Donnerstag, 31. Dezember 2015

Somchai und Ladid kommen heute Morgen, um mir bei der Gartenarbeit zu helfen. Sie erledigen nun das, was ich immer habe liegen lassen müssen, da ich genug mit den Hunden zu tun hatte. Ein Gelände, in dem sich 40 Hunde tummeln, in Schuss zu halten erfordert eine Menge Arbeit und ich bin froh, dass ich dafür nun auf absehbare Zeit eine Hilfe habe. 

Rhonda hat sich ebenfalls für heute angesagt. Nachdem ich die Hunde gefüttert und mit Medikamenten versorgt habe, machen wir uns wieder gemeinsam ans Zeckenpuhlen. Außer den Welpen nehmen wir uns einige der großen Hunde vor, die wir am Montag nicht geschafft hatten. Große Hunde zu entzecken geht auch allein, aber zu zweit ist es viel leichter, geht schneller und ist auch angenehmer für die Hunde. 

Um elf Uhr hole ich Amporn ab. Wir machen einen Abstecher zum Best, weil ich Rudi einsammeln möchte, um ihn zu duschen aber er macht offensichtlich einen Ausflug. Somchai und Ladid gehen so gegen zwölf. Der Garten sieht schon etwas aufgeräumter aus, aber es ist noch einiges für sie zu tun. Rhonda verabschiedet sich am frühen Nachmittag und will am kommenden Montag wiederkommen. 

Amporn kocht am Nachmittag Reis und füttert die Hunde. Die sind so wild auf den Reis, dass die Hölle losbricht als Amporn das Futter verteilt. Das ist bei mir auch nicht viel anders, wenn auch die Hunde ein wenig mehr Respekt vor mir haben, sodass dann die übelsten Übergriffe ausbleiben. 

Nachdem Amporn den verschütteten Reis zusammengefegt hat, reibt sie Nacho, Jira und Jaha mit Kreuzkümmelpulver ein, den sie mitgebracht hat. Sie sagt, dass bei regelmäßiger Anwendung alle Hautkrankheiten verschwinden werden. Ich bin skeptisch, aber ein Versuch ist es wert. 

Mit Einbruch der Dunkelheit verabschiedet sich Amporn von den Hunden und insbesondere von Mom und wir gehen zum Tor. Ich öffne es und gehe voran. Amporn bleibt dicht hinter mir wird aber von Sabai zu Seite gedrückt, die sich auch an mir vorbei zwängt. Sabai läuft freudig auf die Gasse vor dem Tor und wird im selben Moment von einem schnell fahrenden Motorcyclefahrer angefahren. Der Zusammenprall ist heftig. Der Fahrer stürzt und Sabai rennt davon. Sofort tauchen wie aus dem Nichts mindestens zehn Leute auf und begaffen die Szene. Der Fahrer sitzt auf der Straße, blutet am Kopf, an der Hand und hat sich auch das Knie aufgeschlagen. Ich bin kurz vor dem Abheben und Amporn muss mich erstmal wieder runterholen. Eine Ambulanz wird gerufen und der Mann wird ins Hospital gebracht. Amporn und ich fahren hinterher. 

Amporn hat den Umstehenden erzählt, dass Sabai ihr Hund sei und so ist das erstmal eine Thai - Thai Angelegenheit. Der diensthabende Arzt im Hospital stellt keine Brüche oder sonstige schwere Verletzungen fest und Amporn vereinbart mit dem Mann ihm ein Schmerzensgeld von 1,000 Baht zu geben. Ambulanz und Behandlung sind umsonst. 

Ich fahre Amporn nach Hause und zurück nach Mabprachan, um nach Sabai zu suchen. Erstaunlicherweise finde ich sie unversehrt auf dem Nachbargrundstück und trage sie ins Haus. Verwandte des Mannes tauchen auf und erklären, dass der Fall noch nicht erledigt sei, da die Kopfverletzung weiter untersucht werden müsse. Dies könne nur in Sri Racha gemacht werden. Amporn ruft mich in der Nacht an und sagt, dass wohl eine innere Blutung festgestellt worden sei. Es ist wohl überflüssig zu erwähnen, dass der Mann keinen Helm getragen hatte. 

Ich nehme Sabai für die Nacht mit zu mir, um sie weiter zu beobachten, kann aber keine Probleme an ihr feststellen. Sigi, die ich inzwischen informiert habe, möchte sicher gehen, dass keine verborgene Verletzung vorliegt und bittet mich Sabai morgen zur Untersuchung in eine Klinik zu bringen. 

Wollen wir mal hoffen, dass das Jahr 2016 ein wenig stressärmer werden wird als das zu Ende gehende Jahr mit dem Sahnehäubchen am weniger guten Schluss.

Mittwoch, 30. Dezember 2015

Heute Morgen fahre ich frühmorgens nach Bangkok, um mir ein polizeiliches Führungszeugnis zu besorgen. Dies benötige um als Vorstandsmitglied einer Stiftung eingetragen werden zu können. Ein deutsches Führungszeugnis habe ich bereits erhalten. Leider erweist es sich, dass ich falsch informiert wurde und nur die Stiftung selbst für ein ausländisches Vorstandsmitglied ein Thai Führungszeugnis beantragen kann. Somit ist der ganze Aufwand erstmal vergebens, aber immerhin weiß ich nun wie und wo ich dieses Führungszeugnis erhalten kann. 

Ich bin erst kurz vor Einbruch im Haus zurück. Alle Hunde sind gesund und munter und scheinen meine lange Abwesenheit gut verarbeitet zu haben. Ich mache mich noch an die Säuberung des Geländes bevor es dunkel ist und füttere dann die Hunde. Anschließend bekommen Snow, Torro und Jaha ihre abendliche Medizin.

Dienstag, 29. Dezember 2015

Rhonda kommt heute Morgen wieder um mir zu helfen. Nachdem wir die Hunde gefüttert haben und ich die Medikamente verteilt habe, nehmen wir uns gemeinsam die Welpen vor und auch Nina, Lucy, Snow, Coco, Jori sowie Lady. 

Skinny ist ja nun schon monatelang bei uns, hat aber immer noch furchtbare Angst vor mir. Wenn ich mich zu ihr setze läuft sie davon und an eine Berührung ist überhaupt nicht zu denken. Deswegen bitte ich Rhonda auf sie einzughen wenn sie da ist. Mit Rhonda verbindet Skinny ja nicht das traumatische Erlebnis, das sie offensichtlich mit mir hatte. Vielleicht findet Rhonda ja einen Weg Skinny nahezukommen. 

Am frühen Nachmittag informiert mich Mali, dass ihr Fahrer die Impfstoffe abholen werde. Eigentlich wollte ich wieder zum Tempel fahren, aber muss das nun verschieben. Ich warte bis zum Spätnachmittag, aber der Fahrer erscheint nicht. Deswegen stecke ich sechs Welpen in Box und Käfig und fahre mit ihnen zu Dr. Praew für die dritte Impfung. Torro lasse ich zurück, da er immer noch medikamentös behandelt wird. 

Wieder zu Hause kommt dann endlich auch der Fahrer und nimmt mir Malis Impfstoffe ab.

Montag, 28. Dezember 2015

Klaus erbarmt sich erneut und fährt mich nach Baan Amphur. Bei Nissan findet sich ein Mechaniker, der mit dem nötigen Werkzeug das Rad wechselt. Da mich Sascha schon darauf aufmerksam gemacht hatte, dass meine Reifen so abgefahren sind, dass mein Auto Deutschland sofort stillgelegt werden würde, entschließe ich mich Nägel mit Köpfen (ein Wortspiel ist nicht beabsichtigt) zu machen und mir einen Satz neue Reifen zuzulegen. 

Diese Angelegenheit dauert etwas länger und so bin ich erst am Spätnachmittag wieder zu Hause. Ich versorge die Hunde und fahre wieder zum Tempel. Ba Bät hatte mir mitgeteilt, dass ein Teil der letzten Reislieferung verdorben sei und ich will die Hündin vom Sala in die Klinik bringen. Zudem habe ich bei Jaha zunehmende Hautprobleme festgestellt, die ich nur in Mabprachan behandeln kann. Jaha ist ja Jiras Schwester und ist bisher ganz gut zurechtgekommen. Nun aber ist eine kombinierte Behandlung mit Ivermectin, Cephalexin und Itraconazole unumgänglich. 

Auf dem Weg zum Tempel halte ich an dem kleinen Laden, an dem Nong Da und Daeng liegen. Überraschenderweise freuen sich beide Hunde mich zu sehen und lassen sich ausgiebig streicheln. Überrascht bin ich deswegen, weil ich sie ja immer nur zur Chemotherapiebehandlung abgeholt hatte. Diese Prozedur scheinen sie mir also nicht übel genommen zu haben. 

Im Tempelmarkt treffe ich Ba Bät und liefere bei ihr 15 kg frischen Reis ab. Als ich an der Vorhalle ankomme ist es schon dunkel. Ich schnappe mir Jaha und verfrachte sie in die Box. Dann gehe ich zum Sala. Die Hündin ist zwar da, nicht aber der alte Mann. Die Hündin ist zwar freundlich aber greifen kann ich sie nicht. Da Nacho schon auf der Ladefläche auf mich wartet, nehme ich ihn stattdessen mit. Bonnie und Tessa hatte ich seit Wochen nicht gesehen und eigentlich hatte ich sie schon abgeschrieben. Zu meiner großen Freude treffe ich sie aber an der Tempelmauer. Sie sind beide in gutem Zustand. Ich vermute, dass sie Futter im Tempel finden. 

Zurück im Haus gebe ich Snow und Torro ihre Medikamente und beginne auch bei Jaha mit der Behandlung.

Sonntag, 27. Dezember 2015

Morgens habe ich zur Abwechslung mal Wasser im Haus aber keins im Garten. So kann ich den Grasbereich und den Hof nur notdürftig säubern. 

Mike, der mich vor einigen Monaten schon mal besucht hat, ist für einige Tage in Pattaya und möchte die Hunde im Tempel wiedersehen. Ich hole ihn am frühen Nachmittag ab und wir fahren nach Baan Amphur. Mike ist schwer körperbehindert und kann sich nur im Rollstuhl fortbewegen. Da aber die Zufahrt zum Strand zementiert ist kann er sich relativ frei bewegen und wir bleiben bis zum Spätnachmittag bei den Hunden an der Vorhalle und am Sala. 

Der alte Mann, der im Sala haust, macht mich auf eine neue Hündin aufmerksam, die er sterilisiert haben möchte. Er sagt, dass er sie einfangen könne. Ich verspreche ihm sie in den kommenden Tagen abzuholen. 

Als wir uns auf den Rückweg machen wollen, müssen wir feststellen, dass ein Hinterreifen platt ist. Ein Nagel hat sich in den Reifen gebohrt. Der Kreuzschlüssel passt nicht auf die Schrauben und so ist guter Rat teuer. Es ist Sonntag und die Dunkelheit ist nur noch eine halbe Stunde entfernt. Ich laufe nach Baan Amphur und frage Leute, ob noch eine Werkstatt in der Nähe aufhat. Den Zahn kann ich mir allerdings ziehen. Nun stehe ich da mit Mike im Rollstuhl und Nacho im Schlepptau, der mir nicht von der Seite weicht und wieder nach Mabprachan will. Es bleibt mir nichts anderes übrig als Klaus zu bitten uns abzuholen und er erbarmt sich. Er bringt zuerst Mike wieder ins Hotel und anschließend mich nach Hause, wo die hungrige Meute auf mich wartet.

Samstag, 26. Dezember 2015

Wan hat mich vor einigen Tagen gefragt, ob ich immer noch eine Hilfe brauche, da sie jemanden habe, der unter Umständen in Frage käme. Da ich seit nun fast zwei Monaten auch ganz gut allein klarkomme, möchte ich keine Vollkraft mehr aber eine Hilfe für Hof und Garten wäre nicht schlecht. 

Um halb acht morgens steht Somchai mit seiner Frau Ladid vor dem Tor. Ich erkläre ihnen, dass ich mir vorstellen könne sie dreimal die Woche jeweils morgens die Hof- und Gartenarbeit machen zu lassen und sie sind einverstanden. An zwei Tagen will Somchai kommen und den dritten Tag Ladid. Heute Morgen arbeiten die Beiden drei Stunden lang und machen ihre Sache recht gut. Deswegen erkläre ich Somchai, dass er am kommenden Montag wiederkommen könne. 

