Donnerstag, 31. Mai 2018

Am Vormittag hole ich Jessica ab. Jessica nimmt sich wieder alle Welpen und auch die einige der großen Hunde vor. Obwohl ich die Welpen gestern noch entzeckt habe, findet sie wieder etliche der Plagegeister. Jessica reinigt dazu noch die Ohren der großen Hunde. 

Am Nachmittag kommt Nut. Ich fahre in die Silverlake Klinik und schaue nach den Hunden. Taco geht es besser. Ich lasse ihn aus dem Käfig, um zu sehen wie er läuft. Zurück will er nicht wieder und es erfordert einiges an Überredung ihn wieder einzusperren. Norbu, Karim, Reza und Nimnim können morgen entlassen werden. 

Auf dem Weg zurück versorge ich Daisy wieder mit Doxycyline. Erin und Kate haben die Sterilisation gut überstanden und sind quicklebendig wie jeher.

Mittwoch, 30. Mai 2018

Am Vormittag entzecke ich die Welpen. Das ist zeitraubend und frustrierend, da die Zecken immer schnell wieder kommen. Bravecto kann ab acht Wochen gegeben werden, aber ich will noch etwas damit warten. Eigentlich können die Welpen nun auch zum ersten Mal geimpft werden. Ich habe aber nicht mehr genug Impfstoffe und habe neue bestellt.

Mittags gebe ich Yon eine Erhaltungsdosis Ivermectin. Dann bin ich bei Daisy und danach im Tempel. Dort impfe ich den Shitzu der obdachlosen Frau. Ich schaue nach Taco und Luna. Luna scheint ok zu sein, aber um Taco mache ich mir Sorgen. Er sieht unglücklich aus und hat Schmerzen. Bua ist auch gerade im Tempel und so schaffen wir Taco in mein Auto und ich stelle ihn Dr. Kwanchai vor. Die erste Untersuchung ergibt keinen besorgniserregenden Schaden. Taco bekommt eine schmerzstillende Spritze und ich lasse ihn bis morgen zur Beobachtung in der Klinik.

Reza, Karim, Norbu und Nimnim sind sterilisiert worden. Karim liegt zurückgezogen in seinem Käfig, Norbu will unbedingt mit mir gehen; Reza und Nimnim ertragen ihr Schicksal relativ gelassen.

Eigentlich sollte heute Buas freier Tag sein. Er war aber schon im Shelter, sodass ich nicht viel zu tun habe. Ich fülle die Container mit Futter auf und schaue nach den Operationswunden. Scheint alles ok zu sein.

Dienstag, 29. Mai 2018

Vormittags bin ich mit Khao in der NPW Klinik, muss aber unverrichteter Dinge umkehren, da der Warteraum brechend voll ist. Stattdessen mache ich wichtige Besorgungen und bin am Nachmittag bei Daisy. 

Spät am Abend bin ich erneut mit Khao in die Klinik. Um Mitternacht ist die Wartezeit dann erträglich. Khao bekommt heute Nacht keine Gaze mehr eingelegt und so hoffen wir, dass die Wunden nun allmählich zuheilen. Kurze Strecken kann Khao nun behelfsmäßig laufen. Es wird noch einige Zeit dauern bis ich sie wieder an ihren Platz zurückbringen kann.

Montag, 28. Mai 2018

Mittags bin ich mit Khao in der NPW Klinik. Khao bekommt erneut Gaze eingelegt. Sie hat aber nicht mehr so starke Schmerzen und kann auch schon wieder etwas laufen.

Eine der obdachlosen Frauen am Strand hat, wie sie sagt, einen ausgesetzten Shitzu gefunden und an sich genommen. Ich solle ihn doch auch impfen. Einige Tage später war der Shitzu angeblich krank und ich bot der Frau an, ihn in der Baan Amphur Klinik untersuchen zu lassen. Heute Mittag war er dann wieder gesund, aber ich hatte die Impfstoffe nicht dabei. Morgen also werde ich ihn dann wahrscheinlich impfen können. 

Ich schaue nach allen Hunden und kann Taco nicht finden. Luna hält sich an der Vorhalle auf und ist nicht besonders glücklich, da sie von den etablierten Hunden dort verscheucht wird, als ich erscheine. Später finde ich Taco, der sich unter einer Bank versteckt. Ich ziehe den widerstrebenden Taco hervor, um zu sehen, was mit ihm los ist. Er ist gebissen worden und hat etliche kleine Wunden. Seine Hinterläufe schmerzen ihn und auch der Ansatz des Schwanzes. Taco ist verschüchtert und ich muss ihn aufmuntern, nachdem ich festgestellt habe, dass er laufen kann. Er hat offenbar die gleiche Medizin zu schmecken bekommen, die er im Shelter verteilt hatte. 

Ich nehme Aisha und Nero an Bord und fahre mit ihnen in die Silverlake Klinik, wo sie beide eine weitere Chemoinjektion erhalten. In einer Woche soll es dann die letzte sein. Nimnim, Karim, Reza und Norbu sind heute kastriert worden. Sie werden, wie auch Puschel und Shorty zuvor, einige Tage länger in der Klinik bleiben, um eventuelle Infektionen behandeln zu können. 

Anschließend bin ich noch im Shelter. Die Welpen scheinen nun akzeptiert zu haben, dass sie draußen bleiben müssen. Nur Talo und Kyra versuchen zuweilen mich zu erweichen, aber ich bleibe hart. Hovis geht es wesentlich besser. Sein rechtes Auge sieht nun fast normal aus und die Beinschwellung ist fast völlig abgeklungen. Allerdings bewegt er sich nicht vollkommen koordiniert. Hoffen wir, dass auch das sich auswächst.

Sonntag, 27. Mai 2018

Mittags bin ich wieder mit Khao in der NPW Klinik. Anschließend bin ich im Baan Amphur Shelter, fülle die Container mit 80 kg Trockenfutter auf, nehme Karim und Norbu an Bord und liefere sie in der Silverlake Klinik ab. 

Dann hole ich auch Reza und Nimnim aus dem Shelter und bringe sie ebenfalls zur Sterilisation in die Klinik. Mit  Puschel und Shorty, die beide sterilisiert wurden, fahre ich zurück zum Shelter. Ich säubere den Platz und versorge die Hunde mit Futter und Wasser. Nimnim lasse ich zurück und fahre mit Shorty nach Hause. 

Der fügt gleich wieder gut ein, aber er und Tommy mögen sich nicht. Abends zieht ein heftiger Gewittersturm vorbei. Der Platz in der Garage erweist sich dabei als sehr nützlich. Boss, Felix, Shorty, Patty und einige der Welpen ziehen sich dorthin zurück, während Tommy, Johnny, Zola und der Rest der Welpen es vorziehen auf der überdachten Terrasse Schutz zu suchen. Khao und Kenji sind im Haus. 

Seitdem ich alle Welpen konsequent draußen lasse und sie gelernt haben, nicht durch meine Beine ins Haus zu stürmen, wenn ich die Tür öffne, haben auch Talo und Kyra einen besseren Zugang zu den anderen Welpen gefunden. Sie, vor allem Kyra, sind zwar immer noch Außenseiter, aber werden mehr und mehr von den anderen Welpen akzeptiert. Kyras Wunden sind fast vollständig verheilt.

