Dienstag, 31. Januar 2017

Beppe ruft mich frühmorgens an, dass er einen vergifteten Hund hat. Ich teile ihm mit ihn in die South Pattaya Klinik zu bringen. 

Während der Gartenarbeit lasse ich Kenji und Johnny mit nach draußen. Kenji läuft nun frei herum wie Johnny auch. Bis auf Yaya und Big Boy sind auch alle Hunde mit Kenjis Erscheinen einverstanden. Yaya, der durch die anhaltende Behandlung seiner Hautprobleme wieder an Selbstbewusstsein gewonnen hat ist und der sich allmählich eine führende Stellung unter den Rüden eroberte, ist aber der einzige der wohl Kenji angehen könnte. Alle anderen Hunde erkennen ihn anscheinend als Alpha an. 

Bevor ich fahre, bringe ich Kenji und Johnny in die Küche zurück. Dann treffe ich Beppe, dem ich zwei Sack Trockefutter mitbringe. Beppe zeigt mir einige Hunde im Busch, die er versorgt und lädt mich danach in sein Haus ein, in dem er zehn Hunde und vier Katzen beherbergt. Der angefahrene Welpe ist wieder zurück aus der Klinik und erholt sich bei Freunden von Beppe, die am Busch hausen. 

Anschließend fahre ich zu Ba Bät, liefere Reis bei ihr ab und fahre dann weiter zu den Tempelhunden. Dort stelle ich fest, dass Rocky offenbar einen TVT Rückfall hat. Ich bringe ihn in die Silverlake Klinik. 

Mich hat ein Anruf von einer Anwohnerin im Talat Rung Roht in Naklua erreicht, dass dort in dem verlassenen Haus, in dem ich vor Jahren mal einige Monate Hunde untergebracht hatte, eine Hündin fünf Welpen hat. Zwei der Welpen sehe ich, die drei anderen verschwinden mit Mutter, Vater und einer weiteren Junghündin im Busch. Alle Hunde sind sehr scheu. Sie werden von der Anwohnerin und einer alten Frau, die ich dort antreffe, gefüttert. Die Hunde jedoch einzufangen wird sehr schwierig sein. Selbst wenn man sie blowdarted verschwinden sie auf Nimmerwiedersehen im Bush. Auf dem Talat treffe ich auch Mom, dem es gut geht. 

Ich gehe rüber in den Slum, wo ich nach den zwei Junghündinnen schauen will, die sterilisiert werden müssen. Zu meiner Verzweiflung sehe ich eine andere junge Hündin die trächtig ist. Diese Hündin hatte ich zuvor nicht bemerkt. Eine der anderen Hündinnen ist angeblich gestorben. Die Leute im Slum sind ein hoffnungsloses Volk. Hängen in ihrem Müll rum, fressen, quatschen, saufen und kümmern sich einen Dreck was um sie herum passiert. Die wissen genau, dass ich alle Hunde sterilisieren lasse, aber sie informieren mich nicht wenn eine neue Hündin dazugekommen ist. Ich lade also die noch hoffentlich nicht trächtige Hündin ein und bringe sie in die South Pattaya Klinik. Dem vergifteten Hund geht es besser. Dr. Kwanchai teilt mir mit, dass Beppe ihn wieder zurücknehmen kann.

Montag, 30. Januar 2017

Morgens entwischt mir Kenji zusammen mit Johnny durch die Küchentür. Ich bin natürlich hellwach, aber es passiert nichts. Einige Hunde bellen ihn immer noch an, aber Kenji ist vollkommen souverän und geht seiner Wege. Nach einer halben Stunde nehme ich ihn und Johnny wieder ins Haus. 

Rhonda vertritt mich über den Mittag, während ich mit Manuela zum Snoop Dog Food Store fahre. Manuela kauft für die Hunde 300 kg Trockenfutter und einige andere Kleinigkeiten. Als ich Manuela zu ihrem Hotel zurückbringe, fahre ich in einen Nagel und die Reifenreparatur kostet mich den halben Nachmittag. 

Am Spätnachmittag fahre ich mit Johnny und Kenji wieder zum Verbandswechsel in die NPW Klinik. Kenjis Wunde sieht nun schon viel besser aus und auch die Geschwulst an Johnnys Hals ist geschrumpft. Kenji läuft jetzt schon ganz selbstverständlich durch die Hunde und auch bei unserer Rückkehr in der Dunkelheit folgt er mir zusammen mit Johnny zum Haus und verschwindet ohne Aufforderung in der Küche.

Sonntag, 29. Januar 2017

Am Morgen ruft mich Beppe, der nette Italiener an und bittet mich um Hilfe. Er hat einen verletzten Welpen gefunden und möchte ihn behandeln lassen. Ich lasse ihn den Welpen in die South Pattaya Klinik bringen. 

Mittags kommt Josie und badet Kylie und Toby. Gemeinsam mit Josie versuchen wir Kenji an die Hunde draußen zu gewöhnen. Ich lege Kenji einen Harnes um und führe ihn an der Leine durch den Garten. Die Hunde sind natürlich neugierig, schnüffeln und bellen, aber Kenji lässt sich kaum beeindrucken. 

Am Spätnachmittag geht es wieder mit ihm und Johnny in die NPW Klinik zum Verbandwechsel. Anschließend hole ich die Hündin aus der South Pattaya Klinik, die Andrew für mich eingefangen hatte. Dr. Kwanchai zeigt mir den Welpen, den Beppe eingeliefert hat. Die Röntgenuntersuchung hat ergeben, dass keine Knochenbrüche vorliegen. Der Welpe macht auch schon wieder einen recht munteren Eindruck. Hoffentlich ist er mit ein paar Prellungen davongekommen. Ich bringe die sterilisierte Hündin zum Guesthouse in der Soi Bongkot zurück.  

Kenji kann ich nun schon an der Leine vom Tor aus zurück ins Haus führen, ohne dass es zu Zwischenfällen kommt. Von der Leine lassen möchte ich ihn allerdings nicht.

Samstag, 28. Januar 2017

Alphonse kommt am Morgen und wir treffen uns am späten Vormittag mit Alex, um Geschäftliches zu bereden. 

Anschließend fahre ich zum Mabprachan 7/11, um nach Sally zu schauen, die ich dort auch finde. Es scheint ihr gut zu gehen, aber sie ist nicht sehr freundlich zu mir. Ich sehe auf den Stufen des Geschäfts eine neue Hündin liegen. Eine der Frauen, die dort am Laden ihren Stand betreibt teilt mir mit, dass die Hündin sich erst kürzlich eingefunden habe und dass sie trächtig sei. Ein neues Problem wartet also auf mich. 

Am Nachmittag ist wieder der tägliche Verbandswechsel für Kenji und Johnny dran. Anschließend hole ich Mae, Rhondas Schützling, aus der South Pattaya Klinik und liefere sie bei Rhonda am Wong Amat ab.

