Samstag, 31. Dezember 2016

Rani, Dana und Johnnyboy haben sich die Nacht über gut vertragen und bleiben auch im Haus als Elvira und ich über Tungklom, wo wir die Hunde wieder nicht antreffen, zu Ba Pen fahren, die uns zum Grundstück von Kanitta führt. Ich hatte Kanitta von meinem Besuch erzählt und sie bot mir an mir mal ihr Grundstück in Huay Yai anzuschauen, ob es eventuell hilfreich für meine Zwecke sein könnte. Kanitta teilt mir später jedoch am Telefon mit, dass sie dort auch schon Hunde habe weggeben müssen, nachdem es zu viele wurden. 

Im Tempelmarkt gebe ich Ba Bät ihren Obulus und 45 kg Reis für die kommenden zwei Wochen. Im Tempel suchen wir zuerst nach Sido, können ihn jedoch nicht finden. In der Nähe der Vorhalle finden wir Jule, die nun sehr eingeschüchtert ist, aber wir können ihr wieder nicht nahe kommen, da uns die anderen Hunde ständig umrunden. 

Am Strand sammele ich Roscoe ein. Er erhält in der Silverlake Klinik seine zweite Chemo. Die Kastrationsfäden werden ebenfalls gezogen. Roscoe ist ja ein großer Kerl, aber er verhält sich wieder tadellos und lässt die Behandlung klaglos über sich ergehen. 

Ich bringe Elvira in ihr Hotel zurück. Sie ist ganz in der Nähe des Amari abgestiegen und so schauen wir nach Boss und Alana, die wir auch beide schnell finden. Beiden Hunden geht es gut. Nun, da Elvira weiß, wo sie liegen, wird sie sich ab und zu um sie kümmern, solange sie in Pattaya ist.

Dana, Rani und Johnny haben sich im Haus recht ordentlich verhalten und ich lasse sie zur Fütterung heraus. Dana und Rani sind es offenbar gewohnt sich im Haus aufzuhalten. Sie sind sicher Besitzerhunde wie Jule auch. Ich muss sie jedoch allmählich daran gewöhnen sich auch in der Meute zurechtzufinden. Johnny ist bereits akzeptiert und ich muss ihn draußen nicht ständig unter Beobachtung halten. Er wird offensichtlich von der Meute gemocht und spielt häufig mit etlichen der Hunde.

Freitag, 30. Dezember 2016

Die vergangene Nacht war sehr kurz. Nachdem mich die Hunde draußen um drei Uhr aus dem Schlaf gerissen hatten, konnte ich nicht wieder einschlafen. Natürlich geht mir nun vieles durch den Kopf wie ich die neue Situation meistern kann. 

Johnnyboy und Rani haben sich prima verhalten und insbesondere Rani scheint der perfekte Hund zu sein. Sie ist nicht nur ausnehmend hübsch, sondern auch sehr ruhig und verständig. Schon nach zweimaliger Ansprache hört sie auf ihren neuen Namen.

Gai kommt und ich öffne das Gatter zum hinteren Bereich. Johnnyboy begleitet mich und tritt nun schon recht selbstbewusst gegenüber den anderen Hunden auf. Rani lasse ich noch im Haus. 

Mittags fahre ich zur Unterbezirksverwaltung, um mir die Verfügung abzuholen. Die ist aber immer noch nicht zur Hand und soll erst in der ersten Januarwoche verfügbar sein. 

Ich trage Rani in den hinteren Bereich und schließe das Gatter. Rani scheint sich recht gut zurechtzufinden. In der Stadt hole ich Elvira ab und wir fahren zu Gerhard nach Jomtien. Gerhards Hund ist vor einiger Zeit gestorben und er möchte sich einen neuen zulegen. Wir vereinbaren, dass er uns in der ersten Januarwoche besuchen kommt. 

Im Tempel versuchen wir Jule einzufangen, was uns jedoch nicht gelingen will. Mittlerweile ist Dr. Kwanchai nicht mehr in der Silverlake Klinik und so müssen wir Roscoes Chemotherapiebehandlung auf morgen verschieben. Dana aber können wir aus der Klinik holen und ich nehme sie wie Rani auch für die erste Nacht mit ins Haus. Auch Johnny bleibt vorerst nachts über im Haus.

Donnerstag, 29. Dezember 2016

Johnboy hat die Nacht völlig ruhig neben meinem Bett verbracht und mich erst kurz bevor der Wecker klingelt sanft geweckt. Ich füttere ihn und gehe dann raus und mache mich an die Gartenarbeit. 

Um neun Uhr kommt Gai und übernimmt. Ich nehme Johnboy mit hinaus und stelle ihn der Meute vor. Er ist ja noch so winzig aber ist nicht besonders eingeschüchtert von den zwanzig Hunde, die ihn umrunden und beschnuppern. Nach fünf Minuten nehme ich ihn wieder auf und er folgt mir schon durchs ganze Haus, während ich mein Frühstück zubereite. 

Um zehn kommt Rhonda und ich nehme John wieder mit hinaus. Nun kennen die Hunde ihn schon und nur noch eine Handvoll interessiert sich für ihn, sodass ich mit ihm schon einige Schritte durch den Garten gehen kann. Es ist schön zu sehen wie mutig er sich inmitten der Hunde bewegt und wie er schon versucht Freundschaft mit ihnen zu schließen.

Am frühen Nachmittag bekomme ich Besuch von der Unterbezirksverwaltung Pong. Es erscheinen sechs Personen; ich und das Anwesen werden von außen fotografiert und mir wird eröffnet, dass ich unverzüglich die Hunde zu entfernen habe. Ich ringe der diensthabenden Beamtin erstmal 30 Tage ab und frage nach einer schriftlichen Verfügung. Die ist nicht zur Hand, ich könne sie mir morgen in der Verwaltung abholen. Ich informiere meinen Anwalt; der will sich die Verfügung anschauen und mir dann aufzeigen, wie ich weiter zu verfahren habe. 

Derweil muss ich aber auf jeden Fall nach einer zumindest zeitweiligen Lösung Ausschau halten. Deswegen werde ich bis auf Weiteres meine normalen Tätigkeiten einschränken und mich um einem geeigneten Ausweichplatz kümmern.

Am späten Nachmittag fahre ich in die South Pattaya Klinik und hole die Hündin aus der Slumsiedlung sowie Rani ab. Johnboy fährt mit mir, er ist nun total auf mich fixiert und jammert, wenn er mich nicht sieht. Während der Fahrt sitzt er bei mir auf dem Schoß oder legt sich auf den Beifahrersitz. Ich bringe die Hündin zurück an ihren Platz im Slum und gebe der Frau, die sich um sie kümmert, Doxycyline für die Hündin, für Namtarn, eine weitere Hündin sowie für einen weiblichen Welpen. 

Danach fahre ich wieder nach Hause und bringe zuerst Johnny ins Haus und danach Rani. Rani ist schon sehr zutraulich und auch sie verhält sich tadellos. Heute Nacht bleiben beide Hunde im Haus und morgen werde ich versuchen sie in den hinteren Bereich einzugliedern.

Mittwoch, 28. Dezember 2016

Som bittet mich am Vormittag mit ihr in einen Slumsiedlung zu fahren in der sie einen Hund mit einem schlimmen Abszess entdeckt hat. Der Hund wird zusammen mit einer Anzahl anderer Hunde von einer dort wohnenden tierliebenden Frau gefüttert. Der Rüde ist recht lieb, aber wir bekommen ihn trotzdem nicht in die Box, um ihn in NPW Klinik zu bringen. Um ihn an uns zu gewöhnen und um ihn wenigstens vor Ort behandeln zu können, hole ich von zu Hause Prednisilone und erkläre der Frau wie es zu verabreichen ist. 

Einer der anderen Hunde ist läufig und so entschließen wir uns wenigstens sie zum Sterilisieren zu bringen. Mit einiger Überredung bringen wir sie auch in die Box und ich fahre sie in die South Pattaya Klinik, wo Dr. Kwanchai sie in Empfang nimmt. 

Während ich mit Som unterwegs bin, hat Elvira eine große Menge Reisfutter zubereitet, das wir mittags verteilen.

Am Nachmittag fahre ich mit Elvira nach Tungklom, um Anika Bravecto und Ivermectin zu verabreichen. Die Leute an dem kleinen Straßenrestaurant sind allerdings fort und auch die Hunde nicht zu sehen. 

Wir fahren weiter zum Tempel und treffen auf Ba Bät die gerade die Hunde füttert. Zu meiner Überraschung sehe ich zuerst einen neuen jungen Hund, dann einen zweiten und einen dritten. Zwei der Hunde scheinen Geschwister zu sein. Alle drei Hunde sind in äußerlich sehr gutem Zustand und recht zutraulich. Ba Bät teilt mir mit, dass sie sich seit drei Tagen an der Vorhalle aufhalten. Sie wurden augenscheinlich von den Vorhallenhunden dort geduldet und die beiden Geschwister scheinen sich schon mit ihnen angefreundet zu haben. 

Wir machen unseren gewohnten Strandgang mit den Vorhallenhunden und treffen auf Samlee, Khao und Nuan, denen es gut geht. Die Fischersleute, die gerade ihre Netze flicken, bitten mich einen Welpen aufzunehmen den sie bei sich haben. Sie berichten mir, dass er der letzte aus einem Wurf sei und dass alle seine Geschwister bereits aufgenommen wurden. Sie könnten ihn nicht behalten. Offenbar haben die Fischer schon darauf spekuliert mir den Welpen anzuvertrauen.

Ich kann natürlich nicht nein sagen und so wir nehmen ihn mit. Da ich einen Käfig mit dabei habe versuche ich gleich die beiden Geschwister einzufangen und in die Silverlake Klinik zu bringen, um sie sterilisieren zu lassen. Bei Dana gelingt es mir, nicht aber bei ihrer Schwester Jule. So fahren wir mit dem Welpen, den wir Johnboy getauft haben und Dana in die Klinik. Allerdings ist weder Dr. Kwanchai noch seine Frau in der Klinik und so sperre ich Dana in eine der Kennels und wir fahren zurück zum Tempel. 

Es gelingt mir dort Rani, die dritte Hündin einzufangen. Nachdem ich Trockenfutter und Wasser aufgefüllt habe, fahren wir in die South Pattaya Klinik. Dort treffen wir Dr. Kwanchai an, der gerade die Hündin aus der Slumsiedlung operiert. Ich sperre Rani in einen Käfig und Johnboy wird geimpft sowie entwurmt. Dann setze ich Elvira in ihrem Hotel ab und fahre mit Johnboy nach Hause. Der verhält sich vorbildlich und schläft die ganze Zeit vor dem Beifahrersitz. Zu Hause angekommen nehme ich ihn ins Haus, füttere ihn und danach die ganze Meute noch einmal.

Dienstag, 27. Dezember 2016

Gai setzt die Aufräumarbeiten im Garten fort und organisiert einen Mann, der die Wasserleitung im Garten an zwei Stellen repariert. Die Hunde hatten ein Ventil zerbissen. 

Später kommt Rhonda. Sie macht mich auf eine Bauchverletzung bei Nina aufmerksam. Es ist ein Zwei-Baht großes Loch, das nässt. Ich säubere die Wunde und da sie am Abend immer noch nässt gebe ich Nina Prednisilone. Nina ist ja eigentlich ein rechter Bully und hat sich öfter mit Kylie angelegt. Nun habe ich aber einige Male gesehen, dass Kylie zurück gebissen hat und die Wunde wird wohl die Folge davon sein. 

Am Nachmittag kommt Elvira. Die meisten Hunde haben sie schon an sie gewöhnt. Elvira hilft mir in Garten und Haus. Sie bietet mir an für dem morgigen Tag eine große Menge Reisfutter zuzubereiten, um den Hunden mal Abwechslung von dem ewigen Trockenfutter zu bieten. Wir gehen auf den lokalen Markt und kaufen dafür Süsskartoffeln, Möhren und Hühnerherzen ein.

