Samstag, 31. Dezember 2016

Rani, Dana und Johnnyboy haben sich die Nacht über gut vertragen und bleiben auch im Haus als Elvira und ich über Tungklom, wo wir die Hunde wieder nicht antreffen, zu Ba Pen fahren, die uns zum Grundstück von Kanitta führt. Ich hatte Kanitta von meinem Besuch erzählt und sie bot mir an mir mal ihr Grundstück in Huay Yai anzuschauen, ob es eventuell hilfreich für meine Zwecke sein könnte. Kanitta teilt mir später jedoch am Telefon mit, dass sie dort auch schon Hunde habe weggeben müssen, nachdem es zu viele wurden. 

Im Tempelmarkt gebe ich Ba Bät ihren Obulus und 45 kg Reis für die kommenden zwei Wochen. Im Tempel suchen wir zuerst nach Sido, können ihn jedoch nicht finden. In der Nähe der Vorhalle finden wir Jule, die nun sehr eingeschüchtert ist, aber wir können ihr wieder nicht nahe kommen, da uns die anderen Hunde ständig umrunden. 

Am Strand sammele ich Roscoe ein. Er erhält in der Silverlake Klinik seine zweite Chemo. Die Kastrationsfäden werden ebenfalls gezogen. Roscoe ist ja ein großer Kerl, aber er verhält sich wieder tadellos und lässt die Behandlung klaglos über sich ergehen. 

Ich bringe Elvira in ihr Hotel zurück. Sie ist ganz in der Nähe des Amari abgestiegen und so schauen wir nach Boss und Alana, die wir auch beide schnell finden. Beiden Hunden geht es gut. Nun, da Elvira weiß, wo sie liegen, wird sie sich ab und zu um sie kümmern, solange sie in Pattaya ist.

Dana, Rani und Johnny haben sich im Haus recht ordentlich verhalten und ich lasse sie zur Fütterung heraus. Dana und Rani sind es offenbar gewohnt sich im Haus aufzuhalten. Sie sind sicher Besitzerhunde wie Jule auch. Ich muss sie jedoch allmählich daran gewöhnen sich auch in der Meute zurechtzufinden. Johnny ist bereits akzeptiert und ich muss ihn draußen nicht ständig unter Beobachtung halten. Er wird offensichtlich von der Meute gemocht und spielt häufig mit etlichen der Hunde.

Freitag, 30. Dezember 2016

Die vergangene Nacht war sehr kurz. Nachdem mich die Hunde draußen um drei Uhr aus dem Schlaf gerissen hatten, konnte ich nicht wieder einschlafen. Natürlich geht mir nun vieles durch den Kopf wie ich die neue Situation meistern kann. 

Johnnyboy und Rani haben sich prima verhalten und insbesondere Rani scheint der perfekte Hund zu sein. Sie ist nicht nur ausnehmend hübsch, sondern auch sehr ruhig und verständig. Schon nach zweimaliger Ansprache hört sie auf ihren neuen Namen.

Gai kommt und ich öffne das Gatter zum hinteren Bereich. Johnnyboy begleitet mich und tritt nun schon recht selbstbewusst gegenüber den anderen Hunden auf. Rani lasse ich noch im Haus. 

Mittags fahre ich zur Unterbezirksverwaltung, um mir die Verfügung abzuholen. Die ist aber immer noch nicht zur Hand und soll erst in der ersten Januarwoche verfügbar sein. 

Ich trage Rani in den hinteren Bereich und schließe das Gatter. Rani scheint sich recht gut zurechtzufinden. In der Stadt hole ich Elvira ab und wir fahren zu Gerhard nach Jomtien. Gerhards Hund ist vor einiger Zeit gestorben und er möchte sich einen neuen zulegen. Wir vereinbaren, dass er uns in der ersten Januarwoche besuchen kommt. 

Im Tempel versuchen wir Jule einzufangen, was uns jedoch nicht gelingen will. Mittlerweile ist Dr. Kwanchai nicht mehr in der Silverlake Klinik und so müssen wir Roscoes Chemotherapiebehandlung auf morgen verschieben. Dana aber können wir aus der Klinik holen und ich nehme sie wie Rani auch für die erste Nacht mit ins Haus. Auch Johnny bleibt vorerst nachts über im Haus.

Donnerstag, 29. Dezember 2016

Johnboy hat die Nacht völlig ruhig neben meinem Bett verbracht und mich erst kurz bevor der Wecker klingelt sanft geweckt. Ich füttere ihn und gehe dann raus und mache mich an die Gartenarbeit. 

Um neun Uhr kommt Gai und übernimmt. Ich nehme Johnboy mit hinaus und stelle ihn der Meute vor. Er ist ja noch so winzig aber ist nicht besonders eingeschüchtert von den zwanzig Hunde, die ihn umrunden und beschnuppern. Nach fünf Minuten nehme ich ihn wieder auf und er folgt mir schon durchs ganze Haus, während ich mein Frühstück zubereite. 

Um zehn kommt Rhonda und ich nehme John wieder mit hinaus. Nun kennen die Hunde ihn schon und nur noch eine Handvoll interessiert sich für ihn, sodass ich mit ihm schon einige Schritte durch den Garten gehen kann. Es ist schön zu sehen wie mutig er sich inmitten der Hunde bewegt und wie er schon versucht Freundschaft mit ihnen zu schließen.

Am frühen Nachmittag bekomme ich Besuch von der Unterbezirksverwaltung Pong. Es erscheinen sechs Personen; ich und das Anwesen werden von außen fotografiert und mir wird eröffnet, dass ich unverzüglich die Hunde zu entfernen habe. Ich ringe der diensthabenden Beamtin erstmal 30 Tage ab und frage nach einer schriftlichen Verfügung. Die ist nicht zur Hand, ich könne sie mir morgen in der Verwaltung abholen. Ich informiere meinen Anwalt; der will sich die Verfügung anschauen und mir dann aufzeigen, wie ich weiter zu verfahren habe. 

