Dienstag, 28. Februar 2017

Am Morgen schaue ich als Erstes nach Iang. Immer noch schmutzig und blutverschmiert liegt sie in einer Ecke des Bürozimmers. Ich nehme sie ins Bad und wasche sie vorsichtig. Wieder eingermaßen sauber legt sie sich gleich wieder hin, aber sie regt sich ein wenig mehr und ich glaube, dass sie sich nun etwas wohler fühlt. 

Ich lasse Johnny nach draußen und sperre ihn zu Dina in den hinteren Bereich. Kenji hat keine Lust herauszugehen, er ist wohl des Kämpfens müde. Al liegt weiterhin im Wohnraum und Yuri und Ivy teilen sich nach der morgendlichen Fütterung der Verletzten, Geschwächten und Rekonvaleszenten sowie nach der Medikamentenvergabe das Bürozimmer mit mir und leisten Iang Gesellschaft. Insbesondere 

Ivy ist um ihre Mutter besorgt und geht immer wieder zu ihr. Ich kann Iang ihre Medikamente geben, fressen aber mag sie nicht. Da sie auch nicht trinkt, flöße ich ihr Wasser mit einer Pipette ein. Am Abend scheint sie sich wieder ein wenig besser zu fühlen. Sie liegt nicht mehr so da als wollte sie sterben. Ich bin eigentlich guter Hoffnung, dass sie sich erholt, aber es wird wohl einige Zeit benötigen.

Montag, 27. Februar 2017

Während ich vormittags am Computer sitze, höre ich aus dem Garten ein ungutes Gebell. Ich laufe schnell hinaus und dabei entwischt mir Kenji durch die Tür. Am hinteren Ende des Gartens sehe ich wie sich eine Anzahl von Hunden über ein am Boden liegendes Opfer hermachen. Für eine Sekunde vermute ich dass es Toby ist, muss dann jedoch feststellen, dass Iang irgendwie an die Mauer zur Straße hin gelangt ist. Iang liegt reglos und blutend am Boden und selbst als ich die meisten Hunde verscheucht habe, versuchen noch einige einen letzten Biss anzubringen. 

Im selben Moment fangen Kenji und Yaya an übereinander herzufallen. Sie verbeißen sich wieder ineinander und selbst als ich mit der Kotschaufel auf sie einprügele, lassen sie nicht voneinander. Im selben Moment fallen wieder einige Hunde über die immer noch am Boden liegende Iang her. Ich werfe mit allem was ich zu fassen kriege nach den Hunden die Iang attackieren und versuche gleichzeitig die beiden wild kämpfenden Kontrahenten zu trennen, ohne mich selbst zu verletzen. Nach einer gefühlten Ewigkeit kann ich Yaya und Kenji separieren und mich um die leblose Iang kümmern. 

Ich hebe das blutverschmierte und verdreckte Häufchen Elend auf und trage Iang ins Haus. Kenji folgt mir. Im Bürozimmer verkriecht sich Iang in eine Ecke und rollt sich zusammen. Eine kurze Untersuchung ergibt, dass sie einige heftige Bisswunden und eine Schwellung an der Kehle davongetragen hat. Da Iang nur Schmierblutungen aufweist, lasse ich sie erstmal in Ruhe. Was sie am meisten mitgenommen hat ist wohl die Todesangst die sie erleiden musste und dieser Schock braucht eine Weile um verarbeitet zu werden.

Ivy ist nicht ganz gesund; sie schnieft seit zwei Tagen. Ich vermute, dass sie sich leicht erkältet hat und messe Fieber. Ihre Temperatur ist erhöht und deswegen fahre ich mit ihr zu Dr. Kwanchai. Zu dem muss ich sowieso, da er noch ein Formular für Johnnys Antikörperbestimmung ausfüllen muss. Auf dem Weg in die Klinik lasse ich Johnnys Blutprobe zentrifugieren. Für die Antikörperbestimmung muss ein Serum eingereicht werden. Dr. Kwanchai empfiehlt Ivy mit Doxycycline zu behandeln. 

Am frühen Abend fahre ich zum Amari Strand und treffe mich mit Elvira. Die läufige Hündin, die ich Nori nenne, ist anwesend. Elvira hat Hähnchenteile mitgebracht in die ich Acepromazine Maleate, ein flüssiges Sedativum, injiziere. Nori frisst brav das Hähnchenfleisch und die sedierende Wirkung lässt nicht lange auf sich warten. In einem günstigen Moment werfe ich ein Netz über Nori und wir verfrachten sie in eine Box. In der South Pattaya Klinik befreien Dr. Kwanchai und ich Nori aus dem Netz und bugsieren sie in einen Käfig. In zwei Tagen kann ich sie dann wieder abholen. 

Elvira ist noch einige Tage in Pattaya und wir vereinbaren auch die Hündin der vier Welpen einzufangen. Jedenfalls wollen wir es versuchen.

Sonntag, 26. Februar 2017

Nach der morgendlichen Routine und der speziellen Versorgung von Al fahre ich am frühen Nachmittag mit Johnny in die Silverlake Klinik. Dort beratschlagen Joe, Som, Dr. Kwanchai und ich wie wir gemeinsam die Belastung die durch einen Ankauf von Land in Baan Chang entstehen würde, stemmen können. Es wird eine vorläufige Vereinbarung erzielt, die realistisch erscheint. Die erfolgreiche Umsetzung allerdings ist nicht nur von uns allein abhängig. 

Bei der Gelegenheit wird Johnny Blut für eine Tollwutantikörperbestimmung abgenommen. Wieder zu Hause besucht mich Yvonne. Eigentlich wollte sie die Probe schon mitnehmen, aber es muss noch ein Formblatt ausgefüllt werden und so verschieben wir die Angelegenheit. 

Am Abend treffe ich mich mit Elvira am Amari Strand. Elvira hat dort einen Mutterhund mit vier Welpen ausgemacht. Die Hunde sind sehr scheu und es wird schwer sein an sie heranzukommen. Elvira zeigt mir ebenfalls eine einzelne Hündin, die anscheinend läufig ist. Wir kommen überein sie morgen Abend einzufangen. 

Boss, Alana und einen großen Rüden, den ich mal zusammen mit Alana, Satya und Panya aus Phutaluang gerettet hatte, sind auch zugegen. Den Rüden hatte ich bestimmt schon zwei Jahre nicht mehr gesehen, aber wir haben uns noch wiedererkannt.

Samstag, 25. Februar 2017

Al hat die Nacht offenbar recht gut verbracht, denn als ich morgens früh nach ihm schaue, liegt er noch am gleichen Platz an den ich ihn gelegt hatte und schläft. 

Yaya hatte ich mit einigen anderen Hunden, die gern auf der großen Terrasse liegen, für die Nacht dort eingesperrt, damit er sich nicht wieder mit Kenji anlegt, der die Nacht im Garten verbracht hat. Nun muss ich feststellen, dass Yaya sich an der rechten Hinterpfote verletzt hat. Keine Ahnung wie das passiert sein könnte. Ich gebe ihm ein entzündungshemmendes Medikament. 

