Donnerstag, 30. Juni 2016

Rhonda kommt und hilft mir bei der Morgenarbeit. Mittags kommt Nut und am frühen Vormittag auch Josie. Wan ruft mich an und berichtet mir, dass ein Mutterhund und zwei 15 Tage alte Welpen verschwunden seien und sie nicht wisse, was sie mit den beiden übrigen Welpen machen solle. Schweren Herzens erkläre ich mich bereit auch diese beiden Welpen aufzunehmen. 

Am Nachmittag fahre ich mit Alex zu Dr. Sam, damit das Wunddressing gewechselt wird. Die Operationsnaht sieht recht gut aus und so kann ich Alex wieder mitnehmen. Ich treffe mich mit Wan und nehme die beiden Winzlinge in Empfang. 

Evi ruft mich an, dass sie Lesley mit Hilfe einer Anwohnerin einfangen konnte und ich bringe ihr eine Box in die Lesley verfrachtet wird. Evi schaut sich Alex an und ich zeige ihr die Welpen. Evi erklärt sich bereit sie vorübergehend aufzunehmen unter der Bedingung, dass ihr Mann mitspielt. Mir fällt ein Stein vom Herzen. 

Zurück zu Hause füttere ich die großen Welpen sowie Toya und Zola, die nun ganz überwiegend draußen sind und bereits Ausflüge in den Garten unternehmen. Shana hat es nun auch akzeptiert draußen zu bleiben. Abends hole ich sie für eine Infusion herein. 

Biaow, die tagsüber auch auf der kleinen Terrasse liegt, ist erneut von der Meute attackiert worden, sodass ich sie wieder ins Haus nehmen muss. Auch Flake ist attackiert worden und deswegen hatte ich sie beide in meiner Abwesenheit von der Meute getrennt. Es sind einfach mittlerweile zu viele Hunde auf dem Gelände und ich muss wohl wieder einige auslagern. Das fällt mir nicht leicht und ich mache mir jedes mal Vorwürfe wenn ihnen draußen etwas passiert, aber auch im Gelände kann ich nicht für jeden Hund garantieren.

Mittwoch, 29. Juni 2016

Alex hat die Nacht gut überstanden und seine Genesung scheint planmäßig zu verlaufen. Somchai kommt am frühen Morgen. Ich füttere die Welpen und danach auch Toby, Silver und Lina im Küchennebenraum. Als ich den Raum verlassen will lässt sich die Tür erneut nicht öffnen, weder von innen noch von außen und ich muss erneut den Schlüsseldienst bestellen. Glücklicherweise kommt Rhonda und kümmert sich um die Hunde draußen, während ich eingesperrt bin. Der Schlüsseldienst kann die Tür öffnen und installiert nun ein neues Schloss. Eingesperrt zu sein ohne Hilfe von draußen kann ich mir nicht leisten. 

Nachdem der Arbeiter gegangen ist, setze ich die Fütterung der Hunde fort, während Rhonda mir im Haus hilft. Anschließend verteile ich die Medikamente. Am frühen Nachmittag wasche ich Silver, Chuki, Jaha und Nacho und schneide ihnen danach die Krallen. 

Danach fahre ich zu Wan Song, um ihr Katzenfutter für Sinin zu bringen. Ihre Jungen hat sie Wan Song immer noch nicht gezeigt, obwohl sie sich gern in Wans Zimmer aufhält. 

Auf dem Talat Rung Roht treffe ich auf Mom. Diesen großen, schönen Rüden zu umarmen ist immer eine Freude. Beim Best kommt Rudi auf mich zu. Auch ihm anzusehen wie er sich freut mich zu sehen ist so schön. 

Abends ruft mich Evi an. Sie will morgen Abend versuchen Lesley, eine Hündin die sie betreut, einzufangen und ich soll ihr dabei helfen. 

Den Tag über war Bieow wieder im Haus und natürlich auch Alex, mit dem es weiter aufwärts geht. Abends lasse ich sie jedoch wieder auf die kleine Terrasse, wo sie mit Shana, Jaha, Zola und Toya die Nacht verbringt. Lena hole ich herein, damit Alex sich nicht so allein fühlt.

Dienstag, 28. Juni 2016

Morgens höre ich Biaow aus dem hinteren Bereich bellen und stelle fest, dass sie ihren Kopf durch das Gitter gesteckt hat. Ich befestige einen Drahtverhau vor der Tür, damit kein Unglück passiert. Ich hatte ja Biaow und ihre beiden Jungen Nura und Lina in den hinteren Bereich gebracht, da sie häufig mit anderen Hunden aneckten. Aber auch im hinteren Bereich sind sie nur wohlgelitten und insbesondere Biaow will da wieder raus. Nun habe ich aber nur zwei Bereiche, den großen Hof- und Gartenbereich und den hinteren Bereich. Vorübergehend nehme ich deshalb Biaow mit ins Haus. Dort fühlt sie sich auch sogleich sicher und wohl und leistet Alex Gesellschaft. 

Da Alex nicht allein sein kann, habe ich ihm Lena mit an die Seite gegeben. Die beiden verstehen sich gut. Jaha ist ebenfalls im Haus. Ich kann mich ihren inständigen Bitten einfach nicht entziehen. Dafür sind nun Shana, Zola und Toya den ganzen Tag draußen. Shana will zwar auch immer rein, aber mit ihr muss ich hart sein, sonst nimmt es Überhand. Außerdem ist sie sozusagen der Anker für Toya und Zola.

Prajuab ruft mich mittags an, dass er Sida und Long eingefangen hat. Ich fahre die beiden in die Silverlake Klinik. Sida werde ich schon am Samstag wieder abholen können, die Augenbehandlung von Long kann jedoch länger in Anspruch nehmen. 

Von der Klinik aus fahre ich in den Tempel. Ich reinige und fülle die Behälter und erneuere auch das Wasser am Sala. Anschließend mache ich mit den Hunden einen Strandgang. 

Zurück im Haus haben sich Biaow, Alex, Jaha und Lena offenbar gut vertragen, denn die Stimmung ist friedlich und alles ist noch an seinem Platz. Alex ist recht lebhaft und scheint den Eingriff gut überstanden zu haben. Ich füttere die Hunde, lasse Diana, Shana, Toya und Zola herein und gebe Diana und Shana eine Infusion. Anschließend verteile ich die abendlichen Medikamente und geleite Diana, Shana, Toya, Zola und Biaow nach draußen. Alex bleibt die Nacht über bei mir.

Montag, 27. Juni 2016

Somchai kommt frühmorgens und später kommen auch Rhonda und Josie. Rhonda inspiziert alle Welpen und Josie badet Kylie. Ich bringe derzeit Alex zu Dr. Sam der noch heute an der Dermoidzyste operiert werden soll. 

