Freitag, 31. Juli 2020

Ich hole Leo aus seinem Kennel und mache mich an die gewohnte Arbeit. Pat kommt und füttert die Hunde. Ich schmiere Pinky und Nousha mit der Sulfur/Kokosnussmischung ein. 

Auf dem Weg nach Baan Amphur fahre ich zuerst bei Naree vorbei und gebe den Leuten einen Sack Trockenfutter für ihre drei Hunde. Dann bin ich bei Dodo und Rico und verabreiche Rico Carprofen. Auf dem Tempelmarkt kaufe ich Reis und treffe den Sohn von Ba Bät. Ich bezahle ihn für August. Ich sehe Avira und Pema. Avira, die zuvor immer relativ reserviert war, ist nun sehr anhänglich. Die Hunde im Tempel sind offensichtlich gut versorgt worden, denn sie stürzen sich nicht auf das Trockenfutter, das ich in die Container verteile. Alle Hunde sind vollzählig und wohlauf. 

Auf dem Wege zurück zum Shelter liefere ich bei Prajuab die August Ration Reis und Trockenfutter ab. Zurück im Shelter säubere ich erneut und verteile die abendlichen Medikamente. Ich bringe Leo in den hintersten Bereich in dem sich Tommy und Buffy ständig aufhalten und schließe die Tür für die Nacht. Leo hält es schlecht in einem Käfig aus. Er ist es ja gewohnt frei auf der Straße zu leben. Bei Tommy und Buffy ist er sicher und hat genügend Freiraum.

Donnerstag, 30. Juli 2020

Nach Verrichtung meiner morgendlichen Arbeiten bin ich mit Leo bei Dr. Oi. Die großflächigen Abschürfungen sehen besser aus und die rektale Untersuchung ergibt, dass Leos Eingeweide vermutlich normal arbeiten. Eine Organverletzung kann wohl ausgeschlossen werden. Leo bewegt sich im Hausbereich auch ganz normal, kommt gut mit den anderen Hunden aus und scheint sich seines Lebens zu freuen. In einen Käfig oder Kennel will er garnicht mehr. Ich bin trotzdem vorsichtig und sperre ihn ein, wenn ich in den hinteren Bereichen arbeite. 

Ein erneuter Nierentest hat für Amara eine leichte Reduzierung des Creatinine Wertes ergeben. Dr. Oi empfiehlt die intravenöse Behandlung für weitere drei Tage fortzuführen. 

Nachdem ich mit Leo zurück bin, füttere ich die Hunde. Heute gibt es für alle nur Trockenfutter. Lingling, mein zweiter Patient frisst gut und auch Coco und Lilly machen sich über das Futter her. Kenji macht mir nun etwas Sorge. Möglicherweise steckt ihm ein Knochenstück irgendwo quer. Pat hatte ihm ja gestern einen Knochen mitgebracht. 

Nachdem ich am Abend Ferric an Zaza, Lingling, Coco, Lilly und Kobie verteilt habe, fahre ich zu den Hunden im Freizeitpart Pong. Rico hat sich offensichtlich gehauen, denn er humpelt. Ich stelle eine kleine Bisswunde an seinem linken Vorderlauf fest. Morgen werde ich ihn mit Carprofen behandeln. Ein erneutes grooming ist auch mal wieder fällig. Dodo geht es gut. Die Schwellung, die ein Angelhaken an Mums Brust verursacht hat, ist stark zurückgegangen. Panaeng, Meefoo und Rodney geht es ebenfalls gut.

Mittwoch, 29. Juli 2020

Ich schaue am Morgen natürlich zuerst nach Leo. Er liegt in seinem Käfig und scheint sich an die neue Umgebung gewöhnt zu haben. Ich lasse ihn heraus und bringe ihn in den Doppeltorbereich, wo er sich erstmal orientieren kann. Nach einigen Minuten öffne ich die Tür und einige Hunde beschnuppern ihn. Das ist nicht mehr so irritierend für ihn und die meisten Hunde interessieren sich auch gar nicht mehr für den Neuling. Ich kann mich also an meine gewohnte morgendliche Arbeit machen. Leo kommt vom Doppeltorbereich in den Hausbereich. Er kann gehen, wenn auch langsam und er zieht den rechten Hinterlauf nach. Aber er scheint seine neue Umgebung zu mögen, hört schon auf seinen Namen und ist sehr zutraulich zu mir. Nach einer guten halben Stunde sperre ich Leo in den großen Käfig, da ich die hinteren Bereiche säubern muss. Ohne Aufsicht will ich ihn vorerst nicht lassen. 

Am späten Vormittag kommt Katharina, um Dana wieder abzuholen. Wir gehen zusammen in den hinteren Bereich in dem Dana mit den Coco, Lilly und einigen der großen Hunde die vergangenen zwei Wochen verbracht hat. Katharina kann sich damit selbst ein Bild davon machen, dass sich Dana gut eingelebt hat. Für die kommenden Tage wird Dana bei Katharina bleiben. 

Pat kommt dann auch und bringt wieder einige Container Reisfutter mit. Ich füttere damit Lingling, Leo, Lucy, Coco und Lilly. Für Kenji hat Pat einen Knochen mitgebracht. Pat füttert und ich säubere danach erneut. Dabei lasse ich Leo wieder nach draußen. Er, der wohl sein ganzes Leben auf der Straße verbracht hat, genießt das Gras und die Erde. 

Am Abend erhalte ich das Resultat seines Bluttests. Seine roten Blutwerte sehen erstaunlich gut aus, aber die Anzahl der weißen Blutkörperchen ist sehr stark erhöht, was auf eine Entzündung hindeutet. Die kann von den relativ großflächigen Abschürfungen herrühren, die er davongetragen hat, aber kann auch eine andere Ursache haben. Leo muss Doxycyline erhalten und dann muss in einigen Tagen eine erneute Untersuchung Aufschluss geben, ob eventuell eine innere Verletzung vorliegt.

