Sonntag, 31. Mai 2020

Das ist offensichtlich nicht der Fall, denn als ich das Tor öffne, kommen beide sofort herausgestürzt und richten sich wieder im Salabereich ein. Während ich noch säubere, erscheinen drei Thai am Tor. Es stellt sich heraus, dass sie sich nach Moms Befinden erkundigen wollen. Sie freuen sich zu sehen, dass es Mom besser geht und Mom freut sich auch sie zu sehen. Die Männer bringen überraschenderweise einen Sack Trockenfutter mit. 

Unerfreulich dagegen ist, dass Talo und Konsorten wieder durch den Zaun gebrochen sind. Angeblich haben sie eine Henne und fünf Küken getötet. Die Unterhaltung mit dem Nachbarn darüber ist nicht sehr erquicklich; dazu sind Tara und Zola verschwunden. Ich finde sie nach einiger Zeit vor dem Tor wieder; sie sind froh zurück zu sein. Tadeln kann ich sie nicht, immerhin ist es draußen aufregender als im Shelter. Die abendliche Doxy Behandlung von Dodo und Rico ist beendet. Sie bekommen von nun an Ferric verabreicht.

Samstag, 30. Mai 2020

Heute bin ich erst mittags im Shelter, da es vormittags anhaltend regnet. Als ich ankomme, begrüßen mich Talo, Paco, Zola und Toya freudestrahlend auf dem Nachbargelände, das zur Zeit glücklicherweise noch nicht bewohnt ist. Die Hühner sind übrigens auch verschwunden. Trotzdem hat es wohl wieder Talo geschafft den Metalsheet Zaun zu durchbrechen. Ich habe nicht die Befürchtung, dass die Hunde weglaufen, aber sie wieder zurück ins Shelter zu bekommen, dauert etwas. Als sie alle wieder drin sind, verrammele ich das Loch im Zaun. 

Danach mache ich mich an meine morgendlichen Routinearbeiten. Durch den Regen wird die Säuberung der Bereiche nicht leichter und dauert seine Zeit. Ich koche dann für Coco, Lilly und Leyla und füttere danach alle anderen Hunde. 

Bei der Fütterung im Salabereich stelle ich fest, dass sich Toto und Merlin unangemessen aggressiv verhalten. Betroffen davon ist vor allem Erin, die eher ein Einzelleben führt. Ich habe sie aus dem Hausbereich in den Salabereich verlegt, da sie sich häufig zickig verhalten hat. Im Salabereich habe ich das bei ihr nicht festgestellt. Toto war immer der Kleinste und Schwächste der sechs Welpen und hat nun ziemlich an Gewicht zugelegt und das hat wohl sein Selbstbewusstsein in fraglicher Weise gestärkt. 

Ich nehme also Merlin und Toto aus dem Salabereich und verlege sie in den Bereich in dem sich Talo, Tara, Toya, Zola und Paco aufhalten. Alle Hunde kennen sich gut, denn sie haben ja monatelang im Salabereich zusammengelebt. Morgen werde ich sehen, ob sich Toto und Merlin in ihre neue Umgebung einfügen können.

Freitag, 29. Mai 2020

Der gestrige Reistag hat mir heute Morgen eine große Scheißerei beschert. Irgendetwas im Reis muss verdorben gewesen sein. Deswegen bekommen nur Coco, Lilly und Leyla Reis, den ich selber koche. Die Reisfütterung werden wir eine Woche lang aussetzen, damit die Hunde ihren Metabolismus wieder in Ordnung bekommen. Nach der umfassenden Säuberung und der Medikamentenvergabe gibt es mittags also Trockenfutter. 

Abends koche ich wie immer Hähnchenfleisch für Coco und Lilly und auch für Leyla und Cisco. Leyla bekommt das Hähnchenfleisch vermischt mit Ferric und Cisco erhält es vermischt mit Fischöl und Ferric. Beide Hunde fressen die Mischung immer mit gutem Appetit.

Donnerstag, 28. Mai 2020

Ich nehme heute Morgen Amara wieder mit in den Behandlungsraum, um ihre Ohren zu behandeln. Auch Bonnies und Rubys Ohren werden behandelt. Amara entscheidet sich im Hausbereich zu bleiben. Eigentlich gehört sie dort nicht hin aber auch im Salabereich fühlt sie sich nicht ganz wohl. 

Heute ist Reistag und so koche ich nur Hähnchenfleisch für Coco, Lilly und Leyla. Pat macht ihre Sache immer sehr gut, hat aber Probleme mit den Hunden im Salabereich, die ihr zu sehr um das Futter rangeln. Deswegen füttere ich die Hunde dort. 

Am Nachmittag bin ich in Jomtien. Daniela hat mich gebeten eine Hündin in der Soi 13 sterilisieren zu lassen. Leider ist die Hündin nicht zu sehen. Ich muss es in einigen Tagen erneut versuchen. Im Tempel versorge ich die Hunde und wir machen unseren Strandgang. Erfreulicherweise sehe ich Payu zum ersten Mal nicht unter der Bank liegen, sondern mit Dotty zusammen herumlaufen. Am Eingangstor zum Tempel treffe ich auf Nero und Sushi. Willie, der immer mit Nero zusammen war, habe ich schon seit Wochen nicht mehr gesehen. Das verheißt nichts Gutes. 