Am frühen Nachmittag nehme ich mir die Welpen vor und untersuche sie nach Zecken. Anschließend dusche ich Jira, Nura, Lina, Anton, Silver, Prana und Sabai. Danach entsorge ich etliche Säcke Laub, das Somchai und Ladit zusammengekehrt haben. Auf dem Rückweg halte ich an dem Haus, in dem der vergiftete Hund gehalten wird. Leider hat auch er die heimtückische Attacke letztlich nicht überlebt. Ich mache mir Sorgen um Rika und Ryo, die vor dem Beauty Saloon gegenüber liegen. Bisher ist ihnen aber noch nichts passiert. Beide Hunde sind mir nun sehr zugetan und ich halte oft bei ihnen und streichele sie. 

Am frühen Abend versorge ich die Hunde im Haus. Snow und Torro bekommen ihre Abendmedizin.

Freitag, 25. Dezember 2015

Heute Morgen haben wir mal wieder Stromausfall. Das bedeutet, dass die Pumpe ausfällt und damit haben wir auch kein Wasser im Haus. Immerhin gibt es aus dem zweiten Kreislauf noch Wasser im Garten und so kann ich wenigstens einen Teil des Geländes säubern. 

Nachdem die Hunde gefüttert und mit Medikamenten versorgt sind, nutze ich die Gunst der Stunde um endlich mal die kaputte Leitung zum Außenwaschbecken zu reparieren. Das ist nicht so einfach für mich da ich nicht gerade ein handwerkliches Genie bin. Schließlich schaffe ich auch diese Hürde. 

Am frühen Nachmittag haben wir dann endlich wieder Strom und ich kann die Säuberung des Hofes vollenden. Die Wasserleitung hält einem Testlauf Stand. 

Da Torros Verhalten mir seit gestern nicht gefällt da er ähnliche Symptome wie Snow zeigt, nehme ich beide ins Auto und fahre mit ihnen zu Dr. Sam. Der hat gerade zu tun und so bringe ich die Hunde in einem Käfig unter und fahre zum Wat. Auf dem Weg dorthin ruft mich ein Kurier an, der wissen will wohin er Impfstoffe bringen kann, die ich vor zwei Tagen für Malis und Prajuabs Hunde bestellt habe. Ich versorge die Hunde rasch und fahre zurück in die Stadt, wo ich den Kurier treffe und die Impfstoffe übernehme. 

Danach fahre ich wieder in die Klinik. Snow und Torro bekommen gerade eine Nebulizer Behandlung. Snow geht es laut Dr. Sam schon wesentlich besser und für Torro bekomme ich ein Kombipräparat mit, dass ich ihm die kommenden Tage einflößen muss. Es scheint, dass sich beide Hunde nur erkältet haben.

Donnerstag, 24. Dezember 2015

Nachdem ich die Hunde gefüttert und den Garten oberflächlich gesäubert habe, fahre ich zum Snoop Dog Shop und hole fünf Sack Trockenfutter, die Sigi für Prajuab gespendet hat. Prajuab sorgt am Mabprachan Reservoir in einem ausgedehnten Areal für etwa sechzig Hunde. Karin hat ihn unterstützt und mich gebeten mich nun um ihn zu kümmern. 

Um neun Uhr kommt Rhonda um mir zu helfen. Um zehn Uhr holt Bua mich ab und zeigt mir, wo ich Prajuab finden kann. Ich übergebe Prajuab die fünf Sack und erkläre ihm, dass er mich anrufen könne, wenn Hunde zu sterilisieren sind oder er andere Probleme habe. Karin hat mir Geld für einige Behandlungen da gelassen. 

Anschließend hole ich Amporn ab und fahre mit ihr zurück ins Haus. Rhonda hat schon den Hof gefegt und entzeckt gerade die Welpen. Um zwölf Uhr kommt Klaus und holt sich Ivermectin Tabletten ab. Er hat eine räudige Hündin bei sich in der Nähe entdeckt, die er seit einiger Zeit füttert und er will sie nun behandeln. Ui kommt auch noch vorbei, um nach den Hunden zu schauen. Sie sagt, dass sie ihre Klamotten in einer Woche abholen wird. Rhonda fährt um ein Uhr und will am Montag wiederkommen. Amporn kocht Reis und füttert die Hunde am Nachmittag. 

Dr. Sam ruft mich an und gibt mir die Resultate der Bluttests von Sabai und Snow durch. Sabais Werte sind alle im Normbereich, aber Snows Werte sind bedenklich. Sie leidet an Anämie. Ich fahre Amporn zurück nach Naklua und weiter zum Best wo ich Rudi Flüssigivermectin verabreiche. Sein Fellzustand hat sich durch die bisherige Behandlung bereits verbessert.

Mittwoch, 23. Dezember 2015

Ich füttere die Hunde morgens schnell und mache mich dann auf den Weg nach Sri Racha. Anschließend habe ich noch bis zum frühen Nachmittag in Chonburi zu tun. 

Zurück im Haus verrichte ich die liegengebliebene Gartenarbeit und fahre anschließend mit Sabai und Snow zu Dr. Sam. Sabai wird Blut abgenommen und sie erhält eine Ivermectin Injektion. Snows Zustand wird von Dr. Sam als kritisch betrachtet. Es wird ein Staupetest vorgenommen, der allerdings negativ ist. Da der Test aber nur zu 90% sicher ist, wird Snow noch Blut für einen PCR Test abgenommen. Um ihr Schniefen und Sekretieren zu lindern erhält sie für eine halbe Stunde eine Nebulizer Behandlung. Die soll auch für einige Tage fortgeführt werden. Bis die Ergebnisse des Bluttests und des PCR Tests vorliegen, soll Snow mit Amoksiklav und Doxicyclin behandelt werden.

Dienstag, 22. Dezember 2015

Heute Vormittag fahre ich in einer dringenden Angelegenheit nach Sri Racha. Leider ist die Person, die ich dort treffen will, nicht da wo sie sein sollte und ich muss es morgen früh noch einmal versuchen sie zu treffen. 

Zurück in Pattaya erledige ich einige andere Angelegenheiten und besuche Günter, der Said, Mums Welpen aus ihrem zweiten mir bekannten Wurf, adoptiert hat. Said hat mich ein halbes Jahr nicht gesehen und erkennt mich anfangs nicht. Nach einer halben Stunde Beobachtung scheint es ihm zu dämmern und plötzlich weiß er wer ich bin, kommt freudig auf mich zu und legt seine Pfoten auf meinen Schoß. Als ich gehe, begleitet er mich zu Tor und schaut mir über die Mauer nach. Es ist schön zu wissen, wieder einmal einem Hund ein gutes Leben verschafft zu haben. 

Von Günter aus fahre ich in die Klinik um Selina und Lucy abzuholen. Dr. Sam teilt mir mit, dass beide eine vergrößerte Milz aufweisen und bittet mich sie mit Doxicyclin zu behandeln. 

Bei Snow habe ich gestern einen kleinen Schnitt am linken Auge festgestellt und behandelt. Die Heilung macht gute Fortschritte aber nun schnieft Snow als hätte sie eine Erkältung. Ich werde sie morgen gemeinsam mit Sabai in die Klinik bringen. Sigi möchte bei Sabai einen Bluttest und einen Herzwurmtest vornehmen lassen.

Montag, 21. Dezember 2015

Rhonda kommt am Vormittag und wir entzecken gemeinsam die Welpen und weitere fünfzehn Hunde. Kurz nachdem Rhonda gefahren ist kommt uns Naree besuchen. Naree habe ich vor ein paar Jahren in der Naklua Klinik kennengelernt und wir haben lose Kontakt gehalten. Naree hat zur Zeit 35 Hunde bei sich in Nakhon Nayok aufgenommen und kümmert sich um weitere Hunde in ihrer Umgebung. 

Am Spätnachmittag bringe ich Lucy und Selina zum Sterilisieren in die Klinik von Dr. Sam der seit gestern von seinem Amerika Aufenthalt zurück ist. Der vergiftete Nachbarhund erholt sich langsam wieder. Infusionen sind nun nicht mehr notwendig. Hoffen wir, dass er sich wieder vollkommen erholt. 

Silver, die sich weiter gut erholt, hat einen Sponsor gefunden. Sponsorhunde wie auch Coco und Snow stehen eigentlich ja nur symbolisch für den Spendenerhalt, denn die Spende geht ja auch an die anderen Hunde. Sie sind aber doch herausgehoben, da ihre Sponsoren updates über ihren Zustand erhalten.

Sonntag, 20. Dezember 2015

Ich lasse morgens Sabai raus und sie mischt sich sofort unter die anderen Hunde. Während ich meinen morgendlichen Arbeiten verrichte, läuft sie herum und erkundet das Gelände. Die morgendlichen Stunden sind immer die intensivsten mit den Hunden. Alle sind unterwegs, buddeln im Sand, rennen herum, balgen sich oder liegen faul in der Sonne. Ich denke sie genießen ihre Freiheit und sind trotzdem froh, dass ich da bin. 

Mittags kommen Matthias und Christine, die einen Hund adoptieren möchten. Eigentlich sollte es ein Jack Russel sein, aber damit kann ich ja nicht dienen. Die Einzige, die einem Jack Russel ähnlich sieht ist Lucy und Christine kann sich auch für sie erwärmen, aber auch Coco mögen die beiden und so können sie sich nicht entschließen entweder Lucy oder Coco mitzunehmen. Ich rate ihnen auch sich eine Adoption gut zu überlegen, denn eine Spontanentscheidung kann falsch sein und ich möchte nicht schon wieder einen Hund zurücknehmen müssen. Matthias und Christine verabschieden sich mit dem Versprechen, sich bald wieder zu melden.

Sabai macht sich weiter gut. Sie ist ein ausgesprochen positiver Charakter und freut sich offensichtlich bei uns zu sein. Bisher kommt sie mit allen Hunden gut aus und ich hoffe, dass sie bald ihren Platz in der Meute finden wird.

Samstag, 19. Dezember 2015

Am späten Vormittag kommt Mali vorbei und bringt Sabai mit. Sabai ist eine Hündin, die Sigi aus Plutaluang geholt hat und die seither bei Mali untergekommen ist. Sigi möchte, dass ich mich nun um Sabai kümmere. Sabai ist ein ganz liebenswerter, lebendiger Hund, der sogleich Zutrauen zu mir fasst und zunächst einmal keine Anpassungsschwierigkeiten zu haben scheint. 

Am frühen Nachmittag kommt Klaus und bringt Peter mit, der für einige Monate Urlaub im schönen Pattaya macht. Peter ist ein FB Freund und hat durch seinen Kontakt zu Sigi zu mir gefunden. 

Sabai macht bis zum frühen Abend keine Probleme und lässt ganz souverän gelegentliche Anbellereien von Coco, Nina und Maisha an sich abperlen. Am Abend nehme ich sie mit ins Haus, damit sie sich weiter an mich gewöhnen kann. Sabai ist ganz aufgekratzt und lässt mich kaum am Computer arbeiten. Mit Snow, die auch im Haus ist, weil sie eine Verletzung am Auge hat, und mit Leila hat sie keine Probleme. Sabai ist offensichtlich sehr menschbezogen, denn ihr Fokus bin ich.

Freitag, 18. Dezember 2015

Am frühen Nachmittag treffe ich mich mit Karin, Klaus, Joseph, Sylvia und Christine an der Regent School und wir fahren zu dem Haus, das Karin für Khun Bua angemietet hat, damit er dort ihre Hunde, die sie nicht mit in die Schweiz mitnehmen kann, versorgen kann. Es sind insgesamt 23 Hunde die Bua nun in Obhut hat und er wohnt auch in dem Haus. 

Von dort aus fahre ich weiter, um meine Autoversicherung für ein weiteres Jahr zu verlängern. Anschließend muss ich nochmal in die Werkstatt, um mir einen neuen Seitenspiegel anbringen zu lassen. 

Nachdem das erledigt ist, fahre ich nach Baan Amphur und liefere 20 kg Reis bei Ba Bät ab und versorge dann die Hunde an der Vorhalle. Wir machen unseren Strandspaziergang bei dem auch Nacho wieder dabei ist. Nema bleibt wie immer zurück und Satya gesellt sich zu uns von der Sala, an der sie normalerweise liegt. 