Dienstag, 28. Juli 2020

Ich verrichte meine morgendlichen Arbeiten und nachdem Pat gekommen ist, hole ich Leo, so nenne ich unseren Neuzugang, aus der Klinik. Leo ist ein ganz lieber und hat keine Probleme gemacht. Im Shelter trage ich ihn in einen Käfig im Haus. Die gereichten Wurstscheiben mit Carprofen, Calcium und Neurobion frisst Leo problemlos. Auch das Reisfutter, das Pat mitgebracht hat, frisst er mit großem Appetit. Die Haushunde sind ja Neulinge gewohnt und verlieren bald das Interesse an Leo, nachdem sie ihn beäugt haben. Leo kann stehen, legt sich aber nach einer Weile und entspannt sich. Er reagiert schon freundlich, wenn ich ihn anspreche. Am frühen Abend bin ich wieder im Shelter und verteile Medikamente. Leo sieht ganz zufrieden aus.

Montag, 27. Juli 2020

Bei der morgendlichen Medikamentenvergabe muss ich feststellen, dass Amara die Wurstscheiben, in die ich das Doxycyline verpacke, nicht annehmen will. Ihre Doxy/Ferric Behandlung ist zwar fast abgeschlossen, aber ich vermute, dass sich ihre Nierenwerte verschlechtert haben. Ich fahre sofort mit ihr zu Dr. Oi, die Amara Blut abnimmt. Das Ergebnis, das ich am Abend erhalte, bestätigt leider meinen Verdacht. Amaras Nierenwerte bewegen sich nun an einer kritischen Schwelle. Dr. Oi möchte ihr drei Tage lang Kochsalzlösung infundieren. Sollten sich die Werte nicht verbessern, muss ich mit dem Schlimmsten rechnen. Das, obwohl sich die Blutwerte wieder den Normalbereich angenähert haben. 

Ich lasse also Amara in der Klinik zurück und mache mich an die gewohnte morgendliche Arbeit im Shelter. Pat kommt mittags und füttert. Sie hat Reisfutter für Coco, Lilly, Dana und auch für Lingling mitgebracht. Ich nehme Avira und Pema an Bord. Die Blutwerte beider Hunde sind wieder in Ordnung. Auf dem Tempelmarkt lasse ich die Hunde raus und die Marktfrauen freuen sich die beiden wiederzusehen. Avira und Pema sind natürlich auch ganz glücklich wieder in ihrer gewohnten Umgebung zu sein und das zeigen sie mir auch. 

Ich bin dann bei den Tempelhunden. Wir machen unseren gewohnten Strandgang, den die Hunde so sehr lieben und der mir Zeit lässt mal durchzuatmen. Anschließend bin ich bei Ursi um nach Bliss und Puschel zu schauen. Die beiden haben sich komplett eingelebt und Ursi ist ganz glücklich mit ihnen. Ich fahre zurück zum Shelter, säubere erneut und verteile die Medikamente. 

Dann bin ich zurück in Pong. Ich habe keine Waschmaschine und Wäsche wasche ich immer nachts. Auf dem Weg zur Münzmaschine treffe ich häufig zwei Hunde, die ich mittlerweile schon Jahre kenne. Gestern Nacht spricht mich dabei ein Wachmann an, der mir einen Hund zeigt, der offenbar angefahren wurde. Er kann zwar noch laufen, aber scheint doch etwas abbekommen zu haben. Heute Abend schaue ich nach dem Hund und der Wachmann hilft mir ihn in eine mitgebrachte Box zu bekommen. Ich stelle den Rüden Dr. Oi vor, die ihn röntgt. Das Röntgenbild ergibt einen Vierfachbruch der Hüfte. Glücklicherweise besteht die Chance, dass die Brüche bei Ruhigstellung selbst verheilen können. Da der Hund jedoch auf der Straße lebt und sich niemand um ihn kümmert, komme ich nicht umhin ihn aufzunehmen bis er wieder laufen kann. Da es schon spät geworden ist, lasse ich ihn für die Nacht in der Klinik und werde ihn morgen ins Shelter holen.

Sonntag, 26. Juli 2020

Pat füttert die Hunde und ich bin mit Lingling und Dodo bei Dr. Oi. Dodo ist ein Rüde von der Manufaktur bei der ich mir immer die Paletten hole. Ich habe schon einen Hund dort gegen TVT behandeln lassen und habe deswegen ein sehr gutes Verhältnis zu den Hunden. So bringe ich Dodo ohne Umstände in die Box. Dodo läuft seit etwa zwei Wochen nicht mehr rund und da ich einen Hüftschaden vermute, möchte ich ihn röntgen lassen. Die Aufnahme ergibt tatsächlich einen Haarbruch. Dodo soll nicht herumlaufen, aber das wird wohl nicht möglich sein, weil seine Besitzer ihn nicht einsperren wollen. Lingling wird Blut abgenommen. Ich erhalte den Befund am Abend. Lingling leidet an Blutparasiten. Die Behandlung mit Doxy und Ferric beginnt bereits heute und wird sechs Wochen anhalten.

Samstag, 25. Juli 2020

Pat hat heute wieder ihren freien Tag. So bin ich also voll beschäftigt. Alle Hunde sind wohlauf, Lingling macht mir ein wenig Sorge. Sie ist nicht mehr so aktiv, frisst weniger und hat Gewicht verloren. Sollte sich ihr Zustand nicht bessern, werde ich sie morgen von Dr. Oi untersuchen lassen. Die Sulfur/Kokosnussöl Behandlung, die ich Pinky vor drei Tagen verabreicht habe, hat etwas gebracht, aber muss sicher mehrfach wiederholt werden. Es ist schon nicht einfach, alle Hunde ständig gesund und fit zu halten. Am Nachmittag verteile ich die Medikamente und säubere für die Nacht. Edith hat sich im Haus wieder eingeordnet und Ruby hat sich im hinteren Bereich gut eingelebt.