Freitag, 27. Januar 2017

Am Vormittag fahre ich zu Klaus, der eine räudige Hündin betreut und bringe ihm flüssiges Ivermectin. Ich zeige Klaus wie das Ivermectin zu applizieren ist und wir hoffen, dass wir der Hündin Linderung verschaffen können, wenn Klaus sie einige Wochen lang behandelt. Auf dem Wege zu der Hündin halten wir an dem Platz, an dem Samlee zusammen mit Jakalen und Dodo lebt. Allen dreien geht es gut. Sie werden von Klaus und einer Anwohnerin versorgt. Die Anwohnerin zeigt mir eine weitere Hündin, die ich ebenfalls mit Ivermectin behandele. Kenny finden wir nicht, ich denke aber dass es ihm gut geht.

Mittags treffe ich mich mit Alphonse und Golf, um Geschäftliches zu besprechen. Am Nachmittag fahre ich mit Johnny und Kenji in die NPW Klinik zum täglichen Verbandswechsel. Kenji und Johnny kann ich nun beisammen lassen. Sie verstehen sich gut und sind ganz nett zueinander. Insbesondere Kenji macht mir viel Freude. Wenn ich ihn in die Klinik bringe geht er an der Leine und lässt sich auch von mir das morgendliche und abendliche Amoksiklav in den Schlund schieben. Da er auf Kommandos hört, vermute ich dass er eventuell ausgesetzt wurde. 

Am Spätnachmittag hole ich die TVT Hündin von der Soi Bonkot aus der South Pattaya Klinik. Johny empfängt sie und ich lerne auch Andrew kennen, der vor dem Guesthouse mit einer Hündin sitzt, die ich ebenfalls sterilisieren lassen wollte. Selbstverständlich lasse ich mir die gute Gelegenheit nicht entgehen und bringe die Hündin in die Klinik. Nun sind noch zwei Hündinnen um das Guesthouse herum nicht sterilisiert und ich hoffe mit Hilfe von Andrew und einer Anwohnerin auch diese beiden in die Klinik schaffen zu können. 

Am Abend fahre ich dann noch zu Wan Song und bringe ihr Trockenfutter für die Hunde und Katzenfutter. Gerhard schickt mir in der Nacht eine Email mit Fotos von Rani, die sich wohl mittlerweile gut eingelebt hat.

Donnerstag, 26. Januar 2017

Rhonda kommt heute Morgen und danach auch Annie, Rhondas Bekannte, die gelegentlich vorübergehend Hunde aufnimmt, die zur Adoption vorgesehen sind. 

Nachdem Nut gekommen ist, fahre ich mit Rhonda nach Wong Amat. Das Einfangen der Hündin gestaltet sich als einfach, da ein Taxifahrer sie in die Box bugsiert. Nachdem wir die Hündin in der South Pattaya Klinik abgeliefert haben, bringe ich Rhonda nach Hause. 

Danach fahre ich zum Mabprachan 7/11, um nach Kenji und Sally zu sehen. Sally sehe ich nicht, jedoch aber Suzy und Kenji. Kenjis Wunde sieht furchtbar aus und ich entschließe mich deswegen ihn sofort in die Klinik zu bringen. Überraschenderweise kann ich Kenji aufheben und ein aufmerksamer Ausländer hilft mir ihn in die Box zu schieben. Ich fahre mit Kenji in die NPW Klinik, die so gute Arbeit an Dae geleistet hat. Kenji wird sediert und eine Stunde lang verarztet. Die gesamte Prozedur lang ist er sehr kooperativ. Zu Hause nehme ich ihn in die Küche, da ich ihn erstmal nicht wieder auf die Straße entlassen möchte. Zudem muss ich mit ihm für die kommenden drei Tage in der Klinik zum Verbandwechsel erscheinen. 

Nachdem ich die Hunde gefüttert habe fahre ich erneut in die NPW Klinik, dieses Mal mit Emma und Johnny. Emma ist in den rechten Vorderlauf gebissen worden und humpelt seit einer Woche. Normalerweise verschwinden solche Verletzung von selbst, aber nun möchte ich wissen, ob etwas Ernsthaftes hinter der Verletzung steckt. Deswegen will ich Emma röntgen lassen. Johnnys Schwellung neben der Bisswunde hat sich vergrößert und verhärtet. Eine eingehende Untersuchung ist fällig. Das Ergebnis der Röntgenuntersuchung von Emmas Pfote ist ermutigend. Die Knochen sind heil geblieben und es wird nur eine leichte Sehnenentzündung festgestellt, die nicht weiter behandlungsbedürftig ist. Emma soll nur nicht so viel herumlaufen. Johnnys Schwellung wird geöffnet und ausgeräumt. Auch ihn soll ich wie Kenji die kommenden Tage zum Verbandswechsel wieder in die Klinik bringen.  

Kenji hat sich in der Küche erstklassig benommen und empfängt mich schwanzwedelnd. Johnny nimmt unter meinen Argusaugen Kontakt zu Kenji auf, der das auch freundlich zulässt. Ich gehe aber natürlich kein Risiko ein und nehme Johnny zu mir.

Mittwoch, 25. Januar 2017

Mittags hole ich Manuela ab und wir fahren zurück zum Haus. Manuela leitet eine Hundetagesstätte in Deutschland und hat viel Erfahrung mit Hunden unterschiedlicher Herkunft, die sich in einem Rudel zurechtfinden müssen. Sie erteilt mir etliche Ratschläge wie mit den Hunden stressfreier umzugehen sei. 

Am Spätnachmittag bringe ich Manuela zurück zu ihrem Hotel und fahre mit Johnny in die South Pattaya Klinik. Dort erhält Johnny eine Tollwutimpfung und ihm wird ein Microchip eingepflanzt. 

Nachdem ich Johnny zurückgebracht habe, fahre ich zu Kenji. Seine Wunde sieht immer noch schlimm aus, aber die Schwellung an seinem Hals ist fast verschwunden und die Schwellung auf seinem Nacken ist auch etwas zurückgegangen. Kenji verschmäht Würstchen und auch Hühnerbrust, aber ich kann ihm wieder Prednisilone in Kebab geben.

Dienstag, 24. Januar 2017

Mittags bekomme ich Besuch von Som und Mickey von Green Acres Animal Rescue in Wales. Mickey ist der Einladung von Joe und Som gefolgt und wird in Zukunft die Foundation unterstützen. 

Am Nachmittag besuche ich Jan und Suki, die in der Nähe vom Tempel wohnen und mich unterstützen. Danach fahre ich zum Tempel, erneuere Futter und Wasser. Asa hat sich offensichtlich den linken Vorderlauf verletzt, denn sie humpelt. Ich hoffe, dass sich das wieder von selbst erledigt. 

Auf dem Weg zurück zum Haus halte ich am Mabprachan 7/11, um nach Sally zu schauen. Sie ist wohlauf, aber Kenji hat sich wohl erneut gebissen und wieder Wunden und Schwellung davongetragen. Ich fahre nach Hause und hole Prednisilone und Amoksiklav. Kenji is sanft wie immer aber es dauert bis er schließlich das Prednisilone verpackt in Hähnchenfleisch zu sich nimmt. Das Amoksiklav verweigert er. Ich werde ihn erneut einige Tage behandeln müssen.