Derweil muss ich aber auf jeden Fall nach einer zumindest zeitweiligen Lösung Ausschau halten. Deswegen werde ich bis auf Weiteres meine normalen Tätigkeiten einschränken und mich um einem geeigneten Ausweichplatz kümmern.

Am späten Nachmittag fahre ich in die South Pattaya Klinik und hole die Hündin aus der Slumsiedlung sowie Rani ab. Johnboy fährt mit mir, er ist nun total auf mich fixiert und jammert, wenn er mich nicht sieht. Während der Fahrt sitzt er bei mir auf dem Schoß oder legt sich auf den Beifahrersitz. Ich bringe die Hündin zurück an ihren Platz im Slum und gebe der Frau, die sich um sie kümmert, Doxycyline für die Hündin, für Namtarn, eine weitere Hündin sowie für einen weiblichen Welpen. 

Danach fahre ich wieder nach Hause und bringe zuerst Johnny ins Haus und danach Rani. Rani ist schon sehr zutraulich und auch sie verhält sich tadellos. Heute Nacht bleiben beide Hunde im Haus und morgen werde ich versuchen sie in den hinteren Bereich einzugliedern.

Mittwoch, 28. Dezember 2016

Som bittet mich am Vormittag mit ihr in einen Slumsiedlung zu fahren in der sie einen Hund mit einem schlimmen Abszess entdeckt hat. Der Hund wird zusammen mit einer Anzahl anderer Hunde von einer dort wohnenden tierliebenden Frau gefüttert. Der Rüde ist recht lieb, aber wir bekommen ihn trotzdem nicht in die Box, um ihn in NPW Klinik zu bringen. Um ihn an uns zu gewöhnen und um ihn wenigstens vor Ort behandeln zu können, hole ich von zu Hause Prednisilone und erkläre der Frau wie es zu verabreichen ist. 

Einer der anderen Hunde ist läufig und so entschließen wir uns wenigstens sie zum Sterilisieren zu bringen. Mit einiger Überredung bringen wir sie auch in die Box und ich fahre sie in die South Pattaya Klinik, wo Dr. Kwanchai sie in Empfang nimmt. 

Während ich mit Som unterwegs bin, hat Elvira eine große Menge Reisfutter zubereitet, das wir mittags verteilen.

Am Nachmittag fahre ich mit Elvira nach Tungklom, um Anika Bravecto und Ivermectin zu verabreichen. Die Leute an dem kleinen Straßenrestaurant sind allerdings fort und auch die Hunde nicht zu sehen. 

Wir fahren weiter zum Tempel und treffen auf Ba Bät die gerade die Hunde füttert. Zu meiner Überraschung sehe ich zuerst einen neuen jungen Hund, dann einen zweiten und einen dritten. Zwei der Hunde scheinen Geschwister zu sein. Alle drei Hunde sind in äußerlich sehr gutem Zustand und recht zutraulich. Ba Bät teilt mir mit, dass sie sich seit drei Tagen an der Vorhalle aufhalten. Sie wurden augenscheinlich von den Vorhallenhunden dort geduldet und die beiden Geschwister scheinen sich schon mit ihnen angefreundet zu haben. 

Wir machen unseren gewohnten Strandgang mit den Vorhallenhunden und treffen auf Samlee, Khao und Nuan, denen es gut geht. Die Fischersleute, die gerade ihre Netze flicken, bitten mich einen Welpen aufzunehmen den sie bei sich haben. Sie berichten mir, dass er der letzte aus einem Wurf sei und dass alle seine Geschwister bereits aufgenommen wurden. Sie könnten ihn nicht behalten. Offenbar haben die Fischer schon darauf spekuliert mir den Welpen anzuvertrauen.

Ich kann natürlich nicht nein sagen und so wir nehmen ihn mit. Da ich einen Käfig mit dabei habe versuche ich gleich die beiden Geschwister einzufangen und in die Silverlake Klinik zu bringen, um sie sterilisieren zu lassen. Bei Dana gelingt es mir, nicht aber bei ihrer Schwester Jule. So fahren wir mit dem Welpen, den wir Johnboy getauft haben und Dana in die Klinik. Allerdings ist weder Dr. Kwanchai noch seine Frau in der Klinik und so sperre ich Dana in eine der Kennels und wir fahren zurück zum Tempel. 

Es gelingt mir dort Rani, die dritte Hündin einzufangen. Nachdem ich Trockenfutter und Wasser aufgefüllt habe, fahren wir in die South Pattaya Klinik. Dort treffen wir Dr. Kwanchai an, der gerade die Hündin aus der Slumsiedlung operiert. Ich sperre Rani in einen Käfig und Johnboy wird geimpft sowie entwurmt. Dann setze ich Elvira in ihrem Hotel ab und fahre mit Johnboy nach Hause. Der verhält sich vorbildlich und schläft die ganze Zeit vor dem Beifahrersitz. Zu Hause angekommen nehme ich ihn ins Haus, füttere ihn und danach die ganze Meute noch einmal.

Dienstag, 27. Dezember 2016

Gai setzt die Aufräumarbeiten im Garten fort und organisiert einen Mann, der die Wasserleitung im Garten an zwei Stellen repariert. Die Hunde hatten ein Ventil zerbissen. 

Später kommt Rhonda. Sie macht mich auf eine Bauchverletzung bei Nina aufmerksam. Es ist ein Zwei-Baht großes Loch, das nässt. Ich säubere die Wunde und da sie am Abend immer noch nässt gebe ich Nina Prednisilone. Nina ist ja eigentlich ein rechter Bully und hat sich öfter mit Kylie angelegt. Nun habe ich aber einige Male gesehen, dass Kylie zurück gebissen hat und die Wunde wird wohl die Folge davon sein. 