Freitag, 24. Juli 2020

Heute regnet es wieder durchgehend den ganzen Tag. Die Hunde werden bei nachlassendem Regen gefüttert und igeln sich danach ein. Pat hat Rosie und Shana sowie Reisfütter für die drei Welpen im hinteren Bereich mitgebracht. Da es die ganze Zeit regnet, bleiben Shana und Rosie im Hausbereich. Die Hunde kennen die beiden ja und so gibt es keine Probleme. 

Im hinteren Bereich haben sich Coco, Lilly und Dana sehr gut eingelebt. Auch bei starkem Regen brauche ich mir um sie keine Sorgen zu machen. Coco und Lilly können bereits in die Salas springen und Dana findet auch immer ein trockenes Plätzchen. Sie hat ein besonderes Verhältnis zu Kobie entwickelt, der besonders lieb zu den Welpen ist. 

Ich habe mich entschlossen Edith wieder in den Hausbereich zurückzuholen. Sie konnte es mit Kenji aushalten, aber war nicht besonders glücklich mit ihm. Sobald sie wieder im Hausbereich war, kann man ihr ansehen, dass die Entscheidung richtig war.

Donnerstag, 23. Juli 2020

Die nicht allzu ferne Zukunft materialisiert sich schon am heutigen Vormittag. Meine Nachbarn konfrontieren mich mit einem Polizeibeamten, der Fotos vom Hühnerstall macht. Mein Thai reicht aus um ihm zu erklären, dass die Leute meinen den Shelterzaun als Rückwand des Hühnerstalls verwenden zu müssen, was natürlich die Neugier der Hunde weckt. Und dass ich mehrfach ihnen selbst und auch den Landeigentümern nahe gelegt habe, den Hühnerstall auf die andere Seite ihres Grundstücks zu verlegen. Dr. Kwanchai, der ja der Pächter des Landes ist, auf dem der Shelter errichtet ist, hat dies ebenfalls gegenüber den Landeigentümern angemahnt. Passiert ist natürlich nichts. Ich lasse den Polizisten mit Dr. Kwanchai sprechen, gebe ihm meine Nummer und der Polizist geht. Die Sache ist damit natürlich nicht ausgestanden, denn nun habe ich Feinde nebenan. Überrascht bin ich nicht darüber, ich habe das von Anfang an erwartet. 

Ich mache mich dann wie gewohnt an meine Arbeit. Pat kommt heute nicht und so bin ich bis zum Spätnachmittag im Shelter. Die Welpen bekommen heute Reisfutter. Auch organisiere ich eine Wasserlieferung, denn das Brunnenwasser von nebenan, werde ich natürlich nicht mehr benutzen.

Mittwoch, 22. Juli 2020

Ich bin gerade mit der Säuberung und der Medikamentenvergabe fertig und Pat ist gekommen, da öffnet der Himmel wieder seine Schleusen und nach einer Stunde steht mal wieder alles unter Wasser. Pat füttert nachdem der Regen nachlässt und ich bin mit Lucy bei Dr. Oi. Lucy muss keinen Verband mehr tragen, aber immer noch einen Kragen, damit sie sich die heilende Wunde nicht wieder aufkratzt. 

Pat ruft mich in der Klinik an, Talo und Konsorten sind mal wieder durch den Zaun und im Nachbarbereich. Hühner sind glücklicherweise keine mehr zu erwischen und als ich einige Minuten später im Shelter eintreffe, hat Pat die Ausbrecher schon eingefangen und im Doppeltorbereich interniert. Gemeinsam bringen wir sie wieder in ihren Bereich und ich besorge mir eine Anzahl von Paletten mit denen ich den Zaun wieder etwas sicherer mache. Im Grund muss aber eine Mauer mit einem tiefen Fundament gezogen werden, damit die Hunde sich nicht mehr durchgraben oder den Metal Sheet durchbeißen können. Dafür aber habe ich kein Geld. 

Am Abend ist es immer noch regnerisch. Die Zaunbefestigung hat erstmal gehalten. Ich verteile die Medikamente und verabschiede mich. Ich bin zwar sauer wenn so etwas passiert, aber es fällt mir doch schwer richtig böse auf die Hunde zu sein. Ich befürchte aber in nicht allzu ferner Zukunft richtige Probleme mit den Nachbarn und damit auch den Landeigentümern zu bekommen.

Dienstag, 21. Juli 2020

Es regnet heute den ganzen Tag, die Arbeit muss trotzdem gemacht werden. Pat kommt in einer Regenpause und ich hole Tinka, Aldo und Aki aus der Silverlake Klinik. Sie haben die Sterilisation offenbar gut überstanden. Ich werde ihnen dennoch eine Woche lang Doxycyline verabreichen. Wieder im Shelter regnet es immer noch. Ich verteile Ferric und füttere die drei Welpen. Die Hunde verkriechen sich im Haus und in den Salas. Es finden alle ein trockenes Plätzchen.

Montag, 20. Juli 2020

Nachdem Pat gekommen ist, lade ich Tinka, Aki und Aldo ein und bringe sie in die Silverlake Klinik zur Sterilisation. Anschließend bin ich bei den Tempelhunden. Ich treffe den Sohn von Ba Bät, der mir versichert, dass er die Fütterung übernimmt. Ich sehe auch ausgelegtes Reisfutter und die Hunde sind nicht hungrig. Also scheint das zu klappen. 

Ich fahre dann zu Ursi. Bliss und Puschel haben sich augenscheinlich sehr gut eingelebt. Ich zeige Ursi, wie sie den Hunden das Ferric mit einer Syringe verabreichen kann. Bei beiden Hunden hat ja der Bluttest eine zu geringe Anzahl von Blutplättchen ergeben. Als ich gehe, wollen weder Bliss noch Puschel mit mir kommen. Sie haben ihr neues Leben angenommen. 

Ich bin dann in der Jomtien Soi 13 um erneut nach der Hündin zu schauen, die Daniela mich gebeten hat zu sterilisieren. Auf der Suche nach ihr finde ich auf einem weitläufigen Gelände zwischen der Soi 13 und der Soi 14 etwa 20 Hunde, nicht aber die avisierte Hündin. Ich treffe auf eine junge Frau, die die Hunde gerade füttert. Sie ist aufgeschlossen und so verbinde ich sie mit Dr. Kwanchai. Bua kann mit ihrer Hilfe sicher einige der Hündinnen einfangen. 

