Mittwoch, 28. Februar 2018

Mittags bin ich mit Adrian und Hala in der NPW Klinik. Zu Hause bekommt Hala von mir ein Shirt verpasst, damit sie nicht am Verband nibbelt. 

Nachmittags nehme ich Karim an Bord und fahre in die Silver Klinik. Dr. Kwanchai möchte Bandit doch noch eine Woche da behalten und auch gleich kastrieren. Im Shelter lasse ich Karim zu den anderen Hunden und das geht auch problemlos über die Bühne. Snowwhite sehe ich nun auch schon im großen Bereich. 

Im Tempel treffe ich mich mit Tai und Åsa. Tai hat einen ihrer Pfleglinge in die Silverlake Klinik gebracht, da der an Gewicht verloren hatte. Ich übergebe Tai einen Beutel Thaikräuterpulver, damit sie einen weiteren ihrer Hunde am Sala behandeln kann. Da ich Prince ganz vertrauensvoll mit Tai stehen sehe, bitte ich sie ihn in die mitgebrachte Box zu stecken und das gelingt auch ganz prima. Nun kann Prince auch weiter chemotherapiert werden. Ich bringe ihn in die South Pattaya Klinik, da die Silverlake Klinik schon früh schließt. Abends erhält Adrian wieder eine Infusion, der er geduldig über sich ergehen lässt.

Dienstag, 27. Februar 2018

Morgens bin ich mit Adrian und Hala in der NPW Klinik. Deren Versorgung ist Routine. Anschließend hole ich Jessica ab. Wir fahren zunächst zur Naklua Klinik. Ich erkundige mich nach der Person, die Hala dort hat behandeln lassen. Es scheint ein/e ausländische/r Tourist/in gewesen zu sein. Hala wurde dort am 22. d.M. eingeliefert und die Rechnung wurde bezahlt. Eine weitere Behandlung habe es nicht gegeben. 

Wir liefern die Hunde zu Hause ab und fahren zu Khun Duk, der Vermieterin des Baan Amphur Shelters. Ich impfe bei ihr vier Welpen und einen ausgewachsenen Hund. Dann fahren wir zu dritt zum Shelter. Ich möchte von Khun Duk wissen, welche Gegenstände ich dort entsorgen kann. Gemeinsam säubern wir den Platz und ich verteile danach das Futter. 

Nachdem wir Khun Duk zurückgebracht haben, fahren wir zu Meow. Dort impfe ich Gungking das dritte und letzte Mal. Anschließend verabreiche ich der Ressorthündin Ivermectin und wir fahren weiter zu Uans Platz. Dort verabreiche ich Yon ebenfalls eine Dosis Ivermectin. Ich bringe Jessica zurück und verabreiche abends Adrian wieder eine Infusion.

Montag, 26. Februar 2018

Brownie hat die Nacht im Bad verbracht und sich erstklassig verhalten. Er ist ja auch ein ganz Lieber. Ich gebe ihm Augentropfen und bringe ihn nach draußen. Natürlich ist ein weiterer Hund störend für die schon anwesenden Hunde und insbesondere Tommy und Adrian zicken herum. An Johnny und Kenji kann ich feststellen, dass sie die Neulinge nur dulden. 

Tommy scheint sich nun allmählich zu erholen und ist der frechste der ganzen Bande. Er versucht mit Kenji zu spielen und auch mit Lena. Lena geht zeitweise darauf ein, aber sein Enthusiasmus ist ihr auf Dauer auch zu viel. Kenji will gar nichts von Tommy wissen, der gibt jedoch auch dann nicht auf, wenn Kenji ihn genervt anblafft. Ich muss immer schauen, dass Tommy Kenji nicht zu Nahe kommt. 

Adrian beansprucht nun Hausrecht und knurrt jeden Hund an, der an ihm vorbeigeht. Seine Aggressionen irritieren zuweilen auch die sonst friedlichen Hunde. Selbst Johnny und Tayo, die sonst gut miteinander auskommen, hatten sich deswegen schon in der Wolle. Lena und Patty halten sich ganz raus und verziehen sich in ruhige Ecken. 

Nach einer kurzen Zeit draußen kommt Brownie wieder ins Haus und sucht sich seinen Platz. Es ist augenscheinlich, dass sein Sehvermögen stark beeinträchtigt ist. Ich hoffe, dass sich mit der regelmäßigen Verabreichung der Augentropfen die Hornhauttrübung beheben lässt.

Während ich dies hier schreibe, liegen alle Hunde entweder um mich herum oder im Wohnraum verteilt. Bei mir liegen Kenji, der Raufbold vom Mabrachan 7/11, den ich zu mir genommen hatte, weil er ständig zerbissen war; Johnny, den Fischersleute als Welpe am Baan Amphur Strand gefunden hatten; Tayo, der am Najomtien Strand attackiert wurde und eine schwere Beinverletzung davongetragen hatte; Tommy, der mit Darmverschluss als Welpe allein und verlassen auf der Straße gefunden wurde und Patty, die mir ein Obdachloser in die Hand gedrückt hatte. Im Wohnraum liegen Lena, deren Mutter vergiftet wurde und die mit ihren Geschwistern als Welpe zu mir kam; Adrian, der als Welpe angefahren wurde und drei Jahre lang als Krüppel auf der Straße überlebt hatte und schließlich Brownie, der an Krebs leidet. Manchmal denke ich, dass das nicht ich bin, der mit diesen Schicksalen lebt, so surreal kommt mir das hier vor.

Nachdem ich Brownie Augentropfen verabreicht habe, fahre ich am frühen Nachmittag mit Adrian in die NPW Klinik. Anschließend liefere ich 40 kg Trockenfutter und Katzenstreu bei Wan Song ab. Ich fahre weiter und schaue nach Martha und Teddy und schließlich nach Hala, die bei Mirko, Anja und Sila liegt. 