Nachdem ich den Garten gemacht habe, fahre ich zu Wan Song, um ihr Geld für die Impfungen ihrer sechs Katzen zu bringen. Wan Song hat einen bei der Stadt arbeitenden Tierarzt organisiert, der die recht teure Impfung leicht preisreduziert bei ihr im Apartment durchführt. Im Big C kaufe ich danach Würste sowie Hähnchenfleisch ein und hole mir dann beim Snoop Dog Food Shop noch 80 kg Trockenfutter. 

Am Nachmittag besucht mich Adrian, der kürzlich in Mabprachan ein Rehabilitätszentrum für Tiere eröffnet hat. Zur Zeit behandelt Adrian Hunde und Pferde. Ich frage Adrian um Rat, was ich mit Kenji machen solle. Zurück zum 7/11 kann er nicht, denn es ist abzusehen, wann er dort in die nächste Beisserei gerät. Bleiben kann er auch nicht, so gern ich ihn auch mag, denn ich kann nicht erlauben, dass er sich mit Rüden im Garten anlegt. Obwohl er sich im Haus tadellos aufführt, ist eine Bleibe dort auf Dauer auch kein Zustand. Adrian und ich wollen versuchen, ihn bei den Vorhallenhunden einzuführen, sobald seine Nackenwunde völlig verheilt ist. Adrian hat Erfahrung mit der Integration von Hunden in fremde Rudel und wird mir bei der Eingliederung von Kenji helfen. 

Dina, Ivy und Johnny, die zusammen mit Kenji und Yuri nachmittags im Haus waren, bringe ich am frühen Abend zurück in den hinteren Bereich. Ivy gesellt sich wieder zu Iang und Dina und Johnny scheinen sich gesucht und gefunden zu haben. Beide sind dominant und haben sich nach anfänglichen Streitereien offenbar zusammengerauft. Iang geht es wesentlich besser. Sie liegt nicht mehr kraftlos danieder, sondern läuft nun im hinteren Bereich herum und hat sich sogar schon durchs Gatter in den Gartenbereich getraut. Asa geht es ebenfalls besser. Sie humpelt nur noch wenn sie daran denkt, und die Hautstellen entlang ihres Rückgrats heilen nach zweimaliger Waschung allmählich zu. Auch Yuris Zustand ist schon recht zufriedenstellend und er macht mir keinerlei Arbeit. 

Am Spätnachmittag fängt Al an zu jammern. Es scheint mir, dass er sich verlassen fühlt und auch dass er Schmerzen hat, wenn er sich bewegt. Ich lasse die Tür zum Gästezimmer auf und nach einer Weile kommt Al herausgekrochen. Dabei achte ich ein wenig auf Kenjis Reaktion, aber der zeigt keinerlei Aggression gegenüber Al, den er ja zuvor im Haus noch nicht gesehen hatte. Vermutlich kennen sich die beiden Hunde aber, da der Tempel und der 7/11 ganz nah aneinander liegen. Nachdem Al sich ausgiebig entleert hat, geht es ihm besser und er will auch nicht mehr ins Gästezimmer zurück. Wie es auch für Yuri der Fall ist, denke ich, dass das Zusammensein mit den anderen Hunden seinen Heilungsprozess günstig beeinflussen könnte.

Freitag, 24. Februar 2017

Frühmorgens kommen Gai und Alphonse. Gai macht den Garten und wir bringen nun schließlich auch die Kamera an. 

Am späten Vormittag kommt Rhonda und schaut nach Yuri. Der macht jeden Tag kleine Fortschritte, aber zuweilen versagen ihm seine Hinterläufe noch den Dienst und er klappt unvermittelt zusammen. Yuri stört das nicht besonders und ich denke er fühlt sich recht wohl. 

Als Mittags der große Regen einsetzt, hole ich Dina und Ivy ins Haus und wasche beide. Am Nachmittag liefere ich wieder Impfstoffe bei Rani ab. Sie sind wie die zuvor gelieferten für Louise bestimmt, die dabei ist 45 Hunde zu impfen. 

Anschließend fahre ich zu Beppe, dem 85-jährigen Italiener, der jeden Tag an die einhundert Hunde füttert. Beppe hatte mir mitgeteilt, dass er ein Grundstück entdeckt hat und das schauen wir uns an. Es ist allerdings wie die meisten, die wir uns angeschaut haben, ungeeignet, da es zu nah an bewohntes Gebiet grenzt. 

Danach fahre ich in die NPW Klinik um zu erfahren wie es um Al, den angefahrenen Rüden, steht. Eine Veterinärin zeigt mir ein Röntgenbild, das einen Beckenbruch aufweist. Die Tierärztin erklärt mir, dass die NPW Klinik Al nicht behandeln könne. Ich fahre deshalb zu Dr. Kwanchai in die South Pattaya Klinik. Der teilt mir mit, dass eine Operation sehr schwierig sei und vermutlich auch garnicht notwendig. Eine ähnliche Verletzung hatte auch Samlee davongetragen und deren Beckenbruch ist nach mehreren Wochen von selbst verheilt. Da ich schon das Schlimmste für Al befürchtet hatte, bin ich für die aufmunternde Diagnose dankbar. Ich erhalte ein den Heilungsprozess unterstützendes Medikament mit und fahre mit Al nach Hause. Dort quartiere ich ihn zunächst in eines der Gästezimmer ein.  

Ivy und Yuri lasse ich bei mir, Yaya sperre ich auf der großen Terrasse ein, sodass ich Kenji mit Johnny draußen lassen kann. Dina bringe ich zurück in den hinteren Bereich.

Donnerstag, 23. Februar 2017

Alphonse kommt morgens um an der Installation der Überwachungskamera weiter zu arbeiten. Uns fehlen aber immer noch einige Komponenten und so müssen wir die Fertigstellung auf morgen verschieben. Rudy kommt am Vormittag kurz vorbei und auch Josie. Gemeinsam baden wir Kylie, Yaya, Mom und Lina. Nut kommt am frühen Nachmittag und putzt das Haus.

Am Abend ruft mich Khun Jin an. Ganz in der Nähe des Mabprachan 7/11 ist der Wat Khao Phothong gelegen. Dort ist ein Hund, den sie füttert, angefahren worden. Da es schon spät ist, bringe ich den Rüden in die NPW Klinik und lasse ihn über Nacht zur Untersuchung dort.

Mittwoch, 22. Februar 2017

Yvonne kommt heute Morgen und immer wenn jemand am Tor steht, mich eingeschlossen, werden die Hunde unruhig und kleinere Raufereien sind dann nicht selten. Heute aber fallen Kenji und Yaya so übereinander her, dass ich sie erst nach zwei Minuten auseinander habe. Ich hatte ja geglaubt, dass die Auseinandersetzung zwischen den beiden zugunsten von Kenji entschieden ist, aber das war ein Trugschluss. Beide Hunde haben sich natürlich bei dem Kampf verletzt; Yaya wieder über dem Auge und an allen vier Läufen und Kenji hauptsächlich am Nacken, an dem die kaum verheilte alte Wunde wieder aufgebrochen ist. 