In der Stadt hole ich mir bei Louise bestelltes Doxycyline ab und bringe dann dem Wachmann an der Thepprasit 40 kg Trockenfutter für die Hunde, die er dort versorgt. Wieder im Shelter säubere ich, verteile Medikamente und füttere Coco, Lilly und Dana für die Nacht. Tommy, Kyra, Hanna, Avira und Pema haben ihre Doxy Behandlung beendet. Ich verabreiche aber noch eine weitere Woche Ferric an sie. Anfang der kommenden Woche werde ich dann Avira und Pema zum Tempelmarkt zurückbringen, wenn es Aviras Testergebnis erlaubt.

Sonntag, 19. Juli 2020

Ich bin morgens mit Lucy bei Dr. Oi zum Verbandswechsel. Trotz Behandlung ist die Schwellung nicht abgeklungen. Lucy bekommt nun einen neuen größeren Kragen verpasst, damit sie keine Gelegenheit hat sich zu kratzen. Auf dem Wege zum Shelter fängt es heftig an zu regnen. Pat kommt deswegen später um die Hunde zu füttern. Ich verteile derweil die Medikamente. Nach der Fütterung säubere ich die Bereiche. Am Nachmittag bin ich wieder im Shelter und verrichte meine Routinearbeiten, einschließlich der Medikamentenvergabe und zweiter Fütterung der Welpen.

Samstag, 18. Juli 2020

Ursi teilt mir morgens mit, dass sich Bliss und Puschel sehr gut eingelebt haben. Ich hatte von Beginn an ein gutes Gefühl mit der Vermittlung der beiden an Ursi und bin ziemlich sicher, dass es dabei bleibt. Pat kommt heute nicht. Ich koche für die Welpen und füttere die übrigen Hunde mit Trockenfutter, nachdem ich die Medikamente verteilt habe. Am Nachmittag bin ich wieder im Shelter, säubere, füttere die Welpen, verteile Medikamente und mache ein paar Videos.

Freitag, 17. Juli 2020

Ich mache meine Arbeit, Pat kommt und ich fahre mit Lucy zum Verbandswechsel. Ich erhalte den PCR Test von Bliss. Er ist wie erwartet negativ. Der Bluttest von Lilly ergibt eine leicht erhöhte Anzahl von weißen Blutkörperchen, ein Anzeichen von einer Entzündung im Körper. Dr. Oi empfiehlt eine einwöchige Doxy Behandlung. Zudem sollen Lilly und Coco Ferric bekommen, da die Anzahl der Blutplättchen etwas zu gering ist. Ich habe die Behandlung für die beiden schon vor einigen Tagen begonnen. 

Als ich mit ihr wiederkomme, ist Pat noch bei der Fütterung. Heute gibt es mal keinen Reis für die Welpen, aber Pat versichert mir, dass sie das Trockenfutter gut gefressen hätten. 

Auf meinem nachmittäglichen Weg zum Shelter ruft mich Sabine an, dass sie einen angefahrenen Hund auf der Straße gefunden hat. Als ich eine Viertelstunde später vor Ort bin, ist der Hund schon gestorben. Ich bringe ihn zur Einäscherung in die NPW Klinik und verrichte dann meine abendlichen Arbeiten im Shelter.

Donnerstag, 16. Juli 2020

Der heutige Arbeitstag bietet mal wieder viel Abwechslung. Pat kommt nicht und so muss ich mich richtig reinhängen, da ich am Nachmittag Puschel und Bliss zu Ursi nach Baan Amphur bringen will. Zuvor aber bin ich mit Lucy, Coco, Lilly und Dana bei Dr. Oi. Lucy wird neu am Ohr verarztet, Dana das zweite Mal geimpft und Coco und Lilly lasse ich Blut abnehmen. Die beiden sind zwar springlebendig, aber ich möchte mir doch einen genauen Überblick über ihren Gesundheitszustand machen. 

Bei Ursi angekommen, lasse ich die Hunde erstmal alles erkunden. Ich gehe mit ihnen durch den weitläufigen Garten und es dauert nicht lange bis sie Zugang zu Ursi gefunden haben. Puschel und Bliss scheint ihre neue Heimat gut zu gefallen und der Abschied von mir ist problemlos. 

Ich bin dann im Wat. Dort berichtet mir Khun Sa, dass sich Ba Bät das Bein gebrochen habe und im Krankenhaus liege. Khun Sa erklärt sich bereit die Hunde bis auf Weiteres zu versorgen. Ich zeige ihr die Vorhallen und die Strandhunde sowie die Stellen, an denen Ba Bät den Reis auslegt. Anschließend machen wir unseren Strandgang. 

Am frühen Abend bin ich dann wieder im Shelter, füttere Coco, Lilly und Dana erneut und verteile die Medikamente. Ich erkundige mich bei Ursi wie es mit den Hunden geht. Ursi teilt mir mit, dass Puschel und Bliss zufrieden auf der Terrasse liegen. Der erste Schritt einer erfolgreichen Vermittlung ist also getan.

Mittwoch, 15. Juli 2020

Ich koche morgens für Coco, Lilly und Dana, verteile die morgendlichen Medikamente und fange an zu säubern. Pat kommt und füttert mit Trockenfutter und ich füttere die Welpen mit Reis. Nachdem Pat gefahren ist, bade ich Pinky und Nousha. Beide haben die gleichen Fellprobleme. Die Cephalexin Behandlung hat für Pinky nichts gebracht. Ich werde die beiden nun also einmal wöchentlich unter die Dusche nehmen. Am Spätnachmittag bin ich wieder im Shelter, verteile die abendlichen Medikamente und füttere die drei Welpen für die Nacht.