Im Haus zurück werden die Hunde gefüttert, die Schalen danach eingesammelt und ausgewaschen. So geht wieder ein langer Tag zu Ende.

Donnerstag, 17. Dezember 2015

Da ich mir nun schließlich Rudis Macho Blödsinn nicht mehr länger anschauen will, schnappe ich ihn mir und verfrachte ihn in die Box. Während ich im Garten arbeitete, hatte ich ihn in den Bereich gesperrt, in dem Skinny und Nadia liegen, aber er ist einfach über die Mauer gesprungen und trieb weiter seine Spielchen. 

Um zehn Uhr muss ich Amporn abholen und so kann ich Rudi auf dem Wege beim Best ausladen. Ivermectin kann ich ihm geben wenn ich in der Stadt bin und einmal die Woche kann ich ihn zum Baden ins Haus holen. 

Kurz nachdem wir wieder zu Hause sind, kommt Josie wie verabredet. Sie bringt eine Bekannte mit. Ich habe die 200 kg Trockenfutter und die 48 Dosen Nassfutter hübsch aufgebaut und Josie macht Fotos, die sie ihrer Familie zeigen will. 

Anton ist sichtlich erleichtert, dass Rudi nun weg ist und die Gesamtlage hat sich auch deutlich beruhigt, wenn auch nun Yaya seine Chance wittert wieder mehr ins Geschehen einzugreifen. Mom macht sich ganz gut, wenn er auch wohl ein wenig Heimweh hat. Als Amporn ging stand er ganz traurig am Tor. Silver macht erstaunliche Fortschritte. Ihr Fell wächst schon wieder nach und sie hat auch viel mehr Energie. Sie liegt nun zuweilen noch auf der Terrasse aber wechselt auch in den Hof oder buddelt im Sand. Die Welpen sind nicht mehr so aggressiv zueinander. Zuweilen artet ihre Spielerei etwas aus aber sie hören nun auf mich und lassen dann voneinander ab. Von ihren Beißereien haben alle ziemliche Narben davongetragen. Ich hoffe, dass die sich noch auswachsen werden.

Mittwoch, 16. Dezember 2015

Um halb zehn kommt Rhonda. Nachdem sie sich ein wenig mit allen Hunden beschäftigt hat, weise ich sie in die Zeckenarbeit ein. Ich zeige ihr an Enya wie ich den ganzen Körper des Welpen systematisch untersuche, die Zecken mit einer Pinzette entferne und anschließend die Ohren mit Essigwasser säubere. 

Danach lasse ich Rhonda allein, da ich vor zwölf Uhr im Memorial Hospital sein muss. Die Hautärztin schließt Krätze aus und stellt stattdessen eine allergische Reaktion fest. Ich bekomme eine Lotion, spezielle Seife und Tabletten verordnet. 

Wieder zurück im Haus hat Rhonda bereits die Welpen sowie Coco verarbeitet und ist gerade mit Lucy Song dran. Probleme hat es keine gegeben. Am frühen Nachmittag fährt Rhonda und verspricht am Montag wiederzukommen. 

Der Abend wird stressig, denn auf dem Nachbargrundstück wird eine Geburtstagsfeier zelebriert. Wie bei Thais so üblich lassen sie alle Anwohner im Umkreis von zwei Kilometern daran teilhaben und ich muss befürchten, dass die Schalldruckwellen meine Küchenfensterscheiben herausdrücken. Den größten Stress aber haben wohl die Hunde, die das ohrenbetäubende Crescendo stundenlang anbellen. Nachdem ein paar Besoffene noch ein schräges Ständchen dargebracht haben, kehrt dann endlich um ein Uhr wieder Ruhe ein.

Dienstag, 15. Dezember 2015

Während ich im Haus die Medikamentenvergabe vorbereite höre, ich das verzweifelte Schreien eines Welpen. Nousha hat es geschafft ihr Köpfchen durch das Gitter einer massiven Eisentür zu stecken und bekommt es nicht wieder heraus. Glücklicherweise habe ich in der Küche eine Brechstange und so hebele ich die Gitterstäbe ein wenig auseinander und Nousha ist erlöst. 

Ich habe seit einigen Tagen heftig juckende Ausschläge am Bauch, den Armen und am Rücken. Ich bin es ja gewohnt jeden Tag mehrfach von Moskitos gestochen zu werden und kann mich schon gar nicht mehr erinnern wie es ist keinen Juckreiz zu verspüren aber dieser Juckreiz ist von einer anderen Qualität. Es kann sein, dass ich mir Krätze eingefangen habe. Verwunderlich wäre das nicht, da Krätze beim Menschen dasselbe ist wie Räude beim Hund. Ein starkes Immunsystem wehrt die Milbenattacken spurlos ab, aber mein Immunsystem ist offensichtlich momentan nicht das Allerstärkste, was auf den unterschwelligen Dauerstress zurückzuführen ist. 

Da seit Tagen keine wesentliche Besserung zu beobachten ist, entschließe ich mich mal einen Dermatologen aufzusuchen. Ich klappere drei Krankenhäuser ab, aber ein Dermatologe ist nicht aufzutreiben. Hautkrankheiten scheinen in Thailand relativ unbekannt zu sein, denn ich erfahre im Banglamung Hospital, dass ein Hautarzt dort nur wenige Stunden pro Woche praktiziert, im Memorial Hospital immerhin dreimal die Woche jeweils drei Stunden und im neuen Pattaya City Hospital gibt es überhaupt keinen Dermatologen. Morgen soll im Memorial ein Hautarzt von 9 bis 12 dienstbereit sein. Mal sehen ob ich es einrichten kann ihn aufzusuchen. 

Um zwei Uhr bin ich mal wieder bei Nissan. Mein altes Auto benötigt eine neue Zündeinstellung, die Batterie ist schwach auf der Brust und beim Einschlagen des Lenkrades höre ich ein schleifendes Geräusch. Die Reparatur dauert eine Stunde und ist zu meiner Überraschung kostenlos. 

Anschließend fahre ich zum Makro um günstig 48 Dosen Nassfutter einzukaufen, die Josies Familie mir zusammen mit 200 kg Trockenfutter spendiert hat, die ich im Snoop Dog Futterhandel erstehe. 

Umringt von der Hundeschar, in die sich nun auch Mom gesellt, verfrachte ich die Futterspende im Vorratsraum. Danach verteile ich Trockenfutter. Heute Abend sind die Hunde ausgesprochen hungrig und ich muss schauen, dass alle etwas abbekommen und deshalb gibt es Nachschlag. Rudi und Anton vertragen sich anscheinend etwas besser, dafür erhöhen die Welpen bei ihren wilden Spielen den Lärmpegel. Sie hören aber mittlerweile etwas besser auf mich und es kommt auch nicht mehr vor, dass sie sich ineinander verbeißen. Trotzdem kommt es bei ihnen regelmäßig zu Bisswunden. Hakim hat ein ziemlich tiefes Loch an seiner Kopfseite, das ich regelmäßig mit Jod beträufele. Glücklicherweise heilen all solche Wunden bei Welpen recht gut von selbst.

Montag, 14. Dezember 2015

Die Hunde schmeißen mich mit ihrem spielerischen Gebell schon um kurz nach Tagesanbruch aus dem Bett. Da sie sich abends erheblich früher zur Ruhe begeben als ich, sind sie zuweilen auch schon mal kurz nach Mitternacht aktiv bis ich sie zur Ordnung rufe, und dann spätestens wenn der Morgen graut. Wenn ich aus der Tür trete bestürmen sie mich, als hätten sie mich wochenlang nicht gesehen. Sobald ich aber Schaufel und Kehrblech in die Hand nehme, widmen sie sich wieder ihren gelegentlich wilden Spielen. 

Das Einsammeln des Hundekots und des Fallobstes dauert mehr als eine Stunde. Danach fege ich den Hof und spritze ihn ab. Anschließend sprenge ich den Grasbereich und säubere die beiden Terrassen. Zweimal die Woche muss ich den Grasbereich vom Laub befreien. Wenn Hof und Garten wieder in annehmbarem Zustand sind, fülle ich etwa 30 Schalen mit Trockenfutter und verteile sie so, dass jeder Hund Zugang zu ihnen hat. Sobald alle Hunde satt sind, sammele ich die Schalen wieder ein und wasche sie aus. Danach ist die Medikamentenvergabe dran und das Katzenklo muss auch noch gesäubert werden. All diese Arbeiten nehmen etwa vier Stunden in Anspruch. Die Hunde sind dabei die gesamte Zeit um mich herum, wühlen im Sand, tollen im Gras umher oder jagen über den Hof. In diesen Stunden habe ich auch immer den intensivsten Kontakt zu ihnen und kann ihr Verhalten korrigieren, wenn das notwendig ist. 

Ich sehe, dass Mom seinen Beobachterstatus aufgegeben hat, sich aktiv unter die Meute mischt und sogar mit Amy spielt. Silver verlässt die Terrasse um ihr Geschäft zu machen und kehrt an ihren Platz zurück. Rudi und Anton setzen ihre Machospielchen fort. Sollte sich das nicht in den kommenden Tagen geben, muss ich Rudi wieder zum Best zurückbringen und versuchen ihn dort so gut als möglich zu behandeln. So gegen elf Uhr nehmen die Hunde normalerweise ihr Nickerchen und ich kann frühstücken.

Heute allerdings haben sich Annie und Rhonda für elf Uhr angesagt und so fallen Nickerchen und Frühstück erstmal aus. Rhonda will sich erkundigen, ob sie sich vorstellen kann mir gelegentlich bei der Arbeit zu helfen. Alle meine Hunde sind ja sehr freundlich und viele ausgesprochen kontaktfreudig. Rhonda bekommt auch sofort einen guten Draht zu einigen von ihnen und nachdem wir uns zusammengesetzt haben, erklärt sie sich bereit, zweimal die Woche vorbeizukommen, um mir ein wenig zur Hand zu gehen. Rhonda sagt, dass sie gern Zecken puhlt. Da findet sie hier ein reiches Betätigungsfeld vor.

Nachdem Annie und Rhonda gegangen sind, suchen sich die Hunde ihre Plätze um sich zur Ruhe zu begeben. Ich hole mein Frühstück nach und setze mich dann an den Computer um meine Berichte zu schreiben, die Abrechnung zu machen, den Blog zu aktualisieren, sowie Emails und FB messages zu beantworten. Am Spätnachmittag suche ich das Gelände nochmal nach Kot ab, entsorge den Abfall, der sich durch die Gartenarbeiten angesammelt hat, und verteile danach erneut Trockenfutter und säubere die Schalen. Gegen neunzehn Uhr hören dann die Welpen schließlich damit auf Krawall zu machen und alle Hunde begeben sich zur Nachtruhe. Mit diesem Bericht ist dann auch im Wesentlichen meine tägliche Routine umschrieben.

Sonntag, 13. Dezember 2015

Silver hat die Nacht problemlos auf der Terrasse verbracht. Sie ist ja eine ganz liebe und versucht sich so gut es geht einzurichten. Silver wird von den anderen Hunden, die nachts auf der großen Terrasse liegen, akzeptiert. Mom scheint sich nun im Sandbereich eingerichtet zu haben. Er schaut dem bunten Treiben gelassen zu und scheint mit seiner Umsiedlung gut klarzukommen. Sicher hilft es ihm, dass er mich schon jahrelang kennt. 

Nachdem ich meine Garten- und Hofarbeiten beendet habe, füttere ich die hungrige Meute. Da es unmöglich ist, 30 mit Reisfutter gefüllte Schalen gleichzeitig zu verteilen, gibt es natürlich Chaos und Keiferei. Ich versuche die Welpen zuerst zu bedienen, aber einige der großen Hunde sind genauso gierig und so wird kräftig um die Schalen gerangelt. Silver guckt sich die Sache nur an und da ich ihr auch etwas zukommen lassen möchte, trage ich sie in den Vorratsraum und füttere sie dort. Schließlich bin ich ziemlich sicher, dass alle etwas abbekommen haben und lege noch etwas Trockenfutter aus für die, die zu kurz gekommen sein könnten.

