doppeltorbereich. Am mutigsten sind Nole und Demi. Die Welpen haben keine Angst vor den großen Hunden und diese haben sie voll akzeptiert. 

Kaya, Ivy und Mika halten sich nun tagsüber vorwiegend im Salabereich auf; Chip meistens auch. Auch sie sind dort akzeptiert und bewegen sich natürlich unter den Salabereichshunden. Ivy kommt immer mit in den Talobereich und seit heute auch Kaya. Pinkys Ohrbehandlung ist abgeschlossen. Nousha erhält noch Itraconazole und Vitamine. Ihr Fellzustand hat sich verbessert. Beide Hunde erhalten zudem noch Fischöl. Eine Mischung aus Fischöl und Ferric erhalten auch Tommy, Roshi, Sita und Amy. Am Nachmittag füttere ich Amy und die Welpen erneut mit Reisfutter.

Freitag, 13. November 2020

Ich säubere morgens Haus und Hausbereich und füttere dann Amy und alle Welpen mit Welpentrockenfutter. Anschließend bringe ich die vier Welpen in den Salabereich. Amys Welpen schlafen wieder im großen Kennel. Pat kommt und füttert und ich säubere die restlichen Bereiche. 

Am Spätnachmittag bin ich wieder im Shelter, gehe noch einmal durch alle Bereiche und füttere dann Amy und die Welpen mit Reisfutter. Shorty legt sich häufig mit anderen Hunden im Haus an. Es ist nichts Ernstes, aber es nervt zuweilen. Ich stecke ihn deshalb in einen der Kennel. Während ich im Behandlungsraum bin, höre ich ungutes Gebell und sehe, dass Shorty versucht hat durch die Gitterstäbe nach draußen zu gelangen und weder vor noch zurückkann. Ich muss einen Gitterstab aufbrechen, damit er wieder frei kommt. Da Shortys Verhalten seit Wochen Unruhe verbreitet, werde ich versuchen ihn morgen in einen der hinteren Bereiche zu verlegen. 

Donnerstag, 12. November 2020

Alle Welpen sind wohlauf, auch Chip, der die Nacht gut überstanden hat. Ich nehme ihn wieder mit in den Hausbereich. Das wird gleich mal eine Übungsstunde für ihn, denn er muss mit mir durch alle Bereiche gehen. Das werden wir nun häufiger praktizieren, damit Chip alle Hunde kennenlernt und seine Angst vor dem Unbekannten verliert. 

Die Welpen bekommen Welpentrockenfutter, das auch Amy dem Normaltrockenfutter vorzieht. Amys Welpen werden immer noch gestillt und so kommen sie gut über den Tag. Ivy, Kaya und Mika gehen dann zurück in den Salabereich und Chip kommt mit mir mit auf Säuberungstour. 

Nach Medikamentenvergabe und Fütterung der übrigen Hunde mache ich mich auf den Weg nach Baan Amphur. Ich versorge die Tempelhunde mit Trockenfutter und frischem Wasser. Deva ist wieder nicht an ihrem Platz. Ich suche das ganze Areal um die Sala ab – ohne Erfolg. Es macht mich sehr traurig sie verloren zu haben. 

An der Tempelmauer zum Strand hin entdecke ich drei Hunde, die ich zuvor nie gesehen habe. Es scheint eine Mutter mit ihren beiden weiblichen, etwa drei Monate alten, Welpen zu sein. Die drei Hunde sind scheu, aber in gutem äußerlichen Zustand. Sie halten sich an dem Platz auf, an dem Taro, Akira, Yoko, Rika und Miwa täglich mit Reisfutter versorgt werden. Somit werden auch sie satt. Ich werde versuchen ihr Vertrauen zu gewinnen. Der Mutterhund muss rasch sterilisiert werden. 

Ich hole Wans Hündin aus der Silverlake Klinik und bringe sie zurück auf ein ausgedehntes Gelände in der Nähe des Tesco Lotus. Wan füttert gerade und so sehe ich, dass sich dort mindestens zwanzig Hunde versammeln. Wan und eine Thai kümmern sich um die Hunde, die alle in gutem Zustand sind. Die meisten der Hündinnen sind sterilisiert. 