Am frühen Nachmittag informiert mich Dr. Sam, dass der Eingriff erfolgreich verlaufen sei und so fahre ich mit den übrigen Welpen in die Klinik, damit sie die letzte Impfung erhalten. Alex ist dann damit später dran. Die Welpen sind nun schon so groß, dass nicht mehr als fünf in zwei Käfige passen und so nimmt Alex auf dem Beifahrersitz Platz. Er ist immer noch etwas mitgenommen und liegt die gesamte Rückfahrt völlig ruhig auf seinem Platz. Zhenya, Lena, Yuri, Sascha und Ilya lasse ich im Garten raus und Alex trage ich ins Haus, wo er sich sogleich zur Ruhe begibt. 

Bevor es dunkel wird bringe ich Prajuab noch zwei Käfige für Sida und Long, die andere Hündin, die eine Augenverletzung hat.

Sonntag, 26. Juni 2016

Morgens füttere ich die Welpen in einem Raum neben der Küche. Da Toby, Nacho, Silver und Lina Song bei dem Gerangel um das morgendliche Futter stets ein wenig zu kurz kommen, lasse ich sie seit einigen Tagen auch in den Raum wenn die Welpen satt und wieder in den Hof entlassen worden sind. Ob ich nun aus lauter Schusseligkeit den Türknopf innen gedrückt habe oder einer der Hunde gegen die Tür gesprungen ist, nachdem sie fertig gefressen hatten, werde ich nie erfahren; aber Tatsache ist, dass die Hunde nun im Raum eingeschlossen sind und ich keinen Schlüssel für die Tür habe. 

Trotz des heutigen Sonntags gelingt es mir einen Schlüsseldienst aufzutreiben, allerdings hat der gute Mann panische Angst vor Hunden und lässt sich nicht bewegen durchs Tor zu treten. Glücklicherweise ist sein Kollege, den er herbeitelefoniert, bereit den Job zu tun. Der Mann hat zwar auch Angst, aber ist offensichtlich nicht traumatisiert, somit kann ich ihn sozusagen an der Hand durch den Garten führen. Dieser Kollege ist ein richtiger Frickler und schafft es nicht nur die Tür zu öffnen, sondern auch noch einen Schlüssel für das Schloss zurechtzufeilen. So hat dieses Desaster doch noch etwas Gutes. 

Da ich mir durch den permanenten Stress und die Überarbeitung vor einigen Monaten einen Tinnitus zugezogen habe, habe ich mich entschlossen mich einer Akkupunkturbehandlung zu unterziehen. Es war nicht erste in meinem Leben und so kann sie entspannt genießen. 

Anschließend ist ein Meeting des Hope for Strays Vorstandes anberaumt. Es gibt sehr viel zu besprechen und so sind zwei Stunden im Nu verflogen. 

Nach dem Meeting fahre ich zu Prajuab, der mich gebeten hatte mir einen Hund mit einem Augenproblem anzuschauen. Wir treffen zuerst auf Sida, eine Hündin, die schon mal bei Dr. Sam war. Sie hatte allerdings so schlechte Blutwerte, dass sie nicht sterilisiert werden konnte. Die Hündin mit dem Augenproblem kann mir nicht ansehen, da sie sich entzieht. Ich vereinbare mit Prajuab, dass er sie morgen versucht einzufangen und falls das klappt ich sie zusammen mit Sida in die Silverlake Klinik bringe, da ich morgen sowieso nach Baan Amphur fahren muss.

Samstag, 25. Juni 2016

Silvers Zustand hat sich in der vergangenen Woche trotz intensivierter Behandlung stark verschlechtert. Deswegen fahre ich mit ihr und Shana zu Dr. Sam. Dr. Sam empfiehlt ein Original Ivermectin zu probieren. Was ich bisher verwende ist ein Generikum. Es kann sein, dass es nicht die gewünschte Wirkung zeigt. Silver bekommt Advocate appliziert und soll von nun an neben einer täglichen Dosis Ivermectin flüssig Cephalexin erhalten. Ihr und Shana wird Blut abgenommen.

Die Resultate liegen am Abend vor. Bei Silver bewegen sich alle Werte im Normalbereich. Leider hat sich der Creatinine Wert bei Shana trotz der Gabe von Kochsalzlösung jeden zweiten Tag leicht verschlechtert. Ihre Blutwerte haben sich jedoch dank der Gabe von Doxycycline wesentlich verbessert. Die Infusionen müssen fortgesetzt werden.

Am Nachmittag besucht uns Evi und bringt Fischöl und Fischölkapseln mit. Das passt prima, denn mein Fischöl, das ich täglich ins Reisfutter gebe, ist fast aufgebraucht. Kapseln hatte ich schon seit Wochen nicht mehr und kann nun wieder beginnen sie an die Hunde mit den Hautproblemen zu verteilen. 

Am Spätnachmittag muss ich noch zum Einkaufen in die Stadt. Beim Best treffe ich auf Rudi und gebe ihm 24 mg Ivermectin.

Freitag, 24. Juni 2016

Ich muss heute Morgen feststellen, dass sich Amal gebissen hat und nun eine starke Schwellung an seinem rechten Vorderlauf aufweist. Rocco ist ja nun gerade auf dem Weg zur völligen Wiederherstellung seiner Lauffähigkeit und deswegen brauche ich eigentlich keinen nahtlosen Übergang zu einer ähnlichen Verletzung bei Amal. Da Amals Operationswunde immer noch nicht ganz geschlossen ist, erhält er morgens und abends jeweils 500 mg Cephalexin. Cephalexin wirkt auch bei Schwellungen und so hoffe ich, dass nichts gebrochen ist und Amal von einer Bandagierung seines Laufes verschont bleibt. 

Am frühen Nachmittag tritt Amal auch schon wieder auf und die Schwellung ist ein wenig zurückgegangen. Deswegen entschließe ich mich nur mit Alex und Zhenya in die Klinik zu fahren. Bei Zhenya ist es ja ziemlich offensichtlich, dass er räudig ist. Die Tabletten haben keine Wirkung gezeigt und deswegen möchte ich ihm eine Injektion geben lassen. Alex hat eine starke Schwellung an seinem Genick entwickelt. Dr. Sam vermutet eine Dermoidzyste. Solch eine Zyste ist bei Hunden mit einem Richback häufig. Alex ist der einzige der Welpen, der einen Richback aufweist. Eine Dermoidzyste kann sehr tief im Gewebe eingelagert sein und sie zu entfernen ist nur durch einen Eingriff möglich. Wir vereinbaren, dass ich Alex am Montagmorgen in die Klinik bringe.