Montag, 26. Dezember 2016

Gai kommt und macht sich daran Hof und Garten wieder in einen vorzeigbaren Zustand zu bringen. Elvira, die in Deutschland im Tierschutz arbeitet und für einige Wochen in Pattaya ist, bietet mir an als Volontärin mitzuarbeiten. Sie ist den ganzen Nachmittag bei uns und macht sich mit der Hundeschar vertraut. 

Klaus bietet sich an Kenny an dessen alten Platz zu versorgen, sollte Kenny nicht mehr glücklich bei uns sein. Sollte dies vor Ablauf der Doxycycline Kur der Fall sein, kann Klaus die Kur fortsetzen.

Sonntag, 25. Dezember 2016

Gai ruft mich an und teilt mir mit, dass sie ab morgen wieder kommt um mir in Hof und Garten zu helfen. Das ist eine sehr gute Nachricht. Da ich morgens nun immer für etliche Hunde Reisfutter koche und einzeln verteile,  tut mir eine Entlastung gut. 

Yana macht sich weiter gut und auch Yoshi scheint sich einzugewöhnen. Mit ihm hatte ich etwas Bedenken, da er sich beim letzten Besuch hier nicht so wohl gefühlt hatte. Dafür macht mir Kenny ein wenig Sorgen. Er ist kürzlich mal attackiert worden und ist dadurch etwas verängstigt und möchte am liebsten zu mir ins Haus. Wenn ich außer Haus bin sperre ich ihn deshalb in den hinteren Bereich. Bevor ich ihn an seinen Platz zurückbringe, möchte ich jedoch die Doxycycline Kur für ihn beenden. 

Samstag, 24. Dezember 2016

Auf dem Weg zum Makro fahre ich wieder bei Virdals Haus vorbei und schaue nach Danny und Dina. Beiden geht es gut und sie freuen sich mich zu sehen. Erfreulicherweise orientieren sie sich schon an Virdals Frau und laufen mir nicht hinterher als ich wieder gehe. 

Mae hat den Verlust ihrer Welpen anscheinend auch verkraftet. Sie hat Freundschaft mit Isi geschlossen und bewegt sich überwiegend im großen Bereich, ohne von den anderen Hunden belästigt zu werden. Mit Samlee geht es ebenfalls aufwärts. Sie belastet ihr schwaches Bein zunehmend und kann schon wieder recht gut laufen.

Freitag, 23. Dezember 2016

Rhonda ist aus Australien zurück und hilft mir bei der Zubereitung des Reisfutters, das Wan mitgebracht hatte. Es kommt eine riesige Schüssel zusammen und trotzdem reicht es nicht alle Hunde damit zu versorgen. Immerhin bekommen sämtliche Problemfälle etwas ab und auch noch einige andere. 

Yanas Zustand hat sich erstaunlicherweise rasch verbessert. Ich hatte das Glück sie beim Kotabsetzen zu erwischen und der sah schon recht fest aus. Auch ihre Knochen sieht man nicht mehr so deutlich aus ihrem Fell hervorragen. 

Bevor ich am frühen Nachmittag in die Silverlake Klinik fahre, bade ich noch rasch Toby. Aus der Klinik hole ich zuerst Roscoe und bringe ihn zurück an den Strand. Seine nächste Chemo ist am kommenden Freitag fällig. 

Anschließend hole ich Yoshi und Rainbow ab. Josie hatte mich gebeten Rainbow, die ebenfalls an TVT leidet, in die Boonsamphan Klinik zu verlegen. Yoshi Operationsnaht sieht gut aus, es wird jedoch mindestens sechs Wochen dauern, bis er hoffentlich wieder normal laufen kann. Sein Allgemeinzustand ist gut. 

Auf dem Rückweg in die Stadt halte ich an der Thepprasit Road und liefere zwanzig Kilo Trockenfutter beim Wachmann ab. Nicks bisher namenlosen Bruder habe ich nun Nero getauft. Alle Hunde, die ich betreue sollen schließlich einen Namen tragen. 

Zurück im Haus quartiere ich Yoshi in den hinteren Bereich ein. Dort habe ich die Gewissheit, dass auch Neuankömmlinge relativ unbelästigt bleiben. Solange Yoshi rekonvaleszent ist, wird er dort auch bleiben. Allerdings öffne ich immer das Gatter, solange ich im Garten bin. So wird er sich nicht eingesperrt fühlen. Er ist es ja gewohnt im Tempelgelände frei herumlaufen zu können.

Donnerstag, 22. Dezember 2016

Wan kommt mich mittags besuchen und bringt eine Menge Reisfutter mit. Biaow, die sie vor Jahren versorgt hatte und die sie mit mir zusammen mit gebrochenem Hinterlauf in die NPW Klinik gebracht hatte, erkennt sie wieder und es ist rührend zu sehen wie beide ihr Wiedersehen bewegt. Wan ist erstaunt wie groß Felix und Anna bereits sind, die sie mir vor einem halben Jahr als mutterlose zwei Wochen alte Welpen zur Pflege überlassen hatte. Es ist zwar fast unglaublich, aber auch Felix und Anna gehen auf Wan zu so wie sie es sonst nie mit fremden Menschen tun. Je mehr ich mit den Hunden erlebe, desto mehr Hochachtung bekomme ich für ihre mentalen Fähigkeiten.

Während Josie und Nut kommen, fahre ich nach Pattaya, um einen Kollegen aus dem Anwaltsbüro, in dem ich mit ihm mehrere Jahre zusammengearbeitet habe, zu treffen. Anschließend schaue ich in der Nord Pattaya Klinik vorbei, um mich nach dem Ergebnis der Biopsie von Ninas Auge zu erkundigen. Ein Tumor kann glücklicherweise ausgeschlossen werden. Gegen eine Entzündung erhalte ich Medikamente für drei Tage. 

Am späten Nachmittag gibt es mal anstatt des üblichen Trockenfutters Reisfutter für alle. Um die Balgerei darum in Grenzen zu halten, füttere ich die Hunde separat und in Etappen.

Mittwoch, 21. Dezember 2016

Wegen Danny und Dina habe ich keine Ruhe. Sie sind ja noch so jung und ich möchte wissen, ob sie sich in der neuen Umgebung wohlfühlen. Meine Sorge ist jedoch erstmal unbegründet. Bei meiner Ankunft spielen sie gerade miteinander und kommen auf mich zugerannt als sie mich entdecken. Da ich nicht sicher bin, ob sie auch tatsächlich geimpft werden, nehme ich sie kurzerhand mit in die Silverlake Klinik und lasse dort von Dr. Kwanchai die erste Impfung vornehmen. 

Yoshi und Roscoe scheint es gut zu gehen. Ich vereinbare mit Dr. Kwanchai Roscoe am Freitag zurück an den Strand zu bringen und vielleicht auch schon Yoshi mit zu mir zu nehmen.

Ich bringe Dina und Danny zurück und fahre kurz bei Stewart vorbei, der nur einen Steinwurf von Virdals Haus entfernt wohnt. Stewart hat nun bereits auch schon neun Hunde aufgenommen. 

Weiter geht es zur Thepprasit Road, wo ich vor der Pattaya Mail Yukka, Nick, seinen namenlosen Bruder und Princess antreffe. Beim Wachmann sehe ich Malee, ihren Sohn, Silver, Berta und Surya. Silvers Räude scheint geheilt zu sein. Ihr Bruder allerdings ist überfahren worden. Ich lasse Ivermectin Tabletten für Malee beim Wachmann und werde ihm am Freitag einen Sack Trockenfutter bringen.

Dienstag, 20. Dezember 2016

Am frühen Nachmittag fahre ich mit Danny und Dina nach Süd Pattaya und treffe Virdal und seine Thai Frau in der Soi Chaiyapruek. Sie lotsen mich zu ihrem Haus, das etwas versteckt am Ende einer kleinen Gasse liegt. Danny und Dina haben die Fahrt gut überstanden und erkunden nach einer Weile ihre neue Umgebung. Es ist ein Gelände von eineinhalb Rai mit einem großen Fischteich auf dem schon drei ältere Hunde leben. Ich setze mich zu den Welpen und Danny klettert auf meinen Schoß, was er zuvor nie getan hatte. Aus seinen kleinen Knopfaugen schaut er mich fragend an und es fällt mir schwer die beiden zurückzulassen. In einigen Tagen werde ich wieder nach ihnen schauen. 

Stephan hatte mich gestern vor seinem Abflug darüber informiert, dass das Management vom Tree Tops Condominum, an dessen Zufahrt Jade und Jack sich häufig aufhalten, die Hunde von der City Hall entfernen lassen will. Stephan macht sich große Sorgen um die beiden und bittet mich die Angelegenheit zu klären. Ich spreche mit dem Management und man versichert mir, dass wenn es keine Beschwerden gäbe, die Hunde erstmal unbehelligt zu lassen. Ich lasse meine Telefonnummer da, damit das Management mich erreichen kann, sollte es Probleme geben.

Montag, 19. Dezember 2016

Am späten Vormittag hole ich mir meinen neuen Pass im Konsulat ab und fahre danach zur Immigration, um mein Jahresvisum übertragen zu lassen. Es herrscht mal wieder totales Chaos auf der Behörde und es hat sich eine zwanzig Meter lange Schlange vor dem Eingang gebildet. Da ich weder Zeit noch Lust habe mich hinten einzureihen lasse ich mal meine mitteleuropäische Zurückhaltung für einen Moment beiseite und verkürze dadurch die Bearbeitung um eine Stunde. Morgen Nachmittag kann ich angeblich meinen neuen Pass, versehen mit dem Jahresvisum, abholen. 

Nach dieser Prozedur fahre ich ins Grande Caribbean Resort, um nach ein paar Welpen zu schauen. Sean McCormack vom Pack Sanctuary in Taiwan http://thesanctuarytaiwan.org hatte mich gestern angeschrieben und mich gebeten nach den Hunden zu sehen und die Welpen eventuell aufzunehmen. Sean befürchtet, dass die Welpen möglicherweise entsorgt werden könnten. Es stellt sich jedoch heraus, dass Mutter und Vater der Welpen vom Resort Management geduldet werden und die Welpen wohl von einem Angestellten aufgenommen werden. Der Mutterhund allerdings sollte sterilisiert werden und ich werde in der kommenden Woche darüber noch einmal mit dem Management sprechen. Anschließend hole ich die Medikamente für Yana in der South Pattaya Klinik ab.

Josie hat möglicherweise eine Familie für Dina und Danny gefunden. Ich vereinbare mit den fraglichen neuen Besitzern ihnen die Welpen morgen Nachmittag zu zeigen. Ich will natürlich die Leute kennenlernen und auch die mögliche neue Umgebung für die Welpen.

Sonntag, 18. Dezember 2016

Gai eröffnet mir, dass sie noch eine weitere Woche Urlaub macht und so ist meine Vorfreude auf ein wenig Entlastung dahin. Mittags besucht mich Wolfgang und bringt mir eine Barspende mit. 

Dr. Kwanchai teilt mir mit, dass Yoshi und Roscoe operiert worden sind und dass es keine Komplikationen gegeben habe. Er empfiehlt Yoshi eine Woche in der Klinik zu lassen und Roscoe für einige Tage.

Samstag, 17. Dezember 2016

Am frühen Nachmittag fahre ich nach Baan Amphur. Ba Bät muss wieder Reis erhalten und ich nehme mir vor Roscoe und Sido in die Silverlake Klinik zu bringen. Leider muss ich feststellen, dass die scheue Hündin, die bisher nicht eingefangen werden konnte, schon wieder trächtig ist. Von ihrem letzten Wurf gab es zwei Überlebende, die sich mittlerweile zu den Strandhunden gesellt haben. 

Bevor mich die Vorhallenhunde entdecken, kann ich mich für einige Minuten mit Prince beschäftigen, der fast wieder der so zutraulich zu mir ist, wie er mal war. Sobald aber die Vorhallenunde auftauchen entzieht er sich mir wieder. Immerhin bin ich nun ziemlich sicher, dass nicht er, sondern Roscoe TVT verdächtig ist. 