Pema und ihre Mutter Avira begrüßen mich auf dem Marktgelände. Ich vermisse Aisha und eine der Marktfrauen, die Aisha gut kennt, teilt mir mit, dass Aisha gestorben sei. Sie habe aus Maul und Nase geblutet und ihr konnte trotz tierärztlicher Versorgung nicht mehr geholfen werden. 

Auf dem Rückweg in die Stadt liefere ich bei Beppe Bravecto ab. Beppe hat auf seiner Fütterungstour fünf junge Hunde entdeckt, die voller Zecken sind. Da hilft dann auch kein Pulen mehr. Abends bin ich wieder im Shelter, verabreiche Ferric an Aki, Aldo und Tinka und füttere Coco, Lilly und Leyla erneut. Zum Schluss sind dann noch Cisco, Dodo und Rico auf der Straße dran.

Mittwoch, 27. Mai 2020

Während Pat die Hunde füttert, bin ich mit Mom und Leyla bei Dr. Oi. Ich möchte die Hunde untersuchen lassen, um zu wissen, wie sie weiterbehandelt werden müssen. Moms Haut hat sich ja schon etwas erholt, aber er soll noch weitere zwei Wochen Itraconazole bekommen. Leyla hat erstaunliche 600 Gramm zugenommen. Sie sieht eigentlich garnicht so schlecht aus; das ist ja schließlich auch eine Gewichtszunahme von 6 %. 

Ich möchte Leyla gern aus dem Kennel in einen Außenbereich, in dem nur sie sich aufhält, legen. Allerdings sind alle Bereich belegt. Deswegen habe ich vor, einen neuen Bereich zu schaffen, indem ein Teil eines der großen, hinteren Bereiche abgetrennt wird. Ich hoffe, dass ich dafür im kommenden Monat genug Geld auftreiben kann.

Dienstag, 26. Mai 2020

Nach meinen morgendlichen Routinetätigkeiten behandele ich Bonnie, Ruby und nun auch Amara. Amara hat Schorf an ihren Ohrenspitzen entwickelt, eine geringfügige Sache, die aber behandelt werden muss. Amara ist eine von den Scheuen, aber sobald sie im Behandlungsraum ist, wird sie zutraulich. Mit mir hat sie kein Problem, eher mit anderen Hunden. Kenji wird ebenfalls weiter behandelt. Die Augenwunde sieht schon besser aus. 

Arno kommt und hilft mir einen Sonnenschutz für den Bereich, in dem sich Tara, Talo, Toya, Zola und Paco aufhalten, anzubringen. Ciscos Fischölverabreichung zeigt noch keine sichtbaren Erfolge. Ich werde sie aber fortsetzen. Dodo und Rico sind immer ganz aufgedreht, wenn ich komme. Ihre Doxy Behandlung ist in einigen Tagen beendet. Ich werde ihnen danach jedoch noch eine Weile Ferric verabreichen.

Montag, 25. Mai 2020

Ich absolviere die morgendlichen Routinearbeiten. Pat kommt und wir füttern die Hunde, nachdem wir einen Regenschauer abgewartet haben. Kenji hat eine kleine Verletzung am Auge, die er sich mit einer Rangelei mit Tashi zugezogen hatte. Da die Verletzung schwierig zu behandeln ist, nehme ich ihn mit zu Dr. Oi. Sie aber kann jedoch auch nicht mehr machen als mir zu empfehlen Carprofen und Augentropfen zu verabreichen und das Auge sauber zu halten. Kenji hat ja gutes Heilfleisch und so wird er auch diese unangenehme Verletzung überstehen. 

Er ist ja nun wieder allein in seinem kleinen Bereich. Gut verstanden hat er sich eigentlich nur mit Edith, die ich aber nicht zu ihm legen will, da sie sich im Hausbereich wohlfühlt. Bonnies und Rubys Ohren werden weiterhin gegen Pilz behandelt und sehen besser aus. Bonnie bekommt zudem Augentropfen verabreicht. Auch ihre Augen haben sich erholt. Sie fühlt sich sichtbar wohler und kommt im Hausbereich gut klar. Dort wird sie auch bleiben so lange ich sie behandeln muss.

Sonntag, 24. Mai 2020

Morgens die übliche Routine. Ich koche so viel, dass es für die fünf Welpen und Leyla reicht und dass auch noch Mom, Bonnie und Nousha etwas abbekommen. Pat kommt heute mit Reisfutter, sodass auch alle anderen Hunde ihren geliebten Reis bekommen. 

Ich lasse die Tür zwischen den Bereichen in denen sich Tashi und Nuri sowie Dodger, Max, Pinky und die anderen aufhalten, offen. Es entstehen keine Reibereien. Nuri und Tashi bleiben in ihrem Bereich und die anderen Hunde wechseln hin und her. Nuri und Tashi verstehen sich nach wie vor gut, aber glücklich sind sie nicht mit ihrem neuen Platz. Vor allem Nuri vermisst den menschlichen Kontakt. Ich halte mich ja vorwiegend im Hausbereich auf und Pat ist nur zwei Stunden im Shelter. 

Ich versuche Khiaow in dem nun zusammengelegten Bereich heimisch zu machen. Das klappt, solange ich im Shelter bin. Als ich abends gehe, will sie wieder in den Hausbereich und springt über den Zaun. Generell ist es so, dass durch die Separierung der Hunde, Konflikte unter ihnen sehr viel seltener sind. Allerdings sind den meisten von ihnen die menschlichen Kontakte nicht ausreichend. Das gilt nicht für den Hausbereich, aber doch für die anderen Bereiche.