Samstag, 26. Mai 2018

Einen Bereich in der Garage für die Welpen frei zu machen, war die beste Idee, die ich seit langem hatte. Nicht nur die Welpen liegen gern darin, sondern auch Felix und Boss. Sollte es nachts gewittern, wissen die Welpen wo sie sich vor dem Unwetter schützen können. Auch tagsüber sehe ich immer einige Welpen darin dort schlafen. Das Hausinnere wird nun nur noch von mir und Kenji bewohnt. Wenn es regnet ich auch Khao mit hinein. 

Nachmittags bin ich bei den Hunden im Wat Huay Yai und versorge Daisy mit Doxycycline. Später am Abend dann noch mit Khao und Max in der NPW Klinik. Max hat eine dicke Lippe. Vermutlich ist er von einem Insekt gestochen worden. Ich möchte das jedoch überprüfen lassen.

Khao wird versorgt und die dicke Lippe von Max ist wohl durch einen Ameisenbiss verursacht worden und ist harmlos. Die Beinschwellung von Hovis klingt weiter ab. Allerdings stelle ich eine kleine Verhärtung fest. Die Behandlung wird fortgesetzt.

Freitag, 25. Mai 2018

Da ich die Welpen, wie auch die großen Hunde, nun über Nacht draußen lasse und es nachts häufig schon mal regnet, habe ich die Garagentür offen gelassen. Die Garage ist schon seit langem mal fällig entrümpelt und gesäubert zu werden. Deswegen ist darin heute Großputz angesagt, der mehrere Stunden in Anspruch nimmt. Dass die Sonne dabei scheint ist hilfreich. So können die Welpen im Garten bleiben. Nachdem ich ordentlich Platz geschaffen habe, teile ich einen Teil der Garage ab in dem sich die Welpen aufhalten können falls es regnen sollte. 

Am Nachmittag bin ich bei Daisy und abends mit Khao in der NPW Klinik. Khao hat sich auf der gesunden Seite wund gelegen und ich bekomme die wunde Stelle nicht in den Griff. Außerdem möchte ich eine erneute Röntgenaufnahme machen lassen, um sicher zu gehen, dass der Heilungsfortschritt des Bruches normal verläuft. Khaos wunde Stelle wird versorgt und die Röntgenaufnahme zeigt, dass die Bruchstelle durch einen Metallstift stabilisiert wird. Die Heilung sollte damit normal verlaufen. Die wunde Stelle muss auf weiteres täglich versorgt werden. 

Die Beinschwellung bei Hovis ist etwas abgeklungen. Flüssigkeit tritt aus dem Gelenkbereich nicht mehr aus. Über den Berg ist Hovis aber noch nicht. Ich habe immer noch die Befürchtung, dass mit seinem Gleichgewicht etwas nicht stimmt.

Donnerstag, 24. Mai 2018

Die Welpen sind jetzt und auch nachts überwiegend draußen, was eine erhebliche Arbeitserleichterung für mich darstellt. Ich hole Jessica ab und während sie Zeckenkontrolle bei den Welpen durchführt, fahre ich mit Hovis an Bord zunächst zu den Chak Nork Hunden und impfe den neu hinzugekommenen weiblichen Welpen. 

Dann versorge ich Daisy und bin dann in der Dr. Aor Klinik. Ich möchte wissen, wie sie die Beinschwellung bei Hovis einschätzt. Dr. Aor empfiehlt eine Röntgenaufnahme um ganz sicher zu sein, dass kein Bruch vorliegt. Das Ergebnis ist negativ. Allerdings stellt Dr. Aor Flüssigkeit im Gelenkbereich fest und verordnet Amoksiklav für eine Woche. Carprofen und Neurobion könne weiter verabreicht werden. 

Am frühen Nachmittag hole ich Wolfgang ab, der sich bereit erklärt hat, von allen Hunden die ich versorge, Fotos zu machen. Ich will versuchen für die Hunde Paten zu finden, um meine strapazierte Kasse zu entlasten. Wolfgang fotografiert zuerst die Hunde im Haus und danach fahren wir zu Meow, wo er die Hunde, die ich dort untergebracht habe, ebenfalls ablichtet.

Mittwoch, 23. Mai 2018

Morgens bin ich mit Tommy und Hovis in der NPW Klinik. Tommys Abszess wird versorgt und er bekommt die Schiene gewechselt. Hovis wird auf neurologische Unregelmäßigkeit untersucht. Dabei wird festgestellt, dass ein Hinterlauf eine Schwellung aufweist. Es kann gut sein, dass durch die Schwellung eine Vermeidungsbewegung verursacht wird. Trotzdem bekommt Hovis für vierzehn Tage Neurobion verordnet.

Am Nachmittag fahre ich zum Chak Nork Reservoir. Die zwei neuen Welpen dort sind für die dritte Impfung dran. Die junge Frau, die mir beim vergangenen Mal geholfen hat die Welpen einzufangen ist nicht da, aber überraschenderweise sind die Welpen nun zutraulich und ich kann sie allein impfen. Ich sehe dazu einen neu hinzugekommenen Welpen. Da ich nur zwei Einheiten Impfstoff mit habe, werde ich morgen erneut zum Reservoir fahren und den auch noch impfen. Yons Hautzustand ist noch zufriedenstellend, aber eine neue Dosis Ivermectin wird ebenfalls morgen fällig sein. 

Ich fahre weiter zu Daisy und den drei Welpen Ronan, Erin und Kate. Daisy erhält ihre tägliche Dosis Doxycycline. Während ich unterwegs war, waren alle Hunde außer Kenji draußen. Da es anfängt zu regnen hole ich Khao nach meiner Rückkehr ins Haus. Nach der abendlichen Fütterung begehren Talo und Kyra Einlass. Sie kommen nun etwas besser zurecht, aber sind eindeutig Außenseiter gegenüber den anderen Welpen.

Dienstag, 22. Mai 2018

Am Vormittag nehme ich Khao an Bord und fahre mit ihr zum Fäden ziehen in die South Pattaya Klinik. Khaos Operationswunde ist prima verheilt. Auf Anraten von Dr. Kwanchai soll ich sie aber noch etwa eine Woche geschützt bei mir bleiben. Heute Abend liegt sie schon im Garten und macht keine Anstalten ins Haus zu kommen. 

Tommy geht es auch besser. Er jammert nicht mehr und scheint sich mit seiner Behinderung abgefunden zu haben. Morgen wird die Schiene gewechselt. 

Nun habe ich aber ein Problem mit den beiden Welpen von Tanja und Oliver. Max mag Kyra nicht und attackiert sie bei jeder Gelegenheit und Talo wird von Helen attackiert. So muss ich Kyra und Talo erstmal wieder getrennt von den acht Welpen im Haus halten. 

Sorgen auch macht mir Hovis. Sein angeborener Augenfehler hat sich etwas korrigiert, aber seit heute Morgen hat Hovis Bewegungsstörungen. Er ist jedoch immer noch der aggressivste am Futternapf, was ein wenig beruhigend ist. Ich werde ihn morgen gemeinsam mit Tommy in die NPW Klinik nehmen.