Bei Hala hatte ich beim letzten Mal einen recht großen Abszess auf ihrem Rücken entdeckt. Nun stelle ich fest, dass sie jemand zu einem Tierarzt gebracht hatte. Das aber scheint schon einige Tage her zu sein. Deswegen nehme ich sie an Bord und lasse sie in der NPW Klinik behandeln. Dort geht mir dann auch ein Licht auf, denn der Verband weist auf eine Behandlung in der Naklua Klinik hin. Nur diese Klinik verpackt Hunde in Baumwolltuch Shirts, die auch ich früher für sterilisierte Hunde gebraucht habe. Ich hatte die Anfertigung in der Naklua Klinik gelernt. Ich werde also morgen in der Klinik nachfragen, wer Hala dort hingebracht hatte. 

Nach Halas Neuversorgung nehme ich sie mit nach Hause, da die Behandlung täglich fortgeführt werden muss. Nach einer fünfminütigen Schnüffelphase wird sie in die Gruppe aufgenommen. Abends erhält Brownie erneut Augentropfen verabreicht und Adrian eine weitere Infusion.

Sonntag, 25. Februar 2018

Heute Morgen kommt Khun Thong mit Helfern und bringt den Garten wieder in Ordnung. Eine Palme, die wohl schon seit Jahren dahinsiecht, muss auch gefällt werden. Natürlich müssen alle Hunde im Haus bleiben und ich auch, damit sie sich nicht in die Haare kriegen. 

Mittags fahre ich mit Adrian und Karim in die NPW Klinik. Adrians große Wunde verheilt weiter gut, allerdings schürft er sich immer mal wieder Haut an verschiedenen Stellen seiner Hinterläufe auf, die ebenfalls versorgt werden. Eigentlich dürfte er sich nur auf Fliesen bewegen, aber es zieht ihn auch immer wieder in den Garten hinaus. Glücklicherweise verfügt Adrian über gutes Heilfleisch, sonst hätte er ja auch all die Jahre auf der Straße gar nicht überleben können. Karims Abszess ist so gut wie behoben, sodass der weitere Heilungsverlauf nur noch einige Tage beobachtet werden muss. Dann kann ich ihn hoffentlich wieder in den Baan Amphur Shelter zurückbringen. 

Nachdem ich Adrian und Karim nach Hause zurückgebracht habe, fahre ich zum Tempel und nehme Brownie an Bord. In der Silverlake Klinik erhält er die vierte Chemotherapiebehandlung. Da Brownies Hornhauttrübung nicht zurückgeht, erhalte ich Augentropfen, die viermal täglich verabreicht werden müssen. Somit bin ich gezwungen, auch Brownie vorübergehend bei mir aufzunehmen. Bandit befindet sich noch in der Silverlake Klinik und wird seine letzte Chemo am kommenden Mittwoch erhalten. 

Im Baan Amphur Shelter ist wieder Routine angesagt. Die Palettenkonstruktion hat nun gehalten. Nur Elly finde ich in der Schleuse. Sie ist wieder über die Paletten gesprungen. 

Mit der Vermieterin Khun Duk vereinbare  ich für kommende Woche sie mit zum Shelter zu nehmen, damit sie mir sagen kann, welches Gerümpel ich entsorgen kann. Ich möchte nicht nur eine solide Schleuse bauen lassen, sondern den ganzen Platz ordentlich herrichten, da ich hoffe, ihn bis wenigstens Ende des Jahres zur Verfügung habe. 

Zu Hause bringe ich Brownie erstmal ins Bad und verabreiche ihm Augentropfen. Über Nacht lasse ich ihn auch im Bad, wo er seine Ruhe hat und friedlich schlafen kann.

Samstag, 24. Februar 2018

Mittags bin ich wieder mit Adrian und Karim in der NPW Klinik. Adrian hat schon wieder eine neue kleine aufgescheuerte Stelle an einer Hinterpfote, die ebenfalls versorgt wird. 

Nachdem ich die Hunde zurückgebracht habe, fahre ich zum Baan Amphur Shelter. Einige Welpen und natürlich auch Elly, die über die Paletten springen kann, finde ich in der Schleuse. Die Welpen haben sich durch einen Spalt am Tor gezwängt. Rein komme ich jedoch relativ stressfrei. Dennoch muss ich mir eine Schleuse bauen lassen, die stabil ist und ihren Namen auch verdient. Am Montag werde ich mich schlaumachen, wer mir die Konstruktion bauen kann. 

Abends bekommt Adrian wieder Ferric und eine Infusion. Morgens bekommt er ja auch Doxycycline. So hoffen wir, dass wenigstens seine Nieren entlastet werden und die Anämie gemildert wird.

Freitag, 23. Februar 2018

Am Vormittag hole ich Beppe ab und wir fahren zum Tempel. Am Chickentempel treffen wir auf die Frau, die die Hunde dort versorgt. Sie macht uns die betrübliche Mitteilung, dass Tara angefahren und getötet wurde. Avira, Ashi und Pema aber geht es gut. Beppe hat Reis für die Hunde gekocht; Trockenfutter ist noch von gestern vorhanden. Brownie geht es anscheinend etwas besser, immerhin hat er wieder zugenommen. 

Meine Palettenschleuse hat nicht ganz gehalten, aber der Einlass war nun etwas weniger stressig. Während ich den Platz säubere, befestigt Beppe die Paletten noch einmal. Mal sehen, ob sie morgen noch an ihrem Platz sind. Für die Welpen hat Beppe noch Reisfutter, ansonsten fülle ich die Bleche mit Trockenfutter auf. 

Nachdem ich Beppe zurückgebracht habe, fahre ich zu Meow. Meow bittet mich Buffy zu baden und mit der Thaipaste zu behandeln, da sie sich kratze. So nehme ich Buffy zu mir und unterziehe sie der Prozedur. Ich lade dann sie, Adrian und Karim ein, bringe sie zu Meow zurück und fahre mit Adrian und Karim in die NPW Klinik, wo die beiden versorgt werden. Abends bekommt Adrian wieder seine Infusion.

Donnerstag, 22. Februar 2018

Am Vormittag bin ich bei Manuela. Sie ist so freundlich einen Rollstuhl für Adrian zu sponsern. Der, und ein weiterer für Duk Duek, wird von K9Aid besorgt. Duk Duek wurde schon mal probeweise in den Stuhl von Dumpy gesetzt und war ganz begeistert. Ich hoffe, dass dann auch Adrian seine Freude daran haben wird. 