Anschließend fahre ich in die Thepprasit Road, um den Wachleuten 40 kg Trockenfutter zu bringen. An der Pattaya Mail treffe ich auf Nick, Yukka, Mum, Nicks Bruder, Surya und auch Princess. Ich teile den Wachleuten mit, dass ich Princess in der kommenden Woche sterilisieren lassen werde. Um die Ecke sehe ich auch Malee, ihren Bruder und Berta. Malee soll ja ebenfalls in kommende Woche von Dr. Kwanchai mit dem Gewehr betäubt werden. An der Pattaya Mail gibt es auch noch eine weitere Hündin mit TVT, die dazu noch noch sterilisiert wurde. Wir hoffen auch sie erlegen zu können. Allerdings hat Dr. Kwanchai momentan keine Sedativa und hat sie erst bestellen müssen. Die Aktion kann sich also noch verzögern.

Donnerstag, 23. Juni 2016

Heute kommen Somchai und Rhonda am Vormittag und Nut am frühen Nachmittag. Während Nut das Haus putzt sind alle Hunde draußen, auch Zola und Toya. Ich möchte sie mehr und mehr daran gewöhnen sich draußen aufzuhalten. Sie liegen mit Shana, Lena und Snowy auf der kleinen Terrasse. Nur wenn ich dabei bin oder auch Rhonda trauen sie sich schon mal unter Aufsicht in den Garten. Etliche der großen Hunde kennen die beiden ja schon aber sich unter die Meute zu mischen ist für sie noch zu furchterregend. Bis zum Einbruch der Dunkelheit bleiben die beiden auch mit Shana draußen, dann hole ich sie herein, füttere sie und die sechs großen Welpen und verteile Medikamente an Shana, Hakim und Amal. 

Dr. Kwanchai teilt mir am Abend mit, dass Gat weiter Fortschritte macht und bereits eine Zeitlang stehen kann. Wenn der Genesungsprozess so weiter geht wird eine Operation wohl nicht notwendig sein.

Mittwoch, 22. Juni 2016

Mittags fahre ich nach Naklua. In der Vorbeifahrt sehe ich Billy und Buck am Straßenrand. Ich halte und gehe zu ihnen. Billy ist zuerst nur zögerlich zutraulich, aber als ich ihn streichele drückt seinen Kopf in meine Hand. Buck hält wie stets etwas Abstand. Beiden Hunden scheint es gut zu gehen. Sie sind erfahrene Straßenhunde und kommen wohl ganz gut zurecht.

Von Naklua aus fahre ich in die Thepprasit Road. Einer der Wachleute hatte mir mitgeteilt, dass ein Bekannter, der vor fast zwei Jahren einen der Welpen von dort aufgenommen hatte, nicht mehr mit der Hündin fertig werde und sie wieder an die Pattaya Mail zurückgebracht habe. Princess hatte ich das letzte Mal vor über einem Jahr gesehen und auch damals nur wenig Zeit mit ihr verbracht. Sie kommt aber sofort auf mich zu und ist ganz zutraulich. Einer der Wachleute teilt mir mit, dass Princess noch nicht sterilisiert sei und deswegen muss ich das in den kommenden Tagen erledigen. 

Auf dem Weg zurück nach Hause halte ich am 7/11 und sehe Kenji am Eingang liegen. Die Halsschwellung ist nun völlig abgeklungen und auch alle seine anderen Wunden sind gut verheilt, sodass ich ihn nicht weiter betreuen muss. Selbstverständlich behalte ich ihn im Auge. Er besitzt eine gewisse Aura und ich mag ihn sehr gern.

Zurück im Haus finde ich zerfetztes Plastik im Garten. Amal hat sich seines Kragens entledigt. Ich untersuche seine Operationswunde; sie sieht so aus als könnte sie mit Hilfe der Vergabe von Antibiotika von selbst heilen. Hakim trägt noch seinen Kragen und die Wunde verheilt gut. 

Rocco will immer in den großen Bereich und läuft auch schon wieder recht gut, aber ich lasse ihn noch bei den Hunden im hinteren Bereich, da er sehr energetisch ist und sich gern mit anderen Hunden anlegt. Ich will jedes Risiko ausschließen, dass er womöglich wieder mit einem größeren Hund aneinander gerät. 

Bieow, Lina und Nura lasse ich ebenfalls im hinteren Bereich. Sie sind dort zwar auch nicht übermäßig glücklich aber besser aufgehoben als unter den Bänken vor der Küche. Auf den Bänken haben sich nun Bunnie und überraschenderweise auch Sascha eingerichtet. Sascha ist mit seinen drei Monaten schon fast so groß wie die Welpen der ersten Generation und auch viel größer als seine Geschwister. Da er braun ist und seine Geschwister alle schwarz wird er wohl einen anderen Vater haben.

Dienstag, 21. Juni 2016

Mittags fahre ich in die Stadt, da ich einen größeren Kragen für Amal besorgen muss. Trotz Kragen kommt er an seine Wunde heran und hat sie geleckt. Natürlich ist sie nun entzündet und ich muss ihm Antibiotika geben. 

Auf dem Wege halte ich in Naklua, um nach den Schrottplatzhunden zu sehen. Khiaow, Taco, Luna und Yumi sind alle beisammen und die Wiedersehensfreude ist allseits. Sie und die Hunde bei Jason, sowie die sechs Welpen müssen Ende des Monats ihre Wiederholungsimpfung bekommen. Ich habe mit Dr. Wan, der Frau von Dr. Sam, vereinbart die Hunde vor Ort zu impfen.

Am Nachmittag ist großer Badetag angesagt. Ich nehme mir Chuki, Jaha, Yaya, Nacho, Toby, Zhenya, Silver und Nura vor. Währenddessen lasse ich Shana, Toya und Zola auf die kleine Terrasse. Die Welpen sind ja seit Tagen mit Shana im Haus zusammen und weichen ihr nicht von der Seite. Shana ist zwar keine treusorgende Tante, aber ihre Anwesenheit beruhigt die Welpen. Ab und zu kommen Hunde hoch auf die Terrasse, aber die Lage bleibt friedlich.

Später allerdings muss ich wieder eine wilde Hauerei schlichten in der Biaow von einigen Hunden attackiert wird. Nachdem sich die Situation beruhigt hat, nehme ich Bieow sowie ihre beiden Jungen Nura und Lina ins Haus. Am Abend verlege ich sie in den hinteren Bereich, wo ich sie über Nacht in den großen Kennel sperre. Rocco ist auch noch im hinteren Bereich und gewöhnt ich allmählich wieder auf vier Beinen zu laufen. Er hat bis heute Nachmittag noch einen Kragen getragen, da er an der aufgescheuerten Stelle geleckt hatte. Die ist nun aber soweit verheilt, sodass ich ihm den Kragen abnehmen kann. Jaha und Silver hatte ich nach der Waschung ebenfalls ins Haus gelassen. Silver ist nun wieder im großen Bereich und Jaha bringe ich in den hinteren Bereich, wo sie sich mit ihrer Schwester Chuki zusammentut.