Am Nachmittag nehme ich mir wieder die Welpen vor und untersuche sie nach Zecken. Es entwickeln sich alle gut; sie werden noch von Mum gestillt. Ich habe ihnen bereits Namen gegeben; die Rüden habe ich Amal, Hakim und Torro genannt und die Hündinnen Enya, Binda, Nousha und Emma. Amal und Hakim sind von weißer Farbe und ähnlich groß, der braune Torro ist erheblich kleiner. Nousha, Enya und Emma sind auch von weißer Farbe. Nousha und Emma sind fast so groß wie Amal und Harkim, Enya ist kleiner und von etwa gleicher Größe wie Torro und Binda, die auch von brauner Farbe ist. 

Den ganzen Nachmittag giften sich Anton und Rudi an bis mir der Geduldsfaden reißt und ich mit der Kette schmeißen muss. Danach ist Ruhe im Karton. Wenn ich diese Spielereien zwischen den beiden nicht unterbinde übertragen sich die Aggressionen auf die anderen Hunde und dann ist es schwer wieder Ordnung in den Laden zu kriegen. 

Die Trockenfutterverteilung am Abend läuft wieder halbwegs zivilisiert ab. Die Welpen balgen sich noch eine halbe Stunde und dann kehrt endlich Ruhe ein.

Samstag, 12. Dezember 2015

Morgens schaue ich als Erstes nach Silver und Mom. Silver liegt noch am Tor und hat sich unter Büsche verzogen. Ich nehme sie auf und trage sie auf die Terrasse, auf der sie bei ihrem letzten Aufenthalt bei uns immer gelegen hat. Sie richtet sich dort auch sofort ein. Mom hat sich vom Tor wegbewegt und hält sich im Sandbereich auf. Er ist ja einer von der ganz ruhigen und freundlichen Sorte und wird von den anderen Hunden in Ruhe gelassen. Dabei hilft ihm sicher, dass er ausgesprochen wohlgenährt ist. Sein gelähmter Vorderlauf ist ihm keine Behinderung. Ich kenne ihn auch nur dreibeinig laufen. 

Rudi hätte an sich auch keine Schwierigkeiten sich wieder einzugewöhnen, würde ihn Anton nicht ständig stellen und anknurren. Es kommt zu keiner Beißerei, aber nur weil Rudi ausgesprochen geduldig mit Anton ist. Ich glaube, Anton fürchtet um seine vermeintliche Vorzugsbehandlung, denn er ist ziemlich auf mich fixiert. Er kann es vertragen, wenn ich mich den anderen Hunden zuwende, aber bei Rudi akzeptiert er das nicht. Sicher geht es auch um das Streben nach Dominanz unter den Rüden. Arnie wehrt sich nur wenn er angegriffen wird und Yaya ist von mir zurückgestutzt worden, da er zu frech geworden war. Yoshi und Yobo halten sich aus Dominanzkämpfen heraus so gut es geht. So steht Anton also nur noch Rudi im Wege und deswegen arbeitet er sich an ihm ab. Vorbei wird er aber an ihm nicht kommen.

Nach der Trockenfutterverteilung bekommt Maisha Doxycyclin, Lucy weiterhin ein leberunterstützendes Medikament und bei Rudi und Silver beginne ich heute  mit der Vergabe von flüssigem Ivermectin. Enya wird weiterhin gegen Ringwurm behandelt. Glücklicherweise ist sie die Einzige, die infiziert wurde. Es kann sein, dass ihr Immunsystem nicht stark genug war, um die Infektion abzuwehren. Mittags bade ich Silver und Rudi mit Malaseb. Beide haben diese Prozedur früher ja schon öfter über sich ergehen lassen müssen und machen mir keine Schwierigkeiten. 

Am Nachmittag koche ich Reis und Leber für morgen. Ich bereite dieses Mal die doppelte Menge zu. Die Welpen sind nun größer und ich habe ja nun 38 Hunde bei mir. Mom kommt schon zum Küchenvorbereich und trinkt aus dem Wasserbecken. Silver ist auf der Terrasse geblieben. Bei der abendlichen Futterverteilung muss ich allerdings darauf achten, dass auch sie etwas bekommt. Mom bringe ich seine Ration in den Sandbereich.

Freitag, 11. Dezember 2015

Nachdem ich mich wieder meiner geliebten, mehrstündigen Hof- und Gartenarbeit gewidmet habe und Futter sowie Medikamente verteilt habe, schnappe ich mir Nema und Nacho und verfrachte sie in Box und Käfig. Ich habe mich entschieden Nacho anstatt von Jira wieder zum Wat zurückzubringen, da ich Jira noch einige Male baden möchte und Nacho sich zunehmend an Dominanzkämpfen beteiligt. Da ich heute noch zwei weitere Rüden aufnehme, habe ich somit einen Konfliktfaktor weniger in der Meute. 

Auf dem Wege zum Tempel halte ich in Tongklom und verabreiche Gati Ivermectin. Zwei Schachteln gebe ich einer Frau, die zu Hause räudige Hunde hat. Nema und Nacho finden sich an der Vorhalle natürlich sofort zurecht und scheinen sich zu freuen wieder zurück zu sein. Nacho begleitet uns auch auf unserem Strandgang; Nema bleibt wie zuvor auch schon immer an der Vorhalle zurück. Da sich alle Hunde gut kennen, gibt es keine Konflikte. Nacho legt sich ein wenig mit Scottie an, aber das sehe ich positiv, denn es zeigt mir, dass er seinen Underdog Status nicht mehr einnehmen will. 

Auf dem Weg zurück in die Stadt halte ich an der Thepprasit Road. Ich gebe dem Rüden Ivermectin und lade Silver ein. Danach fahre ich zu den Hunden an der Pattaya Mail, um zu sehen ob Yukas Wunde gut vernarbt ist. Das ist der Fall. Bei einem ihrer Brüder stelle ich eine Verhärtung am Nacken fest. Ich werde ihn Dr. Sam vorstellen, sobald der zurück ist. 

Weiter geht es zum Best. Ich treffe Rudi an und lade auch ihn ein. Rudi und Silver sind ja beide schon im Haus Mabprachan gewesen und so habe ich keine Schwierigkeiten sie durchs Tor zu kriegen. Zuerst ist Rudi dran, der ja die Ruhe weg hat und sich von der Meute nicht beeindrucken lässt. Interessanterweise scheint ihn Arnie, der ihn ja nicht kennt, zu akzeptieren. Yaya ist mit Rudi befreundet und freut sich ihn zu wieder zu sehen. Anton allerdings bellt Rudi dauerhaft an. Wenn ich ihn zur Ordnung rufe, springt er an mir hoch und wenn ich mich wieder Rudi zuwende, bellt er den an. Rudi lässt sich allerdings von Antons Gehabe nicht beeindrucken und geht seiner Wege. 

Silver ist von den vielen neuen Hunden eingeschüchtert. Sie hatte sich ja bei ihrem letzten Aufenthalt hier recht gut mit allen vertragen. Nun aber verkriecht sie sich hinter einer Palme. Belästigt allerdings wird sie nicht. 

Nachdem ich die Hunde gefüttert habe, ruft mich Amporn an und bittet mich Mom abzuholen. Wir finden ihn auch nach einiger Suche in einem Gewirr von Stahlträgern liegen und ich nehme ihn auf und trage ihn in den Käfig. Auch Mom bekomme ich ohne Probleme durchs Tor nachdem ich die Meute beruhigt habe. Zuvor muss ich mir aber ansehen wie Rudi mit Anton die Geduld verliert und ihn verprügelt. Dass das so kommen würde hatte ich Anton prophezeit, aber er wollte mir nicht glauben. Passiert ist nichts und hoffentlich merkt sich Anton die Lektion. 

Später am Abend mache ich noch eine Runde durchs Gelände, um nach Silver und Mom zu sehen. Beide halten sich in der Nähe des Tores auf, werden sich aber morgen wohl unter die anderen Hunde mischen. Das hat Rudi bereits getan.

Donnerstag, 10. Dezember 2015

Am späten Vormittag hole ich Amporn wieder für die Hausreinigung ab. Sie sorgt für Mom, einen Rüden, den ich seit Jahren vom Pattaya Bazaar her kenne. Mom hat, solange Amporn einen Marktstand am Pattaya Bazaar hatte, bei ihr gelebt und war sehr beliebt auch bei den anderen Marktleuten. Der Pattaya Bazaar wird zur Zeit komplet abgerissen und macht wohl Platz für ein Hotel. Mom kann deswegen nicht mehr dort bleiben und Amporn kann ihn nicht zu sich nehmen, da sie schon mehrere Katzen in ihrem kleinen Häuschen hat. Da Mom Teil meiner großen Hundefamilie ist, nehme ich ihn natürlich auf wenn er nicht woanders bleiben kann. 

Weil Silver und Rudi auch noch zumindest vorübergehend einquartiert werden müssen, wird es allmählich eng bei uns und deswegen überlege ich Jira und Nema, die sich gut erholt hat, wieder zum Tempel zurückzubringen. Ich werde in den kommenden Tagen wohl auch Yoshi und Nacho zurückbringen. Ich hatte die beiden ja nur zur Therapie da und sie sind dann geblieben. Vielleicht kann ich auch Arnie wieder auslagern. Das muss allerdings der kommende Bluttest zeigen. 

Arnie hat sich ja mit seiner Blindheit überraschend gut arrangiert und erweist sich als zunehmend dominant. Heute Morgen musste ich ihn, Yaya, Yoshi und Anton voneinander trennen, da sie recht kräftig aufeinander losgingen. Wenn Mom und Rudi noch dazu kommen, kann die Lage leicht unübersichtlich werden. 

Am frühen Nachmittag besucht mich Gerhard. Er lebt in Deutschland und überwintert seit vielen Jahren in Thailand. Wir kennen uns schon lange, er war auch schon im Naklua Haus und kennt etliche meiner Hunde. Gerhard schaut mir dabei zu wie ich die Welpen, Coco, Prana und Jira entzecke und beschäftigt sich dann mit den großen Hunden während ich Jira und Prana bade und Arnie eine Infusion gebe. Am frühen Abend fahre ich Amporn und Gerhard wieder zurück in die Stadt.

Mittwoch, 9. Dezember 2015

Heute Vormittag kommt die Tierärztin, die Anton zuvor behandelt hatte, um ihm für einen Titertest Blut abzunehmen. Anton ist ja sehr zutraulich zu mir und so lässt er sich willig in der Küche eine Maulschlaufe umlegen und er bleibt auch ganz ruhig bei der Blutabnahme. 

Damit die Folge meiner täglichen Katastrophen keine Unterbrechung erlebt, bricht mir beim Abspritzen des Hofes der Wasserhahn ab und ich brauche eine Weile, bis ich den Schaden provisorisch behoben habe. Zur vollständigen Reparatur muss ich mir neue Rohrleitungsteile besorgen, da das gebrochene Rohr auch noch zwei andere Hähne versorgt. Dafür muss ich erstmal Zeit finden. 

Am Nachmittag besucht mich John. Er lebt in Pattaya und Goa und kümmert sich hier und in Indien um Straßenhunde. Der Kontakt ist durch meinen Vortrag im Expat Club zustande gekommen. John hat in Indien einige gut wirkende Medikamente entdeckt, die in Thailand nicht zu bekommen sind. Er schwört auf ein Shampoo mit dem er wie er sagt, auch Demodex Räude heilen kann. Natürlich bin ich daran interessiert und John wird mir von seiner nächsten Reise einige Flaschen mitbringen.

Dienstag, 8. Dezember 2015

Ich habe viel im Garten zu tun. Es scheint so etwas wie Herbst zu sein, denn die Blätter fallen und auch Hunderte von Chompu (Rosenapfel) Früchte fallen täglich vom Baum. Bevor ich damit beginne streue ich schon mal etwas Trockenfutter aus, damit die Welpen ihren ersten Hunger stillen können. 

Nachdem ich mit der Gartenarbeit fertig bin, verteile ich Reisfutter. Der Zuspruch ist überwältigend und ich muss etliche Male die Hunde zur Ordnung rufen. Wenn ich die doppelte Menge verteilen würde, wäre die auch im Nu vernichtet. 

Mittags verlade ich die Welpen und fahre mit ihnen zu Dr. Praew. Dort erhalten sie die zweite Impfung. Meine unterschwellige Sorge, dass sich die Welpen vielleicht durch eventuell Parvo verseuchtes Erdreich infizieren, lässt allmählich nach. Alle Welpen sind sehr lebhaft und zeigen absolut keine Anzeichen von einer Infektion. Richtig entspannen kann ich allerdings erst zwei Wochen nach der dritten Impfung, wenn die Welpen dann auch schon drei Monate alt sind. 

