Donnerstag, 30. April 2015

Die Nacht war ruhig und erholsam. Als ich die Verandatür öffne, quetschen sich die Juma, Maisha, Darya und Said an mir vorbei und stürmen in den Wohnraum. Widerstand ist zwecklos. Allerdings folgen sie mir sofort auf dem Fuße als ich sie rufe, und wollen erstmal ausgiebig gestreichelt werden. Die Treppenstufen sind nun nur noch halb belegt seitdem Jojo, Nala, Ling und Kofi gegangen sind. 

Der Hof ist ungewohnt leer und ich kann ungehindert in die Küche gelangen. Reis hatte ich bereits am Abend gekocht und so muss ich nur die Medikamentenvergabe vorbereiten und die Herzen schneiden und braten. Da alle Hunde an Gewicht zugenommen haben, erhöhe ich auf Anraten von Dr. Sam die Doxyciclin Dosis ein wenig. Ich kontrolliere die Gaumenfarbe bei allen Hunden und stelle fest, dass sie sich bereits ausnahmslos in befriedigendem Zustand befinden. Auch die Hunde, die nicht behandelt werden haben rosige Gaumen. Ich werde jedoch die Therapie noch eine Weile weiterführen. 

Nachdem ich das Reisfutter verteilt habe nehme ich Toby ins Bad und bade ihn. Die Haut auf seiner Nase hat sich weiter erholt und somit kann ich ihn erstmal wieder an den Strand zurückbringen. Ich hoffe, dass Tobys Rückführung auch Rocky guttut.

Auf dem Wege zur Arbeit halte ich bei Bunnie und Buffy, gebe ihnen Doxyciclin und das Reisfutter, dass die Haushunde übrig gelassen haben. Ich halte auch Ausschau nach Rudi, finde ihn jedoch nicht. An der Karaoke treffe ich auf Yaya. Er sieht etwas gedrückt aus und ich werde ihn wohl mit nach Mabprachan nehmen, da er sich so gut mit den Welpen versteht. In der Mittagspause gehe ich zum Best rüber und finde Rudi im Hauseingang. Es geht ihm offensichtlich nicht besonders gut. Ich gebe ihm Ivermectin und Cephalexin.

Nach Büroschluss fahre ich mit Toby und Said zur Klinik. Beide bekommen eine Ivermectin Injektion. Mit Toby fahre ich dann weiter zum Wat. Said lasse ich in der Klinik, um ihn auf dem Rückweg wieder abzuholen. Am Sala empfangen mich Aisha, Roscoe, die beiden Welpen, Panya, Satya, Yoshi, Rocky und zu meiner großen Freude auch Prince, der sich wieder eingefunden hat. Es dauert nicht lange und die anderen Hunde kommen aus allen Richtungen angerannt und damit ist der Frieden vorbei. Ich entferne mich schnell mit ihnen, reinige und fülle die Behälter in der Vorhalle und dann machen wir unseren gewohnten Strandgang. Bei unserer Rückkehr sehe ich die Hunde vom Sala auf der Mole, wo sie sich vor der Meute in Sicherheit gebracht haben.

Ich hole Said aus der Klinik und fahre zurück zum Haus. Auf dem Wege dorthin halte ich bei den Naklua Hunden, lege Trockenfutter aus und gebe Buffy und Bunnie Doxyciclin. Ich koche Reis, verteile Medikamente und Trockenfutter und nehme Darya, Juma, Said und Maisha mit auf die Veranda. Die Nacht ist wieder relativ ruhig, wenn auch für die Welpen der Tag schon um halb sechs beginnt.

Mittwoch, 29. April 2015

Jaha holt mich mit jämmerlichem Geheule aus dem Schlaf. Sie sitzt auf der obersten Treppenstufe zusammen mit Toby. Ling, Lina, Jojo und Bieow liegen auf den Treppenstufen darunter. Nachdem Jaha mich gesehen hat, beruhigt sie sich. Die vier kleinen Welpen spielen oben auf der Veranda. Reis ist schon gekocht und ich bereite die Fleischsuppe zu. Danach ist Medikamentenvergabe. Ui kommt und nimmt mir Arbeit ab. 

Ich gehe rüber zur Managerin Khun Wantana und erkläre ihr, dass ich Probleme mit dem Nachbarn habe. Khun Wantana war immer sehr freundlich und kooperativ und ist es auch dieses Mal. Ich teile ihr mit, dass ich aus dem Haus ausziehen möchte, damit die Situation mit dem Nachbarn nicht eskaliert. Sie versteht das und zeigt mir zwei andere Häuser im Village in die ich zur gleichen Miete einziehen könne. Die sind allerdings noch weniger geeignet als das Haus in dem ich jetzt wohne. Khun Wantana versteht auch das und als ich ihr erkläre, dass ich ein besser geeignetes Haus am Mabprachan See in Aussicht habe und aus dem Mietvertrag entlassen werden möchte, macht sie mir das Angebot für den Monat Mai mietfrei wohnen zu können und mir dann die Hälfte der Kaution zurückzuerstatten. Dafür gebührt ihr ein Platz im Himmel.

Mit dieser guten Nachricht setze ich mich wieder an den Computer und frage Derek ob er mit der Miete auf 18,000 Baht heruntergehen könne und er gibt mir sein OK. Wir verabreden uns am Samstagnachmittag zu treffen, um die Übergabemodalitäten zu diskutieren. 

Nun kann ich endlich halbwegs beruhigt ins Büro fahren. Auf dem Wege werden Bunnie und Bufffy wie jeden Morgen mit Doxyciclin versorgt, Rudi erwische ich auch und gebe ihm Ivermectin und Cephalexin und Yaya und Nacho bekommen Trockenfutter im Karaoke Eingang. 

Am frühen Nachmittag ruft mich Mali an und teilt mir mit, dass sie Adoptionsplätze für vier Welpen hat. Da sie so schnell wie möglich wieder nach Tha Mai zurück möchte, mache ich früher Schluss und bringe Jojo, Kofi, Nala und Ling zu Derek, wo die Welpen von Mali in Empfang genommen werden. Die vier das letzte Mal zu sehen verursacht mir einen Kloß im Hals, aber Abschied zu nehmen gehört auch mit zum Geschäft. 

Zurück im Haus verfrachte ich Nora in die Box und fahre mit ihr in die Klinik. Nora erhält dort die dritte Chemo. Der Tumor ist kleiner geworden aber immer noch fühlbar. Vermutlich werden noch zwei weitere Behandlungen folgen müssen. Dass der Hof nicht mehr so belebt ist, daran muss ich mich erstmal gewöhnen. Ich stelle aber fest, dass es den verbliebenen Hunden gut tut; der Lärmpegel ist wesentlich niedriger und die Bellerei nicht mehr so häufig.

Dienstag, 28. April 2015

Die Nacht ist überraschend ruhig, sodass ich zum ersten Mal seit Langem mal wieder sechs Stunden lang durchschlafen kann. Das tut meinen Nerven gut und der ganze morgendliche Arbeitsablauf fällt leichter.

Auf dem Wege zur Arbeit halte ich bei Buffy und Bunnie und gebe ihnen den Rest des Reisfutters und ihre Medikamente. Rudi erwische ich auch beim Best und er bekommt ebenfalls seine Dosis. An der Karaoke sehe ich Yaya und Nacho. Ich gebe ihnen Trockenfutter.

Als ich nach Büroschluss im Haus ankomme, empfängt mich der Nachbar und ist nun kaum zu beruhigen. Er droht mir dafür zu sorgen, die Hunde dort hinzubringen wo sie hingehören, wenn ich sie nicht bis zum Wochenende entfernt habe. Das sind selbstverständlich leere Drohungen, denn wenn er das von mir gemietete Grundstück ohne meine Erlaubnis betritt ist das Hausfriedensbruch und sollte er sich auch nur an einem Hund vergreifen ist das Einbruchdiebstahl oder Schlimmeres. Beides würde eine Anzeige zur Folge haben mit unangenehmen Konsequenzen für ihn. Ich weise ihn darauf hin, dass jedwede Aktionen den Hunden gegenüber nicht ohne eine entsprechende Antwort von mir bleiben würde. 

Gleichzeitig aber habe ich auch Verständnis für seinen Ärger und erkläre ihm, dass ich in Verhandlungen über einen Umzug in ein anderes Haus bin. Derek Doyle, der mit seiner Frau Mali über Jahre ein Hundeasyl am Mabprachan See unterhalten hat, hat mir mehrfach angeboten, sein Haus zu mieten, da er gern wieder zurück nach England möchte. Die von ihm geforderte Miete von 22,000 Baht war mir allerdings immer zu hoch und Mapbrachchan ist recht weit von meiner Arbeitsstelle entfernt. Außerdem kann ich das große Haus und das Grundstück nicht allein bewirtschaften. Da ich nun aber so unter Druck bin muss ich nach einer Lösung suchen. Deswegen frage ich Ui, ob sie bereit wäre mit mir nach Mabprachan zu gehen, um dort ganztags für die Hunde da zu sein. Ui erklärt sich dazu bereit und damit ist schon mal ein Stolperstein weggeräumt. Als nächstes muss ich Derek darum bitten mit seiner Mietforderung herunterzugehen. Ich bezahle gegenwärtig 15,000 Baht und das ist schon alles was mein Budget verträgt. Dann muss ich noch aus meinem Einjahres Mietvertrag raus ohne groß Federn zu lassen. Ich lege Derek meine Situation per email dar und hoffe auf sein Entgegenkommen.

Ein Umzug ist zwar lästig und mit viel zusätzlicher Arbeit verbunden, aber falls ich mich mit Derek einige und aus dem laufenden Vertrag rauskomme, würde das natürlich auch einige Vorteile mit sich bringen. Der größte Vorteil wäre, dass ich nicht bei jedem Laut, den die Hunde verursachen, Stress bekomme. Ein weiterer großer Vorteil wäre, dass Ui permanent im Haus wäre und ich mir tagsüber keine Sorgen um die Hunde zu machen bräuchte. Ich könnte dann auch neben den Hunden, die ich bereits bei mir habe, einige weitere Problemhunde, für die ich bereits sorge, aufnehmen. Das Areal um das Haus ist ja wesentlich weiträumiger als der Hof, in dem sich die Hunde nun aufhalten. Der Weg zum Büro wäre zwar erheblich länger aber die Anbindung ist relativ gut, da ich den Highway benutzen kann. Allerdings kann ich dann nicht mehr mit dem Scooter zur Arbeit fahren, sondern muss das Auto nehmen. 

Generell aber neige ich dazu umzuziehen, um wieder etwas Luft zu bekommen. Geld muss irgendwie besorgt werden, denn neben den erhöhten Kosten für das Haus muss ich Ui ja auch ein Gehalt zahlen. Ich weiß schon jetzt, sollte ein Umzug klappen, dass jede Menge neue Probleme auf mich zukommen werden von denen ich gegenwärtig noch keine Ahnung habe. Aber das ist eben so wenn man sich mal so weit aus dem Fenster gelehnt hat wie ich das getan habe. Da gibt es kein Entkommen mehr.

Am frühen Abend fahre ich zur Klinik um Jaha abzuholen. Jaha ist gebadet und medikamentös behandelt worden. Ihr Hauptproblem ist eine Pilzinfektion im Kopfbereich. Sie muss nun täglich mit Cephalexin und Itraconazole behandelt werden und deswegen nehme ich sie mit zu mir. Die Eingliederung funktioniert auch ganz gut. Jaha ist sehr verträglich und kennt ja auch Toby vom Wat. Ich versorge die Hunde mit Medikamenten und fahre dann zu Buffy und Bunnie und lege Trockenfutter aus. 

Zurück im Haus ist relative Ruhe eingekehrt. Die fünf kleinen Welpen sind auf der Veranda und Jaha verträgt sich mit den anderen Hunden unten im Hof. So kann ich mir etwas kochen und mich für die Nacht zurückziehen. Ich hoffe, ich komme morgen mit dem neuen Projekt weiter.

