Sonntag, 31. Mai 2015

Nachdem die Hunde versorgt sind mache ich mich auf den Weg zur Polizeistation. Der Farang ist pünktlich, die Anwälte trudeln um halb elf ein und der Versicherungsagent um elf. Auf den Motorradfahrer warten wir bis zwölf Uhr vergeblich. Immerhin macht der Agent Fotos und schreibt seinen Bericht. Den Schaden werde ich wohl ersetzt bekommen, aber die Schuldfrage ist ungeklärt, da nur meine Aussage vorliegt. 

Weil die Angelegenheit vertagt ist, wird wohl auch die Reparatur erst in Wochen vorgenommen werden. Immerhin ist das Auto fahrbereit, wenn auch der Rückspiegel nur mit Klebeband zusammengehalten wird und die Beifahrertür sich nicht mehr öffnen lässt. 

Während ich auf der Polizeistation im Außenbereich warte, ruft mich Dr. Sam an und teilt mir mit, dass Dr. One Zeit habe, die zweite Tollwutimpfung an den Tempelhunden vorzunehmen. Ich muss Dr. One leider absagen, freunde ich mich aber mit einer Hündin an, die unter dem Steintisch liegt, an dem ich sitze. Ich frage die Polizisten, ob der Hund jemandem gehöre und da das nicht der Fall ist, werde ich sie demnächst sterilisieren lassen. 

Nachdem ich mich von dem Versicherungsagenten verabschiedet habe, fahre ich in die Klinik. Wir verabreden die Impfaktion am kommenden Wochenende nachzuholen. Außerdem vereinbaren wir, dass ich Lennard und Blanca morgen früh zur Sterilisierung hereinbringe. 

Auf dem Wege nach Hause halte ich bei Em, um mich nach Nora zu erkundigen. Em teilt mir mit, dass es Nora gut gehe und dass sie sich wohl am Strand aufhalte. Ich laufe durch den Slum zum Strand runter, kann aber weder Nora noch Nicky oder Mudita entdecken. Dafür kommt mir ein Welpe entgegen und aus einer Unterkunft aus Blechen und Pappe entsteigt ein Obdachloser, der mich bittet den Welpen zu mir zu nehmen. Er sagt, dass er den Welpen für 300 Baht auf einem Markt gekauft habe, nun aber kein Geld mehr habe den Hund weiter zu füttern. 

Die etwa vier Monate alte Hündin ist bis auf eine Bisswunde auf dem Rücken in gutem Zustand. Ich kann natürlich nicht nein sagen und nehme sie mit nach Hause. Als ich Patty, so nenne ich sie, auf dem Hof herauslasse, wollen alle Hunde sie beschnuppern und das ist ein bisschen zu viel für die Kleine. So nehme ich sie wieder auf den Arm und mit ins Haus. Dort bleibt sie auch und nächtigt im Büro neben meinem Schlafzimmer.

Samstag, 30. Mai 2015

Ui füttert die Hunde und ich verteile Medizin. Skinny liegt nun im abgesperrten Außenbereich. Ich brate extra für sie nochmal Herzen, die sie auch alle auffrisst. Bis sie wieder in einem einigermaßen normalen Ernährungszustand ist, wird es wohl Wochen und viel Extraportionen brauchen. Silvers Zustand ist unverändert aber sie fühlt sich offensichtlich subjektiv relativ gut. Die neue Umgebung scheint ihr zu gefallen. 

Bei meinem Weg mittags in die Stadt habe ich einen Unfall. Ein Motorradfahrer versucht mich links neben der Straße zu überholen und fährt mir voll in die Seite als er die Kontrolle über sein Fahrzeug verliert. Die Beifahrerseite ist Schrott. Glücklicherweise ist dem Rennfahrer außer einem gebrochenen Finger und einigen kleineren Abschürfungen nichts passiert. Erstaunlich eigentlich, denn sein Helm ist nach dem Aufprall zehn Meter durch die Luft geflogen. 

Ich rufe die Polizei, die mit einem Mann nach einer halben Stunde eintrudelt. Sie waren gerade am Angeln. Der „Big Boss“ wird nach einer weiteren halben Stunde gerufen und der trifft dann nach dreiviertel Stunde ein. Der Unfall wird auf Thaiart aufgenommen, wobei der Motorradfahrer und seine mittlerweile eingetroffenen zwei Freunde versuchen vermeintliche Zeugen zu manipulieren. Der Raser und ich werden auf die Nongprue Polizeistation gebeten und nach einer kurzen Befragung für morgen zehn Uhr wieder einbestellt. 

Da ein Ausländer in Thailand bei einem Unfall mit einem Thai tendenziell schlechte Karten hat, unabhängig ob schuldig oder nicht, rufe ich meine beiden früheren Kollegen, beides Anwälte, an ob sie mir zur Seite stehen können. Sie sagen zu morgen um zehn Uhr zur Stelle zu sein. Danach informiere ich meine Versicherung und auch die sagt zu einen Agenten zu schicken.

Anschließend fahre ich nach Tongklom, liefere 15 kg Reis und 300 Baht ab und fahre dann zu Ba Bät und händige ihr 20 kg Reis und 2,000 Baht für die Versorgung der Tempelhunde aus. Ich schaue kurz nach den Hunden, aber da ich keinen von ihnen sehe und die Behälter noch alle gefüllt sind, mache ich mich wieder auf den Weg in die Stadt. 

An der Soi Kophai halte ich an dem Restaurant an dem Jack liegt. Ihm geht es weiterhin gut. Allerdings können wir die kranke Hündin nicht finden. Auf der Suche nach ihr gehen wir an dem Häuschen vorbei an dem Silver, Malee und die anderen Hunde immer liegen. Den beiden Welpen der dicken Hündin geht es gut, aber nun sehe ich bei Tageslicht, dass auch Malee wieder räudig ist und möglicherweise an TVT leidet. Das ist nach Sterilisationen ungewöhnlich, kommt aber vor. Sie ist also einer meiner nächsten Problemfälle. Ich gebe ihr und auch ihrem Bruder Ivermectin und hoffe, die Ausbreitung der Räude erstmal stoppen zu können bis ich sie und vielleicht auch ihren Bruder einfangen kann. 

Nachdem ich noch bei Macro gefrorenes Fleisch eingekauft habe, fahre ich wieder nach Hause, wo ich Juma und Silver mit Cephalexin versorge und Skinny mit Doxicyclin.

Freitag, 29. Mai 2015

Sek reißt mich heute Morgen um halb sechs aus dem Schlaf und fragt mich ob ich eine Tour für einen angefahrenen Hund machen könne, den jemand 40 km entfernt von Pattaya gefunden hat. Bei aller Liebe, aber ich habe wirklich schon massig zu tun mich um die paar Hunde in Pattaya zu kümmern, die ganze Provinz kann ich echt nicht bedienen. Eine Transportgelegenheit und ein Tierarzt wird ja wohl vor Ort auch zu finden sein. 

Da an Schlaf nicht mehr zu denken ist, helfe ich Ui bei der Verteilung des Reisfutters und versorge Blanca, die Welpen, Silver, Lennard und Lady. Anschließend verteile ich die Medikamente. Silver sieht immer noch furchtbar aus, aber ich hoffe, wir kriegen sie wieder hin. Es hat ja schon vorher einmal geklappt, allerdings war ihr Zustand nicht so schlimm wie er jetzt ist. Sie läuft auch nicht vor mir weg wie sie das an der Thepprasit Road immer getan hat und ich kann ihr das flüssige Ivermectin und das Cephalexin ohne große Probleme verabreichen. Lennard ist immer noch ziemlich scheu, lässt sich aber von mir streicheln. An Blanca komme ich nicht heran, aber sie ist nicht mehr so scheu wie zuvor. Den Welpen geht es gut. Sie kommen gut mit Blanca zurecht und auch für Blanca ist das Zusammensein mit ihnen wohltuend. 

Nachdem ich weiter im Hof gearbeitet habe, fahre ich zu den Hunden im Wat Amparahm. Da ich beim letzten Mal außer Nema und Chuki keinen der Hunde gesehen hatte, bin ich froh alle aus allen Richtungen heranstürmen zu sehen. Am Strand unter den Booten sehe ich auch Rocky, Toby, Prince, Aisha, Roscoe und drei weitere Hunde die sich offenbar zu ihnen gesellt haben. Da das Kräfteverhältnis der beiden Parteien nun besser ausgewogen ist, scheint es auch keine Auseinandersetzungen mehr zu geben. Die beiden Welpen vom Sala entdecke ich neben der Vorhalle. Sie liegen bei zwei augenscheinlich Obdachlosen, die sie wohl angenommen haben. Trockenfutter ist noch in einem Behälter vorhanden und ich fülle die beiden anderen. Nachdem ich das Wasser ausgetauscht habe, machen wir trotz der Mittagshitze einen Strandgang. Die Hunde kühlen sich im Wasserloch ab und dann lasse ich sie für einen Tag allein, da ich morgen Ba Bät wieder mit Reis und Geld für den kommenden Monat versorgen muss. 

Auf dem Wege zurück in die Stadt muss ich einen Abstecher bei Nissan machen, um ein Türschloss reparieren zu lassen. Danach muss ich zur Inspektion da die KfZ Steuer fällig ist. 

Anschließend fahre ich zu Big Banner, um zu erfragen ob sie mir Displays für unsere geplante Adoption Fair stellen können. Ich werde am Montag benachrichtigt. Ich fahre weiter zur Avenue. Das ist ein Shopping Center mitten in der Stadt. Ich erkundige mich dort ob sie uns einen Platz für die Fair zur Verfügung stellen können. Auch dort werde ich erst am Montag Bescheid bekommen. 

Ich fahre noch an der Soi 14 vorbei, um zu überprüfen ob Maya wieder an ihrem Platz ist. Das ist sie, und die Sedierung scheint sie schadlos überstanden zu haben. Anschließend fahre ich in die Klinik, um mich nach dem Zustand von Skinny zu erkundigen. Dr. Sam konnte keine Auffälligkeiten außer der Unterernährung feststellen und so nehme ich sie mit nach Hause. Ich hoffe, wir können sie wieder aufpäppeln. 

Louise hatte mich gebeten an Pranee einen weiteren Bluttest vornehmen zu lassen und so fahre ich mit Pranee wieder in die Klinik und bringe sie anschließend sofort zurück. Das Testergebnis wird morgen vorliegen. 

Während ich mit Pranee unterwegs bin ruft mich eine Frau an und bittet mich mit den Leuten, die für Jack sorgen Kontakt aufzunehmen. Sie hätten dort einen kranken Hund, die sie mich bitten ihn anzusehen. 

