Dienstag, 31. Dezember 2019

Pat ist aus Australien zurück und hat mehrere Eimer Reisfutter zubereitet. Alle Welpen werden damit separat im Doppeltorbereich gefüttert; auf die Reste stürzt sich dann die ganze Meute. Drei Eimer sichere ich mir und verfüttere einen davon an Bonnie, Roshi, Lingling, Bessie, Kenzo und Zaza. 

Während Pat bei den Hunden bleibt, hole ich mir eine stabile Holzbox und zwei Paletten. Talo hat sich wieder durch den Zaun gebissen und dabei die schon halb morsche alte Holzbox auch gleich zerlegt. Ich dichte das Loch noch einmal provisorisch ab. 

Pat fährt am frühen Nachmittag und nimmt Shana, Nelson und Rosie wieder für zwei Tage zu sich. Ich fahre in das nun gerodete Gelände und finde Jack gemeinsam mit dem Mutterhund, den ich nun Deng nenne, sowie ihre drei Welpen. Brownie finde ich auch, sehe jedoch nur den schwarzen ihrer Welpen. Blacky bleibt weiter verschwunden. 

Am Spätnachmittag bin ich in Wong Amat und treffe die Taxifrau, die sich um Nalerm kümmert. Ich gebe ihr Medikamente für die kommenden zehn Tage. Danach soll Nalerm Dr. Oi noch einmal vorgestellt werden. Die Taxifrau allerdings teilt mir mit, dass es unmöglich sei Nalerm am Fressen zu hindern. Zu viele Touristen geben ihr immer wieder etwas. Folglich hat Nalerm nicht abgenommen. 

Ich fahre noch einmal zum Shelter und verteile Ferric. Hoffentlich hält sich die Knallerei in Grenzen, sodass die Hunde nicht aufgeschreckt werden. 

Allen häufigen und gelegentlichen Lesern meiner Tagesberichte wünsche ich ein gutes Neues Jahr und auch den Tieren, die sich in ihrer Obhut befinden. Ich hoffe, dass mir Gelegenheit gegeben wird für ein weiteres Jahr für die Hunde, für die ich mich verantwortlich fühle, zu sorgen und auch für die, die mir ab und an über den Weg laufen.

Montag, 30. Dezember 2019

Auf dem Weg zum Shelter erwische ich Cisco und verabreiche ihm Ivermectin sowie Fischöl. Cisco ist wieder sehr freundlich und kooperativ. Anschließend schaue ich nach Naree. Ihr geht es gut. 

Im Shelter säubere ich den Hausbereich, verteile Medikamente und füttere die Welpen. Danach sind die übrigen Hunde dran. Anschließend säubere ich die übrigen Bereiche und das Haus. 

Auf dem Weg zurück zu meinem Apartment halte ich an dem Platz an dem Jack und Blacky immer lagen. Ich habe die beiden seit Tagen nicht mehr gesehen und fahre deshalb in den Buschbereich an der Straße. Dort sehe ich, dass weite Flächen gerodet sind. Ich fahre weiter in das Gelände und da begrüßen mich Jack und eine Hündin, die mehrere Welpen hatte und genau wie Blacky von Lek sterilisiert worden war. Nun sehe ich auch drei ihrer Welpen, die aber sehr scheu sind. 

Kurze Zeit später finde ich auch die braune Hündin, die ich nun Brownie nenne. Sie hatte ja mehrere Welpen, die immer weniger wurden. Zwei von ihnen aber haben überlebt und sind bei Brownie. Brownie, die immer sehr scheu war, lässt sich nun von mir streicheln und so eröffnet sich mir hoffentlich die Gelegenheit, auch sie sterilisieren zu lassen. Blacky bleibt leider verschwunden.

Sonntag, 29. Dezember 2019

Heute bin ich bis zum späten Nachmittag im Shelter. Ich verrichte meine Routinearbeiten, füttere die Welpen sowie Bonnie und Roshi und bade Roshi dann auch gleich. Obwohl die Tore mit einem Fundament versehen sind, schaffen es einige Hunde doch immer wieder sich neben den Fundamenten durchzubuddeln. Heute musste ich feststellen, dass sie zudem noch einen Durchschlupf durch den Zaun neben dem Tor, dass den Hausbereich vom Salabereich trennt, verschafft haben, den ich notdürftig abdichte. Ich muss wohl bald wieder Khun Vut kommen lassen, damit er einiges repariert. Bevor ich die Hunde wieder allein lasse, gibt es noch Ferric, Fischöl und Vitamine.

