Montag, 29. Februar 2016

Rhonda kommt und widmet sich wieder der Zeckenarbeit, die aber mittlerweile etwas übersichtlicher ist. Somchai repariert Wasserhähne und Leitungen. Ich habe richtig Glück mit ihm, denn er kann auch mauern und verschließt bis auf einen Spalt den Zugang zu den Leitungen mit Ytong Blocks. Yvonne kommt und holt Anton für die obligatorische Untersuchung beim Amtsarzt in Bangkok ab. 

Am späten Vormittag kommt Evi und bringt sechs Bravecto Tabletten mit. Die sind das neue Heilmittel gegen Zecken allerdings grandios teuer. Evi setzt sich zu Rhonda und macht auch ein paar Welpen. 

Gestern haben mich zwei deutsche Touristen angeschrieben, die einen sehr abgemagerten Hund an der Soi Pattaya Park gefunden haben. Da ich sowieso nach Jackie schauen will, fahre ich am Spätnachmittag nach Jomtien. Lucas und Ella finde ich schnell und sehe auch den Hund. Jackie kommt ebenfalls angerannt und freut sich mich zu sehen. Der abgemagerte Hund allerdings nicht so sehr. Lucas meint, dass er ihm schon aus der Hand frisst. Das heißt aber noch lange nicht, dass der Hund sich dann auch aufnehmen lässt. Ihn einzufangen ist ja Voraussetzung für eine Behandlung. Ich bin skeptisch, dass der Hund sich einfangen lässt, verabschiede mich von den beiden und suche nach Jackie, der aber nun nicht mehr aufzufinden ist. 

Auf dem Rückweg halte ich bei Dr. Kwanchai. Seine Assistentin erklärt mir, dass er Dan gerade operiert. Am frühen Abend bringt Yvonne Anton zurück. Seiner Abreise nach Deutschland steht nun nichts mehr im Wege.

Sonntag, 28. Februar 2016

Da ich schon einige Tage ohne Katastrophe ausgekommen bin ist heute Morgen mal wieder eine fällig. Der Hahn von einem der Wasserschläuche ist von den Hunden, ich vermute es waren die drei neuen, denn das ist zuvor nie passiert, geöffnet worden und das Wasser lief vermutlich die ganze Nacht, denn es dauert Stunden bis der Tank wieder voll ist. Zudem ist die Zu- und die Ableitung des Wasserhahns neben der Küche total zerbissen. Ich fahre zum Home Pro und kaufe neue Leitungen und verriegelbare Wasserhähne und hoffe, dass Somchai die Reparaturarbeiten morgen erledigen kann. Ich werde ihn auch bitten den Zugang zu den Leitungen zu versperren. Am Nachmittag arbeite ich an meinem neuen englischen Blog.

Samstag, 27. Februar 2016

Während ich bei der morgendlichen Gartenarbeit bin, kommt Klaus und holt sich zwei Schachteln Ivermectin Tabletten ab. Klaus behandelt seit etlichen Wochen eine Straßenhündin gegen Räude. Ein einmonatige Doxicyclin Kur gegen Blutparasiten hat er bereits abgeschlossen. 

Am frühen Nachmittag informiert mich Dr. Sam über das Ergebnis von Dans Bluttest. Der Hämatokritwert liegt bei 25%, das sind 12% unter dem unteren Normalwert. Deswegen schließt Dr. Sam einen sofortigen Eingriff aus. 

Ich schicke das Testergebnis an Dr. Kwanchai und frage ihn ob er Dan aufnehmen könne. Dr. Kwanchai hat schon ähnliche Fälle erfolgreich operiert und seine Tagessätze sind erheblich günstiger als die von Dr. Sam, sodass Dan bis zum Eingriff bei Dr. Kwanchai bleiben kann. Sie zu Prajuab zurückzubringen ist keine Option für mich. Wie wir das mit der notwendigen Chemotherapie nach der Operation machen, werden wir dann sehen. Irgendeine Lösung werden wir schon finden. Ich informiere Prajuab, dass Dan erstmal für etwa zwei Wochen bei Dr. Kwanchai bleiben wird.

Freitag, 26. Februar 2016

Heute Vormittag muss ich nach Chonburi um eine wichtige Angelegenheit zu klären. Am frühen Nachmittag kommt Yvonne um letzte Abstimmungen für den Flug von Anton und Chok Dee zu treffen. Anschließend bade ich die Welpen. 

Danach fahre ich zu Prajuab, der wieder eine Hündin zu sterilisieren hat. Diese Aktion ist allerdings etwas schwierig, da sich Dan, so heißt sie, nur einfangen lässt, nachdem sie sediert wurde. Ich stelle fest, dass sie vermutlich an TVT leidet. Das ist an und für sich kein Problem, wenn sie sich einmal wöchentlich einfangen ließe. Damit aber meine Vermutung bestätigt wird nehme ich Dan erstmal mit in die Klinik. Dr. Sam stellt einen recht großen Tumor innerhalb der Vagina fest und Dan wird erstversorgt, da sie blutet, vermutlich durch den Transport bedingt. Es wird ihr Blut entnommen, damit festgestellt werden kann ob sie überhaupt operierfähig ist. Sollte das nicht der Fall sein, muss sie vorerst konservativ behandelt werden und der Eingriff dann erfolgen, wenn es ihr besser geht.

Donnerstag, 25. Februar 2016

Samlee, Khao und Nuan habe die vergangenen Stunden gut verbracht. Ich öffne die Gittertüren und widme mich der Gartenarbeit. Samlee, die Furchtloseste von den dreien sehe ich bald unter den anderen Hunden. Sie giftet zwar hier und da, aber an Selbstbewusstsein scheint es ihr nicht zu fehlen. Nuan und vor allem Khao sind etwas schüchterner, erkunden aber auch bald den hinteren Bereich. 

Nachdem ich Futter und Medikamente verteilt habe, hole ich am späten Vormittag Amorn ab. Bei unserer Rückkehr liegen Samlee, Nuan und Khao auf dem Treppenabsatz vor der Küchentür und scheinen von den anderen Hunden akzeptiert zu werden. Die Nacht im Haus scheint ihnen gut gefallen zu haben, denn wenn ich die Tür öffne, wollen alle drei in die Küche, was ich aber nicht zulasse. Samlee scheint mich besonders zu mögen und folgt mir durch den Garten. Sie hört auch auf Entfernung, wenn ich sie rufe. Ich hoffe, dass ihre Art den anderen Hunden nicht übel aufstößt Es wäre ja nicht das erste Mal, dass ein zu selbstbewusster Hund von der Meute zurückgestutzt wird.