Samstag, 23. Mai 2020

Ich koche nun wieder Reisfutter nicht nur für Coco, Lilly und Leyla, sondern auch wieder regelmäßig für Aki, Aldo und Tinka. Man sieht ihnen ihre Blutprobleme zwar nicht an, aber ich möchte sie doch so optimal wie möglich versorgen, bis sie wieder gesund sind. Da ich so gut wie keine Zecken im Shelter habe und ich auch jetzt keine an ihnen finde, vermutet Dr. Oi, dass sie die Probleme schon mitgebracht haben. 

Pat kommt mittags und füttert die restlichen Hunde. Abends öffne ich die Tür zwischen den beiden großen hinteren Bereichen, um zu sehen, ob sich Nuri und Tashi mit Hovis, Dodger, Max, Alex, Pinky, Lina, Darla, Roshi und Buffy vertragen. Das scheint erstmal der Fall zu sein. Ich werde morgen dann tagsüber die Tür offen lassen um zu sehen, ob das auch dauerhaft funktioniert.

Freitag, 22. Mai 2020

Aki, Aldo und Tinka verhalten sich normal wie immer und auch Coco und Lilly scheinen die zweite Impfung gut überstanden zu haben. Die Behandlungen von Bonnie und Ruby erweisen sich nun auch als problemlos, da es sie immer in den Behandlungsraum zieht. Sie wissen jetzt, dass das Eincremen ihrer Ohren schmerzlos ist. Bonnies Augen erholen sich durch die Tropfenbehandlung ebenfalls.  

Tashi und Nuri verstehen sich in dem großen Bereich, den sie ganz für sich haben, sehr gut. Tommy, den ich versuchsweise zu ihnen gelegt habe, wurde von ihnen nicht akzeptiert und so ist er wieder im Hausbereich, wo er aber auch als störend empfunden wird. Neuerdings haben Mom und Hiro ihre Antipathie entdeckt und so muss ich ein Auge auf sie haben. Leyla frisst weiterhin gut, aber ich sehe nicht, dass sie zunimmt. Rocco hustet immer noch gelegentlich und ist noch auf Bromhexine. Wenn ich abends vom Shelter zurückkomme, erwarten mich Cisco, Dodo und Rico. Die Vergabe der Medikamente an sie ist problemlos.

Donnerstag, 21. Mai 2020

Heute Morgen hole ich Linda und Steve in Pattaya ab und nehme sie mit zum Shelter. Die beiden sind in Asien unterwegs und durch Covid in Pattaya stecken geblieben. Linda war schon mal mit bei den Tempelhunden. Pat kommt mittags und die drei füttern die Hunde gemeinsam. 

Am frühen Nachmittag bringe ich Linda und Steve zurück und fahre dann zu den Tempelhunden. Auf dem Rückweg schaue ich nach Leica in der Soi Phratumnak. Leider muss ich feststellen, dass sie mittlerweile TVT entwickelt hat. Ihre Behandlung werde ich organisieren. 

Auf dem Weg zum Shelter bin ich dann noch bei Naree und bringe den Leuten Trockenfutter für deren Hunde. Naree hat ihre Beinverletzung vollständig überwunden und läuft wieder rund. Sie hat zugenommen und ist positiv wie immer. 

Im Shelter schaue ich nach dem Rechten und bin dann mit Coco und Lilly bei Dr. Oi für die zweite Impfung. Ich erhalte die Testergebnisse für Aldo und Aki. Aki leidet wie Tinka an Blutparasiten und Aldo an Anämie. Ich beginne die Doxy/Ferric Behandlung für alle drei Hunde.

Mittwoch, 20. Mai 2020

Mein erster Blick gilt wieder den Hunden in den hinteren Bereichen. Im Salabereich scheint schon Normalität eingekehrt zu sein und Tara, Talo, Zola, Toya und Paco richten sich ein. Tashi ist ein wenig vereinsamt. Da er sich immer gut mit Nuri, die sich im Hausbereich auch schon gelegentlich unbeliebt gemacht hat, verstanden hat, lege ich Nuri zu ihm. 

Tinka ist auffallend ruhig, was mir Sorge macht. Während Pat die Hunde füttert, fahre ich mit ihr, Sita und Tommy zu Dr. Oi. Sitas Bisswunde verheilt gut und sie wird neu bandagiert. Tommys Schwellung ist vollständig abgeklungen. Er wird als geheilt entlassen. Tinka jedoch hat hohes Fieber und ihr Gaumen sieht etwas blass aus. Dr. Oi entnimmt Blut für einen Test und behält sie da um ihr Kochsalzlösung zu geben. 

Vorsichtshalber bringe ich am Spätnachmittag auch Aki und Aldo für einen Bluttest zu Dr. Oi. Tinka hat sich erholt, aber das Testergebnis ergibt Blutparasiten. Das Testergebnis für Aki und Aldo erhalte ich morgen. Vermutlich werde ich auch sie einer Doxy/Ferric Behandlung unterziehen müssen.

Dienstag, 19. Mai 2020

Am Morgen schaue ich als Erstes, ob sich die Hunde auch die Nacht über in ihren neuen Bereichen zurechtgefunden haben. Die fünfzehn Hunde, die nun im Salabereich beherbergt werden sollen, scheinen ihre neue Umgebung als Verbesserung zu empfinden. Talo, Tara, Zola, Toya und Paco zieht es in den Salabereich zurück und sie akzeptieren ihre neue Umgebung mit gedämpften Gefühlen. Das kann daran liegen, dass der Salabereich schattiger ist. Die Hunde können zwar im Schatten unter den Salas liegen, aber ich werde dennoch Sonnensegel anbringen lassen, damit der Boden kühler ist. 