Samstag, 28. Dezember 2019

Vormittags Säuberung, danach Fütterung der großen Hunde und zwischendurch der Welpen separat. Bonnie und Roshi bekommen wieder eine Extraportion. Nach der Auffüllung aller Wasserschüsseln lasse ich die Hunde ruhen und fahre in die Silverlake Klinik. 

Naree ist mittags sterilisiert worden und noch etwas wackelig auf den Beinen. Sie ist es ja gewohnt im Auto zu sitzen und legt sich sogleich zur Ruhe. Ich fahre zu den Tempelhunden, fülle die Behälter auf und mache dann mit Sadhu, Piak, Asa, Nico, Jake, Panya und Satya unseren Strandgang. Allen übrigen Hunden geht es auch gut. Naree hat die ganze Zeit im Auto geschlafen und verschläft auch die Fahrt zurück nach Takhiantia, wo ich sie wieder an ihrem Platz absetze. Im Shelter verteile ich dann noch Ferric und an einige Hunde Fischöl bzw. Vitamine fürs Fell.

Freitag, 27. Dezember 2019

Ich verrichte meine morgendlichen Arbeiten und bringe danach Naree in die Silverlake Klinik. Ihr Bluttestergebnis ist einwandfrei. Am Spätnachmittag bin ich wieder im Shelter, säubere erneut und füttere die Welpen, sowie Bonnie und Roshi mit Dosenfutter wie zuvor die vergangenen Tage auch. Anschließend gibt es Ferric.

Donnerstag, 26. Dezember 2019

Nach der Säuberung bade ich Kylie und Bonnie. Anschließend bin ich mit Naree bei Dr. Oi zum Verbandswechsel. Ich lasse ebenfalls einen Bluttest machen, da ich sie morgen zur Sterilisation in die Silverlake Klinik bringen will. 

Ganz in der Nähe von Narees Platz habe ich einen stark räudigen Hund entdeckt, dem ich mich heute nähern kann. Es stellt sich heraus, dass er freundlich und zutraulich ist. Die Anwohner erklären mir, dass er keinen Besitzer habe. Ich nenne ihn Cisco und werde ihn behandeln. 

Am Nachmittag hole ich mir bei Apisit 240 kg Trockenfutter. Am Spätnachmittag bin ich wieder im Shelter säubere erneut und füttere dann zunächst die Welpen und danach die übrigen Hunde.

Mittwoch, 25. Dezember 2019

Wie jeden Morgen säubere ich zunächst, füttere dann, verteile Medikamente, säubere erneut und tränke. Am Nachmittag bin ich im Wat. Ich versorge die Hunde mit Trockenfutter und Wasser und mache dann mit einigen von ihnen unseren Strandgang. Alle Hunde sind wohlauf und Payu hat sich auch wieder eingefunden. Er mischt sich unter die Leute, die gerade für eine Tempelfeierlichkeit kochen und scheint entspannt zu sein. Dotty hat sich ein wenig zurückgezogen und folgt uns nicht mehr an den Strand. Probleme jedoch scheint es nicht zu geben.

Dienstag, 24. Dezember 2019

Ich säubere, füttere die Welpen, verteile Medikamente, füttere und tränke die übrigen Hunde und säubere erneut. Auf dem Rückweg gebe ich Naree Nexguard, da Dr. Oi vorgestern zwei Zecken an ihr entdeckt hat. Am Nachmittag arbeite ich an den Blogs, die nun allmählich up-to-date sind. Am frühen Abend bin ich wieder im Shelter, verteile Ferric, umarme die Hunde, die ich zu fassen bekomme und wünsche ihnen eine Frohe Weihnacht.