Montag, 23. Januar 2017

Heute Morgen finde ich wieder eine Bierflasche im Garten und eine zerschmetterte vor dem Tor. Ohne mein Zutun spricht Gai mit den neuen Thai Mietern auf dem Grundstück gegenüber dem Haus. Die reagieren aggressiv auf ihre Frage, ob sie gesehen haben wer die Flasche gegen das Tor geworfen hat. Somit ist also klar, wer dafür verantwortlich ist. Gai macht ein Foto und will, dass ich eine Anzeige mache. Ich halte das für zwecklos werde aber eine CCTV Kamera am Tor installieren um einen Beweis führen zu können.  

Rhonda kommt und so kann ich Johnny draußen lassen. Er ist ja gern mit den großen Hunden zusammen und wird mit jedem Tag selbständiger. Auf Felix allerdings haben wir immer noch ein Auge, obwohl der sich eigentlich nie aggressive verhält.

Am Nachmittag muss ich einen Baum entsorgen, den der große Regen niedergemacht hat und der nicht mehr anwachsen wollte. Anschließend fahre ich zu der räudigen Hündin und gebe ihr ein weiteres mit Ivermectin gespritztes Stück Hähnchenfleisch. Der Nachbar kommt vorbei und äußert sich erfreut über Erholung des Hundes. Er hatte die Hündin einem Veterinär vorgestellt und der meinte, er könne für den Hund nichts mehr tun. 

Am frühen Abend fahre ich in die South Pattaya Klinik und hole Sally ab. Die TVT Hündin lasse ich noch bis Freitag in der Klink. Sie wird dann die zweite Chemo erhalten. Sally ist froh wieder bei ihren Freunden am 7/11 zu sein. Ich sehe auch Suzy und Kenji, der schon wieder zerbissen ist. Er ist einfach unverbesserlich, aber zumindest hat er gutes Heilfleisch.

Sonntag, 22. Januar 2017

Nachdem Gai gekommen ist, fahre ich mit Yoshi in die South Pattaya Klinik, um ihn einäschern zu lassen. Dr. Kwanchai erklärt, dass die Ursachen für einen Anfall vielfältig sein können. Möglicherweise sei eine unerkannte Nieren- oder Leberfunktionsstörung für den Anfall verantwortlich gewesen. Ich schaue nach Sally und der TVT Hündin. Beide Hündinnen scheinen sich zu erholen. 

Am frühen Abend fahre ich zum Gym, um nach dem kranken Welpen zu schauen. Der Wachmann teilt mir mit, dass der Welpe gestorben sei. Die sogenannte Besitzerin ist auch zugegen und weist den Wachman an nicht weiter mit mir zu sprechen. Ich schaue nach dem Mutterhund und dem anderen Welpen und finde beide schließlich in der Dunkelheit. Um den Mutterhund hatte ich mir keine besonderen Sorgen gemacht und bin froh auch den Welpen gesund und munter anzutreffen. Wollen wir hoffen, dass der Parvo Alarm ein falscher war.

Samstag, 21. Januar 2017

Samstags kommt Gai nicht und überlässt mir die Arbeiten in Hof und Garten. Am Nachmittag fahre zum Mabprachan 7/11, um Sally in die Klinik zu bringen. Sally vertraut mir und ich schaffe sie ohne Probleme in die Box. In der South Pattaya Klinik sperre ich sie in einen Käfig und schaue nach der TVT Hündin von Johny. Dr. Kwanchai teilt mir mit, dass beide Operation gut verlaufen seien und dass die TVT Hündin wohl nach drei Chemotherapiebehandlungen geheilt sein wird. Da die Hündin nicht so leicht einzufangen ist, lasse ich sie bis zur zweiten Chemo in der Klinik. Für die dritte Chemo eine Woche darauf hoffe ich sie dann wieder einfangen zu können. 

Ich teile Dr. Kwanchai mit, dass ich Yoshi habe röntgen lassen und dass Arthrose in seinem Kniegelenk festgestellt wurde. Ich lasse mir ein Mittel dagegen mitgeben, das Dr. Kwanchai empfiehlt. Für Roshis Hunde lasse ich mir Doxycycline geben und für mich auch eine Dose. 

Dann fahre ich zu Roshi und gebe ihr das Medikament und dazu noch Bravecto für Hop und Daeng, die beide Zeckenbefall aufweisen. Anschließend gehe ich in die Jah Klinik, die direkt neben Roshis Village gelegen ist. Dr. Jah teilt mir mit, dass Noi den Welpen zu sich genommen hat. 

Zurück im Haus geht es Yoshi nicht gut. Er hat offensichtlich Schmerzen. Da er am Morgen bereits Carprofen erhalten hat will ich ihm kein weiteres Schmerzmittel mehr geben. Ich setze mich zu ihm. Nach etwa einer Stunde geht es ihm anscheinend besser und er schläft ein. Am späten Abend setzen die Schmerzen wieder ein. Ich nehme Yoshi zu mir ins Schlafzimmer und er legt sich neben mein Bett. Um halb drei wache ich von Geräuschen auf und sehe zu meiner Bestürzung, dass Yoshi einen Anfall hat. Ich fahre mit ihm in die NPW Klinik, die einen Nachtdienst anbietet. Als ich an der Klinik ankomme und Yoshi aus der Box nehmen will, stelle ich fest, dass er bereits gestorben ist. Ich fahre mit ihm wieder nach Hause und verpacke ihn.

Freitag, 20. Januar 2017

Rhonda kommt heute Vormittag und kümmert sich um die Hunde, während ich am Schreibtisch sitze. Johnny ist schon vorher mit mir draußen gewesen und nun auch mit Rhonda. Das Spielen mit den großen Hunden und das Buddeln im Sand gefällt ihm. Als Rhonda geht, kommt Johnny wieder zu mir ins Haus und schläft erschöpft neben meinem Schreibtisch ein.

Am Nachmittag kaufe ich drei Säcke Reis und zwei Sack Trockenfutter. Zwei Säcke Reis und einen Sack Trockenfutter liefere ich bei Ba Hom ab. Sie kümmert sich um zwei Hunde, die ich vor einigen Monaten habe sterilisieren lassen. Ba Hom wohnt bei mir in der Nachbarschaft,  ist sehr arm und hatte mich kürzlich gebeten ihr zu helfen. 

Anschließend fahre ich mit Johnny zur South Pattaya Klinik und lasse ihn zum zweiten Mal impfen. Dann bringe ich die nun sterilisierte läufige Hündin an ihren Platz zurück. Auf dem Wege zurück nach Hause treffe ich Khun Jin, die am Reservoir Hunde füttert und gebe ihr wie versprochen einen Sack Reis und einen Sack Trockenfutter.

Donnerstag, 19. Januar 2017

Mittags bade ich zuerst Toby und dann Hudiao. Anschließend bringe ich Hudiao an ihren Platz zurück. Sie ist froh wieder in ihrer gewohnten Umgebung zu sein. Nut ist mittlerweile gekommen und putzt das Haus. 