Am Nachmittag habe ich einen wichtigen Termin in der Stadt, der ausnahmsweise mal nichts mit Hunden zu tun hat. Ich komme nach Einbruch der Dunkelheit zurück, füttere die Hunde erneut und behandele Enya, die solange im Haus bleibt bis die Salbe eingezogen ist.

Montag, 7. Dezember 2015

Am frühen Nachmittag kommen uns Sascha und Lena besuchen und bringen den Hunden drei Sack Trockenfutter mit. Ich habe sie durch meinen früheren Job kennengelernt und da sie auch Tierliebhaber sind, zu uns eingeladen.

Am Spätnachmittag fahre ich nach Jomtien, um Harald zu treffen. Wir wollen Jacky zu Dr. Kwanchai bringen, um zu erfahren wie sein gegenwärtiger Zustand ist, und ob weiter behandelt werden muss. Dr. Kwanchai ist erfreut zu sehen, dass sich der Tumor nicht weiter durch den oberen Gaumen durchgefressen hat. Er empfiehlt eine letzte Chemoinfusion, die Jacky auch sofort erhält. Jackys Fellzustand hat sich ebenfalls gebessert. Er erhält noch einmal eine Ivermectininjektion. Die Doxikur soll kompletiert werden und dann soll Jacky nochmal in einigen Wochen vorgestellt werden. Ich gebe Harald zwei Schachteln Ivermectintabletten, die entsprechend dosiert für fünf Wochen gut sind.

Auf dem Rückweg schaue ich bei den Hunden an der Thepprasit Road vorbei und verteile Ivermectin. Silvers Zustand hat sich wieder verschlechtert und so werde ich sie, wie auch Rudi, wieder für einige Zeit zu mir nehmen müssen.

Sonntag, 6. Dezember 2015

Am Vormittag suche ich die Welpen wieder nach Zecken ab. Nun untersuche ich sie ja jeden Tag und finde immer noch einige in den Pfoten. Einige der großen Hunde sind danach dran. Enya behandele ich morgens und abends und die befallenen Stellen sehen besser aus. 

Am frühen Nachmittag steht Ui vor dem Tor. Offenbar hat sie die Sehnsucht nach den Hunden hergetrieben. Sie bleibt für zwei Stunden und beschäftigt sich mit ihnen. Ui fragt mich, ob sie einmal die Woche die Hunde besuchen kommen darf. Natürlich habe ich nichts dagegen solange sie nicht im Haus ist. Ihre Klamotten wird sie dann wohl Ende des Monats abholen, sagt sie zumindest.

Samstag, 5. Dezember 2015

Nachdem ich die morgendliche Routine absolviert habe, nehme ich mir wieder die Welpen vor, sowie Buffy, Lina, Jori, Lady, Nacho, Anton, Yaya, Flake und Selina. Eigentlich mache ich diese Arbeit ganz gern. Ich nehme die Hunde mit ins Haus, setze mich in einen Sessel an einem Tisch auf dem zwei Schälchen mit Essigwasser stehen. Ich setze mir die Hunde auf den Schoß, was bei den großen Hunden wie Lady und Jori zuweilen einem Ringkampf gleicht, und puhle ihnen mit einer Pinzette die Zecken aus Pfoten und Ohren. Anschließend reinige ich die Ohren mit einem in Essigwasser getränkte Wattebäuschchen. Die meisten Hunde mögen das und halten ganz still. Trotzdem sind sie erleichtert, wenn die gesamte Prozedur vorüber ist.

Am Nachmittag fahre ich zu Wan Song und Em und liefere je einen Sack Trockenfutter ab. Priao Wan ziehe ich die Fäden. Sie wird ganz liebevoll von ihrer neuen Pflegemutter versorgt. 

Anschließend fahre ich zum Best und treffe dort Rudi an. Ich gebe ihm 24 mg Ivermectin. Sein Fellzustand hat sich wieder verschlechtert. Ich werde ihn wohl wieder eine Weile zu mir nehmen müssen, damit er in kürzeren Abständen Flüssigivermectin bekommen kann. Allerdings weiß ich nicht, ob er sich mit Arnie und Anton, die er ja nicht kennt, vertragen wird.

Freitag, 4. Dezember 2015

Die heutige Morgenarbeit verrichte ich im Nieselregen. Den Hunden macht der Regen ja nichts aus und so laufen sie umher, spielen miteinander, balgen sich, und zuweilen fetzen sie sich auch so, dass ich sie zur Ordnung rufen muss. Die Welpen haben nun das gesamte Gelände für sich erobert. Ich sehe heute zum ersten Mal, dass sie Löcher buddeln. 

Mum stillt sie immer noch aber den Hauptteil ihrer Nahrung nehmen sie über Trockenfutter auf. Da es bei der Reisfutterverteilung leicht mal zu Reibereien kommt, nehme ich Mum und die Welpen in die Küche und lasse sie dort in Ruhe den Reis fressen. Anschließend sind die Snow, Lucy Song, Nina und Rocco an der Reihe. Danach füttere ich die großen Hunde und verteile die Medikamente. Enya wird versorgt und danach kann ich dann auch mal frühstücken. 

Am Nachmittag bekommt Arnie eine Infusion und danach Rippchen. Er hat deutlich zugelegt; ob sich seine Nierenwerte normalisiert haben wird der nächste Bluttest zeigen. Nach Arnie ist die Zeckensuche bei den Welpen dran. Da ich sie nun täglich untersuche, finde ich nur einige wenige. Anschließend nehme ich mir Rocco, Lucy Song, Nina, Snow, Nura und Bunnie vor. Ich gehe davon aus, dass die Ivermectinvergabe ihre Wirkung tut, denn der Zeckenbefall ist moderat. Die Ohren allerdings müssen bei allen Hunden einer gründlichen Reinigung unterzogen werden.

Donnerstag, 3. Dezember 2015

Für den Morgen hat sich Ahmed angesagt. Er lebt seit zwei Jahren in Pattaya und sucht noch eine Nebenbeschäftigung. Ich brauche ja eine Hilfe, weiß aber nicht ob ihm das, was ich ihm anbieten kann, zusagt. 

Bei der täglichen Zeckensuche an den Welpen stelle ich nun mit ziemlicher Sicherheit fest, dass keiner der anderen Welpen von Pilzen befallen ist. Enya, so habe ich den weiblichen Welpen genannt, wird von mir morgens und abends mit einer Lösung sowie einer Creme behandelt. Maisha, Lucy Song und Anton erhalten ebenfalls weiter ihre Medikamente. 

Am Nachmittag muss ich die Hunde allein lassen, da ich jemand treffen muss. Außerdem muss ich mal wieder zum Makro. Ich kaufe dort Leber, eingefrorenes Hundefutter und Rippchen ein. Ich will den Hunden von morgen an wieder zweimal die Woche Reisfutter geben.

Mittwoch, 2. Dezember 2015

Damit es nicht langweilig wird habe ich einen neuen Patienten. Einer der Welpen, der mit dem vormals entzündeten Auge, hat augenscheinlich eine Ringwurminfektion. Das ist eine Pilzinfektion, die ich bei Welpen häufig beobachtet habe und die sonst immer ohne Behandlung verschwunden ist. Bei diesem Welpen muss ich wohl aber von einem behandlungsbedürftigen Befall ausgehen. 

Deshalb nehme ich ihn mit nach Huay Yai wo ich I Daeng und Nong Da zur vorläufig letzten Chemoinfusion abhole. Ich will den Welpen Dr. Praew vorstellen. Die Chemotherapiebehandlung läuft wieder komplikationslos ab und nachdem ich die Hunde zum letzten Mal abgeliefert habe, fahre ich zur Dr. Praew Klinik. Der Welpe wird behandelt und Dr. Praew gibt mir eine pilztötende Lösung mit, die ich zweimal täglich auftragen muss. Da Ringwurm ansteckend ist, muss der Welpe separiert werden. Eigentlich wollte ich ja keine Hunde mehr im Haus haben, aber nun muss der Welpe doch bei mir bleiben. 

Es ist übrigens derjenige, der sich am unvorteilhaftesten bei den Beißereien hervorgetan hat. Im Auto aber hat er schon die ganze Zeit auf meinem Schoß gelegen und im Haus ist er auch wieder ganz klein und lieb. Ich lasse ihn für kurze Zeit nach draußen um Muttermilch zu tanken, damit sein Immunsystem weiter gestärkt wird. Es kann sein, dass es durch die Augenentzündung und/oder die Behandlung der Entzündung geschwächt worden ist. Bisher habe ich bei den anderen Welpen keine Symptome feststellen können. Da ich sie sowieso jeden Tag auf Zeckenbefall untersuchen muss, kann ich sofort erste Anzeichen ausmachen.

Dienstag, 1. Dezember 2015

Lucy war die vergangene Nacht draußen und hat auch nicht mehr geheult. Wenn ich morgens aus der Tür gehe, bestürmen mich die Hunde und nun auch die Welpen, sodass ich kaum treten kann. Ich fülle einen großen Bottich mit Wasser, sodass die Hunde sich abkühlen können. Recht praktisch erweist der sich auch, dass wenn zwei Welpen sich ineinander verbeißen, was immer noch mal vorkommt, ich sie als Pärchen ins Wasser werfen kann. Die Wirkung ist augenblicklich und hoffentlich auch auf Dauer. Die Welpen sind nun schon so groß, dass sie mühelos allein aus dem Bottich krabbeln können. 

Mittags habe ich in Sri Racha zu tun. Als ich wiederkomme stillt Mum gerade die Welpen. Ich gebe ihnen nun auch zwischendurch Trockenfutter, denn sie haben eigentlich immer Hunger. Dadurch, dass sie größer werden und sich nicht mehr nur untereinander beschäftigen, sondern auch die größeren Hunde als Spielgefährten entdecken, ergeben sich in der Meute neue Konstellationen. Auch Anton macht natürlich seinen Einfluss geltend und ich muss ihn schon mal zur Ordnung rufen. Arnie findet trotz seiner Erblindung allmählich wieder zu seiner gewohnten Rolle zurück. Er ist zwar meistens allein unterwegs oder liegt mit Isi auf der kleinen Terrasse, lässt sich aber von den anderen Rüden nichts bieten. Das mussten Nacho, Yobo, Yaya und auch Anton schon mal erfahren.  

Maisha macht mir ein wenig Sorgen, sie, die sonst immer sehr frech war, liegt meistens etwas gedrückt in einer Ecke. Es kann sein, dass sie mal Prügel bezogen hat als ich nicht da war. Ich untersuche ihren Gaumen und der ist ein wenig gräulich. Deswegen beginne ich bei ihr mit einer Doxicyclinkur. Die Kur für Rika und Ryo ist beendet. Rika hat sechs Wochen lang täglich Doxi bekommen und Ryo vier Wochen lang. Lucy bekommt weiterhin ihre blutstärkenden Tabletten und für einige Tage ein Antidurchfallmittel. Anton ist bis auf Weiteres auf Doxi, sowie blut- und leberstärkenden Tabletten.

Montag, 30. November 2015

Habe mich etwas zu früh gefreut. In der Nacht fängt Lucy an zu heulen und so nehme ich sie mit zu mir ins Haus. Ich lasse sie bei mir im Zimmer schlafen. Um vier Uhr morgens wache ich durch einen unangenehmen Geruch auf und stelle fest, dass Lucy einen sehr flüssigen Kot hinterlassen hat. Ich säubere den Fußboden und trage Lucy hinaus. Sie weint wieder ein wenig, aber es hält sich in Grenzen. Am Morgen verabreiche ich Lucy ein durchfalllinderndes Mittel. Sie verhält sich weiterhin normal und frisst auch. 

Da ich heute Vormittag zur Straßenverkehrsbehörde wegen der Erneuerung meiner Führerscheine muss, und da Jacky mit seiner wöchentlichen Chemoinfusion dran ist, bitte ich Harald den Job zu übernehmen. Da Dr. Sam nicht da ist, müsste die Behandlung bei Dr. Kwanchai stattfinden, dessen Klinik nicht weit von Jackys Liegeplatz entfernt ist. 

