Montag, 30. November 2015

Habe mich etwas zu früh gefreut. In der Nacht fängt Lucy an zu heulen und so nehme ich sie mit zu mir ins Haus. Ich lasse sie bei mir im Zimmer schlafen. Um vier Uhr morgens wache ich durch einen unangenehmen Geruch auf und stelle fest, dass Lucy einen sehr flüssigen Kot hinterlassen hat. Ich säubere den Fußboden und trage Lucy hinaus. Sie weint wieder ein wenig, aber es hält sich in Grenzen. Am Morgen verabreiche ich Lucy ein durchfalllinderndes Mittel. Sie verhält sich weiterhin normal und frisst auch. 

Da ich heute Vormittag zur Straßenverkehrsbehörde wegen der Erneuerung meiner Führerscheine muss, und da Jacky mit seiner wöchentlichen Chemoinfusion dran ist, bitte ich Harald den Job zu übernehmen. Da Dr. Sam nicht da ist, müsste die Behandlung bei Dr. Kwanchai stattfinden, dessen Klinik nicht weit von Jackys Liegeplatz entfernt ist. 

Am Nachmittag habe ich endlich meine Führerscheine und fahre nach Tongklom, nachdem ich die Hunde gefüttert habe. Gati bekommt 24 mg Ivermectin und eine Schachtel gebe ich einer Frau, deren Hunde ebenfalls räudig sind. Ich fahre weiter nach Baan Amphur und liefere Reis und Geld bei Ba Bät ab. Den Hunden an der Vorhalle geht es gut und erfreulicherweise hat sich auch ein Fellproblem bei Asa von selbst gelöst. 

Auf dem Weg zurück halte ich an der Thepprasit Road. Soweit ich in der Dunkelheit sehen kann, geht es Silver wieder schlechter. Ich gebe ihr, Malee und dem Rüden Ivermectin. Möglicherweise muss ich Silver wieder für eine Zeitlang zu mir nehmen.

Sonntag, 29. November 2015

Als ich gerade nach der Erledigung meiner morgendlichen Arbeiten beim Frühstücken bin schlagen die Hunde an, und ich sehe einen Thai vor dem Tor stehen. Er fragt mich, ob er die jungen Kokosnüsse schlagen könne und erkundigt sich was ich pro Nuss haben wolle. Ich biete ihm an sie ihm umsonst zu geben, wenn er mir ein paar davon da lässt. Der Mann füllt sich seinen Pick-up und macht sich aus dem Staube, als ich gerade im Haus bin. Nicht eine Kokosnuss lässt er mir zurück. Nun bin ich schon so lange in Thailand und glaube immer noch dass es ehrliche Thais gibt; schön blöd bin ich. 

Am frühen Nachmittag kommt Craig und bring Lucy Song. Lucy ist eine ganz liebe und braucht nicht lange um sich mit der Meute anzufreunden. Ich brauche sie nur etwa eine Stunde im Auge behalten und kann sie dann ins Haus nehmen, um sie mir etwas genauer anzuschauen. Ein paar Zecken finde ich und ich muss ihr die Ohren säubern, ansonsten scheint sie in Ordnung zu sein. Als Craig sie aufgenommen hatte, waren ihre roten Blutkörperchen im Keller aber der zweite Bluttest hat schon eine wesentliche Verbesserung erbracht. Lucy bekommt weiterhin Medikamente, um den Wert in den Normalbereich zu bekommen. Die Verabreichung macht keine Probleme. 

Ich lasse Lucy gleich heute Nacht draußen bei den anderen Hunden, damit sie sich von vornherein an die Normalabläufe gewöhnt. Als ich später in der Nacht noch einmal nach den Hunden sehe, will sie zwar mit mir ins Haus, scheint aber keine Probleme draußen zu haben.

Samstag, 28. November 2015

Um fünf Uhr ist die Nacht für mich zu Ende. Ich höre die Welpen und gebe ihnen erstmal was zu futtern. Danach widme ich mich wie jeden Morgen Hof und Garten die zu säubern sind. Selina und Anton müssen ihre Medikamente bekommen, wie auch noch Rika und Roy draußen. Leilas Katzenklo muss gereinigt werden und danach bekommen auch die großen Hunde ihr Futter. Anschließend gebe ich Arnie und Nema Infusionen und bade Jira. 

Ich stelle bei Anton Zecken fest und nehme ihn ins Haus, um ihm in Ruhe die Viecher entfernen zu können. Nach einigem Gerangel auf meinem Schoß lässt er sich die Prozedur gefallen. Wenn ich draußen bin umringen mich meistens eine Reihe von Hunden und nun auch Anton, der an mir hochspringt. Obwohl ich mich gerne besonders mit ihm beschäftigen möchte, tue ich es nicht, da ich ihm keine Sonderstellung einräumen will. Das mögen die anderen Hunde garnicht,  wenn ich einem von ihnen eine Vorzugsbehandlung gewähre. Die geringsten Probleme habe ich wenn ich alle Hunde gleich behandele und sie sich als normales Mitglied der Meute fühlen.

Die Welpen führen sich heute etwas zivilisierter auf. Sie spielen nun häufig miteinander und auch mit einigen der großen Hunde. Insgesamt kommt es heute nur zu drei Beißereien in die ich mich einmischen muss. Blut fließt keines. Vor Einbruch der Dunkelheit füttere ich die Hunde erneut und gehe wie immer nachmittags nochmal durchs Gelände, um Kot einzusammeln. 

Craig hat eine Hündin aus Plutaluang aufgenommen und gesund gepflegt. Er hat schon drei eigene Hunde und die Vermieterin duldet keinen vierten. Craig bittet mich Lucy (Song) für etwa einen Monat aufzunehmen, um eine Adoptionsstelle für sie suchen zu können. Song heißt "Zwei" auf Thai und deswegen Mae Song, Wan Song und nun auch Lucy Song. Eine Lucy habe ich ja schon.

Freitag, 27. November 2015

Mein Trip zur Straßenverkehrsbehörde war leider erfolglos, da ich dort vor 12 Uhr erscheinen muss. Ein neuer Versuch meinen Führerschein zu erneuern ist für Montag geplant. 

Da noch Zeit genug ist Anton für Yvonne aus einem Dog Hotel zu holen, treffe ich mich am Nachmittag dort mit Josie und wir holen Anton ab. Anton ist ein Straßenhund, der das Glück hatte auf Yvonne zu treffen, die ihn nach Deutschland bringen will, um ihn zu adoptieren. Bis zu seinem Abflug soll Anton bei uns bleiben. 

Anton ist ein liebenswerter Rüde, der es mir leicht macht mit ihm schnell Freundschaft zu schließen. Im Haus fügt er sich relativ problemlos ein und scheint von den Hunden akzeptiert zu werden. Anton hat schnell Zutrauen zu mir gefasst und lässt sich in die Küche tragen, wo ich ihm ohne große Gegenwehr seine Medikamente in den Rachen schieben kann. 

Die Welpen vertragen sich heute etwas besser. Ich muss nur zweimal massiv intervenieren, aber heute fließt wenigstens kein Blut. Die abendliche Fütterung verläuft auch einigermaßen zivilisiert und nach Einbruch der Dunkelheit herrscht draußen überwiegend Ruhe.

Donnerstag, 26. November 2015

Heute muss ich mich mit den Arbeiten beeilen, da ich Amporn am Vormittag abholen muss. Amporn arbeitet wieder bis zum Spätnachmittag im Haus während ich die Gelegenheit nutze und mir eine Wohnsitzbescheinigung bei der Ausländerbehörde hole und ein Gesundheitszeugnis in einer Klinik. Diese lästigen Behördengänge sind immer äußerst zeitraubend und die Verkehrsdichte in der Stadt ist nun auch wochentags nervtötend. 

Nachdem ich die Hunde gefüttert und Selina mit Medikamenten versorgt habe, fahre ich Amporn wieder nach Hause. Die Schwellung an Selinas Hinterlauf ist nun vollständig zurückgegangen und Selina läuft wieder normal. 

