Freitag, 31. Juli 2015

Mittags hole ich 90 kg Trockenfutter, lade 20 kg Reis für Ba Bät auf und fahre nach Tongklom, wo ich der Frau, die für Anika, Cleo, den räudigen Rüden und zwei andere Hunde sorgt, 500 Baht gebe. Anika und Cleo sehen sehr gut aus, dem Rüden gebe ich 24 mg Ivermectin. 

Dann mache ich mich auf den Weg zum Tempelmarkt in Baan Amphur wo ich bei Ba Bät den Reis abliefere und ihr die monatlichen 2,000 Baht gebe. An der Vorhalle halten sich jetzt nur noch Arnie, Shana, Scottie, Lizzy, Nico, Asa, Jimbo, Jake, Panya, Nema und Jaha auf. Satya finde ich am Sala und Prince, Toby, Rocky, Rosco und Aisha liegen bei den Booten. Am Sala sehe ich auch noch die beiden mittlerweile sechs Monate alten Welpen. 

Auf dem Rückweg halte ich an der Thepprasit Road. Von den sieben Welpen an der Pattaya Mail sind zwei gestorben. Malee und ihr Bruder verschmähen die mit Ivermectin präparierten Wurststückchen. Ich liefere 15 kg Trockenfutter bei dem Wachmann, der für Malee und die anderen Hunde sorgt, ab. Der Wachmann an der Pattaya Mail hat noch genügend Vorrat. 

Zurück im Haus berichtet mir Ui, dass Skinny sich in den Hof getraut hat und dass sie in Ruhe gelassen wurde. Luna und Lennard halten sich nun fast ausschließlich im Hof auf und die anderen Hunde kümmern sich kaum um sie. Luna ist mittlerweile sehr zutraulich und Lennard kann ich ab und zu schon mal den Kopf tätscheln. Bei Candy bin ich mir nun sicher, dass sie ihr Problem überwunden hat. Ich bin ihr mittlerweile auch schon näher, als ich es am Pattaya Bazaar war. Leela hat ihren Platz gefunden und wird allmählich immer frecher. Sie spielt nun ganz selbstverständlich mit den anderen Hunden.

Donnerstag, 30. Juli 2015

Heute Mittag dusche ich Leela, Nacho und Nura. Anschließend nehme ich mir einen Hund nach dem anderen vor und untersuche ihn nach Zecken. Die Hunde sind ja bisher weitgehend vom Befall dieser Plagegeister verschont geblieben und so finde ich bei den 17 Hunden, die ich untersuche, auch nur wenige Zecken an den Pfoten und in den Ohren. Es sind meist kleine Viecher, die ich mit einer Pinzette entferne. Die Ohren der Hunde, die erfreulicherweise recht sauber sind, wasche ich mit einer Wasser-Essig Lösung aus. 

Die meisten Hunde lassen die Prozedur recht geduldig über sich ergehen; etliche kennen sie ja auch schon von ihrem Aufenthalt im Naklua Haus. Nur mit Aya habe ich Schwierigkeiten. Einem strampelnden Hund Zecken zu entfernen ist schon eine Kunst. 

Am Nachmittag setzt lang anhaltender Regen ein und so arbeite ich am Computer und die Hunde schlafen auf den beiden Terrassen oder unter dem Vordach vor der Küche. Nach der Fütterung am frühen Abend werden sie nochmal richtig aktiv, sodass ich dann und wann die Wogen glätten muss wenn ihr Spiel zu robust wird. Im Grunde aber bin ich doch froh zu sehen wie die Hunde sich austoben, denn das entspricht ja ihrer Natur und scheint ihnen den größten Spaß zu bereiten.

Mittwoch, 29. Juli 2015

Mittlerweile habe ich Sek erreicht. Er ist am Freitag nicht gekommen, da ihm das Serum ausgegangen ist. Sobald er wieder etwas hat, wollen wir erneut versuchen Maya einzufangen. Ich hoffe, es zieht sich nicht so lange hin bis sie wieder trächtig ist. 

Die zweite Impfung für Coco und Selina ist fällig. Beide sind ja gesund, wenn man von Selinas Beckenbruch absieht, der von selbst heilen muss. Nach Beendigung der Behandlung fahren wir zum Makro wo ich Leber und eingefrorenes Hundefutter einkaufe. 

Gerade zu Hause angekommen bekommt Nacho von mir einen kräftigen Einlauf, da auf Luna losgeht und dann natürlich die ganze Meute mit ihm. Letztlich passiert bei diesen wilden Jagden nichts Ernsthaftes und die Hunde folgen ja eigentlich auch nur ihrem Instinkt, aber ich kann es überhaupt nicht vertragen, wenn zwanzig auf einen losgehen und haue dann dazwischen. Nachdem ich Luna "gerettet" habe, nehme ich mir Nacho vor, der wohl weiß, dass er meinen Zorn erweckt hat und vor mir davonrennt. Ich stelle ihn aber und schimpfe ihn kräftig aus. 

Generell versuche ich jegliche Aggressionen im Keim zu ersticken. Es sind ja eigentlich immer die üblichen Verdächtigen, die die sonst herrschende Harmonie stören. Chuki ist eine davon. Wenn sie anfängt zu knurren, gehe ich sofort auf sie zu und tippe meinen Zeigefinger auf ihre Stirn. Dann weiß sie, was sie zu tun hat. Normalerweise nehmen es die Hunde mir nicht übel wenn ich sie ausschimpfe, insbesondere Nacho und Chuki mögen mich ja besonders und kommen recht schnell wieder zu mir. Mit Yoshi scheine ich es mir aber etwas verscherzt zu haben, bin mir jedoch keiner Schuld bewusst. Vielleicht nimmt er es mir übel, dass ich die Ursache für sein Unwohlsein gewesen bin. Ich denke aber, er wird mir nach einiger Zeit verziehen haben.

Dienstag, 28. Juli 2015

Mittags lade ich Leela ein, um mit ihr in die Klinik zu fahren um von Dr. Sam zu hören, ob sie einer speziellen Behandlung bedarf. Auf dem Wege in die Klinik hole ich Nacho vom Pattaya Bazaar ab, um seine Lunge untersuchen zu lassen. Leela hat ja einiges an Ridgeback Blut mitbekommen und insbesondere die schwarzen Ridgebacks wie sie und übrigens auch Lady haben eine sensitive Haut. Dr. Sam empfiehlt eine Ivermectin Injektion, die drei bis viermal im Abstand von einer Woche wiederholt werden sollte. Gebadet soll Leela werden mit Malaseb zweimal die Woche. Sie wird entwurmt, bekommt ein Antizeckenmittel aufgetragen und wird geimpft. Die Kombiimpfung schützt gegen Staupe, Parvovirus, Leberentzündung, Parainfluenza, Niereninfektion und Tollwut und muss in einem Monat wiederholt werden.

Nachos Lunge wird abgehört und Dr. Sam kann keine Veränderung im Vergleich zu letzten Untersuchung feststellen. Nachos Haut ist auch nicht besser geworden. Dr. Sam empfiehlt ihm täglich Fischöl zu verabreichen.

Wieder zu Hause kann ich Leela unbedenklich am Tor in den Hof entlassen, da sie bereits vollständig integriert ist. Für Nacho gilt dasselbe, er ist ja sozusagen unser Drehtürpatient. Bei Candy kann ich keine Bewegungsstörungen mehr feststellen. Ich gebe ihr ein letztes Mal eine Vitamin- und eine Tanakantablette. Bevor ich sie zurückbringe möchte ich sie aber noch einige Tage beobachten. Yoshi und Chuki bekommen abends wieder eine Itraconazole Kapsel. Yoshis Unwohlsein ist nach Aussage von Dr. Sam auf das Ivermectin zurückzuführen.

Montag, 27. Juli 2015

Bis auf eine kleine Rauferei mit Lennard verhält sich Rudi recht brav und fügt sich gut ein. Chuki hat auch schon ihren Platz gefunden und scheint sich wohl zu fühlen. Candy liegt meistens im Sand, aber wenn sie aufsteht, scheint sie recht normal zu gehen, wenn man mal von einer Steifheit, die vom ständigen Liegen entsteht, absieht. Sie allerdings scheint den Aufenthalt bei uns nicht besonders zu mögen. Wenn es morgen passt, werde ich sie zusammen mit Leela Dr. Sam vorstellen und wenn er keine Probleme bei ihr erkennen kann, bringe ich sie zum Pattaya Bazaar zurück. 

Selinas Beckenbruchheilung scheint ebenfalls gute Fortschritte zu machen. Sie läuft nun wesentlich runder und wird sich hoffentlich bald wieder ganz normal bewegen können. 

Am Nachmittag nehme ich Rudi und Prana ins Bad und shamponiere sie kräftig ein. Sie machen mir beide die Arbeit leicht. Besonders Prana ist ja keineswegs wasserscheu und hockt oft in einem Wasserbottich, wenn die Sonne vom Himmel brennt. 