Dr. Sam ruft mich an und teilt mir mit, dass Antons Blutprobe nicht zu gebrauchen ist und dass ich Anton noch einmal vorbeibringen solle. Nicks Schwellung ist wieder angewachsen. Seine Blutwerte sind auch nicht die Allerbesten, insbesondere der Hämatokritwert ist bedenklich. Eine erneute Punktierung hält Dr. Sam für nicht sinnvoll und bittet mich Nick mit Amoksiklav und dazu weiterhin mit Doxyciclin zu behandeln.

Am Spätnachmittag bringe ich Amporn zurück und fahre mit Anton in die Klinik, wo ihm erneut Blut abgenommen wird. Anton verhält sich wie immer tadellos wenn wir unterwegs sind. Zurück im Haus erfolgt die abendliche Routine mit Gartenreinigung, Futterverteilung und Medikamentenvergabe. Samlee, Khao und Nuan liegen friedlch auf den Treppenabsatz und scheinen sich schon recht gut zurechtgefunden zu haben. Hilfreich dabei ist, dass die Hunde sie wohl schon als neue Mitglieder des Hauses aufgenommen haben.

Mittwoch, 24. Februar 2016

Rhonda ist wieder da und wir machen die Welpen und Isi. Yvonne benachrichtigt mich, dass sie am Nachmittag vorbeikommen will, um mit Anton in die Klinik zur Abschlussuntersuchung zu fahren. Da Nick nun eine Schwellung an der linken Halsseite entwickelt, werde ich ihn auch mit in die Klinik nehmen. Amal kommt dann ebenfalls mit, da er Hautauffälligkeiten am Bauch entwickelt hat. 

Dr. Sam ruft mich an und erklärt, dass die Blutwerte von Khao, Samlee und Nuan nicht so sind, dass er das Risiko eines Eingriffs eingehen will. Sie müssten mindestens zwei Wochen lang mit Doxicyclin behandelt werden, bevor sie sterilisiert werden könnten. So werde ich sie erstmal mit zu uns nehmen. 

Da Yvonne bis zum Nachmittag zu tun hat, fahre ich mit Anton, Nick und Amal in die Klinik. Antons Untersuchung ergibt, dass das Blutgerinnsel fast ganz verschwunden ist und keine weitere Behandlung notwendig ist. Nicks neue Geschwulst wird punktiert und dabei recht viel blutige Flüssigkeit abgesaugt. Beiden Hunden wird Blut für einen Test entnommen. Amal soll ich mit Malaseb behandeln. Es ist entweder eine bakterielle Entzündung oder ein Pilz. Sollte keine Besserung eintreten, muss er medikamentös behandelt werden. 

Ich bringe die Hunde wieder nach Hause, säubere Box und Käfig und fahre wieder in die Klinik um Samlee, Khao und Nuan abzuholen. Ich habe bereits einen guten Kontakt zu ihnen gefunden. Hilfreich dabei war, dass ich sie immer bei unserem Strandgang angesprochen hatte. Deswegen lassen sie sich problemlos in Box und Käfig verladen und ich fahre mit ihnen nach Hause. 

Mittlerweile ist es bereits dunkel. Ich lasse die drei in der Schleuse heraus und gebe ihnen zu fressen und zu trinken. Nachdem die Hunde das Interesse an den Neuankömmlingen verloren haben, öffne ich die Schleusentür und gehe ins Haus. Neue Hunde in die Meute zu integrieren ist immer heikel, wenn es dunkel ist, wird es schwierig und bei mehr als einem kann ich eigentlich nur von einer kurzen Nachtruhe ausgehen. 

Bis Mitternacht fängt dann auch alle paar Minuten einer der Hunde an zu bellen und ich bin oft draußen um die Ruhe wieder herzustellen. Samlee, Nuan und Khao trauen sich nicht weiter als ein paar Meter aus der Schleuse scheinen aber nicht übermäßig besorgt zu sein. 

Um zwei Uhr wache ich vom Geräusch strömenden Regens auf. Ich gehe raus und hole Samlee, Khao und Nuan nacheinander ins Haus, frottiere sie kräftig ab und gebe ihnen ein paar Snacks zu fressen. Sie verhalten sich nun schon so als würden wir uns ewig kennen und laufen neugierig durchs Haus. Weil ich gern noch ein paar Stunden geschlafen hätte, bringe ich die drei nach zwei Stunden in den hinteren Bereich in dem sich Skinny, Nadia, Yana und Yota aufhalten und der regengeschützt ist. Ich sperre den Bereich ab und lege mich wieder schlafen.

Dienstag, 23. Februar 2016

Rhonda kommt und macht sich an Jori, Maisha, Snowy und Nina verdient. Ich fahre mittags in den Slum wo ich Cat treffe. Sie verfrachtet die beiden Welpen in die Box und wir fahren zu Dr. Sam. Dort werden Suki und Lucy ein zweites Mal geimpft und auch entwurmt. Lucy ist in keinem besonders guten Zustand. Sie leidet an Blutparasiten und ist leicht räudig. Sie bekommt eine Ivermectin Injektion und muss einen Monat lang mit Doxicyclin behandelt werden. Ich liefere Cat und die beiden Welpen wieder im Slum ab und verabrede mit Cat ihr noch heute Abend das Doxyciclin und eine Flasche Malaseb zu bringen. 

Wieder zu Hause lade ich Yoshi und Bok Luk ein und liefere sie im Tempel ab. Bok Luk scheint garnicht mehr zurück zu wollen, aber ich habe ja dem alten Mann versprochen sie wieder zu ihm zurückzubringen und will ja sowieso die Zahl der Hunde im Haus reduzieren. Yoshi findet sich schnell wieder zurecht. Nacho und Jira begrüßen mich ganz stürmisch und sind offensichtlich froh, dass ich sie nicht verlassen habe. 

Anschließend fahre ich zu dem Fischer, der mit Nuan, Khao und Samlee auf mich wartet. Wir laden die drei Welpen ohne Probleme in Box und Käfig und ich fahre mit ihnen in die Klinik. Sie sollen morgen operiert werden, vorausgesetzt die Blutwerte sind in Ordnung. 

Anschließend fahre ich in den Slum und gebe Cat das Doxicyclin und das Malaseb. Lucy soll in einer Woche dann eine zweite Ivermectin Injektion bekommen.

Montag, 22. Februar 2016

Wan Song ruft mich an und bittet mich ihr wieder Trockenfutter für die Naklua Hunde zu bringen. Ich fahre zum Snoop Dog Futterhandel und hole zwei Sack Apro. 

Dann fahre ich zum Naklua Slum, um zu sehen ob Suki, die die zweite Impfung erhalten muss, noch da ist. Ich treffe das junge Mädel, Cat, und sie erklärt, dass der ältere Welpe seine Impfungen schon vollständig erhalten hat. Ich biete ihr an außer Suki auch den anderen jungen Welpen, sie heißt Lucy, mit impfen zu lassen. Wir verabreden uns für morgen Mittag gemeinsam zu Dr. Sam zu fahren. 