Aber nun habe ich ein neues Problem. Seit einigen Tagen gibt es vermehrte Aggressionen unter den Welpen. Sie verbeißen sich zuweilen so ineinander, dass ich sie nicht getrennt bekomme. Selbst wenn ich eine Schüssel Wasser über sie kippe, lassen sie nicht voneinander ab. Erst ein voller Eimer Wasser hilft. Die beiden Welpen, die heute Abend attackiert werden, nehme ich mit ins Haus und kaum sind sie drinnen, verbeißen auch sie sich ineinander. Durch die Aggressionen der Welpen werden auch die großen Hunde angesteckt und gehen aufeinander los. Deswegen nehme ich alle Welpen ins Haus, wo sie sich einigermaßen beruhigen. Ich gebe allen zu fressen und zu trinken, behandele die Wunden mit Jod und entferne Zecken. Draußen ist nun alles ruhig. 

Mittlerweile ist es ein Uhr geworden und ich lasse die Welpen wieder heraus. Sie werden von Mum an der Küchentür empfangen und von ihr gesäugt. Danach wollen zwei Welpen wieder rein und ich lasse sie in der Küche schlafen. 

Ich habe ja nun schon einige Welpen großgezogen und auch einiges an Aggressionen unter ihnen erlebt, aber dieser Wurf ist besonders aggressiv. Normalerweise gibt es mal zwischen Zweien Animositäten, aber die Welpen hier gehen alle aufeinander los und es fließt richtig Blut. Auch bei mir. Ich will mal hoffen, dass diese Extremphase bald vorüber ist.

Mittwoch, 25. November 2015

Nach Erledigung meiner Arbeiten fahre ich mittags nach Huay Yai, um Nong Da und I Daeng einzusammeln. Bei Karin erhalten die beiden ihre fünfte Chemotherapiebehandlung von Dr. Praew. Wie schon bei den vorigen Behandlungen verhalten sich die Hunde absolut problemlos. Die vorläufig letzte Behandlung ist wieder für den kommenden Mittwoch angesetzt. Hoffen wir, dass Nong Da und I Daeng danach dann ein gesundes und sorgenfreies Leben haben werden.

Kaum wieder zu Hause entlädt sich der Himmel. Für die Welpen ist es das erste Mal, dass sie solch einen Gewittersturm draußen erleben. Sie finden sich alle mit den anderen Hunden zusammen im überdachten Küchenvorbereich ein und scheinen sich nicht zu fürchten. Die Gegenwart all der großen Hunde und die von Mum verleiht ihnen offensichtlich Sicherheit. 

Ich nutze die Gelegenheit, um Arnie eine Infusion zu geben. Zur Belohnung, dass er sich so geduldig dabei verhalten hat, gebe ich ihm ein paar Rippchen danach. 

Am Spätnachmittag, nachdem der Regen nachgelassen hat und ich die Hunde gefüttert habe, fahre ich mit Selina in die Klinik. Es wird ihr der Druckverband abgenommen; die Schwellung ist merklich zurückgegangen. Die medikamentöse Behandlung soll aber noch einige Tage fortgesetzt werden. 

Wir bugsieren Priao Wan in die Box und ich fahre mit den Hunden nach Naklua, um Priao Wan wieder bei ihrer Pflegemutter abzusetzen. Priao Wan wird freudig empfangen und ist offensichtlich froh wieder zu Hause zu sein. 

Obwohl es schon lange dunkel ist, begrüßen mich am Tor außer den großen Hunden nun auch schon die Welpen. Sie haben ja reichlich Onkel und Tanten von denen sie viel lernen können.

Dienstag, 24. November 2015

Gerade als ich mit meinen morgendlichen Arbeiten fertig bin, kommt Mali mit zwei Pick-ups, um die Möbel aus Dereks Wohneinheit nach Tha Mai zu transportieren. Das wirft meinen Zeitplan um. Ich hatte vor, mir bei der Ausländerbehörde eine Wohnsitzbescheinigung und in einem Krankenhaus ein Gesundheitszeugnis zu besorgen. Diese beiden Dokumente benötige ich um einen neuen fünfjahres Führerschein zu beantragen. 

Am Morgen hatte ich bemerkt, dass Selinas linkes Bein von einer offensichtlichen Bisswunde geschwollen ist und da Snow mit der ersten Impfung dran ist, ziehe ich den Klinikbesuch dem Besuch der Ausländerbehörde vor. Selina bekommt einen Druckverband angelegt und ich erhalte abschwellende Medikamente für sie. Snow erhält außer der Impfung noch eine Ivermectin Injektion. 

Nachdem ich Selina und Snow wieder zu Hause abgeliefert habe, fahre ich erneut in die Stadt, um an dem Vorbereitungstreffen der Gruppe für das Meeting mit Tony teilzunehmen. Das Meeting dauert mehr als zwei Stunden. Tony erläutert der Gruppe seine Position und äußert seine Bereitschaft, die Lage in Plutaluang zu verbessern. Er ist bereit einen neuen Manager anzustellen und zu bezahlen. Weiterhin erklärt er sich bereit eine Stiftung ins Leben zu rufen, die in Zukunft die Organisation in Plutaluang übernehmen soll. Alles in allem kann ein recht ermutigendes, konkrete Schritte einleitendes Fazit gezogen werden, das der Gruppe eine Handlungsplatform bietet.

Montag, 23. November 2015

Morgens die Routine. Anschließend dusche ich Snow mit Malaseb, da an ihren Ohren ein wenig die Haut durchschaut. 

Die Welpen sind nun schon einige Tage auch nachts draußen und erobern sich allmählich immer weitere Teile von Hof und Garten. Sie sind nun nicht immer alle beieinander, sondern verfolgen schon ihre individuellen Interessen. Wenn sie mich sehen, kommen sie angerannt. Ich muss für sie wohl so etwas wie ein Leithund sein. Mum kümmert sich weiterhin gut um sie und führt ein entspanntes Leben. Sie säugt die Welpen noch und die stürzen sich immer noch auf sie, wenn sie sich anbietet aber einen Großteil der Nahrung nehmen sie nun schon als Trockenfutter auf, das ihnen offenbar sehr gut schmeckt.

Mittags packe ich alle sieben in die Box und fahre mit ihnen in die Klinik. Dr. Sam ist von seinem Training zurück. Die Welpen werden untersucht und das erste Mal geimpft. 

Ich bringe sie wieder zurück nach Hause und fahre dann zu Family Markt, vor deren Tür Jacky immer liegt. Harald und Fon erwarten mich schon und wir fahren gemeinsam in die Klinik. Nachdem sich Dr. Sam mit Dr. Kwanchai kurzgeschlossen hat, erhält Jacky eine weitere Infusion mit Vincristine, eine subkutane Infusion mit Kochsalzlösung und eine Ivermectin Injektion. 

Nachdem ich Jacky, Fon und Harald zurückgebracht habe und nach Lek geschaut habe, fahre ich nach Naklua, um Priao Wan abzuholen. Ich hatte mit Dr. Sam ihre morgige Sterilisation vereinbart. Die Frau, die Priao Wan unter ihre Fittiche genommen hat, hilft mir Priao Wan in die Box zu schieben. In der Klinik ist Priao Wan ganz brav und ich kann sie aus der Box in einen Käfig heben. Morgen Abend kann sie wieder zurück an ihren Platz. 

Es ist schon dunkel als ich wieder zurück bin. Ich sammele die Welpen ein und verteile wie jeden Abend noch einmal Trockenfutter.

Sonntag, 22. November 2015

Mittags hat sich Kurt angesagt. Er ist der Repräsentant einer weltweit operierenden Firma und hat seine Unterstützung für die Verbesserung der Lebensverhältnisse der mehr als 800 Hunde in Plutaluang avisiert. 