Montag, 20. Juni 2016

Somchai kommt heute Morgen und auch Rhonda. Ich fahre in einen Baumarkt, um einige Ytong Steine zu kaufen. Der Regen hat vor einigen Tagen einen Teil der Umfassungsmauer am Haus weggespült und Somchai kann das reparieren. 

Am 7/11 treffe ich auf Kenji und Suzy. Kenjis Wunden sind nun verheilt und die Schwellung an seinem Hals ist so gut wie verschwunden. Suzys Sterilisationswunde ist ebenfalls prima verheilt. 

Rocco hatte ich die Nacht über einen Kragen angelegt, damit er sich nicht noch mehr von der Bandage wegbeißen kann. Ich fahre mit ihm am frühen Vormittag in die Silverlake Klinik. Dort nimmt Dr. Kwanchai ihm die Bandage ab und erklärt mir, dass Rocco nun sein Bein wieder gebrauchen könne. Dams Entzündung ist abgeklungen und so fahre ich mit Rocco und ihm wieder zurück nach Mabprachan und liefere Dam bei Hom ab, die mit Khao vor ihrer Unterkunft wartet. Hom ist dankbar, dass sie nun zwei Sorgen weniger hat. Anschließend trage ich Rocco ins Haus. Ich lasse ihn noch den Kragen tragen, damit er nicht am Bein leckt und auch damit er noch nicht so viel herumläuft. 

Am frühen Nachmittag besucht mich Martin und hilft mit einem Betrag für Gats Behandlung. Am Spätnachmittag fahre ich erneut in die Silverlake Klinik und hole Hakim und Amal ab. Zu Hause lege ich ihnen Kragen an, damit sie nicht an ihren Operationswunden lecken. Bei Rüden kann es leicht zu Entzündungen kommen, wenn man nicht achtsam ist. Man kann ihnen ja kein Shirt umlegen.

Am Abend benachrichtigt mich Joe, dass Som nun endlich die Registrierungsurkunde für die Stiftung erhalten hat. 

Sonntag, 19. Juni 2016

Mittags hole ich die Katze vom Nachbarn ab, um Dr. Sam die Fäden ziehen zu lassen und um sie impfen zu lassen. Die Wunde ist gut verheilt und ich kann die Katze an den Nachbarn übergeben. Ich gehe rüber zu Wan Song weil ich wissen will, wo Sinin ihre Jungen versteckt hat. 

Wir gehen in das Haus des Nachbarn aus dem Wan Sinin öfter hat kommen sehen. Trotz intensiver Suche der oberen, unbewohnten Räume, können wir die Kätzchen nicht entdecken. Wir können uns nur auf das natürliche Pflegeverhalten von Sinin verlassen. Es ist wenig wahrscheinlich, dass sie die Jungen aufgegeben hat. Es ist auch schon ihr zweiter Wurf. 

Ich fahre weiter zum Makro und hole Hähnchenfleisch für Toya und Zola, Gemüse für die sechs Welpen und Suppenknochen für alle großen Hunde. Wenn ich die verteile, sind Kabbeleien nicht zu vermeiden, aber ab und zu müssen die Hunde ja auch mal was zu Beißen haben. Rocco hat sich die Bandage teilweise abgebissen. Ich lege ihm wieder eine Maulschlaufe um und werde ihn morgen in die Silverlake bringen.

Samstag, 18. Juni 2016

Es regnet die ganze Nacht durch und hört erst am späten Vormittag auf. Shana war im Haus und auch Jaha und Rocco. Rocco beißt an seiner Bandage herum, sodass ich sie reparieren und ihm vorübergehend eine Maulschlaufe umlegen muss. Toya und Zola sind aktiv wie immer. Ich lasse Zhenya und Lena nach der Fütterung mit ins Haus, damit sich Toya und Zola an die verschiedenen Hunde gewöhnen. 

Bei Zhenya scheint sich beginnende Räude abzuzeichnen und ich verabreiche ihm 8 mg Ivermectin. Ich kenne die Eltern der Welpen ja nicht und weiß nicht ob die räudig waren. Die Doxycycline Vergabe, die ich vor einigen Tagen für alle sechs Welpen abgeschlossen habe, kann die Darmflora beeinträchtigen und so verabreiche ich Zhenya, der der schwächste der Welpen ist, von heute an Probiotics. 

Yaya, Silver, Nacho, Chuki, Lucy und Jaha bekommen Ivermectin eingeflößt. Nura verliert Fell. Ich gebe ihr Fischöl und Vitamine. Shana leckt an ihrer nackten Schwanzspitze, die sich entzündet. Ich lege ihr einen Kragen um. Anschließend bekommt sie ihre Infusion.

Freitag, 17. Juni 2016

Der Himmel ist vormittags wieder verhangen aber ich fahre dennoch mit Shana zu Dr. Sam. Shanas Schwellung wird mit Ultarschall untersucht und Dr. Sam diagnostiziert einen Abszess. Die Punktierung ergibt keine nennenswerte Flüssigkeit und Dr. Sam empfiehlt zunächst nichts weiter zu tun, da der Abszess natürlich abgebaut werden kann. Shana wird Blut abgenommen und das Resultat ergibt, dass die Anzahl der roten Blutkörperchen fast und die Anzahl der Blutplättchen voll im Normalbereich sind. 

Ich nehme Shana wieder mit nach Hause, lade Hakim und Amal ein und fahre mit ihnen in die Silverlake Klinik. Sie sind mit der Sterilisierung dran. Da Dr. Kwanchai nicht anwesend ist, fahre ich in den Tempel und füttere die Hunde, auch die am Sala. Seitdem Arnie nicht mehr ist und Shana bei uns, vertragen sich die beiden Gruppen besser und ich bekomme guten Kontakt zu Rocky. Mit Sorge sehe ich, dass anscheinend eine Hündin, die hinter den Sandhaufen im Busch lebt, trächtig ist. Sie bildet mit einigen anderen Hunden eine dritte Gruppe. Dieser Gruppe konnte ich nie nahe kommen. Ich mache mit den Vorhallenhunden einen Strandgang und wir treffen auf Samlee, Khao und Nuan denen es gut geht. Sie sind richtige Strandhunde die jedem Wetter trotzen. 