Ba Bät kommt und füttert die Hunde mit Reis. Zuerst sind die Hunde an der Vorhalle dran und dann die Hunde am Sala. Ich erneuere das Wasser am Sala und in der Vorhalle und fülle die Trockenfutterschüsseln auf. Währenddessen findet sich Roscoe am Sala ein und ich versuche ihn zu überreden in einen Käfig zu gehen. Roscoe ist ja nicht einer der Hunde, dich ich in den Tempel gebracht habe und wir sind uns deshalb nicht so vertraut. Ich habe ihn erst kürzlich mal streicheln können und deshalb gehe ich ganz vorsichtig auf ihn zu. Zu meiner Überraschung lässt Roscoe mich an sich heran und nachdem ich fünf Minuten mit ihm gesprochen habe, darf ich ihn aufnehmen und in den Käfig sperren. Ich hatte schon beim letzten Besuch geglaubt wahrzunehmen, dass er mich um Hilfe bitten wollte. Klingt ein wenig versponnen, aber ich fühle mich durch sein kooperatives Verhalten nun bestätigt. 

Mit Roscoe also fahre ich in den Tempelbereich in dem sich Sido normalerweise aufhält, kann ihn jedoch nicht entdecken und auch keinen der jungen Mönche, die mir immer geholfen hatten ihn in den Käfig zu bekommen. So fahre ich also weiter und sehe Yoshi, der stark humpelt. Yoshi hat sich von Vorhallenhunden entfernt und lebt nun im großen Tempelbereich. Dort habe ich ihn allerdings immer allein gesehen. Yoshi kennt mich ja gut, aber es kostet mich doch einiges an Zureden bis ich in den zweiten Käfig bekomme. Ich möchte wissen, ob seine Verletzung behandlungsbedürftig ist. 

In der Silverlake Klinik wird zuerst Rosco von Dr. Kwanchai untersucht und danach Yoshi. Roscoe leidet tatsächlich an TVT und wird auch kastriert werden. Bei Yoshi stellt Dr. Kwanchai einen Bänderriss fest, der ebenfalls operativ behoben werden muss. Beide Hunde müssen für einige Tage in der Klinik bleiben. 

Ich fahre zurück an den Strand und schnappe mir Toby. Tobys Hautprobleme haben sich nicht gebessert und so möchte ich ihn der Hautärztin aus Bangkok, die in einer Woche wieder in der Nord Pattaya Klinik praktiziert, vorstellen. Toby bringe ich im hinteren Bereich unter.

Am Abend informiert mich Yvonne über das Kotprobenresultat. Yana leidet an einer bakteriellen und Pilzinfektion. Ich kann die empfohlenen Medikamente morgen in der South Pattaya Klinik abholen.

Freitag, 16. Dezember 2016

Alfonse fährt mittags mit mir zum Snoop Dog Food Shop wo ich einige Säcke Trockenfutter kaufe, damit ich die nächsten Tage über die Runden komme. Wir fahren auch zum Reisladen in Pong müssen aber feststellen, dass der nicht mehr existiert und so versuchen wir einen in Nongprue zu finden. Nach einigem Suchen finden wir auch einen der Hundereis verkauft. 

Am frühen Abend ist dann auch tatsächlich das Auto fertig und wird mir vor die Tür gestellt.

Donnerstag, 15. Dezember 2016

Nut kommt und ich gehe rüber zu Heidi und Rene um mir das Futter abzuholen und natürlich auch um nach Lulu und Coco zu schauen. Beide Hunde verstehen sich gut und Coco hat sich ohne Probleme eingelebt.

Mittwoch, 14. Dezember 2016

Josie kommt mittags und gemeinsam waschen wir Kylie, Zhenya, Kenny und Yaya. Anschließend fahre ich in die Autoreparaturwerkstatt, um nach dem Reparaturfortschritt zu schauen. Wie schon vermutet ist der Wagen nicht fertig und ich könne ihn angeblich am Freitag abholen. 

Nicky teilt mir mit, dass sie einen zehn Kilo Sack Trockenfutter bei Rene und Heidi abgegeben hat. Sie macht Werbung für mich und hat das Futter als Spende erhalten. Das passt gut, denn allmählich geht mir das Futter aus und ohne Auto kann ich auch keines besorgen.

Dienstag, 13. Dezember 2016

Noch in der Nacht schaue ich nach Yana und kann eine Kotprobe von ihr einsammeln. Ich bringe Yana in den hinteren Bereich zurück und säubere den Raum.

Am Nachmittag kommt Yvonne und holt die Kotprobe ab. Yvonne fliegt schon heute Nacht, sodass das Resultat sicher nicht lange auf sich warten lässt.

Ich lasse das Gatter zum hinteren Bereich mehrere Stunden offen und die Hunde vertragen sich recht gut. Dina und Danny drängt es beide in den großen Bereich und sie wollen garnicht mehr in den hinteren Bereich zurück. Dina ist noch so klein, dass sie sich durch das Gatter zwängen kann und sie geht ein und aus nachdem ich die beiden Bereiche wieder getrennt habe. Später dann schlafen Danny und Dina erschöpft bei Mae, Nadia und Yana. 

Samlee läuft nun schon auf dreieinhalb Beinen und durch den normaleren Bewegungsablauf ist auch ihr Torso schon fast wieder gerade. Muskeln jedoch muss sie noch enorm viele aufbauen und auch an Gewicht sollte sie zulegen. Ich hoffe, dass ihr die zweimal tägliche Fütterung dabei zugute kommt.

Montag, 12. Dezember 2016

Ich bringe morgens das Auto in die Reparaturwerkstatt. Der Mechaniker eröffnet mir, dass die Reparatur drei Tage dauern wird. Ohne Auto bin ich ziemlich aufgeschmissen, aber die drei Tage werde ich wohl auch ohne durchstehen. 

Dina und Danny bekommen weiterhin morgens und abends Reisfutter. Die Welpen sind nun im hinteren Bereich etabliert und erfreuen sich ihres Lebens. Ich lasse schon mal das Gatter zu Hof und Garten offen stehen, damit sich die Hunde im großen Bereich auch an die Welpen gewöhnen können.

Am frühen Abend fahre ich zum Mabprachan 7/11 in der Hoffnung, dass vielleicht mein Führerschein und meine Bankkarte von jemanden gefunden und an sich genommen wurde. Ich spreche mit den Leuten, die vor dem Laden ihre Stände betreiben und die mich kennen. Von ihnen bekomme ich jedoch eine negative Auskunft. Ein Wachmann vom Resort nebenan aber kommt vorbei und siehe da, er hat den gesamten Brieftascheninhalt in seiner Hand, ausgenommen selbstverständlich das Bargeld. Ich bin aber heilfroh meine Bankkarte und meinen Führerschein zurückzubekommen. Das Bargeld wird als Spende an jemand abgebucht der es hoffentlich sinnvoll verwendet.

Später am Abend nehme ich Yana aus dem hinteren Bereich und sperre sie in den leeren Raum neben der Küche. Ich hoffe, dass ich so eine gute Kotprobe von ihr erhalten kann.

Sonntag, 11. Dezember 2016

Mittags habe ich einen Termin in der Nord Pattaya Klinik. Ein Augenspezialist aus Bangkok praktiziert dort einmal monatlich und ich möchte die Verletzung an Ninas Auge diagnostiziert haben. Der Spezialist teilt mir mit, dass es sich nicht um eine Verletzung handelt, sondern entweder um ein sogenanntes Cherry Eye, ein Auswuchs, das auch als drittes Lid bezeichnet wird oder im weniger wahrscheinlichen Fall um einen Tumor. Um einen Tumor auszuschließen, empfiehlt der Tierarzt eine Biopsie vorzunehmen. Ein kleiner Teil des Auswuchses wird entnommen und das Resultat soll in einer Woche vorliegen. 

Stephan ruft mich an und teilt mir mit, dass Jade die Tabletten nicht annehmen will. Das kann bei den Antibiotika verschmerzt werden aber das blutunterstützende Medikament muss Jade schon nehmen. Irgendeine Lösung muss gefunden werden. Ich schlage Stephan vor, die Tabletten zu zerkleinern und ins Nassfutter zu mischen.  

Am Abend bin ich zusammen mit Yvonne und Joerg bei Josie und Ray zum Essen eingeladen. Yvonne schlägt vor eine Kotprobe von Yana mit nach Deutschland zu nehmen. Sie arbeitet dort in einer Tierklinik.

Samstag, 10. Dezember 2016

Ich habe viel in Haus und Garten zu tun und muss auch mal wieder Buschwerk und Palmwedel entsorgen. Auf dem Weg zurück halte ich am Mabprachan 7/11 und füttere Kenji, Suzy und Sally mit gebratenem Fleisch. Dabei rutscht mir unbemerkt meine Brieftasche aus der Hose als ich bei den Hunden sitze. Darin befanden sich einige Tausend Baht, mein Führerschein und die Bankkarte. Erst Stunden später bemerke ich den Verlust und finde nur noch die zerbissene Brieftasche verstreut an dem Platz, an dem ich mit den Hunden gesessen habe. 

Der Ersatz von Bankkarte und Führerschein führt wieder zu Laufereien und der Geldverlust schmerzt. Wie heißt es doch so schön: No good deed goes unpunished.

Freitag, 9. Dezember 2016

Ich weiß ja, dass mir Dinge passieren werden – und die sind dann auch passiert – an die ich im Traum nicht gedacht habe. So ein unglaubliches Ding gab es heute mal wieder. Ich sitze beim Frühstück und die Hunde bellen und wollen nicht aufhören. Schließlich gehe ich hinaus und sehe einen Thai am Tor stehen. Er meint, ich solle doch mal herauskommen. Ich bekomme kaum das Tor auf, weil ein demoliertes Motorrad mit Beiwagen davor und direkt hinter meinem geparkten Auto liegt. Auf der anderen Straßenseite sitzt ein alter Mann mit blutigen Schrammen an den Beinen. Ich frage ihn was denn passiert sei und er stammelt, dass es nicht seine Schuld sei. Nun sehe ich auch, dass er voll in mein Auto gefahren ist, besser gesagt, dass Motorrad ist mit ihm in mein Auto gefahren. Wie sich herausstellt, brach der Seitenwagen fünf Meter vor dem Auto halb vom Motorrad weg und der alte Mann war danach nur noch Passagier und raste voll ins geparkte Auto. 

Da ich vereinbart hatte zwei Hunde aus zwei Kliniken abzuholen und endlose Debatten mit den Thai erwarte, bin ich nicht sehr amüsiert. Der erste Verwandte der eintrudelt ist recht kooperativ, will aber zunächst den Alten ins Krankenhaus schaffen. Dann kommt eine zweite Verwandte in einem brandneuen Pick-up angerauscht und die meint, dass der alte Mann kein Geld habe, um mir den Schaden zu bezahlen. Das macht mich erst recht sauer und ich rufe die Polizei. 

Mit Hilfe des Polizisten überzeuge ich die Verwandten für den Schaden aufzukommen. Ein Mechaniker kommt vorbei, begutachtet den Schaden und schätzt ihn auf 6,000 Baht. Am Montag soll der Wagen repariert werden. 

Nachdem diese Angelegenheit geregelt ist, fahre ich in die South Pattaya Klinik und hole Jade ab. Jades Anzahl der Blutplättchen ist zu gering und deswegen bekomme ich neben den Antibiotika auch ein blutbildendes Mittel mit. Stephan nimmt Jade in Empfang und ich erkläre ihm, wie er die Medikamente zu verabreichen hat. Jack ist übrigens wieder aufgetaucht, ist aber nach der missglückten Einfangaktion Stephan gegenüber skeptisch geworden. Mit Jade ist aber immerhin ein weiterer Straßenhund sterilisiert worden.

Nach dieser Aktion fahre ich in die NPW Klinik und hole Dae ab. Der ist garnicht mehr so unfreundlich und so verläuft die Fahrt zu seinem Zuhause am Highway 36 problemlos. Ich liefere Dae bei den Leuten dort ab und Dae ist nach sechswöchigem Klinikaufenthalt naturgemäß überaus froh wieder zurück an seinem Platz zu sein. An der Regent School treffe ich auf Evi, die für seine Unterbringung gesorgt hatte und Dae ist ganz eng mit ihr, obwohl er sie garnicht kennt. Wahrscheinlich hat er einen siebten Sinn und spürt, wer ihm geholfen hat.