Am Nachmittag kommt Elvira. Die meisten Hunde haben sie schon an sie gewöhnt. Elvira hilft mir in Garten und Haus. Sie bietet mir an für dem morgigen Tag eine große Menge Reisfutter zuzubereiten, um den Hunden mal Abwechslung von dem ewigen Trockenfutter zu bieten. Wir gehen auf den lokalen Markt und kaufen dafür Süsskartoffeln, Möhren und Hühnerherzen ein.

Montag, 26. Dezember 2016

Gai kommt und macht sich daran Hof und Garten wieder in einen vorzeigbaren Zustand zu bringen. Elvira, die in Deutschland im Tierschutz arbeitet und für einige Wochen in Pattaya ist, bietet mir an als Volontärin mitzuarbeiten. Sie ist den ganzen Nachmittag bei uns und macht sich mit der Hundeschar vertraut. 

Klaus bietet sich an Kenny an dessen alten Platz zu versorgen, sollte Kenny nicht mehr glücklich bei uns sein. Sollte dies vor Ablauf der Doxycycline Kur der Fall sein, kann Klaus die Kur fortsetzen.

Sonntag, 25. Dezember 2016

Gai ruft mich an und teilt mir mit, dass sie ab morgen wieder kommt um mir in Hof und Garten zu helfen. Das ist eine sehr gute Nachricht. Da ich morgens nun immer für etliche Hunde Reisfutter koche und einzeln verteile,  tut mir eine Entlastung gut. 

Yana macht sich weiter gut und auch Yoshi scheint sich einzugewöhnen. Mit ihm hatte ich etwas Bedenken, da er sich beim letzten Besuch hier nicht so wohl gefühlt hatte. Dafür macht mir Kenny ein wenig Sorgen. Er ist kürzlich mal attackiert worden und ist dadurch etwas verängstigt und möchte am liebsten zu mir ins Haus. Wenn ich außer Haus bin sperre ich ihn deshalb in den hinteren Bereich. Bevor ich ihn an seinen Platz zurückbringe, möchte ich jedoch die Doxycycline Kur für ihn beenden. 

Samstag, 24. Dezember 2016

Auf dem Weg zum Makro fahre ich wieder bei Virdals Haus vorbei und schaue nach Danny und Dina. Beiden geht es gut und sie freuen sich mich zu sehen. Erfreulicherweise orientieren sie sich schon an Virdals Frau und laufen mir nicht hinterher als ich wieder gehe. 

Mae hat den Verlust ihrer Welpen anscheinend auch verkraftet. Sie hat Freundschaft mit Isi geschlossen und bewegt sich überwiegend im großen Bereich, ohne von den anderen Hunden belästigt zu werden. Mit Samlee geht es ebenfalls aufwärts. Sie belastet ihr schwaches Bein zunehmend und kann schon wieder recht gut laufen.

Freitag, 23. Dezember 2016

Rhonda ist aus Australien zurück und hilft mir bei der Zubereitung des Reisfutters, das Wan mitgebracht hatte. Es kommt eine riesige Schüssel zusammen und trotzdem reicht es nicht alle Hunde damit zu versorgen. Immerhin bekommen sämtliche Problemfälle etwas ab und auch noch einige andere. 

Yanas Zustand hat sich erstaunlicherweise rasch verbessert. Ich hatte das Glück sie beim Kotabsetzen zu erwischen und der sah schon recht fest aus. Auch ihre Knochen sieht man nicht mehr so deutlich aus ihrem Fell hervorragen. 

Bevor ich am frühen Nachmittag in die Silverlake Klinik fahre, bade ich noch rasch Toby. Aus der Klinik hole ich zuerst Roscoe und bringe ihn zurück an den Strand. Seine nächste Chemo ist am kommenden Freitag fällig. 

Anschließend hole ich Yoshi und Rainbow ab. Josie hatte mich gebeten Rainbow, die ebenfalls an TVT leidet, in die Boonsamphan Klinik zu verlegen. Yoshi Operationsnaht sieht gut aus, es wird jedoch mindestens sechs Wochen dauern, bis er hoffentlich wieder normal laufen kann. Sein Allgemeinzustand ist gut. 

Auf dem Rückweg in die Stadt halte ich an der Thepprasit Road und liefere zwanzig Kilo Trockenfutter beim Wachmann ab. Nicks bisher namenlosen Bruder habe ich nun Nero getauft. Alle Hunde, die ich betreue sollen schließlich einen Namen tragen. 

Zurück im Haus quartiere ich Yoshi in den hinteren Bereich ein. Dort habe ich die Gewissheit, dass auch Neuankömmlinge relativ unbelästigt bleiben. Solange Yoshi rekonvaleszent ist, wird er dort auch bleiben. Allerdings öffne ich immer das Gatter, solange ich im Garten bin. So wird er sich nicht eingesperrt fühlen. Er ist es ja gewohnt im Tempelgelände frei herumlaufen zu können.

Donnerstag, 22. Dezember 2016

Wan kommt mich mittags besuchen und bringt eine Menge Reisfutter mit. Biaow, die sie vor Jahren versorgt hatte und die sie mit mir zusammen mit gebrochenem Hinterlauf in die NPW Klinik gebracht hatte, erkennt sie wieder und es ist rührend zu sehen wie beide ihr Wiedersehen bewegt. Wan ist erstaunt wie groß Felix und Anna bereits sind, die sie mir vor einem halben Jahr als mutterlose zwei Wochen alte Welpen zur Pflege überlassen hatte. Es ist zwar fast unglaublich, aber auch Felix und Anna gehen auf Wan zu so wie sie es sonst nie mit fremden Menschen tun. Je mehr ich mit den Hunden erlebe, desto mehr Hochachtung bekomme ich für ihre mentalen Fähigkeiten.