Ich habe Craig gebeten bei dem Meeting dabei zu sein, da er sich bereit erklärt hat, vorläufig die Projektleitung zu übernehmen. Craig erläutert Kurt in groben Zügen was in nächster Zukunft geplant ist und Kurt sagt seine Unterstützung zu vorausgesetzt, dass Tony kooperiert. Es ist ein Meeting der Gruppe mit Tony für übermorgen angesetzt.

Samstag, 21. November 2015

Normalerweise bringe ich Ba Bät zur Monatsmitte immer die zweite Hälfte Reis, aber bei meinem letzten Besuch im Wat habe ich sie nicht finden können und so liefere ich ihr den Reis heute ab. Zu fressen haben die Hunde ja immer genug, da ich ihnen auch Trockenfutter gebe. Heute habe ich genug Zeit und auch das Wetter spielt mit, sodass wir wieder unseren Strandgang unternehmen können, den die Hunde so sehr lieben. 

Im Baan Amphur Futterhandel kaufe ich drei Sack Trockenfutter und Katzenstreu. Dann fahre ich zur Thepprasit Road und ziehe Yuka die Fäden. Ihre Wunde sieht zwar nicht optimal aus, wird aber wohl gut zuheilen. Der Kragen ist natürlich schon lange weg. 

Cindy von K9Aid macht mich auf einen Hund im Jomtien Complex aufmerksam, der wohl eine offene Wunde am Kopf aufweist. Ich finde die beschriebene Stelle, kann den Hund jedoch nicht finden. Leute, die ich befrage, kennen den Hund nicht. 

Wan Song hat mich gebeten, ihr wieder einen Sack Trockenfutter vorbeizubringen. Sie erinnert mich an Priao Wan, eine Hündin, die von ihrer Besitzerin aufgegeben wurde, als diese verzog. Wan Song und eine weitere Anwohnerin kümmern sich nun um Priao Wan und ich hatte versprochen sie sterilisieren zu lassen. Priao Wan fletscht die Zähne als ich mich ihr nähere aber bald ist das Eis gebrochen und ich verspreche Wan Song so bald wie möglich einen Termin für sie bei Dr. Sam zu bekommen.

Freitag, 20. November 2015

Alle Hunde sind wohlauf, auch die Welpen, sodass ich mich gleich an die Arbeit machen kann. Am späten Vormittag muss ich auf die Ausländerbehörde um mich wie alle drei Monate zu melden. Für alle, die sich in den Thailändischen Verhältnissen nicht auskennen, diese Regelung gilt auch für Nicht-Vorbestrafte. Anschließend fahre ich in die Thepprasit Road, wo ich dem räudigen Rüden endlich mal die volle Dosis Ivermectin geben kann. Ich fahre weiter, um nach Lek zu sehen. Der frisst gerade seine Reisportion und sieht gut aus. Die Schwellung auf seinem Nasenrücken ist nicht wieder aufgetreten.

Anschließend hole ich Harald und Fon ab. Jacky sehe ich nun zum ersten Mal nach seiner Operation bei Dr. Kwanchai. Die Geschwulst auf seiner Nase ist beseitigt und das Loch neben seinem linken Auge zugeheilt. Zu Hause macht Harald einige Fotos von den Hunden und tuned meinen Computer. Auf dem Wege zurück halten wir bei Dr. Kwanchai um zu erfahren, was er bei Jacky diagnostiziert und wie er ihn behandelt hat. Dr. Kwanchai hat einen Tumor entfernt, der sich in die Stirn und durch den oberen Gaumen gefressen hatte. Der obere Teil des Tumors konnte entfernt werden, der untere Teil, der den Gaumen angegriffen hatte, nur zum Teil. Jacky hat eine Chemotherapiebehandlung erhalten. Auf Anraten Dr. Kwanchais soll diese Behandlung fortgesetzt werden. Danach will er schauen, ob eine erneute Operation notwendig ist. Die Doxicyclinvergabe solle fortgesetzt werden. Sobald Dr. Sam wieder im Lande ist, werde ich dafür sorgen, dass die beiden Ärzte Jackys Weiterbehandlung aufeinander abstimmen.

Donnerstag, 19. November 2015

Die Welpen haben zusammen mit den großen Hunden die Nacht gut überstanden. Snow gewöhnt sich nun auch allmählich daran nachts draußen zu bleiben und ihr Drang ins Haus zu wollen lässt nach. 

Nachdem ich die notwendigen Arbeiten erledigt habe, fahre ich nach Naklua und hole Amporn ab. Amporn arbeitet wieder den ganzen Tag im Haus und das ist am Nachmittag dann auch nicht zu übersehen. Ich habe viel im Garten zu tun und gebe Arnie zwischendurch eine Infusion. 

Die Welpen haben heute Geburtstag, sie sind nun sechs Wochen alt. Alle sieben entwickeln sich normal und scheinen ihre Tage zu genießen. Sie laufen ohne Ängste zwischen den großen Hunden herum und Mum hat ihre Zickereien zurückgefahren. Auch sie scheint sich mittlerweile sehr wohl bei uns zu fühlen und hat ihren Platz in der Meute gefunden.

Am Spätnachmittag kommt Mali und holt Sparky ab, die ich gerade zuvor wie auch Jira gebadet hatte. Hoffen wir, dass Sparky, die ja alle Voraussetzungen erfüllt ins Ausland adoptiert zu werden, bald ein neues Heim findet. Bei uns hat sie sich ja offensichtlich sehr wohl gefühlt aber war zuweilen schon etwas anstrengend. So habe ich mich von ihr mit einem weinenden und einem lachenden Auge verabschiedet. 

Nachdem ich Amporn zurückgebracht habe fahre ich zum Best. Dort treffe ich auf Rudi, der von mir 16 mg Ivermectin bekommt. Sein Fellzustand ist nach wie vor zufriedenstellend und es scheint ihm auch sonst gut zu gehen. 

Da der Himmel in der Nacht klar ist lasse ich die Welpen wieder draußen. Ich denke, dass sie in wenigen Tagen soweit sind, dass sie sich bei einem Regenschauer von selbst ins Trockene flüchten können.

Mittwoch, 18. November 2015

Rika und Ryo erhalten von mir heute Morgen außer Doxycycline auch jeweils 16 mg Ivermectin, in erster Linie um Zeckenbefall zu bekämpfen. Insbesondere Ryo hat einige in den Ohren und ist unwillig sie von mir entfernen zu lassen. 

Um ein Uhr bin ich in Huay Yai und hole Nong Da und I Deang zur vierten Chemtherapiebehandlung bei Karin ab. Auf dem Weg zu ihr halte ich in Tongklom und verabreiche Gati 24 mg Ivermectin. Gatis Fellzustand hat sich schon merklich gebessert und ich bin zuversichtlich ihn genauso wie Anika vollständig von der Räude heilen zu können, da es  offenbar die Sarcoptic Variante ist. Die Behandlung von Nong Da und I Daeng ist wieder völlig problemlos, beide Hunde sind von der ganz lieben Art. Nach einer guten Stunde sind die beiden wieder an ihrem Platz. Zwei weitere Behandlungen sind noch geplant. 

Von Huay Yai aus fahre ich weiter nach Baan Amphur und versorge die Hunde im Wat. Auf dem Weg zurück in die Stadt halte ich an der Thepprasit Road und kann dem räudigen Rüden immerhin 8 mg Ivermectin schmackhaft machen. Malee sehe ich auch und kann ihr ebenfalls 8 mg geben. 

Am frühen Abend treffe ich mich erneut mit der Plutaluang Gruppe. Das Treffen ist wieder sehr anregend und die Arbeit geht in die richtige Richtung. Zurück im Haus lasse ich die Welpen heraus und da der Wetterbericht keinen Regen voraussagt, lasse ich sie auch zum ersten Mal die ganze Nacht draußen schlafen.