Da Dr. Juui empfohlen hat Adrian täglich eine Infusion zu legen, habe ich mich entschlossen mir einen Behandlungstisch zuzulegen. Einen Infusionsbaum hatte ich mir schon vor einigen Tagen besorgt. Somit kann ich die Infusionen etwas angenehmer verabreichen. Die müssen ja ständig beobachtet werden müssen und nehmen mindestens eine halbe Stunde in Anspruch. 

Ich besorge mir ebenfalls mehrere Paletten, um damit eine provisorische Schleuse zu bauen. Am Nachmittag versorge ich zuerst die Hunde im Tempel und danach bin ich im Shelter, wo ich die Schleuse baue, nachdem ich meine Routinearbeiten erledigt habe. 

Die Welpen beißen sich immer noch. Die meisten Wunden verheilen schnell. Der Abszess den Karim jedoch entwickelt, muss behandelt werden. Deswegen nehme ich Karim mit und bringe ihn zusammen mit Adrian in die NPW Klinik. Karim muss nun ebenfalls einige Tage lang täglich verarztet werden. 

Heute Abend wird der neue Behandlungstisch eingeweiht. Ich kann nun während der Infusion bequem sitzen, Adrian liegt auch angenehm und der Tisch lässt sich gut säubern.

Mittwoch, 21. Februar 2018

Rocco hat die Nacht brav im Haus verbracht und sich auch mit Tommy vertragen. Am Vormittag nehme ich ihn an Bord, hole Jessica ab und wir fahren zu Meow. Meow ist nicht da, aber ich zeige dennoch Jessica das Shelter und stelle ihr eine ganze Reihe Hunde vor. 

Anschließend fahren wir zu mir und geben Adrian gemeinsam eine Infusion. Danach fahren wir mit ihm in die NPW Klinik. Die Wundheilung macht überraschenderweise sehr gute Fortschritte. Auch die Haut an Adrians Hinterteil ist nicht mehr so wund. 

Wir bringen Adrian zurück und fahren nach Baan Amphur. Am Tor herrscht wieder das pure Chaos. Zuerst entwischt uns Maimai und dann auch noch Elly. Nach einigen Minuten sind sie aber wieder vor dem Tor und wollen hinein. Ich muss mir eine provisorische Schleuse bauen, damit der Stress am Tor aufhört.

Dienstag, 20. Februar 2018

Am späten Vormittag treffe ich im Wat Amparahm Ae und Beppe. Gemeinsam schauen wir nach den Hunden und füttern sie. Ich impfe den Welpen der Obdachlosen, die sich an der Tempelmauer eingerichtet haben. 

Anschließend sind wir im Baan Amphur Shelter. Dort schmiere ich wieder Asas Rücken ein und Karims Brust, die gerötet ist. Außerdem hat er einen Abszess am Hals entwickelt. Der rührt offensichtlich von einer Beißerei her. All die kleinen Abszesse gehen von selbst zurück, den aber muss ich wohl mit Carprofen behandeln. 

Wieder im Haus lade ich Adrian ein und bringe ihn in die NPW Klinik. Dort besorge ich mir auch Carprofen für Karim. Nachdem ich Adrian wieder zu Hause abgeliefert habe, fahre ich zu Meow. Dort impfe ich Gray das zweite Mal und Handsome das dritte und letzte Mal. Ich frage Meow, ob Alex mir beim Bau des Innenzauns helfen könne. Das würde dann aber erst am Samstag der Fall sein.

Meow bittet mich Rocco mal zu baden. Deswegen nehme ich ihn mit nach Hause und schäume ihn ein. Ich lasse ihn über Nacht im Haus. Er kennt ja Kenji, Johnny, Patty und Lena noch vom Haus Mabprachan und somit gibt es keine großen Anpassungsprobleme für ihn.

Montag, 19. Februar 2018

Morgens bin ich mit Adrian in der Klinik. Zuvor hat er mich echt auf Trab gehalten, denn er ist ja inkontinent und ich durfte ihn alle viertel Stunde sauber machen. Auch in der Klinik beglückt er mich ein weiteres Mal.

Mittags hole ich Manuela und Jessica ab und wir fahre zum Foundation Shelter. Dort sehe ich auch wieder Duk Duek. Ich hatte ihn zuvor nie berührt und nun kann ich mich ihm vorsichtig nähern. Schließlich lässt er mich sogar seine Augen säubern. Wir wollen für ihn und Adrian Rollstühle besorgen in der Hoffnung, damit ihre Lebensqualität zu verbessern.

Am Spätnachmittag hole ich Brownie von der Arbeitersiedlung ab und bringe ihn zurück zur Vorhalle, wo er seinen Platz gefunden hat. Anscheinend haben Nero, Willie, Sushi und Nelly die Vorhalle okkupiert, denn die bisherigen Vorhallenhunde Scottie, Jake, Nico, Saddhu und Panya kommen erst herangestürmt, als sie mein Auto hören. Nema und Satya haben ihre Plätze behalten.

Nach langer Zeit gehe ich wieder mal mit den Hunden den Strand entlang. Am Ende des Strandes entdecke ich Samlee und Khao, zwei von den drei Strandhunden. Samlee steht sehr gut im Futter und freut sich mich zu sehen. Ich rufe auch Khao und sie wedelt mit dem Schwanz, aber kommt nicht zu mir. Nuan kann ich nicht entdecken. Ich bin beruhigt, dass es wenigstens zweien der drei Hunde gut geht.

Sonntag, 18. Februar 2018

Morgens bin ich mit Adrian in der NPW Klinik. Am frühen Nachmittag treffe ich mich mit Jeniva und Roland. Beide leben in Chonburi und sind interessiert an unserer Arbeit. Jeniva ist von Singapur und will versuchen dort Spenden zu sammeln. Roland hat mir bereits eine Spende überreicht. 