Donnerstag, 8. Dezember 2016

Nut kommt und putzt das Haus und ich mache mich auf zu den Tempelhunden. Die ganze Meute ist vollzählig und ich kann auch mal den Strandhunden etwas näher kommen. Tobys Zustand hat sich verschlechtert und ich muss ihn beim nächsten Besuch wieder mitnehmen. Ich kann auch Prince untersuchen und stelle fest, dass ich mich mit TVT bei ihm wohl geirrt habe. Auch Roscoe lässt mich an sich heran und bei ihm stelle ich nun TVT fest. Vielleicht habe ich die beiden beim vorigen Mal verwechselt. Sie sehen sich sehr ähnlich. Roscoe muss unbedingt in die Klinik, vielleicht sogar operiert werden. 

Mit Neung, Song, Sam, Nico, Asa, Scottie und Panya gehe ich an den Strand. Dort finde ich nur Samlee, nicht aber Nuan und Khao. Das macht mir ein wenig Sorge, denn die drei waren immer zusammen. Nachdem ich Trockenfutter und Wasser erneuert habe, fahre ich in den Tempelbereich, in dem Sido liegt und finde ihn auch. Es scheint ihm gut zu gehen. Ich möchte ich aber auch noch mal untersuchen lassen. Vielleicht klappte es ja in ein paar Tagen ihn und Roscoe in die Boxen zu bekommen. 

Am frühen Abend liefere ich am Mabprachan 7/11 Trockenfutter und Reis bei Khun Jin ab. Ich sehe Kenji, dessen Wunden verheilt sind, Suzy und auch Sally. Sally scheint von Suzy erfahren zu haben, dass sie mir vertrauen kann, denn sie lässt sich von mir nun ausgiebig streicheln und ist garnicht mehr scheu. Ich werde nun öfter die Hunde dort besuchen, um das Band zwischen Sally und mir zu festigen. Dann hoffe ich sie in die Klinik bringen zu können. 

Stephan ruft mich an und ist besorgt, da Jack verschwunden ist. Ich versuche ihn zu beruhigen. Straßenhunde sind schon mal unterwegs. Jade ist sterilisiert worden und ich kann sie morgen Mittag abholen.

Mittwoch, 7. Dezember 2016

Am frühen Nachmittag treffe ich Stephan, einen Touristen aus Österreich, der mich gestern gebeten hatte, nach zwei Hunden in Jomtien zu schauen. Er füttert sie, solange er in Pattaya ist. Es ist eine Hündin und ein Rüde, Jade und Jack. Jade sieht einwandfrei aus und Jack hat kleine Fellprobleme. Beide Hunde sind zutraulich. Ich schlage Stephan vor, beide Hunde sterilisieren zu lassen. Jade kann ich ohne Probleme einfangen und in eine Box verfrachten, aber Jack wehrt sich und läuft schließlich davon. Wir bringen Jade in die South Pattaya Klinik und Stephan verspricht sie nach der Sterilisation medizinisch zu versorgen. Mit Jack will er versuchen sich noch weiter anzufreunden um ihn für ein Bad in seinem Apartment zu überreden. 

In der NPW Klinik schaue ich nach Dae. Seine behandelnde Tierärztin teilt mir mit, dass Dae in zwei Tagen entlassen werden könne. Am Mabprachan 7/11 treffe ich Khun Jin und übergebe ihr 20 kg Trockenfutter. Kenjis Wunden sind gut verheilt. Suzy ist auch zugegen und Sally, die Hündin, der man ihre neugeborenen Welpen weggenommen hatte. Ich versuche mich auch mit ihr anzufreunden, damit ich sie sterilisieren lassen kann.

Dienstag, 6. Dezember 2016

Josie kommt und wäscht Kylie und gemeinsam waschen wir danach Zhenya, Danny und Dina. Anschließend ziehen wir Tommy, Zhenya, Big Boy, Ilya und Yuri die Kastrationsfäden. 

Dannys und Dinas Fellzustand hat sich verbessert. Beide Welpen sind sehr lebhaft und es scheint, dass es ihnen gut gefällt mit so vielen anderen Hunden beisammen zu sein. Auch Mae hat sich gut eingefügt. Samlees Zustand verbessert sich ebenfalls, wenn auch langsam, zunehmend. Sie kann ihre gebrochene Hüfte nun besser belasten und auf lange Sicht werden sich auch die Muskeln im stillgelegten Hinterlauf wieder aufbauen. 

Kenny hat es vorgezogen, sich im großen Hof- und Gartenbereich aufzuhalten. Er ist sehr positiv, wird von den anderen Hunden akzeptiert und läuft nun schon recht geschickt auf seinen drei Beinen. Es gefällt ihm bei uns ganz offensichtlich.

Montag, 5. Dezember 2016

Heute ist der erste Tag für zwei Wochen, an dem ich mal wieder Hof- und Gartenarbeit allein bewerkstelligen muss. Reisfutter für die Kranken, die Rekonvaleszenten, die Kleinen, die immer zu Kurz kommen und natürlich für Danny und Dina, gibt es morgens weiterhin. 

Kenny hat die erste Nacht im hinteren Bereich gut überstanden. Ich finde ihn zwar in der hintersten Ecke, aber er freut sich mich zu sehen und mischt sich dann auch unter die anderen Hunde. Ich kann nun mit ihm ganz normal umgehen und stelle fest, dass er in meinem Beisein offensichtlich die Gesellschaft der anderen Hunde genießt. Sie scheinen ihn auch ohne Umschweife zu akzeptieren. Danny, der im Gegensatz zu Dina recht forsch ist, macht auch schon Bekanntschaft mit Kenny und der lässt es freundlich geschehen.

Ich bin gerade mit allen Arbeiten fertig als Yvonne und Joerg mich am frühen Nachmittag besuchen kommen. Sie bringen mir Medikamente für die Hunde und eine Geldspende mit, die Yvonne von Freunden und Bekannten erhalten hat.

Sonntag, 4. Dezember 2016

Am Nachmittag bin ich mit Nicky und Alfonse geschäftlich unterwegs. Roshi ruft mich an, dass es ihr nicht gut gehe und ob ich Hop mit ihrer Helferin in die Klinik bringen könne. Ich entschließe mich es auch mit Kenny zu versuchen und siehe da, er lässt sich von mir auf den Arm nehmen und in die Box verfrachten, die ich auf Verdacht mit ins Haus genommen hatte. Offensichtlich hat sich Kenny entschlossen mir zu vertrauen, denn auch in der Klinik ist er ganz kooperativ und lässt das Fädenziehen brav über sich ergehen. Nachdem ich Hop wieder entlassen habe bringe ich Kenny in den hinteren Bereich, wo ich ihn vorerst unterbringe. Ich will sehen, wie er mit den anderen Hunden klar kommt und wie die Hunde mit ihm.

Samstag, 3. Dezember 2016

Der gesamte Nachmittag geht mit Besorgungen in der Stadt und der Wartung des Autos drauf. Kenny gewöhnt sich mehr und mehr an mich trotzdem weiß ich immer noch nicht wie ich ihn in die Klinik bringen soll. Die Fäden müssen nun aber bald gezogen werden. Mae weicht mir auch noch aus, aber um sie mache ich mir weniger Sorgen. Irgendwann werde ich sie schon zu fassen bekommen. Das wird bei Mum schwieriger werden, denn an sie komme ich überhaupt nicht heran. Sterilisiert werden muss sie aber auch irgendwann einmal. Gefährlich werden kann es nicht, denn mittlerweile sind alle Rüden außer Felix kastriert.

Freitag, 2. Dezember 2016

Wan Song informiert mich, dass Sinin wieder da ist. Da Wan kein Geld für Medikamente hat, gebe ich ihr 500 Baht damit sie Antibiotika für die Katzen kaufen kann.

Am frühen Nachmittag fahre ich mit Rene und Heidi zu Prajuab. Die beiden denken an eine Spielgefährtin für Lulu. Ich habe ihnen einen von Khaofangs Welpen empfohlen. Da ich die Welpen nicht sehe, rufe ich Prajuab an und er teilt uns mit, dass ausgerechnet der Welpe, den Rene und Heidi adoptieren wollten, überfahren wurde. Prajuab führt uns zu zwei anderen Welpen, die kürzlich jemand am Reservoir zurückgelassen hatte. Für einen der beiden entscheiden sich Rene und Heidi.

Nachdem Rene und Heidi mit dem Welpen zur Untersuchung in die Nord Pattaya Klinik gefahren sind, liefere ich 100 kg Trockenfutter und 60 kg Reis bei Prajuab ab. Ich mache dabei noch ein Foto von dem anderen Welpen in der Hoffnung auch ihn vermitteln zu können.

Donnerstag, 1. Dezember 2016

Gai kommt heute Morgen und ich verteile am Abend zuvor gekochtes Reisfutter an Kenny, Tommy, Simba, Anna, Toya, Zola, Biaow, Samlee,Yana, Dina und Danny. Yana bekommt zusätzlich noch gebratenes Hühnerfleisch. Ich werde sie mal eine Woche lang vollständig auf Hühnerbrust umstellen, um zu sehen, ob es ihrer Verdauung gut tut. Kenny ist wieder etwas zutraulicher geworden und lässt mich seinen Kopf streicheln. Er liegt nun schon an der Schwelle meines Bürozimmers, während ich am Computer arbeite.

Am Nachmittag treffe ich Nicky und Alfonse. Wir tauschen uns über unsere Schützlinge aus und ich darf mal zwei Stunden lang nichts tun.

Janin, eine Touristin, die sich mit einem Hund angefreundet hat, bittet mich um Rat da sie den Hund eventuell adoptieren und nach Deutschland bringen möchte. Allerdings muss ich ihr mitteilen, dass die Ausfuhr/Einfuhr von Hunden in kurzer Zeit nicht möglich ist. Ob Janin dann auch wirklich den Hund adoptieren wird, wenn sie weiß, dass es Zeit und Geld kostet bleibt abzuwarten.

Wan Song informiert mich, dass eine weitere Katze gestorben sei und zwei erkrankt seien. Sinin sei seit einigen Tagen nicht mehr erschienen.

Mittwoch, 30. November 2016

Mae und ihre Babys haben sich nun gut eingelebt. Danny und Dina sind sehr agil und laufen im gesamten hinteren Bereich herum. Sie versuchen zu allen Hunden lieb sein und haben nun selbst Isi herumgekriegt, die sie anfangs häufig angekläfft hatte. Zu Nadia haben sie ein besonderes Verhältnis entwickelt und liegen oft bei ihr. Danny und Dina wissen bereits wo sie ihr Reisfutter bekommen und folgen mir, wenn ich mit den Schüsseln anrücke. 

Alles in Allem ist der hintere Bereich viel friedlicher als der Hauptbereich. In Hof und Garten geht häufig die wilde Jagd ab und manchmal wird aus Spiel Ernst und ich muss die Raufbolde ermahnen.

Kenny ist immer noch im Haus und Tommy zuweilen auch. Kenny ist ja nicht einfach und sein Vertrauen zu erlangen ist keine leichte Sache. Immerhin lässt er mich nun schon vorsichtig seinen Kopf streicheln. Seine Augen aber sind immer noch wachsam und eine falsche Bewegung kann meine ganzen Bemühungen zunichte machen. Kenny ist nun eigentlich soweit, dass ihm die Fäden gezogen werden können. Ob ich es aber schaffe ihn so bald wieder zu Dr. Kwanchai zu schaffen bleibt abzuwarten. 

Die Fäden bei Tommy, Ilya, Yuri, Big Boy und Zhenya kann ich selber ziehen. Allerdings brauche ich dabei jemanden der mir hilft die Hunde zu halten.