Kenji scheint es in seinem neuen, viel kleineren Bereich besser zu gefallen. Tashi ist ein Problemfall. Er hat sich oft mit Beppe in der Wolle und belästigt auch andere Hunde. Deswegen habe ich ihn nicht mit in den Salabereich genommen. Tashi wird aber nicht von Talo und Tara akzeptiert. Deswegen platziere ich ihn in den alten Kenjibereich.

Pat kommt mittags und füttert mit Trockenfutter. Ich verteile Medikamente. Damit ich den Ohrenpilzbefall bei Ruby und Bonnie in Ruhe behandeln kann, nehme ich sie in den Behandlungsraum. Leylas verlängerte Doxy/Ferric Behandlung ist beendet. Auch Tommys Behandlung mit Clindamycin und Prednisilone ist abgeschlossen. Sita wird weiterhin mit Carprofen und Doxy versorgt. Ruby und Mom bekommen Fischöl. Cisco bekommt auch jeden Abend Fischöl und Dodo und Rico weiterhin Doxycyline. Die sechswöchige Doxy/Ferric Behandlung von Panaeng ist abgeschlossen.

Montag, 18. Mai 2020

Ich habe mich entschlossen eine gewisse Umverlegung der Hunde vorzunehmen. Im Salabereich mit der großen Sala befinden sich ja nur Talo, Tara, Paco, Zola und Toya. In dem großen und dem kleinen Bereich dahinter aber leben Amara, Beppe, Tashi, Sita, Venus, Bum, Rocco, Kylie, Kofi, Toto, Oscar, Erin, Merlin, Nina und Lucy. Sie haben zwar auch viel Platz und vier kleine Salas zur Verfügung, aber ich denke, der große Salabereich ist ein besserer Platz für sie. Mithilfe von Pat und ein wenig Überlegung klappt die Umverlegung auch ganz gut. Kenji kommt vom hintersten Bereich in den kleinen Bereich, sodass die ehemaligen Salabereichhunde sich in zwei großen Bereichen aufhalten können. Der ehemalige Kenjibereich kann bei Bedarf abgetrennt und für weitere eventuelle Umverlegungen genutzt werden. Überraschenderweise nehmen alle Hunde ihre neuen Bereiche nach kurzer Eingewöhnung gut an. Das Reisfutter, das wir nach dieser Aktion verteilen, hilft ihnen offenbar dabei. 

Nachdem Pat gefahren ist, nehme ich Sita an Bord. Sie ist anscheinend gestern in den rechten Vorderlauf gebissen worden und das habe ich erst heute bemerkt. Sita wird bei Dr. Oi verarztet. Komplikationen sind nicht zu erwarten. Ich bleibe bis zum Spätnachmittag im Shelter um zu schauen, ob alles ruhig bleibt. Das ist nach den Fütterungen eigentlich immer der Fall und so ist es auch heute. Bevor ich fahre, müssen Mom und Tommy wieder in ihre Kennels. Auch Bonnie bleibt in ihrem großen Käfig. Dort ist ihre Behandlung problemlos und sie scheint sich im Hausbereich nicht unwohl zu fühlen. Sie hat ja dort auch zuvor lange verbracht.

Sonntag, 17. Mai 2020

Heute ist Routinetag. Ich koche wieder für Coco, Lilly, Leyla und Mom. Bonnie kann ich in ihrem Bereich nicht behandeln. Sobald sie mich mit etwas in der Hand sieht, reißt sie aus. Deshalb habe ich sie in den Hausbereich genommen und zu ihrer Sicherheit in den großen Käfig gesperrt. In den kann ich hineinkriechen und so kann Bonnie mir nicht mehr entkommen. 

Heute wird Mom auch wieder gebadet. Seine Haut sie etwas besser aus, aber es wird wohl noch lange dauern, bis das Fell an den geröteten, nackten Hausstellen wieder nachwächst. Immerhin fühlt sich Mom sichtbar wohler und wenn ich im Shelter bin bewegt er sich im Hausbereich ganz natürlich unter den anderen Hunden.

Samstag, 16. Mai 2020

Heute koche ich nur für Coco, Lilly, Leyla und Mom. Alle anderen Hunde bekommen Trockenfutter. Kurz nachdem wir mit der Fütterung und der Medikamentenvergabe fertig sind, öffnen sich die Schleusen des Himmels wieder. Ich bin mal gezwungen nichts zu tun und sitze eine Stunde bei den Hausbereichshunden während Pat bei den Hunden im hinteren Bereich auf nachlassenden Regen wartet. Wir verlassen die Hunde am frühen Nachmittag und am frühen Abend bin ich wieder bei ihnen, säubere kurz durch und verteile die abendlichen Medikamente. Mom und Tommy kommen wieder in ihre Kennel. Zum Schluss wieder die Versorgung von Dodo, Rico, Cisco und Panaeng.

Freitag, 15. Mai 2020

Vormittags die tägliche Routine mit Säubern, kochen, füttern und Medikamentenvergabe. Diese Arbeiten nehmen normalerweise vier bis fünf Stunden in Anspruch. Am Nachmittag bin ich bei den Tempelhunden. Ich habe die vergangenen Male Nero und Sushi gesehen, nicht aber Willie. Ich gehe den ganzen Markt ab, finde ihn jedoch nicht. Im Tempel sind alle Hunde vollzählig. Nach ihrer Versorgung machen wir wieder unseren Strandgang. Abends bin ich erneut im Shelter und versorge danach die Hunde auf der Straße.