Am frühen Abend bin ich wieder im Shelter. Ich säubere erneut die Bereiche und das Haus, bereite Reisfutter zu und füttere Amy und alle Welpen. Da es schon stockdunkel ist, lasse ich Chip im großen Kennel. Auch seine Geschwister sowie Amy mit den Welpen haben sich dort für die Nacht bei der Stammbesatzung Lena, Nousha, Pinky und Patty eingerichtet.

Mittwoch, 11. November 2020

Katharina ist schon frühmorgens im Shelter und hat mit den Arbeiten begonnen. Haus und Hausbereich sind bereits sauber und so kann ich mit der Futterzubereitung und der Fütterung von Amy und den Welpen weitermachen. 

Pat kommt am Vormittag mit Nelson, Rosie und Shana. Die drei waren schon lange nicht mehr im Shelter, aber die Hunde kennen sich ja von früher und so gibt es keine Probleme. Nur Mika, Ivy und Kaya bellen die Eindringlinge eine Zeitlang an, die jedoch souverän bleiben. Katharina und Pat füttern; ich verteile Medikamente und säubere die restlichen Bereiche. 

Da Chip seine Schwestern meidet und auch sonst kaum Kontakt zu den Hunden im Haus- oder Salabereich bekommt, nehme ich ihn versuchsweise mit in die beiden hinteren Bereiche. Ich musste die Tür zwischen dem großen und den beiden kleineren Bereichen wieder schließen, da sich Tashi und Tommy Leo ausgeguckt haben. Tashi und Tommy bleiben nun mit Maggie, Mona und Lilly im großen Bereich; Erin, Nuri, Coco und Leo halten sich im vorderen, kleinen Bereich auf und Sita, Ruby und Buffy liegen überwiegend im hintersten Bereich. Ich nehme Chip mit zu ihnen und schließe die Tür. Chip ist ja von der ängstlichen Sorte und hält sich dicht an mich. Ich bleibe so lange bei ihm bis er sich ein wenig zurechtgefunden hat. Die drei Mädel haben nichts gegen seine Anwesenheit. 

Am späten Nachmittag bin ich wieder im Shelter, mache eine Säuberungsrunde und füttere dann zunächst Amy und ihre Welpen und danach Mika, Ivy und Kaya. Danach ist Chip an der Reihe. Er bekommt sein Reisfutter im überdachten Käfig, der im vorderen, kleinen Bereich steht. Ich bringe dann Chip wieder in den hintersten Bereich zu Ruby, Buffy und Sita und schließe die Tür. Chip weint zwar und will mit mir mit, aber er muss die Nacht bei den Mädels bleiben. 

Mika, Ivy und Kaya halten sich nun tagsüber meistens im Salabereich auf und wollen das auch. Nur zur Fütterung hole ich sie in den Behandlungsraum und nachts wollen sie wieder in den Hausbereich. Amy und ihre Welpen haben den großen Käfig verlassen und halten sich nun häufig im großen Kennel auf. Sie liegen vor der Tür zum Behandlungsraum, weil sie wissen, dass es dahinter Futter für sie gibt. 

Dienstag, 10. November 2020

Ich verrichte meine morgendliche Routine mit der Zubereitung von Reisfutter, der Fütterung von Amy und den neun Welpen sowie heute wieder auch Sita und Leo. Pat füttert die übrigen Hunde und Arno mäht Gras. Ich säubere Haus und Bereiche und sorge für frisches Wasser. Amys Welpen machen viel Arbeit; Hauptsache aber ist, dass sie wachsen und gedeihen. In einem Monat werden sie aus den Kinderschuhen heraus sein. Das beobachte ich an den vier großen Welpen, die mittlerweile kaum eine Mehrbelastung darstellen. 

Die drei Mädel Ivy, Kaya und Mika halten sich nun schon oft ganz selbstsicher im großen Salabereich auf. Ivy ist am mutigsten und geht sogar mit in den Talobereich. Chip jedoch ist ein Softy und das wissen die drei Schwestern natürlich und dominieren ihn. Deswegen sieht er sie am liebsten von hinten und zieht es vor allein zu liegen. Ich muss mal schauen, ob ich ihn in den hinteren Bereichen heimisch machen kann. 