Um weitere Kämpfe zwischen den beiden zu vermeiden, bin ich gezwungen Yaya in den hinteren Bereich zu verbannen, was ihm garnicht behagt. Will morgen mal einen Wechsel ausprobieren. 

Am Vormittag kommt Rudy und hilft mir im Garten. Heute bekomme ich Toby zu fassen als ich ihm seine Medikamente gebe. Gemeinsam waschen wir ihn und ich gebe ihm zusätzlich Ivermectin. 

Am Nachmittag kommt Alphonse. Alphonse hilft mir eine Überwachungskamera im Garten zu installieren. Ich möchte wissen, wer ständig Flaschen über das Tor wirft. Wir hoffen, dass wir morgen die Installation beenden können. 

Yaya ist abends am Jammern und möchte wieder in den Gartenbereich, was ich jedoch nicht zulassen kann. Dina ist ebenfalls im hinteren Bereich und ich geselle Johnny zu ihr. Yuri bleibt weiter bei mir im Haus. Er läuft nun schon recht viel herum und ist etwas kräftiger auf den Beinen. Eine völlige Wiederherstellung seiner vollen Beweglichkeit wird aber sicher noch etliche Tage beanspruchen.

Dienstag, 21. Februar 2017

Yuris Genesung macht weiter gute Fortschritte. Er läuft nun öfter herum, wenn auch noch ein wenig wackelig. Ich hole Dina und Ivy ins Haus und füttere sie. Dazu kommt dann auch noch Johnny. Alle vier Welpen bleiben auch bei mir als Rudy kommt. Ich möchte, dass sie sich aneinander gewöhnen. Das geht am besten, wenn sie eng beieinander sind. Später lassen sie sich dann auch draußen in Ruhe oder freunden sich sogar an.  

Evi ist informiert worden, dass Dae sich wohl am Maul verletzt hat. Sie schaut nach ihm, kann jedoch keine offensichtliche Wunde feststellen. Ann hat wieder nach den Hunden an der Tantrarak Schule geschaut. Sie hat Reisfutter aus der Kantine organisiert und die Hunde gefüttert.

Am Nachmittag ist eigentlich der Kliniktermin für Toby dran. Die Hautärztin ist wieder einmal in der North Pattaya Klinik. Allerdings läuft Toby ständig davon und ich bekomme ihn nicht zu fassen. Vermutlich ist er ängstlich weil Rudy da ist. Ich werde die begonnene Therapie erst einmal fortsetzen. 

Nach der nachmittäglichen Fütterung bringe ich Ivy und Dina zurück in den hinteren Bereich. Später gesellt sich auch Johnny zu ihnen. Yuri bleibt bei mir.

Montag, 20. Februar 2017

Es hat wieder jemand eine Flasche über das Tor geworfen und ich muss als Allererstes die Tausend Scherben zusammenkehren. Die Hunde schleppen die größeren Scherben durch den ganzen Garten, sodass ich auch später immer wieder noch Scherben finde. Bis jetzt hat sich noch kein Hund verletzt aber es wird wohl nur eine Frage der Zeit sein, wann das passiert. Es wird Zeit, dass eine Kamera installiert wird. Gekauft habe ich mir schon eine. 

Ann schickt mir heute Morgen ein Foto von Hiro, dem zutraulichen Rüden und Zaina. Ann hat auch den Mutterhund gesehen und den Welpen. Sie hat alle vier und auch den Rüden, auf den sie mich anfangs aufmerksam gemacht hatte, und den sie Lucky nennt, mit Hähnchenfleisch gefüttert.

Während Gai den Garten macht, gebe ich Iang und Ivy Reisfutter und verteile die Medikamente. Dina, die die Nacht im hinteren Bereich verbracht hat, jammert und so nehme ich sie ins Haus. Mit ihr hat Yuri dann auch etwas Gesellschaft. Yuris Beweglichkeit macht weiter kleine Fortschritte. Er kann sich nun schon von selbst zum Trinknapf schleppen und frisst ordentlich. Aufstehen allerdings kann er nicht; seine Beine sind noch recht kraftlos. 

Am Vormittag fahre ich zu der räudigen Hündin in der Nachbarschaft und gebe ihr Ivermectin. Eigentlich müsste sie mal mit Malaseb gewaschen werden, aber ich komme nicht an sie heran, da das Tor zum Anwesen, in dem sie sich gemeinsam mit einigen anderen Hunden aufhält, verschlossen ist. 

Kenji und Johnny haben die Nacht im Gartenbereich verbracht und liegen nun auf der großen Terrasse. Beide drängt es ins Haus, aber ich erlaube ihnen nicht mit mir durch die Tür zu gehen. Die anderen Hunde haben schon seit einiger Zeit akzeptiert, dass sie ohne meine Erlaubnis die Küche nicht betreten dürfen. 

Am Nachmittag besucht mich Dirk. Während wir uns unterhalten sehe ich, dass Yuri aufsteht und einige Schritte zu Trinknapf geht. Ich bin so froh ihn wieder gehen zu sehen. Später am Abend, nachdem ich ihn gefüttert und ihm das Medikament gegeben habe, geht er wieder einige Schritte. Das strengt ihn offensichtlich an und er legt sich gleich wieder hin, aber nun bin ich recht optimistisch, dass er seine volle Beweglichkeit wieder erlangen wird.

Sonntag, 19. Februar 2017

Kenji, Johnny, Dina und Yuri waren über Nacht im Haus, allerdings Kenji und Johnny getrennt von Dina und Yuri. Yaya hat sich wohl Kenji unterworfen, aber ich möchte nicht, dass Kenji erneut in eine Auseinandersetzung verwickelt wird wenn ich nicht zugegen bin. Johnnys Verletzungen sind alle verheilt, aber da er nun schon drei Mal gebissen wurde, möchte ich auch beim ihm kein Risiko eingehen. 

Dina fühlt sich in hinteren Bereich doch noch nicht so wohl und Yuri bleibt selbstverständlich solange bei mir bis er wieder vollständig hergestellt ist. Er frisst und trinkt normal, kann jedoch immer noch nicht aufstehen. Er pinkelt sich auch voll und so muss ich ihn häufig mit einem feuchten Tuch abreiben und heute morgen wasche ich ihn auch. Dabei bewegt er sich schon wieder etwas lebhafter um der Dusche zu entfliehen. 

Wenn ich dabei bin lassen sich die vier Hunde in Ruhe; Dina, Kenji und Johnny erkennen wohl, dass Yuri verletzt ist, Kenji ist Dina gegenüber souverän, nur Dina und Johnny müssen sich noch zusammenraufen. 

Am Vormittag sind dann Johnny und Dina im hinteren Bereich und Kenji lasse ich im Gartenbereich wo er sich mit all den anderen Hunden recht gut verträgt. Am Nachmittag kommt Rudy erneut vorbei. Er möchte sich so rasch wie möglich nützlich machen und sammelt Kot ein und danach waschen wir gemeinsam zuerst Asa, dann Nura und auch Zhenya. Anschließend füttern wir gemeinsam die Hunde. Rudy hat vor morgen Nachmittag wiederzukommen. 