Nach dem Treffen bin ich wieder in Baan Amphur. Inmitten des Chaos am Tor entwischt mir Maimai. Nachdem sie sich draußen ausgetobt hat, geleiten sie die Nachbarshunde vors Tor und sie will wieder hinein. Maimai hält sich nun schon im größeren Innenbereich auf und es wird nicht mehr lange dauern, bis sie aufgenommen sein wird. Snowwhite traut sich immerhin schon mal aus ihrem Versteck hervor. Auch um sie mache ich mir keine Sorgen. 

Im Tempel hole ich Brownie ab und bringe ihn in die South Pattaya Klinik, wo er die dritte Chemo bekommt. Ich nehme Tom mit ins Auto und bringe Brownie für die Nacht wieder in die Arbeitersiedlung, da ich keine Lust mehr habe erneut nach Baan Amphur zu fahren. Tom ist noch nicht hundertprozentig, aber ich hoffe ihn mit der Zeit wieder hinzukriegen. Vorerst wird er bei mir bleiben. 

Lena macht sich sehr gut. Sie ist lieb zu allen anderen Hunden und ich kann sie unbeaufsichtigt lassen, wenn ich im Haus bin. Tayo zickt ab und zu mit ihr herum, aber Lena lässt sich nicht beeindrucken. Sie ist ja auch etwa gleich groß wie Tayo und es gewohnt mit vielen Hunden auszukommen. Tayo ist nun auch nicht mehr der letzte Neuling und lässt das zuweilen raus. Auch Tom bekommt das zu spüren, aber auch den lässt das ziemlich kalt.

Samstag, 17. Februar 2018

Morgens fahre ich zu Meow und hole Lena ab. Lena ist eine Schwester von Alex und Big Boy, die ja beide recht gut im Baan Amphur Shelter untergebracht sind. Lena hat es dort jedoch nie ausgehalten und ist einige Male auf unerklärliche Weise nach draußen gelangt. Ich habe sie zwar immer wiedergefunden, aber will ihren Verlust nicht riskieren. Deswegen nehme ich sie mit ins Haus. Natürlich gibt am Anfang ein paar kleine Händel, aber da ich jegliche Knurrerei konsequent unterbinde und die Hunde nicht aus den Augen lasse, beruhigt sich die Situation recht schnell und Lena kommt schon bald auch mit ins Haus. 

Während ich dies schreibe liegen Kenji, Johnny, Patty und Tayo um mich herum und Lena liegt mit Adrian im Wohnzimmer. Adrian macht viel Arbeit. Er ist inkontinent und so muss ich ihn häufig säubern. Die Hinterlaufwunde sieht auch gut aus. Ich werde ihn sicher noch wochenlang zum Verbandswechsel in die Klinik bringen müssen.

Meow hat ein Problem mit zwei weiteren Hunden. Beide waren bereits monatelang im Baan Amphur Shelter untergebracht und haben sich nicht vollständig in Meows Shelter integrieren können. Maimai treibt sich im Slum herum und jagt Mopedfahrer und Snowwhite läuft immer so weit weg, dass Meow Sorge hat, dass sie eines Tages nicht mehr zurückkommt. Deswegen bittet mich Meow die Hunde wieder ins Baan Amphur Shelter zu bringen.

Während ich zu Meow fahre um die Hunde abzuholen, lasse ich Tayo und Lena bei Adrian. Kenji, Johnny und Patty bleiben draußen. Wenn die Hunde im Shelter mich kommen sehen, bricht immer das Chaos los und jetzt wo auch noch die neuen Welpen dabei sind, komme ich kaum durch das Tor, ohne dass mir einer entwischt. Es existiert zwar ein Zwischenzaun, der ist jedoch löchrig, sodass die meisten Welpen dort hindurchkönnen und einige der großen Hunde springen einfach über die ein Meter hohe Einfassung. Ich möchte zudem mal den ganzen Schrott, der im Shelter herumliegt wegschaffen lassen. Diese Aktion hoffe ich in der kommenden Woche angehen zu können. 

Maimai und Snowwhite sind naturgemäß erstmal eingeschüchtert, aber das wird sich in den kommenden Tagen einrenken. Asa jedenfalls verkriecht sich nicht mehr, liegt allerdings allein. Aber das hat sie im Wat auch getan. 

Eigentlich ist Brownie für seine dritte Chemo dran, aber Dr. Kwanchai ist heute Nachmittag in der South Pattaya Klinik. So müssen wir das verschieben. Bandit ist noch in der Silverlake Klinik und bleibt dort auch erstmal. Er hat seine zweite Chemo bekommen. Tom kann ich in der Klinik nicht finden und stelle dann fest, dass er wieder in der South Pattaya Klinik ist. Ich könne ihn morgen abholen. Ich mache noch einen Abstecher zum Tempel. Alle Hunde sind dort versammelt. Es scheint auch keine ernsthaften Reibereien zu geben.

Freitag, 16. Februar 2018

Adrian und Tayo haben die Nacht im Haus verbracht, Kenji, Johnny und Patty lagen draußen. Wenn ich mit den Hunden im Haus bin, herrscht Harmonie. Ich möchte, dass das so bleibt und deswegen gehe ich kein Risiko ein und separiere Tayo und Adrian von Kenji und Johnny, wenn ich außer Haus gehe. 

Mittags hole ich Jessica ab und wir fahren zuerst zurück zu mir nach Haus und verabreichen Adrian eine Infusion. Danach bringen wir ihn zur Wundversorgung in die NPW Klinik. 

Meow ruft mich an und teilt mir mit, dass Nina Hühner jage und sie bittet mich sie ins Baan Amphur Shelter zu verlegen. Wir holen Nina ab und vereinigen sie mit den Shelterhunden. Später teilt mir Meow mit, dass sie nicht Nina gemeint habe, sondern Lena. Also werde ich morgen Nina wieder zurückbringen und Lena mal zu mir nehmen, da sie im Shelter ständig das Tor überwunden hatte. Ich möchte sie nicht auch noch verlieren. Ich hoffe, dass ich sie im Haus integrieren kann. 

Mit Einbruch der Dunkelheit fahren wir noch im Tempel vorbei. Beppe, Ae und Luk Gop waren morgens schon da gewesen und auch am Abend scheint mit den Hunden alles in Ordnung zu sein.