Dr. Kwanchai ist mittlerweile wieder in der Klinik und so fahre ich dort hin, um Rocco, Dam und Khao abzuholen. Da Dam eine leichte Entzündung an den Hoden aufweist, lasse ich ihn noch bis Montag in der Klinik. Ich gehe auch zu Gat, die ihrem Namen alle Ehre macht. Sie lässt sich von mir streicheln beisst mir dann aber urplötzlich in den Unterarm. (gat ist das Thai Wort für Beißen). Die Bisswunde ist allerdings nicht sehr tief und ich kann damit leben. Das nächste Mal bin ich jedoch etwas vorsichtiger im Umgang mit Gat. 

Ich fahre mit Rocco und Khao nach Mabprachan und liefere Khao bei Hom ab. Anschließend lasse ich Rocco im hinteren Bereich frei. Er muss die Bandage noch eine weitere Woche tragen, dann kann sie eventuell abgenommen werden. Toya und Zola erwarten mich im Haus. Sie werden von Tag zu Tag stärker und lieben es miteinander zu raufen. Dabei entwickeln sie schon eine beachtliche Lautstärke, sodass ich sie zuweilen etwas bremsen muss. Es ist aber schön sie sich so prächtig entwickeln zu sehen.

Donnerstag, 16. Juni 2016

Somchai kommt heute Morgen und auch Rhonda. Somchai nimmt mir nun etwas mehr Arbeit ab, sodass ich die Hunde früher versorgen kann. Während Rhonda da ist, kann ich auch mal in Ruhe frühstücken ohne jedes Mal herausrennen zu müssen, wenn die Hunde unruhig sind. Ich nehme Zola und Toya wieder mit nach draußen, aber sie sind froh danach wieder im Haus zu sein. 

Am frühen Nachmittag kommt Nut, um sich um das Hausinnere zu kümmern. Ich mache den zweiten Versuch mit Shana und Torro. Doch auch dieses Mal muss ich die Hunde wieder ausladen, da es erneut anfängt zu regnen. Der Regen hält den ganzen Nachmittag an, sodass ich auch meinen Besuch bei Dr. Sam absagen muss. Der Abend ist Routine, die großen und kleinen Welpen werden gefüttert und Shana bekommt ihre Infusion.

Mittwoch, 15. Juni 2016

Heute Morgen kommt Rhonda und hilft mir im Garten und mit den Hunden. Ich bade Yaya und will das auch mit Lucy tun, aber sie weigert sich. Als ich ihr eine Maulschlaufe umbinden will, schnappt sie nach meiner Hand. So gebe ich ihr nur 24 mg Ivermectin und hoffe, dass sie sich nicht völlig in ihr Schneckenhaus zurückzieht. Immerhin kommt sie, nachdem ich ihr die Tabletten in Würstchenform gegeben habe, und mich dann Isi, Aya, Nadia und Yana widme, kurz zu mir. Ich nehme ihre Entschuldigung an. 

Um Flake mache ich mir auch ein wenig Sorge. Sie ist gebissen worden und deshalb habe ich sie hereingenommen. Flake ist eine ganz liebe, die am liebsten in Ruhe gelassen werden möchte. Zuweilen lädt sie dazu ein attackiert zu werden. Shana ist auch meistens im Haus und es scheint ihr recht gut zu gehen. Toya und Zola lasse ich nur kurzzeitig und unter strenger Aufsicht nach draußen. Sie sind einfach noch zu klein, um schon mal allein herumzulaufen. Die sechs größeren Welpen füttere ich weiterhin morgens und abends und sie scheinen jeden Tag ein Stückchen zu wachsen. 

Am frühen Nachmittag liefere ich 15 kg Trockenfutter bei Em ab und das Katzenfutter, das mir Sandra gegeben hatte, lege ich auf Wan Songs Balkon ab, da sie nicht zu Hause ist. Ich gehe rüber zum Nachbarn, um nach der sterilisierten Katze zu sehen. Die hat noch ihren Kragen um und das Pflaster ist noch an seinem Platz. Sie fresse normal berichtet mir der Mann. 

Am späten Nachmittag mache ich mich mit Shana und Torro auf den Weg in die Silverlake Klinik. Allerdings komme ich nicht weit, denn es fängt an zu regnen und da der Weg in die Klinik weit ist, kehre ich um. Abends füttere ich die acht Welpen und gebe Shana ihre Infusion.

Dienstag, 14. Juni 2016

Mittags bade ich Nacho und beiden letzten Welpen, Lena und Zhenya. Die Welpen wachsen mehr und mehr in die Meute hinein und entwickeln sich prächtig. Sie sind schon mächtig gewachsen und da ihre Eltern vermutlich von der größeren Sorte waren, hilft ihnen dabei ihre Genetik. Zola und Toya sind dagegen recht winzig. Ich hoffe sie werden noch kräftig nachholen, denn ihre Mutter ist ja nicht gerade klein. Ich lasse die beiden mit Shana noch im Haus und nehme sie nur für eine halbe Stunde nach draußen, damit sie sich weiter an die Umgebung und die Hunde gewöhnen.

Am frühen Nachmittag kommt Sandra von Cats4You und bringt mir Spezialfutter für Sinin. Sandra hatte mich gefragt, ob ich eine Katze zur Adoption hätte und so habe ich ihr von Sinin erzählt.

Am späten Nachmittag treffe ich Elena von der Tara Pattana International School. Die Schule hat Spenden für ein Charity Projekt gesammelt und wir erhalten davon eine Futterspende im Werte von 10,000 Baht. Beim Snoop Dog Shop kaufe ich davon 360 kg Trockenfutter, das ich mit Joe und Som teile.

Montag, 13. Juni 2016

Ich habe Somchai gebeten nun schon um sieben Uhr zu kommen und mir wenigstens an einigen Tagen die Kotsammelei abzunehmen. Zola und Toya sind guter Dinge und haben die Nacht mit Shana verbracht. Ich füttere sie als Erstes, dann bereite ich das Futter für die sechs Welpen zu und füttere sie und zum Schluss sind die großen Hunde dran. 

Um neun Uhr kommt Rhonda. Ich bade Chuki, Silver, Yuri und Ilya. Anschließend nehmen wir Zola und Toya für ein gegenseitiges Kennenlernen der Hunde mit nach draußen. Das erste Beschnuppern von so vielen großen Hunde ist für die beiden anfangs einschüchternd, aber wir bleiben dicht bei ihnen und nach zehn Minuten entspannen sich die Welpen etwas. Bunnie und Patty müssen dann natürlich aneinander geraten und die Idylle ist vorüber, sodass wir die Welpen wieder ins Haus nehmen. Ein Anfang aber ist gemacht. 