Leela ist mittlerweile sehr anhänglich und folgt mir auf Schritt und Tritt, wenn ich im Hof arbeite. Coco ist zwar immer noch unsere Kleinste aber schon ein gutes Stück gewachsen. Wir können sie nun unbedenklich mit den großen Hunden im Hof lassen ohne sie dauernd im Auge halten zu müssen. 

Da Lennard und Luna nun allmählich akzeptiert sind, ist es nun nur noch Skinny, die sich nicht zu den anderen Hunden gesellen mag. Solange ich den Eindruck habe, dass es ihr gut geht, will ich sie auch nicht zwingen ihren Platz im inneren Bereich zu verlassen. Ui hat ja einen besseren Kontakt zu ihr als ich. Vielleicht gelingt es ihr irgendwann mal Skinny aus der Reserve zu locken.

Sonntag, 26. Juli 2015

Die Arbeit in Hof und Garten nimmt kein Ende und wird mich wohl auch noch eine Weile beschäftigen, bis die Grundreinigung komplett ist. Da wir mittlerweile 27 Hunde beherbergen, ist  Kot einsammeln nun auch zweimal täglich Pflicht.  

Chuki hat sich wie erwartet gut eingelebt; ihre Knurrigkeit ist ihr dabei behilflich, dass sich ihr keiner der Hunde auf unfreundliche Weise nähert. Candys Genesung scheint Fortschritte zu machen. Sie hält sich nun meistens im Sandbereich des Hofes auf und kommt gut mit Lennard, Luna und den drei Welpen aus. Yoshi liegt auch häufig in ihrer Nähe. 

Am Nachmittag fahre ich zum Best. Ich entschließe mich Rudi wieder zu uns zu nehmen, denn sein Fell sieht recht struppig aus. Eine Dusche wird ihm gut tun und eine erneute Behandlung mit Ivermectin ist notwendig. Rudi kennt ja schon die meisten Hunde und sie ihn und so kann ich ihn ohne Bedenken am Tor entlassen. Er läuft sofort über den Hof und markiert fleißig. Ich hoffe, er wird kein Störfaktor sein im Gefüge, dass sich allmählich unter Einschluss aller Hunde - außer Skinny, die partout nicht aus ihrer Buchte herauskommen will - bildet. 

Am Abend verabreiche ich ihm Ivermectin flüssig und Candy erhält weiterhin Multivitamin und Tanakan.

Samstag, 25. Juli 2015

Ich erledige meine morgendlichen Gartenarbeiten und nehme dann nacheinander Leela, Yoshi und Chuki ins Bad und shampooniere sie mit Malaseb. Für alle drei ist diese Prozedur neu aber sie halten sich tapfer und machen mir keine großen Schwierigkeiten. Ich verteile an Lucy und Yaya eine Ivermectin Tablette, an Silver Ivermectin flüssig und an Candy eine halbe Multivitamin Tablette und eine Tanakan Tablette. 

Ich fordere Candy auf mir zu folgen, um zu sehen wie sie geht. Ihr Bewegungsablauf ist disharmonisch, denn sie zieht den linken Hinterlauf etwas nach. Nach ein paar Metern bleibt sie im hinteren Bereich stehen, der nun dauerhaft zum Hof zugänglich ist. Deshalb nehme ich sie auf den Arm und trage sie in den Sandbereich des Hofes. Yoshi kommt und legt sich zu ihr. Wenn andere Hunde ihr zu nahe kommen, knurrt sie sie an und sie tut mir auch nicht den Gefallen ein wenig herumzulaufen. 

Lennard und Luna sind nun meistens im Hof und die Lage zwischen ihnen und der übrigen Meute ist etwas entspannter. Während der Siesta am Nachmittag liegen Lennard, Luna, Candy, Yoshi, Yobo, Yota und Yana beieinander. Die meisten anderen Hunde liegen auf der Terrasse und Leela hat sich unter dem Wassertank verkrochen. 

Nachdem die Hunde am Spätnachmittag gefüttert worden sind, toben sie in Hof und Garten herum. Zuweilen wird das wilde Spiel ernst, aber alle haben ihren Spaß, außer Candy, die sich nicht vom Fleck rührt und Nadia, die plötzlich ein Problem mit Lady hat, obwohl die beiden bisher gut miteinander ausgekommen sind. Nadia liegt auf der kleinen Terrasse vor dem Haupteingang und fletscht die Zähne, wenn wenn ihr Lady oder auch Chuki zu nahe kommen.

Nach Einbruch der Dunkelheit mache ich meine übliche Runde und will Candy eine Tanakan Tablette geben. Als ich sie ihr gerade in den Hals schieben will, kommt ihr Bieow zu nahe und ich entkomme um Haaresbreite einem kräftigen Biss. Wehrlos ist Candy also keineswegs.

Freitag, 24. Juli 2015

Leider scheint Candy doch ein Problem zu haben was ich allerdings nicht einordnen kann. Sie liegt meistens abseits von Skinny im inneren Bereich und steht kaum auf. Entweder hat sie eine Muskelverletzung oder es ist vielleicht ein Nervenschaden. Ich gebe ihr Multivitamin und Tankan, ein Naturheilmittel gegen Nervenbeschwerden. Yoshi hat sich vollkommen erholt. Er scheint Candy wiedererkannt zu haben, denn er nähert sich ihr immer wieder und legt sich zu ihr.  

Leela macht bisher überhaupt keine Probleme. Sie hält sich zwar meist etwas abseits aber mischt sich auch unter die Meute, die sie akzeptiert. Am frühen Vormittag kommen Silvio und Dao nochmal vorbei bevor sie nach Bangkok fahren und schauen nach ihr. 

Mittags habe ich Besorgungen zu machen und fahre auch beim Best vorbei. Dieses Mal ist Rudi anwesend und ich gebe ihm Ivermectin. Sein Fellzustand hat sich wieder  verschlechtert. Ich muss ihm also wieder regelmäßig behandeln und möglicherweise auch erneut für eine Zeit zu mir nehmen. 

Ich hatte mich um drei Uhr mit Sek verabredet, um Maya zu blowdarten. Als Sek bis um vier nicht auftaucht und ich ihn auch telefonisch nicht erreichen kann, fahre ich nach Baan Amphur. Ich versorge die Hunde dort, wir machen unseren Strandgang und dann lade ich Chuki ein. Im Hof lasse ich sie aus der Box, da sie ja recht wehrhaft ist und nachdem sie erstmal alle Hunde, die ihr zu nahe kommen, anknurrt, folgt sie mir und ich zeige ihr das Gelände.  

Candy liegt immer noch im inneren Bereich und hat sich kaum gerührt. Ich gebe ihr nochmal eine Tanakan Tablette und werde morgen versuchen, sie in den Hof zu bekommen.

Donnerstag, 23. Juli 2015

Nach Verrichtung der morgendlichen Arbeiten fahre ich mittags runter in die Stadt, hole 60 kg Trockenfutter und bringe Wan Song 40 kg für die Naklua Hunde. 

Am Spätnachmittag ruft mich Silvio an. Er möchte, dass ich mir mal den Hund in seinem Village ansehe. Ich stelle fest, soweit ich sehen kann, dass die junge Hündin keine schwerwiegenden Hautprobleme hat. Sie ist äußerst freundlich und liebenswert. Silvio kann sich vorstellen sie zu adoptieren, fliegt aber für zwei Wochen nach Europa und so vereinbaren wir, dass ich Leela für diese Zeit zu mir nehme und für ihre Behandlung sorge. Ich kann Leela ohne Schwierigkeiten aufnehmen und in die Box verfrachten. 

Zu Hause angekommen übergebe ich sie an Ui, da Wan mich anruft und mir mitteilt, dass Candy womöglich angefahren wurde, denn sie hinkt stark. Ui nimmt Leela zu sich ins Zimmer und ich fahre zum Pattaya Bazaar, wo mich Wan zu Candy führt. Candy kann nur mit Schwierigkeiten aufstehen als sie uns kommen sieht und will weglaufen. Ganz gegen ihre sonstige Art kneift sie den Schwanz ein und schaut mich erbarmungswürdig an, sodass ich das Schlimmste befürchten muss. Ich nehme sie auf und trage sie vorsichtig in die Box. Da Dr. Sams Klinik bis Montag geschlossen ist, fahre ich zur NPW Klinik. Candy wird untersucht, aber der Vet kann keinen Bruch oder eine sonstige Verletzung feststellen. Zur Sicherheit lasse ich Candy röntgen und die vorläufige Diagnose wird bestätigt. Candy kann nun auch wieder stehen. Erleichtert verfrachte ich sie wieder in die Box und fahre mit ihr nach Hause. Ich möchte sie ein paar Tage beobachten bevor ich sie wieder zum Pattaya Bazaar zurückbringe.

Mittwoch, 22. Juli 2015

Yoshi geht es heute besser. Er ist von der Terrasse heruntergekommen und liegt im Hof in der morgendlichen Sonne. Nachdem ich die üblichen Arbeiten verrichtet habe, nehme ich nacheinander Lucy, Yaya und Silver ins Bad vom Lagerraum und seife sie mit Malaseb, einem medizinischen Shampoo gegen Räude, ein. Alle drei kennen die Prozedur ja schon und so lassen sie sie ohne viel Widerstand über sich ergehen. 