Montag, 21. Mai 2018

Heute bleibe ich vorwiegend zu Hause. Mittags gibt es einen kräftigen Platzregen, sodass ich die Hunde ins Haus lasse. Nachdem der Regen nachgelassen hat, höre ich einen Welpen um Hilfe rufen. Ich laufe raus und sehe Max im Pool paddeln. Gut, dass das nicht passiert ist, als ich weg war. 

Am Nachmittag hole ich im Snoop Dog Food Shop hoch proteinhaltiges Trockenfutter, das ich den Hunden im Haus periodisch gebe. Danach hole ich die kleine Box bei Lung Chai im Baan Pornphimon ab. Die Katze, die eigentlich in der Box in die South Pattaya Klinik gebracht werden sollte, ist angeblich nicht mehr aufgetaucht. Anschließend liefere ich zwei Sack Trockenfutter und Katzenstreu bei Wan Song ab. Dann schaue ich nach Mirko, Anja, Sila und Hala. Hala freut sich mächtig mich zu sehen. Sie ist offensichtlich glücklich nach ihrer Odyssee wieder an ihrem alten Platz zurück zu sein. 

Zurück im Haus schaue ich zuerst in den Pool. Es liegt jedoch niemand drin. Ich lasse jetzt immer die Garagentür offen wenn ich weg bin. Die Welpen liegen gern darin und sind geschützt, sollte es in meiner Abwesenheit regnen. Nachts schlafen wieder alle Hunde außer Kenji, Khao und Kyra, die nun unser Nesthäkchen ist, draußen. 

Tommy und Kyra geht es besser. Tommy hat sich an die Schiene gewöhnt und läuft damit nun recht flink umher. Seitdem sein Abszess nicht mehr verpflastert ist, ist er nicht mehr wund und es schmerzt ihn weniger. Obwohl Tommy weiterhin Amoksiklav verabreicht bekommt, ist die Abszessöffnung noch immer nicht vollständig zugeheilt. Kyras trägt auch kein Pflaster mehr. Für sie habe ich die Amoksiklavbehandlung abgesetzt und behandele die Hinterlaufwunde nurmehr noch mit antibiotischem Puder. Der hat übrigens an Zolas Wunde Wunder gewirkt. Die Wunde ist nun ständig trocken und wächst allmählich zu.

Sonntag, 20. Mai 2018

Mittags nehme ich Shorty und 60 kg Trockenfutter an Bord und fahre zum Shelter. Dort deponiere ich zwei Sack, nehme Puschel auf und fahre mit ihm und Shorty zur Silverlake Klinik. Sie sind die beiden ersten der männlichen Welpen, die unters Messer kommen. 

Dann hole ich Erin und Kate, die beiden Welpen vom Wat Huay Yai aus ihren Käfigen und bringe sie zurück zum Wat. Dort impfe ich die beiden sowie Daisy und Ronan, den Bruder von Erin und Kate mit Kombiwirkstoff und auch gegen Tollwut. 

Dann fahre ich zum Wat Amparahm und nehme Aisha und Nero auf. Beide erhalten eine weitere Chemo in der Silverlake Klinik. Am Strand treffe ich Tai, die die Hunde füttert. Ich sehe auch Rocky. Erfreulicherweise ist dessen Schulterentzündung ganz ohne Behandlung fast vollständig abgeklungen. Rocky geht es sichtbar besser und er ist auch wieder zutraulich. 

Am Spätnachmittag bin ich dann noch einmal im Shelter. Heute ist Sonntag und so bin ich mit der Arbeit dort dran. Obwohl die Hunde recht friedlich miteinander umgehen, kommt es doch zu einer Beißerei zwischen Suki und Roshi. Roshi habe ich zuvor nie aggressiv gesehen; sie kann es also auch und lässt sich von Suki, die größer ist, nichts gefallen. Ich habe ziemliche Mühe die beiden auseinander zu bekommen und falle dabei zweimal auf die Nase. Uns Dreien ist aber nichts passiert.

Samstag, 19. Mai 2018

Das Haus, in dem ich wohne, steht seit Jahren zum Verkauf. Ab und zu kommen Interessenten, aber bisher hat noch niemand von ihnen dann auch einen zweiten Besichtigungstermin vereinbart. Heute hat sich wieder ein potenzieller Käufer angesagt. Das Haus muss also in vorzeigbarem Zustand und mit nur fünf Hunden präsentiert werden. Das erfordert intensive Haus-, Garten- und Poolarbeit sowie einiges an Logistik. 

Der Agent kommt mit den Besuchern kommen wie vereinbart am Nachmittag und schauen sich zehn Minuten lang um. Ich habe ja selbst mal in der Branche gearbeitet und kann in Gesichtern lesen. Es würde mich sehr erstaunen, die Interessenten noch einmal zu sehen. 

Bua ruft mich an und teilt mir mit, dass er bei der Fütterung der Tempelhunde Taco und Luna vermisst habe. Deswegen fahre ich, nachdem ich Daisy versorgt habe, zum Tempel. Am Strand empfangen mich alle Hunde, einschließlich Taco und Luna. Taco hat eine kleine Wunde am Schwanzansatz. Wahrscheinlich hat er sich wieder unbeliebt gemacht. Ich mache mit ihm, Luna, Taco, Scottie, Jake, Saddhu, Panya und Satya einen Strandspaziergang, den die Hunde so lieben. Dabei sehe ich Luna auch mal zaghaft ins Wasser gehen, während Scottie, Jake und Panya richtig baden gehen.

Nachts lasse ich zum ersten Mal alle Hunde außer Kenji und Khao draußen. Vorige Nacht haben sie es bis Mitternacht draußen ausgehalten und heute Nacht gab es keinen Protest, als ich die Türen zu sperre und das Licht lösche.

Freitag, 18. Mai 2018

Meine beiden Patienten Tommy und Kyra machen mir Sorge. Tommys Abszessöffnung will sich nicht schließen und das Pflaster darauf scheuert den ganzen Bereich wund. Tommy schreit häufig vor Schmerzen und deswegen nehme ich das Pflaster ab und säubere die Wunde und den Anus häufig. Dazu creme ich den wunden Bereich ein. Nach einigen Stunden spürt Tommy eine gewisse Erleichterung. Natürlich kommt zu seinem Unbehagen noch dazu, dass er sich nicht richtig bewegen kann und zuweilen schmerzt ihn auch noch der Bruch.  

Kyra hat Kratzer an Schulter und Hals, die jedoch recht oberflächlich sind. Dazu hat sie ein 25 Satang großes Loch an ihrem linken Hinterlauf, das recht tief geht. Sie trägt wie Tommy auch einen Kragen, kommt damit aber besser zurecht als Tommy, der häufig in grantiger Stimmung ist. Kyra dagegen geht mit ihrer Behinderung recht positiv um.

Donnerstag, 17. Mai 2018

Vormittags hole ich Jessica ab. Während sie im Haus nach den Hunden schaut bin ich mit Tommy und Kyra in der NPW Klinik. Kyra hat nun doch bei der Attacke eine Verletzung davongetragen, die behandelt werden muss.  Tommys Abszess ist sehr schmerzhaft. Er bekommt wieder Gaze eingelegt. 