Dienstag, 14. Juli 2020

Dr. Oi teilt mir heute Morgen mit, dass Lina während der Nacht gestorben sei. Sie bittet mich eine Autopsie vornehmen zu dürfen. Dr. Oi stellt ein Lungenemphysem, eine vergrößerte Leber und eine verfärbte Milz fest. Ob die Organveränderungen einen unerkannt chronischen Verlauf genommen haben oder erst kürzlich eingetreten sind kann sie nicht sagen. Linas gesundheitlicher Zustand war die vergangenen Jahre stabil und verschlechterte sich erst in den vergangenen drei Tagen. Die Resultate des letzten Bluttests waren im Normalbereich und können auch keinen Aufschluss über eine definitive Ursache über ihren rapiden gesundheitlichen Verfall geben. 

Nachdem Pat die Hunde gefüttert hat, nehme ich Bliss und Amara mit zu Dr. Oi. Bliss soll ja adoptiert werden und so will ich Aufschluss über ihre Blutwerte erlangen. Ich teile Dr. Oi mit, dass Bliss eine Virusinfektion überlebt hatte, bevor sie vor zwei Jahren zu mir kam. Ob es Parvo oder Staupe oder eine andere Virusinfektion war, konnte ich damals nicht in Erfahrung bringen. Dr. Oi rät mir einen PCR Test vornehmen zu lassen um herauszufinden, ob der Virus noch feststellbar ist. 

Amaras vergangener Bluttest ergab einen leicht erhöhten Nierenwert. Amara wurde daraufhin etliche Male Kochsalzlösung intravenös zugeführt. Ich möchte feststellen, ob weitere Behandlungen erforderlich sind. Am Nachmittag bringe ich Lina in die NPW Klinik zur Einäscherung. Ich fahre danach direkt wieder zum Shelter, säubere und verteile die abendlichen Medikamente. Coco, Lilly und Dana füttere ich für die Nacht erneut.

Montag, 13. Juli 2020

Pat kommt heute mit drei Eimern Reisfutter und füttert die Hunde im Haus- und im Salabereich. Ich koche für Coco, Lilly, Dana und zudem für Lina, die gestern nicht recht fressen wollte. Die drei Welpen haben guten Appetit, Lina jedoch will weder den Reis noch die Wurstscheiben mit dem Doxycyline zu sich nehmen. Da sie nun auch schwer atmet, bringe ich sie zusammen mit Lucy, die eine Verletzung am Ohr hat, zu Dr. Oi. 

Lina wird geröntgt. Dr. Oi stellt fest, dass die Lunge befallen ist. Zudem ist Linas Leber vergrößert und weist einen hellen Fleck auf. Linas Blut ist erst kürzlich vor dem Eingriff getestet worden und alle Werte sahen sehr gut aus. Lina wird die Nacht über an den Tropf gehängt. Lucy Wunde wird gesäubert und verbunden. Sie bekommt Doxycyline und Carprofen verordnet. Wieder im Shelter lege ich ihr einen Kragen an und bringe sie zurück in die drei hinteren Bereiche. Um Lucy mache ich mir keine Sorgen, um Lina aber schon.

Sonntag, 12. Juli 2020

Ruby hat sich in die Gruppe in den drei hinteren Bereichen gut eingefügt. Außer zuweilen bei der Fütterung gibt es unter den Hunden dort keine nennenswerten Reibereien. Coco, Lilly und Dana schwimmen mit den großen Hunden mit. Auch mit Kenji und Edith klappt es weiterhin gut. 

Wenn Pat füttert, dann beschäftigt sie sich auch immer ausgiebig mit den Hunden. Das ist ja so wichtig für deren Wohlbefinden. Während ich die Bereiche säubere, nehme ich mir ebenfalls die Zeit und setze mich zu den Hunden in die Salas. Zudem spreche ich sie stets mit ihrem Namen an, wenn ich an ihnen vorbeigehe. Eine Sheltersituation in der die Hunde nur gefüttert und medizinisch versorgt werden ist für mich nicht akzeptabel. 

Deswegen versuche ich auch die Zahl der Hunde stabil zu halten. Aber wenn ich sehe wie wohl sich Kobie und Dana fühlen bedauere ich nicht die beiden aufgenommen zu haben. Es scheint wohl auch so, dass Ursi, die sich vor einer Woche überlegt hatte Puschel und Bliss zu adoptieren, sich für deren Aufnahme entschieden hat. So bleibt die Anzahl der Hunde konstant.

Samstag, 11. Juli 2020

Kenji und Edith scheinen ihre Beziehung wiederzubeleben. Kenji hat nichts dagegen seine Sala mit Edith zu teilen und Edith macht keine Anstalten aus dem Bereich zu entweichen. Coco und Lilly scheinen nun auch ihre neue Umgebung angenommen zu haben. Sie bewegen sich in allen drei Bereichen und werden von den großen Hunden akzeptiert. Ich habe das Gefühl, dass es ihnen auf der grünen Wiese besser gefällt als im Hausbereich. Dana kommt mit den beiden Welpen auch klar. Insbesondere zu Coco hat sie eine Beziehung entwickelt. 

Weil die Neuordnungen der vergangenen Tage so gut geklappt haben, bringe ich auch Ruby zu den Hunden in den drei Bereichen. Ruby hat sich immer gern in den Doppeltorbereich zurückgezogen und hat dort auch oft die Nacht verbracht. Sie kommt mit den Hausbereichhunden zurecht, aber war wie Edith auch nie vollständig integriert. Am Nachmittag hat sich Ruby schon recht gut eingefügt und ich denke, dass auch für sie die Verlegung positiv ist. 

Kobie hat seinen Platz gefunden. Er geht besonders lieb mit den drei Welpen um. Tashis Augenverletzung ist fast vollständig verheilt. Er muss sich in der neuen Ordnung erstmal zurechtfinden. Tashi ist ab und zu ein wenig unwirsch, aber insgesamt doch recht entspannt. Zu mir hat er einen intensiveren Zugang gefunden. Ich habe den Eindruck, dass die drei Welpen in ihrer jugendliche Unbekümmertheit einen positiven Einfluss auf die großen Hunde haben. Pema zickt zwar ab und zu ein wenig herum und auch Lina, wenn ihr einer der Hunde zu nahe kommt, genauso wie Tommy, der Tashi nicht mag, aber insgesamt bin ich mit dem Zusammenleben der Hunde sehr zufrieden.

