Mittwoch, 31. August 2016

Gai beginnt heute Morgen ihren zweiten Arbeitstag. Ich bin froh, dass sie wiedergekommen ist, das ist ja nicht selbstverständlich. Nachdem sie ihre Schicht beendet hat, entsorge ich das Blattwerk und liefere bei Prajuab Impfstoffe für drei Welpen ab. 

Danach fahre ich zum Tuk.com, um mir eine neue UPS zu besorgen. Eine UPS (Uninterruptable Power Supply) ist hier notwendig, um die häufigen Spannungswechsel auszugleichen. Außerdem liefert das Gerät noch zehn Minuten lang Energie, wenn der Strom plötzlichen weg ist. 

Anschließend fahre ich zum Makro und hole Gehacktes und Hähnchenfleisch. Gehacktes bekommen morgens immer noch Anna und Felix und nun auch Simba, Lulu, Sammy und Fritz. Die vier letzteren können ruhig noch ein wenig zulegen. Deswegen füttere ich sie auch morgens und abends wie auch noch Anna, Felix, Zola und Toya. 

Die Operationswunden von Torro, Nousha, Emma und Binda sind recht gut verheilt. Beim Betasten der Nähte der drei Hündinnen spüre ich noch inneres Narbengewebe, aber das ist normal und bildet sich mit der Zeit zurück. Lucy hockt immer noch in ihrer Höhle.

Dienstag, 30. August 2016

Evi kommt heute Morgen und bringt Hanna mit. Hanna hat das Foto von Sammy gesehen und möchte sich den Kleinen ansehen. Hanna meint, sie würde Sammy und auch Lulu sofort mitnehmen, aber ihre Familie habe auch noch mitzureden. 

Am späten Vormittag hole ich John in Naklua ab. John kann sich vorstellen eine kleine Videoproduktion auf die Beine zu stellen. Allerdings fehlt uns eine gute Videokamera. Meine Kamera ist jedoch videotauglich. John wird sich in den kommenden Tagen mit ihren Funktionen vertraut machen und dann werden wir ein paar Probeaufnahmen machen. 

Lena ist bei einer Rauferei in den linken Vorderlauf gebissen worden. Die Schwellung ist beträchtlich und deswegen gebe ich ihr Prednisilone. Laufen kann sie allerdings ohne Probleme. 

Am frühen Abend fahre ich zum Mabprachan 7/11 um erneut Kenji und seinem Kontrahenten zu inspizieren. Kenji hat sich schon wieder geprügelt. Seine Ohrwunde ist recht gut verheilt, aber er hat neue Bisswunden auf seinem Nacken. Da ich keine Würste mehr habe, kaufe ich Kebab und verstecke das Prednisilone darin. Kenjis Kontrahent bekommt die gleiche Dosis und den Rest vom Kebab bekommt Suzy. Bei Suzy sehe ich eine weitere weiße Hündin, die vermutlich nicht sterilisiert ist. Die Kebabfrau verspricht sich mit ihr vertraut zu machen, damit sie sie einfangen kann. 

Lucy versteckt sich immer noch in dem Erdloch, das etwa eineinhalb Meter tief ist. Ich stelle ihr zur abendlichen Fütterung wieder eine Schale in ihre Behausung. Sammy und Lulu haben sich auf der kleinen Terrasse eingerichtet, machen aber schon ab und zu Ausflüge in den Garten. Anna und Felix wachsen immer mehr in die Meute hinein. Simba und Fritz kommen auch recht gut zurecht. Simba hat in Hakim schon einen Freund gefunden.

Montag, 29. August 2016

Gai kommt heute Morgen und beginnt ihren ersten Arbeitseinsatz. Ich weise sie kurz ein und danach arbeitet sie sehr gut selbstständig weiter. Rhonda kommt ebenfalls und bringt eine Bekannte mit. 

Am Nachmittag fahre ich in den Tempel. Ich versorge die Hunde und schaue erneut nach Neung, Song und Sahm – wieder vergebens. Bok Luk springt um mich herum und ich werfe sie ein paar Mal ins Wasser in der Hoffnung, dass das Seewasser ihrer Haut gut tut. Prince ist wieder aufgetaucht und ich kann in seinen Bewegungen nichts Ungewöhnliches entdecken. Allerdings sehe ich ihn nur ganz kurz laufen und dann verschwindet er unter dem Sala. 

Im Busch hinter dem Sala hat eine Hündin erneut Junge bekommen. Vor einigen Monaten hatte sie schon zuvor vier Junge. Was aus ihnen geworden ist weiß niemand. Die Hündin lässt niemanden näher als fünfzig Meter an sie und ihre Welpen heran. 

Ich fahre weiter in die Silverlake Klinik und hole Emma, Nousha, Binda und Toya ab. Allen Vieren geht es gut, auch Toya hat ihre Ohrinfektion überwunden. Noch im Kennel sind sie recht eingeschüchtert, umso mehr aber freuen sie sich wieder zuhause zu sein.

Sonntag, 28. August 2016

Die Nacht war relativ ruhig, das fragile Gleichgewicht unter den Hunden ist wieder hergestellt. Fritz, Sammy und Lulu stellen keine Störfaktoren dar – bisher. 

Nach den erforderlichen morgendlichen Außenarbeiten lasse ich Anna, Felix, Simba, Zola, Sammy, Lulu und Fritz ins Haus und füttere sie. Dann nehme ich mir Sammy und Lulu vor und bürste sie durch. Besonders Sammy hat etliche Verfilzungen und Schorfstellen, die ich weitestgehend entfernen kann. Ich schneide den beiden auch die Nägel. Anschließend schmiere ich Jaha, Jira, Nacho, Yaya und Chuki mit Kokosnussöl ein und spritze Zhenya. Lucy hat sich in ein Erdloch zurückgezogen und kommt nicht heraus. Torro hat sich seines Kragens entledigt, den ich auf der großen Terrasse zerbissen wiederfinde. Glücklicherweise verheilt aber Torros Wunde recht gut. 

Bevor ich mich wieder in den Tempel aufmache um nach den drei Hunden zu sehen, füttere ich die Hunde draußen, wobei ich wie jeden Tag zuerst die schwarzen Welpen separat versorge, dann die Hunde auf der kleinen Terrasse, anschließend die Hunde vor der Küche und schließlich die Hunde im hinteren Bereich. Leider entdecke weder im Tempelbereich noch an der Sala eine Spur von Neung, Song und Sahm. Das tut mir wirklich weh, denn ich habe die drei lieb gewonnen. Möglicherweise haben sie sich auf den Weg zurück nach Pattaya begeben. Bok Luk ist anwesend und freut sich mich zu sehen. Auch Lucky ist noch da und ich glaube, dass sie nun auch bleibt. 

Wieder zurück im Haus brate ich Hähnchenfleisch und verteile es an Anna, Felix, Simba, Zola, Sammy, Lulu und Fritz.

Samstag, 27. August 2016

Die Nacht war wieder sehr unruhig. Die jungen Rüden haben Neung, Song und Sahm sehr häufig angebellt. Die drei sind ganz ruhig, aber die Bellerei geht mir schon auf die Nerven, da ich ständig wach werde. Ich entscheide mich am Morgen schweren Herzens die drei in den Tempel zu bringen. 

Da Adrian keine Zeit hat mich zu begleiten kann ich zuerst nur Neung und Sahm umsiedeln. An der Vorhalle lasse ich die beiden raus und es gibt keine Probleme mit den anwesenden Hunden. Ich fülle die Behälter auf und gehe mit den Hunden an den Strand. Neung und Sahm folgen mir ohne Umstände und sind offensichtlich bester Laune. Sie haben ja das Meer zuvor noch nie gesehen und laufen nach einigen tastenden Versuchen ins Wasser. Sahm schwimmt sogar mit Scottie eine Runde. Wir machen unseren vollständigen Strandgang und treffen dabei auch auf Samlee, Khao und Nuan. Neung und Sahm folgen mir bis zum Ende des Strandabschnitts und auch wieder zurück zur Vorhalle. Ich habe ein gutes Gefühl sie zurückzulassen. 