Nach dem Frühstück mache ich mich an den rechten Teil des Gartens, den ich mittlerweile vom Unkraut befreit habe und beginne mit dessen Grundreinigung. Während ich daran arbeite Säcke mit altem Laub zu füllen, kommen Lennard und Luna aus dem inneren Bereich und spazieren durch den Hof ohne dass es zu Zankereien mit anderen Hunden kommt. 

Am frühen Nachmittag ruft mich Sek an mit dem ich mich für drei Uhr verabredet hatte um Maya einzufangen. Er möchte den Termin auf Freitag verschieben. 

Ich hatte Nat gebeten mir ein Foto von Cooper und Jagger zu schicken. Nat versichert mir, dass es beiden gut gehe und dass Jagger, nun Colin, bei ihr und ihrer Tochter sei und Cooper bei ihrem Bruder. Von Colin und ihrer Tochter schickt sie ein Foto und will von Cooper eines nachliefern. Nats voriger Hund ist leider überfahren worden als er mit Nats Tochter die Straße überqueren wollte. Um ein Haar wäre dabei auch die Tochter überfahren worden. Da der Hund schwarz war, wollte die Tochter unbedingt einen neuen schwarzen Hund haben, um über den Verlust leichter hinwegzukommen. Wie auf dem Foto zu sehen ist scheint sie recht glücklich mit Colin zu sein.

Dienstag, 21. Juli 2015

Am frühen Vormittag besuchen uns Silvio und Dao. Silvio hat kürzlich seine beiden Hunde verloren und er denkt daran sich einen oder zwei Straßenhunde zuzulegen. Ich führe Silvio und Dao herum und stelle ihnen die Hunde vor. Ganz besonders sind sie von Juma angetan und auch Juma entwickelt sofort ein gutes Gefühl zu den beiden. Silvio interessiert sich aber auch für Darya und Yana und könnte sich vorstellen zusätzlich eine von ihnen zu adoptieren. Bevor sich Silvio und Dao aber entscheiden, möchten sie sich ein wenig Zeit lassen. Sie wollen sich bald wieder melden.

Am Nachmittag muss ich wieder Futternachschub besorgen. 80 kg Trockenfutter sind fällig, 4 kg Leber und auch wieder 16 Pakete gefrorenes Hundefutter vom Makro, damit die Hunde nicht nur die Leber sondern auch den Reis fressen.

Alle Zugänge sind tagsüber offen und so machen Luna und Lennard einige Ausflüge in den Hof. Die meiste Zeit aber bleiben sie im hinteren Bereich. Obwohl alle Hunde dorthin Zugang haben, gibt es keine Keilereien.

Yoshi geht es nicht gut. Ich vermute, dass die Medikamente daran Schuld sind und deswegen setze ich sie ab. Bei Lucy und Yaya macht sich leichte Räude an den Ohrenspitzen bemerkbar. Ich gebe ihnen von heute an jeden zweiten Tag eine 8 mg Ivermectin Tablette. Ein Dusche mit Maleseb ist auch angesagt.

Montag, 20. Juli 2015

Nachdem ich die üblichen morgendlichen Arbeiten in Hof und Garten absolviert habe verteile ich die Medikamente an Yoshi, Silver und Prana. Pranas Abszess ist völlig abgeklungen. Morgen wird der letzte Tag sein, an dem sie Antibiotika erhält. Yoshis Problemstellen an Nasenrücken und Ellbogen sehen unverändert aus. Silvers Fellzustand verändert sich nur noch langsam. Es kann sein, dass an verschiedenen Stellen die Follikel zerstört sind. Sollte das der Fall sein, wäre das aber nur ein Schönheitsfehler.

Lennard und Luna halten sich weiterhin im hinteren und im inneren Bereich auf. Die Kontakte zu den Hunden, die sie dort besuchen bleiben freundlich. Skinny liegt immer in ihrer Buchte, wenn ich zu ihr gehe. Ui allerdings sagt, dass Skinny auf sie zugeht, wenn sie ihr Futter bringt. Wir müssen einfach Geduld mit ihr haben. Irgendwann, wenn sich die Kontakte von Lennard und Luna zu den Hofhunden normalisieren, wird sie hoffentlich auch öfter herauskommen.

Am frühen Nachmittag ruft mich Dr. Sam an. Er teilt mir mit, dass Tasha verstorben sei und fragt mich ob ich sie beerdigen könne. Ich fahre zur Klinik, hole Tasha ab und beerdige sie in Mabprachan. 

Zurück im Haus öffne ich die Absperrung, die den inneren Bereich vom Hof trennt ein Stück weit, damit Lennard und Luna die Möglichkeit haben direkt in den Hof zu gelangen. Seitdem Blanca nicht mehr da ist, kommt mir Lennard etwas näher und schnuppert schon mal an meiner Hand. Ich sehe an seinem Verhalten, dass er ja eigentlich auch von mir gestreichelt werden möchte genauso wie Luna. Ich glaube, es wird nun nicht mehr all zu lange dauern, bis auch er Vertrauen zu mir gefasst hat.

Sonntag, 19. Juli 2015

Ich habe mich entschlossen, Blanca wieder an ihren alten Platz zurückzubringen. Die Hoffnung sie in die Meute integrieren zu können, habe ich aufgegeben. Dadurch, dass Blanca nicht bereit ist ihren Platz inmitten der anderen Hunde zu finden, versperrt sie damit auch die Chance für Luna und Lennard sich integrieren zu können. 

Mit Uis Hilfe treibe ich sie in den inneren Bereich, wo sie sich in eine Ecke verkriecht. Blanca ist ja nicht bösartig oder bissig und so kann ich sie streicheln und ein wenig beruhigen, bevor ich sie in die bereitgestellte Box bugsiere. Ich lasse sie auf dem Parkplatz vom Pattaya Bazaar raus und sie läuft sofort rüber zu dem Bauplatz auf dem sie zuvor mit Luna, Lennard, Yobo, Yota, Yana sowie Mutter und Vater der drei, gelebt hatte. Blanca ist ja gesund, sterilisiert und geimpft und wird sicher über die Runden kommen, zumal Wan die Pattaya Bazaar Hunde auf dem Parkplatz versorgt. 

Ich fahre rüber zur Karaoke, um nach Nacho zu sehen, treffe aber nur Cassie, Cora, Candy und Rohita an. Obwohl ich das ganze Areal absuche, kann ich Nacho nicht finden. Beim Best auf der anderen Straßenseite schaue ich nach Rudi, aber auch er ist abwesend.

Zurück zu Hause öffne ich die Tür die den inneren Bereich vom Hof trennt, sodass Lennard, Luna und auch Skinny die Möglichkeit haben von hinten in den Hof zu gelangen und die Hofhunde in den inneren und den hinteren Bereich laufen können. Ich hoffe, dass es so zu vermehrten freundlichen Kontakten zwischen den Hunden in den geschützten Bereichen kommt, ohne dass es gleich wieder zu wilden Hetzjagden im Hof ausufert.

Samstag, 18. Juli 2015

Nachdem ich meine tägliche Gartenarbeit verrichtet habe, lade ich die Transportbox auf um einen erneuten Versuch mit Maya zu unternehmen. Es haben sich wieder einige Säcke Unkraut angesammelt und als ich sie auflade, zwängt sich Nacho mit durchs Tor. Er läuft aber überraschenderweise nicht weit davon, kommt wieder und springt auf die Ladefläche. Ich öffne die Boxentür und er verschwindet in der Box. Augenscheinlich hat er vor, Mabprachan zu verlassen und sein Wunsch ist mir Befehl. Vielleicht wird er ja seinen Husten in anderer Umgebung los. Ich habe vor, ihn mal eine Wochen auf dem Pattaya Bazaar zu lassen. Bis dahin wird auch das Resultat des Herzwurmtests vorliegen und dann sehen wir mal weiter. 

Ich lade den organischen Abfall auf dem ausgelagerten Komposthaufen ab und wir fahren weiter zum Pattaya Bazaar, wo ich Nacho herauslasse. Er fühlt sich augenscheinlich wieder zu Hause, denn er läuft herum und schnüffelt überall ohne sich um mich zu kümmern. 

Ich gehe rüber zum Best, um nach Rudi zu sehen, den ich nun schon wiederholt nicht angetroffen habe. Er ist wieder nicht da, aber die Angestellten sagen, dass sie ihn vor zwei Tagen gesehen hätten und dass er sich wohl wie üblich auf dem Parkplatz vom Tesco, der sich nicht weit vom Best befindet, aufhalte. Ich fahre zum Tesco und suche den ganzen Parkplatz ab, kann Rudi jedoch nicht finden. 

Deshalb fahre ich weiter zur Naklua Soi 14, um zu sehen ob ich Maya sedieren kann. Ich habe Wurststückchen mit Acepromazine präpariert und treffe Maya auch gemeinsam mit Alfredo, Mae, Mae Song und Shira an. Leider frisst Maya nur die Wurststückchen und speit die Tabletten wieder aus. Ich sammele die Tabletten frustriert wieder ein und muss nun doch auf Seks Hilfe zurückgreifen. 