Bevor ich Jessica nach Hause bringe, bin ich noch bei Daisy und verabreiche ihr Doxycyline. Ich habe nun auch einen angeblich guten Grooming Shop gefunden, zu dem ich Daisy demnächst bringen werde.

Mittwoch, 16. Mai 2018

Ich füttere nun morgens früh die Welpen draußen, damit ich einigermaßen in Ruhe das Haus säubern kann. Am Vormittag versuche ich Kyra mit den Welpen zusammenzuführen was auch recht gut klappt. Zumindest verkriecht sie sich nicht mehr.  

Khao habe ich gestern aus dem Bad geholt und ins Bürozimmer verlegt. Die Schwellung an ihrem gebrochenen Hinterlauf ist vollständig zurückgegangen. Shortys und Zolas Fleischwunden sind noch offen. Insbesondere Zolas Wunde ist recht groß und tief, sodass deren Heilung dauern wird. Am meisten Sorge aber macht mir Tommy, der sein Los nicht akzeptieren will. Ich muss ihm einen Kragen anlegen, weil er sich wund leckt. Später stelle ich fest, dass sich neben Tommys Anus ein Abszess gebildet hat. Da der Tommy schmerzt, muss ich mit ihm in die Klinik. 

Zunächst aber fahre ich zum Baan Amphur Shelter. Ich hatte Bua gebeten am vorigen Sonntag zu arbeiten und so übernehme ich die heutige Arbeit. Ich verstaue 80 kg Trockenfutter in den Containern, säubere den Platz und fülle Futter nach. 

Dann fahre ich zurück zum Huay Yai Tempel und beginne erneut mit der Verabreichung von Doxy an Daisy. Ich schnappe mir Erin und Lynda, die beiden Welpen, die mich stets zusammen mit Daisy begrüßen, und bringe sie in die Silverlake Klinik zur Sterilisation. 

Danach fahre ich zum Amphur Tempelmarkt und kaufe 45 kg Reis für die Tempelhunde. Taco und Luna haben sich anscheinend zu den Vorhallenhunden gesellt. Ich bin froh, dass ihre Eingliederung so gut klappt. Auch im Shelter ist die Atmosphäre nun viel angenehmer und weniger aggressiv.  

Wenn Zolas Wunde verheilt ist, muss sie wieder zurück. Sie und Toya haben es ja mit Elly. Shorty möchte ich nach der Wundheilung und der Kastration nicht wieder ins Shelter geben, da er dort der Kleinste ist und tendenziell untergeht. Als ich Elly und die Welpen aus einem Verschlag an dem Thaihaus geholt hatte, fragte mich der Besitzer, der mir ganz vernünftig erschien, ob er Shorty später wiederbekommen könne. Ich will ihn bitten auch Elly dann zurückzunehmen. 

Am Abend bin ich mit Tommy wieder in der NPW Klinik. Der Abszess wird gereinigt und es wird erneut Gaze eingelegt. Das bedeutet, dass ich nun mehrere Tage lang täglich mit Tommy zum Gazewechsel in die Klinik muss.

Dienstag, 15. Mai 2018

Das Auto wird vielleicht heute Abend fertig sein. So kann ich mich Haus, Swimmingpool, Garten und den Hunden widmen. Mittags bin ich mit meinem ehemaligen Kollegen bei Rita und Ernest, die ein Problem mit Wasser haben, das im Überfluss aus der Nachbarschaft kommt. Sie benötigen einen anwaltlichen Rat wie mit dem Sachverhalt umzugehen ist. 

Wieder zurück zu Hause sehe ich Kyra im Wasser auf den Stufen des Swimmingpools hocken. Sie ist verängstigt. Ich trockne sie ab und führe sie mit Talo zusammen. Der attackiert Kyra. Auch gegenüber Lena ist Kyra verängstigt. Obwohl Lena ganz lieb zu den anderen Welpen ist, scheint sie mir Kyra ein Problem zu haben. Es kann sein, dass sie Kyra angegangen ist und Talo hat sich dran gehängt. Mit den anderen Hunden oder Welpen hat Kyra keine Probleme. Allerdings hält sie sich nun dicht an mich oder verkriecht sich. Talo scheint in die acht Welpen integriert zu sein und bewegt sich unter ihnen recht selbstbewusst. Kyra aber bleibt verschlossen, sodass ich sie über Nacht separiere. 

Die großen Hunde, außer Kenji der bei mir schläft, sowie die anderen Welpen halten sich im Wohnzimmer bei offenen Türen zum Garten hin auf. Abends dann kann ich doch dann tatsächlich mein Auto aus der Werkstatt abholen.

Montag, 14. Mai 2018

Ich muss heute Morgen mein Auto in die Werkstatt bringen, damit der Unfallschaden endlich repariert werden kann. Gestern ist mir schon wieder eine Mutti mit ihren beiden Kinder auf ihrem Scooter ins Heck gerauscht. Mein Auto hat eine Beule mehr, aber das ist mir mittlerweile ziemlich egal. Glücklicherweise ist den dreien nichts passiert. Die Frau hat sich bei mir entschuldigt und ich bin weitergefahren. 

So bleibe ich den ganzen Tag zu Hause und kann ein wenig Schreibarbeit aufarbeiten. Als ich schließlich mit dem Scooter zu Daisy fahren will, fängt es wieder an zu regnen. 

Talo und Kyra sind bereits voll integriert. Beide Welpen sind noch eher auf mich fixiert, aber das wird sich bald ändern. Zola und Shorty haben sich auch relativ problemlos eingefügt. Tommy liegt weiterhin im Bürozimmer und geht nur selten hinaus. Er scheint nun nur noch Schmerzen zu haben, wenn er sich unglücklich bewegt. Khao hat ebenfalls die ersten kritischen Tage gut hinter sich gebracht. Die Schwellung ist fast völlig zurückgegangen und sie kann sich auf drei Beinen bewegen. Kenji ist der ganze Trubel zu viel und ist froh wenn er im Schlafzimmer liegen kann. Khao liegt dort nun ebenfalls. Die beiden stören sich nicht. 

Marthas Welpen sind nun mittlerweile sechs Wochen alt und entwickeln ihre eigene Persönlichkeit. Sie laufen mitlerweile schneller als ich und spielen am Nachmittag mit Lena ausgiebig im Garten.

Sonntag, 13. Mai 2018

Nachdem ich die Welpen gefüttert und das Haus gesäubert habe, bin ich in der NPW Klinik. Tommy hat sich den linken Hinterlauf gebrochen und wird geschient. Zolas und Shortys Wunden sind nicht so dramatisch und werden bald vergessen sein. Tommy muss die Schiene einen Monat lang tragen. Die ersten Tage sind immer schwierig für die Hunde, aber dann gewöhnen sie sich an ihre Behinderung und kommen relativ gut klar damit. Allerdings hat Tommy Schmerzen, sobald er sich bewegt. Deswegen gebe ich ihm Tramadol. 