Am Nachmittag besucht mich zuerst Silvio mit Dao und ihrem neuen Hund und danach noch Wolfgang, der ein paar Tage in Pattaya weilt. Mit ihm bringe ich Song und Bok Luk zum Tempel. Ich suche nach Neung und Sahm, kann sie jedoch nicht entdecken. Das macht mir Sorge aber Song muss ich trotzdem rauslassen. Bok Luk findet sich sofort wieder zurecht und Song macht ebenfalls einen gelassenen Eindruck. Tai kommt vorbei und fragt mich nach Prince, den sie nicht gesehen hat. Ich habe ihn bei meiner Suche nach Neung und Sahm auch nicht entdeckt. 

Nachdem ich Wolfgang in seinem Hotel abgeliefert habe, fahre ich nach Hause und versorge die Hunde. Den drei Neuen habe ich Namen gegeben. Den kleinen blonden nenne ich Sammy, die kleine schwarze Lulu und den kleinen Schnauzer Fritz. Alle drei haben meine Abwesenheit schadlos überstanden. Sammy und Lulu sind unzertrennlich und Fritz mischt sich schon unter die anderen Hunde.

Freitag, 26. August 2016

Neung, Song und Sahm haben die Nacht unter den Büschen am Tor verbracht. Sie sind sehr friedfertig und wollen sich anscheinend integrieren, aber einige der Welpen, vor allem Big Boy Sascha, Ilya und Alex bellen die drei häufig an, sodass ich sie zur Ordnung rufen muss. Am morgen kommen die drei unter den Büschen hervor und trocknen sich ihr feuchtes Fell unter den Bäumen in der Nähe des Tores. Ich bin noch unentschieden, ob ich sie behalten oder im Tempel unterbringen soll. 

Am späten Vormittag kommt Rhonda und hilft mir bei der Arbeit. Sie untersucht die Hunde und stellt an Toya eine Entzündung am und vermutlich auch im Ohr fest. Ich wasche Nacho, Chuki, Bok Luk, Lucy Song und Jaha. 

Am frühen Nachmittag fahre ich mit Binda und Toya in den Tempel und treffe dort Tai und Åsa. Gemeinsam schauen wir nach Prince, der sich auf unerklärliche Weise verletzt hat. Wir finden ihn unter einem Auto am Strand liegend. Selbst Tai, die sich gut mit Prince versteht, lässt er nicht an sich heran. Ich halte mich auf Abstand, um Tai die Gelegenheit zu geben Prince zu untersuchen. Der aber entfernt sich und lässt sich auf einem der gestrandeten Boote nieder. Ich gehe zu ihm und kann keine äußeren Verletzungen feststellen. Es kann sein, dass Prince sich einen Nerv verklemmt hat. Wir können ihm heute nicht helfen. 

Am Sala sind drei neue Hunde zurückgelassen worden. Leute wissen, dass sich jemand um die Hunde kümmert und sind froh, dass sie sie dort loswerden können. Tai macht Fotos von den zwei kleinen, die eigentlich die idealen Adoptionshunde sind. 

Ich fahre mit Binda und Toya in die Silverlake Klinik, wo ich Binda zu Emma und Nousha stecke. Die drei sollen heute noch sterilisiert werden. Toya soll auf Anraten von Dr. Kwanchai täglich eine Antibiotikainjektion erhalten. Ich lasse sie also ebenfalls in der Klinik. Dann fahre ich zurück in den Tempel wo ein Mönch Sido nach einiger Suche findet. Sido erhält in der Klinik die vorläufig letzte Chemotherapiebehandlung. 

Ich bringe ihn in den Tempel zurück und schaue nach den drei neuen Verlassenen. Ich kann es nicht übers Herz bringen sie einfach so zurückzulassen und stecke sie in die Käfige, um sie zuhause wenigstens mal zu baden und für ihre Impfung zu sorgen. Während ich den Garten säubere, lasse ich die drei in der Torschleuse und nehme sie danach einzeln ins Bad und wasche sie. Dann lasse ich sie sich in der Küche ein wenig eingewöhnen und füttere sie zusammen mit Anna, Felix, Simba und Zola. Die beiden kleinen tauen schnell auf und vor allem die schwarze Hündin ist ganz aufgedreht und springt dankbar an mir hoch. Anschließend füttere ich alle anderen Hunde. Neung, Song und Sahm bekommen ihr Futter unter den Büschen.

Donnerstag, 25. August 2016

Ich erledige meine Morgenarbeiten und treffe dann Adrian in der Village Soi, in der Neung, Song und Sahm liegen. Alle drei sind anwesend und so verfrachten wir Neung und Sahm in die Käfige und Adrian nimmt auf dem Beifahrersitz mit Song Platz. 

Die drei sind ja recht friedlich und die Hunde im Garten sind Neuankömmlinge gewohnt, jedoch ist diese Integration ein Wagnis, da die drei größer sind als alle Vorhandenen und sie zu dritt leicht ein Dominanzspielchen beginnen könnten. Ich lasse sie deswegen solange in der Torschleuse, bis sich die meisten der anwesenden Hunde beruhigt haben. Dann nehme ich zuerst Sahm heraus, der mir am meisten zugetan ist und auch der freundlichste der drei ist. Sahm bleibt zu Beginn dicht bei mir, aber erkundet schon recht bald Teile des Gartens. Dann läuft er zu Adrian, der vor der Küche auf den Bänken sitzt. 

Als nächsten hole ich Song heraus und auch mit ihm gibt es keine Probleme. Werden kleinere Hunde schon mal attackiert, traut sich an Sahm und Song keiner heran. Zum Schluss lassen wir auch Neung aus der Schleuse; er ist der größte der drei und auch deren Leithund. Auch Neung bleibt mit kleinen Hilfen souverän. 

Nut kommt mit Gai. Gai ist eine Bekannte von Nut, die einen Nebenverdienst sucht. Ich habe einen guten Eindruck von ihr und wir vereinbaren, dass sie sich dreimal die Woche stundenweise um den Außenbereich kümmern soll. Gai will am Montag die Arbeit beginnen. 

Adrian lasse ich bei den Hunden, Nut macht das Haus und ich fahre mit Emma und Nousha Richtung Silverlake Klinik. Auf dem Wege dorthin besuche ich Christel, die mich um Rat wegen eines ihrer Hunde gebeten hatte. Da ich Dr. Kwanchai nicht erreichen kann, ersparen wir dem Hund den Transport und ich fahre mit Christel in die Klinik. Dr. Kwanchai teilt mir am Abend mit, dass er in einer dringenden Angelegenheit in Trat war. Ich trage Emma und Nousha in einen leeren Kennel und hole Torro aus einem anderen. Danach bringe ich Christel wieder nach Hause, die später eine andere Klinik in Anspruch nimmt. 

Ich fahre weiter in den Tempel, wo ich zu meiner großen Freude Lucky wohlbehalten wiederfinde. Lucky hat sich überraschend gut eingelebt und läuft ungehindert von anderen Hunde im gesamten Gelände hin und her. Ich erneuere das Wasser im Sala und in der Vorhalle und fülle die Futterbehälter nach. 

Tai hatte mich gestern darüber informiert, dass Prince wohl verletzt sei und ich schaue nach ihm, kann ihn jedoch nicht finden. Später ruft mich Tai an, dass Sie Prince gesehen habe und dass es ihm wohl besser gehe. Er sei jedoch auch vor ihr weggelaufen. Mich kann Prince ja nicht mehr leiden. Da eigentlich heute Sidos Chemotherapie fällig war, werde ich dessen Transport in die Klinik morgen durchführen und dabei Tai am Nachmittag am Sala treffen. Wir wollen versuchen herauszufinden, was mit Prince passiert ist. 