Montag, 23. Dezember 2019

Am Vormittag verrichte ich meine Routinearbeiten mit der Fütterung der Welpen und der Vergabe von Doxycyclin. Bum bekommt von nun an nur noch Ferric am Abend, da alle seine Werte nun im Normalbereich sind. Am Nachmittag schließe ich meine Arbeiten an der SDF Dokumentation ab. Nachdem nun der Pattaya City Bereich eine viermal so große Fläche aufweist als bei meiner vergangenen Zählung hat sich das Verhältnis der sterilisierten Hunde die aus Pattaya bzw. Banglamung stammen, stark verschoben. Aus dem Pattaya City Bereich wurden 3,448 Hunde zu Dr. Kwanchai gebracht, 727 kamen aus Banglamung und 25 stammen von außerhalb des Distrikts. Die Verteilung ist einzusehen in der SDSPP Google map.

Sonntag, 22. Dezember 2019

Heute bin ich den ganzen Tag im Shelter, säubere, füttere, tränke und mache großen Hausputz. Zwischendurch bin ich mit Bum und Naree bei Dr. Oi. Bum hat ja eine gefährliche Babesia Infektion überlebt und ist sechs Wochen lang mit Doxy, Ferric und Pharmarine behandelt worden. Sein Blut muss nun erneut untersucht werden. Naree wird neu verbunden. Sie hatte ich eine Woche lang mit Doxy und drei Tage lang mit Carprofen behandelt. Ihre zweite Wunde heilt nun allmählich zu und ist nur noch Fingerglied groß. In vier Tagen soll ich Naree wieder vorstellen. 

Naree ist der sonnigste Hund den man sich vorstellen kann. Wenn ich sie abhole, brauche ich nur die Tür zu öffnen und schon springt sie auf den Beifahrersitz. Sie genießt es ganz offensichtlich mal aus dem Gewohnten raus zu sein und es ist eine Freude sie bei sich zu haben. 

Ich setze sie wieder an ihrem Platz ab und bringe Bum zurück zum Shelter, wo ich meine Arbeiten fortsetzte. Heute fülle ich meinen Tank das erste Mal aus dem Brunnen. Das klappt auch erstaunlich gut, sodass ich auch gleich drei große Wannen, in denen sich die Hunde abkühlen können, mit frischem Wasser fülle. Bevor ich am Abend fahre, verteile ich noch Ferric an die Hunde die auf Doxy sind.

Samstag, 21. Dezember 2019

Morgens als Erstes wieder die Säuberung. Wie üblich warten wieder Hunderte Kothaufen auf mich. Ich würde ja gern jemanden beschäftigen, der mir diese unschöne Arbeit abnimmt, aber wer wird wohl in Staub und Hitze Hundescheiße zusammenkratzen wollen während Fliegen seinen Kopf umkreisen? Richtig – niemand. Also muss der Farang die Arbeit machen. 
 
Ich füttere die Welpen, die großen Hunde bekommen morgen wieder was. Dann fahre ich wie schon die vergangenen Tag auch zu Naree und gebe ihr Doxycyclin. Morgen ist dann wieder Untersuchung und Verbandswechsel dran. Am Nachmittag arbeite ich weiter an der SDF Dokumentation und abends bin ich nochmal bei den Hunden, die sich mittlerweile an die Trennung, während ich weg bin, gewöhnt haben.

Freitag, 20. Dezember 2019

Wenn ich gefüttert habe, ist tags darauf der gesamte Außenbereich voller Kothaufen. Damit die Arbeit nicht so langweilig wird, zähle ich heute mal wie viel Haufen ich zusammenkratze und komme auf 430. Das sind 7,167 Haufen pro Hund. Und das, obwohl man munkelt, dass die Hunde in meiner Obhut nicht genügend Futter bekommen.

Am Nachmittag hole ich mir bei Apisit Trockenfutter und fülle mein Lager im Shelter auf. Anschließend ist erneute Säuberung und das Auffüllen der Wassercontainer angesagt. Danach gibt’s Ferric. Am Abend arbeite ich weiter an der SDF Dokumentation.