Wieder zu Hause, lege ich ihn ins Bürozimmer, wo er ungestört ruhen kann. Zola und Shorty müssen einen Kragen tragen. Zola hat damit kein Problem, aber Shorty wehrt sich anfangs heftig dagegen und fetzt sich beinahe die beiden Pflaster ab. Schließlich akzeptiert er seine Behinderung. 

Mittags ruft mich Mike an. Er habe einen angefahrenen Hund in die NPW Klinik gebracht. Diagnose Rückgratfraktur. Die Tierärzte dort sähen sich außerstande Taw zu behandeln und rieten Mike Taw ihn Bangkok operieren zu lassen. Ich fahre in die NPW Klinik, wo ich Mike treffe und arrangiere eine Untersuchung Taws durch Dr. Kwanchai. Wir nehmen Taw aus der NPW Klinik und lassen uns Dr. Kwanchais Einschätzung geben. Der rät von einer Operation ab. Die sei risikoreich, teuer und der Erfolg sei nicht größer als eine zweiwöchige Ruhigstellung mit der Verabreichung von Steroiden und Schmerzmitteln. Taw wird in die Silverlake Klinik verlegt. 

Am frühen Nachmittag kommen Tanja und Oliver und bringen Kyra und Talo. Anfangs fremdeln die Welpen natürlich, aber nach einigen Stunden bewegen sie sich schon unter den anderen Hunden und nehmen Kontakt zu mir auf. Nachdem Tanja und Oliver sich verabschiedet haben, fahre ich zur Huay Yai Klinik und hole Daisy ab. Im Wat Huay Yai verabreiche ich ihr die erste Dosis Doxycyline. Daisys Genesung macht weitere Fortschritte. Die kahlen Stellen in ihrem Fell wachsen allmählich zu. 

Anschließend bin ich im Wat Amparahm. Ich sehe Taco und Luna zusammen mit Scottie, Jake, Nico und Panya auf mich zustürmen. Es ist ganz offensichtlich, dass sie sich in ihrer neuen Umgebung wohlfühlen. Rocky macht mir große Sorgen. Ich kann ihm zwar das Amoxiciline verabreichen, aber danach entzieht er sich mir. Die Entzündung hat sich ausgeweitet. Ich muss versuchen ihn morgen einzufangen.

Samstag, 12. Mai 2018

Heute Morgen lassen mich die Hunde wieder ein wenig länger schlafen, aber wenn ich dann in den Wohnraum trete, bin ich alles andere als begeistert. Ich muss alle Hunde rausschmeißen, was bei den Welpen gar nicht so einfach ist, denn sie sind hungrig und kleben an mir. Wenn ich dann putze, machen sie draußen Radau und wollen unbedingt rein und futtern. Bin ich schließlich mit dem Wohnraum fertig, werden die Welpen gefüttert und ich mache mich an die Säuberung von Hof und Garten. Dann bekommen Kenji, Tayo und Felix ihre Medikamente. Die Welpen sind dann glücklicherweise satt und liegen überall herum. 

Nachdem die Ordnung wieder einigermaßen hergestellt ist, fahre ich zum Huay Yai Tempel, schnappe mir Daisy und bringe sie in die Huay Yai Klinik zur Untersuchung und für einen Bluttest. Daisys Fell ist weiter nachgewachsen. Der Fingerkuppen große Auswuchs an ihrer rechten Flanke wird von Dr. Aor als möglicherweise tumorös diagnostiziert. Eine Biopsie will sie vermeiden, da dadurch Metastasen entstehen könnten. Der Auswuchs solle beobachtet werden. Ich lasse Daisy in der Klinik. Sollte der Bluttest eine Sterilisation erlauben, kann die morgen durchgeführt werden. 

Ich fahre weiter zum Wat Amparahm und nehme Nero und Aisha an Bord. Nero ist mit der zweiten Chemo dran und Aisha soll untersucht werden. Bei ihr stellt Dr. Kwanchai Nasenkrebs fest. Beide Hunde erhalten eine Dosis Vincristine und ich bringe sie in den Tempel zurück. Die Hunde müssen dann jeweils samstags noch einige Male in die Silverlake Klinik zu Folgebehandlungen. 

Ich fahre zurück in die Silverlake Klinik, schaue nach Myra und nehme Suki an Bord. Bua trifft mit mir gemeinsam am Shelter ein. Ich setze Suki ab und nehme Taco und Luna an Bord. Beide sind verantwortlich für Beißereien. Das Shelter ist einfach zu beengt für sie und stresst sie. Leidtragende der Beißereien sind Zola, Tommy und Shorty. Shorty und Zola haben hässliche Fleischwunden davongetragen und Tommy eine Hinterlaufverletzung. Bua hatte zuvor schon Tommy in einen Käfig gesperrt, da er drangsaliert worden war. 

Mit Taco und Luna fahre ich zum Wat Amparahm und lasse die beiden aus den Käfigen, während Scottie, Jake, Nico und Panya dabei zuschauen. Taco und Luna sind ja zwei überdurchschnittlich große Hunde und überhaupt nicht ängstlich. Sie schauen sich selbstbewusst die neue Umgebung an und nach einer halben Stunde folgen sie mir schon zusammen mit Nico und Scottie auf einem Strandspaziergang. Ich habe den Eindruck, dass sie froh sind wieder unbeengt zu sein. Hoffentlich verläuft die Eingliederung auch weiterhin so glatt wie in der ersten Stunde. 

Ich bitte Bua im Shelter auf mich zu warten, erstehe noch zwei Bambusliegen für die Shelterhunde und nehme dann Tommy und Shorty an Bord. Zola entzieht sich uns aus welchen Gründen auch immer, aber Bua fängt sie schließlich mit einem Netz ein. Mit den drei Hunden fahre ich nach Hause. 

Mittlerweile ist es schon halb sieben und die Welpen, die die ganze Zeit im Garten waren, sind sehr hungrig. Ich bereite für sie schnell eine Reismahlzeit zu, auf die sie sich mit Verve stürzen. Dann hole ich Tommy, Zola und Shorty ins Haus. Shorty weicht kaum von meiner Seite und auch Zola ist wieder die Alte. Beide Hunde fügen sich gut ein. Tommy scheint das größte Problem zu haben. Er hat Schmerzen und verkriecht sich in der Küche. Am Wochenende ist die NPW Klinik abends immer brechend voll. Deswegen warte ich lieber mit der Untersuchung der Hunde bis morgen früh.

Freitag, 11. Mai 2018

Heute Morgen haben mich die Welpen doch tatsächlich bis halb sieben schlafen lassen. Wenn sie aber hungrig sind, können sie schon richtigen Radau veranstalten. Ich füttere sie nun dreimal am Tag mit Trockenfutter, Nassfutter oder Reis mit Hühnchen. Es ist unglaublich was die acht Racker wegputzen können. Die allmorgendliche Haus- und Gartenarbeit nimmt drei Stunden in Anspruch. Danach bekommen Kenji, Tayo, Khao und nun auch Felix ihre Medikamente. Felix entwickelt Hautprobleme und ich gebe ihm dagegen Cephalexin. Tayos Hinterlaufschwellung ist stark zurückgegangen und die Infektion nicht mehr akut. Khao bekommt Carprofen gegen die Schwellung und Kenji muss seine Doxy- und Ferrickur abschließen. Wenn dann noch Adrian versorgt ist und die Wäsche gemacht, kann ich mich an mein Computerfrühstück setzen. Dabei sind heute Morgen alle Hunde ganz brav und schlafen. 