Zum abendlichen Abschluss verteile ich noch die Medikamente an Juma und Silver und versuche auch Skinny in Wurststückchen verpacktes Doxicyclin zu geben, die sie jedoch verschmäht. Silver, Lennard und Skinny sind bereits wie die anderen Hunde auch von Ui gefüttert worden und ich lasse den Rest vom Reisfutter bei ihnen stehen. Die drei Welpen bekommen wie üblich Doxicyclin und zum Schluss schaue ich noch nach Lady, die nun zutraulicher ist, aber sich immer noch abseits der anderen Hunde hält.

Donnerstag, 28. Mai 2015

Morgens ist wieder die übliche Routine angesagt. Ui füttert die Hunde mit Reisfutter, ich verteile die Medikamente und mache mich dann wieder daran, das Gelände und die Hausumgebung zu säubern. 

Um 11 Uhr bringt Bua Lady. Ich hatte Karin ja versprochen Lady nach erfolgreicher TVT Behandlung und Sterilisation zu mir zu nehmen, um zu vermeiden, dass sie wieder zurück nach Plutaluang muss. Nachdem Bua gefahren ist, lassen vor allem Yaya, Maisha, Juma und Nura Lady keine Ruhe und bellen sie ohne Unterlass an. Wohin Lady auch läuft, die vier verfolgen sie, sodass Lady irgendwann die Ruhe verliert und versucht auszubrechen. Sie stürmt in den hinteren Bereich, überwindet eine zwei Meter hohe Absperrung, springt in den Bereich in dem sich die drei Welpen und Blanca befindet, dort wieder hinaus und versucht sich durch die Gitterstäbe des Tores zu zwängen. Nachdem ich Juma und Maisha in die Küche gesperrt und Yaya eindringlich verwarnt habe, beruhigt sich die Lage und Lady hält sich abseits der Hunde in der Nähe des Tores auf.

Am Nachmittag kommt Sek und wir fahren zur Soi 14. Trotz intensiver Suche finden wir weder Maya, Mae, Mae Song noch Alfredo. Nur Shira ist an ihrem Platz. Als wir uns gerade auf den Weg zum Busparkplatz machen wollen, entdecke ich eine Hündin, die zusammen mit Mirko, Anja und Sila auf dem Hof vor der Häuserzeile lebt. Wan Song hatte schon berichtet, dass sie sehr abgemagert sei und nun sehe ich, dass sie nur noch Haut und Knochen ist. Wir nutzen die Gelegenheit, sperren beide Hoftore zu, schaffen es Skinny, so nenne ich sie, in eine Ecke zu drängen und Sek gelingt es sie mit dem Netz einzufangen. Als wir Skinny schon im Käfig haben beißt sie mich durch die Gitterstäbe in den Finger. 

Ich bin froh, dass wir Skinny nun auch einfangen konnten; ich hatte es schon mehrfach versucht, aber sie war mir immer entwischt als sie noch in besserer Form war. Nun ist Maya die einzige Hündin in diesem Revier, die wir noch fangen müssen, alle anderen sind bereits sterilisiert. 

Auf dem Busparkplatz versucht Sek entweder Luna oder die Mutter der Welpen zu fangen und ich fahre mit Skinny zu Dr. Sam. Sie wird dort erstuntersucht, bekommt Glukoselösung intravenös appliziert und wird an einen Tropf gehängt, da sie offensichtlich dehydriert ist. Ich lasse Skinny über Nacht bei Dr. Sam, damit er sie weiter untersuchen kann. 

Da ich Silver auch zu Hause weiter behandeln kann, nehme ich sie mit, hole mir Tollwutimpfstoff aus der Apotheke und fahre zurück zum Busparkplatz. Sek hat mit Hilfe von Wan Lennard sedieren können. Luna ist ihnen leider entwischt und die Mutter der Welpen hielt sich in sicherer Entfernung von Sek auf. 

Da es schon spät am Abend ist, beenden wir die Aktion und ich fahre Sek mit Lennard und Silver im Gepäck zurück. Lennard ist noch nicht ganz wach und ich lasse ihn in der offenen Box. Silver lasse ich aus dem Käfig. Beide Hunde werden nun vorläufig in dem einzig verbliebenen Bereich, den ich absperren kann, bleiben müssen. Lennard muss ich ja zu fassen bekommen, um ihn zusammen mit Blanca zur Sterilisation in die Klinik zu bekommen und Silver muss zweimal täglich mit Medikamenten versorgt werden. Wenn sie mir nicht entwischen können, werden sie hoffentlich auch mit der Zeit zutraulich. 

Nachdem ich die Welpen mit Doxicyclin, Juma mit Cephalexin und Nacho ein letztes Mal mit Prednisolone versorgt habe, fahre ich wieder in die Stadt um mir die erste Tollwutimpfung verpassen zu lassen. Gerade als ich wieder vor dem Tor anlange, ruft mich Wan an und berichtet, dass Luna halb sediert im Gebüsch liege und ich solle schnell kommen, um sie zu holen. Leider war die Wirkung der Sedierung nicht stark genug und Luna entwischt mir erneut. Den heutigen Tag kann ich also als nur halb erfolgreich verbuchen.

Mittwoch, 27. Mai 2015

Morgens erfolgt die Medizinvergabe an Prana, Juma, Yaya, Rudi, Nura, Nacho, Yobo, Yana und Yota. Danach ist weiteres Aufräumen und Säubern des Geländes angesagt. 

Um ein Uhr kommt Sek und wir fahren zunächst zur Naklua Soi 14 um Maya einzufangen. Sek versucht einen Schuss aber die Nadel mit der Ampulle fällt ab und Maya sucht das Weite. Ich suche eine Weile nach ihr, aber da ich sie nicht entdecken kann, fahren wir zum Pattaya Bazaar. Mein Hauptziel ist die „Erlegung“ von Luna. Die gestaltet sich jedoch als äußerst schwierig und nachdem sie, Lennard und Chula im Unterholz verschwunden sind, konzentrieren wir uns auf zwei weitere Hündinnen, die auf dem Gelände leben. Eine davon ist die Mutter von Yobo, Yana und Yota. Auch sie entwischt uns mehrmals aber mehr Erfolg hat Sek mit einer weiteren jungen Hündin, die wir schließlich in die Box bekommen, nachdem sie fast vollständig sediert ist. 

Wir fahren weiter zur Thepprasit Road, um Silver zu stellen. Sie hat sich in ein Erdloch verkrochen und ich erkenne mit Schrecken, dass sich die Räude weiter ausgebreitet hat und sie ganz schrecklich aussieht. Ich schaffe es sie aus dem Loch herauszuziehen und Sek wirft ein Netz über sie. Zusammen bugsieren wir Silver in den Käfig und fahren mit den beiden Hunden zu Dr. Sam. Der operiert gerade und hat wenig Zeit. Er erlaubt mir aber Silver zur Diagnose und für eine Therapieanweisung für einen Tag in der Klinik zu lassen. 

Da Dr. Sam keine sedierten Hunde aufnimmt, nehme ich Blanca, so nenne ich die Hündin, zu mir und sperre sie, separiert von den Welpen und den anderen Hunden, in den hinteren Bereich damit sie in Ruhe aufwachen kann. 

Mit Wan vereinbaren wir es nochmals auf dem Busparkplatz mit der Mutter der Welpen und Luna zu versuchen, wenn Wan die Hunde füttert. Wir treffen kurz vor Einbruch der Dunkelheit dort ein. Luna lässt sich nicht blicken, aber die Mutter und der Vater der Welpen lassen sich von Wan füttern und Sek kann einen Schuss bei der Hündin anbringen. Ich halte sie im Auge während die Dunkelheit einbricht. Allerdings bewegt sie sich von einem Platz zum anderen, wenn sie eigentlich allmählich sediert sein sollte. Sek versucht sie mit einem Netz einzufangen, aber die Hündin läuft davon, als hätte sie gar keinen Schuss abbekommen und verschwindet unauffindbar im Gebüsch. 

Nachdem wir lange nach ihr gesucht haben, müssen wir die Aktion abbrechen und fahren weiter zur Soi 14, um einen weiteren Versuch mit Maya zu unternehmen. Maya ist zusammen mit Mae, Mae Song, Shira und Alfredo an ihrem alten Platz am Eingang des Thaihauses. Nach einigen vergeblichen Versuchen bring Sek einen Schuss aus dem Auto an. Allerdings verschwindet Maya danach in ein undurchdringliches Grasgelände und wir können sie trotz intensiver Suche nicht finden. 

Ziemlich frustriert bringe ich Sek zurück und wir verabreden morgen Nachmittag es mit den zwei Hündinnen erneut zu versuchen. Blanca ist mittlerweile aufgewacht und heult erbärmlich. Da sie und die Welpen zusammengelebt haben, lasse ich sie zu ihnen. Blanca beruhigt sich und die Welpen freuen sich, Blanca wiederzusehen.

Dienstag, 26. Mai 2015

Heute Morgen ist reduzierte Medikamentenvergabe angesagt. Die drei Welpen bekommen Doxicyclin nachdem wir sie wieder in den abgesperrten Bereich gebracht haben; Juma bekommt Cephalexin und Otopax, Nura, Prana, Yaya und Rudi bekommen flüssiges Ivermectin und Rudi dazu noch Cephalexin. 

Während der Medikamentenvergabe höre ich Leila maunzen. Ich gehe in den hinteren Bereich und sehe sie nun auf einer Sonnenschutzüberdachung über der Mauer sitzen. Sie will jetzt offenbar wieder hereinkommen, hat aber Angst vor den Welpen. Die anderen Hunde habe ich ausgesperrt. Ich rufe Leila und sie kommt zu mir. Ich nehme sie auf meine Schulter, in der sie sich leicht schmerzhaft festkrallt, und hebe sie zurück durch das Fenster in mein Zimmer. 

Um mich endlich mal um die Sterilisation von Maya und Luna zu kümmern rufe ich Sek an, der eine Stunde später zum Tor kommt. Er verspricht morgen zur Verfügung zu stehen. Danach schnappe ich mir Rudi, Pranee, Jira, Jaha, Said, Prana, Juma, und Nacho und bade sie. 