Donnerstag, 19. Dezember 2019

Ich säubere, füttere die Welpen und danach die übrigen Hunde. Danach werden die Medikamente verteilt. Zusätzlich gibt’s mal wieder Fischöl für alle. Am Nachmittag arbeite ich an der Sterilisationsdokumentation. Es stellt sich heraus, dass ich den Pattaya City Anteil innerhalb des Banglamung Bezirks viel zu eng gefasst habe. Folglich muss ich die Zuordnung der Fälle neu bestimmen. Das kostet einiges an Zeit. Am frühen Abend dann bin ich froh vom Schreibtisch wegzukommen und wieder bei den Hunden zu sein.

Mittwoch, 18. Dezember 2019

Morgens erstmal wieder die ausgiebige, anstrengende und zeitraubende Arbeit der Säuberung der Außenbereiche. Es macht sich keiner eine Vorstellung wie viel Kothaufen 60 Hunde produzieren können. Und entsorgt werden müssen die auch noch. Dazu schiebe ich eine Karre beladen mit acht großen Farbeimern zu der Grube in den Bereich, den Meow früher gemietet hatte und der nun ein Tapiocafeld ist. Gut, dass ich dazu noch einigermaßen fit bin, sonst hätte ich ein weiteres Problem. 

Nachdem die Kärrnerarbeit erledigt ist, füttere ich die Welpen im Behandlungsraum, damit ich sicher gehe, dass sie alle ausreichend bekommen, wenn ich die großen Hunde füttere. Obwohl sie nun schon ordentlich gewachsen sind, würden sie im Verteilungskampf noch untergehen. Anschließend ist die Verteilung der Medikamente dran. Am Nachmittag arbeite ich an meinen Blogs, die auf den neuesten Stand gebracht werden müssen und am Abend bin ich dann erneut bei den Hunden.

Dienstag, 17. Dezember 2019

Zuerst die Säuberungen, danach Fütterung der Welpen und dann sind die übrigen Hunde an der Reihe. Nachdem ich eine zweite Säuberungsrunde absolviert habe, fahre ich zu Prajuab um Jakalen für einen Bluttest abzuholen. Prajuab jedoch teilt mir mit, dass Jakalen wieder gefressen habe. Ich rate ihm Jakalen zu beobachten und mich zu informieren wenn sie kränklich wird. 

Ich fahre dann mal wieder beim Mabprachan 7/11 vorbei um nach Suzie und der anderen Jakalen, die ich vom Shelter wieder zurückgebracht hatte, zu schauen. Beide Hunde halten sich in der Nähe des Ladens auf. Sie sehen gut aus und Jakalen freut sich sogar mich zu sehen, obwohl sie im Shelter immer recht zurückhaltend war. 

Am Abend bin ich dann wieder im Shelter und verteile Ferric. Dr. Kwanchai hat uns geraten die Vergabe von Doxy und Ferric auf 6 Wochen auszudehnen. Neuere Forschungsergebnisse legen das nahe. Ich habe die Doxy Vergabe sowieso immer schon auf 5 Wochen ausgedehnt und Ferric häufig noch länger verteilt. Somit stellt die Neuerung keine große Umstellung dar.

Montag, 16. Dezember 2019

Dr. Oi teilt mir morgens mit, dass Dukdük gestorben sei. Ihre Nieren haben versagt. Nach Säuberung und Fütterung der Welpen hole ich Dukdük ab und bringe sie zurück zu Prajuab. Prajuab ist sehr besorgt. Kürzlich hatte er ja schon einen Hund verloren und nun Dukdük. Er zeigt mir Jakalen, die vor Jahren eine erfolgreiche TVT Behandlung durchlaufen hatte. Jakalen habe ebenfalls seit Tagen nicht gefressen. Sie allerdings habe nicht an Gewicht verloren. Prajuab bittet mich sie testen zu lassen. Das werde ich morgen machen lassen. 

Ich fahre weiter zum Wat Amparahm, kaufe Reis für die Tempelhunde und schaue nach den Markthunden. Ich finde Avira mit ihren beiden Jungen Aisha und Pema, sowie Nero und Willie. Sushi sehe ich heute nicht, habe sie jedoch beim letzten Marktbesuch angetroffen. Im Tempel sind alle Hunde außer Payu vorhanden. Ich versorge sie mit Trockenfutter und frischem Wasser und mache dann mit ihnen unseren gewohnten Strandgang. 