Ich komme noch vor Einbruch der Dunkelheit wieder nach Hause. Neung, Song und Sahm sind die ersten, die mich am Tor begrüßen. Adrian teilt mir mit, dass alle Hunde geschlafen haben und dass es keine Zwischenfälle gegeben habe. Ich bitte Adrian mich zur Autoreparaturwerkstatt zu fahren, damit ich endlich meinen Scooter dort abholen kann. Nachdem wir das erledigt haben, verabschieden wir uns bis zum Wochenende. 

Ich füttere die Hunde, wobei die drei Neuen das Futter verschmähen. Ich denke, dass sie wohl Reisfutter gewohnt sind. Alle drei stehen gut im Futter und können auch mal einen Tag ohne auskommen. Später am Abend fahre ich noch zum Mabprachan 7/11 und gebe Kenji und seinem Kontrahenten Prednisilone.

Mittwoch, 24. August 2016

Gestern hatte ich zum wiederholten Male Neung und Sahm zu Prajuab gebracht. Song wollte nicht mit uns kommen. Deswegen fahre ich mittags in das Village, wo sich die von den Residenten ungeliebten Hunde aufhalten, um auch Song erneut umzusiedeln. Song finde ich nicht, jedoch aber Neung und Sahm, die sich entlang des Reservoirdamms zurück begeben hatten. Wie schon anfangs vermutet, ist die Aktion also fehlgeschlagen. 

Da Adrian Probleme mit den Anwohner aufziehen sieht, möchte er aber die drei Hunde auf jeden Fall umsiedeln. Er unterrichtet mich am Nachmittag, dass Song sich wieder eingefunden hat. Ich sehe eigentlich nur die Möglichkeit die Hunde im Tempel unterzubringen. Song muss aber zunächst an der verletzten Pfote weiterbehandelt werden. Bei einem vergangenen Besuch der Hunde hatte ich die Möglichkeit seine Pfote zu untersuchen und stellte immer noch eine Wunde am Ballen fest. Deswegen  entschließe ich mich Neung, Song und Sahm vorübergehend im Haus unterzubringen, falls das machbar ist. Adrian verspricht mir morgen dabei behilflich zu sein. 

Am Mabprachan 7/11 sehe ich Kenji. Er hat sich offensichtlich schon wieder geprügelt, denn sein linkes Ohr ist blutig. Eine von den Standbetreiberinnen macht mich auf seinen Opponenten aufmerksam, der etliche Bisswunden und Schwellung aufweist. Ich fahre nach Hause und hole Prednisilone, das ich noch von der Schlangenbissbehandlung übrig hatte und verteile die Tabletten an die beiden Streithähne. Normalerweise müssten drei Behandlungen reichen, um die Hunde wieder herzustellen. 

Zurück im Haus findet die nachmittägliche Fütterung statt mit anschließender erneuter Gartensäuberung. Am frühen Abend kommt Evi, die preiswert Hühnerfleisch erstanden hat. Ich füttere damit Anna und Felix und alle anderen Hunde im Haus bekommen auch etwas davon ab, einschließlich Zola und Toya. Anschließend hole ich Trocken- und Katzenfutter und liefere die Säcke bei Wan Song in Naklua ab.

Dienstag, 23. August 2016

Louise hatte mich vor einigen Tagen gebeten einen Platz für Lucky, eine Hündin, die sie in erbärmlichen Zustand in einem Village aufgefunden und zu sich genommen hatte. Nachdem Lucky sich erholt hatte kam es zu Beissereien mit anderen Hunden, die Louise aufgenommen hatte und so war die Situation in Louises Haus unhaltbar geworden. Ich konnte Louise nur vorschlagen zu versuchen Lucky im Wat Amparahm unterzubringen. 

Mit Torro im Gepäck fahre ich zunächst zur NPW Klinik und gebe Shana zur Einäscherung ab. Dann hole ich Louise und Lucky in Jomtien ab. Lucky ist ein ganz liebenswerter und schöner Hund und ich bekomme gleich guten Kontakt zu ihr.

Im Tempel stelle ich Lucky den Vorhallenhunden vor, die sich aber nur oberflächlich für sie interessieren. Louise und ich bleiben bei Lucky die sich neugierig umschaut und wir gehen zu den Salahunden. Auch die interessieren sich nicht für den Neuzugang. 

Ich lasse Louise bei den Hunden und fahre mit Torro in die Silverlake Klinik. Torro soll dort kastriert werden. Ich hole Snowy aus einem der Käfige und fahre mit ihr wieder zum Tempel. Lucky hat sich stets in der Nähe von Louise aufgehalten; Zwischenfälle gab es nicht. 

Ich hatte ja schon mehrmals versucht Jira einzufangen aber sie entwischte mir immer. Heute habe ich Glück und stecke sie in den zweiten Käfig. Anschließend gehen Louise und ich mit den Hunden an den Strand. Lucky kommt mit uns und selbst die Begegnung mit Samlee, Khao und Nuan verläuft friedlich. Zurück im Tempel schaffen wir es nach mehreren erfolglosen Versuchen das Gelände zu verlassen ohne dass uns Lucky folgt. 

Ich bringe Louise nach Hause und entlasse Snowy in den Garten, wo sie von den anderen Hunden aufgenommen wird. Jira trage ich ins Haus und dusche sie erst einmal, da sie recht schmutzig ist. Dann vereinige ich sie mit ihren Schwestern Jaha und Chuki. Anschließend ist auch noch Bok Luk mit einer Dusche dran. Ihr Fellzustand scheint sich wieder leicht verbessert zu haben und deswegen werde ich sie noch ein paar Tage bei mir behalten, damit ich sie weiter waschen kann.

Montag, 22. August 2016

Josie kommt heute und auch Evi mit ihrer Bekannten Wiebke. Josie wäscht Kylie und hilft in Haus und Garten. Nachdem meine Helfer gegangen sind, setze ich meine Gartengrundreinigung fort. Damit bin ich den gesamten Nachmittag beschäftigt. 

Am frühen Abend kann ich endlich mein Auto abholen und wieder etwas einkaufen. Seit gestern füttere ich die Hunde nicht mehr am Vormittag sondern erst am Nachmittag. Das verschafft mir morgens etwas mehr Zeit Garten- und Hausarbeiten in Ruhe durchzuführen und ich kann meine Nachmittagsfahrten früher beginnen. Anna und Felix sowie die Hautproblemhunde, die sich im Haus befinden, werden allerdings auch schon morgens gefüttert.

Sonntag, 21. August 2016

Der heutige Sonntag ist mit intensiver Gartenarbeit ausgefüllt. Das Gras ist zwar getrimmt aber ich muss noch einmal mit dem Rasenmäher über die Grasflächen gehen, damit die wieder einigermaßen ordentlich aussehen. Anschließend fege ich Berge von Laub und Gras zusammen. Für die Hunde ist das ein Spaß, ich bin tüchtig am schwitzen. Somchai wird wohl nicht mehr kommen und den Garten in Ordnung halten und so muss ich seine Arbeit mit übernehmen.

Mittags besuchen uns Rene und Heidi mit ihren Besuchern Mario und Janette aus der Schweiz. Heidi und Rene überlegen, einen oder zwei Hunde zu adoptieren.  

Zolas Bisswunde ist völlig verheilt und sie läuft wieder normal. Biaow ist nun die älteste Hündin auf der kleinen Terrasse auf der sich Zola, Toya, Anna und Felix zusammen mit Selina, Lena und Alex überwiegend aufhalten. Simba hat mittlerweile mit den anderen Hunden Freundschaft geschlossen und hält sich mit ihnen meistens im Bereich vor der Küche auf.

