Dienstag, 31. März 2020

Ich koche, füttere Tinka, Aldo, Aki, Kenzo und Leyla und verteile dann Medikamente an Tara, Lena, Leyla und Lucy. Pat kommt und füttert die übrigen Hunde mit Trockenfutter. Ich bin derweil mit Tara, Lena und Aldo bei Dr. Oi. Taras und Lenas Wundheilung machen gute Fortschritte. Aldos Verhärtung ist wieder vergrößert. Dr. Oi empfiehlt einen Eingriff. Der wird morgen früh stattfinden. 

Ich bringe die Hunde wieder nach Hause und gehe säubernd durch die Bereiche. Eine strikte Trennung der Hunde ist mittlerweile vonnöten. Nur wenige Hunde wechseln noch vom Salabereich in den Hausbereich. Einer von ihnen war Merlin, der aber von den Hausbereichhunden angegangen wurde als ich eintraf. Diese Minuten sind immer kritisch, weil die Hunde total aufgedreht sind, wenn sie mich kommen hören und dann verlieren manche den Kopf und hauen sich. Merlin ist glimpflich davongekommen, aber ich lasse ihn nun nicht mehr in den Hausbereich. Im Salabereich ist er sicher. Dort halten sich momentan nur Tara, Talo, Toya und Zola auf. Meistens auch Paco. Die einzigen Hunde die in allen Bereichen herumlaufen können sind Tinka, Aldo und Aki. Sie tun das jedoch nur solange ich bei ihnen bin. Ansonsten halten sie sich im Hausbereich auf.

Am Nachmittag bin ich in der Stadt. Die Stromrechnung ist verloren gegangen und so muss ich zur PEA in Naklua. Dort herrscht nun ein strenges Protokoll. Jeder Kunde muss eine Maske tragen, sonst wird gar nicht erst Fieber gemessen. Dann werden die Kunden auf Stühle verteilt, die in einem Abstand von etwa zwei Metern aufgestellt sind. Sie werden dann einzeln aufgerufen, um ihre Rechnungen zu bezahlen. Diese Prozedur ist wesentlich zeitaufwendiger als die normal Abfertigung, aber ich bin erfreut, dass zumindest die PEA die Abwicklung professionell handhabt. Da die Stadt auffallend leer ist, ist auch der Kundenstrom spärlich und so ist die Angelegenheit in einer guten halben Stunde erledigt. 

Da ich schon mal in Naklua bin, schaue ich nach Mirko, Anja, Sila und Hala in der Soi 12. Sie sind alle wohlauf, wenn auch Anja eine schlimme Gesichtsverletzung überstanden hat, vermutlich verursacht durch einen Kampf. Sie hat dabei das rechte Augenlid eingebüßt. Anschließend schaue ich nach Nalerm in Wong Amat. Nalerm hatte Ende vergangenen Jahres einen Tumor an ihrer Kehle entwickelt, der bereits Metastasen in der Lunge gebildet hatte. Eine Entfernung des Tumors musste ausgeschlossen werden. Nalerm lebt noch und scheint keine Schmerzen zu haben, obwohl der Tumor gewachsen ist. Sie wird gemeinsam mit zwei weiteren Hunden täglich von einer Frau gefüttert, die trotz Viruskrise in Pattaya geblieben ist. Dann bin ich bei den vier Hunden am Wong Amat Strand, die kürzlich von Bua abgeholt und von Dr. Kwanchai sterilisiert worden sind. Vier weitere Hunde sind dort noch zu sterilisieren und ich organisiere die Abholung mit Bua und einer fähigen Frau, die die Hunde kennt. 

Auf dem Rückweg zum Shelter schaue ich erneut nach Jack und Anhang. Zu meiner Freude hat sich Brownie wieder eingefunden. Sie und Whitey scheinen den Eingriff gut überstanden zu haben. Im Shelter verteile ich Medikamente an Tara, Lucy und Leyla und gehe noch einmal kurz durch die Bereiche. Zurzeit bin ich mit dem Verhalten der Hunde untereinander sehr zufrieden. Friede, Freude, Eierkuchen kann ich natürlich von dem wilden Haufen nicht erwarten.

Montag, 30. März 2020

Ich koche wie nun jeden Morgen Reis und Hähnchenfilets. Im Behandlungsraum sind heute wie üblich die drei Welpen sowie Kenzo und als Gast Lena und Zaza. Ins Futter kommt noch jeweils ein Ei, die Brühe von den Filets und ein Schuss Fischöl. Das Menü erfreut sich allgemeiner Beliebtheit. Leyla füttere ich damit im Doppeltorbereich.  

Mittags kommt Pat und füttert die restlichen Hunde in den getrennten Bereichen mit Trockenfutter. Ich fahre derweil mit der TVT Hündin in die Silverlake Klinik für die dritte Chemotherapiebehandlung. Der Tumor ist bereits geschrumpft und nässt nicht mehr. Dr. Kwanchai hält einen operativen Eingriff nicht mehr für notwendig. Nach weiteren zwei Behandlungen in den kommenden drei Wochen sollte Mai geheilt sein. 

Der Hund mit der verletzten Pfote wird weiter behandelt. Dessen Heilung schreitet nur langsam voran. Immerhin kann der Hund die Pfote nun wieder aufsetzen. Der Unfallhund, den ich zusammen mit Kitty vor zwei Monaten in die Klinik gebracht hatte, kann wieder an seinen Platz zurück. Einen der beiden sterilisierten Hunde aus der Nachbarschaft nehme ich an Bord und fahre mit Bua zu dem Platz, an dem wir den Unfallhund gefunden hatten. Wir wissen nicht wie er dort hingelangt ist, denn die Leute, die ihn gefunden hatten, kannten ihn nicht. Nachdem wir ihn ausgesetzt haben, läuft er jedoch schnurstracks hinter das Mimosa. Er scheint von dort gekommen zu sein. 