Donnerstag, 15. Februar 2018

Am späten Vormittag treffe ich mich mit Manuela, der Eigentümerin vom Doggyhouse Offenbach. Manuela hat mich im Laufe des vergangenen Jahres mehrfach unterstützt und überreicht mir auch dieses Mal eine großzügige Spende. 

Gemeinsam fahren wir zum Wat Amparahm, wo auch Beppe mit Ae und Luk Gop eintrifft. Wir treffen Nero, Willie, Sushi, Nelly, Brownie, Nema und Satya an der Vorhalle an. Später kommen Scottie, Nico, Jake, Panya, Saddhu, Neung, Song und Sahm hinzu. Die Hunde vertragen sich recht gut, nur Sushi macht ein paar Zicken. Das ist jedoch nicht besorgniserregend, sie ist einfach so. Alle Hunde werden wieder gefüttert einschließlich Aisha, Rosco, Prince und Diva, die sich am Sala aufhalten. 

Da wir uns vorerst keine Sorgen um die Eingliederung der fünf neuen Hunde machen müssen, fahren wir gemeinsam zum Shelter. Auch dort verläuft alles in geordneten Bahnen. Ich säubere den Platz und die Hunde werden gefüttert. 

Am späten Nachmittag bringe ich mit Manuela Adrian in die NPW Klinik. Nach seiner Wundversorgung bringe ich Manuela zurück ins Hotel und nehme Adrian mit ins Haus.

Mittwoch, 14. Februar 2018

Am Vormittag hole ich Jessica am Wong Amat ab. Jessica ist für einige Zeit in Pattaya und hat ihre Hilfe angeboten. Gemeinsam fahren wir zur Arbeitersiedlung, wo wir Beppe, Ae und Luk Gop treffen. Ae versorgt ebenfalls Hunde auf der Condominium Zufahrt und Luk Gop hilft ihr dabei. Ich nehme Nero, Brownie und Willie an Bord und Ae Nelly und Sushi. Mit zwei Autos fahren wir zum Wat Amparahm und lassen die Hunde nacheinander heraus. 

An der Vorhalle sind nur Nema und Satya, sodass die fünf Neuen sich relativ stressfrei zurechtfinden können. Auch als Scottie, Jake, Nico und Panya eintreffen, gibt es keine Reibereien. Ae und Luk Gop haben Trockenfutter und Wasser mitgebracht und Beppe Reisfutter. Die Hunde werden gefüttert und dann lassen wir uns genügend Zeit, um nach den Salahunden zu schauen. Auch für sie legen wir Trockenfutter aus und erneuern das Wasser. 

Nach einer guten Stunde scheinen sich die fünf neuen Hunde zurechtgefunden zu haben und wir fahren weiter zum Baan Amphur Shelter. Die fünf neuen Welpen bewegen sich dort schon ganz selbstverständlich unter den anderen Hunden. Niemand von den „Alten“ scheint gegen ihre Anwesenheit etwas zu haben. Beppe ist ganz begeistert, sowohl vom Tempel als auch vom Shelter, und ist erleichtert für die Hunde gute Plätze gefunden zu haben. Ae hat mittlerweile Kontakt zur City Hall aufgenommen und will versuchen die Verantwortlichen dort zu überzeugen, die restlichen Hunde zu dulden.

Am Nachmittag fahren Jessica und ich mit Adrian in die NPW Klinik, wo dessen Wunde neu versorgt wird. Dr. Kwanchai informiert mich darüber, dass er Tom in die Silverlake Klinik verlegt habe und dass er den Darm entleert habe. Tom solle noch einige Tage in der Klinik bleiben, damit sich der Darm erholen könne.

Dienstag, 13. Februar 2018

Die Nacht war etwas geruhsamer. Erst am frühen Morgen weckt mich Tom wieder mit seinem steinerweichendem Geschrei. Ich massiere seinen Bauch und stelle fest, dass immer noch ein Klumpen Kot in seinen Eingeweiden steckt. Jedes mal, wenn Tom versucht den Kot loszuwerden, schreit er vor Schmerzen, da sein Rektum wund ist. Ich dusche sein Hinterteil jedes Mal ab nachdem er ein wenig abgesetzt hat und das bringt ihm Erleichterung. Lange allerdings währt die nicht. Im Garten hält es Tom auch nicht lange aus. Das ist verständlich, denn er möchte den Schmerzen davonlaufen. 

Adrian ist sehr geduldig. Er war die Nacht zusammen mit Tayo, Johnny und Patty draußen und wird von den Hunden in Ruhe gelassen. Die Bandage ist auch noch dran. Den gesamten Vormittag hält mich Tom in Trab. Ich entscheide ihn zu Dr. Kwanchai zu bringen damit Tom narkotisiert wird und der Restkot manuell entfernt werden kann.

Am frühen Nachmittag kommt mich Rosie besuchen. Gemeinsam fahren wir mit Adrian in die NPW Klinik, wo Adrians Wunde versorgt wird. Nachdem wir Adrian zurückgebracht haben, sind wir bei den Hunden in der Arbeitersiedlung. Beppe hat mir gestern mitgeteilt, dass das Management des angrenzenden Condominiums die City Hall aufgefordert hat alle Hunde in wenigen Tagen entfernen zu lassen. 

Um den Hunden ein gewisses Schicksal zu ersparen, nehmen wir zunächst Ellys fünf Welpen an Bord und bringen sie im Baan Amphur Shelter unter. Ihre Eingliederung verläuft vorerst unproblematisch. Morgen werde ich versuchen Nelly, Sushi, Nero und Willie im Wat Amparahm unterzubringen. 

Die sechs Welpen, die sich immer noch mit einigen Flöhen plagen, versorge ich mit Bravecto und Asa wird wieder mit der Thaipaste eingeschmiert.

Montag, 12. Februar 2018

Das allerdings wird wohl noch dauern. Erneut war die Nacht nicht gerade erholsam. Tom wird den Kot nur tröpfchenweise los und das ist jedes mal eine Tortur für ihn.