Während Josie und Nut kommen, fahre ich nach Pattaya, um einen Kollegen aus dem Anwaltsbüro, in dem ich mit ihm mehrere Jahre zusammengearbeitet habe, zu treffen. Anschließend schaue ich in der Nord Pattaya Klinik vorbei, um mich nach dem Ergebnis der Biopsie von Ninas Auge zu erkundigen. Ein Tumor kann glücklicherweise ausgeschlossen werden. Gegen eine Entzündung erhalte ich Medikamente für drei Tage. 

Am späten Nachmittag gibt es mal anstatt des üblichen Trockenfutters Reisfutter für alle. Um die Balgerei darum in Grenzen zu halten, füttere ich die Hunde separat und in Etappen.

Mittwoch, 21. Dezember 2016

Wegen Danny und Dina habe ich keine Ruhe. Sie sind ja noch so jung und ich möchte wissen, ob sie sich in der neuen Umgebung wohlfühlen. Meine Sorge ist jedoch erstmal unbegründet. Bei meiner Ankunft spielen sie gerade miteinander und kommen auf mich zugerannt als sie mich entdecken. Da ich nicht sicher bin, ob sie auch tatsächlich geimpft werden, nehme ich sie kurzerhand mit in die Silverlake Klinik und lasse dort von Dr. Kwanchai die erste Impfung vornehmen. 

Yoshi und Roscoe scheint es gut zu gehen. Ich vereinbare mit Dr. Kwanchai Roscoe am Freitag zurück an den Strand zu bringen und vielleicht auch schon Yoshi mit zu mir zu nehmen.

Ich bringe Dina und Danny zurück und fahre kurz bei Stewart vorbei, der nur einen Steinwurf von Virdals Haus entfernt wohnt. Stewart hat nun bereits auch schon neun Hunde aufgenommen. 

Weiter geht es zur Thepprasit Road, wo ich vor der Pattaya Mail Yukka, Nick, seinen namenlosen Bruder und Princess antreffe. Beim Wachmann sehe ich Malee, ihren Sohn, Silver, Berta und Surya. Silvers Räude scheint geheilt zu sein. Ihr Bruder allerdings ist überfahren worden. Ich lasse Ivermectin Tabletten für Malee beim Wachmann und werde ihm am Freitag einen Sack Trockenfutter bringen.

Dienstag, 20. Dezember 2016

Am frühen Nachmittag fahre ich mit Danny und Dina nach Süd Pattaya und treffe Virdal und seine Thai Frau in der Soi Chaiyapruek. Sie lotsen mich zu ihrem Haus, das etwas versteckt am Ende einer kleinen Gasse liegt. Danny und Dina haben die Fahrt gut überstanden und erkunden nach einer Weile ihre neue Umgebung. Es ist ein Gelände von eineinhalb Rai mit einem großen Fischteich auf dem schon drei ältere Hunde leben. Ich setze mich zu den Welpen und Danny klettert auf meinen Schoß, was er zuvor nie getan hatte. Aus seinen kleinen Knopfaugen schaut er mich fragend an und es fällt mir schwer die beiden zurückzulassen. In einigen Tagen werde ich wieder nach ihnen schauen. 

Stephan hatte mich gestern vor seinem Abflug darüber informiert, dass das Management vom Tree Tops Condominum, an dessen Zufahrt Jade und Jack sich häufig aufhalten, die Hunde von der City Hall entfernen lassen will. Stephan macht sich große Sorgen um die beiden und bittet mich die Angelegenheit zu klären. Ich spreche mit dem Management und man versichert mir, dass wenn es keine Beschwerden gäbe, die Hunde erstmal unbehelligt zu lassen. Ich lasse meine Telefonnummer da, damit das Management mich erreichen kann, sollte es Probleme geben.

Montag, 19. Dezember 2016

Am späten Vormittag hole ich mir meinen neuen Pass im Konsulat ab und fahre danach zur Immigration, um mein Jahresvisum übertragen zu lassen. Es herrscht mal wieder totales Chaos auf der Behörde und es hat sich eine zwanzig Meter lange Schlange vor dem Eingang gebildet. Da ich weder Zeit noch Lust habe mich hinten einzureihen lasse ich mal meine mitteleuropäische Zurückhaltung für einen Moment beiseite und verkürze dadurch die Bearbeitung um eine Stunde. Morgen Nachmittag kann ich angeblich meinen neuen Pass, versehen mit dem Jahresvisum, abholen. 

Nach dieser Prozedur fahre ich ins Grande Caribbean Resort, um nach ein paar Welpen zu schauen. Sean McCormack vom Pack Sanctuary in Taiwan http://thesanctuarytaiwan.org hatte mich gestern angeschrieben und mich gebeten nach den Hunden zu sehen und die Welpen eventuell aufzunehmen. Sean befürchtet, dass die Welpen möglicherweise entsorgt werden könnten. Es stellt sich jedoch heraus, dass Mutter und Vater der Welpen vom Resort Management geduldet werden und die Welpen wohl von einem Angestellten aufgenommen werden. Der Mutterhund allerdings sollte sterilisiert werden und ich werde in der kommenden Woche darüber noch einmal mit dem Management sprechen. Anschließend hole ich die Medikamente für Yana in der South Pattaya Klinik ab.

Josie hat möglicherweise eine Familie für Dina und Danny gefunden. Ich vereinbare mit den fraglichen neuen Besitzern ihnen die Welpen morgen Nachmittag zu zeigen. Ich will natürlich die Leute kennenlernen und auch die mögliche neue Umgebung für die Welpen.

Sonntag, 18. Dezember 2016

Gai eröffnet mir, dass sie noch eine weitere Woche Urlaub macht und so ist meine Vorfreude auf ein wenig Entlastung dahin. Mittags besucht mich Wolfgang und bringt mir eine Barspende mit. 

Dr. Kwanchai teilt mir mit, dass Yoshi und Roscoe operiert worden sind und dass es keine Komplikationen gegeben habe. Er empfiehlt Yoshi eine Woche in der Klinik zu lassen und Roscoe für einige Tage.