Mittags setzt der große Regen ein und ich arbeite am Computer, putze (ständig) und bereite Reis mit Hühnchen zu. Am Abend lade ich Alana ein. Ich habe mich entschlossen sie wieder an den Amari Strand zurückzubringen. Alana war die ganze Zeit unglücklich und Khun Toy meint, sie könne wieder zurück. Ich versehe sie mit einem Halsband auf dem in Thai steht dass sie sterilisiert ist und mit einer Tollwutmarke. Boss fühlt sich nicht unwohl bei uns und es geht ihm auch besser hier als am Strand. Also bleibt er erstmal. 

Auf dem Wege zum Strand hole ich mir noch weiteres Carprofen aus der NPW Klinik. Ich verabreiche die Tabletten ja nun auch Khao. Alana ist froh wieder in ihrer gewohnten Umgebung zu sein und verschwindet rasch in der Dunkelheit. Zum Schluss bin ich noch bei Meow und gebe ihr eine Dose Doxycycline.

Donnerstag, 10. Mai 2018

Morgens lade ich Tommy und Rocky ein und fahre mit ihnen zum Tempel, wo ich Rocky herauslasse. Die Leberfunktionstherapie in Zusammenhang mit der Ferrickur ist für die beiden noch nicht ganz abgeschlossen, aber ich bekomme kein Hepato mehr und so muss es erstmal damit gut sein. Rocky hat sich nie unter den Hunden im Haus wohlgefühlt und Tommy ist zwar sehr liebenswert, aber ein Agent Provokateur wie er im Buche steht und verursacht viel Unruhe. Ich vermute auch, dass er der Anstifter so mancher Beisserei war. Im Shelter kann er sich nun austoben. Ich hoffe er wird nicht wieder so arg gebissen, dass ich ihn erneut herausnehmen muss. 

Vom Shelter aus fahre ich zur Silverlake Klinik und hole Hala und eine ebenfalls sterilisierte Hündin, die Wan eingewiesen hatte, ab. Zunächst bringe ich Hala zurück zu dem Platz von Mirko, Anja und Sila, wo ich sie mit dem riesigen Abszess auf dem Nacken gefunden hatte. Die Anwohner, die die Hunde dort versorgen, nehmen Hala erfreut auf und auch Hala ist sichtlich froh wieder zu Hause zu sein. Anschließend bringe ich Wans Hündin an ihren Platz zurück. 

Am Nachmittag kommt Nut und säubert das Haus. Ich bleibe mit allen Hunden draußen oder arbeite am Computer. Nachdem Nut gegangen ist, füttere ich die Welpen erneut und nehme dann Pinky an Bord. Pinkys Doxy plus Ferric Kur ist abgeschlossen. Sie hat sich zwar viel um die Welpen gekümmert, aber immer auch wieder Radau gemacht und Lena angeblafft. Deswegen bringe ich Pinky wieder zu Meow zurück. 

Es ist schon dunkel, als ich nach Hause zurückkehre. Ich höre die Hunde nicht und mache mir schon Sorgen. Aber es ist alles in Ordnung. Die Stimmung ist nun sehr friedlich, nachdem die beiden Störenfriede aus dem Haus sind. Wollen wir hoffen, dass das nun so bleibt.

Mittwoch, 9. Mai 2018

Am Vormittag bin ich in der South Pattaya Klink um Khao abzuholen. Khao ist sehr geduldig und lässt sich willig in die mitgebrachte, große Box legen. Ich bitte Dr. Kwanchai um seine Enschätzung zu Little Big Boys plötzlichen Tod. Er meint, dass er von einer Schlange gebissen wurde, wahrscheinlich von einer Malayan Pit Viper, einer hochgiftigen Schlange die häufig regungslos am Boden oder im Gras liegt und blitzschnell zubeißen kann. Zu Hause lege ich Khao in mein Schlafzimmerbad, in dem sie sich ungestört erholen kann. Abends füttere ich sie mit Dosenfutter, das sie mit großem Apettit verspeist.

Dienstag, 8. Mai 2018

Am frühen Nachmittag treffe ich Tanja und Oliver am Baan Amphur Shelter. Die beiden hatten bei einem Spaziergang mit ihren zwei Hunden zwei wohl Tags zuvor ausgesetzte zwei Monate alte Welpen gefunden und zu sich nach Haus genommen. Da sie jedoch relativ beengt leben, können sie Talo und Kyra nicht behalten und baten mich sie aufzunehmen. Andernfalls sähen sie sich gezwungen die Welpen wieder auszusetzen, Ich bestand jedoch auf einer zweiwöchigen Quarantänezeit. 

Tanja und Oliver möchten allerdings noch einen älteren Rüden aufnehmen und so lud ich sie ein das Shelter zu besuchen. Taco hat ihnen gefallen, aber er ist ihnen zu groß und Taco braucht auch seine Freiheit. Deswegen werde ich versuchen ihn im Wat Amparahm heimisch zu machen. Taco hat sein ganzes Leben auf der Straße verbracht und fühlt sich im Shelter beengt. Puschel gefällt ihnen auch, aber er ist ihnen zu jung.

Nachdem Tanja und Oliver gefahren sind, nehme ich Hala und Suki an Bord und bringe sie in die Silverlake Klinik. Dort hole ich dann Girly und Roshi ab und bringe sie zum Shelter zurück. Danach bin ich wieder in der Klinik und hole Amara und Nero ab. Nero muss ja weiter behandelt werden, aber kann zwischendurch wieder zurück zum Tempel. Amara geht zurück zum Shelter. 

Dr. Kwanchai teilt mir mit, dass Khaos Heilung gute Fortschritte mache und dass ich sie morgen zu mir nehmen könne, damit sie sich in angenehmerer Umgebung erholen könne. 

Während ich das Shelter reinige, entdecke ich zu meinem Entsetzen Litle Big Boy tot unter einer Plattform liegen. Er muss kurz zuvor gestorben sein, denn er ist noch nicht steif. Ich kann weder äußerliche Wunden erkennen noch Ausflüsse aus Maul oder Anus. Litle Big Boy hatte auch nie Anzeichen von Schwäche oder Krankheit erkennen lassen. Sein Tod ist mir ein Rätsel. Ich bringe ihn zur Einäscherung in die Silverlake Klinik.

Montag, 7. Mai 2018

Am Vormittag hole ich Jessica ab und wir fahren zu Prajuab. Ich hatte ihm versprochen ihn ab diesem Monat mit zusätzlichen 60 kg Trockenfutter zu unterstützen. Ich will versuchen, einen Sponsor dafür zu finden. 