Am späten Vormittag fahre ich zu Jans Hunden in Baan Amphur und impfe die drei Welpen erneut. Danach bin ich bei Rita und Ernest. Sie haben mich gebeten ihrer Maid zu erklären, warum Stella ihr ausweicht und wie sie das Vertrauen von ihr gewinnen kann. 

Anschließend bin ich im Shelter. Abends bin ich mit Adrian in der NPW Klinik. Die Abschürfung geht recht tief und muss täglich neu versorgt werden.

Sonntag, 11. Februar 2018

Tom muss die Nacht im Bad verbringen. Jedes mal wenn er versucht den Kot loszuwerden, schreit er vor Schmerzen und holt mich häufig aus dem Schlaf. Ich massiere ihn und halte ihn für eine weitere Stunde sauber. Morgens lasse ich ihn raus in den Garten. Die vier Hunde halten sich von Tom fern. Dennoch halte ich ihn die ganze Zeit im Auge. 

Weil ich mich auch noch um andere Hunde kümmern muss, sperre ich Tom wieder ins Bad und fahre nach Baan Amphur. Nach der Versorgung der Hunde dort bin ich bei Meow und impfe Gungkind das zweite Mal. 

Adrian hat sich den rechten gelähmten Hinterlauf aufgescheuert. Deswegen nehme ich ihn zu mir. Anschließend bin ich mit Tom wieder in der NPW Klinik. Dieses Mal wird er geröntgt. Der Kot ist deutlich sichtbar. Allerdings ist der nun nicht mehr so steinhart und Dr. Juui meint, dass Tom den Kot auf natürlichem Wege loswerden wird.

Samstag, 10. Februar 2018

Ganz früh morgens hole ich Bua ab und wir fahren zu den Buschhunden. Dam sehen wir nicht, jedoch aber Bandit, bei dem ich TVT festgestellt hatte. Bua schaffte es Bandit mit dem Netz einzufangen. Nachdem Yupin eingetroffen ist, versuchen wir Dam ausfindig zu machen. Yupin findet sie schließlich, sie kommt jedoch nie so nahe heran, dass Bua sie blowdarten kann. Nach etwa einer Stunde müssen wir aufgeben. Bua wird gemeinsam Yupin einen neuen Versuch unternehmen. Meine Anwesenheit ist dabei nicht unbedingt erforderlich, da Bua ein Auto zur Verfügung hat und Dam in die Silverlake Klinik bringen kann. Da Dr. Kwanchai morgens in der South Pattaya Klinik ist, fahre ich mit Bandit dorthin. Er erhält seine erste Chemotherapiebehandlung. Ich lasse ihn in der Klinik bis zur zweiten Behandlung, da wir ihn ein zweites Mal sicher nicht einfangen können.

Mittags informiert mich Khun Duk, dass sie einen Welpen habe, der an tagelanger Verstopfung leidet. Ich bringe Tom in die NPW Klinik. Der Vet stellt eine Mandarin große Verkotung fest, die er jedoch nicht entfernen kann. Mit Hilfe eines Abführmittels soll der Klumpen aufgelöst werden. Ich nehme Tom mit nach Hause, um die Behandlung fortzusetzen. Jedesmal wenn Tom versucht abzusetzen schmerzt es ihn und er schreit zum Steinerweichen. Ich versuche ihm zu helfen indem ich seinen Bauch massiere und sein Rektum sauberhalte.

Am frühen Abend fahre ich zur Arbeitersiedlung und hole Puschel und Brownie ab. Puschels Fäden werden gezogen und Brownie erhält die zweite Chemotherapiebehandlung.

Freitag, 9. Februar 2018

Morgens vereinbare ich mit Bua und Yupin morgen früh Dam, die Mutter der sechs Baan Amphur Welpen zu blowdarten. Solange ich Tayo von Kenji getrennt halte, kann ich das Haus beruhigt verlassen. Bin ich im Haus vertragen sich Kenji und Tayo. Ich habe mich entschlossen Tayo bei mir zu behalten wenn ich absehen kann, dass es mit Patty und Johnny keine Probleme gibt.

Am Nachmittag bin ich wie so gut wie jeden Tag im Baan Amphur Shelter. Ich lasse immer ausreichend Futter zurück wenn ich wieder fahre, sodass ich die Hunde auch mal eineinhalb Tage allein lassen kann. Asa kommt nun schon öfter unter ihrem Käfig hervor. Wenn jedoch die Hunde zu sehr aufgedreht sind verkriecht sie sich wieder. Zola und Toya haben in Elly einen gemeinsamen Feind gefunden. Elly ist ja recht provokativ und Zola lässt sich das nicht bieten und so kommt es schon mal zu einer Beißerei mit den beiden. Toya mischt dann mit. Die Welpen raufen sich offensichtlich auch während meiner Abwesenheit, denn sie haben alle kleinere Bisswunden, die jedoch von selbst verheilen.

Nach dem Shelter versorge ich die Tempelhunde. Sie sind soweit ok, nur muss Neung mal wieder mit der Thaipaste eingeschmiert werden, da er wieder eine kleine kahle Stelle in seinem Pelz hat.

Donnerstag, 8. Februar 2018

Morgens sind wieder alle Hunde beianander, aber Tayo ist sehr wachsam und der Frieden ist nur von Dauer, solange ich ein Auge auf die Hunde habe. Mit Johnny und Patty würde es gehen, aber Kenji duldet nur diese beiden im Haus.  

Morgens fahre ich zum Tempel und versorge die Hunde dort. Anschließend bin ich bei den Hunden in der Arbeitersiedlung um insbesondere zu schauen, wie Puschels Verletzung aussieht. Das Pflaster ist noch dran und der Heilungsprozess scheint voranzuschreiten.

Am Nachmittag bin ich bei Meow. Gemeinsam impfen wir die fünf Welpen Whitey, Blacky, Buddy, Sida und Habib. Mittlerweile habe ich festgestellt, dass Blacky und Habib weiblich sind. Habib heißt deswegen von nun an Habiba. Anschließend erhält Adrian eine Infusion. Meow ist wieder kooperativer und teilt mir mit, dass Tayo wieder zu ihr kommen könne. Sie meint, dass er im Baan Amphur Shelter nicht glücklich werden würde. 