Samstag, 17. Dezember 2016

Am frühen Nachmittag fahre ich nach Baan Amphur. Ba Bät muss wieder Reis erhalten und ich nehme mir vor Roscoe und Sido in die Silverlake Klinik zu bringen. Leider muss ich feststellen, dass die scheue Hündin, die bisher nicht eingefangen werden konnte, schon wieder trächtig ist. Von ihrem letzten Wurf gab es zwei Überlebende, die sich mittlerweile zu den Strandhunden gesellt haben. 

Bevor mich die Vorhallenhunde entdecken, kann ich mich für einige Minuten mit Prince beschäftigen, der fast wieder der so zutraulich zu mir ist, wie er mal war. Sobald aber die Vorhallenunde auftauchen entzieht er sich mir wieder. Immerhin bin ich nun ziemlich sicher, dass nicht er, sondern Roscoe TVT verdächtig ist. 

Ba Bät kommt und füttert die Hunde mit Reis. Zuerst sind die Hunde an der Vorhalle dran und dann die Hunde am Sala. Ich erneuere das Wasser am Sala und in der Vorhalle und fülle die Trockenfutterschüsseln auf. Währenddessen findet sich Roscoe am Sala ein und ich versuche ihn zu überreden in einen Käfig zu gehen. Roscoe ist ja nicht einer der Hunde, dich ich in den Tempel gebracht habe und wir sind uns deshalb nicht so vertraut. Ich habe ihn erst kürzlich mal streicheln können und deshalb gehe ich ganz vorsichtig auf ihn zu. Zu meiner Überraschung lässt Roscoe mich an sich heran und nachdem ich fünf Minuten mit ihm gesprochen habe, darf ich ihn aufnehmen und in den Käfig sperren. Ich hatte schon beim letzten Besuch geglaubt wahrzunehmen, dass er mich um Hilfe bitten wollte. Klingt ein wenig versponnen, aber ich fühle mich durch sein kooperatives Verhalten nun bestätigt. 

Mit Roscoe also fahre ich in den Tempelbereich in dem sich Sido normalerweise aufhält, kann ihn jedoch nicht entdecken und auch keinen der jungen Mönche, die mir immer geholfen hatten ihn in den Käfig zu bekommen. So fahre ich also weiter und sehe Yoshi, der stark humpelt. Yoshi hat sich von Vorhallenhunden entfernt und lebt nun im großen Tempelbereich. Dort habe ich ihn allerdings immer allein gesehen. Yoshi kennt mich ja gut, aber es kostet mich doch einiges an Zureden bis ich in den zweiten Käfig bekomme. Ich möchte wissen, ob seine Verletzung behandlungsbedürftig ist. 

In der Silverlake Klinik wird zuerst Rosco von Dr. Kwanchai untersucht und danach Yoshi. Roscoe leidet tatsächlich an TVT und wird auch kastriert werden. Bei Yoshi stellt Dr. Kwanchai einen Bänderriss fest, der ebenfalls operativ behoben werden muss. Beide Hunde müssen für einige Tage in der Klinik bleiben. 

Ich fahre zurück an den Strand und schnappe mir Toby. Tobys Hautprobleme haben sich nicht gebessert und so möchte ich ihn der Hautärztin aus Bangkok, die in einer Woche wieder in der Nord Pattaya Klinik praktiziert, vorstellen. Toby bringe ich im hinteren Bereich unter.

Am Abend informiert mich Yvonne über das Kotprobenresultat. Yana leidet an einer bakteriellen und Pilzinfektion. Ich kann die empfohlenen Medikamente morgen in der South Pattaya Klinik abholen.

Freitag, 16. Dezember 2016

Alfonse fährt mittags mit mir zum Snoop Dog Food Shop wo ich einige Säcke Trockenfutter kaufe, damit ich die nächsten Tage über die Runden komme. Wir fahren auch zum Reisladen in Pong müssen aber feststellen, dass der nicht mehr existiert und so versuchen wir einen in Nongprue zu finden. Nach einigem Suchen finden wir auch einen der Hundereis verkauft. 

Am frühen Abend ist dann auch tatsächlich das Auto fertig und wird mir vor die Tür gestellt.

Donnerstag, 15. Dezember 2016

Nut kommt und ich gehe rüber zu Heidi und Rene um mir das Futter abzuholen und natürlich auch um nach Lulu und Coco zu schauen. Beide Hunde verstehen sich gut und Coco hat sich ohne Probleme eingelebt.

Mittwoch, 14. Dezember 2016

Josie kommt mittags und gemeinsam waschen wir Kylie, Zhenya, Kenny und Yaya. Anschließend fahre ich in die Autoreparaturwerkstatt, um nach dem Reparaturfortschritt zu schauen. Wie schon vermutet ist der Wagen nicht fertig und ich könne ihn angeblich am Freitag abholen. 

Nicky teilt mir mit, dass sie einen zehn Kilo Sack Trockenfutter bei Rene und Heidi abgegeben hat. Sie macht Werbung für mich und hat das Futter als Spende erhalten. Das passt gut, denn allmählich geht mir das Futter aus und ohne Auto kann ich auch keines besorgen.

Dienstag, 13. Dezember 2016

Noch in der Nacht schaue ich nach Yana und kann eine Kotprobe von ihr einsammeln. Ich bringe Yana in den hinteren Bereich zurück und säubere den Raum.

Am Nachmittag kommt Yvonne und holt die Kotprobe ab. Yvonne fliegt schon heute Nacht, sodass das Resultat sicher nicht lange auf sich warten lässt.

Ich lasse das Gatter zum hinteren Bereich mehrere Stunden offen und die Hunde vertragen sich recht gut. Dina und Danny drängt es beide in den großen Bereich und sie wollen garnicht mehr in den hinteren Bereich zurück. Dina ist noch so klein, dass sie sich durch das Gatter zwängen kann und sie geht ein und aus nachdem ich die beiden Bereiche wieder getrennt habe. Später dann schlafen Danny und Dina erschöpft bei Mae, Nadia und Yana. 