Anschließend bin ich in der Silverlake Klinik und hole die TVT Hündin von Mabtato ab. Die Hündin hat eine sechs Wochen lange Behandlung hinter sich und ist geheilt. Ich bringe sie am Abend an ihren Platz zurück.

Sonntag, 15. Dezember 2019

Nach der Säuberung füttere ich die Hunde wie gewohnt. Anschließend wird das Haus gereinigt. Dr. Oi bittet mich in die Klinik zu kommen. Der Bluttest von Dukdük hat einen stark erhöhten Nierenwert ergeben. Der kann von einer Infektion stammen, die ebenfalls festgestellt wurde oder von einem Leptospirose Befall. Dr. Oi möchte die Lunge röntgen und falls der Befund negativ ist, einen PCR Test durchführen. Am Abend bin ich wieder im Shelter und erledige die Routine.

Samstag, 14. Dezember 2019

Nach der vormittäglichen Routine bin ich mit Toto zur vierten Laserbehandlung in der Dr. Oi Klinik. Ein Pressverband wird angelegt und soll für einige Tage verbleiben. Sollte noch eine Schwellung vorhanden sein, kann sie mit einem heißen Tuch weiterbehandelt werden.  

Prajuab bittet mich Dukdük, einen seiner Hunde, untersuchen zu lassen. Dukdük hat, wie der Hund, der vor einigen Tagen bei Prajuab gestorben ist, seit Tagen nicht mehr gefressen. Ich kenne Dukdük und sie mag mich. So gibt es keine Probleme sie in die Dr. Oi Klinik zu bringen. Ihr wird Blut abgenommen und sie wird abgehört. Dr. Oi stellt Lungenfeuchtigkeit fest. Dukdük wird an den Tropf gehängt und bleibt über Nacht in der Klinik. Am Abend treffe ich Daniel, der sich über meine Arbeit informiert und vorhat mich in Zukunft zu unterstützen.

Freitag, 13. Dezember 2019

Nach der Säuberung der Bereiche und der Medikamentierung füttere ich zuerst die Welpen sowie die weiteren Bedürftigen und dann alle anderen Hunde. Anschließend säubere ich erneut und lasse dann die Hunde schlafen. Ich arbeite derweil weiter an der Statistik. Am Abend habe ich das Ergebnis. Bis zum heutigen Tag sind 4,187 Hunde sterilisiert worden, 1,501 in Pattaya und 2,686 im Banglamung Bezirk außerhalb von Pattaya. Am späteren Abend bin ich dann wieder im Shelter und verteile Ferric an die Hunde, die gegenwärtig einer Doxycycline Behandlung unterzogen werden.

Donnerstag, 12. Dezember 2019

Vormittags die Routine mit der Fütterung der Welpen sowie Kenzo, Roshi, Zaza, Bliss und auch Bonnie, die mir etwas lustlos erscheint und die ich deshalb noch eine Zeit lang im Behandlungsraum lasse. Dort erholt sie sich dann aber. Allerdings bin ich mit ihrem Fellzustand nicht zufrieden, obwohl ich ihr schon eine Zeit lang Fischöl und Vitamine verabreiche. Bonnie hat im vergangenen Monat eine Doxy/Ferric Behandlung abgeschlossen. 

Am frühen Nachmittag bin ich mit Toto und Naree bei Dr. Oi. Toto wird erneut gelasert und Naree neu verbunden. Anschließend arbeite ich an einer Projektstatistik. SDF möchte wissen, wie viel Hunde in Pattaya und wie viel in Banglamung sterilisiert wurden. Am Abend bin ich dann wieder im Shelter, säubere noch einmal und verteile dann Ferric.

Mittwoch, 11. Dezember 2019

Morgens die Routine einschließlich der Fütterung, wobei die Welpen sowie Zaza, Roshi, Bless und Kenzo wieder separat versorgt werden. Anschließend erneute Säuberung. 