Am Nachmittag fahre ich mit Nacho, Said und Juma zu Dr. Sam. Said bekommt seine wöchentliche Ivermectin Injektion, Jumas Ohr und die rote Stelle an ihrem Bein wird untersucht und als vermutliche Pilzinfektion diagnostiziert. Nachos Rötung an seinem linken Vorderlauf ist wahrscheinlich auch eine Pilzinfektion. Am Freitag soll eine Kultur angelegt werden. Nacho geht es insgesamt nicht gut. Er gibt Geräusche von sich als hätte er etwas quer im Hals und Dr. Sam stellt Herzprobleme fest, die allerdings nicht gravierend sein sollen. Ich solle Nacho weiter beobachten. 

Dr. One erklärt sich bereit morgen Nachmittag mit mir zum Wat zu fahren, um den Hunden dort die zweite Tollwutimpfung zu verpassen. 

Auf dem Weg zurück zum Haus kaufe ich im Snoop Dog Shop 20 kg Trockenfutter und bringe es Wan Song nachdem ich die drei Hunde durchs Tor gelassen habe. Auf der Fahrt zu Wan Song ruft mich Wa an. Sie möchte noch heute Abend zu uns kommen. Wa möchte Anfang Juni eine Adoption Fare organisieren. Das wird dann nach dem 3. Juni möglich sein, wenn Yobo, Yota und Yana ihre zweite Impfung erhalten haben.

Montag, 25. Mai 2015

Nachdem Ui die Hunde gefüttert hat und ich die Medikamente verteilt habe, führe ich meine Aufräumarbeiten weiter durch. Heute sind die Hausmädchenräume plus Bad dran und danach der verbleibende Teil des Hofes. 

Khun Weelai schaut wieder vorbei. Wir tauschen Infomationen aus und als Khun Weelai geht, drückt sie mir erneut 1,000 Baht in die Hand. 

Yobo, Yana und Yota sind wieder im abgesperrten Bereich untergebracht. Sie fühlen sich dort tagsüber wohl. Leila meldet sich auch wieder von der anderen Seite der Mauer und ich sehe sie auf dem Mauersims sitzen. Die Leitern auf beiden Seiten der Mauer will sie jedoch nicht benutzen. Ich habe den Eindruck, dass sie unentschlossen ist ob sie zurückkommen will oder noch ein wenig durch die Büsche streifen. 

Wan Song ruft mich an und wir treffen uns an der Soi Pothisan wo ich Trockenfutter für sie kaufe. Wan Song versichert mir, dass sie alle Hunde, um die ich mich bisher in Naklua gekümmert habe, versorgen wird. 

Anschließend fahre ich zu Dr. Sam, um die weitere Medikamentenvergabe zu besprechen. Da die Doxyciclinvergabe mittlerweile seit sechs Wochen andauert, wird sie erstmal eingestellt. Bei Jaha, Jira und Nacho wird die orale Ivermectinvergabe sowie die Vergabe von Cephalexin und Itraconalzole ebenfalls abgesetzt. Regelmäßiges Baden mit verschiedenen medizinischen Shampoos sollen an die Stelle der Medikamentenvergabe treten. 

Yobo, Yota und Yana erhalten morgens und abends 33 mg Doxicyclin. Ihre zweite Impfung ist für den 3. Juni angesetzt. Danach können sie den abgesperrten Bereich verlassen und mit den anderen Hunden zusammen geführt werden. 

Die Cephalexin- und Otomaxbehandlung bei Juma wird erstmal fortgesetzt. Yaya, Prana und Nura erhalten nun täglich flüssiges Ivermectin und Said bekommt weiterhin eine wöchentliche Ivermectin Injektion. 

Am Spätnachmittag schaue ich nach Rudi. Sein Zustand hat sich erfreulicherweise trotz der unregelmäßigen Vergabe von flüssigem Ivermectin und Cephalexin verbessert. Es geht ihm subjektiv wieder gut, da die akuten Entzündungen abgeklungen sind. Um aber den Heilungsprozess weiter fortzuführen entschließe ich mich ihn mitzunehmen. Die meisten Hunde kennen ihn ja vom Naklua Haus und obwohl er dort nur einige Tage war, ist die Begrüßung am Tor herzlich. Rudi erkundet sofort das Gelände und fühlt sich augenscheinlich wohl bei uns. Er fügt sich nahtlos in die Bande ein und ich brauche mich überhaupt nicht um ihn zu kümmern. Das ändert sich auch bis zum Abend nicht. 

Nach Einbruch der Dunkelheit tragen Ui und ich die Welpen wieder auf die Veranda und ich schaue nochmal nach Leila. Sie sitzt neben der Leiter auf der anderen Seite der Mauer, hat aber offensichtlich keine Lust wieder herüberzukommen.

Sonntag, 24. Mai 2015

Mali kommt heute Morgen mit zwei Pick-ups und verstaut eine Menge Zeug aus dem Haus und vom Hof. Derek verlässt das Haus um nach Tha Mai überzusiedeln. Nachdem ich die Medikamente verteilt habe, mache ich mich daran den Bereich hinter dem Haus zu säubern. 

Yobo, Yana und Yota sind immer noch auf der kleinen Veranda in Quarantäne bis ich sie am Nachmittag in den abgesperrten Bereich neben dem Haus freilasse. Sie können sich dort durch einen Zaun getrennt an die erweiterte Umgebung und die anderen Hunde gewöhnen. Die Welpen toben auch gleich in dem relativ geräumigen Bereich herum. Er erinnert sie wahrscheinlich an den Busparkplatz. 

Ich höre Leila von der anderen Seite der Einfriedung miauen und gehe rüber auf das angrenzende Grundstück. Es ist ein unzugänglicher Buschbereich. Leila sitzt auf einem Mauervorsprung. Als ich mich durch ein paar Büsche zu ihr durchkämpfe, läuft sie davon und verschwindet im Dickicht. Ich versuche sie nach einer halben Stunde nochmal einzufangen, aber das Ergebnis ist dasselbe. Danach stelle ich eine Leiter an die Maueraußenseite, damit sie über die Spieße auf der Mauer kommen kann und hoffe, dass sie in den abgesperrten Bereich zurückgelangt. 

Am Spätnachmittag besucht uns Wan. Sie hat ja Bieow gefunden nachdem sie angefahren worden war, und hat neben den anderen Hunden am Pattaya Bazaar und auf dem Busparkplatz Jira, Nacho und Yaya versorgt. Wan bringt einen großen Beutel Hühnerklein mit von denen die Hunde einen Teil bekommen. 

Mali kann Reis für die Hälfte des Preises den ich bezahle besorgen und so ordere ich bei ihr 135 Kilo, die frei Haus geliefert werden. 

Die Welpen hole ich nach Einbruch der Dunkelheit wieder auf die Veranda, da sie sich offensichtlich im Dunkeln draußen nicht sicher fühlen. Da die Farbe ihrer Gaumen auf Blutparasiten hindeutet, bekommen sie ab heute ebenfalls Doxicyclin verabreicht. Jumas Ohrentzündung ist abgeklungen, aber ich schmiere ihr Innenohr dennoch einmal mit Otopax ein. Dazu bekommt sie Cephalexin. Die Rötung an der Innenseite ihres Hinterlaufs ist noch sichtbar. 

Später am Abend schaue ich nochmal nach Leila und rufe sie, aber sie antwortet mir nicht.

Samstag, 23. Mai 2015

Ich schaue morgens als Erstes nach Yobo, Yana und Yota. Yobo ist schon recht zutraulich, Yana taut allmählich auf nur Yota zieht es noch vor schnell im Käfig zu verschwinden wenn ich auf die Veranda trete. Ich reinige den Boden von Kot und Urin und gebe den Welpen frisches Wasser und Puppyfutter. 

Nachdem ich die Medikamente verteilt habe, arbeite ich daran meine Klamotten ordentlich zu verstauen und räume den Hof weiter auf. 

Am frühen Nachmittag kommt Mali. Sie hat vor persönliche Gegenstände aus dem Haus und etliche brauchbare Dinge vom Hof mit nach Tha Mai nehmen. 

Am Spätnachmittag bekomme ich dann auch endlich meinen Internetanschluss installiert. Während ich dies schreibe, springt Leila aus dem Fenster nach draußen. Anscheinend will sie doch mal die Gegend erkunden. Ich hoffe, sie findet morgen wieder zurück und schafft es auch an den Hunden vorbeizukommen.

Freitag, 22. Mai 2015

In der Nacht allerdings holen mich die Welpen zweimal aus dem Bett. Ich entferne Kot und Urin vom Boden, gebe ihnen frisches Wasser und ein wenig Puppyfutter und danach schlafen wir weiter. Am Morgen darf ich diese Prozedur wiederholen und nachdem alle Hunde gefüttert und mit Medikamenten versorgt sind, überlege ich wie ich Yobo, Yana und Yota, wie ich die drei Welpen nun genannt habe, so unterbringen kann, dass sie Auslauf haben aber nicht in Berührung mit den anderen Hunden kommen können. 

Hinter dem Haus steht ein großer Käfig den ich herrichte und den Bereich, in dem er steht säubere. Allerdings hätten die Hunde durch das Drahtgeflecht Kontakt und deswegen versuche ich den gesamten Bereich abzusperren. Das gelingt mir jedoch nur unzureichend und so sperre ich die Veranda zum Haupteingang ab, stelle dort den Käfig auf und lasse Yobo, Yana und Yota heraus. Sie können sich nun dort frei bewegen, und können auch was sie noch gern tun, wieder in den offenen Käfig zurück. Die anderen Hunde können ihnen dabei nicht zu nahe kommen. Mit dieser Notlösung werden ich und Hunde die kommenden Tage leben können und dann kann die Quarantäne hoffentlich aufgehoben werden. 

Währende dieser Aktion besucht uns Khun Weelai. Sie ist eine Bekannte von Derek und Mali. Khun Weelai ist so freundlich und spendet mir 1,000 Baht.

Nachdem ich einige Stunden in Hof und Garten gearbeitet habe, kümmere ich mich um einen Internetanschluss. Ab morgen soll ich angeblich wieder online sein. Ich rufe Wan Song an, um die Versorgung der Naklua Hunde abzusichern. Wenn es passt, treffen wir uns morgen damit ich sie mit Trockenfutter versorge und wir absprechen können, welche Hunde von ihr gefüttert werden.

Donnerstag, 21. Mai 2015

Ui füttert frühmorgens die Hunde und ich verteile danach die Medikamente. Juma bekommt nun einmal die Woche Ivermectin flüssig und morgens und abends 250 mg Cephalexin. Pranee erhält Doxyciclin, Vitamintabletten und Tabletten zur Blutunterstützung. Lucy bekommt weiterhin Ivermectin flüssig, genauso wie Nacho, Jaha und Jira, die zudem noch Itraconalzole und Cephalexin erhalten. Die Doxicyclin Patienten erhalten noch so lange das Medikament bis alle ihre Gaumen rosig aussehen. 