Donnerstag, 14. Mai 2020

Pat kommt heute mit Shana und Rosie. Beide Hunde mischen sich unter die Meute und sind sowohl im Hausbereich als auch im Salabereich akzeptiert. Auch Mom hat sich nun im Hausbereich sehr gut eingelebt während Tommy nur allenfalls wohlgelitten ist. Beide Hunde lasse ich nur raus solange ich im Shelter bin. Um Coco und Lilly muss mich mir gar keine Sorgen machen. Etliche der Hunde mögen sie und spielen oft mit ihnen. Ich koche und verteile Medikamente während Pat die Hunde mit Trockenfutter füttert. 

Am Nachmittag gibt wieder einen heftigen Schauer. Ich bin dann in Jomtien und schaue auch nach Cora - wieder vergeblich. Ich hoffe ihr ist nichts passiert. Ich werde weiter nach ihr schauen, da ich sie sterilisieren lassen möchte. Immerhin werden ihre beiden Welpen gut versorgt und sicher aufwachsen.

Mittwoch, 13. Mai 2020

Ich lasse am Morgen Tommy und Mom aus ihren Kennels und öffne auch wie jeden Morgen Leylas Kenneltür. Sie liegt auf ihrer Bank, Hunde können zu ihr, aber sie kommt nie heraus. Pat kommt mit Reisfutter und wir füttern gemeinsam. Am Nachmittag hole ich 30 Sack Trockenfutter bei Apisit in zwei Fuhren ab. Ich bestelle diese große Menge, um einen besseren Preis zu bekommen. Nach der abendlichen Routine im Shelter bin ich wie jeden Abend bei Cisco, Rico, Dodo und Panaeng. Alle vier Hunde nehmen brav ihre Medikamente.

Dienstag, 12. Mai 2020

Heute sehen die Hunde mal wieder nur mich. Ich lasse mir Zeit mit all den Arbeiten – das tut mir gut und strahlt auch auf die Hunde aus. Wenn ich entspannt bin, sind auch sie entspannt. Und wenn ich ungeduldig werde, nehmen sie das natürlich ebenfalls wahr. Ich muss ja immer mindestens zwei Dinge gleichzeitig erledigen und wenn dann noch zwei weitere hinzukommen, drehe ich schon mal am Rad. Aber die Hunde kennen mich und wissen, dass der Sturm schnell vorüberzieht. Ihr Vertrauen in mich scheint unerschütterlich, denn sie nehmen sie mir nie etwas krumm.
 
Tommy leidet an einem Nervenschaden in seinem linken Vorderlauf. Der wurde vor Jahren schon durch eine Beißerei verursacht. Seitdem Tommy bei mir ist, ist er in zahlreiche Händel verwickelt gewesen, meist von ihm selbst verursacht. Einen Bruch des rechten Hinterlaufs hat er dadurch auch schon davongetragen. Tommy ist sehr provokativ anderen Hunden gegenüber und hat auch schon gelegentlich andere Hunde dazu angestiftet Beißereien anzuzetteln. Keiner der anderen Hunde mag ihn wirklich. Um ihn vor sich selbst zu schützen, habe ich ihn zu Kenji gelegt, der allein friedlich ist, aber besser auch allein bleibt. Die beiden sind zwar nicht die allerbesten Freunde, aber kommen einigermaßen miteinander aus. Sie haben auch genügend Platz, um sich aus dem Weg zu gehen. 
 
Tommy hat nun in den vergangenen Tagen eine Schwellung am Schultergelenk seines geschädigten Vorderlaufs entwickelt. Deshalb bin ich am Nachmittag mit ihm bei Dr. Oi. Zur Vorsicht lasse ich die Schwellung röntgen. Auch lasse ich Blut für einen Test abnehmen. Der ergibt eine erhöhte Anzahl der weißen Blutkörperchen, das Röntgenbild jedoch zeigt keine Abnormalitäten. Es scheint sich also nur um eine Entzündung zu handeln.
 
Dr. Oi bandagiert Tommy und verordnet Clindamycin und Prednisilone. Damit Tommy sich nicht der Bandage entledigt, muss er einen Kragen tragen und damit er nicht so viel herumläuft stecke ich ihn in einen Kennel. In einer Woche sollte Tommy wieder hergestellt sein.

Montag, 11. Mai 2020

Nachdem ich meine morgendliche Routine beendet habe, kommt Pat und füttert. Ich verteile Medikamente und bade dann Mom. Mom ist sicherlich noch nie gebadet worden, aber er macht mir die Arbeit leicht. Er ist einer dieser liebenswerten Straßenhunde, die nie verwöhnt wurden und deshalb jede Aufmerksamkeit schätzen. Mit Pat zusammen bade ich dann Ruby. Sie ist am Anfang störrisch aber scheint dann jedoch die Behandlung zu schätzen. Auch für sie ist es das erste Mal. Beide Hunde kommen in einen Kennel, damit sie sich nicht gleich wieder im Dreck wälzen. Ruby kommt zu Hiro und Mom lege ich zu Leyla. 