Dienstag, 17. November 2015

Morgens die übliche Routine mit dem Unterschied, dass ich mir die Reinigung des Wohnraumes sparen kann, da kein Hund über Nacht im Haus war. Snow hat es auch durch die Nacht gebracht, wenn auch unter Protest am frühen Abend. Tagsüber ist ihr Bedürfnis ins Haus zu kommen weniger groß, da sie sich im Kreise der großen Hunde recht wohl fühlt. Nina allerdings nutzt jede Gelegenheit sich durch die Tür zu drängeln; sie freut sich immer diebisch wenn sie mir ein Schnippchen schlagen kann und lässt sich willig einfangen und wieder rausschmeißen. 

Am frühen Nachmittag besuchen uns Tina und Steve. Nachdem sich die beiden ausgiebig mit den Hunden beschäftigt haben, gehen wir ins Haus und führen einen regen Gedankenaustausch. Anschließend füttere ich die Hunde wie jeden Abend und sammele die Welpen ein, die schon todmüde schlafen. Sie bekommen ihr Futter im Vorratsraum, nachdem ich sie ein drittes Mal entwurmt habe. Trotz der Proteste von Snow und Nina bleiben alle Hunde wieder draußen. 

Mum schläft mittlerweile mit den anderen Hunden auf der großen Terrasse. Ihre Eingliederung hat keine Probleme bereitet. Als Opfer müssen zuweilen Nura, Lina, Nadia, Isi, Yota, und wenn Skinny mal herauskommt, auch sie herhalten. Es bleibt aber meistens bei Scheinattacken und sobald ich dazwischen gehe, trollt sich die Meute wieder. Der Instinkt "Beute" zu jagen ist ja anscheinend tief verwurzelt und schwer zu kontrollieren. Wenn die Meute mal einen am Wickel hat, hilft bittendes Flehen nicht mehr, sondern nur noch massives Eingreifen. Läuft aber die "Beute" davon bin ich machtlos und kann nur hoffen, dass nichts Schlimmes passiert. Das ist bis jetzt auch der Fall gewesen. Ich weiß ja, dass die Hunde ihren Instinkten nichts entgegensetzen können und von daher unschuldig sind. Ich habe aber auch einen "Instinkt" nämlich den, mich auch die Seite der Schwachen zu schlagen und deswegen kann mich solch eine Jagerei schon mal richtig böse werden lassen.

Montag, 16. November 2015

Jacky ist seit heute Nachmittag wieder an seinem Platz. Die genauen Umstände seiner Wiederfindung darf ich nicht verraten, nur soviel sei gesagt, die ausgesetzte Belohnung wird nicht ausgezahlt. Ich weiß schon seit gestern, dass Jacky sich in einer Klinik befindet und dort auch an seiner Geschwulst operiert wurde. Die Bestätigung, dass Harald und Fon ihn in Empfang nehmen konnten, erhalte ich aber erst am frühen Abend.

Meine Behinderung bildet sich allmählich zurück. Ich kann wieder mein volles Pensum absolvieren und noch ein wenig mehr. Haus und Hof müssen sich in vorzeigbaren Zustand befinden, da ich morgen Nachmittag Besuch von K9Aid erwarte. Ich kann nur hoffen, dass sich die Hunde benehmen werden.

Die Welpen sind den ganzen Tag draußen und laufen zwischen den großen Hunden her. Interessanterweise beschäftigt sich das Raubein Bunnie mit ihnen; sie lässt die Welpen auf sich herumkrabbeln, was diesen offensichtlich großen Spaß macht. Ich habe nie gesehen, dass Mum das auch zugelassen hätte. Die Welpen bekommen die zweite Entwurmung. Würmer haben sie aber offensichtlich keine, denn die müssten nach der ersten Entwurmung ausgeschieden worden sein. 

Am frühen Abend gibt es eine Runde Rippchen. Dass dabei einige Aggressionen zutage treten ist wohl nicht zu vermeiden. Zumindest ich versuche ruhig zu bleiben und aufkommende Kabbeleien zu schlichten. 

Snow, die bis gestern nachts immer im Haus war, bleibt ab heute draußen, genau wie Nina, die schon die vergangenen zwei Nächte draußen übernachtet hat. Snow ist nun nicht mehr so zerbrechlich und kann die Nacht auf der kleinen Terrasse zusammen mit Isi, Arnie und Nina verbringen.

Sonntag, 15. November 2015

Heute Morgen wache ich mit komplett verschwollenen Augen auf. Das rechte Auge ist total zu und mit dem linken kann ich gerade noch durch einen milimeterbreiten Spalt sehen. Drei Schwellungen habe ich auch noch auf der Platte und beide Ohren sind ebenfalls betroffen. Die Bisse jucken wie blöde und das ganze Augenreiben hilft nicht gerade. Die Arbeit muss aber trotz der Behinderung gemacht werden und so kämpfe ich mich durch die morgendliche Routine. Mittags kann ich auch mit dem rechten Auge wieder etwas sehen aber auch nur, wenn ich den Kopf in den Nacken lege. 

Am Nachmittag gebe ich Nema die Infusion, entwurme die Welpen und repariere die gebrochene Wasserleitung. Ab und zu gibt es einen kurzen Schauer und ich muss die Welpen ins Trockene retten, ansonsten sind sie jedoch überwiegend draußen und laufen mittlerweile schon über den Hof. 

Snow lasse ich nun bereits ein wenig Trockenfutter fressen. Sie hat immer noch einen riesigen Appetit und es scheint, dass sie ein wenig zugelegt hat. Die Gewichtszunahme müsste man mit einer Briefwaage erfassen, die ich nicht habe. Sie ist ebenfalls den ganzen Tag draußen und spielt viel mit Nina.  

Arnie und Mum bekommen von mir abends Rippchen, Arnie muss einfach noch kräftiger werden und Mum stillt ja immer noch.

Samstag, 14. November 2015

Heute muss ich mich mit meinen morgendlichen Arbeiten beeilen, da ich um zehn Uhr Amporn aus Naklua abhole. Amporn setzt heute die Grundreinigungsarbeiten im Haus fort. Draußen habe ich auch genug zu tun. Zwei Bäume sind unter der Last ihrer Zweige und Früchte schwer eingeknickt und müssen radikal beschnitten werden. Etliche Palmwedel müssen ebenfalls entsorgt werden. Bei diesen Arbeiten attackieren mich Feuerameisen. Die Bisse dieser winzigen Viecher verursachen starke Schwellungen. Leider haben mich einige auch am Kopf erwischt. 

Die Welpen sind solange mit draußen bis ein Gewittersturm einsetzt. Sie erkennen mittlerweile meine Stimme und kommen angerannt, wenn ich sie rufe. Wenn ich sie aufnehme, schauen sie mich aufmerksam an. Die fünf weißen Welpen kann ich immer noch nicht auseinander halten, nur den mit der Augenentzündung erkenne ich und auch nur deshalb weil ich ihm ein Bändchen umgebunden habe. Die Entzündung ist nun vollkommen abgeklungen und das betroffene Auge sieht normal aus. 

Kurz bevor ich Amporn am Nachmittag zurückbringen will bricht mir eine Gartenwasserleitung, sodass ich das Wasser abstellen muss. Glücklicherweise verfügt das Haus über zwei Kreisläufe, sodass ich den Schaden morgen beheben kann. 

Auf dem Rückweg hole ich mir flüssige Entwurmung für die Welpen. Am Abend erhält Arnie von mir eine Infusion. Nema hat sich unter den Büschen verkrochen und ist dann eben morgen dran.

Freitag, 13. November 2015

Heute Vormittag lasse ich die Welpen das erste Mal tiefes Gras erkunden. Sie sind nun bereits recht agil und laufen flink über die Grasfläche und begeben sich anschließend mit Mum unter den Büschen zur Ruhe. Da sie sich nun seit einigen Tagen immer wieder draußen befinden, suche ich sie nach Zecken ab und finde auch welche. Die großen Hunde bleiben nach der Vergabe von Ivermectin recht gut von den Plagegeistern verschont. Vereinzelt finde ich aber immer wieder welche. Den Zecken wird man einfach nicht Herr, wenn man nicht dauernd die Chemiekeule schwingen will.