Montag, 27. April 2015

In der Nacht spielt sich wieder das Gleiche ab wie in den Nächten zuvor. Maisha und Juma jammern so lange auf der Veranda bis ich die Kleinen zu mir nehme. Ich gebe ihnen Katzenfutter und Wasser und dann ist auch bald wieder Ruhe. Allerdings toben unten nun Toby und Lucy mit Nala und Jojo herum und ich muss Lucy in die Toilette sperren und Jojo und Nala in die Küche. Es tut mir immer leid, das gemeinsame Spiel der Hunde unterbinden zu müssen, aber ich muss auf den Nachbarn Rücksicht nehmen.

Nach weiteren zwei Stunden Schlaf ruft die Pflicht wieder. Zuerst ist Medikamentenvergabe. Der Reis ist schon gekocht und ich muss nur die Herzen schneiden und braten. Ui kommt heute Morgen etwas früher, sodass ich ihr mal das Einsammeln und waschen der Schüsseln überlassen kann. 

Auf dem Weg zur Arbeit halte ich bei Buffy und Bunnie und dann beim Best. Ich finde Rudi im Hauseingang und gebe ihm Ivermectin und Cephalexin. An der Karaoke treffe ich auf Yaya und Nacho. Ich lege Trockenfutter im Eingang aus und gehe dann ins Büro. 

Nach Büroschluss fahre ich schnell nach Hause, um nicht zu spät mit Dr. One im Wat zu sein. Dr. One nimmt genügend Tollwut Impfstoffe mit und auch fünf Einheiten Kombiimpfstoffe. An der Vorhalle werden wir von der Meute empfangen und Dr. One impft Panya, Satya, die beiden neuen Welpen und den schwarz-weißen Rüden mit dem Kombiimpfstoff, der auch gegen Tollwut immunisiert; sowie Shana, Arnie, Lizzy, Scottie, Jimbo, Jake, Yoshi, Nema, Jaha, Chuki mit dem Tollwutimpfstoff. Ich versuche auch Tessa und Bonnie zu finden, treffe aber nur auf Tessa und auch sie wird gegen Tollwut geimpft. Die ganze Aktion muss in einem Monat wiederholt werden um Vollimmunisierung zu erreichen. Um die beiden neuen Welpen am Sala kümmern sich offenbar Leute, die ab und zu für den Tempel arbeiten. 

Wir nehmen Jaha mit in die Klinik, wo sie morgen gründlich untersucht werden wird. Danach hoffe ich sie eine Zeitlang bei mir aufnehmen zu können, um einen Therapieversuch zu unternehmen. 

Im Haus haben es die Welpen offenbar recht gut auf der Veranda ausgehalten und auch unten herrscht Frieden als ich ankomme. Allerdings kriegen sich bald darauf Nala und Kofi schwer in die Haare und verbeißen sich regelrecht ineinander, sodass ich Mühe habe sie auseinander zu bekommen. Kofi sperre ich danach ins Bad. 

Nach der Medikamentenvergabe fahre ich noch schnell zu Buffy und Bunnie, gebe auch ihnen ihre Dosis, lege Trockenfutter aus und fülle Wasser nach. Darya, Maisha, Juma, Ling und Said lasse ich auf der Veranda. Maisha weint zwar wieder und kratzt an der Tür, aber dieses Mal lasse ich mich nicht erweichen und sie hört dann auch nach einigen Minuten auf zu jammern.

Sonntag, 26. April 2015

Später in der Nacht nehme ich dann Darya, Maisha, Ling, Said und Juma auf die Veranda, weil Maisha und Juma anhaltend auf der obersten Treppenstufe jammern. Sie geben auch nicht eher auf als bis ich nachgebe und sie herein lasse. Ich habe zur Zeit nur die Wahl sie jammern zu lassen und den Nachbarn weiter zu verärgern oder ihnen nachzugeben und sie damit zu ermutigen weiter zu jammern. 

Es kommt dann auch wie es kommen muss. Khun El vom Village Management teilt Ui mit, dass der Nachbar sich wieder über den Geräuschpegel beschwert habe. Er hatte mir ja anlässlich seiner ersten Beschwerde angeboten, geeignete Ausweichmöglichkeiten anzubieten. Danach kam allerdings nichts mehr. Das Hauptproblem sind die kleinen Welpen, und davon eigentlich auch nur Maisha und Juma. Ich kann sie aber nicht auf die Straße setzen und es nimmt sie mir auch keiner ab. Während des Tages kann ich die Hunde ja sowieso nicht kontrollieren und der Nachbar hat sich ja nicht nur wegen der nächtlichen Ruhestörung beschwert sondern auch die Quiekerei der spielenden Welpen am Tage bemängelt. Eine Lösung ist nicht in Sicht und das tut meinen Nerven nicht besonders gut.

Nachdem alle Hunde mit Reisfutter und Medikamenten versorgt sind, schnappe ich mir Lucy, Toby, Said, Prana und Jojo und bade sie mit verschiedenen Sorten von Spezial Shampoos. Alle fünf haben ja unterschiedliche Hautprobleme.

Rani hatte mir vor einigen Tagen mitgeteilt, dass eine Khun Toi aus Bangkok angeboten habe Gelder für die Sterilisation von Hunden an der Jomtien Soi 19, dort wo Rani wohnt, zur Verfügung zu stellen. Khun Toi will mich auch mit kostenlosen Tollwut Impfstoffen versorgen. Ich treffe mich um 10 Uhr mit Rani und Khun Toi.  Khun Sek hat schon zwei Hunde eingefangen. Ich rufe Dr. Sam an wie viel Hunde er aufnehmen kann und er teilt mir mit, dass wir ihm einen Rüden und eine Hündin bringen können. Khun Toi übergibt mir 50 Einheiten Tollwut Impfstoffe und dann fahren Rani und ich mit zwei Autos zu Dr. Sam. Wir übergeben die zwei Hunde und die Impfstoffe und ich frage ihn, ob er oder Dr. One bei mir im Haus und im Wat impfen könne. Dr. Sam erklärt sich einverstanden und wir vereinbaren, dass ich Dr. One am Montagabend abhole und mit ihr zum Tempel fahre. 

Ich übergebe 20 Rani Halsbänder mit ihrer Telefonnummer. Sie fährt mit dem dritten Hund zu einer Klinik in der Soi Khao Noi und ich zum Tuk.com Parkhaus, um die zwei Welpen für die zweite Impfung abzuholen. Leider muss ich feststellen, dass sie verschwunden sind. Nur die Mutter, die noch nicht sterilisierte Hündin, Arika, Asuka, Figo, Farah und Fanta entdecke ich. Auch Flake bleibt unsichtbar. 

Ich fahre zur Klinik zurück. Der Rüde, der ja noch sediert war als wir ihn abgeliefert hatten, ist schon sterilisiert worden. Yaya kann nun endlich entlassen werden und ich nehme auch Jira mit, die ja nur noch regelmäßig gebadet werden muss. 

Im Haus gibt es wieder Bellereien zwischen Rudi und Toby, sodass ich mich entschließe Rudi zum Best zurückzubringen und Yaya sowie Jira zum Pattaya Bazaar. Zuvor jedoch bade ich alle drei. Nachdem alle gefüttert sind fahre ich mit den dreien zuerst zum Best und entlasse Rudi. Dann lasse ich Yaya und Jira am Pattaya Bazaar raus. Rudi muss ich täglich mit Cephalexin und flüssigem Ivermectin behandeln, während ich Jira nur alle drei Tage zum Baden mitnehmen und Yayas Sterilisationswunde weiter im Auge behalten muss.

Auf dem Weg zurück zum Haus sehe ich Mangmu und Alien. Ich gebe beiden je 24 mg Ivermectin. Ihr beider Fellzustand hat sich weiter verbessert ist aber noch lange nicht befriedigend.

Ui hat in meiner Abwesenheit die Hunde gefüttert, sodass ich ihnen nur noch ein wenig Trockenfutter hinstelle, nachdem ich die Medikamente verteilt habe. Ich lasse die Kleinen auf die Veranda in der Hoffnung mal eine relativ ruhige Nacht verbringen zu können. Wenn ich morgen Abend mit Dr. One zum Wat fahre, werde ich Toby auch wieder dorthin zurückbringen. Seine Behandlung ist ja vorerst abgeschlossen und den Heilungsfortschritt kann ich auch im Wat verfolgen. Ich hoffe, dass durch diese Maßnahmen ein wenig mehr Ruhe einkehrt.

Samstag, 25. April 2015

Da es nach Mitternacht nochmal unruhig wird, gehe ich runter, sperre Lucy ins Bad und Ling und Juma in die Küche. Rudi liegt ganz entspannt an der Hauswand und die anderen Hunde über den Hof verteilt.

Am Morgen wecken mich die Welpen, die schon vergnügt herumtoben. Ich freue mich, dass Said nun offenbar Anschluss an Maisha und Darya gefunden hat. Sie sind ja auch etwa von der gleichen Größe. Ich gebe den dreien Katzenfutter auf der Veranda und kämpfe mich dann die Treppe herunter. Rudi scheint schon gut integriert zu sein, denn er liegt ganz oben. Ich verteile die Medikamente, bereite das Futter zu und verteile es. Ui kommt und säubert Hof und Veranda. 

Da ich heute um ein Uhr einen Termin bei Nissan habe, fahre ich mit dem Auto zu den Naklua Hunden, die alle vollzählig sind. Ich gebe ihnen was sie Haushunde an Reisfutter übrig gelassen haben, lege Trockenfutter aus und fülle den Wasserbehälter nach. Buffy und Bunnie bekommen Doxyciclin.

Nach Büroschluss um zwölf fahre ich direkt zu Nissan. Eine Radaufhängung muss erneuert werden. Danach fahre ich zum Wat. Am Strand sehe ich nur Aisha; Prince, Roscoe und Rocky bleiben unsichtbar. Dafür sehe ich am Sala zwei etwa fünf Monate, gut gepflegte Welpen, die offenbar ausgesetzt wurden. Ich gebe ihnen Trockenfutter, säubere die Wasserbehälter an der Tempelmauer und fülle sie auf. Ob die beiden Welpen in die Meute integriert werden können ist zweifelhaft. Ich kann aber nicht mehr für sie tun als sie zu füttern, zu entwurmen und impfen zu lassen. Es sind ein Rüde und eine Hündin. Beide sind recht zutraulich, sodass ich sie, wenn sie in einem Monat noch da sind, sterilisieren lassen kann.

Abends die übliche Routine mit Medikamentenvergabe auch für Buffy und Bunny. Mittlerweile hat sich eine etwas instabile Beziehung zwischen Rudi und Toby entwickelt. Der sonst so entspannte Rudi verliert ab und zu die Beherrschung wenn ihm Toby zu nahe kommt. Einerseits ist es wohl Rangordnungsgerangel und andererseits hängt es wohl auch damit zusammen, dass Rudi durch das Gewusel genervt ist. Es bleibt aber alles im Rahmen, allerdings muss ich gegen Mitternacht eine eine kleine, aber lautstarke Auseinandersetzung zwischen den beiden schlichten.Da es nach Mitternacht nochmal unruhig wird, gehe ich runter, sperre Lucy ins Bad und Ling und Juma in die Küche. Rudi liegt ganz entspannt an der Hauswand und die anderen Hunde haben sich über den Hof verteilt.

Freitag, 24. April 2015

Um sechs Uhr ist die Nacht zu Ende. Die Welpen toben schon auf der Veranda herum und Leila hat offenbar das Weite gesucht. Ich gehe runter, hole Lucy aus dem Bad, koche Reis und schneide Herzen zurecht; danach ist Medikamentenvergabe. Dann hole ich die Welpen von der Veranda und brate die Herzen. Danach ist Essensausgabe. Ui kommt und säubert das Gelände und ich kann frühstücken.

Auf dem Weg zur Arbeit finde ich nur Nadia. Keiner der anderen Hunde ist zu sehen. Ich fahre einmal ums Carré und treffe auf Raita, Arkan und Mirko und ein Stückchen weiter auf Mae Song, eine der Hündinnen, die immer mit Maya zusammen liegt, nicht aber auf Maya, Bunnie oder Buffy.

An der Karaoke lege ich Trockenfutter aus und in der Tiefgarage stupst mich Nacho von hinten an, als ich meinen Scooter abstelle.