Ich bringe Mai und den sterilisierten Hund zurück und bin dann wieder im Shelter. Dort verteile ich Medikamente an Lena, Tara und Lucy, säubere erneut und lasse die Hunde dann verdauen.

Sonntag, 29. März 2020

Pat kommt wieder und versorgt die Hunde. Ich bin derweil bei Dr. Oi, dieses Mal mit Tara, Lena und Aldo. Lenas Wunde wird konventionell versorgt und Taras Wunde wird erneut gelasert. Auch Aldos Gewebeverhärtung wird gelasert. Die Laserbehandlung ist zwar nicht billig, aber recht effektiv. Zurück im Shelter verteile ich die drei Hunde auf ihre Plätze und gehe dann säubernd durch alle Bereiche. 

Ich fahre dann zu dem Platz auf dem sich Jack, Deng, Brownie und Whitey aufhalten. Leider sehe ich Brownie nicht, was mir Sorgen bereitet. Sie habe ich immer mit den drei anderen Hunden zusammen gesehen. Am frühen Abend bin ich wieder im Shelter, füttere Leyla und die Welpen und gehe noch einmal durch alle Bereiche.

Samstag, 28. März 2020

Pat kommt heute Mittag mit Reisfutter. Während sie die Hunde füttert, bin ich mit Tara bei Dr. Oi. Tara erhält die zweite Laserbehandlung. Die Wundheilung macht gute Fortschritte. Dae hat die Nacht nicht überlebt. Ich bringe ihn zu Prajuab zurück. Prajuab hat zwei Hunde, die reif für die Sterilisation sind. Da ich nur eine Box mithabe, bringe ich zunächst Tara zurück. 

Pat geht und ich fahre zurück zu Prajuab und nehme die beiden Hunde an Bord. In der Silverlake Klinik wird umgeladen und ich bringe Brownie und Whitey an ihren Platz zurück. Nach einigem Suchen finden wir Jack und Deng und somit ist die kleine Familie wieder vereint. Im Shelter mache ich eine abendliche Säuberungsrunde und verteile Medikamente. Ein langer Tag geht wieder mal zu Ende und ich freue mich auf meine Selbstisolation.

Freitag, 27. März 2020

Pat kommt heute Mittag wieder und hilft mir bei der Fütterung. Natürlich ist nun auch täglich mehr zu säubern, aber entscheidend ist, dass es den Hunden augenscheinlich guttut jeweils, um die gleiche Zeit täglich gefüttert zu werden. 

Am frühen Nachmittag bin ich mit Tara, Lena und Aldo bei Dr. Oi. Tara hatte sich in den Hausbereich verirrt und ist angegangen worden, als ich in den hinteren Bereichen gearbeitet hatte. Sie hatte dabei eine Wunde an ihrem Hinterteil davongetragen. Der Vorteil der Separierung der Hunde ist, dass in den jeweiligen Bereichen die Streitereien abgenommen haben. Der Nachteil allerdings ist, dass ich die getrennten Hunde nicht mehr wie zuvor zusammen lassen kann. Der Vorfall mit Tara war ein besonderer. Wenn ich im Shelter bin, lasse ich das Tor zwischen dem Hausbereich und dem Salabereich geöffnet. Nur wenige Hunde wechseln während dieser Zeit hin und her und daher gibt es wenig Zank. Tara hält sich im Salabereich auf wenn das Tor geschlossen ist und erscheint bei geöffnetem Tor nur selten im Hausbereich. Sie ist mit ihren 28 Kilos zuweilen wenig zu selbstbewusst und das hat dann einigen wohl nicht so gefallen. Ich konnte die Hunde recht schnell trennen, aber eine Bisswunde ist schnell zugezogen. Lenas Loch wird weiter versorgt und Aldos Gewebeverhärtung erneut gelasert. Mit Tara muss ich morgen wieder in die Klinik. 

Wenn ich durch die Bereiche gehe, folgen mir Aldo, Aki und Tinka immer noch. Sie werden überall gern gesehen und etliche der großen Hunde spielen mit ihnen. Kenji ist wieder allein in seinem Bereich. Wenn ich jedoch dort bin, öffne ich das Tor zu dem Bereich mit den zehn Hunden, die dann in Kenjis Bereich laufen. Kenji hat nichts dagegen. Am frühen Abend bin ich wieder im Shelter. Die Hunde haben den Nachmittag verschlafen, sind guter Dinge und viele von ihnen toben herum. Damit belohnen sie mich für die oft harte Arbeit die ich für sie leiste.

Donnerstag, 26. März 2020

Pat versucht nun öfter in der Woche zu kommen, um mir bei der Fütterung zu helfen. Es ist ja nicht einfach nur so, dass das Futter auf die Bleche verteilt werden muss. Wenn die Hunde sich streiten, müssen sie auseinandergehalten werden und es muss sichergestellt werden, dass auch der letzte seinen Anteil bekommt. Pat ist die richtige Person dafür. 

Für mich gibt es immer noch genug zu tun. Es muss gesäubert und gekocht werden und die Medikamente müssen verteilt werden. Die drei Welpen, der blinde Kenzo und die misstrauische Leyla bekommen immer ihr spezielles Reisfutter. Tierarztfahrten müssen absolviert werden und dann sind da noch die Hunde im Wat Amparahm. Jetzt wo Pat mir mehr hilft und auch Arno ab und zu vorbeikommt, habe ich mehr Zeit mich um jeden einzelnen Hund zu kümmern. Das tut mir gut und noch besser ist es für die Hunde. Ich kann nun auch täglich längere Zeit im Shelter bleiben ohne, dass es mich total stresst. Jetzt müssen wir nur noch die Viruskrise überstehen und ein paar neue Sponsoren finden, dann haben wir gute Chancen das Jahr durchzustehen.