Kurz nachdem Pat gegangen ist, fängt es heftig an zu regnen. Ich setze mich zu Mom und Leyla und dann auch zu Hiro und Ruby. Leyla lässt sich immer noch nicht von mir berühren, aber liegt recht entspannt auf der Bambusbank rechts von mir und Mom links von mir. Das Verhältnis zu Mom ist schon so vertraut wie zu den anderen Shelterhunden. Leyla muss schwer traumatisiert sein, dass sie jede Annäherung von mir oder den Hunden verweigert. Mit Mom zusammenzuliegen hat sie jedoch kein Problem. 

Am frühen Abend bekommt Cisco wieder Fischöl mit Hähnchen und Dodo und Rico Doxy mit Wurstscheiben. Panaeng nimmt das Ferric ebenfalls. Ich denke, dass sich diese Routine auch für die kommenden Wochen bewähren wird.

Sonntag, 10. Mai 2020

Ich spare mir nun den morgendlichen Besuch bei Rico und Dodo und verlege die Vergabe von Doxy auf den Abend. Die Vergabe von Ferric muss dann ausfallen. Hunde, zumindest die auf der Straße, kann ich nicht zwingen Medikamente zu nehmen. Aber so lange sie Doxy nehmen, werde ich zufrieden sein. 

Pat kommt mittags, nachdem ich die Welpen gefüttert und die Bereiche gesäubert habe. Während sie füttert, verteile ich die Medikamente. Die nicht mehr ganz neue Routine tut allen gut. Wenn ich am Nachmittag nach Hause fahre, habe ich nun ein gutes Gefühl. Die Hunde verschlafen die paar Stunden bis ich wieder im Shelter bin und empfangen mich relativ ausgeglichen. Ich füttere die Welpen und Leyla und verteile wieder Medikamente. Cisco ist problemlos und auch Rico und Dodo nehmen das Doxy in Wurstscheiben verpackt. Ich hoffe, das bleibt auch so. Ich sehe Katharinas vier Hunde auf dem Parkplatz vom Freizeitpark. Panaeng nimmt das Ferric, das ich ihr nun auch in Wurstscheiben verabreiche.

Samstag, 9. Mai 2020

Heute Morgen habe ich kein Glück mit Dodo. Er verweigert das in Hähnchenfilets verpackte Doxycyline und zieht von dannen. Mit Rico habe ich mehr Glück, aber auch ihn muss ich überreden das Angebotene anzunehmen. Morgens scheinen die Hunde keinen Appetit zu haben. 

Heute kommt Pat etwas später und ich habe mehr Ruhe meine Arbeiten zu verrichten. Langeweile kommt trotzdem nicht auf – die Zeit vergeht immer wie im Fluge. Heute ist mal wieder Reistag. Während die Trockenfutterverteilung mittlerweile recht zivil über die Bühne geht, kriegen sich während der Reisfutterverteilung immer wieder einige Hunde in die Haare. Es passiert nie etwas, aber es ist doch nervig. 

Nachdem Pat gefahren ist, mache ich mich auf den Weg nach Baan Amphur. Nach der Versorgung der Hunde machen wir wieder unseren Strandgang. Alle Hunde, auch die, die nie mit uns gehen sind wohlauf. Ich schaue immer nach ihnen bis ich auch den Letzten gefunden habe. 

Der Pattaya lock-down ist vorerst aufgehoben und so kann ich Einkäufe bei Makro und dem Big C machen. Am frühen Abend bin ich wieder im Shelter. Ich schaue nach dem Rechten, lasse Mom raus und verteile Medikamente. Auf dem Rückweg halte ich bei Cisco. Er nimmt nun das Fischöl vermischt mit Hähnchenfleisch. Mit Dodo und Rico habe ich weniger Glück. Morgen werde ich es mal mit Wurstscheiben versuchen. Die haben eigentlich alle Hunde immer gern genommen. Panaeng hat ihr Ferric bekommen.

Freitag, 8. Mai 2020

Nach Rico und Dodo koche ich für die Welpen. Wenn ich morgens in Richtung Behandlungsraum gehe, folgen mir Coco und Lilly und natürlich auch noch Tinka, Aki und Aldo. Alle fünf Welpen haben ja gelernt, wo es das gute Futter gibt. Außer ihnen bekommen dann noch Leyla und Mom Reisfutter am Morgen. Mom sieht schon besser aus und scheint sich auch besser zu fühlen. Er ist am liebsten draußen und wenn ich im Shelter bin, kann er sich im Hausbereich frei bewegen. Er hat dort schon seinen Lieblingsplatz gefunden. Coco und Lilly wachsen heran. Sie haben ihr Gewicht seit den vergangenen drei Wochen verdoppelt. 

Pat kommt mittags und füttert die Hunde mit Trockenfutter. Ich verteile derweil die Medikamente. Die nachmittägliche Routine besteht wie stets aus der erneuten Säuberung, der Medikamentenvergabe und der abendlichen Fütterung der Welpen. Cisco soll für die kommenden zwei Wochen nur Fischöl bekommen. Ich mische es unter Hühnerfleisch und einem Ei und diese Mischung frisst er. 

Am Pong Freizeitpark empfangen mich Rico und Dodo und auf dem Parkplatz dort Katharinas vier Schützlinge. Auch Panaeng kann ich die Ferric Tablette in Kombination von Hühnerfleisch schmackhaft machen. Natürlich bekommen die anderen drei auch ihren kleinen Anteil.