Nach Büroschluss fahre ich zu Dr. Sam, um nach Rudi zu schauen. Er war ganz brav, ist gebadet worden und hat seine zweite Ivermectin Dosis oral sowie Cephalexin bekommen. Obwohl bei Jira alle Medikamente abgesetzt wurden, erbricht sie sich noch regelmäßig. Ein Bluttest hat jedoch keine besonderen Auffälligkeiten ergeben. Yayas Entzündung ist weiter zurückgegangen und er kann wohl am Sonntag entlassen werden. Dann werde ich auch Jira aus der Klinik nehmen. Baden kann ich sie auch zu Hause.

Auf dem Weg nach Hause halte ich bei den Naklua Hunden. Sie haben sich alle wieder eingefunden und ich gebe Bunnie und Buffy Doxyciclin. Buffy läuft nun wieder recht flink umher. Allerdings ist sie nun wesentlich kleiner als Bunnie und auch dünner. Es wird wohl besser sein sie wieder zu mir zu nehmen, damit sie zunimmt.

Nachdem ich mich um die Hunde im Haus gekümmert habe, fahre ich mit dem Auto erneut in die Klinik um Rudi abzuholen. Ich möchte ihn für ca. zwei Wochen bei mir behalten wenn es die Situation erlaubt. Obwohl Rudi ein ganz entspannter Vertreter ist, möchte ich kein Risiko eingehen und stelle die Transportbox erstmal außerhalb des Tores ab, damit Rudi weiß was auf ihn zukommt wenn ich ihn in den Hof lasse, und die Hunde drinnen ihn sich ansehen können. Danach öffne ich vorsichtig das Tor, damit mir keiner entwischt und schiebe die Box in den Hof. Nach einigen Minuten öffne ich die Boxentür und Rudi kommt heraus. Natürlich bestürmen ihn alle Hunde, aber Rudi bleibt ganz souverän und lässt sich von dem  Gewusel nicht beeindrucken. 

Ein besonderes Auge habe ich auf Toby, der ja mittlerweile die Leithundrolle übernommen hat. Zwischen ihm und Rudi gibt es auch ein leichtes Geknurre, aber sonstige Aggressionen bleiben aus. Die Eingliederung klappt deswegen so gut weil Rudi mir vertraut und ich natürlich bei ihm bleibe um ihm zu zeigen, dass er nun zu uns gehört. Nach einer halben Stunde hat er sich dann auch schon zurechtgefunden und nur Toby, Said und Nala interessieren sich noch für ihn. Besonders der winzige Said hat Gefallen an Rudi gefunden und läuft ihm überall hinterher. 

Nachdem wieder Normalität eingekehrt ist, verteile ich die Medikamente und habe auch Zeit mir etwas zu kochen. Ich esse in der Küche mit den meisten Hunden als Begleitung, die sich auf dem Boden verbreitet haben. Diese Phasen, wenn sich alle ausgetobt haben und friedlich in der Küche liegen während ich in Ruhe esse, empfinde ich immer als Momente des Glücks, die alle Mühen und all den Stress vergessen lassen.

Diese Glücksmomente halten allerdings nicht lange an und der späte Abend wird dann auch wiederholt durch anhaltendes Bellen unterbrochen, sodass ich öfters auf die Veranda treten muss, um für Ruhe zu sorgen. Darya, Maisha und Said sitzen oben auf den Treppenstufen und wollen auf die Veranda und dann auch mit zu mir. Ich drücke mal wieder ein Auge zu und lasse sie bei mir schlafen.

Donnerstag, 23. April 2015

Um halb fünf höre ich von unten anhaltendes Getobe und nehme deswegen Darya, Juma, Maisha und Said zu mir nach oben. Lucy, die gern mit den größeren Welpen spielt, sperre ich in das Bad neben der Küche. Nach einigen Minuten haben sich alle Hunde beruhigt und ich kann noch eine Stunde schlafen.

Ich habe noch genügend Reisfutter eingefroren und verfeinere es mit gebratenem Hühnerfleisch, gekochten Eiern und Soße. Nachdem alle Hunde satt sind, verteile ich die Medikamente. Darya, Juma und Said bekommen 25 mg Doxyciclin, Kofi und Prana 50 mg, Nora 100 mg, Toby und Lucy bekommen je eine Fischölkapsel. Ui kommt und ich fahre zur Arbeit. 

Nach Büroschluss fahre ich rüber zum Best, um nach Rudi zu schauen. Ich will ihn heute Dr. Sam vorstellen, wenn ich ihn finde. Tatsächlich sehe ich ihn im hinteren Bereich des Gebäudes schlafen. Ich entferne mich wieder ohne ihn zu wecken, fahre nach Hause, lade die Transportbox auf nachdem ich nach den Hunden geschaut habe und kehre zum Best zurück. Rudi liegt noch an seinem Platz und nachdem ich ihn geweckt habe, nehme ich ihn auf und trage ihn in die Box. In der Klinik wird ein Scrape Test vorgenommen, der wie erwartet Demodikose erbringt. Ich lasse Rudi für einen Tag in der Klinik, damit er gebadet und weiter untersucht werden kann. Vorab bekommt er schon mal flüssiges Ivermectin verabreicht, das ihm genau wie Lucy zwei Wochen lang täglich gegeben werden muss. Dafür muss ich Rudi zu mir nehmen. Ob das klappt, wird sich zeigen.

Bei meiner Rückkehr haben sich die meisten Hunde schon zur Ruhe begeben. Ich verteile Medikamente und Trockenfutter und fahre dann zu Bunnie und Buffy und gebe auch ihnen ihre Dosis. 

In der Hoffnung mal eine Nacht durchschlafen zu können, sperre ich Lucy ins Bad neben der Küche und Darya, Maisha, Said und Juma in die Küche. Sie sind es, die in der Nacht unruhig werden, wenn die älteren Welpen mit ihnen spielen wollen und Lucy ist dabei die Antreiberin. Toby, Nora, Prana, Bieow und Aya sind normalerweise unproblematisch und Bieows Welpen auch. 

Der Abend ist auch vergleichsweise ruhig bis ich Maisha um Mitternacht anhaltend weinen höre. Ich gehe runter in die Küche und sofort hört sie auf zu jammern. Ich könnte sie ja zu mir hoch nehmen aber das funktioniert auch nicht, da sie dann die anderen kleinen Welpen vermisst. Deswegen nehme ich Darya, Said, Juma und Maisha hoch auf die Veranda, stelle ihnen Katzenfutter und Wasser hin und kann dann bis drei Uhr weiter schlafen bis die Weinerei wieder anfängt. Dieses Mal ist es Ling, die auf der obersten Treppenstufe sitzt und auch auf die Veranda will. Leila ist ja auch noch da und fährt ihre Krallen aus, wenn ihr ein Welpe zu nahe kommt. 

Nach einer halben Stunde kehrt dann endlich Ruhe ein und ich kann noch zwei Stunden schlafen. Ich weiß schon gar nicht mehr wie es sich anfühlt ausgeschlafen zu sein und hoffe, dass die kleinen Welpen bald aus ihren Kinderschuhen sind. Sie entwickeln sich ja gut.

Mittwoch, 22. April 2015

Als ich morgens aus der Tür trete ist die Treppe zur Veranda voll belegt von oben bis unten. Die kleinen Welpen sitzen ganz oben und wollen auf die Veranda. Ich lasse Darya, Juma, Maisha, Said und Ling hinauf und gebe ihnen Katzenfutter und Wasser. Dann kämpfe ich mich zur Küche durch, bereite das Reisfutter zu und verteile die Medikamente. Die Welpen oben wollen nun wieder nach unten und so trage ich einen nach den anderen auf den Hof. 

Die medizinische Behandlung und das gute Futter wirken offensichtlich Wunder, denn sie sind nun alle sehr energetisch und toben herum. Auch Said kommt allmählich zu Kräften und hat sich ganz gut eingelebt. Wenn Ui zum Tor hereinkommt stürmen alle auf sie zu. Ui hat ein gutes Herz und kann prima mit Hunden umgehen. Ich hoffe, sie bleibt mir erhalten.

An der Karaoke sehe ich Nacho. Ich lege wie jeden Tag Trockenfutter im Eingang aus. Es ist auch jedes mal vollständig aufgefressen.

Am Nachmittag gibt es wieder einen kräftigen Regenguss. Die einzige von der ich nicht weiß, ob sie einen Unterschlupf findet ist Nadia. Alle anderen Hunde auf die ich ein Auge habe, können bei Regen irgendwo unterkriechen. Diese Sorge muss ich mir also nicht machen.

Nachdem ich Einkäufe erledigt habe schnappe ich mir nacheinander Lucy, Toby und Said und bade sie. Dr. Sam hofft mit einem Spezialshampoo und etlichen Bädern die Pilzinfektionen bei den dreien ohne weitere Gaben von Itraconazole in den Griff zu bekommen.

Anschließend verfrachte ich Nora in die Transportbox und fahre mit ihr in die Klinik. Sie erhält dort die zweite Chemo. Nora ist immer sehr geduldig und verhält sich kooperativ. Yaya ist verständlicherweise ganz ungeduldig wenn er mich sieht und ich lasse ihn aus dem Käfig. Er hat ja einen enormen Bewegungsdrang und der ist nun leider eingeschränkt. In zwei Tagen wird er aber wohl entlassen werden können. Jira werde ich dann auch wieder zum Pattaya Bazaar zurückbringen und zweimal die Woche zum Baden zu mir nehmen.

Im Haus gebe ich Trockenfutter für die Nacht aus und fahre dann zu Bunnie und Buffy, verabreiche ihnen jeweils 50 mg Doxyciclin und lege Trockenfutter für alle Hunde aus.

Dienstag, 21. April 2015

Wie üblich schmeißen mich die Hunde schon aus dem Bett bevor der Wecker klingelt. Die ganze Bande sitzt auf der Treppe und ich kann die Tür nicht öffnen, ohne dass sich Maisha, Juma oder Darya an mir vorbei auf die Veranda drängeln. Ich schlängele mich durch die anderen Hunde nach unten und versuche in die Küche zu kommen, ohne auf einen der Welpen zu treten, die mir zwischen den Beinen herumwuseln. Die ganze Bande folgt mir in die Küche, ich schließe schnell die Tür um, die weinenden Welpen von oben herunterzuholen. Dann bereite ich das Reisfutter zu und verteile es. 

Damit alle Hunde in Ruhe fressen können ist dabei eine gewisse Verteilstrategie erforderlich. Darya, Juma, Maisha und Said bekommen den Reis auf einem Tablett auf dem Küchentisch serviert; an Nora, Bieow, Ling und Aya verteile ich das Futter jeweils separat; Nora bekommt es unter dem Küchentisch, Bieow im Bad neben der Küche,  Aya auf einem der Steintische und Ling auf dem Küchenboden. Die großen Welpen, Lucy, Toby und Prana bekommen ihre Ration auf einem Tablet und in verschiedenen Schüsseln über dem Hof verteilt. Auf diese Weise halten sich die Futterneidkabbleien in Grenzen.

Auf dem Wege zur Arbeit halte ich bei Bunnie und Buffy und gebe ihnen ihre Medikamente. Nadia fängt mich nun immer schon zuvor ab und läuft neben mir her, bis ich bei den Hunden halte. Sie hält locker Schritt bei 30km/h, hat ja aber auch eine Figur wie ein Windhund. An der Karaoke treffe ich wieder auf Nacho. Das Trockenfutter, das ich gestern ausgelegt habe, ist restlos verschwunden und so lege ich wieder etwas nach.

Am Nachmittag erhalte ich einen Anruf von Biago, einem Italiener, der einen Hund adoptieren möchte. Biago kommt mit seinem zehnjährigen Sohn um halb sechs zu mir und schaut sich alle Welpen an. Sein Sohn möchte allerdings einen Husky haben. Die Familie zieht am Monatsende in ein Haus um. Vielleicht schauen sie ja nochmal vorbei.

Anschließend verlade ich Lucy und Toby in einen Käfig und Darya, Juma und Maisha in die Box. Said nehme ich zu mir ins Auto. In der Klinik werden die drei Waisen ein zweites Mal geimpft, Toby und Said bekommen eine Ivermectin Injektion und Lucy von nun an Ivermectin oral, das ihr täglich verabreicht werden soll. Itraconazole und Cephalexin wird für beide Hunde abgesetzt. Itraconazole zu lange verabreicht kann auf die Leber und die Nieren gehen. Beide Hunde sollen nun regelmäßig gebadet werden um dem Pilzbefall Herr zu werden. Da VibraVet zur Zeit nicht zu bekommen ist, soll Said nun täglich 25 mg Doxyciclin bekommen. Die Gaumen von Darya und Juma sehen auch etwas blass aus und deshalb bekommen auch sie nun 25 mg täglich.