Samstag, 20. August 2016

Die Schwellung an Zolas Pfote ist stark zurück gegangen. Zola kann wieder auftreten. Prednisilone hat gut gewirkt. 

Nach der Versorgung der Hunde mache ich mich an die mühsame Arbeit wuchernde Gewächse zu beschneiden. Anna und Felix laufen dabei nun schon durch den ganzen Garten. Auch Simba hat schon den gesamten Bereich erkundet. 

Am Nachmittag fahre ich in die Reparaturwerkstatt. Man arbeitet noch am Auto und angeblich soll es am Montag Abend fertig sein.  

Die Behandlung von Chuki, Jaha, Nacho und Lucy mit Waschungen und Kokosnussöl führe ich weiter fort. Momentan sieht besonders Nacho schlimm aus. Bei Jaha sehe ich kleine Fortschritte, bei Chuki und Lucy, die ich nur partiell einschmieren kann, kann ich keine Fortschritte erkennen.

Freitag, 19. August 2016

Nachdem ich wie jeden Morgen zuerst Anna und Felix und dann Jaha, Chuki und Lucy mit dem Spezialfutter versorgt habe, hole ich Shana und Zola herein. Shana flöße ich wieder die angereicherte Ziegenmilch ein und lasse sie dann im Esszimmer ruhen. Zolas Pfote ist nun stärker geschwollen. Ich versorge die Wunde und gebe Zola Amoksiklav. 

Nach Gartensäuberung und Fütterung wasche ich Bok Luk und Chuki. Nacho und Jaha erhalten eine Ganzkörperbehandlung mit Kokosnussöl. 

Am Nachmittag kommt ein Arbeiter, den Josie mir besorgt hatte, mit einem Trimmer und mäht das hohe Gras. Danach erledige noch einige Trimmarbeiten an Büschen und harke Gras und Blattwerk zusammen. 

Am frühen Abend fahre ich in die South Pattaya Klinik um bestelltes Ivermectin und die Zusatznahrung für Shana abzuholen. Dr. Kwanchai gibt mir auch Prednisilone für Zola mit. Ich bin erst lange nach Anbruch der Dunkelheit zurück und verabreiche zuerst Zola das Prednisilone und füttere dann Anna und Felix. 

Dann schaue ich nach Shana. Sie liegt unter den Bäumen und es geht ihr augenscheinlich nicht gut. Ich nehme sie herein und bereite ihre Nahrung zu. Shana ist aber so schwach, dass ich ihr die Verabreichung nicht zumuten möchte. So bleibe ich bei ihr sitzen und streichele sie. Ich habe den Eindruck, dass sie heute Nacht sterben wird. 

Während der nächsten zwei Stunden werde ich Zeuge wie allmählich das Leben aus Shana entweicht. Ich spreche viel mit ihr, halte und streichele sie. Schließlich bäumt sie sich noch einmal auf und verstirbt. Ich lasse Shana noch eine Weile liegen, säubere sie und lege sie eingewickelt in die Kühltruhe. Sobald ich das Auto wieder zur Verfügung habe, werde ich sie zur Einäscherung in die NPW Klinik bringen.

Donnerstag, 18. August 2016

Rhonda kommt heute Morgen wieder und auch Nut. Rhonda untersucht die Hunde nach Zecken und stellt bei Zola eine Schwellung des Zehs der linken Hinterpfote fest. Ich untersuche die Wunde und entdecke zwei kleine Wunden, die wie eine Bisswunde aussehen. Möglicherweise ist Zola von einer kleinen Schlange attackiert worden. Glücklicherweise war es keine giftige, sonst wäre Zola wahrscheinlich schon tot. Ich reinige die Wunde und gebe Zola Amoksiklav nach der Fütterung. 

Shana wird von mir wieder mit einer Syringe gefüttert. Ich habe den Eindruck, dass sie durch die Nahrungszufuhr etwas mehr Energie bekommt. Zumindest geht sie von der Terrasse in den Garten und legt sich in den Schatten der Bäume. 

Da mein Auto immer noch nicht repariert ist und die nächste Chemo für Ting und Sido ansteht, bitte ich Som mir beim Transport der beiden Hunde in die Silverlake Klinik behilflich zu sein. Da Snowy läufig ist und Torro noch nicht sterilisiert, frage ich Rhonda ob sie mit uns fahren kann. Som kann in ihrem Juke nur eine Box transportieren. 

So fahren wir am frühen Nachmittag mit zwei Wagen zuerst zu Tings Platz, laden sie in Soms Auto und fahren in die Klinik. Dort gebe ich Snowy bei Dr. Kwanchai ab und Ting erhält ihre vierte und vorläufig letzte Chemo. Rhonda fährt zurück nach Pattaya und Som und ich holen Sido im Tempel ab und fahren erneut in die Klinik, wo Sido seine dritte Chemo erhält. Anschließend bringen wir Sido wieder zurück in den Tempel.

Ich befrage Dr. Kwanchai, was ich mit Shana machen könne. Er rät mir hoch konzentrierte Zusatznahrung in die Ziegenmilch zu mischen. Ich könne die Dosen morgen in der South Pattaya Klinik abholen. 

Zurück im Haus kümmere ich mich zuerst um Shana und Zola. Shana liegt noch im Garten. Ich nehme sie ins Haus und versuche ihr etwas angereicherte Ziegenmilch einzuflößen. Da sie nicht wieder hinaus möchte, lasse ich sie im Esszimmer ruhen. 

Zolas Zeh ist etwas mehr angeschwollen und sie humpelt nun herum. Schmerzen hat sie aber wohl nur, wenn die Pfote berührt wird. Wenn die Schwellung nicht zurückgeht werde ich mir Prednisilone besorgen. In eine Klinik bringen kann ich sie ja zur Zeit nicht.

Mittwoch, 17. August 2016

Es scheint, dass Nacho schon eine gewisse Linderung verspürt. Ich behandele nun auch Yaya, der eigentlich nur am Kopf Probleme aufweist und Toby. 

Josie kommt am Vormittag und wäscht Kylie und Jaha ich nehme mir Chuki vor. Lucy ist wieder nicht zu einem Bad zu bewegen. 

Shanas Zustand ist unverändert. Da nicht zu erwarten ist, dass sie noch von selbst Nahrung zu sich nimmt beginne ich bei ihr mit Zwangsernährung. Ich mische Ziegenmilch mit Gehacktem und einem Eigelb und flöße ihr ein wenig von der Mischung ein. Danach gebe ich ihr noch ein paar Zentiliter Ziegenmilch. Wenn ihr Metabolismus noch funktioniert müsste sie bei mehrmaliger Gabe pro Tag allmählich wieder zu Kräften kommen. Wenn das nicht der Fall sein sollte und Shana sich entschlossen hat diesem Leben zu entsagen, habe ich zumindest mein Möglichstes getan. 

Adrians Hunde Neung, Song und Sahm sind wieder in die Village Soi zurückgelaufen aus der wir sie zu Prajuabs Platz gebracht hatten. Adrian hatte sie erneut zu Prajuab gebracht und kurz danach waren sie wieder im Village. Ich bin in den vergangenen Tagen zweimal bei ihnen gewesen. Es ging ihnen gut und sie waren kaum hungrig. Heute fahre ich wieder zu ihnen, um sie zu füttern. Das ist wahrscheinlich falsch, aber Adrian hat Sorge, dass sie die Mülltonnen plündern wenn sie hungrig sind und das mögen die Anwohner nicht so gern. Sobald ich das Auto wieder habe, werde ich sie erneut an das Reservoir bringen und sie dort ein paar Tage lang füttern, um zu sehen, ob sie dort bleiben wenn sie wissen, dass ich komme.