Ui und ich haben nochmals die Veranda und die Bereiche in denen sich der kleine Parvo Welpe aufgehalten hat, desinfiziert. Die Käfige habe ich noch zweimal desinfiziert und drei Tage lange der Sonne ausgesetzt. UV Licht tötet den Virus ebenfalls ab. 

Bis zum frühen Nachmittag räume ich Klamotten ein und schaffe wieder etwas mehr Ordnung im Hof. Ich bin seit fast zwei Monaten nicht mehr im Kraftraum gewesen und dafür nehme ich mir heute Zeit. 

Anschließend fahre ich in die Klinik, um mich nach dem Zustand der Welpen zu erkundigen. Dr. Sam stellt mich vor die Wahl sie bei ihm zu lassen oder bei mir in Quarantäne zu nehmen. Da ich nun mehr auf meine Kassenlage achten muss, nehme ich die Welpen zu mir. Während ich dies schreibe, liegen sie im offenen Käfig bei mir im Bürozimmer. Zwei von ihnen kauen ausdauernd an Kauknochen und der dritte Welpen schläft schon. Es wird nicht lange dauern bis sie sich an die neue Umgebung und an mich gewöhnt haben.

Mittwoch, 20. Mai 2015

Ui füttert die Hunde und ich verteile die Medikamente. Anschließend fahre ich mit Juma zur Klinik. Juma hat eine Ohrentzündung und seit einigen Tagen eine flächige Rötung an der Innenseite ihres rechten Hinterlaufs. 

Ich lasse Juma bei Dr. Sam und fahre zum Busparkplatz. Dort sehe ich nur noch zwei Welpen von denen ich nur einen zu fassen bekomme. Der andere verschwindet im unzugänglichen Unterholz. So bringe ich also erstmal einen Welpen zu Dr. Sam und fahre dann zum Wat. Es ist sehr heiß und ich kann am Strand keinen der Hunde entdecken. An der Vorhalle begrüßen mich nur Nema und Chuki. Ich säubere und fülle die Behälter und fahre danach wieder zum Busparkplatz. Es gelingt mir den zweiten Welpen aus dem Busch zu ziehen und ich bringe ihn ebenfalls in die Klinik. Den dritten Welpen kann ich nicht entdecken. 

Zurück in Mabprachan kommt Derek mit sieben etwa vier Wochen alten Welpen in einem Karton ins Haus. Die Mutter ist noch in der NPW Klinik und nicht in der Lage ihre Welpen zu säugen, da sie zu schwach ist. Die Welpen und eine weitere Hündin nimmt Mali mit nach Tha Mai. Auch die beiden Mastiffs gehen mit. 

Leila hat sich recht gut im Haus eingelebt. Wir haben ihr ein Katzenklo hingestellt, das sie auch sogleich benutzt hat. Sie hält sich nun im Esszimmer auf und wenn ich im Hause bin ist sie bei mir. 

Am Spätnachmittag fahre ich erneut zum Busparkplatz. Ich sehe den dritten Welpen aber er entwischt mir wieder. Auf der anderen Seite des Zaunes treffe ich glücklicherweise auf Wan, die gerade die Hunde füttert. Sie hilft mir den Welpen einzufangen und ich fahre mit ihm in die Klinik. Die beiden anderen Welpen sind bereits gebadet, entwurmt, geimpft und gegen Zeckenbefall behandelt worden. Derselben Prozedur muss sich nun auch der dritte Welpe unterziehen. Die Welpen werden nun für mindestens fünf Tage in der Klinik bleiben müssen, erst dann kann nach Tests einigermaßen sicher ausgeschlossen werden, dass sie mit Parvo oder Staupe infiziert sind. 

Eine gute Nachricht gibt es noch; Noras Blutwerte haben sich wieder stabilisiert. Die superteure Injektion hat Wunder gewirkt.

Dienstag, 19. Mai 2015

Ui hat die Hunde gefüttert und ich verteile Medizin. Da ich noch meine Satelliten Schüssel auf dem Haus in Naklua habe, lasse ich sie am Morgen abmontieren. Bauarbeiter sind dabei das Haus Balken für Balken abzutragen. Angeblich soll es in Bangkok wieder aufgebaut werden. 

Ich habe den ganzen Tag in Pattaya und am Haus zu tun und fahre am Spätnachmittag zum Busparkplatz um nach den Welpen und Luna sowie Lennard zu schauen. Bauarbeiter sind dabei das Gelände für Konstruktionsarbeiten vorzubereiten. Ich spreche den Vorarbeiter an und frage ihn wo die Welpen geblieben sind. Er erklärt mir, dass sie sich nun in dem kleinen verbliebenen Buschbereich aufhalten. Ich sehe dort nur die drei braunen Welpen und der Vorarbeiter teilt mir mit, dass er für den Weißen sorgen werde. Ich sehe auch Ivan, Candy und Cora und in der Entfernung die Mutter der Welpen. Der Vorarbeiter erklärt mir, dass die Büsche in einer Woche entfernt werden. Bis dahin muss ich also die drei Welpen zu Dr. Sam bringen und wenn sie parvo- und staupefrei sind, werde ich sie zu mir nehmen. 

Zum Schluss kaufe ich beim Makro noch 24 Pakete gefrorenes Fleisch, damit Ui bis zum Ende des Monats genug hat, um es unter den Reis zu mischen. 

Später am Abend kommt Mali mit Pranee, die sie von der NPW Klinik abgeholt hat. Louise hatte mir mitgeteilt, dass Pranee negativ auf Parvo und Staupe getestet wurde und ich habe mich daraufhin bereit erklärt sie wieder aufzunehmen. Ich hoffe, dass sie wirklich keinen Virus im Blut hat und dass auch "meine" Hunde diese Episode unbeschadet überstehen.

Montag, 18. Mai 2015

Dr. One kommt am Morgen und bringt Dr. Sam mit. Aya, Lucy, Prana, Bieow, Jira, Jaha, Nacho werden gegen Tollwut geimpft. Said, Nura und Yaya bekommen eine Ivermectin Injektion. Dann untersucht Dr. Sam die Welpen. Sie gefallen ihm garnicht und er bittet mich sie noch heute zu ihm in die Klinik zu bringen, um sie auf Parvo und Staupe zu testen. Leider sind die Parvo Tests positiv. Parvo ist ansteckend und deswegen kann ich die Welpen nicht zurücknehmen. Louise erklärt sich bereit sie aufzunehmen. Pranee wird von Rani abholt und auf Bitten von Mali in die NPW Klinik gebracht, um sie dort untersuchen zu lassen. 

Ui desinfiziert die Veranda und den Wohnraum und ich das Auto und die Käfige. Dr. Sam bietet mir an einen Emergency Boost an allen Hunden vorzunehmen. Die Hunde sind zwar alle zweimal geimpft worden, aber dieser Boost verstärkt die Immunisierung noch. Er und Dr. One kommen noch spät am Abend vorbei und impfen alle Hunde. Juma, Buffy, Bunnie, Lina, Maisha, Darya, Said und Yaya erhalten dann auch noch ihre Tollwutimpfung.

Sonntag, 17. Mai 2015

Ich verbringe die letzte Nacht im Naklua Haus und fahre morgens mit dem Scooter nach Mabprachan. Ui hat die Hunde schon gefüttert und ich verteile die Medzin. Rene und Heidi kommen vorbei. Sie haben sich freundlicherweise bereit erklärt mich mit dem Auto wieder nach Naklua zurückzubringen. Ich mache Fotos von Pranees Welpen und schicke sie Rani. Rani möchte versuchen die Welpen zu vermitteln. 

Mittags rollt der Truck mit drei Helfern an und wir verladen die großen Teile. Nachdem ich alles erstmal provisorisch verstaut habe mache ich mich daran das Gelände zu säubern. 

Am Spätnachmittag fahre ich wieder nach Naklua, um das restliche Kleinzeug und Leila einzuladen. Eigentlich hatte ich vor Leila auf der umschlossenen Veranda heimisch werden zu lassen, aber der Platz ist ja nun schon von Pranee und den drei Welpen belegt. So werden wir Leila erstmal im Haus halten. Sie ist ja sowieso eher eine Hauskatze und wollte schon immer gern zum mir ins Haus kommen. Das war ja dann vorbei, nachdem sie ihr Geschäft in meinem Bett gemacht hatte. Hier hat sie nun eine Katzentoilette, die sie auch gleich annimmt. Ui hat auch viel Erfahrung mit Katzenhaltung und so hoffe ich, dass es keine Probleme gibt.

Samstag, 16. Mai 2015

Die Nacht war relativ ruhig, nur Yaya hat immer noch Probleme mit den Mastiffs und kläfft zuweilen. Ich stehe sehr früh auf, ordne Umzugssachen und versuche mich weiter einzurichten. Ui hat mittlerweile Reisfutter zubereitet und verteilt es an die Hunde. Pranee hat mit den drei Welpen auf der Veranda genächtigt und die Kleine auf dem Sofa. Ich separiere Pranee von den Welpen und verteile dann an sie und die anderen Patienten die Medikamente. Nach einer Stunde bekommen auch die Welpen ihre Dosis. Ich schaue mir ihre Ohren an und stelle fest, dass sie gesäubert werden müssen. 

Am Nachmittag hole ich Nora und Leila vom Naklua Haus ab und fahre mit ihnen in die Klinik. Leila bekommt ihre zweite Impfung und Nora Blut abgezapft für einen erneuten Test. Ich lasse die beiden in der Klinik und bringe Süa und Songsi wieder zum Restaurant zurück. Fäden sind gezogen und die Wunden gut verheilt. Anschließend hole ich Nora und Leila ab. 

Dr. One erklärt sich bereit am Montag zum Mabprachan Haus zu kommen, um Nura und Said Ivermectin zu spritzen und alle Hunde gegen Tollwut zu impfen. 

Nora bringe ich zu Em. Dort bleibt sie jedoch nur zwei Minuten und läuft dann schnell in Richtung Slum und dann weiter zum Beach. Dort treffen wir auf Nicky und Mudita. Die Wiedersehensfreude der drei ist groß. Mudita und Nicky sind ja Noras Junge aus zwei verschiedenen Würfen und von den vielen Jungen die Nora gebärt hat die einzigen Überlebenden. 