Mittwoch, 25. März 2020

Während Pat die Hunde füttert, bin ich mit Brownie und Whitey in der Silverlake Klinik. Khun Lek hat die beiden schon eingefangen und ich brauche sie nur zu übernehmen. Bua hat mittlerweile den Hund mit der verletzten Pfote eingefangen. Die Verletzung liegt lange zurück. Dr. Kwanchai will versuchen, den Hund schmerzfrei zu bekommen. 

Im Tempel versorge ich die Hunde. Für unseren gewohnten Strandgang ist es zu heiß. Die Hunde sind froh im Schatten oder in der Vorhalle zu liegen und ich habe ja sowieso genügend Auslauf.

Zurück im Shelter schaue ich nach dem Rechten und nachdem Pat gefahren ist, bin ich mit Aldo wieder bei Dr. Oi für eine erneute Laserbehandlung. Dae hängt immer noch am Tropf und es geht ihr schlechter. Ich füttere Leyla noch einmal und verteile Medikamente an Lucy und Lena.

Dienstag, 24. März 2020

Auf dem Wege zum Shelter kaufe ich Reis für Pat. Pat kommt heute Morgen wieder mit Reisfutter. Am Vormittag besucht uns Stefan mit Frau und Kind. Stefan besitzt in Pattaya ein großes Anwesen und möchte sich einen Hund zulegen. Da das Anwesen nicht völlig eingezäunt ist, schlage ich ihm vor, sich mit den beiden Welpen von Jack und Deng vertraut zu machen. Diese Hunde sind es gewohnt sich in unumzäuntem Gelände aufzuhalten, im Gegensatz zu den Hunden im Shelter. Allerdings ist die kleine Familie nicht auffindbar. Ich treffe sie jedoch am frühen Abend wieder an. Whitey und Brownie will ich morgen mithilfe von Lek einfangen und sterilisieren lassen. 

Ich hole Leyla aus dem Käfig und lasse sie im Doppeltorbereich heraus. Dort verkriecht sie sich unter einem Balkenstapel. Ich möchte, dass sie Auslauf hat und sich nach und nach an die anderen Hunde im Hausbereich gewöhnt. Bisher komme ich immer noch nicht an sie heran. 

Am frühen Nachmittag bekommen wir erneuten Besuch. Dieses Mal ohne Anmeldung. Ich geleite den Gast, eine Strahlennatter, mithilfe eines Rechens über den Zaun nach draußen. 

Mit Lena und Aldo fahre ich zu Dr. Oi. Der Knoten an Aldos Genick baut sich nicht ab. Er wird erneut gelasert. Lenas Wunde wird versorgt. Ich lasse sie wieder in einem der kleinen Kennel liegen, wo sie sicher ist und sich nicht das Pflaster abbeißt. 

Am Nachmittag hole ich mir bei Apisit 300 kg Trockenfutter. Khun Apisit weiß nicht, ob er wegen der Viruskrise in den kommenden Wochen Trockenfutter bereitstellen kann. Zurück im Shelter säubere ich noch einmal, verteile Medikamente und schaue, dass Leyla die Nacht im Doppeltorbereich sicher ist.

Montag, 23. März 2020

Ich verlege Leyla in einen der kleinen Kennel. Dort hat sie mehr Platz und ist dennoch durch ein Gatter getrennt mit den Haushunden zusammen. Ich versuche nun die Fütterung der Hunde täglich um ein Uhr durchzuführen. An fünf Tagen in der Woche erhalten sie Trockenfutter und an zwei Tagen Reisfutter. Die drei Welpen, Leyla und Kenzo füttere ich zuvor separat mit angereichertem Reisfutter. 

Nach der Säuberung bin ich mit Lena bei Dr. Oi. Daes Testergebnis hat einen sehr hohen Creatininwert ergeben. Dae ist nun schon der dritte Hund von Prajuab mit der gleichen Diagnose. Dr. Oi vermutet als Ursache eine Leptospiroseinfektion. Ich lasse sie einen PCR Test vornehmen, um darüber Sicherheit zu erlangen. Das Ergebnis wird erst in drei Tagen vorliegen. Solange bleibt Dae in der Klinik. Zurück im Shelter lege ich Lena wieder in einen kleinen Kennel und verrichte meine abendlichen Pflichten.

Sonntag, 22. März 2020

Pat kommt mittags wieder und hilft bei der Fütterung. Ich bin bei dem Handwerker, der mir die Salas gefertigt hatte und bestelle zwei kleine neue. Es hat in den vergangenen Tagen zweimal geregnet und in der Regenzeit müssen alle Hunde über einen Regenschutz verfügen. 

Leyla hat sich im Käfig eingerichtet, aber diese Lösung ist natürlich nicht ideal. Morgen werde ich sie in einen der kleinen Kennel umquartieren. Eigentlich sollte sie einen Auslauf haben, aber alle Bereiche sind schon belegt und ich kann sie noch nicht mit anderen Hunden zusammenlassen. Eine Lösung muss gefunden werden. 

Am Nachmittag bin ich zweimal bei Dr. Oi. Das erste Mal mit Lena, die ein Loch im Pelz hat, das sich entzündet hat. Ich lege sie in einen der kleinen Kennel, da sie morgen wieder in die Klinik muss. Das zweite Mal bin ich mit Dae bei Dr. Oi. Dae ist einer von Prajuabs Hunden. Prajuab hat mich gebeten Dae untersuchen zu lassen, da sie seit drei Tagen das Futter verweigert. Dae wird Blut abgenommen und sie wird über Nacht an den Tropf gehängt. Zurück im Shelter mache ich noch eine Runde, füttere Leyla und die Welpen für die Nacht und verabreiche Ferric an Lucy und Leyla.