Simba ist nun, genauso wie Anna und Felix fast die ganze Zeit draußen bei den anderen Hunden. Er hat sich von der kleinen Terrasse entfernt und hält sich nun auf dem Hof auf oder auf der großen Terrasse. Gestört nur durch einen kleinen Zwischenfall bei dem Torro sich auf Simba stürzt, schreitet dessen Integration weiter gut voran. So klein und zart wie Simba ist, scheint er doch ein mutiges Herz zu besitzen.

Dienstag, 16. August 2016

Simba hat die Nacht draußen anstandslos verbracht. Ich bin in der Nacht noch einmal bei den Hunden gewesen und da war er schon mitten unter ihnen. Das neue Leben scheint ihm zu gefallen.

Rene und Heidi kommen am Morgen und wir fahren zum Snoop Dog Shop, wo ich 150 kg Trockenfutter einkaufe. Bei der Gelegenheit drückt mir Heidi noch eine Spende in die Hand.

Am frühen Nachmittag wasche ich Bok Luk, Toby, Nacho und Yaya. Yaya weigert sich immer wenn ich ihn aufnehmen will und macht sich ganz schwer. Damit er nicht nach mir schnappt, muss ich ihm eine Maulschlaufe umlegen. Im Bad ist er dann aber recht umgänglich. 

Anschließend fahre ich mit dem Bike nach Baan Amphur, kaufe auf dem Tempelmarkt dort 30 kg Reis ein und liefere die Beutel bei Ba Bät ab. Danach kaufe ich 20 kg Trockenfutter und fahre zu den Hunden an der Vorhalle. Da kein Wasser aus der Leitung kommt, gehe ich zu den Mönchen rüber. Es ist unvermeidlich, dass die Hunde mir folgen und so kommt es zu einem Clash mit den Tempelhunden. Dabei ist auch Sido, der kräftig mitmischt. Im gesamten Tempel gibt es kein Wasser aber an der Vorhalle steht noch ein Wassertank und so kann ich die Hunde mit Wasser versorgen. Ich gehe zum Sala rüber und fülle auch dort den Wasserkanister auf. 

Danach machen wir mal wieder einen Strandgang auf dem wir Samlee, Khao und Nuan treffen, denen es prächtig geht. Die drei werden von einem netten Fischer versorgt. 

Zurück im Haus ist die Welt halbwegs in Ordnung. Simba ist eine Vorzeigeeingliederung, Anna und Felix werden immer selbstbewusster, Shana ist geistig noch voll da, obwohl sie nun die Nahrungsaufnahme vollständig eingestellt hat. Durch die Kokosnussölbehandlung von Chuki, Jaha, Lucy und seit heute auch von Nacho keimt bei mir ein wenig Hoffnung auf, den Hunden wenigstens eine Linderung ihres Leidens zu verschaffen.

Montag, 15. August 2016

Ich habe das Gefühl, dass Simba allmählich ankommt. Er schaut mich freundlich an und lässt sich von mir streicheln. Ich spreche viel mit ihm und er folgt mir schon dann und wann durchs Haus. Zola und Toya haben wieder auf der Terrasse übernachtet und sind offenbar mittlerweile von all den Hunden im großen Bereich akzeptiert worden. Shana lebt noch und ist geistig da. 

Ich erledige die Gartenarbeit und versorge die Hunde. Dann nehme ich Simba mit nach draußen auf die kleine Terrasse. Natürlich kommen die meisten Hunde sofort hoch und Simba wird ausgiebig beschnüffelt. Alle außer Hakim sind freundlich zu Simba was ihm offensichtlich Mut macht, nachdem ich Hakim zur Ordnung gerufen habe. Als ich in den Garten heruntergehe folgt mir Simba mit einem Rattenschwanz von einem Dutzend Hunden an seinen Fersen, was ihn aber erstaunlicherweise wenig stört. Natürlich bleibe ich immer in Eingreifweite während Simba einen kleinen Teil des Gartens erkundet. Da solche Situation fast immer umkippen, warte ich nur darauf bis Hakim an Simba nibbelt und gehe mit Simba wieder auf die Terrasse, wo ich ihn erstmal lasse, während ich im Haus arbeite. Ich kann ja mittlerweile an der Art des Gekläffs oder des Gebells ausmachen, wer die Ursache ist und ob es notwendig ist einzugreifen. Auf der Terrasse aber bleibt alles ruhig. 

Am frühen Nachmittag muss ich in die Stadt, zur Immigration und um mich um meine Finanzen zu kümmern. An der Autowerkstatt fahre ich ebenfalls vorbei und bekomme zu hören, dass ich das Auto nicht vor dem Wochenende wiederbekomme. Ohne Auto bin aber ziemlich aufgeschmissen und so muss ich Rene bitten morgen einen Futtertransport zu übernehmen. 

Seitdem Simba draußen war, ist er wie ausgewechselt. Wieder im Haus läuft er ausgelassen hin und her und versucht mit Anna und Felix zu spielen, die aber lieber miteinander raufen. Sie sind ja nun schon die “Alten” und lassen es Simba merken. Dafür bellt Toya Simba nicht mehr an und von Zola gibt es schon mal ein Küsschen. Die Integration von Simba scheint also zu gelingen.

Sonntag, 14. August 2016

Toya und Zola haben die Nacht prima überstanden und Shana lebt noch. Da sie noch trinkt, scheint ihr Körper alle wesentlichen Funktion aufrechtzuerhalten. Shana ist auch noch geistig voll dabei und nimmt an ihrer Umwelt teil, wenn sie auch meistens liegt und schläft. Auf mich regiert sie mit anscheinend wissender Sanftmut. 

Simba hockt immer noch in der Küche, aber traut sich schon mal in den Wohnraum vor. Er schaut mich zuweilen aus seinen hübschen braunen Augen an, kann sich aber noch nicht überwinden zu mir zu kommen.

Am frühen Vormittag treffe ich in der Stadt David, einen früheren Klienten, der mich seither dann und wann unterstützt. Wieder zuhause ist Simba aus der Küche verschwunden. Da das Haus ja sehr groß ist, kann er über all sein und ich mache mir keine Sorgen um seinen Verbleib. Raus kann er ja nicht. Nachdem ich mich um Garten und Hunde gekümmert habe, suche ich nach Simba, kann ihn jedoch nirgendwo finden. Deswegen hole ich Toya rein und gehe mit ihr durch alle Zimmer. Sie müsste ihn ja entdecken, wenn ich es schon nicht kann. Aber auch sie findet Simba nicht. Da Simba recht zierlich ist kann er sich irgendwo versteckt haben, wo ich ihn noch nicht gesucht habe. Ich öffne all Schränke, schaue unter alle Betten und das alles mehrmals – vergeblich. Simba bleibt bis in den Abend hinein verschwunden. Obwohl er eigentlich nicht nach draußen gelangt sein kann, suche ich auch mehrmals den Garten ab und leuchte sogar draußen vor dem Tor alles ab. 

Jedes mal wenn ich anfange etwas zu tun, breche ich Arbeit nach kurzer Zeit wieder ab und suche erneut. Schließlich gehe ich wiederum in ein Zimmer, das ich zuvor mir Toya, Felix und Anna abgesucht hatte und siehe da, Simba liegt unter einem Sessel, der mit Polstern und Kartons verbarrikadiert ist und ich bin froh, dass ich in meinem Weltbild nicht die Existenz von Aliens oder Geistwesen unterbringen muss. 

Abends lasse ich Felix, Anna, Zola und Toya erneut herein und auch Shana. Ich habe Reisfutter zubereitet und alle fressen mit Appetit, auch Simba, nur Shana verweigert sich wieder. Später am Abend, nachdem die Hunde wieder auf der Terrasse sind, kommt Simba zu mir ins Bürozimmer. Während der Nacht schläft er bei mir im Schlafzimmer.