Nachdem ich etliche Säcke Blattwerk entsorgt habe, halte ich bei Kenji. Seine Halswunde schließt sich weiter, aber die Schwellung unter ihr ist weiter fühlbar. Insgesamt aber ist Kenji über den Berg und hat wieder Energie. Ich treffe auch auf Suzy und entferne ihr das Pflaster. Die Wunde ist gut verheilt. 

Abends bekommen Shana und Diana ihre Infusionen. Zola und Toya folgen mir überall hin. Sie sind guter Dinge und haben wohl schon ihr früheres Leben vergessen. Ich bin so froh, dass ich sie ihrem ungewissen Schicksal entrissen habe.

Sonntag, 12. Juni 2016

Am frühen Vormittag treffe ich Martin, der gestern einen Hund gefunden hatte, der wie er meinte, sterbend sei. Gat, so heißt die Hündin wird von Leuten einer Autowaschanlage gefüttert, kann sich kaum auf den Beinen halten und ist unterernährt. Es scheint mir, dass sie entweder teilweise gelähmt ist oder einen organischen Schaden aufweist. 

Ich nehme Gat kurz mit nach Hause, weil ich Rocco mit in die Silverlake Klinik nehmen möchte. Am 7/11 treffe ich auf Kenji. Seine Halswunde heilt nun zu; allerdings ist die Schwellung noch deutlich zu fühlen. Josie kommt vorbei, um Kylie zu waschen. Sie wäscht danach noch Nura und Bok Luk. 

Ich lade Gat wieder ein und dazu noch Rocco und fahre in die NPW Klinik, wo ich den überfahrenen Hund zur Einäscherung abgebe. In der Silverlake Klinik wird zuerst Rocco untersucht. Er hat zwei aufgescheuerte Stellen unter seiner Bandage. Dr. Kwanchai empfiehlt die Bandage zu erneuern. Bei Gat stellt Dr. Kwanchai einen Nervenschaden im mittleren und unteren Wirbelsäulenbereich fest. Er möchte Gat zunächst für einige Tage konservativ behandeln. Sollte sich keine Verbesserung der Mobilität einstellen, müsse ein chirurgischer Eingriff in Erwägung gezogen werden. Beide Hunde bleiben in der Klinik. 

Ich fahre zum Pinnacle, um die Welpen für die zweite Impfung abzuholen. Unterwegs ruft mich Wan an und berichtet mir, dass Rohita, eine der Hündinnen vom Pattaya Bazaar überfahren wurde und gestorben sei. Rohita war eine der Hündinnen, der ich nie nahe kommen konnte. Sie hatte vor Jahren ein einziges Junges in der Tiefgarage zur Welt gebracht, das ich später vermitteln konnte. Leider kam Jessita eines Tages von einem Spaziergang vor dem Haus ihrer Adoptiveltern nicht mehr zurück. 

Im Pinnacle finde ich weder die Welpen noch Mae, deren Mutter. Ich erkundige mich bei Benny, dem zweiten Manager, der mir nach Befragung seiner Angestellten mitteilt, dass die Welpen in den Najomtien Tempel geschafft wurden. Ich fahre in den Tempel und finde die zwei braunen Welpen. Einer der hilfreichen Mönche erklärt mir, dass der weiße Welpe adoptiert wurde. Mit den beiden braunen Welpen, ich nenne sie Zola und Toya, fahre ich zurück in die Silverlake Klinik, wo sie geimpft werden. Da sie beide in recht gutem Zustand sind, verzichten wir auf eine Waschung. 

Rocco ist mittlerweile neu bandagiert worden. Da er sehr unruhig war, musste Dr. Kwanchai ihn sedieren. Deshalb lasse ich ihn bis Mittwoch in der Klinik. Gats Behandlung wird noch am Abend begonnen. 

Ich hatte heute Morgen drei Thai Frauen abweisen müssen, die mir einige Hunde aufs Auge drücken wollten, aber bei Zola und Toya kann ich nicht anders als sie zu mir zu nehmen. Sobald ich eine Beziehung zu Hunden aufgenommen habe, fühle ich mich für deren Wohlergehen verantwortlich; und die beiden Kleinen im Tempel zurückzulassen, ist für mich keine Option. Ich nehme Zola und Toya mit ins Haus, füttere sie und lasse sie sich orientieren. Die beiden sind völlig unproblematisch, wohl auch deshalb weil sie mich schon kennen. 

Später hole ich Shana herein und gebe ihr die vorläufig letzte Infusion vor einem erneuten Bluttest morgen.

Samstag, 11. Juni 2016

Somchai kommt nach fast drei Wochen Pause wieder und bringt seine Frau mit. Ich habe den Garten einigermaßen in Ordnung halten können, aber nicht so wie Somchai es alle drei Tage tun konnte. Die Hunde haben in der Küche und im Nebenraum über die Wochen etliche Fliegengitter zerfetzt. Somchai nimmt sie zur Reparatur mit. 

Mittags hole ich bei Hom Khao und Dam ab. Eigentlich war nur Khao vorgesehen, aber ich finde im Käfig auch Dam vor und so wird der gleich mit sterilisiert. Ich fahre mit den Hunden in die Silverlake Klinik und nehme von dort Suzy mit, deren Behandlung abgeschlossen ist. Am 7/11 lasse ich sie raus und schaue nach Kenji, der aber immer noch abwesend ist. 

Zu Hause säubere ich die Käfige, lade Rocco ein und fahre mit ihm zu Dr. Sam. Auf dem Wege dorthin hole ich mir die reparierten Fliegengitter bei Somchai ab. Dr. Sam ist mit dem Zustand von Roccos Pfote zufrieden und so kann ich Rocco und die sterilisierte Katze wieder mitnehmen. 

Ich fahre zu Wan Song. Sie erklärt mir, dass Sinin ihre Jungen aus ihrem Raum fortgeschafft hat; Wan Song wisse nicht wohin. Sinin und ein früheres Junges von Sinin sind bei Wan Song. Ich gebe Wan ein flüssiges Antibiotikum und die Katze beim Nachbarn ab. 

Auf dem Wege nach Hause sehe ich einen überfahrenen Hund am Straßenrand liegen. Ich halte und lege ihn in einen Plastiksack. Bis morgen behalte ich ihn in der Kühltruhe. Am frühen Abend bade ich Jaha, Sascha und Alex und danach gebe ich Shana ihre Infusion.

Freitag, 10. Juni 2016

Heute Morgen geht es mir etwas besser und ich kann wieder meine Gartenarbeiten aufnehmen. Bei Rocco entdecke ich, dass seine Pfote unter der Bandage etwas geschwollen ist. Ich fahre mit ihm und Bok Luk, um deren Augen untersuchen zu lassen, morgens zu Dr. Sam. Roccos Bein wird geröntgt, der Bruch scheint gut zu verheilen. Die Bandage wird etwas aufgeschnitten. Ich soll morgen wieder mit ihm vorbeikommen. Bok Luks Hornhautentzündung scheint nach dreiwöchiger Behandlung überwunden zu sein. 