Am frühen Nachmittag bittet mich Nicky nach Hunden in ihrem Village zu sehen. Die Hunde sind durch ein Loch unter der Mauer hineingekommen und die Arbeiter bekommen sie angeblich nicht wieder heraus. Daher sollen die Hunde vergiftet werden. Ich fahre mit Yvonne, die mittlerweile gekommen ist, in das Village, kann jedoch keine Hunde finden. Das Loch muss einfach verschlossen werden und dann ist das Problem gelöst. 

Anschließend fahren wir zu einer Wellblechsiedlung, in der Bauarbeiter aus Myanmar hausen. Eine Hündin hatte dort acht Welpen, von denen allerdings nur drei überlebt haben. Die Mutter muss sterilisiert werden sobald die Welpen abgestillt sind. 

Johnny ist ja kein gewöhnlicher Straßenhund. Yvonne meint, dass er vom Aussehen her und seinem Verhalten einem Pitbull oder einer Pitbullmischung ähnelt. Sollte Johnny adoptiert werden, muss er auf jeden Fall in erfahrene Hände abgegeben werden. Yvonne bietet sich an, ihn bei ihrem nächsten Besuch zu sich zu nehmen. 

Vor meinem Fitness Studio leben zwei Hündinnen. Eine davon hatte kürzlich drei Welpen von denen nur noch zwei übrig sind. Da ich vorhabe die beiden Hündinnen sterilisieren zu lassen, frage ich im Fitness Studio nach, ob sich jemand dort an den Kosten beteiligen könne. Die Managerin ruft bei einer Frau an, die sich angeblich um die Hunde kümmert. Die „Besitzerin“ lehnt es ab, die Hunde sterilisieren zu lassen, will sie lieber ein Verhütungsmittel spritzen lassen.  

Als ich zu meinem Auto gehe spricht mich Noi an, die sich um die beiden Welpen kümmert. Einer der Welpen ist sehr schwach. Wir fahren in die nächstgelegene Klinik, wo der Welpe an einen Tropf gehängt wird. Die diensthabende Veterinärin will eine Parvo Infektion nicht ausschließen. Morgen werde ich erneut in die Klinik fahren, um zu sehen wie es dem Welpen geht.

Mittwoch, 18. Januar 2017

Um ein wenig mehr Platz für die Hunde im hinteren Bereich zu schaffen, bringe ich Kenny und Samlee am Vormittag wieder an ihre Plätze zurück. Kennys Doxycyline Kur ist beendet und Samlee kann schon fast wieder normal laufen. Klaus wird sich wieder um die beiden kümmern. 

Am frühen Nachmittag hole ich Rhonda vom Wong Amat ab und wir fahren in die Silverlake Klinik, wo wir Som und Dr. Kwanchai treffen. Der Foundation ist ein drei Rai großen Stück Land angeboten worden. Das Land ist einen Steinwurf von der Silverlake Klinik entfernt. Wir schauen uns das Grundstück an und Som versucht den Eigentümer zu sprechen. Bisher hatten wir nur mit dem gegenwärtigen Pächter Kontakt. Der Pächter hatte uns versichert, dass das Areal geeignet sei, Hunde aufzunehmen. Der Besitzer allerdings ist da anderer Meinung und so ist Hoffnung Land zu relativ günstigen Konditionen zu pachten, zerstoben. 

Mit Rhonda fahre ich in den Tempel. Rhonda war noch nie dort und so halten wir uns an der Vorhalle und am Sala etwas länger auf. Anschließend machen wir unseren Strandgang. Wie auch bei mir im Haus so sind alle Hunde im Tempel und am Strand sehr freundlich zu Rhonda. 

Nach dem Tempelbesuch fahren wir zum Haus in dem Danny und Dina nun leben. Ich impfe die beiden zum zweiten Mal. Beiden Welpen geht es gut. 

Anschließend fahren wir zurück zum Wong Amat, wo Rhonda sich um eine Hündin mit zwei Welpen kümmert. Auch die beiden werden geimpft. Immer wenn ich mehrere Stunden unterwegs bin, bin ich ein wenig in Sorge, ob im Haus alles in Ordnung ist. Bis auf den Umstand, dass ein kleiner Baum umgefallen ist, ist das heute auch der Fall.

Dienstag, 17. Januar 2017

Mittags fahre ich mit Toby zur North Pattaya Klinik, in der heute wieder die Hautspezialistin aus Bangkok praktiziert. Tobys Nieren- und Blutwerte sind normal. Es wird eine bakterielle Infektion festgestellt, dazu leidet Toby noch an Sarcoptic Räude. Cephalexin und Itraconazole werden ihm für einen Monat verordnet. Dazu hat er Samarin, ein leberunterstüzendes Mittel zu nehmen. Itraconazole längere Zeit genommen, kann die Leberfunktionen beeinträchtigen. 

Nachdem ich Toby zurückgebracht habe, fahre ich in die Soi Bongkot und treffe dort Johny, den Residenten, der die TVT Hündin entdeckt hatte. Mit etwas Geduld gelingt es mir die Hündin einzufangen. Bei der Gelegenheit entdecke ich drei weitere Hündinnen, die sterilisiert werden müssten. Eine davon in läufig. Deswegen nehme ich auch sie gleich mit. Ich liefere die Hunde in der South Pattaya Klinik ab, wo Dr. Kwanchai sie in Empfang nimmt. 

Anschließend fahre ich zu Roshi. Gemeinsam mit Jet an Bord fahren wir in die North Pattaya Klinik. Die Veterinärin erklärt Roshi wie sie die Behandlung für Jet fortsetzen muss und empfiehlt dazu noch eine Doxycycline Kur. 

Am Abend dann treffe ich mich mit Yvonne, Jörg, Josy, Ray und einigen anderen. Yvonne hat uns zum Essen eingeladen.

Montag, 16. Januar 2017

Rhonda kommt heute Morgen und vertritt mich während ich mit Yoshi und Johnny in North Pattaya Klinik fahre. Johnnys Wunde hat sich angeblich innerlich schon geschlossen und muss nun noch äußerlich zuwachsen. Yoshis Hinterlauf wird geröntgt. Es wird Arthrose am Kniegelenk festgestellt. Ich bekomme ein Nahrungsergänzungsmittel mit, das die Entzündung lindern soll. Weiterhin soll ich die Massage fortsetzen. Immerhin weiß ich nun woran ich bin.

Ein Resident aus der Soi Bongkot fragt mich, ob ich einer Hündin helfen könne. Er schickt mir ein Foto auf dem klar zu sehen ist, dass die Hündin an TVT leidet und ihr nur eine Operation helfen kann. Ich ringe dem Residenten das Versprechen ab einen Teil der Kosten zu tragen und frage Manuela, ob sie mir helfen könne. Manuela sagt spontan zu die Operationskosten zu tragen. Die Kosten für die Chemotherapie tragen dann der Resident und ich. 

Später informiert mich Roshi, dass einer der Hunde, für die sie sorgt offenbar an einer Ohrentzündung leidet. Ich verspreche den Hund morgen Nachmittag in der Nord Pattaya Klinik vorzustellen, nachdem ich die TVT Hündin in der South Pattaya Klinik abgeliefert habe. 