Samstag, 13. August 2016

Vor einigen Tagen hatte mich Maria aus Dänemark gebeten, ob ich nicht einen Welpen, den sie während ihrer sechsmonatigen Zeit in Pattaya aufgenommen hatte, und der seit einem Monat bei einem Tierarzt untergebracht ist, für einige Zeit aufzunehmen. Maria will bis zum Oktober erreichen, dass sie Simba mit nach Dänemark nehmen kann. Simba würde, wenn sich keiner seiner erbarmte vom Tierarzt auf die Straße gesetzt werden. 

Da ich ja kein Auto zur Verfügung habe, bitte ich Som mir beim Transport behilflich zu sein. Som fährt mich zu der Klinik in Naklua und ich hole Simba aus seinem Käfig, in dem er seit vier Wochen hockt. Simba ist sehr zierlich und scheu, aber von liebenswertem Charakter. Er lässt sich von mir auf den Arm nehmen und würde wahrscheinlich mit jedem mitgehen, nur um das Käfigleben hinter sich zu lassen. 

Im Haus verkriecht sich Simba erstmal in eine Ecke und damit er sich ein wenig vertraut machen kann, lasse ich Felix und Anna herein. Die aber interessieren sich nicht für Simba und so lasse ich ihn erstmal allein. Später lasse ich zur abendlichen Fütterung noch Zola und Toya herein, aber das nimmt Simba auch nicht seine Scheu zumal Toya ihn verbellt. Die Nacht verbringt Simba in der Küche, die zum Wohnraum offen ist. 

Ich behandele nun die betroffenen Hautpartien von Chuki, Jaha und Lucy alle zwei Tage mit jungem Kokosnussöl. Jaha und Chuki lassen sich das ohne Probleme gefallen, Lucys Haut jedoch scheint sehr empfindlich zu sein und so muss ich überaus vorsichtig mit ihr umgehen, damit sie mir nicht vom Tisch springt. Ich kann froh sein, dass sie sich überhaupt einschmieren lässt. 

Obwohl ich Shana mittlerweile wirklich alle Futtervarianten angeboten habe frisst sie, wenn überhaupt, nur ganz wenig und magert dementsprechend weiter ab. Da sie sich auf der kleinen Terrasse aufhalten will, lasse ich sie dort zusammen mit Zola, Toya, Biaow, Lena und Selina liegen. 

Meistens sind auch Anna und Felix auf der Terrasse und heute will ich sie auch mal dort übernachten lassen.

Freitag, 12. August 2016

Heute muss ich mich mit der Morgenarbeit beeilen, denn Heidi und Rene haben mich zu einem Hauseinweihungsmittagessen eingeladen. 

Am Nachmittag fahre ich zu Natacha. Natacha hat eine angefahrene Hündin zu sich genommen und für deren medizinische Versorgung gesorgt. Namtarn musste der rechte Hinterlauf amputiert worden, was in der NPW Klinik vorgenommen wurde. Natacha studiert in Bangkok und kommt nur am Wochenende und auch nur wegen Namtarn in ihr Haus nach Pattaya. Sie hat extra eine Hilfe organisiert, die Namtarn während der Woche versorgt. Namtarn ist schon recht alt und deswegen verläuft der Heilungsprozess verlangsamt. 

Während ich mit Natacha beratschlage was wir für Namtarn tun können, kommen zwei Kräfte der NPW Klinik vorbei und versorgen Namtarns Wunde. Namtarn kann auf keinen Fall zurück auf die Straße und ich kann sie zumindest zur Zeit auch nicht aufnehmen. Ich vereinbare mit Natacha, dass Namtarn vorerst bei ihr bleibt. Wenn sie wieder laufen kann, müssen wir neu überlegen was wir für sie tun können. 

Nachdem ich am frühen Abend die Welpen und Shana versorgt habe, fahre ich noch einmal zu Heidi und Rene in das von ihnen kürzlich bezogene Haus, wo ich mit Nicky und Alfons alte Bekannte aus der Rescue Szene wiedertreffe. 

Donnerstag, 11. August 2016

Da für heute eine erneute Chemobehandlung für Sido und Ting terminiert war und mein Auto noch in der Werkstatt steht, hatte ich Serge gebeten mich zu fahren. Serge hatte mir bei seinem Besuch vor einigen Tagen angeboten, seinen Pick-up im Fall der Fälle zur Verfügung zu stellen. Allerdings war sein Wagen ebenfalls nicht fahrbereit und so lieh er sich einen SUV von einem Freund. 

Serge holt mich also am frühen Nachmittag ab und wir laden zwei Boxen ins Auto. Zuerst holen wir Ting ab und dann Sido. Beim Einfangen von Ting hilft uns eine Nachbarin und beim Einfangen von Sido ein Mönch. Beide Hunde werden in der Silverlake Klinik versorgt und wir bringen sie wieder zurück. Für Ting war es voraussichtlich die letzte Chemo; Sido wird wohl noch einige über sich ergehen lassen. 

Auf dem Rückweg halten wir bei Serges Freund, der eine Bar mit kleinem Guesthouse an der Soi Siam Country betreibt. Didier bietet mir an eine Spendenbox bei ihm aufzustellen. Serge kennt noch ein paar Restaurantbetreiber, die auch erlauben würden Boxen aufzustellen. Ich kann ja nun im Rahmen der Foundation ganz offiziell Spenden in Thailand sammeln und werde mir somit noch einige Boxen zulegen.

Mittwoch, 10. August 2016

Highlight des heutigen Tages war mein Erscheinen auf der Nongprue Polizeistation, die für mich immer vertrauter wird. Ich erhielt mittags einen Anruf mich dort einzufinden. Das hätte ich zwar nicht tun müssen, denn eine solche Vorladung hat schriftlich zu erfolgen, aber da ich in den vergangenen Tagen in einige unangenehme Geschehnisse verwickelt war, bin ich dem Ruf gefolgt. Es stellte sich heraus, dass es mein Mietverhältnis geht und ob dieses rechtens sei. Wiederum nicht die Aufgabe der Polizei das zu prüfen, denn ein Mietdisput ist eine Zivilsache und keine Strafsache. Nachdem ich meinen angeblich nicht existierenden Mietvertrag vorgelegt hatte, wurde ich entlassen nicht ohne dass sich meine Vermieterin zu einer unschönen Bemerkung hat hinreißen lassen, über die ich mich an dieser Stelle besser nicht ausbreite.

Zurück zu den Hunden, Shana geht es weder besser noch schlechter, sie frisst kaum etwas egal was ich ihr anbiete und wird dünner und dünner. Vielleicht sollte ich es mal mit einem ganz normalen Thaigericht wie z. B. Khaophatmu versuchen. Schließlich ist Shana ja auf der Straße groß geworden und hat sich da hauptsächlich von Thaifood ernährt. Ich gebe ihr weiterhin alle zwei Tage eine Infusion.

Die Behandlung von Jaha und Chuki mit Kokosnussöl hat anscheinend zumindest bei Jaha einen gewissen Effekt gehabt und ich werde die Behandlung fortsetzen. Silvers Räude ist fast gänzlich verschwunden. Das originale Ivermectin hat gewirkt. Die Ausbreitung der Räude bei Zhenya ist gestoppt worden. 

Anna und Felix sind nun tagsüber meistens draußen auf der kleinen Terrasse zusammen mit Shana, Zola, Toya und wechselnden Okkupanten. Ich nehme sie, während ich den Garten säubere, immer mit ins Gras und kann sie mittlerweile sogar schon mal aus den Augen lassen. Heute haben sie ganz allein auf die Terrasse zurückgefunden. Des Nachts sind sie dann aber wieder im Haus.