Yaya ist ganz ungeduldig und möchte mit mir kommen, aber er muss sich noch gedulden bis die Entzündung ganz abgeklungen ist. Jira muss auch noch ein paar Tage in der Klinik bleiben. Ich muss dann erneut versuchen sie bei mir unterzubringen. Da es ihr nun besser geht hoffe ich, dass sie nicht mehr so zickig verhält.

Nachdem ich alle Hunde wieder zurückgebracht habe, fahre ich zu den Hunden um Maya und verteile Trockenfutter. Buffy und Bunnie bekommen ihre 50 mg Doxyciclin.

Montag, 20. April 2015

Ich lasse Darya und Maisha auf die Veranda und nehme auch Ling, Said und Juma mit nach oben. Dort bekommen sie Katzenfutter, über das sie sich hermachen. Leila bekommt natürlich auch ihren Teil. Unten gibt es nur den Reis von gestern und Trockenfutter. Anschließend ist wieder Medikamentenvergabe. 

Auf dem Wege zur Arbeit halte ich bei Buffy und Bunnie und gebe ihnen ebenfalls ihre Dosis. Buffy läuft nun schon wieder recht flink herum, allerdings zieht sie ihren linken Hinterlauf noch nach. Es sieht so aus als ob es ihr gut tut wieder mit Bunnie und Maya zusammen zu sein.

An der Karaoke treffe ich auf Nacho und lege Trockenfutter in Eingang aus. Nach Büroschluss fahre ich zur Klinik, um nach Jira und Yaya zu schauen. Dr. Sam hat die Medikamente für Jira abgesetzt, da sie sich erbrochen hat. Sie wird von nun an nur noch regelmäßig gebadet. Yayas Entzündung ist noch nicht völlig abgeklungen und er muss deshalb auch noch ein paar Tage in der Klinik bleiben.

Ui ist im Haus gewesen und hat die Hunde gefüttert. Ich erneuere nur das Wasser und stelle den Hunden Trockenfutter für die Nacht hin. Dann fahre ich wieder zu Bunnie und Buffy, lege Trockenfutter für die Hunde aus und erneuere das Wasser. Die Frau, die Mirko, Anja und Sila in der Häuserzeile versorgt und auch Reisfutter für die Mae, Mae Song, Shira und Alfredo auslegt, teilt mir mit, dass wie wegzieht. Sie sorgt sich, wer nun die Hunde versorgt und auch deshalb, weil einige Bewohner in der Häuserzeile, die Hunde weg haben wollen. Ich muss mich also wieder verstärkt um all diese Hunde kümmern.

Sonntag, 19. April 2015

Darya, Maisha und Said verbringen die Nacht bei mir im Haus und verhalten sich tadellos. Es scheint, dass ihre Trennung von den anderen auch diesen gut tut, denn ich höre wenig in der Nacht und auch am Morgen bleibt es unten ruhig, während ich die drei Kleinen oben versorge.

Da wegen Songkran Einkaufen nicht möglich war, gibt es heute Morgen für die großen Hunde Reisfutter von gestern und Trockenfutter zum Frühstück. Ihr Apetitt hält sich in Grenzen. Mit einer Schüssel Reisfutter und jeweils einer halben Doxyciclin Tablette in Wurststückchen verpackt fahre ich zu Buffy und Bunnie. Ui kommt und säubert das Gelände. 

Am Nachmittag kommt Ui erneut mit Reisfutter und versorgt die Hunde. Ich nehme mir alle Welpen vor und untersuche sie auf Zeckenbefall. Nun finde ich so gut wie keine mehr und die Ohren sind auch relativ sauber, sodass die Prozedur für alle Welpen erträglich ist. Nur Maisha weint und strampelt als ich sie mir vornehme. 

Nach der Medikamentenvergabe im Haus fahre ich zu Buffy und Bunnie. Ich gebe den Hunden dort Reisfutter und Trockenfutter und frisches Wasser. Die Welpen bekommen ihre Dosis Doxyciclin.
Morgens um drei Uhr höre ich Maisha anhaltend wimmern. Sie sitzt auf der Treppe und will offensichtlich auf die Veranda. Als ich sie aufsetze stelle ich fest, dass sie leicht hinkt, vermutlich eine Folge einer der üblichen Beißereien. Darya will auch mit zu mir und so lasse ich sie beide bei mir schlafen.

Samstag, 18. April 2015

Darya weckt mich pünktlich und sechs Uhr. Sie hat sich offenbar vom gestrigen Schock erholt und läuft auch wieder normal. Said verhält sich ebenfalls problemlos. Maisha, Ling und Juma warten auf der Treppe, dass ich sie auf die Veranda lasse. Leila hat nichts dagegen, dass die Welpen auf der Veranda sind, nur dürfen sie ihr nicht zu nahe kommen, dann fährt sie ihre Krallen aus. Das ist aber auch nur ein weiterer Lernprozess, den die Welpen durchlaufen.

Ich habe gestern Abend noch Reis gekocht und Leber zubereitet und habe deshalb wenig Arbeit am Morgen. Die kleinen Welpen bekommen das Reisfutter auf der Veranda, die anderen Schalen werden in Küche und Hof verteilt. Da Bieow nie mit den anderen frisst, bekommt sie ihr Futter im Bad neben der Küche. Ui kommt, reinigt Hof und Veranda und ich verteile die Medikamente. Ich trage die Welpen nach unten. Ling und Said fügen sich gut in die Welpenschar ein. Erstaunt bin ich von Selbstverständlichkeit mit der sich der winzige Said schon unter die anderen Welpen mischt. 

Nach dem Frühstück fahre ich zu Buffy und Bunnie und gebe ihnen ihre Dosis Doxyciclin. Sie sind mit Maya zusammen und es scheint ihnen gut zu gehen. 

H.J. Biber ist gerade in Pattaya und lädt mich für heute Abend zum Essen in Jomtien ein. Ich muss leider absagen, da ich aus Naklua nicht herauskomme. Die Songkran Enthusiasten haben alle Ausgänge blockiert. So habe ich Zeit für die Hunde und auch ein wenig mehr Zeit für mich nachdem ich die Medikamente verteilt habe. Später am Abend fahre ich noch zu Buffy und Bunnie und gebe ihnen ihre abendliche Dosis Doxyciclin.

Freitag, 17. April 2015

Neuerdings sitzen morgens nicht nur die älteren Welpen mit Toby und Lucy auf den oberen Treppenstufen, sondern auch Darya, Juma und Maisha. Während die älteren Welpen geduldig darauf warten, dass ich mich blicken lasse, jammern und weinen die Kleinen bis ich mich erweichen lasse und sie mit ins Haus nehme. Heute Morgen fängt die Jammerei schon um halb fünf an und ich kapituliere nach einer halben Stunde und lasse sie rein. Sofort toben sie ausgelassen herum und ich kriege kein Auge mehr zu. Ich weiß, es ist falsch nachzugeben aber hart zu bleiben ist leichter gesagt als getan. Um sechs Uhr ist dann die Nacht endgültig zu Ende und die morgendliche Routine wartet auf mich.

Da mein altes Auto seltsame Geräusche von sich gibt wenn ich bremse und einlenke, fahre ich zu Nissan. Die beiden Werkstätten, die ich bisher in Anspruch genommen hatte, haben offensichtlich nur halbe Arbeit getan, wenn überhaupt, aber dafür kräftig kassiert. Unangenehmerweise stellt Nissan einige schwerwiegende und teilweise lebensgefährdende Mängel fest und die Reparaturen dauern bis in den späten Nachmittag und müssen am kommenden Wochenende fortgesetzt werden. Immerhin sind nun erstmal alle vier Räder fest verschraubt, nur die Aircon funktioniert jetzt nicht mehr. Das allerdings ist nicht lebensbedrohlich. 

Da die Service Station nicht weit vom Wat Amparahm entfernt ist, fahre ich zwischendurch mit einem Songtaew nach Baan Amphur und laufe zum Strand runter. Am Sala treffe ich auf Panya und Satya und bei den Booten dann auf die anderen Hunde. Ich habe nun auch die Gelegenheit nach Roscoe und Prince zu suchen und finde sie tatsächlich zusammen mit Aisha und zwei weiteren Hunden, die offensichtlich neu hinzugekommen sind bei anderen Booten. Ein Neuankömmling ist eine Hündin, und so wittere ich wieder Puppygefahr. Der einzige der nun fehlt ist Rocky, der auch auf der Mole nicht zu finden ist. 

Da es sehr heiß ist, ersparen wir uns den Strandgang und ich warte auf eine Gelegenheit mich wieder entfernen zu können, nachdem ich die Behälter aufgefüllt habe. Solange ich mit dem Auto oder dem Scooter da bin, ist das kein Problem. Nun bin ich jedoch zu Fuß gekommen und die Hunde folgen mir wohin ich auch gehe. Deswegen kann ich mich nicht einfach entfernen, sondern muss nach jemandem Ausschau halten, der mich bis zur Sukhumvit fährt. Allerdings lehnen es alle, die ich darum bitte ab und so versuche ich durch das kleine Tempeltor zu verschwinden. Natürlich folgen mir Arnie, Shana, Lizzy, Scotty, Nico, Asa, Jimbo und Jake. Als wir das Tor erreichen, entdecken die Hunde eine Katze und stürzen sich auf sie. Ich muss etliche kräftige Tritte verteilen, damit sie sie laufen lassen und weil die Hunde meinen Zorn gespürt haben, folgen sie mir auch nicht als ich meines Weges gehe.

Auf dem Weg nach Pattaya halte ich bei Dr. Sam. Die Medikamentenvergabe an Jira ist immer noch problematisch und so muss ich aushelfen.

Anschließend fahre ich zum Tuk.com Parkhaus, um nach den Welpen zu schauen. Ich kann nur noch drei entdecken und einer von ihnen, Said, ist auffällig lethargisch. Ich schaue mir seinen Gaumen an und stelle fest, dass der sehr blass ist. Meine Diagnose: Blutparasiten. Said muss dringend behandelt werden und so nehme ich ihn mit nach Hause. Dort entferne ich zunächst einige Zecken und bade ihn dann. Ich  füttere ihn, verabreiche ihm VibraVet und lasse ihn dann bei mir oben schlafen.

Anschließend ist Medikamentenvergabe für die anderen Patienten. Dann fahre ich zu Buffy, um auch ihr Doxyciclin zu geben. Bei der Gelegenheit gebe ich nun auch Bunnie eine Dosis. Maya, Shira, Mae, Mae Song, Alfredo und Nadia bekommen alle eine Erhaltungsdosis Ivermectin. Ich fahre weiter zu Aiwa und gebe auch ihr 8 mg. Aiwas Fellzustand ist nach wie vor gut. Sie wird auch anständig von den Leuten im Restaurant gefüttert. 

Weiter geht es zum Best, wo ich Rudi antreffe. Sein Zustand hat sich weiter verschlechtert. Ich gebe ihm 24 mg Ivermectin. Sollte ich ihn morgen wieder antreffen, durch das Songkran Chaos gelangen und die Klinik geöffnet sein, werde ich Rudi Dr. Sam vorstellen. 

Ich fahre weiter zum Pattaya Bazaar, dort sehe ich Nacho allerdings nicht. Auf dem Busparkplatz treffe ich auf Ivan, der auch 24 mg bekommt, sowie auf Candy, Cora, Sascha, Cassie und Kolja. Ein Stückchen weiter sehe ich auch Chula, Luna und Lennard. Als ich über den schwach beleuchteten Platz in Richtung auf weitere Hunde, die sich dort aufhalten gehe, sehe ich eine Hündin mit vier ca. drei Wochen alten Welpen. Ein neues Problem kommt also auf mich zu. 