Pat hat heute freigenommen und so bin ich den ganzen Tag im Shelter. Ich lasse mir Zeit die Neuordnungen zu beobachten und wenn nötig zu korrigieren. Die Hunde im Salabereich sind abgesehen von der häufigen Zankerei zwischen Merlin und Beppe, unproblematisch. Die Hunde im Talo - und im Dodger Bereich haben jeweils eine stabile Gruppe gebildet. Im Dodger Bereich leben neben Dodger noch seine beiden Brüder Max und Hovis, sowie Alex und dazu noch Darla mit ihrer Tochter Roshi. Im Talo Bereich leben neben Talo noch Tara, Toya, Zola und Paco. In diesen beiden Bereichen gibt es niemals Probleme. Wenn ich nichts Gegenteiliges entdecke, werde ich Coco und Lilly in den hinteren Bereich belassen. Ich werde schauen, dass ich noch eine weitere Sala hinzufügen kann.

Freitag, 10. Juli 2020

Ich schaue am Morgen als Erstes nach Dana. Sie hat die Nacht unter den großen Hunden offensichtlich gut überstanden und ist erleichtert mich zu sehen. Pat füttert die Hunde und ich mache mich an die übrige Arbeit. 

Coco und Lilly haben sich seit ihrer Ankunft im Shelter immer im Hausbereich aufgehalten. Wenn ich das Tor zum Salabereich öffne, schlüpfen  Aldo und Aki stets mit hinein. Aldo folgt mir auch in die anderen Bereich und Aki geht noch mit in den Talo Bereich. Coco und Lilly sind von einem Besuch im Salabereich immer von Sita abgehalten worden, die sich auf sie gestürzt hat wenn sie die Nase hineingesteckt haben. Es ist nie etwas passiert, aber das Erlebnis war für die Welpen nicht angenehm. Heute nehme ich die beiden mit in den hinteren Bereich und führe sie mit Dana zusammen. Die drei Welpen sind ungefähr gleich alt und normalerweise vertragen sich fremde Welpen untereinander gut. Und so gibt es auch keine Probleme. Während Dana sich aber schon ganz natürlich in den drei Bereichen und unter allen großen Hunden bewegt, bleiben Coco und Lilly meistens im alten Leyla Bereich. Gesellschaft leisten ihnen dabei Tommy und Buffy. Coco und Lilly sind ja das Zusammensein mit großen Hunden gewohnt, sie brauchen aber wohl noch einen Tag um sich an die für sie neuen Hunde gewöhnen. Ich lasse sie für die Nacht auch dort und denke, dass sie schon morgen unternehmungslustiger sein werden. Insbesondere die kleine Lilly ist sehr selbstbewusst und wird Coco sicher mitziehen. Die beiden sind ja ein Herz und eine Seele. 

Wenn ich zu Kenji gehe, der ja einen Bereich für sich allein hat, setze ich mich immer gern für eine Weile zu ihm in die Sala. Wir beide haben ein besonderes Verhältnis zueinander. Ich bin mir nicht sicher, ob Kenji immer allein sein will. Im Haus hat er häufig seinen Kennel mit Edith geteilt. Edith kommt im Hausbereich klar, aber zieht sich auch gern zurück. Ich mache heute Nachmittag den Versuch, die beiden wieder zusammenzuführen. Morgen werde ich sehen, ob Edith bei Kenji bleiben will und ob Kenji Edith akzeptiert.

Donnerstag, 9. Juli 2020

Kobie hat sich mit der hübschen Nuri angefreundet. Das passt Tashi garnicht, denn er war zuvor ihr Favorit. Immerhin aber verläuft der Heilungsprozess seiner Augenverletzung recht gut. Pema zickt Kobi auch weiter an, aber er bleibt souverän. Ich habe das Gefühl, dass er sich nun schon recht gut zurechtgefunden hat. Pat füttert und ich verrichte die übrigen Arbeiten. 

Am Nachmittag hole ich Dana aus der Dr. Oi Klinik. Dana hat eine einwöchige Quarantäne absolviert und Dr. Oi erlaubt sie vorübergehend im Shelter unterzubringen. Dana fasst schon auf der Fahrt zum Shelter Vertrauen zu mir und so kann ich sie ohne Weiteres in den hinteren Bereich tragen, in dem sich Avira, Pema, Tashi, Buffy, Lina, Tommy, Erin, Kobie und seit gestern auch Lucy aufhalten. Natürlich ist die neue Umgebung für Dana erst einmal gewöhnungsbedürftig. Ich bleibe insgesamt zwei Stunden bei ihr und lasse alle Hunde Kontakt zu ihr aufnehmen. Dieses Ritual ist nicht besonders angenehm für die Neuen, aber notwendig. Ich zeige Dana die drei zusammenhängenden Bereiche und sie hält sich anfangs immer dicht an mich. Nach einer Stunde wird sie unternehmungslustiger und taut dann völlig auf. Sie läuft herum und nimmt selbst Kontakt zu einigen Hunden auf. Schließlich spielt sie schon mit mir. 

Den besten Kontakt bekommt sie zu Kobie. Der ist aber auch eine Seele von Hund. Kobie und Nuri scheinen sich gesucht und gefunden zu haben. Ich sehe die beiden ausgelassen miteinander spielen. Nuri ist ja sehr sozial, aber die anderen Hunde in dem Bereich sind eher Einzelgänger und so war sie etwas allein. Mit Kobie hat sie nun hoffentlich ihren Prinzen gefunden. Für die Nacht sperre ich Dana nicht weg, sondern lasse alle Türen offen stehen. Das birgt zwar ein gewisses Risiko in sich aber fördert die rasche Integration.