Wie zu erwarten gewesen ist Iang nun nach einer Woche Behandlung lebendiger. Sie läuft nun häufiger herum und scheint sich besser zu fühlen. Zusätzlich zur abendlichen Fütterung gebe ich ihr und Ivy nun morgens Reisfutter; beide sind ja nicht gerade die Kräftigsten. 

Kenji, Johnny und Dina bleiben abends draußen. Dina und Johnny hatte ich nachmittags in den hinteren Bereich verbannt und Kenji lag vor der Küche. Wenn es keine Probleme gibt, will ich die drei auch draußen lassen. Es stellt ein gewisses Risiko mit Johnny und Kenji dar, aber je länger sie sich im Haus aufhalten dürfen, desto schwieriger wird es sein, sie wieder draußen anzusiedeln. Schließlich will ich wenn möglich keine Hunde im Haus haben. Yuri liegt weiterhin bei mir im Büroraum.

Samstag, 18. Februar 2017

Yuri geht es erneut etwas besser. Er kann sich nun schon ein wenig auf seinen Vorderläufen aufrichten und frisst mit Appetit das Fleisch was ich ihm reiche. Später dann frisst er sogar selbständig Trockenfutter aus einem Napf. 

Yuri hat die Nacht zusammen mit Dina verbracht. Ich bringe sie später in den hinteren Bereich. Dort hatte sie ja schon eine Zeitlang verbracht und die Hunde kennen sie. Die Wiedereingliederung scheint keine Probleme zu verursachen. 

Am frühen Nachmittag kommt Rudy vorbei. Er ist immer wieder eine längere Zeit in Pattaya und hat zwei Jahre lang bei Care for Dogs in Chiang Mai mitgeholfen. Rudy hat vor ab und zu vorbeizukommen um mir bei der Arbeit zu helfen. 

Am Nachmittag koche ich Hühnerfleisch für Yuri, das er mit Appetit frisst. Seine Tablette nimmt er auch. Yuri ist nun schon viel lebhafter und kann seinen Kopf gut bewegen. Aufstehen allerdings kann er noch nicht. Kenjis Wunde ist so gut wie verheilt und eine weitere Behandlung ist nicht mehr notwendig. Johnnys Schwellung ist verschwunden. Alex und Asa humpeln noch ein wenig und erhalten weiterhin einmal täglich Carprofen.

Freitag, 17. Februar 2017

Ich lasse Kenji und Johnny über Nacht wieder im Haus. Johnny ist schon fast wieder hergestellt und auch Kenji humpelt kaum noch. Ich schaue nach Yuri. Yuri hat sich die ganze Nacht nicht gerührt, hat jedoch offensichtlich keine Schmerzen. Ich füttere ihn mit Roastbeef, in das ich auch die Tabletten wickele. Yuri frisst mit Appetit. Selbst trinken allerdings kann er nicht, da er den Kopf nicht heben kann. So flöße ich ihm Wasser mit einer Pipette ein.

Am Vormittag erhalte ich Besuch von Derek und einem seiner Bekannten, der mir in freundlichem Ton empfiehlt die Hunde doch schnellstens zu entfernen, da sonst das Militär sie wegschaffen würde. Da dieser Mann weder autorisiert ist mir irgendwelche Vorgaben zu machen noch dazu völlig uninformiert über die gegenwärtige Situation ist, lasse ich ihn mit einigen freundlichen Worten stehen. 

Einige Minuten später kommt Rhonda, um nach Yuri zu sehen. Yuris Zustand hat sich leicht gebessert, er kann nun den Kopf heben und frisst Fleisch, das ich ihm gebe. 

Nachdem Rhonda gegangen ist, bade ich Asa. Sie humpelt immer noch leicht und ich gebe ihr weiterhin Carprofen. Um ihre Hautprobleme mache ich mir keine Sorgen. Ich denke, dass die nach einigen weiteren Bädern behoben sein werden. Alex humpelt auch noch leicht und erhält ebenfalls weiter Carprofen. Amy läuft wieder fast normal. 

Da Rocky mit seiner letzten Chemo dran ist und Ba Bät wieder Reis geliefert bekommen muss, fahre ich nach Baan Amphur. Ich versorge Ba Bät mit 30 kg Reis und fahre mit Rocky in die Silverlake Klinik. Nachdem ich ihn am Sala wieder abgeliefert habe, versorge ich die Tempel- und die Beachhunde und wir machen einen Strandgang. 

Anschließend fahre ich zum Anwesen des Norwegers, der Danny und Dina adoptiert hat. Der Norweger wird erst Ende des Jahres zurückkommen und seine Frau wird mit Danny und Dina nicht fertig. Ich handele mit der Frau aus, nur Dina zurückzunehmen. Dina ist sehr lebhaft und dominant und Danny ist eher ein verträglicher Vertreter. Er kann zunächst mal bleiben. 

Auf dem Weg nach Hause liefere ich bei Wan Song 40 kg Trockenfutter ab. Ich bade Dina und nehme sie zunächst einmal mit ins Haus. 

Mit Dr. Kwanchai hatte ich vereinbart ihm den kleinen Yuri abends in der South Pattaya Klinik vorzustellen. Ich möchte wissen, wie er dessen Heilungschancen einschätzt und ob die Medikamente, die ich in der NPW Klinik erhalten habe, die richtigen sind. Zu meiner großen Erleichterung erklärt mir Dr. Kwanchai, dass er eine volle Wiederherstellung von Yuris Bewegungsabläufen nach zwei Wochen erwarte. Ich bekomme ein anderes Medikament für Yuri mit.

Donnerstag, 16. Februar 2017

Ich bin heute Morgen um acht Uhr an der Tantrarak Schule um Ann zu treffen. Auf der gegenüberliegenden Seite des Parkplatzes am Rande des Buschbereichs sehe ich den Stand an dem gebratenes Hühnerfleisch verkauft wird. Daneben entdecke ich den Hund, den Ann mir beschrieben hat. Er hat keine signifikanten Wunden und ist auch relativ wohlgenährt. Während ich ihm Hähnchenfleisch gebe, kommt Ann herüber. Ich erkläre ihr, dass der Hund keiner Behandlung bedürfe und frage sie, ob sie stattdessen die Sterilisation für die zutrauliche Hündin übernehmen wolle. Ann sagt das zu und wir gehen rüber zu den Hunden im Busch. 

Dort treffen wir alle Hunde, die ich gestern schon gesehen hatte. Ich impfe den Welpen und schnappe mir die zutrauliche Hündin und verstaue sie in die mitgebrachte Box. Den Hund mit dem verkrüppelten Vorderlauf entdecke ich ebenfalls. Er lässt sich von mir die Klauen schneiden. Ich verabschiede mich von Ann und fahre Zaina, so nenne ich die Hündin, in die South Pattaya Klinik. 