Anschließend liefere ich den Sack Apro bei Wan Song ab und fahre zu Dr. Sam um ihm zu avisieren, dass ich morgen mit zwei Welpen zum Impfen bei ihm sein werde. Danach muss ich zum Big C, weil mir die Würste zum Verteilen der Doxycyclin Tabletten ausgegangen sind. 

Dann fahre ich zur NPW Klinik, um die Exportunterlagen für Chok Dee, einem von Malis Hunden, der von Yvonne Ende des Monats zusammen mit Anton nach Deutschland gebracht wird, auf den neuesten Stand zu bringen. Ich hoffe die Unterlagen morgen dann abholen zu können.

Sonntag, 21. Februar 2016

Mittags kommen Michael und Maria mit Stella. Ich lasse die drei erstmal in der Torschleuse, damit sich die Hunde beruhigen und Stella sich an die wilde Meute aus sicherer Entfernung gewöhnen kann. Stella ist nicht mehr so verunsichert wie bei ihrem ersten Besuch bei uns und scheint Interesse an der neuen Situation zu verspüren. Nachdem sich die Hunde beruhigt haben und die meisten wieder ihren gewohnten Spielchen nachgehen, öffne ich das Schleusentor und einige Hunde beschnuppern Stella. Diese Prozedur ist unvermeidlich und jeder Neuankömmling muss sie sich gefallen lassen. Stella kommt damit auch ganz gut klar und hat damit die erste Prüfung bestanden. Aus der sicheren Umzäunung will sie jedoch noch nicht herauskommen, auch nicht als Michael und Maria aus der Schleuse heraustreten. Für die beiden ist aber das erste Etappenziel erreicht und sie verabschieden sich mit Stella nach einer knappen Stunde. Am kommenden Sonntag wollen sie wiederkommen. 

Am Nachmittag habe ich wieder viel am Schreibtisch zu tun. Ich bin dabei eine komprimierte Form meines Blogs in englischer Sprache zu erstellen. Darin sollen die Tagesberichte monatlich zusammengefasst werden. Entsprechend wird dann dazu auch eine FB Seite ähnlich der Tierhilfe Pattaya Seite online gehen. Ich mache mir diese Mühe um nach der Registrierung der Stiftung aussagefähiges Spendensammelmaterial in zwei Sprachen zur Verfügung zu haben. 

Am Spätnachmittag bade ich Jori, Isi, Lady, Silver, Patty, Maisha und Yoshi. Silver kann kommende Woche wieder in die Thepprasit Road zurück. Sie muss nur noch alle zwei Wochen mit flüssigem Ivermectin behandelt werden und dafür muss sie nicht länger bei uns bleiben. Yoshi wird in den Tempel zurück gehen und auch Bok Luk, die in wenigen Tagen ihre Monatskur beendet haben wird.

Samstag, 20. Februar 2016

Momentan habe ich vier Hunde bei mir, die eigentlich in den Tempel gehören. Yoshi hatte ich vor etlichen Wochen wegen einer leichten Pilzinfektion auf dem Nasenrücken zu uns geholt. Die Infektion ist lange verschwunden. Ich habe ihn da gelassen, weil er unauffällig war und keinen leichten Stand in der Tempelmeute hatte. 

Der zweite ist Nacho. Nacho hat es auch nicht leicht im Tempel und schleppt mit sich diese anscheinend unheilbare Hautkrankheit herum. Er war schon zuvor im Haus Naklua und wieder zurück im Tempel und auch schon einmal im Haus Mabprachan. Ich hatte ihn mitgenommen, weil er unbedingt mit mir fahren wollte und zu mir ins Auto sprang. Hier im Haus fühlt er sich aber auch nicht wohl. Er ist öfters durchs offene Fenster in den Vorratsraum gesprungen und hat sich dort verkrochen. Nun weint er und will tagsüber im Haus liegen. Ist er draußen will er durchs Tor. Ich denke, er fühlt sich einfach nicht wohl in seiner Haut und will da irgendwie heraus. Das aber geht nun mal nicht. 

Der dritte Hund ist Jira. Sie will auch immer ins Haus. Durch ihre ebenfalls unheilbare Krankheit, sie ist Nachos Halbschwester und Jahas Schwester, ist sie permanent unglücklich. Jira ist auf Grund ihrer Hautempfindlichkeit tendenziell hysterisch und heult schon auf wenn ihr ein Hund nur zu Nahe kommt. 

Die vierte im Bunde ist Jaha. Ich habe sie geholt, da sich ihre Hautauffälligkeiten stark verschlechtert hatten. Jaha ist im Gegensatz zu Nacho und Jira psychisch relativ stabil und verhält sich einigermaßen normal, auch wenn sie sich weitgehend zurückzieht. Ihr Zustand hat sich während der Behandlung mit Atopica stabilisiert. 

Yoshi, der monatelang unauffällig war, ist nun zunehmend aggressiv. Wenn Yaya sich ihm nähert, knurrt und bellt er ihn an. Auch hat er sich tagelang in eine der Wannen zurückgezogen und hält sich seit gestern im hinteren Bereich bei Skinny, Yana, Yota und Nadia auf. 

Alles in allem ist es so, dass die vier sich bei uns unwohl fühlen und deswegen schnappe ich mir heute Nachmittag Jira und Nacho und bringe sie zurück in den Tempel. Ich hoffe, dass sich das Verhalten der Meute ihnen, den schwächeren Hunden gegenüber, etwas geändert hat, da Arnie nun blind ist und seinen Einfluss nicht mehr so ungehindert gelten machen kann. 

Auf dem Tempelmarkt liefere ich 15 kg Reis bei Ba Bät ab und als ich Nacho und Jira aus den Käfigen lasse, habe ich den Eindruck, dass sie es positiv aufnehmen. Natürlich ist ihnen die Umgebung sofort wieder vertraut. Die Meute nimmt sie wie selbstverständlich auf und wir gehen alle an den Strand. Sogar Nema, die sonst immer zurückbleibt, begleitet uns. Für den heutigen Tag zumindest habe ich also Jira und Nacho offensichtlich etwas Gutes getan. 

Am Strand treffe ich die Fischersleute, die sich um die drei weiblichen, weißen Welpen kümmern. Ich verabrede mich mit ihnen am kommenden Dienstagnachmittag zu treffen, damit sie mir helfen die Welpen in die Käfige zu bekommen. Ein Sterilisationstermin mit Dr. Sam für Mittwoch ist bereits vereinbart. Hoffen wir, dass ihre Bluttestergebnisse so aussehen, dass sie alle sterilisiert werden können.