Später schaue ich noch nach der räudigen Hündin in meiner Nachbarschaft. Sie frisst wieder das mit Ivermectin präparierte Hähnchenfleisch ohne Probleme. Ich meine erkennen zu können, dass die Behandlung schon ein wenig Wirkung zeigt.

Sonntag, 15. Januar 2017

Marcus und ein Kameramann kommen am Vormittag und schießen Fotos und machen Video Aufnahmen für Hope for Strays. Die Hunde sind ja fremde Besucher gewohnt und gehen nach zehn Minuten ihren gewohnten Beschäftigungen nach, sodass ich mich bei den Aufnahmen völlig zurückhalten kann. Nach etwa einer Stunde fahre ich mit den beiden zu Joes und Soms Haus, wo der zweite Dreh stattfindet.

Gerhard ruft mich an und teilt mir mit, dass Rani sich nun wohl doch an ihr neues Zuhause gewöhnt hat. Sie habe Kontakt zu Gerhard und seiner Frau gefunden und sei zufrieden. 

Die Reha mit Yoshi gestaltet sich weiter als schwierig. Ich möchte wissen, ob mit einer Heilung seines Beines rechnen kann oder nicht. Deswegen werde ich Yoshi morgen röntgen lassen.

Samstag, 14. Januar 2017

Alfonse kommt mich heute Morgen besuchen und hilft mir bei der Gartenarbeit. Gemeinsam verarzten wir Johnny und ich versuche bei Yoshi ein wenig Reha. Die gestaltet sich jedoch als schwierig, da Yoshi sehr verspannt ist und Angst vor jeder Berührung seines operierten Hinterlaufes hat. Ich kann aber nach einer Weile sein stets angezogenes Bein ein wenig lockern und strecken. Trotz seines Widerwillens gegen die Behandlung muss ich sie aber mindestens zweimal täglich fortsetzen. Andernfalls befürchte ich, dass Yoshi sein Bein nie wieder gebrauchen kann. 

Johnnys Wunde ist zwar nicht entzündet, aber schließt sich kaum. Dessen ungeachtet ist Johnny sehr energetisch und anscheinend macht ihm die Verletzung nichts aus. Ich lasse ihn für eine Stunde hinaus und er spielt und rauft mit den großen Hunden. Nur in die Nähe von Felix lasse ich ihn nicht. Ich kann nicht ausschließen, dass Felix Johnny erneut angeht. 

Mittags fahre ich mit Alfonse zu Nicky, die einer Familie einige Kätzchen vermitteln möchte. Nicky und Alfonse haben fünf davon und zwei werden hoffentlich adoptiert werden. Ich bringe Alfonse mit den Kätzchen zu ihm nach Hause und treffe danach Manuela. Manuela leitet eine Tagesstätte für Hunde in Deutschland und bietet mir ihre Hilfe bei der Spendenakquirierung für Hope for Strays an. Wir werden uns in einigen Tagen erneut treffen, wenn Manuela uns besuchen kommt.

Freitag, 13. Januar 2017

Nachdem Gai mittags gegangen ist, kaufe ich Reis ein und liefere 30 kg an Prajuab. Dann fahre ich nach Baan Amphur und liefere weitere 30 kg bei Ba Bät ab. Ich säubere die Behälter in der Vorhalle und im Sala und fülle sie auf. Anschließend machen wir unseren Strandgang auf dem wir die drei Beachhunde treffen. Alle Hunde machen einen guten Eindruck. Anscheinend versucht sich ein neuer Rüde einzugliedern, er wird jedoch mehrmals verjagt. 

Auf meinem Weg zurück in die Stadt schaue ich nach Hunden im Caribbean. Sean aus Taiwan hatte mich gebeten nach ihnen zu sehen. Die kleine Familie ist komplett und liegt bei den Wachleuten am Eingang des Resorts. Der Mutterhund stillt die beiden weiblichen Welpen noch und deshalb muss mit ihrer Sterilisierung noch gewartet werden. Geimpft werden können die Welpen aber schon und das werde ich dann in der kommenden Woche machen. Anschließend schaue ich nach Jade und Jack, den beiden Schützlingen von Stefan. Auch sie machen einen guten Eindruck. 

Ich fahre weiter zur South Pattaya Klinik und hole Hudiao und Jule ab. Hudiao quartiere ich wieder in der Küche ein und Jule kommt zu Dana in den hinteren Bereich.

Donnerstag, 12. Januar 2017

Elvira ist über Nacht geblieben und hilft mir bei der morgendlichen Arbeit. Gai kommt und macht den Garten und auch Rhonda kommt am Vormittag. Wir versorgen Johnnys Wunde, die immer noch böse aussieht. Elvira und Rhonda waschen Hudiao. 

Am frühen Nachmittag kommt Nut. Elvira und ich fahren mit Hudiao und Jule in die South Pattaya Klinik, um sie sterilisieren zu lassen. Aus der Klinik nehmen wir Boonma, Dia und Daen. Ich setze Elvira in der Stadt ab und fahre zu Prajuab, der die drei sterilisierten Hunde in Empfang nimmt. 

Nachdem ich die Hunde am späten Nachmittag versorgt habe, fahre ich zu Wan Song und liefere bei ihr Trockenfutter für die Hunde und die Katzen ab. Anschließend fahre ich zu Som und händige ihr Doxycycline aus, das ich für sie bestellt hatte.

Mittwoch, 11. Januar 2017

Am frühen Vormittag fahre ich zu Prajuab und hole Dia, Daen und Boonma ab, um sie in die South Pattaya Klinik zur Sterilisation zu bringen. Dia und Daen sind vorläufig die letzten Hündinnen unter Prajuabs Obhut, die noch nicht sterilisiert worden sind. Boonma ist Cocos Schwester und erst kürzlich ausgesetzt worden. Coco ist ja von Rene und Heidi adoptiert worden. Obwohl ich die drei Hunde nicht kenne, gestaltet sich der Transport und die Unterbringung in der Klinik problemlos.

Ksenia und Zaya sind sich nicht sicher, ob sie die Kosten für die Behandlung der Parvo Hunde tragen wollen. Ohne dass die Hunde behandelt werden, wird Dr. Kwanchai sie nicht in der Klinik behalten wollen. Ich schlage deshalb Ksenia und Zaya vor, mich an den Behandlungskosten zu beteiligen und es scheint daraufhin zwischen ihnen und Dr. Kwanchai zu einem Einverständnis gekommen zu sein.

Mittags fahre ich mit Johnny in die North Pattaya Klinik. Die Wunde wird gereinigt und verbunden. In den kommenden Tagen muss ich das dann weiter machen. Johnny muss außerdem fünf Tage lang Amoksiklav bekommen. 

Yoshi macht mir auch zunehmend Sorgen. Wenn ich seinen operierten Hinterlauf bewege, schmerzt es ihn. Die Muskeln sind so gut wie verschwunden, da Yoshi sein Bein nicht belastet. Außerdem finde ich Blut in seinem Kot. Über Nacht nehme ich ihn ins Haus. Auch Hudiao ist im Haus sowie Johnny.