Wir liefern das Futter ab und fahren zu mir. Während Jessica bei den Hunden bleibt, bin ich mit Tayo in der NPW Klinik. Seine Bisswunden werden versorgt und dabei stellt die Tierärztin eine Ohrinfektion an beiden Ohren fest, die sich auch auf den Nackenbereich ausgedehnt hat. Jessica versichert mir später, dass Tayos Ohren vor zwei Wochen noch blitzblank ausgesehen hätten. Die Nackenhautinfektion hatte ich auch nicht bemerkt, obwohl ich Tayo häufig Kopf und Nacken gestreichelt hatte. So hat die Beißerei doch noch etwas Gutes erbracht und die Infektion kann gezielt zusammen mit den Bisswunden  behandelt werden. 

Nachdem ich Tayo zurückgebracht habe, fahre ich zu Uans Platz am Chak Nork Reservoir und impfe die beiden Welpen dort ein zweites Mal. Danach lassen wir die Hunde allein. Kenji sperre ich ins Schlafzimmer und Alana, Felix und Tayo ins Bürozimmer. Die anderen Hunde können sich im Wohnraum und im Garten aufhalten. 

Wir fahren zu Meow, deren Welpen für die zweite Impfung dran sind. Meow aber teilt mir mit, dass die Welpen an Parvo erkrankt seien. Die erste Impfung ist sechzehn Tage her und vielleicht hilft das einigen Welpen zum Überleben. Zwei seien schon gestorben.

Sonntag, 6. Mai 2018

Alle Hunde waren wieder über Nacht beisammen bei offenen Türen zum Garten. Die abendliche Fütterung der Welpen mit Trockenfutter und Wasser hat dazu beigetragen, dass deren Kot fester wird und somit leichter zu entfernen. 

Während ich den Garten mache, sehe ich Kenji am Tor. Er war wohl die Nacht unterwegs und wollte wieder aufgenommen werden. Es bricht mir das Herz ihn draußen stehen zu lassen, denn er ist einer meiner Lieblingshunde, aber ich muss hart bleiben. Ich habe ihm so oft verziehen und immer hat er wieder doch danach Hunde im Garten attackiert. Johnny leidet auch. Ich kann nicht in die Köpfe der Hunde hineinschauen, aber ich gehe davon aus, dass er weiß, warum ich Kenji rausgeworfen habe. Kenji und Johnny sind ja die dicksten Freunde und nun ist Johnny sehr ruhig, zieht sich zurück und weicht mir aus. Natürlich gehe ich auf ihn zu, aber es wird wohl etwas brauchen, bis er die Trennung von Kenji verwunden hat. Gerade Kenji und Johnny hatten immer eine besonders enge Beziehung zu mir und der Verlust davon macht mich sehr traurig.

Und dann sehe ich Tayo, den ich auch besonders gern habe, liegen mit seinen Bisswunden und das macht mich noch trauriger. Aber schlappmachen ist keine Option, denn so viele andere Hunde wollen versorgt werden. Sie sind ja alle liebenswert – meistens – aber passen eben nicht immer zusammen und dann muss ich mit den Konsequenzen leben.

Heute ist Sonntag und das ist Buas freier Tag. Arbeit im Shelter wartet auf mich. Zunächst aber schnappe ich mir dort Amara und Girly und bringe sie in die Silverlake Klinik zur Sterilisation. Nachdem ich sie dort untergebracht habe, nehme ich Kami und Kimi wieder heraus und bringe sie zurück zum Shelter. Dann fahre ich erneut zur Klinik, hole Sushi ab und bringe sie zum Tempel zurück, wo sie von Nelly und Willie empfangen werden. Ich sehe auch Avira, Ashi und Pema dort. 

Roshi und Nero müssen noch einige Tage in der Klinik bleiben. Roshi weil sie noch läufig ist und Nero, der sich weiterhin von der Kastration erholen muss. Die Kastration von Rüden ist immer etwas heikel, da sich leicht Entzündungen bilden können. Anschließend ist Shelterarbeit angesagt. Die dauert bis in den Abend hinein. 

In der Dunkelheit neben dem Haustor sehe ich Kenji liegen. Er kommt aber nicht zu mir und ich ignoriere ihn. Tayo hat nun doch eine Schwellung am linken Hinterlauf entwickelt, in den er mehrfach gebissen wurde. Deswegen nehme ich ihn an die Leine und führe ihn zum Tor. Als ich es öffne, schlüpft Kenji hinein. Da ich ihn nicht mehr rasch hinaus bekomme und mit Tayo noch in die Klinik will, sperre ich ihn in mein Schlafzimmer. In der NPW Klinik bin ich schließlich um 22 Uhr. Der Warteraum ist brechend voll und da ich nicht bis um Mitternacht in der Klinik sitzen will, fahre ich unverrichteter Dinge mit Tayo wieder zurück nach Hause. 

Die Nacht über bleibt Kenji bei mir im Schlafzimmer und die anderen Hunde verteilen sich in Haus und Garten. Mein Verhalten ist natürlich an Inkosequenz kaum zu überbieten. Gestern noch habe ich getönt dieses Mal hart zu bleiben und heute bin ich schon wachsweich. Es mag auch seltsam klingen, aber ich bin doch froh, dass Kenji zurück ist. Es hätte mir schwer zu schaffen gemacht ihn solange zu ignorieren bis er aufgibt und sich trollt. Vergessen hätte ich ihn nie können. Einzelhaft ist jedoch für ihn nun unumgänglich, sobald ich aus dem Haus bin.

Samstag, 5. Mai 2018

Mein Leben ist hart und entbehrungsreich, aber die vergangenen zwei Wochen waren noch ein wenig härter. Aus täglichen vierzehn Stunden pausenloser Arbeit sind sechzehn geworden und die wenigen Stunden Schlaf, die ich hatte, wurden unterbrochen und waren nicht sehr erholsam. So bin ich vergangene Nacht ins Koma gefallen und da die Hunde, einschließlich der Welpen morgens erstaunlich ruhig waren, erst um halb zehn aufgewacht. 

Haus- und Gartenreinigung, Fütterung der Welpen und Medikamentenvergabe waren dann um ein Uhr beendet. Die Welpen werden jeden Tag selbstständiger, aber sind natürlich immer noch Babys. Wenn ich nicht noch jeden Tag stundenlang raus müsste, würde ich das Leben mit den Hunden im Haus auch genießen. Aber ich habe ja noch die Hunde im Shelter, im Tempel und die bei Meow, die mich auch mal sehen wollen; und dann muss ich noch in die Kliniken und erhalte immer wieder Anfragen Hunden auf der Straße zu helfen. Was ich mache ist ein Job für drei Leute und wundere mich manchmal über mich selbst, dass ich dennoch die meisten Arbeiten erledigt bekomme. 

Am Nachmittag bin ich mit Beppe am Unicca Condominium verabredet. Die restlichen zwei Welpen müssen eingefangen werden. Beppe füttert die Welpen in einem halbwegs geschlossenen Raum. Als wir jedoch beginnen wollen sie uns zu schnappen, entwischen sie durch irgendeinen Spalt. Den Welpen draußen habhaft zu werden ist zwecklos. Ich weiß auch nicht wieso wir eigentlich die Hunde einfangen sollen, wenn wir sie schon woanders unterbringen. Deswegen bin ich beim Management und teile den Anwesenden dort mit, dass sie dafür sorgen sollen, die Welpen einzufangen. Wenn sie ihnen habhaft geworden seien, würden wir sie abholen.