Nachmittags gehe ich zu Hom, die in der Nachbarschaft zwei Hunde füttert. Sie hatte mich vor zwei Tagen gebeten, die Hündin Khao sterilisieren zu lassen. Wir vereinbaren, dass ich Khao morgen Mittag abhole. Einen Käfig werde ich ihr vorher vorbeibringen.

Anschließend bekommt Shana ihre Infusion und ich fahre dann um nach Kenji zu sehen. Der ist jedoch nicht zu sehen.

Donnerstag, 9. Juni 2016

Nach elf Stunden Schlaf fühle ich mich immer noch nicht besonders, aber der Garten muss gesäubert werden und die Hunde gefüttert. Anschließend fahre ich um die Katze von Wangs Nachbarn zu Dr. Sam zu bringen. Bei Wan Song schaue ich mir Sinin mit ihren Kätzchen an. Rhonda kommt und auch Nut am Nachmittag. 

Ich habe, nachdem ich wieder zu Hause bin, den kompletten Zusammenbruch und kann kaum noch sprechen oder gehen. Die Energie ist total weg und ich kann nur noch schlapp im Bett herumliegen. Ich hatte mal vor Jahren auf Phuket eine Dengue Fieber Attacke zu durchleben und mein Zustand heute ist dem von damals sehr ähnlich. Fieber, Kopfschmerzen, Muskelschmerzen am ganzen Körper, weder geistige noch körperliche Energie, keinerlei Appetit, Unwohlsein und Erbrechen. Mein einziger Trost ist, dass solche Attacken normalerweise nach zwei Tagen überwunden sind.

Mittwoch, 8. Juni 2016

Mittags bringe ich einen Käfig zu Wan Song. Sie soll dafür sorgen, dass der Nachbar die Katze in der Nacht dort einsperrt. Auf dem Wege halte ich am Family Mart, an dem Sprite liegt. Ich treffe sie an und untersuche ihre Wunde, die gut aussieht. 

Nachdem ich den Käfig abgeliefert und Wan Song instruiert habe, die Katze nach Mitternacht nicht mehr zu füttern, fahre ich zu Ronny und Jiab, um zu sehen wie es Anna geht. Die scheint sich schon überraschend schnell in ihrer neuen Umgebung zurechtgefunden zu haben und macht keine Anstalten mit mir zu kommen. Ronny lobt Anna in den höchsten Tönen, sie sei gescheit, hört auf Kommandos und geht sogar schon an der Leine. Annas Adoption scheint also erfolgreich zu sein. 

Am Nachmittag und bis in den Abend hinein regnet es wieder. Ich fahre dennoch um nach Kenji zu sehen, finde ihn jedoch nicht. Shana bekommt ihre Infusion. Die liegt dabei ganz ruhig, sodass ich einnicke. Ich fühle mich schon den ganzen Tag ziemlich energielos und gehe deshalb mal ausnahmsweise früher ins Bett.

Dienstag, 7. Juni 2016

Anna ist adoptiert worden. Josie hat über Freunde eine liebevolle Familie für sie gefunden. Ronny und Jiab hatten sich Anna schon bevor sie zu uns kamen aus Fotos, die Josie ihnen geschickt hatte, ausgesucht.

Am Nachmittag gebe ich Shana und Diana ihre Infusionen und am Abend fahre ich zu Kenji. Der scheint wieder recht fit zu sein, allerdings sind seinen Wunden am Hals noch nicht völlig verheilt.

Montag, 6. Juni 2016

Mittags fahre ich zum 7/11 um nach Kenji zu sehen und um zu versuchen Suzy einzufangen. Kenji hat überhaupt keinen Appetit irgendetwas zu sich zu nehmen und so suche ich nach Suzy. Ich finde sie an der Futterschale, die ich für Kenji präpariert hatte. Dort kann ich sie aufnehmen und sie lässt sich ohne Widerstand in den Käfig sperren. 

Ich hole Mike ab und wir fahren über Tongklom, wo ich Gatee Ivermectin gebe und Huay Yai, wo ich Mike Nong Da und Daeng zeige, in die Silverlake Klinik. Dort gebe ich Suzy ab und Mike interviewt Dr. Kwanchai. 

Dr. Kwanchai zeigt mir ein sein Betäubungsgewehr. Die Benutzung ist allerdings nur mit Lizenz erlaubt. Ich vereinbare mit Dr. Kwanchai in den kommenden Tagen zu versuchen Malee, einen TVT Hund von der Thepprastit Road zu betäuben. Vielleicht kommen wir dabei dann auch an den letzten noch nicht sterilisierten Mutterhund vor der Pattaya Mail heran. 

Nachdem Mike sein Interview beendet hat, nehmen wir Sprite an Bord und bringen sie an ihren Platz vor dem Family Mart in der Soi Pothisarn zurück. Sprite ist ein sehr liebenswerter Hund und freut sich riesig wieder "zu Hause" zu sein. Anschließend liefere ich Trockenfutter bei Wan Song ab, die allerdings nicht da ist. So kann ich mir die acht neugeborenen Kätzchen nicht ansehen. 

Ich bringe Mike zurück ins Hotel und fahre nach Hause, wo ich die Welpen füttere und Shana ihre Infusion gebe. Anschließend fahre ich erneut zu Kenji, dem es merklich besser zu gehen scheint, denn er legt sich schon wieder mit anderen Hunden an. Die Schwellung an seinem Hals ist zurückgegangen. Ich verabreiche ihm dennoch 10 mg Prednisilone.

Sonntag, 5. Juni 2016

Morgens wird mein Auto abgeholt, da das linke Radlager gewechselt werden muss. Mittags kommt Nick um sich zu verabschieden. Bevor er zurück auf sein Schiff vor der brasilianischen Küste zurückgeht, muss er in England noch einiges erledigen. 

Am Nachmittag beginnt es stark zu regnen und der Regen, wenn auch weniger stark, hält bis zum späten Abend an. Ich fahre trotzdem am frühen Abend um nach Kenji zu suchen, kann ihn jedoch nicht finden. Suzy aber sehe ich; sie hat sich in eine überdachte Bushaltestelle verkrochen. Ich gebe ihr zu fressen und schärfe ihr ein sich für morgen bereit zu halten.

Samstag, 4. Juni 2016

Morgens mische ich unter das Reisfutter sautiertes Gemüse und die Welpen scheinen die Mischung zu mögen, denn ihre Schalen sind nach kurzer Zeit alle leer. Eigentlich möchte ich auch von der täglichen Trockenfuttervergabe an die großen Hunde wegkommen, aber der Arbeitsaufwand Reisfutter zuzubereiten ist hoch und momentan nicht zu leisten. Sobald wir die Foundation registriert bekommen haben, möchte ich eine Vollzeitkraft oder zwei Halbtagskräfte einstellen. Dann kann die Futtervergabe variiert werden.