Am frühen Abend bekommen Amy und alle Welpen wieder Reisfutter; ich verteile die Medikamente an Nousha und Pinky und gehe noch einmal durch alle Bereiche. Dann lösche ich das Licht und ein langer Sheltertag geht mal wieder zu Ende.

Montag, 9. November 2020

Heute bin ich mal wieder den ganzen Tag allein im Shelter. Ich säubere am Morgen den Hausbereich und bin dann mit Amy und ihren Welpen bei Dr. Oi. Amy und die Welpen werden entwurmt und die Welpen geimpft. Nach unserer Rückkehr füttere ich Amy und die neun Welpen und entwurme die vier großen Welpen. Dann säubere ich die Außenbereiche. Anschließend füttere ich die übrigen Hunde. 

Ich bin dann wieder bei Dr. Oi, dieses Mal mit Pinky. Pinky wird vom Verband befreit, sie muss aber noch einen Kragen tragen und die Medikamente für einige weitere Tage nehmen. Ich füttere Amy und die Welpen erneut und gehe noch einmal durch alle Bereiche. Leo bekommt immer noch täglich Ferric, Tommy und Roshi Fischöl, Sita und Amy Fischöl und Ferric und Nousha weiterhin Predisilone, Vitamin C und Fischöl und nun auch zusätzlich Itraconazole gegen Pilzbefall.

Sonntag, 8. November 2020

Ich bin am frühen Vormittag im Shelter, reinige Haus und alle Bereiche und verteile Medikamente. Anschließend füttere ich Amy und alle Welpen mit Reisfutter. Pat kommt mittags und füttert die übrigen Hunde. Am Nachmittag erledige ich Einkäufe in der Stadt und bin dann wieder im Shelter. Ich verteile die abendlichen Medikamente und füttere alle Welpen erneut.

Samstag, 7. November 2020

Pat bringt heute Morgen wieder Reisfutter für die Welpen mit. Ich bereite Reisfutter für Amy, Leo und Sita zu. Amys Welpen Roxy, Jade. Pearl, Nole und Demi wissen schon, dass sie im Behandlungsraum gefüttert werden und strömen herbei. Nach den Fünfen werden die großen Welpen Chip, Kaya, Mika und Ivy gefüttert. Dann reinige ich und verteile die Medikamente. Pat füttert die übrigen Hunde. Am Nachmittag kommt Arno und mäht Gras. Später dann füttere ich die Welpen und Amy erneut und verteile Medikamente an Pinky und Nousha. 

Freitag, 6. November 2020

Ich schaue morgens als Erstes nach Amara. Sie liegt noch im Baderaum. Amara reagiert noch auf mich aber sie wird immer schwächer. Ich entschließe mich sie heute einschläfern zu lassen. Nachdem ich alle morgendlichen Arbeiten erledigt habe, überlasse ich Pat die Fürsorge über die Hunde und fahre mit Amara zum Tesco Lotus Nord, um eine Hündin, um die sich Wan kümmert, zur Sterilisation abzuholen. Amara liegt wie immer, wenn ich mit ihr fahre, vor dem Beifahrersitz. Ich sehe, dass es bald mit ihr zu Ende geht und möchte sie so schnell wie möglich erlösen. Zwei Minuten jedoch bevor ich die Silverlake Klinik erreiche, bäumt sich Amara ein letztes Mal auf und stirbt. 

Ich gebe Wans Hündin bei Dr. Kwanchai ab und versorge dann die Wat Hunde.  Deva vermisse ich, was mir ein wenig Sorge macht. Deva ist eine liebe Seele und liegt immer allein am Sala. Wenn ich ein Haus hätte, würde ich sie sofort zu mir nehmen. Ich sehe Payu das erste Mal seit er im Tempel lebt, in der Vorhalle auf mich zukommen, obwohl einige der Hunde in der Nähe sind. Etwas Mysteriöses muss passiert sein, denn Bob, der am Strand lebt und den ich nie zuvor in der Vorhalle gesehen habe, ist bei ihm. Payu ist freundlich wie immer und lässt sich streicheln. Er sieht gut aus und es scheint ihm auch gutzugehen. Prince taucht nun auch öfter an der Vorhalle auf. Er ist mit seinen zehn Jahren der älteste Hund, den ich betreue und nun schon ein wenig fragil. Aber er hat immer noch ein gutes Leben. 