Ich verabschiede mich von den Dreien und bringe Leila ins Haus zurück. Dann fahre ich nach Baan Amphur und liefere bei Ba Bät 20 kg Reis ab. Ich fahre weiter zur Vorhalle, wo ich Khun Gai treffe. Sie teilt mir mit, dass Sunita verschwunden sei. Sie konnte ja durch den Zaun nach draußen und kam normalerweise immer wieder. Aber eines Tages eben nicht mehr. Ich verspreche Gai die Augen nach Sunita offen zu halten. 

Zurück im Naklua Haus habe ich noch stundenlang zu tun, um die restlichen Sachen für den morgigen Umzug zusammenzustellen.

Freitag, 15. Mai 2015

Nachdem am Morgen Nora und Leila versorgt habe, arbeite weiter an meinem Umzug nach Mabprachan und fahre danach nochmal ins Büro um Dinge zu ordnen. Auf dem Wege dorthin bekommt Rudi seine Medizin. Seine Haut ist nun entzündungsfrei aber sein Fell weist noch kahle Stellen auf. 

Am Nachmittag fahre ich nach Mabprachan, versuche mich ein wenig einzurichten und verteile dann die Medikamente an die Hunde. Ich lasse Pranee auf den Hof und sie fügt sich problemlos in die Meute ein. Nachdem ich eine Stunde gewartet habe, verteile ich die Medikamente an ihre vier Welpen. Drei Welpen halten sich auf der Veranda auf und der vierte im Wohnraum, wo er sich auf dem Sofa eingerichtet hat. Er schläft viel und ich hoffe, dass er sich bald gut erholt hat. Die anderen drei Welpen werden allmählich zutraulicher und spielen ganz normal miteinander. Nach einer weiteren Stunde lasse ich Pranee wieder zu den Welpen. Alle vier trinken ohne Probleme. Danach separiere ich den Kleinsten wieder.

Am frühen Abend treffe ich mich mit Karin und Rani. Wir wollen versuchen, das Beste aus der neuen Situation zu machen. Jede Krise eröffnet ja auch immer neue Chancen. Danach gibt mit den Hunden und im Haus viel zu tun und deswegen schlafe ich diese Nacht im Mabprachan Haus.

Donnerstag, 14. Mai 2015

Die Nacht ist relativ ruhig bis auf eine Unterbrechung um zwei Uhr in der Frühe, in der ich eines der Welpen anhaltend weinen höre. Es stellt sich heraus, dass die Welpen hungrig sind, da sie ja gewohnt sind von der Mutter zu trinken. Ich gebe ihnen ein Milchsubstitut und sie schlafen bis zum frühen Morgen. 

Da nehme ich mir als Erstes die Welpen vor, verabreiche ihnen Gripe Water gegen Blähungen, dann Doxyciclin und eine Tablette gegen Blutarmut. Danach ziehe ich Pranee vorsichtig aus ihrem Käfig. Sie hatte Durchfall aber die Unterlage in ihrem Käfig ist sauber. Pranee folgt mir vorsichtig in die Küche, wo Ui Reisfutter für sie vorbereitet hat. Ich gebe ihr Doxyciclin und Medikamente gegen Durchfall in Wurststückchen verpackt und sie frisst sie problemlos. Danach lasse ich sie in den Hof. Es regnet in Strömen und alle Hunde haben sich unter dem Vordach vor der Küchentür zusammengekuschelt. Pranee wird von ihnen aufgenommen, als sei sie schon immer bei uns gewesen. Nur Nacho muss ein wenig den Macho machen. 

Ich rufe Dr. Sam an, ob die Welpen von Pranee wegen der Doxyciclin Einnahme getrennt werden müssen. Er teilt mir mit, dass die Doxyciclin Absorption etwa eine Stunde in Anspruch nimmt. Danach können die Welpen Pranee wieder zugeführt werden. 

Im strömenden Regen fahre ich zum Naklua Haus, versorge dort Nora und Leila und fahre zur Arbeit. Beim Best gebe ich Rudi seine Medikamente. In der Mittagspause gehe ich wieder rüber zu den Welpen. Ich sehe Chula vor dem Bauzaun liegen und entdecke Luna dahinter. Ich strecke meine Hand unter der Verkleidung durch und Luna leckt sie. Dann gehe ich rüber auf die andere Seite und sehe die Welpen mit Mutter und Vater auf dem aufgeweichten Gelände herumlaufen. Ich schaffe es dieses Mal drei von ihnen aufzunehmen und säubere ihnen die Augen. 

Am Nachmittag eröffnet mir mein Boss, dass er die Firma schließen will und damit sind meine Tage bei Thai Legal gezählt oder anders ausgedrückt, ich bin mit dem heutigen Tage entlassen.

Nach Büroschluss fahre ich zum Naklua Haus, versorge Nora und Leila, lade einige Klamotten auf und fahre nach Mabprachan. Während ich mich durch die Hunde am Tor wühle, höre ich ein jämmerliches Welpengeschrei. Ich laufe schnell ins Haus und sehe Ui mit dem kleinsten Welpen im Arm auf mich zukommen. Welpe und Ui bluten beide. Den Welpen hat es am Ohr erwischt und Ui ist in zwei Finger gebissen worden, als sie die Welpen getrennt hat. 

Ich sperre Pranee und drei Welpen in einen leeren Raum und Ui tröstet die Kleine die dann auch bald neben Ui auf dem Sofa einschläft. Anschließend beschäftige ich mich mit Pranee und den Welpen. Pranee muss furchtbar verzeckt gewesen sein, denn ich pule noch jede Menge tote und halbtote Zecken aus ihrem Fell. Die drei Welpen balgen miteinander ohne dass es zu Beißereien kommt. Es geht wohl immer nur auf die Kleine, die ja schon etliche ältere Bisswunden aufweist.

Nachdem ich Doxyciclin an alle vier Welpen und Immodium und Doxyciclin an Pranee verabreicht habe, verteile ich die verschiedene Medikamente an die anderen Hunde und fahre dann zurück nach Naklua.

Mittwoch, 13. Mai 2015

Obwohl ich alle „meine“ Hunde liebe, genieße ich doch sie mal nicht ständig um mich zu haben. Natürlich freue ich mich sie abends im neuen Haus zu sehen, aber ich kann nun doch ein wenig Verantwortung an Ui abgeben und muss ihr Wohlbefinden nicht ständig im Hinterkopf behalten. Wo die morgendliche Versorgung der Hunde bisher mehr als eine Stunde in Anspruch genommen hatte, benötige ich für Nora und Leila nur noch einige Minuten. Ich fühle mich wie eine Mutter deren Kinder für eine Woche bei der Oma sind.

Ganz abschalten kann ich natürlich nicht. Die Hunde auf der Straße wollen schließlich auch noch betreut werden und vor allem liegen mir Luna, Maya und die beiden Hunde im Tuk.com Parkhaus im Magen; alle müssen noch sterilisiert werden, bevor sie wieder oder im Falle von Luna erstmals läufig werden. Und Silver muss in die Klinik. Rudi scheint es nun besser zu gehen; das wird auch von einer Angestellten im Best bestätigt, die ihn füttert.

Mittags gehe ich wieder auf den Busparkplatz. Alle Hunde verschlafen die Mittagshitze und die Welpen kommen nur kurz unter den Bauhütten hervor und schlafen dann weiter. Luna und Lennard sehe im Gebüsch; nur Candy kommt zu mir und will gestreichelt werden.

Nachdem ich Einkäufe erledigt habe und gerade zu Hause angekommen bin, erreicht mich ein Notruf von Rani. Sie und Louise holen gerade eine Mutter mit ihren vier Welpen aus der Klinik und suchen einen Platz an dem sie für einen Monat medizinisch versorgt werden können. Bilder von den Welpen sind auf https://www.facebook.com/falko.duwe zu sehen. 

Wir verabreden uns vor Dereks Haus zu treffen. Auf Anraten des TA müssen die Welpen von der Mutter getrennt gehalten werden, da sie Doxyciclin erhalten und die Absorption des Medikaments mit der gleichzeitigen Aufnahme der Muttermilch verhindert wird. Deswegen belassen wir Pranee, wie ich die Mutter nenne, vorerst im Käfig und lassen die vier Welpen auf der Veranda raus, wo sie von den anderen Hunden getrennt sind. Um die neuen Hunde morgens versorgen zu können, entschließe ich mich in Dereks Haus zu übernachten.

Dienstag, 12. Mai 2015

Die Nacht war wieder himmlisch ruhig und ich kann nun mal sogar eine Stunde länger schlafen. Ich versorge Nora und Leila und bereite die Medizinvergabe für Rudi vor. Der macht es mir zur Zeit leicht und erwartet mich nun jeden Morgen im Hauseingang, wo er auch brav seine Medizin zu sich nimmt. 

Mittags gehe ich wieder rüber zum Busparkplatz, um mich mit den Welpen anzufreunden. Wenn ich wollte könnte ich sie wohl bald schnappen, aber ich will sie nicht verstören und es kommt bei ihnen ja auch nicht auf einen Tag an. 

Direkt nach Büroschluss fahre ich in die Thepprasit, um mir dort einen Lastwagen für den geplanten Transport der größeren Teile zu organisieren. Auf dem Wege dorthin halte ich bei den Hunden der Wachleute. Silvers Zustand hat sich weiter verschlechtert. Die Räude an ihrem Kopf ist bereits blutig. Ich versuche ihr Ivermectin zu geben aber sie verschmäht die Wurststückchen. Bei Silver ist allerdings sowieso eine Intensivbehandlung angesagt. Dazu muss sie eingefangen und zu Dr. Sam gebracht werden.

Ich fahre zurück zum Haus und dann mit dem Auto nach Mabprachan. Die Hunde empfangen mich enthusiastisch am Tor und Lucy entwischt mir mal wieder, kommt aber nach ein paar Minuten wieder zurück. Ich verteile Medikamente an die Patienten. Alle Hunde scheinen sich in der neuen Umgebung und mit Ui sehr wohl zu fühlen. Bei Jira und Nacho hatte ich ja etwas Bedenken, aber auch sie sind voll integriert und happy. Als ich mich auf den Weg nach Baan Amphur mache, schlafen alle Hunde friedlich auf dem Vorhof. 

Am Markt vor dem Tempeltor halte ich bei Ba Bät, um noch einmal nachzufragen welcher Hund wohl gestorben sei. Eine verbindliche Auskunft bekomme ich auch dieses Mal nicht. An der Vorhalle vermisse ich wieder Rashid und meine Befürchtung, dass er der Hund ist, wird bestätigt als Kun vorbeikommt und mir versichert, dass es Rashid sei, den sie begraben haben. Über eine mögliche Todesursache kann Kun mir allerdings auch keine Angaben machen. Ich muss den Verlust einfach so hinnehmen. 