Am Nachmittag liefere ich Doxycyclin, Pharmarine und Ferric bei der Taxifrau in Wong Amat ab. Nalerm ist unfreundlich zu mir, verständlich nach der Kliniktour. Ich hole mir dann bei Apisit 200 kg Trockenfutter und liefere 40 kg davon beim Wachmann in der Thepprasit Soi sechs ab. Den Hunden dort geht es gut. 

Am frühen Abend bin ich wieder im Shelter, verstaue das Trockenfutter, säubere noch einmal, fülle Wasser auf und verteile Ferric.

Dienstag, 10. Dezember 2019

Heute Morgen findet das SDF Meeting in einem Restaurant am Mabprachan Reservoir statt. Am späten Vormittag bin ich dann im Shelter. Während ich noch füttere, kommt ein vom Landeigentümer bestellter Arbeiter und schlägt die reifen Kokosnüsse. Die Hunde sind nicht sehr erfreut darüber und ich auch nicht. 

Am Nachmittag bin ich mit Toto zur zweiten Laserbehandlung bei Dr. Oi. Danach ist noch einmal Säuberung und Medikamentenvergabe angesagt. Nalerms Testergebnis ist nicht so schlecht. Nur die Anzahl der Blutplättchen ist viel zu gering. Sie muss einer Doxy/Ferric Behandlung unterzogen werden. Ich hoffe, die Taxifrau wird das hinkriegen. Sie scheint recht anstellig zu sein.

Montag, 9. Dezember 2019

Dr. Kwanchai informiert mich frühmorgens, dass das erste SDF Meeting auf den Vormittag verlegt wurde. Ich fahre deshalb früher als sonst zum Shelter und verrichte meine Arbeiten, einschließlich der Fütterung aller Hunde. Das Meeting findet in der Silverlake Klinik statt und dient der Vorbereitung des morgigen Meetings mit all den Helfern, die zum Erfolg des Sterilisationsprojekts beigetragen haben. 

Anschließend bin ich im Wat und mache Fotos von den Vorhallen- und den Strandhunden. Am frühen Nachmittag bin ich dann im Wong Amat und treffe dort Tinka und Aki, die beiden finnischen Touristen, die Nalerm helfen wollen. Mit der freundlichen Hilfe einer Taxifrau, der Nalerm vertraut, können wir sie in die Box bringen und gemeinsam fahren wir zu Dr. Oi. Dr. Oi empfiehlt einen Bluttest, Leber- und Blutsupport und eine Diät, da Nalerm zu fett für eine sofortige Operation ist. Nalerm soll innerhalb des kommenden Monats zwei bis drei Kilo abnehmen. Aki und Tinka übergeben mir 6,200 Baht, die die Operationskosten abdecken sollen. Wir bringen Nalerm wieder zu ihrem Platz zurück und ich informiere die Taxifrau und Sofia, ihre Fütterfrau, Nalerm auf Diät zu setzen. 

Am frühen Abend bin ich dann wieder im Shelter und verteile Ferric. Edith hat fast normale Blutwerte und soll nur Ferric bekommen.

Sonntag, 8. Dezember 2019

Die Leute nebenan werkeln fleißig. Es scheint ein größeres Anwesen zu werden. Ein Brunnen ist schon gebohrt. Mir wird angeboten mein Wasser von dort zu beziehen. Dazu muss jedoch eine Leitung zum Wassertank gelegt werden. Das ist momentan nicht dringlich. 

Nach der Säuberung der Außenbereiche bin ich mit Edith und Toto bei Dr. Oi. Edith wird routinemäßig Blut abgenommen und Toto erhält eine Laserbehandlung, die die Schwellung beseitigen soll. 

Nachdem ich die beiden zurückgebracht habe, bin ich in der Silverlake Klinik. Dr. Ala und Khun Bern von der Soi Dog Foundation werden morgen Abend kommen um sich mit Dr. Kwanchai und mir zu treffen. Übermorgen wird dann ein größeres Meeting von Thai und Farang Rescuern unter der Leitung von Dr. Ala stattfinden. 