Donnerstag, 7. Mai 2020

Katharina teilt mir morgens mit, dass sie Panaeng nach einer vier Wochen langen Behandlung mit Doxycyline und Ferric zum Pong Freizeitpark zurückgebracht hat. Katharina wird die Doxy Behandlung dort noch zwei Wochen lang vor Ort fortsetzen und ich werde Panaeng abends Ferric verabreichen. Panaeng hält sich ja am gleichen Platz wie Dodo und Rico auf. 

Pat kommt, nachdem ich gesäubert und Medikamente verteilt habe. Die Fütterung der Welpen und von Leyla fällt aus, da ich die drei Hunde gemeinsam mit Ruby zu Dr. Oi bringe. Ruby hat Fellprobleme entwickelt, Leyla muss Blut für die Untersuchung der Schilddrüse abgenommen werden und Coco und Lilly werden das erste Mal geimpft. Ein scrape test an Ruby ist Räude negativ. Sie wird eine Woche lang mit Cephalexin und Fischöl behandelt werden. Außerdem soll sie Bravecto bekommen. 

Nach meinem Nachmittagsbesuch im Shelter bekommen Dodo und Rico Ferric. Ricos Kopfwunde ist verheilt. Beiden Hunden geht es sichtlich besser und sie freuen sich immer riesig wenn ich komme. Auch Panaeng sehe ich im Freizeitpark auf der anderen Straßenseite. Der Park ist nun wieder für die Öffentlichkeit zugänglich. Panaeng ist von den drei Hunden, mit denen sie immer zusammen ist, wieder aufgenommen worden. Sie hat ordentlich zugenommen und fühlt sich sichtbar besser. Alle vier Hunde werden täglich von Katharina versorgt.

Mittwoch, 6. Mai 2020

Die Barrikade hat gehalten und die Salabereich Hunde haben erstmal das Interesse verloren. Pat kommt heute nicht und so muss ich den Laden allein schmeißen. Nach der Säuberung bin ich mit Bonnie und Mom bei Dr. Oi. Um Bonnies Augen hat sich Schorf gebildet. Räude fängt häufig so an. Ein scrape test jedoch bleibt negativ. Bei näherer Untersuchung stellt Dr. Oi Pilzbefall in den Ohren fest. Der kann topisch behandelt werden. Ich lasse einen Bluttest machen. Moms Zustand hat sich nach acht Tagen Cephalexin Behandlung schon gebessert. Eine zweiwöchige Itraconazole Behandlung soll nun folgen. Dazu soll Mom Fischöl bekommen. Auch ihm wird Blut für einen Test abgenommen. Ich bringe die Hunde zurück und füttere dann. Am Nachmittag säubere ich, füttere Coco und Lilly erneut und verteile Medikamente.

Dienstag, 5. Mai 2020

Kochen, säubern, füttern; das ist die morgendliche Routine und dazu kommt noch die Versorgung der drei Hunde auf der Straße. Maggie läuft wieder völlig normal. Ich verabreiche ihr trotzdem noch einmal Carprofen. Immuplex wird auch weiter verteilt. Im Großen und Ganzen ist der Gesundheitszustand aller Hunde recht gut; kleinere Blessuren und leichte Krankheiten müssen immer wieder behandelt werden. So husten nun Kenzo und Rocco. Das Wetter ist sehr unbeständig und das wird die Ursache sein. Sie erhalten Bromhexine.

Bei meinem Nachmittagsbesuch des Shelters erwarten mich zwei junge Männer, die auf dem Nachbargrundstück Kampfhähne halten. Weil es ja so praktisch ist, haben sie den Hühnerstall direkt am Außenzaun des Shelters errichtet. Bisher war das kein Problem, aber neuerdings krähen die Hähne und das hat die Hunde im Salabereich offenbar neugierig gemacht. Sie haben sich durch den Zaun gearbeitet und einen Hahn herausgeholt. Der hat natürlich nicht überlebt. Die Männer sind nicht glücklich und ich auch nicht. Einmal weil die Hunde nun wissen wo der Hühnerstall ist und zum Anderen weil mir der Hahn leid tut, der ein vorzeitiges Ende seines kurzen Lebens gefunden hat. Die Männer wollen 5,000 Baht für den Hahn haben; wir einigen uns auf 2,000. Außerdem soll eine Mauer auf beiden Seiten des Zaunes im Bereich des Hühnerstalls errichtet werden. Vorsorglich habe ich den defekten Zaun mit Kisten und Paletten verbarrikadiert.

Montag, 4. Mai 2020

Nachdem ich Dodo und Rico versorgt habe, hole ich Ju ab. Ju hat schon lange vor, die Hunde im Shelter zu besuchen. Auf dem Wege zum Schelter versorgen wir noch Cisco. Ju wird wie alle Besucher stets von den Hunden stürmisch begrüßt. Ich bin froh, dass ich mal nicht der Mittelpunkt bin und mache mich an die Arbeit. Pat kommt mit Reisfutter und wir füttern heute zu dritt. Leider bekommen sich bei der Aufregung Mee und Maggie in die Wolle und Maggie scheint sich eine Beinverletzung zugetragen zu haben. Ich behandele sie mit Carprofen und werde sie wohl morgen Dr. Oi vorstellen müssen, wenn sich keine Besserung einstellt. 