Am frühen Nachmittag treffe ich mich mit Harald und Fon in Jomtien. Eigentlich haben wir vor nach Sri Racha zu fahren, um im städtischen Shelter nach Jacky zu forschen. Mittlerweile scheint aber klar zu sein, dass eine Privatperson Jacky abgeholt hat. Eine Frau, die einen kleinen Stand betreibt und weiß, dass Hararad und Fon sich um Jacky kümmern, hat gesehen dass eine Thai Frau in Begleitung ihres minderjährigen Sohnes Jacky in ihren Toyota Avanza eingeladen hat. Die Standfrau hat gemeint, dass dies mit Zustimmung von Harald und Fon geschah. Wenn die Frau Jacky helfen wollte, warum hat sie mich dann nicht angerufen oder auch ein behandelnder Veterinär? 

Das Jacky in Sri Racha gelandet ist, ist somit sehr unwahrscheinlich und deswegen entscheiden wir ihn dort nicht zu suchen. Der Facebook Eintrag mit dem Suchaufruf von Michael in Thai mit einer ausgesetzten Belohnung hat zwar 25,000 Leser erreicht, aber einen Hinweis auf den Verbleib von Jacky blieb aus. Harald und Fon wollen noch eine andere Spur verfolgen, aber für heute können wir weiter nichts mehr machen. 

Deshalb fahre ich zum Wat und versorge die Hunde dort. Nach einiger Zeit wieder machen wir auch unseren Strandspaziergang. Von den Vorhallenhunden sind nun nur noch zehn übrig, es sind Shana, Scottie, Jake, Jimbo, Jaha, Chuki, Panya, Satya, Nico und Asa. Prince, Rocky und Toby halten sich bei den Booten auf, Carla am Sala und Bonnie und Tessa außerhalb der Tempelmauer. Die beiden habe ich allerdings wieder schon einige Zeit nicht mehr gesehen. 

Auf dem Rückweg halte ich an der Thepprasit Road und schaue nach Yuka. Ihre Sterilisationswunde ist gut verheilt und ich kann ihr die Fäden in einigen Tagen ziehen. Malee sehe ich nicht, dafür aber ihren Bruder, dessen Räude sich wieder verschlimmert hat. Ich hatte Khun Daeng und dem Wachman jeweils zwei Packungen Ivermectin gegeben, aber sie haben es entweder versäumt das Medikament zu verabreiche oder der Rüde hat es nicht fressen wollen. Auch von mir nimmt er leider nur ein Wurstsückchen mit 8 mg und ist nicht zu bewegen weitere Wurstsückchen zu fressen. Wenn Hunde, denen man eigentlich leicht helfen kann sich nicht helfen lassen wollen, das ist das Frustrierenste an meiner Arbeit. Solche Begebenheiten hängen mir immer lange nach.

Donnerstag, 12. November 2015

Während ich meine Gartenarbeit verrichte setze ich nun immer die Welpen nach draußen auf die erhöhte Rabatte. Den braunen männlichen muss ich öfters am Boden aufsammeln, da er offenbar auch das weitere Anwesen erkunden möchte. Wenn das der Fall ist, versammeln sich um ihn einige der großen Hunde und beschnuppern den Welpen freundlich. Mum hat nichts dagegen einzuwenden. Sie ist nun in der Phase, wo ihr die Welpen schon mal lästig werden können und sie mischt sich immer öfter unter die anderen Hunde.

Am frühen Nachmittag und nachdem ich die Welpen wieder im Vorratsraum untergebracht habe, fahre ich mit Arnie und Nema, die sich nun beide widerstandslos in Käfig und Box sperren lassen, in die Klinik. Die Blutabnahme dauert nur Minuten und wir sind wieder unterwegs nach Hause. Auf halber Strecke geraten wir in einen Wolkenbruch und Arnie wird nass, obwohl ich ein Tuch über den Käfig gespannt habe. Das schützt aber eher gegen die Sonne als gegen Platzregen. Deshalb nehme ich Arnie mit ins Haus, damit er wieder trocken wird. Nema ist in der Box trocken geblieben und bleibt draußen. 

Albi ruft mich an und fragt um Rat, da Juma möglicherweise von einer Allergie geplagt wird. Ich empfehle sie auf Trockenfutter umzustellen und sie täglich mit klarem Wasser zu duschen. 

Da es dauerhaft regnet, fällt die eigentlich geplante Fahrt zum Wat und zur Thepprasit aus. Snow erholt sich weiterhin gut und bekommt nun täglich etwas mehr zu fressen. Ich lasse sie schon mal nach draußen, aber sie will immer wieder schnell ins Haus zurück. Snow versteht sich mit allen Hunden gut und versucht mit ihnen Freundschaft zu schließen, was gut ankommt. Wenn Nina im Haus ist spielen die beiden zusammen, was sichtbar Snow gut tut.

Am frühen Abend teilt mir Dr. Sam mit, dass die Testergebnisse für Arnie und Nema gut ausgefallen sind. Die Hämatokritwerte sind bei beiden immer noch nicht im Normalbereich, aber nicht weit davon entfernt. Nemas Creatininewerte sind im Normalbereich und Arnies Werte haben sich verbessert. Nema soll nun nur noch einmal die Woche eine Infusion bekommen und Arnie alle drei Tage eine.

Mittwoch, 11. November 2015

Nachdem ich meine Hausaufgaben erledigt habe fahre ich am frühen Nachmittag nach Huay Yai und hole Nong Da und I Daeng ab. Sie sind wieder für ihre wöchentliche Chemoinfusion dran. Glücklicherweise sind beide Hunde sehr pflegeleicht und so sind sie leicht einzufangen und lassen sich willig in Box und Käfig schieben. Dr. Praew hat Visite bei Karin, um die zahlreichen TVT Fälle zu behandeln. Nong Da und I Daeng werden gleich rangenommen und die Prozedur dauert nicht länger als eine halbe Stunde. So sind die beiden Hunde schon nach einer Stunde wieder zurück an ihrem Platz. Äußerlich kann man ihnen ihre Krebserkrankung nicht mehr ansehen, aber es müssen wohl noch drei weitere Termine eingeplant werden. 

Eigentlich will ich noch am späten Nachmittag mit Arnie und Nema zur Blutabnahme fahren und Arnie ist schon verladen, aber Nema entzieht sich mir und so blase ich die Aktion ab.  

Snow ist weiterhin auf dem Wege zur Besserung. Sie bekommt nun etwas mehr Nassfutter über den Tag verteilt und hat weiterhin großen Appetit. Sie würde sich wahrscheinlich den Bauch vollschlagen wenn ich sie nur ließe, aber das darf ich nicht zulassen, da ihr Darm noch nicht wieder seine volle Funktion besitzt. Zugenommen hat sie bisher nur unmerklich, aber sie ist agil und aufmerksam.

Dienstag, 10. November 2015

Die Welpen wachsen und gedeihen. Wenn ich sie allesamt in einem Container nach draußen trage, fühlt der sich schon richtig schwer an. Wenn die Welpen draußen sind und sich die anderen Hunde ihnen nähern ist Mum nicht mehr so aggressiv zu ihnen. Sie hat wohl gemerkt, dass von ihnen für die Welpen keine Gefahr ausgeht und so lässt sie sie nun auch schon mit den anderen Hunden allein und streift durchs Gelände. 

Der Welpe mit dem entzündeten Auge bekommt weiterhin etwa alle vier Stunden Augentropfen verabreicht. Ich kann nun kaum noch einen Unterschied zwischen den beiden Augen ausmachen. 

Am Nachmittag fahre ich mit Arnie und Nema in die Klinik, stehe dort aber vor verschlossener Tür. Dr. Sam teilt mir später mit, dass er dringend nach Bangkok musste und keine Zeit hatte mich zu informieren. 