Am frühen Nachmittag fahre ich mit Diana zu Dr. Sam und lasse ihr Blut für einen Test abnehmen. Ich möchte wissen, ob ich ihr weiterhin Infusionen geben muss oder ob der Creatinine Wert wieder im Normalbereich ist. Ich lasse Diana bei Dr. Sam und fahre zum Wat, um Shana abzuholen. Shana lässt sich willig in den Käfig sperren und wir fahren zurück in die Klinik.

Dort wird sie untersucht und es wird ihr ebenfalls Blut abgenommen. Anschließend lade ich beide Hunde wieder ein und wir fahren nach Hause. Shana hat keine großen Probleme sich zurechtzufinden. Anfangs orientiert sie sich natürlich an mir, aber später läuft sie schon im Hof herum. Sie ist ja die erste Hündin an der Vorhalle und somit recht souverän.

Am frühen Abend fahre ich wieder zu Kenji und sehe auch die junge Hündin. Ich nenne sie Suzy. Kenji frisst wieder brav das mit Amoksiklav und Doxyciclin versetzte Futter. Leider muss ich feststellen, dass sich eine Schwellung unter der Risswunde gebildet hat. Ich werde Kenji nun zusätzlich Prednisilone geben müssen.

Freitag, 3. Juni 2016

Mike, der mich schon zweimal aus Sydney besucht hat ist wieder in Pattaya, um mehr über das Leben von Straßenhunden zu erfahren. Er ist Veterinärhelfer und mehr interessiert an Hunden, die sich durchs Leben schlagen, als an Hunden denen es häufig besser geht als Menschen. 

Ich hole Mike am frühen Nachmittag in der Stadt ab und wir fahren zum Wat. Mike kennt die Hunde dort schon und fragt nach jedem einzelnen. Ich muss ihm berichten, dass Rashid, Lizzy, Arnie und Jimbo vergiftet wurden. Während wir uns mit den Hunden beschäftigen stelle ich fest, dass Shana eine Schwellung an ihrer linken Flanke aufweist. Sie bewegt sich auch kaum und trinkt viel Wasser, was sie zum Teil wieder erbricht. All diese Symptome sprechen für Nierenprobleme. Da ich keinen Käfig mitgebracht habe, nehme ich mir vor Shana morgen Dr. Sam vorzustellen und einen Bluttest machen zu lassen. 

Auf dem Weg zurück sehe ich einen kleinen Shitzu Mischling, der räudig ist. Ich gebe ihm Ivermectin und einer Frau, die ihn füttert weitere Tabletten, mit denen sie den Hund einen Monat lang behandeln kann. 

Wir fahren weiter zum Pinnacle, wo ich die drei Welpen und Mae antreffe. Die Welpen scheinen sich schon an mich zu erinnern, denn als ich sie rufe, kommen sie angerannt. Ihnen und Mae geht es gut. 

Mike bittet mich zum Makro zu fahren, da er Frischfleisch für die Hunde in Mabprachan kaufen möchte. Ich kaufe zudem noch Blattgemüse und Karotten. Das Gemüse will ich unter das Reisfutter für die Welpen mischen. 

Ich bin nach Einbruch der Dunkelheit wieder zu Hause, versorge die Welpen mit Trockenfutter und Doxyciclin. Anschließend fahre ich zu Kenji. Dort treffe ich auch auf eine junge Hündin, die sehr zutraulich ist. Ich entschließe mich, sie bei der nächsten Gelegenheit sterilisieren zu lassen. Kenjis Zustand macht weiter Fortschritte, aber die Behandlung muss fortgesetzt werden. Insbesondere macht mir der Riss an seiner linken Halsseite Sorgen. Ich behandele ihn mit antiseptischer Salbe und antibiotischen Puder, aber die Wunde will nicht trocknen. Die Schwellung an seinem linken Hinterlauf ist ebenfalls noch nicht völlig zurückgegangen.

Donnerstag, 2. Juni 2016

Rhonda kommt heute um mir zu helfen, danach auch Josie, die sich um Kylie kümmert. Kylie hat sich von dem bedauernswerten Zustand in dem sie zu uns kam erstaunlich gut erholt und bewegt sich nun in der Meute sehr selbstbewusst und kraftvoll. Sie tobt mit den jungen Hunden herum und fletscht schon mal die Zähne, wenn ihr was nicht passt. Ich hoffe, dass sie auch ihre Grenzen kennt, damit sie nicht das gleiche Schicksal erleidet wie Sabai, die zu arrogant wurde und dann von der Meute so in ihre Schranken verwiesen wurde, dass sie sich nicht mehr halten konnte. 

Am späten Vormittag erleben wir einen heftigen Regenguss und nehmen die Welpen ins Haus, wo sie dann auch ihr Mittagsschläfchen halten. 

Am frühen Nachmittag kommt Nut und reinigt das Haus. Nut arbeitet wieder sehr effizient und ist nach drei Stunden mit allen Räumen durch. 

Am frühen Abend fahre ich wieder zu Kenji. Er liegt am selben Platz wie gestern und frisst das mit Medikamenten vermischte Nassfutter ganz auf. Heute Abend behandele ich seine noch offenen Bisswunden mit antiseptischer Creme und antibiotischem Puder. Ich glaube, es geht ihm schon wieder recht gut. Er hat sicher schon häufig schlimme Bisswunden überwunden. Ist eben ein alter Kämpfer.

Mittwoch, 1. Juni 2016

Zum Monatswechsel ist immer viel Schreibarbeit zu erledigen. Ich sitze fast den ganzen Tag am Computer und fahre tagsüber nur raus, um Prajuab seine Monatsration Reis und Trockenfutter zu liefern. 

Am Spätnachmittag fahre ich wieder zu Kenji. Das Nassfutter mit den Medikamenten frisst er vollständig auf. Während ich bei Kenji sitze, spricht mich eine Frau an. Sie kenne Kenji schon lange und hat ihn oft zerbissen gesehen. Vor einer Woche habe sie ihn im Gebüsch liegen sehen und hatte schon befürchtet, dass er es dieses Mal nicht schaffen würde wieder gesund zu werden. Die Frau teilt mir mit, dass sie etliche Hunde in der Gegend füttere aber kein Geld für tierärztliche Behandlungen habe. Ich gebe ihr meine Telefonnummer und sage ihr, dass sie mich informieren solle, wenn ein Hund tierärztlicher Hilfe bedürfe.