Dienstag, 10. Januar 2017

Es hat die ganze Nacht bis in den späten Vormittag hinein ausgiebig geregnet mit dem Ergebnis, dass der Garten bis zum Mittag unter Wasser steht. Die Hunde haben sich alle ein trockenes Plätzchen gesucht und keiner von ihnen ist zu Schaden gekommen. 

Vor einigen Tagen hat mich Ksenia darüber informiert, dass sie einen Mutterhund mit ihren beiden Welpen aus Phutaluang holen will. Die Hündin hatte ihre Jungen in einem Resort, in dem Ksenia arbeitet, bekommen und Ksenia hatte sich um die Hunde kümmern können. Zwei der ursprünglich vier Welpen konnte sie vermitteln, aber dann ist die Hündin mit den verbliebenen zwei Welpen ohne Ksenias Wissen abgeholt und nach Phutaluang verbracht worden. 

Ksenia hatte mich gebeten einen vorübergehenden Platz für die Hunde zu finden und ich hatte ihr erklärt, dass Hunde aus Phutaluang in Quarantäne genommen werden müssten, da in dem Lager Staupe und Parvo virulent ist. Ksenia hatte dem zugestimmt und ich hatte mit Dr. Kwanchai vereinbart die Hunde in der Silverlake Klinik zu isolieren. Die Umsiedelung war dann für heute Vormittag terminiert. 

Da aber Dr. Kwanchai bis zum Mittag in der South Pattaya Klinik ist, fahre ich in die Silverlake Klinik, um Ksenia mit den Hunden entgegenzunehmen. Als ich dort ankomme, ist Ksenia mit ihrer Freundin Zaya schon da und sie haben neben den drei Hunden noch eine junge, halbtote Katze mitgebracht. Ich sperre die Hunde in einen Kennel, der weit genug von Kennels ist, in denen andere Hunde liegen, und die Katze in einen Nebenraum der Klinik. Gerade als die beiden Frauen gefahren sind, kommt Dr. Kwanchai und ich informiere ihn über Neuzugänge. 

Auf dem Rückweg zum Haus hole ich Elvira ab. Beim Best treffen wir auf Rudi. Seine Geschwulst bildet sich offenbar allmählich zurück. Anschließend fahren wir zum 7/11 am Chaloem Phrakiat und nehmen Hudiao auf. Zu Hause wird sie erstmal gebadet. Hudiao hat am ganzen Körper kleinere Unebenheiten, die wohl mit einigen Waschungen behoben werden können.

Am späten Nachmittag ruft mich Som an und teilt mir mit, dass die Gemeinde auch bei ihr war und sie aufgefordert hat, die Hunde im Haus innerhalb von zwei Wochen zu entfernen. Aber auch ihr wurde keine schriftliche Verfügung ausgehändigt. Ich stelle für sie den Kontakt zu meinem Anwalt her.

Dr. Kwanchai teilt mir mit, dass die kleine Katze bereits gestorben sei und dass alle drei Hunde mit dem Parvovirus infiziert sind. Ich informiere Ksenia darüber. Sie und Zaya wollen sich bis morgen überlegen, ob sie die Hunde behandeln wollen. 

Johnnys Wunde ist ziemlich tief und zeigt keine Besserung. Ich werde ihn wohl morgen wieder in die North Pattaya Klinik bringen müssen.

Montag, 9. Januar 2017

Mir ist das Futter ausgegangen und so muss ich erstmal morgens 120 kg Trockenfutter kaufen. Josie kommt mittags und wir baden Kylie, Zhenya, Nura, Lina, Mom, Tommy und Yaya. Dana und Jule finden sich einigermaßen im hinteren Bereich zurecht. 

Morgens, während ich im Garten arbeite, öffne ich immer das Gatter zum vorderen Bereich, sodass die Hunde sich nicht so eingesperrt fühlen. Allerdings nehmen das normalerweise nur Yana, Yota, Nadia, Samlee, Rocco, Kenny und nun auch Dana und Jule wahr. Dana hat sich ein wenig mehr in die Meute eingefügt, aber nun fängt Jule an sich unbeliebt zu machen. Deswegen verbanne ich sie schnell wieder in den hinteren Bereich bevor etwas Unangenehmes passiert. 

Felix scheint Johnny garnicht zu mögen und stürzt sich wieder auf ihn. Ich bin jedoch ganz in der Nähe und kann das Schlimmste verhindern und Felix bekommt von mir einen kräftigen Einlauf. Leider habe ich nicht verhindern können, dass Johnny eine klaffende Wunde davongetragen hat. 

Zur spät nachmittäglichen Fütterung verschließe ich das Gatter wieder. Dana und Jule müssen sich bis auf Weiteres dort einfügen. Mit ihnen ist dann auch die Aufnahmekapazität im hinteren Bereich erreicht.

Sonntag, 8. Januar 2017

Während Gai den Garten macht, lasse ich Dana, Jule und Johnny hinaus und habe ein Auge auf sie. Dana ist ja ein wenig schwierig und macht sich nicht viele Freunde, Johnny ist allseits akzeptiert, geht aber schon mal im Gewühl unter und ich muss ihn zuweilen etwas schützen. Erstaunlicherweise bewegt sich Jule, die ja im Tempel einen verängstigten Eindruck gemacht hatte, recht selbstbewusst als sich etliche Hunde um sie scharen, um sie zu beschnuppern. Sie läuft bald durch das gesamte Gelände und ich muss nur die üblichen Verdächtigen schon mal ermahnen, ihre Kläfferei herunterzufahren.

Mittags sperre ich alle Hunde, die in den hinteren Bereich gehören einschließlich Dana und Jule dort hinein und Johnny ins Haus. Dann schnappe ich mir Nina und fahre mit ihr zu einem Augen-check-up in die North Pattaya Klinik. Der Augenveterinär erklärt mir, dass es am Besten sei erstmal garnichts zu machen. Für den Fall, dass Nina Juckbeschwerden bekommen sollte, schreibt er mir Augentropfen auf.

Am frühen Nachmittag kommt Marcus, um sich Haus und Gelände für das kommende Videoshooting anzusehen. Anschließend fahre ich mit ihm zu Joe und Som. Dort besprechen wir den Ablauf des Shootings.

Am späten Nachmittag fahre ich mit Alfonse zu Rita und Ernest, um den Kühlschrank abzuholen. Khun Tog folgt uns mit seinem Pick-up. Der Kühlschrank ist ein ziemlicher Brocken und so bekommen wir ihn mit vier Mann gerade mal so auf die Ladefläche. Als wir ihn schließlich bei uns in der Küche haben, sind wir erleichtert. Ich bringe Alfonse zurück nach Hause und füttere die Hunde. Dana und Jule scheinen sich im hinteren Bereich zurechtzufinden und so lasse ich sie über Nacht dort. Johnny schläft bei mir.