Ich säubere und fülle die Schüsseln und dann gehen wir an den Strand. Auf dem Rückweg schauen wir am Sala vorbei, an dem sich Aisha, Roscoe und die beiden Welpen aufhalten. Prince, Toby und Rocky sehe ich in der Dunkelheit nicht. Kun hat mir jedoch versichert, dass er zumindest Rocky und Toby vorher gefüttert habe. 

Auf dem Rückweg in die Stadt halte ich wieder bei den Hunden an der Thepprasit. Ich versuche Silver einzufangen, aber muss nach einer halben Stunde aufgeben. Dafür kann ich mich mit den beiden Welpen der übergewichtigen Hündin beschäftigen. Bis auf Flohbefall scheinen sie in Ordnung zu sein. Ich fahre rüber zu den Wachleuten an der Pattaya Mail und frage den Wachmann, der für Silver sorgt, ob er sie einfangen kann. Er versucht es, scheitert aber auch damit. Ich bitte ihn zu versuchen Silver einzufangen, anzuleinen und mich dann anzurufen, damit ich sie abholen kann. Ich hoffe, er schafft das. Wenn nicht, muss ich versuchen Silver mit Acepromazine zu sedieren.

Montag, 11. Mai 2015

Heute Morgen gibt es ja so gut wie garnichts zu tun und trotzdem wache ich schon um sechs Uhr auf. Nachdem ich Leila und Nora versorgt habe, nutze ich die Zeit, um schon mal Sachen für den Umzug zu ordnen.

Den Naklua Hunden gebe ich Trockenfutter und frisches Wasser; Rudi, der nun jeden Morgen brav im Hauseingang liegt, bekommt Cephalexin und Ivermectin.

Nach Büroschluss gehe ich auf den Busparkplatz. Alle vier Welpen kommen auf mich zu als ich sie rufe. Ich sehe auch Candy und Cassie. Luna pirscht sich ebenfalls aus dem Busch auf und kommt ganz nah auf mich zu, bellt mich dann jedoch wieder an. Lennard hält sich zurück. 

Ich hole mir Itraconalzole und fahre dann zum Pattaya Bazaar um Jira abzuholen. Ich hatte Wan gebeten, mich zu informieren wenn sie auftaucht. Obwohl sich Jira ein wenig ziert, lässt sie sich doch relativ problemlos einfangen und wir fahren zurück zum Naklua Haus und dann weiter nach Mabprachan.

Mali war dort und hat Popeye und Stefan mitgenommen. Einen neuen Hund, Hotchpot, hat sie dagelassen. Der zieht es vor allein am Tor zu liegen. Ui meint, er solle adoptiert werden. Jiras Integration verläuft problemlos. 

Ich verteile an sie, an Jaha, Lucy und Nacho flüssiges Ivermectin und an Jaha, Jira und Nacho zusätzlich Itraconalzole und Cephalexin. Prana, Bieow, Lina, Bunnie, Buffy, Maisha, Darya, Juma und Said erhalten je nach Gewicht eine unterschiedliche Dosis Doxicyclin; Juma verabreiche ich dazu noch Augentropfen. 

Nachdem ich alle Patienten bedient habe setze ich mich noch zu Ui. Sie sagt, dass die Hunde viel getobt hätten und nun liegen sie alle verstreut über den Vorhof und schlafen. 

Zurück in Naklua, schaut mich Nora fragend an als ich in den Hof trete. Ich glaube, sie sorgt sich ein wenig wegen der sie umgebenden Stille und ich versuche sie zu beruhigen. Leila hingegen scheint froh zu sein, die Hunde nicht mehr sehen zu müssen.

Sonntag, 10. Mai 2015

Ich fahre morgens früh zum Mabprachan Haus um Medikamente zu verteilen und Ui Futternäpfe zu bringen. Der Rasselbande geht es gut und Ui hat schon mächtig gearbeitet, um die Küche in Schuss zu bringen und den Vorhof zu säubern.

Um 10 Uhr bin ich mit Heidi und Rene im Naklua Haus verabredet. Darya, Maisha, Said, Nura und Nora sind ja noch dort und Rene macht Fotos. Anschließend fahre ich mit Nura zu Dr. Sam. Auf dem Wege dorthin halte ich bei den Naklua Hunden, fahre dann zu Aiwa und gebe ihr Ivermectin. Bei ihr sehe ich auch Sergio, dem ich wieder ein paar Zecken aus dem Pelz pulen muss. Aiwas Fell ist immer noch in gutem Zustand. Rudi erwische ich beim Best und verabreiche ihm seine Medizin. 

An der Karaoke lege ich Futter aus. Yaya und Nacho sind ja nicht mehr da, aber ich denke, die anderen Hunde schauen schon mal vorbei und bedienen sich, und außerdem ist ja auch noch Jira in der Nähe. Das Futter ist jedenfalls immer weg. 

Ich gehe dann wieder auf den Busparkplatz, um nach den Welpen, Luna und Lennard zu sehen. Zu meiner Freude kommen alle vier Welpen auf mich zugestürzt. Es wird hoffentlich nicht mehr lange dauern, bis ich sie mir schnappen kann. 

In der Klinik bekommt Nura eine Ivermectin Injektion und ich lasse mir noch flüssiges Ivermectin, Cephalexin und Vitamin B Komplex geben. Da Nura sich in der Box übergeben hat, nehme ich sie auf der Rückfahrt vorn mit ins Auto und dieses Mal verträgt sie die Fahrt gut. Zu Hause säubere ich die Box, fülle zwei Container, nehme Nura wieder vorn zu mir, verfrachte Maisha, Darya und Said in die Box und fahre zu den Naklua Hunden, um Bunnie und Buffy auch mitzunehmen.

Da die Hunde im Mabprachan Haus hören, dass ich gekommen bin, muss ich mich erstmal durch sie hindurch in den Hof zwängen und sie dann in ein Seitengebäude sperren, damit ich mit dem Auto in den Hof fahren kann, ohne dass einer von ihnen entwischt.  

Maisha, Darya, Said, Bunnie und Buffy haben sich vollgesabbert und so schleppe ich sie erstmal unter die Dusche, nachdem ich die eingesperrten Hunde wieder herausgelassen habe. Nach der Dusche bekommen die Welpen Reisfutter, das Ui an sie und alle anderen Hunde verteilt. Ich setze mich dann und beobachte wie die fünf Neuen mit der neuen Umgebung zurechtkommen. Da die Hunde sich ja untereinander kennen, ist die Eingewöhnungszeit nur kurz. Dereks Hunde, die zwei Mastiffs, Rhonda und Popeye haben auch keine Probleme mit den Welpen. 

Allerdings legt sich Popeye immer wieder mit Yaya an und sobald ich in der Nähe bin, revanchiert sich Yaya für die unfreundliche Aufnahme durch die Mastiffs. Übergriffe gibt es jedoch nicht. Stefan, ein weiterer von Dereks Hunden sich wohl gestern mit den Mastiffs angelegt und die, obwohl ansonsten harmlos, haben ihn in den rechten Hinterlauf gebissen, der nun stark geschwollen ist. Stefan liegt im Hausinnern und ich werde seine Verletzung im Auge behalten.

Im Naklua Haus habe ich nun nur noch Nora und Leila. Nora bekommt von mir einen Knochen für die Nacht und Leila frisches Trockenfutter.

Samstag, 9. Mai 2015

Ich habe mir für heute einen halben Tag frei genommen und habe deshalb etwas mehr Zeit die Hunde im Haus zu versorgen; dann zu den Naklua Hunden zu fahren, anschließend zu Rudi, zur Karaoke und dann auf den Busparkplatz zu gehen. Dort sehe ich nur den weißen Welpen und einen der drei braunen. Obwohl ich überall suche und nach ihnen rufe, bleiben sie verborgen. Der weiße Welpe lässt sich nun von mir streicheln, der braune Welpe hält aber noch Abstand.

Nachdem ich einige Besorgungen gemacht habe, fahre ich zu Ui, die bereits all ihre Habschaft zusammengeräumt hat. Wir verladen sie ins Auto und fahren nach Mabprachan. Dort müssen wir erstmal die Hunde einsperren, damit sie nicht nach draußen laufen, wenn ich mit dem Auto in den Hof fahre. Ui richtet sich in ihrem Zimmer ein und ich verteile Medikamente. 

Ich fahre zurück zum Naklua Haus und lade Jaha in die Box und fahre mit ihr zum Pattaya Bazaar, wo ich Nacho zulade. Mit beiden Hunden fahre ich zu Dr. Sam. Jaha wird untersucht um festzustellen, ob die Behandlung anschlägt und Nacho wird erstuntersucht. Für Jaha wird die Verabreichung von Itraconazole und Cephalexin fortgesetzt und sie bekommt nun zusätzlich flüssiges Ivermectin. Nacho soll derselben Behandlung unterzogen werden. 

Mit Nacho und Jaha fahre ich zurück zum Pattaya Bazaar, lade Yaya zu und fahre mit den dreien zum Mabprachan Haus. Nacho und Jaha finden sich in der neuen Umgebung überraschenderweise schnell zurecht, aber Yaya hat Probleme mit den Mastiffs, die ihn offensichtlich einschüchtern. Da er sie aggressiv anbellt, werden auch sie unwirsch und so hält sich Yaya erstmal in der Nähe des Tores auf, bis ich ihn zu den anderen Hunden rufe. Ob er und die Mastiffs Freunde werden, bleibt abzuwarten. 

Im Naklua Haus versorge ich Darya, Maisha, Nura, Said, Nora und Leila. Für die drei Kleinen und Nura wird es die letzte Nacht dort sein.

Freitag, 8. Mai 2015

Morgens sind im Haus die üblichen Routinearbeiten zu verrichten, dann fahre ich zu den Naklua Hunde, verteile Reisfutter und Doxy an Bunnie und Buffy; weiter geht es zu Rudi und zur Karaoke. 

In der Mittagspause gehe ich wieder auf den Busparkplatz um nach den Welpen zu schauen. Sie halten sich bei Vater und Mutter auf. 

Nach Büroschluss fahre ich in die Klinik um nach Süa und ihrer Schwester zu schauen. Beiden geht es den Umständen entsprechend gut, aber sie müssen zur Sicherheit noch bis zur völligen Wundheilung in der Klinik bleiben. 