Dienstag, 29. November 2016

Ich koche nun für eine Reihe von Hunden jeden Tag Reisfutter. Versorgt werden damit morgens Kenny, Tommy, Simba, Anna, Felix, Toya, Zola, Yana, Namtarn, Samlee sowie Mae und ihre Jungen. Kenny, Yana, Mae und ihre Jungen bekommen, neben dem Trockenfutter, das alle Hunde bekommen, außerdem auch abends Reisfutter. Kenny und Mae sind ja ausschließlich Reisfutter gewohnt und Yana will einfach nicht zunehmen, obwohl sie gut frisst. Ihre Blutwerte waren ja beim letzten Test in Ordnung und entwurmt ist sie auch.

Ich rufe Wan Song an und frage, wie es den Katzen geht. Sie sagt, dass sie Antibiotika verabreiche, dass aber ein weiteres Kätzchen Symptome aufweise. Das ist nicht überraschend. Antibiotika können den Virus nicht bekämpfen, allenfalls Sekundärsymptome lindern. Tiere mit schwachem Immunsystem sterben bald nachdem sie infiziert wurden. Bei Tieren mit stärkerem Immunsystem verzögert sich der Ausbruch der Krankheit oder sie überleben. Wan teilt mir mit, dass sie die Katzen nun getrennt habe. Das allerdings ist zu spät, da sie mit Sicherheit bereits alle den Virus in sich tragen.

Am Nachmittag fahre ich in die NPW Klinik um nach Dae zu schauen. Seine behandelnde Tierärztin teilt mir mit, dass Dae in etwa einer Woche entlassen werden könne. Die Wunde sei dann soweit zugeheilt, dass eine Infektion nicht mehr zu befürchten sei.

Am Abend fahre ich zum 7/11 und treffe dort Khun Jin, der ich 20 kg Trockenfutter und 15 kg Reis gebe. Sie bestätigt, was ich schon vermutete. Wie sie sagt, sei Kenji zu Loy Krathong von einem Mann mit einer Machete attackiert worden. Glücklicherweise hat Kenji auch diese verabscheuungswürdige Tat halbwegs unbeschadet überstanden. Kennengelernt habe ich ihn ja als er schon mal mit einer Machete übel zugerichtet worden war. Jemand hatte sie ihm über den Schädel gezogen und einen langen Schnitt verursacht. Dabei ist Kenji ein ganz lieber. Er sieht zwar ein wenig wild aus, ist aber zu mir immer freundlich gewesen und wie ich gesehen habe, ist er das auch zu anderen. Allerdings nicht immer zu jedem anderen Hund und vielleicht auch nicht zu Soziopathen.

Montag, 28. November 2016

Josie kommt mittags und badet Kylie. Gemeinsam baden wir danach Dina und Danny sowie Zhenya und Yaya. Da die beiden Welpen verfloht sind, gebe ich Mai eine Dosis Bravecto. Mae entzieht sich mir noch und so ist eine Waschung keine Option. Ansonsten geht es unseren drei neuen Gästen gut. Danny und Dina sind nun meist draußen bei den anderen Hunden und erkunden den hinteren Bereich.

Gai lässt mich wissen, dass sie ab nächsten Montag für zwei Wochen nicht kommen könne. Das bedeutet dann wieder erhebliche Mehrarbeit. Ich rufe Wan Song an, um mich nach dem Zustand der Katzen zu erkundigen. Wan erklärt, dass sie weiterhin keine Symptome aufweisen und bittet mich die Fäden zu ziehen. Das werde ich jedoch tunlichst sein lassen, denn die Ansteckungsgefahr selbst bei gesund aussehenden Tieren ist hoch. Die Fäden können ohne Weiteres noch ein bis zwei Wochen verbleiben ohne dass es den Katzen schadet. Wan erklärt dann, dass sie nicht mehr in der Klinik von Dr. Kwanchai arbeiten werde. Sie meint, dass sie den Virus von dort eingeschleppt habe. 

Ich rufe daraufhin Dr. Kwanchai an und er bestätigt mir, dass er Staupefälle in seiner Klinik habe. Sie seien zwar separiert, aber eine Kontaminierung könne nicht ausgeschlossen werden. Zudem hat Wan auch die Käfige der befallenen Tiere gereinigt. Offenbar ist sie von Dr. Kwanchai nicht ausreichend über die Ansteckungsgefahr belehrt worden und hat ihre Arbeitskleidung nicht desinfiziert. Ich bin nun in Sorge, dass womöglich Kenny den Virus mit sich trägt. Leider kann ich ihn nicht waschen, einmal weil er das nicht zulässt und zum Anderen wegen seiner Wunden. Er ist ja auch sterilisiert worden. Ich hatte erwogen ihn bald herauszulassen, werde damit aber nun warten.

Am Abend fahre ich erneut zum Mabprachan 7/11 und schaue nach Kenji. Er wird gerade von einer Frau gefüttert, die ich vor Monaten schon mal dort getroffen hatte. Sie fragt mich, ob ich ihr Trockenfutter geben könne, sie habe wenig Geld. Natürlich mache ich das. Menschen, die tagein tagaus für Straßenhunde sorgen werden von mir immer unterstützt. Wir verabreden uns für morgen um die gleiche Zeit. Bei der Gelegenheit jubele ich Kenji auch drei Prednisilone Tabletten unter.

Sonntag, 27. November 2016

Meine Befürchtung, dass weitere Katzen sterben, erweist sich zunächst als unbegründet. Wan erklärt, dass die verbliebenen sechs Katzen und auch Sinin keine Krankheitssymptome aufweisen. Das ist mal eine gute Nachricht, allerdings mit Vorsicht zu genießen, da die Krankheit noch Tage später ausbrechen kann, wenn das Immunsystem gut entwickelt ist, aber schließlich doch dem Virus erliegt.

Am Nachmittag fahre ich zum Mabprachan 7/11 um nach Kenji zu schauen. Er ist auch anwesend aber verweigert erneut die Behandlung seiner Wunden. Auch verschmäht er das in Wurstscheiben verpackte Prednisilone. Es scheint Kenji jedoch nicht so schlecht zu gehen. Er ist freundlich wie immer und bewegt sich kraftvoll. Suzy sehe ich auch. Sie ist nach der Verabreichung von Bravecto nun vollständig zeckenfrei. Dabei ist ebenfalls die Hündin, der man ihre Jungen weggenommen hatte. Sie muss unbedingt sterilisiert werden, lässt mich aber nicht an sich heran.

Kenny liegt weiterhin im Wohnraum. Der Heilungsprozess seiner Schulter verläuft normal. Kenny ist ein wenig zutraulicher geworden, aber streicheln lässt er sich von mir noch immer nicht. Mae und ihre Jungen richten sich allmählich im hinteren Bereich ein und werden von den anwesenden Hunden akzeptiert. Nadia spielt sogar mit Danny und Dina, ohne das Mae etwas dagegen hätte. Nadia hatte ja drei Junge als ich sie fand. Alle drei sind an Staupe gestorben.

Samstag, 26. November 2016

Ich bekomme zu Kenny allmählich einen besseren Kontakt, hilfreich dabei ist, dass ich ihn mit leckerem Reisfutter versorge und auch sonst noch mit Leckereien. Die Antibiotika nimmt er verpackt entweder in Wurstscheiben oder gebratenem Hühnerfleisch ohne Probleme. Tagsüber schläft er meistens. Was anderes kann er auch kaum tun.

Auf meiner FB Timeline finde ich von Saek ein Video von einem Hund mit einer schlimmen Nackenwunde. Ich vermute, dass es Kenji ist und fahre am Nachmittag zum Mabprachan 7/11, an dem er immer liegt. Ich finde Kenji auch und begutachte seine Wunde, die an einer Stelle sehr tief ist. Sie sieht nicht nach einer Bisswunde aus und kann von einem scharfen Gegenstand verursacht worden sein. Es wäre ja nicht das erste Mal, dass Kenji von einem Gestörten attackiert worden wäre. Kenji ist wie immer freundlich zu mir lässt mich aber seine Wunden nicht versorgen. Auch das in Wurstscheiben verpackte Prednisilone lehnt er dankend ab und trollt sich. Kenji ist ja ein Kämpfer und die Wunden scheinen ihm nichts auszumachen. Zumindest verhält er sich völlig normal. Ich werde morgen wieder versuchen ihm zumindest das Prednisilone zu verabreichen. 

Wan Song teilt mir mit, dass außer den zwei Katerchen die bereits gestorben sind, keine weiteren Kätzchen Symptome aufweisen. Die kommenden Tage werden zeigen, ob die anderen sechs Katzen und Sinin die Virusattacke abwehren konnten.

Freitag, 25. November 2016

Ich hatte Tommy über Nacht mit ins Haus genommen, da ich noch immer unter Schock stehe, was mit Randy passiert ist. Tommy ist zwar besser integriert, aber ich will nicht, dass er ein weiteres Opfer der Meute wird. 

Tommy hat die Nacht mit Kenny im Wohnraum verbracht. Kenny geht es den Umständen entsprechen gut. Er läuft noch ein wenig unsicher auf seinen drei Beinen, aber hat wohl keine Schmerzen. Ich füttere ihn und verabreiche ihm Amoxiklav. Amoxiklav bekommen auch noch Tommy, Ilya, Yuri, Zhenya und Big Boy. Die Sterilisationswunden sind bei allen fünf Hunden nun recht gut zugeheilt. Mae, ihre Jungen sowie Yana, Samlee und Namtarn füttere ich mit Reisfutter. Danach öffne ich die Käfigtür, sodass Mae, Danny und Dina sich umschauen können.

Am frühen Nachmittag fahre ich zu den Tempelhunden und danach zu Rita und Ernest, die sich nun dauerhaft in Thailand niedergelassen haben. Auf dem Wege zurück ruft mich Wan Song an, dass zwei der Kätzchen sehr krank seien. Aus ihrer Beschreibung der Symptome folgere ich, dass es sich wohl um Staupe handelt. Da Staupe hochansteckend ist und fast immer tödlich verläuft, werden wohl alle acht Katzen sterben. Möglicherweise hat Sinin, die Mutter, den Virus eingeschleppt. Ich biete Wan an die beiden Katzen zu Dr. Kwanchai zu bringen, aber Wan meint, dass es für sie schon zu spät sei.

Am frühen Abend fahre ich zu Roshi. Wir laden Hop ein und fahren in die South Pattaya Klinik. Dort erhält Hop die zweite Chemo. Dr. Kwanchai bestätigt mir, dass Wans Katzen an Staupe erkrankt sind. Er könne da auch nichts mehr machen.

Donnerstag, 24. November 2016

Nachdem Gai gekommen ist, fahre ich mit Randy in die South Pattaya Klinik und gebe ihn zur Einäscherung ab. Da ich gestern nicht mehr dazu gekommen bin Kenny aus der Klinik zu holen, nehme ich ihn nun zu mir. Kenny musste von Dr. Kwanchai jeweils sediert werden, damit er ihm die notwendigen Medikamente verabreichen konnte. Auch heute Morgen ist Kenny nur halb wach und wir bekommen ihn problemlos aus dem Käfig in die mitgebrachte Box. 

Wieder zu Hause bitte ich Gai mir zu helfen, ihn ins Haus zu schaffen. Das gelingt auch und Kenny schaut sich in Küche und Wohnraum um. Ich gebe ihm zuerst einige Wurstscheiben zu fressen, lasse ihn trinken und biete ihm danach Reisfutter an, das er mit gutem Appetit frisst. Danach legt er sich schlafen. 

Am Nachmittag fahre ich nach Jomtien ins Pinnacle Hotel. Lisbeth, ein Gast des Hotels hatte mich gebeten nach einer Hündin und ihren zwei Jungen zu sehen. Auf dem mitgeschickten Foto erkenne ich Mae, die Mutter von Zola und Toya. Nachdem ich Zola und Toya zu mir genommen hatte, habe ich die Hotelleitung gebeten Mae einzufangen, damit ich sie sterilisieren lassen kann. Das ist jedoch nie passiert und so ist Mae wieder trächtig geworden. 

Lisbeth hatte die Hotelleitung darüber informiert, dass ich Mae und ihre Jungen abholen würde und so schaffe ich es mit Hilfe eines Angestellten die drei Hunde in eine Box zu bekommen. Zu Hause bringe ich Mae und ihre Jungen, ich nenne den weiblichen Welpen Dina und den männlichen Danny, im hinteren Bereich in einem Kennel unter. 