Auf die Entfernung sehe ich auch Mirko, Anja und Sila. Als ich sie rufe, kommen sie angelaufen. Die drei sind es ja, mit denen Skinny auf dem Hof der Häuserzeile zusammengelebt hatte. Den dreien geht es gut, wie auch Maya und den anderen Hunden, die ja von Wan Song gefüttert werden. Um die Ecke sehe ich auch Terje und Jule, nicht aber Raita und Arkan. Die kleine Häuserzeile, vor der sie gelebt haben, ist verlassen und der Platz davor in chaotischem Zustand. Vermutlich wird dort ein Neubau vorbereitet. Es kann sein, dass die alten Bewohner Raita und Arkan mitgenommen haben. 

Sarah, Ebony und Cherry sind auch verschwunden. Ich frage einen der Anwohner, der die Hunde kennt und er teilt mir mit, dass er sie lange nicht mehr gesehen habe. Dass Hunde, um die ich mich gekümmert habe verschwinden, ist nichts Ungewöhnliches, aber sie nicht mehr zu sehen macht mich traurig. 

Zum Schluss fahre ich zum Talat Rung Roht, um nach Mom zu sehen. Er wird von einer Anwohnerin versorgt und liegt auch tatsächlich vor ihrer Haustür. Seine Begrüßung ist wie zuvor schon immer stürmisch und ich freue mich auch sehr zu sehen, dass es ihm gut geht. Abends ruft mich Wan an. Sie hat Nacho gesehen und füttert ihn zusammen mit den anderen Hunden.

Freitag, 17. Juli 2015

Wie jeden Morgen bekommen Yoshi Ivermectin, Cephalexin und Itraconazole, Silver Ivermectin, und nun auch Prana Amoksiklav. Die Abszessschwellung ist weiter zurückgegangen und ich vermute, dass diese kleine Episode keine Folgen haben wird.

Am Vormittag bekommen wir unangemeldeten Besuch von David und Oum. Sie bringen Trockenfutter für Tha Mai. David hat kürzlich einen seiner beiden Hunde verloren und möchte einen neuen Gefährten für Nicky, eine junge Rottweilerdame, aufnehmen. Im Gegensatz zu allen anderen Adoptionswilligen die ich bisher kennengelernt habe, möchte David einen älteren Hund adoptieren. Es sollte einer sein, der es bisher nicht leicht gehabt hat und dem er zu einem besseren Leben verhelfen will. Ich zeige ihm alle Hunde und er findet Gefallen an Juma, aber als ich ihm zum Schluss Skinny zeige, würde er sie am liebsten sofort mitnehmen. Nun ist Skinny aber nicht gerade pflegeleicht und außerdem arbeitet David im Ausland und so müsste Oum auch mit Skinny klarkommen. Sie traut sich das nicht zu und so vertagen wir die Angelegenheit erst einmal. 

Ich erkläre David, dass ich auch noch Hunde im Tempel habe. Er möchte sie sich gern ansehen. Da ich sowieso vorhatte Patty ein zweites Mal impfen zu lassen, fahren wir in Davids Pick-up mit Patty in die Klinik. Ich sitze auf dem Rücksitz und neben mir Nicky, ein 50 kg schweres Baby. Nicky scheint mich zu mögen, wir schließen schnell Freundschaft und es ist eine Freude sie während der Fahrt im Arm zu halten. 

Patty wird geimpft, wir lassen sie in der Klinik und fahren weiter zum Wat. Ich stelle David die Hunde vor, aber er kann sich für keinen von ihnen erwärmen. Auf dem Rückweg holen wir Patty ab und fahren dann wieder zurück nach Mabprachan. David schaut sich Skinny noch mal an und würde es gern mit ihr versuchen, aber Oum sagt, dass sie keinen Hund möchte, der ihr womöglich Probleme bereitet wenn David wieder im Ausland ist. Wir verbleiben so, dass David und Oum in den kommenden Tagen wieder vorbeischauen und dann vielleicht einen Hund zu sich nehmen.

Donnerstag, 16. Juli 2015

Die Nacht war vergleichsweise ruhig und ich habe den Eindruck, dass insbesondere Luna und Lennard entspannter sind. Blanca ist ja ein wenig umtriebig und vermisst vielleicht das Umherstreifen auf dem Hof. Sie heulte ein wenig aber beruhigte sich schnell wieder. 

Ich verrichte meine morgendlichen Arbeiten und Ui füttert die Hunde. Da die Hunde nun getrennt sind, ist das auch leichter für sie. 

Am späten Vormittag fahre ich mit Nacho und Prana in die Klinik. Prana hat einen Abszess an ihrer Brust entwickelt und bei Nacho soll ein Bluttest vorgenommen werden, um herauszufinden ob ein Herzwurmproblem vorliegt, da er immer noch hustet und die Behandlung nicht angeschlagen hat. Nacho wird wieder abgehört und Dr. Sam erklärt, dass der Zustand seiner Lunge unverändert ist. Das Ergebnis der Blutuntersuchung soll morgen vorliegen. Während ich Prana in die Box gehoben hatte, hatte ich festgestellt, dass sich der Abszess geöffnet hatte. Die Wundstelle wird rasiert und wir stellen fest, dass der Abszess nun wesentlich kleiner ist. Zwei, zwei Zentimeter aneinander liegende kleine Wunden sehen aus wie ein Biss, allerdings nicht von einem Hund. Vielleicht ist Prana von einem Insekt gebissen worden. Der Abszess wird ausgepresst und gereinigt. Ich bekomme für Prana eine für eine Woche reichende Antibiotikdosis mit. Mit der Kur beginne ich am Abend. Prana scheint keine Beschwerden zu haben und verhält sich wie immer.

Mittwoch, 15. Juli 2015

Nachdem ich Hof und Garten gesäubert, richte ich den hinteren Bereich so her, dass Luna, Lennard und Blanca noch dort hinein können, ich aber dann den Bereich rasch verschließen kann, nachdem sie drin sind. Während Ui das Futter an die Meute vor der Küche verteilt, gehe ich mit den Futterschalen für die drei in den hinteren Bereich und stelle sie dort ab, wo Skinny sich normalerweise aufhält. Da ich den dreien schon vorher immer das Futter gebracht habe, folgen sie mir ohne Probleme und ich schließe die Absperrung zum Hof. 

Die Maßnahme hat durchschlagenden Erfolg; wenn während der vergangenen Tage immer mal wieder Gezänk ausbrach, ist es nun den ganzen Vormittag herrlich ruhig. Wie erhofft sehe ich nun auch Skinny hervorkommen. Sie hatte sich ja zuvor mit Luna, Lennard und Blanca vertragen und kann sich jetzt im abgesperrten Bereich frei bewegen, ohne befürchten zu müssen von den Hofhunden attackiert zu werden. 

Mittags gehe ich wieder nach den Hunden schauen. Lennard, Blanca und Luna liegen entspannt in der Sonne und Skinny im überdachten Bereich. An der Demarkationslinie versammeln sich schon mal die Hofhunde, aber da sie sich nun nicht mehr an Luna vergehen können, ist ihr Interesse bald erloschen und sie spielen miteinander, ohne dass sich Querelen ergeben.

Am Nachmittag fahre nach Baan Amphur. Mitte des Monats bekommt Ba Bät die zweite Lieferung Reis. Sie ist gerade bei den Hunden an der Vorhalle und füllt die Behälter mit Trockenfutter und Wasser nach, da ihr der Reis ausgegangen ist. Ich gehe mit den Hunden an den Strand und mache dabei ein Video damit ihr mal einen Eindruck bekommt, wie so ein Strandgang aussieht.

Auf dem Rückweg hole ich mir zwei Sack Trockenfutter, da uns der Vorrat ausgegangen ist. Zurück im Haus teilt mir Ui mit, dass der ganze Nachmittag ruhig und stressfrei gewesen sei. Vielleicht hätte ich die Trennung der Hunde schon früher vornehmen sollen. Das hätte meine zuweilen strapazierten Nerven sicher geschont. Ich hatte aber eigentlich immer noch gehofft, Luna, Lennard und Blanca in die Meute integrieren zu können. Nun müssen wir mal sehen, ob die drei die eingeschränkte Bewegungsfreiheit in Kauf nehmen um sich stressfrei bewegen zu können. An ihrem Verhalten werde ich das deutlich erkennen können.

Dienstag, 14. Juli 2015

Luna, Lennard und Blanca halten sich immer noch im rechten Teil des Hofes auf und ich habe es bisher nicht geschafft, sie in die Meute zu integrieren. Es kommt immer wieder vor, dass insbesondere Luna von mehreren Hunden, angeführt von Lady und Nacho, attackiert wird. Obwohl ich immer dazwischengehe wenn ich das erlebe und die Attacken dann auch beendet sind, wiederholen sich diese unangenehmen Zwischenfälle. Bei der morgendlichen Futtervergabe müssen wir darauf achten, dass es zu keinen Reibereien kommt und das geht nur wenn die Meute entfernt von den dreien zur gleichen Zeit gefüttert wird. 