Wieder zu Hause arbeitet Gai bereits im Garten. Die Schwellung an Johnnys Kehle ist schon ein wenig zurückgegangen. Ich verabreiche ihm die erste der vier Chlorpheniramine Tabletten.  

Rhonda ruft mich an, dass der kleine Yuri, einer der beiden Welpen, die ich vor einigen Tagen geimpft hatte, angefahren worden ist. Ich fahre zum Wong Amat. Yuri hat keine äußeren Verletzungen, aber kann nicht aufstehen, da seine Beine ihm den Dienst versagen. Ich fahre mit ihm in die NPW Klinik, wo Yuri eingehend untersucht wird. Eine genaue Diagnose kann der behandelnde Tierarzt nicht stellen. Er vermutet eine Nervenschädigung im Rückgrat. Yuri erhält zwei Injektionen und ich bekomme Medikamente für eine Woche mit. 

Als ich mit Yuri durchs Tor trete, entbrennt eine üble Auseinandersetzung zwischen Kenji und Yaya. Die beiden sind sich ja seit einiger Zeit nicht grün und dieses Mal verbeißen sie sich regelrecht ineinander, sodass ich Mühe habe sie zu trennen. Nun humpelt Kenji auch genauso wie Amy, Asa und Alex, die sich jedoch auf dem Weg der Besserung befinden. Yaya hat eine Verletzung über dem rechten Auge davongetragen. 

Ich nehme Kenji ins Haus und bereite Yuri ein Lager im Vorratsraum. Er wird eine Woche lang von mir gepflegt werden. Rückgratverletzungen sind häufig irreversibel, aber da Yuri erst vier Monate alt ist, ist eine Wiederherstellung seiner Gesundheit nicht auszuschließen. Johnny war während meiner Abwesenheit im Haus; seine Kehlschwellung ist schon gut abgeklungen.

Mittwoch, 15. Februar 2017

Morgens schreibt mir Ann, eine belgische Residentin, deren Kinder in die Tantrarak Schule in Central Pattaya gehen. Dort sieht Ann morgens immer eine Anzahl von Hunden, die einen Stand am Rande des Schulparkplatzes umlagern, der gebratenes Hähnchenfleisch anbietet. Ann ist dort ein Hund aufgefallen, der mehrere Wunden aufweist. Sie möchte ihn gern behandeln lassen. Ich sage Ann zu, mir den Hund morgen anzuschauen. 

Am Vormittag nehme ich Kenji, Johnny und Amy an Bord. Kenji muss neu verpflastert werden, Amy zieht den rechten Hinterlauf nach und Johnny ist erneut gebissen worden, denn ich entdecke eine Schwellung an seiner Kehle. Bei Amy kann der Vet nichts finden und empfiehlt mir ihren Zustand weiter zu beobachten. Johnny erhält eine Injektion und Chlorpheniramine Tabletten für zwei Tage mit. 

Anschließend liefere ich bei Rani 35 Einheiten Kombiimpfstoffe ab und fahre dann zu Dina und Danny. Die beiden erhalten die dritte Kombiimpfung und eine zusätzliche Injektion gegen Tollwut. Beiden Hunden geht es gut; sie haben sich nun offenbar völlig in ihr neues Zuhause eingelebt. 

Ich fahre weiter, um nach Dam zu schauen. Ich finde ihn auch, aber nun nimmt er schon Reißaus wenn er mich von der Ferne aus sieht. Selbst ein gebratenes Hühnerteil, das ich ihm anbiete, schlägt er aus. Auf dem Markt dort sehe ich zwei sehr freundliche Hündinnen. Beide habe Fellprobleme. Eine von beiden hat offensichtlich Junge und die Marktfrauen führen mich zu ihnen. Es sind zwei weibliche Welpen. Ich werde sie bei meinem nächsten Besuch impfen. Die andere Hündin ist trächtig. Mit Ivermectin kann ich die Hündinnen momentan nicht behandeln, aber ich setze sie auf meine Liste und werde sie auch beizeiten sterilisieren lassen. 

Auf dem Weg nach Hause fahre ich an der Tantrarak Schule vorbei. Ich frage einen Wachmann dort wo sich die Hunde tagsüber aufhalten und er zeigt mir eine Stelle im Busch. Dort sehe ich einige Hunde, die sich am Rande eines Busparkplatzes eingerichtet haben. Es sind vier Rüden und zwei Hündinnen, eine davon mit einem Welpen. Zwei der Rüden sind zutraulich, der eine von ihnen hat einen stark verkrüppelten Vorderlauf, der andere eine kleine Wunde an seinem Rücken. Die Wunde ist nicht behandlungsbedürftig. Der Vorderlauf des anderen Hundes könnte allenfalls amputiert werden, aber ich halte das nicht für notwendig, da der Hund recht gut mit seiner Behinderung klar kommt. Eine der Hündinnen ist ebenfalls zutraulich und kann wohl recht einfach eingefangen werden. Der Welpe müsste geimpft werden. Seine Mutter ist sehr scheu und weicht mir aus.

Dienstag, 14. Februar 2017

Heute Vormittag bekommen wir wieder Besuch von der Pong Verwaltung. Mit dabei sind drei Soldaten. Wieder wird als Grund für die Verfügung Gebell und Hygiene angeführt. Ich führe die Soldaten durch das gesamte Gelände, das in tadellosem Zustand ist. Die Soldaten erkennen an, dass Hygiene kein Problem darstellt. Ich erkläre dem diensthabenden Offizier, dass wir seit Wochen ein geeignetes Stück Land suchen, dass wir aber Zeit benötigen, um etwas Passendes zu finden. Es scheint, dass die Soldaten das verstehen. Die Verwaltungsangestellte übergibt mir dann eine schriftliche Verfügung, die ich sogleich an meinen Anwalt weiterleite. Der erklärt mir, dass eine schriftliche Erwiderung auf die Verfügung erfolgen müsse. Ich bitte ihn sie für mich zu verfassen.
 
Am frühen Nachmittag fahre ich mit Som in die Gegend, in der ich mir gestern das Land angeschaut habe. Som spricht mit einem Anwohner, der Som an jemanden verweist, der Land verkaufen will. Ein Kontakt ist also hergestellt.

Montag, 13. Februar 2017

Während Gai den Garten macht, fahre ich mit Kenji, Alex und Asa in die NPW Klinik. Alex und Asa humpeln seit einigen Tagen und ich möchte wissen, ob etwas Ernstes vorliegt. Die Untersuchung ergibt jedoch nichts Besorgniserregendes. Ich solle beiden Hunden Carprofen für drei Tage verabreichen, um eine mögliche Entzündung zu bekämpfen. Bei Asa wird zudem noch ein Scrape Test durchgeführt, um Demodex auszuschließen, was der Fall ist. Asa solle weiterhin mit Malaseb gegen ihr Fellproblem behandelt werden. Kenji wird neu verpflastert. 