Samstag, 21. März 2020

Pat kommt heute Mittag und hilft mir bei der Fütterung. Sie sorgt sich, dass einige Hunde nicht genug abbekommen. Natürlich ist mir jede Hilfe recht. Ich verlege Leyla aus dem Behandlungsraum in einen der Käfige im offenen Hausbereich. Von dort aus kann sie sich weiter mit ihrer neuen Umgebung vertraut machen und die Hunde, die mit ihr bisher nicht in Berührung gekommen sind, lernen den Neuzugang kennen. 

Nachmittags bin ich in Jomtien. Daniela, die für zwei Wochen in Pattaya ist, hat einen Hund mit einer verletzten Pfote entdeckt. Der Hund ist sehr scheu und so kann ich mir die Pfote nicht genau ansehen. Die Verletzung scheint schon zurückzuliegen und ist nicht verheilt. Ich werde Bua bitten, den Hund einzufangen. Anschließen bin ich bei Leica in Phratamnak. Leica liegt wie zuvor immer auch allein und es geht ihr gut. 

Am frühen Abend bin ich wieder im Shelter. Ich verlege Tashi in den hinteren Bereich, da er im Hausbereich öfter andere Hunde aufgemischt hat. Er ist dort wieder mit Beppe zusammen, aber die beiden kläffen sich nur zuweilen an; weiter passiert nichts.

Freitag, 20. März 2020

Nachdem ich die Routinearbeiten am Vormittag erledigt habe, hole ich Mai, die TVT Hündin aus der Nachbarschaft ab und bringe sie für die zweite Chemotherapiebehandlung zu Dr. Kwanchai. Anschließend bin ich bei den Hunden im Tempel, versorge sie und mache mit ihnen unseren Strandgang. 

Im Makro hole ich Hähnchenfilets. Fieber wurde schon zuvor gemessen, aber nun stelle ich fest, dass die Mehrzahl der Kunden Masken tragen. Das ist zwar nicht zu kritisieren, aber das Tragen von Latexhandschuhen wäre eigentlich wichtiger. 

Es ist schon dunkel als ich Mai zurückbringe. Sie ist ein erstaunlicher Hund. Vielleicht ahnt sie, dass ich ihr helfen will. Schon als ich sie abholte, sprang sie an mir hoch obwohl man meinen sollte, dass die langen Fahrten und der Klinikaufenthalt nicht gerade einen angenehmen Eindruck bei ihr hinterlassen hatte. Als ich sie herauslasse, springt sie wieder an mir noch als wollte sie sich bedanken. Mal sehen, ob ich ihr für die kommende Behandlung in guter Erinnerung bleibe. Ich fahre noch zum Shelter füttere die Welpen und Leyla und verabreiche Ferric an Lucy.

Donnerstag, 19. März 2020

Nach einer Säuberungsrunde und der Verteilung der Medikamente bereite ich Reisfutter für die drei Welpen und Leyla zu. Am späten Vormittag kommt Pat wieder mit Reisfutter und alle Hunde werden damit abgefüllt. Pat erklärt sich bereit jetzt regelmäßig zweimal die Woche mit Reis zu kommen. Lucys Krallenverletzung ist nun auch verheilt. Augentropfen gebe ich ihr noch. Am späten Nachmittag bin ich wieder im Shelter, säubere erneut und füttere Leyla und die Welpen für die Nacht.

Mittwoch, 18. März 2020

Nachdem ich meine Säuberungsarbeiten und die Medikamentenvergabe absolviert habe, koche ich Reisfutter für die drei Welpen, Leyla und Kenzo und füttere sie im Behandlungsraum. Die Abwechslung des Menüplans wird freudig begrüßt und so werde ich damit fortfahren. Leylas Verhalten gegenüber mir und den Welpen hat sich nicht sehr verändert. Wenn die Welpen ihr zu nahe komme, knurrt sie sie an; immerhin tut sie das mir gegenüber nicht. 

Khiaows, Lucys und Talos Wunden sind soweit verheilt, dass ich sie voraussichtlich nicht weiter verbinden muss. Lucys Augen machen mir ein wenig Sorge. Ihr rechtes Auge zeigt etwas Ausfluss. Ich verabreiche ihr zweimal täglich Poly-Oph. Am Spätnachmittag bin ich wieder im Shelter, säubere noch einmal und verabreiche die abendlichen Medikamente.

Dienstag, 17. März 2020

Heute koche ich Reis und Hähnchenfilets. Die Filets und Eier bekommen Aldo, Tinka, Aki, Kenzo und Leyla ja jeden Tag, aber da Leyla immer noch ziemlich klapprig ist, werde ich ihr nun täglich auch Reis geben. Nina, Lena und Erin haben sich im Haus wieder eingerichtet. Am besten kommt Erin zurecht, deren Pfote wieder viel besser aussieht. Mit Lena und Nina muss ich mir noch was einfallen lassen. Ich habe die Verbände bei Khiaow und Talo entfernt. Die Wunden sehen recht gut aus. Morgen werde ich sehen, ob sie weiter zuheilen oder ob ich neu verbinden muss. Lucys Verband werde ich morgen entfernen.

Am Nachmittag fahre ich zum neuen Hundeshelter der Stadt. Phutaluang ist aufgelöst worden und nun hat die Stadt im Subbezirk Pong ein neues Shelter für angeblich 600 Hunde eingerichtet. Dr. Kwanchai kümmert sich um die Hunde dort. Ich sehe ihn impfen. Er berichtet mir von Staupefällen. 