Samlee läuft nun schon auf dreieinhalb Beinen und durch den normaleren Bewegungsablauf ist auch ihr Torso schon fast wieder gerade. Muskeln jedoch muss sie noch enorm viele aufbauen und auch an Gewicht sollte sie zulegen. Ich hoffe, dass ihr die zweimal tägliche Fütterung dabei zugute kommt.

Montag, 12. Dezember 2016

Ich bringe morgens das Auto in die Reparaturwerkstatt. Der Mechaniker eröffnet mir, dass die Reparatur drei Tage dauern wird. Ohne Auto bin ich ziemlich aufgeschmissen, aber die drei Tage werde ich wohl auch ohne durchstehen. 

Dina und Danny bekommen weiterhin morgens und abends Reisfutter. Die Welpen sind nun im hinteren Bereich etabliert und erfreuen sich ihres Lebens. Ich lasse schon mal das Gatter zu Hof und Garten offen stehen, damit sich die Hunde im großen Bereich auch an die Welpen gewöhnen können.

Am frühen Abend fahre ich zum Mabprachan 7/11 in der Hoffnung, dass vielleicht mein Führerschein und meine Bankkarte von jemanden gefunden und an sich genommen wurde. Ich spreche mit den Leuten, die vor dem Laden ihre Stände betreiben und die mich kennen. Von ihnen bekomme ich jedoch eine negative Auskunft. Ein Wachmann vom Resort nebenan aber kommt vorbei und siehe da, er hat den gesamten Brieftascheninhalt in seiner Hand, ausgenommen selbstverständlich das Bargeld. Ich bin aber heilfroh meine Bankkarte und meinen Führerschein zurückzubekommen. Das Bargeld wird als Spende an jemand abgebucht der es hoffentlich sinnvoll verwendet.

Später am Abend nehme ich Yana aus dem hinteren Bereich und sperre sie in den leeren Raum neben der Küche. Ich hoffe, dass ich so eine gute Kotprobe von ihr erhalten kann.

Sonntag, 11. Dezember 2016

Mittags habe ich einen Termin in der Nord Pattaya Klinik. Ein Augenspezialist aus Bangkok praktiziert dort einmal monatlich und ich möchte die Verletzung an Ninas Auge diagnostiziert haben. Der Spezialist teilt mir mit, dass es sich nicht um eine Verletzung handelt, sondern entweder um ein sogenanntes Cherry Eye, ein Auswuchs, das auch als drittes Lid bezeichnet wird oder im weniger wahrscheinlichen Fall um einen Tumor. Um einen Tumor auszuschließen, empfiehlt der Tierarzt eine Biopsie vorzunehmen. Ein kleiner Teil des Auswuchses wird entnommen und das Resultat soll in einer Woche vorliegen. 

Stephan ruft mich an und teilt mir mit, dass Jade die Tabletten nicht annehmen will. Das kann bei den Antibiotika verschmerzt werden aber das blutunterstützende Medikament muss Jade schon nehmen. Irgendeine Lösung muss gefunden werden. Ich schlage Stephan vor, die Tabletten zu zerkleinern und ins Nassfutter zu mischen.  

Am Abend bin ich zusammen mit Yvonne und Joerg bei Josie und Ray zum Essen eingeladen. Yvonne schlägt vor eine Kotprobe von Yana mit nach Deutschland zu nehmen. Sie arbeitet dort in einer Tierklinik.

Samstag, 10. Dezember 2016

Ich habe viel in Haus und Garten zu tun und muss auch mal wieder Buschwerk und Palmwedel entsorgen. Auf dem Weg zurück halte ich am Mabprachan 7/11 und füttere Kenji, Suzy und Sally mit gebratenem Fleisch. Dabei rutscht mir unbemerkt meine Brieftasche aus der Hose als ich bei den Hunden sitze. Darin befanden sich einige Tausend Baht, mein Führerschein und die Bankkarte. Erst Stunden später bemerke ich den Verlust und finde nur noch die zerbissene Brieftasche verstreut an dem Platz, an dem ich mit den Hunden gesessen habe. 

Der Ersatz von Bankkarte und Führerschein führt wieder zu Laufereien und der Geldverlust schmerzt. Wie heißt es doch so schön: No good deed goes unpunished.

Freitag, 9. Dezember 2016

Ich weiß ja, dass mir Dinge passieren werden – und die sind dann auch passiert – an die ich im Traum nicht gedacht habe. So ein unglaubliches Ding gab es heute mal wieder. Ich sitze beim Frühstück und die Hunde bellen und wollen nicht aufhören. Schließlich gehe ich hinaus und sehe einen Thai am Tor stehen. Er meint, ich solle doch mal herauskommen. Ich bekomme kaum das Tor auf, weil ein demoliertes Motorrad mit Beiwagen davor und direkt hinter meinem geparkten Auto liegt. Auf der anderen Straßenseite sitzt ein alter Mann mit blutigen Schrammen an den Beinen. Ich frage ihn was denn passiert sei und er stammelt, dass es nicht seine Schuld sei. Nun sehe ich auch, dass er voll in mein Auto gefahren ist, besser gesagt, dass Motorrad ist mit ihm in mein Auto gefahren. Wie sich herausstellt, brach der Seitenwagen fünf Meter vor dem Auto halb vom Motorrad weg und der alte Mann war danach nur noch Passagier und raste voll ins geparkte Auto. 

Da ich vereinbart hatte zwei Hunde aus zwei Kliniken abzuholen und endlose Debatten mit den Thai erwarte, bin ich nicht sehr amüsiert. Der erste Verwandte der eintrudelt ist recht kooperativ, will aber zunächst den Alten ins Krankenhaus schaffen. Dann kommt eine zweite Verwandte in einem brandneuen Pick-up angerauscht und die meint, dass der alte Mann kein Geld habe, um mir den Schaden zu bezahlen. Das macht mich erst recht sauer und ich rufe die Polizei. 