Kenny ist nach wie vor skeptisch aber frisst das abendliche Reisfutter wieder mit Appetit. Danach legt er sich wieder schlafen. Mae bekommt ebenfalls Reisfutter und auch die Jungen fressen schon mit.

Mittwoch, 23. November 2016

Heute Morgen fahre ich sehr früh in die Stadt und nehme einen Bus nach Bangkok. Mein Pass muss erneuert werden. Während ich im Bus sitze, ruft mich Gai an. Ich hatte sie gebeten am heutigen Mittwoch zu kommen, normalerweise ist es einer ihrer freien Tage, damit jemand bei den Hunden ist, wenn ich weg bin. Morgens bin ich ja immer zu Hause. 

Gai informiert mich, dass einer der Hunde von mehreren anderen attackiert wird. Ich bitte sie dazwischen zu gehen, aber sie hat Angst gebissen zu werden. Zehn Minuten später ruft sie mich wieder an und teilt mir mit, dass der attackierte Hund tot sei. Ich versuche aus ihr herauszubekommen, welcher Hund attackiert wurde und ihrer Beschreibung nach kann es nur Randy sein. 

Meine Gefühle schwanken zwischen Wut und Trauer und ich fühle mich so hilflos. Wäre ich im Haus gewesen, wäre es sicher nicht passiert. Hätte ich ihn an seinen Platz zurück gebracht, wäre Randy sicher auch noch am Leben. Wäre, hätte … Es ist aber passiert und ich muss damit leben. Ich hatte geglaubt, dass Randy von den anderen Hunden akzeptiert worden war. In der vergangenen Woche gab es keinerlei Anzeichen, dass er attackiert werden würde. 

Ich finde Randy nach meiner Rückkehr unter einem der Büsche liegen. Alles was ich noch für ihn tun kann,  ist dafür zu sorgen, dass er eingeäschert wird.

Dienstag, 22. November 2016

Mittags fahre ich zu Josie und hole sie mit Rio ab. Rio hat Hautprobleme und soll von der Hautärztin, die heute wieder in der Nord Pattaya Klinik praktiziert, untersucht werden. Wir fahren jedoch erst wieder nach Mabprachan, wo ich Yaya und Zhenya einlade. Mit Rio, Yaya und Zhenya fahren Josie und ich dann in die Klinik. 

Yaya war ja schon vor gut einem Monat von der Hautspezialistin untersucht worden und wurde von mir mit Doxycycline und Itraconazole behandelt worden. Yayas Nieren- und Leberwerte sind in Ordnung. Die Behandlung mit Itraconazole solle für einen weiteren Monat fortgesetzt werden. Für Zhenya empfiehlt die Ärztin Bäder mit Malaseb sowie eine wöchentliche Ivermectin Dosis.

Dr. Kwanchai informiert mich am Nachmittag, dass Kenny schwierig im Umgang sei. Ich fahre in die South Pattaya Klinik, allerdings kann ich Kenny nicht mitnehmen, da ich morgen den ganzen Tag in Bangkok zu tun habe. Ich verspreche Dr. Kwanchai Kenny morgen abzuholen. Kenny kennt mich ja ebenfalls kaum und ist natürlich nach der Amputation in nicht allzu bester Laune. Auch mich knurrt er anfangs aus dem Käfig an, nachdem ich jedoch ruhig mit ihm spreche, beruhigt er sich und schaut mich nicht mehr so böse an. Trotzdem wird seine morgige Unterbringung wohl nicht so einfach verlaufen.

Montag, 21. November 2016

Gai hat für heute abgesagt, dafür kommt Josie und badet Kylie. Am frühen Nachmittag fahre ich in die NPW Klinik. Dort Dae wird gerade versorgt. Seine Wunde ist immer noch großflächig, ist jedoch nicht infiziert und zur Hälfte zugeheilt. Dr. Kwanchai informiert mich, dass er Kennys Vorderlauf amputiert hat. Gleichzeitig hat er ihn kastriert. Kenny wird solange in der Klinik bleiben, bis ich ihn aufnehmen kann.

Sonntag, 20. November 2016

Am Nachmittag fahre ich in die NPW Klinik um nach Dae zu schauen. Er ist nun fast drei Wochen in der Klinik. Leider treffe ich Dr. Phannapa, die für Deas Erstversorgung verantwortlich war nicht an. Ich befrage einen anderen Veterinär, der mir bestätigt, dass der Heilungsprozess normal verlaufe. Nach meiner Einschätzung ist die Wunde bereits zur Hälfte zugeheilt. Der Vet teilt mir auf Nachfrage mit, dass die Versorgung der Wunde noch etwa zwei Wochen lang gewährleistet werden müsse.

Samstag, 19. November 2016

Mike steht am Vormittag mit Felix an der Leine vor dem Tor. Mike möchte Felix zurückbringen, da sich Felix mit einem seiner Hunde gebissen hat. Mike, der ja in Bangkok arbeitet, berichtet, dass sich Felix die vergangenen Tage separiert habe und sich offenbar nicht mehr wohl fühle. Selbstverständlich nehme ich Felix wieder auf und entlasse ihn auf die kleine Terrasse. Nachdem er von allen anwesenden Hunden ausgiebig beschnuppert wurde, findet er sich schnell wieder zurecht und scheint froh zu sein wieder bei uns zu sein. Bald tobt er mit Anna im Garten herum und nimmt ein Bad in der großen Wanne. 

Da es wieder anfängt zu regnen trage ich Samlee und auch Namtarn in den hinteren Bereich, wo sie sich jederzeit ein trockenes Plätzchen suchen können. Beide Hunde haben sich ja immer im Garten separiert und sind ja auch schon von einigen der Gartenhunde angegriffen worden. Im hinteren Bereich sind sie besser aufgehoben.

Freitag, 18. November 2016

Klaus benachrichtigt mich am Vormittag, dass Kenny von den Werkstattleuten eingefangen wurde und ich ihn abholen könne. Ich fahre zum Highway und finde die Box mit Kenny darin unter einem Baum im Schatten. Da Dr. Kwanchai mich gebeten hatte Kenny in die Silverlake Klinik zu bringen, fahre ich gleich anschließend dort hin. Wenn es sich machen lässt werde ich Kenny nach erfolgreicher Amputation und einigen Tagen Klinikaufenthalt erst einmal zu mir nehmen. Mit Randy hat die Eingliederung ja recht gut geklappt und so hoffe ich, dass sich auch Kenny bis zu seiner völligen Genesung einfügen wird.

Auf dem Weg zurück in die Stadt schaue ich nach den Tempelhunden. Zu meiner Besorgnis stelle ich bei Prince wohl auch TVT fest. Offensichtlich befindet sich eine läufige TVT Hündin in der Nähe, die wohl auch schon Rocky angesteckt hatte. Mein Versuch, Prince gleich in die Silverlake Klinik zu bringen scheitert. Er ist ja mittlerweile wieder etwas zutraulicher zu mir und so muss ich Anfang kommender Woche noch einmal versuchen ihn einzufangen.

Am frühen Abend fahre ich zu Roshi. Wir nehmen Hop auf und fahren mit ihm in die South Pattaya Klinik. Hop vertraut Roshi und überträgt sein Vertrauen auch auf mich, sodass ich mit seiner Handhabung keine Probleme habe. Dr. Kwanchai erklärt, dass eine Operation nicht notwendig sei und drei Chemotherapiebehandlungen wohl das Problem lösen werden. Hop lässt die Behandlung willig über sich ergehen und so können wir ihn schnell wieder zu seinem Kumpel, mit dem er vor dem Village Tor liegt, entlassen.

Donnerstag, 17. November 2016

Klaus ruft mich am frühen Nachmittag an, dass er Kenny auf dem Nachbargrundstück neben der Werkstatt gesehen hat. Ich fahre zu der kleinen Gasse neben dem Highway 36 in der Hoffnung Kenny zu Dr. Kwanchai bringen zu können. Diese Hoffnung allerdings trügt, denn sobald Kenny mich sieht, nimmt er Reißaus. Selbst auf drei Beinen ist er noch viel schneller als wir und so müssen wir die Aktion auf morgen verschieben. Ich lasse eine Box bei der Frau, die mir beim vergangenen Mal geholfen hatte Kenny zu fangen und bitte sie, ihn in die Box zu sperren, falls er das zulässt.

Auf dem Rückweg fahre ich zu dem Platz an dem Khaofang mit ihren Welpen liegt, um nach dem Unfallwelpen zu schauen. Anfangs sehe ich nur Khaofangs gesunde Welpen, entdecke dann aber auch den vierten Welpen etwas abseits im Gras. Er bewegt sich recht gut, ist jedoch noch nicht ganz wieder hergestellt. Immerhin wächst er normal heran und wird wohl überleben können, wenn auch etwas behindert.

Am frühen Abend fahre ich in die South Pattaya Klinik. Wan Songs acht Kätzchen sind alle sterilisiert worden und wohlauf. In Wan Songs Apartment vereinbaren wir die Kätzchen impfen zu lassen, sobald sie sich von der Sterilisation erholt haben.

Mittwoch, 16. November 2016

Morgens früh um acht bin ich bei Wan Song. Wir laden die acht Kätzchen ein und fahren in die South Pattaya Klinik. Zhenya und Yuri sind in der Nacht zuvor sterilisiert worden und können am Nachmittag abgeholt werden.

Am späten Vormittag besucht mich Rudi, der auch mehrere Straßenhunde bei sich aufgenommen hat. Bei einer Tasse Kaffee plaudern wir über unsere täglichen Erfahrungen.

Am späten Nachmittag fahre ich erneut in die South Pattaya Klinik und hole Yuri und Zhenya ab. Sie sind offensichtlich froh mich zu sehen und kommen weniger widerspenstig aus ihren Käfigen. Auch sie bringe ich zunächst in der Küche unter, muss sie aber bald von ihren Krägen befreien, da sie sich gegen sie wehren. Ich gebe ihnen Amoxicilin und entlasse sie nach draußen. 

Toya ist offensichtlich immer noch läufig und deswegen sperre ich sie und auch Zola in den Raum neben der Küche ein. Sie verhalten sich ruhig, sodass ich sie dort auch über Nacht lasse.

Dienstag, 15. November 2016

Am frühen Nachmittag lade ich Zhenya und Yuri ein und fahre mit ihnen in die South Pattaya Klinik. Anschließend bringe ich eine Dosis Bravecto und Ivermectin zu Josie, die einen Hund mit Fellproblemen aufgenommen hat. 

Dann fahre ich nach Baan Amphur und gebe 30 kg Reis bei Ba Bät ab. Im Tempel versorge ich die Hunde und fahre danach wieder zur South Pattaya Klinik um Ilya und Big Boy abzuholen. Laut Dr. Kwanchai waren beide schwierige Patienten. Selbst ich brauche einige Minuten, damit sie wieder Vertrauen zu mir fassen. Big Boy habe ich nie zuvor so böse blicken sehen. Mit einiger Mühe zerre ich sie aus den Käfigen und verfrachte sie in mitgebrachte Box und Käfig. Beide tragen einen Kragen. Darum hatte ich Dr. Kwanchai gebeten. Ich entlasse Ilya und Big Boy in der Küche, da ich sie die erste Nacht nicht draußen lassen möchte.

Montag, 14. November 2016

Am Vormittag fange ich mit List und Tücke Ilya, der nicht immer einfach ist. Danach schnappe ich mir „Big Boy“ Sascha und fahre mit beiden in die South Pattaya Klinik. Dr. Kwanchai sterilisiert gerade eine Katze und so stecke ich Ilya und Big Boy in zwei leere Käfige. Mit Dr. Kwanchai und Wan Song, die sich mittlerweile recht gut eingearbeitet hat, vereinbare ich alle acht Kätzchen übermorgen in die Klinik zum Sterilisieren zu bringen. Morgen sind aber erst einmal Yuri und Zhenya dran. Ilya und Sasha werde ich dann am Nachmittag abholen können. 