Am Spätnachmittag hole ich Mirko in Naklua ab. Er erhält in der South Pattaya Klinik die fünfte und damit letzte Chemo. Sobald er sich gut von der Behandlung erholt hat, werde ich ihn kastrieren lassen, damit nicht wieder ein Unglück passiert. An Halas Rücken stelle ich eine Verdickung fest. Ich werde Hala in der kommenden Woche zur Untersuchung in die NPW Klinik bringen. Es kann sein, dass die Verdickung von einer unsachgemäßen Impfung herrührt. An der fraglichen Stelle wird normalerweise geimpft.

Zum Schluss schaue ich noch nach Martha und Teddy auf dem Busparkplatz am Zign Hotel. Martha zeigt keine Anzeichen von Trächtigkeit. Teddy ist immer noch sehr mager. Da er trotz regelmäßiger Fütterung nicht zunimmt, scheint ein internes Problem vorzuliegen. Für eine Untersuchung allerdings muss er geblowdarted werden. Mal sehen, ob ich das mit Bua hinkriege.

Mittwoch, 7. Februar 2018

Tayo hat mit Johnny und Patty die Nacht draußen verbracht und Kenji lag im Haus. Wenn die vier gemeinsam im Haus oder im Garten sind, gibt es soweit erstmal keine Probleme. Wenn ich außer Haus bin allerdings separiere ich Tayo von Kenji.

Am Vormittag fahre ich als Erstes um nach Puschel zu schauen. Der läuft schon wieder ziemlich rund und das Pflaster ist noch dran. Ein Drucktest scheint eine Entzündung auszuschließen. Anschließend hole ich den gelähmten Hund ab. Ein Arbeiter hilft mir ihn in die Box zu bringen und ich liefere Duk Duek im Foundation Shelter ab. 

Dann fahre ich zu Uans Hunden, verteile gebratene Hühnchenteile an sie und Yon bekommt eine Dosis Ivermectin verabreicht. Ihr Zustand hat sich verbessert, allerdings glaube ich nun, dass die Behandlung dauerhaft fortgesetzt werden muss. 

Im Baan Amphur Shelter ist danach wieder Routine angesagt. Bonnie und Asa werden dazu noch mit der Thaipaste eingeschmiert. Asas Haut ist nicht mehr entzündet und so hoffe ich, dass das Fell an den kahlen Stellen wieder nachwachsen wird. Bei Bonnie ist das der Fall.

Leider wird am Abend die Harmonie unter den Hunden durch einen kleinen Zwischenfall getrübt. Kenji hat offenbar etwas dagegen, dass Johnny sich gut mit Tayo versteht und ruft ihn zur Ordnung. Gemeinsam konfrontieren sie Tayo, der nun eingeschüchtert ist. Über die Nacht lasse ich deswegen Tayo wieder im Haus. Das ist natürlich auf Dauer keine Option und so muss eine andere Lösung gefunden werden.

Dienstag, 6. Februar 2018

Tayo hat sich die Nacht über ordentlich verhalten, allerdings hat er es sich auf dem Sofa bequem gemacht. Morgens lasse ich Kenji, Johnny und Patty rein und Tayo raus, anschließend auch wieder Johnny und Patty. Nach einigen Minuten leine ich Kenji an und nehme ihn ebenfalls mit nach draußen, damit er sich mit Tayo bekannt machen kann. Auch Kenji scheint zunächst erstmal nichts gegen Tayos Anwesenheit zu haben. Während ich in Haus und Garten arbeite, lasse ich die Hunde beieinander und sie verhalten sich auch ganz brav. 

Am späten Vormittag nehme ich Kenji wieder ins Haus und lasse Tayo mit Johnny und Pattya draußen. Dann fahre ich in die South Pattaya Klinik, hole Puschel ab und bringe ihn zurück zu den Arbeitern. Bei denen sehe ich auch Big Boy, Nimnim, Girly und Shorty, die sich bei den Arbeitern offensichtlich sehr wohlfühlen. 

Wieder zurück im Haus ist die Lage geordnet und ich kann die Haustür wieder öffnen. Während ich am Computer arbeite, liegen Tayo, Kenji und Johnny um mich herum und schlafen. Patty schläft draußen.

Am Nachmittag kaufe ich 40 kg Trockenfutter, 20 kg Katzenfutter und Streusand für die Hunde und Katzen, die Wan Song füttert. Danach kaufe ich 120 kg Reis für Prajuabs Hunde und liefere den Reis bei Prajuab ab. Anschließend bin ich im Baan Amphur Shelter.

Tayo und Johnny verstehen sich offenbar sehr gut, denn sie raufen schon miteinander. Patty und Kenji bleiben neutral. Sollte es einigermaßen gehen werde ich Tayo mal ein paar Tage bei mir behalten.

Abends fahre ich erneut nach Jomtien, um nach dem gelähmten Hund zu fahnden. Dieses Mal habe ich Glück und finde Leute, die den Hund kennen. Ich sehe ihn auf einem Parkplatz an einem Restaurant liegen und vereinbare mit einem Wachmann ihn morgen abzuholen.

Montag, 5. Februar 2018

Rita teilt mir mit, dass es mit Stella soweit sehr gut gehe. Sie habe die Nacht mit Mayo auf der Terrasse verbracht. Ich werde mich also erstmal nicht blicken lassen, um die Eingewöhnung nicht zu stören. 

Dr. Kwanchai teilt mir mit, dass es Puschel besser gehe und ich ihn morgen schon wieder abholen könne. Am Nachmittag fahre ich zuerst zu dem Resorthund und verabreiche ihm eine Dosis Ivermectin. Danach bin ich bei Meow und impfe gemeinsam mit Louise Handsome und Gray, zwei Welpen, die als vorläufig letzte aufgenommen wurden. 

Anschließend bin ich mit Tayo in der NPW Klinik für die neunte und letzte Hydrotherapie. Nach der Therapie mache ich mit Tayo eine Runde durch das anliegende Village. Tayo läuft nun erstklassig an der Leine. Da Meow mich gebeten hat Tayo herauszunehmen, aus Sorge, dass ihm bei ihr etwas passieren könnte, bevor er nach Deutschland geht, muss ich ihn im Baan Amphur Shelter unterbringen. Ich würde ihn gern bei mir behalten, will aber kein Risiko eingehen. Über Nacht aber bleibt er bei mir im Haus.