Ich fahre weiter zum Amari Strand, wo ich zuerst auf Boss und dann auch auf Alana treffe. Boss läuft nun auf seinen drei Beinen wie auf Vieren und überquert mit Windeseile die Straße als er mich sieht. Alana sehe ich am Strand schlafen. Dieses Mal schaffe ich es ihr ein Halsband umzulegen. Der Welpe, den ich von gut zwei Wochen auch dort gesehen habe, ist immer noch da und sieht nun viel besser aus als zuvor. Zwei Thai, die dort die kühle Nachtluft genießen berichten mir, dass ein Ausländer ihn mit Ivermectin behandelt. Auf dem Weg nach Hause sehe ich Alien am Straßenrand und gebe ihm 16 mg Ivermectin. Nun allmählich kann ich eine sichtbare Besserung seines Fellzustandes feststellen.

Nachdem ich mich bereits nach oben zurückgezogen habe, höre ich ein anhaltendes wütendes Gekläffe und verzweifeltes Quieken. Ich stürze nach unten und sehe wie sich die halbe Meute über Darya hermacht. Ich nehme das zitternde Etwas auf den Arm und trage sie nach oben. Sie bleibt wie Said auch über Nacht bei mir.

Donnerstag, 16. April 2015

Ich bereite morgens Reisfutter zu und nachdem alle Hunde satt und zufrieden sind, schnappe ich mir jeden einzelnen und mache mich auf Zeckensuche. Die regelmäßige Pflege macht sich bemerkbar denn der Befall hält sich nun sehr in Grenzen. Ui kommt und säubert den Hof und ich wasche alle Decken und Matten.

Am frühen Nachmittag bittet mich Dr. Sam zu ihm zu fahren, da er Schwierigkeiten hat Jira die Medikamente zu verabreichen; sie sei aggressiv und schnappe nach den Assistenten, wenn die die Käfigtür öffnen. Jira macht mir selbstverständlich keine Probleme, schließlich habe ich sie ja aufgezogen und ich kann ihr die Kapseln problemlos in den Schlund führen. Ling Ling wartet mitgenommen zu werden, aber ich muss noch erst Ba Bät die 20 kg Reis für die zweite Hälfte des Monats bringen. 

Bei der Gelegenheit schaue ich auch nach Yoshi. Ich stelle das Auto entfernt ab und gehe am Strand entlang in Richtung Sala. Dort treffe ich auf ihn sowie auf Panya und Satya ohne dass die anderen Hunde mich bemerken. Yoshi verhält sich so wie immer und ich entscheide mich ihn am Strand zu lassen. 

Wieder in der Klinik verabschiede ich mich von Yaya, der noch einige Tage dort bleiben muss und verfrachte Ling Ling in die Box. Zu Hause lasse ich die Hunde sie erstmal durch das Gitter beschnuppern und halte dann meine schützende Hand über sie als die ganze Meute sie im Hof umringt. Alle Hunde verhalten sich tadellos und ich kann Ling Ling nach kurzer Zeit loslassen. Natürlich halte ich sie eine ganze Weile im Auge, gebe ihr zu fressen und zu trinken und lasse sie die Umgebung erforschen. Schon nach einer halben Stunde haben sich die Hunde an sie gewöhnt und Ling Ling spielt mit Juma. Die Eingliederung hat also erstmal geklappt. Die Nacht wird zeigen ob die auch von Dauer ist.

Mittwoch, 15. April 2015

Nachdem ich morgens die Hunde versorgt habe, fahre ich zu Dr. Sam um die Behandlung von Jira zu besprechen. Wir vereinbaren sie für sieben bis zehn Tage in der Klinik zu behalten, damit sie rund um die Uhr behandelt werden kann. Dazu gehört die Vergabe von Cephalixin, Itraconazole, Ivermectin und ein Bad dreimal die Woche. Nach spätestens zehn Tagen wollen wir Zwischenbilanz ziehen und dann soll eventuell nach möglichen Allergien geforscht werden, wenn sich keine Besserung zeigt. 

Dr. Sam zeigt mir einen Welpen, den ein chinesischer Tourist aufgesammelt hat. Der Welpe ist gesund, aber offensichtlich verloren gegangen. Da er in der Klinik nicht bleiben kann und Dr. Sam nicht weiß, wo er hingehört, erkläre ich mich bereit den Welpen zu mir zu nehmen. Ich hoffe, er wird sich in die Gruppe einfügen können.

Am frühen Abend kommen Michael und Maria und holen Kira ab. Sie wohnen an der North Pattaya Road, einen Steinwurf von meinem Haus entfernt, sodass ein bleibender Kontakt kein Problem sein sollte.

Dienstag, 14. April 2015

Dr. Sam und Dr. One haben mich und einige andere Tierfreunde zu einem Halbtages-Trip nach Ko Pai, einer kleinen Insel hinter Ko Larn eingeladen und ich konnte nicht nein sagen. Auf der Insel ruft mich Mali an. Ein ukrainisches Paar, das nach Pattaya gezogen ist, möchte einen Welpen adoptieren. Michael und Maria besuchen mich am frühen Abend und schauen sich die Hunde an. Kira gefällt ihnen besonders. Sie wollen mich morgen darüber informieren, ob sie sie adoptieren. Ich versuche den beiden zu erklären, dass es sinnvoller sei, auch Darya mit aufzunehmen, da zwei Hunde leichter zu halten sind als einer. Die Erfahrung mit dem koreanischen Paar hat das ja kürzlich wieder gelehrt. Aber auch sie wollen eigentlich nur einen Hund.

Später auf dem Wege nach Baan Amphur halte ich am Pattaya Bazaar. Ich hatte am Nachmittag bei Yaya eine Entzündung an seiner Sterilisationswunde festgestellt und will ihn deswegen wieder zu Dr. Sam bringen. Da Jira auch gerade greifbar ist, nehme ich sie gleich mit. Jiras Hautprobleme sind zwar einigermaßen unter Kontrolle, aber glücklich bin ich über ihren Zustand nicht. Eine gründliche Untersuchung mit anschließender systematischer Behandlung wird ihr hoffentlich helfen sich wohler in ihrer Haut zu fühlen. Da es schon spät ist, lasse ich Yaya und Jira erstmal in der Klinik. Die weitere Vorgehensweise insbesondere bei Jira werden wir morgen besprechen.

Im Wat muss ich leider feststellen, dass Prince und Roscoe offenbar das Weite gesucht haben. Aisha und Rocky haben sich auf die Mole zurückgezogen und ich erkenne an ihrem Verhalten, dass sie von der Vorhallenmeute aus dem Sala vertrieben wurden. 

Auch Yoshi ist nun wohl zum Ziel vermehrter Aggressionen geworden, denn er verbirgt sich unter einer Bank und will nicht hervorkommen, selbst als ich ihn vor den Hunden schütze. Auf dem Strandgang ist er dann wieder dabei und hält sich ganz dicht an mich. Sobald wir aber das Tempelgelände wieder betreten, wendet sich die Meute erneut gegen ihn, sodass ich mir überlege ihn wieder zurück zum Pattaya Bazaar zu bringen. Nacho war ja in derselben Situation und hat sich am Pattaya Bazaar dann wieder erholt. Ich finde Yoshi aber nicht mehr als ich fahren will und werde ihn dann bei der nächsten Gelegenheit mitnehmen um zu versuchen, ob er sich an seinem Geburtsort wieder einleben kann. Gegebenenfalls werde ich ihn auch mal probeweise zu mir nehmen.

Montag, 13. April 2015

Buffy hat die Nacht neben meinem Bett verbracht und hat sich tadellos verhalten. Ich füttere Leila und Buffy bekommt ebenfalls Katzenfutter und Wasser.

Unten ist soweit alles in Ordnung außer das offensichtlich Prana ihr Geschäft in der Küche erledigt hat. Da Ui sich zwei Tage freigenommen hat, säubere ich erstmal den Hof vom Hundekot, setze dann Reis auf und schneide die Leber, die Em spendiert hat. Dann geht es an die Medikamentenvergabe. Anschließend verteile ich das Reisfutter in möglichst viele Schalen, sodass es so wenig Gerangel wie möglich gibt. Buffy bekommt oben auch ihren Teil. 

Am Nachmittag bade ich alle großen Hunde. Am einfachsten macht es mir Bieow und am schwersten Nora. Aber auch für sie gibt es kein Entkommen und ich wundere mich, dass sie mich nicht beißt. 

Am frühen Abend verteile ich das Reisfutter, das am Morgen übriggeblieben ist und danach ist wieder Medikamentenvergabe. Zum Schluss fahre ich noch zur Klinik und bezahle meine Schlussrechnung. Nachdem ich für morgen eingekauft habe, fahre ich auf dem Rückweg beim Pattaya Bazaar vorbei. Ich sehe nur Nacho, nicht aber Yaya oder Jira. An der Häuserzeile in der Soi 14/1 treffe ich auf Sila und schon kommen auch Mirko und Anja angestürmt. Bei Bunnie treffe ich auf eine Frau, die ich zuvor nie gesehen habe. Sie sagt, dass sie in derselben Häuserzeile wohnt und dass sie dort jeden Abend Reisfutter verteilt und auch dort wo sich Maya und die anderen Hunde aufhalten.

Buffy ist noch bei mir oben und auch Kira und Darya wollen oben ins Haus. Solange sie keinen Unsinn veranstalten genehmige ich das auch.

Sonntag, 12. April 2015

Damit die vier Kleinen aufhören zu weinen, gibt es für sie erstmal Welpenmilch und danach Gehacktes. Anschließend gibt es für alle Reis mit Leber. Danach erfolgt die Medikamentenvergabe. 

Um 10 Uhr bin ich mit Nora bei Dr. Sam. Ihre erste Chemo ist fällig. Nachdem ich Nora wieder zurückgebracht habe, fahre ich zu Derek, hole Popeye ab und bringe ihn zu Dr. Sam. Prana und Buffy werden offiziell entlassen und ich fahre mit ihnen nach Hause. 

Die Eingliederung erfolgt recht problemlos. Wahrscheinlich erinnern sich beide Hunde an ihren früheren Aufenthalt bei mir  und auch die Hunde erinnern sich an sie. Der einzige der Buffy und Prana nicht kennt ist ja Toby und der hat mittlerweile auch gelernt mit dem Rein und Raus umzugehen. Obwohl Buffy und Prana ja relativ stark behindert sind, lassen sie sich von den gesunden Hunden nicht unterkriegen, insbesondere Buffy ist am Futternapf recht kämpferisch. 

Um ein Uhr ruft mich Em an. Sie möchte gern Nora wiedersehen. Em bringt zwei Kilo Leber für die Hunde mit. Nora freut sich sichtlich Em zu sehen und lässt sich von ihr geduldig Zecken entfernen, was mir bei Nora immer nur unzureichend gelungen ist. Nachdem ich Em zurückgebracht habe, setzt wieder ein Dauerregen ein. Trotzdem sitzen die Welpen mit Toby und Lucy auf der Treppe. Jojo schaffte es sich durch die Katzenöffnung zu zwängen und Kira und Darya wollen auch auf die Veranda. Juma will hinterher, verliert offensichtlich das Gleichgewicht und fällt zwei Meter tief auf den Steinboden. Sie scheint sich nicht verletzt zu haben, aber einen Schock hat sie mir doch versetzt. 

Da die Veranda zunehmend nass wird, trage ich Jojo nach unten und lasse Kira und Darya ins Haus. Beiden geht es nun wirklich gut, sie toben ausgelassen herum bis sie müde sind und einschlafen.

Am frühen Abend höre ich unten mehrere Male ein Gekeife und muss feststellen, dass sich Prana mit Toby anlegt und Buffy von Lucy drangsaliert wird. Prana kann sich wehren, aber Buffy nehme ich nach oben zu mir. Kira und Darya bringe ich wieder runter. Juma hat den Treppensturz offenbar gut überstanden, denn sie zeigt keine auffälligen Symptome. 

Bevor ich Trockenfutter verteile, gebe ich die die Medikamente aus. Außer Toby und Nora bekommen nun auch Lucy Itraconalzole und Prana und Buffy Doxyclin. Beide Hunde werden damit gegen Blutparasiten behandelt.