Am Nachmittag habe ich endlich meine Führerscheine und fahre nach Tongklom, nachdem ich die Hunde gefüttert habe. Gati bekommt 24 mg Ivermectin und eine Schachtel gebe ich einer Frau, deren Hunde ebenfalls räudig sind. Ich fahre weiter nach Baan Amphur und liefere Reis und Geld bei Ba Bät ab. Den Hunden an der Vorhalle geht es gut und erfreulicherweise hat sich auch ein Fellproblem bei Asa von selbst gelöst. 

Auf dem Weg zurück halte ich an der Thepprasit Road. Soweit ich in der Dunkelheit sehen kann, geht es Silver wieder schlechter. Ich gebe ihr, Malee und dem Rüden Ivermectin. Möglicherweise muss ich Silver wieder für eine Zeitlang zu mir nehmen.

Sonntag, 29. November 2015

Als ich gerade nach der Erledigung meiner morgendlichen Arbeiten beim Frühstücken bin schlagen die Hunde an, und ich sehe einen Thai vor dem Tor stehen. Er fragt mich, ob er die jungen Kokosnüsse schlagen könne und erkundigt sich was ich pro Nuss haben wolle. Ich biete ihm an sie ihm umsonst zu geben, wenn er mir ein paar davon da lässt. Der Mann füllt sich seinen Pick-up und macht sich aus dem Staube, als ich gerade im Haus bin. Nicht eine Kokosnuss lässt er mir zurück. Nun bin ich schon so lange in Thailand und glaube immer noch dass es ehrliche Thais gibt; schön blöd bin ich. 

Am frühen Nachmittag kommt Craig und bring Lucy Song. Lucy ist eine ganz liebe und braucht nicht lange um sich mit der Meute anzufreunden. Ich brauche sie nur etwa eine Stunde im Auge behalten und kann sie dann ins Haus nehmen, um sie mir etwas genauer anzuschauen. Ein paar Zecken finde ich und ich muss ihr die Ohren säubern, ansonsten scheint sie in Ordnung zu sein. Als Craig sie aufgenommen hatte, waren ihre roten Blutkörperchen im Keller aber der zweite Bluttest hat schon eine wesentliche Verbesserung erbracht. Lucy bekommt weiterhin Medikamente, um den Wert in den Normalbereich zu bekommen. Die Verabreichung macht keine Probleme. 

Ich lasse Lucy gleich heute Nacht draußen bei den anderen Hunden, damit sie sich von vornherein an die Normalabläufe gewöhnt. Als ich später in der Nacht noch einmal nach den Hunden sehe, will sie zwar mit mir ins Haus, scheint aber keine Probleme draußen zu haben.

Samstag, 28. November 2015

Um fünf Uhr ist die Nacht für mich zu Ende. Ich höre die Welpen und gebe ihnen erstmal was zu futtern. Danach widme ich mich wie jeden Morgen Hof und Garten die zu säubern sind. Selina und Anton müssen ihre Medikamente bekommen, wie auch noch Rika und Roy draußen. Leilas Katzenklo muss gereinigt werden und danach bekommen auch die großen Hunde ihr Futter. Anschließend gebe ich Arnie und Nema Infusionen und bade Jira. 

Ich stelle bei Anton Zecken fest und nehme ihn ins Haus, um ihm in Ruhe die Viecher entfernen zu können. Nach einigem Gerangel auf meinem Schoß lässt er sich die Prozedur gefallen. Wenn ich draußen bin umringen mich meistens eine Reihe von Hunden und nun auch Anton, der an mir hochspringt. Obwohl ich mich gerne besonders mit ihm beschäftigen möchte, tue ich es nicht, da ich ihm keine Sonderstellung einräumen will. Das mögen die anderen Hunde garnicht,  wenn ich einem von ihnen eine Vorzugsbehandlung gewähre. Die geringsten Probleme habe ich wenn ich alle Hunde gleich behandele und sie sich als normales Mitglied der Meute fühlen.

Die Welpen führen sich heute etwas zivilisierter auf. Sie spielen nun häufig miteinander und auch mit einigen der großen Hunde. Insgesamt kommt es heute nur zu drei Beißereien in die ich mich einmischen muss. Blut fließt keines. Vor Einbruch der Dunkelheit füttere ich die Hunde erneut und gehe wie immer nachmittags nochmal durchs Gelände, um Kot einzusammeln. 

Craig hat eine Hündin aus Plutaluang aufgenommen und gesund gepflegt. Er hat schon drei eigene Hunde und die Vermieterin duldet keinen vierten. Craig bittet mich Lucy (Song) für etwa einen Monat aufzunehmen, um eine Adoptionsstelle für sie suchen zu können. Song heißt "Zwei" auf Thai und deswegen Mae Song, Wan Song und nun auch Lucy Song. Eine Lucy habe ich ja schon.

Freitag, 27. November 2015

Mein Trip zur Straßenverkehrsbehörde war leider erfolglos, da ich dort vor 12 Uhr erscheinen muss. Ein neuer Versuch meinen Führerschein zu erneuern ist für Montag geplant. 

Da noch Zeit genug ist Anton für Yvonne aus einem Dog Hotel zu holen, treffe ich mich am Nachmittag dort mit Josie und wir holen Anton ab. Anton ist ein Straßenhund, der das Glück hatte auf Yvonne zu treffen, die ihn nach Deutschland bringen will, um ihn zu adoptieren. Bis zu seinem Abflug soll Anton bei uns bleiben. 

Anton ist ein liebenswerter Rüde, der es mir leicht macht mit ihm schnell Freundschaft zu schließen. Im Haus fügt er sich relativ problemlos ein und scheint von den Hunden akzeptiert zu werden. Anton hat schnell Zutrauen zu mir gefasst und lässt sich in die Küche tragen, wo ich ihm ohne große Gegenwehr seine Medikamente in den Rachen schieben kann. 

Die Welpen vertragen sich heute etwas besser. Ich muss nur zweimal massiv intervenieren, aber heute fließt wenigstens kein Blut. Die abendliche Fütterung verläuft auch einigermaßen zivilisiert und nach Einbruch der Dunkelheit herrscht draußen überwiegend Ruhe.

Donnerstag, 26. November 2015

Heute muss ich mich mit den Arbeiten beeilen, da ich Amporn am Vormittag abholen muss. Amporn arbeitet wieder bis zum Spätnachmittag im Haus während ich die Gelegenheit nutze und mir eine Wohnsitzbescheinigung bei der Ausländerbehörde hole und ein Gesundheitszeugnis in einer Klinik. Diese lästigen Behördengänge sind immer äußerst zeitraubend und die Verkehrsdichte in der Stadt ist nun auch wochentags nervtötend. 

Nachdem ich die Hunde gefüttert und Selina mit Medikamenten versorgt habe, fahre ich Amporn wieder nach Hause. Die Schwellung an Selinas Hinterlauf ist nun vollständig zurückgegangen und Selina läuft wieder normal. 

Aber nun habe ich ein neues Problem. Seit einigen Tagen gibt es vermehrte Aggressionen unter den Welpen. Sie verbeißen sich zuweilen so ineinander, dass ich sie nicht getrennt bekomme. Selbst wenn ich eine Schüssel Wasser über sie kippe, lassen sie nicht voneinander ab. Erst ein voller Eimer Wasser hilft. Die beiden Welpen, die heute Abend attackiert werden, nehme ich mit ins Haus und kaum sind sie drinnen, verbeißen auch sie sich ineinander. Durch die Aggressionen der Welpen werden auch die großen Hunde angesteckt und gehen aufeinander los. Deswegen nehme ich alle Welpen ins Haus, wo sie sich einigermaßen beruhigen. Ich gebe allen zu fressen und zu trinken, behandele die Wunden mit Jod und entferne Zecken. Draußen ist nun alles ruhig. 

Mittlerweile ist es ein Uhr geworden und ich lasse die Welpen wieder heraus. Sie werden von Mum an der Küchentür empfangen und von ihr gesäugt. Danach wollen zwei Welpen wieder rein und ich lasse sie in der Küche schlafen. 

Ich habe ja nun schon einige Welpen großgezogen und auch einiges an Aggressionen unter ihnen erlebt, aber dieser Wurf ist besonders aggressiv. Normalerweise gibt es mal zwischen Zweien Animositäten, aber die Welpen hier gehen alle aufeinander los und es fließt richtig Blut. Auch bei mir. Ich will mal hoffen, dass diese Extremphase bald vorüber ist.

Mittwoch, 25. November 2015

Nach Erledigung meiner Arbeiten fahre ich mittags nach Huay Yai, um Nong Da und I Daeng einzusammeln. Bei Karin erhalten die beiden ihre fünfte Chemotherapiebehandlung von Dr. Praew. Wie schon bei den vorigen Behandlungen verhalten sich die Hunde absolut problemlos. Die vorläufig letzte Behandlung ist wieder für den kommenden Mittwoch angesetzt. Hoffen wir, dass Nong Da und I Daeng danach dann ein gesundes und sorgenfreies Leben haben werden.

Kaum wieder zu Hause entlädt sich der Himmel. Für die Welpen ist es das erste Mal, dass sie solch einen Gewittersturm draußen erleben. Sie finden sich alle mit den anderen Hunden zusammen im überdachten Küchenvorbereich ein und scheinen sich nicht zu fürchten. Die Gegenwart all der großen Hunde und die von Mum verleiht ihnen offensichtlich Sicherheit. 

Ich nutze die Gelegenheit, um Arnie eine Infusion zu geben. Zur Belohnung, dass er sich so geduldig dabei verhalten hat, gebe ich ihm ein paar Rippchen danach. 

Am Spätnachmittag, nachdem der Regen nachgelassen hat und ich die Hunde gefüttert habe, fahre ich mit Selina in die Klinik. Es wird ihr der Druckverband abgenommen; die Schwellung ist merklich zurückgegangen. Die medikamentöse Behandlung soll aber noch einige Tage fortgesetzt werden. 

Wir bugsieren Priao Wan in die Box und ich fahre mit den Hunden nach Naklua, um Priao Wan wieder bei ihrer Pflegemutter abzusetzen. Priao Wan wird freudig empfangen und ist offensichtlich froh wieder zu Hause zu sein. 

Obwohl es schon lange dunkel ist, begrüßen mich am Tor außer den großen Hunden nun auch schon die Welpen. Sie haben ja reichlich Onkel und Tanten von denen sie viel lernen können.

Dienstag, 24. November 2015

Gerade als ich mit meinen morgendlichen Arbeiten fertig bin, kommt Mali mit zwei Pick-ups, um die Möbel aus Dereks Wohneinheit nach Tha Mai zu transportieren. Das wirft meinen Zeitplan um. Ich hatte vor, mir bei der Ausländerbehörde eine Wohnsitzbescheinigung und in einem Krankenhaus ein Gesundheitszeugnis zu besorgen. Diese beiden Dokumente benötige ich um einen neuen fünfjahres Führerschein zu beantragen. 

Am Morgen hatte ich bemerkt, dass Selinas linkes Bein von einer offensichtlichen Bisswunde geschwollen ist und da Snow mit der ersten Impfung dran ist, ziehe ich den Klinikbesuch dem Besuch der Ausländerbehörde vor. Selina bekommt einen Druckverband angelegt und ich erhalte abschwellende Medikamente für sie. Snow erhält außer der Impfung noch eine Ivermectin Injektion. 

Nachdem ich Selina und Snow wieder zu Hause abgeliefert habe, fahre ich erneut in die Stadt, um an dem Vorbereitungstreffen der Gruppe für das Meeting mit Tony teilzunehmen. Das Meeting dauert mehr als zwei Stunden. Tony erläutert der Gruppe seine Position und äußert seine Bereitschaft, die Lage in Plutaluang zu verbessern. Er ist bereit einen neuen Manager anzustellen und zu bezahlen. Weiterhin erklärt er sich bereit eine Stiftung ins Leben zu rufen, die in Zukunft die Organisation in Plutaluang übernehmen soll. Alles in allem kann ein recht ermutigendes, konkrete Schritte einleitendes Fazit gezogen werden, das der Gruppe eine Handlungsplatform bietet.

Montag, 23. November 2015

Morgens die Routine. Anschließend dusche ich Snow mit Malaseb, da an ihren Ohren ein wenig die Haut durchschaut. 