Nachdem Pat gegangen ist und ich Ju zurückgebracht habe, bin ich mit Aldo und Merlin bei Dr. Oi. Merlins Bissverletzung ist vollständig verheilt und auch Aldos Behandlung sollte beendet sein. Mom scheint mich zu mögen und das hilft natürlich, denn er muss nun bald gebadet werden und danach muss er auch wieder zu Dr. Oi wenn seine Cephalexin Behandlung vorläufig abgeschlossen ist. Wenn Mom draußen ist und er zurück in seinen Kennel muss, lässt er sich willig von mir hineintragen. Leyla soll noch einige Tage mit Doxycyline und Ferric behandelt werden, bevor ihr Blut für einen Schilddrüsenrest abgenommen wird. Es muss untersucht werden, ob eine Überfunktion vorliegt.

Sonntag, 3. Mai 2020

Heute Morgen wieder die übliche Routine mit Rico, Dodo, Cisco und Reisfutter zubereiten. Mom kann ich nun schon mal für ein paar Momente aus den Augen lassen, wenn er sich im Hausbereich bewegt. Leyla kommt nicht aus ihrem Kennel hervor, obwohl die Tür offen steht. Die Hausbereichhunde kennen sie ja und gehen nicht in ihren Kennel. 

Nach der Fütterung hole ich Dodo in Pong ab und bin mit ihm zur dritten Chemotherapiebehandlung in der Silverlake Klinik. Dr. Kwanchai ist mit dem Erfolg der Therapie zufrieden. Ich nehme die sterilisierte Katze an Bord und liefere dann Dodo auf der Straße und die Katze bei ihren Besitzern ab. Im Shelter verteile ich die abendlichen Medikamente, gehe durch alle Bereiche und präpariere die Medikamente für Cisco, Rico und Dodo.

Samstag, 2. Mai 2020

Nachdem ich Rico, Dodo und Cisco versorgt habe, schaue ich als Erstes nach Mom und Leyla in ihren Kennels. Ich säubere den Hausbereich und öffne dann die Türen der Kennels. Mom kommt heraus aber Leyla bleibt wo sie ist. Immerhin liegt sie nun auf der Bambusbank und nicht mehr darunter. 

Ich koche und füttere die Welpen, Mom und Leyla mit Reisfutter. Pat füttert die übrigen Hunde mit Trockenfutter. Sie hat heute Shana und Rosie mitgebracht. Die beiden Hunde fügen sich nahtlos in die Meute ein und gehen auch in den Salabereich. Sie werden von allen Hunden in beiden Bereichen akzeptiert. Coco und Lilly trauen sich auch schon mal in den Salabereich. Auch sie werden dort akzeptiert. Allerdings fühlen sie sich nur sicher, solange ich in Sichtweite bin. 

Mom bleibt für mehrere Stunden draußen. Er ist ein total lieber Kerl und ein wenig schwach. Auch auf ihn muss ich immer ein Auge haben. Ich bin auch derjenige, dem er am meisten vertraut. Mom ist ja genau wie Leyla Außenseiter und kann attackiert werden, wenn ich nicht zur Stelle bin. Beiden Hunden möchte ich aber dennoch so viel Bewegungsfreiheit wie möglich verschaffen. Um Coco und Lilly mache ich mir gegenwärtig keine Sorgen. Sie sind bereits ein Teil der Meute.

Freitag, 1. Mai 2020

Ich versorge nun jeden Morgen und übrigens auch jeden Abend Dodo, Rico und Cisco mit Doxycyline und Ferric bzw. Cephalexin. Alle drei Hunde sind immer am selben Platz und somit ist diese Übung eine leichte. Die anderen gegenwärtigen Patienten wie Pinky, Toya, Kylie und Tinka, die ich mit Immuplex behandele, sowie Mom, Merlin und auch wieder Leyla, die entweder Cephalexin, Clindamycin oder Doxycyline erhalten, sind natürlich auch stets verfügbar und so bereitet die Medikamentierung keinerlei Probleme. 

Merlins Clindamycin Behandlung ist mit dem morgigen Tag abgeschlossen. Seine Wunden scheinen gut zu verheilen. Ich werde ihn in den kommenden Tagen noch einmal mit zu Dr. Oi nehmen. Mom nimmt das Cephalexin tadellos ein. Er kommt offensichtlich mehr und mehr zurecht, wenn er auch noch, wenn er draußen ist, nach einem Schlupfloch im Zaun sucht. Mom hat recht gut Vertrauen zu mir gefasst und ist ein einfacher Patient. Leylas Bluttestresultat hat noch eine leichte Anämie ergeben, sodass Dr. Oi empfiehlt die Doxy/Ferric Behandlung für zwei Wochen fortzusetzen. Ich lasse sie, genau wie Mom, vorerst in einem der kleinen Kennel. Dort ist sie sicher und gegen das Wetter geschützt. 

Obwohl Pat schon um elf Uhr kommt, geraten wir wieder in einen Regenschauer. Ich koche für die Welpen und Pat sitzt bei den Hunden bis sie die Fütterung der übrigen Hunde beginnen kann. Nachdem Pat gegangen ist, bin ich mit Aldo zur erneuten Laserbehandlung bei Dr. Oi. Aldo wird neu verbunden und soll in drei Tagen ein hoffentlich vorläufig letztes Mal vorgestellt werden. 

Am Nachmittag liefere ich Trockenfutter und Reis für Prajuabs Hunde und am frühen Abend bin ich erneut im Shelter. Merlin, Mom und Leyla erhalten ihre abendlichen Medikamente und Coco und Lilly werden noch einmal gefüttert. Danach sind dann wie jeden Abend noch Cisco, Rico und Dodo dran. Deren Behandlungen werden mehrere Wochen in Anspruch nehmen.