Ich weiß nicht ob die Hunde die morgendliche Reisspeisung vermissen, das Trockenfutter morgens und abends wird aber auch gern angenommen. Arnie bekommt nach wie vor auch noch ein paar Minirippchen serviert. Er hat zwar etwas zugenommen, aber seinen Zustand vor der Erkrankung noch nicht wieder erreicht. Ich glaube, dass er zumindest etwas von seiner Sehfähigkeit zurückerlangt hat, denn er bewegt sich ziemlich sicher unter den anderen Hunden und hat auch wieder an Selbstbewusstsein zurückgewonnen.

Montag, 9. November 2015

Ich rufe Harald morgens an um zu erfahren ob er mittlerweile weiß wer Jacky deportiert hat. Das ist leider nicht der Fall und so schlage ich vor Jacky in Plutatluang zu suchen. Mittags treffe ich mich mit Harald und Fon. 

Wir fahren zunächst zum Wat um die Hunde zu versorgen. Leider muss ich nun endgültig zur Kenntnis nehmen, dass Lizzy nicht mehr unter uns ist. Sie wird wohl auch einem Giftanschlag zum Opfer gefallen sein, denn sie war kerngesund. Jira möchte am liebsten mit uns fahren und ich verspreche ihr, sie bei meinem nächsten Besuch mit zu uns zu nehmen, da sie mal wieder etwas Pflege benötigt. 

Nachdem man uns in Plutaluang den Zutritt gewährt hat, schauen wir in das Gehege der neu eingefangenen Hunde in dem sich etwa zwanzig Hunde befinden. Jacky ist nicht darunter. Im hinteren Bereich gibt es zwei Gehege für Krebshunde, eines für die weiblichen und eines für die männlichen Hunde. Aber auch dort finden wir Jacky nicht. Der Manager teilt uns mit, dass es noch ein Auffanglager in Sri Racha gibt, in dem auch Hunde aus Pattaya landen. Harald hatte schon gestern mit Neo gesprochen und ruft ihn wieder an um zu erfahren wo sich dieses Lager befindet. Neo teilt ihm mit, dass ein solches Lager in Sri Racha nicht bestehe. Wir müssen also unverrichteter Dinge wieder zurückfahren. Harald will morgen versuchen Leute zu befragen, die angeblich gesehen haben wie Jacky eingefangen wurde. 

Da ich nun die Box frei habe, fahren wir wieder zum Wat und ich lade Jira ein. Nachdem ich Harald and Fon abgesetzt habe, fahre ich in die Klinik und hole Snow ab. Sie soll nun viermal täglich eine Woche lang mit Wasser vermischtes Nassfutter bekommen, bevor sie dann allmählich wieder normal fressen darf. Zu Hause frisst sie mit großem Appetit und hat vor allem das Bedürfnis zu kauen. Einen Kauknochen, den sie nach dem Nassfutter bekommt, gibt sie sich Begeisterung hin.

Sonntag, 8. November 2015

Die morgendlichen Arbeiten beschäftigen mich nun immer bis zur Mittagszeit. Am Nachmittag habe ich eigentlich vor Nema und Arnie in die Klinik zur Blutabnahme zu bringen. Ein neuer Test soll Aufschluss geben, ob weitere Infusionen notwendig sind. Vom äußeren Erscheinungsbild und von ihrem Verhalten zu urteilen müssten Nemas Werte wieder zufriedenstellend sein; bei Arnie bin ich mir da nicht so sicher. Kurz bevor ich mich mit den beiden auf den Weg machen will, ruft mich Klaus an und teilt mir mit, dass die Sukhumvit wieder unter Wasser steht und deswegen verschiebe ich den Termin auf morgen. 

Das entzündete Auge des Welpen sieht fast wieder normal aus. Nach Absprache mit Dr. Sam soll die Behandlung nun nur noch alle vier Stunden erfolgen und in drei Tagen abgesetzt werden.

Alle Welpen, auch das mit dem Augenproblem, scheinen sich normal zu entwickeln. Sie sind nun viereinhalb Wochen alt. Mum fühlt sich wohl bei uns und frisst mindestens doppelt soviel wie die anderen Hunde. Mittlerweile machen sich die Kleinen auch schon über das Trockenfutter her. Ich gebe ihnen proteinreiches Welpenfutter, das sie offenbar schon gut verdauen können.

Samstag, 7. November 2015

Nachdem ich alle meine Arbeiten erledigt habe, fahre ich zum Meeting der deutschen Sektion des Expat Clubs. Dort treffe ich ein Vorstandsmitglied an, dass sich bereit erklärt meine Sache zu unterstützen. Das wäre dann die letzte notwendige Stimme für das erforderliche Quorum.

Am Nachmittag ruft mich Harald an und teilt mir mit, dass Jacky von der Stadt fortgeschafft wurde. Das Halsband mit meiner Nummer darauf hat also nichts genützt. Dr. Kong, der Verantwortlich der Stadt für Plutaluang ist nicht zu erreichen. Ich kontaktiere April, die am Wochenende immer in Plutaluang nach den Hunden sieht. Sie ist jedoch schon am Vormittag dort gewesen. April hat Jacky in dem Gehege der neu eingefangenen Hunde nicht gesehen. Wir werden also am Montag erneut versuchen herauszufinden, wohin Jacky verbracht wurde, damit seine Krebsbehandlung fortgesetzt werden kann. 

Mum und die Welpen sind jetzt tagsüber, wenn ich im Hause bin, draußen. Ab und zu fällt mal ein Welpe von der erhöhten Rabatte, aber die Kleinen sind ja aus Gummi und tun sich nichts. Die großen Hunde beschnuppern sie dann neugierig aber Bedenken, dass einer von ihnen den Welpen etwas antut muss ich nicht haben. Mum ist bereits halbwegs in die Meute integriert. Sie läuft nun ab und zu durchs Gelände und ist auch immer dabei, wenn es mal was außer der Reihe gibt. 

Coco und Patty sind auch so aufgenommen worden als wären sie nie weg gewesen. Isi und Nina sind nachts nun dauerhaft draußen und haben es auch akzeptiert. Nina ist ja voll aufgenommen worden wie Rocco auch und auch Isi kommt nun etwas besser mit den anderen Hunden klar. Arnie kommt trotz seiner Blindheit recht gut zurecht. Da er nachmittags auffallend ruhig und zurückgezogen ist, nehme ich ihn bis zum späten Abend zu mir rein. Er erholt sich aber wieder und begleitet mich bei meiner Schlussrunde draußen. Die Einzige die sich noch dauerhaft absondert und nur ab und zu ihren Platz verlässt, ist Skinny. Ob ich ihr jemals nahe kommen kann weiß ich nicht. Meine zarten Annäherungsversuche finden bei ihr keine Gegenliebe.

Freitag, 6. November 2015

Alle Hunde haben die Nacht draußen unbeschadet überstanden und ich konnte sogar auch mal wieder eine Stunde länger schlafen. Mit den Arbeiten muss ich mich heute Morgen beeilen, da Harald mit Jacky um 11 Uhr in Jomtien auf mich wartet. 

Jacky ist mit seiner zweiten Chemotherapiebehandlung dran. Die Schwellung auf seinem Nasenrücken ist nicht kleiner geworden was zu erwarten gewesen wäre wenn die Ursache TVT ist. Um eine genauere Diagnose stellen zu können, muss ein zytologischer Test vorgenommen werden. Jacky wird etwas Flüssigkeit aus der Beule entnommen. Das Ergebnis wird in zwei Wochen vorliegen. 

Ich habe noch den Welpen mit der Augenentzündung mitgebracht. Die Entzündung ist schön zurückgegangen, aber die Behandlung mit Tobrex muss fortgesetzt werden. Coco, Amy und Yuka haben die Sterilisation gut verkraftet. 

Wir laden Jacky und Yuka ein und liefern Yuka zuerst an der Pattaya Mail ab. Da die Wachleute nicht da sind, bitte ich eine Angestellte ihnen die Medikamente zu geben. Danach bringen wir Jacky zurück. Er bekommt ein Halsband umgelegt, damit er nicht womöglich deportiert wird. Ich gebe Harald auch die Telefonnummer von Dr. Kong, dem Verantwortlichen für Plutaluang. 