Samstag, 7. Januar 2017

Jule hat sich während der Nacht tadellos verhalten und auch Dana verhält sich ihr gegenüber recht ordentlich. Jule hat nun Vertrauen zu mir gefasst und kommt auch schon mal zu mir ins Büro. Sie scheint sich bei uns wohl zu fühlen. Als ich Zhenya in die Küche hole, um ihn separat zu füttern, geht sie ihn schon zusammen mit Dana und Johnny an. Das Haus ist nun das Revier der drei. Das wird sich aber bald ändern. Dana und Jule muss ich dann versuchen in den hinteren Bereich einzugliedern, vielleicht auch schon Johnny zusammen mit den beiden.

Freitag, 6. Januar 2017

Rhonda kommt am Morgen und bleibt bis Elvira und ich mit Rudi und Dana zum Best Supermarket fahren. Rudi wurde zum Problem wie bei seinen vorigen Besuchen auch schon. Die ersten Tage benimmt er sich tadellos, aber dann versucht er sich als Boss aufzuspielen und das lassen sich nicht alle Hunde gefallen. Rudis Behandlung wäre in drei Tagen komplett. Ich muss sie nun vor Ort beenden. 

Dana haben wir mitgenommen in der Hoffnung, dass sie uns beim Einfangen von Jule helfen könnte. Zunächst aber fahren wir zu Gerhard, der Probleme mit Rani hat. Rani sei sehr ängstlich und verkrieche sich. Sie versuche auch sich durch die Umzäunung zu zwängen. Als wir eintreffen ist Rani außer sich vor Freude. Nach einer Weile versuche den Kontakt zwischen ihr und Gerhard zu verbessern. Wir lassen sie auch vor das Haus, wo sie sich ordentlich austobt. Ans Weglaufen denkt sie nicht. Ich gehe zweimal für einige Minuten aus dem Haus und lasse sie mit Gerhard allein. Beim zweiten Mal ist sie schon ruhiger und als wir dann endlich gehen, scheint es ihr in ihrer neuen Umgebung besser zu gehen.

Anschließend fahren wir zu Virdals Haus. Danny und Dina sind dort offensichtlich gut angekommen. Erst nachdem ich sie mehrere Male anspreche, erinnern sie sich an mich. Aber nur Dina scheint sich richtig zu freuen mich zu sehen, Danny hat mich wohl schon vergessen. In einer Woche werde ich die beiden für die zweite Impfung abholen.

Wir fahren weiter zum Tempel. Roscoe, den wir für die dritte Chemo in die Silverlake Klinik bringen müssen ist anwesend wie alle anderen Hunde auch. Jule allerdings sehen wir nicht. Ich lasse Elvira im Tempel und fahre zu Rita und Ernest, die mir einen Kühlschrank vermachen möchten. Der ist allerdings ein größeres Teil, das ich mir erstmal anschauen möchte, damit ich weiß wie ich ihn transportieren kann. In meinen kleinen Pick-up geht er nicht rein.

Elvira hat den ganzen Strand abgesucht, konnte Jule aber nicht entdecken. Ich suche nun den gesamten Tempelbereich ab. Dabei stoße ich auf Rob und Jay, die sich um einen Mutterhund mit vier etwa drei Monate alten Welpen kümmern. Ich sehe sogleich, dass die Hündin an TVT leidet und Rob teilt mir mit, dass sie bereits mehrere Chemotherapiebehandlungen hinter sich hat. Der Tumor allerdings ist immer noch gewaltig, da er nicht operiert wurde. Deshalb schlage ich Rob vor die Hündin Dr. Kwanchai vorzustellen. 

Danach setze ich meine Suche nach Jule fort und finde sie schließlich an der Tempelmauer. Sie läuft allerdings vor mir fort als die Vorhallenhunde angestürmt kommen. Glücklicherweise treiben sie Jule in eine Ecke in der sie sich mir ergibt. Wir verfrachten sie in eine Box, fahren zum Sala, laden Roscoe ein und dann fahren wir mit Rob, Jay und der TVT Hündin im Schlepptau in die Silverlake Klinik. 

Dr. Kwanchai teilt uns mit, dass er für einige Tage in Khon Kaen zu tun hat und so nehmen Rob und Jay die Hündin erstmal wieder mit. Roscoe erhält seine dritte und vorerst letzte Chemo. Dann bringen wir ihn an den Strand zurück. Anschließend holen wir Dana und Jule von der Klinik ab und ich setze Elvira in der Stadt ab. 

Zurück im Haus entlasse ich Dana und Jule in die Küche, wo uns Johnny schon sehnsüchtig erwartet. Im Gegensatz zu ihrem Verhalten im Tempel ist Jule nun sehr zugänglich. Dana zickt zwar mit ihr herum, aber das scheint sie gewohnt zu sein, denn es stört sie nicht sonderlich. Auch Johnny meint schon sein Hausrecht gegenüber Jule herauskehren zu müssen. Deshalb lasse ich Jule die erste Nacht für sie allein in einem Raum schlafen.

Donnerstag, 5. Januar 2017

Heute Morgen hat mal wieder jemand eine Glasflasche über die Mauer geworfen und die Hunde spielen mit den Scherben. Dass sich dabei noch nie ein Hund verletzt hat ist ein Wunder. Dana kann nur im Haus gehalten werden. Sie meint eine Sonderstellung einnehmen zu können und legt sich draußen mit verschiedenen Hunden an. Sie weiß noch nicht wie böse das für sie ausgehen kann, wenn sich mal zehn Hunde auf sie stürzen. Morgen wollen wir sie mal mit in den Tempel nehmen, um mit ihrer Hilfe zu versuchen Jule einzufangen. Roscoe ist dann auch wieder mit seiner Chemo dran.

Mittags bekomme ich Impfstoffe geliefert und bringe 50 Einheiten davon zu Joe. Anschließend fahre ich zu der räudigen Hündin, die ich bei mir in der Nachbarschaft entdeckt habe. Sie haust in einem verlassenen Haus mit einigen anderen Hunden, die recht gut aussehen. Graham, ein Anwohner des verlassenen Hauses teilt mir mit, dass die Hunde von einem anderen Engländer gefüttert werden. Ich gebe der Hündin Ivermectin injiziert in Hühnchenfleisch. Die Räude sieht nach Sarcopitc aus und somit ist die Behandlungsperspektive recht gut, obwohl die Hündin schon recht betagt ist. Einen weiteren Hund habe ich in der Nachbarschaft entdeckt, der voller Zecken ist. Ich gebe ihm Bravecto.

Am frühen Abend fahren Elvira und ich mit Yoshi in die South Pattaya Klinik. Dr. Kwanchai untersucht Yoshi und zieht die Fäden. Yoshi muss mit einer Gesundungsphase von noch mehreren Wochen rechnen, aber ich bin zuversichtlich, dass er schließlich seinen Hinterlauf wieder voll belasten kann.

Mittwoch, 4. Januar 2017

Gai kommt heute Morgen und auch Rhonda. Elvira hat bei uns übernachtet und hilft bei allen anfallenden Arbeiten. Rhonda untersucht wie stets die Hunde nach versteckten Wunden oder Parasitenbefall. Rocco weist einige Zecken auf und bekommt Bravecto. Im hinteren Bereich scheinen Zecken überlebt zu haben. Ich hatte schon zuvor einige bei Nura und bei Lina gefunden. Beiden hatte ich Bravecto gegeben. 