Warum Luna zum Opfer geworden ist, ist schwer zu sagen. Ui meint, dass ihre morgendliche Anbellerei Lady schließlich auf die Nerven gegangen ist und sie sie deshalb attackiert, denn jedes mal wenn Luna Ui angebellt hat, ist Lady auf sie losgegangen. Luna war ja als sie kam, recht frech und das mögen offensichtlich Hunde, die in eine Meute integriert sind nicht. Ich habe es verschiedene Male erlebt, dass solche Hunde verjagt wurden. Bei uns ist das ja nicht möglich und das wäre eine Erklärung warum sich die Attacken wiederholen. Es sei angemerkt, dass Luna körperlich unbeschadet geblieben ist, aber psychisch hat sie das schon mitgenommen.

Ich bin den ganzen Nachmittag in der Stadt um Futternachschub zu besorgen und um verschiedene andere Dinge zu erledigen. Aiwa bekommt wieder eine Ivermectin Tablette. Ihr Zustand ist nach wie vor erfreulicherweise stabil. Rudi treffe ich zum wiederholten Mal nicht an dafür aber Malee und ihren Bruder - muss mir endlich mal einen Namen für ihn ausdenken - an der Thepprasit. Malee verweigert wieder die mit Ivermectin präparierten Wurststückchen, Ali, so nenne ich ihn jetzt einfach mal, nimmt sie. Malees TVT ist deutlich sichtbar und es ist frustrierend, dass ich sie nicht greifen kann. 

In der Klinik berichte ich Dr. Sam davon, dass Nachos Husten nicht besser geworden ist, und sich eher verschlimmert hat. Ich teile ihm auch mit, dass sich Jira immer noch erbricht. Dr. Sam möchte Nachos Blut im Hinblick auf Herzwurmbefall untersuchen und empfiehlt Jira kein Trockenfutter mehr zu geben. Nachos siebentägige Antibiotikkur soll weiter durchgeführt werden.

Zurück im Haus berichtet mir Ui, dass wieder eine Hetzjagd auf Luna stattgefunden hat und es dauert nicht lange und ich werde auch Zeuge einer. Nun bin ich die Faxen dicke und nehme Luna mit zu mir ins Büro. Überraschenderweise verhält sie sich tadellos und verträgt sich mit Selina, mit Jira, die sich auch wieder mit hineingezwängt hat, und auch mit Leila gut. Luna ist sichtlich froh nun in einer sicheren Umgebung zu sein und ist sehr anhänglich.

Morgen früh werde ich versuchen Lennard und Blanca in den hinteren Bereich zu treiben und dann den Zugang zum Hof verschließen, sodass die Hunde erstmal voneinander getrennt sind. Ich hoffe, dass sich dann Skinny zu Lennard, Blanca und Luna gesellen wird. Sie liegt ja meistens im inneren Bereich und kommt nicht mehr in den Hof, da sie ebenfalls von der Meute gejagt wurde.

Montag, 13. Juli 2015

Heute Morgen muss ich Uis Arbeiten mit erledigen. Zuerst wird das Futter verteilt, dann müssen die Häufchen eingesammelt werden, anschließend fege ich den Hof, sammele die Blätter von den Grasflächen und wässere die. Danach sammele ich alle Fütterschüsseln ein und säubere sie. Anschließend verteile ich die Medikamente an Silver, Nacho und Yoshi. Nach gut drei Stunden legen sich die Hunde zum ersten Tagesschlaf hin, ich kann frühstücken und mich danach an den Schreibtisch setzen. 

Ui hatte gestern Leute bestellt, die von zwei Palmen die Kokosnüsse schlagen sollen. Die verrichten ganze Arbeit und hauen dabei auch noch Palmwedel ab, die eigentlich dran bleiben sollten. Die grünen Nüsse kommen erstmal in die Gefriertruhe, da sie ungekühlt schnell verderben und die Palmwedel muss ich zerschneiden, damit ich sie in den Pick-up bekomme. Zusammen mit dem anderen organischen Abfall, der sich angesammelt hat, bringe ich sie auf meinen ausgelagerten Komposthaufen. 

Am Nachmittag ruft mich Mali an. Sie ist in Pattaya, um einen Hund einzufangen, der einem mitleidigen Sponsor am Herzen liegt. Mali hat ohne Erfolg versucht Sek zu erreichen und fragt mich, ob ich noch jemanden kenne, der blowdartet. Ich gebe ihr Birds Telefonnummer. Bird hat vor Monaten mehrere Hunde im Tuk.com Parkhaus für mich sediert. Mali eröffnet mir, als sie eine Stunde später zu uns kommt, dass Bird 1,500 Baht pro Hund verlangt. Ich hatte schon mal daran gedacht ihn zu bitten für mich zu arbeiten, da Sek häufig keine Zeit hat, aber bei solch einer Ansage spare ich mir das lieber. Ich hatte damals 800 Baht pro Hund bezahlt und fand das schon heftig. Sek verlangt 200. Ich gebe Mali einen Sack Kokosnüsse mit, die übrigen hoffe ich von den Leuten, die sie geschlagen haben, geöffnet zu bekommen.

Am Spätnachmittag kommt Ui wieder und füttert die Hunde. Ich mache mich derweil daran, das Unkraut von dem Teil des Hofes, der nicht grasbewachsen ist, zu entfernen. Das ist auch so eine Sisyphusarbeit, die aber notwendig ist um das ganze Gelände irgendwann einmal in einen vorzeigbaren Zustand zu bringen. Die Hunde buddeln ja gern und legen sich in die Löcher und dafür ist dieser Teil des Hofes wie geschaffen.

Am Freitag hatte ich ja berichtet, dass ich mit Bua erfolglos nach Panda gesucht hatte. Heute schreibt Karin, dass Panda wiedergefunden wurde. Die ausgesetzte Belohnung von 5,000 Baht hat also ihre Wirkung getan.

Sonntag, 12. Juli 2015

Wenn möglich schaue ich nach einiger Zeit nach den Hunden, die ich vermitteln konnte. Mitte April hatten Michael und Maria Kira adoptiert und ich hatte sie eingeladen zu uns zu kommen. Draußen vor dem Tor fremdelt Kira noch mit mir und möchte am liebsten wieder ins Auto zurück. Während ich mich mit Michael und Maria, die die panische Kira auf dem Arm hält, durchs Tor zwänge werden wir von der halben Meute umringt. Als wir schließlich glücklich drinnen sind, gehen wir rasch ins Haus, damit Kira sich beruhigen kann. Ich hole Darya, Kiras Schwester in die Küche um zu sehen, ob sich die beiden noch wiedererkennen. Darya hockt an der Küchentür und will mit Kira nichts zu tun haben. Kira aber taut nun ganz schnell auf und als ich mich ihr zuwende, erkennt sie mich wieder und ist ganz vertrauensvoll zu mir. Das ist rührend aber überrascht mich nicht. Ich habe es schon öfters erlebt, dass sich Hunde besser an Menschen erinnern als an ihre Artgenossen.

Ui hat sich bis morgen Abend frei genommen und so bin ich den ganzen Nachmittag draußen und mache mich im Garten nützlich. Selina, Coco und Jira sind mit im Hof und ich kann Coco und Selina mittlerweile auch mit den Hunden allein lassen, obwohl ich immer ein Ohr auf sie habe, wenn sie außer Sicht sind. Selina zieht ihren rechten Hinterlauf immer noch nach, kann aber recht gut laufen und ist schmerzfrei. Jira lasse ich nun auch in der Nacht draußen obwohl sie, die vorher nie in einem Haus gewesen ist, immer wieder nach drinnen drängt. Außer ihren Hautproblemen ist sie ja gesund und die Neigung sich zu übergeben wird sich vermutlich eher legen, wenn sie sich draußen aufhält.

Yoshi verhält sich mittlerweile so, wie wenn er nie woanders gelebt hätte. Ich glaube, es geht ihm bei uns besser als im Tempel, wo er ja doch in der Hierarchie eher unten angesiedelt war und sich von den großen Hunden ferngehalten hat. Eine Verbesserung seine Hautprobleme auf seinem Nasenrücken und den Ellenbogen kann ich bisher nicht feststellen. Nacho hustet auch immer noch, aber anscheinend nicht mehr so häufig und nur dann, wenn er aufgeregt ist. Silvers Fellzustand verbessert sich zunehmend. Ihr Fell fühlt sich nun weich und seidig an. Um Skinny mache ich mir nun erstmal keine Sorgen mehr. Sie ist mittlerweile in einem normalen Ernährungszustand und bekommt das gleiche Futter wie alle anderen Hunde auch. Die Vergabe von Milchersatz haben wir eingestellt.

Am Abend hole ich Coco und Selina wieder herein. Solange beide noch so verletzlich sind, möchte ich kein Risiko eingehen. Während ich dies schreibe, schlafen sie beide an meinem Schreibtisch.