Die Welpen sind nun schon einige Tage auch nachts draußen und erobern sich allmählich immer weitere Teile von Hof und Garten. Sie sind nun nicht immer alle beieinander, sondern verfolgen schon ihre individuellen Interessen. Wenn sie mich sehen, kommen sie angerannt. Ich muss für sie wohl so etwas wie ein Leithund sein. Mum kümmert sich weiterhin gut um sie und führt ein entspanntes Leben. Sie säugt die Welpen noch und die stürzen sich immer noch auf sie, wenn sie sich anbietet aber einen Großteil der Nahrung nehmen sie nun schon als Trockenfutter auf, das ihnen offenbar sehr gut schmeckt.

Mittags packe ich alle sieben in die Box und fahre mit ihnen in die Klinik. Dr. Sam ist von seinem Training zurück. Die Welpen werden untersucht und das erste Mal geimpft. 

Ich bringe sie wieder zurück nach Hause und fahre dann zu Family Markt, vor deren Tür Jacky immer liegt. Harald und Fon erwarten mich schon und wir fahren gemeinsam in die Klinik. Nachdem sich Dr. Sam mit Dr. Kwanchai kurzgeschlossen hat, erhält Jacky eine weitere Infusion mit Vincristine, eine subkutane Infusion mit Kochsalzlösung und eine Ivermectin Injektion. 

Nachdem ich Jacky, Fon und Harald zurückgebracht habe und nach Lek geschaut habe, fahre ich nach Naklua, um Priao Wan abzuholen. Ich hatte mit Dr. Sam ihre morgige Sterilisation vereinbart. Die Frau, die Priao Wan unter ihre Fittiche genommen hat, hilft mir Priao Wan in die Box zu schieben. In der Klinik ist Priao Wan ganz brav und ich kann sie aus der Box in einen Käfig heben. Morgen Abend kann sie wieder zurück an ihren Platz. 

Es ist schon dunkel als ich wieder zurück bin. Ich sammele die Welpen ein und verteile wie jeden Abend noch einmal Trockenfutter.

Sonntag, 22. November 2015

Mittags hat sich Kurt angesagt. Er ist der Repräsentant einer weltweit operierenden Firma und hat seine Unterstützung für die Verbesserung der Lebensverhältnisse der mehr als 800 Hunde in Plutaluang avisiert. 

Ich habe Craig gebeten bei dem Meeting dabei zu sein, da er sich bereit erklärt hat, vorläufig die Projektleitung zu übernehmen. Craig erläutert Kurt in groben Zügen was in nächster Zukunft geplant ist und Kurt sagt seine Unterstützung zu vorausgesetzt, dass Tony kooperiert. Es ist ein Meeting der Gruppe mit Tony für übermorgen angesetzt.

Samstag, 21. November 2015

Normalerweise bringe ich Ba Bät zur Monatsmitte immer die zweite Hälfte Reis, aber bei meinem letzten Besuch im Wat habe ich sie nicht finden können und so liefere ich ihr den Reis heute ab. Zu fressen haben die Hunde ja immer genug, da ich ihnen auch Trockenfutter gebe. Heute habe ich genug Zeit und auch das Wetter spielt mit, sodass wir wieder unseren Strandgang unternehmen können, den die Hunde so sehr lieben. 

Im Baan Amphur Futterhandel kaufe ich drei Sack Trockenfutter und Katzenstreu. Dann fahre ich zur Thepprasit Road und ziehe Yuka die Fäden. Ihre Wunde sieht zwar nicht optimal aus, wird aber wohl gut zuheilen. Der Kragen ist natürlich schon lange weg. 

Cindy von K9Aid macht mich auf einen Hund im Jomtien Complex aufmerksam, der wohl eine offene Wunde am Kopf aufweist. Ich finde die beschriebene Stelle, kann den Hund jedoch nicht finden. Leute, die ich befrage, kennen den Hund nicht. 

Wan Song hat mich gebeten, ihr wieder einen Sack Trockenfutter vorbeizubringen. Sie erinnert mich an Priao Wan, eine Hündin, die von ihrer Besitzerin aufgegeben wurde, als diese verzog. Wan Song und eine weitere Anwohnerin kümmern sich nun um Priao Wan und ich hatte versprochen sie sterilisieren zu lassen. Priao Wan fletscht die Zähne als ich mich ihr nähere aber bald ist das Eis gebrochen und ich verspreche Wan Song so bald wie möglich einen Termin für sie bei Dr. Sam zu bekommen.

Freitag, 20. November 2015

Alle Hunde sind wohlauf, auch die Welpen, sodass ich mich gleich an die Arbeit machen kann. Am späten Vormittag muss ich auf die Ausländerbehörde um mich wie alle drei Monate zu melden. Für alle, die sich in den Thailändischen Verhältnissen nicht auskennen, diese Regelung gilt auch für Nicht-Vorbestrafte. Anschließend fahre ich in die Thepprasit Road, wo ich dem räudigen Rüden endlich mal die volle Dosis Ivermectin geben kann. Ich fahre weiter, um nach Lek zu sehen. Der frisst gerade seine Reisportion und sieht gut aus. Die Schwellung auf seinem Nasenrücken ist nicht wieder aufgetreten.

Anschließend hole ich Harald und Fon ab. Jacky sehe ich nun zum ersten Mal nach seiner Operation bei Dr. Kwanchai. Die Geschwulst auf seiner Nase ist beseitigt und das Loch neben seinem linken Auge zugeheilt. Zu Hause macht Harald einige Fotos von den Hunden und tuned meinen Computer. Auf dem Wege zurück halten wir bei Dr. Kwanchai um zu erfahren, was er bei Jacky diagnostiziert und wie er ihn behandelt hat. Dr. Kwanchai hat einen Tumor entfernt, der sich in die Stirn und durch den oberen Gaumen gefressen hatte. Der obere Teil des Tumors konnte entfernt werden, der untere Teil, der den Gaumen angegriffen hatte, nur zum Teil. Jacky hat eine Chemotherapiebehandlung erhalten. Auf Anraten Dr. Kwanchais soll diese Behandlung fortgesetzt werden. Danach will er schauen, ob eine erneute Operation notwendig ist. Die Doxicyclinvergabe solle fortgesetzt werden. Sobald Dr. Sam wieder im Lande ist, werde ich dafür sorgen, dass die beiden Ärzte Jackys Weiterbehandlung aufeinander abstimmen.

Donnerstag, 19. November 2015

Die Welpen haben zusammen mit den großen Hunden die Nacht gut überstanden. Snow gewöhnt sich nun auch allmählich daran nachts draußen zu bleiben und ihr Drang ins Haus zu wollen lässt nach. 

Nachdem ich die notwendigen Arbeiten erledigt habe, fahre ich nach Naklua und hole Amporn ab. Amporn arbeitet wieder den ganzen Tag im Haus und das ist am Nachmittag dann auch nicht zu übersehen. Ich habe viel im Garten zu tun und gebe Arnie zwischendurch eine Infusion. 

Die Welpen haben heute Geburtstag, sie sind nun sechs Wochen alt. Alle sieben entwickeln sich normal und scheinen ihre Tage zu genießen. Sie laufen ohne Ängste zwischen den großen Hunden herum und Mum hat ihre Zickereien zurückgefahren. Auch sie scheint sich mittlerweile sehr wohl bei uns zu fühlen und hat ihren Platz in der Meute gefunden.

Am Spätnachmittag kommt Mali und holt Sparky ab, die ich gerade zuvor wie auch Jira gebadet hatte. Hoffen wir, dass Sparky, die ja alle Voraussetzungen erfüllt ins Ausland adoptiert zu werden, bald ein neues Heim findet. Bei uns hat sie sich ja offensichtlich sehr wohl gefühlt aber war zuweilen schon etwas anstrengend. So habe ich mich von ihr mit einem weinenden und einem lachenden Auge verabschiedet. 

Nachdem ich Amporn zurückgebracht habe fahre ich zum Best. Dort treffe ich auf Rudi, der von mir 16 mg Ivermectin bekommt. Sein Fellzustand ist nach wie vor zufriedenstellend und es scheint ihm auch sonst gut zu gehen. 

Da der Himmel in der Nacht klar ist lasse ich die Welpen wieder draußen. Ich denke, dass sie in wenigen Tagen soweit sind, dass sie sich bei einem Regenschauer von selbst ins Trockene flüchten können.

Mittwoch, 18. November 2015

Rika und Ryo erhalten von mir heute Morgen außer Doxycycline auch jeweils 16 mg Ivermectin, in erster Linie um Zeckenbefall zu bekämpfen. Insbesondere Ryo hat einige in den Ohren und ist unwillig sie von mir entfernen zu lassen. 

Um ein Uhr bin ich in Huay Yai und hole Nong Da und I Deang zur vierten Chemtherapiebehandlung bei Karin ab. Auf dem Weg zu ihr halte ich in Tongklom und verabreiche Gati 24 mg Ivermectin. Gatis Fellzustand hat sich schon merklich gebessert und ich bin zuversichtlich ihn genauso wie Anika vollständig von der Räude heilen zu können, da es  offenbar die Sarcoptic Variante ist. Die Behandlung von Nong Da und I Daeng ist wieder völlig problemlos, beide Hunde sind von der ganz lieben Art. Nach einer guten Stunde sind die beiden wieder an ihrem Platz. Zwei weitere Behandlungen sind noch geplant. 

Von Huay Yai aus fahre ich weiter nach Baan Amphur und versorge die Hunde im Wat. Auf dem Weg zurück in die Stadt halte ich an der Thepprasit Road und kann dem räudigen Rüden immerhin 8 mg Ivermectin schmackhaft machen. Malee sehe ich auch und kann ihr ebenfalls 8 mg geben. 

Am frühen Abend treffe ich mich erneut mit der Plutaluang Gruppe. Das Treffen ist wieder sehr anregend und die Arbeit geht in die richtige Richtung. Zurück im Haus lasse ich die Welpen heraus und da der Wetterbericht keinen Regen voraussagt, lasse ich sie auch zum ersten Mal die ganze Nacht draußen schlafen.

Dienstag, 17. November 2015

Morgens die übliche Routine mit dem Unterschied, dass ich mir die Reinigung des Wohnraumes sparen kann, da kein Hund über Nacht im Haus war. Snow hat es auch durch die Nacht gebracht, wenn auch unter Protest am frühen Abend. Tagsüber ist ihr Bedürfnis ins Haus zu kommen weniger groß, da sie sich im Kreise der großen Hunde recht wohl fühlt. Nina allerdings nutzt jede Gelegenheit sich durch die Tür zu drängeln; sie freut sich immer diebisch wenn sie mir ein Schnippchen schlagen kann und lässt sich willig einfangen und wieder rausschmeißen. 

Am frühen Nachmittag besuchen uns Tina und Steve. Nachdem sich die beiden ausgiebig mit den Hunden beschäftigt haben, gehen wir ins Haus und führen einen regen Gedankenaustausch. Anschließend füttere ich die Hunde wie jeden Abend und sammele die Welpen ein, die schon todmüde schlafen. Sie bekommen ihr Futter im Vorratsraum, nachdem ich sie ein drittes Mal entwurmt habe. Trotz der Proteste von Snow und Nina bleiben alle Hunde wieder draußen. 

Mum schläft mittlerweile mit den anderen Hunden auf der großen Terrasse. Ihre Eingliederung hat keine Probleme bereitet. Als Opfer müssen zuweilen Nura, Lina, Nadia, Isi, Yota, und wenn Skinny mal herauskommt, auch sie herhalten. Es bleibt aber meistens bei Scheinattacken und sobald ich dazwischen gehe, trollt sich die Meute wieder. Der Instinkt "Beute" zu jagen ist ja anscheinend tief verwurzelt und schwer zu kontrollieren. Wenn die Meute mal einen am Wickel hat, hilft bittendes Flehen nicht mehr, sondern nur noch massives Eingreifen. Läuft aber die "Beute" davon bin ich machtlos und kann nur hoffen, dass nichts Schlimmes passiert. Das ist bis jetzt auch der Fall gewesen. Ich weiß ja, dass die Hunde ihren Instinkten nichts entgegensetzen können und von daher unschuldig sind. Ich habe aber auch einen "Instinkt" nämlich den, mich auch die Seite der Schwachen zu schlagen und deswegen kann mich solch eine Jagerei schon mal richtig böse werden lassen.