Freitag, 19. Februar 2016

Morgens kommt Rhonda und arbeitet mit den Hunden. Am späten Vormittag kommt Josie mit Erwin und Ralf. Ralf sucht eine bezahlte Beschäftigung, die ich ihm allerdings nicht anbieten kann. Nachdem die drei gegangen sind muss ich mich wieder um die Gründung der Stiftung kümmern. Danach ist Schreibtischarbeit angesagt. 

Meine Sorge, dass eventuell einer der übrigen Welpen krank wird hat sich nicht begründet. Die morgendliche und abendliche Verteilung von Doxycycline an die Hunde, die zuvor noch keine Monatskur erhalten hatten, lindert meine Befürchtung morgens womöglich wieder einen weiteren Leichnam aufzufinden.

Donnerstag, 18. Februar 2016

Michael ruft mich an und teilt mir mit, dass Maria nicht die Verantwortung für Lucy übernehmen möchte. Stella ist es gewohnt an der Leine zu gehen und wird regelmäßig ausgeführt. Keiner der Hunde hier hat jemals eine Leine gesehen und deswegen ist die Gefahr zu groß, dass Lucy sich mal losreißt und verschwindet. Maria möchte lieber öfter mal vorbeikommen und hofft, dass Stella sich mit der Zeit an die Hunde gewöhnen wird und Spielgefährten findet.

Am frühen Nachmittag kommt Yvonne vorbei. Wir sitzen zusammen während ich die Welpen untersuche. Yvonne wird Anton und auch Chok Dee, einen von Malis Hunden Ende des Monats mit nach Deutschland nehmen.

Am Spätnachmittag fahre ich nach Baan Amphur, um die Hunde zu besuchen und Ba Bät mit neuem Reis zu versorgen. Allerdings ist heute gerade kein Markt und so muss ich meine Lieferung verschieben. Auf unserem Strandgang sehe ich wieder die drei weißen Welpen, die von Fischersleuten versorgt werden. Die Leute hatten mich schon vor Wochen gefragt, ob ich die Welpen sterilisieren lassen könne. Ich hoffe, die Fischer bald zu treffen, damit wir das organisieren können. 

Auf dem Wege zurück sehe ich zu meiner großen Freude Bonnie und Tessa wieder. Bonnie ist sehr zutraulich und sieht prächtig aus. Tessa macht einen schüchternen Annäherungsversuch, aber als ich sie genauer inspizieren will, da ich vermute, dass es ihr nicht so gut geht, verschwindet sie wieder im Buschdickicht. Immerhin weiß ich, dass sie wohl ganz gut überleben können. Ein bisschen bin ich immer in Sorge, wenn ich sie lange nicht gesehen habe.

Mittwoch, 17. Februar 2016

Rhonda und Somchai haben heute beide abgesagt und so schnappe ich mir am späten Vormittag, nachdem Garten und Hof sauber sind, die Hunde gefüttert und die Medikamente verteilt, zuerst Rudi und danach Anton, schrubbe sie im Bad kräftig ab und untersuche sie dann nach Zecken. Anschließend sprühe ich sie mit meiner Speziallösung ein und Rudi bekommt noch zusätzlich Fipronil aufgetragen. 

Danach untersuche ich die Welpen, die weitgehend sauber sind. Emma, Nousha und Binda, die alle Ringworminfektionen haben, werden wie jeden Morgen zuerst mit einer Lösung und dann mit einer Creme behandelt. Nina ist dann auch noch dran. Sie macht sich immer noch den Spass bei jeder Gelegenheit durch die Tür zu wischen, wenn ich mit einem Hund auf dem Arm in die Küche gehe. 

Am Nachmittag treffe ich einen Deutschen, der angefragt hatte, ob er volontieren könne. Ich habe allerdings keinen guten Eindruck von ihm und sage ihm deshalb ab. 

Auf dem Rückweg fahre ich bei Dr. Sam vorbei und lasse mir Rudis Bluttestresultat erläutern. Der Leberwert hat sich ein wenig erholt, ist aber immer noch außerhalb des Normalbereichs. Rudis Behandlung wird dementsprechend für weitere zwei Wochen fortgesetzt. 

Am späten Nachmittag kommt Michael vorbei. Er und seine Frau Maria haben vor einem Jahr Kira, jetzt Stella, adoptiert. Ich hatte den beiden damals empfohlen auch die identisch aussehende Schwester Darya mit zu adoptieren. Das hatten Michael und Maria nicht gemacht. Michael fragt mich um Rat, da Stella sich offensichtlich sehr langweilt, ob er sie ab und zu vorbeibringen könne, damit sie mit anderen Hunden spielen kann. Ich halte das für keine gute Idee und schlage ihm vor, lieber einen der Hunde hier zu sich zu nehmen, um zu sehen ob Stella und er/sie sich verstehen. Darya ist ja schon vor einigen Monaten adoptiert worden und deswegen hole ich Lucy Song ins Haus. 

Stella war natürlich von der Meute überwältigt und so hat Michael sie erstmal ins Haus getragen. Sie ist mit zwei Monaten aus dem Haus Naklua adoptiert worden und deswegen so viele Hunde auf einmal nicht mehr gewohnt. Mich hat sie aber sofort wieder erkannt und sogar noch auf ihren alten Namen reagiert. Lucy zeigt zwar kein besonderes Interesse an Stella, aber das ist kein Wunder. Sie hat ja viele Spielgefährten. Michael will mit Maria sprechen und dann werden sie entscheiden, ob sie meinen Vorschlag annehmen.

Dienstag, 16. Februar 2016

Rhonda hilft mir heute Vormittag wieder und wir widmen uns erneut der Zeckensuche. Damit es mit den großen Hunden etwas einfacher wird, werde ich sie alle zuvor shampoonieren und kräftig abreiben, damit schon mal ein Großteil der Zecken entfernt wird. 

Ich fange heute mit Bok Luk an. Ihre Wunde ist ja schon seit über einer Woche gut verheilt und sie kann deshalb gebadet werden. Bok Luk ist langfellig und so kann das Entfernen der Zecken frustrierend und langwierig sein. Deswegen schrubbe ich sie mit einer Gummibürste kräftig ab. Die Prozedur im Bad dauert schon mal gleich eine halbe Stunde und danach hat Rhonda noch eine Stunde zu tun, um Bok Luk weitestgehend von den Plagegeistern zu befreien. 

Ich nehme mir derweil die Welpen vor, die weiterhin recht pflegeleicht sind. Nachdem ich Bok Luk auch die Ohren gesäubert habe, bekommt sie ein spot-on mit Fipronil und wird mit meiner Speziallösung besprüht. 

Anschließend nehme ich Nick ins Bad und wiederhole die Prozedur mit ihm. Er hatte von Dr. Sam vor einigen Tagen Fipronil aufgetragen bekommen. Viele von den Zecken, die ich ihm auswasche sind bereits tot, aber nicht alle sind von Fipronil geschafft worden. Nachdem Rhonda gegangen ist, nehme ich mir Nick allein vor. Besonders in den Ohren finde ich noch viele Zecken aber Nick ist recht geduldig und so ist auch er nach einer Stunde in annehmbarem Zustand. 