Samstag, 11. Juli 2015

Leila hat es mittlerweile gelernt mit mehreren Hunden im gleichen Raum auszukommen und ist meistens relativ entspannt im Umgang mit ihnen. Mit Coco gibt es überhaupt keine Probleme und für Coco ist es nun auch völlig normal zusammen mit einer Katze aufzuwachsen. Wenn Jira vom Esszimmer ins Büro kommt, erschrickt sie schon mal wenn sie sich mit Leila konfrontiert sieht und bellt sie an. Wenn ich sie dann aber zur Ordnung rufe, trollt sie sich wieder und Leila bleibt dabei relativ ungerührt. Selina lernt den Umgang mit Leila noch, aber wenn ich sie anspreche, weiß sie wie sie sich zu verhalten hat. 

Tagsüber sind die drei Hunde nun meistens draußen, nur über Nacht lasse ich sie noch entscheiden, wo sie schlafen möchten. Das ist dann bisher immer noch drinnen gewesen.

Leila ist mittlerweile zu einer richtigen Hauskatze geworden oder sie war es schon immer. Sie, die mir im November 2012 zugelaufen ist, hat sich lange Zeit genommen, mich an sie heranzulassen. Erst seitdem ich sie mit ins Naklua Haus mitgenommen hatte, sind wir uns näher gekommen. Die Jahre zuvor hat sie ja auf dem Parkplatz des Apartmenthauses verbracht, in dem ich ein kleines Apartment bewohnte in das ich keine Tiere mitnehmen durfte. Immer aber, wenn ich sie mal mit hoch geschmuggelt hatte, wollte sie nicht wieder hinaus. 

Ich vermute, dass sie in einem Haus aufgewachsen ist und entweder entlaufen ist oder ausgesetzt wurde. Meine Vermutung gründet auch daher, dass sie schon sterilisiert war, als sie zu mir kam. Leila hatte ja eine große Wunde unter ihrer Achsel als sie auf dem Parkplatz auftauchte, und es dauerte Monate und benötigte drei Operationen, um die schließlich zuzukriegen. Nachdem Leila genesen war brachte ich sie in eine Klinik, um sie sterilisieren zu lassen. Dort stellte sich heraus, dass sie schon sterilisiert war. 

Seitdem Leila nun ständig bei mir ist und ich auch häufig zu Hause, hat Leila mehr Vertrauen zu mir gefasst und ich kann im Umgang mit ihr auch entspannter sein. Katzenverhalten ist ja etwas vielschichtiger als Hundeverhalten. Während ich bei den Hunden, die ich im Haus habe und nach denen ich im Tempel schaue absolut sicher bin, dass sie mich nicht absichtlich beißen würden - bei Blanca mache ich mal eine vorsichtige Ausnahme - bin ich mir bei Katzen nie so sicher. Leila hat mich schließlich auch schon mal gebissen, auch wenn ich auch nicht das intendierte Objekt ihrer Aggression war. 

Wenn ich Leila nun auf den Schoß nehme und ihr den Bauch kraule und sie dabei ihre Krallen leicht ausfährt und an meiner Hand knabbert oder sie leckt muss ich nicht mehr befürchten, dass sie aggressiv wird. Allerdings achte ich viel mehr auf ihre Körpersprache als ich das bei den Hunden tue und hüte mich davor sie zu etwas zu zwingen. Ich wäre ausgesprochen vorsichtig ihr eine Tablette in den Hals zu schieben, was ich bei den Hunden häufig tun muss. Selbst bei denen, die sich heftig dagegen wehren habe ich nie erlebt, dass sie versucht hätten mich zu beißen. Da wäre ich mir bei Leila nicht so sicher.

Freitag, 10. Juli 2015

Yoshi hat die Nacht ohne Probleme auf der Terrasse verbracht und ist bereits am Morgen dabei aktiv auf einige Hunde zuzugehen. Mittags ist er bereits akzeptiert und völlig entspannt. Yoshi wehrt sich zwar noch wenn ich ihm die Kapseln in den Schlund stecke, aber auch daran wird er sich gewöhnen müssen. Ich nehme ihn und auch Nacho dabei in die Küche, um bei der doch etwas unangenehmen Prozedur nicht auch noch gestört zu werden.

Während Sylvia und Joseph zu Besuch in der Schweiz waren, ist Panda, ein Rüde den Karin großgezogen hat und der schließlich von Sylvia und Joseph adoptiert wurde, aus einer Hundepension entlaufen. Ich habe erst gestern davon erfahren, passiert ist das aber schon vor neun Tagen. Nachdem ich mich mit Karin und Sylvia kurzgeschlossen habe, mache ich mich auf die Suche nach Panda, der mich recht gut kennt. Allerdings kann ich noch nicht einmal die Hundepension finde, geschweige denn eine Spur von Panda. Da ich von Karin erfuhr, dass Bua schon mehrfach nach ihm gesucht hatte, fahre ich zu Karins Haus, um von ihm zu erfahren, wo Panda entlaufen ist. Zufällig treffe ich Bua auf dem Wege zu Karins Haus. Er kommt gerade mit einem Hund von einer Klinik. Gemeinsam fahren wir zur Hundepension nachdem Bua den Hund zurückgebracht hat. Wir suchen das Gelände um die Hundepension ab und rufen nach Panda aber der bleibt verschwunden. Anschließend fahren wir die angrenzenden Sois ab um ihn vielleicht irgendwo unterwegs anzutreffen, bleiben jedoch ebenfalls erfolglos. 

Straßenhunde navigieren ja recht gut durch unbekanntes Gelände und die Hundepension ist Luftlinie nur etwa drei Kilometer von Karins Haus entfernt, aber Panda ist eigentlich gar kein Straßenhund mehr, da er fast sein ganzes Leben bei Karin verbracht hat. Dort ist er allerdings auch häufig vor dem Tor gewesen, hat sich aber nie weit vom Haus entfernt. Da schon neun Tage seit Pandas Verschwinden vergangen sind, hat Bua nicht das Gefühl, dass er ihn noch einmal wiedersehen wird. Ich will mich diesem Empfinden nicht anschließen, allerdings frage ich mich wie Panda eine zwei Meter hohe Mauer überwinden konnte.

Donnerstag, 9. Juli 2015

Gegen Mittag bringe ich Nacho und Jira in die Klinik. Jiras großflächige Wunde an der Kehle verheilt gut. Deswegen und weil sie sich nach wie öfters erbricht, empfiehlt Dr. Sam die Medikamente weiter abgesetzt zu lassen. Nachos Röntgenbilder zeigen, dass er an einer leichten Lungenentzündung leidet. Er soll für eine Woche lang Amoxiklav bekommen. 

Nachdem ich Nacho und Jira wieder zu Hause abgeliefert habe fahre ich zum Snoop Dog Shop, hole mir zwei Sack Trockenfutter und fahre dann weiter zum Tempel in Baan Amphur. Als ich an der Vorhalle aussteige sind nur Panya und Yoshi zur Stelle. Zwei von den Wasserschüsseln sind schon wieder verschwunden und so säubere ich einen der Behälter, die dort noch herumstehen und fülle ihn mit Wasser. Ich werde mir wohl in Zukunft immer Ersatzwasserschüsseln mitbringen müssen. 

Nachdem ich die Behälter mit Trockenfutter gefüllt habe, gehe ich mit Panya und Yoshi zum Sala wo ich Prince, Toby und Rocky sehe. Es halten sich einige Mönche sich am Strand mit anderen Tempelhunden auf und deswegen wohl kommen "meine" Hunde erst nach und nach aus dem Busch hervor als ich auch an den Strand gehe. Schließlich sind alle vollzählig und wir machen unseren gewohnten Strandgang. 

Beim vorigen Mal habe ich Yoshi ja schon mitnehmen und in der Klinik vorstellen wollen, habe ihn jedoch nicht ins Auto bekommen. Dieses Mal habe ich die Box dabei und auch jetzt wehrt er sich ausdauernd in die Box zu gehen bis er mir schließlich den Gefallen tut und sich hineinschieben lässt. Ich fahre ihn in die Klinik und es wird ein scrape test vorgenommen. Demodex Räude kann ausgeschlossen werden, Sarcoptic Räude nicht vollständig, da diese Milben selbst unter dem Mikroskop nur schwer auszumachen sind. Eine bakterielle Entzündung und Pilzbefall ist wahrscheinlicher. Als Therapie schlägt Dr. Sam die Vergabe von Ivermectin, Cephalexin und Itraconazole für zunächst eine Woche vor. 

Auf dem Weg nach Hause fahre ich noch zu Wan Song und bringe ihr 20 kg Trockenfutter für die Versorgung der Naklua Hunde vorbei. 