Dienstag, 9. August 2016

Gestern habe ich einen Unfall mit Opfern auf der Straße liegen sehen und heute wieder zwei. Unglücklicherweise war ich in einem von den beiden verwickelt. 

Auf meinem Weg in die Stadt fuhren mir zwei Jungs auf einem Motorrad aus einer Ausfahrt, augenscheinlich ohne links und rechts zu schauen vors Auto. Ich bin etwa 50 km/h schnell gefahren und da der Aufprall nahezu frontal war flogen die Jungs samt ihrem Motorrad mindestens zehn Meter durch die Luft. Ich habe zwar noch bremsen können, aber der Aufprall war nicht zu vermeiden. Ich sehe jetzt noch die Jungs durch die Luft fliegen. Das war Movie life. 

Die beiden, wie sich herausstellte siebenjährigen Kinder, hatten aber wohl einen Schutzengel. Nur der kleine Fahrer hatte eine kleine Fußverletzung und sein Beifahrer blieb gänzlich unverletzt. Natürlich trug keiner von ihnen einen Helm. Glücklicherweise hatte ich meine kleine Kamera dabei und machte sofort Fotos, nachdem ich mich um die Kinder gekümmert hatte. Die Eltern wurden gerufen und die Polizei erschien auch. 

Die Schuldfrage wurde nicht aufgeworfen, denn der Unfallhergang war zweifelsfrei. Die Kinder wurden zur Beobachtung in eine Klinik gefahren und ich fuhr in Begleitung eines Polizisten in Zivil zu einer mir bekannten Werkstatt. Der Schaden an meinem Auto wurde auf 17,000 Baht taxiert und von einem Verwandten der Kinder bezahlt. Ich holte das Geld bei ihm ab und ließ das Auto in der Werkstatt. Angeblich soll es bis zum Wochenende repariert sein.

Montag, 8. August 2016

Mittags fahre ich wie verabredet um die Hündin vom Highway 36 abzuholen. Ich sehe die Hündin auch aber es ist niemand da um sie einzufangen. Also fahre ich Josie abholen und wir fahren gemeinsam zum Wat Amparahm, wo ich Josie die Vorhallenhunde vorstelle. 

Nachdem ich alle Behälter aufgefüllt habe, gehen wir zum Sala. Dort treffen wir auf eine junge Frau, die sich gerade um die vier Welpen und den Mutterhund kümmert. Es stellt sich heraus, dass es ihre Hunde sind. Sie erklärt, dass ein Nachbar die Hunde ohne ihre Erlaubnis weggeschafft und am Sala abgesetzt habe. Sie würde sie wieder zu sich nehmen. Ich halte die Geschichte zwar für etwas undurchsichtig, aber bin natürlich froh, dass sich jemand um die Hunde kümmert. 

Wir fahren weiter in die Silverlake Klinik, wo ich Chuki und Jaha in die mitgebrachten Käfige stecke. Josie hat dort Rosie und deren Welpen. Dr. Kwanchai hatte sich ja bereit erklärt die beiden Hunde bei sich zu behalten, nachdem die TVT Behandlung von Rosie abgeschlossen ist. Josie ist jedoch nicht ganz glücklich darüber, dass die beiden Hunde wohl die meiste Zeit, und auch noch voneinander getrennt, in ihrer Zelle hocken. Sie möchte mit Dr. Kwanchai eine andere Lösung finden. 

Die Behandlung von Chuki und Jaha hat nicht die erhoffte Besserung erbracht. Damit ist für die beiden nun so gut wie der letzte Pfeil verschossen. Zuhause reibe ich Jahas Kopf mit jungem Kokosnussöl ein. Mal sehen, ob dass eine Besserung erbringt. 

Mit Shana scheint es wohl zu Ende zu gehen. Sie spricht weder auf die Infusionen noch auf das Nierenmedikament an. Heute Morgen hat sie auch das Extrafutter nicht mehr angenommen, jedoch noch Hähnchenfleisch gefressen. In der Küche sehe ich aber bei meiner Rückkehr, dass sie das Fleisch wieder erbrochen hat. Shana hat in den letzten zwei Wochen zunehmen an Gewicht verloren und ist nun sehr mager. Wenn sie denn bald sterben muss, dann wenigstens in angenehmer Umgebung und in meinem Beisein.

Sonntag, 7. August 2016

Ich lasse jetzt wie jeden Tag Anna und Felix mit nach draußen während ich Hof und Garten säubere. Die beiden werden immer unternehmungslustiger und ich laufe schon mal mit ihnen durchs Gelände. Störenfriede sind dabei stets Snowy und Buffy, die Anna und Felix offenbar als Spielzeug betrachten. Natürlich gehören auch solche rauen Spielchen mit zur Sozialisation, aber wenn es für die Welpen zu lästig wird, muss ich Snowy und Buffy ermahnen.

Am Nachmittag fahre ich zum Snoop Dog Food Shop und hole Futter für die Hunde im Haus und die Hunde und Katzen, die Wan Song füttert. Ich liefere das Futter bei Wan ab und fahre anschließend zum Snoop Dog Shop 2, um das Display der Spendendose zu wechseln. Alle Spendendosen die wir aufgestellt haben sind nun Dosen der Foundation. 

Seit einer Woche plagt mich eine entzündete Wunde am Schienbein. Ich verletze mich ja fast täglich und die Wunden verheilen immer ohne Probleme. Ich vermute, dass die Schienbeinwunde sich durch das Lecken der Hunde daran entzündet hat. Meine Selbstbehandlungsversuche brachten nicht den erhofften Erfolg und bevor ich Antibiotika nehme, lasse ich die Wunde lieber mal kompetent untersuchen. Wie erwartet verpasst mir die Ärztin eine Injektion und gibt mir Amoksiklav und Prednisilone mit. Ich mache mir normalerweise nichts aus Verletzungen, die jedoch hindert mich daran die Hunde zu waschen, da ich dabei dann auch nicht trocken bleibe. Und nass werden darf die Wunde nicht, sonst heilt sie nie zu.

Samstag, 6. August 2016

Evi hat einen weiteren Sack Spezialfutter gespendet, den ich bei ihr abhole. Auf dem Weg zurück nach Hause ruft mich Roland an, der mal bei mir vorbeikommen möchte. Ich hole ihn in Nongprue ab und stelle ihm Haus und Hunde vor. 

Am Abend treffe ich John, der angeregt hatte einen Youtube Channel für Hope for Strays einzurichten, um mit regelmäßig produzierten Videos ein größeres Publikum auf unsere Arbeit aufmerksam zu machen. Bei der Gelegenheit gehe ich mit John an den Amari Strand, um Boss und Alana aufzusuchen. Wir finden aber nur Alana. Sie lässt sich willig von John streicheln, mit mir ist sie ja immer etwas vorsichtig, nachdem ich sie schon zweimal vom Strand weggeholt hatte.

Freitag, 5. August 2016

Josie kommt heute Mittag und hilft mir einige Stunden. Wir verabreden am Montag gemeinsam in die Silverlake Klinik zu fahren. 

Am Nachmittag fahre ich in die Stadt, um den Kfz Brief für den Scooter abzuholen. Ich nutze dabei die Gelegenheit um wieder mal nach Bessy, Coco und Faye zu sehen.

Bessy und Coco kenne ich seit ihrer Geburt und habe mitgeholfen sie großzuziehen. Faye hatte damals ein Junges, dass leider bei Erdarbeiten verschüttet worden war. Danach habe ich Faye sterilisieren lassen. Coco und Bessy wurden mit ihren acht Geschwistern zur gleichen Zeit wie Fayes Junges geboren. Da ich mit dem Versorger der Hunde Probleme bekam und dann die Welpen nicht mehr sehen konnte, weiß ich nicht was mit den anderen acht Welpen geschah. Coco und Bessy fand ich zusammen mit Faye ein Jahr lang später wieder und ließ auch Bessy sterilisieren.