So wie Bok Luk und Nick werden wir uns nun in der kommenden Zeit alle erwachsenen Hunde vornehmen, aber die Liste ist lang und es wird sicher Wochen dauern bis wir alle durch haben.

Montag, 15. Februar 2016

Somchai kommt, macht den Garten und repariert das Ventil einer Wasserleitung, das die Hunde angeknabbert haben. Es ist wirklich erstaunlich wie attraktiv für sie jede Art von Plastikzeug ist. Sie delektieren sich an den Wannen, in denen einige von ihnen gern liegen und nutzen jede Gelegenheit Plastikschalen anzufressen, wenn ich versäumt habe mal eine einzusammeln. Der ganze Müll wird dann auch wieder fein säuberlich ausgeschieden und ich kann ihn dann zusammen mit dem Kot einsammeln. 

Rhonda kommt auch und wir machen uns wieder gemeinsam an die mühevolle Arbeit des entzeckens. Ich habe mir eine Mischung aus Essigwasser und ätherischen Ölen, Citricidal, Teebaum, Citronella und Lavendel, zusammengestellt, die angeblich zeckenabweisend sein soll. Damit sprühen wir die Welpen sowie Rocco und Lucy ein. Die Welpen sind allmählich in einem Zustand, der erträglich ist. Rocco und Lucy machen allerdings eine Menge Arbeit. Sie sind ja vor etwa drei Wochen mit dem teuren Frontline behandelt worden. Das hat seine Wirkung nun allerdings komplett verloren. Um die Dimension unserer Anstrengungen zu illustrieren sei gesagt, dass Rhonda und ich geschlagene vier Stunden pausenlos am Puhlen sind. 

Am Nachmittag kommen Mali und Derek mit zwei Immobilienmaklern vorbei, die wohl versuchen sollen, das Haus an den Mann oder die Frau zu bringen. Ich habe ja auch mal in dem Gewerbe gearbeitet und so kann ich an der Mimik der beiden ablesen, wie erfolgreich sie dabei sein werden. 

Nachdem der Spuk vorbei ist, fahre ich mit Sabai und Rudi in die Stadt. Sabai bringe ich in die Boonsamphan Klinik in der Soi Khao Noi. Dort erhält sie eine Injektion gegen Herzwürmer und ein spot-on mit Frontline. Weiter gehts zu Dr. Sam wo Rudi Blut abgenommen wird. Er hat gestern seine leberunterstützende Therapie erstmal beendet und wir wollen sehen was sie gebracht hat. Immerhin hat er schon ein halbes Kilo zugenommen. Sehen kann ich das allerdings nicht, er ist immer noch sehr fragil. 

Allerdings hält ihn das nicht ab sich ab und zu mit Anton zu fetzen. Zuweilen liegen sie aber auch Seite an Seite auf der Terrasse und tun sich nichts. Ist wahrscheinlich ein Spielchen was die beiden treiben, wenn es ihnen zu langweilig wird. 

Rudi erhält nun wie auch Lady, Nadia, Bunnie, Jori, Nick und Sabai morgens und abends 100 mg Doxicyclin. Die kleineren Hunde wie Buffy, Aya, Lucy, Jaha, Jira, Selina, Silver, Bieow, Isi, Yobo, Yota, Yana, Nura, Nacho, Bok Luk und die Welpen erhalten nur morgens 100 mg. Mom, Snowy, Amy, Anton, Maisha, Yoshi, Yaya, Lina und Lucy Song haben ihre Kur bereits beendet. Mum ist vorerst nicht dazu zu bewegen mir eine Tablette abzunehmen und bei Skinny muss ich trickreich vorgehen, um auch sie mit Doxicyclin zu versorgen. Glücklicherweise sind aber alle anderen so gierig, dass sie mir fast die Finger abbeißen, wenn ich ihnen die Wurststückchen reiche.

Sonntag, 14. Februar 2016

Am Vormittag mache ich mich wieder über die Welpen sowie Nina und Snowy her. Die Welpen habe jetzt sozusagen den Zustand der Grundreinigung erreicht, während bei Nina und Snowy noch eine Menge Arbeit anliegt. So ist auch im Nu der frühe Nachmittag erreicht und ich kann endlich mal was essen. 

Am Spätnachmittag fahre ich in die Stadt, um dringende Besorgungen zu machen. Wenn ich mittlerweile die Hunde für einige Stunden sich selbst überlasse, kann ich das gut vertreten. Auch die Welpen wissen nun, dass ich zurückkomme und scheinen nicht sonderlich besorgt zu sein, wenn ich mich durch das Tor von ihnen verabschiede. Selbst wenn ich erst nach Einbruch der Dunkelheit zurückkehre, verhalten sich die Hunde recht ordentlich und freuen sich, dass sie mich wiederhaben. Dass dann auch immer noch die abendliche Fütterung stattfindet ist natürlich auch wichtig.

Samstag, 13. Februar 2016

Enya ist vergangene Nacht exakt um Null Uhr gestorben. Ich war in ihren letzten Stunden bei ihr und hoffe, dass ich ihr noch ein wenig Wärme geben konnte. 

Nachdem ich meine Arbeiten erledigt habe sowie Zweige und Blattwerk entsorgt habe, fahre ich mit ihr in die NPW Klinik, um sie zur Einäscherung abzugeben. 

Nachmittags bin ich wieder mit Fund-raising Arbeiten beschäftigt. Es ist sehr zeitraubend aussagefähige Präsentationen zu erarbeiten, aber notwendig. Das Spendenaufkommen muss erheblich gesteigert werden, damit ich meine Arbeit weiterführen kann. Im vergangenen Jahr habe ich 8,000 Euro aus der eigenen Tasche bezahlt. Das wird dieses Jahr nicht mehr mögliche sein. 

Ich bin sehr dankbar allen, die mich zur Zeit regelmäßig oder gelegentlich unterstützen; wenn es noch einige mehr werden wäre mir das allerdings eine große Hilfe.

Freitag, 12. Februar 2016

Enya, die seit zwei Tagen nicht sehr lebendig ist, aber gestern noch gut gefressen hat, liegt verdächtig ruhig unter einem Busch. Ich nehme sie auf und stelle fest, dass sie aus dem Gaumen blutet. Deswegen fahre ich sie gleich morgens in die Klinik. Dr. Sam gibt Enya eine intravenöse Infusion und nimmt ihr Blut ab. Er vermutete Blutparasiten als Ursache ihrer Schwäche. 