Bei Yoshi, der noch immer schwer hinkt, entdeckt Rhonda Parasiten, die ich zuvor noch nicht gesehen habe. Am Nachmittag bade ich deshalb Yoshi. 

Danach liefere ich bei Em 15 kg Trockenfutter ab und schaue im Slum nach Nora und Nicky. Beiden Hunden geht es gut soweit es das Slumleben erlaubt. Ich sehe zwei weibliche Junghunde, die etwa fünf Monate alt sind. Sie kommen auf meine Sterilisationsliste. 

Darauf stehen momentan auch Hudiao, die einohrige Hündin am Chaloem Phrakiat 7/11, die ich vermutlich selbst aufnehmen kann; zwei Hündinnen an meinem Fitness Studio, die der dortige Wachmann wohl einfangen kann, zumindest sagte er es mir; Sally vom Mabprachan 7/11, die hoffentlich mit mir gehen wird; sowie zwei von Prajuabs Hündinnen. 

Ich habe auch eine räudige Hündin wiedergefunden, der ich schon mal in ein Hühnchenteil mit  Ivermectin verabreicht hatte. Sie ist immer noch schwer räudig, aber nun da ich weiß, wo sie sich gewöhnlich aufhält, kann ich sie wohl weiter behandeln.

Dienstag, 3. Januar 2017

Morgens kommt Josie mit Khun Tug, der die Grasflächen trimmt. Gai säubert Hof und Garten und ich bade mit Josie Kylie, Toby und Rudi.

Mittags hole ich Elvira ab, die nach den Hunden schaut, während ich in die Stadt muss, um Besorgungen zu erledigen. Anschließend kaufe ich Trockenfutter für die Hunde im Haus und für Prajuabs Hunde ein. Danach liefere ich an Prajuab wie jeden Monat 100 kg Trockenfutter und 60 kg Reis.

Montag, 2. Januar 2017

Bei der nächtlichen Fütterung ist Johnny ohne mein Wissen durch den Zaun, der das Geisterhäuschen umgibt, geschlüpft und von Felix schwer attackiert worden. Für Johnny war das ein echter Schock und er schrie noch eine ganze Weile in meinen Armen. Johnny hatte ja bisher nur gute Erfahrungen mit den Hunden gemacht, aber mit Felix, der selten aus dem Geisterhäuschenbereich herauskommt, hatte er noch keine Bekanntschaft gemacht und die erste war dann für Johnny nicht sehr erfreulich. Auf den ersten Blick war die Begegnung auch relativ glimpflich verlaufen, aber am Morgen sah ich dann, dass Johnny eine Bisswunde an der Kehle hat.

Außer, dass ich bis zwei Uhr morgens von zwei Seiten mit Thai Musik bombardiert wurde, war die Nacht relativ stressfrei, da Feuerwerkerei verboten worden war. Dana, Rani und Johnny waren im Haus. Ich bin schon früh raus, reinige die Wohnung und fange dann mit der Gartenarbeit an, bis Gai mich ablöst. Dana und Rani sind dabei draußen. Johnny ist nicht so lebendig wie sonst und deswegen lasse ich ihn im Haus. Einigen Hunden gebe ich wie jeden Morgen ihre Reisportion und verteile danach die notwendigen Medikamente. 

Mittags muss ich Dana und Rani hineinnehmen, da sie sich vor die Küchentür gelegt haben und von einigen Hunden ständig angebellt werden. An Johnnys Kehle bildet sich eine Geschwulst, die ich behandeln lassen muss. Ich fahre mit ihm in die North Pattaya Klinik. Seine Kehle wird dort untersucht und ich bekomme etliche Medikamente für die Behandlung mit. 

Am frühen Nachmittag fahre ich zu Joe und Som, um ein Meeting mit Marcus für ein Video shooting vorzubereiten. Som erhält währenddessen die Mitteilung, dass am Futterladen in der Chaiyapornvithee ein Hund im Sterben liegt. Wir fahren gemeinsam dorthin, müssen aber feststellen, dass der Hund bereits verendet ist. Ich nehme ihn in die NPW Klinik zur Einäscherung. 

Ich fahre weiter zum Best Supermarket, um nach Rudi zu schauen. Den treffe ich auch an. Ich hatte an ihm vor einigen Tagen eine Geschwulst an seiner Flanke feststellen müssen und bin nicht sicher wie die zu behandeln ist. Deswegen fahre ich mit ihm erneut in die North Pattaya Klinik. Die Geschwulst wird punktiert, allerdings kann keine Flüssigkeit entnommen werden. Rudi bekommt ähnliche Medikamente wie Johnny verschrieben und ich nehme ihn mit zu uns ins Haus. Rudi ist nun schon das dritte oder vierte Mal bei uns und kennt sich aus. Etliche der neuen Hunde kennen ihn zwar nicht aber nach ein wenig Bellerei, die Rudi nicht im Geringsten interessiert, beruhigt sich sie Szene und ich kann mit der abendlichen Fütterung beginnen. 

Da Rudi ein Demodexpatient ist, bekommt er gleich mal wieder eine Dosis Ivermectin verpasst. Nach der Fütterung gebe ich ihm wie auch Johnny die verschriebenen Medikamente. Die Geschwulst an Johnnys Kehle ist schon ein wenig zurückgegangen und der kleine Kerl ist auch wieder besser drauf. 

Rani hatte den Nachmittag draußen verbracht und scheint sich nun allmählich unter den Hunden im großen Bereich wohl zu fühlen. Dana dagegen ist kaum nach draußen zu bringen und so lasse ich sie erneut zusammen mit Johnny im Haus.

Sonntag, 1. Januar 2017

Dana, Rani und Johnny waren über Nacht wieder im Haus. Rani habe ich mal versucht im hinteren Bereich unterzubringen, aber dort war sie offensichtlich nicht glücklich und heulte zuweilen. Dana geht überhaupt nicht gern hinaus und auf Johnny muss ich natürlich schon noch ein Auge haben. Aber wenn ich schon ein wenig mehr Arbeit mit Hunden im Haus habe, so ist es doch auch schön sie um mich zu haben, insbesondere da Rani und Dana wunderschöne Tiere sind und Johnny natürlich schon mein Liebling geworden ist. 

Gai kommt und macht den Garten und ich verteile Reisfutter an die Kleinen, die Rekonvaleszenten und die, die es sonst noch nötig haben. Yana Zustand ist nun schon fast als normal zu betrachten, Samlee läuft auch jeden Tag etwas runder, nur Yoshi belastet seinen Hinterlauf immer noch nicht. Er hat durch seine Verletzung auch an Gewicht verloren und wird deswegen zweimal täglich gefüttert.

Für den späten Nachmittag haben mich Alfonse und Nicky zum Essen eingeladen. Mit Einbruch der Dunkelheit komme ich zurück nach Hause und füttere die Hunde. Ich hoffe, dass ich im neuen Jahr halbwegs gesund bleibe und sich meine finanzielle Situation verbessert, damit ich weiterhin einigen Tieren ein lebenswerteres Leben verschaffen kann. Mein Wunsch ist, dass es uns allen besser gehen solle.