Am Nachmittag besuche ich Adrian, der ein Rehabilitationszentrum für Hunde in der Nähe des Reservoirs betreibt. Für das kommende Wochenende verabreden wir, dass er uns besucht. 

Später schaue ich noch nach Land und finde auch Grundstücke, die für unsere Zwecke geeignet sein könnten. Ich muss Som bitten sich das Land anzuschauen, um zu erfahren, ob es gekauft oder gepachtet werden kann. 

Kenji und Johnny sind tagsüber wieder draußen und auch Asa hat sich im großen Bereich eingerichtet. Nachmittags lasse ich ja immer das Gatter zwischen dem großen und dem hinteren Bereich offen stehen, sodass die Hunde ein- und ausgehen können. Einige Hunde nehmen das wahr, andere nicht. Iang ist immer noch recht schwächlich und schläft viel. Sie hat sich im hinteren Bereich ihre Plätzchen gesucht und scheint einigermaßen zufrieden zu sein. Ivy bleibt meistens in ihrer Nähe.

Sonntag, 12. Februar 2017

Gai kommt heute Morgen und ich fahre in die South Pattaya Klinik, um Suay abzuholen. Klaus nimmt sie in seinem Village in Empfang.

Am Nachmittag fahre ich mit Som und Joe und schaue mir einige Grundstücke an. Ein etwa vier Rai großes Stück Land in der Nähe von Baan Chang scheint am ehesten für unsere Zwecke geeignet. Es liegt inmitten von Ananas- und Tapiocafeldern, ist von der Straße durch einen Sandweg zu erreichen und hat am hinteren Ende einen Teich. Das Land verfügt über eine Strom- und Wasserversorgung. Allerdings steht es nur zum Verkauf, da es an eine Bank verpfändet ist. Morgen will Som sich noch ein weiteres Grundstück anschauen.

Kenji und Johnny sind nun tagsüber draußen und ich lasse sie heute Nachmittag auch mal allein mit den anderen Hunden im großen Bereich. Bei meiner Rückkehr ist alles in Ordnung, sodass ich die beiden auch über Nacht draußen lasse.

Samstag, 11. Februar 2017

Mittags fahre ich in die Stadt, um Suay abzuholen. Schon auf der Autobahn stecke ich im Stau und breche die Aktion ab. Es schadet nichts wenn Suay noch einen Tag länger in der Klinik bleibt. Am Nachmittag fahre ich mit Kenji wieder in die Klinik. Die NPW Klinik ist in der Dark Side gelegen und so kann ich das Chaos in der Stadt vermeiden.

Kenji und Johnny sind ja nachts immer bei mir im Haus. Wie das so ist mit Hunden, mit denen ich häufig zusammen bin, hat sich auch zwischen uns ein intensives Verhältnis entwickelt. Sogar Farang Kost steht bei ihnen nun oben auf dem Speiseplan. Wenn ich abends mein Käsebrot esse, sind sie immer dabei. Zuerst hat Johnny Geschmack daran gefunden und nun auch Kenji.

Freitag, 10. Februar 2017

Heute habe ich mal ein bisschen Zeit für mich freigeschaufelt und für einen längst fälligen Gang zum Zahnarzt genutzt. Anschließend gönne ich mir eine Stunde Fitness. Vor dem Gym sehe ich den Welpen, der seine beiden Geschwister überlebt hat. Ich habe Impfstoffe vorbereitet und schnappe mir die Kleine und impfe sie. Am Nachmittag bin ich wieder mit Kenji in der NPW Klinik. Die Wunde sieht gut aus, muss aber weiter versorgt werden.

Donnerstag, 9. Februar 2017

Morgens wasche ich Asa. Asa kennt mich ja schon ewig, aber war schon immer etwas störrisch, wenn ich sie aufheben wollte. So musste ich sie im Tempel auch erst mit einer Maulschlaufe versehen, bevor ich sie in die Box bekam. Hier nun ist sie etwas zugänglicher, da ich jetzt der Einzige bin, den sie kennt. So ist auch die Wäsche nicht extrem problematisch.  

Iang ist immer noch ziemlich lethargisch und steht kaum mal auf. Immerhin kann ich ihr die Medikamente verabreichen und darauf hoffen, dass diese bald ihre Wirkung entfalten. Ivy ist sehr lebendig und wird wie Iang auch von den anderen Hunden geduldet. Ich kann morgens das Gatter offen stehen lassen ohne Auseinandersetzungen befürchten zu müssen. Johnny kann ich nun ohne Aufsicht mit den Hunden allein lassen. Auch Kenji kommt draußen einigermaßen klar, zieht es jedoch vor im Haus zu liegen.

Nachdem Nut gekommen ist, fahre ich in das Village, in dem Klaus lebt. Klaus betreut dort eine Hündin, die vor drei Monaten Junge bekommen hatte. Glücklicherweise hatte das Management Verständnis und so konnte die Hündin namens Suay ihre Jungen in Ruhe aufziehen. Alle Welpen konnten dann auch vermittelt werden. Nun ist Suay soweit, sterilisiert zu werden. Wir bringen sie in eine Box und ich fahre mit ihr in die South Pattaya Klinik. Dort hole ich die Hündin vom Caribbean und Bopia ab, fahre zuerst zum Caribbean und bringe dann auch Bopia zu ihrer Besitzerin im Naklua Slum zurück. Em erhält die Monatsration Trockenfutter für die Slumhunde.

Anschließend liefere ich bei Wan Song Hunde- und Katzenfutter sowie Katzenstreu ab. Danach plane ich einen erneuten Versuch mit Dam, dem TVT Rüden. Yavuz allerdings teilt mir mit, dass er für eine Woche in Huahin sei. Ich fahre trotzdem, da ich mit Dam erneut Kontakt aufnehmen will und auch, um den Käfig, den ich in der Hausecke dort gelassen hatte, wieder abzuholen. Dam ist vor Ort, aber läuft davon als er mich sieht. Ich kaufe ihm gebratenes Hühnerfleisch und füttere ihn damit. Das Sedativum ist leider bei Yavuz und so muss ich mir erst wieder neues besorgen und dann versuchen Dam das mit dem Sedativum versetzte Hühnerfleisch schmackhaft zu machen. 

Im Haus füttere ich die Hunde, lade Kenji ein und fahre mit ihm in die Klinik. Auf dem Wege dorthin gebe ich der räudigen Hündin in der Nachbarschaft zwei mit Ivermectin versetzte Hühnerfleischstückchen und übergebe an Khun Jin am Mabprachan 7/11 Trockenfutter und Reis. Dabei lasse ich Kenji aus dem Käfig, damit er seine alte Umgebung mal wiedersieht. Selbstverständlich halte ich ihn an der Leine. Die Leute, die dort ihre Essensstände betreiben, freuen sich Kenji wiederzusehen. Einer der Wachleute vom Village nebenan teilt mir mit, dass er gesehen habe wie Kenji sich mit fünf Hunden angelegt hatte und er deswegen so übel zugerichtet wurde. Auf meine Frage, wer denn die Beisserei begonnen habe deutet er lachend auf Kenji.  