Am Nachmittag fahre ich zu Roshi. Sie hat bei einem der Rüden, die immer am Eingang zu ihrem Village liegen, wohl TVT festgestellt. Wir vereinbaren den Hund am Freitag zur Diagnose zu Dr. Kwanchai zu bringen. 

Ich hatte Klaus gebeten, nach Kenny zu sehen. Klaus ruft mich an und teilt mir mit, dass er Kenny nicht hat finden können. Ich werde am Donnerstag nach ihm sehen und versuchen ihn zu Dr. Kwanchai zu bringen. 

Die Rekonvaleszenten Randy und Samlee machen sich recht gut. Samlee kann ihre Hüfte etwas stärker belasten und Randy hat ein wenig an Gewicht zugelegt. Beide Hunde bekommen von mir Reis und Trockenfutter.

Sonntag, 13. November 2016

Josie kommt mittags und wäscht Kylie. Roshi bittet mich mir einen Rüden in ihrem Village anzuschauen. Sie vermutet TVT bei ihm. Ich werde das morgen tun. 

Toya ist läufig und so war es höchste Zeit sie zu sterilisieren. Da sich die Rüden und insbesondere Ilya, der mit ihr normalerweise auf der kleinen Terrasse liegt, selbst nach der Sterilisation für sie interessieren, nehme ich sie ins Haus.

Samstag, 12. November 2016

Am Nachmittag fahre ich in die South Pattaya Klinik und hole Tommy, Zola und Toya ab. Zu Hause angekommen stelle ich fest, dass sich Tommy das Pflaster abgerissen hat und an seiner Wunde leckt. Ich lege ihm einen Kragen um, von dem er sich jedoch mit Vehemenz befreit. Ich gebe ihm 250 Amoxicilin in der Hoffnung, dass sich die Wunde nicht infiziert. Zola und Toya haben ihre Pflaster nicht angerührt. Trotzdem lege ich ihnen ein Shirt an. 

Die Rüden sind immer die Problemkinder nach einer Sterilisation. Häufig entstehen Infektionen, da sie die Wunde lecken. Ein Shirt kann man ihnen nicht anlegen und des Kragens entledigen sie sich auch mit Vorliebe. 

Yana füttere ich weiterhin mit Reisfutter. Da ich sowieso Reis kochen muss, bekommen nun auch Samlee, Namtarn, Randy, Simba und Anna ebenfalls Reisfutter. Natürlich ziehen alle Hunde das Reisfutter dem Trockenfutter vor, aber für Dutzende Hunde täglich Reis zu kochen habe ich weder Zeit noch Energie. Auch ist die Fütterung mit Reis viel zeitaufwendiger.

Freitag, 11. November 2016

Gegen Mittag bringe ich Tommy, Zola und Toya in die South Pattaya Klinik, um sie sterilisieren zu lassen. Sie müssen nicht länger als notwendig in der Klinik bleiben und so kann ich sie hoffentlich morgen wieder zurückholen. 

Am Nachmittag gehe ich rüber zu Rene und Heidi, um Lulu ihre wöchentliche Dosis Ivermectin zu verabreichen. Die Stelle an ihrer Lefze sieht besser aus; es wachsen Härchen nach. Rene und Heidi wollen dennoch in der übernächsten Woche eine Biopsie vornehmen lassen.

Donnerstag, 10. November 2016

Gai macht den Garten und Nut das Haus. Ich stelle fest, das eine Wasserleitung gebrochen ist und das Wasser offensichtlich die ganze Nacht gelaufen ist. Das ist nicht gut für meine Wasserrechnung. Gai kann einen Klempner organisieren und so wird der Schaden einstweilen behoben. 

Am Nachmittag kaufe ich Trockenfutter, Katzenfutter und Katzenstreu und liefere es bei Wan Song ab. Ich treffe am ehemaligen Schrottplatz auf Khiaow, Luna und Yumi und an der Naklua Road schaue ich auch nach Mom, Bobby und Diana. Mom finde ich nicht, aber Bobby und Diana geht es gut genauso wie den Schrottplatzhunden.

Mittwoch, 9. November 2016

Ich fahre morgens mit Yana in die South Pattaya Klinik. Yana nimmt einfach nicht zu und ihr Kot ist trotz wochenlanger Behandlung immer noch flüssig. Dr. Kwanchai empfiehlt eine Futterumstellung und gibt mir Spezialfutter gegen Darmentzündungen mit. Ich solle es auch mit Yoghurt versuchen. Nach meiner Rückkehr biete ich Yana Reis vermischt mit dem Spezialfutter und Yoghurt an und sie frisst es mit Appetit.

Mittags kommt Rhonda mit Freundin Kylie, um sich für einige Wochen zu verabschieden. Rhonda wird ihre Familie in Tasmania besuchen.

Am Nachmittag fahre ich in die Silverlake Klinik, um Kenny abzuholen. Dr. Kwanchai hat bisher eine Amputation vermieden, da es Kenny‘s Allgemeinzustand nicht erlaubte. Die Entzündung in der Pfote ist zurückgegangen und Kenny solle einige Tage beobachtet werden, ob die Pfote weiterhin entzündungsfrei bleibt. Ich entlasse Kenny an der Werkstatt. Allerdings habe ich den Eindruck, dass ich ihn wohl bald werde wieder abholen müssen. Ich bin nach wie vor davon überzeugt, dass eine Amputation notwendig ist.

Dienstag, 8. November 2016

Heute Morgen regnet es. Gai ruft mich an, dass sie nicht kommt. Also muss ich Hof und Garten im Regen säubern. Samlee und Tommy, die die Nacht im Haus verbracht haben, lasse ich raus. Randy und Namtarn hatten sich, wie die anderen Hunde auch, trockene Plätzchen gesucht. Ich füttere Simba, Anna, Samlee, Alex, Tommy und Zhenya und verteile Medizin. 

Der Regen hat mittlerweile aufgehört und so tobt die Meute im Garten herum. Samlee sucht sich ein Plätzchen in der Sonne. Ich nehme Randy ins Haus und entferne das Pflaster auf seiner Operationsnaht. Die Naht sieht gut verheilt aus. 

Das Gatter, das den vorderen Bereich vom hinteren trennt, und bisher immer geschlossen war, lasse ich nun schon mal offen, damit die Hunde aus dem hinteren Bereich mehr Auslauf haben. Allerdings nehmen nur Yana, Yota, Nadia und Isi diese Gelegenheit wahr. Die anderen Hunde scheinen sich dort wo sie sind sicherer zu fühlen. Normalerweise gibt es keine Reibereien mit den Gartenhunden nur muss ich heute Nadia und Bunnie trennen, die sich gar nicht mögen.

Am späten Nachmittag gehe ich wieder rüber zu Mike's Haus um zu sehen, wie es Felix geht. Erfreulicherweise scheint der nun an seiner neuen Umgebung Gefallen zu finden. Er läuft nun im Wohnraum herum und als ich das Haus verlasse, folgt er mir in den Garten, den er zuvor gemieden hatte. Die Adoption scheint also zu klappen. Das meint auch Mike, zu dem ich wähend unseres Gesprächs einen guten Kontakt bekomme.

Montag, 7. November 2016

Am frühen Nachmittag fahre ich nach Baan Amphur, versorge die Vorhallenhunde und die Salahunde. Anschließend mache ich mit den Hunden unseren gewohnten Strandgang. Das Wetter ist sehr unbeständig, aber es bleibt relativ trocken. 

Auf dem Rückweg fahre ich an der NPW Klinik vorbei, um mich über Daes Zustand zu informieren. Dr. Pannapa, Daes behandelnde Veterinärin, lässt mich ein paar Fotos von Dae machen. Sehr freundlich ist er nicht zu mir und deswegen muss die Käfigtür geschlossen bleiben. Dr. Pannapa ist mit dem Heilungsfortschritt der Wunde zufrieden. 

Als ich zurück nach Hause komme, sehe ich den halben Garten überflutet. Es muss so stark wie nie zuvor geschüttet haben, denn sogar unser Kirschbaum ist entwurzelt worden. Die Hunde aber haben das Unwetter gut überstanden. Auch Samlee und Namtarn haben ein trockenes Plätzchen gefunden. 

Am frühen Abend gehe ich rüber zu Mike, der Felix zu sich genommen hat. Mike wohnt nur einen Steinwurf von uns entfernt. Felix ist nicht besonders glücklich und hat sich unter einer Treppe verkrochen. Ich rufe ihn, aber er kommt nicht heraus, sodass ich ihn hervorziehen muss. In meinem Schoß verbirgt er sein Köpfchen in meiner Armbeuge. Wenn er sich in den kommenden Tagen nicht eingewöhnt, werde ich ihn zurücknehmen müssen. 

Das ist das Problem, was ich schon kürzlich mit Patty hatte und zuvor auch mit Lady. Sie sind relativ glücklich mit den anderen Hunden und vermissen ihre gewohnte Umgebung wenn ich sie fort gebe. Zumindest aber mit Fritzi, Lulu und Sammy hat die Adoption gut geklappt.

Sonntag, 6. November 2016

Heidi und Rene kommen mittags um nach Patty zu schauen. Patty ist wieder die alte und begrüßt die beiden freundlich. Mit ihnen hatte sie ja auch kein Problem; die Trennung von den anderen Hunden machte ihr zu schaffen.

Josie kommt ebenfalls und badet Kylie, Yaya und Tommy. Gemeinsam waschen wir Zhenya, der ja immer etwas problematisch ist. Während wir gerade dabei sind, fängt es stark an zu regnen. Ich laufe raus um Samlee ins Trockne zu bringen, kann sie aber weder unter den Büschen noch am Tor finden. Als ich zum Haus zurück laufe, finde ich sie unter einem Sims liegen, wo sie ein trockenes Plätzchen gefunden hat.

Am Nachmittag kommt Mike mit Sohn Edison vorbei. Sie wohnen ganz in der Nähe und möchten einen Welpen adoptieren. Ihr Auge fällt auf Felix. Ich gebe ihnen Felix mit und wir vereinbaren, uns morgen wieder zu treffen, um zu sehen ob seine Eingewöhnung klappt.

Samstag, 5. November 2016

Am frühen Nachmittag fahre ich in die NPW Klinik, um nach Dae zu sehen. Er wird nun bereits seit fünf Tagen behandelt. Als ich ankomme, wird Dae gerade versorgt. Seine Wunde sieht schlimm aus, aber er ist in guten Händen. Nach Rücksprache mit Evi entscheiden wir Dae für weitere zehn Tage in der Klinik zu lassen. Die Kosten für 15 Tage betragen 9,900 Baht. Zurück an seinen alten Platz kann er bis auf weiteres auf gar keinen Fall. Ob ich Dae nach den 15 Tagen zu mir nehmen kann, müssen wir sehen.  

Randy hat sich von der Operation gut erholt und tritt nun etwas selbstbewusster gegenüber den anderen Hunden auf. Gelegentlich knurrt er sie sogar an, wenn sie ihm zu Nahe kommen. Ich führe das auf seine verminderte Sehfähigkeit zurück. Er kann wohl nicht genau erkennen, ob sie sich ihm gegenüber freundlich oder aggressiv verhalten. Das kann unangenehme Folgen für ihn haben, denn wenn sich einige Hunde auf ihn stürzen, wird er sich kaum wehren können. Passieren kann das jederzeit. Ich musste schon Samlee und Namtarn vor Attacken bewahren. Der Tötungsinstinkt ist bei den Hunden ja noch intakt. Das mussten kürzlich auch zwei größere Schlangen erfahren. Eine konnte ich noch retten, die andere wurde von Nadia getötet.

Freitag, 4. November 2016

Tommy hat die Nacht im Haus verbracht; Samlee und Randy im Vorratsraum. Ich lasse alle drei morgens heraus, denn die Sonne scheint mal wieder. Samlee verkriecht sich zum ersten Mal nicht gleich unter die Büsche, sondern sonnt sich in der Nähe des Tores. Sie kann sich nun recht gut auf drei Beinen fortbewegen, zieht aber das verletzte Bein stark nach.