Montag, 16. November 2015

Jacky ist seit heute Nachmittag wieder an seinem Platz. Die genauen Umstände seiner Wiederfindung darf ich nicht verraten, nur soviel sei gesagt, die ausgesetzte Belohnung wird nicht ausgezahlt. Ich weiß schon seit gestern, dass Jacky sich in einer Klinik befindet und dort auch an seiner Geschwulst operiert wurde. Die Bestätigung, dass Harald und Fon ihn in Empfang nehmen konnten, erhalte ich aber erst am frühen Abend.

Meine Behinderung bildet sich allmählich zurück. Ich kann wieder mein volles Pensum absolvieren und noch ein wenig mehr. Haus und Hof müssen sich in vorzeigbaren Zustand befinden, da ich morgen Nachmittag Besuch von K9Aid erwarte. Ich kann nur hoffen, dass sich die Hunde benehmen werden.

Die Welpen sind den ganzen Tag draußen und laufen zwischen den großen Hunden her. Interessanterweise beschäftigt sich das Raubein Bunnie mit ihnen; sie lässt die Welpen auf sich herumkrabbeln, was diesen offensichtlich großen Spaß macht. Ich habe nie gesehen, dass Mum das auch zugelassen hätte. Die Welpen bekommen die zweite Entwurmung. Würmer haben sie aber offensichtlich keine, denn die müssten nach der ersten Entwurmung ausgeschieden worden sein. 

Am frühen Abend gibt es eine Runde Rippchen. Dass dabei einige Aggressionen zutage treten ist wohl nicht zu vermeiden. Zumindest ich versuche ruhig zu bleiben und aufkommende Kabbeleien zu schlichten. 

Snow, die bis gestern nachts immer im Haus war, bleibt ab heute draußen, genau wie Nina, die schon die vergangenen zwei Nächte draußen übernachtet hat. Snow ist nun nicht mehr so zerbrechlich und kann die Nacht auf der kleinen Terrasse zusammen mit Isi, Arnie und Nina verbringen.

Sonntag, 15. November 2015

Heute Morgen wache ich mit komplett verschwollenen Augen auf. Das rechte Auge ist total zu und mit dem linken kann ich gerade noch durch einen milimeterbreiten Spalt sehen. Drei Schwellungen habe ich auch noch auf der Platte und beide Ohren sind ebenfalls betroffen. Die Bisse jucken wie blöde und das ganze Augenreiben hilft nicht gerade. Die Arbeit muss aber trotz der Behinderung gemacht werden und so kämpfe ich mich durch die morgendliche Routine. Mittags kann ich auch mit dem rechten Auge wieder etwas sehen aber auch nur, wenn ich den Kopf in den Nacken lege. 

Am Nachmittag gebe ich Nema die Infusion, entwurme die Welpen und repariere die gebrochene Wasserleitung. Ab und zu gibt es einen kurzen Schauer und ich muss die Welpen ins Trockene retten, ansonsten sind sie jedoch überwiegend draußen und laufen mittlerweile schon über den Hof. 

Snow lasse ich nun bereits ein wenig Trockenfutter fressen. Sie hat immer noch einen riesigen Appetit und es scheint, dass sie ein wenig zugelegt hat. Die Gewichtszunahme müsste man mit einer Briefwaage erfassen, die ich nicht habe. Sie ist ebenfalls den ganzen Tag draußen und spielt viel mit Nina.  

Arnie und Mum bekommen von mir abends Rippchen, Arnie muss einfach noch kräftiger werden und Mum stillt ja immer noch.

Samstag, 14. November 2015

Heute muss ich mich mit meinen morgendlichen Arbeiten beeilen, da ich um zehn Uhr Amporn aus Naklua abhole. Amporn setzt heute die Grundreinigungsarbeiten im Haus fort. Draußen habe ich auch genug zu tun. Zwei Bäume sind unter der Last ihrer Zweige und Früchte schwer eingeknickt und müssen radikal beschnitten werden. Etliche Palmwedel müssen ebenfalls entsorgt werden. Bei diesen Arbeiten attackieren mich Feuerameisen. Die Bisse dieser winzigen Viecher verursachen starke Schwellungen. Leider haben mich einige auch am Kopf erwischt. 

Die Welpen sind solange mit draußen bis ein Gewittersturm einsetzt. Sie erkennen mittlerweile meine Stimme und kommen angerannt, wenn ich sie rufe. Wenn ich sie aufnehme, schauen sie mich aufmerksam an. Die fünf weißen Welpen kann ich immer noch nicht auseinander halten, nur den mit der Augenentzündung erkenne ich und auch nur deshalb weil ich ihm ein Bändchen umgebunden habe. Die Entzündung ist nun vollkommen abgeklungen und das betroffene Auge sieht normal aus. 

Kurz bevor ich Amporn am Nachmittag zurückbringen will bricht mir eine Gartenwasserleitung, sodass ich das Wasser abstellen muss. Glücklicherweise verfügt das Haus über zwei Kreisläufe, sodass ich den Schaden morgen beheben kann. 

Auf dem Rückweg hole ich mir flüssige Entwurmung für die Welpen. Am Abend erhält Arnie von mir eine Infusion. Nema hat sich unter den Büschen verkrochen und ist dann eben morgen dran.

Freitag, 13. November 2015

Heute Vormittag lasse ich die Welpen das erste Mal tiefes Gras erkunden. Sie sind nun bereits recht agil und laufen flink über die Grasfläche und begeben sich anschließend mit Mum unter den Büschen zur Ruhe. Da sie sich nun seit einigen Tagen immer wieder draußen befinden, suche ich sie nach Zecken ab und finde auch welche. Die großen Hunde bleiben nach der Vergabe von Ivermectin recht gut von den Plagegeistern verschont. Vereinzelt finde ich aber immer wieder welche. Den Zecken wird man einfach nicht Herr, wenn man nicht dauernd die Chemiekeule schwingen will.

Am frühen Nachmittag treffe ich mich mit Harald und Fon in Jomtien. Eigentlich haben wir vor nach Sri Racha zu fahren, um im städtischen Shelter nach Jacky zu forschen. Mittlerweile scheint aber klar zu sein, dass eine Privatperson Jacky abgeholt hat. Eine Frau, die einen kleinen Stand betreibt und weiß, dass Hararad und Fon sich um Jacky kümmern, hat gesehen dass eine Thai Frau in Begleitung ihres minderjährigen Sohnes Jacky in ihren Toyota Avanza eingeladen hat. Die Standfrau hat gemeint, dass dies mit Zustimmung von Harald und Fon geschah. Wenn die Frau Jacky helfen wollte, warum hat sie mich dann nicht angerufen oder auch ein behandelnder Veterinär? 

Das Jacky in Sri Racha gelandet ist, ist somit sehr unwahrscheinlich und deswegen entscheiden wir ihn dort nicht zu suchen. Der Facebook Eintrag mit dem Suchaufruf von Michael in Thai mit einer ausgesetzten Belohnung hat zwar 25,000 Leser erreicht, aber einen Hinweis auf den Verbleib von Jacky blieb aus. Harald und Fon wollen noch eine andere Spur verfolgen, aber für heute können wir weiter nichts mehr machen. 

Deshalb fahre ich zum Wat und versorge die Hunde dort. Nach einiger Zeit wieder machen wir auch unseren Strandspaziergang. Von den Vorhallenhunden sind nun nur noch zehn übrig, es sind Shana, Scottie, Jake, Jimbo, Jaha, Chuki, Panya, Satya, Nico und Asa. Prince, Rocky und Toby halten sich bei den Booten auf, Carla am Sala und Bonnie und Tessa außerhalb der Tempelmauer. Die beiden habe ich allerdings wieder schon einige Zeit nicht mehr gesehen. 

Auf dem Rückweg halte ich an der Thepprasit Road und schaue nach Yuka. Ihre Sterilisationswunde ist gut verheilt und ich kann ihr die Fäden in einigen Tagen ziehen. Malee sehe ich nicht, dafür aber ihren Bruder, dessen Räude sich wieder verschlimmert hat. Ich hatte Khun Daeng und dem Wachman jeweils zwei Packungen Ivermectin gegeben, aber sie haben es entweder versäumt das Medikament zu verabreiche oder der Rüde hat es nicht fressen wollen. Auch von mir nimmt er leider nur ein Wurstsückchen mit 8 mg und ist nicht zu bewegen weitere Wurstsückchen zu fressen. Wenn Hunde, denen man eigentlich leicht helfen kann sich nicht helfen lassen wollen, das ist das Frustrierenste an meiner Arbeit. Solche Begebenheiten hängen mir immer lange nach.

Donnerstag, 12. November 2015

Während ich meine Gartenarbeit verrichte setze ich nun immer die Welpen nach draußen auf die erhöhte Rabatte. Den braunen männlichen muss ich öfters am Boden aufsammeln, da er offenbar auch das weitere Anwesen erkunden möchte. Wenn das der Fall ist, versammeln sich um ihn einige der großen Hunde und beschnuppern den Welpen freundlich. Mum hat nichts dagegen einzuwenden. Sie ist nun in der Phase, wo ihr die Welpen schon mal lästig werden können und sie mischt sich immer öfter unter die anderen Hunde.

Am frühen Nachmittag und nachdem ich die Welpen wieder im Vorratsraum untergebracht habe, fahre ich mit Arnie und Nema, die sich nun beide widerstandslos in Käfig und Box sperren lassen, in die Klinik. Die Blutabnahme dauert nur Minuten und wir sind wieder unterwegs nach Hause. Auf halber Strecke geraten wir in einen Wolkenbruch und Arnie wird nass, obwohl ich ein Tuch über den Käfig gespannt habe. Das schützt aber eher gegen die Sonne als gegen Platzregen. Deshalb nehme ich Arnie mit ins Haus, damit er wieder trocken wird. Nema ist in der Box trocken geblieben und bleibt draußen. 

Albi ruft mich an und fragt um Rat, da Juma möglicherweise von einer Allergie geplagt wird. Ich empfehle sie auf Trockenfutter umzustellen und sie täglich mit klarem Wasser zu duschen. 

Da es dauerhaft regnet, fällt die eigentlich geplante Fahrt zum Wat und zur Thepprasit aus. Snow erholt sich weiterhin gut und bekommt nun täglich etwas mehr zu fressen. Ich lasse sie schon mal nach draußen, aber sie will immer wieder schnell ins Haus zurück. Snow versteht sich mit allen Hunden gut und versucht mit ihnen Freundschaft zu schließen, was gut ankommt. Wenn Nina im Haus ist spielen die beiden zusammen, was sichtbar Snow gut tut.

Am frühen Abend teilt mir Dr. Sam mit, dass die Testergebnisse für Arnie und Nema gut ausgefallen sind. Die Hämatokritwerte sind bei beiden immer noch nicht im Normalbereich, aber nicht weit davon entfernt. Nemas Creatininewerte sind im Normalbereich und Arnies Werte haben sich verbessert. Nema soll nun nur noch einmal die Woche eine Infusion bekommen und Arnie alle drei Tage eine.

Mittwoch, 11. November 2015

Nachdem ich meine Hausaufgaben erledigt habe fahre ich am frühen Nachmittag nach Huay Yai und hole Nong Da und I Daeng ab. Sie sind wieder für ihre wöchentliche Chemoinfusion dran. Glücklicherweise sind beide Hunde sehr pflegeleicht und so sind sie leicht einzufangen und lassen sich willig in Box und Käfig schieben. Dr. Praew hat Visite bei Karin, um die zahlreichen TVT Fälle zu behandeln. Nong Da und I Daeng werden gleich rangenommen und die Prozedur dauert nicht länger als eine halbe Stunde. So sind die beiden Hunde schon nach einer Stunde wieder zurück an ihrem Platz. Äußerlich kann man ihnen ihre Krebserkrankung nicht mehr ansehen, aber es müssen wohl noch drei weitere Termine eingeplant werden. 

Eigentlich will ich noch am späten Nachmittag mit Arnie und Nema zur Blutabnahme fahren und Arnie ist schon verladen, aber Nema entzieht sich mir und so blase ich die Aktion ab.  

Snow ist weiterhin auf dem Wege zur Besserung. Sie bekommt nun etwas mehr Nassfutter über den Tag verteilt und hat weiterhin großen Appetit. Sie würde sich wahrscheinlich den Bauch vollschlagen wenn ich sie nur ließe, aber das darf ich nicht zulassen, da ihr Darm noch nicht wieder seine volle Funktion besitzt. Zugenommen hat sie bisher nur unmerklich, aber sie ist agil und aufmerksam.