Dr. Sam ruft mich am frühen Vormittag an und eröffnet mir, dass das Testergebnis nicht gut aussieht. Alle Blutwerte sind runter und die Leber ist ebenfalls angegriffen. Enyas Überlebensprognose ist schlecht. 

Das Bluttestresultat für Nick liegt auch vor. Der Hämatokritwert ist auch nicht so wie er sein sollte und deswegen kann der Eingriff nicht erfolgen. Ich muss ihn wieder nach Hause nehmen und ihn mindestens zwei Wochen lang mit Doxicyclin behandeln. 

Um nicht das Gleiche zu erleben wie mit Enya, nehme ich Hakim mit in die Klinik, um ihn untersuchen zu lassen. Hakim ist nach Enya der schwächste der Welpen. Bei ihm liegt allerdings kein Befund vor. Dr. Sam rät mir aber alle Welpen prophylaktisch mit Doxicyclin zu behandeln. Ich nehme Enya, Hakim und Nick wieder mit nach Hause. Sollte Enya die Nacht nicht überleben, will ich sie wenigstens bei mir haben. 

Am frühen Abend nehme ich mir wieder alle Welpen vor und befreie sie von Zecken. Vor allem bei Torro habe ich viel zu tun. Es sitzen ihnen wieder etliche tief in den Ohren. Anschließend bekommen alle 50 mg Doxicyclin verabreicht. 

Ich habe mir alle Fläschchen Fipronil, die Dr. Sam vorrätig hatte, mitgeben lassen, damit ich auch alle großen Hunde spot-on behandeln kann. Dr. Sam hat mir davon abgeraten Fipronil Spray zu benutzen, da es nicht auszuschließen ist, dass die Hunde es sich ablecken. Trotz der spot-on Behandlung ist allerdings immer noch Zeckenpuhlerei notwendig.

Donnerstag, 11. Februar 2016

Am Vormittag hole ich Amporn ab, die das Haus wieder in Ordnung bringt. Sie kocht auch Reisfutter für die Hunde, die diese Abwechslung lieben. Ich arbeite derweil an einer fund-raising Präsentation. 

Am Nachmittag bringe ich Amporn zurück nach Naklua und fahre mit Nick in die Klinik. Die Geschwulst ist recht schön zurückgegangen, aber eine von einem Follikel verursachten Verdickung muss operativ entfernt werden. Nick wird dann mindestens einen Tag noch in der Klinik bleiben, damit ich sicher sein kann, dass die Wunde gut verheilt.

Mittwoch, 10. Februar 2016

Ich fahre zu Prajuab, um zu erfahren wieviel Hunde er noch zu sterilisieren hat. Josie hat angeboten für die restlichen Hunde Geld aufzutreiben. Dafür möchte sie vorab Fotos von den Hunden haben sowie Infos über sie. Prajuab hat eine Kamera, sodass er Fotos liefern kann. Angaben wird er dann von jedem einzelnen Hund machen können. Ich werde die Infos zusammenstellen und Josie zugehen lassen. 

Anschließend fahre ich zu Khun Ohm um weitere Formalitäten bezüglich der Stiftungsgründung zu erledigen. Zum Arzt muss ich dann auch mal weil ich seit zwei Wochen eine Sehnenentzündung am rechten Ellbogen mit mir herumschleppe, die mir die Gartenarbeit erschwert. Danach fahre ich zu Dr. Preaw und hole mir eine Creme gegen Ringwormbefall, den Emma und Binda entwickelt haben.

Wieder zu Hause erledige ich die tägliche nachmittägliche Kotseinsammlung, füttere die Hunde am frühen Abend und gebe die abendlichen Medikamente für Anton, Amy, Emma, Rudi und Nick aus. Nicks Geschwulst ist immer noch stark fühlbar; Emmas Gelenkentzündung scheint abgeklungen zu sein und Rudis Zustand wird erst durch einen neuen Bluttest, der in einigen Tagen durchgeführt wird, erhellt werden. Anton und Amy erhalten morgens und abends Doxicyclin.

Dienstag, 9. Februar 2016

Mittags fahre ich zum Reisladen in Pong und hole mir 60 kg sogenannten Hundereis. Das ist die billigste Sorte; ein 15 kg Beutel kostet 190 Baht. Anschließend fahre ich zum Snoop Dog Futterladen und hole 150 kg Trockenfutter. Zwei Sack sowie drei Beutel Reis liefere ich bei Prajuab ab. 

Dann fahre ich zu Khun Ohm um das weitere Vorgehen in Sachen Stiftungsgründung zu besprechen. 

Einem Schweizer Ehepaar, Rita und Ernest, ist in der Nähe von Baan Amphur, wo sie ein Haus besitzen, eine Hündin zugelaufen. Das Ehepaar geht im März für sechs Monate zurück in die Schweiz und sucht für Mayo, so haben sie die Hündin genannt, eine vorübergehende Bleibe. Sollten sie keine andere Lösung finden, könnte ich Mayo mal probeweise aufnehmen, um zu sehen ob die Hunde sie akzeptieren. 

Ich fahre weiter zum Tempel und wir machen in der Dunkelheit unseren Strandgang, nachdem ich die Hunde mit Trockenfutter und Wasser versorgt habe. Der ist für sie um Längen wichtiger als die neu gefüllten Futterschüsseln. Ba Bät versorgt die Hunde demnach wohl weiterhin gut.

Montag, 8. Februar 2016

Mittags besuchen uns Jennifer und Maxine. Jennifer ist eine Veterinärin aus New York und Maxine betreut Straßenhunde auf Korfu. Jennifers Mann nimmt am Big Bike Wochenende in Pattaya teil und Jennifer hat angeboten, kostenlose Sterilisationen vorzunehmen. Ich habe Dr. Sam gefragt ob sie in seiner Klinik arbeiten könne, aber er hat darauf hingewiesen, dass ausländische Veterinäre nur mit einer besonderen Erlaubnis in Thailand arbeiten dürften. Das gelte auch für unentgeltliche Tätigkeiten. 

So erkundigt Jennifer sich über meine Arbeit und ich stelle ihr einige Hunde vor. Insbesondere frage ich sie um Rat wegen der Hautprobleme von Nacho, Jira und Jaha. Jennifer vermutet genauso wie Dr. Sam, dass es sich entweder um ein genetisches Problem handelt oder eine Allergie. Beide Krankheitsbilder seien außerordentlich schwierig in den Griff zu bekommen, allenfalls eine Linderung der Symptome kann erreicht werden. Ich versuche es seit zwei Wochen mit Ciclosporin, das mir Tordis aus Norwegen mitgebracht hatte. Eine gewisse Besserung der Symptome ist erkennbar. Ob die aber auch langfristig ist, bleibt abzuwarten. 