Ich kann durch das gesamte Shelter gehen. Es ist eine eher provisorische Einrichtung, aber es wird noch gebaut. Ich sehe etliche Helfer und einige Arbeiter. Die Hunde sehen auf den ersten Blick nicht schlecht aus. Die überwiegende Mehrzahl von ihnen lebt ungetrennt zusammen. Trotz der vielen Hunde ist die Stimmung friedlich und etliche Hunde kommen auf mich zu und ich kann sie streicheln. Es ist genügend Futter und Wasser für sie vorhanden. Allerdings fehlt es an Unterständen, die unbedingt errichtet werden müssen, bevor die Regenzeit einsetzt. Ich bin beruhigt zu sehen, dass Dr. Kwanchai die Sache dort in die Hand genommen hat.

Montag, 16. März 2020

Nach der Säuberung und nachdem ich die Welpen, Kenzo und Leyla im Behandlungsraum gefüttert und die morgendlichen Medikamente verteilt habe, bin ich am frühen Nachmittag im Wat. Ich kaufe Reis für Ba Bät und versorge danach die Tempelhunde. Alle Hunde sind wohlauf. Wir machen unseren Strandgang. Auf dem Tempelmarkt sehe ich Sushi, Nero, Pema und Avira. In der Thepprasit Soi sechs liefere ich 40 kg Trockenfutter beim Wachmann ab. Auch den Hunden bei ihm geht es gut. Am frühen Abend bin ich nochmal im Shelter und sehe nach dem Rechten.

Sonntag, 15. März 2020

Pat kommt am Morgen und hilft bei der Fütterung. Zwei der drei Welpen, die sie vor einer Woche entdeckt hatte, sind verschwunden. Den Dritten hatte sie zu sich genommen, da der Mutterhund den Welpen nicht mehr versorgt hatte. Der Welpe erholt sich allmählich und der verletzte Hinterlauf scheint zu heilen. Ende des Monats kann der Welpe geimpft werden. 

Arno kommt auch wieder vorbei und wir transportieren ein kleines Sala aus einem der großen Bereiche in den Bereich, in dem mittlerweile zehn Hunde leben. Sie hatten bisher nur zwei Salas zur Verfügung. Lena habe ich dort nicht zurückgebracht, sie scheint sich in ihrem Käfig neben dem Haus wohler zu fühlen. Nina wollte dort auch wieder raus und ist zurück im Haus. Erin ist auch zurück. Sie ist in die Pfote gebissen worden und so habe ich sie wieder in ihren Käfig gelegt. 

Am frühen Nachmittag bin ich mit Lucy bei Dr. Oi. Lucy hat sich die Daumenkralle verletzt. Ich lasse ihr bei der Gelegenheit Blut abnehmen. Nach meiner Rückkehr fängt es an heftig zu regnen und so bleibe ich bis zum Abend bei den Hunden. Leyla und Kenzo bleiben über Nacht wieder im Behandlungsraum. Lucys Testresultat sieht recht gut aus. Nur die Anzahl der Blutplättchen ist zu gering. Eine vierwöchige Doxy/Ferric Behandlung sollte ausreichend sein.

Samstag, 14. März 2020

Bum scheint meine Entscheidung ihn umzusiedeln gutzuheißen. Er begrüßt mich gut gelaunt im Kreise der anderen Hunde. Sita hat eine kleine Bisswunde an ihrem linken Vorderlauf, die ich versorge. Auch Tala hat eine etwa fünf Baht große, oberflächliche Wunde am Hals, die nicht zuheilen will, da er sie ständig aufkratzt. Deswegen verbinde ich auch sie. Pat kommt mit Reisfutter. Alle Hunde werden bedient. Bei der Säuberung danach sehe ich Blut im großen Kennel und stelle fest, dass Khiaow sich eine Nagelverletzung zugezogen hat. Die kann nur von ihren Eskapaden über den Zaun zu klettern herrühren. Auch Khiaow wird von mir verarztet. Solange es bei diesen Kleinigkeiten bleibt, bin ich es zufrieden. 

Erin zankt sich häufig. Da die Umsiedelung mit Bum so gut geklappt hat, schnappe ich mir auch sie und bringe sie zu den Hunden, die Bum so problemlos aufgenommen haben. Erin allerdings ist nicht so glücklich mit ihnen und so bringe ich sie zu Kenji und Kylie, die einen ganzen Bereich für sich haben. Am Abend scheint sie sich dort eingerichtet zu haben. Leyla lasse ich über Nacht noch im Behandlungsraum. Sie hat nun außer Aldo, Tinka, Aki und Kenzo auch schon Nimnim und Khiaow kennengelernt. Ich spreche sie weiterhin häufig an aber lasse sie sonst in Ruhe. Wenn ich mich ihr nähere, ist ihr Ausdruck nicht mehr ängstlich, aber es ist wohl noch zu früh sie zu berühren. Dazu ist ja auch keine Eile geboten.

Freitag, 13. März 2020

Leyla und Kenzo haben die gemeinsame Nacht gut überstanden. Nimnim nehme ich am Morgen mit in den Behandlungsraum, um ihm das Doxy zu geben. Er verweigert mittlerweile sowohl die Wurstscheiben als auch die Hähnchenfilets. Mit gekochtem Ei bekommt er die Tabletten gerade noch herunter. Er, wie auch Aldo, Tinka oder Aki kümmern sich nicht weiter um Leyla, die aber auch keine Anstalten unternimmt Kontakt zu ihnen aufzunehmen. 