Samstag, 11. April 2015

Zwar habe ich seit heute eine Woche Urlaub, aber das Gerangel der Welpen holt doch schon wieder kurz nach sechs aus dem Bett. Kira und Maisha haben den Aufenthalt bei Derek offenbar gut verarbeitet und verhalten sich so, wie vor der Auslagerung. Die Rangordnung ist nun auch festgelegt. Trotz ihrer Behinderung ist Nora die Chefin, danach kommt Toby, dann Lucy und dann Aya. Kofi ist ein ganz Sanfter und eckt nirgendwo an und bei Kira und Maisha bleibt abzuwarten, wohin sie sich entwickeln. 

Um halb zehn bin ich mit Toby, Lucy und Leila bei Dr. Sam. Toby und Lucy bekommen ihre wöchentliche Ivermectin Shots und Leila wird geimpft. Dr. Sam teilt mir mit, dass jemand Talib adoptieren möchte. Wir verabreden ihn am Nachmittag in die Klinik zu bringen. 

Ich rufe Sek an, um mich mit ihm am Wochenende zu treffen. Sek hat Karin mitgeteilt, dass er Blowdart Serum besorgen kann und ich möchte ihn auf eine Einfang Aktion für Maya, Luna und ein oder zwei Parkhaus Hunde festnageln. Sek teilt mir mit, dass er in Mabprachan sei und wir uns dort treffen können. Das passt gut, denn ich muss ja sowieso dort hin, um Popeye abzuholen. 

Ich rufe Derek an, erreiche ihn jedoch nicht. Als ich das Gelände betrete kommen mir die Welpen entgegen, die sich offensichtlich durch eine Öffnung in der Absperrung gezwängt haben. Popeye sehe ich nicht. Kurz entschlossen verpacke ich Bieow und die Welpen in die mitgebrachte Box und einen Käfig und treffe mich dann mit Sek. Er will das Serum besorgen und mich dann benachrichtigen, sobald er es erhalten und er Zeit hat die Hunde einzufangen. 

Gerade als wir im Haus angekommen sind, fängt es wieder kräftig an zu regnen und ich bin froh, dass ich die Hunde im Trockenen habe. Während sich die Schleusen des Himmels öffnen, nehme ich mir alle Welpen vor und untersuche sie auf Zeckenbefall. Nachdem sich der Gewittersturm gelegt hat, fahre ich mit Talib zur Klinik. Talib wird dort für die Abholung nochmal gebadet und ein drittes Mal geimpft. 

Dann lade ich die vier Welpen ein und fahre mit ihnen ins Parkhaus, wo ich sie ihrer Mutter übergebe. Ui war mittlerweile im Haus und hat die Hunde gefüttert, sodass ich mich mal etwas früher nach oben zurückziehen kann.

Freitag, 10. April 2015

Ich habe Kira und Maisha in der Küche gelassen und die Tür verschlossen, damit sie nicht von den größeren Hunden gestört werden. Natürlich haben sie sich dort entleert und ich muss erstmal ihre Hinterlassenschaften entfernen. Ich gebe ihnen Welpenmilch aber nur Maisha bedient sich; Kira hatte schon zuvor den Geschmack daran verloren. Anschließend gibt es Reisfutter für alle. Ui kommt und säubert den Hof und ich fahre zur Arbeit.

Am Vormittag bittet mich Derek Popeye, einen der vier Hunde, die noch bei ihm auf dem Gelände sind, bei meinem nächsten Besuch mitzunehmen und zu Dr. Sam zu bringen. Popeye weist mehrere Krebsgeschwüre über den ganzen Körper verteilt auf und nun hat sich ein Geschwür an seiner Kehle entwickelt, das ihm beim Atmen stört. Ich sage Derek zu, Popeye am Samstag zu Dr. Sam zu bringen. Am frühen Nachmittage schüttet es wieder und ich mache mir große Sorgen um die Hunde bei Derek.

Nach Büroschluss regnet es immer noch etwas aber ich mache trotzdem einen Abstecher um mal wieder nach Mirko, Anja und Sila zu sehen. Allen dreien geht es gut und Anja ist richtig fett geworden. Sie tragen noch ihre Halsbänder. Auf dem Wege zum Haus halte ich auch bei Maya, die ich zusammen mit Shira, Mae, Mae Song und Alfredo sehe; auch Bunnie ist dabei. 

Nachdem ich die Hunde im Haus versorgt habe, halte ich auf dem Weg nach Baan Amphur kurz bei Dr. Sam, um insbesondere nach den vier Parkhaus Welpen zu schauen. Ich lasse sie noch eine Nacht in der Klinik, damit sie völlig entwurmt werden. Buffy sollen morgen die Fäden gezogen werden und Prana kann auch bald entlassen werden. 

An der Tempelmauer treffe ich auf Bonnie, Tessa und Yoshi; am Sala dann auch auf Aisha, Roscoe und Rocky. Prince taucht wieder nicht auf und das macht mir Sorgen. Aus dem rückwärtigen Tor kommt die übrige Meute angestürmt und nachdem ich das Auto geparkt habe, laufen wir direkt an den Strand. Alle Hunde sind vollzählig, auch Satya und Nema, die sich immer etwas Abseits halten, sind dabei. Reisfutter liegt wieder genügend aus und ich fülle die Behälter nach. Die Hunde bekommen mehr als genug zu fressen und das sieht man am deutlichsten an Nico, der etliche Kilos zu viel auf den Rippen hat.

Auf dem Wege zurück halte ich wieder an einigen Kliniken, um Adoptionaushänge zu verteilen. Ich habe nun so gut wie alle Kliniken und die beiden Snoop Dog Futterläden damit bestückt. Die Vermittlung von Hunden ist zwar schwierig, aber ich will nichts unversucht lassen.

Donnerstag, 9. April 2015

Die Nacht war wieder ruhig und nachdem ich meine morgendlichen häuslichen Pflichten erfüllt habe fahre ich erfrischt zur Arbeit.

Am Nachmittag informiert mich Dr. Sam, dass die vier Parkhaus Welpen gebadet, entwurmt, geimpft und mit Ivermectin und Antizeckenmittel behandelt worden sind. Organisch seien sie gesund.

Auf dem Weg nach Hause hole ich noch schnell zehn Futternäpfe für die Mabprachan Welpen und fahre dann mit Ui zu Derek. Ui verteilt das mitgebrachte Reisfutter und ich erneure das Wasser. Die Hunde haben den Regensturm überstanden, aber die Unterlagen im Käfig sind nass. Ich nehme mir jeden einzelnen Hund vor und befreie ihn von Zecken, die in den Pfoten sitzen. Die Ohren werde ich mir am Wochenende vornehmen. 

In der Dunkelheit finde ich alle Welpen bis auf Kira und Maisha. Erst als ich mir eine Taschenlampe aus dem Auto hole entdecke ich, dass sie sich unter dem Käfig verkrochen haben und ich habe Mühe, sie dort herauszuziehen. Da ich sehe, dass es ihnen nicht gut geht, nehme ich sie kurzentschlossen wieder mit zu mir. Kaum sind sie im Haus, sind sie schon wieder die Alten. Ich überlege, ob ich Bieow und die Welpen nicht besser im Wat Amparahm unterbringe und die Kleinen wieder zu mir nehme. Ich entferne Kira und Maisha die Zecken und lasse sie dann in der Küche schlafen.

Mittwoch, 8. April 2015

Ich erlebe die erste Nacht seit langem ohne auch nur einziges Mal aus dem Schlaf gerissen zu werden. Die fünf Hunde und auch ich sind nun ganz entspannt und ich kann ihre Gesellschaft wieder genießen. Ich musste wohl erst mal wieder an meine Grenzen gehen um zu erkennen wo sie mittlerweile sind. Fünf Hunde im Haus sind ok, 15 sind das nicht. Nun kann ich mich auch wieder mehr um die Hunde draußen auf der Straße kümmern, die ich in den letzten Wochen etwas vernachlässigt habe. Reis ist noch im Kühlschrank, dazu brate ich Hühnerkeulen, die gut weggehen während ich einen Teil des Reisfutters wieder einsammeln kann. 

Nach der Medikamentenvergabe nehme ich mir Kofi vor, bei dem ich gestern Abend wieder Zeckenbefall festgestellt habe. Ich finde etliche in den Pfoten und in den Ohren. Nora kann ihr gebrochenes Bein etwas besser gebrauchen. Immerhin kann sie sich über den Hof und in die Küche bewegen. Ich betaste die Bruchstelle, um festzustellen ob sich die Knochenenden bewegen lassen und strecke das Bein, das Nora ständig gebeugt hält. Ich kann das Bein strecken ohne Nora Schmerzen zu verursachen und der Knochen scheint weiter zusammengewachsen zu sein. Ein Urteil über den tatsächlichen Zustand kann aber nur Dr. Sam abgeben. Ich werde ihm Nora ja bald wieder vorstellen.

An der Karaoke treffe ich auf Nacho und Yaya. Ich lege Trockenfutter im Eingang aus. Die großen Hunde haben sich offenbar nun gänzlich in den hinteren Bereich des ehemaligen Marktgeländes zurückgezogen. Alle Hunde werden weiterhin von Wan jeden Abend mit Reisfutter versorgt.

Am Nachmittag setzt ein heftiger Gewittersturm ein. In dem alten Gebäude in dem ich sitze, kommt wieder das Wasser durch den Boden und sammelt sich um meinen Bürostuhl. Die Hunde im Haus können sich ja in der Küche in Sicherheit bringen und die meisten Hunde auf der Straße finden auch ein trockenes Plätzchen. Nur um die Naklua Hunde, insbesondere um Nadia und Bunnie mache ich mir etwas Sorgen.

Nach Büroschluss fahre ich direkt zu ihnen. Es regnet noch leicht und ich stelle fest, dass nur Nadia richtig nass geworden ist. Bunnie und die anderen großen Hunde haben einen Unterschlupf auf dem Gelände des Thai Hauses gefunden, in dem auch andere Hunde leben. Zu Hause angekommen hole ich Nadia und auch Bunnie ab. Bunnie ist trocken geblieben aber Nadia frottiere ich kräftig ab. Sie kann allerdings nicht lange bei uns bleiben, da sie über die Einfriedung springt. 

Nachdem ich die Medikamente verteilt habe, nehme ich mir zuerst Kofi und Bunnie vor, um sie von Zecken zu befreien. Ich könnte das täglich machen und würde immer welche finden. Bei der Gelegenheit sind dann auch Toby, Lucy und Aya dran. Nora pule ich auch etliche aus ihrem Pelz. An ihre Pfoten lässt sich mich aber nicht ran und ich müsste sie zu sehr stressen, wenn ich das erzwingen wollte.

Ich habe mich für halb acht bei Dr. Sam angesagt und muss mich beeilen die Welpen aus dem Parkhaus zu holen. Da der Feierabendverkehr immer Staus verursacht, brauche ich für die paar Kilometer schon mindestens 45 Minuten. Die Welpen verkriechen sich zwar unter einem Auto aber schließlich kann sich sie doch alle vier auf dem Bauch liegend herausziehen. Die Klinik erreiche ich erst kurz vor halb neun und so bitte ich Dr. Sam die Welpen über Nacht da zu behalten und sie morgen in Ruhe zu untersuchen und zu behandeln.

Wieder zu Hause verteile ich Knochen und nachdem alle satt und zufrieden sind, bringe ich Nadia zurück an ihren Platz. Ich treffe dort eine Frau an, die auch in dieser kleinen Slumeinheit wohnt und frage sie nach dem Verbleib des Mannes, der Cherry, Sarah, Ebony, Nadia versorgt. Sie sagt, dass er für etwa einen Monat in seine Provinz zurückgekehrt sei und dass sie die Hunde nun versorge. Ich frage sie auch nach Cherry und sie sagt, dass er noch da sei, und schon kommt er auch angetrabt.

Dienstag, 7. April 2015

Die Nacht war relativ ruhig, nur unterbrochen von Lucys und Ayas gelegentlichem Anschlagen. Ich kann mich auch mal wieder morgens in Ruhe duschen und rasieren und muss nicht sofort nach unten stürzen, um ein Chaos zu verhindern. Mir tun die Welpen und Bieow sehr leid, sie sind sozusagen aus dem Paradies vertrieben worden und müssen sich nun in etwas weniger luxuriösen Verhältnissen zurechtfinden. Das wird wohl ihr Karma sein. 