Am Nachmittag kommt Nick, der Sohn von Cindy. Er besucht die Regent School und die verlangt von ihren Schülern den Nachweis von Praktika während der Schulferienzeit. Nick wird dann wohl also für etwa vier Wochen einige Tage die Woche zu uns kommen, um zu volontieren. 

Am Spätnachmittag ruft mich Wan an und bittet mich am frühen Abend zum Pattaya Bazaar zu fahren, da sie vorhat zwei Hunde einzufangen. Allerdings bleibt unsere Aktion erfolglos, da die Hunde trotz der hochdosierten Vergabe von Acepromazine kaum betäubt sind und sich unseren Annäherungsversuchen entziehen.

Sonntag, 7. Februar 2016

Am frühen Vormittag bin ich beim Ex Pat Club um mir einen Zuschuss zu den Tierarztrechnungen abzuholen. Anschließend besuche ich mal wieder Boss, dem es offensichtlich am Amari Strand recht gut geht. Bei meinem letzten Besuch war er ja ein wenig reserviert, aber heute freut er sich mich zu sehen. 

Beim Best schaue ich zu wiederholten Male nach Rudi und finde ihn nun endlich. Ich nehme ihn mit nach Hause und gebe ihm gleich die ersten Dosis seiner leberunterstützenden Medizin. Anton ist allerdings nicht sehr erfreut über Rudis Ankunft; er knurrt und bellt ihn permanent an. Ich hoffe, dass sich dieses Gehabe bald gibt, sonst bezieht er irgendwann von Rudi Prügel. 

Nick ist nun dauerhaft draußen und hat sich dort auch einigermaßen eingerichtet. Er wird von den anderen Hunden akzeptiert. Sie können offensichtlich sehr schnell erkennen, wer einen angenehmen Charakter besitzt. Nicks Schwellung ist etwas zurückgegangen und fühlt sich weicher an. Ob sie durch eine konservative Behandlung vollständig beseitigt werden kann bleibt abzuwarten. Ansonsten wird ein Eingriff notwendig sein.

Emma nehme ich den Verband ab. Die Schwellung ist abgeklungen aber noch fühlbar. Die medikamentöse Behandlung wird hoffentlich die Infektion beseitigen.

Samstag, 6. Februar 2016

Nick ist weiterhin sehr brav. Ich bringe ihn nach draußen, wo er sich mit Isi auf der kleinen Terrasse aufhält, während ich den Garten mache. Mittags habe ich ein Meeting in der Stadt.

Am Nachmittag nehme ich mir wieder die Welpen vor und Nura, die mit ihrem langhaarigen, schwarzen Fell eine echte Herausforderung ist. Ich wasche sie zuerst und mache mich dann an das Entfernen der Zecken. Anschließend behandele ich sie mit Fipronil.

Emma machte gestern den Eindruck, dass sie die Bissverletzung überstanden hatte, aber heute fängt sie wieder an zu humpeln und die Schwellung ist verhärtet. Deswegen fahre ich mit ihr am Spätnachmittag noch in die Klinik. Dr. Sam befürchtet eine Infektion des Kniegelenks und spritzt sie. Ich solle sie für fünf Tage weiterbehandeln.

Freitag, 5. Februar 2016

Am Morgen sehe ich, dass Emma schon wieder auftreten kann. Die Schwellung ist zwar noch vorhanden, aber ihr Schmerzempfinden ist verringert. Ich sehe deshalb davon ab sie in die Klinik zu bringen. 

Leider hat mein Auto schon wieder einen Defekt. Gestern Nacht hörte ich ungute Geräusche aus dem Motorraum und stelle heute Morgen fest, dass einer der Ventilatoren des Kühlers seinen Geist aufgegeben hat. Um keine Risiken einzugehen fahre ich deshalb am späten Vormittag in eine Werkstatt. Der Austausch des Ventilators und die Suche nach der Ursache des Geräusches sowie dessen Behebung dauert einige Stunden. 

Zwischendurch fahre ich mit einem Motorbike Taxi zu Khun Ohms Büro wo ich mich mit Joe und Som treffe. Ohm ist allerdings in dringenden Angelegenheiten auf der Polizeiwache in der Soi 9 und so geben wir die ausgefüllten Formulare einem Angestellten. Bin mal gespannt wieviel Steine uns bei der Antragstellung in den Weg gelegt werden. Wir hörten da so einiges. 

Nachdem ich mein Auto endlich wieder habe, fahre ich in die Thepprasit Road und hole Nick, den Rüden mit der Geschwulst im Nacken, ab. Nick ist ein äußerst freundlicher und ruhiger Geselle, der alle Prozeduren in der Klinik gelassen über sich ergehen lässt. Die Geschwulst wird punktiert und danach wird Nick ein Druckverband angelegt. Damit ich Nick zweimal täglich behandeln kann, nehme ich ihn mit nach Hause wo er zunächst auch die Nacht innen verbringt. Auch im Haus beträgt Nick sich tadellos.

Donnerstag, 4. Februar 2016

Am frühen Nachmittag kommt uns Cindy mit Sohn und Tochter besuchen. Nick will für ein Schulprojekt ein paar Mal die Hunde besuchen und bringt vielleicht auch noch einige Mitschüler mit. Cindy bietet mir an mir ein wenig bei der Arbeit mit den Hunden zu helfen sobald sie Zeit dafür hat. Sie wohnt nur wenige Minuten von Mabprachan entfernt. 

Am Spätnachmittag fahre ich in den Naklua Slum, liefere bei Em einen Sack Trockenfutter ab und nehme einen Welpen an Bord. Zwei andere Welpen hat ein junges Mädchen schon impfen lassen. 

Von Dr. Sam aus fahre ich in die NPW Klinik, hole Impfbücher für Mali ab und kaufe Acepromazine für Wan. Auf dem Rückweg in den Naklua Slum halte ich beim Best, kann aber Rudi wieder nicht entdecken. 

Zu Hause angekommen sehe ich, dass Emma sich den rechten Vorderlauf verletzt hat. Es sieht wie eine Bisswunde aus. Wenn morgen die Schwellung nicht abgeklungen ist und sie wieder vorsichtig auftreten kann, muss ich sie wohl Dr. Sam vorstellen.

Mittwoch, 3. Februar 2016

Somchai widmet sich wieder der Gartengestaltung, ich sammele den Kot ein, füttere die Hunde und gebe Medikamente aus. Anschließend nehme ich mir wieder die Welpen vor. Binda und Emma haben Ringwurm entwickelt, der ebenfalls behandelt werden muss. Danach wasche ich Jira, Jaha und Nacho. 