Zurück im Haus erlebe ich eine unangenehme Überraschung. Tayo, der friedlichste aller Hunde im Haus, der wochenlang mit Kenji und Johnny draußen verbracht hatte während ich unterwegs war, ist attackiert worden. Tayo hat etliche Bisswunden davongetragen, die jedoch von selbst heilen werden. Trotzdem bin ich stinksauer auf Kenji und jage ihn aus dem Haus. Erst vor zwei Tagen hatte er noch Felix attackiert ohne, dass ich dessen gewahr wurde. Felix ist so gut wie nichts passiert. Aber jetzt hat Kenji den Bogen bei Weitem überspannt. Meine Geduld mit ihm ist zu Ende. Von nun an kann er sich wieder auf der Straße durchschlagen. Ich möchte nicht nach Hause kommen und wieder einen zerfetzten Welpenkörper auf dem Boden liegen sehen.

Freitag, 4. Mai 2018

Ich hatte die vergangene Nacht alle Hunde einschließlich der Welpen zusammen im Haus gelassen und die Türen zum Garten geöffnet. Deswegen hatte ich nach einer langen Woche mal wieder eine relativ ruhige Nacht. Aber danach sind erstmal wieder ein paar Stunden Arbeit angesagt, bevor ich an Frühstück denken kann.

Claudia hatte mich gebeten zwei ihrer Welpen zur Sterilisation in die South Pattaya Klinik zu bringen. Am späten Vormittag sind wir dort und ich schaue nach Khao. Khao ist so ein lieber und geduldiger Hund und ist dankbar für jede Zuwendung. Der Eingriff war erfolgreich aber nicht unkompliziert und so besteht Dr. Kwanchai darauf Khao mindestens zwei Wochen bei sich zu behalten. Ich möchte euch blutige Bilder ersparen, aber wenn ihr die Operationsnarbe seht, könnt ihr euch über die Schwere des Eingriffs eine Vorstellung machen. 

Am Nachmittag bin ich bei Daisy. Erfreulicherweise scheint nun das Fell an den vormals völlig haarlosen und entzündeten, großflächigen Partien nachzuwachsen. Ich beende nun vorläufig die Behandlung mit Cephalexin und Itraconazole und werde mich bei Suzie und Antony erkundigen, ob sie vorhaben Daisy weiterhin zu sponsern.

Donnerstag, 3. Mai 2018

Ich mache den Monatsabschluss, bringe die Rechnungen zur Foundation und hole mir 20 Einheiten Tollwutimpfstoffe dort ab. Dann versorge Prajuab mit 120 kg Reis. Am Nachmittag werden 600 kg Trockenfutter angeliefert. Nut kommt und macht den Wochenputz. Währenddessen sind alle Hunde im Garten und ich wache über sie. Nachdem Nut gegangen ist, bin ich bei Daisy. 

Die Welpen bleiben derweil mit den sicheren Hunden im Garten. Am frühen Abend hole ich Namtarn aus der South Pattaya Klinik und bringe sie zu Meow zurück. Während der Nacht lasse ich nun die Welpen im Wohnraum. Einige Hunde sind bei ihnen und die anderen übernachten draußen. Alana liegt zusammen mit Felix im Büro. Alana ist nach wie vor gefährdet attackiert zu werden.

Mittwoch, 2. Mai 2018

Nach Hausputz, Gartenpflege, Fütterung der Welpen und Medikamentenvergabe bin ich am frühen Nachmittag im Tempel. Sushi kommt auf mich zu und so schnappe ich sie mir gleich und verfrachte sie in eine Box. Nach einigem Suchen finde ich auch Nero, den ich ebenfalls ohne Probleme einladen kann. In der Silverlake Klinik entdecke ich etwas Blut in Neros Box und teile es Dr. Kwanchai mit. Tatsächlich bestätigt sich meine Vermutung, dass sich Nero TVT zugezogen hat. Bemerkt hatte ich zuvor nichts davon. 

Ich lade Nelly und Willie ein und bringe sie zum Wat zurück. Sie sind ganz glücklich wieder in ihrem neuen Zuhause zu sein. Aisha, die sich nun bei den Squattern aufhält, blutet zuweilen aus der Nase. Ich werde alsbald möglich einen Bluttest bei ihr vornehmen lassen. Die Leute bitten mich zwei ihrer Hunde zu impfen. 

Anschließend bin ich im Shelter und lade Roshi, Kimi und Kami ein. Roshi ist bereits läufig und muss deswegen etwas länger in der Klinik bleiben. Am Abend bin ich mit Rocky und Hovis, einem der Welpen, in der NPW Klinik. Hovis hat einen Augenfehler auf dem rechten Auge. Dr. Juui klärt mich darüber auf, dass dies auf eine Infektion im Mutterleib zurückzuführen ist. Wenn die Mutter von Blutparasiten befallen ist, können die Föten ebenfalls infiziert werden und es können sich Defekte schon im Mutterleib bilden. 

Zum Schluss bin ich bei Ae. Sie hat es fertiggebracht sieben Hunde vom Unicca Condominium zu entfernen. Zwei hat sie zu sich genommen und die übrigen fünf bei Khun Khao im Bang Saray Gemeindeshelter untergebracht. Geholfen haben ihr dabei Hundefänger von der City Hall. Die haben es auch geschafft die Hündin mit dem riesigen Tumor einzufangen, die vor Monaten schon einmal eine Vincristine Injektion erhalten hatte und die ich danach nicht wieder schnappen konnte. Ihre Behandlung, einschließlich eines chirurgischen Eingriffs, kann nun fortgesetzt werden.

Dienstag, 1. Mai 2018

Ich erledige meine Arbeiten, versorge die Welpen, verteile die morgendlichen Medikamente und bereite dann eine neue Runde von Jessicas Hühnchenreis zu. Mittags fahre ich mit Rocky in die NPW Klinik. Zurück nach Hause und dann zu Meow, hole Namtarn ab und bringe sie in die South Pattaya Klinik. Dort sehe ich auch Khao, die noch nicht operiert worden ist. 

Von der Klinik aus fahre ich nach Baan Amphur. Ich kaufe Reis für die Tempelhunde und bezahle Ba Bät. Dann kaufe ich 100 Deworming Tabletten für Meows Hunde und zwei Sack Trockenfutter für die Shelterhunde und die Tempelhunde. Am Shelter treffe ich Bua, bezahle ihn für die Arbeit der vergangenen zehn Tage und händige ihm das Trockenfutter aus. Bua macht mich darauf aufmerksam, dass Roshi bereits läufig ist. Es wird also höchste Zeit mit der Sterilisation aller Welpen zu beginnen. 

Die Hauswelpen mussten den ganzen Nachmittag im Bad zubringen. Sie hatten jedoch lecker gegessen und haben vermutlich gut geschlafen. Ich hole sie in den Garten und füttere sie danach für die Nacht. Die Motorik der Welpen entwickelt sich rapide. Konnten sie gestern gerade mal mühsam über eine Schwelle klettern überwinden sie sie heute schon mit Schwung. Dass sie schnell selbständiger werden ist der Lichtblick, der mich bei der vielen Arbeit leitet.