Damit mir nicht wieder die gleiche Panne wie mit Jina passiert, lasse ich Yoshi erst im Hof heraus. Er soll entscheiden wann er aus der Box möchte und so lasse ich nur die Boxentür geöffnet. Natürlich scharen sich fast alle Hunde um die Box und Yoshi hockt zunächst knurrend im Inneren. Nach einigen Minuten entschließt er sich dann herauszukommen und sich dicht bei mir haltend, gehen wir zum Bereich vor der Küche. Nachdem ich ihm das ganze Gelände gezeigt habe und er sich ein wenig zurechtgefunden hat, lasse ich ihn mit den anderen Hunden allein. Die Nacht verbringt er schon auf der Terrasse zusammen mit ihnen. Ich habe nicht das Gefühl, dass Yoshi lange brauchen wird, um sich einzugewöhnen.

Mittwoch, 8. Juli 2015

Am Morgen kommen Amic und seine Frau Ann, um sich nach einem Hund umzuschauen, den sie adoptieren möchten. Es soll wenn möglich ein schwarzer Rüde sein. Die meisten der Hunde die ich habe sind allerdings weiblich und nur Nura und Coco sind pechschwarz. Nura hat gar keine Lust sich zu zeigen und tut alles um unattraktiv zu sein. Coco dagegen ist süß wie immer und gewinnt Anns Herz sofort. Allerdings möchte ich Anna und Pascal die Entscheidung überlassen, ob sie Coco zur Adoption freigeben oder sie aber selbst adoptieren möchten. 

Am Nachmittag fahre ich zu Günter, um nach Said zu sehen. Said hat sich gut in seinem neuen Zuhause eingelebt und auch Günter ist mit ihm hochzufrieden. 

Anschließend fahre ich in die Klinik. Nacho hustet immer noch und Dr. Sam empfiehlt eine Röntgenuntersuchung seiner Lunge. Ich solle auch Jira wieder vorstellen. Tashas Zustand ist unverändert. Es muss erwogen werden, ob sich nicht besser bei Mali untergebracht ist. 

Ich lasse mir die Impfbücher von Cooper und Jagger geben und liefere sie bei Nats Bruder ab. Nat erreiche ich telefonisch; sie versichert mir, dass sich die beiden Welpen gut machen. 

Ich fahre weiter zum Wachmann, der sich um die Welpen gekümmert hat und informiere ihn darüber, dass Cooper und Jagger ein Zuhause gefunden haben. Dann gehe ich rüber zu dem Wachmann, der nach den anderen Hunden an der Thepprasit sieht. Den sieben Welpen geht es gut, es sind drei Rüden und drei Hündinnen, von denen der Wachmann leider nur drei greifen kann. Die Mutter ist ebenfalls sehr scheu und kann nur geblowdarted werden, wenn überhaupt. Die Mutter von Cooper und Jagger allerdings wird sich wohl einfangen lassen und sollte bald sterilisiert werden. 

Am Abend kontaktiere ich Anna, um sie zu fragen, ob sie Coco adoptieren möchte oder ob ich sie vermitteln kann. Anna erklärt, dass es schwierig werden würde Coco zu sich zu nehmen und dass ich sie adoptieren lassen kann.

Dienstag, 7. Juli 2015

Nachdem ich meine morgendlichen Arbeiten verrichtet habe, schaue ich nach Jina, kann sie jedoch nicht entdecken. Klaus ruft mich an und will vorbeikommen, um auch nach ihr zu suchen.

Um halb elf bin ich bei Nat nachdem ich Cooper und Jagger eingeladen habe, die herangelaufen kommen als sie mich sehen. Natürlich sind sie etwas verstört, als ich sie in die Box verfrachte und auch noch anfangs etwas ängstlich bei Nat in der Küche. Nat hat aber Erfahrung mit Hunden und so tauen die beiden schon nach einigen Minuten auf und als ich gehe, habe ich den Eindruck, dass sie ihr neues Leben schon akzeptiert haben.

Ich fahre weiter zum Makro, um Hühnerleber und doch auch wieder gefrorenes Fleisch zu kaufen. Ui sagte mir, dass wenn sie nur die Leber unter den Reis mische, die Hunde sich die Leber herausfischen, den Reis aber unberührt lassen. Um die Hunde satt zu bekommen, müssen sie aber auch den Reis fressen.

Am Nachmittag mache ich mich erneut auf die Suche nach Jina, aber wieder erfolglos. Klaus erkundigt sich erneut und ich sage ihm, dass es nur Zweck habe dass er kommt wenn ich Jina ausgemacht habe.

Später dann ruft mich Amic an. Louise hat ihn an mich weitergeleitet. Amic möchte einen Hund adoptieren und sich die Hunde bei mir morgen früh ansehen.

Nach Einbruch der Dunkelheit gehe ich erneut nach Jina suchen, wieder ohne Erfolg. Ich glaube nun nicht mehr, dass sie noch in der Nähe ist. Die Box vor dem Tor zu öffnen war ein dummer Fehler von mir. Es wird mir eine Lehre sein, niemals wieder eines Hundes zu sicher zu sein den ich nicht genau kenne.

Montag, 6. Juli 2015

Morgens die übliche Routine. Gegen Mittag ruft mich Klaus an. Er hat einen Hund mit einem verletzten Vorderlauf an einem Tempel in Huay Yai gefunden. Ich bitte Klaus den Hund zu Dr. Sam zu bringen und fahre dann in die Klinik. Die Verletzung stellt sich als Nervenschaden heraus. Der Hund, den Klaus Jina nennt, zieht das Bein nach und dadurch haben sich mehrere Schürfwunden an der Vorderseite des Laufs gebildet. Ansonsten scheint Jina gesund zu sein. Jina hat sich die Verletzung schon vor einiger Zeit zugezogen hat, denn die Schürfwunden sind teilweise schon verheilt. Jinas Zustand erinnert mich an die Unfallverletzung, die Boss sich zugezogen hatte. Sein Vorderlauf musste schließlich amputiert werden. Die gleiche Prognose stellt Dr. Sam für Jina in Aussicht. Ich entscheide mich dafür, Jina erstmal zu mir zu nehmen um zu sehen, ob eine Amputation vermieden werden kann. 

Jina ist sehr ruhig und lässt alles willig mit sich geschehen und so verfrachte ich sie in die Box, fahre in die Thepprasit Road, liefere 30 kg Trockenfutter ab, und dann auch noch 15 kg bei Em auf dem Weg nach Hause. Da Jina bis zu diesem Zeitpunkt absolut pflegeleicht war, öffne ich die Boxentür und will sie auf den Arm nehmen, um sie in den Hof zu tragen. Sie wehrt sich aber plötzlich, beißt mir leicht in die Hand und läuft panisch davon. Ich folge ihr, aber sie verschwindet in den Buschbereich, der an unser Grundstück grenzt. Unverrichteter Dinge gehe ich zurück ins Haus und höre dort die Hunde anschlagen. Jina sitzt auf der anderen Seite der Mauer im Busch. Ich kämpfe mich durch das Unterholz und setze mich neben sie.  Als ich sie aber anfassen will schnappt sie nach mir, allerdings nur zur Warnung. Da ich weiter nichts für Jina tun kann, entferne ich mich wieder in der Hoffnung, dass sie in der Nähe bleibt. Nach Einbruch der Dunkelheit schaue ich erneut nach ihr, kann sie jedoch nicht mehr entdecken. 

Später am Abend ruft Em mich an und teilt mir mit, dass der Obdachlose vom Slumstrand gestorben sei. Einerseits tut es mir leid, dass ich ihm Patty während seiner letzten Tage vorenthalten habe, andererseits aber bin ich froh, dass ich sie vorerst vor einem ungewissen Schicksal bewahrt habe. 

Eine halbe Stunde später teilt Louise mir mit, dass sie jemanden gefunden habe, der sich für Cooper und Jagger interessiert. Nat hat einen Laden in der Thepprasit Soi 7, ganz in der Nähe wo die beiden Welpen leben. Ich rufe  Nat an und wir vereinbaren uns morgen Vormittag bei ihr zu treffen, damit sie sich Cooper und Jagger ansehen kann.

Sonntag, 5. Juli 2015

Sigi schreibt mir heute Morgen dass Mia, eine Frau, die über 20 Straßenhunde in ihrem gemieteten Haus in Pattaya beherbergt, ihren Job verloren hat und befürchtet ihre Miete nicht mehr zahlen zu können. Mia hat sich an verschiedene Hundefreunde mit der Bitte gewendet vorübergehend einige ihrer Hunde aufzunehmen. Ich bin mit Mia einige Male in der Naklua Klinik zusammengetroffen und habe sie als sich aufopfernde Tierfreundin kennengelernt. Wir hatten allerdings ansonsten keinen Kontakt zueinander. Ich rufe Mia an und bitte sie zu mir zu kommen, damit sie sich über eine Unterbringungsmöglichkeit bei uns informieren kann. 

Am Nachmittag kommt Mia mit ihrer Enkelin. Sie kennt die Anlage noch aus der Zeit als Mali und Derek ihr Shelter hier hatten. Ich biete Mia an, zwei oder drei Hunde, die zu den Hunden passen die ich schon beherberge, für eine Zeitlang aufzunehmen. Wir vereinbaren schließlich, dass Mia in einigen Tagen zwei sechs Monate alte Rüden vorbeibringt und dann schauen wir mal ob wir sie integrieren können.