Am frühen Nachmittag fahre ich mit Roshi erneut zu dem Thaihaus an der sich die Spur des Welpen verloren hat. Nun erhalten wir die Auskunft, dass der Welpe an einen Thai weitergegeben wurde, der sich angeblich gut um den Welpen kümmere. Er sei irgendwo im Isaan ansässig, wo wisse man nicht. Die Nachforschungen sind damit beendet. Roshi ist aber etwas erleichtert, da sie zuvor befürchtete, dass der Welpe gegen Kleingeld verschachert wurde.

Patty ist zurück. Sie war nicht besonders glücklich bei Heidi und Rene, da sie die Gesellschaft der anderen Hunde vermisste. Heidi und Rene mussten sie zurückgeben, da sie sich gegenüber Besuchern aggressiv verhielt. Nach einer halben Stunde hat Patty wieder ihren Platz in der Meute eingenommen und ist wieder glücklich.

Donnerstag, 3. November 2016

Mittags fahre ich nach Baan Amphur, kaufe Reis und Trockenfutter und liefere den Reis bei Ba Bät ab. Dann versorge ich die Hunde mit Trockenfutter und Wasser und gehe mit ihnen anschließend an den Strand.

Auf der Rückfahrt sehe ich Lucky, der jemand ein Halsband verpasst hat, und die gut und gesund aussieht. Sie freut sich sehr mich zu sehen und springt permanent an mir hoch. Schön zu sehen, dass es ihr gut geht.

Am Mabprachan 7/11 schaue ich nach Suzy, die tags zuvor verzeckt vorgefunden hatte. Ich gebe ihr Bravecto, um sie von ihrem Leiden zu befreien.

Am frühen Abend hole ich Randy aus der South Pattaya Klinik. Er ist operiert worden und macht einen guten Eindruck. Zu Hause angekommen, ist er froh wieder zurück zu sein. Er scheint das Haus bereits als sein neues Zuhause angenommen zu haben.

Mittwoch, 2. November 2016

Ich kaufe Trockenfutter und Reis und liefere die Säcke bei Prajuab ab. Von Khaofangs vier Welpen sehe ich nur den schwarzen, der wohl Räude entwickelt. Ich gebe ihm 8 mg Ivermectin. Den angefahren Welpen kann ich nicht entdecken. Prajuab erklärt mir aber, dass noch alle vier Welpen vorhanden sind. 

Am Abend fahre ich mit Samlee und Randy in die South Pattaya Klinik. Randy muss nachoperiert werden und Samlee will ich Dr. Kwanchai vorstellen. Randy bleibt in der Klinik und für Samlee gibt mir Dr. Kwanchai wieder schmerzstillende Tabletten mit. Samlees Gesundung wird noch Wochen in Anspruch nehmen.

Dienstag, 1. November 2016

Am frühen Nachmittag fahre ich mit Roshi um einen adoptierten Welpen wiederzufinden. Wir finden schließlich die Familie, die den Hund adoptiert hat. Die hat den Welpen aber unverständlicherweise an einen Müllsammler weitergegeben. Roshi ist darüber nicht sehr erfreut, denn sie hat den Welpen aus schwierigen Verhältnissen gerettet und mit der Absicht aufgezogen, um ihm ein sicheres Leben in einer liebevollen Umgebung zu ermöglichen.

Montag, 31. Oktober 2016

Evi ruft mich morgens an und teilt mir mit, dass ihre Haushaltshilfe einen angefahrenen Hund bei sich zu Hause hat. Ich fahre zu Evi und ihre Haushaltshilfe führt uns zu einer Ansammlung von Wellblechbuden, in der sie und einige andere wohnen. 

Der Hund hat eine großflächige Wunde an seinem linken Hinterlauf. Er scheint unter ein Auto gekommen sein, dass ihn mitgeschleift hat. Fell und Haut sind auf einer Fläche von ca. 40 x 20 cm vollkommen abgetrennt worden und das rohe Fleisch ist sichtbar. 

Ein freundlicher junger Mann hilft mir den Hund in die Box zu bekommen und ich bitte ihn Dae mit mir in die Nernplubwan Klinik zu bringen. Wie zu erwarten erklärt uns die Veterinärin dort, dass die Heilung monatelang in Anspruch nehmen könne. Nach Rücksprache mit Evi entscheiden wir Dae für eine Woche in der Klinik zu lassen. Die Kosten dafür betragen 5,700 Baht. 

Am Nachmittag kommt Josie und badet Kylie. Gemeinsam waschen wir Randy, Tommy, Yaya und Zhenya. Kurz nachdem Josie gegangen ist, fängt es wieder stark an zu regnen. Ich nehme Tommy ins Haus und Samlee und Randy in den Vorratsraum.

Sonntag, 30. Oktober 2016

Es regnet nur seit mehreren Tagen mehrmals täglich heftig und auch nachts. Wenn ich raus muss, sperre ich Samlee, Randy und Tommy ins Haus. Die anderen Hunde suchen sich ein trockenes Plätzchen, auch Candy, die sich an oder auf der kleinen Terrasse aufhält. Namtarn liegt meistens auch dort in der Nähe und kann sich ebenfalls einen regengeschützten Unterschlupf suchen. Gai kommt und kann in einer Regenpause den Garten machen. 

Wenn es richtig schüttet, stehen Gras und Sandfächen unter Wasser. Das Wasser läuft jedoch recht schnell wieder ab. Die Hunde lieben es durch die Pfützen zu jagen und sehen dann dementsprechend aus. 

Samlee kann mittlerweile recht gut auf drei Beinen laufen. Die ihr verordneten Medikamente sich aufgebraucht. Ich möchte sie sehr bald Dr. Kwanchai vorstellen, um von ihm zu hören wie er den Heilungsprozess beurteilt. Möglicherweise muss Samlee erneut geröntgt werden. 

Da Snowy immer noch an ihrer Schweifwunde knabbert, lege ich ihr einen Kragen um. Tommy und Randy bekommen auf Anweisung von Dr. Kwanchai Cephalexin gegen die Hautprobleme. Morgens bekommen Kylie, Yaya, Namtarn, Lucy,Yana, Anna, Felix, Toya und Simba nach wie vor Doxycycline und abends bekommen Yana, Anna, Felix, Toya, Simba und Lucy das Eisen/Vitaminpräparat. Diese Therapie gegen Blutparasiten muss einen Monat angewendet werden. Abends bekommen Yaya und nun auch Zhenya Itraconazole.

Samstag, 29. Oktober 2016

Randy, Tommy und Samlee haben die Nacht trocken und sicher im Vorratsraum verbracht. Da morgens die Sonne scheint, lasse ich die Hunde raus und mache mich an die Gartensäuberung. Samlee verschwindet schnell wieder unter den Büschen und Tommy legt sich ans Tor. Er hat Zugang zu mir gefunden aber trauert offensichtlich noch seinem Besitzer nach. Wenn ich das Tor öffnen würde, wäre er schnell verschwunden. Randy läuft im Garten herum und ist sichtlich lebhafter als an seinem Platz an der Werkstatt. Ich werde ihn bei mir behalten, damit er Gelegenheit hat sich so gut als möglich zu erholen. 

Zhenya bereite mir große Sorge. Seit Fell ist in schlechtem Zustand und verschlechtert sich zusehend. Ich verabreiche ihm Ivermectin flüssig und Itraconazole. Er tut mir so leid weil er vermutlich der letzte des Wurfes war und damit auch der kleinste. Durch seine Fellprobleme wird er häufig zur Zielscheibe der gesunden Hunde. 

Ninas Augenverletzung heilt nur sehr langsam, wenn überhaupt. Ich reinige ihr Auge mehrmals täglich. Snowy hat eine Verletzung am Schweif, die nicht heilen will, da sie an ihr leckt. Ich gebe ihr Prednisilone und schmiere die Wunde mit Betaisodona ein.

Freitag, 28. Oktober 2016

Gai kommt und macht den Garten und ich wasche Randy. Das Waschwasser ist total schwarz, so schmutzig ist er. Eine Menge Zecken sehen sich gezwungen seinen geschundenen Körper zu verlassen. Wahrscheinlich ist Randy noch nie entzeckt worden und sein Fell hat noch niemals Wasser gesehen. Nach der zweiten Waschung erkenne ich, dass Randys Fell eine hellbraune Färbung aufweist. Zuvor sah er braun-schwarz aus. Randy lässt Waschung und das Frottieren brav über sich ergehen. Ich lasse ihn im Vorratsraum, wo er sich in eine Ecke verdrückt, wo ich ihn füttere, tränke und seine offenen Wunden einpudere. Anschließend wasche ich Tommy erneut und versorge ihn. 

Danach ist die morgendliche Medikamentenvergabe dran. Rhonda ist mittlerweile eingetroffen und checkt die Hundeschar. 

Am frühen Nachmittag liefere ich Wan Song Hunde- und Katzenfutter. Wan Songs Zimmer ist zugesperrt und so nehme ich an, dass sie weiterhin in der South Pattaya Klinik arbeitet. 

Anschließend gehe ich rüber zu Heidi und Rene. Auf dem Weg dorthin treffe ich Laura, der es anscheinend gut geht. Ich verabreiche Lulu Ivermectin flüssig oral. Die Stelle an ihrer rechten Lefze hat sich vergrößert. Ich glaube auch nicht, dass es sich um Räude handelt und schlage Rene und Heidi vor, eine Biopsie vornehmen zu lassen. Womöglich leidet Lulu an einem Tumor, der so schnell wie möglich behandelt werden muss. 

Zurück im Haus füttere ich die Hunde und verteile die abendlichen Medikamente. Für die Nacht sperre ich Tommy und Samlee zu Randy in den Vorratsraum, da wieder mit starkem Regen zu rechnen ist.

Donnerstag, 27. Oktober 2016

Meine erste Aktion nach der Säuberung von Hof und Garten ist die Waschung von Tommy. Tommy hat die Nacht im Vorratsraum gut verbracht und lässt sich nach anfänglichem Sträuben problemlos waschen. Ich sehe nun, dass er erhebliche Hautprobleme unter seinen dichten Fell hat und flohverseucht ist. Tägliche Waschungen werden ihm hoffentlich helfen. 

Nach der Waschung trage ich ihn in den hinteren Bereich. Samlee hat die Regennacht ebenfalls gut überstanden. Ich trage sie hinaus in den Garten, wo sie recht schnell wieder unter den Büschen verschwindet. Da Tommy sich im hinteren Bereich nicht wohlfühlt, lasse ich ihn in den Garten, wo er sich am Tor niederlässt.

Am frühen Nachmittag fahre ich zum Highway 36, um Randy abzuholen und vielleicht auch einen Hund mit einer verkrüppelten Vorderpfote, die stark entzündet ist. Die Frau, die mir anfangs mit Randy geholfen hat, ist zur Stelle und gemeinsam schaffen wir es Kenny, so nenne ich den Hund, in den Käfig zu bekommen. Randy allerdings läuft geschwind davon, aber ich folge ihm und erwische ihn neben dem Highway. Er lässt sich willig eine Maulschlaufe umbinden und ich kann ihn zum Auto tragen und in eine Box stecken. 

Da ich beide Hunde von Dr. Kwanchai begutachten lassen möchte, fahre ich mit ihnen zur Silverlake Klinik. Dr. Kwanchai entscheidet bei Randy auf eine weitere Chemo zu verzichten und bittet mich ihn am kommenden Donnerstag wieder zu ihm zu bringen. Dr. Kwanchai möchte Randys Tumor nachoperieren. Kennys Pfote kann nicht gerettet werden. Sein Vorderlauf muss amputiert werden. Kenny bleibt in der Klinik und ich entscheide Randy für die kommende Woche zu mir zu nehmen, damit er in einer sauberen Umgebung liegen kann. 

Auf dem Weg zurück nach Mabprachan halte ich in Tungklom und gebe Gatie 24 mg Ivermectin. Gaties Fellzustand ist nun recht befriedigend und er fühlt offensichtlich wieder wohl in seiner Haut. Anika und Cleo geht es ebenfalls gut. 

Zurück im Haus finde ich Tommy am Tor liegen und Samlee wieder unter den Büschen. Tommy vermisst offensichtlich seine gewohnte Umgebung und ist traurig. Ich hoffe, auch ihn schließlich integrieren zu können.