Mittwoch, 8. Juli 2020

Mit Kobie geht es jeden Tag besser. Tashi testet ihn aber Kobie lässt sich nun nichts mehr gefallen. Nach der üblichen Routine mit Säuberung und Medikamentenvergabe füttert Pat die Hunde. Kochen fällt heute aus, da ich am frühen Nachmittag in Baan Amphur sein muss. 

Ich bin etwas angespannt, weil ich weder Dotty noch Payu beim vergangenen Besuch gesehen hatte. Erleichtert stelle ich fest, dass sich Dotty wieder eingefunden hat und später finde ich auch Payu unter einer Bank in der Vorhalle. Solange ich abwesend bin, bewegt sich Payu wohl wie die anderen Hunde auch ungehindert im Tempelbereich. Komme ich mit etlichen Hunden im Schlepptau, verkriecht er sich wieder unter einer der Bänke. 

Das Wetter ist gut und so mache ich heute mal wieder einige Fotos von unserem Strandgang und auch zwei Videos. Am frühen Abend verrichte ich im Shelter meine Routinearbeiten und bin dann noch bei den Hunden im Freizeitgelände von Pong. Rico und Dodo bekommen immer noch Ferric, wenn ich sie besuche.

Dienstag, 7. Juli 2020

Am Morgen regnet es wieder wie aus Kübeln, sodass ich erst spät im Shelter bin.Kobie hat sich in den drei hinteren Bereichen relativ gut zurechtgefunden. Regenschutz ist für alle Hunde genügend vorhanden. Kobie ist erleichtert mich zu sehen. Die Ungewissheit kann ich den neuen Hunden nicht nehmen, solange sie nicht erlebt haben, dass ich immer wieder komme. Das ist dann ja auch während des Tages häufig der Fall. Kobie kommt mit allen Hunden gut aus nur die Zicke Pema keift ihn zuweilen an, vermutlich jedoch nur, wenn ich gerade in den Bereich trete. 

Tashis Augenverletzung hat sich ein wenig gebessert. Er bekommt zweimal täglich Doxycyline. Die Doxy/Ferric Behandlung für Tinka, Aldo und Aki ist beendet. Ich verabreiche dennoch ein paar weitere Tage Ferric am Abend. Tinka und Aki erhalten weiterhin zweimal täglich Immuplex gegen die Papilomas. Auf Doxy und Ferric sind bis auf Weiteres noch Amara, Puschel, Kyra, Zaza, Hanna, Avira, Pema und Tommy. Pinky erhält dazu noch Cephalexin gegen ihre Fellprobleme.

Montag, 6. Juli 2020

Ich habe seit Tagen auf dem Wege zum Shelter einen Rüden mit einem Halsband bemerkt, der sich immer an der gleichen Stelle aufgehalten hat. Heute Morgen halte ich bei ihm an. Der Hund kommt auf mich zu und lässt sich von mir streicheln. Es tauchen in dem Bereich öfter Hunde auf, die jedoch sind alle sehr scheu und laufen davon, wenn ich mich ihnen nähere. Der Rüde ist in ausgezeichnetem Zustand und kastriert. Es ist klar, dass er ausgesetzt worden ist. Es ist ein Leichtes ihn in den Wagen zu heben und mitzunehmen. Im Shelter platziere ich ihn zunächst in einen der Kennel, damit er sich an die Hunde und die neue Umgebung gewöhnen kann. Ich verrichte dann meine gewohnten Arbeiten. 

Pat kommt und füttert. Am Nachmittag bringe ich Kobie, so nenne ich ihn, in die hinteren Bereiche, in denen sich gegenwärtig Tashi, Lina, Tommy, Nuri, Pema, Avira und Erin aufhalten. Diese Bereiche sind zwar trennbar, aber zurzeit stehen die Türen offen. Die acht Hunde haben somit vier Salas zur Verfügung und sehr viel Platz. Kobie ist noch jung, ich schätze keine zwei Jahre alt und sehr gutmütig. Da er recht groß ist, lässt er sich von den Anwesenden nicht einschüchtern. Nur Pema zickt ihn ein wenig an. Das macht Kobie aber nichts aus. Die Eingliederung macht auch deswegen zunächst keine Schwierigkeiten, weil Kobie Vertrauen zu mir hat. 

Ich stelle fest, dass Tashi sich am Auge verletzt hat. Pat meint, dass er sich aggressiv zu den Hunden im Nachbarbereich verhalten hat und sich dabei an einer scharfen Kante unter dem Tor verletzt haben kann. Tashi ist ein schwieriger Patient und so kann ich ihm nur Doxycyline geben und hoffen, dass die Wunde gut wieder zuheilt. Bei Kenji hat das ja gut geklappt. Der ließ sich allerdings auch das Auge säubern und Augentropfen geben. 

Bei meiner abendlichen Verteilung der Medikamente scheinen sich die Hunde mit Kobie zurechtgefunden zu haben. Kobie ist der ideale Adoptionshund. Ich werde versuchen morgen mal ein paar gute Fotos von ihm zu machen.

Sonntag, 5. Juli 2020

Heute Morgen kommen Rita und Ernest mit Ursi, die sich überlegt einen oder zwei Hunde zuzulegen. Rita und Ernest unterstützen mich seit Jahren und haben bereits einen Hund von mir adoptiert. Ich führe die drei Besucher durch einige Bereiche. In einigen Tagen will Ursi mich wissen lassen, ob sie sich für einen oder gar zwei Hunde entscheiden kann. 

Ich bin immer sehr vorsichtig mit der Vermittlung von Hunden, die lange bei mir sind. In die engere Wahl kommen Hunde, die eher ein Einzelleben führen, auch wenn sie mehr oder weniger in Schar der Hunde integriert sind, mit denen sie zusammenleben. Hunde, die sich im Shelter offensichtlich wohlfühlen, würde ich nur ungern aus ihrer gewohnten Umgebung herausreißen. Und manche Hunde sind für eine Vermittlung überhaupt nicht geeignet. Ich achte auch darauf, ob potenzielle neue Besitzer nur auf die Optik eines Hundes achten. Im Falle von Ursi gefällt mir, dass sie zwei Hunde ins Auge gefasst hat, die nicht unbedingt auffallen. Schaun wir mal wie sich die Angelegenheit entwickelt. 