Mit Hilfe des Polizisten überzeuge ich die Verwandten für den Schaden aufzukommen. Ein Mechaniker kommt vorbei, begutachtet den Schaden und schätzt ihn auf 6,000 Baht. Am Montag soll der Wagen repariert werden. 

Nachdem diese Angelegenheit geregelt ist, fahre ich in die South Pattaya Klinik und hole Jade ab. Jades Anzahl der Blutplättchen ist zu gering und deswegen bekomme ich neben den Antibiotika auch ein blutbildendes Mittel mit. Stephan nimmt Jade in Empfang und ich erkläre ihm, wie er die Medikamente zu verabreichen hat. Jack ist übrigens wieder aufgetaucht, ist aber nach der missglückten Einfangaktion Stephan gegenüber skeptisch geworden. Mit Jade ist aber immerhin ein weiterer Straßenhund sterilisiert worden.

Nach dieser Aktion fahre ich in die NPW Klinik und hole Dae ab. Der ist garnicht mehr so unfreundlich und so verläuft die Fahrt zu seinem Zuhause am Highway 36 problemlos. Ich liefere Dae bei den Leuten dort ab und Dae ist nach sechswöchigem Klinikaufenthalt naturgemäß überaus froh wieder zurück an seinem Platz zu sein. An der Regent School treffe ich auf Evi, die für seine Unterbringung gesorgt hatte und Dae ist ganz eng mit ihr, obwohl er sie garnicht kennt. Wahrscheinlich hat er einen siebten Sinn und spürt, wer ihm geholfen hat.

Donnerstag, 8. Dezember 2016

Nut kommt und putzt das Haus und ich mache mich auf zu den Tempelhunden. Die ganze Meute ist vollzählig und ich kann auch mal den Strandhunden etwas näher kommen. Tobys Zustand hat sich verschlechtert und ich muss ihn beim nächsten Besuch wieder mitnehmen. Ich kann auch Prince untersuchen und stelle fest, dass ich mich mit TVT bei ihm wohl geirrt habe. Auch Roscoe lässt mich an sich heran und bei ihm stelle ich nun TVT fest. Vielleicht habe ich die beiden beim vorigen Mal verwechselt. Sie sehen sich sehr ähnlich. Roscoe muss unbedingt in die Klinik, vielleicht sogar operiert werden. 

Mit Neung, Song, Sam, Nico, Asa, Scottie und Panya gehe ich an den Strand. Dort finde ich nur Samlee, nicht aber Nuan und Khao. Das macht mir ein wenig Sorge, denn die drei waren immer zusammen. Nachdem ich Trockenfutter und Wasser erneuert habe, fahre ich in den Tempelbereich, in dem Sido liegt und finde ihn auch. Es scheint ihm gut zu gehen. Ich möchte ich aber auch noch mal untersuchen lassen. Vielleicht klappte es ja in ein paar Tagen ihn und Roscoe in die Boxen zu bekommen. 

Am frühen Abend liefere ich am Mabprachan 7/11 Trockenfutter und Reis bei Khun Jin ab. Ich sehe Kenji, dessen Wunden verheilt sind, Suzy und auch Sally. Sally scheint von Suzy erfahren zu haben, dass sie mir vertrauen kann, denn sie lässt sich von mir nun ausgiebig streicheln und ist garnicht mehr scheu. Ich werde nun öfter die Hunde dort besuchen, um das Band zwischen Sally und mir zu festigen. Dann hoffe ich sie in die Klinik bringen zu können. 

Stephan ruft mich an und ist besorgt, da Jack verschwunden ist. Ich versuche ihn zu beruhigen. Straßenhunde sind schon mal unterwegs. Jade ist sterilisiert worden und ich kann sie morgen Mittag abholen.

Mittwoch, 7. Dezember 2016

Am frühen Nachmittag treffe ich Stephan, einen Touristen aus Österreich, der mich gestern gebeten hatte, nach zwei Hunden in Jomtien zu schauen. Er füttert sie, solange er in Pattaya ist. Es ist eine Hündin und ein Rüde, Jade und Jack. Jade sieht einwandfrei aus und Jack hat kleine Fellprobleme. Beide Hunde sind zutraulich. Ich schlage Stephan vor, beide Hunde sterilisieren zu lassen. Jade kann ich ohne Probleme einfangen und in eine Box verfrachten, aber Jack wehrt sich und läuft schließlich davon. Wir bringen Jade in die South Pattaya Klinik und Stephan verspricht sie nach der Sterilisation medizinisch zu versorgen. Mit Jack will er versuchen sich noch weiter anzufreunden um ihn für ein Bad in seinem Apartment zu überreden. 

In der NPW Klinik schaue ich nach Dae. Seine behandelnde Tierärztin teilt mir mit, dass Dae in zwei Tagen entlassen werden könne. Am Mabprachan 7/11 treffe ich Khun Jin und übergebe ihr 20 kg Trockenfutter. Kenjis Wunden sind gut verheilt. Suzy ist auch zugegen und Sally, die Hündin, der man ihre neugeborenen Welpen weggenommen hatte. Ich versuche mich auch mit ihr anzufreunden, damit ich sie sterilisieren lassen kann.

Dienstag, 6. Dezember 2016

Josie kommt und wäscht Kylie und gemeinsam waschen wir danach Zhenya, Danny und Dina. Anschließend ziehen wir Tommy, Zhenya, Big Boy, Ilya und Yuri die Kastrationsfäden. 

Dannys und Dinas Fellzustand hat sich verbessert. Beide Welpen sind sehr lebhaft und es scheint, dass es ihnen gut gefällt mit so vielen anderen Hunden beisammen zu sein. Auch Mae hat sich gut eingefügt. Samlees Zustand verbessert sich ebenfalls, wenn auch langsam, zunehmend. Sie kann ihre gebrochene Hüfte nun besser belasten und auf lange Sicht werden sich auch die Muskeln im stillgelegten Hinterlauf wieder aufbauen. 