Ich habe noch etwas Reisfutter übrig und verteile dazu Suppenknochen, die die Hunde dem Reis vorziehen. Es ist beruhigend zu sehen, dass die Futterverteilung friedlich verläuft und ich kann auch mal in Ruhe frühstücken. Ui kommt um acht Uhr und reinigt das Gelände. Es ist nun nicht mehr so viel für sie zu tun, aber sie vermisst die Welpen und möchte gern einmal mit zu Derek fahren, um zu sehen wie es ihnen geht. 

Derek schreibt mir, dass die Welpen gut gefressen und sich etwas zurechtgefunden hätten. Er bittet mich sein Haus in der Songkran Woche für einige Tage zu hüten, da er gern mal wieder das Shelter in Thamai besuchen möchte. Während der Tage kann Ui dann auch mal die Welpen besuchen. 

An der Karaoke erwarten mich Nacho und Yaya. Das Trockenfutter ist noch nicht ganz weg und so lege ich nur etwas neues nach.

Nach der Arbeit fahre ich bei Maya, Nadia, Mae, Mae Song, Shira und Bunnie vorbei. Bunnie ist sehr anhänglich, aber fühlt sich offensichtlich auch wohl mit Maya und den anderen Hunden. Ein Stückchen weiter sehe ich Ebony und Sarah. Cherry vermisse ich schon seit einiger Zeit und auch den Mann, der bisher für die Hunde gesorgt hat. Allerdings ist sein Hund noch da und ich glaube, dass er nur für eine Zeitlang abwesend ist. Die Hunde dort sehen gut versorgt aus. Ich muss mal Wan Song fragen was dort los ist.

Im Haus ist alles himmlisch ruhig. Ui ist dagewesen und hat Reisfutter verteilt. Nachdem ich die Medikamente verteilt habe, fahre ich zum Pattaya Bazaar. Wan hatte mich angerufen, weil jemand mit einer Zwille auf die Hunde geschossen hat. Ich frage Wan, ob das Management dahinter steckt aber sie verneint das. Sie sagt, dass es irgend so ein Idiot sei, der sich darin gefällt auf wehrlose Hunde zu schießen. Sollte ich den Kerl dabei erwischen bin ich sofort bei der Polizei, damit das neue Tierschutzgesetz Anwendung finden kann. Ich sehe Nacho, Yaya und Jira. Nacho und Yaya geht es gut, aber Jira ist immer leidend. Sie und Rudi sind die nächsten, die ich Dr. Sam vorstellen möchte. 

Ich fahre weiter zum Tuk.com Parkhaus. Nicky, eine meiner FB Freundinnen, hat Interesse an einem jungen Welpen gezeigt. Ich habe ihr die Mabprachan Welpen angeboten und auch die Parkhaus Welpen. Die habe ich allerdings schon seit fast drei Wochen nicht mehr besucht. Von den sieben Welpen im ehemals guten Zustand sind nur noch vier übrig, und denen geht es leider nicht so gut. Ich habe mich mit Nicky für morgen Abend bei Dr. Sam verabredet, weil ich die Welpen sowieso untersuchen und impfen lassen wollte. Sie müssen also gründlich behandelt werden.

Von den großen Hunden im Parkhaus sehe ich die Mutter der Welpen, Figo, Fanta und unten vor dem Parkhaus Farah, Asuka und Flake. Figo ist leicht räudig und muss mit Ivermectin versorgt werden. Farah ist wie immer etwas schmuddelig aber sonst in Ordnung, auch Asuka geht es gut. Am besten sieht Flake aus; ihr schneeweißes Fell ist in tadellosem Zustand. Arika sehe ich nicht und auch nicht die noch nicht sterilisierte Hündin.

Im Haus verteile ich eine Runde Knochen und die Medikamente an Kofi, Nora und Toby. Alle Hunde verhalten sich einwandfrei. Toby schließt Freundschaft mit Aya und Lucy und Nora ist auch wieder entspannter, seitdem um sie herum Ruhe eingekehrt ist.

Montag, 6. April 2015

Um halb drei morgens werde ich aus dem Schlaf gerissen, da unten offenbar das Chaos herrscht. Alle großen Hunde bellen und die Kleinen quieken. Um nicht von meinem Nachbarn erschossen zu werden, laufe ich schnell runter und versuche die Bande zu beruhigen. Die Kleinen bekommen Milch und die anderen Hunde Trockenfutter. Ich weiß nicht, was den Aufruhr ausgelöst hat. Manchmal kommen einfach nur Hunde in das Village oder eine Katze läuft vorbei. Ich bin froh, dass diese Nacht erstmal die letzte mit dieser Belastung sein wird.

Um sechs Uhr holen mich die Hunde wieder aus dem Bett und ich gehe runter und koche für sie. Ui hat den neuen Reiskocher eingeweiht und so ist heute mal mehr als ausreichend Reis vorhanden. In den Reis kommt gebratene Leber und das ganze wird mit Soßen vermischt. Nora bekommt, seit sie aus der Klinik ist, weiterhin Cephalexin und dazu noch Kalzium. Glücklicherweise nimmt sie die Medikamente mit Wurststückchen, denn in den Hals schieben lässt sie sie nicht. Alle Welpen werden entwurmt und die Kleinen bekommen wie jeden Tag VibraVet; Bonnie bekommt Cephalexin und Toby Cephalexin und Itraconazole. Bieow gebe ich kein Doxyciclin mehr. Ihre Fäden können in der Klinik gezogen werden. 

Ich nehme mir den Nachmittag frei, lade die großen Welpen und Bieow in Box und Käfig und die kleinen Welpen verstaue ich in zwei Körben im Innenraum. In der Klinik erhalten Talib, Nura, Jojo, Nala, Lina and Kofi ihre Zweitimpfung und Juma, Kira, Darya und Maisha ihre Erstimpfung. Kofi hat Fieber und ich lasse ihn deshalb in der Klinik zur Beobachtung. Buffy ist nach der Operation auf dem Wege der Besserung; Prana ist fieberfrei und  wird auf Blutparasiten behandelt. Beide Hunde müssen noch in der Klinik bleiben. Yaya kann entlassen werden. 

Zuerst aber fahre ich mit Bieow und neun Welpen zu Derek nach Mabprachan. Dereks Frau Mali ist zufälligerweise auch da. Sie kommt ab und zu aus Thamai, um Angelegenheiten in Pattaya zu regeln. Ich reinige mit Mali den Bereich in dem die Hunde nun erstmal vorübergehend untergebracht werden, und Mali richtet einen großen Käfig wohnlich her. Anfangs sind die Welpen verwirrt, suchen meine Nähe oder wollen entkommen, aber nach einer Stunde beruhigen sie sich und schlafen in der neuen Unterkunft ein. Ich werde mindestens zweimal die Woche nach ihnen schauen.

Zurück in der Klinik hole ich Yaya und Kofi ab. Kofi hat immer noch Fieber aber eine fiebersenkende Injektion bekommen. Ich bekomme neues VibraVet für ihn mit, das ich ihm zweimal täglich zwei Wochen lang verabreichen muss.

Im Haus lasse ich Yaya und Kofi heraus. Kofi ist ja einer der sensiblen der Welpen und es tut ihm wahrscheinlich gut, sich mal ohne die anderen zu erholen. Yaya okkupiert sofort die Küche und legt sich mit Toby an, der jedoch friedlich bleibt. Ich nehme mir beide Hunde zur Brust und versuche ihnen nahezubringen sich zu vertragen. Die Knurrerei hält jedoch an und schließlich fällt Yaya über Toby her. Ich kann sie sofort trennen, muss aber erkennen, dass einer von ihnen gehen muss. Da Yaya der Übeltäter ist, ist er dran. 

Damit nicht genug, seit Yaya im Hof ist jault Bonnie die ganze Zeit. Da sie auch diejenige ist, die Nachts anfängt zu heulen und zu bellen, entscheide ich sie zum Tempel zurückzubringen. Die Behandlung mit Cephalexin hat zur Folge, dass Entzündungen auf ihrem Rücken nicht mehr feststellbar sind. Ich werde sie unter Beobachtung halten und bei Bedarf noch mal zu mir nehmen.

Bunnie nehme ich auch ins Auto und fahre mit den Dreien erstmal zu Maya und liefere Bunnie bei ihr ab. Maya und Bunnie sind sichtlich froh, wieder zusammen zu sein. Yaya lasse ich im Pattaya Bazaar heraus und auch er ist nicht unglücklich wieder zurück zu sein. An der Tempelmauer vor dem Sala lasse ich Bonnie aus der Box. Sie wird von Rocky, Satya und Yoshi empfangen und ist offensichtlich ebenfalls froh wieder in ihrer gewohnten Umgebung zu sein.

An der Vorhalle bestürmen mich wie immer die anderen Hunde. Ich säubere und fülle die Behälter und wie stets können es die Hunde kaum erwarten bis ich sage: Let’s go to the beach.

Ui ist mittlerweile im Haus gewesen und hat Nora, Lucy, Aya, Toby und Kofi versorgt, sodass ich todmüde ins Bett sinken kann, nachdem ich die Medikamente an Nora und Toby verteilt habe.

Sonntag, 5. April 2015

Die Nächte werden immer kürzer und ich bin schon froh, wenn ich mal drei Stunden durchschlafen kann. Wenn ich meine körperliche und geistige Gesundheit noch retten will, müssen die Welpen umgesiedelt werden. 

Nachdem ich die Hunde bekocht und mit Medikamenten versorgt habe, rufe ich Derek Doyle an, der auf seinem Gelände am Lake Mabprachan ein Shelter hatte. Das Grundstück mit großem Haus steht nun zum Verkauf und Derek lebt allein dort. Alle Tiere sind in einem neuen Shelter in Thaimai untergebracht. Es sind zur Zeit etwa 350 Hunde und 40 Katzen. Dereks Frau managt das Shelter. Derek ist bereit, die Welpen und Bieow für eine Zeitlang aufzunehmen. Ich fahre zu ihm und wir besprechen die Modalitäten der Unterbringung. Wir richten einen Teil des Grundstücks so her, dass die Hunde genug Freiraum haben, aber nicht auf die übrigen Teile des Grundstücks entweichen können. Derek teilt mir mit, dass ich die Hunde morgen Nachmittag zu ihm bringen könne.

Auf dem Weg nach Hause stelle ich eine Überhitzung des Motors fest und steure die nächste Werkstatt an. Dort wird festgestellt, dass der Kühler ein Leck aufweist. Der Kühler muss erneuert werden. Die Reparatur dauert bis in die Abendstunden und so kann ich nicht mehr in die Klinik fahren, um Yaya abzuholen. Ich rufe Dr. Sam an und teile ihm mit, dass ich morgen Nachmittag auf dem Wege zu Derek bei ihm vorbeikomme, damit die sieben großen Welpen nachgeimpft werden und die vier Kleinen ihre Erstimpfung erhalten. Yaya würde ich dann später abholen. Dr. Sam teilt mir mit, dass Prana erhöhte Temperatur habe und dass er einen Bluttest vorgenommen habe. Das Resultat läge morgen vor.

Samstag, 4. April 2015

Die Nacht war wieder kurz und ist mehrfach unterbrochen worden. Ich rechne schon damit, dass mein Nachbar mir irgendwann die rote Karte zeigt. Ich versorge die Hunde mit Reisfutter und Medikamenten und fahre ins Büro. Nacho erwartet mich wie jeden Morgen an der Karaoke, wo ich Trockenfutter auslege, das nun auch immer aufgefressen ist.

Am frühen Nachmittag schnappe ich mir Lucy und Jojo und fahre in die Klinik. Lucy soll ihre wöchentliche Ivermectin Injektion bekommen und die Vernarbung an ihrer Operationsnaht möchte ich auch untersuchen lassen. Bei Jojo habe ich um die Augen herum beginnende Kahlheit festgestellt. Das kann ein Anzeichen für Räude sein, die häufig an den Augen beginnt.