Anschließend fahre ich zurück zur Klinik und hole Coco, Amy und den Welpen ab. Snow frisst gut, erbricht sich nicht und hat keinen Durchfall. Sie möchte auch gern mitkommen, muss aber noch bis morgen in der Klinik bleiben. 

Nachdem ich die Hunde abgeliefert und die Welpen wieder in den Vorratsraum gebracht habe, fahre ich wieder in die Stadt um Richard vom Expat Club zu treffen. Er möchte sich Rechnungen von Dr. Sam ansehen. Von den 17 Vorstandsmitgliedern haben sich 14 bereits positiv geäußert mich unterstützen zu wollen. Ein Vorstandsmitglied ist nicht zu erreichen und zwei weitere sind aus der deutschen Sektion. Da die morgen ihr monatliches Treffen haben, werde ich mich dort mal blicken lassen, um die letzten beiden Stimmen auch auf meine Seite zu bringen. 

Die Hunde haben ohne mich gut ausgehalten und scheinen die neue Situation nun akzeptiert zu haben.

Donnerstag, 5. November 2015

Pünktlich um halb sieben schmeißen mich Nina, Arnie und Isi aus dem Bett. Rocco hat sich mittlerweile daran gewöhnt draußen zu übernachten und Pranas Drang ins Haus zu schlüpfen hat nachgelassen seitdem Ui nicht mehr da ist. 

Nachdem ich alle Arbeiten erledigt habe, hole ich Amporn ab, die sich bereit erklärt hat, das Haus zu putzen. Zu Amporn habe ich ein sehr gutes Verhältnis und sie freut sich auch mir helfen zu können. Während Amporn putzt, sind alle Hunde draußen. Isi und Nina versuchen zwar immer wieder hineinzuschlüpfen und insbesondere Isi fällt es sehr schwer draußen zu bleiben und sie bittet mich inständig sie hereinzulassen. Ich bin jedoch ausnahmsweise mal konsequent und nach einer Weile akzeptiert sie es mit Arnie und Nadia auf der kleinen Terrasse zu liegen. 

Die Welpen liegen mit Mum tagsüber auf dem erhöhten, ummauerten Grasbeet. Ab und zu macht Mum einen Ausflug ins Gelände, um sich ihren Mutterpflichten zu entziehen. Wenn aber einer der anderen Hunde den Welpen zu nahe kommt, ist sie zur Stelle und wird giftig. Mum fasst allmählich etwas mehr Zutrauen zur neuen Umgebung und auch zu mir aber streicheln lässt sie sich noch nicht. Sie hat aber nichts dagegen wenn ich die Welpen aufnehme. So kann ich dem Welpen mit dem entzündeten Auge regelmäßig Augentropfen verabreichen. 

Um fünf Uhr fahre ich Amporn nach Hause. Das Haus sieht um Längen sauberer aus, aber es ist noch etliches zu tun bis es wirklich vorzeigbar ist. Amporn erklärt sich bereit bis auf Weiteres jeden Donnerstag zu mir zu kommen, um mir den Hausputz abzunehmen. 

Nachdem ich sie bei sich zu Hause abgesetzt habe, fahre ich zu Wan Song, um ihr einen Sack Trockenfutter für die Naklua Hunde zu bringen. Am ehemaligen Schrottplatz treffe ich auf Khiaow, Yumi und Luna (1). Alle drei sind in prima Verfassung. Sie werden ja von Wan Song versorgt und wahrscheinlich auch von den Leuten, vor deren Türen sie liegen. 

Dr. Sam ruft mich an, dass er die Klinik heute Abend schon früher schließt und so verabreden wir, dass ich die Coco, Amy und Yuka morgen abhole. Snow hat tagsüber etwas zu fressen und zu trinken bekommen und auch Appetit gehabt. Dr. Sam möchte sie noch 48 Stunden lang beobachten. Wenn der Heilungsprozess weiter so positiv verläuft, kann Snow dann danach wieder zu uns kommen. 

Mittlerweile haben es die Hunde wohl akzeptiert auch mal allein im Haus zu sein. Sonst war ja entweder Ui oder ich bei ihnen. In den ersten Tagen waren sie sichtbar verunsichert und die Hunde im Haus hatten einigen Blödsinn angestellt. Nun scheinen sie jedoch verstanden zu haben, dass ich zurückkomme wenn sie allein gelassen werden. 

Ich nehme den Hausputz zum Anlasse heute Nacht alle Hunde draußen zu lassen. Nina jammert zwar ein wenig und Arnie will auch partout ins Haus aber da ich keinen von ihnen hereinlasse, verebben die Proteste schnell und die Nacht ist erstaunlich ruhig. Auch wenn ich die Hunde immer gern bei mir im Zimmer hatte so genieße ich es nun doch auch mal allein in einem sauberen, gut riechenden Haus zu sitzen. Leila ist natürlich noch bei mir und scheint die ungestörte Ruhe ebenfalls zu schätzen.

Mittwoch, 4. November 2015

Morgen und Vormittag sind wieder ausgefüllt mit den notwendigen Arbeiten. Mittags kommen Mali und Derek und danach besucht mich mein amerikanischer Freund John, der sich einen Job auf Ko Chang geangelt hat. Am späten Nachmittag holt Mali die Futterspende von Heidi und Rene ab. 

Anschließend fahre ich mit Coco, Amy und einem Welpen in die Klinik. Coco und Amy sollen morgen sterilisiert werden und der Welpe hat ein entzündetes Auge. Dr. Sam empfiehlt, ihm alle zwei Stunden Tobrex Augentropfen zu verabreichen. Ich fahre weiter zur Thepprasit Road um Yuka abzuholen. Sie ist der letzte weiblich Welpe, der noch übriggeblieben ist. Sie soll morgen ebenfalls sterilisiert werden.  

Snow geht es mit jedem Tag besser. Sie ist sehr agil und protestiert vehement gegen ihre Gefangenschaft. Morgen soll sie wieder etwas zu fressen bekommen. Ich hoffe sie in drei Tagen dann wieder zu mir nehmen zu können.

Dienstag, 3. November 2015

Heute Morgen wecken mich Nina und Isi, die um halb sieben schon putzmunter sind, während ich mich mit halb geschlossenen Augen durch sie hindurch navigiere. Normalerweise legen sie sich und die anderen Hunde spätestens so gegen acht Uhr zur Ruhe; ich allerdings der ich ein Nachtmensch bin, komme selten vor ein Uhr ins Bett. 

Während ich Hof und Garten säubere, sehe ich zu meiner großen Freude Nadia versteckt in einer Ecke neben dem Geisterhäuschen liegen. Sie ist immer noch eingeschüchtert und bringe ich ihr das Futter später an den Platz, an den sie sich zurückgezogen hat. Heute gibt es keinen Reis und auf Weiteres erstmal auch nicht. Mal eine reine Trockenfutterkur schadet sicher nicht, die meisten Hunde sind sowieso zu fett. Mum und die Welpen bringe ich wieder nach draußen und schmeiße auch Arnie, Nina, Rocco und Isi raus, um in Ruhe die Innenräume säubern zu können. 

Um zwölf Uhr bin ich endlich mit allen Arbeiten fertig und fahre in die Stadt. Da der Himmel klar ist und auch die Wettervorhersage keinen Regen verspricht, lasse ich Mum und die Welpen draußen. Ich fahre in die Klinik und erkundige mich nach Snows Befinden. Dr. Sam teilt mir mit, dass der Genesungsprozess zufriedenstellend voranschreitet. Da Snow in ihrem Käfig schläft störe ich sie nicht und fahre weiter, um mich mit Rani für einen Gedankenaustausch zu treffen. Danach habe ich eigentlich vor, zu Ba Bät zu fahren, um ihr den Reis und ihre Vergütung zu bringen. Allerdings fängt es an zu regnen und so fahre ich zurück nach Hause, um die Welpen ins Trockene zu bringen. Glücklicherweise hat es in Mabprachan nicht stark geregnet, sodass die Welpen so gut wie trocken geblieben sind. 