Kenny hat es vorgezogen, sich im großen Hof- und Gartenbereich aufzuhalten. Er ist sehr positiv, wird von den anderen Hunden akzeptiert und läuft nun schon recht geschickt auf seinen drei Beinen. Es gefällt ihm bei uns ganz offensichtlich.

Montag, 5. Dezember 2016

Heute ist der erste Tag für zwei Wochen, an dem ich mal wieder Hof- und Gartenarbeit allein bewerkstelligen muss. Reisfutter für die Kranken, die Rekonvaleszenten, die Kleinen, die immer zu Kurz kommen und natürlich für Danny und Dina, gibt es morgens weiterhin. 

Kenny hat die erste Nacht im hinteren Bereich gut überstanden. Ich finde ihn zwar in der hintersten Ecke, aber er freut sich mich zu sehen und mischt sich dann auch unter die anderen Hunde. Ich kann nun mit ihm ganz normal umgehen und stelle fest, dass er in meinem Beisein offensichtlich die Gesellschaft der anderen Hunde genießt. Sie scheinen ihn auch ohne Umschweife zu akzeptieren. Danny, der im Gegensatz zu Dina recht forsch ist, macht auch schon Bekanntschaft mit Kenny und der lässt es freundlich geschehen.

Ich bin gerade mit allen Arbeiten fertig als Yvonne und Joerg mich am frühen Nachmittag besuchen kommen. Sie bringen mir Medikamente für die Hunde und eine Geldspende mit, die Yvonne von Freunden und Bekannten erhalten hat.

Sonntag, 4. Dezember 2016

Am Nachmittag bin ich mit Nicky und Alfonse geschäftlich unterwegs. Roshi ruft mich an, dass es ihr nicht gut gehe und ob ich Hop mit ihrer Helferin in die Klinik bringen könne. Ich entschließe mich es auch mit Kenny zu versuchen und siehe da, er lässt sich von mir auf den Arm nehmen und in die Box verfrachten, die ich auf Verdacht mit ins Haus genommen hatte. Offensichtlich hat sich Kenny entschlossen mir zu vertrauen, denn auch in der Klinik ist er ganz kooperativ und lässt das Fädenziehen brav über sich ergehen. Nachdem ich Hop wieder entlassen habe bringe ich Kenny in den hinteren Bereich, wo ich ihn vorerst unterbringe. Ich will sehen, wie er mit den anderen Hunden klar kommt und wie die Hunde mit ihm.

Samstag, 3. Dezember 2016

Der gesamte Nachmittag geht mit Besorgungen in der Stadt und der Wartung des Autos drauf. Kenny gewöhnt sich mehr und mehr an mich trotzdem weiß ich immer noch nicht wie ich ihn in die Klinik bringen soll. Die Fäden müssen nun aber bald gezogen werden. Mae weicht mir auch noch aus, aber um sie mache ich mir weniger Sorgen. Irgendwann werde ich sie schon zu fassen bekommen. Das wird bei Mum schwieriger werden, denn an sie komme ich überhaupt nicht heran. Sterilisiert werden muss sie aber auch irgendwann einmal. Gefährlich werden kann es nicht, denn mittlerweile sind alle Rüden außer Felix kastriert.

Freitag, 2. Dezember 2016

Wan Song informiert mich, dass Sinin wieder da ist. Da Wan kein Geld für Medikamente hat, gebe ich ihr 500 Baht damit sie Antibiotika für die Katzen kaufen kann.

Am frühen Nachmittag fahre ich mit Rene und Heidi zu Prajuab. Die beiden denken an eine Spielgefährtin für Lulu. Ich habe ihnen einen von Khaofangs Welpen empfohlen. Da ich die Welpen nicht sehe, rufe ich Prajuab an und er teilt uns mit, dass ausgerechnet der Welpe, den Rene und Heidi adoptieren wollten, überfahren wurde. Prajuab führt uns zu zwei anderen Welpen, die kürzlich jemand am Reservoir zurückgelassen hatte. Für einen der beiden entscheiden sich Rene und Heidi.

Nachdem Rene und Heidi mit dem Welpen zur Untersuchung in die Nord Pattaya Klinik gefahren sind, liefere ich 100 kg Trockenfutter und 60 kg Reis bei Prajuab ab. Ich mache dabei noch ein Foto von dem anderen Welpen in der Hoffnung auch ihn vermitteln zu können.

Donnerstag, 1. Dezember 2016

Gai kommt heute Morgen und ich verteile am Abend zuvor gekochtes Reisfutter an Kenny, Tommy, Simba, Anna, Toya, Zola, Biaow, Samlee,Yana, Dina und Danny. Yana bekommt zusätzlich noch gebratenes Hühnerfleisch. Ich werde sie mal eine Woche lang vollständig auf Hühnerbrust umstellen, um zu sehen, ob es ihrer Verdauung gut tut. Kenny ist wieder etwas zutraulicher geworden und lässt mich seinen Kopf streicheln. Er liegt nun schon an der Schwelle meines Bürozimmers, während ich am Computer arbeite.

Am Nachmittag treffe ich Nicky und Alfonse. Wir tauschen uns über unsere Schützlinge aus und ich darf mal zwei Stunden lang nichts tun.

Janin, eine Touristin, die sich mit einem Hund angefreundet hat, bittet mich um Rat da sie den Hund eventuell adoptieren und nach Deutschland bringen möchte. Allerdings muss ich ihr mitteilen, dass die Ausfuhr/Einfuhr von Hunden in kurzer Zeit nicht möglich ist. Ob Janin dann auch wirklich den Hund adoptieren wird, wenn sie weiß, dass es Zeit und Geld kostet bleibt abzuwarten.

Wan Song informiert mich, dass eine weitere Katze gestorben sei und zwei erkrankt seien. Sinin sei seit einigen Tagen nicht mehr erschienen.