Kenji wird in der Klinik neu verpflastert und ich fahre mit ihm wieder nach Hause. Joe ruft mich an, dass die Unterbezirksverwaltung Nongprue wieder bei ihm war und dass sie sich dieses Mal über mich erkundigen wollten. Nongprue und Pong scheinen sich nun also kurzgeschlossen zu haben um mir den Garaus zu machen. Die Thai Nachbarschaft wird auch zunehmend feindlicher und all das macht meine Arbeit nicht eben leichter.

Mittwoch, 8. Februar 2017

Am frühen Nachmittag fahre ich zu Em, um die Hündin ihrer Nachbarin abzuholen. Mit Bobia fahre ich in die Soi Bongkot und treffe Yavuz. Wir versuchen Dam in die Hausecke zu lotsen, aber er entwischt uns immer wieder. Auch mit Einsatz des Netzes lässt er sich nicht einfangen. Deswegen besorge ich mir in der South Pattaya Klinik ein Sedativum. Ich verstaue Bobia in einen Käfig und schaue nach der Hündin aus dem Caribbean. Sie ist sterilisiert und scheint wohlauf zu sein, dennoch lasse sie noch eine weitere Nacht in der Klinik. 

Ich fahre in zurück in die Soi Bongkot und gebe Yavuz das Sedativum. Morgen soll er es ins Futter mischen, wenn wir die Aktion noch einmal angehen werden. 

Anschließend fahre ich in den Tempel und hole Rocky für seine Chemotherapiebehandlung ab. Nachdem ich ihn zurückgebracht habe, fülle ich die Futter- und Wasserbehälter auf und schnappe mir Asa. Asa will ich mit ins Haus nehmen, damit ich sie waschen kann. Nun hat sie sich auch noch den linken Vorderlauf verletzt, denn sie läuft auf drei Beinen. Sollte sich das nicht in einigen Tagen geben, lasse ich ihr Bein röntgen. Vielleicht ist es ja auch nur eine Sehnenentzündung wie bei Emma, die seit einigen Tagen wieder rund läuft. Ich quartiere Asa in den hinteren Bereich ein. Die Hunde dort sind ja eine gewisse Fluktuation gewohnt und so scheint es vorerst keine Probleme zu geben.

Dienstag, 7. Februar 2017

Mittags fahre ich in die Soi Bongkot, um mir einen Hund anzusehen, den ein neuseeländischer Tourist entdeckt hat. Der Rüde ist sehr scheu, ich kann jedoch mit ziemlicher Sicherheit feststellen, dass er an TVT leidet. An ein Einfangen des Hundes ist nicht zu denken, immerhin bekomme ich ihn soweit, dass er mir aus der Hand frisst. Ich vereinbare mit Yavuz, dem Touristen, den Hund morgen in eine Gebäudeecke zu bekommen, wo ich versuchen werde ihn mit einem Netz einzufangen. 

Anschließend fahre ich in das Caribbean, um die beiden Welpen dort zu impfen und zu versuchen, den Mutterhund in die Klinik zu bringen. Erfreulicherweise teilen mir die Wachleute mit, dass die Welpen ein Zuhause in Bangkok gefunden haben. Ein Wachmann nimmt die Hündin auf und ich bekomme sie problemlos in den Käfig. 

Nachdem ich die Hündin in der South Pattaya Klinik abgeliefert habe, fahre ich nach Hause und nehme Kenji an Bord. Die Prozedur in der NPW Klinik dauert nicht lange und so kann ich die Hunde dann noch im Hellen füttern und danach die letzte Gartensäuberung vornehmen.

Montag, 6. Februar 2017

Heute Morgen geht es mir schon wieder wesentlich besser. Ich kann meine morgendliche Arbeit wie gewohnt verrichten, während Gai den Garten macht. 

Iang und Ivy haben sich recht problemlos eingerichtet. Iang lässt sich von mir streicheln und sie nimmt auch die Medikamente an. Ivy kommt mit den großen Hunden gut klar. Ich lasse sie eine erste Bekanntschaft mit Johnny machen, der mir in den hinteren Bereich folgt. Kenji ist auch gern draußen, folgt mir aber immer ins Haus, wenn ich wieder rein gehe. Mittags nehme ich Ivy ins Haus und untersuche sie nach Zecken. Sie hat keine. Danach säubere ich ihr die Ohren und impfe sie. 

Am Nachmittag fahre ich mit Kenji und Johnny in die Klinik. Johnny hat immer noch eine Verdickung neben seiner Bisswunde, die nun vollkommen zugeheilt ist. Ich möchte wissen, ob die Schwellung mit der Zeit von selbst zurückgeht oder ob sie noch behandelt werden muss. Die behandelnde Veterinärin erklärt mir, dass die Verdickung Narbengewebe sei, das nach einer längeren Zeit von selbst verschwinden würde. Kenjis Wunde heilt weiter gut zu; er muss jedoch noch einige Tage weiter behandelt werden.

Sonntag, 5. Februar 2017

In der Nacht habe ich mal wieder einen meiner Totalzusammenbrüche. Ich habe mich zwar noch nie auf eine Dengue Fieber Infektion testen lassen, aber die Symptome sind immer dieselben. Innerhalb kurzer Zeit ist die ganze Energie weg, sämtliche Körperfunktionen sind außer Kontrolle und selbst Stehen geschweige denn Gehen ist nicht mehr möglich. Da ich solche einen Kollaps schon mehrfach erleiden durfte, macht er mir keine Sorgen mehr, da ich weiß, dass die Energie nach etwa 24 Stunden halbwegs wieder da ist. 

Ich bleibe deswegen auch im Bett während Gai den Garten macht und versorge die Hunde medizinisch mal ausnahmsweise am Nachmittag. Dies und die Fütterung kriege ich gerade noch geregelt, ansonsten geht nicht mehr viel. Die täglich Fahrt in die NPW Klinik muss auch ausfallen, da ich nur bedingt fahrtüchtig bin. Frühabends lege ich mich wieder hin, um für morgen wieder fit zu sein.

Samstag, 4. Februar 2017

Mittags fahre ich in die Silverlake Klinik, hole Rocky ab und bringe ihn zurück zum Strand. Die nächste Chemo ist am kommenden Dienstag fällig. Asa muss ich dann auch mal bei Dr. Kwanchai vorstellen. Sie hat Fellprobpleme, die kommen und gehen. 

Nachdem ich die Hunde im Tempel versorgt habe, fahre ich in die South Pattaya Klinik. Iang leidet an Blutarmut und muss täglich behandelt werden. Deswegen muss ich sie ins Haus Mabprachan nehmen. Damit sie nicht so allein ist, fahre ich in die Soi Bongkot und sammele Ivy, ihren einzigen Welpen, ein. Ich bringe Iang und Ivy im hinteren Bereich unter. Die Hunde dort kommen mit Neuankömmlingen immer recht gut klar. Iang ist auch nicht mehr so scheu und so wird die Medikamentenvergabe kein Problem sein. Ivy ist ja auch mit mehreren Hunden groß geworden und hat ihre Mutter um sich einzugewöhnen.