Pat kommt, nachdem die Besucher bereits gegangen sind und füttert mit Trockenfutter. Ich koche wieder für die Welpen. Pinky, Nouscha und Amara. Auch für Kenzo fällt noch eine Schüssel Reis ab. Am Nachmittag beliefere ich Prajuab mit 60 kg Trockenfutter und 120 kg Reis für die etwa 70 Hunde, die er täglich am Mabprachan Reservoir füttert. Danach bin ich wieder im Shelter und erledige meine Routinearbeiten. 

Auf dem Nachhauseweg bin ich noch bei Dodo und Rico, die weiterhin Ferric erhalten, und Katharinas vier Hunden auf dem Pong Freizeitgelände. Die Fischölverabreichung für Cisco habe ich bis auf Weiteres eingestellt, da eine Dauerbehandlung die Leber beeinträchtigen kann. Ciscos Fellzustand hat sich verbessert. Ich werde Ciscos Zustand beobachten und ihn möglicherweise in ein paar Wochen noch einmal Dr. Oi vorstellen.

Samstag, 4. Juli 2020

Heute muss ich ohne Pat's Hilfe auskommen. Gekocht wird trotzdem. Alle Welpen und dazu noch Amara, Nousha und Pinky bekommen Reis mit Schweinegehacktem. Anschließend verteile ich die Medikamente und danach sind alle übrigen Hunde mit Trockenfutter und Wasser dran. Zum Schluss säubere ich das Haus und die Bereiche. All das dauert fünf Stunden. Am Nachmittag säubere ich erneut, verteile wieder Medikamente und mache dann ein Video. In den frühen Abendstunden sind die Hunde immer verspielt und das sieht dann so aus.

Freitag, 3. Juli 2020

Ich koche am Vormittag für die Welpen, Amara, Nousha und Pinky. Die beiden letzteren bekommen anstatt Hähnchenfleisch Schweinegehacktes in den Reis. Ich werde für die kommende Zeit mal ganz auf Gehacktes umstellen. Hühnchen muss ich trotzdem noch kochen, da einige Hunde die Würste verschmähen, in die ich die Tabletten verpacke. 

Pat kommt und füttert mit Trockenfutter. Reisfutter bekommen die Hunde erst wieder, wenn das Grass in allen Bereichen gemäht ist. Ansonsten ist der Boden schwierig sauber zu halten. 

Katharina hat vor vier Wochen einen Welpen in sehr schlechtem Zustand aufgenommen. Der Welpe hat die Kurve gekriegt und ist nun in guter Verfassung. Er ist vor zwei Tagen das erste Mal geimpft worden und wird wahrscheinlich nach vollständiger Impfung vermittelt werden können. Da Katharina für zwei Wochen abwesend ist, hat sie mich gebeten, den Welpen vorübergehend aufzunehmen. Ich kann das jedoch nur nach absolvierter Quarantäne machen. Also bleibt der Welpen für eine Wochen in der Dr. Oi Klinik. Danach werde ich ihn für eine weitere Woche aufnehmen können.

Donnerstag, 2. Juli 2020

Pat kommt heute mit drei Eimern Reisfutter, die sie an die Haus- und die Salahunde verfüttert. Ich koche dazu noch für die fünf Welpen und Amara.

Pinky hat seit Wochen ein dünnes Fell, das ich mit Fischöl und speziellen Vitaminen behandle. Der Erfolg ist allerdings ausgeblieben. Deswegen nehme ich Pinky heute Nachmittag mit zu Dr. Oi. Ein Räudetest bleibt negativ. Pinky hat ein sehr helles Fell und ist rundherum rosig. Deswegen heißt sie auch Pinky. Bei Nousha, die Pinky sehr ähnlich ist, stelle ich die gleichen Symptome fest. Auch sie reagiert nicht auf die Behandlung mit Fischöl und Vitaminen. Dr. Oi schließt nicht aus, dass es eine Allergie sein kann. Das ist immer die Diagnose, wenn die Tierärzte mit ihrem Latein am Ende sind. Aber auch ich bin ratlos und so versuchen wir es mal mit einer Futterumstellung. Hühnchenfleisch ist ja generell weniger empfehlenswert für hautempfindliche Hunde. Und im Trockenfutter ist immer auch Huhn. Also werden Pinky und Nousha ab morgen eine Woche lang Reisfutter mit Schweinefleisch bekommen. Ein Versuch ist das wert. Pinky bekommt zudem Cephalexin verabreicht.

Am späteren Nachmittatg bin ich wieder im Shelter. Ich versuche immer möglichst vor Einbruch der Dunkelheit mit der zweiten Fütterung von Coco und Lilly, mit Säuberung und Medikamentenvergabe fertig zu sein. Licht habe ich nur im Hausbereich und im Salabereich. Im Dunkeln über die Hunde zu stolpern macht nur wenig Spaß.

Mittwoch, 1. Juli 2020

Nachdem ich meine morgendlichen Arbeiten verrichtet habe, kommt Pat mit drei Eimern Reis, die sie an die Hunde in den hinteren Bereichen verfüttert. Die Hunde im Hausbereich bekommen dieses Mal Trockenfutter. 

Während Pat noch füttert, fahre ich mit Lina und Puschel zu Dr. Oi. Lina werden die Fäden gezogen. Sie muss jedoch noch einige Tagen einen Kragen tragen. Puschels Wunde ist komplett zugeheilt. Puschel kommt zurück ins Haus und Lina bringe ich wieder in den ehemaligen Leyla Bereich, den sie sich mit Tommy teilt. 

Am Spätnachmittag bin ich wieder im Shelter, säubere erneut und verteile die abendlichen Medikamente. Gerade als ich damit fertig bin, fängt es wieder an zu regnen. Ich komme aber noch trockenen Fußes nach Hause, was in den vergangenen Tagen häufig nicht der Fall war.