Anschließend bin ich im Wat Amparahm. Auf dem Marktgelände treffe ich auf Avira, Pema, Aisha, Sushi, Nero und Willie. Alle Hunde sind wohlauf und gut genährt. Dann bin ich an der Vorhalle und fülle die Container mit Trockenfutter und Wasser auf. Anschließend machen wir unseren Strandgang. Dotty ist wieder dabei. Allen Hunden geht es gut. 

Am Spätnachmittag bin ich wieder im Shelter und füttere die Welpen sowie Roshi und Zaza. Roshi, die mit ihrer Mutter Darla im Salabereich lebt, braucht ein paar Extraportionen, obwohl sie kein Welpe mehr ist. Zaza hat sich nach Überwindung einer kritischen Phase recht gut entwickelt, ist jedoch mittlerweile zierlicher als die neun Welpen.

Samstag, 7. Dezember 2019

Am Vormittag die Routine; anschließend bin ich in Wong Amat. Ein finnisches Touristenpaar hat eine Hündin mit einer riesigen Schwellung im Kehlbereich entdeckt und mich um Hilfe gebeten. Als ich ankomme, wird Nalerm gerade gefüttert. Nalerm ist eine wohlgenährte 25 Kilo Dame, sehr freundlich, aber auch sehr vorsichtig. Es gelingt uns nicht sie in die mitgebrachte Box zu bekommen. Sofie, die die Hunde füttert, will eine Farang Frau bitten, das zu tun. Sie könne das angeblich. Wir verschieben die Aktion deshalb auf kommende Woche. 

Am Nachmittag bin ich dann wieder im Shelter und füttere zuerst die Welpen und auch Roshi und Zaza separat und danach die übrigen Hunde. Anschließend gibt’s die Medikamente. Tommy ist wie erwartet anämisch und beginnt seine Doxy/Ferric Behandlung.

Freitag, 6. Dezember 2019

Routine am Vormittag und anschließend bin ich mit Tommy bei Dr. Oi. Tommy hat wiederkehrende Fellprobleme, läuft nicht mehr rund und ich möchte auch sein Blut testen lassen. Dr. Oi empfiehlt Bravecto, Calcium und Neurobion. In einer Woche soll ich ihn wieder vorstellen. Auf dem Wege zurück zum Shelter halte ich bei Naree und verabreiche ihr Carprofen und Doxy. Am frühen Abend verteile ich dann wie üblich die Medikamente.

Donnerstag, 5. Dezember 2019

Nach Säuberung der Außenbereiche und der Medikamentenvergabe ist mal wieder gründliche Hausreinigung angesagt. Am Spätnachmittag nehme ich mir die Zeit, um noch einige Fotos zu machen. 

Ich spreche mit dem Mann, der das Haus für seine Familie bauen will. Die Leute haben den ganzen Tag das Shelterleben hautnah miterlebt und das ist nicht immer ganz friedlich insbesondere, wenn gefüttert wird. Mir wird jedoch versichert, dass sich niemand gestört fühle - die Familie habe selber Hunde. Für die Zukunft allerdings bin ich da sehr skeptisch.

Mittwoch, 4. Dezember 2019

Heute Morgen erfüllen sich meine düsteren Erwartungen; die Bauarbeiten nebenan beginnen. Die Hunde scheinen sich noch nicht sonderlich gestört zu fühlen, obwohl sich nun etliche Leute und auch einige Kinder in unmittelbarer Nähe des Shelters aufhalten. Die älteren Hunde haben ja den Bau des Shelters monatelang über sich ergehen lassen müssen und sind den Baulärm gewohnt. 

Ich verrichte meine Arbeiten und füttere die Hunde. Kofis Bluttestergebnis zeigt sich leicht verbessert. Dennoch empfiehlt Dr. Oi die Doxy/Ferric Behandlung fortzusetzen. 

Am Spätnachmittag bin ich bei Naree und gebe ihr Doxy und Carprofen. Damit soll die Wundheilung beschleunigt werden. Doxy soll sie eine Woche lang bekommen und Carprofen drei Tage. Naree ist wie stets gut drauf und bewegt ihren lädierten Hinterlauf bereits etwas besser. Nach Naree bin ich wieder im Shelter, säubere noch einmal und verteile dann Ferric.