Am Spätnachmittag fahre ich dann wieder mit Kenji in die NPW Klinik. Kenji spring mittlerweile schon auf Aufforderung auf die Ladefläche und geht von selbst in den Käfig. Auf dem Rückweg halte ich bei Hudiao. Sie liegt wie sonst auch immer allein und es scheint ihr gut zu gehen. Hudiao freut sich mich zu sehen und sobald ich Zeit habe, werde ich sie wieder für eine Waschung ins Haus nehmen.

Freitag, 3. Februar 2017

Rhonda kommt heute Vormittag und später auch Annie mit Lolly. Die beiden Frauen haben bei ihren Bekannten um Unterstützung für meine Arbeit geworben und dabei 230 kg Trockenfutter zusammenbekommen. Cindys Angestellte bringen mir dann noch weitere 60 kg vorbei. Zusammen mit den 300 kg die mir Manuela gespendet hat, komme ich damit schon fast über den ganzen Monat. 

Am Spätnachmittag fahre ich mit Kenji wieder in die NPW Klinik. Kenji geht nun schon ganz ordentlich an der Leine und verhält sich in der Klinik tadellos. Allerdings hat meine Hoffnung, dass er sich als Leithund etabliert einen Dämpfer erfahren. Nachdem Yaya seine Vorrangstellung anerkannt hat, wird nun Yobo aufmüpfig und stachelt damit einige weitere Hunde an. Das gefällt Kenji nicht und er verliert seine Souveränität. Als Folge davon lässt er sich auf Händel mit Zhenya und Toby ein. Zhenya ist in der Hierarchie ziemlich weit unten angesiedelt und Toby ebenfalls. Nachdem es ihnen jedoch gesundheitlich etwas besser geht, versuchen sie ihre Position zu verbessern. Das freut mich einerseits, anderseits gerät natürlich das etablierte Gefüge ein wenig in Unordnung. Kenji möchte sich wohl lieber aus allem heraushalten und zieht es vor sich mit Johnny im Haus aufzuhalten. Die beiden sind nun ganz dicke miteinander. 

Johnny allerdings zieht es aber auch nach draußen, da er dort gern mit den Hunden herumtollt. Solange ich im Garten zu tun habe muss ich mir um ihn auch keine Sorgen machen. Die Beisserei mit Felix scheint für beide vergessen zu sein. Möglicherweise mache ich mir unnötig Gedanken, lasse ihn aber im Haus, wenn ich unterwegs bin. 

Binda hat eine Bisswunde am linken Vorderlauf davongetragen, die sich entzündet hat. Ich verbinde die Wunde und gebe ihr Amoksiklav. Auch Toya und Mum haben leichte Bisswunden davongetragen, die aber nicht behandlungsbedürftig sind. Kleinere Beissereien sind offenbar unvermeidlich. Helfen würde da eigentlich nur eine großzügige Zusammenlegung von Hunden, die sich gut vertragen und die Einzelhaltung von den Hunden, die gern andere aufmischen. Das ist jedoch in meiner jetzigen Lage nicht machbar.

Donnerstag, 2. Februar 2017

Die TVT Hündin ist wieder mit der wöchentlichen Chemo dran. Ich fahre am Vormittag in die Soi Bongkot und mit Hilfe von Johny kann ich die Hündin auch einfangen. Es geht ihr allerdings nicht gut und so teilt mir Dr. Kwanchai mit, dass die Chemotherapiebehandlung nicht erfolgen kann. Ich lasse einen Bluttest machen. Morgen wird das Resultat vorliegen und dann wird Dr. Kwanchai entscheiden wie weiter zu verfahren ist. 

Die Hündin aus dem Slum ist gestern sterilisiert worden und so nehme ich sie wieder mit. Im Slum lasse ich sie heraus und spreche mit Em, die ja Nora und Nicky versorgt. Ich bitte Em mich zu informieren sobald eine neue Hündin im Slum auftaucht. Em erklärt mir, dass sich die Leute Hunde heranholen. Das ist natürlich nicht sehr ermutigend, da sie völlig verantwortungslos mit den Hunden umgehen. Em teilt mir mit, dass sie noch von einer weiteren Hündin im Slum weiß, die nicht sterilisiert ist. Darum werde ich mich in der kommenden Woche kümmern. 

Am Nachmittag liefere ich Reis und Trockenfutter bei Prajuab ab. Anschließend füttere ich die Hunde und fahre dann mit Kenji in die NPW Klinik. Kenji hat allmählich keine Lust mehr jeden Tag dieselbe Tour zu machen und ich auch nicht, aber ein paar Tage müssen wir das noch durchhalten. Die Tierärzte und die Helfer in der Klinik sind ganz lieb mit Kenji und das macht uns die Mühe leichter.

Mittwoch, 1. Februar 2017

Ich habe mittlerweile keine Bedenken mehr Kenji zusammen mit Johnny morgens herauszulassen, während ich mich an die Gartenarbeit mache. Während Johnny mit einigen Hunden herumtollt, streift Kenji durch den Garten und inspiziert auch den hinteren Bereich. Es kommt zu einer kleinen Auseinandersetzung zwischen ihm und Yaya, in die ich jedoch nicht eingreife. Yaya muss akzeptieren, dass von nun an Kenji die Leithundstelle eingenommen hat. Er ist mir sogar eine Hilfe indem er dazwischen geht, wenn sich zwei Hunde angehen. Natürlich ist die neue Rangordnung erstmal temporär, aber wenn Kenji dann wirklich unangefochten ist, wäre das für mich eine Erleichterung. Ich lasse ihn und auch Johnny aber zur Zeit noch nicht allein draußen. Das werde ich in den kommenden Tagen Schritt für Schritt in die Wege leiten. 

Mittags fahre ich am Mabprachan 7/11 vorbei, um nach Sally und der Hündin, die sich dort kürzlich eingefunden hat, zu sehen. Sally ist weiterhin nachtragend und weicht mir aus. Bei der anderen Hündin bin ich mir nun nicht mehr so sicher, dass sie trächtig ist. Sie ist sehr zutraulich und so werde ich sie am besten Mal zur Untersuchung in die Klinik bringen. 

Am Gym sehe ich den Mutterhund und dann auch den letzten Überlebenden ihrer drei Welpen. Der Welpe macht einen munteren Eindruck und scheint leben zu wollen. Ich finde ein paar Zecken an ihm, die ich entferne. 

Nach der spätnachmittäglichen Fütterung fahre ich mit Kenji und Johnny wieder zum täglichen Verbandswechsel. Kenjis Wunde heilt zu, aber die behandelnde Veterinärin empfiehlt ihn weiter täglich vorbei zu bringen. Auch die Verabreichung von Amoksiklav solle noch mindestens eine Woche lang fortgesetzt werden, da die Wunde sehr tief sei. Johnny brauche nun nicht mehr zum Verbandswechsel kommen. Ich solle die Wunde weiterhin mit Betadine behandeln und Amoksiklav absetzen.