Ui hat die Hunde im Haus gefüttert und ich fahre nach Mabprachan, um nach den Hunden dort zu schauen. Sie scheinen nach wie vor zufrieden zu sein und vertragen sich auch mit Dereks Hunden. Derek hat alle Hunde mit Reisfutter versorgt und ich verteile Medikamente. 

Zurück in Naklua versorge ich die Hunde mit Trockenfutter für die Nacht und nehme Darya, Maisha und Said mit hoch auf die Veranda.

Donnerstag, 7. Mai 2015

Außer dass Jaha ab und zu mal anschlägt, erlebe ich seit einigen Nächten die Ruhe, die mein Nachbar so vehement eingefordert hat. Darya, Said und Maisha nehme ich nach wie vor nachts mit auf die Veranda, Jaha, Nura und Nora schlafen im Hof oder in der Küche. Die Zubereitung des Futters und die Medikamentenverteilung geht nun auch schneller, sodass ich auch mal in Ruhe frühstücken kann. All das wirkt sich angenehm erholsam auf mein Nervenkostüm aus. Dem anstehenden Umzug sehe ich nun mit einer gewissen Zuversicht entgegen. 

Ui deutet an, dass sie eventuell einen Pick-up besorgen kann, denn die Kühlschränke, Bett und Matratze werde ich wohl mit meinem Auto nicht transportieren können. Sie möchte heute Abend mit nach Mabprachan, um sich im Haus zu orientieren, das sie ja von innen noch nicht gesehen hat.

Auf dem Weg zur Arbeit halte ich wie gehabt bei Bunnie und Buffy. Ich verteile an sie Reisfutter und Doxy. Das Wasser fülle ich ebenfalls auf. Rudi erwische ich wieder im Hauseingang. Er liegt dort relativ bewegungslos wie in den Tagen zuvor und ich hoffe, dass er nur verschlafen ist. Die Medikamente lässt er sich jedenfalls ohne größere Gegenwehr einflößen. An der Karaoke treffe ich auf Yaya. Ich bin heute mit dem Auto unterwegs, weil ich noch einen Sack Trockenfutter an die Thepprasit bringen will. Yaya will unbedingt mit mir fahren und springt mehrfach ins Auto. Ich werde ihn sobald als möglich mit nach Mabprachan nehmen, zusammen mit Nacho und Jira.

Bei Nacho bin ich mir allerdings nicht so sicher ob er nicht doch lieber am Pattaya Bazaar bleiben möchte; das wird er mir ja dann zeigen. Jira will ich aber mitnehmen, um sie weiter behandeln zu können wenn das nötig ist. Bunnie und Buffy sehen auch nicht besonders glücklich aus und auch sie werde ich entscheiden lassen, wo sie leben wollen.

In der Mittagspause gehe ich wieder auf den Busparkplatz. Die vier Welpen laufen auf dem Gelände herum und ich kann mich ihnen ein wenig nähern. Die Mutter und der Vater sind auch dabei und mir freundlich gesinnt. Im Gebüsch entdecke ich Luna, Lennard und Chula, ihre Mutter. Cassie und Candy sind auch mit von der Partie, sowie einige andere Hunde, die schon seit langem auf dem Platz leben.

Auf dem Rückweg zum Büro treffe ich auf Ivan und Sascha. Ivan ist schwer räudig und auch sonst schon etwas hinfällig. Ich müsste ihm zumindest regelmäßig Ivermectin Tabletten verabreichen falls die ihm noch helfen, da er doch schon recht alt ist. Sascha ist gut in Schuss.

Nach Büroschluss fahre ich in die Thepprasit, um am Büro der Pattaya Mail einen 20 kg Sack Trockenfutter abzugeben. Ich sehe, dass auf dem Freigelände vor dem Büro etliche Welpen herumlaufen. Ich zähle sieben an der Zahl, etwa 12 Wochen alt und in guter Verfassung. Es sind die Jungen der Hündin, die wir bisher nicht zu fassen bekamen. Beim anderen Wachmann sehe ich zwei weitere Welpen. Sie sind etwa 8 Wochen alt und von der übergewichtigen Hündin, die laut Wachmann angeblich zu alt ist um Junge zu bekommen. Seine Einschätzung war offensichtlich nicht ganz richtig. Silver bekommt erneut Ivermectin von mir und den Rest der Tabletten händige ich dem Wachmann aus. 

Auf dem Rückweg halte ich an der Klinik, um nach den beiden sterilisierten Hunden zu sehen. Sie liegen in ihren Käfigen und erholen sich. Ich werde sie so lange in der Klinik lassen wie notwendig. Noras Bluttest hat ergeben, dass die weißen Blutkörper grenzwertig sind. Dr. Sam bittet mich Nora wenn möglich noch heute Abend zu ihm zu bringen.

Im Haus wartet Ui auf mich und wir fahren zu Derek. Dort gebe ich Medikamente aus und dann zeige ich Ui die Räume, des Hauses, die wir bewohnen werden. Wir verabreden, Uis Umzug morgen über die Bühne zu bekommen und dann auch die restlichen Hunde umzusiedeln. Wenn möglich möchte ich am Wochenende einen Großteil meiner Klamotten ebenfalls hinüberschaffen. Rani hat zugesagt mir mit ihrem Pick-up zur Seite zu stehen.

Zurück im Haus lade ich Nora und Said ein, der für die vierte Ivermectin Injektion dran ist. Süa und die andere Hündin, die offenbar Süas Schwester ist, schlafen noch in ihren Käfigen. Ich nehme Kira auf. Sie, die zuvor größer war als Darya ist nun schmächtiger ist als sie. Dr. Sam versichert mir aber, dass sie völlig in Ordnung ist. Nora und Said werden gespritzt und ich fahre sie wieder nach Hause. 

An Darya, Said, Maisha und Nora verteile ich Doxy und an Jaha Cephalexin. Dann mache ich mich auf den Weg zum Wat. Ba Bät hatte mich ja darüber informiert, dass einer meiner Hunde gestorben sei. Ich hatte die ganze Zeit dabei an Bonnie gedacht und bin heilfroh sie mit Tessa und Yoshi an der Außenmauer zu treffen. An der Vorhalle vermisse ich nun allerdings Rashid. Sollte er der fragliche Hund sein? Ich hatte nie den Eindruck, dass Rashid krank war und kann mir seinen Tod, sollte er der Hund sein, nicht erklären. Allen sonstigen Hunden geht es gut. 

Um Mitternacht bin ich schließlich wieder zu Hause und raffe mich noch mal auf, um zu den Naklua Hunden zu fahren. Darya, Maisha und Said nehme ich wieder mit auf die Veranda, stelle ihnen noch ein wenig Puppyfutter und Wasser hin und versorge Leila. Danach bin ich froh, die Tür hinter mir zumachen zu können.

Mittwoch, 6. Mai 2015

Ich versorge die Hunde im Haus mit Reisfutter und Medikamenten, gebe Bunnie und Buffy Doxy und Rudi Ivermectin und Cephalexin. Rudi liegt nicht mehr im Hauseingang, sondern läuft mit Bo, dem Best Hund, auf dem Parkplatz herum. Es scheint im anscheinend wieder besser zu gehen. Nacho und Yaya treffe ich an der Karaoke. Jira habe ich nun schon einige Tage nicht mehr gesehen. Sie taucht offensichtlich nur abends auf. Nun, da meine Hand wieder einigermaßen gebrauchsfähig ist, werde ich sie mal wieder zu einem Duschbad zu mir nehmen können.

In der Mittagspause gehe ich rüber zum ehemaligen Busparkplatz, der nun wohl bald bebaut werden wird. Ich treffe dort auf Candy und Cora und höre dann auch Luna, die sich mit Lennard im noch vorhandenen Gebüsch verbirgt. An den verlassenen Bauhütten suche ich nach den Welpen und finde auch alle vier zusammen mit ihrer Mutter und ihrem vermutlichen Vater. Die vier sehen bis auf Ringwormbefall gar nicht so schlecht aus. Sie sind scheu und verkriechen sich unter den Hütten. Ich muss nun öfter nach ihnen schauen, damit sie Zutrauen zu mir gewinnen. So werde ich dann die Gelegenheit haben sie zu Dr. Sam zu Untersuchung und Behandlung zu bringen.

Nach Büroschluss verfrachte ich Nora in die Box und nehme noch einen Käfig für Süa mit. Süa ist mir aufgefallen als ich vorgestern in einem Straßenrestaurant etwas gegessen habe. Sie ist eine noch relativ jung Straßenhündin und laut Aussage der Restaurantbesitzerin die einzige Überlebende aus einem Wurf von sieben. Sie wird von den Leuten dort mit Futter versorgt, aber natürlich kümmert sich sonst niemand um sie. Dr. Sam hat mir mitgeteilt, dass ich Süa heute zu ihm bringen könne, er würde die Sterilisierung für mich umsonst machen. Ich fahre also mit Nora zu dem Restaurant und finde Süa auch nach einiger Suche. Obwohl Süa ein liebes Tier ist und sich von mir streicheln lässt, wird sie jedoch bissig als ich sie aufnehmen will. Nach einigen weiteren vergeblichen Versuchen sie mit einer Leine einzufangen, lasse ich Leine und Maulkorb bei den Restaurantleuten und hoffe, dass sie sie eingefangen haben, wenn ich mit Noras Behandlung fertig bin. 

Nora erhält in der Klinik ihre vierte Chemo. Ich lasse sie in der Klinik und fahre zum Restaurant zurück. Süa hat sich in der Zwischenzeit auf ein weitläufiges Gelände hinter dem Restaurant begeben, auf dem ich noch eine andere junge Hündin antreffe. Sie ist noch zutraulicher als Süa und ich kann sie nach ein paar Annäherungen aufnehmen und in die Box sperren. Nach einigem Bemühen und viel Geduld schaffe ich es dann auch Süa mit der Leine zu fangen. Sie wehrt sich heftig und obwohl sie mir leid tut, lasse ich sie nicht mehr entkommen. Mit Hilfe eines der Boys vom Restaurant schaffen wir es dann auch sie in den Käfig zu bekommen. 

In der Klinik ist Süa wieder zutraulich und ich kann sie aufnehmen und in einen Käfig stecken, nachdem sie gewogen wurde. Die andere Hündin ist ganz pflegeleicht. Glücklicherweise sind beide Hunde offensichtlich blutparasitenfrei, sodass einer erfolgreichen Sterilisation wohl nichts im Wege steht. 

Kira ist vorübergehend von Michael und Maria in der Klinik untergebracht worden. Die beiden machen einen Kurzurlaub. Nach einigen Sekunden erkennt mich Kira wieder und ist ganz aus dem Häuschen. Es scheint ihr gut zu gehen, obwohl ich immer noch denke, dass es besser wäre, wenn sie und Darya zusammenleben könnten.