Die drei Hunde haben sich seit der Zeit vor einer kleinen Bar niedergelassen und werden von den Barfrauen versorgt.

Donnerstag, 4. August 2016

Heute Vormittag kommt ein Angestellter vom Wasserwerk und schließt die neue Uhr an. Überraschenderweise erklärt er, dass nun doch das Wasserwerk die Uhr entfernt hat, da ich angeblich die Rechnung nicht bezahlt habe. Ich zeige ihm die Rechnung und er macht mich darauf aufmerksam, dass es nicht meine Rechnung sei die ich bezahlt habe, sondern die vom Nachbarn. Nut kommt mittags und ich lasse sie allein werkeln und fahre wieder zum Wasserwerk wo es lange Diskussionen gibt was ich zu bezahlen habe. Mir bleibt dabei verborgen warum ich für eine neue Uhr zahlen muss, obwohl die alte ja wieder angeschlossen hätte werden können. Das nächste Mal werde ich aber Strom- und Wasserrechnungen, die in meinen Briefkasten landen, genau studieren bevor ich sie bezahle gehe.

Weiter geht es nach Baan Amphur, wo ich Ting abhole und zur zweiten Chemo in die Silverlake Klinik bringe. Mit ihr und Sido fahre ich zum Tempel und entlasse Sido. Dann gehe ich zu den Vorhallenhunden und versorge sie und anschließend auch die Salahunde. Tai, die sich um die Salahunde kümmert will die vier Welpen impfen lassen. Ich hoffe, dass wir dann auch bald der Mutterhündin habhaft werden können, um sie sterlisieren zu lassen. 

Anschließend liefere ich Ting ab und fahre zurück nach Hause, wo ich den Garten für die Nacht säubere und die ausgesuchten Hunde ein zweites Mal füttere. Dann fahre ich zum Snoop Dog Shop und hole 20 kg Trockenfutter für den Wachmann an der Thepprasit Road und 15 kg für Em. 

Ich fahre weiter in die Klinik von Dr. Zin und hole das Testblatt für Shana ab. Shanas Werte sind nur leicht verbessert, aber das ist ja schon was. Ich hatte Schlimmeres befürchtet. Dr. Zin gibt mir ein nierenstärkendes Mittel mit. 

Ich fahre weiter nach Naklua, liefere das Futter bei Em ab und erkundige mich nach Nora und Nicky. Beide seien ok. Dann fahre ich zum Best, wo ich Rudi sehe und ihm 24 mg Ivermectin gebe. Anschließend fahre ich in die South Pattaya Klinik und hole Princess ab. Ich bringe sie zurück an ihren Platz an der Pattaya Mail. Dort treffe ich alle anderen Hunde vollzählig an. Der Wachmann bekommt einen Sack Trockenfutter. 

Zuhause werden Anna und Felix nochmal gefüttert und dann geht es an die Computerarbeit, die mich bis nach Mitternacht beschäftigt. Der Tag war lang wie eigentlich jeder Tag und trotzdem konnte ich wieder nur das Allernotwendigste abarbeiten.

Mittwoch, 3. August 2016

Mittags besuchen uns Serge und Fa. Es ist ihr erster Besuch bei uns. Sie wohnen in der Nähe und haben von uns gehört. Fa ist ein Hundenarr und könnte sich eventuell vorstellen öfter vorbeizukommen um Hunde zu waschen und um Zecken zu entfernen, die mittlerweile wieder lästig werden. Ich wäre für eine solche Hilfe mehr als dankbar. 

Da den ganzen Vormittag das Wasser aus den Hähnen im Garten nicht fließt, schaue ich mal nach der Wasseruhr und stelle fest, dass sie fehlt. Es kommt vor, dass das Wasserwerk die Uhren entfernt wenn Rechnungen nicht bezahlt werden, aber ich bin mir sicher, dass ich die letzte Rechnung beglichen habe. Ich fahre also zum Wasserwerk und dort versichert man mir, dass sie für die Entfernung der Uhr nicht verantwortlich seien. Kommt also nur Diebstahl in Frage und deswegen lasse ich einen Report auf der Nongprue Polizeistation anfertigen. 

Anschließend fahre ich Reis und Trockenfutter einkaufen und liefere das Futter bei Prajuab ab. 

Danach hole ich Rechnungen in der South Pattaya Klinik ab. Die Foundation ist zur korrekten Buchführung verpflichtet. Die Abrechnung muss morgen dem Buchhalter vorgelegt werden und deswegen arbeite ich daran bis zum späten Abend. Leider war für heute keine Zeit um Lucy zu waschen, ich hoffe es morgen zu schaffen.

Dienstag, 2. August 2016

Vor ein paar Tagen habe ich Steuer und Versicherung fürs Auto erneuern müssen und heute ist der Scooter dran, den ich seit einem Jahr nicht mehr gefahren bin. Nachdem ich das hinter mich gebracht habe, fahre ich zum Best, um nach Rudi zu schauen. Der ist aber offenbar unterwegs. Ich fahre weiter zum Amari Strand und finde dort Alana, nicht aber Boss. Die Taxifahrer jedoch versichern mir, dass mit ihm alles in Ordnung sei. 

Am frühen Abend fahre ich mit Shana in eine kleine Klinik in Nongprue Market. Ich lasse ihr dort Blut abnehmen um mich über ihren Zustand besser informieren zu können. Das Resultat wird morgen Nachmittag vorliegen. Ich mache mir Sorgen um Shana, da sie an Gewicht verliert obwohl sie normal frisst. Entwurmt habe ich sie schon. Abends gebe ich ihr wieder eine Infusion. 

Daneben liegt Lucy, um die ich mir auch Sorgen mache. Ihr Hautzustand verschlechtert sich. Das Dumme ist nur, dass ich ihr kaum helfen kann. Ihr eine Injektion zu geben ist unmöglich und waschen lässt sie sich auch nicht. Morgen aber gibt es kein Pardon. Ich muss ihr dann eine Maulschlaufe umlegen, damit sie mich in ihrer Panik nicht beißt und sehr geduldig mit ihr sein.

Montag, 1. August 2016

Am frühen Nachmittag fahre ich zum Tempel. Ich sehe den TVT Hund, den ich Sido nenne, und spreche einige Mönche in der Nähe an, ob sie mir beim Einfangen von Sido helfen könnten. Zwei der Mönche sind mit Sido vertraut und so bekommen wir ihn ohne weitere Probleme in den Käfig. 

In der Silverlake Klinik steht nur das Faktotum Lan bereit und so verfrachten wir Sido gemeinsam in einen Kennel. Danach gehe ich zu Jaha und Chuki. Beide sehen etwas besser aus, aber einen durchschlagenden Behandlungserfolg kann ich nicht ausmachen. Natürlich hängen sich beide Hunde an mich und wollen unbedingt mit mir gehen, aber ein paar Tage müssen sie noch aushalten. 

Anstatt der beiden nehme ich Ting mit. Sie ist wieder ganz brav und froh aus der Gefangenschaft entlassen zu werden. Der Tumor ist entfernt worden und eine Chemo Behandlung hat Ting auch schon erhalten. Sterilisiert ist sie natürlich auch worden. Ich bringe Ting an ihren Platz zurück und teile einer Frau, die sie freudig empfängt mit, dass ich Ting in einigen Tagen zur zweiten Chemo wieder abholen werde. 

Abends fahre ich noch zu Wan Song und bringe ihr einen Sack Trockenfutter. Sinin müssen die Fäden gezogen werden und gemeinsam schaffen wir das auch, obwohl Sinin nicht besonders erfreut darüber ist.