Anschließend mache ich mich auf den Weg zum Wat, halte aber zunächst in Tongklom, wo ich Ivermectin an die Hunde verteile. Anika und Cleo erhalten eine Erhaltungsdosis und der Rüde 24 mg. Weiter geht es zu dem kleinen Laden in dem I Daeng und Nong Da versorgt werden, die ja aber momentan bei Karin behandelt werden. Ich informiere die Leute, dass die Hunde operiert wurden und nun mindestens sechs Wochen lang chemotherapiert werden. Im Restaurant nebenan schaue ich nach Som Song und Koo. Beide seien wohlauf. Ich erkläre den Leuten, dass die Fäden gezogen werden können, wenn die Wunden gut verheilt sind. Ansehen kann ich mir die Wunden nicht, da die Hunde nicht greifbar sind. 

Auf dem Tempelmarkt treffe ich Ba Bät und versorge sie mit Reis und Obolus Dann fahre ich zur Vorhalle. Asa ist wieder bei den Hunden, aber Lizzy sehe ich nicht. Da es wieder anfängt stark zu regnen, kann ich nicht nach ihr suchen. 

Ich komme im Regen zu Hause an und suche als Erstes nach Nadia, die immer noch an der gleichen Stelle liegt. Da sie offenbar Angst hat herauszukommen um sich ein trockenes Plätzchen zu suchen, nehme ich sie mit ins Haus. Nadia zeigt mir wie dankbar sie dafür ist. Nun habe ich also Isi, Arnie, Nadia, Rocco und Nina bei mir liegen. Alle schlafen friedlich während ich mich noch eine Weile am Computer entspannen kann.

Montag, 2. November 2015

Ich habe gestern vergessen zu berichten, dass, als ich zurückkehrte, Nadia von mehreren Hunden angegefallen wurde. Ich konnte die Meute erst vertreiben, nachdem ich durchs Tor war. Nadia war ziemlich verschüchtert und hatte etliche Kratzer davongetragen. Ich führte sie in den Bereich in dem Skinny liegt und verschloss die Zugangstore. Heute Morgen schaue ich nach ihr, aber sie liegt nicht mehr bei Skinny. Nadia ist schon in Naklua immer als Einzige über die Einfriedung gesprungen und so ist es für sie ein Leichtes den Bereich zu verlassen. Ich suche sie im Hof und Garten, aber sie bleibt verschwunden. Anscheinend ist sie über die Außenmauer gesprungen. Draußen finde ich sie auch nicht. Hoffentlich kommt sie wieder. 

Gestern Abend hatte ich noch Reis und Fleisch gekocht und füttere die Hunde damit, nachdem ich alle Säuberungsarbeiten erledigt habe. Neben den Arbeiten, die ich sowieso zu machen habe, muss ich nun auch Uis Aufgaben erledigen. Zudem muss der Vorratsraum, in dem Mum mit den Welpen die Nacht verbracht hat, gereinigt werden. Die Welpen produzieren nun schon erhebliche Mengen an Kot, der sich über die Fliesen verteilt. Ich nehme die Welpen nach draußen und Mum folgt mir in den Verschlag, wo ich die Welpen ins Gras setze. 

Die Medikamente müssen verteilt werden und anschließend ist Arnie mit der Infusion dran. Yvonne hat sich für 12 Uhr angemeldet und ich schaffe es gerade bis dahin fertig zu werden. Damit fällt das Frühstück nach fünfeinhalb Stunden Rödelei mal wieder aus. Yvonne bringt einen Sack Trockenfutter vorbei und zwei homöopathische Halsbänder, die angeblich vor Zecken und Flöhen schützen und nervöse Hunde beruhigen sollen. 

Um ein Uhr bin ich mit Heidi und Rene am Snoop Dog Futterhandel verabredet. Die beiden haben Geld gesammelt und kaufen Mali und mir jeweils 200 kg Trockenfutter. 

Nach einem nachmittäglichen Frühstück fahre ich in die Klinik, um mich nach Snows Zustand zu erkundigen. Auf dem Wege dorthin halte ich am Markt in der Soi Siam Country wo Wan ein paar Kilo gebratenes Hühnerfleisch für mich gekauft hat. Sie sagt, sie habe im Lotto gewonnen, ob das stimmt wage ich zu bezweifeln. Wan hat mich schon öfters bedacht; das letzte Mal mit 200 Eiern. Heute werde ich in der Tat sehr üppig beschenkt. 

Snow hat nach ihrer Operation schon wieder erstaunlich viel Energie, sogar mehr noch als in den vergangenen Tagen. Sie will unbedingt aus dem Käfig und mit mir kommen. Das geht allerdings nicht, da sie am späten Abend noch Medikamente erhalten soll. In drei Tagen kann ich sie wohl wieder mit nach Hause nehmen. Dann darf sie auch wieder essen und trinken und wird das dann auch hoffentlich ausgiebig tun. Hoffen wir, dass ihre Genesung weiterhin gut voranschreitet, sodass sie und ich auch mit ihr wieder ein normales Leben führen kann. 

Nadia ist nicht wieder aufgetaucht. Ich glaube nicht, dass sie zurückkommt. Hoffentlich täusche ich mich. Heute Nacht lasse ich Mum mit den Welpen draußen schlafen. Es wird nicht regnen und allmählich müssen sie sich an das Außenklima und die Geräusche draußen gewöhnen.

Sonntag, 1. November 2015

Heute Morgen kommt es zwischen mir und Ui zu einer unerquicklichen Auseinandersetzung über eine erneute Lohnvorauszahlung die ich ablehne, da sie bereits 75% ihres Lohnes für November erhalten hat. Das hat zur Folge, dass sich unsere Wege trennen werden. Ich bin zwar entscheidend auf Ui angewiesen, aber irgendwann ist bei mir Ende der Fahnenstange. Ui verlässt das Haus und erklärt abends ihre Sachen abzuholen. Wie die meisten ihrer Versprechungen hält sie auch diese nicht ein.

Richard vom Expat Club ruft mich an und möchte sich mit mir treffen. Er ist sich so gut wie sicher, dass der Vorstand meiner Bitte entsprechen wird, in der Zukunft einen Teil meiner monatlichen Tierarztrechnungen zu begleichen. 

Ich lade Snow ein, verschließe das Haus und fahre mit ihr in die Klinik. Dr. Sam nimmt Snow in Empfang und erklärt sie am frühen Abend operieren zu wollen. Ich fahre weiter zum Wat und versorge die Hunde dort. Ich sehe weder Lizzy noch Asa. Asa ist schon mal abwesend, aber Lizzy war bisher immer in Begleitung von Shana. Nach der bösen Erfahrung in Naklua bin ich natürlich in Sorge. Am Dienstag werde ich wieder zum Tempel fahren und sie hoffentlich beide gesund und munter wiederfinden. 

Zurück in der Stadt treffe ich Richard. Richard hat sich sehr für mich und die Hunde eingesetzt und nur ihm ist es zu verdanken, dass der Vorstand zum ersten Mal überhaupt Gelder für Straßenhunde zur Verfügung stellt. 

Nachdem ich zurück bin, quartiere ich Mum und die Welpen wieder in den Verschlag ein. Mum gefällt es dort ganz offensichtlich viel besser als im Vorratsraum und ich lasse sie und die Welpen bis zum frühen Abend draußen.

Am späteren Abend ruft mich Dr. Sam an und teilt mir mit, dass die Operation gut verlaufen sei. Es lag tatsächlich wie vermutet eine Intussuszeption vor. Die Verschlingung ist beseitigt worden und die Genesungschancen für Snow seien recht gut. Sie muss allerdings für mindestens drei Tage zur Beobachtung  in der Klinik bleiben.