Am Nachmittag fahre ich zum Pattaya Bazaar und sammele Wans Welpen ein. Es sind zwei weibliche und zwei männliche. Ich nenne sie Nelly, Cathy, Sam und Jim. Alle vier sind ausnehmend hübsch. Dr. Sam untersucht und impft sie. Nelly, die größte und offenbar kein Geschwister der drei anderen, leidet an einem Nabelbruch, der operiert werden muss. Das wird nach der zweiten Impfung in einem Monat der Fall sein. Nelly ist älter als Cathy, Sam und Jim und erhält außer der Kombiimpfung auch eine Tollwutimpfung. Cathy, Sam und Jim erhalten drei Kombiimpfungen im Abstand von jeweils zwei Wochen und mit der letzten dann auch die Tollwutimpfung. Die Untersuchung von Cathy erbringt, dass sie etwas Feuchtigkeit in der Lunge hat. Das kann durch das kalte Wetter in den vergangenen Tagen verursacht worden sein und ist erstmal nicht behandlungsbedürftig. 

Ich bringe die Welpen an ihren Platz zurück und fahre rüber zum Best, um nach Rudi zu sehen. Mir wird mitgeteilt, dass er sich abends oft in einer Nachbar Soi aufhält. Allerdings kann ich ihn dort nicht entdecken.

Dienstag, 2. Februar 2016

Bok Luk war wieder die Nacht im Haus und hat sich gut betragen. Ich lasse sie morgens raus während ich den Garten mache. Ihre Wunde sieht zwar gut aus, aber ich will kein Risiko eingehen und nehme sie später wieder rein. Nacho jammert draußen und will auch ins Haus. Er fühlt sich nicht wohl in seiner Haut was verständlich ist. Ich behandele ihn wie auch Jaha und Jira seit einer Woche mit einem Antibiotikum, das unspezifische Hautleiden angehen soll. Bei Jira und Jaha sehe ich Erfolge, bei Nacho leider nicht. Nacho ist also auch im Haus und macht es sich auf einem Sessel bequem. 

Am späten Vormittag fahre ich als Erstes um den defekten Reifen auszutauschen. Danach schaue ich nach den Hunden in der Thepprasit Road. Bei einem der mittlerweile ausgewachsenen Welpen, die vor dem Büro der Pattaya Mail liegen, stelle ich eine Geschwulst am Nacken fest. Ich werde ihn Dr. Sam vorstellen. Malees räudiger Bruder sieht wieder recht ordentlich aus. Er leidet an Sarcoptic Räude, die relative gut behandelbar ist. Ich gebe ihm und Malee Ivermectin. 

Anschließend fahre weiter um in der Soi Pattaya Park nach Jacky und Lek zu sehen. Beiden Hunden geht es gut. Ich verabrede mit Harald Jacky noch diese Woche Dr. Kwanchai vorzustellen. Der Tumor konnte ja von ihm nicht ganz entfernt werden. Leks Geschwulst auf dem Nasenrücken ist nicht wieder aufgetreten. Auch sein Kopf fühlt sich völlig normal an. Der war ja zuvor ebenfalls angeschwollen. 

In der Soi Khao Noi hole ich bei Abisit Trockenfutter und Dosenfutter für die Welpen. Danach fahre ich zum Best. Zu meiner großen Freude teilt mir eine der Frauen dort mit, dass Rudi am Morgen erschienen ist. Nun hoffe ich ihn irgendwann erwischen zu können, damit ich ihn behandeln kann. 

Bo, der Hund von den Supermarktbesitzern, freut sich immer ganz toll wenn er mich sieht. Wenn ich zu Fuß unterwegs bin begleitet er mich dann stets. So auch heute als ich über das Trümmerfeld, das einstmals der Pattaya Bazaar war, gehe um nach Wans Welpen zu schauen. Sie hocken noch am gleichen Platz und sind ganz zutraulich. Ich nehme sie einzeln auf, um zu sehen ob sie äußerlich gesund aussehen. Bei dem etwas größeren Welpen stelle ich eine walnussgroße weiche Geschwulst am Bauch fest. Ich glaube aber nicht, dass es etwas Ernstes ist. 

Auf dem Rückweg liefere ich drei Sack Trockenfutter und 15 kg Reis bei Prajuab ab. Zurück im Haus war Nacho ganz artig, Bok Luk allerdings hat sich wieder am Fliegengitter in der Küche zu schaffen gemacht. Das hatte ich natürlich noch nicht repariert. Solange ich im Haus bin verhält sich Bok Luk tadellos, wenn ich aber weg bin, will sie nach draußen und dann sind ihr die Fliegengitter im Wege.

Montag, 1. Februar 2016

Birgit ruft mich an und teilt mir mit, dass sich Coco schon recht gut eingelebt hat. Das wundert mich nicht, denn sie war ja schon mal vermittelt worden und ist recht anpassungsfähig. 

Den frühen Nachmittag verbringe ich wieder mit Zeckenpuhlen. Frontline kann nur die schlimmsten Angriffe verhüten und deshalb muss ich nacharbeiten. Bok Luk ist für einige Stunden draußen, trägt aber noch den Kragen. Sie wird noch für drei Tage Medikamente schlucken müssen und dann sollte die Sache endlich ausgestanden sein. 

Am Spätnachmittag entsorge ich zwei Wagenladungen Busch- und Astwerk, das Somchai die vergangenen Tage geschlagen hatte. Anschließend fahre ich nach Baan Amphur und liefere Geld und Reis bei Ba Bät ab. 

Arnie und Nema haben sich gut von den Giftanschlägen erholt. Beide haben an Gewicht zugelegt. Auch Chukis Fell sieht erstaunlicherweise wieder besser aus. Sie ist wie auch die anderen Hunde voller Energie. Es ist so schön zu sehen wie sie gesund und glücklich am Strand hin und her wetzen und im Wasser tollen. Auch eine gelungene Abwechslung, wo ich sonst doch meistens mit Krankheiten und Wundversorgung zu tun habe.

Auf dem Rückweg über die Dörfer verfahre ich mich an einer Baustelle und schlitze mir einen Reifen an einem Stahlteil auf. Natürlich passt der Kreuzschüssel nicht auf die Spezialmuttern und ich habe ein Problem. Glücklicherweise finde ich nach einiger Suche noch eine schon geschlossene Werkstatt und ein freundlicher Mechaniker mit passendem Werkzeug wechselt mir den Reifen. 

Ich habe schon seit Tagen Rika und Ryo, die immer vor dem Beauty Saloon bei mir in der Nähe lagen, nicht mehr gesehen. Mir schwant nichts Gutes und tatsächlich teilt mir die junge Frau, die für die Hunde gesorgt hat mit, dass sie vergiftet wurden. Mit Wut im Bauch kehre ich nach Haus zurück. Nun sind schon vier Hunde in der unmittelbaren Nachbarschaft einem und vermutlich demselben Unmenschen zum Opfer gefallen. Rika und Ryo waren zwei außerordentlich liebenswerte, schöne und gesunde Hunde, die ich nun jedes mal wenn ich am Beauty Saloon vorbeifahre, vermissen werde.