Bevor ich zum Shelter zurückkehre, gebe ich Amara in der NPW Klinik zur Einäscherung ab. Ich füttere Amy und alle Welpen. Dodger befreie ich vom Kragen. Ich hoffe, dass seine Wunde nun schnell zuheilt. Tashi und Paco husten und erhalten Bromhexine. Pinky und Nousha bekommen ihre abendlichen Medikamente. Mona hat sich eine kleine Bisswunde zugezogen, die ich mit Anicine behandele. Alle Welpen werden mit jedem Tag selbständiger, was mir meine Arbeit erleichtert. Amys Welpen gedeihen prächtig. Amy stillt immer noch, obwohl die Welpen schon seit einiger Zeit Reisfutter bekommen.

Donnerstag, 5. November 2020

Heute Vormittag verrichten Pat und ich unsere übliche Routine. Pat hat Reisfutter mitgebracht und füttert auch Amy und die neun Welpen. Amara verweigert jegliches Futter. Sie kann kaum noch auf ihren Beinen stehen. Jedoch hat sie noch keine Schmerzen. Es tut mir weh ihr in die Augen zu schauen. Dodgers Vorderlaufwunde wächst allmählich zu. Er muss aber noch immer einen Kragen tragen, damit er sie nicht leckt. Pinky trägt ihren Kragen auch noch und er scheint sie auch nicht sonderlich zu behindern. 

Am frühen Abend bin ich wieder im Shelter. Amara hat sich in eine Box im Baderaum zurückgezogen. Ich füttere Amy und alle Welpen und säubere den Hausbereich erneut. Als ich gehe, schlafen die meisten Hunde schon.

Mittwoch, 4. November 2020

Ich erhalte eine Lieferung Impfstoffe und bin deshalb etwas später im Shelter. Pat hat schon mit der Arbeit begonnen und das Haus gesäubert. Amara hat kaum etwas gefressen oder getrunken und will sofort wieder zurück in ihren Bottich im großen Kennel. Ich bereite das Reisfutter für Amy und die Welpen zu. Pat füttert die übrigen Hunde und ich säubere die Bereiche. Dann impfen wir die vier Welpen Mika, Chip, Ivy und Kaya. 

Mittags bin ich mit Pinky, Amara und Nousha bei Dr. Oi. Noushas Medikation wird geändert. Cephalexin wird abgesetzt, Predisilone jedoch beibehalten. Dazu verordnet Dr. Oi Vitamin C und Itraconazole. Pinkys Ohrmuschel Hämatom wird aufgestochen und ihr Ohr verbunden. Sie bekommt Norfloxacin und Prednisilone verordnet und muss einen Kragen tragen. Amara wird Blut für einen Nierentest entnommen. Dr. Oi hängt sie an einen Tropf. 

Am frühen Abend hole ich Amara wieder ab. Der Test hat einen wiederum stärker erhöhten Creatinine Wert ergeben und liegt nun bei 9.5.  Der obere Grenzwert liegt bei 1.7. Es besteht keine Aussicht auf Besserung. Eine Einschläferung wird unvermeidlich sein. Ich nehme Amara jedoch wieder mit. Sollten ihre Nieren völlig versagen muss rasch gehandelt werden. Ich bin sehr traurig, aber die abendliche Arbeit muss dennoch gemacht werden. Ich füttere Amy und alle Welpen für die Nacht und verteile Medikamente.

Dienstag, 3. November 2020

Katharina ist schon im Shelter als ich morgens ankomme. Sie säubert das Haus und ich bereite das Reisfutter zu. Wie jeden Morgen nun erhalten Amys Welpen ihre Portionen im Behandlungsraum zuerst, dann ist Amy im großen Käfig dran und dann die vier Welpen. Anschließend versorge ich Leo und Sita. Amys Welpen wissen bereits, dass sie im Behandlungsraum gefüttert werden und versammeln sich vor der Tür. 