Coco macht sich weiter gut, Selina läuft nun schon öfters draußen herum und ist bereits recht flink auf den Beinen. Jira zieht es vor im Esszimmer zu liegen, hat jedoch keinerlei Probleme mit den Hunden, wenn sie draußen ist. Silvers Zustand macht auch Fortschritte, sie hat nun recht viel Energie und lässt sich von anderen Hunden nichts mehr bieten. 

Immer wenn ich nach Skinny schaue, liegt sie in ihrer Buchte. Sie war ja auch in Naklua schon eher einzelgängerisch und hatte wenig Kontakt zu Mirko, Anja und Sila. Solange sie einen zufriedenen Eindruck macht, mache ich mir um sie keine Sorgen. Wenn sie will, kann sie ja jederzeit in den Hof laufen.

Samstag, 4. Juli 2015

Jira hat die Nacht im Esszimmer gut überstanden und frisst gut. Selina und Coco bellen sie zwar kräftig an als sie zu Ui ins Wohnzimmer geht, aber das ist normales Revierverhalten und wird sich schnell legen.

Ui hat offensichtlich einen besseren Draht zu Skinny als ich. Skinny kommt aus ihrem Kabuff heraus als Ui zu ihr geht und läuft ohne Zögern an Luna, Lennard und Blanca vorbei in den Hof. Als ich später nach ihr schaue, liegt sie allerdings wieder in ihrer Bucht. Ui sagt, dass Skinny nun häufiger rein und raus laufe. Sie hat weiter zugelegt und ihre Rippen sind nun nicht mehr zu sehen.

Am Nachmittag bade ich Jira mit Malaseb. Sie ist sehr geduldig und macht mir die Arbeit leicht. Nachdem ich sie abfrottiert habe, verzieht sie sich wieder ganz schnell unter den Esszimmertisch. Jira muss sich noch an die Anwesenheit von Leila gewöhnen. Sie hat wohl noch nie Katzen aus der Nähe gesehen und erschrickt, wenn Leila in Sichtweite kommt. Leila ist mittlerweile relativ gelassen im Umgang mit den Hunden. 

Wenn Ui draußen arbeitet sind Selina und Coco nun immer dabei. Nachts nimmt Ui Coco mit zu sich ins Zimmer, Selina und Leila schlafen im Büro und Jira nun im Esszimmer. Wenn ich Jira mit nach draußen nehme, verhält sie sich recht ungezwungen, denn sie kennt ja viele der Hunde noch von ihrem Aufenthalt im Naklua Haus her. Nachdem sie ihr Geschäft erledigt hat, zieht es sie allerdings gleich wieder ins Haus zurück.

Freitag, 3. Juli 2015

Nach Verrichtung der morgendlichen Arbeiten fahre ich am frühen Nachmittag nach Tongklom und liefere 15 kg Reis sowie 300 Baht ab. Anika, Cleo und der räudige Rüde liegen am Straßenrestaurant. Anika und Cleo sehen gut aus. Ich gebe beiden eine Ivermectin Tablette und dem Rüden, der nun zutraulich ist, drei. Ich muss mal einmal die Woche zu ihm fahren, damit die Heilung Fortschritte macht. Die Frau, die für die Hunde sorgt, meint, dass die Hunde lieber Dosenfutter fressen als Reis. Ich habe allerdings nicht vor Dosenfutter zu liefern, da es Geldverschwendung ist und das Zeug für Hunde Junk Food halte. Ab nächsten Monat werde ich ihr aber keinen Reis mehr geben, sondern 500 Baht und sie kann dann kaufen was sie will. 

Auf dem Weg zum Wat treffe ich Ba Bät, händige ihr 2,000 Baht für den Monat Juli aus und fahre weiter zur Vorhalle. Bei der Begrüßung durch die Hunde stelle ich eine handtellergroße offene Wunde an Jiras Kehle fest. Jira ist ja mit ständigen Hautkrankheiten geschlagen die wir nicht in den Griff kriegen, und diese Wunde sieht richtig schlimm aus. Nachdem wir unseren Strandgang absolviert haben und ich die Futtercontainer gesäubert und gefüllt habe, lade ich Jira in die Box, die ich eigentlich für Malee mitgebracht habe, und fahre mit ihr zur Thepprasit Road, damit ich Malee und ihrem Brucer wenigstens Ivermectin geben kann.  

Malees Bruder nimmt die präparierten Wurststückchen und schluckt auch die Tabletten, Malee jedoch spuckt die Tabletten aus und frisst nur die Wurst. Die Räude des Rüden ist etwas zurückgegangen aber Malee muss ich nun doch blow darten müssen. 

In der Klinik wird Jira von Dr. Sam untersucht. Sie hat relativ hohes Fieber und erhält eine fiebersenkende und eine entzündungshemmende Injektion. Dr. Sam gibt mir Prednisolone zur Verabreichung für eine Woche mit, außerdem soll Jira Cephalexin gegen eine bakterielle Infektion erhalten. Er empfiehlt Jira zweimal die Woche mit Malaseb zu baden und sie in einem sauberen Raum zu halten. Deswegen quartiere ich Jira nach unserer Ankunft im Esszimmer ein in der Hoffnung, dass sie sich mit Leila, Coco und Selina arrangiert.

Donnerstag, 2. Juli 2015

Die morgendliche Gartenarbeit nimmt kein Ende. Je mehr ich mich hineinarbeite, desto mehr sehe ich was noch zu tun ist. Als Kind habe ich die Arbeit im Garten meiner Eltern immer gehasst, nun kann ich garnicht mehr aufhören Unkraut zu jäten, altes Laub aufzusammeln und Zweige zurückzuschneiden. Das Einsammeln der Häufchen wird mich auch dauerhaft beschäftigen.

Amporn hat sich wieder angeboten bei der Hausarbeit zu helfen und so hole ich sie am frühen Vormittag in Pattaya ab. 

Anschließend muss ich mich dringend um die Reparatur meiner immer noch demolierten Beifahrertür kümmern. Ich war zwar schon ein paar Mal im Büro der Versicherung, aber passiert ist bisher nichts. Der Agent verspricht mir heute am frühen Nachmittag auf der Polizeistation zu sein. Angeblich hatte er zuvor den zuständigen Beamten und den Scooterfahrer nicht kontaktieren können. Auf der Polizeistation ist der Beamte nicht anwesend und auch  telefonisch nicht zu erreichen. Das gleiche gilt für den Scooterfahrer. Immerhin wird der Unfallbericht gefunden und der Agent verspricht mir sich um ein Meeting am kommenden Montag zu bemühen.

Ich fahre nach Hause und bringe Amporn zurück. Für eine erneute Einfangaktion ist es nun zu spät und so widme ich den Rest des Tages den Hunden und der Schreibarbeit.

Mittwoch, 1. Juli 2015

Selina und Coco haben im großen Wohnraum geschlafen. Mittlerweile funktioniert das Zusammenleben mit Leila ganz gut, auch wenn Prana vorbeischaut gibt es keinen Ärger. 

Die Hof- und Gartenarbeit nimmt wieder gute zwei Stunden in Anspruch. Skinny liegt noch immer im geschützten Bereich und will nicht nach draußen kommen. Es kann sein, dass Lennard, Luna und Blanca sie daran hindert. Vielleicht mag sie aber auch nicht herauskommen, weil es so heiß ist und dort wo sie liegt es kühler ist.

Am Nachmittag mache ich einen erneuten Versuch Maya einzufangen. Sie frisst auch die mit Acepromazine präparierten Wurststückchen, aber offensichtlich ist die Dosis nicht ausreichend, denn sie kann immer wieder aufstehen und weglaufen, wenn ich mich ihr nähere Ich muss ihr also eine höhere Dosis verpassen, damit sie laufunfähig wird. Die Fahrt zur Thepprasit spare ich mir, da der Feierabendverkehr grausam ist und durch die große Baustelle an der Central Road kommt der Verkehr dann ganz zum Erliegen.

Zurück im Haus nehme ich Selina und Coco wieder mit nach draußen. Selina ist nun recht gut vom Hauptteil der Hunde akzeptiert. Etwas aufpassen muss ich auf Lennard, der offenbar einen etwas zweifelhaften Charakter hat. Er geht schon mal gern auf kleinere Hunde und legt sich regelmäßig mit Yaya an. Der ist aber auch kein Heiliger. Yobo, Yota und Yana halten sich sowohl bei Lennard, Blanca und Luna auf, aber kommen auch regelmäßig vor die Küche, wo sich die anderen Hunde häufig aufhalten. Die drei sind völlig akzeptiert und kabbeln nur gelegentlich untereinander. 

Skinny verweilt nach wie vor in ihrer Bucht im inneren Bereich. Sie frisst gut und es scheint ihr auch sonst gut zu gehen. Sie ist auch nicht mehr so verschüchtert, wenn ich mich ihr nähere. Sie anzufassen traue ich mich jedoch nicht. Es kann gut sein, dass sie dann wieder zuschnappt.