Sonntag, 4. Februar 2018

Stella hat als gut erzogener Haushund die Nacht brav im Wohnzimmer verbracht. Am späten Vormittag fahre ich mit ihr zum Haus von Rita und Ernest. Der erste Kontakt mit Mayo, dem Straßenhund, den Rita und Ernest vor zwei Jahren aufgenommen hatte, verläuft ohne Probleme. Ich lasse Stella bald von der Leine und sie erkundet neugierig den weitläufigen Garten. Es dauert etwa eine Stunde bis sich Stella relativ entspannt zu uns gesellt, sodass ich zum Shelter fahren kann. Nachdem ich dort meine Arbeiten erledigt habe fahre ich wieder zu Rita und Ernest zurück. Sie berichten mir, dass sich Stella in meiner Abwesenheit gut verhalten habe und sich auch die Hunde untereinander gut vertragen hätten.

Wieder in der Stadt suche ich nach einem wohl teilweise gelähmten Hund. Die Foundation wurde von einem Anwohner, der sich jedoch nicht mehr in Thailand aufhält, gebeten sich um den Hund zu kümmern. Ich kann allerdings den Hund nicht finden, obwohl ich etliche Leute an dem Platz, an dem er sich aufhalten sollte, befrage. 

Anschließend fahre ich zu dem Village in dem Deng 23 liegt. Sie war ja in der NPW Klinik wegen einer Zitzenentzündung behandelt worden. Ich finde Deng und stelle fest, dass die Entzündung abgeklungen ist.

Samstag, 3. Februar 2018

Am Vormittag fahre ich zu den Hunden in der Arbeitersiedlung, um Brownie für die zweite Chemo abzuholen. Die Arbeiter machen mich auf Puschel aufmerksam, der sich an einer Scherbe den Vorderlauf aufgeschnitten hat. Die Arbeiter haben die Wunde notdürftig verbunden. So nehme ich also Brownie und Puschel an Bord und fahre mit ihnen in die South Pattaya Klinik. Dr. Kwanchai stellt bei Brownie fest, dass sich die durch Metastasen verursachten Schwellungen schon leicht zurückgebildet haben. Puschels Schnittwunde müsse genäht werden. Deswegen müsse er in der Klinik bleiben.

Nachdem ich Brownie zurückgebracht habe, fahre ich mit Bua in Huay Yai herum, um nach Grundstücken zu suchen, die geeignet sind, die Hunde aufzunehmen, die gegenwärtig bei Meow untergebracht sind. Leider finden wir nichts Passendes oder die Eigentümer wollen keine Hunde auf dem Grundstück. 

Nachdem ich die Hunde im Shelter versorgt habe, liefere ich Reis und Geld bei Ba Bät ab und versorge die Tempelhunde.

Louise teilt mir mit, dass sie Stella bei den Arbeitern, die das kleine Village ganz in der Nähe von Meows Shelter errichten, gesehen hat. Tatsächlich läuft Stella auf mich zu als ich in die Ansammlung der Wellblechhütten gehe. Stella ist froh mich zu sehen und springt direkt ins Auto. Ich nehme sie mit nach Hause und vereinbare mit Rita und Ernest Stella morgen zu ihnen zu bringen.

Freitag, 2. Februar 2018

Ich treffe mich mit Gerhard, der Hunde im Thappraya Gebiet sterilisieren lässt. Anschließend bin ich bei den Hunden in der Arbeitersiedlung. Danach fahre ich zu Meow und gebe Adrian eine Infusion. Während ich dort bin, fängt es stark an zu regnen, sodass ich draußen nichts mehr tun kann. Da der Regen anhält muss auch der Besuch im Baan Amphur Shelter auf morgen verschoben werden.

Donnerstag, 1. Februar 2018

Nut kommt, macht das Haus und ich fahre nach Baan Amphur. Unterwegs fängt es heftig an zu regnen und so besuche ich Rita und Ernest, die ganz in der Nähe des Shelters wohnen. Die beiden haben ja schon einen Straßenhund aufgenommen, überlegen sich aber noch einen zweiten dazuzunehmen. Da sie Stellas Story kennen und sie sie auch schon mal im Shelter gesehen haben, könnten sie sich vorstellen es mit ihr zu versuchen. 

Nachdem der Regen aufgehört hat, fahre ich zu Bua. Der zeigt mir ein Haus, mit relativ großen Areal, das für 8,000 Baht zu vermieten ist. Bua ruft die Eigentümer an, die aber keine Hunde akzeptieren. Morgen will Bua mir weitere Grundstücke zeigen. 

Anschließend bin ich wieder bei den Shelterhunden. Der Boden ist aufgeweicht, aber die Hunde haben ja genügend Käfige und überdachte Podeste, auf denen sie im Regen ausharren können. 
 
Abends mache ich mich wieder auf die Suche nach Stella. Nachdem ich sie auf dem Nachtmarkt und den angrenzenden Sois nicht finden kann, gehe ich in Richtung Meows Shelter. In der Dunkelheit glaube ich Stella auszumachen und versuche sie aufzuheben. Dabei verfängt sich mein Finger im Halsband als sich die vermeintliche Stella dreht. Ich bekomme meinen Finger nicht aus dem Halsband und der Hund wehrt sich verständlicherweise und beißt mich mehrere Male in die Hand. Es stellt sich heraus, dass es Boy ist der mich kaum kennt, da Svetlana ihn erst vor einigen Tagen gebracht hatte. Glücklicherweise sind die Wunden nicht sehr tief. 

In den vergangenen Tagen habe ich nicht besonders viel Glück. Vorgestern habe ich mir einen Reifen platt gefahren und gestern ist mir ein Pick-up in die Seite gerauscht und einfach abgehauen. Die rechte Seite des Autos ist nun auf zwei Meter Länge eingedrückt. Glücklicherweise kann ich die Tür noch öffnen und auch der Spiegel ist dran geblieben.