Roccos Wunden sind zugewachsen und müssen nicht mehr behandelt werden. Er scheint sich unter den Hunden im Haus recht wohl zu fühlen und so lasse ich ihn erstmal dort. Amara frisst nicht mehr oder nur ganz wenig. Sie rollt sich in einer der Schüsseln im großen Kennel zusammen und mag nicht mehr aufstehen. Es wird wohl nur noch eine Frage der Zeit sein bis sie aufgibt. Nousha hat ihre Cephalexin/Prednisilone Behandlung beendet. Ihr Fellzustand hat sich gebessert. Pinky hat sich ein Hämatom in der Ohrmuschel zugezogen. Ich werde die drei Hunde morgen Dr. Oi vorstellen. 

Da Pat heute nicht kommt, füttern Katharina und ich die übrigen Hunde. Anschließend säubere ich die Bereiche und Katharina beschäftigt sich mit den Hunden im Salabereich und sucht danach Amys Welpen nach Zecken ab, von denen die vier großen Welpen nach der Bravecto Vergabe nun verschont bleiben. Die vier wechseln bereits regelmäßig zwischen Haus- und Salabereich hin und her. 

Am frühen Abend bin ich wieder im Shelter und füttere alle Welpen mit Reisfutter. Danach nehme ich Amara in den Behandlungsraum und biete ihr Reisfutter an. In der Hoffnung, dass sie über Nacht frisst und trinkt, lasse ich sie dort.

Montag, 2. November 2020

Wenn ich morgens das Shelterinnentor öffne, kommen immer etliche Hunde auf mich zugestürmt. Seit einiger Zeit sind auch die vier Welpen dabei und nun auch schon Amy und ihre Welpen, die allerdings bei dem Gedränge fast untergehen. Diese kleinen Geschöpfe lernen so schnell und die beste Sozialisation für sie ist natürlich der Umgang mit vielen verschiedenen Hunden. 

Seitdem all die Welpen im Shelter sind, ist meine morgendliche Routine ein wenig verändert. Zuerst muss ich natürlich den Hausbereich reinigen, denn die Welpen setzen ihren Kot überall ab. Dann bereite ich das Reisfutter zu. Die Mengen werden größer. Ich füttere zuerst die vier Welpen im Behandlungsraum, dann kommen dort die fünf Welpen dran, anschließend füttere ich Amy im großen Käfig und zum Schluss Sita und Leo in den hinteren Bereichen. Amara hat sich in einen der kleinen Käfige zurückgezogen und so füttere ich sie dort. Ich verteile dann die Medikamente, säubere alle Bereiche und da Pat heute nicht kommt füttere ich schließlich die übrigen Hunde mit Trockenfutter. 

Arno kommt und mäht Gras und ich fahre zu den Tempelhunden. Ich kaufe Reis für die kommenden zwei Wochen und bezahle Ba Bät. Anschließend versorge ich die Tempelhunde mit Trockenfutter und frischem Wasser. Dann machen wir unseren Strandgang. Zurück im Shelter füttere ich Amy und alle Welpen wieder mit Reisfutter für die Nacht.

Sonntag, 1. November 2020

Auf dem Wege zum Shelter kaufe ich Nassfutter, Fleisch und Kauknochen. Amy, Leo, Sita und alle neun Welpen füttere ich ja täglich mit Reis, vermischt mit Nassfutter, Eiern und Schweinefleisch. Amy, weil sie immer noch gelegentlich stillt, Leo und Sita, damit sie zunehmen und die Welpen, damit sie in den ersten Lebensmonaten so gut wie möglich genährt werden. Pat kommt mittags und füttert mit Trockenfutter. Zurzeit bevorzuge ich Bok Dok Si Som. Ich weiß zwar nicht, ob ich den Inhaltsangaben vertrauen kann, aber ich bin mit dem Zustand der Hunde im Allgemeinen zufrieden.

Am Nachmittag hole ich bei Apisit bestellte 300 kg ab. Wieder im Shelter verstaue ich die Säcke im Behandlungsraum, säubere die Bereiche und füttere Amy und alle Welpen für die Nacht. Anschließend verabreiche ich Amara die Infusion.