Dienstag, 3. Dezember 2019

Nach ausgiebiger vormittäglicher Arbeit bin ich mit Kofi, Toto und Naree bei Dr. Oi. Kofi war ja Mitte Oktober aufgrund von zwei Arten von Blutparasiten gerade noch mal mit dem Leben davon gekommen und sein Bluttestergebnis nach einer einmonatigen Doxy/Ferric Behandlung Mitte November wies keine Blutparasiten mehr auf. Ich habe die Behandlung weitergeführt und ein nochmaliger Test wird zeigen, ob eine fortgesetzte Behandlung notwendig sein wird. 

Eine von Narees großen Wunden ist nun fast zugeheilt; die zweite ist noch etwa so groß wie ein 10 Baht Stück. Ein regelmäßiges Wunddressing ist für mindestens zwei weitere Wochen notwendig. Totos Schwellung ist etwas verkleinert aber hat sich auch verhärtet was normal ist. Die Behandlung wird von Carprofen auf Prednisilone umgestellt. 

Ich bringe die Hunde zurück, füttere alle Welpen und gehe noch einmal säubernd durch alle Bereiche. Danach verteile ich die abendlichen Medikamente. Die Integration von Rosie, Shana und Nelson geht voran. Nun toben schon alle drei mit den anderen Hunden in den hinteren Bereichen herum, während ich die Kotschaufel schwinge.

Montag, 2. Dezember 2019

Nach teilweiser Säuberung versorge ich die Hunde mit Trockenfutter und frischem Wasser. Anschließend wird weiter gesäubert. Rosie, Nelson und Shana verhalten sich weiterhin problemlos. Sie werden von den großen Hunden und den anderen Welpen akzeptiert. 

Am Nachmittag hole ich mir bei Apisit 200 kg Trockenfutter und im Reisladen 150 kg Reis. 60 kg Trockenfutter und 120 kg Reis gehen an Prajuab, 40 kg Trockenfutter halte ich für den Wachmann an der Thepprasit Soi sechs zurück und mit 100 kg fahre ich zum Shelter. Dort säubere ich erneut und verteile Medikamente. 

Das Bluttestergebnis von Hovis ist nicht so schlecht, nur die Anzahl der Blutplättchen ist zu gering. Dr. Oi verordnet auch ihm eine einmonatige Doxy/Ferric Behandlung. Das Resultat für Toto zeigt sich leicht verbessert, ist jedoch immer noch nicht ideal. Er erhält weiterhin Ferric. Sein Shirt und der Verband sitzen noch, aber die Schwellung hat wieder zugenommen. Ich werde ihn morgen wieder Dr. Oi vorstellen müssen.

Sonntag, 1. Dezember 2019

Heute sehe ich erneut keinerlei Aktivität nebenan. Dr. Kwanchai hat mit den Landeigentümern gesprochen und ihnen meine Besorgnis mitgeteilt. Ihm wurde versichert, dass wenn es zu einem Konflikt kommen sollte, zu meinen Gunsten entschieden wird. Soweit die Theorie. 
 
Ich erledige meine Arbeiten und fahre dann mit Hovis und Toto zu Dr. Oi. Hovis ist der Bruder von Max und deswegen will ich sein Blut untersuchen lassen. Toto hat heute Morgen eine große Schwellung an seiner Flanke entwickelt. Eine Wunde ist nicht zu entdecken. Es kann ein Insektenbiss sein. Totos Schwellung wird punktiert und ein Pressverband wird angelegt. Ein Shirt soll vermeiden, dass Toto den Verband entfernt. Er solle drei Tage lang Carprofen bekommen. Damit Toto sich besser erholen kann, lasse ich ihn vorerst im Behandlungsraum. 
 
Rosie, Shana und Nelson haben sich weiter eingelebt. Rosie liebt den Umgang mit den großen Hunden, Nelson hat sich mit Nuri angefreundet und Shana hält sich am liebsten bei den anderen Welpen im Doppeltorbereich auf. Es ist ja eine Umstellung für sie, die sie die meiste Zeit ihres jungen Lebens beschützt bei Pat verbracht haben, aber sie machen sich recht gut.