Lena ist über den Zaun gesprungen und ich habe sie draußen wieder in Empfang genommen. Irgendetwas muss sie irritiert haben, denn sie war ganz aufgeregt. Ich habe sie wieder an ihren alten Platz neben dem Haus gelegt, wo sie einen Käfig für ich allein hat. Lena hat zwar in Alex einen Bruder, verhält sich jedoch wie ein Einzelhund. Die werden zuweilen angegangen, wenn die Hunde aufgeregt sind. Das ist manchmal der Fall, wenn sie mich kommen hören. Es passiert dabei nichts Ernstes, da ich sofort für Ordnung sorge, aber um solche Zwischenfälle zu vermeiden, versuche ich die Einzelhunde vor möglicher Gefährdung zu schützen. 

Einer dieser Einzelhunde ist auch Bum. Ich bringe ihn heute Nachmittag in den Bereich, in dem sich die fünf Welpen aufhalten. Bum ist ein verträglicher Charakter und so hoffe ich ihn integrieren zu können.

Donnerstag, 12. März 2020

Routinearbeiten am Morgen mit anschließender Fütterung mit Trockenfutter. Am Nachmittag hole ich den TVT Hund und die kleine, schwarze Hündin aus der Silverlake Klinik und bringe sie zurück an ihre Plätze. Die TVT Hündin hat ihre erste Chemotherapie Behandlung erhalten und ist ebenfalls sterilisiert worden. 

Zurück im Shelter säubere ich erneut und verteile Medikamente. Leyla und die Welpen werden für die Nacht gefüttert. Leyla hat sich ein wenig geöffnet und ist aus ihrer Ecke hervorgekommen. Ich spreche sie häufig an, aber ansonsten lass ich sie in Ruhe. Solange sie frisst und ihre Medikamente nimmt, mache ich mir keine großen Sorgen um sie. Zu ihrer Gesellschaft lasse ich Kenzo mit bei ihr im Behandlungsraum.

Mittwoch, 11. März 2020

Pat kommt heute Vormittag mit Reisfutter. Die übliche Fütterung der sechs Welpen im Doppeltorbereich entfällt nun, da fünf von ihnen gemeinsam in einem der hinteren Bereiche leben. Nur Paco ist nicht dabei; er hält sich überwiegend im Salabereich auf. Ich habe ihm die Möglichkeit gegeben sich zu seinen Geschwistern zu gesellen, aber er wollte wieder zurück in den Salabereich. Venus, Sita, Kofi, Toto und Oscar haben sich jedoch recht gut eingerichtet. Das Reisfutter reicht um die Hunde in allen Bereichen satt zu bekommen. 

Ich habe Leyla aus dem Kennel in den Behandlungsraum verlegt. Dort hat sie Gelegenheit sich mit Aldo, Tinka, Aki und Kenzo anzufreunden, die sich häufig dort aufhalten. Die Verlegung macht es mir auch einfacher sie zu füttern und ihr die notwendigen Medikamente zu verabreichen. Leyla ist immer noch sehr scheu, frisst jedoch gut. Ihre Rekonvaleszenz wird sicherlich etliche Wochen in Anspruch nehmen.

Dienstag, 10. März 2020

Routine am Vormittag. Leyla hat die Nacht gut überstanden und frisst ordentlich. Das Doxy kann ich ihr in Hähnchenfilets geben. Am frühen Nachmittag bin ich mit Nina und Aldo bei Dr. Oi. Ninas Entzündung ist abgeklungen und Aldo wird ein drittes Mal gelasert. Die Nackenschwellung ist so gut wie verschwunden. Für beide Hunde ist keine weitere Behandlung mehr notwendig. 

Die Hunde in den hinteren Bereichen kommen weiterhin gut miteinander zurecht. Dadurch, dass sich im Hausbereich nun weniger Hunde aufhalten, ist es auch dort ruhiger. Kleinere Reibereien hier und dort sind niemals auszuschließen. Aldo, Aki und Tinka folgen mir immer durch alle Bereiche und sind dort gern gesehen. Sie fühlen sich mit allen Hunden wohl, wachsen und gedeihen. 

Am Spätnachmittag bin ich wieder im Shelter und verteile Immuplex. Nimnim der noch für eine weitere Woche auf Doxy ist bekommt Ferric und Leyla, die die Doxy Behandlung heute begonnen hat, erhält ebenfalls Ferric.

Montag, 9. März 2020

Nachdem ich meine morgendlichen Arbeiten im Shelter verrichtet habe, hole ich eine TVT Hündin und eine Hündin die sterilisiert werden muss, aus der Nachbarschaft ab und bringe die Hunde in die Silverlake Klinik. Ich nehme Leyla, die Phratumnak Hündin, mit mir. Leyla muss einer Doxy/Ferric Behandlung unterzogen werden und die kann nur im Shelter erfolgen. Ich bin dann im Wat, versorge die Hunde und mache den Strandgang mit ihnen. 

Zurück im Shelter kommt Leyla in eines der Kennel im Haus. Zu meiner Freude frisst sie schon. Aus dem Kennel heraus kann sie in den offenen Bereich des Hauses schauen und sich schon mal mit der neuen Situation anfreunden. Pat teilt mir mit, dass sie sich weiter um die beiden behinderten Welpen kümmert. Über Nacht sind sie bei ihr und tagsüber bei der Mutter.