Mit Nora im Gepäck fahre ich zurück nach Hause, versorge die Patienten mit Medikamenten und fahre dann zu den Naklua Hunden. Da es mittlerweile schon spät geworden ist, kann ich nicht mehr nach Mabprachan fahren, da Derek nach 20 Uhr nicht mehr gestört werden möchte. 

Deswegen fahre ich noch zum Amari Strand, um nach Boss und Alana zu sehen. Boss empfängt mich wieder bei den Taxifahrern und wir laufen rüber zum Strand, wo wir auf Alana und den Welpen treffen, der wohl immer noch von dem unbekannten Ausländer versorgt wird. Der Zustand des Welpen ist gut, die Räude kaum noch sichtbar und die junge Hündin versteht sich gut mit Boss und Alana, denen es ebenfalls gut geht.

Dienstag, 5. Mai 2015

Heute ist mal wieder ein Feiertag in Thailand und so habe ich Gelegenheit Heidi und Rene aus der Schweiz bei Derek zu treffen. Heidi und Rene hatten mich vergangenes Jahr schon mit einer Futterspende unterstützt und so auch heute. 

Wir fahren zusammen mit Mali zum Snoop Dog Food Store wo Mali und ich für über 12,000 Baht Trockenfutter einkaufen können. Die Hunde fühlen sich in der neuen Umgebung sichtlich wohl und vertragen sich gut mit den Hunden, die auch noch auf dem Gelände sind. Ich verteile die Medikamente an die Patienten und fahre dann zur Thepprasit Road um Silver, die wieder einen Räudeschub erleidet, mit Ivermectin zu behandeln. 

Danach erkundige ich mich im Büro vom Keha Markt, dem Markt an der Thepprasit, ob wir dort einen Adoption Fair Stand machen können. Man teilt mir mit, dass es nur unter der Woche geht, nicht aber am Wochenende, da dann keine Standplätze mehr frei sind. Ich bitte Wa, die weiteren Verhandlungen zu übernehmen.

Zurück im Haus hat Ui die Hunde schon gefüttert und ich versorge Jaha, Darya, Said, Maisha und Nora mit ihren Medikamenten und fahre anschließend zu den Naklua Hunden und versorge sie.

Montag, 4. Mai 2015

Versorge morgens die Hunde, auf dem Weg zur Arbeit Bunnie und Buffy, beim Best Rudi und an der Karaoke Nacho und Yaya. 

Direkt nach Büroschluss fahre ich nach Mabprachan. Die Hunde scheinen sich schon recht gut eingewöhnt zu haben. Mali ist mit ihrer Nichte und Pla, einem Waisenkind, das Mali aufgenommen hat, da und richtet Haus und Gelände für die Übergabe her. Ich verteile die Medikamente an die Patienten und dann setzen Derek, Mali und ich uns zusammen, um zu besprechen wie wir zusammenarbeiten können. 

Zurück im Haus versorge ich die Hunde und anschließend die Naklua Hunde.

Sonntag, 3. Mai 2015

Nachdem ich die Hunde im Haus versorgt habe, fahre ich zu den Naklua Hunden und zu Rudi. Anschließend hole ich Wa in der Soi Siam Country ab und fahre mit ihr zu Karin. Wa hat bei Care for Dogs in Chiang Mai als Volontärin gearbeitet und ist kürzlich aus beruflichen nach Pattaya gezogen. Sie war hauptsächlich in der Adoptionsvermittlung tätig und hat in Chiang Mai regelmäßig Adoptions Fairs organisiert. Wir wollen versuchen so etwas auch in Pattaya aufzuziehen.

Ich habe Juma zu Karin mitgenommen, da Karin einen Termin bei einer tierärztlichen Spezialistin bekommen hat, die einmal im Monat von Bangkok nach Pattaya kommt. Jumas Augen tränen und ich möchte den Grund wissen.

Auf dem Rückweg bleibe ich im Verkehrschaos stecken und brauche für die 15 Kilometer nach Naklua fast zwei Stunden. Der Wochenendverkehr wird immer unerträglicher, da die Stadt dann von zehntausenden von Besuchern aus Bangkok heimgesucht wird. Deswegen warte ich auch bis um fünf Uhr um die ersten Hunde zu Derek zu bringen. Ich entscheide mich für Bieow, Lina, Lucy und Prana. Juma hole ich auf dem Weg bei Karin ab. Die Tierärztin hat bei Juma eine Bindehautentzündung festgestellt, die Tränenkanäle sind frei.

Derek empfängt uns auf dem Gelände zusammen mit fünf Hunden, die noch bei ihm sind. Ich lasse Lucy, Bieow, Lina, Prana und Juma nacheinander aus dem Käfig und der Box. Bieow, Lina und Juma kennen das Gelände ja schon; sie und Prana finden schnell Kontakt zu den anderen Hunden. Lina ist ja von jeher ein wenig scheu und hält sich an Bieow. Am längsten braucht Lucy sich an die neue Situation zu gewöhnen, aber da ich etwa eine Stunde bei den Hunden bleibe, taut auch sie nach einer Weile auf. Derek ist die ganze Zeit dabei. „Seine“ Hunde sind ganz freundlich, obwohl unter ihnen zwei gefährlich aussehende, riesige Mastiffs sind. Sie sehen jedoch nur furchterregend aus, sind aber in Wirklichkeit wie Babies. Als ich zum Tor gehe, folgen mir die Hunde. Als ich aber als ich durch das geschlossene Tor schaue, trollen sie sich wieder in Richtung Derek und der anderen Hunde und verhalten sich so, wie sie sich verhalten, wenn ich sie im Haus zurücklasse.

Zurück im Haus versorge ich die sieben verbliebenen Hunde und fahre dann mit Nura zu Dr. Sam. Auf dem Wege halte ich bei den Naklua Hunden, gebe Bunnie und Buffy ihr Doxy, fülle Wasser nach und lege Trockenfutter aus. Bei Nura meine ich um die Augen herum und an einer Maulseite beginnende Räude festzustellen und meine Beobachtung wird von Dr. Sam bestätigt. Nura erhält eine Ivermectin Injektion und ich besorge mir neues Ivermectin für Lucy und Rudi. Zurück im Haus koche ich Reis und gebe den Hunden Trockenfutter für die Nacht. Darya, Maisha und Said nehme ich mit nach oben auf die Veranda.

Samstag, 2. Mai 2015

Morgens ist die übliche Routine angesagt. Said wird immer selbstbewusster und spielt mit den großen Hunden. Seit Toby wieder am Strand ist, ist er ja auch Hahn im Korb. Dieses Mal ist so viel Reisfutter übrig, dass ich garnicht alles für die Naklua Hunde mitnehmen kann. Rudi treffe ich auf dem Best Parkplatz und an der Karaoke Nacho.

Am frühen Nachmittag bin ich bei Derek und bespreche mit ihm den Einzug. Die Hunde kann ich schon morgen hinüber schaffen und anfangen einzuziehen kann ich ab Mittwoch. 

Anschließend fahre nach Tongklom und liefere 15 kg Reis im Straßenrestaurant ab. Anika ist da und auch Cleo. Der Rüde, den ich immer wieder mal mit Ivermectin behandelt habe sieht mittlerweile recht gut aus. Er bekommt von mir 24 mg und ich lasse der Frau, die das Restaurant führt, noch Tabletten für einen Monat da. 

Ich fahre weiter zum Markt vor dem Wat Amparahm und übergebe Ba Bät 20 kg Reis und 2,000 Baht für ihre Mühe und um etwas Hühnerfleisch zu kaufen. An der Vorhalle fülle ich die Behälter auf und dann gehen wir an den Strand. Die Hunde am Sala haben sich schon vorsichtshalber auf die Mole gerettet. Aus der Entfernung kann ich Prince, Toby und Rocky ausmachen. Rocky ist ganz verschüchtert. Ich glaube, ich muss ihn demnächst mal vorübergehend aufnehmen, um ihn wieder aufzubauen. Die beiden Welpen sind am Sala geblieben und werden auch von der Meute nicht belästigt. 

Die Hunde im Haus sind von Ui versorgt worden; ich verteile die Medikamente und fahre dann zu den Naklua Hunden. Anschließend bereite ich das Reisfutter vor und gebe den Hunden noch Trockenfutter für die Nacht. Die vier kleinen Welpen schlafen auf der Veranda. 

Mali hat mir ein Foto von Nala und Ling mit ihrer neuen Adoptivmutter geschickt. Es sieht so aus, als hätten sie es gut getroffen.

Freitag, 1. Mai 2015

Der heutige Morgen beginnt schmerzhaft. Da ich den Eindruck habe, dass Leila nach unten möchte, aber das wegen der Hunde auf der Treppe nicht kann, nehme ich sie auf und trage sie durch die Hunde herunter. Als ich schon fast an der Einfriedung bin, springt Bieow an mir hoch und Leila beißt nicht sie sondern mich, und zwar kräftig in die Hand. Leila entkommt unverletzt aber bei mir fließt das Blut. Bisse sind immer recht schmerzhaft und Katzenbisse ganz besonders und man glaubt garnicht wie kräftig die Tiere zubeißen können, wenn sie nur wollen. 

Die morgendliche Arbeit muss aber trotzdem gemacht werden und so hilft kein Jammern. Reisfutter wird verteilt und Medikamente gehen an alle Patienten wie immer. Für die Naklua Hunde gibt es den Rest vom Reis, frisches Wasser und Doxy für Bunnie und Buffy. Rudi liegt im Hauseingang von Best. Heute stelle ich fest, dass seine Vorderpfoten besser aussehen. An der Karaoke treffe ich auf Nacho und Yaya.

Auf dem Nachhauseweg treffe ich auf Alien und gebe ihm 16 mg Ivermectin. Die Hunde liegen satt und zufrieden im Hof und in der Küche, nachdem sie von Ui gefüttert wurden. Ich koche Reis, verteile Medikament und fahre dann zu den Naklua Hunden. 

Später am Abend nehme ich Juma, Said, Maisha und Darya auf die Veranda. Leila maunzt draußen vor dem Tor und will wieder auf die Veranda. Dieses Mal bin ich vorsichtiger und verscheuche alle Hunde um mich herum. Trotzdem bekomme ich wieder einen Kratzer ab, als ich Leila über das Geländer auf die Veranda lasse. Verletzungen gehören eben auch zum Geschäft; es waren nicht die ersten und es werden nicht die letzten gewesen sein.