Lucy bekommt eine Spritze und Jojo vorsorglich auch eine. Buffy ist erfolgreich operiert worden, muss aber noch wie Prana einige Tage in der Klinik bleiben. Der Bluttest für Nora ist erfreulicherweise normal ausgefallen und auch ein Glaukomtest ist negativ. Ihr tränendes Auge ist ausgespült worden. Die Schiene ist entfernt worden und Nora muss nun versuchen ihr Bein wieder zu gebrauchen. Ich nehme sie mit nach Hause und muss sie dann wieder in die Klinik bringen, wenn das zytologische Ergebnis vorliegt. Dann kann hoffentlich auch sofort mit der Chemotherapie begonnen werden.

Nachdem ich die Hunde zurückgebracht habe, fahre ich Einkaufen. Ich kaufe auch einen größeren Reiskocher. Heidi Mathys hat mir dankenswerterweise angeboten, die Kosten dafür zu übernehmen.

Am Abend passiert dann das, was ich schon lange befürchtet habe. Der Nachbar spricht mich an und teilt mir mit, dass er die Geräuschbelästigung nicht länger dulden könne. Er erklärt mir, dass nicht nur seine Nachtruhe gestört wird, sondern dass ihm auch während des Tages, wenn ich nicht da bin, das Gequieke der Welpen auf die Nerven geht. Ich kann seine Genervtheit verstehen und verspreche Abhilfe zu schaffen. Die Situation wird ja nicht besser, wenn die Welpen größer werden und auf Dauer kann ich die Hunde nicht alle bei mir behalten. Ein Haus irgendwo in der Pampa wäre eine Lösung, aber ich habe einen Einjahres Mietvertrag und solch ein passendes Haus in der Nähe von Pattaya zu finden, ist schwierig, zumal mir ja auch die Zeit fehlt, um herumzufahren und nach einem zu suchen.

Noch in der Nacht kontaktiere ich Sigi Seitz, die Spenden für das Mabprachan Shelter organisiert um zu fragen, ob die Welpen dort aufgenommen werden können. Das Shelter ist seit einiger Zeit nach Thaimai in der Provinz Chantaburi umgezogen und die Kosten für eine Unterbringung eines Hundes kostet 15 Euro pro Monat. Allerdings gäbe es noch die Möglichkeit die Welpen für eine Übergangszeit auf dem Gelände des ehemaligen Shelters unterzubringen. Wenn das ginge, wäre mir das auch lieber, weil ich mich dann auch weiterhin um die Welpen kümmern könnte.

Freitag, 3. April 2015

Nachdem Bieow in den ersten zwei Tagen nach der Sterilisation etwas geschwächt war, ist sie nun wieder kämpferisch. Sie liegt an der Schwelle des Kücheneingangs und bellt Bonnie an, sobald sie sich der Küche nähert. Mit Toby hat sie keine Probleme, er darf in die Küche. Bonnie bosst Lucy und Aya, denn sie ist größer als sie und Lucy gibt das zuweilen an die Welpen weiter. Alle Auseinandersetzungen halten sich aber in Grenzen und ich unterbinde jeglichen Ansatz einer Rauferei. Selbst die vier Kleinen wissen schon, dass wenn ich sie bei ihrem Namen nenne, sie sich zu benehmen haben. 

Sie bekommen weiterhin morgens und abends VibraVet bis Dienstag nächster Wochen und dann werde ich sie wieder Dr. Sam vorstellen. Bieow bekommt noch Doxyciclin, Lucy und Bonnie Cephalexin und Toby dazu noch Itraconazole.

Nach Büroschluss fahre ich direkt zum Eastern Pet Hospital. Dr. Sam teilt mir mit, dass er Nora nicht operiert habe, da die Knochenenden schon zu fest zusammengewachsen seien. Eine Operation wird es dann wieder in Erwägung gezogen, wenn Nora ihr Bein nicht ausreichend gut gebrauchen könne. Buffy soll morgen operiert werden und Yaya und Prana müssten noch einige Tage in der Klinik bleiben. Prana ist übrigens sterilisiert worden, während ihr die Röhre entfernt wurde.

Auf dem Weg nach Hause halte ich am Amari Strand um nach Boss und Alana zu schauen. Boss liegt wie schon das letzte Mal bei den Taxifahrern am Straßenrand. Ich gehe mit ihm rüber zum Strand, um vielleicht auch Alana zu finden. Allerdings sehe ich zu meiner Überraschung am Ende der Promenade nur einen etwa drei Monate alten Welpen. Es kann eigentlich nur einer von Sashkas Jungen sein, wenn er nicht ausgesetzt worden ist. Sashka ist ein Welpe von Alana und Boss. Sie ist nicht wie ihre Geschwister irgendwann mal auf den Strand gewechselt, sondern ist immer im Bauch den Hotels verblieben. Ich bin auch nie mehr als fünf Meter an sie herangekommen. Vor einigen Monaten habe ich sie mal gesehen und stellte fest, dass sie offensichtlich Junge bekommen hatte. Danach habe ich weder sie noch einen ihrer Jungen je zu Gesicht bekommen. 

Der weibliche Welpe ist zutraulich und lässt sich von mir streicheln. Bis auf ein paar Fellauffälligkeiten scheint es ihm gut zu gehen. Als ich aufblicke, steht Rudi neben mir. Er hat einen Spaziergang vom Best zum Strand gemacht, und das wohl nicht zum ersten Mal. Ich versuche Boss mit Rudi bekannt zu machen, aber der erste Versuch ist nicht sehr erfolgreich. Allerdings gibt es auch keine Knurrerei zwischen ihnen. Rudi ist ja absolut friedlich und lässt sich so leicht nicht aus der Ruhe bringen. Boss zieht sich etwas zurück. Ich gehe mit Boss wieder zurück auf die andere Straßenseite und dort taucht dann auch Alana auf. Leider erwische ich sie nicht und kann ihr somit auch kein Halsband umlegen. Dafür bekommt Rudi eines verpasst. Ich schaue mal, ob ich ihn am Wochenende erwische, um ihn Dr. Sam vorstellen zu können.

Donnerstag, 2. April 2015

Heute Morgen schlafe ich doch tatsächlich bis der Wecker um halb sieben klingelt. Leila fängt erst danach an zu maunzen und Bonnie hat sich das Heulen verkniffen. Ich hoffe, es bleibt dabei, denn wenn meine kurze Nachtruhe auch noch unterbrochen wird, wird der Bürotag echt anstrengend. 

Die vier Kleinen bekommen ihre Milch und Gehacktes, das ich ihnen nun an Stelle des Nassfutters gebe. Das halbe Pfund ist auch in Nullkommanichts weggeputzt. Um den Rest der Milch streiten sich die großen Welpen. Ich hatte am Abend zwei Portionen Reis vorgekocht und die Leber und die Herzen schon geschnitten. Die Zubereitung dauert deswegen nicht lange. Obwohl ich das fertige Reisfutter in viele Portionen aufteile, kommt es dennoch zu Streitereien und Toby kommt mit einem Schmiss auf der Nase daraus hervor, den ich mit Betadine behandele. Auch diese zwei Portionen Reis werden restlos aufgefressen, sodass ich mir nun tatsächlich einen größeren Reiskocher zulegen muss. 

Die vier kleinen Welpen bekommen weiterhin VibraVet, Toby Cephalexin und Itraconazole, Bonnie Cephalexin und Bieow Doxyciclin. Ich nehme Bieow das Shirt ab, da sich die Operationswunde gut anfühlt. Das Pflaster sitzt noch. Ui kommt und säubert Hof und Garten und alle Hunde scheinen zufrieden zu sein.

Nach der Arbeit und zurück im Haus untersuche ich die Welpen erneut nach Zecken und finde wieder etliche. Danach lade ich Nora in die Box und fahre mit ihr in die Klinik. Nachdem sie gewogen ist und ich sie auf dem Schoß halte während ich mit Dr. Sam spreche, stelle ich fest, dass aus Noras Vagina Blut austritt. Das hatte ich zuvor nie bei ihr gesehen. Nora wird daraufhin untersucht und Dr. Sam diagnostiziert einen Tumor im Scheidengang. Welcher Art der Tumor ist, kann nur ein zytologischer Test erweisen. Die Krebsbehandlung wird auf jeden Fall erst nach der Operation erfolgen und auch erst dann, wenn der Heilungsprozess weit fortgeschritten ist. Ich lasse mir noch Cephalexin und VibraVet geben welches mir Dr. Sam mit Discount überlässt. 

Dann fahre ich weiter zum Wat. Um der stürmischen Begrüßung der Hunde die Energie zu nehmen laufen wir gleich an den Strand. Aus der Ferne höre ich Aisha bellen, aber zu den Hunden, die sich am Sala aufhalten, kann ich nicht gehen, ohne eine Auseinandersetzung der beiden Gruppen heraufzubeschwören. Der Standgang mit der Kerngruppe ist meistens harmonisch. 

Die Kerngruppe teilt sich in zwei Untergruppen, die Gruppe der großen Hunde mit Arnie, Shana, Lizzy, Rashid, Nico, Asa, Jake und Jimbo und die Gruppe der kleineren Hunde mit Chuki, Nema, Jaha, Panya, Satya und Yoshi. Zu den Strandhunden gehören noch Prince und Rocky, die sich am Sala aufhalten, Tessa von der Tempelmauer, Jira und Nacho vom Pattaya Bazaar, sowie Bonnie und Toby, die momentan bei mir sind. Ich weiß zwar nicht ob Ba Bät die Hunde der Kerngruppe regelmäßig füttert wenn ich nicht da bin, aber sie sind alle wohl genährt. Die Hunde am Sala werden von Kun gefüttert und auch Wasser steht ihnen zur Verfügung. Tessa und zuvor auch Bonnie holen sich davon wohl auch ihren Teil oder versorgen sich bei den anderen Tempelhunden. Auch sie sind nicht unterernährt. 

Von Verletzungen sind die Hunde in letzter Zeit verschont geblieben. Nur Rashid kommt ab und zu mit Macken an. Sorgen machen mir die Fellprobleme bei Chuki und Jaha. Aber sind nicht dramatisch auch die beiden werde ich in nächster bei Dr. Sam vorstellen. Das Trockenfutter, dass ich an den nun zwei Tagen in der Woche an die Hunde in der Vorhalle, die Hunde der Kerngruppe, verteile, ist nur zuweilen völlig aufgefressen. Ich komme zur Zeit mit 45 kg monatlich aus. Wasser ist nun auch regelmäßig aus einem Hahn erhältlich, sodass ich nicht mehr auf das Wasser aus dem Tank angewiesen bin. Vermutlich ist Khun Chai, dem ich bei der Sterilisation der vier Tempelhunde geholfen habe, dafür verantwortlich.

Mittwoch, 1. April 2015

Leila bekommt Futter und Wasser auf dem Verandatisch und die vier Kleinen zuerst ihre Milch und dann Nassfutter, das sie gierig verschlingen. Über den Rest der Milch machen sich die großen Welpen her, ein Bild für die Götter. Während ich noch mit der Zubereitung des Reisfuttes beschäftigt bin, kommt Ui schon und hat ebenfalls Reisfutter mitgebracht, sodass sich heute Morgen mal alle richtig satt essen können. 

Die Medikamentenvergabe verläuft mittlerweile auch bei Toby recht problemlos Er windet sich zwar immer noch wenn ich ihm die Kapseln in den Hals stecke, aber nicht so sehr wie Aya, bei der diese Prozedur zum Scheitern verurteilt ist.

Nacho empfängt mich wie jeden Morgen entweder am Karaoke Eingang, wo ich morgens immer Trockenfutter auslege, oder in der Tiefgarage. Er folgt mir nur noch gelegentlich bis vor die Bürotür; wahrscheinlich ist ihm die vergebliche Warterei auf mich zu blöd und er geht lieber wieder schlafen.
Als ich nach dem nachmittäglichen Einkauf am Haus eintreffe, hat Ui die Hunde schon gefüttert. Toby und Bonnie haben sich nun auch besser an den täglichen Ablauf gewöhnt und ich muss nicht befürchten, dass sie etwas anstellen. Bonnies Heulerei und Bellerei hat auch nachgelassen. Die Hunde sind ja nicht dumm und wissen genau, was ich mag und was nicht.

Nach der Medikamentenvergabe verteile ich noch etwas Trockenfutter. Dr. Sam benachrichtigt mich, dass er die Metallplatte erhalten hat. Ich könne Nora morgen zu ihm bringen.