Sonntag, 8. März 2020

Oscar und auch Kofi haben sich bereits eingewöhnt und alle Hunde in diesem Bereich kommen gut miteinander aus. Pat hat bei ihrer Fütterungstour am Mabprachan Reservoir einen Mutterhund entdeckt, der zwei behinderte etwa vier Wochen alte Welpen und einen gesunden durchzubringen hat. Wir bringen die beiden behinderten Welpen zu Dr. Oi. Einer der Welpen hat einen verkrüppelten Hinterlauf und der andere einen Hinterlauf der nicht voll entwickelt ist und einen Abzess aufweist. Die Welpen werden gegen Zeckenbefall und Würmern behandelt. Dr. Oi empfiehlt die Welpen tagsüber für die kommenden Tage bei der Mutter zu belassen und nachts hereinzunehmen. Pat wird das übernehmen.  

Aldos Schwellung wird ein zweites Mal gelasert. Die Schwellung ist schon abgeklungen und wir hoffen, dass sie nach zwei weiteren Laserbehandlungen beseitigt sein wird. Zurück im Shelter verrichte ich meine gewohnten Arbeiten und am Spätnachmittag verteile ich dann noch die Medikamente an Nimnim, Aldo und Nina.

Samstag, 7. März 2020

Nina läuft heute Morgen wieder besser, aber die Entzündung ist nicht abgeklungen. Da ich mit Aldo sowieso zu Dr. Oi muss, nehme ich Nina mit. Nina wird verbunden und soll Prednisilone erhalten. Um Aldos Schwellung zu behandeln, empfiehlt Dr. Oi eine Laserbehandlung. Damit hatten wir zuvor schon bei einigen Fällen gute Erfolge.  

Pat kommt mit einigen Eimern Reisfutter. Da ich die Hunde erst gestern gefüttert hatte, warte ich mit der Fütterung bis zum späten Nachmittag. Kofi ist Pats Liebling und sie ist immer besonders um ihn besorgt. Kofi liegt ja meistens im Doppeltorbereich, häufig auch mit Oscar, seinem Bruder. Pat möchte versuchen Kofi in dem Bereich mit Venus, Sita, Toto, Nina, Rocco, Lena, Amara, Beppe und Lena unterzubringen. Die kürzliche Integration von Sita, Venus, Lena und Amara hat ja bisher gut geklappt und alle diese Hunde in diesem Bereich sind eher von der friedlichen Art. Pat bleibt eine Stunde lang bei den Hunden und berichtet mir, dass sich Kofi recht gut eingefügt habe. Ich bringe deshalb auch Oscar in diesem Bereich. Oscar ist anfangs noch etwas unsicher, aber da er alle Hunde gut kennt, wird sich das hoffentlich bald legen.

Freitag, 6. März 2020

Das ist nicht der Fall. Edith ist heute Morgen schon wieder bei den anderen Hunden im hinteren Bereich und will zurück ins Haus. Lena und Amara jedoch haben sich entschlossen zu bleiben. 

Ich koche für die drei Welpen und füttere sie und füttere danach alle anderen Hunde. Ich verteile weiterhin Immuplex und heute auch wieder Fischöl. Ich sehe Nina humpeln. Sie hat eine Entzündung an einer Liegeschwiele. Ich gebe ihr Carprofen. Dr. Oi ist heute nicht in der Klinik und so muss ich mit Aldo erst morgen wieder zur Untersuchung. 

Am Nachmittag bin ich bei Jack, Deng und den beiden Welpen. Sie liegen mir im Magen, da sie sterilisiert werden müssten, aber sie sind recht scheu. Ich füttere sie mit Hähnchenfilets und so kommen sie ein Stückchen weiter an mich heran. Ich muss das häufig wiederholen, vielleicht kann ich mir dann schnappen. Brownies zwei Welpen sind noch scheuer und rennen schon weg, wenn sie mich sehen. Ich würde die Krise kriegen, wenn sie Junge bekämen. Ich bin dann noch mal wieder bei Naree und bringe den Leuten Trockenfutter. Naree läuft nun wieder ganz normal. Sie freut sich riesig mich zu sehen und ich freue mich auch total. Naree ist ein so liebenswerter Hund.

Donnerstag, 5. März 2020

Ich stelle heute Morgen fest, dass Aldo einen Abszess auf dem Nacken entwickelt hat. Nachdem ich die dringendsten Arbeiten erledigt habe, bin ich mit ihm bei Dr. Oi. Aldo wird versorgt und ich muss morgen mit ihm wiederkommen. 

Wieder zurück, bringe ich Lena, Amara und Edith in den hinteren Bereich. Lena hat sich immer neben dem Haus in einem Käfig aufgehalten und Amara häufig im Doppeltorbereich oder bei Lena. Beide Hunde waren nicht besonders glücklich und meistens allein. Ich lege Lena und Amara zu Nina, Rocco, Venus, Toto, Sita und Lucy. Mit Edith mache ich einen erneuten Versuch, sie bei Kenji und Kylie unterzubringen. Lena und Amara scheint die Verlegung zu gefallen, bei Edith bin ich mir nicht so sicher. 

Am frühen Nachmittag bin ich in Phratumnak. Lee, ein Resident, hat mich gebeten nach Hunden zu schauen, die er füttert. Einer von ihnen sei offensichtlich krank. Ich verabrede mich mit Kitty, die in dem Gebiet arbeitet und Hunde dort kennt. Wir treffen Lee und er zeigt uns einige Hunde, von denen wir allerdings nicht wissen, ob sie schon sterilisiert sind. Das müssen wir in Erfahrung bringen. Wir finden den kranken Hund und Bua kann ihn einfangen. 

Anschließend bin ich mit Bua am Wong Amat Strand. Dort sammeln wir mithilfe von Strandverkäufern die vier weiblichen Hunde zur Sterilisation ein, auf die mich eine Touristin aufmerksam gemachte hatte. Vier weitere Hündinnen wird Bua einsammeln, wenn er die ersten vier zurückbringt. Am frühen Abend bin ich wieder im Shelter. Lena und Amara begrüßen mich gemeinsam mit den anderen Hunde. Edith scheint sich nicht schlüssig zu sein, ob sie bei Kenji bleiben will.

Mittwoch, 4. März 2020

Ich schaue als Erstes nach Nina und Venus. Beide kommen anscheinend gut zurecht. Heute Morgen bringe ich noch Toto und Sita zu ihnen und verlege Tommy wieder in den Bereich mit Pinky, Alex, Max und den anderen. Venus, Sita und Toto sind Geschwister und immer gut miteinander ausgekommen. 

Pat kommt am Vormittag wieder mit mehreren Eimern Reisfutter, das gleichmäßig an die Hunde in allen Bereichen verteilt wird. Anschließend gibt es noch Trockenfutter, damit auch die letzten noch satt werden. Aldo, Tinka, Aki und Kenzo füttere ich im Behandlungsraum. 

Am Nachmittag liefere ich bestelltes Bravecto bei Anton ab und hole mir dann Trockenfutter und Reis für Prajuab und die Hunde in der Thepprasit Soi sechs, die der Wachmann dort füttert. Nachdem ich das Futter bei Prajuab abgeliefert habe, bin ich wieder im Shelter und verrichte meine abendliche Routine. Toto und Sita scheint die Umsiedelung zu gefallen. Sie und Venus kommen gut mit Nina zurecht. Ich hoffe, dass das auch so bleibt. Lucy und vor allem Rocco ziehen es vor für sich zu bleiben.

Dienstag, 3. März 2020

Ich schaue morgens nach dem Welpen und werde darüber aufgeklärt, dass die Bauarbeiter mit samt dem Welpen in ihre Heimatprovinz abgereist sind. Dass ich ihnen versprochen hatte, den Welpen untersuchen und ggf. behandeln zu lassen, scheinen sie nicht geglaubt zu haben. Dass jemand sein Versprechen hält, ist für sie anscheinend eher unwahrscheinlich. Das ist verständlich. Also mache ich mich wie gewohnt an meine Arbeiten.

Am frühen Nachmittag bin ich im Wat, versorge die Hunde und mache mit ihnen unseren Strandgang. Ich treffe Bua und vereinbare mit ihm uns übermorgen am Wong Amat Strand zu treffen, um Hunde zur Sterilisation einzusammeln. Eine Touristin hatte mich auf sie aufmerksam gemacht.

Am Spätnachmittag bin ich wieder im Shelter. Ich hatte vor zwei Tagen Nuri in den hinteren Bereich gebracht, sie hat sich jedoch dort nicht einleben können und wollte zurück ins Haus. Also habe ich sie zurückgebracht und mit Nina ausgetauscht. Die scheint sich anscheinend eher zurechtzufinden. Das kann sich morgen aber schon wieder ändern. 

Venus war die stärkste der beiden älteren Welpen, ist jedoch in den vergangenen Tagen ängstlich geworden. Unter den sechs Welpen gibt es Rangordnungsauseinandersetzungen. Sita, der zweite weibliche Welpe hat an Selbstvertrauen gewonnen und hält sich meistens im Salabereich auf. Bei den männlichen Welpen gibt Paco den Ton an. Paco war der schwächste der sechs als ich sie fand. Kofi und Oscar kommen gut miteinander aus, aber zwischen Kofi und Paco gibt es häufig Streit. Kofi war übrigens der dominante und größte Welpe und ist es nun nicht mehr. Er dominiert nun nur noch Toto, der bei den vier männlichen Welpen den untersten Rang einnimmt. Ich nehme also Venus auf den Arm und trage sie in einen der hinteren Bereiche, in der sich Tommy, Lucy, Rocco und nun auch Nina aufhalten. Wollen wir mal sehen, ob Venus und Nina auch morgen noch glücklich mit der Umgruppierung sind. Beppe übrigens wollte auch zurück ins Haus und hatte sich unter einem Tor durchgegraben. Mal sehen, ob ich Tashi in den hinteren Bereich bekomme, denn der und Beppe mögen sich überhaupt nicht. Tashi allerdings lässt sich von mir nicht aufnehmen.

Montag, 2. März 2020

Ich mache meinen Vormittagsjob, koche Hähnchenfilets für die Welpen und füttere sie. Danach sind die anderen Hunde mit Trockenfutter dran. Die Bauarbeiter von nebenan zeigen mir einen Welpen, den sie irgendwo gefunden haben. Sie wollen, dass ich ihn zu mir nehme. Ich werde ihn morgen Dr. Oi vorstellen und sein Blut testen lassen. Mein Herz sagt ja immer ja aber mein Verstand sagt nein. So gern ich ein junges Leben retten möchte, eine mögliche Gefährdung der Shelterhunde muss ausgeschlossen werden. Sollte der Welpe behandlungsbedürftig sein, kann ich ja dafür sorgen. Ansonsten kann er erstmal bei den Bauarbeitern bleiben.

Sonntag, 1. März 2020

Ich verrichte meine morgendlichen Arbeiten und bin dann mit Tinka, Aldo und Aki bei Dr. Oi. Die drei erhalten die dritte Kombiimpfung plus die erste Tollwutimpfung. Alle drei haben kräftig zugenommen; am meisten wieder Tinka, die es nun schon auf 9,5 kg bringt. Aldo wiegt 7,5 kg und der kleine Aki nun auch schon 6,5. 

Am Nachmittag verteile ich wieder Immuplex. Papillomas haben sich nicht erneut entwickelt, aber ich hoffe, dass die Behandlung dem Fellzustand der Hunde zugutekommt. Einen sichtbaren Erfolg sehe ich bereits bei Bonnie, die eines meiner Sorgenkinder war.